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freIrAuM das Magazin der freicom

PersPektIven

eXPo2027 In der ostsCHWeIZ neue Ideen für Grosse und kleIne events

neue kAMPAGnen: von toGGenBurG üBer HoCHsCHule BIs sInfonIeorCHester MessestAnd, dIe Andere dIMensIon

nr. 19 • november 2013

neue ZIele – neues WeB


erfolGreICHe ArBeIten – PosItIves JAHr


edItorIAl In seinem Artikel «Online vs. Offline» schreibt Christian Ruppanner ganz hinten im freiraum zu Recht, dass fundierte (Marken-)Ideen dann erfolgreich sind, wenn sie unabhängig vom Kommunikationskanal die anvisierte Wirkung erzielen. Wirkung haben einige unserer diesjährigen Arbeiten für unsere Kunden erzielt: Das Plakat für die St.Galler Festspiele 2013 wurde zum beliebtesten Plakat gewählt; der Event «Spatenstich Taminabrücke» lockte über 2000 Besucher und viele Medien an; das Toggenburg fällt mit einer originellen StandortWerbung auf; das Viscose open mobilisierte fast 10 000 Besucher, die Alpha RHEINTAL Bank überraschte mit einem frischen, stilvoll gestalteten und technisch durchdachten neuen Webauftritt und so weiter und so fort.

Reinhard Frei, Geschäftsführer

Erfolgreich waren wir auch mit dem «Dossier Masterplan Expo2027 Bodensee-Ostschweiz». Während eines Jahres haben Martin Heller, Reinhard Frei und Simon Ulrich die Ausarbeitung der Leitideen für eine mögliche Expo konzipiert, organisiert und kontrolliert – zusammen mit ihren Mitarbeitenden. Daneben hat freicom auch die offizielle Homepage www.expo2027.ch entwickelt, gestaltet und termingerecht live geschaltet. Auch Events und Veranstaltungen haben wir mit grossen Ideen beflügelt: einen Weinabend mit Philipp Schwander, eine Uhren-Präsentation in stilvoller Umgebung oder aber Messestände an kleineren und grösseren Messen. Erfolgreich war freicom aber auch für sich selber: Bereits zum vierten Mal haben wir unsere Agentur rezertifizieren lassen und mit fast 90 Prozent der möglichen Punkte abgeschlossen. Damit sind wir die einzige Ostschweizer Agentur, die seit Beginn der Zertifizierung von Kommunikationsagenturen in der Schweiz das Gütesiegel erhalten hat. Das und vieles mehr lesen Sie in der neuen Ausgabe des freiraum.

freicom zum vierten Mal erfolgreich zertifiziert Bereits zum vierten Mal stellte sich die Kommunikationsagentur freicom der Zertifizierung – in diesem Jahr erstmals nach dem neuen Agentur-Standard CMS III. Mit sehr gutem Resultat wurde der Ostschweizer Agentur nun das Gütesiegel überreicht. Um mit dem CMS III ausgezeichnet zu werden, muss eine Agentur bei ihrer Bewertung mindestens 75 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl erreichen. freicom übertraf in allen Bereichen (Führung und Kommunikation, Personal und Finanzen, Unternehmensplanung, Durchführung von Projekten und Kampagnen, Kundenzufriedenheit) die geforderte Punktzahl und konnte mit einem Erfüllungsgrad von 88 Prozent das Zertifikat des vierten Assessments entgegennehmen. Damit ist freicom die einzige Kommunikationsagentur in der Ostschweiz, welche seit Beginn der Zertifizierung durch den BPRA, den Schweizer Verband der PR-Agenturen, und die ICCO, die International Communications Consultancy, ununterbrochen diesen hohen Qualitätsstandard erfolgreich nachweisen kann.


eXPo2027 – JetZt dAs vertrAuen der sCHWeIZ GeWInnen 2027? In vierzehn Jahren? Und jetzt seid ihr schon bei den Vorbereitungen? Wozu? Solche und andere Fragen wurden uns in letzter Zeit häufig gestellt. Ja, bis 2027 ist es eine lange Zeit. Aber die braucht es für die kleineren und grösseren Schritte bis zum grossen Ziel.

