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Galerie Moenius

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Ausgewählte russische und griechische Ikonen des 16. bis frßhen 20. Jahrhunderts Auktion am 1. April 2017 in Worb/Schweiz


Impressum: Galerie Moenius AG Sitz: Dunantstr. 84 3074 Muri b. Bern Schweiz Geschäfts- & Auktionsräume: Bollstr. 61 3076 Worb Schweiz Telefon: +41 31 8324753 Fax: +41 31 8324765 info@galerie-moenius.ch www. galerie-moenius.ch UID: CHE-379.851.270 Geschäftsführer: Dr. Marc-O. Loerke Reproduktionen & Artwork: Patrick Reinig Photography, Regensburg, Deutschland www.patrick-reinig.com

Anreise zu den Auktionsräumen in Worb: Anreise mit Bahn: Vom Hauptbahnhof Bern zum RBS (Oranges Bähnli) nach Worbboden. Fahrplan siehe rbs.ch. Nach dem Ausstieg auf die andere Seite wechseln, den Fußgängerweg in Fahrtrichtung ca. 100 m weiter gehen, beim Kreisel auf die andere Straßenseite gehen in Richtung „Brunnenpark“. Dahinter in der Nähe des Autohändlers SsangYong befindet sich das Gewerbehaus (Fußweg insgesamt ca. 5 min). Anreise mit Flugzeug: Der Flughafen Bern / Belp ist ungefähr 15 min entfernt. Wenn Sie rechtzeitig, d.h mindestens 24 Stunden vorher, Ihre Ankunft ankündigen, organisieren wir für Sie den Transfer zu unseren Auktionsräumen. Anreise mit dem Auto: Ausfahrt Muri auf der Autobahn 6, dann Richtung Worb. Vor Worb am Kreisel die dritte Ausfahrt nehmen, am nächsten Kreisel die zweite Ausfahrt in Richtung Boll, dann am letzten Kreisel die erste Ausfahrt. Nach ca. 100 m links abbiegen zum Besucherparkplatz des Gewerbehauses Worbboden.


A

uktion

Ausgewählte russische und griechische Ikonen des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts

am Samstag, 1. April 2017, um 14 Uhr

Vorbesichtigung: Mittwoch, 29. März – Freitag, 31. März: 11 - 17 Uhr Samstag, 1. April: 11 bis 14 Uhr in der Galerie Moenius AG Gewerbehaus Worbboden Bollstr. 61, Gebäude B, 2 OG. 3076 Worb Schweiz

Galerie Moenius AG Telefon: +41 31 8324753 | Fax: +41 31 8324765 info@galerie-moenius.ch | www. galerie-moenius.ch


Sehr geehrte Kunstinteressierte, es ist ein spannendes, aufregendes und äußerst unterhaltsames Erlebnis, Kunst auf einer Auktion zu ersteigern. Dem erfolgreichem Bieter beschert es zudem Freude und Genuss. Doch vielen Interessierten stellen sich anfangs Fragen, welche nachfolgend in einer kleinen einleitenden Auswahl beantwortet werden. Wer darf teilnehmen? Jeder darf und kann an einer Auktion teilnehmen. Beim ersten Mal gilt es lediglich die eigene Hemmschwelle zu überwinden. Es empfiehlt sich, die Abbildungen im Katalog zu studieren, wenn möglich, die Objekte in der Vorbesichtigung zu betrachten und sich dann ein Limit für ein Höchstgebot zu setzen. Welche Möglichkeiten der Teilnahme gibt es? • Vor Ort im Auktionssaal: Am Empfang erhalten Sie eine Bieternummer, welche Sie mit auf Ihren Platz im Auktionssaal nehmen. Ruft der Auktionator ein Objekt auf, welches Sie ersteigern möchten, dann geben Sie Ihr Gebot ab, indem Sie ihre Bieterkarte so hoch heben, daß diese vom Auktionator gesehen wird. Hat der Auktionator das Objekt beispielsweise für 1000,- CHF aufgerufen und Sie haben Ihre Karte gezeigt, dann haben Sie ein Gebot zu diesem Preis abgegeben. Wird kein weiteres Gebot eingereicht, dann erhalten Sie den Zuschlag. Werden Sie von einem anderen Bieter überboten, können Sie entweder so lange weiter steigern, bis Sie das Objekt ersteigert haben oder mit dem Bieten aufhören, wenn Ihnen der Preis zu hoch ist. • Schriftlich über ein Gebotsformular: Im Katalog ist ein Gebotsformular enthalten, welches Sie ausschneiden und per Fax oder Brief an das Auktionshaus senden können. Alternativ können Sie sich dieses Formular auch auf unserer Homepage herunterladen und ausdrucken. Hier tragen Sie die Objektnummer, eine Kurzbeschreibung und das Höchstgebot ein. Das Höchstgebot bedeutet jedoch nicht, daß Ihnen das Objekt zu diesem Preis zugeschlagen wird. Gibt es keine Gegenbieter erhalten Sie es beispielsweise zum Ausrufspreis, also wesentlich günstiger. • Im Internet auf unserer Homepage: Der Katalog ist auch auf unserer Website www.galerie-moenius.ch. zu finden. Hier können Sie sich online registrieren und Ihre Gebote abgeben. • Telefonisch: Auf dem Gebotsformular oder auch im Internetkatalog können Sie angeben, dass Sie telefonisch mitbieten möchten. Wenn Sie Ihre Telefonnummer hinterlassen, werden Sie während der Auktion angerufen. Wichtig ist hier jedoch, dass Sie erreichbar sind, da der Zeitrahmen, in dem ein Objekt aufgerufen wird, nur sehr knapp bemessen ist. Einen Anspruch, dass Sie erreicht werden, haben Sie nicht und dieser wird vom Auktionshaus auch ausgeschlossen. • Live im Internet: Auf unserer Website können Sie sich auch für ein Live-Mitbieten anmelden. Sie können dann die gesamte Auktion live verfolgen und durch das Klicken auf den „Biet-Button“ ihr Gebot abgeben. Welche Kosten entstehen? Die Teilnahme an einer Auktion ist kostenlos. Wer die Auktion nur verfolgt und nichts ersteigert, muß auch nichts zahlen. Erhalten Sie den Zuschlag, so kommt zum Zuschlagspreis zu-


nächst noch das Aufgeld hinzu. In den Versteigerungsbedingungen ist die Höhe angegeben, in dieser Auktion beträgt es 20%. Haben Sie live online mitgeboten, so verlangt der Anbieter der Live-Auktionen eine Gebühr von 3%-5% auf den Zuschlagspreis. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer, in der Schweiz beträgt diese 8%. Diese wird entweder auf das Aufgeld und die Gebühr für die Live-Auktion erhoben oder, wenn das Objekt mit einem * gekennzeichnet ist, auf die gesamte Summe aus Zuschlagspreis, Aufgeld und eventuell der Gebühr für die Live-Auktion. Bei der Ausfuhr ins Ausland kann die Mehrwertsteuer auf den Zuschlagspreis erstattet werden. Bedingung hierfür ist jedoch, daß die Ausfuhrdeklaration rechtsgültig abgestempelt ist und dem Auktionshaus nachgewiesen wird. Welche Pflichten hat der Ersteigerer? Als Bieter erkennt der Ersteigerer die Versteigerungsbedingungen vorbehaltlos an. Der Bieter, welcher vom Auktionator den Zuschlag erhält, muß das Objekt samt allen Gebühren, wie Aufgeld und Mehrwertsteuer bezahlen. Er muss die Ware abholen oder sich um den Versand kümmern bzw. das Auktionshaus schriftlich bitten, das ersteigerte Objekt zu versenden. Gibt es eine Sicherheit bezüglich der Echtheit: • Das Auktionshaus erstellt die Angaben im Katalog nach bestem Wissen und Gewissen. Teilweise werden auch Experten hinzugezogen. Doch es kann immer zu Fehleinschätzungen kommen, weshalb ein Auktionshaus nie eine Haftung dafür übernehmen wird. • Bei Fälschungen, welche nicht vor 1900 entstanden sind und als solche von der Mehrzahl der Experten anerkannt werden, erklären sich die meisten Auktionshäuser binnen einer bestimmten Frist bereit, das Objekt zurückzunehmen und den Zuschlagspreis, das Aufgeld und die Mehrwertsteuer zu erstatten. Die Galerie Moenius AG hat diese Frist auf 8 Wochen nach Auktionsende festgelegt. • Grundsätzlich ist der Bieter dazu angehalten, das Objekt selbst bei der Vorbesichtigung zu begutachten oder geeignete Experten hinzuzuziehen. Wie kann ein ersteigertes Objekt aus der Schweiz ausgeführt werden? • Wer die Zollformalitäten nicht selbst erledigen möchte, kann das Auktionshaus um die Adresse einer geeigneten Spedition bitten. • Abgesehen vom Versand von zerbrechlichen Objekten oder verglasten Bildern kümmert sich auch die Galerie Moenius AG sehr gerne um den Versand und die Verzollung. Hierfür fallen dann neben den Versandkosten noch Gebühren für Verpackung und Zoll an. Diese Fragen und Antworten stellen eine kurze Anleitung rund um die Versteigerung dar, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind nicht rechtsverbindlich. Die Versteigerungsbedingungen enthalten die genauen Bestimmungen. Wir wünschen Ihnen viel Freude an unserer Auktion!! Mit herzlichen Grüßen Ihre Galerie Moenius AG


