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BA S S E N G E

moderne liter atur & kunstdokumentation auk tion   116 | donnerstag, 8. oktober 2020

Bassenge Buchauktionen GbR. Erdener StraĂ&#x;e 5a . 14193 Berlin-Grunewald Telefon +49 30 893 80 29-0 . Fax +49 30 891 80 25 . E-mail: books@bassenge.com . www.bassenge.com


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T ER M I N Ü BER SICH T

AU KT ION 116

DIENSTAG, 6. OKTOBER 2020

W ERTVOLLE BÜCHER

Vormittag

Geschichte, Geographie und Reisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr.

1-247

11.30 Uhr Varia Medizin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Naturwissenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Pflanzen- und Tierbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Haus- und Landwirtschaft, Jagd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Technik und Verkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Asiatica . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Gastrosophie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Numismatik, Heraldik, Genealogie, Sphragistik . . . . . . . . . . . . Nr. Judaica . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Kultur- und Sittengeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Moden und Kostüme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Militaria . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Musik und Theater . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Okkulta . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Politik 20. Jahrhundert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Recht, Staat und Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Sport und Spiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Buchwesen und Lexika . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. Kunstliteratur und Kunsthandwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr.

301-369 370-389 390-420 421-431 432-441 442-458 459-461 462-466 467-470 471-505 506-519 520-527 528-545 546-560 561-576 577-608 609-615 616-628 629-635

10.00 Uhr

Nachmittag 15.00 Uhr Handschriften, Alte Drucke, Theologie Handschriften und Einzelblätter, Orientalia . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1001-1028 Inkunabeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1029-1036 Alte Drucke vor 1600 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1037-1140 Bibeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1141-1151 Theologie, Gebet- und Gesangbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1152-1202 Architektur, Kunstaltertümer und Archäologie . . . . . . . . . . . . Nr. 1203-1257 Faksimiles . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 1258-1281 MITTWOCH, 7. OKTOBER 2020

LITER ATUR U ND AUTOGR APHEN

Vormittag 10.00 Uhr Literatur und Buchillustration 17.-19. Jh. Literatur und Buchillustration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2001-2258 Aus der Sammlung Rudolf Mosse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2259-2293 Philosophie und Pädagogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2294-2312 Kinder- und Jugendbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2313-2343 Papierantiquitäten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2344-2397 Nachmittag

15.00 Uhr

DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2020

Autographen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 2501-2799 MODER NE LITER ATUR & KU NSTDOKU MENTATION

Vormittag 10.00 Uhr Sammlung Tanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3001-3096 10.30 Uhr Moderne Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3101-3547 Exlibris . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3548 Architektur, Design . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3549-3572 Russische Avantgarde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3573-3577 Foto, Film . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3578-3594 Expressionismus – Sammlung Salomon . . . . . . . . . . . . . . . . . Nr. 3801-3968 VORBESICHTIGUNG Dienstag, 29. September bis Freitag, 2. Oktober 2020, jeweils 10.00-18.00 Uhr, Samstag, 3. Oktober, 10.00-14.00 Uhr, Montag, 5. Oktober, 10.00-16.00 Uhr, Sonntag geschlossen


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Vom klassischen Ballett zum modernen Ausdruckstanz Die Sammlung Jan Stanislaw Witkiewicz

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Bedeutung und der Stellenwert des klassischen Balletts im Vergleich mit dem romantischen Ballett stark gesunken und einem grundlegenden Wandel unterzogen. Entwicklungen wie der moderne Ausdruckstanz und der zeitgenössische Tanz spiegeln das Streben nach Veränderungen wider. Der Impressario Sergei Pawlowitsch Djagilew (1872–1929) gründete 1909 die ‚Ballets Russes‘, eines der bedeutendsten Ballettensembles, das seinen ersten Auftritt im selben Jahr in Paris mit viel Beifall feierte. Zuvor trat das Ensemble als von der ‚Berliner Secession‘ organisierte Veranstaltung mit großem Applaus und positivem Zuspruch der Presse als grundlegende Kunstrichtung auf. Die Secession förderte damit ein neues Kapitel der Tanzgeschichte. Ziel der ‚Balletts Russes‘ war es, die russische Kunst im Allgemeinen und den modernen Bühnentanz im Besonderen in Europa bekannt zu machen, ganz nach dem Prinzip „l’art pour l’art“. Die Inszenierung eines Stückes erachtete Djagilew als Performance, bei der Kunstschaffende wie Choreographen, Bühnen- und Kostümbildner, Tänzer, Komponisten, Musiker und Maskenbildner mitwirken, zusammenarbeiten und sich gegenseitig beeinflussen. Der von Djagilew oftmals engagierte Choreograph Michel Fokine (1880–1942) oder der namhafte Kostümbildner Léon Bakst (1866–1924) waren maßgeblich an der Entwicklung des modernen Balletts beteiligt. Der Mitbegründer der Berliner und Mitglied der Münchener Secession, der impressionistische Maler und Portraitist Ernst Oppler (1867–1929), saß 1909 als Zuschauer im Publikum der ‚Balletts Russes‘. Die Aufführung prägte ihn die nächsten zwei Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens. Dabei zeichnete er nicht im Atelier, sondern stets während der Aufführungen, vor und hinter der Bühne, so nah als möglich am Geschehen. Eigens für den abgedunkelten Zuschauerraum entwickelte er einen beleuchteten Zeichenstift, sodass seine Skizzen zu Momentaufnahmen avancierten. Der Kunsthistoriker Karl Schwarz charakterisierte Opplers Arbeiten als „Seelenspiegel einer einzigartigen Kulturäußerung“ (Peter, Oppler, 2017, S. 10). Der Maler, Grafiker und Illustrator Arthur Grunenberg (1886– 1952) studierte auf Anregung Franz von Lenbachs Kunst und war vor allem an bewegten und rhythmischen Motiven sowie dem künstlerischen Ausdruck interessiert.

Ludwig Kainer (1885–1967), ein autodidaktischer Grafiker, Zeichner, Maler, Illustrator, Filmarchitekt und Kostümbildner, kontaktierte um 1910 Sergei Djagilew und Vaslav Nijinsky, um die Tänzerinnen und Tänzer der ‚Balletts Russes‘ zu portraitieren. Er richtete seine Aufmerksamkeit vor allem auf die Kostüme. Oppler, Grunenberg, Kainer – alle drei widmeten sich der Tanzkunst ihrer Zeit, reisten zu Aufführungen in Berlin, Paris und London und visualisierten die Entwicklungen des modernen Bühnentanzes. Die ‚Balletts Russes‘ waren ihre Inspirationsquelle. Oppler sticht jedoch quantitativ hervor. Neben Gemälden und einer Vielzahl an Graphiken, fertigte er wie auch Arthur Grunenberg Mappenwerke zu einzelnen Tänzerinnen bzw. Ballettstücken an. Die drei Künstler portraitierten die führenden Per­sönlichkeiten der ‚Balletts Russes‘ wie Vaslav Nijinsky, Anna Pawlowa, Tamara Karsawina und Adolphe Bolm, aber auch Tänzerinnen wir Lillebil Christensen und später die Repräsentanten des modernen Ausdruckstanzes, beispielsweise Gertrude Falke, Elisabeth Grube und Clotilde von Derp sowie ihren Ehemann Alexander Sacharoff. Die Entwicklung des Tanzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt zunächst eine Renaissance des klassischen Balletts mit modernen Interpretationen. In der Folge kommt es zu einer Abwendung von der akademischen Ausbildung und zu einer Hinwendung zum modernen Ausdruckstanz. Isadora Duncan ist die Wegbereiterin des neuen Körper- und Bewegungs­ empfindens, bei dem barfüßig in natürlich anmutenden Gewändern bzw. nur spärlich bekleidet, getanzt wird. Cosima Kristahn

Alle Graphiken sind stilvoll mit Passepartouts unter Glas in vergoldete bzw. versilberte Holzleisten gerahmt und wurden nicht ausgerahmt. Lichtränder, Randläsuren, Flecken oder Gebrauchsspuren unter dem Passepartout oder Rahmen konnten daher nicht angegeben werden. Der Versand erfolgt ohne Rahmen. Als Referenzwerk gilt die Publikation Witkiewiczs „Malarza tanca. Ernst Oppler, Arthur Grunenberg i Ludwig Kainer“ (Warschau 2018).

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________

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3001 Zucchi, Virginia. - Clairin, Georges. Die Tänzerin Virgi­ nia Zucchi. Öl auf Leinwand, oben rechts signiert „G. Clairin“. 64 x 42,5 cm. Gerahmt in schweren Barockrahmen aus ver­ goldeten, geschnitzen Holzleisten. 80 x 58,5 cm. Um 1870. 3.500 € Neben dem Orientalismus war das Sujet der Tänzerin ein immer wiederkehrendes Motiv des französischen Malers Georges Jules Victor Clairin (1843-1919). Nach seinem Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Paris bei Isidore Pils und François-Edouard Picot stellte er regelmäßig 1866 in den Pariser Salons aus und machte sich einen Namen als Aka­ demiemaler erster Güte und von feinster Qualität. Zahlreiche Reisen führten ihn nach Italien und vor allem in den Orient (Marokko, Magreb etc.). Unter den Bühnenstars gehörte vor allem die unvergleichliche Sarah Bernhardt zu seinen immer wieder porträtierten Modellen. Hier zeigt er die wohl gerade erst 27-jährige italienische Primaballerina Virgina Zucchi (1849-1933) in ihrem Tutu hinter einer Kulissenwand, an der sie sich keck festhält, die Beine überkreuzt, der linke Arm lässig in der Seite. So lächelt sie den Betrachter leicht von oben an: sieges­ sicher, verführerisch, sinnlich und provozierend und sich ihrer Reize bewusst. Die flirrend-erotische Stimmung des Pièce de Boudoir wird auch durch die Szenerie bestimmt: Der Zuschauer wird vom anonymen „Publikum“ zum ausgesuchten „Voyeur“, der einzig die Chance erhält, die hübsche Tänzerin ganz intim hinter den Kulissen zu besuchen. Links ist die Federmantille lässig auf den kleinen Schminktisch geworfen. Daneben eine Puderdose, eine Quaste und die roten Rosen eines Ver­-

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ehrers sowie ein roséfarbenes Spitzenschühchen. – Verso drei kleine restaurierte Stellen, möglicherweise winzige Leinwandrisse, die recto fachmännisch retuschiert wurden. Auf dem Stützrahmen verso neu bezeichnet und (irrig?) datiert „Virginia Zucchi célèbre danseuse de l‘époque circa 1883“, in nuancierter Farbigkeit, Frische und insgesamt in bestem Zustand. Provenienz: Auktionshaus Dobiaschofsky, Bern; Auktionshaus Koller, Zürich, Privatsammlung Europa. Abbildung Seite 4

3002 Ary, Carina. - Oppler, Ernst. Carina Ary in „Chopi­ niana“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 20 x 15 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 33 x 27 cm. 1922. 150 € Witkiewicz 142, 56. – Carina Ari ist der Künstlername der schwedischen Tänzerin Maria Karina Viktoria Jansson (1897-1970). Nach einer langen und erfolgreichen Karriere, größtenteils in Paris, heiratete Ari und zog nach Argentinien, wo sie anfing als Bildhauerin zu arbeiten und prominente Persönlichkeiten portraitierte. Dort richtete sie auch einen Fond ein, der erkrankte, verletzte und alternde Tänzerinnen und Tänzer unterstützte bzw. eine Förderung des Tanzstudiums ermöglichte. – Etwas gebräunt und gering knitterfaltig. Abbildung


____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3003 Bolm, Adolph. - Grunenberg, Arthur. Adolph Bolm als Amoun in „Kleopatra“. Teilkolorierte Radierung auf Bütten­ papier, unten rechts in Bleistift signiert „A. Grunenberg“. Plat­tengröße 19,2 x 16 cm. Unter Glas mit schwarzem Passepar­ tout in versilberter Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Nach 1914. 180 € Witzkiewicz 168, 8. – Adolph Bolm (1884-1951) in seiner Rolle des Liebhabers Ta-Hors Amoun mit großem Bogen auf einem Beine als Spitzentanz in dem beliebten Ballett „Cléopâtre“, einem Einakter des Choreographen Michel Fokine (1880-1942), der sich die Paraderolle des Amoun selbst auf den Leib geschnitten hatte. Die Musik komponierten die russischen Tondichter Anton Arensky, Alexander Taneyev, Nikolai RimskyKorsakow, Mikhail Glinka, Alexander Glazunov, Modeste Mussorgsky sowie Nikolai Tcherepnin. Bühnenbild und Kostüme, die Grunenberg so trefflich mit wenigen Farbstrichen virtuos andeutet, stammen von Léon Bakst (1866-1924). – Minimal lichtrandig, am unteren Rand mit Bleistift bezeichnet: „Bolm als Amon in ‚Kleopatra‘ P XLV/123“. Abbildung

3004 Bolm, Adolph. - Grunenberg, Arthur. Adolph Bolm als Pierrot in „Carnaval“. Teilkolor. Radierung auf Büttenpapier, unten rechts in Bleistift signiert „A. Grunenberg“. Platten­ größe 23,8 x 18,4 cm. Unter Glas mit schwarzem Passepartout in versilberter Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Nach 1914. 180 € Witzkiewicz 156, 2. – In zarten aquarellierten Blautönen sind die Konturen gehöht, das Gesicht leicht gerötet, so stellt sich der Pierrot in „Carnaval“ dar. Dieses Ballet wurde von Alexander Glazunow, Nikolai Rimsky-Korsakov, Anatoly Lyadov und Alexander Tcherepnin nach Robert Schumanns gleichnamigem Klavierzyklus (Op. 9) orchestriert und von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Verantwortlich dafür waren maßgeblich die Choreographie Michel Fokines, die Kostüme Léon Baksts und vor allem die bezaubernde Darbietung der Karsawina in der Rolle der Columbine. Auch Sergei Djagilew führte das Stück im Rahmen seiner Ballets Russes, etwa im Berliner Theater des Westens am 20. Mai 1910 auf. – Kaum gebräunt, wohlerhalten.

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Abbildung

3005 Bolm, Adolph. - Kainer, Ludwig. Adolph Bolm. Gelb und orange kolorierte Lithographie in Graudruck auf Vélin­ papier. Darstellungsgröße ca. 35 x 24 cm. Mit doppeltem Passepartout in Grau und Rot unter Glas in einfacher gold­ silberner Holzprofilleiste gerahmt. 53 x 44 cm. Ca. 1910-1912. 500 € Adolph Rudolphovitch Bolm (1884-1951) war ein aus Russland von deutschen Vorfahren geborener amerikanischer Ballettänzer, den das Mariinsky-Theater verpflichtet hatte, bis er zusammen mit seiner Gefährtin, der berühmten Balletteuse Anna Pawlowa in den Jahren 1908 bis 1909 auf große Tour durch Europa ging. In Paris gesellte er sich zur Truppe der berühmten Ballets Russes unter Sergei Diaghilew, mit der er dann vor allem in Ballettdarbietungen des Igor Strawinsky auftrat. Hier ist er in einem farbenfrohen, wohl von Léon Bakst entworfenem Kostüm dargestellt, einen Bogen spannend, möglicherweise eine Szene des Balletts des „Sacre du Printemps“. – Unwesentlich gebräunt, kaum fleckig, unten (unter dem Passepartout zu ca. 1,5 cm) ist der Karton umgeknickt und gebrochen, auf diesem Streifen monogrammiert „L.K.“. Abbildung

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ Witkiewicz 92, 31. – Oppler präsentiert die zehnte Szene, den Schmetterling, des „Carnaval“, hier getanzt von Adolph Bolm. Der Ballettänzer und Choreograph Bolm (1884-1951) wurde an der Waganowa-Ballettakademie in St. Petersburg ausgebildet und tanzte nach seinem Abschluss im Jahre 1904 im Mariinsky-Ballett mit. 1909 ging er zusammen mit Anna Pawlowa auf Europa-Tournée. Danach tanzte er in Diaghilews Ballets Russes in Paris. Eine weitere Station seiner Karriere ist das Ballet Intime in New York sowie die New Yorker Metropolitan Opera. Er lebte und arbeitete in Chicago, Kalifornien, New York und San Francisco, wo er beim San Francisco Opera Ballet als Ballettmeister wirkte. – Minimal gebräunt. Abbildung

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3008 Bolm, Adolph. - Oppler, Ernst. Adolph Bolm in „Polo­ wetzer Tänze“. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ meriert. Plattengröße ca. 20 x 13,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 32,5 x 26,5 cm. 1919. 180 € Witkiewicz 62, 16 – Die Polowetzer Tänze sind vier Tänze aus der Oper Fürst Igors von Alexander Borodin, genauer gesagt der Höhepunkt des zweiten Aktes. Michel Fokine inszenierte darauf basierend eine eigene Choreographie für sein Ballettstück, das am 12. Mai 1909 in Paris Premiere feierte. Nacheinander wurden russische Tänze aufgeführt, die jeweils am Schluss ekstatisch wurden. Genau dies war die Besonderheit und die Erweiterung der Rolle der Tänzerinnen und Tänzer sowie ihres Verständnis‘. Die Hauptrolle wurde häufig von Adolph Bolm getanzt. Fokine äußerte sich wie folgt dazu „The unusual dancer ... It was his best role and he performed it best“ (Witkiewicz 62). – Gering stockfleckig. Abbildung

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3006 Bolm, Adolph. - Oppler, Ernst. Adolph Bolm als „Pier­ rot“ in „Carneval“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 15,5 x 20,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 28 x 33 cm. 1918. 200 € Witkiewicz 82, 26. – Oppler zeigt eine der Anfangsszenen aus Robert Schumanns „Carneval“, den „Valse Noble“. Das von den Ballets Russes getanzte und von Michel Fokine inszenierte Stück war für lange Zeit eines der vom Publikum am meisten wertgeschätzen. Das Bühnen­ bild und die Kostüme stammen von Léon Bakst. Bei der Weltpremiere am 20. Mai 1910 im Berliner Theater des Westens saß Oppler selbst im Publikum. – Gleichmäßig leicht gebräunt. Abbildung

3007 Bolm, Adolph. - Oppler, Ernst. Adolph Bolm in „Car­ neval“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 15 x 19,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 27,5 x 32 cm. 1919. 180 €

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____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3009 Derp, Clotilde von. - Oppler, Ernst. Clotilde von Derp und Alexander Sacharoff. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 23,5 x 18 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 37 x 30,5 cm. 1925. 150 € Witzkiewicz 136, 53. – Die deutsche Tänzerin Clotilde von Derp wurde in München in der Tanzschule ihrer Mutter ausgebildet und trat ab 1909 öffentlich auf. Bereits ein Jahr später konnte sie Erfolge als namhafte Tänzerin des zeitgenössischen Ausdruckstanzes verzeichnen. Mit 20 Jahren war sie als Tänzerin auf Tournéen in ganz Europa engagiert. Auch Max Reinhard verpflichtete sie für eine Saison in London. Nach der Hochzeit mit Alexander Sacharoff trat sie hauptsächlich zusammen mit ihrem Mann auf. Das Paar wurde zu den herausragenden Pionieren des Ausdruckstanzes gezählt. – Etwas gebräunt. Abbildung

3010 Derp, Clotilde von. - Oppler, Ernst. Clotilde von Derp und Alexander Sacharoff. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Mit Passepar­ tout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 37 x 30 cm. 1925. 150 € Witzkiewicz 134, 52. – Die mit bürgerlichem Namen geborene Clotilde Margarete Anna Edle von der Planitz (1892-1974) trat unter ihrem Künstlernamen Clotilde von Derp als international erfolgreiche Tänzerin auf. 1919 heiratete sie den Tänzer, Choreographen, Maler und Pädagogen Alexander Sacharoff. Die beiden sind führende Repräsentanten des Ausdruckstanzes geworden. Sie entwickelten sogar eine eigene Tanzform, die als „abstrakte Pantomime“ bezeichnet werden. – Leicht gebräunt. Abbildung

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ 3012 Falke, Gertrude. - Oppler, Ernst. Gertrude Falke in „Rosamunde“. Radierung. Vom Künstler signiert. Platten­ größe ca. 20 x 15 cm. Mit Passepartout unter Glas in versil­ berter Holzleiste gerahmt. 33 x 27 cm. 1923. 150 € Witkiewicz 130, 50. – „Rosamunde“ ist ein romantisches Schauspiel in vier Aufzügen, mit Chören, Musikbegleitung und Tänzen von Helmina von Chézy. Die Uraufführung mit der Musik von Franz Schubert (D 797) fand am 20. Dezember 1823 im Theater an der Wien statt. Gertrude Falke (1891-1984) gründete mit 22 Jahren ihre eigene Tanzschule in Ham­burg. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Ursula gilt Getrude als Pionierin des Ausdruckstanzes. Das präsentierte Balettstück zeigt Gertrude in der Rolle der zypriotischen Prinzessin Rosamunde, die dazu bestimmt ist, im zarten Alter von achtzehn Jahren die Herrschaft anzutreten. Der bis dato amtierende und als Vormund eingesetzte Statthalter Fulgentius versucht dies durch zahlreiche Intrigen zu verhindern. Sein Rosamunde gegoltener Giftanschlag kostet ihn letztlich selbst das Leben und Rosamunde besteigt den Thron. – Leicht knitterfaltig. Abbildung

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3011 Falke, Gertrude. - Oppler, Ernst. Gertrude Falke in „Rosamunde“. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ meriert. Plattengröße ca. 19 x 14,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 34 x 28 cm. 1923. 150 € Witzkiewicz 128, 49. – Unter dem Begriff ‚Ausdruckstanz‘ wird eine künstlerischen Form des Tanzes verstanden, bei der das individuelle und künstlerische Darstellen von Gefühlen elementarer Bestandteil ist. Er ist als Gegenbewegung zum klassischen Ballett zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Ziel entstanden, natürliche Bewegungen des Körpers zu zeigen. Die erste namhafte und berühmt gewordene Ver­treterin dieser neuen Tanzform war Isadora Duncan. Sie war dabei bestrebt Körper, Seele und Geist in ihrer Kunst miteinander zu verbinden. Inspirationen erhielt sie von antik-griechischen Abbildungen und der antiken Philosophie. Bedeutsam für die Weiterentwicklung des Ausdruckstanzes war auch die Frauenbewegung. In der Weimarer Republik ist als eine Pionierin die in Hamburg wohnhafte und dort ein eigenes Tanzstudio führende Gertrude Falke zu erwähnen. – Leicht gebräunt. Abbildung

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____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3013 Falke, Gertrude. - Oppler, Ernst. Gertrude Falke in „Rosamunde“. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ meriert. Plattengröße ca. 22,5 x 14,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 37 x 28 cm. 1923. 150 € Witzkiewicz 126, 48. – Gertrude Falke (1891-1984) präsentiert den Ausdruckstanz hier par excellence. Im Gegensatz zum klassischen Ballett trägt Falke kein enganliegendes Tutu oder Spitzenschuhe. Barfüßig und in eine weite wallende Tunika gekleidet, schwebt sie über die Bühne. – Leicht gebräunt und gewellt. Abbildung

3014 Falke, Gertrude. - Oppler, Ernst. Gertrude Falke in Chopins Fantaisie-Impromptu. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 23 x 15 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 39 x 28 cm. 1923. 150 € Witkiewicz 132, 51. – Das Fantaisie-Impromptu in cis-Moll, Op. post. 66 ist ein Werk Frédéric Chopins aus dem Jahr 1834, das posthum von Julian Fontana 1855 veröffentlicht wurde. Oppler zeigt Getrude Falke (1891-1984) in einer ausdruckstarken Pose im Profil nach rechts, mit beiden Beinen vom Boden abgehoben. Ihre langen fließenden Gewänder umspielen ihren Körper und verstärken den Eindruck von Leichtigkeit und Eleganz. – Minimal gebräunt. Abbildung

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ auch eine großformatige Mappe erschienen, die die hier verkleinerten Tafeln mit Darstellungen der Tänzerin und Tanztherapeutin Gertrude Falke (1891-1984) im Original enthält. – Vorsatz mit dem Stempel der bedeutenden „Collection Jan Stanislaw Witkiewicz“.

Abbildung

3017 Fokina, Vera. - Grunenberg, Arthur. Vera Fokina als Ha-Tor in „Cleopatra“. Teilkolorierte Radierung auf Bütten­ papier, unter der Darstellung rechts mit Bleistift signiert: „A. Grunenberg“ und bezeichnet „P XLV/111“. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Unter Glas in silberner Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Um 1914. 280 € Witkiewicz 166, 7. – Die russische Tänzerin Vera Fokina (1886-1958), Frau des bedeutenden russisch-amerikanischen Tänzers und Choreographen Michel Fokine, hier in ihrer Rolle der Ta-Hor aus dem Einakter „Une Nuit d‘Egypte“ nach der Musik des Anton Stepanowitsch Arenski (1861-1906) und dem Libretto ihres Ehemanns. Das Ballett wurde am 2. März 1908 für Mariinsky-Theater in St. Petersburg uraufgeführt. „For the opening of the season, on 2 June 1909, at the Théâtre du Châtelet in Paris, Diaghilev‘s group prepared the second version of the ballet entitled Cleopatra with the musik by various Russian composers. The set and costumes were designed by Léon Bakst, and the title role was danced by featuring Ida Rubinstein, Fokin‘s student“ (Witkiewicz). – Sehr frisch, zart mit gelber und roter Farbkreide vom Künstler gehöht. Abbildung

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3015 Falke, Gertrude. - Oppler, Ernst. Getrude Falke in „Mazurka“. Radierung. Vom Künstler signiert und numme­ riert. Plattengröße ca. 21 x 16 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 34,5 x 28,5 cm. 1923. 180 € Witkiewicz 124, 47. – Getrude Falke (1891-1984) erhielt ihre Tanzausbildung bei Jaques-Dalcroze in Hellerau und gründete bereits mit 22 Jahren ihre eigene Tanzschule in Hamburg. Dabei wurde sie von ihrer jüngeren Schwester Ursula unterstützt. Die beiden traten unzählige Male zusammen auf. Da Gertrudes Mann jüdischer Abstammung war, emegrierten die beiden nach London, wo sie in Kurt Jooss‘s Tanzschule eine Anstellung fand. Getrude und Ursula gelten heute als Pionierinnen des Ausdruckstanzes. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 11

3016 Falke, Gertrude. - Oppler, Ernst. Gertrud Falke in Radierungen. Eingeleitet von Hans W. Fischer. 12 S., 2 Bl. Mit Porträt-Frontispiz in Orig.-Radierung, signiert „EOppler“ und 8 Tafeln. 21,6 x 16 cm. Orangefarbenes OHalbleder (Gelenke brüchig, Kapitale lädiert, fleckig) mit goldgeprägtem RTitel. Leipzig, E. A. Seemann, o. J. (1924). 250 € Eines von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Originalradierung Ernst Opplers (1867-1929). 1924 war

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____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3018 Fokine, Michel. - Grunenberg, Arthur. Michel Fokine als Harlekin im „Carneval“. Teilkolorierte Radierung auf Büttenpapier, unter der Darstellung links mit Bleistift sig­ niert: „A. Grunenberg“. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Unter Glas in silberner Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Um 1914. 250 € Witkiewicz 158, 3. – Der Tänzer und Choreograph Michel Fokine gilt als Gründer des modernen Balletts. Hier ist er selbst als Tänzer dar­ gestellt, in der Rolle des Harlekin im „Carnaval“. Dieses Ballett wurde von Alexander Glazunow, Nikolai Rimsky-Korsakov, Anatoly Lyadov und Alexander Tcherepnin nach Robert Schumanns gleichnamigem Klavierzyklus (Op. 9) orchestriert und von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Der Künstler Arthur Grunenberg (1880-1952) arbeitete hier vor allem die runden Bewegungen und das immense Muskelspiel des zu fliegen scheinenden Tänzers bei dieser Darstellung heraus. – Tadellos frisch, zart mit Rosétusche und himmelblauer Farbkreide gehöht. Abbildung

3019 Frohmann, Max. - Grunenberg, Arthur. Max Froh­ mann in den Polowetzer Tänzen. Teilkolorierte Radierung auf Büttenpapier, unten rechts in Bleistift signiert „A. Grunen­ berg“. Plattengröße 24 x 18 cm. Unter Glas mit schwarzem Passepartout in versilberter Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Nach 1914. 180 € 3018

Witzkiewicz 174, 11. – Alexander Borodin (1833-1887) komponierte die „Polowetzer Tänze“ im Rahmen seiner großen Oper „Fürst Igor“, die dort mit mehreren Chören intoniert werden. In der Orchesterfassung wurden sie als Ballettmusik europa- und später weltweit berühmt. Mit den Polowetzern stellt Borodin die Kyptschaken, ein Turkvolk aus den Steppen des Ostens vor, wobei er zahlreiche orientalische Kläge einflicht. Der Bogenschütze spielt auf das kriegerische Wesen des Stammes an. „Although Arthur Grunenberg claimed that all his drawings were created ‚live‘ during the spectacles, in some cases it is known that dancers were sitting for the painter in atelier or that used the photographs depicting dances of the Ballets Russes. Such was the case with this graphic“ (Witkiewicz). – Nur unwesentlich leicht angestaubt im unteren Rand, mit Bleistift bezeichnet „P XLV/124“. Abbildung

3020 Gert, Valeska. - Kainer, Ludwig. Valeska Gert. Groteske Tänze. Theatersaal d. Hochschule f. Musik. Kleinplakat. Orig. Lithographie von 2 Steinen. 27 x 20 cm. Berlin, Dinse & Eckert, 1917. 150 € Das damals wie heute populärste Plakat der Berliner Schauspielerin, Kabarettistin, Pantomimin und bedeutenden Vertreterin des Modernen Tanzes Valeska Gert (1892-1978), das der Zeichner, Maler, Illustrator, Filmarchitekt und Kostümbildner Ludwig Kainer (1885-1967) für eine Vorstellung am Mittwoch, den 10. Oktober und Dienstag, den 16. Oktober 1917, jeweils um 8 Uhr entworfen hat. – Minimal gleichmäßig gebräunt, sonst sehr sauber und frisch, in leuchtendem Orangedruck.

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Abbildung Seite 251

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ 3021 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsavina als Columbine im „Carneval“. Kolorierte Kreidelitho­ graphie. Im Stein bezeichnet „Karsavina u. d. L. gez. A. Grunen­ berg“ und unter der Darstellung links mit Bleistift signiert: „A. Grunenberg“. Darstellungsgröße ca. 44,5 x 32 cm. Format 55 x 39 cm. Unter Glas in vergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. 57 x 41 cm. Um 1912. 600 € Witkiewicz 154, 1. – Tamara Platonowna Karsawina (1885-1978) in ihrer Paraderolle der Columbine im „Carnaval“. Dieses Ballett wurde von Alexander Glazunow, Nikolai Rimsky-Korsakov, Anatoly Lyadov und Alexander Tcherepnin nach Robert Schumanns gleichnamigem Klavierzyklus (Opus 9) orchestriert und wurde von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Verantwortlich dafür waren maßgeblich die Choreographie Michel Fokines, die Kostüme von Léon Bakst und vor allem die bezaubernde Darbietung der Karsawina in der Rolle der Columbine. Auch Sergei Djagilew führte das Stück im Rahmen seiner Ballets Russes, etwa im Berliner Theater des Westens am 20. Mai 1910 auf. „Tamara Karsavina was dancing in the world premiere of Carnaval the part of Colombine and later, in the countless number of performances during the numerous tours of the Ballets Russes. The audience enjoyed watching this ballet suit consisting of mini-dance forms and paltry episodes very much“ (Witkiewicz).

3021 Der Künstler Arthur Grunenberg (1880-1952) stellt die Karsawina in prachtvollem Rüschenkostüm dar, die rechte Hand unter dem Kinn, die Haare blumengeschmückt. Die Kreidelithographie höhte der Künstler mit sanften Farbkreiden in Gelb, Blau und Rostbraun. – Sehr sauber und frisch, ganz unwesentliche, kaum sichtbare Fleckchen. Sehr seltenes Blatt, hier in einem Abzug auf Japanpapier. Abbildung

3022 Grunenberg, Arthur. Spanische Tänzerin. Kolorierte Radierung auf Büttenkarton. 24,5 x 15,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 38,5 x 30 cm. 1917. 350 € Witkiewicz 176, 12. – Auf der Bühne vor dem bläulich-türkisen Vorhang erscheint auf dem rötlich kolorierten Parkett eine schlanke spanische Tänzerin mit schwarzem, wallenden Haar und einer Rose am Ohr, nach hinten gebeugt in starkem Ausdruckstanz des Flamenco, der Muiñeira oder Sardana, in ein weites zartgelbes Spitzenkleid mit fliegender Kette gewandet. Links wartet der Flamenco-Tanzpartner auf seinen Auftritt, unten sieht man das Publikum sitzen. – Etwas gebräunt, Ränder etwas angestaubt. Die Darstellung im Plattenrand in bestem kontrastreichen Druck.

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3023 Grunenberg, Arthur. Figuren. Eine Folge von 16 Stein­ zeichnungen mit einer Einleitung von Joachim Kirchner. 2 Bl. Mit großer lithographischer Titelvignette und 16 lithogra­ phische Tafeln. 68,5 x 51,5 cm. Lose Tafeln und typographi­ scher Doppelbogen in OHalbpergament-Mappe (obere Klappe fehlt, Klappengelenke brüchig, etwas gebräunt, nur mini­ mal fleckig, Kanten und Ecken bestoßen, verso mit Bezugs­ fehlstellen) mit illustriertem VDeckel nach einer Kreidelitho­ graphie des Künstlers. Berlin, Ernst Wasmuth, o. J. (1919). 2.800 €

den Ballets Russes erkennen, wie Vaslav Nijinsky, Anna Pawlowa, Tamara Karsawina oder Adolphe Bolm. „Der Strich ist oft vibrierend nervös, doch nie ohne Kraft, gelegentlich gewinnt er monumentale Gestaltung. Grunenbergs Figuren wollen rein zeichnerisch gewertet sein, nicht ohne Absicht verzichtet er darauf, zu einem bestimmten Milieu Stellung zu nehmen oder auch nur andeutend auf den Hintergrund hinzuweisen. Durch diese kluge Selbstbeschränkung und vor­sichtige Abgrenzumg des Gewollten wird jener statuarische Eindruck erreicht, der es gerechtferigt erscheinen läßt, diese Folge von Steinzeichnungen ‚Figuren‘ zu benennen“ (Joachim Kirchner im Vorwort). – Die Imperialfolio-Tafeln auf festem Zandersvélin mit Wasserzeichen „JWZANDERS 1916“ sind kaum fleckig (eine einzige minimal knitterspurig), sonst von ausgezeichneter, ja bemerkenswert frischer und guter Gesamterhaltung. Von allergrößter Seltenheit, lediglich ein Exemplar im Auktionshandel nachweisbar, in den meisten Bibliotheken nicht vorhanden, auch im Deutschen Tanzarchiv konnten wir über den OPAC kein Exemplar finden.

Eines von nur 60 nummerierten Exemplaren auf Zandersvélin. Die monumentale Mappe „Figuren“ des aus dem ostpreußischen Königsberg stammenden Künstlers Arthur Grunenberg (1880-1952) gehört zu seinen graphischen Hauptwerken - und ist gleichzeitig eines der bedeutendsten Mappenwerke, die dem Tanz gewidmet sind. In den sich leicht bewegenden Figuren voller Grazilität, Anmut und reizendster Leiblichkeit kann man immer wieder seine beliebten Modelle aus

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ es den Balletts Russes wie vielen anderen Tänzerinnen und Tänzern nicht möglich in Deutschland aufzutreten. Dieser Umstand begünstigte die Karriere Christensens. – Wohlerhalten.

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3026 Ibsen, Lillebil. - Oppler, Ernst. Lillebil Ibsen. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 14 x 10,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 28 x 21,5 cm. 1920. 150 € Witkiewicz 72, 21. – Lillebil Ibsen bzw. mit bürgerlichem Namen Sofie Krohn (1899-1989 ), tanzt hier als junge Frau auf einem Bein auf den Zehenspitzen stehend, das andere Bein nach hinten ausgestreckt, den Zuschauer frontal anschauend. – Gering gebräunt. Abbildung

3027 Ibsen, Lillebil. - Oppler, Ernst. Lillebil Ibsen in „Die Prima Ballerina“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 14 x 12 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 30 x 24 cm. 1920. 150 € Witkiewicz 68, 19. – Lillebil Christensen tanzt hier in der „Prima Ballerina“ Hugo von Hofmannsthal zusammen mit dem österreichischen

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3024 Ibsen, Lillebil. - Kainer, Ludwig. Lillebil Christensen als Prinzessin Fay Yen in der „Grünen Flöte“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 17 x 12 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste ge­ rahmt. 31 x 25 cm. 1916. 150 € Witkiewicz 218, 4. – Max Reinhard war der Regisseur der Ballettpantomime „Die grüne Flöte“ Hugo von Hofmannsthals. Die Chereographie entwickelte Ernst Matray, das Bühnenbild entwarf Ernst Stern und die Musik stammte von Wolfgang Amadeus Mozart in einer Interpretation Einars Nilsons. Weltpremiere feierte das Stück 1916 am Deutschen Theater in Berlin. – Sauber und wohlerhalten. Abbildung

3025 Ibsen, Lillebil. - Oppler, Ernst. Lillebil Ibsen. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 19,5 x 15,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 33,5 x 26 cm. 1919. 150 € Witkiewicz 64, 17. – Die norwegische Tänzerin Lillebil Christensen (18991989) wurde 1916 in Berlin von Max Reinhard engagiert und zeigte ihr Können am Deutschen Theater. Während des Ersten Weltkrieges war

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Schauspieler und Comedian Max Pallenberg (1877-1934). Während er zu ihren Füßen kniet und sie ehrfürchtig anschaut, tanzt sie mit einer atemberaubenden Leichtigkeit vor ihm, auf einem Bein auf den Zehenspitzen stehend, die Arme wellenartig gehalten, den Kopf leicht nach links geneigt. Das Bühnenbild und die Kostüme entwarf Ernst Stern (1876-1954). – Oberhalb der Nummerierung mit kleinem Braunfleck. Abbildung

3028 Ibsen, Lillebil. - Oppler, Ernst. Lillebil Ibsen. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 20,5 x 12,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 34,5 x 25 cm. 1920. 150 € Witkiewicz 66, 18. – Sehr wahrscheinlich zeigt Oppler die norwegische Tänzerin Lillebil Christensen (bzw. Lillebil Ibsen) hier während eines Auftritts im Jahre 1916 in der „Grünen Flöte“ des Hugo von Hofmanns­ thal mit der Musik Wolfgang Amadeus Mozarts. Die Choreographie entwickelte Ernst Stern, der Regisseur war Max Reinhard. – Leicht gewellt. Abbildung

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ (1870-1958) komponiert und am 12. Juni 1913 im Théâtre des ChampsElysees von Diaghilews Ballets Russes uraufgeführt. – Sauber und wohlerhalten.

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3031 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina als Columbine in „Carnaval“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 36,5 x 30,5 cm. 1914. 150 € Witkiewicz 160, 4. – „Carnaval“ basiert auf der Musikkomposition Robert Schumanns für die Klaviersuite, Op. 9. Die Choreographie entwickelte Michel Fokine auf Grundlage seines eigenen Librettos, die Kostüme designte Léon Bakst. Die Premiere fand 1910 in St. Petersburg statt. Die führenden Tänzer des Mariinsky-Balletts wurden für die Produktion engagiert, darunter Tamara Karsawina. – Leicht gebräunt und braunfleckig. Abbildung

3032 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina im Tutu. Teilkolorierte Radierung auf Büttenpa­ pier, unter der Darstellung rechts mit Bleistift signiert: „A. Grunenberg“. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Unter Glas in silberner Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Um 1914. 280 € 3029

Witkiewicz 162, 5. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren. Tamara Karsawina (1885-1978) im Spitzentanz als (zur Abwechslung einmal nicht sterbender, sondern lebender) Schwan. Das Tutu teils mit Riefeleisen konturiert. Der Stich ist mit roséfarbener und roter Aquarelllinie gehöht. – Sehr schön, nahezu tadellos erhalten. Abbildung

3029 Ibsen, Lillebil. - Oppler, Ernst. Lillebil Ibsen. Radie­ rung. Vom Künstler signiert und in der Platte nummeriert. Plattengröße ca. 18 x 13,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 32,5 x 27 cm. 1920. 180 € Witkiewicz 70, 20. – Die norwegische Tänzerin sowie Schauspielerin bei Bühne und Film, Sofie Krohn (1899-1989 ), die unter ihrem Künstlernamen Lillebil Christensen große Bekanntheit erlangte, begann ihre Karriere im Kindesalter in der „Prinzessin auf der Erbse“. Auf Grund ihres herausragenden tänzerischen Könnens wurde sie in ganz Europa als ‚Madame Lillebil‘ bekannt. Engangements in Paris und London sowie in Berlin, wo sie Max Reinhardt als Primaballerina angagierte, förderten ihre Karriere entscheidend. Große Erfolge erzielte sie als Lady Bracknell in Oscar Wildes „Bunbury“ und mit Friedrich Dürrenmatts Drama „Der Besuch der alten Dame“. – Etwas gebräunt. Abbildung

3030 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawima als Salome. Radierung. Vom Künstler signiert. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 36 x 29,5 cm. 1914. 150 € Witkiewicz 168, 9. – Das Ballettstück in einem Akt und sieben Bildern „Die Tragödie der Salome“, Op. 50 wurde 1907 von Florent Schmitt

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3033 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina in dem Ballet „Le Dieu Bleu“ von Michel Fokine. Teilkolorierte Radierung auf Büttenpapier, unten rechts in Bleistift signiert „A. Grunenberg“. Plattengröße 24 x 17,5 cm. Unter Glas mit schwarzem Passepartout in versilberter Holzleiste gerahmt. 43 x 36 cm. Nach 1914. 180 € Witzkiewicz 164, 6. – Nach den großen Erfolgen der Ballets Russes in Paris, vor allem mit „Cleopatra“ von 1909 und „Scheherazade“ von 1910 förderte der Impressiario Sergei Diaghilew ein weiteres exotisches Stück, dass Michel Fokin in eine rauschende Choreographie verwandeln konnte. „The Blue God with the music by Reynaldo Han, the libretto by Jean Cocteau and Federico de Madrazo y Ochoi was selected. Léon Bakst dealt with the set and Mikhail Fokin prepared the choreography. The world premiere took place on 13 May 1912, at the Théâtre du Châtelet in Paris. The ballet tells a story of the Young Boy who was to be ordained. However, his beloved Young Girl appears and begs him not to leave her. Everybody is outraged by this interruption of the ceremony and they sentence the Girl to death. The Blue God stands up for the Girl and as a consequence the Boy decides to stay with her“ (Wit­kieiwcz). Trotz Tamara Karsawina als Primaballerina hatte das Ballett keinerlei Erfolg in Paris. – Kaum fleckig, schönes Exemplar. Abbildung


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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ 3036 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina in „Der Feuervogel“. Kreidelithographie. Vom Künstler signiert. Mit Passepartout unter Glas in versilber­ ter Holzleiste gerahmt. 32 x 26 cm. 1922. 150 € Witkiewicz 184, 16. – 17 Lithographien, die Tamara Karsawina in der Hauptrolle als Feuervogel in dem gleichnamigen Ballettstück zeigen, erschienen auch 1922 in Berlin im Euphorion Verlag. Unter dem Titel „Tamara Karsavina, Der Feuervogel“. – Leicht gewellt. Abbildung

3037 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina in „Der Feuervogel“. Kreidelithographie. Vom Künstler signiert. Mit Passepartout unter Glas in vergolde­ ter Holzleiste gerahmt. 31 x 25 cm. 1922. 150 € Witkiewicz 180, 14. – Die Weltpremiere des „Feuervogels“ wurde am 25. Juni 1910 in der Pariser Oper gefeiert. Die Kostüme und das Bühnenbild wurden von Alexander Golovin und Léon Bakst entworfen. Die Hauptrolle, den Feuervogel, tanzte Tamara Karsawina für viele Jahre. Diese Rolle sowie die in „Le Spectre de la Rose“ wurden zu Kar­sawinas bedeutendsten. Daher sind zahlreiche Portraits entstanden, die sie als Feuervogel zeigen. Die vorliegende Lithographie wurde auch als eine von 17 in dem Buch Arthur Grunenbergs „Tamara Karsa­vina, Der Feuervogel“ 1922 im Berliner Euphorion Verlag veröffentlicht. – Wohlerhalten.

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3034 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina tanzt eine Polka. Radierung. Vom Künstler sig­ niert und nummeriert. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 36,5 x 30,5 cm. 1914. 150 € Witkiewicz 172, 10. – Im Haus des russischen Musikverlegers und Mäzens Mitrofan Petrowitsch Beljajew (1836-1904) fanden ab 1885 die „Rus­ sischen Sinfoniekonzerte“ und ab 1891 die wöchentlich stattfindenden „Quartettfreitage“, die sogenannten „Les Vendredis“ statt. Dort präsentierte sich auch Tamara Karsawina mit einer Polka. – Etwas stockfleckig, leicht gebräunt. Abbildung

3035 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina und Vaslav Nijinsky in „Scheherazade“. Kreidelitho­ graphie. Vom Künstler in der Platte signiert. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 39 x 33 cm. 1919. 150 € Witkiewicz 192, 20. – Nach der Weltpremiere von „Scheherazade“ in Paris war das Publikum verzaubert von den vielen verschiedenen Farben, Tönen und Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer. Der Choreograph hatte hier erstmals den Versuch unternommen, ein symphonisches Musikstück zu verwenden. In der Folge leitete dies eine entscheidende Entwicklung ein. Es wurden zunehmend symphonische Musikstücke eingebunden, die dadurch große Bekanntheit erlangten. Die vorliegende Lithographie erschien als Beigabe in „Junge Berliner Kunst“ im Jahr 1919 bei Wasmuth. – Leicht gebräunt. Abbildung

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ Witkiewicz 186, 17. – Zur Weltpremiere des „Feuervogels“ versammelte sich nahezu die gesamte Pariser Oberschicht. Zum ersten Mal erfüllte sich die ideale Vorstellung Sergei Djagilews und Michel Fokines einer perfekten und harmonischen Inszenierung. Das besonderes Bedürfnis nach Harmonie ist auch in der Thematik des Feuervogels begründet und wird durch ein märchenhaftes Bühnenbild mit wunderschönen Kostümen realisiert. Bemerkenswert sind auch die Choreographie Fokines mit der herausragenden Performance der Balletts Russes und mit Tamara Karsawina an der Spitze sowie die komponierte Musik. – Wohlerhalten. Abbildung

3039 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina in „Der Feuervogel“. Kreidelithographie. Vom Künstler signiert. Mit Passepartout unter Glas in versilber­ ter Holzleiste gerahmt. 36,5 x 30,5 cm. 1922. 150 €

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Witkiewicz 188, 18. – „Der Feuervogel“ ist ein Ballett in zwei Akten mit der Musik von Igor Strawinsky nach dem Libretto von Michel Fokine. Uraufgeführt wurde das Stück 1910 im Pariser Théatre National de l‘Opéra von den Ballets Russes. Impressario war Sergei Pawlowitsch Djagilew, der versuchte mit den Ballets Russes an vorherige Erfolge anzuknüpfen. – Sauber und wohlerhalten. Abbildung

3040 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina in „Der Feuervogel“. Kreidelithographie. Vom Künstler signiert. Mit Passepartout unter Glas in vergolde­ ter Holzleiste gerahmt. 31 x 25 cm. 1922. 150 € Witkiewicz 182, 15. – Tamara Karsawina (1885-1978) in der Hauptrolle als Feuervogel - ein Wesen halb Vogel, halb Frau - trägt ein mit goldenen Federn geziertes Kostüm. Prinz Ivan entführt den Feuervogel. Im Austauch für die Freiheit des Vogels erhält Ivan eine Feder und das Versprechen, dass der Feuervogel ihm helfen wird, wann immer er Hilfe benötigt. – Wohlerhalten. Abbildung

3041 Karsawina, Tamara. - Kainer, Ludwig. Tamara Karsa­ wina als Salome. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ meriert. Plattengröße ca. 16,5 x 12 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 33 x 28 cm. 1914. 180 € Witkiewicz 241, 2. – Die Rolle der Salome tanzte Tamara Karsawina am Berliner Theater am Nollendorfplatz im Jahre 1914. Die Inszenierung wurde von Boris Romanow choreographiert, die Kostüme entwarf Serge Soudeikin. – Gering gebräunt. Abbildung

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3038 Karsawina, Tamara. - Grunenberg, Arthur. Tamara Karsawina in „Der Feuervogel“. Kreidelithographie. Vom Künstler signiert. Mit Passepartout unter Glas in versilber­ ter Holzleiste gerahmt. 33,5 x 24,5 cm. 1922. 150 €

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3042 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina in „Scheherazade“. Aquatintaradierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 19 x 25 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 35 x 40,5 cm. 1912. 250 € Witkiewicz 54, 12. – „Scheherazade“ heißt eine der Hauptfiguren aus der Rahmenhandlung der persischen Geschichten von Tausendundeiner Nacht. Es handelt sich um die Tochter des Wesirs des persischen


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Königs Schahryâr, der von seiner Ehefrau Zobeide mit einem Sklaven betrogen wurde. Dieses Ereignis veranlasste ihn zu der Annahme, dass keine Frau jemals treu sein würde und er daher jeden Tag eine neue Frau heiraten wird, um sie am nächsten Morgen töten zu lassen. Die hier dargestellte Szene zeigt den Schluss des Stückes, den Moment, in dem der König seine Frau mit dem Geliebten sowie den ganzen Harem entdeckt. Er lässt daraufhin alle Sklaven töten, Zobeide wählt den Freitod. Oppler zeigt die in Panik verfallenen Personen, die um ihr Leben fürchten und zu flüchten versuchen. In der Berliner Krolloper wurde von den Ballets Russes vom 21. November bis zum 19. Dezember 1910 „Scheherazade“ aufgeführt. Die Weltpremiere fand im Juni desselben Jahres in der Pariser Oper statt. Bei der Berliner Inszenierung saß Oppler im Publikum und wurde so sehr fas­ziniert, dass er selbst nach Jahren noch auf seine während der Vorstellungen angefertigten Zeichnungen zurückkam, die er als Vorlagen für Graphiken und Ölgemälde vewendete. – Minimal gebräunt. Abbildung

3043 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina und Vaslav Nijinsky in „La Sylphide“. Aquatintaradierung. Vom Künstler signiert. Plattengröße ca. 18,5 x 25 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 32 x 37 cm. 1912. 250 € Witkiewicz 148, 59. – Michel Fokine inszenierte drei unterschiedliche Versionen von „La Sylphide“. Oppler wählte für seine Radierung die letzte Szene der dritten Version aus, die am 2. Juni 1909 im Théâtre du Châtelet in Paris aufgeführt wurde. Inmitten von zwei Reihen von Balletteusen tanzen Tamara Karsawina und Vaslav Nijinsky den pas de deux . Die ersten zehn Abzüge der Graphik erschienen in der Mappe „Russisches Ballet“ im Verlag von I. B. Neumann in Berlin, während 40 weitere Abzüge der Graphiken dieser Folge im Freiverkauf angeboten wurden. – Sauber und wohlerhalten. Abbildung

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ 3046 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina bei der Probe zum „Goldenen Hahn“. Radierung auf Büttenpapier. Plattengröße 19,5 x 24 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 32,8 x 35,8 cm. Nach 1914. 280 € Witkiewicz 138, 54. – Das Ballett „Der goldene Hahn“ (rossice: Solotoi petuschok) stammt aus der gleichnamigen Oper Nikolai Rimski-Korsakow auf dem Libretto von Wladimir Bjelski nach dem gleichnamigen Märchen von Alexander Puschkin (von 1834). Die Pariser Uraufführung wurde zu einem durchschlagenden Erfolg, nicht zuletzt weil die Titelpartie von Tamara Karsawina getanzt wurde. So gilt die Choreographie bis heute als Meilenstein in der Entwicklung des modernen Musiktheaters. Ernst Oppler stellt hier eine höchst interessante Backstage-Szene von den gemeinsamen Probearbeiten dar, die er 1914 in einer Zeichnung festhielt. Während die Karsawina sich mit einem Tambourin in der Hand grazil zu den Klaviertönen des Repetitors dreht, beobachtet der Choreograf die Szene kritisch. Es ist der Gründer des modernen Balletts Michel Fokine (1880-1942). „In Fokine‘s choreography, the singers were placed at the back of the scene and their parts and choruses were performed by dancers. The main roles were danced by Tamara Karsavina, Alexei Bulgakov und

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3044 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina. Kreidelithographie. Ca. 19 x 16 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 50 x 42 cm. 1912. 150 € Witkiewicz 52, 11. – Im Sommer des Jahres 1912 traten die Ballets Russes in London in Covent Garden auf, wo Oppler die russische Balletttän­ zerin, Tanzpädagogin und spätere Mitbegründerin der Royal Academy of Dance, Tamara Platonowna Karsawina (1885-1978), porträtierte. – Leicht braunfleckig. Abbildung

3045 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsavina in der Umkleide. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ meriert. Plattengröße ca. 20,7 x 15,7 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 36,5 x 29,5 cm. 1914. 250 € Witkiewicz 78, 24. – Während der Proben und Aufführungen im Jahre 1914 in der Pariser Oper hatte Oppler die Gelegenheit Tamara Karsawina (1885-1978) zu zeichnen. Im Vergleich mit Anna Pawlowa „ist [sie] ein anderer Typ, agiler, gelöster, froher“ (Peter, Oppler, 2017, S. 167). Hier zeigt Oppler sie im Profil nach links in dem privaten Moment in ihrer Umkleide, wo sie gleich den Lippenstift ansetzen wird. – Wohlerhalten. Abbildung

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Enrico Cecchetti. Despite the fact that the opera-ballet was greatly appreciated by the audience, it was displayed only a few times, because the composer‘s inheritors threatened to sue Diaghilev for abridgments and changes introduced to the music score“. Tafel 2 aus der Folge der „Ballets Russes“. – Leicht braunfleckig. Abbildung

3047 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina und Vaslav Nijinsky in „Le Spectre de la Rose“. Radie­ rung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 24,5 x 18,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilber­ ter Holzleiste gerahmt. 41,5 x 33 cm. 1914. 250 € Witkiewicz 56, 13. – „Le Spectre de la Rose“ wurde von Michel Fokine für die Ballets Russes choreografiert und basiert auf einem choreografischen Poem von Théophile Gautier. Die Musik stammt von Carl Maria von Webers „Aufforderung zum Tanz“, Op. 65 (J 260), das Bühnenbild und die Kostüme entwarf Léon Bakst. Das Stück handelt von einer Debütantin, die mit einer Rose vom Ball nach Hause zurückkehrt, in einem Sessel einschläft und die Blume auf den Boden fallen lässt. Im Traum erscheint dem Mädchen der Geist der Rose und sie tanzen zusammen in den Gemächern. Nachdem der Geist durch das Fenster entflohen ist, wacht das Mädchen auf. Die Premiere des Stückes fand am 19. April 1911 im Theater von Monte Carlo statt. Die Hauptrollen tanzten dabei Tamara Karsawina (18851978) und Vaslav Nijinsky (1889-1950). Bis heute beeindruckend ist die Grazie und Eleganz von Nijinskys Sprung durch das Fenster in seiner Rolle als Geist. – Wohlerhalten. Abbildung

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3048 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina und Vaslav Nijinsky in „Carnaval“. Radierung. Platten­ größe ca. 16 x 20,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versil­ berter Holzleiste gerahmt. 31,5 x 36 cm. 1919. 150 € Witzkiewicz 96, 33. – Oppler zeigt hier die 18. Szene, „das Geständnis“ aus dem „Carnaval“. Vaslav Nijinsky tanzt die Rolle des Harlekin, Tamara Karsavina verkörpert Columbine. Das dargestellte Treffen zeigt den Moment, in dem die beiden sich ihre tiefe Zuneigung gestehen. Mehrere Male portraitierte Oppler diesen intimen Moment. – Gering gebräunt. Abbildung

3049 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina in „La Sylphide“. Farbig lavierte Bleistiftzeichnung auf festem Büttenpapier. Unten rechts signiert. Darstellungs­ größe ca. 20 x 16 cm. Mit Kunstwildleder-Passepartout unter Glas in strukturgeschnitzter Holzprofilleiste gerahmt. 41 x 31 cm. Um 1921. 600 € Witkiewicz Abb. auf S. 24. – Mit ganz zart aquarellierten Pastelltönen in Gelb, Rosé und Grün gelang es Ernst Oppler (1867–1929) der Tänze­ rin Tamara Karsawina (1885–1978) die schwebende Leichtigkeit zu ver­leihen, mit der sich die Primaballeria „en pointe“, im Spitzentanz, die beiden Arme wogend gehoben über zu dem Bühnenparkett zu immaterialisieren scheint. Die Originalzeichnung gehört zu den schönsten, innigsten Darstellungen Ernst Opplers. – Nur minimale Knitterspuren, kaum gebräunt, sehr schönes Blatt. Unter der Darstellung rechts vom Künstler eigenhändig gewidmet und signiert: „in Verehrung Ernst Oppler“.

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Abbildung


____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3050 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ vina als schottische Volkstänzerin. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 17,5 x 13 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 32 x 25 cm. 1921. 180 € Witkiewicz 98, 34. – In ländlich-volkstümlicher Gewandung tanzt Tamara Karsawina über die Bühne. Ihre Haare sind mit einem breiten Blütenkranz zusammengeflochten, an ihrer weiten hemdartigen Bluse sind mehrere Stoffbänder angebracht, die auf Grund ihrer Bewegung und Schnelligkeit flattern, die enganliegende Hose verdeckt ihr Bein bis kurz unterhalb der Knie. Sie führt in diesem Moment einen an Leichtigkeit kaum zu überbietenden Sprung vor. – Minimal gebräunt. Abbildung

3051 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Die springende Tamara Karsawina in „Scherzo“. Radierung in Blauschwarz auf Maschinenbütten, unten eigenhändig signiert von der Tänzerin „Thamara Karsawina“. Plattengröße ca. 21 x 18 cm. Mit Passepartout unter Glas in gold-versilberter Holzprofil­ leiste gerahmt. 36 x 29,5 cm. Um 1921. 350 € Witkiewicz 100, 35. – Schwungvoll bewegt scheint die berühmte Primaballerina in Sergei Diaghilews Ballets Russes, Tamara Platonovna Kar­ sawina (1885–1978), durch die Szene zu fliegen. Oppler stellt sie, wie selten, hier einmal im Vollprofil nach links dar. Ohne Signatur und gedruckt auf billigerem Maschinenbütten diente der Abzug dem Künstler als Epreuve d‘Artiste, als Probedruck, der hier allerdings als Andenken an eine der größten Tänzerinnen aller Zeiten besonders kost­bar wird, da diese mit ihrer charakteristischen, großen Unterschrift in schwarzbrauner Tinte „Thamara Karsawina“ das Blatt signierte. – Gering fleckig, leicht knittrig, papierbedingt gebräunt.

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Abbildung

3052 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina bei „Les Vendredis“. Radierung. Vom Künstler signiert. Plattengröße ca. 30 x 23,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 45,5 x 38 cm. Um 1922. 250 € Witkiewicz 118, 44. – Vierter Zustand. Ab 1891 organsierte der russische Musikverleger und Mäzen Mitrofan Petrowitsch Beljajew (1836–1904) in seinem Haus „Quartettfreitage“, die sogenannten „Les Vendredis“, für die er Komponisten, Tänzerinnen und Tänzer engagierte. An einem dieser Abende trat auch die russische Balletttänzerin und Tanzpäda­go­ gin Tamara Karsawina (1885–1978) auf. Ernst Oppler wählte sie unzählige Male als Bildmotiv und variierte oftmals nur in Nuancen. – Unten rechts signiert „E Oppler“. Wohlerhalten. Abbildung Seite 29

3053 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina in „Eine kleine Nachtmusik“ von Mozart. Radierung. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 32 x 25 cm. 1922. 150 € Witkiewicz 114, 42. – Tamara Karsawina war die erste Ballerina, die den Grand Pas de Deux aus „Le Corsaire“ tanzte. Ab 1909 wurde sie

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ Mitglied der Ballets Russes und der dort engagierte Choreograf Michel Fokine konzipierte für sie ihre berühmtesten Rollen. 1918 zog sie mit ihrer Familie nach London und unterrichtete beim Royal Ballet Balletttanz und Repertoire. 1920 war Karsawina Mitbegründerin der Royal Academy of Dance. – Gering gebräunt und braunfleckig. Abbildung

3054 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina in Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“. Radierung. Vom Künstler signiert und in der Platte nummeriert. Plattengröße ca. 24 x 20,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 37 x 32,5 cm. 1922. 180 € Witkiewicz 112, 41. – Ernst Oppler portraitiert Tamara Karsawina hier in einer Szene aus Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ in barocker Kostümierung. – Sauber und Wohlerhalten. Abbildung

3055 Karsawina, Tamara. - Oppler, Ernst. Tamara Karsa­ wina und Pierre Vladimiroff. Radierung. Vom Künstler sig­ niert und nummeriert. Plattengröße ca. 20,5 x 15,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 33,5 x 27,5 cm. 1922. 150 € 3054

Witzkiewicz 116, 43. – Tamara Karsawina und Pierre Vladimiroff tanzen ein Ballettstück mit musikalischer Begleitung einer Komposition Wolfgang Amadeus Mozarts. Die vorliegende Radierung entstand während eines Engangements in Berlin. Pierre Vladimiroff (1893-1970) absolvierte seine Tanzausbildung in St. Petersburg und tanzte anschließend im Ballettensemble des Mariinsky-Theaters. Auch trat er bei den Ballets Russes auf. Ab 1921 tanzte er zusammen mit Tamara Karsawina und die beiden gingen zusammen auf eine große Tournée. – Gering gebräunt. Abbildung

3056 Karsawina, Tamara und Michel Fokine. - Oppler, Ernst. Tamara Karsawina und Michel Fokine in „Le Spectre de la Rose“. Radierung. Ca. 35 x 28 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 45,5 x 37,5 cm. 1922. 240 € Witkiewicz 58, 14. – 1912 verließ der polnischstämmige Balltettänzer und Choreograph Vaslav Nijinsky (1889-1950) die Ballets Russes. Ihm folgte für kurze Zeit Michel Fokine (1880-1942), der nun seine Rollen übernahm. Im Mai des Jahres 1914 tanzte Fokine in Paris in „Le Spectre de la Rose“, wo ihn sehr wahrscheinlich Ernst Oppler zusammen mit Tamara Karsawina auf der Bühne sah. – Gleichmäßig gebräunt. Abbildung

3057 Nijinska, Bronislava. - Oppler, Ernst. Papillon-Pasde-deux. Radierung auf weißem Büttenpapier, unten links sig­niert „EOppler“. Plattengröße ca. 15,5 x 19,6 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 28 x 32 cm. Nach 1919. 180 €

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Witkiewicz 88, 29. – Neben Tamara Karsawina als Columbine trat die polnischstämmige russische Balletttänzerin, Choreografin und


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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ Tanzpädagogin Bronislava Nijinska (1891-1972) in der Rolle des „Papillon“, des Schmetterlings, in der Balletadaption von Robert Schumanns Komposition „Carnaval“, Op. 9 auf. Hier ist sie dargestellt neben ihrem Partner Adolph Bolm (1884-1951) als „Pierrot“: „In the 9th scene („Butterfly“), Pierrot finally seems to be lucky. He notices beautiful Papillon, who appears to be a proper partner for him. However, his clumsy behaviour irritates the girl and in the end it scares her away. This moment was portrayed by Oppler“ (Witkiewicz). Blatt 29 aus der Serie der „Ballets Russes“. – Wohlerhalten. Abbildung

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3058 Nijinska, Bronislava. - Oppler, Ernst. Bronislava Nijin­ ska und Adolph Bolm in „Carnaval“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 11,5 x 12,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 25 x 25 cm. 1924. 150 € Witkiewicz 90, 30. – Das Ballett „Carnaval“ basiert auf Robert Schumanns Piano Suite Carnaval, Op. 9. Choreograph war Michel Fokine, der sein eigenes Libretto inszenierte. Die Kostüme entwarf der namhafte Léon Bakst. Das Stück feierte seine Premiere am 20. Februar 1910 in St. Petersburg. Die bekanntesten und führenden Tänzer der damaligen Zeit wurden engagiert, u. a. Tamara Karsavina, Bronislava Nijinska, Vasily Kiselev und Aleksandr Shiryaev. Weltruhm erlangte das Ballett unter Sergei Diaghilews Ballets Russes im Berliner Theater des Westens im Mai 1910. – Leicht stockfleckig. Abbildung

Der in der Luft stehende Tänzer Nijinsky

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3059 Nijinsky, Vaslav. - Grunenberg, Arthur. Vazlav Nijin­ sky als Tanzender Mohr in „Scheherazade“. Teilkolorierte Radierung auf Büttenpapier, unter der Darstellung rechts mit Bleistift signiert: „A. Grunenberg“ und bezeichnet „P XLV/114“. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Unter Glas in silberner Holz­ leiste gerahmt. 43 x 36 cm. Um 1914. 350 € Witkiewicz 190, 19. – Bedeutender ‚Pas seul‘ des polnisch-russischen Balletttänzers und Choreografen Vaslav Fomitsch Nijinsky (1889-1950), unten im Rand hs. betitelt „Nijinski Tanzender Mohr ‚Scheherazade‘“. Grunenberg schafft hier mit Schraffurstrichen und Riefelung eine überaus bewegte Figur mit weitaufgerissenen, diabolischen Augen, die Hände über den Kopf geworfen, die muskulösen Beine zum Sprung anhebend - oder sich schon im Sprung befindend, das ist Interpretation. Fest steht jedenfalls, dass kein anderer in seiner Zeit die Sprungtechnik in den Ballets Russes besser beherrscht als eben Vaslav Nijinsky. Ihm gelang es nämlich, den „Ballon“ zu tanzen, einen Luftsprung, bei dem er die Luft anhaltend, plötzlich für einen Moment über der Bühne schwebend stillzustehen schien. Der immense Kraftaufwand, die höchste Konzentration konnte das Publikum allenfalls in der Muskelspannung, niemals aber in der Mimik sehen, federleicht schien Nijinsky wie eine Schwalbe in der Luft zu stehen - und ebenso lautlos und sanft zu landen. – Sehr frisch, wohlerhalten. Die Konturen sind mit grauer und roséfarbener Aquarellfarbe gehöht, die Mütze mit rotem Band. Abbildung


____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz Ballets Russes sich hinter den Szenen bzw. hinter den Vorhängen aufzuhalten, um so nah als möglich die Tänzerinnen und Tänzer studieren zu können. Die Radierung zeigt hinter der Frau im Profil stehend einen Mann mit Zylinder, das ist Djagilew. Bei dem Mann rechts von ihm im Anzug mit Schlips handelt es sich um Léon Bakst. – Sauber und wohlerhalten. Abbildung

3062 Oppler, Ernst. Proben zur „Josephs Legende“. Radie­ rung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 32,5 x 25 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 55 x 46 cm. 1914. 280 € Witkiewicz 122, 46. – Die „Josephs Legende“, ein Ballett, wurde am 14. Mai 1914 nach einem Libretto von Harry Graf Kessler und Hugo von Hofmannsthal in der Pariser Oper von den Ballets Russes uraufgeführt. Die Musik komponierte Richard Strauss, der hier am Klavier sitzt. Alle bedeutenden und an der Inszenierung beteiligten Personen portraitierte Oppler in der vorliegenden Radierung. Die Kostüme entwarfen Léon Bakst und Alexandre Benois, die Choreographie stammt von Michel Fokin, Impresario war Sergei Diaghilew. Alle diese Personen sowie Hofmansthal und Harry Graf Kessler sind dargestellt. – Leicht gebräunt. Abbildung Seite 32

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3060 Nijinsky, Vaslav. - Oppler, Ernst. Vaslav Nijinsky, Tamara Karsawina und Enrico Cecchetti in „Carnaval“. Radie­ rung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 14 x 17 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 26 x 29 cm. 1919. 120 € Witzkiewicz 94, 32. – Oppler zeigt hier eine Situation aus der 15. Szene aus dem „Carnaval“. Vaslav Nijinsky tanzt die Rolle des Harlekin, Tamara Karsawina verkörpert Columbine und Enrico Cecchetti spielt den Part des Pantalon. Das Treffen zwischen Columbine und dem Harlekin wird vor dem Auftreten des Pantalon unterbrochen. Columbine hat sich ursprünglich mit ihm verabredet, doch der Harlekin hat ihren Brief abgefangen. Der hier dargestellte Moment zeigt das Zusammentreffen der drei Personen. – Etwas gebräunt. Abbildung

3061 Oppler, Ernst. Hinter der Bühne. Aquatintaradie­ rung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 20,5 x 16 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 34 x 28,5 cm. 1914. 220 € Witkiewicz 80, 25. – Ernst Oppler erhielt von dem russischen Impre­ sario Sergei Djagilew die Erlaubnis, während der Aufführungen der

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3063 Oppler, Ernst. Bühnenprobe der zur „Josephs Legen­ de“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 24,5 x 18,2 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 38 x 32 cm. 1919. 220 € Witkiewicz 120, 45. – Die Radierung zeigt eine Bühnenprobe der „Josephs Legende“ kurz vor der Weltpremiere im Jahre 1914 an der Pariser Oper. Dargestellt ist die Anfangsszene, der sogenannte „dance of veils“. Drei Schleier tragende Frauen tanzen im klassischen Balettsinn, während zwei weitere, unverschleierte Frauen vollkommen frei tanzen. Sie symbolisieren das Abnehmen des Schleiers während der Hochzeitsnacht. Am Rand der Bühne sitzt der Choreograph Michel Fokine. – Wohlerhalten. Abbildung

3064 Oppler, Ernst. (Elisabeth Grube?). Eine Tänzerin in einer griechischen Tunika. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 17,5 x 12,5 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 32 x 26 cm. Um 1921. 150 € Witkiewicz 104, 37. – Sehr wahrscheinlich portraitierte Oppler hier die Tänzerin Elisabeth Grube während eines fröhlich-griechischen Volkstanzes. Der Einfluss des damals aufkommenden Ausdruckstanzes, der u. a. stark von Isadora Duncan geprägt wurde, zeigt sich hier in dem sie barfüßig tanzt. Grube war als Primaballerina an der Berliner Staatsoper engagiert, spezialisierte sich jedoch vor allem auf den zeitgenössischen Tanz, in dem sie sehr erfolgreich war. – Leicht gebräunt.

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____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3065 Oppler, Ernst. Backstage „La Sylphide“. Hinter den Kulissen. Radierung auf weißem Büttenpapier, unten links signiert „EOppler“. Plattengröße ca. 24,5 x 18,2 cm. Mit wild­ grünem Leinenpassepartout unter Glas in versilberter Holz­ leiste gerahmt. 38 x 31 cm. Nach 1914. 250 € Witkiewicz 150, 60. – Blatt 36 aus der Serie der „Ballets Russes“ mit einer interessanten Backstage-Darstellung und sechs Ballerinen, die, sich an den Händen haltend, zum Auftritt bereit machen. Man sieht im Bildgrund eine typische Kulissenarchitektur und eine hohe Leiter, rechts geht es auf die Bühne. „The view from the backstage showing the stage, where the female dancers are performing La Sylphide. Oppler was fascinated by what is happening behind the stage during or shortly before the performance. When he was allowed to - after some time he received Diaghilev‘s permission - Oppler was often found there and it was where he created many of his drawings, which he later used as the basis for paintings or graphics“ (Witkiewicz). – Sehr sauberes, frisches Blatt, guter Abzug. Abbildung

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3066 Oppler, Ernst. Eine orientalische Tänzerin. Radie­ rung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 19,5 x 9,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 34 x 24 cm. 1921. 150 € Witzkiewicz 102, 36. – Oppler portraitierte die Tänzerin mit entblößter Brust und sinnlich an den Kopf gehaltenen Armen. Sie hat die Augen geschlossen und ihr Körper wird von einem durchsichtig anmutenden Rock umspielt. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es sehr populär, dass die Tänzerinnen und Tänzer ihre Körper präsentierten und zunehmend mit weniger Stoff verhüllten. – Leicht gebräunt und mit Braunfleck im unteren Rand. Abbildung Seite 35

3067 Oppler, Ernst. (Elisabeth Grube?). Eine Tänzerin in einer griechischen Tunika. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 19 x 14,5 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 32 x 27 cm. Um 1921. 150 €

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Witkiewicz 108, 39. – Voller Kraft und Willensstärke springt bzw. stößt sich die Tänzerin, sehr wahrscheinlich Elisabeth Grube, vom Boden

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ab und präsentiert den zeitgenössischen Ausdruckstanz. Ihre Spitzenschuhe benötigt sie dafür nicht mehr. Barfüßig streckt sie ihr eines Bein, während das andere seitlich angewinkelt abgespreizt wird. Ihre Arme hält sie leicht wellenartig zur Seite bzw. leicht eingeknickt über den Kopf. – Leicht gebräunt. Abbildung

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3068 Oppler, Ernst. (Elisabeth Grube?). Eine Tänzerin in einer griechischen Tunika. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 20,5 x 15 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 35 x 28 cm. Um 1921. 150 € Witkiewicz 106, 38. – „In order to have a better overview of the details of classical dance - recalled Oppler - I invited Elisabeth Gruber, the leading dancer of Staatsoper, to spend some time with us at the Baltic Sea. During her everyday rehearsals, which is a necessity for a dancer, I had an opportunity to draw a number of poses“ (Witkiewicz ). – Etwas gebräunt. Abbildung

3069 Oppler, Ernst. Florestan in „Carnaval“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 9,5 x 14 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holz­ leiste gerahmt. 27,5 x 32,5 cm. 1919. 150 € Witzkiewicz 84, 27. – Florestan möchte in der sechsten Szene des „Carnaval“ Estrella seine Liebe gestehen, doch sie versucht dies zu ver­hindern. Dennoch gelingt es Florestan sie zu küssen. Dies verstört sie derart, dass sie in Panik davon rennt. Genau dieser Moment wird von Oppler erfasst. Florestan gehört zusammen mit Eusebius zu den beiden Phantasie­ figuren des Komponisten Robert Schumann. Er entwarf die Figuren während seiner Tätigkeit als Musikkritiker und ließ sie zu seinem Sprachrohr für verschiedenen Perspektiven seiner besprochenen Werke werden. – Sauber und wohlerhalten.

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Abbildung


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3070 Oppler, Ernst. Eine blonde Tänzerin in „Chopiniana“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Platten­ größe ca. 21 x 15 cm. Mit Passepartout unter Glas in versil­ berter Holzleiste gerahmt. 33 x 27 cm. 1922. 150 € Witkiewicz 144, 57. – Die hier portraitierte Tänzerin gehört dem Ballettensemble ‚Ballets Suédois‘ an. Die Dargestellte kann jedoch leider nicht identifiziert werden. Wie die von Sergei Djagilew 1909 gegründeten Ballets Russes wandte sich das Ensemble gegen akademische Strömungen und erhielt vor allem Einflüsse des Ausdruckstanzes, bspw. von Isadora Duncan. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Zusammenarbeit mit Malern und Komponisten der damaligen Avantgarde. – Wohlerhalten.

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Abbildung

3071 Oppler, Ernst. Vier Balletteusen tanzen eine „Cho­ piniana“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 21 x 23,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 33 x 36 cm. Um 1922. 200 € Witkiewicz 146, 58. – Die Radierung zeigt eine Aufführung des Ballett­ ensembles Ballets Suédois, die in Paris von 1920 bis 1925 auftraten. Die Tänzerinnen und Tänzer stammten hauptsächlich aus Schweden und Dänemark, darunter bspw. Börlin Jenny Hasselquist, Carina Ari

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ und Irma Calson. Die hier gezeigte „Chopiniana“ (oder „Les Sylphides“) ist ein nicht-narratives Ballet Blanc, desse Originalchoreografie von Michel Fokine stammt. Er wählte als Musik Klavierstücke von Frédéric Chopin aus. Die erste Version des Balletts, die vier Stücke von Chopin von Alexander Glasunow verwendet, hieß Chopiniana, Op. 46 und wurde 1893 unter der Leitung des russischen Komponisten RimskiKorsakow (1844-1908) erstmals aufgeführt. – Etwas knitterfaltig. Abbildung Seite 35

3072 Oppler, Ernst - Schumann, Robert. Carnaval. Scènes mignonnes sur quatre notes. 35 nn. Bl. Mit radiertem, sig­ nierten Titel mit Illustration, Notendruck und 14 OriginalRadierungen von Ernst Oppler (alles in Pag.). 32 x 23,5 cm. Halbleinen d. Z. (etwas fleckig und leicht berieben). (Berlin, Horodisch & Marx, 1924). 450 € Eines von 300 nummerierten Exemplaren mit der signierten Titelradierung (Gesamtauflage: 420). Mit einem Nachwort des Musikhistorikers Oscar Bie (1864-1938), gesetzt „in einer eigens hierzu neugegossenen Ronde des 18. Jahrhunderts“. Die vollständigen Klaviernoten des für den modernen Ballettanz adaptierten Opus 9 von Franz Schubert (1810-1856), entzückend illustriert von Ernst Oppler (1867-1929). – Wie üblich papierbedingt etwas gebräunt, aber nur vereinzelt leicht fleckig, gering unfrisch. Mit kleinen Rundstempeln auf dem Titel und am Schluss, Titel mit Nummer und oben (jeweils außerhalb des Plattenrandes) mit Ausscheidestempel: „Aus den Beständen der Österrei­ chischen Nationalbibliothek als rechtmäßiges Eigentum des BermanFischer ausgeschieden“. Mit Exlibris des „Dr. Gotttfried Bermann“ und aus der Sammlung von Jan Stanislaw Witkiewicz.

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Abbildung

3073 Oppler, Ernst. Selbstbildnis. Radierung. Vom Künst­ ler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 23,5 x 16 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste ge­ rahmt. 37 x 29 cm. 1923. 220 € Witkiewicz Abb. S. 8. – Der Maler, Grafiker und Mitbegründer der Berliner Secession, Ernst Oppler (1867-1929), ist vor allem für seine Portraits von Balletteusen bekannt, die einen Themenschwerpunkt seines Schaffens bilden. „Ernst Oppler [ist] als bedeutendster deutscher bildkünstlerischer Chronist des Bühnentanzes in die Kunst- und Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen“ (Peter, Oppler, 2017, S. 23). – Wohlerhalten. Abbildung

3074 Oppler, Ernst. Selbstbildnis. Radierung. Vom Künst­ ler signiert und als „Probedruck“ bezeichnet. Plattengröße ca. 7,8 x 6 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 23 x 20 cm. Um 1925. 180 € Witkiewicz Abb. S. 8. – Dieses recht seltene Selbstbildnis zeigt Oppler in Frontalansicht, leicht angeschnitten, im Anzug mit Schlips, wie er sich zeichnet und dabei sehr konzentriert wirkt. – Leicht braun- und stockfleckig.

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Abbildung


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3075 Oppler, Ernst (1867-1929). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Ernst Oppler“. 2 S. auf 2 Bl. Fol. (28,4 x 22,8 cm). Berlin 125a Kurfürstenstrasse 28.9.1917. 300 € Ausführlicher Brief an den österreichischen Lyriker, Dramatiker, Schriftsteller, Musikkritiker und Musikwissenschaftler Richard Specht (18701932) über das Ballett der „Josephs Legende“ mit der Musik von Richard Strauss bzw. der Erstellung eines Artikels mit Illustrationen Ernst Oppers zu derselben. Es handelt sich um eine der beiden einzigen Ballettkompositionen des Komponisten, deren Uraufführung am 14. Mai 1914 in Paris stattfand und daraufhin mehrfach von den Ballets Russes unter der Leitung des Sergei Diaghilew dargeboten wurde: „Was Sie über die Verwendung besser Nicht-Verwendung der Studien zur Josef-Legende schreiben, verstehe ich vollkommen, wie ich auch Ihre Ansicht über den Wert dieses Werkes innerhalb des Gesamtwerkes von Strauss teile. Sollte Ihnen ein Kopf von Strauss, wie er auf den Blättern vorkommt, für Ihre Zwecke passend erscheinen, so hätte ich nichts dagegen, wenn Sie ihn verwenden. Allerdings habe ich bei diesen Skizzen auf Porträtähnlichkeit ja gar kein Gewicht gelegt, sonder nur das Gesamtbild im Auge gehabt“. Und weiter wiederholt er noch einmal: „Also benutzen Sie von den Blättern, was Ihnen passend erscheint, glauben Sie nicht, daß Sie mich im geringsten kränken, wenn Sie keines verwenden können. Nur schicken Sie mir frdl. die Blätter zurück, von deren Nichtbenutzung Sie überzeugt sind...“. – Kaum Knitterspuren, sehr gut erhalten. Abbildung

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3076 Pawlowa, Anna. - Grunenberg, Arthur. Anna Pawlowa in „Die Aufforderung zum Tanz“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 24 x 18 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 37 x 30 cm. 1914. 180 € Witkiewicz 178, 13. – „Die Aufforderung zum Tanz“ ist ein von Carl Maria von Weber im Jahre 1819 komponiertes Rondo für Klavier solo. Die Kostüme für die in London aufgeführte Inszenierung mit Anna Pawlowa wurden von A. Walter entworfen. Die Weltpremiere fand am 10. Juni 1913 in New York statt und 1925 wurde das Stück in London in Covent Garden im Programm wieder aufgenommen. Das Bühnebild gestaltete Nicholas Benois und die Kostüme wurden nach Vorlagen Georges Barbiers entworfen. – Sauber und wohlerhalten. Abbildung Seite 39

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ Witkiewicz 60, 15. – „La Fille mal gardée“, eines der ältesten klassischen Ballettstücke wurde am 1. Juli 1789 in Grand Théâtre von Bordeaux unter dem Titel „Le Ballet de la paille“ uraufgeführt. Autor, Choreograf und Tänzer war Jean Dauberval, der zu der Zeit Ballettmeister in Bordeaux war. Bemerkenswert ist, dass „La Fille mal gardée“ das erste Ballett ist, das eine realistische Handlung auf der Bühne zeigt, Götter oder mythologischen Wesen spielen keine Rolle. Ernst Oppler sah Anna Pawlowa in der ein Akt-Version von Marius Petipa und Lev Ivanov von 1885 in Berlin 1909. Pawlowa tanzt die Rolle der Lise, die Tochter der Witwe Simone. Lise und der junge Landwirt Colas sind ineinander verliebt, doch Simone hat den ehrgeizigen Plan, Lise mit Alain, dem Sohn eines wohlhabenden Weingutbesitzers, zu verheiraten. Lise und Colas sind auf eine harte Probe gestellt, schaffen es jedoch immer wieder, sich heimlich zu treffen. – Ganz leicht braunfleckig. Abbildung

3079 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa in „Le Papillon“. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ meriert. Plattengröße ca. 20,5 x 18 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 34,5 x 29 cm. 1920. 150 €

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Witzkiewicz 74, 22. – Anna Pawlowa als Schmetterling tanzte ihre Rolle in einem grün-goldenen Kostüm, das Léon Bakst für sie entwarf. Ursprünglich ist „Le Papillon“ (Der Schmetterling) eine in zwei Akten konzipierte Ballett-Pantomime mit einer Choreografie Marie Taglionis. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte Michel Fokine eine Choreographie zur Musik Chopins, die ihre Premie in St. Petersburg im November 1907 feierte. Zu dieser Zeit tanzten Fokine und Pawlowa in „Le Papillon“ zusammen. 1912 übernahm Laurent Novikoff Fokines Rolle und sie tanzten eine erweiterte Version des Stücks. Die Musik stammte nun von Ludwig Minkus und der Titel wurde in „Les Papillons“ geändert. – Gering gebräunt. Abbildung

3077 Pawlowa, Anna. - Kainer, Ludwig. Anna Pawlowa Porträt der Tänzerin nach rechts. Radierung auf Büttenpa­ pier. Unten rechts mit Bleistift signiert „Kainer“. Plattengrö­ ße 16,5 x 12 cm. Mit Wildlederimitat-Passepartout unter Glas in mehrfach profilierter, teilvergoldeter Holzleiste gerahmt. Um 1913. 300 € Witkiewicz 212, 1. – „It seems to be the most authentic portrait of the great female dancer, without stylization and beautification“, schreibt Witkiewicz. Eines der charakteristischsten Porträts ist Ludwig Kainers (1885-1967) Bildnis der Anna Pawlowa zweifelsohne. Verträumt, ja müde, aber dennoch hochkonzentriert, blickt die Primaballerina ins Leere, die runde Stirn, die spitze Nase und das scharf gezeichnete Kinn zeugen von der Meisterschaft des Poträtisten. – Unwesentlich gebräunt, ggf. Passepartoutränder. Sehr guter, toniger Abdruck. Abbildung

3078 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa in „La Fille mal gardée“ (Die schlecht behütete Tochter). Radie­ rung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 20,5 x 15,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 37,5 x 31 cm. Um 1919. 200 €

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3080 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa in „Le Papillon“. Radierung. Plattengröße ca. 24 x 17 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 35 x 28 cm. 1922. 150 € Witzkiewicz 76, 23. – Anna Pawlowa tanzt ihre Roller als flatternder Schmetterling in einem grün-goldenen Kostüm, das Léon Bakst für sie entwarf. Bei dieser Radierung zeigt sich die Kunstfertigkeit Ernst Opplers im Bereich des Tutus. Mit besonderem Können und sich der Wirkungsweise des Mediums bewusst, ritzte Oppler die Striche in die Platte, die die Feinheit des Materials zum Ausdruck bringen. – Gering gebräunt und leicht stockfleckig. Abbildung

3081 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa und Laurent Novikoff in „Bacchanalia“ („Cleopatra“). Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 17,5 x 18,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 31 x 31 cm. 1920. 220 € Witkiewicz 110, 40. – „Bacchanalia“ ist ein Teil des Ballettstücks „Cleopatra“, das von Michel Fokine choreographiert wurde und zum ersten


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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ (1881-1931), zeigt sie auf ihren Zehenspitzen stehend, den Kopf ganz leicht nach rechts oben geneigt, die Augen geschlossen, den Mund kaum erkennbar geöffnet und die Arme zu beiden Seiten des Körpers horizontal auf Schulterhöhe gehalten. Es sind die letzten Bewegungen des ‚Sterbenden Schwans‘. Diese Figur ist Tschaikowskis „Schwanensee“ entlehnt, an der auch die Kostümierung orientiert ist. Im Gegensatz zu Tschaikowski erweiterte Michel Fokine seine Inszenierung um ein Sterbesolo, das hier dargestellt ist. – Unter der Darstellung nummeriert „85/100“ und signiert „Ernst Oppler“. Wohlerhalten, sehr sauber und frisch.

Abbildung

3084 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Aquatintatadierung. Vom Künstler signiert. Plattengröße ca. 14 x 19 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 30 x 35 cm. 1912. 250 € Oppler zeigt hier die letzte Pose des Sterbenden Schwans, am Boden in sich zusammengesunken, versucht die Primaballerina Anna Pawlowa nicht mehr aufzustehen, sie fügt sich dem Schicksal ihrer Rolle. In dem der Schwan die Zukunft und den damit für ihn verbundenen Tod akzeptiert, gelingt es ihm, diesen zu überwinden. Er legt seinen Kopf zwischen die Flügel und beendet dadurch den Kampf. – Im Rand ganz leicht gebräunt.

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Abbildung

Mal 1909 im Théâtre du Châtelet in Paris aufgeführt wurde. Die Rolle der Ta-hor wurde von Anna Pawlowa getanzt, die der Cleopatra von Ida Rubinstein und Michel Fokine selbst übernahm den Part des Amoun. Die Lieblingssklaven Cleopatras wurden von Tamara Karsavina and Vaslav Nijinsky getanzt. Pawlowa und Novikoff sind in antik griechischen Kostümen Léon Bakst von Oppler dargestellt. – Sauber und wohlerhalten. Abbildung

3082 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Aquatintatadierung. Vom Künstler signiert. Plattengröße ca. 20,5 x 16cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 40 x 32 cm. 1912. 280 €

3085 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Aquatintatadierung. Vom Künstler signiert. Plattengröße ca. 20,5 x15,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 35 x 28,5 cm. 1912.

240 €

Witkiewicz 34, 2. Graphisches Kabinett der Galerie Pels-Leusden Nr. 91. – Anna Pawlowa (1881-1931) ist hier zu Beginn des Stückes gezeigt. Noch ist ihre Rolle als Schwan voller Lebendigkeit und Körperspan-

Witkiewicz 44, 7. – Die hier getanzte Bewegung zeigt die Phase, in der der Schwan bereits erste Anzeichen von Schwäche und Schmerzen zum Ausdruck bringt. Während die wellenartigen Bewegungen der Arme noch die Leichtigkeit der Flügelschläge verkörpern, deutet die Haltung des Kopfes sowie die des gesamten Körpers bereits die nachlassende Vitalität an. – Im Plattenrand leicht gebräunt. Abbildung

3083 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Aquatintaradierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 30,5 x 24,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste ge­ rahmt. 44,5 x 38 cm. 1912.

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Witkiewicz 32, 1. – Diese feinfühlige Darstellung Ernst Opplers von der russische Meistertänzerin des klassischen Balletts, Anna Pawlowa

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nung, nur die Mimik deutet bereits das leidvolle Ende an. Den „Sterbenden Schwan“ tanzte sie unzählige Male und das Motiv, verkörpert durch die grazile in ein weißes Tutu gekleidete Tänzerin, vor einem schwarzen Hintergrund und nur durch einen hellen Spot angeleuchteten Anna Pawlowa, wurde zu einem Sinnbild ihrer Karriere. – Im rechten Rand mit kleinem erkennbaren Einriss. Abbildung

3086 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 32,5 x 25 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 55 x 46 cm. 1920. 300 € Witkiewicz 48, 9. Graphisches Kabinett der Galerie Pels-Leusden Nr. 89. – Seit Ernst Oppler Anna Pawlowa 1909 in Berlin zum ersten Mal tanzen gesehen hat, war er fasziniert von ihr. Diese Faszination zeigt sich in den vielen Zeichnungen und Radierungen, die sie abbilden, vor allem in ihrer Rolle als „Sterbender Schwan“. Auch bei späteren Aufführungen portraitiert er sie immer wieder. Pawlowa ist die einzige Tänzerin, die Oppler auch in seinem Atelier zeichnete. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sie ihn bei einigen Arbeiten auf Fehler aufmerksam machte. Um diese zu korrigieren, tanzte sie ihm im Atelier vor, sodass er die Figuren und Posen in nah studieren und zeichnerisch festhalten konnte. – Leicht gebräunt. Abbildung Seite 42

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Sammlung Tanz _____________________________________________________________________________________________________________ 3087 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Radierung. Vom Künstler signiert und römisch nummeriert. Plattengröße ca. 32,5 x 25 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in teilversilberter Holzleiste gerahmt. 56 x 44 cm. 1920. 400 €

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Witkiewicz 48,9. Graphisches Kabinett der Galerie Pels-Leusden Nr. 89 (dieses Exemplar). – Römisch nummerierter Sonderdruck (Nr. XXIX) von nur 30 Exemplaren auf Vélinkarton. Toniger Druck in Grau und feinster Linearität. Die römisch nummerierten Drucke gingen der „offiziellen“ Auflage von 100 arabisch nummerierten Exemplaren voraus (vgl. die vorige Katalog-Nummer 3086). Oppler konzentriert sich hier ausschließlich auf die markanten Züge des Gesichts der Anna Pawlowa und schuf damit eines der intimsten Porträts der berühmten Tänzerin. Gewand, Kopfputz, der linke Arm, alles tritt zurück in der Studie. Wie aus dem Nichts heraus erscheint der Kopf mit geschlossenem Mund und geschlossenen Augen, andächtig versunken in einen Traum von morbider Schönheit und trunkenem Glück, das die ganze Fragilität der so meisterlich getanzten Figur, aber auch der viel zu früh verstorbenen Ballerina aufzeigt. In Kontemplation dieses graphischen Meisterwerks Ernst Opplers meint man, die in sich zusammenfallenden, ersterbende Cellostimme aus Camille Saint-Saëns Karneval der Tiere zu hören, mit der dieser „Le Cygne“, dem Schwan so eindrücklich musikalische Flügel verlieh – und den die Pawlowa so einzigartig auf der Tanzbühne zu verkörpern wusste: „die bedeutungsvollen Fermaten im Schlusstakt und vor allem die Änderung der Tempobezeichnung von Andantino grazioso zu Adagio – suggerieren genau jenen Hauch von Dekadenz, jenen

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Gestus solistischer Arroganz, der seither jede gelungene Aufführung des Cygne umgibt“ (Gerhard Anders über die Komposition in der Interpretation des Pariser Cellisten Charles-Joseph Lebouc). – Teils mit Bleistift überarbeitet, leicht gebräunt, leichte Knickspuren, wie üblich um die Darstellung im Plattenrand brüchig oder gebrochen, Ränder etwas gebräunt (nicht ausgerahmt, ggf. Randläsuren). Versand nur ohne Rahmen. Abbildung

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3088 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Aquatintaradierung, signiert und arabisch nummeriert. Plattengröße ca. 18 x 21,5 cm. Mit Passe­ partout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 30,5 x 34,5 cm. Um 1920. 240 € Witkiewicz 46, 8. – Einer von nur 100 Abzügen, unten links arabisch nummeriert „80/100“ und rechts signiert in Bleistift: „Ernst Oppler“. Mittels der Aquatinta-Technik schuf der Künstler einige besonders ausdrucksstarke Graphiken, die vor allem auch von dem starken HelldunkelKontrast leben. Ganz allein auf der Bühne holt die bezaubernde Anna Pawlowa als sterbender Schwan zu letzten Lebenszuckungen aus. Witkiewicz schreibt: „In this pose, the approaching end can be already seen. The movements of wings are slower and slower, however the head held high still signals the swan‘s will of fight. The pose was once more cdecpicted by Oppler in the years 1926-1927, when he created an oil painting“. – In sehr guter Erhaltung. Abbildung

3089 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Kohlezeichnung in Schwarz und Weiß. 34 x 22 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holz­ leiste gerahmt. 46,5 x 33 cm. Um 1920. 1.800 € Witkiewicz Abb. S. 16. – Die bezaubernd zart ausgeführte Kohlezeichnung zeigt Anna Pawlowa in ihrer Rolle als „Sterbender Schwan“.

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Einfühlsam und vollkommen eins mit der Inszenierung tanzt sie die letzten Bewegungen des Solos. Die Stofflichkeit ihres Tututs und ihres Haarschmuckes ist von Oppler in einzigartiger Manier erfasst und wiedergegeben. Die unter ihrem rechten Arm und an der linken Schulter angedeuteten Linien deuten die sanften Bewegungen des Tanzes an. – Leicht knitterfaltig und gewellt. Abbildung

3090 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Radierung. Vom Künstler signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 31,5 x 21,5 cm. Mit Passepar­ tout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 46 x 37 cm. 1920. 300 € Witkiewicz 38, 4. – Oppler zeigt Anna Pawlowa in ihrer Rolle als „Sterbender Schwan“, hier eine Nahaufnahme ihres Gesichts und dem erhobenen linken Arm. Sinnlich in die Rolle versunken, sinkt sie auch

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thematisch und innerlich zusammen. Die Augen geschlossen, den Mund ganz leicht geöffnet, gleitet ihr Arm langsam und leicht auf ihr Haupt. Ihre Solorolle endet mit dem Tod. – Minimal gebräunt.

Abbildung Seite 42

3091 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Radierung. Plattengröße ca. 23 x 31 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste ge­ rahmt. 42,5 x 35 cm. 1922. 280 € Witkiewicz 36, 3. – Im leichten Profil nach rechts steht Anna Pawlowa auf der Bühne und tanzt ihr Solo als „Sterbender Schwan“. Ihre Bewegung offeriert eine Leichtigkeit, die durch die fließenden sanften Gestiken ihrer Arme unterstützt wird, ihr Kopf ist leicht nach hinten in den Nacken geneigt und ihr Tutu aus Tüll und Federn verstärkt die Stimmung des Moments. Die Pose, auf den Zehenspitzen stehend, tanzt sie mit besonderer Anmut. – Leicht gebräunt und stockfleckig. Abbildung Seite 43


____________________________________________________________________________________________________________ Sammlung Tanz 3092 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Aquatintaradierung. Signiert und nummeriert. Plattengröße ca. 34,5 x 27,2 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 50 x 42 cm. 1923. 300 € Witkiewicz 40, 5. – Eine der eindrücklichsten Darstellungen Ernst Opplers von der russische Meistertänzerin des klassischen Balletts, Anna Pawlowa (1881-1931). Auf ihren Zehenspitzen stehend, den Kopf rechts nach unten geneigt, die Augen geschlossen, die Arme erhoben, holt die Pawlowa zum letzten Flügelschlag des Sterbenden Schwans aus. Dieser berühmte „Pas seul“ war von dem bedeutenden russischen Choreografen Michel Fokine (1880-1942), einem der Begründer des modernen Balletts, erdacht worden - auf der musikalischen Grundlage Cello-Solos „Le Cygne“ aus dem Karneval der Tiere des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (Le carnaval des animaux, 1886). Pawlowa selbst hatte das Stück bei Fokine bestellt. Es wurde zunächst unter dem Titel „Lebed“ (rossice: Der Schwan) anlässlich einer Benefizveranstaltung am 22. Dezember 1905 im Petersburger MariinskiTheater uraufgeführt und erlangte schnell Weltruhm im Genre des Russischen Ballets. Die Pawlowa trug dabei ein Kostüm, das Léon Bakst entworfen hatte. – Unter der Darstellung nummeriert „100/120“ und signiert „E. Oppler“. Wohlerhalten, sehr sauber und frisch. Abbildung Seite 43

„Her soul was shining, experiencing the art painfully, with ecstasy“ 3093 Pawlowa, Anna. - Oppler, Ernst. Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“. Radierung als Epreuve d‘artiste auf Büttenpapier, ohne Signatur. Plattengröße ca. 33 x 23 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 47 x 37 cm. 1914. 300 € Witkiewicz 42, 6. – Einer der ersten Probendrucke der Radierung nach der Zeichnung von 1914, die Ernst Oppler (1867-1929) mit seinem legendären Leuchtstift in der Dunkelheit des Theaters anfertigte. „Anna Pavlova (1881-1931) is widely considered - I reapeat it after the London newspaper Pall Mall Gazette - to be an exceptional phenomenon in the art of dance. Educated in Saint Petersburg, she initially performed at the Maryinsky Theatre, and then in Sergei Diaghilev‘s the Ballets Russes. In 1910, she started her own group (Polish artists were

3093 also its members), with which she performed all over the world, everywhere with spectacular success, until er sudden death. Tacjanna Wysocka, who saw Pavlova dancing, wrote about her in this way: ‚The depth of Pavlova‘s talent is displayed in some kind of pulsating, vibrat­ ing emotionalism. Through beautiful lines of her body, slenderness of her legs, fluent movements of her arms, her soul was shining, the soul of a person experiencing the art painfully, with ecstasy. As if transparent, raddled, unearthly, Pavlova was unreal, unattainable, and at the same time, through the beauty which she spread so widely, so generously, she became so close, the closest“ (Witkiewicz). – Minimale Knitterspuren, papierbedingt gebräunt, sehr hübsch gerahmt. Abbildung

3094 Piltz, Maria. - Oppler, Ernst. Maria Piltz als „Chiarina“ in „Carneval“. Radierung. Vom Künstler signiert und numme­ rieriert. Plattengröße ca. 15 x 20,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 35,5 x 40,5 cm. 1921. 220 € Witkiewicz 86, 28. – Der „Carnaval“, op. 9 ist ein aus 23 kurzen Charakterstücken bestehender Klavierzyklus von Robert Schumann. Das Stück steht in Zusammenhang mit der Gedankenwelt der „Davidsbündler“, einem 1833 von Schumann ins Leben gerufenen fiktiven Künstlerkreis lebender und verstorbener Künstler. ‚Chiarina‘ ist der Davidsbündlername der Pianistin, Komponistin, Klavierprofessorin und Editorin sowie Ehefrau Schumanns, Clara Wiecks (1819-1896). – Minimal braunfleckig.

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3095 Piltz, Maria. - Oppler, Ernst. Maria Piltz als „Chiarina“ in „Carneval“. Radierung. Vom Künstler signiert und num­ merieriert. Plattengröße ca. 12 x 16 cm. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 27 x 30 cm. 1921. 150 € Die weitestgehend unbekannte Maria Piltz tanzt hier in Schumanns „Carneval“ die Rolle der ‚Chiarina‘. Das ist der Davidsbündlername der Pianistin, Komponistin, Klavierprofessorin und Editorin sowie Ehefrau Robert Schumanns, Clara Wiecks (1819-1896). – Gering gebräunt. Abbildung

3096 Smirnova, Elena. - Oppler, Ernst. Elena Smirnova in „Giselle“. Radierung. Vom Künstler signiert und in der Platte nummeriert. Plattengröße ca. 23,5 x 17,5 cm. Mit Passepar­ tout unter Glas in Holzleiste gerahmt. 32,5 x 31 cm. 1926. 180 € Witkiewicz 140, 55. – Elena Smirnova (1888-1934) war die letzte am Mariinsky-Theater tanzende Primaballeria. Sie zeigte ihr Können als Balletteuse bei der Premiere der Ballets Russes in Paris und bei der ersten Aufführung des Russischen Balletts in Japan. Zusammen mit ihrem Mann Boris Romanov emegrierte sie 1920 nach Berlin, wo sie als Primaballeria in dem von ihnen gegründeten russischen Theater für Romantisches Ballett auftrat. Nach zahlreichen Tourneen und einer ernsthaften Erkrankung, wirkte sie in Argentinien als erste Professorin für Tanzkunst am neu gegründeten Conservatorio Nacional de Música y Declamación. – Sauber und wohlerhalten.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3101 Andrejew, Leonid. Das rote Lachen. Bruchstücke aus einer aufgefundenen Handschrift. Neue Übertragung von Arthur Luther. 117 S., 1 Bl. Mit 7 signierten Original-Kaltnadel­ radierungen von Magnus Zeller. 24,5 x 16 cm. Geglätteter brauner OSchweinslederband (leicht berieben) mit goldge­ prägtem RSchild und schwarzer Lederintarsie auf Vorder­ deckel, dekorativer Blindprägung, blindgeprägten Innenkan­ ten, Kopfgoldschnitt (sign. „Euphorion Einband - Hübel & Denck, Leipzig“). Berlin, Euphorion, 1922. 750 € Lang 374. Vgl. Jentsch 128 (Vorzugsausgabe). – Erste Ausgabe. Eines von 100 num. Ex. der Vorzugsausgabe mit den sieben signierten Orig.Radierungen von Magnus Zeller auf Bütten (Gesamtauflage: 320). Die besondere Vorzugsausgabe mit der Extrasuite der Vorabdrucke zählte 20 Exemplare. Fiktives Tagebuch eines russischen Offiziers aus dem russisch-japanischen Krieg von 1904, eine apokalyptische Darstellung des Krieges, die sich in einem mythischen Weltgeschehen auflöst. „Die Erde gebiert Leichen, die alles Leben erdrücken und in ‚rotem Lachen‘ ersticken“ (Kindler 5364). – Mit gestochenem Exlibris. Wohlerhalten. Abbildung

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3102 Armando (d. i. H. D. van Dodeweerd). Het plechtige / het donkere - das feierliche / das dunkle. Sechs eigens für diese Ausgabe hergestellte Lithographien und sechs, bisher unveröffentlichte Begleittexte. 18 lose Blatt, davon 6 sig­ nierte Orig.-Lithographien. 52 x 34,5 cm. Lose Textblatt in Orig.-Holzkassette (mit Kratzspuren, ein Scharnier defekt). Bébert, Rotterdam, 1984. 750 € Eines von 55 nummerierten Exemplaren, die für den Verkauf bestimmt waren (Gesamtauflage: 137). Die faksimilierten Texte und die signierten Orig.-Lithographien auf kräftigem B. F. K. Rives gedruckt. Die typographischen Texte auf kräftiger, durchsichtiger Folie. Der 2018 in Potsdam im 88. Lebensjahr gestorbene Armando ist einer der großen Schwarzmaler der Kunst. Auch als Autor gelangte er zu Anerkennung. In den 1960er Jahren veröffentlichte er eine Dokumentation von Interviews mit ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS in den Niederlanden, ein Buch, das ihn in seiner Heimat für geraume Zeit zur persona non grata werden ließ. – Innen annähernd verlagsfrisch.

