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Gemeinschaftsgarten Moritzplatz Berlin Kreuzberg

Nachbarschaftsund Inklusions-

(Prinzessinnen) Garten

Zwischenbericht der Aktiven und der Nachbarschaft

Juni — Dezember 2020  / 21

Moritzplatz Berlin Kreuzberg

Heft Nr. 1


Impressum: Zu diesem Buch haben viele Aktive im Prinzessinnengarten Bilder, Texte, Gestaltungsideen, Bildbearbeitung und Korrekturlesen beigetragen. E-Mail: info@common-grounds.net prinzessinnengarten-kreuzberg.net Druckerei: die Umwelt Druckerei https://www.dieumweltdruckerei.de Papier: Recycling Offset: Circle Offset Premium White 1. Auflage / 75 StĂźck Berlin, Dezember 2020

prinzessinnen

Mit freundlicher UnterstĂźtzung:


Selbstorganisierte Nachbarschaft

Von Juni bis Dezember 2020, an rund 158 Tagen, haben Nachbarn und Nachbarinnen, politische und soziale Gruppen aus dem Kiez den Garten selbstorganisiert fĂźr alle geĂśffnet.


Was kannst du dem  Garten geben?

Im Nachbarschaftsgarten arbeiten wir nach der Ethik und den Prinzipien des Permakultur-Designs (Pflege der Menschen, Pflege der Natur, Vorsorge für die Zukunft) Der Nachbarschaftsgarten am Moritzplatz ist ein Ort für Begeg­­nungen und ein Inklusionsgarten – offen für alle, insbesondere auch für Menschen, deren Teilhabe in unserer Gesellschaft strukturell behindert wird. Im Vorder­grund steht für uns das Prinzip „Beitragen statt Tauschen“ – wir arbeiten an der dauerhaften Erhaltung des Gartens als gemeinschaftlich organi­siertem Ort als Gemeingut, denn wir brauchen mehr Gemeinschaftsgärten in den Kiezen. Für uns und die kommenden Generationen. Wir arbeiten an der zukünftigen kommunalen Daseins­­­vor­sorge: basisdemokratisch, 100 % nicht-kommerziell und hierarchiefrei. Konkret bedeutet das: Pflanzen jäten und ernten, bewässern, Boden aufbauen und kompost­ieren in verschiedenen Formen. Die (Kleinst-) Lebe­wesen entdecken und für diese Lebensräume gestalten nach dem Vorbild der Natur. Wir sind die Nachbarn und aktiven Gruppen aus und um den Kiez, wir sorgen und pflegen den Garten und die durch und in ihm entstehenden Beziehungsweisen.


Poesie 

Es reicht – wir haben Platz Bonvenon in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz / Kein schnöder Mammon bei uns bereichert sich einzig der Bodenschatz / Ein kleiner einzelliger Organismus kann hier Großes bewirken / ihr seid Teil davon und irgendwann in allen Bezirken / Runter von den Strassen, den geteerten / Entspannen beim kreieren säen und ernten / Hier ist nichts und niemand Schädling eine Pause vom bekämpfen / Der Garten bleibt! Ein kleiner Filter zu den toxischen Dämpfen Wohin mit organischem Abfall? Benütze unser Klo und scheiss drauf / Gemeinsam kompostieren für den Nährstoffkreislauf / Beete anlegen und Bäume pflanzen / Zusammen wachsen und durch die Räume tanzen / Schön wenn Ihr euch austauscht, Wissen teilt, auch einfach abchillt / Lasst uns nachhaltig Energie gewinnen für ein gesundes Stadtbild Ein Gedicht für den Garten von Hannes Tahir


Eröffnung Garten Juni 2020

Sorry — no service Der Garten ist seit Juni 2020 ein inklusiver, selbstorgansierter Nachbarschaftsgarten. Kein Service, aber gern beim Aufbau mithelfen. Für alle offen. Oder einfach entspannen und den Garten und seine (Kleinst-) Lebewesen genießen. Since June 2020, the garden is an inclusive and selforganised neighbourhood garden. Open for everybody. No service, but you can help building up the space. Or just relax and enjoy the garden and it´s inhabitants.


Willkommen im Prinzessinnengarten am Moritzplatz! Wir freuen uns über alle Mitstreiter_innen!

Willkommen im Garten am Moritzplatz. Wir freuen uns über alle Menschen, die den Garten gemeinsam mit uns auf­bauen

Damit Du weißt, wo Du gelandet bist, hier ein paar Informationen zum Garten und zur Art und Organisation des Ortes. Es hat sich viel verändert in diesem Jahr. Die Nomadisch Grün gGmbh ist auf die Fläche am St. Jacobi-Friedhof umgezogen. Der Pachtvertrag für den Garten wurde im März 2020 an den kleinen Verein common grounds e.V. mit dem Auftrag vergeben, öffentliche Da­seinsvorsorge zu organisieren. Gemeinsam und auf Augenhöhe mit Nachbarn und Interessierten möchten wir nun einen weitestgehend selbstorganisieren, inklusiven und nichtkommerziellen Nachbarschaftsgarten aufbauen, der langfristig als grüne Lunge, Freiraum und konsumfreier, niedrigschwelliger Begegnungs- und Bildungsort für alle erhalten bleiben soll. Wir gärtnern auf den Trümmern des Kapitalismus. Der Boden im Garten besteht fast ausschließlich aus Kies und Trümmerschutt – und steht damit vielleicht auch stellvertretend für Zustand der Böden in Großteilen der Stadt Berlin. Wir haben uns u.a. die Aufgabe gesetzt, mit allen, die dazu beitragen möchten, den Boden des Areals weitestgehend zu regenerieren, u.a. durch unterschiedliche Arten von Kompostierung, dem Einbringen von Effektiven Mikroorganismen, dem Aufbau von unterschiedlichen Habitaten für möglichst viele Pflanzen, Pilze, Tiere und natürlich auch Menschen.


Ansprache an Menschen  die mithelfen wollen

Wir möchten damit eine andere, in unseren Augen um ein Vielfaches nachhaltigere, sinnvollere “Boden­aufwertung” betreiben als die monetäre Betongoldaufwertung, die aktuell weltweit und nicht nur in den großen Städten immer mehr grassiert und den eigentlichen Boden (und nicht nur den!) mit Füßen tritt. Der Garten wird als Gemeingut betrachtet und nicht im herkömmlichen Sinne wertschöpfend bewirtschaftet. Partikularen Profitinteressen soll kein Einfallstor geboten werden, daher arbeiten alle im Garten bewusst ehrenamtlich, jede_r nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Jede_r gibt soviel sie/er will und wie sie/er kann. Wir wünschen uns, dass niemand aus seinen Tätigkeiten Besitzansprüche oder Entscheidungs­ hoheiten herleitet. Wir streben immer Konsens­ entscheidungen in der Gruppe an, immer Sonntags im Plenum wird der Garten gemeinsam in Absprache mit anderen Menschen hierarchiefrei gestaltet. Auch sind die Menschen im Garten keine “User” oder “Dienstleister”. Wir möchten an alle appellieren, dass sie verantwortlich und fürsorglich mit allen und allem, was sich im Garten befindet, umgehen. Wir möchten Wissen sammeln und teilen. Wir begreifen den Garten auch als Lernort, für uns und für alle, die dort sein möchten. Projekte, die im Garten anstehen, möchten wir weitestgehend selbstorganisiert und selbstermächtigend, z.B. als Workshops gestaltet, umsetzen, d.h., wenn irgend möglich, die Umsetzung nicht an Firmen auslagern. Zum einen ist das kostengünstiger, zum anderen macht es den Garten langlebiger, wenn die Infrastruktur selbst aufgebaut wird, denn mit dem erlernten Wissen wird auch die Instandhaltung einfacher. Anfragen für Veranstaltungen im Garten werden ebenfalls in der Gruppe besprochen, immer auch mit Fokus auf die Verträglichkeit mit dem Ort, den Bedürfnissen des Gartens, um einer Übernutz­ ung vorzubeugen. Wenn die Anfrage Zustimmung hat, muß sich ein_e “Pate/Patin” aus der Gruppe finden, der/die das Projekt betreut und die Gäste mit den Gegebenheiten des Gartens vertraut macht. Die Öffnungszeiten generieren sich aus der Bereitschaft von Menschen und vielen Gruppen, ihre Zeit für eine Öffnung des Gartens zu geben. Sie erhalten einen Schlüssel, mit diesem wird die

Verantwortung für den Garten für die Zeit während der Öffnung übernommen. Das gemeinsame Beleben des Ortes ist herausfordernd und wirft viele Fragen auf. Wir wissen auch nicht auf alles Antworten, sind aber sehr gespannt auf die guten Lösungen, die wir gemeinsam mit allen Beteiligten finden werden.

* Chronik des Geländes: Das Grundstück war bis nach dem 2. Weltkrieg mit dem Wertheim-Kaufhaus komplett bis zur Straße hin bebaut. Im Krieg weitestgehend zerstört, wurde es in Folge abgerissen, die Kellerräume mit Schutt zugeschüttet und planiert. Zwischenzeitlich war das Gelände u.a. ein Abstellparkplatz für einen Autohändler, es gab tatsächlich auch mal - , zum Glück nie umgesetzte - Pläne für einen Autobahnbau am Moritzplatz. Lange Jahre diente es als Flohmarktgelände, lag dann länger ungenutzt, bis 2009 eine Gruppe von engagierten Menschen die Fläche vom Bezirk pachtete und nach und nach die Gärtnerei Nomadisch Grün, ein dazugehöriges Café, kleine Werkstätten etc und somit die Prinzessinnengärten, wie sie viele aus den Medien kennen, aufbauten. Im Jahr 2012 wurde durch eine Medienkampagne und Unterschriftensammlung der geplante Verkauf der Fläche an einen Investor erfolg­ reich verhindert. das Grundstück befindet sich nun weiterhin im Besitz der Stadt Berlin. Der Pachtvertrag zwischen common grounds und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg läuft zunächst bis 2026.


„Breathing life into this space is challenging and raises many questions. We don’t know the answers to everything, but we are very excited about the good solutions that we will find together!” Welcome to the Prinzessinengarten at Moritzplatz! We welcome all fellow gardeners, friends and comrades. To help you orientate yourself, here is some information about the garden and the ways we organise this space. A lot has changed in 2020. The company which formerly ran Prinzessinengarten, Nomadisch Grün GmbH has now moved to the Jacobi Cemetery in Neukölln. In March 2020, our organisation, Common Grounds e.V, secured the lease for the garden, which included the responsibility to organize public services in the space. Together and on an equal footing with neighbours and interested parties, we are establishing a largely self-organized, inclusive and non-commercial neighbourhood garden, which is to be maintained in the long term as a “green lung” open space and consumption-free, low-threshold meeting place for everyone. We garden on the ruins of capitalism.* The soil in the garden consists almost exclusively of gravel and rubble – much like the condition of the soil in large parts of the city of Berlin. We have set ourselves the task of working with all those who would like to contribute to regenerating the soil of the area as far as possible, including different types of composting, the introduction of effective microorganisms, and the creation of different habitats for as many plants, fungi, animals and, of course, people as possible. Our goal is to pursue a different, much more sustainable, meaningful “soil revaluation” than that of money, concrete or gold, which is currently spreading worldwide in urban and rural spaces and is trampling the soil underfoot literally and metaphorically. The garden is considered a common good and is not managed in a conventionally profit-oriented way. This is not a space for making monetary profit. That means everyone in the garden works on a voluntary basis, each according to his or her abilities and needs. Furthermore no one should derive claims of ownership

or decision-making powers from their activities here. We always strive for consensus decisions in the group through a regular plenum, with other people, without hierarchy. Our plenum takes place every Sunday here in the garden. The people in the garden are also not “users” or “service providers”. We would like to appeal to everyone to treat everyone and everything in the garden with responsibility and care. We would like to collect and share knowledge. We see the garden as a place of learning for everyone. We prefer to implement projects in the garden in a largely self-organized and self-empowering manner, e.g. by designing them as workshops. If possible, we do not outsource the implementation to outside companies. We find this is more cost-effective, it makes the garden more durable and maintenance is easier if the infrastructure is built up by the gardeners themselves. (Common grounds e.V has applied for funds from the Berlin regional government for the construction of infrastructure, but so far we have not received a positive decision. If a positive decision is received, it will be made transparent and discussed within the garden group). Requests for events in the garden are also discussed in the garden group. Events are planned with a focus on compatibility with the location, and the needs of the garden, to prevent overuse. If the request is approved, an advisor from the group must be found to supervise the event and familiarize the guests with the garden. The opening hours are generated by volunteers who give their time to open the garden. They receive a key and take over the responsibility for the garden during the opening times. Breathing life into this space is challenging and raises many questions. We don’t know the answers to everything, but we are very excited about the good solutions that we will find together!


Bodenaufbau  im Kiez

Entsiegeln: Der komplette Garten wurde, bis auf einige wenige Stellen, vom Beton befreit. Ohne Diesel und Generator, mit Muskelkraft. Zu unserer eigenen Überraschung einer der beliebtesten Tätigkeiten, neben “Obstbaum-pflanzen”.

