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Spielfeld News

- Jubil채umsausgabe -

Sonderausgabe 90 Jahre FSC Lohfelden 1924 e.V. | November 2014

FSC LOHFELDEN e.V.

Zufrieden mit dem Erreichten und hoffnungsvoll in die Zukunft. www.fsc-lohfelden.de

Unsere Region. Unser Verein.


Sonderausgabe November 2014

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90 Jahre FSC Lohfelden


90 Jahre FSC Lohfelden

Sonderausgabe November 2014

Grußwort des Vorsitzenden Verehrte Gäste, liebe Fußballfreunde, voller Stolz blicken wir in diesen Tagen auf unsere 90-jährige Vereinsgeschichte zurück. Bei genauer Betrachtung der wechselvollen Historie bleiben vor allem die vielen positiven und freudigen Erlebnisse, wie der letzte Hessenliga-Aufstieg 2011, in Erinnerung. Aber auch die Menschen, die den Verein als Vorstandsmitglieder, Sponsoren, Spieler, Helfer und Fans auf diesem Weg begleite und geprägt haben, gehören dazu. Ihnen allen gelten unser Dank und unsere Gratulation zum Erreichten. Der FSC Lohfelden hat sich in den Jahren zu einem der führenden Vereine in der Region entwickelt. Mit der Gründung des FSC Lohfelden 1924 e. V. als eigenständiger Fußballverein und der parallelen Gründung des JFV Söhre Lohfelden/Söhrewald e. V. wurden im vergangenen Jahr zudem wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vollzogen.

Optimistisch geht der Blick daher nach vorn. Auch die Verpflichtung von Otmar Velte zu Saisonbeginn geht in diese Richtung. Ein engagierter und erfahrener Trainer, der den Lohfeldener Fußballfans im Zusammenspiel mit einem wachsenden Unterbau noch viel Freude bringen wird. Ich wünsche uns allen eine gelungene Jubiläumsveranstaltung und freue mich auf gemeinsame Erfolge und Begegnungen in unserem Nordhessenstadion.

Willi Becker 1. Vorsitzender

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90 Jahre FSC Lohfelden

Sonderausgabe November 2014

Grußwort des Landrates Grußwort zum 90-jährigen Jubiläum des FSC Lohfelden Der Fußballsportclub Lohfelden 1924 e. V. kann auf eine 90-jährige erfolgreiche regionale und überregionale Fußballgeschichte zurückblicken. Zu diesem Jubiläum gratuliere ich persönlich wie im Namen des Landkreises Kassel ganz herzlich. Das Gründungsjahr des FSC Lohfelden gehört zu den ruhmreichen des internationalen Fußballs: Im Rahmen der VIII. Olympischen Spiele 1924 in Paris fand das erste globale Fußballturnier der Welt statt. 22 Nationen nahmen teil, mit Uruguay zum ersten Mal ein südamerikanisches Land. So kam es, dass erstmals eine südamerikanische Mannschaft gegen ein europäisches und ein nordamerikanisches Team spielte. Es war zugleich die erste Sternstunde des Fußballs aus der Neuen Welt, Uruguay ging als Sieger hervor und gewann verdient die Goldmedaille. Ob all das die Gründungsväter des FSC Lohfelden beeindruckt hat, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit beantworten. Aber: Dank ihrer weisen Voraussicht können wir in dem Jahr, wo wir uns über den vierten Weltmeistertitel freuen dürfen, zugleich 90 Jahre FSC Lohfelden feiern. Vieles hat sich seit den Gründerjahren gewandelt. Das gilt für das Regelwerk – das passive Abseits wäre sicherlich auch in den Gründerjahren

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auf Begeisterung gestoßen – wie für die Struktur der Vereine. Heute scheinen hauptsächlich die finanziellen Möglichkeiten über die sportlichen Erfolge eines Vereins zu entscheiden. Ein 90-jähriges Jubiläum, noch dazu in einem erfolgreichen WM-Jahr, sollte auch Anlass dazu sein, sich wieder auf den Kern des Fußballspiels zu besinnen: Nur Fußball, der Spielern und Zuschauern gleichermaßen Freude macht, ist richtiger Fußball. Auf einem der vielen Sportplätze unserer Region kann man diesen Fußball häufiger am Sonntagnachmittag im Amateurbereich erleben als bei den Profis in den großen Stadien – vor allem fernab aller Proteste und Querelen. Der Fußballsportclub Lohfelden 1924 e. V. wird vielleicht nie „ganz oben mitmischen“ können, aber er bietet dafür allen Fußballenthusiasten vor Ort eine Heimat. Das hat im Zweifel einen viel größeren Wert, denn der Verein trägt zum Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und damit auch unserer Gesellschaft bei. Für dieses Engagement danke ich den Mitgliedern des FSC Lohfelden. Ich wünsche dem Fußballsportclub Lohfelden 1924 e.V. für die Zukunft sportlichen Erfolg und weiterhin viel Spaß am Fußball. Herzlichst Ihr

Uwe Schmidt Landrat des Landkreises Kassel


90 Jahre FSC Lohfelden

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Grußwort vom Hessischen Fußball-Verband Liebe Sport- und Fußballfreunde, der Hessische FußballVerband gratuliert dem Fußballsportclub Lohfelden 1924 herzlich zu seinem 90-jährigen Bestehen. FSC Lohfelden – 90 Jahre Kontinuität. So könnte man den 1. Fußballsportclub anlässlich des runden Jubiläums beschreiben, der seit nunmehr neun Jahrzehnten eine feste Größe im Fußballkreis Kassel ist. Denn der FSC bemüht sich seit jeher, seinen Mitgliedern neben einer sportlichen auch eine gesellige Heimat zu bieten, in der das Miteinander und die Gemeinschaft einen hohen Stellenwert genießen. Zugleich werden Traditionen gepflegt und viel Wert auf die Geschichte des Fußballsportclubs gelegt. Einst im Jahre 1924 als TSV Crumbach gegründet, hatte das runde Leder schon immer einen besonderen Stellenwert innerhalb des Vereins und so ist es nicht verwunderlich, dass derzeit neben zwei Seniorenmannschaften, einer AH sowie einer Frauen-Mannschaft auch sage und schreibe 12 Jugendmannschaften aktiv sind und auf Torejagd gehen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Verein den verschiedenen Bedürfnis-

sen seiner Mitglieder gerecht wird und vorausschauend arbeitet, was mich äußerst zuversichtlich stimmt, dass der FSC die Weichen für die nächsten Jahre gestellt hat und der Sportlandschaft in Nordhessen noch lange erhalten bleiben wird. Die wechselvolle Vereinsgeschichte zeigt aber auch, dass ein funktionierender Sportverein viele helfende Hände benötigt und vor allem im Kinder- und Jugendbereich auch Mitarbeiter mit pädagogischem Geschick und dem Willen, ehrenamtlich tätig zu werden. Der FSC Lohfelden kann sich glücklich schätzen, dass sich in den 90 Jahren stets Mitglieder fanden, die sich in den Dienst der Sache stellten. Denn nur durch den außergewöhnlichen Einsatz zahlreicher Ehrenämtler können sich Vereine beständig erneuern und ihrer sportlichen wie auch gesellschaftspolitischen Aufgabe nachkommen. Dafür meinen ganz besonderen Dank. Ich wünsche dem FSC Lohfelden 1924 für die vielfältigen Aufgaben der Zukunft alles Gute, viele sportliche Erfolge sowie einen harmonischen Verlauf der Jubiläumsfeierlichkeiten. HESSISCHER FUSSBALL-VERBAND

Rolf Hocke Präsident

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90 Jahre FSC Lohfelden

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Grußwort des Bürgermeisters Liebe Leserinnen und Leser dieser Festschrift, liebe Fußballgemeinde des FSC Lohfelden 1924 e. V., 90 Jahre FSC Lohfelden 1924 e. V.– solch ein Jubiläum ist nicht nur ein Freudentag für den Verein, sondern für die Gemeinde Lohfelden insgesamt. Daher übermittele ich dem FSC zum 90-jährigen Bestehen, auch im Namen der gemeindlichen Gremien, meine herzlichsten Grüße und Glückwünsche. Wenn man 90 Jahre alt geworden ist, hat man viel erlebt und eine Menge zu erzählen. Die vergangene Zeit war sicher mit vielen Höhen und Tiefen verbunden, aber immer waren es Jahre, in denen der Verein nicht nur seine aktiven Mitglieder, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern der heimischen Gemeinde Spaß und Freude am Fußball und an der Gemeinschaft vermitteln konnte.