Versteigerungsbedingungen Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den folgenden Versteigerungsbedingungen: I. Grundsätzliches: Galerie Moenius AG versteigert Objekte im Auftrag, im Namen und auf Rechnung der Einlieferer, die ungenannt bleiben. Die im Katalog angegebenen Preise sind Schätzpreise. Der Aufrufpreis ist der untere Schätzpreis. Die Währung ist CHF. Der vom Versteigerer anerkannte Höchstbietende erhält den Zuschlag. Mit dem Zuschlag erlischt die Gewährspflicht der Galerie Moenius AG. Der Ersteigerer erhält das zugeschlagene Objekt erst nach erfolgter Bezahlung in bar, per Bank bestätigtem Scheck oder gebuchter Überweisung. Die Versteigerung wird von einem Notar aus dem Kanton Bern begleitet, der ein Ergebnisprotokoll erstellt und bei Streitigkeiten über Gebote, Zuschläge oder Auktionsablauf sofort und definitiv entscheidet. II. Zahlung: Der Käufer muss neben dem Zuschlagspreis noch das Aufgeld bezahlen. Dieses beträgt 20 %. Erfolgt der Zuschlag durch eine „Live-Auktion“, d.h. hat der Käufer live online mitgeboten, wird der vom Anbieter bei der Registrierung vom Bietenden bestätigte Aufpreis von 3% oder 5% auf den Zuschlagspreis berechnet. Zum Aufgeld und dem eventuell zu bezahlendem Aufpreis bei einer Live-Auktion kommt noch die schweizerische Mehrwertsteuer von 8% hinzu. Bei Objekten, welche mit einem * bezeichnet sind, wird die Mehrwertsteuer auf den Zuschlagspreis, das Aufgeld und den eventuell zu bezahlenden Aufpreis bei einer Live-Auktion berechnet. Käufer, welche ihre Objekte ordnungsgemäß und rechtsgültig ausführen, erhalten die Mehrwertsteuer auf den Zuschlagspreis unter Nachweis der rechtsgültig abgestempelten Ausfuhrdeklaration zurück. Der Ersteigerer erklärt sich damit einverstanden, dass der Versteigerer auch vom Einlieferer eine prozentuale Vergütung erhält. Bei Zahlungsverzug des Ersteigerers hat die Galerie Moenius AG die Inkasso-Legitimation und -Vollmacht. Achtung: Bar-Zahlungen sind nur bis zu einer Höhe von 10.000,- CHF möglich! III. Gewährleistung: Die zu versteigernden Objekte sind gebraucht. Ihr Erhaltungszustand wird nicht dokumentiert. Die Gegenstände können vor der Auktion besichtigt und begutachtet werden. Sie werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Die Beschreibungen und Abbildungen im Katalog sind nach besten Wissen und Gewissen erstellt, dienen jedoch nur der Information. Galerie Moenius AG übernimmt keine Haftung für die Angaben im Katalog. Bei Fälschungen, welche nicht vor 1900 entstanden sind und als solche von der Mehrzahl der Experten bestätigt werden, erklärt sich die Galerie Moenius AG freiwillig und ohne rechtliche Verpflichtung binnen 8 Wochen nach Auktionsende bereit, das Objekt zurückzunehmen und den Zuschlagspreis, das Aufgeld und die Mehrwertsteuer zu erstatten. IV. Auktionsteilnehmer: Vor Gebotsabgabe muss jeder Bieter seine Personalien angeben, um eine Bieternummer zu lösen. Bieter, die persönlich nicht bekannt sind, müssen sich mit offiziellem Identitätsausweis legitimieren. Galerie Moenius AG kann verlangen, dass Bankreferenzen beigebracht werden und Sicherheiten, wie eine Kreditkarte hinterlegt werden. Alle Gebote gelten als vom Bieter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung abgegeben. Möchte ein Bieter im Namen eines anderen Gebote abgeben, muss er dies

unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht und Nennung von Namen und Anschrift des Vertretenen 24 Stunden vor Auktionsbeginn mitteilen. Der Stellvertreter haftet solidarisch mit dem Vertretenden für die Erfüllung der Verbindlichkeiten. Galerie Moenius AG kann nach eigenem Ermessen eine Person von der Auktion ausschließen und ihr den Zutritt zu den Geschäftsräumen verweigern. V. Versteigerung: Der Versteigerer behält sich das Recht vor, während der Versteigerung Nummern des Katalogs zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge aufzurufen oder zurückzuziehen. Er kann den Zuschlag unter Vorbehalt erteilen oder auch verweigern. Wenn ein Gebot übersehen wurde oder Uneinigkeit über den Zuschlag besteht, kann er den Zuschlag zurücknehmen und das Objekt erneut aufrufen. Die Abgabe eines Gebots ist eine verbindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder vom Versteigerer abgelehnt wird. Bei Zuschlag unter Vorbehalt, bleibt der Bieter noch 14 Tage an sein Gebot gebunden. Doppelgebote sind sofort zu reklamieren und werden sofort wieder aufgerufen. Geben mehrere Bieter das gleiche Gebot ab, entscheidet das Los. Das schriftliche Gebot hat jedoch Vorrang, beim telefonischen Doppelgebot wird der persönlich anwesende Bieter bevorzugt. In allen Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung. Ein Recht auf Annahme eines Gebots besteht nicht. Jede Haftung für nicht berücksichtigte Gebote aller Art sowie für nicht erreichte oder nicht berücksichtigte Telefonbieter wird von der Galerie Moenius AG abgelehnt. VI. Abholung und Versand: Die ersteigerten Objekte müssen vom Käufer innerhalb von 14 Tagen abgeholt werden. Während oder gleich im Anschluss an die Auktion können die Objekte nur herausgegeben werden, wenn sie vollständig in bar oder mit Bank bestätigtem Scheck VI. bezahlt wurden. Bar-Zahlungen sind nur bis zu einer Höhe von 10.000,- CHF möglich! Die in diesem Rahmen ausgestellten Rechnungen bedürfen der Nachprüfung. Irrtum bleibt vorbehalten. Innerhalb der Frist von 14 Tagen nach Auktionsende haftet die Galerie Moenius AG für Beschädigung, Zerstörung oder Diebstahl bezahlter Objekte, jedoch nur bis zur Höhe des Zuschlagspreises, Aufgeldes und Mehrwertsteuer. Nach dieser Frist haftet die Galerie Moenius AG dafür nicht mehr, der Käufer muss sich dann um eine entsprechende Versicherung kümmern. Für Rahmen und Glas wird grundsätzlich nicht gehaftet. Versandwünsche müssen schriftlich angemeldet werden. Galerie Moenius AG wird sich bemühen, diesen zu entsprechen oder auf geeignete Versender hinweisen. Eine Haftung für Transportschäden wird abgelehnt. VII. Verschiedenes: Auktionsergebnisse und Abbildungen dürfen von der Galerie Moenius AG herausgegeben und publiziert werden. Abbildungen von Objekten dürfen zu Werbezwecken verwendet werden. Es ist ausschließlich Schweizer Recht anwendbar. Sollte eine der vorstehenden Bedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Gültigkeit der Übrigen davon unberührt. Änderungen der Versteigerungsbedingungen bedürfen der Schriftform, mündliche Nebenabsprachen bestehen nicht. Versteigerungsort sind die Geschäftsräume der Galerie Moenius AG, Bollstr. 61, CH-3076 Worb Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist Bern.


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Mit den im Katalog abgedruckten allgemeinen Versteigerungsbedingungen erkläre ich mich einverstanden. Alle Gebote verstehen sich in CHF.

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I agree to the terms and conditions printed in the auction catalogue. All bids are in CHF.

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001 *Hl. Prophet Elias Russische Ikone, 2. Hälfte 18. Jh. 98 x 50 cm 2500 - 3500,- CHF Die aus einer Ikonostase stammende Ikone zeigt den hl. Propheten Elias in Ganzfigur. Elias war ein biblischer Prophet, der im zweiten Viertel des 9. Jh. v. Chr. im Nordreich Israel wirkte. Sein Name bedeutet „Mein Gott ist der Herr“. Der Text auf der Schriftrolle zitiert die Bibelstelle 1 Kg 19,10: „Leidenschaftlich eiferte ich für den Herrn, Gott, den Allherrscher.“ Von allen Propheten wird Elias in den Ostkirchen am meisten verehrt. Er ist der für das Wetter zuständige Heilige sowie der Schutzpatron gegen Feuergefahr und Blitzschlag. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

002 *Hl. Prophet Aaron Russische Ikone, 2. Hälfte 17. Jh. 50,5 x 37 cm 3500 - 4500,- CHF Nach biblischer Überlieferung ist Aaron der Bruder des Moses, dessen Sprecher er bei dem israelitischen Befreiungs- und Gesetzgebungswerk war. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

001 A *Hl. Prophet Elias mit Vita Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 40 x 35 cm 900 - 1200,- CHF Auf der Ikone sind verschiedene Ereignisse im Leben des Elias, welche biblisch belegt sind, abgebildet. Mittig links verbirgt sich Elias vor dem gottlosen König Ahab in einer, in der Wüste gelegenen Höhle. Ein Rabe ernährt ihn. (1 Kön. 17,2ff.) Links unten ist der Prophet schlafend in der Wüste zu sehen. Ein Engel weckt ihn und befiehlt ihm: „Steh auf und iß!“ (1 Kön. 19,5) Daneben gelangen Elias und sein Schüler Elisäus an den Jordan. Elias schlägt mit seinem Mantel auf die Wellen, das Wasser teilt sich und die beiden gelangen trockenen Fußes auf die andere Seite. (2 Kön. 2,7f.) Rechts oben steigt Elias mit einem von Rössern gezogenen und von einem Engel gelenkten Feuerwagen in den Himmel auf. Seinen Mantel wirft er nach unten, wo ihn Elisäus auffängt. (2 Kön. 2,11) GottVater erteilt links oben seinen Segen. Ikonographisch interessante Vita-Ikone des hl. Propheten Elias! Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


003 *Hl. Dreifaltigkeit (alttestamentlicher Typus) Russische Ikone, um 1700 31,5 x 28 cm 1300 - 1600,- CHF In Genesis 18,1-15 wird von der Gastfreundschaft Abrahams berichtet. Drei Wanderer, welche Abraham und Sara im Hain Mamre besuchen, werden von Abraham als Engel Gottes erkannt. Er läßt ihnen eine Mahlzeit bereiten, und sie prophezeien ihm die Geburt seines Sohnes Isaak. In der christlichen Auslegung wurden die drei Engel schon früh als Trinität gedeutet: Gottvater, Christus und Heiliger Geist. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

005 *Hl. Dreifaltigkeit (westlicher Typus) Russische Ikone, um 1700 27,2 x 22,5 cm 2000 - 2500,- CHF Diese Darstellung der hl. Dreifaltigkeit, welche vom Abendland übernommen wurde, ist in der orthodoxen Ikonographie seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich, erreichte in Russland aber nicht die Popularität des alttestamentlichen Typus. Provenienz: Sammlung Freifrau Helga von Mauchenheim, abgebildet in: Mauchenheim Helga Freifrau von, Ikonen, Heilige Bilder der Ostkirche, Augsburg 1987, S. 150.

