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Winter 2006/07

Mit Wettbewerb!

EggishornFreiZeitung Tourismus-Magazin der Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn – grösste Zeitung der Schweiz

Ausgabe Winter 2006/07

Redaktions-Telefon: +41 (0)27 971 27 00

Redaktions-E-Mail: eggishorn@goms.ch

7. WINTER-OPENING: 8. BIS 10. DEZEMBER 2006 AUF DER FIESCHERALP/ALETSCHGEBIET

Gipfeltreffen: Raggenbass – Vescoli – Ötzi. Viel Country Music und Partystimmung DJ Ötzi Garant für Partystimmung am Winter-Opening

Bereits zum siebten Mal wird die Schneesport-Saison auf der Fiescheralp mit einer Winter-Opening-Party lanciert. Die Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG, Eggishorn-Tourismus und verschiedene Partner präsentieren zum Winterstart beste Unterhaltung.

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EDITORIAL

Liebe Gäste SnowEmotions Einen herrlichen Herbst noch in Erinnerung, starren wir in den Himmel und flehen «Petrus» an, er möge «es» doch nachsehen und uns im Winter 2006/ 2007 die SnowEmotions am Eggishorn geniessen lassen. Im Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe, bin ich mit dem «Herr» da oben noch nicht einig. Dafür rieseln kleinste Schneeflocken aus den Wolken, was eine Atmosphäre schafft, wie sie zu unserem Thema dieser Ausgabe nicht besser passen könnte. SnowEmotions in Fiesch/Eggishorn im Aletschgebiet. SnowEmotions Schon zum siebten Mal starten wir in die Wintersaison mit dem Winter-Opening. Breit abgestützt, unter Mitwirkung von fünf Hotels in Fiesch und auf der Fiescheralp und unter der Leitung von Marcel Vögele, Restaurant Kühboden, von Eggishorn Tourismus, der Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG und der Sportgeschäfte Volken und Burgener, des Flying Center Oberwallis und der Skischule Fiesch haben wir ein Programm zusammengestellt, das den Titel Gipfeltreffen redlich verdient.

Trends im Schneesport Letzte Seite

SnowEmotions Innenseiten

Interview mit Daniel Albrecht, Skirennfahrer Letzte Seite

Countrynight Rolf Raggenbass mit Gast Toni Vescoli Toni Vescoli und Les Sauterelles waren die legendäre Schweizer Pop-Band der späten 60er-Jahre und lancierten manche Hits. Als erster Höhepunkt des Winter-Openings tritt Vescoli zusammen mit Rolf Raggenbass und seiner Country Heart Band am Freitag, 8. Dezember 2006, auf der Fiescheralp auf. Beide sind Musik-Weggefährten der ersten Stunden und haben immer wieder gemeinsam in verschiedenen Bands gespielt. Für die Countrynight auf der Fiescheralp haben sie nun ein attraktives Musikprogramm zusammengestellt. Nebst topaktuellen, modernen und traditionellen Country-Songs aus den USA, aus dem eigenen Musikschaffen von Raggenbass und Vescoli bis hin zu Mundartsongs wird das Repertoire reichen. Testen Sie Ihre neuen Skis oder das neue Snowboard bereits jetzt! Das Openingprogramm beginnt am Samstagmorgen schon um 10 Uhr. Wer also trotz Countrynight und Schlafmanko fit genug ist, die neusten Skis und Boards zu testen, findet eine umfassende Testpalette von Volken Sport und

SnowEmotions Nicht SnowEmotionen, dafür Emotionen aus den Sechzigerjahren vermitteln uns Toni Vescoli und Rolf Raggenbass mit seiner Country-Band zu Beginn des Opening am Freitagabend.

