Issuu on Google+

GRATIS aber nicht umsonst

| J채nner 11 | 00


Online-Magazin

Print-Magazin

Events

.at


in der Ausgabe null-null:

seite 4

in eigener sache hobbies: tanzen reisen: hamburg nordisch by nature

seite 8

cyber nazis

seite 10

ZARA

Cover & dieses Foto Babsi

seite 6

seite 5

FEINDBILD seite 11 JUGEND

seite 18

für lesefaule mode: wie wir uns kleiden

seite 26

seite 21

wie man einen film macht

seite 23

medien: facebook

seite 25

kultur: theaterkritik

seite 27

MATURA --> ausland jugend - die gefahr

seite 30

seite 19

jugend und milieu

the carls| kolumne

seite 28

seite 15

seite 29

yann tiersen veranstaltungen| impressum

seite 31

Ne ues Jah r, ne ues Maga

zin.

von „frischluft – das t sich die Nullnummer In deinen Händen befinde in“. unabhängige Jugendmagaz in dieser Ausgabe ab “ ist die Frage die wir uns ild? ndb Fei ein end Jug die „Ist Internet bewegt, hat Jugend bekanntlich gerne im die sich Da . len stel 11 te Sei fahren bei Facebook te 25 angeschaut, welche Ge Sei ab ber Hu in ent Val sich Media Plattform der en es zur beliebtesten Social ativ ern Alt che wel und ern lau Welt gibt. ressant ins Theater zu es vielleicht mal wieder inte Apropos Alternativen, wäre lich Pia Nives Welser zu sitzen? Genau das hat näm gehen, anstatt vor der Glotze Seite 26 zu finden. getan, ihre Kritiken sind auf drehen? Tu es! Eine r unser Heft einen Film übe ude Fre vor st nte kön Du hat sich auf Seite 10 ab Seite 24. Michael Straub du est find u daz ung leit An und Daniel Jamritsch mus Plattform ZARA treibt, ssis tira An die was hen ese ang Szene begeben, mehr ch österreichische Cybernazidur se Rei e ein auf sich hat dazu auf Seite 8. Koller hinter sich. Jaqueline Gam und Sarah Erfreulichere Reisen haben te 6 die Ehre, Sarah bereist und gibt sich auf Sei Jaqueline Gam hat Hamburg im Ausland ausschaut, mit längeren Aufenthalten Koller klärt euch auf wie es te 28. Tasche hat und zwar auf Sei sobald man die Matura in der en uns einen Haxen chluft-Team und ich, wir freu fris das en, sag zu bt blei Mir & Medienplattform ft-Magazin der Jugendkulturchlu fris e erst das s das , aus Wer Fehler findet darf res auf der nächsten Seite). aue (gen ist da lich end t Q.a jun sie behalten. uns, aber erzählt auf n es sein muss beschimpft Feedbackt, kritisiert und wen gibt! jeden Fall weiter, dass es uns

Für das frischluft-Team Daniel Friesenecker Chefredakteur

03

Inhalt/Editorial

5 dinge


In eigener Sache

mehr von den Leuten

... oder: Wer sind die überhaupt? Daniel Friesenecker gibt Antwort.

.at

Du hältst es also in Händen, unser brandneues Magazin. Glückwunsch! Hinter diesem Heft verbirgt sich jede Menge Herzblut und Einsatz von jungen Menschen, die sich zum Ziel gesetzt haben ein Magazin herauszubringen, das dich auch wirklich interessiert.

In eigener Sache

Hinter frischluft – dem unabhängigen Jugendmagazin, steht kein Verlag, keine Partei und keine Gönner, denen die Redaktion etwas schuldig wäre. Das beweist auch die Tatsache, dass uns einige Förderstellen und Politiker bei der Finanzierung dieses Hefts so richtig an der frischen Luft hängen lassen. Aber dadurch kann frischluft sicherstellen, wirklich unabhängig zu agieren und Themen wählen, die du so in anderen Jugendmagazinen nicht lesen würdest. Das Magazin das du vor dir hast, ist eines der Projekte der Jugendkultur- & Medienplattform junQ.at. Die Plattform hat es sich seit 2008 zur Aufgabe gemacht ein offen zugängliches Sprachrohr für junge Menschen zu sein. Was mit keinem Geld, dafür mit umso mehr Einsatz begonnen hat, ist heute ein Treffpunkt für offene junge Menschen die Spaß daran haben ihre Umwelt aktiv, unter Einsatz journalistischer Werkzeuge, mitzugestalten. Neben dem Magazin frischluft, betreibt junQ.at auch das Onlinemagazin subtext.at und veranstaltet in regelmäßigen Abständen sogenannte Qlashs (http://qlash.at), also Parties und Konzerte mit lokalen, nationalen (manchmal auch internationalen) Bands, in den meisten Fällen wird dort kein Eintritt verlangt, um Jugendlichen ein angemessenes und altersgerechtes Kulturangebot zugänglich zu machen.

Ehrenamtlich aber nicht umsonst All diese Aktivitäten haben nicht zum Zweck, dass sich einige wenige bereichern. Sämtliche Tätigkeiten bei junQ.at und den zugehörigen Projekten werden ehrenamtlich, also ohne Bezahlung, geleistet. Dafür erhalten die Aktiven jede Menge Erfahrung, bekommen Zugang zu Bereichen die sie normalerweise nicht zu Gesicht bekommen würden (besonders beliebt sind dabei Backstagepässe bei Berichterstattungen von Konzerten), und treffen Menschen des öffentlichen Lebens die ihnen im Rahmen von Interviews Frage und Antwort stehen. Es ist der Spaß an der Arbeit, der alle Beteiligten antreibt. Wenn auch du Lust hast mitzuarbeiten, steht dir der Zugang zu frischluft jederzeit offen, melde dich einfach unter office@frischluft.at. Wir suchen neben RedakteurInnen, auch GrafikerInnen, FotografInnen oder ProgrammiererInnen. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht, und da noch keinE MeisterIn vom Himmel gefallen ist sind auch keine Vorkenntnisse notwendig. Auch wenn du nicht mitarbeiten möchtest, die frischluft-Redaktion sitzt nicht im Elfenbeinturm und weiß alles besser: feedbacken und klugscheißen ist erlaubt. Da wir alle Artikel auch auf der Website www.frischluft.at veröffentlichen werden, kommentiere doch einfach.

04

und


Tanzen – ein gefühl? kaufmännischen Palais oder anderen größeren Locations statt. Jedes Jahr beginnen wieder hunderte Schüler den Tanzkurs, verlieben sich in ihre(n) TanzpartnerIn und eröffnen dann mit ihm oder ihr sogar auf einem von vielen Debütantenbällen. Doch neben Standarttanz gibt es auch viele andere Möglichkeiten sich zur Musik zu bewegen. Hip Hop und Ballett gehören zum Standard jeder ordentlichen Tanzschule, jedoch findet man auch Steppkurse und Musicaltanz im Programm der Linzer Tanzschulen. Sogar „Cheerleading“ kann man seit ein paar Jahren ausüben. Viele im jugendlichen Alter bekommen Lust zu tanzen. Aber die meisten denken sich sie wären schon zu alt, um jetzt noch anzufangen. Es ist egal, wie alt man ist, hauptsächlich geht es doch um den Spaß, den man dabei haben kann. Jeder, der will, sollte es mal probieren. Auch wenn Hip Hop vielleicht nicht den eigenen Musikgeschmack trifft, stört diese Tatsache beim Tanzen meist gar nicht und im Notfall kann man es ja auch mit anderer Musik oder anderen Tanzstilen probieren. Vielleicht entdeckt man ja ein schlummerndes Talent in sich oder lernt einfach nur neue, nette Leute kennen.

Vor allem Jungs sind in Tanzschulen heiß begehrt. Doch leider gilt beim männlichen Geschlecht das Tanzen meist als reine Mädchensache, was aber nur ein typisches Vorurteil ist. Ich selbst habe 2 Jahre getanzt und war der einzige Junge in einer Gruppe von 12 Personen. Die Annahme, dass man als Tänzer „schwul“ wirkt, ist fast schon lächerlich, wenn man bedenkt, dass man sich als einziger Junge unter lauter meist hübschen Mädchen befindet und ihnen dann auch noch beim Tanzen zuschauen kann. Außerdem gibt es ja noch Tanzarten wie Breakdance, die sowieso vom männlichen Geschlecht dominiert ausgeübt werden und eine Herausforderung an Körper und Geist sind. Man kann das Breakdancen auch in Linz ausführen. Auch für junge Menschen die keine Zeit haben einmal in der Woche einen Tanzkurs aufzusuchen, weil sie außerhalb wohnen, viel lernen müssen oder arbeiten, bieten Tanzschulen spezielle Kurse an, die dann nur in den Ferien und dafür jeden Tag stattfinden. Habt ihr Lust bekommen es mal auszuprobieren, wisst aber nicht wo ihr hin sollt? Keine Sorge, frischluft kann helfen! Einfach mal unter www.frischluft.at schauen, da findet ihr einen ausführlichen Beitrag über ausgewählte Linzer Tanzschulen, was für Kurse sie anbieten und wie einsteigerfreundlich sie sind. Text Valentin

»Es ist egal, wie alt man ist...«

05

Hobbies

Linz tanzt. Jedes Jahr finden viele Bälle im


Reisen

Nordisch by Nature

* *Fettes Brot

Meine Reise begann im Sommer 2009. Voll gestopft mit Vorurteilen, schwärmerischen Geschichten und ein paar warnenden Worten machte ich mich auf den Weg, diese Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Was ich erlebte, lässt mich nicht mehr los. HAMBURG, das ist eine Liebeserklärung.

N David Liuzzo/CC-Lizenz

ach meiner Ankunft ging alles rasend schnell. Um nicht von Liebe auf den ersten Blick zu sprechen - ich war überwältigt. Hamburg ist eine der urbansten aber gleichzeitig grünsten Städte der Welt, (es gibt ein Gesetz das besagt, dass für jeden gefällten Baum in Hamburg zwei gepflanzt werden müssen) nahezu jeder erdenklicher Landschaftstyp ist vertreten. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Kultur und Freizeitangebot wider, ich übertreibe nicht wenn ich sage, in Hamburg ist alles möglich. Besonders empfehlen kann ich die Hafenrundfahrten und die Touren durch die Speicherstadt, da man zu Schiff mehr von der ganzen Stadt sieht als zu Fuß. Der Hafen

06

übt besonders für Binnenländler wie uns eine Art magische Anziehungskraft aus. Wer doch lieber am Land bleibt sollte am Fischmarkt unbedingt ein Fischbrötchen essen, es wird sämtliche Ansprüche an frischen Fisch nachhaltig verändern. Um bei kulinarischen Genüssen zu bleiben – von dem viel gehypten ASTRA Bier ist eher abzuraten, es ist trendy, kann die geschmacklichen Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Meine Freizeit habe ich im Sommer liegend an der Binnenalster verbracht, im Winter ist dort ein wunderschöner Christkindlmarkt (der im hohen Norden Weihnachtsmarkt genannt wird, das Christkind kommt nämlich nur zu uns). Besonders interessant wird es bei Nacht. Die Reeperbahn ist


Reisen

auf alle Fälle einen Blick wert, ist aber für junge Frauen und Männer unter 18 eher uninteressant, da es strenge Kontrollen an den Eingängen gibt und es sich dabei fast nur um Striplokale handelt. Die Polizeipräsenz ist sehr hoch und die Besucher meist Touristen oder Polterabendgesellschaften. Wer sich dafür nicht interessiert ist besser auf der Sternschanze aufgehoben, das ist die erste Adresse für die (linke) alternative Party und Konzert Szene, es lohnt sich auch tagsüber dort vorbeizuschauen. Wer jetzt meint, Hamburg wäre nur ohne die Hamburger schön, dem muss ich widersprechen. Ich habe die Einheimischen als warmherzig, freundlich und sehr weltoffen kennen gelernt. Von Engstirnigkeit und Gefühlskälte keine Spur, nur der Humor ist sagen wir einmal gewöhnungsbedürftig, aber deswegen noch lange nicht weniger reizend. Um auf ein weiteres Vorurteil einzugehen: Ja, Hamburger haben eine Arbeitsmoral „die sich gewaschen hat“, aber sie können verdammt nochmal auch feiern (und sie tun es auch.) Für mich steht fest – Hamburg lässt mich nicht mehr los. Es ist ein Ort der für mich Freiheit, Geborgenheit und Sehnsucht bedeutet, eine vertraute Stadt mich immer wieder überrascht. Sie eignet sich sowohl für einen Kurztrip, eine Auszeit, die Suche nach dem großen Vielleicht als auch für einen Neuanfang. Hamburg wirst du lieben, da bin ich mir sicher.

