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Ausgabe Winter 2008 Einzelverkaufspreis 2,50 €

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Editorial & Impressum

Impressum

Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, waren Sie in diesem Herbst schon auf einem Erntedankoder Hoffest? Wenn Sie Glück haben, landen Sie dort mittlerweile auf einer Gourmetveranstaltung. Spitzenköche bereiten dort mit den Produkten des Hofes allerlei kleine Spezialitäten (in Form von Gabel-Menüs) zu. Die Klassiker Erbsensuppe und Bratwurst im Brötchen gibt es natürlich parallel. Wenn Sie in ländlichen Gegenden unterwegs sind, werden Ihnen an den Hofeingängen die Unmengen an Kürbissen auffallen. Hat das nur was mit Halloween zu tun, oder ist der Kürbis in der heimischen Küche wieder in Mode? Auf den Speisekarten unserer Restaurants landauf und landab hat er dieser Tage einen Stammplatz mit klassischen und modernen Gerichten in vielen Variationen. In einer unserer letzten Ausgaben haben wir einmal darüber berichtet, dass viele Bauern ihre Hofläden modernisieren und zu wahren Schmuckkästchen ausbauen. Im Zuge dieser Entwicklung gibt es auch immer mehr Hoffeste, besonders zur Erntedank-Zeit. Sollten Sie es diesmal verpasst haben ein Erntedankfest zu besuchen, kann ich Ihnen bereits jetzt die Sommer- und natürlich die Erntedankfeste im nächsten Jahr nur empfehlen. Sollten Sie noch kleine Kinder oder Enkel haben, für die „Kleinen“ wird es ein ganz besonderes Erlebnis. „Abenteuerland Westfalen“ ist so ein Lieblingsschlagwort von mir, wenn es um Ausflüge der besonderen Art geht. Die Montgolfiaden im Münster und Sauerland kann ich Ihnen da nur ans Herz legen. Sie haben immer etwas mit Volksfest zu tun und wenn Sie sich die Landschaft dann noch aus vielleicht 800 m Höhe in aller Ruhe ansehen können, ist das schon etwas ganz Besonderes. Wir berichten für Sie von einer der weltgrößten Montgolfiaden – der im sauerländischen Warstein.

Herzlichst Ihr Gerhard Besler

Das Westfalen Magazin erscheint viermal im Jahr im futec Verlag und online unter www.westfalen-magazin.de Herausgeber:

Gerhard Besler

Gesamtherstellung:

futec AG, Lünen

Tel.-Durchwahlen: Redaktion: Abos: Anzeigen: Fax:

(02306) 978-403 (02306) 978-405 (02306) 978-402 (02306) 978-401

E-Mail:

kontakt@westfalen-magazin.de

Verlagsleitung, Anzeigenleitung:

Marcus A. Besler

Vertrieb:

futec AG über Bahnhofsbuchhandel und Pressefachhandel

Druck:

Rademann, Lüdinghausen

Chef-Redaktion:

Gerhard Besler

Gastronomischer Berater:

Stefan Manier

Studioküche: Titelfoto:

Hans Grafe, Jägerhof Stift Flaesheim

Bildnachweis:

siehe Angaben, sowie www.fotolia.de, Olga Lyubkina, AVAVA, Iryna Shpulak

Bankverbindung:

Postbank Dortmund Kto: 750 365 464 BLZ: 440 100 46

ISSN-Nr.:

1867-3449

Postvertriebsstück:

69850

Gerhard Besler/futec AG Carré und Filet vom Reh (Thomas Hartz, Waldhaus Ohlenbach)

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos besteht keine Haftung. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Zeitung und aller in ihr enthaltenen Beiträge, Abbildungen und Einschaltungen ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urheberrechtsgesetz nichts anderes ergibt. Insbesondere ist eine Einspeicherung oder Verarbeitung der auch in elektronischer Form vertriebenen Zeitung in Datenbanksysteme ohne Zustimmung des Verlages unzulässig. Gedruckt in Deutschland, auf chlorfreiem Papier.

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt Ausflugstipp

Allwetterzoo Münster/Naturkundemuseum und Planetarium...............................8 – 14

Empfehlungen

Teutoburger Wald - Neues von Staatlich Bad Meinberger............................................ 25 Hövels verführt die Sinne...........................................................................................26 – 28 Neu im Netz: „Schwarze Balken“...............................................................................38 – 39

Hotelvorstellungen

Detmolder Hof - Angela & Bernd Pfeiffer übernehmen das Traditionshotel.....30 – 31 Waldhotel Schinkenwirt - Traditionsreiches Haus umgeben von Grün..............36 – 37

Lebensart

Lebensmittel im TV – Zu wenig Gott, zu viel Schalk.................................................... 15 Westfälischer Gastronomiepreis 2008......................................................................18 – 23 Erntedank – Herbstliche und feierliche Besinnung des Ernteertrags..................41 – 43 Maserati und Ferrari in Dortmund - Legenden und Faszination.........................44 – 45 Die Reise des Xanthan - Molekularküche in der Kritik.........................................46 – 47

Restaurantvorstellungen

Hotel Kaiserhof - Neues vom Kaiserhof.......................................................................... 40

Reportage

Abenteuerland Westfalen - Heißluftballon-Spektakel in Warstein.......................56 – 59 Ausflugsschiff Tante Martha 2 auf der Lippe.................................................................. 60

Rezepte

Overkamp – Westfälischer Burger............................................................................16 – 17 Waldhaus Ohlenbach - Carré und Filet vom Reh...................................................32 – 33 Reihe: Westfälisch angerichtet – Wildente in Portweinsauce................................48 – 49

Rubriken

Editorial................................................................................................................................. 3 Impressum............................................................................................................................. 3 Unser Westfalen - Das Westfalenlied................................................................................. 5 Edle Tropfen: GRAVELLO.................................................................................................. 6  Tipps und Termine............................................................................................................... 7 Häppchenweise............................................................................................................34 – 35 Kurz notiert..................................................................................................................50 – 54 Marktteil.............................................................................................................................. 55 Kolumne – Stefan Manier: Einfach machen ….............................................................. 61 Vorschau.............................................................................................................................. 62

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Unser Westfalen

Unser Westfalen

Rahden Minden

Osnabrück Gronau

Emsdetten

Schöppingen Vreden

Legden

Bielefeld Versmold Blomberg Havixbeck Stadtlohn Detmold Münster Nottuln Warendorf Senden Dülmen Gütersloh Bad Meinberg Heiden Drensteinfurt Borken Lüdinghausen Ascheberg Oelde Höxter Olfen Nordkirchen Haltern Paderborn Dorsten Wadersloh Selm Werne Hamm Waltrop Lünen Kamen Werl Bad Sassendorf Dortmund Wickede Oberhausen Fröndenberg Bochum Warstein Schwerte Velbert

Balve Hagen

Solingen

Altena

Arnsberg Olsberg Meschede

Schmallenberg

Winterberg

Meinerzhagen

Eingezeichnet sind Orte mit bisher behandelten Häusern, bei Besonderheiten auch einmal ein paar Meter außerhalb der heutigen Grenzen Westfalens. Mehr unter www.Westfalen-Magazin.de

Olpe Bad Laaspe Siegen

www.bad-meinberger.de

Unser Westfalen ist eine besondere Region Deutschlands. So besonders, dass es gar eine eigene Hymne hat (klar, wussten Sie, oder?). 1868 fühlte sich Emil Rittershaus bewogen dieses zu Papier zu bringen. Damit wollte er die Charaktere der in den einzeln Regionen Westfalens lebenden Menschen beschreiben und zugleich allen gemeinsam eine Identifikation mit der gemeinsamen Kultur bieten. Sagt man. Wenn Sie also, z. B. zum Jahreswechsel nach einem geeignet feierlichen Lied suchen, empfehlen wir das Westfalenlied. In diesem Sinne, alles Gute Ihr Marcus A. Besler

Das Westfalenlied Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen, Der in dem Schoß der Reben liegt, Wo in den Bergen liegt das Eisen, Da hat die Mutter mich gewiegt. Hoch auf dem Fels die Tannen steh’n, Im grünen Tal die Herden geh‘n, Als Wächter an des Hofes Saum Reckt sich empor der Eichenbaum, |: Da ist‘s, wo meine Wiege stand, O grüß Dich Gott, Westfalenland! :| Wir haben keine süßen Reden Und schöner Worte Überfluss Und haben nicht so bald für jeden Den Brudergruß und Bruderkuss. Wenn Du uns willst willkommen sein, So schau auf‘s Herz, nicht auf den Schein, Und schau uns grad hinein ins Aug‘, Gradaus, das ist Westfalenbrauch! |: Es fragen nicht nach Spiel und Tand Die Männer aus Westfalenland. :| Und unsre Frauen, unsre Mädchen, Mit Augen, blau wie Himmelsgrund, Sie spinnen nicht die Liebesfädchen Zum Scherze für die müß‘ge Stund‘. Ein frommer Engel Tag und Nacht Hält tief in ihrer Seele Wacht, Und treu in Wonne, treu in Schmerz Bleibt bis zum Tod ein liebend Herz. |: Glückselig, wessen Arm umspannt Ein Mädchen aus Westfalenland. :| Behüt‘ Dich Gott, Du rote Erde, Du Land von Wittekind und Teut, Bis ich zu Staub und Asche werde, Mein Herz sich seiner Heimat freut! Du Land Westfalen, Land der Mark, Wie Deine Eichenbäume stark, Dich segnet noch der blasse Mund Im Sterben, in der letzten Stund‘! |: Land zwischen Rhein und Weserstrand, behüt‘ Dich Gott, Westfalenland! :| Emil Ritterhaus, 1868 (1834-1897)

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Edle Tropfen

Edle Tropfen Die Tage werden kürzer und die Temperaturen fallen wie die Blätter der Bäume. Wer kann, richtet sich seine „Höhle“ und freut sich auf die langen und gemütlichen Winterabende vor dem Gerhard Besler und Wolfgang Anders bei der Weinprobe. knisternden Kamin. Spätestens wenn aus der Küche herzhafte Bratendüfte in die Nase steigen, wird es Zeit sich Gedanken über den passenden, leckeren Wein zu machen. Aber keinen Stress, folgen Sie einfach meiner Empfehlung, denn an der Spitze des Stiefels, in Kalabrien, steht die Wiege des Weinbaus in Italien. Noch bis in die 80er Jahre galt diese Region als Diaspora des Weines, nur einfache Qualitäten wurden produziert. Dann kam der GRAVELLO vom Weingut Librandi und bewies eindrucksvoll und nachhaltig, dass es möglich ist, auch in dieser Region absolute Spitzenweine zu erzeugen. Der vielfach preisgekrönte GRAVELLO ist ein erneuter Beweis für die perfekte Kombination aus Tradition und Innovation im Keller des Hauses Librandi und gilt unter Insidern als wahrer „Kult-Wein“ mit langer Lagerfähigkeit, seine Verfügbarkeit ist begrenzt. Er wird 12 Monate in neuen Barrique-Fässern gelagert, um ihm seine unvergleichliche Struktur zu geben. Er besteht aus 60 % Gaglioppo (älteste Rebsorte Kalabriens) und 40 % Cabernet Sauvignon. Seine Farbe ist ein volles, dunkles Rubinrot mit purpurnen Reflexen. Im Geruch dominieren sanfte Gewürze wie Sandelholz, Vanille und Kardamom. Hinzu kommen noch dezente Fruchtaromen von reifen Pflaumen, etwas Honig und balsamische Noten. In der Geschmacksstruktur präsentiert sich der GRAVELLO ungemein weich und geschmeidig, konzentriert und vollmundig und hinterlässt im Abgang einen feinen Kirschton, etwas Vanille und Tabak. Das Tannin des Cabernet wird vom weichen, samtigen Gaglioppo sehr gut aufgefangen. Ideale Trinktemperatur: 16 bis 18 °C, Alkoholgehalt: 13,5 %, Gesamtsäure: 5,1 g/l, Restzucker: 1,0 g/l. Wunderbar zu Lamm, Rind oder Wild, aber auch zu kräftigem und würzigem Käse. Good wine-time Ihr Wolfgang Anders GRAVELLO erhalten Sien z. B. für 24,30 Euro bei www.galerie-anders.de 6


Tipps und Termine

Tipps und Termine 28. November bis 14. Dezember 2008 Die Weihnachts-Wunderwelt Das „Mittelalterliche Phantasie Spectaculum” präsentiert an den ersten drei Adventswochenenden auf der Planwiese in Telgte einen unvergleichlichen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. www.spectaculum.de 29. November sowie 27. und 28. Dezember Schlendertour durch Warendorf Erleben Sie eine kulinarische Schlendertour durch die Altstadt von Warendorf. Inklusive einem 4-Gang-Imbiss, Weinprobe, Stadtführung, Moderation und musikalischer Unterhaltung. www.hotel-im-engel.de 29. November 2008 bis 04. Januar 2009 Winterleuchten im Westfalenpark Der Westfalenpark Dortmund strahlt in tausenden bunten Lichtern, im Märchenzelt kann man den Märchenerzählern lauschen, im Weihnachtszelt beim Glühwein eine einzigartige Atmosphäre genießen. www.winterleuchten.com 11. Dezember 2008 TATORT DINNER – „Mord in Paris“ Erleben Sie ein exklusives kriminalistisches Dinner im Davert Jagdhaus in Münster. www.davert-jagdhaus.de 20. Dezember 2008 Weihnachtskonzert „Swinging Christmas II“ Ein beschwingtes Weihnachtskonzert der besonderen Art erwartet Sie: mit der wunderbaren Akustik und dem weihnachtlichen Ambiente der Klosterkirche in Blomberg, dem „Blue Moon Quartett“ und Ulrike Wahren. www.burghotel-blomberg.com 3. Januar 2009 Hamm Prosit Etwa 30 Schornsteinfeger begrüßen die Passanten in der Hammer Innenstadt im neuen Jahr. Mit den spektakulären Neujahrsgrüßen macht der Einkaufsbummel in der Hammer Innenstadt noch mehr Vergnügen. www.hamm-online.de 17. Januar 2009 Hollywood Dinner Show Genießen Sie einen besonderen Theaterabend umrahmt von einem exklusiven 4-Gänge Menü in gemütlichem Ambiente im Hotel Dresel. www.hotel-dresel.de 02. Januar bis 24. Februar 2009 Geierabend Diese Dortmunder Veranstaltung bietet eine geballte Ladung Comedy, Satire und Musik mit den Panneköppen und dem Original-Jallermann-Klangtett. www.geierabend.de

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Ausflugstipp: Allwetterzoo Münster

Ein Besuch im Zoo Den späten Herbst verbindet man nicht unbedingt mit einem Besuch im Zoo. In der trüben, dunklen und kalten Jahreszeit sind Ziele, für einen Ausflug mit der ganzen Familie an einer Hand abzuzählen. Der Allwetterzoo in Münster bildet da eine lohnenswerte Ausnahme, zumal sich das Naturkundemuseum und das Zeiss-Planetarium in unmittelbarer Nähe befinden. Wenn in Ihnen an einem der vor uns liegenden vielen regnerischen und kalten Tage die Winterdepression aufsteigt, Sie sich schon x-mal durch alle Fernsehkanäle gezappt haben und Ihnen die Decke auf den Kopf zu fallen droht, raffen Sie sich auf und machen sich auf den Weg nach Münster.

Im Sommer finden Sie viele Ziele, die einen Ausflug nach Münster lohnen. Die attraktive Innenstadt, der 40 ha große Aasee, der Allwetterzoo, das Naturkundemuseum und Planetarium, der Mühlenhof, das Schloss und einige andere lohnende Ziele. Der Vorteil ist, dass sich alle Ziele nahe beieinander befinden. Von der Innenstadt bringt Sie der Wasserbus über den Aasee direkt in den Zoo und natürlich auch wieder zurück in die Innenstadt. Im Winter (November bis März) verkehrt der Wasserbus leider nicht. Ein Besuch im Zoo und im Naturkundemuseum lohnen aber auch im Spätherbst und Winter. In der Vorweihnachtszeit kann man den Ausflug in den Zoo gut mit einem Besuch des attraktiven Weihnachtsmarktes in der Innenstadt verbinden.

Der Allwetterzoo

Im Juni 1875 wurde der erste Zoo in Münster auf einem Gelände an der Promenade, unweit des heutigen Aasees auf 8

Initiative und Betreiben des Heimatdichters, Biologen und Pädagogen Professor Dr. Hermann Landois eröffnet. Fast 100 Jahre war der Zoo beliebtes Ausflugsziel für die Stadt- und Landbewohner der Region. Wenige Überbleibsel im Park neben dem LBS-Gebäude erinnern noch heute an den alten Zoo, wie z. B. die „Tuckesburg“, das skurrile Wohnhaus des Zoogründers und Teile des ehemaligen Eulenturms hinter der heutigen Musikschule. Am 31. Dezember 1973 wurde der alte Zoo geschlossen. Er musste einem Neubau der Westdeutschen Landsbank weichen. Auf den ersten Besuch im neuen „Allwetterzoo“ mussten die Bürger allerdings noch fünf Monate warten. Der Umzug der Tiere von dem alten in den neuen Zoo war für alle Beteiligten ein „Abenteuer ohne Vorbild“. Kaum waren die Anlagen im neuen Zoo fertig gestellt, mussten die Tiere ihre Gehege im alten Zoo verlassen. Das Denkmal des Zoogründers zog mit und wurde im neuen Zoo an dem Platz

aufgestellt, der seinen Namen trägt: Landoisplatz. Zur Eröffnung am 2. Mai 1974 strömten 50.000 Menschen in den neuen Allwetterzoo. Was heißt eigentlich Allwetterzoo? Die Frage ist schnell beantwortet: Der Zoo wurde in den 1960er Jahren als Nachfolger des alten Zoos völlig neu geplant. Der Architekt hatte seinerzeit die Idee, alle großen Tierhäuser mit überdachten Wegen zu verbinden, dem sogenannten „Allwettergang“. Daraus wurde der bis heute werbewirksame Name „Allwetterzoo“. Allerdings gibt es Lücken im Allwettergang, deshalb empfiehlt es sich bei Regenwetter immer einen Schirm dabei zu haben. Viele sehenswerte Zootiere leben in Freigehegen, abseits der überdachten Wege. Als „Zoo aus einem Guss“ gelobt, als Betonzoo kritisiert, hat sich das Erscheinungsbild des Zoos seit 1974 sehr verändert. In den 1960er und 70er Jahren galt Beton als fortschrittlich und schick. Inzwischen hat sich der Geschmack gewandelt, aber die massiven Betonbauten können nicht ohne weiteres beseitigt werden. Mensch und Tier müssen mit diesem grauen Werkstoff umgehen. Dort wo es eben möglich ist, wird der Beton von naturnahen Kulissen aus Felssteinen, Torf-

ziegeln, Baumschwarten oder gar lebendem Grün verdeckt. Wenn Sie heute mit offenen Augen durch den Zoo gehen, werden Sie auf Schritt und Tritt entdecken, mit wie viel Liebe zum Detail die Tieran-