Boden, Boden und nochmal — Boden Überall und auch rund um den Moritzplatz wird die Stadt trotz Klimakollaps mit Beton übergossen. Welche Form von Bodenaufwertung brauchen wir? Warum ist Bodenaufbau ein so wichtiges Thema im Nachbarschaftsgarten? Was braucht der Kiez?

(...) Der Kiez braucht dringend kühlende sowie Ruhe und Raum spendende Grünflächen für die Menschen, die hier leben. Es kommen ständig Menschen hierher, um einfach nur zu sitzen oder zu chillen. Platz zum Gärtnern für Nachbar_innen ist auch da. Und zudem ist es ein Lernort dafür, wie sich der Boden und das Leben über den Ruinen des Kapitalismus regeneriert. Dass überall dort, wo wir nicht mehr herumlaufen, etwas zu wachsen beginnt, ist mir hier klar geworden. (...) Wenn wir unsere Lebenszeit nicht mehr so intensiv verwerten müssen, werden wir Zeit dafür haben, um zum Beispiel Gemeinschaftsgärten zu bestellen und zu pflegen. Unser Leben wird sich dann sehr verändern. Diese Orte werden eine neue Bedeutung erlangen, so dass wir sie jetzt gar nicht so sehr herrichten müssen, sondern dankbar sein können, dass wir sie schon haben. Bei Diskussionen um den „Klimaplan von unten“ der Fridays for Future Bewegung standen vielleicht aus einer ähnlichen Überlegung Gemeinschaftsräume im Fokus: Räume, die nötig sind, um überhaupt die gesellschaftliche Veränderung hin zu einem klimagerechten Wirtschaftssystem anzustoßen. (...) Auszug aus dem Interview mit Kerstin Meyer “Über Gemeingüter, Freiräume und Alltag” Eigentum und Alltag in der Oranienstrasse (Im Dissens) erschienen 2019, NGbK


Einblicke: Gruppen, die im Garten tätig sind, und Nachbar_innen, die Projekte im Garten selbstorgansieren und dort tätig sind. Frage: Warum ist der Garten für dich / für euch wichtig?

Wir arbeiten in Kleingruppen und tauschen uns einmal pro Woche im Sonntagsplenum untereinander aus. Prinzip: Unsere Beschlüsse fassen wir im Plenum,im Konsens.


Einblicke: Juni — Dezember

Lebenshilfe Berlinische Galerie Projekt Komische Oper Berlin Projekt Barrierefreie Komposttoilette Kiezkantine Bienen / Mellifera e.V. Berlin Puff Puff / united action e.V. Wildwasser e.V. Familiengarten Kartoffelfest und die Kita aus dem Aufbau-Haus Kreuzberger Kiezutopien, Wandmal-Workshop Projekt von Familiengarten, Kunstwerkstatt der Lebenshilfe, Kotti e.V., Nachbarschaftshaus Urbanstrasse, Familienzentrum Wrangelkiez

AG Kräuterschnecke AG Wasser giessen + Wasser + Hydrant AG Boden Bokashi + common compost AG Garten AG Housekeeping AG Inforundbrief AG Kommunikation AG Digitales AG Geräteschuppen AG Flächenplanung AG Matschkiste AG in Gründung AG Ökonomie AG in Gründung Workstation Miren Artola Workshop + Kompoststation Stefan Lehman und Alexandra Suchan Ferment-Kompost Workshop Asmelash Dagne Workshop: Permaculture Nicole Wolf und Mojisola Adebayo Workshop: Permaculture Stefan Fischer Workshop: Waldgärten + Permaculture / Ausflug zu peace of land

Staudengärtnerei Teske, Pritzwalk Stauden Werkstatt Kacheltische Workshop Eingangsbereich Staudenworkshop mit der Gärtnerei Teske 2021

Gabenwand Workshop Gabentisch Workshop Chillen + Sport Das Zelt

/ Ausflug


Im Frühjahr 2020 beginnen wir den Garten nach den Prinzipen der Permakutur zu planen. Aber bevor wir unsere Pläne umsetzen können, müssen wir das leere Gelände vom Müll reinigen – denn wir werden ab jetzt direkt im Boden gärtnern. Wir sammeln jede auf dem (Beton)Boden liegende Kippe, jedes Stück Plastik, Metall und alle anderen, nicht-organischen Abfälle. Tausende rostige Schrauben, Nägel und anderes Altmetall haben wir mit einem Magneten aus dem Boden gezogen. Manche mochten diese Arbeit besonders gern. Am Gartenzaun entsteht während der Pandemie ein Gabenzaun, die ersten Gemüsebeete werden angelegt und 24 Obstbäume werden gepflanzt.


Rückblick: Der Garten von März bis Juni während des ersten Corona Shut-Downs


Wir finden Vieles im Boden ....


... Manches wird in unserem Gartenmuseum archiviert


Der Garten im März 2020


Jeden Dienstag öffnet die Lebenshilfe e.V. den Prinzessinnengarten ganztätig

Betreutes Einzelwohnen Kreuzberg Lebenshilfe Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, seit Sommer 2020 engagiert sich das BEW Kreuzberg nun in den Gärten am Moritzplatz. Die Lebenshilfe Berlin wurde 1960 gegründet. Wir bieten Informationen und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung und ihre Familien und Freunde an. Unsere Klienten gelten als Lernbehindert. Dieser Oberbegriff erweist sich schnell als völlig ungeeignet, um ihre Persönlichkeiten zu beschreiben, zu individuell sind ihre Fähigkeiten, Defizite, Erkrankungen, Werdegänge und Strategien mit dem Leben umzugehen. Sie wohnen in ihren eigenen Wohnungen, gehen arbeiten und leben ihr Leben so selbstständig wie möglich. Sie werden von uns je nach ihren individuellen Bedarf im Alltag und in verschiedensten Lebens­ lagen unterstützt. Eines unserer zentralen Anliegen ist die Inklusion als aktives und selbstbewusstes Mitglied der Stadtgesellschaft. Wir vermitteln Möglich­ keiten, sich anders wahrzunehmen und wahrgenommen zu werden! Denn noch immer leben viele in einer parallelen Lebenswelt, mit vordefinierten Themen und Lebensbereichen. Dies wollen wir ändern. Mit Common Grounds und den Prinzessinnengärten haben wir Kooperationspartner gefunden, die an einer langfristigen inhaltlichen Zusammenarbeit interessiert sind. Wir gärtnern dort gemeinsam, organisieren inklusive Veranstaltungen und gestalten den Ort mit. Jede Woche lernen sich so dort Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennen. Mit freundlichen Grüßen, David Permantier Lebenshilfe gGmbH Baerwaldstr. 441 10961 Berlin


Die Komische Oper Berlin präsentiert mit “Komşu Dolmuş” Live-Musiktheater in den Prinzessinnengärten


Die Komische Oper Berlin präsentiert mit “Komşu Dolmuş” Live-Musiktheater in den Prinzessinnengärten


Wer seid Ihr? Sophie Ammann und Alexander Altomirianos sind das Tur Tur Theater. Wir sind ein Wandertheater, das sich in Mecklenburg-Vorpommern während des 1. Lockdown gegründet hat, um Menschen mit Behinderung und Senioren kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, indem wir Theater vor die Haustür bringen. Was habt Ihr diesen Sommer im Garten gemacht ? Wir haben unser erstes Stück “Hans im Glück” aufgeführt. Warum ist der Garten wichtig für Euch? Neben unserer Gastspieltour suchen wir sowohl in unserer Heimatstadt Berlin als auch im ländlichen Raum einen festen Spielort, an dem wir unsere Stücke aufführen können. Der Garten ist ideal, denn das Konzept von David Permantier spricht genau das inklusive Publikum an, mit dem wir auch unsere Inszenierungen erreichen wollen. Was plant Ihr oder könnt Euch vorstellen? Regelmäßige Aufführungen unserer Stücke.


Theater Turtur / Lebenshilfe e.V


Die Kunstwerkstatt der Lebenshilfe e.V.


Wer seid Ihr ? Die Berlinische Galerie ist ein Kunst-Museum in der Nachbarschaft des Gartens. Was habt Ihr diesen Sommer im Garten gemacht ? Am 3. und 4. Oktober haben wir mit Partnern aus der Nachbarschaft “Einzeichnen. Festival zur zeichnerischen Eroberung der Stadt” durchgeführt. Im Garten hat an beiden Tagen eine großartige Druckaktion mit der Kunstwerkstatt der Lebenshilfe stattgefunden. Warum ist der Garten wichtig für Euch? Der Garten ist wichtig für uns, weil wir eine lebendige und aktive Nachbarschaft brauchen. Rund um den Moritzplatz sind Orte wichtig, die zum Austausch und zur Begegnung für alle offen sind. Was plant Ihr oder könnt Euch vorstellen? Wir können uns vorstellen, noch viele Jahre lang Kunstaktionen in und mit dem Garten zu starten.

Festival Einzeichnen der Berlinischen Galerie – Inklusiver Druckworkshop Am 3. und 4. Oktober 13.00 – 16.00 Uhr WEM GEHÖRT DIE STADT ? WIE SOLL SIE AUSSEHEN ? WAS FEHLT UNS ?


Die Kunstwerkstatt ďťż der Lebenshilfe e.V.


Lebenshilfe e.V / Impressionen

Wie wünschen wir uns die öffentlichen Räume, die Natur, die Umwelt unserer Kieze? Wollen wir nach der Coronakrise wirklich zur “Normalität” zurück? In den Prinzessinnengärten, als einem Ort der Nachbarschaft und Begegnung, wollen wir mit Euch über die Selbstverständ­ lichkeit und den Wandel öffentlicher Räume sowie die Bedeutung von Natur und Garten in der Stadt nachdenken. Gemeinsam bringen wir unsere Ideen dann in Bildern und Texten an die Wand und gestalten den ersten Teil des Zauns in den Prinzessinnengärten. Der Workshop ist kostenlos und das Material wird zur Verfügung gestellt. Wandmal-Workshop Kreuzberger Kiezutopien mit Kreuzberger Gemein­ wesenarbeiter_innen von Familien­ zentrum Wrangelkiez, Nachbarschaftshaus Urbanstraße und Kotti e.V


Jeden Dienstag Üffnet die Lebenshilfe den Prinzessinnengarten ganztätig


30. Oktober 2020

Was sonst noch so passiert ist und werden soll Es gab Workshops, z.B. mit „Fridays for Future“, „United Action“ e.V. und anderen Selbstorganisationen geflüchteter Menschen, wie z.B. der „Kiezkantine“. Diverse andere Vereine und Gruppen aus dem Kiez, wie z.B. die Ora Nostra, nutzten in der Zeit der Pandemie die Möglichkeit, sich im Garten an den Tischen und Tafeln zu treffen und zu arbeiten, Nachbar_innen aller Generationen nutzen das Gelände als „ihren“ Garten. Eine Vielzahl baulicher Aktivitäten, insbesondere Bodenaufbereitung, Anlage von Beeten, einer Boulebahn, der Gartenwerkstatt und vorbereitende Planungen fanden in offenen Sitzungen statt. Dabei wurde die Grundidee eines kommerzfreien und inklusiven Ortes, der sich durch und mit Anwohnern und Interessierten Gruppen entwickelt, in konkrete Praxis umgesetzt. Für Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, verwaltet common grounds e.V. einen öffentlichen Kalender. Es gibt regelmäßige Öffnungszeiten und Treffen für interessierte Anwohner und Gruppen und Nachbar_innen, die Schlüssel haben. Für den Winter geplant sind: Eine Suppenküche (gemeinsam mit anderen Organisationen im Kiez (Kotti, Kältehilfe …), Brunnenbau und Solaranlage, weitere Kooperationen mit Gruppen, die das Zirkuszelt im Garten aktiv nutzen. Ab Frühjahr Kinderbereich ,,Open air Kino”, weitere Kooperationen mit Theatern und Kulturvereinen, Teehaus (nicht-kommerziell), Anlage Bienenwiese, Toilette für alle Menschen (schwer-mehrfach-eingeschränkte Menschen).