006 *Hl. Sophia Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 19,5 x 18,5 cm 1000 – 1400,- CHF 004 *Hl. Dreifaltigkeit (alttestamentlicher Typus) Russische Ikone, um 1900 22,5 x 17 cm 400 – 600,- CHF

Auf dem Thron sitzt die Göttliche Weisheit, ein himmlisches Wesen mit Flügeln und einem rötlichen Gesicht. Der segnende Christus schwebt darüber. Die Gottesmutter und der hl. Johannes der Täufer stehen in Bitthaltung zu Seiten des Thrones. Im Himmelsfirmament verehren vier Engel den leeren, für das Jüngste Gericht bereitgestellten Thron Christi, die sogenannte Etimasia.

Provenienz: Britische Privatsammlung

Provenienz: Bayerische Privatsammlung


007 *Gottesmutter von Tichvin Russische Ikone, um 1900, mit Silberoklad, Moskau 1908-1917 Meister: „N.G.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 27 x 22,5 cm 1200 – 1400,- CHF Die Gottesmutter von Tichvin zählt zu den am meisten verehrten und demzufolge auch sehr oft gemalten Marienikonen Russlands und wird bei erkrankten Kindern um Hilfe gebeten. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

008 *Gottesmutter Iverskaja Russische Ikone, um 1900, mit Silberoklad, Moskau 1891 Beschaumeister: Anatoly Artsibashov (1891-1896) Meister: Anton Chyevarzin (1853-1897) 22,2 x 17,8 cm (Kiot: 34 x 29,5 cm) 1000 – 1300,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

009 *Gottesmutter von Kasan Russisches Triptychon, 1. Hälfte 19. Jh. 9,9 x 12,5 cm (im geöffnetem Zustand) 700 – 900,- CHF Der linke Flügel zeigt oben den Erzengel Michael, darunter den hl. Hauptmann Loginus und den hl. Diakon Laurentius. Auf dem rechten Flügel ist oben der Erzengel Gabriel dargestellt, darunter der hl. Diakon Stephanus und der hl. Menas. Provenienz: Britische Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


010 *Gottesmutter des Zeichens (Známenie) Russisches Triptychon, Ende 18. Jh. 14,3 x 19 cm (im geöffnetem Zustand) 1400 – 1600,- CHF Provenienz: Britische Privatsammlung Christies, Greek and Russian Icons, 1 May 1975, Lot 312

011 *Gottesmutter von Smolensk Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 22,5 x 18,5 cm 600 – 800,- CHF Am Rand sind der hl. Sebastian und die hl. Märtyrerin Nathalia abgebildet. Provenienz: Britische Privatsammlung

012 *Gottesmutter Feodorovskaja Russische Ikone, um 1900 17,5 x 14 cm 400 – 600,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


013 *Gottesmutter „Bürgin für die Sünder“ und Hl. Familie Russische Ikonen, spätes 19. Jh. 17,8 x 13,3 cm und 8,8 x 7,3 cm (mit Rahmen 12,8 x 12,1 cm) 100 – 200,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

014 A *Gottesmutter Pochaevskaja Russische Ikone, um 1900 13,2 x 11 cm ► 400 – 500,- CHF

Nach der Legende erschien im Jahre 1340 die Muttergottes in Pochaev zwei Einsiedlern und einem Hirten auf einem Felsen und hinterließ ihren Fußabdruck. Auf der Rückseite handelt es sich um den Weihestempel des Klosters von Pochaev. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

014 *Gottesmutter Bogolubskaja Russische Ikone, 19. Jh. 8,7 x 7 cm 100 – 150,- EUR Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

015 *Gottesmutter Donskaja Russische Ikone mit Silber► oklad, 18. Jh. 10 x 8,3 cm 500 – 700,- CHF Am Rande sind der hl. Apostel Lukas und der hl. Sebastian abgebildet. Die Ikone weist keine Silberstempel auf, d.h. sie wurde in einer vom Stempelzwang befreiten Werkstätte angefertigt, wie es beispielsweise für große Klöster üblich war. Provenienz: Österreichische Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


016 *Gottesmutter Iverskaja Russische Ikone, um 1900, mit Silberoklad, Moskau 1896-1908 Meister: Alexei Zavarkin (1896-1908) 18 x 14,5 cm 500 – 600,- CHF Provenienz: Britische Privatsammlung

017 *Gottesmutter Eletskaja Russische Ikone, um 1900, mit vergoldetem Silberoklad (507 g), Moskau 1896-1908 Meister: Sergei Zharov (1899-1908) 26,7 x 22,5 cm 3000 – 4000,- CHF Die Gottesmutter Eletskaja (manchmal auch Eleckaja in der Literatur genannt) ist äußerst selten als eigenständige Ikone gemalt worden. Die Urikone, welche 1395 als Palladium zur Abwehr der Truppen des Tamerlan mit in die Schlacht geführt wurde, ist das Gnadenbild von Jelez. Unten ist das Titulusschild durch zwei rote Steine ersetzt worden. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


018 *Gottesmutter Vlachernskaja Russische Ikone, Ende 19. Jh. 31,3 x 26 cm 200 – 400,- CHF

019 *Gottesmutter Iverskaja Russische Ikone, Ende 19. Jh. 31 x 26,5 cm 300 – 400,- CHF

Die Ikone ist benannt nach einer Ikone aus dem Blachernen-Palast in Konstantinopel, die durch den Protosynkellarios Gabriel des Patriarchen von Jerusalem im Jahre 1653/54 als Geschenk an den Zaren nach Moskau kam.

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

020 *Gottesmutter von Smolensk Russische Ikone, um 1800 34,5 x 30 cm 1200 – 1400,- CHF

021 *Gottesmutter von Tschenstochau Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 36 x 30 cm 1000 – 1400,- CHF

Provenienz: Bayerische Privatsammlung

Provenienz: Bayerische Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


022 *Gottesmutter Iverskaja Russische Ikone, um 1900, mit vergoldetem Silberoklad (477 g), Moskau 1896-1907 Meister: Stempel schwer lesbar, vermutlich „A.G.“ in kyrillischen Lettern: möglicherweise Alexander Golovin 31,5 x 27 cm 7500- 8500,- CHF Dargestellt ist die Gottesmutter Portatissa vom georgischen Iviron-Kloster auf dem Berg Athos. Über die Ur-Iverskaja, eine ikonographische Variante der Gottesmutter Hodigetria, wird in einer Legende folgendes erzählt: „Zur Zeit des Bilderstreits im 8. Jh. hatte eine fromme Witwe das Bild in ihrem Haus verborgen. Als die Spione des bilderfeindlichen Kaisers das Versteck aufspürten, warfen sie das hl. Bild ins Meer, wo es, aufrecht im Wasser stehend, davon schwamm und 70 Jahre später an der Küste vor dem Kloster Iviron erschien. Die Mönche sahen eine Feuersäule auf den Wellen, konnten aber das Bild trotz vieler Mühen nicht bergen. Vom Bild her rief nun eine wunderbare Stimme, daß der Einsiedler Gabriel aus seiner Höhle kommen möge; denn nur von ihm wolle es sich hereinholen lassen. Die Mönche brachten dann mit Hilfe des Eremiten das Bild an Land und stellten es in der Kirche auf; Jedes Mal aber wurde es am Morgen darauf über der Pforte des Klosters gefunden. Die Muttergottes teilte dann dem Einsiedler Gabriel mit, man möge ihr eine Kapelle unter dem Tor erbauen; denn, so sagte sie, „nicht ihr bewacht mich, sondern ich behüte euch.“ Eine Replik des Gnadenbilds kam 1648 in die Zarenresidenz nach Rußland und wird seitdem dort verehrt. Zahlreiche Ikonen der Gottesmutter Iverskaja wurden in der Folgezeit gemalt. Provenienz: Britische Privatsammlung


023 *Gottesmutter des Zeichens (Známenie) Russische Ikone, um 1700 31 x 27 cm 900 - 1200,- CHF

024 *Gottesmutter Feodorovskaja Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 32 x 27,5 cm 250 – 350,- CHF

Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

Der Heilige links ist der hl. Dionysius Areopagita. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

025 *Vier Gottesmutter-Darstellungen Russische Ikone, um 1850 26,5 x 22,5 cm 700 – 900,- CHF Abgebildet sind die Sujets der Gottesmutter „Lindere meinen Kummer“,„Fürsprecherin der Verlorenen“,„Labsal der Leidenden“ und „Erweichen der harten Herzen“. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

