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14 · Sommer 2016 SAUERLAND

Rund um Biggesee und Listersee“

Produkte aus der Natur HONIG AUS DEM SAUERLAND

Auf der Sonnenseite des Sees SEGELN IN ALLEN DIMENSIONEN


Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.


Rund um Biggesee und Listersee“

AUSGABE 14 / SOMMER 2016

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Mit dem E-Bike zum berühmtesten Panorama der Dreißiger Jahre im Kreis Olpe

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Adrenalinkick pur

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Mit Oliver Wurm zur Fußball-EM

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50 Jahre Kickerclub Attendorn-Ennest

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Der Arzt von Olympiasiegern und Weltmeistern

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Das „Blubbern“ ist das schönste Geräusch

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Ohne Schürze und Kelle in der Hand

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Hettwich denkt laut

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Produkte aus der Natur

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... mal richtig gute Cocktails

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WOLL Kreativ

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„Bänker“ aus Leidenschaft

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Blumenteppiche und Böllerschüsse

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WOLL-Lust für den guten Zweck

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150 Jahre Kapelle Grotewiese

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Ein Erlebnis mit dem Kirchen-Latein

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Für´s Marketing was Gutes tun

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So funktioniert Wissenschaft

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T-EV-A und sein neues Zuhause

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Südwestfalen macht Schule

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Auf der Sonnenseite des Sees

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WOLL-Dorf Dahl-Friedrichsthal

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Sibirien – endlose Weite

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Fette Beats aus Attendorn

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Grammy Jury-Mitglied aus dem Sauerland

85 WOLL-Kompakt 88 Veranstaltungskalender SEITE

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Vorwort LIEBE LESERINNEN UND LESER!

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ben war der Frühling noch da und schon ist er vorbeigehuscht und hat uns den Sommer mitgebracht, mit Gewittern, Sonnenschein und allem, was dazugehört. Auch im Garten sieht man die Spuren der warmen Jahreszeit. Bei hellem Sonnenschein tut ein kühles Bierchen gut, das weiß auch Hobby-Bierbrauer Bernd Strotkemper, der in dieser Ausgabe sein Handwerk vorstellen wird. Rapperin Elisa stellt ebenfalls ihr Hobby vor, das sie inzwischen zum Nebenberuf gemacht hat. Die Attendornerin hat vor kurzem ihr erstes Album rausgebracht und erzählt von ihrem Weg zur Musik. Für einen kleinen Tapetenwechsel sorgt Reisefotograf Dieter Gandras, der in Sibirien unterwegs war und auch dort wieder traumhaft schöne Fotos geschossen hat. Während des Lesens empfiehlt sich der Genuss eines der leckeren SommerCocktails, deren Rezepte wir ebenfalls in dieser Ausgabe vorstellen. Die Radsportler unter unseren Lesern bekommen natürlich wieder einen schönen Vorschlag für eine Fahrradtour durch das

Sauerland. Wem das nicht reicht, der kann auch im Mountainbikepark Attendorn vorbeischauen, wo Nick Hannig und Erik Baroth an schönen Tagen fast immer anzutreffen sind und auf ihren Mountainbikes die höchsten Sprünge wagen. Über die Geschehnisse rund um Schützenfest und den Biggesee denkt Hettwig auch bei uns ab sofort laut, in ihrer Kolumne über das Sauerland und natürlich über ihre Nachbarn. Kurzweil verspricht das neue Album des Musikers Bernward Koch, das wir in dieser Ausgabe vorstellen. Nicht zuletzt freuen wir uns, wenn wir Ihnen mit unseren neuen Geschichten rund um Biggesee und Listersee den Tag verschönern können. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit zum Lesen, egal ob im eigenen Garten oder beim Strandurlaub in der Sonne. Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer, eine spannende und entspannende Ferienzeit und freuen uns jetzt schon auf die nächste Ausgabe des WOLL-Magazins. Tun Sie sich die Ruhe an, bis zum nächsten Mal! Ihr Herausgeber Markus Frey

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MIT DEM E-BIKE ZUM BERÜHMTESTEN PANORAMA DER DREISSIGERJAHRE IM KREIS OLPE

nghauDer Blick vom Hofkühl hinunter auf Riefli vielen in v Moti ein n Jahre 80 vor n scho sen war das sich man stellte So Reiseführern zu Westfalen. vor. rland Saue im rf rndo perfekte Baue

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Von Bürberg bis zur Berlinghauser Höhe, dann über die Straße und hinauf auf den Hofkühl

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nsere WOLL-Radtour geht in dieser Ausgabe ein wenig ins Gebirge. Eine Ausfahrt von etwa 50 Kilometern, die mit dem E-Bike wirklich leicht und entspannt in vier Stunden zu schaffen ist, wenn man sich etwas Zeit lässt. Wir beginnen in Attendorn und fahren ab der Aral-Tankstelle vor dem Wassertor über den Radweg an der Bigge hinauf bis zum Damm. Dort ist nach den umfangreichen Bauarbeiten des letzten Jahres wieder alles in Schwung gebracht worden. Gut hat uns am Dammende in Richtung Olpe das neu angelegte Aussichtsplateau mit vielen Holzsesseln gefallen, von dem aus man einen fantastischen Blick über das imposante Bauwerk hat. Der Weg folgt dem Seeufer und erreicht schon bald den neuen Spielplatz am untersten Schiffsanleger, auf dem bei gutem Wetter eine Menge los ist. Dann steigt die Route langsam an bis zur Sicht auf

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die Vogelinsel und fällt anschließend hinab zum Kraghammer Sattel. Wir folgen dort der Straße über den Radweg bis auf den Kopf und biegen dort links ab auf den malerischen Uferweg, der oberhalb des im See untergegangenen Listernohls zum Schnütgenhof führt. Nun geht’s über beide Doppelstockbrücken bis zum Kreisverkehr über dem Sonderner Kopf, um dort nach links abzubiegen und hinunter bis fast ans Seeufer zu fahren, wo wir auf Höhe des Eingangs zum Campingplatz nach rechts abbiegen. Hier kommen bald die neuen Spaß- und Sport-Attraktionen ins Bild, die in dieser Badesaison bestimmt für sehr viel Frequenz sorgen werden. Nach Umrundung des Sonderner Kopfes erreichen wir den Uferweg am Schiffsanleger und fahren durchs Dorf hinauf bis an die Kapelle von Hanemicke. Weiter steigt der Radweg an


bis ans neue Dielberg-Hotel, dann fällt er bis an den Damm des Vorstaubeckens bei Stade, den wir in Richtung Rhode überqueren, um direkt danach links abzubiegen auf den BiggeseeRandweg der anderen Seite. Steil geht es hier bergan bis zu einer schönen Aussicht über das im See versunkene Niederstenhammer. Nach einer kleinen Pause radeln wir den Berg hinunter nach Kessenhammer und folgen dem Radweg an der Rhoder Hauptstraße in Richtung Repetal und Helden. Der Biggesee endet am Damm bei Haardt. Dann noch am Vorstaubecken vorbei bis Bremge – hier nun biegen wir nach links ab und fahren den Berg hinauf bis Bürberg, was mit dem E-Bike überhaupt kein Problem ist. Vor einigen Jahren wurde der Weg frei gemacht, um von Bürberg auf die Höhe bei Berlinghausen zu radeln. Dabei verschwindet der Weg für mehrere Hundert Meter im dichten Laubwald, eine der vielleicht schönsten Strecken im Kreis Olpe. Auf der Höhe angekommen, kreuzen wir die K17 und fahren bis hinauf auf den Hofkühl, um von dort über Rieflinghausen ein wunderbares Panorama zu genießen. Übrigens findet man exakt diesen Blick bereits in Fotobänden zu Westfalen in den 1930er-Jahren. Dort taucht Rieflinghausen als Musterbeispiel eines schönen Dorfes im Sauerland auf. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Eine Schussfahrt hinunter, dann quer durch die Ortschaft und geradeaus wieder hinaus in die Felder Richtung Mecklinghausen. Bald schon fällt der Weg noch einmal, dann kommen wir beim Hotel Schnepper heraus. Rechts davon führt unsere Route nun durch die Greens des Golfplatzes im Repetal, bevor wir das Romantikhotel Platte erreichen, wo man bei herrlichem Wetter gut in der Gartenwirtschaft einkehren kann. Anschließend fol-

Genussradeln auf den perfekten Randwegen des Biggesees.

gen wir dem perfekt ausgebauten Radweg das Repetal hinunter bis nach Röllecken, wo wir hinter dem letzten Haus auf der linken Seite hinauf in Richtung Silbecke und Dünschede fahren. Folgen wir diesem Weg, ohne irgendwo abzubiegen, dann erreichen wir bald den schönen Dorfplatz von Dünschede, queren ihn, fahren bergauf zum Ziegenberg und bleiben immer auf dem Weg, bis wir wieder im Wald verschwinden. Die Strecke folgt nun dem Kamm zwischen Repe- und Biggetal. Nach einigen Kilometern liegt direkt eine Wanderschutzhütte am Weg, am „Roten Kreuz“, wie es genannt wird. Dort kreuzt der uralte Weg von Attendorn nach Helden. Wir biegen genau hier ab nach rechts und erreichen nach einiger Talfahrt den Parkplatz direkt vor der Burg Schnellenberg. An dessen Ende geht es links steil hinab bis zum alten Schnellenberger Hospital und von dort noch einen Kilometer weiter bis zur Aral-Tankstelle in Attendorn an der Biggebrücke, wo unsere Radtour begonnen hat. Es ist eine beschauliche Ausfahrt, falls man ein ordentliches E-Bike zur Hand hat. Nach gemütlichen drei Stunden und etwa 50 Kilometern kommt man am Start in Attendorn wieder heraus. von A. Gandras [Text/Fotos]

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ATTENDORN .

Gerrit Cramer www.cramer-fotograďŹ e.de


2-Rad Meyer WER GUT SITZT, DER KANN GUT FAHREN

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er auf dem Fahrradmarkt mithalten will, muss sich weiterentwickeln, das weiß auch Christian Orlowski von 2-RadMeyer in Attendorn. Aus Überzeugung haben sich die Fahrradprofis, die auch erstklassigen Werkstattservice als Bosch Service Center anbieten, auf bestimmte Bereiche spezialisiert. E-Mobility, also der Verkauf und Verleih von E-Bikes und Pedelecs, ist einer davon. Christian Orlowski erklärt: „Alles, was es ohne Motor gibt, gibt es inzwischen auch mit Motor. Ein normales Fahrrad umzubauen ist durchaus möglich.“ Heute gibt es Rennräder, die durch ihren Motor eine so hohe Geschwindigkeit erreichen, dass Sie ein Kennzeichen benötigen. Auch im Verleih hat 2-Rad-Meyer E-Bikes und Pedelecs, die vor allem

von Touristen gemietet werden. Es werden aber auch normale Fahrräder und Tandems verliehen. In Kooperation mit der Tourist-Info von Attendorn, dem Hansehotel und weiteren Ferienunterkünften wird gerade ein Vermietungsnetz aufgebaut. Alleinstellungsmerkmal der Fahrradprofis ist der kostenlose Hol- und Bringdienst. Beim Fahrradfahren gilt: „Nur wer gut sitzt, kann auch kräftig in die Pedale treten.“ Neben der Auswahl des für den Einsatzbereich passenden Rades und einer passenden Ausstattung in der richtigen Einstellung stehen die Analyse und die Optimierung der Sitzposition im Vordergrund. Kern der Analyse ist immer eine Druckmessung auf dem Sattel, bei der die Verwendung einer Druckmessfolie eine computergestützte Auswertung ermöglicht und somit ein „Wetterradar“ erzeugt wird. Darüber hinaus gehört auch der Umbau oder die Konstruktion von Spezialfahrrädern zu den Kompetenzen der Fahrradprofis, um auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Spaß am Radfahren zu ermöglichen.

G. Cramer [Fotos]

2-Rad Meyer Bikes & more Kölner Str. 14b | 57439 Attendorn | Tel. 02722/3085436 Wilhelmstr. 12 | 58840 Plettenberg | Tel. 02391/2765 info @ 2-rad-meyer.de | www.2-rad-meyer.de

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ADRENALINKICK PUR

DER MOUNTAINBIKEPARK IN ATTENDORN

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s ist das pure Adrenalin, das durch die Adern von Nick Hannig und Erik Baroth schießt, wenn sie mit ihren Mountainbikes in die Luft springen. Fast jeden Tag sind sie im Mountainbikepark Attendorn am Rappelsberg anzutreffen, seitdem es diesen gibt. Davor sind sie im Wald gefahren. „Bei gutem Wetter sind meist um die zehn bis zwanzig Leute da“, erklärt Erik Baroth. Um die Erhaltung des Platzes kümmern sich die jungen Fahrradsportler selbst. „Wenn mal etwas gemacht wird, wird es von uns gemacht“, meint Nick Hannig und zeigt mir den oberen Teil des Parks, wo noch höhere Sprünge möglich sind als weiter unten. „Bei den Fahrrädern ist es wichtig, dass sie leicht sind und nicht zu viel dran ist, was schnell kaputt gehen kann. Sie sollten außerdem keine Gang-

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schaltung haben“, erklären mir die beiden. Für „Adrenalinjunkies in spe“ haben Nick und Erik einen kleinen Tipp: „Wer Lust hat, im Mountainbikepark zu fahren, sollte es einfach mal ausprobieren.“ Und dabei niemals auf einen Helm verzichten, denn auch erfahrene Sportler können stürzen. Drei Waldstrecken gehören ebenfalls zum Park. Für Anfänger eignet sich der sogenannte „Pumptrack“. Wer sich mehr zutraut, ist mit dem „Singletrail“ gut beraten. Echte Profis erhalten den besten Adrenalinkick auf der „Dirtline“. Wer jetzt Lust bekommen hat, kann es einfach mal selbst ausprobieren. Gute Fahrt! von D. Fischer [Text/Fotos]


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Mit Oliver Wurm zur Fußball-EM OT T F I N G E R S P O R TJ O U R N A L I S T S E T Z T H O C H G E LO B T E M AGA Z I N R E I H E F O R T

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eit dem 10. Juni rollt der Ball bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Im Nachbarland will die deutsche Nationalmannschaft zum vierten Mal nach 1972, 1980 und 1996 den EM-Titel holen. Drei prominente Fußballer haben es längst geschafft und dürfen sich Europameister nennen. Günter Netzer, Bernard Dietz und Oliver Bierhoff stehen für die Triumphe in Brüssel (1972), Rom (1980) und London (1996). Das prominente Trio ziert auch das EM-Heft mit dem ungewöhnlichen Titel „72 80 96 16“. Mit dieser ambitionierten Publikation setzt der gebürtige Ottfinger Oliver Wurm seine hochgelobte WM-Serie fort. Das etwas andere Magazin ist seit dem 9. Mai auf dem Markt und liegt in eine Klarsichtfolie eingeschweißt am Kiosk bereit. Jedem Heft sind zehn Panini-EM-Sticker, ein herausnehmbarer Spielplan, ein Gutschein und ein goldfarbener Stift beigelegt.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Idee von Oliver Wurm: Bei einem Sieg der deutschen Nationalmannschaft im EM-Finale von Paris am 10. Juli soll der Leser die „16“ mit dem beigelegten Gold-Edding ausmalen. Das im Verlag Fußballgold in einer Auflage von 100.000 Exemplaren herausgebrachte EM-Magazin kostet am Kiosk 9,50 Euro. Das Cover ist ein Hingucker. Der englische Illustrator Ben Kirchner hat die Europameister Günter Netzer, Bernard Dietz und Oliver Bierhoff Arm in Arm mit Weltmeister Thomas Müller gezeichnet. Der Torjäger des FC Bayern München wartet noch auf seinen EM-Titel. Neben ausführlichen Interviews mit den drei EM-Helden bieten die 132 Magazinseiten interessante Gespräche mit Per Mertesacker, Béla Rethy, Dieter Kürten, Daniel Cohn-Bendit und natürlich Thomas Müller. Ein ausführlicher Statistikteil und starke Fotostrecken runden das Heft ab.

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n ausmalen!

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EM 2016 Deutschland 9,50 Euro

Was sich für viele NichtFußballer wie eine etwas zu lang geratene Postleitzahl liest, erschließt sich dem Fußballfreund sofort: Die ersten drei Zahlen stehen für die drei deutschen EM-Titel 1972, 1980 und 1996 und glänzen in Gold. Soweit ist es bei der „16“ (2016) noch nicht.

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Das Magazin zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist nicht das einzige Projekt des kreativen 46-Jährigen, der beim SV Ottfingen Fußball gespielt hat und seinem Heimatverein nach wie vor die Daumen drückt. Zusammen mit Alexander Böker erfand Oliver Wurm die Panini-Städtesammelbilder und hat halb Deutschland mit dem Sammelfieber infiziert.


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beim WM-Finale 201 Wurm 4 in ver i l O R

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vo r Dabei hat der im Hamburger Schanzenviertel als selbstständiger Medienberater arbeitende Ottfinger, der seine ersten sportjournalistischen Schritte während der FußballWM 1990 bei der Westfalenpost Olpe machte, keine Angst vor neuen Ideen und scheut auch das wirtschaftliche Risiko nicht. „Solche Projekte sind vergleichbar mit einem Sprung vom Zehnmeterturm. Wo man erst im Flug schaut, ob auch Wasser im Becken ist“, sagte Oliver Wurm in einer Geschichte für das Hamburger Abendblatt. Für das WM-Heft „54 74 90“ hatte Wurm im eigens dafür gegründeten Fußballgold-Verlag die drei Weltmeister Horst Eckel (1954), Bernd Hölzenbein (1974) und Guido Buchwald (1990) zusammengebracht, was terminlich gar nicht so einfach war. „Fantastisch, wie diese drei Fußballgrößen in die alten Zeiten eingetaucht sind“, freute sich Wurm über dieses gelungene Projekt. M

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Von Rückschlägen lässt sich der 46-Jährige nicht entmutigen. In einem Interview mit dem Onlinemagazin „Vocer“ verriet Oliver Wurm, dass er 2014 mit Freunden nach Brasilien reisen wollte. Bei der Buchung der WM-Unterkunft wurden sie von einer Trickbetrüger-Bande reingelegt. Das Geld war weg. Während seine Kumpel zu Hause blieben, hatte der Ottfinger weiter Lust auf die Weltmeisterschaft, akkreditierte sich bei der FIFA als Journalist und erlebte den vierten deutschen WM-Titel vor Ort mit. von M. Droste [Text], O. Wurm [Foto] und www.fussballgold.de [Foto]

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Aus dem nur einmal geplanten WM-Heft ist eine Viererkette geworden. Dazu hat sich das EM-Magazin „72 80 96 16“ gesellt. Das dürfte nicht das letzte Hochglanzprojekt des ehemaligen Messdieners aus Ottfingen sein, der einmal Lehrer werden wollte. Zwischenzeitlich hat sich Oliver Wurm, der an der Deutschen Sporthochschule in Köln Diplomsport und Publizistik studiert hat, am Neuen Testament in Magazinform versucht.


50 Jahre Kickerclub Attendorn-Ennest J E D E N F R E I TAG W E R D E N TO R E G E S C H O S S E N

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Es war 1966, das Jahr der WM, als sich neun junge Burschen dazu entschlossen, einen Kickerclub zu gründen. Manfred und Meinolf Drexelius, Franz und Walter Kraus, Walter Teipel, Josef Gaul, Kurt Bernhard, Friedhelm Kramer und Elmar de Vries waren die Männer der ersten Stunde im Kickerclub Ennest. „Den ersten Tisch haben wir vom Sperrmüll geholt und wieder fit gemacht“, erzählt Walter Kraus lachend. Was aus einer Bierlaune

Q.pictures / pixelio.de

0 Jahre Kickerverein sind schon eine Hausnummer. Wenn man dann noch zu den Männern der ersten Stunde gehört, kann man erst recht stolz auf sich sein. So ergeht es immerhin vier der acht Mitglieder des Kickervereins Ennest. Jeden Freitag treffen sich die Tischkicker-Freudigen zum Tore schießen, das sind bis heute rund 2.600 Tage. Für WOLL haben sie sich an die Anfänge erinnert.

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entstand, hält inzwischen seit einem halben Jahrhundert. Die Mitglieder Elmar, Manfred und die Namensvetter Walter und Walter waren schon immer dabei und haben mit den Jahren Thomas Rinke, Hubertus Ohm und Winfried Stock mit ins Boot geholt. Nachdem es der erste Tisch dann doch nicht mehr tat, wurde getourt. Und zwar durch die Kneipen der Dörfer ringsum, die einen Kickertisch hatten. Hängen geblieben sind die Kickerfreunde dann einige Jahre im Schwalbennest, wo immer klar war, dass freitagsabends der Kickertisch dem Club gehörte. Seit 1999 ist der aber in der Stadthalle beheimatet, mit einer kleinen Unterbrechung, die durch Umbauarbeiten in der Stadthalle entstand. In der Zeit wurde dann privat in Quinkers Küche gespielt. Sowieso gehört seit jeher der Freitagabend dem Club, das wissen auch die Frauen der Mitglieder, denen an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank ausgesprochen werden soll. „Sie haben das immer akzeptiert“, meint Rudolf Quinker. Im Vordergrund stehen immer der Spaß und die Freundschaft untereinander, auch bei den Meisterschaften. Lange schon verbindet eine enge Freundschaft den Kickerclub mit dem niederländischen Kickerclub aus Elten, wo ebenfalls viele Turniere stattfanden. Entstanden ist die Tradition durch die ehemalige Mitgliedschaft von Freddi Stockmann, der, als er nach Elten zurückging, dort auch ein Kickerteam gründete. Bis vor drei Jahren fand zwischen den beiden Clubs regelmäßig ein „Länderspiel“ statt, bei dem es vor allem um die langjährige Freundschaft ging. Ein Anekdötchen bringen die Kickerfreunde aus Elten mit: So haben sich die Spieler beider Mannschaften zur besseren Unterscheidung ihre Namen kurzerhand auf die Stirn geschrieben. Die Attendorner wurden in Elten außerdem mit der Attendorner Flagge begrüßt, die Hans-Joachim Sperling, der damalige Stadtdirektor von Attendorn, zur Verfügung gestellt hatte. Auch in Mühlheim hat der Verein inzwischen Freunde gefunden. Martin Peterson ist der Schwager von Thomas Rinkes Lebensgefährtin und ebenfalls begeisterter Kicker. Mit ihm zusammen sind es etwa 20 weitere Kickerfreunde, die in Mühlheim regelmäßig spielen. Am 4. Juni kamen wieder einige von ihnen ins Sauerland, um am Tischkicker-Turnier teilzunehmen.

