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Kunst

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 Redaktion: Sohra Nadjibi

Warhol: „Headlines“

1822 Forum

© Nikolaus Heidelbach aus Wurst, DuMont Buchverlag

Die Gemälde der Städelschulabsolventin Viola Bittl sind abstrakt. In oft monatelanger Arbeit legt sie zahlreiche übereinandergelegte Farbschichten auf, zu sehen in der Ausstellung „Hundert Prozent“. P Bis 19.5. (Di-Fr 14-18, Sa 13-16 Uhr) Fahrgasse 9

Caricatura Museum Nicht nur um die Wurst geht es bei der Ausstellung „Nikolaus Heidelbach – WURST“. Der Illustrator und Künstler inszeniert in über 250 Werken mit Ironie, Zweideutigkeit und Humor „das wahre Wesen von Wurst, Wein, Weihnachten, Wild und Gemüse“. P Bis 29.7. (Di-So 10-18, Mi 10-21 Uhr) Weckmarkt 17

Die Galerie Inspiriert von Literatur und Poesie zeugen die Bilder des Malers Klaus Zylla von großem malerischen Gespür, die Linien und Konturen seiner Zeichnungen „kerben sich tief in die noch frische Farbfläche ein“. P Bis 2.6. (Mo-Fr 9-18, Sa 10-14 Uhr) Grüneburgweg 123

Galerie Bärbel Grässlin Städelschule-Professor und Preisträger des Goldenen Löwen der Biennale 2009 Tobias Rehberger zeigt Arbeiten aus dem Zeitraum 19942012. P 12.5.-30.6.

(Di-Fr 10-18, Sa 10-14 Uhr) Schäfergasse 46b

MAK Das MAK wagt ein Experiment und präsentiert in „Buchkunst Total/Sammlung Total“ erstmals seinen gesamten Buchbestand von über 3.000 Büchern. P Bis 27.5. (Di+Do-So 10-17, Mi 10-21 Uhr) Schaumainkai 17

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 www.frizz-frankfurt.de

Mai 2012

Warhol war fasziniert von den Massenmedien und ihrer Rolle in der modernen Gesellschaft. Die Ausstellung „Headlines“ im MMK zeigt Werke des Künstlers, die sich mit den Printmedien beschäftigen. Unzählige Zeitschriften und Zeitungen durchforstete er über Jahre, um sie zu Kunst zu verarbeiten. Anfangs malte Warhol die Zeitungsseiten noch mit der Hand, schrieb sie fast Wort für Wort ab. Später nutze er den Siebdruck, Skulpturen, Film- und Tonaufnahmen. Alltäglichen Klatsch um Promis und Meldungen von Katastro-

phen konservierte er so für die Ewigkeit, stellte sie ohne Unterschied neben Nachrichten, die in die Weltgeschichte eingegangen sind, z.B. den Tod von Kennedy. Allerdings (re)inszenierte Warhol

die tägliche Informationsflut und Sensationslust nicht einfach unkommentiert, sondern veränderte Namen und Zahlen oder schob eine Schlagzeile mit dem Blick des Grafikdesigners überdimensional in den Mittelpunkt. Besonders spannend ist, dass man auch Warhols Quellen zu sehen bekommt und die Entstehung der Bilder nachverfolgen kann. Ann Wente P Museum für Moderne Kunst

(Domstr. 10) Bis 13.5. Di-So 10-18, Mi 10-20 Uhr

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Making History Fotografieprojekt „RAY“ Im digitalen Zeitalter, in dem scheinbar nicht alternde Promis und makellose Models von den Bildern strahlen, ist nichts mehr wie es ist, sondern nur noch wie es scheint. In der Mediengesellschaft entsteht die Realität erst durch Bilder und gesellschaftliche Ereignisse scheinen nur stattzufinden, wenn sie medial präsent sind. „RAY“, das Projekt für zeitgenössische Fotografie, möchte „Licht ins Dunkel“ bringen und zeigt in diversen Ausstellungshäusern internationale Positionen der gegenwärtigen Fotogra-

fie- und Videokunst. Der Titel der Hauptausstellung lautet bezeichnenderweise „Making History“. Im MMK, MMK Zollamt, dem Frankfurter Kunstverein und an zwei Orten im öffentlichen Raum zeigen 40 Künstler, u.a. Luc Delahaye, Thomas Demand, Harun Farocki, Omer Fast und Barbara Klemm, mit ihren Arbeiten ihre Sichtweise auf historische Ereignisse. Im MMK wird anhand von

Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit Was ist Arbeit? Ist es das wofür man bezahlt wird? Und arbeitet eigentlich ein Tier? Diese und viele weitere Fragen versucht die Ausstellung im Senckenberg Museum zu beantworten. Der Duden wartet mit mehreren Definitionen von Arbeit auf, u.a. mit diesen beiden: „das Arbeiten, Schaffen, Tätigsein, das Beschäftigtsein mit etwas […] Mühe, Anstrengung, Beschwerlichkeit, Plage“. Manch einer arbeitet gerne, einige ver-

dienen viel Geld mit ihrer Arbeit, andere wenig, wieder andere haben erst gar keine. Die Arbeitswelt ist eine andere geworden im Zuge der Globalisierung: „Die Vorstellung eines einmal erlernten Berufs, der den Platz des Einzel-

F RIZZ

Werbefotografie gezeigt, „dass auch solche Bilder Sehen, Geist und Körper formen“ und im MMK Zollamt stehen Celebrity- und Glamour-Fotografien im Mittelpunkt. Sohra Nadjibi P Frankfurter Kunstverein (Markt 44) & MMK+MMK Zollamt (Domstr.10) Bis 8.7. Di-So 10-18, Mi 10-20 Uhr

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nen in der Gesellschaft markiert, sein Leben rhythmisiert und individuellen Sinn gibt, lässt sich heute kaum mehr realisieren“. In fünf Rauminstallationen mit multimedialen Inszenierungen, Interviews mit über 100 Menschen und einer Spur der Tiere geht die Ausstellung oben genannten Fragen nach, wie diese in unserer Gesellschaft beantwortet werden und welche Widersprüche sich dabei Sohra Nadjibi ergeben. P Historisches Museum im Senckenberg Museum/ _Wolfgang-Steubing-Halle_Senckenberg-Anlage_1.5.-16.9. Mo/Di+Do/Fr 9-17, Mi 9-20, Sa+So 9-18 Uhr

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FRIZZ Das Magazin Frankfurt Mai 2012  

Stadtmagazin Frankfurt & Vordertaunus

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