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12 · Winter 2015 SAUERLAND

Rund um Biggesee und Listersee“

Die Orgel

KÖNIGIN DER INSTRUMENTE

Winterzeit ist Sauerkrautzeit DAS GÄRGEMÜSE HANDGEMACHT

Ein Sauerländer in der weiten Welt EIN ABSTECHER IN DEN PAZIFIK

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Rund um Biggesee und Listersee“

AUSGABE 12 / WINTER 2015

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08 Ein Interview mit dem Nikolaus 10 Krippengeschichten 16 Die Orgel – Königin der Instrumente 22 WOLL-Kreativ 24 Eine Stadt geht online 26 Alte Berufe, neue Chancen ... 28 Kohldampf auf Grünkohl 37 Winterzeit ist Sauerkrautzeit 41 Klara Otte – Erinnerung an eine engagierte Frau

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48 Schneevergnügen im Sauerland 59 Ein fast vergessener Ort 62 Auf der steten Suche nach dem Optimum 66 Deo Musis Patriae 74 Ein kleines Dorf auf der Sonnenseite eines Hügels 78 Kultur und Vielfalt: sinnvolles Tun 80 Hier gibt´s was auf die Ohren ...

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82 Trombe e Tromboni in Namibia 84 Ein halbes Jahrhundert Frohsinn und Heiterkeit 86 Emotionales Wiedersehen – Dichterin Ulla Hahn im Sauerland 87 Schnattergänse schnattern seit 40 Jahren 90 Kaum zu glauben, ist echt schön hier ... 94 Eine „Blaunase“ aus Attendorn 96 Die schönste Zeche der Welt 99 Ein Sauerländer in der weiten Welt

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108 Veranstaltungen Titelfoto "Winter im Sauerland", Klaus-Peter Kappest


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© www.fotolia.com/travelpeter

Vorwort LIEBE LESERINNEN UND LESER!

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ormalerweise geht man mit der Zeit. Das möchten wir gegen Ende November aber ausnahmsweise mal etwas relativieren. Die Tage sind kurz, das Laub ist unten, es regnet und stürmt, kurz: et is üsselich, wie der Sauerländer sagt. Ach ja, dazu fällt mir ein: Woran erkennt man den Südwestfalen, wenn es regnet? Er geht ganz leicht nach vorn gebeugt, jedoch keinen Schritt schneller ... Aber ich schweife ja ab. Also: Wir gehen nicht mit der dunklen, grauen Jahreszeit, weil wir glauben, mit der aktuellen Winterausgabe 2015 ein besonders buntes und abwechslungsreiches Magazin für Sie zusammengestellt zu haben! Natürlich haben wir jede Menge aktuelle Themen rund um Winter- und Weihnachtszeit, wie es sich gehört, aber auch manchen anderen interessanten Einblick, der sich bestimmt zu lesen lohnt. Außerdem gibt es eine neue Serie, die sich dem Winter so sehr entzieht, wie es eben möglich ist. Der Reise- und Naturfotograf Dieter Gandras, lange in Atten-

dorn ansässig, öffnet für uns sein Archiv und nimmt uns ab sofort mit in Regionen dieser Welt, die man nicht „mal eben so“ erreichen kann. Jetzt, im Winter, geht es daher in den ewigen Sommer des äquatorialen Pazifiks, auf die Inseln des Robinson Crusoe. Kunterbunt, was soll ich Ihnen erzählen ... Blättern Sie doch einfach mal durch unsere neue Ausgabe Winter 2015 des WOLL-Magazins „Rund um Biggesee und Listersee“. Nun wünsche ich Ihnen vergnügliche Lesestunden, eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und verbleibe mit den besten Grüßen aus der Attendorner Bieketurmstraße Ihr Herausgeber Markus Frey WOLL Winter 2015 –

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© SAUERLAND-TOURISMUS E.V. | FOTOGRAFIN: SABRINA VOSS

Winterspaß im Natur-Erlebnisgebiet Biggesee-Listersee

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un ist es bald soweit! Geschenke werden gekauft, das Festmahl wird geplant und der Christbaum geschmückt. Auch in der vierten Jahreszeit haben die Seen einiges zu bieten.

Attendorner Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ★ 04. bis 13. Dezember 2015

Weihnachtserlebnis Es ist die besinnlichste Zeit des Jahres, geprägt von Kerzenlicht und Plätzchenduft, Eisblumen am Fenster, geheimnisvollen Weihnachtsgeschichten und klirrender Kälte – genau die richtige Zeit, um mit Familie und Freunden die entzückenden Weihnachtsmärkte im Natur-Erlebnisgebiet zu besuchen. Die weihnachtlich geschmückten Stände, das einmalige Ambiente und der bezaubernde Lichterglanz versetzen Sie ganz bestimmt in Weihnachtsstimmung. Die Weihnachtsmärkte 2015 im Natur-Erlebnisgebiet Biggesee-Listersee auf einen Blick:

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Drolshagener Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ★ 12. und 13. Dezember 2015 Meinerzhagener Adventsmarkt rund um die Jesus-Christus-Kirche ★ 05. und 06. Dezember 2015 Historischer Weihnachtsmarkt Olpe auf dem Marktplatz ★ 03. bis 06. Dezember 2015


Shoppingerlebnis Aber nicht nur die Weihnachtsmärkte haben einiges zu bieten. Wenn sich das Sauerland in eine Puderzuckerwelt verwandelt und die Innenstädte in festlicher Beleuchtung strahlen, laden die Einkaufsstraßen der Städte Attendorn, Drolshagen, Meinerzhagen und Olpe zum ausgiebigen Weihnachts-Shopping ein. Gourmets kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Die zahlreichen Restaurants und Lokale bieten besonders in der Adventszeit kulinarische Köstlichkeiten an.

Wintererlebnis Das Natur-Erlebnisgebiet Biggesee-Listersee mit seinen verschneiten Wäldern, malerischen Dörfern und Städtchen ist vor allem bekannt für seine hervorragenden Wintersportbedingungen. Skiabfahrt, Skilanglauf oder Skiwandern ist für viele zum schönsten Wintervergnügen geworden. Wie wäre es mit einer Skiabfahrt auf den sanften Hängen im Skigebiet Olpe-Fahlenscheid? Dem Spaß im Schnee sind beim Rodeln

oder Snowtubing keine Grenzen gesetzt, hier wird kräftig Gas gegeben. Für Langlauffreunde, die lieber auf den schmalen „Brettern“ durch die zauberhafte Landschaft gleiten, ist die gut präparierte Wehetal-Loipe in Meinerzhagen die richtige Wahl.

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Ein Interview mit dem

Nikolaus

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iebe Kinder und die, die es im Herzen geblieben sind, für euch hat der Nikolaus ein besonderes Interview gegeben, um euch eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen: Lieber Nikolaus, du besuchst die Kinder überall auf der Welt. Wie schaffst du das bloß? „Alles zu seiner Zeit“, sagt uns eine alte Lebensweisheit. Der Jahreskreis ist in viele einzelne Abschnitte eingeteilt und jeder hat seine eigene, besondere Bedeutung. Wenn zum neuen Jahr die Sektkorken knallen und der Himmel mit buntem Feuerwerk erleuchtet wird, freuen sich die Menschen auf das kommende Jahr. Bald werden die Tage länger; mit dem Karneval verabschiedet sich die kalte Zeit und der Frühling hält Einzug. Die Osterzeit hat in Attendorn eine besondere Bedeutung. Die Urlaubsvorbereitungen und die Freude auf den Sommer bestimmen dann vielfach die Gedanken in den Familien. Schützenfeste sind gerade hier im Sauerland wichtige Fixpunkte. Ja und dann

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wird es schon so langsam wieder herbstlich, die Wälder werden bunt und Herbstwinde fegen um die Häuser. Früh schon merkt man in den Auslagen der Geschäfte, dass die Winterzeit Einzug hält. Das Fest des heiligen Nikolaus hatte in früheren Jahren eine ganz besondere Bedeutung. Das Weihnachtsfest, so wie wir es heute feiern, gab es so nicht. Die Christmette in der Kirche, das gute Essen am Weihnachtstag und das Zusammensein in der Familie machten das Fest aus. Geschenke gab es nicht. Der heilige Nikolaus brachte allenfalls eine Tüte mit Äpfeln und Nüssen. Erst später kam dann etwas Süßes hinzu. In dieser heimlichen Zeit gehen wir als Nikolaus von Haus zu Haus, von Familie zu Familie und zu vielen Veranstaltungen der örtlichen Vereine. Wir, das sind noch einige Freunde der alten Tradition, die Freude daran haben, in der Vorweihnachtszeit den Zauber der Weihnacht zu verbreiten. Ich selber bin schon über 30 Jahre als Nikolaus unterwegs.


Was macht für dich die Weihnachtszeit im kurkölnischen Sauerland aus? Noch merkt man, dass hier alte Werte und Traditionen gepflegt werden. Der Nikolaus hat für die Kinder und gerade für die Eltern und Großeltern eine besondere Bedeutung. Erinnerungen an die eigene Kindheit werden wach. Alte Werte, wie das friedvolle Miteinander der Menschen, die Umgangsformen miteinander teilen zu können oder einfach nur dem anderen zuzuhören, werden vom Nikolaus angesprochen. Besinnlichkeit – was gehört für dich dazu? Es sind oft nur kurze Momente, wo Besinnlichkeit eine Rolle spielt: mit der Familie zusammensitzen, sich im Freundeskreis treffen und einfach mal innehalten. Dazu gehören auch bestimmt die Erinnerung und die Freude an schönen Momenten im Laufe des Jahres. Eine gute Tasse Kaffee, etwas Gebäck und anschließend ein gutes Schnäpschen müssen sein. Was rührt dich an deiner Berufung am meisten? Berufung ist das nicht. Ich habe einfach nur Freude daran, anderen Menschen Freude zu machen. Und wenn ich dann in die leuchtenden Augen der Kinder sehe, ist das schon etwas Besonderes. Jetzt gehe ich schon des Öfteren in Familien, wo selbst die Eltern schon als kleine Kinder vor mir standen. Wie die Zeit doch vergeht! Was macht dich glücklich? Es gibt einige Nikolaustermine, auf die ich mich besonders freue. Da sind Familien, deren Kinder schon lange erwachsen sind, die mich immer aber noch bestellen. Wenn wir uns dann wie in den vergangenen Jahren sehen, ist die Freude groß. © www.fotolia.com/Floydine

Gibt es auch Dinge, die dich traurig stimmen? Oberflächlichkeit. Wenn man mich mit Weihnachtsmann anspricht. Ich bin kein Weihnachtsmann. Und der Überfluss. Es reicht schon oft nicht mehr aus, nur eine Tüte mit Süßigkeiten, einem Apfel und Nüssen zu bringen. Spielzeug XXL, Computerspiele oder das neuste Handy sind schon im Angebot des Nikolaus zu finden. Die Päckchen werden aufgerissen, aber zufriedener ist man danach nicht. Traurig bin ich aber besonders, dass mich mein langjähriger Freund und Knecht Ruprecht verlassen hat. Er ist leider verstorben und ich vermisse ihn sehr. Was war dein lustigstes Erlebnis hier im Sauerland? Es gibt viele schöne und lustige Erlebnisse in den vielen Jahren. Fast 30 Jahre besuche ich die Nikolausfeier bei den Roten Funken. Was ich da so alles erleben konnte, kann man nicht beschreiben. Eines der tollsten Erlebnisse liegt schon lange zurück. Nach einem Besuch der Kinder beim Club der Gemütlichkeit hatte ich etwas Leerlauf. Es lag nichts näher, als die Zeit in der Küche der Wirte Hetty und Udo Staffelt zu verbringen. Neben einem Pils gab es für den Nikolaus auch einen guten Fleischhauer, also einen Schnaps. Und weil es so schön war, gab es auch noch einen. Und dann noch einen und noch einen. Der Besuch bei den Roten Funken war dementsprechend gelungen. Als der Nikolaus zur späten Nachtzeit über den Platz trollte, sah er den großen Weihnachtsbaum. Mit wehendem Mantel und verrutschter Mitra segelte er laut singend drum herum: „Das Grab ist leer, der Held erwacht.“ Na, dieses Lied passte eher in die Osterzeit. Und natürlich haben mich auch noch einige Attendorner gesehen und erkannt. Dass beim nächsten Termin bei der Freiwilligen Feuerwehr der Musikzug nicht nur das Nikolauslied, sondern auch „Das Grab ist leer, der Held erwacht“ anspielte, verwunderte mich nicht. Dass aber dann zwei Polizisten von der Attendorner Wache mich vor versammelter Mannschaft zu einem Alko- Test aufforderten, war schon eine Nummer für sich. Besuchst du in diesem Jahr auch mich? Das kann ich so nicht versprechen. Meine Engel legen die Nikolausroute Jahr für Jahr fest. Und dann kommt es noch darauf an, ob mein Rentierschlitten mit dem Rudolf mich sicher zur Erde bringt. Vielen Dank, lieber Nikolaus, und allen eine schöne Weihnachtszeit! von D. Fischer [Text] und Barbara Sander-Graetz [Foto] WOLL Winter 2015 –

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Krippengeschichten

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oni Kamp aus Ennest hat ihre Krippenfiguren aus Wachs vor über 25 Jahren selbst hergestellt. Sie war ganz angetan von ihnen, als sie die Krippenfiguren aus Wachs zum ersten Mal bei einem Besuch bei ihrer Schwester Hildegard Häner in Olpe gesehen hat, und haben der Ennesterin so gut gefallen, dass in ihr der Entschluss reifte, eigene Wachsfiguren herzustellen. Im Gespräch mit dem WOLL-Magazin konnte Toni Kamp detailgenau die Herstellung mit den einzelnen Arbeitsschritten erzählen. Zunächst wurden Wachsperlen in einem alten Kochtopf geschmolzen. Hinzu kam die Eichenfarbe. Die Gummi-Schablonen für die Heilige Familie, die Heiligen Drei

Könige, Schäfchen, Hirten, Kamel, Ochs und Esel waren zunächst mit Talkumpuder einzureiben, damit sich nachher die Figur gut löst. Dann wurde das heiße Wachs eingefüllt. Nach dem Erkalten wurde jede einzelne Figur vorsichtig von der Gummi-Schablone gelöst. Trotzdem brach schon mal ein Kopf ab, sodass der Gießvorgang zu wiederholen war. Die Figuren wurden anschließend mit einer Patina versehen. Mit einem Perlonstrumpf wurden die Krippenfiguren dann abgerieben und erreichten somit den Endzustand. Ihren Platz fand die Heilige Familie in einem Baumstuken, davor die Heiligen Drei Könige, Schäfchen, Hirten, Kamel, Ochs und Esel. Einige Jahre später lief beim Aufstellen der Krippe einen Tag vor Heiligabend nicht alles so, wie es laufen sollte: Der Baumstuken, der als Stall diente, war nicht mehr aufzufinden. Es stellte sich heraus, dass Ehemann Klemens diesen beim Aufräumen entsorgt hatte. Nun hing der Haussegen schief. Aber der findige Ehemann wusste sich zu helfen und ging zu seinem Bruder Robert, der gut basteln kann und auch schon Krippenhäuser hergestellt hat. Auf dem Dachboden fand Robert Kamp noch ein von ihm selbst gefertigtes Krippenhaus, das bisher nicht genutzt wurde. Dieses schenkte er seinem Bruder Klemens und so gab es ein Happy End vor den Weihnachtsfeiertagen im Hause Kamp an der Attendorner Straße.

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ls Sohn Gerhard im Jahr 1955 geboren wurde, begab sich Vater Hans Kaufmann vom Kehlberg 18 in Attendorn an den Bau einer eigenen Krippe. Da Hans Kaufmann gelernter Werkzeugmacher war, fiel ihm das Werkeln nicht schwer. „In zahlreichen Stunden“, so erinnert sich seine heute 92-jährige Frau Gertrud Kaufmann, „fertigte er eine schöne, kleine Krippe, die sogar mit elektrischem Licht ausgestattet wurde. Das war 1955 schon etwas Besonderes.“ Der mittlerweile leider verstorbene Hans Kaufmann, dessen großes Hobby der Osterfeuerverein Kölner Poorte war und den die Attendorner jahrzehntelang als Sänger im Kirchenchor der Pfarrkirche erleben durften – er wurde sogar für 70 Jahre Treue im Chor der Pfarrkirche St.-Johannes Baptist geehrt –, hatte ein Auge fürs Detail: Ein Engel wurde über dem Eingang angebracht und ein Kuchenförmchen, das dem Stern von Bethlehem ähnelte, befestigte er über der Krippe. Das Kuchenförmchen ging im Laufe der Jahre verloren, sodass ein Stern besorgt wurde. Noch heute hält Gerhard Kaufmann die Krippe seines Vaters in Ehren.

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ubert Bender aus Attendorn, wohnhaft am Grafweg, hat ein Krippenhaus und Figuren, die für ihn einen besonderen ideellen Wert haben. Die Krippenfiguren sind gut 100 Jahre alt. Sie wurden Hubert Bender im Jahr 1970 von seinem Onkel Eugen Dingerkus übergeben, als Hubert und Anita Bender geheiratet haben. Die kleinen Figuren sind aus Ton und bemalt. „Die Figuren sind nach 100 Jahren zum Teil ein bisschen lädiert, der Lack ist teilweise etwas ab“, sagt der Attendorner, selbst begeisterter Holzschnitzer, dem WOLL-Magazin. Als Krippe diente zunächst ein alter Baumstuken mit einer Höhle. Vor 20 Jahren erhielt Hubert Bender von Artur Braunschneider aus Lichtringhausen dann ein selbst gefertigtes Krippenhaus. Artur Braunschneider, mittlerweile verstorben, hat insgesamt 45 Krippenhäuser gebaut und im heimischen Sprengel an den Mann gebracht. Als Dankeschön hat ihm Hubert Bender einen Wandersmann geschnitzt. Für andere hat er einige Sätze Krippenfiguren in verschiedenen Größen selbst gefertigt; nach dem Schnitzen hat er diese nach Bayern zu einem Kirchenmaler zum Beizen und Bemalen geschickt. Auch stammen von ihm einige Blockkrippen. Besonders gerne macht der 69-jährige Hubert Bender, der seit fast 30 Jahren dem Hobby des Holzschnitzers frönt, Weihnachtsbäume in den verschiedensten Variationen.

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Ein köstliches Stück

Attendorn

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in Café als Familienbetrieb mit eigener Konditorei und Chocolaterie ist in Zeiten allgegenwärtiger Ketten schon so etwas Besonderes, dass sich das Marketing von selbst ergibt: traditionelle Handwerkskunst. Genau dafür steht der Name Harnischmacher in Attendorn. Und das seit mehr als acht Jahrzehnten. 1930 übernehmen Albert und Maria Harnischmacher das altbekannte Café Biergans am Kirchplatz in Attendorn. Fünf Jahre später erwerben sie das alte Kaufhaus Ursell an der Niedersten Straße, bauen an seiner Stelle ein modernes Geschäftshaus und legen damit den Grundstein für eine süße Erfolgsgeschichte, die von Qualität und Vielseitigkeit erzählt. In den 1960er-Jahren steigt der Sohn, ebenfalls ein Albert, mit seiner Frau Rosemarie, einer Bäckerstochter aus Düsseldorf, in den elterlichen Betrieb

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ein. Auf seinen Wanderjahren hat der junge Geselle bei den besten Konditoreien des Landes angedockt, man pflegt gute Kontakte zu Spitzenbetrieben in ganz Deutschland und tüftelt gemeinsam an Innovationen. Die Erfindung der „Attendorner Iserköppe“, eine wunderbare Süßigkeit mit frischer Sahne, vollmundiger Schokolade und edlem Obstbrand, vereint mit dem Rüstzeug der Konditorenkunst die Familien- und Stadtgeschichte in einer Pralinenspezialität. Heute führen Markus und Uta Harnischmacher das Familienunternehmen in der dritten Generation und identifizieren sich dabei mit den Werten ihrer Väter, die das gute Produkt über alles stellten. Ihr Gewerbe ist vor allem eine Haltung und damit eine Frage der Überzeugung. Und weil das so ist, lässt man auch heute noch bei der Herstellung der Trüffel mit Champagner die


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Caféhaus-Kultur mit Tradition und Zeitgeist Alle Erzeugnisse, die das Leben so wunderbar versüßen, werden bei Harnischmachers frisch gefertigt: die Torten jeden Tag, die Pralinés mindestens einmal in der Woche. Und die macht keine Maschine. Technische Hilfsmittel werden allenfalls bedient, um den Arbeitsablauf zu erleichtern. Dabei setzt man darauf, Tradition zu bewahren, neue Ideen zu entwickeln und aktuelle Trends aufzunehmen. Das Angebot ist so ausgerichtet, dass jeder Geschmack bedient wird. Und die süßen Kreationen haben schöne Namen. So wie Caracas, Tosca oder Acapulco. Ohne gehen sie nicht in den Verkauf. Die beliebte Palermo-Torte beispielsweise ist eine Inspiration des Großvaters, die Flockensahne brachte der Vater im Originalrezept aus dem renommierten Kölner Café Franck mit. Die BiggeseeTorte, ein Rotwein-Rodon mit Haselnuss-Nougat und feinster VollmilchSchokolade, ist eine der neuesten Schöpfungen. All das kann man dann in echter Caféhaus-Kultur erleben. Denn zum Erfolg gehört auch das Drumherum: Bei Harnischmachers findet man samtige Gemütlichkeit mit einem Stück Moderne und gepflegter Gastlichkeit. Dabei ist das Geschäftscredo so simpel wie einleuchtend: Harnischmachers kultivieren das Gegenteil von der Massenware der Großkonditoreien und bieten Produkte aus echter Meisterhand, auf Wunsch auch mit Namen oder Firmenlogo, je nach Gusto und Saison individuell zusammengestellt und versandfrisch verpackt. Während Uta Harnischmacher als gute Seele des Hauses über die unwiderstehliche Theke der Spitzenkonditorei wacht und für all die betriebswirtschaftlichen Dinge sorgt, sieht man Markus Harnischmacher in der Arbeitskleidung des Konditors. Immer mit dem Anspruch, dem Kunden das Beste zu bieten: Erstklassige Zutaten verrührt mit perfekter Handwerkskunst.

Harnischmacher Conditorei & Café Markus Harnischmacher Niederste Straße 5 | 57439 Attendorn Tel. 02722 2370 | kontakt@harnischmacher.com www.harnischmacher.com www.facebook.com/Cafe.Harnischmacher Jetzt auch im Attendorner Webkaufhaus unter www.einkaufen-in-attendorn.de

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er Laden“ in Attendorn ist eine wunderbare Adresse, wenn es um Wohndekoration, Stehrümchen und Geschenke geht. Im Juli dieses Jahres hat Eva-Marie Koch das Geschäft von Marita Schmidt übernommen und widmet sich hier nun den vielen schönen Dingen, die das Leben erst vollkommen machen. Das Angebot ist so vielfältig wie ihre Ideen. Von ausgesuchtem Porzellan bis zu liebevollen Kleinigkeiten mit individueller Note, die zu einem ganz besonderen Teil der Wohnung werden. Dabei ist es der 41-Jährigen besonders wichtig, qualitativ erstklassige Ware zu verkaufen, wobei auch für kleines Geld Hochwertiges zu haben ist. Ganz gleich, welchen Stil Sie mögen: exklusiv, mondän, puristisch, verspielt mit Blümchen oder ganz rustikal. Hier findet man wunderhübsche Dinge aus Holz, Aluminium, Silber oder Keramik, an denen man sich jeden Tag erfreuen kann. Ganz nach Jahreszeit und Anlass stöbert Eva-Marie Koch auf Messen nach Raritäten und ausgefallenen Accessoires. Viele der Produkte sind Unikate, die in den eigenen vier Wänden individuelle Akzente setzen: „Ich möchte, dass meine Kunden sich mit den Dingen, die sie hier kaufen, wohlfühlen und identifizieren können.“ Die talentierte Geschäftsfrau legt bei Dekoration und Raumgestaltung besonderen Wert auf ein vertrauensvolles Verhältnis. Und weil das so ist, macht die freundliche Beratung

das Kauferlebnis in dem kleinen, gemütlichen Laden ganz besonders persönlich. Perfekt sowohl für die, die ganz genaue Vorstellungen haben, als auch die, die Inspiration suchen. Neben Vasen, Kerzenhaltern, Schalen, Lampen und Leuchten, Bilderrahmen, geschmackvollen Geschenken für Sie & Ihn und vielen anderen Utensilien für Haus und Garten gibt es hier auch Kleinmöbel wie Weinkisten-Regale oder Mini-Garderoben. In Sachen Geschirr und Porzellan setzt Eva-Marie Koch auf zeitloses ASA-Design, das innovative dänische Label Krasilnikoff in fröhlichen Farben und Formen und die charmante belgische Marke Pomax. Die ausdrucksstarken Krippenfiguren und Engel von Willow Tree sind nicht nur in der Weihnachtszeit ansprechend. „Der Laden“ macht mit seinen Sachen und Ideen ganz einfach gute Laune – passend für jeden Anlass, jeden Stil und jede Saison. Wer auf der Suche nach ausgewählten Klassikern oder ausgefallenen Lieblingsstücken ist, wird hier sicher fündig. Also hingehen, gucken und glücklich kaufen. Breite Straße 26 · 57439 Attendorn Telefon: 02722/6344492 · Fax: 004932224271478 info@derladen.nrw · www.derladen.nrw G. Cramer [Fotos]


Die Orgel

Königin der Instrumente

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ür die Kreisstadt sind die nahenden Festtage ohne das Orgelstück „Der alte Zimmermann“ kaum vorstellbar. Woher das einstige Hirtenspiel mit seiner tänzerischen Weise kommt und warum es ausgerechnet bei uns erhalten wurde, ist nicht ganz geklärt. Fest steht, dass es in die Kirche gehört wie der Tannenbaum ins Wohnzimmer. Wenn der Organist zum Schluss der Messe dieses Lied spielt, dann ist für die Olper Weihnachten.


Klingende Seele Tatsächlich ist die Orgel ja so etwas wie die klingende Seele der Kirche. Sie ist Protagonistin festlicher Atmosphäre, bewegt und berührt. Und das nicht nur zu Weihnachten, wenn die Gotteshäuser so voll sind wie an keinem anderen Tag im Jahr und die brausende und jauchzende Orgel die Besucher mit sich reißt: „O du fröhliche.“ Kein anderes Instrument ist so gewaltig, so komplex, so vielseitig und variierbar. „Es sind die ausgeprägten klanglichen und dynamischen Modulationsfähigkeiten, die die Orgel so besonders machen. Und damit die Gefühle, die sie mit ihrem Klang transportiert, von ganz leise und sanft bis zum majestätischen Tutti“, sagt Dieter Moers, Dekanatskirchenmusiker für das Dekanat Südsauerland. Kunst und Technik „Königin der Instrumente“: Viele großartige Komponisten haben das technisch erfindungsreichste, liturgisch wichtigste und in der Erscheinung eindrucksvollste Instrument dazu erhoben. Meist sieht man davon nur das Gehäuse mit einem Bruchteil der tatsächlichen Pfeifen. Dahinter verbergen sich Hunderte bis Tausende dicht aneinandergereihte weitere Metallund Holzpfeifen, alle unterschiedlich in Größe und Bauart.