Ausflugstipp: Allwetterzoo Münster

lagen natürlicher und damit lebenswerter gestaltet wurden. Soviel zur Geschichte des Allwetterzoos. Machen wir uns auf den Weg. Die Wege durch den Zoo sind hervorragend mit Symbolen gekennzeichnet. Je nach Wetterlage und persönlicher Zeitplanung können Sie sich zwischen dem Regenweg und dem Sonnenweg entscheiden. Der Regenweg ist der kürzere Rundweg. Er beginnt in der Eingangshalle und führt Sie über die überdachten Wege durch die großen Tierhäuser. Oftmals werden Sie allerdings in den Tierhäusern die Bewohner vermissen, denn viele Tiere halten sich dort nur nachts und bei schlechtem Wetter auf. Jetzt im Winter sind die Chancen, dass „jemand zu Hause

ist“ nicht schlecht. Das Gebäude direkt an der Eingangshalle ist die BIOCITY. Hier befindet sich das internationale Zentrum für Schildkrötenschutz, eine Forscherwerkstatt für Schüler und eine Ausstellung zum Thema Artenvielfalt. Das erste Tierhaus ist das Bärenhaus. Hier leben Klein- und Großbären in bärengerecht „möblierten“ Innen- und Außengehegen. Wenn Sie das Haus verlassen und nach rechts blicken, sehen Sie die Arena des Westfälischen Pferdemuseums, das sich auf 1 000 m² Ausstellungsfläche der Kulturgeschichte des Pferdes in Westfalen widmet. Zwischen dem Bärenhaus und dem Tropenhaus finden Sie direkt am Allwettergang farbenprächtige Aras in einer naturnahen Voliere, ohne

trennendes Glas und Gitter. Im benachbarten Tropenhaus können Sie rund 100 Vögel (haben fast keine Scheu vor den Besuchern), Flughunde und Krallenaffen erleben. Große farbenprächtige Kois lassen sich aus nächster Nähe bewundern. Die integrierte Reptilienhalle beherbergt Schlangen, Echsen und Kaimane. Folgen Sie dem Allwettergang, sehen Sie Eulen, Wellensittiche und Schildkröten. Im Innern der Großflugvoliere befindet sich die Ausstellung „Verbotene Geschenke“. Seltene und geschützte Tiere werden getötet oder gefangen um (un)menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. Sie dienen als „Rohstoff “ für Leder- und Kürschnerwaren oder gar als Delikatessen. Die Exponate, Fotos und Schrifttafeln dokumentie-

Gastlichkeit mit Tradition seit 1890

Das weitbekannte Gasthaus neben dem Rathaus am Prinzipalmarkt in Münster

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Ausflugstipp: Allwetterzoo Münster

ren auf eindrucksvolle Weise den brutalen Umgang des Menschen mit der Natur und der damit verbundenen Ausrottung vieler Tierarten. Nach der Großflugvoliere gelangen Sie in die Tigerfreianlage. Erwischt man nicht gerade die „müde Phase“ des Armurtigerpaares Nely und Rasputin, bietet sich mit den beiden ein erfreulicher Anblick. Die zwei sind ein Traumpaar. So offensichtlich die beiden sich auch mögen, kommt es hin und wieder zu Zankereien – wie im menschlichen Leben. Unter dem Allwettergang, vorbei an den Innengehegen der Leoparden, gehen Sie in die Halle für Breitmaulnashörner. Von hier aus geht

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es in die Tropenhalle für Asiatische Elefanten, in der Sie sich über die Bedrohung der grauen Riesen und der Regenwälder informieren können. Im weißen „InfoElefanten“ gibt es Informationen über die Biologie dieser Tiere. Bei schlechtem Wetter dürfen die Elefanten im Haus gefüttert werden. Bei jedem Wetter dürfen die Gebirgsloris im Elefantenhaus gefüttert werden. Am Elefantenhaus endet der erste Teil des überdachten Rundweges. Links herum geht es jetzt ins Afrikapanorama. Wenn Sie genug Zeit mitgebracht haben, machen Sie doch einen Abstecher über die Brücken und ruhen sich in der

Serengeti-Lodge aus. Danach erreichen Sie das Giraffenhaus und die Fortsetzung des Allwetterganges. Im Löwenhaus sehen Sie neben kleinen und großen Raubkatzen auch Nilflughunde. Nach dem Verlassen des Hauses gehen Sie über die Brücke des Zookanals und gelangen in das Menschenaffenhaus. Schauen Sie sich besonders bei schlechtem Wetter den „Wintergarten“ der Gorillas direkt am Haus und das „Africaneum“ an. Die Affen und Kattas bewohnen zwei für Besucher begehbare Anlagen. Das folgende Haus für niedere Affen beherbergt u. a. Löwenäffchen, Kapuziner und Mandrills. In der Watt­vogelanlage setzen Sie sich einfach in


Ausflugstipp: Allwetterzoo Münster

einen Strandkorb, erleben Ebbe und Flut und im Schlick stochernde Säbelschnäbler. Wenn Sie sich nach dem Ausgang rechts halten, gelangen Sie zu den Kegelrobben und Brillenpinguinen und den Eingang in die „ZoORANGerie“, die Dschungelanlage für die Orang-Utans. In der Halle können die Besucher auf einen 6 m hohen Kletterbaum steigen und die roten Waldmenschen und ihre Mitbewohner aus luftiger Höhe beobachten. Über einen breiten, nicht überdachten Weg gelangen Sie zur Brücke über den Zookanal und in den Ausgangsbereich. Dort finden Sie das Restaurant und das Aquarium. An schönen Wintertagen empfiehlt es

sich auch einen Spaziergang auf dem Sonnenweg einzuplanen, selbst wenn sich dann kaum Tiere in den Außengehegen befinden. Sie können die frische Luft genießen und trotz allem einen Abstecher in die Tierhäuser machen. Picknickplätze mit Bänken und Tischen

finden Sie an allen Kiosken. Hier können Sie auch Mitgebrachtes von Zuhause verzehren. Babywickelräume gibt es neben der Zookasse, im Pferdemuseum und im Res­ taurant sowie hinter dem Elefantenhaus und dem Menschenaffenhaus.

Behinderteneinrichtungen

Der Zoo wurde vom Sozialverband Deutschland als „barrierefrei“ anerkannt, denn über rollstuhlgeeignete Wege und Rampen sind fast alle Bereiche auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Der obere Bereich des Aquariums ist über einen Lift zu erreichen.

»Landgut Ritter«

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Ausflugstipp: Allwetterzoo Münster

Zahlen und Daten (per 31.12.2007) Tierbestand: 3.313 Tiere in 346 Arten Futterverbrauch: • 366.000 kg Heu, von Bauern aus der Region und eigenen Wiesen 220.000 kg Gemüse, z. B. • 75.000 kg Möhren, • 29.000 kg Gurken 116.000 kg Obst, z. B. • 57.000 kg Äpfel, • 19.000 kg Bananen

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• 45.000 kg Futterrüben und Kartoffeln • 25.000 kg Fisch, vorwiegend Heringe • 14.000 kg Rindfleisch • 12.500 kg Brot, Brötchen, Zwieback • 400 kg Mehlwürmer • 312 kg Himbeerblätter • 420.000 Stck Heuschrecken und andere Insekten • 8.000 Stck Eier Mitarbeiter: • 82, davon 43 Tierpfleger

Damit ist der Zoo Münster die bedeutendste Außenwerbung für die Stadt. Gesamtfläche des Zoos: • 30 Hektar inkl. 3.000 Parkplätze Weitere interessante Informationen finden Sie im „ZOOBUCH“ des Allwetterzoos und in der Broschüre „ZOO NACHRICHTEN“ und natürlich auf den Internetseiten. www.allwetterzoo.de

Besucher: • 1.018.754 Menschen

Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/Gerhard Besler, Archiv Allwetterzoo Münster

Poitou-Riesenesel


Ausflugstipp: Museum für Naturkunde

Naturkundemuseum und Planetarium Kultur erfahren und Natur erleben Wenn Sie sich schon einmal entschlossen haben, einen Tag in Münster zu verbringen, ist der Besuch im Westfälischen Landesmuseum für Naturkunde und dem Planetarium ein unbedingtes Muss, zumal der Zooparkplatz nur rund 100 Meter entfernt ist. Schon die beiden Saurier vor dem Eingang lassen zumindest im Ansatz vermuten, was den Besucher im Innern erwartet. Einem Mammut in die Augen blicken, einen Indianer hoch zu Ross sehen, den Löwen bei der Büffeljagd beobachten oder einem Dinosaurier gegenüberstehen –

kurz: einen entspannten Nachmittag mit Kultur und Natur verbringen. Hier im Museum begegnen den Besuchern fremde Kulturen und wilde Tiere, hautnah und gefahrlos. Das deutschlandweit einzige Naturkundemuseum mit einem Großplanetarium ist das ideale Ausflugsziel. Zu jeder Jahreszeit, aber aus meiner Sicht besonders in diesen spätherbstlichen Tagen. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet mit seinen Ausstellungen und seinem Zeiss-Planetarium faszinierende Ausflüge in andere Welten und andere Kulturen.

Wandeln durch die Zeiten im Naturkundemuseum Das Naturkundemuseum beherbergt einzigartige Objekte, wie den weltgrößten Ammoniten* oder die lebensechte Rekonstruktion eines Allosaurus-Raubsauriers. Als einziges deutsches Museum wird hier das „Portrait der Milchstraße“ als hinterbeleuchtetes, zwölf Quadratmeter großes Bild gezeigt. Die permanenten und wechselnden Ausstellungen stellen anschaulich die Lebensräume von Tieren und Pflanzen vor und

Hotel Menge – seit sieben Generationen ein gepflegtes Hotel mit exzellenter Küche. Wer hier als Gast eintritt, wird die Vorzüge genießen, die ein traditionell geführtes Haus zu bieten hat – Qualität, Persönlichkeit und das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Hotel Menge an der Schlacht Ruhrstraße 60 · 59821 Arnsberg Telefon (02931) 5252-0 · www.hotel-menge.de Gastro Lexikon - *Ammoniten: Ammoniten sind eine ausgestorbene Gruppe ausschließlich mariner Kopffüßer (Cephalopoda). Die Gruppe war artenreich; über 1500 Gattungen sind bekannt, die Zahl der Arten dürfte bei etwa 30.000 bis 40.000 liegen..

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Text: Gerhard Besler, Fotos: Oblonczyk/LWL, Hoppe/LWL, Emmerich/LWL

Ausflugstipp: Museum für Naturkunde

verdeutlichen verständlich die enge Beziehung zwischen Mensch und Natur. Sie können hier als Besucher ganz entspannt Zeitreisen ins Reich der Dinosaurier unternehmen, das Leben der indianischen Ureinwohner erforschen oder den Landschaftswandel Westfalens beobachten.

Unendlich viel zu entdecken im Zeiss-Planetarium

Licht aus, Sterne an – heißt es im ZeissPlanetarium mitten im LWL-Museum. „Münster, Deutschland – unsere Heimat. Sie ist ein kleiner Teil der Erde, und ein winziger Teil des Universums.“ So be­ ginnt das neue Programm „Unendliches Universum – Eine Reise durchs Weltall“

und nimmt die Zuschauer ab acht Jahren mit auf eine Reise in die Weiten des Kosmos. Mit einem Kuppeldurchmesser von 20 Metern bietet das Planetarium Platz für 270 Personen. Fremde Planeten, Sterne und astronomische Ereignisse werden in den einzelnen Programmen vorgestellt. Mit regelmäßig wechselnden Vorführungen und einem breiten Angebot für Sternenfans und Hobbyastronomen ist für jeden Geschmack und jede Altersgruppe etwas dabei.

Rundum glücklich

und bietet einen Ausblick über die Ausstellungshalle. Erfrischungen und Speisen erwarten den Besucher. Der Museumsshop hat zahlreiche kleine und große Andenken zur Erinnerung an den Museumsbesuch im Angebot. Das Museum ist ganzjährig geöffnet von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr. www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de www.lwl-planetarium-muenster.de

Sämtliche Bereiche des Hauses sind behindertengerecht ausgestattet. Das Café Landois befindet sich nur einen Aufzugknopf von den Ausstellungen entfernt

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19,9 0€

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Medienkritik

Lebensmittel im TV – Zu wenig Gott, zu viel Schalk In vielen Bereichen genießen die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten gegenüber den Privaten ein besseres Ansehen und leisten sich, auch mithilfe der Rundfunkgebühren, ein höheres Niveau.

Text: Marcus A. Besler

und unnötig zu vernichten oder zu missbrauchen. Leider wird dies von vielen Programmverantwortlichen offensichtlich doch immer wieder als amüsant oder Quoten bringend angesehen. Welch Hohn gegenüber ehrbaren und ehrlichen Menschen, die in Billiglohnsektoren arbeiten oder Alleinerziehenden oder Kinderreichen,

Mit Essen spielt man nicht – außer im Fernsehen

Zuletzt gerieten aber gerade die Hüter der guten Sitten und des Anstandes massiv in die Kritik. Der streitbare Auftritt Marcel Reich-Ranickis beim Deutschen Fernsehpreis trat eine Diskussion über die oft nur pseudo-intellektuellen Kultur- und Literatursendungen los. Nur eine Woche zuvor präsentierte Thomas Gottschalk in Wetten dass..? eine Wette, in der man versuchte mithilfe von Würsten einen Pullover zu stricken. Zur Krönung ließ sich Gottschalk als Strafe für seine verlorene Wette in einen Riesentopf Senf eintauchen. 11 Millionen Deutsche amüsierte dies offensichtlich (sonst hätten diese ja abgeschaltet oder sich empört). Nicht

amüsiert waren die in der Sendung anwesenden Zisterziensermönche, die eigentlich ihre Heiligenkreuzer-CD „Chant“ vorstellen und über das Leben im Kloster sprechen und dafür werben wollten. Ihre Bilanz der Sendung war: zu viel Schalk, zu wenig Gott bei Gottschalk ... Dies sind jedoch keine Einzelfälle im deutschen Fernsehen. Seit Generationen wird Kindern gepredigt „mit Essen spielt man nicht“, „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“ und das man kein Essen wegschmeißt. Unabhängig von oft dramatischen Gründen für diese Sprichworte wie Kriegen oder Armut widerspricht es einfach der Ethik Lebensmittel öffentlich

Beliebte Spielgegenstände im Fernsehen.

die heutzutage auch in Deutschland verschämt die Angebote von Suppenküchen und Tafeln in Anspruch nehmen müssen. Der Nachbar schaut sich derweil an wie bei Elton vs. Simon (Pro7) versucht wird Hähnchen durch Briefschlitze zu stopfen oder wie regelmäßig bei Zimmer frei (WDR) Lebensmittel zum Gegenstand von Spielen gemacht werden. Ob bei den verwendeten Lebensmitteln angeblich das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war oder nicht, wird erstens nicht dazu gesagt und zweitens sieht man es nicht. Wo bleibt die Vorbildfunktion?

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Rezept: Westfälischer Burger

Der Burger, der kein Fastfood ist

Günther Overkamp-Klein im hauseigenen Kräutergarten

Bei Overkamp auf dem „Höchsten“ wird westfälisch gekocht - und das seit mehr als 300 Jahren. Die traditionellen westfälischen Gerichte haben hier einen festen

Platz auf der Speisenkarte. Traditionen und „Westfälische Freundschaften“ werden gepflegt, dennoch ist das Haus Overkamp ein moderner Gastronomiebetrieb, der sich dem Zeitgeist nicht verschließt und in dem auch gerne über den Tellerrand hinaus geblickt wird. Westfälische Gerichte gibt es hier „im Original“ und auf elegante Art verfeinert, so dass niemals Langeweile aufkommt. Auch neue Produkte kommen und neue Gerichte werden hier regelmäßig ausprobiert. Wenn sie von den Gästen akzeptiert werden, erhalten sie auch die Chance, sich einen festen Platz auf der Karte zu erobern. Produkte der „Westfälischen Freundschaften“ des Hauses und hauseigene Spezialitäten erhalten Sie in dem kleinen Feinkostladen, der sich im Eingangsbereich des Restaurants befindet. Als „Westfälische Freundschaften werden bei Over-

kamp Lieferanten und Direkterzeuger bezeichnet, die zum Teil schon seit Generationen ihre hochwertigen landwirtschaftlichen Produkte und Lebensmittel an das Haus Overkamp liefern. Sie sind die Grundlage für die exzellente Küche bei Overkamp. Mit dem hauseigenen Bewirtungs-Service (neudeutsch Catering) kommt die feine westfälische Küche auch zu Ihnen nach Hause. Feine „Lecka-Bissen“ oder Gabelmenüs lassen Sie als Gastgeber bei Ihren Gästen immer gut aussehen. Gut aussehen tut auch der WESTFÄLISCHE BURGER: Denkt man bei dem Wort „Burger“ gleich an Fastfood und an eine deutsche Großstadt, werden Sie von diesem Burger, der bei leibe kein Fastfood ist, überrascht sein.

Westfälischer Burger Zutaten für vier Personen 8 Stck Reibekuchen 8 Stck flache Apfelscheiben ohne Kerngehäuse und Schale 8 Stck dünne bratfähige Blutwurstscheiben (bitte beim Metzger nachfragen, geräuchert und im Papierdarm) 200 g Zwiebelscheiben 4 Stck kleine Salatgurken Rübenkraut

Zubereitung Zunächst werden die Zwiebeln in einer Pfanne geschmort. Dann die Reibekuchen in einer Eisenpfanne oder beschichteten Pfanne dünn und knusprig in Pflanzenöl (kein Olivenöl) ausgebacken. Bitte erst den Teig in die Pfanne geben, wenn diese heiß ist. Die Apfelscheiben in Mehl wenden und braten. Jetzt die Blutwurstscheiben in der Pfanne kross anbraten, damit die ganze Sache nicht zu fettig wird. Den Burger mit den fertigen Apfelscheiben und Zwiebelmus schichten und mit Rübenkraut garnieren. Mit kleinen Salatgarnituren auf dem Teller anrichten. In kleiner Ausführung ist er eine schöne Vorspeise für ein westfälisches Gericht. Er kann in der größeren Version aber auch ein Hauptgericht sein.

Guten Appetit wünscht Ihnen Günther Overkamp-Klein

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Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/Gerhard Besler

Rezept: Westf채lischer Burger

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Westfälischer Gastronomiepreis

Westfälischer Gastronomiepreis Die Gala

Als die Redaktion des WESTFALEN-MAGAZINS im Frühjahr diesen Jahres erstmals den WESTFÄLISCHEN GASTRONOMIEPREIS auslobte, konnten wir noch nicht ahnen, auf welch große Resonanz dieser Wettbewerb um das beliebteste Restaurant, den beliebtesten Gasthof oder das Westfälische Produkt des Jahres bei unseren Lesern stoßen würde. 8300 gültige Stimmkarten wurden per Post, per Fax und per Internet an die Redaktion gesandt. Hinzu kamen einige Hundert ungültige Stimmen, die zu spät oder nicht vollständig ausgefüllt an die Redaktion gesandt wurden. 143 Restaurants, Gasthöfe und Landhotels haben sich der Bewertung durch ihre Gäste gestellt. Als Produkt des Jahres wurden über 80 regionale Produkte genannt.

Peter Großmann und Thomas Schneider (Radeberger Gruppe) Peter Großmann stellt die Köche des Abends vor:

Die Jury lässt es sich schmecken.