Wenn die Expo.02 etwas gelehrt hat, dann dies, dass man sich für ein so grosses Ziel viel Zeit nehmen muss. Die Zeit von Januar bis Oktober z.B. hat nun die von den Kantonen St.Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden beauftragte Arbeitsgruppe genutzt, um den Masterplan zu erstellen. Dies war der erste Schritt, nun folgt der zweite, ein international ausgeschriebener Konzeptwettbewerb. Das Dossier Masterplan, das am 9. Oktober der Schweizer Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist in einem prozessorientierten Verfahren entwickelt worden, das die einzelnen Themen und Elemente Schritt um Schritt aufgriff, bearbeitete und jeweils über mehrere Stufen präzisierte. Die inhaltliche Strukturierung und Koordination dieses Prozesses lag bei der ARGE HFU, bestehend aus Martin Heller, Heller Enterprises, Reinhard Frei, freicom ag, und Simon Ulrich, Fürer und Partner. Die strategische Leitung des Verfahrens hatte der politische Steuerungsausschuss der drei Trägerkantone Thurgau, St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden inne. Eine interkantonale Arbeitsgruppe war auf der operativen Ebene unser Ansprechpartner. In Workshops, Einzelgesprächen und Interviews wurde mit verschiedenen Experten, Sachverständigen, ehemaligen Expo.02-Führungsverantwortlichen etc. ein Dossier erarbeitet, das nun öffentlich zur Diskussion steht. Mit der Expo2027 soll eine Landesausstellung entstehen, die die Geschichte der Vorgängerinnen weiterschreibt und doch ihrer Zeit verpflichtet ist. Wie diese Zeit aussehen wird, ist noch unklar. Trotzdem will man aufbrechen. Mit fundierten Kenntnissen was war, Vorstellungen und Leitideen, wie eine Landesausstellung in der Ostschweiz aussehen könnte und einer Planung, die auch klare Exit-Szenarien kennt. freicom ist sich der Verantwortung bewusst, am Beginn dieses langen Weges zu stehen und an der «Landebahn» für gute Ideen und Konzepte mitarbeiten zu dürfen. www.expo2027.ch

Kinder des Jahrgangs Expo.02 stehen für die Zukunft.


Das Dossier Masterplan – der erste Schritt in Richtung Expo2027.

Die Regierungsräte Benedikt Würth, Marianne Koller und Jakob Stark bei der Medienkonferenz zur Vorstellung des Dossiers.


freICoM IM QuersCHnItt freicom betreut für ihre Kunden eine Vielzahl von Projekten. Der freiraum gibt Ihnen einen Überblick über laufende und abgeschlossene Arbeiten. Vollständig kann diese Zusammenfassung nie sein, sie zeigt aber, in welcher Breite und Tiefe freicom Kommunikationsleistungen erbringt.

Center Moos – das Gossauer Einkaufszentrum feiert Jubiläum Das Center Moos ausserhalb von Gossau feierte im September 2013 sein Sechs-Jahr-Jubiläum. Um das Einkaufszentrum der Bevölkerung noch näher zu bringen, erarbeitete freicom verschiedene Kommunikationsmassnahmen. Dazu zählten Plakate, Inserate und Flyer. Neben der leichten Überarbeitung des bestehenden Logos wurde auch ein Key Visual entwickelt, das einfach umsetzbar und für verschiedene Anlässe und Jahreszeiten zu einem späteren Zeitpunkt adaptierbar ist. Vom Namen abgeleitet wird das «Moos» nun immer wieder für Kommunikationsmittel aller Art verwendet. Anlässlich des Sechs-Jahr-Jubiläums im Center Moos machte das Einkaufszentrum die Bevölkerung mit einem Flyer auf seine Spezialangebote aufmerksam. Im Flyer integriert sind Gutscheine der verschiedenen Anbieter. So erreichten die Angebote von Aldi Suisse, Charles Vögele Mode und Vögele Shoes, Müller und Subway die potenzielle Kundschaft in der Region.

Bedürfnisse der jungen Arbeitnehmer am 9. Ostschweizer Personaltag Am 27. Juni fand in Gossau der 9. Ostschweizer Personaltag statt. Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der HR-Branche hörten Referate zum Thema «Neue Arbeitswelt – neue Führungswelt?». Dr. David Bosshart, Dr. Günter Pfeiffer und Dr. Reinhard K. Sprenger sprachen über die Herausforderungen und Entwicklungen der neuen Arbeitswelt. Die Generation Y war und ist nach wie vor ein wichtiges Thema im Personalwesen. Junge Arbeitnehmer haben andere Werte und Ansprüche als ältere Generationen – diese Differenzen gilt es zu überbrücken und einen Führungsstil zu finden, der alle Altersgruppen gleichermassen zufriedenstellt. Die erfolgreiche Veranstaltung wird jeweils mit einem Apéro abgerundet. Der Ostschweizer Personaltag feiert 2014 sein Zehn-JahrJubiläum. Der Anlass ist eine Eigenveranstaltung der freicom.