Burgener Sport bereitgestellt bei der Freestyle-Piste vor. Natürlich fehlt auch dieses Jahr der Flying Center Oberwallis nicht und bietet allen Wagemutigen unvergessliche Flüge über die Fiescher Bergwelt mit Tandemgleitschirm an. Mit DJ Ötzi – dem Musicman aus dem Tirol – ist Partyspass garantiert Wer schon mal eine echte Schi-Chilby miterlebt hat, kennt mindestens den Song «Anton aus Tirol», ein Gassenhauer, der DJ Ötzi vor 10 Jahren in die Partycharts katapultiert hat. Inzwischen gibts keine bedeutende Snowparty im deutschsprachigen Alpenraum, wo DJ Ötzi nicht als Headliner dabei ist und regelmässig seine Fans und auch seine Skeptiker mit seinen eingängigen Songs zu begeistern weiss. «Eine echte Partystimmung ist viel mehr als ein feuchtfröhliches Beisammensein. Echte Partystimmung erfasst einen von Kopf bis Fuss und schüttelt so richtig durch», ist Roman Pfamatter von Artispool überzeugt. Die grosse Fete steigt am Samstagabend 20 Uhr im Partyzelt. Zusammen mit seiner Begleitcombo und der Band

SnowEmotions garantiert dafür DJ Ötzi. Der PartyKönig der Skiszene in Europa. Unterhaltung total. Erstmals im Oberwallis. Ein besseres Aufwärm-Training zu Beginn des Winters ist nicht vorstellbar.

Rolf Raggenbass im Duett mit Toni Vescoli

4-tissimo lässts DJ Ötzi so richtig krachen. Viel Schlaf ist wohl nicht zu erwarten, will man auch am OpeningSonntag dabei sein. Trends für Piste und Après-Ski Viele Neuheiten sind für die Piste nicht angesagt. Carving ist nach wie vor in. Das Interesse am Snowboarden ist weiterhin rückläufig. Neues kommt nur als Nischenprodukt daher wie zum Beispiel das Airbord, eine Weiterentwicklung des Rodelns auf der Basis einer Art Luftmatratze, oder das Snow-

bike und das Snowtrottinett, ebenfalls eine Neulancierung der in den 70erJahren lancierten Skibobs. Im modischen Umfeld verschmelzen die Snowboardoutfits (die grossdimensionierten Schlabberhosen sind eher out) mehr und mehr mit dem traditionellen Skianzug zur multifunktionalen Schneesportbekleidung. Parallel gibt es auf dem Highlevel-Bekleidungssegment viele neue Brands (Beispiel: Lasse Kjus), welche mit funktionalen Hightech-Geweben und konsequentem Styling ihre Kundschaft umwerben.

Programm Freitag, 8. Dezember 2006 ab 18.30 ab 20.00 ab 21.30

Apéro und Buffet Individuelles Abendessen / Pause Konzertbeginn Countrynight mit Toni Vescoli Open End

Samstag, 9. Dezember 2006 ab 10.00 ab 16.00 ab 20.00

Freestyle-Piste Skitests mit Volken Sport und Burgener Sport Gleitschirmpassagierflüge mit Flying Center Oberwallis Après-Skiparty im Tipizelt und Steffis Kuhstall Party im grossen Zelt mit Partyband 4-tissimo und Party mit DJ Ötzi Partystimmung bis in die Morgenstunden

Sonntag, 10. Dezember 2006 ab 10.00

Freestyle-Piste Skitests mit Volken Sport und Burgener Sport Gleitschirmpassagierflüge mit Flying Center Oberwallis Skiparty mit diversen Schneebars

Superpauschale 2 Übernachtungen mit Halbpension, 1 Einzelfahrt Fiesch–Fiescheralp (Freitag), Konzerteintritt (nur Samstag), 2-Tages-Skipass, 2 Skitests – im Touristenlager CHF 230.– – im Hotel CHF 320.–