Mellifera Regionalgruppe Berlin

Wer seid ihr? Wir sind die Imker Heinz Risse, Ingmar Zech und Silke Meyer, welche die Bienenvölker im Prinzessinnengarten betreuen, und im Leitungsteam von Mellifera Berlin agieren. Die Mellifera Regionalgruppe Berlin ist lokaler Ansprechpartner für alle, die sich für Themen der wesensgemäßen Bienenhaltung interes-­ s­ieren. Sie ist als Regionalgruppe dem Mellifera e.V. verbunden und führt individuell in Organisation und Ausgestaltung Projekte und Veranstaltungen durch. Im Zentrum steht eine ökologische und extensive Herangehensweise an die Bienenhaltung. Wir nähern uns einer wesensgemäßen Imkerei mit Naturwabenbau und der Vermehrung durch  Schwarmtrieb, lassen den Bienen ihren Honig als Wintervorrat und praktizieren alternative Behandlungsmethoden von Varroa und anderen Herausforderungen. Dabei halten wir Bienen in unterschiedlichen Behausungen. Wir arbeiten mit allen Beute­systemen im Mobil- und Stabilbau, die einer wesensgemäßen Bienenhaltung zuträglich sind: Magazine, Bienenkisten, Einraum­beuten, Oberträgerbeuten, Warré, Weissenseifener Hängekorb (Sun Hive) und Klotzbeuten. Was habt ihr diesen Sommer im Garten gemacht? Wir haben uns mit der Mellifera Regionalgruppe Berlin zum Treffen im Garten eingefunden und uns ausgetauscht und viel diskutiert. Wir haben den Baumstamm und die Bienenkiste im Baum bezugs­­fertig gemacht und die Einraumbeuten dickwandig isoliert, so dass die Bienen gerne einziehen. Was sie dann auch gemacht haben – wir haben drei Bienenschwärme einlaufen lassen! Zwei haben sich über das Jahr gut entwickelt, der dritte ist drohnenbrütig geworden und wird den Winter nicht überleben. Die Bienen sind ab Herbst in der Winterruhe, essen Honig und summen, um es warm zu halten – so wie wir.  Warum ist der Garten wichtig für euch? Der Garten ist das Zentrum unserer Mellifera Regionalgruppe Berlin. Hier würden wir zukünftig unsere Treffen abhalten, Bienenführungen und andere Veranstaltungen und Workshops machen. Die Bienen sind wichtig für den Garten und – vice versa – ein idealer Austausch von gegenseitiger Befruchtung.


Die Bienen sind ab Herbst in der Winterruhe, essen Honig und summen, um es warm zu halten – so wie wir


Mellifera e.V. Regionalgruppe  Berlin

Wir haben uns mit der Mellifera Regionalgruppe Berlin zum Treffen im Garten eingefunden und uns ausgetauscht und viel diskutiert. Wir haben den Baumstamm und  die Bienenkiste im Baum bezugs­­fertig gemacht und die Einraumbeuten dickwandig isoliert, so dass die Bienen gerne einziehen. Was sie dann auch gemacht haben – wir haben drei Bienenschwärme einlaufen lassen! Zwei haben sich über das Jahr gut entwickelt, der dritte ist drohnenbrütig geworden und wird den Winter nicht überleben.


Komposttoilette für alle Menschen

Alles wird zu Hummus

Aufbauen (…) Ab Mitte des 17. Jahrhunderts entfaltete sich, insbesondere in England, aber auch in den ostelbischen Gebieten, die sogenannte Agrarrevolution, in der die Erträge stark stiegen. Dies verdankte sich intensiveren Anbaumethoden, die nicht zuletzt durch die Einhegungen möglich geworden waren. Die Dreifelderwirtschaft mit ihren traditionellen Brachen wurde abgelöst. Neue Feldfrüchte wie Rüben und Kartoffeln konnten mit ihren tiefer wachsenden Wurzeln leichter Nährstoffe erschliessen. Das von den landwirtschaftlichen Innovationen mit beförderte Bevölkerungswachstum schuf die Bedingungen für die einsetzende industrielle Revolution und, wie insbesondere Preußen demonstrierte, auch für militärischen Machtzuwachs. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts zeigte sich jedoch, dass die höhere Belastung die Böden ausgelaugt hatte. Der Nährstoffmangel wurde durch die Urbanisierung zusätzlich verschlimmert. Die meisten Esser_innen wohnten in den Städten, und weder ihr Küchenabfall noch ihre nährstoffreichen Fäkalien gelangten zurück auf die Äcker – eine Entwicklung, deren trauriger Höhepunkt im 20. Jahrhundert das Wasserklo­sett bildet, das unter Vergeudung von mehreren Litern Trinkwasser Ackergold in Sondermüll verwandelt. Justus Liebig selbst agitierte dafür, dem NährstoffVerlust entgegenzuarbeiten, indem der Kreislauf organischer Masse intakt gehalten würde.

1865, also im selben Jahr, in dem er den Weg in Marx’ Notizhefte fand, schrieb Liebig einen vielbeachteten offenen Brief über die Verwendung städtischer Abwässer. Sein Vorschlag lautete, dass die Exkremente der Menschen und Tier eingesammelt und zurück aufs Land geschafft werden sollten – eine Forderung, die August Bebel 1879 ganzs selbstversändlich als Teil des sozialdemokratischen Programms ansah. Die Mist- und Kompostrückfuhr hielt der SPD Vor­ sitzende für eine kurzfristige sozialistische Infrastruktur, auf längere Sicht erwartete Bebel, das die breite Gesellschaft das Landleben, das in dezentralisierter Form alle Annehmlichkeiten des städtischen kulturellen Lebens übernehmen würde, vorzöge. Wie die Dinge lagen, griff die Landwirtschaft auf eine weniger nachhaltige Lösung zurück. Findige Unternehmer hatten Firmen gegründet, die die Schlachtfelder der napoleonischen Kriege – neben Waterloo auch Austerlitz und Leipzig – aushoben. Die dort massenhaft begrabenen Knochen von Pferden und Menschen verkauften sie als Düngemittel. (…)

Aus: Eva von Redecker: Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen. S. Fischer Verlag. Frankfurt 2020, S. 43f.


AG Kräuterschnecke

„Für uns und unsere Kinder ist der Garten ein wertvolles Stück Natur im Großstadt­ dschungel, ein wunderbarer Begegnungs­ort für die Nachbarschaft und ein echtes Refugium in Zeiten der Pandemie.“ Selina und Sophie (AG Kräuterschnecke)


AG Boden: Common Kompost und Bokashi 

Bokashi – alle Bioabfälle aus der Küche lassen sich innerhalb weniger Monate wieder zu Erde machen. Erst wird fermentiert, dann vererdet. Hier: Bokashi-Zubereitung zuhause. Susanne und Kerstin (AG Boden)


Innerhalb von fünf Jahren im Prinzessinnengarten gesunden Boden herstellen

Herstellung von Ferment-Kompost Workshop 1 mit Stephan Lehmann und Alexandra Suchan im August 2020

1. Der Vormittag beginnt um 9.00 Uhr mit Bodentheorie. Mittags wird die gelernte Theorie in die Praxis umgesetzt. Der Aufbau des Ferment-Kompost wird erklärt.

2. Der Kompost besteht aus einer Materialkomposition: Pferdeäpfel und frisches Biogut (Küchenabfälle, die nicht älter als zwei Tage sind, frische Kräutersträußchen)

3. Frischer Grünschnitt, je bunter und artenreicher die Mischung ist, um so besser.

4. Frisches Gras. Es startet den Prozess schnell, denn auf frischem Material kann sich die Mikroflora schnell vermehren. Das frische Grün fördert das Immunsystem der Mikroflora.

5. Lößlehm Volumenanteil im Kompost ca. 10 Bodenmikroben leben an Boden – ohne Ton kein Ton-HumuskomplexIm Lößlehm sind viele Mineralien und Spurenelemente enthalten, die für den Bodenaufbau wichtig sind. Am besten ist Lößlem mit einem hohen Tonanteil und keinem Sand.

6. Strukturreiches Material fördert die Zirkulation im Komposthaufen. So kann bis in das Innere Luftsauerstoff eindiffundieren. Auf 10 bis 20 Zentimeter Länge zerkleinern. Der Anteil an Strukturmaterial kann auch höher liegen.


7. Es sollte nur ein homogenes Gemenge bilden, damit sich ein geschlossenes Kleinklima mit der richtigen Feuchte bilden kann.

8. Alle Materialien müssen frisch verarbeitet und direkt mit der Sprühflasche á 1 Liter mit 7,8 ml Ferment7 oxi beimpft werden.

9. Gartenabfälle, landwirtschaftliche Abfälle und alles was in irgendeiner Form schon einmal ein Lebewesen war.

10. Holz gut durchfeuchten, nicht älter als drei Jahre.

11. Pilze, Bakterien und Mikroorganismen nutzen das Nahrungsangebot in Form abgestorbener Pflanzenteile und führen es dem eigenen Stoffwechsel zu. Auch Kompostwürmer, Regenwürmer und andere Lebewesen wie Schnecken und Schnegel und dutzende weiterer Arten sind an der Zersetzung beteiligt.

12. Starterleonardit: Anteil im Kompost ca. 1 kg/m3 Starterleonardit ist ein Gemisch von Leonardit mit hohem Tonanteil, Ferment-Kompost und Ferment7 oxi.


13. Der Boden ist hart und mit der Spitzhacke wird ein Loch gegraben.

14. Der Boden wird mit der Sprühflasche á 1 Liter mit 7,8 ml Ferment 7 oxi beimpft.

15. Nicht reifer Kompost fördert nicht den Aufbau von Bodenfruchtbarkeit. Deswegen nimmt man zum Impfen ausgereiften und den besten Kompost, den man hat.

16. Die Musik im Erdrohr klingt sehr angenehm.

17. Im Zentrum der Miete steht ein 1,18 m langes HT-Rohr mit 50 mm Durchmesser.

18. Erdrohr wird von Hüte-Hündin Dunja abgenommen.


19. Das Lüfterrohr wird auf 4 Stück 8 cm hohe und 10 x 10 cm breite Steine gestellt. Auf die Steine werden 12 Stück ca. 14 cm breite und max. 58 cm lange Bretter gelegt.

20. Ziel des Unterbaues ist es, die Durchlüftung gerade im unteren Bereich zu fördern. Der zweite Grund ist, das überschüssige C02 unten aus dem Mietenfuß abzusaugen.

21. Die Bretter dürfen nicht aus der Miete herausragen, damit im unteren Bereich der Miete ein leichter Unterdruck entsteht und die gesamte Belüftung in diesem Bereich gefördert wird.

22. Beim Aufsetzen ist darauf zu achten, dass für eine bessere Durchlüftung die statischen Vorteile der Pyramidenform genutzt werden. Das gilt auch für die Glockenform.

23. Das Material wird nicht hineingeschüttet, sondern immer von unten nach oben in Ringen aufgebaut, bis letztlich die gewünschte Form entsteht. Jede Lage muss für sich in Form gebracht und ausgerichtet werden. Sie bildet das Widerlager für die nächste Lage.

24. Auf die erste Lage folgen nun fünf weitere. Zum Schluss wird der Komposthaufen mit 5 cm Kompost abgedeckt. Dieser wird nicht eingemischt, sondern nur oben aufgestreut und mit der Sprühflasche á 1 Liter mit 3,9 ml Ferment 7 red beimpft.


25. Bei stärkerem Regen muss der Komposthaufen z.B. durch eine Plane vor zu starker Durchnässung geschützt werden, damit er nicht „absäuft“.

26. Anschließend deckt man den Haufen mit einem Schafwalloder Kunststoffflies oder mit Laub so ab, damit er nicht Wärme verliert und andererseits auch vor Durchnässung geschützt ist.

27. Nach 24 Stunden muss die Temperatur überwacht werden. Nach ein bis zwei Tagen steigt die Temperatur meist auf 70 °C. Wenn diese Temperatur erreicht ist, muss der Haufen aufgedeckt werden. Es beginnt das lntervallgießen, siehe Wassergehalt einstellen. Hat der Haufen einmal die richtige Feuchte, läuft er meist problemlos bei 65°C.

28. Jetzt wird 6 Wochen Temperatur gemessen. Wenn der Haufen 42 °C erreicht hat, wird er aufgedeckt. Danke an alle, die mitgeholfen haben und Danke an Stephan und Alexandra.

