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28 Tontraeger 0418 LE:! Muster HA 23.03.18 11:33 Seite 28

TONTRÄGER

präsentiert von on

N Text: Andreas Zagelow

T I P P D E S M O N AT S

POP

Drei Millionen verkaufte Alben. Man kann sich wohl nicht vorstellen, wie viel Druck auf George Ezra lag als er mit dem Nachfolger seines schwer erfolgreichen Debüts begann. Also schnappte er sich seine Gitarre und flog weit weg. Seinem folkigen Pop hat das rundum gut getan. „Staying At Tamara’s“ hat leichtfüßige Singles, Hitmelodien, ein paar Bläser. Und natürlich Georges tiefe MarkenzeichenStimme. Ein Album, dass einem die letzte Winterkälte aus den Knochen treibt. „Ein Album, dass einem die letzte Winterkälte aus den Knochen treibt.“ George Ezras Neuling „Staying At Tamara’s“

Alma

Lexy & K-Paul

„Promise“

Label: Virgin • VÖ: 02.03.2018

Label: The Bank Music / Kobalt • VÖ: 09.03.2018

Nach dem einen oder anderen Soloausflug der beiden Herren, machen Lexy & K-Paul auf ihrem neuen Album „Peilschnarten“ wieder das, was sie gemeinsam am besten können: Clubbeats mit poppigen Melodien. Die 14 Tracks klingen etwas ernster und cooler als bisher – auch wenn die beiden auf dem Cover wieder ihrem UnterwäscheFetisch erlegen sind. Lassen Sie sich davon und von kryptischen Songtiteln wie „schlingelFLANKER“ und „schnabelELCH“ nicht verschrecken – „Peilschnarten“ ist das reifste und beste Album ihrer Karriere. Und die Open-Air-Premiere steigt zu Pfingsten auf dem SPUTNIK Spring Break.

Hätte Alma ihre bisherigen Radiohits und die gemeinsamen mit Felix Jaehn und Martin Solveig dazu gepackt, wäre ihr Debütalbum fertig gewesen. Doch die Finnin mit den leuchtend gelbgrünen Haaren legt mit dem „Heavy Rules Mixtape“ nun erstmal ein Minialbum vor – das allerdings mit komplett neuen Elektropop-Songs. Mindestens zwei Hits hat Alma mit „Dance For Me“ und „Good Vibes“ auch bei diesem Format am Start, der Rest ist solides, mit HipHop-Elementen versetztes Material. Ob es je ein AlmaAlbum geben wird, steht in den Sternen. In Zeiten von Streaming-Playlisten braucht es d die mehr unbedi ie jjaa ni nicht ichtt m ehr hrr u unb nbenb e dingt. ngt. t.

Noch einer, der in kleinen Schritten aufs große Debütalbum zusteuert. Mit „Please Don’t Lie“ hat Hugo Helmig aus dem Stand einen Hit aus Dänemark in die Welt geschickt, für die „Promise“-EP ergänzt er diesen um vier weitere Songs. Die klingen sanft und nachdenklich, passen gut zu den melancholisch-klagenden Texten des Dänen. Helmig spielt mit Elektround Soul-Sounds, bleibt im Kern aber immer getragener Pop. „Promise“ zeigt so einerseits, dass man mit 20 schon überraschend reif klingen kann. Andererseits aber auch, dass bei seinen Songs durchaus noch Luft nach oben ist.

FRIZZ April 2018

POP

„Heavy Rules Mixtape“

Label: MusicIsMusic • VÖ: 06.04.2018

ELEKTROPOP

„Peilschnarten“

ELEEKTRO

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Hugo Helmig

George Ezra

„Staying At Tamara’s“ Label: Columbia • VÖ: 23.03.2018

Nach dem Erfolg Ihres ersten Albums waren Sie u. a. zum ersten Mal in New York. Das war sicher überwältigend, oder? Definitiv. Da lernt man ein ganz neues Level von Müdigkeit kennen, wegen der Zeitzonen. Manchmal weiß ich gar nicht, in welcher ich gerade bin. Ich kenne meinen Terminplan nur für den aktuellen Tag, tatsächlich aber ist er Monate im Voraus gefüllt. Der unglaublichste Popstar-Moment in den letzten beiden Jahren? Einige kann ich nicht verraten (lacht). Aber ich bekam eine private Tour durch das Weiße Haus, als Obama dort war. Und bei der Nasa konnte ich mir auch alles anschauen. Fantastisch! In Budapest haben Sie auch haltgemacht. Gab es die Ehrenbürgerschaft für Ihren Hit über die Stadt? Irgendwas habe ich bekommen, ja. Sie haben sich bedankt, ich weiß nicht mehr genau, was es war. Die Stadt ist toll, und der Song ist es auch immer noch, live spiele ich ihn am liebsten. Wo entstand dann „Staying At Tamara’s“? Es begann in Barcelona. Ich musste raus, etwas Neues erleben, also buchte ich ein Airbnb-Zimmer und zog bei einer komplett Fremden ein. Das war Tamara. Sie hatte ständig Leute um sich, und nach ein paar Tagen merkte ich, dass es alles Musiker, Designer und Künstler waren. Ich bin dann tagsüber durch die Stadt gelaufen, ganz langsam und habe mir die Zeit genommen, Neues zu sehen. Das Album ist draußen, eine Welttournee steht an. Und als ob Sie noch nicht genug zu tun hätten, gibt es jetzt auch noch einen Podcast von und mit Ihnen. Er heißt „George Ezra and Friends“. Dafür treffe ich Musiker und rede zwei Stunden mit ihnen. Daraus werden dann 40 Minuten Podcast. Mein erster Gast war übrigens Ed Sheeran!

Frizz 0418 Leipzig  

Frizz 0418 Leipzig

Frizz 0418 Leipzig  

Frizz 0418 Leipzig

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