Es gab und gibt nicht nur begabte Spielerinnen und Spieler auf dem Feld. Eine solch lange Geschichte wie die des FSC wäre ohne die Spielmacher im Hintergrund, ohne deren gemeinnütziges und ehrenamtliches Engagement, nicht denkbar. Mein Dank gilt daher vor allem auch den Vorstandsmitgliedern, den Trainerinnen und Trainern, den Betreuerinnen und Betreuern sowie den Eltern und Sponsoren. Sie alle bilden letztlich das Fundament des Vereins und somit auch das Gemeinwesen unserer Gemeinde. In diesem Sinne wünsche ich dem FSC Lohfelden auch in Zukunft neben dem sportlichen Erfolg Frauen und Männer, die sich im Dienste der Gemeinschaft persönlich einbringen möchten, sowie viel Freude und gutes Gelingen bei den anstehenden Jubiläums-Feierlichkeiten. Mit freundlichen Grüßen

Ihr Michael Reuter

Grußwort des Vorsitzenden FSK Lohfelden e.V. In sämtlichen Klassen sind Mannschaften gemeldet. Damit wird deutlich, welch hohen Stellenwert die Kinderund Jugendarbeit im FSC hat. Integration unserer Kinder mit Migrationshintergrund ist im FSC keine Worthülse, sondern gelebter Alltag. Dafür gilt den Jugendtrainern der besondere Dank der FSK Lohfelden. Im Namen der FSK Lohfelden bedanke ich mich ganz herzlich bei allen ehrenamtlich Tätigen, bei den Unterstützern und Sponsoren, bei den Mitgliedern und Fans, die, auch wenn es nach manchem Spiel schwierig ist wieder ins Stadion zu kommen, uns die Treue halten, und natürlich bei den großen und kleinen Fußballerinnen und Fußballern für die in 90 Jahren geleistete Arbeit. Liebe Freundinnen und Freunde des Fußballsports in Lohfelden, herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag des FSC Lohfelden! Der FSC Lohfelden 1924 e. V. kann auf eine gute und erfolgreiche Tradition im Fußballsport in Lohfelden zurückblicken. Auch wenn das in den Anfängen des Fußballsportes in Lohfelden nicht immer so war, sind seit vielen Jahren in Lohfelden die allerbesten Voraussetzungen für einen guten Fußballsport gegeben. Dafür gilt der Gemeindevertretung und dem Gemeindevorstand unser Dank. Der engagierte Vorstand des FSC schafft in bewährter Teamarbeit gute Bedingungen für einen geregelten Spielbetrieb. 6

Allen Ehrenamtlichen wünsche ich für die Zukunft alles Gute und Spaß an der Vereinsarbeit. Allen Damen- und Herrenmannschaften sowie allen Kinder- und Jugendmannschaften wünsche ich sportlichen Erfolg und möglichst wenig Verletzungen. Für die Freie Sport- und Kulturgemeinde Lohfelden

Bernd Hirdes 1. Vorsitzender


90 Jahre FSC Lohfelden

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Grußwort des Kreisfußballwartes Der FSC Lohfelden zählt zu den ältesten und größten Vereinen in der Region Kassel und hat es in bewundernswerter Weise verstanden, den Sport als ein wichtiges Betätigungsfeld für Jung und Alt zu erhalten und noch attraktiver zu gestalten. Der Einsatz aller daran Beteiligten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Diese beispielhafte Arbeit weiß man in Kassel und in der Region zu schätzen, was nicht zuletzt durch den Neubau der Tribüne mit Umkleideräumen zum Ausdruck kommt. 90 Jahre Fußballarbeit in Lohfelden sind gewiss Anlass genug, diesen Geburtstag angemessen zu feiern und sich dabei zugleich an die zurückliegenden 90 Jahre zu erinnern.

Stets war der FSC Lohfelden für Jung und Alt nicht nur eine sportliche Heimat, sondern auch eine Stätte der kulturellen Begegnung und des Zusammenhalts. Mein Dank gilt in gleicher Weise den vielen Aktiven, ihren Betreuern wie den treuen Anhängern vom FSC Lohfelden. Wenn es gelingt, Bewährtes fortzusetzen und gleichzeitig neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen zu sein, dann wird der erfolgreichen Arbeit in diesem Verein auch in Zukunft nichts entgegenstehen. Verbunden mit den Glückwünschen zum Jubiläum, die ich auch für den Hessischen Fußballverband ausspreche, darf ich mich für die bisher geleistete Arbeit herzlich bedanken. G. Schneider Kreisfußballwart

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90 Jahre FSC Lohfelden


90 Jahre FSC Lohfelden

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„Fan-Gedanken“ Andreas Fehr über seine Liebe zum Fußball, zum FSC und zur Heimat DAS AUSWÄRTSSPIEL VERÄNDERTE MEIN LEBEN Liebe Freunde des FSC, zwei Dinge möchte ich gleich zu Beginn sagen: Ich liebe den Fußball! Und ich liebe Lohfelden! Die Verbundenheit mit meiner Lohfeldener Heimat steht für mich seit meinen Jugendtagen im Mittelpunkt. Dabei spielt der FSC eine zentrale Rolle. Nie werde ich vergessen, wie es war, als mein Vater Heinz mich als damals Zwölfjährigen zum Auswärtsspiel nach Bad Arolsen mitnahm. Eher widerwillig ging ich mit. Dann passierte etwas, das mein weiteres Leben verändern und prägen sollte: Auf dem dortigen Kieselrot-Sportplatz gewann unsere Mannschaft knapp mit einem Tor Vorsprung. Keine Frage, es war ein glücklicher Sieg. Die Arolser Gastgeber machten in der Schlussphase viel Druck, so dass wir, allen voran Winfried Richter, die Bälle am Ende nur noch planlos aus dem Strafraum nach vorn oder in die umliegenden Gärten droschen – nach dem Motto „Hauptsache heraus aus der Gefahrenzone“. Bis dahin hatte mich der Fußball wenig interessiert. Doch mit dem Spiel änderte sich das. Die Begegnung hatte alles, was die faszinierende Sportart ausmacht: Kampf, Leidenschaft, Emotionen, Dynamik, Teamgeist – und schließlich einen glücklichen Sieger, bei dem Freude, Jubel und Euphorie schier grenzenlos zu sein schienen. Das ist jetzt fast 35 Jahre her, und doch rein gefühlsmäßig scheint es gestern oder vorgestern passiert zu sein. Das Tolle daran: Das erwähnte Spiel in Bad Arolsen markierte einen Wendepunkt. Es schlossen sich neun weitere Siege in Folge an. Als dann das erste Mal ein Spiel verloren ging, brach für mich geradezu eine Welt zusammen. Das zeigt, wie stark ich seither meiner Lieblingssportart emotional verbunden bin. Auf dem Platz sind alle gleich Gegenüber dem Fußball empfinde ich heute eine große Dankbarkeit. Er fegt schier unüberwindbar erscheinende Grenzen locker hinweg – etwa dann, wenn es um nationale Unterschiede geht. Auf dem Spielfeld sind alle Akteure gleich, egal ob ihre Heimat in der Türkei, Russland, Italien, Griechenland, Oberbayern oder in Lohfelden liegt. Alle sind Sportkameraden, die sich der gleichen Sache verschrieben haben. Erfolgreich sein können sie nur, wenn sich alle für das gleiche Ziel einsetzen, wenn jeder an seiner Position alles gibt – für die gemeinsame Sache.