Dass es sich bei dem WESTFÄLISCHEN GASTRONOMIEPREIS um einen „reinen“ Publikumspreis handelt, ist bei dieser ersten Veranstaltung bei einigen Restaurants noch nicht ganz herübergekommen. Für den Sieg waren ausschließlich die Bewertungen der Gäste relevant. Die Jury und der Notar hatten darüber zu wachen, dass die Auszählung korrekt erfolgte und nur gültige Stimmkarten gewertet wurden. Einige Restaurants und Gasthöfe wurden stichprobenartig von der Jury nochmals in Augenschein genommen. Die Redaktion war selbstverständlich nicht in der Jury vertreten. So kam es „für Fachleute“ auch zu einigen überraschenden Ergebnissen bei der Preisverleihung. Die Ergebnisse können Sie in dem Bericht über die Sieger detailliert nachlesen, denn nun wollen wir uns der Gala widmen, zu der auch im nächsten Jahr wieder Leser unseres Magazins eingeladen werden und als Beloh18

nung für das Mitmachen werden wir auch wieder einen Wellnessaufenthalt oder eine Reise verlosen. Denn eins wollen wir auf keinen Fall ändern – der WESTFÄLISCHE GASTRONOMIEPREIS ist ein Publikumspreis. Die Abschlussveranstaltung fand auf Einladung der Radeberger Gruppe im Brauersaal der Radeberger in Dortmund statt. Die Gala war als glanzvoller Rahmen für die Preisverleihung und als festlicher Abend für die 150 Gäste (fast ausschließlich Gastronomen) geplant. Das ganze Ambiente sollte zu einem gelungenen Abend für die teils aus 150 km Entfernung angereisten Gäste beitragen. Auf dem Brauereigelände wehten die rot-weißen Westfalen-Flaggen und gleich am Eingang wurde man eindrucks- und stilvoll mit einem Hövels-Stößchen (kleine 0,1 l Aperitifgläser) und deutschem Rieslingsekt mit Fruchtkaviar begrüßt. Stefan Manier


Westfälischer Gastronomiepreis

Für gute Stimmung sorgte die „Rainbow Company“

Erste neugierige Blicke in den Westfalen-Bildband

ließ dazu unter anderem Aperitif-Häppchen aus hausgebackenem Holzofen- und Nussbrot mit Räucheraal und Rote BeeteCreme oder Erdnussbutter-Feigen Creme mit luftgetrocknetem Waltroper Schinken reichen. Im Foyer liefen zur Einstimmung und Vorabinformation Videos über die Nominierten, die Köche und die Jury. Bei dieser Kurzweil hatten es die Gäste auch gar nicht eilig ihre Plätze einzunehmen und so musste Gerhard Besler mit der Vorstellung seines Bildbandes über Westfalen noch eine kleine Weile warten. Als der Moderator des Abends, ARD/ WDR Sportjournalist Peter Großmann, in seiner gewohnt lockeren Art zu Tisch bat, konnte der offizielle Beginn des Abends starten. Nachdem Radeberger Vorstand

Thomas Schneider die Gäste im Festsaal begrüßt hatte, stellte Gerhard Besler seinen Bildband vor, in dem er mit einigen Klischees und Vorurteilen über Westfalen aufräumen wollte. Zur Premiere erfolgte an diesem Abend die Erstausgabe der Bücher, bevor sie in der darauf folgenden Woche in den Handel gelangten. Der erste Höhepunkt des Abends war das unvergleichliche Menü der an diesem Abend aufkochenden Spitzenköche. Nach jedem abgeschlossenen Gang wurde der verantwortliche Koch von Peter Großmann zu einem Interview auf die Bühne gebeten, um ihm einige Anekdoten zu seinem Werdegang zu entlocken. Bei dieser Gelegenheit wurde der für das Dessert verantwortliche Sascha Stemberg (Vel-

bert) von den Gästen gleich nach Westfalen eingebürgert. Das Menü war ein Hochgenuss und wurde überschwänglich von den Gästen gelobt. Gerd Leve vom Hotel Restaurant „Im Engel“ legte eigens einen „WESTFALEN-WEIN“ auf. Für die musikalische Untermalung sorgte derweil die Band „Rainbow Company and Friends“. Weil alle den Abend in Ruhe genießen wollten, addierten sich im Verlauf einige Minuten Verspätung im Programmablauf auf, was aber nicht tragisch genommen wurde. Kurz vor 23.00 Uhr kam es zum absoluten Höhepunkt der GALA: der Preisverleihung. Als Erstes ging es um das „WESTFÄLISCHE PRODUKT DES JAHRES“. Bei diesem Produkt kam es daHotel-Restaurant-Lindenhof Familie Udo Hankh Alte Emsstraße 7 Tel. 0 25 72/92 60

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Westfälischer Gastronomiepreis

Gerhard Besler (rechts) engagiert sich für Westfalen

Jury: Jürgen Wolf und Rainer Bierwirth

Blick in die Küche

rauf an, dass es sich um ein für die Region typisches Produkt handelt, das handwerklich hergestellt und regional vertrieben wird. Über 80 Produkte wurden genannt, wobei der Senf der Schwerter Senfmühle überdurchschnittlich stark abschnitt. Der Schinken lag generell an erster Stelle, erhielt jedoch im Einzelfall nur wenig Stimmen. Beim Korn sah es da ähnlich aus, jedoch konnte sich Sasse Korn von der Feinbrennerei Sasse aus Schöppingen mit großer Mehrheit durchsetzen und siegte. Dieses Produkt erhielt seine Stimmen aus dem Sauer- und Münsterland. Jetzt folgte die Preisverleihung an die Landhotels, Gasthöfe und Restaurants. Die Platzierungen wurden ab Platz 10 rückwärts von Peter Großmann verlesen. Ab dem fünften Platz gab es individuell für jeden Preisträger angefertigte Urkunden. Wie eingangs bereits erwähnt, gab es hier aufgrund der strikten Geheimhaltung von

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Veranstalter, Moderator, Köche, Jury und Preisträger

Jury und Redaktion einige überraschende und überraschte Sieger. Die Freude war teilweise riesengroß und es flossen bei einigen (weiblichen) Preisträgern sogar

Tränen der Rührung. Das heißt aber nicht, dass die männlichen Vertreter der ausgezeichneten Betriebe sich weniger gefreut hätten. Besonders Heinz Overkamp (Haus


Westfälischer Gastronomiepreis

Vorbildlicher Service

Overkamp) und auch Jürgen Fassbender (Wielandstuben Hamm) bedankten sich bei den Einsendern der Stimmkarten mit bewegter Stimme. Das WESTFALEN MAGAZIN hat bei der Auswahl der Pokale einen besonderen Wert auf Design und Ästhetik gelegt, damit dieser Preis auch gerne in den Restaurants hergezeigt wird. Modern, schlicht und trotzdem elegant und aus schwerem Kristallglas. Die Namen der Restaurants wurden per Laser eingebrannt. Der Rahmen dieser Veranstaltung sollte die Initialzündung für viele weitere Veranstaltungen dieser Art sein. Deshalb hat sich die Redaktion besonders über die Einladung des Casino Hohensyburg (Dortmund) gefreut, die Gala zum Westfälischen Gastronomiepreis 2009 dort zu feiern. Wir freuen uns besonders, wenn wir einige der Restaurantgäste und Leser unseres Magazins dort wiedersehen würden.

Claudia Krieger (Casino Hohensyburg) lädt die Veranstalter und Gastronomen zur Gala 2009 in das Casino ein.

Mitmachen lohnt sich in jedem Fall, dann können Sie wie schon Andree Höfer aus Meinerzhagen, den das Hotel Deimann aus Schmallenberg eingeladen hat, einen Aufenthalt in einem sehr guten Wellnesshotel oder eine Reise gewinnen. Die ganze Veranstaltung hat ihren Glanz natürlich im Wesentlichen durch die oft ehrenamtliche Mithilfe sehr vieler Menschen gewonnen, denen die Gastronomie und Westfalen am Herzen liegen. Ein großes Dankeschön an die Köche, die sich ehrenamtlich (teilweise mit zusätzlichem Personal) für die Sache Westfalens zur Verfügung gestellt haben, aber auch dem

Notar und der Jury, die sogar noch auf eigene Kosten zu Testessern wurden. Zwar nicht ehrenamtlich aber sehr professionell war der „Service“ von „Service am Gast“. Aufmerksam, zuvorkommend und perfekt. Wir möchten uns bei all denen ganz herzlich bedanken, die zu dieser tollen Veranstaltung, in welcher Form auch immer, beigetragen haben. Natürlich freuen wir uns auch, wenn die Resonanz der mitmachenden Gastronomen in 2009 eben so groß (oder größer) wird wie in diesem Jahr. Vielleicht sehen wir uns ja am 22.10.2009 im Casino Hohensyburg.

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Westfälischer Gastronomiepreis

WESTFÄLISCHER GASTRONOMIEPREIS – Die Sieger der Vorsprung auch immer sein mag, es ist ein Vorsprung, der dementsprechend gewertet werden muss. Die gesamten Ergebnisse der bewerteten Betriebe waren allesamt so gut, dass es ein Gewinn für die gesamte Gastronomie in Westfalen ist. 143 Gasthöfe und Restaurant haben sich für den Preis registrieren lassen. 121 von

Die Platzierten, von Platz zehn bis Platz zwei: Kategorie: Landhotel/Gasthof des Jahres Platz 10: unbesetzt Platz 9: Landhaus Lindenbusch (Weseke) Platz 8: Haus Pilling (Altena) Platz 7: Waldhotel Schinkenwirt (Olsberg) Platz 6: Gasthaus Klein (Netphen-Deuz) Platz 5: Hürsters Kochwerkstatt (Dortmund) Platz 4: Hotel Gnacke (Nordenau) Platz 3: Landhotel Donner (Meschede) Platz 2: Overkamp (Dortmund)

ihnen gelangten in die Wertung und 31 Betriebe erreichten die Endausscheidung. Über die große Anzahl der Einsendungen war die Redaktion natürlich sehr erfreut, zumal nach Ablauf der Einsendefrist noch zahlreiche Einsendungen eintrafen, die leider nicht mehr gewertet werden konnten.

Kategorie: Restaurant des Jahres Platz 10: Restaurant Pellemeier (Lienen) Platz 9: Hotel – Restaurant Ammertmann (Gronau–Epe) Platz 8: Hotel Deimann (Schmallenberg) Platz 7: Spezialitätenrestaurant Hugo im Dahl (Ascheberg) Platz 6: Haus Hochstein (Wenholthausen) Platz 5: Hotel Restaurant Lindenhof (Emsdetten) Platz 4: Schloss-Restaurant Nordkirchen (Nordkirchen ) Platz 3: Hotel-Restaurant Antoniushütte (Eisborn) Platz 2: Heinrich’s Restaurant (Fröndenberg)

Platz 1: Landhotel/Gasthof des Jahres – AstenRose**** Landhaus am Rothaarsteig Die AstenRose ist Geheimtipp für ruhesuchende Individualisten. Das Landhaus liegt nur wenige hundert Meter entfernt von den Neuastenberger Postwiesen. Im Winter ein Mekka für Skifahrer. Der Gipfel des Kahlen Astens liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Als Helga und Gerd Kirschbaum-Schwind das in den 1960er Jahren erbaute Bayer Ferienhaus erwarben, wurde gründlich renoviert und umgebaut. 2005 konnte dann das Vier-Sterne-Landhotel eröffnet werden. Es wurde ein Landhaus im mediterranen Stil, ausgestattet mit vielen liebevollen Details. Vom Panoramarestaurant hat der Gast einen tollen Blick auf den Neuastenberg. Am Abend genießt man bei netten Gesprächen gemütliche Stunden am knisternden Kamin. Stichwort Speisen: Lieben Sie Traditio-

nelles, raffiniert verfeinert? Die Küchenbrigade um Küchenchef Mario Kühnel zaubert ein abwechslungsreiches Sortiment an Köstlichkeiten. Passend zur Region kommen auch die Liebhaber der bodenständigen, regionalen Küche voll auf ihre Kosten. Neben Wildgerichten aus den heimischen Wäldern und Forellen aus den Gebirgsbächen, setzt das Küchenteam immer wieder ungewöhnliche Ideen um und erntet mit nicht alltäglichen Speisen und kreativer Zubereitung viel Lob bei den Gästen. Die AstenRose erhielt von ihren Gästen soviel gute Bewertungen, dass es in der Kategorie Landhotels und Gasthöfe mit einer Durchschnittsnote von 1,30 für den ersten Platz reichte. Wir gratulieren zu dieser hervorragenden Leistung.

Platz 1: Restaurant des Jahres – Restaurant Wielandstuben in Hamm Ob sich ein Gast in einem Restaurant wohlfühlt oder nicht, kommt ganz entscheidend auf den guten Service an. Wenn der Gast Glück hat, trifft er auf einen solch herausragend guten Service wie in den Wielandstuben in Hamm. Für eine exzellente Serviceleistung wurden die Wielandstuben auch schon bei anderen, bundes22

weiten, Publikumspreisen ausgezeichnet. Jürgen Fassbender führt seit mehr als 40 Jahren ein Restaurant für Genießer: mit Leidenschaft, Konzept und Konstante, ein gastronomisches Kleinod mit elegantem Interieur und sympathischer Atmosphäre. Jürgen Fassbender beherrscht gekonnt das Spiel mit Kontrasten: So findet man in

einem Raum transparente Philippe-Strack –Stühle zu handgemalter Streifentapete. In einem anderem Raum edles Silberbesteck auf blanken Holztischen. Auch die Küche spiegelt den kreativen Anspruch des Hauses wider. Der junge Küchenchef kocht für eine überregionale Feinschmeckergemeinde sein Cross-over aus klas-

Text: Gerhard Besler, Fotos: Günther Goldstein, Archiv Landhaus Astenrose, Archiv Restaurant Wielandstuben, Archiv Feinbrennerei Theo Sasse

Aus 8300 Einsendungen der Gäste von Gasthöfen und Restaurants wurden die Sieger des „WESTFÄLISCHEN GASTRONOMIEPREISES 2008“ ermittelt. Dabei von Siegern zu sprechen fällt uns nicht leicht, weil die Platzierungen teilweise nur im zweiten Nachkommastellenbereich zu ermitteln waren. Aber wie gering


Westfälischer Gastronomiepreis sisch-bürgerlicher und moderner Küche, ohne dabei die regionale Bodenhaftung zu verlieren. Der ausgezeichnete Service unter der Leitung von Hermann Oberle ist neben Küchenleistung und Ambiente ein wesentlicher Grund für das hervorragende Ergebnis mit dem die Gäste dieses Haus bewertet haben. Mit der Durchschnittsnote von 1,26 erreichten die Wielandstuben den ersten Platz in der Kategorie „beliebtestes Restaurant“. Wir gratulieren Jürgen Fassbender und seinem Team ganz herzlich zu dieser tollen Leistung.

Westfälisches Produkt des Jahres – Sasse Korn, Feinbrennerei Theo Sasse Bei dem westfälischen Produkt des Jahres kam es der Jury darauf an, typische westfälische Produkte zu würdigen, die auf handwerkliche Art und Weise hergestellt und regional vertrieben werden. Der Kornbrand gehört zur Kulturgeschichte Westfalens und das Münsterland ist für diese Spirituose besonders bekannt. Seit 1707 werden in Schöppingen von der Familie Sasse Kornbrände hergestellt. Im 18. und 19. Jahrhundert reiften noch alle Kornbrände in Holzfässern. Im Zuge der Industrialisierung kam es immer mehr zur Entschmackung dieses Produkts. Seit einigen Jahren werden bei Sasse edle Brände wieder nach historischem Vorbild hergestellt. Für den Brennvorgang hat man eigens eine Brennanlage aus Kupfer restauriert, um den Münsterländer Lagerkorn V.S.O.P. herzustellen, der in alten Eichholzfässern lagert. Die Herstellung dieses Produktes erfordert höchstes Fachwissen und vor allem viel Zeit. Die Gäste in den Gasthöfen und Restaurants haben den Sasse Korn mit großer Mehrheit zum „Westfälischen Produkt des Jahres 2008“ gewählt.

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Teutoburger Wald

Neues von Staatlich Bad Meinberger

Stilvoll Tagen und Feiern über den Dächern der Stadt.

Text: Gerhard Besler, Fotos: Archiv Bad Meinberger

Zehn Veranstaltungsräume eignen sich ideal für Tagungen, Konferenzen, Betriebs- und ­Familienfeiern für bis zu 120 Personen.

In 2008 hat es bei der Staatlich Bad Mein- besser als auf den alten Etiketten zu erkennen berger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG im sind. Das neue Flaschendesign und die neue personellen und im Produktangebot einige Etikettierung lassen die Produktlinie nun weVeränderungen gegeben. Bernd Bilke ist als Ge- sentlich „wertiger“ erscheinen. schäftsführer nach Erreichen der Altersgrenze Bei den großen Flaschen (0,75 l) für den Banin den wohlverdienten Ruhestand verabschie- kettbereich hat es technische Verbesserungen det worden. Bilke war es, der gemeinsam mit im Detail gegeben. Sie haben neue Verschlüsse seinem Team in den vergangenen sechs Jahren erhalten, die sich sehr leicht öffnen lassen und die Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen so eine bessere Handhabung erlauben. als erfolgreiches und innovatives Unternehmen positioniert hat. Seit dem 1.3.2008 ist nun Herbert Stemme zum Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Marketing ernannt worden. Die komplette Geschäftsführung besteht nunmehr aus Susanne Hehnsen (Einkauf, IT und Qualitätsmanagement), Volker Schlingmann (Technik und Produktion) sowie Von links: Herbert Stemme, Susanne Hehnsen, Manfred Kieselbach & Volker Schlingmann dem bisherigen Sprecher der Geschäftsführung Bad Meinberger in der gehobenen Gastronomie: Manfred Kieselbach. Ein neues Aushängeschild in der Gastronomie Für die Gastronomie hat Bad Meinberger ein ist der am 7.10.2008 neu eröffnete Detmolder eigenständiges exklusives Design und eine neue Hof. Auch hier ist Bad Meinberger mit den exsilberfarbige Etikettierung entwickelt, auf der klusiven Gastronomieprodukten vertreten. die Bezeichnungen „feinperlig“ und „naturelle“

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Hövels verführt die Sinne Jenseits des Alltags Bier als besonderen Genuss erleben – dieser Gedanke ist nicht so neu, wie man glauben möchte. Schon 1893, zur Zeit des Jugendstils, setzte sich das aufwendig gebraute Hövels bewusst von den damaligen Alltags-Bieren ab. Ein Bier, komponiert für den verfeinerten Genuss – eines der ersten Super-Premium-Biere und damit ein Meilenstein in der Geschichte der Braukunst! Für moderne Genießer.

Auch heute suchen die Menschen wieder vermehrt das Besondere – den feinen Genuss, für den man sich gerne etwas Zeit nimmt. Und – genau wie beim Wein entwickelt sich bei der intensiven Beschäftigung mit dem Genuss eine Kennerschaft, die das Gute zu schätzen und in allen Facetten zu würdigen weiß. Zeit, die­ se Gäste mit Hövels Original bekannt zu machen. Mit seinem unvergleichlichen Geschmack, seiner hohen Qualität und der rundum edlen Ausstat-

tung trifft Hövels genau diese Bedürfnisse. Die rotgoldene Bierspezialität ist exklusiv, authentisch, modern und traditionsbewusst zugleich – und ein Erlebnis für alle Sinne! Übrigens, immer mehr Genießer in ganz Deutschland entdecken Hövels Original, besonders im Norden Deutschlands. Deswegen unterstützt Hövels Original das 22. Schleswig Holstein Gourmet Festival (www.schleswig-holsteingourmetfestival.de).

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle wieder einige ausgewählte Objekte der Spitzengastronomie vorstellen, in denen die Hövels Bierspezialität ein wichtiger Bestandteil des kulinarischen Angebotes ist. Begegnungen mit Hövels genießen Sie bei: 1. Restaurant Kleiner Kiepenkerl 2. Spezialitätenrestaurant „Hugo im Dahl“ 3. Restaurant Freischütz 4. Overkamp

Restaurant „Kleiner Kiepenkerl“

Die Innenstadt von Münster ist seit jeher ein beliebter Anziehungspunkt für die Liebhaber der westfälischen Küche und ihrer Spezialitäten. Seit mehr als 300 26

Jahren ist die gepflegte Gastronomie Tradition und Anliegen der Familie Deckenbrock – im Kleinen Kiepenkerl. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde

das Haus am 17. November 1955 wieder eröffnet. Seit dieser Zeit haben sich die ehemaligen Bierstuben Wielers zu einer feinen Adresse in Münster weiterentwickelt. Das Restaurant strahlt eine einzigartige Atmosphäre aus, die den Gästen schon beim Betreten der Räume den Eindruck vermittelt, „hier ticken die Uhren noch anders.“ Oft bleibt die leider weit verbreitete Hektik hier vor der Tür und man fühlt sich wohl, vom ersten Augenblick. Seit mehr als 50 Jahren kann man hier auf hohem Niveau Westfälisch genießen. In einem der vielen Erker und Nischen findet sich immer ein Platz, um mit Ruhe und Gelassenheit eine der feinen Spezialitäten von Küchenchef Herbert Hohenbrink zu genießen. „Wir möchten, dass sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen und meinen damit, mindestens so wohl wie in ihrer eigenen Wohnung“, sagt Wolfgang Deckenbrock.