SnowEmotions Damit Sie, liebe Gäste, die Snow Emotions auch wirklich geniessen können, brauchen wir gut ausgebildete, zuverlässige Mitarbeiter. Diese haben wir. Damit das auch in Zukunft so bleibt, bilden wir ab 2007 auch Seilbahnfachleute aus. Was die zwei von unserem Verband neu geschaffenen Berufsbilder zu bieten haben, erklärt Ihnen Kurt Hischier, unser Technischer Leiter Stellvertreter. SnowEmotions Gemütlich werden die SnowEmotions, wenn wir auf dem roten Sofa liegend, im TV die Spitzenränge am Weltcup von Daniel Albrecht geniessen. Wie man ein internationaler Skistar werden könnte, weiss Marcel Albrecht, Leiter der Skischule Fiesch. SnowEmotions Der junge Herr, abgebildet auf der Innenseite, studiert an «The Duke of York’s Royal Military School». Da in dieser Schule keine SnowEmotions geboten werden, kommen sie seit 30 Jahren nach Fiesch. Gratulation, besten Dank für die Treue und herzlich willkommen in der 31. Skisaison in Fiesch. SnowEmotions The young man shown on the inside of this paper is studying at the «Duke of York’s Royal Military School». As there are no snow emotions offered in this school, they once decided to do that in Fiesch. Congratulations, thank you very much for your loyalty and welcome to your 31st skiseason in Fiesch. SnowEmotions Sollte es jemand nicht schaffen, die SnowEmotionen in Fiesch oder auf der Fiescheralp zu geniessen, erhält man die letzte Gelegenheit an der Winter-End-Party am 14. April 2007 beim Konzert der Band KROKUS. Genug der Emotionen. Ab in die Winterferien. Nach Fiesch. Schöne Ferien! Heinz Imhasly Geschäftsführer Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG


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EggishornFreiZeitung · Ausgabe Nr. 2/2006/07

SnowEm

Die 9 Partner des WinterOpenings 2006/07

Hotel-Restaurant Kühboden talter s verans Haupt ter-Opening in des W

Kontakt: Hotel-Restaurant Kühboden CH-3984 Fiesch/Kühboden Tel. +41 (0)27 970 12 20 Fax +41 (0)27 970 12 25 www.kuehboden.ch

Schweizer Ski-, Carving- und Snowboardschule Fiesch

Flying Center Oberwallis

Kontakt: Schweizer Ski-, Carvingund Snowboardschule 3984 Fiesch

Flying Center Oberwallis Hansi Zeiter, Postfach 55 CH-3984 Fiesch-Fieschertal Tel. +41 (0)27 971 25 51 Fax +41 (0)27 971 14 17 Mobil: 079 220 73 05 info@flyingcenter.ch www.flyingcenter.ch

Skischulbüro Fiescheralp Tel. +41 (0)27 971 20 10 Fax +41 (0)27 971 18 38 skischule@fiesch.ch www.fiesch.ch/skischule

Burgener Sport

Volken Sport

Öffnungszeiten: Saison: 08:00 – 18:30 Uhr (durchgehend geöffnet) Tel. +41 (0)27 971 25 45 Fax +41 (0)27 971 40 76

Sport Tel. +41 (0)27 971 11 16

Auf der Fiescheralp: 50 m neben der Mittelstation mitten auf der Piste Öffnungszeiten: Dezember – April: 08:00 –17:30 Uhr (durchgehend geöffnet) Tel. +41 (0)27 971 16 18 Fax +41 (0)27 971 16 19 info@burgenersport.ch www.burgenersport.ch

Mode Tel. +41 (0)27 971 25 77 Fax +41 (0)27 971 26 48 E-Mail: sport@volken-sport.ch www.volken-sport.ch Auf der Fiescheralp: 50 m neben der Mittelstation mitten auf der Piste Tel. +41 (0)27 971 16 14 Öffnungszeiten während der Wintersaison auf der Fiescheralp: Montag bis Sonntag von 8.15 Uhr – 17.30 Uhr durchgehend geöffnet

Hotel-Restaurant Alpina

Hotel Park

Hotel Fiescherhof

Hotel-Restaurant Eggishorn

Kontakt: HOTEL ALPINA, 3984 Fiesch/Fiescheralp Familie Imwinkelried Tel. +41 (0)27 971 24 24 Fax +41 (0)27 971 35 84 info@alpinafiescheralp.ch0 www.alpinafiescheralp.ch

