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Potsdam LEbenswelt

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Jedermann

Foto PANGEA.unique dance

Hugo von Hofmannsthals Stück kommt nach Potsdam

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mann« übernimmt Schauspiellegende Herbert Köfer die Rolle des »Armen Nachbarn«. Die Dresdener Schauspielerin und Chansonnière Dorit Gäbler ist als »Mutter« zu sehen, während Moderator Max Schautzer »Gott« verkörpert. Eine kleine Überraschung soll die Besetzung der »Buhlschaft« werden: Für diese Rolle konnte eine Dame gewonnen werden, deren Gesicht man aus Film und Fernsehen kennt. Ihr Name wird zu einem späteren Zeitpunkt noch bekannt gegeben. Zur Vision von Tegelers gehört es, den ›Jedermann‹ in Potsdam »wachsen« zu lassen und darum möglichst viele Institutionen und Unternehmen der Stadt für die Realisierung seines Vorhabens ins Boot zu holen. Bisher konnte er von seiner Idee schon Radio Potsdam und Potsdam TV begeistern, die beide Medienpartner sind. Und Potsdam Tourismus hat mit dem Kartenverkauf begonnen. Zu den Berliner Partnern gehört Radio Paradiso, wo bereits der Trailer zum ›Jedermann‹ zu hören ist. Karten sind zudem über die Homepage www.jedermann-potsdam.de, die Volksbühne Michendorf, an allen Theatervorverkaufsstellen oder direkt über Reservix erhältlich. Die Premiere vom ›Jedermann‹ soll am 28. September dieses Jahres stattfinden. Bis dahin begleitet friedrich das Theaterprojekt in regelmäßigen Abständen, um über den neuesten Entwicklungsstand zu informieren. [Stefan Kahlau]

s dürfte eines der am häufigsten gespielten deutschsprachigen Theaterstücke sein: Hugo von Hofmannsthals ›Jedermann‹. Allein in Berlin wurde es 28 Jahre lang hintereinander aufgeführt, unter anderem im Berliner Dom. Wie friedrich bereits in der Januar-Ausgabe berichtete, möchte Schauspieler und Projektleiter Nicolai Tegeler zusammen mit der Volksbühne Michendorf das Werk nach Potsdam bringen. Inzwischen gibt es einige Neuigkeiten. So liegen etwa die Zusagen folgender Darsteller vor: Neben Timothy Peach als »Jeder- www.jedermann-potsdam.de

jederzeitlos

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Uraufführung von ›PANGEA.unique dance‹

I

n dem Stück ›jederzeitlos‹ begeben sich die acht Tänzerinnen der ›PANGEA.unique dance‹-Gruppe in verschiedene Zeit-Räume hinein, lassen sich vom Metrum gefangen nehmen, um es dann spielerisch zu durchbrechen oder gar aufzulösen. Wände wandeln sich zu farbigen Collagen und Alltagsgegenstände werden verfremdet. Momente der Anspannung und der Entspannung, der Präsenz und der scheinbaren Ewigkeit, der Kontinuität und der Brüche – doch wer strukturiert dabei die Zeit? Eine Frage, die für unser unternehmerisches Selbst, das sich stets durch Hochgeschwindigkeit und Effizienz zu optimieren versucht, von großer Bedeutung ist. Sind Überra-

schungen in unseren sorgfältig ausgetüftelten Plänen willkommen? Oder planen wir auch diese bereits mit ein? In welchen Situationen synchronisieren wir unser Zeiterleben, um uns gemeinsam bewegen, zusammen handeln zu können? Und wann entsteht aus unseren individuellen Aktionen ein polyrhythmisches Bild? Die Tänzerinnen der ›PANGEA.unique dance‹-Gruppe setzten sich ein Jahr lang körperlich, gedanklich und musikalisch, kommunikativ und intuitiv mit diesen Themen auseinander. Die daraus entwickelten Choreografien und improvisierten Sequenzen werden in jeder Probe und Aufführung neu ausgestaltet. Das Ensemble besteht aus Frauen mit Multipler Sklerose, die sich seit 2009 regelmäßig treffen, um sich mit Spaß tänzerisch auszudrücken. Das Stück ›jederzeitlos‹ entstand unter der Leitung von Sophia Waldvogel. Die studierte Musikpädagogin arbeitet seit 2012 als Sozialarbeiterin, Seminarleiterin, Musikund Tanzpädagogin, unter anderem mit Menschen mit Behinderung, Schulkindern, internationalen Freiwilligendienstleistenden und Geflüchteten. [sr] Tanzaufführung ›jederzeitlos‹ 17. März, 19.30 Uhr, und 18. März, 16 Uhr Schiffbauergasse Potsdam, fabrik www.fabrikpotsdam.de

friedrich - Zeitschrift für BerlinBrandenburg  

März 2018

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