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Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3103 Aucassin und Nicolette. Übertragen von Erwin Rie­ ger. 31 Bl. Mit Buchschmuck von Rudolf Junk. 34,5 x 24 cm. OLederband (Kanten berieben) mit großer Deckelvergoldung und KGoldschnitt. Hellerau, Avalun, 1919. 250 € 4. Avalun-Druck. Rodenberg 331, 4. – Eines von 380 nummerierten und vom Künstler signierten Exemplaren „auf bestem weißen Handschöpfpapier zweifarbig gedruckt und in goldbraunem Dogleder mit Echtgoldprägung und Goldschnitt handgebunden in der Handbindewerkstatt von Carl Scheibe in Wien“. Gesamtauflage: 385. Satzanordnung und Ausschmückung des Druckwerkes mit Originalholzschnitten von Robert Junk. Mit dem Begleitwort von Erwin Rieger auf einem separaten Blatt. Gegenüber dem Druckvermerk vom Gestalter Rudolf Junk signiert. – Leicht gebräunt, insgesamt schönes Exemplar. Abbildung

3104 Außenseiter der Gesellschaft - Die Verbrechen der Gegenwart. Herausgegeben von Rudolf Leonhard. 9 Bde. der Reihe (von insges. 14). 19 x 12,5 cm. OPpbde. (berieben; mit Gebrauchsspuren). Berlin, Verlag Die Schmiede, 1924-1925. 300 € 3105

Vorhanden: 1. Alfred Döblin: Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, 117 Seiten + 2 ausfaltbare Handschriften-Faksimiles mit graphologischen Beurteilungen auf der Rückseite + 10 Farbdrucktafeln in einer Schlaufe auf der hinteren Deckel-Innenseite. - 2. Egon Erwin Kisch: Der Fall des Generalstabschefs Redl. 90 Seiten mit Abdruck eines FotoPotraits von Redl. - 3. Eduard Trautner: Der Mord am Polizeiagenten Blau; 194, 3 Bl. Abbildungen u. Verlagsanzeigen, im Anhang u.a. ein kurzer Pressebericht Joseph Roths. - 5. Iwan Goll: Germaine Berton - Die Rote Jungfrau, Frontispiz Selbstbildnis von Germaine Berton, 77 Seiten mit 5 Zeichnungen von L. Berings, 3 Bl. mit Handschriften Faksimile und Verlagsanzeigen. - 7. Karl Otten: Der Fall Strauss, 109 Seiten, 1 Bl. Verlagsanzeigen. - 8. Arthur Holitscher: Ravachol und die Pariser Anarchisten, 86 Seiten, 1 Bl. Verlagsanzeigen. - 10. Franz Theodor Csokor: Schuss in‘s Geschäft (Der Fall Otto Eissler), 105 Seiten, 1 Bl. Verlagsanzeigen. - 11. Thomas Schramek: „Freiherr von Egloffstein“. Mit einem Vorwort von Albert Ehrenstein, 192 S., 1 Bl. Verlagsanzeigen. - 12. Kurt Kersten: Der Moskauer Prozess gegen die Sozialrevolutio­ näre - 1922 - Revolution und Konterrevolution, 163 Seiten, 1 Bl. Verlagsanzeigen. – Ordentliche Exemplare; Vortitel bzw. Vorsätze teils mit Rasurstellen.

Mit der seltenen Broschur-Variante von Heft XII 3105 Avant Garde. Hrsg. von Ralph Ginzburg. Teile I-XIII (von 14). Jeweils ca. 60 S. Mit zahlreichen, teils farbigen, meist ganzseitigen Illustrationen. 28,5 x 27,5 cm. Farbig illustrierte OBroschuren. New York 1968-1971. 500 €

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Das bekannteste freizügige Magazin der amerikanischen Hippie-Bewegung. Herausgeber war der amerikanische Schriftsteller, Verleger und Photojournalist Ralph Ginzburg (1929-2006), der zwischen 1968 und 1971 vierzehn Hefte der Zeitschrift produzierte. Künstlerischer Gestalter war der Graphikdesigner Herb Lubalin (1918-1981). Vorhanden sind die Hefte I-XIII, darunter das Heft II „The Marilyn Monroe Trip: A portfolio of serigraphic prints by Bert Stern“ mit 12 Farbsiebdrucken auf 6 Tafeln. Ferner auch Heft VIII. „Picasso‘s Erotic Gravures.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation The special issue of Avant-Garde“ mit zahlreichen Picasso-Graphiken auf verschiedenfarbigem Papier. – Nur geringe Gebrauchsspuren, etwa kleine Knicke, teils minimal gebräunt. – Dabei: Dasselbe. 5 weitere Hefte als Dubletten, Hefte IV, V, IX, X und XII, das Heft XII mit der seltenen Cover-Variante (Schwarzes Model von Hugh Bell statt „The Mystery of Jorgen Boberg“). - Ähnlich erhalten. Abbildung

3106 Balzac, Honoré de. Les contes drolatiques. 7 Bl., 368 S., 5 Bl. Mit 124 Farbillustrationen von Dubout. 26,5 x 21 cm. Dunkelroter HMaroquinband d. Z. (illustrierte OBroschur ein­gebunden) über 3 Zierbünden mit goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Paris, Gibert Jeune, (1940). 240 € In kleiner nummerierter Auflage erschienen. – Wohlerhalten und sauber.

3107 Balzac, Honoré de. Gesammelte Werke. 28 Bände (von 40). 14,5 x 9,5 cm. Blaues OLeinen (selten minimal be­ rieben) mit goldgeprägtem roten RSchild und RVergoldung. Hamburg, Rowohlt, 1952-1964. 220 € Gleichwertige Neuauflage der berühmten Dünndruckausgabe von 1923 ff., mit Übersetzungen von Mehring, Benjamin, Krell, Flake, Rheinhardt, Sieburg, Zech und anderen namhaften Autoren. Enthält die Werke: Albert Savarus, Béatrix, Der Alchimist, Cäsar Birottaeus, Der Ehekontrakt, Der Landpfarrer, Die Bauern, Die Frau von dreissig Jahren, Die Königstreuen, Die Lilie im Tal, Ehefrieden, Eine dunkle Geschichte, Eugenie Grandet, Geschichte der Dreizehn, Heimliche Könige, Jung­ gesellen Wirtschaft, Maître Cornélius, Nebenbuhler, Oberst Chabert, Pariser Novellen, Pierrette, Tante Lisbeth, Trollatische Geschichten, Ursula Mirouet, Vater Goriot, Verlorene Illusionen, Vetter Pons, Volksvertreter. – Es fehlen 12 Bände (Buch der Mystik, Glanz und Elend der Kurtisanen, Der Landarzt, Die Geheimnisse der Fürstin von Cadigan, Die Kleinbürger, Die tödlichen Wünsche, Honorine, Katharina von Medici, Künstler und Narren, Modeste Mignon, Sarrasine, Zwei Frauen). Sauber und wohlerhalten.

3108 Barbey d‘Aurevilly, (Jules Amédée). Die Rache einer Frau. Mit neun Zeichnungen von Alastair. 4 Bl., 61 S., 4 Bl. Mit 9 farbig getönten Tafeln (in Pag.). 31,6 x 24,6 cm. OPapp­ band d. Z. (fleckig, etwas abgegriffen) mit goldgeprägtem schwarzen Lederdeckelschild. Wien, Avalun, 1924. 300 € Fromm 1804. AKL II, 7. – Eines von 480 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage), Druckvermerk vom Künstler signiert. Satz aus der Winckelmann-Antiqua von Carl Ernst Poeschel. Druck bei Poeschel & Trepte, Leipzig. Die zweifarbigen Illustrationen wurden in der Staat­ lichen Akademie in Leipzig unter Aufsicht von Fritz Goetz als Lichtdrucke reproduziert. „Als Autodidakt entwickelte sich [Alastair] zu einem hervorragenden Illustrator im Stile Beardsleys, den er mitunter im erotischen Einschlag, den dämonischen Zügen in seinen ‚künstlich überfeinerten‘ und überlängten Gestalten noch übertraf“ (Alfred Langer, Jugendstil und Buchkunst, Leipzig 1994, S. 58). – Im Block kaum fleckig, sehr schön erhalten.

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3109 Barlach, Ernst. - Schult, Friedrich. Ernst Barlach. Das graphische Werk (und:) Werkkatalog der Zeichnungen. 2 Bde. 190 S., 1 Bl.; 288 S., 2 Bl. Mit zahlreichen Abbildungen. 30 x 21,5 cm. OLeinen. Zusammen in neuerem Leinenschuber. Hamburg, Hauswedell, (1957-1971). 300 € Ernst Barlach Werkverzeichnis, Bde. II und III. Arntz I, 15. – In kleiner (Bd. II: nummerierter) Auflage erschienenes maßgebliches Werkverzeichnis. Alle Arbeiten sind abgebildet. Bd. I (1960) des Werkverzeichnises behandelt das plastische Werk. – Wohlerhalten. – Dabei: Ernst Barlach. Der Findling. Ein Spiel in 3 Stücken. 77 S. Mit 21 (inkl. Titel) Holzschnitten von Ernst Barlach. 32 x 24 cm. Illustr. OPpbd. (etwas gebräunt). Berlin, Paul Cassirer, 1922. - Erste Ausgabe. - Tadellos.

3110 Basquiat, Jean-Michel. (Werkverzeichnis). 2 Bände. 255 S.; 407 S. Mit zahlreichen Textabbildungen. 30 x 25 cm. Illustrierte OPappbände in OPappschuber. (Paris, Galerie Enrico Navarra, 1996). Wohlerhalten. 180 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3111 Bataille, Georges. Histoire de rats (Journal de Dianus). 105 S., 1 Bl. Mit 3 ganzseitigen Original-Radierungen von Alberto Giacometti auf Tafeln. 20 x 16,5 cm. Illustrierte Ori­ ginalbroschur (am unteren Kapital minimal berieben) mit Pergaminumschlag. Paris, Les Éditions de Minuit, 1947. 3.500 € Monod 1048. – Eines von 160 nummerierten Exemplaren (Gesamtauf­ lage: 210). – Sehr sauberes und wohlerhaltenes, zum Teil unaufgeschnittenes Exemplar. Abbildung Seite 49

3112 Baudelaire, Charles. Kleine Gedichte in Prosa. Eine Auswahl. 48 S., 4 Bl. Mit 11 Original-Farblinolschnitten von Svato Zapletal. 31 x 22 cm. Illustr. OPappband im OPapp­ schuber. Hamburg, Svato, 1993.

100 €

Eines von 100 nummerierten Exemplaren der Ausgabe B (Gesamtauf­ lage 120 Ex.). Druckvermerk von Zapletal signiert. – Einige wenige Anstreichungen in Bleistift, sonst nahezu verlagsfrisch.

3115

3113 Baumeister, Willi. 8 Original-Lithos. Herausgegeben von Alfred Eichhorn. 1 Doppelblatt und 8 (davon 4 aquarel­ liert) signierte Originallithographien von Willi Baumeister. 22,5 x 16 cm. Lose Blatt in illustr. OKartonmappe. (Stuttgart), Eidos-Presse, 1947. 2.500 € Arntz 115. Spindler 150, 4. Spielmann, Werkkatalog der Druckgraphik 86-94. – Nicht nummeriertes Exemplar einer Auflage von 105 nummerierten Exemplaren. Spindler gibt an, dass „nach der Zählung mindestens 15 [also nicht nummerierte] Drucke“ hergestellt wurden. Das Vorwort verfasste Heinz Rasch. Die Abzüge der Lithographien wurden auf der Eidos-Handpresse angefertigt, meist mit Tonplatte oder zweifarbig, in vier Fällen zusätzlich aquarelliert. Alle Graphiken sind rechts unten mit Bleistift von Baumeister signiert, links mit der Bezeichnung „Litho“ bzw. „L“. Die Signaturen und die Bezeichnung der hier vorliegenden Blätter sind identisch mit den abgebildeten bei Spielmann. Die eidos-presse wurde in Stuttgart 1946 gegründet von Heinrich Hannsmann, der - als Widerstandskämpfer unbelastet - zur Entflechtung der Nazi-Verlage als Staatskommissar eingesetzt worden war. In der Presse, die als eine der ersten von den Besatzungsmächten eine Verlagslizenz erhielt, erschienen insgesamt 12 von HAP Grieshaber gestaltete und von Alfred Eichhorn herausgegebene Drucke, darunter Mappenwerke von K. O. Götz, Paul Klee, Heinz Trökes und Oskar Schlemmer. Das von Willi Baumeister entworfene Signet der Presse fand bei der vorliegenden Mappe keine Verwendung (vgl. Spindler 150). – Sehr gut erhalten. Abbildung

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3114 Bayros, Franz von. Dulces umbras. Novellen und 12 Bildbeigaben. XI, 71 S. Mit 12 Heilogravüren nach Franz von Bayros auf Tafeln. 23 x 15,5 cm. Dunkelgrüner OHlederband


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

3113

(Deckel mit minimalen Kratzspuren, Ecken schwach beschabt; signiert: „F. Lysakowski Wien“) mit flächendeckender RVer­ goldung, goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Wien, Wolf, 1913. 150 € Brettschneider 14. – Eines von 950 nummerierten Exemplaren auf van-Gelder-Bütten (Gesamtauflage: 1000). Einziges literarisches Werk des Künstlers. – Sehr schönes und sauberes Exemplar.

3115 Bayros, (Franz von). - Bierbaum, Otto Julius. Das Schöne Mädchen von Pao. Ein chinesischer Roman. Prachtaus­ gabe. 5 Bl., 210 S., 3 Bl. Mit 7 illustr. Tafeln und zahlr. Vignet­ ten von Franz von Bayros. 32 x 23,5 cm. Blauer OChagrinleder­ band (einzelne Stellen minimal berieben) mit reicher Rückenund Deckelvergoldung sowie illustrierten blauen Vorsätzen in Golddruck. München, Georg Müller, (1909-1910). 450 € Brettschneider 31. Hayn-Gotendorf IX, 62. Von Klement 31a. – Eines von 600 num. Ex. (Gesamtauflage). Erste Ausgabe der veränderten Fassung. Von Enschedé in vier verschiedenen alten Typen aufwendig auf unbeschnittenem Bütten gedruckt. Der Einbandentwurf stammt von Paul Renner. „Es war Otto Julius Bierbaum, der die lange Reihe schöner Drucke bei Enschedé in Haarlem, gesetzt aus den herrlichen alten

Schriften dieser Schriftgießerei, eröffnete, und zwar mit den Ausgaben seines erst rein typographisch, schließlich dann illustriert erscheinenden Buches ‚Das schöne Mädchen von Pao‘“ (Schauer). – Exlibris. Schönes und sauberes Exemplar. - Ohne den Schuber. Abbildung

3116 Beardsley, A. - Dowson, Ernest. Einen Augenblick Pierrot. 43 S., 1 w. Bl. Mit Frontispiz, Titel-, großer Kopf- und Schlußvignette sowie Initialen von Aubrey Beardsley. OHalb­ pergament (gering gebräunt, fleckig und mit Knick) mit goldgeprägtem Rücken- und DTitel, Deckelillustration und KGoldschnitt. München, Hyperion, 1921. 120 € Eines von 800 numer. Exemplaren. – Von tadelloser Innenerhaltung.

3117 Beardsley, A. - Jonson, Ben. Volpone. Autorisierte deutsche Ausgabe von Margarete Mauthner. XXI, 163 S. Mit Frontispiz, 5 Initialen, die sich als Heliogravure-Tafeln wieder­ holen, sowie Deckelillustration von Aubrey Beardsley. 28,5 x 22 cm. OLeinen (minimal berieben) mit goldgepr. Rückenund VDeckeltitel. Berlin, Bruno Cassirer, 1910. 150 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Vgl. Lawrence Nr. 48-50. – Eines von 600 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 650). Erste deutsche Ausgabe mit den Illustrationen Beardsleys und nach der Vorlage der englischen Ausgabe, die 1893 bei Smithers in London erschien. Die Initialen wurden in großen Gravuren reproduziert und blattgroß neben die Textseite mit der Initiale gestellt. – Sehr schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

3118 Beaumarchais, Pierre-Auguste Caron de. Le Barbier de Séville ou La Précautrion inutile. 148 S., 4 Bl. Mit 56 farb. (davon 8 doppelblattgr.) Lithographien von André Derain. 37 x 29 cm. Lose Bogen mit illustr. OUmschlag in OPappdecke und OPappschuber. Paris, Nouveau Cercle Parisien du Livre, 1963. 350 € Monod 1248. – Eines von 150 nummerierten Exemplaren (Gesamtaufl. 270) auf Vélin de Rives à la forme. Die Lithographien wurden von Mourlot gedruckt. Die Originalgouachen schuf Derain 1953 anläßlich der Vorstellung von Rossinis ‚Barbier von Sevilla‘ beim Festival von Aix-enProvence. – Ohne Schuber. Etwas stockfleckig. Abbildung

3119 Beckmann, Max. Bildnis Naila mit aufgestützten Armen und Glas. Originalradierung. 30,5 x 22 cm (Platte: 21,5 x 15,5 cm). Lose Blatt. 1923.

180 €

Hofmaier 265B. Gallwitz 230. – Aus: Curt Glaser. Max Beckmann. München, Piper, 1924. – Im weißen Rand minimal fleckig.

3120 Beckmann, Max. - Edschmid, Kasimir. Die Fürstin. 81 S., 1 Bl. Mit 6 Orig.-Radierungen von Max Beckmann. 30 x 24 cm. Silbergeprägter ORohseidenband (etwas berieben). Weimar, Gustav Kiepenheuer, 1918. 3.000 €

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Glaser 101. Gallwitz 89. Raabe, Handbuch 60, 6. Schauer II S. 117. – Eines von 370 Ex. auf holländischem Bütten. Druck der Radierungen von C. Sabo, Berlin. Text W. Drugulin. Einbandentwurf von Else von Guaita. – Wohlerhaltenes und nahezu fleckenfreies Exemplar.

3122 Benn, Gottfried. Betäubung. Fünf neue Gedichte. 7 S. 19 x 12 cm. OBroschur. Berlin, A. R. Meyer, 1925.

Abbildung

3121 Behmer, M. - Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von. Der erste Beernhäuter. 28 S., 2 Bl. Mit radierter Ini­tiale und 5 getönten Original-Radierungen von Marcus Behmer. 18,5 x 11 cm. OHalbleder (berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Berlin, Otto von Holten, 1919. 250 € 7. Nibelungendruck. Rodenberg 445, 7. – Eines von 199 in Halbleder gebundenen Exemplaren (Gesamtauflage 320). Letzte Blatt mit dem gedruckten Vermerk: „Hier endet ‚Der Erste Beernhäuter‘ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen nach der zu Nürnberg im Jahr 1684 [...] gedruckten und verlegten Ausgabe von ‚Simplicissimi StaatsKram‘ des ‚dritten und letzten Theils‘ der Simplicianischen Schriften [...] Nach Vergleichung mit der Ausgabe Nürnberg 1699 in Berlin bei Otto v. Holten in einer einmaligen Auflage von 300 Exemplaren im Frühjahr 1919 gedruckt“ . 20 weitere Exemplare wurden für Marcus Behmer hergestellt. – Unbeschnitten, sehr gut erhalten. Abbildung

900 €

Wilpert-G.2 12. Raabe 24, 12. Josch D 4.4. Lohner-Zenner 1.46. – Erste Ausgabe. Gedruckt in Rudolstadt als lyrisches Flugblatt in 300 Exemplaren, von Alfred Richard Meyer den in Frankfurt tagenden Mitgliedern der Maximilian-Gesellschaft gewidmet. – Innenseiten des Vorder- und Rückumschlges mit kleinem Papierschild bzw. kleinem Montagerest. Abbildung Seite 54

3123 Benn, Gottfried. Der Vermessungsdirigent. 60 S., 2 Bl. 22 x 14 cm. OBroschur (Rücken brüchig und mit Fehlstel­ len, etwas berieben, etwas lichtrandig). Berlin-Wilmersdorf, Die Aktion, 1919. 250 € Aktions-Bücher der Aeternisten, Bd. IX. Wilpert-Gühring2 7. Lohner 2.14. – Enthält das „erkenntnistheoretische Drama“ Der Vermessungsdirigent und das „rapide Drama Karandasch. – Papier altersbedingt etwas gebräunt. Reihentitel mit hs. Besitzvermerk und Stempel des Schriftstellers Hans Franck (1879-1964).

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Das Gedicht. Blätter für die Dichtung. Jg. 2, Folge 7, Januar 1936. Wilpert-G.2 25. Lohner-Zenner 1.84. Raabe 24.23. – Erste Ausgabe. Mit der gedruckten Widmung an „Herrn F. W. Oelze, in Bremen, Hartwigstraße.“ und mit dem bei Lohner nicht erwähnten Vorblatt mit Inhalt und Vor­bemerkung. Enthält 14 Gedichte von G. Benn, von denen zuvor zwei in einer Monatsschrift und eines als Privatdruck erschienen waren. Eine der letzten Veröffentlichungen Benns vor dem endgültigen Publikationsverbot (Mai 1936). – 2 Bl. minimal eselsohrig. - Auf dem Rückumschlag der handschriftliche Vermerk „Vermächtnis Alice Schuster X/84“.

3126 Benn, Gottfried. Morgue und andere Gedichte. 15 S. 24 x 18,5 cm. Illustr. OBroschur (etwas fleckig, gebräunt; kleinere Knickspuren; Rücken mit schmalem Papierstreifen alt restauriert). München, Der Bücherwinkel, (1923). 750 € Lohner-Zenner 1.39. Raabe 24, 2. – Nachdruck von Benns erstmals 1912 erschienenem Erstlingswerk. Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Die Umschlagillustration stammt von Rolf von Hoerschelmann. – Titel mit gelöschtem Stempel, verso mit mont. Exlibris (Dr. Paul Kirchberger), sonst innen sehr gutes Exemplar. Abbildung

3127 Benn, Gottfried. Morgue und andere Gedichte in der Fassung des Erstdrucks von 1912. 55 S. 4 Bl. Mit 12 Illustratio­ nen nach Originalholzschnitten von Ingo Regel. 26 x 17 cm.

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3124 Benn, Gottfried. Gedichte. Hrsg. von H. Ellermann. 18 Bl. (davon 1 Doppelbl.). 22,5 x 15 cm. Lose in Orig.-Broschur (Ränder etwas gebräunt, Vorder- und Rückumschlag zer­ trennt). (Hamburg), 1936. 450 € Das Gedicht. Blätter für die Dichtung. Jg. 2, Folge 7, Januar 1936. Wilpert-G.2 25. Lohner-Zenner 1.84. Raabe 24.23. – Erste Ausgabe. Mit der gedruckten Widmung an „Herrn F. W. Oelze, in Bremen, Hartwigstraße.“ und mit dem bei Lohner nicht erwähnten Vorblatt mit Inhalt und Vorbemerkung. Enthält 14 Gedichte von G. Benn, von denen zuvor zwei in einer Monatsschrift und eines als Privatdruck erschienen waren. Eine der letzten Veröffentlichungen Benns vor dem endgültigen Publikationsverbot (Mai 1936). Titelblatt mit der eigenhändigen Widmung von Benn: „Weihnachtsgruss dem Fremdenlegionär! Edlef Köppen in alter Verbundenheit. XII 35. Gottfried Benn“. – Exlibris. Leicht gebräunt.

3125 Benn, Gottfried. Gedichte. Hrsg. von H. Ellermann. 18 Bl. (davon 1 Doppelbl.). 22,5 x 15 cm. Lose in Orig.-Broschur (etwas fleckig; Ränder gebräunt, Vorder- und Rückumschlag zertrennt). (Hamburg), 1936. 220 €

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Illustriertes OLeinen in Blockbuchbindung in Pappschuber (minimale Gebrauchsspuren). Berlin und Leipzig, Faber & Faber, 1993. 120 € Die Graphischen Bücher. Band 2. Eines von 999 nummerierten und im Impressum von Ingo Regel signierten Exemplaren (Gesamtauflage). Die Buchgestaltung besorgte Juergen Seuss. – Tadellos erhalten.

3128 Benn, Gottfried. Nach dem Nihilismus. 163 S. 18,5 x 11 cm. OLeinen (Rücken etwas ausgeblichen) mit Deckel- und RSchild. Berlin, G. Kiepenheuer, 1932 350 € Wilpert-Gühring2 19. Lohner-Zenner 2.52. Raabe 24, 19. – Erste Ausgabe dieser Sammlung ästhetischer, literarischer und politischer Essays. Fl. Vorsatz mit Benns eigenhändiger Widmung: „Else C. Kraus und Buschi Schuster von ihrem alten Gottfried Benn. November 32 Berlin.“ – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar. – Dabei: Todesanzeige der in der Widmung geannten Alice Schuster-Hiby (1893-1982), Karte in Briefumschlag.

3129 Benn, Gottfried. Provoziertes Leben. Eine Auswahl aus den Prosaschriften.180 S., 2 Bl. 18 x 11,6 cm. OKart. (Kan­ ten berieben). Frankfurt a. M., Ullstein, 1955. 350 € Ullstein Buch Nr. 54. Lizenzausgabe des Limes-Verlages, Wiesbaden. Vortitel mit eigenhändiger Widmung von Gottfried Benn: „Den lieben und verehrten Spenderinnen königlicher Nelken in alter Freundschaft und in der Hoffnung auf Wiedersehn! Den Buschi‘s von Gottfried Benn. 2 V 1955.“

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3130 Benn, Gottfried. Söhne. Neue Gedichte. 8 Bl. Mit Titel-Illustration von Ludwig Meidner. 19 x 14 cm. OBroschur (Vorder- und Rückumschlag gelöst; Vorderumschlag in der oberen linken Ecke mit Fehlstelle, die Illustration nur in der Umrandung betroffen) mit Kordelheftung. (1913). 600 € (Lyrische Flugblätter, 36). Wilpert-G.2 2. Lohner-Z. 1.6. Raabe 3 mit Abb. Josch D 4.2. Raabe, Zeitschriften 144.36. – Sehr seltene erste Ausgabe der zweiten lyrischen Veröffentlichung Benns. Mit der gedruckten Widmung: „Ich grüße Else Lasker Schüler: Ziellose Hand aus Spiel und Blut“. Der Holzschnitt von Ludwig Meidner ist im Stock signiert und datiert (vgl. Grochowiak S. 234). Auf bräunlichem Papier gedruckt. – Zwei Bl. mit kleinerem Braunfleck; die letzten beiden Bl. mit Einschnitt im rechten Rand; fast durchgehend in der Mitte mit leichter Knickspur. Abbildung

3131 Beuys, Joseph. Postkarten. Künstleredition mit 50 Farbpostkarten. 15 x 10,5 cm. Zweiteilige OPappschachtel mit illustr. Deckelaufdruck. Heidelberg, Edition Staeck, 1985. 120 € Von Klaus Staeck (geb. 1938) hrsg. Sammlung der kleinen Edition mit Kunstpostkarten von Joseph Beuys (hier mit 50, eine andere Edition umfasst 80 Karten). – Wohlerhalten und frisch. Abbildung

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3132 Boccaccio, Giovanni. Das Dekameron. 2 Bände. 665 S., 1 Bl.; 577 S., 1 Bl. Mit zahlreichen Textillustrationen und Buch­ schmuck sowie lose beiligendem signierten Orig.-Holzschnitt von Werner Klemke. 21 x 13 cm. Rote OMaroquinbände mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie dreiseitigem Goldschnitt in OHalbleder-Schuber. Berlin, Aufbau, 1958. 200 € Eines von 500 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzmaroquin, hier mit einer zusätzlichen, im Druckvermerk nicht ange­ gebenen signierten und datierten Orig.-Graphik von Klemke auf feinem Japan. Die Übersetzung nach der von C. S. Singleton besorgten kritischen Ausgabe besorgte Ruth Macchi. – Verlagsfrisches Exemplar. Abbildung

3133 Böll, Heinrich. Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann. Erzählung. 68 S. Mit mehreren Textillustrationen. 20 x 14,5 cm. Illustr. OBroschur mit Leinenstreifen. London, Groovy Edi­ tion, 1974. 120 € Seltener Raubdruck von Bölls aufsehenerregender Erzählung, die den damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens zu Äußerungen verleiteten, die Klaus Staeck später als „jene unvergessenen, vor Unkenntnis, gar Dummheit strotzenden Sätze aus der Zeit des Deutschen Herbstes“ bezeichnete. – Bindung fragil, sonst wohlerhalten.

3134 Bonnard, Pierre. - Mirbeau, Octave. Dingo. 2 Bl., 193 S., 1, 4 w. Bl. Mit 55 (davon 14 ganzseitigen, inkl. Umschlag) Orig.l-Radierungen von Pierre Bonnard, sowie 1 Bl. illustr. Bindeanweisung. 38,5 x 28,5 cm. Lose Blätter in illustriertem OUmschlag in OHalbleinendecke und OPappschuber (dieser etwas berieben). Paris, Ambroise Vollard, 1924. 2.000 €

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Bouvet no. 90. Strachan S. 56. Monod 8199. Carteret IV, 282. Skira 26. „The Artist & The Book“ 30. Rauch 26. Johnson (Vollard) 169. – Erste


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Ausgabe mit den Illustrationen von Pierre Bonnard. Eines von 280 nummerierten Exemplaren auf „Vergé d‘Arches“ (Gesamtauflage: 370 Exemplare). Illustration und Verzierung des Werkes durch schöne, teils ganzseitige Radierungen, figürliche Darstellungen und Initialen. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 57

Mit drei Extrasuiten der Lithographien Bonnards 3135 Bonnard, Pierre. - Montherlant, Henry de. La rédemp­ tion par les bêtes. 8 Bl., 107 S., 7 Bl. Mit 39 Original-Lithogra­ phien von Pierre Bonnard und 3 Extrasuiten der Lithographien. 32,7 x 25,5 cm. Lose Lagen in OLeinendecke und OLeinen­ schuber. Paris, (Fequet et Baudier für Fernand Mourlot), 1959. 1.200 € Monod 8401. Vgl. „The Artist & the Book“, Nr. 30 (Anm.). – Eines von 40 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300) der Vorzugsausgabe mit den 3 Extrasuiten der Lithographien, zweimal auf „Vélin de Rives“ (in Rosa und Grau), sowie einmal in Grau auf Perlmutt-Japan („sur Japon nacré). Pierre Bonnard (1867-1947) begann mit den Arbeiten an den Lithographien bereits 1928, nach seinem Tod wurden sie dann von Fernand Mourlot (1895-1988) fortgesetzt und hier erstmals publiziert. Die drei Extrasuiten enthalten zusätzlich zu den 22 Lithographien im Text 17 weitere, die im Grundwerk verworfen wurden. – Einige Blätter am oberen Rand etwas gebräunt, die Lage mit dem Titelblatt, bestehend aus zwei Blättern ist doppelt vorhanden, davon eine mit leichten Knickspuren.

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Abbildung Seite 56


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ auf Vélin d‘Arches. Die Kupfer und Holzstöcke wurden nach Fertigstellung des Druckes zerstört. – Etwas gebräunt; 8 Tafeln stärker stockfleckig bzw. gebräunt.

Abbildung

3138 Borchert, Wolfgang. Zwei Werke in ersten Ausgaben. Illustr. OBroschur. 1947. 100 € 1. Die Hundeblume. Erzählungen aus unseren Tagen. 132 S. 18 x 11,2 cm. Farbig illustr. OKart. Hamburg, Hamburgische Bücherei, 1947. - Wilpert-G.2 3. - Gebräunt; Besitzvermerk; Vorsätze mit mehreren mont. Zetteln. - 2. An diesem Dienstag. Neunzehn Geschichten. 122 S., 3 Bl. 21 x 13 cm. Illustr. OKart. (Kapital defekt). Hamburg, Rowohlt, 1947. - Wilpert-G.2 2. - Papierbedingt gebräunt; mit mont. Besitzvermerk und 2 mont. Zetteln.

3139 Brandstätter, Horst (Hrsg.). Neustes „Basler Narren­ schiff“ der Werkstatt Rixdorfer Drucke. 13 Bl. Mit 4, je aus zwei Doppelblättern zusammengesetzten signierten Origi­ nalholzschnitten (einer davon zweifarbig) von Uwe Bremer, Albert Schindehütte, Johannes Vennekamp und Arno Waldschmidt. 50,5 x 35,3 cm. OLeinen mit Deckel- und Rückentitel. Basel, Schwabe, 2001. 300 €

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3136 Bonnard, Pierre. - Montherlant, Henry de. La rédemp­ tion par les bêtes. 8 Bl., 107 S., 7 Bl. Mit 22 Orig.-Lithographien von Pierre Bonnard und 2 Extrasuiten mit 22 bzw. 39 Litho­ graphien. 32,7 x 25,5 cm. Lose Lagen mit OLeinendecke und RTitel (Rücken gebräunt) in OLeinenschuber (Rücken licht­ randig, berieben, bestoßen, eine untere Ecke eingerissen). Paris, (Fequet et Baudier für Fernand Mourlot), 1959. 750 €

Vgl. Spindler 127. – Eines von 22 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 133 Ex.). Das Künstlerbuch entstand in „Cooperation des Literaturhauses, der Universitätsbibliothek und der Basler Papiermühle, [es] wurde von den Herren der Werkstatt Rixdorfer Drucke Uwe Bremer, Albert Schindehütte, Johannes Vennekamp, Arno Waldschmidt mit Holzschnitten ausgestattet und mit dem Schriftmaterial der Papiermühle in Basel von Hand gesetzt, gestaltet und gedruckt“ (Impressum). Die Gedichte stammen von Martina Hügli, Klaus Merz, Peter Salomon und Jürgen Theobaldy. Eingangs mit Sebastian Brants

Monod 8401. Vgl. „The Artist & the Book“, Nr. 30 (Anm.). – Eines von 77 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300) der Vorzugsausgabe mit 2 Extrasuiten der Lithographien, zweimal auf „Vélin de Rives“ (in Grün und Rosé), einmal 39 Lithographien (die verworfenen 17 ent­haltend) und zum anderen 22 Lithographien. Pierre Bonnard (18671947) begann mit den Arbeiten an den Lithographien bereits 1928, nach seinem Tod wurden sie von Fernand Mourlot (1895-1988) fort­ gesetzt und hier erstmals publiziert. – Tadellos. Abbildung Seite 56

3137 Bonnard, P. - Vollard, Ambroise. Sainte Monique. IX, 222 S., 6 Bl. Mit 17 Orig.-Radierungen, 29 Umdrucklithogra­ phien, 178 Orig.-Holzschnitten, meist im Text, von Pierre Bonnard sowie 15 Tafeln mit nicht verwendeten Holzschnit­ ten. 33 x 26 cm. Lose Bogen in lädiertem OUmschlag. Paris, Vollard, 1930. 1.400 € Carteret V 404: „Belle publication très cotée“. Monod 11374. Skira 28. – Eines von 257 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 390 Ex.)

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Motto „Im Narrentanz voran ich gehe, Da ich viel Bücher um mich sehe, Die ich nicht lese und verstehe.“ Das letzte Blatt mit Signaturen der Rixdorfer und der beteiligten Autoren. Mit einem aus Papier gefalteten Narrenschiff als Endstück des Lesebändchens. Zugleich eines der letzten von den Rixdorfern gemeinsam gestalteten Werke. – Tadellos erhalten. Abbildung Seite 58

3140 Brantôme, Pierre de Bourdeille. Das Leben der galan­ ten Damen. In wortgetreuer und vollständiger deutscher Uebertragung von Georg Harsdoerffer. 2 Bände. XL S., 1 Bl., 351 S.; 331 S. Mit 2 illustr. wdhl. Doppeltiteln von Walter Tiemann und 9 Porträt-Tafeln nach Fr. Clouet. OPergament (leicht berieben und minimal angestaubt) mit goldgepr. RTitel, RVergoldung und Kopfgoldschnitt. Leipzig, Insel, 1905. 150 € Sarkowski 209 (mit Abb.). – In kleiner nummerierter Auflage erschienen. – Gering gebräunt, Bindung gelegentlich minimal gelockert.

3141 Braque, G. - Benoit, P. A. Mariette dans l‘atelier ou la meilleure part. 8 nn. Bl. Mit 1 Original-Farblithographie von Georges Braque. 33 x 26 cm. Lose Doppelblatt in OUmschlag. (Alès, Benoit, 1962). 2.000 € Vallier 180. – Eines von 60 nummerierten Exemplaren. Gesamtauflage 82 Exemplare. Die farbige Orig.-Lithographie verso von Braque und Benoit signiert. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 59

3142 Braque, Georges. - Tudal, Antoine. Souspente. Pré­ face de Pierre Reverdy. 2 Bl., V, 35 S., 1 Bl. Mit 1 Orig.-Farblitho­ graphie von Georges Braque als Frontispiz. 25 x 32,5 cm. Wein­ roter OUmschlag aus schwerem handgeschöpftem Papier mit zusätzlichem Pergaminumschlag mit Spinnennetzdekor (Rücken etwas ausgeblichen) in rotem Pappschuber. Paris, Édition Rovert J. Godet, 1945. 600 € Monod 10782. The Artist and the book 34 mit ganzseit. Abb. – Eines von 125 nummerierten Exemplaren auf Papier royal de Rives BFK. Die Orig.-Lithographie von Georges Braque wurde bei Mourlot gedruckt. „Since the war Braque has worked extensively in color lithography, achieving subtle effects by the use of many plates - eight in this illustration - some of them overprinted to achieve additional depth and texture“ (The Artist and the book). Vortitel mit eigenhändiger Widmung des Verfassers. – Einige wenige schwache Flecken, vord. Innenfalz etwas angeplatzt, sonst schönes Exemplar, insbes. die Orig.-Lithographie von farbfrischem Kolorit. Abbildung

3143 Bremer Presse. Drucke 3 und 4 der Bremer Presse in Tölz. Je 27 x 17,5 cm. OHalbpergament (etwas angestaubt) mit goldgeprägtem RTitel, Pergamentecken mit feiner Gold­ filete sowie Deckelbezug in Marmorpapier (signiert: „Bre­ mer Binderei“). Tölz, Bremer Presse, 1919. 300 € Rodenberg I, 57, 3 und 4. – Jeweils ein nummeriertes von 270 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage: 282). Sophokles. Ödipus der Tyrann.

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Übersetzt von Friedrich Hölderlin. 94 S., 4 Bl. Tölz 1919. - Heinrich von Kleist. Robert Guiscard. Herzog der Normänner. Fragment aus dem Trauerspiel. 36 S., 5 Bl. – Im Block nahezu tadellos sauber, gedruckt auf besonders starkem Büttenpapier. – Beiliegt: Rudolf G. Binding. Gedichte. 146 S., 5 Bl. 26 x 17,5 cm. OPergament (geworfen) mit Goldprägung. Darmstadt, Ernst Ludwig Presse, für Insel, 1913. - Rodenberg I, 79. Eines von 200 Exemplaren für den Handel (Gesamtauflage: 315), ohne Nummer. - Etwas feuchtfleckig.

3144 Bremer Presse. Zwei Werke der Presse aus der Mün­ chener Zeit. Hellblaue Pappbände (teils etwas lichtrandig, angestaubt oder gebräunt) mit montierten RSchildern und teils DSchildern bzw. in OSchuber (dieser teils mit Läsuren). München, Bremer Presse, 1922-1930. 400 € (Johann Wolfang von) Goethe. Hermann und Dorothea. Hrsg. von Ernst Schulte-Strathaus. 62 S., 1 Bl. Mit Initialen von Anna Simons. 28 x 20,5 cm. München 1922. - Lehnacker 41. Eines von 500 nummerierten Exemplaren. - Blaise Pascal. Pensées. 363 S., 2 Bl. 29 x 20 cm. München 1930. - Lehnacker 31. Eines von 270 nummererierten Exemplaren (Gesamtauflage) auf Zanders-Bütten. – Unbeschnitten, im Block sehr frisch und sauber. – Dabei: (Arthur) Schopenhauer. Aphorismen zur Lebensweisheit. 2 Bl., 247 S., 3 Bl. Hellblauer OPappband (Rücken ver­-

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3147 Browning, Robert. A Toccata of Galuppi‘s. 15 S. Mit 5 signierten Original-Radierungen von Paul Eliasberg. 32 x 22,5 cm. OLeinen (Rücken mit zwei Schabspuren, Kapitale berieben, Ecken leicht betsoßen) mit Rücken- und Deckel­ schild. New York, Ernst Rathenau vormals Euphorion, 1974. 180 € Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 120). „Die Brüder Hartmann in Berlin druckten den Text in der Walbaum Antiqua, das Atelier Georges Leblanc in Paris druckte die Radierungen“. – Fliegendes Vorsatzblatt leicht gebräunt, sonst sehr gut erhalten.

3148 Brun, Theodor. Meine Lotte und ich. 16 heitere Be­ gebenheiten. 166 S., 1 Bl. 15 x 11 cm. OPappband. Wien u. a., Herz-Verlag, 1925. 90 €

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blasst) mit Rücken- und Deckelschild in OSchuber. Leipzig, Privatdruck Hans Loubiers und Alfred Simons für die Maximilian-Gesellschaft, o. J. (um 1925). - Eines von 325 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage) auf Maximilian-Bütten.

3145 Bremer Presse. - Homer. Odyssee (graece). (Heraus­ gegeben von Eduard Schwarz). 372 S. 34 x 22 cm. Schlichter hellblauer OPappband (Rücken gebräunt, Schildchen knit­ terig) in OPappschuber (dieser lichtrandig, gebräunt, leicht fleckig). (München, Bremer Presse, 1924). 200 € Lehnacker 16. – Eines von 615 nummerierten Exemplaren, hier mit römischer Nummerierung (Gesamtauflage) auf Zanders-Bütten. Griechischer Text in perfekter Typographie und dem herrlichen Satz der Bremer Presse. – Wohlerhaltenes Exemplar.

3146 Brouwn, Stanley. la paz. 2 Bl., 21 nummer. Bl., 1 Bl. 19,5 x 19,5 cm. Schwarze OBroschur (etwas berieben). Schiedam, Stedelijk Museum, 1970. 300 € Einzige Ausgabe des anlässlich der Ausstellung in Schiedam erschienenen Künstlerbuches. Der Konzeptkünstler Stanley Brouwn, (geb. 25. Juni 1935 in Paramaribo, gest. 18. Mai 2017 in Amsterdam) zog 1957 in die Niederlande. Bis Anfang der 1960er Jahre war er als Aktionskünstler tätig, in den 1960er Jahren beteiligte er sich an der internationalen Fluxus-Bewegung. Von 1960 bis 1964 entstand die This way Brouwn Serie, ein konzeptuelles Künstlerbuch mit gestempelten Skizzen zu Weg­beschreibungen, die ihm Amsterdamer Passanten aufzeichneten. Brouwn war mehrfach Teilnehmer der Documenta in Kassel und hatte eine Professur an der Kunstakademie in Hamburg. – Geringe Altersspuren. Abbildung Seite 60

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Kosch, 20. Jhdt. IV, 418. – Einzige Ausgabe, hier in einer nicht illustrierten Einbandvariante. Der Autor, 1898 in Lemberg geboren, Schriftsteller und Übersetzer in Wien, emigrierte in die Schweiz und verfasste mehrere Romane, die von den Nazis auf die Liste der verbotenen und „auszusondernden“ Schriften gesetzt wurden. – Etwas gebräunt; insgesamt sehr gutes Exemplar.

3149 Bruni, Bruno. Sommer in Umbrien. Typographischer Titel und 3 sign. Orig.-Lithographien auf festem braunen Karton. 41 x 31,5 cm. Lose Blatt in OLeinen-Decke mit mon­ tiertem Deckelschild. Offenbach am Main, Edition Volker Huber, 1978. 180 € In kleiner nummerierter Auflage erschienen. – Tadellos.

3150 Büchner, Georg. Lenz. Ein Fragment. 51 S., 2 Bl. Mit 12 ganzseitigen Orig.-Radierungen von Walter Gramatté. 46 x 33 cm. OPappband (berieben und beschabt; Gelenke teils geplatzt) mit RTitel. Hamburg, Werkstatt Lerchenfeld, 1925. 900 € 7. Buch der Hamburger Handdrucke der Werkstatt Lerchenfeld. Eckhardt 182-193. Lang 91. Jentsch 157. Schauer II 82. – Eines von 150 nummerierten Exemplaren auf van Geldern-Bütten (Gesamtauflage), „die als Geschenk an deutsche Museen und Kupferstichsammlungen gegeben“ wurden (Druckvermerk). Zur Entstehungsgeschichte vgl. den bei Eckhardt ausführlich abgedruckten Briefwechsel. „Lenz wie Wozzeck darf man wohl Gramattés graphische Hauptwerke nennen“ (Eckhardt). Druck der Radierungen von A. Ruckenbrod. – Exlibris; vereinzelt minimal braunfleckig, insgesamt jedoch sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 61

3151 Büchner, Georg. Wozzeck. Herausgegeben von ­Werner Weißbrodt. 29 Bl. Mit zahlreichen, teils blattgroßen Text­­ illu­strationen von Alfons Klein. 37 x 25 cm. OLeinen mit OSchutzumschlag; als Blockbuch gebunden. In OPappschuber. (Karlsruhe [Dr.]) 1964. 180 € Einzige Ausgabe mit diesen Illustrationen. Eines von 150 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk von Alfons


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Klein signiert. „In der halbfetten Akzidenz-Grotesk 16P. der Schriftgießerei H. Berthold AG von Hand gesetzt und abgezogen auf BüttenKupferdruckpapier 150g/qm der Firma May und Spies durch Wolfgang Ross bei G. Braun GmbH. in Karlsruhe“ (Druckvermerk). „Den Illustrationen liegt eine frühere Fassung mit der Schreibweise ‚Wozzeck‘ zugrunde. Die Anordnung der Zeichnungen wurde der neuen Bearbeitung des Fragments nach Möglichkeit angeglichen“ (Nachwort). – Tadellos. – Dabei: Signierter Original-Holzstich von Karl-Georg Hirsch (Exlibris Wolfgang Wissing, 14,5 x 8 cm; nummeriert 5/100)

3152 Buren, Daniel. Passage. Hefte III und V (von 7). 2 Text­ blätter und 26 Blätter mit Offsetdrucken bzw. 2 Textblätter und 25 Blätter mit Offsetdrucken. 52 x 52 cm. OKarton (Heft III leicht stockfleckig). Macerata, Edizione Artestudio, 1972. 300 € Eines von 110 Exemplaren. Vorhanden sind Tom. III: Noir 4045 Offset=N und Tom. V: Rouge 2016 Offset=R. Das Markenzeichen des französischen Malers und Bildhauers Daniel Buren (geb. 1938) sind Streifen unterschiedlicher Farbe, die immer 8,7 cm breit und auf unterschiedlichsten Formen und Materialien aufgebracht sind. – Das Heft III im Rand leicht stockfleckig. Abbildung

3153 Camesi, Gianfredo. Dimension unique. 9 Bl. Mit 6 signierten Originalradierungen von G. Camesi. 28 x 21 cm. Lose Bl. in OUmschlag und schwerer zweiteiliger OriginalEisenblechkassette. Locarno, Éditions Lafranca, 1978.

350 €

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Eines von 34 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 40 Ex.). Zwei Gedichte und 6 blattgroße Originalradierungen des seit 2002 in Köln lebenden, aus dem Tessin stammenden Malers und Bildhauers (geb. 1940). Gedruckt auf handgeschöpftem Papier von François Lafranca. – Tadelloses Exemplar dieses besonderen Künstlerbuches in einer selbst schlimmsten Katastrophen trotzenden Verpackung. Abbildung

3154 La Carte Surréaliste. Première Serie (alles Erschie­ nene). Sammlung von 21 illustrierten Postkarten mit blauem Orig.-Titelschild. 14 x 9,2 cm. Lose Karten. (Paris 1937). 2.500 €

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Britsch-Weiss S. 39ff. und 121 ff. (mit Abb.). – Vollständige Serie der ersten (und einzigen) Serie. Laut Britsch-Weiss sind nur 60 Exemplare (insgesamt 360, jeweils 60 in sechs unterschiedlichen Farben) erschienen. Abgebildet sind Werke, meist Photomontagen, von A. Breton, S. Dali, P. Eluard, Dora Maar, J. Miró, Y. Tanguy, O. Dominguez, H. Arp, G. Hugnet, Meret Oppenheim, R. Magritte, Jacquelien Breton, R. Penrose, M. Jean, W. Paalen, N. Eluard, P. Picasso, M. Ray, M. Duchamp, M. Ernst und H. Bellmer. Rückseitig jeweils mit Künstlername, Titel, Nummerierung, einem gedruckten Rundstempel „Garantie - La Carte Surréaliste“

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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und der Angabe „POST CARD, Printed in France“. Gedruckt auf rosafarbenem Karton. Mit beiliegendem dunkelblauem Titelschild: „La Carte Surrealiste Première Série vingt et une cartes 1937“. – Tadellos erhalten.

3156 Chagall, Marc. Dessins pour la Bible. (Text: Gaston Bachelard). Mit 24 Orig.-Farblithographien, verso kleine Litho­ graphien in Schwarz, und 96 ganzseitigen Illustrationen. 36,5 x 28 cm. Farbig lithographierter OPappband (etwas gebräunt; Kapital etwas beschädigt). Paris 1960. 2.500 €

Abbildungen

3155 Cézanne, P. - Vollard, Ambroise. Paul Cézanne. 187 S., 1 Bl. Mit 56 Tafeln und vielen Abb. sowie 1 Orig.-Radierung von Paul Cézanne. 32 x 25 cm. Roter Halblederband d. Z. auf 4 Zierbünden mit vergold. RTitel; der illustr. OUmschlag (fleckig) beigebunden. Paris, Vollard, 1914. 2.200 € Monod I 2465. Johnson 33. – Erste Ausgabe der ersten umfassenden Monographie über Cézanne. Eines von 650 nummerierten Exemplaren Ausgabe „sur papier teinté“ (Gesamtaufl. 1000 Ex.). Mit der Orig.Radierung „Tête de femme“ (Venturi 1160). – Sauberes Exemplar. Abbildung Seite 63

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Verve 37/38. Mit den Original-Lithographien Mourlot 230-280. – Nur leicht gebräuntes, gutes Exemplar. Abbildungen

3157 Chagall, Marc. Lithographe II-IV. 3 Bände (Bände II-III französische; Band IV deutsche Ausgabe). 209; 179; 180 S. Mit 12 (inkl. Umschlag) Original-Lithographien von Marc Chagall sowie zahlreichen großteils farbigen Abbildungen. 31,7 x 24,4 cm. OLeinen mit farbig OUmschlag je in Pappschuber (Gebrauchsspuren). Monte Carlo, André Sauret, 1963-1974. 1.000 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Mourlot-Sorlier 281-292. – Band II und III in französischer, Band IV in deutscher Ausgabe. Das Werkverzeichnis der Jahre 1957 bis 1973. – Gutes Exemplar, kaum Gebrauchsspuren. Abbildung

Eine der seltensten Chagall-Lithographien 3158 Chagall, Marc. - Delorme, Danièle, und Alain M. Duchemin. Un soir inhabituel sous la présidence de Monsieur Jean Berthoin. Fête sans aucun frais. Le Club des Casse-Cou. Direction Artistique: Yves Robert. Régie du Spectacle: Guy Rapp. Direction Musicale: Léo Chauliac. 28 nn. S. Gedruckt auf buntfarbigem Papier, mit zahlreichen Illustrationen und 2 Tafeln von Georges Braque und Dunoyer de Segonzac. 31,5 x 15 cm. OBroschur (leicht gebräunt, nur unwesentliche Knick­ spuren) mit VDeckelillustration in farbiger Original-Lithographie von Charles Sorlier nach Marc Chagall. (Paris, Comi­ té des Fêtes, 1955). 800 € Mourlot V, CS1. – Seltenes Pogrammheft zu einem der legendären Pariser Feste der fünfziger Jahre „sous le patronage du Comité Officiel des Fêtes de Paris“, das an einem Donnerstag, am 15. Dezember 1955 „au Cabaret des Ambassadeurs“ stattfand. Stargast war die französische Schauspielerin und Filmproduzentin Danièle Delorme (19262015), geboten wurden Tanzeinlagen, „La comédie française“, „Eddie Constantine“, „La femme au bijoux“, „Odette Laure“, „Mick Micheyl“, „Marie-Josée Neuville“, „Claude Véga“, „Léo Chauliac et son Orchestre“

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ und vieles mehr, darunter auch das Stück „Un soir chez Carrière“. Braque und Segonzac steuerten Lithographien für die Tafeln bei, Chagall gestaltete den Vorderdeckel des Umschlags mit einer seiner schönsten, innigsten Schöpfungen in Orange-Gelb-Rot, gedruckt von Sorlier. – Nur geringe Gebrauchsspuren, wohlerhalten. Abbildung

3159 Chagall, Marc. - Derrière le Miroir. No 198. 27 S. Mit 3 (inkl. Umschlag) Original-Farblithographien von Marc Cha­ gall. 38 x 28 cm. OUmschlag. Paris, Maeght, 1972. 220 €

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Mourlot 649-51. – Enthält die drei Original-Farblithorgraphien nach Mourlot 649-51, wobei sich zwei davon auf den Umschlagdeckeln befinden. – Vorderdeckel und erstes Blatt minimal fleckig.

3160 Chagall, Marc. - Derrière le Miroir. Nr. 225 und Nr. 235 in 2 Heften. Mit zahlr. teils farbigen und ganzseit. Abb. und insgesamt 3 Original-Farblithographien von Marc Chagall. 38 x 28 cm. Illustrierte OUmschläge. Paris, Maeght, 1977-1979. 180 € Mourlot 649-651 und 917.Tadellose Exemplare.

3161 Chagall, Marc. - Derrière le Miroir. No. 235. Marc Chagall. 31 S. Mit 2 (1 doppelblattgr., inkl. Umschlag) farbigen Originallithographien von Marc Chagall und zahlreichen, teils farbigen und ganzseitigen Abbildungen. 38,5 x 28,5 cm. Illustrierter OUmschlag. Paris, Maeght, 1979. 120 €

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Mit den Farblithographien „Sonne mit rotem Pferd“ (doppelblattgroß, Mourlot 945) und „Grüner Akrobat“ (Umschlag, Mourlot 946). – Tadelloses Exemplar.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3162 Chagall, Marc. - Derrière le Miroir. No. 246. Chagall. 23 S. Bl. Mit einer farb. Orig.-Lithographie von Marc Chagall und mehreren farbigen Abbildungen. 38,5 x 28,5 cm. Lose Lagen in farbig illustrierter OUmschlag. Paris, Maeght, 1981. 120 € Mit der doppelblattgroßen farbigen Original-Lithographie „Der Maler und sein Abbild“ (Selbstbildnis über Paris, 1981; Mourlot 992). – Sehr gut erhalten.

3163 Chagall, Marc. - Leymarie, Jean. Marc Chagall. Glas­ malereien für Jerusalem. (Aus dem Französischen übersetzt von U. R. Hemmerich). 211 S., 2 Bl. Mit 2 farbigen Orig.-Litho­ graphien und zahlreichen, teils ganzseitigen und farbigen Illustrationen von Marc Chagall. 33 x 25 cm. OLeinen mit far­bigem OSchutzumschlag (dieser mit minimalen Randknic­ ken). Monte Carlo, André Sauret, (1962). 350 € Mourlot 356 und 366. – Die beiden herrlichen Farblithographien zeigen die bekrönten Gesetzestafeln sowie einen Leuchter mit Zweigen. – Im äußeren Rand schwach gebräunt. Abbildung

3164 Chagall, Marc. - Prévert, Jacques und Frantz Calot. Contes de Boccace. Textes de Jacques Prévert et Frantz Calot. 10 Bl. und 26 montierte farbige Abb. sowie 26 Lithographien von Marc Chagall. 35,5 x 27 cm. OPpbd. (starkt gebräunt; lädiert). Paris 1950. 150 €

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Verve Vol. VI, No. 24. Mit den aparten, in monochromer Farbigkeit gehaltenen Interpretationen von Marc Chagall zu Boccaccios Dekameron sowie dem Manuskript des Duc de Bourgogne, das sich in der Bibliothèque de l‘Arsenal befindet. – Innen nur leicht gebräuntes, sauberes Exemplar.

3165 Chagall, Marc. - Lithograph I-VI in 6 Bänden. Von Julien Cain, Fernand Mourlot und Charles Sorlier und Vor­ worten von Marc Chagall (I), Robert Marteau (V) und Roger Passeron (VI). Mit zus. 28 (inkl. 4 Umschlägen, 21 farbigen) Orig.-Lithographien von Marc Chagall. 32 x 24,5 cm. OLeinen mit lithographierten OUmschlägen in (meist sehr gut erhal­ tenen) OCellophaneinschlägen. Monte Carlo und New York, A. Sauret, 1960-1986. 2.600 € Mourlot 281-292, 391-402, 577, 578, 729, 730. Arntz I, 27. – Vollständige Reihe des Catalogue raisonné (von 1922-1985), einheitlich in der deutschen Ausgabe. – Teils mit lose montiertem Exlibris in originalem Linolschnitt; sehr frische Exemplare. Abbildungen

3166 Chagall, Marc. - Lithographe. 6 Bände. Französische Ausgabe. Mit Beiträgen von Charles Sorlier, Robert Marteau, Roger Passeron und Fernand Mourlot. Mit zahlreichen teils farbigen und ganzseitigen Abbildungen und insgesamt

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 28 (6 doppelblattgroßen als Umschläge) Orig.-Farblithogra­ phien von Marc Chagall. 32 x 24 cm. OLeinen mit illustrier­ tem OUmschlag (minimal gebräunt) in Klarsichtumschlägen. Monte Carlo, André Sauret, (1960-86). 2.000 € Arntz I, 27. – Französische Ausgabe des lückenlosen Werkkataloges der Lithographien Chagalls. – Teils sehr frisch, teils im Rand leicht gebräunt. Abbildung

„Literarischer Edelkitsch“ in Ganzleder 3167 Clauren, Heinrich (d. i. Karl Gottlieb Samuel Heun). Mimili. Eine Erzählung. 2 Bl., 138 S., 1 Bl. Mit koloriertem Fron­ tispiz und 6 kolorierten Zeichnungen von Hugo Steiner-Prag. 15,5 x 11 cm. Roter OLederband (gering beschabt) mit gold­ geprägtem RSchild und goldgeprägtem Vorderdeckeltitel; KGoldschnitt. Berlin, Axel-Juncker Verlag, (1922). 150 € Vgl. Goedeke X, 50, 14. Hayn-Gotendorf I, 615. Hehres und Triviales II, 133. Sichelschmidt 121. – Eines von 500 Exemplaren, die auf Velinpapier gedruckt und in rotes Leder gebunden wurden (Gesamtauflage: 500). Die handkolorierten Zeichnungen stammen von Hugo Steiner-Prag (1880-1945). „Klassisches Beispiel literarischen Edelkitsches“ (Sichelschmidt). Das seinerzeit äußerst erfolgreiche Erotikum, eine Liebesgeschichte zwischen einem deutschen Offizier und einer Bergbauerntochter im Berner Oberland, war angelehnt an Rousseaus „Julie“ oder „Die neue Heloise“: „Anstoß nahm ich an dem gewaltigen Umfang ihres Busens, der nur in der blendenden Weiße einen der Vorzüge des Modells hatte, womit ich ihn zu vergleichen wagte, jenes einzigen verschleierten Modells, dessen verstohlen abgelauschte Umrisse mir die jenes Bildwerks vor die Augen stellte, das nach dem schönsten Busen der Welt geformt ward“. Wilhelm Hauff setzte dem Verfasser mit „Der Mann im Mond“, den er unter Claurens Namen erschienen ließ, ein scharf-satirisches Denkmal. Noch 1983 erkannte man in dem Werk eine Jugendgefährdung, eine Neuausgabe wurde von der Bundesprüfstelle auf den Index gesetzt. Das Portrait in Punktiermanier von Bolt nach Wocher zeigt das Bildnis Mimilis. – Sehr wohlerhaltenes Exemplar.

3168 Cocteau, Jean. Reines de la France. 86 Bl. Mit einigen Original-Radierungen von Christian Bérard. 33,5 x 25,5 cm. OUmschlag (stärker braun- und stockfleckig) in illustrierter OPappdecke (leicht braunfleckig, Kanten etwas berieben) in illustriertem OPappschuber (etwas stärker braunfleckig, etwas berieben und bestoßen). (Paris, Grasset, 1952). 300 € Vgl. Monod 2930. – Eines von 25 römisch nummerierten Exemplaren, die nicht für den Handel bestimmt waren. Cocteau widmet sich darin den berühmtesten Französinnen aller Zeiten, von der Heiligen Genoveva bis zu Sarah Bernhardt. – Es fehlen vermutlich zwei Bögen mit dem Druckvermerk. Selten etwas gebräunt. Unbeschnittenes Exemplar.

3169 Commerce. Cahier trimestriels publiés par les soins de Paul Valéry, Léon-Paul Fargue, Valery Larbaud. 29 Hefte und Registerheft für die Jahre 1924-28 in 29 Bänden. 23,5 x 18 cm. Modernes Halbmaroquin (OBroschuren eingebunden;

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Kapitale leicht berieben, Ecken leicht bestoßen, Bände XXXXIX am Rücken mit Kratzspuren und lichtrandig) mit gold­ geprägtem RTitel und teils mit Jahreszahl. Paris 1924-1932. 1.300 € Vollständige Folge der international ausgerichteten französischen Literaturzeitschrift. Enthält u. a. Beiträge und Übersetzungen der Herausgeber Paul Valéry (1871-1945), Léon-Paul Fargue (1876-1947), Valéry Larbaud (1881-1957) sowie von Louis Aragon, Thomas Hardy, Rainer Maria Rilke, James Joyce, Georg Büchner, Heinrich Hölderlin, Franz Kafka u.a. Vier nummerierte Hefte „sur pur fil Lafuma“ und 25 nummerierte Hefte „sur Alfa“. – Stellenweise leicht gebräunt und am Rand etwas stockfleckig.

3170 Corinth, Lovis. Acht Originalradierungen zu Goethe, Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand. Titelblatt in Kalligraphie und 8 Original-Radierungen von Lovis Corinth, unter Passepartouts montiert. 42 x 32 cm. OKart.-Mappe (innen erneuert) mit goldgepr. Deckeltitel. Im OPp.-Schuber. Berlin-Halensee, A. von der Becke (um 1930). 750 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Müller 513, 521, 522, 526, 530, 531, 535 und 538. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Auswahl von 8 Original-Radierungen aus der Folge von 1920. Corinth untermalt mit ausdrucksstarken Illustrationen den Text des Ur-Götz. – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 69

3171 Corinth, Lovis. Wilhelm Tell. Zwölf farbige Lithogra­ phien. Signiertes farbig lithographiertes Titelblatt und 11 (von 12) farbig lithographierte Tafeln (ohne Textbl.). Ca. 38 x 27 cm. Lose Blätter (ohne die Chagrinleder-Mappe). Berlin, Karl Nierendorf, (1925). 1.200 € Müller 775-787. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren auf Zanderbütten. (Gesamtauflage: 200). Sämtliche Farblithographien und das Titelblatt sind von Corinth mit Bleistift unten rechts signiert. Lovis Corinths ausdrucksstarke Interpretationen von Schillers packendem Drama. – Es fehlen eine Tafel (die hier in einem unsignierten Abzug auf Maschinenbütten beigegeben wurde) und das typographische Blatt mit Impressum und Vorwort. Etwas abgegriffen, leicht angestaubt, wenige Randläsuren und leichte Knicke, doch nur vereinzelte Fleckchen. Abbildung

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3172 Cranach Presse. - Vergilius (Maro, Publius). Les Eg­ logues. Texte original et traduction nouvelle par Marc Lafar­ gue. Imprimées par Harry de Kessler. 2 Bl., 110 S., 3 Bl. Mit 43 Original-Holzschnitten von Aristide Maillol, Initialen von Eric Gill. 32 x 23,5 cm. Lose Bogen in illustriertem OUmschlag (Rücken leicht gebräunt, gering knitterfaltig). Weimar, Cranach Presse, 1926. 1.800 € Müller-Krumbach 41, Guérin 15-59, Schauer II, 73. – Eines von 250 nummerierten Exemplaren der Normalausgabe auf groben Bütten (Gesamtauflage: 292). Das Werk, wohl eines der schönsten deutschen Bücher des 20. Jahrhunderts, entstand von 1912 bis 1925/26. „As early as 1908, Count Kessler, the director of the Cranach Presse, was attracted to Maillol‘s sculpture and invited the artist to go with him to Greece, where the Virgil project was conceived. Begun in 1912, it was delayed by the war. A classical spirit pervades the finished volume, from the harmonious composition of the type to the slightly archaic grace of the figures“ (The Artist and the Book 172). – Etwas braunfleckig; unaufgeschnittenes Exemplar. Abbildung

3173 Däubler, Theodor. Hesperien. Eine Symphonie. 4 Bl., 54 S., 1 Bl. 24 x 18 cm. OHalbpergamentband mit goldgepr. RSchild. München, Georg Müller, 1915. 130 € Raabe 55, 4. – Erste Ausgabe. Eines von 200 nummerierten Exemplaren. – Vortitel und letztes Blatt verso stark gebräunt, sonst sehr gutes sauberes Exemplar.

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3174 Delaunay, Sonia. Compositions couleurs idées. 1 Dop­ pelblatt mit 40 pochoir-kolorierten Tafeln. 32 x 25 cm. Lose Tafeln in illustrierter OHalbleinenmappe (stärker berieben, leicht fleckig, beschabt und bestoßen). Paris, Editions d‘Art Charles Moreau, um 1930. 4.500 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Seltenes vollständiges Portfolio mit vorwiegend abstrakten Kompo­si­ tionen der einflussreichen russisch-französischen Malerin und Designerin Sonia Delaunay (1885-1979). Die Kompositionen verwendete Delaunay, die auch als Kostümzeichnerin erfolgreich war, als Vorla­gen für Stoff- und Webmusterentwürfe. Über ihre Farbkompositionen äußerte sich die Künstlerin wie folgt: „La vraie peinture nouvelle com­ mencera quand on comprendra que la couleur a une vie propre, que les infinies combinaisons de la couleur ont leur poésie et leur langage poétique plus expressifs que par les moyens anciens. C’est un langage mystérieux en rapport avec des vibrations, la vie même de la couleur. Dans ce domaine il y a des possibilités à l’infini“. – Titelblatt mit nachgedunkeltem Feuchtigkeitsfleck, wenige Tafeln in den Ecken ebenso (außerhalb der Darstellung). Leicht gebräunt, selten mit minimalen Knickspuren im äußeren Rand. Doppelblatt im Bug ein­gerissen. Abbildung Seite 71

3175 Delorme, Hugues. Quais et Trottoirs. 2 Bl., 73 S., 3 Bl. Mit 13 farbigen Tafeln in Orig.-Lithographie von Oswald Heidbrinck sowie zahlr. Textillustr. 26 x 17 cm. Brauner HMaroquin­ band d. Z. (illustr. OSchutzumschlag beigebunden) mit gold­ gepr. RTitel. Paris, Imprimé pour les Cent Bibliophiles, 1898. 300 € Carteret IV, 136. – Eines von 115 nummerierten Exemplaren der Gesamt­ auflage. „Intéressante ouvrage sur Paris“ (Carteret). Die Illustrationen schildern das Leben auf den Straßen und unter den Brücken von Paris. – Schwache Stockflecken. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

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Abbildung

3176 Derrière le Miroir. Hommage à Aimé et Marguerite Maeght. No. 250. (Schlussnummer) 111 S., 1 Bl. Mit 24 farbigen, teils doppelblattgr. Orig.-Graphiken. 38 x 27,5 cm. Illustrierte OBroschur (minimale Gebrauchsspuren). Paris, Maeght, 1982. 300 € Jubiläumsausgabe der „Derrière le Miror“ in Erinnerung und als Hommage an das Verlegerehepaar Aimé (1906-1981) und Marguerite (19091977) Maeght mit 24 farbigen Original-Graphiken u.a. von Adami, Alechinsky, Baizaine, Bram van Velde, Pol Bury, Chagall, Chillida, Fiedler, Gardy-Artigas, Klapheck, Miró, Rebeyrolle, Riopelle, Steinberg, Tal-Coat, Tàpies, Ubac. Zudem sind die bis dato erschienen Hefte der Reihe verzeichnet. – Sehr gut erhaltenes Exemplar.

3177 Derrière le Miroir. Konvolut von 3 Ausgaben. 38 x 28 cm. Illustr. Oumschlag. Paris, Maeght, 1952-1953.

180 €

Enthält: Nr. 46/47. H. Matisse. - Nr. 48/49. Braque. Mit 6 Farblithographien. - Nr. 53/54. Steinberg. – Leichte Altersspuren.

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3178 Dickens, Charles. The personal history of David Cop­ perfield. 3 Bl. Mit chromolithographischem Titel und 21 mon­ tierten Farbtafeln nach Illustrationen von Frank Reynolds. 29,5 x 23,5 cm. OPergament (gering berieben) mit goldgepräg­ tem Rücken- und Deckeltitel, gold- und schwarzgeprägtem Deckelmedaillon sowie KGoldschnitt; mit Schließband. Lon­ don u. a., Hodder und Stoughton, (1911). 150 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Eines von 350 nummerierten und vom Künstler im Impressum signierten Exemplaren der Prachtpublikation. – Wohlerhaltenes, zweiseitig unbeschnittenes und teils unaufgeschnittenes Exemplar.

3179 Dix, Otto. „Branka Musulin“. Signierte Original-Litho­ graphie auf Vélinkarton, in der Platte signiert, datiert (19)49 und betitelt sowie unten rechts bezeichnet und signiert in Bleistift: „7/10 Dix“. Bildgröße ca. 43 x 30 cm. Blattgröße ca. 50 x 35 cm. Unter Glas in vergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. Dresden 1949. 500 € Karsch 163. – Eines von nur 10 Exemplaren des Sonderdrucks als „Akademiedruck“ der „Akademie der Bildenden Künste Dresden“ mit deren Blindstempel mittig unter dem Bild. Porträt der kroatisch-deutschen Pianistin Branka Musulin (1917-1975) im Vollprofil nach rechts. – Wohlerhaltenes frisches Blatt. - Versand nur ohne Rahmen. Abbildung

Doderer exzerpiert Gütersloh 3180 Doderer, Heimito von. - Gütersloh, A. P. Eine sagen­ hafte Figur. Ein platonischer Roman mit einem Nachwort in Usum Delphini. 483 S. OPergamin (Gelenke geplatz, Deckel und Rücken lose, Gebrauchsspuren) mit illustr. OSchutzum­ schlag (Rücken hinterlegt). Wien, Luckmann, 1946. 240 € Erste Ausgabe. Exemplar aus dem Besitz von Heimito von Doderer mit dessen Namenszug auf Vorsatz und Vortitel sowie drei lose beiliegenden gefalzten Oktavbogen, davon sieben Seiten beschrieben mit Doderers Exzerpten der zentralen Textstellen aus Güterslohs Roman, jeweils unter Angabe der Seitenzahl und teils mit interpretierender Notiz. Die akribische Lektüre Doderers zeigt sich u. a. an einigen Setzfehlern, die ihm auf sechs Seiten am Schluss des Romans auffallen, wo der Vokal „a“ versehentlich einem anderen, nur minimal abweichenden Typensatz entnommen wurde (und der bei weniger konzentrierter Lektüre auch einem geübten Auge sicher entgangen wäre). Besonders die Text­stelle auf Seite 458 des Romans über „das Spirituelle ohne Erdberührung“ scheint es Doderer angetan zu haben, notiert er doch in markantem Rotstift eine „zweite genaue Lesung“, abgeschlossen am 12. August 1947, „6 h, auf dem Dache.“ Doderer verband mit dem mehr als 30 Jahre älteren Gütersloh seit den 20er Jahren bekanntlich ein spannungsreiches Lehrer-Schüler-Verhältnis, von Herbst 1938 bis Sommer 1948 bewohnten sie gemeinsam eine Atelierwohnung in Wien, im Jahr 1962 kam es zum Zerwürfnis. Bereits 1930 veröffentlichte Doderer die erste Monographie über Gütersloh. – Vereinzelte Flecken, Block vom Einband gelöst. – Lose beiliegend der Verlagsprospekt mit einem Bildnis Güterslohs.

3181 Dorfner, Otto. - Der Babylonische Talmud. Übertragen und erläutert von Jakob Fromer. 17 x 12 cm. Schwarzer Maro­ quinband (signiert: „O. Dorfner-Weimar“) mit goldgepr. RTitel, dreifachen breiten Deckelfilten und intarsiertem Davidstern in sechs Farben, dreifachen Innenkantenfileten und Gold­ schnitt in HLeinen-Kassette. Berlin, Brandus, (1924). 1.200 € Tadelloses, verlagsfrisches Exemplar. Abbildung

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3182 Dorfner, Otto. - Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Län­ dern und Völkern. Übertragen von G. Fr. Daumer. XIV, 315 S. Mit doppelblattgroßem Schmucktitel in Golddruck. 22,5 x 15,5 cm. Türkisblauer geglätteter Maroquinband (signiert: „O. Dorfner-Weimar“) mit goldgeprägtem RTitel und stili­ siertem Blütenpflanzendekor in Goldprägung auf beiden Deckeln sowie Goldschnitt in HLeinen-Kassette. Jena, Eugen Diederichs, 1912. 1.200 € Tadelloses, verlagsfrisches Exemplar. Abbildung Seite 74

3183 Dorfner, Otto. - Nietzsche, Friedrich. Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen. 2 Bl., 22 S., 3 Bl. 19 x 13 cm. Himbeerfarbener geglätteter Maroquinband (signiert: „O. Dorfner-Weimar“) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, geometrischer Filetenvergoldung auf Rücken, Deckeln, Innen- und Stehkanten sowie Goldschnitt in Halbleinen-Kassette. München 1922. 2.500 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Zwanzigstes Buch der Rupprecht-Presse. Eines von 250 nummerierten Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage) in einem herausragenden Handeinband von Dorfner in seinem charakteristischen geometrischen Linienstil. – Tadelloses, verlagsfrisches Exemplar. Abbildung

3184 Doves Press. - Goethe, Johann Wolfgang von. Iphigenie auf Tauris. 110 S., 1 Bl., Druck in Rot und Schwarz. 23,5 x 16,5 cm. Flexibles OPergament (Deckel etwas wellig und gebogen) mit goldgepr. RTitel. (Hammersmith, The Doves Press), 1912. 450 € Tomkinson 57, 30. – Eines von 200 Ex. (Gesamtauflage 232) auf Bütten im flexiblen Ganzpergament-Einband, gedruckt von Thomas James Cobden-Sanderson (1840–1922), gebunden in das originale, flexible – und daher wie meist etwas wellige und geworfene – Pergament mit feinster Rückentitelung in goldenen Versalien. Im inneren Rückdeckel unten stempelsigniert: „The Doves Bindery“. – Sauberes breitrandiges Exemplar.

3185 Drucktopf (Nr. 3). Bibliophiles Kochbuch-Objekt mit zahlr. farbigen signierten Originalgraphiken. 44 x 34 cm. Lose Blatt in illustr. OPapp-Klemm-Mappe mit 2 Fleischgabeln als Verschluss. Helserdeich, Buchmacherey Heinrich, 2003. 150 € Eines von 100 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage) des ziemlich originellen Beitrags zur bibliophilen Gastrosophie (oder umgekehrt). Die meist signierten Graphiken und Texte stammen von Vogl, Zaumseil, Scholtens, Liedtke, Zapletal, Thanhäuser, Ehrt, Bartkowiak, Metzkes, Warnke, Spengler, Vöge, Knortz sowie von Werkstätten und Pressen wie Schierlingspresse, Nora Handpresse, Handsatzwerkstatt Fliegenkopf, Sonnenbergpresse, Le Petit Cahier, Hundsdruck Tabor Presse u. a. - Hier mit 4 zusätzlichen graphischen Ergänzungen (Tima van Veh, Radierung; Rainer Ehrt, Radierung; Katrin Prinich-Heutzenröder, Lithographie; Andrea Lange, Holzschnitt). – Tadellos.

3186 Dufy, R. - Berr de Turigue, M. Raoul Dufy. 4 Bl., 285 S., 1 Bl. Mit zahlreichen, teils farbigen Illustrationen im Text und auf Tafeln und Orig.-Radierung von Raoul Dufy als Frontispiz. 26 x 20,5 cm. Marmorierter HPergamentband d. Z. (farbige OBroschur eingebunden). Paris, Floury, 1930. 250 € Monod 1460. – Erste Ausgabe der reich illustrierten Monographie. Fl. Vorsatz mit eigenhändiger Geschenkwidmung von Dufy an seine Muse Rosetti, die ihm im Jahr 1930 für ein Ölbild Modell saß. – Papierbedingt im Rand schwach gebräunt, Buchblock leicht verschoben, sonst wohlerhalten. Die Radierung leicht stockfleckig.

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Auflage (Gesamtauflage: 100). „Im Spätherbst des Jahres Neunzehnhundert und fünfundzwanzig auf der Presse der Dachstube zu Darmstadt von J. Würth auf Bütten mit der Hand hergestellt“. Edschmid war einer der bekanntesten Prosaschriftsteller des Expressionismus, seine langjährige Lebensgefährtin Erna Pinner (1890-1987) war ebenfalls Schriftstellerin, zudem arbeitete sie als Illustratorin und Puppenkünstlerin. Die acht Radierungen mit Tierdarstellungen. – Spiegel etwas leimschattig, leicht gebräunt, die letzten beiden Blätter mit kleinem Fleck am Rand. Insgesamt gut erhaltenes Exemplar.

Abbildung

Abbildung

3187 Edschmid, Kasimir (d. i. E. Schmid). Der Russen-Zoo. 17 S., 1 Bl. Mit 8 signierten Original-Radierungen von Erna Pinner. 24,7 x 19 cm. OHalbpergament (Rücken und Kapitale etwas berieben, Batikpapierbezug an den Ecken etwas bestoßen). Darmstadt, Dachstube, 1926. 280 €

3188 Edschmid, Kasimir (d. i. E. Schmid). Die Engel mit dem Spleen. 115 S. Mit 12 (7 ganzs.) Orig.-Lithographien in Braun von Robert Genin. 26,5 x 17 cm. Dunkelgrüner OMaroquin­ band (Entwurf: W. E. Gerull; Rücken wie immer ausgeblichen, Kanten etwas berieben) mit goldgepr. RTitel, Rankenbordüre um beide Deckel, kleiner DVignette, KGoldschnitt und grü­ nen Buntpapiervorsätzen. Berlin, Tillgner, 1923. 200 €

Raabe 60, 22. – Eines von 100 nummerierten und im Impressum vom Kasimir Edschmid (1880-1966) signierten Exemplaren einer einmaligen

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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„Das Prisma“, Bd 14/15. Raabe 60, 18. Wilpert-G. 21. – Erste Ausgabe. Eines von 100 nummer. Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten, die ganzseitigen Lithographien und Druckvermerk jedoch nicht sig­ niert. – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 75

3189 Edschmid, Kasimir (d. i. E. Schmid). Tiere, Mädchen und Antilopenjagd am Nil. 29 S. Mit 10 Original-Radierungen von Erna Pinner. 30 x 21 cm. OHalbpergament mit Deckel­ illustration (etwas berieben, Ecken bestoßen). Darmstadt, Joseph Würth, 1928. 500 € Wilpert-Gühring2, 35. – Erste Ausgabe. Eines von 125 nummerierten und im Druckvermerk von Erna Pinner (1890-1987) und Kasimir Edschmidt (1880-1966) signierten Exemplaren. Die jüdische Künstlerin Erna Pinner studierte zusammen mit Corinth in Berlin, lebte anschließend bis 1914 in Paris. Sie gehörte zur expressionistisch ausgerichteten Darmstädter Sezession. – Minimal gebräunt, ein Blatt an der unteren Ecke fleckig. Abbildung

3190 Ehrenstein, Albert. Den ermordeten Brüdern. 32 S. 24 x 18,5 cm. Illustr. OBroschur (lichtrandig und kleinere Rand­ einrisse). Zürich, M. Rascher, 1919. 50 €

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Wilpert-Gühring2 11. Raabe 62, 8. – Erste Ausgabe dieser Sammlung mit Aufsätzen, Gedichten und Prosa des 1917 in die Schweiz gezogenen Expressionisten, mit einer Umschlagzeichnung von G. Rabinowitsch. Enthält u. a. einen Nachruf auf den im Weltkrieg gefallenen G. Trakl. – Gebräunt.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3191 Ehrenstein, Albert. Der Mensch schreit. 61 S. Mit Por­ trät. 28,5 x 22 cm. OHalbleder (berieben; Unterkante des Vorder- und Rückdeckels mit kl. Druckstelle) mit KGoldschnitt und goldgepr. Rückentitel. Leipzig, Kurt Wolff, 1916. 150 € W.-G.2 4. KNLL 5, 58. Raabe 62, 5. Göbel 243. – Erste Ausgabe. Eines von 300 nummerierten Exemplaren. Mit einem Porträt des Dichters nach einer Lithographie von Oskar Kokoschka. – Sauberes Exemplar. Abbildung

3192 Ehrenstein, Albert. Die weiße Zeit. 87 S. 29,5 x 23,5 cm. OHalbleder (etwas berieben) mit goldgepr. Rücken- und DTitel sowie KGoldschnitt. München, G. Müller, 1914. 180 € W.-G.2 3. Raabe. 62. 4. KNLL 5, 58. – Erste Ausgabe. Eines von 300 numer. Exemplaren. Druckvermerk vom Dichter signiert. – Schönes Exemplar.

3193 Einstein, Carl. Der unentwegte Platoniker. 177 S., 1 Bl. 20,5 x 13 cm. OHalbleder mit goldgepr. RTitel und KGold­ schnitt. Leipzig, Kurt Wolff, 1918. 150 € W.-G. 5. Raabe, Handb. 65, 4. – Erste Ausgabe, gedruckt in einer Auf­ lage von 850 Exemplaren. Enthält: Der unentwegte Platoniker; G. F. R. G.; Die Mädchen auf dem Lande. – Schönes Exemplar.

3194 Eisenlohr, Fr., L. Rubiner und L. Hahn. Kriminal-Sonette. 53 S. 19 x 17,5 cm. Handkolorierte OBroschur (Kapitale mit kleinen Fehlstellen, untere Ecke mit Knickspur). Leipzig, Kurt Wolff, 1913. 200 € Raabe 66, 1. Petersen 244. – Erste Ausgabe. Die Einbandillustration stammt von Kurt Szafranski (1890-1964). Mit der gedruckten Widmung der Verfasser, die sich dieses Werk gegenseitig widmen. 1962 erschien eine Neuausgabe mit einem Nachwort und einer Bibliographie von Rudolf Braun und Günter E. Scholz. – Gebräunt, Block stellenweise gebrochen. Abbildung

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3195 „Entartete Kunst“. Führer durch die Ausstellung. 30 S., 1 Bl. Mit 59 Abbildungen. 21 x 15 cm. Originalbroschur (Beide Deckel lose und mit kleinen Randschäden, etwas knickspurig). Berlin, Verlag für Kultur- und Wirtschaftswer­ bung, (1937). 250 € Erste Ausgabe des Ausstellungsführers durch die berüchtigte Wanderausstellung des NS-Propagandaministeriums. 1937, parallel zur „Großen Deutschen Kunstausstellung“ im Münchner Haus der Kunst, in einem nahegelegenen Gebäude eröffnet. Aufgrund des großen Erfolges verlängert und 1938-1941 „in den größeren Städten aller Gaue gezeigt“. Verantwortlich für den Inhalt des Hefts zeichnete Fritz Kaiser, der auch die Ziele der Ausstellung formulierte. Mit einer Rede Adolf Hitlers zur Eröffnung des „Hauses der Kunst“ in München. Ein Großteil der Exponate wurde 1939 durch die Galerie Fischer in Luzern versteigert. Innerhalb der sicher großen Auflage gab es mindestens drei Varianten: Die vorliegende Ausgabe mit dem gedruckten Preis („PREIS 30PFG.“) in der rechten unteren Ecke des Vorderumschlags. – Gebräunt, gering knickspurig.

3196 Enzensberger, Christian. Größerer Versuch über den Schmutz. 31 Bl. Mit 17 monogrammierten Orig.-Radierungen, teils mit Aquatinta, von Klaus Fußmann. 39 x 28 cm. OPapp­ band mit RSchild in Pappschuber. Berlin 1980. 300 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Katalog zur Ausstellung des Vereins „Erste Berliner Biennale“, bei der Werke von Hermann Albert, Karl Heinz Dennig, Paul Uwe Dreyer, Gerd van Dülmen, Karl Horst Hödicke, Max Kaminski, Bernd Koberling, Markus Lüpertz, Eugen Schönebeck und Jürgen Waller gezeigt wurden. Die letzten drei Blätter verzeichnen die ausgestellten Werke. – Fliegendes Vorsatzblatt mit den Signaturen von Markus Lüpertz und Max Kaminski sowie einer Originalhandzeichnung von Markus Lüpertz. Etwas angegilbt. Abbildung

3199 Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Vollständige deutsche Ausgabe in zwölf Bänden auf Grund der Burton’schen englischen Ausgabe besorgt von Felix Paul Greve. 12 Bände. 17,5 x 11,5 cm. Flexibles OLeder (Rücken stark ausgeblichen, einige obere Kapitale bestoßen, wenige Ge­ lenke angeplatzt) mit reicher RVergoldung. Leipzig, Insel, 19071908. 180 € Sarkowski 1718. Wilpert-Gühring 29 (Hofmannsthal). – Erste Ausgabe. Mit der Einleitung von Hugo von Hofmannsthal und dem Nachwort von Karl Dyroff. Einband und Gestaltung des Doppeltitels von Marcus Behmer. – Innenspiegel mit Exlibris. Sauberes Exemplar.

3203 Eines von 130 nummerierten Exemplaren der Normalausgabe (Gesamt­ auflage: 270). Druckvermerk von Fußmann signiert. Aufwendige Publikation auf schwerem, unbeschnittenem Vélin. – Nahezu tadellos.

3197 Ernst, Max. - Carroll, Lewis (d. i. Ch. L. Dodgson). Lewis Carolls Wunderhorn. Auswahl der Texte von Max Ernst und Werner Spies. 78 S., 1 Bl. Mit 36 Orig.-Farblithographien von Max Ernst. 33 x 25,5 cm. Illustr. Orig.-Rohseidenband (Rücken lichtrandig) in OPappschuber. Stuttgart, Manus-Presse, 1970. 400 € Brusberg 146. Rossier-Georg 93. Spies-Leppin 135. Spindler 161, 12. – Ausgezeichneter, in kleiner Auflage erschienener Druck mit dem vollen Rand, rechts und oben mit dem Schöpfrand. „Die Lithographien wurden von Pierre Chave, Vence, gedruckt. Der Text aus der 14 Punkt GaramondAntiqua gesetzt“. – Sehr gut erhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 77

Mit Signatur und Originalzeichnung von Lüpertz 3198 Erste Biennale Berlin. Ausstellung vom 10. Mai bis zum 11. Juni 1974. 212 S., 3 Bl. Mit sign. Orig.-Handzeichnung von Markus Lüpertz und zahlr. teils ganzseit. Abb. 32 x 21 cm. Illustr. OPappband (Rücken mit Klebestreifen überklebt, Ecken besto­ ßen, angeschmutzt). Berlin, Erste Biennale Berlin e.V., 1974. 300 €

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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3200 Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Vollständige deutsche Ausgabe in zwölf Bänden auf Grund der Burton’schen englischen Ausgabe besorgt von Felix Paul Greve. Zweite Auflage. 12 Bände. 17,5 x 11,5 cm. OHalbleder mit reicher RVergoldung. Leipzig, Insel, 1912-1914. 150 € Sarkowski 1718. Wilpert-Gühring 29 (Hofmannsthal). – Zweite, im Neusatz hergestellte Ausgabe. Mit der Einleitung von Hugo von Hofmanns­ thal und dem Nachwort von Karl Dyroff. Einband und Gestaltung des Doppeltitels von Marcus Behmer. – Einige Titel mit kleinem Sammlungsstempel. Wohlerhalten.

3201 Ewers, Hanns Heinz. Das Grauen. Seltsame Geschich­ ten. 2 Bl., 290 S., 1 Bl. Mit 2 fotograf. Abb. 18 x 12 cm. Illustr. goldfarbener OLeinenband mit Schwarz- und Rotprägung. München und Leipzig, G. Müller, 1908. 100 € Wilpert-Gühring2 12. – Erste Ausgabe. – Sehr gut erhaltenes Exemplar, allerdings mit mehreren mont. Zetteln eines eifrigen Lesers (Zitate, Lesedaten etc.); fl. Vorsatz mit Besitzerinitialen.

3202 Felixmüller, Conrad. Ich sah und schnitt in Holz. Mit Titel in Orig.-Holzschnitt sowie 41 ganzs. signierten Orig.Holzschnitten. 24 x 20,5 cm. OPpbd. Hamburg 1952. 1.200 €

Söhn 474-514. – Eines von 300 nummerierten Exemplaren. Druckvermerk vom Künstler signiert. „Damit ist auch der geistige Standpunkt gegeben: Lebenssicht, Weltanschauung verspürt jeder darin, der das Leben erkennen kann. Das Mitgefühl für die Kämpfe ums Dasein, das Glück und die Niederlagen des Menschen ergriffen mich.“ (aus dem Vorwort). – Tadelloses Exemplar, in dem alle Holzschnitte von Felixmüller aus Gefälligkeit signiert und datiert wurden. Abbildung

3203 Fini, Leonor. - Baudelaire, Charles. Les fleurs du mal. 4 Bl., 279 S., 7 Bl. Mit 24 originallithogr. Tafeln von Leonor Fini. 43 x 31 cm. Lose Bögen in OUmschlag, OLeinendecke mit Paisleymuster und OLeinenschuber. (Paris), Le Cercle du Livre Précieux, 1964. 500 € Monod 1121. – Eines von 480 nummerierten Exemplaren (Gesamtauf­ lage 500 Ex.). Gedruckt von der Darmstädter Peter-Presse, die Lithographien von Desjobert. – Frsiches Exemplar. Abbildung

3204 Fini, Leonor. - Potocki, Jan. Manuscrit trouvé à Sara­ gosse. Édité par la compagnie des Bibliophiles du Livre d‘art et de l‘Amérique latine. Préface de Roger Caillois. 174 S., 3 Bl. Mit 21 Original-Radierungen teils im Text teils auf Tafeln, 1 Extra-Suite aller Radierungen in Sanguine, 1 signierten Orig.Tuschfederzeichnung, 1 eigenhändigen Brief sowie 1 Orig.-

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ mit goldgepr. Pergamentschild in schwarzer OSamtkassette. (Paris, La compagnie des bibliophiles aux Cercle du livre précieux, 1962). 450 € Monod 9493. – Eines von 314 nummerierten Exemplaren auf Vélin d‘Arches pur chiffon (Gesamtauflage: 352). Den Druck der Lithografien besorgten die Ateliers d‘Art de Beaufumé, den des Textes durch die l‘Imprimerie française des Art Graphiques. – Wohlerhalten. Unbeschnittenes Exemplar. Abbildung

3206 Fitzgibbon, Brian. Bilder für alle Tage. Mit Auszügen aus dem Alten und Neuen Testament sowie den Apokryphen. 62 S., 3 Bl. Mit 35 Original-Holzschnitten von B. Fitzgibbon. 27,5 x 19,5 cm. OPappband mit illustr. OSchutzumschlag. Hamburg, Svato, 1987. 250 €

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Kupferplatte von Leonor Fini. 38,5 x 26 cm. Lose Doppelbogen mit OUmschlag in OHalbleder-Decke (Rücken berieben und mit kleinen Kratzpuren) mit goldgeprägtem RTitel. In rotem OSchuber (starke Gebrauchsspuren, an den Kanten eingeris­ sen). Paris, Par la Compagnie des Bibliophiles du Livre d‘Art et de l‘Amérique Latine, 1961. 3.500 € Vgl. Monod 9247 (kennt nur Exemplare ohne Kupferplatte). – Eines von 150 nummerierten Exemplaren auf „Velin d‘Arches“. Das Impressum kennt, wie Monod, auch nur Exemplare ohne Kupferplatte. Die italienische, surrealistische Malerin Leonor Fini war unter anderem mit Salvador Dalí und Man Ray befreundet, neben Portraits und Bühnenbildern schuf sie auch eine Vielzahl von Buchillustrationen. Das vor­ liegende Exemplar ist getrüffelt mit der Kupferplatte der Radierung von S. 32, einem eigenhändigen Brief, sowie einer signierten OriginalTuschfederzeichnung von Leonor Fini. – Vereinzelt leicht gebräunt, sonst wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

3205 Fini, Leonor. - Réage, Pauline. Histoire d‘O. (Introduc­ tion Jean Paulhan). XXII, 1 Bl. 183 S., 2 Bl. Mit 16 Farbtafeln und Textillustrationen von Leonor Fini. 38,5 x 28 cm. Lose Bogen in OUmschag (etwas angeschmutzt) in schwarzer OSamtdecke

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Eines von 75 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 175 Ex.). Druckvermerk von Fitzgibbon signiert. – Vord. fl. Vorsatz mit kl. lose mont. Sammlerzettel, insgesamt nahezu verlagsfrisch. – Dabei: Manfred Hausin. Gute Besserung. Zweiundvierzig Gedichte. 57 S., 3 Bl. Mit 10 Originalgraphiken von Svato Zapletal. 27 x 18,5 cm. OLeinen (Rücken mit kl. Druckstelle) in OPappschuber. Hamburg, Svato, 1995. - Eines von 133 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage. 150 Ex.). Druckvermerk von Hausin und Zapletal signiert. - Innenspiegel mit Exlibris bzw. Sammlerzettel. - Jean Genet. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. Deutsch von Manon Grisebach. 33 S., 1 Bl. Mit Illustrationen von A. Camaro. 34 x 24 cm. Illustr. OLeinenband. Hamburg, Merlin, 1963. - Erste Ausgabe. Eines von 500 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 525 Ex.). Sehr gut erhalten. - Jean Genet. Der Fischer von Suquet. Deutsch von Gerhard Edler. 51 S. Mit 5 mont. Farbillustrationen von J. Vennekamp. 29,5 x 19,5 cm. OPappband mit mont. Deckelillustration. Hamburg, Merlin, 1970.

3207 France, Anatole. L‘Ile des Pingouins. XV, 419 S. 18,5 x 12 cm. OBroschur (Vorderdeckel mit Knickspur). In HalblederChemise d. Z. mit goldgepr. RTitel. Paris, Calmann-Lévy, (1908). 220 € Erste Ausgabe. Eines von 75 nummerierten Exemplaren auf Japanpapier. Der satirische, im fiktiven Land Alka spielende Roman von Anatole France gehört zu den populärsten Werken der französischen Literatur und wurde in viele Sprachen übersetzt. – Wohlerhaltenes Exemplar.

3208 Der Freund. Herausgegeben von Christian Kracht. Chefredakteur: Eckhart Nickel. Nr. 1-8 in 8 Bdn. (alles). Mit zahlr. Abbildungen und Zeichnungen. 25 x 21 cm. Farbig illustr. OBroschur. Hamburg, Axel Springer, 2004-2005.

250 €

Alle erschienenen Ausgaben des kurzlebigen Magazins, mit dem der Axel-Springer-Verlag (bekanntestes Organ im Portfolio: die BILDZeitung) der Generation „Tempo“, der dandyesken Postmoderne und Popliteratur ein Forum zu verschaffen suchte. Die Redaktion hatte sinnigerweise ihren Sitz in Kathmandu, der Sehnsuchtsroute kosmopolitischer Dekadenz folgend. Vermutlich war auch Pjöngjang im Gespräch. Die Ausgaben erschienen vierteljährlich und kosteten 10 Euro. Unkonventionell zeitgeistig, die Grenzen von Wesentlichem, ver-


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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Kritiker Richard Gerlach (1899-1973): „‘Ein armer Hirnhund, schwer mit Gott behangen ...‘ Gottfried Benn - Dr. Richard Gerlach als Gruss aus der Stunde Null von seinem Herbert Fritsche“. – Wohlerhalten. Abbildung

3210 Frühe deutsche Dichtung. (Ausgewählt und heraus­ gegeben von Hans Naumann). 217 S., 6 Bl. 27 x 19 cm. Hell­ brauner OLederband (minimal berieben, Bünde mit kleinen Schabspuren) in HLeinen-Schuber. Darmstadt, Ernst Ludwig Presse, 1926. 250 € Rodenberg 499. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren für die Mitglieder des Freundeskreises. Weitere 35 in Pergament gebundene Exemplare gingen an den Insel-Verlag (Sarkowski 500). – Vorsätze minimal leimschattig. Frisches, nahezu tadelloses Exemplar.

3211 Fußmann, Klaus. „Du bekommst bestimmt eine Ant­ wort“. Versuch über Arno Schmidt. 28 S. Mit zahlr. Abb. und 5 (statt 7) lose beil. sign. Orig.-Kaltnadelradierungen (10 x 12; 9 x 9,7; 5,7 x 9,7 cm) von K. Fußmann. OKart. Hamburg, Lichtwark-Gesellschaft, 1993. 180 € 3208

Eines von 100 numer. Exemplaren der Ausgabe mit 5 separaten sig­ nierten Originalradierungen („A. S. in Zettels Traum lesend“ zweifach). – Tadellos erhalten. Abbildung

meintlich Wesentlichem und Unwesentlichem bewusst ignorierend, dabei Pirouetten der Affirmation und Kritik zwirbelnd und die Vielfalt der Alltagskultur auslotend, war „Der Freund“ ein Versuch, die 2003 gegründete, in Las Vegas bis heute erscheinende Zeitschrift The Believer zu imitieren. „Der Freund“ verstand sich in Opposition zu einem immer hektischeren und dadurch austauschbaren Blick auf die Welt. Slow Journalism sozusagen, jeder Autor konnte und durfte schreiben wie und was er will. Am Ende entstanden so noch nicht erzählte Geschichten, wenn möglich in einer eigenen Sprache. Zu den Autoren der Essays, Kurzgeschichten, Kolumnen, Gedichte und Glossen gehörten Rem Kohlhaas, H.-U. Obrist, R. Casati, N. Sombart J. S. Froer, A. Robbe-Grillet, J. Franck, A. N. Herbst, K. Stockhausen, I. Niermann, A. Ostermaier, R. Horzon, R. Messner, R. Schlauch, V. Sorokin, E. Kac u. v. a. Illustratoren waren u. a. das slowenische Künstlerkollektiv NSK, Fischli & Weiss. Außerdem gab es ausführliche Interviews mit D. Lynch, N. J. Paik, St. Lem und A. Hofmann. Für die Gestaltung erhielt das Magazin viel Anerkennung, so z. B. vom Art Directors Club einen bronzenen Nagel und den Lead Award für das Cover des Jahres. – Sehr gut erhaltene Exemplare des Kult-Magazins. Abbildung

3209 Fritsche, Herbert. Samen des Morgenlichts. 4 Gedichte. 4 Bl. 20 x 12 cm. OBroschur. Frankfurt a. M., Eremiten-Presse, (1950). 120 € Nr. 4 der Eremitage, hrsg. von Helmut Knaupp. Spindler 1, 31. Nicht bei Kosch. – Erste Ausgabe der Gedichtfolge, „für Aleister Crowley (12.X.1875-1.XII.1947) ins Zwielicht gesprochen“ (gedruckte Widmung). Vortitel mit eigenhändiger Widmung an den Feuilletonisten und

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3212 Fußmann, Klaus. Quisnis. Drei Texte und achtzehn Kaltnadel-Radierungen. 9 doppelblattgroße Bogen. Mit 18 (16 vom Künstler monogrammiert) meist ganzseitigen und teils farbigen Original-Kaltnadelradierungen von Klaus Fußmann. 33 x 28,5 cm. Lose Bogen in OPapp-Umschlag in OPapp-Schuber. (Krefeld), Peerlings, (1992). 300 € Eines von 200 nummerierten Exemplaren der Gesamtauflage. Druckvermerk vom Künstler signiert. „Die drei Texte zu Quisnis sind aus der Impression einer kleinen Landschaft entstanden, haben aber keinen unmittelbaren Bezug zu den Abbildungen. Die achtzehn Radierungen zeigen ausschließlich Ansichten von Quisnis und dem nachbarlichen Beveroe“ (Druckvermerk). – Frisches Exemplar im Originalschuber. Abbildung

3213 Fußmann, K. - Enzensberger, Christian. Größerer Versuch über den Schmutz. 31 Bl. Mit 17 monogrammierten Original-Radierungen, teils mit Aquatinta, von Klaus Fuß­ mann. 39 x 28 cm. OPappband mit RSchild. Berlin 1980. 280 € Eines von 130 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 200) der eigenen Edition des Künstlers. Druckvermerk von Fußmann signiert. Aufwendige Publikation auf schwerem unbeschnittenem Vélin. – Sehr gutes Exemplar. - Ohne Schuber. Abbildung

3214 Fußmann, K. - Kunert, Günter. Druckpunkt. 46 S., 1 Bl. Mit 18 (davon 6 doppelblattgr.) Orig.-Lithographien von Klaus Fußmann. 26 x 17 cm. OLeinen in OPp-Schuber. Krefeld, Peer­ lings, 1988. 180 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Eines von 400 numer. Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. Druck der Lithographien von der Tabor Presse, Berlin. Mit einer beiliegenden signierten Originalradierung von Klaus Fußmann („e.a.“, 16,5 x 13 cm; Platte: 5,8 x 9,8 cm; datiert 1987). – Sehr gutes Exemplar. Abbildung

3215 Fußmann, Klaus. - Rohleder, Wittich. Tage. Sieben Gedichte. 6 Doppelbogen. Mit 8 Original-Lithographien von Klaus Fußmann. 33 x 25 cm. Lose Bogen in OPapp-Mappe und OPapp-Schuber. Karlsruhe, Edition Beate Nieschlag, (1980). 180 € Eines von 90 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 110). Zwei der Lithographien vom Künstler monogrammiert. Druckvermerk vom Künstler und Autor signiert. – Tadelloses Exemplar.

3216 Fußmann, K. - Tschechow, Anton. Erzählungen. 332 S., 1 Bl. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Textillustrationen sowie einer separaten signierten Originalradierung von Klaus Fußmann. 23 x 16 cm. OLeinen (Vordereinband fleckig) mit farb. illustr. OSchutzumschlag (etwas fleckig). Stuttgart und München, Deutscher Bücherbund, 1990. 120 €

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Die bekanntesten Erzählungen Tschechows (Die Dame mit dem Hündchen u.a.), kongenial illustriert, hier in einem Exemplar mit einem Druck „e.a.“ der für die Vorzugsausgabe bestimmten Originalradierung (datiert und signiert). Fl. Vorsatz zudem mit einer eigenhändigen Wid­mung des Künstlers (datiert Hamburg, 8.4.93). Abbildung

Die komplette Kalenderfolge von 1987-2013 3217 Galerie am Unteren Tor Bietigheim. HolzschnittKalender. 27 Jahrgänge des Kalenders. Mit je 13 bzw. je mit 7 (ab 1998; inkl. Deckblatt), zumeist farbigen (teils signierten und nummerierten) Original-Holzschnitten. 75 x 55 cm. Abreißkalender je mit Deckblatt und 12 bzw. 6 Blättern (lose). Bietigheim, Galerie am Unteren Tor, 1987-2013. 3.000 €

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Vorhanden ist die geschlossene Reihe der Jahrgänge: 1987-2013. Ab 1998 wechselt das Format vom Monatskalender hin zu einem je zwei Monate umfassenden Kalendarium. Die Jahrgänge 1998-2013 enthalten je 7 Original-Holzschnitte (inkl. Deckblatt), den Jahrgängen 20012006 wurde zusätzlich noch je eine weitere signierte Original-Graphik beigegeben. Die Holzschnitte stammen u.a. von Esteban Fekete (1924-2009), HAP Grieshaber (1909-1981), Eva Pietzcker (geb. 1966), Alfred Pohl (1928-2019), Klaus Süß (geb. 1951), Gabriele Sperlich (geb. 1961), Detlef Willand (geb. 1935) und Uta Zaumseil (geb. 1962). Der Holzschnitt-Kalender erschien erstmals 1987 noch mit dem Zusatz „Holzschneider nach Grieshaber“ und ohne Impressum. Die Auflagenhöhe variiert von 2000, 1500 über 400, 200 bis zu 150 Exemplaren. Die hier vorliegenden frühen Jahrgänge des Kalenders (1987-1998) sind Exemplare der Normalausgabe, die Original-Holzschnitte sind hier nicht signiert und nummeriert. Die Jahrgänge 2001, 2003, 2006 und 2007-2013 jeweils in der Vorzugsausgabe mit signierten und nummerierten Original-Holzschnitten. – Vereinzelt leicht Gebrauchsspuren, die Graphiken gut erhalten. – Dabei: Jahresringe. Der Bietigheimer Holz-


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schnitt-Kalender. Eine Dokumentation. 336 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 30 x 21 cm. Illustrierter OPappband. Bietigheim-Bissingen, Verlag der Galerie im Unteren Tor, 2018. - Verlagsfrisch. - Vorzugsausgabe der Monographie über die „Galerie im Unteren Tor“. Mit dem OriginalFarbholzschnitt „Frauen, die lesen ...“ von Detlef Willand. Eines von 150 römisch nummerierten und signierten Exemplaren, in Kartondecke.