Ein weiteres immer wiederkehrendes Event ist sowohl für die Mitglieder als auch für alle Ehemaligen die Winterwanderung am Ende des Jahres. Geplant ist in diesem Jahr außerdem noch die Fahrt zum 50-jährigen Jubiläum, die nach Heidelberg gehen soll. Vor zehn Jahren ging die Jubiläumsfahrt für vier Tage nach Norderney, daran erinnern sich die Mitglieder alle sehr gern. Liebe Kickerfreunde, für die nächsten zehn Jahre wünscht WOLL ebenfalls „Gut Schuss“! von D. Fischer [Text], M. Droste [Foto] und G. Cramer [Fotos]

In den 1980er-Jahren Jahren war Kickern oder auch Tischfußball ein beliebtes Gesellschaftsspiel in Deutschlands Kneipen. Seitdem es den Tischfußball gibt, wurden auch einige Regeln eingeführt, die sich von Verein zu Verein in kleinen Details unterscheiden können. Meistens werden zwei Gewinnsätze bis sechs Tore gespielt. Bevor der Ball ins Spiel gebracht wird, fragt der Ballbesitzer, ob alle bereit sind. Nach Bestätigung aller Spieler wird der Ball „aufs Feld“ gelassen. Ziel ist es, diesen mit Hilfe der Fußballspielerfiguren – davon hat man insgesamt elf pro Mannschaft an vier Griffstangen – ins gegnerische Tor zu bekommen. Ist der Ball im Tor, so darf die gegnerische Mannschaft diesen im Einwurfloch auflegen.

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Der Arzt von Olympiasiegern und Weltmeistern D R . J Ü R G E N R A M AC H E R AU S AT T E N D O R N : M E I N L E B E N I S T W I E E I N F I L M

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er Attendorner Arzt Jürgen Ramacher (*1950) ist ein Hansestädter vom TV Attendorn zum ASV Köln. Später startete Weltreisender in Sachen Sport. Seine Praxis in Bergisch er für den LC Bonn. Aktuell gehört Ramacher dem TSV Bayer Gladbach gleicht einem Sportmuseum. Überall an den Wänden Leverkusen an. Erinnerungsbilder an die Begegnungen mit internationalen Aktiver Sport wie der Hochsprung und die Fahrt zu dem olymGrößen, zum Beispiel mit Boris Becker oder Michael Stich. In pischen Stützpunkt Leverkusen/Köln gehören nach seiner Schulzeit am Gymnasium lernte er mit Horst wie vor zum Programm von Dr. Jürgen Ramacher. Kunze einen Sportlehrer kennen, der seinen Körperliche Fitness ist auch der wichtigste weiteren Lebensweg bestimmen sollte. „Er Eckpfeiler für seinen Beruf. Seit 1979 ist kam von Motor Jena und schaffte mit dem Ramacher Mannschaftsarzt der SV 04 Attendorn in der Saison 1963/64 Leichtathleten bei Bayer Leverkusen. den Sprung in die Fußball-Landesliga, Heike Henkel oder auch Ulrike Nassekonnte einfach alles und hatte immer Meyfarth, Dietmar Mögenburg und ein offenes Ohr für den Nachwuchs“, Dieter Baumann waren seine erfolgerinnert er sich an seine eigenen Anfänge reichsten Patienten. „Es ist ein unbein der Hansestadt. Dabei war Jürgen schreibliches Gefühl, wenn man mit der Ramacher selbst auf Kreis- und Mannschaft einmarschiert. Unvergesslich, als Landesebene ein Multitalent, gewann für den SELBSTPFLÜCKEN wir an dem spanischen König Juan Carlos vorTV Attendorn viele Meisterschaften im 07:00 - 10:00 Uhr beigingen“, so Jürgen Ramacher, der bei diesem Tischtennis, Schwimmen, Kugelstoßen und 15:00 - 19:00 Uhr Championat in doppelter Funktion tätig war. So auch als Speerwerfen. Es war für ihn nur logisch, an der Deutschen www.kortehof.de Hof Korte I 02721 2668 I 57439 Attendorn-Niederhelden I Eschenweg„Hier 4 Mannschaftsarzt bei den deutschen Handballerinnen. Sporthochschule in Köln ein Studium zu beginnen, um seinem herrschte großer Frust“, so seine olympischen Erinnerungen an Vorbild Horst Kunze nachzueifern. Damit wechselte der

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Hof Korte I 02721 2668 I 57439 Attendorn-Niederhelden I Eschenweg 4


die Ballsportart im Palast de Bleu. Blech statt einer Medaille. „Die Trauer im Handball wurde durch die Erfolge in der Leichtathletik mit Dieter Baumann oder auch Heike Henkel, die Gold gewannen, kompensiert.“ Ein weiterer Höhepunkt waren auch die zweiten Olympischen Spiele 2000 in Sydney. „Eine tolle Atmosphäre. Die Olympiade wurde von der gesamten Bevölkerung mitgetragen“, so die guten Erinnerungen an Australien. Die Spiele hatten aber einen bitteren Beigeschmack. „Dass Dieter Baumann Startverbot hatte, war nicht in Ordnung. Denn die gedopten Sportler Linford Christie, Sotomayor oder auch Marylin Ottey hatten die Starterlaubnis bekommen. Es wurde hierbei mit zweierlei Maß gemessen.“ Nach diesen Spielen war es mit den großen Reisen vorbei. „Mein Leben ist wie ein Film mit allen seinen Facetten, aber Gesundheit ist das höchste Gut“, erzählt der Mediziner, der den Beruf und den Sport immer in den Mittelpunkt stellte. 2007 erkrankte der Hansestädter an einer Herzmuskelentzündung. „Es wurde ziemlich eng. 480 Flaschen Antibiotika waren notwendig, um zu überleben.“ Eine Herzklappenoperation wurde notwendig. Dann die nächste Hiobsbotschaft mit der Diagnose DickdarmKarzinom. „Das volle Programm: Chemotherapie, Bestrahlung

und einen künstlichen Darmausgang für drei Monate.“ Ramacher aber gab sich nicht geschlagen. Auch während der Chemotherapie und Bestrahlung trainierte er weiter. Ab 2009 nahm der Sportler wieder an Leichtathletik-Wettkämpfen teil. Der Gewinn der Hallen-Europameistermeisterschaft 2013 im spanischen San Sebastian im Hochsprung war sein größter Erfolg. Schon früh war es für Jürgen Ramacher klar, dass der Sport der Mittelpunkt in seinem Beruf als Arzt werden sollte. Eigentlich wollte er 1985 eine Praxis in seiner Heimatstadt Attendorn eröffnen. Doch es sollte anders kommen. Bundesligist Bayer Leverkusen brauchte einen Mannschaftsarzt. „Ich brauchte eine Nacht Überlegung und habe zugesagt“, erinnert sich Ramacher. „Der Gewinn des UEFA-Cups 1988 mit Erich Ribbeck war eine große Nummer.“ Beim Fußball sollte es nicht bleiben: Volker Schneller – letzter Feldhandball-Weltmeister von 1966 – trat auf den Plan. „Wir brauchen einen Arzt, der einen sportlichen Hintergrund hat und die Sprache der Handballer spricht.“ Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. 1989 gewann die deutsche Mannschaft in Dänemark gegen Schweden mit 20:18 die B-Weltmeisterschaft. von M. Wagner [Text/Fotos]

Beruf: Diplomierter Sportlehrer und niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Chirotherapie. Er war Verbandsarzt des Deutschen Leichtathletikverbandes, des Deutschen Handballbundes und 1992 Olympia-Arzt in Barcelona. Aktuell arbeitet er jetzt als Vereinsarzt des TSV Bayer Leverkusen sowie als Sportmediziner und Traumatologe am OlympiaStützpunkt Köln/Leverkusen. Dr. Jürgen Ramacher ist immer noch aktiver Leichtathlet und war mehrfacher internationaler Seniorenmeister im Hochsprung. Sportliche Erfolge: 2. Platz M 50 bei den Europameisterschaften in San Sebastian, Spanien, 2005 sowie 1. Platz M 60 bei den Europameisterschaften in San Sebastian, Spanien, 2013; 3. Platz bei den Weltmeisterschaften M 55 in San Sebastian, Spanien, 2005; 1. Platz M 60 westdeutsche Meisterschaften in Düsseldorf 2014, 2. Platz deutsche Meisterschaften in Minden 2011, Fulda 2007 und München 2005.

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Lampen an D E R L A M P E N L A D E N A L S E R GÄ N Z U N G ZUM RAUMSTUDIO RAMEIL

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ls Ergänzung zum Raumstudio Rameil wurde der Lampenladen im April 2016 in der Ennester Straße 5 eröffnet. Vorhandene Firmen wurden durch weitere Lieferanten ergänzt, sodass nun ein breites Spektrum angeboten werden kann. Viele Stammkunden aus der Raumausstattung haben bereits das neue Angebot wahrgenommen und sind sehr zufrieden. Wie auch in der Raumausstattung können die Kunden individuell aus dem Warenangebot aussuchen. Auch einzelne Lampen werden auf Kundenwunsch aus den entsprechenden Katalogen bestellt. Stehlampen können mit verschiedenen Füßen und Schirmen in sehr vielen Kombinationen zusammengestellt wer-

G. Cramer [Fotos]

den. Von klassisch nickelglänzenden über Holzoberflächen bis zu der kubisch modernen Variante finden Sie alles bei uns. Dies gilt auch für die Schirme. Diese sind in allen Formen und Größen sowie auch Farben und verschiedenen Stoffoberflächen und Mustern zu finden. Ebenso ist das auch bei Hängelampen möglich. Des Weiteren gibt es eine gewisse Auswahl an geschmackvollen Außenleuchten. „Service wird bei uns großgeschrieben“, so Patrick Rameil. „Nach der Erstberatung im Laden kommen wir gerne zu dem Kunden nach Hause, um uns vor Ort von der Situation ein Bild zu machen. Das machen wir in der Raumausstattung genauso.“ Gerne werden Lampen auch zur Ansicht kostenlos nach Hause geliefert. Der Lampenladen ist mittwochs und samstags, parallel zum Wochenmarkt, ab 10.00 Uhr geöffnet. Termine können jederzeit auch im Raumstudio Rameil, Niederste Str. 21, außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. LAMPEN AN | Ennester Str. 5 | 57439 Attendorn Telefon 02722/6577866 | www.rameil-raumstudio.de


Goldener Löwe C A F É , K N E I P E , B A R , R E S TAU R A N T, E V E N T - GA S T R O

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ntje Heising ist keine Quereinsteigerin, die mit eigener Gastronomie einfach mal die Frequenzen in ihrem Lebensentwurf wechseln wollte. Sie ist vielmehr eine gestandene Frau vom Fach. Eine, die einen Ort schaffen will, an dem sich alle gut aufgehoben fühlen. Ihren Ort fand sie im Goldenen Löwen am Marktplatz in Olpe. Seit 2013 führt sie die traditionsreiche Adresse, setzt hier nach Lehrjahren in SterneHäusern wie Mövenpick oder Steigenberger in Niederbayern und Baden-Württemberg ihr Konzept um und ihre Fähigkeiten ein und verleiht ihr eine eigene Identität. Dabei setzt die Geschäftsfrau auf herzlichen und überzeugenden Service. Mit Produkten aus der Region, klassisch, modern, trendig. Vom selbstgemachten Apfelstrudel bis zum Veggi-Burger, vom vielseitigen Mittagstisch bis zum täglich wechselnden Abendangebot. Man kann aber auch einfach ein Bier trinken oder direkt eine Party buchen. Café, Kneipe, Bar, Restaurant, Event-Gastronomie – alles ist drin und alles ist möglich. Die Räumlichkeiten im Goldenen Löwen geben es her. Eine einzigartige Ambiance mit urigem Feeling und edler Eleganz prägen den Gewölbekeller und machen jeden Event zum unvergesslichen Erlebnis. Hier ist der richtige Platz für Wein- und Whisky-Verkostungen, für Lesungen oder Feiern nach ganz privatem Geschmack. Ob Kommunion, Hochzeit oder ein runder Geburtstag: Das Team um Antje Heising setzt jeden Anlass perfekt in Szene.

Montags Dienstags Mittwochs Donnerstags Freitags Samstags Sonntags

American Night (Spareribs bis XXL Burger) XXL Pizza Pizza-Abend Salatbar Cocktail Happy Hour Cocktail Happy Hour Fondue

Am Markt 6 | 57462 Olpe | Telefon 02761/9778262 | info@loewe-olpe.de | www.goldener-loewe-olpe.de


D A S B L U B B E R N" I S T D A S .." .. SCHONSTE GERAUSCH B E R N D S T R OT K E M P E R AU S E N N E S T B R AU T S E I N E I G E N E S B I E R

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in gut gezapftes Pils dauert sieben Minuten, sagt der Volksmund. Attendorner Wirte, wie der legendäre Friedhelm Vogt, hielten sich penibel an diese Vorgabe. Da konnten ihre Stammgäste noch so durstig sein. Wenn der „Lange“ mit einer Zigarre im Mund und Pantoffeln an den Füßen hinter der Theke der Gaststätte „Zum Ritter“ stand, dauerte es mindestens sieben Minuten, bis der Wirt das frischgezapfte kühle Getränk auf den Tresen stellte. Da kann Bernd Strotkemper nicht mithalten. Der 52-Jährige aus Ennest braucht drei bis vier Wochen, bis sein selbst gebrautes Bier fertig ist und getrunken werden kann. „Je nach Lust“ baut der gelernte Stadtplaner seine „kleine Hobby-Brauanlage“ alle paar Wochen auf. Dazu gehören unter anderem der 50 Liter fassende gut isolierte Sudkessel, der sogenannte Läuterbottich,

ein Gärbehälter sowie die Zutaten geschrotete Malzsorten, Hopfenpellets, flüssige Bierhefe und viel Geduld. Mehrere Stunden dauert der eigentliche Brauvorgang. Vorher muss Bernd Strotkemper die Brauanlage ordentlich reinigen. Der Gärbottich muss sogar desinfiziert werden. „Das sind viele kleine Arbeiten“, betont der Hobbybrauer. Erst, wenn alles richtig sauber ist, kann der 52-Jährige seine Anlage Marke Eigenbau aufstellen. Die Ausrüstung hat er nach und nach zusammengekauft. Beim Besuch des WOLL-Magazins startet der seit 14 Jahren in Ennest wohnende Strotkemper seinen achten Brauvorgang. Auf dem Brauplan steht diesmal westfälisches Altbier. Der ehemalige Leichtathletiktrainer hat sich auch schon an Pils, Kölsch, Alt, Weizenbier und fränkischem Braunbier versucht. Alle Zutaten, Mixturen, Zeitabläufe usw. werden penibel in einem Brauprotokoll festgehalten.

Inh. Vincenzo Cavallaro

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– WOLL Sommer 2016

Mühlwiese 14 57439 Attendorn Telefon: 02722/635137-0 Telefax: 02722/635137-37 info@autohaus-cavallaro.de


Im Kühlschrank neben der Hobby-Brauanlage stehen einige Flaschen belgisches Ale, die Bernd Strotkemper vor einer Woche abgefüllt hat. Das Bier ist noch nicht ganz so weit. Am Boden hat sich etwas Hefe abgesetzt. Aber eine Kostprobe muss natürlich sein. „Das sieht gut aus. Das wird was“, ist Strotkemper schon jetzt stolz auf das Ergebnis. Vom würzig-malzigen Geschmack lässt sich auch der Autor überzeugen. Der Hobbybrauer aus Ennest muss genau kontrollieren, dass die Flaschen mit dem selbst gebrauten Bier bei der Gärung nicht zu sehr unter Druck stehen. Um zu vermeiden, dass ihm die Flaschen „um die Ohren fliegen“, arbeitet Strotkemper mit einem Manometer (Druckmessgerät), das auf einer Flasche aufgesetzt wird.

Was er nicht verrät, ist, wie Ehefrau Doris darauf reagiert hat. Inzwischen hat der „Self-MadeBrauer“ so viel Erfahrung, dass er Neues testet und ausprobiert. Anhand der Brauprotokolle kann der Ennester genau verfolgen, was und wie er gebraut hat: „Noch hat es keinen Reinfall gegeben.“ Der 52-Jährige ist mit dem Endprodukt in der Flasche bislang immer zufrieden gewesen.

Wie viele seiner Hobbykollegen braut Bernd Strotkemper nicht ganz nach dem deutschen Reinheitsgebot, weil er auch mit Zucker arbeitet. Denn für die Flaschengärung kann auch Zucker verwendet werden. Je mehr Zucker der Würze zugeführt wird, desto mehr Kohlensäure bildet sich, damit das Bier nicht abgestanden schmeckt.

Das „schönste Geräusch“ beim Bierbrauen ist für Strotkemper das „Blubbern“ im Gärbottich. Denn das ist das untrügliche Zeichen, dass der Gärprozess eingesetzt hat. Irgendwann will der Hobbybrauer ein „Ennester Bier“ in Angriff nehmen. Aber selbstverständlich nur zum Eigenbedarf und zum Verkosten mit guten Freunden.

Aber warum wird man überhaupt Bierbrauer? Bernd Strotkemper hat schon immer gerne verschiedene Biersorten ausprobiert; nicht nur die heimischen Pilssorten, die es auf jedem Schützenfest und auf jeder Feier gibt. Und als dann im vorletzten Jahr der Hund der Familie Strotkemper starb, hatte der Ennester auch die Zeit für sein neues Hobby. Am Anfang hat nicht alles sofort geklappt. „Das war stellenweise eine große Sauerei und ziemlich klebrig“, schmunzelt Bernd Strotkemper.

„Das ist kein teures Hobby“, betont Bernd Strotkemper. Sein selbst gebrautes Bier koste nicht mehr, als wenn er eine Kiste einer bekannten Sauerländer Pilsmarke kaufen würde. Deshalb freut sich der 52-Jährige über „Kollegen“, mit denen er Rezepte austauschen oder ein selbst gemachtes Bier brauen könnte. Wer Interesse hat, kann sich unter bernd.strotkemper@t-online.de melden. von M. Droste [Text/Fotos]

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Ohne Schürze und Kelle in der Hand M A N F R E D S C H M I DT I S T 1. B R AU M E I S T E R M I T H E R Z B LU T

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enjamin Franklin hat einmal gesagt: „Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.“ Ein passendes Zitat für den Sauerländer, dessen alkoholisches Lieblingsgetränk das frischgezapfte Pils ist. „Hallo Mundschenk“ ruft heute kaum noch jemand bei dem Verlangen nach einem Kellner. Schnee von gestern ist auch das Gären im offenen Braukessel. Manfred Schmidt, 1. Braumeister bei der Krombacher Brauerei, weiß, worauf es ankommt. Seine Karriere begann als Ferienarbeiter in einer kleinen süddeutschen Brauerei, die rund 3.000 bis 4.000 Hektoliter jährlich produzierte. Dort lernte der heute 51-Jährige sein Handwerk von der Pike auf. Als dann auch noch eine Lehrstelle frei war und Schmidt den Hintergedanken, schnell aus der Schule rauszukommen, nicht los wurde, bewarb er sich und fing an. Mit gerade mal 22 Jahren war Manfred Schmidt studierter Brautechniker. „Als Schichtbraumeister und Betriebskontrolleur fing ich an, arbeitete mich über Jahre hoch und war irgendwann so etwas wie der Kronprinz und hätte darauf warten können, dass ich den Laden in zehn Jahren übernehme“, schmunzelt der gebürtige Bayer. Doch für Manfred Schmidt kam das nicht infrage. Er braucht Herausforderungen und Ziele. Der Wechsel zur Krombacher Brauerei passte genau ins Konzept von Manfred Schmidt. Hier kümmert er sich darum, die Produktionsabläufe zu technisieren, um die Anlagentechnik, die Materiallogistik, die Abläufe und die Betriebssicherheit. Heißt im Klartext: Mit Schürze und Kelle wird Manfred Schmidt keiner mehr sehen. Sein Arbeitstag

beginnt morgens um 7.00 Uhr. Gemeinsam mit drei Braumeistern spricht der 1. Braumeister aus Leidenschaft das Tagesgeschäft ab. 50 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt Manfred Schmidt im Betrieb. Die andere Zeit ist er am PC beschäftigt. Alle Produktionslinien sind am Computer einsehbar. Hier werden auch wichtige Dinge wie pünktliche Auslieferung, Kostenkontrolle, Qualität und Lieferfähigkeit koordiniert. Bei allen genannten Kriterien plant Manfred Schmidt vieles zwei Jahre im Voraus und stellt sich selbst immer die Fragen: „Wo wollen wir hin? Was wollen wir erreichen?“ Kein Wunder also, dass die Krombacher Brauerei den Status als Marktführer in Deutschland hat und das Bier in rund 60 Ländern getrunken wird. Ein Garant für die Fortsetzung der guten Unternehmensstrategie, des Beliebtheits- und Bekanntheitsgrades sind auch die Auszubildenden. Von den ein bis drei „Neulingen“ jährlich erwartet Manfred Schmidt mindestens die Mittlere Reife. Das Wichtigste ist jedoch, und das weiß der 1. Braumeister aus eigener Erfahrung: Spaß am Beruf. Ebenso sind es die ständige Qualitätskontrolle und der gute Geschmack, die die Krombacher Brauerei auszeichnen. Bei aller Technik, die der Brauerei heute zur Verfügung steht um das traditionelle Brauhandwerk zu perfektionieren – überzeugen muss am Ende der Geschmack. Das entscheidende ‚Ja‘ von mindestens drei Braumeistern zur Abfüllung kommt immer von Herzen und nicht aus einer Tabelle. von N. Voss [Text] und Krombacher Brauerei [Fotos]


Bier ist unsere Leidenschaft”

TEIL 2 – DR. H.C. FRIEDRICH SCHADEBERG, INHABER

Im Zimbergstollen liegt einer von 48 Brunnen für das Krombacher Felsquellwasser®

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n der Krombacher Familienbrauerei wird die handwerkliche Kunst des Bierbrauens und die von den Inhabern wohlgehütete Rezeptur von Generation zu Generation weitergegeben. So enstehen nach traditioneller Art und Weise Spitzenbiere mit einzigartigem und vollmundig frischem Geschmack. Das macht Krombacher zur beliebtesten Biermarke Deutschlands. „Qualität“, so der Inhaber, „beginnt bei uns nicht erst in der Brauerei, sondern schon viel früher. Entscheidend für das Endprodukt sind die Ernten. Frühzeitig begutachten, riechen, schmecken und analysieren unsere Braumeister die Qualität der Rohstoffe. Aber vor allem kommt es auf das Wasser an, denn das Krombacher Pils besteht zu 92 Prozent aus Wasser. Dieses Felsquellwasser ist die wichtigste Zutat für den unverwechselbaren Geschmack. Von Natur aus wird es durch viele Gesteinsschichten gefiltert und erreicht so seine hervorragende Qualität.