Dieser Zusammenhalt ist zentral, ob man gewinnt oder verliert. Auch das hat mich geprägt. Es gilt, weder nach einer Niederlage im Boden zu versinken noch nach dem Sieg abzuheben. Meine Faszination für den Fußball und den FSC hat in den dreieinhalb Dekaden nicht nachgelassen. Im Gegenteil. Als ich im Alter von 18 Jahren den Führerschein in der Tasche hatte, begleitete ich das Team häufig zu Auswärtsspielen. Neben vielen aufregenden Begegnungen führte das dazu, dass ich viel in unserer nordhessischen Heimat herumkam und sie immer besser kennen lernte. Von Frank über Lakies und Reinbold zu Velte Was war das Highlight? Aus meiner Sicht setzte der Aufstieg 1993 in die Oberliga Hessen, in die damals höchste Amateurklasse, den sportlichen Glanzpunkt in der Geschichte unseres Clubs. Die HNA würdigte das Team damals zu Recht als Mannschaft des Jahres in der Region. Großen Anteil daran hatte zweifellos Trainer Baldwin Frank. Dankbar bin ich auch Gerhard Reinbold, der uns in der folgenden Saison tatkräftig half, die Klasse zu halten. So lange hält die Verbundenheit bereits, dass uns „Duce“ im vergangenen Jahr erneut half, nachdem Carsten Lakies den FSC zwischenzeitlich wieder in die Hessenliga zurückgeführt hat, den Weg aus dem sportlichen Tief zu finden. Apropos Trainer: Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Otmar Velte den richtigen Coach haben, der unsere Mannschaft in die Zukunft führt. Schon bei seinem vorherigen Verein hat er nach meiner Beobachtung mit den dortigen Spielern gute, kontinuierliche Arbeit geleistet. In der Hessenliga setzt er das jetzt auf seine engagierte Weise mit unseren Jungs fort – in der aus meiner Sicht zu uns passenden spielerischen Klasse, in der wir uns zu Hause fühlen können. In der Hessenliga fahren wir Niederlagen wie Erfolge ein. Das Entscheidende: Wir tragen sie gemeinsam. Denn unsere Jungs und unser Verein mit seiner wichtigen Jugendarbeit und seiner sozialen gesellschaftlichen Verpflichtung sind es wert, sich für sie einzusetzen. Davon bin ich überzeugt, und das werde ich deshalb auch in Zukunft so halten. Ich beglückwünsche unseren Verein herzlich zu seinem Jubiläum.

Ihr/Euer Andreas Fehr

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90 Jahre FSC Lohfelden

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Quelle: Jerome-Magazin Kassel


90 Jahre FSC Lohfelden

Sonderausgabe November 2014

Über unseren langjährigen Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. h.c. Heinz Fehr FUSSBALL KONNTE ER AUS DEM STAND Kaum ein anderer hat die Geschichte unseres Vereins so nachhaltig geprägt wie Prof. Dr. h. c. Heinz Fehr. Seine Liebe zum Lohfeldener Fußball entdeckte der langjährige Vorsitzende und spätere Ehrenvorsitzende, als er selbst aktiv war und die Stiefel für das Team vom Loh schnürte. Mit Leidenschaft hängte er sich im Training rein, gab in den Spielen alles für seine Elf – und feierte bei Erfolgen fröhlich mit. Doch der Jugendliche erkannte recht bald, dass seine echten Stärken auf anderen Feldern lagen als auf dem grünen Rasen – etwa in seinen später überaus erfolgreichen beruflichen Aktivitäten. So übernahm Fehr bereits im Alter von 16 Jahren die Aufgabe des Protokollführers. Es folgten weitere Funktionen, bis der Nordhesse schließlich als Vorsitzender mit viel Einsatz und Leidenschaft seinen Verein leitete. Nach seiner aktiven Zeit blieb Fehr dem Club bis zum Ende seiner Tage als Ehrenvorsitzender verbunden. Prof. Dr. h. c. Heinz Fehr 1935 - 2009 FSC-Ehrenvorsitzender KSV-Ehrenmitglied

Trotz seines vorgerückten Alters und mancher gesundheitlicher Probleme empfand er sein Engagement nicht als belastend. „Wenn Journalisten anriefen und ihn nach seinen Eindrücken und Einschätzungen befragten, dann war er in seinem Element. Zum Fußball konnte Vater stets aus dem Stand etwas sagen. Hier war er immer up to date!“, berichtet Sohn Andreas. Nahe dran an der Mannschaft Ein Blick zurück in die jungen Tage des Lohfeldeners: Den Ehrgeiz, mit dem Heinz Fehr sein Entsorgungsunternehmen führte, brachte er auch bei seinem Engagement für den FSC ein. Eine besondere Herausforderung sah er darin, dass die Entwicklungen auf dem Platz, allem intensiven Einsatz und akribischer Vorbereitung zum Trotz, immer ein unwägbares, unplanbares, unberechenbares, unkalkulierbares Element haben. Darin unterscheiden sich berufliche und unternehmerische Entscheidungen – getreu dem Motto: Wenn das schier Unmögliche plötzlich möglich wird... Gerade das ist häufig das Reizvolle an dem Sport. „Die Überraschungen sind das Salz in der Suppe. Sie faszinierten unseren Vater ganz besonders“, erinnert sich Andreas Fehrs Bruder Michael. Seinen Emotionen ließ Heinz Fehr am Spielfeldrand mitunter freien Lauf. Er konnte sich freuen wie ein kleiner Junge, aber auch Dampf ablassen, fluchen und schimpfen wie ein Rohrspatz. Egal wie die Partie verlief, der Funktionär war und blieb nahe dran an seiner Mannschaft. Dabei genoss und schätzte er den Respekt seiner Kicker, aber auch den jugendlichen Elan, mit dem sich seine Jungs auf dem Rasen einsetzten. Gegenüber den Spielern schlüpfte diese Person mit dem großen Charisma oft genug in eine Art Vaterrolle. Hatte einer von ihnen eine wichtige Frage auf dem Herzen oder suchte Rat, so ließ sich Heinz Fehr nicht zweimal bitten. Manchem verschaffte er gar zu einer beruflichen Aufgabe in seinem Unternehmen. So war Udo Görke als damals 16-Jähriger der erste Auszubildende im Entsorgungsunternehmen. Der Stift bedankte sich auf seine Weise: Im Alter von 18 Lenzen avancierte Görke zum Torhüter der Ersten Mannschaft und bildete eine wertvolle Stütze der Elf.

Auch abseits des Rasens machte sich Fehr für seine Mannschaft stark. Etwa dann, wenn zu einem wichtigen Datum die Spielberechtigung für einen Kicker noch nicht vorlag. Dann nutzte der Umtriebige seine vielfältigen Kontakte zum Verband und besorgte die angestrebten Papiere im Handumdrehen. Mit sämtlichen Sinnen dabei Eines vermied Heinz Fehr Zeit seines Lebens – und sein Sohn Andreas nahm sich ein Beispiel daran: Nie versuchte er, einem seiner Trainer ins Handwerk zu pfuschen, also beispielsweise Einfluss auf die Mannschaftsaufstellung zu nehmen. So emotional er während des Spiels sein konnte, so konsequent hielt Fehr sich aus den unmittelbaren sportlichen Angelegenheiten heraus. An der Seitenlinie fieberte Heinz Fehr mit seiner Elf ebenso mit wie nach Spielschluss. Gerade wenn es um den Ab- oder Aufstieg ging, setzte sich der energische Mann zu Hause an den Schreibtisch und rechnete die verschiedensten Optionen durch. Wie mussten die verbleibenden Spiele verlaufen, damit sich die Klasse halten ließ bzw. die notwendigen Punkte für den Durchmarsch in die nächst höhere Liga zu packen war? Wie würden sich welche Ergebnisse auf den weiteren Tabellenstand auswirken? Diese und ähnliche Fragen spielte der Unternehmer akribisch in nahezu allen denkbaren Varianten durch. Kaum eine Option gab es, die er nicht in Betracht gezogen hätte. Heinz-Fehr-Pokal an Rolf Hocke Das ehrende Gedenken an unseren langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden lebt heute im Heinz-Fehr-Pokal fort. Die Initiative dazu ging nach dessen Tod am 8. Dezember 2009 vom damaligen Vorstandschef des KSV Hessen Kassel aus. Im folgenden Januar wandte sich Jens Rose an Andreas Fehr und schlug vor, einen entsprechenden Preis ins Leben zu rufen. Da der Verstorbene sowohl Ehrenmitglied des Kasseler Traditionsclubs als auch Ehrenvorsitzender unseres Vereins gewesen war, lag es aus Roses Sicht nahe, dessen Namen für eine Auszeichnung in Nordhessen zu verwenden. Heinz Fehr hatte sich immer ehrenamtlich engagiert und für die Belange der Region eingesetzt. Beide Aspekte sind heute wichtig, wenn passende Kandidaten gesucht werden, die mit der Auszeichnung bedacht werden sollen. Hinzu kommen zwei weitere Punkte: Dass der Geehrte einen Bezug zum Fußball haben und in Sachen Fairness ein Vorbild sein soll. „Das ist uns bislang immer gelungen“, erklärt Andreas Fehr stolz. 2014 wurde der Heinz-Fehr-Pokal zum fünften Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger waren der Vellmarer Aktive Benjamin Menne – Organisator von Freizeitturnieren für den guten Zweck, Wattenbachs langjähriger Trainer Lothar Alexi – im nordhessischen Fußballsport bekannt für Kontinuität und Zuverlässigkeit, Lohfeldens Stürmertalent Tim Würfel, der erfolgreich seine Krebserkrankung überwand – engagiert auf dem Gebiet der Krebsvorsorge – und das Duo Uwe Bein – früherer Weltmeister, sowie Herbert Appel – Sponsoring-Verantwortlicher der SparkassenVersicherung. Sie fördern in der Region den Fußballnachwuchs mit ihrer Fußballschule. Diesmal ging die Auszeichnung an den vielseitigen Top-Funktionär des Hessischen Fußball-Verbandes bzw. Deutschen Fußballbundes, Rolf Hocke, der sich durch sein überregionales Wirken für den Fußballsport einsetzt und unsere nordhessische Region dabei nicht aus den Augen verliert. Zweifellos fiel die Wahl in Heinz Fehrs Sinne aus. Beim traditionellen Freundschaftsspiel zwischen dem KSV und dem FSC waren dessen Präsenz und Sportsgeist geradezu mit Händen zu greifen. 