Informationsbroschüre für ABB E-Mobility Der wachsende Markt für saubere und verlässliche Elektrofahrzeuge verlangt nach sicheren und effizienten Ladesystemen. Das ist E-Mobility. freicom kreiert und realisiert nun für ABB eine Informationsbroschüre zum Thema E-Mobility – für den Schweizer Markt und für Europa. Die Broschüre soll über das gesamte Leistungsspektrum der ABB aufklären und das Thema E-Mobility näher bringen. Elektromobilität gehört nicht mehr in eine Nische, sondern ist eine ernst zu nehmende Alternative bei der Mobilität. ABB als Experte und Marktführer für effiziente Ladestationen will bis 2015 einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen und sich als Experte für Ladeinfrastrukturen und kompetenter Partner für individuelle Lösungen positionieren.


Medienarbeit für Tourismus Baden-Württemberg Die Region Baden-Württemberg gehört zu den beliebtesten Ferienzielen der Schweizer. Die Nähe zur Schweiz und die vielen verschiedenen Aktivitäten und Naturlandschaften locken jährlich ein Drittel aller Schweizer Touristen in Deutschland nach Baden-Württemberg.

20 Jahre Rheintaler Wirtschaftsforum – eine Erfolgsgeschichte 1995 fand das erste Rheintaler Wirtschaftsforum statt. 20 Jahre später feiert das Forum sein Jubiläum und blickt auf eine erfolgreiche Geschichte zurück. Hochkarätige Referenten, aktuelle Themen und optimale Begegnungs- und Netzwerkmöglichkeiten machen den Erfolg der Veranstaltung aus. Unvergessen sind die Auftritte von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, von Lothar Späth oder auch Bundesrat Kaspar Villiger. Das traditionsreiche Wirtschaftsforum strahlt heute weit über die Ostschweiz hinaus. Am 24. Januar 2014 feiert das Forum seinen 20. Geburtstag. Zum Thema «Erfolgsfaktoren – erkennen, entfalten, steuern» sprechen Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Philosoph Richard David Precht, Professorin Margrit Stamm, EishockeyTrainer Sean Simpson und Triathletin Nicola Spirig zu über 700 Besucherinnen und Besuchern. freicom initiierte das Forum und ist bis heute für die gesamte Organisation zuständig.

freicom bringt den Schweizer Journalisten die Region in zehn einzelnen Medienmitteilungen näher. Themen wie «Wein und Genuss», «Familienurlaub» oder «Wellness» werden behandelt. Zusätzliche werden ganzjährig verschiedene Pressereisen organisiert. Die Journalisten lernen die einzelnen Regionen und deren Facetten während dreitägiger, geführter Reisen kennen und erleben die Regionen und die Bräuche hautnah. Die Themen der Medienmitteilungen und Pressereisen werden im Vorfeld in Zusammenarbeit mit Tourismus Baden-Württemberg erarbeitet.

freicom kreiert beliebtestes St.Galler Plakat Das von freicom gestaltete Plakat «Attila» wurde im Rahmen einer Wanderausstellung der APG / SGA und einer Umfrage der «Werbewoche» zum beliebtesten St.Galler Plakat gewählt. Vielen Dank, wir freuen uns über diesen ersten Platz. Die St.Galler Festspiele sind seit Jahren fester Bestandteil des St.Galler Veranstaltungskalenders. Das Highlight des Events ist die Inszenierung der Oper. freicom unterstützt den erfolgreichen Kulturevent mit der Kreation und Umsetzung des Kommunikationsauftritts. In den Werbemitteln – auf Plakaten und in Inseraten – werden die einmalige Stimmung auf dem Klosterhof sowie die imposante Kathedrale gezeigt. Auch weil die Kathedrale als Teil der Kulisse einen hohen Stellenwert hat. Hinzu kommen weitere Kommunikationsmittel wie die Festspielzeitung, das Programmheft, der Streuflyer sowie die Signaletik.


