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6,50 Euro Nr. 1 / 2009

Jahresabschlusszeitung Ride Arabians, because it`s fun ! www.gawa-online.de

SPORT ► GAWA - Cup 2009 - die Gewinner ► EM Stadl Paura

GAWA - Preisrätsel Mitmachen und gewinnen!

FORTBILDUNG ► Drei Jahre GAWA - Symposium wie und warum alles begann! GESUNDHEIT ► Akupressur beim Pferd ihre Wirkweise und praktische Anwendung JUGEND ► Ein Araber im Norden

Der Araber als Westernpferd Exterieur & Interieur - Vorraussetzung für Leistung incl. Verkaufsanzeigen, Terminvorschau für 2010, alles zum GAWA-Kalender und vieles mehr...


EDITORIAL

Liebe GAWA - Mitglieder, liebe Freunde des western gerittenen Arabischen Pferdes, ... manchmal fragt man sich, wo die Zeit bleibt. Sie scheint wie im „Tiefflug“ zu vergehen, passend zu unserem diesjährigen Titelbild. So steht nun bereits Weihnachten vor der Türe und das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Dies ist Anlass für die GAWA einmal zurück zu blicken, auf das gemeinsam Erlebte und das zusammen Geleistete. Zum ersten Mal erscheint deshalb in diesem Jahr eine Jahresabschlusszeitung, die pünktlich zur Vorweihnachtszeit bei allen Mitgliedern in den Briefkasten flattert. Die Zeitung ist bunt gemischt mit Themen aus Sport, Zucht, Freizeit, Jugend und Gesundheit, berichtet aber auch über die Aktivitäten der GAWA im Jahr 2009. Besonders erfreulich ist, dass uns Marion Ernst (Tierakupunkteurin) einen Fachbeitrag zum Thema „Akupressur beim Pferd - ihre Wirkweise und praktische Anwendung“ zur Verfügung gestellt hat. Auch Martina Hable hat einen Artikel über die unterschiedliche Eignung der VollblutAraber und ihrer Zuchtrichtungen für den Westernreitsport beigesteuert. Die Tierärztin Katrin Hoffmann hat einen Artikel über ein essentielles Thema geschrieben, welches u. a. schon im GAWA - Forum für einige Fragen gesorgt hat, nämlich

über das korrekte Entwurmen beim Pferd. Allen Verfasserinnen hierfür ein herzliches Dankeschön! Aber auch andere GAWA - Mitglieder schickten tolle Artikel über sich und ihre Pferde ein. So stellen sich die GAWA - Cup - Gewinnerinnen 2009 mit ihren Pferden vor. Emily Bell hat einen Beitrag über ihren Kalif geschrieben, außerdem wird über eine kleine, aber feine Kinderreitschule berichtet. Im Jahr 2009 hat sich in der GAWA einiges getan und es konnten gemeinsam einige kleine Erfolge erzielt werden: das Symposium war schnell ausgebucht, der GAWA Cup hatte so viele Starter wie nie, das Shopangebot wurde ausgeweitet, der GAWA - Kalender mit vorausgegangenem Fotowettbewerb ging in Druck und das 100. ste Mitglied konnte begrüßt werden. Erfolge verbuchen konnten 2009 aber auch viele GAWA - Mitglieder mit ihren Pferden: Baikal gewann die Wahl zum Araber des Jahres der Zeitung Araber Weltweit und Zid Ibn El Zahim wurde auf der Verbandshengstschau in Aachen gekört. Auf der Europameisterschaft der Sportaraber in Stadl Paura räumten einige GAWA - Mitglieder Platzierungen ab und so mancher GAWA - Cup - Teilnehmer konnte in seiner Leistungsklasse eine Stufe

höher klettern. In den zurückliegenden Monaten kam aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Gemeinsame Ausflüge der GAWA - Mitglieder gehören mittlerweile schon zum festen Bestandteil im Jahr. So traf man sich im Frühjahr zu einem Hessenstammtisch im Waldmichelbacher-Hof - unter den GAWA - Mitgliedern sehr beliebt wegen seinen legendären Erdbeertörtchen - und besuchte zusammen die German Open der EWU in Riedstadt. Das letzte GAWA - Event in diesem Jahr wird die Jahresabschlussfeier am 05.12.2009 ab 19.00 Uhr im Naturfreundehaus Waldheim in Mörfelden-Walldorf sein, zu der alle Mitglieder sowie Freunde des western gerittenen Arabischen Pferdes herzlich eingeladen sind. Dort werden auch die GAWA - Cup -Gewinner/innen 2009 geehrt und erhalten neben einer Urkunde tolle Sachpreise nahmhafter Sponsoren. Zum Abschluss bleibt für das kommende Jahr zu wünschen, dass es für alle GAWA - Mitglieder genauso erfolgreich wird, wie das vergangene. Viel Spaß beim Lesen der Zeitung wünscht euch Cassandra Mrotzeck

Eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins kommende Jahr 2010 sowie eine erfolgreiche Saison mit euren Pferden wünscht euch euer GAWA - Team

Martina, Sonja, Uli, Marion, Maike, Daniela, Eva und Cassandra

Jahresabschlusszeitung GAWA 2009




INHALT

► Akupressur frs Pferd - wann kann Akupressur angewendet werden, wie wirkt sie und welche Mglichkeiten bietet sie? Mehr dazu erfahrt ihr ab Seite 27

GAWA goes Austria - Infors rund um die EM in Stadl Paura, die Gewinner und stimmungsvolle Fotos ab Seite 14

3 Jahre GAWA- Symposium - ein Rckblick ber die Anfnge, die Erfolge und die kommenden Ziele, mehr dazu ab Seite 18

► Araber des Jahres der Zeitung Araber Weltweit wurde der

Hengst von GAWA - Mitglied Petra Dries. Mehr ber Baikal lest ihr auf Seite 40

Der GAWA - Cup 2009 war ein voller Erfolg. Mehr als 45 Reiter traten gegeneinander an. Zudem hatte er einige Neuerungen parat, mehr ber die Diszipinen, die Regeln und die Gewinner/innen ab Seite 6



Jahresabschlusszeitung GAWA 2009


INHALT

SPORT

Die Disziplinen des GAWA - Cups Auswertung des GAWA - Cups 2009 Die Allaround-Championessen im Portrait GAWA goes Austria - Ausflug zur EM nach Stadl Paura

6 7 10 14

FORTBILDUNG

Drei Jahre GAWA - Symposium - wie und warum alles begann! 18

JUGEND

Wie die Jungfrau zum Kinde kam - Aurelias Kinderreitschule Ein Araber im Norden

FREIZEIT

GAWA-Stammtisch auf der GO in Riedstadt

VERKAUFSANZEIGEN

Diese Pferde suchen einen neuen Haferspender

20 21

► 22

"Eine Kinderreitschule mit Vollblutarabern - funktioniert das berhaupt?""Natrlich," sagt Aurelia Botter-Lolobali, mehr dazu auf Seite 20

23

GESUNDHEIT

Akupressur beim Pferd ihre Wirkweise und praktische Anwendung 27 Richtig Entwurmung - aber wie? 30

TERMINVORSCHAU 2010

DAS solltet ihr nicht verpassen... 32

ZUCHT

Der Araber als Westernpferd Exterieur & Interieur - Vorraussetzung für Leistung 34 GAWA - Nachwuchs 2009 38

mit Niedlichkeitsfaktor - alles ber den GAWA - Nachwuchs aus 2009 auf Seite 38

ARABER DES JAHRES

Baikal - Araber des Jahres 2009 40

FOTOKALENDER

GAWA- Fotokalender 2010 Von der ersten Idee bis zum Druck

42

GAWA - INFOS

GAWA - Mitgliedschaft - warum? 44 Mitgliederstatistik 44 Die GAWA stellt sich vor 45 Preisrätsel 45 Impressum 37

DIE LETZTE SEITE

einen kurzen Bericht ber den GAWA Fotokalender gibt es ab Seite 42

Bahnregeln 47

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SPORT

Die Disziplinen des GAWA - Cups REINING Die Reining ist die Dressur der Westernreiter und wird durchgehend im Galopp geritten. Verlangt wird ein sorgsam ausgebildetes Pferd, das rasante Manöver wie die spektakulären Sliding Stops (gleitende Vollbremsung auf der Hinterhand aus dem vollen Galopp), flotte Spins (schnelle 360-Grad-Drehung) und Roll-Backs (180-GradWendungen auf der Hinterhand) willig und rasant ausführt. Die einzelnen Elemente der Reining sind Aufgaben, die das Pferd ursprünglich bei der Arbeit mit Rindern beherrschen musste. Jeder Reiter beginnt seinen Ritt mit 70 Punkten. Der Richter bewertet die einzelnen Manöver je nach Ausführung mit Plus-, Minus- oder Null-Punkten. Auch Strafpunkte, sogenannte Panalties, können gegegben werden, wenn z. B. im Außengalopp geritten wird. Je nach Leistung verlässt der Reiter die Bahn z. B. mit einem 65 oder 72 Score.

Beim Spin dreht sich das Pferd um seine Hinterhand (Bild: M. Farago) WESTERN PLEASURE Wie es schon der Name sagt, soll es für den Reiter ein Vergnügen sein, das Pferd in den drei Grundgangarten am angemessen losen Zügel möglichst bequem und fließend in der Gruppe zu reiten. Die Pferde werden nach ihren Gangarten und ihrer Bereitschaft beurteilt, die unsichtbaren Hilfen des Reiters sofort zu befolgen, was die Prüfung für den Zuschauer sehr mühelos erscheinen lässt. Von den Reitern



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ist bei dieser „Materialprüfung“ aber höchste Konzentration gefordert. Wichtig ist, dass die Pferde in ihrer jeweiligen natürlichen Aufrichtung und damit in ihrem individuellen Tempo vorgestellt werden. Die natürliche Aufrichtung bedingt wesentlich flachere Beinbewegungen, als beim „klassischen“ Reiten bekannt. Da die Pferde individuell unterschiedliche Geschwindigkeiten besonders im Trab und Galopp besitzen, darf in der Pleasure überholt werden. Die Pferde müssen ihr jeweiliges Tempo in den verschiedenen Gangarten konsequent beibehalten. WESTERN HORSEMANSHIP n der Western Horsemanship werden vornehmlich Sitz, Einwirkung und Stil des Reiters bewertet. Im ersten Teil der Prüfung absolviert jeder Teilnehmer eine Einzelaufgabe, die vom Richter gestellt wurde und (an Pylonen) auf einer kurzen Distanz verschiedene Manöver und Übergänge zwischen den Gangarten verlangt. Im zweiten Teil reiten die Teilnehmer zusammen nach Anweisung durch den Ansager. Der Richter prüft jetzt Harmonie und Zusammenwirken in kontinuierlichen Bewegungsabläufen und vergleicht die Reiter untereinander, was zur endgültigen Platzierung führt. Die Einzelaufgabe fließt zu 80 % und die sogenannte Railwork zu 20 % in die Bewertung ein. Deshalb kann es bei einem großen Starterfeld vor-

Die Horsemanship erfordert hohe Konzentration von Pferd und Reiter (Bild: N. Mantel)

kommen, dass nur die beste Reiter zur Railwork aufgerufen werden. TRAIL In dieser Geschicklichkeits-Prüfung müssen die Pferde mindestens sechs Hindernisse bewältigen. Beim Trail sind Nervenstärke, Vertrauen von Reiter ins Pferd sowie auch das Vertrauen des Pferdes in den Reiter gefordert. Der Reiter muss zum Beispiel ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, ebenfalls das offene Tor passieren zu können. Ein anderes Hindernis ist die Brücke, die von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden soll. Auch müssen am

Ein Trailpferd soll willig ber eine Brcke gehen (Bild: www.ck24.at) Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, ohne Berühren in den verschiedenen Gangarten überschritten werden. Eine andere Übung ist das Rückwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen-U. Das gute Trailpferd soll sich unerschrocken und überlegt jedem noch so seltsamen Hindernis nähern, es prüfen und dann ohne Verzögerung bewältigen. Die Bewertung im Trail ist analog zur Reining. Jeder Reiter startet mit 70 Punkten und bekommt je nachdem wie gut er den Parcour mit seinem Pferd meistert Plus- oder Minuspunkte. Quelle: EWU Landesverband Hessen

Eva Wüllenweber


SPORT

Auswertung des GAWA - Cups 2009 Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Jahreswertung der Turniere beim GAWA-Cup durchgeführt, allerdings unter einigen Veränderungen. Erfreulicher Weise wurde dies als großer Ansporn wahrgenommen, sodass sich einige auf ihre Fahne schrieben, so viele Schleifen in der Turniersaison 2009 wie möglich zu sammeln und die Ergebnisse bei der GAWA einzureichen. Unterschieden wurde - wie auch schon in den Jahren zuvor - zwischen den beiden Leistungsklassen Einsteiger/Jugend und Amateur/Open. Aus allen vier Diszilpinen wurde dann zu Saisonende der AllaroundChampion der beiden Leistungsklassen ermittelt. NEUERUNGEN 2009 Für den GAWA-Cup wurden zum ersten Mal in diesem Jahr nicht nur die reinen Araber-Turniere gewertet, sondern die Teilnehmer konnten alle errittenen Turnier-Punkte in den Disziplinen Reining, Pleasure, Trail und Horsemanship werten lassen. Durch ein gemeinsam erarbeitetes Punktesystem ist es möglich, die unterschiedlichen Leistungen der einzelnen Turniere zu bewerten und miteinander vergleichbar zu machen. So zählen z. B. Qualifikationsturniere für die Deutsche Meisterschaft doppelt so viel, wie regionale Verbandsturniere. Diese Neuerung wurde wirklich sehr gut angenommen, sodass über 25 GAWA-Mitglieder Platzierungsbestätigungen einschickten. Insgesamt nahmen 47 Reiter am Cup teil. Durch die Neuerung entstanden folgende Vorteile für die Reiter/innen: ► jeder Reiter/in aus dem Bundesgebiet hat die Chance an der Wertung teilzunehmen ► man hat deutlich größere Chancen Punkte zu erreiten ► es gibt viele Möglichkeiten an Turnieren teilzunehmen, der Cup

beschränkt sich nicht mehr auf zwei bis drei Wochenenden im Jahr ► man scheut keine Konkurrenz und beweist, dass auch Araber konstante Turnierleistung bei stark besetzten Starterklassen zeigen können. Außerdem sind seit diesem Jahr die Reiter selbst dafür verantwortlich, ihre Ergebnisse einzureichen. Dafür steht auf der GAWA-Homepage ein Formular zur Verfügung, welches der Turnier-Veranstalter gegenzeichnen muss (alternativ dazu kann auch eine offizielle Turnierergebnisliste eingeschickt werden). Eine weitere Neuerung ist, dass nun auch arabische Pferde mit einem Blutanteil von 25 % berechtigt sind, an Veranstaltungen der GAWA teilzunehmen, also auch für den Cup zugelassen sind. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sie bei einem ordentlichen Zuchtverband (VZAP, ZSAA, ZfDP u. ä.) registriert sind. Allerdings scheint diese Regelung noch nicht sehr publik zu sein, da in diesem Jahr nur VA, Araber-Berber oder Shagyas an den Start gingen. Denn theoretisch sind auch Quarabs, Araber-Pintos etc. startberechtigt. EINGEREICHTE TURNIERE Zum größten Teil wurden Turniere der EWU (Erste Westernreiter Union Deutschland) eingereicht, aber auch Turniere vom VWB- (Vereinigung der Westernreiter in Bayern), der NRHA - (National Reining Horse Association) und rasseoffene DQHA-Turniere (Deutschen Quarter Horse Association) waren dabei. Automatisch mit in die Wertung des Cups wurden die Araberklassen Gieboldehausen, die Arabertrophy Salzkotten und die Bundesleistungsschau in Kreuth aufgenommen.