Rainer Lomen 11


90 Jahre FSC Lohfelden

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90 Jahre Fußball in Lohfelden Entstehung des Fußballs in Lohfelden Mit der Heimkehr der ersten Kriegsgefangenen im Jahr 1918 wurden auch in Ochshausen und Crumbach die ersten Fußballspiele ausgetragen. Auf Wiesen und Feldern wurden kurzerhand Stangen in den Boden gerammt, über die dann ein Strick oder ein Seil gezogen wurde. Damit waren die Tore fertig gestellt und mit einem geschnürten Ball konnte das Fußballspiel beginnen. Neben dem Ball war auch die Ausrüstung der Spieler mehr als Notbehelf anzusehen. So wurde in Straßenschuhen und langen Hosen gespielt. Der Fußball besaß in dieser Zeit noch nicht den Zuspruch, wie er ihn heute erfährt, so dass es nicht selten vorkam, dass die Kicker entweder von Bauern oder der Staatsgewalt von ihren selbst errichteten Spielfeldern vertrieben wurden. Nach harten Auseinandersetzungen und zähen Diskussionen während der Aufbaujahre wurden schließlich im Jahr 1924 die ersten Fußballsparten in beiden Turnvereinen Crumbach und Ochshausen gebildet. Nun endlich wurden den Fußballern von der Gemeinde die notwendigen Wiesen zur Verfügung gestellt.

ze Meisterschaften ausgetragen werden. In den Jahren 1928-1930 wurde der neue Sportplatz in Ochshausen gebaut. Aufgrund der verbesserten Rahmenbedingungen schafften die Mannschaften aus Crumbach und Ochshausen endlich den Aufstieg zur Sonderklasse. Dies war seinerzeit die höchste Spielklasse im Arbeiter- und Sportbund. Im März 1933 wurden die Arbeitersportvereine von den Nationalsozialisten aufgelöst. Die Nazis beschlagnahmten vorhandenes Vermögen und zerstörten sämtliche Tore und Sportgeräte. Die Machtübernahme führte dazu, dass alle Vereine in einem Sportbund zusammengeschlossen wurden. Mit Beginn des 2. Weltkrieges im Jahr 1939 wurden die ersten Spieler aus den beiden Abteilungen eingezogen. Diese zwangsweise Reduzierung der Mannschaften verlangte von uns viele Opfer und Anstrengungen, um den Mannschaften und den Anhängern ihren geliebten Fußballsport erhalten zu können.

Um ein Spiel austragen zu können, mussten die Tore stets vor Spielbeginn vom Vereinslokal oder einer Scheune bis zum Hammelsberg oder zum Flugplatz getragen werden. Konnte dann endlich gespielt werden, mussten die Spieler oftmals das Spiel für mehrere Minuten unterbrechen, um den einzigen Ball notdürftig zu flicken. Nicht selten mussten bei größeren Schäden Spiele gänzlich abgebrochen werden. Dennoch zeichneten sich die Väter des FSC Lohfelden durch ihre Beharrlichkeit und Willenskraft aus. Sie verloren nie die Liebe zum Fußballsport - sie waren echte Amateure. Die Situation verbesserte sich stetig und es konnten die ersten Spielrunden begonnen und schließlich gan-

1. Mannschaft Ochshausen 1930 12

1. Mannschaft Crumbach 1932


90 Jahre FSC Lohfelden

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Spielbetrieb in den Nachkriegsjahren Unmittelbar nach Kriegsende wurde auf dem Sportplatz in Ochshausen wieder Fußball gespielt. Dem Statistiker Willi Heinbücher glaubend, war es nachweislich das erste hessische Fußballspiel der Nachkriegszeit. Noch während des Spiels kam das, was kommen musste: Kurz nach der Halbzeit wurde es von der amerikanischen Militärpolizei abgebrochen, weil derartige Menschenansammlungen damals noch verboten waren. Nachdem am 14. Oktober 1945 die Freie Sport- und Kulturgemeinde Lohfelden e. V. als Nachfolger der beiden Vereine gegründet worden war, erfolgte im Jahr 1946 der Zusammenschluss der Fußballer aus Crumbach und Ochshausen. Dies bewirkte einen steilen sportlichen Aufstieg. Nun wurde nicht nur innerhalb der Gemeindegrenzen Fußball gespielt. Es mussten jetzt aber auch weitere Wegstrecken überwunden werden. Für die auszutragenden Meisterschaftsspiele in Wanfried, Eschwege, Witzenhausen, Großenritte und Homberg bekamen wir vom amerikanischen Kommandanten in Werk II in Waldau - mit dem uns mittlerweile eine tiefe Freundschaft verband - einen Geländewagen mit Bänken zur Verfügung gestellt. Alle übrigen Anreisen in das nähere Umland wurden mit Fahrrädern absolviert. Nicht selten waren es ganze Tagesreisen, auf denen die Spieler ihre Marschverpflegung gemeinsam mit der Sportausrüstung im Rucksack verstauten. 1953 gründete ein Teil der Aktiven einen eigenständigen Fußballverein, den 1. FC 1924 Lohfelden. Erst 1961 kam es wieder zur Vereinigung der beiden Vereine unter dem Dach FSK Lohfelden. Der Meisterschaft in der A-Klasse folgten der Aufstieg und die Meisterschaft in der Bezirksklasse. Im Jahr 1956

wurde die Mannschaft Bezirksgruppenmeister der 2. Amateurliga. Das entscheidende Spiel wurde seinerzeit unter den Augen von 4000 begeisterten Zuschauern beim Spielverein 06 Kassel ausgetragen. Da durch diese Meisterschaft ein echter Gegenpol zur Metropole Kassel gebildet werden konnte, setzten auch in der Folgezeit die ersten Spielerabwerbungen ein. Doch auch diese Verluste konnten wir durch beispielhafte Jugendarbeit ausgleichen. Bester Beweis für die vorbildliche Jugendarbeit des Vereins war der Bezirksmeistertitel der A-Jugend in der Saison 1956/1957. Durch diesen Erfolg waren erstmals die beiden Kasseler Vereine KSV Hessen Kassel und CSC 03 Kassel gegen einen Verein des Landkreises unterlegen. Wenn auch in den folgenden Jahren nennenswerte Meisterschaften ausblieben, so war unser Verein in Nordhessen seither ein anerkannter Faktor in Sachen Fußball.