027 *Gottesmutter Iverskaja ► und Gottesmutter „Freude aller Leidenden mit den Münzen“ Russische Finifti (Rostov), 19. Jh. 5,8 x 5,1 cm und 7 x 5,8 cm 250 – 350,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

026 *Gottesmutter vom Kiever Höhlenkloster (Petscherskaja) Russisches Finifti, 19. Jh. ► 6 x 4,5 cm (mit Rahmen: 9,5 x 8 cm) 100 – 150,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


028 *Gottesmutter Ovsepetaja“ (=die Allgepriesene) Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh., mit Textiloklad, reich bestickt mit Glasperlen 40 x 32,5 cm 1800 – 2200,- CHF Die halbfigurig abgebildete Muttergottes hält das Christuskind auf ihrer linken Seite und weist mit ihrer Rechten auf ihren Sohn. Das Jesuskind hebt die Arme, um die Mutter zu umarmen. Ein besonderes Merkmal sind seine dem Betrachter zugewandte rechte Fußsohle und das nackte linke Bein. Das Maphorion Marias zeigt häufig, wie auch hier, typische Merkmale: Anstelle der üblichen drei Sterne auf dem Maphorion erscheinen drei nimbierte Engelköpfe in runden Medaillons. Eine Inschrift am Saum des Maphorions zitiert die letzte, die 24. Strophe des 13. Kontakion des Akathistos-Hymnos auf kirchenslavisch: „O allgepriesene Mutter, die gebar allen Heiligen das Wort, das allheilige Wesen. Hab Gefallen an diesem Geschenk und verhüte alles böse Geschick. Alle erlöse von der künftigen Qual, die hier gemeinsam zu Dir rufen: Alleluja, alleluja, alleluja.“ Das Sujet bezieht sich nicht auf ein bestimmtes Gnadenbild, sondern die Ikonographie ist eine bildliche Interpreation des Hymnustextes. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

029 *Gottesmutter von Tichvin Russische zweifach emaillierte Bronze-Ikone, um 1800 17,5 x 15,2 cm 1200 – 1400,- CHF Eine in der Qualität vergleichbare Ikone ist auf dem Umschlag des Fachbuchs von Stefan Jeckel „Schätze der russischen Metall-Ikonenkunst aus einem Jahrtausend“ abgebildet. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


030 *Gottesmutter von Kasan Russische Ikone, Ende 19. Jh., mit Silberoklad, Moskau 1889 Beschaumeister: „A.A. /1889“ in kyrillischen Lettern = möglicherweise Anatoly Artsibashov Meister: Nik. Strulyev (1883-1908) 31 x 26,5 cm 900 – 1200,- CHF Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

030 A *Gottesmutter von Kasan Russische Ikone, Ende 19. Jh. 37,5 x 33 cm 1200 – 1600,- CHF Am Rand sind links der hl. Nikolaus und die hl. Sophia mit ihren Töchtern Vera, Ljubov und Nadeshda (Glaube, Liebe und Hoffnung) aufgemalt, rechts der hl. Basilios d. Gr., der hl. Ipatij und die hl. Julitta mit ihrem Sohn Kirik. Die Ränder sind teilweise angesetzt. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

031 *Gottesmutter von Kasan Russische Ikone, frühes 18. Jh., mit Messingoklad und reich besticktem Perlenkleid und -nimbus 31 x 26,5 cm 1600 – 1800,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


032 *Gottesmutter Iverskaja Russische Ikone, um 1900, mit Silberoklad, Moskau 1896 – 1908 Meister: Igor Cheryartov (1900 - 1917) 26,5 x 22 cm 3000 – 3500,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

033 *Gottesmutter Achtyrskaja Russische Ikone mit vergoldetem Silberoklad (370 g), 18. Jh. 32,5 x 28,2 cm 2300 – 2600,- CHF Am 2. Juli 1739 fand der Priester Vasilij Danilov in Achtyrka beim Grasmähen in seinem Garten neben der Kirche die Ikone und bewahrte diese zu Hause auf. Nach drei Jahren sagte ihm die Gottesmutter im Traum, er solle die Ikone abstauben, mit Wasser waschen und mit einem sauberen Tuch bedecken. In einer Vision teilte ihm die Gottesmutter mit, dass dieses Wasser Fieber heilen würde. Bis 1774 wurden daraufhin 324 Heilungswunder verzeichnet. Am 22. Juni 1751 wurde die Ikone als wundertätig anerkannt und erhielt einen eigenen Festtag, den 2. Juli. Der vergoldete Oklad weist keine Silbestempel auf, d.h. er wurde in einer vom Stempelzwang befreiten Werkstatt angefertigt. Allerdings ist unten, neben dem zaristischen Doppeladler, das Monogramm „S.M.“ in kyrillischen Lettern zu lesen, möglicherweise ein Hinweis auf den Meister. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


034 *Gottesmutter von Tichvin Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh., mit Silberoklad, St. Petersburg 1878 Beschaumeister: „I.E.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister Meister: „L.G.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 25 x 21 cm 600-800,- CHF Oben rechts ist die hl. Euphrosyna abgebildet. Provenienz: Österreichische Privatsammlung

035 *Gottesmutter Pokrov Russische Ikone, um 1800, mit Silberbasma, Petersburg 1815 Beschaumeister: Alexander Yashinov (1795-1826) Meister: „S.P.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 36 x 30,5 cm 2500 – 3500,- CHF In der oberen Bildhälfte ist die Vision des hl. Andreas (gest. 936), eines sog. Narren in Christo, dargestellt. Zusammen mit seinem Schüler Epiphanias ist er unten auf der Ikone zu sehen. Beide besuchten einen nächtlichen Gottesdienst in der Blachernenkirche zu Konstantinopel, in welcher als kostbarste Reliquie das Maphorion der Gottesmutter aufbewahrt wurde. Während der Liturgie sah Andreas die Gottesmutter und viele Heilige aus der Königstüre der Ikonostase hervortreten. Die Muttergottes nahm ihren Schleier vom Kopf, hielt ihn ausgebreitet über die Gläubigen und betete für den Schutz des Volkes. Diese Vision war die Grundlage für das Bildmotiv des in der russischen Kirche seit dem 13. Jahrhundert am 1. Oktober gefeierten Festes der Gottesmutter Pokrow (=Schutz). Am gleichen Tag hat auch der hl. Romanos, der bekannteste Hymnendichter der Ostkirche, seinen Festtag. Deshalb ist er unten auf der Ikone abgebildet. Auf einem Ambo stehend singt der Diakon Romanos in der Hagia Sophia vor dem Kaiserpaar Leo und Zoe, dem Patriarchen Tarasios und allen Gläubigen den Weihnachtskontakion. Rechts unten ist zu sehen, wie die Gottesmutter der Legende nach dem Hl. Romanos eine Schriftrolle zum Schlucken gibt, damit er besser singen kann. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

036 *Gottesmutter mit Schutzengel Russische Ikone mit Silberoklad, um 1800 10,5 x 10,5 cm 500 – 600,- CHF Der Silberoklad weist keine Stempel auf, d.h. die Werkstatt war vom Stempelzwang befreit. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


037 *Gottesmutter Bogoljubskaja Russische Ikone, um 1800, mit Silberoklad, (335 g), St. Petersburg 1801 Meister: Alexander Yarshinov (1795-1826) 22 x 26,5 cm 2500 – 3500,- CHF Auf der linken Seite ist die Muttergottes auf Wolken stehend dargestellt. In der linken Hand hält sie eine Schriftrolle mit dem Gebet „Barmherziger Herr, Jesus Christus, mein Sohn und Gott, ich bitte dich, daß deine göttliche Gnade auf deinen Menschen auf ewig bleibe.“ Hinter einem Wolkenband ist oben der segnende Christus zu sehen. Im Hintergrund ist unten mittig die Architekturkulisse des Klosters von Bogoljubovo abgebildet. Vor der Muttergottes knien oder stehen -gestaffelt in fünf Reihen- dreizehn Heilige. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

038 *Vier seltene GottesmutterDarstellungen Russische Ikone mit Silberoklad, kurz nach 1800 19 x 15,5 cm 1600 – 2000,- CHF Die Ikone zeigt vier seltene Marien-Motive. Thronende Gottesmutter, Stillende Muttergottes, Gottesmutter „Erweichen der harten Herzen“ und das äußerst seltene Thema „Schlüssel und Mehrung des Verstandes“. Der Silberoklad weist keine Stempel auf, d.h. die Werkstatt war vom Stempelzwang befreit. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


In der Bildmitte ist die Gottesmutter ganzfigurig abgebildet. In der Rechten hält sie einen Zepter, mit der Linken ihren Sohn. Die Mutter Jesu ist umgeben von Hilfsbedürftigen, denen Engel beistehen. Die Schriftrollen, welche von den Notleidenden ausgehen, enthalten Gebete an die Muttergottes. Die Nackten bitten um Kleidung, die Kranken um Genesung, die Hungrigen um Nahrung, die Durstigen um Trank, die Tauben um Gehör, die Blinden um Sehkraft, die Betrübten um Trost, die Wanderer um Zuflucht und die Behinderten um Heilung.

