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Galerie Moenius

Ausgewählte Ikonen des 17. bis frßhen 20. Jahrhunderts Auktion am 22. Oktober 2016 in Worb/Schweiz

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Impressum: Galerie Moenius AG Sitz: Dunantstr. 84 3074 Muri b. Bern Schweiz Geschäfts- & Auktionsräume: Bollstr. 61 3076 Worb Schweiz Telefon: +41 31 8324753 Fax: +41 31 8324765 info@galerie-moenius.ch www. galerie-moenius.ch UID: CHE-379.851.270 Geschäftsführer: Dr. Marc-O. Loerke Reproduktionen & Artwork: Patrick Reinig Photography, Regensburg, Deutschland www.patrick-reinig.com

Anreise zu den Auktionsräumen in Worb: Anreise mit Bahn: Vom Hauptbahnhof Bern zum RBS (Oranges Bähnli) nach Worbboden. Fahrplan siehe rbs.ch. Nach dem Ausstieg auf die andere Seite wechseln, den Fußgängerweg in Fahrtrichtung ca. 100 m weiter gehen, beim Kreisel auf die andere Straßenseite gehen in Richtung „Brunnenpark“. Dahinter in der Nähe des Autohändlers SsangYong befindet sich das Gewerbehaus (Fußweg insgesamt ca. 5 min). Anreise mit Flugzeug: Der Flughafen Bern / Belp ist ungefähr 15 min entfernt. Wenn Sie rechtzeitig, d.h mindestens 24 Stunden vorher, Ihre Ankunft ankündigen, organisieren wir für Sie den Transfer zu unseren Auktionsräumen. Anreise mit dem Auto: Ausfahrt Muri auf der Autobahn 6, dann Richtung Worb. Vor Worb am Kreisel die dritte Ausfahrt nehmen, am nächsten Kreisel die zweite Ausfahrt in Richtung Boll, dann am letzten Kreisel die erste Ausfahrt. Nach ca. 100 m links abbiegen zum Besucherparkplatz des Gewerbehauses Worbboden.


Auktion Ausgewählte Ikonen des 17. bis frühen 20. Jahrhunderts am 22. Oktober 2016 um 14.00 Uhr Vorbesichtigung: Montag, 17. Oktober – Freitag, 21. Oktober: 10.00 bis 18.00 Uhr Samstag, 22. Oktober: 10.00 bis 14.00 Uhr

in der Galerie Moenius AG Gewerbehaus Worbboden Bollstr. 61, Gebäude B, 2 OG. 3076 Worb Schweiz

Galerie Moenius AG Sitz: Dunantstr. 84 3074 Muri b. Bern Schweiz Telefon: +41 31 8324753 Fax: +41 31 8324765 info@galerie-moenius.ch www. galerie-moenius.ch


Sehr geehrte Kunstinteressierte, es ist ein spannendes, aufregendes und äußerst unterhaltsames Erlebnis, Kunst auf einer Auktion zu ersteigern. Dem erfolgreichem Bieter beschert es zudem Freude und Genuss. Doch vielen Interessierten stellen sich anfangs Fragen, welche nachfolgend in einer kleinen einleitenden Auswahl beantwortet werden. Wer darf teilnehmen? Jeder darf und kann an einer Auktion teilnehmen. Beim ersten Mal gilt es lediglich die eigene Hemmschwelle zu überwinden. Es empfiehlt sich, die Abbildungen im Katalog zu studieren, wenn möglich, die Objekte in der Vorbesichtigung zu betrachten und sich dann ein Limit für ein Höchstgebot zu setzen. Welche Möglichkeiten der Teilnahme gibt es? • Vor Ort im Auktionssaal: Am Empfang erhalten Sie eine Bieternummer, welche Sie mit auf Ihren Platz im Auktionssaal nehmen. Ruft der Auktionator ein Objekt auf, welches Sie ersteigern möchten, dann geben Sie Ihr Gebot ab, indem Sie ihre Bieterkarte so hoch heben, daß diese vom Auktionator gesehen wird. Hat der Auktionator das Objekt beispielsweise für 1000,- CHF aufgerufen und Sie haben Ihre Karte gezeigt, dann haben Sie ein Gebot zu diesem Preis abgegeben. Wird kein weiteres Gebot eingereicht, dann erhalten Sie den Zuschlag. Werden Sie von einem anderen Bieter überboten, können Sie entweder so lange weiter steigern, bis Sie das Objekt ersteigert haben oder mit dem Bieten aufhören, wenn Ihnen der Preis zu hoch ist. • Schriftlich über ein Gebotsformular: Im Katalog ist ein Gebotsformular enthalten, welches Sie ausschneiden und per Fax oder Brief an das Auktionshaus senden können. Alternativ können Sie sich dieses Formular auch auf unserer Homepage herunterladen und ausdrucken. Hier tragen Sie die Objektnummer, eine Kurzbeschreibung und das Höchstgebot ein. Das Höchstgebot bedeutet jedoch nicht, daß Ihnen das Objekt zu diesem Preis zugeschlagen wird. Gibt es keine Gegenbieter erhalten Sie es beispielsweise zum Ausrufspreis, also wesentlich günstiger. • Im Internet auf unserer Homepage: Der Katalog ist auch auf unserer Website www.galerie-moenius.ch. zu finden. Hier können Sie sich online registrieren und Ihre Gebote abgeben. • Telefonisch: Auf dem Gebotsformular oder auch im Internetkatalog können Sie angeben, dass Sie telefonisch mitbieten möchten. Wenn Sie Ihre Telefonnummer hinterlassen, werden Sie während der Auktion angerufen. Wichtig ist hier jedoch, dass Sie erreichbar sind, da der Zeitrahmen, in dem ein Objekt aufgerufen wird, nur sehr knapp bemessen ist. Einen Anspruch, dass Sie erreicht werden, haben Sie nicht und dieser wird vom Auktionshaus auch ausgeschlossen. • Live im Internet: Auf unserer Website können Sie sich auch für ein Live-Mitbieten anmelden. Sie können dann die gesamte Auktion live verfolgen und durch das Klicken auf den „Biet-Button“ ihr Gebot abgeben. Welche Kosten entstehen? Die Teilnahme an einer Auktion ist kostenlos. Wer die Auktion nur verfolgt und nichts ersteigert, muß auch nichts zahlen. Erhalten Sie den Zuschlag, so kommt zum Zuschlagspreis zu-