Kontakt: Hotel Park Rosmarie und Rolf Frei 3984 Fiesch/VS Tel. +41 (0)27 971 13 66 Fax +41 (0)27 971 13 70 hotel-park@rhone.ch

Kontakt: Familie Rosmarie und Rolf Frei Hotel Fiescherhof CH-3984 Fiesch/VS Tel. +41 (0)27 971 21 71 Fax +41 (0)27 971 13 70 www.rhone.ch/fiescherhof

Kontakt: Familie Stefan Imhasly-Exer CH-3984 Fiesch-Fiescheralp Tel. +41 (0)27 971 14 44 Fax +41 (0) 27 971 36 78 hotel-eggishorn@fiesch.ch www.hotel-eggishorn.ch

Fiesch/Fiescheralp


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EggishornFreiZeitung · Ausgabe Nr. 2/2006/07

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motions

KUNST UND SNOWEMOTION

OUR GUESTS FROM ENGLAND

«Vom Gletscher – zum Meer»

The Duke of York’s Royal Military School The Duke of York’s Royal Military School is the unique boarding school for children of Service Personnel. Founded by the «Grand Old» Duke of York in 1803 in Chelsea and since 1909 located in an attractive 150-acre site near Dover, the CCF is – today – a popular and successful secondary for about 500 full-time boarders, aged between 11 and 18 years.

Seit Jahren erkundet Jörg Amsel auch das Aletsch- und Eggishorngebiet. Nach den Ausstellungen «Steine», «Bäume» und «Eis» folgt nun die Ausstellung zum Thema Wasser unter dem Titel «Vom Gletscher – zum Meer» in einer Bildfolge von fünfzig faszinierenden Farbbildern. Die Ausstellung dauert bis zum 23. April 2007 und ist in der Bergstation der Seilbahnen Fiesch-Eggishorn zu sehen.

It has an excellent academic record and a strong reputation in music, drama and sport. Surely not at least also thanks their ski camps in Fiesch, Switzerland, where they have their stages since 30 years! The Duke of York’s Royal Military School is able to provide the precise security, stability and support that are needed for Service children.


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EggishornFreiZeitung · Ausgabe Nr. 2/2006/07

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WETTBEWERB AUSFÜLLEN UND GEWINNEN! Frage 1: Wie viele Partner unterstützen das Winter-Opening ❏ 5 ❏ 9 ❏ 14

SCHNEESPORT AUF DER FIESCHERALP

Trends im Schneesport Das Heimrevier der Schneesportschule Fiesch ist in erster Linie das Gebiet Fiescheralp/Eggishorn. Marcel Albrecht ist seit 10 Jahren Leiter der Schneesportschule Fiesch und hat einen guten Überblick über das Geschehen auf und neben der Piste. Die EFZ wollte von ihm wissen, wo es Positionierungspotenzial für die Destination ergeben würde.

Frage 2: Wie heisst die Band an der Countrynight vom Freitag?

Interview-Partner

❏ Les Sauterelles ❏ Country Heart Band ❏ 4-tissimo Frage 3: Der Technische Leiter Stv. heisst: ❏ Toni Vescoli ❏ DJ Ötzi ❏ Kurt Hischier

Name: Vorname: Wohnort: Geb. Datum: Zivilstand:

Diese tollen Preise sind zu gewinnen! 1. Preis 1 Wochenende für 2 Personen im 3-SternHotel mit Halbpension und Skipass Wert: ca. CHF 750.– 2.– 5. Preis 2-Tages-Skipass 6.– 10. Preis 1-Tages-Skipass 11.– 20. Preis Plakat «Bäume» in Geschenkverpackung 21.– 30. Preis Trostpreise

Beruf:

Absender:

Hobbys:

