Page 1

News

22

mai 2014, 11. JG, Nr. 2

Informationsschrift der abteilung f端r land-, forst- und hauswirtschaftliche berufsbildung

tag der hauswirtschaft care - ein thema, das alle angeht

leben im erdreich

der boden als forschungsfeld

100 Tage

interview mit Paul Mair

meisterlich Fachschule F端rstenburg ist Austragungsort der 13. Europameisterschaft der Waldarbeit


News

BLICK DES MONATS: Die Abteilung Forstwirtschaft organisiert jedes Jahr im Frühling und Herbst Waldarbeiterkurse.

Foto: FS Fürstenburg

Berufsbildung 22

2

Inhalt

3 News Direktorenkonferenz 4 Titel EM im Wald 6 news Zusammenarbeit mit anderen Schulen Lehrgang „Schule am Bauernhof“ 40 Jahre Frankenberg Wintersporttag im Trentino 9 Interview Paul Mair als geschäftsführender Abteilungsdirektor 10 News Dietenheimerinnen siegen in Kortsch ILIAS-Konferenz 12 Panorama Zertifizierte Bildung Ausflüge nach Florenz und Berlin Teilnahme an Schülerwettbewerb in Bonn Bildungsmesse „Didacta“ in Stuttgart Die Mode im Wandel der Zeit Einkaufen mit gutem Gewissen Gemüsebautagung in Salern In Memoriam Herbert Pichler 16 termine Titelbild: Entasten – eine der fünf technischen Disziplinen bei der Europameisterschaft der Waldarbeit

Wir sind Europameisterschaft! Bitte schon mal die Daumen drücken

Als vor einigen Jahren mit Kardinal Joseph Ratzinger ein Deutscher zum Nachfolger Petri gewählt wurde, erschien Tags darauf eine Boulevardzeitung mit dem Titel „Wir sind Papst!“. Im Handumdrehen war daraus ein geflügeltes Wort geworden, das auf anschauliche Weise die Identifikation der Deutschen mit „ihrem“ Papst Benedikt XVI. und den Enthusiasmus über dieses Ereignis zum Ausdruck brachte. Alsbald wurde dieser Satz in abgewandelter Form auch auf andere Würdenträger angewandt: „Wir sind Kanzler“ lautete einige Monate später die Schlagzeile eines bekannten Nachrichtenmagazins nach den Bundestagswahlen, und einer österreichische Satiresendung verpasste man prompt den Titel „Wir sind Kaiser“. Analog lässt sich diese – zugegeben etwas ironisch gemeinte – Formulierung nicht nur auf besondere Persönlichkeiten übertragen, sondern auch auf bedeutende Begebenheiten beziehen. „Unsere“ Fachschule Fürstenburg ist in diesem Jahr offizieller Gast-

geber der Europameisterschaft der Waldarbeit für Schüler und Studenten. Ein bisschen vom Glanz, den die Fürstenburger mit dieser Veranstaltung abbekommen, fällt damit auf die gesamte Gemeinschaft der Fachschulen zurück. Damit sind wir alle ein klein wenig Teil dieses Events. Und sollte sich das Daumendrücken bezahlt machen und unsere Mannschaft das erhoffte Traumergebnis einfahren, dann sind n wir schon bald sogar Europameister. 


Neue Informationsfolder zu den Berufsbildern Es besteht die Notwendigkeit, die Folder zu den Berufsbildern zu überarbeiten, da diese unvollständig und nicht mehr aktuell sind. Die Führungskräfte entscheiden, dass jeweils ein Folder für die Landwirtschaft und ein Folder für die Hauswirtschaft erarbeitet werden soll, im jeweiligen Folder alle Berufsbilder des entsprechenden Bereiches sowie das 4. Schuljahr beschrieben sind, auf das maturaführende Jahr hingewiesen wird und besonders darauf geachtet werden muss, dass die Struktur des Textes übersichtlich ist, damit die einzelnen Berufsbilder klar erkenntlich sind. Das derzeitige Format soll beibehalten werden. Zusätzlich wird folgende Vorgangsweise festgelegt: ■■ bis ca. 20.04.: Inhaltliche Überarbeitung durch Mitarbeiter/-innen der Abteilung ■■ bis ca. 30.04.: Definitive Ausarbeitung durch Mitarbeiter/-innen der Fachschulen ■■ Ende Mai: Vorstellung in der DK ■■ bis Anfang Juni: Letzte Überarbeitung, damit die Folder für die Bildungsmesse im Herbst zur Verfügung stehen. IALB-Ausschusssitzung Frau Pellegrini, geschäftsführende Direktorin der Fachschule Salern sowie der Fachschule Dietenheim, übernimmt die Vertretung Südtirols im IALB-Ausschuss und nimmt an den entsprechenden Sitzungen teil. Zielvereinbarung Das QM-Team hat laut Auftrag vom 25.02.2014 die organisationsübergreifenden Zielvorschläge auf der Grundlage der bei den Strategietagen von den Fachschulen vorgestellten schuleigenen Ziele ausgearbeitet. Es handelt sich um länger-

fristige strategische Ziele, für welche entsprechende Qualitätsziele und Indikatoren definiert werden und von denen die Fachschulen ihre Jahresziele ableiten. Weiterbildung der Lehrkräfte über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln Dr. Nocker ist in Zukunft für die Umsetzung der Kurse zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zuständig. In diesem Zusammenhang berichtet sie, dass in Zukunft jeder, der Pflanzenschutzmittel kauft und/oder verwendet, einen 20-stündigen Grundkurs besuchen und die entsprechende Prüfung ablegen muss. Die Ausbildung der Lehrkräfte findet voraussichtlich vom 27. bis 29.08.2014 und vom 29. bis 31.10.2014 statt. Die Standorte werden noch bekanntgegeben.

Konferenz vom 27.03.2014

Ausbildungsweg nach 3-jähriger Ausbildung Es wird darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, große Entwicklungsfelder in der Direktorenkonferenz zu diskutieren und abzustimmen. Die Ausarbeitung kann durch eine Schule erfolgen, der Informationsaustausch muss aber gewährleistet werden. Zudem wurde angemerkt, dass die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung viele offene Felder haben, die nicht gleichzeitig von allen bearbeitet werden können. Deshalb soll ein Orientierungsworkshop geplant werden, um die weitere Vorgangsweise festzulegen. Einschreibungen: Stand der Dinge und Diskussion zu Standorten 4. /5. Klassen Interesse für den maturaführenden Lehrgang besteht an den Fachschulen Laimburg, Fürstenburg und Kortsch. Es ist ein Auswahlverfahren vorgese-

hen, für welches eine eigene Kommission eingesetzt wird. Eine entsprechende Klasse kann nur bei Erreichung einer Mindestanzahl von Einschreibungen eingerichtet werden. Zudem sind wöchentlich 30 Unterrichtsstunden zu 60 Minuten vorgesehen, wobei darauf geachtet werden sollte, das vorgesehene Projekt (project work) im Block abzuwickeln. Die Lehrkräfte, die im maturaführenden Lehrgang unterrichten, erfüllen im Idealfall die Zugangsvoraussetzungen für die entsprechenden Wettbewerbsklassen an den Staatsschulen.

Konferenz vom 12.03.2014

Austausch mit Ressortdirektor Peter Höllrigl Ressortdirektor Peter Höllrigl fasst die Entwicklung des Deutschen Bildungsressorts in den letzten Jahren zusammen und erklärt zudem, dass es ihm ein Anliegen ist, zukünftige Entwicklungen gemeinsam zu gestalten. Die Führungskräfte stellen die einzelnen Schulstandorte, deren Entwicklung und Schwerpunkte sowie die Vision und Mission der land-, forst- und hauswirtschaftlichen Berufsbildung vor. Gemeinsame Direktorenkonferenzen Es sind bereits folgende Termine für Direktorenkonferenzen auf Ebene des Bildungsressorts vorgesehen: ■■ 25.08.2014: Eröffnungskonferenz ■■ 22. und 23.10.2014: Herbsttagung (ganztägig) ■■ 20.11.2014 und 26.02.2015: Thementagung (ganztägig) ■■ Dienstkonferenzen: 17.09.2014 10.12.2014 15.01.2015 18.03.2015 21.05.2015

3 Berufsbildung 22

Konferenz vom 02.04.2014

News

direktor/-innenkonferenzen


Europameisterschaft der Waldarbeit

Titel

Ende Mai ist es so weit! Die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg in Burgeis wird Austragungsort der „13. Europameisterschaft der Waldarbeit für Schüler und Studenten“ sein.

