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AM-PHOTOGRAPHIE Events, Shootings & Moore

Axel Minnerup www.facebook.com/axel.minnerup

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Joachim Viertel Photographie

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Heidelbeere

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Saisonales Obst, regionale Genüsse

Heidelbeere

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Dienstleister für Gastronomen

Fisch

INFOS ·es gibt frühe, mittlere und späte Sorten, so dass von Mitte Juni bis Ende September geerntet werden kann ·70 Prozent aller in Deutschland angebauten Heidelbeeren kommen aus Niedersachsen ·die Kulturheidelbeere kommt ursprünglich aus Nordamerika

Synonym für Vitalität

·sehr gesund: u.a. reich an Vitaminen und antitoxischen Inhaltsstoffen

E

s klappert die Mühle am rauschenden Bach... Von Jahr zu Jahr wird das Nahrungsmittel Fisch immer beliebter und landet inzwischen immer häufiger in den Pfannen und auf den Grills der Restaurant- und Privatküchen. Dass Fisch die für unseren Körper wichtigen Omega-3 Fettsäuren enthält und zur gesunden Ernährung einfach dazu gehört, ist hinreichend bekannt. Doch wo kommen die ganzen Fische eigentlich her?

Goldforelle auf dem Vormarsch!

Die Goldforelle ist eine Farbvariante der Regenbogenforelle und zeichnet sich durch ein goldschimmerndes Schuppenkleid aus. In der Fischveredlung Nordhauser Mühle werden eigene Speisefische in der hauseigenen Verarbeitung für die Gastronomie und den Hofladen direkt vom Erzeuger für den Endverbraucher hergestellt. Dieses wirkt sich in der Qualität und den Preisen positiv aus. Außer Forellen gibt es Aal, Lachs, Schalentiere, Hummer und

Gastrorant hat die Fischzucht- und veredelung Nordhauser Mühle in Ostercappeln besucht, um nachzuvollziehen, wie der Weg vom Fischlaich bis zum fertigen Filet in ihrem Lieblingsrestaurant abläuft. Die Fischzucht Nordhauser Mühle ist eine Wassermühle und liegt 3 km vom Ortskern Ostercappeln entfernt. Sie wird geschichtlich erstmals im Jahre 1825 erwähnt. Im Wandel des technischen Fortschritts wurde die Die Heidelbeere ist besonders für den Journalisten schmackhaft, nicht zuletzt dadurch ein dankbares Thema, da sich unzählige Berichte über Gesundheit, Cholesterinsenkung, Kampf gegen das Übergewicht mit der Heidelbeere verfassen lassen.

Nun wollen wir die Gastrorantleser nicht mit noch einem weiteren Heidelbeergesundheitsbericht langweilen, sondern gehen direkt auf ein Heidelbeerfeld zu dem Gärtnermeister Wencker nach Voltlage. „Sie sind spät dran!“ ruft er uns zu, als wir auf seinem Hof eintreffen. Die Heidelbeer-Saison hat schon längst angefangen. Unter dem Motto „Die Vita der Heidelbeere in Reinkultur“ fahren wir mit Gärtnermeister Wencker auf seine Heidelbeerfelder, nicht um uns den Bauch mit den blauen Kugeln vollzuschlagen, sondern um ALLES über die Heidelbeere zu erfahren. Die Beere wird durch Stecklinge bzw. Steckholz vermehrt. Nach einem Jahr wird sie in Töpfen kultiviert und wird als dreijährige Pflanze ins Freiland gepflanzt.