Von Bedeutung ist auch das Malz, das aus dem vollen und kräftigen Korn der zweizeiligen Sommergerste gewonnen wird. Es verleiht unserem Pils die unverkennbare Farbe und Geschmacksfülle. Für die perfekte Abrundung jedes Krombacher Pils sorgt seit Generationen feinster Siegelhopfen aus der Hallertau. Diese Brauzutat aus dem weltweit größten Hopfenanbaugebiet trägt auch zu einer schönen, festen und frischen Schaumkrone bei. Ebenso entscheidend für die Spitzenqualität und den besonderen Geschmack unseres Krombacher ist die eigens dafür gezüchtete Hefe, die die ausgewogene Geschmacksentfaltung des Bieres gewährleistet. Bei uns in Krombach wird die Hefe – statt wie bei anderen Brauereien üblich, mehrfach – nur ein einziges Mal verwendet. Ein hoher Aufwand, der dazugehört, wenn man wie wir in Krombach Bier mit großer Leidenschaft braut!“

Das deutsche Reinheitsgebot und Krombacher – eine Zeitreise in Bildern 1908

Die Marke Krombacher entsteht. Der Kindelsbergturm ziert seitdem die Flaschenetiketten und ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel in der Krombacher Region

1930 bis 1945

Engpässe in Deutschlands dunklen Jahren führen zu Produktionsrückgängen, jedoch nie zu einem Stillstand der Brauerei

1958

Die Produktion nimmt deutlich zu, von den heutigen Anlagen und Mengen hat man damals dennoch nicht einmal zu träumen gewagt

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Hettwich denkt laut VO N „ FRAUEN , D I E AUF SC H ÜTZE N G U C K EN “ U N D D EM N EI D AU F D I E M Ä NNE R

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o weit ist es gekommen: Da lassen sie schon Leute für’s WOLL-Magazin schreiben, die selber gar nicht WOLL sagen! Und das nicht nur in dieser Ausgabe, sondern ich hab jetzt eine Kolumne: „Hettwich vom Himmelsberg“. Eigentlich bekannt über Attendorn hinaus, für meine Neugierde. Ja, da steh ich auch zu und du brauchst jetzt gar nicht auf das Foto von mir gucken. Du denkst jetzt: „Da hätten sie die Hettwich doch gleich im Fenster fotografieren können, wie sie unter der Gardine durch ihre Nachbarn bespitzelt.“ Das hab ich nicht nötig: Erstens hab ich keine Gardine – die würde mir die Sicht versperren. Und zweitens: Wenn ich was mitkriegen will, dann geh ich vor die Tür, da hör ich auch gleich mit. Und außerdem hör ich draußen dann den Siechfried nicht, wenn er noch vom Frühstück hinter seiner Zeitung hockt und nach der nächsten Mahlzeit bölkt. Wegen diesem „Elend meiner Eheschließung“ bin ich übrigens im Sauerland gelandet. Eigentlich bin ich aus Ostwestfalen und da spricht man eben kein WOLL – und versteht auch den Sinn darin gar nicht. Aber frisch verliebt, da hab ich mir die WOLL-

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Sinnfrage nicht gestellt. Als meine Brille noch rosa war, da dachte ich mir: Sauerland, das kann ich! Ich werde eine echte „supersüße Sauerländerin“. Wilder als die Kühe, das bin ich. WOLLsagen, das lern ich! Und wenn ich was mache, dann richtig: Ich hab bei der Volkshochschule das gesamte Paket gebucht: ✓ ✓ ✓

WOLL lernen für Nicht-Woller Von WOH bis WOLL – im Land der tausend Berge hat jedes Tal sein eigenes WOLL Sei achtsam! Geh in dich, finde es und atme es aus: Dein WOLL will raus in die Welt!

Der letzte Kurs war der schwierigste, ich hab es ja nicht so mit dem „In-mich-gehen“. Ich finde das auch gefährlich! Stell dir mal vor, da gehst du „in-dich“ und dann ist da NIX! Außerdem hatte der Dozent schrecklichen Mundgeruch. Und einen WOLL-Teppich im Mund, kaum zu verstehen, der Miesepriem. Aber bei ihm hab ich gelernt, was der Sinn vom WOLL ist. Das WOLL hat die gleiche Funktion wie die „Enter-Taste“ beim Computer. Das hätte mir besser vor der Hochzeit mal einer


erklärt. Denn erst, wenn ein richtiger WOLL-Sager wie der Siechfried „WOLL“ sagt, ist er bereit für den nächsten Satz. Nur das dauert schon mal, bis das WOLL sich aus dem Herzen des Sauerländers bis zu seiner Zunge vorgearbeitet hat. Beim Siechfried kommt das in der Regel erst, wenn ich schon wieder drei Sätze gesagt hab. Die Spucke dafür könnte ich mir sparen, die Informationen dringen gar nicht nach ihm durch, denn er ist ja noch mit dem WOLL-Sagen beschäftigt. – Jetzt, wo ich das weiß, ist das nicht mehr schlimm. Ich hab mir angewöhnt, nach einer wichtigen Information erst mal ein schönes Selbstgespräch einzubauen. Wie heute Morgen zum Beispiel: „Siechfried! Hömma, das Attendorner Schützenfest rückt näher und ob du den Hintern vom Sofa hoch kriegst oder nicht, dieses Jahr geh ich auf jeden Fall unter die Vogelstange!“ Das musste er verarbeiten und ich konnte in Ruhe weiterreden: „Dass wir Frauen in Attendorn beim Vogelschießen zusehen dürfen, das ist schließlich nicht selbstverständlich. Als Mann im Sauerland hast du vielfältige Möglichkeiten, dich mit viel Bier ums Brauchtum zu bemühen. Da kannst du dich fröhlich durchs Kirchenjahr tummeln. In Attendorn geht das gleich dreimal einmalig: als Schützenbruder, Poskebruder oder Gardist. Als Frau hältst du dem Mann dabei natürlich den Rücken frei und das Bier – wenn er sich unterm Schützenpanzer kratzen muss, eine österliche Schlammspur durchs Haus zieht oder alleine nicht aus seinem Leibchen kommt. Und du leidest mit, wenn das Wetter auf Schützenfest in Olpe besser ist, wenn seine Poorte wieder mal nicht den Längsten hat (Stamm für das Osterkreuz) und wenn er den Veilchendienstagszug verschlafen hat …“

„Hä? Was? Unter die Vogelstange?“ Ah, da kommen Worte vom Siechfried. Ein Zeichen, dass bald alle meine Worte verarbeitet sind und der Download abgeschlossen ist. Er spricht weiter: „Hettwich, das eine sag ich dir: Frauen dürfen bei uns aber nicht schießen. Und das ist gut so! Und das war schon immer so und das bleibt auch so. WOLL.“ – Da war es! Das WOLL, das „Enter“ – das Zeichen, dass er bereit für neue Informationen ist und ich weiterreden kann! „Nein, Siechfried, keine Sorge! Ich bin ja schon froh, dass wir Frauen zugucken dürfen. Und weil wir das in Attendorn dürfen, deshalb muss ich von meinem Zuguck-Recht auch dieses Jahr erstmals Gebrauch machen. Sauerland ist ja nicht überall gleich Sauerland! Die Frauen in Meschede, die dürfen in diesem Jahr das erste Mal zusehen! Und dieser Weg war kein leichter, da haben sich die Männer in Meschede engagiert und oft in und nach ihren Sitzungen drüber in Rage geredet. ,Frauen, die auf Schützen gucken‘ – das ist in Meschede für die einen ,eine Errungenschaft‘ und für die anderen ,der Anfang vom Ende‘. Ich meine, ich bin immer offen für Neues, aber so abrupt muss sowas ja auch nicht gemacht werden. Da ist ,Achtsamkeit‘ angesagt! Ich schlage einen sanften Übergang vor. Der Schützenvorstand verteilt Piratenklappen an die anwesenden Frauen und die freuen sich, dass sie dabei sein dürfen und gucken in diesem Jahre erst mal nur mit einem Auge zu.“ Hettwich vom Himmelsberg Kabarettistin, Theater-, Sozial- und Religionspädagogin Telefon: 0 27 22 - 40 9678 | E-Mail: anjageuecke@web.de von A. Geuecke [Text] und G. Cramer [Foto]

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Hettwich geht aus ... und gönnt sich was Feines! Die Attendorner Kabarettistin Hettwich vom Himmelsberg mit ihrem Gourmet-Programm „Kein Butterbrot nach 18.00 Uhr!“ im Kreuzgewölbe der Vorburg. Achtung: auch für Schmachtlappen, Schnöggel und Siechfrieds geeignet! ƒ Sektempfang mit 4-Gang-Menü und leicht verdaulichen Kabaretteinlagen ƒ Beginn jeweils 19.00 Uhr | € 62,50 pro Person

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Produkte

aus der

Natur

H O N I G AU S D EM SAU ER L A N D


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er den Honig liebt, darf den Stachel nicht scheuen“, heißt ein altes Sprichwort. Imker Franz-Josef Köster aus Attendorn weiß das schon sein Leben lang. Das Imkern hat er von seinem Vater gelernt, mit zwölf hatte er sein erstes eigenes Bienenvolk, das er betreuen durfte – und seitdem hat ihn die Faszination nicht mehr losgelassen. 73 Jahre ist er bereits dabei und hat sich schon mal den einen oder anderen Stich eingefangen. Zu Spitzenzeiten hatte der jetzt 85-Jährige bis zu 20 Völker, die er betreut hat. „In meinen Sturm-und-Drang-Zeiten habe ich diese allerdings ein wenig vernachlässigt“, meint Franz-Josef Köster lachend. Katharina Köster, seine Frau, lächelt. Sie kennt ihren Mann gar nicht ohne seine Bienen.

Obwohl er einige Jahre in Köln als Konstrukteur gearbeitet hat, ist er im Sommer fast jedes Wochenende ins Sauerland gefahren, um sich um seine Bienen zu kümmern. Bei seinen Völkern setzt er vor allem auf Reinzucht-Königinnen der Rasse Carnika-Sklena. Diese Bienen sind besonders fleißig und sanftmütig. Man kann ohne Imkerhaube an den Völkern arbeiten. Für den Attendorner Imker ist vor allem die Entwicklung des Bienenvolkes mit dem Lauf der Sonne immer wieder faszinierend. Ab Januar erwacht das Volk und die Königin beginnt, Eier zu legen. Die Population eines Volkes steigert sich nach und nach auf bis zu 40.000 Bienen. Die meisten davon sind Arbeiterinnen, die emsig Nektar und Blütenstaub-Pollen sammeln. Der wird wiederum als Nahrung für die Bienen und für die Eier der

Königin benutzt. Das Futter der Larven und die Größe der Wabe entscheiden darüber, welche Art Biene am Ende herauskommt. Bienenköniginnen werden in sogenannte Weiselzellen gelegt und bekommen besonderen Futtersaft, den Ammenbienen in speziellen Kopfdrüsen erzeugen: das Gelée Royale. Außerdem liegen die Zellen, in denen die Königinnen heranwachsen, senkrecht statt waagerecht. Drohnen – also männliche Bienen – wachsen wiederum in etwas größeren Zellen heran, da sie dicker und größer sind. Diese werden auch nur im Sommer gezogen und sterben direkt nach der Begattung der Bienenkönigin ab. Faszinierend ist auch, dass Bienen eine eigene Franz-Josef Köster Sprache haben, mit der sie untereinander kommunizieren können. Durch den sogenannten Schwänzeltanz zeigen Sie sich gegenseitig, wenn und vor allem wo sie ein Rapsfeld, eine Blumenwiese oder eine ähnliche Futterquelle gefunden haben. Wenn die jungen Bienenköniginnen schlüpfen, fliegt die Alte mit einem Teil der Bienen – dem Bienenschwarm – aus, und sucht sich eine neue Behausung, z. B. in den leeren Bienenkästen eines anderen Imkers. Sind mehrere Königinnen geschlüpft, bleibt nur die Stärkste mit einigen Bienen im Kasten. Die anderen fliegen ebenfalls mit einem Teil des Bienenvolkes aus und suchen sich einen neuen Platz. Franz-Josef Köster hat für seine langen Jahre als Imker schon einige Auszeichnungen bekommen, unter anderem die Ehrennadel in Gold vom Deutschen Imkerverband. Darüber hinaus hat er auch schon viele Schulklassen über die

© tatkuptsova, www. fotolia.com

Bienenzucht bei sich zu Hause informiert und außerdem selbst vielen jungen Züchtern mit Tipps und Ratschlägen zur Seite gestanden.


Ein weiterer Sauerländer Imker ist Sven Peterseim. Hauptberuflich arbeitet er als Projektleiter in Bergneustadt, wohnt in Olpe und hat momentan um die 20 Bienenvölker. Damit hat er derzeit eine der größeren Imkereien im Kreis Olpe. Angefangen hat er vor über 21 Jahren, im Alter von 17 Jahren. Von seinem Onkel hat er den ersten Schwarm bekommen. Vor allem fasziniert ihn an der Arbeit mit den Bienen, dass Insekten Lebewesen sind, die sich ganz anders verhalten als etwa ein Säugetier. Zurzeit macht der Imker eine Ausbildung zum Schulungsreferenten, um Neulingen sein Handwerk näherbringen zu können. Er erklärt WOLL auch ein bisschen zur Geschichte der Imkerei. Schon im Altertum wurden Bienen gezüchtet. Davor wurde Honig von sogenannten „Honigjägern“ eingesammelt, was uns durch Höhlenmalereien überliefert worden ist. Die alten Ägypter, für die Honig eine Speise der Götter war, hielten Bienen bereits, was wiederum Bilder in Grabkammern gezeigt haben. Als Arzneimittel wurde Honig im antiken Griechenland entdeckt, da dieser zum Beispiel in Form einer Salbe Fieber senken konnte. Im 14. Jahrhundert organisierten sich die ersten Imker in der Zunft der Zeidler, die der einzige Lieferant für Kerzenwachs waren. Holzkästen für Bienen wurden bereits um 800, zur Zeit Karls des Großen, gezimmert. Damals war Wachs ein teures Gut, da Kerzen die einzige Möglichkeit waren, einen Raum zu erhellen, und diese zudem noch nicht künstlich hergestellt werden konnte. Hinzu kam, dass Honig zeitweise die einzige Zuckerquelle war, bevor man das exotische Zuckerrohr und die einheimischen Zuckerrüben als weitere Zuckerlieferanten entdeckte.

Heute ist das Imkern für die meisten ein reines Hobby, so auch für Sven Peterseim. Auch er schwört auf die spezielle Züchtung sanftmütiger Bienen, die vielleicht nicht so einen ganz großen Ertrag bringen, aber auch nicht so stechfreudig sind wie andere. Als Bienensachverständiger von NRW ist er die Stiche natürlich trotzdem gewöhnt. Der Imkerverein Olpe, wozu Sven Peterseim gehört, kümmert sich auch um den ImkereiNachwuchs. „Die Vernetzung untereinander ist wichtig, um sich gegenseitig helfen zu können.“ Deshalb Sven Peterseim sind alle Bieneninteressierten herzlich eingeladen, sich beim Verein über die Bienenzucht zu informieren. Der Dachverband der Bienenzüchter, der Imker-Verband Westfalen-Lippe, empfiehlt und fördert die Ausbildung von Jungimkern, um Honig im DIB Glas verkaufen zu können. Sie empfehlen auch, welche Bienenarten man nehmen kann, da sie am besten zur Region passen sollten. Wichtig ist es, beim Imkern keinen Profitwunsch zu haben, sondern: Der Spaß an der Arbeit mit den Tieren sollte im Vordergrund stehen. „Der Honig ist nur ein Nebenprodukt, mit dem das Hobby finanziert werden kann“, erklärt der Imker. Schön ist, dass es, obwohl das Handwerk schon sehr alt ist, immer noch auch bei vielen jungen Imkern so großes Interesse hervorruft. Über fehlenden Nachwuchs können sich die ImkereiVereine nicht beschweren. von D. Fischer [Text/Fotos] und K. - P. Kappest [Foto]

Der Trendschmuckladen Geschäft Gerlingen | Tel. 0 27 62 / 4 17 08 02 Koblenzer Straße 54a | 57482 Wenden-Gerlingen Geschäft Olpe | Tel. 0 27 61 / 9 42 26 70 Kurfürst-Heinrich-Straße 5 | 57462 Olpe

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... mal

richtig gute

Cocktails TOCCO ROSSO .....................................

Süß, minzig und erfrischend schmeckt Campari Tocco Rosso, genau richtig an heißen Sommertagen. Noch dazu ist er schnell gemacht: Ein paar Minzblätter in ein Weinglas geben und mit einem Stößel etwas ausdrücken, sodass sich der Minzgeschmack besser entfalten kann. Pro Glas kommen dann 2 cl Campari, 2 cl Holunderblütensirup und 6 cl Prosecco hinzu. Kurz vorsichtig umrühren und fertig ist das erfrischende Sommergetränk.

TA N T E L I L L I

Tante Lilli oder auch Lillet wird der französische Aperitifklassiker genannt. 1887 entstand der wichtigste Bestandteil des Getränks durch die Brüder Paul und Raymond Lillet aus Pondesac an der Gironde. Auch dieses Getränk ist recht schnell zubereitet: Einfach 5 cl in ein Weinglas geben und dieses mit Eiswürfeln auffüllen. 10 cl Tonic hinzu und mit einem Minzezweig, einer Erdbeere und einer dünnen Gurkenscheibe garnieren. Fertig!

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TÜRKISCHER JOGHURTDRINK ..................................... Kühlend und zugleich als kleiner Sattmacher wirkt ein türkischer Joghurtdrink. Für zwei Gläser werden folgende Zutaten benötigt: 300 g Joghurt, 300 ml eiskaltes Mineralwasser, ½ TL Salz, 2 TL Meersalz, ¼ Zitrone, einen frischen Minzestiel, gemahlener schwarzer Pfeffer und Eiswürfel. Der Joghurt wird mit Wasser und Salz vermengt und mit einem Stabmixer schaumig gemixt. Die Ränder der Gläser werden mit Zitrone eingerieben und dann im Meersalz gewälzt. Die Minzestiele werden gesäubert, in Streifen geschnitten und in den Joghurt gegeben. Anschließend wird das Eis mit dem Crusher zerkleinert und untergemischt. Jetzt können die Gläser befüllt werden. Garniert wird das Ganze mit Minzblättern und, je nach Geschmack, mit etwas Pfeffer.

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Der Sommer ist da! Wir schlürfen Eiskaffee, liegen am Biggestrand und können abends die Sonne noch auf der Haut riechen. Endlich! Nadine Bieker vom Heldener Atelier „kunterbuntesLOTTAleben“ zeigt, wie der Sommer noch schöner, lustiger und leckerer wird!

Palettenregal

K reat iv

Mit wenigen Handgriffen verwandeln wir zwei alte Paletten in ein schickes Terrassen-Regal! Ein echter Hingucker und zudem noch sehr praktisch als Ablagetisch bei der nächsten Grillparty … Material: zwei (gleich große) Holzpaletten, 3 Steinplatten (Gehwegplatten), Schrauben, Deko Anleitung: Die beiden Paletten mit den Unterseiten zueinander fest verschrauben. Steinplatten entweder lose auflegen oder mit geeignetem Kleber befestigen. Praktisch sind auch die Fächer, welche sich seitlich automatisch ergeben! Jetzt noch schnell die Lieblingsdeko anbringen und über das neue praktische Outdoor-Möbelstück freuen…

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Nadine Bieker (31)

Megaseifenblasen

• Glücklich verheiratet und Mutter von zwei Kindern. • Liebt die Natur und ihren Garten, Punkte und das kreative Chaos. • Näht, stickt und werkelt rund um die Uhr. • Inspiriert durch ihre Kinder und den eigenen Alltag legt sie viel Wert auf hochwertige und nachhaltige Materialien, die aber trotzdem noch bezahlbar sind.

Seifenblasen, groß wie Gymastikbälle, ziehen einfach alle Blicke auf sich! So geht der Sommerspaß ...

Erdbeer-Bananen-Smoothie Wenn DAS mal nicht nach Sommer schmeckt ...

5 Liter Wasser, 1 Flasche Fairy Ultra-Geschirrspülmittel und 5 EL Tapetenkleister gut verrühren, 24 Stunden ruhen lassen. Dann noch einmal gut durchrühren. Am besten entstehen die großen Seifenblasen mit folgendem Hilfsmittel: Ein Baumwollband in gewünschter Länge an einen Stock oder Bambusstab knoten. Nach etwas mehr als der Hälfte einen zweiten Stab befestigen. Dann den Rest der Schnur wieder am ersten Stab festknoten, sodass eine Schlinge zwischen den Stäben entsteht, die unten etwas mehr durchhängt als oben (siehe Foto). Alternativ funktioniert auch ein alter Kescher, aus dem das Netz geschnitten wird. Nun die Baumwollschnur bzw. den Kescherring in die fertige Lauge tauchen und in den Wind halten.

einer uns nach Wir freuen che auf ra sp ab in rm kurzen Te sucher d große Be kleine un lden! He in lier im Nähate

... handgefertigte Unikate

für die wichtigsten Menschen dieser Welt!

Zutaten: 5 Erdbeeren, 2 gefrorene Bananen (in Stücken), ½ Mango, 125 g Naturjoghurt, 125 ml Kokosmilch, 1 Päckchen Vanillezucker Zubereitung: Die Erdbeeren fein pürieren und in 2 Gläser füllen. Restliche Zutaten ebenfalls mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine zerkleinern, auf das Erdbeerpüree gießen und sofort servieren. von N. Bieker [Text/Fotos]

Nadine Bieker Auf dem Brink 25|57439 Attendorn-Helden Telefon:02722/6571153 info@kunterbuntesLOTTAleben.de www.kunterbuntesLOTTAleben.de

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„Bänker“ aus “ Leidenschaft

I N AT T E N D O R N K Ü M M E R N S I C H F Ü N F R Ü S T I G E R E N T E R E H R E N A M T L I C H U M G U T 5 0 0 B Ä N K E U N D T R AG E N DA M I T Z U R L E B E N S R E T T U N G B E I .

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ir treffen uns am Dienstagmorgen um 10.00 Uhr an der A7.“ Mit diesen Worten hatte Walter Müller vom Seniorenrat der Hansestadt Attendorn seine Mitstreiter per E-Mail zum nächsten Arbeitseinsatz eingeladen. Mit dem Treffpunkt „A7“ war allerdings nicht die Autobahn von Flensburg nach Füssen, sondern eine Bank im Waldgebiet „Waterland“ in der Nähe von Ennest gemeint.

An gut 500 Ruhebänken im gesamten Attendorner Stadtgebiet wurden in den vergangenen zehn Jahren kleine wetterfeste Notfall-Schilder angeschraubt, auf denen neben dem aufgehenden Halbmond als Teil des Attendorner Stadtwappens zusätzlich noch der Buchstabe A für Attendorn und eine fortlaufende Zahl eingefräst sind. Und genau diese Zahl kann Leben retten. Denn sollte es beim Wandern, Sport treiben oder beim Familienausflug im Wald einmal zu einem Notfall kommen, muss nur die Telefonnummer 112 gewählt und dem Rettungspersonal die Bank-Nummer mitgeteilt werden. Der Rettungs-

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leitstelle in Olpe liegen alle 490 bislang erfassten GPS-Daten der Bänke, jeweils ein Foto des genauen Standorts sowie die optimale Zufahrtbeschreibung für die Rettungsfahrzeuge vor. In Dutzenden Fällen konnte dank dieses Bankkatasters bereits schnelle Hilfe geleistet werden. Das System kann natürlich nur funktionieren, wenn man ein Handy dabei hat.