GEWINNER Eine wirklich überwältigende und konstante Leistung bei starker Konkurrenz zeigte die Allaround-Gewinnerin Katrin Hoffmann mit Bo Tameeh Ibn Bendigo mit insgesamt 180 Punkten in der Leistungsklasse Amateur / Open, die einen Vorsprung von über 130 Punkten zu der zweitplatzierten Lisa-Marie Georgi mit Komedia (43 Punkte) herausritt. Man kann mit Recht sagen, dass es sich bei diesem Paar um echte Allaround-Talente handelt, die in drei Disziplinen durchweg konstant weit vorne platziert waren. Nur mit dem Zirkelflitzen können sie sich anscheinend nicht wirklich anfreunden. Auf den dritten Platz ritt Dr. Stefan Gieseke auf T´Amour mit 39,5 Punkten. Katrin Hoffmann hat insgesamt 333 Pferde bei 31 Starts besiegt und kann auf eine sehr erfolgreiche Saison 2009 zurückblicken. Diese Leistung zeigt, dass man auch mit Arabern in hohen Klassen neben Paint, Quarter und Co. weit vorne mit reiten kann. Ein netter Nebeneffekt: Sie ist in die LK 1 aufgestiegen. Ebenfalls sehr erfolgreich unterwegs war Nadine Mantel mit ihrem Pferd Sayad, die Allaround-Championesse in der Leistungsklasse Einsteiger / Jugend wurde. Sie hat 223 Pferde bei 19 Starts besiegt und so in allen vier Disziplinen 85,5 Punkte erritten. Auch sie erritt einen deutlichen Vorsprung zur Zweitplatzierten und ist in die LK 3 aufgestiegen. Den zweiten Platz erreichte die 15-jährige Emily Bell mit Kalif. Insgesamt erritt sie 73,5 Punkte, gefolgt von der 13-jährigen Julia Stockbauer mit Zahims Alina, die mit 57 Punkten einen dritten Platz in der Allaround-Wertung belegen konnte. In den Einzeldisziplinen siegte in der Pleasure Emily Bell vor Julia Stockbauer und Nadine Mantel. Auch im Trail blieb diese Reihenfolge erhalten, nur dass Nadine Mantel das Pferd tauschte, sie ritt T´Amour. In der Reining konnte das

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SPORT neue GAWA-Mitglied Gisela Zick mit Semawi einen guten dritten Platz erreichen, den ersten Platz belegte Nadine Mantel, gefolgt von Julia Stockbauer. In der Horsemanship wurde Nadine erste, Emily zweite und Sophia Spinnler mit CH Carissima erritt einen dritten Platz. Bei den Amateuren sieht die Platzierung wie folgt au: In der Pleasure siegte Katrin Hoffmann vor der 14-Jährigen Lisa-Marie Georgie mit Komedia und Melanie Falaster mit Haladin. Im Trail stand Katrin Hoffmann erneut auf dem ersten Platz mit über 50 Punkten Vorsprung. Dr. Stefan Gieseke und T´Amour erreichten den zweiten Platz, Claus Georgie ritt mit Kumpan auf den dritten Rang. In der Reining hatte Dr. Stefan Gieseke die Nase vorn, gefolgt von Heiko Markwart mit Nakumaah und Melanie Falaster. Bei der Horsemanship konnte sich Katrin Hoffmann mit fantastischen 65 Punkten Vorsprung erneut an die Spitze setzen, einen guten zweiten Platz belegte Lisa-Marie Georgie, auf den dritten Platz ritt Donata Lotz mit BS Black Vision. Auf den folgenden Seiten sind sie Ergebnislisten aufgeführt. Obwohl sie in der Punktetabelle auf den hinteren Plätzen liegt, möchte ich es nicht versäumen, auf unsere jüngste GAWA-Cup-Teilnehmerin Florence Botter einzugehen, die mit ihren zehn Jahren einen sehr guten 12. Platz in der Allaround-Wertung mit „ihrem“ Pferd Krasow belegen konnte. Auch ihre kleine Schwester Vivienne möchte ich erwähnen, denn auch sie war erfolgreich und belegte mit sechs Jahren einen 1. und einen 2. Platz in der Führzügelklasse auf Krasow. Die Führzügelklasse ist zwar keine offizielle GAWA-Cup-Disziplin, aber trotzdem honorierungswürdig. Denn die beiden Nachwuchsreiterinnen haben ihre Bewertungsbögen selbst unterschrieben und sind mit großem Ergeiz dabei, sodass wir von der GAWA kurzfristig beschlossen haben, den beiden an der Jahresabschlussfeier einen Sonderpreis zu verleihen, um ihre große Motivation aufrecht zu erhalten.



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PREISE Die Allaround-Championessen bekommen in diesem Jahr eine Softshell-Jacke mit dem GAWA-Logo und der Aufschrift „GAWA Allaround-Champion 2009“.

► Iwest ► Marstall ► Profi-Tack ► Vétoquinol GmbH ► VZAP ► WIPPI´s - Westworld

Die Disziplinsieger sowie die Zweitund Drittplatzierten erhalten an der Jahresabschlussfeier jeweils eine Urkunde sowie tolle Sachpreise, die von folgenden Firmen gesponsert werden:

Persönlich möchte ich mich bei allen Reitern für ihr Engagement mit ihren Arabern und der Teilnahme am GAWA-Cup bedanken und wünsche allen, dass die kommende Saison mindestens genauso erfolgreich verläuft wie die 2009er.

► Araber Weltweit ► Day´s Cowboy Headquarter ► Gomeier

Cassandra Mrotzeck


SPORT

Wollt auch ihr mitreden??? - dann besucht doch mal das GAWA - Forum ! ... die Plattform f端r Diskussionsthemen rund um den western gerittenen Araber. Einfach mal reinschauen unter

www.gawa-online.de/forum.html Jahresabschlusszeitung GAWA 2009




SPORT

Die Allaround - Championessen im Portrait In der Jahresabschlusszeitung möchten wir den GAWA - Cup - Gewinnerinnen die Möglichkeit geben, sich und ihr Pferd vorzustellen. Viel Spaß!!!

NADINE MANTEL UND SAYAD

GAWA – Cup Allaround-Championesse Einsteiger / Jugend 2009 SAYAD Name: Sayad Rasse: Shagya Araber Farbe: braun Größe: 1,57 m Geburtstag: 14.05.2003 Abstammung: Vater: Sheik Mandu (von El Aszud aus der Malina) Mutter: Daika (von Daikir aus derWisznah) Züchter: Roland Baumann BESITZERINNEN Gabi Braun und Nadine Mantel be-

sitzen gemeinsam Sayad. Nadine, 24, und Gabi, 40, kennen sich seit 10 Jahren. Nadine war das Pflegemädchen von Gabi´s Warmblutstute Wanda. 2003 haben beide sich dazu entschieden gemeinsam ein Fohlen zu kaufen. Beide Besitzerinnen tragen ihren Teil zum ausgeglichenen Leben von Sayad bei. Gabi ist die „Tütteltante“. Sie tüttelt an ihm rum und reitet gerne mit ihm aus. Wenn sie neben Kindern und Job die Zeit findet fährt sie auch mit auf Turnier. Nadine ist die „Arbeitstante“ die mit Sayad viel trainiert und am liebsten auf ganz viele Kurse und Turniere fährt. LEBENSLAUF Auf der Suche nach einem eigenen Pferd sahen Gabi und Nadine den kleinen Sayad das erste Mal als er gerade 2 Wochen alt war. Der erste Besuch war noch nicht überzeugend, doch nach 4 Wochen folgte ein weiteres Mal. Beim zweiten Besuch hat der kleine Hengst sich in

Nadine Mantel und Sayad in voller Konzentration (Bild: N. Mantel)

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Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

Sayad beim gemtlichen Ausritt (Bild: N. Mantel) die Herzen der Beiden „gebuckelt“. Er war ein kleiner quirliger und aufmüpfiger Bursche. Sayad kam dann mit 3 Monaten zusammen mit seiner Mama Daika auf den Seewiesenhof von Andrea und Stefan Giesecke. Zum Absetzten wurde Daika schweren Herzens wieder an den Züchter zurückgegeben. Sayad hatte sich aber bereits bestens in die Herde integriert und fand in der Warmblutstute Wanda seine „Ziehmama“. Wanda konnte Sayad noch viel beibringen bis sie leider im Alter von 28 Jahren starb. Mit seinem Kumpel Tamino, ein gleichaltriger Shagya Araber aus der privaten Zucht von Familie Giesecke, tollte er die ersten 3 Jahre seines Lebens auf der Wiese herum und genoss sein Hengstleben. Langweilig wurde ihm dabei nicht, denn seine Besitzerinnen machten jeden Blödsinn mit ihm der ihnen einfiel. So ging er schon als kleiner Hengst oft spazieren, musste Karotten aus Zigarettenautomaten und anderen unmöglichen Orten holen, auf Plastikplanen herumspazieren, auf Mauern balancieren und jede Menge lustige Dinge machen die ihm im „Erwachsenenleben“ jetzt weiterhelfen. 2006 entschieden Gabi und Nadine


SPORT sich dafür, dass Sayad eine Westernausbildung erhalten sollte. Mit ihren Freunden Andrea und Stefan Giesecke suchten sie sich für die Ausbildung den Trainer George Maschalani aus. Schnell wurde klar, dass Sayad seine Reitweise gefunden hat. Durch sein tolles Gemüt und seine liebe Art macht jedes Training mit ihm viel Spaß. Sayad ist ein wahrer Allrounder und zeigt sein Talent in so ziemlich allen Westernklassen und auch anderen Reitweisen. FÜTTERUNG Er bekommt zweimal am Tag die Weidebei-Mischung mit halber Melasse und wenn es in die Turniersaison geht, gibt es das extra Araberfutter (beides von Nösenberger). HALTUNG Sayad steht seit 6 Jahren auf dem Seewiesenhof von Andrea und Stefan Giesecke. Dort lebt er zusammen mit den vier Shagya Arabern Tamino, T´Amour, Tara, Corso und dem Quarter Horse Funny Little BH (genannt Peps). Die 6 Pferde haben einen weitläufigen Offenstall und ganzjährig die Möglichkeit auf die Koppel zu gehen. BESCHLAG Eigentlich ist Sayad ein Barfussgänger. Er wurde dieses Jahr für 2 Distanzen mit dem Trotter-Kunststoffbeschlag beschlagen. BISHERIGE KRANKHEITEN Außer zwei Koliken im Fohlenalter und hier und da mal Husten hatte Sayad noch keine Krankheiten. REITERLICHE AUSBILDUNG Nadine und Sayad haben sozusagen gemeinsam das Westernreiten für sich entdeckt. Nadine nimmt seitdem Reitstunden bei verschiedenen Trainern und versucht sich reiterlich weiterzuentwickeln. Beide waren bereits in allen Disziplinen in der LK4 gut platziert und bei der BLS in Kreuth zeigen sie sich jedes Mal von der besten Seite. Dieses Jahr ist Nadine mit ihm in die LK3 aufgestiegen. Auf den EWUHessenmeisterschaften 2009 belegte er in der Meisterschaftsklasse

LK1/2 Junior Trail den ersten Platz mit Lisa Willms, einer Freundin von Nadine und Gabi. In Sayads Ausbildung spielt Abwechslung und Beschäftigung eine große Rolle. Freispringen, kleine Geländehindernisse, Wander- und Distanzritte gehören daher zu seinem Trainingsplan. Dieses Jahr beendete er einen 40 km und einen 60 km Distanzritt unter den Top Ten.

hatten wir schon den Zahnarzt und den Tierarzt auf dem Hof...aber keiner hat etwas gefunden. Ich denke er macht das einfach aus Spaß oder um uns zu ärgern.“

HAUPTPROBLEM IN DER AUSBILDUNG Sayad ist für einen Araber schon ziemlich faul. Er sucht ständig nach Möglichkeiten sich vor der Arbeit zu drücken. Bei der Arbeit gibt er von alleine 80 Prozent und um die restlichen 20 Prozent von ihm zu bekommen, muss man schon richtig arbeiten.

GAWA – Cup Allaround-Championesse Amateur / Open 2009

Sayad in seinem Element (Bild: Haas Design) MAROTTEN Er steht immer im Weg, egal wo man etwas arbeiten möchte. Sayad ist immer da, schaut zu und will Aufmerksamkeit. Das kann einem beim Stallmachen schon zur Verzweiflung bringen. ICH MAG BESONDERS... „Das Gesamtpaket Sayad mit seinen Macken, Marotten und seiner lieben Art. Er ist ein super braves, ruhiges und verlässliches Pferd mit dem man problemlos durch dick und dünn gehen kann.“ MICH STÖRT MANCHMAL... „Dass er nicht richtig fressen kann. Er verteilt sein Futter über, neben und unter seinem Trog. Deshalb

Nadine Mantel

KATRIN HOFFMANN UND „BO´CHEN“

BO TAMEEH IBN BENDIGO Name / Spitzname: Bo Tameeh Ibn Bendigo / „Bo’chen“ Rasse: Arabisches Vollblut Farbe: Fliegenschimmel Größe: 1,63 m Geburtstag: April 2002 Abstammung: Vater: Om el Bendigo (von Sanadik el Shaklan aus der Om el Beneera) Mutter: Taysouna (von Maysoun aus der Talia Halima) Züchterin: Dr. Birgit Otto BESITZERIN Katrin Hoffmann ist 1973 in Diekholzen im Weserbergland geboren und lebt jetzt zusammen mit Ihrem Freund Bent Pages in Hannover. Die Tierärztin hat sich nach Ihrem Studium auf den Bereich Pharmakologie spezialisiert. Katrin reitet seit frühester Kindheit, denn die Pferde und die Begeisterung für den Reitsport liegen in der Familie. Ihre klassische Reitausbildung steht für sie in keinem Widerspruch zum Westernreiten, vielmehr profitieren Sitz und Stil von der soliden Grundlage. Katrin hat diese Entscheidung nie bereut und die lässige Eleganz des Westernreitens fasziniert sie immer wieder. LEBENSLAUF Katrin Hoffmann hat Bo 2-jährig vom Hägerhof in Herzberg bei Familie Dill gekauft. In einer Herde von über 20 Jungpferden war er eine Ausnahmeerscheinung mit seiner Größe und seinem starken Fundament. „Die exzellente Show-Abstammung hat mich damals überhaupt nicht interessiert, ich kannte mich auch kaum mit der Araberzucht aus. Den Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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SPORT Bo habe ich nur nach seinem Exterieur ausgesucht“, erinnert sich Katrin heute. Das Pferd zeigte schon damals seinen Dickkopf und ließ sich nur aus maximal 3 m Abstand betrachten, aber keinesfalls anfassen oder gar einfangen. Bo wurde von seiner Besitzerin im Alter von 3 Jahren angeritten und 4-jährig das erste Mal auf Turnieren vorgestellt. Während seiner Grundausbildung haben die beiden vor allem mit Danny Reinkehr zusammengearbeitet, seit 2 Jahren trainiert Katrin ihr Pferd unter Anleitung von Thomas Busack. FÜTTERUNG Bo bekommt zweimal am Tag Torneo Sportpferde Pellets, weiterhin Speiseöl, etwas Fermentgetreide und Obst oder Rüben. Eine besondere Vorliebe hat er für Orangen, die er mit geschlossenen Augen und sehr viel Saftentwicklung verzehrt. Bo verträgt keine Silage, die Grundlage der Fütterung bilden Heu und Stroh „all you can eat“. HALTUNG Bo’s Tag beginnt zeitig um 6 Uhr morgens mit der Fütterung, und spätestens um 7 Uhr geht es raus auf den Sandauslauf. Er verbringt die Tage in einer gemischten Herde von 6 Pferden und wird abends gegen 17 Uhr wieder in die Box gebracht. Im Sommer geniesst er täglich 5-6 Stunden Weidegang. BESCHLAG Bent Pages ist Katrin’s Partner und von Beruf Hufschmied. Er passt Bo regelmäßig einen Rundumbeschlag mit Eisen an. Die angebogene Zehenrichtung vorne und hinten erleichtert das Abrollen. BISHERIGE KRANKHEITEN Bo ist ein sehr robustes Pferd, das trotz seiner zahlreichen kleineren und größeren Schrammen und Kratzer nie Probleme hatte. Seine schwerste Verletzung war eine perforierende Hornhautverletzung im Alter von 5 Jahren, die sehr schmerzhaft und langwierig war. Glücklicherweise ist das Auge komplett verheilt.

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Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

Katrin Hoffmann mit "Bochen" und Trainer Thomas Busack (Bild: K. Hoffmann) REITERLICHE AUSBILDUNG Das erste Jahr im Turniersport war sehr anstrengend und Bo hat seiner Reiterin in jeder Prüfung neue Kaspereien gezeigt. Katrin ließ sich davon nicht beirren und nach der Flegelphase ging es beständig aufwärts. Das erfolgreiche Paar ritt jedes Jahr in einer höheren Leistungsklasse ganz vorne mit und wurde mit zahlreichen Siegen, Platzierungen und All Around Champions belohnt. Bo war ein Spätzünder und Katrin ist sich sicher, dass er seinen Leistungshöhepunkt noch nicht erreicht hat. Aussergewöhnliches Talent zeigt Bo für die fliegenden Galoppwechsel und Katrin möchte ihn 2010 auch in der Disziplin Westernriding vorstellen

HAUPTPROBLEM IN DER AUSBILDUNG „Zu Beginn von Bo’s Ausbildung waren wir alle ganz glücklich, dass er so cool war und eigentlich niemals schneller laufen wollte, als unbedingt nötig. Ich habe erst später erkannt, dass er das zügige Vorwärtsreiten für seine Ausbildung dringend nötig hatte und musste ihn mühsam vom Tempo überzeugen. Aufgrund seiner Größe tut Bo sich schwer mit Reiningelementen, insbesondere mit dem Spin. Er wird wohl eine solide Superhorse-Prüfung laufen können, aber niemals eine rasseoffene Reining.“ MAROTTEN Bo hat mehr Marotten als braune Punkte im Fell. In einer Pferdegemeinschaft ordnet er sich nur schwer


SPORT wenn Bo sich mal wieder nicht aufhalftern lassen will und versucht es dann eine halbe Stunde später mit einem Achselzucken noch mal. „Ich kann dem Pferd halt einfach nicht böse sein“, sagt er.