nächst noch das Aufgeld hinzu. In den Versteigerungsbedingungen ist die Höhe angegeben, in dieser Auktion beträgt es 20%. Haben Sie live online mitgeboten, so verlangt der Anbieter der Live-Auktionen eine Gebühr von 3% auf den Zuschlagspreis. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer, in der Schweiz beträgt diese 8%. Diese wird entweder auf das Aufgeld und die Gebühr für die Live-Auktion erhoben oder, wenn das Objekt mit einem * gekennzeichnet ist, auf die gesamte Summe aus Zuschlagspreis, Aufgeld und eventuell der Gebühr für die Live-Auktion. Bei der Ausfuhr ins Ausland kann diese Mehrwertsteuer zurückerstattet werden. Bedingung hierfür ist jedoch, daß die Ausfuhrdeklaration rechtsgültig abgestempelt ist und dem Auktionshaus nachgewiesen wird. Welche Pflichten hat der Ersteigerer? Als Bieter erkennt der Ersteigerer die Versteigerungsbedingungen vorbehaltlos an. Der Bieter, welcher vom Auktionator den Zuschlag erhält, muß das Objekt samt allen Gebühren, wie Aufgeld und Mehrwertsteuer bezahlen. Er muss die Ware abholen oder sich um den Versand kümmern bzw. das Auktionshaus schriftlich bitten, das ersteigerte Objekt zu versenden. Gibt es eine Sicherheit bezüglich der Echtheit: • Das Auktionshaus erstellt die Angaben im Katalog nach bestem Wissen und Gewissen. Teilweise werden auch Experten hinzugezogen. Doch es kann immer zu Fehleinschätzungen kommen, weshalb ein Auktionshaus nie eine Haftung dafür übernehmen wird. • Bei Fälschungen, welche nicht vor 1900 entstanden sind und als solche von der Mehrzahl der Experten anerkannt werden, erklären sich die meisten Auktionshäuser binnen einer bestimmten Frist bereit, das Objekt zurückzunehmen und den Zuschlagspreis, das Aufgeld und die Mehrwertsteuer zu erstatten. Die Galerie Moenius AG hat diese Frist auf 8 Wochen nach Auktionsende festgelegt. • Grundsätzlich ist der Bieter dazu angehalten, das Objekt selbst bei der Vorbesichtigung zu begutachten oder geeignete Experten hinzuzuziehen. Wie kann ein ersteigertes Objekt aus der Schweiz ausgeführt werden? • Wer die Zollformalitäten nicht selbst erledigen möchte, kann das Auktionshaus um die Adresse einer geeigneten Spedition bitten. • Abgesehen vom Versand von zerbrechlichen Objekten oder verglasten Bildern kümmert sich auch die Galerie Moenius AG sehr gerne um den Versand und die Verzollung. Hierfür fallen dann neben den Versandkosten noch Gebühren für Verpackung und Zoll an. Diese Fragen und Antworten stellen eine kurze Anleitung rund um die Versteigerung dar, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind nicht rechtsverbindlich. Die Versteigerungsbedingungen enthalten die genauen Bestimmungen. Wir wünschen Ihnen viel Freude an unserer 1. Auktion! Mit herzlichen Grüßen Ihre Galerie Moenius AG


Versteigerungsbedingungen Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den folgenden Versteigerungsbedingungen: I. Grundsätzliches: Galerie Moenius AG versteigert Objekte im Auftrag, im Namen und auf Rechnung der Einlieferer, die ungenannt bleiben. Die im Katalog angegebenen Preise sind Schätzpreise. Der Aufrufpreis ist der untere Schätzpreis. Die Währung ist Schweizer Franken (CHF). Der vom Versteigerer anerkannte Höchstbietende erhält den Zuschlag. Mit dem Zuschlag erlischt die Gewährspflicht der Galerie Moenius AG. Der Ersteigerer erhält das zugeschlagene Objekt erst nach erfolgter Bezahlung in bar, per Bank bestätigtem Scheck oder gebuchter Überweisung. Die Versteigerung wird von einem Notar aus dem Kanton Bern begleitet, der ein Ergebnisprotokoll erstellt und bei Streitigkeiten über Gebote, Zuschläge oder Auktionsablauf sofort und definitiv entscheidet. II. Zahlung: Der Käufer muss neben dem Zuschlagspreis noch das Aufgeld bezahlen. Dieses beträgt 20 %. Erfolgt der Zuschlag durch eine „Live-Auktion“, d.h. hat der Käufer live online mitgeboten, wird der vom Anbieter bei der Registrierung vom Bietenden bestätigte Aufpreis von 3% auf den Zuschlagspreis berechnet. Zum Aufgeld und dem eventuell zu bezahlendem Aufpreis bei einer Live-Auktion kommt noch die schweizerische Mehrwertsteuer von 8% hinzu. Bei Objekten, welche mit einem * bezeichnet sind, wird die Mehrwertsteuer auf den Zuschlagspreis, das Aufgeld und den eventuell zu bezahlenden Aufpreis bei einer Live-Auktion berechnet. Käufer, welche ihre Objekte ordnungsgemäß und rechtsgültig ausführen, erhalten die Mehrwertsteuer unter Nachweis der rechtsgültig abgestempelten Ausfuhrdeklaration zurück. Der Ersteigerer erklärt sich damit einverstanden, dass der Versteigerer auch vom Einlieferer eine prozentuale Vergütung erhält. Bei Zahlungsverzug des Ersteigerers hat die Galerie Moenius AG die Inkasso-Legitimation und -Vollmacht. III. Gewährleistung: Die zu versteigernden Objekte sind gebraucht. Ihr Erhaltungszustand wird nicht dokumentiert. Die Gegenstände können vor der Auktion besichtigt und begutachtet werden. Sie werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Die Beschreibungen und Abbildungen im Katalog sind nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dienen jedoch nur der Information. Galerie Moenius AG übernimmt keine Haftung für die Angaben im Katalog. Bei Fälschungen, welche nicht vor 1900 entstanden sind und als solche von der Mehrzahl der Experten bestätigt werden, erklärt sich die Galerie Moenius AG freiwillig und ohne rechtliche Verpflichtung binnen 8 Wochen nach Auktionsende bereit, das Objekt zurückzunehmen und den Zuschlagspreis, das Aufgeld und die Mehrwertsteuer zu erstatten. IV. Auktionsteilnehmer: Vor Gebotsabgabe muss jeder Bieter seine Personalien angeben, um eine Bieternummer zu lösen. Bieter, die persönlich nicht bekannt sind, müssen sich mit offiziellem Identitätsausweis legitimieren. Galerie Moenius AG kann verlangen, dass Bankreferenzen beigebracht werden und Sicherheiten, wie eine Kreditkarte hinterlegt werden. Alle Gebote gelten als vom Bieter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung abgegeben. Möchte ein Bieter im Namen eines anderen Gebote abgeben, muss er dies unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht und Nennung

von Namen und Anschrift des Vertretenen 24 Stunden vor Auktionsbeginn mitteilen. Der Stellvertreter haftet solidarisch mit dem Vertretenden für die Erfüllung der Verbindlichkeiten. Galerie Moenius AG kann nach eigenem Ermessen eine Person von der Auktion ausschließen und ihr den Zutritt zu den Geschäftsräumen verweigern. V. Versteigerung: Der Versteigerer behält sich das Recht vor, während der Versteigerung Nummern des Katalogs zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge aufzurufen oder zurückzuziehen. Er kann den Zuschlag unter Vorbehalt erteilen oder auch verweigern. Wenn ein Gebot übersehen wurde oder Uneinigkeit über den Zuschlag besteht, kann er den Zuschlag zurücknehmen und das Objekt erneut aufrufen. Die Abgabe eines Gebots ist eine verbindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder vom Versteigerer abgelehnt wird. Bei Zuschlag unter Vorbehalt, bleibt der Bieter noch 14 Tage an sein Gebot gebunden. Doppelgebote sind sofort zu reklamieren und werden sofort wieder aufgerufen. Geben mehrere Bieter das gleiche Gebot ab, entscheidet das Los. Das schriftliche Gebot hat jedoch Vorrang, beim telefonischen Doppelgebot wird der persönlich anwesende Bieter bevorzugt. In allen Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung. Ein Recht auf Annahme eines Gebots besteht nicht. Jede Haftung für nicht berücksichtigte Gebote aller Art sowie für nicht erreichte oder nicht berücksichtigte Telefonbieter wird von der Galerie Moenius AG abgelehnt. VI. Abholung und Versand: Die ersteigerten Objekte müssen vom Käufer innerhalb von 14 Tagen abgeholt werden. Während oder gleich im Anschluss an die Auktion können die Objekte nur herausgegeben werden, wenn sie vollständig in bar oder mit Bank bestätigtem Scheck bezahlt wurden. Die in diesem Rahmen ausgestellten Rechnungen bedürfen der Nachprüfung. Irrtum bleibt vorbehalten. Innerhalb der Frist von 14 Tagen nach Auktionsende haftet die Galerie Moenius AG für Beschädigung, Zerstörung oder Diebstahl bezahlter Objekte, jedoch nur bis zur Höhe des Zuschlagspreises, Aufgeldes und Mehrwertsteuer. Nach dieser Frist haftet die Galerie Moenius AG dafür nicht mehr, der Käufer muss sich dann um eine entsprechende Versicherung kümmern. Für Rahmen und Glas wird grundsätzlich nicht gehaftet. Versandwünsche müssen schriftlich angemeldet werden. Galerie Moenius AG wird sich bemühen, diesen zu entsprechen oder auf geeignete Versender hinweisen. Eine Haftung für Transportschäden wird abgelehnt. VII. Verschiedenes: Auktionsergebnisse und Abbildungen dürfen von der Galerie Moenius AG herausgegeben und publiziert werden. Abbildungen von Objekten dürfen zu Werbezwecken verwendet werden. Es ist ausschließlich Schweizer Recht anwendbar. Sollte eine der vorstehenden Bedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Gültigkeit der Übrigen davon unberührt. Änderungen der Versteigerungsbedingungen bedürfen der Schriftform, mündliche Nebenabsprachen bestehen nicht. Versteigerungsort sind die Geschäftsräume der Galerie Moenius AG, Bollstr. 61, CH-3076 Worb Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist Bern.