Berufsbildung 22

4

Diese Großveranstaltung wird vom 21. bis 25. Mai 2014 an der Fachschule über die Bühne gehen. Bereits seit 2002 gibt es diesen großen internationalen Wettkampf. Seit 2006 nimmt auch Italien daran teil und nun war es an der Zeit, Italien als Gastgeberland zu wählen. Die Fachschule Fürstenburg kann sich somit glücklich schätzen, dieses große Ereignis auszurichten. Die „European Championship in Forestry Skills for Students“ ist ein Vergleichswettkampf zwischen forstwirtschaftlichen Schulen aus allen Ländern Europas. Jeweils vier Schüler/Studenten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren bilden eine Mannschaft und vertreten ihre Schule sowie ihr Land. Es treten nur die jeweils besten Mannschaften der Nationen an, welche vorher durch interne Wettkämpfe in den jeweiligen Ländern bestimmt wurden (z. B. Österreichische Staatsmeisterschaften). Die Schüler messen sich im Umgang mit der Motorsäge und testen ihr forstliches Fachwissen. Die Ziele dieses Vergleichs sind folgende: ■■ Präsentation der aktuellen Arbeitsverfahren im Forst: Verwenden der neuesten Maschinen, Geräte und Sicherheitseinrichtungen, ■■ Verbesserung der Wertschätzung der Waldarbeit und der forstlichen Ausbildung in der Öffentlichkeit, ■■ Aufbauen bzw. Vertiefen von internationalen Kontakten zwischen Studenten und forstlichen Schulen: Abbau von Vorurteilen, Förderung des friedlichen Zusammenlebens der europäischen Nationen. Die Wettkampfdisziplinen Der Wettkampf gliedert sich in zwei Teilbereiche: die technischen Disziplinen und der Mannschaftsbewerb Forstparcours. In den fünf technischen Disziplinen wird der Umgang mit der Motorsäge getestet. Dabei geht es um die fehlerfreie Handhabung der Maschine, um Schnelligkeit, Sauberkeit der Ausführung und die Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen. 1. Kettenwechsel: Bei einer einsatzbereiten Motorsäge wird die Schneidegarnitur abgenommen, die Schiene gewendet und die Kette ausgewechselt. Dabei muss die Schneidegarnitur so montiert

Zu den technischen Bewerben zählt der Kettenwechsel.

werden, dass die Säge mit richtiger Kettenspannung wieder so einsatzbereit ist, dass die beiden nachfolgenden Disziplinen (Kombinationsschnitt und Präzisionsschnitt) ohne Nachmontage ausgeführt werden können. 2. Kombinationsschnitt: Von zwei Stammrollen wird je eine 30 bis 80 mm dicke Holzscheibe abgeschnitten. Dabei muss zuerst bis in die Mitte des Stammes von unten und dann von oben gesägt werden. Die meisten Punkte erhält der Teilnehmer, wenn beide Schnitte ohne Versatz in den seitlichen Markierungsstreifen aufeinandertreffen und der Schnitt rechtwinklig zur Stammachse ausgeführt wurde. Zudem wird wieder die Zeit gemessen. Bei dieser Disziplin wird das Ablängen in Hanglage simuliert. 3. Präzisionsschnitt: Von zwei liegenden Stammrollen wird eine Holzscheibe mit einem rechtwinklig zur Stammachse liegenden Schnitt von oben abgesägt. Der Bewerber versucht die Scheibe möglichst vollständig abzutrennen, ohne dabei das darunter liegende Brett zu verletzen, was zu einer Disqualifikation für den Versuch führen würde. Die Aufgabe wird durch eine Sägemehlschicht erschwert, welche die Kontaktzone der Stammrolle zum Unterlagenbrett verdeckt. Auch hier zählen millimetergenaue Arbeit und Schnelligkeit.

4. Fällschnitt: Bei der Königsdisziplin Fällschnitt soll ein Baum bei einer Simulationsfällung innerhalb von 90 Sekunden möglichst nahe an eine vorgegebene Zielrichtung in 15 Metern Entfernung gefällt werden. Dabei müssen die Vorgaben der Arbeitstechnik und die gültigen Bestimmungen der Arbeitssicherheit eingehalten werden. Bei dieser Disziplin werden die meisten technischen Punkte verteilt. 5. Entasten: Auf zylindrisch abgedrehten Stämmen werden 30 runde Äste in einem für alle Teilnehmer gleichen Muster und gleichen Gesamtdurchmesser eingesetzt. Diese Äste müssen mit der Motorsäge gefahrlos, stammeben und so schnell wie möglich abgetrennt werden. Der zweite Teilbereich wird als Teambewerb abgehalten: Im Forstparcours geht es um das forstliche Fachwissen der Teilnehmer. An einem Rundkurs im Wald mit 16 Stationen sind verschiedene Aufgabenstellungen der Forstwirtschaft ohne Hilfsmittel zu lösen. Lediglich ein Blatt Papier, ein Bleistift und ein meterlanger Stock stehen zur Verfügung. Unter anderem sind Baumhöhen und Durchmesser, Flächen, Vorräte und Stammzahlen zu schätzen. Auch Baum- und Holzarten, Forstschädlinge und Tiere müssen bestimmt, sowie eine Erste-Hilfe-Maßnahme angewandt werden. Dabei steht der Team-


Die teilnehmenden Teams Gegenwärtig sind bereits 15 Nationen für die Europameisterschaft gemeldet. Es werden Schüler aus Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Litauen, Serbien, Rumänien, Polen, Slowenien, Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg und Ungarn erwartet. Für Italien geht das Team der Fachschule Fürstenburg an den Start, welches heuer schon bei der Alpen-Adria-Olympiade (27. und 28. März) in Ossiach/Kärnten sein Können unter Beweis gestellt und einen hervorragenden 5. Platz erzielt hat. Zur Mannschaft gehören Manuel Kofler aus Meran, Viktor Pixner aus Walten, Rene Holzknecht aus Martell, Johannes Egger aus Unsere Liebe Frau im Walde und Ersatzmann Florian Weger aus Wangen, sowie deren Trainer und Betreuer Simone Götsch, Othmar Telfser und Klaus Niederholzer. Der Freundschaftswettkampf in Ossiach galt als Vorbereitung auf die EM. Für Italien nahmen neben den Fürstenbürger Schülern auch eine Mannschaft der Fachschule Dietenheim sowie zwei Mannschaften aus Feltre teil. Ablauf der Veranstaltung Mittwoch, 21. Mai 18.00 Uhr: ■■ Festzug durch Burgeis zur Fürstenburg ■■ Eröffnungszeremonie mit Musikkapelle Burgeis, Schuhplattlgruppe Prad und Goaslschnöller Burgeis Freitag, 23. Mai 8.00-15.00 Uhr: Technische Bewerbe 11.00 und 14.30 Uhr: ■■ Showprogramm Stihl Timbersports 9.00-15.00 Uhr: ■■ Schau- und Verkaufsausstellung forstwirtschaftlicher Geräte und Zubehör ■■ Motorsägenschnitzer ■■ Tombola mit tollen Gewinnen Samstag, 24. Mai 8.00-16.30 Uhr: Technische Bewerbe

Die Mannschaft der Fachschule Fürstenburg: (v.l.) Simone Götsch, Manuel Kofler, Rene Holzknecht, Johannes Egger, Othmar Telfser, Viktor Pixner (es fehlen Ersatzmann Florian Weger und Trainer Klaus Niederholzer).

11.00, 14.00 und 16.30 Uhr: ■■ Showprogramm Stihl Timbersports 15.00-16.30 Uhr: ■■ Geschwindigkeitsentasten - Speed-limbing 9.00-15.00 Uhr: ■■ Schau- und Verkaufsausstellung forstwirtschaftlicher Geräte und Zubehör ■■ Motorsägenschnitzer ■■ Tombola 17.30 Uhr: ■■ Verlosung Tombola 19.30 Uhr: ■■ offizielle Siegerehrung mit Wipptoler Plattlgitschn und „Wetten Dass???“-Kandidaten ■■ Party mit DJ TORO im Kulturhaus Burgeis. Bei der Tombola werden schöne Sachpreise verlost, darunter auch eine Motorsäge. Die Vorbereitungen für diese Großveranstaltung laufen schon auf Hochtouren. Alle Informationen dazu sind auf der offiziellen Homepage der Veranstaltung zu finden: www.forestry–skills.it. Die Fachschule Fürstenburg bedankt sich hiermit bei allen Unterstützern und Sponsoren, ohne welche so eine Großveranstaltung nicht möglich wäre. Zu erwähnen sind vor allem die Abteilung 22, die Abteilung Forstwirtschaft und das Landesamt für Forst- und Domänenverwaltung, welche den Großteil des Holzes für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben. Zu nennen ist auch die Firma STIHL, welche als Hauptsponsor auftritt. Bedanken möchte sich die Fachschule auch bei der Firma Profanter OHG aus Tscherms für die tatkräftige Unterstützung und allen anderen Unterstützern und Sponsoren. Die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg lädt alle Interessierten zu dien sem einmaligen Event recht herzlich ein!

Bisherige Austragungsorte Die folgende Auflistung zeigt die bisherigen Gastgeberländer und die drei Erstplatzierten in der Mannschaftswertung. Diese setzt sich aus den Punkten des Teams in den technischen Disziplinen und den Punkten im Forstparcours zusammen: ■■ 2002 Österreich 1. Österreich, 2. Luxemburg, 3. Litauen ■■ 2003 Finnland 1. Estland, 2. Finnland, 3. Österreich ■■ 2004 Estland 1. Estland, 2. Slowenien, 3. Österreich ■■ 2005 Litauen 1. Österreich, 2. Deutschland, 3. Slowenien ■■ 2006 Österreich 1. Österreich, 2. Slowenien, 3. Deutschland ■■ 2007 Belgien 1. Österreich, 2. Italien, 3. Litauen ■■ 2008 Norwegen 1. Slowenien, 2. Österreich, 3. Deutschland ■■ 2009 Deutschland 1. Österreich, 2. Slowenien, 3. Polen ■■ 2010 Luxemburg 1. Österreich, 2. Slowenien, 3. Estland ■■ 2011 Polen 1. Österreich, 2. Deutschland, 3. Polen ■■ 2012 Slowenien 1. Slowenien, 2. Österreich, 3. Norwegen ■■ 2013 Österreich 1. Slowenien, 2. Österreich, 3. Italien ■■ 2014 Italien

5 Berufsbildung 22

Verteilung der Punkte Die Punktwertung der einzelnen Disziplinen verteilt sich wie folgt: ■■ Einzelwertung (technische Disziplinen gesamt: ca. 1500 Punkte pro Teilnehmer) 1. Kettenwechsel 120 Punkte 2. Präzisionsschnitt 200 Punkte 3. Kombinationsschnitt 160 Punkte 4. Fällschnitt 660 Punkte 5. Entasten 400 Punkte ■■ Teamwertung Forstparcours 6000 Punkte

Titel

geist im Vordergrund und nicht die Einzelperson. Die Mannschaft startet gemeinsam und muss gemeinsam das Ziel wieder erreichen. Für die Gesamtwertung ergeben sich aus diesen Bewerben 50 % der möglichen Punkte. Somit ist dieser Wettbewerbsteil ausschlaggebend für die Gesamtwertung des Teams.