Text Jaqueline Fotos earlyphotograp

hy.at

07


11 01 10 01

Das unabhängige Jugendmagazin

Einfach mal ausprobieren? Selbst aktiv werden?

Wer wir sind?

Anzeigen

Ein Magazin von jungen Menschen für junge Menschen.

frischluft sucht ständig neue MitarbeiterInnen. Egal ob als FotografIn, RedakteurIn oder LayouterIn, dein Einsatz ist gefragt.

Du hast einen Text den du veröffentlichen möchtest? Schick uns deine Arbeit, wir melden uns bei dir. Oder komm bei einem unserer Meetings vorbei.

Interesse?

Einfach mal melden.

Was unser Ziel ist?

4 mal pro Jahr ein Jugendmagazin herauszubringen das junge Menschen wirklich interessiert.

Lust bekommen oder einfach „nur“ Feedback geben? office@frischluft.at http://www.frischluft.at http://www.facebook.com/junQ.at

Jugend in Aktion

Das EU-Förderprogramm für Jugendliche

Wie lebt es sich in Lettland? Was treiben junge Leute in Spanien den ganzen Tag so und wie träumt es sich eigentlich in dänischen Betten? - Du möchtest wissen, wie das Leben anderswo spielt? Was andere Jugendliche denken und wie ihr Alltag aussieht?

D

ann ist „Jugend in Aktion“ genau das Richtige für dich: Das EU-Programm fördert den Austausch zwischen jungen Menschen. Insgesamt 885 Millionen Euro stehen bis zum Jahr 2013 bereit, von denen Jugendliche in 31 Ländern Europas profitieren. Wer ein Hip-HopProjekt zusammen mit ungarischen Jugendlichen organisiert, zur Jugendbegegnung nach Portugal startet oder freiwillig in einem Jugendzentrum in Finnland arbeiten möchte, kann auf Förderung aus dem Jugendtopf hoffen. „Ziel ist es, junge Leute zu motivieren selbst aktiv zu werden und an der Gestaltung eines gemeinsamen Europas mitzuwirken. Jugend in Aktion richtet sich vor allem an jene Jugendliche, die sonst wenige Chancen haben Auslandserfahrungen zu machen“, erklärt Gerhard Moßhammer, Leiter der Nationalagentur „Jugend in Aktion“, die Intention des Programms. Mitmachen können junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren. Die Qualifikationen, die sie dabei erwerben, werden künftig europaweit mit einem „Youthpass“ belegt. Fünf Mal im Jahr haben Jugendliche die Chance ihre Projektideen einzureichen: 1. Februar, 1. April, 1. Juni, 1. September und 1. November. Mehr Infos unter www.jugendinaktion.at

08


11010001000011111 010100101001000100 100001000100 100100111101000 100001111010010 001000010001 0010100010011111 100100100100101001001001 010

CYBER-NAZIS. Eine Exkursion in den austropatriotischen Antiislamismus im Internet.

A

ls ausländerfeindlich sehen sich die UserInnen des Blogs „SOS-Heimat“ nicht - nach dem Vorbild der Freiheitlichen wird hier auch sehr wohl zwischen guten und schlechten AusländerInnen unterschieden. Der Schwerpunkt der Berichterstattung liegt, wie es für ein patriotisches Online-Forum üblich ist, auf den sg. „zersetzenden Elementen unserer Heimat und Gesellschaft“, den kriminell gewordenen MigrantInnen in Österreich. Täglich werden Medienbeiträge über von MigrantInnen verübte Verbrechen, die angebliche Diskrimierung von autochthonen Österreichern von den linken Parteien, die nicht in das Weltbild des österreichischen Nationalisten passen und Theorien über eine islamische Weltverschwörung veröffentlicht. Das alles auf dem Fundament - so rühmt man sich - der politischen Inkorrektheit und des emotionsbetonten Populismus, ähnlich dem deutschen Pendanten, dem rechtsextremen Nachrichtenportal „PI-News“.

Träger der fremden Kultur müssen das Land verlassen“, „Raus mit dir, in den Iran. Der Kran wartet schon“, „Migration gehört weltweit, gebrandmarkt, verurteilt und bekämpft“, „Mögen sie (Anm.: die türkische Volksgruppe) an ihrer Dummheit ersticken“, „Einwanderungspolitik ist Völkermord“. Es ist nun keinesfalls so, dass man sich von Rechtsextremen mehr Substanz als die dargelegten Reaktionen auf sachliche Diskussionsversuche über den Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität, die zwar tatsächlich zusammenhängen mögen, sich aber keinesfalls kausal beeinflussen, erwarten dürfte. Vielmehr sind diese Entgegnungen ein weiterer, frustrierender Beleg für die Schwierigkeit, argumentativ gegen von Rassismen geprägte Meinungen Rechtsextremer vorzugehen - weder über reale Debatten, noch über den Weg der Telekommunikation, deren Möglichkeit zur internationalen Vernetzung rechtsextremer Gruppen sich in den letzten Monaten erneut verstärkt neofaschistische Publizisten angenommen haben.

Jede der Veröffentlichungen kann von den Besuchern der Seite kommentiert werden. Von dieser Möglichkeit machen - in der Relation zur kleinen österreichischen Bloggerszene - überdurchschnittlich viele Gäste Gebrauch, um sich über die Integrationspolitik, die politische Linke und in erster Linie über die türkische Volksgruppe zu ergrimmen. Die Chance, Kommentare zu hinterlassen und der Versuch, eine sachliche Online-Debatte mit österreichischen Patrioten zu führen, erweist sich jedoch sehr schnell als Wunschtraum. Auf meine Kommentare und Einwände gegen Diskriminierung, Gewalt und Rassismen, die sich auf SOS-Österreich zeigen, entgegnete man äußerst aggressiv: „Migranten sind Abschaum“, „Natürlich kann Gewalt mit Gewalt begegnet werden, die beste und wirksamste Maßnahme überhaupt“, „Wir können viel vom Kampfgeist der Israeli lernen“, „Rot(z)grünintegrationsromantisches Geschwurbel“, „Die

Politik/Welt retten

Wie weit geht aber diese politische Inkorrektheit konkret? Kurze Auszüge aus dem contentreichen Angebot der Seite: „Der Türk frisst nur Halalfleisch“, „Invasion von analphabetischen Ziegenf****** in unser Land“, „Der Islam ist für mich keine Religion, sondern eine Hirnkrankheit“. Die Liste der von der Redaktion veröffentlichten verbalen Attacken gegen türkische Zuwanderer auf der Internetpräsenz der SOS-Österreich-Gruppe zum „Schutz unserer Heimat, Kultur und Traditionen“ ließe sich beliebig lang fortsetzen. Seit November 2009 ist die Seite im Internet abrufbar und verzeichnete bis Anfang Dezember 2010 über eine Million Seitenaufrufe und kann somit unter den Großen der österreichischen Internetszene mitmischen. Die Medienrevolution innerhalb der österreichischen NeonaziSzene ist vorläufig auf ihrem Höhepunkt angelangt - die fragwürdigen Erfolge der Seiten von Alpen-Donau, SOS-Österreich und dem österreichischen Ableger der Altermedia-Gruppe sprechen eindeutig dafür. Die durch das Internet herbeigeführte Globalisierung der absoluten Meinungsfreiheit macht das österreichische Verbotsgesetz von 1947 quasi überflüssig. Wie man gegen eine wachsende Mobilisierung der Rechtsextremen innerhalb Österreichs durch die Möglichkeiten des Internet langfristig entgegen treten will, darüber gibt man sich auch seitens des Bundesministeriums noch weitgehend ratlos. Da die Server dieser Seiten großteils in Amerika liegen, wo Verbots- und Wiederbetätigungsgesetze rechtlich nicht gelten, ist eine Ausforschung von „Cyber-Nazis“ ein sehr schwieriger und langwieriger Prozess. Text Daniel J.

09


ZARA wird auch im Großraum Linz immer bekannter. Und damit ist ausnahmsweise nicht die Modekette gemeint. Der Name steht nämlich auch als Abkürzung für „Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit“: Ein österreichischer Verein, der sich seit 1999 dem Kampf gegen Rassismus und für mehr Zivilcourage verschrieben hat. Der Rassismus Report Politik/Welt retten

Bekannt wurde ZARA anfangs durch den jährlich herausgegebenen und auch online einsehbaren Rassismus Report. Darin werden bekannte Fälle von Rassismus und Diskriminierung dokumentiert, sowohl im öffentlichen Bereich als auch im Zusammenhang mit Behörden, Sicherheitsorganen oder unter Nachbarn. Der Report dient als Grundlage für die Arbeit von ZARA: Er widerlegt deutlich die immer wieder auftauchende Meinung, die Organisation würde „gar nicht gebraucht werden“. Die Berichte reichen von Beschimpfungen in Bus und Straßenbahn über Benachteiligung bei der Jobsuche bis hin zu ungerechter Behandlung durch die Polizei. Auch die Werbekampagne einer Speiseeisfirma („I will Mohr“) hat es in den Report geschafft.

Beratung und Betreuung Die Arbeit mit Menschen steht aber immer im Vordergrund. ZARA hat zu diesem Zweck eine eigene Hotline eingerichtet. Außerdem ist eine persönliche Beratung möglich. Kompetente MitarbeiterInnen betreuen die Betroffenen, zeigen Verständnis und können auch in Rechtsfragen aushelfen. Wenn nötig werden Gerichtsverfahren geführt. Zu diesem Zweck kooperiert ZARA mit dem „Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern“. Der Klagsverband wird auch im österreichischen Gleichbehandlungsgesetz erwähnt: Er darf sich in Verfahren, die dieses Gesetz betreffen, offiziell einmischen (Recht zur Nebenintervention). ZARA selbst hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass rassistische Diskriminierung heute rechtlich verfolgt werden kann.

Fälle melden „Es können sich nicht nur Opfer, sondern auch Zeugen an uns wenden“, betont Wolfgang Zimmer in einem „Standard“Interview. Er koordiniert die Fälle und leitet sie auf Wunsch an die Behörden weiter. Außerdem ist er als Berater tätig. „Jährlich wenden sich 800 bis 1000 Menschen an uns.“ Wobei mit dem Bekanntheitsgrad von ZARA auch die Zahl der gemeldeten Fälle wächst. Immer öfter melden sich heute auch Opfer von so genanntem „Cyber Hate“, also rassistischen oder verhetzenden Äußerungen im Internet. Foren und soziale Netzwerke sind neue, oft unterschätzte Gefahrenzonen. An den Fällen hat sich dadurch nur wenig verändert, aber die Anzahl steigt. Jede Meldung wird ernst genommen und dokumentiert. Die

10

MitarbeiterInnen bemühen sich dann, mehr zu erfahren und wenn nötig Hilfe zu leisten.