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Mit den im Katalog abgedruckten allgemeinen Versteigerungsbedingungen erkläre ich mich einverstanden. Alle Gebote verstehen sich in Schweizer Franken (CHF) I agree to the terms and conditions printed in the auction catalogue. All bids are in Swiss francs (CHF).


Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


01 Ägyptisches Mumien-Portrait (Fayum-Portrait) eines jungen Mannes 2. Jh. nach Chr. 36 x 17,5 cm 6000-7000,- CHF* Auf Holz gemalte Mumien-Portraits gelten als Vorläufer der Ikonen. Dieses Mumien-Portrait stammt aus der Sammlung des berühmten Antiquitäten- und Kunsthändlers Theodor Graf (1840-1903), der im Jahre 1887 330 Mumien-Portraits aus el-Rabayat im ägyptischen Fayum erwarb. Diese finden sich heute in vielen bekannten Museen und Privatsammlungen. Provenienz: Französische Privatsammlung, vorher Theodor Graf Sammlung / Deutschland


02 Gottesmutter „Es ist würdig, Dich zu ehren“ Russische Ikone, um 1900 22 x 17,7 cm 500-600,- CHF* Vorlage ist das Gnadenbild im Altarraum der Protaton-Basilika in Karyés auf dem Athos, welches der Legende nach aus dem 8. oder 10. Jahrhundert stammen soll, wohl aber ins 14. Jahrhundert zu datieren ist. Bei der im byzantinischen Raum als „Axion estin“ titulierten Ikone handelt es sich um eine Variante der zyprischen Ikone der Gottesmutter Kykkotissa. Provenienz: Deutsche Privatsammlung

03 Gottesmutter von Korsun Russische Ikone, um 1850 16,5 x 15 cm 500-600,- CHF* Der Legende nach befand sich das Urbild der Korsunskaja einst in Ephesus und gelangte im 12. Jahrhundert als Geschenk des byzantinischen Kaisers Manuel I. Komnenos (1143-1180) und des Patriarchen Chrysoberges von Konstantinopel (1156-1169) an die Fürstin von Polozk nach Rußland. Als der Großfürst Alexander Newskij deren Tochter im Jahre 1239 heiratete, brachte diese die Ikone mit in die Ehe. Sie wurde in der Kathedrale von Toropez bei Pskov zur Verehrung aufgestellt. Benannt ist sie nach der Hafenstadt Korsun, dem griechischen Chersonnes, auf der Krim. Nach einer anderen Überlieferung soll der Großfürst Vladimir im Jahre 988 eine byzantinische Ikone dieses Typs von Chersonnes nach Kiev gebracht haben. Später kam sie nach Novgorod und schließlich nach Moskau in die Maria-Himmelsfahrtskathedrale. Die Korsunskaja zählt ikonographisch zu den Elëusa-Varianten der Gottesmutter-Darstellungen. Als Erbarmerin ( =Elëusa) umarmt sie liebevoll das Jesuskind. Charakteristisch ist, daß sich die Wangen von Mutter und Kind immer berühren. Unter den Muttergottesikonen vertritt die Elëusa den mütterlichen Typus, welcher sich besonders in Rußland großer Beliebtheit erfreute, während im Byzantinischen Reich die würdevolle Strenge der Hodigitria (=Wegweisende) bevorzugt wurde. Provenienz: Polnische Privatsammlung


04 Gottesmutter-Darstellungen Russische Ikone, um 1820, mit feuervergoldetem Silberoklad, Kaluga 1826 (?) Beschaumeister und Datum verschlagen Meister: „M.C.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 35,7 x 31 cm 3000-3500,- CHF* Die Ikone zeigt in neun Feldern folgende Marien-Darstellungen: Geburt, „Unverbrennbarer Dornbusch“,„Lindere meinen Kummer“, Gottesmutter von Tschenstochau („Erweichen der harten Herzen“), „Helferin bei Geburten“,„Die Feurige“ (Ognevidnaja), Achtyrskaja, Venskaja und Feodorovskaja. Provenienz: Britische Privatsammlung Christies, Russian Works of Art, Russian and Greek Icons, 18. Juli 1984, Lot 146


05 Gottesmutter „Lebensspendende Quelle“ Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh 17,3 x 15,2 cm 500-600,- CHF* Das Motiv hat seinen Ursprung in Konstantinopel. Kaiser Leon (457-474) ließ hinter den Stadtmauern über einer mit Steinen eingefassten Quelle die Kirche „Zoodochos Pege“ errichten. Etwa einhundert Jahre später wurde der Bau von Kaiser Justinian I. (527-565), der vom Heilwasser getrunken hatte und von einer Krankheit geheilt wurde, erweitert. Nach der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 durch die Osmanen geriet der Wallfahrtsort in Vergessenheit. Erst 1835 wurde unter Patriarch Konstantin ein Neubau errichtet. Provenienz: Polnische Privatsammlung

06 Gottesmutter Feodorovskaja Russische Ikone, um 1850 31 x 26,3 cm 500-600,- CHF* Der legendären Überlieferung nach befand sich die Ur-Feodorovskaja zu Beginn des 12. Jahrhunderts in einer Kapelle nahe Kitesch beziehungsweise Gorodec bei Nischni Novgorod. Großfürst Jurij II. Vsevolodovitsch (11891238) entdeckte dort die Ikone und wollte sie mitnehmen. Trotz aller Anstrengungen gelang es ihm nicht. Daraufhin errichtete er an diesem Ort ein Kloster. Beim Angriff der Mongolen im Jahre 1238 wurde das Gotteshaus niedergebrannt und die Ikone zunächst nicht gefunden. Am 16. August 1239 erschien die Ikone Fürst Vasilij von Kostroma bei der Jagd. Sie hing in einer Kiefer, doch als er sie herunterholen wollte, schwebte sie davon. Der Fürst berichtete dem Klerus und dem Volk von der Erscheinung. Mittels Gebeten gelang es gemeinsam, die Ikone nach Kostroma zu bringen. Der Patron der dortigen Kathedrale war der hl. Feodor Stratelates, weshalb die Gottesmutterikone „Feodorovskaja“ genannt wurde. Nach einem Brand der Kathedrale wurde die Ikone nach drei Tagen unversehrt in der Asche gefunden. Im Jahre 1260 wird die Abwehr eines Tatarenangriffs dem Schutz der Feodorovskaja zugeschrieben. Berühmtheit erlangte die Ikone in ganz Rußland jedoch erst, nachdem am 14. März 1613 Michail Romanov in Kostroma von seiner Mutter den Segen erhielt, Zar zu werden. Zum Schutz für sich und seine Nachkommen übergab sie ihm eine Kopie der Feodorovskaja, welche in der Hofkirche des Zaren in Moskau aufgestellt wurde. Seit dieser Zeit ist die Feodorovskaja die Patronin der Romanovs. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