Mit Hammer, Schaufel und GPS Verantwortlich für dieses lebenswichtige Projekt ist ein derzeit fünfköpfiges Team, bestehend aus Walter Müller vom Attendorner Seniorenrat, Uli Lingemann, Axel Stump, Harald Hütte und Dr. Dieter Scharpegge. Diese fünf rüstigen Rentner scheuen sich nicht, neben Akkuschrauber, Hammer und Schaufel auch moderne GPS-Geräte in die Hand zu nehmen, um die „Notfallbänke“ zu registrieren. Ebenso kümmern sich die „Attendorner Bänkewarte“ fast täglich darum, die Bänke in Schuss zu halten. Und das alles ehrenamtlich. So wie im Waterland, wo an der „A7“ sämtliche Holzelemente der Bank ausgetauscht werden mussten. Schmerzlich vermisst wird Karl Prior (Foto rechts), der im März verstarb. Der NeuListernohler führte fast täglich Kontrollgänge durch, die nun auf die Schultern der übrigen Mitstreiter verteilt werden, die sogar über das Attendorner Stadtgebiet hinaus aktiv sind. So stehen einige der Bänke „im Ebbe“, auf dem Gebiet des Märkischen Kreises. Da in diesem Fall ein Notruf bei der Leitstelle in Lüdenscheid aufläuft, ist man auch hier über das vorbildliche Projekt aus Attendorn informiert. Große Unterstützung bei der Kartierung, Materialbeschaffung und Finanzierung des Projektes erhalten die fünf „Bänker“ durch die Stadtverwaltung Attendorn, den Baubetriebshof und den Ruhrverband. Wer Rückfragen zum Projekt „Ruhebänke“ hat oder eine defekte Bank melden möchte, kann sich gerne an Walter Müller wenden, Tel. 02722/51315, E-Mail waltermueller-attendorn@t-online.de. von T. Kleine, Hansestadt Attendorn [Text/Fotos]

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raditionen werden im Sauerland seit jeher großgeschrieben. Dazu zählen insbesondere solche, die in Zusammenhang mit kirchlichen Festen stehen. Dies gilt auch für den Sendschotter Umgang, der traditionell am Samstag nach dem 2. Juli zu Ehren des katholischen Hochfests „Maria Heimsuchung“ zelebriert wird. Auch heute, mehr als 300 Jahre nach der ersten urkundlich erwähnten Prozession, nehmen daran regelmäßig mehr als 800 Gläubige teil. „Der Umgang gehört für viele Menschen zu den großen Festund Feiertagen unseres Kirchspiels. Viele von ihnen investieren Zeit und Herzblut, damit dieser Feiertag in aller Festlichkeit und mit reichem Schmuck im Dorf und in der eigenen Familie gefeiert werden kann“, weiß Drolshagens Pfarrer Markus Leber, der auch die Hintergründe der jahrhundertealten Tradition kennt: „In der St. Michaelskapelle in Sendschotten befindet sich eine bedeutende, sitzende Muttergottesfigur aus dem 14. Jahrhundert, die beim Sendschotter Umgang mitgetragen wird.“ Die Muttergottesstatue war im Laufe der Religionswirren von Reformation und Gegenreformation auf geheimnisvollen Wegen von Köln über den Wallfahrtsort Wiedenest nach

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Sendschotten gekommen. Aufzeichnungen belegen, dass in diesem Kontext erstmals im Jahr 1705 eine Flurprozession stattgefunden hat. Der Festtag selbst beginnt früh: Schon um 5 Uhr findet in der Kapelle in Sendschotten die heilige Messe statt, von wo aus sich die Prozession schließlich in Gang setzt. Rund fünf Stunden dauert der „Ümmegang“, wie er auf Plattdeutsch liebevoll genannt wird. Er führt auf einer Strecke von etwa zwölf Kilometern von Sendschotten über Hützemert, Hustert, Wegeringhausen, Schlenke, Schedaer Berg, Scheda, Schützenbruch, Germinghausen, Junkernhöh, Köbbinghausen und Essinghausen zurück nach Sendschotten, wo schließlich das feierliche Hochamt stattfindet. Der gesamte Weg ist an diesem Tag gesäumt von Fahnen. Böllerschüsse kündigen die Tagespilger an, während in den Ortschaften bunte, aufwendig gestaltete Blumenteppiche die Straßen zieren. In Weiß gekleidete junge Frauen tragen die Muttergottesfigur von Ort zu Ort. „Die Prozession wird von einem Dutzend Geistlichen begleitet, die teilweise gebürtig aus den teilnehmenden Ortschaften stammen“, erläutert Pfarrer Markus Leber. ➝


FĂźnf Stunden dauert die Prozession, die von einem Dutzend Geistlichen begleitet wird, die teilweise gebĂźrtig aus den teilnehmenden Ortschaften stammen.


In liebevoller Kleinarbeit werden am Vortag des Umgangs die farbenprächtigen Blumenteppiche gelegt. In den Dörfern ist dies traditionell eine Gemeinschaftsarbeit, an der sich Jung und Alt beteiligen.

Oft sind bereits die frühesten Kindheitserinnerungen der Einwohner mit der Prozession verbunden. „Für uns war der Umgang damals neben Weihnachten und Ostern das größte Fest des Jahres“, erinnert sich etwa Sascha Koch, Geschäftsführer des Hützemerter Dorfvereins. Die jungen Messdiener dürfen traditionell die Schellen tragen, die die Prozession schon von Weitem mit ihrem festlichen Geläut ankündigen. „Im ersten Jahr habe ich mich über die Handschuhe gewundert, die meine Mutter mir gab. Deren Funktion erklärte sich allerdings schon in Wegeringhausen, als ich die ersten Blasen an den Händen hatte“, schmunzelt Koch. „Dass wir trotzdem die gesamte

In Weiß gekleidete junge Frauen tragen die Marienstatue zu Ehren der heiligen Muttergottes von einer Station der Prozession zur nächsten.

Strecke mitgehen, war für uns eine Frage der Ehre“, fügt er hinzu. Für viele Einwohner des Dräulzer Umlands ist „Maria Heimsuchung“ allem voran ein Fest der Familie. Anneliese Lütticke, die mit ihrer Familie seit mehr als 50 Jahren in Essinghausen direkt am Prozessionsweg lebt, erinnert sich daran, dass am Tag des „Ümmegangs“ teilweise 25 Personen an ihrer Kaffeetafel saßen.

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Besonders verbunden mit der Tradition des Sendschotter Umgangs fühlen sich auch die Musikfreunde Schreibershof: Die Musikkapelle ist nämlich 1892 eigens zu dem Zweck gegründet worden, die Prozession musikalisch zu begleiten. Aus einer kleinen Gruppe musikbegeisterter Männer ist inzwischen ein über 60-köpfiges Blasorchester geworden, das sich weit über die Ortsgrenzen hinaus einen guten Ruf im Bereich der anspruchsvollen Blasmusik erworben hat. Etwa 50 Musiker gehen in jedem Jahr beim Umgang mit – „und zwar die gesamte Strecke“, wie Thomas Halbe, Vorsitzender der Musikfreunde Schreibershof, betont. „Das ist immer wieder eine Herausforderung – insbesondere für diejenigen Musiker, die große Blasinstrumente spielen“, erklärt der Schreibershofer, der die Prozession schon seit 42 Jahren musikalisch begleitet. Auch heute noch ist der „Ümmegang“ das Highlight im Vereinskalender. Geprobt werden muss übrigens im Vorfeld nicht: „Die Lieder sitzen inzwischen natürlich wie aus dem Eff-Eff“, sagt Halbe schmunzelnd. von S. Clemens [Text] und privat [Fotos]


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Kartoffelklatsch B E N E F I Z V E R A N S TA LT U N G M I T L I O B A A L B U S

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ioba Albus, Kabarettistin aus Attendorn und Wegbegleiterin von Camino, dem Caritas-Hospizdienst im Caritas-Zentrum Attendorn, lädt am Sonntag, 28. August, zu einer Schifffahrt der besonderen Art auf den Biggesee ein. „Kartoffelklatsch – die Höhepunkte ihrer letzten Programme“ präsentiert die Camino-Botschafterin in gemütlicher Runde an Bord des Galerieschiffes MS „Westfalen“.

Vorsorge informieren. Weitere Informationen gab es in der Buchhandlung Frey, die zum Thema „erben, PalliativPflege und Patientenverfügung“ ein eigenes Themenfenster gestaltet hatte und natürlich die entsprechende Literatur anbot.

Doch aufgepasst, das Kartenkontingent ist begrenzt. Wer einen besonderen Abend in einem besonderen Ambiente Uli Mertens, Elisabeth Piotrowsky, Dagmar Langenohl und Frank Decker mit Lioba Albus verbringen (v. l.) laden ein zur Schifffahrt mit Lioba Albus zugunsten von Camino, dem Caritas-Hospizdienst. und dabei die BenefizVeranstaltung für den Caritas-Hospizdienst Camino unterstüt„Leinen los“ heißt es um 18.00 Uhr an der Anlegestelle zen möchte, sollte schnell sein. Schon bei der Premiere vor zwei Sondern. Nach einem Sektempfang folgt der kulinarische und Jahren zeigte sich: Die Karten sind schnell vergriffen. kabarettistische Teil der Reise. Lioba Albus wird mit ihrer Wortgewandtheit wieder die Dinge auf den Punkt bringen und zeigen, wie das Leben wirklich ist. Im Preis von 29,50 Euro sind die Schiffsfahrt, der Sekt-Empfang, Kartoffel-Snacks und natürlich das Showprogramm inklusive. Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen: bei der Tourist-Info der Hansestadt Attendorn in der Rathauspassage, im Caritas-Zentrum Attendorn und in der Buchhandlung Frey in Attendorn. Der Start des Vorverkaufs begann am Donnerstag, 28. April, mit einem besonderen Event in der Buchhandlung Frey. Ab 19.00 Uhr konnten hier im exklusiven Vorverkauf die Karten zum Preis von 27,50 Euro pro Person erworben werden. Gleichzeitig waren an diesem Abend Vertreter von Camino, dem Caritas-Hospizdienst, sowie Dirk Pflitsch, Palliativmediziner aus Attendorn, vor Ort. Wer wollte, konnte sich rund um das Thema palliative WOLL Sommer 2016 –

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Der WOLL-Steuertipp N E U E S Z U R S E L B S TA N Z E I G E I M S T E U E R S T R A F R E C H T

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pätestens seit dem Fall einer prominenten Sportpersönlichkeit aus dem Freistaat Bayern ist öffentlich bekannt, dass der Gesetzgeber dem nicht steuerehrlichen Bürger die Möglichkeit eingeräumt hat, durch eine Selbstanzeige gegenüber der Finanzbehörde eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung zu vermeiden. Die rechtliche Ausgangslage stellt sich dabei wie folgt dar:

bekannten Umstände die Entdeckung für möglich oder wahrscheinlich halten musste, selbst wenn eine gewisse Unsicherheit verblieb. Obwohl es grundsätzlich auf den konkreten Einzelfall ankommt, ist bemerkenswert, dass sich eine zunehmende Tendenz in der Rechtsprechung entwickelt, die mediale Berichterstattung zum Nachteil des Steuerpflichtigen anzuwenden, und zwar unabhängig davon, ob der Steuerpflichtige die Nachricht über den Ankauf der Steuer-CD zur Kenntnis genommen hat oder nicht.

Werden in Steuererklärungen relevante Angaben unterlassen bzw. unrichtig vorgeMartin Schulte (Dipl.-Kaufmann, Steuerberater) nommen, kann dies als Steuerhinterziehung mit erheblichen Strafen – ggf. mit Freiheitsstrafen von bis zu Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass einige ausländische fünf Jahren, in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren – Kreditinstitute in der jüngeren Vergangenheit damit begonnen geahndet werden. Durch eine Selbstanzeige, das heißt durch haben, Konten von ausländischen Kunden aufzulösen und die Nachholung, Ergänzung oder Berichtigung der Angaben, kann dort vorhandenen Guthaben auszuzahlen. Auch hier sollte – ggf. eine Strafbefreiung erreicht werden. wenn noch nicht geschehen – eine Selbstanzeige in Betracht gezogen werden, da auf den angekauften Steuer-CDs regelmäEine strafbefreiende Selbstanzeige kann jedoch nicht mehr wirkßig Zeiträume über mehrere Jahre dokumentiert sind. Durch sam gestellt werden, wenn im Zeitpunkt der Selbstanzeige die die bloße Auflösung der Konten, auch wenn dies bereits vor der Finanzbehörde bereits Prüfungen angeordnet oder StrafverfahBerichterstattung in den Medien erfolgt ist, hat sich eine mögren gegen die betreffende Person eingeleitet hat. Eine wirksame liche Strafbarkeit nicht erledigt. Selbstanzeige ist auch bereits dann nicht mehr möglich, wenn die Steuerstraftat bei Abgabe der Anzeige entdeckt war und der Der richtige Zeitpunkt für eine wirksame Selbstanzeige ist daher Täter dies wusste bzw. mit der Entdeckung rechnen musste. auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Intensität der Medienberichterstattung zu beurteilen. Für Hilfestellungen bei In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der der Erstellung von Selbstanzeigen und der Vertretung vor den Steuerpflichtige bereits dann mit einer Entdeckung rechnen zuständigen Finanzbehörden stehen wir Ihnen gerne zur musste, wenn er z. B. bei der morgendlichen Zeitungslektüre Verfügung. liest, dass das Finanzministerium über einen Informanten eine sogenannte Steuer-CD einer bestimmten ausländischen Bank angekauft hat. Hierzu liegt nun ein Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 30.10.2015 vor. In dem dort verhandelten Fall hat das Gericht eine nach Beginn der Berichterstattung über die CD vom Steuerpflichtigen eingereichte Selbstanzeige für unwirksam erklärt, weil dieser aufgrund der ihm

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Ausstellungen 2016

Veranstaltungen 2016 zweites Halbjahr 26. Juni:

Galileo-Markt: Künstler- und Hobbymarkt Viel Spaß mit dem Angebot einheimischer Künstler und Hobbywerker

24. Juli:

Magie im GALILEO-PARK – Familientag rund um Zaubern & Magie

14. August

Familientag mit Spaß, Unterhaltung und Vorträgen zu den aktuellen Ausstellungen für die ganze Familie

23. Sept.

„Pharaonen Dinner (1)“ Kulinarische Spezialitäten und viel Spaß mit HollieWald 30. Sept. „Pharaonen Dinner (2)“ 07. Oktober „Pharaonen Dinner (3)“ 14. Oktober „Pharaonen Dinner (4)“ 19. Nov

Varietee im GALILEO-PARK

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Himmelsscheibe von Nebra

hautnah

Ein Himmel auf Erden Das Geheimnis der

19. März - 20. November


WOLL-Lust für den guten Zweck ÜBER DIE DAMEN DES KREATIV KREISES HELDEN

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tricken, klönen, spenden. Die Damen des Kreativ Kreises Helden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Handarbeiten für den guten Zweck herzustellen. Insgesamt haben sie bereits fast 19.000 Euro gespendet. Jeden Dienstag treffen sich bis zu 20 Strickbegeisterte, darunter auch zwei Kinder, im Katholischen Pfarrheim in Helden. Geselligkeit und Spaß am Strickhandwerk stehen dabei im Vordergrund. Es soll in erster Linie Spaß machen, weshalb die Teilnehmerinnen vorbeikommen können, wie es ihre Zeit erlaubt. Gestrickt werden Socken aus Regia-Wolle, die auch für Diabetiker geeignet sind, da sie kein Bündchen haben, aber auch Schals, Mützen, Puppen und andere Dinge. Die Strickwaren werden u. a. auf Märkten, wie dem Attendorner Stadtfest und dem Kreativ-Markt, verkauft. Sie können aber auch dienstags im Pfarrheim zwischen 14.30 Uhr und 17.00 Uhr erstanden bzw. bestellt werden, denn dann sitzen die Damen immer in geselliger Runde und sorgen für Nachschub. Die letzte Spende der fleißigen Strickerinnen ging an den Förderverein Kompass für Kinder. „Der Verein unterstützt Kinder finanziell da, wo die Kassen nicht zahlen“, so der Vereinsvorsitzende Peter Mußler. Stricken macht dreifach Freude: Einmal den Frauen, die in geselliger Runde ihrem Hobby nachgehen, dann den Menschen, die die Stricksachen kaufen, und natürlich den Einrichtungen, die von einer Spende profitieren. Und außerdem: Was ist gemütlicher als handgestrickte Socken an den Füßen? von D. Fischer [Text/Fotos]


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Homöopathie EIN APPELL AN DIE SELBSTHEILUNGSKRÄFTE

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ach dem Studium war ich der Homöopathie gegenüber sehr skeptisch eingestellt“, gesteht Christian Springob, Apotheker der Nicolai-Apotheke in Attendorn. „Aufgrund einer akuten Erkrankung verschrieb mir dann 2004 eine Ärztin ein homöopathisches Mittel, das zum Erfolg führte.“ Auf dieses Schlüsselerlebnis hin absolvierte der Apotheker 2005 eine Weiterbildung in Naturheilverfahren und Homöopathie und seitdem stehen diese Mittel in den Empfehlungen des Apothekenteams hoch im Kurs. „Auch meine Mitarbeiterinnen besuchen regelmäßig Fortbildungen, um eine gute Beratung garantieren zu können“, so Christian Springob. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Homöopathie gut mit der Schulmedizin harmoniert. Von seinen Kunden bekommt der Apotheker viele positive Rückmeldungen, ein breites Sortiment von über 500 homöopathischen Arzneimitteln sichert die schnelle Versorgung. Die bekannteste Darreichungsform sind Globuli. „So suchen uns viele Neukunden auf und fragen, ob wir die Apotheke mit den Kügelchen seien.“ Homöopathische Mittel aktivieren die Selbstheilungskräfte. Werden sie allgemein bei Erkrankungen als Erstes eingesetzt, wird die Gesamtkonstitution des Patienten nachhaltig gestärkt, der Körper kann sich besser mit Krankheiten

auseinandersetzen. Die homöopathische Behandlung hat aber auch Grenzen. Bei schweren Erkrankungen z. B. können Globuli allein nicht helfen. Erfolgreichen Einsatz finden homöopathische Mittel jedoch bei vielen Beschwerden wie Arthrose, grippalen Infekten oder auch Allergien. Damit rasche Hilfe auch zu Hause und auf Reisen gesichert ist, stellt die Nicolai-Apotheke die wichtigsten Mittel in Taschenapotheken zusammen. Als besonderes Angebot bietet Christian Springob die Herstellung von potenziertem Eigenblut an. Dazu wird dem Patienten ein Blutstropfen entnommen, dieser wird mit Alkohol verschüttelt und als Lösung wieder verabreicht. Diese Behandlung stabilisiert das Immunsystem und wird erfolgreich etwa bei Allergien, Infektanfälligkeiten oder Hauterkrankungen eingesetzt.

G. Cramer [Fotos]

Nicolai-Apotheke | Apotheker Christian Springob | Ennester Str. 20 | 57439 Attendorn | Tel. 02722-2031 | www.meine-nicolai-apotheke.de


150 Jahre Kapelle Grotewiese P E R L E I M I H N E TA L F E I E R T I H R E N G E B U R T S TAG

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ie idyllisch gelegene Kapelle St. Maria Magdalena in Grotewiese besteht im Juli dieses Jahres 150 Jahre. Am Magdalenenfest 1866 wurde die erste heilige Messe gefeiert. In Erinnerung an diesen Anlass findet am 24. Juli 2016 eine Jubiläumsfeier statt, die mit einem feierlichen Pontifikalamt um 15.00 Uhr beginnt. Die Kapelle liegt unmittelbar an der Grenze zwischen den Kreisen Olpe und Märkischer Kreis und am südlichen Zipfel des Bistums Essen; 400 Meter dahinter beginnt das Erzbistum Paderborn. Als Anziehungspunkt und Gebetsort strahlt sie als geistiges Zentrum mit überregionaler Anziehungskraft.

lenenfest 1866, konnte die erste heilige Messe in der Kapelle gefeiert werden, die von Pfarrer Vaester feierlich gestaltet wurde. Die Geschichte der Kapelle ist wechselhaft. Durch den Bau der Listerscheider Kirche wurde im Jahre 1917 ein neuer Seelsorgebezirk errichtet. Grotewiese schied aus dem Pfarrverband Meinerzhagen aus und kam als Filialgemeinde ListerscheidGrotewiese wieder zu Attendorn. Nach 45 Jahren, am 1. Januar 1958, kam durch Gründung des Bistums Essen Grotewiese wieder zu Meinerzhagen. Durch den Bau der ChristophorusKapelle St. Maria Magdalena in Grotewiese kirche in Valbert im Jahre 1963 wurde Grotewiese Filialgemeinde von Valbert. St. Christophorus in Valbert gehört der am 24. September 2006 gegründeten Ursprünglich gehörte Grotewiese zu Attendorn, dem Erzbistum Großpfarrei St. Maria Immaculata in Meinerzhagen an, wozu Paderborn. Nach Gründung der „Missionsvikarie“ Meinerzhagen auch die Gemeinde St. Josef in Kierspe zählt. Grotewiese hat 1855 wurde Grotewiese dorthin zugewiesen. In dieser Zeit gab viele Verwandte: Paderborn, Essen, Attendorn, Listerscheid, es zwischen Attendorn und Meinerzhagen keine katholische Valbert, Meinerzhagen und Kierspe. Kirche. Die Überlegungen von drei Priestern, Domvikar Gustav Langenohl vom Gut Nierhof, Pfarrer Josef Valenthorn aus Die Magdalenenkapelle ist die älteste Kirche der Pfarrei St. Grotewiese und Pfarrer Vaester aus Meinerzhagen, wie sie ein Maria Immaculata, Meinerzhagen. Sie gehört von der Bauart Gotteshaus in unsere Nähe bekämen, führte dazu, dass im Jahre her zu den stützenfreien Saalkirchen und umfasst fast 100 1859 der Landwirt Valenthorn den oberen Teil seiner Scheune Sitzplätze. Seit 1920 verfügt sie über eine richtige Pfeifenorgel für eine Notkapelle zur Verfügung stellte. Die Scheunenkapelle auf einer schönen hölzernen Empore im rückwärtigen Teil des hieß im Volksmund liebevoll „Stall von Bethlehem“. Dann aber Kirchenraumes, die im April 1979 durch eine größere Orgel mit stifteten drei Grotewieser Familien Land und Architekt sieben Registern ersetzt wurde. Der Kirchensaal hat eine flachGüldenpfennig aus Paderborn entwarf den Bauplan für die gedeckte kräftige Holzbalkendecke. Die Nazarener-RundbogenKapelle. So konnte Pfarrer Vaester am Magdalenenfest 1863 den Jakobsbrunnen Grundstein zur Kapelle legen, ohne andere Mittel zu haben als festes Vertrauen auf Gott und tätige Mithilfe der Gläubigen. Es folgten drei lange und mühselige Baujahre. Mehrmals mussten die Bauarbeiten unterbrochen werden: Kein Geld mehr da! Aber ein klares Ziel vor Augen. Alles getreu dem Bibelspruch: Der Eifer für Dein Haus verzehrt mich! Dann endlich, am Magda-