Andere Sichtweisen Ein wichtiges Ziel ist auch, die Sichtweisen der Bevölkerung zu verändern. „Oft werden Menschen mit anderer Herkunft oder Hautfarbe als Kriminelle abgestempelt“, so Zimmer. Denn Rassismus ist gibt es nicht nur bei AnhängerInnen von Rechtparteien - er geht oft von „normalen“ Menschen aus. Solche Personen handeln meist unbewusst, ihnen fehlt das nötige Hintergrundwissen. Darum bietet ZARA auch Zivilcourage-Workshops an. Viele davon finden in Schulen statt, aber auch Firmen und Privatpersonen können sich anmelden. Die Workshops klären über Rassismus im Alltag auf und zeigen einfache Mittel, um sich dagegen zu wehren.

Erfolgreich Neben Beratung und Betreuung ist Öffentlichkeitsarbeit die zweite Standsäule von ZARA: Der Report leistet hier gute Arbeit, gerät jedoch nach Veröffentlichung in Vergessenheit. Daneben erhalten Organisation und Mitarbeitende immer wieder Auszeichnungen, zum Beispiel den Bruno Kreisky Preis für Menschenrechte 2007. Auch die drei kurzen TV-Spots* zum Thema Zivilcourage, wurden prämiert. Sie schafften es auf die Bestenliste des internationalen Werbefilmfestivals in Cannes. ZARA und Partnerorganisationen sind außerdem mit zahlreichen Kampagnen in den Medien vertreten. Was sich seit der Gründung von ZARA 1999 schon verändert hat, erzählt Verena Krausneker, selbst Gründungsmitglied: „Damals war Rassismus in Österreich überhaupt kein Thema: Rassismus? Den gibt es in Südafrika, aber nicht hier!“ …und trotzdem Unterfinanziert Trotz des hohen Ansehens und der vielen freiwillig Mitarbeitenden leidet ZARA immer noch an Geldmangel. Parteien weigern sich, den Verein zu finanzieren. Einzig die Stadt Wien leistet eine dauerhafte Förderung. Es fehlt an Spenden, vor allem an langfristigen, weshalb auch kleine Beträge viel bewegen können. Auch ehrenamtliche HelferInnen sind immer gerne gesehen.

ZARA-Homepage: www.zara.or.at Text Michael


Medien

Foto juliadresch.com

11


Coverstory

M

Text Daniel F.

edien prägen ein Bild von Jugendlichen. Leistungsdruck und Jugendarbeitslosigkeit drücken sich oft durch Gewalt aus. Facebook und soziale Netzwerke werden von Medien als Verursacher von Verbrechen identifiziert. TV-Dokumentationen zeigen niveaulose, junge Betrunkene. Das prägt das Jugendbild der Bevölkerung. Jeder junge Mensch könnte ein Verbrecher sein. Positive Aspekte oder die Hintergründe, der sich ständig verändernden Welt junger Menschen bleiben weitgehend unbeleuchtet.

„... und so behindert reden und so. Deppad schrein und so kaun i a, vastehst, i hob wenigstens Niveau und so, ...“ meint die Protagonistin aus der ATV Serie Saturday Night Fever und prägt damit ungewollt ein Jugendbild mit. Verfolgt man vor allem Massenmedien, könnte man den Eindruck gewinnen die Jugend besteht aus betrunkenen, internetsüchtigen Soziopathen die sich ausschließlich dem Konsumzwang hingeben. Medien wie BRAVO, große TV-Konzerne und Radiostationen zeichnen Verantwortlich für das Image von Jugendlichen. Doch wie weit liegt die mediale Aufbereitung von der Wirklichkeit entfernt? Das letzte Vierteljahrhundert ist von verschärften Bedingungen für Jugendliche geprägt. Komasaufen, Vandalismus und Gewalt solle unterbunden werden. Dazu wurde zB der Einsatz von Mitteln wie Mosquitopfeifen diskutiert. Jung zu sein bedeutet immer öfter die „Sippenhaftung“ für einige wenige Ausnahmen zu übernehmen. Fakt ist, dass ein wesentlicher Teil des österreichischen Sozialsystems auf jungen Männern aufgebaut ist. Zivildiener, einst als Muttersöhnchen belächelt, sind heute nicht mehr wegzudenken. Verkürzungen von Zivildienstzeiten führen zu massiven Protesten bei Sozialeinrichtungen, da diese auf die billigen Arbeitskräfte angewiesen sind.

Online – die neue Gefahr In Zeiten von Facebook, Smartphones und allgegenwärtigem Internet macht ein neues Vorurteil die Runde. Jugendliche versumpfen regelrecht im Netz und schaffen es kaum mehr Sozialkontakte wahrzunehmen. Sehr oft wird dabei übersehen, dass das Internet Jugendliche effizienter lernen und beobachten lässt, sowie den Horizont erweitern kann, da Entfernungen immer weniger relevant werden. Für diese Generation gibt es mittlerweile auch einen anerkannten Fachbegriff: Sie sind Digital Natives, also Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind und wie selbstverständlich damit umgehen. Nun soll gar nicht behauptet werden, dass das gesamte Netz pädagogisch wertvollwäre. Illegale Download bleiben illegal und sich stundenlang mit Funvideos den Kopf weichzuklopfen, bleibt Zeitverschwendung. Allerdings fehlt im Bildungssystem auch ein offener Umgangmit diesem Angebot im Internet. Schulfächer wie „Medienkompetenz“ werden zwar überlegt, aber (noch) nicht umgesetzt. Jugendliche bewegen sich täglich und routiniert im Netz, daran ändert auch die Propaganda konservativer Medien nichts. >>

Mosquitopfeifen

e im für junge schrille Pfeifen die unangenehme Tön ch verursachen Menschen hörbaren Ultraschallberei

12


Vielmehr werden in Zukunft genau diese jungen Menschen gefragte Arbeitnehmer. Menschen wie Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, haben es vorgemacht. Geübter Umgang mit den neuen Technologien, eine gute Idee, und schon ist man ist der jüngste Milliardär der Welt. Zu Milliardären werden diese jungen Leute natürlich nicht alle werden, aber sie werden sich zu vernetzen und mit dem ihnen zur Verfügung gestellten Wissen umgehen können.

Der soziale Druck ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Junge Menschen müssen mehr leisten als früher. Dazu kommt, dass es zu wenige qualifizierte Arbeitsplätze für die Jungen gibt und die Jugendarbeitslosigkeit die Politik seit Jahren beschäftigt. Wo mehr Arbeitslosigkeit, da mehr Kriminalität – eine Negativspirale, der politisch entgegengewirkt werden sollte.

Medien zeichnen Bilder Wien. Ein junges Mädchen ersticht die eigene Mutter, weil ihr diese Facebook-Verbot erteilt hat. Die Schlagzeilen tags darauf geben ein Bild eines internetsüchtigen Teenagers wieder. Die Sucht war so stark, dass das Mädchen nicht einmal vor einem Mord zurückschreckte. Was die Massenmedien allerdings nicht zeigen: Das soziale Umfeld der Jugendlichen ist alles andere als ideal. Niedriges Bildungsniveau, finanziell schwacher Hintergrund, insgesamt am unteren Ende der Gesellschaft wächstdieses Mädchen auf. Sozialer Druck, sowie mangelnde Zuwendung und Erziehung wurde dem Mädchen nie vermittelt – doch ein facebooksüchtiger, mordender Teen macht sich auf den Titelseiten der hiesigen Medien besser, als die Erkenntnis über fehlende oder falsche soziale Betreuung.

Drogenkinder? „Jugendliche nehmen unkritisch und wahllos alle möglichen Drogen“, titelte ein Gratis-Kleinformat vor einigen Monaten. Wenn dem so ist, dann ist das ein Problem und bedarf der Aufklärung: Aufklärung durch partnerschaftliche Erwachsene. Drogen sind für viele Betroffene ein Ausweg aus Krisensituationen. Schulstress, Leistungsdruck und die Angst Erwartungen nicht erfüllen zu können, werden immer größer.

Die „Jugend von heute“ ist aber nicht nur heute ein Thema, sie war es auch schon vor über 4000 Jahren ein Reizthema. So findet sich in einer Keilschrift aus Ur/Caldää die Aussage: „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen hören nicht auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.“ ... und die Menschheitist immer noch da.

Jugendliche sind krimineller geworden! Immer wieder werden Statistiken zum Thema Jugendkriminalität zitiert um zu demonstrieren, wie dramatisch sich die Situation in den letzten Jahren verschlechtert hat. Vergessen wird dabei, dass hier Verbrechen gemessen werden, die vor einigen Jahren noch gar nicht möglich waren. Illegale Downloads wurden erst Thema, als Plattformen wie Napster und Rapidshare aufkamen und sind heute ein wirkliches Problem für die Unterhaltungsindustrie, da diese auch finanziellen Schaden anrichten. Die Eltern der meist jungen Downloader, halfen sich noch mit dem Überspielen von Audiokassetten und deren Verfolgung war nicht wirklich zu gewährleisten. Der Tatbestand war im Wesentlichen der gleiche, die neuen Technologien haben ihn nur effizienter gemacht, zu effizient.

Wie ist eure Meinung dazu? Sind Jugendliche gefährlicher/aggressiver/gefährdeter als früher? Schreibt uns doch LeserInnenbiefe oder –mails an office@frischluft.at

Was Jugendliche zur Gesellschaft beitragen? Ohne Zivildiener würde das Pflege- & Rettungswesen zusammenbrechen. Jugendliche Zivildiener stützen das derzeitige System in Österreich. Unbezahltes Praktikum: jedes Jahr werden unzählige Praktikumsplätze vergeben, viele sind unterbezahlt, manche völlig ohne Bezahlung. Das Argument für solche Praktiken: die Möglichkeit Erfahrung zu sammeln. >>

13

Coverstory

Ein gesellschaftliches Umdenken hin zum Aufbau einer selbstbewussten und offenen Jugend, anstatt des ständig erhoben Zeigefingers, würde einer solchen Negativentwicklung nachhaltig entgegenwirken. Schließlich kann die Betreuung von Süchtigen nur die Symptome bekämpfen, die Ursache der Süchte jedoch nicht.


Meinungsmache

Die Top TV-Sendungen die fragwürdige Jugendbilder vermitteln. Die Schulermittler Saturday Night Fever Die Ausgeh-Gewohnheiten von Jugendlichen werden im Dokutainment Stil verfolgt. Dabei bewegt man sich hauptsächlich bei Großevents und in Großraumdiskotheken. Die Jugendlichen werden dümmlich, hormongesteuert und meist betrunken dargestellt

Rachs Restaurantschule

Coverstory

Nach dem Vorbild eines Jamie Oliver Projekts werden Jugendliche unter dem Vorwand, Ausbildungsplätze anbieten zu wollen, präsentiert. Dabei werden gezielt soziale Schwächen aufgezeigt.

Unter dem Vorwand der Jugendarbeit stellen junge Schauspieler laienhaft dar, welch untragbare Zustände an öffentlichen Schulen herrschen. Drogenkonsum, Gewalt und Alkoholmissbrauch stehen an der Tagesordnung.

Infotainmet Reportagen

Zahllose Reportagen zu Maturareisen und Massenevents zeigen betrunkene Jugendliche die sich hemmungslos ihren sexuellen Trieben hingeben.

duell?