Drittes Jahrbuch der Marées-Gesellschaft. HdO 113.1-6. – Enthält Original-Radierungen von Max Beckmann („Bildnis Dostojewskis“; Gallwitz 160), Rudolf Großmann („Der alte Gärtner“) und Ad. Schinnerer („Der Kinderhirte“) sowie Original-Lithographien von Alfred Kubin („Jeremias“; Raabe 142), René Beeh („Bettler“) und Karl Hofer („Tän­ zerin“). – Im Block sehr sauber, die Graphiken auf kostbaren Papieren gedruckt und sehr gut erhalten. Gestochenes Exlibris.

3218 Ganymed. Jahrbuch für die Kunst. Hrsg. von Julius Meier-Graefe und Wilhelm Hausenstein. Band III (von 5). VII, 213 S., 1 Bl. Mit 6 Original-Graphiken und zahlreichen teils farbigen Lichtdruck-Tafeln. 28 x 20,5 cm. Lädiertes OHalbleinen (mit Druckstellen, Kratzern, stärker angeschmutzt, beschabt und bestoßen). München, Piper, 1921. 300 €

3219 Gegenstandslose Malerei in Amerika. 24 S., 1 Bl. Mit 14 ganzseitigen Abb. auf Tafeln. 19 x 14,5 cm. Illustrierte OBroschur. Baden-Baden, W. Klein, 1948. 180 €

Abbildung

Trotz der laut Druckvermerk hohen Auflage von 10000 Exemplaren sehr seltener Katalog, der eine Re-education-Maßnahme begleitete: In verschiedenen deutschen Städten u. a. in Karlsruhe und München,

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 189 und 274) u. a. Ferner literarische Beiträge von Brecht, Brod, Döblin, Hesse, Heym, Kafka (Erstes Leid, Dietz 42, Erstdruck), Kokoschka, Loerke, Mombert, Schickele, Werfel, Wolfenstein u. a., sowie den beiden wichtigen Aufsätzen von L. de Marsalle (d. i. E. L. Kirchner): „Zeichnungen von E. L. Kirchner“ und „Über Kirchner‘s Graphik“. – Abgesehen von den Einbandvarianten teils etwas unfrisch, die Graphiken nicht betroffen. Abbildung

3221 George, Stefan. - Jean Paul. Ein Stundenbuch fuer seine Verehrer. 97 S., 2 Bl. Mit Titelbild, Vignetten, Initialen, Zierleisten etc. von Melchior Lechter. 20 x 15 cm. Biegsamer OPergtbd. (etwas fleckig) mit Rückentitel und KGoldschnitt; der vord. OUmschlag beigebunden. Berlin, Blätter für die Kunst, 1900. 180 € Deutsche Dichtung, hrsg. und eingeleitet von St. George und K. Wolfskehl. Landmann 121. – Erste Ausgabe. Eines von 403 Exemplaren, bei Otto von Holten in Schwarz, Rot und Blau gedruckt. – Wohlerhalten.

Mit zwei Extrasuiten

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wurde in Zusammenarbeit mit der New Yorker Solomon R. Guggenheim Foundation erstmals in Deutschland die amerikanische Malerei der 1930er und 1940er Jahre vor- und ausgestellt. Mit Werken von Rudolf Bauer, dem 1939 die Flucht in die USA gelang, I. Bolotowski, D. Coale, L. Moholy-Nagy, H. Rebay, R. Scarlett u. a. Mit Voworten von Kurt Martin, Direktor der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, Hilla Rebay und W. Wartmann. – Sehr gutes Exemplar.

3220 Genius. Zeitschrift für werdende und alte Kunst. Hrsg. von C. G. Heise, H. Mardersteig und K. Pinthus. Jge I-III (alles). 6 „Bücher“ in 5 Bden. Mit 16 Orig.-Graphiken, 25 Farbtafeln und ca 375 Textillustr. 35,3 x 26 cm. 2 private Halbwildleder­ bände mit Buntpapier- bzw. bedrucktem Rohseidenbezug (Jahrgang I und II/1); Orig.-Umschlag (2. Buch 1920; mit Rand­ läsuren und Feuchtigkeitsspuren); 2 Orig.-Kartonagen in OLieferungsschubern (Jahrgang III/1-2). München, Kurt Wolff, 1919-1921. 750 € Raabe 74. Schlawe II, 46. Diesch 2968. – Mit Orig.-Holzschnitten und -Lithographien von Archipenko, Heckel (Dube 264 III B), Hofer (Rathenau 34), Alexander Kanoldt, Max Kaus (Kopf, vom Künstler eigenh. signiert, betitelt und datiert), Franz Marc, Schmidt-Rottluff (Schapire

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3222 Giacometti, Alberto. - Cervantes Saavedra, Miguel de. La Danse du Château. Version française de Dominique Aubier. 22 Bögen, davon 13 mit zweifacher Faltung. Mit einer Originalradierung von Alberto Giacometti als Frontispiz, zwei weiteren Abzügen des Frontispizes, 14 Original-Strich­ gravuren (gravures au burin), einem weiteren signierten Abdruck, einer „Suite en bistre“ und einer „Suite sur Chine appliqué“ der 14 Originalgraphiken von Louis Chavignier. 28 x 18,5 cm. Lose in OPappumschlag in OPappschuber. Paris, Les Impénitents, 1962. 3.000 € Lust 174. Monod 2428 (mit Lesefehler La Dame du Chateau). – Eines von 25 nummerierten, von Chavignier signierten Exemplaren (Gesamt­ auflage: 150) mit dem Frontispiz von A. Giacometti (in insgesamt drei Abzügen) und den Grabstichelgravuren von Louis Chavignier, hier mit der Extrasuite („suite en bistre sur vélin d‘Auvergne du Moulin Richard de Bas“), einem separaten weiteren Abzug („sur vélin de Papeteries de Rives“) sowie einem weiteren Abzug („sur Chine appliqué“) von Louis Chavignier (1922-1972). Dieser zusätzliche, signierte und nummerierte Druck mit einem neuen Motiv (hier Planche numéro VIII). Der Text wurde gedruckt von Jacques Rigal in Fontenay-aux-Roses. Auffallend sauber und wohlerhalten. Selten. Unbeschnitten.

Abbildungen

3223 Glöckner, Hermann. Werke aus den Jahren 1945 bis 1975. Ausstellung im Pretiosensaal des Schlosses und im Glockenspielpavillon des Zwingers. 16 Bl. Mit einem Foto, 8 Abbildungen und 4 farbigen Original-Siebdrucken. 26 x 21 cm. Orig.-Spiralbindung mit Orig.-Lacksiebdruck als Ein­ band. Dresden 1976. 250 € Schöner Ausstellungskatalog des großen konstruktivistischen Malers und Bildhauers (1889-1987). Die eingebundenen Siebdrucke nach Arbeiten aus den frühen 70er Jahren. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung


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3224 Gobineau, (J. A. Comte de). Savonarole. Scènes histo­ riques. 97 S., 1 Bl. Mit 20 Gravüren nach Radierungen von Sepp Frank. 32 x 24,5 cm. Dunkelblauer Orig.-Halblederband. München, Schröder, (1923). 130 € Vgl. Rodenberg 432, 3. – Eines von 335 nummerierten Exemplaren auf Japan-Bütten. Im Druckvermerk vom Künstler signiert. Text in französischer Sprache. – Nahezu verlagsfrisch erhalten. Abbildung Seite 88

3225 Goethe, Johann Wolfgang von. Chinesisch-deutsche Gedichte. 18 Bl. 23 x 14,5 cm. Halbleinen (etwas gebräunt) mit Deckelschildchen und Kordelbindung; als Blockbuch gebun­ den. Charlottenburg, A. Hoennicke, 1918. 120 € Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage) auf vanGeldern-Bütten, von Enschedé in einer Schreibschrift des 17. Jahrhunderts zweifarbig gedruckt. Jede Seite in verschiedenem HolzschnittZierrahmen. „Die stille Freude wollt ihr stören? Laßt mich bei meinem Becher Wein! Mit andern kann man sich belehren, Begeistert wird man nur allein.“ – Sauberes Exemplar.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 4 unechten Bünden mit Deckelfileten- und Innenkantenver­ goldung, blindgepr. Deckelsignet (der Maximilian-Gesell­ schaft), RVergoldung, goldgepr. grünem RSchild und KGold­ schnitt. (Leipzig, Poeschel & Trepte, 1921). 200 € Rodenberg 274. – Eines von 275 Exemplaren (Gesamtauflage) für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft als Jahresgabe 1919-1921. Initialen nach Hanns Thaddäus Hoyers Zeichnungen in Holz geschnitten. Textgrundlage ist der erste, von Harry Mayne 1911 bei Cotta herausgegebene Druck. – Sehr gutes Exemplar.

3230 Goethe, Johann Wolfgang von. Winckelmann. 11 Bl., 66 S., 3 Bl. Mit 11 ganzseitigen Porträts von Goethe, Winckel­ mann, Mengs, Anna Amalia Herzogin zu Sachsen-Weimar, Oeser etc. 46 x 33 cm. Modernes Kunstleder (Gelenke ange­ platzt; OBroschur eingebunden, diese leicht gebräunt). Leip­ zig, Kgl. Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe, 1908-09. 180 €

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3226 Goethe, Johann Wolfgang von. Der Urfaust (Faust in ursprünglicher Gestalt). Mit einem Vorwort von Otto Pniower. 95 S. Mit 8 farbigen Szenenbildern von Otto Baumberger, Zürich. 18,5 x 12,5 cm. Illustr. OLeinenband. Berlin, Bücher des deutschen Theaters F. Fontane, 1920. 90 € Bücher des deutschen Theaters, Bd. VIII. Erste Ausgabe mit diesen Illu­strationen, den Bühnenbildern für die Inszenierung von Max Reinhardt. – Etwas gebräunt.

3227 Goethe, (Johann Wolfgang von). Die Geheimnisse. Ein Fragment. 30 S., 1 Bl. 26,5 x 21 cm. OPergament (leicht angeschmutzt, etwas geworfen) mit Rücken- und Vorder­ deckeltitel, Kopfgoldschnitt. Berlin 1917.

200 €

Backe 14. Rodenberg 324. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Privatdruck von Alfred Hoennicke „für einige Freunde seiner „Daphnis-Drucke“. Der Satz erfolgte in einer Schwabacher Type des 16ten Jahrhunderts auf starkem Van-Gelder Bütten. – Vorderer Vorsatz im Bug mit kleinem Einriss, sonst wohlerhaltenes und unbeschnittenes Exemplar.

Eins von 200 nummerierten Exemplaren, gedruckt unter der Leitung von Hugo Steiner-Prag. Buchschmuck von W. Tiemann, M. Seliger, Georg Belwe u. a. – Leicht gebräunt, unbeschnittenes Exemplar.

3231 Goethe, Johann Wolfgang von. (Werke). Grossherzog Wilhelm Ernst Ausgabe. Dünndruck. 11 (statt 16) Bände. 17 x 10,5 cm. Flexibles OLeder (Rücken teils etwas ausgeblichen) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie KGold­ schnitt. Leipzig, Insel, 1906-1913. 250 € Sarkowski 540. – Vorhanden sind: Dramatische Dichten I-III, Romane I-II, Autobiographische Schriften I-III, Kunstschriften I-II und Schriften zur Literatur I. – Wohlerhaltene Reihe.

3232 Goethe, Johann Wolfgang von. - Briefwechsel des Herzogs-Großherzogs Carl August mit Goethe. Hrsg. von Hans Wahl. 3 Bände. Mit 3 Porträt-Tafeln in farbigem Licht­ druck. 23 x 15,5 cm. Geglättete OKalblederbände (gering berieben) mit Rücken- und Deckelvergoldung (Entwurf: E. R. Weiß) sowie handmarmorierten Buntpapiervorsätzen. Berlin, E. S. Mittler, 1915-1918. 250 €

3228 Goethe, Johann Wolfgang von. Stella. Ein Schauspiel für Liebende. Erste Fassung. 88 S., 1 Bl. Mit gestoch. TVignette. 25 x 15 cm. Handgebundenes Halbpergament d. Z. mit gold­ geprägtem RSchild und RVergoldung, Kopfgoldschnitt, in Pappschuber d. Z. (etwas gebräunt). Leipzig, (Insel), 1924. 150 €

Erste vollständige Ausgabe. Eines von 400 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in handgemustertem Marokko-Kalbleder, Druck auf Bütten. – Gering gebräunt, sonst wohlerhalten. Exlibris (aus dem Besitz der Emily Henriette von Arnim (1892-1982), der Tochter des preußischen Offiziers und Kammerherrn Felix von Arnim.

4. Druck der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig. Sarkowski 609. – Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 320). – Minimal gebräunt, sonst wohlerhalten. Unbeschnittenes Exemplar.

3233 Goethe, Johann Wolfgang von. Konvolut von 13 Pres­ sendrucken und signierten Exemplaren, teils mit Illustratio­ nen in OGraphiken. 8°-4°. Verschiedene, meist OEinbände. 1919-1982. 1.800 €

3229 Goethe, Johann Wolfgang von. Wilhelm Meisters theatralische Sendung. 1 Bl., 352 S., 1 Bl. 28,5 x 20,5 cm. Schwar­ zer OMaroquinband (sign.: H. Fikentscher Leipzig 1923) auf

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1) Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten. 181 S., 1 Bl. 19 x 13 cm. OPappband im (lichtrandigen) Schuber. Frankfurt (1919). - 1. Druck der Kleukens-Presse. Rodenberg 103. Eines von 250 nummerierten Exem-


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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plaren auf Japan. - Frisches Exemplar.2) Faust. Tragödie. Erster Teil. 2 Bl., 157 S., 1 Bl. Mit 12 lithographischen Tafeln von Josef Weiß. 28 x 21,5 cm. Blindgeprägtes Pergament (Deckel unschön farbfleckig) mit RVergoldung und goldgeprägter VDeckelvignette in Leinenschuber. München, Hugo Schmidt, (1920). - Henning II/1, 235. Lang 253. Eines von 200 nummerierten Exemplaren der zweiten Auflage. „Die Text­ revision dieser Ausgabe besorgte Curt Moreck“, die Illustrationen stammen von Josef Weiß. Der Faust-Zyklus zählt zu den Bestleistungen des Künstlers, die man als eine Art Auftakt der modernen künstlerischen Bewältigung des Faust-Themas im Zeichen des Epressionismus bezeichnen kann. Weiß gehörte „zu den Künstlern, die vorübergehend in eine epigonale Beziehung zur expressionistischen Illustration geraten waren“ (Lang). - Ein hier nicht vorhandener zweiter Band mit Faust II erschien ebenfalls. Vorsätze stockfleckig, sonst im Block sehr sauber, breitrandig und unbeschnitten.

3) Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Ein Schauspiel. 115 S., 1 Bl. Mit 17 (10 ganzseitigen und monogrammierten) Original-Holzschnitten von Bruno Goldschmitt. 31,5 x 23,5 cm. OHalbpergament (P. A. Demeter, Hellerau; Rücken leicht fleckig, winzige Fehlstellen) mit KGoldschnitt. Hellerau 1923. 26. Avalun-Druck. Rodenberg 336. Eines von 150 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 350) in Halbpergament. Druckvermerk vom Künstler signiert, sämtliche Vollbilder vom Künstler monogrammiert. Textdruck in Rotbraun und Schwarz. - Im Block wohlerhaltenes, frisches und sauberes Exemplar. 4) Pandora. Ein Festspiel. 94 S., 2 Bl. Mit 8 ganzseitigen Original-Holzschnitten von Ludwig von Hofmann. 33 x 25 cm. Modernes Halbleder mit goldgeprägtem RTitel. Zürich, Seldwyla, 1923. - 5. Seldwyla-Druck. Rodenberg S. 469. Eines von 270 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage: 300) auf Bütten. Im Druckvermerk vom Künstler signiert. Leicht fleckig, minimal gebräunt, etwas unfrisch. Bleistift-Eintrag.

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5) Der Urfaust. Goethes Faust in ursprünglicher Gestalt. 85 S., 2 w. Bl. 24 x 14 cm. Pergament (leicht fleckig). Offenbach Ernst-Engel-Presse, 1924. - Henning II/1, 411. Schauer II, 81. Tenschert XI, Pressendrucke, I, 98. - 6. Handpressendruck der Ernst Engel-Presse. Eines von 120 nummerierten Exemplaren. Der Druck erfolgte auf Bütten in Rot und Schwarz in der von Ernst Engel selbst entwickelten Mörike-Fraktur. Engel war Vorsteher der Klingsporschen Hausdruckerei. - Unbeschnitten, sauber. 6) Goethes Meister-Prosa. 30 S., 1 Bl. 24,5 x 18,5 cm. Läd. OBroschur (Leipzig 1926). - Letzter Druck der Janus-Presse. „Für die Teilnehmer des Leipziger Bibliophilen-Abends am 11. Februar 1926 … hinter dem fünfzigjährigen Rücken Walter Tiemanns von Carl Ernst Poeschel mit gleichfalls ermatteten Kräften hergestellt“ (DV). 7) Balladen. 76 S., 1 Bl. Mit goldgeprägtem Titel. 26,5 x 18,5 cm. OHalbleinen mit kleiner goldgeprägter VDeckel-Vignette. Mainz, Mainzer Presse, 1929. - Erster Mainzer Druck. - Gut erhalten. 8) Egmont. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen. 90 S., 1 Bl. Illustrierter OPappband (etwas fleckig und beschabt). 29 x 19,5 cm. München, Hanns von Webers, 1929. - 44. Hundertdruck. Römisch nummeriertes Exemplar. - Vgl. Rodenberg I, 141. - Kaum Gebrauchsspuren. 9) Zu Johann Wolfang v. Goethes hundertstem Todestag 22. März 1932. 20 nn. S. Mit 12 ganzseitigen Original-Holzschnitten von Josef Weiß. 34 x 24 cm. OPappband (mit Läsuren, beschabt) in Blockbuchbindung. - Eines von 60 Exemplaren, der Druckvermerk vom Künstler signiert. „Gedruckt mit Wallau-Schrift von Gebr. Klingspor, Offenbach“ (DV). 10) Belagerung von Meynz. 41 S., 1 Bl. 27,5 x 19,5 cm. OHalbleinen. Mainz 1961. - Druck der Eggebrecht-Presse Mainz. 11) Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand. Dramatisiert von J. W. Goethe. 172 S., 2 Bl. Mit 12 Original-Holzschnitten von Hans Schmandt. 30 x 24 cm. OHalbleder mit goldgeprägtem RTitel. (Offenbach, Wilhelm Kumm, 1979). - DV vom Künstler signiert. 12) Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten. Holzstiche von Wolfgang Würfel abgezogen von den Originaldruckstöcken. 2 Bl. Text und 11 Tafeln mit Text und Origina-Holzschnitten. 35 x 22 cm. OLeinenkassette. Leipzig, Karl Quarch, (1982). 13) Torquato Tasso. Ein Schauspiel. 176 S., 1 Bl. 30 x 21 cm. Goldgeprägtes OHalbpergament. Darmstadt, 1929. - Vierte Veröffentlichung der Ratio-Presse. Eines von 150 nummerierten Exemplaren. Titel, Initialen und Einband von F. W. Kleukens. – – Beiligt: Goethes Beschreibung seiner Vaterstadt. Gedenkblatt zur Tagung der Gesellschaft der Bibliophilen. Frankfurt am Main Oktober 1920. 2 Bl. 27,5 x 17 cm. OKarton in dunkelgrüner OBüttenmappe mit RSchild. Frankfurt, Kleukens Presse, (1920). - Eines von 250 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). „Aus dem ersten Buche von Goethes Dichtung und Wahrheit gedruckt und überreicht von der Kleukens-Presse zu Frankfurt am Main“. - Etwas stockfleckig. Abbildung Seite 89

3234 Goethe, J. W. von. - Roon, Karl Heinz. Zwölf Radie­ rungen nach Originalen aus Goethes Sammlung erotischer Gemmen im Goethe-National-Museum zu Weimar. Typo­ graphischer Titel und 12 monogrammierte in Blau gedruck­ te Orig.-Radierungen von Karl Heinz Roon. 32,5 x 24 cm. Lose Blatt in HLeinen-Mappe mit montiertem Deckelschild. Vene­ dig, Privatdruck für den Markus-Kreis, 1924. 300 €

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Eines von 30 nummerierten Exemplaren der separaten Folge von zwölf monogrammierten, in Blau gedruckten Radierungen, die zusätzlich zur Buchausgabe erschien (diese enthält 37 Orig.-Radierungen). Den


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einschlägigen Bibliographien unbekannt gebliebene Illustrationsfolge zu den erotischen Epigrammen Goethes, die in den letzten Bänden der Sophienausgabe verstreut sind. Auf feinem Bütten auf der Manutius-Presse für den Markuskreis gedruckt (ein Blatt von besonderes fester Qualität). Format der Radierungen: ca. 6,8 x 4,7. – Vereinzelte geringe Flecken. Insgesamt sauber und wohlerhalten. – Abbildung Seite 90

3235 Gogol, Nikolaus. Das Gespenst (übersetzt von Franz Werner Schmidt). 53 S., 1 Bl. Mit TVignette und 6 signierten ganzseitigen Orig.-Lithographien von Walter Klemm. 26,5 x 19 cm. OHalblederband (Ecken und Kanten leicht berieben, Rücken schwach ausgeblichen). Berlin, Franz Schneider, (1924). 180 € Sennewald 24,6. – Eines von 200 nummerierten Exemplaren auf handgeschöpftem Bütten, die in Halbleder gebunden wurden. Druckvermerk und die ganzseitigen Lithographien vom Künstler signiert. – Wohlerhalten.

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3236 Goldschmitt, B. - Die Offenbarung Sankt Johannis. 34 nn. Bl. Mit 10 (9 monogrammierten und ganzseitigen) Orig.-Holzschnitten von Bruno Goldschmitt. 31,5 x 21,5 cm. Schwarzer geglätteter OKalblederband (etwas berieben) auf 6 unechten Bünden mit mehrfacher vergold. Deckel- und Innenkantenfilete, Stehkantenvergoldung, RVergoldung und KGoldschnitt. Hellerau, Avalun-Verlag, 1923. 220 €


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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Vorhanden sind die Jahrgänge: 1986, 1990-2003, 2005-2014, 20162018. Facettenreich gestaltete Kalender, die sowohl Originalgraphiken in unterschiedlichen Techniken (Linolschnitte, Offset-Lithographien, Siebdrucke, Holzschnitte und Radierungen) als auch Original-Photographien bzw. eine CD und ein collagiertes Objekt enthalten. Mit Werken von David Antonides (geb. 1958), Viola Bendzko (geb. 1962), Helmut Gutbrod (geb. 1958), Ulrike Hansen (geb. 1963), Philipp Hennevogl (geb. 1968), Nouria Khadeeva (geb. 1956), Helga Ntephe (geb. 1952), Peter Schlangenbader (geb. 1953), Tine Schumann (geb. 1972) und Christoph Damm (geb. 1964). Die beiden Kalender für die Jahre 2017 und 2018 jeweils mit dem Zusatz „Edition 28“ bzw. „Edition 29“ versehen. „Das Konzept - traditionelle künstlerische Drucktechniken mit den vielfältigen Möglichkeiten von Digital Art und Fotografie zu mischen - hat sich bewährt und macht den besonderen Reiz dieser Kunstsammlung in Kalenderform aus“ (Verlagswerbung). – Deckblätter mit minimale Gebrauchsspuren, Graphiken tadellos erhalten. Abbildung Seite 91

3239 Grafikkalender 1985 [bis] 1992. 8 Jahrgänge (11 Kalen­ der, Jg. 1985, 1988 und 1989 in je 2 Varianten) des Monats­ kalenders. Mit je 12 signierten, nummerierten und datier­ ten Original-Graphiken in verschiedenen Techniken. 70 x 50,5 cm. Spiralbindung. O. O. und Dr., 1985-1992. 1.800 €

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33. Avalun-Druck. Sennewald 23, 4. – Bei Jakob Hegner in Hellerau im Textgrad einer um 1650 geschnittenen Lutherschen Fraktur gedruckt. Eines von 60 nummer. Ex. der Vorzugsausgabe bei der alle Holzschnitte vom Künstler monogrammiert sind, hier allerdings ohne die Extrasuiten der Graphiken (Gesamtauflage: 450). Druckvermerk vom Künstler signiert. – Vorsätze gebräunt; insgesamt sehr gutes, sauberes Exemplar.

3237 Graf, Oskar Maria. Amen und Anfang. 65 S., 1 Bl. Mit signiertem Orig.-Titelholzschnitt von Georg Schrimpf. 27 x 20 cm. Illustr. OHalbleinenband (Rückdeckel mit drei schwa­ chen Druckspuren). München, Bachmair, 1919. 600 € Wilpert-G.2 2. Pfanner 2. – Erste Ausgabe. Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk von Oskar Maria Graf signiert. „Der Einfluß des Expressionismus ist auch in diesem zweiten Buch von OMG noch deutlich erkennbar. Mehrere der darin enthaltenen Gedichte fallen in den Bereich der Arbeiterdichtung. Die Veröffentlichung wurde durch Freunde des Dichters gefördert, die ... davon überzeugt waren, daß es sich hier um einen ganz Großen handelt, dem der Weg erleichtert werden soll.“ (Pfanner). – Sehr schönes und sauberes Exemplar, zweiseitig unbeschnitten. Abbildung Seite 90

3238 Grafikkalender. - 12 Monate. 12 Originale. 28 Jahrgänge des Monatskalenders. Mit je 12 signierten, nummerierten und datierten Orig.-Graphiken bzw. Photographien. 70 x 50 cm. Spiralbindung. (Berlin, Druckwerkstatt des BBK), 1986-2018. 4.000 €

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Die Kalender erschienen jeweils in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren. Vorhanden sind Originalgraphiken u.a. von Matthias Koeppel (geb. 1937), Tony Torrilhon (geb. 1931), Ernst Leonhard (geb. 1935) und Carl Oppermann (geb. 1930). Bei den Graphiken handelt es sich um Radierungen, Kupferstiche, Lithographien, und Farbholzschnitte. Die Jahrgänge 1985, 1988 und 1989 liegen je in 2 Kalender­ varianten mit gänzlich verschiedenen Graphiken und Deckblattgestaltungen vor, so ist etwa der Titel „Grafik Kalender 1985“ einmal in Weiß und einmal in Silber gedruckt. Der Kalender für das Jahr 1990 mit einer zusätzlichen signierten, betitelten („Sturmblatt“) und nummerierten Original-Radierung von Karl-Heinz-Möller (geb. 1950). – Leichte Gebrauchsspuren, Graphiken tadellos erhalten.

Abbildung Seite 92

3240 Grafikkalender. - Andante Handpresse Peter Rensch. 22 Jahrgänge des Monatskalenders. 60,5 x 40,5 cm. Je mit 12, teils 13 (inkl. Deckbatt- Originalgraphik) signierten, numme­ rierten und datierten Original-Graphiken in verschieden Techniken. Mit Klemmschiene (19) bzw. Spiralbindung (2), ein Kalender-Jg. lose. Berlin, Andante Handpresse, 1995-2018. 2.500 € Umfangreiche, nahezu vollständige Reihe der Graphikalender der Andante Handpresse mit zus. ca. 280 großformatigen, meist signierten, nummerierten und datierten Originalgraphiken. Limitierte Auflagen zwischen 28, 30 und 50 Exemplaren (Gesamtauflage). Vorhanden sind die Jahrgänge: 1995-2001, 2003-2011, 2013-2018. Die Originalgraphiken stammen zumeist von dem Berliner Künstler und Typographen Peter Rensch (geb. 1956), aber auch von seiner Frau Inga Rensch (geb. 1966), Thomas Habedank (geb. 1955), Christian Ulrich, Eberhard Klauß, Siegfried Otto-Hüttengrund (geb. 1951), Peter Zaumseil (geb. 1955) u. a. Bei den Graphiken handelt es sich überwiegend um Farbholzschnitte, aber auch Folienschnitte und Farbradierungen. Dem Kalender für das Jahr 1999 ist ein zusätzlicher signierter Original-Farbholzschnitt von Peter Rensch beigegeben. 1990 wurde die ANDANTE Handpresse von Inga und Peter Rensch in Berlin-Schöneberg gründeten. „Der Name war


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programmatisch - in der Musiksprache bedeutet andante gehend, schreitend und bezeichnet ein mittleres Tempo. ANDANTE-Bücher sollten weniger ‚Lesefutter‘ als Bilder-Bücher sein, die ‚schwarze Kunst‘ sollte Farbe bekommen. Es sollte eine gemäßigtere Gangart gewählt, dem Auge Zeit gelassen werden.“ (Frankfurter Grafikbrief). Die graphischen Blätter bilden ein umfangreiches Kaleidoskop moderner, meist gegenständlicher Kunst der Gegenwart. – Vereinzelt minimale Gebrauchsspuren, insgesamt sehr gut erhalten. – Beigabe: Kalender für das Jahr 1989 „Original-Siebdrucke von Peter Rensch“. Mit 12 signierten, datierten und nummerierten Original-Siebdrucken von Peter Rensch. 60,5 x 40,5 cm. Mit Klemmschiene. - Sehr gut erhalten. Abbildung Seite 92

3241 Grafikkalender. - Berliner Grafikkalender. 26 Jahr­ gänge des Monatskalenders. Mit je 12 signierten und num­ merierten Original-Graphiken. 70 x 50 cm. Spiralbindung. Berlin, Druckwerkstätte des BBK, 1990-2017. 3.000 € Vorhanden sind die Kalender für die Jahre 1990-2002, 2004, 2005 und 2007–2017. Dem Kalender für 2017 ist eine zusätzliche, signierte, betitelte und datierte Originalgraphik beigegeben. Die Kalender enthalten Original-Graphiken (Holzschnitte, Lithographien, Siebdrucke usw.) von Dietrich Arlt (1936–2005), Gisela Genthner (geb. 1945), Helmut Gutbrod (geb. 1958), Ulrike Hogrebe (geb. 1954), Nino Malfatti (geb. 1940), Wolfgang Rüppel (geb. 1942), Toni Wirthmüller (geb. 1960), Valeska Zabel (geb. 1951) u. a. – Deckblätter teils mit Gebrauchsspuren, Graphiken tadellos erhalten. Abbildung Seite 93

3242 Grafikkalender. - Edition Süd. 1. Karl-Marx-Städter Graphikkalender. 1 Bl. Mit 12 nummerierten und signierten Original-Graphiken. 43 x 30,5 cm. Abreißkalender mit perfo­ rierten Blättern. (Chemnitz), Jörg Steinbach, 1987. 300 €

Eines von 50 nummerierten Exemplaren. Enthält Holzschnitte und Lithographien von Klaus Hähner-Springmühl (1950-2006), AndreasJan Kozik (geb. 1959), Thomas Merkel (geb. 1953), Michael Müller, Jörg Steinbach und Andreas Stelzer (1954-2007). – Deckblatt mit Gebrauchsspuren, kleiner Randeinriss, Ecken leicht bestoßen. Abbildung

3243 Grafikkalender. - Eißner, Frank. Originalgraphischer Kalender. 3 Jahrgänge. Je mit Titelbl., 6 kleinen Kalendarium­ blättern für je zwei Monate und 7 signierten, nummerier­ ten und teils betitelten Originalfarbholzschnitten von Franz Eißner. 65 x 30 cm. Spiralbindung. Berlin, Frank Eißner Handpresse, 2013-2015. 450 € Vorhanden sind die Jahrgänge für die Jahre 2014-2016. Die Kalender erschienen in einer Auflage von je 25 Stück. Verso jeweils mit montiertem Schild „Neujahrsedition der FRANK EIßNER HANDPRESSE“. – Tadellos. Abbildung

3244 Grafikkalender. - Franken, Klaus. 7. Moabiter Linol­ kalender 1983. 12 lose Blatt, teils farbigen, nummerierten und signierten Original-Linolschnitte von Klaus Franken. 70 x 33 cm. Durch noch ungeöffnete Papiermanschette fixiert. Berlin, Moabiter Druckwerkstatt und Galerie, (1983). 200 € Eines von 300 Exemplaren des Moabiter Linolschnittkalenders, der von dem Künstler, Pädagogen und Druckgrafiker Klaus Franken herausgegeben wurde. Er war Mitglied im Kreuzberger Künstlerkreis und Betreiber der Moabiter Druckwerkstatt. Die Linolschnitte sind jeweils noch mit mehrzeiligen lyrischen Texten versehen, diese sowie das Kalendarium und die Papiermanschette sind ebenfalls Linolschnitte. Eine Tafel mit beweglicher Figur „Räuberhauptmann Waldemar“. – Sehr gut erhalten. Abbildung Seite 97

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation hergestellt. [...] Alle Blätter sind auf hochwertigem Büttenpapier, die Lithographien und der Holzstich auf Walthari Bütten, die Radierungen auf Alt Nürnberg und Japan Bütten gedruckt“ (Verlagswerbung). Die Originalgraphiken stammen u. a. von Jim Avignon (geb. 1968), Elvira Bach (geb. 1951), Akbar Behkalam (geb. 1944), HAP Grieshaber (1909-1981), Moritz Götze (geb. 1964), Johannes Grützke (1937-2017), Johannes Heisig (geb. 1953), Hans Holle (geb. 1934), Thomas Hornemann (geb. 1943), Albert Merz (geb. 1942), Kurt Mühlenhaupt (19212006), Ulrich Panndorf (geb. 1954), Bodo Rott (geb. 1971), Jochen Senger (1929-2016), Hans Ticha (geb. 1940), Tony Torrilhon (geb. 1931) und Max Uhlig (geb.1937). Der Kalender für das Jahr 1995 ist zusätzlich betitelt „Klaus Süß africa Büchergilde Gutenberg“, hier wurden die Grafiken nur montiert und befinden sich nicht unter Passepartout. Jahrgänge 2012, 2015, 2017 und 2018 je mit einer zusätzlichen signierten Originalgraphik. – Ein Passepartout mit kleinem Eckeinriss. Insgesamt sehr gut erhalten. – Beigaben: I) Aus den angewandten Erinnerungen des Solnhoffer Plattenkalks. 6 nn. Bll. 7 signierte, datierte und nummierte Original-Lithografien von Matthias Beckmann und 1 Original-Fotografie von Klaus Mellenthin. 28 x 45 cm. Illustrierte OPappkassette (leicht bestoßen und gering fleckig). Berlin, Tabor Presse, 2013. - 1 von 40 signierten nummerierten Mappen (Gesamtauflage: 44). - Im Druckvermerk von den Künstlern signiert und mit Origiginal-Zeichnung. II) Robert Lebeck. Beuys in seiner Wohnung. 1 Original-Fotografie (verso nummeriert, datiert und signiert). 41 x 30 cm. In OPappumschlag (an den Ecken etwas gestaucht). Berlin, Tabor-Presse, 2010. - An den Ecken etwas gestaucht, Fotografie mit kleiner Knickspur in der unteren Ecke. - Nummeriertes Exemplar (Gesamtauflage: 60). III) Ferner liegt eine Anzahl der Begleithefte zu den Tabor-Kalen­dern bei. Abbildung

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3245 Grafikkalender. - Staatlicher Kunsthandel der DDR. Grafik Kalender. 3 Jahrgänge des Monatskalenders. Je 2 Bl. und 12 Kalenderblätter mit je einer mont., nummer. und signier­ ten Orig.-Graphik. 48 x 36 cm. Abreißkalender mit perforier­ ten Blättern. Berlin, Kupferdruckerei Berlin, 1983-1987. 650 € Vorhanden sind die Jahrgänge 1983, 1986 und 1987, die jeweils in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen sind. Enthält u. a. Radierungen, Holzschnitte, Offsetlithographien und Schablithographien von Sylvia Hagen (geb. 1947), Harald Metzkes (geb. 1929), Ronald Paris (geb. 1933) und Thomas Ranft (geb. 1945). – Gut erhalten. Abbildung

Alle Kalender der Tabor Presse bis 2018 3246 Grafikkalender. - Tabor Presse. Grafik Kalender. 29 Jahrgänge des Monatskalenders, Jahrgänge 1990-2019. Mit jeweils 12 nummerierten und signierten Orig.-Grafiken unter Passepartout-Kalenderblättern. 70,5 x 50 cm. Spiral­ bindung. In Holzleistenkassette (27) mit Leinenrücken und Kartondeckeln (Holzleisten teils etwas bestoßen bzw. lädiert). Berlin, Tabor Presse, (1989-2018). 6.000 € Umfangreiche Sammlung aller 29 erschienenen Jahrgängen (von 1990 bis 2019) des Grafikkalenders der Tabor Presse. Für „das Jahr 1990 hat die TABOR PRESSE BERLIN erstmalig einen Grafik Kalender mit Arbeiten von zwölf, auch überregional bekannten Künstlern in eigener Regie

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3247 Grafikkalender. Konvolut von 5 Monatskalendern. Je mit 12 bzw. 14 Original-Graphiken. Abreißkalender (3) und Spiralbindung (2). 1979-2017. 300 € Vorhanden sind folgende Kalender: I) Illustration. Originalgraphik-Kalender für 1983. 39 x 32 cm. Memmingen, Edition Curt Visel, 1983. Mit 14 (13 signierten und nummerierten) Originalgraphiken in unterschiedlichen Techniken u.a. von Hellmuth Weissenborn, Beate Hübner, Otto Schlosser und Eduard Prüssen. - Sehr gut erhalten. II) Andreas Felger, Original-Farbholzschnitte 1979. 60,5 x 43 cm. Reutlingen, Harwalik,1979. Mit 13 (inkl. Deckblatt) Original- Farbholzschnitten von Andreas Felger. - Tadellos erhalten. III) Sehnsucht nach Italien. Kalender für 1983. 44 x 31 cm. O. O. und Dr., 1983. Mit 13 signierten und nummerierten Original-Graphiken (12 Siebdrucke,davon einer extra beiliegend) von Sigrid Gräfe-Bentzien. - Sehr gut erhalten. IV) Edition Domberger. 50 Jahre Domberger. (Monatskalender). 43 x 32 cm. Filderstadt, Domberger (2017). Mit 12 Laserschnitt-Kalenderblätter. - Eines von 500 Ex. (Gesamtauflage). Signiert von Bettina Kizele und Michael Domberger. - Deckblatt leicht abgegriffen. V) Edition Domberger. Laser Art. Ein Domberger Kalender. 43 x 32 cm. Filderstadt, Domberger, o. J. Mit 12 Laserschnitt-Kalenderblätter. Eines von 300 Ex. (Gesamtauflage). Signiert von Bettina Kizele und Michael Domberger. - Deckblatt leicht abgegriffen. – Insgesamt gut erhalten. – Beiliegend: Ein weiterer Kalender mit 13 signierten Originalgraphiken.

3248 Grass, Günter. Konvolut von 3 Reden, jeweils in erster Ausgabe. 23,5 x 16,5 cm. Illustr. oBroschur. Neuweid, Luchterhand, 1965. 3252 und 3253

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 1. Esd-Pe-De. „Dich singe ich Demokratie“. Es steht zur Wahl. 11 S. Wilpert-Gühring2 15. - 2. Es-Pe-De. „Dich singe ich Demokratie“. Loblied auf Willy. 12 S. - W.-G.2 14. - 3. Rede über das Selbstverständliche. 14 S. - W.-G.2 17. - Die Rede zum Büchner-Preis. - – Tadelloses Exemplare. – Dabei: Günter Grass. Die Ballerina. 13 S. 25 x 17 cm. Illustr. OBroschur. Berlin, Friedenauer Presse, 1963. - Wilpert-G.2 8. Erste Einzelausgabe. Eiens von 500 Exemplaren. - Tadellos.

3249 Green, Julien. Journal. Bände I-IX (von 18) in 9 Bän­ den. 20,2 x 13 cm. OBroschuren (8; mit geringen Gebrauchs­ spuren) und Leinen d. Z (1; Ecken etwas bestoßen; Teile des OUmschlags beiliegend). Paris, Librairie Plon, 1938-1972. 250 € Nummerierte Erstaugaben der ersten neun Bände der Tagebücher Julien Greens (1900-1998), die sukzessive in unregelmäßigem Rhythmus über die Jahre 1938 bis 1972 erschienen. Vorhanden sind die Bände: Journal 1928-1954 in 6 Bänden, sowie „Le bel aujourd‘hui. Journal 19551958“, „Vers l‘invisible. 1958-1967“ und „Ce qui reste de jour. 1966-1972“. Insgesamt wurde die Reihe bis zum Tode des Autors 1998 fortgeführt. – Vereinzelt leicht gebräunt, leichte Gebrauchsspuren. – Beigabe: Derselbe. Die ersten 3 Bände (von 5) der Autobiographie. Enthält: 1) A partir avant le jour. Paris, Grasset, 1963. - 2) Mille chemins ouverts. Paris, Grasset, 1964. - 3) Terre lointaine. Paris, Grasset, 1966. - Jeweils in erster Ausgabe.

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3250 Green, Julien. Konvolut von 14 Werken seiner frühen Veröffentlichungen in ersten Ausgaben. Ca. 19,5 x 14,5 cm. OBroschuren (mit Gebrauchsspuren). Paris 1927-1950. 350 € Enthalten sind die folgenden Ausgaben, jeweils in nummerierten Exemplaren: 1) Adrienne Mesurat. Paris, Plon, 1927. -2) Les clefs de la mort. Paris, Éditions de la Pléinade, 1927. - 3) Le voyageur sur la terre. Paris, NRF, 1927. - 4) Suite anglaise. Paris, Les Cahiers de Paris, 1927. - 5) Un puritain homme de lettres. Nathaniel Hawthorne. Paris, Édition de Cahiers Libres, 1928. - 6) Mont-Cinère. Paris, Plon, 1928. - 7) Leviathan. Roman. Paris, Plon, 1929. - 8) L‘autre sommeil. Paris, Gallimard, 1931. - 9) Épaves. Paris, Plon, 1932. - 10) Le visionnaire. Paris, Plon, 1934. - 11) Minuit. Paris, Plon, 1936. - 12) Varouna. Paris, Plon, 1940. - 13) Si j‘etais vous ... Paris, Plon, 1947. - 14) Moira. Paris, Plon, 1950. – Teils etwas gebräunt und mit leichten Gebrauchsspuren.

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3251 Grieshaber, HAP. Die Arche. 85 S., 2 Bl. Mit zahlrei­ chen Abbildungen und Fotografien von Ricca Achalm und 6 signierten und nummerierten Original-Farbholzschnitten von HAP Grieshaber. 24 x 22 cm bzw. 46,5 x 36,5 cm. OLeinen und lose Bl. in OUmschlag, zusammen in illustr. OLeinen­ kassette. München, Bruckmann, 1975. 600 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3253 Grieshaber HAP. Erster Dürerpreisträger der Stadt Nürnberg 1971. (Ausstellungs-Katalog, bearbeitet von Margot Fuerst). 81 S. Mit 9 teils farbigen Orig.-Holzschnitten und zahlr. Abb. 42 x 29,5 cm. Illustr. OKart. Stuttgart, Cantz, 1971. 250 € Fürst 71/16-26. – Erste Ausgabe. Der Druckvermerk nennt 12 vom Stock gedruckte ein- und mehrfarbige Originalholzschnitte, wobei doppelblattgr. (S. 12/13 und 18/19) als 2 Einzelblatt gezählt werden. Mit der Rede von K. Martin zur Preisübergabe. – Sehr gutes Exemplar. – Dabei: Zweites Exemplar, ebenfalls in der ersten Ausgabe (Umschlag stärker fleckig). - Margarete Hannsmann. Grob, fein & göttlich. Mit 40 Orig.Farbholzschnitten von HAP Grieshaber. 39 x 25,5 cm. Illustr. OPpbd. in Schuber. Hamburg und Düsseldorf 1970. - Fürst 69/52-89. Erste Ausgabe. - Frisches Exemplar. - HAP Grieshaber. Botschaften Zeitzeichen. Bildbriefe, Holzschnitte, Texte, Notate. 306 S. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. 29,5 x 21 cm. OLeinen mit illustr. OSchutzumschlag in OPappschuber. Wiesbaden, Drei Lilien, 1983. Abbildung Seite 98

3254 Grieshaber, HAP. Grieshaber der Holzschneider. 76 S., 14 Bl. Mit 62 Abb. (10 farbige, davon 3 doppelblattgr.), 11 Orig.-Holzschnitten und 6 doppelblattgr. Original-Farbholz­ schnitten von HAP Grieshaber. 37,5 x 28 cm. OPappband mit illustriertem OUmschlag. Stuttgart, Hatje, 1964. 100 € Fürst 64/22-27 und 67/100 N-110 N bzw. 238. – Enthält den für dieses Buch geschnittenen Zyklus „The Lord‘s black nightingale gewidmet“, bestehend aus 6 Farbholzschnitten, gedruckt von je 3 Stöcken in Schwarz, Braunocker und Karmin. Mit dem Beiheft von Margot Fürst in hinterer Deckeltasche. – Gutes Exemplar.

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Fürst 75/30-35. Fichtner 266. – Eines von 290 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten separaten Graphikfolge (Musikanten [2 Blätter], Das Paar, Blumenstrauß, Überlebender, Noah und die Kreatur). – Tadellos. Abbildung Seite 98

3252 Grieshaber HAP. Erster Dürerpreisträger der Stadt Nürnberg 1971. (Ausstellungs-Katalog, bearbeitet von Mar­ got Fuerst). 81 S. Mit 9 teils farbigen Orig.-Holzschnitten und zahlr. Abb. 42 x 29,5 cm. Illustr. OKart. (etwas gebräunt; minimal braunfleckig). Stuttgart, Cantz, 1971. 120 € Fürst 71/16-26. – Der Druckvermerk nennt 12 vom Stock gedruckte ein- und mehrfarbige Originalholzschnitte, wobei doppelblattgr. (S. 12/13 und 18/19) als 2 Einzelblatt gezählt werden. – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 98

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3255 Grieshaber, HAP. poesia typographica. 16 von Gries­ haber buchkünstlerisch gestaltete Bl. (Blockbuch; mit 3 eingeklebten doppels. Papierproben und 2 typogr. bedruck­ ten Zellophanbl.). 21,5 x 15,5 cm. Illustr. OKart. Köln, Galerie Der Spiegel, 1962. 90 € Fürst 62/24 (hier: unsignierte Ausgabe). Erste öffentliche Ausgabe, in kleiner Auflage publiziert nach der in nur 11 Exemplaren erschienenen ersten Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

3256 Grieshaber, HAP. Totentanz von Basel. Mit den Dialo­ gen des mittelalterlichen Wandbildes (in Deutsch, Englisch und Französisch). 124 nn. Blatt, VII S. Nachwort. Mit 40 Orig.Farbholzschnitten von HAP Grieshaber. 46 x 36 cm. OLeinen­ band mit blindgeprägter Deckelillustration und OSchutz­ umschlag (unfrisch und angeschmutzt, mit Randläsuren). Dresden, Verlag der Kunst, (1966). 350 € Fürst 66/1-40. – „Ein Totentanz von vierzig Paaren, mit handwerklicher Beharrlichkeit in Holz geschnitten vom 24. Dezember 1965 bis zum 13. Juni 1966 ... der Knochenmann als Schnitter, Totengräber oder Spielmann“ (Nachwort). – Titel verso gestempelt; innen sauberes Exemplar. Abbildung Seite 99


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3257 Grieshaber, HAP. - Braun, Volker. Guevara oder Der Sonnenstaat. Mit einer Nachbemerkung von Hans Marquardt. 67 S. Mit 11 Holzschnitten, 5 Malbriefen sowie 2 separaten Orig.-Holzschnitten von HAP Grieshaber. 29 x 21 cm. OPapp­ band in OPappschuber. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg, (1983). 200 € Eines von 215 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit zwei separaten Originalholzschnitten, die von Ricca Grieshaber signiert und mit dem Nachlass-Stempel versehen wurden. – Nahezu verlagsfrisch.

3258 Grieshaber, HAP. - Engel der Geschichte. Nrn 7-15, 19-23 und 25 in 14 Heften. Mit zahlr. Original-Holzschnitten von HAP Grieshaber sowie vielen Originalgraphiken anderer Künstler. 41 x 29 cm bzw. 43,5 x 31 cm. Illustr. OUmschläge. Stuttgart, manus presse bzw. Düsseldorf, claassen, 1967-1976. 450 € Die Nummern 7-15 und 21-23 und 25 in Einzelheften, 19/20 als Doppelnummer, Heft 14 (ohne Orig.-Graphik) und 15 im Kleinformat (18 x 17,5 cm) vorhanden. – Die berühmte Folge in tadellosen Exemplaren.

3259 Grieshaber, HAP. - Heine, H. Die Wallfahrt nach Kev­ laar. Mit den Abbildern der fünf Farbholzschnitte im Besitz der Vatikanischen Museen. Titel, Faltbl. (8 Spalten) und 1 Bl. Druckvermerk. Mit 5 farbigen Tafeln und 1 signierten Orig.Farbholzschnitt von HAP Grieshaber. 44 x 34 cm. Lose Bl. in illustr. OUmschlag Kevelaer, Butzon & Bercker, 1975. 300 € Fürst 75/2. Vgl. Fichtner 230. – Eines von 500 nummer. und signierten Exemplaren (Gesamtauflage 1500). Mit signiertem Original-Farbholzschnitt „Consolatrix nostra“ (Fürst 75/2, Fichtner 155) von HAP Grieshaber und einem Nachwort von Fridolin Stier über die Wallfahrt und das Gedicht. Der Druckvermerk ist vom Künstler signiert. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 99

3260 Grieshaber, HAP. - Neruda, Pablo. Aufenthalt auf Erden. (Übertragen von E. Arendt und St. Hermlin). 215 S., 4 Bl. Mit 18 (6 doppelblattgr.) meist farbigen Orig.-Holzschnitten von HAP Grieshaber. 30,5 x 22 cm. Farbig illustr. OHalbleinenband in OPappband. Leipzig, Ph. Reclam, Claassen, (1973). 120 € Fürst 72/53-70 c.Frisches, wohlerhaltenes Exemplar der Leipziger Ausgabe.

3261 Grieshaber, HAP. - Neruda, Pablo. Die Höhen von Macchu Picchu. Übertragen aus dem Spanischen von Rudolf Hagelstange. 34 S., 1 Bl. Titel in Blau und Bister. Mit 10 (davon 3 doppelblattgr.) Orig.-Farbholzschnitten von HAP Grieshaber. 42,5 x 32 cm. OLeinen mit blaugepr. Deckelillustration in Papp-Schuber. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1965. 200 € Fürst 65/100-110. – Eines von 750 numerierten Exemplaren auf Cerobbio-Papier (Gesamtaufl. 810). Mit dem separaten Textheft, das den spanischen Originaltext Nerudas enthält sowie mit Beiträgen von Ernst

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Kreuder und Jürgen v. Stackelberg. – Wohlerhaltenes Exemplar. – Dabei: Signierter und nummerierter Originalholzschnitt (29,5 x 21 cm) von HAP Grieshaber (Auflage: 250). Abbildung

3262 Grieshaber, HAP. - Poethen, Johannes. Im Namen der Trauer. Gedichte. 87 S., 2 Bl. Mit 11 farbig. Orig.-Holzschnit­ ten von HAP Grieshaber. 23 x 14,5 cm. OKart. (minimal braun­ fleckig). Düsseldorf und Hamburg, Claassen, (1969). 110 € Fuerst 68/48-68. Fichtner 123. – Innen annähernd verlagsfrisch.

3263 Grieshaber, HAP. Konvolut von 5 Werken. Mit zahl­ reichen Originalholzschnitten. 8vo und Gr.8vo. Original­ einbände. 1968-1978.

130 €

Enthält: M. Hannsmann. Grob, fein, göttlich. Hamburg 1970. - Engel der Geschichte. Sondernummer AD 1971. Mit doppelblattgr. Holzschnitt. Hamburg 1971. - Stephan Hermlin. Städte-Balladen. Mit 8 Farbholzschnitten. Leipzig 1975. - Totentanz von Basel. Mit 1 Holzschnitt (Einband). Dresden 1968. - Drucken ist ein Abenteuer. Mit 1 separaten Holzschnitt. Stuttgart 1978. – Gute Exemplare.

3264 Grossberg, Carl. - Krause, Franz. Carl Grossberg. Sein Malschaffen 1929 bis 40. Aus der Gedächtnisausstellung ausgewählt und zusammengestellt - mit einem Geleitwort

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3266 Grosz, George. Ecce Homo. 2 Bl., 1 Bl. (Impressum). Mit 16 Farbtafeln nach Aquarellen und 84 Tafeln nach Lithogra­ phien von George Grosz. 36 x 26,5 cm. Illustrierter OBütten­ karton (minimal fleckig). Berlin, Malik, 1923. 1.800 € Hermann 155. Gittig 59. Herzfelde 59. Ars Libri 46. Lang 38. Bülow 54. Bittner 34. Lewis 275. Malik 59. Motherwell-Karpel 272a. Dückers S I C. – Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist mit den Offsetlithos und den Farboffsets nach Georg Grosz‘ Aquarellen. Diese versinnbildlichen eindringlich den Niedergang der Gesellschaft: stumpfsinnige Militärs, dekadente Oberschichtbohemiens, auf Sexualität reduzierte passive Prostituierte, Lustmörder nach vollbrachter Tat - ein erbarmungsloser Querschnitt durch die (männlichen) Spitzen der Gesellschaft, wie sie sich dem Künstler darstellte. – Sehr gutes, nahezu fleckenloses Exemplar. Abbildung

3267 Grosz, George. - Huelsenbeck, Richard. Phantasti­ sche Gebete. 2. erweiterte Auflage. 31 S. Mit Portrait-Tafel und 11 Zeichnungen von George Grosz. 26 x 18 cm. Illustr. OKartonage (Ränder gebräunt und nachgedunkelt). Berlin, Der Malik-Verlag, Abteilung Dada, 1920. 1.500 €

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von Victor Dirksen. 48 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 23 x 16 cm. OBroschur (etwas gebräunt). Dortmund, F. Busche [Dr.], 1942. 100 € Seltener Katalog zum Werk des 1894 in Elberfeld geborenen, 1940 bei einem Autounfall in Frankreich tödlich verunglückten Malers, der als herausragender Vertreter der Neuen Sachlichkeit gilt. – Sauberes Exemplar. – Dabei: Carl Grossberg. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik 1914-1940. (Ausstellungskatalog). 56 S. Mit zahlr. Abb. 20 x 20 cm. Darmstadt 1976.

3265 Grosz, George. Der Spiesser-Spiegel. 60 Zeichnungen mit einer Selbstdarstellung. Neue veränd. Ausgabe. 14 S. und 60 Tafeln. 25,5 x 19,5 cm. OPpbd. (etwas berieben) mit illustriertem OSchutzumschlag (mit Randläsuren und meh­ reren Knicken. Dresden, Reissner, 1932. 120 € Lang 44. – „Griechenland ist nun mal zum Teufel, wozu noch klagen die Quellen aus der Vergangenheit sind trübe und dreckig oder verfärbt, und die Gegenwart ist Bauch und Bankscheck und Fordautomobil im Kaffernkral, eine langohrige Masse mit Kopfhörern und ‚mächtig stolz auf die technische Präzisionsarbeit‘ - dabei, ich sagte es schon, in jeder Weise unfähig, diesem ganzen technischen Irrsinn einen Sinn zu geben“ (S. 11). – Sehr gutes Exemplar mit dem seltenen Schutzumschlag.

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Hermann 199. Gittig 26. Herzfelde 36. Ars Libri 9. Raabe 132, 1. Motherwell S. 363 (Abb.), Nr. 306. Düsseldorf 428. Dada Artifacts 48. Lang 10. Bülow 18. – Die erste Ausgabe war 1916 mit geringerem Umfang (16 Seiten) und mit Holzschnitten von Hans Arp erschienen, 1920 wurde dieser Restbestand der „Collection dada“ übernommen und unverändert durch den Malik-Verlag ausgeliefert. Die zweite erweiterte, hier vorliegende Ausgabe enthält 7 Zeichnungen im Text und 4 ganzseitige Zeichnungen von G. Grosz sowie ein Portrait des Verfassers mit randlosem Monokel. - Der Umschlag ist wesentlich größer als der Buchblock. – Teils etwas gebräuntes, insgesamt jedoch sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 102

3268 Grosz, George. - Mann, Heinrich. Kobes. 71 S. Mit 10 Lithographien von George Grosz. 28 x 23 cm. Gelber OLeinen­ band (Ränder minimal fleckig) mit RTitel. 30 x 23 cm. Berlin, Propyläen, 1925. 180 € Lang 45. W.-G. 44. – Erste Ausgabe. – Gutes Exemplar. Abbildung Seite 101

3269 Grosz, George. - Meyer, A. R. Lady Hamilton oder Die Posen-Emma oder vom Dienstmädchen zum Beefsteak à la Nelson. Eine ebenso romanhafte wie auch novellenschau­ kelnde durchwachsene Travestie, fleißigst und fleischigst bebildert. 52 S., 2 Bl. Mit 8 (davon 2 signierten) Orig.-Litho­ graphien von George Grosz. 30,5 x 25 cm. Illustr. OHpergt­ band. Berlin, Fr. Gurlitt, (1923). 4.500 € 3271

Neue Bilderbücher 5. Reihe. Dückers B II. Kobbe 58. Schauer II 122. Josch A 61. – Eines von 150 numer. Exemplaren (Gesamtauflage: 300 Ex.), zwei Graphiken sind in dieser Ausgabe signiert. „Gedruckt - unglaublicherweise! - in der Stefan George-Type“ (Kobbe) und somit ein glänzendes Beispiel der Benutzung typischer Typographie zu parodistischen Zwecken. Das Einbandpapier wurde nach der Vorlage einer altfränkischen Pfefferkuchenform in Gelb und Braun gedruckt. – Die zweite signierte Graphik mit unauffälligem Farbstrich in Blau in der unteren rechten Ecke. Bemerkenswert schönes und wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 103

3270 Grützke, Johannes. Die Manuskripte von Belo Hori­ zonte. 215 S. Mit separat beiliegender, signierter und num­ merierter Orig.-Radierung von Johannes Grützke. 22 x 17 cm. OPappband mit illustriertem OSchutzumschlag in OPappKassette (diese lädiert). Hamburg und Zürich, Rasch und Röhring, 1987. 150 € Eines von 200 nummerierten und von Grützke signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der separaten Radierung „Eine Erscheinung“. – Verlagsfrisches Exemplar.

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3271 Gutzkow, Karl. Uriel Acosta. Der Saduzäer von Am­ sterdam. 2 Bl., 76 S., 2 Bl. Mit zahlreichen Illustrationen von Franz Kolbrand. Blauer Maroquinband d. Z. (Kapitale leicht berieben, Rücken leicht lichtrandig und mit kleiner Schab­


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation spur) mit Rückenfileten, goldgeprägtem RTitel, Deckelfileten in stilisiertem Wellenmuster, Steh- und Innenkantenfileten sowie Kopfgoldschnitt. München, Hans von Weber, 1922. 600 € 19. Dreiangeldruck. Rodenberg 418,19. – Eines von 650 Exemplaren der Normalausgabe (Gesamtauflage: 725). – Sehr schönes und sauberes Exempar im (nicht signierten) Meistereinband des in Leipzig und später in Darmstadt tätigen Buchbinders Ernst Rehbein. Abbildung

3272 Hais-Tynecky, Josef. Andelicek z Baroku (tschechisch: Barockes Engelchen). S. 5-102, 2 Bl. (so komplett). Mit litho­ graphischem Titel und Buchschmuck von Alphonse Mucha. 25,5 x 21 cm. OPergament mit goldgeprägter Deckelillustra­ tion (von Alphonse Mucha) mit KGoldschnitt in Pappschuber. (Prag, J. Otto, 1929). 500 € Eines von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe, die in Pergament gebunden und vom Autor und Künstler signiert wurde (Gesamtauflage: 300). Bemerkenswerte symbolistische Illustrationen in RocailleOrnamentik. – Sehr schönes, nahezu verlagsfrisches Exemplar.

3273 Hatzfeld, Adolf von. Liebesgedichte. 16 Bl. als Block­ buch gebunden. Mit 12 signierten Orig.-Lithographien von Karl Hofer. 32 x 24,5 cm. OHalbpergament mit Bastbindung. In OPappschuber (dieser etwas lädiert). (Berlin und Düssel­ dorf), Verlag der Galerie Flechtheim, 1922. 4.000 € 21. Druck der Galerie Flechtheim. Rodenberg I, 356. Wilpert-Gühring 6. Hayn-Gotendorf IX, 265. – Erste Ausgabe. Eines von 100 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 125), der Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. Enthält 12 (laut Titel nur 10) signierte Originallithographien von Karl Hofer (1878-1955), siehe Rathenau 144-155. – Vortitel mit einer Widmung von 1923. Sehr schönes Exemplar. Abbildung

3274 Hatzfeld, Adolf von. Sommer. 8 Bl. Mit 4 monogram­ mierten und nummerierten Original-Lithographien von Marie Laurencin sowie 1 signierten und nummerierten Orig.Radierung von Arthur Kaufmann. 40 x 30 cm. Eingelegt in OHalbpergament-Flügelmappe (etwas bestoßen und fleckig, gering angkratzt, Pergament teils angebräunt, Rückdeckel mit angeschmutzter Leimspur, Flügel etwas knickspurig) mit Rücken- und Vorderdeckeltitel, in moderner Halbmaro­ quin-Mappe mit RTitel in modernem Halbmaroquin-Schu­ ber. Düsseldorf, Galerie Flechtheim, 1920. 900 € VI. Mappe der Galerie Flechtheim Marchesseau 37 und 38. – Eines von 35 nummerierten Exemplaren der Ausgabe B, im Druckvermerk vom Dichter und der Künstlerin eigenhändig signiert (Gesamtauflage: 110). Für den Verfasser des Vorwortes, René Schickele, war die Zusammenarbeit zwischen der französischsprachigen Marie Laurencin und Adolf von Hatzfeld sehr besonders. „Die Malerin versteht von Versen des Dichters keine Silbe. Der Dichter ist blind. Mich ergreift diese unbedingte Bereitwilligkeit zur Kameradschaft bei geprüften Menschen,

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die zwei einander fremden und noch immer blutig verfeindeteten Rassen angehören, und die nichts anderes zusammengeführt hat, als der Wille zur Bekenntnis“ (Vorwort). – Das Vorwort sowie die Radierung von Arthur Kaufmann etwas stärker stockfleckig. Sonst leicht gebräunt, teils leicht knickspurig. Abbildung

3275 Hauff, Wilhelm. Die Karawane. Märchen-Almanach auf das Jahr 1826. 1 Bl., 167 S. Mit 73 teils ganzseit. Orig.-Litho­ graphien von Franz Kolbrand. 24,7 x 17 cm. Roter Lederband (Kapitale und Rücken leicht berieben, Ecken etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel, Deckel- und Kantenfileten sowie Kopfgoldschnitt. In Pappschuber (Gebrauchsspuren). Mün­ chen, Hans von Weber, 1922. 150 € Rodenberg 418, 15. – 15. Dreiangeldruck. Numeriertes Exemplar einer kleinen Auflage der Vorzugsausgabe auf „bestem deutschen handgeschöpftem Büttenpapier“. Im Druckvermerk von Franz Kolbrand (1892-1952) signiert. – Spiegel leimschattig. Leicht gebräunt, erstes Blatt mit Knickspur. Abbildung Seite 106

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3278 Hebbel, Friedrich. Judith. Eine Tragödie in 5 Akten. 2. Aufl. 2 Bl., 71 S. Mit Vignetten und 10 ganzseit. Illustrationen von Th. Th. Heine. 21,5 x 17,5 cm. OLeinen mit goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. Im OPappschuber (dieser etwas berieben und gebräunt). München, H. v. Weber, 1908. 150 € Schauer II, Tafel 10. – Einer der Höhepunkte deutscher Jugendstilillustration. – Sehr schönes Exemplar mit dem seltenen Originalschuber.

3279 Heckel, Erich. Ausstellung Kunsthütte Chemnitz. Bilder aus den Jahren 1906-1930. 15 S. Mit 16 Abbildungen auf Tafeln. 21,5 x 16,5 cm. OUmschlag (VUmschlag mit schwa­ chem Braunfleck) mit Orig.-Farbholzschnitt in Braun und Schwarz von Erich Heckel. Chemnitz 1931. 450 € Dube 346-347. – Ausstellungskatalog des Künstlers mit dem von 2 Stöcken gedruckten farbigen Originalholzschnitt (16,9 x 91,7 cm), der sich in Leporelloform über den Umschlag hinaus auf beide Innendeckel und Vorsätze erstreckt. Die Darstellung zeigt neben der Stadtlandschaft von Chemnitz mit Heckel als Hochseilkünstler im vorderen Innendeckel ein Gruppenbild aller vier Meister der „Brücke“, Heckel, Kirchner, Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff. – Block sauber vom Umschlag gelöst, sonst wohlerhalten. Abbildung

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3276 Hauptmann, Gerhart. Ausblicke. 352 S., 2 Bl. 21,5 x 14,5 cm. OHalbleinen (stark fleckig). Berlin, S. Fischer, 1924. 120 € Wilpert-Gühring 61. – Erste Ausgabe. Titel von Gerhard Hauptmann signiert: „‘Irren ist göttlich‘ Gerhart Hauptmann Bad Eilsen 30. Mai 1934 Abreisetag“. – Angestaubt.

3277 Hauptmann, Gerhart. Die Weber. Schauspiel aus den Vierziger Jahren. 1 Bl., 127 S., 1 Bl. Mit Titelvignette, Schluß­ vignette und 6 Tafeln nach Radierungen von Käthe Kollwitz. 31 x 23 cm. Brauner Maroquinband d. Z. (sign.: Werkstätten für Bucheinband, Berlin; gering beschabt) mit goldgepr.RTitel, RVergoldung, Innenkantenfileten sowie KGoldschnitt; illustr. OUmschlag eingebunden. Frankfurt, Erich Steinthal, (1917). 450 € Pinkus-L. II, 1, 6c. – Eines von 30 Exemplaren auf Japanbütten (Gesamt­ auflage: 230 Ex.), im Druckvermerk als „Autoren Exemplar“ bezeichnet. Die Illustrationen sind der Folge „Ein Weberaufstand“ entnommen und bei Otto Felsing in Heliogravüre und Handkupferdruck wiedergegeben. – Sehr sauberes, wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

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3280 Hein, Christoph. Bridge freezes before roadway. 44 S., 1 Bl. Mit 8 dreifarbigen Original-Linolschnitten von Wolfgang Jörg. 32,2 x 27 cm. Illustriertes OHalbleinen in OPapp­ kassette (Ecken und Kanten bestoßen). Berlin, Berliner Handpresse, 1990. 120 € 76. Druck der Berliner Handpresse. Eines von 300 nummerierten und von Wolfgang Jörg signierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300). Die Kassette, sie erschien im 30. Jubiläumsjahr der Berliner Handpresse, ist ebenfalls von Wolfgang Jörg signiert. – Insgesamt sehr gut erhalten. – Beigegeben: Matthies, Frank-Wolf. Inventar der Irrtümer. 47 S. Mit 8 sechsfarbigen Original-Linolschnitten von Wolfgang Jörg und Erich Schönig. 34 x 31,5 cm. Illustriertes OHalbleinen (Ecken minimal bestoßen). Berlin, Berliner Handpresse, 1988. - Eines von 300 nummerierten und von Wolfgang Jörg, Frank-Wolf Matthies und Erich Schönig signierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300). Erschien als 72. Druck der Berliner Handpresse.

3281 Heine, Heinrich. Aus dem Buch der Lieder. 37 S. Mit 11 Original-Handzeichungen von Martin Lersch. 24,2 x 16,7 cm. Rotes OLeinen mit Deckeltitel, in OPappschuber. Viersen, Edition Horst Jansen, 1994. 250 € Eines von 75 nummerierten und von Martin Lersch signierten Exemplaren (Gesamtauflage). Lersch (geb. 1954), ein Enkel von Heinrich Lersch, studierte Design in Krefeld und Illustration an der Folkwangschule in Essen. Er illustrierte u. a. Werke von Albert Vigoleis Thelen, war auch als Bühnengestalter tätig und initiierte mehrere Kunstprojekte in Bibliotheken und Museen. Er lebt und arbeitet in Goch am Niederrhein. – Tadellos. Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3282 Heine, Heinrich. Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dicht­ kunst. Mit dem „Nachwort zu Heine ...“ von Karl Georg Wendriner. 84 S., 1 Bl.; 30 S. Mit Frontispiz, 10 ganzseitigen Illustrationen, 7 Initialen und 3 Vignetten, sämtlich in Pochoirkolorit, von Josef von Divéky. 22 x 18,5 cm. OHalbper­ gament (Einband leicht geworfen, Rücken gering fleckig) mit goldgeprägtem RTitel und Kopfgoldschnitt, orangefar­ benem Rohseidenbezug und Buntpapiervorsätzen. Berlin, Morawe & Scheffelt, 1912. 300 € Vollmer I, 571. Langer 165 und 172-3 (mit Abb.). Wilhelm-Galley 431. – Eines von 400 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 400). Mit dem separaten Nachwort. Stilistisch an Beardsley erinnernde, schwungvolle und kühn kolorierte Jugendstil-Illustrationen und zugleich eine der wichtigsten Illustrationsarbeiten des ungarischen Graphikers József Divéky. – Unbeschnittenes, breitrandiges, annähernd fleckenfreies Exemplar auf kräftigem Papier, aus dem Druck von Dietsch & Brückner in Weimar. Abbildung

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3283 Heine, Heinrich. Sämtliche Werke. Unter Mitwir­ kung von Jonas Fränkel. Ludwig Krähe, Albert Leitzmann und Julius Petersen herausgegeben von Oskar Walzel. 10 Bände. Dunkelgrüne OKalblederbände (etwas berieben, Deckel mit schwachen Kratzspuren, Rücken stärker ausge­ blichen, obere Kapitale der Bände I, VIII und IX mit kleinem Riss) mit goldgeprägtem RTitel, Rücken- und Deckelfilete sowie KGoldschnitt. Leipzig, Insel, 1911-1915. 300 € Sarkowski 698. – Sauberes Exemplar der Vorzugsausgabe in Ganzleder auf Hadernpapier. Ohne den meist fehlenden Registerband, der erst 1920 nachgeliefert wurde.

3284 Heitmüller, Franz Ferdinand. Tampete. Novellen. 3 Bl., 207 S., 4 Bl. Anzeigen. 18 x 12 cm. OLeinen mit goldgepr. Deckel- und RTitel. Berlin S. Fischer, 1899. 120 € Kosch, 20. Jhdt. XVI, 215. – Erste Ausgabe. Heitmüller (1864-1919) war Theater- und Literaturhistoriker und in dieser Eigenschaft Mitherausgeber der Sophien-Ausgabe und der Werke von O. E. Hartleben. Vortitel mit eigenhändigem Gedichtzitat des Autors (datiert Charlottenburg, Oktober 1917), auf der folgenden Seite eine weitere Widmung einer Gräfin Pourtalés. – Wohlerhalten.

3285 Hemingway, Ernest. The Old Man and the Sea. 1 Bl., 140 S., 1 w. Bl. 20,5 x 13,5 cm. Hellblaues OLeinen (unwesent­ lich berieben) mit silbergeprägtem RTitel, blindgeprägtem VDeckelschriftzug und farbig illustriertem OUmschlag (mit Randläsuren, aber nur winzigen Fehlstellen und Einrissen, etwas gebräunt). New York, Söhne Charles Scribner, 1952. 750 €

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Burgess 99. Hannemann A 24. – Erste Ausgabe des berühmtesten Romans von Ernest Hemingway (1899-1961), der dafür den PulitzerPreis bekam. 1954 erhielt er dann den Nobelpreis für ‚Wem die Stunde


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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schlägt‘. „When a writer of world stature looks beyond the conventional forms, improvising in effect his own new world literature. In that way some of the great classics have come into being; each one is like no other, each one is creation in the truest sense, and each sets a new pattern for generations of followers“ (Klappentext). Der Schutzumschlag in der seltenen frühen Version mit dem Portrait des Lee Samuels in Braun, der Angabe „Jacket design by A.“ und ohne die Angabe „Book-of-the-Month-Club Selection“. – Buchblock minimal verschoben, sauberes Exemplar, gedruckt auf Maschinenbütten.

3287 Hervieu, Louise. L‘Âme du cirque. Moralité couronnée par l‘Académie Française. 40 S., 3 Bl. Mit Umschlagillustration und 29 Illustrationen im Text sowie 14 pochoirkolorierten Tafeln von Daragnès, Dufy, Rouault u. a. 35 x 27,5 cm. Lose Bogen bzw. Blatt in illustr. OUmschlag und Halbleinendecke d. Z. (ohne Schließband). Paris, Librairie de France, 1924. 600 €

Abbildung

3286 Heraklit. La foudre pilote d‘univers. 8 Bl. Mit 3 ganz­ seit. signierten Orig.-Farblithographien von Hans Hartung. 60 x 47,5 cm. Lose Bogen mit OUmschlag in ockerfarberner OLeinen-Kassette mit Deckeltitel (Kassette etwas ange­ staubt). Paris, Edition F.B., 1977. 1.500 € Nicht mehr bei Schmückung. – Eines von 90 nummerierten Exemplaren auf papier d‘Arches. Die drei Orig.-Farblithographien sind von Hans Hartung signiert und numeriert. Laut Druckvermerk wählte Hartung 10 Fragmente des Heraklit selbst aus und schuf dazu die Illustrationen. – Wohlerhaltenes Exemplar mit den breitrandigen farbfrischen Lithographien. Abbildung

3287

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Monod 6004. – Erste Ausgabe. Eines von 10 nummerierten Exemplaren auf Japan (Gesamtauflage 385 Ex.). Hommage an den Zirkus mit Illustrationen von Blanche, Bonnard, Cocteau, Daragnès, Denis, Favory, Dufy, Gernez, Gimmi, Gimel, Paul, Heuzé, Laprade, Moreau, Rouault, Dunoyer de Segonzac, Naudin, Picasso, Vallotton, Zarraga u. a. – Vereinzelt minimal stockfleckig und gebräunt; insgesamt sehr schönes Exemplar. Abbildung Seite 109

3288 Herzattacke 1/1994. Sondernummer. VI. Jahrgang. Herausgeber: Maximilian Barck.401 S. Mit zahlreichen sign. originalgrafischen Arbeiten. 29 x 20,5 cm. OHalbleinen mit farb. Illustration in Siebdruck auf beiden Umschlagdeckeln. Berlin 1994. 220 € Eines von 95 Exemplaren (Gesamtauflage) der legendären Kunst- und Literaturzeitschrift. Diese Ausgabe mit Texten von Haberkorn, Strelow, Endler, Schlichter, Schestow, Maldoror, Saint-Pol-Roux, Mallarmé, Neumann, Sihler, Masson, Bloy u. a. Die meist signierten Original­ graphiken stammen u. a. von Mikos (Zeichnung), A.-K. Schmidt, Hösselbarth, Weber, Steinberg, Mikos, Siewert (Siebdrucke), Würzberger, Moorkamp (Linolschnitte), Rost (Fotografie). – Tadellos. Abbildung

3288

3289 Herzfelde, Wieland. Tragigrotesken der Nacht. Träu­ me. 88 S. Mit 22 Illustrationen von George Grosz. 23,5 x 16 cm. Farbig illustr. OPappband (etwas braunfleckig; Ränder gebräunt) und illustrierten Vorsätzen. Berlin, Malik, 1920. 200 € Lang 12. Raabe 120, 3. Hermann 192. – Erste Ausgabe. Wieland Herz­ felde blieb mit dieser, seiner dritten Publikation, der Verbindung zu George Grosz treu: Für seinen Erstling, die Gedichtsammlung „Sulamith“, gedruckt als Kriegsdruck der Cranach-Presse, und die als Nummer 2 der Zeitschrift „Die Pleite“ erschienene Broschüre „Schutzhaft“ schuf Grosz bereits die Umschlagillustrationen. – Roststellen an den Heftklammern, sonst gutes Exemplar. Abbildung

3290 Hesse, Hermann (Hrsg.). Alemannenbuch. 117 S. Mit einer Einbandillustr. von E. Würtenberger. 27,.5 x 20 cm. OPpbd (leicht gebräunt). Bern, Seldwyla, 1919. 120 € Wilpert-G.2 90. Mileck VII A 16. – Erste Ausgabe. Mit Beiträgen von L. Finckh, O. Flake, H. Hesse, R. Schickele, W. Schussen, A. Steffen, R. Walser u. a. – Wohlerhalten. – Beiliegend: Originalfotografie, 12,5 x 17 cm, verso beschriftet: „Hessehaus in Gaienhofen (1904-07), datiert: 9.8.1938“.

3291 Hesse, Hermann. Diesseits. Erzählungen. 308 S. 18 x 12 cm. Illustr. OLeinenband (Rücken minimal ausgeblichen). Berlin, Fischer, 1907. 180 €

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Mileck II 9. W.-G. 10. Erste Ausgabe. Mit einer Einbandillustration von E. R. Weiß. – Vorsatz mit gestempeltem Besitzvermerk, insgesamt sehr gutes Exemplar.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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3292 Hesse, Hermann. Siddhartha, eine indische Dichtung. 146 S., 3 Bl. 22 x 14,5 cm. OPappband (am Rücken leicht besto­ ßen). Berlin, S. Fischer, 1922. 180 € Mileck II, 43. Wilpert-G. 91. – Erste Ausgabe. „Siddhartha“ entstand in den Jahren zwischen 1919 und 1922, einer Zeit, in der sich Hesse intensiv mit der indischen Philosophie und Religion auseinandersetzte. „Für mein wertvollstes Buch halte ich Siddharta“ (Hesse 1923 an J. Kleinpaul). – Wohlerhalten.

3293 Hesse, Hermann. Gesammelte Schriften. 11.-13. Tau­ send. 7 Bände. Rote OChagrinlederbände mit goldgepr. RTitel, goldgepr. Deckelmonogramm und KGoldschnitt. (Frankfurt a. M.), Suhrkamp, 1958. 300 € Mileck I E. – Nahezu verlagsfrische Dünndruck-Werkausgabe in Ganzleder.

„Rette dich in das Herz der Nacht“ 3294 Heym, Georg. Umbra vitae. Nachgelassene Gedichte. 1 w. Bl., 3 Bl., 62 S., 2 Bl. Mit Original-Holzschnitt-Titel in Rot und Schwarz, 46 Original-Textholzschnitten sowie Orig.Farbholzschnitten auf Einband und Vorsätzen von Ernst Ludwig Kirchner. 23,5 x 16 cm. Illustrierter OLeinenband (mini­ mal berieben). München, Kurt Wolff, 1924. 9.000 €

Raabe 123.3. Dube 759-807. Lang 175 und S. 42 ff. Jentsch 152. Göbel 624. Schauer II 119. The artist and the book 142. Eyssen 130 und 162 (mit Abb.). – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 510). „Ein Meilenstein für die Buchkunst: einzig wirklich bedeutendes Dokument des Zusammenwirkens zweier namhafter Vertreter expressionistischer Dichtung und Graphik“ (Eyssen). „Some of the most important German expressionist illustrations“ (The artist and the book). „Die gesamte Buchausstattung erfolgte nach Angabe des Künstlers, der auch Einband und Vorsatz in Holzschnitt schuf“ (Druckvermerk). Unter dem Inhaltsverzeichnis eine bei Dube nicht genannte Holzschnittvignette (Liegender Akt). – Vorsatz im Bug mit winzigem Einriss; insgesamt sehr schönes, wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 113

3295 Hilgemann, Ewerdt. hilgemann 4 x 4. 5 prägedrucke. 1 Bl. und 5 (davon einer signiert, datiert und nummeriert) Prägedrucke. 44,5 x 44,5 cm. Lose Bl. in OPappmappe (etwas gebräunt; mit kl. Einriss). O. O. 1970. 500 € Eines von 50 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Ewerdt Hilgemann, 1938 in Witten gbeoren, arbeitet seit 1970 in den Niederlanden. Bekannt wurde er vor allem durch seine sogenannten Implosionen. Dafür pumpt er mit einer Vakuumpumpe aus luftdicht verschweißten Edelstahlhohlkörpern nach und nach die Luft im Innenraum ab. Der Luftdruck in der Umgebung lässt daraufhin die Kuben, Quader und Pyramiden so aussehen, als wären sie durch enorme äußere Krafteinwirkung demoliert worden. – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3296 Höch, Hannah. Bilderbuch 1945. Hrsg. von Hans Mar­ quardt. 6 Bl. (Textheft) und 19 mont. Faksimiles (Bilderbuch). Mit 2 Orig.-Linolschnitten von Hannah Höch und 2 Portrait­ photos. 26 x 33 cm. 2 OBroschuren und Blockbuch. In OHalb­ leinen-Mappe (leichte Gebrauchsspuren). Leipzig, Claassen, 1985. 200 € Dürer-Presse, 5. Druck. Spindler 67, 6. – Eines von 98 im Claassen-Verlag in Düsseldorf erschienenen Exemplaren (Gesamtauflage: 250). Die beiden Linolschnitte „Straße in Berlin“ (1912) und „Zwei Mädchen“ (um 1970) verso mit dem Nachlassstempel von Hannah Höch. – Minimale Gebrauchsspuren, frisches Exemplar. Abbildung

3297 Hölderlin, Friedrich. Elegien. Hrsg. v. H. Kasack. 59 S., 1 Bl. 24,5 x 19,5 cm. OHalblederband (minimal berieben) mit Batikpapierbezug und goldgepr. RTitel. In OPappschuber. Potsdam, G. Kiepenheuer, 1920. 120 € Seebaß S. 20 (irrig: 1921): „Luxusdruck“. – Eines von 500 nummerierten Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage: 550). Schöner Druck in Blau und Schwarz. Einbandherstellung unter Leitung von Otto Dorfner, Weimar. – Schönes Exemplar.

3300

3298 Hölderlin, Friedrich. Hyperion oder der Eremit in Griechenland. Textrevision von Franz Zinkernagel. 2 Bl., 255 S., 1 Bl. 24 x 18,5 cm. Mit Titeln und Initialen in Gold und Schwarz von F. W. Kleukens. Schwarzer OMaroquinband (minimal berieben; signiert: „Handeinband Fritzsche A. G.“) mit gold­ geprägtem RSchild, Innenkantenfilete und KGoldschnitt. Leipzig, Insel, 1912. 1.500 € 17. Druck der Ernst-Ludwig-Presse. Sarkowski 745. – Eines von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder und auf Japan (Gesamtauf­ lage: 200). – Bemerkenswert frisches Exemplar.

3299 Hoffmann, E. T. A. Contes. Dans une traduction origi­ nale de Clara Malraux. 216 S., 3 Bl. Mit 20 blattgroßen Origi­ nalradierungen von Alexandre Alexeïeff. 32 x 25 cm. Oliv­ grüner OLeder mit goldgepr. Endlosfiguration auf dem Vorder­ deckel, goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. In OPappschuber (leichte Gebrauchsspuren). (Paris), Club du livre, (1960). 300 €

3299

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Gravure contemporaine, collection présentée par André Billy, (II). Monod 6054. – Eines von 55 nummerierten Exemplaren „sur vieux


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Japon“ (Gesamtauflage 475 Ex.). Kongeniale bildnerische Adaption der phantastischen Erzählungen E. T. A. Hoffmanns durch den russischen Künstler, Illustrator und Regisseur Alexandre Alexeïeff (19011982), der vor allem in Paris lebte und wirkte. Vortitel mit eigenhändiger Widmung von A. Alexeïeff (datiert 1961). – Sehr gut erhaltenes Exemplar. Abbildung

3300 Hofmann, Ludwig von. - Homer. Ilias. Deutsch von J. H. Voss. 420 S., 4 Bl. Mit 50 Original-Holzschnitten von Lud­ wig von Hofmann. 29,5 x 22 cm. OPergament (stark feucht­ randig) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägter Vorderdeckel-Vignette. Berlin, Askanischer Verlag, 1923. 300 € Schauer II, 43. Rodenberg S. 244. – Eines von 1000 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1100). Auflage als 5. Behmer-Druck bei Otto von Holten in der von Marcus Behmer gezeichneten Schrift. – Titel im unteren Rand mit hinterlegtem Randeinriss. Leicht gebräunt. Unbeschnittenes Exemplar. Abbildung

3301 Hofmannsthal, Hugo von. Ariadne auf Naxos. 84 S., 1 Bl. Mit 87 teils farbigen Orig.-Lithographien von Willi Nowak. 35 x 27 cm. OHalbleder (etwas fleckig, gebräunt und lichtran­ dig) mit goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. München, Piper, 1922. 220 € 39. Druck der Marées-Gesellschaft. Rodenberg 373, 39. Weber VIII 48, 17. – Belegexemplar für J. Meier-Graefe, entspricht einem von 220 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage 300 Ex.). Druckvermerk von Künstler signiert, die Signatur des Autors faksimilert. – Vord. fl. Vorsatz mit Besitzvermerk, leicht gebräunt, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

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Abbildung Seite 114

3302 Hofmannsthal, Hugo von. Der weiße Fächer. Ein Zwi­ schenspiel. 13 Bl. Mit 4 Originalen Holzschnitten von Edward Gordon Craig. 34 x 24 cm. OHalbpergament mit goldgepräg­ tem RTitel und KGoldschnitt. Leipzig, Insel, 1907. 300 € Houghton 760. Jacoby 17. Sarkowski 776. – Erste Ausgabe. Eines von 750 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 800). Großzügiger Druck in Hellbraun und Schwarz. Edward Gordon Craig, durch Graf Kessler gefördert, lernte Hofmannsthal bei der Vorbereitung seiner ersten Theaterausstattungen für deutsche Bühnen kennen. – Exlibris; im Ganzen wohlerhaltenes, nahezu fleckenfreies Exemplar. Abbildung Seite 115

3303 Hofmannsthal, Hugo von. Ein Brief. 21 S., 1 Bl. 27,5 x 18,5 cm. OPpbd mit vergold. Deckel-Signet (teils gebräunt). Darmstadt, Ernst-Ludwig-Presse, (1925). 220 € Erster Privatdruck von Ernst Rathenau. Stürz 100. Nicht bei Rodenberg. – Eines von 120 Exemplaren (Gesamtauflage). Der MaximilianGesellschaft gewidmete, erste Einzelausgabe dieses zentralen literari-

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ schen Dokumentes der kulturellen Krise um die Jahrhundertwende, zahllose Male interpretiert und noch häufiger zitiert. „Mein Fall ist, in Kürze, dieser: Es ist mir völlig die Fähigkeit abhanden gekommen, über irgend etwas zusammenhängend zu denken oder zu sprechen.“

3304 Hofmannsthal, Hugo von. Florindo. 125 S., 1 Bl. Mit 25 Orig.-Lithographien von Otto Hettner. 24,5 x 15,5 cm. Dunkel­ roter OLederband mit dezenter Filetenvergoldung, Steh-, Innenkanten- und RVergoldung sowie vergold. RTitel, KGold­ schnitt. Wien und Hellerau, Avalun, 1923. 400 € 25. Avalun-Druck. Rodenberg 335. Houghton Libr. 287. – Erste Ausgabe. Hier wohl in einer (im Druckvermerk nicht ausgewiesenen) Vorzugsausgabe von 100 Ex. in Ganzleder, von P. A. Demeter gebunden (Gesamtauflage 350 Ex.). Druckvermerk von Hofmannsthal und Hettner signiert. – Die fl. Vorsätze etwas fleckig, einige Bl. gering stockfleckig, sonst sehr schönes, dekoratives Exemplar. Abbildung

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3305 Hofmannsthal, Hugo von. Lucidor. Figuren zu einer ungeschriebenen Komödie. 16 Bl. Mit 6 signierten OriginalRadierungen von Karl Walser sowie einer signierten Extra­ suite dieser Radierungen. 30,5 cm x 24 cm. Originallederband (sign.: H. Fikentscher, Leipzig 1919; etwas beschabt) mit gold­ gepr. VDeckeltitel und KGoldschnitt sowie OFlügelmappe. Zusammen in OSchuber mit Lederkanten. Berlin, Erich Reiss, (1919). 1.500 € 5. Prospero-Druck. Rodenberg 461. Weber W 19.2. Houghton 448. – Eines von 18 numerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in einem Ganzledereinband (Gesamtauflage: 240), mit der signierten Extrasuite aller 6 Original-Radierungen von Karl Walser. – Wohlerhaltenes, frisches Exemplar. Abbildung

3306 Holz, Arno. Des berühmten Schäffers Dafnis ... RiesenBußthräne. 69 S. Mit 6 kolorierten und signierten Orig.-Holz­ schnitten von Richard Winckel. 30,5 x 24 cm. Illustr. OHpergt­ band in OPappkassette. Leipzig, Meissner, (1918). 400 € Erster Druck der Wahlverwandten, geleitet von E. Gruner. Rodenberg S. 377. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300). Von Arno Holz und vom Illustrator signiert. Druck bei Hirschfeld in Leipzig. – Zwei Blatt im unteren Rand etwas gestaucht (wohl produktionsbedingt), sonst wohlerhalten. Abbildung

3307 Holz, A. - In memoriam Arno Holz. Die Reden zur Totenfeier am 30. Oktober 1929. 19 Bl. Mit der Abb. der Toten­ maske von K. H. Isenstein. 29,5 x 21 cm. OHalbpergament. (Berlin, O. von Holten, 1929). 150 € 3305

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Huguet (Döblin) 148. – Erste Ausgabe. Eines von 20 Exemplaren auf van Gelder Bütten, „auf der Handpresse der Officina Serpentis abge-


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation zogen für Max Wagner. 14. Dezember 1929“ (Druckvermerk). Der Privatdruck enthält die Gedenkreden von W. Fischer, A. Döblin und A. R. Meyer. – Sehr gutes Exemplar.

3308 Holzschuher, Hanns. Heimliche Lieder. 47 S. 19 x 11,5 cm. OBroschur mit Kordelheftung. München, C. Schüler, 1903. 60 € Kosch, 20. Jhdt. XX, 265. – Einzige Ausgabe des Gedichtbandes des Frühgestorbenen (1874, Kassel - 1912, Tirol), der in Berlin, München und Leipzig Medizin studierte und den „Sturmkreis“ leitete. – Tadellos.

3309 Hussel, Horst. Abendglühn. Gespräche, Briefe, Geschichten. 119 S., 2 Bl. Mit mehreren Illustrationen und einem Notenfaksimile. 21,5 x 13 cm. OPappband. München, K. G. Renner, 1986. 150 € Erste Ausgabe. Mit 4 beigegebenen signierten Originalradierungen von Horst Hussel: „Exlibris Wolfgang Wissing“ (nummeriert 28/40, 5/40, 8/12, 34/50), eine Radierung auf altem Papier. Lose montiert in handgebundener Kart.-Mappe mit Fadenheftung. Zusammen mit „Abendglühn“ in Pappschuber mit Buntpapierbezug. – Tadellos.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3310 Hussel, Horst. Auf der Bank. Damengespräche. 194 S., 1 Bl. Mit 13 reproduzierten Tuschzeicnungen und einer sepa­ raten, signierten und nummerierten Originalradierung von Horst Hussel. 20,5 x 13 cm. Illustr. OPappband. Zürich, Seces­ sion, 2015. 120 € Erste Ausgabe. Eines von 20 nummerierten und signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe C. – Verlagsfrisch.

3311 Hussel, Horst. Collagen, Aquarelle, Radierungen. 6 Bl. Mit einer signierten kolorierten Originalradierung und einer montierten Illustration von Horst Hussel. 20,5 x 15 cm. OBroschur mit Fadenheftung. Berlin, Galerie Forum Ama­ lienpark, 2004. 120 € Eiens von 60 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Satz und Handpressendruck von Harald Weller, die Radiercollage „Räterepublik Mekelenburg, Postage“ druckte Dieter Béla. – Tadellos erhalten.

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3312 Hussel, Horst. Fliegende gurken. Eine gartenge­ schichte. 13 S., 1 Bl. Mit 3 signierten ganzseitigen Original­ radierungen von Horst Hussel. 24 x 16 cm. OBroschur mit illustr. OJapanpapierumschlag. (Berlin), Dronte Presse, (2004).

180 €

35. Druck der Dronte Presse. Erste Ausgabe. Eiens von 74 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 80 Ex.). – Tadellos. Abbildung

3313 Hussel, Horst. Gouachen und Zeichnungen 20062008. 40 Bl. Mit zahlreichen blattgroßen farb. Abb. und 2 signierten und nummerierten Originalradierungen von H. Hussel. 30 x 20,5 cm. Illustr. OPappband. (Berlin), Dronte, (2009). 150 € Wittkowski S. 18. – Eines von 200 nummerierten Exemplaren (310 Ex.) der Normalausgabe, jedoch mit 2 signierten Originalradierungen (kolorierte Radierung „Ex libris Wolfgang Wissing“; Platte: 9 x 5,5 cm, nummeriert VIII/X - Radierung, Platte: 12 x 8,5 cm, nummeriert 15/30) von Horst Hussel. Mit eigenhändiger Widmung des Künstlers (datiert 19.II.09). – Wohlerhalten. Abbildung

3314 Hussel, Horst. Gouachen und Zeichnungen 20062008. 40 Bl. Mit zahlreichen blattgroßen farb. Abb. 30 x 20,5 cm. Illustr. OPappband. (Berlin), Dronte, (2009).

150 €

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Wittkowski S. 18. – Eines von 200 nummerierten Exemplaren (310 Ex.) der Normalausgabe, hier mit 2 separaten (eine signiert und koloriert) Originalradierungen von H. Hussel (Ex libris Wolfgang Wissing; 23 x 12,5 cm, römisch nummeriert, 6 Ex. mit eigenhändiger Widmung von Hussel sowie 29,5 x 20 cm, nicht nummeriert. 20 x 13,5 cm). – Tadellos.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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3315 Hussel, Horst. Hebriden-Landschaften. 12 Bl. Mit einer sign. und nummerierten Original-Kaltnadelradierung und 10 ganzs. Abbildungen. 15 x 21 cm. OBroschur. Berlin, Dronte, (1998). 150 € Eines von 20 nummer. Exemplaren der Ausgabe a (Gesamtauflage: 200 Ex.). – Tadellos.

3316 Hussel, Horst. Hebriden-Landschaften. 12 Bl. Mit 10 ganzs. Abbildungen. 15 x 21 cm. OBroschur. Berlin, Dronte, (1998). 90 € Eines von 220 nummer. Exemplaren (Gesamtauflage: 200 Ex.). Druckvermerk von Hussel signiert. – Tadellos.

3317 Hussel, Horst. Palastarchitektur. Mit zahlreichen blattgroßen Farbabbildungen, 1 CD und einer separaten signierten und nummerierten Original-Ätzradierung. 30 x 21 cm. OKart. mit OUmschlag. Seeretz 2005. 150 € Privatdrucke, herausgegeben von Helmut Schumacher. Eines von 40 nummerierten Exemplaren mit einer separaten signierten Ätzradierung (20 Abzüge, hier 19/20) von Horst Hussel (Gesamtauflage 400 Ex.). Druckvermerk von Hussel signiert. – Tadelloses Exemplar. Abbildung

3318 Hussel, Horst. Plakate. Privatdruck, herausgegeben von Helmut Schumacher. 59 S. Mit zahlreichen, teils farbi­ gen, ganzseitigen Abbildungen und einem signierten und nummerierten Nyloprint von H. Hussel. 32 x 23 cm. Farbig illustr. OBrsochur. Sereetz 2011. 120 €

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Erste Ausgabe. Eines von 40 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 100 Ex.), hier neben dem Nyloprint zusätzlich mit einer Originalradierung von Hussel, die jedoch nicht mit dem Privatdruck erschienen ist (Exlibris Wolfgang Wissing, 29,5 x 19,5 cm). – Tadellos.

3319 Hussel, Horst. Schwalbenpost. Eine Portweinphanta­ sie - Nach Hirta. Eine Sturmvignette. - Ein Flugzauber aus dem Buche Wan-Fa-Kuei-Tsung. 16 S., 2 Bl. Mit einer signier­ ten Orig.-Radierung als Frontispiz und 7 ganzseit. hand­kolo­ rierten Klischeedrucken von H. Hussel. 25 x 16,5 cm. OBroschur mit Fadenheftung. Berlin, Wiener Hofpresse, 2006. 180 € Erste Ausgabe. Eines von 66 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage). Druckvermerk von Hussel signiert. Satzherstellung aus der Schwabacher Fraktur, Buchdruck auf Zerkall Alt-Burgund und die Bindung von Hand durch Harald Weller. Kupfertiefdruck der Radierung von Dieter Béla. Letztes Blatt mit eigenhändiger Widmung von Horst Hussel. – Tadellos.

3320 Hussel, Horst. Konvolut von 8 illustrierten Werken mit Originalgrafiken, Widmungen oder Beilagen von Horst Hussel. Verschiedene Formate. 7 OBroschuren und ein OPappband. 1986-2018 300 € Enthält: 1. Abendglühn. Gespräche, Briefe, Geschichten. OPappband. München, K. G. Renner, 1986. - Mit eigenhändiger Widmung mit kl. Zeichnung (Bleistift) und einer separaten signierten Originalradie-

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3321 Hussel, Horst. - Behmer, Marcus. Die einsame Laus. 6 Bl. Mit einer sign. kolor. Orig.-Radierung von Hussel. 20,5 x 13 cm. OBroschur mit Fadenheftung. (Berlin), Dronte, 1997. 90 € 19. Druck der Droste Presse Eines von 105 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 130 Ex.). Gedruckt im Bleisatz in Bodoni-Antiqua auf Ingres d‘Arches-Bütten von Harald Weller. Typographie Monica Böhmert. Das farbige Umschlagpapier schöpfte Gangolf Ulbricht. – Tadellos.

3322 Hussel, Horst. - Dwars, Jens-Fietje (Hrsg.). Mit Salut & Flügelschlag. Der Briefwechsel zwischen Gerhard Alten­ bourg & Horst Hussel. 183 S. Mit zahlreichen Abbildungen und einer separaten Portraitphotographie von G. Altenbourg. 24 x 15 cm. OBroschur mit mont. Deckelillustration. Bucha bei Jena, Edition Ornament im quartus-Verlag, 2016. 150 € Erste Ausgabe. Eines von 455 nummerierten Exemplaren (Gesamtauf­ lage 575 Ex.) mit einem Originalabzug eines Portraitfotos von Altenbourg aus den 1960er Jahren und mit einer signierten und nummerierten (50 Ex.) Originalradierung von H. Hussel (Exlibris Wolfgang Wissing, 13,5 x 17 cm). – Frisches Exemplar.

3323 Hussel, Horst. - Gessner, Salomon. Der zerbrochene Krug - Der Faun. Zwei Idyllen. 10 S., 1 Bl. Mit 2 Originalradie­ rungen von Horst Hussel. 20 x 13 cm. OBroschur mit Faden­ heftung. (Berlin), Dronte Presse, (1996). 90 € 16. Druck der Dronte Presse. Eines von 110 num. Ex. (Gesamtauflage 135 Ex.). Handpressendruck von Harald Weller, Kupfertiefdruck der beiden Radierungen (eine davon blattgroß) von Dieter Béla. – Tadellos.

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rung von H. Hussel. - 2. Poesie und Eigensinn. Die Schenkung Christoph Müller. Schwerin, Staatliches Museum, 2012. - Letztes Bl. mit eigenhändiger Widmung. - 3. Horst Hussel. Berlin. Radierungen zu Charles Valentin Alkan „Der Gesang der Wahnsinnigen am Meer“ aus Préludes, op. 31, Nr. 8. OBroschur. Halle/S. 2002. - Eines von 60 nummerierten und signierten Exemplaren. Mit einer zusätzlichen signierten und nummerierten Originalradierung von Hussel (30 Ex.). - 4. Dasselbe mit einer separaten Originalradierung (Exlibris Wolfgang Wissing, 52 Ex., 20,5 x 14,5 cm). - 5. Mein Depot. Illustr. OBroschur. (Berlin), Dronte Presse, 2010. - Druckvermerk von Hussel signiert. - 6.-8. Begegnungen mit Kurt Schwitters. Herausgegeben und gestaltet von J.-F. Dwars. 3 Exemplare. 3 illustr. OBroschuren. Bucha bei Jena, Edition Ornament im quartus-Verlag, 2018. - Jeweils eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 365 Ex.) mit einem separaten Farbfotoabzug sowie jeweils mit einer zusätzlichen separaten signierten und nummerierten Originalradierung von Horst Hussel (Exlibris Wolfgang Wissing, zwei Varianten, jeweils 40 Ex., 18 x 13 cm bzw. 18 x 13,5 cm). – Frsiche Exemplare. Abbildung Seite 117

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3324 Hussel, Horst. - Scheerbart, Paul. Luftschlösser. Eine peruanische Geschichte (und:) Das Karussell, Ninip der Lichtgott. Zwei babylonische Geschichten. 2 Broschuren. 13 S., 1 Bl.; 18 S., 1 Bl. Mit einer sign. kolor. Originalradierung sowie 2 (davon eine signiert) Originalradierungen im Hoch­ druck von Horst Hussel. 20,5 x 13,5 cm. Originalbroschuren, davon eine mit Original-Holzschnitt von Horst Hussel als Deckelillustration. (Berlin, Dronte Presse, 1996). 130 € 21. und 22. Druck der Dronte Presse. Eines von 110 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 140 Ex.) bzw. (22. Druck) eines von 30 mit h.c. bezeichneten exemplaren (Gesamtauflage 135 Ex.). Auf 105g Ingred d‘Arches-Bütten von Harald Weller gedruckt. Alle drei Erzählungen erschienen 1911 im „Hamburger Fremdenblatt“ und wurden seither nicht wieder veröffentlicht. – Tadellos. Abbildung

3325 Huysmans, Joris-Karl. Croquis Parisiens. 108 S., 1 Bl. Mit 8 Orig.-Radierungen sowie 2 zusätzlichen Orig.-Radie­ rungen von J. L. Forain. 23 x 15,5 cm. Halbleder d. Z. (gering berieben) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Paris, Henri Vaton, 1880. 450 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Huysmans, J. K. Croquis parisiens . Paris u.a. 1880. Mit 8 ORad. v. Forain u.a. . OBrosch. - EA. - Angereichertes Ex. mit 2 verworfenen Rad. v. Forain. – Erste Ausgabe. Getrüffeltes Exemplar mit zwei weiteren, von Forain wohl verworfenen Orig.-Radierungen, die - etwas unfachmännisch - vor den Titel mit einem Klebestreifen im Bug montiert sind. – Vorderes Innengelenk leicht angeplatzt. Die Radierungen etwas stockfleckig. Mit drei Exlibris. Abbildung

3326 Ibsen, Henrik. Peer Gynt. Ein dramatisches Gedicht. 1 Bl., 190 Bl., 1 Bl. 28 x 18,5 cm. Dunkelbrauner Ganzlederband (Kanten leicht berieben) mit dezenter RVergoldung, vergold. Deckelfileten und KGoldschnitt. München, Hans von Weber (1913). 200 € 3. Druck der Hundertfünfzig-Drucke. Rodenberg S. 414. 3. – Gedruckt bei Poeschel und Trepte in Leipzig. Eines von 150 Exemplaren. – Wohlerhaltenes Exemplar dieses schönen Drucks.

3327 L‘Image. Revue littéraire et artistique ornée de figu­ res sur bois. Herausgegeben von Roger Marx, Jules Rais, Tony Beltrand, Auguste Lepére und Léon Ruffe. Hefte 1-12 (Decembre 1896-Novembre 1897, alles), zus. in 1 Band. 383 S. Mit zahlreichen Holzschnitt-Tafel und -Textabbildungen.