Zusammenarbeit ist ein Erfolg In den letzten Jahren haben die Fachschulen zahlreiche Projekte gemeinsam mit anderen Schulen verwirklicht – zum Vorteil aller Beteiligten.

news

„Nach unserer Überzeugung gibt es kein größeres und wirksameres Mittel zu wechselseitiger Bildung als das Zusammenarbeiten“. Dieser Satz von Johann Wolfgang von Goethe beschreibt, was sich die Fachschulen seit Jahren zu Herzen nehmen. Sie pflegen verschiedenste Formen der Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und insbesondere mit anderen Schulen, in der Überzeugung, dass dieses Zusammenwirken ein Sich-gegenseitig-Fördern und somit einen gemeinsamen Nutzen hervorbringt, eine Synergie eben.

Berufsbildung 22

6

Zusammenkommen ist ein Beginn Am Anfang jeder Form der Zusammenarbeit Es ist eine Genugtuung, sich mit einem gemeinsamen Ergebnis zu zeigen. geht es darum, sich kennen zu lernen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und zu entdecken, was kann oder bietet der/die Schüler beider Schulen. Zum zweiten Mal besteht beispielsweise Andere und was kann ich als Einrichtung Dass dauerhafte Zusammenarbeit ein auch eine Zusammenarbeit zwischen Touweitergeben. Gewinn für alle Seiten ist, zeigt sich an rismus und Landwirtschaft in der östlichen Die Lehrpersonen der Fachschulen steleinem Projekt, das für das nächste Schuljahr Landeshälfte. Die Schüler der Fachschule für len ihr Wissen und Können gerne anderen bereits angedacht ist: die Mobilitätswoche Landwirtschaft „Mair am Hof“ Dietenheim Schulklassen und Lehrpersonen zur Verfüder Landwirtschaftsschüler/-innen im Geund jene der Hotelfachschule Bruneck zeigung. So haben im laufenden Schuljahr Lehsamttiroler Raum. Hierfür werden Schüler/gen sich dabei gegenseitig in einem ersten rerinnen der Fachschule Frankenberg/Tisens innen für eine Woche ihren Schulstandort Schritt die Produktion gesunder heimischer beispielsweise Grundschul-Lehrpersonen verlassen und an einem anderen – zwischen Lebensmittel und in einem zweiten Schritt für das Wahlfach „Kochen“ geschult und Nord-, Ost-, Südtirol und San Michele – ihre kreative Verarbeitung in der Küche. Das in 2. und 3. Mittelschulklassen des Burgeine Spezialisierung in einem für die jeweiZiel ist zum einen, dass das Verständnis fürgrafenamtes zum Thema „Genuss – Krelige Schule typischen landwirtschaftlichen einander wachsen kann und zum anderen, ativität – Farbe“ Workshops angeboten, Bereich erfahren. dass sich die Bereiche Landwirtschaft und die die Zubereitung gesunder Gerichte, die Ein weiterer Erfolg innerhalb der GeTourismus auch gegenseitig stützen. Tischkultur, die Wirkung von Farben und samttiroler Zusammenarbeit sind der AlZusammenarbeiten ist ein die Herstellung von gefälligen Dekorationen pine Fachwettbewerb und der HauswirtErfolg zum Inhalt hatten. schaftscup. Beide Bewerbe werden schon Im heurigen Frühjahr wird an der FachschuDie Lehrerinnen der Fachschule Haslach seit mehreren Jahren ausgetragen und erle Salern ein neuer Brotbackofen in Betrieb – um ein weiteres Beispiel anzuführen – hamöglichen es, dass Schüler/-innen sich in ihgenommen. ben Schüler der Fachoberschule für Landrem praktischen13.01.2014 und theoretischen FachwisFilip Widmann und Martin InnerhoferEr ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Urlaub-auf-dem-Bauernhofwirtschaft Auer an zwei Vormittagen auf sen messen. Was für die Berglandwirtschaft Spezialisierungsgruppe aus Salern und der einen Schüleraustausch auf den Kapverden die genannten Wettbewerbe sind, sind für Brotbackofen die FS Berufsschule Bruneck. Das für technische Kön-Salern vorbereitet und dabei mit Süßkartoffeln, Ein die Fachschule Laimburg die Teilnahme an nen und die Konstruktion, sein Einsatz an Maniok und anderen typischen Produkten derSalern Wein-Europameisterschaft und die EuSchon seit langem plant die Land- und Hauswirtschafschule mit der der Schule und auf einem Bauernhof – all der Kapverden experimentiert. ropameisterschaft bzw. Weltmeisterschaft Brunecker Berufsschule einem Projekt den Baufüreines Brotbackofens. dies hat in einen wertvollen Lerneffekt die neuen der Gärtner. Dabei übernehmen die Schulen Zusammenbleiben ist ein abwechselnd die Organisation oder wirken Fortschritt mit ihren Lehrkräften als Juroren oder ihren An die zehn Jahre bereits tauschen die FachSchüler/-innen als Bewerber mit. schule Laimburg und das Istituto Professionale di Stato per l’agricoltura e l’ambiente Die Reihe an Beispielen ließe sich noch weiAlfredo Maria Mazzei aus Giarre (Catania) ter fortsetzen. Dies zeigt, dass heute keine für eine Woche ihre Schüler aus. Austausche Schule mehr für sich alleine existieren kann. dieser Art forcieren nicht nur eine kulturelle Der Austausch mit anderen und die Arbeit Öffnung und lassen die Anwendung der 2. im Netzwerk sind sinnvoll und notwendig Sprache in einem neuen Umfeld zu, sondern und machen letztlich den Erfolg aus. sie erlauben jungen Menschen in erster Linie Von Henry Ford stammt folgendes Zitat: auch Einblick in ähnliche und doch grund„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusamverschiedene Berufsfelder in einem neuen menbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarAbbildung 1: Bild desTeil halbfertigen Brotbackofens n Halbfertiger des Brotbackofens geographischen Raum. beiten ist ein Erfolg“.  Schüler der Fachschule Salern schauen den Ofenbauern über die Schultern

Technische Daten zum Brotbackofen Der Innenraum des Ofens hat eine Größe


Milch kommt nicht vom Supermarkt ... die Energiegewinnung, die Honigproduktion, den Anbau oder die Verarbeitung von Kräutern in den Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen dürfen bei der Vorbereitung einer gesunden Jause mithelfen. „Schule am Bauernhof“ soll Kindern und Jugendlichen ein Gespür für natürliche Zusammenhänge, für gesunde Lebensmittel, für regionale und kleinräumige Kreisläufe vermitteln, damit gelingt es, eine gepflegte Kulturlandschaft, eine funktionierende Landwirtschaft und die Nahversorgung aufrechtzuerhalten. Die Idee zur „Schule an Bauernhof“ in Südtirol stammt von einigen Lehrerinnen und Lehrern der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern. Im Rahmen eines Interreg-Programms wird seit 2005 ein entsprechender Lehrgang für Bäuerinnen und Bauern angeboten. Insgesamt absolvieren

die Teilnehmer/-innen 88 Weiterbildungsstunden, um die Zertifizierung für „Schule am Bauernhof“ zu erhalten. Zusätzlich ist pro Jahr eine 8-stündige Weiterbildung vorgesehen. Die Betriebe müssen alle geltenden Sicherheits- und Hygienebestimmungen einhalten. Sie verfügen über geeignete Räumlichkeiten, leben von der Landwirtschaft und bieten kindgerechte Programme an. Nach Abschluss des Lehrganges und bei Erfüllung der Anforderungen werden die Betriebe der Teilnehmer/-innen anhand eines Kriterienkataloges von drei Expertinnen/Experten aus den Bereichen Pädagogik/Didaktik, Hygiene und Sicherheit überprüft. Diese Betriebe werden schließlich von der Abteilung 22 und von der Südtiroler Bäuerinnenorganisation über das Dienstleisterportal „Mit Bäuerinnen leben - wachsen - lernen“ den interessierten Schulen und Besuchergruppen empfohlen. 

Interview mit der Kursteilnehmerin Gemma Prinoth vom Paratoni-Hof aus St. Christina: Haben Sie bereits eine konkrete Vorstellung, was genau Sie im Rahmen dieses Projektes anbieten möchten? Auf meinem Hof werden Käse und Butter hergestellt. Ein Backofen steht auch zur Verfügung. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, besonders Grundschulkindern Einblicke in die Milchverarbeitung zu bieten und gemeinsam Brot zu backen. Der Hof ist kleinstrukturiert mit enger Zufahrt, das

heißt eine viertelstündige Wanderung ist erforderlich. Deshalb wäre eine ideale Lösung, Schule am Bauernhof mit einem Ausflug zu kombinieren. Was machen Sie beruflich? Ich arbeite als pädagogische Mitarbeiterin im Kindergarten und bearbeite mit meinem Mann den Hof. Ich habe bereits Kindergartengruppen mit auf den Hof genommen und ihnen die Milchverarbeitung und das Brotbacken

anschaulich vorgeführt. Daraus ist auch der Wunsch entstanden, am Kurs teilzunehmen, um danach das Angebot erweitern zu können. Wieso haben Sie sich für diesen Lehrgang entschieden? In erster Linie treiben mich ideelle Werte und meine beruflichen Erfahrungen zu diesem Projekt an. Schule am Bauernhof als Zuerwerb spielt auch eine Rolle, ist aber nicht primärer Motivationsgrund. 