Versehen mit dem Ehrentitel „Mutter der russischen Erde“ ist die Vladimirskaja die berühmteste und am meisten verehrte Ikone der Gottesmutter in Rußland. Die UrIkone ist um das Jahr 1136 als Geschenk des Patriarchen von Konstantinopel nach Kiev gelangt. Im Jahr 1155 überführte Fürst Andrej von Bogoljubovo (gest. 1174) die Ikone in seine neue Residenzstadt Vladimir. Seit 1160 war sie dort in der Maria-Entschlafungs-Kathedrale zur Verehrung ausgestellt. Beim Brand des Gotteshauses am 13. April 1185 blieb sie unbeschädigt, wurde aber möglicherweise 1237 durch die Tataren des Khans Batu schwer beschädigt oder zerstört, dann aber wieder restauriert beziehungsweise neu gemalt. Am 26. August 1395 wurde

die Vladimirskaja in das vom Heer des Tatarenkhans Timur Lenk (Tamerlan) bedrohte Moskau transferiert und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in der MariaEntschlafungs-Kathedrale des Kreml aufgestellt. Überraschend trat Tamerlan den Rückzug an. 1480 kam die Ikone endgültig nach Moskau, nachdem der Tatarenkhan Sultan Achmat die Stadt belagerte. Die Errettung der neuen Hauptstadt des russischen Reiches von ihm, als auch 1521 von dem Krim-Khan Mechmed Girej und 1612 von den Polen wurde der Fürbitte der Muttergottes von Vladimir zugeschrieben. Bis 1917 wurde die Ikone in der Ikonostase der Maria-Entschlafungs-Kathedrale im Kreml verehrt. Seit 1547 wurden vor ihr alle Zaren gekrönt. Seit 1918 befindet

07 Gottesmutter Vladimirskaja Russische Ikone, 17. Jh. mit Silberapplliken 31,3 x 26,7 cm 7000-8000,- CHF*

sie sich -nach einer gründlichen Restaurierung- in der Tret‘jakov-Galerie und wird heute nur zu besonderen Anlässen ausgeliehen. Die Ikone ist eine sehr ausdrucksstarke Arbeit des 17. Jahrhunderts. Nimbus, Tsata und die Tituli-Plaketten sind qualitätvolle Silberarbeiten aus der gleichen Zeit. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


08 Gottesmutter Vladimirskaja Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau um 1900 Meister: Ivan Krutikov (1894-1913) 8,9 x 7 cm (mit Kiot 14,3 x 12,1 cm) 400-500,- CHF* Provenienz: Deutsche Privatsammlung

09 Hl. Familie Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh. mit Silberoklad, Moskau 1874 Beschaumeister: Victor Savinkov (1855-1888) Meister: Ivan Zakharov (1856-1896) 26,6 x 22,2 cm 1100-1300,- CHF* Die Ikone ist angelehnt an Raffaels berühmte „Madonna della Sedia“. Die ikonographische Zugabe des hl. Josephs erweitert das Motiv zur Hl. Familie, einem seltenen und gesuchten Sujet in der russischen Ikonenmalerei. Provenienz: Deutsche Privatsammlung

10 Gottesmutter Russische Ikone, um 1900 40,2 x 29,4 cm 800-900,- CHF* Das Besondere an dieser durch die westliche Kunst inspirierten Ikone ist, dass nicht das Jesuskind die Weltkugel hält, sondern die Gottesmutter. Christus scheint die Kugel nur sanft zu berühren und zu segnen. Provenienz: Niederländische Privatsammlung


11 Gottesmutter von Kazan Russische Ikone, 19. Jh., mit Silberoklad, Kostroma 1834 Beschaumeister: Vasily Volkov (1824-1833/4) Meister: „N.M.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 31 x 27 cm 6000-7000,- CHF*

Der Überlieferung nach wurde die Ur-Ikone am 8. Juli 1579 in einem bei einer Feuersbrunst am 28. Juni niedergebrannten Haus in der Stadt Kazan gefunden. Einem neunjährigen Mädchen namens Matrona erschien die Gottesmutter dreimal im Traum und befahl ihr, dem Erzbischof Jeremija und dem Statthalter zu sagen, daß sie die Ikone aus der Asche des abgebrannten Hauses bergen sollen. Niemand schenkte ihr Glauben, bis am 8. Juli die in einen alten Stoff gewickelte Ikone unter dem Ofen ausgegraben wurde, wo sie wahrscheinlich während der bis 1555 dauernden Tartarenherrschaft versteckt worden war. In einer feierlichen Prozession wurde die Ikone zuerst in die Nikolaus von Tula-Kirche gebracht und anschließend zur VerkündigungsKathedrale, wo sie zahlreiche Blinde heilte. Deshalb wird die Kazanskaja bei Augenleiden angerufen. Noch im selben Jahr wurde auf Befehl des Zaren Ivan IV. von der wundertätigen

Ikone eine Kopie angefertigt und nach Moskau gebracht. Am Auffindungsort ließ er ein Nonnenkloster errichten, in dessen 1595 geweihter Kirche die Ikone ihren Platz erhielt. Die Befreiung Moskaus von den Polen am 22. Oktober 1612 wurde auf die Hilfe der Gottesmutter von Kazan zurückgeführt. 1721 ließ Peter der Große eine Kopie der Kazanskaja, die zur Schutzpatronin der Romanovs geworden war, nach St. Petersburg bringen. Dort wurde für die Ikone1811 die monumentale Kazaner Kathedrale errichtet. Der Sieg in der Schlacht bei Borodino gegen Napoleon wurde ebenfalls auf den Beistand der Gottesmutter von Kazan zurückgeführt. Die Malerei der Ikone ist sehr gut erhalten. Eine besondere Ausstrahlung hat die Ikone durch den Oklad mit aufwendig gesticktem Perlenkleid erhalten. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


12 Krönung Mariens Russische Ikone, um 1850 44,5 x 37,5 cm 1200-1400,- CHF* Das durch die abendländische Kunst beeinflusste Motiv ist auf Ikonen selten zu finden. Es stellt eine gedankliche Fortführung des Sujets der Entschlafung der Gottesmutter dar. Christus nimmt die Seele der Gottesmutter in den Arm, Engel geleiten sie aufwärts zum Himmelstor, wo sie von Gott-Vater und Christus empfangen und gekrönt wird. Provenienz: Französische Privatsammlung

13 Entschlafung der Gottesmutter und Heilige Geschnitzte Ikone mit Silberoklad, St. Petersburg Mitte 19. Jh. Beschaumeister (Datum verschlagen): Eduard Brandenburg (1815-1866) Meister: T. Zalesov (1848-1854) gravierte Schrift mit Gewichtsangabe: 40 Golg ( vergoldet ) 20 x 14,8 cm 2000-2500,- CHF* Die geschnitzte Ikone stammt aus dem Kiever Höhlenkoster. Im Zentrum ist die Entschlafung der Gottesmutter abgebildet, das Motiv zum Patrozinium des Klosters. Daneben sind die Gründer Antonij und Feodosij dargestellt. Oben mittig ist Gott-Vater segnend zu sehen, links der hl. Nikolaus, rechts die hl. Barbara. Unten in der Mitte befindet sich der hl. Johannes der Vieldulder vom Kiever Höhlenkloster, links ein hl. Mönch, rechts die hl. Alexandra. Der Ikone ist ein Silberoklad aufgesetzt. Die vier äusseren Nimben sind spätere Ergänzungen. Geschnitzte Ikonen mit Oklad sind von grosser Seltenheit. Provenienz: Niederländische Privatsammlung