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34,5 x 25,4 cm. Florales Leinen d. Z. (Rücken lichtrandig, Kapi­ tale berieben, unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle, Ecken bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild; die Originalbroschu­ ren beigebunden. Paris, Floury, 1896-1897. 1.200 € Carteret IV, 213. Monod 6253. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren der „Édition de luxe“ auf „papier de chine“ (Gesamtauflage: 111). Reich illustrierte Fin-de-siècle Zeitschrift, alle Textholzschnitte und Holzschnitt-Tafeln als Extrasuite mit eingebunden. Die Illustrationen stammen u. a. von Alfons Mucha, Lucien Pissarro, Henri ToulouseLautrec und Auguste Rodin. Ohne die meist fehlende Sondernummer. – Spiegel mit Abklatsch von Klebestreifen, durchgehend leicht gebräunt, ein Blatt mit kleinem Eckabriss, vereinzelt leicht feckig. Abbildung

3328 Insel-Bücherei. Sammlung von 1863 Bänden. 18,5 x 12 cm. Original-Pappbände bzw. Original-Broschuren (ca. 75) mit Kleisterpapierbezug und Deckelschild. Leipzig, Insel Verlag, 1917-2004. 3.500 €

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Umfangreiche Sammlung mit zahlreichen Ausgaben in unterschiedlichen Auflagen und Einbandvarianten. Die Sammlung enthält u. a. den seltenen Band „Die Geschichte der Schwester Mechthild von Magdeburg“ (Jenne I, 404/2) der teils kriegszerstörten Nachauflage. „In der

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Bombennacht vom 3. zum 4. Dezember 1943 sind in Leipzig über 1,1 Millionen Bände der Insel-Bücherei vernichtet worden, viele noch im Rohzustand als Druckbogen, die noch bei den Buchdruckern oder Buchbindereien lagerten, weil sie kriegsbedingt nicht weiterverarbeitet wurden“ (Jenne II, 222). – Teils mit leichten Gebrauchsspuren, Rücken etwas lichtrandig, wenige restauriert oder mit kleinen Fehlstellen. Insgesamt eindrucksvolle und wohlerhaltene Sammlung. – Dabei: I) Österreichische Bibliothek. 25 Bände. 18,5 x 12 cm. OPappbände (23) und OBroschur (2). Leipzig, Insel-Verlag, 1915-1917. - Kästner S. 202-204. - Vorhanden sind die Bände 1-22 und 24-26. Band 25 ist sowohl im Pappband als auch in der Broschur vorhanden. II) Pandora. 45 Bände. 18,5 x 12 cm. OPappbände (2 mit überklebtem Rücken). Leipzig, Insel-Verlag, 1920-1921. - Kästner S. 205-208. - Vorhanden sind die Bände 1-11, 13-27, 29-30, 32-46 und 48. Band Nr. 45 ist doppelt vorhanden. III) Jubiläumskassette „75 Jahre Insel-Bücherei“. Mit den Bänden 1071, 1072 [1A], 1073, 1074 und 1075 [1A] im OSchmuckschuber. - Kästner S. 187 „L-Kassette“. IV) Jubiläumskassette „100 Jahre Insel Verlag“. Mit den Bänden 28, 115 [2], 165[2], 172 [2], 312 [2], 314 [1C], 334 [2B], 351 [2B], 413 [1C], 450 [1B], 454 [1B], 624 [1], 662 [1], 810 [1B], 832, 1003, 1030 [2], 1031 [2], 1118, 1188 und „Insel-Bücherei. Bibliographie 1912-1999“ im Schmuckschuber. - Kästner S. 187. V) 4 Bände bibliographische Verzeichnise zur Insel-Bücherei ohne Nummern: „Die Insel-Bücherei 1912-1937“, „50 Jahre Insel-Bücherei 19121962“, „Verzeichnis der Insel-Bücherei 1912-1987“, „Insel-Bücherei. Ver­zeichnis der lieferbaren Bände 2015/2016“ und „Von drauss‘ vom Walde“, VI) 3 Bände in imitierter Gestaltung der Insel-Bücherei: Erich Fitzbauer. Ein intimes Tagebuch anderer Art. 18,5 x 12 cm. OPappband. Wien, Edition Graphischer Zirkel, 1993. - Eines von 100 signierten und vom Verfasser handkolorierten Exemplaren. - Wilhelm Raabe. Die Innerste. Erzählung. 18,5 x 12 cm. OPappband. Freiburg, Hermann Klemm, o. J. - Alice Hacker. Aus alten und neuen Schubfächern. 18,5 x 12 cm. OPappband. Leipzig, Breitkopf und Härtel, o. J. VII) 3 Publikationen des Insel-Verlages. Deutsche Weihnachtslieder mit Noten und Bildern. 18,5 x 12 cm. OPappband. 1937 und 1952. - 2 Ausgaben des Bandes in unterschiedlichen Auflagen. - Heinrich Hußmann. Deutsche Wappenkunst. 18,5 x 12 cm. OPappband. O. J. Abbildung

3329 Insel-Verlag. - Balzac, H. de. Das Mädchen mit den Goldaugen. Deutsche Übertragung von Ernst Hardt. 8 Bl., 92 S. Mit Doppeltitel, Buchschmuck und 10 Tafeln von Marcus Behmer. 21,5 x 17,5 cm. OPergament (etwas fleckig) mit gold­ geprägtem RTitel, großer Deckelvignette von Marcus Beh­ mer, KGoldschnitt und braungoldenen Vorsätzen. Leipzig, Insel, 1904. 220 € Schauer I, 49 und 159. Sarkowski 86. – Eines von 500 nummerierten Exemplaren, gedruckt auf Bütten. Die Illustrationen Behmers zeigen noch deutlich den Einfluß von Beardsley. – Anfangs minimal fingerfleckig, sonst sauberes Exemplar. Abbildung

3330 Insel-Verlag. - Bierbaum, Otto Julius. Gugeline. Ein Bühnenspiel in 5 Aufzügen. 4 Bl., 105 S., 1 Bl. Mit Buchschmuck von E. R. Weiß. 19 x 13,5 cm. Farbig illustr. OPappband (etwas angestaubt). Berlin, Insel, (1899). 120 €

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W.-G.2 20. Sarkowski 167. – Von A. W. Heymel als erste Buchveröffentlichung der „Insel“ herausgegeben. Erschien im Verlag Schuster & Loeffler. Der Buchschmuck und die Vorsätze mit den Reihern in Blau und Grün zählen zu den markantesten Arbeiten der deutschen Jugend­stil-Buchausstattung. – Sehr gut erhaltenes, schönes Exemplar.

3331 Insel-Verlag. - Bury, Richard de. Philobiblon das ist der Traktat des Richard de Bury über die Liebe zu den Büchern. XII, 104 S., XXIX. 21,5 x 14 cm. OHalbpergament (etwas ange­ schmutzt) mit Deckelvignette und RTitel. Leipzig, Insel, 1912. 200 € Sarkowski 262 mit Abb. Schauer II, 28 mit Abb. – Eines von 400 num. Ex. auf handgeschöpftem Bütten (Gesamtauflage). Erste Übersetzung aus dem Lateinischen von Franz Blei, der auch das Vorwort schrieb. Enthält am Schluss dreißig Seiten „Bibliographie des Philobiblon und seines Verfassers“. - Im Rand leicht gebräunt. - Beiliegt ein Verlagsprogramm des Insel-Verlags aus dem Sommer 1913 „Faksimile-Ausgaben und Bücher mit alten Holzschnitten, Lithographien, Stichen und Zeichnungen“.

3332 Insel-Verlag. - Goethe, Johann Wolfgang von. Die Lei­ den des jungen Werther. 2. Auflage. 210 S. Mit 11 Kupferstichen und 1 Rötelzeichnung nach Daniel Chodowiecki. 17 x 10,5 cm. OLeder mit goldgepr. DFileten, goldgepr. DVignette und gold­ gepr. RSchild. In OPappschuber mit RSchild. Leipzig, Insel, 1911. 90 € Sarkowski 594 A. - Vorsatz mit Datumseintrag und gestoch. Exlibris.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3335 Insel-Verlag. - Lessing, Gotthold Ephraim. Nathan der Weise. Ein Dramatisches Gedicht, in fünf Akten (Faksi­ mile des ersten Druckes von 1779) [und] Nathan der Weise, in 5 Aufzügen (Faksimile des handschriftl. Entwurfs). 2 Bände und beiliegendes Heft. 276 S., 1 Bl.; 40 nn. S., 1 Bl.; 20 nn. Bl. (Transkript-Heft). 16,3 x 9,5 bzw. 21,7 x 17 cm. Kalbsleder im Stil des späten 18. Jahrhunderts (minimale Gebrauchsspuren, Faksimile der Hs. am Rücken etwas berieben) mit goldgepr. Deckelfileten, Faksimile der Erstausgabe mit reicher RVergold., je in OKleisterpapierschuber (einer mit starken Gebrauchs­ spuren und Fehlstellen). Leipzig, Insel-Verlag, (1910). 220 € Sarkowski 1024. – Eines von 200 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 400), dem das ebenfalls nummerierte Faksimile des handschriftlichen Entwurfs von Lessing beigefügt wurde. Diesem liegt außerdem ein Transkript-Heft bei. Die Einbände, dem Stil des späten 18. Jahrhunderts nachempfunden, stammen von Peter Aoram Demeter (1875-1939) in Leipzig. „Der eigenständige Entwurf Lessings zu ‚Nathan der Weise‘ befindet sich gegenwärtig im Besitz des Herrn Paul Mendelssohn-Bartholdy in Berlin, der ihn dem InselVerlag zu Leipzig zur Herstellung dieses Faksimiledruckes zur Verfügung stellte“. – Vorderer Spiegel des Erstdruck-Faksimiles leicht leimschattig. Insgesamt sehr gut erhalten.

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3333 Insel-Verlag. - Goethe, Johann Wolfgang von. Italie­ nische Reise. Mit den Zeichnungen Goethes, seiner Freunde und Kunstgenossen. Neu herausgegeben vom Goethe-Natio­ nalmuseum. 5 Bl., 343 S., 3 Bl. Mit 173 teils farbigen Abb. auf 126 Tafeln und 2 Abb. im Text. 35 x 23 cm. Rotes OChagrinleder (minimal berieben) mit goldgeprägtem RSchild und reicher ornamentaler RVergoldung sowie goldgeprägtem VDeckel­ titel und dreifacher Filetenvergoldung. In OLeinenschuber (dieser etwas berieben). Leipzig, Insel, 1925. 350 € Sarkowski 591 A. – Eines von 2400 Ex. der Prachtausgabe (Gesamtauf­ lage). Zweite Ausgabe mit zahlreichen Tafeln nach Zeichnungen und Aquarellen Goethes und seiner Zeitgenossen. Die Buchgestaltung übernahm Emil Rudolph Weiß für den Insel-Verlag, auf einen seiner früheren Entwürfe geht auch der grandiose Einband zurück, den er stolz mit seinem Namen signiert und datiert: „E. R. Weiss 1911“. – Sehr gut erhaltenes, schönes Exemplar mit dem seltenen Originalschuber.

3334 Insel-Verlag. - Kant, Immanuel. Sämtliche Werke. 6 Bände. 17,5 x 11 cm. Braune OLederbände (Rücken stärker ausgeblichen, oberes Kapital von Band VI mit Schabspur) mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel sowie KGoldschnitt. Leipzig, Insel, 1921-1924. 150 € Sarkowski 862. – Dünndruck-Ausgabe in Ganzleder.

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3336 Insel-Verlag. - Rink, Henrik. Die Geschichte von Kag­ sagsug. (Ein Eskimomärchen erzählt von Dr. Rink). 28 Bl. Mit Vignetten, Buchschmuck und 11 ganzseitigen Illustrationen sowie geschrieben von Charlotte Veit. 30,8 x 17,2 cm. Als Block­ buch gebunden mit illustrierter OBroschur (nur geringe Gebrauchsspuren) und schwarzer Kordelbindung (diese etwas gelöst), in OPappschuber (beschabt). Leipzig, Insel, 1914. 200 € Sarkowski 520. – Eines von 200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauf­lage). „Die Uebertragung aus E. Gross, die Anfänge der Kunst, Verlag von J. C. B. Mohr Tübingen 1894“ (DV). Das als Blockbuch konzipierte Werk baut ganz auf den Schwarz-Weiß-Effekt, so daß Text und Illustrationen zu exquisiter Einheit sich verbinden. – Im Block sehr sauber.

3337 Insel-Verlag. - (Schelling), Caroline. Briefe aus der Frühromantik. Nach Georg Waitz vermehrt und herausge­ gebn von Erich Schmidt. 2 Bände. XX, 765 S., 1 Bl.; 2 Bl., 745 S., 1 Bl. Mit 2 Portraittafeln. OLeder (Rücken ausgeblichen) in OHalbleder-Schubern. Leipzig, Insel, 1913. 120 € Sarkowski 1454. – Erste Ausgabe. Exemplar der Vorzugsausgabe in Leder. Enthält 445 Briefe von Caroline Schlegel-Schelling und 10 Briefe von und an Schelling nach Carolines Tod. – Verlagsfrisch.

3338 Irving, Washington. Rip van Winkle. VIII, 57 S., 1 Bl. Mit 51 montierten Farbtafeln von Arthur Rackham. 28,5 x 22,5 cm. OPergament (Deckel etwas geworfen; ohne das Schließband) mit goldgeprägter VDeckel-Illustration. Lon­ don, William Heinemann, 1905.

500 €

Erste Ausgabe. Eines von 250 nummerierten und von Rackham sig­ nierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Pergament. Großzügiger Druck auf festem Vélin, die Farbtafeln auf braune Kartonblätter mon-


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation tiert. – Anfangs und am Schluss im Rand schwach gebräunt bzw. lichtrandig, sonst sauber und wohlerhalten. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris sowie dem Jugendstil-Exlibris des Hamburger Kaufmanns und Senators Johannes August Lattmann (1858-1936), der sich für verschiedene Fürsorgeeinrichtungen in seiner Heimatstadt engagierte. Abbildung

3339 Jahrbuch der Jungen Kunst. Herausgegeben von Georg Biermann. Jahrgänge 1920-1924 in 5 Bänden. Mit zusammen 32 Orig.-Graphiken sowie zahlreichen Abbildungen und Tafeln. 27,5 x 21,5 cm. Illustrierter OPappband (Gelenke angeplatzt) bzw. illustrierte OHalbleinen (4; etwas fleckig und berieben). Leipzig, Klinkhardt & Biermann, 1920-1924. 1.500 € Söhn, HDO II, 249, 251, 253, 255 und 257. – Jahrgang 1920: Mit Orig.-Lithographien von M. Burchartz, J. Eberz, E. Waske und M. Pechstein (Krüger L365); Orig.-Holzschnitte von L. Feininger („Buttelstedt“; Prasse W 208), F. Nitzsche-Nitzsche, E. A. Weber; Orig.-Holzschnitt von W. Morgner. Einbandentwurf von M. Pechstein. - Schlussblatt mit vertikaler Quetschfalte. - Jahrgang 1921: Mit den Orig.-Lithographien von Franz Heckendorf („Landschaft“) und George Grosz („Thomas Rowlandson zum Andenken“; Dückers E 68) sowie den 4 Orig.-Holzschnitten von H. Campendonk (Engels 48), E. Mataré (Peters 56), J. Achmann und E. Viegener. - Innengelenke schwach, Bindung gelockert. - Jahrgang 1922: Mit Orig.-Lithographien von Max Beckmann („Liebespaar“, Hofm. 241), R. Kohl, B. Kretzschmar („Der schöne Sonntag“), W. Kohlhoff („Der Reiter“), Orig.-Holzschnitte von W. Teutsch („Schäferszene“), F. M. Jansen („Zeitgenossen“). Einbandentwurf von G. Mathéy. - Wohlerhalten. - Jahrgang 1923: Mit Orig.-Lithographien von O. Coubine („Mädchenkopf“), A. Archipenko („Doppelakt“), W. Wagner („Liegendes Mädchen“), C. Mense („Arkadische Landschaft“) und G. Schrimpf („Zwei Frauen mit Kind“) sowie Orig.-Holzschnitten (in Handabzügen) von K. Fr. Gotsch („Knabe im Mondschein“) und C. Felixmüller („Liebespaar“; Söhn 314). - Jahrgang 1924: Mit Orig.-Lithographien von Otto Dix („Kinderbildnis“), F. Marchand („Straßenansicht“), Charles Crodel („Junge in Pelzmütze“), Jean Emile Laboureur („Ländliches Paar“) und Orig.-Holzschnitt von Frans Masereel („Weinender Mann“). Abbildung

3340 Janssen, Horst. Konvolut von 11 monogrammierten Kunstdrucken aus der Folge „Hermann Laatzen, Buchhand­ lung und Antiquariat, Hamburg, Warburgstr. 18“. 37 x 28 cm. Lose Blatt. (Hamburg, o. Dr., ca. 1975). 120 € Vorhanden sind die folgenden Dichterportraits: Honoré de Balzac, Gottfried Benn, Nicolai Gogol, Heinrich Mann, Heinrich Heine, E. T. A. Hoffmann, Jens Peter Jacobsen, Franz Kafka, Marcel Proust, Adalbert Stifter und Christoph August Vulpius. – Vereinzelt mit Montagespuren, insgesamt gut erhalten.

3341 Jean Paul (s. i. J. P. F. Richter). Dr. Katzenbergers BadReise. IX, 1 Bl., 217 S., 1 Bl. Mit zahlr. getönten Illustrationen von Walo von May. 24 x 16 cm. Violettfarbener OMaroquin­ band mit freifacher Filetenvergoldung, goldgepr. RSchild und KGoldschnitt. München und Leipzig, Georg Müller, 1916. 180 € Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Teils etwas stockfleckig; insgesamt gutes Exemplar der Ganzlederausgabe.

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3342 Jensen, Ole. 10 Entwürfe für Karikaturen. Originale Kohlezeichnungen auf Karton. 62 x 45 cm. Berlin um 1954. 400 € Illustrationsfolge des Berliner Karikaturisten der Nachkriegszeit Ole Jensen (1924-1977) für die „BZ“, wohl für einen Fortsetzungroman unter dem Titel „Willi Wacker oder Geschichte eines wilden Streiks“ (das wäre noch zu prüfen). Dargestellt sind großformatige Figuren, eine hübsche junge Dame mit Hund, ein Wilder Ritt durch den abgeholzten Tiergarten (im Hintergrund die Silhouette der zerstörten Stadt), Piloten, einer mit Fliegermütze, ein Mann mit einer Frau, die aus dem Bett schrickt, junge Herren und ältere Bonzen im Gespräch, ein Pärchen beim Spaziergang etc. – Kartons teils gebräunt, mit Knick- und Gebrauchsspuren, Rissen und Läsuren, teils mit hs. Anleitungen zur Reproduktion („Kontrastreich ätzen“). Verso bezeichnet „Ole Jensen“ und mit Stempel der „BZ Ressort S4“. Abbildung Seite 124

3343 Jouhandeau, Marcel. Konvolut von 7 Werken in er­ ster Ausgabe. Ca. 19 x 12 cm. OBroschur (teils leicht gebräunt und mit geringen Gebrauchsspuren). Paris, Gallimard, 19241929. 280 € Enthalten sind die folgenden nummerierten Vorzugsausgaben: 1) Les Pincengrain. Paris, Gallimard, 1924. - 2) Monsieur Godeau Intime.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Ebenda 1926. - 3) Prudence Hautechaume. Ebenda 1927. - 4) Les Térébinte. Ebenda 1929. - 5) Astaroth. Ebenda 1929. - 6) Le parricide imaginire. Paris, Gallimard, 1930. - 7) Mademoiselle Zéline ou bonheur de dieu. A l‘usage d‘une viellie demoiselle. Paris, A „La connaissance“, 1924. – Vereinzelt leicht knickspurig, stellenweise gering braunfleckig. Unbeschnittene Exemplare, teils unaufgeschnitten.

3344 Joyce, James. Ulysses. Vom Verfasser geprüfte defi­ nitive deutsche Ausgabe von Georg Goyert. 2 Bände. 3 Bl., 632 S., 1 Bl.; 3 Bl., 611 S. 19 x 12,5 cm. Schwarze Halblederbände mit goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Zürich, RheinVerlag, 1930. 150 € Vgl. Slocum-Cahoon D 45. – Exemplar der Ausgabe in Halbleder. Die erste Ausgabe erschien 1927 im selben Verlag als Privat-Druck. – Wohlerhalten.

3345 Der Jüngste Tag. Konvolut von 7 Heften der Reihe. Verschiedene Auflagen. 21,5 x 13 cm. Schwarze OBroschuren (3 mit Fehlstellen im Rand) mit farbigen Deckelschildchen. Leipzig, Kurt Wolff, (1917-1919). 250 €

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Nr. 1. Franz Werfel. Die Versuchung. (1917). - Smolen 1.2.A.1. - Nr. 7/8. Georg Trakl. Gedichte. (1917). - Smolen 7/8.2.A. - Nr. 20. Kasimir Edschmidt. Das rasende Leben. (1918/1919). - Smolen 20.3.A. - Nr. 41. Oskar Kokoschka. Der brennende Dornbusch. (1918/1919). - Smolen 41.2.A. Nr. 42. Franz Jung. Gnadenreiche, unsere Königin. 1918. - 42.1.A. - Nr. 60/61. Alexej Remisow. Legenden und Geschichten. (1918). - Smolen 60/61.1.A. - Nr. 68/69. Arthur Drey. Der unendliche Mensch. (1919). - Smolen 68/69.1.A. – Schöne und wohlerhaltene, teils unaufgeschnittene Exemplare.

3346 Jugend. Münchner illustrierte Wochenzeitschrift. Hrsg. Georg Hirth. Jg. I (1896; Hefte 27-52), Jg. IX (1904; Hefte 1-53, es fehlen Hefte 21, 26, 32, 34-41), Jg. XII (1907; Hefte 1-53, es fehlen die Hefte 19, 21, 31, 35, 37, 40, 46, 48), Jg. XIII (1908; Hefte 1-51; doppelt vorhanden) und Jg. XIV (1909; Hefte 1-52) in 9 Bänden. Mit zahlreichen teils farbigen und ganzseiti­ gen Illustrationen. Jg IX in Halbleder d. Z. (Kapital etwas lädiert und mit Fehlstelle, etwas berieben und angekratzt), Jg. I und Jg. XIII in illustriertem OLeinen (leicht berieben und fleckig, bzw. etwas lichtrandig), Jg. XIII und Jg. XIV in OLeinen­ flügelmappe (etwas berieben und fleckig). München und Leipzig, Hirth, 1908-1909. 400 €

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Diesch 2668. Schlawe I, 55. Kirchner 15532. – Die von Georg Hirth (18411916) herausgegebene Zeitschrift erschien von 1896 bis 1940. Neben modernen Illustrationen spielten auch kritische und satirische Texte eine große Rolle und bereits in den ersten sieben Jahrgängen waren über 250 Künstler vertreten. Bereits im seltenen ersten Jahrgang, von dem hier das zweite Halbjahr vorliegt, erschienen Beiträge von Conrad Alberti, Fritz Bley, Otto Erich Hartleben, Max Halbe, Detlev von Liliencron, Peter Rosegger, Carl Siebel, Fritz Walter u. v. a. Die Zeitschrift prägte die stilgeschichtliche Debatte der frühen Moderne in Deutschland maßgeblich und trug letztlich auch zur Namensgebung des Jugendstils bei. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte die „Jugend“, obwohl sie sich den Anforderungen der Zeit entsprechend weiterentwickelt


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation hatte, den Anschluss an die neuen Kunstströmungen nicht mehr finden. Ungeachtet dessen gilt sie bis heute als ikonische Zeitschrift der Epoche. – Der Jahrgang 1908 ist doppelt vorhanden. Gebräunt und teils knickspurig. Heftung teils etwas gelockert. Jahrgang 1896 nur leicht gebräunt, vereinzelt mit kleinem Randeinriss, der hintere Teil mit Feuchtigkeitsfleck im Rand. – Beigegeben: Jugend. Dreitausend Kunstblätter der Münchner Jugend. Ausgewählt aus den Jahrgängen 1896-1909. Mit biographischem Künstlerverzeichnis. Hrsg. Georg Hirth. XVI, 365 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 24,5 x 20 cm. Illustriertes OLeinen (etwas angeschmutzt und fleckig). München, Verlag der „Jugend“, 1908.

3347 Jule-Album. Jahrgänge 1892-1902. Mit zahlreichen Abbildungen und illustrierten OUmschlägen. 40 x 30 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und etwas beschabt) mit goldgeprägten RSchildern und goldgeprägter RVergoldung. Kopenhagen, A. Christiansen, 1892-1902. 150 € Zehn Hefte der jährlich erschienenen Weihnachts-Zeitschrift, die in Norwegen, Schweden und Dänemark veröffentlicht wurde. Mit einer Vielzahl an Abbildungen und kunsthistorischen Beiträgen, wie etwa zu einem Altar von Hugo van der Goes. Besonders schön sind die auffallend prächtigen, eingebundenen Original-Umschläge. Stets indi­ viduell, mit teils goldgeprägten Schriften, manchmal auch auf Transparentpapier, orientieren sie sich am Skønvirkestil, einer Mischung aus Jugendstil, Heimatstil und Nationalromantik. – An wenigen Stellen mit größeren Ausschnitten. Leicht gebräunt, vereinzelt mit Abklatsch, teils etwas braunfleckig. – Beiliegt: Jule-Roser. Jahrgänge 1896-1902. Mit zahlreichen Abbildungen und illustrierten OUmschlägen. 40 x 30 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und etwas beschabt) mit goldgeprägten RSchildern. Helsinki, Kopenhagen, Stockholm, Ernst Bojesen, 18961902. - Acht Ausgaben des Weihnachts-Magazins Jule-Roser, das wohl von 1881-1908 erschien. Enthalten sind neben teils sehr farbenfrohen Abbildungen u. a. Geschichten wie „En Historie om en Julebuk“ (eine Geschichte über eine Weihnachtsziege), „en heldbringende Juleheld“ (ein heldenhafter Weihnachtsheld), Noten zu Weihnachtsliedern, sowie Karikaturen, wie die des Malers Alfred Schmidt (1858-1938) über Skandinavier. - An wenigen Stellen mit größeren Ausschnitten (in den Jahren 1898, 1901, 1902), eine doppelblattgroße Tafel von Otto Bache zur Hälfte fehlend, sonst augenscheinlich komplett. OUmschlag des Jahres 1901 auf Transparentpapier mit unfachmännisch hinterlegtem Eck­ abriss. Leicht gebräunt, teils mit Abklatsch und minimalen Randein­ rissen. Die Abbildungen farbfrisch. Abbildung

3348 Das Junge Rheinland. Ausstellungsprogramm „Das Junge Rheinland“ in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf, Oktober 1927. 56 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 22,5 x 14,5 cm. Illustrierte OBroschur (etwas angeschmutzt und gebräunt, teils fleckig, längs mit Knickspur). Düsseldorf, Künstlervereinigung Das Junge Rheinland, 1927. 150 € Die Vereinigung „Das Junge Rheinland“ bestand von 1919 bis 1933 und hatte zeitweise bis zu 400 Mitglieder, die zumeist aus Düsseldorf und der näheren Umgebung stammten. Neben Malerei, Grafik, Bildhauerei, Design und Architektur waren im „Jungen Rheinland“ auch Dichtung und Schauspielkunst vertreten. An der Ausstellung beteiligt waren u. a. Kurt Beckmann, Max Ernst, Peter Janssen und Otto Pankok. Max Ernst beschrieb rückblickend den

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gemeinsamen „Durst nach Leben, Poesie, nach Freiheit, dem Absoluten, nach Wissen“ als „zu schön, um wahr zu sein“. – Heftung teils gelöst. Mit hs. Provenienz-Anmerkung zum Gemälde „Versuchung“ von Hermann Kreidt. Etwas gebräunt und fingerfleckig.

3349 Kafka, Franz. Das Urteil. Eine Geschichte. 28 S., 2 Bl. OHalbpergamin (oberes Kapital mit größerem Einriss) mit schwarzgeprägtem RTitel, goldgeprägtem Deckeltitel mit Verlagssignet. Leipzig, Kurt Wolff, 1916. 750 € Der jüngste Tag, Band 34. Dietz 31. Raabe 146, 4. Smolen-Stammer­ johann 34.I.A.I. Wilpert-Gühring2 4. – Erste Buchausgabe, hier in der seltenen Einbandvariante: „Obwohl das Jahrbuch ‚Arkadia‘ mit dem Erstdruck des ‚Urteils‘ noch nicht vergriffen ist, kämpft Kafka von nun an energisch um den Einzeldruck des ‚Urteils‘ im ‚Jüngsten Tag‘. Nachdem er die Novelle in ihrer äußeren Besonderheit charakterisiert und – bei seiner Bescheidenheit und Zurückhaltung ein bemerkenswerter Vorgang - sogar ihren objektiven Wert festgestellt hat - das ‚Urteil‘ sei ‚zwar sehr klein, aber es ist auch mehr Gedicht als Erzählung, es braucht freien Raum um sich und es ist auch nicht unwert ihn zu bekommen‘, es könne sich nur auswirken mit ‚ganz freiem Raum um sich‘ -, bekennt er auch seine völlig private Einstellung zu ihm, es sei ‚die ihm liebste Arbeit‘ ...“ (Dietz, S. 79). Mit dem bei Dietz nicht erwähnten Anzeigenblatt „Von demselben Verfasser erschien ferner ...“ am Schluss. – Exlibris; nur leicht gebräuntes, nahezu fleckenfreies Exemplar. Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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3354

3350 Kafka, Franz. Der Heizer. Ein Fragment. (3. Auflage). 46 S., 1 Bl. 21,5 x 13 cm. Schwarze OKartonage mit blauem Titelschild auf dem Vorderdeckel. Leipzig, Kurt Wolff, (1917). 150 €

3352 Kafka, Franz. Die Verwandlung. (Zweite Ausgabe). 74 S. 1 Bl., 2 Bl. Anzeigen. 21,5 x 13 cm. Schwarze OBroschur (Rücken an den Enden mit Fehlstelle; Ränder mit kleinen Aus­brüchen und Einrissen) mit blauem Deckelschild (dieses etwas verblasst). Leipzig, Kurt Wolff, 1917. 120 €

Der jüngste Tag Band 3. Dietz 42. Raabe 146, 2. – Dritte Ausgabe der zweiten Buchveröffentlichung. „Die dritte Auflage, von neuem Satz in Antiqua gedruckt, ist nicht als solche gekennzeichnet; sie legt den Text der zweiten zugrunde und hat wie diese kein Frontispiz“ (Dietz). Titel mit dem Zensurstempel des Landes Sachsen, der das stilisierte Leipziger Völkerschlachtdenkmal zeigt. – Exlibris; sehr gutes, teils noch unaufgeschnittenes Exemplar.

3351 Kafka, Franz. Der Prozess. Roman. 3 Bl., 411 S. 19,5 x 13 cm. OLeinen (Rücken ausgeblichen) mit Rücken- und Deckelschild. Berlin, Die Schmiede, 1925.

600 €

Die Romane des XX. Jahrhunderts. Wilpert-Gühring 8. Raabe 146, 8. – Erste Ausgabe, die posthum und entgegen Kafkas Willen veröffentlicht wurde. Mit dem berühmten Nachwort von Max Brod, in dem er die Herausgabe des Nachlasses rechtfertigt. – Exlibris; insgesamt wohlerhaltenes, sauberes Exemplar. 2

Abbildung

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Der jüngste Tag, Bd. 22/23. Smolen 22/23.2.A. Raabe 146.3. Vgl. Dietz 26. – Zweite Ausgabe. Raabe und Dietz geben als Erscheinungsjahr für die zweite Auflage das Jahr 1918 an. Titel mit dem für die Datierung wichtigen Zensurstempel des Landes Sachsen. – Innen gutes Exemplar.

3353 Kafka, Franz. Ein Bericht für eine Akademie, gespro­ chen von Klaus Kammer. Regie: Willi Schmidt. Vinyl-Lang­ spielschallplatte (33 UpM) mit illustr. Original-Cover. Ham­ burg, TELDEC, (1965). 50 € Aufnahme des Senders Freies Berlin vom Januar 1963. Über die Aufführung schrieb Friedrich Luft: „Vergleichbares ist diesem Kritiker bisher nicht untergekommen. Kammers Darbietung ist ein extremer Schauspielerakt ohnegleichen“. – Tadellos.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3354 Kafka, Franz. Ein Hungerkünstler. Vier Geschichten. 85 S., 1 Bl. 20 x 13,5 cm. OPappband (Kanten minimal berieben) mit Deckelschild. Berlin, Die Schmiede, 1924. 300 € Romane des XX. Jahrhunderts. Dietz 66. Hemmerle 27. Unseld 46. – Erste Ausgabe des letzten von Kafka selbst redigierten Erzählbandes, dessen Manuskript er noch an seinem Todestag bearbeitet haben soll. Enthält die vier Geschichten: Erstes Leid - Eine kleine Frau - Ein Hungerkünstler - Josefine, die Sängerin oder das Volk der Mäuse. „Das Buch erschien erst nach Kafkas Tod; aufgrund der aktiven Teilnahme Kafkas an der Herstellung seiner gültigen Textgestalt ist es jedoch nur im äußerlichsten Sinne des Wortes als postume Publikation zu bezeichnen, richtig verstanden ist es der tatsächlich letzte Druck zu seinen Lebzeiten. Die Höhe der Auflage (vielleicht zweitausend, höchstens dreitausend Stück) ist ... nicht bekannt“ (Dietz, S. 130). Einbandentwurf von Georg Salter. – Exlibris; sehr gutes Exemplar. Abbildung

3355 Kafka, Franz. Ein Landarzt. Kleine Erzählungen. 4 Bl., 189 S., 1 Bl. 23 x 15 cm. OHleinen (etwas berieben und gebräunt). München, Kurt Wolff, 1919. 900 €

3357

Dietz 53. Raabe, Handbuch 250, 6. – Erste Ausgabe. Enthält u. a. „Vor dem Gesetz“ und „Bericht für eine Akademie“. – Mal mehr, mal weniger stockfleckig; fl. Vorsatz mit Besitzvermekr von 1926.

3356 Kafka, Franz. In der Strafkolonie. 68 S., 2 Bl. 23 x 15 cm. Brauner OHalblederband (berieben und etwas bestoßen; Rücken am unteren Ende lädiert) mit goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Leipzig, Kurt Wolff, 1919. 1.200 € 4. Buch der Neuen Folge der Drugulin-Drucke. Raabe 146, 5. Dietz 50. Hemmerle 27. Rodenberg 380. – Erste Ausgabe. Eines von 1000 Exemplaren, in Blau und Schwarz gedruckt. – Etwas stock- und braunfleckig; teils auch etwas fingerfleckig. Abbildung

3356

3357 Kafka, Franz. In der Strafkolonie. 69 S., 1 Bl. Mit einem signierten und nummerierten Original-Holzschnitt, Orig.Bleistiftzeichnung und 8 Illustrationen von Karl-Georg Hirsch. 18,4 x 12 cm. Illustrierter OPappband (minimale Gebrauchs­ spuren). Frankfurt und Leipzig, Insel, 1999. 350 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

3358

Insel-Bücherei Nr. 1200. Eines von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe (nicht im Impressum erwähnt) mit einem separaten, signierten und nummerierten Original-Holzschnitt auf Japan sowie einer signierten und datierten („September ‚99“) Bleistiftzeichnung von Karl-Georg Hirsch (geb. 1938) auf dem fliegenden Vorsatz. – Tadellos. Abbildung Seite 127

3358 Kandinsky, Wassily. Regards sur le passé. Traduction de Gabrielle Buffet-Picabia. 63 S., 3 Bl. Mit 10 (davon 5 farbi­ gen) Original-Holzschnitten von Wassily Kandinsky. 38 x 28,5 cm. Lose Doppelblätter in OUmschlag (leicht gebräunt) und grüner OLeinenkassette. Paris, Pierre Belfond, 1971. 2.000 € Cahiers du Regards V. Eines von 60 nummerierten Exemplaren „comprenant cinq bois en noir et cinq bois en couleurs“ (Gesamtauflage: 120). Einige der Holzschnitte erschienen ursprünglich in der Folge „Klänge“ (1913). Im Druckvermerk von Nina Kandinsky (1893-1980) signiert. Enthält die Original-Holzschnitte Roethel 73, 100, 106, 113, 124, 126, 127, 134, 143 und 146. Diese Abzüge der 1907-1912 erschienenen Folge „Klänge“ wurden von den Originalstöcken, die sich im Besitz der Witwe befanden, hergestellt. – Sehr gut erhaltenes Exemplar. Abbildung

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3359 Katalog der VII. Kunst-Ausstellung der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Secession. 43 S., 12 Bl. Anzei­ gen. Mit einem ganzseitigen Plan. 15 x 14 cm. Farbig illustr. OBroschur (mit Knickspur). (Wien 1900). 180 € Erste Ausgabe des legendären Kataloges, der vor kurzem nachgedruckt wurde. Enthält neben einem „Orientierungsplan des Ausstellungs­ gebäudes Wienzeile 2“ ein Mitgliederverzeichnis (mit Adressen) der Secession, eine Liste der ausgestellten Werke (in Saal I Klimts „Philosophie“) u. v. m. Am Schluss eine Reihe reizvoll illustrierter Anzeigen (u. a. Kunstverlag Lebel, Schreibrequisitenhandlung Chramosta, Kunsttischler Pospischil, Bleistift Hardmuth, Tapeten Jerk & Schuschitz, Ehrbar-Klaviere, Pelikan). – Bindung locker; sauberes Exemplar.

3360 Kessel, Joseph. Les nuits de Sibérie. 73 S., 1 Bl. Mit 5 Original-Aquatinten von Alexandre Alexeïeff. 23,5 x 18,5 cm. OBroschur mit kl. mont. Originalradierung auf dem Vorder­ umschlag. (Paris), E. Flammarion, 1928. 350 € Monod 6510. – Erste Ausgabe des Reportageromans des einst sehr populären Journalisten, Romanciers und Abenteurers Kessel (1898-


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 1979), der auch die Vorlage für so berühmte Filme wie Buñuels „Belle de Jour - Die Schöne des Tages“ verfasste. Eines von 750 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 850 Ex.). – Wohlerhalten. Abbildung

3361 Das Kestnerbuch. Hrsg. von P. E. Küppers. 158 S., 1 Bl. Mit 12 Original-Graphiken. 28,5 x 22 cm. OHalbleinen (etwas fleckig, Gelenke minimal angeplatzt). Hannover, Böhme, (1919). 1.200 € Raabe 139. Raabe, Handb. 174, 3. – Erste Ausgabe dieses aufgrund seiner originalgraphischen Beilagen berühmten Almanachs. Mit OriginalHolzschnitten und Original-Lithographien von Heckel (Dube 319b), Plünnecke, Unold, Seewald, Viegener, Felixmüller (Söhn 177), Gleichmann, Barlach (Schult 173), Klee (Kornfeld 75b), Burchartz, Feininger (Prasse W 46 II) und Schwitters. Ferner literarische Beiträge (meist Erstdrucke) von Däubler, Döblin, Lasker-Schüler, Th. Mann, A. Mombert u. a. – Gering gebräunt, minimal fingerfleckig. Vorderes Innengelenk mit Montierungsresten. Abbildung

3362 Khodossievitch-Leger, N. - Czwiklitzer, Christophe. Suprematisme de Nadia. 235 S. Mit montiertem Selbstporträt der Künstlerin, Handschriften-Faksimile sowie 93 montierten Farbtafeln und Tafelseite mit Porträtaufnahmen der Künst­ lerin sowie signierter Original-Farblithographie von Nadia Khodossievitch. 34 x 25,5 cm. Schwarzes OWildleder mit gold­ geprägtem RTitel und montierter 18-teiliger Messingskulp­ tur der Künstlerin. In OAcrylglaskassette (minimaler Sprung). Paris, Christophe Czwiklitzer, 1972. 800 €

3361

Eines von 250 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 265). Druckvermerk vom Autor-Verleger und der Künstlerin signiert. Luxusedition mit der signierten Farblithographie und der montierten Messingskulptur „Formes géométriques dans l‘espace III. 1924-1967 (Suprématisme en triangle noir)“. – Nahezu druckfrisches Exemplar in sehr schöner Erhaltung. Abbildung Seite 130

3363 Klabund (d. i. A. Henschke). Li-Tai-Pe. Nachdichtungen. 54 S., 1 Bl. Mit 16 teils ganzs. Lithographien von Rudolf Großmann. 31,5 x 22 cm. OHpergamentband mit Deckelillustration und KGoldschnitt. Leipzig, Insel, 1923. 180 € Sarkowski 1036. W.-G. 56. – Erste Ausgabe. Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 320 Ex.). – Teils etwas stockfleckig; insgesamt wohlerhalten. Abbildung

3364 Kock, Henry de. Der Mord im Kastanienwäldchen oder die ereignislose Hochzeitsnacht. 51 S. Mit 6 signierten Orig.Farblithographien von Franz Christophe. 30,5 x 26 cm. Auber­ ginfarbener OSaffianband (etwas bestoßen, Deckel mit leich­ ten Kratzspuren, Rücken ausgeblichen) mit blindgeprägter Deckelvignette. Berlin, Fritz Gurlitt, (1919). 250 €

3360

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Der Venuswagen V. Hayn-Gotendorf IX, 326. – Eines von 40 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 740), auf van Geldern-Bütten gedruckt und in Ganzleder gebunden. Die Lithographien und das Impressum vom Künstler signiert. – Reihentitel mit kleinem geschlossenen Einriss im unteren Rand. Vereinzelte schwache Fingerflecken. Sauberes und wohlerhaltenes Exemplar.

3365 Kokoschka, O. - Plaut, J. S. (Hrsg). Oskar Kokoschka. 87 S. Mit 48 Photogravüren, 8 Farbtafeln, 4 Textabbildungen und 2 sign. Orig.-Kreidelithographien. 25 x 19 cm. OLeinen (Deckel im oberen Rand mit schwacher Feuchtigkeitsspur und Kleberesten vom Schutzumschlag) mit RTitel und illustrier­ tem OSchutzumschlag (dieser mit starken Gebrauchsspuren). Boston, Institute of contemporary art und London, Max Parrish, (1948). 300 € Eines von 200 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den signierten Orig.-Lithographien „Flötenspieler“ (Wingler/W. 181) und „Weiblicher Akt“ (Wingler/W. 182) in Röteldruck. Erschien anlässlich der Eröffnung von Kokoschkas Wanderausstellung in Boston. – Anfangs etwas stockfleckig, die beiden Graphiken tadellos.

3362

3366 Kokoschka, O. - Shakespeare, William. King Lear. 4 Bl., 109 S., 1 Bl. Mit 17 Orig.-Lithographien (davon 2 signiert) von Oskar Kokoschka. 46 x 36 cm. Beigefarbener OMaroquinband (etwas berieben; Rücken nachgedunkelt und minimal be­ schabt) in Leinenschuber (mit kleinen Randläsuren). London, Ganymed 1963. 1.500 € Wingler-Welz 223-238. – Eines von 35 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen signierten Lithographie (Variante zu Nr. 8) und dem signierten Frontispiz (Gesamtauflage: 275), unterhalb der Nummerierung vom Künstler signiert. - Druck der Lithographien von J. E. Wolfensberger, Zürich; Druck des Textes durch die University Press Oxford von Vivian Ridler auf handgeschöpftem Crisbroke. Gebunden in der Wigmore Bindery, London. – Sauberes, wohlerhaltenes Exemplar. – Beiliegend: Originalprospekt zur Edition der Ausgabe (in der Mitte gefaltet). Abbildung

3367 Kolar, Jiri. - Kleist, Heinrich von. „Sur le théâtre de marionnettes“. Traduit d‘allemand et présénte par Roger Munier. Accompagné d‘un „Hommage aux Nus Bleus de Matisse“ de Jiri Kolar. 35 Bl. Mit vielen teils ganzseit. Abbil­ dungen, 20 farbigen Tafeln und 1 sign. Orig.-Graphik von Jiri Kolar. 29,5 x 22 cm. Illustr. OKartbd. und mont. Graphik in Schaukasten. Paris, Édition Traversiere, (1982). 750 € Eines von 15 Exemplaren auf Vélin d‘Arches der Vorzugsausgabe (Gesamt­ auflage 1100). Im Druckvermerk vom Künstler und Herausgeber sig­niert. Die Orig.-Graphik, eine sog. Chiasmage, eine von Kolar bearbeitete Graphik von Matisse, ist auf Pappe montiert und vom Künstler datiert und signiert (sowohl recto wie verso), präsentiert unter Glas in einem Rahmen von Claude de Muzac, „Présentation d‘objets d‘art“, Paris. Dabei: Extrasuite der 20 Graphiken (35 num. Ex.). - Wohlerhalten.

3363

130

Abbildung


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3368 Kolar, J. - Neuhuys, Paul. Prométhée. Théatre. 78 S., 3 Bl. Mit einer signierten Originalgravüre mit Reliefprägung von Jiri Kolar sowie mehreren ganzseitigen Textillustratio­ nen. 22,5 x 16 cm. Lose Lagen in OBroschur. Brüssel, La Pierre d‘Alun, 1994. 200 € La Pierre d‘Alun, 24. Erste Ausgabe. Eines von 13 num. Ex. „e.a.“ (Gesamt­ auflage: 600 Ex.) mit der signierten Originalgraphik. – Tadellos. Abbildung Seite 132

3369 Kolbe, Georg. Bildwerke. 2 Bl., 56 S., 2 Bl. Mit 43 ganz­ seitigen Abbildungen. 18 x 11 cm. OPappband (etwas berie­ ben, leicht bestoßen) mit Rücken- und VDeckeltitel. Leipzig, Insel-Verlag, (um 1940). 120 € Insel-Bücherei 422 Sarkowski 422A. Kästner 422 2A. – Erste Ausgabe. – Mit sehr kleinem Besitzstempel im vorderen Vorsatzpapier. Leicht gebräunt, sonst wohlerhalten. Vortitel mit 4-zeiliger Widmung von Georg Kolbe: „Herrn Max Weber z. frdl. Erinnerung, Okt. 39 Georg Kolbe“. – Dabei: 1.) Drei Kunstpostkarten mit Plastiken von Sintenis, Maillol, Albiker. - Etwas gebräunt, eine der Karten mit kleinem Randeinriss. - 2.) Johann Wolfgang Goethe, Ralph Waldo Emerson. Natur. Zwei Essays von Emerson nebst dem Goetheschen Hymnus. 102 S., 1 Bl. 18 x 11 cm. OPappband (Rücken ladiert und mit Fehlstellen, etwas fleckig und leicht bestoßen) mit montiertem VDeckeltitel. Ebenda. - Mit hs. Besitzvermerk im unteren Rand des Titelblatts. Leicht gebräunt, sonst wohlerhalten.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Monod 6692. – Eines von 959 Exemplaren auf Vélin de Rives (Gesamt­ auflage 1000 Ex.). Schöne Ausgabe der oft illustrierten Verserzählungen von La Fontaine, heiter-anzüglich, verspielt-frivol von der Hand der dänischen Künstlerin Gerda Wegener (1886-1940) in Szene gesetzt. Wegeners Biographie (und ihre Ehe) kam vor wenigen Jahren durch den Kinofilm The Danish Girl in die Schlagzeilen der Feuilletons. – Teils etwas stockfleckig. Abbildung

3372 Larbaud, Valéry. Rues et visages de Paris. 31 S., 1 Bl. Mit signierter Original-Radierung von Jean Donnay. 22,5 x 17,3 cm. OBroschur (gebräunt, mit geringen Gebrauchs­ spuren). Liége, A la Lampe d‘Aladine, 1927.

150 €

Vgl. Monod 6846. – Erste Ausgabe der gekürzten belgischen Aus­gabe des im Jahr davor in Paris erschienen Werkes Valéry Larbauds (1881-1957). Die signierte Original-Radierung stammt vom belgi­schen Künstler und Illustrator Jean Donnay (1897–1992). – Unbeschnitten und teils unaufgeschnitten. Am oberen Rand etwas angestaubt.

3370

3370 Kutter, Markus. Schiff nach Europa. Synthetischer Roman geschrieben 1954-1956. Optisch organisiert von Karl Gerstner. 213 S. 23,5 x 16 cm. OLeinen mit OSchutzumschlag (etwas gebräunt). Teufen, Niggli, 1957. 180 € Kosch, 20. Jhdt., XXXIV, 397. – Erste Ausgabe. Der Schutzumschlag mit einem Klappentext von Fr. Dürrenmatt, darin die Sätze: „Ich meine, dies sind zwei genaue Formeln für das, was [mit diesem Buch] unternommen wird: Wirklichkeit herzustellen, nicht zu rapportieren. Herstellung durch Synthese. Vorgegangen wird von verschiedenen Punkten aus, und mit verschiedenen Formen. Der Schreibtisch als Laboratorium, darum tut das Buch so gut, nicht als Bet- oder Beichtstuhl.“ – Sehr gutes Exemplar. – Dabei: Kleines Leporello „Do-it-yourself-Bilder von Karl Gerstner. Berlin 1970. Abbildung

3371 La Fontaine, Jean de. Contes. Édition conforme aux textes originaux établie par Louis Perceau. 2 Bde. 2 Bl., VI, 1 Bl., 327 S., 1 Bl.; 1 Bl., 263 S., 1 Bl. Mit 2 Frontispizen, 12 Illustra­ tionen auf Tafeln und zahlreichen Vignetten, sämtlich kolo­ riert, von Gerda Wegener. 23,5 x 15 cm. Dunkelblaue Maro­ quinbände d. Z. mit goldgepr. RTitel in Pappschubern mit Leinenkante. Paris, G. Briffaut, 1928-1929. 750 €

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3368


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3373 Lasker-Schüler, Else. Das Hebräerland. 168 S. Mit 8 ganzseitigen Illustrationen von E. Lasker-Schüler. 22,5 x 15 cm. OKart. mit illustr. OUmschlag (etwas fleckig und gebräunt). Zürich, Oprecht, 1937. 600 € Wilpert-G. 21. – Erste Ausgabe. Vord. fl. Vorsatz mit der eigenhändigen Zueignung der Dichterin (in Bleistift): „Verzeiht die einfachste der drei Herausgabeausstattung: Habe zwar - vier Jahre nichts von Ihnen gehört - Doch Ihre indianische Freundin denkt viel an Sie. 19.IV.37 Zürich“. – Etwas gebräunt.

3374 Lasker-Schüler, Else. Der Malik. Eine Kaisergeschichte mit Bildern und Zeichnungen. 102 S. Mit farbigem Aquarell von Franz Marc als Frontispiz, 4 Farbtafeln und 25 Textillustra­ tionen von Else Lasker-Schüler. 22,5 x 16,5 cm. Illustr. OPapp­ band (Rücken mit kleinem Einriss im Bezug, leicht gebräunt, Rückdeckel gering lichtrandig). Berlin, Paul Cassirer, 1919. 280 € Raabe 182, 12. Wilpert-G. I, 14. Feilchenfeldt-Brandis 119.IV.1. – Erste Ausgabe. Exemplar der Normalausgabe. – Gleichmäßig leicht

3371

gebräunt. – Dabei: I. Dieselbe. Der Prinz von Theben. Ein Geschichtenbuch. 86 S. 22,5 x 16,5 cm. Illustrierter OPappband (Rücken etwas gebräunt, Vorderdeckel minimal lichtrandig). Ebenda 1920. - Zweite Ausgabe. - Minimal gebräunt. - II. Dieselbe. Die Nächte von Tino Bagdad. 72 S. 22,5 x 16,5 cm. Illustrierter OPappband (gering gebräunt). Ebenda 1919. - Zweite Ausgabe. - Wohlerhalten.

3375 Lasker-Schüler, Else. Die Wupper. 103 S. 19 x 15 cm. OBroschur (Rücken wasserfleckig, verblasst und an den Gelenken mit kleinen Einrissen, Umschlag mit wenigen Randläsuren, etwas lichtrandig) mit Deckeltitel. Berlin, Selbstverlag, (1927).

180 €

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Spätere Ausgabe des bereits 1909 erschienenen Schauspiels „Die Wupper“, das - von Else Lasker-Schüler (1869-1945) als „Stadtballade“ bezeichnet - zunächst nicht aufgeführt wurde. Angesiedelt im proletarischen Milieu einer Industriestadt zeigt es den Niedergang bürgerlicher und den Aufstieg neuer Schichten. „Lasker-Schüler weiß nichts von der Technik des Dramas. Aber nachtwandelnd wie ihr eigenes Geschöpf, aus dem umhegenden Gemach der geniehaft gemeisterten Lyrik auf das nie betretene Dach einer abschüssigen Dramatik,

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ A. Ruckenbrod in Berlin, der das Buch in 250 Exemplaren für die Querschnitt-Verlags Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main druckte...“ (Druckvermerk). - „Eines ihrer schönsten Bücher, das beiden Seiten ihrer Begabung voll Rechnung trug, ... der kostbare Band Theben, in dem jeweils eines ihrer schönsten Gedichte einer entsprechenden Zeichnung gegenübergestellt ist. Hier zeigt sich, welch enge Beziehungen sowohl ikonographisch als auch formal bei ihr zwischen Wort und Bild bestehen“ (Erika Klüsener, Lasker-Schüler. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten). – Sehr gutes Exemplar.

Abbildung

Mit 18 Probedrucken 3377 Laurencin, M. - Jouhandeau, M. Petit bestiaire. 71 S., 3 Bl. Mit 8 Orig.-Farbradierungen von Marie Laurencin. 25,5 x 16 cm. Lose Lagen in OUmschlag, OPappdecke und OPapp­ schuber (lichtrandig). Paris 1944. 1.500 € Monod 6451. Marchesseau 224-231. – Eines von 300 Exemplaren (Gesamtauflage: 358 Ex.) auf Vélin d‘Arches pur Fil. – Sehr gut erhaltenes Exemplar. – Dabei: 19 Probe- bzw. Zustandsdrucke der Radierungen zu Petit bestiaire. Auf Bütten. 24,5 x 16 cm (Platte: ca. 16 x 10 cm). 12 lose Bl. (etwas gebräunt und leicht stockfleckig) sowie 7 Bl., lose unter Passepartout montiert (in tadellosem Zustand). - Teils mit Variationen der im Buch verwendeten Illustrationen. Abbildung Seite 133

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hält sie sich ohne Schwindel in jedem Sinne auf schmalstem Grad“, schrieb Siegfried Jacobsohn in der „Weltbühne“. Erst 1911 hatte LaskerSchüler ihren Durchbruch und wurde mit dem Gedichtband „Meine Wunder“ zur führenden deutschen Expressionistin. – Etwas gebräunt, teils etwas knitterfaltig und mit leichten Randeinrissen.

3376 Lasker-Schüler, Else. Theben. Gedichte und Lithogra­ phien. Mit 10 signierten Original-Lithographien. 32 x 24 cm. Blaues OLeinen (etwas berieben und am Rand leicht fleckig); als Blockbuch gebunden mit geknoteter hellblauer Bast­ kordel und großer goldgeprägter Vignette auf dem VDeckel und goldgeprägtem Signet auf dem Rückdeckel. Frankfurt und Berlin, Querschnitt-Verlag, 1923. 4.500 € 24. Flechtheimdruck. Raabe 182, 15. Jentsch 136. Lang 217. Rodenberg 24. Schauer II, 118. Bauschinger 214. – Eines von 200 nummerierten Ex. (Gesamtauflage: 250), Druckvermerk von Else Lasker-Schüler sig­niert. Alle 10 Lithographien sind in Bleistift signiert. „Ich schrieb die Verse dieses Buches und zeichnete die Bilder dazu auf den Stein bei

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3378 Laurens, Henri. - Théocrite. Les Idylles. Illustrations de Henri Laurens. 112 S., 7 Bl. Mit 38 (16 ganzseitigen) Orig.Holzschnitten gedruckt in Ocker. 34 x 26 cm. Lose Doppelbo­ gen in illustr. OUmschlag in OHalbleinen-Decke und OPapp­ schuber. Paris, Tériade, 1945. 1.200 € Skira 195. Französische Maler illustrieren Bücher (Die illustrierten Bücher des 19. und 20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart) Nr. 108. Monod 10630. – Eines von 170 nummer. Exemplaren „sur vergé d‘Arches“. Gesamtauflage 220 Exemplare. Schnitt der Holzschnitte von Théo Schmied. Druckvermerk von Laurens signiert. - In zahlreichen Arbeiten setzt sich Laurens mit Themen der antiken Mythologie auseinander, die er neu interpretiert. So entstehen z.B. 1944 die ersten Entwürfe für „La Grande Sirène“ und 1953 die über vier Meter hohe Bronzeplastik „Amphion“ für die Universitätsstadt Caracas. 1945 beginnt ein neuer Abschnitt der graphischen Arbeiten des Bildhauers. In diesem Jahr entstehen die 38 Holzschnitte zu Theokrits Idyllen, und damit beginnt die intensive Illustrationtätigkeit der letzten Schaffensjahre. Neben den plastischen Arbeiten entsteht von Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit an ein umfassendes graphisches Œuvre mit Holzschnitten, Radierungen und Buchillustrationen. – Exlibris; teils minimal gebräunt; insgesamt schönes Exemplar. Abbildung

3379 Lawrence, D. H. Lady Chatterley. 321 S., 2 Bl. Mit 17 (statt 18) Original-Farblithographien (eine auf dem Vorder­ umschlag), 17 Lithographien „en noir avec remarques“, einer Originalradierung, 2 Originalaquarellen sowie 14 Kapitel­ illustrationen in verschiedenen Farben von Schem (d. i. Raoul


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Serres). 32,5 x 26,5 cm. Unbeschnittene lose Bögen bzw. sepa­ rate Bl. in OUmschlag mit originallithogr. Deckelillustration in gefütterter Leinenkassette d. Z. Paris, Éditions des DeuxRives, 1956. 450 € Monod 6952. – Eines von 17 Exemplaren (hier Exemplaire M) mit einem Originalaquarell, einem weiteren Originalaquarell „refusée“, einer Originalradierung „supplémentaire“ auf Japon impérial. Neben den 17 (statt 18) Originallithographien ist noch eine Extrasuite „en noir“ vorhanden. Gesamtauflage: 1058 Exemplare. Die Illustrationen von Raoul Serres (1881-1971) verströmen die süßliche Einfalt des Aufreizenden der 1950er Jahre, wie man sie auch in Herren- und Frauenmagazinen der dama­ ligen Zeit vorfindet. Nachkriegsvergessenskunst. – Es fehlt eine Farb­ lithographie; wohlerhalten. Abbildung

3380 Lechner, A. - Honisch, Dieter. Alf Lechner. Skulpturen. 318 S. Mit zahlreichen Textabbildungen und signierter Orig.Zeichnung. 32,5 x 25,5 cm. OLeinenband mit OSchutzumschlag in OLeinen-Kassette. Nürnberg, Verlag für moderne Kunst, 1990. 200 € Eines von 33 numerierten und signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der separaten signierten Orig.-Zeichnung „Heftige Kreisbewegung“ (31,5 x 48,5 cm; mittig gefaltet). Mit einem Werkverzeichnis (S. 261 ff.). – Frisches Exemplar. Abbildung Seite 136

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Die Entstehung des „Märchens vom Sinn“ in Originalskizzen 3381 Lechter, Melchior. Musteralbum. Album mit einmon­ tierten Feder- und Bleistiftzeichnungen, Entwürfen für Bilder, Architekturen und Ornamente, goldgeprägte farbige Leder­ proben, Exlibris, Siegelabdrücke sowie zahlreichen Reproduk­ tionen eigener Werke aus zeitgenössischen Publikationen. 26,5 x 21 cm. Violettfarbenes Wildleder d. Z. (minimal licht­ randig) mit ornamental geflochtenem Pergamentstreifen auf dem Rücken und als Vignette auf dem Deckel. 1927-1928. 1.200 €

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Das Album diente als persönliches Muster- und Dokumentationsalbum des Künstlers Melchior Lechter (1865-1937), des aus Münster stammenden Malers, Graphikers, Illustrators und Buchkünstlers, der mit seinem künstlerischen Oeuvre vom Jugendstil, dem Art Deco und vor allen den Präraffaeliten maßgeblich beeinflusst wurde und seinerseits die Ornamentik des beginnenden 20. Jahrhunderts in Deutschland entscheidend prägen sollte. So gibt er sich hier mit mehr als 40 in das Album einmontierten Blättern und Objekten Rechenschaft über sein Künstlertum. Etwa 20 Blätter sind Ausschnitte von publizierten Abbildungen seiner Werke (aus Büchern wie „Blätter für die Kunst“ und Ephemera-Drucken), darunter Gemälde wie „Schattenland“, „Ein Frühlingstraum“, „Tristis est anima mea“, „Muse am Meer“, „Orpheus“, Zeichnungen, Buch­ umschläge „Hildebrand und Sack“ (Preisliste der Fa. Landshuter LeinenIndustrie), „Julius Sittenfeld - Buchdruckerei Berlin“ oder Exlibris sowie mehrere Entwürfe für Glasfenster.

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Unter den Originalen ein bis dato wohl noch nicht publiziertes persönliches Signet als originale Federzeichnung in Schwarz mit einem Einhorn in Dreieck und Kreis, unten monogrammiert „ML“, 3 originale Bleistiftskizzen (recto und verso) mit Entwürfen für eine Siegelmarke in Form eines Bischofssiegels mit Herz, Blumen und lateinischer Umschrift in Versalien: „Amor est religio pulchritudo benignitas sapientia deus“, unten monogrammiert „ML“ und datiert „1927“. Ferner vorhanden eine ganze Reihe von 11 originalen Entwurfsskizzen in Bleistift und violetter Tinte für die Gestaltung einer Titelbordüre zur Ausstattung und Buchschmuck sowie Einband des Buches „Das Märchen vom Sinn - Ein Mysterium“, das von Melchior Lechter verfasst und 1927 als „Opus V der Einhornpresse“ in einem türkisfarbenen Saffianeinband erschien („Handgeschrieben für die Einhorn-Presse“, Berlin, Otto von Holten, 1927). Die zahlreichen Skizzen mit Entwürfen, Änderungen, Korrekturen, Verwerfungen und neuen Ideen bieten einen interessanten Einblick in die Entwurfspraxis des Künstlers. Alle Entwürfe sind datiert und monogrammiert „ML 1927“. Besonders interessant sind die Zeichnungen für den Einband des Buches, eines der prächtigsten Werke Lechters, signiert „ML Aug. 1927“, mit einem Entwurf des Deckels und dem eigenhändigen Kommentar Lechters: „In der Mitte blaues Leder mit Goldprägung, die vier [Quadra]tischen Eckstücke mit dunkler, blauer Lederauflage und Goldprägung ... Der Rand u. das Mittelstück ist als vergoldetes Metall gedacht mit Email-Einlagen und fünf Chrysoprasen: in den vier Ecken je ein kleiner, in der Mitte ein Großer“. Weiterhin einmontiert sind 2 weitere violette Federzeichnung mit Ornament-Details und das „Mittel-Stück“ für die geplante Mappe. Es folgen 3 in schimmerndem Gold geprägte Beispiele unterschiedlich türkisfarbener Feinledersorten. Es finden sich auch 2 unterschiedlich große orignale Lackabdrücke des Mandorla-Siegels Melchior Lechters in rotem Siegellack, ferner eine Bleistiftzeichnung „Unvordenklich - verloren in der Zeiten Nacht“ („1928 ML“) sowie eine gekonnte Zeichnung eines weiblichen Engels auf einer Mondsichel in Bleistit etc. – Wohlerhalten, frisch und sauber, die zweite Hälfte des Albums blieb weiß.

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Abbildungen

3382 Léger, Fernand. Mes voyages avec un poème d‘Aragon. Mit 28 (10 farb.) teils doppelblgr. Orig.-Lithographien von Fernand Léger. 220 S. 39 x 29 cm. Lose Doppelbogen in Orig.Umschlag und Papp-Deckel. In OPappschuber (lädiert). Paris, Les éditeurs français réunis, 1960. 1.500 € Monod 7080. The Artist and the Book, S. 113. Saphire S. 303. – Eines von 250 nummerierten Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 291 Ex.). Posthum unter Aufsicht von Nadia Léger hrsg. Werk. - Druck der Lithographien bei Mourlot. – Wohlerhalten. Abbildung

3383 Léger, Fernand. - Cooper, Douglas (Ed.). Fernand Léger - Dessins de guerre 1915-1916. 10 Bl. Mit 44 Abb. (eine farbig, 43 auf getöntem Hintergrund) auf Tafeln. OBroschur und lose Blatt. Zusammen in OPappmappe (Rücken mit kl. Einriss) mit pochoirkoloriertem Umschlagtitel. In transparentem Schuber. Paris, Berggruen & Cie, 1956. 600 € Nicht bei Monod. – Eines von 50 römisch nummerierten Exemplaren „hors commerce“. Druckvermerk mit einer eigenhändigen Widmung des Herausgebers an Dora Maar, datiert April 1956. Das Album mit

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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Faksimiles der Tusch- und Bleistiftzeichnungen, die während des Ersten Weltkriegs entstanden. Nur knapp überlebte der Soldat Léger einen deutschen Giftgasangriff. – Sehr gut erhalten. Abbildung Seite 136

3384 Léger, Fernand. - Éluard, Paul. Liberté, j‘écris ton nom. Gefaltetes Leporello. Original-Siebdruck auf Papier. 28,8 x 111,5 cm. In privater Halbleinenkassette (Rücken leicht berie­ ben) mit Rückentitel und intarsiertem, farbig illustriertem Deckeltitel. Paris, Éditions Seghers, (1953). 2.000 € Monod 4214 (für die erste Ausgabe). – Zweite Ausgabe, die noch im Jahr der Erstausgabe (die sehr selten ist) erschien und sich von dieser durch die Reproduktion in Siebdruck unterscheidet. Die erste Ausgabe umfasste 200 nummerierte, in Pochoirkolorit ausgeführte Exemplare. Im vorliegenden Werk illustrierte Léger (1881-1955) das von Paul Éluard (1895-1952) verfasste Gedicht „Liberté“, das zum ersten Mal 1942 im Untergrund als Flugblatt in der Sammlung „Poésie et Vérité“ veröffentlicht wurde. Es wurde in zehn Sprachen übersetzt. Éluard und Léger hatten sich bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs über ihr Engagement in der Kommunistischen Partei kennengelernt. Léger, der Éluard 1947 porträtierte, schuf dieses Gedichtobjekt, um seinem 1952 gestorbenen Freund Paul Éluard zu huldigen. Die Umsetzung des Siebdruckes nach den Originalkompositionen von Léger stammt von Claude de Romefort (1918-2010) in Marseille, der auch auf der Graphik links unten, zusammen mit der Angabe der Éditions Seghers, genannt wird. – An den Ecken und Faltkanten dezent restauriert, Ecken jeweils mit kl. Durchstich, von der Montage mit Reißzwecken herrührend. Etwas gebräunt und berieben.

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Abbildung


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3385 Léger, F. - (Le Noci, Guido) (Hrsg). Fernand Léger. Sa vie, son oeuvre, son rêve. Ca. 250 Bl. Mit einer Orig.-Farbserigra­ phie und zahlr. teils farbigen Tafeln. 35,5 x 26 cm. OBroschur mit Pergaminumschlag in illustr. OPappschuber (geringe Gebrauchsspuren). Mailand, Edizioni Appolinaire, 1971. 450 € In kleiner nummerierter Auflage erschienene reich bebilderte Hommage. Mit Faksimiles, Portraits, Reproduktionen der Kunstwerke, Fotografien etc. sowie einer Original-Serigraphie von F. Léger. – Wohlerhalten. Abbildung

3386 Lemaître, Jules. Myrrha vierge et martyre. 2 Bl., XVI, 68 S., 1 Bl. Mit gestochener Titelvignette und 12 teils blattgr. Textkupfern nach L.-E. Fournier. 24 x 17 cm. Roter Maroquin­ band d. Z. (Ecken minimal bestoßen; illustrierter OUmschlag eingebunden; signiert: „E. Stierli, Rel., Zürich“) mit ornamen­ taler RVergoldung, goldgeprägtem RTitel, doppelten Deckel­ fileten mit sternförmigen Eckfleurons aus aufgebrachten Lederapplikationen in Grün und Schwarz, Innenkantenbor­ düre und KGoldschnitt. Paris, A. Ferroud, 1903. 240 € Eines von 250 nummerierten Exemplaren der Ausgabe sur papier vélin d‘Arches (Gesamtauflage: 400). – Sehr schönes und sauberes Exemplar. Abbildung

3387 Lepape, Georges. La donna. Modelli di primavera. Gouache, Graphitstift, Tinte und Blattgold auf Karton. Datiert und signiert. 30 x 24 cm (Darstellungsgröße). Mit Passepar­ tout unter Glas in vergoldeter Holzleiste gerahmt. 43 x 37 cm. 1926. 1.500 €

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Für das italienische Modemagazin „La donna“ zeichnete Georges Lepape (1887-1971) die Frühjahrskollektion. Das Mannequin präsentiert hier eine elegante, in mehreren Lagen gewickelte, knöchellange, weiße Abendrobe. Große Perlenohrringe und mehrere Armreifen ergänzen das Kleid. Der französische Modezeichner, Plakatkünstler und Graveur Lepape studierte an der Pariser Ecole des Beaux-Arts und unterhielt u. a. Kontakte mit Künstlern wie Georges Braque und Marie Laurencin. Bereits 1910 stellte er in einer Gemeinschaftsausstellung im Herbst­ salon aus. Von 1912 bis 1925 war Lepape für die Modezeitschrift „Gazette du bon ton“ einer der wichtigsten Zeichner. Aber auch für „Harpers Bazaar“, „Vanity Fair“ und „Vogue“ entwarf er Titelbilder. – Minimal angestaubt. Im linken Rand mit kleinem Braunfleck. Das Blattgold leicht berieben. Nicht ausgerahmt, daher mit möglichen Randläsuren. Versand nur ohne Rahmen. Abbildung Seite 140

3388 Lepape, G. - Guitry, Sacha. Le Bien-Aimé. Comédie. 4 Bl., 2 Bl., 118 S., 1 Bl. Mit 21 kolor. Kupferstichen, davon 7 blattgroß „hors-texte“, 7 „bandeaux“ und 7 „culs-de-lampe“ sowie einer „Suite en couleurs mit Remarquen, einer „Suite en une couleur“ sowie einer Kupferplatte (14 x 18,5 cm) von Georges Lepape. 26 x 20,5 cm. Lose Bogen bzw. lose Bl., zusammen in 2 OUmschlägen und OHalbleinendecke (lädiert; Gelenke innen mit Klebeband fixiert) mit 2 RSchildern. Paris, Henri Javal, 1949. 450 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3390 Liebermann, Max. 54 Steindrucke zu kleinen Schrif­ ten von Heinrich von Kleist. 76 S. Mit 56 Orig.-Lithographien von Max Liebermann. 33,5 x 26 cm. OPergament (Deckel leicht aufgebogen, leicht abgegriffen) mit Deckelvignette und KGoldschnitt. Berlin, Bruno Cassirer, (1917). 500 € Schauer II, 86. Schiefler 226-228. – Eines von 250 nummerierten Exemplaren der Ausgabe auf Büttenpapier (Gesamtauflage: 270). Im Druckvermerk von Max Liebermann signiert. Das erste von Liebermann illustrierte Buch, zugleich das am reichsten illustrierte. Enthält nicht, wie auf dem Titel angegeben, 54 sondern 56 Original-Lithographien. – Kaum gebräunt. Letzte Blatt etwas wellig. Abbildung

3391 Live in your head. Kunsthalle Bern 22. 3. - 27. 4. 1969. When attitudes become form - works, concepts, processes, situations, information. Wenn Attitüden Form werden. Wer­ ke, Konzepte, Vorgänge, Situationen, Information. 86 Bl. Mit zahlreichen Abbildungen in Schwarz-Weiß. 31,5 x 23,5 cm. Lose Blatt in Orig.-Schnellhefter (Rücken etwas fleckig) mit Klemmschiene und alphabetischem Griffregister. (Bern 1969). 240 €

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Monod 5758. – Eines von 40 nummerierten Exemplaren (Gesamtauf­ lage: 340 Ex.) „sur Vélin de Rives à la forme“, die zwei vom Graveur Charles Mazelin signierte (bzw. monogrammierte) Extrasuiten Illustrationen (Tafeln und Textvignetten) sowie eine Kupferplatte zu einer Schlussvignette enthält. Gedruckt von Pierre Bouchet. Georges Lepape (1887-1971) war vor allem als Modezeichner und Plakatkünstler erfolgreich. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 140

3389 Lescure, Jean. Un herbier des dunes. 28 nn. Bl. Mit 20 doppelblattgroßen Original-Graphiken in Mischtechnik (Farbradierung und Linolschnitt) sowie 3 doppelblattgroßen Original-Graphiken in Linolschnitt von Marcel Fiorini. 41 x 28 cm. Lose Lagen in OPappumschlag in OHalbpergament­ mappe (leicht lichtrandig auf dem Rückdeckel, gering be­ schabt) mit goldgeprägtem RTitel, in OPappschuber (obere Kanten mit kleinem Einriss). (Paris), Jeanne Bucher, (1963). 900 € Eines von 80 nummerierten und vom Autor und Künstler signierten Exemplaren auf Richard de Bas-Papier (Gesamtauflage: 100). Nach Angaben des Künstlers wurden von den 100 deklarierten Exemplaren nur 50 realisiert. Insgesamt besteht das Werk aus 46 ganzseitigen Orig.Graphiken. Die gedruckten Doppelblätter und Doppelseiten sind von zwei verschiedenen Platten gedruckt, die sich künstlerisch ergänzen. Auch der Titel wurde graphisch gestaltet. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung

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Erste Auflage des Katalogs zur legendären, von Harald Szeemann kuratierten Ausstellung in der Kunsthalle Bern, ein Reprint erschien 2006. Enthält zehn Blatt Einleitung und eine Liste der ausgestellten Werke, 75 Blatt alphabetisch angeordnete Künstlerportraits und ein Blatt Photonachweis. – Griffregister mittig etwas fingerfleckig. Wohlerhalten.

3392 Machiavelli, Niccolo. Gesammelte Schriften. Hrsg. von Hanns Floerke. Übersetzt von Johann Ziegler und Franz Nicolaus Baur. 5 Bde. 20,5 x 13 cm. Blaue OHalblederbände (leicht berieben; Rücken etwas ausgeblichen) mit reicher RVergoldung und goldgepr. RSchildern sowie KGoldschnitt und Buntpapierbezügen. München, Georg Müller, 1925. 250 € Enthält: I. Vom Staate. - II. Vom Fürsten. Kleinere Schriften. - III. Gesand­ schaftsberichte. - IV. Geschichte von Florenz. - V. Historische Fragmente. Komödien. Briefe. – Mit Exlibris; Schnitt etwas stockfleckig.

3393 Maillol, Aristide. - Lucien (d. i. Lukian v. Samosta). Dialogues des Courtisanes. Traduit du Grec par C. Astruc. 93 S. Mit 35 Orig.-Lithographien (7 ganzs.) von Maillol. 39 x 29 cm. Lose Bogen in OPergamentumschlag und OHPergamentdecke in (fleckig) OPappschuber (fleckig). Paris, Creuzevault, 1948. 2.200 € Monod II, 7468. – Eines von 225 nummer. Exemplaren (Gesamtauflage 275 Ex.). Die schönen Lithographien, die in ihrer Plastizität noch einmal die große Meisterschaft des Bildhauers Maillol erkennen lassen, wurden von Ferdinand Mourlot auf der Handpresse gedruckt. Die Steine wurden nach der Fertigstellung zerstört. Der weibliche Akt ist das Hauptthema von Maillols bildhauerischem Schaffen, das sich durch klassische Ruhe und eine klare, in sich geschlossene Plastizität auszeichnet. Maillols kompakte, üppig-sinnliche weibliche Figuren, die sowohl an Gauguins Frauengestalten wie an die späten Akte von Renoir erinnern, waren von immensem Einfluss auf die europäische, besonders auf die deutsche Bildhauerei. – Anfangs etwas stockfleckig. Abbildung


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Mit zwei Extrasuiten 3394 Maillol, Aristide. - Vergilius Maro, Publius. Les Géor­ giques. Texte latin et version française de J. Delille. Mit 122 Original-Holzschnitten von Aristide Maillol (inkl. Wiederho­ lungen, Initialen und Remarquen) und zwei separaten Folgen der Holzschnitte. 33 x 25 cm. Lose Bogen, unbeschnitten in 4 OUmschlägen in 3 OHalbpergamentdecken und OSchubern (diese teils feuchtrandig, besonders Bd. I, dieser auch spor­ fleckig, stellenweise mit Montierungsresten). Paris, Gonin, 1937-1943 (1950). 2.500 € Guérin 159-215. The Artist and the Book Nr 175. Monod 11339. – Eines von 750 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Hier ein Vorzugsexemplar (100 Exemplare) mit den beiden Extrasuiten der Holzschnitte (je 72 Bl.) in Rot und Schwarz, jeweils mit Monogramm-Stempel. Das letzte von Maillol illustrierte Buch, auf eigens dafür geschöpftem Bütten gedruckt. Gegenstück zu den bereits 1926 auf der CranachPresse hergestellten Eclogen. Die in klassischen Umrisslinien geschnittenen Illustrationen werden für die künstlerisch reifsten Holzschnittarbeiten Maillols gehalten. – Gering gebräunt, stellenweise leicht braunfleckig. Insgesamt sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 142

Mit Widmung des Verlegers Philippe Gonin 3395 Maillol, Aristide. - Vergilius Maro, P(ublius). Les Géorgiques. Texte latin et version française de Jacques Delille. Mit 122 Original-Holzschnitten von Aristide Maillol (inkl. Wiederholungen, Initialen und Remarquen). 32,5 x 24 cm. Unbeschnittene lose Bögen mit OBroschuren (diese minimal fleckig) und OHalbpergament-Decken in OHalb­ pergament-Schuber (nur diese minimal unfrisch). Paris, Gonin, 1937-1943. 2.000 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3397 Mandeville, Bernard. Bienenfabel. Herausgegeben von Otto Bobertag. XXX, 400 S., 2 Bl. 22,5 x 14 cm. Roter Orig.Chagrinlederband (Ecken minimal berieben) mit ornamen­ taler RVergoldung, goldgepr. RSchild, mehrfachen Deckel­file­ ten und KGoldschnitt. München, Georg Müller, 1914. 180 € Bibliothek der Philosophen Band XV. Eines von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf holländisch Bütten und in Ganzleder (Nummer 1). Hauptwerk des niederländischen Arztes und Sozialtheoretikers Bernard Mandeville (1670-1733), dessen hier formuliertes Lob des Lasters als Quelle für das Allgemeinwohl nicht nur im 18. Jahrhundert für Zündstoff sorgte. – Sauberes und wohlerhaltenes Exemplar, zweiseitig unbeschnitten.

„Leseexemplar ... Unkorrigierter Abzug. Nur für persönlichen Gebrauch“ 3398 Mann, Thomas. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Der Memoiren erster Teil. 441 S. 19 x 11 cm. OBroschur (Rücken knickspurig, Gelenke etwas berieben, Rücken leicht lichtrandig, leicht bestoßen). (Berlin und Frankfurt), S. Fischer, 1954. 400 € Vgl. Potempa D12, 3.2. – Erste Ausgabe der endgültigen Fassung: „Leseexemplar ... Unkorrigierter Abzug. Nur für persönlichen Gebrauch“

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Guérin 159-215. The Artist and the Book Nr 175. Monod 11339. – Das letzte von Aristide Maillol (1861-1944) illustrierte Buch, in 750 Exemplaren auf eigens dafür geschöpftem Bütten gedruckt (mit Wasserzeichen „Maillol-Gonin“). Gegenstück zu den bereits 1926 auf der CranachPresse hergestellten Eclogen. Die in klassischen Umrisslinien geschnittenen Illustrationen werden für die künstlerisch reifesten Holzschnittarbeiten des Künstlers gehalten. – Nur stellenweise, meist nur unwesentlich fleckig oder gebräunt, sonst wohlerhalten. Vorsatz von Band I mit 6-zeiliger eigenhändiger Widmung des Druckers und Verlegers: „A Ernerst Dupraz en souvenir de vos modestes débuts à l’U.B. S., de notre très vielle amitié et en symphathie d’art. Philippe Gonin“. Abbildung

3396 Mallarmé, Stéphane. Der Nachmittag eines Fauns und einige Blaetter Prosa. 44 S., 2 Bl. 24,5 x 19 cm. OPerga­ ment mit Rückentitel, dezenter Filetenvergoldung als Bor­ düre auf den Deckeln mit Eckfleurons und Mittelvignette; Kopfgoldschnitt in OPappschuber (nur dieser leicht ange­ staubt und lichtrandig). Leipzig und Wien 1920.

250 €

5. Avalun-Druck. Rodenberg I, 331, 5. – Eines von 400 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Druck in Braun und Blau auf „altem Dokumentenpapier“. – Schönes Exemplar.

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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(Umschlag). Vor der Druckfreigabe in kleiner Auflage erschienen. Die erste Anregung zum Stoff soll Thomas Mann bereits 1905 durch die Erinnerungen des rumänischen Hochstaplers und Betrügers Manolescu erhalten haben, begann aber erst zwischen 1910 und 1913 mit der ersten Phase der Niederschrift, aus der ein Bruchstück 1911 im Almanach des S. Fischer-Verlages abgedruckt wurde. Es folgte eine Pause von fast 40 Jahren und erst 1951 fing Mann wieder mit den Arbeiten zu diesem Titel an. – Vortitel mit hs. Besitzvermerk; papierbedingt gleichmäßig gebräunt.

3399 Mann, Thomas. Doktor Faustus. Das Leben des deut­ schen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. 772 S., 1 Bl. 19 x 11,5 cm. OLeinen mit OSchutzum­ schlag (dieser mit Gebrauchsspuren und gebräunt). Stock­ holm, Bermann-Fischer, 1947. 150 € Bürgin I 76 A. Potempa D 10, 2. – Erste (öffentliche) Ausgabe (innerhalb der Stockholmer Gesamtausgabe). Titelblatt von Thomas Mann signiert. – Durchgehend mit Annotationen (in Bleistift) und Marginalien eines kritischen Lesers.

3400 Mann, Thomas. Herr und Hund. Idylle. 140 S., 2 Bl. Mit 15 Illustrationen von K. Rössner. 17,5 x 10,5 cm. OPappband (etwas gebräunt) mit handkolor. Deckelillustration von K. Rössner. Berlin, S. Fischer, 1925. 60 € Bürgin 14 B. – Erste Auflage dieser Ausgabe. 1919 war eine einmalige Sonderauflage von 120 Exemplaren erschienen, kurz darauf eine weitere zusammen mit dem „Gesang vom Kindchen“. – Gutes Exemplar.

3401 Mann, Thomas. Hundert Jahre Reclam. Gastrede von Thomas Mann gehalten bei dem Festakt anläßlich der Hun­ dert-Jahr-Feier des Verlages Philipp Reclam Jun. am 1. Okto­ ber 1928. 33 S. Mit 26 (davon eine ganzseitig und signiert) Orig.-Lithographien von Eugen Spiro. 30 x 22,5 cm. OPerga­ ment mit DVignette (Ränder leicht gebräunt). Leipzig, Reclam, (1928). 400 € Eines von 1000 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 2000). Die erste, ganzseitige Lithographie von Thomas Mann und Eugen Spiro signiert. Die Lithographien zeigen v. a. Porträts der Anwesenden. – Schwach gebräunt, vereinzelt leicht fleckig. Abbildung

3402 Marcks, Gerhard. - Runge, Ph. O. Von dem Fischer un syner Fru. 21 S., 1 Bl. Mit 11 Orig.-Holzschnitten von Gerhard Marcks. 23,5 x 17,5 cm. OPappbd. in Pappschuber. Köln 1981. 250 € Schauer II Tafel 154. – In kleiner Auflage erschienen. Druckvermerk von G. Marcks signiert. – Frisches Exemplar. – Dabei: Bronze-Reliefplakette „Vom Fischer und seiner Frau“ von Martin Bartels. Ø 16 cm. - Unikat des 1977 geborenen Berliner Malers und Objektkünstlers (1998-2002 Studium an der Humboldt-Universität Berlin, 2002-2008 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 2006 Auslandsstudium an der École Superièure des Beaux-Arts Marseille, 2008-2012 Meisterschülerstudium bei Tristan Pranyko, 2010-2016 Dozent an der Sommerakademie der Humboldt Universität, vgl. www.martinbartels.de). - Beides (Plakette und Buch) in einer eigens angefertigten Papp­ kassette. Abbildung Seite 144

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3403 Marquardsen-Kamphövener, Else. Fräulein Stein. Frauenroman. 252 S. 18,5 x 12 cm. OLeinenband (leicht fleckig). Berlin, Schlesische Verlagsanstalt, (1932). 150 € Kosch, 20. Jhdt. XXV, 363. – Einzige Ausgabe des seltenen „Frauen­ romans“ (kein Exemplar über den KVK online nachweisbar) der als Märchenerzählerin bekannt gewordenen Autorin (1878-1963), die nach einem bewegten Leben - die Bewerbung um einen Eintritt in die NSDAP wude 1935 abgelehnt - auch ihre eigene Biographie märchenhaft stilisierte. – Gebräunt.

3404 Meckel, Christoph. Konvolut von 17 Werken, über­ wiegend in ersten Ausgaben, jeweils vom Autor eigenhändig signiert oder mit kleiner Originalzeichnung. Verschiedene Formate, Originaleinbände und Verlage 1960-1985. 300 € 3402

Enthält: 1. Der Krieg. Hamburg und München, Ellermann, 1960. - Sig­ niert. - 2. Welttheater. Ebenda. 1960. - Signiert und mit winziger Zeichnung. - 3. Die Stadt. Ebenda 1960. - Signiert und mit kl. Zeichnung. - 4. Wildnisse. Gedichte. Frankfurt/M., S. Fischer, 1962. - Sig­niert. - 5. Lyrik

Prosa Graphik aus zehn Jahren. München, Unverhau, 1965. - Signiert, datiert und mit Zeichnung. - 6. Der Wind, der dich weckt, der Wind im Garten. Eine Romanze für Stimmen. Neuwied, Luchterhand, 1967. - Signiert, datiert und mit Zeichnung. - 7. Manifest der Toten. Mit acht Zeichnungen des Autors. Stierstadt, Eremiten-Presse, 1971. - Signiert, datiert und mit kl. Zeichnung. - 8. Werkauswahl. Lyrik Prosa Hörspiel. Zusammengestellt von W. Unverhau, Bibliografie W. Segebrecht. München, Nymphenburger Verlagshandlung, 1971. - Signiert und mit Zeichnung. - 9. Lieder aus dem Dreckloch. Düsseldorf, Eremiten-Presse, 1972. - Signiert, mit Zeichnung. 10. Wen es angeht. Gedichte. Mit Graphiken des Autors. München, Heyne, 1974. - Signiert. - 11. Wen es angeht. Gedichte. Mit Graphiken des Autors. Düsseldorf, EremitenPresse, 1974. - Signiert, datiert und mit Zeichnung. - 12. Bockshorn. Roman. Berlin, Aufbau, 1975. - Mit kleiner Zeichnung. - 13. Nachtessen. Berlin, Literarisches Colloquium, 1975. - Signiert, datiert und mit kl. Zeichnung. - 14. Christoph Meckel & Christopher Middleton. Bilderbücher 1968/1978. (Ausstellungskatalog). Berlin, DAAD, 1979. - Mit Widmung von Middleton, außerdem von Meckel und Oskar Pastior signiert. - 15. Liebesgedichte. 2. Auflage. Mit 5 reproduzierten Radierungen des Autors. Berlin, Anabis, 1980. - Signiert, datiert, mit Zeichnung. - 16. Der wahre Muftoni. Erzählung. Mit zehn Zeichnungen des Autors. München, Hanser, 1982. - Mit Widmung. - 17. Jasnandos Nachtlied. Ein Poem. Privatdruck 1985. - Mit Widmung. – Wohlerhaltene Sammlung der Werke des jüngst gestorbenen Autors und Künstlers. Abbildungen

3405 Medium in re. Zwölf Beispiele Schwarzer Kunst. 18 Bl. Mit 12 sign. Orig.-Graphiken. 31 x 24 cm. Illustr. OLeinenband. Hamburg, Schwarze Kunst, (1994). 180 € Eines von 30 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe des zur „art multiple“ Düsseldorf im September 1994 erschienenen Kataloges (Gesamtauflage: 300 Ex.). Enthält signierte Originalgraphiken von Wilfried Bohne (Farbholzschnitt, 1984), Artur Dieckhoff (Farbholzschnitt, 1994), Johannes Nawrath (3 Farblinolschnitte, 1994), Klaus Raasch (Druckcollage mit Linolschnitten, 1994, Typografik, 1991 und Druckcollage mit Holzschnitt, 1994), Tita do Rêgo Silva (2 Farbholz-

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schnitte, einer davon doppelblattgroß, 1994), Svato Zapletal (Linolschnitt von 5 Platten, 1994) und Pablo Zweig (Farblinolschnitt, 1994). – Vorsatz mit mont. Namensschild und einem Zettel, sonst tadellos. Abbildung, auch auf Seite 254

3406 Meichsner, Dieter. Die Studenten von Berlin. Roman. 620 S., 2 Bl. 20 x 12,5 cm. OLeinen mit OSchutzumschlag. Hamburg, Rowohlt, 1954. 80 € Kosch X, 705. – Erste Ausgabe des Romans, einem „der wenigen Großversuche an Neuer Sachlichkeit in der Nachkriegsliteratur“ (Wilfried F. Schoeller). Titel mit längerer Widmung des Autors (datiert 12.10.88). – Sehr gutes Exemplar.

3407 Meidner, Ludwig. - Weiss, Ernst. Die Feuerprobe. 114 S., 1 Bl. Mit 5 Original-Radierungen von Ludwig Meidner. 35,5 x 24,5 cm. Rotes OHalbpergament (leicht fleckig, Kapitale und Kanten leicht berieben) mit goldgeprägter Deckel-Vignette und Kopfgoldschnitt. Berlin, Die Schmiede, 1923. 900 € Raabe 328, 12. Rodenberg 449. Wilpert-Gühring2 12. – Erste Ausgabe. Eines von 75 nummerierten Exemplaren der Ausgabe B. Im Impressum von Ernst Weiss und Ludwig Meidner signiert (Gesamtauflage 675). – Spiegel und Vorsatzblätter minimal stockfleckig, sonst gut erhalten. Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3408 Meidner, Ludwig. - Weiss, Ernst. Die Feuerprobe. 114 S., 1 Bl. Mit 5 Orig.-Radierungen von Ludwig Meidner. 35,5 x 24,5 cm. Roter OPappband (fleckig und berieben, Kapitale leicht bestoßen, Rücken ausgeblichen, Rückdeckel auch licht­ randig, untere rechte Ecke des Vorderdeckels stärker beschä­ digt) mit goldgeprägter DVignette und KGoldschnitt. Berlin, Die Schmiede, 1923. 180 € Raabe, Handbuch 328, 12. Rodenberg 449. Wilpert-G.2 12. – Erste Ausgabe. Eines von 575 num. Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 675 Ex.). – Sauberes Exemplar. Abbildung Seite 145

3409 Meier-Graefe, Julius (Hrsg.). Zehnte Reihe der Druc­ ke der Marees-Gesellschaft. 8 Bl. Mit einer mont. Original­ lithographie von Karl Hofer, einer weiteren Lithographie und einem farb. Faksimiledruck. 35 x 28 cm. OBroschur (mit Randeinrissen). München, Piper, 1923. 120 € In kleiner Auflage erschienener zehnter Prospekt der Marees-Gesellschaft, gedruckt auf handgeschöpftem Papier. – Stockfleckig.

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3410 Meyer, Alfred Richard. Kleines im Grossen. Grosses im Kleinen. 96 S., 4 Bl. 25 x 17,5 cm. Marmorierter OPappband (Kanten minimal berieben) mit goldgeprägtem RSchild. (Prag, Kommissionsverlag E. Matthes) 1942. 120 € „111. Druck der Munkepunke-Gesellschaft und des Schwimmclubs geistig hochstehender Männer.“ Erste Ausgabe. Alfred Richard Meyer zum 60. Geburtstage gewidmet von Gerhard Schulze, Leipzig. Her­ estellt von der Orbis A.G. unter Benutzung der Egmont-Kursiv. Sämt­ liche Stücke tragen die Nr. 111. (Druckvermerk). Von Alfred Richard Meyer und Gerhard Schulze im Druckvermerk signiert. – Sehr schönes und frisches Exemplar.

3411 Miró, Joan. Lithograph II [und] IV in 2 Bänden. Mit einem Vorwort von Raymond Queneau bzw. Nicolas und Elena Calas. 248 S., 4 Bl.; 208 S. Mit zus. 18 Original-Lithogra­ phien (inkl. Umschlag) von Joan Miró. 32 x 24,5 cm. OLeinen mit OUmschlag (minimale Gebrauchsspuren), ein Band in Pappschuber. Paris, Maeght, Genf, Weber, 1975-1982. 350 € Bände II und IV der deutschen Ausgabe des Werkverzeichnisses der Lithographien von Joan Miró (1893-1983). – Wohlerhaltene Exemplare.

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3412 Miró, Joan. Oiseau solaire. Oiseau lunaire. Etincelles. 38 S., 1 Bl. Mit vielen Abb., 1 lose beil. farb. „Triptychon“, 2 far­ big montierten Sandpapieren und einer montierten Farb­ palette von J. Miró. 32 x 24,5 cm. Farbig illustrierter OKarton (minimale Gebrauchsspuren) in Original-Lithographie und einem weiteren illustriertem OUmschlag (leicht berieben und bestoßen, am oberen Kapital mit kleinem Einriss) in Original-Lithographie mit Aussparung im Vorderumschlag. New York, Matisse, 1967. 450 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3414 Miró, Joan. - Derrière le Miroir. No 87/88/89. 19 nn. S. Mit 5 (inkl. Umschlag; 2 doppelblattgr.) Orig.-Farblithogra­ phien von Joan Miró. 38 x 28 cm. Illustr. OUmschlag. Paris 1956. 220 € Mit Texten u.a. von Jacques Prévert und Joseph Llorens Artigas. – Sehr gut erhalten.

3415 Miró, J. - Derrière le Miroir. Nr. 139/140. 25 S., 2 Bl. Mit Abbildungen und 8 teils gefalteten Original-Farblithogra­ phien von Joan Miró. 38 x 28 cm. OUmschlag (an den Kanten minimal bestoßen). Paris, Maeght, 1963. 180 € Cramer 83. Enthält die Lithographien Mourlot 272-279. – Mit einem Text von André Pieyre „Terres Nouvelles de Miró et Artigas“. – Frisches Exemplar.

3416 Miró, J. - Derriere le Miroir. Nr. 186. 30 S. Mit zahlrei­ chen, meist farbigen und ganzseit. Abb. und 3 (doppelblattgr.) Orig.-Farblithographien von Joan Miró. 38 x 28 cm. Illustrier­ ter OUmschlag (minimal bestoßen). Paris, Maeght, 1970. 180 € Die Texte in dieser Ausgabe sind von André Balthazar („Les Sculputures de Miró“) und Jacques Dupin („Miró sculpteur“). – Frisches Exemplar. – Dabei: Joan Miró. Peintures - Gouaches - Dessins. 12 Bl. Mit 3 Orig.-Farblithografien (inklusive Umschlag) von Joan Miró und zahlreichen Abbildungen. 31,5 x 23 cm. In illustriertem OPappumschlag (minimal bestoßen). 1972, Galerie Maeght, Zürich. - Sehr gutes Exemplar.

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Cramer Nr 117. – Der aufwendig auf Velin d‘Arches gedruckte Ausstellungskatalog ist in kleiner nummerierter Auflage erschienen. Mit 54 einfarbigen Abbildungen im Text und auf Tafeln, 4 farbigen Tafeln (davon eines als Tryptichon) sowie 2 farbigen montierten Sandpapieren. „The colored reproductions including the jacket, the cover and the triptych are by Daniel Jacomet and the typography by Fequet et Baudier“. Mit einer siebenseitigen Einleitung des Kunstkritikers und Ausstellungskurators David Sylvester. – Minimal gebräunt, sonst wohlerhalten. Abbildung

3413 Miró, Joan. - Derrière le Miroir Nr 57-59. Mit 12 (incl. 4 auf dem Umschlag und 1 mehrfach gefalteten sowie dop­ pelblattgr.) Orig.-Farblithographien. 38 x 28 cm. . OUm­ schlag (etwas angestaubt). Paris 1953. 1.200 € Cramer 26. Mourlot 125-136. – Zu Mirós 60. Geburtstag erschienenes Heft. Mit der großen als Faltblatt erschienenen Lithographie „Nocturne“ (37 x 139 cm). Bis auf die gefaltete Lithographie alle anderen recto und verso bedruckt. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 147

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3417 Miró, Joan. - Derrière le Miroir. No 193/194. 31 S. Mit 3 (inkl. Umschlag; 2 doppelblattgroßen) Original-Farblitho­ graphien von Joan Miró. 38 x 28 cm. OUmschlag (am unteren Rand etwas gebräunt). Paris, Maeght, 1971. 180 € Erste Blätter und eine Originallithographie am unteren Rand etwas fleckig.

3418 Miró, Joan. - Derrière le Miroir. No. 231. 14 Bl. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen und 2 (inkl. Umschlag) doppelblattgroßen Original-Farblithographien von Joan Miró. 38 x 28 cm. Illustrierter OUmschlag. Paris, Maeght, 1978. Wohlerhaltenes Exemplar. 150 € 3419 Moldovan, Kurt. Zeichnungen, Aquarelle, Druck­ graphik. 4 nn. Bl. Mit 3 Original-Tuschehandzeichungen, 2 (im Stein und zusätzlich von Hand) signierten OriginalLithographien sowie 20 ganzseitigen Reproduktionen von Zeichnungen. 21 x 31,5 cm. Illustrierter OPappband (Kapitale berieben, Deckel mit Fleck). Freiburg, F. A. Morat, 1972. 120 € Eines von 700 nicht nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Titelblatt mit eigenhändiger Widmung Kurt Moldovans (1918-1977)


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation sowie drei lose (in einem Umschlag zum Zyklus „Cortés in Mexico“) beiliegenden Original-Tuschehandzeichungen und zwei im Stein und zusätzlich von Hand signierten Original-Lithographien. – Vorsatzblatt und die 4 Textblätter mit Knickspur.

3420 Moore, Henry. - Hedgecoe, John (Hg.). Henry Spen­ cer Moore. 524 S., 4 Bl. Mit zahlreichen Fotografien von John Hedgecoe. 33 x 24 cm. Illustr. OLeinen in OHLeinenschuber. LOndon, Th. Nelson, 1968. 180 € Erste Ausgabe der opulenten Monographie, mit Texten von Henry Moore. – Sehr gutes Exemplar. – Dabei: Originalfoto. 25 x 30 cm. Verso gestempelt „Henry Moore. Hoglands. Much Hadham. Herts. Englandf“ und wohl von der Hand Moores betitelt „Two Forms - Detail. 1966.“ Mit Maßangeben und Angabe des Verbleibs („Dr. & Mrs. Staehelin, Zürich“). - Kleinere Randläsuren und Knicke.

Getrüffeltes Exemplar 3421 Morand, Paul. Ouvert la nuit. Édition illustrée. 184 S., 3 Bl. Mit 6 pochoirkolorierten Tafeln. 24,5 x 19 cm. Schwar­ zer Kalblederband d. Z. (berieben und mit einigen Kratzspu­ ren) mit RTitel und KGoldschnitt; Originalumschlag einge­ bunden. Paris, Gallimard, 1924. 600 € Monod 8449. – Eines von 20 römisch nummer. Exemplaren auf vergé d‘arches (Gesamtauflage 320 Exemplare). Mit 6 pochoirkolorierten Illustrationen nach Raoul Dufy, André Favory, Roger de La Fresnaye, André Lhote, Luc-Albert Moreau et André Dunoyer de Segonzac. Unser Exemplar getrüffelt mit 3 eingebundenen signierten OriginalBleistiftzeichnungen von Luc-Albert Moreau und 2 vom Verleger Gaston Gallimard signierten Schreiben der Éditions de la Nouvelle Revue Française an denselben (datiert 18.6.1923 und 7.1.1924). – Wohlerhaltenes Exemplar mit Glanzpapiervorsätzen und Spiegeln.

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Abbildung Seite 146

3422 Mühlenhaupt, Kurt. Die ungewöhnlichen Reiseerleb­ nisse des Malers in Wort und Bild. 155 S., 1 Bl. Mit zahlreichen, teils farbigen und ganzseitigen Illustrationen auf Tafelseiten und im Text sowie einer signierten Orig.-Lithographie und einer signierten Original-Bleistiftzeichnung auf dem Vor­ satz. 25 x 17 cm. Illustrierter OPappband. Berlin, Atelier und Handpressendruck, 1983. 150 € Spindler 95. – Eines von 1500 numerierten Exemplaren. Im Anhang eine Bibliographie aller neu entstandenen graphischen Blätter und Bücher von 1980-1983. – Dabei: Erika Schachinger. Kurt Mühlenhaupt, ein Berliner Maler der Nachkriegszeit. 19 S. Mit mehreren Abbildungen und einem signierten Originalholzschnitt von K. Mühlenhaupt. 24 x 17 cm. OBroschur (Vorderdeckel mit kl. Wasserfleck. Berlin 1996. - Eines von 500 Exemplaren.

3423 Mühlenhaupt, Kurt. Haus Blücherstrasse 13 (erwei­ terte Ausgabe). 96 S. Mit zahlr. Textabb. und mont. Farbtafeln sowie 6 sign. Orig.-Holzschnitten von Kurt Mühlenhaupt. 24 x 17 cm. Illustr. OPappband (etwas bestoßen). Berlin 1976. 100 €

Nummeriertes Exemplar einer kleinen Auflage. Mit signierter Original-Bleistiftzeichnung (Selbstporträt ‚Mann mit Hut‘) von Mühlenhaupt auf dem Titelblatt. – Anfangs einige Knickspuren. – Dabei: Kurt Mühlenhaupt. New York. 24 Bl. Mit zahlreichenfarb. Abb. 25,5 x 290 cm. OBroschur (etwas fleckig; Ränder gebräunt). Gifkendorf, Merlin, 1984. - In nummerierter Auflage erschienen; von Mühlenhaupt sig­ niert. - Ein weiterer Katalog (Gedenkausstellung zum 90. Geburtstag von K. Mühlenhaupt, Berlin, Ladengalerie Müller, 2011) beigegeben. Abbildung

3424 Mühlenhaupt, Kurt. Katalog der Staatlichen Kunst­ halle Berlin. 349 S., 1 Bl. Mit einem signierten Original-Holz­ schnitt. 30 x 21,5 cm. Illustr. OKart. Berlin 1981. 130 € Mit E. Schachingers Werkverzeichnis der Druckgraphik. Titel mit sig­nierter Original-Bleistiftzeichnung des Künstlers. – Tadelloses Exemplar. – Dabei: Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung am 11. Januar 1981, Besprechung der Ausstellung (Der Tagesspiegel, 11. Januar 1981), Kulturarbeit, Nr. 2, Januar 1981 (Vierteljahresschrift). - Zusammen im Original-Versandkarton des Berliner Senates. - Chris Frey u. a. Wir schreiben eine Zeitung - als Festschrift und Freundesgabe für Kurt Mühlenhaupt zum 80. Geburtstag. 47 S. Mit 8 römisch nummerierten

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

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Tafel­seiten sowie einem separaten Linol- und PVC-Druck, einem mont. Originalfoto und einer beiliegenden Ausgabe des „Bilderbogen(s) No. 1 der Trödelhandlung Curt Mühlenhaupt“. 24 x 17 cm. OBroschur. Berlin, Edition Hugo Hoffmann, 2001.

3425 Mühlenhaupt, Kurt. Ringelblumen. 125 S., 1 Bl. Mit zahlreichen Textillustrationen und einer separaten signier­ ten und numerierten Originalradierung von K. Mühlenhaupt. 21,5 x 15 cm. OPappband mit illustr. OSchutzumschlag. Bay­ reuth, Loewes, 1974. 120 € Edition Loewes. Eines von 250 numerierten Exemplaren mit der sig­ nierten Originalgraphik. Vortitel mit einer Originalzeichnung (Selbstporträt) und mit der Sigatur von Mühlenhaupt. - Nahezu verlagsfrisches Exemplar. – Frisches Exemplar.