Ein endloses Generations

Text Corinna

D

ass damals alles besser, schöner, billiger, und vor allem freundlicher war, bekommt man als junger Mensch häufiger zu hören als einem lieb ist. Doch dieses Damals, von dem so gerne gesprochen wird, lässt sich rückblickend gar nicht leicht erfassen. Die Schwierigkeit dabei besteht darin, dass jeder Mensch nur über sein persönliches Damals sprechen kann. So gibt es zwar teilweise Überschneidungen, aber das Damals unserer jugendlichen Eltern ist beispielsweise nicht das gleiche Damals, wie das unserer jugendlichen Großeltern. Die vielen unterschiedlichen Damals haben dennoch gemeinsam, dass sie dem Heute gegenüber stehen, somit dem Heute mit der Jugend seiner Zeit. In der Gegenwart werden ehemalige Jugendgenerationen mit der neuen konfrontiert, die sie dann als bequemen Sündenbock benutzen.

Das war damals nicht anders wie heute, denn schon in der Antike ereilte junge Menschen der schlechte Ruf. Hesoid, ein griechischer Schriftsteller, der um ca. 700 vor Christus gelebt hat, behauptete seinerzeit auch, besser erzogen worden zu sein als die „leichtfertige Jugend von heute“. Diese sei „ohne Zweifel unerträglich, rücksichtslos und altklug“. So sitzt dieses, sich ewig erneuernde, und doch gleich bleibende Bild der Jugend in den Köpfen der Menschen seit jeher fest. Die Jugendzeit anderer kann nur von außen betrachtet werden und wird als seltsame Abspaltung der eigenen empfunden. Daher erfährt nun die neue Generation, der ohnehin

14

die schwierige Aufgabe auferlegt wird, die Fehler älterer Generationen auszubessern, eine zusätzliche Blockade durch die Gesellschaft, die deren Tatendrang und Wissensdurst zu hemmen versucht. Die Details dieser Blockade haben sich zwar zeitenabhängig verändert, doch beunruhigend ist, dass sie sich noch nie ganz aufheben ließ und trotz zahlreicher Bewegungen immer noch existiert. Trotzdem kann die Geschichte dieses Konflikts für die heutige und zukünftige Jugend ermutigende Aspekte in sich tragen. Die Vorgängergeneration hat sich von den vielen Hürden, die im Weg standen, nicht unterkriegen lassen, und damit schon die eine oder andere für ihre NachfolgerInnen überwunden. Natürlich werden ständig neue Hürden aufgebaut, aber wer sagt, dass die neue Generation nicht springen kann?

People try to put us down, just because we get around. [...]

I‘m not trying to cause a big sensation. I‘m just talkin‘ bout my generation. The Who, 1965


Was sollte man eigentlich immer bei sich tragen? Genau: einen USB-Stick, einen Kugelschreiber und natürlich ein Schweizer Armee-Taschenmesser. Auf Think-Geek kann man derzeit ein Gadget erwerben, das all diese Dinge in sich vereint und so für den täglichen Gebrauch schnell unabdingbar wird. Nicht nur, da es den Bequemlichkeitsfaktor eures eigenen Lebens hebt, nein, auch Kollegen und Freunde werden bald beeindruckt davon sein, wie ihr den Tag immer wieder mit diesem Wunderwerkzeug rettet.

Du findest Schreibtischarbeit also langweilig? Dieser USB-Raketenwerfer wird deine Meinung im Handumdrehen ändern! Nimm ein Bad in der Menge, schaffe dir einen Arbeitsbereich und nutze die Pausen, um deine Freunde mit Miniatur-Schaumstoff-Raketen abzuschießen. Falls du deine mitgelieferte Munition verschossen hast, mach dir keine Sorgen: Raketen kann man immer nachkaufen! http://www.thinkgeek.com/computing/accessories/8a0f/

Sätze wie „Oh nein! Ich habe meinen USB-Stick vergessen“ gehören hiermit der Vergangenheit an.

dings dings dings...

5 Dinge...

Text Valentin

erhältlich in 8GB / 4GB / 2GB http://www.thinkgeek.com/computing/usb-gadgets/ad41/

...die nicht nur cool sind sondern auch einen USB-Anschluss haben

1) Das Schweizer Flash USB-Taschenmesser 3) Der USB- Raketenwerfer 4) Minoru 3-D Webcam 5) USB- Midi- Gitarre von YouRock Wer damals dachte, Webcams wären eine tolle Sache, sollte sich dringend mal mit der 3-D Webcam von Minoru auseinander setzen. Diese nimmt parallel mit 2 Kameras auf, erzeugt so einen 3-D Effekt auf eurem Computer, der Videokonferenzen zu einem neuen Erlebnis macht. http://www.thinkgeek.com/computing/d7bb/

Für all jene unter euch, denen es immer wieder den Tag versüßt, bewusst Chaos zu stiften - das ist eure Chance! Man setze sich mit seinem Laptop in ein Café, schließe den „USB-Weltuntergang-Knopf“ an, lege einen Schalter um, danach den Zweiten. Nun holt man seinen Schlüsselbund hervor und betätigt somit den dritten Schalter. Sofort beginnt der rote Knopf zu leuchten. Es empfiehlt sich, sich an dieser Stelle etwas Zeit für diabolisches Gelächter zu nehmen, bevor man den Schlüssel mit einem Spruch à la „Das habt ihr nun davon“ betätigt. Der Effekt? Auch wenn sonst nichts passiert klingt es zumindest so…. und wenn wenigstens ein Besucher des Cafés in diesem Moment Angst durchblicken lässt, war es den Aufwand doch wert ;) http://www.thinkgeek.com/computing/usb-gadgets/9116/

Neugierig? Dann empfehlen wir euch eine virtuelle Shoppingtour auf www.thinkgeek.com

Ob nun ambitionierter Musiker im Studio der Marke Eigenbau, Nerd oder einfach nur neugierig – dieses Midi Gitarre die ihr per USB-Anschluss mit eurem Computer verbindet bietet unzählige Möglichkeiten sich musikalisch und kreativ auszutoben. Zusätzlich erspart man sich bei dieser Gitarre sowohl das Nachstimmen wie auch Verstärker schleppen. Wer jetzt aber denkt es handelt sich hierbei „nur“ um ein Spielzeug liegt falsch – alles was man auf normalen Gitarren spielen kann ist auch auf diesem Prachtstück kein Problem. http://www.thinkgeek.com/computing/ usb-gadgets/9116/

15

5 Dinge

2) Der USB-Weltuntergangs-Knopf


DAS

„ MERKWÜRDIG

DIE OHL ISTW

VORSTE DASS MAN

UNSERE

Z GU

H

EM

IN

G

W AY

Z

EIT


ZUKUNFT

GE

AN

ELLUNG, DER

INMA L D I E

E

ZEIT UTE ALTE

T

NENNEN WIRD


Da ist genug Weiß zum Vollkritzeln.

Der Unterricht ist fad? Du hast keine Freunde? Oder bist du einfach nur zu faul zum Lesen? Sei kreativ und mach etwas aus diesem faden Strich. Egal was, egal wie, egal warum. Schick uns deine Zeichnung (Foto, Scann, Papier) per Mail an office@frischluft.at oder mit der Post an junQ. at, Baumbachstraße 15, 4020 Linz. Dein Meisterwerk wirst du auf jeden Fall auf frischluft.at finden. Die besten Einsendungen werden in der nächsten frischluft-Ausgabe gedruckt. Los geht‘s! Lesefaul Sie sagen, sie sind für mich da...

Wenn ich sie suche, bin ich allein.

www.bravo-ink.at Hat das

Leben noch

einen Sinn?

!

Yes Wenn ich REde, werde ich nicht gehört.

UnserE Schreie hinterlassen spuren...

BRAVOiNK 18

comic-Strip_frischluft_210x100_28.10.10.indd 1

28.10.10 17:50


r i w Wies kleiden. un

Ka tri

Ku sc nst Lo hwa lede ol ngs rze rja Sti ivfa hirt We cke Ta efe rbe H& ste Pim sc l H ne M N ki he um H ew e os Vi Yo a n e nt rk ic H

n

&

M

Pia

er

r sch oter wa Ma n rz gra sc weiß er B tel M a ue hw e la Ho arze Blu zer Z ngo s sch se r R e H ara m U o Bu aler rban lli H &M &M O da G u Tas pest ürtel tfitter Led che er Hu H&M s erh New ma a Y nic Sch ndsc orker al V huh e in tag e

andere ein Statussymbol und für t, kei lich sön Per der uck sdr Au ode – für manche der Weg zum tzdem haben ckt durch die Welt zu gehen. Und tro na ht nic um , da zu da r nu h fac ein h auf zum für einige i unserer Redakteurinnen machten sic Dre . Stil n ene eig en ihr : sam ein gem alle etwas gslook. Auf der nächsten Seite ist die Kathi. >> blin Lie en lich sön per en ihr n gte zei d Jugendpoint un

M Linzer

Mode

ag e

19


i h t a K

a od M rg ero nbu V M e pe ack Clop e H& A J & s e d arz ek an pfho efe C tage w e sch lli P trum lbsti e Vin iesel u S Ha sch gp eD

n

Lo Mode Basteln

e arz w sch

Ta Brill

Text Katrin Fotos earlyphotography.at

PIMP YOUR SHIRT

Langeweile im Kleidersch rank? Damit ist es jetzt vorbei! Wie man mit klei viel Kreativität alte und nem Budget, aber langweilige Shirts in pers önliche Unikate verwan gezeigt. deln kann, wird hier

Benötigt wird:

* ein altes Shirt * ein schwarzes Band (ca . 2 cm breit und knapp 0,5m lang; gibt´s im Nä * schwarze Stofffarbe (in hgeschäft) Drogerien erhältlich) * evtl. einen (durchsichti gen) Druckknopf

So geht´s:

1. Je nach Geschmack vier bis sechs Streifen mi t einem Bleistift vormale auftragen. Am besten n. Dann mit einem dicke über Nacht gut trockne n Borstenpinsel die Stofffa n lassen und zur Fixierun Textilfarbe achten. rbe g bügeln. Dabei auf die Gebrauchsanweisung de Achtung: Während mi r t der Stofffarbe gearbe itet wird unbedingt ein durchdrückt! en Karton in das T-S hirt legen, da sich die Farbe 2. Das schwarze Band zu einer festen Schleife binden. Auf diese wird Teil kommt aufs das Sh hinten ein Teil des Druc irt. So kann man die M kknopfes genäht, der an asc he jederzeit abnehmen Enden der Schleife so nä dere oder etwas anderes anhe hen, dass sie spitz zulau ften. Zum Schluss die fen. Und somit ist das Ein zelstück ohne viel Aufw and fertig!

Text & Fotos Katrin

20


Petlewoj Witalij/CC-Lizenz(by-nc)

 ie Elternhaus und das Milieu, in dem man aufwächst, einen prägen und hindern können: Die Geschichte von Alex, Anfang 20, die typischer nicht sein könnte.

Jugendarmut 15% (260 000) aller Kinder und nicht selbstständigen unter-27-Jährigen in Österreich sind armutsgefährdet. Sie machen damit rund ein Viertel aller Armutsgefährdeten aus. Die Situation hängt stark vom Elternhaushalt ab: In Ein-ElternHaushalten sind beispielsweise 32% armutsgefährdet, Einzelkinder haben mit 8% meist bessere Chancen. Bei klassischen Mehrpersonenhaushalten ist jedeR Zehnte betroffen. Arbeiten beide Eltern in Vollzeit, ist das Armutsrisiko gering (6%). Schwerer haben es Familien mit Arbeitslosen: Bei Haushalten mit Langzeitarbeitslosen liegt die Rate bei 46%. Sind alle Erwachsenen im Haushalt arbeitslos, ist mehr als die Hälfte (59%) der Kinder und Jugendlichen von Armut betroffen.