039 *Gottesmutter „Freude aller Leidenden“ Russische Ikone, um 1850, mit Silberoklad (185 g), Moskau 1867 Beschaumeister: A. Svyechin (1862-1875) Meister: „M.O.“ oder „M.F.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister 31,5 x 26,5 cm 1200 – 1400,- CHF

In der Mitte unten ist der Text des 13. Kontakions des Akathistos-Hymnos aufgeschrieben: „O Du, von allen Geschöpfen allgepriesene Mutter, die du geboren hast das für alle Heiligen Heiligste Wort! Zu Dir, die annimmt unsere Gabe flehen wir nun: Von allem Unglück erlöse uns.“ Die Darstellung illustriert das bekannte Gebet.: „Du meine Königin … Freude aller Leidenden, Beschützerin der Gekränkten, beende meine Not.“ Das Ur-Gnadenbild befand sich seit dem 17. Jahrhundert in der Verklärungskirche „na Ordynke“ in Moskau. Bekannt wurde die Ikone, nachdem die Schwester Evfimija Papina des russischen Patriarchen Joakim (1674-1690) vor ihr an einem 24. Oktober von einer offenen Wunde geheilt wurde. Dieses Datum wurde zum Festtag dieser Ikone bestimmt, welchen seitdem die russische Orthodoxie mit einer besonderen Liturgie festlich begeht. Seit der Oktoberrevolution ist das Gnadenbild verschollen. Im 18. und 19. Jahrhundert war dieses Motiv eines der populärsten im Zarenreich und wurde auch besonders gerne von den Altgläubigen gemalt. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

040 *Einführung Mariens in den Tempel Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh. 42 x 39 cm 800 – 1000,- CHF Die Begebenheit ist nicht durch die Bibel belegt, sondern durch das apokryphe Jakobus-Evangelium überliefert. Anna und Joachim bringen ihre dreijährige Tochter Maria zum Hohepriester in den Tempel. Hier verrichtet sie bis zu ihrem 14ten Lebensjahr den Tempeldienst. Oben rechts ist zu sehen, wie sie in dieser Zeit von einem Engel mit Speisen versorgt wird. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


041 *Entschlafung der Gottesmutter Russische Ikone. Ende 18. Jh. 54 x 43,5 cm 1000 - 1200,- CHF Auf einer Bahre liegt der Leichnam der Gottesmutter. Die trauernden Apostel sind um das Totenbett gruppiert. Aus der im Hintergrund abgebildeten Stadt drängen weitere Trauernde, unter denen auch zwei hl. Bischöfe (Kirchenväter) zu erkennen sind. In einer Gloriole und begleitet von zwei Engeln steht Christus hinter der Bahre und hat die Seele seiner Mutter, welche einem gefatschten Kind gleicht, auf den Arm genommen, um sie ins Paradies zu geleiten. Darüber ist ein Seraph zu sehen. Oben schwebt die Gottesmutter thronend dem Paradies entgegen. Im Vordergrund versucht ein Ungläubiger, die Bahre der Gottesmutter umzustürzen. Der Erzengel Michael hält ihn hiervon ab und schlägt ihm mit dem Schwert die Hände ab. (Auf Fürbitten der Gottesmutter wird der Ungläubige jedoch geheilt und bekehrt.) Beigegeben: Kopie einer Ikone der Entschlafung der Gottesmutter auf Holz, 53 x 47 cm, 20. Jh.. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

042 *Entschlafung der Gottesmutter Russisches Finifti (Rostov), 19. Jh. 7,5 x 6 cm 200 - 250,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

043 *Entschlafung der Gottesmutter Russische Ikone, Mitte 19. Jh. 34 x 27,5 cm 1200 - 1600,- CHF Provenienz: Bayerische Privatsammlung


044 *„Über Dich freuet sich die ganze Schöpfung“ Großformatige russische Ikone, kurz nach 1800 70,8 x 56,5 cm 17.500 – 20.000,- CHF Das Motiv gründet sich auf den Text des in der Basilios-Liturgie kurz vor der Wandlung gesungenen Megalynarions: „Über Dich, o Gnadenvolle, freuet sich die ganze Schöpfung, die Gemeinschaft der Engel und das Geschlecht der Menschen....“ Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.

Im oberen Teil der Ikone thront mittig und umgeben von Engeln die Muttergottes mit Christus auf dem Schoß. Dahinter ist eine Kirche mit goldenen Kuppeln dargestellt, welche vom Paradiesgarten umgeben ist. Links und rechts oben sind Sonne und Mond zu sehen. Darunter steht eine große Anzahl Heiliger. Provenienz: Bayerische Privatsammlung Abgebildet im Katalog der Palech-Ausstellung, Autenried 1978, S. 53


045 *„Eingeborener Sohn, Wort Gottes“, Kreuzesvision des hl. Konstantin, Gottesmutter Pokrov Russisches Triptychon, nach Expertise des Ikonenmuseums Schloss Autenried: Stroganov-Schule, 17. Jh., nach anderer Meinung um 1800 12,7 x 31,7 cm (bei geöffneten Flügeln) 7500 – 8500,- CHF Das ikonographisch äußerst seltene Triptychon zeigt mittig das Motiv „Eingeborener Sohn, Wort Gottes“. In der Bildmitte ist Christus Emmanuel in einer Rundaureole dargestellt, welche von zwei Engeln gehalten wird. Darunter ist das Motiv „Weine nicht über mich, Mutter“ zu sehen. Links unten ist Christus als Sieger abgebildet: Als Krieger sitzt er auf dem Kreuz und sticht den Teufel nieder. Gegenüberliegend reitet der Tod auf einem Fabeltier. Links oben ist der Erzengel Michael, rechts oben der Erzengel Gabriel aufgemalt. Mittig sind der segnende Gott-Vater, die hl. Geist-Taube und die hl. Dreifaltigkeit (alttestl. Typus) dargestellt. Der linke Flügel zeigt die Kreuzesvision des hl. Konstantin. Links oben erscheint Christus dem Konstantin im Traum. Darunter ist der Kaiser mit dem Kreuz abgebildet. Oben rechts reitet das Heer Konstantins, darunter sind die besiegten Soldaten des Maxentius zu sehen. Oben mittig ist die Kreuzesvision am Himmel dargestellt. Der rechte Flügel zeigt das Sujet der Gottesmutter Pokrov. Die Metalleinfassung ist aus der Zeit um 1800. Provenienz: Bayerische Privatsammlung Beiliegend Expertise des Ikonenmuseums Schloss Autenried, hier als Arbeiten der Stroganovschule aus dem 17. Jh. und als Sammlerstück von musealer Qualität und außergewöhnlicher Seltenheit bezeichnet.


046 *„Eingeborener Sohn, Wort Gottes“ Russische fünffach emaillierte Bronze-Ikone, 19. Jh. 9,2 x 7,5 cm 900 – 1100,- CHF Bildlich umgesetzt ist hier ein in der eucharistischen Liturgie nach der 2. Antiphon gesungener Hymnus: Du einziggeborener Sohn und Wort Gottes, der du unsterblich bist und um unseres Heiles willen dich herabgelassen hast, Fleisch anzunehmen aus der heiligen Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria. Mensch geworden, ohne Dich zu verändern, ans Kreuz geschlagen, Christus, Gott, den Tod durch den Tod hast du vernichtet. Du Einer aus der Heiligen Dreieinigkeit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, rette uns.“ Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

047 *Christus Pantokrator Russische Ikone, um 1900 13,5 x 11 cm 300 – 400,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

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048 *Christus Pantokrator Russische Ikone, um 1900, mit Silberoklad, Moskau 1896-1908 Meister: „S.G.“ in kyrillischen Lettern = Semyon Galkin (?) 18 x 14 cm 1600 – 1800,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


049 *Mandylion Jesu und Christus „Das Grimme Auge“ Russische Ikonen, 19. und 20. Jh. 35,5 x 30,5 cm und 31 x 27 cm 500 - 700,- CHF Das auch „das nicht von Menschenhand geschaffene Bild Christi“ genannte Motiv präsentiert das Antlitz Jesu auf einem an den Zipfeln geschürzten und von zwei Engeln gehaltenen Tuch. Nach der legendarischen Überlieferung litt der Fürst Abgar von Edessa, ein Zeitgenosse Jesu, an einer schweren Krankheit. Schriftlich wandte er sich an Christus, mit der Bitte, ihn zu heilen. Jesus antwortete in einem Brief und übersandte gleichzeitig sein wunderbar durch Abdruck seines Gesichtes auf einem Linnen entstandenes Porträt. Bei dessen Anblick wurde der Fürst geheilt. Dieses Bild wurde das Schutzbild von Edessa und ist in den folgenden Jahrhunderten zahlreich auf Ikonen nachgemalt worden. Die beigegebene Christus-Ikone ist im 20. Jh. gemalt worden. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

050 *Christus Pantokrator Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh., mit Silberoklad (320 g), Moskau 1867 Beschaumeister: Viktor Savinkov (1855-1888) Meister: Dmitry Yegorov (1866-1896) 31 x 26,5 cm 1200 – 1400,- CHF Provenienz: Britische Privatsammlung

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051 *Mandylion Jesu Russische Ikone aus der Werkstatt Malyshev des Dreifaltigkeitsklosters in Sergiev Posad, 1873 22,3 x 17,5 cm (Rahmen: 31,5 x 27 cm) 1400 – 1600,- CHF Die Ikone stammt aus der Werkstatt des Ivan M. Malychev. Er wurde im Jahre 1802 in Palech geboren und starb am 30. April 1880. Vermutlich gehörte er zu den Leibeigenen des Klosters. Seit der Mitte des 19. Jh. malte er Ikonen und wurde Leiter der Werkstatt, welche für das Zarenhaus, für die Kirche und die begüterte Oberschicht malte. 1877 verlegte Malychev die Werkstatt in das Dorf Sergiev Posad. Nach seinem Tod wurde sie von seinen Söhnen weitergeführt. Die Inschrift unten lautet: „Gemalt wurde diese Ikone in der Ikonenmaler Werkstatt der Sergius Lavra unter der Leitung des Künstlers Ivan Malyshev im Jahr 1873“ Der rückseitige Stempel besagt: „Künstler I.M. Malyshev Dreifaltigkeits Sergius Lavra“. (Wir danken ganz herzlich Herrn Kurt Eberhard für die Übersetzung.) Provenienz: Britische Privatsammlung