Interview mit Fabian Plattner vom Haflinger-Hof in Jenesien: Was machen Sie beruflich? Im Jahr 2013 habe ich die Oberschule abgeschlossen und bin seither am elterlichen Betrieb tätig. Durch die Ausbildung „Schule am Bauernhof“ möchte ich einen Zuerwerb aufbauen. Außerdem bin ich ehrenamtlich als Vorsitzender der Katholischen Jungschar Südtirol engagiert. Dadurch hatte ich bereits die Möglichkeit, über den Jugenddienst Unterland eine Jugendgruppe auf meinem Hof begrüßen zu dürfen und ihnen Einblicke in die heimische Viehwirtschaft zu bieten. Die dadurch erhaltene persönliche Genugtuung war auch ausschlaggebend dafür, diese Ausbildung zu absolvieren. Haben Sie bereits konkrete Vorstellungen, was genau Sie im Rahmen von „Schule am Bauernhof“ anbieten möchten? Am elterlichen Hof betreiben wir Milchviehwirtschaft und deshalb würde ich Kindern und Jugendlichen den Verlauf vom Heu zur

Milch anschaulich und spannend erklären. Ein Anliegen wäre mir dabei die ganzheitliche Sinneserfahrung. Wir bieten bereits Urlaub auf dem Bauernhof an, könnten somit den Betrieb um ein Angebot mehr bereichern. Dies bringt natürlich eine Aufwertung des Hofes mit sich. Welchen Beitrag leistet dieses Projekt für die Gesellschaft Ihrer Meinung nach? Durch dieses Projekt und in Zusammenarbeit mit den Schulen hat man die Möglichkeit, die Gesellschaft der Zukunft nachhaltig auszubilden. In den letzten 30 bis 50 Jahren wurde diesbezüglich einiges versäumt. Kinder und Jugendliche sollen wieder lernen woher Lebensmittel stammen, und wie sie produziert werden. Häufig ist der Bezug zu regionalen und saisonalen Produkten verloren gegangen. Durch dieses Projekt kann traditionelles und umweltbewusstes Wissen n bildhaft vermittelt werden. 

Gemma Prinoth und Fabian Plattner

7 Berufsbildung 22

Kinder und Jugendliche verbringen im Rahmen dieses Projektes einen Tag auf einem zertifizierten Lehrbauernhof. In diesen Betrieben lernen sie die bäuerliche Arbeitswelt kennen. Sie erleben den Duft von Heu und frischen Kräutern, können Tiere streicheln und füttern, lernen die Welt der Bienen kennen, und sie erfahren von der Wichtigkeit des Waldes. Sie erleben hautnah und mit allen Sinnen, wie aufregend es ist, die raue Zunge eines Kalbes zu spüren, den Brotteig zu kneten oder die frisch gemolkene Milch zu verarbeiten. Das Angebot auf den Bauernhöfen ist vielfältig. So bekommen die Schüler Einblick in die Tierhaltung, dürfen selbst Hand anlegen beim Melken und Füttern der Kühe und können bei der Milchverarbeitung mithelfen. Andere Lehrbauernhöfe stellen das Schaf, den Kartoffelbau, die Herstellung von Wurst,

news

Lehrgang zu „Schule am Bauernhof“ erfreut sich groSSer Beliebtheit


zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft

News

Bildungszentrum Frankenberg feiert 40-jähriges Bestehen

Berufsbildung 22

8

Die neue Fachrichtung Agrotourismus und die Verlängerung der Schulausbildung bis zur Matura sind an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung „Frankenberg“ die großen Neuerungen, die im Rahmen der Festlichkeiten vorgestellt wurden. Sie gehören nun zum beachtlich breit gefächerten Bildungsangebot der Schule. Agrotourismus ist die Schnittstelle zwischen berufsorientierter Fachausbildung und der Entwicklung des ländlichen Raumes. Das diesjährige Schuljahr steht im Zeichen der 40 Jahre. Den Höhepunkt stellte die Jubiläumsfeier am 21. Februar dar, bei der Gäste aus Politik, Kirche, Bildung, den verschiedenen bäuerlichen Organisationen, der Schulwelt und dem HGV geladen waren. Die Direktorin Mechthild von Spinn verwies darauf, dass die Schule heute über ein klares Profil mit Berufsbildern und Spezialisierungen in den Bereichen der Hauswirtschaft und Ernährung sowie für Dienstleistungen im ländlichen Raum verfügt. Die Festredner stellten die neue Fachrichtung

Agrotourismus in den Mittelpunkt. Die neue Fachrichtung ist zukunftsweisend für die Ausbildung und führt die Schule in eine neue Richtung. Den Absolventinnen und Absolventen stehen damit neue Berufsfelder im regionalen Tourismus offen. Professor Oswin Maurer von der Freien Universität Bozen ging in seinem Vortrag auf das Spannungsfeld Tourismus und Landwirtschaft ein und öffnete als zusätzliche Perspektive den Weg zum Besuch einer Universität. Die Schüler gaben eine tiefsinnig lustige Agrartourismus-Comedy zum Besten. Ein festlich stimmiges Buffet mit Zutaten, frisch aus der Region, war nicht nur eine Augenweide, sondern ein regelrechter Festtagsschmaus. Als Kompetenzzentrum für Ernährung, Hauswirtschaft und Agrotourismus ist die Fachschule Frankenberg ein Treffpunkt für alle Menschen, die gern innovative Angebote gestalten, um Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten und zu verbessern. n

Schuldirektorin Mechthild von Spinn und der geschäftsführende Abteilungsdirektor Paul Mair schneiden die Geburtstagstorte an.

Giornata degli sport invernali istituti di tutto il Tirolo storico si incontrano sul Monte Bondone

Anche quest’anno, come ormai da quasi 30 anni, si è tenuta la consueta giornata degli sport invernali. La manifestazione si è tenuta sulle nevi del Monde Bondone presso Trento ed è stata magistralmente organizzata dall’Istituto Agrario di San Michele all’Adige. È stata come di consueto una bella giornata di sport e di divertimento che ha visti coinvolti istituti di tutto il Tirolo storico, un bell’esempio della fattiva collaborazione nell’ambito di manifestazioni sportive e culturali congiunte che vogliono rafforzare il senso di un forte radicamento al territorio e la consapevolezza di far parte tutti insieme di una “Heimat“ comune. Vi hanno partecipato circa 250 atleti provenienti da tutte le province del Tirolo storico che si sono sfidati nelle discipline dello slalom gigante e dello snowboard, che si sono disputate in una manche unica alle Viote e dello sci di fondo e della corsa con le ciaspole, che si sono disputate a Vason, rispettivamente sulla distanza dei 10 e dei 4 chilometri. Il tempo è stato clemente, nonostante le non particolarmente rosee previsioni e la neve non mancava di certo. Le piste hanno tenuto bene permettendo a tutti di disputare la loro gara in condizioni sostanzialmente analoghe, senza che

si siano per fortuna registrati infortuni od incidenti di sorta: a farla da padrona sono stati quindi il sano agonismo, il puro divertimento ed una brillante goliardia giovanile. I nostri atleti hanno dato bella mostra di sé e si sono distinti in tutte le discipline. Al termine delle rispettive gare, tutti i partecipanti sono stati invitati a pranzo nella magnifica struttura dell’Istituto Agrario di San Michele all’Adige, dove nel primo pomeriggio si è svolta poi la cerimonia di premiazione alla presenza delle autorità rappresentanti i singoli istituti e le Provincie di appartenenza. Nel corso dei singoli interventi si è sottolineata la valenza culturale di questo Foto:diLLA Imst tipo manifestazioni che rafforzano il senso

di appartenenza ad una entità storica e culturale comune. Si è ricordato poi il forte radicamento sul territorio delle strutture agrarie depositarie delle tradizioni della propria gente. Al termine della festa di premiazione ci si è dati poi appuntamento a fra un anno sulle splendide nevi di Lienz, nel Tirolo dell’Est … pare che gli allenamenti siano già in corso!n CLASSIFICA ISTITUTO

1 2 3 4 5

LLA St. Johann Kortsch - Malles Istituto Agrario S. Michele LLA Rotholz Laimburg - Ora

1315 pt. 1260 pt. 938 pt. 830 pt. 758 pt.

Un nutrito gruppo di sportivi degli Istituti di Teodone


100 Tage an Abteilungsspitze Paul Mair ist seit Ende Januar geschäftsführender Direktor der Abteilung Land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung – Zeit für ein erstes Resümee.

News 22: Herr Mair, für unsere Zeitschrift sind Sie zwar kein unbeschriebenes Blatt, könnten Sie sich bitte trotzdem unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?

News nterview

Paul Mair: Ich komme aus Mölten, bin 45 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Nach der Matura am klassischen Lyzeum habe ich in Innsbruck Geschichte und Germanistik studiert. 1993 kam ich als Lehrer an die Fachschule Laimburg. Seit 2007 bin ich dort Direktor und seit Jänner dieses Jahres auch geschäftsführender Direktor der Abteilung 22.

Der damalige Abteilungsdirektor Stefan Walder hat im Januar die Leitung des Ressorts für Familie und Verwaltung übernommen. Sie haben dann als geschäftsführender Direktor die Nachfolge angetreten. Wie haben Sie diesen Wechsel erlebt? Dr. Walder hat seine Entscheidung im Jänner mitgeteilt. Damit war klar, dass mir als seinem Stellvertreter zumindest vorübergehend auch die Verantwortung für die Abteilung übertragen wird. Rückblickend war das eine sehr intensive Zeit. Mit der neuen Funktion sind neue Aufgaben und interessante Herausforderungen verbunden.