- Anzeige Der obligatorische Stammtisch, die Schöpperecke, befindet sich gleich am Eingang in die Gaststube. An diesem Stammtisch treffen sich regelmäßig Ärzte, Rechtsanwälte, Unternehmer, Müßiggänger und viele nette Menschen.

„Es ist und bleibt unser Bestreben, den Gästen ein echtes Stück westfälischer Gastronomie zu bieten – mit einer anerkannt guten Küche und einem breiten Spektrum gepflegter Getränke. Hövels Original gehört selbstverständlich dazu.“

Kontakt Restaurant Kleiner Kiepenkerl Spiekerhof 47 48143 Münster/Westfalen Telefon: (0251) 4 34 16 Fax: (0251) 43417 www.kleiner-kiepenkerl.de

Spezialitätenrestaurant Hugo im Dahl

friedlich äsende Damwildherde beäugt neugierig die neuen Gäste. In das kleine exklusive Restaurant gelangen Sie durch eine Lounge mit gemütlichen Sitzmöbeln und einem offenen Kamin, der gerade jetzt im Winter eine wohltuende Wärme ausstrahlt. Das Restaurant selbst besticht durch seine schlichte, aber stilvolle Eleganz. Die Einrichtung, die Dekorationen, Vorhänge, ja selbst die Tapeten sind farblich aufeinander abgestimmt und verleihen dem Ganzen jene Harmonie, die für einen gelungenen Abend die Grundvoraussetzung ist.

Ihre Gastgeberin Gabriele Ledendecker hat für ihre Gäste ein kleines, elegantes Refugium des puren Wohlbefindens geschaffen. Das Spezialitätenrestaurant befindet sich in einem ruhigen und abgeschiedenen Tal, fernab von Hektik und Lärm. Hier, bei Hugo im Dahl, ist der richtige Ort zur Entschleunigung gestresster Stadtmenschen, geistiger Entspannung und für die kulinarischen Genüsse, die Ihnen Gabriele Ledendecker mit viel Liebe zubereitet. Wenn Sie den kleinen Privatweg vom Parkplatz zum Restaurant zurücklegen, schweift Ihr Blick über weite Felder, sanfte Hügel und Wälder. Eine

Die leichte Frischküche der Gastgeberin basiert auf Fisch und Krustentieren. Die Hauptrolle spielen fangfrische Forellen aus eigener Zucht. Hier spielt Hövels als Aperitif eine besondere Rolle. Den Abschluss eines Menüs sind ihre fantasievollen und exquisiten saisonalen Desserts. Kontakt Restaurant Hugo im Dahl Nordick-Dahlweg 7 59387 Ascheberg-Herbern Telefon (02599) 9 89 03 www.hugo-im-dahl.de

Restaurant Freischütz Die Freischütz Gastronomie zählt zu den traditionsreichsten Gastronomien in Schwerte. Im Jahr 2005 wurde das historische Gebäude mit sehr großem Aufwand renoviert und modernisiert. Eigentümer und Geschäftsleitung wollten Platz schaffen für neue Veranstaltungs- und Tagungsräume. Der gesamte Innenraum wurde optimiert ohne dabei die Tradition des Hauses aus den Augen zu verlieren.

Alle Räumlichkeiten erstrahlen in einer zeitlos, modernen Eleganz. Die Räumlichkeiten werden durch Schiebetüren aus Glas, auf denen dezent das Haus-Logo angebracht ist, abgetrennt oder erweitert. Auf der komplett verglasten Außenterrasse kann man im Winter die seltenen Sonnenstrahlen genießen. Im Sommer werden bei Bedarf die großen Schiebetüren geöffnet und man hat einen direkten Zu-

gang zu dem großen Biergarten. Für erfolgreiche Tagungen und Meetings, stilvolle Betriebs- und Familienfeiern stehen variable, voll klimatisierte Räumlichkeiten für 10 – 700 Personen zur Verfügung. Der Freischütz ist auch ein idealer Ort, um den schönsten Tag im Leben eines Brautpaares mit einem perfekten Fest zu krönen. Ein besonderes Extra für Brautpaare ist dabei der legendäre 27


Jaguar MK1 von Heinz Rühmann. Dieses seltene Exemplar des Baujahres 1951 steht auf Wunsch zur Verfügung, um damit standesgemäß chauffiert zu werden.

Die einmalige Lage des Restaurants mitten im Schwerter Wald lädt nach einem guten Essen zu einem kleinen Waldspaziergang ein, den man hier zu jeder Jahreszeit genießen sollte. Ausreichend kostenlose Parkplätze gehören zum Service des Hauses.

Kontakt Freischütz Gastronomie GmbH Hörder Straße 131 58239 Schwerte Telefon (02304) 98 29 90 Fax (02304) 9 82 99 44 www.freischuetz-schwerte.de

Overkamp - Eine westfälische Geschichte

Geht es um westfälische Essgeschichten führt um das Gasthaus Overkamp, im Dortmunder Süden, kein Weg vorbei. Generationen von Gästen aus nah und fern haben hier wohl schon die am Tisch tranchierte Weihnachtsgans genossen. Seit mehr als 300 Jahren ist der Name Overkamp ein fester Begriff in der Dortmunder Gastronomie. Das Familienunternehmen Overkamp hat sich in den vergangenen Jahren als moderner Gastrodienstleister mit verschiedenen Geschäftsbereichen, in denen die Familienmitglieder auch heute noch persönlich die Verantwortung tragen, breit aufgestellt. In oft schwierigen Zeiten für die Gastronomie eine kluge kaufmännische Entscheidung. 28

Overkamp kulinarisch

Da heißt es „Westfälisch Genießen“. Westfälische Gerichte, zubereitet nach alten Rezepten oder in überarbeiteter, oft leichterer Variante, bilden den Schwerpunkt des kulinarischen Angebotes. Traditionen pflegen, aber auch einmal über den Tellerrand blicken, ist die Devise von Betriebsleiter und Spitzenkoch Günther Overkamp-Klein. Abwechslungs- und variantenreich ist seine Art des Kochens. Es gelingt ihm immer wieder alte westfälische Rezepte so zu verfeinern, dass manches Mal ein mediterraner Touch nicht zu verleugnen ist. So macht er Gäste neugierig und vermeidet jegliche Langeweile auf der Speisenkarte.

Ein „HÖVELS – Menü“ ist sein neuestes kulinarisches Angebot an die Gäste des Hauses. Overkamp – der Tradition verhaftet, aber immer neugierig und auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Seien Sie neugierig auf das vielfältige Angebot von Overkamp in Dortmund „auf ’m Höchsten. Kontakt Overkamp Wittbräuckerstraße 633 44265 Dortmund (Höchsten) Telefon (0231) 46 27 36 Fax (0231) 4 70 01 www.overkamp-gastro.de

Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/G. Besler, Archiv Restaurant Freischütz

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Detmolder Hof

Angela und Bernd Pfeiffer übernehmen das Traditionshotel Am 7. Oktober 2008 hatten Renate, Simone und Friederike Strate im Namen der Privat-Brauerei Strate zur Neueröffnung des Detmolder Hofes geladen. Zusammen mit 200 Gästen wurde nach einer Komplettsanierung die Neueröffnung gefeiert. Als Betreiber für Hotel und Gastronomie konnten Bernd und Angela Pfeiffer gewonnen werden. Bernd Pfeiffer war zuvor 13 Jahre lang Pächter vom „Alten Zollhaus“ in Schloss Neuhaus.

Der Detmolder Hof ist mit 448 Jahren das älteste Haus am Platze in Detmold und gehört zu den städtebaulich markanten Gebäuden der historischen Innenstadt. Vorübergehend im Besitz von Herrn Conrad Schmitt, dem Herausgeber der Wirtschaftsbriefe, kehrte das traditionsreiche Haus 2007 wieder in den Besitz der Familie Strate zurück. Im Detmolder Hof logierten in der Vergangenheit bereits Gustav Gründgens, die früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss und Heinrich Lübke, Willy Brand und der Meeresforscher Hans Haas. Die drei Frauen aus der Strate-Brauerei wollten das traditionsreiche Hotel wieder zum ersten Haus am Platze machen und haben innerhalb eines Jahres den denkmalgeschützten Detmolder Hof wieder in ein Schmuckstück verwandelt. Renate Strate gibt gerne zu, dass sie und ihre beiden Töchter über reichlich Erfahrung bei der Ausstattung neuer Gastronomien verfügen, ein komplettes Hotel aber noch nie renoviert und neu eingerichtet haben. Für diese spezielle Aufgabe sicherte sich das Trio die Unterstützung der Stil-Ikone Anna Marie Jagdfeld, die unter anderem das Hotel Adlon in Berlin und die japanische Botschaft eingerichtet 30

hat. Eine Aufgabe, bei der die bekannte Innenarchitektin, die für ihre Liebe zur Provence bekannt ist, den Strate-Frauen gerne zur Seite stand. Die Berliner Innenarchitektin ließ sich gefangennehmen vom Charme des alten Hauses und seiner 448 Jahre alten, bewegten Geschichte und schuf ein geradezu betörendes Konzept. Die Planungsarbeiten und die Baugenehmigung wurden im Herbst 2007 realisiert. Im Januar 2008 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Im Bereich der Hotelzimmer fand eine Kernsanierung statt. Großzügige Grundrisse, wie sie bereits um 1900 vorhanden waren, wurden wiederhergestellt. In der Fassade wurde ein 400 Jahre altes Buntglasfenster entdeckt und von der Glasmalerei Peters in Paderborn gereinigt und restauriert. Der besondere Wert dieses Fensters liegt darin, dass es die 400 Jahre fast unbeschadet überstanden hat und noch nie restauriert wurde. Es ist komplett als Original erhalten. Die 19 Hotelzimmer wurden in 13 stilvolle Suiten umgebaut. Mit viel Liebe wurde von ihr ein Innenkonzept ausge-

arbeitet, das auf der Strahlkraft der französischen Braquenté-Stoffe basiert. Jedes Zimmer ist aufgrund baulicher Gegebenheiten anders gestaltet und ein Unikat. Zur Einrichtung gehören englische Stiche, historische Empfangsmöbel, großzügige Natursteinbäder mit hochmodernen sensitiven Badarmaturen und versenkbare Fernsehgeräte. Dazu harmonieren die alten restaurierten Holzarmaturen und kleine Sofas für das Schläfchen zwischendurch. Die immer wieder farbenprächtigen Vögel und Blumen zeigenden Stoffe und noch viel mehr schmücken die mit viel weiblicher Liebe zum Detail eingerichteten Zimmer und machen das kleine Hotel zu einem Schmuckstück und kleinen Paradies fürs Gemüt. „In so einem Zimmer würde ich auch mal gerne übernachten“, schmunzelte Friederike Strate bei der feierlichen Eröffnung.

Die Gastronomie im Detmolder Hof

Der traditionsreiche Unterstand „Treffpunkt des ältesten Stammtisches Deutschlands“, Pfeiffer’s Bistro und die Weinstube sind das gastronomische Aushängeschild des Hotels. Mit Bernd Pfeiffer hat einer der renommiertesten Köche des Kreises die Regie in der neuen offenen Küche übernommen. Bernd Pfeiffer (Jahrgang 1966) erlernte sein Handwerk bei Franz Keller „Schwarzen Adler“ in Oberbergen. Danach sammelte Pfeiffer Erfahrungen in den besten Küchen Deutschlands (u. a. in der „Bühler Höhe“ und den „Schweizer Stuben“ in Wertheim). Nach eigener Aussage soll der Detmolder Hof seine letzte Station sein. Hier haben er und Ehefrau Angela noch viel vor. Die „kochende Leidenschaft“ liegt bei den Pfeiffers in der Familie. Bernd Pfeiffers Vater Kurt erkochte im „Schweizer Haus“ in Paderborn einen Michelin-Stern und etablierte das Restaurant über Jahrzehnte als eines der besten Restaurants in Paderborn. Bei Kurt Pfeiffer ging schon 2-Sterne-Koch


Eheleute Angela und Bernd Pfeiffer

Simone Strate, Innenarchitektin Anna Marie Jagdfeld und Friederike Strate

Thomas Bühner in die Lehre. Auch Bernd Pfeiffer möchte im Detmolder Hof auf hohem Niveau „seine Küche“ kochen, die er selbst als leichte gewagte Küche bezeichnet. Seiner Lieblingsprodukte sind Fisch und Krustentiere. Alles muss frisch sein. Viele Produkte bezieht er direkt aus der Region, inklusive dem Detmolder Bier und dem Mineralwasser, das aus dem nahegelegenen Bad Meinberg kommt. Für das Bistro und das Gourmet-Restaurant gibt es keine unterschiedlichen Karten. Er bietet seinen Gästen eine „Jedermann“ Küche, die von einem lippischen Eintopf über die gehobene Bistro-Küche bis hin zur Gourmet-Küche reicht. Eine Spezia-

lität ist sein Eintopf von Beluga-Linsen. Der kanadische Bison und der bretonische Hummer zählen zu den Standardprodukten seiner Gourmetküche. Betritt man Pfeiffer’s Bistro, fällt der Blick sofort auf die große offene Küche. Hier kann der Gast zusehen, wie Bernd Pfeiffer mit seinem siebenköpfigen Team arbeitet. Der Blick auf die Zubereitung seiner Kreationen lässt das Speisen im Bistro zu einem besonderen Erlebnis werden. Das Feinschmecker-Restaurant „Die Weinstube“ verführt zu besonders schönen CandleLight-Dinners. In Bistro und Weinstube finden jeweils 45 Gäste Platz. Bei schönem Wetter ist der stilvolle Biergarten vor dem

Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/Gerhard Besler, Archiv Detmolder Hof

Detmolder Hof

Haus Treffpunkt für Genießer. Ein frisch gezapftes Detmolder oder gar ein Glas Champagner, so lässt sich ein schöner Abend genießen. Bernd und Angela Pfeiffer möchten den Detmolder Hof gerne wieder zum ersten Haus am Platze und zu einem Treffpunkt für Genießer machen. Ein vielversprechender Anfang ist bereits gemacht und der Bundespräsident hat auch schon vorbeigeschaut. www.detmolder-hof.de

Renate Strate mit Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff und Graf von Wedel

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Rezept: Carré und Filet vom Reh

Zu Gast im Waldhaus Der Blick von der Terrasse geht über die dicht bewaldete Hügellandschaft und Bergwiesen des Hochsauerlandes. Die Blätter strahlen in warmen Rot- und Brauntönen förmlich um die Wette, um die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen. Auf den Hügeln stören keine Strommasten und Überlandleitungen das Auge des Betrachters. Die Kühe von Bauer Voss grasen gleich nebenan auf der Bergwiese und unten im Tal ist ein Bauer mit seinem Traktor unterwegs. Wir sind zwar nicht im Paradies, aber hier oben im Waldhaus werden Körper und Geist gleichermaßen verwöhnt. Das Vier-Sterne-Hotel Waldhaus Ohlenbach zählt zu den besten Wellnesshotels Deutschlands (Relexguide 2008) und bietet seinen Gästen gleichzeitig eine hervorragende Küche der Jahreszeiten. Wild wird von befreundeten Jägern geliefert. Bauer Voss von nebenan liefert Rindfleisch, Schweinefleisch und Gänse.

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Rezept: Carré und Filet vom Reh

Die Zicklein kommen von Bauer Schütte aus Ohlenbach und Hermann Josef Mergheim züchtet seine Perlhühner eigens für das Waldhaus. Bio-Landwirt Schulte versorgt es mit Wachteln und zweimal pro Woche liefert Rungis „Feines“ für die Küche. Die „Waldhäusler“, wie sich Familie Schneider und ihr Team gerne selber nennen, sorgen für ein Rundum-Wohlgefühl der Gäste, dabei ist die unaufgesetzte Fröhlichkeit von Stefan Schneider geradezu ansteckend. Hinzu kommt der erstklassige Service von Cemal Karakorkmaz und Anja Erdmann. Man fühlt sich geborgen und gut aufgehoben im Waldhaus.

Carré und Filet vom Reh mit Maronen, Wirsing und Preiselbeeren Zubereitung Den ausgelösten Rehrücken im Ganzen in Butterschmalz beidseitig anbraten und dann bei 160 °C 6 Minuten im Ofen garen und warmstellen. Die beiden Rehfilets ganz kurz in heißem Butterschmalz beidseitig anbraten und aus der Pfanne nehmen. Das gewolfte Rehfleisch mit Salz, Pfeffer, Nelkenpfeffer und etwas Portwein in einen Mixer geben. Nach und nach 70 ml Sahne und 1 Stck Eigelb hinzu geben. Die fertige Rehfarce auf zwei blanchierte Wirsingblätter streichen, die Rehfilets darauf legen und stramm zusammenrollen. Beide Rollen in eingeölte Alufolie wickeln. In einem Wasserbad bei 100 °C 9 Minuten garen. Zutaten für vier Personen 1 Stck ausgelöster Rehrücken (ca. 600 g) 2 Stck Rehfilets 100 g ausgelöste, gewolfte Rehschulter 150 g Preiselbeeren 1∕2 l Rehjus 250 g Maronen, geschält 500 g gekochte Kartoffeln 200 g Wirsing 2 Stck blanchierte Wirsingblätter 70 ml flüssige Sahne 2 Stck Eigelb (Eiweiß separat aufbewahren) 25 g Butter 1 TL Stärke Butterschmalz, Speck, Zwiebeln, Paniermehl Salz, Zucker, Pfeffer, Nelkenpfeffer, Muskat, Kümmel Roter Portwein, Apfelsaft, Alufolie Rosmarinstiele, Nelken

Für die Sauce: Einen 1∕2 l Rehjus mit den Preiselbeeren und dem Portwein einreduzieren lassen. Mit Salz, Zucker und Nelkenpfeffer abschmecken. Die Maronen: Die Maronen in Apfelsaft und Rehjus garen. Apfelsaft und Rehjus solange einreduzieren, bis die Maronen nur noch von der Apfel-Rehjus umhüllt und glasiert sind. Die Kartoffelbirne: 500 g gekochte Kartoffeln pressen. Mit 25 g Butter, 1 Eigelb, 1 TL Stärke, Salz und Muskat zu einem Teig verrühren. Den Teig zu kleinen Birnen formen und in aufgeschlagenem Eiweiß und Paniermehl zweimal panieren. In 180 °C heißem Fett 1 1∕2 Minuten ausbacken. Jede Birne mit einer Nelke und einem Rosmarinstiel garnieren.

Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/Gerhard Besler

Der Küchenchef

Thomas Hartz (Jahrgang 1967) hat seinen Beruf im bekannten Schloss Wilkinghege (Münster) erlernt und kocht bereits seit 14 Jahren im Waldhaus. Seit zwei Jahren ist er hier der Küchenchef. An der Liste der regionalen Zulieferer (aus Platzgründen konnten wir nur einen kleinen Teil namentlich aufführen) ist leicht zu erkennen, dass Thomas Hartz überwiegend heimische Produkte verarbeitet. Alte Klassiker wertet er gerne auf und gibt ihnen eine leichte und elegante Note. Wir probierten das Carré und Filet vom Reh und waren begeistert.

Den Wirsing in feine Streifen schneiden und blanchieren. Anschließend sofort in Eiswasser abschrecken. Speck- und Zwiebelwürfel in Butter auslassen. Wirsingstreifen dazugeben und mit Salz und etwas Kümmel abschmecken. Nun alles dekorativ anrichten. Einen guten Appetit wünscht Thomas Hartz

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Häppchenweise

Mövenpick Wein - schön prickelnd Dieser erstklassige Champagner aus den besten Weingärten rund um Reims gehört seit Jahren zu den Rennern aus der Produktpalette von Mövenpick Weinland. Hübsch als Präsent verpackt gibt es die Flasche „Mövenpick Champagner Brut Rèserve – Mövenpick Selection“ zusammen mit edlen, handgefertigten Champagner-Trüffeln der Confiserie „DreiMeister“. Auf www.moevenpick-wein.de finden Sie noch weitere interessante Produkte. Gewinnen Sie mit etwas Glück unter dem Stichwort „Mövenpick“ eins von drei dieser exklusiven Zusammenstellungen (siehe Kasten).