Ein gesunder Boden versorgt sich mit allem, was er braucht selbst. Hierzu sind Dauerhumusprozesse zwingend erforderlich, die die Nährstoffe und das Wasser fest in eine innere Struktur einbinden. Die Pflanze „sagt den Mikro­organismen Bescheid“, welche Nährstoffe sie braucht und die Bodenlebewesen lösen diese für die Pflanze auf den Punkt genau aus dem Dauerhumus. Sie passen sogar für jede einzelne Pflanze die optimalen Milieubedingungen an, die für jede Pflanzenart variiert. Im gegenseitigen Austausch gibt die Pflanze den Bodenorganismen ca. 50% ihrer Photosynthese-Leistung ab. Sie pumpt sozusagen reichlich Futter, Zucker für die Mikroorganismen in die Bodenlösung (Rhizosphäre). Die Fähigkeit, Dauerhumus zu bilden, haben die meisten Böden weltweit verloren, was zu dramatischen Humusund Nährstoffverlusten in der Land- und Forstwirtschaft geführt hat. Die Folge sind kranke und krankmachende degenerierte Verhältnisse. Dieses erkennt jeder ganz einfach an dem krassen Artensterben, der Anreicherung von Nitrat und anderen Schadstoffen im Grundwasser, der Zunahme von Zivilisationskrankheiten, wie Allergien, Unverträglichkeiten und Autoimmunerkrankungen. Quelle: Herstellung von Ferment-Kompost, 1,2 m3 heißfermentiert bei 65 °C, für Kleingärtner, Gartenbaubetriebe, Land- und Forstwirtschaft, Kompostierungsanlagen und Starterkompost zur Herstellung von Kompetenzkomposten, Auszug aus der Gesamtarbeit 11.01.2020 / 2, Stephan Lehmann


Gemeinsamer Aufbau von rattensichere Kompost-Infrastruktur


BodenschätzeN 

„Der heftig steigenden finanziellen Aufwertung Kreuzberger Inmobilien bzw. Grund und Boden wollen wir die ökologische Aufwertung dieses Bodens gegenüberstellen.“

BodenschätzeN (www.bodenschätzen.org) ist ein Umweltbildungsprojekt rund um das Thema Boden und Kompostierung. Wir haben Spaß am Kompostieren und wollen die Stadtgesellschaft damit anstecken. Wir denken, dass ein praktischer Bezug notwendig ist damit die gesellschaftliche Wahrnehmung dieser klimatisch und ökologisch ausschlaggebenden Ressource wächst.

ihrem Biogut gefragt etc. An den Wochenenden haben Workshops zu verschiedenen Kompostierungsformen stattgefunden (Wurmkiste, Heißrotte, Bokashi, Kompost-Basics). Dabei wollen wir auch die Auseinandersetzung mit politischen Themen ermöglichen, wie z.B. beim Workshop „Rechte Strömungen in der Umweltbewegung“, der im Rahmen der Wandelwoche organisiert wurde.

Ein praktischer Bezug gelingt am besten mit Ärmelhochgekrempelt-und-Werkzeug-in-der-Hand. Wir sind dabei, im Prinzessinnengarten eine rattensichere Kompost-Infrastruktur aufzubauen. Bis Juni 2021 soll ein Demo-Feld aufgebaut werden, in dem verschiedene Kompost-Methoden und Ansätze sichtbar und erfahrbar werden.

Für die nächsten Monate planen wir den Bau einer Info-Tafel und einen Metall-Trommel-Komposter sowie Workshops zu Themen wie Holzkohle herstellen und Pilze züchten.

Dienstag nachmittags findet unser wöchentliches Beteiligunsangebot statt, offen für alle Interessierte. Seit Juli 2020 haben wir zwei Wurmkompost-Truhen und drei Sammelstellen für Grünschnitt gebaut, Kompost aufgesetzt, Stauden gepflanzt und gedüngt, Biogut angenommen, Restaurants in der Nähe nach

Durch unser Umweltbildungsprojekt wollen wir nicht zuletzt dazu beitragen, den verdichteten und ausgelaugten Boden im Garten zu regenerieren – zumindest ein stückweit. Das hat an der Stelle eine symbolische Bedeutung: Der heftig steigenden finanziellen Aufwertung Kreuzberger Inmobilien bzw. Grund und Boden wollen wir die ökologische Aufwertung dieses Bodens gegenüberstellen.


Asmelash  Dagne

Permakultur folgt einer Reihe von Gestaltungs­ prinzipien, die auf dem Denken in Systemen beruhen. Die Eigenschaften natürlicher Ökosysteme werden genutzt und nachgeahmt. Es kommt aus den beiden Wörtern „Perma“ und „Kultur“ und beschreibt permanente Landwirtschaft und permanente Kultur. Asmelash Dagne, zertifizierter Permakultur-Designer bestecodesign.wordpress.com


AG Wasser, AG giessen, AG Wasserleitung und Brunnen

Unser Garten wächst und gedeiht, dank Sonne, Pflege der Gärtner_innen und Wasser. Eine Leitung – unser blaues Band – vom Tank auf der Laube zu den Zapfstellen im Garten haben wir bereits gelegt. Und Erweiterungen in den Süden sind geplant, um auch diese Bereiche einfacher zu renaturieren. Wir gärtnern immer mehr nach den Prinzi­ pien der Permakultur, das spart auch viel Wasser. Noch sind wir auf den Hydranten am Moritzplatz als Quelle ange­ wiesen. Unsere Vision ist jedoch ein Brunnen für das Gartenwasser, damit wir kein wertvolles Trinkwasser mehr dafür einsetzen müssen. Der Genehmigungs-Antrag dafür läuft und so hoffen wir, dass wir bald mit Bohren beginnen können. Armin (AG Wasserleitung + Brunnen)


Kartoffelfest mit der Kita  Wildfang, Aufbauhaus

Wir, die Moritzplatz Kinder, sind eine Gruppe von Kindern und deren Eltern aus der Wildfang Kita im Aufbauhaus. Wir genießen es die Chance zu haben, mitten im dicht bebauten Quartier den Kindern ländliche Aufgaben wie Gärtnern, Bauen, Ernten beizubringen und die Kinder erleben zu lassen, wie lange eine Pflanze braucht und wieviel Arbeit darin steckt, bis man sie essen kann. Gleichzeitig erfahren die Kinder, was es bedeutet, den Garten aufzubauen und am großen Ganzen mitzuarbeiten. Das macht die Kinder irre stolz und der Garten wird ihr zweites Zuhause.


Jeden Zweiten Samstag im Garten


PUFF-PUFF  DIASPORA

Ich bin Eric Noel Mbiakeu (der PUFF-PUFF-Mann), ein Aktivist von We’llcome United und Mitglied der Kiez-Kantine, der gegen Rassismus kämpft und die Gesellschaft auf seine Weise “kochen” möchte. Zu meiner Vision zur Verbesserung der Gesellschaft gehört auch die kulturelle Vielfalt. Aus diesem Grund haben wir im letzten Sommer eine afrikanische Spezialität für den Garten an­ geboten; alle zwei Samstage im Monat treffen wir uns um diese Mahlzeit. Für uns ist es PUFF-PUFF. Historisch gesehen ist PUFF-PUFF ein Rezept aus 1. Mehl 2. Zucker 3. Salz 4. Bäckerhefe 5. Wasser Puff–Puff hat sich in schwierigen Zeiten in Afrika und insbesondere in Kamerun bewährt. Sehr lecker und einfach zuzubereiten, wird von allen geschätzt. Der Prinzessinnengarten Moritzplatz bedeutet für mich ein Gemeinschaftsraum mit einer Vielzahl von Menschen, die verschieden aktiv sind und hauptsächlich das Land bearbeiten, das uns an die Magie der Natur erinnert. PUFF-PUFF im Prinzessinnengarten, von der Kiez-Kantine initiiert, Beweis einer Gesellschaft ohne Grenzen. Kommen Sie jeden zweiten Samstag von 14.00 bis 20.00 Uhr in unseren Garten und entdecken Sie etwas anderes: Sauce (Erdnüsse, Bohnen).

„Zu meiner Vision zur Verbesserung der Gesellschaft gehört auch die kulturelle Vielfalt.”


United Action e.V.

„Bring women and girls from refugee camps and other isolated shelters and connect them with the local women community through community safe spaces.” “Our main goal is to connect the Newcomer/Migrant women and girls with local communities and support also some of the most vulnerable people in the community, the elderly women who are not in senior homes and that are feeling lonely or are lonely. We want to bring women together to help them learn from one another’s culture, discuss about the importance of women right fights and how we need to stand in solidarity and defeat the wrong political dividers like Afd and others. Another reason we want to bring them together is to build trust between them and have direct or first hand contact as women, as human-beings. Bring women and girls from refugee camps and other isolated shelters and connect them with the local women community through community safe spaces. We want to use gardening, enviromental education and nature as a means of women empowerment”. Fatuma, United Action e.V.


Kiezkantine – solidarity with Istanbul pride


Jeden zweiten Sonntag im Garten


Kiezkantine 

Seit diesem Sommer waren wir als Kiez Kantine Teil des Nachbarschaftsgartens in den Prinzessinnengärten. Jeden zweiten Sonntag, sowie jeden zweiten Samstag haben wir wie immer im Bilgi­saray gekocht und das Essen dann einfach über die Straße in den Garten gebracht. Dazu gab es Konzerte, politische Gedichte und Tanzperfor­mances. Die Spenden gingen an unterschiedliche akute Anlässe wie etwa Anwaltsoder Arztkosten. Am Ende des Sommers konnten wir das frühere Versammlungszelt der OranienplatzBesetzung im Garten aufbauen und uns auf den Corona Winter vorbereiten. Uns ist es sehr wichtig als antirassitischer Treffpunkt, als Kiez Küche und als Community in der Nachbarschaft verankert zu sein. Wir wollen ein solidarischer und nicht-komerzieller Begegnungsort sein und bleiben.


Kiezkantine


AG Kacheltisch

es ist wie es ist und wir haben die Chance es zu ändern :-) im Kreislauf mit der Biologie :-) Purpur Blue Petra AG Kacheltisch


AG Werkstatt 


Chillen Sport Boules


Woodworkshop 


15 Oktober 2020: Tomatenchutney


„Auch die Gründung neuer Selbsthilfegruppen war weder in öffentlichen Grünanlagen noch in geschlossenen Räumen möglich – und das war der Moment in dem der Prinzessinnengarten am Moritzplatz zu einem wichtigen Komplizen wurde in diesem seltsamen Sommer und darüber hinaus.“


wildwasser selbsthilfe & beratung

Die wildwassser selbsthilfe & beratung ist ein 1982 aus einer Selbsthilfegruppe entstandenes Projekt von und für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit. In den projekteigenen Räumen in der Friesenstraße 6 in Kreuzberg gibt es eine Beratungsstelle im Dachgeschoß und Ladenräume, die das Zuhause zahlreicher Selbsthilfegruppen und verschiedener Community-Kooperationen sind. Wenn auch Vieles anders ist seit Gründung des Projekts: damals gab es keinerlei Unterstützungsangebote zur Auseinandersetzung mit der erlebten Gewalt und deren Folgen und es gab auch nur ein geringes kritisches gesellschaftspolitisches Bewusstsein zu diesem Thema. Vor diesem Hintergrund ist die Idee entstanden, sich mit anderen Betroffenen zusammenzuschließen und Unterstützungsmodelle und Angebote auf der Basis eines emanzipatorischen Selbstverständnisses zu entwickeln. Dieses Fundament der Arbeit von wildwasser ist geblieben: eine Arbeitsweise, die das Wissen und die Erfahrungen Betroffener ver­bindet mit dem Kampf um selbstbestimmte Räume und öffentlichen Bewusstseinswandel. Mit den pandemiebedingten Beschränkungen im Frühjahr 2020 einerseits und dem Anspruch, so umfänglich wie möglich die Erreichbar- und Zugänglichkeit der Angebote im Projekt zu gewährleisten, wurde viel ausprobiert. Beispielsweise haben wir anfangs persönliche Termine im Park angeboten, was zum Sommer nicht mehr so ungestört möglich war. Auch die Gründung neuer Selbsthilfegruppen war weder in öffentlichen Grünanlagen noch in geschlossenen Räumen möglich – und das war der Moment in dem der Prinzessinnengarten am Moritzplatz zu einem wichtigen Komplizen wurde, in diesem seltsamen Sommer und darüber hinaus. Es war ein sehr herzliches Willkommen auf dieser schönen grünen Insel, inmitten der Stadt. Ein großes Geschenk auch hinsichtlich der vorangegangenen Wochen, die randvoll waren mit kleinen und großen Unmöglichkeiten. Nun konnten sich sogar mehrere Menschen zusammenfinden, um neue Selbsthilfegruppen zu gründen – mit eigenem Schlüssel und einem Gefühl des Verbundenseins mit diesem Ort, der so viel mehr ist als ein Garten! Wir freuen uns darauf, den Prinzessinnengarten weiterwachsen zu sehen – buchstäblich und auch in Hinblick auf seine wertvollen Möglichkeiten als nichtkommerzieller gemeinschaftlicher Raum. Und darauf, in der einen oder anderen Weise daran teilzuhaben.


Staudengärtnerei in Pritzwalk

David, Hannes und Cornelius von der Lebenshilfe haben sich mit dem Transporter von Berlin auf den Weg nach Pritzwalk gemacht, um die Staudengärt­ nerei Teske kennenzulernen und um Stauden abzuholen. Die Gärtnerei Teske hat dort für den Garten sehr viele unterschiedliche, größtenteils heimische Staudenarten zusammengestellt, die wir in den Gartenbereich pflanzen. Geplant ist außerdem ein Workshop im Frühjahr 2021 mit Jan Molzberger, um den Eingangsbereich zu verschönern und die Betonkübel auf der Straße zu bepflanzen.