Wird der Übergang zum Bildungsressort etwas an den Inhalten der Ausbildung ändern? Gerade in der jüngeren Vergangenheit haben die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung sowie für Landwirtschaft einen regelrechten Entwicklungsschub durchlebt. Ich denke dabei etwa an die Einführung des 4. Schuljahres, des maturaführenden Lehrganges oder neuer Ausbildungsangebote. Gleichzeitig wurden die Lehrpläne laufend überarbeitet und die Inhalte den neuen Erfordernissen der Arbeitswelt und Gesellschaft angepasst. Unabhängig davon, welchem Ressort wir angehören, wird diese Entwicklung auch in Zukunft weitergehen. Bildungslandesrat Philipp Achammer und Land-

Der geschäftsführende Abteilungsdirektor Paul Mair

wirtschaftslandesrat Arnold Schuler haben jedenfalls zugesichert, dass sie bei inhaltlichen Fragen, die unsere Schulen betreffen, stets eng zusammenarbeiten werden.

Besteht dabei nicht die Gefahr, dass Sie als Abteilungsdirektor zwischen zwei Fronten geraten? Wer ist für Sie maßgeblich, der Landesrat für deutsche Bildung und Kultur oder jener für Landwirtschaft? Meine Aufgabe als Abteilungsdirektor sehe ich darin, zwischen den beiden Ressorts den Kontakt zu halten, aber auch die gewohnt gute Zusammenarbeit mit den bäuerlichen Organisationen weiterzuführen. Als Abteilung gehören wir zwar zum Bildungsressort, aber auf unsere Sonderstellung wurde bereits im Koalitionsvertrag ausdrücklich hingewiesen. Darin ist auch festgelegt, dass eine enge Abstimmung mit den entsprechenden Verantwortungsträgern im öffentlichen wie im privaten Bereich zu suchen ist. Mit beiden Landesräten habe ich bislang ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht. Zudem sind beide Landesräte in ständigem Kontakt und pflegen nach meiner Einschätzung miteinander einen

sehr offenen Umgang. Ich sehe zudem die Chancen, die mit dieser Neuausrichtung verbunden sind, denn jetzt können wir die Anliegen unserer Schulen auf bildungspolitischer Ebene besser vertreten, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Sie bekleiden zurzeit nicht nur das Amt des geschäftsführenden Abteilungsdirektors, sondern sind auch weiterhin Direktor der Fachschule Laimburg. Wie kommen Sie mit dieser Doppelfunktion und wohl auch Doppelbelastung zurecht? Als Abteilungsdirektor vertrete ich weiterhin die Interessen unserer Fachschulen. Beide Aufgaben ergänzen sich teilweise, und ich kann meine Erfahrungen als Schuldirektor gut in meine Tätigkeit als Abteilungsdirektor einbringen. Natürlich muss ich in beiden Bereichen versuchen, Arbeiten so gut es eben geht zu delegieren. Ich leite die Abteilung zunächst geschäftsführend und begleite ihren Übergang vom Landwirtschafts- ins Bildungsressort. Wie sich die Abteilung langfristig entwickeln wird und welche Aufgabe ich dabei übernehmen werde, n wird sich zeigen. 

Berufsbildung 22

9


Ein Thema, das alle angeht

news

Die Diskussion um Care – hauswirtschaftliche Basisleistungen in der Zukunft

Berufsbildung 22

10

Die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung begingen den Internationalen Tag für Hauswirtschaft am 21. März an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach mit einer Tagung zum Thema „Care – Die Herausforderung der Zukunft“, an der unter anderem auch Vertreterinnen und Vertreter der Sozialdienste teilnahmen. „Hauswirtschaft steht im Spannungsfeld zwischen der Haushaltsführung im privaten Bereich einerseits und der Hauswirtschaft als Beruf andererseits“, so die Referentin Inge Maier-Ruppert, „ersteres haben noch unsere Mütter und Großmütter ausgeübt, die Weitergabe dieser Kompetenzen nimmt aber ständig ab. In der Hauswirtschaft als Beruf, wie sie in sozialen Einrichtungen wie z.B. Seniorenheimen etc. gefragt ist, braucht es mehr Kompetenzen als nur angelernte Haushaltserfahrung. Diese müssten in hauswirtschaftlicher Ausbildung vermittelt werden.“ In der gesellschaftlichen Entwicklung zeichnen sich zudem ein demografischer Wandel hin zu einer überalternden Gesellschaft und eine Zunahme von Ein-PersonenHaushalten vor allem in Ballungsräumen mit einem schwindenden sozialen (Nachbarschafts-)Netz ab. „Junge und ältere Generati-

on lebt nicht mehr räumlich nahe zusammen, daraus folgt ein Rückgang der Angehörigenunterstützung im Bedarfs- oder Krankheitsfall für allein lebende ältere Menschen aber auch für Jüngere“, so Inge Maier-Ruppert. Dies habe zur Folge, dass hauswirtschaftliche Basisleistungen von familienfremden Personen erbracht werden (müssen). Neben der notwendigen medizinischpflegerischen Unterstützung braucht es auch die „sorgende Unterstützung“ in der Gestaltung des Alltags, also die hauswirtschaftliche Versorgung. Solche hauswirtschaftlichen Basisdienstleistungen in verschiedenen Bereichen werden unter dem Schlagwort „Care“ zusammengefasst. Die annähernd 100 Teilnehmer der Tagung setzten sich anschließend in Workshops mit Lösungsansätzen für Südtirol auseinander. Einig war man sich, dass sich etliche neue Arbeitsfelder ergeben, dass aber bei vielfältigen Schnittstellen zu Sozialdiensten, Sanität und anderen Schulen unbedingt der gemeinsame Dialog gesucht und ein Netzwerk zum gemeinsamen Arbeiten an diesem Thema angestrebt werden muss. Politik, Bildungseinrichtungen und gesellschaftliche Gruppen müssen Hand in Hand an sinnvollen

Strukturen arbeiten, um dieser gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen. n

Dr. Inge Maier-Ruppert, Diplom-Haushalt- und Ernährungswissenschaftlerin

Mit gekonnter Hauswirtschaft gewinnt man Preise Hauswirtschaftscup in Kortsch endet mit Platz 1 und 2 für Dietenheim

Der Hauswirtschaftscup ist ein Wettbewerb zum Können in der Hauswirtschaft und der Ernährung in Theorie und Praxis. Er wird jährlich zwischen den Schulen Nord-, Südund Osttirols ausgetragen – heuer zum 7. Mal, und zwar an der Fachschule im Vinschgau. Als Thema hatte die Schule den Apfel ins Zentrum gerückt. Monika Gruber und Annamaria Kahn, Schülerinnen der 3. Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Dietenheim, errangen den 1. und den 2. Preis. Beim Wettbewerb werden Schülerinnen verschiedener Schulen zusammengelost und messen sich im Team in der Ernährungslehre, der Hauswirtschaft, im Service, der Textilkunde, im Gartenbau, der Küchenführung und einem Theorieteil aus der Allgemeinbildung. Monika Gruber arbeitete mit einer Partnerin der Höheren Land- und forstwirtschaftlichen Schule Kematen zusammen, die Zweitplatzierte Annamaria Kahn mit einer Partnerin der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt n Weitau. 

Ich habe diesen Tag als sehr interessant und lehrreich empfunden, weil ich Neues sah und Neues erlernte. Der Hauswirtschaftscup ist eine sehr gute Initiative, weil man sich mit anderen Schulen messen kann.

Während der Austragung des Wettbewerbs bekam ich immer mehr Spaß daran. Die ZusammenarDie Teilnehmerinnen und Teilnehmer beit„Von mit einerHof mir bis des Projekts zudahin Hof“ unbekannten Person war einerseits schwierig, weil ich ja nicht wusste, ob wir am Ende ganz unterschiedlich arbeiten (am Nachmittag beim Kochen zeigte sich das besonders), aber andererseits auch ein Vorteil, denn so haben wir uns kennengelernt und haben miteinander gesprochen – und wir hatten auch eine Menge Spaß miteinander.

Annamaria Kahn (l.) und Monika Gruber (r.)


Einblicke in die Unterwelt Angehende Junglandwirte und Gartenbaulehrlinge der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg erhalten Einblicke in die Vielfalt des Bodenlebens in Südtirols Böden.

in den Grünlandflächen, in Obst- und Weinbauböden und öffentlichen Flächen, aber auch in den beprobten Acker- und Waldböden eine hohe biologische Vielfalt festgestellt wurde. Abschließend wünschte er den Schülerinnen und Schülern das nötige Feingefühl für eine bon denschonende Bodenbewirtschaftung. 