052 *Christus Pantokrator mit den Erzengeln Michael und Gabriel Russische Bronze-Ikonen, 19. Jh. 22,5 x 16,5 cm und die Engel je 22 x 15,5 cm 4000 – 5000,- CHF Die Gruppierung einer Christus-Ikone mit den beiden Erzengeln ist als Engel-Deesis bekannt, welche bei Bronze-Ikonen sehr selten komplett erhalten ist. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

053 *Christus und der Hauptmann von Kafarnaum Italo-kretische Ikone, 17. Jh. 24,5 x 17 cm 3000 – 4000,- CHF Die, wie das rückseitige IHS-Monogramm anzeigt, für einen katholischen Auftraggeber angefertigte Ikone (Mittelteil eines Triptychons) zeigt das sehr seltene Motiv des Hauptmann von Kafarnaum. Im Evangelium des Matthäus (8,5-13) wird die Begebenheit geschildert: „Als er (Christus) nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Aber ich sage euch viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen. Aber die Kinder des Reiches werden ausgestoßen in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern. Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.“ Der Sockel muss wieder befestigt werden, er liegt anbei. Provenienz: Britische Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


054 *Darstellung Jesu im Tempel Russische Ikone, um 1900 31 x 26,5 cm 1000 - 1400,- CHF

055 *Heilung der blutflüssigen Frau Russische Ikone, 19. Jh. 13,3 x 11 cm 200 – 300,- CHF

Provenienz: Bayerische Privatsammlung

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

056 *Jesuskind mit den Symbolen der Passion Russische Ikone, Ende 19. Jh. 26,7 x 15 cm 300 – 400,- CHF

057 *Einzug Jesu in Jerusalem Russische Ikone, 19. Jh. 31 x 26 cm 2000 – 2500,- CHF Provenienz: Belgische Privatsammlung

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


058 *Hauskreuz Russisches, fünffach-emailliertes Bronze-Kreuz, 19. Jh. 16,1 x 14 cm 700 – 900,- CHF Seltene Sonderform! Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

059 *Kreuz mit Reliquar Russisches dreifach-emailliertes Bronze-Kreuz, 19. Jh. 17 x 11 cm 400 – 600,- CHF Sehr seltenes Kreuz! Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


060 *Kreuzabnahme Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh. 22,5 x 18 cm 600 – 800,- CHF Links ist der hl. Metropolit Petr abgebildet, rechts die hl. Tatiana. Provenienz: Belgische Privatsammlung

062 *Christus Pantokrator Russisches Finifti (Rostov), 19. Jh. 12,6 x 5,2 cm 150 – 200,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

061 *Abendmahl Jesu Russisches Finifti (Rostov), 19. Jh. 7 x 5,3 cm 150 – 200,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


063 *Kreuzigung Jesu, Anastasis und Entschlafung der Gottesmutter Russisches Triptychon, 2. Hälfte 17. Jh. 27,5 x 9,7 cm (im geöffnetem Zustand) 2500 – 3500,- CHF Provenienz: Bayerische Privatsammlung

064 *Festtage und Szenen des Marienlob Russisches fünffach-emailliertes Bronze-Tetraptychon, 19. Jh. 18 x 41 cm (im geöffneten Zustand) 500 – 700,- CHF Das Besondere ist vor allem die emaillierte Schrift. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


065 *Festtage Russische Ikone mit Silberoklad (348 g), spätes 18. Jh. 31,5 x 27 cm 2500 – 3500,- CHF Um das österliche Mittelfeld, welches die Hadesfahrt Jesu zeigt, sind zwölf Festtagsbilder angeordnet: Geburt der Gottesmutter, Einführung Mariens in den Tempel, Verkündigung, Geburt Jesu, Darstellung Jesu im Tempel, Taufe Christi, Einzug in Jerusalem, Verklärung, Entschlafung der Gottesmutter, Hl. Dreifaltigkeit (alttestl. Typus), Himmelfahrt Jesu, Fest Kreuzerhöhung. Der Silberoklad weist keine Stempel auf, er ist in einer vom Stempelzwang befreiten Werkstatt angefertigt worden. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

066 *Auferstehung Jesu Russische Ikone, um 1900 26,5 x 22 cm (Kiot: 60 x 38,5 cm) 1600 – 1800,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


067 *Anastasis Russische Ikone, um 1800 31 x 26,5 cm 3500 – 4500,- CHF Bildmittig befindet sich der aufrecht stehende Erlöser -umgeben von einer mandelförmigen Lichtaureole- auf den überkreuz liegenden Toren der Unterwelt. Der Blick Jesu ist seitwärts auf Adam gerichtet. In der Linken hält der Gottessohn eine Schriftrolle, seine rechte Hand hat das linke Handgelenk des Urvaters gepackt und zieht ihn aus dessen Grab. Hinter Adam befinden sich vor einem Felsen Johannes der Täufer, die alttestamentlichen Könige David und Salomon sowie zwei Propheten, bei denen es sich vermutlich um Daniel und Habakuk handelt. Gegenüber ist die sich aus ihrem Sarkophag erhebende Eva mit

verhüllten Händen abgebildet. Begleitet wird sie von Moses, Abel und einer Schar aus einer Höhle kommender Altväter. In der dunklen Unterwelt, in welcher die Torbeschläge und -nägel des bei der glorreichen Erstürmung des Hades zerstörten Tors verstreut liegen, fesseln zwei himmlische Streiter Satan. In der rechten unteren Bildecke entsteigt der von einer Mandorla umgebene Christus seinem Sarg. Davor liegen die schlafenden Soldaten und der runde Verschlusstein seines Grabes. Provenienz: Belgische Privatsammlung


068 *Hl. Abraham von Galitsch Russische Ikone, um 1900 17.5 x 14 cm 300 – 400,- CHF Der Heilige war Mönch unter dem hl. Sergius von Radonesh, später wurde er zum Priester geweiht und zog sich als Einsiedler in die Gegend von Galitsch zurück. Nach einer Vision fand er im Jahre 1350 eine Ikone der Gottesmutter, welcher in der Folgezeit viele Heilungen zugeschrieben wurden. Mit Hilfe von Schenkungen des lokalen Fürsten gründete er mehrere Klöster. Er starb am 20. Juli 1375. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

069 *Hl. Kaiserin Alexandra Russische Ikone mit Messingoklad, um 1900 27 x 22,5 cm (Kiot: 38 x 33,5 cm) 500 – 600,- CHF Die Heilige war der Legende nach die Gattin des römischen Kaisers Diokletian (287-305). Als Zeugin der Passion des hl. Georgs bekannte auch sie sich zum Christentum und wurde auf Befehl ihres Mannes hingerichtet. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


070 *Hl. Artemij Verkolskij Russische Ikone, letztes Viertel 19. Jh. 35 x 30,5 cm 800 – 1000,- CHF Der Bauernsohn Artemij wurde 1532 im Dorf Verkola am Fluß Pinega geboren. Am 23. Juni 1545 wurde er bei der Feldarbeit vom Blitz erschlagen. Da damals der Tod durch Blitzschlag als Gottesurteil gewertet wurde, ließ man den 13jährigen unbestattet in einem Kiefernwäldchen liegen. Als 1577 seine Gebeine unverwest gefunden wurden, setzte seine Verehrung als Heiliger ein. 1640 wurde seine örtliche Gedächtnisfeier durch den Novgoroder Metropoliten Kiprian auf den 23. Juni festgesetzt. 1645 wurde ihm zu Ehren an der Stelle der Auffindung seiner Gebeine eine Kirche errichtet.

vor der Architekturkulisse eines Klosters stehend zeigt, sind folgende acht Szenen v.l.n.r. und v.o.n.u. angeordnet: Semjon und andere retten sich durch Gebete zum hl. Artemij vor dem Ertrinken auf dem Fluss Pinega. / Auffindung der Gebeine des Heiligen. / Der hl. Artemij erscheint dem an einer schweren Augenkrankheit leidenden Ilarion Artemiev Vologzanin am Tag des hl. Nikolaus und befiehlt ihm, zu seinem Grab nach Verkola zu pilgern und dort zu beten. Er würde dann geheilt werden und solle es allen erzählen. / Der Heilige erscheint dem Erbauer Raphael. / Der hl. Trifon Vjatskij wird vor dem Reliquienschrein des hl. Artemij von der Lähmung seiner Hände geheilt. / Der hl. Artemij erscheint dem Starez Ignatij, der krank auf seinem Bett in seiner Einsiedelei liegt. / Tod des Heiligen durch Donner und Blitz. / Rettung des Theodor Bleznin aus Seenot.