Wandelwoche

Die Wandelwoche zu Gast im Prinzessinnengarten Es muss doch auch anders gehen! Solidarischer. Nachhaltiger. Gerechter. Mit mehr Lebensqualität – für alle, überall! Dass das möglich ist, will die Wandelwoche zeigen: mit über 30 Touren und Veranstaltungen rund um Projekte in der Region, die Ansätze für ein anderes Wirtschaften und ein gutes Leben für alle konkret ausprobieren, wie z.B. Genossenschaften und Kollektive, Solidarische Landwirtschaftsbetriebe und Gemeinschaftsgärten, offene Werkstätten, Wohn­projekte und Kommunen u.v.m. Schon in den vergangenen Jahren waren die Prinzessinnengärten ein fester Bestandteil und Veranstaltungsort im Wandelwochen­programm. Im Garten am Moritzplatz fand im Rahmen der Wandelwoche 2020 u.a. der Workshop „Rechte Landnahme?“ statt, bei dem es darum ging, rechte Weltbilder im Umwelt- und Naturschutz zu erkennen und Gegenargumente zu entwickeln, sowie ein mehrtägiges offenes Infocafé rund um alternative, selbstverwaltete Wege der Lebensmittelversorgung, bei dem Interessierte ins Gespräch kommen konnten mit Vertreter_innen von SoLaWis, Direkt-importinitiativen und FoodCoops. Es ist auch dieser offene Charakter des Gartens, der ihn zu einem besonderen Ort macht – als Treffpunkt für die Nachbarschaft, als Ort der Vernetzung, der gemein­samen Gestaltung und des Wissensaustauschs, als offener Lernort und Freiraum für selbst­verwaltete Strukturen und Projekte. https://bbb.wandelwoche.org/


24-Dinge-Tausch: ein Adventskalender der anderen Art

Jemensch sucht sich idealerweise eine Person aus, fĂźr die Mensch aus den vielen mitgebrachten Sachen im Garten einen Kalender zusammenstellt, diesen zu Hause verpackt und vor dem 1.12. bei der zu beschenkenden Person vorbeibringt. Das entspricht am besten der Grundidee des Kalendertausches. Link zum Ablauf des „klassischen“ Kalendertauschs seit 2003 immer Ende November an unterschiedlichen Orten in Berlin. http://www.neurotitan.de/Galerie/Archiv/2018/181111_projekt_24.html


Jeden Dienstag: Suppenküche  im Garten

„Wohnungen und Gesundheit für Alle!“ – unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Wir solidarisieren uns mit obdachlosen und wohnungslosen Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte in ihrem Kampf um ihren Anspruch auf menschenwürdiges Wohnen und um eine uneingeschränkte Gesundheitsversorgung.

Das Aktionsbündnis hat sich zu Beginn des zweiten Lockdowns im November gegründet. Gegenwärtig wirken der AK Wohnungsnot, die Berliner Obdachlosenhilfe, Bilgisaray, Prinzessinnengarten Moritzplatz, die BürgerGenossenschaft Südstern, Gangway, Heilig-Kreuz Passion, der Kiezanker36, Kotti e.V., die Mehrgener­a­tionenhäuser Gneisen­au­straße und Wassertor, mog61 e.V. und das Nachbarschaftshaus Urbanstraße mit. Unsere politische Hauptforderung lautet: „Wohnungen und Gesundheit für Alle!“ – unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Wir solidari­sieren uns mit obdachlosen und wohnungslosen Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte in ihrem Kampf um ihren Anspruch auf menschenwürdiges Wohnen und um eine uneingeschränkte Gesundheits-­ versorgung. Mit unseren solidarischen Aktionen in den Kiezen schaffen wir im Austausch mit Selbstvertretungsinitiativen Unterstützungsangebote. Vor dem Hintergrund eines fehlenden, umfassenden Soforthilfeplans zum Schutz von wohnungslosen Menschen zu Pandemiezeiten sehen wir unsere Aktionen als eine Chance, aus den Kiezen heraus gezielt zu unterstützen und darüber hinaus die Missstände aufzu­zeigen. Die Umsetzung von Menschenrechten sollte keine Aufgabe frei­willigen Engagements und keine Frage des „guten Willens” sein. Wer im Aktionsbündnis mitmachen möchte, kann sich gerne bei uns melden – ob Einzelperson oder Organisation.


Bündnis Volle Breitseite

Das neue Konzept des Prinzessinnengarten kannte ich zunächst gar nicht, war zugegebenermaßen etwas traurig über den Verlust des Biergartens mit Life-Musik und der zahlreichen Veranstaltungen, die ich dort besucht hatte. Ich war also nicht unvoreingenommen, als ich zusammen mit einer Gruppe, einem Aktionsbündnis ‚Volle Breitseite‘ aus mehreren bezirklichen Initiativen, das erste Mal im Prinzessinnengarten war. Dort wurde uns von Anbeginn an großes Vertrauen entgegen gebracht. Wir erhielten einen Schlüssel zum Gartentor und sollten uns einfach eintragen, wenn wir einen Freiraum für weitere Gespräche brauchten. So saßen wir sehr häufig abends in einem Garten, der sich wohltuend vom geschäftigen Umfeld abhebt. Viele Familie aber auch einzelne Gartenneulinge legten Beete an oder pflegten diese, ein Imker kümmerte sich um Bienenstöcke, Pflanzen wurden mit selbst hergestelltem Humus gedüngt. Durch Gespräche habe ich einige mir bis dahin unbekannte, einheimische Pflanzen kennengelernt und wir wurden zum Essen der ersten Ernte eingeladen. Dabei wurde nicht nur übers Gärtnern gesprochen sondern über Orte im Freien, die Menschen ohne Konsumzwang zusammen führen, ihnen die Möglichkeit gibt, etwas zu gestalten, wachsen zu sehen, sich verbindlich zu kümmern und zusammen weiter zu planen. Natürlich kam auch die Frage auf: Was passiert im Winter? Dazu wurde bereits ein geschützter Raum geplant, vielleicht ein Holzhaus für Aktivitäten. Es wird sich zeigen. Wir sind gespannt. Zumindest ist uns in der Gruppe klar geworden: Wir brauchen auch Flächen, die in uns ein Gefühl von Miteinander wachsen lässt. Cheerio Connie Wagner (Bündnis Volle Breitseite / NaGe)

Die kooperierenden Initiativen, die aktiv für den Erhalt des Kulturstandort Oranienstr. 25 zusammenarbeiten, haben eine Reihe von ineinander greifende Kampagnenteile erarbeitet: Im Pandemie-Sommer des Jahres 2020 wurde u.a. eine 14-tägige Protestkundgebung auf der Straße ins Leben gerufen, zu der mit abwechslungs­ reichem Kulturprogramm und Redebeiträgen eingeladen wird. Die übergreifende Problematik der Kündigung von wichtigem Kleingewerbe, wie auch sozialen Einrichtungen und damit der trotz dem Coronavirus weitergehende Ausverkauf der Kieze, wird im Rahmen der Kampagne vor dem Kulturstandort Oranienstr. 25 alle zwei Wochen ganz konkret thematisiert. Viele Projekte, Initiativen, Hausgemeinschaften, einzelne Betroffene können hier öffentlich zu Wort kommen, um ihre eigene Situation darzustellen und damit selbstverständlich gleichzeitig die Oranienstr. 25 mit all deren kulturellen Aktivitäten zu unterstützen.” #Volle Breitseite, nage-netz.de


Info-Rundbriefe von Juni bis November Juni 2020 Liebe Interessierte und Nachbar_innen, ihr seid in den letzten Wochen im Garten gewesen und habt mit uns über eure Ideen gesprochen.  Es gibt in den kommenden Monaten sehr viel zu tun, um den Garten aufzubauen, damit er ein wirklicher Ort von und für die Nachbarschaft wird – dabei wollen wir auch nicht aus den Augen verlieren, was der Garten selbst, seine (Kleinst) Lebewesen und seine Pflanzen benötigen. Deshalb laden wir euch ein, am Sonntag, den 5.7.2020 ab 13.00 Uhr in den Garten zu kommen, dort können wir miteinander sprechen und uns austauschen.  Um alles besser in den Blick zu bekommen, haben wir einen Cloud-Kalender erstellt, auf dem ihr sehen könnt, wann ihr selbst und wann andere Menschen im Garten sind. Immer wenn jemand im Garten ist, ob Gruppen oder Einzelpersonen,  kann der Garten geöffnet werden. Wir haben aber in unseren Gesprächen mit euch herausgefunden, dass es ganz unterschiedliche Bedürfnisse der einzelnen Gruppen gibt. Sprich: einige Gruppen brauchen für den Anfang eventuell erstmal einen geschlossenen Garten, also ohne Publikumsverkehr, um sich orientieren zu können.  Auch dafür soll Zeit und Raum sein, da es uns wichtig ist, dass dieser Garten ein Inklusionsgarten wird und gerade Menschen, die es sonst nicht so einfach haben, ein Plätzchen zum Gärtnern und Ausruhen finden können. Ausserdem  sind mit dem Öffnen des Gartens auch einige Aufgaben verbunden,  auch diese wollen wir am kommenden offenen Sonntag gern mit euch persönlich besprechen. Wir organisieren den Kalender im Moment so, dass wir einen Eintrag erstellen,  wenn Common Grounds oder eine Gruppe, die den Schlüssel hat, den Garten öffnet. Dann können andere Menschen dazu kommen. Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft verantwortlich machen, um Öffnungszeiten zu ermöglichen. Es wird ab der kommenden Woche Dank eurer Hilfe also bereits mehr als den Offenen Sonntag geben. Nächste Woche hängen wir  ein Schild an die Türe, auf dem ihr unsere/ bzw. eure Öffnungszeiten sehen könnt. KALENDER https://cloud.prinzessinnengarten-kreuzberg.net/apps/calendar/p/AQiBAzdqdbCRjSas

Den Kalender selbst könnt ihr nicht editieren, gebt uns bitte einfach per Mail Bescheid, wenn etwas korrigiert oder ergänzt werden soll-> (info@common-grounds.net), Betreff: Garten Kalender Wir hoffen sehr, dass es bald noch viel mehr Menschen aus der Nachbarschaft Interesse am Gemeinschaftsgarten und Gärtnern haben und wir den Garten täglich öffnen können. Viele Grüße, Sabine, Kerstin, Susanne u.a. Common Grounds info@common-grounds.net


Juli 2020 /1 Liebe Interessierte und Nachbar_innen, ihr seid gestern und in den letzten Wochen im Garten gewesen und habt mit uns über eure Ideen gesprochen. Es gibt in den kommenden Monaten sehr viel zu tun, um den Garten aufzubauen, damit er ein wirklicher Ort von und für die Nachbarschaft wird – dabei wollen wir auch nicht aus den Augen verlieren, was der Garten selbst, seine (Kleinst) Lebewesen und seine Pflanzen benötigen. Dank eurer Hilfe gibt es also in dieser Woche bereits täglich  Öffnungszeiten für den Garten, diese findet ihr hier (und ab heute Abend auch an der Tür): KALENDER https://cloud.prinzessinnengarten-kreuzberg.net/apps/calendar/p/AQiBAzdqdbCRjSas 

Wir organisieren den Kalender im Moment so, dass wir einen Eintrag erstellen, wenn Common Grounds oder eine Gruppe, die den Schlüssel hat, weil sie im Garten arbeiten, im Garten sind. Dann können andere Menschen dazu kommen. Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft  verantwortlich machen, um Öffnungszeiten zu ermöglichen. Den Kalender selbst könnt ihr nicht editieren, gebt uns bitte einfach per Mail Bescheid, wenn etwas korrigiert oder ergänzt werden soll-> info@common-grounds.net  Betreff: Garten Kalender Wir hoffen sehr, dass bald noch viel mehr Menschen aus der Nachbarschaft Interesse am Gemeinschaftsgarten und Gärtnern haben, und wir den Garten täglich öffnen können. NÄCHSTEN SONNTAG Für das gemeinsame Treffen und Kennenlernen laden wir wieder alle ein am Sonntag, 13.7, ab 13.00 Uhr in den Garten zu kommen. Um 15 Uhr bis 15 Uhr 30 treffen sich alle, die konkrete Aktivitäten im  Garten besprechen und organisieren möchten. Für neue Gruppen, die gerne im Garten sein wollen: Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft verantwortlich machen, um Öffnungszeiten zu ermöglichen. Wir haben aber in unseren Gesprächen mit euch herausgefunden, dass es ganz unterschiedliche Bedürfnisse der einzelnen Gruppen gibt. Sprich: Einige Gruppen brauchen für den Anfang eventuell erstmal einen geschlossenen Garten, also ohne Publikumsverkehr, um sich orientieren zu können. Auch dafür soll Zeit und Raum sein, da es uns wichtig ist, dass dieser  Garten ein Inklusionsgarten wird, und gerade Menschen, die es sonst nicht so einfach haben, ein Plätzchen zum Gärtnern und Ausruhen finden können. Ausserdem sind mit dem Öffnen des Gartens auch einige Aufgaben  verbunden, auch diese wollen wir am kommenden offenen Sonntag gern mit  euch persönlich besprechen. Viele Grüße, Sabine, Kerstin, Susanne u.a.