Katrin mit dem 3-jhrigen Bo in der Grundausbildung (Bild: K. Hoffmann) unter und kämpft so lange, bis er der Chef ist. Fehlt die regelmäßige Arbeit, so sucht er sich selber eine Beschäftigung und bringt täglich neue Schrammen und Kratzer nach Hause. Stallmeister Norbert Rumpf nimmt es mittlerweile gelassen auf,

ICH MAG BESONDERS... „Bo hat Charakter und fordert mich immer wieder von neuem. Er hat eine grosse mentale Stärke und gerade in der Galopparbeit bin ich immer wieder fasziniert von seiner Eleganz und seiner Athletik. Ich glaube, dieses Pferd könnte mit seinen Hufen stricken, wenn er nur wollte. Trotz seiner Stärke ist Bo ein grundehrliches Pferd, im Umgang ein wahrer Schatz und sehr menschenbezogen.“ MICH STÖRT MANCHMAL... „Mein Pferd und ich sind 2 echte Dickschädel und ohne meine Hartnäckigkeit wären wir nicht so erfolgreich. Ich kann mit Bo auf wunderbare Bummelausritte reiten, aber

GAWA - Shop

GAWA - Cap

8,- Euro

"Bochen" im Alter von 7 Jahren (Bild: A. Gall) wenn es um die Arbeit geht, darf ich nicht das kleinste Zugeständnis machen. Die Konsequenz macht nicht immer Spass und ist auch häufig anstrengend.“

Katrin Hoffmann

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SPORT

GAWA goes Austria Ausflug zur EM nach Stadl Paura Vom 30.07.09 bis 02.08.09 fand in Stadl Paura bei Wels/ Linz in Österreich die Europameisterschaft der Sport - Araber statt. Bereits freitagmorgens um 5.00 Uhr ging es im Luxus - Wohnmobil ab nach Österreich. Bei strahlend blauem Himmel kamen wir ohne Stau in Stadl Paura an, dieses Jahr war das Wetter perfekt – weit und breit kein Regen in Sicht. Direkt nach unserer Ankunft wurde der Pavillon aufgestellt und das GAWA - Banner montiert. Dann ging’s ab zum Warmreiten, wo wir die GAWA - Mitglieder Uli und Marion Höschler sowie Dr. Martin Pauli trafen. Rund 60 Arabische Pferde gingen an den Start, darunter zum ersten Mal auch Vertreter der Länder Luxemburg, Großbritannien und Dänemark. Ingesamt wurden 9 Einzel - Mono - Titel vergeben in den Prüfungen Dressur, Springen, Cross Country Indoor, Ladies Side Saddle, Traditinal Arabian Riding, Classic Pleasure, Reining, Trail und Western Pleasure, sowie zwei Allaround-Titel in Classic und Western. Gegen 21.00 Uhr versammelten sich die Reiter und ihre „Anhängsel“ im Catering-Bereich, um gemeinsam zu Abend zu Essen. Frau Chat erwähnte insbesondere die jugendlichen Teilnehmer, die dieses Jahr besonders zahlreich erschienen waren. Zudem überreichte sie die beiden Gemälde der Allaround Champions Etan und Shakaar Ibn Sanadiva des Vorjahres, gemalt und zur Verfügung gestellt von der bekannten Tierporträtistin Griseldis Leischner. Die Gewinner von 2009 erhalten ebenfalls solch ein Portrait. Für gute Stimmung mit einer spontanen, musikalischen Einlage sorgten nach dem Essen der Westernreiter Marek Suliga (Team Polen) und die zum österreichischen Team dazugehörige Susi, die Coun-

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Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

Etan mit Leona Dries in der Reining (Bild M. Farago) tryhits zum Besten gaben. Nach dem Essen ging die Party weiter im GAWA - Pavillon, wo noch bis in die Morgenstunden Nationen-übergreifend gesungen und gefeiert wurde.

Samstags begannen die Prüfungen schon früh mit Springen und Dressur – zur Freude der Nachtschwärmer fingen die Westernprüfungen erst später an. Anmerken möchte

Nazrat Kossack startete unter GAWA-Mitglied Uli Hschler fr "Holland" (Bild M. Farago)


SPORT ich, da dies nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist, dass das Publikum über den Tag verteilt durchweg ordentliche Ritte geboten und schöne Pferde zu sehen bekam, die sich alle tadellos benahmen. Gegen 20.00 h startete dann die von allen heiß ersehnte Freestyle Reining, bei der die Reiter sehr kreativ in punkto Kostüm- und Musikwahl waren und somit für ordentlich Stimmung unter den Zuschauern sorgten. Dr. Martin Pauli ritt zusammen mit Zid Ibn El Zahim in Pumps und Hellblau gepunktetem Kleid eine sehr gute Reining und gewann mit einem Score von 149 Punkten vor Daniela Mantler mit Merlin (145 Score) und Marek Suliga mit Wangelis (139 Score), der zum RadetzkyMarsch in original polnischer Gestütsuniform in Englisch-Sattel ritt. Abends wurde diesmal in gemütlicher, feuchtfröhlicher Runde bei den Österreichern gefeiert (incl. selbstgeranntem Nuss-Schnaps und einer neuen Runde polnischösterreichischer Countrymusik). Sonntags entschied sich dann,

Ergebnissliste Monotitel und Western-Allaround EM Stadl Paura 2009 wer Western Allaround Champion werden sollte. Mit deutlichem Vor-

5-maliger Europameister (3 x Pleasure und 2 x Reining) ist Dr. Martin Pauli mit Zid Ibn El Zahim, der auerdem im Oktober in Aachen auf der VHS gekrt wurde (Bild M. Farago)

sprung siegte die erst 13 - Jährige Österreicherin Hannah Friedl mit ihrer Schimmelstute Kailashi, die ebenfalls Erste in der Mono-Pleasure, sowie im Mono - Trail wurde. Silber im All - Around - Western holte sich Daniela Mantler mit Merlin, Bronze ging an das GAWA-Mitglied Leona Dries mit Etan. Der begehrter Mono - Titel in der Reining ging ebenfalls an ein GAWA - Mitglied. Dr. Martin Pauli mit Zid Ibn El Zahim holte sich zum fünften Mal (!) Gold bei der EM. Zweiter wurde Shiney Muscalena unter dem Österreicher Gerhard Hairas. Den dritten Platz belegte Baikal unter Doris Pfann, die beiden wurde zudem 2. im Trail. Den dritten Platz holte Doris Pfann mit Mucateal´s Saphir ebenfalls nach Hause. In der Pleasure ritt auf den zweiten Platz Dr. Martin Pauli mit Zid Ibn El Zahim, der damit einmal mehr bewies, dass sein Hengst nicht nur rasant unterwegs sein kann, sondern auch für gemütliche Ritte zu haben ist. Dritte in der Pleasure wurde

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SPORT Khen Saabis Effendi mit Manuela Kirsteuer. Zur Siegerehrung am Sonntagabend zogen 11 Nationen auf den großen Außenplatz ein. Frau Cath ehrte den 22-jährigen Fuchshengst Nag Hero Image als ältesten Teilnehmer, dem man sein hohes Alter absolut nicht ansah. Frau Chat ging auch auf die Wahl zum Araber des Jahres ein, da beide Favoriten (Baikal und Period) auf der EM vertreten waren. Das sonnige Wetter hielt durch bis zum Schluss, kurz nach der Siegerehrung zogen dunkle Wolken über Paura auf und es fing an zu regnen. Für Deutschland starten in Paura insgesamt 12 Reiter - darunter „ein halber Holländer“. Die Reiter erhielten zum ersten Mal dieses Jahr Softshell-Teamjacken, welche bei allen Beteilgten gut ankamen. Gesponsert wurden die Team -J acken vom VZAP und der GAWA. Zum deutschen Team der Westernreiter gehörten: Dr. Martin Pauli (Zid Ibn El Zahim), Andreas Birkenseer (Elliot), Uli Höschler (Nazrat Kossack / Nakatomi), Martina Gütlbauer (Samourai), Iris Heidler (Noa bint Ramian) und Julia Stockbauer, die mit ihren 13 Jahren das jüngste Mitglied des deutschen Teams war.

Auf dem Foto fehlen die beiden Reiterinnen Iris Heidler und Martina Gtlbauer (Bild M. Hayn) Sie startete mit ihrer fünfjährigen Zid Ibn El Zahim Tochter Zahims Alina. 2010 finden in Paura vom 29. Juli - 01. August erstmalig die World Championships of the Arabian Sporthorses statt, bei der die GAWA auch nächstes Jahr mit Sicherheit vertreten sein wird.

Cassandra Mrotzeck

Julia Stockbauer mit Zahims Alina (Bild M. Farago)

Shiney Muscalena unter Gerhard Haidra "fliegt und setzt zur Landung an" (Bild M. Farago)

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SPORT

EM - Impressionen

alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Christian Kellner, www.ck24.at Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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FORTBILDUNG

Drei Jahre GAWA - Symposium wie und warum alles begann! „Googelt“ man mit dem Begriff „Symposium für arabische Pferde“, erhält man derzeit 14 500 Ergebnisse. Man kann sich kaum entscheiden, was man zuerst lesen möchte… die aktuellen Trainer mit ihren Themenbereichen…, Meinungen zum Ablauf…, begeisterte Reiter…, und eine sagenhafte Berichterstattung der Presse rund ums arabische Pferd über stattgefundene Veranstaltungen. Auch ähnliche Veranstaltungen gibt es schon. Vor einigen wenigen Jahren wäre dies alles undenkbar gewesen. WIE ALLES BEGANN... Vor knapp 10 Jahren habe ich begonnen Westernreitkurse für arabische Pferde zu organisieren. Einfach, weil ich mit dem Angebot an rasseoffenen Kursen nicht so richtig zufrieden war. Vielfach hat sich gezeigt, dass man Araber anders arbeiten muss, um mit ihnen Erfolg zu haben. Nicht viele Westerntrainer verstehen sich auf diese Rasse und nicht alle wollen Araber trainieren. Auf rasseoffenen Kursen stehen unsere Araber oft als Exoten da, das allgemeine Training für Manöver ist ihnen zu langweilig und eintönig. Auch die Gymnastizierung erfordert mehr Weitblick und Geduld, da unsere Pferde oft nicht genügend Muskulatur mitbringen, um z. B. einen Stop oder Spin auf Anhieb gut ausführen zu können.

Es gab schon immer Westerntrainer, die auch mit anderen Rassen, als den typischen Westernpferderassen, erfolgreich gearbeitet haben. Roger Kupfer ist so eine Persönlichkeit. Mit ihm fanden 2 ganz tolle Kurse nur für arabische Pferde statt. Damals bei der Anreise der ersten Teilnehmer mit ihren arabischen Pferden hatte ich Tränen in den Augen, so glücklich hat es mich gemacht, dass andere Araberbesitzer das Gleiche wollen, wie ich. Aber ich wollte noch mehr! Viele Araberreiter an einen Ort zu bringen, das war schon immer ein Gedanke von mir. Das Pferde- und Turniersportzentrum in Kreuth/Rieden hat dazu ideale Voraussetzungen. 4 Reithallen, 8 Außenreitplätze und ca. 300 feste Boxen, damit kann so leicht keine Reitanlage mithalten. Die Fragen „Buchbar?“ und „Finanzierbar?“ hatte ich schnell herausgefunden. WARUM ALLES BEGANN... Der erste Versuch war 2006 ein Kurs mit 2 Trainern und 24 Teilnehmern . Uschka Wolf und Christian Mantler leiteten den ersten Araberkurs in Kreuth, es gab glückliche und traurige Gesichter nach dem Wochenende. Die Problematik lag nicht darin 24 arabische Pferde an einen Ort zu einer Veranstaltung zu bekommen, die Problematik lag in dem riesengroßen Unterschied des Ausbildungsstandes von Pferd

"Man ist von Kopf bis Fu auf Araber eingestellt!" (Bild: M. Falaster) und Reiter und auch an den unterschiedlichen Zielen, sowohl der Reiter, als auch der Trainer. War der eine schon froh rechte und linke Hand im Trab auf dem Hufschlag zu bleiben, wollte der andere SlidingStops und Spins und einen Feinschliff fürs nächste Turnier. Das Angebot mußte sich also ändern. So wurde langsam die Idee geboren ein Wochenende mit arabischen Pferden zu veranstalten, wo jeder nach seinen Bedürfnissen gefördert wird und bei seinem Ausbildungsstand abgeholt wird. Aber wie finanzieren? Als die GAWA 2007 gegründet wurde und ich meine Idee mit anderen Gleichgesinnten teilte, fand ich heraus, dass es hervorragende Trainer für arabische Pferde gibt, de-

die Teilnehmer des GAWA-Symposiums 2009 erwartete neben strahlendem Sonnenschein und jeder Menge Spa ein lehrreiches und anspruchvolles Kurs-Wochenende auf einer top gepflegten Anlage in Kreuth (Bild: M. Falaster)

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FORTBILDUNG

Nicht nur "in der Theorie" werden Probleme angegangen und gelst, sondern der Trainer steigt auch gerne mal selbst in den Sattel (Bild: M. Falaster) nen die Sache soviel wert war, dass sie auch für einen kleinen Betrag so eine Veranstaltung auch selber sponsoren würden. Das Baby „Symposium für arabische Pferde“ war geboren. Es gab in den 3 Jahren keinen Teilnehmer, der enttäuscht nach der Veranstaltung nach Hause gefahren ist, weil nichts für ihn dabei war. Es gab von Bodenarbeit, Longe, Doppellonge, Basisarbeit, Pleasure, Horsemanship, Trail, Westernriding und Reining über Versammlung und Bewegungsdynamik, Sattelkontrolle, Sitzschule, bis hin zu Theorievorträgen zum Thema Pferdegesundheit, Ausbildung, was der Westernrichter sehen will, und Biomechanik und erstmals 2009 einer

Rittigkeitsüberprüfung - mit Unterstützung des VZAP - eigentlich fast alles, was das Herz von uns Araberreitern begehrt. Und es gab immer unermüdliche Trainer, die versuchten allen Teilnehmern gerecht zu werden. Denn diesen Trainern verdanken wir die Durchführbarkeit dieser Veranstaltung! Ich weiß nicht, wie es Euch dabei geht, aber wenn ich zur Veranstaltung anreise und auf der Wegbeschilderung immer wieder lese „Symposium für arabische Pferde“, dann habe ich nach wie vor Tränen in den Augen, so glücklich macht es mich. 2008 habe ich das erste Mal seit 8 Jahren durch die organisatorische Mithilfe von Martina und Patrick Hayn und Eva Wüllenweber sogar Zeit gehabt teilzunehmen, ich kann als Resümee nur eines sagen: ES MACHT IRRE SPASS! Wir, die GAWA, haben noch viele Ideen das Symposium attraktiv und abwechslungsreich zu gestalten, wir wünschen uns viele solche Veranstaltungen und viele glückliche Gesichter. Mithelfen kann jeder, der seine Wünsche, Ideen und Anregungen einbringt und uns unterstützt für Euch diese Veranstaltung abzuhalten.

auch Zuschauer fanden sich in Kreuth ein, die gespannt zuhrten und sich bei Kaffee und Kuchen strkten (Bild: M. Falaster)

Sonja Bögl

die groe Halle in Kreuth ist einmalig, besonders wenn sich grade mal 2 Pferde auf 3.200 qm "tummeln" // natrlich ist auch fr das Equipment gengend Platz eingeplant (Bilder: R. Robaldo) Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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JUGEND

Wie die Jungfrau zum Kinde kam Aurelias Kinderreitschule Wie viele Mädchen begann bei mir das Interesse an Pferden und mit zwölf ritt ich einmal in der Woche (in Bayern in den 80er Jahren) in der typischen Englisch-Reitschule: in der Mitte der Reitlehrer mit Militärstimme, außen herum liefen mehr oder weniger ergeben ca. 10 Warmblüter, die stupide dem vorauslaufenden Pferd folgten. Nach der Reitstunde warteten schon die nächsten Reitschüler. Zwar fuhr mein Vater mich immer zu den Reitstunden, aber so ganz einverstanden war er nie. Bis er 1982 auf einer Ausstellung das erste Mal die weißen ShagyaAraber Stuten im Fünferzug aus Babolna sah! Und schneller als gedacht, wurde für mich der Traum vieler Mädchen wahr – ich bekam im Alter von 14 Jahren von meinen Eltern eine wunderschöne, weiße Shagya-Stute aus Babolna geschenkt – 97 Farag v. Farag a.d. 48 Shagya XXXVI, geb. 1972 in Babolna. Meine Eltern zogen auch einige Fohlen aus ihr, das letzte Fohlen ist der inzwischen 21-jährige Hengst Sang Ratu v. Mashour. 1994 kaufte ich die Stute Raisa (v. Plakat a.d. Regham), um damit endlich auf Westernturnieren zu starten. Leider erwies sich die Stute, die im Gelände und auf dem Platz stets Nervenstärke zeigte, für Turniere ungeeignet, da sie die Aufregung des Reiters spürte und sobald sie in der Prüfung war, komplett ihre Nerven verlor. Ihr durch einen „Weideunfall“ entstandener Sohn Sang Djavah (v. Krasow) zeigte mehr Nervenstärke. Seit 2002 starten Sang Djavah und ich regelmäßig auf Turnieren, inzwischen LK3 A. 2005 kaufte ich den Verursacher ihres „Weideunfalles“, den 1996 geborenen Krasow (v. Priz (v. Balaton) a.d. Kraschni), der jedoch seit 1999 Wallach ist. Meine 10-jährige Tochter Florence startet derzeit mit Sang Djavah in der LK 5 B bei der EWU, die 6jährige Vivienne reitet Krasow in der Führzügelklasse.