Alex hatte dieses Glück nicht. Bedauerlich genug, dass seine Eltern ihr (und indirekt natürlich auch sein) Leben unter derart prekären Bedingungen führten, schafften sie es auch nicht, ihrem Kind das zu ermöglichen, was man gemeinhin eine „glückliche Kindheit“ nennt. Kein Wunder, dass Alex, als er fünfzehn war, ohne großen Abschiedsschmerz sein „Zuhause“ hinter sich ließ und sich am Bau verdingte. Viele Jahre lang arbeitete er im Sommer auf den Baustellen dieses Landes und war im Winter arbeitslos gemeldet. Für Alex, seit seiner Kindheit psychisch instabil, alles andere als eine befriedigende Situation. Mit der beschäftigungslosen Winterzeit schlichen regelmäßig Depressionen heran, wie Schatten, die einen plötzlich und unerwartet überfallen, am Selbstvertrauen nagen und einem Fragen stellen, die man eigentlich gar nicht beantworten will. Bildung - Arbeitslosigkeit Nach wie vor ist der gewählte Bildungsweg oft vom Einkommen der Eltern abhängig: 71% der Kinder aus finanziell schwächeren Familien besuchen eine Hauptschule. Bei Familien mit höherem Einkommen sind es nur 59%. (Quelle: EU-SILC 2007 / Statistik Austria)

Derzeit sind rund 49000 15- bis 24-Jährige in Österreich arbeitslos. Die höchsten Arbeitslosenquoten allgemein haben Personen mit Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung (9,2%). Auch unter AHS/BHS-AbsolventInnen gibt es geringfügig mehr Arbeitslose als bei den übrigen Schulformen. AkademikerInnen haben mit 2,3% Arbeitslosen die besten Jobchancen. (Quelle: Statistik Austria – Arbeitsmarktstatistik, 2. Quartal 2010)

(Quelle: EU-SILC 2007 / Statistik Austria)

21

factbox

factbox

Bist du mit leeren Dopplerflaschen in der Wohnung aufgewachsen, hast nachts die Freier deiner Mutter im Nebenzimmer gehört, mit den Trinkbrüdern deines Vaters deine Freizeit verbracht? Nein? Ich auch nicht. Alex schon. Der gebürtige Steyrer hatte eine Kindheit, die man sich als – sagen wir mal: wohlbehütetes – Kind der Mittelschicht schwer vorstellen kann. Alex selbst war das, was man schnell und verallgemeinert gern als „Problemkind“ bezeichnet. Die Jahre zogen ins Land, im sozialpolitischen Diskurs etablierten sich neue Begriffe – Alex war nun ein „verhaltensauffälliger Jugendlicher“ – das Problem blieb bestehen. Das Milieu, in das man hineingeboren wird, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das, in dem man sein ganzes Leben verbringt. Will man es aktiver ausdrücken, hat nichts so großen Einfluss auf die persönlichen Chancen, wie das soziale Umfeld. Wer in einem Elternhaus mit geringem Bildungsniveau und unter wirtschaftlich schweren Bedingungen aufwächst, hat es erheblich schwerer im Leben, es „zu etwas zu bringen“.

Doch es sind nicht allein die klassischen Lebensumstände, die in der Sozialisation eines Menschen eine entscheidende Rolle spielen. Sehr viel hängt auch davon ab, wie man in der Familie miteinander umgeht. Schenken Geschwister und Eltern einem viel Zeit und Aufmerksamkeit, ist der Umgang respektvoll und Vertrauen und Geborgenheit gegeben, dann wächst ein Kind in einem behüteten Umfeld auf.

Gesellschaft

W

Autor Julius & Michael

Jugend und Milieu Die Opferwurst und ihr Traum


Ein Erklärungsversuch Selten sind Kinder und Jugendliche selbst schuld, wenn es mit ihrem Leben bergab geht. Probleme gibt es vor allem auf sozialer und finanzieller Ebene: Streitigkeiten unter den Eltern, die manchmal bis zur Scheidung führen, sind nicht leicht zu ertragen. Oft ist auch Alkohol im Spiel und führt zu familiärer Gewalt. Geldmangel bringt noch mehr Streit, noch mehr Alkohol und noch mehr Gewalt – Ein Netz, das nicht leicht zu durchdringen ist. Aber auch finanzielle Not allein kann schon vieles verändern: Ein Fünftel* aller armutsgefährdeten Kinder und Jugendlichen hat keinen PC im Haushalt, auf Internet müssen noch mehr verzichten – für viele von uns heute fast schon unvorstellbar. JedeR Dritte von ihnen hat kein eigenes Zimmer oder muss es sich mit Geschwistern teilen. Freundinnen und Freunde einladen fällt also weg, was dann? Kino ist ja sowieso unbezahlbar, vielleicht ein Bier auf einer Parkbank? – Nicht gerade das, was wir uns unter gemütlichem Beisammensein vorstellen.

Stefan Franke/CC-Lizenz(by-nc-nd)

Tim Stockschläger/CC-Lizenz(by-nc-nd)

Gesellschaft

Er verlor erst seinen Job, einige Monate später die Wohnung. Und plötzlich stand er mit Schulden in der Höhe von 26.000 Euro auf der Straße, ohne soziales Netz, das ihn hätte auffangen können. Eine Karriere, wie sie in der Obdachlosigkeit nicht klassischer sein könnte. Dass das kein allzu großer Trost für Alex war, liegt auf der Hand. Er landete in einem niederösterreichischen Obdach-

infobox

Alex tat, was alle Menschen seiner Situation machen: Sie suchen Hilfe. Sein Pech war nur, dass er an die falschen Leute geriet. Leute, an die man in seiner Lage schnell gerät. Alex trieb sich in zwielichtigen Kreisen herum, begann zu trinken. Er, der seinen Vater für seine Sucht verachtet hatte, war auf einmal in derselben Lage. Mehr und mehr Zeit verbrachte er in einschlägigen Lokalen, seine Miete beglich er stets weit nach Zahlungsfrist, der Schuldenberg wuchs. Der Frühling kam und mit ihm die Bausaison. Wer nicht kam, das war Alex.

losenheim, wo er sich nach fast zwei Jahren zu einer Alkoholentwöhnung überreden ließ. Seit einem halben Jahr ist er nun trocken, große Pläne für die Zukunft hat er nicht. Er weiß nur zu gut, dass die Gefahr eines Rückfalls groß ist. Fürs Erste arbeitet er wieder am Bau. Vorm Winter fürchtet er sich nicht mehr, vorm Alleinsein schon. Eine Geschichte mit Happy End sieht definitiv anders aus. In Anlehnung an die gängige Kochpraxis bezeichnete sich Alex einmal als „Opferwurst“. So wie diese eine Wurst geopfert wird, damit die restlichen Würste keine Nährstoffe verlieren, sieht er sich als Opferlamm der Gesellschaft. Dieser sei es egal, wenn es einigen „dreckig geht“, solange der Rest ein angenehmes Leben führen dürfe. Das greift wohl etwas zu kurz, dennoch stellt sich die Frage, warum so wenig bzw. so wenig erfolgreich gegen „vererbte“ Armut und soziale Probleme gearbeitet wird. Seiner Familie hat Alex mittlerweile verziehen, mit ihr zu tun haben will er dennoch weiterhin nichts mehr. Er will nun einfach das sein, was in seinem Alter eigentlich noch keiner sein will: Otto Normalbürger, wirtschaftlich und sozial stabil, unauffällig und auf eigenen Füßen stehend. Bis dahin ist es noch ein harter Weg, vielleicht geht dieser Traum auch nie in Erfüllung. Fürs Erste ist Alex der Rolle der Opferwurst jedenfalls entflohen. Der Rolle, in der noch immer Tausende ihr Leben führen, führen müssen…

22

Apropos Parkbank – damit wir da nicht enden, müssen wir uns natürlich auch weiterbilden. Und auch bei freiem Schulzugang und SchülerInnenfreifahrt kostet das Geld. Da gibt es Selbstbehalte, Kosten für Hefte, Mappen, Taschen und so weiter. Studieren ist oft noch teurer, aber dann gehen wir halt nebenbei arbeiten. Dafür dauert es dann meistens länger, und wenn es zu lange dauert, dann wird‘s erst recht teuer (Stichwort Studiengebühren). Vorausgesetzt, unsere Eltern haben uns überhaupt bis zur Matura durchgebracht. Was wir (und unsere Eltern) dabei nicht vergessen sollten: Es geht nicht darum, uns möglichst gut auszubilden, hochbezahlte Jobs zu bekommen und reich zu werden. Wir müssen unseren eigenen Weg finden und glücklich werden, Spaß haben bei dem was wir tun. Und wer unbedingt auf der Straße leben will, kann ja immer noch StreetworkerIn werden… *(Daten aus EU-SILC 2007)

Nützliches:

Schuldnerberatung: ooe.schuldnerberatung.at – vertraulich und kostenlos KiJA: kija-ooe.at – Information und Hilfe z.B. bei Konflikten in Schule oder Familie (vertraulich und kostenlos, auch anonym)


o! t to ?How ow w-to! ?H Ho ? Text & Fotos Valentin & Lisa

#1

*

macht. Wie man einen Film macht.

Für das erste „How-to“ hat sich frischluft für das Thema „Kurzfilme“ entschieden, da die Redakteure dieses Artikels in diesem Bereich tätig sind und uns über die Jahre, ihnen auch durch eigene Versuche, bewusst wurde, dass bei aller Motivation leider oft das Hintergrundwissen fehlt um seine Ideen wirksam umsetzen zu können. Deshalb bieten frischluft hier eine Art „roten Faden“ von der Idee bis zur Postproduktion von Filme an und

Die Idee

Konkretisierung

Am Anfang jedes Filmes steht natürlich die Idee. Dabei dürft ihr eurer Fantasie gerne freien Lauf lassen, solltet aber darauf achten, dass das Endprodukt im Bereich des für euch Machbaren liegt.

Der zweite Schritt sollte es sein, eure Ideen schriftlich festzuhalten und zu ordnen. Dafür stehen euch verschiedene Techniken zur Auswahl: Bei Kurzfilmen mit Dialogen empfiehlt es sich ein kurzes Drehbuch zu schreiben (- aber auch hier gilt: weniger ist mehr). Weiters könnt ihr auch mit Listen, Skizzen und/oder einem Storyboard arbeiten. Vor allem letzteres ist sehr hilfreich, wenn ihr schlussendlich filmt. Da ihr damit einen roten Faden festlegt- sowohl für die Handlung, wie auch für die Kameraeinstellungen. >>

Natürlich ist es reizvoll, sich sofort an einen action-geladenen Thriller oder eine mitreißende Komödie zu wagen- doch hierfür braucht man meist schon einige Erfahrung im Bereich Regie/Kamera und gute Schauspieler um seine Gesuchte überzeugend rüber zu bringen. Bei eurer Ideenfindung bietet es sich an, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten- erzählt eure Idee (Grundsätzlich gilt: Je weniger man erklären muss, desto wirksamer) und versucht Leute zu finden, die sich ebenfalls für euer Projekt interessieren, eigene Ideen einbringen können und euch konstruktives Feedback geben.

Generell empfiehlt es sich in den ersten Kurzfilmen noch auf Dialoge zu verzichten, da der Ton eines Films sehr komplex und meistens auch frustrierend sein kann. Für den Anfang wären zB. Stummfilme, Stop-motion Filme und Musikvideos zu empfehlensie bieten die Möglichkeit sich in der Bildsprache auszuleben und zu üben. Wer sich aber trotzdem an einem Dialog versuchen will sollte besonders 2 Faktoren beachten: - Nicht in der Nähe von stark befahrenen Straßen filmen - Wenn möglich bei Windstille drehen

* Was ist eigentlich „How-to“? Film, Fotografie, Games und viele andere Medien sollten in jeder Jugendzeitschrift vorhanden sein. Auch bei uns dürfen diese Sachen natürlich nicht fehlen. Schon bei der ersten Sitzung wurde klar, dass frischluft das normale Bewertungsschema von Filmen, Büchern und Musik nicht in das Magazin integrieren will, schließlich sind Geschmäcker ja verschieden. Viel spannender fand frischluft die Idee, euch einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen. Manche der Dinge die wir euch hier erklären, sind bewusst so gehalten, dass ihr sie privat umsetzen könnt. Andere Publikationen zeigen wie Profis in diesen Bereichen arbeiten.