3426 Mühlenhaupt, Kurt. Konvolut von 16 meist signier­ ten Werken, teils mit Original-Bleistiftzeichnung. Mit zahl­ reichen Abb. OPappbände und OBroschuren. 1969-1996. 450 € Enthält: 1. Berliner Guck-Kasten Buch I vom Maler, Trödler, Leiermann. 112 S. Mit zahlr. teils farbigen und mont. sowie ganzs. Illustr. und 8 Orig.Farbholzschnitten von Kurt Mühlenhaupt. 20,5 x 15 cm. Illustr. OHleinenbd. Berlin-Kreuzberg, Trödel-Presse, 1969. - Spindler 95.2. Eines von ca. 500 Exemplaren. Von Mühlenhaupt signiert. - 2. Hallo, Onkel Willi! Ein Berliner Bilderbuch. 46 S., 1 Bl. Mit zahlr., teils mont. und farb. Abb. 30 x 21,5 cm. Illustr. OPappband. (Berlin) 1980. - In kleiner signierter Auflage erschienen. - 3. Die ungewöhnlichen Reiseerlebnisse des Malers in Wort und Bild. 155 S., 1 Bl. Mit zahlreichen, teils farbigen und ganzseitigen Illustrationen auf Tafelseiten und im Text sowie einer signierten Original-Lithographie und einer signierten Original-Bleistift-

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zeichnung auf dem Vorsatz. 25,5 x 18 cm. Illustrierter OPappband. Berlin, Atelier und Handpressendruck, 1983. - Spindler 95. In kleiner numer. Aufl. erschienen mit einer signierten Bleistiftskizze auf dem Vortitel verso. Enthält die Fortsetzung des Werkverzeichnisses 19801983 von Hannelore Frisch. - 4. R. Hildebrandt. Kurt Mühlenhaupt. Maler der Menschenliebe. 60 S., 2 Bl. Mit vielen farbigen Abbildungen von Kurt Mühlenhaupt. 29,5 x 21 cm. Farbig illustr. OKart. Berlin, Haus am Checkpoint Charlie, 1986. - Titel mit signierter Bleistiftzeichnung. - 5. Dasselbe ohne die Bleistiftzeichnung. - 6. Katalog Staatliche Kunsthallen zu Berlin. 349 S. Mit zahlr. teils blattgr. und farb. Abb. 30 x 21,5 cm. Illustr. OPappband (Berlin 1981). - Alle Exemplare nahezu verlagsfrisch. - 7. K. Mühlenhaupt - Hannelore Frisch. Selbstdarstellung und Betrachtung. Gifkendorf 1986. - In kleiner numerierter Auflage erschienen. Von Mühlenhaupt signiert. - 8. K. Mühlenhaupt. New York. Ebenda (1984). In kleiner numerierter Auflage erschienen. Von Mühlenhaupt signiert. - 9. Kurt Mühlenhaupt. Ringelblumen. 125 S., 1 Bl. Mit zahlreichen Textillustrationen und einer separaten signierten und numerierten Originalradierung von K. Mühlenhaupt. 21,5 x 15 cm. OPapp­band mit illustr. OSchutzumschlag. Bayreuth, Loewes, 1974. - Eines von 250 numerierten Exemplaren, von Mühlenhaupt signiert. - 10. Mensch Mühlenhaupt. Ein kurtsweilig Lesen vom Malen und Peten Mühlenhaupt zum 70. 99 S. Mit zahlr. teils mont. Abb. 25 x 17,5 cm. Illustrierter OPappband. (Berlin 1991). - In kleiner Auflage erschienen. - 11. Kurt Mühlenhaupt zum 75. Geburtstag. Ausstellung in der Kirche zum Heiligen Kreuz. 87 S. Mit zahlr., teils farb. Abb. 29,5 x 21 cm. Illustr. OKar­ tonage. (Berlin 1996). - 12. Maler der Liebe. Kurt Mühlenhaupt zum 80. Geburtstag. Herausgegeben von der Stiftung Stadtmuseum Berlin in Zusammenarbeit mit dem Museum Bergsdorf. 216 S. Mit zahlr. meist ganzs. und farb. Abbildungen. 28,5 x 21,5 cm. Illustr. OPappband. Berlin 2001. - Vortitel mit Orig.-Bleistiftzeichnung und Signatur von Mühlenhaupt. - 13. Hallo, Onkel Willi! Ein Berliner Bilderbuch. 46 S., 1 Bl. Mit zahlr., teils mont. und farb. Abb. 30 x 21,5 cm. Illustr. OPappband. (Berlin) 1980. - Frontispiz mit signierter Bleistiftzeichnung von K. Mühlenhaupt. - 14. Für Freund des „Haus am Lützowplatz“. OBroschur mit illustriertem OUmschlag. Berlin (1971). - In kleiner nummerierter und signierter Auflage erschienen. - 15. Wunderbare Nachbarschaft. Sagen von Zwergen, lieblichen Hexen, mutigen Leuten, neu erzählt. Illustriert von K. Mühlenhaupt. Illustr. OPappband. Köln, Middelhauve, 1986. - Signiert. - 16. Kurt Mühlenhaupt - zum 70. Geburtstag. Texte von Irene Goguel, Johannes Grützke, Kurt Mühlenhaupt. Illustr. OBroschur. Berlin, Ladengalerie, (1991). - Signiert. Alle Bände sehr gut erhalten, teils verlagsfrisch.

3427 Mühlenhaupt, Kurt. - Kerfin, Gerhard. In den Hosen­ latz gesprochen. Gedichte. 19 Bl. Mit 15 Farblinolschnitten von K. Mühlenhaupt. 23 x 17 cm. Illustr. OPappband; als Block­ buch gebunden. Berlin, Atelier-Handpressendruck, 1970. 120 € Spindler 95, 5. – Eines von 151 von Künstler und Autor sign. Exemplaren (Gesamtauflage). – Sehr gutes Exemplar. – Ein signierter OriginalFarbholzschnitt von Mühlenhaupt beiliegend.

3428 Munch, E. - Glaser, Curt. Edvard Munch. 3 Bl., 191 S. Mit Orig.-Radierung von Edvard Munch und zahlr. Abb. 26 x 20 cm. Illustrierter OLeinenband (schwach fleckig und teils etwas ausgeblichen). Berlin, Bruno Cassirer, 1917. 250 € Erste Ausgabe. Enthält die Original-Radierung („Bildnisstudie“) „Kopf eines bärtigen Mannes“ (Schiefler 243). – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 149


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3429 Musäus, Johann Karl August. Rolands Knappen. 2 Bl., 36 S., 1 Bl. Mit 6 Tafeln und zahlreichen großen Textillustra­ tionen von Heinrich Lefler und Joseph Urban. 48 x 36 cm. Illustrierter Originalpappband (etwas angestaubt). Wien, Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, 1898. 320 € Ries, Wilhelminische Zeit, S. 676, 7. LKJ II, S.330. Nicht bei Heller, Wien. – Erste und wohl einzige Ausgabe dieses Spitzenwerkes des Jugendstils und eine der frühesten Zeugnisse für die Zusammenarbeit von Lefler und Urban. „Das Volksmärchen von ‚Rolands Knappen‘ spielt im 8. Jhd. während der Spanienfeldzüge Karls des Großen. Aus der Kunst dieser Zeit, im weitesten Sinne dem europäischen Mittelalter und dem islamischen Orient, entnehmen Lefler und Urban die Anregungen für ihre ausgesprochen dekorativen Illustrationen. Fraglich ist, ob die stark auf ornamentale Wirkung beruhenden und sich selten um Klarheit bemühenden Illustrationen als ‚kingemäß‘ betrachtet wurden. Lefler und Urban, die den flächigen, konsequenten ornamentalen Charakter der keltischen Buchkunst als Ausdrucksmittel ihrer eigenen Kunst hier nachempfunden haben, kombinieren dieses Stilmittel mit der erstmaligen im Jugendstil entwickelten Formensprache“ (Hoffmann/Thiele, Künstler illustrieren Bilderbücher 136). – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

Das Exemplar von Otto Dix 3430 Museum der Gegenwart. Zeitschrift der deutschen Museen für neuere Kunst. Hrsg. von Ludwig Justi. Jahrgang I-III und Sonderheft, insgesamt 13 Hefte der Reihe (= alles Erschienene). Mit Hunderten von teils ganzseit. Textabbil­ dungen. Gelbe OBroschuren (teils unwesentliche gebräunt). Berlin, Ernst Rathenau, 1930-1933. 500 € Vollständige Jahrgänge samt dem Sonderheft der seltenen Zeitschrift „Museum der Gegenwart“, ein überaus ehrgeiziges Projekt des Kunsthistorikers Ludwig Albert Ferdinand Justi (1876-1957), der von 1909 bis 1933 als Direktor der Nationalgalerie Berlin wirkte. Eines seiner größten Verdienste war die gezielte Sammlung von Gegenwartskunst, die als „Neue Abteilung“ der Berliner Nationalgalerie im Kronprinzenpalais ausgestellt wurde. In seiner die Kunst-, vor allem aber die Museumsszene begleitenden Zeitschrift, für die neben ihm auch Alexander Dor­ner, Ernst Gosebruch, Gustav Hartlaub, Max Sauerlandt, Alois Schardt, Wilhelm Wartmann als Herausgeber zeichneten, stellt Justi zeitgenössische Kunst und Künstler, Museums- und Ausstellungskonezpte und Erwerbungspolitik vor - sie wurde bis zu Hitlers Machtübernahme zu einem der wichtigsten Organe nicht nur der deutschen, sondern auch der europäischen Gegenwartskunst. Als Justi 1933 aus politischen Gründen abgesetzt wurde, musste das Erscheinen eingestellt werden, so konnte als Jahrgang IV nur noch das „Sonderheft 1933 - Norwegens neue Monumental-Malerei“ veröffentlicht werden, was der Skandinavien-Begeisterung der Zeit entsprach, aber auch der Blut-und-Boden-Ideologie der Nationalsozialisten entgegenkam. – Durchgehend sauber und in ausgezeichneter Frische, gedruckt auf festem Kunstdruckpapier, wohlerhalten. Exemplar aus der Bibliothek des Malers und Graphikers Otto Dix (1891-1969), jeweils auf den originalen Kartonbroschuren unten rechts mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk (überwiegend in Tinte, zweimal mit Bleistift): „Otto Dix“ und dem Datum „V.30“ bis „I.33“. – Dabei: Zu Jg. I, 1 „Zeichnungen von Paul Klee aus der Sammlung Otto Ralfs, Braunschweig“ (1 Bl.); Register Jg. I, II, III (Doppelblatt, die letzten beiden ebenfalls mit Signatur von Dix) ferner ein Werbezettel für die Einbanddecke. Abbildung

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3431 Nadel, Arno. „Rot und glühend ist das Auges des Juden“. Gedichte zu 8 Radierungen von Jacob Steinhardt. 23 (statt 27) nn. Bl. Mit 8 Orig.-Radierungen von Jakob Steinhardt. 29 x 23 cm. Ohne Einband. Berlin, Verlag für Jüdische Kunst und Kultur - Fritz Gurlitt, 1920. 150 € Behrens 92, 95, 96, 97, 98, 100 110-111. – Exemplar der Normalausgabe. – Es fehlen die Vorsatzblätter; Bindung lose.

3432 Narayanan, Akkitham. Saundarya Lahari. The Ocean of Beauty - Unendliche Schönheit - Le Flot de Grâce. 2 Bl., 11 doppelblattgroße bedruckte Umschläge. Mit 11 sign. und nummer. Orig.-Farbradierungen von A. Narayanan. 42 x 31 cm. Lose in OLeinenkassette (etwas berieben) mit goldgepr. Deckeltitel. Burgdorf Hannover, Steintor Verlag, (1974). 350 € Eines von 10 römisch nummerierten Künstlerexemplaren, die nicht für den Handel bestimmt waren (Gesamtauflage 110 Ex.). Die im Frühjahr und Sommer 1974 entstandenen Radierungen begleiten

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Textzitate aus dem Buch Saundarya-Lahari, hier auf den Umschlägen der Graphiken wiedergegeben in Sanskrit, Englisch, Deutsch und Französisch. Die signierten und nummerierten Radierungen druckten auf 300g Hahnemühle Bütten der Künstler und Klaus Jüdes im Atelier Krishna Reddy in Paris. – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar. Abbildung

3433 Nerval, Gérard de. Sylvie. 127 S., 2 Bl. Mit 20 OriginalFarblithografien und 14 lithografischen Verzierungen der Zwischentitel sowie 20 Original-Lithografien der Extrasuite von André Gustave Beaudin. 34 x 26 cm. Lose Doppelbögen in französischer OBroschur und OKarton (Rücken verblasst und Gelenke gelockert, etwas fleckig) mit RTitel in lädier­ tem OPappschuber (bestoßen und etwas berieben, Vorder­ deckel lose, an den Kanten gebrochen). Paris, Tériade, 1960. 600 € Nicht bei Garvey. – Eines von 60 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zweiten Suite der Lithografien auf „Japon nacré“ (Gesamtauflage: 200). Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Leicht gebräunt und lichtrandig. Teils leicht bestoßen und mit Abklatsch der Lithografien. Abbildung

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3434 Das neue Pathos. Herausgegeben von Hans Ehren­ baum-Degele, Robert R. Schmidt, Paul Zech. (2. Jahrgang), Erstes Heft. 52 S. Mit 5 Original-Graphiken. 38,5 x 27,5 cm. OPappband (Rücken mit schmalem Kartonstreifen über­ klebt, Rückdeckel stärker feuchtrandig, etwas fleckig und leicht bestoßen) mit montiertem Deckelschild (etwas stock­ fleckig). Berlin, E. W. Tieffenbach, 1914. 300 € Söhn HdO III, 34201. – Eines von 250 Exemplaren der Ausgabe B auf holländischem Bütten. Enthält Originalgraphiken von Felix Meseck (Holzschnitt), Waldemar Rösler (Lithographie), Erich Heckel (Holzschnitt, Dube 109 II B), Jakob Steinhardt (Holzschnitt), Emil Rudolf Weiss (Holzschnitt). – Titel und das letzte Blatt stark leimschattig. Leicht braun- und stockfleckig. – Dabei: Mitteilung für die Subscribenten. 1 Bl.

3435 Nezval, Vitezslav. Wolker. 45 S., 1 Bl. Mit einem foto­ graf. Portrait. 18 x 11,5 cm. OLeinenband. Prag (1925). 180 € Edice prazske saturnalie, II. Erste Ausgabe der Würdigung des legendären, jung gestorbenen Lyrikers und Dramatikers Jiri Wolker (19001924), verfasst von dem herausragenden Vertreter des tschechischen Surrealismus und „Poetismus“ Nezval (1900-1958). Titelblatt von Nezval signiert und datiert (18.XII.1929). – Sehr gutes Exemplar.

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3436 Nieblich, Wolfgang. Deutschland. Porträt einer Nation. 30 x 23 x 5 cm. Buchobjekt unter Verwendung eines Exem­ plars der gleichnamigen Publikation der Bertelsmann-Lexiko­ thek zwischen 2 Acrylglasplatten mit 4 Flügelschrauben sowie mit einem Original-Stück der Berliner Mauer. (O. O. und Dr., 1989/90). 180 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Eines von 999 nummerierten und signierten Exemplaren des Buch­ objekts (Gesamtauflage 999) von Wolfgang Nieblich (geb. 1948). Das Objekt besteht aus einem Exemplar „Deutschland. Porträt einer Nation“ der Bertelsmann-Lexikothek zwischen 2 Acrylplatten (befestigt mit vier, durch den gesamten Buchblock gedrehten, Flügelschrauben) bei dem der Buchblock mittig ausgehöhlt und dann ein Originalstück der Berliner Mauer hineingelegt wurde. Die Signatur Nieblichs befindet sich auf dem hinteren Buchdeckel und ist datiert „1989/90“. – Etwas bestoßen, hintere Acrylplatte mit kleinen Sprüngen, Kapital mit kleiner Fehlstelle.

3437 Nietzsche, Friedrich. Ecce Homo. 154 S., 3 Bl. Mit dop­ pelblattgroßer Titelzeichnung und Buchausstattung in Gold­ druck von Henry van de Velde. 24 x 19 cm. Grauer OWildleder­ band (schwach fleckig und berieben, Rücken ausgeblichen) mit goldgeprägem RTitel, DVignette und KGoldschnitt. Leip­ zig, Insel, (1908). 1.800 € Hirschberg 361. Jacoby 58. Schauer II, 15. Sarkowski 1201. – Erste Ausgabe von Nietzsches biographischem Hauptwerk. Eines von 150 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan mit der Titelzeichnung und den Ornamenten von Henry van de Velde in Golddruck. Vorsätze und Spiegel in Goldpapier (Gesamtauflage: 1250). – Schönes und sauberes Exemplar. Abbildung

3438 Nietzsche, Friedrich. Ecce Homo. 154 S., 2 Bl. Mit dop­ pelblattgroßer Titelzeichnung und Buchausstattung in Sepia­ druck von Henry van de Velde. 25 x 19,5 cm. OHpergament (gering fleckig, Deckel schwach geworfen) mit goldgepr. RTitel, DVignette und KGoldschnitt. Leipzig, Insel, (1908). 450 € Hirschberg 361. Jacoby 58. Schauer II, 15. Sarkowski 1201. – Erste Ausgabe von Nietzsches biographischem Hauptwerk. Eines von 1100 nummerierten Exemplaren der Normalausgabe auf Bütten (Gesamtauflage: 1250). „Die Herausgabe dieses letzten noch unveröffentlichten Wer-

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kes Nietzsches erfolgte genau nach der im Nietzsche-Archiv aufbewahrten Druck-Handschrift Nietzsches.“ – Mit einigen dezenten Anstreichungen in Bleistift, Vorsatz etwas gebräunt (durch eingelegten Zettel). Sonst sauber und wohlerhalten.

Getrüffeltes Exemplar 3439 Nietzsche, Friedrich. Lieder des Prinzen Vogelfrei. 31 S., 2 Bl. 28,5 x 18,5 cm. Halbpergament d. Z. (berieben). Hannover, Banas & Dette, 1920.

280 €

Der Strahlenkranz, 4. Bd. Exemplar ohne Nummer (550 Ex. Gesamtauflage). Schöner breitrandiger Druck mit roten Initialen. – Dabei: Folge von drei signierten Originalgraphiken mit Motiven nach Nietzsches „Nach neuen Meeren“: Radierung von Therese Schulte („Nach neuen Meeren“, Nr. 24/40, 26,5 x 19,5 cm, 2015). - Radierung von Claudia Berg („Hafen“, Nr. 24/30, 39 x 229,5 cm, 2016). - Farbholzschnitt von Franca Bartomäi („Nach neuen Meeren“, Nr. 14/50, 16,5 x 36,5 cm, 2016). Lose in schwarzem Leinen-Leporelloalbum (43,5 x 34,5 cm). Zusammen mit dem Druckwerk in Leinenkassette mit Deckeltitel. Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3440 Novalis (d. i. G. Friedrich Ph. von Hardenberg). Hym­ nen an die Nacht. 66 S. 32 x 24 cm. Handgebundener Ganz­ pergamentband (minimal angestaubt, kaum geworfen) mit goldgeprägtem RTitel, ornamentaler RVergoldung, dezenter Filetenvergoldung und goldgeprägter Vignette auf dem VDeckel sowie KGoldschnitt. (München, Hans von Weber, 1910). 500 € Hundertdrucke IV. Rodenberg 410. – Eines von 100 römisch num. Ex. des vierten Drucks für „Die Hundert“. Druck in Blau und Schwarz von Poeschel und Trepte, Leipzig, auf Strathmore Japan. Druckvermerk und Signet in Rot gedruckt. – Vorsätze unwesentlich fleckig, kaum gebräunt oder Gebrauchsspuren, sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek von Walter-Metzenberg mit dessen Exlibris in Farbradierung. Abbildung

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3441 Omar Chajjâm von Neschapur. Ruba‘ijat. In deutsche Verse übertragen von G. D. Gribble. 121 S., 1 Bl. Mit Doppel­ titel, gedruckt in Grün, Schwarz und Gold, und Initialen in Grün von Marcus Behmer. 20 x 16 cm. Grüner Orig.-Kalble­ derband (Entwurf: M. Behmer) mit großer Deckelvignette und Deckeltitel sowie Rückentitel in Golddruck, mit Kopf­ goldschnitt, in grünem OPappschuber. Leipzig, Insel, 1907. 300 € Sarkowski 1214. Schauer II, 45. – Doppeltitel, Initialen und Einband zeichnete Marcus Behmer. Druck bei Otto v. Holten. Exemplar der besseren Ausgabe im Ganzledereinband auf breitrandigem, unbeschnittenem Bütten. Mit einem Nachwort von Franz Blei. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung

3442 Die Opale. Blätter für Kunst & Litteratur. Herausge­ geben von Franz Blei. Hefte I bis IV in 2 Bänden (alles Er­ schienene). 5 Bl., 216 S.; 216 S., 1 Bl. Mit teils farbigen Illustra­ tionen auf Tafeln sowie je 1 Orig.-Holzschnitt von G. Labou­ reur und E. R. Weiß. 25,5 x 20 cm. Marmorierte Halbleder­ bände d. Z. (3 OVorderumschläge eingebunden) mit RVer­ goldung, goldgeprägten Blumenstempeln auf dem Rücken und goldgeprägtem RTitel sowie ornamentaler Deckelfilete Leipzig, Julius Zeitler, 1907. 350 €

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Hayn-Gotendorf V, 475. Stern-Szana 55. Schlawe 66. Dietzel-Hügel 2330. Söhn HDO III 347-348. Diesch 2791. – Eines von 850 Exemplaren auf Velin nur für Subskibenten (Gesamtauflage: 890). „Darin bisher ungedruckte, seltene und curiose Stücke der ältern und neuern Litteratur zum Abdruck gebracht, eine erheblich verbesserte Weiterführung des ‚Amethyst‘“. „Das Blatt enthält zahlreiche Kunstbeilagen meist erotischen Charakters, von denen allerdings nur einzelne als Original-Graphiken bezeichnet werden können“ (Söhn). Mit Abbildungen von Beardsley, Behmer, Walser, Geiger, Hofer u. a., ferner mit Textbeiträgen von R. Walser, E. T. A. Hoffmann, M. Brod, O. Wilde, F. Rops, C. Einstein u. a. Der Original-Holzschnitt „Tragödie“ von Emil Rudolf Weiß oszilliert zwischen Jugendstil und Expressionismus und ist stark von Edvard Munch beeinflusst. Gedruckt auf gelblichem Bütten und am Falz montiert eingebunden. „Zwei trauernde Frauen knieen im Bildvordergrund. Hinter ihnen liegt der nackte Körper einer anscheinend toten Frau. Über der Szene ballen sich dichte Wolken. Der Holzschnitt ist spätestens im Erscheinungsjahr 1907 entstanden.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Ein früheres Entstehungsdatum scheint aufgrund stilistischer Vergleiche wahrscheinlich“ (Barbara Stark, Werkverzeichnis, Hs o.J., 3). – Vor allem im Schnitt etwas stockfleckig. Wohlerhaltenes Exemplar im kostspieligen Einband. Abbildung

3443 Palacky, Frantisek. Dve latinské reci z roku 1817. 54 S., 1 Bl. Mit 2 Schmuckinitialen. 25 x 19 cm. Brauner OSchweins­ lederband (Rückdeckel mit kl. Kratzspuren und kl. Druckstelle) mit figürlicher goldgepr. großer Vignette auf beiden Deckeln; doppelter Filetenvergoldung, mäandernden Innenkanten­ fileten, KGoldschnitt und goldgepr. RTitel. Prag 1927. 180 € Eines von 100 num. Ex. auf Fabriano (Gesamtauflage 105 Ex.). Schöner zweisprachiger Druck (lateinisch und tschechisch) in Rot und Schwarz. Mit zwei Reden des großen tschechischen Historikers und Politikers (1798-1876) aus dessen Zeit als Lateinschüler in Trenczin. – Wohlerhaltenes, zweiseitig unbeschnittenes Exemplar. Abbildung

3444 Palermo, Blinky (eigentl. Peter Schwarze). Objekte. Kassettenkatalog des Städtischen Museums Mönchenglad­ bach zu einer Ausstellung des Künstlers. Titelblatt, 2 Bl. Text, 1 fotografisches Porträt (von L. Wolleh) und 30 Bl. teils farbige Tafeln. 20,5 x 16,5 cm. Lose Blätter in weißer OPapp-Kassette (mit leichten Knickspuren, gering berieben und leicht ge­ bräunt, kaum sichtbare Kratzer) mit Orig.-Bleistiftzeichnung von Palermo auf dem VDeckel. Mönchengladbach 1973. 600 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Eines von 440 nummerierten Exemplaren. Mit der Originalbleistiftzeichnung des Künstlers auf dem Kassettendeckel (zwei hauchdünne Linien). Die Tafeln zeigen die im Städtischen Museum in Mönchengladbach ausgestellten Wandzeichnungen, Raumbemalungen und Objekte. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 155

3445 Pan (Vierteljahresschrift). Hrsg. von der Genossen­ schaft Pan. Heft 4 des IV. Jahrgangs. S. 209-267. Mit 2 Orig.Radierungen von Carl Theodor Meyer-Basel und Albert Baert­ soen und 1 Original-Holzschnitt von Albert Krüger, sowie 7 Tafeln und zahlr. Abb. 37 x 29 cm. Illustrierter OPappum­ schlag (Rücken mit kleinen Einrissen, Deckel etwas stärker fleckig und etwas knickspurig). Berlin, Fontane & Co., 1898. 180 € Diesch 2663. Schlawe I, 48. – Exemplar der „Allgemeinen Ausgabe“ (Gesamtauflage: 1100). – Leicht braunfleckig, selten mit kleinen Rand­einrissen. – Dabei: Dasselbe. Hrsg. von der Genossenschaft Pan. Heft 4 des V. Jahrgangs (1899). S. 197- 279. (Ohne die Original-Graphiken). 37 x 29 cm. Illustrierter OPappumschlag (Rücken mit Einrissen, fleckig und knitterspurig). Ebenda 1899. - Exemplar der „Allgemeinen Ausgabe“ (Gesamtauflage: 1100). Das hier enthaltene vierte Heft des fünften Jahrgangs war die letzte Ausgabe der Zeitschrift, die fünf Jahre lang vierteljährlich erschien. Ziel der Zeitschrift war es „den ringenden

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Kräften (ihrer) Zeit zum Durchbruch und zum Sieg zu verhelfen“ (Nachwort). - Es fehlen die vier Original-Grafiken Peter Behrens, Walter Leistikow, Max Liebermann und Hans Olde. Bindung gelockert und teils gelöst, stellenweise etwas gebräunt und fingerfleckig.

Eines der schönsten Künstlerbücher über Paris 3446 Paris 1937. 294 S., 3 Bl. Mit 62 (31 ganzseitigen) Orig.Radierungen von Pierre Bonnard, André Derain, Raoul Dufy, Marcel Gromaire, Laboureur, André Lhote, Henri Matisse, A. Dunoyer de Segonzac, Maurice de Vlaminck, Edouard Vuillard, Edouard Goerg etc. 36 x 28 cm. Lose Bogen in Origi­ nalumschlag (leicht angestaubt) mit farbiger Deckelvignette. Paris, Daragnès, 1937. 1.800 €

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Carteret IV, 311. Monod 8849. – Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 500). „Importante publication recherchée, autant pour sa brillante collaboration littéraire qu‘artistique“ (Carteret). Für die Teilnehmerländer der Weltausstellung 1937 als Geschenk der Stadt Paris. Mit Erstdrucken u. a. von Paul Valéry, R. Escholier und A. Suarès. Enthält u. a. die berühmte Radierung „Le Square Vintimille“


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation von Vuillard (Roger-Marx 63)“. Zum Werk vgl. auch den engagierten Text von Walterskirchens im Vlaminck-Oeuvrekatalog, S. 124f., Bern 1974. – Die Radierungen stellenweise etwas gebräunt. Unbeschnittenes Exemplar. Abbildung

3447 Pechstein, Max. Reisebilder. Italien - Südsee. 54 Bl. mit 50 Illustrationen nach Federlithographien von Max Pech­ stein sowie einem Orig.-Holzschnitt. 28 x 35,5 cm. OHlwd. Berlin, Paul Cassirer, 1919 (Nachdruck: Berlin, Propyläen, 1972). 350 € Eines von 150 nummerierten Exemplaren des Nachdruckes des berühmten 16. Druckes der Pan-Presse von 1919. Hier mit dem Orig.-Holzschnitt, gedruckt nach 1945, von der Witwe des Künstlers mit der Nachlaß­ signatur versehen. – Neuwertiges Exemplar.

3448 Pechstein, Max. - Osborn, Max. Max Pechstein. 245 S. Mit 8 Farbtafeln, 135 teils ganzs. Abb. und einem signierten Original-Holzschnitt von Max Pechstein. 25,5 x 18 cm. OriginalHalbpergament (leicht bestoßen). Berlin, Propyläen, 1922. 500 € Exemplar der Vorzugsausgabe mit dem signierten Orig.-Holzschnitt (Krüger H 275) von Max Pechstein. – Teils etwas braunfleckig, die Pechstein-Graphik nur minimal betroffen. Abbildung

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3449 Penck, A. R. - Proë. Herausgegeben von Sascha Ander­ son. Mit Texten von Gerhard Falkner, Bert Papenfuss-Gorek, Sascha Anderson, Thomas Kling, Stefan Döring, Peter Water­ house, Durs Grünbein. Mit 28 (8 ganzseitigen und 20 halb­ seitigen) Original-Strichätzungen von A.R. Penck. 45,5 x 35 cm. OHalbleinen in OPappschuber (Schuber und Einband etwas berieben). Berlin 1991. 800 € Exemplar „e.a.“ des 6. Malerbuches von A.R. Penck (insgesamt erschienen 7 Malerbücher von ihm). Von „Proë“ erschienen 50 arabisch und 10 römisch numerierte Exemplare, produziert von Helge Leiberg. Druckvermerk von Penck signiert. Mit mehreren Gedichten des frühen Durs Grünbein („Gleich nach dem Vögeln ist Liebe der bessere Stil.“ Aus: Après l‘amour). – Wohlerhalten. Abbildung

3450 Perrault, Charles. Le chat botté. 22 Bl. Mit 26 teils ganzund doppelseitigen Orig.-Farblithographien von Hans Fischer. 29,5 x 22,5 cm. Lose Bogen in OUmschlag in illustrierter OHPergament-Mappe in illustriertem OPapp-Schuber (die­ ser leicht fleckig). Lausanne, André und Pierre Gonin, (1960). 250 € The Artist and the Book 107. – Eines von 235 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300). Druckvermerk von den Verlegern signiert. „This 1960 edition is the first with the original lithographs. Fischer was particularly noted for his witty animal drawings“ (Artist and the Book). – Frisches, nahezu tadelloses Exemplar.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3451 Peskoff, Georges (d. i. Hélène Deicha-Repmann). Arcen-ciel. 1 Bl., 136 S., 2 Bl. Mit 38 Orig.-Holzschnitten im Text (davon 8 blattgroß) und einem monogrammierten Original­ aquarell von Robert Altmann. 32,5 x 24,5 cm. Lose Bögen in OUmschlag und OLeinenschuber. Vaduz, Brunidor, 1968. 280 € Nicht bei Monod. – Erste Ausgabe. Eines von 120 num. Ex. (Gesamtauf­ lage 150 Ex.), auf Velin d‘Arches von Fequet et Baudier gedruckt. Druckvermerk von der Autorin und vom Künstler signiert. Mit einem zusätzlichen monogrammierten Originalaquarell des Künstlers. Peskoffs Erzählung, die zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz spielt, wurde von Nathalie Lavrovsky und Babelle Deicha aus dem Russischen ins Französische übersetzt. – Frisches Exemplar. Abbildung Seite 157

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3452 Philipp, Helga. „prägungen“. Annäherung in 9 Phasen. bütten gerillt. 323 mal 323 mm. 9 Prägedrucke auf Bütten. 33 x 33 cm. Lose Bl. in zweifachem (einer typographisch bedruckt) schwarzem Chromolux-Umschlag. Breitenbrunn/ Burgenland, Werkstatt Breitenbrunn, 1975/76. 350 € Spindler 130, 31. – Eines von 30 nummerierten und von Helga Philipp signierten Exemplaren der Variation a (Gesamtauflage 60 Ex.). Die Künstlerin Helga Philipp (1939-2002), eine Pionierin der „Konkreten Kunst“ in Österreich schuf in den frühen siebziger Jahren Grafiken aus

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Kartonringen und Prägungen mit Kreismotiven. Vom Kreismotiv ge­langte sie in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre schließlich zur Linie, die sie im Prägedruck auf verschiedenen Büttenpapieren ausführte. Ein schönes Beispiel hierfür ist das vorliegende seltene Portfolio. – Die Mappe etwas berieben und mit minimalen Erhaltungsmängeln, die Prägedrucke tadellos. Abbildung

3453 Picasso, Pablo. Carnet de la Californie. 25 Bl. Mit 39 (davon 17 farbigen) Lithographien nach Zeichnungen aus der Schaffenszeit vom 8.11.55 bis 14.1.56. 42 x 27 cm. In der Art eines Zeichenblocks mit Spiralheftung in illustrierter OPappMappe mit dazugehörigem Begleitheft, alles zusammen in OVersandkarton. Köln, DuMont Schauberg, 1959. 750 € Kibbey 265. Goeppert-Cramer 101. – Eines von 500 numerierten Exemplaren der deutschen Ausgabe. Meisterhafte Faksimile-Wiedergabe eines Skizzenbuches mit Begleitheft. Mit einer Einführung von Georges Boudaille in deutscher Übersetzung. – Die Spiralbindung mit minimalem Abklatsch im Bug. Bemerkenswert schönes, nahezu verlagsfrisches Exemplar im originalen Versand-Pappkarton mit der passenden Exemplarnummer (D 158).

3454 Picasso, Pablo und André Villers. Diurnes. Décupa­ ges et photographies. Texte de J. Prévert. 18 S., 1 Bl. (typogr. Text) und 30 Tafeln nach Fotomontagen von Picasso und Villers. 40 x 30 cm. Lose Bogen in Orig.-Archespapierum­ schlag (etwas unfrisch) mit farbigem Deckeltitel und illustr. OLeinen-Kassette (leicht fleckig)). Paris, Berggruen, (1962). 2.800 € Goeppert-Cramer 115. Bloch, Livres 112. – Eines von 1000 num. Exemplaren auf Vélin d‘Arches, hier als Nr. 28, jedoch ohne die Orig.-Radierung. „Diurnes (Tagfalter) ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von

Picasso, dem Photographen André Villers und dem Schriftsteller Jacques Prévert. Picasso hatte 1961 zahlreiche Köpfe und Figuren von Menschen und Tieren aus Papier ausgeschnitten, wobei er eine schon 1943 verwendete Technik weiterentwickelte. Villers montierte diese zerschnittenen Figuren auf dreißig verschiedene Photographien und stellte sie so in realistische Kontexte und Situationen. Prévert schließlich erzählte die vergnügliche Geschichte dieser kurzlebigen Wesen vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.“ (Kat. Basel 115). – Innen sauberes und wohlerhaltenes Exemplar, auch die meistens lädierte Kassette hier in einem sehr guten, nur leicht fleckigen Zustand. Abbildungen

3455 Picasso, Pablo. - Cooper, Douglas. Picasso - Theatre. 360 S., 2 Bl. Mit zahlreichen, teils mont. und farb. Abb. 30 x 25 cm. Illustr. OLeinenband. Paris, Cercle d‘Art, 1967. 50 € Erste Ausgabe der bekannten Monographie. Einbandentwurf: P. Picasso. – Frisches, wohlerhaltenes Exemplar.

3456 Picasso, Pablo. - Salmon, André. Le manuscrit trouvé dans un chapeau. 114 S., 2 Bl. Mit 38 (9 ganzseitigen und 1 doppelblattgr.) Zeichnungen in Strichätzungen von Pablo Picasso. 26,5 x 20 cm. OBroschur mit Pergaminusmchlag. Paris, Société Litéraire de France, 1919. 500 € Skira 290. Horodisch 72. Kibbey 1486. – Eines von 700 numer. Exemplaren (Gesamtaufl. 750) der Vorzugsausgabe auf Lafuma. „Die Zeichnungen, die entstanden sind, als der Text noch gar nicht vorhanden war, gehen trotzdem mit diesem vorzüglich zusammen, und da der größte Teil von hervorragender künslerischer Qualität ist, bildet das Buch ein reizvolles Ganzes ...“ (A. Horodisch). – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar. Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3459 Poncheville, André Mabille de. Carpeaux inconnu ou la tradition recueillie. 5 Bl., 305 S., XXXII, 2 Bl. Mit PortraitFrontispiz, 24 Tafeln und 5 Original-Radierungen von JeanBaptiste Carpeaux. 36 x 25 cm. OBroschur (fleckig, unteres Kapital eingerissen, Ecken bestoßen) mit Deckeltitel und aufkaschiertem Portrait, in moderner Halbmaroquinkasset­ te (Ecken bestoßen, Kanten berieben) mit golgeprägtem RTitel. Brüssel und Paris, Gérard van Oest, 1921. 1.600 €

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Nicht bei Monod. – Eines von 500 nummerierten Exemplaren auf „Antique de Luxe“ Papier (Gesamtauflage: 550), DV vom Autor signiert. Umfangreiche Künstlerbiographie des Juristen, Schriftstellers und Journalisten André Mabille de Ponchevilles (1886-1969) über JeanBaptiste Carpeaux (1827-1875). Mabille de Ponchevilles Werk liegt umfangreiches Quellenmaterial in Form von Briefen und genealogischen Dokumenten der Familie Carpeaux zu Grunde. Jean-Baptiste Carpeaux war ein französischer Künstler und Bildhauer. Die Jahre 1856 bis 1860 verbrachte er in Italien, finanziert durch ein Stipendium. Dort arbeitet er an der Marmorgruppe „Ugolino und seine Söhne“ aus Dantes „Göttlicher Komödie“, die seinen Ruhm in Paris begründete. Eine der Original-Radierungen zeigt Ugolino, sowie zwei kleine Kopfstudien am Rand. Diese Figur Ugolinos unterscheidet sich allerdings stark von jener der späteren Marmorgruppe. – Unbeschnitten, die einzelnen Lagen auffallend unterschiedlich groß, fl. Vorsatzblatt mit Abklatsch des Deckelportraits. Original-Radierungen etwas gebräunt,

3457 Picasso, Pablo. - Suarès, André. Hélène chez Archimè­ de. 198 S. Mit 22 (20 blattgr.) Orig.-Holzschnitten (gestoch. von Georges Aubert) nach Zeichnungen von Pablo Picasso. 44 x 32,5 cm. Lose Bögen in OUmschlag, in OPapp-Decke und (fragmentar.) OPapp-Schuber (felckig). Paris, Nouveau Cercle Parisien du Livre, 1955. 1.500 € Monod 10485. Horodisch 322. Johnson 162, Nr. 193. Strachan 340. – Eines von 240 Exemplaren, von denen nur 100 römisch nummerierte Exemplare in den Handel kamen. Der Druck erfolgte auf Veranlassung von Ambroise Vollard bei Fequet und Baudier. – Sehr gutes, frisches Exemplar. Abbildung Seite 158

3458 Picasso, Pablo. - Tolstoi, L. La guerre et la paix. Tradu­ it du russe du vivant de l‘auteur et avec son autorisation. Préface de André Maurois. 3 Bände. Mit 2 Original-Lithogra­ phien von P. Picasso. 22 x 16 cm. Priv. HLeder d. Z. auf 4 un­ echten Bünden; RVergoldung und KGoldschnitt; OUmschlag eingebunden. In OPappschubern. Paris, Sauret, (1956). 500 € Kibbey 1501. Bloch 825. Mourlot 287. – Eines von 300 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einerm zusätzlichen Abzug der Lithographie (Portrait von Tolstoi) „deuxième état“ auf China. – Exlibris; frisches Exemplar in den Originalschubern. Abbildung

160

3458


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation größere Blätter am Rand teils randrissig und etwas angestaubt, im Block stellenweise leicht gebrochen. – Beigabe: Jean Baptiste Foucart. Funérailles de Carpeaux à Valenciennes le 29 novembre 1875. Dernières paroles prononcées sur la tombe. 12. S. 20,3 x 13 cm. Breites Halbleder d. Z. (brüchig, lichtrandig). Valenciennes, Lemaître, 1875. - Unwesentlich gebräunt. Abbildung

3460 Prinzhorn, Hans. Bildnerei der Geisteskranken. Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestal­ tung. 361 S., 1 Bl. Mit zahlreichen teils farbigen Illustrationen im Text und auf Tafeln. 26 x 21 cm. OPappband (berieben, Rücken etwas lädiert). Berlin, Julius Springer, 1922. 180 € Erste Ausgabe der bedeutenden historischen Dokumentation des bildnerischen Schaffens psychisch Kranker. – Titel mit Blindstempel. Sauberes Exemplar.

3461 Der Prophet Jona. Übertragung von Martin Luther. 11 S., 1 Bl., 1 w. Bl. Mit 3 Originalholzschnitten von Adam Antes. von 25,5 x 17 cm. OPappband (unfrisch). Daqrmstadt, Kleukens, 1924. 250 €

3462

Zweiter in der Judith-Type hergestellter Druck der Ernst Ludwig Presse. Schauer II, 65. – Eines von 250 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage). Fl. Vorsatz mit Widmung. – Innen tadellos.

3462 Proust, Marcel. A l‘ombre des jeunes filles en fleures. 443 S., 2 Bl. 19 x 12,8 cm. Halbmaroquin d. Z. (restaurierte OBroschur beigebunden; Rücken mit minimalen Gebrauchs­ spuren) mit goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. Paris, Éditions de la Nouvelle Revue Française (Gaston Gallimard), 1918. 1.600 € Erste Ausgabe des zweiten Teils von Marcel Prousts (1871-1922) siebenteiligem Roman „A la recherche du temps perdu“. Exemplar der unbeschnittenen Normalausgabe, außerhalb der 70 nummerierten Exemplare. Rückenteil der beigebunden – Minimal gebräunt, wohlerhaltenes Exemplar. Originalbroschur mit überklebtem Preis „Majoration temporaire cinquante pour cent“. Abbildung

3468

3463 Proust, Marcel. Albertine disparue. 2 Bände. 225 S., 1 Bl.; 213 S., 1 Bl., 19,4 x 14 cm. OBroschur (Kapitale leicht be­ rieben, Ecken bestoßen) mit Pergamentpapierumschlägen. Paris, Gallimard, 1925. 400 €

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3466 Proust, Marcel. Jean Santeuil. 3 Bände. 336 S. 1 Bl., 342 S., 1 Bl.; 336 S., 1 Bl. 17,3 x 11 cm. Farbig illustrierte und goldgeprägte OPappband (Kapitale leicht berieben, Ecken minimal bestoßen, minimal gebräunt; Entwurf: Paul Bonet). Paris, Gallimard, 1952. 400 € Erste Ausgabe. Eines von 2050 nummerierten Exemplaren „sur vélin labeur de Papeteries Navarre de Voiron ... reliés d‘après la maquette de Paul Bonet“ (Gesamtauflage: 3312). Die Entwürfe für die Einbände stammen von dem bedeutenden französischen Buchbinder Paul Bonet (1889-1971). Er fertigte sowohl Entwürfe für Handeinbände als auch industriell hergestellte Einbände an. – Kaum Gebrauchsspuren, in insgesamt bemerkenswert schönem Zustand.

3467 Proust, Marcel. Le temps retrouvé. 2 Bände. 237 S., 1 Bl.; 260 S., 2 Bl. 19,2 x 13,6 cm. OBroschur (Rücken gebräunt, leichte Gebrauchsspuren). Paris, Gallimard, 1927. 400 € KLL 884. – Erste Ausgabe des letzten Teils von Marcel Prousts (18711922) siebenteiligem Roman „La recherche du temps perdue“. Eines von 1200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1374). – Teils unaufgeschnitten, am oberen Rand durchgehend etwas gebräunt.

3477

Erste Augabe des zweiteiligen siebten Bandes von Marcel Prousts (1871-1922) Roman „La recherche du temps perdue“. Je eines von 1200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 2451). – Teils unaufgeschnitten. Spiegel je mit Abklatsch der Pergamentpapierumschläge.

3464 Proust, Marcel. Chroniques. 242 S., 1 Bl. 19,5 x 14,5 cm. OBroschur (Kapitale berieben, Deckel etwas aufgebogen). Paris, Gallimard, 1927. 140 € Erste Augabe. Eines von 1200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 1374). – Durchgehend an den Rändern leicht gebräunt.

3465 Proust, Marcel. Du côté de chez Swann. 1 Bl., 523 S., 2 Bl. 17 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (Rücken etwas lichtrandig, Kan­ ten berieben, Ecken bestoßen). Paris, Bernard Grasset, 1914. 1.600 € Vgl. KKL 881. – Zweite Ausgabe des ersten Teils von Marcel Prousts (1871-1922) siebenteiligem Roman „La recherche du temps perdu“. Vier Teile der ersten Fassung erschienen zwischen März 1912 und März 1913 im „Le Figaro“. „Du côté de chez Swann“ wurde von mehreren Verlagen zurückgewiesen, bevor das Werk im November 1913 auf Kosten des Verfassers erstmals bei Grasset publiziert wurde. Zunächst fand es in literarischen Kreisen wenig Beachtung, dies änderte sich erst nach dem Ersten Weltkrieg als Proust 1919 mit dem „Prix Goncourt“ ausgezeichnet wurde. – Block am Ende angebrochen, leicht gebräunt. Vorttitel mit Namenszug.

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3468 Proust, Marcel. - Marcel Proust. Les contemporains. Études, portraits, documents, biographies. 224 S., 2 Bl. Mit einem Portrait, Original-Radierung, 8 ganzseitigen, kolo­ rierten Illustrationen vor dem Text, 6 ganzseitigen fotogra­ fischen Tafeln und 6 Bl. Faksimile. 24 x 18,5 cm. OBroschur (Rücken mit leichten Knickspuren, Ecken leicht gestaucht). Paris, Éditions de la Revue le Capitole, 1926. 250 € Eines von 150 num. Ex. „sur papier Madagascar“ (Gesamtauflage: 1840). Die Original-Radierung stammt von André Szekely de Doba (1877-1945) und zeigt Marcel Proust (1871-1922), sitzend eine Zigarette rauchend. Enthält u. a. Texte von Colette, René Groos und Leon Pierre Quint. – Broschur teils vom Rücken gelöst, leicht gebräunt, die letzten beiden Blätter mit kleinen Durchstichen. Abbildung Seite 161

3469 Proust, Marcel. - Maurois, André. Supplément à mélanges et pastiches de Marcel Proust. 127 S., 1 Bl. Mit 4 Orig.Radierungen von Berthold Mahn und einer Holzschnittvig­ nette von Angelina Beloff. 21,5 x 16 cm. OBroschur (am unte­ ren Kapital mit stärkeren Knickspuren). Paris, Éditions du Trianon, 1929. 170 € Eines von 75 nummerierten Exemplaren „sur Hollande Pannekoek“ (Gesamtauflage: 1260). Die Radierungen stammen von Berthold Mahn (1881-1975), die Holzschnittvignette am Schluss von Angelina Beloff (1879-1969). – Block stellenweise angebrochen, leicht gebräunt.

3470 Prudhomme, Joseph. Die Lesbierinnen. Ein Dialog. Erste und vollständige Übertragung nach der französischen Originalausgabe von Paul Marein. 64 S. Mit 9 Illustrationen


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation nach Radierungen von Felicien Rops. 34,5 x 26,5 cm. OHperga­ min mit goldgepr. Deckel-Vignette, KGoldschnitt und RVer­ goldung in OPp.-Schuber. Leipzig, 1909 (Nachdruck o. J.). 60 € Vgl. Hayn.-G. VI., 313. – Privatdruck. In geringer Auflage gedruckt (350 Exemplare), hier jedoch ohne Nummer. – Frisches Exemplar.

3471 Die Psalmen. In der Übertragung von Martin Luther. 119 S. 32,5 x 22,5 cm. OHalbpergamentband (etwas berieben und fleckig) mit goldgepr. Deckelvignette, goldgeprägtem Text des 150. Psalms als umlaufende Bordüre in dezenter Filetenvergoldung, RVergoldung und KGoldschnitt. Darm­ stadt, Ernst Ludwig Presse für den Insel Verlag, 1911. 220 € Ernst Ludwig Presse XV. Buch. Stürz 15. Rodenberg 75. Schauer II 65. Sarkowski 1270. – Eines von 440 Exemplaren (Gesamtauflage 500). Druck von F. W. und Chr. Kleukens in der von ihnen geschaffenen Kleukens Antiqua. – Anfang etwas fleckig, sonst gutes Exemplar.

3472 Pudem(ann), A. Erika Mann. Kreidezeichnung, mit Weiß gehöht und partiell gelackt. 32,5 x 25,5 cm. Schweiz, 22.5.1935.

280 €

Porträtiert ist die dreißigjährige Erika Mann (1905-1969). Zusammen mit ihrem Bruder Klaus und Therese Giehse begründete sie am 1. Januar 1933 das politisch-literarische Kabarett „Die Pfeffermühle“ in München. Nach zwei sehr erfolgreichen Vorstellungen wurde das Programm bereits am 1. Februar 1933 auf Grund der nationalsozialistischen Machtübernahme eingestellt. Erika und die gesamte Familie Mann flohen in die Schweiz, wo erst Ende September in Zürich die Vorstellungen der „Pfeffermühle“ fortgesetzt wurden. Es folgten zwei erfolgreiche Tourneen durch die Schweiz, eine dritte Tournee im Herbst 1934 wurde jedoch öffentlich verrissen. Auf Grund ihres aktiven Mitwirkens und Engagements bei der „Pfeffermühle“ wurde Erika am 11. Juni 1935 die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Um einer Abschiebung zu entgehen, heiratete sie den englischen Literaten W. H. Auden und wurde britische Staatsbürgerin. – In der rechten unteren Ecke mit Ausriss (teilweiser Verlust der Signatur). Mehrfach feuchtrandig und feuchtfleckig, das Papier gleichmäßig gebräunt. Abbildung

3473 Queneau, Raymond. Le vol d‘icare. 256 S., 1 Bl. 21,7 x 14,5 cm. OBroschur (Rücken mit leichter Knickspur, Deckel leicht aufgebogen). Paris, Gallimard, 1968. 150 € Erste Ausgabe. Eines von 150 nummerierten Exemplaren „ sur vélin pur fil Lafuma-Navarre“ (Gesamtauflage: 210). – Unbeschnitten und teils unaufgeschnitten. Sehr gut erhalten.

3474 Raasch, Klaus. Luft und Liebe. 91,5 x 41 cm. Signierter Farbholzschnitt auf japanischem Kozu-Papier. Gerollt in OPappbox. (Hamburg, Edition Klaus Raasch, 2007). 90 € Eines von 30 nummerierten Exemplaren „für die Freunde der Edition“. Mit beiliegendem Begleittext zur Entstehung der Graphik. – Tadellos.

3472

3475 Raasch, Klaus (Hrsg.). Sechs Entwürfe. Brecht, Kotar­ ski, Majakowski, Neruda, Pessoa, Traston. 1 Bl. Vorwort und 6 doppel- bzw. tripelblattgroße, gefalt. typographische Ent­ würfe auf Kartonbögen. Mit einem Originallinolschnitt von S. Zapletal. 30 x 19 cm. Lose in OPappmappe. Hamburg, Schwarze Kunst, 1992. 100 € „Die vorliegende Mappe mit insgesamt 7 Blättern erscheint als Konzept für eine Reihe und ist nicht für den Handel bestimmt“ (Klappentext). – Tadellos.

3476 Raasch, Klaus. Konvolut von Werken der Edition Klaus Raasch u. a. mit zahlreichen signierten Originalgrafi­ ken von Klaus Raasch, Artur Dieckhoff u. a. 1993-2014. 220 € Enthält: 1. Original-Farbholzschnitt „Lesen ist gesund!“. 30 x 44,5 cm. 1993. - Signiert und nummeriert (46/170). - 2. Original-Farbholzschnitt „Den Freunden der Schwarzen Kunst 2004“. 31,5 x 23,5 cm. Lose in OUmschlag. 2003. - Signiert und nummeriert (18/40). - 3. OriginalFarblinolschnitt „Für die Freunde der Schwarzen Kunst zum Neuen Jahr (1998)“. 32,5 x 24 cm. Lose in OUmschlag. (1997). - Signiert und nummeriert (150/160). - 4. Annas nasse Achselhaare. 2 gefalt. signierte Original-Farblinolschnitte von Artur Dieckhoff. In OUmschlag. (Hamburg, Schwarze Kunst, 1997). - Eines von 138 nummerierten Exemplaren. - 5. Danke Johannes. Johannes Gutenberg zum 600sten.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________

3480

Text von Cornelia Ehrlich und Artur Dieckhoff. 48 S. Mit einem Holzstich von Roswitha Quadflieg und Holzschnitt-Illustrationen von K. Raasch, S. Zapletal, J. A. Treptow u. a. 33 x 24 cm. Illustr. OPappband. Hamburg, Schwarze Kunst, 2000). - 6. Schriftbilder. Leporello. Hamburg, Edition Klaus Raasch, (1997). - 7. Klaus Raasch. Schnittstellen. Zeichenspiele, Druckcollagen, Fundstücke. 114 S., 1 Bl. Mit zahlreichen Abb. 30 x 23 cm. OLeinen mit OSchutzumschlag. Hamburg 2008. Außerdem: Artur Dieckhoff. Johannes und das Blaubeerschwein oder: Neues über die Erfindung der Buchdrucker-Kunst. Mit sign. OriginalHolzschnitten von A. Dieckhoff und A. v. Karstedt. 24,5 x 24,5 cm. Illustr. OLeinenband. Hamburg, Schwarze Kunst, (2014). – Alle Bände und Graphiken sehr gut erhalten.

3478 Reinholz, Hanns. Mahnung aus der Vergangenheit. Kriminalroman. 181 S., 1 Bl. 17,5 x 12,5 cm. OBroschur (ge­ bräunt; Vorderdeckel mit kl. Randschäden), ohne Umschlag. Buenos Aires, Foerster & Cia., 1947. 200 €

3477 Rabuzin, I. - Vigorelli, Giancarlo. Le Paradis de Rabu­ zin. Ca. 60 Bl. Mit zahlr. farbigen Abbildungen und Photo­ graphien sowie einer separaten signierten Original-Farblitho­ graphie von Ivan Rabuzin. 34 x 27,5 cm. OLeinen mit farb. OSchutzumschlag. Mailand, Tega - Danis-Éditions, 1979. 130 €

3479 Rideamus (d. i. F. Oliven). Hugdietrich‘s Brautfahrt. Eine romantische Liebesgeschichte in sieben Gesängen. 34 Bl. Mit zahlreichen Textillustrationen von Hermann Abe­ king. 24,5 x 20 cm. Illustr. OLeinenband (etwas berieben). Berlin, Harmonie - Verlagsgesellschaft für Literatur uns Kunst, (um 1905). 120 €

Erste Ausgabe der Monographie. Eines von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Originalgraphik. – Lithographie am äußersten Rand leicht gebräunt; insgesamt wohlerhalten. Abbildung Seite 162

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Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe des sehr seltenen Romans. Reinholz, Stiefsohn des bekannten Berliner Kabarettisten Rudolf Nelson, schrieb als Journalist für mehrere Berliner Blätter, gründete 1931 ein eigenes Pressebüro und emigrierte 1939 nach Großbritannien, wo er bei einem englischen Radiosender als Autor und Sprecher beschäftigt war. – Papierbedingt stark gebräunt. - Nur ein Exemplar im Bestand der Deutschen Nationalbibliothek nachweisbar.

Einzige Ausgabe der Liebesgeschichte in Versen des Rechtsanwaltes Oliven, der zu den erfolgreichsten Librettisten und Humoristen im Berlin der Zwanziger Jahre zählte. Seine Bücher wurden von den


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Nationalsozialisten verbrannt, er emigrierte 1939 nach Brasilien. Hermann Abeking (1882-1939) erhielt mit zwanzig Jahren den Auftrag zur Illustration der „Brautfahrt“ und wurde mit dieser, im schönsten Jugendstil erstellten Arbeit schlagartig als Karikaturist berühmt. – Sehr gutes, nur leicht gebräuntes Exemplar. - Kein Exemplar im KVK nachweisbar.

3480 Rigal, J. J. J. - Cassou, Jean. Ballades. 40 S., 4 Bl. Mit 8 signierten Original-Bleistiftzeichnungen, 8 Original-Farbra­ dierungen, 8 Orig.-Radierungen in schwarzweißen Abzügen, 3 Bl. Original-Monotypien, 3 Original-Radierungen in farb­ lichen Varianten und sämtlichen signierten Zustands- und Probedrucken der Illustrationen von J. J. Rigal. 33 x 26 cm. Lose Bogen in 7 französischen OKartonbroschuren mit 2 OHalb­ leinen-Decken (Gelenke gebrochen) in OPapp-Schuber (etwas berieben, an den Gelenken restauriert). Paris, Bricage, 1956. 1.500 € Strachan 1969, S. 263. – Ausstellungswürdige Zusammenstellung dieser Dokumentation für die künstlerische und handwerkliche Radiertechnik, ein Äquivalent zu den lithographischen Produktionen von Mourlot in dieser Zeit. Unikales Exemplar Nr. 1 (Gesamtauflage 110) für den Colonel Sicklès, einem der größten französischen Bibliophilen des letzten Jahrhunderts, mit 1. einer Folge der Radierungen in farbigen Abzügen auf „Japon Impérial“ - 2. einer Folge der Radierungen in schwarzweißen Abzügen auf „Japon Impérial“ - 3. Drei Original-Monotypien - 4. drei signierten Radierungen mit Farbvarianten - 5. allen signierten Zustandsund Probedrucken der Illustrationen - 6. 8 signierten Originalvorzeichnungen für die Graphiken. „The taille-doucier, J. J. J. Rigal, illustrated four prose Ballades by Jean Cassou with an introductory frontispice and an en tête (a term applied to more extensive illustrations) as a heading to each Ballade, that to the third being especially striking“ (Strachan). – Leicht gebräunt und stellenweise lichtrandig, sonst wohlerhaltenes Exemplar dieser opulent ausgestatteten Publikation.

3482

Abbildung

3481 Ringelnatz, Joachim. Komm, sage mir, was du für Sorgen hast. 1 Titelblatt und 8 Originalradierungen von Claus Korch. 25 x 19 cm. Lose Blatt in OLeinenmappe mit Titelschild. Berlin 2014. 150 €

RVergoldung, roten floralen Lederintarsien, goldgeprägten Deckelfileten mit intarsierten Eckfleurons, Steh- und Innen­ kantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt (signiert: „Roger de Coverly & Sons“). Paris, Georges Crès, 1912. 800 €

Eines von 20 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Druck des Satzes aus der Futura durch die Handpresse Martin Fock. Die Radierungen werden jeweils von kurzen Sentenzen begleitet („Es zwitschert eine Lerche im Kamin, Wenn du sie hörst.“) – Tadellos.

Maitres de livre, 15. Nicht bei Monod. – Eines von 1074 nummerierten Exemplaren auf Papier de Rives (Gesamtauflage: 1130). – Sauberes und unbeschnittenes frisches Prachtexemplar in einem Einband der Londoner Buchbinderwerkstatt von Roger de Coverly (1831-1914), dem sogenannten „Singenden Buchbinder“, wo unter anderem CobdenSanderson von 1883 bis 1884 in die Lehre ging. „When Roger established his own workshop (in Leicester Square), there was little time for the extra- curricular activities he loved [playing Violin et. al.]. As a one man band, he had to ‚forward‘ and ‚finish‘ the bindings himself ... Slowly, however, the bindings business began to flourish. It was patronised by aristocrats, noted writers (for example T. E. Lawrence) and artists. His style was rather conservative and retrospective but the good quality materials used and his stated goal, to bind ‚excellently rather than cheaply‘ made up for lack of originality, for some at least“ (P. J. M. Marks). Das Exemplar ist getrüffelt mit 10 zusätzlich eingebundenen OriginalRadierungen von dem bedeutendem belgischen Grafiker Félicien Rops (1833-1898). Sie wurden zwischen 1882 und 1886 geschaffen und

Getrüffeltes Exemplar mit neun Radierungen von Félicien Rops 3482 Rops, F. - Barbey d‘Aurevilly, (Jules Amédée). Les Dia­ boliques. 3 Bl., 470 S., 3 Bl. Mit Porträtfrontispiz, Titelvignette, mehrfach gefaltetem faksimilierten Brief sowie Orig.-Radie­ rung mit Porträt des Autors. 19 x 12 cm. Schwarzes Maroquin d. Z. (größerer Feuchtigkeitsfleck am Rückdeckel, Leder dort leicht brüchig, Gelenke mit geringen Abplatzungen; illustr. OBroschur eingebunden, diese leicht gebräunt und mit mini­ malen Feuchtigkeitsrändern) mit goldgeprägtem RTitel und

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ waren ursprünglich für eine Neuausgabe von „Les Diaboliques“ im Lemerre-Verlag bestimmt. Diese wurde jedoch ohne die Radierungen von Rops veröffentlicht, sodass Lemerre sie als separate Mappe herausgab (wohl die bei Monod 947 verzeichnete „Suite“). Eine gemeinsame Veröffentlichung der „Diaboliques“ von Barbey d‘ Aurevilly und Rops Illustrationen kam nie zustande, was diese Ausgabe sehr selten macht. Die neun Radierungen zu „Les Diaboliques“ umfassen: das Frontispiz „Le Sphinx“ (Die Sphinx), „La Prostitution et la folie dominant le monde“, sowie weitere Illustration für jedes Kapitel („Le Rideau Cramoisi“; „Le plus bel amour de Don Juan“; „Le bonheur le dans le crime“; „A un dîner d‘athées“; „Le Dessous de Cartes d‘une Partie de Whist“; „La Vengeance d‘une Femme“; „La Femme et la folie dominant le monde“). Robert L. Delevoy schrieb: „Seine Radierungen für ‚Les Diaboliques‘ von Barbey d‘Aurevilly gelten als einige der besten illustrativen Arbeiten, die je gemacht wurden“ (Delevoy, Symbolists and Symbolism, New York 1978, 247f.

3483

Abbildung

3483 Rosen, Gerd. - Galerie Gerd Rosen stellt aus: Moderne Kunst, Berlin W15, Kurfürstendamm 215. Mappe mit farbig gedrucktem montierten Titelbild und 17 Farbtafeln verschie­ dener Künstler. Ca. 33 x 45 cm. Chamoisfarbene illustr. OPappmappe (Rückdeckel mit Schnittspuren; angestaubt und gebräunt, leicht fleckig, geringe Knicke). (Berlin, Galerie Gerd Rosen, 1946). 900 €

3483

Sehr seltene Mappe mit Titelbild und 17 farbig gedruckten Plakaten im Querfolio-Format der Berliner Galerie Gerd Rosen, der ersten Berliner Kunstgalerie nach dem Krieg und Vorgängerin des Auktionshauses Bassenge, die sich vor allem mit Ausstellungen der zeitgenössichen Kunst einen Namen machte. Die mutige Pionierleistung Gerd Rosens (1903-1961), der die Galerie offiziell am 9. August 1945 am Kurfürstendamm 215, zwischen Uhland- und Fasanenstraße, eröffnete, bestand vor allem in der Ausstellung der noch bis Kriegsende als „entartet“ diffamierten Künstler. Damit etablierte er einen funktionierenden Kunstmarkt in der Trümmerstadt. Die Mappe enthält das von Tillessen entworfene Titelblatt („E. W. Nay Mai 1946“), das auch auf die Mappe aufkaschiert ist, sowie die Blätter „Ausstellung junger Kunst - Eggert-Lindenberg-Trökes“ (Entwurf: H. Trökes), „Fantasten Ausstellung“, Werner Heldt „März 1946 Zeichnungen und Bilder“, „Plastik u. Bildhauer Zeichnungen“ von Uhlmann, „Karl Hartung - Plastik und Grafik April 1946“, „Karl Maeder Juli 1946“, „Bilder von Alexander Kamaroff und Plastiken von Gustav Seitz Juni 1946“, „Januar 1946 [Paul] Strecker“, „Weihnachtsausstellung vom 12. November bis 24. Dezember [1945]“, „Moderne Graphik Mitte Sept.Mitte Okt.“, „1 Jahr Galerie Gerd Rosen 1945/1946 Rückblick + Vorschau“, „Karneval bei Gerd Rosen“ (1946, sign.: MAC), „Karl Otto Goetz“ (1947), „Jüngste Kunst bei Gerd Rosen - Kindertuschzeichnungen“ (1948, Entwurf: Tillessen), „Woty Werner“, „Gerhard Moll“. – Einige Blätter mit minimalen Gebrauchsspuren wie kleine Knick- und Knitterspuren an den Rändern, insgesamt wohlerhalten und in diesem Umfang mit 17 Blättern sehr selten. Abbildungen

3484 Roth, Joseph. Hiob. Roman eines einfachen Mannes. 299 S. 18 x 11 cm. OLeinen (Kapitale und Gelenke mit kleinen Läsuren, leicht ausgeblichen). Berlin, G. Kiepenheuer, 1930. 90 € 3487

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Wilpert-G. 9. – Erste Ausgabe. – Wohlerhalten.


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation rororo – Eine Idee macht Geschichte 3485 Rowohlts Rotations Romane. 30 im Zeitungsformat erschienene Titel in 32 Heften (alles Erschienene). Mit zahlr. Illustrationen. 31 x 24 bis 38,5 x 29 cm. Hamburg, Stuttgart, Berlin, Baden Baden, Rowohlt, 1946-1949. 800 € Slg. Jordan 2397 (gibt irrtümlich nur 28 Titel in 30 Heften an). Sauer, Kat. 29, 2146. – Außerordentlich seltene, komplette Folge aller als Zeitungs-Rotationsroman des Rowohlt-Verlages erschienenen Titel. Von dem Erfolg der „Story“, die in Stuttgart erschienen war, angeregt, „arbeiteten Ledig und Rowohlt eine neue Idee aus: die Romane der gegenwärtigen Weltliteratur, die das deutsche Volk unter den Nazis nicht lesen durfte, und die man wegen Papiermangels nicht drucken konnte, einfach im Rotationsdruck wie Zeitungen in großem Zeitungsformat herzustellen und in Riesenauflagen ganz billig zu vertreiben. Bald war ganz Deutschland mit diesen Ro Ro Ro‘s überschwemmt, und sie ließen auch wieder Geld ins Haus regnen“ (Rowohlt Almanach S. 36 und S. 630-35 mit der genauen Titelangabe der einzelnen Hefte). Die Bibliographie von P. Rössler im Ausstellungskatalog „Macht unsere Bücher billiger“, Kreisbibliothek Eutin, gibt an, dass ab März 1949 das kleinere Format gewählt wurde, außerdem wird angegeben, dass ein Nachdruck ausverkaufter Titel nicht mehr erfolgte. In vorliegender Reihe gibt es „große“ Formate auch nach März ‚49. – Nur papierbedingt minimal gebräunt, in sehr gutem, unbeschnittenen bzw. ungeöffneten Zustand. Die drei Hefte „Der Mensch in dieser Welt“ von Hans Zehrer mit der formatgroßen, illustrierten Verlags-Manschette. So komplett und in diesem hervorragenden Zustand von großer Seltenheit. Abbildung

3485

3486 Rubiner, Ludwig. Der Mensch in der Mitte. 193 S., 3 Bl. Verlagsanzeigen. OBroschur (etwas gebräunt und leicht lichtrandig). Berlin, Die Aktion, 1917. 80 € Politische Aktions-Bibliothek 2. W.-G.2 7. – Erste Ausgabe der politischen Betrachtungen des früh gestorbenen sozialistischen Humanisten (1881-1920). – Gebräunt.

3487 Runge, Philipp Otto. Von dem Fischer un syner Fru. 21 S., 1 Bl. Mit 11 Original-Holzschnitten von Gerhard Marcks. 22,7 x 17,5 cm. OPappband mit RTitel, in OPappschuber. Ham­ burg, Grillen-Presse, 1955. 180 € Eines von 180 Exemplaren „gesetzt aus der Garamond der Lettergieterii Amsterdam gedruckt auf leicht gelbgrauem Kupferdruck-Bütten der Hahnemühle“ (Gesamtauflage: 830). Im Impressum von Gerhard Marcks (1889-1981) signiert. – Tadellos erhaltenes Exemplar. Abbildung

3488 Russisch-deutsches Theater „Der Blaue Vogel“. Dezem­ ber 1921 - Dezember 1922. 48 S. Mit zahlreichen, teils farbigen und ganzseit. Abb. sowie 4 montierten Farbtafeln. 22 x 29 cm. OBroschur (etwas berieben und stockfleckig, unteres Kapi­ tal mit Fehlstelle). Berlin, Preuss‘ Institut Graphik, (1922). 200 €

Erstes und einziges Jahrbuch des legendären Berliner Cabaret-Theaters der Exil-Russen, das in den 20er und frühen 30er Jahren unter der Leitung von Igor Jushny zahlreiche Künstler und Literaturen inspirierte und sein Publikum zu ekstatischen Begeisterungsstürmen verführte. Unter den zahlreichen Illustrationen u. a. Darstellungen von Bühnenentwürfen, Szenenbildern und Figurinen, ferner mit Grußworten und Textbeiträgen u. a. von Oskar Bie, Siegfried Jacobsohn und Emil Jannings. Erschien unter der redaktionellen Leitung von Friedrich Jaroszy. Der Vorderumschlag mit einem stilisierten blauen Vogel. – Vier Textstellen großzügig mit Illustrationen überklebt. Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar.

3489 Sartre, Jean-Paul. Le chemins de la liberté. 3 Bände. 309 S., 1 Bl.; 350 S., 1 Bl.; 293 S., 1 Bl. 19,4 x 13 cm. Farbig illu­ strierte und goldgeprägte OPappbände (Kanten und Kapi­ tale berieben, Ecken bestoßen; nach Entwürfen von Mario Prassinos). Paris, Gallimard, 1945-1949. 250 € Erste Ausgabe. Je eines von 960 bzw. 2000 nummerierten Exemplaren. Der erste Band trägt den Titel „L‘âge de la raison“, der zweite „Le sursis“ und der dritte „La mort dans l‘âme“. – Vereinzelt minimal gebräunt, dekorativ gebunden.

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3491 Sartre, Jean-Paul. Sieben Werke seiner frühen Ver­ öffentlichungen in ersten Ausgaben. OBroschuren (teils mit stärkeren Gebrauchsspuren), OPappband (minimale Ge­ brauchsspuren; nach einem Entwurf von Mario Prassinos) und Halbleder d. Z. mit 2 goldgeprägten RSchildern. Paris 1936-1947. 500 € Enthalten sind die folgenden nummerierten Ausgaben: 1) L‘ imagination. Paris, Félix Alcan, 1936. - 2) Le mur. Paris, Gallimard, 1939. - 3) Esquisse d‘une théorie des émotions. Paris, Hermann, 1939. - 4) Huis clos. Paris, Gallimard, 1945. - 5) Réflexions sur la question juive. Paris, Paul Morihien, 1946. - 6) Baudelaire. Précédé d‘une note de Michel Leiris. Paris, Gallimard, 1947. - 7) L‘homme & les choses. Paris, Seghers, 1947. – Vereinzelt etwas gebräunt und mit leichten Gebrauchsspuren.

3492 Schlegel, Friedrich. Lucinde. 123 S., 2 Bl. Mit 7 signier­ ten Originalradierungen von Rolf Schott. 26,5 x 19 cm. OPer­ gamentband mit Einbandzeichnung von R. Schott, goldgepr. RSchild und Goldschnitt. In OPappschuber (dieser etwas berieben). München-Pullach, P. Stangl, (1923). 300 € Sennewald 27. – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. Eines von 350 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Den Handeinband fertigte Max Schedl. – Exlibris; sehr gutes Exemplar. Abbildung

3495

3490 Sartre, Jean-Paul. Konvolut von 3 Werken in erster Aus­gabe. Ca. 22 x 14 cm. OBroschur (teils mit geringen Gebrauchs­ spuren) und OPappbände. Paris, Gallimard, 1952-1976. 300 € Vorhanden sind: 1) die Bände I-IV, VI-X (von 10) der Reihe „Situations“: I „Situations, I“.- II „Situations, II“.- III „Situations, III“,- V „Situations, IV“. - VI „Problèmes du marxisme“. - VII „Problèmes du marxisme“. - VIII „Autour de 68“. - IX „Mélanges“. - X „Politique et autobiographie“. Paris, Gallimard, 1952-1976. - 2) Saint Genet, Comédien et Martyr. Ebenda 1952. - 3) Critique de la raison dialectique. Band I (alles Erschienene). Ebenda 1960. – Nur vereinzelt mit kleinen Anstreichungen und hs. Anmerkungen auf den Vorsätzen, sonst wohlerhalten. Teils unbeschnittene, unaufgeschnittene und nummerierte Exemplare der Vorzugsausgaben.

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3493 Schlotter, Eberhard. - Cervantes Saavedra, Miguel de. Don Quijote. 4 Bände. Mit signierter Orig.-Radierung, 160 Farbradierungen und 186 Textillustrationen von Eberhard Schlotter. 33 x 35 cm. OHLederbände (vereinzelt gering fleckig, Rücken und Deckel etwas beschabt) mit goldgepr. RTitel in OLeinen-Schuber (stellenweise etwas feuchtfleckig, einer davon mit größerem Farbfleck). Altea, Rafael Art Gallery, 1983. 300 € Nummeriertes Exemplar (Gesamtauflage: 2000). Der erste Band ist im Druckvermerk vom Künstler Eberhard Schlotter signiert, ebenso wie die beiliegende Original-Radierung. Nach der Tieckschen Übersetzung der Original-Ausgabe der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. – Frisches Exemplar.

3494 Schmidt, Arno. Abend mit Goldrand. Eine Märchen­ Posse. 55 Bilder aus der Lä(E)ndlichkeit für Gönner der Ver­ schreibkunst. Materialsammlung: 1972–75, Niederschrift: Juli ’74 - Februar ’75. 215 S. 43,4 x 32,7 cm. OHalbpergament (Rückendeckel mit minimaler Kratzspur) mit RTitel in OPapp­ schuber (oberes Kapital leicht eingerissen) mit RSchild. Frankfurt, S. Fischer, 1975. 300 € Eines von 350 nummerierten und von Schmidt signierten Exemplaren (Gesamtauflage: 375). Faksimile des einseitig beschriebenen, 216 Blätter umfassenden Manuskripts. – Sehr gut erhaltenes Exemplar.

3495 Schmidt-Rottluff, Karl. - Brust, Alfred. Das Spiel Christa vom Schmerz der Schönheit des Weibes. 45 S., 1 Bl. Mit 9 ganzseit. Original-Holzschnitten von Karl Schmidt-Rottluff. 21,7 x 13,8 cm. Rote klammergeheftete OBroschur (fragmen­ tarisch erhalten, Rücken und Ränder mit Fehlstellen) mit Deckelschild (Fehlstelle an der linken unteren Ecke). BerlinWilmersdorf, Die Aktion (Franz Pfemfert), 1918. 600 € Raabe 48, 1. Lang 300. Wilpert-Gühring2 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung Alfred Brusts (1891-1934). Das einzige von Karl SchmidtRottluff (1884-1976) illustrierte Buch „wurde als Doppelband 29/30 der Bücherei DER ROTE HAHN von der Druckerei F. E. Haag, Melle in Hannover, gedruckt“ (Impressum). Schmidt-Rottluffs Holzschnitte „überfordern das stille Maß eines Buches ... Die blockhafte Wucht der Holzschnitte ist ungeheur expressiv, geladen mit innerer Dramatik. ... Ilustrationen sind diese Blätter nicht, denn sie stehen nur in loser Beziehung zum Text“ (Lang S. 49). Die Blätter mit den Holzschnitten teils paginiert. – Papierbedingt gebräunt, der Vortitel und die letzten Blätter stellenweise mit roten Flecken, letzte Blätter zudem an der oberen Ecke gestaucht und mit kleinen Einrissen. Vortitel mit Eckausriss, am vorderen Gelenk mit Klebestreifen verstärkt. Abbildung

3496 Schrat, Henrik. Don Paprikaschote oder wie Prinz Humlot Pipi Langbein zur Frau erwählte. 12 nn. Bl. Handschrift­ licher Text mit 9 (4 ganzseitigen) Textillustrationen, gestaltet von Heike Dittrich. 18 x 13,5 cm. OBroschur (nur winzige Ein­ risse, leicht abgegriffen) mit Monotypie-Druck. O. O. (1989). 180 €

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Hübsches kleines Künstlerbuch des Greizer Malers, Grafikers, Installationskünstlers und Objektkünstlers Henrik Schrader (geb. 25. März 1968), der unter seinem Künstlernamen „Henrik Schrat“ zusammen mit Heike Dittrich veröffentlichte. Der individuell gestaltete Umschlag wurde mittels der Technik des Naturselbstdrucks gestaltet (verschiedene Blattformen). Vgl. Kunstlandschaft in Sachsen (1994), S. 170. – Unbeschnitten, minimale Gebrauchsspuren. Mit 6-zeiliger eigenhändiger Widmung der Künstlerin „für sehr interessierte Kunstliebhaber Herzlichst Heike Dittrich / 1. Mai 89“. - Selten. Abbildung

3497 Schwarz, Arturo. Méta.Morphoses. 30 Doppelblatt, 1 Bl. Mit 4 signierten, farbigen Original-Radierungen von André Masson. 38,5 x 29 cm. Lose Blätter in französischer OBroschur und OLeinendecke mit RTitel in rotem OLeinen­ schuber. Paris, Georges Fall, 1975. 850 € Monod 10214. – Eines von 105 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage 150). „Les gravueres ont été tirées par l‘Atelier Crommelynck. Le texte, composé en Baskerville corps 24, a éte imprimé Fequet et Baudier typographes“. – Broschur leicht fleckig, insgesamt sehr gut erhalten. Abbildung Seite 170

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ In der Laudatio hieß es damals: „Robert Schwarz gehört zu den wenigen zeitgenössischen Lithographen, denen noch die volle Kenntnis des Drucks vom Stein zur Verfügung steht. Da er seine Arbeiten ausschließlich selbst druckt, ist die bestmögliche Umsetzung seiner Bilderfindungen gewährleistet. Die ganze Eigenart und Schönheit der Farblithographie ... kennzeichnet sein Werk. ... Seine virtuose Handhabung des Metiers erlaubt ihm Grenzüberschreitungen.“ Schwarz erhielt neben dem Pfalzpreis zahlreiche weitere Auszeichnungen, seine Arbeiten sind in vielen nationalen und internationalen Sammlungen vertreten. – Tadellos. Abbildung

3499 Schwitters, Kurt. Anna Blume. Dichtungen. 37 S., 1 Bl. Anzeigen. 22 x 14,5 cm. Moderner HLeinenband (etwas ge­ bräunt illustrierte OBroschur eingebunden). Hannover, Paul Steegemann, 1919. 300 € Die Silbergäule, 39-40. Meyer 85. Vgl. Raabe 273, 1. – Erste Ausgabe seines literarischen Erstlingswerks. – Obere rechte Ecke mit bis in den Text reichendem Feuchtigkeitsfleck, das Papier dort etwas gewellt. Sonst wohlerehalten. Abbildung Seite 172

3500 Schwitters, Kurt. Banalitäten. Aus dem Chinesischen. 18 Bl. Mit 3 separaten signierten Orig.-Collagen von Peter Rensch. 35,2 x 9 cm. Farbig illustr. OPappband mit DeckelTitelschild. Berlin, Handpresse Gutsch, 1988. 220 € Eines von 50 nummerierten und von Peter Rensch im Impressum signiertern Exemplaren (Gesamtauflage). Die Collagen sind verso von Peter Rensch signiert und datiert „P. R. 88“. – Vereinzelt am Rand leicht stockfleckig. Abbildungen

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3498 Schwarz, Robert. - Malewitsch, Kasimir. Über das Subjektive und Objektive in der Kunst oder Kunst im Allge­ meinen (1922). Mit 120 Originallithographien von Robert Schwarz. 42 Bl. (25 x 25,5 cm); 18 Bl. (15 x 15,5 cm). Lose Bogen in zwei OLeinenkassetten (etwas ausgeblichen und ange­ staubt). Mainz, Robert Schwarz, 1990. 450 € Eines von 20 nummerierten und vom Künstler signierten Exemplaren auf Arches (Gesamtauflage 30 Ex.). 10 Exemplare wuden auf Pack­ papier gedruckt und fadengebunden. Hommage an Malewitsch von dem bekannten Mainzer Buchkünstler und Graphiker Robert Schwarz (geb. 1951 in Ludwigshafen), der 1998 den Pfalzpreis für Graphik erhielt.

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ tes, sehr seltenes Dokument jüdischen Lebens in Berlin und gleichzeitig eines der Beispiele der frühen Reformpädagogik und deren künstlerische Äußerungen. – Ferner liegt ein weiteres Exemplar der Mappe „Ostern 1925“ bei (mit 17 der 18 Tafeln). - Ähnlich erhalten.

Abbildung

3502 Siemsen, Hans. Das Tigerschiff. Jungensgeschichten. 33 S. Mit 10 signierten Original-Radierungen von Renée Sintenis. 29,5 x 21 cm. Blauer OSaffianband (Kapitale und Kanten berieben) mit goldgeprägtem RSchild, goldgepräg­ tem Deckelsignet und KGoldschnitt (signiert: „Handband Enders Leipzig“). Frankfurt am Main, Querschnitt, 1923. 1.200 € 26. Flechtheim-Druck. Raabe, Handbuch, 4. Lang 333. – Erste Ausgabe. In 250 nummerierten Exemplaren, hier wohl ein Künstlerexemplar mit der Kennzeichnung „E“. Laut Prospekt wurden nur 50, im Druckvermerk nicht ausgewiesene Exemplare in Ganzleder gebunden. Sämtliche Radierungen von der Künstlerin signiert. Der Druckvermerk von Autor und Künstlerin signiert. – Schöner, breitrandiger Druck. Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar. Abbildung

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3501 Siemens-Oberrealschule. Originalschnitte angefertigt von der Abiturientenklasse Siemensoberrealschule Ostern 1925 [und] Ostern 1926. 18 bzw. 16 (inkl. Titel; 23 signierte) Original-Linolschnitte verschiedener Künstler. 24,5 x 21,5 cm. Lose Tafeln in farbigen OKartonbroschur-Umschlag (Rücken leicht brüchig, etwas beschabt) mit Deckeltitel. (Berlin), Siemens-Oberrealschule, 1925-1926. 350 € Künstlerisch anspruchsvolle, stilistisch meist dem Expressionismus verhaftete Tafeln in Linolschnitt, die von vornehmlich jüdischen Schülern des Werner-Siemens-Realgymnasiums im Werkunterricht angefertigt wurden. Das Gymnasium war 1903 von dem Reformpädagogen und Politiker Wilhelm Wetekamp (1859-1945) im Bayerischen Viertel des Berliner Bezirks Schöneberg an der Hohenstaufenstraße gegründet worden, wofür Wetekamp einen heute noch vorhandenen imposanten Schulbau entworfen hatte. Die aufgeklärte, freigeistige und an dem Künstlerischen orientierte Lehre folgte der des Schulreformers Karl Reinhardt (1849-1923). – Nur marginale Gebrauchsspuren, meist sehr sauber und wohlerhalten, in gutem Abdruck. - Beiliegt: OriginalKohlezeichnung, wohl als Entwurf für einen Holzschnitt. - Interessan-

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 3503 Sitte, Willi. - Ovidius Naso, Publius. Ars amatoria. Liber secundus. Die Liebeskunst. Zweites Buch. Aus dem Latei­ nischen übers. und nachgedichtet von Friedrich Walter Lenz. 75 S. Mit 13 ganzseit. farb. Orig.-Lithographien von Willi Sitte. 61 x 43,5 cm. Illustr. OHPergamentband in OPappschuber (dieser an Kanten brüchig). Berlin, Akademie-Verlag, 1970. 350 € Eines von 600 Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk vom Künstler signiert. Deutscher und lateinischer Text. – Sehr gutes Exemplar dieses außerordentlich aufwendigen und luxuriösen Druckes des Akademie-Verlages in Berlin. Abbildung

3504 Slevogt, Max. Alte Märchen mit der Feder erzählt, in Worte gefaßt von Joachim Zimmermann. 26 Textblätter und 21 Tafeln (inklusive Titel) in Original-Lithographie (bzw. Strichätzung) von Max Slevogt. 30 x 38 cm. Lose in OPerga­ ment-Mappe (etwas fleckig und berieben, Deckel schwach geworfen) mit goldgeprägtem Namenszug Slevogts auf dem VDeckel. Berlin, Propyläen, 1920. 240 € Rümann 63a. – Eines von 200 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. Mit einer signierten Original-Lithographie von Slevogt. – Titel und Passepartout der signierten Graphik schwach lichtrandig. Wohlerhalten und sauber.

3505 Sovák, Pravoslav. Arbeiten auf Papier - Works on Paper. 2 Bde. Mit Texten von Helmut Heißenbüttel. 108 S.; 128 S. Mit zahlr. teils farb. Abb. und separater signierter Orig.-Farb­ radierung unter gestanzter Umschlaglasche. 35,5 x 28,5 cm. Blaue OPpbde mit mont. farb. illustr. DSchildern in gleich gestaltetem OPp-Schuber. Stuttgart, Klett-Cotta, 1981. 150 €

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Eines von 100 nummerierten Exemplaren (Gesamtaufl. 300 und Normalausgabe) der Vorzugsausgabe C mit signierter Orig.-Radierung. Druckvermerk ebenfalls vom Künstler signiert. Eine Dokumentation

zu Leben und Werk mit biographischen Daten, Kommentar des Künstlers, Kritiken und Verzeichnis aller Zeichnungen und Radierungen. Text in Deutsch und Englisch. – Nahezu verlagsfrisch.

3506 Spiegel, Peter. Köpfe. 2 nn. Bl. Mit 24 nummerierten und signierten Original-Aquatintaradierungen. 34,5 x 26 cm. OLeinen (Rücken etwas lichtrandig) mit montiertem Deckelschild. Homburg/Saar, Peter Spiegel, 1974. 120 € Eines von 16 nummerierten und im Impressum von Peter Spiegel (geb. 1944) signierten Exemplaren (Gesamtauflage). Ein Blatt mit dem „Lied von der Unzulänglichkeit Menschlichen Strebens“ von Bertolt Brecht. – Fliegendes Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung des Autors und montiertem Fingerabdruck.

3507 Spitz, Ernst. Bekessys Revolver. 54 S., 3 Bl. 20 x 13,5 cm. Illustrierte OBroschur (gering berieben). Wien, Saturn, 1926. 150 €

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Flugschriften-Reihe Nr. 1. Einzige Ausgabe der schonungslosen Abrechnung mit dem für seine Skrupellosigkeit und erpresserischen Geschäftspraktiken berüchtigten Verleger Imre Bérkessy, der ab 1923

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Eines von 16 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesasmtauflage: 101). „Jede Mappe besteht aus zehn Falzblättern A2 mit je einer Klecksografik von Bernhard Luginbühl und facsimilierten Blutrezepten von Daniel Spoerri ... alles gedruckt (teilweise mit echtem Blut) und verlegt von Francesco Conz in Verona 1986“ (DV). Das illustrierte Titel-Doppelblatt ist von Daniel Spoerri (geb. 1930) und von Hans Bernhard Luginbühl (1929-2011) signiert, mehrfach gestempelt „Résurgent“ und „Aberrare humanum est“ sowie kleinen Hand- und Fußstempeln. – Nahezu tadellos erhalten, frisch und sauber und eindrucksvoll blutrünstig. Persönliches Exemplar mit 5-zeiliger eigenhändiger Widmung des Autors in blauem Kopierstift auf dem Titel „Dem lieben Doktor Schubert. Daniel Spoerri in abgemagerter Dankbarkeit 21. Juli 87“. Abbildung

3509 Struck, Hermann. Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. 4 Bl., 275 S. Mit 5 Original-Radierungen, einer Original-Lithogra­ phie und zahlreichen Textabbildungen. 23,3 x 18,5 cm. Illu­ strierter OPappband (Oberes Kapital eingerissen, Ecken leicht bestoßen). Berlin, Paul Cassirer, 1919. 280 € Feilchenfeldt-Brandis 193.3. – Dritte Auflage. Mit den Original-Graphiken von Max Liebermann: Amsterdamer Judengasse (Radierung);

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das Wiener Boulevardblatt Die Stunde herausgab. Der Wiener Journalist und Schriftsteller Ernst Spitz (1902-1940) war bis zu seinem Rausschmiss redaktioneller Mitarbeiter des Blattes - einer seiner jungen Kollegen war der damals 18jährige Redaktionsassistent und spätere Hollywood-Regisseur Billy Wilder. Wie so viele andere Wiener Intellektuelle wurde Spitz nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Wien 1938 deportiert, 1940 kam er in Buchenwald um. – Vorderes Innengelenk angeplatzt, Umschlag dadurch etwas gelöst. Sauberes Exemplar. Abbildung

„Blut-Vorzugsausgabe“ mit persönlicher Widmung 3508 Spoerri, Daniel. Einige Blutrezepte abgeschrieben von Daniel Spoerri kleksografiert von Bernhard Luginbühl. Doppelblattgroßes Titelblatt mit DV und 10, jeweils von beiden Künstlern signierte Doppelbögen mit Zeichungen in Schwarz von Bernhard Luginbühl und blutroten Kleksografi­ en von Daniel Spoerri, alles in Siebdruck, mit 2 montierten Original-Fotografien und 2 montierten Taubenfedern sowie einigen Eigenbluttropfen. 45 x 31 cm. Blutrote OLeinenmap­ pe mit VDeckelillustration. Verona, Francesco Conz, 1986. 1.200 €

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Edvard Munch: Norwegische Landschaft (Radierung); Hermann Struck: Alter Jude aus Jaffa (Radierung); Paul Baum: Aus Sluis (Radierung); Hans Meid: Der Maler in der Landschaft (Radierung) und Max Slevogt: Der Bildermann (Lithographie). Die Einbandgestaltung stammt von Karl Walser. – Die Graphiken vereinzelt leicht braunfleckig. Gutes Exemplar. Abbildung

3510 Struck, Hermann. Die Kunst des Radierens. Ein Hand­ buch. 4. vermehrte und verbesserte Auflage. 279 S. Mit zahl­ reichen Abbildungen und 6 Originalgraphiken. 23 x 19 cm. Illustrierter OPappband (berieben und bestoßen; Rücken pro­v isorisch durch einen Kartonstreifen ersetzt). Berlin, Paul Cassirer, 1920. 300 € Mit den Orig.-Graphiken von Max Liebermann: Amsterdamer Judengasse (Radierung); Edvard Munch: Norwegische Landschaft (Radierung); Hermann Struck: Alter Jude aus Jaffa (Radierung); Max Slevogt: Der Bildermann (Lithographie); Paul Baum: Aus Sluis (Radierung); Hans Meid: Der Maler in der Landschaft (Radierung). – Bindung lose; teils etwas stockfleckig, die Graphiken teils nur minimal im äußeren Rand braunfleckig. Abbildung

3511 Struck, Hermann. In Russisch Polen. Ein Kriegstage­ buch. 4 Bl. und 23 Orig.-Lithographien und Extra-Suite von 12 signierten Orig.-Lithographien. 26 x 22,5 cm. Grauer illu­ strierter OLeinenband (etwas stockfleckig). Berlin, Julius Bard, 1915. 600 €

3509 und 3510

Eines von 300 nummerierten Exemplaren. Mit skizzenhaften Landschaftsimpressionen und bemerkenswerten Eindrücken aus der Welt des jiddischen Schtetls. Exemplar mit einer zusätzlichen signierten Folge der 12 Portraitstudien aus dem Band in etwas größerem Format und auf teils unterschiedlichen Papiern. – Wohlerhalten, die Graphikfolge mit vereinzelten schwachen Stockflecken und minimalen Randläsuren. Abbildung

3512 Der Sturm. Wochenschrift für Kultur und die Kün­ ste. Konvolut von 10 Heften. 39 x 29,5 cm. Mit 3 OriginalHolzschnitten von Emil Filla, Georg Tappert und Moriz Mel­ zer. Berlin, Wien, Der Sturm, 1910-1927. 300 € Söhn, V, 53844, 53846 und 54015 (Hefte mit Original-Graphik). – Vorhanden sind die Hefte: 1. Jahrgang, 1910/11, Nr. 8. S. 57-64. - 1. Jahrgang, 1910/11, Nr. 34. S. 267-274. - 1. Jahrgang, 1910/11, Nr. 37. 291-298. 2. Jahrgang, 1911/12, Nr. 60. S. 476-482. - 2. Jahrgang, 1911/12, Nr. 85. S. 675-681.- 2. Jahrgang, 1911/12, Nr. 100. S. 795-802. Mit Original-Holzschnitt von Georg Tappert „Der Clown“. - 2. Jahrgang, 1911/12, Nr. 102. S. 811-817. Mit ganzseitigem Original-Holzschnitt von Moriz Melzer „Sitzendes Paar“. - 4. Jahrgang, 1913/14, Nr. 182/183. S. 113-120. Mit Original-Holzschnitt von Emil Filla „KRO“. - 5. Jahrgang, 1914/15, Nr. 10/11. S. 73-80. - 18. Jahrgang, 1927/28. 6. Heft. S. 73-87. Mit dem Zusatz „Die führende Zeitschrift der neuen Kunst“. – Teilweise mit Rand­ läsuren, gebräunt und fleckig bzw. Blätter lose. Abbildung Seite 176

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3513 Suarès, André. Remarques. 12 Hefte (alles) in einem Band. 20 x 13,4 cm. Halbleder d. Z. (Kapitale berieben, Ecken bestoßen, Rücken mit kleinen Kratzspuren, OBroschur des ersten Heftes beigebunden). Paris, Gallimard, 1917-1918. 200 € Eines von 2200 nummerierten Exemplaren „sur papier pur fil Lafuma de Voiron“ (Gesamtauflage: 2201). Vollständiges Exemplar der Zeitschrift die André Suarès (1868-1948) als alleiniger Mitarbeiter während des Ersten Weltkriegs publizierte. – Sehr gut erhaltenes Exemplar.

Exemplar auf Japan 3514 Tableaux de Paris. 2 Bl., VI, 1 Bl., 259 S., 2 Bl. Mit 20 teils farbigen Orig.-Graphiken und einer Extrasuite. 33 x 25 cm. OBroschur in OPappdecke (Rücken ausgeblichen) mit RSchild. In zweifarbigem OPappschuber (berieben und etwas licht­ randig). Paris, Éditions Émile-Paul Frères, 1927. 4.000 €

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Monod II 10552. Skira 365. Carteret IV 374. – Eines von 25 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 225 Ex.) auf Japan Impérial mit einer separaten Suite aller Graphiken auf Velin arches. Enthält zahlreiche Erstveröffentlichungen von Cocteau, Giraudoux, Max Jacob, Valéry u. a. sowie Lithographien und Radierungen, entstanden 1925/27, von Bonnard („La Rue“, Roger-Marx 92), van Dongen („Boîte de Nuit“), Dunoyer de Segonzac („La Mêlée“), Foujita („Le Café de la Rotonde“), Marie Laurencin („Frivolités“), Marquet („Notre Dame“), Martin („La Tour Eiffel“, Farb-Aquatintarad.), Matisse („Le Pont St. Michel“), Pascin („Au Bal“), Rouault („Le Cirque“, Rouault 350), Utrillo („Rue de l‘Abreuvoir“), Vlaminck („Rue Soufflot“, v. Walterskirchen 232) u. a. – Schöner breitrandiger Pressendruck in Blau und Schwarz. Sehr schönes, frisches Exemplar. Abbildung Seite 179

3515 Tinguely, Jean. - Hultén, Pontus K. G. Jean Tinguely „Méta“. 363 S. Mit signierter Original-Filzstiftzeichnung, Schallplatte und zahlreichen Abbildungen. 30,6 x 21,5 cm. Farbig illustriertes OLeinen in Kofferform mit Metallschlie­ ße und Griff in OKarton. Berlin, Propyläen, 1972. 450 € Als Buchobjekt in Form eines Koffers aufwendig gestaltete Katalogmonographie zu Jean Tinguely (1925-1991). Mit der oftmals fehlenden Originalzeichnung Tinguelys. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung

3516 Tobiasse, Théo. 18 Originallitografier H. C. Andersens Sagor. Typographisches Titelbl. und 18 Farblithographien auf Japanpapier. 77 x 57 cm. Himbeerrote OLeinenmappe (kaum angestaubt) mit weißgeprägtem VDeckeltitel mit Titelvignette nach einem Entwurf des Künstlers. Malmö, Galerie Börjeson, o. J. (1980). 2.500 €

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Eines von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf schwerem Japanpapier mit je 2 Blindstempeln, Nummerierung und Signatur des Künstlers in Bleistift (Gesamtauflage: 470, inkl. 70 H.C. bzw. Probedrucken). Prachtvolle, leuchtend farbig gedruckte Lithographien auf schillerndem Japanpapier von dem aus Jaffa in Palästina stammenden Maler, Grafiker und Bildhauer Théo Tobiasse (1927-2012),


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ der stark von Marc Chagall inspiriert wurde und hier seiene eigenen, ausdrucksstarken Bildvisionen zu Hans Christian Andersens Märchen vorlegt. – Titelblatt mit winzigem Knick, sonst sehr sauber und nahezu tadellos erhalten. Hier das zweite Exemplar, Nummer „II“ von 50. Abbildung Seite 177

3517 Tobiasse, Théo. Diaspora. 2 Bl. (typographisches Titel­ blatt und Tafelverzeichnis). Mit 16 nummerierten und sig­ nierten Orig.-Lithographien auf Papier d‘Arches. 70 x 55 cm. Türkisblaue OKunstledermappe (leicht angestaubt, berie­ ben, mit Klebeschild) mit weißgeprägtem VDeckeltitel mit Titelvignette nach einem Entwurf des Künstlers. (New York), Shorewood Atelier, o. J. (1968). 2.000 € Eines von 135 arabisch nummerierten Exemplaren auf Kartonvelin d‘Arches der „United States Edition“ (Gesamtauflage: 310, davon 260 auf Arches). Großformatige Darstellung des jüdischen Lebens in der Diaspora, angeleht an und inspiriert von den Schtetl-Zeichungungen Marc Chagalls „Je ressens Jerusalem comme une partie de moi-même“. Die Titelvignette mit einer gezeichneten Menora. Die 260 Abzüge auf Arches teilen sich in die 135 arabisch nummerierten Exemplare der „United States Edition“ und die 125 römischen der „European Edition“. – Titelblatt und Tafelverzeichnis stärker fleckig, mit Randläsuren und Feuchtflecken, Tafeln nur an den Rändern vereinzelt unwesentlich fleckig, die Darstellung in kraftvollen, leuchtenden Farben. Abbildung Seite 177

3518 Townsend, George Warner. Harrow in Prose & Verse. XVI, 207 S. Mit 25 mont. Farbtafeln nach Arthur Grant. 31,5 x 25,5 cm. OPergament mit goldgeprägtem RTitel, mehrfachen Deckelfileten, blauer Lederintarsie und goldgepr. Wappen­ supralibros auf beiden Deckeln sowie KGoldschnitt; mit Schließbändern. (London), Hodder und Stroughton, (1913). 150 € Eines von 125 nummerierten und vom Verleger signierten Exemplaren der großzügig gedruckten Prachtpublikation. – Innenspiegel mit zwei montierten Exlibris. Sehr schönes Exemplar im aufwendig gestalteten Wappeneinband.

3519 Traston, Simon. Die endlose Orgie - Vox populi Q vox dei. Doppelbuch in 2 Teilen. 116 verschiedenfarbig bedruckte Kartonblatt, teils mit montierten Illustrationen. 4to. Schraub­ heftung. Gestaltung: Satz, Druck, Bindung, Dieter Wagner. Berlin 1987. - 300 Bl. beidseitiger Telefonbuchdruck mit recto farbig aufgedruckten „Sprüchen“ sowie 1 montierten Farbfoto. Quer-4to. Schraubenheftung. Ebenso. Berlin 1987. 250 € Beide Exemplare als Buchobjekt auf eine Plastikfolie montiert. Auflage 180 Exemplare. Impressum vom Drucker und Typographen signiert. Die „Vita“ vom Autor signiert. Der typographisch „anspruchsvollere“ Druck des Doppelbuches ist der „Versuch einer Typisierung des Porno-Foto-Strips“, der mit entsprechenden Fotos illustriert wird. Der Paralleldruck auf Telefonbuchpapier, womit die reale Öffentlichkeit in Erscheinung tritt, ist mit Sprüchen aus einer öffentlichen Berliner Bedürfnisanstalt bedruckt, wobei das montierte Foto den „Chronisten“ Simon Traston bei dem Betreten eines dieser typischen PP zeigt. „Texte aus dem PFS oder aus einer Klappe sind Teil unserer Welt, auch wenn einige das nicht wahrhaben wollen“ (Bemerkung von Druck I). - In seiner typographischen Vielfalt interessantes Buchobjekt, das den Zeitgeist der späten 80er Jahre widerspiegelt.

3520 Traston, Simon. In der Schattensee. Späte Verse und Prosa. Mit einem Nachwort von Peter Salomon. 64 S. Mit 6 signierten und nummerierten Original-Farblinolschnitten von Svato Zapletal. 30 x 17,5 cm. OLeinenband in OPapp­ schuber. Berlin, MS-Verlag, 2007. 220 € Nicht nummeriertes Exemplar (Gesamtauflage: 54 Ex.). Die biographische Notiz und das Nachwort von Peter Salomon separat beiliegend. – Tadelloses Exemplar. – Dabei: Marga Simon. Wie das Meer! Aus dem Nachlass herausgegeben von Simon Traston. 10 Bl. Mit 3 signierten Orig.-Farblinolschnitten von S. Zapletal. 24 x 17,5 cm. OUmschlag mit Fadenheftung. In OPappumschlag. Ebenda 2006. - Eines von 30 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Abbildung

3521 Tübke, Werner. - Werner Tübke. Das Graphische Werk. 1950-1990. Bearbeitet von Brigitte Tübke mit einer Einführung von Günter Meißner. 212 S. Mit einer numme­ rierten und signierten Original-Lithographie von Werner Tübke. 20,6 x 20,4 cm. OLeinen mit geprägtem RTitel und OUmschlag. Düsseldorf, Edition GS, 1991. 3520

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200 €


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Eines von 200 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage: 1200) mit einer nummerierten und signierten Original-Lithographie („Gruppenbild“, 1991, Tübke 189b) von Werner Tübke. – Sehr gut erhalten.

3522 Uecker, Günther. - Gomringer, E. Wie weiß ist wissen die Weisen. Hommage à Uecker. 44 Bl. Mit zahlr. Fotografien und 1 Prägedruck von Günther Uecker als Umschlag. 32 x 23 cm. Weißer OPp-Umschlag mit Prägedruck in einfachem OPappschuber. Zirndorf 1975. 350 € WVZ Opus liber L.7505, S. 152/153. – Exemplar der Normalausgabe. Von Günther Uecker signiert. – Sehr gutes Exemplar.

3523 Uecker, Günther. - Gomringer, E. Wie weiß ist wissen die Weisen. Hommage à Uecker. 44 Bl. Mit zahlr. Fotografien und 1 Prägedruck von Günther Uecker als Umschlag. 32 x 23 cm. Weiße OPp-Umschlag mit Prägedruck in einfachem OPapp­ schuber. Zirndorf 1975. 300 € WVZ Opus liber L.7505, S. 152/153. – Exemplar der Normalausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

3524 Valéry, Paul. Odes. 16 Bl. mit 6 Textholzschnitten und 1 Holzschnittvignette von Paul Véra. 35 x 26,2 cm. OBroschur (randrissig, Kanten bestoßen) mit Titel und Holzschnittvig­ nette. Paris, Éditions de la nouvelle revue francaise, 1920. 220 € Carteret IV 386. – Erste Ausgabe. Eines von 125 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 150) „sur papier Whatman et dans le format inquarto impériale“. Neben „Odes“ enthält das Werk auch die Gedichte „Aurore“, „La Pythie“ und „Palme“ von Paul Valéry (1871-1945). Die Holzschnittillustrationen stammen von Paul Vera (1882-1957). Zusammen mit seinem Bruder André Vera gilt er als einer der Pioniere des Art deco-Designs. – Unbeschnitten. An den Rändern vereinzelt leicht gebräunt. Insgesamt wohlerhalten.

3525 Vereinigung Oltner Bücherfreunde. Konvolut von 16 zumeist signierten Vorzugsausgaben auf Büttenpapier in OHalbleder mit Pappschuber. Oktavo. Olten 1944-1966.

600 €

Vorhanden sind in der nummerischen Folge der Veröffentlichungen: 11. Arnold Kübler. Cognac. 1966. - Eines von 115 nummerierten und signierten Exemplaren. - 24. Robert Walser. Stille Freuden. 1944. - Eines von 150 nummerierten Exemplaren. - 25. Jakob Hess. Persische Skiz-

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 1912 der französischen Künstlergruppe „la section d‘or“ an. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg widmete er sich vor allem der Druckgrafik, hier besonders der Kaltnadelradierung. – Unbeschnitten, vereinzelt am unteren Rand minimal fleckig. Sehr gut erhaltenes, breitrandiges Exemplar mit kräftigen Abzügen der Radierungen.

3527 Vlaminck, Maurice de. - Duhamel, Georges. Maurice de Vlaminck. 26 Bl. Mit 4 Orig.-Radierungen von Maurice de Vlaminck, 1 Portrait und 23 Abb. auf Tafeln in Phototypie. 23 x 16,5 cm. OBroschur mit OUmschlag. Paris, Les Écrivains réunis, 1927. 180 €

3527

zen. 1945. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 26. Rainer Maria Rilke. Briefe. 1945. - Eines von 175 nummerierten Exemplaren. - 27. Hans Roelli. Balthasar. Aus Leben und Liedern eines Spielmanns. 1945. - Eines von 180 nummerierten und signierten Exemplaren. - Lose beiliegend ein typographisches Dankesschreiben des Verfassers sowie ein abphotographiertes Portrait. - 29. Hans Schütz. Aus Tag und Jahr. Gedichte. 1946. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 30. Gottfried Wälchli. Paul Haller 1882-1920. Die Tragödie eines schweizer Dichters. 1946. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 32. Ernst Zahn. Ein Läuten. Neue Gedichte. 1946. - Eines von 175 nummerierten und signierten Exemplaren. - 34. Bernhard Moser. Wende. Neue Gedichte. 1947. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 35. Emanuel Stickelberger. Neue Gedichte. 1947. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 40. Max Voegeli. Amapali und der Erhabene. Eine indische Erzählung. 1948. - Eines von 180 nummerierten und signierten Exemplaren. - 49. Margarethe von Kalmar. Caprice auf der Viola d‘Amour. 1951. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 56. Eduard Korrodi. Erlebte Literatur. 1952. - Eines von 100 nummerierten und signierten Exemplaren. - 69. Jacob Burckhardt. Schmuckeli. 1956. - Eines von 100 nummerierten Exemplaren. - 88. Rudolf Pannwitz. Kadmos. 1960. - Eines von 105 nummerierten und signierten Exemplaren. - 94. Edzard Schaper. Unser Vater Malchus. 1962. - Eines von 115 nummerierten Exemplaren. – Wohlerhalten und nahezu verlagsfrisch.