Grosse Ideen für kleine Events Gross, grösser, am grössten – so könnte man die «Eventitis» umschreiben, die bis 2008 herrschte. Dann zwang die Finanzkrise den Eventbereich in die Knie. Seit ca. 2011 steht er wieder aufrecht. Nicht mehr so gross, aber dennoch wieder selbstbewusst als wichtiges Instrument in der Kommunikation.

Events sollen Erlebnis, Begeisterung und Emotionen vermitteln. Im Meer des Aussergewöhnlichen wird es hingegen immer schwieriger, ausserordentliche Events zu kreieren und bei den Kunden und Konsumenten nachhaltige Wirkung zu erzeugen. Nach dem Platzen der Event-Blase ist allen klar, dass eine nachhaltige Wirkung einer (Kunden-)Veranstaltung mehr benötigt als Glanz und Gloria, Glitter und Glamour. Ein kleiner (Kunden-)Event mit einer grossen Idee kann nachhaltiger wirken als ein exotisch anmutender und konzipierter Big-Event. Und oft braucht es Kooperationen, die aus einem Event ein Gemeinschaftserlebnis machen. freicom hat dies erst kürzlich bei drei ihrer Kunden beweisen dürfen:

Mit Philipp Schwander Kunden begeistern Können Sie einen Wein für 30 Franken von einem Wein für 300 Franken unterscheiden? Vielleicht. Bei einer Weinverkostung auf Schloss Freudental mit Philipp Schwander zeigte es sich, dass selbst grosse Weinkenner oft daneben lagen. Dies tat aber dem Kundenabend der i+R Wohnbau AG keinen Abbruch – im Gegenteil, man lachte darüber, wurde sich bewusst, wie wenig man weiss, und genoss die gereichten Speisen in fürstlicher Umgebung. Für die i+R Wohnbau AG und einige ihrer besten Kunden hat freicom zusammen mit dem Master of Wine Philipp Schwander ein Programm zusammengestellt, das von der Begegnung mit Persönlichkeiten, von Einfachheit, Authentizität und von der Abwesenheit von Sachzwängen lebte.

Wine & Watch Es müssen nicht immer der Weinpapst und weltberühmte Weine sein: Beim kleinen, feinen Kunden-Event von Huber Uhren und Schmuck, Vaduz und Lech, umrahmten regionale Weine und Käse aus aller Welt die Präsentation wertvoller Uhren. Der Anlass auf dem neuen Weingut von Thomas Schmidheiny, der es sich nicht nehmen liess, persönlich die Teilnehmer zu begrüssen, war in jeder Hinsicht ein Kunden-Event der Extraklasse. Dazu gehörten auch die Saxophon-Darbietungen von Peter Lenzin, Kultur-Preisträger des Kantons St.Gallen.

Viscose open Ein auf den ersten Blick grosser Anlass war das erste «Viscose open». Gross war die Idee und gross war tatsächlich auch der Aufmarsch. Der Erfolg hinter diesem Event heisst: Kooperation! Gemeinsam mit dem Ballonclub Alpenrheintal, mit Party-Veranstaltern und ansässigen Firmen hat es freicom geschafft, aus vielen Puzzleteilen ein Gesamtbild zu machen, das die Besucher begeisterte.


eIndrüCklICHe erleBnIsse Auch für die Spielzeit 2013 / 2014 wurde freicom beauftragt, die Abo-Kampagne für das Sinfonieorchester und das Theater St.Gallen zu entwickeln. Ziel der Kampagne ist, die Zahl der Abonnenten zu erhöhen, indem die Argumente Live-Erlebnis und individuelle Abo-Möglichkeiten aufgezeigt werden. Aufbauend auf diesen Argumenten entstand die Grundidee «Leidenschaft für Musik und Theater». Die Sujets zeigen, welch eindrückliches Erlebnis das Sinfonieorchester bietet oder in welch bleibender Erinnerung eine Aufführung im Theater wirklich ist. Die Kampagne ist mittels Inseraten, Plakaten und online präsent.

Mozart und Beethoven visualisieren die Leidenschaft zur Musik.

Aufführungen aus den Sparten Oper, Musical und Schauspiel vermitteln die Leidenschaft zum Theater.