14 Gottesmutter Russische Ikone, Mstera, nach 1900 35,2 x 26,3 cm 5000-6000,- CHF* Die Ikone ist unten signiert. Die Ikone wurde vom Ikonenmaler Alexander I. Pankryshev, Gouvernement Vladimir, Ort Mstera gemalt. Die Werkstatt des Ikonenmalers Iosif Pankryshev war bis 1898 in Mstera ansässig und siedelte dann nach Tomsk um. Da es sich aber um eine große Ikonenmalerfamilie handelt, dürfte das Mitglied Alexander I. Pankryshev weiterhin in Mstera geblieben sein. Provenienz: Britische Privatsammlung


15 Gottesmutter Hodigitria Griechisches Triptychon, frühes 19. Jh. 28,5 x 19,7 cm (geöffnet 28,5 x 39,3 cm) 1500-2000,- CHF* Das Mittelfeld zeigt die Gottesmutter Portatissa vom Athos-Kloster Iviron. Auf dem linken Flügel sind ein hl. Kirchenvater, möglicherweise der hl. Gregorios v. Nazianz, und der hl. Georg zu sehen, auf dem rechten Flügel der hl. Nikolaus und der hl. Demetrios von Saloniki. Provenienz: Deutsche Privatsammlung

16 Gottesmutter Glykophilousa Griechische Ikone, um 1800 37,5 x 27,8 cm 1000-1200,- CHF* Der griechische Beiname „Glykophilousa“ bedeutet „die zärtlich Liebende“ oder die „süß Küssende“. Das Christuskind und seine Mutter umarmen sich innig, wobei es sich eng an ihre Wange schmiegt. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung


17 Hl. Katharina, Gottesmutter, Hl. Lucia Italo-kretische Ikone, um 1600 35,5 x 47 cm 15000-17000,- CHF* Die gut erhaltene und fein gemalte Tafel zeigt im Zentrum die Gottesmutter mit dem Jesuskind auf dem Schoss. Links ist die hl. Katharina von Alexandria, rechts die hl. Lucia von Syrakus abgebildet. Da die Reliquien der hl. Lucia im Jahre 1204 von Konstantinopel nach Venedig überführt und dort in der Kirche Sta. Lucia beigesetzt wurden, ist es wahrscheinlich, dass die Ikone in Venedig oder dem Umkreis der Lagunenstadt gemalt worden ist. Stilistisch erinnert die Arbeit an Renaissancebilder, ist aber technisch der Ikonenmalerei der sog. Madonneri-Maler verpflichtet. Provenienz: Französische Privatsammlung


18 Verkündigung & Verklärung Jesu Fragment eines griechischen Triptychons, frühes 17. Jh. 21,7 x 10,5 cm 2000-2500,- CHF* Das von einem Künstler der kretischen Schule beidseitig bemalte Täfelchen zeugt von hoher künstlerischer Qualität. Vom gleichen Maler dürfte das sog. „Blunt Triptychon“ in der Latsis-Sammlung stammen. Siehe Latsis, Marianna / Kazanaki-Lappa, Maria, Meta to Vyzantio: The Survival of Byzantine Sacred Art, 1996, Kat.nr. 25; Provenienz: Deutsche Privatsammlung


19 Reliquar mit Schnitzerei Georgien (?), 17. Jh. und Athos, 18. Jh. Durchmesser: 6 cm 2800-3300,- CHF* Die vergoldete silberne Dose, welche auf der einen Seite die Deesis und auf der anderen den hl. Georg zeigt, war ursprünglich ein Reliquar. Ein „Fenster“, welches das Bild des hl. Georgs zeigt, lässt sich öffnen, um die ursprünglich darin enthaltene Reliquie zu berühren. Stilistisch könnte diese Arbeit aus Georgien stammen, doch auch in Griechenland sind ähnliche Arbeiten zu finden. Das heute eingefügte Medaillon ist eine äusserst feine Schnitzerei vom Berge Athos aus dem 18. Jahrhundert. Dargestellt sind der vom Wal wieder ausgespuckte Prophet Jonas, der ungläubige Thomas, Christus und die Samariterin am Brunnen, der Erzengel Michael, die Hadesfahrt Jesu (=Anastasis), die Wurzel Jesse, die Szene der Verkündigung, der Prophet David, Helena & Konstantin, die hl. Dreifaltigkeit (neutestl. Typus) und weitere Propheten. Provenienz. Österreichische Privatsammlung Gutachten des Hofrats Hermann Reuther, Direktor der Kunstsammlungen der Stadt Wien a.D. vom 27. April 1948 in Kopie


20 Christus Pantokrator Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau 1899 Meister: Sergei Zharov (1899-1908) 31,2 x 26,2 cm Gottesmutter von Kasan Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau 1899 Meister: Sergei Zharov (1899-1908) 31,2 x 26,2 cm Malerei nicht zugehรถrig zum Oklad 8000-10000,- CHF*


Die beiden Ikonen sind als Hochzeitsikonen konzipiert worden. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung


21 Gottesmutter Tichvinskaja Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau 1908-1917 prachtvoller emaillierter Nimbus, 20. Jh. Meister: „N.G“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 26,5 x 22 cm 1500-2000,- CHF* Nach der Legende erschien die Urikone der Tichwinskaja im Jahre 1383 in strahlendem Glanze zu Tichwin. Es wurde eine Kirche an der Erscheinungsstelle mit dem Titel „Entschlafung der Gottesmutter“ erbaut. Der 1617 mit den Schweden, welche die Stadt angreifen wollten, geschlossene Friede wurde auf den Schutz durch das Gnadenbild zurückgeführt. Seit dieser Zeit setzte eine große Verehrung des Tichwinskaja ein. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung

22 Gottesmutter Iverskaja Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau 1908-1917 Meister: „N.G.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 22,5 x 17,8 cm 1200-1400,- CHF* Dargestellt ist die Gottesmutter Portatissa vom georgischen Iviron-Kloster auf dem Berg Athos. Über die Ur-Iverskaja, eine ikonographische Variante der Gottesmutter Hodigetria, wird in einer Legende folgendes erzählt: „Zur Zeit des Bilderstreits im 8. Jh. hatte eine fromme Witwe das Bild in ihrem Haus verborgen. Als die Spione des bilderfeindlichen Kaisers das Versteck aufspürten, warfen sie das hl. Bild ins Meer, wo es, aufrecht im Wasser stehend, davon schwamm und 70 Jahre später an der Küste vor dem Kloster Iviron erschien. Die Mönche sahen eine Feuersäule auf den Wellen, konnten aber das Bild trotz vieler Mühen nicht bergen. Vom Bild her rief nun eine wunderbare Stimme, daß der Einsiedler Gabriel aus seiner Höhle kommen möge; denn nur von ihm wolle es sich hereinholen lassen. Die Mönche brachten dann mit Hilfe des Eremiten das Bild an Land und stellten es in der Kirche auf; Jedes mal aber wurde es am Morgen darauf über der Pforte des Klosters gefunden. Die Muttergottes teilte dann dem Einsiedler Gabriel mit, man möge ihr eine Kapelle unter dem Tor erbauen; denn, so sagte sie, „nicht ihr bewacht mich, sondern ich behüte euch.“ Eine Replik des Gnadenbilds kam 1648 in die Zarenresidenz nach Rußland und wird seitdem dort verehrt. Zahlreiche Ikonen der Gottesmutter Iverskaja wurden in der Folgezeit gemalt. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


23 Mandylion Jesu Russische Ikone, gemalt von Vasily Peshekhonov (1818-1888) mit Silberoklad, St. Petersburg 1869 Beschaumeister: „B.C.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 1866-1870 Meister: Petr I. Ivanov (1858-1875) 31 x 26,3 cm 5000-6000,- CHF* Die Ikone ist unten signiert und datiert: „Gemalt in der Sonntags-Malschule …. von Schüler Vasily Peshekhonov 1840“ Die Altgläubigen-Werkstatt Peshekhonov wurde von Makary S. Peshekhonov (1780-1852) in den 20ger Jahren des 19. Jahrhunderts in St. Petersburg gegründet.`Nach seinem Tod führte sein Sohn Vasilij Peshekhonov (1818-1888) die Werkstatt weiter. Im Jahre 1856 wurde er zum Hofmaler des Zaren ernannt. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