Juli 2020 /2 Liebe Interessierte & Aktive im Prinzessinnen Garten Moritzplatz, hier der aktuelle Wochenplan im Garten: Heute, Dienstag nachmittag, Bau einer Sammelstelle für Grünschnitt (ab 16 Uhr). Wichtig: Am Sonntag, 19.7.2020 treffen wir uns um 13 Uhr 30, um die Garten­arbeit und alle Anliegen gemeinsam zu besprechen und dann loszulegen. Alle sind willkommen im Offenen Garten (KW 29, 14.7.-19.7.) Wir hoffen, dass sich weiter mehr Gruppen aus der Nachbarschaft finden, die Interesse am Gemeinschaftsgarten und -gärtnern haben und es mit uns allen ermöglichen, dass der Garten täglich offen sein kann.  Dienstag ca. 10 – 20 Uhr (Kompostarbeit. Bau einer Sammelstelle für Grünschnitt 16 – 20 Uhr) Mittwoch ca. 18 – 20 Uhr Donnerstag ca. 13 – 19.30 Uhr Freitag ca. 10 – 13 Uhr Samstag ca. 14 – 18 Uhr (Workshop Wurmkompost 15 – 17 h 30, s.u.)  Sonntag ca. 13 –18 Uhr  Wurmkompost-Workshop: Samstag, 18. Juli, 15 – 17.30 Uhr Was brauchen Würmer und andere Bodenlebewesen, um sich in der Wurmtruhe wohl zu fühlen und unser Biogut in Humus zu verwandeln? Eine Wurmtruhe wird dauerhaft in den Garten gestellt und beim diesem Workshop gemeinsam gefüllt. Dabei wird Ge­legenheit gegeben, mehr über die Lebensgewohnheiten dieser süßen Tiere zu lernen und eine Handvoll von ihnen beim Umzug in ihr neues Zuhause zu begleiten. Bringt gerne ein bisschen von eurem frischen (max. 2 Tage alten) Biogut mit. Am besten eignen sich die Schalen von Obst und Gemüse. Ausblick:  Permakultur Einführung mit Asmelash Dagne, Samstag, 25.7., 11 Uhr – 18 Uhr. Weitere Infos folgen. Bitte meldet euch vorab an, direkt im Garten oder per E-Mail an info@common-grounds.net. Bitte eigenen Mund-Nasenschutz und Trinkwasser mitbringen. Teilnahme auf Spendenbasis (jede_r gibt nach Möglichkeit, eine Spendendose steht vor Ort). Zum Ausklang gemeinsam Essen: Das Anti-Deportation Café kocht für uns mit (18 Uhr).  Weitere Kompost-Dienstage (eine Aktivität von BodenschätzeN):  am Di. 21. Juli, 16 – 20h Bau einer Info-Tafel für Wurmkompostierung am Sa. 15. August: Kompost (Basics) Workshop und anschließende Würmerfütterung. Die Kiezkantine kocht für den Garten: Gemeinsam essen, jeden zweiten Sonntag im August und September, ab 18 Uhr. KALENDER https://cloud.prinzessinnengarten-kreuzberg.net/apps/calendar/p/AQiBAzdqdbCRjSas

Den Kalender selbst könnt ihr nicht editieren, gebt uns bitte einfach per Mail Bescheid, wenn ihr Termine korrigieren oder ergänzen wollt > info@common-grounds.net, Betreff: Garten Kalender. Habt Ihr Vorschläge oder Fragen? Schreibt uns an: info@common-grounds.net. Viele Grüsse und bis bald im Garten, Sabine, Kerstin, Susanne, u.a.


August 2020 Liebe Interessierte und Nachbar_innen, für das gemeinsame Treffen und Kennenlernen sind alle eingeladen! JEDEN SONNTAG  Der Prinzessinnengarten Moritzplatz öffnet Sonntags ab 13.00 Uhr. Ab 13.30 Uhr setzen wir uns zusammen, besprechen und organisieren alle anstehenden Tätigkeiten für den Tag und die kommende Woche. Woran gerade gearbeitet wird, findet ihr kurz beschrieben auch auf der Magnet-Tafel außen an der Laube. Alle Arbeiten und Vorhaben im Garten sind grundsätzlich offen, d.h. ihr könnt euch untereinander absprechen und gemeinsam arbeiten oder uns ansprechen. Um den Garten und seine Besonderheiten kennenzulernen, organisieren wir Workshops. Diese sollen dazu beitragen, dass wir miteinander Wissen teilen und Neues erlernen.  WORKSHOPS Samstag, 25.7., 10.30 Uhr – 18.00 Uhr  PERMAKUTUR MIT ASMELASH DAGNE Das komplette Programm für den Workshop findet ihr hier: https://prinzessinnengarten-kreuzberg.net Ab 18.00 Uhr Gemeinsames Essen im Garten. Das Anti-Deportation Café kocht für uns mit. Der Workshop und das Abendessen sind auf Spendenbasis. Achtung: Es können maximal 25 Personen am Workshop teilnehmen. Bitte per Mail  unter: info@common-grounds.net Betreff: Workshop Permakultur Bitte bringt eure eigenen Gesichtsmasken und Trinkwasser mit. Aktueller Artikel über Asmelash und seine Arbeit in der taz von Elisabeth Meyer-Renschhausen https://taz.de/Der-Hausbesuch/!5695266/ Samstag, 22.8., 9.00 Uhr – 16 Uhr BODENAUFBAU MIT STEPHAN LEHMANN UND ALEXANDRA SUCHAN Thema: Kompostwerkstatt für Klein- und Starter-Komposte für Einsteiger und Fachleute. Vermittelt wird: - Umgang mit organischem Abfall z.B. in der Biotonne - Grundlagen mit praktischer Übung zum fachgerechten Kompostieren - Aufbau von nährstoff- und krümelstabilen Ton-Humus-Komplexen im Kompost und im Boden - wie baue ich in 2 – 10 Jahren fruchtbaren und gesunden Boden auf - vom Blumentopf, Balkonkasten, Kleingarten bis zum Acker. https://www.wasschmeckt.de/boden https://www.ig-gesunder-boden.de/ Der Workshop ist auf Spendenbasis. Achtung: Es können maximal 25 Personen am Workshop teilnehmen. Bitte per Mail anmelden unter: info@common-grounds.net Betreff: Workshop Boden Bitte bringt eure eigenen Gesichtsmasken und Trinkwasser mit. Es gibt in den kommenden Monaten sehr viel zu tun, um den Garten aufzubauen,  KALENDER JULI + AUGUST / ONLINE Dank eurer Hilfe gibt es für den gesamten Juli bereits täglich Öffnungszeiten für den Garten, diese findet ihr hier (und auch an der Tür zum Garten):  Link zum KALENDER https://cloud.prinzessinnengarten-kreuzberg.net/apps/calendar/p/AQiBAzdqdbCRjSas


Wir organisieren den Kalender im Moment so, dass wir einen Eintrag erstellen, wenn Common Grounds oder eine Gruppe, die den Schlüssel hat, im Garten arbeitet oder sich dort trifft. Dann können andere Menschen dazu kommen, indem sie sich mit der Gruppe verabreden.  Wenn eine Gruppe sich dafür verantwortlich erklärt, den Garten für Publikumsverkehr zu öffnen, erstellen wir einen „Offenen Garten” Eintrag mit dem Namen der Gruppe. Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft verantwortlich machen, um Öffnungszeiten zu ermöglichen.  Den Kalender selbst könnt ihr nicht editieren, gebt uns bitte einfach per Mail Bescheid, wenn etwas korrigiert oder ergänzt werden soll -> (info@common-grounds.net), Betreff: Garten Kalender.   Wir hoffen sehr, dass bald noch viel mehr Menschen aus der Nachbarschaft Interesse am Gemeinschaftsgarten und -gärtnern haben und wir den Garten täglich öffnen können. INFORMATION  Für neue Gruppen, die gerne im Garten sein wollen:  Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft verantwortlich machen, um Öffnungszeiten zu ermöglichen. Wir haben aber in unseren Gesprächen mit euch herausgefunden, dass es ganz unterschiedliche Bedürfnisse der einzelnen Gruppen gibt.  Sprich: Einige Gruppen brauchen für den Anfang eventuell erstmal einen geschlossenen Garten, also ohne Publikumsverkehr. Auch dafür soll Zeit und Raum sein, da es uns wichtig ist, dass dieser Garten ein Inklusionsgarten wird und gerade Menschen, die es sonst nicht so einfach haben, ein Plätzchen zum Gärtnern, zum sich Treffen oder zum Ausruhen finden können. Außerdem sind mit dem Öffnen des Gartens auch einige Aufgaben verbunden, auch diese besprechen wir am offenen Sonntag gern mit euch persönlich. Viele Grüße, Sabine, Kerstin, Susanne u.a. Common Grounds info@common-grounds.net


August + September 2020 /1 Liebe Interessierte und Nachbar_innen, Für das gemeinsame Treffen und Kennenlernen laden wir, wie immer, alle ein. JEDEN SONNTAG Der Garten öffnet Sonntags ab 13.00 Uhr. Ab 13.30 Uhr setzen wir uns zusammen, besprechen und organisieren alle anstehenden Aktivitäten für den Tag und die kommende Woche. Diese findet ihr auch auf der Whiteboard Tafel in der Laube. Nach dem Treffen arbeiten die Gruppen und Einzelpersonen an ihren jeweiligen Projekten. Die Projekte sind grundsätzlich offen, d.h. ihr könnt euch untereinander absprechen und gemeinsam arbeiten oder uns ansprechen. Kiezkantine@Garten: Jeden zweiten Sonntag lädt die Kiezkantine zum Essen und mehr in den Garten ein: am Sonntag den 6.9., den 20.9. und den 4.10.  um 18h – 21h30. Ein solidarischer, nicht-kommerzieller Ort an dem die Sonne scheint! https://www.facebook.com/Kiez-Kantine-992586960950604 Öffnungszeiten September Dank eurer Hilfe gibt es bereits täglich Öffnungszeiten für den Garten, diese findet ihr hier (und auch an der Tür vom Garten): Montags 15 – 19 Uhr Dienstags 10 – 19 Uhr Mittwochs 18 – 20 Uhr Freitags 15 – 19 Uhr Samstags nachmittags (wechselnde Zeiten) Sonntags 13 – 19 Uhr Wir organisieren die Öffungszeiten im Moment so, daß offen ist, wenn Common Grounds oder Gruppen vorort sind, die den Schlüssel haben und sich dafür verantwortlich erklären, den Garten für Publikumsverkehr zu öffnen. Wir hoffen sehr, dass bald noch viel mehr Menschen aus der Nachbarschaft Interesse am Gemeinschaftsgarten und Gärtnern habenund wir den Garten täglich öffnen können. Samstag 29.8. um 15 – 17.30 Uhr: KOMPOST (Basic) WORKSHOP mit anschließender Wurmfütterung Samstag 29.8. um 15 – 17.30 Uhr: Offener Garten Beignets Haricot DIASPO Samstag 5.9. um 15 – 18.00 Uhr: Rechte Landnahme? Rechtsextreme Weltbilder in Natur- und Umweltschutz Sonntag 6.9. um 18 – 21.30 Uhr: Kiezkantine Montag 7.9. um 17 – 19 Uhr: Wandelwoche: Versorgung mit Lebensmitteln: Solidarisch raus aus der Nische? (Vortrag mit Elisabeth Voß) Dienstag 8.9 um 16 – 18 Uhr: Wandelwoche: Solidarität wird praktisch – Direkthandel hier und in Südeuropa Dienstag 8.9 um 18 – 20Uhr: Wandelwoche: SoLaWi...Was? Was ist eine „Solidarische Landwirtschaft” und wie kann ich da mitmachen? Samstag 12.9. um 15 – 17.30 Uhr: Offener Garten Beignets Haricot DIASPO Sonntag 20.9. um 18 – 21.30 Uhr: Kiezkantine Samstag 26.9. um 15 – 17.30 Uhr: Offener Garten Beignets Haricot DIASPO & jeden Dienstag um 16 – 20 Uhr: Kompost-Dienstag, wir werden weiter Grünschnittsammelstellen rattensicher machen, also hauptsächlich bauen. WORKSHOPS IM August + September Samstag 29. August 15 – 17.30 Uhr: KOMPOST (Basic) WORKSHOP und anschließender Wurmfütterung Was brauchen Würmer und andere Bodenlebewesen, um sich in der Wurmtruhe wohl zu fühlen und unser Biogut in Humus zu verwandeln? Eine Wurmtruhe wird