Lizzy Heinen - japanisch edel Für die Freunde vom sanften und schonenden Garen bietet die Waltroper Edelstahl-Designerin Lizzy Heinen in ihrem Sortiment einen japanischen Edelstahl-Elektrogrill mit einem eigens dafür konzipierten praktischen Servierwagen an. Auf www.edlesaus-edelstahl.de finden Sie noch weitere exklusive Edelstahlmöbel. Auf dem hochwertigen Grill mit dem Namen „Teppan Yaki“ kann man die Temperatur stufenlos und exakt regeln.

Kahla - angenehm harmonisch Die natürlichen Formen waren Vorbild für die Serie TAO von Kahla. Sinnliche Konturen und klare Linien erzeugen auf dem Tisch harmonische Bewegungen aus Flächen und Höhen. Genussvoll schmiegt sich das Porzellan in die Hände seines Benutzers und schenkt ihm ein Gefühl von Entspannung. Auf www.kahlaporzellan.com finden Sie weitere Informationen und Produkte von Kahla. Gewinnen Sie mit etwas Glück unter dem Stichwort „Kahla“ ein TAO-Dinnerset für vier Personen bestehend aus 26 Teilen (siehe Kasten).

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· Idyllisch gelegen · Feiner Wellnessbereich · Gourmetrestaurant

Ringhotel Landhaus Eggert Zur Haskenau 81 48157 Münster Tel. (0251) 3 28 04-0 Fax (0251) 3 28 04-59 Info@landhaus-eggert.de www.landhaus-eggert.de


Häppchenweise

Allwetterzoo Münster - richtig tierisch Was es neben Giraffen und Elefanten alles im Allwetterzoo gibt und warum sich ein Besuch immer lohnt, haben wir Ihnen bereits ab Seite 8 beschrieben. Auf www.allwetterzoo.de finden Sie stets aktuelle Neuigkeiten. Gewinnen Sie mit etwas Glück unter dem Stichwort „Allwetterzoo Münster“ zwei von sechs Eintrittskarten für einen tierischen Tag (siehe Kasten).

Gut Sternholz - erholsam entspannend Auf Gut Sternholz in Hamm erwartet den Genießer ein besonderer Tag Urlaub als Ausgleich zum hektischen Alltag. Die Wohlfühlbereiche Sauna, Wellness und Gastronomie empfangen Sie im stilvollen und luxuriösen Ambiente des alten Gutshofes. Ob nun ein Besuch der schönen traditionellen Saunen, eine einfühlsame Massage oder der Genuss der leichten Küche ist, ein Tag im Gut Sternholz wird immer ein besonderer Tag sein. Auf www.gut-sternholz.de finden Sie weitere Informationen. Gewinnen Sie mit etwas Glück unter dem Stichwort „Gut Sternholz“ eine von zwanzig Sauna-Tageskarten (siehe Kasten). Um einen dieser Gewinne zu erhalten, müssen Sie nur unsere Preisfrage richtig beantworten und uns das entsprechende Stichwort nennen. Wie heißt der Preis, den das Westfalen-Magazin diesjährig zum ersten Mal vergeben hat? Die Antwort finden Sie in dieser Magazinausgabe. Sollten mehr richtige Lösungen als jeweilige Preise eingehen, entscheidet das Los. Einsendeschluss ist der 18.01.2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen können Sie über www.westfalen-magazin.de per E-Mail: gewinnspiel@westfalen-magazin.de per Fax: (02306) 978401 oder per Post an futec Verlag, Cappenberger Straße 84 – 90, 44534 Lünen Die Lösungswörter unserer vergangenen Preisrätsel in der Herbstausgabe lauteten „Ess-Klasse“ und „ganzheitlich bikubisch“. Gewinnerin des designgekrönten Gourmetsets von Kahla ist Regina Cepa aus Marl. Die Gewinner des Mörsers sind Heike Böhle aus Dortmund, Christina Bös aus Oberhausen, Josef Moenninghoff aus Hamm, Petra Bretthauer aus Werl und Sylvia Röder aus Dortmund. Herzlichen Glückwunsch!

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Restaurant Waldhotel Schinkenwirt

Waldhotel Schinkenwirt –

Traditionsreiches Haus umgeben von Grün Die Geschichte des Waldhotel Schinkenwirt im sauerländischen Olsberg beginnt schon um 1878. Damals baute Bernhard Schmücker einen kleinen Bauernhof am Eisenberg in der Nähe des Waldes. Waldarbeiter und Wanderer wussten die Spezialitäten des Hauses wie Schinkenbrot mit Buttermilch zu schätzen. Mit den Jahren wuchs der Bauernhof zu einem Bewirtungsbetrieb mit Gästezimmer.

Gabi und Michael Pfannes übernahmen 1998 das Haus und begannen direkt mit den Renovierungsarbeiten. Die Zimmer und das Restaurant sind nun gleichermaßen modern und mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet. Diese Liebe findet man auch auf dem Teller wieder. Selbstverständlich stellt der gebürtige Unterfranke für seine Gäste fortwährend ein ausgewogenes Speisenangebot zusammen, welches der Saison angepasst und auf Produkte von regionalen Erzeugern bedacht ist. Gerne lässt er auch die mediterrane Küche in seine kulinarischen Kreationen einfließen. Trüffelliebhaber freuen sich jährlich auf das „Trüffeldinner“ am 28., 29. und 30. November. Bei dem 5-Gänge-Menü gibt es zu jedem Gang den edlen weißen Alba-Trüffel. Beim Westfälischen Gastronomiepreis 2008 (S. 18 ff) belegte der Schinkenwirt einen guten siebten Platz in der Kategorie „Gasthof des Jahres“.

Das Wohlfühlambiente ist aber nicht nur innerhalb des Hauses zu finden. Wer den Schinkenwirt besucht, weiß die ruhige und idyllische Lage des Hauses und die kristallklare Luft zu schätzen. Fernab von Hektik und Stress findet man hier umgeben von 36


Text: Matthias Purkert, Fotos: Archiv Waldhotel Schinkenwirt

Restaurant Waldhotel Schinkenwirt grünen Wäldern die nötige Ruhe zum Entspannen. Im Umfeld befinden sich mehrere prächtige Wanderwege, welche für den aktiven Urlauber herrliche Entdeckungsmöglichkeiten bietet. Bis 1916 wurde aus dem Eisenberg Eisenerz gefördert und noch heute existieren vier Stollen. Der Philippstollen ist seit September 2002 öffentlich zugänglich und ist ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderern geworden. Als Geheimtipp dürfen die kulinarischen Erzählwanderungen nicht unerwähnt bleiben, bei denen ausgesuchte Weine, hausgemachter Schinken und andere handgefertigte Leckereien verköstigt werden. Familie Pfannes

Da es seit Jahren keinen Weihnachtsmarkt mehr in Olsberg gibt, hat sich Michael Pfannes dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht. Vom 12. bis 14. Dezember, täglich 12 bis 18 Uhr, wird erstmalig auf der Terrasse ein Weihnachtsmarkt veranstaltet. In einem Zelt werden auf Ständen regionale Feinkostartikel aus eigener Herstellung angeboten. Außerdem gibt es Bastelutensilien, Dekorationen, Kunst, Glühwein und Livemusik.

Abgerundet wird der Abend anschließend im Restaurant mit einem Latino-Tanzabend. Die Ideen für weitere „Themen​abende“ scheinen Michael Pfannes nicht auszugehen. Ein Blick in seinen kulinarischen Kalender zeigt eine hohe Vielfalt an speziellen Angeboten, die einen Besuch im Restaurant des Schinkenwirts immer zu etwas Besonderem machen. www.schinkenwirt.com

Wir gratulieren den Gewinnern des 1. Westfälischen Gastronomiepreises und danken der Familie Besler für den gelungenen Abend.

H. Rademann GmbH, Druck- und Medienhaus Baumschulenweg 1, 59348 Lüdinghausen Telefon 0 25 91/91 74-0, Fax 91 74-33 www.rademann.de, info@rademann.de 37


Neu im Netz

Neu im Netz: „Schwarze Balken“ Aktueller denn je ist die Thematik durch die Verbreitung der Flachbild-Fernseher und der Einführung des HD-Standards. Für viele überraschend gab es eine ähnliche Entwicklung bei PC-Monitoren. 20 Jahre lang waren dies Röhrengeräte mit einem 4:3 Größenverhältnis, damals z. B. 640 x 480 Bildpunkte, dann 800 x 600, 1024 x 768 oder 1280 x 1024. Jedoch haben sich auch im PC-Bereich die Flachbildschirme, fast schneller als im TV-Bereich, durchgesetzt. Ab 150 Euro bekommt man 22“ Bildschirme. Größen, die noch vor wenigen Jahren CAD-Konstrukteuren vorbehalten waren. Der Haken an der Sache: Der Trend geht zum „Widescreen“, also Breitbildformat, ähnlich wie bei Kino und hoch auflösendem TV. Aktuelle Standard-Auflösungen der Bildschirme sind z. B. 1680 x 1050 Bildpunkte. Schätzungen zu Folge sind 2/3 aller Webseiten allerdings noch für 4:3 Auflösungen von 800 x 600 optimiert, d.h.: Eine 800 Pixel breite Homepage nutzt nur die Hälfte von modernen Monitoren! Wir haben es also mit einem massiven Generations- bzw. gar Standardwechsel im Webdesign zu tun. So kommt es das massenhaft Internetseiten „Redesigned“ werden, d.h. technisch, optisch und funktional (Web 2.0, Suchmaschinenoptimierung) überarbeitet bzw. neu erstellt werden.

Text: Marcus A. Besler

Das Problem vor dem viele Homepagebetreiber aktuell stehen, ist so alt wie das Fernsehen. Seit Jahrzehnten kennt jeder die schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand bei der Ausstrahlung von Kinofilmen im TV.

www.maserati.de: Die neue Startseite präsentiert bei jedem Aufruf ein neues Modell aus Modena.

Kurz vor Redaktionsschluss erhielten wir z. B. eine Pressemitteilung zum neuen Web-Auftritt von Maserati. Ragnar Schulte, Marketingleiter bei der Maserati Deutschland GmbH zu der neuen Seite: „Die neue Maserati Homepage vermittelt die Faszination Maserati jetzt auch online, bietet einen klaren Überblick unserer Modelle und informiert ganzheitlich über die vielen Aktivitäten der Marke in Deutschland, wie z. B. das „Maserati Driving Camp“. Auch die Webdesign-Abteilung der Lüner Werbeagentur futec können einige neue Seiten präsentieren: Overkamp in Dortmund gilt bei vielen als Branchenprimus, der es perfekt versteht aus über 300 Jahre Tradition nicht zu Asche werden zu lassen, sondern von Ge-

. . . s t i l vo l l ge n i e ß e n

Overkamp: Traditionsreiches und modernes Unternehmen zugleich, auch unter www.overkamp-gastro.de

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Neu im Netz

Landwirtschaft, Restaurant und Hotel: www.hofhotel-kremer.de

neration zu Generation das Feuer weiterzugeben. Overkamp ist eine der ältesten und modernsten Gastronomien zugleich. Günther Overkamp-Klein dokumentiert dies auch mit der aktuell von der futec AG fertiggestellten neuen Homepage. Die Startseite präsentiert sich stets in saisonal passender Stimmung. Die Türen zum Foyer öffnen sich und geben den Blick auf ein stimmungsvoll beleuchtetes Foyer frei. Untermalt ist alles mit einer dezenten Melodie. Klassische Navigationsbegriffe wie „Räumlichkeiten“ oder „Partyservice“ gibt es nicht, hierfür wurden vielmehr ansprechende Begriffe wie Erleben, Bringen, Wohnen oder Mitnehmen gefunden. Dahinter verbergen sich dann Veranstaltungsangebote, Catering, Hotel oder die Angebote der Feinkosttheke mit Hausgemachten und Wein, zum „Mitnehmen“ eben.

Ein Stück Natur mitten im Revier finden Sie unter www.landhaus-wegermann.de

Das Hofhotel Kremer in Meschede ist eines dieser Häuser, was vielleicht zunächst etwas unscheinbar wirkt oder teils unterschätzt wird. Wer die neue Homepage von Familie Kremer sieht, ist in jedem Falle sofort richtig informiert. Hotel, Restaurant, Preise und Leistungen werden umfangreich vorgestellt. Die Landwirtschaft vom Hof Kremer wird mit den Bereichen Ackerbau und Viehzucht vorgestellt ebenso wie „Muhstalldinner“. Hierbei handelt es sich um ein Event, das mit einer Planwagenfahrt beginnt und mit Umtrunk und Dinner mitten im Kuh- äh Muhstall weitergeht. Außerdem hält die Seite Freizeitangebote in der Umgebung des Hofhotels bereit. Bei Kremers wie im Landhaus Wegermann in der Elfringhäuser Schweiz stehen regionale Bio-Lebensmittel im Zentrum des Denkens und Handels. Das Landhaus

Wegermann in Hattingen nennt sich gar „Das Bio-Landhaus im Wodantal“. Der Eurotoques-Chef Axel Wegermann gibt einen Einblick in seine Küchenphilosophie mit der er den Eigengeschmack der Zutaten verstärken nicht aber mit Schnickschnack überdecken will. Schnickschnack gibt es auch in den Hotelzimmern nicht, sondern vielmehr das stilvoll zeitlose Interieur von Selva Hospitality. Dazu gibt es DSLAnschluss, Minibar und SAT-TV, aber: Mehr unter www.landhaus-wegermann.de Eine Auswahl weiterer aktueller Internetpräsenzen haben die Lüner Werber auf ihrer Homepage unter dem Punkt Referenzen zusammengestellt: www.futec-ag.de Direkten Kontakt gibt es unter Telefon: (02306) 978 - 402 oder - 403 und unter schwarzebalken@futec-ag.de

Festsaal Veranstaltungsräume Restaurant Biergarten Kinderparadies Hörder Straße 131 58239 Schwerte Tel: 0 23 04 / 98299-0 Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 – 24:00 Uhr, Küche bis 23:00 Uhr www.freischuetz-schwerte.de E-Mail: info@freischuetz-schwerte.de

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Hotel Kaiserhof

Neues vom Kaiserhof

Alles neu: Küche und Fine Dining Bereich

Peter und Anne Cremer

Nicht nur, dass vor gerade einmal zwei Jahren alle Etagen komplett renoviert und neu eingerichtet wurden und der Umsatz von den Eheleuten Cremer in den vergangenen Jahren verfünffacht wurde, werden jetzt im Restaurantbereich mit dem „Gabriels“ ganz neue Akzente gesetzt. Wir hatten die Gelegenheit zu einer exklusiven Baustellenführung durch den Bauherrn. „Gabriels“ (der Name wurde abgeleitet vom Erzengel gleichen Namens) bedeutet für Peter Cremer soviel wie „göttlich speisen“. Um dieses edle Restaurant im Kaiserhof von 1895 zu installieren, hat er auch diesmal kaum Kosten und Mühen gescheut. Seit Peter Cremer die Thier Brauerei verkauft hat, ist er leidenschaftlicher Hotelier geworden. Da zählt keine Arbeitszeit, sondern nur das Ergebnis,

Küchenchef André Skupin

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denn für ihn ist diese Aufgabe auch ein schönes Hobby. Er möchte mit dem Gabriels ein Restaurant schaffen, in dem die Münsteraner, die Hotelgäste und auch die Touristen ein gediegenes, edles und stilvolles Ambiente vorfinden und gleichzeitig erstklassig speisen können. Nicht zu vergessen ist dabei, dass das Bahnhofviertel mit dem „neuen“ Kaiserhof und dem Gabriels erheblich aufgewertet wird. Peter Cremer gerät geradezu ins Schwärmen, als wir gemeinsam die Baustelle abgehen und er mir alle Details des Gabriels erklärt.

Alles Gute aus der Küche

Die Küche sollte allen Vorstellungen eines modernen Arbeitsplatzes gerecht werden. Alle Brennstellen wurden konsequent mit Induktionsplatten ausgestattet, sodass die Wärmeentwicklung gerade im Sommer nicht der Grund für eine schweißtreibende Tätigkeit in der Küche sein kann. Außerdem sind ebene Induktionsfelder auch leichter sauber zu halten als Kochmulden bei herkömmlichen Gasöfen. Die Küche wurde flächenmäßig so großzügig ausgelegt, dass hier auch Koch­events, Kochkurse und Küchenpartys stattfinden können. Auch Gastköche mit und ohne Stern werden zu ausgesuchten Veranstaltungen eingeladen. Küchenchef André Skupin (vormals Hof zur Linde) ist in der Region kein Unbekannter. Skupin und Cremer wollen den Gästen eine saubere und ehrliche Küche auf hohem Niveau bieten. Die Jagd nach Sternen ist dabei kein Unternehmensziel und Diplom Kaufmann Cremer sieht sich

dabei nicht als Mäzen. Das Geld, was im Hotel verdient wird, soll nicht in der Küche „verbrannt“ werden. Das Restaurant verfügt über 85 Plätze. Es gibt einen FineDining-Bereich mit 30 Plätzen, in dem der Küchenchef kulinarisch fantasievoll agieren kann. Fein, aber nicht abgehoben, ist die Devise. Mit André Skupin hofft Peter Cremer sich Kontinuität an den Herd geholt zu haben, damit sich hier langsam aber stetig eine immer größer werdende Zahl an Stammgästen einfindet, die seinen Kochstil mögen und zu schätzen wissen. Ganz stolz ist Peter Cremer auch auf seinen neuen Weinkeller mit Vinothek. Hier sollen in Zukunft Weinseminare, Verkostungen und auch ein Weinverkauf stattfinden. Peter Cremer hat mit dem Gabriels und dem Hotel das Ziel, den Kaiserhof in absehbarer Zeit zum beliebtesten Haus am Platze zu machen. Dazu gehören ein elegantes Hotel, ein Restaurant mit Ambiente und eine entsprechende Küche. Nachdem Peter Cremer schon die Gourmetveranstaltung „Münster verwöhnt“ mit aus der Taufe gehoben hat und damit im Sommer für kulinarische Highlights am Schloss sorgt, ist es jetzt sein Ziel die Gäste während aller Jahreszeiten im Restaurant Gabriels göttlich zu verwöhnen. Wir werden uns das Ergebnis nach der Eröffnung noch einmal ganz genau ansehen und Ihnen das Gabriels in der Frühjahrsausgabe ausführlich vorstellen. www.kaiserhof-muenster.de

Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/Gerhard Besler, Archiv Hotel Kaiserhof

Wir sind weit davon entfernt hier im Magazin über einen der letzten Kaiserhöfe des Hochadels zu berichten. Das Hotel Kaiserhof in Münster dagegen war uns wieder eine Reise wert, zumal es von dort Neues zu berichten gibt. Seit Anne und Peter Cremer das Hotel wieder in Eigenregie führen, haben Sie daraus ein wahres Schmuckstück in der Münsteraner Hotellandschaft gemacht.


Erntedank – Herbstliche und feierliche Besinnung des Ernteertrags Das Erntedankfest hegt eine lange Tradition und ist vermutlich eines der ältesten Feste überhaupt. Es entstand in einer Zeit, wo die meisten Menschen auf dem Land lebten und im Winter vom Ernteertrag abhängig waren. Am Ende der Erntezeit wird somit für das Gedeihen der Früchte gedankt und uns vor Augen geführt, dass hinter der Herstellung unserer täglichen Nahrungsmittel harte Arbeit steckt.