23

Medien

wünscht gutes Gelingen!


Medien

Die Umsetzung

Postproduktion

Für eure ersten Filme bietet es sich an mit euren Freunden zusammen zu arbeiten- wichtig dabei ist aber, dass diese das Projekt ernst nehmen, verlässlich sind und Teig haben. Selbst ein Film von nur einer Minute kann schonmal einen ganzen Drehtag einnehmen- viele Dinge die man sich vornimmt klappen nicht auf Anhieb und müssen mehrmals wiederholt werden. Filmt lieber „zu viel“ bevor ihr euch bei der Postproduktion unnötig ärgert.

Am Ende jedes Kurzfilmes steht immer die Postproduktion. Das bedeutet gleich mal: aussortieren, aussortieren, aussortieren! Nun sind natürlich auch die schriftlichen Unterlagen aus Schritt 2 sehr Hilfreich, da sie einem dabei helfen den Überblick über Handlung und Einstellungen zu bewahren.

Versucht Kameraschwenks zu vermeiden- ein typischer Anfängerfehler den praktisch jeder Filmemacher begeht. Ein Kameraschwenk wirkt auf das menschliche Auge befremdlich, da es nicht dessen Sehgewohnheiten entspricht. Unser Auge „springt“ von Punkt zu Punkt, die authentischte Lösung ist also der Schnitt. Weiters ist es wichtig, dass ihr die Aufnahmen nicht zu sehr verwackelt- ein bisschen Zittern ist ok und kann man auch in vielen Kinofilmen finden, doch wenn ihr eure Hand nicht ruhig halten könnt empfiehlt es sich ein Stativ zu benutzen. Kleiner Tipp: Wer Geld sparen will kann sich sein Stativ selbst durch Tische, Sessel oder Bücher bauen – Hauptsache ruhig. Filmt jede Szene aus mehreren Einstellungen- so könnt ihr euch nachher beim Schnitt austoben was euren Film auch gleich spannender macht- wobei auch lange Einstellungen zeitweise sehr interessant sein können- sofern sie gut gesetzt sind. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, könnt ihr euch bewusst einige eurer Lieblingsfilme ansehen und darauf achten, wie und vor allem wie oft geschnitten wird. Bei der Wahl der Kamera habt ihr freie Hand: Natürlich wirkt eine Spiegelreflexkamera gleich mal professioneller als die Aufnahmen eines DV-Camcorders, aber was letztendlich zählt ist eure Idee und die Umsetzung.

24

Diese Möglichkeiten bietet die Postproduktion für euren Film: - Schnitt - das Hinzufügen von Musikstücken - Blenden - Farbkorrektur - Effekte Vor allem Blenden, Effekte und verfremdete Farbwerte werden bei ersten Filmproduktionen geradezu verschwenderisch eingesetzt. Ein guter Film wirkt aber auch ohne übertriebene Nachbearbeitung- man sollte lieber weniger Effekte verwenden, diese aber dafür gut platzieren. Je länger man sich mit seinem Schnittprogramm beschäftigt, umso mehr kann man damit umsetzen. Nach und nach bekommt man auch ein Gefühl für Schnitt und Timing- doch wie gesagt: man muss schon etwas Zeit investieren. Leider sind professionelle Schnittprogramme oft teuer, aber auch mit bereits am Computer vorinstallierten Programmen wie dem „Windows Movie Maker“ oder „iMovie“ lassen sich gute Ergebnisse erzielen.


facebook

und (s)eine versteckte Gefahr Valentin

Es gibt immer wieder Geschichten von Leuten die wegen Facebook in Probleme kamen. Fast jeder kennt die Geschichte von der Frau, die schlecht über ihren Boss schrieb und ihre Gedanken über FB der ganzen Welt mitteilen musste, als Folge wurde sie entlassen. Angeblich sollen auch 17% aller größeren amerikanischen Firmen einen eigenen Mitarbeiter beschäftigen, der sich nur um die Überwachung der Internetauftritte der Angestellten kümmert. Im „Daily Paragraph“ hieß es sogar, dass sich dank Facebook immer mehr britische Paare scheiden lassen. Ein Grund für derartige Scheidungen, sei, dass ein Partner mit Personen über das Sexualleben chattet, mit denen er lieber nicht chatten sollte, sagte ein Betreiber einer Website, die Leute über ihre Rechte bei Scheidungen aufklärte. Doch was kann man gegen derartiges unternehmen? Einfach einmal nachdenken bevor man was der ganzen Welt mitteilt und am besten auch unter den Accounteinstellungen alles selber einstellen. Erst vor kurzem wurde ich auf eine weitere Facebookgefahr hingewiesen und zwar die simpelste Methode, wie man seine Accountdaten verlieren kann. Fast jeder hat heute eines davon, ein Smartphone. Eigentlich ja eine ganz tolle Sache, diese Minicomputer mit denen wir Facebook immer mit uns mit tragen können. Doch leider auch ein Sicherheitsrisiko. Man muss nicht mal ein geübter Hacker sein, besser gesagt nicht mal ein schlechter Hacker um über ein Smartphone an die Logindaten zu kommen. Wenn man sein Passwort auf Facebook vergisst, lässt man sich es einfach per e-Mail zu schicken. Diese Passwort-e-Mail Funktion gibt es auch schon bei diversen Smartphones. Eigentlich ja nicht schlecht, doch hat nicht fast jeder der Facebook auf dem Smartphone hat, auch einen Zugang zu seinem E-MailAccount auf seinem Handy. Wer sein Smartphone kurz unbeaufsichtigt lässt ermöglicht anderen Leuten so schnellen Zugang zu seinen Account-Daten. Es genügt, sich sein Passwort per E-Mail zusenden zu lassen und schon ist die Privatsphäre ernsthaft gefährdet. Was anfangs nur als Scherz gedacht ist kann schnell negative Folgen nach sich ziehen. Natürlich heißt das nicht, dass Facebook am Handy gleich „böse“ ist, man sollte einfach nur aufpassen wer, was mit dem eigenen Handy macht. „Diaspora“-Eine Alternative Diaspora ist eine Alternative zu Facebook, die besonders viel Wert auf die Privatsphäre der Benutzer legt. Unterstützt wird es unter anderem von der New York Times. Gleich auf der Startseite macht Diaspora ihren Grundsatz klar „Teile was du willst, mit wem du willst“. Man soll selbst bestimmen können wer was sieht. Überdies behält man alle Rechte von Bildern, die man hinauf lädt und kann selber bestimmen ob sie im Internet zu finden sind. Im Moment befindet sich Diaspora noch in einer privaten Alpha, ein Besuch auf der Homepage für Hintergrundinformationen lohnt sich aber allemal. Diaspora: https://joindiaspora.com/ „My-Space“-(Nicht wirklich) eine Alternative My-Space kennt eigentlich jeder. Vor allem durch den Schwerpunkt der Musik, „verirren“ sich immer wieder neue Personen auf die Seite. Schon einige jetzige Stars begannen ihre Karriere auf „My-Space“. Auf diesem Sozialnetwork präsentiert jeder was er will und wie er will. Ob es jetzt die Band in der Garage ist, mit der man den großen Durchbruch erhofft oder der eigene Onlinestore. Und genau dafür ist „My-Space“ da und genau dort unterscheidet es sich von Facebook. Auf „My-Space“ inszeniert man sich selbst, andere User können lange nicht so viel Einfluss auf das Profil eines Users nehmen wie bei Facebook. Leider liegt hier auch die Schwäche der Seite. Sie ist lange nicht „sozial“ wie ihr jüngerer und erfolgreicherer „Bruder“. Trotzdem ist die Seite auf jeden Fall einen Blick wert: http://www.myspace.com

25

Medien

?

Text Valentin


Wer kennt ihn nicht, den obligatorischen H a n d y - K l i n g e l t o n der vor jeder Vorführung im Hausdes Landestheaters eingespielt wird? Frischluft-Redakteurin Pia hat sich den nun öfter angehört und dabei Folgendes bemerkt:

Kultur

*ring* *ring* *ring* Das Publikum kramt in den Taschen: Handys werden ausgeschaltet, auf lautlos oder vibrierend gestellt. Kurz darauf geht das Saallicht aus …und eine Band beginnt zu spielen. Vorhang auf heißt es für das Ensemble von „Woyzeck“. Das Bühnenbild scheint auf den ersten Blick eher schlicht gehalten: Das überlebensgroße Gesicht Klaus Köhlers(Woyzeck) blinzelt mir von einem Eisengerüst entgegenspäter wird es durch Lichteffekte erhellt. Licht und Projektionen begleiten einen durch das gesamte Stück eindrucksvoll! Zur Handlung ist zu sagen: Das zur Bühne gebrachte Stück basiert auf Georg Büchners Fragmenten von „Woyzeck“, die Robert Wilson, Tom Waits und Kathleen Brennan zu einem Drama mit Liedern(in dieser Form kein Musical) zusammenfügten. Der Soldat Franz Woyzeck muss um seine Frau Marie und ihr gemeinsames Kind zu versorgen wie verrückt arbeiten und sich selbst einem dubiosen Arzt für Versuche zur Verfügung stellen. Nun bleibt jedoch die Liebesbeziehung auf der Strecke – das Paar beschließt, jeder für sich, zu handeln. Schauspielerisch war die Präsentation einwandfrei. Bühnenpräsenz ganz groß geschrieben und von solcher im Publikum ist gar nicht zu sprechen; es gibt selten Inszenierungen in denen das Licht im Saal tatsächlich angeht! Wofür? Um Flyer zu verteilen, mal eben die Treppen als Kirchengang zu benutzen oder eine junge Dame zu finden, die sich küssen lässt. Darüber hinaus wird auch der gesamte Außenbereich des Saals bespielt. Das versetzt das Publikum in Aufruhr - und darum geht es doch im Theater! Das Résumée: Schaurig s c h ö n

Kritik. 26

zeigt Ingo Putz (Regie) den Abgrund der in jedem Menschen existiert. Pikante Szenen zeigen, wie spannend Stille sein kann – unterbrochen durch eine kleine Band-Formation geleitet von Nebojša Krulanović welche die Schauspieler beim Singen von Waits‘ und Brennans Liedern(Favorit: „Starving in the belly of a whale“) begleiten. Ein sehens- und hörenswertes Stück für Theaterliebhaber. Andere sollten eher die Finger davon lassen. *ring* *ring* *ring* Das Publikum kramt in den Taschen: Handys werden ausgeschaltet, auf lautlos oder vibrierend gestellt. Kurz darauf geht das Saallicht aus …und das umherstreifende Ensemble von „Frühlings Erwachen“ kommt zur Ruhe. Vor dem Vorhang hören wir Monologe darüber, wie es früher war – denn da war alles neu und aufregend – und wie es heute ist – alle wissen alles. Eben alles was ein Teenager heutzutage über das Erwachsenwerden und Sex wissen „muss“. Daraufhin öffnet sich auch schon der Vorhang und enthüllt ein bis ins kleinste Detail gestaltete Bühnenbild, das so manchen im Saal bekannt vorkommt: Der Sprungturm aus dem Linzer Parkbad! Einige mögen sich jetzt vielleicht fragen: „Was ist daran so detailreich?“. Hier die Antwort: Der Parkbadzaun der über und über mit Sprüchen und Obszönitäten bemalt/beschmiert ist und so richtig authentisch rüberkommt. Das Beste daran ist aber der eingebaute Pool – mit 30 cm Wasser! Die jugendlichen Statisten planschen fröhlich darin, und in den Partyszenen fällt es schwer sich auf den Sitzen ruhig zu halten. Wer glaubt Frank Wedekinds „Frühlingserwachen“ zu kennen, der hat noch nicht die Version von David Nuran Calis gesehen. Diese moderne Adaption mit Gesang und viel Platz für aktuelle Jugendkultur geht unter die Haut – auf eine ganz andere Art als das ursprüngliche Stück. Was gleich bleibt ist die Handlung: „Boy-meets-girl“, die beiden verlieben sich und die 15-jährige Wendla glaubt schwanger zu sein. Glauben tut sie das in der Originalfassung – tatsächlich schwanger werden tut sie hier. Auch hier glänzen die Schauspieler wieder darstellerisch, besonders sticht Ralf Wegner als Moritz heraus. Das Résumée: Eine ganz neue Art des Frühlingserwachen zeigt uns Holger Schober. Das Stück ist voller Jugendkultur, inklusive kleiner Anspielungen auf Linz, die sich perfekt für Publikum von 14 aufwärts eignen! Die Lieder hauen mich zwar nicht um, doch das geht unter in einem Stück, das den gesamten Saal emotional mitreißt. r Linz stheate e d n a Applaus, bitte! L Foto