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Innenansicht der Kapelle

Chorraum

Kapelle um 1950

fenster aus dem 19. Jahrhundert zeigen sehr schöne, große Heiligengestalten. Eindrucksvoll ist auch das zum Osten gelegene Christusfenster, das der Sonne wegen von 1958 bis 1978 zugemauert war. In den Jahren 1978/1979 wurde die Kapelle von innen und 1981 von außen umfangreich saniert. Der Hattinger Künstler Egon Stratmann erstellte ein schönes Konzept, nach dem der gesamte Innenraum neu gestaltet wurde. Durch ein neues Farbkleid entstand ein festlicher Raum für die Feier der Liturgie sowie für die private Andacht. Das Gotteshaus ist Ziel vieler Wallfahrten und Ausflüge aus der nahen und fernen Umgebung. Zudem ist es eine gern besuchte Hochzeitskapelle. Seine Anziehungskraft verdankt St. Maria Magdalena nicht zuletzt Pastor Paul Teske, der „die Welt Gottes, die Welt

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DACHDECKERMEISTER

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unseres Glaubens“, in den 34 Jahren seiner unermüdlichen Initiative hier sichtbar machte und so ein wahres Kleinod schuf. Die Filialkirche bietet zu allen Jahreszeiten einen anmutigen Anblick – aber gerade zur Weihnachtszeit zwischen dem Heiligen Abend und Mariä Lichtmeß am 2. Februar ist ihre Anziehungskraft am stärksten. Die ganze Schöpfung ist dann vor dem Jesuskind versammelt, mit 30 sehr eindrucksvollen geschnitzten Figuren aus dem Gröndlertal. Das Wichtigste in der Krippe, das „Jesuskind“, liegt noch mal lebensgroß in einer Krippe vor dem Altar. von A. Kliemann [Text], Filialgem. St. Maria Magd. [Fotos], D. Reiß [Foto] und A. Pohl / BENE-Magazin [Fotos]

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Ein Erlebnis mit dem Kirchen-Latein J O S E F H O R M E S WA R L A N G J Ä H R I G E R K Ü S T E R I M S AU E R L Ä N D E R D O M

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ie Alteingesessenen können So überschrieb er die Geschichte sich noch gut an ihn erin„Meine Kriegsjahre und meine nern: Josef Hormes von der Gefangenschaft“ mit dem HinKampstraße 4 war in Attendorn weis, dass er sein Erinnerungsals langjähriger Küster der vermögen und seine SchreibPfarrkirche St. Johannes Baptist, maschine in Bewegung halten auch Sauerländer Dom genannt, möchte und setzte dann sechs bekannt und geschätzt. Seinen Seiten über das Erlebte auf. Das kirchlichen Dienst versah er vom war im Dezember 2003, da war 1. August 1945 bis zum 31. Josef Hormes bereits im betagten Dezember 1981. In dieser Zeit hat Alter. Und nach seinem umfassener einiges erlebt. Später hat er das den Bericht kam noch der eine oder andere auch zu Papier Hinweis: „Bei der Beurteilung gebracht. Denn Hormes Jupp, so dieser Zeilen seid mir ob meines nannten ihn die Hansestädter, war Alters (87) mit der Grammatik, Attendorns ehemaliger Kirchenküster Josef Hormes, der mit der Schreibmaschine zahlreiche Schilderungen für die Nachwelt verfasste. ein „Meister der Schreibmadem Stil und den Tippfehlern schine“. Und so steht der Nachwelt eine Anzahl von Schriftetwas gnädig.“ Seine gesamten Aufzeichnungen hat er dem stücken zur Verfügung, die der mittlerweile verstorbene ehemaVerein für Orts- und Heimatkunde Attendorn zu Lebzeiten lige Kirchenküster besonders in den Jahren von 2000 bis 2005 bereits übergeben. Sicherlich ein „kleiner Schatz“, denn es geht aufsetzte. Einer seiner Beweggründe, warum er in dieser Zeit so um Attendorn ab den 1920er-Jahren. Eine Geschichte hat das viel zu Papier brachte, war, dass er geistig fit bleiben wollte. Das Woll-Magazin herausgegriffen, denn sie jährt sich in Kürze zum gelang ihm schließlich auch. 70sten Mal. Josef Hormes versah diese mit der Überschrift

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„Erlebnis mit dem Kirchen-Latein im Jahre 1946“ und „tippte“ die Geschichte im Juli des Jahres 2000 auf seiner Schreibmaschine. Der belgische Priester las die Messe in lateinischer Sprache vor 70 Jahren im Sauerländer Dom und Küster Josef Hormes assistierte.

„Am 15. August 1946, dem Feste Mariä Aufnahme in den Himmel, kam morgens während meiner Dienstzeit als Küster der Pfarrkirche ein belgischer Offizier der damaligen Besatzungsmacht in die Sakristei. Eine Verständigung zwischen uns war wegen der Sprachschwierigkeiten nicht möglich. Schließlich entdeckte ich an seiner Uniform ein kleines Kreuzchen. So kam ich seinem Anliegen wohl etwas näher. „Celebret“ (Ausweis des Priesters) war mein erstes Wort an ihn. Nun ging es weiter von mir: „Celebrieren ?“ Jetzt folgte von ihm nur ein Kopfnicken. Ich legte ihm die Paramente bereit und half ihm beim Ankleiden. Mit dem „Adju torium nostrum in nomine Domini“ und meiner Antwort: „Qui fecit caelum et terram“ gingen wir zum Altar. Nun begann mit dem Staffelgebet die heilige Messe in lateinischer Sprache. Wir verstanden uns jetzt tadellos. Nach dem Schlussevangelium – wie es damals noch üblich war – kam mein „Deo gratias“. Nach dem Gang in die Sakristei war wieder totale Stille. Mit einem „gratias“ verabschiedete sich der belgische Militärpfarrer von mir. Das war für mich ein unvergessliches Erlebnis mit dem Kirchen-Latein.“

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Termine, Termine, Termine – ob für Hannes, Lothar und Sabine, keiner hat heut‘ für mich Zeit, dabei ist der Weg nicht weit; und so sitz ich hier allein, trinke mir ein Gläschen Wein. Denke: Wie war’s doch so schön, als wir uns konnten viel öfter seh’n im großen Familienkreise und auf mancher kleinen Reise, erlebten wir doch viele schöne Dinge, ob mit Margret, Lukas oder Inge. Wir saßen zusammen, erzählten und sangen, halfen, wenn einer gerade in Not und dankten für das tägliche Brot. Wir haben in den vielen Jahren, Freude und Gemeinsamkeit erfahren. Es gab Höhen, aber auch Tiefen, trotzdem ließen wir uns nicht verdrießen. Einer war doch für den Anderen da – Mensch, das war doch wunderbar! Viel zu schnell nahmen die Jahre ihren Lauf, und das älter werden natürlich auch. Wie schön ist da doch die Erinnerung und des Lebens Würdigung. Nun bin ich nicht mehr zu Haus, schaue aus dem Fenster raus, denke an Freunde und Verwandte, an die vielen Leute, die ich kannte. Höre immer wieder weit und breit: Hab wenig Zeit, hab keine Zeit, warte geduldig auf Markus, Helga und Christine, doch die haben auch – Termine, Termine, Termine. Moment – da geht grad mein Handy! Jetzt kommt gleich mein Enkeljunge Andy! Mensch, wie ich mich freue, danke, für die Treue! von H. Nottbrock [Gedicht]


Ihr bestellt das Wetter, ich veranstalte das“ “

Z W E I T E R T R E C K E R T R E F F „ A U F D E M R O S C H E I D “ V O M 2 6 . – 2 8 . A U G U S T 2 016

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it den Worten „Ihr bestellt das Wetter, ich veranstalte das“ leitete Norbert Luke vom Landgasthof Roscheid zusammen mit Bernd Schulte aus Lichtringhausen die Vorbereitungen für den zweiten Treckertreff 2016 ein. Wie der Name schon sagt, geht es in erster Linie um Traktoren und Zugmaschinen, von historischen Einachsern bis hin zu modernen landwirtschaftlichen Treckern. Wer Lust hat, ist herzlich willkommen zum Gucken, Klönen und natürlich auch zum Trecker-Zeigen am Wochenende vom 26. – 28. August. Neben der Treckerausstellung bietet das Treffen weitere Aktivitäten wie Kinderschminken, Bullenreiten und LiveMusik mit Manfred Klein. Wie im Vorjahr wird sich Kettensägenkünstler Ingo Luke auch wieder gerne beim kreativen Umgang mit Säge und Holz zusehen lassen. Außerdem wird ein Wettbewerb im Geschicklichkeitsfahren mit Aufsitzrasenmähern veranstaltet. Das Startgeld von 4,00 € / Person wird an

B. Bernhardt [Titelfoto]und Martina Berg / www.fotolia.com [Foto]

das St. Elisabeth Hospiz Lennestadt gespendet. Als Gewinn für den Geschicktesten winkt ein Essen für zehn Personen im Landgasthof Roscheid. Spannung verspricht auch der Wettbewerb in der Kategorie „Bullenreiten“. Wer sich die Bezwingung des elektrischen Bullen „Bronco“ zutraut, kann am Samstagabend zwischen 19.00 und 21.00 Uhr zeigen, was er oder sie draufhat. Der Gewinner erhält ein 30-Liter-Fässchen Bitburger Pils. Wen während dieses Wochenendes Hunger und Durst plagen sollte: Der Landgasthof Roscheid freut sich, Sie bewirten zu dürfen. Alle weiteren Informationen erhalten Sie ab dem 15. Juli 2016 auf der Internetseite www.hof-roscheid.de oder persönlich im Landgasthof.

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Reister Markt 2016 T I E R S C H AU , K I R M E S , K R A M M A R K T

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m Samstag, dem 27., und Sonntag, dem 28.08.2016, findet der wohl schon mindestens 960. Reister Markt statt. Gemäß dem Leitbild der modernen Viehzucht wird sich in diesem Jahr die Bezirkstierschau wieder auf allerhöchstem Niveau bewegen. Veranstalter der Bezirkstierschau ist der Landwirtschaftliche Verein Reiste. Neben den Kategorien Milchvieh und Fleischrinder sowie Pferde und Kaninchen werden sich auch wieder die „kleinen“ Stars im Jungzüchterwettbewerb mit den „Kälbern“ den anspruchsvollen Blicken der Ringrichter zur Wertung stellen. Anmeldungen für die Tierschau werden noch bis zum 8. Juli unter www.reister-markt.de entgegengenommen. Im Rahmen der Tierschau wird auch in diesem Jahr (Samstag und Sonntag) der große Krammarkt mit über 160 Ständen auf einer Länge von

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über 1,6 Kilometern zu finden sein. Hier können sich die Besucher mit allem Nützlichen, vom Hut zum Schuh und vom Anhänger bis zum Schälmesser, eindecken. Der Jahrmarkt bietet wieder viele Attraktionen für ganz Klein, Klein und Groß. Man ist auch für alle Wetter-Fälle gerüstet, wie der 1. Vorsitzende Stefan Fuchte erläutert: „Sollte es Petrus einmal nicht so gut mit uns meinen, liegt der Notfallplan in der Schublade.“ Darin wird insbesondere die Situation der bei stärkerem Regenwetter gegebenenfalls nicht nutzbaren Parkwiesen geregelt. Zur Einstimmung ein Zitat unbekannter Herkunft: „Jeder weiß, es ist Reister Markt, wenn es duftet nach gebrannten Mandeln, kandierten Äpfeln, nach gebratenen Champignons und Blumenkohl im Bierteig … Ker Reister Markt, was freu´ ich mich!


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Für´s Marketing was Gutes tun R E E N E X E R K L Ä R T, W I E E S F U N K T I O N I E R T

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ir haben es gut, an sich, denn in unserer Gesellschaft kümmern sich soziale Einrichtungen um die, die es alleine nicht schaffen. Ob Kindergärten, Seniorenheime, Werthmannwerkstätten, Hospize, Jugendzentren, soziale Vereine und viele andere: Sie erleichtern das Leben der Angehörigen und derer, die auf Hilfe angewiesen sind.

Reenex ins Spiel. Sie suchen Sponsoren und bieten dafür Onlinemarketing an. Für ASP haben Marvin Löcker und Marc Waschke bereits Werbung gemacht. Für den Kindergarten St. Jospeh spendete die Firma einen Kinderbus. Der Weg der Finanzierung durch ASP ist auf YouTube zu sehen und macht so auch die Firma auf der Plattform sichtbar. Reenex finanziert sich durch eine transparente Pauschale, die vom Sponsor getragen wird.

Leider hapert es oft an Geld, wesMedienwissenschaften-Student Marc Waschke (li.) und International Management-Student Marvin Löcker (re.). halb die meisten Einrichtungen auch durch Spenden finanziert werden – oder durch Sponsoren. Spende und Sponsoring, wo ist da der Unterschied? Mit einem „Wir bieten auch gewöhnliches Marketing an“, erklären die Sponsoring kann eine Firma etwas Gutes tun und profitiert beiden Jungunternehmer. „Das Sponsoring soll aber unsere doppelt. Zum einen hilft man einer sozialen Einrichtung, die Haupttätigkeit bleiben, denn da sehen wir viel Bedarf.“ man vielleicht selbst irgendwann braucht oder die den Mitarbeitern der Firma das Leben erleichtert. Viele müssen ihre Wer sich für ein Sponsoring interessiert oder eines benötigt, Angehörigen pflegen oder haben Kinder und benötigen Hilfe. kann über www.reenex-marketing.com Kontakt aufnehmen. Für den zweiten Nutzen kommt das Start-up-Unternehmen von D. Fischer [Text] und Reenex [Foto]

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Die Schützenfeste E I N G E DI C H T

Im Sommer sind sie wohl das Beste in jedem Ort die Schützenfeste. In Attendorn rückt man zu Leibe nicht nur 'nem Vogel, auch 'ner Scheibe. Die Schützenbrüder überall treten an in großer Zahl. Der Schützenzug formiert sich schnell, die Offiziere sind zur Stell'. Major und Hauptmann sind erschienen marschier'n voraus mit strengen Mienen. Der Vogel wird vorweg getragen, sein Leben endet in den Tagen. Ihn schießt nach hartem Kampfe munter der neue Schützenkönig runter. Dann wird gejubelt, gratuliert, der neue König proklamiert. Und dann die holde Weiblichkeit schaut auf der Königin Ihr Kleid und auf den Hofstaat, dessen Damen nach neuestem Schrei der Mode kamen, die Polonaise dann bestreiten, oft ungelenk auf High Heels schreiten. Für altgediente Schützenbrüder verleiht man alle Jahre wieder die Orden, denn das ist so Sitte beim Schützenfest zur Jahresmitte. Man löscht den Durst in froher Runde, führt manches Bierchen sich zum Munde, trifft altbekannte Freunde wieder und singt gemeinsam Schunkellieder. So neigt sich dann zu guter letzt zum End' das schöne Schützenfest. Vielleicht schmerzt auch ein Kater noch. Der geht vorüber. Und dann doch freut man sich schon auf's nächste Jahr, weil's dieses Jahr so schön doch war. von G. Otterbach [Text]

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Sinnphonie – Tahir Selimaj „WIR KENNEN IHRE SCHOKOLADENSEITE“

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Eine Symphonie für die Sinne „Hollywood in Lennestadt“ Er ist der Produzent seiner eigenen Musikstücke, hat ein einzigartiges Auge für besondere Filmszenen und spricht sogar fünf Sprachen: Tahir Selimaj ist ein wahres Multitalent. Von der ersten Note einer selbst komponierten Melodie bis zum letzten Feinschliff erstklassiger Videoaufnahmen beherrscht Selimaj sein Handwerk perfekt – und setzt gleichzeitig einen brandneuen Maßstab für alle Full-Service-Agenturen in der Region.

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2011 wagte Selimaj den Schritt in die Selbstständigkeit – und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Mit aufwendigen Imagefilmen machte der studierte Wirtschaftsjurist aus Lennestadt in jungen Jahren den ersten Schritt in die Branche. In dieser Rubrik, die vor allem für herausragende Qualität und klare Werbebotschaften bekannt ist, verbreitete sich erstmals sein Name als erfolgreicher Videoproduzent. Positives Feedback und die Veröffentlichung seiner Werke in sozialen Medien verschafften dem Jungunternehmer immer mehr Aufträge – zufriedene Kunden sind schließlich immer noch die beste Reklame.

Musikvideo Jean Pearl - Get back up Theater Bonn


Vom Affen zum Ich DIE EVO LUTI ON D E R M E NS C HHEI T

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ie Sonderausstellung „Vom Affen zum Ich“ präsentiert eine Erfolgsgeschichte, die vor sieben Millionen Jahren begann. Woher kommen wir? Eine der grundlegendsten Fragen der Menschheit, auf die es lange keine Antwort gab. Heute steht fest: aus Afrika.

VOM AFFEN ZUM I C H ! DIE EVOLUTION DER MENSCHHEIT

Die Ausstellung thematisiert die wichtigsten Entwicklungsschritte in der menschlichen Evolution über evolutionsgeschichtlich bedeutsame Vormenschentypen wie Australopithecus, Homo habilis, Homo erectus und Neandertaler bis hin zum Homo sapiens. Sie zeigt die Entwicklung zum „Ich“ an spannenden und anschaulichen Rekonstruktionen von Urmenschen sowie vielen originalen Tierpräparaten auf, denen der Besucher Aug in Aug gegenübertreten kann. Aufgezeigt werden auch die wichtigsten Kriterien des Menschenseins wie der aufrechte Gang, die Sprache, Kunst und Kultur. In inszenierten Landschaften erlebt der Besucher, wie die Vorfahren von Affen und Menschen die Bäume verließen und in der afrikanischen Savanne zum aufrechten Gang kamen. Sie entwickelten Werkzeuge und lernten, das Feuer zur beherrschen. Lucy, die ihren Namen einem Song der Beatles verdankt, konnte durch das besterhaltene Skelett viel über das Leben unserer frühen Vorfahren mitteilen. Als vor Millionen Jahren ein Klimawandel die Landschaft Afrikas veränderte, blieb den dort lebenden Primaten nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zu machen – zu höheren Evolutionsstufen. Als erster Vertreter der Gattung Mensch verließ Homo erectus seine Heimat Afrika und breitete sich über Asien und Europa aus. Dort tauchte vor rund 300.000 Jahren erstmals der Neandertaler auf, der letztendlich von uns – dem Homo sapiens – verdrängt wurde und ausstarb. Über Jahrtausende lebten die beiden Menschenarten parallel nebeneinander. Über die Art und Weise, wie es dem Homo sapiens gelang, den gut angepassten Neandertaler zu verdrängen, wird auch heute noch viel spekuliert. Die Ausstellung, die aus der Werkstatt der Firma „ExpoFauna“ stammt, zeigt die Entwicklung des Menschen von den ersten Primaten bis hin zur Gegenwart. Sie ermöglicht, durch Zeit und Raum zu wandeln und die Widrigkeiten, mit denen unsere Vorfahren zu kämpfen hatten „hautnah“ zu erleben. Die Ausstellung lädt die moderne Familie des 21. Jahrhunderts zu einem spannenden Besuch bei ihren „Verwandten“ ein.

AUSSTELLUNGSDAUER

12. JUNI 23. OKT. 2016

Öffnungszeiten Di.-Fr. 11.00 - 18.00 Uhr Sa. 11.00 - 15.00 Uhr So. 13.00 - 18.00 Uhr Führungen nach Vereinbarung Alter Markt 1 · 57439 Attendorn T 0 27 22 . 3711 · F 0 27 22 . 63 19 67 info@suedsauerlandmuseum.de

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So funktioniert Wissenschaft DIE ST.–FRANZISKUS–SC HULE IN OLPE

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ute Wissenschaft muss nicht langweilig sein“, nimmt der großartige Physiker Andre Geim seine Arbeit mit Humor. Was bei seinen Experimenten herauskommt, ist ebenso verrückt wie bahnbrechend. So wie das Gecko-Klebeband, mit dem ein Mensch an einem Hochhaus hinauflaufen könnte. Oder der in einem Magnetfeld schwebende Frosch. Dafür erhielt der Wissenschaftler den Ig-Nobel, die satirische Form des Nobelpreises. Den anderen Nobelpreis bekam Geim – im Übrigen der bisher einzige Wissenschaftler, der beide Preise besitzt – für eine weitere wundersame Entdeckung: das Graphen. Der aus reinem Kohlenstoff bestehende zweidimensionale Werkstoff ist so leicht, so dünn und so stark wie kein anderes Material und mit seinen einzigartigen Fähigkeiten imstande, die

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Der ehemalige Schüler Prof. Carsten Busse lehrt an der Universität Münster am Institut für Materialphysik.


Welt zu revolutionieren. Längst hat die EU die Bedeutung erkannt und startete mit dem milliardenschweren „Graphene Flagship“ die bisher größte Forschungsinitiative ihrer Geschichte. Einer, der sich mit Graphen beschäftigt, ist der international anerkannte Wissenschaftler Carsten Busse. Der 43-jährige Olper lehrt in Münster am Institut für Materialphysik. Im Fokus seiner Arbeit stehen „rastertunnelmikroskopische und -spektroskopische Untersuchungen von Oberflächen sowie die Untersuchung und Synthese von zweidimensionalen Materialien“. Hört sich wild an und ist es mit Sicherheit auch – zumindest aus der Sicht des Laien. „Bei allem frage ich mich, wie es aufgebaut und strukturiert ist“, erzählt Busse. „Warum ist der Himmel blau, warum der Regenbogen bunt. Physik ist doch überall.“ Genau das findet er so faszinierend.