Keine Orgel gleicht der anderen, jede ist eine individuelle Verbindung von Kunst und Technik. Weil der Standort und die Akustik in jedem Raum anders ist. Und auch das Portemonnaie und die Stilwünsche der Auftraggeber. Dabei ist sie keineswegs nur ein sakrales Instrument. Auch in Konzertsälen spielt sie eine große Rolle. Ihre Geschichte ist über 2.000 Jahre alt – mit weltlichem Ursprung. Deutschland ist Orgelland. Rund 50.000 Orgeln gibt es hier. Und schätzungsweise 250 Orgelbaufirmen, davon zählen etwa die Hälfte zu den größeren. Orgeln aus Deutschland stehen überall in der Welt. Vom Theater in die Kirche Wenn man so will, dann ist der eigentliche Vorläufer der Orgel die asiatische Mundorgel, bei der Bambuspfeifen in einem Windbehälter stecken und mit dem Mund angeblasen werden. Im 3. Jahrhundert v. Chr. nahm der griechische Ingenieur Ktesibios dem Menschen dann das Instrument aus der Hand und konstruierte ein Standinstrument, das den Wind durch einen Wasserantrieb bekam. Die Römer übernahmen die Orgel – inzwischen war das Wassergebläse

Dekanatsmusiker Dietmar Moers

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durch einen Blasebalg ersetzt – und spielten sie am Thron des Kaisers, in ihren blutigen Arenen oder im Theater. Mit der Völkerwanderung ging in Europa das Wissen um die Orgel verloren. Aber sie kam zurück: Als Geschenk eines byzantinischen Gesandten an Pippin den Kleinen, erster Frankenkönig „von Gottes Gnaden“. Von dort aus hielt sie Einzug in Klöster, Fürst- und Bischofssitze und entwickelte sich allmählich vom herrschaftlichen Statussymbol zum Kulturgut und zum Instrument der Kirche. Das ist sie bis heute. Ab dem 15. Jahrhundert erfuhr die Orgel in Funktionsweise und Aufbau wesentliche Veränderungen und erlebte dann, als eigentlich die bis heute maßgeblichen technischen Möglichkeiten erfunden und künstlerischen Voraussetzungen geschaffen waren, ihre große Blütezeit ab dem Barock. Mit großen Komponisten wie Buxtehude und schließlich dem Orgelkenner und -virtuosen Bach. Spielmann Gottes wurde er genannt, seine Musik „Das fünfte Evangelium“. Vielfältige Orgellandschaft Das Heilige Römische Reich mit seinen 300 deutschen Staaten war ein fruchtbarer Boden für die schönen Künste. So blühte eine große Vielfalt auch im Orgelbau. In den nördlichen Küstenregionen mit ihren fruchtbaren Böden und ihrem Reichtum beispielsweise entstand ab dem Spätmittelalter eine einzigartige Orgellandschaft. Forciert auch durch Luther, der Orgelmusik als Teil der Verkündigung sah. Bis heute bestimmen Regionalität,

Tradition und Innovation die Entwicklung der Orgel. Und während sich die einen wieder für barocke Orgeln stark machen, entwickelte der schrille und hochvirtuose Cameron Carpenter jetzt eine digitale transportable Orgel. Wer in Südwestfalen Orgelmusik genießen möchte, muss nicht weit fahren. Neben den Gottesdiensten setzen das ganze Jahr über Konzerte die hiesige Orgellandschaft in Szene. Und die ist durchaus abwechslungsreich und trägt die Handschrift unterschiedlicher Orgelbauer und Klangkonzepte. Orgeln im Dekanat Südsauerland sind erst um 1600 nachrichtlich belegt, waren aber wohl schon vor 1500 in Gebrauch. Heute gibt es im Kreis Olpe 134 bewirtschaftete Kirchen (71) und Kapellen (63), von denen zumindest jede Kirche eine Orgel hat. Sie werden von etwa 50 nebenberuflichen Organisten bespielt. Neben Dekanatskirchenmusiker Dieter Moers gibt es mit Thorsten Schmehr in Attendorn und Michael Baumhöver in Altenhundem drei hauptamtliche Kräfte. WOLL hat sich rund um den Biggesee umgesehen und drei Kirchen besucht: die Pfarrkirche St. Georg in Neuenkleusheim, die Heilig-Geist-Kirche in Olpe und den Sauerländer Dom in Attendorn. Unser Tipp für die Weihnachtsferien: Das Orgelmuseum Borgentreich. Hier gibt alles rund um die Königin der Instrumente zum Anfassen und Ausprobieren. ➝ www.orgelmuseum-borgentreich.de von B. Engel [Text] und G. Cramer [Fotos]

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2 Manuale, 1.750 Pfeifen, 15 Register, mechanische Spiel- und Registertraktur

Authentizität in St. Georg, Neuenkleusheim Sie ist wertvoll, eine der ältesten und eine der schönsten im Kreis. Und als solche das Highlight der hübschen, frisch renovierten Kirche mit ihrem Turm aus dem Jahr 1727 und dem Kirchenschiff von 1827. Die Orgel, die aufgrund ihrer Substanz und Geschichte einen hohen Rang in der Orgellandschaft Westfalens einnimmt, wurde 1663 gebaut und gehörte 140 Jahre lang dem Zisterzienserinnenkloster Drolshagen, bevor sie als Geschenk des hessischen Landgrafen 1804 eine neue Heimat in St. Georg fand. Erhalten ist der historische Oberbau, der Unterbau ist jüngeren Datums. 1830 erfolgte eine Erweiterung um eine Pedalklaviatur. Die für Dorforgeln gängige einmanualige Klaviatur wurde 1970 von der Werler Orgelbaufirma Stockmann um ein Brustwerk mit einem zweiten Manual erweitert, um mehr und vielfältigere Literatur spielen zu können. 2012 wurde das Instrument erneut von der Firma Mebold in Siegen restauriert und erhielt einen Keilbalg für die Luftversorgung.

„Hier hört man eine historische Orgel in ihrer wirklichen Authentizität“, sagt Dieter Moers. „Technisch überholt, alles instand gesetzt und tadellos.“ Und weil das so ist, ist das Instrument im Orgelsommer quasi fest gesetzt. Von der Orgelbank auf der Empore hinunter in die Kirche, den Altarraum immer fest im Blick, schaut Marianne Schulte. Seit über sechs Jahrzehnten ist die 76-Jährige hier die Organistin. Als junges Mädchen ist sie über das Klavier dazu gekommen. „Irgendwie darein gerutscht“, lächelt sie. Das Instrument hat sie nicht mehr losgelassen – und sie nicht das Instrument. Obwohl sie langsam ans Aufhören denkt. „Man hat immer eine Verpflichtung, aber die will ja keiner mehr eingehen.“ Sie weiß, dass es schwer ist, Ersatz zu finden. Und lässt einen verliebten Blick über ihre Orgel schweifen. „Man hat großen Respekt vor so einem Instrument. Aber auch viel Vertrauen.“

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Klangschönheit in der Olper Heilig-Geist-Kirche 3 Manuale (ein Koppelmanual), 27 Register, 1.758 Pfeifen, mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur

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„Ohne Orgelmusik wäre jeden Tag Karfreitag“, sagt Organist Dietmar Schneider (63), diplomierter Konzertmusiker und als solcher rege in Sachen Musik unterwegs. Seine Liebe gehört Bach, seine Schwerpunkte sind die deutsche und französische Romantik. Insofern passen Schneider und die Heilig-Geist-Kirche gut zusammen. Die 1981 gebaute Weyland-Orgel gehört zu den markantesten und klangschönsten der Region. Das jüngste Gutachten bescheinigt ihr unter allen Orgelneubauten der letzten Jahrzehnte in der Diözese einen weit überdurchschnittlichen Stellenwert. „Sie hat einen satten, nach unten abgerundeten Klang und deutet damit einen Übergang vom norddeutschen Neobarock zum Romantischen an“, erklärt Schneider. Weil sie so angelegt ist, dass sie allen Anlässen – ob Liturgie, Solospiel oder Orchesterbegleitung – gerecht wird, hat sie durch Aufnahmen mit namhaften Künstlern internationale Bekanntheit. Mit dem Umbau und der Verkleinerung der HeiligGeist-Kirche (2013–2015) wurde die Orgel quasi unverändert an anderer Stelle wieder eingebaut. „Sie klingt auch dort erstaunlich gut und weiterhin gewaltig“, resümiert Schneider, auch wenn er sich mehr Intonationsarbeiten für den neuen Standort gewünscht hätte.


Lupenreine Komplettrestaurierung im Sauerländer Dom Symbol der einstigen Bedeutung der Hansestadt Attendorn ist die wunderschöne Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Sie ist das Zuhause für die große 1959 erbaute Klais-Orgel, die vor zwei Jahren für eine viertel Million Euro restauriert wurde. Das Gehäuse, jede der 3.500 Pfeifen, die Elektrik und alle weiteren Einzelteile, die den Wind verteilen, erhielten eine aufwendige Komplettüberholung. Einzug hielt ein neuer Spieltisch, mit dem sich bis zu 10.000 unterschiedliche Klangfarben speichern lassen. Sämtliche Stilepochen von der Gotik bis zur Moderne können gespielt werden. „Die Klangfülle und gute, auf den Raum perfekt abgestimmte Intonation“ findet viel Lob bei Thorsten Schmehr. Er ist seit April der hauptamtliche Herr über die große KlaisOrgel, die die typischen Charakterzüge einer Orgel aus den 1950er-Jahren hat. Der 43-Jährige, der vom Saarland ins Sauerland übersiedelte, studierte neben Kirchenmusik auch Diplommusikpädagogik. Als solcher ist er bestens geeignet für die Leuchtturm-Stelle im Pastoralverbund Attendorn. Sogenannte Leuchtturmstellen räumen der Kirchenmusik einen großen Stellenwert als Kulturträger ein. Die Inhaber sollen quasi als motivierendes Bindeglied aller Gläubigen in die neuen großen pastoralen Räume hineinwirken. Musik soll nicht nur die Liturgie in besonderer Weise lebendig sein lassen, sondern verstärkt missionarisch strahlen, emotional ansprechen und den Weg zum Glauben öffnen. Dazu gehört eine enge Zusammenarbeit mit Dekanatskirchenmusiker Moers, um kirchenmusikalische Aktivitäten zu verstärken, zu bündeln und Qualitätsstandards zu sichern. „Wer eine gescheite Kirche haben will, braucht auch gescheite Musik“, beschreibt es Dieter Moers. Das leuchtet ein!

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K reat iv

Weihnachten - eine magisch

e Zeit.

Endlich ist sie wieder da , die heimelige Weihnac htszeit! Wir freuen uns auf Plätzchenduft und Weihnachtsmärkte, darau f, dick eingemummelt im Schnee spazieren zu gehen, und auf leuchtend e Kinderaugen! Um die Wartezeit etwas zu versü ßen, hat Nadine Bieker vo m Heldener Atelier „kunterbuntesLOTTAleb en“ drei adventliche Kreativprojekte für un zusammengestellt … s

Märchentannen

Wie sie so da stehen – die eine groß und schlank, die andere klein und üppig –, kriegt man fast Lust, einen ganzen Winterwunderwald vor das Haus zu zaubern … Mit wenigen Materialien und geringem Zeitaufwand entstehen die schönsten und unterschiedlichsten Tannenbäume. Schlicht in grün oder voll behangen mit Glitzerdeko? Jeder wie er mag. Schnell stellt man fest: ist ja eigentlich ganz einfach herzustellen, so ein Wald vor dem Haus ... und macht dabei noch richtig etwas her! Material: Tannengrün, Stöcke/Äste, grüner Bindedraht, Astschere, Blumentopf oder Zinkwanne Anleitung: Einen Stock (so lang, wie der fertige Baum nachher hoch sein soll) in einen Eimer/Topf mit Blumenerde/ Kies stecken. Ungefähr in der Mitte damit beginnen, Tannenzweige mit den Spitzen nach unten um den Stock zu drapieren und mit dem Draht befestigen. Fortfahren, bis die Spitze des Stocks erreicht ist. Idealerweise verwendet man nach oben hin immer kleiner werdende Tannenzweige. Die Spitze gut mit Draht umwickeln und diesen fest verknoten. Nach Wunsch dekorieren und schmücken. Eine frohe Weihnachtszeit! Übrigens: in der Herbstausgabe des WOLL-Magazins gab es eine Anleitung zum Betongießen. Wer mag, füllt einfach einen kleinen Eimer mit Estrichbeton, positioniert den Stock mittig und lässt das Ganze einen Tag aushärten. Fertig ist der individuelle Baumständer!


Nadine Bieker (30)

Törtchen für die gefiederten Freunde

• Glücklich verheiratet und Mutter von zwei Kindern. • Liebt die Natur und ihren Garten, Punkte und das kreative Chaos. • Näht, stickt und werkelt rund um die Uhr. • Inspiriert durch ihre Kinder und den eigenen Alltag legt sie viel Wert auf hochwertige und nachhaltige Materialien, die aber trotzdem noch bezahlbar sind.

Wenn es draußen kalt wird, freuen sich die Wildvögel über artgerechte Leckereien. Hier können schon die Kleinsten mithelfen! Mama rührt die Vogelfuttermischung an und dann wird alles zusammen in die Förmchen gefüllt. Jetzt heißt es abwarten – welcher Vogel entdeckt die Körnergeschenke zuerst?! Viel Spaß!

Glühweinlikör Glühwein wird mittlerweile auf den Weihnachtsmärkten in vielen Varianten angeboten. Mit unserem Rezept haben Sie einen adventlichen Likör parat, für den sie beim spontanen Adventskaffee bewundernde Blicke ernten werden … Zutaten: Kokosfett, Vogelfutter (Körnermischung, Nüsse, Rosinen, …) Zubereitung: Die Körner, Nüsse etc. in einer großen Schüssel vermischen. Das Kokosfett unterdessen in einem Topf schmelzen. Wenn es komplett flüssig ist, zu der Körnermischung schütten und verrühren. Etwas abkühlen lassen und anschließend in die gewünschten Formen füllen. Hier eignen sich z. B. kleine Guglhupfformen. Alternativ legt man ein Muffinblech mit Papierförmchen aus, füllt die Futtermischung hinein und drückt ein Band in die Mitte. Oder aber man füllt die Mischung in Tassen, steckt noch einen „Landestab“ hinein und hängt diese nachher mit einem Band am Henkel im Baum auf. Im Kühlschrank oder draußen (falls es kalt genug ist) auskühlen lassen, ggf. Muffinpapierförmchen abziehen.

Zutaten: 700 ml Glühwein, 1 Orange, 300 ml Wodka, 250 g brauner Rohrzucker, 2 Vanillestangen, 2 Zimtstangen, 3 Nelken Zubereitung: Die Orange auspressen. Glühwein, Orangensaft, Zucker, Vanillestangen, Zimtstangen und Nelken in einem Topf erhitzen, 15 Min. köcheln lassen. Die Gewürze herausnehmen und den Glühwein mit Wodka vermischen. In Flaschen füllen und mindestens einen Tag ziehen lassen. von N. Bieker [Text/Fotos]

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Eine Stadt geht online BUMMELN OHNE STRESS UND LANGE WEGE

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eitdem das Internet für alle zugänglich ist, ist auch das Onlineshopping immer beliebter geworden. Gerade für Menschen, die auf dem Land wohnen und nicht mobil oder ständig im Zeitdruck sind, ist die Bestellung per Klick eine echte Entlastung – und leider nicht selten auch die einzige Möglichkeit. Besonders in der Weihnachtszeit erfreuen sich unzählige Internetshops der Aufmerksamkeit ihrer Onlinekunden. Über 60 Prozent der Bevölkerung bestellen inzwischen die Geschenke für ihre Liebsten im Internet. Für die ansässigen Attendorner Geschäfte ist das allerdings ein Nachteil, da die Kundschaft zunehmend ausbleibt. Von Jahr zu Jahr wird die Anzahl der Laufkunden stetig kleiner. Als Einzelhändler einen eigenen Onlineshop anzubieten rentiert sich auf der anderen Seite jedoch häufig nicht, da diese auch immer mit hohen Kosten verbunden sind, die lange nicht von jedem im Alleingang gestemmt werden können.

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In der Hansestadt Attendorn hat man sich Gedanken über das Problem gemacht und eine Lösung gefunden, die allen hilft: Die Gewerbetreibenden aus Attendorn – Geschäfte, Dienstleister und Restaurants – haben sich zusammengeschlossen und einen Onlineshop für Attendorn entwickelt. Aktuell sind es 34 Projektteilnehmer, die rund 3.000 Produkte online anbieten. Die technische Umsetzung bietet die Atalanda GmbH, koordiniert wird das Projekt von Kristin Meyer von der Stabsstelle für Stadtteilmanagement und Demographie der Hansestadt Attendorn. Außerdem unterstützen die heimischen Banken, die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem und die Volksbank Bigge-Lenne eG sowie die Werbegemeinschaft Attendorn e.V. das Projekt. Bei einer Bestellung bis 16.30 Uhr bringt das Taxiunternehmen Rinke die bestellte Ware noch am selben Tag für eine Pauschale in Höhe von 5,95 € innerhalb Attendorns vorbei. Auf Wunsch kann vorbestellte Ware aber

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auch die Kontaktdaten der jeweiligen Händler stehen. Hat man nun ein Produkt gefunden, das interessiert, erhält man mit einem Klick weitere Informationen, etwa zu den Inhaltsstoffen, wie man im Beispielfenster mit der Harnischmacher Weihnachtsschokolade sehen kann.

auch in den Geschäften abgeholt werden, wodurch die Lieferkosten natürlich entfallen. „Mit dem Webkaufhaus kann der Attendorner Einzelhandel seine Vertriebskanäle erweitern und sich modern und innovativ präsentieren“, so Bürgermeister Christian Pospischil. Aufgebaut ist das „Attendorner Webkaufhaus“ so, dass es für jeden, ob alt oder jung, einfach zu bedienen ist. Über das „Schaufenster“ kann man entweder in einem bestimmten Laden oder aber über eine Suchfunktion ein gewünschtes Produkt kaufen. Und dass dieses Schaufenster funktioniert, zeigt sich bereits. „Die Seite wird sehr gut besucht, auf der Internetseite www.einkaufen-in-attendorn.de haben wir seit dem Start täglich rund 1.000 Besucher und im ,Attendorner Webkaufhaus‘ stöbern sogar noch einige Besucher mehr“, freut sich Kristin Meyer über diese Aufmerksamkeit für die Händler. Vor allem die Persönlichkeit der Einzelhändler steht dabei im Vordergrund. Ein persönliches Gesicht weckt oft mehr Vertrauen als der Kauf von Waren in anonymen Onlineshops. Die von vielen gewünschte persönliche Beratung ist außerdem ein Punkt, den die Händler der Hansestadt auch weiterhin erfüllen möchten, weshalb neben jedem angezeigten Produkt

Das Webkaufhaus soll in erster Linie neugierig machen und eine Verbindung zwischen Online- und Offlineshopping bilden. Zudem kann die Möglichkeit, sich die Waren nach Hause liefern zu lassen, insbesondere für Senioren auf dem Land eine echte Entlastung sein, was ebenfalls ein wichtiges Ziel der Webkaufhaus-Idee darstellt. Eine weitere schöne Idee: Wer verzweifelt nach Geschenken sucht und oft so gar keine Vorstellung hat, der wird unter dem Menüpunkt „Geschenkideen“ fündig. Für alle, die noch etwas für Weihnachten suchen und Angst haben, dass manch ein Geschenk vielleicht nicht mehr rechtzei-

tig ankommt, ist vor allem eines gut: Wohnt man in Attendorn oder holt man die gewünschten Waren ab, ist man nicht an die großen Paketdienstleister gebunden, die kurz vorm Fest immer mit Zeitdruck kämpfen. Verbindet man die vorfestliche Shoppingtour mit einer Vorbestellung und einem anschließenden Bummel durch die Hansestadt Attendorn, so hat man sich auch den Offlineshoppingstress gepart. Nicht zuletzt soll der Onlineshop natürlich auch für die eigene Stadt begeistern und dem demografischen Wandel entgegenwirken. Außerdem: Was gibt es Schöneres, als nach einem stressfreien Stadtbummel durch die Geschäfte bei einer heißen Tasse Kaffee in einer Bäckerei zu sitzen und endlich mal wieder ein bisschen Zeit für sich zu haben? von D. Fischer [Text] WOLL Winter 2015 –

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Schornsteinfegermeister Erlhof und sein Team: Auch heute wird noch die Uniform der Schornsteinfeger getragen.

Alte Berufe, neue Chancen ... das neue Bild des Schornsteinfegers

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r ist verrust, hält uns im Winter warm und bringt Glück. Leiter und Kehrbesen für verschmutzte Kamine hat er immer dabei. Der Beruf des Schornsteinfegers ist ein alter und zugleich aktueller und moderner Handwerksberuf. Die bildliche Darstellung und auch die Arbeitstechniken haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Dennoch: Auch im Sauerland braucht ihn jeder und vor allem in der kalten Jahreszeit denken wir an ihn.

Alltag. Für Aufgaben im Büro ist Silvia Hesse zuständig. In ihrer Ausbildung haben sie sowohl Kenntnisse im Bereich der Betriebs- und Brandsicherheit sowie Emmissionstechnik erworben als auch die Fähigkeiten zur Beratung zum Thema Energieeffizienz. Auch der Umgang mit Kunden will gelernt sein. Drei Jahre Ausbildung und stetige Weiterbildungen sind bei einer so großen Vielfalt der Aufgaben ein Muss. Langweilig sei es den beiden dabei noch nie geworden.

Schornsteinfeger Björn Hesener arbeitet schon seit einigen Jahren für den Betrieb Erlhof in Helden und ist mit seinem Beruf sehr zufrieden. Auch seiner Kollegin Katja Nebeling, die im Betrieb seit Juni dabei ist, gefällt der abwechslungsreiche

So wird es auch einem der ersten Schornsteinfeger ergangen sein. Der Beruf an sich entstand aus der Not. Durch verstopfte Kamine kam es vermehrt zu Stadtbränden, weshalb schließlich Brandordnungen in die städtischen Ordnungen des 17. Jahr-

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hunderts mit aufgenommen wurden. In vielen wurde das regelmäßige Kehren des Schornsteins festgehalten, wodurch der Schornsteinfeger seine erste Aufgabe erhielt. Schon damals wurden Städte in Zuständigkeitsbezirke aufgeteilt. Durch die inzwischen rasante Weiterentwicklung in den Bereichen Heizung und Energie passte sich auch der althergebrachte Beruf an die Neuerungen an.

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Heute sind vor allem Fähigkeiten zur Selbstorganisation, ein gutes Verständnis von Naturwissenschaften und Mathematik und sicheres Auftreten gefragt. Geschäftsführer Michael Erlhof ist es dabei egal, ob derjenige einen Hauptschulabschluss oder das Abitur in der Tasche hat, Interesse an der Arbeit und ein gutes sachliches Verständnis sind für ihn das Wichtigste, denn der Schornsteinfeger ist ein Allrounder. Inzwischen gibt es in NRW auch einen dualen Studiengang, der die akademische Ausbildung mit dem Handwerk verbindet. Erlhof selbst hat den Beruf zunächst klassisch mit einer Ausbildung begonnen, nachdem er sich als Praktikant mit der Arbeit auseinandergesetzt hatte. Die eigenständige Arbeit und die Tatsache, dass er viel unterwegs war, ließen ihn an dem Vorhaben, Geschäftsführer Michael Erlhof Schornsteinfeger zu werden, festhalten. An die Ausbildung schloss er ein Studium in Energieversorgungstechnik an und machte sich schließlich, wie auch sein Vater, selbstständig. Seit einigen Jahren ist er auch Experte für Förderprgramme von NRW und in der sogenannten DENA-Liste gelistet. Das heißt, dass Erlhof als Energieeffizienz-Experte dazu in der Lage ist, für seine Kunden Fördermittel zu beantragen. Was daran zu sehen ist: Nach der Ausbildung muss mit dem Werdegang nicht gleich Schluss sein. Heute bietet Erlhof auch der nächsten Generation die Chance, durch einen Ausbildungsplatz sein Handwerk zu erlernen. Wer wirklich Interesse hat, hat vor allem auch gute Chancen, übernommen zu werden, da in den nächsten Jahren viele der Kollegen in den Ruhestand gehen. Wer nun überlegt, was er oder sie mal werden möchte, wird in einem der sauerländischen Betriebe bestimmt auch ein Praktikum absolvieren dürfen. von D. Fischer [Text/Fotos]

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TRENDGEMÜSE MIT GESCHICHTE Bereits im dritten Jahrhundert vor Christus wurde Grünkohl angebaut und er war schon bei den Griechen als Delikatesse bekannt. Heute genießt man das grüne Wintergemüse vor allem als deftiges Gericht beim traditionellen Kohlessen mit Freunden und Vereinen.


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Die Grünkohlsaison ist eröffnet: Durch Frost und Kälte entfaltet sich in den Blättern das typisch süßliche Aroma. Jetzt beginnt die Zeit der Ernte – frisch vom Feld schmeckt Grünkohl am besten.

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ein Image ist hierzulande nicht das Beste. Doch Grünkohl ist besser als sein Ruf. Dass ihm der Geruch des Arme-Leute-Essens immer noch anhaftet, liegt wohl daran, dass das grüne Gemüse früher in jedem Küchengarten zu finden war und nach dem Einmachen den ganzen Winter über auf den Teller kam. Auch heute noch gilt Grünkohl als klassisches Wintergemüse. Das hat nicht zuletzt geschmackliche Gründe, denn der Frost verleiht den großen krausen Blättern den typisch süßlichen Geschmack. Die schnellwüchsige Blattkohlart hat eine lange Tradition und wird bereits seit dem dritten Jahrhundert vor Christus angebaut. Seitdem haben sich aus Wildkohl durch Zucht und Kreuzung zahlreiche

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Gemüsearten entwickelt. Dazu gehören neben Grün-, Weiß-, Rot- und Spitzkohl, Wirsing und Chinakohl auch Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl und Kohlrabi.

Grüne Vitaminbombe Was seinen Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen betrifft, ist Grünkohl unschlagbar. Er soll sogar gegen Krebs schützen. In dem Wintergemüse stecken so viele Vitamine und Nährstoffe, dass es als das gesündeste überhaupt gilt. Bereits eine Tasse Grünkohl deckt mehr als 100 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C ab. Auch Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Folsäure sind im Grünkohl üppig enthalten. Bei Erkältung, aber auch zur Vorbeugung ist Kohl ideal. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Kohlblätter auf Wunden gelegt und Kohlsaft bei Entzündungen des Magen-Darm-Traktes verordnet. Karl der Große räumte dem Kohl einen festen Platz im Klostergarten ein, Hippokrates empfahl ihn, zur Brühe gekocht, gegen Husten und Heiserkeit und den Griechen half er nach Saufgelagen wieder auf die Beine.