Monod I 4033. – Eines von 850 numerierten Exemplaren der Ausgabe auf Vélin teinté d‘Annecy (Gesamtauflage: 875). Mit vier reizenden Landschaftsradierungen (v. Walterskirchen 118-121). – Erste Lage lose. Sonst wohlerhalten. Abbildung

3528 Vlaminck, Maurice de. - Duhamel, Georges. Trois journées de la tribu. 79 S., 1 Bl. Mit 4 ganzseitigen OriginalLithographien und 10 Orig.-Holzschnitten von Maurice de Vlaminck. 24 x 19,5 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (gering berieben; illustrierter OUmschlag eingebunden) mit RVergoldung und (ergänztem) RSchild. Paris, Édition de la Nouvelle Revue Française, 1921. 350 €

3526 Villon, Jacques. - Ghika, Tiggie. La soif du jonc. Tra­ duit par Jacques Dupin. 13 lose Bl. Mit 3 ganzseitigen Origi­ nal-Kaltnadelradierungen von Jacques Villon. 34 x 25,4 cm. OBroschur (Kanten und Kapitale etwas berieben, Ecken leicht bestoßen) mit Deckel- und Rückentitel. Paris, Editions „Cahiers d‘art“, 1955. 400 € Monod 5327. – Eines von 200 nummerierten und von Jacques Villon signierten Exemplaren auf „vélin de Rives“ (Gesamtauflage: 211). Der Maler und Grafiker Jacques Villon (eigtl. Gaston Duchamp, 1875-1963) war der Bruder des Malers Marcel Duchamp, des Bildhauers Raymond Duchamp-Villon sowie der Malerin Suzanne Duchamp. Er gehörte ab

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3528


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation Carteret IV, 145. Monod 4048. Skira 353. – „Édition originale et premier tirage coté“. Eines von 300 nummerierten Exemplaren auf LafumaNavarre (Gesamtauflage: 325). Aparte frühe Buchillustration Vlamincks im Übergang von seinen frühen Holzschnittillustrationen zum späteren lithographischen Werk. – Schönes, wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

3529 Voß, Johann Heinrich (Übers.). Homers Ilias. 420 S., 4 Bl. Mit zahlreichen Original-Textholzschnitten von Ludwig von Hofmann. 29,8 x 22 cm. OLeder (Kapitale und Rücken leicht berieben, Ecken leicht bestoßen) mit RTitel, RVergol­ dung und KGoldschnitt. Berlin, Askanischer Velag, 1923. 300 € Becher-Popitz 1/17. Schauer II, 43. – Eines von 100 nummer. und von Marcus Behmer signierten Ex. (Gesamtauflage: 1100). „Als fünftes Buch in der von Marcus Behmer gezeichneten Schrift nach dessen Plan und Angaben bei Otto von Holten zu Berlin gedruckt im Jahr MDCCCCXXIII. Erschienen im Askanischen Verlage zu Berlin“. Das Titelblatt ist zusätzlich von Ludwig von Hofmann signiert. Vortitel mit privater Widmung. – Unbeschnitten. Spiegel etwas leimschattig, vereinzelt an den Rändern leicht gebräunt. Insgesamt sehr gut erhaltenes Exemplar.

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3530 Warhol, Andy. Index (Book). With the assistance of Stephen Shore, Paul Morissey, Ondine, Nico. General photo­ graphs by Nat Finkelstein etc. 34 Bl. Teils gefaltetes Buchobjekt mit Texten, Schwarz-Weiß-Fotos, 1 Schallplatte, 1 Luftballon, farbigen Pop-Up-Motiven und einigen variationsreichen Blatt-Faltungen. 27,5 x 22 cm. Schwarzes OHalbleinen mit chamoisfarbenem Deckelbezug, illustr. RDeckel und auf den VDeckel montierte Hologrammplatte mit schwarzem BrilloDruck (geringe Kratzspuren). New York, Random House, 1967. 300 € Sackner-Archive 859. – Andy Warhol (1928-1987), Hauptvertreter der Pop-Art, vermittelt die wohl ehrlichsten Aussagen zum „American way of life“ durch seine Kunst der „totalen Dominanz des Kommerziellen, der reinen Sensation, der Trivialisierung und Vulgarisierung“ (Pierre, Lex. der Pop Art, S. 138). – Der Luftballon (wie immer) zwei Seiten verklebend (brauner Durchschlag), die Schlallplatte liegt lose bei. Sonst kaum Gebrauchsspuren, in guter Gesamterhaltung. – Dabei: Andy Warhol. Ca. 650 S. Mit zahlreichen ganzseitigen Abbildungen nach Fotografien. Editing: Andy Warhol, Kasper König, Pontus Hultén, Olle Granath. This book was published on the occasion of the Andy Warhol exhibition at Moderna Museet in Stockholm February-March 1968. Second edition. Farbig illustrierte OBroschur (Rücken gerissen). New York 1969. - Im Block gebrochen, Blätter teils lose, etwas ruinös, aber insgesamt wohl vollständig.

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Abbildung

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3531 Warhol, Andy. - Interview. 4 Hefte der Reihe. Mit zahlreichen ganzseitigen Farbabbildungen. Ca. 43 x 27,5 cm. Farbig illustrierte OBroschuren (teils mit stärkeren Läsuren, gebräunt, fleckig). 200 €

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Vier Hefte des legendären Magazins des seit 1969 von Andy Warhol (1928-1987) begründeten „Interview“-Magazins, reich illustrierte Zeugnisse des Aufstiegs von Andy Warhol zur Ikone der Pop-Art und seiner kreativen Symbiose mit der amerikanischen Popkultur der siebziger Jahre. Vorhanden sind die Hefte: Vol. V, No. 1 (1975) mit Beiträgen über Marlon Brando, Valérie Perrine, Princess Diane von Fürstenberg, Guy Peelaert, Billy Baldwin, dem berühmten illustrierten Bericht über Leni Riefenstahl „Leni‘s Back and Bianca‘s got her“, „Raquel by Andy Warhol“ über Raquel Welch etc. (Klammerlöcher, Ränder eingerissen und brüchig, stärker gebräunt, Umschlag mit Einrissen, Gebrauchsspuren). - Vol. X, No. 8 (1980) mit den Fotostrecken über Debra Winger und dem Beitrag Andy Warhols „teenage continental - Nastassia Kinski“ (Broschurrückdeckel gerissen, letzte Blätter geknautscht). - Vol. X, No. 12 (1980) mit Fotostrecken über Marina Cicogna, „queen of deutsche punk Nina Hagen by Jean François Vallée“, Fendi, „marquis of movies Louis Malle by Steven M. L. Aronson“, „pope of publishing Franco Maria Ricci“. - Vol. XII, No. 12 (1981) mit den Fotobeiträgen „First impression“ über Ben Cross, Francesca Thyssen-Bornemisza, Gregory Poe, Tawn Christian, dem umfangreichen Beitrag von Andy Warhol u. a. über Nancy Reagan, weitere Beiträge über Placido Domingo, Diana Triling, Charlotte Curtis, Prince (mit dem legendären Foto nackt unter der Dusche mit Kruzifix) und vieles mehr. – Wie üblich papierbedingt gebräunt, Heftung teils lose, sonst (bis auf Angaben s. o.) in recht ordentlicher Gesamterhaltung. Abbildung Seite 181

3532 Warnke, Uwe. Found Poetry. „Buchstabensuppe mit Fleisch - Inliegend Rechnung“ (Deckeltitel). 18 Bl. Pack­ papiere der ehemaligen DDR und Texte teils nach Kontroll­ zetteln, Stempeln und Zeitungsartikel auf braunem Papier. 29 x 20,5 cm. Illustriertes OHalbleinen in signiertem OPapp­ schuber mit montiertem DSchild in OPappschuber (dieser unwesentlich unfrisch). (Berlin), Entwerter/Oder, 1991. 200 € Eines von 40 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 50). Von dem aus Wittenberge stammenden, in Schwerin aufgewachsenen Schriftsteller Uwe Warnke (geb. 1956) in der Nachwendezeit verfasstes Künstlerbuch, das Texte, Typographie und Design der DDR vorstellt und teils in Originalen wiedergibt - alltagspoetische Fundstücke als Memorabilia einer untergegangenen undemokratischen Kultur. – Nahezu tadellos erhalten. Abbildung

3533 Wengerhoff, Philipp (d. i. Clara Wenghoffer). Nach äußerem Schein. Roman. 1 Bl., 277 S., 3 Bl. Anzeigen. 18 x 12 cm. Illustr. OLeinenband (Kanten und Gelenke stärker berieben). Leipzig, P. List, 1901. 180 €

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Kosch XXX, 595. Pataky II, 423. – Einzige Ausgabe des seltenen Romans. Clara Wenghoffer, die sich als Schriftstellerin ein männliches Pseudonym zulegte, wurde 1862 in Goldap/Ostpreußen geboren und starb


__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation 1915 in Berlin. Seit 1896 war sie Ehefrau eines Regierungsrats und schrieb mehrere Romane, Novellen (illustriert von W. Planck), Weihnachts­ geschichten und das Stück „Rehabilitiert“. Kurz vor ihrem Tod wurde ihr letzter Roman unter dem reißerischen Titel „Götze ‚Ich‘. Roman einer zweiten Ehe“ veröffentlicht. – Gebrauchsspuren; Buchblock etwas verschoben; immer wieder fingerfleckig, besonders der Anfang betroffen. - Sehr selten. Im Worldcat nur ein Exemplar in den USA nachweisbar.

3534 Werfel, Franz. Arien. 40 S., 3 Bl., 1 w. Bl. Druck in Rot und Schwarz. 18,5 x 12,5 cm. Dunkelgrüner OMaroquinband (Kanten an wenigen Stellen minimal berieben) mit Rücken-, Deckel- und Innenkantenvergoldung sowie Goldschnitt. Darmstadt, Ernst Ludwig Presse für Kurt Wolff, 1921. 600 € Neuntes der Stundenbücher. Rodenberg I 77, 9. Stürz 23, 11 (irrig 1922). – Eines von 350 Exemplaren der einmaligen Auflage. – Schönes wohlerhaltenes Exemplar in dem schönen „Stundenbücher“-Einband der Ernst Ludwig Presse. Abbildung

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3535 Wiechert, Ernst. Der Dichter und die Zeit. Rede von Ernst Wiechert am 16.4.1935 in München. Typoskript. 18 einseitig beschriebene Bl. 29,8 x 20 cm. Kordelgeheftete floral bedruckte Leinenmappe. München 1935. 200 € Typoskript der Aufsehen erregenden Rede Ernst Wiecherts (1887-1950) an der Universität München, mit der er sich explizit auf die Seite der Gegner des NS-Regimes stellte. Wiechert ist der inneren Emigration zuzuordnen, seine Haltung war konservativ-katholisch geprägt. Anfang 1935 hatte der Kunstring der NS-Kulturgemeinde ihn zu einer Lesung aus seinen Werken an die Universität eingeladen, später wurde dies als „versehentliche Einladung“ bezeichnet. „Aus dem Stenogramm wiedergegeben kursierte die Münchener Rede in zahllosen Abschriften, wobei Textabweichungen festzustellen sind.“ (Vgl. Pleßke, Der die Herzen bewegt. 2003. S. 23.). 1938 wurde er verhaftet und für zwei Monate ins KZ Buchenwald deportiert. Wiechert appeliert in seiner Rede: „[...] so bitte und beschwöre ich Sie heute, sich nicht verführen zu lassen, durch Glanz und Glück sich dahin bringen zu lassen, zu schweigen, wenn das Gewissen Ihnen zu reden befiehlt“ (S. 17). – Minimal gebräunt, Spiegel etwas leimschattig, Titelblatt mit kleinem Fleck.

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3536 Wilde, Oscar. The Picture of Dorian Gray. 312 S. Mit Holzstich-Frontispiz und 6 Holzstichillustrationen nach Paul Thiriat auf Tafeln. 25 x 19 cm. Schwarzer Maroquinband d. Z. (sign.: Margaret Levy) mit figürlichen Lederintarsien auf

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ 3538 Wolf, Ror (d. i. Richard Georg Wolf) und Karl Riha. Das Lexikon der feinen Sitte. Neuestes Universalbuch des guten Tones und der feinen Lebensart. Praktisches Hand- und Nach­ schlagebuch für alle Fälle des gesellschaftlichen Verkehrs. Von Kurt Adelfels. Neu herausgegeben mit mehr als einhun­ dertachtundzwanzig Illustrationen und einem Tieranhang versehen von Raoul Tranchirer (Pseud.). 32 Bl. Mit zahlr. Abb. nach Collagen von Ror Wolf. 21 x 17,7 cm. Illustrierte OBroschur (angegilbt, Rücken und Ecken mit Knickspuren, Rückumschlag oben mit kleinem Einriss). Frankfurt a. M., Diskus, 1964. 220 € diskus-bücher, nummer 1. Kosch XXXV, 245. – Einzige Ausgabe der überaus seltenen Parodie auf das in den 1880er Jahren mehrfach aufgelegte Werk von Karl Adelfels (i. e. Jakob Stern). Mit fingierter Auflagenangabe „1.-102. Tausend“ und „Vorwort zur achten Auflage“. Selbst anlässlich der Frankfurter Ausstellung 2012 zum 80. Geburtstag Ror Wolfs (19322020) war kein Exemplar dieser Publikation aufzutreiben, stattdessen wurde ein Digitalisat gezeigt. „Kaffee. Man soll den Kaffee nicht blasen oder von der Obertasse in die Untertasse gießen, um ihn abzukühlen.“ – Papierbedingt gebräunt. Abbildung

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dem Vorderdeckel (Zylinder, weiße Handschuhe und Geh­ stock mit kleinem mont. Messingknauf), 4-facher Innenkan­ tenfilete, Seidenmoiré-Vorsätzen und Goldschnitt; OUm­ schlag eingebunden. In Pappschuber mit Lederkanten. Paris, Ch. Carrington, 1908. 450 € Mason 335. – Erste illustrierte Ausgabe. Mit einer lose beiliegenden Verlegernachricht über die erst 1910 erfolgte Auslieferung des Werkes („the Artist unfortunately fell ill“). Hier in einem französischen Meistereinband mit dandyeskem Motiv. – Originalumschlag mit größerem Einriss, ein Textblatt ebenfalls lädiert (ohne Textverlust), sonst tadellos. Abbildung Seite 183

3537 Witt, Hubert. Meine jüdischen Augen. Graphischer Zyklus von Hermann Naumann. Jiddische Dichtung aus Polen, übertragen und zusammengestellt von Hubert Witt. 132 S., 2 Bl. Mit 13 signierten Orig.-Radierungen sowie einer intar­ sierten Orig.-Radierung auf dem Vorderdeckel von Hermann Naumann. 29,5 x 20,5 cm. Weißer OPappband im OPapp­ schuber (dieser etwas berieben). Leipzig, Ph. Reclam, 1969. 300 € Nicht nummeriertes Künstlerexemplar, von Hermann Naumann im Druckvermerk signiert und mit einer eigenh. Widmung des Künstlers auf dem vord. fl. Vorsatz. Dieses Exemplar mit den blattgroßen, laut Widmung für einen Sammler signierten Orig.-Punzenstichen von Hermann Naumann. – Frisches Exemplar. Abbildung Seite 183

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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3539 Wolfenstein, Alfred. Der gute Kampf. Eine Dichtung. 22 S., 3 Bl. Mit 5 blattgroßen Orig.-Llithographien von Walter Jacob. 23 x 15 cm. OPappband. Dresden, R. Kaemmerer, 1920. 300 €

3541 Wolters, Friedrich. Arkadische Launen. 84 S., 1 Bl. 24,5 x 16,5 cm. OPergament mit Goldprägung auf Rücken und Deckeln sowie Goldschnitt. Berlin, Calvary, 1908. 180 €

(Das neuste Gedicht, H. 39/41). Wilpert-G.2 9. Raabe 335, 6. – Erste Ausgabe. Eines von 100 nummerierten, von Wolfenstein im Druckvermerk signierten Ausgabe auf Daunendruck-Papier. Mit eigenhändiger Widmung des Dichters: „Für G. L. im entfliehenden Frühling 1920“. – Ohne Reihentitel (der in dieser besseren Ausgabe wohl von vornherein fehlte); insgesamt sehr gutes, nur leicht gebräuntes Exemplar.

Eines von 30 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan und in Ganzpergament (Gesamtauflage: 530). VerlaineÜbertragung und eigene Dichtungen des George-Schülers. – Nahezu tadellos.

Abbildung

3540 Wolfenstein, Alfred. Mörder und Träumer. Drei szeni­ sche Dichtungen. 57 S., 1 Bl. 20 x 12 cm. OPappband. Berlin, Die Schmiede, 1923. 200 € Wilpert-Gühring2 15. Raabe 335, 9. – Erste Ausgabe. Vortitel mit eigenhändiger Widmung: „Für Georg Kaiser Ostergruß 1923 Alfred Wolfenstein“. Mehrere Blatt mit ausschweifenden Marginalien in Stenographie (wohl von der Hand Georg Kaisers). – Wohlerhaltenes Exemplar. – Dabei: Alfred Wolfenstein. Der Lebendige. Novellen. 50 S., 1 Bl. 19 x 12 cm. OPappband mit Deckelschild. München, Roland-Verlag Dr. A. Mundt, 1918. - Wilpert-G.2 5. Erste Ausgabe. - Alfred Wolfenstein. Die Nackten. Eine Dichtung. 21 S., 1 Bl. 21,5 x 13 cm. OBroschur (etwas lädiert). Leipzig, K. Wolff, (1918). - Der jüngste Tag 51. - Wilpert-G.2 6. Smolen 134. Erste Ausgabe.

3542 Worpswede. - Bäumer, Ludwig. Worpswede. Titel, 16 S., 3 Bl. Mit 23 im Stein bzw. Stock signierten oder mono­ grammierten (17 davon eigenhändig) Originalgraphiken auf Tafeln, Buchschmuck von Walter Müller und Zierschrift von Hans Saebens. OKart. (Ränder etwas ausgeblichen; Gelenke mit kl. Einrissen) mit montierter farbiger Deckelillustration. Worpswede, Druck und Verlag der Künstler-Presse, (1923). 1.800 € Eines von 100 römisch, mit Bleistift auf dem Titel nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe dieser sehr seltenen Schrift der Worps­ weder Künstlerkolonie. Auf dem vorletzten Blatt sind 26 Künstler au­gezählt, die 1923 in Worpswede ansässig waren. 23 von ihnen sind mit Originalgraphiken in diesem Band vertreten, von diesen sind 17 (meist Lithographien, wenige Holzschnitte) von den Künstlern signiert. Enthalten sind Graphiken von: Emmy Meyer (signiert), Carl Emil Uphoff (signiert), Willi Wagenfeld, Fritz Uphoff (signiert), Lore Uphoff-Schill (signiert), Wilhelm Grimm, A. M. Schiestl-Hollaender (signiert), Martin

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Moderne Literatur und Kunstdokumentation __________________________________________________________________________ Erste Ausgabe. Das sogenannte „Xerox Book“ basiert auf der Idee Sie­gelaubs, eine komplette Ausstellung in Buchform zu kuratieren. Der Katalog dient dabei nicht nur als Informationsquelle zur Ausstellung, sondern fungiert gleichzeitig auch als Ausstellung selber. Die ursprüngliche Idee, den Katalog auch Kunstwerk sein zu lassen, indem alle Beiträge kopiert werden sollten, musste auf Grund der hohen Kosten ver­worfen werden. Die Künstler kopierten ihre Arbeiten, das Buch erschien dann in 1000 Exemplaren im Offsetdruck. Jeder der sieben Künstler steuerte einen konzeptuellen Beitrag bei, bestehend aus jeweils 25 Seiten. Bei Carl Andre ist dies ein in seinem Inneren helles schwarzes Quadrat, das sich Seite um Seite um je eines vermehrt. Siegelaub erläuterte seine Intentionen in einem Interview mit Hans Obrist: „The ‚Xerox book‘ - I now would prefer to call it the ‚Photocopy book‘, so that no one gets the mistaken impression that the project has some­ thing to do with XEROX - was perhaps one of the most interesting because it was the first where I proposed a series of ‚requirements‘ for the project, concerning the use of a standard size paper and the amount of pages the ‚container‘ within wich the artist was asked to work‘. Eines der wichtigsten Künstlerbücher der Konzeptkunst. – Im Schnitt schwach fingerfleckig, sonst wohlerhalten.

3544 Zagreb. - Galerija Suvremene Umjetnosti. 3 Ausstel­ lungskataloge der Galerie Zeitgenössischer Kunst in Zagreb. Mit je zus. 3 (2 farbigem) Original-Farblithographien. 21 x 19,5 cm. OBroschuren (teils gebräunt oder lichtrandig). Zagreb, Galerija Suvremene Umjetnosti, 1968. 180 €

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Paul Müller (signiert), Karl Jakob Hirsch (signiert), Leberecht Migge, Bernhard Hoetger (signiert), Heinrich Vogeler (mit einem Mädchenakt, der letzten bei Rief verzeichneten Graphik [192], Hans Saebens (signiert), Walter Bertelsmann (signiert), Fritz Mackensen (signiert), Emy Rogge (signiert), Karl Krummacher (signiert), Walter Müller (sig­ niert), Willy Dammasch (signiert), A. G. van Velde, genannt Bram van Velde (signiert), Hilde Hamann, Paul Hamann und Alfred Kollmar (sig­ niert). – Etwas gebräunt; Bindung defekt. – Dabei: Zwei Notgeldscheine der Künstlerpresse Worpswede, Eintrittskarte der „Kunsthalle Philie Vogeler, Worpswede“, Ansichtskarte „Haus Ulrichs Worpswede“ u. a. Abbildung, auch auf Seite 185

3543 Xerox Book. - Siegelaub, Seth und John W. Wendler. Carl Andre. Robert Barry. Douglas Huebler. Joseph Kosuth. Sol Lewitt. Robert Morris. Lawrence Weiner. 185 Bl. 28 x 22 cm. OKarton (schwach lichtrandig, Rücken etwas gebräunt) mit Kunststoff-Schutzumschlag (diese mit Randeinrissen und kleinen Fehlstellen, an den Spiegeln mit Transparentstreifen fixiert) in privater Leinen-Kassette mit blindgeprägtem Rückentitel. New York 1968. 600 €

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__________________________________________________________________________ Moderne Literatur und Kunstdokumentation

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Aus der 1954 gegründeten Galerie Zeitgenössischer Kunst in Zagreb sollte das bedeutendste kroatische Kunstmuseum hervorgehen, das MSU (Muzej suvremene umjetnosti) engl. „The Museum of Contemporary Art“. Vorhanden sind drei Kataloge aus der wichtigsten Zeit der Galerie mit Ausstellungen von Werken folgender Künstler, des serbischen Schriftstellers, Philosophen und Künstlers Dragos Kalajiæ (19432005), des ungarischen Op-Artisten Victor Vasarely (1906-1997) sowie des slowenischen Malers und Grafikers Riko Debenjak (1908-1987). 1) Dragos Kalajiæ - drago. Zagreb, 29.II.-17.III.1968. 16 S. Mit zahlreichen Abbildungen und Original-Farblithographie. - 2) Victor Vasarely. Zagreb, 19.IV.-19.V.1968. 30 S. Mit zahlreichen Abbildungen und Original-Farb­ lithographie. - 3) Riko Debenjak. Zagreb, 24.V.-16.VI.1968. 16 S. Mit zahlreichen Abbildungen und Original-Lithographie. – Teils leicht gebräunt.

Vorhanden sind die Hefte: I) Neue Folge XVI, 40. Jahrgang, Heft 9, Juni 1905. S. 230-252. Mit Original-Radierung von Max Heilmann „Vor der Kirche“ (es fehlt der Farbholzschnitt von Hans Neumann). Beigebunden: Kunstgewerbeblatt Neue Folge XVI, Heft 9, Juni 1905. (Ohne Broschur). - II) Neue Folge XXVIII, 52 Jahrgang, Heft 1, 1916/17. 24 S. Mit Original-Radierung von Hans Meid „Im Berliner Tiergarten“. - III) Neue Folge XXVIII, 52 Jahrgang, Heft 2, 1916/17. S. 25-48. Mit Original-Radierung von Lovis Corinth „Umarmung“. - IV) Neue Folge XXVIII, 52 Jahrgang, Heft 3, 1916/17. S. 49-62. Mit Original-Radierung von Ingwer Paul­sen „Aus Schleswig-Holstein“. – Zwei Radierungen papierbedingt etwas gebräunt, Block bei Heft 9/Juni 1905 gebrochen und lose. – Beigabe: Kunstchronik. Neue Folge. XXVI. Jahrgang, Heft 4, Oktober 1914. S. 51-69. 33 x 24,5 cm. Illustrierte OBroschur. - Beigebunden: Der Kunstmarkt. XII. Jahrgang, Heft 4, Oktober 1914. S. 14-16.

3545 Zagreb. - Kirin, Vladimir. Zagreb. Predgovor napisao Dr. Artur Schneider. 13 S., 1 Bl. (Textheft). Mit 24 sign. Repro­ duktionen nach Zeichnungen von V. Kirin. 47 x 33,5 cm. Lose Bl. in OLeinenmappe mit goldgepr. Deckeltitel. Zagreb 1925. 230 €

3547 Zikade. Kassette mit zwei Gedichtbänden, zwei Objek­ ten aus Pappmaché sowie 6 signierten Originalgraphiken. 38 x 28 x 6 cm. 2013. 280 €

Abbildung

Erste Ausgabe. Seltenes Portfolio mit Ansichten von Zagreb des bekannten kroatischen Malers und Zeichners, herausgegeben anlässlich der Tausendjahrfeier der Stadt. Der Text (in kroatischer Sprache) doppelt vorhanden, das zweite Exemplar in Halbleinen gebunden. Abbildung

3546 Zeitschrift für bildende Kunst. 4 Hefte mit 4 OriginalRadierungen von Lovis Corinth, Max Heilmann, Hans Meid und Ingwer Paulsen. Ca. 34,5 x 25 cm. Illustrierte OBroschur (leicht fleckig bzw. Kapitale berieben, Ecken bestoßen, eine Broschur mit Knickspuren). Leipzig, E. A. Seemann, 1905-1916. 150 €

Von einem privaten Sammler zum Thema „Zikade“ arrangierte, schwere, mit violettfarbenem Leinen bezogene Kassette mit 7 Fächern, die folgende Stücke enthalten: Annemarie Zornack. die langbeinige zikade. Gedichte. Mit Original-Offsetlithographien von Heinrich Richter. OBroschur. Düsseldorf, Eremiten-Presse, 1985. - Kuno Raeber. Flussufer. Gedichte. OPappband mit OUmschlag. Hamburg, Claassen, 1963. Mit dem Gedicht „Zikade“ auf S. 58. - Zwei Nachbildungen einer Zikade aus Pappmaché. - Zwei signierte Originalradierungen von Tim von Veh („zu Kuno Raeber ‚Zikade‘“, 2013, jeweils eines von 15 Ex.), 2 signierte Originalradierungen von Claudia Berg („Zikade“, 2013, Nr. 34/50), zwei signierte Original-Holzstiche von Stefanie Schilling („Zikade“, jeweils eiens von 20 num. Ex.). - Die Graphiken in einer eigenen Leinenmappe, die im Vorderdeckel der Kassette verwahrt wird. – Tadellos. Abbildung

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Exlibris 3548 Exlibris. Sammlung von 326 montierten Exlibris in verschiedenen originalgraphischen und reproduzierenden Techniken. von 4,5 x 8 cm bis 28,5 x 22 cm. Lose montiert auf graue Untersatzkartons. Lose Bl. Ca. 1890-1930. 900 € Umfangreiche Sammlung von Exlibris, oft in Originalradierung, teils in der Platte (sehr selten auch eigenhändig) signiert, u. a. von Raed-

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lein, Oehmichen, Ade, Szügyi, Eewe, Peters, Kauffmann, Streller, Prinz, Stassen, v. Oheimb, Heilmann, Poppe, Becker, Starck, Horvath, Schadewaldt, Rosenberg, Encke, Köhler, Koeppel, Friedmann, Hein-Neufeldt, Liesen, Krahl, Otto, Preetorius, von Bülow, Bärlosius, Drechsel, Gerster, Eisner, Baumbach u. a. – Wohlerhalten. Abbildung


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Architektur, Design, Plakate 3549 Achilles, Eduard. Berlin-Lichtenberger Tapetenfabrik. Jubiläums-Ausgabe 1863-1913. 50 farbig gedruckte, teils goldund silbergehöhte originale Tapetenmuster in Sieb- bzw. Pochoirdruck. 16,5 x 23,5 cm. Farbige OBroschur (mit Gebrauchs­ spuren). Berlin 1913. 300 € Tapetenmusterbuch der Firma Eduard Achilles aus der Wilhelmstraße 21 in Berlin-Lichtenberg, die sich bewirbt als „Ringfreie Tapetenfabrik. Direkter Verkauf an die Herren Hausbesitzer und Verwalter“. Vorgestellt wird eine „kleine Auslese neuer Muster für den Frühjahrs-Umzug 1913 ... auf Wunsch in 40 Meter langen Rollen ... wodurch eine Material­ ersparnis bis zu 25 Prozent erzielt wird“ (Vorwort im Innendeckel der Broschur). Enthalten sind 50 originale Tapetenbeispiele in überaus phantasievollen Mustern, gedruckt in leuchtenden Farben, teils mit Gold- und Silberdruck, die ein Kaleidoskop des Ornaments aus dem letzten Friedens­ jahr des Kaiserreichs bilden - und damit einen Einblick in die Gestaltung der Privaträume des deutschen Bürgertums bieten. – Fast durchgehend in bestem Zustand. - Beiliegt 1 Bl. die originale Preisliste. – Dabei: 1.) Tapeten-Muster. Saison 1903. Hermann Meissner. Mit 58 farbig gedruckten, teils gold- und silbergehörte originale Tapetenmustern. 16,5 x 22 cm. Farbige OBroschur (mit Gebrauchsspuren). Berlin 1903. - Vereinzelt etwas fleckig bzw. fingerfleckig und mit Abklatsch. - „Meinen seit Jahren geführten Grundsatz ... solide, geschmackvolle Tapeten und Borden zu liefern, habe ich auch in diesem Jahre wieder bewahrheitet und bin ich trotz der über mich verhängten „Sperre“ von Seiten meiner Gegner, nicht dem Tapeten-Ringe mit seinen grossen Preis-Aufschlägen gefolgt.“ - 2.) Feine Holzwaren. Katalog mit Artikeln für Tiefbrand. VI, 158 S. Mit zahlreichen Abbildungen. 30 x 22 cm. Farbig illustrierte OBroschur (Leicht knickspurig, etwas leimfleckig bestoßen), Rücken mit Leinenstreifen ergänzt. 1910-1911. - Katalog über Holzwaren für Flachschnitt und Holzbrand. - Teils leimschattig auf dem vorderen Vorsatz, etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Abbildung

3550 Bauhaus. - Dobe, Paul. Zusammenstellung des Inhal­ tes der Vorlesungen über „Das Wesen der Pflanzenform“. Im Wintersemester 1917/18 in der Hochschule für bildende Kunst zu Weimar. 19 S. 20 x 16,5 cm. OBroschur. (Weimar 1917). 180 € Privatdruck (Manuskriptfaksimile) einer Vorlesung, die Dobe als Dozent am Staatlichen Bauhaus Weimar unter dem Titel „Die Natur als Quelle der Kunst“ hielt. Der Maler und Pflanzenzeichner Paul Dobe (18801965) umkreist in naturwissenschaftlich-dokumentarischer Manier sein Thema: die heimische Pflanzenwelt. Dabei leitet er Typen und Konstruktionsprinzipien ab und sucht nach einem zugrunde liegenden Formgesetz. Man kann von einem seriellen Vergleich sprechen, der den Ansatz Paul Dobes in die Nähe von Karl Blossfeldt, August Sander und Bernd und Hilla Becher rückt. – Tadelloses Exemplar. - Sehr selten, im KVK nicht nachweisbar.

3551 Bauhaus. - Flocon, Albert (d. i. Albert Mentzel). (Scé­ nographies au Bauhaus, Dessau 1927-1930. Hommage à Oskar Schlemmer en plusieurs tableaux). Suite sur Arches. - Suite Expérimentale. Zusammen 46 signierte Originallinolschnitte. 25 x 18,5 cm. Lose Bl. in 2 OUmschlägen. (Paris, Atelier du Nombre d‘or, 1987). 900 € Die beiden Graphikfolgen zu Albert Flocons Hommage an das Bauhaus, das er von 1928 bis 1931 besuchte. Gesamtauflage: 202 Exemplare (182 Ex. auf vélin d‘Arches, 20 Ex. h.c.). Beide Folgen als Künstlerdrucke („Epreuves d‘Artiste“) bezeichnet, jedes Blatt von Flocon signiert. Die „Suite sur Arches“ enthält 22 Originallinolschnitte in Schwarz auf weißem, handgeschöpftem Papier, die „Suite Expérimentale“ wiederholt diese Linolschnitte in verschiedenen Farben auf unterschiedlichen Trägerpapieren (teils farbig, teils montiert, zwei Glanzpapiere, auf Japan etc.). Albert Mentzel, 1909 in Berlin-Köpenick geboren, begann am Bauhaus ein Architekturstudium bei Josef Albers, danach studierte

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Architektur, Design, Plakate _____________________________________________________________________________________________ „Vorliegendes BAUHAUS sonder HEFT will keine erschöpfende Abhandlung über Bestrebung und Ziel oder Aufbau und Arbeit des Bauhauses sein. Es entstand durch Zusammenstellung von Aufsätzen verscheidener Werkstattbauhäusler“. Die Abbildungen zeigen u. a. das Rote Haus von Farkas Molnár (1897-1945), einen Wandteppich von Benita Otte (1892-1976), ein Teeservice von Wilhelm Wagenfeld (1900-1990), ein Bau-Spiel von Alma Buscher (1899-1944) und Modelle zu Serienhäusern von Walter Gropius (1883-1969). – Papierbedingt gebräunt, am oberen Rand mit leichter Wasserspur. Durchgehend mit kleinen Durchstichen und vertikaler Knickspur. Abbildung

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er bei Paul Klee und Wassily Kandinsky und nahm an der Theaterarbeit von Oskar Schlemmer teil. Von 1931 bis 1933 war er Grafiker in Berlin und Frankfurt am Main. 1933 floh er vor den Nazis nach Frankreich, wo er in späteren Jahren in einer Werbeagentur bei Victor Vasarely tätig war. Nach Kriegsbeginn 1939 interniert, meldete er sich zur Fremdenlegion, um der Abschiebung zu entgehen. 1941 wurde er in Pibrac demobilisiert, schloss sich der Résistance an und wurde 1944 mit seiner Familie in Toulouse verhaftet. Seine Frau und die älteste Tochter wurden von den Deutschen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Mentzel selbst war in Toulouse inhaftiert und wurde im August 1944 von der Résistance befreit und zog nach Kriegsende nach Paris, wo er seinen Namen in Flocon änderte. Seine eigentliche künstlerische Karriere begann nach Kriegsende, als er zusammen mit Johnny Friedlaender und Georges Leblanc eine Grafikerwerkstatt und Grafikschule gründete. 1954 wurde Flocon Zeichenlehrer an der Berufs­ schule für Drucker École Estienne, und zehn Jahre später erhielt er eine Stelle an der Beaux-arts de Paris und bekam eine Professur für Perspektive, die er bis 1973 innehatte. Auch durch zahlreiche theore­tische Arbeiten (etwa zur Perspective curviligne) ist Flocon bekannt geworden. Er starb 1994 in Paris. - Mit dem von Ph. Soupault eingeleiteten illustrierten Textband. Lose Lagen, zusammen mit den beiden Suiten in der Original-Leinenkassette. – Tadellos.

3553 Bauhaus. - Staatliches Bauhaus. Weimar 1919-1923. Hrsg. von Staatl. Bauhaus und K. Nierendorf. 225 S. incl. 9 Orig.-Farblithographien, 11 Farbtafeln und 147 Abb. 24,5 x 25,5 cm. Illustrierter Original-Pappband (Rücken fachgerecht mit schwarzem Leinen restauriert; leicht bestoßen). Wei­ mar und München, Bauhaus-Verlag, 1923. 3.000 € Söhn, HdO V, 506. – Die erste und umfassende programmatische Schrift (in kleiner Auflage erschienen), die zugleich Rechenschaft über das künstlerische Schaffen der ersten Jahre ablegt. Enthält Beiträge von Klee: „Wege des Naturstudiums“; Kandinsky: „Die Grundelemente der Form“ (sowie 2 weitere Abhandlungen); Moholy-Nagy: „Die Neue Typographie“; Schlemmer: „Ballett“ sowie weitere Beiträge von Gropius, Feininger u. a. Typographische Anordnung von L. Moholy-Nagy. Mit Orig.-Farblithographien von L. Hirschfeld-Mack, R. Paris, P. Keler und W. Molnár, K. Schmidt, F. Schleifer, H. Bayer und M. Breuer. – Vorsätze erneuert; Vortitel mit Besitzvermerk und Monogramm von alter Hand; insgesamt wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

Abbildungen

3552 Bauhaus. - Junge Menschen. Sonderheft Bauhaus Weimar. 5. Jahrgang, November 1924, Heft 8. S. 170-192. Mit 6 (in der Paginierung mitgezählten) Blatt mit Abbildungen. 30,3 x 23 cm. Klammergehefte, illustrierte OBroschur (an den Klammern ausgerissen und lose, Randläsuren, kleine Fehl­ stellen, hintere untere abgerissene Ecke beiliegend). Hanno­ ver, (Verlag Junge Menschen), 1924. 300 €

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_______________________________________________________________________________________________ Architektur, Design, Plakate 3554 Baumann, Paul, und Otto Prase. Konvolut von Farb­ tonkarten zur Bestimmung, Auswahl, Mischung und indu­ striellen Anwendung von bis zu 1300 Farbmustern. 4 Kartei­ kästen, 1 Album, 1 Farbkartenregister sowie 1 Kartenalbum mit Öl- und Lacktonkarten. Mit zusammen ca. 40.000 Farb­ mustern auf Schiebern bzw. als Farbkarten. Aue in Sachsen, Verlag Paul Baumann, o. J. (ca. 1912-1930). 800 € Sammlung von Farbtontafeln in denkbar größtem Variantenreichtum. Paul Baumann (1869-1961) hatte seine Farbenfirma im Jahre 1912 im erzgebirgischen Aue gemeinsam mit dem Malermeister Otto Prase (1874-1956) gegründet. Prase entwickelte dazu eine eigene neue Farbenlehre mit Anleitungen und Rezepturen zum Mischen der Pigmente, wofür er vielfach auf den Messen mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet wurde (1905 München, 1913, 1924 und 1928 Leipzig, 1926 Zeitz und 1926 Zittau). Er lieferte im Auftrag des Deutschen Werkbunds „zur industriellen Verwendbarkeit das beste verfügbare Werkzeug für diese Zwecke für Industrie, Gewerbe und Handwerk“ (Biographie Otto Prase Online 180820). „Baumanns Neue Farbtonkarte System Prase“ wurde nach dem Farbmodell des deutsch-baltischen Chemikers Friedrich Wilhelm Ostwald (1853-1932) entwickelt, wobei vor allem natürliche Pigmente verwendet wurden. Enthalten sind: 1) Baumanns Neue Farbentonkarte. System Prase. D.R.G.M. Block Ia. 4 Karteikästen mit zus. 1325 Farbtonkarten, je verso typographisch nummeriert und bezeichnet. 7,5 x 11,8 cm. Mit 14 Sektions-Registerkarten (Nr. „1-1325“). Grüne OPappkästen (teils etwas abgegriffen, fleckig, wenige Bestoßungen und Beschabungen) mit Klappwand und Klappdeckel am Leinengelenk sowie silberfarbenem Titeldruck. Aue, Paul Bauman Verlag, (1912). - Die vier ersten von Otto Prase für die Firma Paul Baumann im Jahr 1912 herausgegebenen Farbkarten nach dem System Prase. Die 1325 Karten sind recto mit dem intensiven Farbmuster bedruckt, verso dann die Nummerierung und die Farbnamen bzw. die Farbtonmischung, angefangen bei dem gleißensten Weiß auf Karte „1 Lithopone Grünsiegel oder Zinkweiß oder Bleiweiß oder Tintanweiß“ über das Regenbogenspektrum Blau, Rot, Orange, Gelb, Grün mit allen Hunderten von Zwischentönen in Braun, Beige, Rosé, Türkis etc. bis zum tiefsten Violett auf Karte „1325 Echtmarron, Ultramarinblau“. 2) Baumanns Neue Farbtonkarte. System Prase. Block V mit Misch­ tabelle. Album mit 8 S. Text und 1325 horizontal geschnittenen Farbmusterkarten sowie Gold- und Silbertöten. 14,3 x 18,2 cm. OKarton mit Leinenstreifenrücken (minimale Gebrauchsspuren) in OPappschuber. Ebenda um 1922. - In der Art eines Verwandlungsbuchs aufgebautes Album mit den Farbkarten in drei übereinanderliegenden Registern, unten ein breiter Querstreifen, darüber zwei schmalere, so dass man durch Blättern der Grundfarbe die Kontrastfarben visuell „beimischen“ kann: „Mit diesem Block lassen sich in schneller und bequemster Weise über 18000 Farben-Zusammenstellungen auf ihre harmonische Wirkung prüfen“ (Untertitel). - Eine Karte gerissen, sonst sehr schön. 3) Baumanns Neue Farbtonkarte. System Prase. 1359 systematisch abgestufte Farbtöne nebst Angabe ihrer Mischverhältnisse und Mitteilungen über Art und Verwendbarkeit der gebräuchlichsten Farbstoffe. XVI S. Mit doppelblattgroßem Farbkompass und 47 Farbregisterkarten mit jeweils bis zu 36 Farbmustern inkl. 1 Farbkreis mit 38 Farbmustern. 18,5 x 11,5 cm. Textheft und lose Karten mit ODecke in OHalbleinenschuber. Ebenda (1928). - Der Farbkompass mit einer Anleitung zur „Anwendung der Baumann-Praseschen Farbtonkarte zur Erzielung harmonischer Farbstimmungen (auf Karton mit montiertem beweglichen Teil). „Farbenkreis und Schattierungsskala“ sowie alle Registerkarten sind auf Karton gedruckt mit typographischem Begleitblatt und mit Durchsichtschlitzen zur Farbbestimmung.

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4) Öl- und Lack-Farbton-Karte. 300 Töne mit Mischtabelle. 1 Bl. typographischer Karton „Mischtabelle“ und 10 Mustertafeln mit jeweils 300 originalen Lackfarbproben. 21 x 12 cm. OMappe mit VDeckeltitel. Ebenda um 1930. – Mit Stempel des Berliner Architekten Karl Hebecker, sonst kaum Gebrauchsspuren, die Farbtafeln von außergewöhnlicher, überzeugender Frische und in besterhaltener, leuchtender Farbigkeit. – Beiliegen: Caparol. Deutsche Amphibolin-Werke 2 Mappen Farbtonberater, jeweils mit einigen Hunderten von Farbmustern auf Farbkarten (teils mit Ausschnitten zur Probe). 12,5 x 21 cm. Illustrierte OKunststoff-Kassetten mit Druckknopf-Verschluss. Ober-Ramstadt, Robert Murjahn, o. J. (um 1975). - Gerbrauchsspuren. Abbildung

3555 Dekopapierrolle. Gewachstes mit dunkelblauen Orna­ menten bedrucktes Dekopapier zum Verpacken von Brot­ waren etc. Breite: 30 cm, Durchmesser: 14,5 cm, Gewicht (inkl. Spender) 4,3 kg. Länge ca. 300 m. Auf Holzspindel mit Lederbezug und grünem Kautschuk-Drehknopf in Spender aus Holzfurnier (dieser teils mit kleinen Abplatzungen und Läsuren). Deutschland um 1930. 500 € Mit phantasievollen Mustern in Schwarz bedrucktes, leicht gewachstes Endlospapier zum Einwickeln von Brotwaren (die Rolle stammt aus einer Bäckerei der Zwischenkriegszeit), und anderen Lebensmitteln, auch als Geschenkpapier zu verwenden. Erstmals war es in den 30er Jahren möglich, Papier „vom Band“ zu produzieren - und so waren Rol­len in Spendern, wie die vorliegende, zum festen Accessoire der großen Warenhäuser (wie Messels Wertheim am Leipziger Platz) geworden.

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– Nur die ersten Zentimeter des Papier sind knittrig und mit Läsuren, sonst ist die Rolle in außergewöhnlich gutem Zustand, das Wachs­ papier tadellos sauber und frisch, kaum gebräunt. Abbildung

3556 Hartung, Karl. 78 Blätter mit Möbelentwürfen, Innen­ einrichtungen und Dekoren. 32 (davon 10 mit Wachskreide (teil-)kolorierte) Zeichnungen mit Graphitstift, 2 (davon 1 mit Wachsmalkreide koloriert) Federzeichungen in SepiaTinte und 44 (25 mit Wachsmalkreide kolorierte und 3 mit Wasserfaren teilkolorierte) Federzeichnungen in schwarzer und/oder roter Tinte. Ca. 40 x 50 cm. Blankenburg im Harz um 1930. 350 € Umfangreiche Sammlung von Zeichnungen und Entwürfen, die oftmals in Blankenburg im Harz lokalisiert werden können und von einem gewissen Karl Hartung, einem Architekten, technischen Zeichner und Interieurdesigner, angefertigt wurden. Jeder Entwurf ist signiert und oftmals auch beschriftet, so werden ein „Speisezimmer, Blanken­burg/ H. den 11.XII.28“, „Möbel für Herrenzimmer“, „Möbel für Schlafzimmer“, „Arbeitszimmer einer Oberlehrerin“ oder das „Wohnzimmer eines Beamten“ gezeigt. Aber auch die detaillierte „Einrichtung einer Küche, Aufteilung eines Schrankes“ und der „Ausbau eines Schokoladengeschäftes. Blankenburg/H., den 30.1.29“ sind abgebildet. Ein weiteres Blatt zeigt die Außenansicht eines Schokladen“ der Firma „Tengelmann“. Das „Tochterzimmer“ wird auf zwei Blättern visualisiert und besteht aus einem Bett mit Nachttisch und Stuhl sowie in passendem roten Holz gestalteten Kleiderschrank und Schminktisch mit großem Spiegel.


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Bei den Möbelentwürfen legt Hartung großen Wert auf die Ausarbeitung des Materials und die Vorstellung der Materialität beim Betrachter. Hartung skizziert auch Banderolen, Kapitelle, Gesimse, ornamentale und florale Dekorelemente sowie Cocktailgläser. Er erfasst die Möbel bzw. einzelne Details aus verschiedenen Perspektiven (betitelt mit „Projektionen“) und fertigt einige Schattenkonstruktionen an. – In den Ecken meist mit kleinen Stecknadellöchlein. Leicht, sehr selten etwas gebräunt. Abbildung

3557 Hartung, Karl. Schaufensterumbau im Café des Schlosses Blankenburg. Entwürfe in Graphitstift und farbiger Wachsmalkreide bzw. schwarzer und roter Tinte auf Perga­ minpapier bzw. Papier. Ca. 112 x 100 cm bzw. 140 x 160 cm. Blankenburg um 1930. 300 € Schloss Blankenburg wurde hauptsächlich im Zeitalter des Barock errichtet, daher sind auch einige der Entwürfe im Stil Ludwigs XVI. gestaltet und mit „Louis XVI“ bezeichnet. Karl Hartung führte in sehr gewissenhafter Manier die vorliegenden Entwürfe zur Gestaltung und Einrichtung des Schlosscafés aus. Beispielsweise notierte er neben dem Buffet die genaue Anzahl der Einlegeböden und dem Schreibtisch ist eine detaillierte Liste der dafür benötigten Hölzer beigefügt. Auch entwarf Hartung die Schiebefenster und Turmbogenfenster des Schlosscafés sowie die vorgesehemen Möbel: Sessel, Kommoden, Schränke, Sekretäre, Anrichten, Tische, aber auch die Gestaltung der Zimmer­ türen (Haustür, Schiebetüren, zweiflügelige Türen) und dekorativen Wandelemente oblag ihm. – Mehrfach gefaltet, stellenweise mit kleinen

Einrissen. Leicht gebräunt und stockfleckig. Gelegentlich mit Quetschund Knitterfalten. – Dabei: Eigenhändiges Manuskript Karl Hartungs „Zur Lösung des Schaufensterumbaus“.

3558 Libeskind, Daniel. Chamber Works, Architectural Mediations on Themes from Heraclitus. 16 S. Mit 28 lose eingelegten Tafeln. 31,5 x 31,5 cm. OUmschlag (etwas stock­ fleckig), eingelgt in schwarze OLeinenkassette (leicht berie­ ben, Rücken minimal gewellt). (London), Architectural Associa­tion, 1983. 450 €

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Erste Ausgabe. Der Band enthält 28 Zeichnungen, die Daniel Libeskind 1983 schuf, als er die Architekturabteilung der Cranbook Aka­ demie der Künste in Bloomfield Hills (Michigan) leitete. – Wohl­ erhalten.

3559 Moderne Bouwkunst in Nederland (Onder redactie van H. P. Berlage, W. M. Dudo, Jan Gratama, A. R. Hulshoff, Herm. van der Kloot Meijburg, J. F. Staal en J. Luthmann). 20 Bände (alles Ersch.). Mit Hunderten von Abbildungen nach Fotografien auf Kunstdruck-Tafeln. 25 x 18,6 cm. OHalblei­ nen mit RTitel und farbig illustrierten Deckeln (etwas ange­ staubt, gering bestoßen, kaum fleckig). Rotterdam, W. L. und J. Brussen, 1932-1935. 500 € Bedeutende Reihe über die niederländische Baukunst, die dem deutschen Bauhaus sowie der Stijl-Bewegung verpflichtet blieb. Die Bände gliedern sich: 1: Inleiding. - 2: De volkswoning hoogbouw. - 3: De volkswoning laagbouw. - 4: Etagehuis en flat. - 5. De Middenstands-woning, het huis voor èèn gezin (Die Mittelstandswohnung, das Enfamilienhaus). - 6. Het groote Landhuis en het groote stadshuis (Das große Landhaus, das große Haus in der Stadt). - 7. Het Landhuisje en de Boerderij (Das kleine Landhaus und der Bauernhof). - 8. Binnenhuis-Architectuur: Innenarchitektur. - 8: Binnenhuisarchitectuur. - 9: Winkels en winkelpuien. - 10: Kantoren, banken administratiegebouwen. - 11: Gebouwen voor technische doeleinden. - 12. Gebouwen voor middelbaar & hooger onderwijs. - 13. Scholen I. - 14. Scholen II. - 15: Kerken. - 16: Openbare en overheidsgebouwen. - 17: Gemeenschaps-en vereenigingsgebouwen. - 18: Gebouwen voor amusement & ontspanning. - 19. Bruggen: Viaducten en Sluiswerken. - 20: Het meublement van de straat (mit Namensregister der Teile 1-20). – Vereinzelte geringe Gebrauchsspuren, teils leicht abgegriffen. Abbildung

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3560 Das Plakat. Mitteilungen (später: Zeitschrift) des Vereins der Plakatfreunde e. V. für Kunst in der Reklame. Hrsg. von Hans Sachs. Jahrgänge V-IX in 5 Bänden. Mit Hun­ derten, teils ganzseitigen und meist farbigen Abbildungen sowie montierten Kunstbeilagen, Papier- und Buntpapier­ proben etc. 28,5 x 22,5 cm. Farbig illustr. OLeinenbände (et­ was fleckig); Orig.-Umschläge eingebunden. Berlin, Verein der Plakatfreunde, 1914-1918. 1.200 € Fünf komplette „Weltkriegs-Jahrgänge“, mit den „Beilagenheften“: Neue deutsche Buchillustration (März 1915), Plakat und Plagiat (Juli 1915; März 1917), Die Werbemittel der Schwerindustrie (September 1915), Politik - Kunst - Reklame (Mai 1916), Werbemittel für Tabakwaren (Sept.-Nov. 1916). – Gutes Exemplar mit vereinzelten Gebrauchsspuren. Die Mängel im einzelnen: 1914: Zwischen den Heften Mai und Juli scheint aus der Bindung etwas entfernt, allerdings sind die vorliegenden Ausgaben der Paginierung nach komplett. 1915: Januar - S. 31 fehlt eine montierte Postkarte, S. 33 etwas lädiert, es fehlt eine mont. „Propagandamarke“. März - fehlende Postkarte (nach S. 74). Mai - fehlende Beilage (nach S. 99), auf den S. 102, 108 und 109 fehlen jeweils die mont. Reklamemarken (insgesamt 8). Juli - es fehlt ein mont. Muster-Briefbogen. September - auf S. 173 und S. 185 fehlen die mont. Werbemarken, 1 Tafel (Nr. III) lose und mit kleinen Randläsuren. November - S. 219-222 lose, mehrere Beilagen lose. 1916: Januar - 1 Tafel lose. Juli - S. 190 fehlt ein mont. Lesezeichen sowie die mont. Einladungskarte von K. Szafranski. Es fehlen die S. 193/194 und 197/198. 1917: Januar - es fehlen 2 Karikaturenpostkarten. Mai - es fehlen 2 mont. Reklamemarken und 2 mont. Feldpostkarten. 1918: Januar - S. 61- 66 lose, es fehlen 2 mont. Werbemarken auf S.69. Mai-Juli - 2 Beilagen lose. September-November - S. 189-192 lose. - Ansonsten augenscheinlich komplett. Abbildung, auch auf Seite 196


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Architektur, Design, Plakate _____________________________________________________________________________________________

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3561 Plakatkunst en miniature. Sammlung von Reklame­ marken aus den Bereichen Werbung, Textilindustrie, tägli­ cher Bedarf, Metallwaren, Möbel und Innenausstattung. 596 Marken. Ca. 5 x 7 cm bzw. 4 x 5 cm. Deutschland um 19001940. 800 € Reklamemarken, Plakate en miniature, wurden „als Verschlußmarken für Briefcouverts ... rasch beliebt[e] Objekte der Liebhaberei und Sammelleidenschaft“ (Maier, Reklameschau, 1984, S. 1). Sie fungierten als Blickfänger und bewarben nahezu jeden Bereich von Schuhen, über Kekse, Bücher, Zeitschriften, Zigaretten, Kleidung, Sport, Reiseziele, Brikett, Bohnerpaste und vielem mehr. Die vorliegende, äußerst umfangreiche Sammlung zeigt das Spektrum dieser Bereiche auf. Darunter finden sich Arbeiten, die mit namhaften Gebrauchsgraphikern wie dem Zeichner und Heraldiker Otto Hupp (1859-1949) verbunden sind. Von ihm sind zehn Ortswappen enthalten, die er für die Kaffee-Hag-Gesellschaft anfertigte, darunter „Domnau“, „Allenstein“, „Alt-Ruppin“, „Allenburg“, „Angermünde“, „Bischofsburg“, „Reisbach“. Ebenso liegen elf Marken der Wiener Künstlerin Mela Koehler (1885-1960) bei, die sie für die Firma Bahlsen in Hannover gestaltete. Eine von dem Wiener Modezeichner Ernst Deutsch (1890-1969) entworfene Marke für „Manoli Cigaretten“ ist auch vorhanden. Mit dem Auftrag von Manoli begann Deutschs Karriere als Plakatkünstler. Hugo Zietz aus Dresden bewirbt seinen Orient Tabak mit dem Slogan „Salem Gold ‚Salem Aleikum, Goldmundstück Cigarette‘ „. Des Weiteren sind zwei Marken von Julius Gipkens (1883-1968) von Hollerbaum &

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Schmidt in Berlin enthalten. Im Scherl Verlag erschien auch die von Otto Eckmann (1865-1902) entworfene Marke für „Die Woche für die deutsche Jugend“. Bekannt wurde er mit der dafür gestalteten ornamentalen „7“. Die Sammlung enthält vor allem zu den Themen „Putz- und Reinigungsmittel“ eine Vielzahl an Marken, beispielsweise von „Immalin“ drei in sich vollständige Serien (III, 1-6; IV, 1-12; V, 1-6). Von „Diamantine“, dem „Allerbesten Schuhputz“ gibt es sechs nn. Marken und Siegmund Spear gestaltete für „Glanziol“ den „Idealsten Metallputz“. A. Grubitz aus Potsdam entwarf die beiden nn. Marken für die „Schneewittchen-Bleichseife“. Das Schuhputzmittel „Conservol“ wird in Berlin-Neuköln beworben. Auch der Bereich Kleidung wird umfangreich präsentiert. Von der Firma „Continental-Abstäze“ gibt es zwei vollständige Serien (W, Nr. 1-6; LXXXIV, 1-12), R. Müller von der Chemnitzer Trikot- und Strumpfwarenfabrik ist mit 5 nn. Marken vertreten, Karls Blos‘ Loden-Touristenkleidung ist mit der Marke 22 vorhanden. Die Metall-Industrie wird umfangreich durch das Kugel-Lager repräsentiert. „Zum 30jährigen Geschäftsjubiläum Kugelfabrik Fischer Schweinfurth, 1883-1913“; Serie III, Nr. 1-10 (vollständig) und Serie II, Nr. 1-12 (vollständig). Die Drehhebelknetmaschine G. L. Eberhardts, Karl Krausser Stahlwaren, die Ziehl-Abeg Elektromotoren und eine automatische Packungsmaschinen der Firma Hesser sind auch vorhanden. Die vorliegenden Reklamemarken bewerben des Weiteren Möbel, Gebrauchswaren für den Haushalt und Innenausstattung. Darunter finden sich die Fussbodenfabrik Carl Weyler in Heilbronn und Frankfurt, C. Kupschs Tapetenindustrie, Kaiser Brikett, Gaskoks-Vertrieb, Schnuckdich Gaskocher und Lampen, Glas- und Haushaltsartikel von Miller & Jörgens, Holzwaren und Küchenartikel von Josef Weninger in München, Jardin Gartenmöbel-Lackfarbe von O. Fritze in Offenbach, Rudolph Barthels Armaturenfabrik in Chemnitz, Japan-Seelig Dresden und Neumann Klaviere. Aus dem Bereich Reisen und Tourismus sind zehn nn. Marken des „Vereins für das Deutschtum im Ausland“ enthalten. Von dem „Rhineland“ liegt die Serie CXI mit den Nummern 1-3 und 7-10 (von 12) vor. Des Weiteren sind einzelne Marken der Serien „Lissa“, „Bromberg“, „Oppeln“, „Liegnitz“ und „Herkulesbad“ vorhanden. Firmen der Nahrungs- und Lebensmittelindustrie sowie Tierfutterhersteller und Restaurants ließen in besonders umfangreichem Maße Reklamemarken produzieren: Dampfkaffee Rösterei der Gebrüder Jürgens, Seelig Korn-Kaffee, Klapproths-Kaffee, Malz-Kaffee Pyra, „Spratt’s Kükken Futter“ und Tauben Futter, Brühwürstchen Robert Koschwitz, Badenia Würstchen von Albert Imhoff, Schlesische Schinken Räucherei Carl Volkert, Dresdner Biscuit-Fabrik von Schneider & Co., die Gebrüder Hörmann mit „Deutschlands größter Waffelfabrik“, Kindermilch sowie Bienenhonig der Meierei C. Bolle AG Berlin, Schramm‘sche Eiernudeln, Edeka (Nr. 1, 3-9 und 11-12 (von 12)), Karl Micksch Baumkuchen, Thiele-Cakes, Otto Blom Südweine, Emil Pauly Zwieback, Nordsee Delicatessen und Fischwaren, Böhmisches Brauhaus Berlin, Freiburger Baader Brezeln, Schöbel wirbt mit „Viscitin“ als „Wirksamste wohlschmeckende Nerven- Kraftnahrung“, Bodan-Sprudel „Aus der Hölle Radolf Zell“, Johannes Zucks Magdeburger Pflaumenmusfabrik, Graner-Werke in Berlin mit Backfett und Lipton-Tee. Kakao und Schokoladenerzeugnisse sind mit großen Firmennamen wie Suchard und Sarotti vertreten. Literatur, Kultur und Kunst werden mit Miniaturplakten für Ausstellungen und Zeitschriften beworden: Münchener-Künstler-Theater, Ausstellung des Kunstgewerbevereins Krefeld 1913, Ausstellung für „Das Deutsche Handwerk“ in Dresden 1915, „Das Kind. Ausstellung in der Ausstellungshalle im Zoo Berlin 12. April-14. Mai 1913“, „Die Woche für die Deutsche Jugend“, Velhagen & Klasings Monatshefte und Reineke Fuchs mit den Serien 503, Nr. 3-5 (von ?) und 504, Nr. 3-5.


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Unter den Geschäften des täglichen Bedarfs finden sich u. a. die folgenden Reklamemarken: Colonialwaren Otto Kühn, Uhrmacher und Optiker K. Wiesenthal, Shampoon „Mit d. schwarzem Kopf!“, Hermelin Puder von L. Leichner in Berlin, E. Ross Parfürmerie-Fabrik Düsseldorf, AEG Haartrockenapparat, Crystal Gummi-Sauger, Ferdinand Felser Milchkuhanstalt, Sebaldin Haarfarbe Wiederhersteller, Ernst Meinel Taschenlampen in Dresden, Pflaster-Salbe Zittau, Polstergurte Feriex, Paul Höhne Fuß- und Nagelpflege, Anker Aquarell Farben von Koch & Schmidt in Coburg, Hermann Klaassen Lyra Fahrräder in Prenzlau, Urania Räder in Cottbus, Brause & Co. Schreibfederfabrik in Iserlohn. – Sauber und wohlerhalten.

Hausbau. Behandelt zunächst juristische Grundlagen, alles über den geplanten Bau inkl. Finanzierung, Darlehen etc., dann die Bauweise mit Leichtbeton, Gas- und Wasserinstallation, Elektrik und vor allem eine Vielzahl an konkreten Vorschlägen für die zeitgemäße Innenein­ richtung wie die Verwendung von Fliesen als Wand- und Bodenbelag in Küche und Bad („Marmor ist kein Luxus“), „Die richtige Waschmaschine am richtigen Platz“, Hausgeräte, Holzfußboden, Decken und Treppen, Fenster und Türen, „Mut zur modernen Tapete“ (inkl. eingehefteter Probe), sorgenfreier Umzug, Ölheizung, Garten, Teppiche und Gardinen etc. – Wohlerhalten. Lose beiliegend ein Prospekt zur „Einrichtung eines Blumenfensters“ mit den dafür obligatorischen „Zehn Geboten“.

3562 Planen. Bauen. Einrichten. Wohnen. 100 praktische Winke für den Bauherrn. Katalog zur Internationalen Bau­ ausstellung Berlin 1957 6. Juli - 29. September. Ca. 70 Bl. Mit zahlreichen Textillustrationen und Werbeanzeigen sowie einigen Tafeln. 23 x 15,5 cm. Illustrierte OBroschur (etwas fingerfleckig, VUmschlag mit sehr kleinem Einriss im unteren Bug). (Berlin 1957). 150 €

3563 Sandberg, Willem. Konvolut von vier Werken. 22 x 14 cm bis 26 x 18,5 cm. OBroschur mit illustr. OUmschlägen. 1956-1975. 120 €

Abbildung

Reich illustrierter Ratgeber für den angehenden Eigenheimbesitzer der Nachkriegszeit mit unentbehrlichen Tips für den erfolgreichen

Abbildung Seite 198

Enthält: 1. experimenta typographica 2. mens sana in corpore sano. Köln, Galerie Der Spiegel, 1969. - 2. experimenta typografica 11. das konstruktive. Ebenda 1956. - 3. Ulrich Serbser. Portrait des Artisten. Ebenda (1957). - 4. Sandberg - een documentaire, a documentary. Amsterdam, Kosmos, 1975. – Wohlerhaltene Exemplare. – Dabei: Hendrik Nicolaas Werkman. Die Neue Sammlung München 14. Mai bis 1. Juli

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Architektur, Design, Plakate _____________________________________________________________________________________________

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1962. (Ausstellungskatalog). Mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen. 26 x 20,5 cm. Illustr. OKart. (Stuttgart 1962). - Sehr gut erhaltener, anspruchsvoll gedruckter Katalog zum Werk des niederländischen, von den Deutschen 1945 ermordeten Künstlers und Druckers.

3564 Schmid, Charles. Ferronerie de Style Moderne. Motifs Executés en France et à L‘Etranger. 1re und 2e série. 2 Titel­ blätter und zusammen 85 Tafeln. 45 x 31,5 cm. Lose Blatt in 2 OHalbleinenmappen (etwas fleckig) mit Schließbändern (2 fehlen). Paris, Charles Schmid, (1910). 600 € Sammelwerk mit zahlreichen Abbildungen in Heliogravüre (oft mehrere pro Tafel) von Kunstschmiedearbeiten des Jugendstils. Viele der renommiertesten Art-Noveau-Schöpfer sind hier mit ihren Arbeiten vertreten, etwa Victor Horta, Paul Hanken, Paul Saintenoy, und Charles Plumet. Die Heliogravüren fertigte das Pariser Studio Fortier et Marotte. – Die Titelblätter mit kleineren Randbeschädigungen; die Tafeln wohlerhalten und sauber, alle verso alt gestempelt (Architect S. Vasilescu Bucuresti). - Selten. Abbildung

3565 Schubert, Walter F. Fünfzig Jahre 1875-1925. Carl Gold­ schmidt Hutfabrik A. G., Luckenwalde-Berlin. 15 nn. Bl. Mit einer montieren Abbildung und 12 ganzseitigen OriginalHolzschnitten sowie einigen Holzschnittvignetten von Karl Schulpig. 28 x 22,5 cm. OHalbpergament (Deckel etwas licht­ randig, Ecken leicht bestoßen, angeschmutzt) mit goldgepr. Firmenmonogramm. Berlin, Otto von Holten, 1925. 400 €

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Aufwendig gestaltete und in kleiner Auflage erschienene Festschrift anlässlich des 50-Jährigen Firmenjubiläums der „Carl Goldschmidt


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Architektur, Design, Plakate _____________________________________________________________________________________________ Schwarz‘ architekturphilosophische Überlegungen zur Technik, begleitet von beeindruckenden Fotos von Alfred Renger-Patzsch. Typographie von E. Birkner. – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

3567 Styl. Blätter für Mode und die angenehmen Dinge des Lebens. Red. von R. L. Leonhard und L. Sternaux. Jg. I-III (alles Erschienene) in 17 Heften. Mit zusammen 206 (statt 207) meist pochoirkolorierten bzw. handkolorierten Tafeln und zahlreichen teils ebenfalls pochoirkolorierten bzw. handkolorierten Textabbildungen. 32 x 25 cm (Jg. I) bzw. 28 x 21,5 cm (Jg. II und III). Lose Blätter und Bogen in illustrierter OKartonmappe (gering gebräunt; Jg. I, Heft I mit OSchutz­ umschlag), in 3 Leinen- bzw. Halbleinenschubern. Berlin 1922-1924. 1.800 € Lipperheide Zb 300. Hiler 822. Laakmann-T. 424. – „Die Vorfreude an der Mode und ihren Werken ist in Deutschland zusehend im Wachsen. Wir schätzen die Kleidung wieder als das, was sie zu allen gesunden Zeiten gewesen ist, als einen Spiegel der Persönlichkeit und ein Zeugnis für den Formensinn des ganzen Volkes“ (Jg. I, Heft 1, S. 1). Alle erschienenen Jahrgänge der anspruchsvollen, mit einem Preis von 10 Goldmark pro Ausgabe bereits seinerzeit sehr kostspieligen Modezeitschrift mit den schönen Art-Déco-Illustrationen zielen auf eine bibliophile Ausstattung und waren dem Typus der ‚Neuen Frau‘

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Hutfabrik A. G.“. „Gedruckt wurde das Buch in der nordischen Antiqua auf Cahenia-Bütte“. Die Überschriften und Beschriftungen der Holzschnitte wurde in Gold gedruckt. Das letzte Blatt enthält recto eine Auflistung der Mitglieder des Aufsichtrates, Vorstandes, der Prokuristen sowie „Angestellte und Arbeiter, die über 25 Jahre bei uns tätig sind“. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Hutfabrik in das Volks­ eigentum der DDR über, die Produktion endete 1990. Walter F. Schubert (1883-1934) war Kunsthistoriker und galt als einer der führenden Publizisten im Bereich Gebrauchsgraphik. Karl Schulpig (1884-1948) entwarf vor allem Firmensignets, er gilt damit als einer der Begründer des modernen Logo-Designs. – Ein Holzschnitt mit Knickspur an der Ecke. Fliegendes Vorsatzblatt mit eigenhändiger, datierter Widmung Walter F. Schuberts. Abbildung

3566 Schwarz, Rudolf. Wegweisung der Technik. Erster Teil (mehr nicht erschienen). 60 S. Mit 14 fotografischen Tafeln von A. Renger-Patzsch. 29 x 22,5 cm. Illustr. OHalbleinenband (etwas berieben). Potsdam, Müller & Kiepenheuer, (1929). 400 € Werkbücher Band I. Heidtmann 11482. Nicht bei Heiting-Jaeger und Parr-Badger. – Erste Ausgabe. Der Architekt Rudolf Schwarz plante nach dem Vorbild der „Bauhausbücher“ für die Aachener Werkschule eine programmatische Publikationsreihe, die „Aachener Werkbücher“. Der vorliegende erste Band (der keinen Folgeband hatte) enthält

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der Zwanzigerjahre gewidmet. Enthält zahlreiche römisch nummerierte Reklameseiten (teils mit weiteren Modetafeln) sowie Beilagen (nicht eingehend kollationiert), darunter 8 Bl. „Mode Studien“. Beteiligte Künstler waren unter anderem A. Offterdinger, L. Kainer, W. Trier, E. Orlik, R. Sintenis, R. L. Leonard, G. von Finetti u. a. Literarisch beteiligten sich neben anderen K. Edschmid, E. Ludwig, A. R. Meyer, Klabund, R. G. Binding, F. Blei, R. A. Schröder und L. Sternaux an der Zeitschrift. – Dem ersten Heft des dritten Jahrgangs fehlt die zweite Tafel. Auffallend sauber und wohlerhalten. Selten in dieser Vollständigkeit. – Dabei: Renners Mode-Blatt. Jg. II, Heft 14. Dresden 1927. Abbildung Seite 199

3569 Trachsel, Albert. Les fêtes réelles. 9, 3 Bl. Mit Portrait­ tafel und 50 Lichtdrucktafeln in den Farben Schwarz, Blau, Sepia und Violett. 37,5 x 50,5 cm. OHleinen (etwas fleckig, berieben und bestoßen). Paris, Société du Mercure de France, 1897. 6.000 € Erste Ausgabe seiner visionären Architekturentwürfe. Eines von 40 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf festem „Imperial de Japan“, Druckvermerk von Trachsel signiert (Gesamtauflage: 140). – Vereinzelte Flecken. Insgesamt sauber und wohlerhalten. Abbildung

3568 Tektonike (graece: Baukunst). das konstruktive. Ca. 26 Bl. Mit mehreren Graphiken, teils auf Transparentpapier. 22 x 14 cm. Ilustr. OKart. Köln, Galerie Der Spiegel, (1956). 150 €

3570 Typographie. Konvolut von mehreren Monografien und Katalogen zur modernen Typographie. Mit zahlr. Abb. Verschiedene Formate, Einbände und Verlage, 1963-1984. 180 €

experimenta typographica 11. Entwurf: Willem Sandberg. – Nahezu verlagsfrisch.

Enthält: 1. Herbert Spencer. Pioniere der modernen Typographie. Mit einem Vorwort von Max Bill. OPappband mit OSchutzumschlag.

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Architektur, Design, Plakate _____________________________________________________________________________________________ II) Imago. 3 Plakate Hochschule für angewandte Kunst, Berlin-Weissensee. Farboffset. 61 x 42,9 cm. Berlin, Druckerei der Hochschule, 1947-1950. III) 2 Postkarten. Farboffset. 10,5 x 15 cm. Ebenda 1949. - Postkarte in 2 Varianten: „Wassernacht am 23. Juli 1949. Tiefseeklamauk. Zugunsten des Studentenhilfsfonds der Hochschule für angewandte Kunst“. Verso gestempelt, gering gebräunt. – Leicht gebräunt und stellenweise leicht knitterfaltig. Abbildung

3572 Wiener Werkstätte. - Drei Künstlerpostkarten. Jeweils mit farblithogr. Illustration, verso bezeichnet „Wiener Werk­ stätte No. 6 [bzw.] 820“ und und „Wiener Werkstätte Wien 7. Neustiftg. 32 Postkarte No. 44“. 9 x 14 cm. (1910-1915). 600 € Enthält: No 6. Josef Hoffmann. Osterkarte. Lithographie, 1910. - Nicht bei Hansen. Rückseite vgl. Hansen S. 13. Monogrammiert. - No. 44. Leopoldine Kolbe. Schmuckkarte - Blumenkorb. Um 1915. - Hansen S. 48. Rückseite vgl. Hansen S. 12. - No. 820. Fritzi Löw. Fröhlich einherschreitender Mann mit Hut, Mantel und Regenschirm. Um 1915. - Hansen S. 77. Rückseite vgl. Hansen S. 13. - Alle Karten postalisch gelaufen, verfasst vom Sekretär des Max-Stirner-Archivs und Mackay-Herausgeber Leo Kasarnowski an den Maler Paul Dobe. – Sehr gut erhalten. Abbildung

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München u. a. A. Juncker, 1970. - 2. Friedolin Müller (Hg.). Piet Zwart. Einführung Peter F. Althaus. OPappband (gebräunt). Teufen, Niggli, 1966. - 3. Le mouvement de l‘espace. Typographique années 1920 1930. Werkman Zwart Strzeminski Eggeling Schuitema Berlewi. OKart. Paris 1984. - 4. Werbegrafik 1920-1930. grafische typografische fotografische experimente der zwanziger jahre. (Ausstellungskatalog). Frankfurt/M. 1963. - 5. Worte werden Bilder. (Leporello zur Ausstellung im WallrafRichartz-Museum). Köln 1972. - 6. Zwei Auktionskataloge (TypografieFotomontage; Plakatkunst, Typografie etc.). – Wohlerhaltene Exemplare.

3571 Vogenauer, Ernst Rudolf. Sammlung von 8 Plakaten und 2 Poskarten. Farboffset. Berlin 1946-1950. 450 € Vorhanden sind: I) 5 Plakate für das Hebbel-Theater. 60 x 42 cm bzw. 86,5 x 61 cm. Berlin, 1946-1948. - 1) Thornton Wilder. Wir sind noch einmal davon gekommen. - 2) Maxim Gorki. Nachtasyl. Volksbühne des Hebbel-Theaters. - 3) Thornton Wilder. Wir sind noch einmal davon gekommen. - Die Theaterwirksamkeit dieser alle Regeln sprengenden Revue im Kolossalstil ist bedeutend. Georg Zivier im Telegraf. - 4) Liliom im Hebbel-Theater, Regie Karl Heinz Martin. - 1931 zeigte die Berliner Volksbühne bereits die Inszenierung Martins mit Hans Albers, die ab 1933 aus dem Programm genommen wurde. Erst im April 1946 wurde „Liliom“ wieder am Hebbel-Theater mit Hans Albers inszeniert. - 5) HebbelTheater. Jean-Paul Sartre: Die Fliegen. Inszenierung: Jürgen Fehling.

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Russische Avantgarde 3573 Altman, Nathan. Lenin. 6 Bl. Mit 10 Lichtdrucktafeln mit Reproduktionen von Lenin-Skizzen des Künstlers. 22 x 19 cm. OBroschur (etwas fleckig; Rücken mit schwarzem Papierstreifen fixiert) mit Deckelillustration von N. Altman. Petersburg 1921. 300 € MOMA Collection No. 331, A Catalogue of Russian Avant-Garde Books in the British Library 1912-1934, No. 6. – In geringer Auflage erschienen. Die ausdrucksvollen Portraits zeigen Lenin bei der Arbeit, zweimal auch telefonierend. Bemerkenswert ist der eindrucksvolle, konstruk­ tivistisch gestaltete Umschlag. – Gebräunt und teils leicht fleckig, insgesamt jedoch gutes Exemplar. Abbildung

3574 Archipenko, Alexander. Sturm-Bilderbuch II. 32 S. Mit 25 Tafeln. 27,5 x 22 cm. OHalbleinen (berieben; geringer Feuchtigkeitsschaden). Berlin, Der Sturm, (1924). 120 € Vgl. Perkins 162. – Erste Ausgabe. Zeigt Plastiken und Zeichnungen von Alexander Archipenko (1887-1964), der zur Zeit der Veröffentlichung des Bandes bereits in die Vereinigten Staaten ausgewandert war. Wie in anderen Sturm-Bilderbüchern endet auch dieser Band mit einer aus zwei Sätzen bestehenden Künstler-Biografie: „Alexander Archipenko ist Russe. Sein Werk wurde durch den ‚Sturm‘ in der ganzen Welt eingeführt und bekannt gemacht.“ – Abbildung auf dem Vorderdeckel berieben. Innen durch Feuchtigkeitseinwirkung etwas gewellt. – Dabei: Das Kunstblatt. Herausgegeben von Paul Westheim Heft 7, Juli 1920. - Enthält einen Aufsatz von Däubler über Archipenko, außerdem Iwan Goll „Über Kubismus“ u. a. Beiliegend der Original-Werbeumschlag.

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3575 Gontscharowa, Natalja. - Berners, G. H. T.-W. Le pois­ son d‘or, poème et musique. 1 Bl., 6 S., 1 Bl. Mit 1 Pochoirdruck und 1 farbigem OUmschlag (etwas braun- und stockfleckig, mit kleinen Einrissen im Rand) von Natalia Gontscharowa. 34,5 x 27 cm. London, J. & W. Chester, (1919). 1.500 € Nicht bei Bollinger. – Einzige Ausgabe der Igor Strawinsky gewidmeten Komposition Lord Berners (1882-1950). Natalja Gontscharowa (18811962) studierte ab 1898 in Moskau zunächst Bildhauerei und Skulptur, wechselte dann aber zur Malerei. 1906 zeigte sie ihre Arbeiten anläss­ lich des Pariser Herbstsalons erstmals im Ausland. Zusammen mit ihrem Kollegen und Lebensgefährten Michail Larionow nahm sie bis zum Ersten Weltkrieg an weiteren Ausstellungen im Ausland teil, u. a. am Blauen Reiter 1912 in München und am Ersten Deutschen Herbstsalon 1913 in Berlin. Ab dieser Zeit begann Gontscharowas produktivste Phase ganz nach dem Motto: „Ich habe alles, was mir der Westen geben konnte, gelernt ... jetzt schüttle ich den Staub von meinen Füßen ab und verlasse den Westen ... mein Weg verläuft zur Quelle aller Kunst, dem Osten.“ (Katia Baudin, Der Kubofuturismus und der Aufbruch der Moderne in Russland, S. 70). Im selben Jahr präsentierte sie als erste Frau Russlands in einer Einzeltausstellung über 800 ihrer Arbeiten. 1914 reiste sie nach Paris, um Sergej Diaghilew und seiner Ballets Russes-Produktion „Le Coq d‘Or“ ihre Bühnenbildvorschläge zu überreichen. – Titel leicht braunfleckig. Gering gebräunt. Abbildung Seite 204

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Russische Avantgarde_______________________________________________________________________________________________________________

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3576 Narodnija russkija. Skaski, psni, schutki (rossice: Russische Volkserzählungen, Träume, Scherze). 8 Bl. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen. 23,5 x 18,5 cm. Farbig illustrierte OBroschur (mit kleinen Randeinrissen). Paris, Zemgor, 1921.

3577 Tretjakov, Sergej. Retschevik. Stichi (rossice: Der Spre­ cher. Gedichte). 191 S., 1 Bl. 17 x 12,5 cm. OUmschlag (Entwurf: A. Rodtschenko; berieben). Moskau und Leningrad, Gosizdat, 1929. 600 €

Schön illustriertes Kinder- und Märchenbuch im Stil der russischen Avantgarde. – Sauberes, wohlerhaltenes Exemplar.

MoMA 826. Bowlt-Hernad. 113. – Rodtschenkos Umschlagzeichnung besteht aus einem Muster aus Rauten, diagonalen und vertikalen Streifen in Rot und Schwarz auf hellem Grund. – S. 5 mit Besitzvermerk, teils etwas fleckig.

200 €

Abbildung Seite 203

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Abbildung


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Foto, Film 3578 Abigeo, Raymond und Jean-Claude Peretz. Erotosco­ pe. Mit zahlreichen photogr. Abb. in über 200 Klappsegmen­ ten. 27 x 21 cm. Illustr. OPappband mit Spiralbindung (etwas berieben; Rücken etwas gebräunt). Paris, M. Concorde, 1970. 450 € Erste Ausgabe. Legendäres Erotikbuchprodukt der Sechziger Jahre. Die Seiten sind in drei Längsschnitte geteilt, sodaß man Kopf, Körper und Beine von drei Models frei kombinieren kann. Es gibt jeweils 12 verschiedene Frisuren, Outfits und Schuhmoden, wobei es möglich ist, die Damen auch (fast) unbekleidet zu lassen. Auf dem Rückdeckel der Text: „Trois filles ensorcelantes!!!habillez-les ou deshabillez-les! selon goûts, votre humeur, au gré de votre fantasie. 26568 combinations possibles.“ Jean-Claude Peretz war Werbefotograf und wechselte in den siebziger Jahren in den Kunst- und Antiquitätenhandel. – Minimale Gebrauchsspuren, insgesamt sehr gutes Exemplar. Abbildung

3579 Blossfeldt, Karl. Urformen der Kunst. Photographische Pflanzenbilder. Hrsg. mit einer Einleitung von Karl Nieren­ dorf. XVII, 1 Bl. (Textheft) und 120 lose Tafeln in Heliogravüre nach Fotografien. 31,5 x 24 cm. Grüne OLeinenmappe mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. Berlin, Ernst Wasmuth, 1929. 2.200 € Heidtmann 14471 und 7293. – Seltene Mappenausgabe des legendären Bildwerkes. – Einige wenige Tafeln mit minimalen Randläsuren und -knicken. Abbildung Seite 206

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3580 Blossfeldt, Karl. Wunder in der Natur. Bild-Dokumente schöner Pflanzenformen. Mit einer Einführung von Otto Dannenberg. 5 Bl. Mit montiertem Portrait und 120 photo­ graphischen Abb. auf Tafeln. 32,5 x 25 cm. Blauer OLeinen­ band (etwas berieben und bestoßen, vorderes Gelenk etwas schwach) mit goldgeprägtem Deckeltitel. Leipzig, Schmidt & Günther, 1942. 180 € Erste Ausgabe. Dem Betrachter öffnet sich die Pflanzenwelt „als Grundlage der angewandten Kunstformen, wie sie vorbildlich von antiken Schaffenden beobachtet und stilisiert verwendet werden.“ (Vorwort). Blossfeldt kehrt den Stilisierungsprozeß wieder um und hält die Pflanzen in jenen Momenten fest, in denen sie Ornament- und Steinmetzwerken am Nächsten kommen. – Im Seitenschnitt etwas stockfleckig.

Eines von 25 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Druckvermerk von Frajndlich signiert. Enthält die Vintages (Format 27,5 x 45 cm): Imagine (1973), Reaching (1974), Mother and Child (1975), Door to the past (1974), Secret (1974), Scream (1973), Galactea (1974), Circe‘s Cave (1973), Coal Mine (1974), Pierrot (1974), Epiphany (1973) und Bathtub (1971). Typographie und Druck von Katy Homans und Abe Frajndlich. Das Vorwort stammt von Dougals Neil Prudden, San Francisco („Skins is just painted bones.“), die schwere Leinenkassette wurde von Len Hartnett gestaltet und hergestellt. – Tadellos erhalten, alle Fotos in der originalen Folientüte. Selten.

3581 Frajndlich, Abe. Private Figments. 2 Bl. Titel, Vorwort und Index. Mit 12 signierten und datierten montierten Silber­ gelatineabzügen von Abe Frajndlich. 46 x 39 cm. Typogra­ phischer Bogen und 12 Kartons lose in schwarzer OLeinen­ kassette (minimal angestaubt) mit goldgeprägtem VDeckel­ titel. (New York und San Francisco, Katy Homans und Abe Fraijndlich, 1975). 4.000 €

3582 Howitt, William and Mary. Ruined Abbeys and Cast­ les of Great Britain. 4 Bl., 228 S. Mit 27 montierten Photogra­ phien von F. Bedford, W. R. Sedgfield, Wilson, R. Fenton u. a. 22 x 16,5 cm. Goldgepr. OLeinenband (etwas berieben) mit mont. Photographie und Goldschnitt. London, A. W. Ben­ nett, 1862. 150 €

Abbildung Seite 207

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Foto, Film ____________________________________________________________________________________________________________________

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Krichbaum, S. 24 und 62. Gernsheim 162. – Erste Ausgabe. Frühes Beispiel für die Verwendung von Photographien in der Buchillustration. Ohne den zwei Jahre später erschienenen 2. Band (Ireland). – Teils etwas stockfleckig; vorderer fl. Vorsatz mit mehreren Besitzvermerken, darunter auch von dem berühmten Fotografen Tim N. Gidal (1909-1996).

Bussi Bussi, Adabeis und Schickimicki Eine Fotogeschichte des Münchner Film-Cafés 3583 Kneip, Oswald. Film-Café München - Der Münchner Künstlertreff. 17 Gästebücher der legendären Institution mit Tausenden von eigenhändigen Einträgen mit Wünschen, Grüßen, Anmerkungen und Texten bedeutender Figuren des Münchener Kulturlebens, aber auch mit einmontieren Zei­ tungsausschnitten, Werbetafeln, Plakaten und vielem Mehr. 17 Bände. Je ca. 20 x 20 bis 28 x 24 cm. Meist in Kunstleder oder Kunststoff gebunden (teils beschabt, geringe Gebrauchs­ spuren). München 1972-2002. 3.000 € Überaus umfangreiches Quellenmaterial zur Münchner Stadt- und Kulturgeschichte der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie in der überaus erfolgreichen Filmkomödie „Rossini“ des Helmut Dietl von 1997,

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der sich vom Schwabinger Restaurant „Romagna Antica“ inspirieren ließ, spiegelt sich in den unzähligen Texten, Bildern, Fotografien und Originalbeiträgen der Alben die Münchner Schickeria par excellenz, wobei es Oswald Kneip (1946-2005) vor allem verstand, auch zahlreiche Intellektuelle, Künstler und Künstlerinnen um sich zu scharen, darunter vor allem Film- und Bühnenschauspieler, Literaten, Dichter, Theaterwissenschaftler, aber auch Opern- und Jazz- und Poppsänger - ein spritziger „Kir Royal“-Cocktail der Münchner Szene. Oswald Kneip war ein österreichische Schauspieler, Manager, Organisator und Kneipis, Gründer des Münchner Künstlertisches und dann des Film-Cafés in der Schwabinger Herzogstraße, später ging er nach Berlin, wo er auch die Szene deutlich mitbestimmte. Oft sind die Einträge sehr ausführlich, teils mit reizenden Zeichnungen und lustigen, teils künstlerisch hochwertigen Skizzen, teils auch mit Notenzitaten und meist flankiert von einmontierten OriginalSchwarzweiß- oder Farbfotos, Zeitungsausschnitten, Ephemera aller Art wie gedruckten Menü- und Einladungskarten, Postkarten Hotelscheine, Werbegraphiken und vielem mehr. Gerade die unzähligen Bildbeilagen ergeben ein schillerndes Kaleidoskop der wilden 70er, 80er und 90er Jahre der Schwabinger Schickeria mit Porträts, Bühnenfotos, Porträtkarten (immer wieder signiert und mit eigenhändigen Beischriften), Gelegenheitsfotos am Biertisch, aber auch Nacktbildern, Partyszenen, Silvesterfeiern von Stars und Sternchen aus Film und Fernsehen, Kunst, Kultur und Medien. Eine der zahlreichen Anekdoten über ihn erzählt z. B. die deutschösterreichische Opernsängerin, Koloratursopranistin und Schauspielerin Renate Holm (geb. 1931): Das „legendäre Münchner Film-Café ... damals ein beliebter Treffpunkt von Stars aus der Film-, Theater- und Opernszene. Der Besitzer des Film-Cafés war zugleich mein damaliger PR-Manager Oswald Kneip. Als ich mich gerade an meinen Tisch setzen wollte, kam plötzlich ein auf den ersten Blick nicht näher definierbares Wesen auf mich zugelaufen und zupfte an meinem Schuhband. Und so schnell konnte man gar nicht schauen, setzte mir Oswald dieses kleine ‚Etwas‘ auf den Schoß ... Das niedliche Wesen entpuppte sich als winziges Hundebaby - von Farbe semmelblond“ (Renate Holm, Wer seiner Seele Flügel gibt, Wien 2017). Vorhanden sind 17 Gästebücher sowohl von den Münchner Künstler­ tischen, den Stammtischen, als auch von den Film-Cafés, die die folgenden Jahre umfassen: 1) 1972-1976, 2) 1976-1979, 3) 1978-1979, 4) 1979-1980, 5) 1980-1992, 6) 1981-1982, 7) 1982-1984, 8) 1983-1984, 9) 1984-1985, 10) 1984-1987, 11) 1985-1986, 12) 1986-1988, 13) 1989-1992, 14) 1992-1994, 15) 1992-1995, 16) 1994-1998, 17) 2001-2002. Jedes Album enthält ca. 100-200, teils bis zu 600 Blatt mit bis zu ca. 1000 Seiten eng beschrieben, illustriert bzw. beklebt. Unter den zahlreichen sich eintragenden oder mit Bildern vertretenen Figuren gehören u. a. Iris Berben, Claus Biederstaed, Barbara Capell, Dorthe, Hanne­ lore Elsner, Ottfried Fischer, Reinhard Glemnitz, Dieter Thomas Heck, Paul Hubschmid, Bata Illic, Jean Jacques Pascal, Horst Janssen, Harald Juhnke, Horst Jüssen, Eva Kinsky, Herbert Köfer, Ernst Kollo, René Kollo, Nathalie Kollo, Hansi Kraus, Renate Langer, Harald Leipnitz, Willy Lindberg, Avon Long, Siegried Lowitz, Wolfgang Lukschy, Michaela May, Sharon McNight, Hannes Messemer, Brigitte Mira, Klaus Münster, Horst Naumann, Ruth Niehaus, Hartmut Nolte, Robert Owens, Kerstin Paeserack, Hanno Pöschl, Jan Prochazka, Will und Christian Quadflieg, Mady Rahl, Ivan Rebroff, Ilja Richter, Tina Riegel, Kurt von Ruffin, Filipo Sanjust, Hans-Jürgen Schatz, Eva-Ingeborg Scholz, Oscar Fritz Schuh, Maria Sebaldt, Annemarie Sprotte, Achim Strietzel, Margit Symo, Inge Ungewitter (mit originaler Pferdezeichnung), Gerd Vespermann, Kurt Weinzierl, Heidelinde Weis, Lu Wortig, Hansjürgen Wussow, Sonja Ziemann und Hunderte, wenn nicht Tausende andere. – Wohlerhalten, kaum Gebrauchsspuren. Abbildungen Seite 208


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Foto, Film ____________________________________________________________________________________________________________________

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______________________________________________________________________________________________________________ Foto, Film 3584 Krull, Germaine. 100 x Paris. XXXI S. Mit 100 photo­ graphischen Tafeln in Kupfertiefdruck, monochrom in Se­ pia. 25,5 x 17,5 cm. OLeinen. Berlin, Die Reihe, 1929. 150 € Erste Ausgabe des berühmten Stadtportraits, zugleich einer der schönsten Paris-Bildbände überhaupt. Text von Florent Fels und Bildlegenden in Deutsch, Französisch und Englisch. – Erste Blatt mit kleinen Feuchtigkeitsflecken im Seitenrand. Sonst sauber und wohlerhalten.

3585 Moholy-Nagy, Laszlo. 60 Fotos. Hrsg. von Franz Roh. Text in deutsch, englisch und französisch. 11 S. und 32 Bl. 25 x 17,5 cm. OUmschlag (etwas unfrisch; Rücken mit kl. Einriss). Berlin, Klinkhardt & Biermann, 1930. 300 € Fototek 1. 802 photo books. S. 158. – Große Auswahl interessanter Fotografien und Fotogramme, repräsentativ für die Ausdrucksvielfalt des Klassikers der modernen Fotografie. Gesamtausstattung und Typographie von Jan Tschichold. – Insgesamt sehr gutes Exemplar. Abbildung

3586 NASA. 4 Orig.-Silbergelatineabzüge und eine Orig.-Farbfotografie auf Kodak Paper. 25,5 x 20,5 cm (4) und 9 x 6,4 cm (1). (Culver City, Public Relations Department, 1964-1973). 120 €

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Die vier größeren Silbergelatineabzüge zeigen von der Hughes Aircraft Company für die NASA produzierte Satelliten (-teile). Verso ist jeweils ein über die untere Kante nach vorne gefalteter Streifen Papier mit maschienenschriftlicher Erklärung montiert. Dabei handelt es sich um „TV Star is born- The actual flight model of Syncom III ... „, „Shake, rattle and roll- Syncom III sits atop vibration test table ... „, „Spacebound-Syncom III communications satellite gets final checkover ...“ und „Olympic stars ...“. Die kleinere Fotografie zeigt zwei Astronauten, wohl im Kennedy Space Center in Florida aufgenommen. Sie ist mit einer Büroklammer auf einer Faltbroschüre zum NASA Skylab befestigt. – Minimale Gebrauchsspuren, Papierstreifen etwas leimschattig. Die Silbergelatineabzüge sind verso jeweils mit einer gestempelten Nummer versehen. Auf der Faltbroschüre findet sich der Stempel „Jun-1 1973. O. K. Weltin“. – Dabei: 16 zumeist farbige Foto-Reproduktionen der NASA und 3 kleine Broschüren zu Apollo 17, dem John F. Kennedy Space Center und „NASA facts“.

3587 Paul, Manfred. Ein Kalender. Fotografien. 1 Bl. Text und 12 mont. Orig-Fotografien von Manfred Paul auf karton. Kalenderblättern. 36,5 x 36 cm. Lose Bl. in OPapp­kassette (diese fleckig, unfrisch und etwas lädiert). (Berlin 1987). 900 €

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Eines von 25 nummerierten Exemplaren, hergestellt im Fachbereich Polygrafie der Fachschule für Werbung und Gestaltung. Akte und Landschaften (jeweils 25 x 19 cm), auf starken Karton aufgewalzt, mit daneben gesetztem Kalendarium und äußerst sparsamer Nennung von

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Foto, Film ____________________________________________________________________________________________________________________ 3589 Poulton, London. Carte de Visite als Werbeträger für den Fotografen. 10,3 x 6,1 cm. (London um 1860). 150 € Sehr seltene, Werbezwecken dienende Carte de Visite des Fotografen Poulton. Auf der Vorderseite sind winzig kleine, kaum 5 mm große Porträts, wohl ca. 400 an der Zahl, in der Reihe oder im Kreis angeordnet. Unter den Porträtierten sind Personen der Zeitgeschichte, der Literatur, Regenten und Notabeln. Auf den ersten Blick zu erkennen sind Abraham Lincoln und Napoléon Bonaparte. Unter der Abbildung ist die Anweisung zu lesen: „Upwards of five hundred (das dürfte übertrieben sein) photographic portraits of the most celebrated personages of the age. With a hand-magnifying glass, every portrait will be seen perfect.“ Auf der Rückseite die Adresse: „Poulton, 352, Strand, W.C.“ – Etwas fleckig und gebräunt. Abbildung

3590 Rühmann, Heinz. Portraitfotografie. Orig. VintageSilbergelatineabzug verso signiert. Darstellungsgröße 8 x 5,5 cm. Blattgöße 8,5 x 6 cm. Wohl UFA Filmstudio Neubabels­ berg oder Warnemünde, 1933. 60 € Die Fotografie zeigt Heinz Rühmann (1902-1994) in Matrosenuniform auf einem weißen Stuhl sitzend. Die Aufnahme dürfte am Set bei den Dreharbeiten für den Film „Drei blaue Jungs - ein blondes Mädel“ 1933 entstanden sein. Rühmann spielt darin den Matrosen Heini Jäger. Dreh-

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Feiertagen (z. B. 7.10. Nationalfeiertag der DDR). Auf einem Textblatt einleitende Worte von Siegfried Heinz Begenau. Manfred Paul, 1942 in Schraplau bei Halle geboren, zählt zu den wichtigen Autorenfotografen der DDR. Er absolvierte ein Studium der Fotografie an der HGB in Leip-zig sowie ein Kamerastudium an der HFF in Potsdam-Babelsberg. Von 1974 bis 1994 war Manfred Paul Dozent für Fotografie an der FWG Ber-lin, von 1995 bis 2007 Professor für Fotografie und audiovisuelle Medien an der FHTW Berlin. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1968 in Berlin. Werke von ihm befinden sich u. a. in den Sammlungen der Berlinische Galerie, des Kupferstich-Kabinetts Dresden, des Museum Ludwig Köln, des Musée de l‘Ely-sée Lausanne, des MOMA New York, der Bibliothèque Nationale de France Paris sowie in weiteren privaten und öffentlichen Sammlungen. – Textblatt mit Knickspur; innen tadellos. Abbildung Seite 209

3588 Perckhammer, Heinz von. The Culture of the Nude in China. Mit einem Vorwort. 3 Bl. Text. Mit 32 photomechani­ schen Abb. in Kupfertiefdruck. 27 x 20,5 cm. OBroschur mit Kordelheftung (eine Kordel fehlend) und OSchutzumschlag (etwas berieben und leicht gebräunt, Rückumschlag etwas braunfleckig). Berlin, Eigenbrödler-Verlag, 1928. 900 € 802 photo books. p. 132. – Erste Ausgabe der englischsprachigen Ausgabe. – Das rote Vorsatzblatt aus der Bindung gelöst und mit Widmung (datiert: Shanghai 1931); insgesamt sehr gutes Exemplar. Abbildung

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______________________________________________________________________________________________________________ Foto, Film orte waren neben den UFA Filmstudios Neubabelsberg und Warnemünde auch die SMS Hessen und SMS Zähringer. – Am rechten Rand mit minimaler Knickspur. Verso mit eigenhändiger Unterschrift Rühmanns.

3591 Sciascia, Leonardo. Feste Religiose in Sicilia. Mit zahl­ reichen fotografischen Abbildungen nach Aufnahmen von Ferdinando Scianna. 189 S. 34 x 25,5 cm. OPappband (gering bestoßen) in Papp-Schuber. Palermo, L‘Immagine, 1987. 250 € Mit einem Begleittext auf Italienisch und Deutsch. „... was ist ein religiö­ ses Fest in Sizilien? Die einfachste Antwort wäre, dass es alles andere als ein religiöses Fest ist ... Es ist vor allen Dingen eine existenzielle Explosion.“ – Im Rand minimal gebräunt, sonst wohlerhaltenes und sauberes Exemplar.

3592 UFA 1936-37. Durch Leistung zum Erfolg. 69 Bl. Mit 28 auf dünnem Karton montierten Porträtfotografien in Silbergelatineabzügen. 28,5 x 30,5 cm. Illustriertes OHalblei­ nen (fleckig, berieben, Rücken zerschlissen, Ecken abgeknickt, stärker beschabt und bekratzt) mit Klammerheftung (rostig). Berlin, August Scherl, 1936. 240 € Programmvorschau der UFA mit geplanten Filmproduktionen der Jahre 1936 und 1937. Die Fotografien zeigen großformatige Portraits (22,8 x 17 cm) u. a. von Hans Albers, Lilian Harvey, Johannes Heesters und Lida Baarova. Die UFA unterstand ab 1933 der Reichsfilmkammer die jüdische Filmemacher mit einem Berufsverbot belegte. Das Programm der UFA war auf die nationalozialistische Propaganda und deren Verwendung des Mediums Film ausgelegt. – Zwei Portraits mit Knickspuren. Etwas vergilbt, vereinzelt leicht stockfleckig, sonst im Block ordentlich.

3593 Vennemann, W. - Olden, (Balder). Mdisi, Bibi, Safari. 32 Afrikanische Bilder. 8 nn. Bll. 32 montierte Fotografien von Wolfgang Vennemann. 35 x 30 cm. Lose Blatt in illustrierter OHalbleinen-Flügelmappe (etwas fleckig, angekratzt und berieben, Flügel knickspurig und mit kleinen Einrissen) mit Vorderdeckeltitel. Berlin, Gebrüder Mann und Graphische Anstalt Ganymed, 1932. 250 € 7. Privatdruck der Buchdruckerei Gebr. Mann und der Graphischen Anstalt Ganymed. Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage), „ausschließlich für Freunde hergestellt“. Die Fotos geben Eindrücke einer Reise wieder, die Wolfgang Vennemann durch Ägypten und den Sudan bis nach Uganda führte. Nummeriertes Exemplar (Gesamtauflage: 500). – Seidenpapierhemdchen teils etwas eingerissen oder mit Knickspuren. Sonst wohlerhaltenes Exemplar.

3594 Weston, E. - Wilson, Charis. The cats of wildcat hill. 90 S. Mit 15 Tafeln nach Photographien von Edward Weston. 22 x 278,5 cm. OLeinen mit farbig illustriertem OSchutzum­ schlag (dieser mit zahlreichen, zumeist verso mit Transpa­ rentstreifen hinterlegten, überwiegend kleineren Randläsu­ ren, die beiden Klappentexte mit diagonalem Abschnitt). New York, Duell, Sloan and Pearce, 1947. 240 € Erste Ausgabe. Edward Weston und seine Frau (und früheres Model) Charis Wilson zogen 1938 in die Carmel Highlandes in Kalifornien. Die herumstreunenden Katzen in der Nachbarschaft inspirierten Weston zu der für sein Oeuvre ungewöhnlichen Photoserie. – Anfangs schwache Stockflecken, sonst wohlerhalten. Innenspiegel mit Geschenkwidmung (Weihnachten 1947). Abbildung

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Eine wahrhafte Geschichte Das Vorspiel Der jüngste Tag Der anmutige Tag Helle Die frühe Ernte Aus der Brandung Strömungen Das Ufer Erdreich Schimmernde Gelände Zwischen Tag und Abend Patmos und Kythera Sinnbild der Landschaft Die keusche Erde Drohender Frühling Neuer Frühling Frühlingsgewitter Der Regenbogen Aufschrei Motiv unbekannt Erschütterung Lieder aus den Lüften Wir alarmieren uns Revolution! Salto Mortale Junge Pferde! Junge Pferde! Krieg Die rote Zeit Abend Morgen Mittag Flüge im Abendrot Sturm-Abende Geliebte Erde Abschied Erdgesänge Bekenntnis zur Erde Kunterbuntergang des Abendlandes Weltfeierabend Februarballade Der Herr in den Nebeln Der Nachfahr Der Gotiker Um uns die Stadt Ruhrstädte Die christliche Mördergrube Gang in der Nacht Der Pfad Die Unterwelt Das Labyrinth Ewig in Versuchung Neigungen Neurotica Die Krankheit Vier Mauern und ein Dach Das Bordell Die goldenen Kammern Frauen Der Hahn Kinotypen J. L. Wetcheeks amerikanisches Liederbuch Der Mann zwischen Fenster und Spiegel Durch heimliche Türen Schräg geöffnet Gesänge gegen bar Mandragora Sturz nach oben Hermaphrodit Bettelkönig Der heilige Bund Der Spiegel Der Damenspiegel Der grenzenlose Spiegel Marietta Die Jungfrau Gesicht und Maske Die Sünde des Ewigen oder Dies ist mein Leib Ich bin es Nemo anonymus Ich bin es Jehan Franziskus Augenblick Mein Herz Neue Jugend Der Torso Ekstase Entelechieen Tiefer als Liebe Ein Reigen der Leidenschaft Bewegung Jubilate Drei Ringe andächtiger Liebe Die singende Muschel Gesänge und Stanzen Der flammende Kranz Der junge Kreis Die Thron­ erhebung des Herzens Musik der Träume Der Uhrenschlag Zeit­zeichen Wiederkehr Signal Wiederklang Nebengeräusche Stimmen aus Sturm und Stille Schrei Fanale Die Rächerinnen Heroische Silhouetten Die tausend Gelächter Der Staatsanwalt Darlegungen Erläuterungen Replik Feuer und Schlacken Die Gitter Tagebuchblätter eines jungen Mönches Strophen um Eros Sonette des Zurückgekehrten Dichtungen Das Buch der Menschenliebe Nachtsonette Irrfahrt Kilometer 189 Sprung auf die Straße Der Selbstmörder Die tragische Gebärde Vernichtung Gedanken Menschen Masken und Martern Gedichte Das Leben Das rechte Leben Der unendliche Weg Gott Die Erben Der Funke Saturn Die All-Tat: Mensch Hosiannah Mensch du bist Schöpfung Gottesfriede 212


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Expressionismus – Nachexpressionistische Dichterjugend Aus der Sammlung Peter Salomon

3801 Adler, Kurd. Wiederkehr. 44 S., 2 Bl. 22 x 13,5 cm. Rote OBroschur (Rückumschlag mit kl. Eckabriss) mit mont. Deckelschild. Berlin-Wilmersdorf, Die Aktion, 1918. 120 € Der rote Hahn, Bd. 27/28. Raabe 1, 1. – Erste Ausgabe. Mit Kurd Adler, über dessen Leben nur wenig bekannt ist, eröffnet Raabe sein Hand­ buch. Dort heißt es: „Soll in Frankfurt a.M. gelebt haben. Mitarbeiter der ‚Aktion‘. Er gehört zu den frühvollendeten Opfern des Krieges“. Zu ergänzen ist nach heutigen Stand: Adler wurde am 6.8.1892 in Mainz geboren und studierte in Freiburg/Br., Berlin, München und Gießen. Am 6. Juli 1916 fiel er im Westen im Alter von 24 Jahren. „Er ist der AKTION ein wertvoller Mitkämpfer gegen diese Zeit gewesen.“ (Franz Pfemferts Vorspruch auf S. 4). – Etwas gebräunt; insgesamt gutes Exemplar.