Spielerpass Karl Sturm 1953

1. Mannschaft 1949 13


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90 Jahre FSC Lohfelden

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90 Jahre Fußball in Lohfelden Ab jetzt im Nordhessen-Stadion Im Jahr 1959 konnte wir uns über die Einweihung des neuen Nordhessenstadions freuen, das auch heute noch unsere Spielstätte ist. In der Spielserie 1971/72 klopfte unsere Elf erstmals an der Tür zur Oberliga. Die damalige Mannschaft verspielte dann aber etwas leichtsinnig diese große Chance und scheiterte an dem sehr starken KSV Baunatal. Nach einem Jahr Abstinenz in der Landesliga konnte die erste Mannschaft im Jahr 1981 den vorausgegangenen Abstieg wieder gutmachen und erneut in die Landesliga aufsteigen. Doch der Aufenthalt in der zweithöchsten Amateurklasse dauerte nur eine Saison, zu stark waren die Gegner. In der Folgezeit spielte der FSC Lohfelden in der Bezirksliga. 1985 gelang dem Verein dann noch die Meisterschaft in der Bezirksliga Kassel Gruppe 2. Verbunden damit war der Aufstieg in die Landesliga Nord. Allerdings konnte diese Klasse nicht gehalten werden und nach nur einer Spielzeit ging es wieder zurück in die Bezirksliga. Mit diesem Abstieg war ein kompletter Neuanfang innerhalb der Mannschaft verbunden. Mit Baldwin Frank konnte ein neuer Trainer gewonnen werden, der es verstand, die Mannschaft neu aufzubauen und voranzubringen. Letztlich wurde die Saison 1989/90 als Meister der Bezirksliga Kassel verbunden mit dem Landesliga-Aufstieg abgeschlossen. Von nun an erfuhr der FSC eine erfolgreiche Entwicklung. Diese Kontinuität führte dazu, dass unsere Mannschaft bereits mit Abschluss der Serie 1992/93 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern konnte – den Aufstieg in die Oberliga Hessen. Belohnt wurde dieser Erfolg mit der Wahl der nordhessischen Sportjournalisten zur „Mannschaft des Jahres“. Mit dieser Ehrung wurde vor allen das hohe Maß an Taktik, Spielwitz und technischem Niveau innerhalb des Kaders honoriert.

dieser Zeit waren zweifelsfrei die Spiele gegen den FSV Frankfurt oder auch gegen Borussia Fulda. Diese Spiele wurden von mehr als 2000 Zuschauern besucht. Gegen den SV Wehen füllten sogar knapp 4000 Zuschauer das Nordhessenstadion. Jetzt zeigt auch das hessische Fernsehen Interesse an unserem Verein. Durch entsprechende Berichte in den Medien wurde FSC Lohfelden nun landesweit bekannt. Besonders der 1:0-Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer SV Wehen bleibt unvergessen. Aber nicht nur die Spiele gegen diese Vereine brachten Spannung in die Sportgemeinde Lohfelden, auch die Tatsache, dass wir uns nun mit dem großen Nachbarn KSV Hessen Kassel in derselben Liga messen konnten. Dies war seinerzeit ein Novum und stellte für viele nordhessische Fußballanhänger die Fußballwelt auf den Kopf. Das damalige Derby im Oktober 1993 im Nordhessen-Stadion endete 1:1 unentschieden. Dennoch war der Abstiegskampf sehr aufreibend und kräftezehrend. Viele Spiele wurden sehr knapp verloren. Dieser Umstand ging auch an unserem Trainer Frank nicht ohne Folgen vorüber. Er entschied sich im November 1993 dafür, von seinem Traineramt zurückzutreten. Mit Gerhard Reinbold fand sich schließlich ein Mann, der die Oberliga sehr gut kannte. Er verstand es, noch während der Winterpause das Selbstvertrauen der Spieler wieder aufzubauen. Zum Abschluss dieser harten Saison hatten wir es geschafft, der Klassenerhalt war gesichert. Dies war umso erfreulicher, als im Jahr 1994 der FSC Lohfelden sein 70-jähriges Jubiläum feiern konnte. Dieses Ereignis sowie der sportliche Erfolg wurden mit einem Leckerbissen belohnt. Noch im Mai 1994 spielte unsere Mannschaft mit Unterstützung einiger nahmhafter Spielerpersönlichkeiten aus Nordhessen gegen den damaligen deutschen Pokalsieger SV Werder Bremen.

Unsere erste Oberliga-Hessen-Saison war gleichzeitig die letzte dieser Klasse. Im Folgejahr wurden die Regionalligen auf Bundesebene eingeführt. Aus diesem Grund hatten viele renommierte Oberligavereine ihre Etats erhöht, um im Kampf um das Erreichen dieser neuen Liga erfolgreich zu sein. Die Marschroute war klar definiert - Klassenerhalt. Bedenkt man, dass wir gegen Vereine wie Offenbacher Kickers, Darmstadt 98 und den FSV Frankfurt zu spielen hatten, so war das Erreichen dieser Vorgaben eine große Leistung. Nicht selten waren diese namhaften Traditionsvereine bereits am Vortag angereist, um sich intensiv auf das Spiel vorzubereiten. Highlights 15


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90 Jahre Fußball in Lohfelden Ligazugehörigkeit und sportliche Erfolge bis 2014 Seit vielen Jahren ist der FSC Lohfelden fester Bestandteil des hessischen Fußball-Oberhauses. Zwar ereilte den FSC in den vergangenen 15 Jahren insgesamt drei Mal der Abstieg, doch erholte man sich von diesen Rückschlägen und steht derzeit im vierten Jahr hintereinander in Hessens höchster Amateurspielklasse. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Hessen (damals noch die 4. Liga) im Jahr 2001 strebte man in Lohfelden den direkten Wiederaufstieg an. Einfach sollte dies - insbesondere in der Rückrunde - nicht werden, war der Hauptkonkurrent doch immerhin der KSV Hessen Kassel. Dem FSC Lohfelden blieb zwar nur Platz 2, doch für den Aufstieg in die Oberliga sollte dies reichen. Während die Nachbarn aus dem Auestadion eine Liga höher auf Anhieb Vizemeister wurden, war den Lohfeldenern weniger Glück vergönnt. Als Tabellenvorletzter folgte der direkte Wiederabstieg in die Landesliga. Die folgenden vier Jahre, von 2003 bis 2007, gehörte Lohfelden stets zur Spitzengruppe der Landesliga Nord. Doch die Plätze 3, 4 und abermals 3 reichten nicht für die Rückkehr in die Oberliga. Insbesondere in der Spielzeit 2005/06 war es überaus knapp. Die Lohfeldener stellten mit 81 erzielten Treffern die torgefährlichste Mannschaft, doch brachten ihnen diese „nur“ 63 Punkte ein. Die oberen beiden Tabellenplätze belegten damals Borussia Fulda und der Hünfelder SV mit jeweils 67 Zählern. In der folgenden Saison sollte es dann aber endlich soweit sein. Der FSC Lohfelden dominierte die Liga, verlor lediglich zwei Partien und sicherte sich am Ende mit 82 Punkten (17 Punkte Vorsprung auf den TSV Lehnerz) und 121:34 Toren die Meisterschaft und damit auch den Aufstieg in die Hessenliga. Mit der Rückkehr in Hessens höchste Spielklasse sorgte Lohfelden auch für ein paar Schlagzeilen der besonderen Art. Vom VfL Kassel verpflichtet man damals Mittelfeldspieler Harez Habib und aus der Reserve des SC Paderborn stieß Rechtsverteidiger Yusuf Barak zum FSC. Beide stammen gebürtig aus Kabul und feierten im Oktober 2007 ihr Debüt für die afghanische Nationalmannschaft. Auch wenn beide Fußballer den Verein nach nur einem Jahr bereits wieder verließen, bleibt die Tatsache, dass der FSC Lohfelden aktive Nationalspieler in seinem Kader hatte, doch 16

ein Highlight in der Vereins-Chronik. Als Aufsteiger in die Hessenliga gab es für die Lohfeldener zunächst nur ein Ziel: Klassenerhalt. Diesen erreichte der FSC in der Saison 2007/08 mit Rang 14. In der Folge griff jedoch die alte Fußballerweisheit „Das zweite Jahr ist immer das schwerste!“ und so stieg der FSC im Jahr darauf als Tabellenletzter in die (nun umbenannte) Verbandsliga ab. Die Spielzeit 2009/10 musste zur Neuorientierung herhalten. Mit 62 erzielten Toren präsentierten sich die Lohfeldener zwar offensivstark, doch leider auch anfällig in der Abwehr. Besondere Unterstützung im Abstiegskampf bekam der FSC in dieser Spielzeit durch Matthias Hamann. Nach Beendigung seiner Trainertätigkeit beim KSV Hessen Kassel unterstützte der lizensierte Übungsleiter auf Bitten von Willi Becker und Andreas Fehr den FSC im Kampf um den Klassenerhalt - und das mit Erfolg. Am Ende stand der rettende 14. Tabellenplatz zu Buche. In der Saison 2010/11 nahm der FSC erneut Anlauf zur Rückkehr in die Hessenliga. Schärfster Konkurrent sollte abermals der KSV Hessen Kassel sein - diesmal jedoch das Reserve-Team der Löwen. Beide Mannschaften boten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel und standen nach dem letzten Spieltag punktgleich mit jeweils 78 Zählern da. Den Ausschlag beim Kampf um die Meisterschaft gab daher die Tordifferenz. Mit noch höheren Siegen als der Gegner wiesen die Lohfeldener ein Torverhältnis von 93:36 (+57) auf, die Kasseler kamen hingegen „nur“ auf 99:45 (+54). Dieser Triumph brachte Lohfelden den Aufstieg in die Hessenliga, wo man sich seitdem etablieren konnte. Im Schlussspurt des Aufstiegs-Rennens verpflichtete der FSC mit dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Carsten Lakies zudem einen Trainer, der den Lohfeldenern in den folgenden