Mit den Herausforderungen der Zeit Carsten Busse besuchte in Olpe das St.-Franziskus-Gymnasium. 1975 hatte sich die Schule auf den Weg von einer reinen „Mädchenpenne“ zu einer koedukativen Einrichtung gemacht und damit ein großes Kapitel ihrer Geschichte geschlossen. Die begann eigentlich 1870 mit der Eröffnung einer höheren Mädchenschule durch Mutter Maria Theresia, geboren als Aline Bonzel in Olpe und Stifterin der Genossenschaft der Armen Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung. Bismarcks Kampf gegen die katholische Kirche führte dazu, dass die kleine Schule bereits sechs Jahre später wieder geschlossen wurde. Die Schwestern aber gaben sich nicht geschlagen. Mit Unterstützung der Olper Bürger und der Stadt erwachte die Schule nach dem Kulturkampf zu neuem Leben und wurde 1893 wiedereröffnet. 1910 folgte die staatliche Anerkennung. In den 1920er-Jahren wurde sie schließlich als „Vollanstalt“ genehmigt und war damit die erste Schule im Kreis Olpe, an der Mädchen ihr Abitur ablegen konnten. Daran gekoppelt war der Schulneubau am Kimicker Berg, der heute das Zuhause von rund 1.000 Mädchen und Jungen ist, die den gymnasialen Zweig oder den seit 2013 bestehenden Realschulzweig besuchen. Die Franziskus-Schule ist ein gutes Beispiel dafür, was gerade weibliche Ordensgemeinschaften für die Mädchenbildung im 19. und 20. Jahrhundert geleistet haben. Während Mitte der 1970er-Jahre noch 25 Schwestern am Franziskus tätig waren, sind sie heute längst aus dem Schulalltag verschwunden. Die Erinnerung an sie ist aber immer noch lebendig. Beispielsweise an Sr. Irmtrud


John, die 1982 als letzte Schwester an der Spitze ihren Abschied nahm, an Sr. Mansueta, die gute Seele des Hauses, die an der Pforte über die Schülerschar wachte. Oder an Sr. Laurencis, die mit rigorosem Regiment Naturwissenschaften unterrichtete. „Heute erforsche ich das, was sie uns damals erklärt hat“, schaut Busse zurück. Vor einiger Zeit hat er am SFG über seine Forschungen einen Vortrag gehalten. Für Busse ist Forschung eine Entdeckungsreise. Wie eine Seefahrt, unterwegs mit einer guten Seemannschaft, ein Ziel vor Augen und gespannt darauf, was kommen mag. „James Cook sollte in der Südsee den Venustransit beobachten. Was er fand, war Tahiti. So funktio-

niert Wissenschaft“, sagt er. „Das Wesen der Physik ist das Experiment.“ Das kann auch Manuel Cordes, Mitglied der erweiterten Schulleitung und Fachvorsitzender in Physik, unbesehen unterschreiben. „Die Lehrer unserer Physikfachschaft sind alle begeisterte Experimentierer. Den Schülern zeigen, dass fast überall Physik drin steckt, ist unser Ziel.“ Schon ein Blick in die Sammlungsräume offenbart, wo die Reise hingeht: Hier findet sich alles, was man für den Aufbau fast jeglicher Versuchsanordnungen braucht, darunter auch viele präparierte Alltagsgegenstände, vom Wasserkocher über die Thermoskanne bis zur elektrischen Zahnbürste. „Ein ganz lebensnahes Beispiel,

jetzt schon an das neue schuljahr denken!

arf von A wie Schulbed bis Z wie Zirkel. Anspitzer

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Das Kollegium um 1940 („Repr.: Stadtarchiv Olpe“)

um das Prinzip der Induktion zu erklären“, so Cordes. „Experimente sind nicht nur Methode, sondern auch Quelle der Motivation.“

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Mit Erfolg! In jedem Schuljahr gibt es mindestens einen von Mädchen wie Jungen gut belegten Physikleistungskurs. Geforscht wird bereits in den untersten Klassen und es zieht sich mit verschiedenen Angeboten bis in die Oberstufe. So gesehen ganz nach Einstein, der die Phantasie, die Vorstellungskraft und die Neugier vorne anstellte. Ist die geweckt, geht es ans Wissen, Lernen und Vertiefen. Die Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Interesses der Schüler ist eine der vier Bildungssäulen am Franziskus. Vor zwei Jahren wurde es als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Im Übrigen als erstes Gymnasium im Kreis Olpe.

· Brandmeldetechnik

Das MINT-Profil weiter zu stärken und auszubauen ist erklärtes Ziel. Das freut die hiesigen Unternehmen auf ihrer Suche nach naturwissenschaftlich-technisch qualifiziertem Nachwuchs. Grund genug für sie und auch den Förderverein der Schule, das neueste Projekt zu unterstützen: Zurzeit werden Materialien für Schülerexperimente zum Thema „Umweltradioaktivität“ angeschafft – quasi ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. „Radioaktivität ist allgegenwärtig. Als natürliche Strahlung und als künstliche Radioaktivität von der Medizin bis zur Energieerzeugung“, so Cordes. „Sie ist eine der elementaren gesellschaftlichen Fragen der nächsten Jahre.“

· Übertragungstechnik

Damit steht die staatlich anerkannte katholische Privatschule in Trägerschaft der Franziskanerinnen auch heute noch zu ihren seit jeher geltenden Grundsätzen: sich mit einem unverwechselbaren Profil und einer verlässlichen Bildungs- und Erziehungsarbeit den bildungspolitischen Herausforderung der jeweiligen Zeit zu stellen. von B. Engel [Text/Fotos], S. Knoth [Fotos], J. Stamm-Ochel [Fotos] und Stadtarchiv Olpe [Fotos]

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T-EV-A und sein neues Zuhause Ü B E R F R E U N D S C H A F T, V E R K N Ü P F U N G U N D G E H E I M E H E L D I N N E N

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in Sauerländischer Verein braucht ein Zuhause. T-EV-A, das ist der Türkische Elternverein in Attendorn, hat seine Geschäftsräume vor einem halben Jahr bezogen und freut sich, dass viele neue Projekte in diesen Räumen nun umgesetzt werden können.

den Eltern vielleicht versehentlich gemacht werden. Eine wichtige Grundlage für das sichere Erlernen einer zweiten Sprache ist die Beherrschung einer Ausgangssprache. Lernen Kinder zwei oder sogar mehrere Sprachen gleichzeitig, kommen sie schnell durcheinander und verwechseln nicht selten die Vokabeln.

„Wir sind im Einsatz für unsere Kinder“, lautet das Motto des Vereins. Ihnen ist die Sensibilisierung der Eltern und die Hilfestellung in der interkulturellen Erziehung wichtig. Durch verschiedene Veranstaltungen, Projekte und Workshops wollen sie neue Freundschaften schaffen und alte pflegen. „Integriert sind wir ja schon“, so Aziz Dogru, Geschäftsführer des Vereins. Stimmt! Seit inzwischen sechs Jahren gehört beispielsweise das Internationale Kinderfest mit zu den Attendorner Veranstaltungen, das auch Sauerländer von außerhalb gerne besuchen. In diesem Jahr fand es wieder an Muttertag in der Stadthalle Attendorn statt. Der Verein kümmert sich um viele Bereiche, die durch Hilfestellungen und Zusammenarbeit erleichtert werden. Zum Beispiel bekommt jeder Hilfe, der für Gespräche bei Ämtern und in Schulen einen Dolmetscher benötigt – und auch die Frage nach der richtigen sprachlichen Erziehung der Kinder wird beantwortet. So sollen die Kinder erst mal die Sprache richtig lernen, die von der Mutter gut beherrscht wird. Ab dem Kindergartenalter können die Kinder dann Deutsch lernen, was nur so auch ohne die Übernahme von Fehlern klappt, die von

Doch nicht nur die Sprache ist eine Barriere, die man gemeinsam überwinden kann. Speziell für schüchterne Jugendliche hat sich T-EV-A den Workshop „Ich bin´s, Ich kann´s“ ausgedacht. Hier lernen sie ihre Fähigkeiten kennen und schätzen und noch eine wichtige Sache fürs Leben: Sie erhalten mehr Mut. Und dieser Mut kann das ganze Leben bereichern. Der Workshop ist dabei für alle gedacht, egal, welcher Nationalität man angehört und was im Ausweis steht. Generell bietet der Verein auch Nachhilfe an, wenn es mal mit den Noten hapert.


World Flags Bedruckte oder genähte

Schützen- und Vereinsfahnen Über all das hinaus veranstaltet der Verein auch Kochkurse, die immer unter einem anderen Thema stattfinden. Bei diesen Kursen stehen vor allem der Spaß an der Freude, das Knüpfen neuer Freundschaften und die Vernetzung untereinander im Vordergrund. Mit Attendorns Vereinen besteht diese Vernetzung bereits seit Jahren. Schon längst zählen das DRK, die Feuerwehr und viele andere Vereine zu den engen Freunden des T-EV-A. Nicht unerwähnt bleiben dürfen aber die geheimen Heldinnen des Vereins, die hier einmal namentlich genannt werden sollen: Habibe Polat, Gülay Doğan, Zahide Seyhan, Seher Dogru, Semiha Cinkaya, Nurgül Özdemir, Selma Sinoplu, Melek Şahin, Aynur Çakır und Elvan Nalcı gehören dazu. Im Hintergrund sorgen ihre flinken Hände für das leibliche Wohl auf Feiern und Festivitäten und kümmern sich auch liebevoll um Dekorationen. Verlangen tun sie für diese Arbeit nichts und sie wollen auch nichts, denn es macht ihnen Spaß und sie helfen gerne. Ihre Arbeit kann z. B. auf dem Internationalen Kinderfest gesehen und probiert werden, da sich die Damen stets um die Verpflegung der Gäste mit leckeren, türkischen Spezialitäten kümmern. Darum möchte sich der Verein an dieser Stelle recht herzlich bei seinen geheimen Heldinnen in dieser Ausgabe bedanken, für die Liebe, die sie in ihre Arbeit legen, das große Engagement bei allen Festivitäten und für die Selbstverständlichkeit, mit der sie den Verein tatkräftig unterstützen. Vielen Dank! von D. Fischer [Text/Foto] und G. Cramer [Fotos]

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Südwestfalen macht Schule E I N E TO U R M I T D E M M U S E U M S B U S Z U M AT T E N D O R N E R F E U E R W E H R M U S E U M

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eschichte hautnah erleben, statt sie im staubigen Klassenzimmer erzählt zu bekommen. Das ist im Attendorner Feuerwehrmuseum möglich. Als qualifizierter, außerschulischer Lernort des Projekts „Südwestfalen macht Schule“ können Schulklassen aus dem Kreis Olpe das Museum bequem mit dem kostenlosen Museumsbus der AG Museumslandschaft besuchen. WOLL ist dabei gewesen, als eine zweite Schulklasse die Geschichte der Feuerwehr in Attendorn näher unter die Lupe genommen hat. Große Kinderaugen staunen nicht schlecht beim Anblick eines Hornissennestes, das Ulrich Johannes, Feuerwehrmann und 1. Vorsitzender des Vereins Attendorner Feuerwehr-Museum, den Grundschülern in einer Vitrine zeigt. Der Vorsitzende bietet das Lernprogramm „Auf Entdeckungstour bei der Feuerwehr“ für alle Schulformen individuell angepasst an. Das erlebnisorientierte Lernen, das auch Arbeitswelten zeigen soll, steht für das Projekt „Südwestfalen macht Schule“ an erster Stelle. Die Erfolgskriterien unterliegen fünf Punkten, u. a. die Anknüpfung an ein passendes Unterrichtsthema mit und anhand von authentischen Objekten, ein altersgerechter Zeitplan und die Möglichkeit zur Eigenaktivität unter Anleitung von erfahrenen Betreuern vor Ort. Deshalb beantwortet Ulrich Johannes gerne alle Fragen, die während des Museumsbesuchs aufkommen. Bei jüngeren Schülern achtet er vor allem darauf, viele Dinge zeigend zu erklären. Schüler aus älteren Jahrgängen dürfen sich ein

Exponat aussuchen, selbst recherchieren und ihre Ergebnisse vorstellen. In der Museumshalle finden sich viele Exponate rund um das Feuerlöschwesen aus den vergangenen Jahrhunderten. Deutlich wird dabei, dass vor allem in den letzten Jahrzehnten viele technische Fortschritte gemacht wurden. Insbesondere ist das an der Entwicklung der Ausrüstung, Pumpen, Feuerlöscher und Uniformen der Feuerwehr zu sehen. Heute fährt die Feuerwehr motorisiert, in den Anfängen aber mussten die Vorrichtungen zum Feuerlöschen auf einem Karren transportiert werden, der geschoben werden musste. Vorbei an ganz alten Ausstellungsstücken, die aus der Anfangszeit der Feuerwehr berichten, geht es über eine Treppe nach oben in einen Raum, in dem Arbeitskleidung, Helme und Mützen aus verschiedenen Jahrzehnten und Ländern ausgestellt sind. Spannend sind auch die Sammlung kleiner Figürchen und Fahrzeuge und die Mini-Version der Türme, in dem früher die Feuerwehrschläuche nach den Löscheinsätzen zum Trocknen aufgehängt wurden. Diese Türme standen in Originalgröße bis 1957 mitten in Attendorn. Zwischendurch macht Ulrich Johannes mit den Kindern eine kleine Frühstückspause, während der er noch einige Fragen beantwortet und erklärt, wie man einen Brand meldet und was ein Feuerwehrmann früher und heute für Schutzkleidung getragen hat bzw. trägt.

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Einsatz und die Feuerwehrleute müssen in voller Montur versuchen, durch das Labyrinth zu kommen. Für die Klasse der Gräfin-SaynSchule Drolshagen war es spannend, in Gruppen durch den Gang zu kriechen und auf gegenseitige Hilfe angewiesen zu sein. Das schult am Ende noch einmal den Zusammenhalt, denn Feuerwehr ist Teamarbeit. Danach geht es runter, diesmal in die Halle mit den großen Einsatzfahrzeugen. In einige davon dürfen sich die Kinder auch hineinsetzen und so erfahren, wie man als Feuerwehrmann in so einem großen Auto sitzt. Wichtig für jeden Einsatz ist, dass alles an seinem Platz liegt und die Feuerwehrleute sofort ausrücken können, wenn sie gerufen werden. Daher ist es nach jedem Einsatz wichtig, dass alles wieder an seinen Platz kommt, denn jede Sekunde zählt.

© domilo122 / pixelio.de

Das Podest der Drehleiter nutzen die Kinder noch für ein Klassenfoto, damit sie später auch eine Erinnerung an den tollen Ausflug haben. Das größte Highlight ist jedoch der Gang durch die Atemschutzstrecke, durch den die Schulklasse am Ende der Führung gruppenweise kriechen darf. Diese Übungsanlage nutzen viele Feuerwehrfrauen und -männer im Kreis Olpe regelmäßig, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Wenn die Großen üben, kommt auch eine Nebelmaschine zum

Zum Schluss bringt der Museumsbus die Zweitklässler nach einem anstrengenden, aber erlebnisreichen Tag wieder zurück zur Schule. Der Museumsbus, dessen Fahrten in begrenzter Anzahl vom Kreis Olpe finanziert wird, bringt die Kinder aber nicht nur ins Feuerwehrmuseum, sondern auch zu anderen außerschulischen Lernorten. Dazu gehören alle Museen und Sammlungen der AG Museumslandschaft, unter anderem das Südsauerland-Museum, das Bergbaumuseum Siciliaschacht, die Wendener Hütte und das Kulturgut Schrabben-Hof, Silberg. Die Lehrpersonen der Schulklassen, die sich beteiligen, führen jeweils eine Vor- und Nachbereitung des erlernten Stoffes durch. Die Ausflüge mit dem Museumsbus sollen helfen, die Geschichte der eigenen Heimat besser kennenzulernen und außerdem eine Verknüpfung schaffen, an die sich die Kinder später noch erinnern können, wenn sie erwachsen sind. Denn woran erinnert man sich nach der Schulzeit am besten? Genau, an spannende Ausflüge! von D. Fischer [Text] und G. Cramer [Fotos]

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Neue Hobbys testen bei Modellbau Jung H A U S M E S S E – G R O S S E R S PA S S F Ü R N E U E U N D A LT E FA N S Viele neue Fans fanden bei der Hausmesse von Modellbau Jung am 21. Mai einen neuen Zugang zum Modellbau. Vater und Sohn, aber auch begeisterte Modellbaufrauen waren auf der Offroadstrecke in Wörmge zugegen. Probefahren war durch Carsten Jung, dem Betreiber von Modellbau Jung, ausdrücklich erwünscht. Seit über 26 Jahren ist der Attendorner schon Modellbaufan und so kam es vor drei Jahren schließlich zur Eröffnung eines Modellbauladens direkt neben dem Landhaus Wörmge, das er zusammen mit seiner Frau Therese betreibt. Von Anfang an setzte Carsten Jung auf eine Kombination aus Onlinehandel und der Beratung vor Ort. „Gute Beratung ist mir wichtig“, so der leidenschaftliche Modellbauer. „Auch, um Frust zu vermeiden, wenn man sich etwa am Anfang für das falsche Modell entscheidet.“ Dabei hat Modellbau Jung einen großen Einzugsbereich: „Manche Kunden kommen extra aus Lüdenscheid, Gummersbach oder auch dem Westerwald, um sich hier in Wörmge beraten zu lassen.“ Auf der Hausmesse wurde tatkräftig beraten, ausgestellt und natürlich getestet. „Um etwas kennenzulernen, muss man es anfassen“, weiß der Modellbauer. Hat man das richtige Modell gefunden, eröffnen sich gerade im Sauerland viele Möglichkeiten. Als Rennstrecken gibt es immerhin die von Modellbau Jung in Wörmge und eine weitere bei Olpe. Für Modellbauflieger ist die Auswahl sogar noch größer. Das aktuelle Trendthema „Fliegen mit Multicoptern“ zeigte das Team von RC-Quadrocopter.de ebenfalls auf der Messe. Mit zwei Plätzen in Attendorn und weiteren in Olpe, Meinerzhagen, Elspe, Plettenberg, Littfeld und Eckenhagen sind Flugmodellbauer bestens versorgt. Die Auto-Rennstrecke in Wörmge, die immer weiter verfeinert wird, ist im Übrigen so ausgerichtet, dass sowohl Anfänger als auch Profis ihren Spaß haben. Modellbau Jung · Wörmge 4 · 57439 Attendorn Tel. 02761/837093 · info@modellbau-jung.de · www.modellbau-jung.de


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Azubis der Volksbanken im Kreis Olpe gehören zu den Prüfungsbesten in NRW S P I T Z E N A B S O LV E N T E N KO M M E N AU S D E M S AU E R L A N D

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ie genossenschaftlichen Banken gehören zu den TopAusbildern in Deutschland – und ihre Auszubildenden sind richtig starke Nachwuchskräfte.“ Dieses Lob von Monika Lohmann, der Abteilungsleiterin der Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsakademie in Forsbach (RWGA), galt auch Gabriela Pahl, Florian Stettner, Carolin Stahl (alle Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen) und Luisa Iarossi von der Volksbank Bigge-Lenne. Sie sind vier von 67 Bankkaufleuten des aktuellen NRW-Abschlussjahrgangs, die mit „sehr gut“ abgeschlossen haben. Sie alle wurden jetzt von RWGA-Abteilungsleiterin Monika Lohmann im Rahmen einer Feierstunde geehrt. Die vier Azubis seien für ihr weit überdurchschnittliches Engagement mit einem herausragenden Prüfungsergebnis

belohnt worden, so Lohmann: „Sie gehören damit zu einem ausgezeichneten Kreis von Spitzenabsolventen im genossenschaftlichen Finanzverbund.“ Solche Ergebnisse unterstreichen den Ansatz der Kreditgenossenschaften, auch in der Ausbildung regionale Stärke mit hoher Qualität zu verbinden.

Ein echter Grund zur Freude „Bleiben Sie engagiert, neugierig und mutig – auch bei der eigenen Karriereplanung“, gab Lohmann den erfolgreichen Azubis mit auf den Weg. Sie würde sich freuen, wenn die genossenschaftliche Finanzgruppe mit ihren zahlreichen Möglichkeiten in der Bankpraxis aber auch in der berufsbegleitenden Weiterbildung ihre Heimat bleibe. Die aktuelle Beratungsaufgabe laute: „Gestalten Sie Ihr Leben, gehen Sie Ihren Weg, suchen Sie Ihre Herausforderungen.“

Gabriela Pahl, Florian Stettner, Carolin Stahl (alle Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen) und Luisa Iarossi von der Volksbank Bigge-Lenne zählen zu den besten Azubis der NRW-Genossenschaftsbanken.