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Hinzu kam ein kleines Welsh-BPony - , aber nie war Reitlehrerin ein Berufswunsch von mir. Eigentlich habe ich eine Ausbildung im Hotelfach und war bis zur Geburt Aurelia mit ihren Reitschlern, den drei Arabern und dem Welshmeiner erB-Pony (Bild: A. Botter-Lolobali) sten Tochter in der Nun gebe ich mit meinen drei Arainternationalen Hotellerie tätig. bern nachmittags regelmäßig Kinderreitstunde. Ich lege besonderen In letzter Zeit kamen jedoch zunehWert auf einen ausbalanchierten, mend mehr Freundinnen meiner guten Sitz, die Freude am Reiten beiden 10 und 6 Jahre alten Töchter, und am Umgang mit Pferden. Dadie gerne reiten wollten. Natürlich für eignen sich Araber natürlich durften sie es und selbstverständbesonders, sie sind im Umgang lich erfolgten einige Erklärungen mit Kindern sehr vorsichtig und oder Hinweise auf den Sitz etc. Die cool. Besonders Krasow bleibt liemanchmal mitgekommenen Mütter ber häufiger stehen, wenn ein Kind oder Eltern sagten häufiger: „Aureetwas wackelig draufsitzt, nur zur lia, du solltest Reitlehrerin werden!“ Sicherheit. Der 16-jährige Krasow Aber ich wollte lieber selbst reiten hatte wohl eine sehr gute Grund– Westernturniere, schöne Ausritte ausbildung an der Longe, denn für mit meinen Töchtern oder, als FernReitanfänger oder ängstliche Reiter ziel, Distanzritte. ist er das ideale Longenpferd. Die Stute Raisa, inzwischen 25 JahTrotzdem wurden es immer mehr re, wird bevorzugt für die kleineren Reitschülerinnen und irgendwann Reitschüler eingesetzt. Sie reagiert verlangte das Veterenäramt nach auf kleinste Gewichtsverlagerungen § 11 Tierschutzgesetz einen Befäund so lernen die Reitschüler frühhigungsnachweis. Obwohl ich seit zeitig, die Pferde mit Gewichtshilfen nunmehr 25 Jahren Pferde habe, zu reiten. Meine jüngste Reitschüzählte das nicht. So legte ich 2008 lerin ist 3 Jahre alt. das bronzene WesternreitabzeiDer Unterricht findet mit max. 3 chen bei Martina Hayn, (Trainer B Reitschülern statt, meist werden in Westernreiten) ab und im Juli 2009 einer Reitstunde jedoch nur zwei bestand ich die Prüfung zum WePferde von den Reitschülern geritsterntrainer C bei Marina Perner ten. Manchmal reitet ich auf dem (Trainer A Westernreiten) als Kursdritten Pferd meinen Schülerinnen leiterin. Beide Trainerinnen, Martina auch die Übungen vor, die geritten Hayn, Vorsitzende der GAWA und werden sollen oder zeige ihnen, wie Marina Perner zeichnen sich durch man auch ohne Zügel reiten kann. ein besonderes Feeling für Araber aus. Aurelia Botter-Lolobali


JUGEND

Ein Araber im Norden Hallo, mein Name ist Kalif, ich bin 14 Jahre alt und wohne in Norddeutschland in der Nähe von Nienburg/Weser. Ich lebe hier in einem schönen Stall zusammen mit meinen Freundinnen Shannon und Summer. Außerdem wohnen hier noch 11 andere Pferde. Meine Reiterin Emily ist 15 Jahre alt und reitet mich seit drei Jahren. Wir waren schon öfter erfolgreich auf Turnieren unterwegs. Am Anfang war das ganz schön aufregend, aber jetzt weiß ich, wenn Emily da ist kann mir nichts passieren. Selbst Trecker und Wassersprenger sind nicht mehr so schrecklich. Begonnen haben wir mal in der LK 4 und dieses Jahr haben wir den Aufstieg in die LK 2 der EWU geschafft. Jetzt muss ich lernen gut im Bit zu laufen, denn ab nächstem Jahr dürfen wir nicht mehr auf Trense reiten. Unser Trainer Danny hat aber gesagt, dass wir das schon hinkriegen werden. Bei Danny üben wir immer Pleasure, Trail und Horsemanship. Danny denkt sich ständig neue Auf-

Emily und Kalif in der Reining (Bild: E. Bell) gaben für uns aus, langweilig wirds dort nie. Seine Lieblingsaufgabe ist: Außengalopp. Puh, ist das anstrengend! Am Anfang hatte ich da gar keine Lust zu und bin immer wieder umgesprungen, aber inzwischen kann ich es gut. Danny sagt, dass ist wichtig für die Versammlung. In der Pleasure darf ich bei Danny auch nicht einfach vor mich hinschlurfen, sondern soll gut mit der Hinterhand untertreten, sonst sieht es blöd aus und ist auf Dauer ungesund, meint Danny.

Das erste Mal hat Emily eine Freestyle-Reining geritten und auch direkt gewonnen (Bild: E. Bell)

Emily und ich mögen besonders gerne Reining. Unser Trainer Markus hat gesagt, ich wäre für einen Araber ziemlich begabt. Dieses Jahr habe ich sogar das Sliden gelernt. Na ja, so schön wie die Quarter

Horses kann ich das noch nicht, aber Emily und Markus sind ganz zufrieden. Leider hat Emily sich auf den Turnieren meistens bei den Spins verzählt, deshalb waren wir nicht so oft platziert. Ich spin jetzt einfach zu schnell hat sie gesagt, da kommt sie mit dem Zählen durcheinander. Dieses Jahr sind wir unsere erste Freestyle-Reining gestartet und haben sie auch gleich gewonnen. Unser Thema war „Hot and cold“ nach dem gleichnamigen Katie Perry Song. Ungefähr einmal im Monat fahren wir nach Almke, bei Wolfsburg zum Kadertraining, dort üben Emily und ich jetzt fliegende Wechsel. Tine ( die Kadertrainerin ) findet, dass ich total schön wechsle und das Emily mit mir nächstes Jahr Superhorse starten soll. Dafür müssen wir aber noch fleißig üben, denn ich muss noch viel besser auf Emily hören und nicht einfach wechseln wann ich will!! Ihr seht, es gibt noch viel für uns zu tun. Vielleicht treffe ich ja einige von Euch im nächsten Jahr irgendwo. Liebe Grüße, Kalif und Emily

Emilly Bell

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FREIZEIT

GAWA - Stammtisch auf der GO in Riedstadt Der zweite Hessenstammtisch für 2009 stand an und was lag da näher, als sich auf der German Open der EWU in Riedstadt (22.27.09.2009) zu treffen? Vier Faktoren sprachen dafür: zentrale Lage in Hessen, sportliche Unterhaltung auf hohem Niveau, fürs das leibliche Wohl ist auch gesorgt und zusätzlich konnte - zur Freude der Damen - bei den verschiedenen Ausstellern geshoppt werden. Im Forum wurde der Termin bekannt gegeben und so trafen sich am Samstag, den 26.09.2009 um 12.00 h bei strahlendem Herbstwetter auf dem Burghof der Familie Brodhecker acht GAWA-Mitglieder, die aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern angereist waren, um den Tag gemeinsam zu verbringen. Man traf alte Bekannte aus dem Quarter-Lager vom letzten GAWASymposium wieder und zufällig noch ein weiteres GAWA-Mitglied, die als „TT“ aus Hannover angereist war. Die Ritte waren spannend und sehr anspruchsvoll, bei Eisschokolade mit Sahne und Curry-Wurst-

Pommes-Majo wurde gefachsimpelt, aber auch viel gelacht. Insgesamt wurden bei der GO 26 sportliche Entscheidungen ausgetragen (zudem startete vorab noch die Cutting-DM der NCHA). Dabei ging es um 15 Einzelentscheidungen während der Deutschen Meisterschaft der EWU, dazu kamen drei EWU-ReiningWettbewerbe, sowie die DM-Titel in den Mannschaftsmeisterschaften der Senioren und Jugendlichen. Es nahmen knapp 300 Reiter teil. Ein Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro wurde ausgeschüttet, davon alleine 10.000 Euro für sechs verschiedene Jungpferdeprüfungen. Eigentlich ist der Burghof ein Zuchtund Ausbildungsstall für die klassische Reitweise, bot aber zum Zeitpunkt der GO gute Turnierbedingungen. Zur Verfügung stand den Westernreitern eine 25 x 60 m große, helle und freundliche Reithalle mit extra aufgebrachtem Reiningboden und 1.100 Tribünenplätzen sowie eine Abreitehalle und ein großer Außenplatz.

Stefanie Jansen mit ihrem 18jhrigen, russischen Vollblutaraber Bipol und der 2-jhrigen Aussiemixhndin Smarty (Bild: Julia Behrend) Man kann sagen, es war ein schöner, entspannter Tag, der mit einem kleinen Fotoshooting für den GAWA-Shop zu Ende ging. Cassandra Mrotzeck

der Horse&Dogtrail war sehr anspruchsvoll und sorgte fr volle Zuschauerrnge (Bild: Julia Behrend)

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VERKAUFSANZEIGEN

Malikaa al Jamal

Manavka´s Magellan

Pajan

Pascara

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Stute / geb.2006 Farbe / Stockmaß: Schimmel / 151 cm Abstammung : Black Flag x Marina v. Ferment Ausbildungsstand: in Grundausbildung Eignung : All Around Beschreibung / Eigenheiten: wie alle unsere Fohlen im Herdenverband aufgewachsen und entsprechend sozialisiert. Von Anfang an mit viel Liebe aber auch Konsequenz erzogen, dankt sie es heute mit Vertrauen in den Menschen und mit neugierigem Interesse an der Arbeit. Kontakt / Standort:Gut Fronleitenhof, Fam Dries, A-2851 Krumbach/Österreich www.arabianhorses-austria.com dries@aon.at 0043 6641616933 Preis: 4.800,- €

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht/Geburtsjahr: Wallach / geb.2005 Farbe / Stockmaß: schwarzbraun / 1,54 m Abstammung: BR Black Flag x Palestyna v. Vympel Ausbildungsstand: seit 1 1/2 Jahren im Profiberitt Eignung: All Around, Trail Beschreibung / Eigenheiten: Pajan ist ein sehr liebenswerter Wallach, aufgewachsen im Herdenverband, mit sehr guter Grundausbildung und besonderer Begabung für den Trail. Kontakt / Standort:Gut Fronleitenhof, Fam Dries, A-2851 Krumbach/Österreich www.arabianhorses-austria.com dries@aon.at 0043 6641616933 Preis 5.800,- €

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Hengst / geb.2006 Farbe / Stockmaß: braun / 152,5 cm Abstammung: Nag Hero Image x Manavka Ausbildungsstand: in Grundausbildung Eignung : All Around, Reining Beschreibung / Eigenheiten: Hengstanwärter, Magellan ist ein sehr athletischer Junghengst, dessen beide Eltern leistungsgeprüft und Europameister VA (Reining, Pleasure) sind. Er zeigt sich sehr begabt und mit viel Potential in der Grundausbildung. Kontakt / Standort:Gut Fronleitenhof, Fam Dries, A-2851 Krumbach/Österreich www.arabianhorses-austria.com dries@aon.at 0043 6641616933 Preis: 6.800,- €

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Stute / geb. 2006 Farbe / Stockmaß: schwarzbraun / 153,5 cm Abstammung: BR Black Flag x Palestyna v. Vympel Ausbildungsstand: in Grundausbildung Eignung: All Around Beschreibung / Eigenheiten: Pascara ist eine großrahmige, elegante Stute, die seit einem halben Jahr geritten wird und brav und willig mitarbeitet. Kontakt / Standort:Gut Fronleitenhof, Fam Dries, A-2851 Krumbach/Österreich www.arabianhorses-austria.com dries@aon.at 0043 6641616933 Preis: 4.800,- €

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VERKAUFSANZEIGEN

Arib

Minkash

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Wallach / 2005 Farbe / Stockmaß: Braun / 160 cm Abstammung: Pacific x Allida Ausbildungsstand: geritten Beschreibung / Eigenheiten: Großrahmiger Wallach mit guten Grundgangarten und super Stopp! Er wurde bei uns angeritten und zeigt sich sehr gut trainierbar. Arib wird im Herdenverband gehalten und ist sehr gut sozialisiert. Eine kleine Ankaufsuntersuchung wurde bereits ohne Mängel durchgeführt. Kontakt / Standort: Hägerhof, Familie Frank Dill, Zum Faulborn 5, 37412 Herzberg am Harz, Tel.: 05521/2491 www.haegerhof.de, haegerhof@aol.com Preis: 6.000,- € Festpreis

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Wallach / 2006 Farbe / Stockmaß: Dunkelbraun / 145 cm Abstammung: Muddassir B’Mehamam x Bint Nazeemah Ausbildungsstand: angeritten Beschreibung / Eigenheiten: Kleiner aber feiner Wallach, bei uns geboren und artgerecht im Herdenverband aufgewachsen. Derzeit bekommt er seine Grundausbildung. Minkash zeichnet sich durch enorme Nervenstärke aus, er ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Kontakt / Standort: Hägerhof, Familie Frank Dill, Zum Faulborn 5, 37412 Herzberg am Harz, Tel.: 05521/2491 www.haegerhof.de, haegerhof@aol.com Preis: 2.800,- € Festpreis

Pustynny Pyl

Utiel Khan

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Wallach / 2005 Farbe / Stockmaß: Schimmel / 156 cm Abstammung: Kulig x Pustynna Roza Ausbildungsstand: geritten Beschreibung / Eigenheiten: Großrahmiger kräftiger Wallach mit einem gesunden Gemüt. Pyl ist ein sehr gelassenes Pferd, auch von nicht geübten Reitern oder Jugendlichen gut zu händeln. Im Gelände läßt er sich durch nichts aus der Ruhe bringen, eine echte Lebensversicherung. Kontakt / Standort: Hägerhof, Familie Frank Dill, Zum Faulborn 5, 37412 Herzberg am Harz, Tel.: 05521/2491 www.haegerhof.de, haegerhof@aol.com Preis: 5.000,- € Festpreis

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Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Wallach / 2004 Farbe / Stockmaß: Schimmel / 152 cm Abstammung: El Abat x Aleya Ausbildungsstand: angeritten Beschreibung / Eigenheiten: Utiel ist ein sehr einfach zu reitender Wallach, immer bei der Sache und ruhig und abwartend in seinen Handlungen. Er ist immer beim Reiter und niemals unwillig. Ein super trainierbares Pferd für einen erfolgreichen Turniereinsatz. Kontakt / Standort: Hägerhof, Familie Frank Dill, Zum Faulborn 5, 37412 Herzberg am Harz, Tel.: 05521/2491 www.haegerhof.de, haegerhof@aol.com Preis: 2.800,- € Festpreis


VERKAUFSANZEIGEN

Shadi al Shujani

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Hengst / 2007 Farbe / Stockmaß: braun / EM ca. 153 cm Abstammung: von El Sharin (v. M Sharin) aus Astrid Ausbildungsstand: roh Eignung: Distanzen, Westernreiten, Dressur, Show Beschreibung / Eigenheiten: großrahmiger sanfter Charmeur mit korrektem stabilem Gebäude und tollen Gängen, altersgemäß erzogen, aus Leistungszucht, Mutterstute erfolgreich im Westernsport, Großvater goldprämiert und HLP. Artgerecht im Herdenverband aufgewachsen, nicht hengstig, kann auf Wunsch auch gelegt werden. www.highbornranch.de Kontakt / Standort: 06788 970020 67744 Homberg Preis: 4500,- €

Highborns Honeymoon

Rasse: Quarab (Pap. v. VZAP) Geschlecht / Geburtsjahr: Stute / 2009 Farbe / Stockmaß: schwarz-braun / EM ca. 150 cm Abstammung: von LM MR San Leo (QH) aus Selina Ausbildungsstand: roh Eignung: Cutting, Reining, Working Cowhorse, Beschreibung / Eigenheiten: Schicke, gut bemuskelte, menschenbezogene Stute mit arabischem Köpfchen. TOP Beweger, beide Eltern erfolgreich im Westernsport, Mutter Worldshow qualified im Cattle Penning, Vater u.a. Vize Wesfalenmeister Reining Großvater GM Freckles Europas erfolgr. Cuttingpferd. www.highbornranch.de Kontakt / Standort: 06788 970020 67744 Homberg Preis: 4900,- €

Für jedes Pferd das richtige Futter marstall Premium-Pferdefutter Mit marstall Produkten zur Top-Leistung! marstall Amino-Produkte: Hochleistungsfutter der neuesten Generation!

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Das breite marstall Sport-Futtersortiment: Für jeden Bedarf das richtige Futter!