Text Pia


bestehend aus Paul (19; Vocals), Michael (20; Guitar, Keys), Daniel (19; Guitar), Fabian (19; Bass) und Florian (18; Drums), sind eine junge und vor allem talentierte Newcomer-Band aus Traun/ Oberösterreich. Wir haben um ein Interview gebeten. Wie würdet ihr eure Musik beschreiben? Paul: Anders! Michael: Stimmt. Man kann es nicht genau einordnen, aber grundsätzlich geht es in Richtung Rock und Alternative. Welche Musik hört ihr privat? Paul: Klassik! (alle lachen) Michael: Es hängt von den jeweiligen Personen ab. Der Ursprungsbereich ist natürlich Rockmusik, aber auch Elektro und teilweise sogar HipHop. Wir sind eigentlich für alle Genres offen. Woher bzw. wie lange kennt ihr euch schon? Daniel: Von der Schule. Aber wie lange? (Diskussion beginnt) Es ist etwas verschieden. Sagen wir mal 5 Jahre sind ein guter Durchschnitt (alle lachen).   Seit wann gibt es euch als Band? Florian: Seit 2008. Wie seid ihr auf den Namen „the carls.“ gekommen? Fabian: Ein ehemaliger Schulkollege von uns hat einen „sehr inspirierenden“ Charakter. (grinst) Karl war eine Art Spitzname und er war dann auch der grundsätzliche Namensgeber. Gibt es eine Möglichkeit, eure Musik zu hören? Florian: Über www.myspace.com/thecarls und www.facebook.com/pages/The-Carls/107052701622 kann man etwas rein hören. Und dort gibt’s auch Infos zu den nächsten Gigs. Hattet ihr irgendwelche Anfangsschwierigkeiten? Michael: Bis auf Florian konnte niemand so wirklich ein Instrument. Wir haben als erst die Band gegründet und dann die Instrumente gelernt. Und die Suche nach einem Proberaum war auch nicht gerade einfach. (wieder beginnt Diskussion) Letzte Worte? Fabian: Mind the gap! (alle lachen)

Gestatten:

Andi vom Staummtisch. Ich darf in Zukunft über die Geschehnisse rund um den ominösen HipHop-Kosmos berichten. Wenngleich ich auf überregionale ebenso wie auf lokale Ereignisse eingehen möchte, wird der Fokus stark auf das Bundesland Oberösterreich gerichtet werden und im Speziellen auf Linz (der HipHop-Hauptstadt Österreichs – hust-hust , gähn-gähn, hehe). Als HipHop-KünstlerIn hat man es gegenwärtig wahrlich nicht einfach, glaubt es mir, ich kann euch ein Lied davon rappen. Die MusikerInnen ab der hiesigen 3.Rapgeneration sehen sich mit strukturellen und medialen Defiziten konfrontiert. Nicht nur die Ökonomie und Gordon Gekko zeichnen für Krisenzustände verantwortlich, auch Bushido und Konsorten sind dazu im Stande.

Das diesjährige YES WE JAM!-Festival versuchte Mitte September 2010 abermals einen Querschnitt der Österreichischen HipHop-Szene zu beleuchten. Der Publikumsansturm hielt sich im Gegensatz zur ersten Ausgabe im Jahre 2009 leider in Grenzen. Man ist aber seitens der VeranstalterInnen durchaus gewillt an einer Fortsetzung zu feilen. Derartige Institutionen stellen natürlich einen enormen Wert für die Entwicklung der Kultur dar und warten regelrecht darauf NachahmungstäterInnen zum Opfer zu fallen oder zumindest auf bedingungslose Unterstützung, wenn es um den Besuch geht. Schon seit geraumer Zeit muss man aufpassen, nicht rot anzulaufen, wenn man so nebenbei und smalltalkmäßig behauptet, HipHop zu konsumieren. Ein verzerrtes Bild in den Medien und der (sorry für den Ausdruck) Missbrauch des HipHop-Begriffs im musikalischen Kontext sorgen zum Teil noch immer für eine falsche Darstellung und Auffassung. Die Mittzwanziger, zu denen auch meine Wenigkeit dazugehört, wollen den Spirit der Ende 90er -und Anfang 2000er Ära, mit dem unsereiner hiphop-technisch sozialisiert wurde, zurück. Ich möchte es hiermit hinausposaunen: Es gibt ihn noch den Spirit!!! Macht euch ein Bild davon und besucht beispielsweise die regelmäßigen Konzerte in der KAPU mit überwiegend feinsten US-amerikanischen HipHopKünstlerInnen (oftmals auch mit österreichischen Supportacts!). Ende Oktober beehrte kein geringerer als Black Milk die KAPU im Rahmen des Kapuzunder-Festivals. Besagter Künstler stammt aus Detroit, jener Stadt, die im Moment neben Los Angeles zu den Hochburgen des US-amerikanischen Indie-HipHop’s gehört. In Sachen Innovation und Producing zeigt Black Milk auf eindrucksvolle Art und Weise, in welche Richtung sich der Sound der Zukunft entwickeln könnte. Die LiveShow in Linz, mit Keyboarder und dem formidablen Drummer Daru Jones, gehörte sicher zu den Highlights des Jahres 2010. Auch nicht von schlechten Eltern die Show der Detroiter Elzhi und Phat Kat im November 2010. Wiederum in der Kapu. Homies von Black Milk, um den Kreis zu schließen. Elzhi bewies abermals, dass er gegenwärtig mit Sicherheit zu jenen MCs mit den ausgereiftesten Skills zu zählen ist – einfach delikat! Da geht was, da geht was… Okidoki. Mehr dann beim nächsten Mal. Peace. Antrue.

Interview Katrin & the carls Foto Robert Schenkenfelder

Text Antrue

27

Rubrik Kultur

The carls,


17 00

ra u M at 19 00 20

00

1

18

18 00

00

21 00

00

19 00

00

19

19 00

00

20

00

21 00

> Au sland

22 00

20

20 00

00

21 00

21 00

er

sa Arnezed

22 00Text Sarah Fotos Li

22 00

2

00

J 

edes Jahr stehen tausende Maturanten vor der Frage: „Matura und was nun?“. Uni, Fachhochschule, Kolleg oder doch vielleicht eine Lehre? Die Jugend ist allseits mit einer Überfülle an Angeboten konfrontiert: einerseits werden vielfältige Optionen eröffnet, andererseits wird sie aber auch mit dem Zwang konfrontiert, richtige Entscheidungen zu treffen.

Bildung

Um sicher zu gehen, auch wirklich den rechten Weg einzuschlagen, packen manche die Gelegenheit beim Schopf und nehmen bewusst eine Auszeit - weit weg von der gewohnten Umgebung, Familie und Freunden. Diese Zeit zwischen Ausbildung und Beruf oder weiterer Ausbildung, verbringen immer mehr Jugendliche im Ausland - egal ob als Au Pair, Work and Travel, Praktikant oder sozialer Helfer. Beliebteste Gastländer sind die USA, Kanada, Neuseeland, Australien und Großbritannien, aber auch nicht englischsprachige Länder, wie Spanien und Argentinien. Die Heimkehrer schwärmen von der besten Zeit ihres Lebens und vergleichen ihren Auslandsaufenthalt gar mit einer Achterbahnfahrt: Zuerst will man unbedingt damit fahren und ist sehr fasziniert von der Vorstellung.
Dann geht es schnell.
Man muss einsteigen und die ersten mulmigen Gefühle kommen auf. Es gibt Höhen und Tiefen, aber es wechselt sehr schnell. Am Ende ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist,
ein bisschen stolz, dass man es überlebt hat,
erfreut wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, aber eigentlich würde man am liebsten sitzen bleiben und nochmals fahren. Doch worin liegt die Faszination, tausende Kilometer zwischen sich und seine Heimat zu bringen, weit weg von allen sicherheitsgebenden Gewohnheiten und Bräuchen? Irene Moser aus Tragwein verbrachte nach der Matura ein ganzes Jahr in Amerika. Als Au Pair arbeitete sie für eine chinesische Gastfamilie im Bundesstaat Connecticut, in der Nähe von New York City. „Durch dieses Jahr bin ich extrem selbstständig und stark geworden. Ich weiß jetzt was ich will“, erzählt die 21-Jährige. Neben Verbesserung ihrer Englischkenntnisse, spricht Irene besonders vom Ausbau ihrer persönlichen Stärken: „Ich habe gelernt, nicht einfach aufzugeben, sondern für etwas zu kämpfen. Ich habe erkannt, dass ich eine erwachsene Person bin, die sich selber etwas erarbeiten muss und auch alleine schaffen kann.“ Nach ihrem Auslandsaufenthalt hieß es für Irene wieder Koffer packen für das nächste Abenteuer: „Ich habe oft über ein Architekturstudium nachgedacht, hatte es mir aber nicht zugetraut. In Amerika jedoch

28

hatte ich lange Zeit zum Überlegen und merkte, was mir liegt. So habe ich dann den Entschluss gefasst, es doch mit Architektur in Graz zu probieren. Es war die richtige Entscheidung!“ Auch Lisa Arnezeder aus Walding wagte einen großen Schritt Richtung Erwachsen werden und ging als Au Pair nach London: „Über London zu lesen oder mir Bilder anzusehen, hat mir nicht gereicht. Ich wollte mir selber ein Bild von der Stadt machen und bin ins Ausland gereist.“ Nach der Matura wählte Lisa den richtigen Zeitpunkt, um eine neue Kultur, neue Leute und andere Sichtweisen kennenzulernen: „Ich habe begonnen Vieles zu hinterfragen und mir eine neue Meinung zu so manchen Ansichten zu bilden, dadurch habe ich meinen Horizont extrem erweitert!“ Aber das so ein Auslandaufenthalt nicht immer einfach ist, musste die 20-Jährige auch erfahren: „Viele Freundschaften halten die Entfernung einfach nicht aus und es ist auch manchmal hart, wenn manche Erlebnisse die Freunde von zu Hause nicht miterleben können.“ Tobias Gebetsberger, JUS-Student aus Ottensheim zog es während des Studiums im Rahmen des ERASMUS Programmes nach Großbritannien: „Mir hat mein Auslandsaufenthalt viele berufliche Möglichkeiten aufgezeigt, die ich vorher noch nicht kannte. Das mag einen mitunter verwirren, aber es ist äußerst wichtig, egal in welcher Phase der Berufswahl man sich befindet, seine Gedanken zu reflektieren und Neues zu entdecken.“ Die Fremdsprache, neue Leute, soziale Netzwerke - alles neu und unerforscht. „Ich würde es jedem empfehlen ins Ausland zu gehen - egal, ob es nur ein Monat oder ein ganzes Jahr ist. Man lernt einfach wahnsinnig viel über sich selbst und vor allem über andere Menschen. Sprachbarrieren brechen nach kurzer Zeit auf, man wird selbstbewusster und wesentlich flexibler.“

Paul Wilson sagte mal: „Nur wer Veränderungen akzeptiert, kann auch wachsen.“ Also in der Komfortzone bleiben oder doch den großen Schritt ins Abenteuer Ausland wagen? Eines sei jedoch gesagt: Wir alle sollten unseren eigenen Weg gehen und unseren Träumen folgen. Denn manchmal sollte man, um vorwärts zu kommen, gewisse Dinge einfach hinter sich lassen.


