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Grenzg채nger


Das Gefühl auf der Grenze zu stehen, sich nicht entscheiden zu können auf welcher Seite man steht, wer man ist, sein möchte, sein soll. Oder das „Glück“ sich nicht entscheiden zu müssen, weil man beides haben kann.


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R E n A P A J D hE ER. sinPisC Äng g Y Z t En gR

Auf der einen Seite sind sie sehr offen und modern geprägt (weit offener als viele westliche Länder), aber auf der anderen Seite sind �radition und Vergänglichkeit immer noch sehr wichtig in der japanischen Gesellschaft. Das Leben einer jungen Japanerin ist voller Gehorsam ihrer Familie gegenüber, sie befolgt die vorgelegten Regeln, lernt und arbeitet äußerst diszipliniert und zeigt Fremden gegenüber ein distanziertes und kontrolliertes Verhalten. So scheint es zu sein, aber ist es nicht der schöne Schein der hier trügt? Denn in den Momenten, in denen diese junge Frau ihre Maske abnimmt und uns ihr wahres Gesicht zeigt, sehen wir, dass sie ihren Gefühlen und Leidenschaften nachgibt …

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Vernunft oder Gef端h Dieses Wechselspiel z schen Kontrolle und Kontrollverlust spie sich in der f端r Japane so typischen Doppelm wieder. Strenge Hiera chien und klassische Rollenverteilungen p das Familienbild, dess soziales Ansehen von groSSer Bedeutung is


hl? zwi­ d egelt er moral ar­

prägen sen n st.

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DRUCKE Die 2 japanischen Künstler Hiroshi Sugimoto und Nobuyoshi Araki haben mit ihren Fotografien Sandra Marxmeier zu ihren Druckmotiven inspiriert. Sugimotos Arbeiten sind fast ausschließlich in schwarz/weiß gehalten. Eins seiner Werke („Pine �rees“) zeigt Kiefernbäume aus dem kaiserlichen Palastgarten. Die Kiefer hat in der japanischen Kultur eine besondere Bedeutung: sie steht für ein langes Leben, Alter, Größe und Würde. Sugimoto arbeitet nach dem Konzept der Serien, indem er einzelne Bildideen über längere Zeit konsequent verfolgt.

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Arakis Werk ist hingegen stark von der Alltagsästhetik des heutigen Japan geprägt, dem Lebensgefühl der japanischen Großstadt mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Seine Arbeiten sind erotischen Inhalts und die meisten davon schockierend. Er gilt als Chronist des modernen Japans.


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Foto­shooting Anstelle der erwartet stereotypen Umgebung tritt das Fotomodell in eine untradi­tionelle, neuzeitliche. Beton beraubt den Raum, in dem die Mode von Sandra Marxmeier präsentiert wird, jeglicher natürlich entwickelter Form; so wie es zur Urbanisierung und Anpassung des japanisch-ländlichen Gebietes im ganzen Lande verwendet wird. Der Stahlbeton-Zweckbau mit öffentlichem oder funktionalem Hintergrund schiebt sich als optionsloser Kontrast vor die konventionell gestalteten Gebäude des alten Japan und Beton greift sogar kontrollierend in Flussbetten und zur Küstenbefestigung des Landes, das sich modernistisch und erdbebensicher präsentieren will, dabei aber seine Herkunft nicht leugnen kann.

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Mit Posen präsentieren sich die Mädchen scheinbar stark und unnahbar, hinter ihrer Fassade jedoch lässt Mareen Fischinger ihre Modelle fallen, und scheinbar fliegen sie sogar ungehalten durch den Raum – die Gravitation ist wie aufgehoben und die Gravität in Frage gestellt. Wer legt fest, an welcher Seite sich der Boden befindet?

Hartes Licht kommt von einer Seite, es bilden sich Schatten, teils sehen wir Nebel – befinden wir uns überhaupt in einem Gebäude? Anonymisiert und in einem schwarzen Mantel bedecken sich die Modelle und verschwinden in der heutigen Welt des erdbebenfesten Japan.


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Mode Fotografie Make-up / Haare Modelle Gestaltung Booklet

Sandra Marxmeier (AMD) Mareen Fischinger Anika Hischer Laura-Elisa, Simone und Denise Johannes Henseler © 2008, Düsseldorf Germany


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