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Rezepttipp – Grünkohlrezept für 6 Personen 2 kg Grünkohl (TK-Grünkohl – gehackt, gefroren) | 3 große Zwiebeln | 6 Mettwürste | 6 Scheiben Kasseler | 50 g Gänse- oder Schweineschmalz | Haferflocken | Salz | Pfeffer | scharfer Senf (Löwensenf) | Lorbeerblätter | Nelken | ca. 500 ml Gemüsebrühe

Hausmannskost oder Grünkohl-Smoothie? Nachdem Grünkohl jahrzehntelang als Beilage zu Mettwurst und Kartoffeln sein Dasein fristete, ist das vitaminreiche Wintergemüse salonfähig geworden. Mittlerweile hat es selbst die Restaurants der Sterneköche erobert, denn das Gemüse zeigt sich in der Küche vielseitiger, als man vermutet. In den USA wird „kale“, wie die grünen Blätter dort heißen, sogar als der neue Star auf dem Gemüsemarkt gefeiert. Kein Szene-Restaurant ohne Grünkohlsalat auf der Speisekarte; dazu trinkt man einen vitalstoffreichen Grünkohl-Smoothie und knabbert kalorienarme Grünkohlchips. Dann doch lieber die deftige Variante aus dem Schmortopf? Das mag jeder selbst entscheiden. Hierzulande jedenfalls genießt man das Kohlessen und versammelt sich im Winter traditionell in geselliger Runde um die Grünkohltafel. von bc [Text] und N. Thielmann [Fotos]

Die Zwiebeln schälen, fein würfeln und im Schmalz glasig braten. | Den gefrorenen Grünkohl hinzugeben und mit der klaren Gemüsebrühe bei geringer Wärmezufuhr auftauen lassen, gelegentlich umrühren. | Wenn der Grünkohl aufgetaut ist, die Würstchen, das Kassler, 5 Nelken und 2 Lorbeerblätter hinzugeben. Den Grünkohl kurz aufkochen lassen, dabei rühren und danach auf mittlerer Hitze weiter garen lassen (ca. 15 Minuten). Nun mit Salz, Pfeffer und viel scharfen Senf kräftig abschmecken. Nach dem Abschmecken sollte der Kohl einige Stunden an einem kühlen Ort ruhen, am besten über Nacht. | Am nächsten Tag etwa 30 Minuten sanft erhitzen. Durch die Brühe ist der Grünkohl noch etwas wässrig, deshalb mit ein paar Esslöffeln Haferflocken abbinden. | Jetzt noch einmal abschmecken und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Senf noch einmal nachwürzen. Dazu gibt es: Pfannenkartoffeln (1,5 kg Pellkartoffeln) Kleine Pellkartoffeln in Salzwasser kochen – ruhig kräftig salzen, denn durch die Schale kommt das Salz nicht so gut an die Kartoffeln. | Nach dem Kochen die Kartoffeln pellen und in einer Pfanne im Ganzen anbraten, bis die Kartoffeln leicht angebräunt sind. Zusammen mit dem fertigen Grünkohl servieren. Guten Appetit!

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Püttmanns Wanderung im Winterzauber am Sonntag, 10. Januar 2016 Wandern Sie mit uns in klirrender Kälte und verschneiter Landschaft, in der Zeit, wenn Frau Holle und Väterchen Frost das Wetter machen. Erleben Sie eine stille und doch atemberaubende Winterlandschaft im Herzen des Südsauerlandes in Rehringhausen. Los geht es um 11.00 Uhr mit unserem Wanderführer. Sie erreichen die erste Pause nach ca. 50 Minuten, hier gibt es die erste Stärkung. Auch an der zweiten Station ist für das leibliche Wohl gesorgt. Freuen Sie sich danach auf das wohlverdiente Buffet am knisternden Kamin.

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Winterzeit ist Sauerkrautzeit BEIM SGV WENDEN WIRD DAS GÄRGEMÜSE HANDGEMAC HT

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ltes Handwerk ist wieder gefragt. Seine Geschichten erzählen von einem zufriedenen Leben, zeugen von Individualität und versprechen Qualität. Korbflechten, Besenbinden, Seifensieden, Apfelpressen oder Buttern: Das Land hat sich buchstäblich satt gegessen an Waren für die Masse. Man ist und isst wieder bewusster und setzt dabei gerne auf handgemachte, regionale und saisonale Produkte. So wie beim Sauerkraut, das lange mit dem Ruf des Arme-Leute-Essens lebte und mit der Spießigkeit von Mutters Goldrandtellern in einen Topf geworfen wurde. Heute ist das Gemüse wieder interessant und kommt nicht nur ganz rustikal auf den Tisch, sondern schmeckt

auch dem Gourmet – am liebsten selbst gemacht. Schaut man rund um den Biggesee in die Kochtöpfe, kann man nur staunen, welche Renaissance Sauerkraut aus eigener Herstellung erlebt. Alte Medizin und Kultgemüse Sauerkraut ist und bleibt ein typisch deutsches Gericht. Nicht von ungefähr werden wir im englischsprachigen Ausland Krauts genannt. Erfunden haben wir es aber nicht. Seine Geschichte WOLL Winter 2015 –

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Frische geerntete Weißkohlköpfe sind die Grundlage von Sauerkraut.

Mit einem traditionellen Krautbohrer wird der Strunk entfernt, bevor das geputzte Gemüse den Feinschnitt bekommt.

beginnt vor weit mehr als 2.000 Jahren. Schon Hippokrates und Aristoteles beschrieben milchsaures Gärgemüse als Gesundbrunnen. Es stand auf dem Speisezettel chinesischer Arbeiter beim Bau der Mauer und auf dem römischer Legionäre. Im Mittelalter hatte es sich längst als Volksnahrungsmittel und in der Volksmedizin etabliert. Den endgültigen Beweis der gesundheitsfördernden Wirkung des Sauerkrautes erbrachte übrigens James Cook in einer Zeit, als der Skorbut ganze Seemannschaften dahinraffte. Als der Entdeckungsreisende 1768 zu seiner ersten Weltumsegelung aufbrach, hatte er fässerweise Sauerkraut an Bord. Als er nach mehr als drei Jahren zurückkehrte, hatte er keinen seiner Seemänner durch Skorbut verloren. Im kriegerischen Europa wurde Sauerkraut später sogar zum Heeresproviant – selbst Napoleon führte es mit sich – und in Hungerszeiten zum Lebensretter. Seine Vorteile liegen auf der Hand: Kohl ist leicht anzubauen und preiswert, milchsauer vergoren lange haltbar, voll von wertvollen Inhaltsstoffen, lecker und gesund. Kein

Schicht für Schicht wird das Kraut unter Druck gesetzt und mit Salz, Wacholderbeeren und Molke versetzt.

Wunder, dass Sauerkraut früher auf dem Speisezettel einer jeden Hausfrau stand.

Kappesfest beim SGV Wenden Vor vier Jahren rief die Abteilung Wenden des Sauerländischen Gebirgsvereins ihr Kappesfest ins Leben. Mit durchschlagendem Erfolg! Immer mehr Menschen kommen in die vereinseigene Hütte, um ihr eigenes Kraut zu stampfen. Ideengeber ist SGV-Mitglied Josef Schröder, gebürtiger Attendorner mit Wahlheimat in Olpe. Den Spaß am Sauerkraut, das Können und das Rezept hat Schröder von der Attendornerin Klara Otte († 2002). Zumindest Alteingesessenen dürfte die sozial engagierte Dame als Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und des Ehrenrings der Hansestadt bekannt sein. Die Herstellung von Sauerkraut ist nicht wirklich schwierig und keine Wissenschaft. Die geeignete Ausstattung, die richtigen

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Das Salz entzieht dem Kraut die Flüssigkeit, es bildet sich ein feiner, weißschaumiger Saft.

Ist der Topf voll, wird das Kraut mit großen Blättern abgedeckt.

Zutaten und etwas Geduld aber schon. „Je nach Zubereitung schmeckt Sauerkraut immer anders. Mal säuerlich, mal mild oder leicht süßlich. Auch die verwendeten Kräuter und Gewürze verleihen ihm immer wieder eine andere Note“, begeistert sich Josef Schröder und ist ein klein wenig stolz darauf, das Wissen von Klara Otte weitertragen zu dürfen. Weihnachten ist das Sauerkraut fertig Die Kohlköpfe zum Kappesfest kommen feldfrisch aus der Soester Börde. Die bietet mit ihrem milden Klima und den fruchtbaren Lößböden gute Voraussetzungen für hochwertigen Gemüseanbau. „Geschmacklich kommt da für mich der beste Weißkohl her“, findet Schröder. Bis zu 30 Personen stampfen beim SGV in Wenden ihr Kraut. Jedes Fass schmeckt der ambitionierte Kohlexperte persönlich ab und prüft es auf die richtige

Zwei halbrunde keramische Steine verhindern das Hochdrücken des Krautes beim Gärprozess.

Würze. Mehr als eine Anmeldung ist nicht nötig, um dabei zu sein. Die Gärtöpfe aus Steingut können angefragt werden. Den richtigen Feinschnitt bekommt der Kohl auf einem uralten traditionellen Krauthobel. „Die ersten, die dabei waren, machen ihr Kraut inzwischen zu Hause. Dieses Jahr war die Hälfte der Teilnehmer neu“, bilanziert Schröder zufrieden. „Vielen Leuten ist es wieder wichtig, etwas selbst zu machen und alte Traditionen zu beleben. Selbst gemachtes Sauerkraut schmeckt einfach viel besser.“ Mehrere Wochen wird das Kraut dann bei etwa 15 Grad gelagert. Wer mag, gibt vor der Reifung noch eine Flasche guten Weins dazu. „Der Alkohol verdunstet beim Gärprozess, gibt einen besonders guten Geschmack und ist sozusagen das i-Tüpfelchen. Beim Weinsauerkaut kommt der Alkohol nach dem Gärprozess“,

Hier wird Sauerkraut handgemacht: Jedes Jahr lädt der SGV Wenden zum Kappesfest.


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erklärt Schröder. Spätestens Weihnachten ist das Sauerkraut fertig. Das Kappesfest des SGV Wenden macht also jede Menge Spaß und am Ende des Tages geht man um viel Wissen und einige leckere Mahlzeiten reicher nach Hause. Natürlich nachdem man den hausgemachten Krautsalat probiert hat, der neben Kaffee und Kuchen auf den Tisch kommt, und der ganz prima zu dem angebotenen Wein passt.

Rezepte KRAUTSALAT: Krautsalat ist nicht nur wunderbar gesund und lecker, sondern ebenso einfach und dabei schneller gemacht, als man einen Eimer davon im Handel kaufen kann. Die Zutaten nach dem Rezept von Josef Schröder dürfte jeder normal sortierte Haushalt im Schrank haben. Zutaten: 1,5 kg Weißkohl | 3 Zwiebeln | 1 Tasse Öl | 1 Tasse Kräuteressig | ½ Tasse Zucker | 2 TL Salz | 2 TL Pfeffer | 2 TL Selleriesalz Zubereitung: Weißkohl und Zwiebeln hobeln oder mit der Brotmaschine fein schneiden. Die restlichen Zutaten aufkochen und über den Kohl gießen. Schon nach einer Stunde ist der Salat essbar. Je länger der Salat gelagert wird, desto weicher wird er, hält sich aber ganz prima 14 Tage.

Auf ca. 600 m² präsentieren wir Ihnen eine riesige Auswahl an Qualitätsböden, Wand und Deckenvertäfelungen, Zimmertüren.

Geölte Naturholzböden Öffnungszeiten: Mo - Fr: 07.30 Uhr - 18.00 Uhr Sa: 08.30 Uhr - 12.30 Uhr SONNTAGS SCHAUTAG von 14.00 – 17.00 Uhr Unterm Gallenhöh 18 · 57489 Drolshagen Telefon: 02761/7575 · Fax: 02761/73969 E-Mail: info@holz-dransfeld.de Internet: www.holz-dransfeld.de

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REZEPT FÜR DEN WEIHNACHTSTISCH: Sauerkraut serviert man gewöhnlich mit Haxe, Mettwürstchen, Schweinebauch oder pur mit Kartoffelpüree. Etwas feiner wird es zum Beispiel mit Burgunderbraten. Für den Weihnachtstisch hat WOLL in alten Kochbüchern geblättert und serviert eine Art Auflauf aus Sauerkraut und Hecht, im Übrigen der Fisch des Jahres 2016. Damals wurden stets ganze Fische verarbeitet; man klemmte dem abgetrennten Hechtkopf dann die Leber ins Maul und setzte diesen beim Backen obenauf. Auf Mengenangaben wurde verzichtet, verließ man sich doch ganz einfach auf das Bauchgefühl der Köchin. Zutaten: Sauerkraut | Hecht | Butter und Schmalz | Sahne | Eier | Zwiebel | Apfelscheiben | gestoßener Zwieback | Pfefferkörner | Lorbeerblätter | Nelken | Salz Zubereitung: Das Sauerkraut mit Butter und Schmalz zu gleichen Teilen, einigen Apfelscheiben, einer Zwiebel, etwas Salz und Zucker garen. Den entschuppten und ausgenommenen Hecht mit Butter, Salz, Pfefferkörnern, Nelken und Lorbeerblättern in kochendes Wasser geben, garen, entgräten und filetieren. Das Sauerkraut und den Fisch lagenweise in einer Auflaufform anrichten, mit Sahne und geschlagenen Eiern übergießen und mit gestoßenem Zwieback bestreuen. Das Ganze im Ofen ca. eine halbe Stunde goldgelb backen. von B. Engel [Text/Fotos]


Klara Otte ERINNERUNG AN EINE ENGAGIERTE FRAU

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ei unserer Sauerkraut-Story stießen wir auf Klara Otte aus Attendorn. Alteingesessene werden sich gut an Sie erinnern, war sie doch eine schillernde Persönlichkeit in der Geschichte der Hansestadt. Die Dame starb hochbetagt im Jahr 2002. Engagiert, meinungsstark und resolut, warmherzig und bescheiden ist sie ein Vorbild für soziales Engagement. 1992 wurde ihr dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen. Viel bemerkenswerter aber ist die Tatsache, dass sie auch den Ehrenring der Stadt trug – als bisher einzige Person, die nicht aus Politik und Verwaltung kommt. Auf dem heutigen Gebiet der Stadt Attendorn wurde der Ehrenring bisher 20 Mal vergeben, davon an nur zwei Frauen: 1993 an SPD-Ratsmitglied Anita Hüsing († 1994) und 2000 an Klara Otte. Klara Kreuzmann wurde 1910 in Letmathe geboren. Mit 27 Jahren heiratete sie den Heggener Franz Otte († 1985) und zog mit ihm die alte Villa in Biggen, wo sie bis wenige Monate vor ihrem Tod lebte. Dort kümmer-

Das Wohnhaus von Klara Otte, die ehemalige Villa in Biggen.

te sie sich bedingungslos um die von der Stadt dort angesiedelten ausländischen Mitbürger: Zuwanderer aus aller Herren Länder, unterschiedlicher NatiKlara Otte (†) im Jahre 1990 onalität und Religion, Asylbewerber, Aus- und Übersiedler. Für zwei schwarzafrikanische Studenten machte sie ihre eigene Wohnung zu einem Zuhause in der Fremde. Nächstenliebe war ihre Triebfeder, menschenverachtendes Handeln ein Greul. Zupackend, zielsicher und energisch war sie Ansprechpartnerin in allen Lebenslagen, unterstützte und riet wo sie konnte, sorgte für Ordnung und Frieden und gab Hilfe zur Selbsthilfe. „Die gute Fee der Abgeschobenen“, so titelte die Tageszeitung, als ihr der Ehrenring verliehen wurde. Klara Otte starb im Alter von 92 Jahren. Sie begleitete vier Söhne ins Leben und hat zwölf Enkel. Zudem hinterließ sie ihre Tagebücher – täglich machte sie Notizen – sowie mit ihrem Tun eine Botschaft: Man kann an den Problemen verzweifeln. Oder sich engagieren – und die Welt ein klein wenig besser machen. von B. Engel [Text] und Franz-Josef Otte [Fotos] ke … Weihnachtsgeschen mit Lust kaufen, gut beraten lassen, en. mit Freude verschenk

Der Trendschmuckladen Geschäft Gerlingen Koblenzer Straße 54a 57482 Wenden-Gerlingen Tel: 02762 / 4170802

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In der Wohn Galerie Hellweg spürt man die Leidenschaft für attraktives Wohnen

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on außen ahnt man es. Und woher kommt Ihre Drinnen in der Wohn Leidenschaft? Galerie Hellweg in Bamenohl S.H.: „Nach der Lehre habe empfängt uns eine wohlige, ich Innenarchitektur studiert sympathische und familiäre und anschließend 14 Jahre bis Atmosphäre. Der Werkstoff 1999 bei einem mittelständischen Möbelhaus gearbeitet. Holz hat das Ambiente und Die Entscheidung für die seine in ihm lebenden und Selbstständigkeit mit meinem arbeitenden Menschen geBruder Andreas war der logiprägt. sche Wunsch, etwas Eigenes Als Stefan und Ehefrau Ilse Bastian, Andreas, Stefan, Steven und Robin zu machen. sich mit Bruder Andreas Hellweg 1999 selbstständig machten, natürlich in einer ehemaligen Schreinerei, ahnten sie noch nicht, dass sie auf dem Weg Beraten, Planen, neue Ideen und kreative Konzepte für den zu einem richtigen Familienunternehmen sind. Mittlerweile Innenausbau zu entwickeln und umzusetzen war schon immer sind zwei der drei Söhne, Robin und Bastian, ebenfalls in die meine Vision. Dass wir das jetzt mit und in der Familie gemeinFußstapfen des Vaters getreten. Robin als Tischlermeister und sam umsetzen, ist umso schöner und spannender. Die richtigen Bastian als Innenarchitekt. Heute beträgt die Mitarbeiterzahl Innovationen kommen durch unsere Söhne. Das ist die nächste neun, darunter fünf Hellweg! Generation, die den Zeitgeist mit seinen aktuellen Trends aufgesogen hat und täglich in alle Beratungen, Überlegungen und Was kann sich ein Vater als Schreiner Besseres wünschen, als das Diskussionen einfließen läßt. sich der Nachwuchs auch als leidenschaftlicher „Holzwurm“ und Wohnraumplaner entpuppt? Holz war, ist und bleibt der Werkstoff, der uns das ganze Leben „Das hat sich halt so ergeben“, schmunzelt der Senior. „Sie lang, von der Wiege bis zur Bahre, überall begleitet. Holz kann waren oft mit in der Schreinerei oder in der Galerie und haben Geschichten erzählen, Ambiente schaffen, Wohnräume positiv gespielt und sich automatisch mit den Materialien beschäftigt.“

Die neue Tischlerei am Schützenplatz

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verändern und Menschen für sich erwärmen und begeistern. Wir leben auf dem Land, mitten in der Natur, und sind daher ständig von Holz umgeben. Was liegt da näher, als uns dieses Produkt ins Haus zu holen und mit ihm zu leben? Aber natürlich verwenden wir auch andere Werkstoffe, die das optimale Gesamtbild ergeben.“

v. l.: Barbara Cichos, Andreas Hellweg, Stefanie Rohrmann, Robin Hellweg, Steven Hegener, Susanne Linn, Bastian Hellweg, Ilse Hellweg, Stefan Hellweg

Hier strahlt Stefan Hellweg förmlich und gerät ins Schwärmen. Kein Wunder, dass der Funke auf die anderen Hellwegs übergesprungen ist. Wir fragen Bastian, den jüngsten „Einsteiger“ ins Unternehmen, der 2014 dazugekommen ist.

in Betrieb genommen haben, gibt es für uns und die Kunden noch kürzere Wege von der Planung bis zur Umsetzung. Das macht alle Gespräche einfacher, schneller, attraktiver und erfolgreicher.“

Bastian, kannst Du dein Tätigkeitsfeld in der Wohn Galerie kurz beschreiben? B.H.: „Ich kümmere mich um die Konstruktion von Sonderanfertigungen, wenn die Kunden individuelle Möbelstücke wünschen. Dabei geht es auch um die Weiterbildung im Bereich Technik, Ästhetik und Materialkunde. Als Innenarchitekt übernehme ich zunehmend die gesamtplanerische Projektbetreuung. Angefangen vom ersten Gespräch über die weiteren Termine hier in der Ausstellung und vor Ort bis hin zum erfolgreichen Auftragsabschluss.“

Robin, Ihr seid ja eine große Hellwegfamilie mit fünf Holzfreaks und -spezialisten, sozusagen das „Holzteam“. Gibt es einen gemeinsamen Teamspirit? R.H.: „Wir kennen uns zwangsläufig alle schon so lange und so gut, dass sich die Zielvorstellung von allein ergibt. Jeder bringt sich mit seinen Qualitäten und individuellen Stärken ein, um das Optimum rauszuholen. Er/sie macht sich eigene Gedanken, arbeitet selbstständig und denkt mit. Der Alltag in der Wohn Galerie und in der Schreinerei ist geprägt von guter Laune und die bestimmt unser Arbeitsklima. Unsere Kunden merken das, denn sie lassen sich davon anstecken.“

Welche Planungsschwerpunkte im Innenausbau kannst Du benennen? B.H.: „Unsere Kundenwünsche sind individuelle Küchen, Esszimmer, Wohnräume, Schlafzimmer, aber auch Büros mit vielen Ausstattungsvarianten. Seitdem wir die neue Tischlerei mit großem Lager auf dem Gelände neben dem Schützenplatz

Zufriedenheit schafft Empfehlungen und die sind die Erfolgsgaranten für die Zukunft. Die Wohn Galerie Hellweg in Bamenohl hat die richtigen Weichen dafür gestellt. Viel Glück! Wohn Galerie Stefan Hellweg Bamenohler Str. 62 · 57413 Finnentrop Tel.: 02721 95 95 50 · Fax: 02721 95 95 51 info@wohngalerie.net www.wohngalerie.net WOLL Winter 2015 –

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FRAGEN SIE DR. NÜRSEL Während der Tacken früher nur eine 10-Pfennig-Münze war, wird er heute in jeder Wechselstube an der Grenze zum Siegerland oder ins Bergische anstandslos 1:1 in Euro umgetauscht. Der umgangssprachliche Devisenhandel in unserer regionalen Öckenomie kennt zudem noch den Fuchs (= 5 Tacken), den Heiermann (= 10 Füchse), den Zwanni oder das Pfund (= 20 Öcken), den Fuffi (= 50 Flöhe), den Hunni (= 100 Mücken), sowie die Tonne oder den Riesen (= 1.000 Kröten).

F

rage: Lieber Dr. Nürsel! Hasse schonn gehört, dass die Knippschilds 100.000 Tacken geerbt haben? Dein Reiner aus Letmathe

Dr. Nürsel: Klar, Reiner, da gibt’s schließlich sogar ein neues Buch drüber, woll. Vielleicht kennst du ja den Autor, der kommt nämlich aus derselben Ecke wie du. Als Sprachforscher freue ich mich übrigens sehr über die Titelwahl, denn schließlich wurde das Sauerland trotz erbitterten Widerstands der einheimischen Bevölkerung anno 2012 im Rahmen des Hundesossener Währungsabkommens der Eurozone angegliedert und der Tacken zum Euro umgerubelt. Oder heißt es dann umgeeurot? Ich bin daher froh, dass er es trotzdem auf ein töfftes Buchcover geschafft hat und den Brüsseler Währungshütern von dort eine lange Nase zeigt. Wir Sauerländer sind nämlich wahne stolz auf unseren guten alten Tacken. Gemeinsam mit Öcken, Mücken, Kröten, Flöhen, Flocken, Penunsen, Talern, dem Knatter, der Kohle, dem Kies, der Knete, der Asche, dem Moos und den märkischen Spinuffen hat er so manche weltweite Währungskrise schadlos überlebt und dabei nie an Wert verloren, sondern sogar hinzugewonnen.

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Finanzfachbegriffe für höhere Beträge gibt es bei uns nicht. Klar, denn wer im Sauerland mehr als eine Tonne auf dem Postsparbuch hat, schweigt darüber, um nicht als Geldsack zu gelten und sofort eine Runde spendieren zu müssen. Insofern bin ich gespannt, lieber Reiner, ob sich die Knippschilds mit ihren satten 100.000 Tacken in eine heimische Kneipe oder gar ein Schützenzelt trauen. Muss mir die Schwarte gleich morgen mal besorgen! Neulich bat mich übrigens meine Nichte mit folgenden Sätzen um finanzielle Unterstützung einer ihrer ausgedehnten Besuche des örtlichen Szenetreffs: „Lässte ma `n paar Tacken rüberwachsen? Ich muss beim Rossmann.“ Ich war sehr stolz auf sie. Nicht nur, weil sie unsere Umgangssprache astrein beherrschen tut, sondern weil das von ihr gewählte Verb eindeutig beweist, dass wir es im Sauerland selbst in Zeiten dynamisierter globaler Finanzmärkte absolut nicht eilig haben beim Geldausgeben. Mit Tacken schmeißt man bei uns nämlich nicht einfach so um sich, sondern Tacken lässt man langsam rüberwachsen. Leider hatte die Kurze allerdings das wachstumsfördernde „bitte“ vergessen, daher gab’s dann statt ein paar Tacken nur einen Fuchs und einen guten Rat vom lieben Onkel Nürsel: „Aber nicht alles auf einmal ausgeben, woll!“ Euer Dr. Nürsel


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Wenn´s um die Wurst geht GENUSS UND VERANT WORTUNG

W

enn es um die Wurst geht, dann ist Verantwortung gefragt. Qualität und Sicherheit sind die zentralen Sujets beim unverfälschten Genuss. Das alles bekommt man am besten beim Fleischer seines Vertrauens. So wie bei Stefan und Sabine Kirchhoff in Dünschede im Repetal. Das Fachgeschäft kann auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken. 1966 gründen Hubert und Marita Kirchhoff den Betrieb, den 1991 Sohn Stefan mit seiner Frau Sabine übernimmt. In zweiter Generation setzen sie mit Überzeugung und Freude am Beruf weiter auf das Erfolgsrezept des Vaters: gesund gewachsenes Fleisch aus fachkompetenter Züchtung. Und weil das so ist, legen die Kirchhoffs seit jeher größten Wert auf die Haltung eigener Rinder und Schweine. Ganz nach dem Motto: Aus der Heimat für die Heimat. Um dem wachsenden Kundenzuspruch gerecht zu werden, entsteht 1996 unweit der Metzgerei ein neuer luftiger Offenstall. Rund 60 Fleischrinder leben hier glücklich und bewegen sich frei zwischen Stellplatz und der nächsten Grasmahlzeit. Zum Futtern gibt’s Silage vom eigenen Land. Rund 15 Hektar Mais und Getreide und fünf Hektar Grünland bewirtschaften die Kirchhoffs, die auf artgerechte Nutztierhaltung und Nach-

Fleischer-Fachgeschäft

Stefan Kirchhoff

haltigkeit setzen – und damit auf das, was der Verbraucher von einer hochwertigen Produktionskette und einem guten Stück Lebensmittel erwartet. Kirchhoff ist das einzige Fachgeschäft mit eigener Schlachtung auf dem Stadtgebiet Attendorn und garantiert höchste Güte. Dass die Tiere nur wenige Meter vom Geschäftshaus entfernt sind, hat seinen guten Grund. „Stresshormone sind schlecht für die Fleischqualität“, erklärt Stefan Kirchhoff. Die lückenlose Rückverfolgung der leckeren Produkte aus Kirchhoffs einladender Kühltheke ist also garantiert. Im Zusammenspiel von modernster Technik und traditioneller Handwerkskunst entstehen nach Familienrezepten Fleisch- und Wurstwaren aller Art und für jeden Anspruch. Von der Leberwurst über die Repetaler luftgetrocknete Mettwurst bis zum Knochenschinken. Und auch auf das Angebot von Convenience- und Service-Produkten ist Verlass. Mit Kirchhoffs Schaschlik, Backofen-Steaks und Buffet-Ideen werden die schnelle Küche und die Party zum reinsten Vergnügen. Weil es im Repetal jeden Tag um höchste Qualität und Frische geht.