Nach 5 Jahren muss sie jährlich einen leichten Schnitt bekommen, damit das alte Holz raus- und junges nachwächst. Das blaue Wunder kann so 50 Jahre alt werden. Durch die heutigen Züchtungen haben sich die alten Sorten relativ schnell überlebt. Zu diesen zählen Elisabeth und Patriot. Die alten Sorten reifen sehr langsam ab und so benötigt man 5-7 Pflückdurchgänge. Pro Stunde können ca. 3 Kilo geernet werden. Ganz anders sieht es bei den neuen Sorten aus, hier ist die Heidelbeerpflanze bereits nach 3-4 Pflückdurchgängen abgeernetet und es können pro Stunde 8-10 Kilo gepflückt werden. Das ist mal eben knapp Faktor 3, der sich selbstverständlich in den Lohnkosten widerspiegelt und so sollten wir bei unserem nächsten Gang über den Markt statt nur auf den Preis zu achten, vielmehr auf die Sorte achten, denn der Geschmack ist stark sortenabhängig. Hier empfiehlt Gastrorant den Selbstversuch. Wie hat man sich ein Heidelbeerfeld vorzustellen? Der Reihenabstand der Pflanzen beträgt 3 m und innerhalb einer Reihe 1,20 m. Die Heidelbeere liebt leichten und stark humosen sauren Boden. Aufgrund der Tatsache, dass sie ein Flachwurzler ist und in Symbiose mit Pilzen lebt, die man im normalen Ackerbau kaum findet, muss ein ca. 80 cm breiter und 30 cm tiefer Graben ausgehoben werden und mit Torf aufgefüllt werden. Pro Hektar gehen hier schnell 1000 qm Torf ins Land, der alle drei bis fünf Jahre erneuert werden muss. Auf ehemaligen Kieferstandorten wächst sie hervorragend. Auf 1 ha stehen bei Gärtnermeister Wencker ca. 2500 Pflanzen.

Gartenbau Wencker Josef Wencker, Recker Straße 24 49599 Voltlage-Weese Telefon: 05467/336 Fax: 05467/1326 info@gartenbau-wencker.de

Die Heidelbeere wird im Herbst gepflanzt. Blütezeit ist Ende April bis Mitte Mai, Hummeln und Bienen bestäuben die Blüten, die vor Frost geschützt werden müssen. Dies geschieht durch eine Frostschutzanlage. Hier werden 30 Kubikmeter Wasser mittels einer Beregnungsanalge auf einem Hektar fein zerstäubt, so

Durch sanftes Herausdrücken gelangt man an die Eier (Abstreifen). Nach dem Abstreifen werden die Elterntiere in sauberes, sauerstoffhaltiges Wasser zurückgeführt. Die Eier von weiblichen Fischen (Rogner) werden dann mit Samen der männlichen Fische (Milchner) vermischt und somit befruchtet. Sobald die geschlüpften Larven schwimmfähig sind, werden sie in Rundstrombecken bis zu einer Grösse von 10 Gramm gefüttert (vorgestreckt). Anschließend werden die Jungtiere in Teichen und Beckenanlagen bis zu einer Größe

dass sich ein Eisschutz um die Blüte bildet. Nun muss so lange weiter bewässert werden, bis das Wasser das Eis vollständig aufgelöst hat. Ertrag: In den ersten beiden Jahren gibt es keinen, nach 7-8 Jahren vollen Ertrag bei der Heidelbeere. Der Ertrag pro Pflanze liegt bei 3-6 Kilo je nach Sorte. Gärtnermeister Wencker baut 6 verschiedene Sorten an. Es sind frühe, mittelere und späte Sorten, so dass von Ende Juni bis Mitte September geerntet werden kann. Die natürlichen Feinde der Heidelbeere sind Vögel, besonders Stare, Tauben, Drosseln. Sie werden durch eine Schussanlage (nur akustisch!) ferngehalten. Die gesamte Anlage ist eingezäunt, um Rehe und Hasen fernzuhalten, da die Knospen auch für sie als Delikatessen gelten. Auch Mäuse wissen die Wurzeln zu schätzen. Gärtnermeister Wencker baut zur Zeit auf einer Fläche von 4 Hektar Heidelbeeren an, im Herbst kommen im Venner Moor bei Vörden/Damme weitere 5 Hektar hinzu. Noch bis Mitte September können Heidelbeeren selbst gepflückt oder im Hofladen gekauft werden.

Mühlentätigkeit nach 150 Jahren eingestellt und 1974 ein Fischbetrieb von der Familie Schlie gegründet. Im Stammbetrieb werden überwiegend forellenartige Fische (Saibling, Bach-, Regenbogen-, Gold- und Lachsforelle), atlantischer Lachs und Meerforelle für die Wiedereinbürgerung vermehrt. Neben der Regenbogenforelle hat Familie Schlie auch die Goldforelle gezüchtet, die sich großer Beliebtheit erfreut. Nach Aussage der Gastronomie zeichnet sich ein Trend ab, dass die Goldforelle deutlich auf dem Vormarsch ist. Wie werden Forellen gezüchtet, bzw. wie vermehren sich Forellen? Vater Schlie, Fischwirtschaftsmeister erklärt uns, dass die Vermehrung in der Zucht auf künstlichem Wege geschieht. Um an die später zu befruchtenden Eier zu kommen, muss der Fisch zunächst auf schonende Art und Weise betäubt werden.