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VERKAUFSANZEIGEN

Fohlen des Jahrgangs 2009

Peges Calliandra Star

Peges Cardea Star

Peges Kerria Star

Rasse: 3 Vollblutaraber und ein Quarab Geschlecht / Geburtsjahr: Stuten, Schimmel Farbe / Stockmaß Endmaß 1.50 bis 1.55 Abstammung : von Pege Star ox (gekört/HLP) Ausbildungsstand: altersgemäß erzogen Eignung : Sport, Zucht, Freizeit, Distanz, Western Beschreibung / Eigenheiten: Investieren Sie in die Zukunft: den „Star“ für ihren Stall finden Sie bei unserer qualitätsvollen Nachzucht. Gerne zeigen wir Ihnen unseren Nachwuchs. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Besuchstermin. Kontakt / Standort: Christiane Sautter-Müller, Winklerhof, 78576 Emmingen a.E., Tel.: 07465 / 920042, info@stararabians.de, www.stararabians.de Preis: ab 3.200,- €

Rasse: Vollblutaraber, rein polnisch Geschlecht / Geburtsjahr: Stute / 2007 Farbe / Stockmaß: braun, Endmaß ca 1.54 Abstammung: von Pege Star (HLP, gekört) x Garantina Ausbildungsstand: Showtraining bei Anton Baumann, Platzierungen auf dem Kauber Platte Championat 2009 Eignung: Sport / Zucht / Freizeit / Distanz / Western Beschreibung / Eigenheiten: Äußerst typvolle und großrahmige Stute, die auch einen größeren Reiter abdecken wird. Sie verfügt über raumgreifende Bewegungen bei guter Rückentätigkeit. Kontakt / Standort: Christiane Sautter-Müller und Dr. med. vet. H.A. Müller, Winklerhof, 78576 Emmingen a.E. Tel: 07465 / 920042, info@stararabians.de Preis: 6.000,- € VHB

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Rasse: Vollblutaraber, rein polnisch Geschlecht / Geburtsjahr: Stute / 2008 Farbe / Stockmaß: Schimmel, Endmaß ca 1.54 Abstammung : von Pege Star x Basks Glamour Star Ausbildungsstand: Showtraining bei Anton Baumann, Kauber Platte Eignung : Sport, Zucht, Freizeit, Western, Distanz Beschreibung / Eigenheiten: Charmante und selbstbewußte Stute mit viel Ausstrahlung. In ihrem Pedigree vereint sich mit Namen wie Probat, Europejczyk und Bask das „Who is who“ der polnischen Blutlinien. Kontakt / Standort: Christiane Sautter-Müller und Dr. med. vet. H.A. Müller, Winklerhof, 78576 Emmingen a.E. Tel: 07465 / 920042, info@stararabians.de Preis: 4.500,- € VHB

Rasse: Vollblutaraber Geschlecht / Geburtsjahr: Stute / 2008 Farbe / Stockmaß: Schimmel, Endmaß ca 1.56 Abstammung :von Pege Star (HLP, gekört) x Kassandra Ausbildungsstand: altersgemäß erzogen Eignung : Sport, Zucht, Freizeit, Western, Distanz Beschreibung / Eigenheiten: Großrahmige Jungstute mit überdurchschnittlich gutem Gangwerk. Aus unserer Sicht hervorragende Eignung für den Dressur- oder Distanzsport. Kontakt / Standort: Christiane Sautter-Müller und Dr. med. vet. H.A. Müller, Winklerhof, 78576 Emmingen a.E., 07465 / 920042, info@stararabians.de, www.stararabians. de Preis: 4500,- € VHB


GESUNDHEIT

Akupressur beim Pferd ihre Wirkweise und praktische Anwendung WAS IST AKUPRESSUR? Die Akupressur (Zen Yui) ist – wie auch die Akupunktur – ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie entstand vor ca. 3000 Jahren aus der Erfahrung heraus, dass bestimmte Körperpunkte empfindlich reagieren und als „Eingänge“ ins Innere des Körpers fungieren. Diese Körperpunkte liegen auf den Energieleitbahnen – den Meridianen. Man spricht in der TCM von 12 Hauptmeridianen, die beidseitig den ganzen Körper überziehen und in Verbindung mit den Körperorganen stehen. Zusätzlich gibt es noch 8 Sondermeridiane, welche mit den Körperfunktionen verbunden sind. Anders als in der westlichen Schulmedizin, in der der Begriff „Krankheit“ verbunden wird mit der Lokalisation und der Beseitigung des Symptoms (z.B.: Husten = Symptom, Krankheit/Erkrankung = Bronchien und/oder Lunge), stellt die TCM eine Erfahrungsmedizin dar. In der TCM spricht man nicht von „Krankheit“ oder „Gesundheit“ sondern von „Ungleichgewicht“ und „Gleichgewicht“ der körpereigenen Energien (Qi). Somit liegt die Ursache einer jeden Erkrankung in einem Ungleichgewicht von Yin und Yang bzw. in einem gestörten Energiefluss. Befindet sich der Körper im Gleichgewicht, so ist er „gesund“ und umgekehrt. Ein Ungleichgewicht der körpereigenen Energien wird durch pathogene (krankmachende) Faktoren ausgelöst, die sowohl „exogen“ (außen) als auch „endogen“ (innen) sein können. Aber auch durch körperliche Überanstrengungen, Traumata und Fütterungsfehler kann der Qi-Fluss gestört werden, also ins Ungleichgewicht gelangen. In der TCM spricht man bei den

exogenen Faktoren auf von außen auf den Körper eintreffende Einflüsse, wie z.B. Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Wind, etc. Zu den endogenen Faktoren gehören in der TCM von innen wirkende Einflüsse, wie z.B. Trauer, Sorge, Zorn, Freude, Angst, welche ein emotionales und somit „krankmachendes“ Ungleichgewicht auslösen können. ANWENDUNG Die Akupressur kann nicht nur bei Verletzungen als ergänzende Behandlungsmethode eingesetzt werden; sondern auch vorbeugend gegen Krankheiten bzw. zur allgemeinen Gesundheitsförderung und dem körperlichen Wohlbefinden. Hauptsächlich wird die Akupressur bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt (Steifheit bzw. Verhärtung der Muskeln, Sehnenund Gelenkserkrankungen). Auch beim „Stressabbau“ kann die Akupressur gute Dienste leisten (Stress bedeutet für viele Pferde z.B. ein „Umzug“, eine Anhängerfahrt, etc.). Allerdings gibt es auch Krankheitsbilder, bei denen die Akupressur in keinem Fall angewandt werden sollte. Dazu gehören u.a.:

Erwähnenswert ist noch, dass die Akupressur eine nicht so tiefgehende Wirkung hat wie die Akupunktur. Bei der Akupressur gibt es vielfältige Arten der Stimulation. Die wohl bekanntesten Stimulationstechniken sind Drücken, Reiben, Klopfen, Kneten. An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass es außerordentlich wichtig ist, die genaue Lage der AkupressurPunkte zu kennen, damit unbeabsichtigter Schaden am Tier vermieden wird. Sinn macht es, zu Beginn einer Behandlung einen ausgebildeten und erfahrenen Akupresseur bzw. Akupunkteur kommen zu lassen, um sich die entsprechenden Punkte wie auch Techniken zeigen zu lassen, die man als Laie am Tier anwenden kann. Ansonsten sollte man sich auf die o.a. Massage ohne Bezug zu den Akupunktur-Punkten beschränken, denn auch dies kann das Wohlbefinden des Tieres schon merklich steigern.

► Erkrankungen des Gefäßsystems (z.B. Thrombosen) ► Tumore ► Infektionskrankheiten ► Seuchen ► Trächtigkeit Anders als bei der Akupunktur, bei der der Energiefluss mittels Nadeln oder Laser beeinflusst wird, setzt man bei der Akupressur leichte Druck- und/oder Massagetechniken ein. Auch kann die Akupressur als eine Art Massage ohne Bezug zu den AkupunkturPunkten ausgeführt werden, indem man an schmerzende Stellen fasst und sie massiert (z.B. Muskelverspannungen im Kruppen-Bereich).

Akupressur an der Kruppe (Bild: S. Karge )

TECHNIKEN Zwei Stimulations-Techniken sollen hier kurz vorgestellt werden ► Drücken: Hier wird entweder mit dem Daumen, dem Handballen oder auch dem Knöchel (den Handknöchel bitJahresabschlusszeitung GAWA 2009

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GESUNDHEIT te nicht am Pferdebein anwenden) senkrecht ein gleichmäßiger Druck auf den Akupunktur-Punkt ausgeübt. Ein leichtes Pulsieren des Akupunktur-Punktes zeigt die richtige Druckstärke bzw. die vermehrte Durchblutung an. Anzumerken ist, dass bei längerer Druckausübung (ca. 1 Minute) ein entspannendes, beruhigendes Ergebnis erzielt wird, bei kurzem aber zunehmendem Druck (ca. 30 Sek.) ein stimulierendes bzw. aktivierendes Ergebnis erreicht wird (z.B. bei schwachen und kraftlosen Pferden, die schnell ermüden). ► Kneten: Bei der Knet-Technik, welche hauptsächlich bei Verspannungen und Verklebungen der Muskulatur eingesetzt wird, arbeitet man mittels Daumen und Handballen mit langsam kreisenden Bewegungen direkt an der Muskulatur oder am Bindegewebe. Hierbei sollte sich die Haut mitbewegen. Es sollte im Uhrzeigersinn „geknetet“ werden.

täglich durchführen. Wollen Sie Ihr Pferd hilfreich bei der Nachsorge unterstützen, sollten Sie täglich über 2 Wochen lang akupressieren. VORBEREITUNG Damit Sie Ihr Pferd optimal auf die Akupressur vorbereiten können, suchen Sie bitte einen ruhigen Ort auf, an dem weder Sie noch Ihr Pferd durch äußere Einflüsse gestört bzw. abgelenkt werden. Bitte gehen Sie niemals hektisch und unkonzentriert an Ihr Pferd heran, auch wenn Sie glauben, es in- und auswendig zu kennen - vor allen Dingen, wenn Sie zum ersten Mal eine Akupressur durchführen. Hinzu kommt, dass die Akupressur bei Hektik und Aufregung des Patienten nicht wirkt. Die Akupressur sollte nie erzwungen werden bzw. für das Pferd unangenehm werden! Bitte beenden Sie umgehend die Behandlung, wenn Ihr Pferd dem Druck ausweicht bzw. sich widersetzlich verhält. Legen Sie nun eine Hand an den vorderen Rücken in der Nähe des Widerrists. Dann streichen Sie mit der verbleibenden Hand von den

Ohren abwärts über die Wirbelsäule bis zum Schweifansatz. Die Hand am Widerrist lassen Sie sanft nach gleiten. Anschließend fahren Sie die Außenseiten der Hinterbeine bis herunter zum Kronrand ab. Optimal wäre es, wenn sie diesen Vorgang auf beiden Seiten 2 bis 3 Mal wiederholen würden. Anschließend fahren Sie mit der Hand über die Stellen am Körper, die Sie akupressieren möchten. Aus der Vielzahl der AkupressurPunkte habe ich im Folgenden eine überschaubare, leicht lokalisierbare Auswahl an Punkten zusammengestellt, die eine vielfältige Wirkweise erzielen (siehe unten stehende Tabelle und Grafik). Nach der Akupressur der von Ihnen individuell gewählten Punkte, sollten Sie diese sanft in Fellrichtung ab- bzw. ausstreichen. Gönnen Sie Ihrem Pferd nach der Akupressur eine Zeit der Entspannung und Ruhe. Jeder von uns, der schon einmal eine Massage oder Akupressur genossen hat, weiß wie angenehm es ist, sich anschließend einfach nur auszuruhen und die Behandlung wirken zu lassen. Abschließend möchte ich noch bemerken, dass die Akupressur wie

Marion Ernst bei der Arbeit (Bild: S. Karge ) WAS KANN ICH SELBST ALS „LAIE“ FÜR MEIN PFERD TUN UND WIE SOLLTE ICH VORGEHEN? Die Anzahl der Akupressur-Behandlungen richtet sich nach der Ursache. Um nur 2 Beispiele zu nennen: Möchten Sie Ihr Pferd beruhigen und so vor einem größeren Ereignis unterstützen (z.B. vor einem Turnier), sollten Sie möglichst 3 Tage zuvor mit der Akupressur beginnen und diese – wenn möglich – 2 mal

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Akupressurpunkte (Bild: S. Karge / M. Ernst)


GESUNDHEIT auch die Akupunktur niemals in Konkurrenz zur westlichen Schulmedizin gesehen werden sollte. Wünschenswert wäre eher eine gegenseitige Ergänzung der unterschiedlichen Therapieformen, um dem Patienten „Pferd“ auf eine möglichst schonende wie auch Erfolg versprechende Weise zu helfen. Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihre Marion Ernst

Indikation Verspannungen aller Art (Nacken-, Hals- und Rücken bereich), grippale Infekte, Allergien und Unruhezustände Lokaler Punkt für den Kopf bzw. europäischer Meisterpunkt des „Parasympaticus“. Er hilft bei Verspannungen im Nacken- und Rückbereich sowie bei Lymphknotenschwellungen. Zudem fördert er die Konzentration. Als regionaler Meisterpunkt für den Thoraxbereich hilft dieser Punkt gut bei Schmerzen im Brustbereich. Er hilft auch bei Hysterie, Ängstlichkeit und er erhöht die Zufriedenheit Sehr gut zur Schmerzlinderung. Er sorgt für Losgelassenheit und ist auch bei Erkältungskrankheiten mit Fieber sehr gut einsetzbar. Stabilisiert das Immunsystem NICHT ANWENDEN BEI TRÄCHTIGKEIT! Punkt des „Lampenfiebers“. Er eignet sich besonders gut bei Turnierpferden oder bei Pferden, die z.B. Probleme beim Verladen oder Anhänger-fahren haben. Beruhigend bei Nervosität oder Unruhe, sorgt für Lebensfreude Anzuwenden bei Erschöpfung und all gem. Leistungs-schwäche, Juckreiz, Husten. Er sorgt u.a. auch für Beruhigung Sprunggelenkserkrankungen, wichtiger Punkt bei Lahmheiten der Hinterhand. Hochwirksam bei Schmerzen im Meridianverlauf sowie bei Verspannungen im Rückenund Nackenbereich NICHT ANWENDEN BEI TRÄCHTIGKEIT!

Mobile Akupunkturpraxis für Groß- und Kleintiere (TCM) Marion Ernst Tierakupunkteurin (TCM) Mobil: +49 174/3552980 E-Mail: M.Ernst@tierakupunktur-tcm.de www.tierakupunktur-tcm.de

Lokalisation Knapp hinter dem Ohr befindet sich eine „Kuhle“. Das Halfter notfalls etwas zur Seite schieben oder um den Hals legen Fahren Sie von Gb 20 ausgehend knapp unterhalb des Widerrists entlang nach rechts, bis sie wiederum auf eine „Kuhle“ stoßen (in Höhe des 1. Halswirbels) Diesen Punkt finden Sie direkt hinter der Kastanie des Vorderbeins

Akupressurpunkt Gb 20

Dieser Punkt befindet am Röhrbein des Vorderbeins (hier finden sie am inneren Griffelbein eine „hohle“ Stelle)

Di 

Diesen Punkt finden Sie am unteren Rand des Karpalgelenks (Vorderbein außen) in Richtung Sehne

He 7

Dieser Punkt liegt direkt hinter dem Widerrist, ca. eine Hand breit unterhalb der Wirbelsäule im 12. Zwischenrippenraum Dieser Punkt liegt außen seitlich am Hinterbein, auf halber Strecke zwischen Fersenbeinhöcker und Wadenbein

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Indikation und Lokalisation der Akupressurpunkte Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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GESUNDHEIT

Richtig Entwurmen - aber wie? Das Pferd ist perfekt an seinen Lebensraum angepasst: als Bewohner weiter Gras- und Steppenlandschaften legt es täglich weite Strecken zurück, um ausreichend Nahrung zu finden. Parasiten bilden zumeist mit ihrem Wirt eine einigermaßen stabile Einheit. Diese Einheit geht beim Parasitismus zum Schaden des einen Partners, und zum Nutzen des anderen. Der kluge Wurm; d.h. der perfekt angepasste Parasit, wird seinen Wirt aber nie so stark schädigen, dass er stirbt, denn die Lebensgrundlage für den Wurm ist das lebende Pferd. WARUM ALSO ENTWURMEN? Der perfekt angepasste Steppenbewohner lebt bei uns mit 5 Artgenossen auf ½ Hektar Weide, teilt sich den matschigen Auslauf mit 10 weiteren Pferden oder fristet sein Leben 22 Stunden am Tag auf 4x4 Metern mit 30 anderen Pferden in einem Stall. Zusätzlich sind beständig gute Leistungen gefragt und Jungpferde sollen sich optimal entwickeln. Durch unsere moderne Haltung haben wir den Würmern einen Heimvorteil verschafft, den das Pferd alleine nicht ausgleichen kann. Das „wurmfreie“ Pferd ist hierbei reines Wunschdenken, wir müssen aber dafür sorgen, dass die Parasiten nicht die Oberhand gewinnen. Es gibt sogar Wissen-

schaftler die behaupten, dass die Zunahme von Autoimmunerkrankungen und allergischen Erkrankungen beim Menschen mit der erfolgreichen Bekämpfung des Schweinespulwurms zusammenhängt. Der Parasit soll das Immunsystem beständig aktiv halten, so dass es sich nicht aus Langeweile andere, unerwünschte Beschäftigung sucht. Von diesem Problem der absoluten Hygiene sind wir bei unseren Pferden aber sicherlich noch weit entfernt. WEIDEMANAGEMENT Die Grundlage zur Kontrolle der Pferdewürmer bildet die Stall- und Weidehygiene: ► Regelmäßiges Absammeln von Kot auf der Weide: die ausgeschiedene Wurmlarve braucht ca. 2-3 Tage, um sich zu einem infektiösen Wurm zu entwickeln. In diesem Abstand sollte die Wiese gereinigt werden. Das wird besonders wichtig, wenn viele Pferde auf einer kleinen Weide stehen. ► Niedrige Besatzdichte auf der Weide: 2 Pferde / Hektar Weide sind ideal ► Weidemanagement: Umtriebsweide, Zwischenmahd, Kalkstickstoff im Frühling ► Stallhygiene: täglich misten, Tiefstreu vermeiden, Boxen trocken halten

eine Pferdeherde sollte immer gemeinsam entwurmt werden (Bild: C. Mrotzeck)