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Sa. 30. April Raiffeisen-Markt Olpe

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Raiffeisen Spezial „Steak Tasting“ Fr. 13. Mai

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Raiffeisen Spezial „Steak Tasting“ Fr. 27. Mai

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Änderungen behalten wir uns vor. Die Grillseminare beginnen um 18 Uhr und enden um 22 Uhr. Die Personenanzahl ist jeweils begrenzt auf 25 Personen (WEBER®) und auf 20 Personen (Steak). Getränke werden gesondert berechnet. Der Seminar-Kalender wird im Jahresverlauf um weitere Veranstaltungstermine erweitert. Fragen Sie uns einfach, ob es Aktualisierungen gibt! Die aktuellen Termine finden Sie immer online: www.raiffeisen-sauer-siegerland.de

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Schneevergn端gen im Sauerland


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Wintersport-Arena Sauerland: „Skifahrer und Snowboarder dürfen sich im kommenden Winter auf mehr Schneesicherheit und Komfort in der führenden Wintersportregion der deutschen Mittelgebirge freuen. Die Skigebiete der WintersportArena Sauerland investieren rund 10 Millionen Euro. Unter anderem in zwei hochmoderne Sessellifte.

„Für Wintersport von Mitte Dezember bis Mitte März sorgen eine naturgegebene Schneesicherheit und leistungsstarke Beschneiungsanlagen. Weltberühmte Sportstätten wie die Bobbahn Winterberg oder die Willinger Mühlenkopfschanze, Biathlonzentren, Kunsteisbahnen und DSV-Nordic-AktivZentren machen das Angebot komplett“, wirbt die WintersportArena Sauerland und bietet auch in Zukunft „Wintersport und -spaß für Skifahrer, Rodler, Snowboarder, Langläufer, Winterwanderer, große und kleine Schneehasen“.

Eine komfortable, kuppelbare Achter-Sesselbahn wird im Skiliftkarussell Winterberg am Poppenberg gebaut. Sie erschließt unter anderem den Hang, an dem im März die weltbesten Racer das Finale ihrer Snowboard-Weltcup-Serie ausgetragen haben. Die Bahn des Herstellers Leitner ist der zweite AchterSessellift im Skiliftkarussell Winterberg. Bereits drei Jahre zuvor hatten die Betreiber eine ähnliche Bahn am Hang gegenüber gebaut, damals der erste Achter-Sessellift in Deutschland.

Für den Winterspaß wurde in den vergangenen Jahren reichlich investiert. Die Liste auf der Homepage der Wintersport-Arena Sauerland ist eindrucksvoll. So gibt es mittlerweile 150 Liftanlagen mit 300 Hektar Pistenfläche, in den Höhenlagen ein Loipennetz von rund 400 Kilometern, 450 Schnee-Erzeuger, die eine Fläche von 150 Fußballfeldern beschneien, rund 83 beschneite Pisten und zehn Kilometer beschneite Loipen. „Wintersport von Dezember bis März!“: So lautet die optimistische Prognose der PR-Profis aus Winterberg.

Neue Skitrassen entstehen nicht. Der Lift erschließt zwei bestehende Hänge und ersetzt einen Schlepplift und einen ViererSessellift. Die Sesselbahn wird abgebaut und im Skigebiet Ruhrquelle neu aufgebaut. Schräg gegenüber, am Hang BüreHerrloh, steht künftig eine ebenso moderne, kuppelbare Sechserbahn von Doppelmayr. Sie ersetzt den vorhandenen fix geklemmten Vierer-Sessellift und erhöht den Komfort ganz entscheidend. Kuppelbare Bahnen verlangsamen ihre Fahrt zum Ein- und Aussteigen und sorgen so für mehr Sicherheit und einen entspannteren Ablauf.

Und deshalb haben die Macher wieder viel Geld für neue Anlagen und Ausrüstung ausgegeben. So heißt es bei der

Die ältere Büre-Herrloh-Viererbahn wandert einige Berge weiter zur Astenstraße. Dort war der alte Schlepplift Anfang des

© HB Naturfotografie | fotolia

as größte Schneevergnügen nördlich der Alpen“ verspricht die Wintersport-Arena Sauerland mit dem Zentrum Winterberg. Trotz aller Diskussionen um den Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Wintersport in den Mittelgebirgen: Der sich vom Hochsauerland bis in die Region SiegenWittgenstein erstreckende Verbund setzt weiter mit viel Optimismus auf den weißen Sport in Eis und Schnee.

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Blick vom Sürenberg im Skiliftkarussell Winterberg

vergangenen Winters durch Eisbruch beschädigt worden. Der Rodellift direkt nebenan verschwindet ebenfalls. Rodler können künftig noch bequemer als zuvor mit dem Sessellift fahren. So ersetzen zwei neue, leistungsstarke Sessellifte drei alte Schlepplifte und einen Rodellift. Damit die Pisten im Skiliftkarussell möglichst schnell mit einer dicken Schneeschicht bedeckt sind, brauchen die Betreiber ausreichende Wasserreserven. Am Winterberger Bremberg vergrößern sie den bereits vorhandenen Speicherteich. Auch an der Ruhrquelle wird gebaut. Dort entsteht ein weiteres Wasserdepot mit Pumpenhaus. Alle Teiche werden aus Quellen aus

Bachläufen gespeist. So sammeln die Betreiber Wasser, das sie im Winter für die Beschneiung benötigen – klares, reines Quellwasser. Nach der Schneeschmelze nimmt es seinen Weg im ganz natürlichen Wasserkreislauf wieder auf.

10 Millionen Euro investiert Neue, energieeffizientere und leisere Schnee-Erzeuger ergänzen die Beschneiungsanlagen in vielen Skigebieten. So zum Beispiel in Willingen, Winterberg, Neuastenberg und Altastenberg. Auch die Snow World in Züschen schafft neue, energiesparende Schnei-Lanzen an. Vielerorts investieren die Betreiber in ihre Gastronomie. Ein Besuch in einer stilvollen Hütte gehört zu einem Skitag einfach dazu. So hat unter anderem das Skigebiet Sternrodt sein Restaurant frisch restauriert. Und auch in Züschen finden Gäste künftig eine ausgebaute Gastronomie vor.“ Bob- und Rodelbahn Winterberg Zu den Attraktionen der Wintersport-Arena Sauerland gehört die Kunsteisbahn in Winterberg, Anfang des Jahres weltweit beachteter Austragungsort der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften. Zwei Weltcups und zwei Junioren-Welt-

Schnee-Erzeuger im Einsatz


meisterschaften sind die Highlights im kommenden Winter. Den Auftakt machen in der neuen Saison die Bobsportler. Sie treffen sich vom 23. bis 28. November 2015 zu den beiden ersten Europacup-Wettbewerben. In der folgenden Woche (30. November bis 6. Dezember) steht Winterberg ganz im Zeichen des Bob- und Skeleton-Weltcups. Dann gibt es ein Wiedersehen mit den Weltmeistern Francesco Friedrich und Maximilian Arndt. Auch die heimischen Vizeweltmeisterinnen Annika Drazek (Bob/BSC Winterberg) und Jacqueline Lölling (Skeleton/RSG Hochsauerland) wollen dabei sein. Nach dem Jahreswechsel steht vom 18. bis 24. Januar 2016 die Junioren-Weltmeisterschaft Bob und Skeleton auf dem Programm der Kunsteisbahn in Winterberg. Vielleicht ist dabei auch ein künftiger Olympiasieger am Start.

Skeleton

Nach der Entscheidung, die Rodel-Weltmeisterschaften 2019 in Winterberg auszutragen, richtet sich das Augenmerk auf die „Generalprobe“: Am 6. und 7. Februar 2016 findet an der Winterkappe die Rodel-Junioren-WM statt. Sie soll auch „Appetit auf die große WM“ drei Jahre später machen. Und noch einmal Rodeln: Das Finale um den Gesamtweltcup steigt ebenfalls in Winterberg. Nach zuvor acht Weltcup-

Veranstaltungen werden auf der Bahn an der Kappe am 20. und 21. Februar die letzten Rennen ausgetragen und die Gesamtweltcup-Sieger ermittelt und geehrt. Mühlenkopfschanze in Willingen Eine der größten Freizeitattraktionen und das Wahrzeichen der Touristikhochburg Willingen (Upland) ist die Mühlenkopfschanze im idyllisch gelegenen Strycktal. Die Schanze hat eine lange Tradition, seit 1995 ist sie Austragungsort der WeltcupSkispringen des Internationalen Skiverbandes (FIS). Jahr für Jahr ist das Sport-Spektakel mit den besten Skispringern der Welt ein absolutes Highlight im Weltcupkalender und zieht die begeisterten Skisprungfans magisch an. Das Weltcup-Stadion hat ein Fassungsvermögen von 35.000 Fans. Fast eine Million Zuschauer haben diese hochklassigen Wettkämpfe an der größten Sprungschanze der Welt mittlerweile live verfolgt, die via TV in alle Herren Länder übertragen wird. Die FIS hat den Termin für das nächste Weltcup-Skispringen festgelegt. Vom 8. bis 10. Januar 2016 werden die weltbesten Skispringer wieder nach Mühlenkopfschanze in Willingen Willingen kommen. Meinhardus-Schanze in Meinerzhagen Skispringen kann man auch auf der Meinhardus-Schanze in Meinerzhagen. Zur Anlage gehören zwei kleinere Mattenschanzen. Auf den drei Schanzen wird vor allem im Sommer

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intensiv trainiert. Meinerzhagen ist offizieller Landestrainingsstützpunkt. 2002 wurde die große Schanze neu mattenbelegt und im Auslauf den FISAnforderungen nachgebessert. Mitte der 2000er-Jahre war die MeinhardusSchanze Austragungsort internationaler Damen-Skispringen. Terminkalender Winter 2015/2016 Winterberg 04. – 06. Dezember Bob & Skeleton-Weltcup 22. – 23. Januar Junioren-Weltmeisterschaften Bob & Skeleton 06. – 07. Februar Junioren-Weltmeisterschaften Rennrodeln 14. Februar Deutsche Junioren-Meisterschaften Skeleton 20. – 21. Februar Rennrodel-Weltcup 27. – 28. Februar Deutsche Meisterschaften Rennrodeln Jugend B 06. März Snowboard-Weltcup

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Weltcup-Skispringen in Willingen

Wintersport-Alternativen Neben den Skisporthochburgen Willingen sowie Winterberg und Umgebung gibt es es in der näheren Umgebung weitere Ski- und Snowboardpisten, Skilanglauf-Loipen und Rodelhänge, bei denen sich ein winterlicher Besuch lohnt: Skigebiet Wildewiese ➟ www.wildewiese.de Von der L 687 zwischen FinnentropRönkhausen und Sundern-Hagen zweigt am höchsten Punkt die Straße nach Wildewiese Schneeschuhlaufen ab, dem 40-Seelen-Bergdorf am Fuße des 647,5 Meter hohen Schombergs. Am Schomberg stehen den Abfahrern fünf Ski-Lifte, mehrere Abfahrten bis 1.200 Meter, mehrere Flutlicht-Pisten und eine Ski-Schule zur Verfügung. Der Langläufer kann sich auf ca. 50 Kilometer gespurte Loipen freuen, die über den Höhenzug der Homert bis in das Gebiet um Röhrenspring führen. Skigebiete Hohe Bracht und Rhein-Weser-Turm ➟ www.wintersport-arena.de Rund um den Rhein-Weser-Turm liegt auf rund 700 Meter Höhe das Wintersportzentrum der Gemeinde Kirchhundem – mitten am Rothaarsteig mit einem weitläufigen Netz gespurter Loipen und einem Skilift. Das Lenne-


städter Skigebiet Hohe Bracht, oberhalb der Ortsteile Bilstein und Altenhundem, liegt auf etwa 600 Meter ü. NN. Der Skiclub Lennestadt unterhält hier Loipen und ein alpines Skigebiet. Auch an der Hohen Bracht in Lennestadt gibt es gut präparierte Loipen und geräumte Winterwanderwege.

wanderwege, vier Kinderländer mit Kinderskischulen und drei Transportbändern mit über 200 Metern Länge für Rodler und Skifahrer. Dazu Skisprungschanzen (Orenberg und Mühlenkopf ), Biathlonstadion mit Schießstand, Eislaufhalle und Rodelhänge.

Skigebiet Finnentrop-Schliprüthen ➟ www.heimes-holz.de und www.schlipruethen.de Der kleine Ort Schliprüthen gehört zur Gemeinde Finnentrop und ist von der B 236 aus ab Finnentrop oder Lenhausen durch das Frettertal zu erreichen. Mit insgesamt drei Skiliften geht es auf die vier Abfahrten rund um die Skihütte der Familie Heimes.

Skigebiet Bad Berleburg ➟ www.wintersport-arena.de Das DSV-Nordic-Aktiv-Zentrum Girkhausen und das Loipengebiet Wunderthausen mit ihren urigen Hütten sowie die Rothaarloipe sind ideale Ausgangsstationen für Langläufer sowie für Nordic-Walking-Strecken. Kleine und große Rodler finden in fast allen Orten Gelegenheit, sich auszutoben. Bad Berleburg (bis 710 Meter ü. NN) lädt als Mitglied der Wintersport-Arena Sauerland zum Urlaub in herrlicher Mittelgebirgslandschaft ein. Schneefans finden hier alles, was das Herz begehrt.

Ebbekamm-Loipe ➟ www.ebbekammloipe.de Skilanglauffreunde finden bei guter Schneelage auf der Ebbekamm-Loipe an der Nordhelle ein Eldorado. Die Loipe beginnt am Wanderparkplatz Nordhelle und bietet eine Länge von rund 20 Kilometern. Betrieben und maschinell gespurt wird sie in ehrenamtlicher Arbeit durch den Förderverein Ebbekamm-Loipe. Skigebiet Willingen ➟ www.wintersport-arena.de Das Angebot in der gesamten Gemeinde umfasst fünf beschneite Skilifte mit den längsten Pisten im Sauerland, rund 90 Kilometer gespurte Langlaufloipen (u.a. im DSV Nordic-AktivZentrum), eine hochmoderne Kabinenbahn, geführte Schneeschuhwanderungen, über 30 Kilometer geräumte Winter-

Skigebiet Schanze ➟ www.wintersport-arena.de Im idyllisch gelegenen Bergdorf hoch über Schmallenberg kann bei guten Wintersportbedingungen auch kräftig gesprungen werden. Wer lieber auf zwei Brettern statt einem steht, findet hier ebenfalls beste Bedingungen: Skischule für Familien und Kinder, Standplätze für Camper und eine ebenso bekannte wie urige Hütte. Denn das idyllische Örtchen am Rothaarsteig ist ein Ganzjahresziel für Skifans, Biker und Wanderer. von M. Droste [Text], M. Büdenbender [Titelfoto] und Wintersport-Arena Sauerland/ Siegerland-Wittgenstein e. V. [Fotos]

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Fahlenscheid liegt vor der Haustür

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egen seiner günstigen Verkehrslage in unmittelbarer Nähe der Autobahnen A 45 und A 4 ist das Skigebiet Fahlenscheid (www.fahlenscheid.de) auch für kurzentschlossene Wintersportfans aus dem Ruhrgebiet oder Köln attraktiv. Das Skigebiet vor den Toren von Olpe an der Kreisstraße 18 liegt mit seinen beiden Bergstationen auf einer Höhe von 600 Metern. Ab einer Lufttemperatur von -1° C versorgt die moderne Beschneiungsanlage innerhalb kürzester Zeit alle Pisten, Tubingund Rodelbahnen in Fahlenscheid mit feinkörnigem Pulverschnee. Christoph Stinn von der Inhaberfamilie: „Derzeit verfügen wir über sieben Schneekanonen, mit denen wir in kürzester Zeit unsere gesamten Abfahrtspisten vollständig einschneien – ohne eine einzige Flocke Naturschnee. Die vollautomatischen Maschinen vom Marktführer Techno Alpin liefern eine exzellente Schneequalität. Mit unseren Maschinen können wir in einer Nacht 4.000 Kubikmeter Schnee erzeugen. Unser Wasser beziehen wir aus einem angelegten Speicherteich mit einem Fassungsvolumen von 7.000 Kubikmetern, dem ständig aus einem natürlichen Bachlauf Wasser zufließt. Der hochwertigen und haltbaren Schneeschicht kann auch eine Regenperiode nichts anhaben.” Für den Winterspaß in Fahlenscheid sorgen drei Aufstiegsanlagen: zwei Schlepplifte und der „Zauberteppich“. Besonders der 150 Meter lange „Zauberteppich“ ist für Kinder und Anfänger geeignet. Diese Anlage ist prinzipiell ein Förderband für den komfortablen Transport von Wintersportlern aller Art: Skifahrern, Snowboardern, Rodlern usw. Die Pisten werden vor und auch

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während der Saison maschinell beschneit. Den Pistenplan gibt es im Netz unter www.fahlenscheid.de/de/skigebiet/pistenplan. Das Skigebiet in Olpe-Fahlenscheid ermöglicht Wintersport für die ganze Familie. Dafür sorgt auch eine Ski- und Snowboardschule. Der Kinder-Skikurs macht im neuen Kinderland besonders viel Spaß. Im Ski-Kindergarten können Kinder ab drei Jahren spielerisch ihre ersten Erfahrungen auf Skiern sammeln. Ausgebildete Kinder-Skilehrer sorgen für einen abwechslungsreichen Skiunterricht. Kursanmeldungen im Skischulbüro, unter skischule@fahlenscheid.de oder unter 0162-4899089; weitere Infos zum Kinderland gibt es unter www.fahlenscheid.de/kinderland. Kleine und große Rodelfans kommen im Skigebiet OlpeFahlenscheid ebenfalls auf ihre Kosten. Als Highlight werden auf den beschneiten und präparierten Snowtubingbahnen rasante Abfahrten mit dem Snowtube zu einem besonderen Erlebnis. Und das alles ganz mühelos – ein Förderband transportiert die Wintersportler wieder zum Start der Tubing- und Rodelbahnen. Infos unter www.fahlenscheid.de/rodeln-snowtubing. Für die Wintersaison 2015/16 wurden eine neue Pistenraupe angeschafft und eine eigene Wetterstation eingerichtet. Aber nicht nur im Winter hat Fahlenscheid etwas zu bieten: Im nächsten Jahr wird auf dem Gelände ein Bike-Park für erfahrene Biker und Anfänger eröffnet. Vorreiter sind die FrOErider-Radsportler vom TV Olpe, die im September bereits zum sechsten Mal auf dem Skihang ein etwas anderes Mountainbike-Rennen veranstaltet haben – immer für einen guten Zweck. von M. Droste [Text], Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland-Wittgenstein e. V. [Foto]


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Trendsetter mitten im Sauerland

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as Unternehmen Buchen in Olpe ist nicht nur Spezialist für Motorräder sowie Garten- und Kommunaltechnik, sondern mindestens ebenso groß in Sachen Freizeit- und OutdoorBekleidung. Alle, die draußen zu Hause sind, finden hier die perfekte Ausrüstung für jede Gelegenheit. „Immer mit der richtigen und passenden Kleidung unterwegs sein“, ist das Motto von Steffi Buchen. „Es gibt keine schönere Auszeit als in der Natur. Und dabei muss man sich wohl fühlen.“ Sie weiß, wie wichtig es ist, gerade dann gut angezogen zu sein. Dabei spielen nicht nur funktionelle Aspekte eine wichtige Rolle. Längst hat Outdoor-Kleidung Einzug in die Mode und den Alltag gehalten, vereint beispiellos Zweck und Stil und inszeniert die eigene Persönlichkeit – jeden Tag. Ob hoch in den Bergen, tief im Wald oder gesellig in der Stadt. Vor 20 Jahren hat Buchen hochwertige Bekleidung für das Outdoor-Segment in sein Portfolio aufgenommen und derzeit mit dem Label Jack Wolfskin Trends im Sauerland gesetzt. Heute knüpft man mit Schöffel und Fjällraven – zwei bekannte Marken, die sich hervorragend ergänzen – daran an. Als deutsches alteingesessenes Unternehmen mit Produktentwicklung im eigenen Haus steht Schöffel gleichermaßen für Tradition und Moderne und wird mit seinen frischen und neuen Ideen

von Modebewussten ebenso geschätzt wie von experimentierfreudigen Outdoor-Freaks. Der schwedische Hersteller Fjällraven mit dem Polarfuchs im Emblem, der seine hochwertigen Produkte unter anderem aus dem langlebigem und strapazierfähigem G-1000-Gewebe fertigt, erfreut sich bei klassischen Naturberufen, Extremportlern und selbst Hipstern einer enormen Beliebtheit. Der Rucksackklassiker Kånken beispielsweise gleicht momentan einer modischen Invasion und ist so etwas wie ein Aushängeschild für Livestyle. Bei Schuhen setzt Buchen auf den traditionsreichen Berg- und Outdoor-Schuster Lowa, der unter den Marktführern mit zuverlässiger Qualität Schuhwerk in sicherer Passform und für jede Gelegenheit bietet – vom Bergsteigen über Klettern und Wandern bis zum Shopping im Großstadtdschungel.Wenn es um Kleidung und Accessoires in Sachen Outdoor und Freizeit geht, ist man bei Buchen also auf jeden Fall gut beraten. Apropos Beratung: Steffi Buchen und Ihr Team sind auch hier kompetent unterwegs: „Ein Kleidungsstück von uns muss zum absoluten Lieblingsstück im Kleiderschrank werden.“ Steffi Buchen freut sich über alle, die zufrieden und mit einem Lächeln auf dem Gesicht ihr Geschäft verlassen. Damit man immer gut unterwegs ist!

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„DEM LEBEN EINEN WÜRDIGEN ABSCHIED GEBEN“

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eder Mensch ist einzigartig. Jeder Abschied von einem Menschen auch.“ Das waren schon 2012 die Leitsätze von Kerstin und Stephan Pompe, als der Friedhofswegweiser für Attendorn mit einer Anzeige der Firma Pompe zum ersten Mal erschienen ist. Inzwischen sind drei Jahre vergangen und im Mai 2015 ist die Entscheidung gefallen, die Geschäftsfelder der Schreinerei Pompe komplett auf den Bestattungsbereich zu konzentrieren. Schon 1979, als Hedl und Rudolf Pompe die 1908 gegründete Firma Stinn übernahmen, legten beide besonderen Wert auf die individuelle und umfassende Betreuung der Hinterbliebenen im Trauerfall. In den letzten zwei Monaten haben umfangreiche Umbauarbeiten in den ursprünglichen Räumen des Altbaus am Grafweg 18 stattgefunden, wodurch ein Bestattungshaus mit einem großzügig gestalteten Ausstellungsbereich entstanden ist. Bis zum Jahresende wird im Bestattungshaus Pompe zusätzlich

ein Verabschiedungsraum geschaffen, der individuell gestaltet werden kann und eine Aufbahrung in persönlicher Atmosphäre ermöglicht. Im Bestattungshaus macht sich das Ehepaar Pompe zur Aufgabe, die Angehörigen in einem ruhigen Umfeld an die Hand zu nehmen, zu beraten und sie bei der Vorbereitung und Durchführung der Beerdigung zu unterstützen. „Jeder Mensch trauert anders“, so Kerstin Pompe. „Sich darauf einzulassen, ist nicht nur eine Aufgabe, sondern auch eine Bereicherung für das eigene Leben.“ Viele Menschen sorgen sich im Alter um die Organisation und die finanzielle Absicherung der eigenen Beerdigung. Hier bietet das Bestattungshaus Pompe eine umfassende Beratung und Regelung in Fom einer Bestattungsvorsorge an. „Wir sind jederzeit für Sie da, wenn Sie uns brauchen!“, sagen Kerstin und Stephan Pompe.

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Ein fast vergessener Ort O L P E S A LT E R F R I E D H O F

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ie Olper Kreuzkapelle, die 1736 erbaut wurde und ein im 14. Jahrhundert aus einer Armenhauskapelle hervorgegangenes Gotteshaus ersetzte, liegt mitten in der Stadt. Und doch fristet das denkmalgeschützte Kleinod barocker Baukunst ein Dasein am Rande, wirkt an ihrem Standort wie verwaist. Das ist sie zwar nicht, denn seit einigen Jahren kümmert sich ein Freundeskreis um ihren Erhalt. Dennoch würde man ihr eine Nachbarschaft wünschen, die sie besser in Szene setzt. Etwas anderes als Parkplätze, Altablagerungen, längst aufgegebene Bahnanlagen und Gewerbeflächen, die sie derzeit umgeben. Mit der sukzessiven Neustrukturierung des Areals sieht die Zukunft indes wohl positiver aus.

St. Martinus herum. Dieser ummauerte Kirchhof war rund 1.200 Quadratmeter groß, wobei sich der südliche Teil der Mauer mit der Stadtmauer deckte. 1708 nachweislich erwähnt ist auch ein Beinhaus direkt an der Kirche. Es diente der Aufnahme von Skelettteilen und war notwendig, weil die Gräber wegen der beengten räumlichen Verhältnisse nach relativ kurzer Zeit geräumt und neu belegt wurden. Platzmangel sowie vornehmlich das napoleonische Dekret über das Bestattungswesen, das Beerdigungen innerhalb der Stadtmauern untersagte, führten dazu, dass schließlich ab 1808 die Toten an der Kreuzkapelle begraben wurden. Im Stadtarchiv ist noch ein Grabstein von diesem ersten Totenhof erhalten.

Mehr als 100 Jahre ist es her, da befand sich hier der Olper Friedhof. Anfang 1800, in einer Zeit, als die Kreuzkapelle noch vor den Toren der Stadt lag, wurde er angelegt.

Platzmangel auf dem eigentlich ja noch neuen Friedhof an der Kreuzkapelle war es auch, der die Olper schon 1821 dazu bewegte, über einen anderen Friedhof an der Rochuskapelle nachzudenken. Eben genau dort, wo sich heute der Kommunalfriedhof befindet. Man entschied sich aber dagegen. Die Rochuskapelle war zu weit entfernt und nicht ausreichend

1000 Jahre lang, seit der Gründung der dem heiligen Martinus geweihten Kirche um 800, bestatteten die Olper ihre Toten um

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erschlossen. Stattdessen kaufte man Parzellen von Pastorat- und Armengrundstücken sowie von Peter Joseph Rüggenberg zur Vergrößerung des Kreuzkapellenfriedhofs.

endgültig Grenzen gesetzt. Bestrebungen nach einer Erweiterung bzw. Neuanlage gegenüber der Straße Am Bratzkopf scheiterten aufgrund des nahgelegenen Bassins der städtischen Wasserleitungen.