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Jahren eine erfolgreiche Zeit bringen sollte. Torschützenkönig jener Verbandsliga-Saison wurde der Lohfeldener Stürmer Jörg Odensaß mit 36 Treffern. Auf Platz 2 folgte ein junger Offensivspieler des TSV/FC Korbach, René Huneck. Den 33-fachen Torschützen, der in den Jugendabteilungen von Borussia Mönchengladbach und des SC Paderborn ausgebildet wurde, nahm man denn auch sogleich unter Vertrag und mit in Hessens FußballOberhaus. Auch wenn es seit der Rückkehr in die Hessenliga 2011 ab und zu mal ein wenig holprig zuging, so schloss der FSC Lohfelden doch jede Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz ab. Gleich in der ersten Spielzeit meldete man sich unter anderem mit Siegen über die Nachbarn KSV Baunatal und OSC Vellmar zurück. René Huneck wurde mit 27 Treffern auf Anhieb Torschützenkönig der Hessenliga. Nach Rang 9 in der Comeback-Saison folgten in den nächsten Jahren die Plätze 6 und wieder 9. Besonders gern spielte man in Lohfelden dabei gegen den SV Buchonia Flieden, gegen den man in nun sieben Partien seit 2011 nicht verlor. Stürmer René Huneck erwies sich als echter Glücksgriff für den FSC Lohfelden. In den ersten drei Jahren absolvierte er 101 LigaSpiele und erzielte dabei beeindruckende 65 Tore. In der Saison 2013/14 durchliefen die Lohfeldener ein Leistungstief, in dessen Konsequenz Trainer Carsten Lakies zunächst durch Thomas Bartel und dann durch „Duce“ Reinbold abgelöst wurde. Neben der Hessenliga präsentierte sich der FSC Lohfelden in den vergangenen Jahren auch in Pokal-Wettbewerben als ernstzunehmender Gegner. Im Kasseler Kreispokal liefert man sich jedes Jahr aufs Neue ein Titel-Duell mit dem OSC Vellmar, im Hessenpokal war zuletzt gegen Drittliga-Spitzenreiter SV Wehen Wiesbaden Endstation.

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90 Jahre Fußball in Lohfelden

FSC Lohfelden - Frauenfußball Frauenfußball hatte in Lohfelden eine bemerkenswerte Tradition. Dies ist besonders dem Engagement von Waltraud Schmidt zu verdanken. Nachdem der DFB in den siebziger Jahren den Frauenfußball wieder eingeführt hatte, wurden dank der damaligen zweiten Abteilungsleiterin sowie des damaligen Abteilungsleiters Willi Rohde die entsprechenden Weichen gestellt. So begann der FSC bereits im Jahr 1973 mit dem Frauenfußball, wenn auch zunächst in bescheidenem Umfang. In den nachfolgenden Jahren konnten großartige Erfolge gefeiert werden. Neben dem langjährigen Mitwirken unserer ersten Frauenmannschaft innerhalb der Landesliga und in der Spielzeit 1984/85 sogar in der Oberliga sind auch die Berufung und die Integration unserer ehemaligen Mitglieder Birgit Austermühl und Martina Müller in die deutsche Nationalmannschaft hervorzuheben. Es wurden zahlreiche Meisterschaften gewonnen, auf dem Feld sowie in der Halle. Wir wurden mehrmals Pokalsieger auf Kreis- und Bezirksebene. Die achtziger Jahre waren eine großartige Zeit für den Frauenfußball in Lohfelden. Frauenfußball hatte zwar nie die Bedeutung wie der Männerfußball, war aber über die Grenzen unseres Ortes besonders in fußballerischen Fachkreisen sehr geschätzt. Dieser beachtliche Stellenwert veranlasste den hessischen Fußballverband gemeinsam mit dem Hessischen Kultusminis-terium im Jahr 1985 einen zweijährigen Modellversuch „Mädchenfußball“ in Lohfelden zu starten. Unter Berücksichtigung verschiedenster Aspekte fand dieses Projekt in Lohfelden und in Hofgeismar statt. Hier waren der FSC und die Söhreschule federführend. Die wissenschaftliche Begleitung oblag der Gesamthochschule und heutigen Universität Kassel. Ausschlaggebend dafür war der herausragende Einsatz von Waltraud Schmidt als Mitglied sowohl des FSC als auch des Verbandsjugendausschusses des HFV. Nach Abschluss dieses Schulprojektes haben einige der Mädchen ihre Fußballkenntnisse im Frauenfußball in Lohfelden weiter umgesetzt und trainiert.

Mitte der neunziger Jahre ließ das Interesse aus unterschiedlichsten Gründen nach. In der Spielzeit 1997/98 wurde die Damenmannschaft zurückgezogen und der Frauenfußball fiel in einen längeren Dornröschenschlaf. Ab dem Jahr 2000 ging es aber wieder bergauf. Die Saison 2005/2006 begann mit einem regelrechten Ansturm, so dass wir unsere erste Mädchenmannschaft melden konnten. Besonders erfolgreich waren unsere Mädchen in der Saison 2006/2007. Hier gingen gleich alle Titel der Saison an den FSC, die Bezirksmeisterschaft auf dem Feld und in der Halle. Weitere zwei Jahre später nahmen bereits 2 C-, eine Bund eine Frauenmannschaft am Spielbetrieb teil. Nach Abschluss der zurückliegenden Saison ist auch der Mädchenfußball in Lohfelden wieder zum Erliegen gekommen. Glücklicherweise konnten wir zur aktuellen Runde die BMädchen in unsere Frauenmannschaft überführen, dieses Team spielt derzeit in der Frauen-A-Liga Kassel. 

Michael Diehl

FSC Lohfelden - Unsere Altherren Im Frühjahr 2011 entschloss sich eine Handvoll Spieler, die Alte Herren des FSC Lohfelden wieder aufleben zu lassen. Und dieses Vorhaben war von Erfolg gekrönt. Ein ungewisser Start schreckte damals kaum jemanden ab, auch nicht, als es zunächst Niederlage auf Niederlage hagelte und somit diese erste Saison mit der roten Laterne abgeschlossen wurde. Was dann folgte, wagten selbst die Optimistischsten unter den Optimisten nicht zu glauben. Die Saison 2012/13, die zweite Saison nach dem Neuanfang, sollte für Aufsehen sorgen. Mit lediglich 3 Niederlagen in 16 Spielen wurden wir hinter der TSG Sandershausen überraschend aber verdient Vizemeister. Gestärkt ging man in die Sommerpause und nahm sich für 2013/14 vor, den Erfolg zu wiederholen. In einer aufgestockten 12er Liga sicherten wir uns im Mai 2014 einen hervorragenden dritten Tabellenplatz. Zu Beginn der Saison 2014/15 hatte die Alte Herren dann einen Aderlass zu verzeichnen. Fünf Stammspieler verließen das Team. Dies aufzufangen war nicht einfach, wir rauften uns zusammen und gingen in eine Runde, in 18

der wir auch mit Rückschlägen rechnen müssen. Nach fünf absolvierten Partien rangieren wir auf einem guten 5. Tabellenplatz. Hinzu kommt, dass im Laufe der Spielzeit der Qualitätsverlust immer besser aufgefangen wurde. Gute Neuzugänge sind nicht nur im spielerischen Bereich eine Verstärkung, sondern vor allem auch im kameradschaftlichen Sinne. Wenn man so will, so kann man eines mit Bestimmtheit sagen. Der Teamgeist untereinander, der respektvolle Umgang miteinander sowie die Achtung vor dem Gegner werden bei der Alten Herren des FSC Lohfelden groß geschrieben. Man darf gespannt sein, wohin der Weg der Alten Herren noch führen wird. Das Ziel ist noch nicht erreicht und der Weg ist noch nicht zu Ende gegangen. Spiele werden verloren gehen, Spiele werden gewonnen werden. Spieler werden das Team verlassen, Spieler werden hinzustoßen. Eines aber wird immer gleich bleiben. Die unbändige Freude am Fußballspielen, auch im gereiften Alter. 