Albrecht Marcel Fieschertal 12.04.1960 verheiratet mit Doris Albrecht-Wellig 2 Kinder: Tanja und Andrin Skilehrer und Bergführer seit 1996 Skischulleiter der Schneesportschule Fiesch Klassenlehrer in der Bergführer- und Skilehrerausbildung Sportklettern

Name/Vorname Adresse PLZ/Ort E-Mail ❏ Ich bin interessiert, regelmässig Informationen über die Region Fiesch-Eggishorn zu erhalten. Talon ausschneiden und einsenden an: Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG, Wettbewerb EggishornFreiZeitung, 3984 Fiesch Einsendeschluss: 17. April 2007 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter/-innen der Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn und der Agentur sind nicht teilnahmeberechtigt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Gewinner/-innen werden schriftlich benachrichtigt. Weitere Wettbewerbstalons können unter Tel. 027 971 27 00 angefordert werden.

Gewinner Wettbewerb EggishornFreiZeitung Sommer 2006 Prisca Suppiger, Obere Erlen 27, 6020 Emmenbrücke ist die glückliche Gewinnerin des Wettbewerbs. Sie hat den ersten Preis gewonnen, einen Kunstdruck von Jörg Amsel «Eis» im Wert von CHF 650.–. Wir gratulieren.

EFZ: Marcel Albrecht – was macht eigentlich ein Leiter der Schneesportschule Fiesch im Sommer? Albrecht: Nun, ich bin vollamtlicher Bergführer und bilde zusätzlich angehende Bergführerinnen und Bergführer aus. Ich plane und führe Touren durch für die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade – von der anspruchsvolleren Bergwanderung bis hin zur anspruchsvollen, mehrtägigen alpinen Hochtour im ganzen Alpenraum. Meine Passion ist aber das Sportklettern – eher kurze, aber umso anspruchsvollere Routen werden in dieser Sparte geklettert, meist ohne viel Ausrüstungsballast. EFZ: Können Sie uns verraten, was es in der kommenden Saison Neues im Schneesport geben wird? Albrecht: Was ich weiss, stehen keine grösseren Neuerungen an. Nach wie vor ist aus skitechnischer Sicht Carving

auf dem Vormarsch; Snowboarden verliert weiter an Marktanteilen. Hingegen sehe ich im Ausüben der Sportarten selbst neue Trends. So denke ich, dass das so genannte Freeriden – früher nannte man das bekanntlich Tiefschneefahren – mehr und mehr an Popularität zunimmt. Es scheint, dass viele Pistenfahrer/-innen je länger je mehr wieder eine Art ursprüngliches Skifahren bzw. Boarden auf nicht präparierten Pisten suchen. EFZ: Das Eggishorngebiet macht den Eindruck eines perfekten Freeride-Gebiets. Gibt es Bestrebungen, diese Sparte sowohl für Skifahrer als auch für Snowboarder auf «kontrollierten» Bereichen verstärkt anzubieten? Könnte das nicht ein USP für die Destination Fiesch/ Eggishorn sein? Albrecht: Ja, ich denke hier liegt für Fiesch/Eggishorn Potenzial brach. Es gibt ja in der Schweiz verschiedene Orte, welche dieses Bedürfnis nach Tiefschnee bzw. Variantenfahren bei einer bestimmten Klientel erkannt haben und das unter kontrollierten Bedingungen auch propagieren. In der Tat eignet sich das Eggishorngebiet am besten für das Freeriden im Aletschgebiet. Natürlich muss man berücksichtigen, dass auch im bestens kontrollierten Gebiet ein Restrisiko an Lawinengefahr besteht. Die zentrale Rolle hierzu spielen FieschTourismus und natürlich die Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn. Denn sie sind schlussendlich zuständig für die Sicherung der Pisten. Aber ich denke, wenn man hier in enger Zusammenarbeit mit

