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für die nächsten Jahre besiegelt. Die Messe ist zugleich ein gestalterisches wie wirtschaftliches Spiegelbild der Einrichtungsbranche und last but not least das Podium für die wirkungsvolle Selbstdarstellung der ausstellenden Unternehmen. Ein Aspekt, der gerade für die junge ­Impress GmbH von großer Bedeutung gewesen ist. Denn der Wettbewerb ist hart, und Impress hatte hier die Rolle eines Newcomers. Deshalb legt man großen Wert auf die Inszenierung und wählte bewusst einen ebenso überraschenden wie sehenswerten Auftritt. Offenheit und Transparenz sollten die wesentlichen Kennzeichen sein, auch wenn die Dekore im Fokus stehen. Die Muster wurden in gewissem Abstand zueinander platziert, so ergaben sich immer wieder Durchblicke auf andere Beispiele und dadurch auch reizvolle Kombinationen der gezeigten Dekore. „Es ging uns aber auch darum, diese Offenheit ebenso in der Kommunikation zu signalisieren, das ist mit dieser Form sehr gut gelungen.“

Fotos: © Impress

Konzentration der Kollektionen Die Konzentration auf 35 Motive aus dem reichhaltigen Sortiment erwies sich als wirkungsvoll. Henrike Gomber, bei Impress zuständig für das Design Development, kennt das Problem. „Wenn zu viel gezeigt wird, dann sieht selbst der Fachmann nicht mehr das einzelne Dekor und schon gar nicht seine Besonderheiten.“ Schon mit der bisherigen Kommunikationslinie hatte man diese Gefahr geschickt umgangen. Unterschiedliche Dekore raumbrand 25

wurden zu Kollektionen zusammengestellt, die jeweils einer von sieben Städten zugeordnet wurden, in denen Impress vor Ort ist. Diese Gliederung diente nicht nur der besseren Übersicht und vermittelte – etwa mit ­Berlin, Wien, Warschau oder dem brasilianischen Curitiba – die Internationalität des Unternehmens. Zugleich entstanden so gewisse Stimmungen und Geschichten, denn mit jeder der Städte sind doch bestimmte Bilder und ­Assoziationen verbunden, die auch die jeweilige Kollektion mitbestimmen. Mal Rustikales mit rauer Sägezahnoptik für die eine Metropole, mal romantische Holzfarben oder sachliche Moderne.

Auf der Interzum präsentierte sich Impress mit einem reduzierten Pavillon, der die inno­ vativen Oberflächen in den Mittelpunkt stellte.

Das Spiel mit der Emotion Daniele Merla: „Wir faktorieren zwar Quadratmeter und Tonnen, aber verkaufen Emotionen.“ Das kann Henrike Gomber aus der Messeerfahrung bestätigen: „Kaum ein Besucher, der nicht über die Oberflächen streicht bzw. streichelt, das greifbare Erlebnis gehört einfach dazu.“ Naheliegend, diese Emotionalität gerade auf der Messe spürbar werden zu lassen. Aus der Printkampagne stammt deshalb auch ein wesentliches Element der Präsentation, nämlich mit dünnem Stift vor den Dekoren skizzierte Möbel. Für die Messe wurden sie sozusagen als dreidimensionale Skizzen, als filigrane Drahtkonstruktionen umgesetzt: ein Regal, ein moderner Sessel oder ein Designer-Tischchen. Liane Klauke, Head of Marketing bei Impress: „Damit [Forum IM] Impress

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Das Magazin für erlebbare Kommunikation im Raum

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