Geschichtlich geht die Idee eines Erntedankfestes vermutlich auf vorchristliche Religionen zurück. In der katholischen Kirche ist das bei uns verbreitete Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert nach Christi Geburt belegt. Seit dem Mittelalter kennt man unterschiedliche Daten für eine Erntedankfeier, einen allgemein festen Termin gibt es allerdings bis heute nicht. Dieser wäre auch schwierig festzulegen, da - global gesehen - je nach Klimazone andere Ernteperioden herrschen. 1972 legte die katholische Bischofskonferenz den ersten Sonntag im Oktober als Festtermin fest. Die Gemeinden sind aber nicht verpflichtet dieses Fest überhaupt zu feiern. In evangelischen Gemeinden ist der Michaelistag (29. September) oder einer der benachbarten Sonntage Festtag. Häufig werden Erntekronen aus Ähren geflochten und mit Feldfrüchten geschmückt. Im Gottesdienst dankt man anschließend Gott für die gute Ernte. Vielerorts ist es auch üblich eine Strohpuppe aus den letzen Strohgarben zu fertigen,

welche als Opfergabe auf dem Feld oder an einem markanten Platz aufgestellt wird. Heutzutage werden diese Puppen häufig aus Strohballen gefertigt. Mancherorts feiert man sogar mit einem großen Festessen und Tanz oder verbindet das Fest mit

Lambertusmarkt in Ascheberg

einem Jahrmarkt oder einem Handwerkermarkt. Oft nutzt man diesen Termin auch für einen verkaufsoffenen Sonntag. Um die Vielfalt der Erntedankfeste in Westfalen zu beschreiben, haben wir folgend einige Beispiele für Sie aufgeführt.

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Verkaufsstand mit Erntefrüchten

kulinarischen Köstlichkeiten wie gebackenen Schinken, saftigen Steaks oder gar frischen Pflaumenkuchen, wurde den Besuchern auch ein Treffen von OldtimerTrecker beschert. Auf Schloss Wendlinghausen fand vom 3. bis zum 5. Oktober das ErntedankSchlossfest unter dem Motto „Rund um den Hund“ statt. Das Angebot erstreckte sich von köstlichem Essen bis über Schmuck, Kunst, Garten-Accessoires und

biologische Produkte vom Gut Wendlinghausen. Erstmalig präsentierte man diesjährig ein Hundedorf, welches sich mottogerecht mit allen Dingen rund um den Hund beschäftigte. Hier konnte man seinen Vierbeiner vom Tierarzt untersuchen lassen, vom Hundefriseur frisieren lassen und ihm sogar mithilfe eines Trainers Kunststücke beibringen.

Mo – Sa: 11.45 – 14.00 & 17.45 – 22.00 Uhr So: 11.45 – 14.00 Uhr

Ideen und Kreationen für ein stilvolles Ambiente

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Baumhove Hotel Restaurant Am Markt

Familienbetrieb seit über 500 Jahren

Auf dem 18. Lambertusmarkt in Ascheberg wurde am 13. und 14. September weit über den regionalen Tellerrand geblickt. Aus der toskanischen Partnerstadt Buggiano wurde eine Bläser- und Tanzgruppe eingeladen, welche für einen mediterranen Wind sorgte. Außerdem wurde ein Trabbi-Treffen organisiert, wobei das Publikum ihren Lieblings-Trabbi wählen durfte. Die lokale Gastronomie sorgte mit westfälischen Spezialitäten für das leibliche Wohl während des Festes. Am 20. und 21. September strahlten neben der Sonne am Himmel auch 5 000 Sonnenblumen in den Straßen des münsterländischen Lienen. Die Blumen dienten als Wegweiser für die zahlreichen Gäste zum Sonnenblumenmarkt. Neben

Cafebar · Lounge · Restaurant

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Text: Matthias Purkert, Fotos: Archiv Tolle Knolle, Stefanie Anthes, Matthias Purkert, Gerhard Besler, Ralf Torstrick

Erntedankfeste in Westfalen


Erntedankfeste in Westfalen

Klassische Strohpuppe Kartoffelfest „Tolle Knolle“ in Ibbenbüren

Im münsterländischen Ibbenbüren feiert man jährlich das Kartoffelfest „Tolle Knolle“. Wie der Name schon vermuten lässt, dreht sich hier alles um den vielseitig einsetzbaren Erdapfel. Viele Besucher ließen es sich am 11. und 12. Oktober nicht

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14.08.2008

nehmen, an den zahlreichen Ständen Kartoffeln in verschiedenen Variationen wie beispielsweise Reibekuchen oder Pommes frites zu genießen. Natürlich konnte man sich auch einen Sack erntefrischer Kartoffeln für die heimische Kochnische kaufen. In der Kartoffelwerkstatt konnten Kinder zeigen, dass man mit Kartoffeln auch malen, basteln und stempeln kann. Zu erwähnen ist auch der kleine aber feine Gänsemarkt in Haltern, der am 8. und 9. November am Alisowall stattfand. 1990 erstmals veranstaltet, werden heute auf dem Markt nicht nur lebende Gänse, sondern auch Spezialitäten der heimischen 11:39 Uhr Seite 1 Bauernhofläden angeboten.

Letztendlich kann man sagen, dass Erntedankfeste heutzutage als sehr offen bezeichnet werden können. Der Zeitpunkt des Festes wird individuell bestimmt und zu den eigentlichen Erntefrüchten mischen sich immer mehr handwerklich erzeugte Produkte vornehmlich aus der Region. Somit ist für den Festbesucher das Angebot an Erzeugnissen und an Unterhaltung viel größer geworden. Längst kommen die Besucher nicht mehr nur aus der ausrichtenden Gemeinde. Durch die unterschiedlichen Terminansetzungen ist der Besucher nicht nur noch auf seinen eigenen Wohnort beschränkt.

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Maserati und Ferrari in Dortmund

Legenden und Faszination Vor gut zwei Jahren brachte die LUEG-Gruppe mit LUEG sportivo die faszinierenden Automarken Ferrari und Maserati auch ins Herz Westfalens, nachdem man zuvor hiermit erfolgreich in Meerbusch bei Düsseldorf gestartet war. Die offizielle Repräsentanz der Edelmarken aus Maranello und Modena ist seitdem direkt am Flughafen Dortmund an der B1 in Holzwickede zu finden. Legenden

Hier begrüßt uns Serviceleiter Wilhelm Lackmann, der sich seit seinem 20. Lebensjahr italienischen Autos widmet und mittlerweile auf 35 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann. Er geht in den Werken in Maranello und Modena ein und aus, tauscht sich mit Ingenieuren und Entwicklern aus und freut sich wenn seine Erfahrungen Einfluss auf die Serienfertigung nehmen. Drei- bis viermal im Jahr sind er und seine Kollegen in Italien, hinzu kommen Aufenthalte in Wiesbaden, am deutschen Sitz vom Ferrari uns Maserati. Den Blick, den er uns in die „Scuderia“ vom LUEG sportivo gewährt, ist jedoch

nicht exklusiv. Jedem steht der Blick in die blitzsaubere und perfekt aufgeräumte Werkstatt durch die Glastüren vom Ausstellungsraum aus frei. Die Werkstatt hier sieht in der Tat besser aus als Verkaufs- oder Ausstellungsräume anderer Autohäu­ser. Hier sieht man Routineinspektionen an einem Maserati Spyder ebenso wie eine liebevoll durchgeführte Motorrevision an einem Ferrari Testarossa Baujahr ’92, der ebenso wie die anderen Fahrzeuge in der Werkstatt in Top-, um nicht zu sagen Neuzustand sind. Hier zeigt sich, dass Mechaniker und Eigentümer Liebhaber der edlen Gefährte sind.

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Mit dem Gerücht, dass edel nicht unbedingt unverhältnismäßig teuer heißt, räumt Lackmann gleich zu Beginn unseres Gespräches auf. Junge, gebrauchte Maserati (Zustand wie zuvor beschrieben) bekommt man bereits um die 40.000 Euro und auch die allgemein als hoch eingeschätzten Unterhalts- und Servicekosten seien Legenden, vergleicht man diese mit Fahrzeugen ähnlicher Motorisierungen anderer Marken. Neben der bezahlbaren Exklusivität einer echten Edelmarke kann Lackmann zudem noch einen besonderen Service und Sicherheit für den Erwerber eines Gebrauchtwagens bieten. Als zertifizierter Mechaniker hat er, per persönlichem Code, direkten Zugriff auf die in Italien abgespeicherte Fahrzeughistorie, die es zu jedem Maserati und Ferrari gibt. Diese beginnt mit der Auslieferung und ist teils aufschlussreicher als das Serviceheft. Zudem führt er und sein Team auch objektive Bewertungen von Gebrauchtfahrzeugen durch, prüft auf Herz und Nieren und weist auf etwaige Probleme hin. Diesen Service bietet LUEG sportivo auch für nicht dort gekaufte Fahrzeuge an. Autos, die geerbt wurden oder Samm-


Text und Fotos: Marcus A. Besler

Maserati und Ferrari in Dortmund

Serviceleiter Wilhelm Lackmann

Mechaniker Jens Plevnik

lerfahrzeuge weisen teils Wartungslücken oder Standzeiten von 5 Jahren auf. Diese werden dann wieder sanft zum Leben erweckt, erhalten eine große Inspektion und werden die ersten 100 km wieder sanft von Meisterhand „eingefahren“. Auch mit der Legende, dass eingefleischte Ferraristi gern für die Jahresinspektion selbst zum Werk nach Italien fahren, räumt Lackmann auf: „Dies war vor 20 Jahren einmal so, heute gibt es ja uns.“ Und so fahren Geschäftsführer Thorsten Hückelkempken und Serviceleiter Wilhelm Lackmann lieber einmal im Jahr, gemeinsam mit Kunden nach Maranello zur Werksbesichtigung und anschließend auf die Rennstrecke nach Mugello, wo die Kunden 2 Tage lang an ihrer Fahrdynamik feilen können.

Im Winter bleiben die meisten Ferraris in der Garage, wobei sich Maseratis schon zu großen Teilen zu „Ganzjahresautos“ entwickelt haben. Dank moderner Technik und mittlerweile verfügbarer sportlicher Winterräder kann man die Autos problemlos das ganze Jahr fahren. Je nachdem, ob das gute Stück den Winter auf der Straße oder in der Garage verbringt, empfiehlt Lackmann einen Werkstatttermin um die Wintertauglichkeit zu gewährleisten. „Winterschläfer“ erhalten eine Außenwäsche, eine Lackauffrischung und eine Lederpflege. Für die Batterie erhält der Kunde einen „Konditionierer“, der die Leistungsfähigkeit des Akkus bei Nichtgebrauch erhält. Mitsamt einer Pelerine zum

Im Winter

Lagerist Daniel Horstkötter

Abdecken kann der Besitzer sein Fahrzeug getrost überwintern. Bei Platzproblemen bietet LUEG alarmgesicherte Garagenplätze auf dem eigenen Gelände an. Neben der technischen Perfektion ist selbstverständlich auch der Kundenservice in einer offiziellen Ferrari- und Maserati Repräsentanz erstklassig. Nach Absprache werden die Fahrzeuge gern beim Kunden für den Servicetermin abgeholt und nach dem „Boxenstopp“ wieder zum Wunschtermin zurückgebracht. Was dem Kunden hierbei natürlich entgeht, ist der Benzingeruch der Scuderia, eine Tasse Cappuccino bei Fachsimpeleien und der Blick auf die rund 30 Neu- und Gebrauchtwagen. www.lueg-sportivo.de

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Molekularküche in der Kritik

Die Reise des Xanthan Zum 1. September 2008 hatte das ZDF zu einem Symposium über die molekulare Küche in das Sendezentrum nach Mainz eingeladen. Wissenschaftler, Sterneköche, Autoren und Journalisten diskutierten vor rund 300 Teilnehmern die Verbreitung der „Molekularen Küche“ in der Spitzengastronomie, in Großküchen und Kantinen, sowie in der alltäglichen und privaten Küche. Text: Gerhard Besler, Fotos: ZDF-Bilderdienst

Die Zusatzstoffe seien außerdem äußerst günstig. Die meisten der rund 300 angereisten Gastronomen und Zuhörer hatten sich von der Veranstaltung beim ZDF mehr Informationen zu den Fragen des molekularen Kochens erwartet, stattdessen versuchten Gastrokritiker die anwesenden Spitzenköche in die Rolle von Bösewichten zu drängen. „Die ganze Diskussion geht in die falsche Richtung“ ärgerte sich dann auch Carl Geisel, Geschäftsführer der Münchener Geisel Hotels. ZDF-Expertin Ulrike Gonda führte vor allem gesundheitliche Bedenken an und forderte eine Überprüfung eingesetzter Verdickungs- und Aufschäummittel. Viele Mittel, die im Zusammenhang mit moleAufmerksame und fachkundige Zuhörer

Neue Hilfsmittel und Zusatzstoffe, wie das natürliche Verdickungsmittel Xanthan (E415), das auch in Bio-Lebensmitteln zugelassen ist, sind frei im Internet für jedermann zu bestellen. Mit diesen Hilfsmitteln lassen sich vollkommen neue Geschmackserlebnisse erzielen: heißes Eis etwa, das im Mund kalt schmilzt, Ketchup und Caviar aus Früchten, Garnelen aus Melonen. Alles fauler Zauber oder hat die molekulare Küche mehr zu bieten? Welchen Einfluss haben die neuen Zusatzstoffe auf Geschmacksbildung und Gesundheit? Erstmals bot das ZDF und der Wiesbadener Verlag Tre Torri eine Plattform, auf der Forscher und Akteure alle Aspekte der molekularen Küche beleuchteten. Referenten zum Thema waren unter anderen der Mediziner Dr. Thomas Elrott (Uni Göttingen), Ernährungswissenschaftlerin und ZDF-Umwelt-Expertin Ulrike Gonder, der Journalist Jörg Zipprick (Stern), der Buchautor Heiko Antoniewicz (Fingerfood), Buchautor HansUlrich Grimm, die Sterneköche Joachim Wissler, Thomas Bühner, Jörg Sackmann 46

und Bio-Spitzenkoch Christian Kolb. Gleich zu Beginn der Diskussion geriet die weiße Zunft der Köche durch Autor Grimm unter Druck, der die Molekularküche für den Einsatz chemischer Stoffe angriff. Und das in einer Zeit, in der die Lebensmittelindustrie zunehmend Zusatzstoffe aus den Lebensmitteln entferne. Sternautor Jörg Zipprick ging sogar noch weiter: Die Molekularküche werde mit Steuergeldern und finanzieller Unterstützung der Chemieindustrie gemästet.

kularer Küche genannt würden, stünden im Verdacht allergische Reaktionen hervorzurufen. Die angereisten Spitzeköche stehen der Molekularküche positiv gegenüber und setzen die in Rede stehenden Hilfsmittel auch in ihren Küchen ein. Sie distanzierten sich energisch von dem Vorwurf verantwortungslos zu handeln. Selbst Bio-Spitzenkoch Christian Kolb verteidigte den Fortschritt durch molekulare Hilfsmittel (Xanthan ist z. B. in Bio-Lebensmitteln


Molekularküche in der Kritik

zugelassen). Die Hilfsmittel werden zudem nur in kleinen und kleinsten Dosen eingesetzt und dienen der Veredelung hochwertiger Grundprodukte. Der Pionier der molekularen Küche ist zweifelsohne der Katalane Ferran Adriá. Sein Restaurant El Bulli galt (gilt?) lange als bestes Restaurant der Welt. Spitzenköche aus der ganzen Welt bewundern Adriá und pilgern ins El Bulli. Auch deutsche Sterneköche haben Ferran Adriá schon einen Besuch abgestattet. Joachim Wissler ist dennoch überzeugt, dass eine hervorragende Küche auch in Zukunft am Herd und nicht im Labor stattfinden wird. Er besuchte das El Bulli 1999 zum ersten Mal: „Ich war anfänglich sehr skeptisch. Die dort gewonnenen Erkenntnisse haben

aber meinen Horizont erweitert.“ So oder ähnlich mag es auch anderen deutschen Spitzenköchen, wie z. B. Thomas Bühner, nach einem Besuch im El Bulli ergangen sein. Eins ist bei allen Erkenntnissen, die unsere Kochprofis, Sterneköche und auch der Küchenchef von meinem Lieblingsrestaurant nebenan über das molekulare Kochen erfahren, besonders wichtig: Welche Rolle spielen die neuen Zusatzstoffe und Hilfsmittel in meiner Küche? In vielen, ja in sehr vielen Küchen Deutschlands stehen heute Texturen von Ferran Adriá im Küchenregal. Auch in Zukunft will keiner der Köche, die an diesem Symposium teilgenommen haben, gänzlich auf „molekulare“ Hilfsmittel der Nahrungsmittelindustrie verzichten. „Die Molekularküche ist überall“ betonte dann auch Professor Dr. Thomas Vilgis vom Max-Planck-Institut in Mainz. „Kochen, Backen oder jedes andere Einwirken auf Lebensmittel geht mit physikalischen und oder chemischen Veränderungen auf molekularer Basis einher“.

In Kochseminaren wird dann auch schon einmal die Meinung vertreten, dass eigentlich Dr. Oetker der Erfinder der molekularen Küche sei. Mit der Molekularküche wird aber im Allgemeinen die Art des Kochens von Ferran Adriá verbunden. Welche Köche diese Techniken und Hilfsstoffe wie in ihrer Küche anwenden und als Gericht in ihrem Restaurant verkaufen können, entscheiden letztendlich auch die Restaurantgäste. Ob sich der Trend zur Molekularküche verstärkt oder wieder abschwächt, bleibt daher abzuwarten.

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Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/G. Besler

Rezept: Wildente in Portweinsauce

Westfälisch angerichtet Die Wildente ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Es wird zwischen Schwimm- und Tauchenten unterschieden. Schwimmenten sind zum Beispiel die Stockente, Krickente und Knäckente. Die Stockente ist die in Mitteleuropa bekannteste wild lebende Ente. Die Stockente (Anas platyrhnchos), auch Wildente genannt, wiegt zwischen 700 und 1 500 Gramm. Sie ist sehr anpassungsfähig und kommt fast überall vor, wo es Gewässer gibt, natürlich auch 48

auf vielen Flüssen, Weihern, Teichen und Seen in Westfalen. Stockenten sind auch seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert in deutschen Städten verbreitet. Ihre Bestände nehmen stetig zu. Ihre natürlichen Feinde sind Füchse, Waschbären, Marder und Greifvögel. Vom Menschen werden sie in der Zeit vom 16. Juli bis Silvester bejagt. Die Chinesen übrigens haben aus der Stockente ab ca. 1000 v. Chr. die Hausente gezüchtet. Das schmackhafte Fleisch

einer jungen Wildente lässt sich auf vielerlei Weise zubereiten. Hans Grafe empfiehlt für den Spätherbst eine gefüllte Wildente in Portweinsauce. Hans Grafe, Hotel-Restaurant Jägerhof zum Stift Flaesheim


Rezept: Wildente in Portweinsauce

Wildente in Portweinsauce mit Kartoffelbaumkuchen und Steckrübenspaghettini Zutaten für vier Personen 2 Stck küchenfertige Wildenten, je ca. 900 g Für die Füllung: 2 bis 3 Stck Äpfel, geschält, vom Kerngehäuse befreit, grob gehackt 2 Msp. Muskat, mit ½ Teelöffel Zucker vermischt 1⁄3 TL Zimt Für die Sauce: 1 Stck Möhre, Lauch (grob würfeln) 6 Stck Zwiebeln (grob würfeln) 1 EL Tomatenmark 250 ml Geflügelfond 125 ml Portwein 2 Stck Lorbeerblätter Pfefferkörner, Rosmarin, Pfeffer, Salz, Butterschmalz Für die Backpflaumen: 150 g entsteinte Backpflaumen 125 ml Portwein Für die Spaghettini: 1 Stck kleine Steckrübe Für den Kartoffelbaumkuchen: 40 g Butter schaumig schlagen 100 g Kartoffeln, weich gekocht 4 Stck Eigelb 50 g Kartoffelstärke 1 EL Weizenmehl 4 Stck schaumig geschlagenes Eiweiß Salz, Muskat, Pfeffer

Zubereitung Die Apfelmischung in die bratfertigen Enten füllen und mit Holzstäbchen zustecken oder zunähen. Butterschmalz im Bräter erhitzen. Die Enten darin scharf anbraten und wieder entnehmen. Die Gemüsewürfel im Bräter anrösten. Tomatenmark hinzugeben. Mehrmals mit Geflügelfond ablöschen. Die Gewürze, etwas Portwein und den Rest des Geflügelfonds hinzugeben. Die Enten wieder in den Bräter geben, abdecken und bei 180 °C ca. 75 Minuten im Ofen garen. Die Enten entnehmen und warmstellen. Den Fond durch ein Haarsieb passieren und leicht binden (Beurre Manier) und zum Schluss mit dem restlichen Portwein abschmecken. Die Backpflaumen ca. 1 bis 2 Stunden in Portwein marinieren. Vor dem Anrichten kurz im Portwein erwärmen. Die weichgekochten Kartoffeln mit allen Zutaten pürieren und abschmecken. Den Eischnee unterheben und wie Biskuitteig behandeln. Der Kartoffelbaumkuchen Ein kleines Ofenblech leicht einölen. Zwei gehäufte Esslöffel Teig dünn auftragen. Unter dem Backofengrill bräunen. Dann wieder eine Schicht dünn auftragen und bräunen. Diesen Vorgang wiederholen, bis der Baumkuchen 5 cm dick ist. Erkalten lassen und in die gewünschte Form schneiden. (Den Baumkuchen können Sie schon am Vortag zubereiten). Vor dem Anrichten im Ofen erhitzen. Die Steckrüben-Spaghettini Die Steckrübe schälen, in einen Gemüsespiralschneider spannen und Spaghettini ähnliche Spiralen abdrehen. Sollten Sie keinen Spiralschneider besitzen, die Rübe längs halbieren und sehr dünne Scheiben abschneiden. Von diesen Scheiben dünne Fäden schneiden. Die Fäden je nach Dicke ca. 3 bis 5 Minuten blanchen. Wasser abgießen und mit den Steckrüben-Spaghettini zum Anrichten auf den Tellern kleine Nester formen. Anrichten Die Wildenten halbieren und auf die Teller geben. Auf die Spaghettini-Nester jeweils drei marinierte, in Portwein erwärmte Backpflaumen geben. Den warmen Baumkuchen hinzugeben und mit der Portweinsauce angießen. Guten Appetit wünscht Hans Grafe

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2008

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Kurz notiert

Nach dem Brand Neuer Glanz für Traditionsgasthaus

Wo guter Geschmack zuhause ist ...