Marcel Albrecht, Skischulleiter

den Verantwortlichen der Schneesportschulen ein gut funktionierendes Freeride-Angebot ausgearbeitet und betrieben werden könnte. Und das würde sich auf die Positionierung der Destination Fiesch/Eggishorn als innovativer Schneesport-Spot positiv auswirken. EFZ: Bietet Ihre Schneesportschule eigentlich auch Kurse fürs Tiefschneefahren an? Albrecht: Ja. Die Nachfrage hat eher stagniert. Ich denke, dass wenn man das Tiefschneefahren als besondere Attraktion im Eggishorngebiet propagieren würde, so wäre auch die Nach-

frage sehr viel grösser. Davon bin ich überzeugt. EFZ: Denken Sie, dass das Angebot an Transportanlagen auf der Fiescheralp vergrössert werden sollte? Albrecht: Wenn das heisst, mehr Liftanlagen und somit neue Gebiete und Pisten erschliessen, meine ich ja. Wenn es aber nur um den Ausbau der Transportkapazität der bestehenden Liftanlagen geht, eher nein. Grund hierzu ist der, dass sich die Skifahrerdichte auf den jetzigen Pisten aus meiner Beobachtung sehr oft an der oberen Grenze bewegt.

EFZ: Wie sehen Sie die Entwicklung für die nächsten Jahre im Wintersport im Besonderen Schneesport? Albrecht: Ich glaube, dass die Skipistenangebote wieder differenzierter werden müssen: Buckelpisten fehlen heute, gerade für die Skischüler gibts sehr oft zu wenig schwierige Pisten; es braucht Pisten bzw. Gebiete, wo bewusst auf die Präparierung verzichtet wird, und natürlich brauchts die bestens präparierten Carvingpisten. Herr Albrecht, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen eine gute Wintersaison.

INTERVIEW

AUSBILDUNG IM SEILBAHNGEWERBE

Daniel Albrecht – Skirennfahrer im Schweizerischen Nationalkader

Steigerung von Qualität und Sicherheit dank neuen Berufsausbildern

EFZ: Was sind deine Ziele für die Rennsaison 06/07? D. Albrecht: Für diese Saison strebe ich im Slalom- und Riesenslalom-Weltcup einen Platz unter den ersten 15 an. In der Superkombination (Abfahrt, Slalom) könnte ich, wenn alles gut läuft, einen Platz unter den ersten fünf erreichen.

Steckbrief Geburtsdatum: Grösse/Gewicht: Lieblings-Rennen: Essen: Getränk: Musik: Hobbies:

25.5.1983 183 cm / 88 kg Adelboden Mutters Küche Rivella Rock Pocket Bike, Trial, Moto GP

Ausrüster: Stöcke: Brille und Helm:

Ski, Schuhe, Bindung: Atomic Leki Uvex

Highlights:

Olympische Spiele Turin 2006 4. Rang Kombination

EFZ: Wie hat deine Vorbereitung für diese Saison ausgesehen? D. Albrecht: Die neue Saison fängt eigentlich bereits schon nach dem letzten Rennen wieder an. Zuerst werden Materialtests gemacht. Danach folgt in der Regel eine zweiwöchige Ruhepause, bevor das 12-wöchige Grundlagentraining beginnt. Dieses dient zum Aufbau von Kraft, Ausdauer, Schnellkraft und der Entwicklung der Koordinationsfähigkeit. Von den zwölf Wochen verbringe ich rund sechs Wochen als WK in Magglingen, wo unter der Leitung von Konditionstrainern trainiert wird. Das erste Schneetraining fängt in der Regel bereits im Juli in Saas Fee oder Zermatt an und dient zur Angewöhnung ans Skifahren. Hier feilt man an der Fahrtechnik und versucht, immer wiederkehrende Fehler auszumerzen. Dazwischen bzw. je nach Wetterverhältnissen ist auch Kondition büffeln angesagt. Ab August gehts dann richtig zur Sache, und zwar meist in Südamerika, wo sie ja zu der Zeit Winter haben. Dieses Jahr haben wir unser Sommercamp in Usuaia in Patagonien/Argentinien aufgeschlagen. Dann ab September bis November kommt die intensive Vorbereitungszeit auf die ersten Rennen. Ich denke, dass ich rein physisch bestens vorbereitet bin, und hoffe nun, das auch auf dem Schnee entsprechend umzusetzen. EFZ: Wie man aus den Medien entnehmen konnte, fährst du in dieser Saison auf Atomic – was erhoffst du dir vom Skiwechsel? D. Albrecht: Ein Wechsel zu einer neuen Skimarke bringt meist neuen Schwung. Und da Atomic die Leader-Skimarke im Weltcup schlechthin ist, bin ich glücklich, dass Atomic mich unter Vertrag genommen hat, und habe so, punkto