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PARASTEN Die Parasiten, mit denen wir es zu tun haben, lassen sich mit Medikamenten sehr gut bekämpfen. Die Resistenzlage ist bei den genannten Parasiten noch nicht dramatisch, trotzdem sollten Wirkstoffe im jährlichen Rhythmus gewechselt werden, und Pferdebestände sollten grundsätzlich gemeinsam entwurmt werden. Die Grundregel lautet hier: wenn Entwurmen, dann bitte richtig und konsequent! Die häufigsten und wichtigsten Parasiten sind: ► Palisadenwürmer ► Bandwürmer ► Magendasseln → diese Parasiten sind v.a. für Weidepferde relevant ► Zwergfadenwürmer ► Spulwürmer → diese Parasiten sind v.a. für Fohlen und Jährling relevant ► Pfriemschwänze → ältere Pferde und Stallpferde Jeder dieser Parasiten hat einen anderen Lebenszyklus und schädigt das Pferd auf seine spezielle Art und Weise. Die meisten Würmer werden durch wenige Wirkstoffe effizient bekämpft. Dies sind so genannte Benzimidazole (mit der Endung „-azol“, z.B. Fenbendazol) und Pyrantel (Handelsname Banminth®). Die sog. Makrozyklischen Laktone (mit der Endung „-ectin“, z.B. Ivermectin oder Moxidectin) wirken zusätzlich gegen Magendasseln. Die einzige Ausnahme bilden für die genannten Wirkstoffe die Bandwürmer. Diese Parasiten müssen mit einem speziellen Wirkstoff, dem Praziquantel, behandelt werden. ENTWURMUNGSPLAN Der richtige Zeitpunkt und der richtige Entwurmungsplan ist abhängig von der Betriebsführung und vom Wetter; ich kann daher auch nur eine allgemeine Empfehlung geben für ein Schema, dass sich in vielen Fällen bewährt. Die meisten Betriebe haben mit 4 Wurmkuren pro


GESUNDHEIT Jahr gute Erfahrungen gemacht: ► Frühjahr (April/Mai), 3 Tage bevor die Pferde auf die Weide kommen ► Sommer (Juni/Juli), 4-6 Wochen nach Weidebeginn, bei feuchtwarmem Wetter eher früher, bei trocken-kaltem Wetter eher später ► Herbst (September/ Oktober), sofort nach Rückkehr in den Stall oder auf dem Winterauslauf ► Winter (November bis Anfang Dezember), jetzt ist der richtige Zeitpunkt zur Bekämpfung der Magendasseln mit dem entsprechenden Wirkstoff, z.B. Ivermectin Fohlen sind insbesondere empfindlich für eine Infektion mit dem Zwergfadenwurm, den sie bereits in den ersten Lebenstagen über die Muttermilch aufnehmen. Saugfohlen sollten daher ab der 2. Lebenswoche entwurmt werden. Die Wurmlarven werden über mehrere Wochen mit der Muttermilch übertragen, daher empfiehlt sich eine regelmäßige Entwurmung bis zu einem Alter von ca. 8 Wochen im

fr Jungpferde sollten besonders vertrgliche Wirkstoffe gewhlt werden (Bild: C. Mrotzeck) 2-wöchigen Intervall. Bis zum Absetzen hat sich die Entwurmung zur Bekämpfung des Spulwurms im Abstand von 8 Wochen bewährt. Die meisten Wirkstoffe für erwachsene Pferde sind nicht für Fohlen zugelassen und / oder nicht ver-

träglich; ein zugelassener Wirkstoff ist das Fenbendazol (Handelsname z.B. Panacur®). Im Zweifelsfall ist der zuständige Tierarzt vor Ort immer der richtige Ansprechpartner. Dr. Katrin Hoffmann

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TERMINVORSCHAU 2010

DAS solltet ihr nicht verpassen... MÄRZ 2010 ► Frühjahrs-Stammtisch West, Waldmichelbacher Hof, 63856 Bessenbach (Bayern), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: Eva Wüllenweber, evileve30@web.de, Tel: 06147/8613, Mobil: 0174/2701046 ► Frühjahrs-Stammtisch Süd, in der Nähe von 91522 Ansbach (Bayern), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: Christine Brückel, tinebrueckel@yahoo.de, Mobil: 0151/57728046 April 2010 ► Frühjahrs-Ritt im Westerwald (RLP), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gege- ben Kontakt: Eva Wüllenweber, evileve30@web.de, Tel: 06147/8613, Mobil: 0174/2701046 MAI 2010 ► 07. - 09. Mai GAWA- Symposium in 92286 Kreuth, Gut Matheshof (Bayern) Kontakt: www.gawa-online.de, Ausschreibung folgt ► 28.- 30. Mai Equitana Open Air auf der Galopprennbahn in 41460 Neuss (NRW), Kontakt: www.equitana-openair.com JULI 2010 ► Arabische Pferde in Westfalen - Araber Trophy und Schauklassen in 33154 Salzkotten (NRW), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: Gesche Gräfin v.d. Schulenburg, g.schulenburg@gmx.de , Tel.: 05266/8406 ► 10. - 11.Juli EWU-C-Turnier in 37434 Gieboldehausen mit Araberklassen (Niedersachsen) Kontakt: Olivia Grabowski, o.grabowski@gmx.de, Tel: 0173/2963158 ► 29. Juli - 01. August ECOHA-World Championships Arabian Sporthorses in Stadl Paura Kontakt: www.em-araber.org AUGUST 2010 ► Bundesleistungsschau des ZSAA in 92286 Kreuth, Gut Matheshof (Bayern), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: www.zsaa.org SEPTEMBER 2010 ► 11. - 12.September GAWA-Wochenend-Ausflug des Stammisches West zur Americana in Augsburg (Bayern) Kontakt: Eva Wüllenweber, evileve30@web.de, Tel: 06147/8613, Mobil: 0174/2701046 ► Herbst-Stammtisch Süd, in der Nähe von 91522 Ansbach (Bayern), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: Christine Brückel, tinebrueckel@yahoo.de, Mobil: 0151/57728046 OKTOBER 2010 ► GAWA-Herbstritt im Odenwald (Hessen), genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: Eva Wüllenweber, evileve30@web.de, Tel: 06147/8613, Mobil: 0174/2701046 DEZEMBER 2010 ► GAWA-Jahresabschlussfeier, genauer Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben Kontakt: www.gawa-online.de Habt ihr weitere interessante Termine rund um das western gerittene arabische Pferd? Wir verlinken diese gerne auf unser Homepage - einfach per eMail an: info@gawa-online.de

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ZUCHT

Der Araber als WesternpferdExterieur & Interieur - Vorraussetzung fr Leistung Möchte man ein Sportpferd, das Leistung auf höherem Niveau erbringen soll, gilt es immer, sowohl Exterieur als auch Interieur zu beurteilen. Zuerst muss man sich die Frage stellen, ist das Pferd physisch & psychisch überhaupt in der Lage, die Manöver auszuführen die von ihm verlangt werden? 1.) GEBÄUDE Ein funktionelles Gebäude ist ein Zusammenspiel von Ursache und Wirkung und Grundvorraussetzung für athletische Hochleistungen. Der ideale Western-Araber verfügt über eine gute Größe (er sollte nicht zu klein sein) und über ein kräftiges Fundament mit starken Knochen und Gelenken. Die Brust sollte eine gute Tiefe haben (zu schmalbrüstige Pferde sollte man eher meiden, da sie oftmals schlecht ausbalanciert sind). Das Pferd soll sich durch eine aus-

gewogene Proportion seiner Körperteile zueinander sowohl vertikal als auch horizontal in einer anatomischen Balance befindet: ► Die drei Hauptpartien des Pferdes stehen dann in einer horizontalen Balance, wenn jeder Teil - Vorhand (Kopf bis Anfang Widerrist), Mittelhand (Widerrist bis Übergang zum Lendenbereich), Hinterhand (ab Anfang der Lende nach hinten) - in seiner Länge 1/3 des Gesamten entspricht. ► Pferde deren Beinlänge größer ist als die Körpertiefe sind vertikal unausbalanciert, wirken schlaksig und haben oftmals Probleme in der Koordination der Bewegungsabläufe (die Länge der Beine wird vom Kronrand bis zum Ellbogen gemessen und sollte die gleiche Länge haben wie die Körpertiefe, welche vom Ellbogen bis zum Widerrist gemessen wird). Weiters ergänzen sich Kruppe, Rü-

Abbildung 1: die Harmonie der Winkelungen von Schulter & Hinterhand zueinander sollte sich der Form eines Trapez annhern

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cken, Schulter und Hals in Form, Stellung und Größe zu einer harmonischen Einheit. Die Winkelung der Gliedmaßen findet ihre gegenseitige Entsprechung, sodass die Schräge der Kruppe und die Schräge der Schulter mit der Ober- und Unterlinie etwa der geometrischen Form eines gleichschenkeligen Trapezes gleicht. Diese Winkelung ist bei Arabischen Pferden häufig steiler vorzufinden als vergleichsweise bei Quarterhorses. Das allein ist kein Nachteil! Nur eine Kombination einer langen Schulter zu einer steilen Kruppe (oder umgekehrt) erschwert die Balance des Pferdes (siehe dazu Abbildung 1). ► Die korrekte Stellung der Gliedmaßen im Sinne der klassischen Beurteilung von Reitpferden findet selbstverständlich auch hier ihre Anwendung - ein gut gebauter Körper ist nutzlos ohne gute Beine und Hufe, um ihn zu tragen. Die Säule, die das Bein eines Pferdes darstellt, muss gerade sein, wenn es unter Belastung gesund bleiben soll. Auf die einzelnen Aspekte der Beurteilung der Gliedmassen und deren Fehlstellungen einzugehen würde aber diesen Artikel sprengen und alle Interessierten seien hier auf die entsprechende Fachlektüre verwiesen. SCHULTER UND WIDERRIST Die Schulterstellung wird vom Widerrist zum vordersten Punkt der Schulter und von dort zum Ellbogen gemessen. Der Grad der Winkelung bestimmt die Reichweite der Bewegung in den Vorderbeinen und somit auch die Länge des Schrittes. Eine schräge oder gut gewinkelte Schulter erlaubt dem Pferd einen guten Raumgriff. Steile Schultern erlauben einem Pferd nicht viel Raumgriff. Ein Pferd mit steiler Schulter ist außerdem sehr unbequem zu reiten, weil es mit harten Stößen am Boden auffußt. So gebaute Pferde sind keine guten Beweger. Ohne einen langen, flie-


ZUCHT ßenden Raumgriff kann ein Pferd in der Bewegung kein schönes Bild abgeben. Ein guter Widerrist ist für ein Leistungspferd wichtig, denn der Schwerpunkt eines Pferdes liegt in diesem Bereich. Ein niedriger Widerrist bringt den Schwerpunkt eines Pferdes zu weit nach vorne. Das Pferd fühlt sich an, als ob es bergab läuft, es kann seine Vorderhand nicht so gut anheben. Vielleicht noch kurz etwas zum Hals: Ein guter Hals sollte außerdem schlank und durch eine klar ausgeschnittene Kehle am Kopf angesetzt sein. „Klar“ bedeutet dass der Hals nicht dick oder fleischig aussieht, da sonst das Pferd beim Abkippen im Genick die Luftröhre einengt und in seiner Atmung gehemmt wird. RÜCKEN UND LENDEN Wirklich athletische Pferde haben starke Rücken und Lenden und wissen sie bei der Arbeit zu gebrauchen. Beobachten man ein Pferd das wirklich gut stoppen kann, wird man beobachten können, dass es nicht einfach nur die Sprunggelenke steif macht und rutscht, es kippt im Becken ab und bringt seine Lenden unter sich. Einem Pferd mit kurzem Rücken, starken Lenden, langer Hüfte und kurzen Röhren fällt es leicht zu stoppen. Wenn ein Pferd etwas lang im Rücken, schwach in der Lende, lang in den Röhren ist, bedeutet Stoppen schwere Arbeit und es kann ihm auch Schmerzen bereiten - folglich wird es nicht mehr stoppen wollen. HINTERHAND Die Hinterhand hat beim Westernpferd einen hohen Stellenwert, da eine gute und kräftige Hinterhand bei vielen Manövern unumgänglich ist. Der Western-Araber sollte über eine lange und möglichst schräge Winkelung der Hinterhand verfügen, darüber hinaus sollte die Hinterhand möglichst tief bemuskelt sein. Die Hüften sollen lang und kraftvoll sein, die Sprunggelenke möglichst niedrig über dem Boden (kürze Röhrbeine) und in gerader Linie un-

ter den Hüften. Ein Pferd mit langen Röhren hingegen ist schlaksig und schlecht koordiniert. In diesem Bereich ist der Vollblutaraber dem Quarter Horse eindeutig im Nachteil, wurde er doch lange auf eine sehr gerade und kurze Kruppe gezüchtet, die hier aber absolut unbrauchbar ist. Keine Frage, man kann diese Pferde genauso reiten, manche gehen auch nicht schlecht, da sie ihre körperlichen Mängel durch einen großen Leistungswillen wettmachen. Nur zu spitzen Leistungen werden sie nie in der Lage sein. Siehe dazu auch Bild 2, welches ein Beispiel für eine kräftige und gut bemuskelte Hinterhand zeigt. Weiters erkennbar ist, dass das Pferd über viel Gurtentiefe, kräftige Knochen und einen deutlichen Widerrist verfügt (wenn auch ein beginnender Senkrücken zu beobachten ist, was aber hier auf das Alter des Pferdes zurückzuführen ist) 2.) DIE BEWEGUNGEN Die zuvor beschriebenen Beurteilungskriterien des Gebäudes haben alle elementare Konsequenzen auf den Bewegungsablauf des Pferdes. Der Westernaraber sollte grundsätzlich flache, weiche und runde

Bewegungen aufweisen (nicht zu viel Knieaktion), und von natur aus über den Rücken galoppieren (d.h. den Rücken aufwölben und sich rund machen). Allerdings kann je nach Einsatz in den unterschiedlichen Disziplinen kleine Unterschiede geben: ein Pleasure-Pferd sollte beispielsweise von Haus aus flachere Bewegungen zeigen als ein Pferd, das in der Reining eingesetzt wird. Letztere haben oftmals etwas dynamischere und schwungvollere Bewegungen. Wichtig ist, dass das Pferd gut untertritt, vor allem im Galopp sollte es mit der Hinterhand unter seinen Körper springen, nicht mit den Hinterbeinen nach hinten hinaus. Bei zunehmendem Engagement der Hinterhand sollte das Pferd in eine gewisse Aufrichtung in der Schulter kommen, es tritt von hinten stärker unter und wird vorne leichter. Das größte Problem beim Araber ist der Galopp! Immer häufiger zu Beobachten sind Araber mit starker Neigung zum Kreuzgalopp. Einige Araber neigen dazu hinten umzuspringen, sobald sie nur ein wenig aus der Balance kommen. Solche Pferde sollte man möglichst meiden, sie werden immer Probleme haben (vor allem bei höherem Tem-

Bild 2: eine gut bemuskelte Hinterhand mit schrger Kruppe, starke Knochen als Basis des Fundaments und eine gute Gurtentiefe - grundlegende Eingenschaften ber die jedes Reitpferd verfgen sollte (Bild: M. Hable) Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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ZUCHT po). Diese Pferde weisen fast immer auch ein inkorrektes Gebäude auf! 3.) PSYCHISCHE FAKTOREN TRAINIERBARKEIT / MENTALE DISPOSITION / TALENT Aber auch ein Pferd mit korrektem Gebäude muss eine gute mentale Einstellung haben, um den Körper optimal gebrauchen zu können. Das begabteste Pferd nützt nichts, wenn es im entscheidenden Moment nicht für den Reiter arbeitet! Athletische Fähigkeiten müssen gepaart sein mit kooperativem Verhalten. Manche Pferde, die nicht gerade einen idealen Körperbau fürs Reiten hatten, aber über so einen Leistungswillen verfügten, waren im Endeffekt besser als so manches Pferd mit perfektem Körperbau, aber mangelnder Leistungsbereitschaft. Charakter & mentale Stärke sind eine der wichtigsten Eigenschaften eines Sportpferdes! Ideal sind willig arbeitende, nachgiebige Pferde, die Nervenstärke & Belastbarkeit aufweisen, d.h. auch mal etwas mehr Druck vertragen ohne gleich nervös, hektisch oder sogar panisch zu reagieren.