AlPHA rHeIntAl BAnk neue ZIele – neues WeB Die Alpha RHEINTAL Bank AG blickt mit ihren Gründerbanken auf eine mehr als 150-jährige Firmengeschichte zurück. Diese lange Tradition hat die Alpha RHEINTAL Bank zu einem Teil des Rheintals gemacht. Die Alpha RHEINTAL Bank hat sich zum Ziel gesetzt, die kundennahe Bank im Rheintal zu sein. Einen Teil der Aufgabe, um dieses Ziel zu erreichen, soll die Website übernehmen. Sie soll die Verbundenheit mit den Zielgruppen – Kunden, potenziellen Kunden, Öffentlichkeit, Mitarbeitenden, Medien – aufzeigen. Und sie soll den aktuellen Zeitgeist, welcher von einer modernen Bank erwartet wird, widerspiegeln. Zudem soll die Seite zur Drehscheibe für alle Bankgeschäfte werden, ohne den persönlichen Kontakt zu konkurrenzieren.

Dank einfacher Nutzerführung schnell ans Ziel.

Entstanden ist eine Website, die schon beim Einstieg die Verbindung zur Region deutlich macht und dann auch optisch die Nähe zu den Menschen zeigt. Inhaltlich bietet die Seite alles, was nötig ist und verzichtet dabei auf Effekthascherei. So wird der Besucher mit einem Minimum an Klicks zum Ziel geführt. Auch das intuitive Surfen kommt nicht zu kurz. Dienstleistungen wie das Netbanking, Publikationen und der direkte Zugriff auf Börsenkurse runden das Angebot ab. Die ersten Erfahrungen und eine Nutzerbefragung zeichnen ein durchwegs positives Bild. Vor allem die einfache Nutzerführung, die Klarheit und das frische Design überzeugen.

Je nach Thema werden die zuständigen Berater eingeblendet.


eIn sPeZIelles Hotel BrAuCHt eIne sPeZIelle koMMunIkAtIon Das Hotel BURG in Oberlech ist ein sportives und aktives Familienhotel der gehobenen Klasse und steht am schönsten Platz in Oberlech am Arlberg. Um der Kommunikation neuen Schwung zu geben, wurde eine neue Agentur gesucht. Fündig geworden sind die Verantwortlichen der BURG – trotz des starken Frankens – in der Schweiz.

Die neue Winterbroschüre – die Geschichte «Die weisse Nacht» ist im vorderen Teil.

Im hinteren Teil befinden sich die allgemeinen Hotelinformationen.

Überzeugende Ideen freicom wurde beauftragt, die Kommunikationsmassnahmen zu überprüfen und neue Impulse zu geben. Als zentrales Element wurde die Saisonbroschüre neu aufgelegt. Diese liegt in der BURG auf und wird den Stammkunden zugesandt. Inhalt sind jeweils die Neuigkeiten und Angebote. Trotz der regelmässigen Neuerungen besteht die Gefahr, dass sich die Broschüren jeweils nur wenig von den Vorjahrespublikationen unterscheiden. Diese fehlende Überraschungsmoment hat freicom zum Anlass genommen, die Saisonbroschüren neu zu konzipieren. Die Idee: eine Geschichte aus den Bergen. Nun wird in der Winterbroschüre 2013 / 2014 zuallererst, vor Preisliste und Erklärungen zum Hotelkomfort, eine herzerwärmende Liebesgeschichte aus dem winterlichen Lech – «Die weisse Nacht» – erzählt. Entstanden ist ein kleines, einzigartiges Büchlein, welches einen echten Mehrwert bietet und bei den Gästen Vorfreude auf Winterferien weckt.

Integrierte Kommunikation Im Sinne eines stimmigen Gesamtauftritts hat freicom auch die BURG-News – die Hauszeitung – neu aufgelegt. Die während der Saison jeweils monatlich erscheinende Zeitung schreibt über Aktualitäten in der BURG, aber auch über Neuigkeiten und Angebote aus Lech und Umgebung. Die Hauszeitung liegt im Hotel auf und ist auf der Homepage zu finden. Sie informiert die Gäste über kulturelle Angebote oder über BURG-Specials wie den hauseigenen Wanderführer oder den Kids-Club. Ergänzend dazu wird während der Saison monatlich ein elektronischer Kundennewsletter zielgruppengerecht aufbereitet und versendet. Die Medienarbeit, die freicom ebenfalls übernommen hat, umfasst die Betreuung der Medienleute, Medienmitteilungen und die Koordination und Organisation von Interviews und Journalistenbesuchen.