24 Christus Pantokrator Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau um 1900 Meister: Vasily Semenov (1896-1908) 6,5 x 5,5 cm 6500-7500,- CHF* Die fein gemalte Miniatur-Ikone besticht durch ihr überreiches Cloisonné-Email. Provenienz: Britische Privatsammlung

25 Deesis Russische Ikone, Ende 19. Jh. 22 x 44 cm 2500-3000,- CHF Die Ikone zeigt die unter dem Begriff „Deesis“ (=Fürbitte) bekannte Figurengruppe Christus, Maria und Johannes den Täufer. Christus hält ein Buch mit dem Text “Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid” (Matthäus 1,2), Johannes eine Schriftrolle mit der Aussage “Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünden trägt” (Johannes 1,29) und auf der Schriftrolle der Gottesmutter ist zu lesen: “Allgnädiger... erhöre das Gebet Deiner Dienerin und Mutter....”. Provenienz: Schweizer Privatsammlung

26 Deesis Russisches Triptychon, 19. Jh. 6,5 x 17,4 cm (geöffnet) 2500-3000,- CHF* Provenienz: Britische Privatsammlung


27 Christus Pantokrator Russische Ikone mit feuervergoldetem Silberoklad, Moskau 1895 Beschaumeister: Anatoly Artsibashov (1891-1896) Meister: Alexei Zavarkin (1896-1908) 31 x 26,5 cm, Kiot: 43 x 37 cm 3500-4500,- CHF* Auf der Rückseite des Kiots ist eine Plakette angebracht: „Für den geschätzten Direktor des Zolls von Mariupol Juri Iwanowitsch Zaporoschenko mit Wertschätzung von den Dankbaren des Zoll-Artel“ Provenienz: Amerikanische Privatsammlung


28 Verkündigung Russischer feuervergoldeter Silberoklad, Moskau 1836 Beschaumeister: Nikolay Dubrovin (1822-1855) Meister: „M.O.“ = unbekannter Meister 35 x 31 cm 800-1000,- CHF* Sehr schöner und prächtiger Oklad. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


29 Hl. Dreifaltigkeit (alttestamentlicher Typus) Russische Ikone, um 1600 (Vreska) 31 x 26,8 cm 12500 - 15000,- CHF* In Genesis 18,1-15 wird von der Gastfreundschaft Abrahams berichtet. Drei Wanderer, welche Abraham und Sara im Hain Mamre besuchen, werden von Abraham als Engel Gottes erkannt. Er läßt ihnen eine Mahlzeit bereiten, und sie prophezeien ihm die Geburt seines Sohnes Isaak. In der christlichen Auslegung wurden die drei Engel schon früh als Trinität gedeutet: Gottvater, Christus und Heiliger Geist. Auf der Ikone sind die drei Engel um einen Tisch gruppiert. Im Hintergrund ist mittig die Eiche von Mamre abgebildet. Ein Diener schlachtet ein Kalb, Sara bereitet -rechts im Bild- die Speise zu und Abraham bewirtet die Gäste. Die Ikone ist eine sehr gut erhaltene klassische Ikonenmalerei aus der Zeit um 1600, welche im 19. Jahrhundert aufgrund besonderer Wertschätzung zur Konservierung in ein zeitgenössisches Holz eingesetzt wurde. Provenienz: Britische Privatsammlung In den 1930ger Jahren verkauft über Mosgostorg, Moskau, Inv.Nr. 5280


30 Festtage Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh., mit feuervergoldetem Silberoklad, Moskau 1856 Beschaumeister: Andrey Kovalsky (1821-1856) Meister: „D.G.“ (?) in kursiv = unbekannter Meister 34,7 x 30 cm 7500-8500,- CHF* Die in Feinmalerei ausgeführte und sehr gut erhaltene Ikone hat um das Mittelfeld mit der Auferstehung und Hadesfahrt Jesu, dem orthodoxen Osterbild, sechzehn Festtagsbilder angeordnet: Geburt der Gottesmutter, Einführung Mariens in den Tempel, Hl. Dreifaltigkeit (alttestl. Typus), Verkündigung, Geburt Jesu, Darstellung Christi im Tempel, Taufe Jesu, Einzug in Jerusalem, Verklärung, Himmelfahrt Christi, Entschlafung der Gottesmutter, Auferweckung des Lazarus, Enthauptung des Johannes, Fest Kreuzerhöhung, Ausgiessung des Hl. Geistes (=Pfingsten) und Gottesmutter Pokrov. Oben mittig ist das Motiv „Eingeborener Sohn, Wort Gottes“ zu sehen. Die ausführliche und sich durch seltene Motive auszeichnende Festtagsikone wird durch den prachtvollen und sehr plastisch wirkenden Oklad noch besonders in ihrer Wirkung erhöht. Provenienz: Österreichische Privatsammlung


31 Kreuzigung Christi Russische Ikone mit feuervergoldetem Silberoklad, kurz nach 1800 Beschaumeister und Datum verschlagen (Loch) Meister: F.T. (in kyrillischen Lettern) = unbekannter Meister 30,7 x 25 cm 3000-3500,- CHF* Im Bildzentrum ist der gekreuzigte Christus zu sehen. Unterhalb des Kreuzes stehen links die Gottesmutter und Maria Magdalena, rechts sein Lieblingsjünger Johannes und der Hauptmann Longinus. Im Hintergrund ist die Stadtkulisse von Jerusalem dargestellt. Am Fuß des Kreuzes liegt in einer Höhle der Schädel Adams, da nach apokryphen Berichten das Kreuz Jesu genau über dem Grab Adams errichtet wurde. Für die Gläubigen bedeutet dies, daß mit dem ersten Adam der Tod kam, mit dem zweiten Adam (=Christus) die Erlösung. In den Ecken oben sind Sonne und Mond verbildlicht. Die Malerei ist eine zentralrussische Feinmalerei, welche erst jüngst vom alten Firniss gereinigt worden und sehr gut erhalten ist. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


32 Kreuzigung Jesu Russische Ikone auf Kupfer, datiert 1760, mit Silberbasma, Moskau 1814 Beschau- und Meistermarke verschlagen 26 x 20,2 cm 1200-1500,- CHF* Auf Metall oder Kupfer gemalte Ikonen sind selten und bei Sammlern sehr gesucht. Die Ikone, welche auf der INRI-Tafel mit der Jahreszahl 1760 datiert ist, lässt sich stilistisch und technisch einer Reihe von Werken im Malerdorf Palech zuordnen, welche unter dem Einfluss der westeuropäischen Kunst und der russischen akademischen Malerei entstanden sind. Siehe hierzu Haustein-Bartsch, Eva und Wachter, Felix (Hrsg.), Mythos Palech, Ikonen und Lackminiaturen, Recklinghausen 2010. Kat.nr. 63; Provenienz. Schweizer Privatsammlung