Plan des alten Friedhofs 1868

Mit sowohl der bischöflichen als auch der staatlichen Genehmigung wurde 1902 dann schließlich der Friedhof an der Rochuskapelle angelegt. 5.322 Mark kosteten die dazu angekauften Grundstücke. Mit den Arbeiten betraute man Gärtner Brauneis. Ein Jahr später, am 10. April 1903, fand die Einweihung durch Pastor Tigges statt. Der erste, der hier seine Ruhestätte fand, war der im Alter von 37 Jahren verstorbene Kaufmann Joseph Junker, Stadtverordneter und engagierter Bürger, der bei dem Friedhofsbau selbst mitgewirkt hatte. Der Kreuzkapellenfriedhof wurde 1906 entwidmet und in den 1960er-Jahren eingeebnet. Übrig geblieben ist heute eine Restfläche von etwa 1.000 Quadratmetern, umgrenzt von Mauer, Zaun und Hecke. Am Eingang der Kapelle finden sich zehn Geistlichengräber sowie zwei Eisenkreuze. Sie erinnern an Franz Wilhelm Hundt (gest. 1848), Sohn des Bürgermeisters

Details könnte das Pfarrarchiv liefern. Hier lagern jede Menge Akten, aber es würde Wochen dauern, sie zu sichten. Im Laufe des Jahrhunderts jedenfalls erfuhr der Friedhof an der Kreuzkapelle mehrere Veränderungen. So wurde er 1868 nochmals vergrößert. Anfang des 20. Jahrhunderts waren dem aber

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Wilhelm Josef Hundt, sowie Maria Anna Hundt (gest. 1870), Angehörige der Familie des Olper Ehrenbürgers Franz Josef Hundt. Am Rande des Gartens erinnern Grabmale an 48 Männer und Frauen aus Russland und Polen, die beim Bombenangriff am 28. März 1945 ums Leben kamen. Zunächst im nördlichen Teil des Friedhofs bestattet, wurden ihre Gebeine in den 1950er-Jahren, als die Firma Schell Flächen des alten Friedhofs kaufte, umgebettet. Hinter der Kreuzkapelle steht noch ein Mahnmal. Es stammt aus dem Jahr 1936 und ist eine Erinnerung der Olper Eisenbahner an das Schicksal

Die Kreuzkapelle heute. Links sieht man eine Station der „Sieben Fußfälle“, eine der ältesten Formen des Kreuzweges.

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in Attendorn

Die Josefs-Grotte ließ Pfarrer Caspar Tigges (1886–1911) auf dem Platz des 1876 dort abgebrannten Armenhauses errichten und mit dem lebensgroßen Standbild „Tod des hl. Josef“ ausstatten. Es befindet sich jetzt in der 1953 errichteten Totenkapelle an der St.-Martinus-Kirche.

ihrer Berufskameraden Adolf Hesse († 1915 in Galizien) und Franz Sprenger († 1918 in Rumänien). Mit der Verlegung des Friedhofs an die Rochuskapelle verlor die Kreuzkapelle ein weites Stück Aufmerksamkeit. 1909, als sich St. Martinus, durch Brandstiftung 1907 bis auf die Grundmauern zerstört, nach den Entwürfen des Dortmunder Architekten J. F. Klomp in neuer Schönheit nach neugotischem Stil zeigte, zog die Allerseelenprozession nicht zur Kreuzkapelle, sondern erstmals zum Rochus. Schließen wir mit Zeilen des westfälischen Dichters Friedrich Wilhelm Weber, die Hermann Forck seiner „Geschichte der Stadt Olpe in Form einer Chronik“ (1911) voranstellte: „Die Zeit, die Allbestatterin / sie furcht und pflüget sonder Ruh / und jede Furche die sie pflügt / deckt schollernd ein Jahrtausend zu.“ von B. Engel, Stadtarchiv Olpe und Pfarrarchiv St. Martinus [Text/Foto]

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Auf der steten Suche nach dem Optimum EIN RUNDGANG MIT ST.-URSUL A -REALSCHÜLERN DURCH DIE LEWA IN ATTENDORN

Ausbildungsleiter Andreas Sommerhoff mit Malion Belegu, Zoe Lagoudakis, Laura Selter und Eric Wilmes (v. re.) vor einer automatisierten Fügeanlage, die im Auftrag von GEDIA entsteht. Im Vordergrund ein Roboterarm, der bei der LEWA verbaut wird – hier vom Hersteller Fanuc.

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ie LEWA in Attendorn ist ein Unternehmen, das bereits 1928 von heimischen Firmen gemeinsam gegründet wurde, um eine gute Ausbildung für den Nachwuchs zu gewährleisten. Bis in die 1990er-Jahre wurden dort im Auftrag serielle Produkte hergestellt, die vor allem von der Bundeswehr abgenommen wurden. Die Auszubildenden wanderten dabei durch alle Abteilungen der maschinellen Produktion und lernten so ihr solides Handwerk in Zeiten vor der Digitalisierung. Dieses

Bild haben noch heute viele Sauerländer vor Augen – indes, es ist inzwischen mehr als überholt: Die LEWA ist ein ultramoderner Hightech-Standort auf dem Weltmarkt. Davon konnten sich vier interessierte Schülerinnen und Schüler der Attendorner St.Ursula-Realschule überzeugen, denn wir durften im Rahmen unserer Jugendreporter-Serie mit Ausbildungsleiter Andreas

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Sommerhoff eine Runde durch die Hallen vor dem Attendorner Wassertor drehen! Auf drei Säulen ruht inzwischen das Fundament des Betriebes. Allem voran steht die Roboter-Systemtechnik, daneben ist die Lohnzerspanung ein Thema und schließlich natürlich die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Den meisten Raum nehmen die „Automatisierten Fügeanlagen“ ein. Inzwischen ist die Nachfrage danach so groß, dass die LEWA auf der anderen Seite der Bigge das ehemalige Werk 2 von Gebrüder Dingerkus gekauft hat, um noch einmal deutlich zu erweitern. Hinter dem eigenartigen Namen verbergen sich etwa garagengroße Gehäuse, in denen Roboter vollautomatisch aus mehreren Einzelteilen ganze Module zusammenfügen, also unter Schutzgas mit Draht oder mit der Punktzange verschweißen. Dabei werden, je nach Anforderung, entsprechend viele dieser Gehäuse hintereinander in einer Verfahrensstraße installiert. Der Trick ist dabei, dass die Einzelteile eine maximale Breite von 2,50 Meter haben – sie passen immer auf einen Lkw und werden so nicht zum Schwertransport! Das ist das eine Erfolgsgeheimnis. Das andere ist genauso wichtig: Die LEWA baut keine Sondermaschinen. Wenn die Serie des produzierten Bauteils ausläuft, kann man die einzelnen Komponenten der Fügeanlage neu anordnen und andere Produkte herstellen. So ein Maschinenpark arbeitet rund um die Uhr, ist so schnell, dass man den Robotern kaum hinterher sehen kann, und so präzise, dass immer die gleiche Qualität und Maßhaltigkeit erreicht wird. Besonders gefragt sind diese Anlagen in der Automobilindustrie. Südwestfalen ist das Land der Automobilzulieferer, also begegnen uns viele der heimischen Unternehmen im Betrieb; leicht zu erkennen an den Farben der lackierten Sicherheitswände, mit denen die Roboteranlagen abgeschirmt werden. Cremeweiß und Dunkeltürkis zum Beispiel, eine Fügeanlage für GEDIA. Die einzelnen Bauteile werden angekauft; so kommen viele der sechsachsigen Roboterarme aus Japan. Davor wird zumeist ein Drehtisch installiert, auf dem die verschiedenen Einzelteile in Position aufgespannt werden. Dann dreht sich der Tisch um 180

Testlauf für das Verschweißen von Modulen für die vorderen Schottwände des VW Tiguan. Der Blick auf die Roboter in regulärer Betriebsgeschwindigkeit gleicht einer rasant aufgeregten Schlangengrube!

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Malion Belegu hinter der großen Punktschweißzange eines Roboters. Die massive Ausführung aus einer hervorragend die Wärme leitenden Kupfer-Chrom-Zirkon-Legierung gewährleistet höchste Präzision ohne Verzug des Werkzeugs.

Grad und während die eine Seite unter den Roboterarmen zusammengefügt wird, kann an der anderen Seite das fertige Teil entnommen werden und die nächsten Einzelteile werden eingelegt. Alles das funktioniert schließlich vollautomatisch. Die Kunst ist, alle Maschinenkomponenten so zusammenzusetzen und anschließend alle Bewegungsabläufe der Roboter einzuprogrammieren, dass ein störungsfreier Betrieb dabei herauskommt, der in seiner Schnelligkeit kaum mehr zu überbieten ist. Arbeitszeit kostet Geld, ebenso wie die Arbeitskraft. Im Idealfall arbeiten LEWA-Fügeanlagen so, dass man nur noch die Einzelteile davor bereitstellt, um dahinter die fertigen Module abzutransportieren. Das geht so weit, dass ein Roboter über eine Kamera verfügt, mit der er erkennt, wie ein Einzelteil in der Transportbox liegt. Er stellt sich selbstständig in die notwendige Position und greift das Teil immer exakt gleich, obwohl jedes anders ausgerichtet ist. Wer solche Prozesse beherrscht, der hat einen guten Stand auf dem Weltmarkt. Die LEWA Attendorn mit ihren inzwischen rund 160 Mitarbeitern gehört unzweifelhaft dazu. Die Fräsmaschinen, die man bei der LEWA benötigt, um spezielle Aufnahmen für Maschinenteile zu fertigen, übernehmen auch Lohnarbeiten, weil sie sonst zu lange stillstünden. Auf den großen Maschinen werden zum Beispiel Fahrschemel für Lokomotiven von Bombardier fein und fertig bearbeitet. Man kann erahnen, wie hoch die speziellen Anforderungen an die Fachkräfte sind, derart komplexe Verfahrensstraßen zu planen, zu bauen, zu programmieren und zu optimieren. Auszubildende, von der es bei der LEWA zurzeit ebenfalls rund 160 gibt, lernen ihr Handwerk von der Pike auf. Und das beginnt noch immer, wie schon vor 87 Jahren, mit der Feile am Schraubstock, um überhaupt erst einmal ein Gespür für Präzision in der Metallbearbeitung zu entwickeln. Manuelle Maschinenarbeit wie Bohren, Drehen und Fräsen kommt bald hinzu; schließlich geht es in die modernsten Technologien. Auch viele Fremdfirmen wissen diese überaus fundierte Ausbildung zu schätzen – und so kommt manche Nachwuchskraft von weither angereist. Aber auch für die heimischen Firmen, von denen ja einige in der Trägerschaft der LEWA sind, ist der Attendorner Betrieb für die Ausbildung ihrer Fachkräfte von morgen die erste Wahl.


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um Hobel“ im beschaulichen Frenkhausen ist weithin bekannt. Schließlich hat der Gasthof mit dem markanten Symbol im Logo schon Geschichte geschrieben. Ob im rustikalen Restaurant mit seiner vielseitigen Küche oder der ländlichen Charme versprühenden Pension – hier verbinden sich Tradition und Moderne in familiärer und professioneller Atmosphäre. Seit nunmehr acht Jahren bürgen die jungen Inhaber Carola und Daniel Seubig in der dritten Generation für aufmerksame und gepflegte Gastlichkeit. Die insgesamt elf neu renovierten, in freundlichen Farben gestalteten Einzel- und Doppelzimmer, ausgestattet mit hygienischen Vinylböden, Dusche, WC, Fernsehen und WLAN, überzeugen mit Gemütlichkeit und zeitlosem Interieur und garantieren viel Raum für einen ungestörten und erholsamen Aufenthalt. „Das ist unser Qualitätsversprechen“, so die Inhaber. Jüngst ist der Gasthof „Zum Hobel“ mit der freiwilligen Zertifizierung durch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) mit dem zweiten Stern ausgezeichnet worden. Und darauf sind Carola und Daniel Seubig auch ein bisschen stolz. Denn sie legen nicht nur höchsten Wert auf eine verbindliche Positionierung ihres gut geführten Betriebes und der zuverlässi-

gen Serviceleistungen, sondern auch auf anerkannte Transparenz. „Zufriedene Gäste sind unser Schlüssel zum Erfolg“, so ihr bewährtes Credo. Für Wanderer, Biker oder Motorradfahrer ist der Gasthof „Zum Hobel“ optimaler Ausgangspunkt. Unweit des Bigge- und Listersees gelegen sowie direkt am Rad- und Wanderweg auf der stillgelegten Eisenbahntrasse Olpe – Drolshagen, Teil des über 300 Kilometer langen PanoramaWeges quer durch Sauerland und Oberbergisches Land, bieten sich jede Menge Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Freizeitgestaltung. Durch die Nähe zur Kreisstadt Olpe, prosperierender Wirtschaftsstandort am wichtigen Verkehrsknotenpunkt von A 45 (Sauerlandlinie) und A 4, pflegt der Gasthof längst vertrauensvollen Kontakt zu den umliegenden Unternehmen und Firmen, die hier für ihre auswärtigen Mitarbeiter und Monteure ein Zuhause auf Zeit finden. Zwischen Arbeit, Action und einem guten Schlaf ist in der gediegenen Stube genug Gelegenheit, beim Frühstücksbuffet oder bei einem ausgesuchten Abendmenü die Speisekarte zu genießen, die auf marktfrische und crosskulturelle Küche setzt. Wie gesagt: „Zum Hobel“ ist ein Qualitätsversprechen.

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allo erstmal, wir sind Hanna, Laura und Antonia und besuchen zur Zeit die Q1 des Rivius Gymnasiums. Als wir erfuhren, dass uns die Ehre gebührt, diesen Artikel zu schreiben, waren wir sofort hellauf begeistert und haben uns gleich an die Arbeit gemacht. Dadurch, dass wir nun schon seit einer gefühlten kleinen Ewigkeit auf das Rivius gehen, haben wir natürlich auch einiges zu erzählen und zu berichten und freuen uns, dieses mit Ihnen, liebe Leser, zu teilen. Also kommen Sie mit, auf eine Reise durch das Rivius Gymnasium. Und wenn Sie nun denken, dass Sie die Schule kennen, haben Sie sich getäuscht, denn Sie werden sicher noch Dinge erfahren, von denen Sie noch nichts wussten ...

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Deo Musis Patriae Welcher Attendorner Bürger kennt diesen Schriftzug nicht? Wer einmal über den Westwall am Rivius Gymnasium vorbeigeschlendert ist und einen Blick auf das gelbe Hauptgebäude geworfen hat, sollte diesen schon einmal gelesen haben und über die lateinischen Wörter gestolpert sein. Altmodisch und antik wirken sie, im Gegensatz zu dem Neubau, der im Ostteil der Schule entstanden ist. Und genau das ist diese besondere Mischung des Rivius Gymnasiums: Das


Alte und das Neue treffen hier aufeinander. Modern und traditionell, so sind auch wir, die Rivianer. Auf eine 500 Jahre alte Historie dieser Schule blicken wir im Jahr 2015 nun zurück und können mit unseren Lehrerinnen und Lehrern ganz schön stolz auf dieses Jubiläum sein. Damals, im Jahr 1515, der Zeit des Humanismus und der Reformation, wurde eine Lateinschule in Attendorn gegründet. Wie auf der Internetseite der Schule nachzulesen ist, „fühlt sich das Rivius Gymnasium Attendorn seit Anbeginn dem humanistischen Bildungsideal verpflichtet – in dessen Mittelpunkt: die allseitige Bildung und Persönlichkeitsentfaltung des Menschen.“ Der Name Rivius stammt von dem Theologen und Pädagogen Johannes Rivius (1500–1553), der die damalige Lateinschule besuchte. Seit 1975 benennt sich das Gymnasium nach diesem. So viel nun zu der Geschichte unserer Schule. Heute gibt es zwar immer noch Lateinunterricht, zum Leidwesen der Schüler, jedoch hat sich die Schule immer wieder der Zeit angepasst und präsentiert sich ständig mit neuen Ideen. Das vielseitige Angebot beinhaltet unter anderem eine Profilwahl. Hier werden die Schüler zwei Jahre lang zusätzlich zum Unterricht in den Profilen Musik, Theater und Naturwissenschaften gefördert. Generell wird der Begriff Kreativität an unserer Schule großgeschrieben. Darunter verstehen wir zum Beispiel unsere Projektkurse in Geschichte, Deutsch, Sport und außerdem Mathe/Technik sowie den Literaturkurs, das Orchester und die alljährlichen Projekte in den Kunstkursen. Die Ideen und Anregungen der Schüler werden gerne aufgenommen und mit großem Arbeitseinsatz nahezu immer auf die Beine gestellt. Dabei bekommen die Schüler nicht nur Unterstützung von den Lehrern, sondern auch von der Schülervertretung, den Eltern und der Schulleitung. Es ist also immer ganz schön viel los an unserer Schule.

Im Herzen der Stadt Doch was ist das Besondere? Das Einzigartige? Das Unverkennbare an unserer Schule? Denn wenn man das alles liest, könnte auch die Rede von einer anderen Schule sein, die sich nur nicht Rivius Gymnasium nennt. Und da haben wir schon einen Punkt: Alleine der Name macht uns einzigartig, denn diesen besitzt nur ein Gymnasium auf der ganzen weiten Welt. Die lange Historie, nun schon seit 1515, ist sicher auch ein Aspekt, den man auf dieser Liste nicht vergessen sollte. Unsere Lage „im Herzen der Stadt“ macht uns natürlich besonders stolz, denn diese ist


ein wichtiges Merkmal unserer Schule. Das Unverkennbare der Schüler? Haben Sie jemals vom „Bäumchensetzen“ gehört? Nein? Okay, alles was dazugehört nun zu erklären, würde zu lange dauern, aber hier stellt sich Jahr für Jahr eine interessante Eigenschaft der Schüler heraus. Diese lassen sich nämlich nicht unterkriegen und beweisen so gegenüber „der Konkurrenz“ in Form des St.-Ursula-Gymnasiums immer wieder Willensstärke, unglaublichen Mut und natürlich herausragende Kraft, dazu gesellt sich das typische Merkmal eines Gymnasiasten: dieses gewisse Etwas an Bauernschläue. Beim zweiten Mal Lesen hört sich das fast schon ein bisschen ironisch an, aber wir meinen das todernst! Vielleicht wundern Sie sich schon, dass noch kein schlechtes Wort über einen Lehrer gefallen ist. Doch wir können diese auch allgemein nicht kritisieren, schließlich unterrichten uns viele junge Lehrerinnen und Lehrer – obwohl dies nicht nur

Vorteile hat. Für die sind wir nämlich oft die „Versuchskaninchen“ für irgendwelche neuen Lernmethoden, die diese gerade frisch von der Uni mitbringen. Die älteren Lehrer sind da hingegen entspannter und „cooler“. Doch wir mögen sie alle, denn sie begleiten uns ja auch ein ganz schön langes Stück unseres Lebens und bereiten uns auf die Zeit nach der Schule vor. Schaut man sich nun das aktuelle Geschehen am Rivius Gymnasium an, stellt sich auch eine Weltoffenheit heraus, die besonders durch das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterstützt wird. Dies kann auch beim alljährlichen Citylauf bewundert werden, wenn wir Rivianer mit dem Logo dieses Projektes auf dem Rücken über den Wall laufen. Zudem beschäftigt die Schule auch die aktuelle Flüchtlingskrise, wodurch das Rivius verpflichtet ist, Schülerinnen und Schüler aufzunehmen. Verpflichtet hört sich in diesem Fall zu negativ an, denn wir schätzen auch die Bereicherung, die diese Schüler

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mit sich bringen. Zudem warten wieder neue Aufgaben auf Schüler, Eltern, Lehrer und die Schulleitung, sodass der Schulalltag neue Herausforderungen an diese stellt und zu einer Menge Abwechslung führt. Alle sind hier gefragt und jeder muss anpacken, um so eine gute Atmosphäre zu gewährleisten. Um noch einmal auf Johannes Rivius zurückzukommen: Dieses Jahr ist, wie Sie bestimmt auch schon aus der Presse mitbekommen haben, ein ganz besonderes Jahr für unsere Schule. Schließlich feiern wir ein 500-jähriges Jubiläum. Und damit meinen wir so richtig feiern. Alles begann mit einem Festgottesdienst, darauf folgten drei Projekttage, an denen den Schülern die Geschichte unserer Schule nahegebracht wurde, gekrönt wurden diese mit dem Festakt, an dem uns der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert besuchte. Es gab ein Klavierkonzert von einem ehemaligen Rivianer und als Letztes steht nun noch der Herbstball an, der am Freitag, dem 20. November stattfindet. 2015 war und ist ein äußerst spannendes und aufregendes Schuljahr für alle Beteiligten. Auch wenn man in den Medien immer viel Negatives hört, was die Schulen und die Bildung angeht, wie z. B. die Inklusion, der Lehrermangel und die Flüchtlingskrise, die auch die Schulen betrifft, sind wir zuversichtlich, dass wir gemeinsam als Schule diesen Herausforderungen gewachsen sind und das Beste aus der Situation machen. Natürlich gibt es auch Ängste und Sorgen, besonders in der Schülerschaft, doch wir arbeiten hart daran, diese abzubauen und dem positiv entgegenzuwirken.

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Was bleibt am Schluss noch zu sagen? Wir sind eine Schule, die durch den starken Willen der Schüler, den Einsatz der Lehrer und Eltern und die stetige Zuversicht der Schulleitung geprägt ist. Außerdem sind wir nicht irgendeine Schule, sondern eine besondere Schule, das Rivius Gymnasium, mit einer Geschichte, die von Kriegen, Revolutionen und Entwicklungen beeinflusst wurde. Was wird die Zukunft bringen? Wir hoffen natürlich auf weitere 500 Jahre und noch länger und wünschen unserer Schule alles Gute zum Geburtstag; ein so langes Bestehen schafft schließlich nicht jede Schule. Weiterhin vertrauen wir darauf, dass der Zusammenhalt des Gymnasium erhalten bleibt und wir nicht auseinander gebracht werden. Wir sind auf jeden Fall stolz auf unsere Schule und wollen definitiv nicht, dass sie sich ich irgendeiner Weise verändert und ihre typischen Charakteristiken verliert. Kommen wir nun noch zur Auflösung des Titels. Wissen Sie noch von ihrem Lateinunterricht, was diese Wörter bedeuten, oder sehen Sie nur irgendwelche Hieroglyphen vor sich? Wir mussten selbst erst einmal nachfragen, obwohl unser Latinum nur ein paar Monate zurückliegt. Deo Musis Patriae bedeutet für Gott, für die Muse, für das Vaterland. Was jeder Einzelne in unserer Zeit aus diesem Schriftzug herausliest, bleibt jedem selbst überlassen ... von L. Tesche, H. Schmidt und A. Drixelius [Text] und K. Noltenhans [Titelfoto]

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eute produziert das Unternehmen MENSHEN aus Finnentrop-Frielentrop weltweit hochwertige Kunststoffverschlüsse und Systemverpackungen. Der Slogan: MENSHEN MAKES IT HAPPEN! Der Gründer Arnold Menshen (1928–2012) aus Werdohl hatte diesen Spruch sicherlich nicht auf seinen Lippen, als er im Oktober 1945 aus den letzten Kriegswirren in seine Heimatstadt zurückkehrte. Er arbeitete zunächst in einer Autowerkstatt, bevor er 1951 bei einem Schrotthändler als Fahrer anfing. Zwei Jahre später machte er sich mit einem eigenen Schrotthandel selbstständig. 1959 heiratete er Ursula Kracht, mit der er drei Kinder bekam. Alle fünf wurden Teilhaber der später gegründeten LUKAD Holding: L(utz), U(rsula), K(nut), A(rnold), D(orle)! Durch die Heirat bekam Arnold Menshen engen Kontakt zur Firma Stauffenberg, die bis heute Rohrbefestigungsschellen im Kunststoffspritzgießverfahren (sog. STAUFF-Schellen) herstellt. 1970 gründete Arnold Menshen seine eigene Firma, um selbst diese Schellen herstellen zu können. Sie trägt bis heute den Namen Georg MENSHEN GmbH & Co KG. Er mietete eine Garage in Röllecken an und startete mit drei Mitarbeitern und drei Maschinen die Produktion seiner STAUFF-Schellen. Das

Die MENSHEN-Zentrale in Finnentrop-Frielentrop

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war der Beginn einer neuen Zeitrechnung, denn aus dem anfänglichen Schrotthandel entstand in den Folgejahren ein Unternehmensverbund, der die Entwicklungen in der Verpackungs- und Kunststoffverschlusswelt nachhaltig beeinflussen sollte. 1972 zog das Unternehmen aus Kapazitätsgründen um an den heutigen Standort in Finnentrop-Frielentrop. Dort laufen seitdem alle unternehmerischen Fäden zusammen. In den Jahren nach 1972 expandierte sowohl die STAUFF- als auch die MENSHEN-Gruppe. Eines haben sie aber immer noch gemeinsam: Sie sind inhabergeführt und setzen damit ein Zeichen, dass Eigenschaften wie Bodenständigkeit, Verbindlichkeit, Langfristigkeit, Familienbewusstsein und Tradition keine leeren Begriffe sind. Sie sind geradezu die Garanten für eine erfolgreiche Unternehmenskultur, -philosophie und -strategie. Nicht umsonst erwirtschaftet MENSHEN mit fast 1.300 Mitarbeitern an weltweit 14 Standorten nahezu 200 Millionen Euro Umsatz und ist damit ein Weltmarktführer aus Südwestfalen. Der jüngste Produktionsstandort wurde 2014 in Guangzhou als zweiter Standort in China eröffnet. MENSHEN steht heute weltweit für hochwertige Kunststoffverschlüsse und erfolgreiche Systemverpackungen. Das sind Produkte für die Kosmetik-, Chemie-, Reinigungsmittel- und Lebensmittelindustrie. Jeder von uns wird täglich einmal ein Produkt in der Hand halten, an dessen Herstellung MENSHEN irgendwie beteiligt ist. MENSHEN MAKES IT einfach HAPPEN! Viele Wege führen ins Unternehmen, gerade im Ausbildungsbereich. Wer sich für den Beruf Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Mechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik/Fachlagerist, Werkzeugmechaniker, Kaufmann/


-frau für Spedition und Logistikdienstleistung oder Industriekaufmann/-frau interessiert, hat bei MENSHEN die Chance, alle Informationen darüber zu bekommen. Zuletzt am 11. Juni dieses Jahres. An diesem Tag veranstaltete das DVI (Deutsches Verpackungsinstitut) zum ersten Mal den „Tag der Verpackung“, an dem sich MENSHEN natürlich beteiligt hat. Die neuen Azubis mit dem Geschäftsführer Ludger Braukmann (4. v.l.), Andreas Schlinkert, Leiter Personalwesen (1. v.r.) und den Azubibeauftragten Vor Ort konnten sich die Besucher (vor allem die jugendlichen Interessenten) über das Unternehmen, 2016. Da MENSHEN immer nur bedarfsgerecht ausbildet, seine Stellung auf dem nationalen und internationalen Markt, haben die jeweiligen Auszubildenden eine große Chance, überseine Produktpalette und die einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten nommen zu werden. MENSHEN ist heute rund um den Globus ein Bild machen, Fragen stellen und individuelle Informationen vertreten. 14 Produktionsstandorte und Niederlassungen in elf zu den Berufen erhalten. Ländern sind es aktuell. Gleichzeitig ist dies auch ein Vertrauensbeweis und Garant für eine erfolgreiche, langfristige Bei der entscheidenden Frage, ob es genug Bewerber gibt, taucht Kundenbeziehung. Zwar ist der Markt im Wettbewerb überwiesofort die Antwort auf, dass zum einen der demografische gend gesättigt, aber MENSHEN kann seit Jahrzehnten mit Wandel eine große Rolle spielt und zum anderen es gar nicht einem hohen Maß an Kundenzufriedenheit punkten. Wer nachmehr so leicht ist, geeignete, leidenschaftliche und begeisterungshaltig zuverlässig, schnell und vor allem innovativ und kreativ ist, fähige junge Menschen zu finden. Dabei unternimmt MENSHEN ist den anderen stets eine Nasenlänge voraus.“ nachweislich eine ganze Menge, um sich und die Branche für die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. An Innovation heißt aber auch, mit anderen Institutionen zu koopediesem Tag wurden den Besuchern interessante Möglichkeiten rieren, die z. B. auf dem Forschungssektor im Bereich der einzelund Angebote im Bereich Ausbildung präsentiert und viele nen Werkstoffe wissenschaftlich unterwegs sind. MENSHEN hat Fragen beantwortet. Nach Aussage von Andreas Schlinkert, dem mitgedacht und seit Jahren einen Produktionsstandort in Ansprechpartner für die einzelnen Berufswege, wurde speziell Barcelona, wo seine Entwickler eng mit den entsprechenden dieser „Tag der Verpackung“ genutzt, um potenzielle Fachbereichen an der dortigen Universität zusammenarbeiten. Auszubildende anzusprechen. Eine Strategie, die WOLL nur so beschreiben kann: „Nicht nur nah dran, sondern mittendrin in der Produktforschung und WOLL meint: „Wer Interesse an einem Berufsweg bei Umsetzung.“ Kürzer können die Erfolgswege auch hier nicht MENSHEN hat, sollte auf die Homepage www.menshen.com sein! Das sind Alleinstellungsmerkmale, die nicht leicht zu kopiegehen. Dort findet er alle freien Ausbildungsplätze für August ren oder zu variieren sind. MENSHEN setzt damit auf Nachhaltigkeit und zukunftsorientiertes Umweltbewusstsein. Und in diese Philosophie gehört die Nachfolgegeneration der „Menshens“ unbedingt mit hinein. Unser WOLL-Tipp an alle Jugendlichen: „Informiert euch früh genug über viele Möglichkeiten der Ausbildung. Packt die Gelegenheit beim Schopf, wenn ihr gefragt werdet. Fragen stellen ist immer ein Zeichen von Interesse und Engagement. Werdet eigeninitiativ und geht persönlich auf die zuständigen Personen oder Ansprechpartner in den Firmen zu. Kommunikation findet in diesem persönlichen Bereich, der ja WOLL Winter 2015 –

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entscheidend ist für euer Leben, nicht über das Smartphone oder per E-Mail statt. Da heißt es Gesicht zeigen, denn Menschen reden mit Menschen, gerade, wenn es um so elementare Stationen geht wie Ausbildung, Weiterbildung, Studium, Berufswahl. Zeigt Leidenschaft, Identifikation und Aufmerksamkeit im Gespräch. Nicht immer sind die Noten die wichtigste Einstellungsvoraussetzung. Arnold Menshen und seine Nachfolger in der Familie sind für uns ein echter Vorzeigebetrieb in Sachen inhabergeführt, Tradition und Ausbildung. Nicht umsonst hat das Unternehmen aus Frielentrop das Zertifikat ,Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb‘ zum dritten Mal erhalten. Denn am Anfang und Ende einer jeden Wertschöpfungskette steht immer noch der MENSCH, woll!