dauerhaft in den Garten gestellt und beim diesem Workshop gemeinsam gefüllt. Dabei wird Ge­legenheit gegeben, mehr über die Lebensgewohnheiten dieser süßen Tiere zu lernen und eine Handvoll von ihnen beim Umzug in ihr neues Zuhause zu begleiten. Bringt gerne ein bisschen von eurem frischen (max. 2 Tage alten) Biogut mt. Am besten eignen sich die Schalen von Obst und Gemüse. Der Workshop ist für alle offen. Bitte bringt eure eigenen Gesichtsmasken und Trinkwasserflaschen mit. Um Voranmeldung wird gebeten, der Workshop ist auf 20 Teilnehmerinnen begrenzt, bitte meldet euch unter info@common-grounds.net an. Samstag 29. August kochen Beignets Haricot DIASPO von 14.00 bis 21.00 Uhr im Garten Puff-Puff. Unsere Vision von der Realität der Zukunft drängt uns zu Innovationen oder zur Rückbesinnung auf Spezialitäten aus anderen Horizonten (Kulturen, Speisen, Musik ...). Für uns heißt es: PUFF-PUFF. PUFF-PUFF ist eine kamerunische SPEZIALITÄT, die aus Mehl, Zucker, Hefewasser und ein wenig Salz her­gestellt wird. Historisch gesehen ist es ein Rezept, das sich in Zeiten des Elends bewährt hat, sehr schmackhaft und leicht zuzubereiten, eine Mahlzeit, die von allen und für alle gegessen werden kann. PUFF-PUFF im Nachbarschaftsgarten am Moritzplatz findet jeden zweiten Samstag im Monat statt. Programm der Wandelwoche 2020: 5. bis 8. September im Prinzessinnengarten Samstag 5. September, 15 – 18.00 Uhr Rechte Landnahme? Rechtsextreme Weltbilder in Natur- und Umweltschutz. Ein Workshop von Naturfreunde Jugend Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Akteur_innen, die sich dem ökologischem Wandel zuschreiben, ein durchaus rechtsextremes Weltbild haben können. Woran erkennen wir das? Wie werden Umwelt- und Naturschutz in diesem Kontext gedacht und welche Argumente benutzen rechte Akteur_innen? Die Teilnehmenden werden für die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit rechtsradikalen Ideologien sensibilisiert. Darauf aufbauend erarbeiten und diskutieren wir mögliche Handlungsoptionen im Sinne einer Prävention und Intervention. Dabei werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, in der Bildungs- und Vereinsarbeit rechtsextreme Bezüge zu Naturschutzthemen zu erkennen, zu benennen und fundierte Gegen­ argumente zu entwickeln. Boden, ein Thema, das zentral für das Projekt BodenschätzeN und den Prinzessinnengarten ist, stand und steht im Rechtsradikali­s­ mus in einer vermeintlich schicksalhaften Verbindung zu „Volk“. Umso wichtiger ist es, diese Bezüge zu verstehen, um eine möglichst emanzipatorische und solidarische Boden-Kultur zu fördern. Der Workshop ist für alle offen Bitte bringt eure eigenen Gesichtsmasken und Trinkwasserflaschen mit. Um Voranmeldung wird gebeten, der Workshop ist auf 20 Teilnehmerinnen begrenzt, bitte meldet euch unter info@common-grounds.net an. Montag 07. September 17 – 19 Uhr Versorgung mit Lebensmitteln: Solidarisch raus aus der Nische? Im Sinne der „Ernährungssouveränität” kümmern sich immer mehr Initiativen um Landwirtschaft und Ernährung, aber nach wie vor dominiert die Agroindustrie mit ihren zerstörerischen Folgen. Welche Ansätze gibt es für Schritte hin zu einer solidarischen Lebensmittelproduktion für Alle? Vortrag und Diskussion mit Elisabeth Voß (NETZ für Selbstverwaltung & Kooperation Berlin-Brandenburg, www.elisabeth-voss.de) Dienstag 08. September 16 – 18 Uhr: Solidarität wird praktisch – Direkthandel hier und in Südeuropa. Eine zukunftsfähige kleinbäuerliche Landwirtschaft braucht existenzsichernde Preise und solidarische Strukturen. Wenn sowohl Erzeuger_ innen als auch Konsument_innen sich zusammenschliessen, können wir alternative Modelle des Wirtschaftens umsetzen. In diesem Teil des Infocafés stellen sich verschiedene Direkthandelsprojekte vor und berichten aus der Praxis. Mit direkten Handel können nicht nur gute Produkte direkt und ohne


Zwischenhändler bezogen werden, unterstützt werden auch selbstverwaltete Strukturen und politische Kampagnen hier wie in den Erzeugerländern. Können solche Direkthandelsbeziehungen dazu beitragen, die Abhängigkeit von Marktpreisen und Zwischenhandel aufzubrechen? Wo und wie kann ich mich beteiligen und welche Unterstützung wird gebraucht? Mit: Vertreter_innen von SoliOli, der Orangen-Initiative, Schnittstelle Dienstag 08. September 18 – 20 Uhr: SoLaWi...Was? Was ist eine „Solidarische Landwirtschaft” und wie kann ich da mitmachen? „Regional und bio”... alleine reicht nicht! Wie kann es auch solidarisch gehen? Jenseits von Wettbewerbsdruck, Dumpingpreisen für Lebensmittel und schlechten Löhnen? Bei der Solidarischen Landwirtschaft (kurz: SoLaWi) trägt eine Community von Verbraucher_innen die Kosten eines Hofes und erhält im Gegenzug die Ernte. Ziel ist es, den Hof möglichst unabhängig von den Risiken des Markes zu machen, den Erzeuger*innen Planungssicherheit zu geben und eine kleinteilige, selbstverwaltete und ökologische Landwirtschaft zu fördern. In der Region gibt es eine Vielzahl von SoLaWi-Höfen. Wie funktioniert diese Verbindung von Erzeuger_innen und Verbraucher_innen konkret? Wie kann man da mitmachen oder vllt. selbst etwas initiieren? Mit: Frank Nadler (SoLaWi Waldgarten, Ackercrowd, Ernährungsrat Berlin) RÜCKBLICK Am 22.8. haben STEPHAN LEHMANN UND ALEXANDRA SUCHAN uns im Garten besucht und in ihrem Workshop haben wir viel Neues und Wissenswertes über das Thema „gesunder Boden und Bodenaufbau“ gelernt. Wir haben im Garten nun einen Ferment Komposter, der die nächsten sechs Wochen bei 65° heißfermentiert. Danke allen, die mitgeholfen haben, beim Bau und Danke an Stephan und Alexandra für den intensiven und schönen Tag! Wir freuen uns, wenn die beiden wiederkommen und uns beibringen werden, wie wie die Auszüge aus dem fertigen Kompost gewinnen. Eine Bilderdoku zum nachlesen und auf den Geschmack kommen vom Kompostaufbau findet ihr bald im Garten. Interessante Links: https://www.wasschmeckt.de/boden https://www.ig-gesunder-boden.de/ AUSBLICK Oktober Was wir aktuell planen: Workshop Jan Molzberger, Staudengärtnerei Teske, http://gaertnereiteske.de „Eingangsbereich des Gartens mit ganzjährig blühnenden Stauden bepflanzen“ HYGIENEKONZEPT Liebe Gruppen und liebe Gartenaktive, auf Grund der aktuellen Corona Situation haben wir für den Garten ein Hygiene-Konzept entwickelt. 1.) Beschilderung im Garten: - Hinweise zur AHA-Regel im Eingangsbereich und Toilette und zweiter Desinfektionsspender (zusätzlich zur Toilette) direkt im Eingangsbereich. - Laminierte Hinweisschilder für die Tische. Wir bitten euch, wenn ihr die Tische benutzt, bzw. aufbaut, diese Hinweisschilder aufzustellen und abends mit den Stühlen zurück in die Laube zu bringen. 2.) Anwesenheitsdokumentation: Wir bitten alle Organisator_innen von Gruppen bei allen Veranstaltungen oder Zusammentreffen im Garten eine Anwesenheitsdokumentation zu führen. Die verantwortliche Person ist die, die zu dem Treffen oder der Veranstaltung eingeladen hat. Sorgt bitte dafür, dass die Liste von allen Teilnehmer_innen ausgefüllt  wird und bewahrt die ausgefüllte Liste an einem unzugänglichen (abschließbaren)


Ort für 4 Wochen auf. Nach Ablauf der Frist muss die Liste vernichtet werden. Die Vorlage für die Anwesenheitsdokumentation findet ihr in wenigen Tagen auf unserer Webseite. Vielen Dank für eure Mithilfe Solidarische Grüsse ! INFORMATION Für neue Gruppen, die gerne im Garten sein wollen: Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft verantwortlich machen, um Öffnungszeiten zu ermöglichen. Uns ist wichtig, dass dieser Garten ein Inklusionsgarten wird und gerade Menschen, die es sonst nicht so einfach haben, ein Plätzchen zum Gärtnern, zum sich Treffen oder zum Ausruhen finden können. Außerdem sind mit dem Öffnen des Gartens auch einige Aufgaben verbunden, auch diese besprechen wir am offenen Sonntag gern mit euch persönlich. Viele Grüße, von den Common Grounders Common Grounds info@common-grounds.net


Oktober 2020 /1 Liebe Interessierte und Nachbar_innen, für das gemeinsame Treffen, Arbeiten und Kennenlernen im Garten Moritzplatz sind wie immer alle eingeladen. JEDEN SONNTAG: Plenum + Gartenarbeitstag   Der Garten öffnet Sonntags ab 13.00 Uhr.
Ab 13.30 Uhr setzen wir uns zusammen, besprechen und organisieren alle anstehenden Aktivitäten für den Tag und die kommende Woche. Diese findet ihr auch auf der neuen Tafel in der Laube. Nach dem Treffen ab ca 14.00 Uhr arbeiten wir am Aufbau des Gemeinschaftsgartens, jede_r kann sofort mitmachen, wir sind in Kleingruppen organsiert, helfende Hände sind immer willkommen:   am Samstag 3. Oktober ab 14 Uhr: Stammtisch Luisenstadt am Samstag 3. Oktober 13 – 16 Uhr: Festival Einzeichnen, Berlinische Galerie am Samstag 4. Oktober 13 – 16 Uhr: Festival Einzeichnen, Berlinische Galerie am Samstag 10. Oktober 14 – 16 Uhr: Wurmkompost-Workshop am Samstag 10. Oktober: Kreuzberger Kiezutopien Wandmal-Workshop, Familienzentrum Wrangelkiez, Nachbarschaftshaus Urbanstraße und Kotti e.V. am Samstag 10. Oktober: Ausflug zu „peace of land“ am Samstag 24. Oktober 12 – 16 Uhr: Aktionstag im Garten: Schallschutz am Samstag 25. Oktober 11.30 – 14.30 Uhr: Heißrotte-Kompost Workshop am Samstag 31.Oktober 12 – 14.30 Uhr: Heißrotte-Kompost Workshop Migration verbindet. Frauen mit Frauen, Gartenarbeit Empowerment Space: 
 Seniorinnen gesucht für Kooperation mit United Action e.V.. Jeden Samstag im Garten. Kontakt: info@united-action.de. Mehr Info unten. ÖFFNUNGSZEITEN Oktober
Montag 12 – 18 Uhr,
Dienstag 10 – 16 Uhr,

 Mittwoch 18 – 20 Uhr,

Donnerstag 12 – 18 Uhr,
Freitag 15 - 18 Uhr,

 Samstag 13.30 – 18 Uhr, Sonntag 13 – 18 Uhr https://prinzessinnengarten-kreuzberg.net/ Wir suchen weitere Gruppen aus der Nachbarschaft, die sich verantwortlich machen, um weitere Öffnungszeiten des Gartens zu ermöglichen.   DER GARTEN BRAUCHT NICHT NUR EUCH, ER BRAUCHT AUCH EUER BIOGUT. Bringt eure Bioabfälle zu uns: Freitags 15 – 17 Uhr und Sonntags 12 – 16 Uhr. Diese kompostieren wir auf verschiedene Art und beleben so den Boden im Garten. Wer mag, kann mithelfen, die mitgebrachten Abfälle gleich vor Ort einzumachen (zu fermentieren). Wir verarbeiten auch gekochte Speisereste (ohne Fleisch) zu Bokashi, das später direkt vererdet werden kann. Bitte schaut auch regelmäßig auf unserer Webseite auf die Neuigkeiten-Rubrik, danke! Wir freuen uns auf einen goldenen Herbst mit euch im Garten.   VERANSTALTUNGEN IM OKOBER Jeden Montag und Donnerstag: Wir wollen noch mehr Fliesentische kacheln Machst Du mit? Hast du noch Kacheln, die Du nicht mehr brauchst? Wenn Du in Kreuzberg wohnst, kommen wir sie abholen. Am Sa. 3. Oktober, ab 14.00 Uhr Der Stammtisch Luisenstadt, der aus unmittelbaren Nachbarn
vom Moritzplatz, Kreuzberg und Mitte besteht, trifft sich im Garten zum 30-jährigen Bestehen der Luisenstadt. Mit einem Picknick (jeder bringt was mit) wollen wir uns begegnen um Historisches sowie Zukunftspläne zu besprechen. Interessierte sind herzlich willkommen.