33 Anastasis (Hadesfahrt und Auferstehung Jesu) Russische Ikone, um 1650 31,5 x 27,5 cm 7500-8500,- CHF* Das Besondere an dieser sehr feingemalten Osterikone ist vor allem die ausführliche Schilderung der unterirdischen Tätigkeit Christi. Links unten ist der aufgerissene Rachen des fischähnlichen HadesUntiers ins Bild gesetzt, aus welchem Adam und weitere Altväter hervorkommen. Der von einer kreisrunden Gloriole umgebene Erlöser ist auf dieses Maul zugegangen und hat mit seiner linken Hand das linke Handgelenk Adams ergriffen. Mit seiner Rechten spendet er den Segen. In der Finsternis der Unterwelt ist der Kampf der Engel gehen Satan und die Dämonen dargestellt. Oberhalb der unterirdischen Höhle ist bildmittig wiederum der Gottessohn zu sehen. Hinterfangen von einer Rundaureole strebt er bereits aufwärts. Zu seinen Füßen entsteigen links und rechts Adam und Eva ihren Gräbern. Neben Eva bitten drei Frauen um Befreiung. Bei Adam befinden sich Johannes der Vorläufer, Abel und die beiden Könige David und Salomon. Gegenüber weist ein Engel Moses und weiteren Gerechten den Weg zum Himmelstor, vor welchem der Gute Schächer bereits wartet. Im himmlischen Jerusalem, oben mittig abgebildet, wird der Schächer von Henoch und Elias empfangen. Darüber ist die Hl. Dreifaltigkeit abgebildet, links davon Abraham, Isaak und Jakob. Eingerahmt ist die Szenerie der Hadesfahrt Jesu links von der Kreuzigung und Grablegung Christi und rechts vom Auferstandenen, den Salbenträgerinnen am Grabe und der Noli-me-tangere-Szene. Die sehr ausführlich erzählende Ikone ist von hoher Malqualität und sehr gut erhalten. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


34 Passion der Apostel Russische Ikone, um 1800 35,5 x 30,5 cm 2800-3000,- CHF* Die Ikone zeigt im Zentrum die Kreuzigung Jesu. Um dieses Mittelfeld sind zwölf Szenen angeordnet, welche die verschiedenen Martyrien der Apostel darstellen. Aufgrund verloren gegangener Inschriften sind die Apostel nicht immer zweifelsfrei identifizierbar. Nach der Überlieferung sind sie folgendermaßen ums Leben gekommen: Thomas wurde mit Lanzen durchbohrt, Matthäus mit einem Schwert erstochen, Jakobus d.Ä. gekreuzigt, Judas Thaddäus mit Pfeil und Bogen erschossen, Bartholomäus mit dem Kopf nach unten gekreuzigt, Simon gekreuzigt, Philipp mit dem Kopf nach unten gekreuzigt, Paulus enthauptet, Jakobus d.J. enthauptet, Andreas gekreuzigt und Petrus mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. Johannes wurde in siedendes Öl getaucht, starb aber eines natürlichen Todes. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung Publiziert in: Heutink, Joost und Loerke, Marc, Et resurrexit, Passie en opstanding op ikonen, Utrecht 2016, S. 174.


35 Hl. Sophia Russische Ikone, datiert 1841, mit Silberoklad, Moskau 1878 Beschaumeister: Ivan Kuzminin (1875-1895) Meister: erster Buchstabe verschlagen (Loch), vermutlich Pavel Shukyenikov (1875-1897) 33,2 x 27,5 cm 15000-17500,- CHF* Auf dem Thron sitzt die Göttliche Weisheit, ein himmlisches Wesen mit Flügeln und einem rötlichen Gesicht. Christus schwebt darüber. Die Gottesmutter und der hl. Johannes der Täufer stehen in Bitthaltung zu Seiten des Thrones. Ihnen beigesellt sind der hl. Johannes der Evangelist und der hl. Johannes Chrysostomos. Im Himmelsfirmament ist der segnende Gottvater dargestellt, welcher von Engeln verehrt wird. Das Motiv ist durch Bibelstellen, wie die Sprüche Salomons im Alten Testament (8,1ff.), entstanden: “Ehe Er (Gott) etwas schuf, war ich (die Göttliche Weisheit) da”. Das Motiv ist relativ selten auf Ikonen zu finden. Das Thema an sich ist aber sehr bekannt. Beispielsweise ist die berühmteste Kirche der östlichen Christenheit, die „Hagia Sophia“ zu Konstantinopel, der Göttlichen Weisheit geweiht. Ikone und der sehr fein gearbeitete Oklad sind mit der gleichen Inschrift versehen: „Gemalt wurde diese Ikone im Jahre 7349 (1841) im Monat Mai am 2.Tag (durch) den Eifer des Polyeukt Korol (Auftraggeber)“ Provenienz: Finnische Privatsammlung


36 Monat Juni Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 31,7 x 27 cm 1400-1600,- CHF Die Ikone stellt die Heiligen und Feste des Monats Juni vor. Neben der Szene der Geburt des hl. Johannes des Täufers und dem Festtag der beiden hl. Apostelfürsten Petrus und Paulus, welche allgemein als dem Juni zugehörig bekannt sind, fällt zunächst vor allem im ersten Bildfeld der unteren Reihe ein in einem Baum sitzender Heiliger auf. Es handelt sich um den hl. David von Thessaloniki, welcher in einem Mandelbaum wohnte und -so das Liturgikon der byzantinischen Kirche- von dort aus, wie ein zwitschernder Vogel, alle durch seine Rede erfreute. Provenienz:Sammlung Freifrau Helga von Mauchenheim, abgebildet in: Mauchenheim, Helga Freifrau von, Ikonen, Heilige Bilder der Ostkirche, Augsburt 1987, S. 191

37 Hl. Basilij, Bischof von Rjasan Russische Ikone aus der Werkstatt für Ikonostasen Nikolai I. Schukov (1884-1945), Rjasan 191… (letzte Ziffer nicht erhalten) 30,0 x 26,3 cm 600-700,- CHF* Der Heilige war Bischof von Murom. Als er aufgrund von Verleumdungen der Unzucht mit einem jungen Mädchen angeklagt wurde und verjagt werden sollte, begab er sich mit dem Gnadenbild der Gottesmutter aus der Kathedrale zum Fluss Oka. Er breitete seinen bischöflichen Mantel auf dem Wasser aus, stieg mit der Ikone darauf und fuhr damit, wie auf einem Floss, stromaufwärts nach Rjasan. Angesichts dieses Wunders wurde er von der dortigen Bevölkerung feierlich empfangen. Der Bischofssitz wurde in der Folgezeit von Murom nach Rjasan verlegt. Der Heilige wird als Patron bei Reisen verehrt. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


38 Polyptychon Griechische Arbeit, 18. Jahrhundert 6,6 x 4,8 cm (geöffnet 6,6 x 9,2 cm) 1500-2000,- CHF* Das silbern gefasste Polyptychon, welches sich wie ein Buch zusammenklappen lässt, zeigt - teilweise jedoch nur fragmentarisch erhalten – in gemalter Form folgende Heilige: Nikolaus, Apostel Andreas, Spyridon, Barbara, Petrus und Paulus. Zwei Felder sind mit Schnitzarbeiten des thronenden Christus und der thronenden Gottesmutter versehen. Ein in Form und gestalterischer Ausführung aussergewöhnliches Polyptychon, welches vom Auftraggeber sicherlich auf Reisen mitgeführt wurde. Provenienz: Britische Privatsammlung


39 Hl. Adrian von Poschechonje Russische Ikone, um 1850 26,5 x 22,2 cm 700-800,- CHF* Die Ikone zeigt den hl. Adrian vor einem Baum, in welchem eine Ikone der Entschlafung der Gottesmutter hängt. Auf einem Ast liegen ein Fisch und ein Laib Brot. Diese Darstellung nimmt Bezug auf eine Begebenheit im Leben des Heiligen, welcher zusammen mit dem hl. Leonid auf der Suche nach einem geeigneten Platz für ein Kloster eine von ihnen mitgeführte Ikone der Entschlafung der Gottesmutter vorübergehend in das Geäst einer Eiche bei Poschechonje (Governement Jaroslavl) stellte, um ungehindert durch die Gegend streifen zu können. Als sie abends erschöpft an diesen Platz zurückkehrten, hatten Fischer einen Fisch und ein Brot als Mahlzeit unter die Ikone gelegt. Daraufhin beschlossen sie, hier ein Kloster zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter zu gründen. Provenienz: Deutsche Privatsammlung

40 Hl. Nikolaus Russische Ikone, um 1900 22 x 17,7 cm 500-600,- CHF* Der Stempel auf der Rückseite besagt: I.F. Resunkov oder Lesunkov, Sabalkanski Prospekt, Haus 15 - St. Petersburg Provenienz: Deutsche Privatsammlung