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Für die Volksbanken im Kreis Olpe war das hervorragende Abschneiden ihrer jungen Mitarbeiter sowie die damit verbundene Ehrung durch den Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband ein echter Grund zur Freude. Vorstandssprecher Peter Kaufmann sagte: „Es ist nicht nur die exzellente Abschlussnote, die uns glücklich und stolz macht, sondern auch ihre persönliche Entwicklung. All das sehen wir als Bestätigung für die gute Arbeit unserer Ausbilder.“


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Beratung bei psychischen Erkrankungen

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R E S E LV E B I E T E T I N D I V I D U E L L E U N T E R S T Ü T Z U N G

twa jeder dritte Mensch zeigt im Laufe seines Lebens die Symptome einer psychischen Erkrankung. Depressionen, Ängste oder traumatische Ereignisse können jeden von uns treffen und sollten schon längst kein Tabuthema mehr sein. Dennoch fällt es vielen Betroffenen immer noch schwer, sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn sie merken, dass sie eine belastende Situation nicht mehr allein bewältigen können. Eben diese Hemmschwellen abzubauen, das hat sich die im vergangenen Herbst neu eröffnete Beratungsstelle der reselve in Olpe zum Ziel gemacht. Leiterin Christine Schneider: „Je früher eine entsprechende Unterstützung ansetzt, desto eher gelingt es den Betroffenen, mit ihrer Erkrankung umzugehen oder sie gar zu überwinden.“ Geschäftsführer Dirk Römer betont, dass reselve als gemeinnütziger Träger und Netzwerkakteur in unterschiedlichen Feldern tätig ist: „Mit den

B. Bernhardt [Fotos]

Bei psychischen Erkrankungen bietet reselve Beratung und Unterstützung.

neuen Räumlichkeiten direkt gegenüber dem Rathaus schließen wir eine Versorgungslücke. Bei uns bekommen Bürgerinnen und Bürger zeitnah einen Gesprächstermin und wir helfen, im komplexen System der psychiatrischen Versorgung die richtigen Wege einzuschlagen.“ Reselve bietet neben beratenden Angeboten in Siegen und Olpe unter anderem auch medizinische und berufliche Rehabilitation, betreibt zwei Tagesstätten und ermöglicht im Rahmen des „Ambulant Betreuten Wohnens“ Unterstützung in den eigenen vier Wänden. „Unser Angebot in der neuen Beratungsstelle ist niedrigschwellig und richtet sich an Betroffene wie Angehörige gleichermaßen“, betont Christine Schneider. Die Beratungsstelle in Olpe ist montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

reselve gGmbH | Standort Olpe | Franziskanerstr. 5 | 57462 Olpe | Telefon: 0 27 61 / 8 39 42 -0 | c.schneider@reselve.de | www.reselve.de


Das ist einfach ” er Leben“ uns

DER FAMILIENBETRIEB DES RESTAURANTS WALDENBURG STELLT SICH VOR

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dyllisch und nah am Biggesee liegt das Restaurant Waldenburg, auf direktem Weg zur Waldenburger Bucht. 46 Jahre lang war es in Besitz der Eltern von Brigitte TiggesRinscheid, die es vor zwei Jahren übernommen hat. Schon immer hat sie mit im Restaurant gearbeitet und kennt ihre Stammgäste gut. Dazu gehören alteingesessene Kegelclubs und Gäste, die gerne gutbürgerlich essen oder sonntags gerne zum Frühschoppen kommen. Mit der Zeit sind so zwischen Brigitte Tigges-Rinscheid und ihren Gästen langjährige Freundschaften entstanden. Auch die Prinzengarde Attendorn, zu der auch Brigittes Söhne Maximilian und Alexander gehören, kehrt regelmäßig im Gasthof ein. In ihrem Restaurant achtet sie auf Details und dekoriert immer wieder neu, vor allem zu besonderen Anlässen. Das können Hochzeiten, Beerdigungscafés, Kommunionfeiern, Geburtstage, Karnevalsveranstaltungen, Weihnachtsfeiern, Brunchs

und andere Anlässe sein. „So hat das Restaurant immer ein anderes Gesicht“, erklärt sie lächelnd. Mit der Arbeit steht sie nicht alleine da. Ehemann Ulrich Tigges und Sohn Alexander helfen ebenfalls mit, beim Gasthof Waldenburg handelt es sich eben immer noch um einen echten Familienbetrieb. Seit einem Jahr hat sich das Gesicht der Gaststätte wieder verändert. Es gibt eine neue Theke, an der ein kühles Bier mindestens genauso gut schmeckt wie draußen unter den Sonnenschirmen auf der Terrasse. Und das war noch nicht alles. Brigitte mag ihre Arbeit: „Das ist einfach unser Leben, wir kennen nichts anderes als unseren Laden.“ Und etwas anderes wollen sie auch nicht. „Wir sind zufrieden.“ G. Cramer [Fotos]

Restaurant Waldenburg | Waldenburger Weg 31 | 57439 Attendorn | Telefon 02722/2619


Auf der Sonnenseite des Sees S E G E L N I N A L L E N D I M E N S I O N E N – D E R YAC H T - U N D R U D E R C LU B AT T E N D O R N

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och steht die Sonne im Zenit. Dann und wann schiebt sie sich hinter die weißen Wolkenfelder. Ein guter Wind mit Böen bis zu fünf Windstärken bläst über das glitzernde Wasser. Weißes Tuch bläht sich über blauem Grund vor satter grüner Kulisse. Das ganze Land rund um den Biggesee scheint zu strahlen. „Das sind perfekte Verhältnisse“, freuen sich Ludger Schneider und Holger Schirmeyer, die Vorsitzenden des Yachtund Ruder-Clubs Attendorn (YRCA). Denn an diesem Samstag im Mai wird die Waldenburg-Regatta ausgetragen. Die Anmeldezahlen sind so gut wie das Wetter selbst. Kurzum, es ist ein Tag, der keine Wünsche offen lässt und die Dimension einer Leiden-

schaft zeigt, der sich die Menschen hier am See verschrieben haben: dem Segeln! Im vergangenen Jahr feierte der YRCA sein 50-jähriges Bestehen. Dass das Jubiläum aufgrund der Sanierungsarbeiten am Hauptdamm in eine Zeit mit selten da gewesenem Niedrigwasser fiel, war schade. Der Stimmung aber tat es keinen Abbruch. So wie Attendorner nun mal sind, ließen sie sich ihre Laune nicht verderben. Schließlich hatte man allen WOLL Sommer 2016 –

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guten Grund zu feiern, blickt man doch mit Stolz auf einen Verein, der die Segel stets richtig zu setzen wusste und den guten Wind aus der Vergangenheit für das Hier und Jetzt und die Zukunft nutzt.

Die Vielfalt des Segelns Ein kurzer Blick zurück: Es war der 8. Januar 1965, als 13 Männer im Hotel Rauch den YRCA aus der Taufe hoben. In der Waldenburger Bucht, dort, wo ehemals das historische Forsthaus seinen Platz hatte, fand man ein geeignetes Clubgelände. 1967 brachte man den ersten Steg zu Wasser und errichtete ein Bootshaus, das schon zwei Jahre später erweitert und zum Clubhaus umgebaut wurde. Im Juli 1968 wurde mit der

Waldenburg-Regatta die erste selbst organisierte Wettfahrt veranstaltet. Die Mannschaft, die unter der YRCA-Flagge segelt, ist heute 600 Mitglieder stark. Männer, Frauen, Kinder widmen sich hier in ihrer Freizeit der Vielfalt des Seglerlebens. Vom routinierten Skipper bis zu denen, die den Sport gerade für sich entdeckt haben und erste Erfahrungen mit Wasser, Wind und Wellen, mit Teamgeist und sportlichem Wettbewerb machen. Alleine sieben clubinterne Yardstick-Regatten richtet der YRCA pro Saison aus. Dazu kommen weitere Ranglisten-Regatten und Meisterschaften im heimischen Revier und darüber hinaus. Gute Beziehungen unterhält man auch zu den anderen Clubs am See und nutzt effektiv Synergien. Seit jeher setzt der YRCA ein besonderes Augenmerk auf eine fundierte Ausbildung der Jugend und die Förderung von Talenten. Für den Nachwuchs, Anfänger

Der YRCA-Vorstand im Jubiläumsjahr 2015


wie Fortgeschrittene, stehen insgesamt 24 Optimisten, 420er, Laser und O´pen BIC zur Verfügung. Erfolgreiches Eigengewächs ist beispielsweise Marko Hasche, der 2013 bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Starboote den Titel holte. Das Hobby Segeln beinhaltet aber auch reichlich Geselligkeit. „Eigentlich sind wir wie eine Familie und bieten sozusagen ein Rundum-Paket“, betonen Schneider und Schirmeyer und sprechen vom großen Wir-Gefühl, das hier in der Waldenburger Bucht, auf der „Sonnenseite des Sees“, ein ansehnliches Zuhause hat. Im Mittelpunkt das aus Holz gebaute, sich wunderbar in die Natur einfügende Clubhaus in unmittelbarer Nähe und vor allem in Höhe der Wasserlinie. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick sowie einen direkten, weil kurzen Zugang zu den drei Bootsstegen, ebenfalls in Holzbauweise, zudem mit beidseitigen Auslegern für jeden der 138 Bootsplätze. In diesem Jahr werden sie mit Strom ausgestattet. „Einfach unschlagbar in Atmosphäre und Komfort“, so die Attendorner zu ihrem Domizil. „Wer einmal hier ist, der möchte nicht mehr weg.“ Ein Großteil der Mitglieder sind waschechte Hansestädter oder aus der direkten Umgebung. Man kennt sich, mitunter von klein auf. Viele Familien sind inzwischen in der dritten oder vierten Generation aktiv. Und auch die, die von weiter weg oder neu hinzukommen, sind herzlich willkommen.

beherrscht man im YRCA vortrefflich. Hier verabredet man sich, redet, feiert und tanzt. Jeden Donnerstag in den Sommerferien heißt es für die Attendorner Segler, Freunde, Bekannte und Interessierte: „Horst grillt.“ Und wenn dann am Abend beim Plätschern der Wellen und Wiegen der Masten die Sonne untergeht, freut man sich schon auf den nächsten See-Tag. Glücklich ist da der, der sich im eigenen Boot zur Ruhe legen kann. von B. Engel [Text/Fotos] und YRCA [Fotos]

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So gesehen ist der YRCA ein sportlicher und gesellschaftlicher Mikrokosmos in Idealformat. Mit zwei Epizentren. Da sind zum einen die Hafenmeister Christoph Bilsing und Thomas Bach, die sprichwörtlich jeden irgendwann am Haken haben und immer zur Stelle sind, wenn handwerkliches Geschick, Rat und Tat gefragt sind. Und da ist das Wirtsehepaar Rita und Horst Müller. Bei ihnen findet man jederzeit ein offenes Ohr und etwas Gutes auf dem Teller. Seit sechs Jahren wirten die ehemaligen Betreiber des „Bellebaums“ in ihrer sympathischen und kompetenten Art im YRCA, sind wie ein sicherer Ankerplatz an einem der schönsten Plätze am Biggesee. Wenn jemand kommt und etwas braucht – kein Problem. Die Müllers sind da. Sowieso: Den Landgang

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Für die Abenteuer des Alltags BUCHEN SETZT TRENDS

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n der U-Bahn, im Park, auf den Straßen und in den Fashion Malls unserer Großstädte: Man trägt wieder Rucksack. Er ist Fashion-Trend und erledigt ganz nebenbei die klassische Verteilung der Geschlechterrollen. Zum absoluten It-Piece unter den gefragtesten Daypacks hat es der Kånken der schwedischen Marke Fjällräven geschafft. Höchste Zeit also, ihn aus den Metropolen zu holen und auch modebewussten Sauerländern an die Hand zu geben. Das geht ganz einfach mit einem Besuch bei Buchen in Olpe, nicht nur Spezialist für Motorräder, Gartenund Kommunaltechnik, sondern ebenso groß in Sachen Freizeitund Outdoor-Bekleidung. Und wer einmal da ist, den lässt der internationale Kultrucksack, der ebenso gut als Handtasche funktioniert, nicht mehr los. Kånken kam bereits vor mehr als drei Jahrzehnten als Schulrucksack auf den Markt. Heute ist er rund um den Globus aktuelles Must-have. Aus strapazierfähigem G-1000-Gewebe, klein, leicht, bunt und absolut hipp wird er als

urbaner Alltagsheld geadelt. „Sein Material ist extrem robust und langlebig, sodass er mit der Zeit immer schöner wird“, so Steffi Buchen, die fast die ganze Farbpalette des Kånken für ihre Kunden bereithält. Damit nicht genug. Denn die Ikone aus dem Haus Fjällräven hat noch eine ganze Menge Geschwister, wie Totepack, Duffle, Foldsack, Numbers oder den jüngsten Zuwachs Räven. Sie alle verbinden einzigartig schlichte Linien mit praktischen Details und Funktionen. Dazu gesellen sich Accessoires wie Tablet-Cases, Passport-, Travel- und Zip-Wallets. Überhaupt: Buchen ist in Sachen hochwertige Bekleidung für das Outdoor-Segment längst ein Begriff. Dabei setzt man neben dem hochwertigen schwedischen Label auf die Marke Schöffel, die gleichermaßen für Tradition und Moderne steht. Als besonderes Angebot gibt es auf die aktuelle Musterkollektion bis zu 50 Prozent Rabatt (Herren Größe 50, Damen Größe 38). B. Bernhardt [Fotos]

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Das vielseitige WOLL-Dorf Dahl-Friedrichsthal TRADITION UND FORTSCHRITT GEHEN HIER HAND IN HAND

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ingebettet zwischen den grünen Wiesen der Stadt Olpe und der Gemeinde Wenden liegt unser WOLL-Dorf DahlFriedrichsthal. Verkehrsgünstig am Autobahnkreuz A4/A45 gelegen siedelten sich hier in der Vergangenheit einige Industrieunternehmen an. So wuchsen die Orte Dahl und Friedrichsthal nach und nach zu einer Ortschaft zusammen, in der heute etwa 1.500 Menschen leben. Der Name „Dahl“ leitet sich höchstwahrscheinlich aus dem plattdeutschen Ausdruck „imme Dahle = im Tal“ ab, während der Name von „Friedrichsthal“ seit etwa 1835 auf den erfolgreichen Papierfabrikanten Friedrich Fahne zurückzuführen ist, der dort eine Papiermühle betrieb. Den Industriecharakter hat sich Friedrichsthal bis heute als Standort zahlreicher erfolgreicher Unternehmen bewahrt, während Dahl mit einem liebevoll hergerichteten Ortskern und

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vielen Plätzen zum Sitzen und Genießen besticht. Über allem thront die St.-Marien-Kirche mit deren Bau nach Platzproblemen in der vorigen Kapelle 1967 begonnen wurde. In DahlFriedrichsthal finden sich dazu noch die Dorfgemeinschaftshalle, eine Grundschule, der Kindergarten „Dahler Spatzennest“ und eine Sportanlage mit Kunstrasen und dem Vereinsheim des SV Dahl-Friedrichsthal. Einmal im Jahr, zu Pfingsten, beflaggen die Bewohner ihre Häuser, denn wie in allen WOLLDörfern wird hier leidenschaftlich gern Schützenfest gefeiert. Der St.-Josef-Schützenverein feiert sein Fest seit 1909. Und seitdem besteht dazu auch der Club der Kranzbinderinnen, deren Frauen sich jedes Jahr am Freitag vor Pfingsten treffen, um einen Kranz für das amtierende Königspaar zu binden. Im nächsten Jahr werden sich somit Uwe und Christa Schneider, die sich in diesem Jahr die Königswürde sichern konnten, über einen hübschen Kranz an der Haustür freuen können. Im Jahr


1969 wurde als Unterabteilung die Vereinigung der „Sportschützen Dahl-Friedrichthal“ gegründet, die in der Dorfgemeinschaftshalle auf der Standanlage mit acht Ständen trainieren. Das alljährliche Preis- und Pokalschießen ist zu einem festen Bestandteil des dörflichen Lebens geworden. In diesem Jahr gibt es eine weitere Neuerung rund um die St.-JosefsSchützen: Der neugegründete Königsclub „Heiße Flinte“ soll in Zukunft das Vogelschießen durch mehr Bewerber unter der Vogelstange attraktiver und spannender gestalten. Doch auch an anderer Stelle engagieren sich die Bürger vorbildlich: Mit Arbeitseinsätzen werden die Flächen im Dorf ansehnlich gehalten oder es wird Gutes getan, in Form von Spenden. So konnten im vergangenen Jahr vor Weihnachten 800 Euro für die ortsansässige Gruppe Simon des St. Josefshauses Olpe zusammengetragen werden, die dort dankbar in Empfang genommen wurden. Zu den weiteren Brauchtümern im Dorf

gehört auch das alljährliche Osterfeuer, das von der Poschegesellschaft geplant und durchgeführt wird. Ebenso finden an der Hütte des Sauerländischen Gebirgsvereins in Dahl Feierlichkeiten, zum Beispiel ein Herbstfest, statt. Zudem treffen sich die Mitglieder jeden zweiten Donnerstag im Monat an der Hütte zum gemütlichen Beisammensein, zu dem auch Nicht-Mitglieder jederzeit willkommen sind. Als weitere Organisation finden sich in unserem WOLL-Dorf die Waldgenossenschaft, der Wasserverband und der Sportverein SV Dahl-Friedrichsthal. Dieser ist unterteilt in die Abteilungen Gymnastik, Tischtennis, Damenfußball, Jugendfußball und Herrenfußball. Die Fußballer trainieren seit 2010 auf einem der modernsten Kunstrasenplätze im Kreis Olpe: Dieser Platz trägt den wohlklingenden Namen „SV Arena“. Somit ist DahlFriedrichsthal ein Beispiel für ein sportliches, kulturelles und dennoch modernes Dorf, in welchem Traditionen und industrieller Fortschritt Hand in Hand gehen. von C. Schwegel [Text/Fotos]


Sibirien

endlose Weite

EIN SAUERL ÄNDER IN DER WEITEN W E LT – D I E S E R I E


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ibirien ist die größte zusammenhängende Landmasse der Erde und macht mehr als 50 Prozent der Fläche Russlands aus. Das entspricht ungefähr 40 Mal der Größe der Bundesrepublik. Von Moskau bis zum Pazifischen Ozean im Osten sind es 7.000 Kilometer. Das ist fast die Entfernung vom Sauerland bis Peking. In Nord-Süd-Richtung sind es vom Eismeer bis zur Mongolei 3.500 Kilometer. Es gibt in beiden Richtungen keine durchgehenden Straßenverbindungen. Nur die Transsibirische Eisenbahn von Moskau bis Wladiwostok, die weltweit längste Eisenbahnstrecke, verbindet das weite Land. Die Bevölkerung wohnt überwiegend in wenigen südlichen Großstädten entlang dieser weltberühmten Bahnlinie. Mit 37 Millionen Menschen sind es aber nur zweimal so viele wie in Nordrhein-Westfalen. Damit liegt die Bevölkerungsdichte bei nur einem Prozent von der in Deutschland. Das riesige Gebiet ist vornehmlich Flachland mit Taiga (Bäume) und im Norden Tundra (Gras und Flechten). Nur wenige Gebirge haben Höhen über 1.000 Meter. In Kamtschatka gibt es jedoch viele Vulkane und nur dort und im südlichen AltaiGebirge finden wir Berge, die über 4.000 Meter hoch sind. Die großen Vorkommen an Bodenschätzen sind wichtige Exportgüter für Russland. Am bedeutendsten sind Erdöl, Erdgas, Kohle, Gold, Diamanten, Eisen und Nickel. Die Wälder der Taiga liefern Holz von Fichten, Kiefern, Lärchen, Erlen und Birken und werden auf den großen Strömen Jenissej, Lena und Ob in riesigen Flößen transportiert. Das extreme Kontinentalklima bringt wenig Regen, im Sommer Temperaturen bis +40 °C und im Winter klirrende Kälte. Bei Omjakon in Ostsibirien wurde mit -68 °C die tiefste Temperatur außerhalb der Antarktis gemessen. Bei Jahresdurchschnittstemperaturen im Minusbereich entsteht Permafrostboden. Das ist hier das gesamte nördliche Gebiet und es ist teilweise 300 Meter tief bis -25 °C gefroren. Deshalb werden bei Grabungen nach Bodenschätzen immer wieder gut erhaltene Mammutkadaver gefunden, da diese Urzeitriesen hier erst vor 4.000 Jahren ausgestorben sind. Die Stoßzähne werden aktuell weltweit für Elfenbeinschmuck verarbeitet, da Elfenbein von Elefanten unter dem Schutz des „Washingtoner Artenschutzprogramm“ steht und international nicht gehandelt werden darf.

Taiga WOLL Sommer 2016 –

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Im Auftrag von deutschen und schweizerischen Reiseveranstaltern hat der Autor das Gebiet mehrmals bereist und war der erste westliche Fotograf, der nach dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des Kommunismus den inzwischen verfallenen geheimen Gulag bei Turujansk fotografieren durfte, in dem der Diktator Stalin viele Tausend seiner innenpolitischen Feinde durch grausame Zwangsarbeit umbringen ließ. Ein großartiges Erlebnis war die Fahrt mit einem Schiff von Krasnojarsk auf dem gewaltigen Jenissej fast 2.800 Kilometer bis zum nördlichen Eismeer bei Ust-Port. (Das entspricht der Entfernung vom Sauerland bis Ägypten) Mit über 4.000 Kilometern Länge einer der größten Ströme der Erde entwässert er eine Fläche von der siebenfachen Größe Deutschlands und ist an der Mündung über sechs Kilometer breit. Auf der im hohen Norden liegenden Taimyr-Halbinsel leben die letzten NenzenNomaden in Zelten unter den härtesten Lebensbedingungen unserer Erde, mit Myriaden von Mücken im Sommer und Temperaturen von -55 °C im Winter. Sie ziehen immer noch traditionell, wie seit vielen Generationen, mit ihren Rentierherden durch die Tundra.

Am Jenissei

Streitende Braunbären

Nenzen-Nomaden

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Im Gulag

Skythen-Kurgan

Der sagenhafte Baikalsee ist das „Heilige Meer“ der hier ansässigen Burjaten. Er ist der älteste und tiefste See der Erde. Über 600 Kilometer lang, bis zu 85 Kilometer breit und fast zwei Kilometer tief ist er mit seinem sauberen, klaren Wasser das größte flüssige Süßwasserreservoir der Erde. Das entspricht der doppelten Wassermenge der gesamten Ostsee. Im Laufe von Millionen Jahren hat sich eine sehr spezifische, endemische Natur entwickelt. Hier leben die einzigen Süsswasserrobben der Welt und es gibt 53 Fischarten, von denen 31 nur im Baikal vorkommen. In den ausgedehnten Waldgebieten der umgeben-

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den Taiga sind Bären, Wölfe und Luchse die beherrschenden Tiere. In den südlichen Bereichen an der Grenze zur Mongolei herrschte vor über 2000 Jahren das rätselhafte Reitervolk der Skythen. Wenn der Fürst starb, wurden die gesamte Familie und das Pferd getötet und mitbestattet. Danach wurde ein neuer Fürst aus den anderen Familen gewählt. Unter den Grabhügeln der Fürsten, den Kurganen, wurde in den Steinkistengräbern viel Goldschmuck mit fantastischen Tierfiguren gefunden. Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet durch Dschingis Khan erobert und kam unter mongolische Herrschaft. von Dieter Gandras, www.dieter-gandras.de [Text/Fotos]

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Fette Beats aus Attendorn

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ocker flockig begrüßt mich Elisa Schulte alias ÉSMaticx an der Milchbar in Attendorn. Wir sind für ein Interview verabredet und ich will ein paar Infos aus ihr herauskitzeln, denn sie ist Debütantin. Nein, keine Hofdame, die in das gesellschaftliche Leben tritt. Sie ist Rapperin aus Attendorn und hat Ende Mai ihr erstes Album herausgebracht. „Ich wollte immer singen“, antwortet Elisa auf meine Frage, wie sie zum Rap kam.

„Doch es wollte nicht so recht klappen. Da habe ich dann irgendwann angefangen zu rappen. Auch, weil Fabian Römer ein Idol für mich ist.“ Aus dieser Entscheidung sind dann nach und nach hörbare Songs geworden. Begonnen hat die Attendornerin mit der Musik Anfang 2010. Schnell war der erste Song fertig und erschien auf YouTube. „Heute würde ich das nicht mehr so schnell posten. Man verbessert sich, vor allem

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im Vergleich zum Anfang. Das Internet vergisst aber nichts und du kannst auch nicht beeinflussen, wer was schreibt. Ich würde jedem empfehlen, der Bock hat Musik zu machen, dass er die ersten Ergebnisse zunächst von Freunden und Bekannten bewerten lässt. “ Die Texte zu ihren Songs schreibt sie selbst. Am meisten über die Liebe, in jeglicher Form. Schon lange wollte ÉSMaticx diese Songs zu einem Album zusammentragen. Als das Hip-Hop-Label Egoland auf sie aufmerksam wurde, war es dann endlich soweit. Sie fuhr nach Berlin und erstellte dort aus ihren bereits geschriebenen Songs und den Beats von Lucry, dem Berliner Rapper mit den kubanischen Wurzeln, die ersten Songs. Zu „Chin Chin“, drehte sie auch ein Video, das übrigens auf YouTube zu finden ist. Im Video mit dabei ist Liv Gold von Berlin Tag und Nacht. Wer jetzt glaubt, dass die Musikerin den ganzen Tag nur Hip-Hop hört, hat weit gefehlt! Der gehört zwar dazu, jedoch haben es ihr auch die 1980er- und 1990er-Jahre mit Aretha Franklin, The Pointer Sisters und den Vengaboys angetan. Genauso dringt Alternatives des Öfteren an ihre Ohren. Was mich zu der Frage brachte, was für sie ein Leben ohne Musik sei. „Ein Leben ohne Musik wäre echt schade, sehr leer und sehr traurig.“ Doch zum Glück ist es ja anders. Nicht nur musikalisch läuft es im Moment gut, sondern auch privat. Ihre Freundin wohnt in Bremen, viel Stoff also, für neue Texte. Dennoch lebt und arbeitet ÉSMaticx gerne im Sauerland. Großstädte findet sie auch okay, aber sie würde vermutlich die schöne Landschaft vermissen. „Ich mag es hier total gerne. Als ich im Winter nach elf Tagen aus Berlin zurückkam, kam ich in eine schöne, verschneite Landschaft. Ich schätze, was ich hier habe.“ Ansonsten vertreibt sich die Musikerin gerne die Zeit mit verschiedenen Spielen auf Retro-Consolen. Nintendo 64, Playstation 2, 3 und 4 hat sie zur Auswahl, da kommt so schnell keine Langeweile auf. Und dann ist sie ja auch musikalisch hier und da auf Auftritten unterwegs. Das hat sie schon öfter gemacht und sieht das Ganze recht locker. „Eine Stunde vor dem Konzert werde ich dann aber noch immer nervös. Aber wer das nicht wird, der ist sich seiner Sache auch zu sicher.“ Das glaube ich gerne. Dann bleibt jetzt nur noch eines: Abzuwarten, wann das nächste Album rauskommt.