Material und Betreuung, die denkbar besten Voraussetzungen, meine Ziele – an den nächsten Olympischen Spielen in Vancouver in vier Jahren auf das eine oder andere Disziplinenpodest fahren zu können – noch zielgerichteter verfolgen zu können.

Für die Leitung der Seilbahnen Fiesch-Eggishorn AG ist eine kontinuierliche Weiterbildung des Personals die beste Basis für ein effizientes Qualitäts- und Sicherheitsmanagement. Die LFE begrüsst die Einführung von neuen Berufslehren im Seilbahngewerbe. Die EFZ hat von Kurt Hischier, Techn. Leiter Stv. und zuständig für die Weiterbildung des technischen Personals der LFE, mehr über den Ausbildungsstand der LFE-Mitarbeiter in Erfahrung bringen wollen.

EZF: Wirst du derjenige sein, der die Schweizer Skination aus der Slalomkrise führt? D. Albrecht: Ja, ich hoffe schon und arbeite auch hart dabei. Wenn ich keine gravierenden Verletzungen erleide, könnte da schon was draus werden. Unser ganzes Team arbeitet intensiv daran, das Gleichgewicht im alpinen Rennsport wieder besser herstellen zu können. EFZ: Nun eine Frage, die eher die Damenwelt interessiert. Auf dem Inserat von SeilerMode auf deiner Website präsentierst du dich in einem schicken Anzug mit allem Drum und Dran. Und die EFZ meint: er kann locker mit den attraktivsten Schweizer Männern konkurrieren. Wäre eine Modelkarriere für dich auch denkbar? D. Albrecht: Ich weiss nicht so recht, ob ich mich in einem Modeljob wohl fühlen könnte. Auf jeden Fall hat das Fotoshooting mit SeilerMode Spass gemacht. Nun, wenn ich’s mir so recht überlege, warum eigentlich nicht. Also, falls Angebote von Hugo Boss oder gar Armani im Briefkasten lägen, würde ich’s mir natürlich schon überlegen. EFZ: Während der Weltcupsaison bist du in der ganzen Welt unterwegs. Auf was freust du dich jeweils am meisten, wenn du nach Fiesch zurückkommst? D. Albrecht: Ich freue mich immer riesig, wieder heim nach Fiesch zu kommen, Freunde zu treffen und mich in meiner gewohnten Umgebung zu Hause zu entspannen. Ja, und dann schmeckt halt das Essen, das meine Mutter hinzaubert, immer noch am besten. Daniel Albrecht, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir, dass du deine Ziele in dieser Saison erreichst, und halten dir die Daumen.

Interview mit Kurt Hischier, Techn. Leiter Stv.

EFZ: Kurt Hischier, Sie sind Stellvertreter des Technischen Leiters, was sind genau Ihre Aufgaben? K.H.: Meine Funktion umfasst unter anderem die Führung des technischen Betriebs bei der Abwesenheit des Technischen Leiters. Zusammen planen wir den Personalbedarf und -einsatz. Ein wichtiger Teil unserer gemeinsamen Arbeit gilt der Planung und Überwachung von Revisions- und Unterhaltsarbeiten, Vorbereitung von Entscheidungsgrundlagen für grösseren Umbauten im seilbahntechnischen Bereich. Eine weitere Aufgabe meines Pflichtenheftes betrifft die Planung und Koordination der Weiterbildung des technischen Personals. EFZ: Was für Weiterbildungsbedarf besteht in einem Seilbahnbetrieb? K.H.: Nun, wir achten darauf, dass unsere Leute kontinuierlich die verschiedenen Kurse, die sowohl vom Seilbahnverband als auch von den Lieferfirmen der technischen Anlagen angeboten werden, besuchen können. Das umfasst beispielsweise die ganze Seilbahntechnik, die Liftanlagen, die recht komplexen