Um das Mittelfeld, welches den Heiligen in einer Landschaft

Provenienz: Britische Privatsammlung


071 *Hl. Barbara Pilgerikone vom Berg Athos, um 1900 22,5 x 17,8 cm (Kiot: 35 x 31 cm) 1500 – 1800,- CHF Der Stempel auf der Rückseite besagt: „Segen vom heiligen Berg Athos vom russischen PanteleimonKloster, in welchem diese heilige Ikone geweiht wurde“. Das Glas am Kiot fehlt. Provenienz: Deutsche Privatsammlung

072 *Hl. Demetrios von Thessaloniki Russische Ikone, 19. Jh. 13,3 x 11 cm 400 – 600,- CHF Demetrios stammt aus Thessaloniki und lebte unter den römischen Kaisern Diokletian und Maximian. Vermutlich Anfang des 4. Jahrhunderts hat Demetrios für seinen christlichen Glauben den Martyrertod erlitten. Sein Grab wurde schon bald das Ziel zahlreicher Pilger. Der Statthalter von Illyrien, Leontius, ließ im Jahre 412/413 das kleine Gebäude, in welchem sich das Grab des Heiligen befand, abreißen und eine große Kirche errichten, um den Heiligen zu ehren. Im 6. Jahrhundert wurde zu Ehren des Heiligen eine dreischiffige Säulenbasilika errichtet. Auf der Ikone reitet der Heilige auf einem Pferd und sticht mit einer Lanze den heidnischen Bulgarenkönig nieder. Diese Szene ist ein Symbol für die Errettung der Stadt Thessaloniki, als deren Stadtpatron er verehrt wird, vor den Bulgaren im Jahre 617, welche auf den Beistand des Heiligen zurückgeführt wurde. In Griechenland führt er deshalb auch den Beinamen „Bularoktonos“ (=Bulgarentöter). In Russland wurde dem Heilige ebenfalls große Verehrung entgegengebracht. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


073 *Hl. Evangelist Johannes Russische Ikone, um 1700 59,5 x 46,5 cm 2800 – 3500,- CHF

ten ein geflügelter Löwe als Attribut beigegeben. Diese Zuordnung basiert auf dem hl. Kirchenvater Irenäus, während die vor allem später übliche Beiordnung des Adlers bei Johannes auf die Schriften des Kirchenvaters Hieronymus zurückgeht.

Die Ikone zeigt den hl. Evangelisten Johannes auf Patmos beim Diktieren der durch göttliche Eingebung inspirierten Offenbarung. Sein in einer Höhle sitzender Schüler Prochor schreibt alles nieder. Oben mittig ist dem hl. Evangelis-

Die Ikone stammt vermutlich aus der Königstüre einer Ikonostase. Die Ränder sind später angesetzt worden. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung


074 *Hl. Evangelist Johannes Russische Ikone mit vergoldetem Silberoklad (333 g), 18. Jh. 36 x 29,5 cm 2500 – 3500,- CHF In der christlichen Tradition ist der Apostel Johannes der Verfasser des vierten Evangeliums. Im Neuen Testament werden zudem drei Briefe und die Apokalypse ihm zugeordnet. Auf Bildern wird der Lieblingsjünger Jesu entweder jung und bartlos in der Rolle des Apostels oder alt und mit Bart als Evangelist dargestellt. In den Ostkirchen wird Johannes als „Theologe im Schweigen“ bezeichnet. Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.

Auf der Ikone ist er beim Schreiben seines Evangeliums dargestellt. Ein Engel flüstert ihm die göttliche Weisheit ins Ohr. Daneben ist sein Attribut, der Adler, zu sehen. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


075 *Hl. Johannes der Vorläufer mit Vita-Szenen Russische Ikone, Ende 19. Jh. 31 x 26,5 cm 1500 – 1800,- CHF In der Bildmitte ist der Heilige ganzfigurig mit ausgebreiteten Flügeln dargestellt, die Rechte segnend erhoben. In der Linken hält er einen Kelch, in welchem das nackte Christuskind als „Lamm Gottes“ liegt, sowie eine Schriftrolle. In der Bildmitte oben ist der segnende Gott-Vater zu sehen. Um den Vorläufer sind Szenen aus seiner Vita angeordnet. Links oben: Ein Engel führt den kleinen Johannes in die Wüste, darunter: Die Verkündigung der Geburt des hl. Johannes an seinen Vater Zacharias; Links unten: Die Geburt des hl. Johannes. Rechts oben: Die Bußtaufe des Heiligen; darunter: Die Auffindung seines Hauptes. Rechts unten: Die Enthauptung des Täufers. Am Rande sind die Heiligen Feodor, Alexij, Eudokia und Nathalia aufgemalt. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

076 *Das Haupt des hl. Johannes des Vorläufers Russische Ikone, nach 1880 35,5 x 31 cm 800 – 1000,- CHF Das abgeschlagene und mit einem Heiligenschein versehene Haupt Johannes des Täufers liegt auf einem Diskos, welcher auf einem Tisch gestellt ist. Als Zeichen des Martyriums ist das Tischtuch rot gehalten. Oben links ist der segnende Gott-Vater abgebildet. Das Motiv des abgeschlagenen Johannes-Kopfes ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Es gründet auf der Reliquiengeschichte des Heiligen und ist an den liturgischen Kanon der byzantinischen Kirche geknüpft, welche drei Feste der Auffindung des Hauptes begeht. (erste und zweite Auffindung am 24. Februar, dritte Auffindung am 25. Mai.) Im Abendland ist das Sujet auch unter dem Begriff “Johannesschüssel” bekannt. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


077 *Die Heiligen des Kiever Höhlenklosters Russisches Finifti (Rostov), 19. Jh. 7,3 x 6,4 cm 200 – 250,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

078 *Hl. Abt Michael Maleinos Russische Ikone, nach 1850 10,3 x 8,3 cm 150 – 250,- CHF Der hl. Michael Maleinos (894-963) war ein byzantinischer Mönch und Gründer des Kyminas-Klosters auf dem Olymp in Bithynien. Sein Schüler war der hl. Athanasios, welcher nach seinem Vorbild das Lavra-Kloster auf dem Berg Athos gründete. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

079 *Hl. Maria von Ägypten Russische Ikone, letztes Viertel 19. Jh., mit Silberoklad, St. Petersburg 1880 Beschaumeister: „I.E.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Meister Meister: „B. G.“ in lateinischen Lettern = unbekannter Meister 13,3 x 11 cm 400 – 600,- CHF

080 *Hl. Maron Russische Bronze-Ikone, 19. Jh. 11,4 x 10,1 cm 400 – 500,- CHF

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Der hl. Maron lebte im Gebirge bei Kyros in Syrien. Neben einem alten heidnischen Tempel hatte er sich eine Zelle gebaut, aber die meiste Zeit wirkte er unter freiem Himmel. Er hatte die Gabe Krankheiten der Seele und des Leibs zu heilen. Viele Menschen suchten ihn auf und blieben auch bei ihm, um unter seiner Leitung zu leben. Er starb im frühen 5. Jahrhundert. Er wird bei Schüttelfrost und Fieber um Hilfe gebeten. Sehr selten auf Bronze-Ikonen zu finden! Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


081 *Hl. Nikolaus Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh, mit vergoldetem Silberoklad (486 g), Moskau 1887 Beschaumeister: Viktor Savinkov (1855-1888) Meister: Vasily Semenov 31,5 x 27,5 cm 6000 – 7000,- CHF Der Heilige ist halbfigurig abgebildet. Mit der Rechten erteilt er den Segen, in der Linken hält er das Evangelienbuch. Zu Seiten seines Hauptes sind links Christus und rechts die Gottesmutter in Halbfigur in Rundmedaillons dargestellt. Die Vergegenwärtigung Christi, welcher das Evangelienbuch hält, und der Gottesmutter, welche eine Art Schal, das sog. Omophorion, über ihre Arme gelegt hat, zu Seiten des hl. Nikolaus erinnert an folgende Legende: Am Konzil von Nikäa im Jahre 325 war auch der hl. Nikolaus beteiligt. Die Versammlung behandelte die Irrlehre des Arius, welcher selbst zugegen war. Er verteidigte seine Lehre sehr geschickt und viele Bischöfe wurden unsicher. Da stand Nikolaus auf und gab Arius vor der ganzen Versamm-

lung eine schallende Ohrfeige. „Das ist die einzige Antwort, die Du anscheinend verstehst“ sagte er zu ihm. Der Vorsitzende rügte Nikolaus, sein Gebaren sei eines Bischofs unwürdig und erklärte: „Zur Strafe muss ich Dir das äussere Zeichen eines Bischofs, das Omophorion, wegnehmen“. Nikolaus nahm die Strafe demütig an. In der folgenden Nacht erschienen Christus und Maria dem vorsitzenden Bischof. Christus zeigte ihm das Evangelienbuch und die Gottesmutter das bischöfliche Omophorion und sie sprach: „Der morgige Tag wird Nikolaus rechtfertigen“. Am anderen Tag wurde das wahre Glaubensbekenntnis feierlich verkündet und Arius als Irrlehrer und Ketzer verdammt. Nikolaus erhielt das Omophorion in der Konzilskirche zurück. Provenienz: Französische Privatsammlung


082 *Hl. Nikolaus Russische Ikone, letztes Drittel 19. Jh., mit Silberoklad, St. Petersburg 1875 Beschaumeister: „P.K.“ in kyrillischen Lettern = unbekannter Beschaumeister Meister: Petr Ivanov (1858-1875) 17 x 13 cm 300 – 500,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

083 *Hl. Nikolaus Griechische Ikone, 17. Jh. 39 x 28,5 cm 1800 – 2200,- CHF Provenienz: Amerikanische Privatsammlung

084 *Hl. Nikolaus Russische vierfach emaillierte Bronze-Ikone, 19. Jh. 11 x 9,8 cm 400 – 450,- CHF Signiert vom Meister Rodion Chrustaljov. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


085 * Hl. Nikolaus Russische Ikone, spätes 16. Jh. 37,5 x 32 cm 15.000 – 17.500,- CHF In der beiliegenden Expertise vom Direktor des Andrey Rublev Museums, Professor G.V. Popov, wird die auf Lindenholz gemalte Ikone der Region Novgorod zugeordnet und ins späte 16. Jh. datiert. Links am Rand sind der Schutzengel und die hl Maria v. Ägypten abgebildet, die Heiligen rechts sind nicht zweifelsfrei identifizierbar. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