von 2 Kilogramm herangezogen. Die Forelle ist eine Fischart aus der Gattung Salmo in der Familie der Lachsfische (Salmonidae). Die Forelle braucht kühles und sauerstoffreiches Quellwasser. Worin liegt der Unterschied zwischen der Goldforelle und der Regenbogenforelle?

bildimpressionen

vom

Seefisch küchenfertig, frisch, filetiert, geräuchert oder als Graved. Eine besondere Wertstellung haben Fischplatten und für die Grillsaison ist eine große Auswahl an grillfertigen Fischgerichten verfügbar. Sehr beliebt sind auch die Fischgrill-Seminare, siehe Bildimpressionen unten.

fischgrillseminar Leckerstraße 6 49179 Ostercappeln/Nordhausen Tel. 05473/8554 Fax. 05473/958844 Öffnungszeiten:

Di.-Fr. Sa.

9.00-12.00 Uhr 14.30-17.30 Uhr 9.00-12.30 Uhr

Das nächste Fischgrill-Seminar findet in diesem September statt! Nähere Infos unter: www.fischzucht-nordhausermuehle.de


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Bio? Logisch

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Bio und Natur

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Wa(h)re

ienstag morgen 9.30 Uhr, der Scheibenwischer steht auf Intervallstufe II, was ein Sommer! Schon vor einer Woche hatte ich die Familie Hartkemeyer besucht, um eine Fotoreportage auf Ihrem CSA Hof zu machen. CSA steht für Community Supported Agriculture, zu deutsch eine gemeinschafts-unterstützte Landwirtschaft. Unwissende würden schnell das Wort Kommune in den Mund nehmen, wäre hier allerdings total fehl am Platz. Auf dem Weg zur Tür läuft mir nicht irgendein Huhn über den Weg, sondern „Rosenduft“, das Haus- und Hofhuhn. Gegen 10 Uhr hört es auf zu regnen und

Deshalb findet auch einmal jährlich verpflichtend eine Mitgliederversammlung statt, bei der die Wirtschaftsplanung des CSA-Hofes offen gelegt wird. So erfahren die Mitglieder, wie hoch Personalkosten, Pachtkosten etc. sind. Danach richtet sich nämlich auch ihr Jahresbeitrag. Transparenz par excellence. Es werden insgesamt über 60 verschiedene Gemüsewerden, entsprechen Demeter Qualität. Demeter ist ein geschütztes Markenzeichen, welches sorten auf dem Hof angebaut, die einen Tag vorher nur die Erzeuger tragen dürfen, die die strengen Auf- oder noch am selben Tag, an dem die Erzeugnisse ablagen einhalten können. Die Demeter Richtlinien ver- geholt werden, frisch vom Feld kommen. Täglich frisch bieten beispielsweise den Gebrauch von sogenanntem heißt allerdings auch täglich anders. Das erfordert eine CMS-Hybridsaatgut. Das sind Zuchtlinien, deren Eigenschaften, die durch Kreuzung zweier Inzuchtlinien, miteinander verbunden werden und so eine äußerst ertragreiche Ernte mit gleichmäßig gewachsenem Gemüse garantieren. Nach einer Ernte muss jedoch neues Saatgut bezogen werden, wenn der Ertragreichtum der vorherigen Ernte gesichert werden soll. Familie Hartkemeyer ist auf diese industrielle Uniformität bei den Gemüsesorten nicht angewiesen. Deshalb benutzen sie samenfeste Sorten, die zwar unregelmäßiger wachsen, deren Saatgut aber nach einer Ernte weiter verwendet werden kann.