News

ein. In einer schülerfreundlichen Sprache zeigte er die Bedeutung der Bodenlebewesen für die Fruchtbarkeit der Böden auf und motivierte zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Das Bodenleben sei nämlich sehr stark von der Bewirtschaftung abhängig. Vor allem gelte es, die Regenwürmer, die er als Ingenieure des Bodens bezeichnete, zu fördern. Professor Meyer wies aber auch darauf hin, dass es bei der Bewertung der Bodengüte immer schwierig sei, eine repräsentative Größe zu finden. Er erklärte, dass beispielsweise eine einseitige Betrachtung der Individuenzahl im Boden genauso wenig Aussagekraft hat, wie das reine Biomassengewicht des Bodenlebens oder die vorgefundene Menge an verschiedenen Arten. Die einzelnen Parameter müssen in der Zusammenschau mit den physikalisch-chemischen Eigenschaften der einzelnen Böden gesehen und bewertet werden. Was den Zustand der untersuchten Böden angeht, zeigte sich Professor Meyer vom Ergebnis positiv überrascht. Er erklärte, dass sowohl

11 Foto: EURAC

ILIAS-Konferenz zum zweiten Mal in Bozen Teilnahme als Fortbildung für alle Südtiroler Lehrpersonen

Nach 2007 findet die ILIAS-Konferenz am 30. September und 1. Oktober zum zweiten Mal in Bozen statt, und zwar in der EURAC. Zum 13. Mal treffen sich Interessierte und Anwender der Open-Source-Lernplattform zu einem Erfahrungs- und Wissensaustausch über zukünftige Entwicklungen. Gastgeber ist die Autonome Provinz Bozen - Südtirol, die mit ILIAS erfolgreich www.copernicus.bz.it – ein landesweites E-Learning-Bildungsportal – betreibt. Auch für die Lehrpersonen der Fachschulen für Land- und Hauswirtschaft besteht die Möglichkeit, an der Konferenz als Fortbildung teilzunehmen. Zielgruppen der Konferenz sind Unternehmen, Schulen, Hochschulen und die Öffentliche Verwaltung. Damit wird die Konferenz eine Plattform für sprachen- und spartenübergreifendes Netzwerken. Das international bestückte Programm zeigt die Variabilität von ILIAS und bislang eher wenig bekannte Möglichkeiten sowie die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten des E-LearningInstruments: ■■ ILIAS-Ressourcen: Veranschaulicht werden Funktionen, die verschiedene Module auf besondere Weise miteinander

■■

■■

■■

■■

kombinieren oder die weniger beachtete Tools in den Mittelpunkt rücken. Unternehmens- und Verwaltungsprozesse: Wie und wo wird ILIAS in Unternehmen und Verwaltungen erfolgreich für das Prozessmanagement eingesetzt? Projekt- und Wissensmanagement: ILIAS kann genutzt werden, um die Arbeit in Projekten und Teams sowie Wissensmanagement zu unterstützen. Best-PractiseBeispiele werden vorgestellt. ILIAS im Unterricht: Vorgestellt werden Gute Praktiken und E-Learning-Kurse für eine Erweiterung und Anreicherung des Unterrichts, didaktische Szenarien mit einem Mehrwert für Lernende, Möglichkeiten der Lerndokumentation und gute kooperative Lernszenarien, um Bildung auch zeit- und ortsunabhängig zu ermöglichen. Learning Communities in ILIAS: Konzepte und methodische Ansätze von Formen des ort- und zeitunabhänigen Lernens sowie die Vernetzung von Ler-

nenden außerhalb traditioneller Lehrund Kursveranstaltungen. Die Key-note-Sprecher/-innen, Frau Gabi Reinmann (D), wird zum Thema „Abgelenkt, aufgeschoben, amotiviert: Wo ist der Wille beim Lernen mit digitalen Medien?“ und der Rektor der Freien Universität Bozen, Prof. Dr. Walter A. Lorenz, wird voraussichtlich zum Thema „E-Learning an den Hochschulen“ referieren. Die Konferenzsprachen – Deutsch, Italienisch und Englisch – werden bei Vorträgen simultan übersetzt, die 90-minütigen Workshops finden jeweils in der Sprache des Referenten statt. Die Abendveranstaltung „Social Event“ am 30. September rundet das Programm mit einem gemeinsamen Beisammensein ab. Die Anmeldung für die Konferenzteilnahme ist bis zum 12. September 2014 online möglich. Weitere Informationen zur Konferenz, das detaillierte Programm und die Online-Anmeldung sind auf der Konferenzwebseite veröffentlicht: n www.ilias-conference.org. 

Berufsbildung 22

In den Jahren 2011 bis 2013 wurden in Zusammenarbeit zwischen der EURAC – Institut für Alpine Umwelt und der Universität Innsbruck im Rahmen des Projektes SoilDiv an 70 verschiedenen Standorten in Südtirol Böden beprobt und auf ihre Zusammensetzung der Bodenfauna hin untersucht. Die Proben wurden unter der Leitung von Prof. Erwin Meyer analysiert und ausgewertet. Die Ergebnisse wurden schließlich am 20. März 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits einen Tag später kamen rund 80 Schüler und Schülerinnen der dritten Klassen und der vierten Klasse Obst- und Weinbau, sowie einer Lehrlingsklasse für Gartenbau, in den exklusiven Genuss, aus erster Hand die Ergebnisse des Projektes zu erfahren. Während Frau Bottarin (EURAC) über den Projektaufbau und über die Einzigartigkeit des Projektes sprach, ging Professor Meyer in seinen Ausführungen, die unter dem Titel „Vielfalt und Leistung von Bodentieren“ stand, auf die Bodenbestandteile und deren Aufgaben


Zertifizierung beruflicher Kompetenzen

Panorama News

Welchen Vorteil haben Jugendliche und Erwachsene, wenn sie ihre beruflichen Kompetenzen zertifizieren lassen können?

Berufsbildung 22

12

Die hier erzählte zukunftsorientierte Geschichte der jungen Rosa, Tochter eines Südtiroler Landwirtes, und ihres beruflichen Werdegangs dient als Beispiel, wie die EUROPA STRATEGIE 2020 umgesetzt werden kann. Rosa, eine von jährlich über 100 Absolventinnen und Absolventen einer dreijährigen Fachschule für Land- und Hauswirtschaft, kann nach dem Erhalt des Berufsbefähigungszeugnisses das 4. Jahr zur Spezialisierten Fachkraft für Agrotourismus und Großhaushalte an einer Fachschule besuchen. Mit dem Berufsbildungsdiplom ist sie befähigt, den einjährigen Lehrgang im Fachbereich „Verwaltung, Handel, Tourismus und personenbezogene Dienstleistungen“ zu besuchen, und mit dem Anschluss erhält sie das staatlich anerkannte Abschlussdiplom der Oberstufe (Matura). Rosa erreicht die Höchstpunkteanzahl, d. h. 60 Kreditpunkte, die sie zu den bereits erworbenen Kreditpunkten dazuzählen kann. Der elterliche landwirtschaftliche Betrieb bietet eine gute Chance, neben der Produktion ein zweites Standbein aufzubauen. Rosa und ihre Familie entscheiden sich, am Betrieb einen sozialen Dienst für Seniorinnen und Senioren

aufzubauen. Aus diesem Grund besucht Rosa den berufsbegleitenden Lehrgang zur Ausbildung von „Anbieter/-innen für Senioren am Bauernhof oder bei Gastfamilien“ mit 120 Weiterbildungsstunden an einer Fachschule für Land- und Hauswirtschaft. Auch für diese berufliche Qualifikation erhält Rosa weitere Kreditpunkte. Bevor Rosa am elterlichen Betrieb ihre Tätigkeit aufnimmt, möchte sie im Ausland Erfahrungen sammeln und sich bei landwirtschaftlichen Betrieben bewerben, die „Senioren am Bauernhof“ als Dienstleistung anbieten. Um ihre Bewerbungschancen zu erhöhen, lässt sie ihre schulischen Kompetenzen, jene aus der Erwachsenenbildung und die am elterlichen Betrieb erworbene Qualifikationen und informellen Kompetenzen von der zuständigen Behörde zertifizieren. Auf diese Weise gewährleistet Rosa, dass ihre in Südtirol erworbene berufliche Qualifikation mit Ausbildungen im Ausland vergleichbar ist und umgekehrt. Durch die kompetenzorientierte Darstellung der Lernerfolge kann sich der/die Arbeitgeber/-in bereits über die Dokumentenanalyse einen guten Überblick über die Bewerberin verschaffen.

Dank der auf europäischer Ebene anerkannten methodischen Standards für die Kursentwicklung, wodurch in der Durchführung und im Bewertungsverfahren die Unterrichtsund Lernqualität besser gesichert werden können, erfahren nicht zuletzt Schulen und deren kompetenzorientiertes Aus- und Weiterbildungsangebot eine Aufwertung. In Zukunft soll ein staatsweites digital gestütztes Berufsverzeichnis (sogenanntes „repertorio delle competenze“) einen Überblick über alle formellen, nicht-formellen und informellen beruflichen Qualifikationen gewährleisten. Dies unterstützt einerseits die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Dadurch wird gegenseitiges Vertrauen in Bezug auf die Qualität der Bildungsangebote aufgebaut und Vorurteile werden abgebaut. Andererseits werden für Bürgerinnen und Bürger individuelle Lernwegen zur Erreichung einer angestrebten Qualifikation transparenter und die Mobilität in einem Europa der Regionen gefördert. Rosa wird am elterlichen Betrieb die Dienstleistung „Senioren am Bauernhof“ als Tagesangebot anbieten und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Dorfentwicklung. n

zertifizierte Berater im ländlichen Raum Drei Südtirolern ist es gelungen, das internationale CECRA-Zertifikat (= Certificate for European Consultants in Rural Areas) als Berater für den ländlichen Raum zu erlangen. CECRA ist ein Produkt der Internationalen Akademie land- und hauswirtschaftlicher Berater und Beraterinnen (IALB).