Serkan Icier


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Entwicklung der zweiten Mannschaft Betrachtet man die Entwicklung der zweiten Mannschaft des FSC in den letzten 10 Jahren, so ergibt sich folgendes Bild: Zwischen 2004 und 2008 spielte die Mannschaft noch in der damaligen Bezirksliga Kassel eine gute Rolle. Bis in der Saison 2008/2009 ein Umbruch erfolgte: Zunächst der Abstieg aus der Gruppenliga in die Kreisoberliga und ein Jahr darauf bedeutete Rang 18 in dieser Klasse einen weiteren Abstieg in die Kreisliga A1. Alle Leistungsträger hatten die Mannschaft verlassen und es blieb letztendlich nur eine Rumpftruppe übrig. In den nächsten beiden Kreisliga-Spielzeiten konnte der Niedergang gestoppt und die Mannschaft wieder stabilisiert werden (zweimal Platz 9). Diese beiden Jahre wurden zu einem kompletten Neuaufbau genutzt: Sukzessive wurden ältere Spieler durch Spieler der eigenen Jugendabteilung ersetzt und Ausschau nach talentierten Youngsters in der näheren Umgebung gehalten. Hierbei wurde Wert darauf gelegt, dass die Neuzugänge eine Verbindung zum Ort oder Verein hatten. In vielen Spielen standen in der Folge „11 echte Lohfeldener Jungs“ auf dem Platz. Diese extrem verjüngte Mannschaft (das Durchschnittsalter lag bei etwa 19 Jahren) entwickelte sich zu einer eingeschweißten Truppe. Schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein: In der Saison 2012/2013 erreichte man nach einer starken Rückrunde einen guten fünften Platz. Durch eine leistungsorientierte Atmosphäre im Training, einige tolle Spiele und die damit verbundene Aufmerksamkeit, die wir nun geschenkt bekamen, war es nun möglich, wieder stärkere Spieler für die Zweite zu begeistern. Allerdings wurden einige unserer jungen Spieler auch von höherklassigen Vereinen abgeworben.

es kam anders: Wir spielten eine überragende Hinrunde und standen nach 18 von 26 Spielen auf Platz 1. Nach einer deutlichen 0:3-Niederlage gegen den BC Sport war der Meisterschaftszug abgefahren, es blieb die Chance auf den Relegationsplatz. Im entscheidenden Duell gegen den CSC 03 konnten wir ebenfalls nicht gewinnen und es blieb der undankbare dritte Tabellenplatz. Nach dieser eigentlich hervorragenden Saison mit zwanzig Siegen bleibt allerdings neben dem knapp verpassten Aufstieg ein weiterer Wermutstropfen zurück: Unsere Spieler waren im Sommer sehr begehrt - es verließen uns insgesamt acht Spieler, darunter fünf Leistungsträger. Aus der A-Jugend, der neu gegründeten JSG Söhre konnten wir für die aktuelle Spielzeit leider nur einen Spieler für die Zweite gewinnen, sodass der stetige Zufluss der A-Jugend-Spieler, der uns in den letzten Jahren stark machte, in diesem Jahr nur in geringem Maße stattfand. In dieser Saison erfolgt jedoch der nächste Entwicklungsschritt: Durch Einführung neuer Strukturen und die Bildung eines Perspektivkaders zur Heranführung talentierter Spieler aus A-Jugend und zweiter Mannschaft an die Hessenligamannschaft ist in nächster Zeit ein Leistungssprung der Perspektivspieler zu erwarten. Zudem wird ein deutliches Zeichen gesetzt: Es wird attraktiver für die A-Jugend und die zweite Mannschaft des FSC zu spielen, das starke Leistungsgefälle zwischen den Mannschaften wird sukzessive abgebaut - der Verein wächst zusammen. 

Dirk Bohne

So ging es mit gemischten Gefühlen in die Saison 2013/2014. Niemand dachte daran, dass wir ganz vorne mitmischen könnten, da die Teams des BC Sport II und des CSC 03 ihre Mannschaften extrem verstärkt hatten und den Aufstieg eigentlich unter sich ausmachen wollten. Doch 19


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90 Jahre Fußball in Lohfelden Der JFV Söhre - neue Wege in der Nachwuchsförderung Der JFV Söhre Lohfelden/Söhrewald e. V., so der vollständige Name, entstand aus den Jugendfußballvereinen des FSC Lohfelden, der JSG Söhrewald und den vier Stammvereinen FSC Lohfelden, TSG Wellerode, TSG Wattenbach und dem TSV Eiterhagen. Doch bis zur Gründung des JFV war es ein weiter Weg. Am Anfang stand die Frage, wie kann man den Jugendfußball in Lohfelden und Söhrewald noch attraktiver und vor allem noch besser machen? Man überlegte, ob es nicht sinnvoller wäre, eine Zusammenarbeit der Vereine rund um Lohfelden zu realisieren. Nach vielen zeitintensiven Sitzungen und konstruktiven Gesprächen war es dann endlich im März 2014 so weit. Der JFV Söhre Lohfelden/Söhrewald e. V. wurde gegründet. Auch ein neues Wappen musste entworfen werden. Die vier Sterne stehen hier nicht für die errungenen Titel, sondern für die vier Stammvereine des JFV. Die Premierenveranstaltungen des jungen Vereins hatten es in sich. Eine Fußballschule, mit Weltmeister Uwe Bein durchgeführt, und ein internationales U12-Turnier wurden in enger Zusammenarbeit mit dem OSC Vellmar ausgerichtet. 60 Mannschaften, auch aus dem benachbarten europäischen Ausland, kamen nach Nordhessen und spielten das deutschlandweit größte Turnier seiner Art. Nach diesen beiden Highlights, die uns viel Lob und Anerkennung brachten und die ohne die vielen Helfer und Sponsoren nicht möglich gewesen wären, ist der JFV nun in seiner ersten Saison im Spielbetrieb. 14 Mannschaften sind für die Spielzeit 2014/15 gemeldet, die jeweils in unterschiedlichen Klassen um

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Punkte spielen. Von den A-Junioren bis zu den Bambini werden die Mannschaften von einem jungen und erfahrenen Trainerteam betreut. Die Ziele des JFV sind, den Jugendfußball sowohl in der Breite als auch in der Spitze durch gut ausgebildete Trainer in einem guten Umfeld zu fördern. Damit tragen wir nicht nur Verantwortung in sportlicher Hinsicht, sondern wir fordern und fördern auch die sozialen Kompetenzen unserer Jugendlichen in der Region. Der JFV Söhre, ein Verein für alle, die den Jugendfußball lieben! Der JFV Söhre wünscht seinem Stammverein FSC Lohfelden, „Alles Gute“ zum 90-jährigen Vereinsjubiläum und bedankt sich für die sehr gute Zusammenarbeit. 

M. Eckel 1. Vorsitzender


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Sonder-Ausgabe 10/2014

Dr. Edmar Seebach Fachapotheker für Offizin-Pharmazie, Homöopathie und Naturheilkunde

Impressum: Herausgeber:

FSC Lohfelden 1924 e. V. Postfach 1249, 34248 Lohfelden www.fsc-lohfelden.de Anzeigen: Willi Becker Handy: 0172-2800430 E-Mail: willi.becker@but24.de Redaktion: Markus Knauer Gestaltung/Druck: Verlag + Druck LINUS WITTICH KG Waberner Str. 18, 34560 Fritzlar

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Titel: Machbar GmbH, Treppenstr. 3 34117 Kassel Fotos: Harry Soremski, FSC Lohfelden, privat Sonstiges: Die Meinung von Autoren muss nicht mit der Meinung von Verein und Herausgeber übereinstimmen. Für unverlangt eingesandte Bilder und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sämtliche Rechte bleiben beim Verein. Alle Angaben und Ergebnisse ohne Gewähr.