Julia Hartkemeyer startet mit mir und ihrem kleinen Sohn Keno (2) den Hofrundgang. Die mir zur Verfügung gestellten Gummistiefel weiß ich bereits nach den ersten Schritten zu schätzen. Die 32 Jährige ist gelernte Gemüsegärtnerin und ihr Mann Tobias ist Pädagoge (Biologie und Geographie), beiden haben ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen, Hessen, studiert und kamen dann nach Pente, um Versuchsanbau und Kulturführungstechnik einer bestimmten Wurzelsorte, die „chinesische yams“ zu erforschen, wollten dann aber „echte“ Landwirtschaft betreiben, die in der Zukunft gesichert ist und trotzdem die Möglichkeit bietet, fruchtbar und vielfältig zu sein. Zu zweit war dies allerdings nicht möglich. Deshalb bot sich das Prinzip eines CSA-Hofs an, da für Sie die Erhaltung der Vielfalt aller von Ihnen angebauten Obst und Gemüsesorten im Fokus steht und nicht der Gewinn, wie in der herkömmlichen Landwirtschaft.

gewisse Flexibilität der Mitglieder, weil manche Sorten einfach noch keine Saison haben. Es wird eben das angeboten, was zur Zeit wächst. Das ist das überall und viel gepriesene Credo „Regionalität und Saisonalität“ in Reinkultur.

Bei einem CSA-Hof wird man Mitglied für mindestens 1 Jahr und zahlt einen festen Beitrag pro Jahr. Aktuell sind das 95 € pro Monat pro Person, Kinder zahlen natürlich weniger. Jeden Freitag holen sich die Mitglieder ihre Lebensmittel ab. Es wird nichts abgewogen, jeder kann so viel nehmen, wie er braucht. Fleisch und Brot gibt es auf Vorbestellung. Das Brot wird momentan noch bei einem Biobäcker, der auch Mitglied ist, gebacken. Der Hof Hartkemeyer liefert jede Woche das Getreide, welches dann für 180 Laibe Brot reicht. Dass es natürlich nicht jede Woche Fleisch gibt, ist bei der Anzahl der Tiere (Rinder, Hühner, Schafe und Schweine), die auf dem Hof leben, selbstredend. Die Schweine beispielweise sind sogenannte „Bunte Bentheimer“, werden erst nach einem Jahr geschlachtet und haben somit ein doppelt so langes, glückliches Leben. Die Reste, die der Hof abwirft, bekommen die Tiere zu futtern, so dass kein Futter zugekauft werden muss. Alle Lebensmittel, die auf dem Hof angeboten

Vielfalt!

Auf dem CSA-Hof Pente leben und arbeiten viele Menschen miteinander. Aktuell sind das 4 Praktikanten, 1 Langzeitpraktikant, 2 Lehrlinge, 2 Gesellen, 2 Lehrlinge, 1 Angestellter, 1 Helfer aus Amerika, der für Kost und Logie auf dem Hof arbeitet, sowie die Familie Hartkemeyer selbst. Wichtig ist ihnen dabei, dass es nicht nur um Arbeit geht, sondern auch ein soziales Miteinander stattfindet. So wird beispielsweise zusammen gegessen, natürlich von den Erzeugnissen vom Hof zubereitet, und vor Arbeitsbeginn findet eine gemeinsame Besprechung statt, bei der immer ein Lied gesungen wird. Diesen Sommer können 10 Kinder statt in einer KiTa auf dem Hof untergebracht werden. Die können das Hofleben miterleben, kleine Aufgaben übernehmen und so spielerisch lernen, was konkrete und authentische Arbeit ist. Betreut werden sie von einer Tagesmutter vom Hof sowie einer Erzieherin aus der Mitgliedergemeinschaft betreut.

Ziel des CSA Teams ist es, dass die Menschen wieder wissen, was sie essen und wo ihr Essen herkommt. Alles, was auf dem Hof angeboten wird, ist auch hier angebaut worden. Die Entfremdung zwischen Erzeuger und Abnehmer soll so abgeschafft werden. Das geschieht auch dadurch, dass die Mitglieder einmal pro Monat die Möglichkeit, nicht die Pflicht haben, auf dem Hof bei verschiedenen Arbeiten mitzuhelfen, so dass ein Bezug zur Landwirtschaft entsteht.

Ein tolles Prinzip, was die Familie Hartkemeyer auf ihrem Hof geschaffen hat, das auch gut vom Verbraucher angenommen wird. So hat der Hof mittlerweile ca. 230 Mitglieder und kann Neumitglieder nur auf eine Warteliste setzen. Ab September 2012 startet der Kinderbauernhof Pente an fünf Tagen pro Woche (Montags - Freitags). Er richtet sich an Kinder bis zum Alter von einschließlich 6 Jahren und stellt ein Alternativangebot zum herkömmlichen Kindergarten dar. Das ist für Eltern natürlich Luxus, seinen Kindern so etwas zu ermöglichen.


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