Festival Einzeichnen der Berlinischen Galerie – Inklusiver Druckworkshop Am 3. und 4. Oktober 13 – 16 Uhr WEM GEHÖRT DIE STADT?
 WIE SOLL SIE AUSSEHEN? WAS FEHLT UNS? Die berlinische Galerie macht am 3., 4. Oktober ein großes Festival mit viel Programm zum Thema Stadt.
Die Kunstwerkstatt der Lebenshilfe war an der Konzeption beteiligt, zeigt im Museum einen selbstproduzierten Kurzfilm, den wir mit der Firma Poison eigens entwickelt haben, und ist mit vielen Postkarten vertreten. Außerdem bieten wir in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz an beiden Tagen die Möglichkeit, in unserem inklusiven Druckworkshop auszuDRUCKEN, wie die Stadt sein soll. Die Werke werden jeweils in Auszügen in der Ausstellung zu sehen sein, können aber auch mitgenommen werden. Am Sonntag wollen wir noch ein Banner mit Wünschen, Forderungen und Hoffnungen fertigen und in einer spontanen Demo zum Abschluss des Festivals zur Berlinischen Galerie tragen. Dort soll es um 17 Uhr gehisst werden. Alle sind herzlich eingeladen mitzutun!
https://berlinischegalerie.de/einzeichnen/ Kreuzberger Kiezutopien Wandmal-Workshop am 10.10. um 14 Uhr Wandmal-Workshop Kreuzberger Kiezutopien Samstag, 10.10.20, 14 Uhr (ca. 2 – 3 Std)
im Prinzessinnengarten am Moritzplatz Kreuzberger Gemeinwesenarbeiter_innen von Familienzentrum Wrangelkiez, Nachbarschaftshaus Urbanstraße und Kotti e.V. haben sich zusammengeschlossen und eine Kampagne gestartet: Kreuzberger Kiezutopien. Wir wollen mit euch Kiezutopien für die Zukunft entwickeln und sie mit anderen teilen. Dazu können wir an positiven Erfahrungen ansetzen – auch an solchen, die wir gerade in der Coronakrise gemacht haben. In unserem Workshop in den Prinzessinnengärten wollen wir uns, in Zusammenarbeit mit der Kunstwerkstatt der Lebenshilfe, dieses Mal besonders mit den Themen öffentlicher Raum, Natur & Garten beschäftigen: In der Zeit des Lockdowns zog es die Menschen vermehrt nach draußen und öffentliche Räume wurden zurückerobert und als Orte des Zusammentreffens genutzt – Straßen, Parks, Plätze. Wie wünschen wir uns die öffentlichen Räume, die Natur, die Umwelt unserer Kieze? Wollen wir nach der Coronakrise wirklich zur “Normalität” zurück? In den Prinzessinnengärten, als ein Ort der Nachbarschaft und Begegnung, wollen wir mit euch über die Selbstverständlichkeit und den Wandel öffent­ licher Räume sowie die Bedeutung von Natur und Garten in der Stadt nachdenken. Gemeinsam bringen wir unsere Ideen dann in Bildern und Texten an die Wand und gestalten den ersten Teil des Zauns in den Prinzessinnengärten. Der Workshop ist kostenlos und das Material wird zur Verfügung gestellt. Wurmkompost-Workshop
mit BodenschätzeN
am Sa. 10. Okt., 14.00 – 16.00 Uhr Was brauchen Würmer und andere Bodenlebewesen um sich in der Wurmtruhe wohl zu fühlen und unser Biogut in Humus zu verwandeln? Die zweite Wurmtruhe von BodenschätzeN, die dauerhaft im Prinzessinnen­ garten-Kreuzberg bleiben wird, wurde mit Hilfe von Teilnehmenden am “Kompost-Nachmittag” fertig gebaut. Danke für eure Bau-Tatkraft! Diese neue Wurmkiste werden wir am Ende des Workshops gemeinsam befüllen. Dabei wird Gelegenheit gegeben, mehr über die Lebensgewohnheiten dieser süßen Tiere zu lernen und eine Handvoll von ihnen beim Umzug in ihr neues Zuhause zu begleiten. Bringt gerne ein bisschen von eurem frischen (max. 2 Tage alten) Biogut. Am besten eignen sich die Schalen von Obst und Gemüse. Für die Teilnahme, melde dich bitte an: bodenschaetzen@workstation-berlin.org
 http://workstation-berlin.org/2020/09/07wurmkompost-workshop-mit-bodenschaetzen-2/


Am Sa, 10. Okt. 2020 Ausflug zu „peace of land“ Führung zum Thema „Waldgarten“ Workshop auf Spendenbasis, empfohlen 5 – 7 Euro Spende pro Person, ca. 2h Dauer. Ein Waldgarten wird so konzipiert, dass er möglichst produktiv bei wenig Ressourcenverbrauch ist. Er braucht wenig Arbeit und Pflege, der Boden wird über das Laub mit Nährstoffen versorgt und er ist ein guter Wasserspeicher bzw. verbraucht sehr wenig Wasser. Desweiteren wird dort mit Aquabeeten gearbeitet und eigenes Terra Preta produziert. Das sind alles Themen, die bei unserer Planung des Gartens eine Rolle spielen werden. Mehr Infos findet ihr hier: https://www.peaceof.land/blog/ Der Garten ist mit den Öffis und Rad sehr gut zu erreichen. Kompost Nachmittag mit BodenschätzeN
am Di. 13. Okt., 14.30 – 18.30 Uhr      Wir bauen eine Info-Tafel Wir sind dabei, die Kompost-Infrastruktur im Prinzessinnengarten aufzubauen. Die erste Sammelstelle für Grünschnitt und zwei große Wurmtruhen sind schon da. Bald richten wir einen Ort ein, in dem Nachbar_innen ihren Bokashi ver­erden können. Um Informationen über die Funktionsweise der verschiedenen Kompost-Stellen zugänglich zu machen brauchen wir eine Info-Tafel. Für die Teilnahme melde dich bitte an: bodenschaetzen@workstation-berlin.org http://workstation-berlin.org/2020/09/29/ kompost-nachmittag-mit-bodenschaetzen/ Aktionstag im Garten
Samstag, 24. Oktober, 13.30 bis 18.00 Uhr An diesem Tag wollen wir gemeinsam den Schallschutz des Gartens weiterbauen. Jede Hilfe ist willkommen! https://wechange.de/project/prinzessinnen-garten-am-moritzplatz-na/event/ schallschutz-bauen-gemeinsame-aktion/ Heißrotte-Kompost Workshop mit BodenschätzeN
 Sonntag, 25. Oktober 2020, 11.30 – 14.30 Uhr In diesem Workshop wird über den Sommer gesammeltes Holz und Grünschnitt zu einem kompakten, gut durchmischten Haufen von 1 m³ geschichtet. Das einmalige und kompakte Häufen von relativ frischem organischen Material führt zu Heißrotte. Es können etwa 50° erreicht und damit viele Pathogene und auch Unkrautsamen vernichtet werden. Wir laden die Teilnehmenden ein, ihr Biogut (bitte ausschließlich Obst und Gemüsereste, die nicht älter als 2 – 3 Tage sind) mitzubringen. Ebenfalls könnt ihr gerne gefallenes Laub aus dem eigenen Hinterhof mitbringen. Das Laub von Walnuss, Kastanie, Eiche, Buche, Birke und Pappel enthält Gerbstoffe, deshalb bitte nicht so viel davon. Für die Teilnahme melde dich bitte an: bodenschaetzen@workstation-berlin.org Wir freuen uns auch euch! http://workstation-berlin.org/2020/09/24/wurmkompost-workshop-2/ Bokashi Workshop
 Samstag, 31. Oktober 2020, 12.00 – 14.30 Uhr Kirsten Vogeler von der Denkwerkstatt und Agnes Duda von der Klimawerkstatt Spandau bringen uns auf einfache und verständliche Art und Weise bei, unser Biogut zu fermentieren und Bokashi zu machen. Im Gegensatz zur Kompostierung kann man beim Bokashi auch Küchenabfälle wie Brot, Milchprodukte, Fleisch usw. fermentieren (= haltbar machen) und anschließend vererden. Im Workshop werden wir die Gelegenheit haben, gemeinsam einen Bokashi-Behälter zu basteln. Wenn du in der Nachbarschaft wohnst und deinen Bokashi im Garten vererden möchtest, sprich uns an, wir werden bald einen Ort dafür einrichten. Workshop im Kooperation mit der Wandelwoche.


Frauen Mit Frauen Gartenarbeit Empowerment Space: United Action e.V. sucht Seniorinnen für Kooperation United Action e.V. ist eine selbstorganisierte Migrantenorganisation, die in Brandenburg und Berlin aktiv ist. Das Projekt “Frauen Mit Frauen Gardening Empowerment Space” soll Frauen in der Gemeinde, Neuankömmlinge/Migrantinnen und Mädchen, die in Flüchtlingslagern und anderen isolierten Unterkünften leben, und deutsche Seniorinnen in Kontakt miteinander bringen. Migration verbindet. Wir suchen interessierte Kooperationspartner, insbesondere interessierte Gruppen oder Vereine in denen sich Seniorinnen organisieren und die sich mit Neuankömmlingen/Migrantinnen treffen möchten. Wir sind Samstags nachmittags im Prinzessinnengarten. Für mehr Information kontaktiere: info@united-action.de United Action e.V. is a self-organised Migrant organisation that is active in Brandenburg and Berlin, working with Newcomer/Migrant women and girls on empowerment areas. The project called “Frauen Mit Frauen Gardening Empowerment Space” is to create an opportunity that could empower and bring in contact some of the vulnerabe women in the community, Newcomer/Migrant women and girls who live in refugee camps and other isolated shelters and German Senior citizens. We are looking for cooperation partners interested, especially projects or associations that are working with elderly women and newcomer/migrant women. We will be at prinzessinnengarten on Saturday afternoons. For more information please feel free to contact: info@united-action.de AUSBLICK November Was wir aktuell planen: 2.11. und 5.11. 2020 Workshop: Kisten, Beete, Möbel mit Altholz kreativ gestalten.
Einen weiteren Bodenaufbau-workshop mit Stefan Lehman und Alexandra Suchan. Besuch der Staudengärtnerei Teske in der Prignitz & Workshop Stauden und Blühstreifenzonen im Garten, Gestaltung des Eingangsbereichs – Jan Molzberger und Sebastian Teske http://gaertnereiteske.de Wer grundsätzlich Interesse an dem Besuch und Workshop hat, schreibt bitte eine kurze Mail an: info@commongrounds.net – ein passender Termin wird mit einen Doodle gesucht und gefunden und euch mitgeteilt.     Am 26.11. 2020 wird in Schwandorf in der Oberpfalz von der Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V. der Bodentag ausgerichtet, viele Themen rund um gesunden Boden, Humusaufbau und Kreislaufwirtschaft werden behandelt. Da Corona-bedingt nur wenige Plätze vorort gebucht werden können, möchten wir am Webinar teilnehmen: https://www.ig-gesunder-boden.de/portals/0/doc/Bodentag/Einladung_Web_2020. pdf https://www.ig-gesunder-boden.de/Veranstaltungen/Bodentag-2020   DIES UND DAS RUND UM DAS THEMA BODEN Auch andere machen sich Gedanken zum Boden: https://boden.wfilm.de/ läuft ab 8.10. im Kino, auch in Berlin: 1.10. im Babylon Premiere, weitere Termine hier: https://boden.wfilm.de/unser-boden-unser-erbe/kinotermine/


INFORMATION Für neue Gruppen, die gerne im Garten sein wollen: Der Garten wird von Nachbar_innen für Nachbar_innen gepflegt und geöffnet. Ziel ist, dass sich möglichst viele Gruppen aus der Nachbarschaft verantwortlich machen und Öffnungszeiten ermöglichen. Wir haben in unseren Gesprächen mit euch herausgefunden, dass es ganz unterschiedliche Bedürfnisse der einzelnen Gruppen gibt. Sprich, einige Gruppen brauchen für den Anfang eventuell erst mal einen geschlossenen Garten, also ohne Publikumsverkehr. Auch dafür soll Zeit und Raum sein, da es uns wichtig ist, dass dieser Garten ein Inklusionsgarten wird, und gerade Menschen, die es sonst nicht so einfach haben, ein Plätzchen zum Gärtnern, zum sich Treffen oder zum Ausruhen finden können. Außerdem sind mit dem Öffnen des Gartens auch einige Aufgaben verbunden, auch diese besprechen wir am offenen Sonntag gern mit euch persönlich.   Viele Grüße,   Common Grounds info@common-grounds.net   common grounds e.V. | Oranienstr 45 | 10969 Berlin   **Wenn ihr diese mails nicht mehr erhalten wollt schreibt uns kurz an  info@common-grounds.net**


Wir bleiben. Wir sind auch im Winter, gerade in pandemischen Zeiten, durchgehend für und von der Nachbarschaft geöffnet. Wir sind ein Modellprojekt für commoning.


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Gemeinschaftsgarten Moritzplatz Berlin Kreuzberg  

Nachbarschafts- und Inklusionsgarten / Zwischenbericht der Aktiven und der Nachbarschaft /Dezember 2020

Gemeinschaftsgarten Moritzplatz Berlin Kreuzberg  

Nachbarschafts- und Inklusionsgarten / Zwischenbericht der Aktiven und der Nachbarschaft /Dezember 2020

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