Wer hat es nicht selber in der Schule schon erlebt: Ein Lehrer ist fachlich sehr gut, ist aber einfach nicht in der Lage, sein Wissen weiterzugeben. Die Schüler und Schülerinnen hören irgendwann nicht mehr zu, der Lehrer ist frustriert, und keinem ist geholfen. So kann es auch in der Beratung sein. Der Berater/die Beraterin verfügt über einen hohen Wissensstand und kann fächerübergreifend Verbindungen herstellen, aber das Ergebnis der Beratung ist nicht zufriedenstellend, weil Berater und zu Beratende sich nicht verstehen und bestenfalls aneinander vorbeireden. Aber es geht auch anders: Der Berater besucht eine methodisch-didaktische Weiterbildung: Module über Kommunikation, über die Gestaltung von Beratungsprozessen, vertieft sein Moderations- und Besprechungs-

management oder andere Themen, die ihn im Beratungsalltag interessieren. Weiters besucht er andere Dienststellen, nimmt Einsicht in deren Arbeitsweise und knüpft Kontakte – und das europaweit. Am Ende dieser Kompetenzentwicklung steht der Erhalt der CECRA-Bescheinigung. Drei Südtiroler haben jetzt nach längerer berufsbegleitender Ausbildung diese Qualifizierung erhalten. Ulrike Buttazoni von der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Haslach, Lorenz Borghi von der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg und Georg Tschurtschenthaler, Mitarbeiter der Dienststelle Bergbauernberatung werden ab jetzt nicht nur fachlich umfangreiche und fächerübergreifende, sondern auch methodisch hochqualifizierte Ben ratung anbieten können. 

Ing. Ulrike Hermine Buttazoni und Georg Tschurtschenthaler (es fehlt Lorenz Borgi)


Per i pascoli della Toscana un viaggio di studio nella città del rinascimento

politische Bildung Frankenberger gesinnen in Bonn

Nei giorni dal 30 marzo al 5 aprile scorsi, la Scuola Professionale per l´Agricoltura e l´Economia Domestica di Teodone ha deciso d´intraprendere per i suoi studenti una nuova esperienza al fine di rendere più completa la loro istruzione ed educazione. Grazie all´organizzazione ed all´accompagnamento degli insegnanti Bernadette Mayr (Tedesco e storia) ed Herbert Caposassi (italiano) un gruppo di trentadue ragazzi e ragazze delle classi seconde ha avuto l´opportunità di trascorrere un´intera settimana di studio a Firenze. Scopo del viaggio è stato quello di far partecipare gli studenti ad un corso d´italiano ed immergerli in una realtà in cui praticare e migliorare le conoscenze di una lingua che la maggior parte di loro usa raramente. Se il nocciolo centrale del corso era costituito dalle quattro ore di lezione svolte al mattino, ad integrarle ci sono state le attività pomeridiane in cui è stata visitata questa meravigliosa città rinascimentale, ma anche Siena e Fiesole. In tal modo gli studenti hanno potuto ampliare un po´ le vedute delle loro giovani menti ed apprezzare anche le bellezze artistiche ed architettoniche tanto differenti dai paesaggi alpestri a cui sono abituati. Per placare un po´ la comprensibile nostalgia di panorami più bucolici, e venire incontro anche all´indirizzo scolastico scelto, è bastato fare visita ad una delle numerosissime aziende agricole che, nella famosa regione del Chianti, si fanno apprezzare in tutto il mondo per l´ottima qualità del vino e dell´olio che producono. In tale occasione non ci siamo fatti mancare un meritato rinfresco a base di pecorino e degli inimitabili salumi di maiale dalla cinta senese.

Qui finisce il resoconto standard che riguarda le attività svolte assieme. Per il resto del tempo possiamo dirvi che i ragazzi sono stati liberi di scoprire da soli cosa più li attirava di un affollato ambiente cittadino. In tal modo hanno potuto mettere alla prova il loro senso dell´orientamento, ma anche l´intraprendenza per chiedere un´informazione e la responsabilità di fare ritorno presso le loro famiglie ospitanti negli orari stabiliti. Perdersi, ritrovarsi, farsi una lunga strada a piedi prima di chiedere qual è l´autobus giusto da prendere. Tutte queste sono state piccole esperienze che siamo certi li abbiano aiutati a maturare un po´ ed a saper adattare il comportamento anche all´ambiente che li circonda. Forse non si sono dimostrati molto avvezzi a muoversi ordinatamente in gruppo per spazi più stretti di quelli a cui sono abituati, oppure a fare il giusto slalom fra il caos di una città strapiena di turisti. Beh, in questo caso vorrà dire che faremo tesoro dei piccoli atteggiamenti da correggere al momento di riorganizzare il viaggio del prossimo anno. Questo perché l´esperienza svolta ha di sicuro avuto molti aspetti positivi, non per ultimo quello di insegnare a gettare uno sguardo anche al di là dei confini del proprio territorio e scoprire che certi limiti esistono solo nella nostra mente. A tal fine ci ripromettiamo anche di richiedere alla scuola che ci ha ospitato, cosa che non è stata possibile quest´anno, la necessaria commistione dei ragazzi con persone di altre nazionalità giunte lì per imparare l´Italiano. In tal modo saremo certi che ognuno sfrutterà le proprie potenzialità, una volta tolto dalla mandria … ops, classe in cui è abituato a n stare. 

Die 3. Klasse der FS Frankenberg

13 Berufsbildung 22

La scolaresca di Teodone nella città di Dante

Die 3. Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Frankenberg in Tisens ist unter den Preisträgern des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung, an dem Südtiroler Schulen erstmals teilnahmen. Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) war beeindruckt: Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Frankenberg haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Achtung, Rechte Szene“ hat sie intensiv beschäftigt und zu großer Kreativität angespornt. Die Anstrengung wurde jetzt mit einem Preis belohnt: 250 Euro fließen in die Klassenkasse. Die Konkurrenz, gegen die sich die Frankenberger mit ihrem Beitrag durchsetzen konnten, war riesig. Fast 50.000 Jugendliche der 4. bis 11. Jahrgangsstufen aus Deutschland, Österreich und Südtirol haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2013 mitgemacht. 2.216 im Team erarbeitete Projektergebnisse wurden bewertet. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Neben dem Rechte-Szene-Thema hatten die Jugendlichen des 8. bis 11.Schuljahres weitere Aufgabenstellungen zur Auswahl: „Ab in den Knast! – Wie muss Strafe sein?“, „Brasilien ist mehr als Fußball!“, „Tag der Deutschen Einheit“, „Europa und wir“ und das freie Thema „Politik brandaktuell“. Der angesehene Schülerwettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck, er möchte wichtige Themen in die Schulen hineintragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrerinnen n und Lehrer unterstützen.


Panorama Berufsbildung 22

14

Didacta 2014

Zeitreise durch die Modegeschichte

Europas gröSSte Bildungsmesse

Themenwoche „frau kleidet sich“

Die Didacta 2014 fand zum achten Mal auf dem Messegelände in Stuttgart statt. Sie bietet umfangreiche Angebote rund um Bildung für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler. Neben dem Ausstellungsangebot erwartete die Besucher auch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm. Der Verband Bildung und Erziehung BadenWürttemberg e.V. (VBE) hatte auch dieses Mal wieder Schüler der Fachschule Laimburg eingeladen, am Messestand das Obst- und Weinbauland Südtirol vorzustellen und über die vielfältige Ausbildung an der Schule zu berichten. Die Schüler hatten sich im Obst- und Weinbauunterricht intensiv auf ihre Vorträge vorbereitet und überraschten die Zuhörer mit einer eindrucksvollen Wein- bzw. Apfelverkostung. Eine Werksbesichtigung des Automobilherstellers Mercedes Benz in Sindelfingen ermöglichte einen detaillierten Einblick in die faszinierende Welt der Fahrzeugproduktion und bei einem Besuch der Schönbuch Braumanufaktur konnten die Schüler hautnah erleben, wie Bier in Böblingen gebraut wird.  n

Im 20. Jahrhundert kann man heute sagen, gab es sehr viele große, modische Umwälzungen. Es ist das Jahrhundert mit völlig neuen modischen Silhouetten und einem neuen Bild der Geschlechter. Es brachte die bedeutendsten modischen Revolutionen hervor, wie z. B. die Hose für die Frau, den Verzicht auf das Korsett, den kurzen Rock und die Sportmode. In Zusammenarbeit mit dem Frauenmuseum Meran machte die Fachschule Haslach es sich zur Aufgabe, einen Einblick in die vergangenen Jahrzehnte der Modegeschichte und die damit verbundenen Frauenbilder und Frauenrollen, sowie in Entwicklungen der Haushaltstechnik im Wandel der Zeit zu geben. Start der Themenwoche bildete die Einweihung der Glastvitrine im Frauenmuseum Meran, gestaltet von Fachlehrerin Petra Dorigoni, zum Thema „Green Fashion“. Im Rahmen der Eröffnung fand auch der Vortrag „Green Fashion – ökologisch, recycled, gut“ statt. In den Vorträgen „Zeitreise durch die Modegeschichte des 20. Jahrhunderts“ und „Das Korsett – der eingeschnürte Leib“ wurde nä-

her auf das Thema eingegangen. Die Referentinnen Hannelore Schettler und Petra Dorigoni zeigten, dass die Mode nicht nur Eitelkeit ist, sondern unsere Gesellschaft prägt. Man sagt: „Mode ist das Spiegelbild der Gesellschaft“, und das stimmt auch. Durch die interessante Geschichte des Korsetts, welches die Frau seit Jahrtausenden prägt und einschnürt bis hin zur Befreiung desselben und die Zukunft der Mode hat man einen umfassenden Einblick in die chaotische Welt der n Mode und ihre vielen Facetten erhalten.

