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schen zusammen. So wie wir spüren auch sie eine ständige Unruhe in sich, ihr schöpferisches Talent will ausbrechen, weil sie mit etwas unzufrieden und ständig auf der Suche nach etwas Neuem, Besseren sind. Dahmen-Ingenhoven: Man könnte dieses Gefühl des Getriebenseins auch Obsession für Schönheit nennen. Langes-Swarovski: Ja, ein treffendes Bild. Zufriedenheit ist der Stillstand der Kreativität. raumbrand: Wie baut man sich so ein Netzwerk auf? Wie finden sich Gleichgesinnte, die von derselben Unruhe getrieben sind? Langes-Swarovski: Das passiert einfach. Menschen, die umtriebig sind, werden irgendwann gegenseitig aufeinander aufmerksam. Und wenn die Ideen dann, wie bei Regina, zu unserem Kontext passen, dann ergibt sich eine Zusammenarbeit fast wie von selbst. Das kristalline Prinzip unseres Unternehmens spiegelt sich wunderbar in dem Schleier, den sie für unser Firmengebäude entworfen hat.

gentlich von Walt Disney. Celebration City in Florida war seine Vision, wie Menschen in Zukunft zusammenleben können. Auch wenn ihn eine ganze Zeit lang niemand ernst genommen hat. Dahmen-Ingenhoven: Disneys Themenpark-Architektur war weltweit etwas ganz Neues. Er war Initiator für viele nachfolgende Themenparks rund um den Globus. Disney hat die Märchen der Gebrüder Grimm zwar auf seine ganz spezielle Art völlig neu interpretiert, aber auch hier weiß man, dass am Ende alles gut wird. Und bei Swarovski ist das nicht anders. Mein Wunsch an dich, Markus: Bitte hör’ nicht auf zu träumen. Vielleicht baust du sie ja, die Stadt, die es (noch) nicht gibt, in der die Liebe siegt …

raumbrand: Swarovski hat hier in Wattens eine kleine Traumwelt entstehen lassen … Langes-Swarovski: Die Ur-Idee, eine Traum­ welt real werden zu lassen, stammt ja ei-

Im Bauch des Riesen Anlässlich des hundertjährigen Firmenjubiläums 1995 beauftragte Swarovski den Multimediakünstler André Heller, einen Ort der Inspiration zu schaffen, an dem Besucher das Medium Kristall in all seinen Facetten würden erleben können. Seither zählten die Kristallwelten in Wattens über neun Millionen Besucher. Einmal durch den von einem efeuberankten Riesen bewachten Eingang in den Untergrund eingetaucht, erwarten die Besucher vierzehn Wunderkammern, in denen sie in beeindruckenden Inszenierungen das Zusammenspiel von Glas, Licht, Schliff und Spiegeln mit allen Sinnen erfahren können. Durch das Mitwirken zahlreicher namhafter Künstler wie Keith Haring, Salvador Dalí, Jim Whiting, Fabrizio Plessi oder Brian Eno entwickelten sich die Kristallwelten so zu dem modernen Ausstellungs-, Konzert- und Eventzentrum, das sie heute sind. Neuen künstlerischen Projekten steht das Unternehmen stets offen gegenüber: „Say yes to all“, lautet der Claim des Riesen.

Swarovski

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raumbrand 25  

Das Magazin für erlebbare Kommunikation im Raum

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