Am 31. Juli 2008 setzten einige Randalierer und Chaoten mehrere Gebäude in der Waltroper Fußgängerzone in Brand. Davon betroffen war auch das renommierte Gasthaus Stromberg. War die Geschäftsleitung anfangs noch von einer etwas umfangreicheren Renovierung ausgegangen, wurde daraus nach Sichtung aller Schäden eine Kernsanierung. Da es sich bei dem Schaden um einen Versicherungsfall handelte, mussten natürlich erst einmal die Gutachter ans Werk. Die Gutachtertätigkeiten im Haus verzögerten die Sanierungsarbeiten einen ganzen Monat. Im Zuge der Kernsanierung wurde neues Fachwerk eingezogen. Eine neue energiesparende Küche wurde installiert. Der große alte Tresen musste

weichen. So wurde zusätzlicher Platz für mehr Tische geschaffen. Ein neu geschaffener Loungebereich bietet Platz für nette Gespräche und eine Zigarette. Alles in allem ist das „neue“ Gasthaus Stromberg heller und freundlicher geworden. Eins bleibt aber wie seit Generationen bekannt und beliebt: Die Küche verwöhnt mit Top-Produkten und der freundliche Service bürgt weiterhin für Behaglichkeit auch in den neuen Räumen. Die Neueröffnung ist für Mitte November geplant. In diesem Jahr soll es auch noch einige Kochevents mit Gastköchen geben. Informieren Sie sich auf der Homepage des Hauses. www.gasthaus-stromberg.de

Familie Krautkrämer hat Grund zum Feiern

Foto: G. Besler

Am 17. Oktober feierte Familie Krautkrämer zusammen mit ca. 200 geladenen Gästen das 40-jährige Bestehen des gleichnamigen Hotels am Hiltruper See. Familie Krautkrämer, die von 1961 – 1971 auch schon Pächter im Davert Jagdhaus in Amelsbüren waren, hat das Hotel in den vergangenen Jahrzehnten zu einem renommierten und sehr angesehenen Haus in Münster gemacht. Heute verfügt das Hotel über 71 komfortable Zimmer inklusive 9 Suiten. Nicht zu vergessen ist die große Terrasse direkt am Ufer des Hiltruper Sees, den die Münsteraner immer noch Steiner See (nach dem ersten Pächter) nennen. Überregional bekannt wurde das 4****s Hotel aber durch zwei Leidenschaften H-J. Krautkrämers: die Kunst und den Wein. Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“, wird im nächsten Jahr der eigene Golfplatz in Betrieb genommen und um die „kritische“ Größe von 70 Hotelzimmern zu verlassen, soll das Hotel mittelfristig weiter ausgebaut werden. Die erforderlichen Genehmigungen liegen bereits vor. Für die Geburtstagsfeier hatte die Familie eine große Küchenparty arrangiert auf der Küchenchef Silvio Eberlein mit ebenso feinen wie raffinierten Köstlichkeiten die Gäste verwöhnte.

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Kurz notiert

Thomas Bühner und Thayarni Kanagaratnam erhalten „L’Art de Vivre Preis für Große Kochkunst und Gastlichkeit“ Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre waren so bekannte Namen wie Joachim Wissler (Grand Hotel Schloss Bensberg) sowie Dieter und Birgit Müller (Schlosshotel Lehrbach).

Foto: G. Besler

Küchenchef Thomas Bühner und Gastgeberin Thayarni Kanagaratnam aus dem Res­ taurant la vie in Osnabrück erhielten am 19. Oktober 2008 den „L’Art de Vivre Preis 2008 für Große Kochkunst und Gastlichkeit“. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum 12. Mal an herausragende Köche und vorbildliche Gastgeber verliehen. Der jährlich überreichte Preis wird von den Membres der Amicale „Les Amis de l’Art de Vivre“ gestiftet, ist mit 10.000 Euro dotiert und Kinderhilfsorganisationen gewidmet.

Thomas Bühner und Thayarni Kanagaratnam fühlen

sich durch die Auszeichnung aufs Höchste geehrt und freuen sich über die große Würdigung: „Durch den L’Art de Vivre Preis wird uns bestätigt, dass wir unseren Gästen im la vie ein ganz besonderes Erlebnis bereiten, wenn wir sie hier im Restaurant empfangen, wie wir es auch bei uns zu Hause tun würden. Dieser Gedanke war uns von Anfang an wichtig und entspricht den Prinzipien von L’Art de Vivre, die Lebensart, Lebensfreude und Lebensgenuss in den Gourmet-Residenzen bedeuten. Werte, die uns am Herzen liegen.“

Westfalenkaffee für Genießer Für Kaffeegenießer gibt es etwas Neues aus Westfalen. Der Westfalenkaffee ist eine Komposition die Dr. Jörg Suplie zusammen mit einem Kaffeesommelier und einem erfahrenen Röstmeister entwickelt hat. Genuss und Milde standen bei der Rezeptur im Vordergrund, deshalb auch die Entscheidung für ein sehr schonendes Röstverfahren in einer traditionellen Röstmaschine. Ergebnis ist eine EspressoMischung von handverlesenen Hochland-Arabica-Bohnen

aus Brasilien und Peru, verfeinert mit Robusta-Bohnen aus Indien. Diese zeichnet sich durch fast keine Säure, sowie leichte Schokonote und leicht lakritzigen Nachgeschmack aus. Auf die Frage was einen Kaffee so besonders mache, antwortete Suplie: „Wenn man ihn trinkt, weiß man’s.“ Dass seine Bohnen aus Bio-Anbau stammen, sei für ihn selbstverständlich, erklärt er weiter. 250 g der edlen Bohnen gibt es bis Februar 2009 für 6,50 Euro. Händler- und Gas-

tronomieanfragen willkommen. www.westfalenkaffee.de

Foto: Archiv Pott’s Brauerei

Winterzeit mit Münsterländer Originalen Die kühle, frische Luft kündigt den Winter an, der allmählich Einzug hält. Die Tage

werden kürzer und die Läden längst voll mit süßen Weihnachtsleckereien. Jahr für Jahr ist die Winterzeit eine Zeit der

Ruhe und Besinnung, die ganz im Zeichen der Familie steht. Weihnachtsmarktbesuche zählen ebenso zu den obligatorischen Aktivitäten wie auch das gemütliche Beisammensein im warmen Zuhause. Was gibt es da schöneres, als es sich mit einem kühlen Bier gut gehen zu lassen und die Seele baumeln zu lassen? Mit insgesamt fünf Biersorten und zwei Biermischgetränken hat die Pott’s Brauerei für jeden

Geschmack das richtige Bier. Ob das Landbier mit seiner sanften Bernsteinfarbe und dem leichten Röstaroma, das malzaromatische Pott’s Prinzipal mit der weichen, blumigen Hopfenbittere oder die anderen erfrischend natürlichen Bierspezialitäten. Überzeugen Sie sich selbst von dem Geschmack dieser Münsterländer Originale. www.potts.de 51


Kurz notiert Trotz seiner regelmäßigen TV-Auftritte ist Sternekoch Björn Freitag der bescheidene „junge Wilde“ geblieben, als den wir ihn vor vielen Jahren kennengelernt haben. Im Laufe der Jahre arbeitete er still aber konsequent an seinem Kochstil und seinem Image. In 2007/08 „platzte“ dann der Knoten. Regelmäßige Fernsehauftritte und jetzt sein erstes Buch. Ein Bildband im Großformat (23,5 x 35,5 cm). In diesem Buch setzt er seinen in den letzten Jahren entwickelten Stil die Gerichte zu präsentieren konsequent um. Wie wir bereits an anderer Stelle bemerkten, ist seine Art zu kochen „klar, ausdrucksstark und luxuriös“. Das hat er in seinem ersten Bildband eindrucksvoll gezeigt. Seine Teller sind nicht überladen, die Produkte werden ausdrucksstark präsentiert und er verwendet nur beste Produkte. Das Buch soll kein Kochbuch für andere Köche sein. Es

wendet sich an ambitionierte Hobbyköche, Hausfrauen und nicht zuletzt an die stetig wachsende Schar seiner Fangruppe, die bei ihren Gäs­ten an einem besonderen Abend einmal mit edlen Produkten und Speisen glänzen möchten. Die zehn Menüs, die er in seinem Buch präsentiert, sind seine „absoluten Küchenklassiker“ der letzten fünf Jahre. Vorspeisen wie gebratene Jakobsmuscheln mit Blumenkohlpüree und Curryschaum, Heilbutt mit Morchelschmelze und Petersilienpüree oder Strammer Max vom Kalbstafelspitz mit einem Kräutersalat machen Appetit auf mehr. Seine Klassiker bei den Hauptgerichten sind u. a. Knusperente aus dem Rohr mit Rotkohl-Crêpes und Apfel-Olivenpüree

oder marinierter Weideochse mit S chalottenRagout und Petersilienpüree. Desserts glänzen mit Küchlein vom Ziegentopfen mit eingelegten Feigen, Orangen-Tiramisu mit Gewürz­ orangen-Filets oder Tonkabohnen-Crème brûlée mit Erdbeeren und Joghurtsorbet. Gerne schaut Björn Freitag auch über den Tellerrand der feinen regionalen Spezialitäten und lässt sich auch mal von mediterraner oder asiatischer Küche inspirieren. Fazit: Klassisches Kochbuch, aufwendig und edel gestaltet. Empfehlenswerte Lektüre für alle, die ihren Gästen etwas mehr bieten möchten. Erschienen im Becker Joest Volk Verlag. Umfang 192 Seiten, Preis 39,90 Euro.

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Kurz notiert

(LifeCare Food Award): Die Tollkötter Geschäftsführer Konstanze Hanke und Johannes bei der Preisverleihung im Münchener Rathaus.

Foto: LifeCare Food Award

„Ausgezeichnete“ Lebensmittel zu finden ist nicht einfach. Oft wird gar zu Produkten gegriffen, die lange nicht so gesund sind, wie der Werbe-Eindruck verspricht. Der LifeCare Food Award schafft hier Abhilfe und zeichnet Produkte unter den Kriterien Geschmack, Inhaltsstoffe, Innovation und Ausgewogenheit aus. Eine Jury stellte 51 Produkte zusammen, die sich dann Verbrauchertests stellen mussten. Ein LifeCare Food Award ging hierbei nach Münster an die Bäckerei Tollkötter. Mit über 100-jähriger Tradition und sechs Filialen in Münster hat sich die Bäckerei eine wahre Fangemeinde aufgebaut. Die beliebten Brote nach traditionellen Hausrezepten werden mittlerweile bundesweit verschickt. Gründe sind zum einen der besondere Geschmack, zum anderen

aber auch die Produkte der „Glutenfreien Backstube“. Hier werden separat vier Brotsorten und Gebäck für Menschen mit einer Unverträglichkeit von Klebereiweiß hergestellt. Für das glutenfreie Brot erhielt Tollkötter den renommierten LifeCare Food Award und befindet sich hiermit in bester Gesellschaft. Zu den ausgezeichneten „Kollegen“ gehören z. B. Weight Watchers, Jacobs, Chiquita, Gutfried und Ritter Sport. www.tollkoetter.de

Nachtrag zum Thema Kochkurse In der Kochkursübersicht der letzten Ausgabe fehlten leider die „After Work“-Kochkurse von GEORGE Fine Dine Pullman Dortmund. Sascha Heitfeld reichte uns hierzu folgendes Rezept ein: Zutaten-Liste 1 Patron Sascha Heitfeld 1 – 2 GEORGE Mitarbeiter 2 Service-Mitarbeiter 1 Thema 8 – 10 Teilnehmer 1 Prise Tricks 1 Prise Humor Freunde, Familie, Kollegen je nach Geschmack. Dazu empfehlen wir einen Begrüßungs-Cocktail vom Haus. Foto: G. Besler

Der F&B Direktor Sascha Heitfeld öffnet an jedem dritten Donnerstag im Monat seine Show-Küche für ambitionierte Hobby-Köche. Preis pro Person 48,00 Euro. Themen, Termine und Anmeldung unter 023191130 oder E-Mail: h2833@accor.com

Freischütz übernimmt Wolf’s Party-Service Jürgen Wolf und Peter Cremer sind alte Bekannte und auch mit Freischütz-Geschäftsführer Jörg Prüser kooperiert Wolf seit Jahren. Nun reifte die Idee die Kooperation zu vertiefen – der Freischütz

übernahm Wolf ’s Partyservice samt 38-jähriger Erfahrung in Form aller Mitarbeiter, Produkte und Leistungen. „Dies reicht von einem „Fine Dining“ für zehn Personen im Privathaushalt bis zu Großveranstaltungen mit einigen tausend Gästen“, so Jürgen Wolf. www.wolf-partyservice.de

Foto: p:e:w

LifeCare Food Award geht nach Münster Bäckerei Tollkötter ausgezeichnet

Freischütz-Chef Jörg Prüser, Jürgen Wolf und Freischütz-Inhaber Peter Cremer

Feinste Confiserie Das traditionelle Familienunternehmen DreiMeister aus dem westfälischen Werl beschäftigt sich seit mittlerweile über drei Jahrzehnten mit der Herstellung exklusivster Confiserie-Spezialitäten. Die Pralinen und Trüffel aus Westfalen gibt es bei bekannten Fluggesellschaften und Vier-

und Fünf-Sterne Hotels in aller Welt. Ebenso pflegt Hans Schröder eine gute Beziehung zum Fachund Feinkosthandel sowie guten Cafés. Passend zur Jahreszeit wird nun eine lecker-würzige Honig-L ebkuchen-Mischung präsentiert. www.dreimeister.de

Franz Lauter auf der PIR. In Moskau Franz Lauter, gastronomischer Schlossherr auf Wasserschloss Nordkirchen ist kein Weg zu weit, seinen fruit.caviar zu verkaufen So konnte man Lauter in der Zeit vom 1. bis 4. Oktober 2008 in Moskau auf der PIR. (ПИР), der internationalen Fachmesse für Hotellerie begegnen. Lauter: „Mein Traum ist in Erfüllung gegangen, mir ist es gelungen, den Russen Caviar (fruit.caviar) zu verkaufen.“ www.lauter-nordkirchen.de

Sascha Heitfeld

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Kurz notiert

Die „Alte Schenke“ im neuen Gewand für eine hochwertige, feine westfälische Küche. Getreu dem Motto „Nur wer sich verändert, bleibt sich treu“, hat das Team der „Alten Schmiede“ den beliebten Landgasthof nun mit großem Engagement einer umfassenden Neugestaltung unterzogen.

onshauses aufzugeben, gibt es zahlreiche Neuerungen, die auch für junge und spontane Gäste interessant sein dürften. Von der Einrichtung über die Dekoration bis hin zum Porzellan erstrahlt die „Alte Schenke“ seit dem 17. Oktober wieder in frischem Glanz. „Eines wird sich sicherlich nicht ändern“, versichert Betreiber und Küchenchef Emil Sickendiek: „Der persönliche aufmerksame Service und die hohe Qualität des kulinarischen Angebotesbilden seit 1850 die Grundpfeiler unseres Gasthauses. Dieser Anspruch bleibt selbstverständlich erhalten.“ Das Team der „Alten Schenke“ am idyllischen Bockhorster Kirchplatz freut sich nun nach der Umgestaltung alle Gäste wieder mit einer großen Auswahl westfälischer Leckerbissen zu verwöhnen. „So modern kann Tradition sein“, weiß Emil Sickendiek sen. und verspricht: „Wir haben das Rezept.“

Fotos: Gerhard Besler

Am 17. Oktober 2008 erstrahlte das „Gasthaus Alte Schenke“ in Bockhorst nach umfangreicher Sanierung heller und schöner als bei der Eröffnung im Jahre 1850. In unmittelbarer Nähe der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Bockhorster Dorfkirche finden Sie eines der schönsten klassischen Fachwerkhäuser der Umgebung.

Bürgermeister Thorsten Klute, Birgit Sickendiek, Emil Sickendiek sen., Emil Sickendiek jun.

Ein Schmuckstück für den kleinen Versmolder Ortsteil Bockhorst. Wie kaum ein anderes Haus der Region Ostwestfalen-Lippe steht die „Alte Schenke“ in Versmold-Bockhorst seit Generationen

So ist mit dem neu entstandenen, modernen und hellen Ambiente eine gelungene Mischung aus Bewährtem und Modernem entstanden. Ohne dabei den unverwechselbaren Charme des Traditi-

In der jüngeren Geschichte des 448 Jahre alten Detmolder Hofes nächtigten schon viele Personen der Zeitgeschichte in diesem Traditionshotel. Gustav Gründgens, Theodor Heus, Heinrich Lübke und Willy Brandt waren nur einige von ihnen. 2008 wurde der Detmolder Hof durch die Brauerfamilie Strate umfassend saniert und am 7. Oktober 2008 neueröffnet. Just an diesem Tag setzte der amtierende Bundespräsident Horst Köhler und seine Gattin Luise diese alte Tradition fort und haben sich am Eröffnungstag als Gäste angesagt. In diesen Tagen bereiste das Präsidentenehepaar die Region Ostwestfalen-Lippe und hatte sich für die Über-

nachtung vom 7. auf den 8. Oktober den Detmolder Hof ausgesucht, wo eine Suite mit Marmorbad wartete. Gegen 21.30 Uhr am Dienstagabend war die Limousinen-Karawane vorgefahren. Köhlers nahmen sich erst Zeit für die Begrüßung und dann noch ein kleines Abendessen ein. Küchenchef Bernd Pfeiffer bereitete zum Abendessen ein mit Birnensenf mariniertes Rindercarpaccio und zum Abschluss englischen Blue Stilton Blauschimmelkäse. „Das war eine große Ehre für uns und ein traumhafter Neustart für das Hotel“, freute sich Hotelchefin Angela Pfeiffer: „Die größte Herausforderung für uns wa-

Genießen Sie regionale und internationale Küche im rustikal-gemütlichen Fachwerkambiente. Inh. Ludger Ritter Burgstraße 9 · 59872 Grevenstein Telefon: (02934) 96 010 · Telefax: (02934) 960 125 Web: www.gasthofbecker.de · E-Mail: info@gasthofbecker.de

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Foto: Archiv Detmolder Hof

Hoher Besuch im Detmolder Hof ren die Sicherheitsvorkehrungen.“ Am nächsten Morgen fanden Horst Köhler und Ehefrau Luise noch Zeit für ein Erinnerungsfoto und für einen netten Eintrag in das Gästebuch: „Nach einem langen Tag kommen wir zu später Stunde im Detmolder Hof an. Und sofort empfängt uns eine aufmerksame Gastlichkeit. Der Besucher fühlt sich willkommen. Eine schöne Visitenkarte für Detmold und seine Bürger. Mit allen guten Wünschen – Horst Köhler“.