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Grammy Jury-Mitglied aus dem Sauerland „BEST OF“- ALBUM IN PL ANUNG

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uf den ersten Blick vermutet man nicht, dass in dem beschaulichen Dörfchen Brün ein Stück Musikgeschichte mitgeschrieben wird. Der Komponist Bernward Koch ist zwar weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus bekannt, dass dieser jedoch nun mitentscheiden darf, ob Lady Gaga, Ed Sheeran oder Taylor Swift einen Grammy erhalten, ist auch für ihn eine kleine Sensation. „Meine letzte CD ist auf dem Stimmzettel in der Kategorie ,New Age‘ für die Verleihung in diesem Jahr gelistet worden“, berichtet Koch über seinen Werdegang in diese verantwortungsvolle Position, „dies ist nämlich eine der Voraussetzungen, dass man ein ,Voting Member der National Academy of Recording Arts and Sciences‘ werden kann. Und dann hat meine amerikanische Plattenfirma ,Real Music‘ das Album bei der NARAS angemeldet, die es dann auf die Liste setzte.“ Diese Organisation verleiht nämlich seit 1959 den international bekanntesten Musikpreis in Los Angeles. Weltweit gehören ihr etwa 18.000 Produzenten, Musiker, Tontechniker und weitere musikalisch Tätige an. Und nun gehört auch Bernward Koch mit dazu. Als weitere Voraussetzung, um dort votierendes Mitglied werden zu dürfen, müssen, neben der Grammy-Nominierung, wenigstens sechs eigene Musikstücke in den USA veröffentlicht und erhältlich sein. „Und es kostet pro Jahr 100 Dollar“, schmunzelt Koch, „es ist schließlich alles ein großes Geschäft. Aber die Vielfalt an Musik ist einfach der Hammer.“ Nachdem er Mitglied geworden ist, erhielt Koch aus aller Welt Aufforderungen, für dieses und jenes Stück zu stimmen. „Auf Facebook kontaktierten mich sehr viele Musiker. Aber ich mach mir mein eigenes Bild und möchte mich nicht beeinflussen lassen. Wenn mich ein Lied in den ersten 30 Sekunden nicht überzeugt, dann passiert es

auch nicht in den folgenden Minuten.“ Diese Vorgehensweise scheint schlau, wenn man bedenkt, dass in mehr als 80 Kategorien um die 30 Musikstücke gelistet sind und demnach auch von ihm gehört werden müssen. Die fünf Künstler mit den meisten Stimmen in ihrer Kategorie werden schließlich zu der Preisverleihung eingeladen. Kochs CD „Remembering“ war im Februar leider nicht dabei. „Ich bin darüber nicht betrübt. Dass es überhaupt in Erwägung gezogen wurde, macht mich stolz!“ Möglich wurde dies aus seiner Sicht vor allem durch das Internet. „Ich kann in kürzester Zeit mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt treten, mich inspirieren lassen. Für die musikalische Entwicklung ist es ein Erfolg und Segen.“ Und das sagt Koch, obwohl er eher naturverbunden ist und sich zuerst dort inspirieren lässt. „Die Natur und ihre Veränderung lässt in mir neue Ideen für Kompositionen entstehen.“ Hört man die Lieder auf dem Album „Remembering“, versteht man schnell, was er meint. Lieder mit den Namen „New Morning“, „First Flowers“ oder „Longing for Night in Summer“ beginnen sogar mal mit Vogelgezwitscher und lassen ganze Landschaften vor dem inneren Auge entstehen. Die Musik kann damit ein wunderschöner Begleiter in die Rückzugsräume des täglichen Lebens sein, die wir, angesichts der völligen medialen Durchdringung unseres Lebens, immer nötiger brauchen. In der CD ist es Bernward Koch gelungen, exzellente, handwerkliche Kompositionsarbeit mit einer der heutigen Zeit angepassten Romantik zu verbinden. Das Album „Remembering“ beinhaltet 13 Songs mit einer Gesamtspielzeit von 62:32 m/s und ist weltweit als CD, Download und Stream bei allen gängigen Portalen und unter www.bernwardkoch.com erhältlich. von C. Schwegel [Text/Fotos]


WIRTSCHAFT

BRAUCHTUM

NATUR

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RAP

ROCK/POP

GOSPEL/CLASSIC

COMEDY

1. ATTENDORNER KULTURSOMMER Weekend

Mittwoch, 20. Juli 2016, Klosterplatz Attendorn

Echoes – Pink Floyd-Tributeband Mittwoch, 27. Juli 2016, Alter Markt

Joe Curtis – Die Stimme aus Südafrika Mittwoch, 3. August 2016, Mehrgenerationenspielplatz

Hans Werner Olm

Mittwoch, 10. August 2016, Burg Schnellenberg

• Beginn: 20 Uhr

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Zu einem Kabarett-Abend mit der Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer lädt die KFD Helden Frau und Mann, Jung und Alt in die Schützenhalle Helden ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 26. August, um 19.30 Uhr statt.

Weitere Information unter www.woll-biggesee.de

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– WOLL Sommer 2016

„Und sie bewegt sich doch“ heißt das neue Programm der katholischen Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer aus Iserlohn. In ihrer Paraderolle als Erna Schabiewsky gibt sie die „linke und rechte Hand des Pastors“, wobei ihr der Pfarrer mittendrin abhanden gekommen ist. Anspielungen auf die immer größer werdenden Kirchenverbünde, das abgehobene wirklichkeitsferne Selbstverständnis der Kirchenoberen, die neue Nutzung von Gotteshäusern, die Rolle der Frauen in der Kirche sind nur einige der Themen, die Böhmer auf kritische, aber doch äußerst charmante und humorvolle Weise anspricht.


–KOMPAKT Karten sind ab sofort im „Ihre Kette extra Markt“ Mertens in Helden, der Volksbank Helden, der Metzgerei Kirchhoff in Dünschede, der Buchhandlung Frey in Attendorn sowie bei den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeiterinnen der KFD Helden zum Preis von 15 € im Vorverkauf erhältlich (Abendkasse 18 €). Karten können auch unter der E-Mail: kfd-helden@web.de bestellt werden.

QUALM AUF DER ALM

ANGEBOT VOM 01.07. BIS 31.08.2016 ANGEBOT VOM 01.07. BIS 31.08.2016

Für Urlaubsgäste und Daheimgebliebene veranstalten die „Heldener Natur- und Heimatfreunde“ wieder die äußerst beliebte Ferienaktion „QUALM AUF DER ALM“ im landschaftlich schönen Repetal. Am Dienstag, 26. Juli 2016, und den folgenden drei Dienstagen, 2., 9., und 16. August 2016, trifft man sich an der „SONNENALM“ – oberhalb von Helden – jeweils ab 15.00 Uhr. Es werden ein reichhaltiges Kuchenbuffet, frische Waffeln und später Leckeres vom Grill und frisch gezapfte „kühle Blonde“ angeboten. Natürlich stehen auch Aktionen für Kinder im Programm. Bei Live-Musik ist somit für Jung und Alt gute Unterhaltung angesagt. Erstmalig treten am 2. August 2016 „Schneeweißchen und Rosenrot“ (siehe Foto), ein Unterhaltungsduo aus dem Westerwald, auf.

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TERMINE

V E R A N S TA LT U N G E N RU N D U M D E N B I G G E S E E U N D L I S T E R S E E

01.07.2016

20.07.2016

04.08.2016

„Hossa“ – Schlager-Dinner-Show

Weekend

Journeymen – Donnerstags auf dem Marktplatz

Die neue Show an Board des Galerieschiffes auf dem Biggesee. Ein fantastischer Abend mit Live-Gesang im stilechten Outfit der 1970er-Jahre. Zeit: 19.00 Uhr Ort: Anlegestelle Sondern, Am Hafen 1, Olpe Info: 0 27 61 / 96 59 -0

01.07.2016

BRINGS rocken das Wend´sche

Rap / Hip-Hop. Eine Open-Air-Veranstaltung im Rahmen des 1. Attendorner Kultursommers. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Klosterplatz Attendorn Info: 0 27 22 / 64 -140

150 Jahre Kapelle Grotewiese

Zeit: 19.00 Uhr Ort: Sportanlage „Am Siepen“, Ottfingen Info: www.sv-ottfingen.de

09./10.07.2016

Zeit: 15.00 Uhr Ort: Meinerzhagen-Grotewiese Info: www.kapelle-grotewiese.de

28. Kinder- und Gauklerfest

So abwechslungsreich das hochkarätige Programm auch ist, so individuell und natürlich bleibt auch der Charakter des „etwas anderen Festes“. Zeit: Sa. ab 18.00 Uhr / So. ab 11.00 Uhr Ort: Innenstadt Attendorn Info: 0 27 22 / 95 93 55

10.07.2016

Jazzfrühshoppen

10.07.2016

Wanderung zur SGV-Hütte Olpe

Halbtagswanderung mit Einkehr: Stadthalle Olpe – Rhonard Bach – Rhonard – SGV-Hütte Olpe (Einkehr) – Rhonardberg – Olpe ( Wanderstrecke: 10 km)

10.08.2016

Hans Werner Olm

Comedy. Eine Open-Air-Veranstaltung im Rahmen des 1. Attendorner Kultursommers. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Burg Schnellenberg, Attendorn Info: 0 27 22 / 64 -140

11.08.2016 27.07.2016

Echoes

Pink Floyd-Tributeband (Rock / Pop). Eine Open-Air-Veranstaltung im Rahmen des 1. Attendorner Kultursommers. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Alter Markt, Attendorn Info: 0 27 22 / 64 -140

Annina Struve & Hugoonion und Slidin Alex & the Down Home Blues Band. Zeit: 12.00 – 15.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe, Restaurant Info: 0 27 61 / 8 30

Zeit: 19.30 Uhr Ort: Marktplatz Olpe Info: 0 27 61 / 9 42 90

24.07.2016 Nach dem feierlichen Gottesdienst um 15.00 Uhr findet ein kurzer Festakt in der Scheune in Grotewiese statt. Im Anschluss besteht dort Gelegenheit zur Begegnung bei Getränken, kleinen Speisen und musikalischer Umrahmung.

Open-Air-Konzert mit der Kölner Band „Brings“.

Journeymen interpretieren die Musik Claptons auf ganz eigene Art. Mit einfallsreichen Arrangements und mehrstimmigem Gesang.

Klezgoyim – Donnerstags auf dem Marktplatz

Tradition und Innovation, ekstatischer Tanz und stille Versenkung, süße Melancholie und ausgelassene Lebensfreude. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Marktplatz Olpe Info: 0 27 61 / 9 42 90

11.08.2016

Joe Curtis

The Stokes – Donnerstags auf dem Marktplatz

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Mehrgenerationenspielplatz, Attendorn Info: 0 27 22 / 64 -140

Zeit: 19.30 Uhr Ort: Marktplatz Olpe Info: 0 27 61 / 9 42 90

03.08.2016 Die Stimme aus Südafrika (Gospel / Classic). Eine Open-Air-Veranstaltung im Rahmen des 1. Attendorner Kultursommers.

Traditional Irish Music. Von der Fachpresse als „die Einzigen legitimen Nachfolger der DUBLINERS“ gehandelt haben sie das volle Jahrzehnt erreicht.

Zeit: 12.30 Uhr (Abfahrt Rathaus Attendorn, Pkw) Ort: Olpe Info: 0 27 22 / 5 19 13

17.07.2016

Old- und Youngtimertreffen

Auto, Bus, Lkw, Moped, Motorrad, Trecker oder Sonderfahrzeug sind herzlich willkommen, Gäste natürlich auch, jederzeit. Zeit: 11.00 Uhr (Ende ca. 14.00 Uhr) Ort: Stadthalle Attendorn Info: www.oldtimertreff-attendorn.de

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– WOLL Sommer 2016

Zukunft ist einfach.

Wenn Sie sich auf einen soliden und innovationsfreudigen Finanzpartner verlassen können. Sparkasse Olpe Drolshagen Wenden

Gut für die Region.


13.–16.08.2016

25.08.2016

27./28.08.2016

Wendsche Kärmetze 2016

Orchester trifft Chanson – Donnerstags auf dem Marktplatz

Antik- und Trödelmarkt

Zeit: 19.30 Uhr Ort: Marktplatz Olpe Info: 0 27 61 / 9 42 90

Zeit: Sa. 09.00 – 18.00 Uhr / So. 11.00 – 18.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 02 71 / 78 05 45

26.08.2016

27./28.08.2016

Die besondere Atmosphäre der Wendener Kirmes ergibt sich aus der gelungenen Mischung von Kirmes, buntem Krammarkt und der beliebten Tierschau. Zeit: ganztägig Ort: Wenden Info: 0 27 62 / 406 -309

19.08.2016

Attendorner Hansenacht

mit Night-Shopping und Rahmenprogramm. Zeit: 18.00 Uhr Ort: Attendorn Info: 0 27 22 / 64 -140

21.08.2016

Jaques Offenbach Orchester Köln + Adrienne Haan. Von Chanson bis Marsch von Polka bis PaulLinke-Medley.

„Und sie bewegt sich doch“ Kabarett mit Ulrike Böhmer

Die KFD Helden läd Frau und Mann, Jung und Alt zum Kabarett-Abend mit Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer in die Schützenhalle Helden ein. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Schützenhalle Helden, Attendorn Info: 0 27 22 / 83 37

YCL – Tag der offenen Tür

Zeitlos wertvolle Antiquitäten, vieles aus Großmutters Zeiten, kunsthandwerkliche Sammlerstücke und Rares, aber auch günstige gebrauchte Mode oder neuwertige Ware.

Treckertreff Schreibershof

Die Treckerfreunde Schreibershof veranstalten wieder den beliebten Treckertreff. Zeit: ganztägig Ort: Schreibershof, Schützenplatz Info: Treckerfreunde Schreibershof

02.09.2016

mit großem Fest zum 50. Umzugsjubiläum. Vor 50 Jahren ist der Yacht-Club Lister von der Lister an die Bigge umgezogen.

27.08.2016

Zeit: 11.00 – 17.00 Uhr Ort: Clubgelände des YCL, Attendorn Info: www.ycl.de

Mit drei herausragenden Musikacts: Dime Daddies, The Busquitos, Ali Claudi

Theateraufführung

Riverboat Shuffle auf dem Biggesee Zeit: 18.00 Uhr (ab Olpe-Sondern) Ort: Hauptanlegestelle Sondern, Sonderner Str. Info: www.jazzclub-luedenscheid.de

Das Erntefest mit Gänsereiten beginnt in Bühren traditionell am Freitagabend mit einer Theateraufführung der Sauerländer Volksbühne. Zeit: 19.30 Uhr Ort: Bühren (Drolshagen), Festzelt Info: 0 27 61 / 67 33

21.08.2016

Wanderung der SGV-Abteilungen Attendorn, Drolshagen und Olpe

03.09.2016

27.08.2016

Halbtageswanderung mit Einkehr SGV-Hütte Drolshagen – Benolpe. 2-stündige Wanderung in der oberbergischen Wacholderheide; anschließend Grillen an der SGV-Hütte.

20. Europäische Fledermausnacht

Zeit: 12.00 Uhr (Abfahrt Rathaus Attendorn, Pkw) Ort: Drolshagen – Benolpe Info: 0 27 22 / 5 43 27 (Anmeldung bis 14.08.2016)

Zeit: 20.30 Uhr Ort: Olpe, Freizeitbad Info: 0 27 61 / 83 12 54

Bei der Abendexkursion ab 20.30 Uhr begeben Sie sich mit dem Ultraschalldetektor auf die Spuren der Fledermäuse.

Martin Mülder, Gewerbekundenberater

Sparkasse Olpe Drolshagen Wenden

Durch Attendorn schreiten, Seit an Seit, mit Hettwich vom Himmelsberg. Da heißt es: Augen auf und der roten Mütze hinterher! Dauer ca. zwei Stunden mit anschließendem Grillen am SPD-Haus in der Vergessenen Straße. Zeit: 14.00 Uhr Ort: Attendorn Info: 0 27 22 / 92 98 - 76

Wenn man einen Finanzpartner hat, für den Fairness zählt – nicht nur auf dem Platz.

Geschäftserfolg ist einfach.

Stadtführung mit Hettwich vom Himmelsberg

Gut für die Region.

04.09.2016

Greentown Jazzband

Die Greentown Jazzband ist eine professionelle Traditional-Jazz-Band aus Ljublijana/Slowenien. Die Musiker interpretieren mit ihrem eigenen Sound Ragtime, Blues und Swing. In 25 Jahren gab die Band ca. 1.700 Konzerte in Deutschland. Zeit: 12.00 Uhr Ort: Alter Markt, Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 226

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TERMINE

V E R A N S TA LT U N G E N RU N D U M D E N B I G G E S E E U N D L I S T E R S E E

04.09.2016

18.09.2016

30.09.2016

Konzert der RTL Allstars mit dem Märkischen Jugendsinfonieorchester

Jakobimarkt

„Leben in vollen Zügen“ von und mit Anka Zink

Zeit: 19.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

Zeit: 11.00 – 18.00 Uhr Ort: Schützenhalle Röhmershagen (Wenden) Info: 0 27 62 / 88 08

Wolfgang Amadeus Mozart trifft auf Frank Sinatra.

11.09.2016

Jörg Knör – „FILOU! Mit Show durchs Leben“

In seinem neuen Programm erzählt er davon, wie er sich tänzelnd, augenzwinkernd und leichtfüßig durchs Leben manövriert hat. Der „Filou“ nimmt uns mit auf seinen fast 40-jährigen Weg vom Klassenkasper zum Entertainer. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Attendorn Info: 0 27 22 / 64 - 122 oder - 125

Kunst- und Handwerkermarkt in und vor der Schützenhalle Römershagen.

600 Jahre Hützemert

Tatsächlich lässt sich die Geschichte des Ortes bis ins Mittelalter zurückverfolgen, die erste urkundliche Erwähnung findet sich eben genau im Jahr 1416. Zeit: ganztägig Ort: Drolshagen-Hützemert Info: 0 27 63 / 21 28 58

20.09.2016

Blasmusik ... Blechmusik ... Sieben Blasinstrumente verpackt in einer unglaublichen Show. Einmalig. Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

Zeit: 14.00 – 21.00 Uhr Ort: Drolshagen, Vier-Jahreszeiten-Halle Info: 0 27 61 / 970 -180

17./18.09.2016

25.09.2016

Ernte- und Tierschaufest

Familienwanderung

Das dritte Wochenende im September steht in Drolshagen ganz im Zeichen des Ernte- und Tierschaufestes. Kirmes mit Marktstraße. Zeit: ganztägig Ort: Drolshagen Info: 0 27 61 / 970 -137

Familienwanderung zum Drachenfest auf dem Gelände der Segelflieger (Franzosenkopf, Attendorn). Wanderstrecke: 6 km. Zeit: 13.00 Uhr (Treffp. Schafsbrücke, Attendorn) Ort: Attendorn Info: 01 79 / 3 21 41 39

Wenn man in Sachen Immobilien und Finanzieren von Anfang an gut beraten ist.

Immobilien sind einfach. 90

– WOLL Sommer 2016

Andreas Henne und Dirk Baron, Immobilienvermittler

Sparkasse Olpe Drolshagen Wenden

IMPRESSUM Redaktionsanschrift: WOLL-Magazin c/o FREY PRINT + MEDIA GmbH Bieketurmstr. 2, 57439 Attendorn Telefon: 02722/9265-0 redaktion@woll-biggesee.de

Nach Kaffee und Kuchen beginnt das bunte Programm unter anderem mit Tanzgruppen, der Theatergruppe des Lokalvereins und den Klatschbasen, die in Dräulzer Platt große und kleine Sünden des vergangenen Jahres aufzeigen.

Mnozil Brass

Zeit: 20.00 Uhr Ort: Stadthalle Olpe Info: 0 27 61 / 8 30

18./19.09.2016

Landfrauenkaffee 15.09.2016

Kabarett, bekannt aus Film und Fernsehen.

Herausgeber:

WOLL-Verlag Kückelheim 11, Schmallenberg

Layout:

FREY PRINT + MEDIA GmbH

Korrektorat:

Dr. Bernd Knappmann

Gestaltung:

Frey Print + Media GmbH

Druck:

Groll-Druck, Meinerzhagen

Medienberatung:

Martin Pursian (Attendorn, Drolshagen) Telefon: 02722/656648

Simone Klüser (Olpe, Wenden) Telefon: 0151/52968432

Titelfoto:

Andreas Beul

Bildoptimierung:

Björn Bernhardt

Redaktion/Fotografie: Achim Gandras, Achim Pohl, Anja Geuecke, Annegret Kliemann, Barbara Sander-Graetz, Bernward Koch, Birgit Engel, Björn Bernhardt, Corinna Schwegel, Denise Fischer, Dennis Reiß, Dieter Gandras, Gerd Otterbach, Gerrit Cramer, Hermann-J. Hoffe, Hermann Nottbrock, Julia Stamm-Ochel, Klaus-Peter Kappest, Krombacher Brauerei, Martin Droste, Meinolf Lüttecke, Meinolf Wagner, Monika Löcken, Nadine Bieker, Nicole Voss, Oliver Wurm, Otto Höffer, Paul Heiland, Reenex, Sebastian Knoth, Siegfried Knappstein, Silke Clemens, Stadtarchiv Olpe, Tom Kleine, Wolfgang Klein, www.fussballgold.de Preis Jahresabo: für 4 Ausgaben 15,00 EUR inkl. MwSt. und Versandkosten Auflage 7.500

Gut für die Region.

Die nächste Ausgabe erscheint im September 2016.


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WOLL-Magazin – Rund um den Biggesee – Ausgabe 14