41 Hl. Nikolaus Russische Ikone, Ende 19. Jh. mit Silberoklad, Moskau 1894 Beschaumeister: Lev Oleks (1890-1896) Meister: Hofjuwelier Khlebnikov 22 x 17,5 cm 15000-17000,- CHF* Ikonen aus der Manufaktur des Hoflieferanten Khlebnikov sind von hoher Qualität und sehr gesucht, zumal wenn diese mit CloisonnÊ-Email verziert sind. Provenienz: Italienische Privatsammlung


42 Hl. Arztpatron Pantelejmon Russische Ikone, um 1850 31 x 26,9 cm 400-500,- CHF* Nach der griechischen Überlieferung war Pantaleon der Sohn eines heidnischen Vaters und einer christlichen Mutter. Schon als Kind wurden seine Heilkräfte erkannt. Er wurde in der Arzneikunst ausgebildet und von einem weisen Priester namens Hermolaos bekehrt und getauft. Als er im Beisein seines Vaters durch Anrufung Christi einen Blinden sehend machte, bekehrte sich auch der Vater. Kaiser Maximian wählte sich ihn als Leibarzt. Als Pantaleon versuchte, die Frau des Kaisers zu bekehren, wurde das Gespräch belauscht. Der Heilige wurde daraufhin beim Kaiser denunziert, verhaftet und angeklagt. Seine Standhaftigkeit im Glauben konnte jedoch durch Geißelung, Gebranntwerden, Hunger und andere Martern nicht erschüttert werden. Schließlich wurde er enthauptet. Die Verehrung Pantaleons begann schon im 4. Jahrhundert. Die Ostkirche verehrt ihn als Großmärtyrer. Er wird den heiligen Ärzten zugezählt. Im Jahre 550 ließ Kaiser Justinian ihm zu Ehren in Konstantinopel eine Kirche bauen. Seit dem Mittelalter wird er im Abendland als einer der 14 Nothelfer angerufen. In der Übersetzung bedeutet sein Name der „Allerbarmer“. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


43 Hl. Kuksha, Hl. Makarij Russische Ikone, um 1900 31,2 x 26,5 cm 800-900,- CHF* Der hl. Kuksha war Mรถnch des Kiever Hรถhlenklosters. Als Missionar verbreitete er den christlichen Glauben in Nordost-Russland. Hiervon waren nicht alle begeistert. Gegnerische Heiden lockten ihn in einen Hinterhalt, folterten und ermordeten ihn. Der hl. Makarij war ebenfalls Mรถnch de Kiever Lavra. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


44 Hl. Alexander Nevskij und Hl. Paraskeva Russische Ikone, Mstera, um 1900 31 x 26,3 cm 5000-6000,- CHF* Die sehr fein gemalte Ikone kann dem Malerdorf Mstera zugeordnet werden. Charakteristisch ist die ßppige Verwendung des Goldes auf den Gewändern, die spezielle Gestaltung des Hintergrundes und stilistisch die Orientierung an Ikonen aus der Zeit vor den Reformen des Patriarchen Nikon aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, wie es gerade altgläubige Kunden bevorzugten. Provenienz: Britische Privatsammlung


45 Hl. Philotea von Curtea de Arges Rumänische Ikone, Ende 19. Jh., mit Messingoklad, datiert 1896 26 x 20,5 cm 600-700,- CHF*

Die hl. Philothea stammte aus einer reichen Familie in Kleinasien und führte ein sehr religiöses Leben. Nach ihrem Tod liess der bulgarische Zar Johannes Kalojan (1197-1207) ihre Reliquien in seine Hauptstadt Tirnowo überführen. Zwischen 1396 und 1404 wurden ihre Reliquien ins rumänische Curtea de Arges übertragen. Hier entwickelte sich eine eigene Legende, nach welcher Philothea aus einer einfachen Bauernfamilie der Gegend von Tirnowo entstammte. Ihre Mutter starb früh, ihr Vater heiratete erneut. Die Stiefmutter quälte das Kind sehr. Doch das Mädchen war sehr fromm und ertrug alles. Als sie 12 Jahre alt war, ertappte ihr Vater sie, wie sie das für ihn bestimmte Essen an Arme verteilte. Erbost schlug er sie mit einer Hacke so heftig, dass sie starb. Er wollte ihren Leib verstecken, doch dieser liess sich nicht von der Stelle bewegen. Daraufhin stellte er sich den Behörden. Auch Priestern gelang es nicht, den Leichnam zu bergen. In der Hoffnung auf ein Zeichen, begannen sie Namen grosser Heiligtümer aufzuzählen. Als die Kirche von Curtea de Arges genannt wurde, konnte ihr Leib angehoben und dorthin gebracht werden – eine der grössten Wallfahrten Rumäniens entstand. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


46 Hl. Seraphim Griechische Ikone, 19. Jh. 27 x 22 cm 600-700,- CHF* Der Heilige war Abt des Klosters im griechischen Korona und seit 1587 Erzbischof von Phanarion. 1601 starb er nach grausamen Qualen durch moslemische Folterer. Auf der Ikone thront der Heilige als Bischof. Zu seinen Füssen liegt die Personifikation des Bösen, die er durch das Festhalten am christlichen Glauben und seinen Märtyrertod überwunden hat. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung


47 Hl. Seraphim von Sarov Russische Ikone mit Silberoklad, Moskau nach 1903 Meister: „N.E.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 31 x 27 cm 1300-1500,- CHF* Der hl. Seraphim von Sarov (1759-1833) ist einer der bekanntesten Heiligen der Russisch-Orthodoxen Kirche, obwohl diese sich lange gegen eine Verehrung wehrte. Erst unter dem Druck des Zaren Nikolaus II. und seiner Frau Alexandra wurde er im Jahre 1903 heiliggesprochen. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung


48 Hl. Arztpatrone Kosmas, Damian und Agrippina Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh. mit Silberoklad, St. Petersburg 1873 Beschaumeister:“I.E.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister Meister: Agathon Gudkov (1871-1874) 20 x 15 cm 600-700,- CHF* Die beiden Zwillingsbrüder Kosmas und Damian wurden in Syrien geboren und sind im Jahre 303 in Kilikien aufgrund ihres christlichen Glaubens umgebracht worden. Als Ärzte hatten sie Kranke unentgeltlich behandelt und auch zum Christentum bekehrt. Die hl. Agrippina von Rom starb Mitte des 3. Jahrhunderts den Märtyrertod und wurde in Sizilien beigesetzt. An ihrem Grab kam es zu vielen Wunderheilungen. Provenienz: Deutsche Privatsammlung

49 Hl. Olga Russische Ikone auf Metall mit Silberoklad, St. Petersburg um 1900 Meister: Nikolai Vladimirov (1898-1917) 9,1 x 7,5 cm 2800-3300,- CHF* Auf Metall gemalte Ikonen sind bei Sammlern sehr beliebt. Provenienz: Amerikanische Privatsammlung


50 Hl. Anna von Kashin Russische Ikone, um 1909 35,3 x 30,5 cm 1200-1500,- CHF* Die hl. Anna von Kashin (um 1280-1368) war mit Fürst Michail von Tver verheiratet. Nachdem ihr Mann und auch ihre Söhne, abgesehen von dem Jüngsten, in den Auseinandersetzungen mit der Goldenen Horde ums Leben gekommen waren, trat sie ins Kloster ein. Aufgrund ihres religiösen Lebens und einiger Wunder wurde sie 1649 heiliggesprochen. Da sie jedoch besonders von den Altgläubigen verehrt wurde, erkannte Patriarch Joachim von Moskau ihr 28 Jahre später diesen Status wieder ab. Am 12. Juni 1909 wurde sie erneut von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen. Provenienz: Deutsche Privatsammlung


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