Der Autor dieses Artikels ist 21 Jahre alt. Er hat also die gefährlichste Phase seines Lebens bereits überschritten – und muss aufpassen, nicht zum Opfer bösartiger Jugendlicher zu werden. „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Lebens ohne gröbere Dauerschäden überstanden haben, nicht viel geändert. Ausnahmen wie Laura Rudas und Silvia Fuhrmann, die um fünf Euro gerade mal zwei Wurstsemmeln kaufen kann, bestätigen die Regel.

Nein, keine Aussage von Erwin Pröll, sondern von jemandem, der es eigentlich wissen müsste – Sokrates. Dummerweise hat der schon zu Lebzeiten gewusst, dass er nur eines weiß – nämlich, dass er nichts weiß.

Luxus, schlechte Manieren, Antiautorität und Tyrannei stehen auch heute noch an der Tagesordnung. Zumindest, wenn man den hiesigen Medien Glauben schenken darf, die immer wieder von randalierenden, komasaufenden und drogenkonsumierenden Heranwachsenden berichten. Die wahre Gefahr für die heutige Welt geht demnach nicht von Atomwaffen, sondern von der Adoleszenz aus.

In den letzten 2000 Jahren hat sich nach Meinung der „Erwachsenen“, also derer, die die renitente Phase ihres

Punkt 1 – Demographie

Punkt 3 – Die Autorität

Um die potenziellen Störenfriede gleich im Vorhinein klassifizieren zu können, muss man im Rahmen der Risikoanalyse einmal das Profil des „Jugendlichen“ erstellen. Hier hat sich die Linzer ÖVP als besonders verhaltenskreativ hervorgetan. Im Rahmen der Befragung der Linzer Jugend zu potenziellen Verbesserungen in der städtischen Jugendarbeit wurden kurzerhand 14-18 Jährige stellvertretend für „die Jugend“ befragt. Das erklärt vielleicht, warum ich mit meinen 21 Jahren statt der Werbung für Studentenkonten immer öfter die aktuellen Raiffeisen-Pensionsvorsorge-Angebote im Briefkasten finde. Zielgruppengerechte Werbung sieht anders aus. Wir halten also fest: Die Gefahr für die nationale Sicherheit ist zwischen 14-18 Jahre alt.

Wer kennt nicht die Stories von Eltern, die über die Allüren ihrer pubertierenden Sprösslinge bei den wöchentlichen Kaffeekränzchen berichten. Nicht nur, dass sie ihren Lebenswandel der Subversion widmen, nein, sie rebellieren noch zusätzlich. Der kleine Josef geht lieber am Abend fort, anstatt – so, wie es sich aus der Sicht vieler Erwachsener gehören würde – brav am Samstagabend für die in drei Wochen stattfindende Mathematikschularbeit zu lernen. Der kleine Josef freundet sich mit der kleinen Johanna an und lernt seine biologischen Funktionen kennen, anstatt – wie es sich aus der Sicht vieler Erwachsener gehören würde – mehr Zeit zu Hause bei seiner Familie zu verbringen. So viel Auflehnung auf einmal ist natürlich höchstgradig gefährlich. Wir halten also fest: Die Gefahr für die nationale Sicherheit ist 14-18 Jahre alt, unberechenbar, zu allen subversiven Taten fähig und fängt auch noch an, sich zu organisieren!

Punkt 2 – Der Lebenswandel Der 14-18-Jährige Jugendliche hat Studien zufolge vornehmlich drei Hobbies: Rauchen, Fernsehen, Saufen. An jedem Wochenende wird von Jugendlichen ein Neuronenmassaker in ihrem Gehirn veranstaltet – was sie dann natürlich noch gefährlicher macht, da sie, nun nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, noch viel unberechenbarer macht, als sie es ohnehin schon sind. Doch damit nicht genug – neben den immensen Kosten, die dem gebeutelten österreichischen Steuerzahler mit der Behandlung dieser Massaker in den Krankenhäusern anfallen, gehen die Jugendlichen noch einen Schritt weiter. Ja, sie fordern die Erwachsenen geradezu heraus, indem sie alles tun, um mit Rauchen und Bewegungsmangel den Staat auf diese Weise noch weiter finanziell auszuhöhlen. Wir halten also fest: Die Gefahr für die nationale Sicherheit ist 14-18 Jahre alt, unberechenbar und zu allen subversiven Taten fähig.

Die Lösung! Was also tun mit dieser Gefahr? Kreative Ansätze gibt es ja bereits genug. Ausweiskontrollen, Pfeifgeräusche vor Supermärkten, um zu verhindern, dass die Jugendlichen sich davor zusammenrotten können sowie Jugendarbeit in der Schule, wo auf die schlechten Dinge des Lebens eingegangen wird. Trotzdem werden die Probleme mit dieser hochgradig gefährlichen Gruppe immer größer – zumindest scheinbar. Was bis heute niemand kapiert hat – man sollte vielleicht mal auf die Probleme der Jugendlichen hören – im Hinblick auf ihre eigenen Zukunftsvorstellungen – als politische Standardbekenntnisse vom Band zu lassen. Dann könnte man Jugendliche auch besser verstehen – und würde sie nicht als „Terrorzelle“ sehen!

29

Satire

Profil eines Störenfriedes


YANN TIERSEN Ohne Worte

Veranstaltungen

Das Licht geht aus, die Bühnenbeleuchtung an. Zwei junge Männer stehen auf der Bühne: LONSKI AND CLASSEN - die Vorband des französischen Künstlers YANN TIERSEN. Diese zwei musikalischen Acts brillierten am Montag, den 6.12.2010 im Linzer Posthof bei ihrem fast ausverkauften Konzert. Die zwei Berliner bringen genau die richtige Einstimmung für diesen Montagabend. Lukas Lonski und Felix Classen produzieren Musik, die sich anfangs ganz simpel und schlicht anhört. Doch nach ein oder zwei gespielten Songs verbreitet sich eine angenehme, herzliche Stimmung und die weiteren Stücke, die die beiden an diesem Abend vortragen, regen zum einfachen Genießen an. Nach zirka einer Stunde Musik nur mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang stimmen die beiden noch ein letztes Lied an. Dieses singen sie mit Yann Tiersen und seinen Leuten gemeinsam und die Besucher waren von dieser Darbietung begeistert. Nach diesem Chanson erwartet man nun den Hauptact des Abends: Yann Tiersen.

Doch dieser lässt sich reichlich Zeit und legt erst nach einer halben Stunde los. Die Lichter gehen erneut aus und voller Spannung blicken die Anwesenden des nun gänzlich gefüllten Saals zur Bühne. Dann steht er da, ein wenig verwuschelt, aber genau das macht ihn so sympathisch. Yann Tiersen braucht kein großartiges Kostüm, er verzaubert ohnehin durch seine Musik. Das erste Stück beginnt gleich mit einem langen Instrumentalteil, bei dem Yann Tiersen gleich zur Geige greift. Diese holt er während seines Auftrittes öfters hervor und entlockt ihr verzaubernde Melodien. Beim zweiten Lied schon beginnt die Stimmung im Raum zu vibrieren, denn er spielt das gleichnamige Titellied seines neuen Albums „Dust Lane“. Die Richtung in die der Franzose mit seinem sechsten Album geht, ist gewöhnungsbedürftig im Vergleich zu seinen bisherigen CD´s. Doch das heißt nicht, dass es nicht auch gut sein kann. Das haben die Zuschauer wohl alle an diesem Abend gesehen und gehört. So vergeht die Zeit und mit ihr auch die aufrüttelnde, emotionale, aber zugleich auch ruhige Musik und die wundervollen Geigensolos von Yann Tiersen. Natürlich werden auch Zugaben gebracht und in einer dieser Zugaben lassen uns die insgesamt fünf Musiker auch ein Stück von „Amelie“ zu Ohren kommen, was die Stimmung nur noch traumvoller macht. Am Ende dieses verzauberten, aber gleichzeitig auch bodenständigen Konzertes schweben wohl so einige noch in ihrer fabelhaften Welt des Yann Tiersen.

Text Kathi Foto earlyphotography.at

30


jänner

14. Jan 2011 | 21:00 | Posthof, Linz

SOFA SURFERS / RADIO DIFFUSION / KEN HAYAKAWA

21. Jan 2011 | 20:00 | KV Röda, Steyr

Medieninhaber Medien- & Kulturplattform junQ.at // Qulture & Qontent Baumbachstraße 15, 4020 Linz office@junQ.at www.frischluft.at ZVR-Zahl: 808933603 Redaktionsteam

TROUBLE OVER TOKYO / FOTOS

Chefredakteur Daniel Friesenecker

29. Jan 2011 | 20:00 | spinnerei, Traun

Chef vom Dienst Valentin Huber

REGGAE-WINTER-BREAK: RASTAFAHNDA / DELIMAN

februar 09. Feb 2011 | 20:30 | republic, Salzburg

ELEMENT OF CRIME

16. Feb 2011 | 19:00 | Posthof, Linz

AUSTRIAN NEWCOMER AWARD

25. Feb 2011 | 21:00 | Ann and Pat, Linz

KOMMANDO ELEFANT / captain ufo and the dagadas

24. Feb 2011 | 20:00 | Posthof, Linz

KRAUTSCHÄDL /

MARKUS BEER & DIE VOLKSVERTRETER / GUIDELINE 25. Feb 2011 | 20:00 | KV Röda, Steyr

CHE SUDAKA

märz

Textredaktion Katharina Knott Katrin Joana Jarolim Jacqueline Gam Pia Nives Welser Lisa Maria Thurnhofer Daniel Jamritisch Julius Schlögl Foto und Grafik Erhard Grünzweil Barbara Aichinger Layout Katharina Knott Erhard Grünzweil Barbara Aichinger Anzeigenleitung ANZEIGENVERKAUF Daniel Friesenecker office@frischluft.at Bankverbindung Volksbank Linz-Mühlviertel Konto 54485190000, BLZ 43210 IBAN AT884321054485190000 BIC/SWIFT-Code VBOEATWWLIN DRUCK europadruck.de Westfalia Verlag GmbH, Paderborn

04. Mär 2011 | 21:00 | Ann and Pat, Linz

frischluft das unabhängige Jugendmagazin wird gefördert aus Mitteln von Jugend in Aktion

PILOTS. / scenario fever

08. Mär 2011 | 20:00 | Szene, Wien

EFTERKLANG

18. Mär 2011 | 20:00 | Posthof, Linz

MADSEN

Veranstaltungen Impressum

r e d n e l a k t even

das unabhängige Jugendmagazin

frischluft befindet sich im Eigentum der Jugendkultur- & Medienplattform junQ Österreich

31


xte rm für junge Te fo tt la P , n zi a g Online-Ma

*

rplattform Medien- & Kultu

* ungefiltert 

Kann zu echter Meinungsbildung führen.

ein Projekt von

junQ.at


frischluft - Nullnummer 2011