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FUERTEVENTURA MAGAZINE hoy

weit wie möglich den ursprünglichen Habitaten von Fuerteventura entspricht, für die die Palme Phoenix canariensis charakteristisch war“. Es wurde eine Reihe von Maßnahmen, von denen viele innovativ sind, entworfen, um die Palmen zu schützen sowie ihr Überleben und ihre Aufforstung zu garantieren. Spezifische Maßnahmen zur bevölkern Buen Paso Handfläche Umzäunung Unter den Maßnahmen, die im Rahmen des Aufforstungsprojektes getroffen werden, muss eine der wichtigsten erwähnt werden: Es werden Zäune errichtet, um den Palmenhain zu schützen. Die ist vor allem für die jüngsten Pflanzen wichtig, weil diese empfindlicher sind. Es werden drei Arten von Zäunen verwendet. Der erste ist umzäunt die ganze Gegend des Barranco, um zu verhindern, dass große Tiere in den Palmenhain gelangen. Außerdem werden in den flacher gelegenen Zonen drei kleinere Grundstücke umzäunt, die mit Pflanzen aus den Gewächshäusern des Cabildo bepflanzt wurden. Diese Zäune sollen verhindern, dass kleine wilde Tiere wie Hasen und Eichhörnchen in diese Zone gelangen. Außerdem wird jede einzelne Palme mit einem Zaun versehen. Behandlungen für Pflanzen und Boden

Sobald die Zäune aufgestellt und weitere Pflanzen gepflanzt sind, wird ein Plan für den Erhalt der Pflanzen in Gang gesetzt, der darin besteht, diese zu gießen und mit spezifischen Düngern (mit Hormonen) zu behandeln, die schnell von den Pflanzen aufgenommen werden. Dazu kommen Behandlungen für die Wurzelinduktion, die garantieren sollen, dass sich so viele Exemplare wie möglich einwurzeln. Die Beschaffenheit des Bodens ist extrem wichtig. Deshalb werden im Rahmen des Projektes Maßnahmen getroffen, um den Boden mit Mist und organischer Materie anzureichern. Es wird auch ins Auge gefasst, die Textur des Bodens mit Steinen der Zugabe von weiteren Materialien zu verbessern. Biotechnologie für die Herstellung eines Mikroklimas Zu der Anlage gehört ein Bewässerungssystem, das auf die verschiedenen Bereiche der Pflanzung abgestimmt ist. Damit wird bezweckt, den Boden feucht zu halten, um die Verwurzelung der Pflanzen zu fördern. Die Änderung der Berieselung trägt dazu bei, dass sich jede Wurzel richtig entwickelt. Es gibt zwei Bewässerungssysteme, das erste ist für die Bewässerung der Pflanzen in den ersten sechs Monaten gedacht, das zweite für die zwölf darauf folgenden Monate. Auch die Häufigkeit der Bewässerung ändert sich mit der Zeit. Sie hängt auch von der Jahreszeit ab. Am Anfang werden die Pflanzen zehn Mal im Monat bewässert und später nur noch einmal. Damit wird bezweckt, dass die Wurzeln selbst nach dem Wasser suchen, damit sie eine bessere Struktur entwickeln. Am Ende des Projektes sollen die Pflanzen völlig selbständig sein. Das Klima und die heutigen Bedingungen auf Fuerteventura sind allerdings nicht ideal für derartige Projekte. Die geringe Feuchtigkeit auf Fuerteventura erfordert, dass dieser Umstand durch Wasser in der Umgebung abgeschwächt wird. Das führt dazu, dass die Temperatur nachts nicht zu stark sinkt und ermöglicht eine bessere Entwicklung der Pflanzung. Der Experte, der für die Pflanzung verantwortlich ist, erklärte: „Es gibt interessante biotechnologische Tricks”. „Zu diesen gehört zum Beispiel die Verwendung von felsigen Formationen an strategischen Stellen, in der Nähe der neuen Bewaldung, die für mehr Feuchtigkeit sorgen. Eine weitere Maßnahme, die ebenfalls sehr interessant ist, beruht auf der Erfahrung, die in Gegenden mit trockenem Klima wie Mexico gemacht wurde. Das ist die Verwendung von besonderen, mit Wasser gefüllten Behältern, die im Boden eingegraben sind und immer nachgefüllt werden. Diese Behälter, von denen jeder einen Kubikmeter groß ist, wurden von einem Handwerker aus Fuerteventura hergestellt. Sie bestehen aus Wasser, Lehm und Sand. Dazu kommt ein spezielles Trockensystem, damit das Wasser nach und nach durchsickert. Samarín erklärt: „Diese Behälter imitieren die Funktion des Bodens, Feuchtigkeit zuzuführen, indem sie den Wasserspiegel des Geländes regulieren”. Sie wirken so, als ob die Feuchtigkeit von einer unterirdischen Wasserquelle in gutem Zustand kommt Arten, die gepflanzt wurden Die wichtigste Art ist für dieses Projekt logischerweise die kanarische Palme (Phoenix canariensis). Allerdings wurde die Aufforstung mit vielen anderen einheimischen Pflanzen ergänzt. Zu diesen gehören: stumpfblättrige Wolfsmilch (Euphorbia obtusifolia), Balsam-Wolfsmich (Euphorbia balsamifera), Bocksdorn

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(Lycium intricatum), Meeresrosmarin (Campylanthus salsoloides), Spargelgewächse (Asparagus pastorianus), grüne Mandel (Pistacia atlantica), KanarenKrönchen (Coronilla viminalis), Lavendel (Lavandula pinnata), strauchiger Krapp (Rubia fruticosa), kanarischer Ginster (Retama rhodorhizoides), seidenhaariger Goldstern (Nauplius sericeus), Tamariske (Tamarix canariensis), glatte Baumschlinge (Periploca laeviagata), und Kanaren-Ampfer (Rumex lunaria). In der Umgebung des Palmenhains gibt es auch Maulbeerbäume, Feigenbäume, Granatapfelbäume und Johannisbrotbäume.

FUERTEVENTURA MAGAZINEHOY - Nº 83 - ABRIL 2013  

Magazine gratuito mensual de lugares, noticias y eventos de Fuerteventura

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