4.) WELCHE LINIEN FÜRS WESTERNREITEN? Gibt es Blutlinien, die sich besonders für den Sport qualifizieren? Diese Frage hat sich sicher der eine oder andere auch schon mal gestellt. Sie zu beantworten ist aber nicht so ganz einfach, denn im Gegensatz zu den Quarter Horses, wo man von jeder Linie genau ihre Stärken und Schwächen in punkto Performance kennt, kann man das bei den VAs nicht so genau sagen, da schlicht und einfach zu wenige Pferde wirklich unter dem Sattel erprobt werden. Aber auch hier hat jede Blutlinie gewisse, für sie charakteristische Eigenschaften und es haben sich im Laufe der Zeit durchaus einige Linien als besonders geeignet für den Westernreitsport hervorgetan, andere sollte man vielleicht meiden. Die besten Vorraussetzungen für den Westernreitsport bringen meistens russischen, polnische und crabbet-Linien mit, da sie oftmals athletischer sind als anderer. Am schwierigsten ist es unter den Ägypter geeignete Kandidaten zu finden, denn oftmals verfügen sie über eher „schlechte“ Bewegungen

Bild 3: Beispiel fr einen runden Stop, bei dem das Pferd den Rcken aufwlbt und im Becken abknickt (im Gegensatz zu den hufig zu beobachtenden Araber-Stops, bei denen die Pferde die Beine einfach steif machen ohne den Rcken aufzuwlben und dahin zu gleiten). Hier als Beispiel Baikal - ein direkter Balaton- Sohn unter Martina Hable (Bild: M. Hable)

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(viele Ägypter können sich nicht rund bewegen, was vor allem im Galopp stark auffällt) und über ein schwaches Fundament in Hinblick auf Reiteigenschaften. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel und es gibt auch sehr gute Sportaraber aus eher untypischen Linien in Bezug aufs Reiten, schlussendlich kommt es doch sehr auf das Individuum Pferd an! Mit Sicherheit werden nicht alle Pferde mit dem jeweiligen Pedigree gleich aussehen oder gleiche Verhaltensmuster zeigen, dennoch gibt es gewisse Tendenzen in Richtung bestimmter Merkmale. So hat doch jede Blutlinie ihre „typischen“ Eigenschaften, auch wenn man sie nicht bei jedem Vertreter dieser Zuchtrichtung finden wird. Hier können nur ein paar kleine „Eigenheiten“ der wichtigsten Linien Erwähnung finden (was nicht auf jeden Vertreter der jeweiligen Linie auch zutreffen wird). RUSSISCHE LINIEN …. gelten in der Regel als sehr athletische und kräftige Pferde mit starker Hinterhand und guten Gangarten. Sie haben meistens trockene Beine und harte Gelenke, sind sehr gesunde Pferde. Dies ist vor allem darauf zurück zuführen, dass das russische Staatsgestüt Tersk sein Zuchtmaterial immer auch auf der Rennbahn auf Leistungsfähigkeit hin überprüft und selektiert hat. Von Nachteil ist bei manchen Linien die etwas schlechte Halsung (zu dick, zu tief angesetzt) und der Typverlust im Alter (eher maskuline Pferde). Bei vielen „rein russischen“ Arabern findet man Pferde polnischer Herkunft im Pedigree, was darauf zurückzuführen ist, dass Russland während des 2. Weltkriegs einige sehr bedeutende Vollblutaraber von Polen konfiszierte, um das eigene Zuchtprogramm zu verbessern. Beobachtungen und Erfahrungen zufolge sind als besonders gute russische Leistungs-Vererber (vor allem im punkto Westernsport) Balaton, Muscat & Padron zu nennen.


ZUCHT

Bild 4: Xenophonn "Der Doc Bar der Araber" (Bild: mit freundlicher Genehmigung von Jerry Sparagowski) POLNISCHE LINIEN ….. verfügen über einen ausgezeichneten Rassetyp, haben meistens sehr schöne Hälse (lang & fein) und gute Bewegungen. Polnische Pferde sind gerne etwas graziler im Körperbau als vergleichsweise Russen, trotzdem

Bild 5: der Pole Abu Farwa 1960 (Bild: http://www.arabs-iowa.com/ abufarwa.jpg)

aber sehr athletisch (ebenfalls rennleistungsgeprüft). Sie gelten als sehr leistungswillig. Nachteilig zu nennen sind der Hang zu etwas längeren Rücken und bei älteren Linien zu geraden kurzen Schultern. Unter den polnischen Vererbern von Performance-Arabern ist an erster Stelle wohl Bask zu nennen (wobei dieser aber mehr erfolgreiche Nachkommen in Englisch- als in Westernklassen hatte). Generell gelten die Witez II gezogenen Pferde als sehr gute Westernaraber (so geht beispielsweise der „Doc Bar“ der Araber - Xenophonn auf Witez II zurück- siehe dazu Bild 4). Außerdem werden den Aladdinn Nachkommen sehr gute Reiteigenschaften nachgesagt. CRABBET LINIEN ….. haben einen ausgezeichneten Körperbau zum Reiten – gute Hälse (wenn auch nicht so elegant wie bei den Polen), gute Schultern, eine kräftige Hinterhand und starke Beine. Weiters zeichnen sie sich durch sehr runde Bewegungen aus. Leider verfügen sie über wenig Typ und haben zum Teil etwas längere & schwächere Rücken. Heute findet man das Blut der Crabbet-Pferde in fast allen Polen und Russen! „Rein“ gezogene CrabbetAraber werden immer seltener. ÄGYPTISCHE LINIEN …. Sind von allen am feinsten und typvollsten (vor allem im Alter). Leider sind die modernen Ägypter als Sportpferde nicht ideal, da sie zu feingliedrig und schwach im Fundament sind. Ein großer Schwach-

punkt sind auch oftmals die Gänge, viele neigen dazu ein bisschen unsynchronisiert zwischen Vorne und Hinten zu laufen, oftmals ist der Hang zu Kreuzgalopp oder abgehackte Bewegungen zu beobachten. Außerdem sind sie von der Psyche her am schwächsten von allen Linien. SPANISCHE LINIEN ….. sind kräftig (oftmals sogar rundlich) mit großen, schönen Augen als Markenzeichen. Sie haben ein gutes Gleichgewicht von Breite und Form, sind sehr gut ausbalanciert. Der Hals hat eine gute Form, neigt aber dazu etwas zu dick zu sein. Leider hat die Hinterhand gerne hohe Hüftknochen, schwache Sprunggelenke und sie sind gerne etwas fleischig. AMERIKANISCHE LINIEN Diese Bezeichnung verweist auf US-Showpferde von gemischten Blutlinien, sie sind daher schwer zu verallgemeinern, da so viele verschiedene Blutlinien verwendet wurden. Bey Shah ist meistens dominierend. Im Gegensatz zu all den anderen Linien gibt es hier keine Staatsgestüte, die dieses Zuchtprogramm verfolgen. Amerikanische Pferde haben zumeist gute Reitpferdepoints, sind ausbalanciert mit sehr guter Hinterhand. Bei vielen ist allerdings ein etwas zweifelhafte Rassetyp zu beobachten (Saddlebred-Einfluss) und es herrschen lange Linien in allen Körperpartien, vom Gesicht über den Rücken bis hin zu den Beinen, vor. Martina Hable

Wer Anregungen, Fragen, interessante Artikel fr die nchste Zeitung, Lob oder Kritik los werden mchte, kann sich gerne an uns wenden ... IMPRESSUM Herausgeber: German Arabian Westernhorse Association www.gawa-online.de Geschäftsstelle: Münchstr. 3, 63808 Haibach, Telefon: 06021 - 580620 info@gawa-online.de Auflage: 100 Stück / Erscheinungsweise: jährlich Druck: Letter&Grafik, Kreatives Satz- und Werbestudio, Jakobus-Wirth-Straße 51, 53547 Hausen Verantwortlich für redaktionelle Beiträge, Layout und Anzeigen ist Cassandra Mrotzeck. Gezeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder, der auch verantwortlich ist. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der veröffentlichten Termine übernimmt die GAWA keine Haftung.

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ZUCHT

GAWA - Nachwuchs 2009

WA Casimah * 09.03.2009 Vollblutaraber – Stute (Schimmel) Zuchtrichtung: russisch / polnisch / crabbet Vater: Zid Ibn El Zahim (v. El Zahim, a.d. Orena) Mutter: Cascaya (v. Poison a.d. Cza-Cza-Bo) Züchter und Besitzer: WesternArabians, Martina u. Patrick Hayn

GH Badra * 27.03.2009 Vollblutaraber – Stute (Rappe) Zuchtrichtung: ägyptisch Vater: Muddassir B’Mehamam (v. Imperial Mashhar) Mutter: Baya (v. Khalif El Assuad)

GH Maghreb * 05.04.2009 Vollblutaraber – Hengst (Rappe) Zuchtrichtung: ägyptisch Vater: Muddassir B’Mehamam (v. Imperial Mashhar) Mutter: Asali (v. Shaikeel)

GH Menara * 09.04.2009 Vollblutaraber – Hengst (Braun) Zuchtrichtung: ägyptisch Vater: Muddassir B’Mehamam (v. Imperial Mashhar) Mutter: Amal (v. Shaikeel)

Züchter und Besitzer: Hägerhof, Familie Frank Dill, www.haegerhof.de

Züchter und Besitzer: Hägerhof, Familie Frank Dill, www.haegerhof.de

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Züchter und Besitzer: Hägerhof, Familie Frank Dill, www.haegerhof.de

GH Barika * 09.04.2009 Vollblutaraber – Stute (Rappe) Zuchtrichtung: ägyptisch Vater: Muddassir B’Mehamam (v. Imperial Mashhar) Mutter: Bint Nazeemah (v. Shaikeel) Züchter und Besitzer: Hägerhof, Familie Frank Dill, www.haegerhof.de

Rohan * 24.05.2009 Araber-Berber – Hengst (Schimmel) 18,75% AV Vater: Ksar al Mansour 37,5% AV Mutter: Malika al Mansour (Berber) Züchter und Besitzer: Reiterhof Falaster, www.reiterhoffalaster.de Rohan ist verkäuflich


ZUCHT

GFH Magadan *11.04.2009 Vollblutaraber – Hengst (Braun) Zuchtrichtung: russisch Vater: Baikal (v. Balaton, a.d. Kashmir) Mutter: Manavka (v. Karon, a.d. Tarteel) Züchter und Besitzer: Gut Fronleitenhof, Familie Dries www.arabianhorses-austria.com

GFH Sonar Se Ganges *11.02.2009 Vollblutaraber – Hengst (Braun) Zuchtrichtung: polnisch Vater: Ganges (v. Monogramm, a.d. Garonna) Mutter: Sonora (v. Metropolis NA, a.d. Sigma) Züchter: Janov Podlaski, PL Besitzer: Gut Fronleitenhof, www. arabianhorses-austria.com

Peges Joya Star *12.06.2009 Vollblutaraber – Hengst (Schimmel) Zuchtrichtung: polnisch Vater: Pege Star (Ege x Poalma) Mutter: Jakimah (Nasran x Kasimah) Züchter und Besitzer: Christiane Sautter-Müller, Star-Arabians, www.star-arabians.de.vu/

Habt auch ihr etwas zu verkaufen? Dann nutzt die Möglichkeit für kostenlose Verkaufsanzeigen von Pferden, Zubehör, Hängern u. ä. Peges Lluvia Star * 10.08.2009 Quarab F1 - Stute (Braun) Vater: Pege Star (Ege x Poalma) Mutter: Playwiththeangel (QH) (Playing it out x Shady Lady Kay) Züchter: Ernst Peter Frey Besitzer: Christiane Sautter-Müller Star-Arabians, www.star-arabians.de.vu/ Lluvia ist verkäuflich.

→ unter „Kleinanzeigen“

auf der GAWA - Homepage

www.gawa-online.de/kleinanzeigen.html

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ARABER DES JAHRES

Baikal - Araber des Jahres 2009 Unser Hengst Baikal wurde von der internationalen Zeitschrift „Araber Weltweit“ zum „Araber des Jahres 2009“ gewählt. Wir waren schon sehr überrascht, als wir von der Nominierung erfahren hatten und noch größer war die Freude, als es Baikal tatsächlich schaffte, diesen Titel zu erringen. Baikal, ein Westernpferd mit so zahlreichen Erfolgen sowohl in der Araberszene als auch im rasseoffenen Bereich, ist nun schon seit 4 Jahren bei uns am Gut Fronleitenhof. Die Ehrung für Baikal fand am 12. Oktober in dem völlig neu renovierten Schloss Hof bei Bratislava statt. Anlass war die Buchpräsentation „Pferdegeschichten aus Österreich“ der bekannten Fotografin Christiane Slawik. In diesem Buch ist ein Kapitel den „Arabern vom Fronleitenhof“ gewidmet: „Arabische Schönheit und Leistung“ ist es benannt – das gefällt mir gut – ist dies doch die Grundlage unserer Zuchtphilosophie und Baikal das Paradebeispiel dafür. Wenn man so eine Ehrung erhält, denkt man wieder darüber nach, wie es dazu gekommen ist, über Baikals Werdegang und wie er auf den Fronleitenhof kam. Baikal, geb. 1997, wurde von der Fam. Stark in Österreich gezüchtet. Sein berühmter Vater ist Balaton (Menes x Panagia), auch bekannt als „Pferd des Jahrhunderts“. Balaton wurde in Tersk rennleistungsgeprüft, und bewies sich danach als exzellentes Showpferd: er wurde National Champion, International Champion in Baden-Baden und European Champion 1992. Als führender Vererber produzierte er sowohl Rennsieger (z.B. Sambist) als auch Schauchampions (wie z.B. den European- und World Champion Kubinec). Baikals Mutter Kashmir war ebenfalls mehrfache Schau-Championesse und ist die Tochter des bekannten Mirok Monpelou ( Vatican x Gamila Montpelou), und der

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Khouri (Khouros v. Plakat). Baikal selbst mit seiner wunderbaren Dunkelfuchsfarbe und der hellen Mähne errang 1998 den Junioren Reserve Champion Titel auf der Schau in Wels. Dies war aber meines Wissens nach das erste und letzte Mal, dass er an einer reinen Halter Show teilnahm. Mit 3 Jahren hatte er sich zu einem athletischen, kraftvollen Junghengst entwickelt und es war klar, dass er Ausbildung und Arbeit brauchte. So kam er zu den Westerntrainern Christian Mantler und Martina Hable. 2001 begann seine Sportkarriere, als er unter Martina Hable bereits 4jährig österreichischer Vizemeister in der Reining VA wurde und den Wiener Meistertitel in der Reining errang, was er im darauffolgenden Jahr wiederholen konnte. Unter seinem neuen Reiter und Besitzer Markus Dünser wurde er 2003 unter anderem Österreichischer Meister und Vize-Europameister in der Reining VA! Dieses erfolgreiche Paar absolvierte 2004 zahlreiche Turniere und konnte sich auch gegen Quarter Horses erfolgreich behaupten. Markus erzählte uns, dass er in diesem Jahr „den Hengst einfach jedes Wochenende eingepackt hat, zum Tur-

nier gefahren ist, eine Reining geritten und dann gleich wieder nach Hause fuhr“. So wurde Baikal auch über die Grenzen der Araberwelt schnell bekannt. Baikal hat sich so zu einem erfahrenen Turnierpferd entwickelt und es zeigt sich bis heute, dass er die Arbeit liebt und auch braucht, um glücklich und ausgelastet zu sein. Die Saison endete für beide mit dem Europameistertitel in der Reining VA!!! Seit 3 Jahren hatten wir Baikal nun immer wieder gesehen und bewundert – obwohl er unseren damaligen Turnierpferden im sportlichen Wettkampf den einen oder anderen Titel vor der Nase wegschnappte. Wir beschlossen, Baikal als Deckhengst einzusetzen und ich kaufte TKS von ihm für unsere Stute Desert Safanad (Baikal`s Shangrila ist jetzt 3-jährig und wird gerade angeritten!). Um die Angelegenheit mit den Papieren und Bezahlung abzuwickeln, hatten Markus und ich des Öfteren Emailkontakt. In der letzten Mail bat ich ihn, an uns zu denken, wenn er irgendwann die Absicht hätte, Baikal zu verkaufen, und dann ging alles sehr schnell: Markus schrieb mir zurück, dass er sich auf seiner neuen Anlage ganz auf Quarter Horses spezialisieren wolle und er schon eine Käuferin

Baikal in Action - ein absolutes Powerpaket (Bild: C. Slawik)