3802 Das Aktionsbuch. Hrsg. von Franz Pfemfert. 346 S., 3 Bl. (Anzeigen). 22,5 x 14,5 cm. Moderner Pappband mit mont. OVorderumschlag mit Illustration von Conrad Felixmüller. Berlin, Die Aktion, 1917. 120 € Raabe 230, 9. Raabe, Zeitschriften 119. – Erste Ausgabe mit Erstdrucken und Beiträgen von Benn, Blei, Ehrenstein, C. Einstein, Gumpert, Güters­ loh, Herrmann-Neisse, Heym, van Hoddis, Jung, Kasack, Koeppen, Lich­ tenstein, Rubiner, Rühle, Sternheim, Wegner u. a. – Papierbedingt etwas vergilbt, sonst sehr gutes Exemplar.

3803 Angel, Ernst. Sturz nach oben. Gedichte. 69 S., 2 Bl. 24 x 16,5 cm. Illustr. OPappband (Entwurf: Julius Zimpel; gebräunt und etwas fleckig). Wien u. a., Ed. Strache, 1920.

120 €

Das Neue Wort. Raabe 5, 1. Kosch, 20. Jhdt. I, 274. – Erste Ausgabe. Auf S. 33 das laut Kosch in der jungen Generation Aufsehen erregende Gedicht Vaterhaus, das Engel (1894 in Wien geboren, am 10. Januar 1986 in New York gestorben) als genialischer Gymnasiast verfasste. Darin die zweite Strophe: „Die peitschen euch, gewandt auf allen vieren, durch Marterschule und durch Weltenbangen: zu Huren flüch­ tet euer Glückverlangen, indes die Schwestern schon in Ehen frieren.“ – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar.

3804 Die Anthologie. Lyrische Flugblätter des Kartells Lyrischer Autoren und des Bundes Deutscher Lyriker. Druck­ aufsicht: Alfred Richard Meyer. 10 (von 12) Flugblätter. 22,5 x 14,5 cm. OBroschuren. Berlin 1929-1930. 200 € Josch C 16. Raabe, Zeitschriften S. 168 (dort nur 3 Hefte genannt). – Die „als Manuskript gedruckten“, dem Vorbild der „Lyrischen Flug­ blätter“ von A. R. Meyer folgenden Hefte umfassten jeweils 16 Seiten. Vorhanden sind die „Flugblätter“: Nr. 1. George A. Goldschlag. - Nr. 3. Robert Seitz. - Nr. 4. Gerda v. Below. - Nr. 5. Bernhard Trinius. - Nr. 6. Hans Brandenburg. - Nr. 7. Nikolai Michelsohn. - Nr. 8. Johannes Urzidil. - Nr. 9. Diemar Moering. - Nr. 10. Werner Bergengruen. - Nr. 11. Ernst Ludwig Gattermann. – Wohlerhaltene Reihe.

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3805 Bänninger, Konrad. Das rechte Leben. Gedichte. 95 S. 21,5 x 14 cm. Farb. illustr. OPappband (gebräunt und etwas fleckig). Basel, Rhein-Verlag, (1920). 50 € Raabe 12, 3. – Erste Ausgabe. Der Zürcher Bänninger (1890-1981) ver­ öffentlichte mehrere Lyrikbände, war Lehrer im Schuldienst, freier Schriftsteller und Bibliothekar. – Mehrere unauffällige Besitzstempel; Ränder leicht gebräunt.

3806 Bauer, Peter. Der heilige Bund. Gedichte. 79 S. 17 x 11,5 cm. OPappband (etwas bestoßen und berieben). Essen, Fredebeul & Koenen, (1919). 120 €

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ Büchersammlung Fredebeul & Koenen Nr. 5. Einzige Ausgabe. Peter Bauer (1885, Worms - 1952, Alsbach), Erzähler und Lyriker, war Post­ beamter, danach freiberuflicher Schriftsteller und Kritiker. Er veröffent­ lichte u. a. in Pfemferts „Die Aktion“ und in der Anthologie des jungen katholischen Expressionismus „Der weiße Reiter“, 1920 (vgl. Kosch). – Gebräunt.

3807 Baumann, Paul. Gottesfriede. 1 Bl., 15 S., 1 Bl. Mit Titelvignette und mehreren figürlichen Initialen. 26 x 20,5 cm. OHalbpergamentband mit farb. Deckelvignette. Berlin, Die Wende, 1918. 100 € Kosch, 20. Jhdt. II, 21. – Einzige Ausgabe des Gedichtbandes, hier in der „Luxus-Ausgabe“ auf Holländisch-Bütten. Eines von 175 nummerier­ ten Exemplaren, vom Verfasser signiert und datiert („Weihnachten 1918“). Baumann, dessen Lebensdaten unbekannt sind (Kosch schreibt als Geburtsdatum „um 1890“), war Vorsitzender des reformpädago­ gischen Berthold-Otto-Vereins in Berlin. Den Ersten Weltkrieg über­ stand er als Offizier. Von 1918 bis 1920 war er gemeinsam mit Emil Pirchan Mitbegründer und Herausgeber der ambitionierten expressioni­ stischen Zeitschrift „Eos“ (vgl. Raabe, Zeitschriften 46). Baumann lebte „dann in München“ (Kosch). – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar.

3808 Becher, Johannes R. Vernichtung, An die Deutschen, Mord. Drei Hymnen. 90 S., 3 Bl. 20 x 13,5 cm. OBroschur (etwas gebräunt und leicht fleckig; rechte untere Ecke des Vorderdeckels mit kl. Abriss). Konstanz, Oskar Wöhrle, 1923. 200 € Raabe 19, 20. Wilpert-G.2 20. – Erste Ausgabe. – Innen leicht gebräunt; insgesamt wohlerhalten.

3809 Becker, Michel. Aufschrei. (Gedichte). 37 S., 1 Bl. 18 x 12,5 cm. Illustr. OPappband (Rücken mit schwarzem Leinenstreifen erneuert). Köln, Salm-Verlag, 1919. 120 € Kosch, 20. Jhdt. II, 114. – Einzige Ausgabe des ersten Gedichtbandes des in Köln geborenen, in Kleve, später in Köln lebenden Dramatikers und Lyrikers, der auch nach 1933 viel veröffentlichen konnte und in seinen Anfängen zum „rheinischen Expressionismus“ zu zählen ist. Becker starb 1948 in Bedburg. – Etwas gebräunt. Abbildung Seite 213

3810 Benemann, Maria. Wandlungen. Gedichte. 93 S. 19 x 12,5 cm. OLeinen mit goldgepr. Deckelsignet, Decketitel und RTitel. Leipzig, Verlag der Weißen Bücher, 1915. 150 € Kosch, 20. Jhdt. II, 241. Raabe 23, 1. – Einzige Ausgabe. Maria Benemann, geb. Dobler, wurde 1887 in Herrnhut geboren und starb 1980 in Über­ lingen. In Dresden aufgewachsen und nach ihrer Heirat 1906 mit Ger­hard Benemann, dem Gründer des Horen Verlags, in Neu-Finkenkrug wohnend, zog sie nach dem Tod ihres Mannes, der 1914 an einer Kriegs­ verletzung starb (ihm ist der Gedichtband gewidmet), nach Worps­ wede. Dort befreundete sie sich mit Heinrich Vogeler, Richard Dehmel, Rainer Maria Rilke, Franz Werfel und mit dem Architekten Walter

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Gropius. Maria Benemanns Gedichte sind thematisch stark geprägt vom Grauen des Krieges. Es folgte ein Märchen unter dem Titel Die Reise zum Meer und ein Novellenband. 1978 erschien der Erinnerungsband „Leih mir noch einmal die leichte Sandale“. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Bene­ mann für einige Jahre in Mexiko, danach in Großhansdorf bei Ham­ burg. – Mit Sammlerstempel; sehr gutes Exemplar.

3811 Beran, Felix. Krieg. Gedichte. 14 S., 1 w. Bl. 24 x 16 cm. OBroschur. Zürich, Orell Füssli, 1917. 90 € Kosch, 20. Jhdt. II, 331. – Erste Ausgabe des seltenen Lyrikbandes des österreichisch-schweizerischen Schriftstellers und Übersetzers (18681937), der - nach Reisen durch die ganze Welt und Jahren in Mexiko und Rio de Janeiro - in Zürich sich niederließ und dort „teils kaufmänn., teils literar. tätig war“ (Kosch). Beran war auch mit James Joyce be­ freundet. – Etwas gebräunt.

3812 Berliner, Margot. Flüge im Abendbrot. Gedichte. 61 S., 1 Bl. Mit 5 Original-Lithographien und einer Einbandzeichnung in Originallithographie von Erich Büttner. 24 x 18 cm. Illustr. OPappband (etwas gebräunt und leicht fleckig; linke obere Ecke beschabt). Berlin, Reuss & Pollack, 1920. 50 € Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe der einzigen Veröffentlichung der Autorin. Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 600 Ex.). Über Margot Berliner ist nichts bekannt. Oskar Loerke schrieb, dass „[die Autorin] in erheblichen Teilen ihres Buches einen vollkom­ men reinen Dilettantismus erreicht [habe], also etwas weit Selteneres als den sanften Augenaufschlag und die hektisch holde Wangenrötung des Achtel- oder Zehnteltalents“ (in: Der Bücherkarren, 1965, S. 67). Die Eingangsstrophe des ersten Gedichtes „Sehnen und Erfassen“ lau­tet: „Öde, trübe Alltäglichkeiten, / die nur Häusermassen verbreiten, / lasten quadernschwer. / Wohin führt mein Hoffnungstrachten? / Muß nicht Sinnen sich umnachten / und vergehen dumpf und leer?“ (S. 7). – Gutes, nur etwas gebräuntes Exemplar des schönen Druckes.

3813 Bernhard, Trude. Wiederklang. Verse. 62 S., 1 Bl. 19 x 12,5 xm. OHalbleinen (Kanten berieben) mit mont. Deckelschild. Hamburg und Berlin, Hoffmann & Campe, 1922. 180 € Nicht bei Kosch. – Sehr seltener Gedichtband einer Autorin, über die uns keinerlei biographische Angaben bekannt sind. Titel mit eigen­ händiger Widmung „Zum 21. Januar 1927 und zu gutem Gedenken Ihre Trude Bernhard. Amsterdam“. Am „Eingang“ die Strophe: „Leise flüstern verlöschende Lichte / Mir etwas zu. / Ich schreibe traumverloren nach und du / Sagst, ich dichte.“ – Wohlerhalten.

3814 Birnbaum, Uriel. In Gottes Krieg. Sonette. 265 S., 4 Bl. Mit Titelillustration, 18 illustr. Zwischentiteln und Schluss­ vignette von U. Birnbaum. 22 x 15,5 cm. Illustr. OPappband (Rücken privat erneuert). Wien und Berlin, Löwit, 1921. 130 € Erste Ausgabe des „messianischen“ Gedichtbandes, der ersten Gedicht­ veröffentlichung des aus Wien stammenden, 1939 nach Den Haag


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon geflüchteten Maler-Dichters (1894-1956), der 1923 mit dem Bauern­ feld-Preis ausgezeichnet wurde. In kleiner nummerierter Auflage erschienen. – Gutes Exemplar mit Sammlerstempel.

3815 Bloch, Erich. Stimmen des Lebens. Gedichte. 109 S., 1 Bl. 20 x 13,5 cm. OLeinen. Konstanz, Buch- und Kunstverlag, (1924). 120 € Kosch, 20. Jhdt. III, 60. – Einzige Ausgabe des Gedichtbandes des Kon­ stanzer Schriftstellers und Verlegers, der im Ersten Weltkrieg zum Pazifisten wurde und nach seinem Studium als freier Mitarbeiter und Kunstkritiker für die „Frankfurter Allgemeine(n) Zeitung“ tätig war. Er lehrte in Konstanz an einer Ingenieurschule und erwarb 1930 einen Bauernhof, den er 1933 zu einer landwirtschaftlichen Schule und Gärt­ nerei ausbaute. 1939 enteignet und zur Emigration nach Palästina gezwungen, kehrte er 1969 nach Konstanz zurück. Von ihm stammt eine Geschichte der Juden in Konstanz, außerdem verfasste der Jahr­ hudertzeuge Bloch (1897-1994) eine Autobiographie, die 1992 unter dem Titel „Das verlorene Paradies“ erschien. – Wohlerhaltenes, saube­ res Exemplar.

3816 Bockemühl, Erich. Musik der Träume. Gedichte. 97 S., 1 Bl. 15 x 11,5 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. Leipzig, E. Matthes, 1922. 90 € Kosch, 20. Jhdt. III, 183. – Einzige Ausgabe des frühen Gedichtbandes des ungemein produktiven, heute vergessenen Schriftstellers und Pädagogen Bockemühl (1885-1968), der zum Charon-Kreis um Otto von Linde zählte. – Gebräunt; mit Besitzvermerk des süddeutschen Heimatforschers Emil Baader.

3817 Bodensee-Künstlerkarten. 1.-4. Reihe (von mind. 10). Zusammen 24 Karten. 9 x 14 cm. Lose in 4 OUmschlägen (teils lädiert). Konstanz, O. Wöhrle bzw. Buch- und Kunstverlag Konstanz (um 1922-ca. 1930). 120 € Enthält: 1. Reihe. E. H. Fromer. Sechs Radierungen. - 2. Reihe. Sechs Aqua­ relle von Karl Einhart. - 3. Reihe. Sechs farbige Skizzen von Waldemar Flaig Meersburg. - 4. Reihe. 6 (farbige) Original-Steinzeichnungen von K. v. Szadurska. – Wohlerhalten.

3818 Boetticher, Hermann von. Sonette des Zurückgekehrten. 10 Doppelblatt, als Blockbuch gebunden, mit Titel und 8 Vignetten in Orig.-Lithographie von Max Thalmann. 28 x 19 cm. Lithogr. illustr. OPpbd. (gebräunt und etwas fleckig; Rücken alt restauriert). Weimar, B. Wollbrück, 1919. 120 € Kosch I, 727. Raabe 36, 5. – Nicht nummeriertes Exemplar der Normal­ ausgabe (400 Exemplare, Gesamtauflage 500 Ex.). Von Boetticher (geb. 1887) wanderte nach einer Banklehre in die USA aus, versuchte bei Kriegsausbruch nach Deutschland zurückzukehren, kam in fran­ zösische Gefangenschaft und wurde nach seiner Flucht in der Schweiz interniert. Nach einer kurzen Zeit als Dramaturg in Düsseldorf lebte er ohne festen Wohnsitz, wurde unheilbar geisteskrank und 1941 im

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Zuge der sogenannten Aktion T4 in der Heilanstalt Sonnenstein bei Pirna ermordet. Von Boetticher ist vor allem als Verfasser mehrerer Dramen bekannt („Jephta“, „Hexensabbath“).

3819 Boldt, Paul. Junge Pferde! Junge Pferde! 47 S. 21 x 12,5 cm. OPappband (fleckig). Leipzig, K. Wolff, 1914.

100 €

Der jüngste Tag, Bd 11. Smolen 11.1.B. Dietz 11.1. Raabe 37, 1. Göbel 150. Katalog Expressionismus 29. Nicht bei W.-G. – Erste Ausgabe der einzigen Buchveröffentlichung des in Westpreußen geborenen Philo­ logen, Mediziners und Vertreters des Berliner Frühexpressionismus (1885-1921), der diese schöne Strophe über Berlin schrieb: „Wer weiß, in welche Welten dein / Erstarktes Sternenauge schien, / Stahlmaster­ blühte Stadt aus Stein, / Der Erde weiße Blume, Berlin.“ (S. 19). – Innen sauberes Exemplar.

3820 Die Botschaft. Neue Gedichte aus Österreich. Gesammelt und eingeleitet von E. A. Rheinhardt. XI, 356 S. 22,5 x 18 cm. Neuer Leinenband mit mont. Original-Vorderumschlag. Wien u. a., Ed. Strache, 1920. 90 € Erste Ausgabe. Die Umschlagillustration stammt von Albert Lesko­ schek. Anthologie mit Gedichten von Ernst Angel bis Stefan Zweig. – Papierbedingt gebräunt; es fehlt ein weißes Blatt des Vortitels.

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ 3823 Bröger, Karl. Aus meinen Kriegszeiten. Gedichte. 18 Bl. 19,5 x 13,5 cm. Illustr. OBroschur. Nürnberg, Fränkische Verlagsanstalt, (1915). 70 € Wilpert-G.2 3 (mit der Titelangabe laut Umschlag: „Aus meiner Kriegs­ zeit“). – Erste Ausgabe der Gedichte des oft nur knapp die übliche Helden- und Jubellyrik verfehlenden Landwehrmannes im „6. bayer. Res.Inf.-Regt.“ (1886-1944). – Wohlerhalten. In der ersten Ausgabe mit dem illustr. Vorderumschlag selten.

3824 Bröger, Karl. Tod an der Wolga. 26 S., 2 Bl. 18 x 14,5 cm. Illustr. OBroschur. Konstanz, Oskar Wöhrle, 1923. 180 € Kosch, 20. Jhdt. IV, 312. – Erste Ausgabe des „Sprechchorwerkes“ des Nürnberger Arbeiterdichters (1886-1944), der als Nürnberger SPDStadtrat 1933 im Konzentrationslager inhaftiert, später von den Natio­ nalsozialisten jedoch ideologisch vereinnahmt wurde, sodass ihm gar ein Staatsbegräbnis zuteil wurde. Die Umschlagillustration ist ein Linoleumschnitt von W. A. Meyer, Überlingen. – Wohlerhalten. – Dabei: Karl Bröger. Deutschland. Ein lyrischer Gang in drei Kreisen. 46 S., 2 Bl. 18 x 14 cm. OBroschur (ohne Originalumschlag; mit privatem Umschlag d. Z.). Konstanz, Oskar Wöhrle, 1923. - Kosch, 20. Jhdt. IV, 312. - Erste Ausgabe. - Etwas fingerfleckig. Abbildung Seite 215

3825 Brügel, Fritz. Februarballade. 30 S., 1 Bl. 13,5 x 9,5 cm. OBroschur mit Titelschild. Prag, „Der Kampf“, 1935. 60 € 3826

3821 Brandt, Oscar Ludwig (d. i. Oskar Meyer). Helle. 34 S., 3 Bl. 23,5 x 16 cm. Moderner Pappband mit goldgepr. Deckeltitel. Berlin, Wir Verlag, 1921. 150 € Kosch, 20. Jhdt. III, 592. – Einzige Ausgabe. Eines von 33 römisch num­ merierten Exemplaren (Gesamtauflage 533 Ex.). Druckvermerk vom Autor signiert. Der 1889 in Köln geborene Brandt besuchte nach einer Kaufmannslehre eine Schauspielschule, lebte 1909/10 in Harburg und seit 1911 als freiberuflicher Schriftsteller in Charlottenburg. 1943 wurde er im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. – Sehr gutes Exemplar.

3822 Braun, Robert. Gang in der Nacht. Gedichte. 40 S., 2 Bl. Mit 3 (2 ganzseitig) Illustrationen von Elfriede PlaichingerColtelli. 16,5 x 11,5 cm. OBroschur mit mont. Deckelschild. München u. a., Dreiländerverlag, 1919. 90 € Die Pforte, Band 3. Kosch, 20. Jhdt. III, 645. – Einzige Ausgabe des Lyrik­ bandes, die erste Veröffentlichung des 1896 in Wien geborenen Bruders von Felix Braun und Käthe Braun-Prager. Braun studierte nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg Chemie und arbeitete mehrere Jahre als Chemiker bevor er 1925 freier Schriftsteller wurde. 1938 emigrierte er nach Schweden und lebte ab 1942 in Uppsala, wo er 1972 starb. - Wohlerhalten.

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Kosch, 20. Jhdt. IV, 382. Sternfeld-Tiedemann 82. Deutsches Exilarchiv 785. – Erste Ausgabe. Brügel, Schriftsteller, Bibliothekar und Diplomat, wurde 1897 als Sohn von Ludwig Brügel, dem Historiker der österrei­ schischen Sozialdemokratie, in Wien geboren und wuchs in Prag auf, promovierte in Geschichte und war auf Seiten der Sozialdemokratie, später auch der Kommunistischen Partei politisch aktiv, 1934 emi­ grierte er in die Tschechoslowakei und ging nach vielen Stationen im Exil 1945 nach Prag, wo er im Diplomatischen Dienst tätig war. 1949 zog er in die Bundesrepublik Deutschland, dann in die Schweiz. Bürgel nahm sich 1955 in London das Leben. – Tadelloses Exemplar. – Dabei: Fritz Brügel. Gedichte aus Europa. 2. Auflage. 92 S., 2 Bl. Anzeigen. 20,5 x 13 cm. OPappband mit OSchutzumschlag. Zürich und New York, Oprecht, (1950). - Die erste Auflage erschien 1937. - Verlagsfrisch.

3826 Brügel, Fritz. - Aischylos. Die Rächerinnen. Freie Nachdichtung. 46 S., 1 Bl. 19,5 x 13 cm. Illustr. OBroschur (rechte obere Ecke des Vorderdeckels mit kl. Abriss). Konstanz, Oskar Wöhrle, 1924. - Erste Ausgabe. Abbildung

120 €

3827 Bruger, Ferdinand. Stimmen aus Sturm und Stille. Gedichte und Gedanken. 93 S., 1 Bl. 19 x 13 cm. OBroschur (Ränder gebräunt; kleinere Randeinrisse). Köln, Salm-Verlag, 1917. 120 € Einzige Ausgabe. Der 1889 in Frankfurt a. M. geborene Ferdinand Bruger veröffentlichte laut Kosch noch zwei weitere Gedichtbände in


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon den 1920er Jahren. Das einzige heute noch greifbare Buch mit Erzäh­ lungen kam 1942 heraus und hatte, dem Titel nach zu urteilen, eine eindeutige Tendenz: „Das Herz befiehlt. Fröhlicher Krieg und lustigernster Alltag“. Bruger starb am 26.12.1947 in Starnberg. – Sehr gutes Exemplar.

3828 Cahén, Richard Maximilian. Weltfeierabend. Gedichte. 16 Bl. 19,5 x 13,5 cm. OPappband (Rücken mit neuerem Leinenstreifen fixiert). Heidelberg, Saturn-Verlag H. Meister, 1914. 150 € Lyrische Bibliothek, Sechster Band. Raabe 52, 1. – Erste Ausgabe des einzigen Lyrikbandes des 1890 in Saarlouis geborenen, 1974 in Köln gestorbenen Juristen. – Etwas braun- und stockfleckig; insgesamt wohl­ erhalten.

3829 DADA Zeitschriften Reprint. 3. Auflage. 10 illustrierte Zeitschriften. Verschiedene Formate. Originalbroschuren. In OPapp-Flügelmappe. Hamburg, Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg, 1984. 90 € Enthält die Reprints: Prospekt des Verlags freie Straße. - Der Zeltweg Verlag Mouvement Dada. - Cabaret Voltaire. - Bulletin D. - Der Dada. - Der Dada 2. - Der Dada 3. Malik Verlag. - Dada. Sinn der Welt. - Dada­ meter. - Calendrier 20. – Tadellos.

3830 Dada-Mappe Berlin 1920/21. Fünf Rara, ein Rarissimum und ein Aufsatz zum Thema. Herausgeber Georg Guntermann. 6 Originalbroschuren verschiedenen Formats und 1 Heft Erläuterungen. 32,5 x 24,5 cm. OPappmappe und OKassette. Bonn, R. Nenzel, 1995. 150 € Zeugnisse des Zwanzigsten Jahrhunderts, 1. Eines von 450 nummerier­ ten Exemplaren der Faksimile-Edition sehr seltener Flugschriften und Broschüren der späten Berliner Dada-Bewegung. Enthält: Fried-Hardy Worm. Harakiri? (Zeitschrift der Grotesken / eine groteske publication). - Fried-Hardy Worm. Das Bordell. - Hardy Worm. Ein Familiendrama. - Walter Petry. Die dadaistische Korruption. - Alfred Sauermann. dass gewebe reisst oder die mausefalle. - Mit dem Begleitheft: Reinhard Nenzel. Erläuterungen (und:) Bibliographie der literarischen Arbeiten Walter Petrys (40 S.). – Verlagsfrisch.

3831 Dauthendey, Max. Die Untergangsstunde der „Titanic“ (zum Jahrestag 16. April 1913). 8 Bl. Mit Titelillustration von G. W. Rössner. 23,5 x 18 cm. OBroschur (Ränder brüchig; fleckig). Berlin, A. R. Meyer, 1913. 60 € (Lyrisches Flugblatt, 30). Josch D 15. Wilpert-G.2 34. Raabe, Zeitschrif­ ten 30. – Eines von 1000 Exemplaren. – Gebräunt.

3832 Denninger, Hanns Georg. Hosiannah Mensch du bist. 31 S. 22,5 x 14 cm. OBroschur (etwas fleckig). Köln, RheinlandVerlag, (1923). 150 €

3832

Vgl. Kosch, 20. Jhdt. VI, 92. – Einzige Ausgabe. Bei Kosch nur die knap­ pen Angaben: „* 27.4.1880 Köslau/Franken + nicht ermittelt; lebte in Düsseldorf. Leg., Lyrik. Schriften: Der steile Weg (Ged.) 1922.“ Der hier vorliegende Band ist Kosch unbekannt. Die Verlagsanzeige am Schluss nennt den Titel „Der steile Weg“ und kündigt für 1924 „Legenden“ an, die einem beiliegenden Zettel folgend unter dem Titel „Die Bekeh­ rung des Viktor Wendelinus“ noch 1923 im Roland-Verlag erschienen. Im Bühnenjahrbuch von 1928 wird ein Hanns Georg Denninger als Oberspielleiter des Landestheaters Meiningen genannt. Vorsatz mit eigenhändiger Widmung: „Herrn Grafen Pocci dankbarst zugeeignet! der Verfasser.“ – Etwas fleckig; sehr selten. Von uns kein weiteres Exemplar nachweisbar (etwa online im KVK). Abbildung

3833 Dichtungen Leipziger Studenten. Weihnacht 1920. 16 S. 22,5 x 15,5 cm. OBroschur (fleckig und mit Knickspuren). Leipzig, Verlag der Akademischen Nachrichten und Leipziger Studentenzeitung (Leipziger Universitätszeitung), 1920. 200 €

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ Raabe 56, 2. – „Dresdner Ausgabe des Werk-Kreis in dreihundert nume­ rierten und vom Dichter handsignierten Exemplaren“ (Druckvermerk). Neue, von Dietrich signierte Ausgabe des zuerst 1919 im Dresdner Verlag von 1917 erschienenen Gedichtbandes. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 220

3836 Dietrich, Rudolf Adrian. Der Selbstmörder – Die Mutter. 30 S., 1 Bl. 22,5 x 15 cm. OBroschur (etwas lichtrandig) mit mont. Deckelillustration von Dietrich. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1919. 130 € Das neuste Gedicht, Heft 14/15). Raabe 56, 6. – Erste Ausgabe, im Dezember 1918 gedruckt. – Papierbedingt gebräunt. – Dabei: Rudolf Adrian Dietrich. Harmageddon. 2. Tausend. 22 S., 1 w. Bl. 22,5 x 15 cm. Illustr. OBroschur. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1919. - Raabe 56, 4. Den Titel zeichnete Dietrich. Abbildung Seite220

3837 Dietrich, Rudolf Adrian. Ekstase. Harmageddon, Passion, Der Gotiker, Der Selbstmörder. 69 S., 1 Bl. 23 x 15 cm. OBroschur (lichtrandig) mit mont. dreieckigem Deckelschild. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1919. 130 €

3833

Hatry 89. – „Erst-Veröffentlichungen“ (Vorderusmchlag verso). Das literarische Debüt des 21-jährigen Erich Kästner mit den drei Gedich­ ten (die das Heft eröffnen): „Dämmerung“, „Heimkehr“ und „Deine Hände“. – Etwas gebräunt. Abbildung

3834 Dietrich, Rudolf Adrian. Der Gotiker. 3. Tausend. 15 S., 1 w. Bl. 22,5 x 15 cm. OBroschur. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1919. 220 € Raabe 56, 2. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren auf holzfreiem Dickdruck-Papier und von Dietrich im Druckvermerk signiert. Unter dem Druckvermerk ein langes eigenhändiges Selbstzitat von Dietrich („Wenn es keine Worte gäbe, würde die Erde sich schneller drehen ...“) mit Widmung. – Papierbedingt gebräunt. – Beiliegend ein OriginalHolzschnitt von R. A. Dietrich („Untergang“, 1918 - Abzug von 2005). Abbildung

3835 Dietrich, Rudolf Adrian. Der Gotiker. 53 S., 1 Bl. 24 x 16,5 cm. OBroschur (gebräunt und etwas fleckig). Sønderborg, Verlag des Werk-Kreis, (Dresden) 1934.

180 €

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3834


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon Dichtung der Jüngsten, Band VIII. Raabe 56, 7. – Erste Ausgabe. Titel­ blatt verso mit eigenhändiger Widmung: „Herrn Ernst Krauß (Amster­ dam) zugeeignet - Dietrich 27.11.31“. – Papierbedingt gebräunt.

3838 Dietrich, Rudolf Adrian. Nemo anonymus. Zur Erinnerung an den 30. Juli 1943. 13 S., 1 Bl. Mit einer ganzs. Illustration von Alfred Kubin. 21 x 15 cm. OBroschur. (Hamburg, Privatdruck des Kubinarchiv(s), (1945). 90 € Raabe 56, 10. Horodisch 167. – Eines von 250 nummerierten Exempla­ ren (Gesamtauflage: 350 Ex.) auf Bütten. Gedruckt aus Anlaß der Zerstörung der Archivräume am 30. Juli 1943. - Mit einem beiliegen­ den Bl. „Mitteilung Nr. 42“ der Gesellschaft für Bücherfreunde zu Hamburg (als Begleitschreiben). – Wohlerhalten. – Dabei: Der Weiße Ritter. Sankt-Georgs-Heft, 3, 1921. S. 65-152. Mit einer Holzschnittillu­ stration von Josef Achmann. 23 x 16 cm. OBroschur. (Regensburg 1921). - Mit einem Auszug aus Dietrichs „Tanzbuch“ (S. 75-80). - Gebräunt.

3839 (Dietrich, Rudolf Adrian). Walt Laurent. 4 Bl. Mit einer sign. mont. Abbildung. 23 x 23 cm. OBroschur (etwas gebräunt und leicht fleckig). Konstanz, bei den Saturnen, 1919. 150 € Viertes Künstlerheft der Saturne. Nicht bei Raabe. – Erste Ausgabe. Eines von 50 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage). Die Abbil­ dung ist von Laurent eigenhändig signiert. Essay über den inzwischen weithin vergessenen expressionistischen Maler, über den Theodor Däubler schrieb: „... Laurent: Mensch der Farbe. Dies vor allem! Zugleich aber auch noch Zufallskubist.“ – Vereinzelt minimal stockfleckig.

3839a (Dietrich, Rudolf Adrian). - Felixmüller, Conrad. "Der alte Dichter". Portrait Rudolf Adrian Dietrich. Signierte und nummerierte Originalradierung (Kaltnadel und Aquatinta) auf weißem Kupferdruckbütten. 43 x 33 cm (Platte: 29 x 25 cm). Unter Passepartout und Glas, in Holzleiste gerahmt. 1968. 450 € Söhn 642 b. - Eines von 20 nummerierten Exemplaren. - Tadellos. Versand ohne Rahmen. - Dabei: Josef Achmann. Dietrich. Signierte und nummerierte Originalradierung. 36,2 x 26,4 cm (Platte: 17,5 x 12,43 cm). Lose Blatt. Um 1920. - Von Achmann mit "Dietrich II" bezeichnet. - Ein weiteres Portrait von Dietrich (signierter Original-Farbholz­schnitt [2005] von P. Rensch) beigegeben. Abbildung

3840 Dörmann, Felix (d. i. F. Biedermann). Neurotica. 2. Auflage. 132 S. 16,5 x 10,5 cm. HLeinen d. Z. mit mont. Vorderumschlag der Originalbroschur. Leipzig, Literarische Anstalt August Schulze, 1893. 200 € Kosch, 20. Jhdt. VI, 392. – Die erste Ausgabe dieses Erstlingswerkes erschien 1891. „D. ist eine typische Erscheinung der Jungwiener Moder­ ne um die Jahrhundertwende, Zeitgenosse, Jugend- und Kaffeehaus­ freund von Hermann Bahr, Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmanns­ thal; er steht in seinen Anfängen unter dem starken Einfluß von Bau­ delaire und Swinburne. D. wird von Karl Kraus in seiner Persiflage ‚Die demolierte Literatur‘(1896) als ‚bei seiner Jugend heute schon ein geübter Greis‘ trefflich charakterisiert (vergleiche(nd) dazu den eigenen

3839a

Ausspruch D.s: ‚Es ist merkwürdig, manche Menschen sind am ältesten, wenn sie am jüngsten sind‘). D. kann als Parallelerscheinung französi­ scher Literatur und Lebensformen gegen Ende des Jahrhunderts gelten. Aus seinen frühen Gedichtbänden, ‚Neurotica‘ (1891), ‚Sensationen‘ (1892), ‚Gelächter‘ (1896) - Bücher der ‚Qualenseligkeiten‘, des Kompli­ zierten, Seltsamen und Kranken - sind die Verse ‚Ich liebe die hekti­ schen, schlanken Narzissen mit blutrotem Mund …‘ oft zitiert worden. Ein Sammelband ‚Tuberosen‘ (1920) ist nur ein schwacher Nachhall. Aus D.s dramatischem Werk heben sich ab: die milieustarken Wiener Sittenkomödien ‚Ledige Leute‘ (1897; 1927 mit versöhnlichem Schluß verfilmt), ‚Zimmerherren‘ (1900), ‚Die Krannerbuben‘ (1901) und das überschwengliche Versdrama ‚Der Herr von Abadessa‘ (1902, mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnet). Die amourösen Novellensammlungen und ein Wiener Nachkriegsroman (‚Jazz‘, 1925) sind ohne Belang. Als Verfasser einer großen Anzahl von Operettentexten errang D. mit dem Libretto zu Oscar Straus’ ‚Ein Walzertraum‘ (1907, gemeinsam mit Leo­pold Jacobson) einen Welterfolg.“ Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 33 f. [Online-Version]. – Innengelenk gebrochen. Etwas gebräunt.

3841 Dörries, Bernhard. Mittelalter. Titel und 8 Lithographien (incl. Umschlag), 2 Bl. 22,5 x 14,5 cm. Illustr. OBroschur. Hannover, Paul Steegemann, (1919). 130 € Die Silbergäule 15. Meyer 13. – Verkleinerte Folge der großen Mappen­ ausgabe. – Etwas gebräuntes, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

3842 Drews, Richard. Nebengeräusche. Empfehlenswerte Lyrik für alle Stände. 72 S. 23 x 15,5 cm. Illustr. OBroschur (etwas fleckig; einge Knickspuren). Berlin, J. Goldstein, 1931. 150 €

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ nisten“ (Nachruf in den Wiesbadener Stadtnachrichten), eine Ballade über den Tod des Polarforschers Alfred Wegener. – Vorsatz mit Besitz­ vermerk; tadelloses Exemplar.

3845 Englert, Josef. Geliebte Erde. Gedichte. 46 S., 1 Bl. 22,5 x 14,5 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. Buchenbach (Baden), Felsen-Verlag, 1921. 80 € Kosch, 20. Jhdt. VII, 524. – Einzige Ausgabe des ersten Gedichtbandes des in Würzburg-Heidingsfeld 1890 geborenen, aus einer fränkischen Beamtenfamilie stammenden, 1921 promovierten und dann als Gym­ nasiallehrer in Neu-Ulm wirkenden Schriftstellers und Malers. In den Jahren 1943-45 war Englert Kulturamtsdirektor in Würzburg. Er starb 1954 in Unteruhldingen am Bodensee. – Heftklammerung etwas rost­ fleckig, sonst schönes Exemplar.

3846 Escuyer-Wittich, Karl Franz. Sonette an einen Menschen. Ein Zyklus. 23 S. 23 x 14 cm. OBroschur. Wien und Leipzig, Neuer Akademischer Verlag, (1919). 80 €

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Kosch, 20. Jhdt. VIII, 81. – Erste Ausgabe mit der gedruckten Widmung „G. L. Für die seltsamen Stunden“. Der Autor (geb. am 19.9.1887 in Wien, Todesdatum nicht ermittelt) gründete eine Literaturzeitschrift („Die Quelle“, veröffentlichte mehrere Gedichtbände, die der Verlagsanzeige zufolge) mehrere Auflagen hatten, und war „ferner kaufmänn[ischer] Fachschrift[steller]“ (Kosch). – Sehr gutes Exemplar.

Kosch VI, 563. – Einzige Ausgabe des Lyrikbandes. Drews (1902-1972) war Buchhändler, seit 1932 Mitarbeiter im Ullstein-Verlag, dann FunkKabarettist und Werbeberater, darüberhinaus Herausgeber von Zeitschriften und Redakteur des „Ulenspiegel“. Der Goldstein-Verlag widmete sich vor allem jungen, noch unbekannten Autoren. 1938 konnte sich der Verleger nach Palästina retten und seinen Verlag dort weiterführen (vgl. Holstein S. 131). Die Umschlagillustration und einige Textholzschnitte stammen von Walter Steffens, Leipzig. – Teils minimal stockfleckig.

3843 Ehrenstein, Albert. Die rote Zeit. Gedichte. 91 S., 2 Bl. 21 x 14,5 cm. OBroschur (etwas gebräunt). S. Berlin, Fischer, 1917. 90 € W.-G.2 6. Raabe 62.7. – Erste Ausgabe. Enthält die beiden Teile „Das sterbende Barbaropa“ und „Ich weiß bloß Tod und Liebe“. Exemplar eines resoluten unbekannten Rezensenten, der auf dem Vortitel vermerkte: „hab ich besprochen - Er wird sich freuen!“ und der auf den S. 77 und 79 Anstreichungen bzw. neben den beiden Gedichtzeilen „Reime gerinnen in meinem Kopfe. Nicht schütteln!“ den an dieser Stelle nicht unwitzigen Begriff „Medizinflasche?“ notiert hat. – Braunfleckig; mehrere Bl. mit Eckknicken.

3844 Emde, Karl (oder Carl). Kilometer 189. 15 S., 1 w. Bl. 23 x 15 cm. OBroschur. Berlin, Die Rabenpresse, 1935. 60 € Kosch, 20. Jhdt. VII, 422. – Einzige Ausgabe der ersten Veröffentlichung des Wiesbadener Journalisten (1904-1975) und „feinsinnigen Feuilleto­

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon 3847 Faesi, Robert. Aus der Brandung. Zeitgedichte eines Schweizers. 45 S., 1 Bl. 24,5 x 17 cm. Illustr. OBroschur (leicht fleckig). Frauenfeld und Leipzig, Huber, 1917. 100 € Kosch, 20. Jhdt. VIII, 228. – Erste Ausgabe des ersten Gedichtbandes des bekannten Zürcher Germanisten (1883-1972). Die Umschlagillu­ stration stammt von Otto Baumberger. – Gutes Exemplar.

3848 Fanale. Gedichte der rheinischen Lyriker. R. M. Cahén, J. Th. Kuhlemann, Paul Mayer, Bruno Quandt, Robert R. Schmidt, Paul Zech. 32 Bl. und 2 Bl. Anzeigen. 20,5 x 13 cm. Leinenband d. Z. mit goldgepr. RSchild. Heidelberg, SaturnVerlag Hermann Meister, 1913. 70 € Einzige Ausgabe, in kleiner Auflage in der Druckerei für Bibliophilen Berlin gedruckt, wie die Anthologie „Flut“ (1912) wohl vom Autor und Verleger Hermann Meister herausgegeben (nicht bei Raabe 204 genannt). – Minimal stockfleckig, sonst sehr gutes Exemplar. Fl. Vor­ satz mit Besitzvermerk des Schriftstellers Andreas Latzko (1876-1943).

3849 Feuchtwanger, Lion. PEP. J. L. Wetcheeks amerikanisches Liederbuch. 62 S., 1 Bl. Mit 8 Zeichnungen auf Tafeln von Caspar Neher. 18,5 x 14,5 cm. Illustr. OPpbd. (Entwurf: C. Neher; Rücken unter Verwendung des Originalmaterials erneuert). Potsdam, Kiepenheuer, 1928. 90 € Wilpert-G. 30. – Erste Ausgabe. Satirische Gedichte über den „Ameri­ can way of life“ mit den Karikaturen des Brecht-Freundes und Büh­ nenbildners Caspar Neher. – Sauberes Exemplar. Abbildung

3850 Forum der Jungen. Herausgeber: Erich Reinhardt. Heft 1 und 2 (von 7). 40 S.; 40 S. 22 x 14,5 cm. OBroschur (Heft 1 etwas fleckig und mit kl. Randläsuren). Magdeburg, E. Heidrich, 1928. 120 € Dietzel-H. II, 989. Nicht bei Schlawe. – Zwei Ausgaben der seltenen avantgardistischen Zeitschrift der Jugendbewegung mit literarischen und literaturkritischen Beiträgen, Glossen, Stellungnahmen zur Lite­ raturszene und mit politischem Forum. – Ohne Beilagen. Heft 1 etwas gebräunt, Heft 2 nahezu druckfrisch.

3851 Fritsche, Herbert. Mandragora. 12 magische Stücke. 22 S., 1 Bl. Mit einer Abb. nach einer Zeichnung von Ludwig Meidner. 23 x 14,5 cm. OPappband mit Deckelschild (Rücken etwas lädiert). Berlin, Die Rabenpresse, 1933. 150 € Kosch, 20. Jhdt. X, 106. – Erste Ausgabe. Fritsche (1911 in Berlin-Neukölln geboren), Homöopath, Biologe, Psychologe, Okkultist, Lebensreformer, Vegetariar, Anthroposoph, experimentierender Spiritist, zelebrierender Magus, Patient und Assistent in einer Fastenklinik, wurde 1941 von der Gestapo in „Schutzhaft“ genommen, mit Schreibverbot belegt und seine Bücher vernichtet. Später war Fritsche Mitglied im Templeror­ den, Gnostiker, Rosenkreuzer und Naturheilpraktiker. 1960 starb er in München-Haar durch Freitod. – Sauberes Exemplar. – Dabei: Herbert

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Fritsche. Durch heimliche Türen. Gedichte. 15 S. 18 x 12,5 cm. OBroschur. Berlin, Die Rabenpresse, 1932. - Die schwarzen Hefte, Bd. 4. Kosch ebenda. - Sehr gutes Exemplar.

3852 Gebser, Hans. Zehn Gedichte. 15 S. 18,5 x 12 cm. OBroschur mit mont. Deckelschild. Berlin, Die Rabenpresse, 1932. 40 € Die schwarzen Hefte, Band 8. Kosch, 20. Jhdt. X, 503. – Erste Ausgabe des Erstlingswerkes des 1939 in die Schweiz emigrierten und dort unter dem Namen Jean Gebser zu großer Berühmtheit gelangten Kulturphi­ losophen und Essayisten (1905-1973). – Tadellos.

3853 Gnade, Elisabeth. Frauen. 15 S. 21,5 x 16 cm. OBroschur (etwas gebräunt und mit Randläsuren). Weimar, Fritz Fink, (1927). 120 € Die braunen Hefte, 2. Kosch, 20. Jhdt. XI345. – Einzige Ausgabe. Elisa­ beth Gnade (geb. Plehn), in Westpreußen 1863 geboren und 1938 in Kassel gestorben, Tochter eines Gutsbesitzers, von Privatlehrern erzogen, heiratete 1883 einen preußischen Offizier und lebte dann in Danzig, Berlin, Thorn, Glogau und Metz. Sie verfasste Erzählungen, Romane und mehrere Lyrikbände. Der Verleger Fritz Fink widmete der „deut­ sche Dichterin“ 1933 eine Festgabe zum 70. Geburtstag (vgl. Kosch). – Etwas gebräunt; Titel mit Widmung. Sehr selten (über KVK nur 2 Exemplare nachweisbar).

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ 3856 Goll, Iwan. Die Unterwelt. Gedichte. 66 S., 1 Bl. 21 x 13 cm. Neuerer Pappband. Berlin, Fischer, 1919.

150 €

W.-G. 13. Raabe 86, 8. – Erste Ausgabe. – Titelblatt mit Exlibrisstempel. – Dabei: Iwan Goll. Der Torso. Stanzen und Dithryamben. 53 S., 1 Bl. 19 x 12,5 cm. Moderner Pappband. München, Roland-Verlag Dr. Albert Mundt, 1918. - Die neue Reihe, Bd. 4. Wilpert-G.2 10. Raabe 86, 5. Este Ausgabe, „Claire Studer zu eigen“. - Teils braunfleckig. 2

Abbildung

3857 Graetzer, Franz. Heroische Silhouetten. Gedichte. 55 S. 19 x 12,5 cm. OPappband. Weimar, Weckruf-Verlag, Wolf v. Kornatzki, 1917. 90 € Kosch, 20. Jhdt. XII, 108. – Einzige Ausgabe. Graetzer, geboren am 31.3. 1895 in Sprottau/Schlesien, war Dramaturg und Theaterleiter u. a. in Breslau, Kattowitz und Kiel, Redakteur verschiedener Zeitschriften (Berliner „Scene“, „Saarbrücker Blätter für Theater und Kunst“, „Bres­ lauer Theaterwoche“ u. a.), um 1935 lebte er in Berlin. Am 11.11.1936 schied er freiwillig aus dem Leben. Neben dem hier vorliegenden Gedicht­ band veröffentlichte er 1920 zwei weitere unter dem Titel „Schau der Entfremdungen“ und „Strophen der Liebe“. – Tadellos.

3858 Grosz, George. - Franzke, Günther. Gesänge gegen bar. Chansons und Gedichte. 62 S., 1 Bl. Mit 12 ganzs. Illustr. von George Grosz. 27 x 19,5 cm. Illustr. OKart. (stockfleckig). Dresden, W. Jess, 1931. 200 €

3856

3854 Goldschlag, George A. Zeitzeichen. 18 Bl. 22,5 x 14 cm. OLeinenbd. (Rücken etwas ausgeblichen). Berlin, Januar 1930. 200 € Die Singularier, Druck I. Josch C 17. Kosch, 20. Jhdt. XI, 494. – Einzige Ausgabe des Gedichtbandes. Eines von 61 Exemplaren, gedruckt auf starkem, kartonähnlichem Papier. Goldschlag (1896-1934) studierte Kunstgeschichte an der Universität seiner Heimatstadt Berlin, nahm von 1916-1918 am Ersten Weltkrieg teil und war von 1928 bis zu seinem frühen Tod Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Radiosender. Er gehörte zum literarischen Kreis um Alfred R. Meyer, der auch Gold­ schlags erste Bücher verlegte. „Zeitzeichen“ entstand ebenfalls unter Meyers „Druckaufsicht“ (Angabe im Druckvermerk). – Wohlerhalten.

3855 Goll, Claire. Lyrische Films. Gedichte. 58 S., 1 Bl. 23 x 14 cm. Moderner Pappband mit dem mont. Originalumschlag. Basel und Leipzig, Rhein-Verlag, 1922. 150 € Wilpert-Gühring2 9. Raabe 85, 5. – Erste Ausgabe. Enthält die Teile „Globus-Kino (Paris der Geliebten)“, „Sentimentaltäten (Iwan dem Gütigen)“, „Tagebuch eines Pferdes - Ein Gedicht in Prosa (Iwan und allen Pferden)“. – Papierbedingt gebräunt. Mit Exlibris Viktor Achter.

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Bülow 94. Lang 58. Salomon 87. – Erste Ausgabe mit den kongenialen Illustrationen von Grosz. „Die Chansons entstanden in der Zeit von Januar 1928 bis September 1930 in Berlin.“ Unter dem Pseudonym Gün­ ther Schwenn wurde der Autor (1903-1991) zu einem der vielseitigsten und kreativsten Gebrauchslyriker der deutschen Unterhaltungsbran­ che. Er schrieb die Texte zu mehr als sechzig Bühnenwerken und über hundert Spielfilmen, verfaßte mehr als tausend Lieder und Chansons. Viele seiner Schlager erwiesen sich als Evergreens, die die Jahrzehnte überdauerten (vgl. Neue Deutsche Biographie 24, 2010, S. 69-70 [Online-Version]). – Stockfleckig. Abbildung

3859 Gruenewald, Christian. Die frühe Ernte. 4 Bl. 19,5 x 14,5 cm. OBroschur mit Fadenheftung. Berlin-Wilmersdorf, A. R. Meyer, 1911. 80 € Josch C 27. Kobbe S. 72. Kosch, 20. Jhdt. XII, 577. – Einzige Ausgabe des in Bonn 1884 geborenen Lyrikers, der nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg und russischer Kriegsgefangenschaft in Düsseldorf lebte. Gruenewalds Todesjahr ist nicht bekannt. – Sehr gutes Exemplar.

3860 Habicht, Victor Curt. Der Funke Gott. Gedichte. 60 S. 22 x 17 cm. OPappband (etwas gebräunt; Rücken etwas lädiert) mit mont. Deckelschild. Hannover, Der Zweemann, 1919. 50 € Zweemannbücher neuer Dichtung, Bd. 1. Raabe 98, 7. – Laut Raabe vom Verlag Paul Steegemann Hannover übernommen, dort in der Reihe „Die Silbergäule“ als Bd. 113/118 erschienen. Habicht (1883-1945), Ver­


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon treter des literarischen Expressionismus in Hannover, habilitierte sich 1914 an der TH Hannover in Kunstgeschichte und war über lange Jahre dort Lehrstuhlinhaber. – Sehr gutes Exemplar.

3861 Der Hahn. Übertragungen aus dem Französischen von Theodor Däubler. 64 S., 4 Bl. Mit mehreren blattgroßen Illustrationen. 21 x 13,5 cm. OPappband (etwas lichtrandig) mit Deckelillustration von C. Felixmüller. Berlin, Die Aktion, 1917. 90 € Die Aktions-Lyrik, Bd. 5. W.-G.2 11. Raabe 55, 41 (jeweils Th. Däubler). – Erste Ausgabe. Übertragungen aus dem Französischen von Theodor Däubler. Mit 6 Illustrationen von André Derain. Übersetzungen von Béranger, Hugo, Lamertine, Rimbaud, Verhaeren u. a. – Nur minimal gebräuntes, insgesamt sehr gutes Exemplar.

3862 Hahn, Herbert A. (eigtl. Livingstone Hahn). Frühlingsgewitter. Gedichte. 2 Bl., 92 S., 1 Bl. 20 x 13 cm. OBroschur. München und Leipzig, G. Müller, 1912. 130 € Vgl. Kosch, 20. Jhdt. XIII, 490. – Einzige Ausgabe des bei Kosch nicht erwähnten Gedichtbandes, 20 Exemplare erschienen auch signiert in einem „Luxusabzug in Maroquin-Leder gebunden [für] zwanzig Mark“ (Bl. 2). Beiliegend eine von dem Schriftsteller Uli Becker verfasste, bio­ graphische Notiz: „Livingstone Hahn, als Sohn eines Deutschamerika­ ners in New York geboren, aufgewachsen in Köln, tritt literarisch erst­ mals 1912 mit einem Gedichtband ‚Frühlingsgewitter‘ bei Georg Müller hervor. In der Zwischenkriegsära lebt er als Kaufmann in Spanien, weicht 1936 nach Portugal aus und schreibt dort unter dem Pseudo­nym Horst Uden ein halbes Dutzend Romane vom Schlage ‚Zwielicht um Karl Ernst‘ und ‚Der König von Taoro. Die Teneriffa-Saga‘. Nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine Erbschaft zu Vermögen gekommen, gibt er die Schriftstellerei vorübergehend auf zugunsten eines Motor­ rad-Rennstalls. Hahn übersiedelte schließlich wieder nach Spanien, wo er nach Vollendung seines Alterswerks ‚Doña Teresa. Roman einer außergewöhnlichen Frau‘ im Jahre 1961 stirbt.“ Hinzuzufügen ist, dass Hahn, gemeinsam mit L. Rubiner und F. Eisenlohr, 1913 die berühmte Sammlung der „Kriminal-Sonette“ herausgab. – Sauberes Exemplar.

3863 Haller, Paul. Gedichte. Gesammelt und herausgegeben von Dr. Erwin Haller. 116 S. 22 x 14 cm. OHalbpergament mit goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. Aarau, H. R. Sauerländer, 1922. 150 € Vgl. Kosch, 20. Jhdt. XIII, 602 f. – Erste Ausgabe. Nach dem Freitod vom Bruder herausgegebener Gedichtband (nicht bei Kosch). Das Vorwort enthält die folgende Biographie: „Paul Haller wurde geboren am 13. Juli 1882 als Sohn des Pfarrers Erwin Haller zu Rein bei Brugg. Er studierte Theologie und war 1906-1910 Pfarrer auf Kirchberg bei Aarau. Aus innern Gründen gab er dann seinen Beruf auf, studierte ein zweites Mal, und zwar deutsche Literatur, Geschichte und Pädagogik und wirkte von 1913 bis Herbst 1916 an der Evangelischen Lehranstalt in Schiers, von 19161920 am aargauischen Lehrerseminar Wettingen. Er starb am 10. März 1920 [in Wettingen].“ Den Angaben bei Kosch zufolge erfuhr Hallers Werk einige Beachtung. Hermann Burger zum Beispiel schrieb den Essay „Versuch über den Dichter Paul Haller“ (1981). Der vorliegende Gedicht­ band enthält etwa zur Hälfte Gedichte in Aargauer Mundart. – Mit Sammlerstempel; vord. fl. Vorsatz mit Montagerest eines Exlibris, sonst tadelloses Exemplar.

3858

3864 Harbeck, Hans. Sonette an Sonja. 22 S., 1 w. Bl. 22 x 14 cm. Illustr. OBroschur (etwas gebräunt). Hamburg, Der Freihafen - Conrad Kayser, (1924).

90 €

Raabe 100, 6. – Erste Ausgabe. Harbeck (1887 in Eckernförde geboren) lebte nach einem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte als freier Schriftsteller in Hamburg. Von 1935 bis 1944 hatte er Arbeitsver­ bot, 1944-1945 nahm man ihn in „Schutzhaft“. Harbeck starb 1968 in Hamburg. – Papierbedingt etwas gebräunt. – Dabei: Hans Harbeck. Die Jungfrau. Neue Sonette. 22 S., 1 w. Bl. 21 x 13.5 cm. Illustr. OBroschur. Ebenda (1923). - Raabe 100, 5. Erste Ausgabe. - Sehr gutes Exemplar.

3865 Hardenberg, Henriette (d. i. Margarete Rosenberg). Neigungen. Gedichte. 46 S., 1 Bl. 20 x 13 cm. OPappband mit Deckel- und RSchild. München, Roland-Verlag Dr. A. Mundt, 1918. 150 € Raabe 103, 1. Kosch, 20. Jhdt. XIV, 185. – Sehr seltene erste Ausgabe der einzigen Veröffentlichung von Margarete Rosenberg (1894–1993), die den Künstlernamen Henriette Hardenberg annahm und als eine der wenigen expressionistischen Dichterinnen in die Literaturgeschichte einging. Im April 1913 veröffentlichte sie zum ersten Mal Gedichte in der Zeitschrift Die Aktion. 1914 lernte sie den Dichter Alfred Wolfenstein

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ dem schrieb er Lehrbücher für den Deutschunterricht. Er starb 1971 in Newnham/Tasmanien. - Schöner Druck in Grün. – Mehrfach gestem­ pelt und mit einem Exlibris der „Amtsbibliothek der Bundes-Polizei­ direktion Wien“

Abbildung

3867 Jebsen, Hans. Meditationen. Gedichte. 29 S., 1 w. Bl. 21,5 x 15 cm. OBroschur (etwas lädiert) mit goldgepr. Deckeltitel. Heidelberg, H. Meister, 1921. 180 € Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe. Mit der Widmung „In das Grab des toten Freundes K. M.“. Über den Verfasser ist nichts bekannt. – Vorsatz mit Besitzvermerk von Hans Franck und mit dem Stempel „Hans-Franck-Archiv“. Etwas stockfleckig. Äußerst selten. Über den KVK nur ein Exemplar nachweisbar (hbz-Verbunddatenbank), Staats­ bibliothek Berlin „Kriegsverlust“. Abbildung

3868 Der Jüngste Tag. Konvolut von 24 Heften der Reihe. 21,6 x 13 cm. 24 OBroschuren (lichtrandig und mit Gebrauchsspuren, ein Heft identisch nachgebunden) mit farbigen Titelschildern. Leipzig, Kurt Wolff, 1917-1921. 350 €

3866

kennen, den sie 1916 heiratete (und von dem sie sich 1930 trennte). 1918 erschien der Gedichtband „Neigungen“. Seit 1937 im Exil in Groß­ britannien lebend, wurde sie nach Kriegsende britische Staatsbürgerin. – Etwas gebräunt.

3866 Henkl, Rolf. Ich bin es. Verse von Vererbung und Dekadenz. Eingeleitet von Paul Wengraf. XII, 1 Bl., 24 S. 20,5 x 124 cm. OBroschur (Vorderdeckel mit Klebeschild). Wien, C. Konegen, 1916. 120 € Raabe 116, 1. Kosch, 20. Jhdt. XVI, 481. – Einzige Ausgabe des Gedicht­ bandes eines Neunzehnjährigen. Nichtnummeriertes Exemplar einer Auflage von 300 Exemplaren, über „die ersten Dreiszig“ und deren Vorzüge unterrichtet ein ob seiner Schwülstigkeit bemerkenswerter Druckvermerk („deren Einband und Druckanordnung entwarf die Gemahlin des Dichters“). Der in Wien geborene Sohn eines Schiffskapi­ täns war laut Kosch Philologe, Journalist, Verleger, Schriftsteller. Henkl verbrachte seine Kindheit teils in China, studierte in Wien, wahrschein­ lich auch in den USA, in Kairo, Athen und Paris, war Journalist u. a. in Paris, ab 1925 Professor in Tokio, dann in Kabul. Schließlich emigrierte Henkl nach Australien, wo er als Lehrer und Verleger wirkte. Außer­

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Der Jüngste Tag. Göbel Sp. 573. Raabe, Zeitschriften 145. – 24 Bände der berühmten „Bücherei“ des Expressionismus. „Der jüngste Tag soll mehr als ein Buch sein und weniger als eine Bücherei: er ist die Reihen­ folge von Schöpfungen der jüngsten Dichter, hervorgebracht durch das gemeinsame Erlebnis unserer Zeit“ (Verlagsankündigung, zit. n. Smolen S. 78). Hervorzuheben sind die beiden Ausgaben von Franz Kafka (Der Heizer. Ein Fragment. 3. Aufl. [Nr. 3] und Die Verwandlung. 2. Aufl. [Nr. 22-23]). Enthält außerdem die Nummern: 9. Francis Jammes. Gebete der Demut. 1917. 13. Berthold Viertel. Die Spur. Gedichte. 1918. 17. Gottfried Kölwel. Gesänge gegen den Tod. 1917/18. 25. Johannes Becher. Verbrüderung. Gedichte. 1917. 33. Ludwig Rubiner. Das himmlische Licht. Gedichte. 1920. 37. Rudolf Leonhard. Polnische Gedichte. 1918. 38. Martin Gumpert. Verkettung. Gedichte. 1920. 39-40. Hans Reimann. Kobolz. Grotesken. 1917. 46. Ernst Blass. Gedichte von Sommer und Tod. 1918. 53. Eugen Roth. Die Dinge die unendlich uns umkreisen. Gedichte. 1918. 54. Iwan Goll. Dithyramben. 1918. 56. Mechthild Lichnowsky. Gott betet. 1918. 58-59. Francis Jammes. Das Paradies. Geschichten und Betrachtun­ gen. 1918. 60-61. Alexej Remisow. Legenden und Geschichten. 1918. 62-63. Theodor Tagger. Der zerstörte Tassso. Ausgewählte Gedichte. 1919. 66. Carl Maria Weber. Erwachen und Bestimmung. Eine Station. 1919. 68-69. Arthur Drey. Der unendliche Mensch. Gedichte. 1919. 71. Oskar Schürer. Versöhnung. Gesänge und Psalmen. 1919. 79. Walther Hartmann. Wir Menschen. Gedichte. 1920. 82. Johannes Becher. Zion. Gedichte. 1920. 83. Ruth Schaumann. Die Kathedrale. Gedichte. 1920. 84. Ernst Toller. Gedichte der Gefangenen. 1921. – Leicht gebräunt, vereinzelt Heftung etwas gelockert und leicht stockfleckig. Teils mit Besitzstempel auf dem letzten Blatt. – Eine Dublette beigegeben (Nr. 84. Ernst Toller, Gedichte der Gefangenen. 4.-6. Tsd. 1923). Abbildung


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon 3869 Jung, Franz. Jehan. 4 Bl. (mit Umschlag). 21,5 x 14 cm. Illustr. OBroschur (etwas fleckig; minimale Randbeschädigungen restauriert; Fadenheftung erneuert). Mühlheim/ Donau, Verlag der Saturne, (1919). 120 € Raabe 145, 8. – In kleiner nummerierter Auflage erschienener Sonder­ abdruck aus der Novellensammlung „Gnadenreiche unsre Königin“. Mit einer Titelillustration von Marcel Janco. – Gebräunt; insgesamt wohlerhalten. Abbildung Seite 226

3870 Der junge Kreis. Eine kleine Zeitschrift, herausge­ geben von den Mitgliedern. 3 Ausgaben. 22,5 x 14,5 cm. OBroschuren. Berlin 1926-1927.

120 €

Drei Hefte der seltenen Zeitschrift. Als „Verantwortlicher Schriftleiter“ wird ein Albert Hirte genannt (vielleicht mit dem bei Kosch [20. Jhdt. XVIII, 614] aufgeführten schreibenden Bankdirektor identisch, geb. 1904 in Berlin, gest. 1979 in Bremen). Vorhanden: 1926, Nummer 11. 11 S. Mit Beiträgen von Rudolf Leonhard, Günther Franzke, Julien Lanoë, Herbert Schlüter und Erwin Dorow. - 1927, Nummer 10. 8 S. Mit Beiträgen von Jacob Haringer, David Luschnat, Rudolf Leonhard, Georg Zivier, Maurice Fombeure, Albert Hirte, Walter Gutkelch, Günther Franzke, Erwin

3868

Dorow. - 1927, Nummer 11. Günther Franzke Heft. 12 S. Mit einer Zeich­ nung von Erwin Dorow. Mit Beiträgen von Walter Gutkelch, Gisela Günter, Albert Hirte, Günther Franzke, Erwin Dorow. – Wohlerhalten.

3871 Klabund (d. i. A. Henschke). Die Krankheit. Eine Erzählung. 3. Auflage. 80 S. 21 x 14,5 cm. OBroschur (etwas gebräunt) mit handkolorierter Umschlagillustration von K. Szafranski. Berlin, E. Reiß, 1917. 80 € Vgl. Raabe 158, 10. – Im Jahr der ersten Ausgabe erschienen. – Gutes Exemplar; Innengelenk restauriert. Abbildung Seite 226

3872 Klabund (d. i. A. Henschke). Kunterbuntergang des Abendlandes. Grotesken. 153 S., 3 Bl. Anzeigen. 16 x 10,5 cm. OPappband (etwas gebräunt). München, Roland-Verlag, 1922. 60 €

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Wilpert-Gühring 51. Raabe 158, 30. – Erste Ausgabe. „Schlägt man das nächste Buch des Dichters auf, O Gott! Schon ist man selber drin ver­ zeichnet“ (aus dem Prolog). – Geringe Altersspuren, insgesamt sehr gutes Exemplar.

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ 3875 Die kleinen Saturnbücher. Nr. 5 und Nr. 7 (von 49?) in 2 Heften. 17,5 x 11 cm. Illustr. OBroschur. Heidelberg, SaturnVerlag Hermann Meister, 1913. 120 € Zwei seltene Hefte der Reihe: 1. Robert R. Schmidt. Strömungen. 2. ver­änderte Auflage. 8 Bl. - Nr. 5. - Vgl. Raabe 265, 1. Die zweite Auflage des 1912 erschienenen Erstlings. Die Umschlagillustration ist mit „HG“ signiert (für Herbert Großberger, siehe Raabe 92). - 2. Hermann Bagusche. Der Damenspiegel. Novellistisches. 8 Bl. - Nr. 7. - Nicht bei Kosch und Raabe. Ebenfalls mit einer Umschlagillustration von H. Großberger. Auf dem Umschlag der beiden Hefte eine Liste der bis dato erschiene­ nen zehn „kleinen Saturnbücher“ und die programmatischen Sätze: „Die kleinen Saturnbücher sind die angenehmsten Zeitverkürzer. Sie füllen jene Minuten aus, die man in der Bahn, auf dem Spaziergang, in Haus, Hof, Garten oft genug geistig ungenützt läßt. Der ‚Zwiebelfisch‘ findet die ‚kleinen Saturnbücher‘ entzückend.“ – Wohlerhaltene Exemplare. Abbildung

3876 Köppen, Edlef. Vier Mauern und ein Dach. Heiteres um einen Hausbau. 152 S., 2 Bl. Mit Titelvignette und zahlr. Textillustr. von Ottomar Starke. 19 x 12,5 cm. Farbig illustr. OBroschur (mit kl. Randläsuren). Berlin, B. Cassirer, 1934. 90 € Raabe 162, 3. Salomon 164. – Erste Ausgabe des bemerkenwerten Zeugnisses der „Inneren Emigration“. Edlef Köppen (1893 Genthin -

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3873 Klabund (d. i. A. Henschke). Marietta. 16 S. 22 x 14,5 cm. OKart. (kleinere Randläsuren restauriert; Rücken mit Leinenstreifen fixiert). Hannover und Leipzig, P. Steegemann, 1920. 90 € Die Silbergäule, Bd. 79. Wilpert-G.2 36. Raabe 24. Raabe, Zeitschriften 163. Meyer 33. – Erste Ausgabe. „Dies ist kein Schlüsselroman: lachend über das Leben und den Tod, treten knallend in die Handlung dieser romantischen Schwabinger Liebesgeschichte: Marietta, Klabund, J. R. Becher, Emmy Hennings, die Dorka, Theodor Etzel und der Verlag Hein­ rich J. G. Bachmair. Dazu der ganze Betrieb der Künstlerkneipe ‚Simpli­ cissimus‘. Und München“ (Text auf dem Vorderumschlag - vergessen wurde das Café Stefanie). – Etwas gebräuntes, insgesamt gutes Exem­ plar; einige Einrisse restauriert.

3874 Klee, Ernest. Revolution! Politische Gedichte. 1. Bändchen (mehr nicht erschienen). 24 S. 18 x 17 cm. Reichenberg, Sudetendeutscher Verlag - Franz Kraus, (1919). 120 € Kosch, 20. Jhdt. XXVIII, 362. – Einzige Ausgabe des Erstlings. Klee (1888-1973) war Blinden- und Taubstummenlehrer und Mitarbeiter verschiedener Zeitungen im Sudetenland, nach der Vertreibung 1945 lebte er in Geislingen a. d. St. – Gebräunt.

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon Stacheldraht verreckt“, „Invalide“, „Zeitungsverkäufer“ und „Heimkehr“. Das Werk ist „dem andenken gustav landauers gewidmet“, eine Litho­ graphie im Stein betitelt „IN MEMORIAM GUST. LANDAUER“. – Durch­ gehend stockfleckig. Am oberen Rand etwas sporfleckig und mit klei­ nen Fraßspuren. - Über online-Kataloge (z. B. KVK) nicht nachzuweisen. Abbildung Seite 228

3878 Konstanz 1919. Blätter für Kunst. Zeitschrift des Konstanzer Stadttheaters. Redigiert von (Rudolf Adrian) Dietrich. 7 Hefte (in 6) des Jahrganges I. 23 x 23 cm. OBroschur. Konstanz 1919. 350 € Raabe, Zeitschriften 84. Dietzel-Hügel 1626. – Vorhanden sind die Num­ mern 12 (S. 57-60, 2 Bl. Theater-Nachrichten), 13 (S. 61-64, 2 Bl. TheaterNachrichten), 16 (S. 73- 76), 17 (S. 77-80), 18 (S. 81-84) und 19/20 (S. 8590, 1 Bl.) der „spätexpressionistischen Theaterzeitschrift .... Der redak­ tionelle Teil ist in einer Vorform der Futura-Schrift gedruckt. Mit Gedich­ ten, Erzählungen, Essays, Buchbesprechungen, mit theater-, kunst- und musikkritischen Aufsätzen sowie mit einigen Holzschnitten.“ (Raabe). „Die neue Zeit, alle ihre geistigen Strömungen und Ideen spiegeln die Blätter für Kunst ‚Konstanz 1919‘. Als Blätter des Theaters und der

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1939, Gießen) hatte ab 1935 Schreibverbot und umging dieses mit eini­ gen unter Pseudonym veröffentlichten Artikeln und Rezensionen. Die mehr oder weniger komischen Episoden rund um den Bau seines Eigen­ heimes in Wilhelmshorst kontrastieren mit Köppens „Heeresbericht“ von 1930, einem von den Nazis verbrannten Weltkriegsroman. Nicht allein beim Inhalt, sondern auch in der gefälligen Aufmachung erin­ nert das Buch an Erich Kästner. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung

3877 Kondering, Hugo. Schrei. Ein grafisches Manifest. Lithographisches Titel- und Widmungsblatt. Mit 6 (davon eine als Deckelillustration und 4 handschriftlich betitelt) ganzseitigen Original-Lithographien. 33 x 20,5 cm. Illustrierte OBroschur (stellenweise lichtrandig, obere Kante mit Randläsuren). O. O. und Dr., (um 1919). 300 € Eines von 40 nummerierten und von Hugo Kondering auf dem Titel­ blatt signierten Exemplaren. Eindrucksvolle und markante expressio­ nistische Arbeit eines unbekannten und biographisch nicht fassbaren Künstlers. Enthält die betitelten Original-Lithographien „Soldat, im

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ turg und Regisseur an zahlreichen deutschen Bühnen und war zudem als Theaterkritiker tätig. 1948/49 war er Intendant der Städtischen Bühnen Aachen, seit 1950 lebte er als freier Schriftsteller und Heraus­ geber in Düsseldorf. Titelblatt mit eigenhändiger Widmung des Autors (datiert 7.11.1929, Düsseldorf), mehrere Gedichte mit seinen eigenhändigen Korrekturen. – Etwas gebräunt.

3880 Landau, Lola. Schimmernde Gelände. Gedichte. 74 S., 2 Bl. 19 x 13 cm. OPappband (Rücken ausgeblichen) mit mont. Deckelschild. München, G. Müller, 1916. 180 € Kosch, 20. Jhdt. XXXIV, 603. – Erste Ausgabe des ersten Gedichtban­ des der mit Armin T. Wegner verheirateten Schriftstellerin und Jour­ nalistin (geb. 1892 in Berlin, gest. 1990 in Jerusalem). Mit einer bei­ liegenden kleinen Karte mit Lola Landaus eigenhändiger Signatur. – Wohlerhalten.

3881 Lange, Horst. Zwölf Gedichte. 20 S. 18 x 12,5 cm. OPappband (Rücken lädiert). Berlin, Die Rabenpresse, 1933. 120 € Wilpert-G.2 1. – Erste Ausgabe des Erstlingswerkes, dem Andenken der Mutter des Autors gewidmet. Lange (geb. 1904) studierte in Berlin und gehörte dort zum Kreis um V. O. Stomps. 1937 erschien bei Goverts sein vielgerühmter Roman „Schwarze Weide“. Lange starb im Juli 1971 in München. – Papierbedingt etwas gebräunt.

3882 Langer, Resi. Kinotypen vor und hinter den Filmkulissen. Zwölf Kapitel aus der Kinderstube des Films. 76 S. 21,5 x 15 cm. Farbig illustr. OKart. (Illustration: Ernst Schütte; gebräunt und etwas fleckig). Hannover, Der Zweemann, 1919. 90 € 3877

Gesellschaft werben sie für alle jungen, lebendigen Kräfte, für die ganze gei­stige Erhebung der neuen Zeit.“ (Programm der Zeitschrift, zit. nach Raabe). Es erschienen insgesamt zwei Jahrgänge (1919: 20 Nummern; 1920: 18 Nummern). Die hier vorliegenden Ausgaben mit Beiträgen von Rüdiger Sand, Hermann Graedener, Heinrich Schulz, Georg Britting, Georg Achmann (Holzschnitt), August Strindberg, Eugen Styx, J. M. Bächtold, Max Gerhardt. – Leicht gebräunt; Klammerheftung teils gelockert; insgesamt wohlerhaltene Hefte der sehr seltenen Zeitschrift. Abbildung

3879 Kordt, Walter. Ruhrstädte. Balladen. 8 Bl. 21 x 14,5 cm. Illustr. OBroschur (etwas lichtrandig). Berlin, Verlag „Der Aufbruch“ Kurt Virneburg, 1928. 90 € Die Aufbruch-Bücherei, Heft IX. Kosch, 20. Jhdt. XXXI, 360. – Erste Ausgabe. Titelentwurf von Fritz Leykauf. Kordt (1899-1972) war Drama­

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon Raabe 180, 2. Traub-Lavies 250. – Erste Ausgabe. Amüsant geschriebe­ ne Betrachtungen (und Klatsch) aus den Studios - von Pannen, Stars und Sternchen. Maria Theresia Langer, eine Nachfahrin des österrei­ chischen Malers Hugo Langer und des Schriftstellers Anton Langer, besuchte in ihrer Heimatstadt Breslau eine Theaterschule und über­ nahm mit 16 Jahren erste Theaterrollen an Breslauer Spielstätten, spä­ter dann auch in Hannover und auf Gastspielreisen. Im Herbst 1906 zog sie nach Berlin, wo sie zunächst in einem Anwaltsbüro arbeitete, bald darauf aber zu einem Verlag wechselte. Nebenbei gestaltete sie sogenannte „Rokoko-Vortragsabende“ und trat mit Gedichten von Arno Holz, Christian Morgenstern und Wilhelm Busch auf. 1908 heiratete Resi Langer den Schriftsteller Alfred Richard Meyer. 1912 hatte Langer einen ersten Kontakt zum Film, als die damals 26-Jährige in dem Lustspiel „Der Ulk im Film“, mitwirkte, wo sie in 24 Sketchen auftrat. Derlei Engagemants blieben jedoch fortan die Ausnahme, statt­dessen konzentrierte sie sich weiterhin auf das Theater und gab als Rezitatorin zahlreiche Lesungen (u. a. Frank Wedekind, Heinrich Heine, Alfred Lichtenstein). Ab 1921 trat sie an diversen Berliner Kleinkunst­ bühnen auf, nach 1933 war sie beim Hörfunk beschäftigt und hielt sich mit Moderationen von Modeschauen über Wasser. Vermutlich 1939 verließ Resi Langer Berlin und übersiedelte mit ihrem dritten Ehemann, dem Arzt Dr. Meisel, zunächst nach Italien. Von dort folgten als weitere Stationen die Philippinen, wo sie in Manila eine Apotheke betrieb, und (1947) die Vereinigten Staaten. Hier führte Resi Langer einen Kiosk im Foyer eines New Yorker Kaufhauses. Erst mit 82 Jahren kehrte die Künstlerin nach Berlin zurück, wo sie im Frühherbst 1971 starb. – Leicht gebräunt. Abbildung

3883 Leonhard, Rudolf. Ueber den Schlachten. (Gedichte). 8 Bl. 23,5 x 15 cm. OBroschur mit Kordelheftung. Berlin, A. R. Meyer, (1914). 90 € (Lyrische Flugblätter, 48). Wilpert-G.2 5. Josch D 46.3. Raabe, Zeitschrif­ ten 144.48. Raabe 188, 4. – Erste Ausgabe. Leonhard (1889-1953) wan­ delte sich vom begeisterten Kriegsfreiwilligen zum Kriegsgegner. In den 1920er Jahren war er Lektor beim Verlag „Die Schmiede“ in Berlin. Seit 1927 in Paris lebend, war er 1933 an der Gründung des Schutzver­ bandes deutscher Schriftsteller im Ausland beteiligt. 1939 wurde Leon­ hard interniert, konnte nach mehreren Fluchtversuchen schließlich 1943 untertauchen. 1950 kehrte er in den Ostteil Berlins zurück, wo er 1953 starb. – Sehr gutes Exemplar. - Kopie eines zweiseitigen Briefes von Leonhard beigelegt (datiert 15. Oktober 1926) mit einer Schilderung der Entstehungsgeschichte der Gedichtfolge „Über die Schlachten“.

3884 Leuteritz, Gustav. Das Vorspiel. Gedichte. 23 S. 18 x 12 cm. OPappband (Rücken teils defekt) mit mont. Deckelschild. Berlin, Die Rabenpresse, 1933.

120 €

Kosch IX, 1325. Salomon 185. – Einzige Ausgabe. Leuteritz wurde 1903 in Dresden geboren, arbeitete nach einer Buchdruckerlehre als (der SPD angehörender) Journalist u. a. bis 1933 für das „Hamburger Echo“, nach 1945 für die „Tägliche Rundschau“ in Berlin. 1948/49 war er Mitar­ beiter des Berliner „Aufbau“. Leuteritz kam im Gulag, in Workuta, um und wurde 1956 für tot erklärt. Neben dem Gedichtband nennt Kosch noch einen von Leuteritz verfassten Richard-Wagner-Roman (1940). – Etwas stockfleckig. - Einer der seltensten Titel der Rabenpresse.

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3885 Lichtenstein, Alfred. Die Dämmerung. Gedichte. 8 Bl. Mit einer Umschlagzeichnung von Richard Scheibe. 18,5 x 14,5 cm. OBroschur (Vorderumschlag minimal fleckig) mit Kordelheftung. Berlin, Alfred Richard Meyer, 1913. 200 € (Lyrische Flugblätter, 27). Wilpert-Gühring2 988, 1. Josch D 47. Raabe, Zeitschriften 144.27. Raabe 191, 2. – Erste Ausgabe. Lichtenstein, 1889 in Berlin geboren, Jurist, Einjähriger beim 2. bayerischen Infanteriere­ giment, fiel im September 1914 bei Reims. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 230

3886 Die Lyrik der Generation. Eine Anthologie unver­ öffentlicher Gedicht sechzig deutscher Autoren. Herausgegeben und eingeleitet von Jo Lherman. 63 S. 29 x 22,5 cm. OBroschur (restauriert). Berlin, G. Fuchs, 1925. 150 € Dietzel-H. 820. Laakmann-Tgahrt 95. – Einzige Ausgabe dieser selte­ nen Anthologie, die Kurt Pinthus gewidmet wurde, an dessen „Mensch­ heitsdämmerung“ der Herausgeber anknüpft. „[Ihm] war kein vertre­

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ 3888 Meckel, Eberhard. Der Nachfahr. Gedichte. 19 S. 18 x 12 cm. OPappband (Kapital zerschlisen) mit mont. Deckelschild. Berlin, Die Rabenpresse, 1933. 90 € Kosch X, 677. Salomon 202. – Erste Ausgabe, „für meine Frau“. Eber­ hard Meckel, 1907 in Freiburg i. Br. geboren und 1969 dort gestorben, war u. a. Kunstredakteur in Berlin. Mit „Suchbild. Über meinen Vater“ (1980) schrieb Christoph Meckel (1935-2020) ein viel beachtetes und diskutiertes Porträt des während der gesamten Nazizeit publizieren­ den Erzählers und Lyrikers. – Gebräunt.

3889 Meinhard, Elsabeth (d. i. Elisabeth Frantz). Der Spiegel. 40 S. 29,5 x 22,5 cm. Moderner Pappband. Berlin, Wir, 1922. 180 €

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tener Autor vorher unbekannt, ebenso kennt er die Lyrik der hier nicht vertretenen Autoren. Die Auswahl der Autoren und der Gedichte der Autoren geschah mit möglichster Objektivität der Kritik, die darin liegt: eine Einzelheit nicht als Einzelheit, sondern als Teil einer Sache aus­ zuwählen. ..., er sichtete genau vierzig Nächte (...).“ (Vorwort, datiert „Berlin, 1. Januar 1925“). Erschien Als Sonderheft der von W. Gutkelch herausgegebenen Monatsschrift „Das Dreieck“ (Jahrg. 1, Nr. 4/5). Ent­ hält Gedichte von F. A. Angermayer, J. R. Becher, F. W. Bischoff, B. Brecht, R. Fuchs, C. und I. Goll, W. Gutkelch, H. Hardenberg, J. Haringer, W. Hell­mert, M. Herrmann-Neisse, L. Hirsch, H. Kasack, Klabund, L. Landau, P. Ludwig, E. Nadel, W. Petry, E. Toller, A. T. Wegner, A. Wolfenstein, O. Zarek, C. Zuckmayer u. a. – Papierbedingt gebräunt, die Ränder des Umschlages restauriert und die Fadenheftung erneuert; insgesamt sehr gutes Exemplar.

3887 Mayer, Paul. Masken und Martern. 82 S., 1 Bl. 22,5 x 14,5 cm. OBroschur (etwas gebräunt und leicht fleckig). Berlin, Hyperionverlag, 1914. 80 € Raabe 201, 2. – Erste Ausgabe des zweiten Gedichtbandes des 1889 in Köln geborenen, von 1919-1936 als Lektor bei Rowohlt wirkenden Autors. 1939 emigrierte Mayer, der auch zahlreiche Übersetzungen veröffentlichte, nach Mexiko. 1970 starb er in Zürich. – Innen saube­ res Exemplar.

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Achtzehntes Buch der Artusrunde. Vgl. Kosch X, 730f. Nicht bei Raabe. – Einzige Ausgabe des Gedichtbandes der in Munderkingen, am Rand der Schwäbischen Alb 1887 geborenen Erzählerin und Lyrikerin, die – nach Jahren in Berlin-Wilmersdorf - seit 1934 in Stuttgart lebte. Der Titel einer 1993 von Hartmut Vollmer herausgegebenen Anthologie mit Lyrik expressionistischer Dichterinnen (Zürich, Arche Verlag) ist diesem Gedichtband entnommen: „In roten Schuhen tanzt die Sonne sich zu Tod“ (S. 28). Eines von 200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauf­ lage), „geheftet in Holzschnitt-Handdruckpapier der Hollanderpresse in Worpswede“ (Druckvermerk). Titelblatt mit eigenhändiger Widmung von Elsabeth Meinhard (datiert 1928). – Ohne den Titelholzschnitt von J. B. von Joeden, da der Originalumschlag fehlt; sehr gutes Exem­ plar in einem neuen Pappband.

3890 Menschen. Zeitschrift neuer Kunst. Herausgeber Walter Hasenclever, Heinar Schilling. 2 Ausgaben. 23 x 15,5 cm bzw. 22,5 x 15 cm. OBroschur (teils etwas fleckig). Dresden, Dresdner Verlag, 1920-1921. 120 € Raabe, Zeitschriften 39. – 1. III. Jahr, Heft III. S. (103)- 150, 2 Bl. Anzeigen. Mit 4 Tafelseiten. Dezember 1920. - Enthält Beiträge von Sieburg, Rhei­ ner, von KLücken, Poelzig, Kalneter, Mynony, Achmann u. a. - 2. IV. Jahr, Heft IV. Drittes Sonderheft Lyrik. S. (53)-68, 2 Bl. Anzeigen. April 1921. – Gute Exemplare.

3891 Menschen. Herausgeber: Walter Hasenclever, Heinar Schilling. Sonderheft Heinar Schilling. III. Jahrgang, Heft IV, Nr. 97/98. 1 Bl., S. 151-192. Mit 4 ganzseitigen Illustrationen von Walter O. Grimm. 22,5 x 15,5 cm. OBroschur (Rücken mit Leinenstreifen fixiert). Dresden, Dresdner Verlag, 1920. 150 € Raabe 264, 53. – Enthält 7 Gedichte bzw. Gedichtzyklen und einen „apologetsichen“ Text von Heinar Schilling. – Gebräunt.

3892 Mette, Alexander. Gedichte / Darlegungen I (alles). 78 S., 1 Bl. 22,5 x 14,5 cm. OPappband Dessau, Dion-Verlag Liebmann & Mette, 1925. 90 € Kosch X, 917. Nicht bei Raabe. Katalog Dion 3, 13.1. Vgl. A. R. Meyer, ... musa expressionistica, S. 88f. – Einzige Ausgabe. Die Gedichte entstan­ den in den Jahren 1917 bis 1922, „in seinen aufschlußreichen theoreti­


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon schen Aufsätzen besonders interessant, versteht er [A. Mette] klar sein Programm zu formulieren. Er ist als Lyriker glänzend, aber das ist man ja seit George, Rilke, Dauthendey schon beinahe gewöhnt“ (A. R. Meyer). Mette, 1897 in Lübeck geboren, zählte zum „Sturm“-Kreis und praktizierte als Nervenarzt von 1928 bis 1945 in Berlin. Gemeinsam mit K. Liebmann begründete er den Dion-Verlag, seit 1946 war er in ver­ schiedenen Funktionen im Gesundheits- und Sozialwesen tätig und lehrte zugleich als Professor für Geschichte der Medizin an der Berliner Humboldt-Universität. Mette starb im Dezember 1985 in Berlin (Ost). - Das Verlagssignet nach einem Holzschnitt von Otto Nebel. – Wohl­ erhalten. - Beiliegend ein Faltblatt des Dion-Verlages.

3893 Meurer, Kurt Erich. Das Labyrinth. 4 Bl., 74 S., 1 Bl. 23 x 17 cm. OLeinen mit goldgepr. Deckeltitel. Frankfurt a. M., Schirmer & Mahlau, 1912. 100 € Raabe 207, 1. Kosch X, 934. – Erste Ausgabe des ersten Gedichtbandes des 1891 in Meiningen geborenen Schriftstellers, zeitweiligen Redak­ teurs der „Neuen Theaterzeitschrift“, Übersetzers und Lektors des Hermann Meister Verlages in Heidelberg. Meurer lebte „sehr zurück­ gezogen“ (Kosch) in Berlin, wo er 1962 starb. – Sehr gutes Exemplar; Sammlerstempel. – Beiliegend: Maschinenschriftl. Postkarte mit Meu­ rers eigenhändiger Unterschrift (Poststempel vom 3.1.1958), zwei Ver­ lagsanzeigen (eine davon von Meurer monogrammiert) mit Presse­ stimmen zu Gedichtbänden von Meurer, Todesanzeige des Dichters vom 21. November 1962 und eine Rezension (Tagesspiegel, 16.1.1958).

3894 Meyer, Alfred Richard. Nachtsonette. Ein Reigen der Leidenschaft. 2 w. Bl., 3 Bl., 10 S., 1 w. Bl. 19 x 12,5 cm. Flexibler Orig.-Pergamentband (leicht braunfleckig) mit goldgepr. RSchild. (Berlin, Karl Schnabel, 1906). 150 € Zweite Veröffentlichung der Sieben. Wilpert-G.2 5. Raabe 207, 6. Kobbe 8. Josch A 8. Kat. Ant. Edelmann 8. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren auf Japan (Gesamtauflage: 107 Ex.). „In fast allen BüttenExemplaren wurde die Seite mit dem DV [Druckvermerk] herausge­ schnitten“ (Edelmann). – Sehr gutes Exemplar.

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Abbildung

3895 Moser, Bernhard. Irrfahrt. Gedichte. 76 S., 2 Bl. (davon 1 w.). 22 x 14,5 cm. OBroschur (fleckig; Randläsuren; Vorderumschlag lose). Heidelberg, H. Meister, 1921. 120 € Kosch X, 1357. – Erste Ausgabe. Moser, 1897 bei Olten geboren und 1959 in Basel gestorben, war Redakteur in Zürich, dann Sekretär an der Uni­ versitätsbibliothek in Basel. Außer Gedichten, auch in Mundart, ver­ fasste er Erzählungen und Schau- und Festspiele (z. B. „Schweizer Jod­ ler“, 1939). – Braunfleckig; Titel mit großem Besitzvermerk von Hans Franck (datiert April 1922) und dem Stempel „Hans-Franck-Archiv“.

3896 Müller, Werner. Gedichte. 45 S., 1 Bl. Mit 4 blattgroßen Originallithographien von Christoph Vodin. 23 x 15,5 cm. OPappband (etwas gebräunt) mit Originallithographie von Chr. Vodin als Deckelillustration. (Zürich, Selbstverlag des Verfassers, 1921). 90 €

Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe des teils erotisch konnotierten Gedichtbandes eines Schweizer Autors, über den nichts bekannt ist. Vorsatz mit eigenhändiger Widmung: „Herrn Arnhegger in herzlicher Zuneigung (zu discreter Verwendung) 1921“. – Wohlerhalten. Abbildung Seite 232

3897 Neue Jugend. Monatsschrift und Wochenausgabe. Herausgeber: Heinz Barger. Schriftleiter: Wieland Herzfelde. Jahrgang 1 und 2 in 5 Heften und 2 Nummern in Zeitungsformat. 20,5 x 15,5 cm und lose gefalt. Blatt. In OLeinenschuber (etwas fleckig). Berlin, Verlag Neue Jugend und MalikVerlag, Juli 1916 - Mai/Juni 1917 (Reprint: Hilversum und Zürich 1967). 50 € Bibliothek literarischer Neudrucke. Vgl. Hermann 276 und Raabe, Zeitschriften 30. – Mit dem Begleitheft: Wieland Herzfelde. Aus der Jugendzeit des Malik-Verlages. Zum Neudruck der Zeitschrift ‚Neue Jugend‘. (16 S., 2 Bl. OBroschur). – Sehr gutes Exemplar.

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ 3899 Otten, Karl. Die Thronerhebung des Herzens. 45 S., 1 Bl. Mit Frontispiz (Portrait Karl Otten) von Egon Schiele. OBroschur (lichtrandig) mit Titelschild. Berlin-Wilmersdorf, Die Aktion, 1918. 90 € Der Rote Hahn, hrsg. von Fr. Pfemfert, Bd 4. Raabe 225, 2 (mit Abb.). Raabe, Zeitschriften 151, 4. – Erste Ausgabe des Gedichtbandes, die zur Verhaftung des pazifistischen Autors führte. „Gott wirbelt uns am Strick der Zeit um seine Achse. Gott, dieses wilde Tier mit Hörnern, Messer im Maul, blutbespeichelt, Der haut uns gegeneinander, reißt uns auseinander, hetzt, geifert, stichelt.“ (S. 12). Schieles Portrait zeigt den asketischen Poeten (1889 geboren, 1963 in der Schweiz gestor­ ben) in eigenwilliger Pose, vielleicht beim Schattenboxen. – Titel mit Besitzvermerk (dat. 1919); gebräunt, insgesamt jedoch gutes Exem­ plar. Abbildung

3900 Otto, Helene. Erdgesänge. Gedichte. 15 S. 24 x 16 cm. OBroschur (etwas lädiert). Köln und Leipzig, Salm-Verlag, 1920. 120 €

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Neue Flugblätter rheinischer Dichtung, 2. Heft. Vgl. Kosch XI, 819 (unter Ellen Otto-Fulda). – Einzige Ausgabe, in einer Auflage von 600 Exemplaren erschienen. Die Autorin, 1856 in Ribnitz-Damgarten geboren, schrieb auch unter dem Pseudonym Ellen Otto-Fulda. Seit 1914 lebte sie in Berlin und verfasste Feuilletons, Lyrik, Bühnendich­ tung, Novellen und Übersetzungen. Ihr Todesdatum ist nicht be­ kannt. – Heftung mit Transparentklebestreifen fixiert; Titel mit Besit­ zervermerk („Hans Franck 1921“).

3898 Nowak, Heinrich. Die tragische Gebärde. Gedichte. 46 S., 1 Bl. Mit 5 Original-Holzschnitten von Herbert Grossberger. 21 x 13,5 cm. Privater Pappband d. Z. (etwas bestoßen) mit goldgepr. RTitel; OVorderumschlag mit farb. Originalholzschnitt eingebunden. Heidelberg, Saturn-Verlag H. Meister, 1913. 250 € Raabe 223, 1. – Erste Ausgabe. Der erste Gedichtband des Wiener Frühexpressionisten (1890-1955), der 1917/18 die Zeitschrift „Anbruch“ redigierte, ab 1930 als Journalst für die United Press, später für die Associated Press tätig war und 1939 in die Schweiz emigrierte, wo er auch nach dem Krieg journalistisch arbeitete. 1984 erschien eine Ausgabe seines Gesamtwerkes unter dem Titel „Die Sonnenseuche“. 1963 widmete ihm Höllerer in „Akzente“ einen Aufsatz („Heinrich Nowak - ein verschollener Expressionist“). – Sehr gutes Exemplar. – Beigebunden: Paul Hatvani (d. i. Paul Hirsch). Salto Mortale. Aphoris­ men, Essais, Skizzen. 78 S., 1 Bl. Illustr. OUmschlag eingebunden. Eben­ da 1913. - Raabe 108, 1 (mit Abb.). Kosch, 20. Jhdt. XIV, 466. Laut Kosch das einzige zu Lebzeiten Hatvanis veröffentlichte Buch des in Wien geborenen, in Budapest aufgewachsenen Chemikers und Schriftstel­ lers (1892-1975),der zum Kreis der jungen Wiener Autoren zählte, Karl Kraus verehrte und mit Ehrenstein und Broch befreundet war. 1939 emigrierte er nach Australien und lebte zuletzt in Melbourne. Abbildungen

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon 3901 Paquita, Paul (d. i. August Ewald). Entelechieen. 4 Bl. 19,5 x 14,5 cm. OBroschur mit Kordelheftung. 1912. 80 € (Lyrische Flugblätter, 17). Kosch XI, 901. Raabe 226, 1. Josch D 59. Raabe, Zeitschriften 144.17. – Einzige Veröffentlichung des 1887 geborenen Lyrikers über den keinerlei biographische Einzelheiten bekannt sind. Kosch erwähnt nur: „Schrieb in expressionistischen Zeitschriften 1913– 1919.“ - „Wer weiß von Paul Paquita, einem visionären Menschen, dem in der Unbekümmertheit einer wahllosen Jugend Gesichte von hyp­ notischer Eindringlichkeit zufallen!“ (Rudolf Kurtz in der „Aktion“). – Vorderumschlag mit Besitzvermerk (Reinhard Carrière, 1891-1963, Arzt), tadelloses Exemplar.

3902 Pfemfert, Franz (Hrsg.). Die Aktions-Lyrik. 1914-1916. Eine Anthologie. 121 S., 3 Bl. OPappband mit Pergaminrücken. Berlin, Die Aktion, 1916. 180 €

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Die Aktions-Lyrik, Band 1. Raabe 230.5. – Erste Ausgabe. Mit Beiträgen von Kurd Adler, Ludwig Bäumer, Oskar Kanehl, Wilhelm Klemm, Edlef Köppen, Alfred Lichtenstein, Hugo Sonnenschein, Franz Werfel u. a. - „Dieses Buch (Verse vom Schlachtfeld), Asyl einer heute obdachlo­ sen Idee, stelle ich wider diese Zeit ...“ (F. Pfemfert). Unser Exemplar weist eine Besonderheit auf: Der Buchblock ist falsch in die Einband­ decke der ebenfalls in der Reihe „Die Aktions-Lyrik“ als Band 2 erschie­ nenen Anthologie „Jüngste tschechische Lyrik“ eingebunden. Aller­ dings wusste man sich zu behelfen, denn der Titel ist auf dem Vorder­ umschlag durch Rasur entfernt, sodass außer dem Reihentitel allein der Untertitel „Eine Anthologie“ stehengeblieben ist. Die Manipulati­ on dürfte auf den Herausgeber zurückgehen, denn der vord. fl. Vor­ satz trägt seine eigenhändige Widmung „Frau Dr. Toska Kanehl mit herzlichen Grüssen 22.11.[Jahreszahl ausgeschnitten] Franz Pfemfert“. – Sauberes Exemplar.

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ Im Typographischen, S. 17) und das Erstlingswerk des in Offenbach 1868 geborenen Dichters und Übersetzers, der Jura und Staatswissenschaf­ ten in München studierte, dann für die „Süddeutsche Rundschau“ als Redakteur tätig war und sich schließlich 1903 in Heidelberg niederließ und sich erneut dort an der Universität immatrikulierte. Carlo Philips gehörte zum Freundeskreis um A. von Bernus, K. Wolfskehl, W. From­ mel, Oscar A. H. Schmitz und Max Weber. Vor allem als Übersetzer ist Philips noch gegenwärtig, in der Insel-Bücherei erschien seine Über­ tragung des „gesfesselten Prometheus“ von Aischylos. 1933 vermittelte sein Schwiegersohn Hans Henny Jahnn die Übersetzung des V. Gesangs der „Odyssee“ an den S. Fischer-Verlag. Später war Philips im Tessin wohnhaft, 1936 starb er in Mannheim. – Vord. fl. Vorsatz und Titelblatt gestempelt („Werkbücherei der Schultheiss-Brauerei“). Mit Exlibris; insgesamt wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

3905 Picard, Jacob. Der Uhrenschlag. Mit einem Nachwort von Hans Reetz. 22 S., 1 Bl. 29 x 17,5 cm. OBroschur (Umschlag etwas gebräunt und mit kl. Randläsuren); Blockbuchbindung. Stierstadt, Eremiten-Presse, 1960. 120 € Veriloquium II. Spindler 1, 170. – Erste Ausgabe. Eines von 150 numme­ rierten Exemplaren (Gesamtauflage). – Minimal gebräunt.

3906 Picard, Jacob. Das Ufer. Gedichte. 20 Bl. 19,5 x 13,5 cm. OPappband (Gelenk angeplatzt; Rücken etwas lädiert) mit goldgepr. Deckeltitel. Heidelberg, Saturnverlag Hermann Meister, 1913. 150 €

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3903 Die Pforte. Eine Anthologie Wiener Lyrik. 94 S. 21 x 13,5 cm. OPappband (Rücken erneuert). Heidelberg, SaturnVerlag Hermann Meister, 1913. 120 € Erste Ausgabe. Gesamtauflage: 800 Ex. Mit Beiträgen von Ernst Angel, Theodor Däubler, Albert Ehrenstein, Paul Hatvani, Alexandra Haydungk, Erwin Otto Krausz, Ottfried Krzyzanowski, Fritz Lampl, Hanns Margu­ lies, Robert Müller, Heinrich Nowak, Emil Alphons Rheinhardt, Georg Trakl, Ludwig Ullmann, Martina Wied, Hugo Wolf. – Neu aufgebunde­ nes, wohlerhaltenes Exemplar.

3904 Philips, Carlo. Gedichte. 40 Bl. 24 x 17 cm. Priv. HLeinenband. Heidelberg, A-O Verlag 1911. 150 € Raabe 231, 1. – Einzige Ausgabe. In kleiner nummerierter Auflage und mit eigenhändiger, signierter Subskriptionswidmung (an Dr. Albert Schappach) erschienen, bei W. Drugulin in Leipzig gedruckt. Das erste Verlagswerk des Heidelberger Verlegers Richard Weissbach (s. Hatry,

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Lyrische Bibliothek, 3. Bd. Wilpert-G.2 1. Raabe 232, 1. – In 500 Exempla­ ren erschienener erster Gedichtband des aus Wangen stammenden Dichters (1883-1967), der als Rechtsanwalt in Konstanz und Köln tätig war, 1940 über zahlreiche Stationen nach den USA entkam, 1958 nach Deutschland zurückkehrte und 1967 in Konstanz starb. 1955 gab er die erste Werkausgabe von Gertrud Kolmar heraus. Die Veröffentlichung ihres letzten Gedichtbandes im Jahr 1938 geht auf die Initiative von Picard zurück, es war - in Picards Worten - „das letzte jüdische Buch, das vor der Endkatastrophe erschienen ist.“ - Mit Exlibris; sauberes Exemplar.

3907 Picard, Jacob. Erschütterung. 54 S., 1 Bl. 20 x 13 cm. OHalbpergament (minimal berieben) mit goldgepr. RTitel. Heidelberg, Hermann Meister, 1920. 220 € Wilpert-G.2 3. Raabe 232, 3. – Erste Ausgabe. Eines von 300 römisch nummerierten und von Jacob Picard signierten Exemplaren (Gesamt­ auflage). Picards dichterische Verarbeitung der Weltkriegserlebnisse ist seinen beiden gefallenen Brüdern gewidmet. – Mit Sammlerstem­ pel; insgesamt sehr gutes Exemplar. Abbildung

3908 Reinacher, Eduard. Täwas. 49 S., 1 w. Bl. Mit 6 ganzseitigen Original-Holzschnitten von Benno Eggert. 28,5 x 22,5 cm. OHalbpergamentband mit Buntpapierbezug, goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. Konstanz, Oskar Wöhrle, 1922. 150 €


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon Wilpert-G.2 16. Kosch XII, 852. – Einzige Ausgabe. Eines von 325 num. Ex. (Gesamtauflage). Druckvermerk von Autor und Illustrator signiert. Reinacher (1892-1968) wuchs in Straßburg im Elsaß auf und studierte an der Universität seiner Heimatstadt Philosophie, musste das Studi­ um jedoch nach Kriegsausbruch abbrechen. Später war er an verschie­ denen Orten als Journalist tätig, u. a. in Köln, Straßburg, am Bodensee und schließlich in Stuttgart. Seit 1923 war er verheiratet mit der Kera­ mikerin Dorkas Reinacher-Härlin, die ihn in Stuttgart in einem Freun­ deskreis kennengelernt hatte, zu dem Oskar Schlemmer, Paul Hinde­ mith, Franz Frank und andere Künstler der damaligen Avantgarde zähl­ ten. Reinachers vielfältiges literarisches Werk umfasst Hörspiele, Balla­ den, Liebeslyrik, Satiren, Schwänke, Totentanzgedichte, Lügengeschich­ ten, Trauerspiele und Romane. Viele der Ausgaben sind künstlerisch aufwendig gestaltet. Sein Hauptmetier war jedoch die Lyrik. Einige Gedichte wurden von Paul Hindemith vertont. Die Funkdichtung „Der Narr mit der Hacke“ gilt bis heute als eine der wichtigsten experimentellen Leistungen im Hörspiel der Weimarer Republik. – Wohlerhalten. Abbildung

3909 Replik. Herausgegeben von Peter Salomon. Nr. 1-9, 11, 12 und ein Sonderheft in 12 Heften. Mit zahlreichen Abbildungen. 24 x 16 cm. OBroschur. Eggingen, Edition Isele, 1992-2018. 120 € Enthält Porträts von H. Plagge, W. Küsters, R. A. Dietrich, O. Ehinger, E. Reinacher, E. F. Hoffmann, R. Hartig, A. R. Leinert, E. Köppen, Zeitschrift

3907

Univers, Bibliographie „Die nachexpressionistische Dichterjugend“, verfasst von P. Salomon, W. Kirsten, S. Kopitzki, M. Bosch und N. Heu­ käufer. - Mit dem Sonderheft (Porträt der Dichters Peter Salomon als Fünfzigjähriger). – Wohlerhalten.

3910 Revolution. Jahrgang 1, 1913 (alles). Nr. 1-5. 31,5 x 23,5 cm. 5 OBroschuren in Flügelmappe. München 1913 (Reptint: Nendeln, Kraus, 1969). - Tadellos. 100 € 3911 Rochowanski, Leopold Wolfgang. Abend Morgen Mittag. 34 Bl. Mit zahlr. farbig gedruckten Initialen. 18 x 11 cm. Farbig illustr. OPappband. München 1919. 80 €

3908

Vgl. Kosch XIII, 113. - Nummeriertes Exemplar einer kleinen Auflage. Fak­simile der Handschrift (und des verspielten Buchschmucks, Vorsätze, Titel etc.) von Rochowanski („Hunc librum pinxit et scripsit poeta ipse.“, Titel verso). Das Buch präsentiert drei verschiedene Jahreszahlen: „München 1922“ (Vorderdeckel), „München 1919“ (Titel) und ein „Copy­ right 1920 by Verlag der Graphischen Werkstätte“ (Titel verso), von einem Ende 1918 gegründeten Verlag, der von 1920 bis 1923 aktiv war. Der später in Wien bedeutend wirkende Journalist und Kunstverleger

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ gedruckten Zensurvermerk der französischen Besatzungszone im Rheinland. Saekel, 1891 in Westpreußen geboren, studierte in Breslau, München und Berlin neuere Sparchen, Philosophie und Kunstgeschichte, lebte dann als Journalist im Rheinland, später in München. 1919/20 gab er das „Neue Rheinland“ heraus. Saekel starb 1943 an unbekann­ tem Ort. – Wohlerhalten.