Sicherheitsinstallationen sowie natürlich auch Aufgaben im Umgang mit dem Gast.

betrieb, Seilbahntechnik und einen Überblick über die Instandhaltung von Seilbahnanlagen.

EFZ: Wie und nach welchen Kriterien wird bei Ihnen die Weiterbildung durchgeführt? K.H.: Die Auswahl, wer zu welchem Kurs geschickt wird, entscheidet sich auf Grund des Ausbildungsstandes des einzelnen Mitarbeitenden. So werden pro Jahr, meist in der Sommersaison, 3 bis 4 Kurse zu ein bis zwei Tagen und Person belegt. Hier nicht eingerechnet sind die obligatorischen Wiederholungskurse, des Rettungspersonals. Dieser Einsatz wird vom Rettungschef selber bestimmt.

EFZ: Ist das Liftanlagenangebot auf der Fiescheralp bereits ausgeschöpft oder gibt es Pläne, die Pistenfläche mit neuen Anlagen zu vergrössern? K.H.: Ja, wir sind natürlich bestrebt, unser Lift-Angebot zu optimieren. Es gibt Pläne, zwei weitere Sessellifte im Bereich Eggishorn-Süd zu realisieren. Das würde vor allem den Betrieb im Frühling zusätzlich unterstützen, weil das Gebiet nicht so stark der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, wie dies auf der Fiescheralp/Kühboden der Fall ist. Weiter machen wir uns Gedanken, wie man die Attraktivität des Pistenangebots erhöhen kann, zum Beispiel, indem man unpräparierte Pistenbereiche für Freerider absteckt oder das Einrichten von Buckelpisten wieder aufleben lässt.

EFZ: Der Schweiz. Seilbahnverband hat zwei neue Berufslehren geschaffen – Seilbahner/-innen EFZ und Seilbahner/-innen EBA. Was sind die Unterschiede der beiden Lehren und was bringt das beispielsweise einem Betrieb wie der LFE? K.H.: Wir begrüssen diese Neuerung sehr. Denn das bedeutet, dass künftig mehr Fachpersonal in unserem Bereich verfügbar sein wird. Vor allem die vierjährige Ausbildung zum/zur Seilbahner/Seilbahnerin EFZ wird den grösseren Seilbahnbetrieben eine gute Basis an gut ausgebildetem Betriebspersonal bieten. Denn auch in unserer Branche werden die technischen Einrichtung immer komplexer und anspruchsvoller. Darum ist eine einheitliche Grundausbildung sehr wichtig. Früher wurden meist Quereinsteiger bzw. Berufsleute angelernt. Die zweijährige Lehre ist speziell für das Bedienungs- und Schalterpersonal konzipiert worden und umfasst Inhalte wie Betriebsabläufe/Administration und Kundenbetreuung, allgemeiner Bahn-

Kurt Hischier, wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen eine gute Wintersaison.

IMPRESSUM EggishornFreiZeitung – grösste CH-Zeitung Herausgeberin: Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG, CH-3984 Fiesch-Wallis Tel. +41 (0) 27 971 27 00 Fax +41 (0) 27 971 36 30 eggishorn@goms.ch / www.eggishorn.ch Projektleiter: Heinz Imhasly, LFE-Geschäftsführer Konzept / Redaktion/Mise en page: Fruitcake Werbeagenturen Schweiz Agentur Worb-Bern, www.fruitcake.ch (Tel. +41 (0) 31 838 33 33) Fotos: zvg Technik/Druck: Mengis Druck und Verlag, CH-3930 Visp Auflage: 50’000 Exemplare

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