ARABER DES JAHRES aus der Schweiz für Baikal habe, der er aber noch nicht fix zugesagt hätte! Na so etwas! Am nächsten Tag waren wir schon bei Markus in Vorarlberg und noch am selben Tag waren wir uns einig. Markus verkaufte den Hengst an uns, auch weil er wusste, dass Baikal hier am Gut Fronleitenhof ein schönes pferdegerechtes Leben führen und trotzdem weiter gefördert und gefordert werden würde. Das war ein Glückstag: Baikal, der Hengst, den wir schon so lange bewundert hatten, kam zu uns !! Und dadurch, dass Doris Pfann begonnen hatte, unsere Pferde zu trainieren, hatten wir auch die perfekte Trainerin und Reiterin für ihn. Baikal kann man zu nichts zwingen, aber wenn mit ihm gemeinsam arbeitet und ein Team bildet, gibt er alles. Im Frühjahr 2006 absolvierten die Beiden etliche Turniere und es lief sehr gut. Gekrönt wurde diese erfolgreiche Saison mit Europameistertitel der Reining VA! Am Gut Fronleitenhof hatte sich Baikal gut eingewöhnt. Den ganzen Tag auf der Weide zu stehen ist allerdings bis heute nichts für ihn. Nach einigen Stunden möchte er, dass man baldigst etwas mit ihm unternimmt. „Nur“ die einzelnen Elemente der Reining zu trainieren, war ihm schlichtweg zu wenig geworden – er brauchte neue Aufgaben. Da Doris auch eine exzellente Trail-Reiterin ist, begann sie, mit ihm schwere Trails zu trainieren – und es machte Baikal großen Spass. Er zeigte sich sehr talentiert und der Trail ist für ihn ein toller Ausgleich zur Reining in der täglichen Arbeit geworden. 2007 konnte Baikal den VizeEurpameistertitel in der Reining VA für sich entscheiden. Im Trail konnte er sich nicht für das Finale qualifizieren, da er sich sowohl im WarmUp als auch im Qualifikationstrail weigerte, über die Brücke zu gehen! Warum denn nur? Nach der EM hatten wir noch einen Workshop mit Roy Rich und jetzt wollten wir es wissen: er sollte über die Brücke – als Doris ihn schließlich überredete und er darüber ging, brach die gesamte Holzkonstruktion un-

ter der Teppichauflage zusammen: das Holz war total morsch! Hatte er das am Tag zuvor gespürt? Keine Ahnung- aber wir würden es ihm zutrauen. Mittlerweile geht Baikal über alle Brücken (die wir seit damals immer erst inspizieren) und er konnte 2008 und 2009 jeweils Vize Europameister im Trail VA werden! Dazu kamen in der Reining noch eine Silbermedaille 2008 und eine Bronzemedaille 2009 dazu. Es macht mir große Freude, dass Baikal und Doris jetzt in zwei so unterschiedlichen Disziplinen diese tollen Erfolge feiern können! Sein erstes Fohlen Baikal´s Shangrila aus der Desert Safand wurde 2006 geboren und besticht durch Typ, einen kräftigen Körper und ihr einnehmendes Wesen. Sie wird gerade angeritten und zeigt sich sehr talentiert. 2007 kamen GFH Madanika, 2008 GFH Desert Bajkan zur Welt und wieder zeigte sich, dass Baikal seinen muskulösen Körperbau und seinen besonderen Ausdruck durchschlagend vererbt. In diesem Jahr bekam unsere Stute Manavka (u.a. Europameister Reining VA) ihr erstes Fohlen von Baikal. GFH Magadan ist wiederum ein kräftiges Fohlen, typvoll, mit gutem Fundament, Winkelung und Halsung. Gerhard Hairas Stute Eysha bint Muscateal (u. a. Europameister Reining VA) bekam ein Stutfohlen von Baikal und Lena Orthubers Stute Manavka`s Image ein Hengstfohlen. Beide Züchter sind sehr glücklich mit Ihrem Nachwuchs. Und die Zukunft? Baikal ist mit seinen 12 Jahren „im Besten Alter“. Er wird sicher noch einige Jahre auf Turniere gehen, denn er braucht die Arbeit und die Abwechslung. Wir werden ihn wei-

terhin im Deckeinsatz haben und ich freue mich schon darauf, seine Fohlen auf Turnieren zu sehen! Baikal ist ein sehr kräftiger und athletischer Hengst mit viel arabischer Ausstrahlung und feinem typvollen Gesicht. Sein ehrlicher Charakter und seine unerschütterliche Persönlichkeit, gepaart mit seiner hohen Intelligenz und seinem korrekten Exterieur lassen ihn zu jenem Ausnahmehengst werden, der weit über die Grenzen der Araberszene hinaus bekannt ist. Es ist schön, ihn bei uns zu haben!!! Petra Dries

Baikal und Doris Pfann sind ein erfolgreiches Team (Bild: P. Dries) Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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FOTOKALENDER

GAWA - Fotokalender 2010von der Idee bis zur Umsetzung DIE IDEE Auf der Jahresabschlussfeier 2008 wurde die Idee geboren, einen arabischen Westernkalender mit Hilfe eingeschickter Fotos zu veröffentlichen. Gesagt - getan!!! DIE UMSETZUNG Bereits Mitte März wurde über die Homepage, sowie in verschiedenen Foren bekannt gegeben, dass die GAWA für 2010 einen Kalender mit ausschließlich western gerittenen Arabern herausgeben möchte und hierfür kreative Fotografen sucht. Es gingen bis Ende Juni 178 Bilder per Email aus ganz Deutschland bei der GAWA ein. Anfang August setzte sich eine Jury zusammen, um die besten 30 Bilder auszuwählen, über die dann im September online abgestimmt werden konnte. Die Umsetzung gestaltete sich jeW9-9 Dill GAWAjaz09 A5 quer 4c B.ai

16.09.2009

doch schwieriger, als von mir zu Anfang vermutet. Es wurden zwar viele Bilder eingereicht, aber die wenigsten hatten Kalenderqualität. Pferde mit abgeschnittenen Beinen / Ohren, unscharfe Handybilder, Motive, die man nicht auf Anhieb mit dem Westernreiten identifizieren konnte oder perspektivisch verzerrte Fotos waren einfach nicht für den Kalender geeignet. Doch es waren auch viele schöne Bilder dabei, sodass aus ihnen 30 tolle Bilder ausgesucht werden konnten. Die Abstimmung über die GAWASeite war ein voller Erfolg, sie wurde sogar auf der AWW-Homepage unter dem Newsticker beworben. Jeder Internetuser hatte 5 Stimmen, insgesamt wurden 2419 Stimmen abgegeben. Dass so viele Personen abstimmen würden, da-

mit hatte von der GAWA niemand gerechnet. DIE GEWINNER Die GAWA bedankt sich bei allen Einsendern für die tollen Bilder. ► Die Fotowettbewerb-Gewinner 2009 sind: Renate Meier-Stern, Claudia Weber, Dr. Stefan Gieseke, Anja Persicke, Eva Wüllenweber, Patrick Hayn, Katrin Hoffmann, Nadine Mantel, Christine Brückel, Andreas Birkenseer, Barbara Schwarz, Melanie Falaster, Dr. Julia Staebler sowie Valentina Goeck. Alle Gewinner erhalten als kleines Dankeschön fürs Mitmachen einen GAWA-Kalender 2010 per Post. DER VERTRIEB Der Kalender ist direkt über die GAWA zum Preis von 12,- Euro

19:56:08

ZUCHT * AUFZUCHT * AUSBILDUNG Wir bieten Ihnen: ► Vollblutaraber aus eigener Zucht insbesondere Rappen, Braune und Füchse, ► gerittene Vollblutaraber aller Zuchtrichtungen u.a. Westernpferderassen zum Verkauf, ► Aufzucht und Ausbildung Ihres Pferdes sowie ► homozygot vererbende Rapp-Deckhengste für Ihre Stuten Weitere Informationen sowie eine aktuelle Verkaufspferdeliste mit Fotos und Preisen finden Sie auf unserer Homepage. Wir freuen uns auf Ihren Anruf! C

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H ÄGE R H O F -

Familie Frank Dill Z u m Faulborn 5, 37412 Herzber g Te l . : 0 55 21 / 24 91 E - M a il: haegerhof@aol.com

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H A E G E R H O F . DE


FOTOKALENDER zzgl. 1,50 Euro Versand zu beziehen, einfach eine Email an samico82@gmx.de mit Lieferadresse und gewünschter Stückzahl schicken und den fälligen Betrag auf das GAWA-Konto überweisen. Sobald das Geld eingegangen ist, wird der Kalender an euch verschickt. FÜR DIE ZUKUNFT Auch 2011 wird die GAWA einen Fotokalender raus bringen. Geeignete Bilder (mind. 5 Megapixel) können wieder bei mir eingereicht werden. Auf der Homepage findet ihr dazu das entsprechende Formular. Cassandra Mrotzeck

Der GAWA-Kalender 2010 - stimmungsvolle Bilder von arabischen Pferden

wippi-s_92x125mm.ai 13.08.2009 11:26:12

Wir gratulieren ... Dr. Martin Pauli zur Körung seines Hengstes

Zid Ibn El Zahim auf der VHS in Aachen.

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GAWA - INFOS

GAWA-Mitgliedschaft - warum? Als GAWA-Mitglied profitierst du von einer Vielzahl an unterschiedlichsten Angeboten. Jeder Reiter, egal ob Freizeit oder Turnier, findet bei uns für seinen Bedarf das Richtige. Die GAWA bietet ihren Mitgliedern Angebote in folgenden Bereichen: AUS- & WEITERBILDUNG ► GAWA-Symposium mit einmaligen Trainingsmöglichkeiten in kleinen Gruppen in Kreuth auf dem Gut Matheshof, Rieden ► Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, die speziell für das arabische Pferd geeignet sind, in Form von Seminaren und Kursen, sowohl für Freizeit- als auch Turnierreiter ► Nachlässe bei Kursen ► Trainernetzwerk im gesamten Bundesgebiet - Unterstützung bei der Kontaktherstellung zu Trainern, die mit Arabern arbeiten und diese ausbilden

► regionaler Kontakt ► aktive Jugendarbeit

► Unterstützung von Turnierneulingen bei Fragen zu Regeln etc.

REGELMÄSSIGE MITGLIEDERINFORMATION ► Veröffentlichung aller spezifischen Ausbildungs- und Turnierangebote ► Pferde-Börse für westerngerittene arabische Pferde ► Wissenswertes & Informatives rund ums Westernreiten mit arabischen Pferden ► Mitgliederaustausch über das GAWA-Forum ► kostenlose Jahresabschlusszeitung ► regelmäßige Stammtische (abhängig vom Bundesland)

AUSSERDEM ► umfangreiche Unterstützung bei der Verwirklichung von Veranstaltungen für westerngerittene arabische Pferde ► Zusammenarbeit mit den Zuchtverbänden für das arabische Pferd und die Rassegruppen

TURNIERE ► Ausschreibung von AraberKlassen im Rahmen von lokalen Turnieren ► GAWA-Cup-Wertung ► Sponsoring von Araberturnieren und -klassen

Werde auch du aktiv, vernetze dich mit Gleichgesinnten und werde Mitglied in der GAWA! Für Fragen und weitere Informationen wende dich bitte an: Martina Hayn info@gawa-online.de BEITRÄGE Der Jahresbeitrag beträgt: ► Erwachsene 35 € ► Jugendliche 20 € ► Familien (zwei Erwachsene, zwei Kinder) bezahlen 50 €

Mitgliederstatistik

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davon Jugendliche 2009


GAWA - INFOS

Die GAWA stellt sich vor GAWA-Geschäftsstelle

Familie Höschler

Martina Hayn Münchstr. 3 63808 Haibach Telefon: 06021 - 580620 Fax: 06021 - 5838143 Mobil: 0179 - 4558634 ► eMail: ► Homepage:

Öffentlichkeitsarbeit / Presse Telefon: 0177 - 1769546 oder 02268 - 909680 eMail: hoeschler@sommerberg.info

Cassandra Mrotzeck

info@gawa-online.de www.gawa-online.de

Martina Hayn

Mitglieder / Verwaltung / Geschäftsstelle Telefon: 0179 - 4558634 eMail: martina@western-arabians.de

Sonja Bögl

Kurse / Seminare Telefon: 09186 - 909680 eMail: arabians-for-performance@gmx.de

Turnierbeauftragte Telefon: 0177 - 6540358 eMail: samico82@gmx.de

Daniela Amrhein Kassenwart Telefon: eMail:

06021 - 550320 amrhein_daniela@debitel.net

Eva Wüllenweber

Freizeitbeauftragte Telefon: 0174 - 2701046 eMail: evileve30@web.de

Preisrtsel Mitmachen und Gewinnen! In der Zeitung sind die Antworten versteckt. Unter allen richtigen Einsendern verlosen wir 5 tolle GAWA-Tassen. Fragen: 1. Wie heißen die Energieleitbahnen in der traditionellen chinesischen Medizin? 1

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2. Wer ist der Vater von Baikal? 2

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3. In welcher Diszilpin wurde Zid Ibn El Zahim zum 2. Mal Europameister? 10

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4. Für welches „Land“ startete Uli Höschler mit Nazrat? 6

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5. Bei welcher Turnierdisziplin geht es „innen flotter zu als außen“? 7

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Lösungswort: ____________________________________________________________ Kleiner Tipp: Gesucht wird der treue Begleiter eines berühmten Cowboys! Bitte die Antwort mit Angabe von Name und Postanschrift an samico82@gmx.de Einsendeschluss ist der 01.März 2010 - Viel Glück!!!!

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GAWA - INFOS

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DIE LETZTE SEITE

Bahnregeln

► BAHN BETRETEN Die Tür wird möglichst leise geöffnet, Reiter in der Nähe der Türe werden angeschnauzt mal ein bisschen aufzupassen. Die Türe mit lautem Krachen zufallen lassen dann wachen die lahmen Krücken wenigstens mal auf. ► AUFENTHALT PERSONEN In der Bahn dürfen sich nur Personen zu Fuß aufhalten, die einen wichtigen Grund vorweisen können. Diese Gründe können fotografieren, Kaffeetratsch halten oder besseres Lästern sein. ► PFERD RICHTEN Das Pferd wird irgendwo in der Bahn fertig gerichtet. Dabei Decken möglichst geräuschvoll abziehen und beim Nachgurten laut stöhnen. Das Pferd lautstark und dauerhaft anschnauzen, weil es nicht still steht. Nur so ist gewährleistet, dass Ihnen genug Aufmerksamkeit zuteil wird und Sie beachtet werden. ► AUFSITZEN Bitten Sie jemanden, der gerade die komplizierteste Aufgabe reitet oder das nervöseste Pferd hat, Ihnen beim Aufsitzen gegen zu halten - er wird Ihnen dankbar sein für die kurze Erholungsphase. ► ABSTAND Bitte halten Sie einen möglichst kleinen Abstand zum Vordermann ein - nur so kann Platz sparend geritten werden. Beim Überholen bitte unbedingt jedes Mal am Steigbügel des Nachbars hängen bleiben- soziale Kontakte müssen gepflegt werden! ► VORFAHRT HUFSCHLAG Wer auf dem Hufschlag reitet muss die Augen offen halten - es kann immer jemand von der Seite hinein-

drängen. Dann sofort stoppen und abwenden. Die Reitstunde beenden - es hat eh keinen Zweck mehr! ► UNTERRICHT Findet Unterricht in der Bahn statt, hat man sich rege daran zu beteiligen. Unflätige Zwischenrufe und Tipps von einem wirklich guten Reiter sind immer erwünscht! Der Reitlehrer ist eh unfähig. Wahlweise kann man die verlangten Übungen dem Reitschüler auch mal vorreiten - dann hat dieser zu weichen und sich still zu verhalten. ► LONGIEREN Longieren ist nur gestattet, wenn mehr als 8 Reiter in der Bahn sind und auf beiden Zirkeln longiert wird. Immer den 1. Hufschlag nutzen sonst muss sich das Pferd zu sehr biegen. Die Peitsche möglichst zackig und knallend einsetzen - damit das Longierpferd die Peitsche in dem ganzen Durcheinander überhaupt wahrnimmt. ► ABLAGE Als Ablage für Decken und Jacken ist alles zu nutzen, was zur Verfügung steht. Das sind u.a. die Bande, Sprünge in der Bahn oder andere Pferde, die gerade dumm rumstehen. ► STOPPEN Stoppen ist nur erlaubt, wenn das Pferd wirklich teuer war und ein reines Reiningpferd mit berühmten Eltern ist. Dafür sorgen, dass genug andere Reiter in der Bahn sind und genug Zuschauer auf den Rängen. Die Stopps immer kommentieren („Normalerweise rutschen wir ja 5 m, aber dafür ist der Boden zu schlecht!“). Rundowns nie ansagen - die anderen Deppen haben gefälligst auf einen zu achten! ► DREHEN UND FENCEN Für Drehen und Fencen gilt das gleiche wie fürs Stoppen. ► TRAILHINDERNISSE Bauen Sie alle Stangen, Pylonen, Brücken und Tore auf, die zur Ver-

fügung stehen und versuchen Sie, alle Hufschlagfiguren damit zu bedecken. Lassen Sie auch andere Reiter an ihrem Parcour teilhaben, warum sollte nicht auch ein Reiner Lopeovers beherrschen? Hindernisse nach Benutzung nicht wegräumen, damit die folgende Kinderreitstunde auch mal vor neuen Aufgaben steht. Früh übt sich, wer ein dickköpfiges und faules Pony durch ein Mikado-Parcour treiben kann. ► ZUSCHAUER Zuschauer sind nur erlaubt, wenn sie möglichst lautstark und fachmännisch Kommentare abliefern können - dabei ein Handy am Ohr haben, die Kinder zum fangen spielen animieren und ihren Hund hinter den Pferden herjagen. ► HANDYS Telefonieren mit Handys ist nur erlaubt, wenn es dringend ist. Dringend ist es dann, wenn es klingelt. ► VERLASSEN DER BAHN Die Türe bleibt offen - Umdrehen mit dem Pferd könnte das Pferd schädigen. Grüßen ist zwecklos, die anderen würden eh nicht zurückgrüßen!!!! ► ABÄPPELN Beim Verlassen der Bahn ein Mädchen ohne Pferd beauftragen die Äpfel abzulesen, alternativ warten bis streberhafte Reitkollegen Ihre Äpfel mit entfernen. Warum sollten Sie ihre Hinterlassenschaften bzw. besser gesagt die Ihres Pferdes weg machen? Schließlich bezahlen sie für die Benutzung! Sieht aber auch verdammt unchic aus, sich mit den neuen Boots mit Bollensammler bewaffnet durch den störrischen Sand zu kämpfen. ► ABSATTELN Lassen Sie sich Zeit nach dem Absatteln, parken Sie Ihr Pferd am Putzplatz und gehen Sie ruhig danach einen Cappucino trinken. Die anderen können warten.... Cassandra Mrotzeck Jahresabschlusszeitung GAWA 2009

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(veränderter Text aus dem Internet)

► GRÜSSEN Sind bereits andere Reiter in der Bahn - bloß nicht grüßen! Die anderen Reiter werden sonst in ihrer Konzentration gestört oder es erschrecken sich die Pferde.



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