3914 Saenger, Eduard. Der Pfad. Gedichte. 63 S. 18 x 12 cm. OBroschur. Berlin-Wilmersdorf, A. R. Meyer, 1913. 150 € Kosch XIII, 683. Josch 68. Vgl. Sternfeld-T. 434. – Einzige Ausgabe, in einer Auflage von 500 Exemplaren. Saenger, 1880 in Berlin geboren, lebte von 1883-88 in Amerika, studierte Philologie in Berlin, promo­ vierte und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Später war er Mitarbeiter mehrerer Zeitungen. Er emigrierte 1935 nach England und war dort als Sprachlehrer, Übersetzer und Journalist tätig. Saenger starb 1948 in London. Bis heute verbindet man mit seinem Namen die bekannte Üersetzung der im Insel-Verlag erschienenen Sonette von Shakespeare. – Wohlerhalten.

3915 Sakheim, Arthur. Patmos und Kythera. Neue Gedichte. 4 Bl., 56 S. 18 x 12 cm. Farbig illustr. OPappband (etwas fleckig). Hamburg, K. Hanf, 1920. 100 €

3911

aus dem schlesischen Zuckmantel - „Surrealist aus Zuckmantel“ so hieß es in einem Aufsatz von 1961 - hatte bereits in seiner Münchner Zeit an der expressionistischen ‚Bücherkiste‘ von Scherpenbach mit­ gewirkt. – Schönes Exemplar. Abbildung

3912 Rück, Fritz. Feuer und Schlacken. Gedichte aus Krieg und Revolution. 33 S., 2 Bl. 22,5 x 14,5 cm. OBroschur (Rücken brüchig und mit kl. Fehlstellen). Stuttgart, O. Wöhrle, 1920. 120 € Kosch XIII, 472. Melzwig 608.1. – Einzige Ausgabe des Gedichtbandes des 1895 in Stuttgart geborenen und dort nach einem ereignisreichen Leben 1959 gestorbenen Schriftsetzers, SPD-Mitgliedes, Spartakisten, KPD-Mitgliedes, Journalisten, Parteidelegierten, Exilanten, Gewerk­ schafters, Chefredakteurs und zeitweiligen Bundesvorsitzenden der „Naturfreunde“. – Papierbedingt gebräunt.

3913 Saekel, Herbert. Bekenntnis zur Erde. 1 Bl., 48 S., 1 Bl. Mönchengladbach, Zeitwartverlag, 1919. 90 € Raabe 256, 2. Kosch XIII, 681. – Einzige Ausgabe. Eines von 200 numme­ rierten Exemplaren (Gesamtauflage 221 Ex.). Der Vortitel mit einem

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Vgl. Kosch XIII, 705. – Einzige Ausgabe des Lyrikbandes. Die Umschlag­ illustration ist von Hans Leip. Sakheim wurde 1884 in Libau/Kurland (heute lettisch) geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er in Berlin Geschichte, Philosophie und Sprachwissenschaften. Später wechselte er an die Sorbonne und schloss sein Studium bereits 1908 an der Uni­ versität Zürich ab mit einer Dissertation über E. T. A. Hoffmann, die später mehrmals nachgedruckt wurde. Anschließend lebte Sakheim einige Jahre als Journalist in Hamburg. In dieser Zeit begann er auch fürs Theater zu schreiben, daneben fungierte er auch als Dramaturg für die Hamburger Kammerspiele. Nach dem Ersten Weltkrieg fand Sakheim als Redakteur bei der Zeitschrift „Blätter der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main“ eine Anstellung. Seit 1926 ist er Spielleiter am Frankfurter Schauspielhaus. Im Sommer 1931 wird er vom Inten­ danten des Schauspielhauses, selbst jüdischer Herkunft, wegen seines „undeutschen“ Spielplans fristlos entlassen. Er erkrankte im Sommer­ urlaub in Hiddensee an einer Blinddarmentzündung. Infolge einer Operation starb er im August 1931 in Berlin. - Mit beiliegender Verlags­ werbung „Werke von Arthur Sakheim“, die die spärlichen Angaben bei Kosch ergänzt (der Gedichtband „Patmos und Kythera“ ist bei Kosch nicht erwähnt). – Exemplar ohne fl. Vorsätze, Gelenke dilettantisch nachgebessert, etwas knapp eingebunden. Abbildung

3916 Sand, Rüdiger. Abschied. 24 S. 16 x 16 cm. OPappband (gebräunt und etwas fleckig; Gelenk geplatzt) mit kolor. Deckelillustration. Verlag Konstanz 1919. 130 € Nicht bei Kosch. – Nicht nummeriertes Exemplar einer kleinen Auflage. Liebes- und Abschiedsschmerz-Novelle um einen Gerichtsassessor und eine Frau namens Gertie („O Aphrodite, Schaumgeborene!“). Rührend bis zum letzten Satz: „Sie haben sich nie wiedergesehen.“ Die Illustra­ tion stammt von Kasia von Szadurska. – Mit Besitzvermerk. Etwas gebräunt. - Äußerst selten.


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon 3917 Sander, Otto. Die All-Tat: Mensch. 64 S.16 x 11,5 cm. OPappband. Köln, Rheinland-Verlag, 1922.

120 €

Kosch XIV, 29. – Einzige Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung des Autors, über den - laut Kosch - kaum etwas bekannt ist. Am 10.2.1893 wurde Sander in Kierberg bei Köln geboren. Er lebte später in Bad Kreuz­ nach, verfasste Dramen und Hörspiele (bis ca. 1948). Vortitel mit einer Widmung des Schriftstellers und Pädagogen Erich Bockemühl (datiert Juni 1924; vgl. Kosch, 20. Jhdt. III, 182ff.). – Wohlerhalten.

3918 Saturn. Eine Monatsschrift, herausgegeben von Hermann Meister und Herbert Großberger (bzw. Robert R. Schmidt). 6 Hefte. Mit mehreren Original-Linoleumschnitten von H. Großberger. 22,5 x 14,5 cm. 5 illustr. OBroschuren, 21 x 13,5 cm und 1 OBroschur. Heidelberg, Saturnverlag Hermann Meister bzw. Hermann Meister, 1913-1919. 180 € Raabe, Zeitschriften 7. – Vorhanden: III. Jahrgang (1913), Heft 1, 3, 7, 10 und 12. Jeweils mit Umschlagillustration von H. Großberger, Johannes Pelzer (d. i. H. Großberger) und Ludwig Meidner, jede Ausgabe außer­ dem mit einem Original-Lineoleumschnitt von H. Großberger. - V. Jahrgang (1919), 5. Heft (nicht illustriert). – Ein Heft etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten.

3919 Schanderl, Josef. Erdreich. Gedichte. 53 S., 1 Bl. 23 x 16 cm. OBroschur (etwas fleckig). München und Leipzig, G. Müller, 1905. 120 € Kosch XIV, 252. – Einzige Ausgabe. Schanderl (1874-1959) war Rechts­ anwalt in München und veröffentlichte mehrere Lyrikbände. Auch eine Komödie („Nachtrag“, 1911) wird von Kosch genannt, dort die Mitteilung „nähere Lebensumstände nicht bek.“. Vortitel verso mit eigenhändiger Widmung: „Wilhelm von Scholz! zugeeignet von Josef Schanderl“. – Wohlerhalten.

3915

3920 Schertel, Ernst. Die Sünde des Ewigen oder Dies ist mein Leib. Roman. 252 S., 2 Bl. Mit 14 ganzs. Illustrationen nach Federzeichnungen vom Verfasser. 17,5 x 12,5 cm. Grüner OPapp­band (Rücken ausgeblichen; etwas gebräunt) mit goldgeprägtem Deckel- und RTitel. Berlin, Die Wende, 1918. 120 € Bücher der Wende, Bd. 4. Kosch XIV, 480. – Erste Ausgabe. Satanisti­ scher Roman des in seinen Anfängen zum George-Kreis zählenden Autors und geschickten Zeichners (1884-1958), der später mit sittenge­ schichtlichen Großwerken (Flagellantismus, 4 Bde.) und als Heraus­ geber von Körperkultur-Magazinen (Der Leib - Ein Bilderbuch idealer Nacktheit, 26 Bde.) einigen Erfolg hatte. Schertel konstruierte von 1944 bis 1949 Möbel im Bayerischen Wald, bevor er sich als Schriftsteller und Archäologe in Hof niederließ (vgl. Kosch). – Etwas gebräunt.

3921 Schmidt, Robert R. Frauen. Ein Zyklus Gedichte. In Verehrung für Paul Zech. 4 Bl. 18 x 14 cm. Illustr. OBroschur mit Fadenheftung. Berlin, A.R. Meyer, 1913. 90 €

3921

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ stadt, Mannheim und Frankfurt/M. Er starb nach reger Reisetätigkeit 1973 in Kahl am Main. „Mit seinen langzeiligen Gedichten [ist er] charak­ teristisch für den Spätexpressionismus“ (Raabe). Sein Bruder war Fried­ rich Schnack (1888-1977), der weitaus produktivere Schriftsteller von beiden. – Heftung gelöst, sonst sehr gutes Exemplar. Abbildung

3923 Schneider, Otto. Schöpfung. Gedichte. 1 Bl., 55 S. 24 x 16 cm. OHalbpergamentband. Berlin, E. Reiss, (1921). 90 € Kosch XV, 593. Raabe 267, 2. – Eines von 100 nummerierten Exempla­ ren der Vorzugsausgabe auf Bütten (Gesamtauflage 700 Ex.). Druck­ vermek von Otto Schneider signiert. Einzige Ausgabe des - laut Kosch - zweiten Gedichtbandes des Lyrikers, über den keine biographischen Einzelheiten bekannt sind. Er lebte in Wien und Berlin und war Mit­ herausgeber der Zeitschrift „Der Anbruch“. – Mit Sammlerstempel; sehr gutes Exemplar.

3924 Schneider-Manzell, Anton. Tagebuchblätter eines jungen Mönches. Eine Dichtung. 47 S. 20,5 x 15 cm. Illustr. OPappband (gebräunt und fleckig; zahlreiche runde Druck­ spuren eiens Schreibgerätes oder Stichels). Friedrichshafen, See-Verlag, (1933). 180 €

3922

(Lyrische Flugblätter, 26). Josch D 72. Raabe, Zeitschriften 144.26. Raabe 265, 2 (mit Abb.). Kosch XV, 415. – Erste Ausgabe, „in Verehrung für Paul Zech“. Eines von 590 Exemplaren (Gesamtauflage: 600 Ex.). Die Titelil­ lustration stammt von Richard Scheibe. Schmidt, 1892 in Elberfeld geboren und in Baden-Baden 1948 gestorben, gründete und leitete den Merlin-Verlag in Baden-Baden und war Mitherausgaber der Monats­ schrift „Saturn“. – Sehr gutes Exemplar. Abbildung Seite 237

3922 Schnack, Anton. Die tausend Gelächter. Gedichte. 16 S., 4 Bl. Anzeigen. 22 x 14,5 cm. Illustr. OBroschur. Hannover, P. Steegemann, 1919. 130 € Die Silbergäule, Bd. 16. Raabe 266, 3. Kosch XV, 525. Meyer 19. – Erste Ausgabe. Die Umschlagzeichnung stammt von Ernst Schütte. Schnack, 1892 in Unterfranken geboren, studierte in München Literatur, Musik und Philosophie, war Journalist und Feuilletonredakteur in Darm­

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Kosch XV, 551. – Einzige Ausgabe. Die „Deutsche Biographie“ (OnlineVersion) hat folgenden Eintrag zu „Toni“ Schneider-Manzell: „Bildhauer, geb. 22.2.1911 Manzell bei Friedrichshafen/Bodensee, gest. 8.11.1996 Stephanskirchen bei Rosenheim. Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium in Friedrichshafen und einem Noviziat bei den Serviten im Kloster Loretto (Burgenland) und in Innsbruck studierte S. vier Semester Philosophie und Theologie an den Universitäten Wien und Innsbruck. 1934 ging er zum Studium der Bildhauerei und Kunsterzie­ hung an die Akademie für angewandte Kunst in München und begeg­ nete hier der großen Tradition Münchener Bildhauer in der Nachfolge Adolf v. Hildebrands (1847-1921). Zwischenzeitlich lebte er im Haus von Nell Walden (1887-1975) in Ascona, wo er eine Reihe bedeutender expressionistischer Künstler, unter ihnen Else Lasker-Schüler, Erich Maria Remarque und Kurt Weill kennenlernte. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs verbrachte er mehrere Monate in der Erzabtei Beuron bei P. Willibord Verkade (1868-1946), dem damals wichtigsten Vertre­ ter der Beuroner Schule. 1937 wurde S. Assistent an der Stein-, Bild­ hauer- und Keramikklasse der Münchener Akademie, 1940 zum Profes­ sor ernannt; 1941-44 nahm er als Soldat am 2. Weltkrieg teil. 1944 über­ siedelte er nach Schloß Weitwörth bei Oberndorf (nördl. v. Salzburg), wo seine Frau ein Jahr zuvor mit einer Abteilung des Münchner Goethe­ instituts Zuflucht vor dem Bombenkrieg gefunden hatte. Hier ent­ standen viele der bedeutenden Porträts. 1946 begann S. als freier Mitar­ beiter in der Kulturabteilung des Senders ‚Rot-Weiß-Rot‘ und bei den ‚Salzburger Nachrichten‘, wurde Mitbegründer der Salzburger Volks­ hochschule und einer ihrer ersten Dozenten. Seit 1950 hatte er ein Atelier im Haupthof der Salzburger Residenz, in dem er bis zu seinem Tod arbeitete; seit 1955 lebte er auch in Salzburg. S. war insbesondere für kirchliche Auftraggeber tätig. Hervorzuheben sind v. a. seine Arbei­ ten am Dom zu Salzburg, das ‚Tor des Glaubens‘ - neben dem ‚Tor der Hoffnung‘ von Ewald Mataré und dem ‚Tor der Liebe‘ von Giacomo Manzù - für das Hauptportal (1958); ferner Kanzel und Deckel des Tauf­ beckens. Außerdem schuf S. die Bronzeportale für den Kaiserdom zu Speyer (1971) und den Essener Dom (Südportal, 1978/79), zahlreiche Kreuzwege, u. a. in Wien, Zürich, Augsburg und Essen, Denkmäler


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon (Julius-Raab-Denkmal, Wien, 1967; Kard. v. Galen, Münster, 1978) und Brunnen (z. B. Trakl-Brunnen, Salzburg, 1957).“ Kosch nennt als schrif­ stellerische Arbeiten neben der hier vorliegenden, Ruth Schaumann gewidmeten Dichtung einen Band mit Legenden, ein Mysterienspiel und einen weiteren Gedichtband. – Gebräunt. – Dabei: Zwei eigenhändige Briefe von Toni Schneider-Manzell an Peter Salomon, datiert 1.XII.1992 und 9.VI.1993 mit Erinnerungen an Willy Küsters und auto­ biographischen Mitteilungen.

3925 Schönstedt, Walter. Motiv unbekannt. 2 Bl., 323 S. 18,5 x 12,5 cm. Illustr. OLeinenband (etwas fleckig). Berlin, Universum-Bücherei, 1933.

150 €

131. Band der Universum-Bücherei. Kosch XVI, 95. Melzwig 642.1 – Ein­ zige Ausgabe des Romans. Die Einbandillustration stammt von Werner Eggert. Schönstedt, 1909 in Bernburg geboren, war in seinen Anfän­ gen Journalist bei mehreren kommunistischen Zeitungen, 1933 emi­ grierte er in die Schweiz, dann nach Frankreich, 1935 schließlich in die USA, wo er maßgeblich für antifaschistische Emigrantenorganisatio­ nen tätig war. Als US-Soldat kam er nach Deutschland und war u. a. an der Gründung des „Ruf“ beteiligt. Über Schönstedts Schicksal nach 1950 ist nichts bekannt. Er kehrte wohl zurück in die USA und ist „seit etwa 1952 verschollen“ (Kosch). – Vorsatz mit Besitzvermerk; Schnitt etwas stockfleckig, insgesamt gutes Exemplar. Abbildung

3926 Schreyer, Lothar. Dichtungen (Franziskus). 11 S. Mit einem farb. Original-Holszchnitt des Verfassers. 25 x 18 cm. Späterer Pappband. Berlin-Lichterfelde 1928. 130 € Raabe 268, 9. – Erste Ausgabe, „als Manuskript gedruckt“. – Tadellos. Abbildung Seite 240

3927 Schürer, Oskar. Drohender Frühling. Gesänge und Stanzen. 56 S., 2 Bl. 19 x 12,5 cm. OPappband (etwas fleckig; Rücken mit Leinenstreifen restauriert). München, RolandVerlag Dr. A. Mundt, 1919. 80 € Raabe 270, 1. – Erste Ausgabe. Der Autor, 1892 in Augsburg geboren und 1949 in Heidelberg gestorben, war Kunsthistoriker und Kritiker. Er lehrte an der „Neuen Schule“ in Hellerau und war u. a. Ordinarius in den 1940er Jahren an der TH Darmstadt. – Leicht stockfleckig. – Da­ bei: Oskar Schürer. Kleine Lieder. 50 S., 3 Bl. 16 x 11 cm. oBroschur. München u. a., Dreiländerverlag, 1919. - Raabe 270, 2. Erste Ausgabe. - Sehr gutes Exemplar.

3928 Sidow, Max. Die goldnen Kammern. Drei Ringe andächtiger Liebe. 18 Bl. 24 x 18 cm. OBroschur, Blockbuchbindung mit Kordelheftung (etwas gebräunt). Darmstadt, Darmstädter Werkkunst Verlag, 1921. 110 € Raabe 277, 3. Kosch XVII, 579. – Einzige Ausgabe des Gedichtzyklus, „geschrieben im Jahre MCMXIX“. Sidow, 1897 in Calbe geboren, in Hamburg 1965 gestorben, studierte nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg Philosophie und Kunstgeschichte in Jena, promovierte 1923,

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übernahm dann das väterliche Kaufmannsgeschäft in Zeitz und war dann als Theaterkritiker und Dramaturg tätig. Sidow war mit Theodor Däubler befreundet und lebte bis zu seinem Tod als freier Schrift­steller in Hamburg. Vortitel mit eigenhändiger Widmung: „Herrn Dr. Jürgen Soenke als Dank und Gruß Hamburg, 15.XII.63 Max Sidow“. Beiliegend eine eigenhändige Karte an denselben. – Wohlerhalten. – Dabei: Max Sidow. Hermaphrodut. Symphonische Dichtung. 24 S., 2 Bl. 23 x 15,5 cm. Spätere Broschur mit aufgezogenem illustr. Original-Vorderumschlag. Hannover, P. Steegemann, 1920. - Die Silbergäule, Bd. 55/56. Raabe 277, 1. Mit einer Umschlagzeichnung von Heinz Wanders.

3929 Signal. Blätter für junges Schaffen. Herausgeber: Bernard Huffschmid und Georg Zemke (bzw. Bernard Huff­ schmid; Caspar Hardy). 15 Hefte der Zeitschrift. 21 x 12 cm bis 24 x 16 cm. OBroschuren (teils etwas gebräunt und mit kleineren Randeinrissen). Berlin, Verlag Der Aufbruch bzw. Signal Verlag, (1929)-1931. 180 €

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ 3931 Sissenich, Anglo (eigentlich Hubert Bruno Sissenich). Die keusche Erde. 60 S. 16 x 16 cm. OPappband (etwas fleckig) mit handkolor. Originallinoleumschnitt von O. Strohmeyer. Konstanz 1919. 200 € Vgl. Raabe 280. Kosch XVIII, 126. – Einzige Ausgabe. In kleiner numme­ rierter Auflage erschienen. Vom Autor signiert. Der Autor (Raabe: „Bio­ graphisch nicht ermittelt“, Kosch: „Lebensdaten unbek.“) wurde am 6.11.1893 in Berlin geboren, wuchs in Heiligenberg/Ostpreußen auf und lebte seit 1918 in München, wo er am 23.6.1959 starb. Er war Mit­arbeiter der Zeitschriften „Die Aktion“ und „Der Hain“ sowie Mither­ ausgeber der Münchner Monatsschrift für Welt und Kunst „Der Berg“. Der ausgebildete Musiker und Musikwissenschaftler, der seit 1935 an der Hochschule lehrte, veröffentlichte laut Kosch zwei Gedichtbände: den hier vorliegenden und im Jahr zuvor (1918) einen Band unter dem Titel „Eine dramatische Symphonie“. – An der Klammerheftung klei­ nere Rostflecken, sonst wohlerhalten. Abbildung

3932 Spitzer, Karl Philipp. Erde. Ein Buch vielfältiger Liebe. 62 S., 1 Bl. 20 x 13,5 cm. OPappband (ohne Rücken). Berlin, A. Juncker, 1921. 80 €

3926

Kosch XVIII, 598. Vgl. Thieme-Becker 31, 393. – Einzige Ausgabe. 1887 in Speyer geboren (und dort 1959 gestorben), absolvierte Spitzer eine Apothekerlehre, lebte dann in Genf, studierte und ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum Kunstmaler und Lithographen ausbilden. Außer Lyrik schrieb er auch Kunstkritiken. Vortitel mit eigenhändiger Widmung: „Herrn Prof. Gruber freundlichst zugedacht Spitzer - Speyer, im Mai 24“. – Sauberes Exemplar.

Nicht bei Laakmann-Tgahrt. – Vorhanden: I. Jahrgang (1929), Hefte 16. - II. Jahrgang (1930), Heft 1-2 (Doppelnummer), Hefte 4-6. - Lyrik. Gedichte junger Menschen (1931, ohne Zählung). - III. Jahrgang (1931), Hefte 2-4 und 8. - „Das SIGNAL ist gegeben, es weist keinen Weg, son­ dern ruft alle Jungen, die einen neuen Lebensinhalt suchen. Schaffen und Erleben sollen aus Anfängen neue Werte emmportreiben“ (Vor­ spruch der Herausgeber in Heft 1). – Teils etwas gebräunt.

3930 Silvester, Eduard (d. i. Hans Karl Heide). Der flammende Kranz. Neue Gedichte. 100 S., 1 Bl. 18,5 x 13 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. München 1918. 120 € Kosch XVIII, 44. – Einzige Ausgabe, „gedruckt für den Dichter und seine Freunde“ (Titelbl.). Eines von 350 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage 370 Ex.). Vortitel mit eigenhändiger Widmung: „Herrn Dr. W. von Scholz verbindlichst überreicht vom Verfasser - Stuttgart, 20.2. 1920“. Ewald, 1878 in Dresden geboren und 1929 in München gestor­ ben, studierte Rechts- und Staatswissenschaften sowie Kunst- und Literaturgeschichte an verschiedenen Universitäten und lebte nach mehreren Reisen in Chur und schließlich in München. Er veröffentlich­ te eine Novelle, einen Roman, zwei Gedichtbände, eine Komödie und einen „Traktat über die Frau“ unter dem Titel „Das Verhältnis“ (vgl. Kosch). – Wohlerhalten.

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3931


________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon 3933 Steffens, Walter. Der unendliche Weg. Gedichte. 68 S. 23 x 15 cm. OPappband (Rücken mit mont. Papierstreifen) mit goldgepr. Deckeltitel. Hamburg, A. Harms, 1922. 150 € Nicht bei Kosch. – Einzige Ausgabe. Eines von 575 nummerierten Exem­ plaren (Gesamtauflage 600 Ex.). Über den Verfasser gibt es keinerlei Angaben. Einer beiliegenden Aufzeichnung nach hat Steffens (18911963) neben dem vorliegenden Gedichtband ein Buch mit dem Titel „Was ist Gemeinschaft?“ (1924) und eine Schrift über die „Stigmati­ sierte von Konnersreuth“ (1927) veröffentlicht. Edgar Ende (1901-1965) hat Steffens 1930 in Garmsich porträtiert. Vortitel mit eigenhändiger Widmung: „Mit einem guten Wunsch! Walter Steffens Partenkirchen, Feb. 1933“. – Bis auf den Rückendefekt sehr gutes Exemplar. Abbildung

3934 Steindorff, Ulrich. Gedichte. 67 S. 20,5 x 14,5 cm. Dunkelroter OLeinenband mit goldgepr. Deckeltitel. Berlin, Verlag „Harmonie“, (1909). 120 € Raabe 290, 1. – Einzige Ausgabe des Erstlingswerkes des 1888 in Berlin geborenen Autors, der Jura und Nationalökonomie studierte, als

3933

Übersetzer aus dem Englischen tätig war (u. a. „Huckleberry Finn“) und zu den bekanntesten Journalisten der Weimarer Republik zählte. 1933 emigrierte Steindorff in die USA, wo er auch als Drehbuchautor an bekannten Produktionen beteiligt war. Steindorff starb 1978 in Kalifornien. – Sehr gutes Exemplar.

Abbildung

3935 Stieler, Hilde. Der Regenbogen. 28 S., 2 Bl. Mit einem Portrait von A. Schmidt-Niechciol und einem Holzschnitt von Otto Freundlich. 22 x 14 cm. OBroschur (lichtrandig; kleinere Randschäden) mit mont. Deckelschild. Berlin-Wilmersdorf, Die Aktion, 1918. 90 €

3934

Der rote Hahn, Band 17. Raabe 292, 1. – Erste Ausgabe. Hildegard Mey­ er, 1879 in Zürich geboren, heiratete 1902 den Schauspieler Kurt Stie­ ler, den sie während ihres Klavierstudiums in München kennengelernt hatte und folgte ihm zu dessen Engagements nach Leipzig und Berlin. In Berlin gehörte sie zum Kreis um Franz Pfemferts Zeitschrift „Die Aktion“. Nach der Trennung von ihrem Mann ging sie 1928 gemeinsam mit dem Maler und Kunsthistoriker Erich Klossowski nach Paris, 1932

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ Hand durchgestrichen und durch „Grethlein“ ersetzt. Stoecklin wurde 1894 als Tochter eines Basler Kaufmanns geboren. Nach dem Besuch der Gewerbeschule in Basel lebte sie als künstlerische Bohémienne und reiste 1914 mit ihrem Bruder, dem Maler und Grafiker Niklaus Stoecklin, nach München, wo sie unter anderen Karl Wolfskehl, Johannes R. Becher, Hugo Ball und Emmy Hennings kennenlernte. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrte sie in die Schweiz zurück. 1920 heiratete sie Harry Betz, einen Buchhandelsgehilfen aus Zürich. Nach der Tren­ nung von ihm im Jahr 1928, zog sie, schwer herzleidend, in das Tessin, wo sie im Kreis um das Ehepaar Ball-Hennings verkehrte und von Rainer Maria Rilke literarisch gefördert wurde. 1931 starb sie nach einjähri­ gem Aufenthalt im St. Claraspital in Basel. – Teils etwas stockfleckig; insegsamt wohlerhalten.

3938 Stomps, V. O. (Hrsg.). Das Leben. Eine Sammlung deutscher Dichtung. 2 Bl., 136 S., 6 Bl. 23 x 17 cm. OPappband (Ränder gebräunt; Rücken durch Klebeband ersetzt). Berlin, Die Rabenpresse, 1934. 120 € Kosch XX, 377. – Einzige Ausgabe der Anthologie. Sie gliedert sich in die Teile: MagISche Dichtung - Landschaftliche Dichtung - VagabundenDichtung - Liebes-Dichtung - Religiöse Dichtung. – Papierbedingt gebräunt; insgesamt sehr gutes Exemplar.

3939 Straub, Karl Willy. Zwischen Tag und Abend. Gedichte. 29 S., 1 Bl. 23,5 x 16 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. Heidelberg, Saturn-Verlag Hermann Meister, 1916. 60 € 3944

dann an die Côte d’Azur, wo sie als Schriftstellerin und Malerin zunächst in Saint-Cyr-sur-Mer und dann in Sanary-sur-Mer bis zu ihrem Tod 1965 lebte. 1949 trennte sie sich von Klossowski und heiratete den hollän­ dischen Kartäusermönch und Übersetzer Robert Marie Henri de Wilt. – Teils etwas fleckig.

3936 Stoecklin, Francisca. Die singende Muschel. Neue Gedichte. 32 Bl. 18 x 13 cm. OPappband (etwas gebräunt) mit Deckelschild. Zürich, Orell + Füssli, 1925. 60 €

Raabe 296, 3. – Einzige Ausgabe des zweiten Gedichtbandes des in Karlsruhe 1880 geborenen Juristen und Kunsthistorikers. Straub war Redakteur der „Bayerischen Landeszeitung“ in Würzburg und lernte dort Max Dauthendey kennen. Seit 1928 arbeitete er für die „Deutsche Baukultur“. Nach dem Krieg war er Redakteur in Saarbrücken, wo er 1971 starb. Straub veröffentlichte mehrere Monographien zur Archi­ tektur, einige Gedichtbände und 1909 einen Band über „Vollblutfrauen“. – Teils minimal stockfleckig; mit Sammlerstempel.

3940 Sturm. - Walden, Herwarth (d. i. G. Levin). Das Buch der Menschenliebe. Zweite Auflage. 1 Bl., 90 S., 2 Bl. 24,5 x 16,5 cm. OKart. Berlin, Der Sturm, 1921. 120 € Vgl. Raabe 322, 1.Papierbedingt gebräunt, sonst tadellos.

Kosch XX, 276. – Erste Ausgabe. – Sehr schönes Exemplar. – Beiliegend ein Verlagsalmanach von Orell Füssli (Die Neue Schweiz, 1925) und ein Lesezeichen (mit einer Anzeige „Der Kinderkreuzzug“ von Konrad Falke).

3941 Sturm-Abende. Ausgewählte Gedichte. 82 S., 1 Bl. 22,5 x 15,5 cm. OKart. (etwas fleckig) mit neuem Leinenrücken. Berlin, Der Sturm, (1918). 150 €

3937 Stoecklin, Francisca. Gedichte. 65 S. Mit 6 (davon eine farbig) mont. Illustrationen der Verfasserin. 24 x 16,5 cm. OHalbleinen mit goldgepr. RTitel. Bern, Seldwyla, 1920. 90 €

Raabe 120. – Erste Ausgabe dieser exemplarischen Sammlung von Gedichten. „Die Sturm-Abende dienen der expressionistischen Wort­ kunst. Der Vortragende ist Rudolf Blümner ... Das Programm der Sturm-Abende ist aus den Werken der Dichter dieses Buches ausge­ wählt“ (S. 78). Mit Beiträgen von P. Baum, Bl. Cendrars, K. Heynicke, Ad. Knoblauch, L. Schreyer, A. Stramm, H. Walden und anderen. – In­ nen sehr gutes Exemplar.

Kosch XX, 276. – Erste Ausgabe des ersten Gedichtbandes der Basler Dichterin und Künstlerin. Die Verlagsangabe ist von zeitgenössischer

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon 3942 Sturmann, Manfred. Die Erben. Gedichte. 79 S. 19,5 x 12,5 cm. OHalbleinen. Berlin-Grunewald, Horen-Verlag, 1929. 120 € Kosch XXI, 261. Salomon 303. – Erste Ausgabe. Sturmann (1903, Königs­ berg - 1989, Jersualem) lebte in München bis zu seiner Emigration 1938 nach Israel, war dort Journalist, Museumsmitarbeiter Archivar und Nachlaßverwalter von Else Lasker-Schüler. Im Jahr des Erscheinens der „Erben“ erhielt er den Lyrikpreis der Stadt München. – Wohlerhalten.

3943 Supf, Peter. Lieder aus den Lüften. 1 Bl., 67 S., 2 Bl. 20,5 x 14,5 cm. Illustr. OHleinenband. Jena, Eugen Diederichs, 1919 90 € Kosch XXI, 396. – Erste Ausgabe des Gedichtbandes, über den Thomas Mann sich äußerte: „Ich halte es für möglich, daß dieses Buch einen wirklichen seelengeschichtlichen Wert behält. Die ersten Lieder aus neu eroberter Sphäre.“ Supf (1886-1961) studierte Jura, reiste viel, war Flieger im Ersten Weltkrieg und erhielt 1928 von der „Deutschen Luft Hansa Aktiengesellschaft“ einen lebenslang gültigen Freiflugschein. Vortitel mit eigenhändiger Widmung des Autors (datiert 25.12.1926). – Papierbedingt gebräunt, sonst wohlerhalten.

3944 Tagger, Theodor. Der Herr in den Nebeln. Gedichte. 131 S. Mit einer Originallithographie auf dem Vorderumschlag von A. H. Pellegrini. 26,5 x 20 cm. OBroschur (oberer Rand des Vorderdeckels gebräunt). Berlin, Heinrich Hochstim, (1917). 130 € Raabe, Handbuch 300, 2 (mit Abbildung des Umschlags). – Erste Ausgabe der frühen Gedichtsammlung. Unter dem Pseudonym „Fer­ dinand Bruckner“ wurde Tagger (1891-1958), Herausgeber der Zeit­ schrift „Marsyas“, Dramaturg, Theaterdirektor und Regisseur, auch ein erfolgreicher Dramatiker („Krankheit der Jugend“, „Die Verbre­ cher“). – Sehr gutes, frisches Exemplar dieses schönen, breitrandigen Druckes. Abbildung

3945 Tress, Josef. Bettelkönig. Gedichte. 39 S. Mit 3 ganzseitigen Illustrationen von Lovis Wachlmeier (Aloys Wach). 21 x 15,5 cm. OBroschur. Münster i. W. und Leipzig, BaldurVerlag, 1914. 120 € Raabe 306, 1. Kosch XXIII, 497. – Einzige Ausgabe. Tress, 1893 bei Mün­ singen in Württemberg geboren, war nach dem Studium der National­ ökonomie und der Promotion in Tübingen lange Jahre in der Berliner Stadtverwaltung tätig, seit 1949 lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 1975 in München und war bis 1959 Referent in einem Archiv. Der Illu­ strator des hier vorliegenden ersten Gedichtbandes von Tress nannte sich später Aloys Wach (1892-1940) und gehörte in seinen künstleri­ schen Anfängen zum Berliner „Sturm“-Kreis. Sein stark expressionisti­ sches Frühwerk wird heute als seine größte Errungenschaft angese­ hen und ist international von Bedeutung. Später distanzierte er sich von dieser Richtung. Vortitel mit eigenhändiger Widmung des Verle­ gers des Baldus-Verlages. – Etwas fleckig und gebräunt. Abbildung

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3946 Überlinger Almanach. Herausgegeben von Bruno Goetz. 5 Bl., 136 S., 1 Bl. Mit zahlreichen Illustrationen und 2 signierten Originalgraphiken. 24 x 17 cm. HLeder d. Z. mit Samtbrokatbezug, goldgepr. RTitel und KGoldschnitt. Überlingen, Benz, 1925. 200 € Einzige Ausgabe des literarischen und graphischen Almanaches mit Beiträgen von Künstlern und Schriftstellern des Bodenseeraumes, darunter Bruno Goetz, Woldemar von Landesen, Herbert und Suse von Hoerner-Heintz, Carl Haensel, Hilde Gräfin und Albert Graf Schlippenbach, Robert Binswanger, Gerta von Welser, Barbara Levin­ ger, Siegfried Reinke, Theodor Lachmann, Zacharias Volk, Eduard Behrens, Lotte Killian, Hans Rupp, Georg Schulz, Paul Mayer, Heinrich Palm, Eugenie Staib, Artur Meyer u. a. Hier in einer auf dem letzten Blatt nummerierten Vorzugsausgabe (ohne Auflagenangabe) mit einem eingebundenen Original-Holzschnitt auf Japan (signiert „P. Herzog“) und einer separaten Originalradierung von W. A. Meyer (nummeriert 8/50, bezeichnet und betitelt mit „Eigendruck-Föhn“, datiert 1924). – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung Seite 244

3947 Unger, Erich Walther. Ewig in Versuchung. 31 S. 22 x 17 cm. OPappband mit neuerem Leinenrücken. Berlin, Wir Verlag, 1925. 150 € Kosch XXIV, 535. – Erste Ausgabe, „den guten Menschen Willy Schühle - Dietikon (Zürich) und Anna Rotzinger - Springfield (U.S.A.)“ gewid­

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ „In seinen Gedichtbüchern zeigt sich eine ungewöhnliche dichterische Begabung, Überlegenheit im Beherrschen der Form, sicheres Gefühl für Klang und Rhythmus und bildhafte Ausdrucksfähigkeit der Spra­ che“ (laut einer beiliegenden Verlagswerbung). – Sehr gutes Exemplar.

3949 Walter, Robert. Die christliche Mördergrube. Eine wahrhafte Geschichte. 3. Auflage. 40 S. 21.5 x 12 cm. Illustr. OBroschur (etwas ausgeblichen). Hamburg, K. Hanf, 1921.

120 €

Kosch XXVIII, 53. – Einzige Ausgabe der im biblisch gefärbten Sprach­ duktus gehaltenen Erzählung („Ja, hütet euch vor den falschen Pro­ pheten, die in Schafsfellen laufen und inwendig reißende Wölfe sind“, S. 17) Walter (1883-1967) war eine der zentralen Figuren des literari­ schen Lebens in Hamburg. Vor allem als Dramatiker war der vielseiti­ ge Autor lange erfolgreich, kontinuierlich bis 1945. Im Jahr vor der Kapitulation erhielt er noch den Schleswig-Holsteinischen Dichterpreis. – Gebräunt. Abbildung

3950 Der Weg. München 1919 (alles). Mit 4 separaten Originalholzschnitten. 29 x 20,5 cm. OLeinen mit RTitel. 1919 (Reprint: Nendeln, Kraus, 1969). 200 € Vgl. Raabe, Zeitschriften 60. – Eines von 50 numerierten Exemplaren mit den Originalgraphiken. Vollständiger Reprint der Monatsschrift,

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met. Der Zwickauer Autor (1897-1932) gab die literarische Zeitschrift „Der Hain“ mit heraus, publizierte mehrere Anthologien und Lesebü­ cher, Schauspiele und Lyrikbände. – Nachgebundenes, sehr gut erhal­ tenes Exemplar.

3948 Waas, Johannes Baptist. Sinnbild der Landschaft. 93 S., 1 Bl. 21 x 12,5 cm. OHalbleinenband mit OSchutzumschlag. Berlin, Die Rabenpresse, (1937). 60 € Kosch XXVI, 511. – Einzige Ausgabe, „Clara Preß in Bad Oeynhausen der unermüdlichen Förderin meiner Arbeit“ gewidmet. Waas (1904, Mün­ chen – 2002, Bad Oeynhausen) lebte als Maler und Schriftsteller in Bad Oeynhausen. Er bekam 1936 Schreibverbot, sein Haus wurde von den Nazis konfisziert, fortan war er gezwungen, in „bescheidenen Verhält­ nissen [und] von Freunden unterstützt“ (Kosch) in Bad Oeynhausen zu leben. Sein schriftstellerisches Werk begann mit der Herausgabe einer Geschichte der Kirchengemeinde Accum, einer Herbstnovelle und Davoser Elegien. Sie endete mit einem Requiem auf John F. Kennedy und „drei Büchern zur Jahrtausendwende“, so der Titel des 1989 erschie­ nenen Gedichtbandes. Die Berliner Börsenzeitung schrieb über Waas:

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon „eine der charakteristischen Zeitschriften des späten Expressionismus“ (Raabe). Separat beiliegend sind 4 von den Originalstöcken abgezoge­ ne Holzschnitte (jeweils 31,5 x 24 cm): Fritz Schaefler. Pferd. - Bildnis Aloys Wach. - Bildnis G. Birnbacher (jeweils mit Nachlass-Stempel und Signatur von Hansotto Schaefler, Köln) sowie ein Original-Holzschnitt von Oskar Nerlinger. – Sehr gut erhalten. Abbildung

3951 Weiss, Ilse. Gesicht und Maske. Herausgegeben vom Künstlerdank (Clauss-Rochs-Stiftung). 75 S., 2 Bl. 21,5 x 14 cm. OHalbleinen (etwas beschabt) mit Deckel- und RTitel. BerlinGrunewald, Horen-Verlag, 1929. 90 € Kosch, 20. Jhdt. III, 141. Salomon 324. Vgl. Sternfeld-Tiedemann 62. – Erste Ausgabe des ersten Gedichtbandes der in Berlin 1899 geborenen und in Greenwich/Conn. 1987 gestorbenen Lyrikerin und Essayistin. Ilse Weiss war ausgebildete Turnlehrerin und Orthopädin, seit 1920 war sie mit dem Zahnarzt Herbert Blumenthal verheiratet (daher bei Kosch und Sternfeld-T. unter dem Namen „Blumenthal-Weiss“), 1937 emigrierte sie über England nach Holland und wurde 1943 in die Kon­ zentrationslager Westerbork und Theresienstadt deportiert. 1947 emi­ grierte sie nach New York, wo sie seit 1961 als Bibliothekarin am Leo Baeck Institut wirkte. Darüberhinaus war sie Mitarbeiterin des „Auf­ bau“, arbeitete für den Rundfunk und unternahm Vortragsreisen durch die USA und Deutschland. Ihr Mann und ihr Sohn wurden in den Ver­nichtungslagern ermordet. Ilse Weiss korrespondierte in den Jahren 1921 bis 1925 mit Rilke, sie war mit M. Susman, Nelly Sachs und Paul Celan befreundet. „Dichterin, Überlebende, Zeugin“ – so war ein bio­ graphischer Artikel über Ilse Weiss im „Aufbau“ 1984 überschrieben. – Sauberes Exemplar.

3952 Wentscher, Erich. Jubilate. 1 Bl., 26 S., 2 Bl. 22,5 x 15,5 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. Potsdam, H. H. Tillgner, 1920. 120 € Kosch XXX, 627. – Erste Ausgabe. Wentscher (geboren 1892 in Itzehoe, 1953 in Meisenheim/G. gestorben) war Jurist, Geschäftsführer der DNVP und von 1928-44 Hauptschriftleiter des „Archivs für Sippenfor­ schung“, außerdem Archivar und Bibliothekar der Domstifte Merse­ burg, Naumburg und Zeitz. – Vortitel mit Widmung; gebräunt.

3953 Wesse, Curt. Der grenzenlose Spiegel. 47 S., 1 w. Bl. 28,5 x 19,5 cm. Neuer Pappband mit mont. Original-Titelschild auf dem Vorderdeckel. Berlin, E. Rowohlt, (1922). 90 € Kosch XXXI, 263. Raabe 331, 2. – Erste Ausgabe. Handpressendruck der Officina Serpentina in 250 Exemplaren. Wesse (geb. 1884) stammte aus Magdeburg und lebte als Schriftsteller in Berlin. In den 30er Jah­ ren war er Filmdramaturg. Er starb „um 1945 in Berlin“ (Raabe). – Sehr gutes, sauberes Exemplar.

3954 Wied, Martina (d. i. Alexandrine Martina Weisl). Bewe­ gung. Gedichte. 86 S., 1 Bl. 23,5 x 15,5 cm. OPappband (Rücken mit Leinenstreifen restauriert). Wien u. a., Ed. Strache, 1919. 120 €

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Kosch XXXI, 660. – Einzige Ausgabe des ersten Gedichtbandes der österreichischen Autorin (1882-1957), die als Journalistin und Kritikerin für bedeutende Zeitschriften und Zeitungen (u. a. Brenner, Frankfur­ ter Zeitung) schrieb. 1938 emigrierte sie nach London, wo sie als Dozen­ tin und an verschiedenen Orten in England als Lehrerin tätig war. 1947 kehrte sie nach Wien zurück. Als erste Frau erhielt sie 1952 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur. Als ihr Hauptwerk gilt der umfangreiche Entwicklungsroman „Die Geschichte des reichen Jüng­ lings“ aus dem Jahr 1943 (veröffentlicht 1952), in dem sie auch ein litera­ risches Porträt ihres Wiener Freundes Georg Lukács zeichnete. – Leicht gebräuntes, insgesamt sehr gutes Exemplar.

3955 Wittner, Victor. Der Mann zwischen Fenster und Spiegel. Neue Gedichte. 94 S., 1 Bl. 18 x 11,5 cm. OLeinen mit goldgepr. RTitel. Berlin u. a., P. Zsolnay, 1929. 120 € Kosch XXXIV, 454. Salomon 334. – Erste Ausgabe. Wittner (1896-1949) wuchs in der Bukowina auf, studierte in Wien Medizin, wurde dann jedoch Schriftsteller und Theaterkritiker und von 1928 bis 1933 Chef­ redakteur des „Querschnitt“. Er emigrierte 1938 in die Schweiz. Witt­ ner starb 1949 in Wien. – Sehr gutes Exemplar.

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ schiedener Zeitschriften. 1921 heiratete er die Pianistin Leni Stein. Im darauffolgenden Jahr initiierte er zusammen mit Adolf Uzarski die „1. Internationale Kunstausstellung“ in Düsseldorf und den 1. Kongress der Union fortschrittlicher internationaler Künstler. 1925 war Wollheim Mitglied der Novembergruppe in Berlin. In der Zeit des Nationalsozia­ lismus als „entarteter Künstler“ verfolgt, floh er über Saarbrücken nach Paris und später in die Schweiz. Im Exil in Paris gehörte er 1937 zu den Gründern des Deutschen Künstlerbundes, ab 1938 „Freier Künstler­ bund“ genannt. Dort war er auch Lebensgefährte der 1944 in Auschwitz ermordeten Tänzerin Tatjana Barbakoff. 1939 wurde Wollheim verhaf­ tet, konnte aber 1942 entkommen und lebte versteckt in den Pyrenäen. 1947 gelang ihm schließlich mit Hilfe des International Rescue Com­ mittee die Ausreise nach New York; Affidavitgeber war Leonhard Frank, der auch als Trauzeuge bei der Heirat mit Mona Eisemann fungierte. – Etwas gebräunt. Abbildung

3958 Zemke, Georg. Die Gitter. Gedichte. 13 S. 24 x 14,5 cm. Illustr. OBroschur. Berlin, Verlag „Der Aufbruch“ Kurt Virneburg, 1928. 80 € Die Aufbruch-Bücherei, Heft II. Kosch XXXVII, 345. Salomon 342. – Ein­ zige Ausgabe, in der „Aufbruch Bücherei“ erschienen: „[Sie] soll eine zwanglose Sammlung von lebendigen Kräften sein, die in der jungen Generation am Werke sind“ (Umschlag). Titelentwurf von Paul Querch­ feld. Zemke (1903-2000) war 1927 Mitbegründer des Verlages „Der Aufbruch“. Von 1945-48 in Buchenwald interniert, war er seit 1951 Lektor im „Verlag der Nation“. – Heftung gelöst, sonst sehr gutes Exemplar.

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3956 Wittner, Victor. Sprung auf die Straße. Gedichte. 70 S., 1 Bl. 23 x 18 cm. Illustr. OPappband (etwas bestoßen). Berlin, Die Schmiede, 1924.

180 €

Kosch XXXIV, 454. – Einzige Ausgabe. Die Einbandzeichnung stammt von George G. Kobbe. Wittner wurde 1896 in der Bukowina geboren, war nach einem abgebrochenen Medizinstudium in Wien als Schrift­ steller und Theaterkritiker tätig, ging 1928 nach Berlin und war dort bis 1933 Chefredakteur des „Querschnitt“. Er kehrte nach der Machtüber­ nahme Hitlers nach Wien zurück, emigrierte 1938 über Prag in die Schweiz und lebte von 1947 bis zu seinem Tod 1949 in ärmlichen Verhältnissen wieder in Wien. – Wohlerhaltenes Exemplar. - Beiliegend ein Portrait des Dichters von Otto Basil (veröffentlicht am 29. Februar 1948). Abbildung

3957 Wollheim, Gert Heinrich. Der Staatsanwalt. Theaterstück in drei Akten. 71 S. 20,5 x 13,5 cm. Illustr. OBroschur (etwas fleckig). Konstanz, See-Verlag, 1925. 150 € Kosch XXXV, 611. – Einzige Ausgabe der einzigen literarischen Veröffent­ lichung des 1894 in Loschwitz bei Dresden geborenen, 1974 in New York gestorbenen Malers. Die Umschlagillustration stammt von Woll­ heim. Zusammen mit Otto Pankok, den er auf der Kunsthochschule in Weimar kennengelernt hatte, verfolgte Wollheim den Plan, eine Künstlerkolonie in Ostfriesland gründen. Ende 1919 beendeten die beiden das Projekt und gingen nach Düsseldorf, wo sie sich mit Adolf de Haer einem Kreis um die literarische Zeitschrift „Neues Rheinland“ anschlossen. Zu dieser Gruppierung gehörten auch Max Ernst und Otto Dix. 1920 wurde Wollheim Gründungsmitglied der Künstlerver­ einigung Das Junge Rheinland und Herausgeber und Mitarbeiter ver­-

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon

Nachtrag 3959 Beste, Konrad. Gott Augenblick. 16 Bl. 22,5 x 15 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. Heidelberg, Saturn­ verlag Hermann Meister, 1913.

80 €

Kosch, 20. Jhdt. II, 522. – Erste Ausgabe des Erstlingswerkes. Beste (1840-1958) studierte Philosophie und lebte nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg als freier Schriftsteller in Berlin, dann in Altona und Hamburg-Wandsbek, seit 1938 im Weserbergland. Sein Bauernroman von 1932 „Das heidnische Dorf“ scheint so ideologiefrei zu sein, dass Beste 1945 der erste Schriftsteller Niedersachsens war, dessen Werke wiederaufgelegt werden konnten. – Vord. fl. Vorsatz mit Besitzver­ merk; wohlerhalten.

3960 Bock, Kurt. Strophen um Eros. Die frühen Gesichte, Alt-Döbern, Zinne der Zeit. 91 S., 2 Bl. 22 x 14 cm. OBroschur (etwas lichtradig) mit mont. Deckeltitel. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1919. 70 € Dichtung der Jüngsten, Band IX. Raabe 35, 3. Kosch, 20. Jhdt. III, 179. – Erste Ausgabe. Bock, 1890 in Hannover geboren und in einem Inter­ nierungslager bei Frankfurt/Oder 1949 gestorben, studierte Germani­ stik, Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin und Göttingen, promo­ vierte und war freiberuflicher Schriftsteller im Berlin der zwanziger Jahre. Aus seinen „frühen Gesichten“ wird bei Kosch und Raabe das Frühwerk der „Gedichte“. – Papierbedingt gebräunt; das erste Bl. mit Randeinriss; insgesamt wohlerhalten.

3961 Dietrich, Rudolf Adrian. Das Tanzbuch. 53 S., 1 Bl. 18 x 12 cm. Illustr. OPappband (Rücken mit kl. Fehlstelle). Regensburg, F. L. Habbel, 1921. 120 €

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Kosch, 20. Jhdt. VI, 245. Raabe 56, 8. – Erste Ausgabe. Dietrich (18941969), seit 1919 Dramaturg am Stadttheater in Konstanz, erlangte auch durch seine Inszenierungen moderner Stücke des Ausdruckstanzes Bekanntheit. – Etwas gebräunt. Abbildung

Mit Portrait 3962 Kohl, Steffi. Mein Herz. Sechzehn Gedichte. 11 Bl., 1 w. Bl. Mit einer signierten Originallithographie von Steffi Kohl. OHalbpergamentband (rechte obere Ecke des Vorder- und Rückdeckels mit Knickspur) mit goldgepr. Deckeltitel. (1924). 250 € Nicht bei Kosch. – Eines von 10 nummerierten Exemplaren (Gesamt­ auflage). „Dichtung, Steinzeichnung, Satz, Druck [auf Bütten] und Einband von Steffi Kohl. Hergestellt in den Werkstätten der Staatlichen Kunstgewerbeschule München“ (Druckvermerk). Datiert aufgrund eines Besitzvermerkes („Mauthe. 15. März 1924“). In keiner Bibliothek nachweisbarer Gedichtband einer Autorin und Künstlerin, über die nur folgendes bekannt ist: Sie war angehende Malerin und studierte nach 1920 an der Kunstgewerbeschule München. Und sie war die Geliebte Rudolf Adrian Dietrichs, der sie 1919 in München im Atelier Oskar

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Sammlung Peter Salomon __________________________________________________________________________________________________ ration. 31 S. 19 x 12,5 cm. OBroschur. Dessau, Dion-Verlag Liebmann & Mette, 1927. - Raabe 193, 6. - 3. Der Seher. Hymnen - Gedichte. 60 S., 2 Bl. 22 x 14 cm. OLeinen (etwas fleckig). Hirsau, Die Arche, 1930. Raabe 193, 8. - Vorsatz mit eigenhändiger Widmung des Autors (da­ tiert Dezember 1948). - 4. Glanz der Aue ... Gedichte mitteldeutscher Landschaft. 34 S., 1 Bl. 23 x 15 cm. OBroschur (etwas lichtrandig). Berlin-Steglitz, Dion-Verlag, 1937. - Raabe 193, 13.

3964 Meyer, Alfred Richard. Des Herrn Munkepunke Polychromartialisches, antierotischrückendes, philopolemineralogisches, altalkoholgigantisches, geographiescheherazadisches, peripathermästesiometrisches, anthropophilatelistisches, internationasales, kontramunkepunktiertes GemischGemasch. 23 S. Mit Titelzeichnung von Paul Scheerbart. 12,5 x 9,5 cm. OPappband (Kanten berieben) mit Buntpapierbezug und mont. Deckelschild. (Berlin, A. R. Meyer, 1921). 120 € (Lyrische Flugblätter, 86). Wilpert-G.2 56. Raabe 207, 41. Kobbe 51. Josch A 53. Raabe, Zeitschriften 144.86. – Erste Ausgabe der Literaten­ parodien: „Die Straßen kam Ernst Blaß entlang geweht. Das schlimm­

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Maria Grafs kennenlernte und mit nach Konstanz nahm. Er lebte mit ihr, der Ehefrau und den beiden Söhnen in einer Wohnung. Man ging auch zu dritt in der Stadt spazieren, jede Frau schob einen Kinder­ wagen, was bei den Konstanzer Bürgern für Empörung sorgte. Eduard Reinacher hat diese und andere Szenen in seinem Schlüssel-Roman von 1929 „Bohème in Kustenz“ (sic!) beschrieben. Steffi Kohl ist darin eine der Hauptfiguren unter dem Namen Dolly. Eeine Neuauflage des Romans, mit Nachwort, Fototeil und Entschlüsselungsliste von Peter Salomon, erschien 2009 im Verlag Klaus Isele Editor. – Etwas gebräunt. – Dabei: Portraitphoto von Steffi Kohl (signiert: Lotte Körner), Silber­ gelatineabzug, 16,5 x 11,5 cm. Montiert auf chamoisfarbenem Träger­ karton (dieser etwas fleckig). Um 1925. - Drei signierte Originallithographien von Steffi Kohl. 16 x 23 cm bis 29 x 21,5 cm. - Mit Erhaltungs­ mängeln. Abbildung Seite 247

3963 Liebmann, Kurt. Konvolut von 4 Werken in ersten Ausgaben. Verschiedene Einbände. 1924-1937.

220 €

Enthält: 1. Schräg geöffnet. Kreis-Gedichte. 40 S. Mit mont. Illustration von Th. Ring nach Paul Klee. 23,5 x 16 cm. OBroschur. Dessau, Karl Rauch, 1924. - Die Drucke der Schau, Heft 2. - Raabe 193, 3. - Etwas stockfleckig. - 2. Dionysos-Apollo. Die Idee und Rechtfertigung der jungen Gene­

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________________________________________________________________________________________________ Sammlung Peter Salomon ste Wetter - gottseidank - vergeht.“ (S. 9). Mit einem Namensregister („Bladwijser“) von Abraham a Santa Clara bis Emile Zola. „Dies ex­ pressiofutukubidadaistische Gequatsch eines Abraham a Santa Clara vom Kurfürstendamm ... macht Vergnügen wie ein Flohzirkus“ (Vossi­ sche Zeitung, zit. nach A. R. Meyer - Katalog M. Edelmann, Nr. 134). Titelblatt verso mit eigenhändiger Widmung des Autors (datiert 25.3. 22). – Gebräunt; insgesamt wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

3965 Rheinhardt, E. A. Tiefer als Liebe. Gedichte. 103 S. 21 x 13 cm. Neuerer Pappband. Berlin, S. Fischer, 1919. 60 € Raabe 246, 3. – Erste Ausgabe des frühen Gedichtbandes dieses Wie­ ner Expressionisten (geb. 1889), der nach einem Medizinstudium lange Zeit als freier Schriftsteller in Italien und Frankreich lebte. 1945 kam er kurz vor der Befreiung im KZ Dachau um. „O immer nur ein Zimmer nur, Erloschene Bücher nur und Schlaf.“ (S. 19). – Sauberes Exemplar.

3966 Schönfeld, Fritz Wilhelm. Wir alarmieren uns. Lyrische Funksprüche. 8 Bl. Mit einer Titelillustration von Bruno Krauskopf. 20,5 x 13,5 cm. Illustr. OBroschur mit Kordelheftung. Berlin, A. R. Meyer, (1919). 120 € (Lyrische Flugblätter, 56). Kosch XVI, 70. Josch D 74. Raabe, Zeitschrif­ ten 144.56. – Laut Kosch die einzige selbständige Veröffentlichung Schönfelds, dessen biographischer Eintrag denkbar knapp ausfällt: „*15.9.1888 Breslau; war in d. 20er Jahren Siedlungsbeamter in Glogau/ Schles., lebte dann in Hannover. Dramatiker, Lyriker, Erz., Kritiker“. – Wohlerhaltenes Exemplar. Abbildung

3968

3967 Steiger, Hans. Der anmutige Tag. 8 Bl. 20 x 20 cm. OPappband mit mont. Deckelschild. Köln 1914.

150 €

Vgl. Kosch XIX, 338. – Einzige Ausgabe des bei Kosch nicht erwähnten, „Gerta Heinen in Verehrung zugeeignet(en)“ Gedichtbandes, der als „Privatdruck auf italienischem Handpapier“ in einer nummerierten Auflage von 200 Exemplaren hergestellt wurde (Druckvermerk). Steiger, 1889 in Graz geboren, war „1910 Buchhändler in Köln, später Journalist u. Feuill.-Red. am ‚Berliner Lokal-Anzeiger‘“ (Kosch). Wohl 1943 ist Steiger gestorben. Unter seinen zahlreichen Schriften finden sich auch „HitlerLieder“ und „Balladen wider die Verderbnis“ (beides 1928 erschienen). – Leicht stockfleckiges, insgesamt sehr gutes Exemplar.

3968 Um uns die Stadt. Eine Anthologie neuer Grosstadtdichtung. Herausgeber: Robert Seitz, Heinz Zucker. 206 S., 1 Bl. 18,5 x 12 cm. OLeinen mit illustr. OSchutzumschlag (Entwurf sign. „Weinberg“). Berlin, Sieben-Stäbe-Verlag, 1931. 150 € Salomon 410. – Erste Ausgabe. „Repräsentatives Kompendium mit Quellenangaben“ (Salomon). – Sehr gutes Exemplar mit dem selte­ nen, im Stil der Neuen Sachlichkeit gestalteten Schutzumschlag (dieser zur Stabilisierung aufgezogen). Abbildung

249


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Register

Autoren, Künstler und Pressen A Abigeo, Raymond 3578 Achilles, Eduard 3549 Alastair 3108 Alexeïeff, Alexandre 3299, 3360 Altman, Nathan 3573 Altmann, Robert 3451 Anderson, Sascha 3449 Andrejew, Leonid 3101 Archipenko, Alexander 3574 Armando, Serge 3102 Ary, Carina 3002 Aucassin und Nicolette 3103 Außenseiter d. Gesellschaft 3104 Avant Garde 3105 B Babylonische Talmud, Der 3181 Balzac, Honoré de 3106, 3107, 3329 Barbey d'Aurevilly, J. A. 3108, 3482 Barlach, Ernst 3109 Basquiat, Jean-Michel 3110 Bataille, Georges 3111 Baudelaire, Charles 3112, 3203 Bauhaus 3550, 3553 Baumann, Paul 3554 Baumeister, Willi 3113 Bäumer, Ludwig 3542 Bayros, Franz von 3114, 3115 Beardsley, Aubrey 3116-3117 Beaudin, André Gustave 3433 Beaumarchais, P.-A. C. de 3118 Beckmann, Max 3119, 3120 Behmer, Marcus 3121, 3321, 3329, 3441 Benn, Gottfried 3122-3130 Benoit, P. A. 3141 Bérard, Christian 3168 Berliner Grafikkalender 3241 Berliner Handpresse 3280 Berners, G. H. T.-W. 3575 Berr de Turigue, Marcelle 3186 Beuys, Joseph 3131 Bierbaum, Otto Julius 3115, 3330 Blossfeldt, Karl 3579-3580 Boccaccio, Giovanni 3132 Böll, Heinrich 3133 Bolm, Adolph 3003-3008 Bonnard, Pierre 3134-3137 Borchert, Wolfgang 3138 Brandstätter, Horst 3139 Brantôme, Pierre de Bourdeille 3140 Braque, Georges 3141-3142 Braun, Volker 3257 Bremer Presse 3143-3145 Brouwn, Stanley 3146 Browning, Robert 3147

250

Brun, Theodor 3148 Bruni, Bruno 3149 Brust, Alfred 3495 Büchner, Georg 3150-3151 Buren, Daniel 3152 Bury, Richard de 3331 C Cain, Julien 3165 Camesi, Gianfredo 3153 Carroll, Lewis 3197 Carte Surréaliste, La 3154 Cassou, Jean 3480 Cervantes Saavedra, M. de 3222, 3493 Cézanne, Paul 3155 Chagall, Marc 3156-3166 Christophe, Franz 3364 Clairin, Georges 3001 Clauren, Heinrich 3167 Cocteau, Jean 3168 Commerce 3169 Cooper, Douglas 3383, 3455 Corinth, Lovis 3170-3171 Craig, Edward Gordon 3302 Cranach Presse 3172 Czwiklitzer, Christophe 3362 D Däubler, Theodor 3173 Dekopapierrolle 3555 Delaunay, Sonia 3174 Delorme, Danièle 3158 Delorme, Hugues 3175 Demeter, Peter Aoram 3335 Derain, André 3118 Derp, Clotilde von 3009-3010 Derrière le Miroir 3159-3162, 3176-3177, 3413, 3415-3418, 3414 Dickens, Charles 3178 Divéky, Josef von 3282 Dix, Otto 3179 Dobe, Paul 3550 Donnay, Jean 3372 Doves Press 3184 Dowson, Ernest 3116 Drucktopf 3185 Dubout 3106 Dufy, Raoul 3186 Duhamel, Georges 3527-3528 Dwars, Jens-Fietje 3322 E Edition Süd 3242 Edschmid, K. 3120, 3187-3189 Ehrenstein, Albert 3190-3192 Einstein, Carl 3193 Eisenlohr, Friedrich 3194 Eißner, Frank 3243 Eliasberg, Paul 3147

Éluard, Paul 3384 Engel der Geschichte 3258 Entartete Kunst 3195 Enzensberger, Chr. 3196, 3213 Ernst Ludwig Presse 3298, 3303, 3461, 3471, 3534 Ernst, Max 3197 Erzählungen aus den 1001 Nächten 3199-3200 Ewers, Hanns Heinz 3201 F Falke, Gertrude 3011-3016 Felixmüller, Conrad 3202 Fini, Leonor 3203-3205 Fiorini, Marcel 3389 Fischer, Hans 3450 Fitzgibbon, Brian 3206 Flocon, Albert 3551 Fokina, Vera 3017 Fokine, Michel 3018 Forain, J. L. 3325 Fournier, L.-E. 3386 Frajndlich, Abe 3581 France, Anatole 3207 Frank, Sepp 3224 Franken, Klaus 3244 Freund, Der 3208 Fritsche, Herbert 3209 Frohmann, Max 3019 Frühe deutsche Dichtung 3210 Fürstenberg-Feuchtschnauz, Frieda von 3134 Fußmann, Klaus 3211-3216 G Galerie am Unteren Tor Bietigheim 3217 Ganymed 3218 Gegenstandslose Malerei 3219 Genin, Robert 3188 Genius 3220 George, Stefan 3221 Gert, Valeska 3020 Gessner, Salomon 3323 Ghika, Tiggie 3526 Giacometti, Alberto 3111, 3222 Glaser, Curt 3428 Glöckner, Hermann 3223 Gobineau, J. A. Comte de 3224 Goethe, Johann Wolfgang von 3184, 3225-3234, 3332-3333 Gogol, Nikolaus 3235 Goldschmitt, Bruno 3236 Gomringer, Eugen 3522-3523 Gontscharowa, Natalja 3575 Graf, Oskar Maria 3237 Gramatté, Walter 3150 Graphikkalender 3238-3240, 3247 Grass, Günter 3248

Green, Julien 3249-3250 Grieshaber, HAP 3251-3263 Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von 3121 Grossberg, Carl 3264 Großmann, Rudolf 3363 Grosz, George 3265-3269 Grunenberg, Arthur 3003-3004, 3017-3019, 3021-3023, 30303040, 3059, 3076 Grützke, Johannes 3270 Guitry, Sacha 3388 Gütersloh, A. P. 3180 Gutzkow, Karl 3271 H Hafis 3182 Hais-Tynecky, Josef 3272 Hartung, Hans 3286 Hartung, Karl 3556-3557 Hatzfeld, Adolf von 3273-3274 Hauff, Wilhelm 3275 Hauptmann, Gerhart 3276-3277 Hebbel, Friedrich 3278 Heckel, Erich 3279 Hedgecoe, John 3420 Heidbrinck, Oswald 3175 Hein, Christoph 3280 Heine, Heinrich 3259, 3281-3283 Heine, Th. Th. 3278 Heitmüller, Franz F. 3284 Hemingway, Ernest 3285 Heraklit 3286 Hervieu, Louise 3287 Herzattacke 3288 Herzfelde, Wieland 3289 Hesse, Hermann 3290-3293 Hettner, Otto 3304 Heym, Georg 3294 Hilgemann, Ewerdt 3295 Hirsch, Karl-Georg 3357 Höch, Hannah 3296 Hofer, Karl 3273 Hoffmann, E. T. A. 3299 Hofmann, Ludwig von 3300 Hofmannsthal, H. v. 3301-3305 Hölderlin, Friedrich 3297-3298 Holz, Arno 3306-3307 Holzschuher, Hanns 3308 Homer 3145, 3300 Honisch, Dieter 3380 Howitt, William and Mary 3582 Huelsenbeck, Richard 3267 Hultén, Pontus K. G. 3515 Hussel, Horst 3309-3324 Huysmans, Joris-Karl 3325 IJ Ibsen, Henrik 3326 Ibsen, Lillebil 3024-3029


____________________________________________________________________________________________________________________________Register

Image, Le 3327 Insel-Verlag 3328–3337 Irving, Washington 3338 Jahrbuch der jungen Kunst 3339 Janssen, Horst 3340 Jean Paul 3221, 3341 Jensen, Ole 3342 Jonson, Ben 3117 Jouhandeau, Marcel 3343, 3377 Joyce, James 3344 Jugend 3346 Jule-Album 3347 Junge Menschen 3552 Junge Rheinland, Das 3348 Jüngste Tag, Der 3345 K Kafka, Franz 3349-3357 Kainer, Ludwig 3005, 3020, 3024, 3041, 3077 Kandinsky, Wassily 3358 Kant, Immanuel 3334 Karsawina, Tamara 3021, 30303056 Kerfin, Gerhard 3427 Kessel, Joseph 3360 Kestnerbuch 3361 Khodossievitch-Leger, N. 3362 Kirchner, Ernst Ludwig 3294 Kirin, Vladimir 3545 Klabund 3363 Klein, Alfons 3151 Kleist, Heinrich von 3367 Klemke, Werner 3132 Klemm, Walter 3235 Kneip, Oswald 3583 Kock, Henry de 3364 Kokoschka, Oskar 3365-3366 Kolar, Jiri 3367-3368 Kolbe, Georg 3369 Kolbrand, Franz 3275 Kollwitz, Käthe 3277 Korch, Claus 3481 Krause, Franz 3264 Krull, Germaine 3584 Kunert, Günter 3214 Kutter, Markus 3370 L La Fontaine, Jean de 3371 Larbaud, Valéry 3372 Lasker-Schüler, Else 3373-3376 Laurencin, Marie 3274, 3377 Laurens, Henri 3378 Lawrence, D. H. 3379 Le Noci, Guido 3385 Lechner, Alf 3380 Lechter, Melchior 3381 Léger, Fernand 3382-3385 Lemaître, Jules 3386

Lepape, Georges 3387-3388 Lersch, Martin 3281 Lescure, Jean 3389 Lessing, Gotthold Ephraim 3335 Leymarie, Jean 3163 Libeskind, Daniel 3558 Liebermann, Max 3390 Live in your head 3391 Lucien 3393 Lüpertz, Markus 3198 M Machiavelli, Niccolo 3392 Maillol, Aristide 3393-3395 Malewitsch, Kasimir 3498 Mallarmé, Stéphane 3396 Mandeville, Bernard 3397 Mann, Erika 3472 Mann, Heinrich 3268 Mann, Thomas 3398-3401 Marcks, Gerhard 3402, 3487 Marquardsen-Kamphövener, E. 3403 Masson, André 3497 Maurois, André 3469 Meckel, Christoph 3404 Medium in re 3405 Meichsner, Dieter 3406 Meidner, L. 3130, 3407-3408 Meier-Graefe, Julius 3409 Meyer, Alfred Richard 3269, 3410 Mirbeau, Octave 3134 Miró, Joan 3411-3418 Moderne Bouwkunst 3559 Moholy-Nagy, Laszlo 3585 Moldovan, Kurt 3419 Montherlant, H. de 3135-3136 Moore, Henry 3420 Morand, Paul 3421 Mourlot, Fernand 3157 Mucha, Alphonse 3272 Mühlenhaupt, Kurt 3422-3427 Munch, Edvard 3428 Musäus, Johann K. A. 3429 Museum der Gegenwart 3430 N Nadel, Arno 3431 Narayanan, Akkitham 3432 Narodnija russkija 3576 NASA 3586 Naumann, Hermann 3537 Neruda, Pablo 3260-3261 Nerval, Gérard de 3433 Neue Pathos, Das 3434 Neuhuys, Paul 3368 Nezval, Vitezslav 3435 Nieblich, Wolfgang 3436 Nietzsche, Fr. 3183, 3437-3439 Nijinska, Bronislava 3057-3058

3020

Nijinsky, Vaslav 3059-3060 Novalis 3440 Nowak, Willi 3301 O Offenbarung St. Johannis 3236 Olden, Balder 3593 Omar Chajjam 3441 Opale, Die 3442 Oppler, Ernst 3002, 3006-3016, 3025-3029, 3042-3058, 30603075, 3078-3096 Osborn, Max 3448 Ovidius Naso, Publius 3503 PQ Palacky, Frantisek 3443 Palermo, Blinky 3444 Pan 3445

Paris "1937" 3446 Paul, Manfred 3587 Pawlowa, Anna 3076-3093 Pechstein, Max 3447, 3448 Penck, A. R. 3449 Perckhammer, Heinz von 3588 Peretz, Jean-Claude 3578 Perrault, Charles 3450 Peskoff, Georges 3451 Philipp, Helga 3452 Picasso, Pablo 3453-3458 Piltz, Maria 3094-3095 Pinner, Erna 3187, 3189 Plakat, Das 3560 Plakatkunst en miniature 3561 Planen. Bauen. Einrichten. 3562 Plaut, James S. 3365 Poethen, Johannes 3262 Poncheville, André M. de 3459

251


Register______________________________________________________________________________________________________________________

Potocki, Jan 3204 Poulton (London) 3589 Prase, Andreas Emil Otto 3554 Prévert, Jacques 3164 Prinzhorn, Hans 3460 Prophet Jona 3461 Proust, Marcel 3462-3469 Prudhomme, Joseph 3470 Psalmen, Die 3471 Pudemann, A. 3472 Queneau, Raymond 3411, 3473 R Raasch, Klaus 3474-3476 Rabuzin, Ivan 3477 Réage, Pauline 3205 Regel, Ingo 3127 Reinholz, Hanns 3478 Rensch, Peter 3240, 3500 Rideamus 3479 Rigal, J. J. J. 3480 Riha, Karl 3538 Ringelnatz, Joachim 3481 Rink, Henrik 3336 Rixdorfer Drucke 3139 Rohleder, Wittich 3215 Roon, Karl Heinz 3234 Rops, Félicien 3482 Rosen, Gerd 3483 Roth, Joseph 3484 Rowohlt Rotations Romane 3485 Rubiner, Ludwig 3194, 3486 Rühmann, Heinz 3590 Runge, Philipp Otto 3402, 3487 Russisch-dt. Theater 3488

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S Salmon, André 3456 Sandberg, Willem 3563 Sartre, Jean-Paul 3489-3491 Scheerbart, Paul 3324 Schelling, Caroline 3337 Schem 3379 Schlegel, Friedrich 3492 Schlotter, Eberhard 3493 Schmid, Charles 3564 Schmidt, Arno 3494 Schmidt-Rottluff, Karl 3495 Schott, Rolf 3492 Schrat, Henrik 3496 Schrimpf, Georg 3237 Schubert, Walter F. 3565 Schulpig, Karl 3565 Schult, Friedrich 3109 Schumann, Robert 3072 Schwarz, Arturo 3497 Schwarz, Robert 3498 Schwarz, Rudolf 3566 Schwitters, Kurt 3499-3500 Scianna, Fernando 3591 Sciascia, Leonardo 3591 Shakespeare, William 3366 Siegelaub, Seth 3543 Siemens-Oberrealschule 3501 Siemsen, Hans 3502 Sintenis, Renée 3502 Sitte, Willi 3503 Slevogt, Max 3504 Smirnova, Elena 3096 Sorlier, Charles 3166 Sovák, Pravoslav 3505 Spiegel, Peter 3506 Spitz, Ernst 3507 Spoerri, Daniel 3508 Staatliches Bauhaus 3553

Steiner-Prag, Hugo 3167 Steinhardt, Jakob 3431 Struck, Hermann 3509-3511 Sturm, Der 3512 Styl 3567 Suarès, André 3457, 3513 T Tableaux de Paris 3514 Tabor Presse 3246 Tektonike 3568 Theokrit 3378 Thiriat, Paul 3536 Tinguely, Jean 3515 Tobiasse, Théo 3516-3517 Tolstoi, Leo 3458 Townsend, George Warner 3518 Trachsel, Albert 3569 Traston, Simon 3519-3520 Tretjakov, Sergej 3577 Tschechow, Anton 3216 Tübke, Brigitte 3521 Tübke, Werner 3521 Tudal, Antoine 3142 Typographie (Konvolut) 3570 UV Uecker, Günther 3522-3523 UFA 3592 Valéry, Paul 3524 Velde, Henry van de 3437-3438 Vennemann, Wolfgang 3593 Vera, Paul 3524 Vereinigung Oltner Bücherfreunde 3525 Vergilius Maro, Publius 3172, 3394, 3395 Vigorelli, Giancarlo 3477

Villon, Jacques 3526 Vlaminck, Maurice de 3527-3528 Vogenauer, Ernst Rudolf 3571 Vollard, Ambroise 3137, 3155 Voß, Johann Heinrich 3529 W Walden, Herwarth 3512 Walser, Karl 3305 Warhol, Andy 3530-3531 Warnke, Uwe 3532 Wegener, Gerda 3371 Weiss, Ernst 3407-3408 Wengerhoff, Philipp 3533 Werfel, Franz 3534 Weston, Edward 3594 Wiechert, Ernst 3535 Wiener Werkstätte 3572 Wilde, Oscar 3536 Wilson, Charis 3594 Winckel, Richard 3306 Witt, Hubert 3537 Wolf, Ror 3538 Wolfenstein, Alfred 3539-3540 Wolters, Friedrich 3541 Worpswede 3542 Z Zagreb 3544, 3545 Zapletal, Svato 3112, 3520 Zeitschrift für bildende Kunst 3546 Zeller, Magnus 3101 Zikade 3547 Zucchi, Virginia 3001


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Register Sammlung Peter Salomon A Adler, Kurd 3801 Aischylos 3826 Aktionsbuch, Das 3802 Angel, Ernst 3803 Anthologie, Die 3804 B Bänninger, Konrad 3805 Bauer, Peter 3806 Baumann, Paul 3807 Becher, Johannes R. 3808 Becker, Michel 3809 Benemann, Maria 3810 Beran, Felix 3811 Berliner, Margot 3812 Bernhard, Trude 3813 Beste, Konrad 3959 Birnbaum, Uriel 3814 Bloch, Erich 3815 Bock, Kurt 3960 Bockemühl, Erich 3816 Bodensee-Künstlerkarten 3817 Boetticher, Hermann von 3818 Boldt, Paul 3819 Botschaft, Die 3820 Brandt, Oscar Ludwig 3821 Braun, Robert 3822 Bröger, Karl 3823-3824 Brügel, Fritz 3825-3826 Bruger, Ferdinand 3827 C Cahén, Richard Maximilian 3828 D DADA Zeitschriften Reprint 3829 Dada-Mappe Berlin 1920/21 3830 Dauthendey, Max 3831 Denninger, Hanns Georg 3832 Dichtungen Leipziger Studenten 3833 Dietrich, Rudolf Adrian 38343839a, 3961 Dörmann, Felix 3840 Dörries, Bernhard 3841 Drews, Richard 3842 E Eggert, Benno 3908 Ehrenstein, Albert 3843 Emde, Karl 3844 Englert, Josef 3845 Escuyer-Wittich, Karl Franz 3846

F Faesi, Robert 3847 Fanale 3848 Felixmüller, Conrad 3839a Feuchtwanger, Lion 3849 Forum der Jungen 3850 Franzke, Günther 3858 Fritsche, Herbert 3851 G Gebser, Hans 3852 Gnade, Elisabeth 3853 Goldschlag, George A. 3854 Goll, Claire 3855 Goll, Iwan 3856 Graetzer, Franz 3857 Grosz, George 3858 Gruenewald, Christian 3859 H Habicht, Victor Curt 3860 Hahn, Der 3861 Hahn, Herbert A. 3862 Haller, Paul 3863 Harbeck, Hans 3864 Hardenberg, Henriette 3865 Henkl, Rolf 3866 J Jebsen, Hans 3867 Jung, Franz 3869 Junge Kreis, Der 3870 Jüngste Tag, Der 3868 K Klabund 3871-3873 Klee, Ernest 3874 Kleinen Saturnbücher, Die 3875 Kohl, Steffi 3962 Kondering, Hugo 3877 Konstanz 1919 3878 Köppen, Edlef 3876 Kordt, Walter 3879 Krauskopf, Bruno 3966 Kubin, Alfred 3838 L Landau, Lola 3880 Lange, Horst 3881 Langer, Resi 3882 Leonhard, Rudolf 3883 Leuteritz, Gustav 3884 Lichtenstein, Alfred 3885 Liebmann, Kurt 3963 Lyrik der Generation, Die 3886

M Mayer, Paul 3887 Meckel, Eberhard 3888 Meinhard, Elsabeth 3889 Menschen 3890-3891 Mette, Alexander 3892 Meurer, Kurt Erich 3893 Meyer, Alfred Richard 3894, 3964 Moser, Bernhard 3895 Müller, Werner 3896 N Neue Jugend 3897 Nowak, Heinrich 3898 O Otten, Karl 3899 Otto, Helene 3900 P Paquita, Paul 3901 Pfemfert, Franz 3902 Pforte, Die 3903 Philips, Carlo 3904 Picard, Jacob 3905-3907 R Reinacher, Eduard 3908 Replik 3909 Revolution 3910 Rheinhardt, E. A. 3965 Rochowanski, Leopold Wolfgang 3911 Rück, Fritz 3912 S Saekel, Herbert 3913 Saenger, Eduard 3914 Sakheim, Arthur 3915 Sand, Rüdiger 3916 Sander, Otto 3917 Saturn 3918 Schanderl, Josef 3919 Scheibe, Richard 3885 Schertel, Ernst 3920 Schilling, Heinar 3891 Schmidt, Robert Renato 3921 Schnack, Anton 3922 Schneider, Otto 3923 Schneider-Manzell, Anton 3924 Schönfeld, Fritz Wilhelm 3966 Schönstedt, Walter 3925 Schreyer, Lothar 3926 Schürer, Oskar 3927

Sidow, Max 3928 Signal 3929 Silvester, Eduard 3930 Sissenich, Anglo 3931 Spitzer, Karl Philipp 3932 Steffens, Walter 3933 Steiger, Hans 3967 Steindorff, Ulrich 3934 Stieler, Hilde 3935 Stoecklin, Francisca 3936-3937 Stomps, V. O. 3938 Straub, Karl Willy 3939 Sturm 3940 Sturm-Abende 3941 Sturmann, Manfred 3942 Supf, Peter 3943 T Tagger, Theodor 3944 Tress, Josef 3945 U Überlinger Almanach 3946 Um uns die Stadt 3968 Unger, Erich Walther 3947 V Vohden, Christof 3896 W Waas, Johannes Baptist 3948 Wach, Aloys 3945 Walden, Herwarth 3940 Walter, Robert 3949 Weg, Der 3950 Weiss, Ilse 3951 Wentscher, Erich 3952 Wesse, Curt 3953 Wied, Martina 3954 Wittner, Victor 3955-3956 Wollheim, Gert Heinrich 3957 Z Zemke, Georg 3958

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___________________________________________________________________________________________________________________________

3404

Besitzer 1: 3135, 3204, 3274, 3327, 3384, 3389, 3459, 3480, 3524, 3526. 2: 3174, 3387. 3: 3342. 4: 3283, 3333, 3460. 5: 3571. 6: 3148, 3264, 3284, 3308, 3370, 3404, 3406, 3422, 3423, 3424, 3425, 3451, 3563, 3570, 3574. 7: 3163. 8: 3276. 9: 3593. 10: 3265. 11: 3578. 12: 3141, 3153, 3455, 3477, 3505. 13: 3111, 3118, 3134, 3136, 3137, 3168, 3172, 3179, 3203, 3205, 3222, 3287, 3299, 3345, 3360, 3366, 3367, 3368, 3371, 3377, 3378, 3379, 3382, 3383, 3385, 3388, 3393, 3394, 3412, 3421, 3446, 3456, 3457, 3514, 3516, 3517, 3551, 3575, 3581, 3588. 14: 3589. 15: 3403, 3435, 3498, 3533, 3568. 16: 3272, 3569. 17: 3544, 3554. 18: 3116, 3218, 3532. 19: 3112, 3138, 3201, 3206, 3353, 3405, 3470, 3474, 3475, 3476, 3486, 3519, 3520. 20: 3567. 21: 3101, 3167, 3292, 3374, 3484. 22: 3208, 3420, 3426, 3427, 3447, 3503, 3545, 3564. 23: 3169, 3193, 3249, 3250, 3291, 3343, 3372, 3462, 3463, 3464, 3465, 3466, 3467, 3468, 3469, 3473, 3489, 3490, 3491, 3513. 24: 3565. 25: 3184. 26: 3365. 27: 3227, 3496, 3501. 28: 3478. 29: 3508. 30: 3511, 3525. 31: 3585. 32: 3103. 33: 3158, 3166. 34: 3133, 3207, 3226. 35: 3536. 36: 3211, 3212, 3213, 3214, 3215, 3216. 37: 3171. 38: 3285. 39: 3102, 3105, 3196, 3286, 3380, 3395, 3530, 3531. 40: 3087. 41: 3512. 42: 3154. 43: 3110. 44: 3139, 3209, 3801, 3802, 3803, 3804, 3805, 3806, 3807, 3808, 3809, 3810, 3811, 3812, 3813, 3814, 3815, 3816, 3817, 3818, 3819, 3820, 3821, 3822, 3823, 3824, 3825, 3826, 3827, 3828, 3829, 3830, 3831, 3832, 3833, 3834, 3835, 3836, 3837, 3838, 3839, 3839a, 3840, 3841, 3842, 3843, 3844, 3845, 3846, 3847, 3848, 3849, 3850, 3851, 3852, 3853, 3854, 3855, 3856, 3857, 3858, 3859, 3860, 3861, 3862, 3863, 3864, 3865, 3866, 3867, 3868, 3869, 3870, 3871, 3873, 3874, 3875, 3876, 3878, 3879, 3880, 3881, 3882, 3883, 3884, 3885, 3886, 3887, 3888, 3889, 3890, 3891, 3892, 3893, 3894, 3895, 3896, 3897, 3898, 3899, 3900, 3901, 3902, 3903, 3904, 3905, 3906, 3907, 3908, 3909, 3910, 3911, 3912, 3913, 3914, 3915, 3916, 3917, 3918, 3919, 3920, 3921, 3922, 3923, 3924, 3925, 3926, 3927, 3928, 3929, 3930, 3931, 3932, 3933, 3934, 3935, 3936, 3937, 3938, 3939, 3940, 3941, 3942, 3943, 3944, 3945, 3946, 3947, 3948, 3949, 3950, 3951, 3952, 3953, 3954, 3955, 3956, 3957, 3958, 3959, 3960, 3961, 3962, 3963, 3964, 3965, 3966, 3967, 3968. 45: 3362. 46: 3173, 3224, 3225, 3229, 3236, 3297, 3326, 3332, 3341, 3392, 3471, 3479. 47: 3152, 3295, 3452. 48: 3121, 3271, 3275, 3339. 49: 3375, 3398. 50: 3001, 3002, 3003, 3004, 3005, 3006, 3007, 3008, 3009, 3010, 3011, 3012, 3013, 3014, 3015, 3016, 3017, 3018, 3019, 3020, 3021, 3022, 3023, 3024, 3025, 3026, 3027, 3028, 3029, 3030, 3031, 3032, 3033, 3034, 3035, 3036, 3037, 3038, 3039, 3040, 3041, 3042, 3043, 3044, 3045, 3046, 3047, 3048, 3049, 3050, 3051, 3052, 3053, 3054, 3055, 3056, 3057, 3058, 3059, 3060, 3061, 3062, 3063, 3064, 3065, 3066, 3067, 3068, 3069, 3070, 3071, 3072, 3073, 3074, 3075, 3076, 3077, 3078, 3079, 3080, 3081, 3082, 3083, 3084, 3085, 3086, 3088, 3089, 3090, 3091, 3092, 3093, 3094, 3095, 3096. 51: 3217, 3238, 3239, 3240, 3241, 3242, 3243, 3244, 3245, 3246, 3247. 52: 3157, 3161, 3162, 3176, 3411. 53: 3220. 54: 3115, 3120, 3122, 3124, 3125, 3126, 3128, 3129, 3130, 3188, 3190, 3191, 3192, 3202, 3266, 3267, 3268, 3273, 3277, 3278, 3282, 3289, 3294, 3301, 3302, 3304, 3305, 3306, 3329, 3330, 3349, 3350, 3351, 3352, 3354, 3355, 3356, 3363, 3373, 3376, 3399, 3400, 3401, 3409, 3441, 3492, 3534, 3539, 3540, 3542, 3872. 55: 3495, 3529, 3535, 3552, 3877. 56: 3497. 57: 3583. 58: 3237. 59: 3187, 3197, 3281, 3296, 3358, 3487, 3500, 3515, 3521. 60: 3288. 61: 3127, 3280. 62: 3180, 3494. 63: 3109, 3151, 3185, 3309, 3310, 3311, 3312, 3313, 3314, 3315, 3316, 3317, 3318, 3319, 3320, 3321, 3322, 3323, 3324, 3402, 3439, 3547. 64: 3550, 3572, 3582. 65: 3523. 66: 3449. 67: 3444. 68: 3114, 3386, 3450. 69: 3258. 70: 3481. 71: 3231. 72: 3483. 73: 3123. 74: 3560. 75: 3256, 3566, 3587. 76: 3576. 77: 3160, 3418. 78: 3142. 79: 3194, 3357, 3538. 80: 3104, 3106, 3235, 3428, 3442. 81: 3181, 3182, 3183. 82: 3562. 83: 3454. 84: 3300, 3361, 3434. 85: 3558. 86: 3219. 87: 3448. 88: 3170, 3223, 3432, 3443. 89: 3107. 90: 3561, 3592. 91: 3493. 92: 3232. 93: 3346, 3347, 3369, 3445, 3549, 3555. 94: 3579. 95: 3502, 3559. 96: 3290. 97: 3108, 3140, 3143, 3144, 3145, 3199, 3200, 3210, 3221, 3228, 3230, 3233, 3293, 3298, 3303, 3307, 3331, 3334, 3336, 3337, 3381, 3396, 3397, 3437, 3438, 3440, 3461, 3482, 3541. 98: 3553. 99: 3119, 3408, 3510, 3573, 3577. 100: 3335, 3436. 101: 3146. 102: 3431. 103: 3189, 3429, 3485, 3586. 104: 3546, 3590. 105: 3178, 3186, 3234, 3364, 3488, 3518. 106: 3155. 107: 3150. 108: 3177, 3413. 109: 3251, 3253, 3259, 3261. 110: 3458. 111: 3359. 112: 3156, 3164, 3522. 113: 3149, 3338, 3504. 114: 3537. 115: 3548. 116: 3131, 3430. 117: 3175, 3325, 3507, 3527, 3528, 3584, 3594. 118: 3472. 119: 3270, 3453. 120: 3252, 3254, 3255, 3260, 3262, 3263. 121: 3117, 3132, 3257, 3269, 3279, 3328, 3344, 3410, 3499. 122: 3113. 123: 3556, 3557. 124: 3198, 3509. 125: 3195, 3348. 126: 3165. 127: 3415, 3416, 3433, 3591. 128: 3390. 129: 3147, 3159, 3340, 3414, 3417, 3419, 3506. 130: 3407. 131: 3248, 3580. 132: 3391, 3543.

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A R I ATS ESSE

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V ER ST EIGERU NG S - BEDI NGU NGEN 1. Die Bassenge Buchauktionen GbR, nachfolgend Versteigerer genannt, versteigert als Kommissionärin im eigenen Namen und für Rechnung ihrer Auftraggeber (Kommittenten), die unbenannt bleiben. Die Versteigerung ist freiwillig und öffentlich im Sinne des § 383 III BGB. 2. Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen. 3. Sämtliche zur Versteigerung kommenden Gegenstände können vor der Ver­steigerung besichtigt und geprüft werden. Die Sachen sind gebraucht. Erhaltungszustände der einzelnen angebotenen Arbeiten bleiben im Katalog in der Regel unerwähnt. Die Katalogbeschreibungen sind keine Garantien im Rechtssinne und keine vertraglich vereinbarten Beschaffenheitsangaben. Gleiches gilt für individuell angeforderte Zustandsberichte. Sie bringen nur die subjektive Einschätzung des Versteigerers zum Ausdruck und dienen lediglich der unverbindlichen Orientierung. Alle Gegenstände werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden. Soweit nicht in der Katalogbeschreibung explizit erwähnt, sind Rahmungen nicht bindender Bestandteil des Angebots. Der Käufer kann den Versteigerer nicht wegen Sachmängeln in Anspruch nehmen, wenn dieser seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Der Versteigerer verpflichtet sich jedoch, wegen rechtzeitig vorgetragener, begründeter Mängelrügen innerhalb der Verjährungsfrist von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt des Zuschlags seine Ansprüche gegenüber dem Einlieferer (Auftraggeber) geltend zu machen. Im Falle erfolgreicher Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet der Versteigerer dem Erwerber den Kaufpreis samt Aufgeld. Die Haftung des Versteigerers auf Schadensersatz für Vermögensschäden – gleich aus welchem Grund – ist ausgeschlossen, es sei denn, dem Versteigerer fiele Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt. 4. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Höchst­ bieten­den. Der Versteigerer kann den Zuschlag verweigern oder unter Vor­behalt erteilen. Wenn mehrere Personen dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den Zuschlag zurücknehmen und die Sachen erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen worden ist oder wenn der Höchst­bietende sein Gebot nicht gelten lassen will oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. 5. Im Falle eines schriftlichen Gebotes beauftragt der Interessent den Versteigerer für ihn während der Versteigerung Gebote abzugeben. In schriftlichen Aufträgen ist bei Differenzen zwischen Nummer und Kennwort das Kennwort maßgebend. 6. Telefonische Gebote und Online-Direkt-Gebote über das Internet bedürfen der vorherigen Anmeldung beim Versteigerer und dessen Zustimmung. Für die Bearbeitung übernimmt der

Versteigerer jedoch keine Gewähr. Telefonische und OnlineGebote werden nur akzeptiert, wenn der Bieter bereit ist, den ihm zuvor mitgeteilten Mindestpreis des jeweiligen Loses zu bieten. Auch bei Nichtzustandekommen einer Verbindung gilt, dass für den Auktionator dieses Gebot in Höhe des Mindestpreises verbindlich ist. Für das Zustandekommen einer entsprechenden Telefon- oder Onlineverbindung übernimmt der Versteigerer keine Gewähr. Das Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen findet auf solche Gebote keine Anwendung (§ 312d Abs. 4 Nr. 5 BGB). 7. Mit der Erteilung des Zuschlages geht die Gefahr für nicht zu vertretende Verluste und Beschädigung auf den Ersteigerer über. Das Eigentum an den ersteigerten Sachen geht erst mit vollstän­ digem Zahlungseingang an den Erwerber über. 8. Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 28% zu entrichten, in dem die Umsatzsteuer ohne separaten Ausweis enthalten ist (Differenzbesteuerung) oder ein Aufgeld von 23% auf den Zuschlag zzgl. der USt von z.Zt. 16% (Regelbesteuerung), bei Büchern beträgt die Umsatzsteuer 5% (Regelbesteuerung). Die im Katalog mit einem * gekennzeichneten Objekte unterliegen in jedem Fall der Regelbesteuerung (Aufgeld von 23% auf den Zuschlag zzgl. der USt von z.Zt. 16%). Bei den im Katalog mit einem ^ gekennzeichneten Objekten ist Einfuhrumsatzsteuer angefallen. In diesen Fällen wird zusätzlich zu einem Aufgeld von 25% (Differenzbesteuerung) die verauslagte Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von z.Zt. 5% auf den Zuschlag erhoben. Für bundesdeutsche Kunsthändler und Antiquare, die zum Vor­s teuer­abzug berechtigt sind, kann die Gesamt­rech­nung auf Wunsch, wie bisher nach der Regelbesteuerung ausgestellt werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Dritt­ länder (außerhalb der EU) und – bei Angabe ihrer USt.-Identi­ fikations-Nr. bei Auftragserteilung als Nachweis der Berechtigung zum Bezug steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen – auch an Unternehmen in anderen EU-Mitgliedsstaaten, unter der Voraussetzung, dass sie für gewerblichen Gebrauch einkaufen. Eine Korrektur nach Rechnungsstellung ist nicht möglich. Alle anderen Käufe aus EU-Ländern unterliegen der Umsatzsteuer. Ausländischen Käufern außerhalb der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer erstattet, wenn binnen 4 Wochen nach der Auktion der deutsche zollamtliche Ausfuhrnachweis und der zollamt­ liche Einfuhrnachweis des entsprechenden Importlandes erbracht werden. Bei Versand durch uns gilt der Ausfuhrnachweis als gegeben. Bei Online-Live-Geboten über externe Internetplattformen erhöht sich das Aufgeld um die dort anfallende Transaktions­gebühr. Wäh­rend oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rech­ nun­­gen bedür­fen einer beson­de­ren Nachprüfung und eventueller Berichtigung; Irrtum vor­behalten. 9. Die Auslieferung der ersteigerten Stücke erfolgt in unseren Ge­ schäftsräumen gegen Bezahlung. Kreditkarten (Mastercard, VISA, American Express), Schecks sowie andere unbare Zahlungen werden nur erfüllungshalber angenommen. Bankspesen/


Transaktionsge­bühren bzw. Kursverluste können zu Lasten des Käufers gehen. Die Auf­ bewahrung erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Käufers. Der Versand wird gegen Vorabrechnung des Rechnungsbetrages ausgeführt. Die Versandspesen sowie die Kosten für Versicherung gegen Verlust und Beschä­digung gehen zu Lasten des Käufers. Übersteigen die tatsäch­lichen Versandkosten die vorab berechnete Pauschale, so wird die Differenz dem Käufer nachträglich in Rechnung gestellt. 10. Bei der Ausfuhr von Kulturgütern aus dem Gemeinschaftsgebiet der EG ist gem. der EG-Verordnung Nr. 116/2009 abhängig von Kategorie und Wert des Objekts ggf. eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Aus Gründen des Artenschutzes können Objekte aus bestimmten, geschützten Materialien (u.a. Elfenbein, Schildpatt, Perlmutt und einige Korallenarten) besonderen Im- und Export­beschränkungen unterliegen. Zum Zwecke des Exports (insbesondere außerhalb der Europäischen Union) kann hierfür eine spezielle Ausfuhrgenehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 338/97 erforderlich sein. Entsprechende Ausfuhrgenehmigungen können nur unter strengen Bedingungen erteilt und ggf. auch gar nicht erlangt werden, auch kann der Import dieser Gegenstände in manche Staaten ein­geschränkt oder untersagt sein. Der Käufer ist selbst dafür verantwortlich, sich über etwaige Im- und Exportbeschränkungen zu informieren. Export und Import entsprechender Objekte erfolgen allein auf Rechnung und Gefahr des Käufers. 11. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig. Der Versteigerer ist berechtigt, falls nicht innerhalb von zwei Wochen nach der Versteigerung Zahlung geleistet ist, den durch den Zuschlag zustande gekommenen Kaufvertrag ohne weitere Fristsetzung zu annullieren, Verzugszinsen in banküblicher Höhe – mindestens jedoch 1 % auf den Bruttopreis je angebrochenen Monat – zu berechnen und von dem Ersteigerer

Eindeutig identifizierbare Werke mit einem Schätzpreis von mind. 2500 Euro werden vor der Auktion mit dem Art Loss Register abgeglichen.

wegen Nichterfüllung Schadenersatz zu verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache in einer neuen Auktion nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Minder­erlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung einschließlich der Gebühren des Auktionshauses aufzukommen hat. Zu einem Gebot wird er nicht zugelassen, auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. 12. Erfüllungsort und Gerichtsstand im vollkaufmännischen Verkehr ist Berlin. Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Das UNAbkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. 13. Die im Katalog aufgeführten Preise sind Schätzpreise, keine Limite. 14. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich (im Sinne der Ziffern 5 und 6) den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. 15. Die Abgabe eines Gebotes in jeglicher Form bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen. Der Versteigerer nimmt Gebote nur aufgrund der vorstehenden Versteigerungs­ bedingungen entgegen und erteilt dementsprechend Zuschläge. Kommissionäre haften für die Käufe ihrer Auftraggeber. 16. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Dr. Markus Brandis Geschäftsführer

Stand: September 2020


CON DI T IONS OF SA L E 1. The Bassenge Buchauktionen GbR, subsequently called “the auctioneer” carries on business as commission-agent in its own name on behalf of its voluntary con­signors. This auction sale is a public one in the sense of § 383 III BGB. 2. The auctioneer reserves the right to combine, to split, to change or to withdraw lots before the actual final sale. 3. All objects put up for auction can be viewed and examined prior to the sale at the times made known in the catalogue. The items are used and sold as is. As long as not explicitly mentioned in the catalogue description, framing is not an inherent part of the offer. As a rule, the condition of the individual work is not given in the catalogue. Catalogue descriptions are made with as much care as possible, but the descriptions do not fall under the statutory paragraph for guaranteed legal characteristics. The same applies for individually requested condition reports. These also offer no legal guarantee and only represent the subjective assessment of the auctioneer while serv­ing as a non-binding orientation. The liability for damage to life, body or health shall remain unaffected. In case of a justified claim, however, he will accept the responsibility to make a claim for restitution on behalf of the buyer against the consignor within a period of 12 months, running from the fall of the hammer. In the event of a successful claim the auctioneer will refund the hammerprice plus premium. 4. The highest bidder acknowledged by the auctioneer shall be deemed the buyer. In case of identical bids the buyer will be deter­ mined by drawing lots. In the event of a dispute the auctioneer has the absolute discretion to reoffer and resell the lot in dispute. He may also knock down lots conditionally. 5. In the case of a written bid the bidder commissions the auctioneer to place bids on his behalf during the auction. In cases where there is a discrepancy between number and title in a written bid the title shall prevail. 6. Telephone and direct online bidding via the internet must be approved in advance by the auctioneer. The auctioneer cannot be held liable for faulty connections or transmission failure. In such a case the bidder agrees to bid the reserve price of the corresponding lot. For such bidding the regulations of long distance contracts do not apply (Fernabsatzverträge) [cf § 312d IV,5 BGB]. 7. On the fall of the auctioneer’s hammer title to the offered lot will pass to the acknowledged bidder. The successful buyer is obliged to accept and pay for the lot. Ownership only passes to the buyer when full payment has been received. The buyer, however, immediately assumes all risks when the goods are knocked down to him.

8. A premium of 28% of the hammer price will be levied in which the VAT is included (marginal tax scheme) or a premium of 23% of the hammer price plus the VAT of 16% of the invoice sum will be levied [books: 5%] (regular tax scheme). Buyers from countries of the European Union are subject to German VAT. Items marked with an * are subject to the regular tax scheme (premium of 23% of the hammer price plus the current VAT of 16%). Items marked with an ^ are subject to import duty. In these cases in addition to a premium of 25% (marginal tax scheme), the charged import tax of currently 5% will be added to the hammer price. Exempted from these rules are only dealers from EU-countries, who are entitled, under their notification of their VAT ID-Number, to buy on the basis of VAT-free delivery within the European Union. Notification of VAT ID-Numbers must be given to the auctioneer before the sale. For buyers from non EU-countries a premium of 23% will be levied. VAT will be exempted or refunded on production of evidence of exportation within 4 weeks of the auction, or, if appropriate, importation to another country. This is taken as given when the dispatch is effected by us. Live bidding through external online platforms entails a transaction fee stipulated by the platform and will be added to the premium. Due to the work overload of the accounting department during auctions, invoices generated during or directly after an auction require careful revision and possible correction; errors excepted. 9. Auction lots will, without exception, only be handed over after pay­ment has been made. Credit cards (VISA, Mastercard, American Express), checks and any other form of non-cash payment are accepted only on account of performance. Exchange rate risk and bank charges may be applicable. Storage and dispatch are at the expense and risk of the buyer. If the shipping costs exceed the lump sum on the invoice the outstanding amount will be billed separately. 10. According to regulation (EC) No. 116/2009, an export license is necessary when exporting cultural goods out of European Community territory, depending on the type or value of the object in question. 
For the purposes of wildlife conservation, it is necessary to obtain an export license according to regulation (EC) No. 338/97 when exporting objects made from certain protected materials (incl. ivory, tortoiseshell, mother-of-pearl and certain corals) out of the territory of the European Community. Export licenses for objects made of protected materials are only granted under strict conditions or may not be granted at all. The import of such objects may be restricted or prohibited by certain countries. It is the buyer’s responsibility to inform himself, whether an object is subject to such restrictions. Export and import of such objects are at the expense and risk of the buyer.


11. The buyer is liable for acceptance of the goods and for payment. The purchase price shall be due for payment upon the lot being knocked down to the buyer. In case of a delayed payment (two weeks after the sale) the purchaser will be held responsible for all resultant damages, in particular interest and exchange losses. In case of payment default the auctioneer will charge interest on the outstanding amount at a rate of 1% to the gross price per month or part of month. In such an event the auctioneer reserves the right to annul the purchase contract without further notice, and to claim damages from the buyer for non-fulfilment, accordingly he can reauction the goods at the buyer’s expense. In this case the buyer is liable for any loss incurred, the buyer shall have no claim if a higher price has been achieved. He will not be permitted to bid. 12. The place of fulfillment and jurisdiction is Berlin. German law applies exclusively; the UN-Treaty (CISG) is explicitly excluded. 13. The prices quoted after each lot are estimates, not reserves.

14. The after-sales is part of the auction in which the bidder places either by tele­phone or in written form (as stated in number 5 and 6) the order to bid a set amount. 15. By making a bid, either verbally in the auction, by telephone, written by letter, by fax, or through the internet the bidder confirms that he has taken notice of these terms of sale by auction and accepts them. Agents who act on behalf of a third party are jointly and separately liable for the fulfillment of contract on behalf of their principals. 16. Should one or the other of the above terms of sale become wholly or partly ineffective, the validity of the remainder is not affected. In the event of a dispute the German version of the above conditions of sale is valid. Dr. Markus Brandis As of September 2020


FRÜHJAHRSAUKTION 13. bis 15. April 2021

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K ATALOGBEARBEITUNG dr. markus brandis harald damaschke dr. cosima kristahn rosa räderscheidt stephan schurr

GESTALTUNG / SATZ stefanie löhr

FOTO / REPRO christoph anzeneder maria benkendorf jochen flad


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Bassenge Buchauktion 116: Moderne Literatur & Kunstdokumentation  

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