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umpfle in Gerlingen ist so etwas wie ein Geheimtipp. Zum einen, weil der Fachhandel etwas versteckt an einer viel befahrenen Kreuzung liegt. Vor allem aber, weil das Sortiment so unglaublich groß ist, dass man hier lange stöbern und immer etwas finden kann. Humpfle verkauft Schulbedarf und Spielwaren. Auf insgesamt 500 Quadratmetern auf zwei Etagen. Rund 1.000 Schulranzen, Rucksäcke und die passenden Accessoires von der Sporttasche bis zur Geldbörse lagern hier. Von Scout, 4You und McNeill. „Wir punkten mit unseren Kernkompetenzen“, sagt Annemarie Humpfle und freut sich, auch den aktuellen Jump im Sortiment zu haben. Kernkompetenzen von Humpfle, das sind beste Marken sowie die individuelle und persönliche Beratung. „Wir sind immer für unsere Kunden da“, so die Inhaberin. Gerade wenn es um Schulranzen geht, ein wichtiges Kriterium. Er muss nicht nur in Farbe und Design gefallen und im Dunklen leuchten, er braucht vor allem den perfekten Sitz. Und der kann bei jedem Kind ein anderer sein. Nicht zu vergessen ein weiteres wichtiges Detail: Für viele i-Männchen gehört der Schulranzenkauf zu den unvergesslichen Erlebnissen der Kindheit. Unweit der Schulranzen türmen sich Kugelbahnen und Bausteine. Hochwertige Spiele und Naturforscherwerkzeuge stapeln sich in den Regalen. Lustige Hand- und Stoffpuppen geben eine liebenswert bunte und illustre Gesellschaft ab. Woanders reiht sich das Zubehör für Puppenhaus, Kaufmannsladen oder Bauernhof aneinander: Miniaturobst, Grillhähnchen und Schokolade, allerliebste Figuren in einem

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gemütlichen Zimmer oder im Wiesenglück. Die Humpfle-Welt ist kunterbunt und die Auswahl für jedes Alter unendlich. Auch bei Spielzeug setzt Humpfle auf Qualität und Trends wie zum Beispiel von Haba und Living Puppets. Vor Modetrends macht ebenso der Schulbedarf nicht halt. Deshalb bieten die Gerlinger Fachhändler alles, was Lehrer, Kinder und Erwachsene sich wünschen: Papier, Pappen, Hefte, Ordner, Stifte, Kreativ- und Bastelbedarf. Je nach Zeitgeschmack und Saison. Von wegen Saison: Wenn es um Geschenke für Weihnachten, Ostern und Geburtstage geht, ist Beratung bei den Kunden sehr gefragt. Annemarie Humpfle freut sich darauf. Wie gesagt, es ist ihre Kernkompetenz.

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Schulranzen und Spielwaren Fachhandel Humpfle e.K. Inhaber: Annemarie Humpfle Koblenzer Str. 41 | 57482 Wenden-Gerlingen Tel. +49 (0) 2762 30 94 | Fax +49 (0) 2762 14 17 Auch im Internet mit Onlineshop unter www.humpfle.de

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Das kleine Dorf zählt etwa 500 Bewohner und liegt direkt im Talkessel des Ebbegebirges.

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ährend noch alles im Nebel liegt, wird das Dorf Lichtringhausen bei gutem Wetter schon morgens von der Herbstsonne begrüßt. Inmitten eines Talkessels des Ebbegebirges liegt das Sauerländer Dorf und beherbergt rund 500 Menschen und zahlreiche Vereine. Einer davon, der Musikverein „Blau-Weiss“ Lichtringhausen, feierte in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. In Lichtringhausen wird das Wort Gemeinschaft großgeschrieben. Das zeigen vor allem die vielen Vereine und Verbände des Dorfes, zu denen Chöre, Gesangsvereine, Sportvereine, ein Schützenverein, die Frauengemeinschaft, der Kapellenverband, die Karnevalsgesellschaft und auch die Freiwillige Feuerwehr gehören. Bei rund 500 Einwohnern ist es da natürlich kein Wunder, dass viele unter ihnen gleich in mehreren Vereinen tätig sind – und das wirklich sehr gern. Das gilt wohl auch für den Dorfvorsteher Hans Werner Schulte, der selbst im Musikverein als erster Vorsitzender und auch in der St. Jakobus Schützengesellschaft tätig ist. Er ist wohl auch deshalb seit Kindertagen gern ein alteingesessener Lichtringhauser, der zu seinem Dorf steht. An seine Kindheit im Dorf hat er viele schöne Erinnerungen, die er bis heute im Herzen behalten hat. Aus dem Heimatdorf fortgehen: Für ihn ist das keine Frage.

Seit bereits 50 Jahren musiziert der „Musikverein Blau-Weiß“ mit Leidenschaft und Engagement.

„Wir betrachten uns als eine Dorfgemeinschaft, in der Brauchtum, Kultur und Soziales in einem gemeinsamen Gemeindeund Vereinsleben gepflegt wird. Jeder unserer vielen Vereine und Verbände bereichert auf seine Weise unsere Dorfgemeinschaft durch ehrenamtlichen Einsatz und Engagement“, so heißt es auf den Internetseiten des Dorfes und so wird es auch von vielen erlebt. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass der kleine Ort im Ebbegebirge immer noch eine Gaststätte hat. Gasthof Kramer ist Treffpunkt nahezu aller Vereine des Dorfes. Der

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Auch der freundliche Umgang mit den Flüchtlingen, die in Lichtringhausen herzlich aufgenommen wurden, zeigt den Gemeinschaftscharakter des Dorfes. „Oft kommen einige von Ihnen zu den Proben und hören interessiert zu“, sagt Schulte. Integration von Fremden ist daher wohl kein Problem, auch wenn es hie und da vereinzelte Skeptiker geben mag: Ob Flüchtling, Neuzugang oder Alteingesesse/-r, herzlich willkommen ist jeder, der den Zusammenhalt des Dorfes stärkt.

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Die „Roten Funken“ bereichern mit ihrem Können nicht nur den eigenen Karneval.

Frauenchor und der Männergesangsverein von Lichtringhausen halten dort sogar regelmäßig ihre Proben ab. Der älteste und erste Verein des Dorfes ist übrigens der Männergesangsverein, der 1897 gegründet wurde. Wie bereits erwähnt, feierte in diesem Jahr der Musikverein „Blau-Weiß“ Lichtringhausen sein 50-jähriges Jubiläum. In dieser Zeit haben die Vereinsmitglieder viele Schützenfeste und Feierlichkeiten unterstützt, nicht nur im Ort selbst, sondern unter anderem auch in Hülschotten und Attendorn. Das musikalische Treiben begann 1965 mit Albert Richter als erstem Vereinsvorsitzenden. 50 Jahre später ist es Hans Werner Schulte, der sich vor allem darüber freut, dass die generationenübergreifende Zusammenarbeit so gut funktioniert. Ganz besonders freut es ihn auch, dass es sogar noch Mitglieder der ersten Stunde gibt, die immer noch mit im Verein sind.

Eine schöne Sehenswürdigkeit aus vergangener Zeit ist die 1788 erbaute Kapelle, die heute als Jugendheim verwendet wird. Im Jahr 1911 löste die jetzige Pfarrkirche St. Jakobus die Kapelle als Gotteshaus ab, die der Schützengesellschaft auch ihren Namen gab. Voller Leben erhält die kleine Kapelle dennoch der Kapellenverein des Dorfes, den es seit 1900 gibt. Der Verein hat die Kapelle unter anderem für Feierlichkeiten renoviert und die Geschichte der Kapelle auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Gegründet wurde er ursprünglich, um die Möglichkeit eines sonntäglichen Gottesdienstes aufrechtzuerhalten. Auch in Lichtringhausen gibt es viele karnevalistische Narren. Die Karnevalsgesellschaft Neuenhof und die „Roten Funken“ haben sich offiziell als Liebhaber der närrischen Zeit bekannt und beleben das Dorf auch, wenn es mal kein Schützenfest gibt. Auch die Karnevalsgesellschaft gibt es nicht umsonst seit 1932.

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Über die Entstehung des Dorfes selbst, das früher Lechterkusen genannt wurde, ist heute nur wenig bekannt. Aufgrund der Namensgebung geht man aber davon aus, dass es bereits im 8. oder 9. Jahrhundert existiert haben muss. Erstmals erwähnt wurde es 1393 im Märkischen Landesregister. 1658 wurden fünf Höfe in einem Rentenbuch namentlich erwähnt, die damals das Dorf bildeten.

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Auch in Bamenohl, Attendorn, Saalhausen usw. kann man die Auftritte der „Roten Funken“ bewundern.

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Doch die Lichtringhauser sind nicht nur musikalisch, gute Schützen und in der Narrenzeit gerne mal lustig: Der Sportclub LWL hat für große und kleine Fußballer/-innen die Möglichkeit geschaffen, sich auszutoben. Wer kein Fußball mag, für den gibt es auch andere Sportarten Das Jubiläum des Musikvereins wurde natürlich gebührend gefeiert. wie Aerobic, Salsa oder Kinderturnen und natürlich den Gardetanz. So viele Vereine – und Ruhe, die auf dem Land vorherrscht, ist das Leben in dem kleinoch nicht alle wurden genannt. Die Freiwillige Feuerwehr als nen Dorf nicht langweilig, wenn man sich für die schönen Helfer in der Not und die Wasserbeschaffungsverbände Seiten des Lebens öffnet und sich selbst und andere in das Lichtringhausen und Neuenhof, die wiederum für klares Zusammenleben mit einbezieht. Wer das aktive Leben in Trinkwasser sorgen, dürfen nicht unerwähnt bleiben. Und die Lichtringhausen mal testen möchte, kann z. B. in der Frauengemeinschaft des Dorfes trägt das wichtigste Merkmal in Karnevalszeit mal vorbeischauen. Die „Roten Funken“, aber ihrem Namen. auch die hier noch nicht genannten Garden der Karnevalsgesellschaft Lichtringhausen sind dann aber auch überall im All das belebt das Leben der Lichtringhauser. Und wenn man Sauerland unterwegs. all das sieht, dann kann auch ein Außenstehender verstehen, von D. Fischer [Text], A. Extremera Mayo [Fotos], warum der Lichtringhauser gerne Lichtringhauser ist: Trotz der S. Dicke [Fotos] und K. H. Lehmann [Fotos]

KULTURPROGRAMM STADT OLPE

DEZEMBER 2015 – MÄRZ 2016

Donnerstag, 10.12.2015, 20.00 Uhr, Stadthalle Olpe

Donnerstag, 21.1.2016, 20.00 Uhr, Aula Realschule Olpe

Mittwoch, 2.3.2016, 10.30 Uhr, Stadthalle Olpe

IRISH CHRISTMAS

CON SPIRITO

ROTZNASEN

Irische Weihnacht mit Musik, Gesang und Tanz Eintritt 11,00 €, 12,00 €, 13,00 €, 14,00 € Schüler/Studenten 50 % Rabatt

Sonntag, 13.12.2015, 12.00 Uhr, Stadthalle Olpe

SWINGING CHRISTMAS

Musik und Brunch in weihnachtlicher Atmosphäre mit der Tom Browne Band & Daniela Boyd, Gesang.

Eintritt 6,00 € – Schüler/Studenten 50 % Rabatt Sonntag, 13.12.2015, 17.00 Uhr, St.-Martinus-Kirche Olpe

WEIHNACHTSORATORIUM

von Johann Sebastian Bach. Kantaten I, IV, V und VI, Camerata instrumentale, Kammerchor Olpe, Solisten

Eintritt 10,00 € – Schüler/Studenten 50 % Rabatt

Bläserquintett der Staatskapelle Dresden; Prof. Christian Elsas, Klavier; Werke von Ravel, Poulenc, Prokofjew u. a.

Jugendstück von Ulrich Penquitt, Trias Theater Ruhr (empfohlen für 5., 6. und 7. Schuljahr) Eintritt Schüler 3,50 €

Eintritt 10,00 € – Schüler/Studenten 50 % Rabatt Mittwoch, 17.2.2016, 20.00 Uhr, Stadthalle Olpe

DER MENTOR

Komödie von Daniel Kehlmann mit Volker Lechtenbrink u. a. Eintritt 11,00 €, 12,00 €, 13,00 €, 14,00 € Schüler/Studenten 50 % Rabatt

Donnerstag, 25.2.2016, 20.00 Uhr, Aula Realschule Olpe

SCHWEIN GEHABT

Nina Hoger liest fiese Geschichten rund ums Essen. Musikalische Gestaltung: Klezmer Ensemble Noisten Eintritt 10,00 € – Schüler/Studenten 50 % Rabatt

Donnerstag, 3.3.2016, 20.00 Uhr, Stadthalle Olpe

GIFT – EINE EHEGESCHICHTE

Stück von Lot Vekemans mit Nina Petri und Nicki von Tempelhoff. Eintritt 11,00 €, 12,00 €, 13,00 €, 14,00 € Schüler/Studenten 50 % Rabatt

Donnerstag, 17.3.2016, 20.00 Uhr, Stadthalle Olpe

DER SEELENBRECHER

Psychothriller von Sebastian Fitzek mit dem Berliner Kriminaltheater. Eintritt 11,00 €, 12,00 €, 13,00 €, 14,00 € Schüler/Studenten 50 % Rabatt

Karten erhältlich im Rathaus Olpe – Foyer Telefon-Ticketservice: 0 27 61 - 830 | Online-Bestellungen im Ticketshop: www.olpe.de

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Kultur und Vielfalt: sinnvolles Tun

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eit 1971 ist Michael Ohm bei der Stadtverwaltung in Olpe, saß im Sozialamt, im Bauamt, im Sportamt und kam 1989 schließlich ins Kulturamt. 1991 wurde er zu dessen Leiter bestellt und hat dort, wie er sagt, sein „Zuhause“ gefunden. Ende des Jahres nimmt der 61-Jährige seinen Abschied. Im Interview mit WOLL gab der ambitionierte Kulturamtsleiter Einblicke in seine Arbeit und hob die Vielfalt und die Bedeutung von Kultur in der Stadt hervor.

Josef Leyendecker mit der Entwicklung einer eigenen Musikschule, die 1990 dann auch in Betrieb ging.

Hallo Herr Ohm. Welches Poster von den vielen, die Ihr Dienstzimmer schmücken, nehmen Sie sich mit nach Hause? Eines, das mir besonders am Herzen liegt. „A Christmas Caroll“, das Weihnachtsmusical nach der Erzählung von Charles Dickens, das vor drei Jahren hier gastierte.

Es braucht also auch diplomatisches Geschick … Man braucht insbesondere eine große Leidensfähigkeit, was Finanzdinge angeht. Vor allem aber muss man pragmatisch handeln. Zunächst einmal sind uns monetäre Grenzen gesetzt. Und auch die Superbands sind für uns heute schwerer zu kriegen. Die Wise Guys etwa haben wir über zehn Jahre mit groß gemacht, heute ist ihnen Olpe leider zu klein.

Was waren derzeit überhaupt die Beweggründe, im Kulturamt anzutreten? Es ergab sich dadurch, dass sich der Zweckverband der Musikschulen Olpe – Drolshagen – Wenden – Kirchhundem durch politische Differenzen in der Auflösung befand. Damals saß ich noch im Sportamt. Da ich als Posaunist sehr musikinteressiert bin, beauftragte mich der damalige Stadtdirektor Karl-

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Wie würden Sie Ihre Rolle als Kulturamtsleiter beschreiben? Meine Funktion besteht im Wesentlichen aus der Zusammenstellung und Strukturierung der Programme. Natürlich ist unsere Abteilung auch Bindeglied zum politischen Bereich. Daher kommt das Geld und damit die Basis für unsere Arbeit.

Sie haben den Olper Kultursommer ins Leben gerufen. Die Jazz-Reihe „Blue Notes“ und „Donnerstags auf dem Marktplatz“ gehen ebenfalls auf ihr Konto. Ist man da ein bisschen stolz drauf? Sagen wir, ich bin zufrieden. Man muss hier in der Region


einen längeren Atem aufwenden als anderswo. Beispielsweise „Donnerstags auf dem Marktplatz“: Die Reihe fing 2004 sehr zurückhaltend an. Mittlerweile haben wir einen unglaublichen Level erreicht. Welchen Stellenwert hat die Kultur in Olpe überhaupt? Neben uns gibt es noch die vielen kulturschaffenden Vereine, wie Chöre, Musikvereine oder der Kunstverein, die alle das kulturelle Leben maßgeblich mitprägen. Grundsätzlich bestimmt Kultur entscheidend die Lebensqualität. Sie gehört ganz einfach dazu. Mit was für einer Botschaft positioniert sich da die Stadt? Ich denke, dass die hiesige Kulturpolitik Wert auf ein gelungenes Angebot legt, um ein gutes Image zu pflegen und Bürgern damit auch die Entscheidung zu erleichtern, hierzubleiben bzw. herzukommen. Gibt es Olper Alleinstellungsmerkmale in Sachen städtischer Kultur? Sicherlich das breite Angebot aus vielen unterschiedlichen Segmenten, das sich seit den 1990er-Jahren entwickelt hat. Vom klassischen Theaterbereich, der übrigens besteht, seit es die Stadthalle gibt, über ein literarisches Programm sowie Kabarett und Comedy bis zur Konzertszene und zu musikalischen Leckerbissen, die mitten im Sauerland Nischen bedienen. Wie beispielsweise die weltbekannten Brass Ensembles, die für Musikliebhaber wunderbare Erlebnisse sind. Für eine Kleinstadt haben wir eine immense inhaltliche Vielfalt.

Sind noch andere Möglichkeiten im Gespräch? Vor Jahren haben wir schon einmal eine Diskussion um den Bahnhof angestoßen. Eine tolle Stätte, die Atmosphäre ausstrahlt. Momentan stehen erstmal die Rathausdiskussionen im Vordergrund. Danach wird sich wohl entscheiden, was mit dem ganzen Gelände passiert. Was waren die schönsten Augenblicke Ihrer Amtszeit? Meine Begegnungen mit Chris Barber 1991 und jetzt wieder zum Ende meiner Amtszeit. Er hat den New-Orleans-Jazz in Europa geprägt und ist für mich als Posaunist musikalisches Vorbild. Was wünschen Sie sich von Ihrem Nachfolger? Ich hoffe auf ganz neue Impulse, die ich aber nicht benennen möchte und kann, weil ich sie nicht im Kopf habe. Und was wünschen Sie sich von den Olpern? Interesse und Offenheit für Kultur und natürlich, dass ich künftig in die Gemeinschaft des Publikums aufgenommen werde. von B. Engel [Text/Fotos]

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Wie kann die Stadt das kulturelle Potenzial nachhaltig nutzen? Man muss die Angebote immer und immer wieder machen. Also den besagten langen Atem beibehalten und nicht zu schnell, heißt nach ein oder zwei Jahren, die Flinte ins Korn werfen. Was wären die dringlichsten Aufgaben in der nahen Zukunft? Eine neue Lokation mit kleiner Bühnentechnik und einer Kapazität für bis zu 200 Besucher, um für unsere Angebote einen ansprechenden atmosphärischen Rahmen zu schaffen. Früher haben wir die Aula des Städtischen Gymnasiums nutzen können. Das ist heute aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr möglich. Gibt es entsprechende Planungen? Wir hoffen, dass spätestens ab 2017 investiert wird, um den Raum wieder nutzen zu können.

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Hier gibt’s was auf die Ohren ... MIT DER AK TION MENSC H IM FUX - TONS TUDIO – INKLUSION MAL MUSIKALISC H

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usik steckt in uns allen drin. Dabei ist es vollkommen gleich, ob wir ein Handicap haben oder nicht. Dass man so eine gemeinsame musikalische Aktion mal aufnehmen und daraus sogar ein Videoclip entstehen könnte, darauf kam Susanne Rüenauver von den Werthmann-Werkstätten Lennestadt, als sie eine solche Aufnahme aus dem Fux-Tonstudio in Helden zu sehen und zu hören bekam und sich sofort dafür begeisterte. Gemeinsam mit Gemeindereferentin Ute Henrichs wurde die Idee eines Inklusions-Musik-Workshops der „Aktion Mensch“ unterbreitet, die diese Initiative dann sehr gerne unterstützt hat. Am zweiten Novemberwochenende war es endlich so weit und sieben junge und jung gebliebene Leute mit Handicap, die gemeinsam in den Werthmann-Werkstätten der Caritas in

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Meggen arbeiten, fügten sich ganz locker in eine musikalische Gruppe von insgesamt 16 Personen ein. Das Tonstudio von „Fux“ Bernd Klüser im alten Heldener Pastorat füllte sich bis in den letzten Winkel mit Leben, um bis in die Abendstunden den Song „Ich bin ich“ von Glasperlenspiel zu proben und aufzunehmen. Bernd Klüser bekam dabei nicht nur Unterstützung durch Mitglieder der Gruppe, von denen viele musikalische Vorkenntnisse haben, sondern auch durch den Perkussionisten Dieter Gerbe aus Gleidorf. Eine hochemotionale Erfahrung war dabei, sich mit dem Kopfhörer im Studio selbst zu hören, um den eigenen Part im Stück aufzunehmen, der dann in das Ganze eingefügt wird. Manuel Rueda aus Siegen hat das wunderbare Ergebnis des Wochenendes zu einem Videoclip zusammengeschnitten, der nun auf YouTube über www.fuxmusic.com angesehen werden kann.


Regelmäßige Workshops bietet Bernd Klüser dienstags an. Jugendliche von elf bis 17 Jahren können um 15.45 Uhr für eine gute Stunde zum Singen ins Studio kommen. „Wir singen unplugged mit Gitarre oder Klavier, alles, wozu wir Lust haben, von Little Mix bis Ed Sheeran oder Ellie Goulding, und nutzen hierbei natürlich auch unsere Studiotechnik.“ Ab Januar 2016 wird es das gleiche Angebot auch für Erwachsene geben. Montag- oder Dienstagabend werden hierfür gute Termine sein. In der privaten Musikschule von Bernd Klüser geht es vor allem um aktuelle Musik. Hier kann man leicht lernen, sich selbst auf Gitarre oder Klavier zu begleiten. Noten dürfen dabei nicht fehlen, aber vor allem die Harmonielehre wird groß geschrieben. Unterricht ist Montag-, Dienstag- und Mittwochnachmittag. Anmeldung unter b.klueser@fuxmusic.de oder Telefon 02722/890004. Oder einfach mal vorbeischauen. von A. Gandras [Text/Fotos] WOLL Winter 2015 –

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Trombe e Tromboni in Nambia

Ü B E R D E N I N T E R K U LT U R E L L E N AU S TAU S C H U N T E R M U S I K E R N

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n der letzten Ausgabe berichteten wir von dem Vorhaben des Ensembles Trombe e Tromboni, einen zehntägigen Workshop in Namibia durchzuführen. Nun sind sie zurück und Ingo Samp, der wieder für ein Interview bereitstand, hat viel zu berichten. Die Reise begann am Donnerstagabend, 8. Oktober, am Frankfurter Flughafen. Nach zehneinhalb Stunden Flug und der Anreise über Schotterpisten begann der Workshop schließlich mit 35 Teilnehmern in Windhoek. Beeindruckend war vor allem die unglaubliche Herzlichkeit, die extreme Dankbarkeit und das Strahlen der Kinderaugen, mit dem das Ensemble empfangen wurde. Ihre Schüler waren allesamt aufmerksam, wissbegierig und an den Weißen interessiert, die eben nicht als Urlauber, sondern als Lehrer und Musiker zu ihnen kamen. Das Zusammentreffen der beiden Kulturen im Workshop und auch

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im Gottesdienst brachte vor allem gegenseitige Faszination hervor. Ein Spontankonzert von Trombe e Tromboni war der Dank an einige Sänger, die einen Tag zuvor ein spontanes Ständchen gegeben hatten, was allein durch die Stimmgewalt schon sehr beeindruckt hatte. Am Sonntag fand ein Gottesdienst in der Kirche von Hoachanas statt. Musikalisch eindrucksvoll mitgestaltet wurde dieser von den 35 Blechbläsern, die auch am Workshop teilnahmen. Vieles geschah spontan und hatte somit etwas Beflügelndes, was auch Samp vorher unbekannt war. Am Abend bekamen Trombe e Tromboni auf der „Sundowner-Tour auf der Bitterwasser Lodge“ noch einige Eindrücke über Weitläufigkeit, Tiere und die Natur Namibias mit auf den Weg. Über acht Stunden fuhren sie am nächsten Tag schließlich nach Swakopmund, um auch dort in der evangelischen Kirche ein Konzert zu geben. Die dortige Atmosphäre hat sehr beeindruckt und einige der Zuschauer waren zu Tränen gerührt.


Spontane Konzer te auf dem

Weg zum Workshop

Diesmal wurden über 30 Instrumente

gespendet.