086 * Hl. Nikolaus von Moshajsk Russische Ikone, Ende 17. Jh., mit Silberoklad (219 g), Moskau 1863 Beschaumeister: Victor Savinkov (1855-1888) Meister: Ivan Zakharov (1856-1896) 31 x 26,5 cm 2500 – 3500,- CHF Moshajsk, in westlicher Richtung unweit von Moskau gelegen, verdankt dem hl. Nikolaus die Rettung vor den Tataren. Nach der Legende ist der Heilige den Bewohnern der Stadt mit einem Krummschwert in der Hand und dem Modell einer Kirche bzw. Burganlage erschienen und stand ihnen im Kampf bei. Das auf diese Vision zurückgehende Nikolausmotiv trägt den Titel „Hl. Nikolaus von Moshajsk“. Provenienz: Belgische Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


087 * Hl. Nikolaus Russische Ikone, um 1900, mit vergoldetem Silberoklad (479 g), Moskau 1896-1907 Meister: Dmitry Smirnov (1905-1917) 26,8 x 22,3 cm 5000 – 6000,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


088 *Hl. Paraskeva die Jüngere Moldavische (?) Ikone, um 1900 29,5 x 25 cm 500 – 600,- CHF Unten links ist der hl. Sava von Serbien abgebildet, unten rechts die hl. Großmärtyrerin Paraskeva. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

089 *Hl. Paulus von Theben Russische Ikone, Ende 19. Jh. 22,3 x 16,3 cm 500 – 600,- CHF Der Heilige gilt als der erste Einsiedler und Wüstenvater. Vielen im Gedächtnis ist hinsichtlich seiner Person der Isenheimer Altar des Matthias Grünewald in Colmar, auf welchem die Begegnung des 113jährigen Paulus mit dem 90jährigen Antonius dem Großen eindrucksvoll dargestellt ist. Provenienz: Britische Privatsammlung

090 *Hl. Seraphim von Sarov Russische Ikone, um 1903, mit Silberoklad, Moskau (?) 1896-1907 Meister: „A.E.“ in kyrillischen Lettern = möglicherweise Alexander Yegorov 26,7 x 22,5 cm 3800 – 4500,- CHF Der hl. Seraphim von Sarov (1759-1833) ist einer der bekanntesten Heiligen der Russisch-Orthodoxen Kirche, obwohl diese sich lange gegen eine Verehrung wehrte. Erst unter dem Druck des Zaren Nikolaus II. und seiner Frau Alexandra wurde er im Jahre 1903 heiliggesprochen. Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


091 *Die Gottesmutter erscheint dem hl. Sergius von Radonesh Russische Ikone, Ende 17. Jh. ► 20 x 17,5 cm 350 – 400,- CHF Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung

092 *Hl. Sergius von Radonesh Russische Ikone, 2. Hälfte 17. Jh. 31 x 23,5 cm 1500 – 1800,- CHF Am 3. Mai 1314 wurde der Heilige auf dem Gut seines Vaters in der Nähe von Rostov auf dem Namen Varfolomej getauft. Seine Eltern waren von vornehmer Herkunft. Sein Vater stand im Dienst der Fürsten von Rostov. Als das alte Fürstentum von Rostov 1329 unter die Herrschaft der Großfürsten von Moskau kam, siedelte sein Vater Kyrill in das Städtchen Radonesh über, um den Repressalien gegen die staatstragende Schicht des alten Fürstentums auszuweichen. Den bereits im Alter von zwanzig Jahren geäußerten Wunsch, Mönch zu werden, konnte Varfolomej seiner Eltern wegen nicht verwirklichen. Nach dem Tod der Eltern ging er mit seinem nach kurzer Ehe verwitweten Bruder Stephan in den Wald nördlich von Radonesh, um dort als Einsiedler im Urwald zu leben. An einer Quelle (heute der Ort der Dreifaltigkeitskirche im Dreifaltigkeitskloster zu Sergiev Possad) bauten sie eine der Dreifaltigkeit geweihte Kirche. Stephan, der zuvor bereits Mönch in einem Kloster nahe Radonesh gewesen war, hielt das Leben in Wildnis und Einsamkeit nicht aus und trat in ein Moskauer Kloster ein. Varfolomej ließ sich zum Mönch scheren und nahm den Namen Sergius an. Sein Ruf als Einsiedler zog Schüler und Gesinnungsgenossen an. Eine Einsiedlerkolonie entstand. Er wurde zu deren Abt gewählt, nahm die Wahl aber nicht an. Erst nach dem Tod des ersten Abtes entsprach er der neuerlichen Wahl in dieses Amt und erhielt die Priesterweihe. Politisch wirksam wurde Sergius durch seine enge Bindung zum Großfürsten, den er segnete, als er 1380 gegen die Tataren zog. Nach Einsetzung seines Schülers Nikon als Abt stirbt Sergius am 25. September 1391/92. Am 5. Juli 1422 wurden seine Reliquien erhoben, ab 1449/50 wurde Sergius in ganz Rußland als Heiliger verehrt. Der hl. Sergius ist der am höchsten verehrte russische Mönchsheilige und Klostergründer. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

093 *Hl. Triphon von Pechenga Russische Ikone, um 1900 22,2 x 17,5 cm 400 – 500,- CHF Im Jahre 1525 ließ er sich als Einsiedler am Fluss Kola nieder, verkündete den heidnische Lappen das Evangelium und errichtete am Fluss Pechenga ein Kloster. Er starb 1583 im Alter von 88 Jahren. Der Heilige gilt als Patron Lapplands und wird von russischen Seeleuten in Not um Hilfe gebeten. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung


094 *Hl. Timotheus Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 31 x 26,5 cm 1000 – 1200,- CHF Der Heilige lebte im halb-eremitischen Kloster der Symbola auf dem Olymp in Bithynien. Er starb 795. Links ist der hl. Märtyrer Bonifatij, rechts der hl. Märtyrer Trifon abgebildet. Provenienz: Polnische Privatsammlung

095 *Hl. Tichon von Kaluga Russische Ikone, nach 1880 26,5 x 22 cm 800 – 1000,- CHF Der Heilige lebte als Einsiedler in einem hohlen Eichenbaum im Gebiet von Kaluga als Einsiedler. Schon bald sammelten sich viele Schüler um ihn, so dass er mit Hilfe des Waldeigentümers ein Kloster zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter gründete. 1492 starb er. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

096 *Hl. Tichon von Kaluga Russische Ikone, nach 1880 31 x 26,5 cm 1000 – 1200,- CHF Provenienz: Polnische Privatsammlung

099 *Heilige Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh. 34,5 x 28 cm 1200 – 1400,- CHF

Die Heiligen unten sind v.l.n.r.: hl. Märtyrerin Anna, hl. Anna, hl. Nikolaus, hl. Alexandra, hl. Katharina. Neben der Darstellung der Dreifaltigkeit (alttestl. Typus) sind oben zwei Finifti eingelassen. Der Heilige links ist nicht zweifelsfrei identifizierbar, rechts sind der hl. Sergij und hl. German, die Gründer des Valaam-Klosters, abgebildet. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

Detailfotos aller Abbildungen finden Sie im Internet unter www.galerie-moenius.ch.


098 *Hochzeitsheilige Samon, Gurij und Aviv Russische Ikone, um 1900, mit Silberoklad, Moskau 1908-1917 Meister: Stempel verschlagen, nicht lesbar ► 11 x 9 cm 300 – 400,- CHF Die Heiligen werden als himmlische Heiratsvermittler und als Patrone der Ehewilligen verehrt. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

097 *Hl. Schutzengel mit Rostover Heiligen Russische Ikone, 1. Hälfte 19. Jh. 32 x 26,5 cm 1200 – 1400,- CHF In der Mitte ist der hl. Schutzengel abgebildet. Links: hl. Leontij von Rostov, Hl. Isaia von Rostov, hl. Abramij von Rostov, hl. Petr von Rostov. Rechts: hl. Ignatij von Rostov, hl. Jakov (?) von Rostov, hl. Paisij von Rostov, hl. Isidor von Rostov. Provenienz: Bayerische Privatsammlung

100 *Heilige Russische Ikone, um 1900 40 x 33 cm 1200 – 1400,- CHF Zu sehen sind im Zentrum der hl. Fürst Vladimir, links hl. Metropolit Petr von Moskau, hl. Maria v. Ägypten, hl. Märtyrerin Lydia, hl. Märtyrer Sergius und rechts hl. Apostel Paulus, hl. Apostel Petrus, hl. Eustolia, hl. Nikolaus Kochanov. Provenienz: Britische Privatsammlung


101 *Hl. Maria und hl. Konstantin Russische Ikone, um 1900 22,8 x 18 cm 300 – 400,- CHF

102 *Hl. Märtyrer Alexander und Hl. Märtyrerin Elikonida Russische Ikone, um 1900 27 x 22,5 cm 600 – 800,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

103 *Hl. Barbara und Hl. Aleksej Russische Ikone, um 1900 31,3 x 26,3 cm 600 – 800,- CHF

104 *Hl. Antonij und Hl. Feodossij vom Kiever Höhlenkloster Russische Ikone, um 1900 17,8 x 13,8 cm 300 – 400,- CHF

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

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105 *Hl. Schutzengel und Hl. Demetrios Russische Ikone, um 1900 32,5 x 27 cm 2200 – 2600,- CHF Provenienz: Belgische Privatsammlung

106 *Erzengel Michael und das Wunder zu Chonae Russische Ikone, 2. Hälfte 19. Jh. 26,8 x 22 cm 800 – 1000,- CHF Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

107 *Erzengel Michael Russische Ikone, um 1700 31,5 x 29 cm 3000 – 4000,- CHF Der Hintergrund ist Blattgold. Provenienz: Belgische Privatsammlung


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Ikonen-Auktion am 1. April 2017 in Worb  
Ikonen-Auktion am 1. April 2017 in Worb  

Russische und griechische Ikonen des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts / Russian and Greek icons from the 16th till early 20th c.

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