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Zeitplan

Es ist nicht zu ignorieren, nicht zu übersehen. Mein Zeitmanagement ist offensichtlich nicht in den goldenen Jahren. Doch wer meint, meine Uhr sei dem Zufall überlassen, der irrt. Seit der Schulzeit hat sich mein Zeitmanagement nicht verändert. Verachtete und auch manchmal mühsame Arbeiten auf meiner To-Do-Liste wurden tout de suite nach „hinten“ verschoben,- so wie heute. Doch die Ausgangslage ist eine Andere. Ich verschiebe nicht aus Faulheit, oder um ein tolles Buch zu lesen, ich verschiebe weil an allen Ecken und Enden tolle Arbeit ruft. Und glücklich bin ich damit,- zumindest vor dem Schlafen gehen.


Dreamlab

Sitzt man im Rahmen des DreamLabs mit 20 MitstudentInnnen am Tisch, fliegen nicht selten die Fetzen. Die Diskussionen sind fern jeglicher Träumereien. Und doch waren die vielen DreamLab-Sitzungen und Workshops zwar kopfwehbringend, doch für mich nicht sorgenvoll. „Hallo! Es geht um mein Diplom meine Zukunft, mein Leben!“ höre ich mich innerlich rufen. Doch keine Zukunftssorgen lassen mein Gemüt betrüben. Ich stehe ein für unsere gemeinsamen Ziele, den guten Zusammenhalt welchen wir Tredicis pflegen und hegen. Ja bin ich sogar mit Haut und Haar der Ansicht: wenn wir etwas zusammen auf die Beine stellen, erreichen wir mehr. In diesem Sinne fanden wir in Senones den Satz „Fantastic Freedom and the repairing of Wonderland“ als Pendant zu unserem Empowerment. Doch der vermeintliche Diplom-Slogen hielt nich lang stand. Scheiternd an der Kontroverse, ob „Wonderland“ nun gut oder schlecht sei, verwandelte sich unser Leitmotiv über „realize swizerland“ bis hin zum aktuellen Slogan: „REALIZE“. Ist dies Sinnbild für das Scheitern unser einst so starken geglaubten„TrediciGemeinschaft“? Wo bleibt die Flexibilität? Wo bleibt der Mut zum Risiko? Wo bleibt die Freude an einer Diplomarbeit? Nur versteckt, hinter Zukunftsängsten und Karierendruck, sind diese Dinge noch zu finden.


Zugegeben, ich nehme starke Worte in den Mund. Und was hat mich geritten anmassend zu behaupten, meine MitstudentInnen hätten Zukunftsängste und keinen Mut zum Risiko? Es ist die Gewissheit schon zu wissen, was ich in nächster Zukunft nicht nur anstrebe sondern auch ausüben will und kann. Wolf&Wolf gibt mir für die nächsten Jahre Arbeit und damit Sicherheit. Und dennoch, wer denkt ich werde für mein restliches Leben Velos bauen, der Irrt. Die Bottom-Up-Strategie der Firma meines Bruders und mir gibt mir die Möglichkeit mich auch längerfristig zu entwickeln und orientieren. Eine nachhaltige urbane Mobilität und die Förderung der Velokultur sind Ziele unseres Engagement. Ob es mich nun im Rahmen dessen in die Pädagogik oder in die Politik verschlägt, wird ist mit meiner Diplomarbeit nicht entschieden.


123-IBA

123-IBA entwickelte sich ohne laute Ankündigung zu meinem Hauptprojekt. Die Arbeiten wurde intensiver, schnelle, komplizierte und das Team schweisste sich weitgehend zusammen. Ausserordentlich gefreut hat mich die gute Zusammenarbeit mit Fabian Petignant, welcher mit seiner unverfälschten und motivierenden Art genau meiner Arbeitsweise entsprach. Wir nahmen etwas in die Hand und fertigten daraus etwas an, ohne lange um den heissen Brei zu reden. So geht das! Zusammen mit Mischa bin ich unteranderem zu einer ausserordentlich Interessanten Metallfirma in Biel gefahren. Diesen Besuch hat mir gehörig den Metall-Horizont erweitert und so wird die Firma COSMOS sicherlich auch zu einer Anlaufstelle für Wolf&Wolf. Die Entwicklung des Ausstellungskonzeptes für die IBA, hat mit erstaunlicher Vielfältigkeit, zahlreiche Dinge an mich herangetragen. Ob nun das Kommunizieren mit einem „schwierigen“ Kunden, oder dem Regeln von Finanztätigkeiten, waren immer Lösungsorientierte Ansätze gefordert nötig. Dennoch hat sich mir wider Erwarten die Gelegenheit ergeben, zum spass ein kleines Stopmotion-Filmchen zu drehen. Das hat gut getan!


WOLF&Wolf Auch mit Wolf&Wolf geht es weiter. Weniger im Bezug auf die Herstellung von Velos, als viel mehr auf unsere mediale Präsenz. Nebst dem sich die Gründung der GmbH etwas in die länge zieht, steht nun endlich unsere Websit www.wolfundwolf.ch online im Internet. Es ist der erste Schritt zur eigentlich Angestrebten Öffentlichkeitsarbeit. Nicht in erster Linie mit dem Ziel, die Nachfrage zu erhöhen, sondern um der Bottom-Up-Strategie, also Förderung der Velokultur, eine Grundlage bieten zu können. Die Arbeit an der Internetseite war ausserordentlich Intensiv und es stellte sich, selbst für meinen Bruder als leidenschaftlicher Programmierer, als schwierig heraus, unserem Anspruch nach Professionalität gerecht zu werden. Nun, ich denke es ist uns recht gut geglückt und in Kombination mit dem von Gaspard Weissheimer etwickelten Logo eine gute Mediale Basis. Nicht zuletzt auf Grund dessen, feiern wir am 19. Januar die Gründung und Eröffnung der Wolf&Wolf GmbH. Alle Infos und Mehr ist zu finden auf: www.wolfundwolf.ch


Einsicht Es tut gut, die eigenen sich windenden Gedanken aufzuschreiben. Den Fingern freien Lauf zu gewähren und sich selbst mit dem Geschrieben zu überraschen. Und eben so, ergeht es mir beim Schreiben jeder Moduldokumentation. Trotz Knorz und Fluch stellt sich eine eigentliche Vorfreude auf die nächste Schreibarbeit ein. Doch wehe dem, der gutes denkt. Spätestens beim Überziehen der noch kalten Bettdecke in meinem eisigen Zimmer, ist diese Vorfreude vergessen, gestorben, aus meinen Gedanken verbannt. Ist dies zu ändern, der Schlüssel zu einem besseren Zeitmanagement? Soll ich meine Feinde zu Freunden machen? Bitte vergebt mit die blauen Worte am Anfang dieser Dokumentation. Es liegt mir fern- auch in Zukunft- mit meinem Zeitmanagement aufzufallen und anzustossen. Selbstverständlich will ich Etwas ändern und mich in dieser Hinsicht bessern. Doch es ist schwer, ja es tut sogar weh, auch diesen Kampf gegen den Kapitalismus zu verlieren.



Moduldokumentation Manage