Wo Trombe e Tromboni auch hinkamen, alles war erfüllt von Emotionen, spontanen Gesangseinlagen und Konzerten sowie unglaublicher Dankbarkeit für den Austausch zwischen den Kulturen. Die zehn Tage waren zwar hart, steckten aber voller neuer Eindrücke. Dankbar ist das Ensemble auch für die Hilfe von der evangelischen Kirche und Pfarrer Andreas Schliebener, der auch dabei war, für die Unterstützung. Ebenso danken sie Anna und Dr. Karl-Dieter Lerch, die den Aufenthalt iniziiert und organisiert haben. Die zehn Tage sind leider vorbei, doch die Bilder, die auch auf der Facebookseite von Trombe e Tromboni veröffentlicht wurden, zeigen: Die Erinnerung wird bleiben. von D. Fischer [Text] und I. Samp [Fotos]

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Ein halbes Jahrhundert Frohsinn und Heiterkeit D E R K A R N E VA L S V E R E I N S C H Ö N AU - A LT E N W E N D E N F E I E R T S E I N E 5 0 . S E S S I O N

Knallbunt präsentieren sich etwa 300 Karnevalisten jedes Jahr beim Rosenmontagszug in Schönau.

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eit dem 11.11. befindet sich der Karnevalsverein SchönauAltenwenden in der neuen Session. Diese ist jedoch für den etwa 550 Mitglieder starken Verein eine ganz besondere, denn es ist die 50. Session, die er als offizieller Verein feiert. Im Rahmen des runden Geburtstags richten die Mitglieder natürlich auch einen Blick auf die Anfänge: Im Jahr 1966 ließen ein Handvoll Karnevalisten ihren Verein eintragen, denn während der Nachkriegszeit kehrte Frohsinn und Heiterkeit in die Herzen der Menschen zurück und es sollte nun mit dem offiziellen „e.V.“ endlich wieder gefeiert werden. Die zu dieser Zeit bereits weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Fröhlichkeit konnten sich die Schönauer bis heute bewahren. Das große Jubiläum wird dementsprechend ausschweifend gefeiert, denn noch ein weiterer „Geburtstag“ steht an. Die Vereinsgarde „Blaue Funken“ wird 33 Jahre alt. Mit einer großen Gala, neuen Gardekostümen und dem Weltrekordversuch „Most people standing on shoulders“ wurde diese närrische Zahl in der vergangenen Woche bereits gebührend gefeiert. Und da zahlreiche Gäste zu den Events erwartet werden, hat sich der Vorstand rund um Geschäftsführer Christian Halbe und Vorsitzenden Thomas Dröscher eine „Ausweichlokalität“ für das in diesem Jahr 20 x 50


Meter große Zelt gesucht. Bereits seit Anfang November steht es auf dem Vorplatz des Sportplatzes „Am Nocken“, welchen der VSV Wenden sehr gern für diese Zwecke zur Verfügung gestellt hat. Im Rahmen der Feierlichkeiten erwartet die Gäste in der laufenden Session jede Menge buntes Karnevalprogramm und damit auch ein Potpourri der vergangenen Jahre. „Wir wollen unseren Besuchern die schönsten Auftritte der Vergangenheit noch einmal zeigen. Das heißt Musik, Tanz und ganz viel gute Laune mit altbekannten, aber auch neuen Gesichtern.“, berichtete Geschäftsführer Christian Halbe im Vorfeld der drei Events. Neben den Garden namens „Konfettis“, „Blaue Funken“, „Rote Funken“ und dem Männerballett gesellt sich mit den „Blauen Jungs“, eine weitere Erwachsenentanzgruppe in die Riege des tänzerisch äußerst aktiven Vereins. Und spätestens am Rosenmontag, wenn die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht hat und fast 300 Kostümierte im großen Festumzug durch Schönau ziehen, ist jeder, der noch einmal das Jubiläum des Vereins mit seinen Mitglieder feiern möchte, zum Straßenkarneval und anschließend zur Party im Festzelt herzlich willkommen. von C. Schwegel [Text/Fotos]

Die Gäste erwartet zu den Feierlichkeiten zahlreiche Tänze, Sketche, Büttenreden und Showeinlagen im großen Festzelt „Am Nocken“.

In dieser Session feiert der Verein gleich mit fünf eigenen Tanzgruppen den runden Geburtstag.

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Emotionales Wiedersehen

DIE DIC HTERIN ULL A HAHN BESUC HT IHREN GEBURTSORT BRAC HTHAUSEN

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m Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb Marcel Reich-Ranicki 1981 einen ganzseitigen Hymnus auf eine unbekannte rheinische Dichterin. Pünktlich zur Buchmesse ging damals ein Stern auf und Ulla Hahn gilt bis heute als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der deutschen Sprache. KulturA, der Attendorner Verein für Kunst und Kultur, konnte die heute in Hamburg lebende Schriftstellerin für eine Lesung im NeuListernohler Café Moses gewin-

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nen, die bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Der Aufenthalt im Sauerland wurde für Ulla Hahn zugleich zur Zeitreise, hatte es sich doch einrichten lassen, eine große Runde über den Möhnesee und Arnsberg durch das Hoch-sauerland bis nach Brachthausen bei Kirchhhundem zu drehen, um so ihren Geburtsort erstmals seit frühesten Kindertagen wieder zu besuchen.

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Von Monheim am Rhein war die hochschwangere Mutter im Frühjahr 1945 vor dem Bombenkrieg ins Sauerland geflüchtet, wo ihre Tochter Ulla am 30. April, nur eine Woche vor Kriegsende, geboren wurde. Allerdings war die Suche 70 Jahre später gar nicht so einfach. Lediglich zwei Namen aus Brachthausen sind der Dichterin und promovierten Literaturwissenschaftlerin aus der damaligen Zeit geläufig: Pieper und Hennen. Dreimal ist der Name Hennen im Telefonbuch verzeichnet; bei Reinhold und Alexa Hennen klingelte man vor Ort einfach mal an der Tür. Schnell entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch, in dem nicht nur Ulla Hahns Geburtshaus am oberen Ortsrand ausgemacht werden konnte, sondern auch ein anderer Hintergrund ans Licht kam: Seit Jahrzehnten gibt es eine freundschaftliche Verbindung zwischen Brachthausen und Monheim, der Stadt, in der Ulla Hahn aufgewachsen ist. Selbst die Musikvereine besuchen sich wohl gegenseitig auf den Schützenfesten. Irgendwo hier liegt die Ursache dafür, dass die hochschwangere Mutter dereinst ausgerechnet nach Brachthausen vor den Bomben geflohen ist. Bliebe noch die Erinnerung an „Onkel Pieper“, der neben „Opa Hennen“ in Erinnerung geblieben ist. Vielleicht gibt es ja jemanden in der Leserschaft, der eine Verbindung von Brachthausen nach Monheim in Bezug auf den Namen Pieper herstellen kann. Über eine solche Information würden wir uns in der Redaktion des WOLL-Magazins sehr freuen. von A. Gandras [Text/Fotos]

Die Dichterin aus Hamburg drehte ein große Runde durch das Sauerland und fand unsere Region mit nichts vergleichbar.


Die Schnattergänse haben immer viel zu erzählen, aber auch eine flotte Kugel wird geschoben. Unser Bild zeigt den Kegelclub im Jubiläumsjahr.

Schnattergänse schnattern seit 40 Jahren D E R K E G E LC LU B S C H I E B T I M M E R N O C H E I N E F LOT T E K U G E L

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chnattergänse: So heißt der Kegelclub, der im September sein 40-jähriges Bestehen feiern konnte. Er besteht aus acht Kegelschwestern, die sich alle 14 Tage für drei Stunden zum Kegeln in Heggen treffen. „Drei Stunden müssen es schon sein, sonst sind wir mit dem Reden nicht fertig“, erzählen die fidelen Kegeldamen dem WOLL-Magazin. Die Kegelschwestern kommen übrigens aus Attendorn, Ennest, Heggen und Elspe.

hinzu. Im Laufe der Jahre gab es auch mal eine „Durststrecke“ und der Kegelclub war auf vier Keglerinnen dezimiert. Dann haben die Schnattergänse überlegt, ob sie die Männer dazu nehmen, aber das hat nicht geklappt. Später kamen noch Cornelia Riekes (1979), Türkan Kozinoglu (1984), Sigrid Hoberg (1988) und im August 2002 „Nesthäkchen“ Birgit Zacker hinzu.

Der Ursprung der Kegelgemeinschaft stammt von September 1975. Gerade volljährig geworden, hatten sie sich dazu entschlossen. Alle waren entweder Arbeitskolleginnen, verwandtschaftlich verbunden oder kannten sich von der Schule, als vor 40 Jahren alles begann und der Kegelclub gegründet wurde. Von der ersten Stunde an dabei sind Christiane Schweitzer, die von Anfang an nicht nur Kegelmutter, sondern auch Kassiererin und Schriftführerin ist, und Ulrike Weber. Ein Jahr später kamen Beatrix Groß und Monika Werthenbach

Die Schnattergänse kegeln alle 14 Tage, haben im Laufe der 40 Jahre mehrmals die Kegelbahn gewechselt und sind nun wieder in Heggen angekommen. Aber beim Kegeln blieb es nicht. So organisiert man jedes Jahr das Gänseessen im November, die Muttertagswanderung oder aber die Familienwanderung mit Kindern und Schwiegerkindern. Auch das


Die erste Kegeltour ging vor 40 Jahren in die Weinstadt Rüdesheim am Rhein.

Weihnachtskegeln mit Wichteln und Schrottwichteln gehört dazu. Beim Schrottwichteln bringen die Kegelschwestern in Zeitungspapier eingepackte alte Sachen, sie sagen Plunder, mit, der dann die Besitzerin wechselt. Auch das Ostereierkegeln ist bei den sportlichen Frauen sehr beliebt. Wer beim jeweiligen Kegelspiel gewinnt, bekommt ein gefärbtes Osterei und ein Schnäpschen. Des Weiteren gehört das Pokalkegeln zum Jahresablauf. Sigrid Hoberg, die Beste, konnte die begehrte Trophäe bereits vier Mal gewinnen, einmal ging diese an Beatrix Groß und einmal an Cornelia Riekes.

Drittes Wochenende im September jährlich verplant

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Die jährliche Kegeltour ist seit 1977 fester Bestandteil im Jahreskalender. Dafür hat man sich das dritte Wochenende im September ausgesucht. Wenn eine Kegelschwester schwanger war, musste sie zu Hause bleiben. Das war so. Da gab es kein Pardon. Die erste Tour ging in die Weinstadt Rüdesheim am Rhein. Alle fünf Jahre wird eine Flugreise gestartet. So erzählen die Schnattergänse, dass sie schon in der Türkei waren und der Ritt auf einem Esel noch heute bei ihnen lebhaft in Erinnerung ist. Bei der türkischen Massage Hamam ließen sie ihre Seele baumeln und entspannten so richtig. Tunesien gehörte auch zu den Ausflugszielen. Hier unternahm man eine Wüstentour mit Kamelen. Die Jubiläumstour ging für die Kegelschwestern in diesem Jahr zur griechischen Insel Kos.

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Die Jubiläums-Kegeltour in diesem Jahr ging zur griechischen Insel Kos.


Vor 27 Jahren beschlossen die Schnattergänse, sich sozial zu engagieren. Sie traten dem Verein „Rette ein Kinderleben“ bei, der seinen Sitz in Limburg an der Lahn hat. Dessen Gründer Margot und Theo Menzner aus Limburg begannen 1983 damit, Slumkindern in Nordostbrasilien zu helfen. Viele Hundert Menschen haben durch die Übernahme von Patenschaften und Spenden schon mehr als 10.000 Kinder aus größter Not gerettet und vielen Kindern das Überleben gesichert; so kann man es auf der Homepage des humanitären Vereins nachlesen. Monatlich wird ein Obolus für ein Patenkind entrichtet und diesem zur Verfügung gestellt. Mittlerweile wird bereits das dritte Patenkind unterstützt. Das erste war Alexandro, der jetzt erwachsen ist. Er ist verheiratet und hat eine dreijährige Tochter. Allerdings arbeitet er nicht, da er gesundheitliche Probleme hat; er leidet unter Epilepsie. Die Schnattergänse haben die Spende für ihren ersten Schützlings nicht ganz eingestellt und unterstützen ihn zu Weihnachten und zu Ostern jeweils mit einem kleinen Betrag.

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Heute erfährt der Patensohn Emanuel die monatliche Unterstützung der Kegelschwestern. Emanuel ist mit seiner Mutter im Heim. Aus Briefen erfährt die Kegelgemeinschaft, was mit dem gespendeten Geld angeschafft wurde und wie es dem Patenkind geht. Der Brief wird ins Deutsche übersetzt und gelangt im Original und in der Übersetzung zu den Schnattergänsen. In Gedichtform fasst Kegelmutter Christiane Schweitzer den jährlichen Ablauf zusammen. Nach vier Jahrzehnten besteht dieses Gedicht aus mittlerweile 130 Strophen. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die lustigen Keglerinnen das Schnattergänselied ihr Eigen nennen und mit Freude singen. Hier eine Strophe als Kostprobe: „Sind wir wieder einmal voll, trotzdem kegeln wir ganz toll, Schnattergänse, das sind wir, trinken gern Wein, trinken gern Bier.“

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ie 1. Sauerland-Klassik von Anfang Oktober ist Geschichte. Über 100 Teams aus ganz Deutschland waren nach Südwestfalen angereist, um drei Tage lang mit ihren teils sehr seltenen Oldtimern unsere Mittelgebirgslandschaft bei herrlichstem Wetter zu entdecken. Initiator Peter Göbel hatte mit seiner Familie und eingespielten Freunden und Mitarbeitern einige der schönsten Strecken unserer Heimat ausgewählt, um sie mit einem perfekten „Roadbook“ erfahrbar zu machen. Um es vorweg zu nehmen – die 1. Sauerland-Klassik war ein riesiger

Erfolg mit zahllosen Zuschauern an der gesamten Strecke. Allein das legendäre Rallye-Gespann Walter Röhrl und Christian Geistdörfer im originalen San-Remo-Porsche zog viele Freunde des Motorsports in seinen Bann. Allerdings hatte Peter Göbel einige Schwierigkeiten im Vorfeld zu meistern – oft traf er auf eine gewisse Skepsis, was den Nutzen im Gegensatz zum amtlichen Aufwand für unsere Region anging. „Das sind verständliche Sorgen, der Laden muss

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schließlich laufen“, wie sich der Sauerländer Wahl-Stuttgarter im Nachklang erinnert. Allerdings war diese Sorge tatsächlich unbegründet. Und so soll nun einmal Florian Schwaab zu Wort kommen, der über die 1. Sauerland-Klassik in der aktuellen November-Ausgabe der „Oldtimer-Markt“ berichtet hat. Mit gut 530.000 Lesern ist sie die größte Oldtimer-Zeitschrift Europas. Er schreibt dort: „Ich muss ehrlich gestehen, das Sauerland war für mich bisher ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte.“ Schwaab erläutert dann einige Details zu seinem Einsatzfahrzeug, einem Opel Kadett C Coupé GTE von 1977, dann gerät er regelrecht ins Schwärmen: „Dass der agile Hecktriebler im Land der tausend Berge eine ausgezeichnete Wahl ist, zeigt sich schon bald nach dem Start in der Hansestadt Attendorn. (…) Links und rechts tauchen kleine Bilderbuchdörfer und immer wieder Seen mit imposanten Sperrbauwerken auf. Kaum zu glauben, ist echt schön hier. Fast wähnt man sich gar in die heile Welt einer akribisch aufgebauten Modelleisenbahnanlage hineinversetzt, so unwirklich wirkt die Umgebung auf den stressgeplagten Großstädter.“

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Allerdings wurde sich nicht nur über die Landschaft gewundert. Otto Ferdinand Wachs, Chef der Autostadt in Wolfsburg, staunte über den industriellen Durchsatz unseres Standortes – von wegen nur Modelleisenbahn, auch die Hardware kann sich sehen lassen, wie die Wolfsburger anerkennend erfahren konnten: Südwestfalen ist einer der kraftvollsten Mittelstandsstandorte der gesamten Republik. Selbst Unternehmer aus der Schweiz, wie Georg Weidmann, CEO von Swissvax, zeigte sich von der Landschaft beeindruckt, die er unter die Räder seines Mercedes 300 SL Flügeltürers nahm, mit dem er kurzzeitig sogar in Führung des Gesamtklassements gelegen hatte. Ähnlich

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Alles gut gelaufen! Initiator Peter Göbel mit seiner Mutter Christa beim Zieleinlauf in der Hansestadt.

begeistert zeigte sich dann auch Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, der klipp und klar sagte, dass ihn der Wettbewerb nur zweitrangig interessierte; zu sehr habe ihn die Landschaft unseres Sauerlandes in den Bann geschlagen. Dieses Credo tragen die Teilnehmer der ersten Auflage nun bis zum nächsten Jahr in die Welt hinaus. Dazu kommt die Versteigerung eines englischen Ford Cortina, dessen Fahrer, der bekannte Kabarettist Urban Priol, für den guten Zweck auf die

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Haus oder sang im MGV „Cäcilia“ mit. Später sorgte er bei Festen der Damen vom Grünen Weg zusammen mit seiner musikalischen Wegbegleiterin Inge Wanske für den richtigen Ton. „Seitdem ich Bewohner des Hauses bin und es mir wieder besser geht, beDer heute 70-Jährige lebt gleite ich mit meinen Klaus Zeimer überreichte allen Mitarbeitern als „Dankeschön“ eine Rose. seit einem Jahr im Haus. Instrumenten die Wort„Damals ging es mir richtig schlecht und alle im Haus haben gottesdienste oder spiele bei Singnachmittagen mit.“ mich mit viel Einsatz und Engagement wieder aufgebaut.“ „Heute möchte ich mich bei allen bedanken! Von der Pflege Zuvor lebte er im betreuten Wohnen in Rhode, doch seine über die Küche, den sozialen Dienst bis hin zur Wäscherei und starken gesundheitlichen Einschränkungen ließen diese zur Verwaltung – Sie alle sorgen bestens für mich. Oftmals Wohnform für ihn nicht mehr zu. Mit Elisabeth Lüttecke, die melden sich die Bewohner nur, wenn etwas nicht in Ordnung auch für seelsorgliche Begleitung im Haus und in Haus Mutter ist, aber ich möchte genau das Gegenteil machen und sagen, Anna zuständig ist, und Inge Wanske, mit der er jahrelang wie gut es mir hier geht. Daher an alle: Danke!“ Musik machte, hatte er zwei ganz besonders gute Freunde an seiner Seite, die ihm viel geholfen haben. „Was Besseres konnte mir nicht passieren“, so Klaus Zeimer. www.caritas-zentrum-attendorn.de it einem besonderen Dankeschön überraschte jetzt Klaus Zeimer die Mitarbeiter des Seniorenhauses St. Liborius in Attendorn. Jeder bekam eine Rose überreicht und beim Mitarbeitergrillen gab es noch ein Ständchen dazu.

Im Seniorenhaus St. Liborius ist Klaus Zeimer kein Unbekannter. Schon seit dessen Errichtung engagiert sich der gebürtige Waldbröler für das Haus. Zunächst spielte er oftmals ehrenamtlich mit der Attendorner Kultband „Sixtinische Kapelle“ im

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Senioren-Betreuung vor Ort in Attendorn  Caritas-Station  Caritas Tagwerk  Service-Wohnen  Seniorenhaus St. Liborius  Haus Mutter Anna  Camino – der Caritas-Hospizdienst Caritas. Nah. Am Nächsten.

Mit einem Ständchen überraschte Klaus Zeimer beim Mitarbeitergrillen.

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Eine Blaunase“ aus Attendorn “

TO M K L E I N E H AT E I N E N FA N - C L U B V O N B I R M I N G H A M C I T Y G E G R Ü N D E T

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chalke 04, der BVB oder Borussia Mönchengladbach. Geht es um die Lieblingsvereine der Fußballfans aus dem WOLL-Land, fällt die Wahl oft auf diese Clubs. Tom Kleine tickt da entschieden anders. Der Attendorner hat im Juni einen deutschen FanClub des englischen Fußballvereins Birmingham City gegründet.

Premier League in Manchester oder London oder Spiele der unterklassigen Ligen in Preston oder Stockport: Tom Kleine wurde zum „Groundhopper“ und besuchte zahlreiche Spiele und Stadien in England und Schottland.

Einen klassischen Lieblingsverein hatte er dabei nicht. Zumindest bis zum Jahr 2005. An einem kalten Januartag vor Bereits in den 1980er-Jahren nun fast elf Jahren besuchte er Tom Kleine ist eine echte „Blaunase“ aus Deutschland. hat der heute 45-Jährige sein zusammen mit einem BekannFußballerherz an den englischen Fußball verloren. Genauer ten aus Coventry das Spiel zwischen Birmingham City und dem gesagt seit der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien: „Da schnappFC Fulham. Und verfiel sofort dem Charme der „Blues“, wie te sich Englands Legende Bryan Robson im Spiel gegen der Club aus Birmingham, der zweitgrößten Stadt Englands, Frankreich den Ball, tanzte drei Gegenspieler aus und schoss die genannt wird. „Die Mannschaft hat gekämpft bis zum Umfallen. Kugel ins Tor. Und mitten in mein Herz.“ Um den damals Und trotz einer 1:2-Heimniederlage standen die Fans hinter 12-Jährigen vor dem Fernseher war es geschehen: Tom Kleine ihrem Team. Das hat mir imponiert“, so Tom Kleine, der in erlag dem besonderen Charme des englischen Fußballs. Es folgDeutschland Fortuna Düsseldorf unterstützt und somit an bitten zahlreiche Touren in das Mutterland des Fußballs. Ob tere Heimniederlagen gewöhnt ist.

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Das rechnet sich in kürzester Zeit! Ihre stromproduzierende Heizung Vor einigen Wochen traf Tom Kleine (re.) den deutschen Nachwuchsspieler der Blues Emmanuel Mbende (Mitte) in Birmingham.

Im Laufe der Jahre wurde aus Sympathie zu den „Blauen“ echte Liebe, die wohl nur Fußballfans verstehen können. So unterstützte Tom Kleine seine Jungs aus Birmingham beim Europapokal-Trip vor vier Jahren in Brügge. In diesem Jahr war er bereits zweimal in der rauen Arbeiterstadt aus den englischen Midlands, um die Blauen im heimischen St. Andrew’s Stadion anzufeuern. Bei seiner Reise über Ostern war es für den gebürtigen Attendorner natürlich Ehrensache, einen Ostersemmel mit nach England zu nehmen. „Die Menschen dort haben mich zwar etwas komisch angeschaut, als ich das Brot am Karsamstag pünktlich um 14 Uhr in die Luft gereckt habe, aber was solls, woll?!?“, so Tom Kleine, der im nächsten Jahr auf 30 Jahre als Angestellter bei der Stadtverwaltung Attendorn zurückschauen kann. Im Juni 2015 erfüllte sich die „Blaunase“ – so werden die Fans von Birmingham City bezeichnet – einen lang gehegten Traum. Zusammen mit einigen Mitstreitern aus ganz Deutschland gründete er „BiG“, die „Bluenoses in Germany“, den ersten Fan-Club von Birmingham City in Deutschland. Neben den klassischen „Aufgaben“ eines Fan-Clubs wie gemeinsamen Touren, Merchandising und anderem fungiert der deutsche Fan-Club auch als Bindeglied zum Hauptverein, falls dieser in Deutschland etwas zu regeln hat. Tom Kleine: „Das geht von Scouting von Nachwuchsspielern bis zur Bearbeitung von Anfragen britischer Medien. Es ist ein tolles Gefühl, so Teil des Vereins zu sein.“ Dass Birmingham City mittlerweile „nur“ in der 2. Liga Englands spielt, stört Tom Kleine wenig: „Die Leidenschaft zu seinem Club darf man nicht von Erfolg oder Misserfolg abhängig machen. Birmingham City ist mehr als nur ein Fußballverein.“ von T. Kleine [Foto] und Björn Bernhardt [Foto]

Wer mehr über „BiG – Bluenoses in Germany“ erfahren möchte, kann sich hier informieren: www.big-bcfc.com www.facebook.com/bcfc.germany twitter.com/big_bcfc

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Die Zeche Zollverein ist nicht nur die „schönste Zeche der Welt“, sondern auch das Wahrzeichen des Ruhrgebiets.

In Loren wurde die Steinkohle zu Tage befördert. Die Arbeit im Bergwerk war ein wahrer Kraftakt.


Schöne Aussichten bietet eine Fahrt mit dem Sonnenrad.

Die Zeche Zollverein hat viele Facetten.

Die schönste Zeche der Welt D I E W O L L - R E D A K T I O N A U F D E M U N E S C O - W E L T E R B E Z O L LV E R E I N

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eit Ende 2001 gilt der Industriekomplex „Zeche Zollverein“ als UNESCO-Weltkulturerbe und ist außerdem eines der Wahrzeichen Essens. Das Denkmal erweist sich mit jährlich über 1,5 Millionen Besuchern als eines der spannendsten Relikte aus der Zeit, in der im Ruhrpott noch die Schornsteine qualmten. 20 Gebäude zählen zu dem symmetrisch auf zwei Blickachsen angeordneten Komplex. Wohl auch durch die Anwendung der Gesetze architektonischer Moderne wirkt dieser so beeindruckend. Das weltweite Interesse an dem Kulturdenkmal aus der Bergbauzeit kann sich durchaus mit

dem Interesse am schiefen Turm von Pisa und dem am Kölner Dom messen. Ob schon da gewesen oder nicht, ein Besuch des Essener Weltkulturerbes lohnt sich auch mehrmals. Schließlich gehört die „Zeche Zollverein“ zu einem der wichtigsten Denkmäler aus der Zeit der Industrialisierung, die nicht nur das Gesicht des Ruhrgebietes gewandelt hat. Auch das Sauerland ist durch den Bau der Bahnstrecke von Siegen nach Essen dadurch infrastrukturell erweitert worden. Ohne den Bergbau hätte es diese Bahnstrecke vielleicht nicht gegeben. von B. Frey [Fotos] und D. Fischer [Text]

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Warum die Volksbank das Attendorner Webkaufhaus fördert

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eute „Event-Shoppen“ im stationären Einzelhandel – mit Ladenbummel und Prosecco oder Cappuccino zwischendurch – und morgen faul auf der eigenen Couch liegen und bequem im Internet bestellen: Glaubt man den Experten aus dem Handel, dann wollen die Kunden und Käufer heute beides.