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90 Jahre Fußball in Lohfelden Neugründung des FSC Lohfelden 1924 e. V. Nach dem Rückblick auf die langjährige Geschichte des Lohfeldener Fußballs verwundert es an dieser Stelle, dass der FSC Lohfelden 1924 e. V. erst vor rund 10 Wochen seinen ersten Geburtstag feiern konnte. Denn am 20. August 2013 wurde der Jubilar in seiner aktuellen Rechtsform gegründet. Jahrzehntelang war der FSC als Fußballabteilung der FSK Lohfelden aktiv. Doch die Erfordernisse an einen

modernen und erfolgreichen Fußballklub bewegten die FSC-Verantwortlichen in der Saison 2012/2013 zum Handeln. Im Zuge des Lizenzierungsverfahrens zur Regionalliga wurde deutlich, dass zur Handlungsfähigkeit des Führungsgremiums und auch aus haftungsrechtlicher Sicht des Hauptvereins die Gründung eines eigenständigen Vereins nötig war. In enger Abstimmung mit dem Vorstand des Hauptvereins fiel der Entschluss die Fußballabteilung der FSK in einen eigenständigen Verein zu überführen. Am 20. August 2013 fand im Gastraum des Nordhessenstadions die Gründungsversammlung des Fußballsportclubs Lohfelden 1924 e. V. (Kurzform FSC Lohfelden) statt. Der in der Gründungsversammlung gewählte und amtierende Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Willi Becker 2. Vorsitzender: Megdi Tafoski Kassierer: Frank Schreiber Jugendleiter: Marc Schäfer Beisitzer: Andreas Fehr

v. l. n. r.: Dr. Dieter Matthay, stellv. Vorsitzender FSK Lohfelden e. V. - Marc Schäfer, Jugendleiter - Frank Schreiber, Kassierer - Andreas Fehr, Beisitzer - Willi Becker, Vorsitzender - Bernd Hildes, Vorsitzender FSK Lohfelden e. V. - Megdi Tufoski, 2. Vorsitzender - Manfred Priesel, stellv. Kassierer 23


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90 Jahre Fußball in Lohfelden Aktuelle Situation Holprig war der Saisonverlauf in der abgelaufenen Serie. Lange Zeit trieb die Tabellensituation Fans die Sorgenfalten auf die Stirn. Der FSC war mitten im Abstiegskampf der Hessenliga. Im April übernahm dann Gerhard Reinbold für den Rest der Saison die Position an der Seitenline. Der „Duce“, der schon einmal erfolgreiche Trainerjahre im Nordhessenstadion erlebte, führte das Team aus dem Tabellenkeller und am Ende stand der 12. Tabellenplatz in der Saisonbilanz. Der Name Otmar Velte hatte schon längere Zeit bei den FSC-Verantwortlichen auf dem Zettel gestanden. Velte war in den letzten 10 Jahren für den Verbandsligisten SSV Sand tätig. Nachdem der Fußballlehrer mit Ablauf der letzten Spielserie sein Engagement auf der „Sander Höhe“ beendete, nahmen die FSC-Verantwortlichen Kontakt auf. Nur einige intensive Gespräche waren nötig und beide Seiten waren sich schnell einig, Otmar Velte übernimmt zur neuen Saison die sportliche Verantwortung beim Hessenligisten. „Otmar war unser Wunschkandidat. Seine Spielphilosophie und die ganzheitliche Betrachtung des Lohfeldener Fußballs haben uns überzeugt“, bestätigt Willi Becker. Gemeinsam mit dem neuen Trainer hat der FSC in Zukunft viel vor. „Unser Konzept geht weg von der ausschließlichen Fokussierung auf die Hessenliga-

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Mannschaft. Wir planen, mittelfristig auch die zweite Mannschaft und die Jugend zu stärken“, ergänzt der Vorsitzende. Die Gründung und die damit verbundene Eigenständigkeit des JFV Söhre ist ein wichtiger Baustein dieses Konzepts und die zweite Mannschaft soll in die Gruppenliga. Wir brauchen einen schlagkräftigen Unterbau für die Hessenliga-Mannschaft und müssen unseren Jugendlichen für den Übergang in den Seniorenbereich attraktive Vorausetzungen bieten. Wohlwissend, dass dieser Prozess auch einige Jahre dauern kann“, erklärt Becker.


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90 Jahre Fußball in Lohfelden Interview mit Otmar Velte Seit drei Monaten sind Sie nun als Trainer des FSC Lohfelden im Amt. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation? Otmar Velte: Erst einmal sind drei Monate eine kurze Zeit. Trotzdem haben die Mannschaft und das Umfeld in den letzten Wochen eine positive Entwicklung gemacht, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt. Die mannschaftliche Geschlossenheit und Vereinszusammengehörigkeit sind gewachsen. Es ist deutlich erkennbar, dass der Verein eine bestimmte Richtung gehen will, und das Signal heißt: Der FSC Lohfelden ist mehr als nur die erste Mannschaft. Welchen Einfluss hatten Sie auf die Zusammensetzung des Kaders und wird sich der Kader in der Winterpause ändern? Otmar Velte: Wir haben uns nach meiner Verpflichtung zusammengesetzt und alle personellen Möglichkeiten ausgelotet und uns ausgetauscht. Daraufhin wurde der Kader für diese Saison besprochen und beschlossen. Für die Winterpause sind noch keine Kaderänderungen geplant. Der Verein sprach nach Ihrer Verpflichtung von einer langfristigen und konzeptionellen Zusammenarbeit. Nennen Sie uns bitte Ihre Ziele mit dem FSC Lohfelden und welches Konzept steckt dahinter? Otmar Velte: In dieser Saison ist in erster Linie der frühzeitige Klassenerhalt unser Ziel – und das ist schwer genug, denn die Liga ist nicht schwächer geworden. Durch

den Rückzug dreier Hessenligisten war im Sommer reichlich Spielermaterial auf dem Markt, woraus sich gerade die südhessischen Klubs bedienten und entsprechend verstärkten. Mittelfristig wollen wir dann unsere Position in der Hessenliga festigen. Im nächsten Schritt werden wir am Unterbau für das Hessenliga-Team arbeiten. Dazu planen wir die zweite Mannschaft in die Gruppenliga zu führen. Es ist uns dabei aber durchaus bewusst, dass dieses Vorhaben einige Jahre in Anspruch nehmen kann. Daneben ist die Aus- und Fortbildung im Jugendbereich verbunden mit der Durchlässigkeit in den Seniorenbereich der nächste wichtige Baustein. Wie muss die Jugendabteilung aufgestellt sein, um den Verein voranzubringen? Otmar Velte: Der erste Schritt ist mit der Gründung des JFV Söhre bereits vollzogen. Die Nachwuchsförderung unter der Leitung eines eigenen Vorstands mit eigener Handlungsfähigkeit gibt dem Ganzen eine andere Selbstständigkeit. Bestimmte Sachen sind außerdem nur erreichbar, wenn entsprechende Trainer vorhanden sind. Wichtig ist dabei eine Leitidee oder ein Leitbild. Das betrifft zum einen eine durchgängige Spielidee und zum anderen keine unbedingte Erfolgsorientierung, sondern vielmehr eine entwicklungsorientierte Herangehensweise bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Strukturell bietet der FSC viele Möglichkeiten. Wie unterstützt Sie die Führungsriege des FSC? Otmar Velte: Vertrauen seitens der Vereinsführung ist das Wichtigste in der Zusammenarbeit. Darüber hinaus stehe ich in einem regen Austausch mit der Vereinsspitze um Willi Becker, Andreas Fehr und Megdi Tafoski über die sportliche Entwicklung der Mannschaft.

Hintere Reihe (v. l. n. r.): Goce Malinov, Eugen Wagner, Demetrio D‘Agostino, Enis Salkovic, Enes Glogic (Kapitän), Pere Pavic, Linor Demaj, René Huneck, Vyacheslav Petrukhin, Jörg Heinemann (Betreuer) mittlere Reihe (v. l. n. r.): Willi Becker (1. Vorsitzender), Andreas Fehr (Beisitzer), Jaroslaw Matys, Adrian Bravo Sanchez, Adrian Ademi, Egli Milloshaj, Niklas Kühne, Viktor Schan, Daniel Beyer, Megdi Tafoski (2. Vorsitzender), Frank Schreiber (Kassierer) vordere Reihe (v. l. n . r.): Jonas Spengler, Mounir Boukhoutta, Mentor Latifi, René Schreiber, André Schreiber, Roy Keßebohm, Christian Brinkmann, Katharina Thomschewski (Physiotherapeutin), Otmar Velte (Trainer), Matthias Müller (Torwarttrainer)

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Wir gedenken unserer verstorbenen Sportfreunde 26


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Spielfeld News Jubiläumsausgabe  

90 Jahre FSC Lohfelden e.V.

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