Foto: FS Haslach

Berlin bei Tag und Nacht Kortscher besuchen die deutsche Hauptstadt

Simon Goldner, Michael Puff und Philipp Federer beantworten Fragen der Zuhörer

Während der Weinverkostung (rechts: Gerhard Brand, Landesvorsitzender des VBE)

Bekanntlich heißt es: „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“. Leider trifft diese Weisheit auf uns – die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen Kortsch/Fürstenburg – und unsere Klassenfahrten nicht zu. Letztes Jahr versank Wien zu Ostern unter einer weihnachtlichen Schneedecke, heuer tat ein sibirischer Kälteeinbruch sein Bestes, um uns den Städtetrip zu vermiesen. Doch nichtsdestotrotz genossen wir vier Tage Berlin in vollen Zügen. Neben Museumsgang – wohl gemerkt, wir sahen die weltberühmte Büste der Nofretete, zwar etwas unscheinbarer und kleiner als erwartet, aber dennoch – Recycling-Werkstatt, Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, Grüner Woche und dem

Musical „Hinterm Horizont“ zählten nicht zuletzt die Ausflüge in die Shoppingmalls der Stadt und das Berliner Nachtleben, in das wir mehrmals ein wenig eintauchen durften, zu unseren Highlights. Auch zeitgeschichtliches Wissen kam in dieser so geschichtsträchtigen Stadt nicht zu kurz, spürten wir doch überall nicht nur während der Stadtrundfahrt sondern auch bei der Führung in die Berliner Unterwelten und im Reichstagsgebäude die „Zeit, die verging“. So ist diese Reise trotz Schnee und Kälte voll von Eindrücken und Erfahrungen gewesen, die wir alle nicht missen wollen und an die wir uns n noch lange gerne erinnern werden.

Fotos: FS Kortsch


Nachhaltig einkaufen Genussvolle Einkaufstasche: umweltfreundlich, fair und regional

pa-

Nachhaltig konsumieren kann und soll auch genussvoll sein, darin waren sich alle einig. Deshalb wurde der Workshop mit einer Verkostung von Schokolade aus fairem Handel abgeschlossen. Am Tag der offenen Tür, der am 15. März stattfand, haben die Gäste ebenfalls Produkte bewertet. Der nachhaltige Einkauf ist ein kleiner Schritt – aber viele kleine Schritte legen n einen langen Weg zurück.

Fotos: FS Neumarkt

Gemüsebautagung 2014 Gipfeltreffen der Gemüsebauern in Salern

Schwerpunkt der jährlich in Salern stattfindenden Gemüsebautagung war heuer die Vermarktung. Die Direktorin der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft, Juliane Gasser Pellegrini, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und unterstrich die Bedeutung dieser Fachtagung für den Erwerbsanbau. Markus Seppi von der Bergbauernberatung stellte die Fachgruppe Sonderkulturen vor. Dabei ging er auf den Werdegang der Fachgruppe, ihre Tätigkeiten und Projekte, sowie auf die Entwicklung des Gemüseanbaus in Südtirol ein. Anschließend begrüßte der Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Arnold Schuler, die Gäste und unterstrich die Bedeutung der Direktvermarktung in diesem Bereich. Regionales Gemüse habe in den Augen der Konsumenten einen hohen Stellenwert, erklärte der Landesrat, der die bisher geleistete Arbeit der Fachgruppe für Sonderkulturen lobte und sich für eine Vernetzung des Beratungsangebotes aussprach. Weitere Referenten waren Roland Zelger, Amtsdirektor im Versuchszentrum Laimburg, Markus Hauser, Leiter des Versuchsfeldes Eyrs, Harald und Christian Paris vom Mairinghof am Nördersberg bei Schlanders, Reinhard Ladurner, Geschäftsführer der Genossenschaft ALPE, sowie Stefan Rettner, Berater für Di-

rektvermarktung und Betriebsentwicklung. Sie berichteten unter anderem über Neuheiten im Pflanzenschutz, Ziele und Arten der Düngung, Erfahrungen im Biogemüseanbau, den Gemüseanbau und dessen genossenschaftliche Vermarktung im Vinschgau sowie über die wichtige Bedeutung der Produktpräsentation und Direktn vermarktung. 

Direktorin Juliane Gasser Pellegrini

Am 17. Februar 2014 ist in Rabland der ehemalige Direktor der Fachschule Fürstenburg, Dr. Herbert Pichler, im Alter von 83 Jahren verstorben. Herbert Pichler leitete die Geschicke der Fachschule von 1972 bis 1992. In seiner 20-jährigen Direktorentätigkeit erfolgte neben verschiedenen baulichen Instandhaltungsarbeiten an der Burg auch die Errichtung der Werkstätten neben dem schuleigenen Glashaus in unmittelbarer Nähe zur Burgeiser Pfarrkirche. Auch der dringend benötigte Einbau der Zentralheizung wurde unter seiner Führung vollzogen. Außerdem war Direktor Pichler sehr darum bemüht, den Bildungsstand der Auszubildenden auf einem Niveau zu halten, das es ihnen ermöglichte, nach ihrer Ausbildung an der Fachschule mit einer zeitgemäßen Befähigung ihren Beruf auszuüben. Nach seiner Pensionierung folgte Herbert Pichler immer wieder gerne den Einladungen seitens der Direktion und des Lehrkörpers. So nahm er regelmäßig an den Absolvententreffen und Abschlussfeiern der Schulgemeinschaft teil. Auch anlässlich der 60-Jahr-Feier der Fachschule im März vergangenen Jahres, ließ er es sich nicht nehmen und beehrte die Festgesellschaft mit seiner Anwesenheit. Die Schulgemeinschaft der Fürstenburg weiß die Arbeit und den Einsatz von Herbert Pichler für die Fachschule zu schätzen und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

15 Berufsbildung 22

In der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Neumarkt ist heuer das nachhaltige und genussvolle Einkaufen ein großes Thema. Die Schülerinnen beschäftigen sich eingehend mit dem Thema der Nachhaltigkeit. Bereits im Dezember gingen sie im Workshop „Genussvolle Einkauftasche“ der Frage nach, wie der alltägliche Einkauf umweltfreundlich, fair und regional ablaufen kann. Die „Genussvolle Einkaufstasche“, die als Projekt von der Landesumweltagentur in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale angeboten wurde, war ein Erlebnis für alle Sinne. Dabei ging es um die Bewertung der Produkte, die täglich gebraucht werden. Nur wenn die drei Bereiche öko, fair und regional beachtet werden, ist der Einkauf nachhaltig. Die Schülerinnen durften eine Reihe von Produkten selbst bewerten. Am Beispiel von Bananen wurde veranschaulicht, dass ein Produkt zwar fair und öko sein kann, aber dafür nicht regional. Jene Produkte, die keinem der drei Kriterien entsprechen, gehören nicht in die nachhaltige Einkaufstasche.

Herbert Pichler


Termine familienerlebnistage Fachschule Fachschule Fachschule Fachschule Fachschule Fachschule

Kortsch: Neumarkt: Salern: Haslach: Dietenheim: Frankenberg:

Samstag, 10. Mai, 14.30-18 Uhr Samstag, 17. Mai, 14-17.30 Uhr Samstag, 17. Mai, 14-18 Uhr Samstag, 17. Mai, 14.30-18 Uhr Samstag, 24. Mai, 14-18 Uhr Samstag, 24. Mai, 14-18 Uhr

ort Datum

ort Datum

ort Datum

ort Datum

ort Datum

ort Datum

AbendEinladung

Für Bezugspersonen der Praktikumsbetriebe Fachschule f. Hausw. und Ernährung Dietenheim Donnerstag, 15. Mai

ort Datum

Landwirtschaft und Tourismus Gemeinsames Projekt der Hotelfachschule Bruneck und der FS für Landwirtschaft Dietenheim Fachschule Dietenheim / Hotelfachschule Bruneck Di.-Do., 27.-29. Mai

Sommersporttag

eat art

Projekte mit dem Kunstforum Unterland Fachschule Neumarkt Samstag, 31. Mai

Kartoffelfest

Die FS Dietenheim präsentiert Wurzelgemüse ort Bruneck Datum Samstag, 13. September

bioherbstfest Fachschule Neumarkt Samstag, 27. September

ilias-Konferenz

EURAC (Bozen) Di.-Mi., 30. September - 1. Oktober

Erntedankfest Stand der FS Haslach Waltherplatz (Bozen) Samstag, 18. Oktober

Hotelmesse

Messestand der FS Haslach

ort Messe Bozen Datum Mo.-Do., 20.-23. Oktober

ort Datum

Fachschule Dietenheim Freitag, 30. Mai

Messestand der FS Neumarkt

ort Messe Bozen Datum Fr.-So., 19.-21. September

gesamttiroler Kulturtag

ort Fachschule Frankenberg Datum Mittwoch, 14. Mai

Messe „Kreativ“

Kräuterfestival Kurhaus (Meran) Samstag, 25. Oktober

Biolife & Nutrisan

Messestände der FS Salern und Haslach

ort Messe Bozen Datum Fr.-So., 7.-9. November

interpoma

Stand der FS Laimburg

ort Messe Bozen Datum Do.-Sa., 20.-21. November

Impressum: News 22 – Interne Informationsschrift. Erscheinungsweise: mehrmals pro Schuljahr Herausgeber: Autonome Provinz Bozen, Abteilung 22, Brennerstr. 6, I-39100 Bozen,

T 0471 41 50 60, land-hauswbildung@provinz.bz.it. Leitung und Koordination: dott. Martin Ebert.­ Redaktion: Monika Braunhofer, Dr. Barbara Defranceschi, Martina Ochsenreiter, Ida Kompatscher, Johanna Matzneller, Dr. Bernadette Mayr, Irmgard Mitterer, Dr. Andreas Paulmichl, Brigitte von Pföstl, Dr. Eva Thaler. Konzept: Flora & P ­ artner, ­Bozen. Design: dott. Martin Ebert. Druck: Tezzele by Esperia, Bozen. Papier: chlorfrei gebleicht und holzfrei.

Abteilung 22 - NEWS 22  

Top Thema im Mai: Meisterlich Fachschule Fürstenburg ist Austragungsort der 13. Europameisterschaft der Waldarbeiter Alles "Care" Tag der...

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you