© A. Vollmert, SauerlandKurier

VOLKSBANK BIGGE-LENNE KENNT DIE KUNDENWÜNSCHE UND FÄHRT SELBST EINE DOPPELSTRATEGIE

haben wir das ‚Webkaufhaus‘ von Beginn an mit Know-how und als Sponsor unterstützt.“ Getreu dem genossenschaftlichen Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ stehen die Volksbanker auch weiterhin eng an der Seite der Kaufhausbetreiber. Für Onlineschulungen von Mitarbeitern der angeschlossenen Einzelhandelsgeschäfte etwa stellt die Bank ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Für die Banken im Allgemeinen und die Volksbank Bigge-Lenne im Besonderen ist dieses Kundenverhalten Sie werfen kurz vor der offiziellen Eröffnung des Attendorner Webkaufhauses noch nicht neu. „Unsere Mitglieder einen Blick auf das Portal einkaufen-in-attendorn.de: Firmenkundenberaterin Martina und Kunden erwarten schon Franz, Ralf Warias (vorne) und Frank Segref von der Volksbank Bigge-Lenne. Zu Beginn des neuen Jahres lange, dass sie uns über alle gängigen Kommunikationskanäle will die heimische Kreditgenossenschaft in ein neues Zeitalter erreichen. Auf der anderen Seite legen sie weiter großen Wert für das Bezahlen im Internet starten. Frank Segref: „Dann geht auf das persönliche Gespräch von Mensch zu Mensch“, weiß das gemeinsame Verfahren paydirekt der Deutschen Marketingleiter Frank Segref. Kreditwirtschaft auch in unserem Haus an den Start. Unsere Kunden können sich heute schon online registrieren.“ „Das eine tun ohne das andere zu lassen“ – nach dieser Devise ist die Bank für ihre Mitglieder und Kunden seit vielen Jahren Vorteil von paydirekt gegenüber anderen, bereits etablierten im Internet genauso wie in der Filiale um die Ecke erreichbar. Bezahlverfahren: Dreh- und Angelpunkt aller Geldbewegungen ist das bestehende Konto bei der Hausbank. Segref: „Damit ist Die Erfahrungen, die das Institut mit diesem sogenannten sichergestellt, dass die Daten aus dem Zahlungsverkehr nicht in Multi-Channel-Ansatz gesammelt hat, sind auch in das Projekt verkehrte Hände geraten und missbräuchlich oder für „Webkaufhaus Attendorn“ eingeflossen. Vorstandsmitglied Werbezwecke von Dritten verwendet werden. Paydirekt wird Michael Griese: „Wir sehen uns als wichtigen Teil des regionaein zusätzlicher Service sein, der Bezahlen im Internet vereinlen Wirtschaftskreislaufs und tun alles, um diesen zu stärken. facht, hohe Sicherheit und starken Datenschutz bietet – made Mit anderen Worten: Geht es dem Einzelhandel in unserem in Germany – oder auch (mit Augenzwinkern) ,made in Geschäftsgebiet gut, dann profitieren auch wir davon. Deswegen Sauerland‘, WOLL?!“

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Ein Sauerländer in der weiten Welt EIN ABSTECHER IN DEN PAZIFIK

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n der aktuellen Ausgabe des WOLL-Magazins rund um Biggeund Listersee beginnen wir nun eine kleine Serie: Der Reiseund Naturfotograf Dieter Gandras ist auf allen Kontinenten schon ordentlich herumgekommen. Für uns öffnet er sein Bilderarchiv und erzählt in den nächsten Ausgaben von manchen Fleckchen auf dieser Erde, wo man nicht mal eben so vorbeikommt ... mehr unter www.dieter-gandras.de.

Die Hauptstraße in San Juan Bautista

Der Archipel Juan Fernandez – die Insel des Robinson Crusoe


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uf der südlichen Erdhalbkugel, im Pazifischen Ozean, liegt 750 Kilometer vor der Küste Chiles der Archipel Juan Fernandez. Er besteht aus nur drei kleinen, vulkanisch entstandenen Inseln. Da die Inselgruppe weit außerhalb der küstennahen Segelrouten lag, wurde sie erst am 22. November 1574 durch Zufall von einem spanischen Schiff entdeckt und nach dessen Kapitän benannt.

Im Morgengrauen taucht die Silhouette von Isla Robinson Crusoe am Horizont auf.

Die Hauptinsel Mas a Tierra (Näher zum Land) ist 96 Quadratkilometer groß. Sie ist schroff gebirgig und wird vom Cerro el Yunque mit 915 Meter Höhe überragt. Die Form der Insel mit der kleinen, nahe gelegenen Isla Santa Clara ist halbmondförmig und es ist unzweifelhaft, dass es Reste eines riesigen Vulkankraters sind, der seit seiner letzten Eruption vor ein bis zwei Millionen Jahren langsam wieder im Ozean versinkt.

auffälligste Seevogel ist der Rotfußtölpel. Seit 1935 ist die Insel Nationalpark und seit 1977 Biosphärenreservat der UNESCO. Dieses ehemalige Paradies ist heute jedoch durch von Menschen eingeschleppte Tiere (Ziegen, Kaninchen, Ratten u. a.), schnell wachsende Baumarten, vornehmlich Eukalyptus aus Australien, und wuchernd überdeckende Bodenpflanzen, hier vor allem die europäische Brombeere, stark gefährdet.

Die Hänge sind dicht bewaldet und wegen der Abgeschiedenheit hat sich hier eine sehr spezielle Natur über die Jahrtausende entwickelt. Von den 158 vorkommenden Pflanzenarten sind 112 endemisch. Das bedeutet, dass sie nur hier vorkommen. Selbst bei den Vögeln finden wir unter den 41 Arten sechs, die es nur hier gibt. Der schönste ist ein Kolibri, dessen Männchen leuchtend orange ist und das Weibchen überwiegend blau-grau. Deshalb wurden sie lange für zwei Arten gehalten, bis man ein erstes Nest in den dichRotfußtölpel (Sula sula) ten Farnwäldern fand. Der

Das umgebende Meer ist infolge des kalten Humboldtstromes, der von der Antarktis kommend an der südamerikanischen Küste nach Norden zieht, sehr fischreich und an den Küsten tummeln sich wieder zahlreiche Südliche Seebären. Diese große Robbenart kommt nur im Kaltwasser zwischen Äquator und Antarktis vor. Sie wurde wegen ihres wertvollen Pelzes in den letzten beiden Jahrhunderten intensiv bejagt und war weltweit fast ausgerottet.

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Mas a Tierra ist die größte der drei Inseln und war lange Gefangeneninsel, bevor sie ab 1877 fest besiedelt wurde. Auf der Insel wohnen aktuell ca. 800 Menschen, fast alle in der Stadt San Juan Bautista (Heiliger Johannes der Täufer). Es sind überwiegend Fischer, denn die Haupterwerbsquelle sind die großen Langusten, die bei Feinschmeckern als die Besten der

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Welt gelten. Sie werden von dem kleinen Flugplatz im Westen der Insel regelmäßig abgeholt. Als Tourist erreicht man die Insel ausschließlich per Schiff. Da es nur eine kleine Anlegebrücke gibt, muss man von großen Schiffen mit Tenderbooten anlanden. Das ergibt eine weitere Einnahmequelle durch Fischgastronmie und Souveniers. Weltbekannt wurde die Insel, weil hier 1704 der schottische Seemann Alexander Selkirk von dem Kapitän seines Freibeuterschiffes wegen permanenter Streitigkeiten ausgesetzt wurde. Vier Jahre und vier Monate lebte er in völliger Einsamkeit auf dieser Insel, bis 1709 ein anderes britisches Schiff anlandete und ihn zurück nach Großbritannien brachte. Hier wurde seine Geschichte dann in einer Zeitschrift veröffentlicht. Der Schriftsteller Daniel Defoe ließ sich davon zu seinem Roman „Robinson Crusoe“ inspirieren. Die Handlung des Buches ist jedoch stark verfremdet. Defoe verlegt sie in die Karibik, wo Selkirk als Einziger den Schiffbruch im Sturm überlebt und dann weit abgetrieben auf einer Insel vor Brasilien strandet. Hier lebt er 28 Jahre. Auch die Erzählung von den immer wiederkehrenden Kannibalen ist frei erfunden, da von Mas a Tierra aus gesehen die nächste Insel die Isla de Pascua (Osterinsel) ist, fast 3.000 Kilometer weiter westlich. 1966 hat Chile die Insel in „Isla Robinson Crusoe“ umbenannt. Wenn ein Schiff anlandet, wird Robinson wieder lebendig und lässt sich, natürlich nur gegen Honorar, fotografieren.

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Ein deutsches Drama hat sich während des Ersten Weltkriegs dort abgespielt, als der Kreuzer Dresden am 14. März 1915 in der Cumberlandbucht nahe vor San Juan Bautista von drei englischen Kriegsschiffen beschossen wurde. Das Setzen der weißen Flagge und Verhandlungen durch den bekannten späteren Admiral Canaris, weil sich das Schiff in chilenischem Hoheitsgewässer befand, blieben erfolglos. Daraufhin wurde das Schiff auf Geheiß von Kapitän Lüdecke unter „Hochrufen auf Seine Majestät, den Kaiser“ selbst versenkt. Bei dem Angriff wurden acht Marinesoldaten tödlich getroffen. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem dortigen Friedhof. Der Rest der Mannschaft geriet in chilenische Gefangenschaft. von D. Gandras [Text/Fotos]

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Freddy Mercury nach Jahren wiederbelebt HARRY ROSE ÜBER SEINEN WEG ZUM QUEEN-SÄNGER

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en Drang zu singen habe zunächst noch das lange Haar in ich immer schon gespürt“, einem Zopf, mussten diese sagt Harry Rose, Sänger der schon bald weichen. Der angeQueen Revival Band zu Beginn klebte Schnurbart erschien ihm des Interviews. Er erinnert sich auch nicht die beste Wahl für zurück, wie er eigentlich zum schweißtreibende Auftritte, wesSingen und schließlich zur halb er sich irgendwann einen Queen Revival Band kam. echten stehen ließ. „Man „Schon im Kindergarten und in gewöhnt sich schnell daran“, so der Schule habe ich gerne gesunRose. Doch der Sänger ist noch Fast scheint es so als stehe Freddy Mercury persönlich auf der Bühne. gen. Die Leute hatten noch Zeit weiter gegangen. Sogar eine und es gab noch richtigen Musikunterricht in der Grundschule. Zahnprotese hat er sich von einem Zahntechniker anfertigen Da haben wir viele Musicals, auch von Carl Orff, gespielt, in lassen, um die Illusion für die Zuschauer perfekt zu machen. denen ich immer die schwierigen Parts singen durfte.“ Mit der „Natürlich sieht man mir an, dass ich nicht Freddy Mercury bin, Hilfe seines Gesangslehrers bildete Harry Rose sein Naturtalent den kann ich auch gar nicht erreichen.“ Auch Steffen Pfeiffer, weiter aus und kam über diesen schließlich an eine Coverband, Gitarrist der Band, immitiert viele Gestiken und das Aussehen die gerade entschieden hatte, nur noch Queen zu covern. Bereits von Brian May, dennoch ist er ein Unikat, wie auch die anderen zwei Sänger hatte die Band vorher gehabt, mit Rose sollten nun Bandmitglieder. aller guten Dinge Drei sein. Und so kam es auch. Mit Herzblut dabei „Manchmal verfluche ich es auch.“ Ein Besuch der Konzerte lohnt sich, wenn man bereit ist, sich verzaubern zu lassen. Wer vielleicht nicht Freddy Mercury, aber Seit 1999 singt er in der Queen Revival Band und performed doch gern eine Revival Band, die mit Herzblut ihre Idole wiederFreddy Mercury mit Leib und Seele. „Manchmal verfluche ich es belebt, sehen möchte, der kann das am 23. Januar in der auch“, gibt Rose lachend zu, doch trotz des ganzen Stresses Stadthalle Attendorn. Tickets gibt es bei allen bekannten mache es ihm großen Spaß. Für Queen-Fans und natürlich für Vorverkaufsstellen wie dem Bürgerbüro, Autohaus Weil, Frey die Show hat Rose so einige Äußerlichkeiten an sich verändert. Buch & Papier, Reisen Rumpf in Olpe und natürlich beim Im Lauf der Jahre sind zunächst einmal für ihn und auch für die Ticketservice des Veranstalters unter: www: phono-forum.de, Bandmitglieder einige Kostüme zusammengekommen. Trug er Telefon 02373-5351. von D. Fischer [Text]

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Samstag, 05. Dezember 2015 | 19.30 Uhr Aula des Wendener Schulzentrums Exzellent, herausragend, unvergleichlich! Vielschichtig sind die Meinungen namhafter Kritiker, um das musikalische Niveau des Bonner Jazzchores zu beschreiben. Der Bonner Jazzchor hat sich mit seinem charakteristischen Sound und seinem besonderen Repertoire einen festen Platz in der Jazz- und Popchor-Szene ersungen. Sein Programm umfasst Jazz- und Swing-Standards, groovige Funkstücke oder auch überraschende Bearbeitungen deutscher Volkslieder. Im Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde Wenden ist es Thomas Bröcher und seinen Möllmicker Chören gelungen, diesen internationalen Spitzenchor für ein Konzert im Wendener Land zu gewinnen. Am Samstag, den 5. Dezember 2015, 19.30 Uhr, konzertiert der Jazzchor aus der Bundesstadt Bonn in der Aula des Wendener Schulzentrums. In das Konzert eingebunden sind Männerchor, Gemischter Chor sowie Jugendchor der Möllmicker Meisterchöre unter Leitung von Thomas Bröcher und Dominik Schönauer. Karten können ab sofort zum Preis von 12 Euro im Vorverkauf (AK: 13 Euro) bei allen Sängerinnen und Sängern der Möllmicker Chöre sowie in den Filialen der Volksbank Wenden erworben werden. Kinder bis zum 12. Lebensjahr haben freien Eintritt, Jugendliche ab 12 Jahren zahlen nur die Hälfte. Dabei verspricht bereits der Titel des Konzertprogramms „Jazz meets Christmas“ einen Hörgenuss der Extraklasse. Karten können auch per E-Mail unter info@moellmicker-choere.de bestellt werden.

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IRISH CHRISTMAS

Donnerstag, 10. Dezember 2015 | 20.00 Uhr Stadthalle Olpe Auch zu Weihnachten ticken die Uhren in Irland anders als anderswo, gibt es dort doch so eigentümliche Festtagsbräuche wie das Weihnachtsschwimmen in der eiskalten Irischen See oder die musikalischen Mummenschanz-Umzüge der mit fantasievollen Strohmasken und bunten Gewändern verkleideten Wrenboys. Insgesamt ist Weihnachten in Irland ein fröhliches, aber auch stimmungsvolles Fest in großer Familien- und Freundesrunde mit viel Musik, Tanz und Gesang, bei dem sowohl die Türen als auch die Herzen weit offen stehen. „Irish Christmas“ bringt die Festtagstraditionen der Grünen Insel mit diesem Abend voller irischer Lebenslust nun auch zu uns.

FÜNF VEREINE MIT SPENDE BEDACHT


–KOMPAKT Hünsborn. Trotz günstiger Preise für Eintritte, Speisen und Getränke erwirtschaftet das Eventteam der Pfarrjugend einen stolzen Erlös für gute Zwecke. Die Vertreter von fünf Vereinen erhielten jeweils einen Scheck über 1.000 Euro aus der Hand von Frank Stahl. Die insgesamt 5.000 Euro sind das Ergebnis von drei Jahren Kunibertusmarkt, insgesamt spendete das Eventteam sogar 6.000 Euro. Die beiden Hünsborner Kindergärten erhielten Spielzeug im Wert von je 500 Euro. 18 Mal hat der Kunibertusmarkt bereits stattgefunden und in den Jahren 2005, 2009 und 2012 hatte das Team größere Summen gespendet. Diesmal wurde Hauptaugenmerk auf Vereine oder Institutionen gerichtet, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern.

GÖTZ ALSMANN IN ATTENDORN Sonntag, 21. Februar 2016 | 19.00 Uhr Stadthalle Attendorn Nach seinem Abstecher nach Paris, aus dem die mit Platin ausgezeichnete CD „In Paris“ und das gleichnamige ErfolgsLive-Programm hervorgingen, machen sich Götz Alsmann und seine Band auf Richtung Broadway – den Ort, wo klassische Musicals und unsterbliche Revueschlager seit jeher das Rückgrat des American Songbooks bildeten. Unsterbliche Kompositionen von Cole Porter, George Gershwin, Jerome Kern, Rodgers & Hammerstein und vielen anderen faszinierten das europäische Publikum schon seit dem Beginn des Jazz-Zeitalters. Kein Wunder, dass es schon in den frühesten Tagen dieser Epoche deutschsprachige Fassungen der großen Klassiker des Broadways gab. Diese Texte, weitgehend in Vergessenheit geraten, hat Götz Alsmann, der König des deutschen Jazzschlagers, aus den Tiefen seiner Archive ausgegraben, hat den Songs den typischen Alsmann-Sound verpasst und gestaltet mit seinen Musikern nun einen faszinierenden Abend mit einem Programm, das den Broadway und seine Protagonisten feiert und dem Jazzschlager eine weitere Dimension eröffnet.

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TERMINE

V E R A N S TA LT U N G E N RU N D U M D E N B I G G E S E E U N D L I S T E R S E E

28.11.2015

05.12.2015

12.12.2015

Die Schneekönigin

Christmas Crackers

Johann König – „Milchbrötchenrechnung“

Neues Muscial für die ganze Familie nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen. Theater mit Horizont, Wien. Zeit: 16.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

29.11.2015

Adventskonzert „Millionen Lichter“

Der Frauenchor Lichtringhausen will gemeinsam mit dem Männerchor Lichtringhausen und dem choreigenen Ensemble „Wake up!“ auf die Advents- und Weihnachtszeit vorbereiten. Zeit: 15.30 Uhr Ort: Kath. Kirche St. Jakobus d. Ä. Attendorn-Lichtringhausen Info: www.frauenchor-lichtringhausen.de

29.11.2015

Adventskonzert „Winterlichter“

Der Frauenchor „HEL-CANTO“ e. V. lädt zum Konzert ein. In diesem Jahr unter der Mitwirkung von: Junger Chor Ostentrop/Schönholthausen • La Voce Zeit: 17.00 Uhr Ort: St. Hippolytus Pfarrkirche Helden Info: 0 27 22 / 63 63 25

03.12.2015

Hänsel und Gretel

Kinderstück von Raphael Protiwensky nach den Brüdern Grimm (empfohlen für Kindergarten sowie 1. und 2. Schuljahr).

Weihnachtliches Konzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Olpe, anschl. Party mit Musik. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 22 22

05.12.2015

Das neue Live-Programm von und mit Johann König, Deutschlands nachhaltigstem Komiker und Kabarettisten! Zeit: 19.30 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 125 oder -122

Bonner Jazzchor in Wenden

Spitzenensemble mit charakteristischen Sound und besonderen Repertoire. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Aula Schulzentrum Wenden Info: info@moellmicker-choere.de

08.12.2015

12.12.2015

Konzert

mit „Nepomuk“, „Malte von Griesgram“ und „ÉSMaticx“. Inspiration, Atmosphäre und Feeling sind die Dinge, die die drei Bands an einem Abend in den alten Bahnhof nach Attendorn ziehen.

Theater „Das Boot“

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Alter Bahnhof Attendorn Info: 0 27 22 / 95 93 -56

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 226

12. – 13.12.2015

10.12.2015

Der Marktplatz von Drolshagen, von alten Fachwerkhäusern umrahmt, bewacht vom gewaltigen Turm der St.-Clemens-Pfarrkirche, ist wie geschaffen für einen gemütlichen Weihnachtsbummel.

Schauspiel nach einem Roman von Lothar-Günther Buchheim.

Irish Christmas

Stimmungsvolle irische Weihnacht mit Musik, Tanz und Gesang. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 83 12 99

Weihnachtsmarkt Drolshagen

Zeit: Ort: Info:

Sa. 15.00 – 21.00 Uhr So. 11.00 – 19.00 Uhr Marktplatz Drolshagen 0 27 61 / 9 42 79 90

12.12.2015

13.12.2015

Zeit: 15.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 83 12 99

New York Gospel Stars

Swinging Christmas

03. – 06.12.2015

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

Tom Browne Band & Soul-Sängerin Daniela Boyd. Das Stadthallenrestaurant „zwoergis“ wird den Besuchern einen reichhaltigen Brunch anbieten. Zeit: 12.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 83 12 99

Historischer Weihnachtsmarkt

Der Marktplatz Olpe verwandelt sich wieder in ein geschmücktes Weihnachtsdorf. Zeit: Do. ab 15.00 Uhr, Fr. – So. ab 11.00 Uhr Ort: Marktplatz Olpe Info: 0 27 61 / 9 42 90

04. – 13.12.2015

11. Attendorner Weihnachtsmarkt Verkaufsoffener Sonntag am 13.12.2015 Zeit: Ort: Info:

werktags ab 15.00 Uhr samstags & sonntags ab 11.00 Uhr Alter Markt, Attendorn 0 27 22 / 64 - 140

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– WOLL Winter 2015

Einer der beliebtesten und populärsten Gospelchöre in Deutschland, bei dem jedes einzelne Konzert ein atemberaubendes Ereignis ist.

Orientierung schaffen wir nicht nur im Abenteuer. www.so-wie-hier.de ens Mike Jürg reuer kundenbet Ihr Firmen


13.12.2015

20.12.2015

12.01.2016

Weihnachtsoratorium

Christmas Crackers – Konzertwiederholung

ABBA Gold – The Concert Show

von Johann Sebastian Bach. Das Weihnachtsoratorium besteht aus sechs Kantaten, für den 1., 2. und 3. Weihnachtstag, Neujahr, den Sonntag nach Neujahr und Epiphanias. Zeit: 17.00 Uhr Ort: St.-Martinus-Kirche Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

13.12.2015

Weihnachtliches Konzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Olpe, anschl. Party mit Musik. Zeit: 17.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 22 22

Unvergessene Songs von Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny leben wieder auf. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: www.olpe.de

14.01.2016 20.12.2015

Besinnliches Adventskonzert

Musical Highlights

Ein unterhaltsamer Abend mit tollen Stimmen, bekannten Musical-Songs und Stars zum Anfassen.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler spielen in verschiedenen Besetzungen adventliches und vorweihnachtliches Liedgut.

Mitwirkende: Chor an St. Clemens und Frauenchor CANTARE Iseringhausen, Kinderchor COLOUR KIDS Iseringhausen, musikalische Begleitung durch ein Bläserensemble und Thomas Grütz an der Orgel.

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 125 oder - 122

Zeit: 17.00 Uhr Ort: Evangelische Kirche Attendorn Info: 0 27 22 / 26 28

Zeit: 17.00 Uhr Ort: St.-Clemens-Pfarrkirche, Drolshagen Info: 0 27 61 / 7 38 06

16.01.2016

Adventskonzert der Musikschule

17.12.2015

Mensch Markus

HALBZEIT – Gibt es ein Leben nach dem Fünfzigsten? Erleben Sie den TV-Star aus „Mensch Markus“ und der „Wochenshow“ live. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: www.joko.de

19./20.12.2015

Antik- und Trödelmarkt

05.01.2016

The 12 Tenors

Sie sind zurück mit einer neuen und ganz besonderen Show: The Greatest Hits! Sie verbinden durch ihren unverwechselbaren klassischen und dennoch modernen Sound den Geschmack von mehreren Generationen. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: www.olpe.de

12.01.2016

Wer als Hobby-Händler teilnehmen möchte, kann sich unter www.gs-maerkte.de informieren oder unter 0160/1228423 anmelden.

Theater „Der Vorname“

Zeit: Sa. 09.00 – 18.00 Uhr / So. 11.00 – 18.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 02 71 / 78 05 45

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 226

Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière.

Bestnoten erzielen wir nicht nur im Chor.

Ingo Appelt – „Besser … ist besser!“ Er präsentiert seine mittlerweile zu Klassikern gewordenen Highlights aus den letzten Jahren. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 122 oder - 125

21.01.2016

Con Spirito – mit Geist und Witz

Prof. Christian Elsas am Klavier, Bläserquintett der Staatskapelle Dresden. Ein hochkarätig besetzter Kammermusikabend. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

23.01.2016

„God save the Queen“ – Queen Revival Band

Im Mittelpunkt der Show steht die Queen Revival Band, die als die beste Queen-Cover-Band Europas gilt. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 125

25.01.2016

Theater „Unbehandelt“ www.so-wie-hier.de Hombach Christian Vertrieb Medialer Ihr Leiter

Heiter und musikalisch stellen sich zwei Pärchen und ihr Therapeut zu unsterblichen Hits von zwei Musikern begleitet dem größten Menschheitsthema: der Liebe und ihrem Verfallsdatum. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 226

WOLL Winter 2015 –

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TERMINE

V E R A N S TA LT U N G E N RU N D U M D E N B I G G E S E E U N D L I S T E R S E E

17.02.2016

25.02.2016

17.03.2016

Der Mentor

Schwein gehabt

Theater „Die Gedächtnislücke“

Boulevardstück von Daniel Kehlmann. Mit Volker Lechtenbrink, Andreas Christ, Rebecca von Mitzlaff und Oliver Dupont. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 83 12 99

Nina Hoger liest fiese Geschichten rund ums Essen. Mit Klezmer-Musik vom Ensemble Noisten. Ein Abend mit Kurzgeschichten, bei denen Ihnen auch mal der Bissen im Halse stecken bleibt! Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

Komödie von Bernd Gombold. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 – 140

18.02.2016

The Spirit of Ireland – Best Irish Dance & Live Music

Rasant, temporeich, pulsierend und sexy! Eine großartige Mischung aus energiegeladener Tanzshow und ursprünglich-keltischer Livemusik. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 122 oder - 125

12.03.2016

Völkerball – A Tribute to Rammstein

Völkerball heißt die Band – A Tribute to Rammstein lautet der Untertitel. Wie groß dieser Untertitel geschrieben wird, steht schon fest, bevor Völkerball den ersten Ton gespielt hat. Zeit: 20.30 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 61 / 94 29 - 0

20.02.2016

Konzert

Musikverein Neuenkleusheim, Leitung: Markus Hupertz und Andreas Reuber.

12.03.2016

Comedy in Harmony

Zeit: 19.30 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 94 29 - 0

Einen neuen Weg in Sachen Konzertgestaltung geht der Musikverein Rehringhausen – Kabarett und Musik teilen sich die Bühne der Olper Stadthalle.

21.02.2016

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 122 oder - 125

Götz Alsmann und Band – „Broadway“

IMPRESSUM Herausgeber/Verlag:

WOLL-Verlag Kückelheim 11 · Schmallenberg

Layout:

Rainer Zepernick

Redaktionsanschrift: FREY PRINT + MEDIA GmbH Bieketurmstr. 2, 57439 Attendorn Telefon: 02722/9265-0 redaktion@woll-biggesee.de Korrektorat:

Dr. Bernd Knappmann

Gestaltung:

Frey Print + Media GmbH

Druck:

Groll-Druck, Meinerzhagen

Medienberatung:

Martin Pursian (Attendorn, Drolshagen) Telefon: 02722/656648

Simone Klüser (Olpe, Wenden) Telefon: 0151/52968432

Der König des deutschen Jazzschlagers gestaltet mit seinen Musikern einen faszinierenden Abend mit einem Programm, das den Broadway und seine Protagonisten feiert und dem Jazzschlager eine weitere Dimension eröffnet.

17.03.2016

Titelfoto:

Klaus-Peter Kappest

Der Seelenbrecher

Bildoptimierung:

Gerrit Cramer

Zeit: 19.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 122 oder - 125

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 83 12 99

Redaktion/Fotografie: Preis Jahresabo:

Achim Gandras Barbara Sander-Graetz Beatrix Collins Bernd Frey Birgit Engel Corinna Schwegel Denise Fischer Gerrit Cramer Hermann Nottbrock Martin Büdenbender Martin Droste Meinolf Lütticke N. Thielmann Wilfried Diener Wolfgang Klein

Psychothriller nach Sebastian Fitzek; Berliner Kriminaltheater.

Fairness gilt für uns nicht nur auf dem Platz. www.so-wie-hier.de lder Martin Mü berater bekunden er ew G r Ih

für 4 Ausgaben 15,00 EUR inkl. MwSt. und Versandkosten

Auflage 7.500 Die nächste Ausgabe erscheint im März 2016.

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– WOLL Winter 2015


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WOLL-Magazin – Rund um den Biggesee – Ausgabe 12  

Woll sagen die Menschen im Sauerland - Das Magazin W.O.L.L. - Worte, Orte, Land und Leute ist das Magazin aus der Region für die Region. Vie...

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