Marktteil

Marktteil

Gute Adressen und Angebote aus Westfalen Im Marktteil präsentieren wir übersichtlich nach Postleitzahlen sortiert und im einheitlichen Format Angebote aus den Bereichen Gastronomie, Feinkost und Lebensart.

Bella Italia Bluesküche Part III 28.11.2008, ab 19.00 Uhr

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Reportage: Abenteuerland Westfalen

Heißluftballon-Spektakel in Warstein Heißluftballon fahren gehört seit den Gebrüdern Montgolfier zu den ganz intensiven Erlebnissen sich in der Luft fortzubewegen. In einer Zeit, da es üblich ist, sich in Clubsesseln in 10 000 m Höhe von einem Ort zum anderen zu bewegen erlebt man eine Heißluftballonfahrt hautnah und sehr intensiv. Nachdem ich selbst schon einige Male einen Heißluftballon gechartert habe und wir auch in diesem Magazin schon darüber berichtet haben, war es für die Redaktion ein unbedingtes „Muss“ einmal bei der Montgolfiade in Warstein dabei zu sein. Die Montgolfiade in Warstein lockt alljährlich mit spektakulären Massenstarts, Ballon-Wettbewerben und dem allabendlichen Ballonglühen 200.000 Besucher an. Bereits seit der Geburtsstunde der Warsteiner internationalen Montgolfiade im Jahr 1986 ist die Warsteiner Brauerei als größter Ballonhüllen- und Titelsponsor dabei. Seit dieser Zeit hat sich die Montgolfiade nicht nur zu einem großen sportlichen Event, sondern auch zu einem Volksfest entwickelt. Kirmestrubel in der Budenstadt, ein Festzelt, in dem jeden Abend Livemusik geboten wird und natürlich ein separates Zelt für die „VIPs“. Die 18. Warsteiner internationale Mont56

golfiade fand in 2008 in der Zeit vom 5. bis 14. September statt. Der wesentliche Grund für das Westfalen Magazin darüber zu berichten, war die Möglichkeit unseren Lesern spektakuläre Fotos von Massenstarts und aus dem Pulk der aufsteigenden Ballone zu zeigen. Die Veranstaltungsleitung hatte uns für Freitag, den 5.9.2008 eine Mitfahrgelegenheit in einem der Ballone reserviert. Fahren mit dem Heißluftballon setzt immer ein „verhältnismäßig“ ruhiges Fahrwetter voraus. Starker Wind, Böen und Regen sind die besten Voraussetzungen, dass geplante Starts abgesagt werden müssen. Während der Anreise über die Auto-

bahn begann es gegen 15.00 Uhr zu regnen. Zu diesem Zeitpunk hatte ich noch die Hoffnung, dass sich die Wetterlage bis zum geplanten Massenstart am frühen Abend bessern würde. Bei der Ankunft in Warstein hatte es dann vorübergehend auch tatsächlich aufgehört zu regnen, aber bereits am Eingang zum Pressebüro war die Enttäuschung perfekt. An der Eingangstür prangte ein großes Schild: „Der Start heute Abend ist abgesagt“. Windgeschwindigkeiten um 20 Knoten und Regen machten alle Starts unmöglich. Jetzt hofften alle Besucher noch darauf, dass das abendliche Ballonglühen stattfinden würde.


Text: Gerhad Besler, Fotos: Mike Cramer, Olching, Gerhard Besler

Reportage: Abenteuerland Westfalen

Natürlich war ich sehr enttäuscht, weil außer dem für mich reservierten Platz für die nachfolgenden Tage alle Mitfahrerplätze bereits vergeben waren. Über 200 Ballonteams hatten für diese Montgolfiade gemeldet und einige hundert Besucher waren trotz des unsicheren Wetters bereits am frühen Nachmittag angereist, um bei der offiziellen Eröffnung, dem abendlichen Massenstart und dem Ballonglühen (Night Glow) dabei zu sein. Eine Ballontaufe sollte auch noch stattfinden. Für den Abend war dann Livemusik mit der Partyband DELUXE angesagt. Je mehr Besucher im Lauf des Nachmittags und frühen Abends noch eintrafen, je regnerischer wurde das Wetter. Die auf dem großen Startplatz geplante Eröffnung wurde mit fast einstündiger Verspätung in das große Festzelt verlegt. Als sich die anwesenden Ballonfahrer/Piloten, die Besucher und die Presse im Veranstaltungszelt versammelt hatten, eröffneten Catharina

Cramer (Warsteiner), Regina von Dinther (Landtagspräsidentin NRW), Eva Irrgang (Landrätin Kr. Soest) und Manfred Gödde (Bürgermeister Warstein) offiziell die 18. Warsteiner internationale Montgolfiade (WIM). Die Landtagspräsidentin freute sich besonders dabeizusein, nachdem sie erst kürzlich die Gelegenheit hatte die Untertagewelt eines Steinkohlebergwerks in „1 400 km“ Tiefe kennenzulernen und jetzt die Möglichkeit bekommt in einem „Luftballon zu fliegen“. Verständlich, dass sie mit ihrer Begrüßungsrede die aufgrund der abgesagten Starts etwas getrübte Stimmung unter den Besuchern aufheiterte. Als Regen und Wind eine Pause einlegten, konnte die geplante Ballontaufe durch Regina von Dinther auf dem Startplatz durchgeführt werden. Das als Ersatz für das Ballonglühen (Night Glow) geplante Candle-Light (die Brenner der einzelnen Ballone produzieren eine Licht-

Feuershow ohne Ballonhüllen) musste aufgrund des Regens ebenfalls abgesagt werden. Am 6. und 7. September mussten Starts aufgrund der schlechten Wetterlage abgesagt. Sportmoderatorin Ulrike von der Groeben, die zusammen mit Catharina Cramer am 6. September eine weitere Ballontaufe durchführte, hatte sich sehr auf eine Ballonfahrt gefreut. Auch hier hat der Wettergott nicht mitgespielt. Das gleiche Spiel der Startabsagen wiederholte sich leider auch am 7. September.

Strahlend blauer Himmel beschert 93 Ballons den 1. Start

Das Wetterpech zum Start der 18. Warsteiner internationalen Montgolfiade hat am 8. September endlich ein Ende. Ein beeindruckendes Bild bot sich, als die Giganten der Lüfte nahezu zeitgleich in den Abendhimmel stiegen. „Wir sind

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Reportage: Abenteuerland Westfalen

Catharina Cramer (Warsteiner)

Regina von Dinther (Landtagspräsidentin NRW)

erleichtert, dass wir heute endlich starten können“, freute sich dann auch Herman Löser, Geschäftsführer der Warsteiner Internationalen Montgolfiade GmbH, über den ersten Massenstart. Am 9. September starteten dann 83 Ballons am frühen Morgen und am Abend waren es noch einmal 114 Starts. Insgesamt fanden also 197 Starts an einem insgesamt tollen Tag statt. Die Sonderhüllen T-Rex, Torte, Auto und Brandenburger Tor waren natürlich auch dabei. An den folgenden Veranstaltungstagen mussten sich Veranstalter und Besucher aufgrund der wechselnden meteorologischen Bedingungen des Öfteren in Geduld üben. So stiegen am 10. September nur 12 Piloten zu einem „kleinen Massenstart“ in den Warsteiner Himmel auf.

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Fanden am 11. September wenigstens am Abend die Starts statt, fielen alle Starts am Morgen des 12. Septembers aus, man war aber für den Abend noch zuversichtlich. Um 17.50 wurden aber auch alle Starts für den Abend abgesagt. Nicht nur für die Piloten, auch für die Besucher war es eine tagelange Hängepartie. Die Ankündigungen der Veranstaltungsleitung waren stets von Hoffen und Bangen geprägt. So zeigte sich auch der 13. September wieder von zwei Seiten. Nahmen am „Long Distance Race“ noch 33 Piloten teil, wobei der Wilnsdorfer Gerd Otterbach mit einer Distanz von 37,04 Kilometern siegte, so wurden alle Starts für den Abend wieder abgesagt. Für alle Piloten, Offiziellen und Besucher spielte dann am Abend im großen Festzelt die Partyband „COCKTAIL“. Auch das eigentlich für jeden Abend geplante „Ballonglühen“ konnte planmäßig stattfinden.

Am 14. September, dem letzten Veranstaltungstag, hatte das Wetter ein Einsehen und es gab ab 6.30 Uhr den lange ersehnten Massenstart mit 81 Ballonen. Trotz der frühen Morgenstunden fanden sich einige hundert Zuschauer ein, die sich diesen grandiosen Anblick nicht entgehen lassen wollten. Als kleines Dankeschön an die geduldigen Freunde des Ballonsports und der vielen Tausend Besucher wurden am letzten Tag ab 11.00 Uhr alle Preise auf dem Festplatz reduziert. Lässt man die 18. Warsteiner Montgolfiade Revue passieren, war es eine Veranstaltung mit einigen Höhen und vielen Startabsagen. Als Liebhaber des Ballonsports, muss man aber wenigstens


Reportage: Abenteuerland Westfalen

einmal bei dieser Montgolfiade dabei gewesen sein. Nun ist Deutschland kein reines Schönwetter Land, deshalb kann in manchen Veranstaltungsjahren die Geduld auf eine harte Probe gestellt werden. Wer aber schon einmal mit einem Heißluftballon unterwegs war und die faszinierenden Augenblicke erlebt, wenn in einigen hundert Metern Höhe der Brenner abgestellt ist und man lautlos dahin gleitet, der wird dieses Erlebnis niemals ver-

gessen. Die Krönung für mich persönlich wäre es gewesen bei einem Massenstart in einem dieser Ballons dabei zu sein. Ich bin mir sicher, das eine solche Mitfahrgelegenheit überhabt nicht zu vergleichen ist mit einer Fahrt in einem Ballon irgendwo in Deutschland (außer vielleicht in den Alpen). Für einen Betrag von 185 Euro pro Person können Sie im nächsten Jahr einen Platz im Korb bei der Mitfahrerzentrale der WIM buchen. Bei den ver-

schiedenen Vereinen im Sauer- oder Münsterland geht es auch oft etwas preiswerter. Allerdings ist das Wetter in Deutschland immer ein Risiko und geplante Starts müssen gelegentlich verschoben werden oder fallen im schlechtesten Fall ganz aus. Etwas Geduld ist da oft schon von Nöten – aber es lohnt sich auf jeden Fall eines der letzten Abenteuer der Luftfahrt persönlich zu „erfahren“.

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Ausflugsschiff Tante Martha 2 auf der Lippe

Träumen erlaubt Text: Gerhard Besler, Fotos: futec AG/G. Besler,Ruhrnachrichten

Als im Jahre 2003 der Förderverein Lippefreunde e.V. gegründet wurde, hatten die Gründungsmitglieder um den Lüner Unternehmer Wilhelm Kanne sen. die Idee und den Traum, den Fluss Lippe wieder an die Lüner Bürger zurück zu geben.

Tante Martha II: Neue Hoffnung. Lippefreunde geben nicht auf.

Das solargetriebene Ausflugsschiff Tante Martha II sollte dabei eine zentrale Rolle spielen. Wilhelm Kanne sen., einige andere Lüner Unternehmer, Naturfreunde und Idealisten gründeten den Verein mit dem Ziel, den in der Stadt eingedeichten Fluss den Bürgern unter Wahrung von Naturund Landschaftsschutz wieder zugänglich zu machen. Die Pflege, Aufwertung und naturnahe Nutzung zur Naherholung und des sanften Tourismuses hatte man sich auf die Fahnen geschrieben, ohne damals damit zu rechnen, wie stark der Gegner „Bürokratie“ sein kann, wenn ein solches Ziel politisch nicht gewollt ist. Nun, erstens hat es Ausflugsfahrten (bis 1938) auf der Lippe mit den Ausflugsschiff „Tante Martha“ (natürlich ohne umweltfreundlichen Solarantrieb) in der Vergangenheit bereits gegeben und zweitens verfügen nicht sehr viele Städte in Deutschland über eine so attraktive Möglichkeit, ihren Bürger die Stadt vom Wasser aus zu zeigen, weil der Fluss mitten durch das Stadtgebiet verläuft. Ein reizvoller Gedanke, für viele Bürger aber auch Touristen, eine Kaffeefahrt mit der Tante Martha zu unternehmen. Neben dem Bau des Ausflugsschiffes hatte sich der Verein unter anderem noch einige weitere Aufgaben zum Ziel gesetzt. In einer Befragung unter 2 000 Lüner Bürgern haben sich 96 % für das Gesamtkonzept der Lippefreunde 60

ausgesprochen. • Die Anpflanzung und Pflege von heimischen Obstbäumen am Lippeufer (u. a. sollten 1000 Stück heimische Kirschbäume am Ufer der Lippe und den anliegenden Lippewiesen gepflanzt werden) • Kahn- und Bootsfahrten • Anlegen von Teichen in den Lippewiesen • Anlegen von Spazierwegen entlang des Ufers • Bau eines Lippefreunde-Hauses für kulturelle Veranstaltungen mit einer Gastronomie. Das zentrale Ziel aber war der Bau und nachfolgende Betrieb des Ausflugsschiffes Tante Martha II. Die Verwaltung unter Leitung des Landrates Makiolla hat den Bürgerwillen in den vergangenen Jahren aber hartnäckig missachtet und mit immer neuen, teils fadenscheinigen Auflagen und Verboten verhindert. Der Stapellauf, sollte mit einer Festveranstaltung (u. a. großes Festzelt für 600 Personen, Musikkapellen, großem Grillfest usw.), die von der Stadt Lünen genehmigt war, begangen werden. Einen Tag vor der Taufe wurde die Taufe/Veranstaltung vom Kreis Unna wieder verboten. Angeblich, weil die Vermessung der Wassertiefen

durch den Lippeverband mit einem ungeeichten Lot statt fand. Die Nacheichung hat dann aber eine genügende Wassertiefe ergeben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass es sich hier um Behördenwillkür handeln könnte. Der Fluss ist kein privates Eigentum von Politikern, sondern gehört zum Lebens­ umfeld der Bürger. Immer mehr Verbote und willkürliche Verwaltungsakte schränken den Zugang der Bürger zu „ihrem“ Fluss ein. Selbst eine Nutzung im Einklang mit der Natur wird untersagt. Letztendlich sahen sich die Lippefreunde gezwungen zu klagen. Am 11. September 2008 fand die Berufungsverhandlung um das Fahrverbot der Tante Martha II vor dem OVG Münster statt. Das Gericht verpflichtete den Kreis Unna, die wasserrechtliche Genehmigung unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts noch einmal zu überprüfen. Die Lippefreunde wurden in ihrer Hoffnung bestärkt und sind nun zuversichtlich, dass ihr Ausflugsschiff Tante Martha II doch noch Wasser unter den Kiel bekommt. Dem sanften Tourismus in der Lippestadt würde es gut anstehen. www.lippefreunde.de


Kolumne Stefan Manier

Einfach machen … Nun schreibe ich ja schon einige Zeit diese Kolumne. Und ich finde es ist an der Zeit, mal etwas über diese Zeitschrift und seine Macher zu sagen. Als Gerhard Besler vor Jahren zu mir kam und mir von der Idee erzählte, dass er jetzt seine eigene Zeitschrift machen wolle, weil er es leid sei, die anderen zu lesen und sich über die Missgeschicke dieser aufzuregen, habe ich dies ehrlich gesagt etwas belächelt. Aber ich fand es gut, dass hier ein Mann war, der scheinbar nicht nur Interesse daran hatte, dass seine gesprochenen Worte unsere Umwelt belasten. Er machte einfach. Und so kam das erste Blatt auch schon bald auf den Markt. Was ich besonders an dem Magazin schätze, ist die bedingungslose Fixierung auf Westfalen. Sicher gibt es noch viele andere schöne Städte, Restaurants und Plätze in der Umgebung. Aber das hier ist ein Magazin von Westfalen für Westfalen und natürlich auch für die, die dieses schöne Land besuchen. Das Magazin entwickelte sich von Anfang an stetig weiter und auch die Macher hinter den Kulissen wuchsen mit der Aufgabe. Ob es die Kalender sind oder nun wieder ein neues Buch. Der ständige Antrieb und die Lust Neues zu schaffen und sich in den Dienst einer Sache zu stellen, findet meine große Anerkennung. Auch mit der Ausschreibung des Westfälischen Gastronomiepreises hat Herr Besler etwas geschaffen. Und ich bin mir ganz sicher, dass sich auch diese Aktion in den nächsten Jahren sehr erfolgreich fortsetzen wird. Ein Anfang ist gemacht und sicher hat er schon während der Veranstaltung darüber nachgedacht, was er als Nächstes macht. Aber das soll jetzt hier kein Loblied auf Herrn Besler werden. Vielmehr möchte ich einfach die loben, die gerade in diesen Zeiten nicht den Kopf in den Sand stecken und „machen“. Wir neigen ja in diesem Land dazu immer erstmal alles schlecht zu reden und die negativen Seiten einer Idee zu beschreiben. Dabei ist es doch gerade jetzt wichtiger denn je, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten, was passiert. Der Erfolg gibt dem Westfalen Magazin ja recht. Ich blicke gespannt auf die nächsten Jahre und bin sicher, dass sich auf dieser Plattform noch sehr viel tun wird. Westfalen und unsere Gastronomie hat so unglaublich viel Potenzial, dass wir uns vor niemandem verstecken müssen. Und wer weiß, vielleicht wird dieses Magazin bald auch weit über die Grenzen Westfalens hinaus zu lesen sein. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Jahresausklang. Gesundheit und gute Ideen. Herzlichst

Stefan Manier 61


Vorschau

Am 28.02.2009 erscheint unsere Frühjahrsausgabe, u.a. mit • Das große Torfmoor Moore haben für viele Menschen etwas Mystisches, ja manchmal auch etwas Unheimliches. Schon Heimatdichterin Annette v. Droste Hülshoff fand es „schaurig übers Moor zu gehen“ und auch Krimiautor Edgar Wallace ließ es im Moor gruselig zugehen. Im Zuge der Industrialisierung verschwinden immer mehr dieser Feuchtgebiete. Wir wollen Ihnen das größte Moor in Westfalen vorstellen. • Die Sauerländer Seenplatte Die Sauerländer Seen sind in aller Regel künstlich angelegte Talsperren, die der Trinkwassererzeugung dienen. Die Größten von ihnen sind jedermann bekannt und beliebte Ausflugsziele. Planen Sie einmal einen Ausflug zu einer dieser oft versteckt gelegenen Talsperren, bevor im Sommer der Massentourismus diese Ziele erobert.

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Futec AG Redaktion Westfalen Magazin Cappenberger Straße 84 - 90 44534 Lünen

Per Fax an 02306 978 401 oder bitte mit 0,45 € freimachen.

• Bernd Pfeiffer’s Frühlingsküche Im August 2007 übernahm Bernd Pfeiffer den traditionsreichen Detmolder Hof. Hier kocht er nun seine feine regionale und die offene Weltküche. Für die Frühjahrsausgabe kocht er „Roulade vom Kaninchen, gefüllt mit Hummer auf weißem Spargel auf Pimento-Sauce“.

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Westfalen Magazin - Ausgabe Winter 2008  

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