Immer aktuell – die neu gestalteten BURG-News.


freddY noCk Auf deM seIl 端Ber dIe tAMInAsCHluCHt


keIn HoCHseIlAkt für dIe koMMunIkAtIon Im Taminatal wird unter Bauherrschaft des kantonalen Tiefbauamtes die grösste Bogenbrücke der Schweiz und eine der grössten in Europa gebaut.

freicom realisierte die Kommunikationsmassnahmen dazu – Broschüre, Baustellenzeitung, Webseite, Bautafel und die Organisation des Spatenstichs. Das war ein aussergewöhnliches, hochinteressantes Projekt, aber natürlich, anders als der Seillauf, kein Hochseilakt. Im Frühjahr lief der bekannte Schweizer Artist Freddy Nock auf einem Seil über die Taminaschlucht. Auf Initiative der freicom und dank grosszügiger finanzieller Unterstützung der beteiligten Unternehmen konnte diese aussergewöhnliche Spatenstichidee umgesetzt werden. Dieser Spatenstich bildete den Startschuss für eines der aussergewöhnlichsten Bauprojekte der Schweiz. Angemessene Information Aufgabe von freicom war, mit den richtigen Kommunikationsmitteln über dieses ganz besondere Bauprojekt zu informieren und dabei alle Interessengruppen – die allgemeine Bevölkerung, die Politik und die am Bau beteiligten Unternehmen – zu berücksichtigen. Wichtig war vor allem auch, eine dem Auftraggeber – der öffentlichen Hand – angemessene Information zu gewährleisten. Einheitlicher Auftritt Im Zentrum steht ein einheitliches Erscheinungsbild. Damit soll der Bedeutung und Ausstrahlungskraft des Bauprojekts Ausdruck verliehen werden. Das moderne Design soll zudem auch besonders jüngere Menschen für die Taminabrücke und das Taminatal interessieren. Mit dem Spatenstich und dem Seillauf von Freddy Nock erhielt das Bauprojekt einen ganz besonderen Startschuss. Der hauptsächliche Kommunikationskanal ist eine klar strukturierte Webseite. Dort finden Besucherinnen und Besucher alle Informationen zur Baustelle. Die Webseite ist für jedes Endgerät wie beispielsweise Smartphone oder iPad optimiert. Die Baustellenzeitung ist erstmals kurz nach dem Spatenstich mit aktuellen Informationen erschienen; jährlich wird eine neue Ausgabe mit Baustellen-News produziert. Die Broschüre ihrerseits enthält allgemeine Bauinformationen zum Brücken- und Strassenbauprojekt und wird unter anderem während der ganzen Bauzeit im Besucherzentrum bei Baustellenführungen abgegeben.

Allgemeine Bauinformation für Baustellenbesucher und Interessierte.

Nationale Aufmerksamkeit Der spektakuläre Spatenstich für die Taminabrücke erregte landesweit Aufmerksamkeit. Rund 1500 Gäste und Zuschauer verfolgten unter Beobachtung zahlreicher Schweizer und ausländischer Medien in Pfäfers den Seillauf von Artist Freddy Nock.

Spannung pur – Freddy Nock verband mit dem Seillauf die beiden Talseiten.


WORK-LIFE-BALANCE GLEICH VOR DER TÜR Die Region Toggenburg ist eine liebens- und lebenswerte Region, die alles bietet, was es zum Wohnen, Leben und Arbeiten braucht: qualifizierte Arbeitsplätze, erschwinglichen Wohnraum, abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten und ein hervorragendes Bildungssystem. Im anspruchsvollen Standortwettbewerb, der sich in den umliegenden Regionen im Kanton, aber auch im Grossraum der Metropolregionen Zürich, München, Stuttgart abspielt, muss das auch gesagt sein und gezeigt werden. Mit Hilfe einer integrierten Standortkampagne streicht freicom für die Region Toggenburg diese Stärken und Vorzüge heraus.

Die Werbekampagne: Das gibts nur im Toggenburg Auf Basis der Themen Arbeitsplätze, Wohnen und Leben entstand die Werbekampagne. Mit regionalen Bildern und pointierten Aussagen werden die Kernthemen aufgenommen und sympathisch kommuniziert. Mit der Werbekampagne sollen die Hauptzielsetzungen – Positionierung des Wirtschaftsraumes, Vorteile des Standorts, das positive Markenbild und Entscheidungshilfen für Neuansiedlungen – erreicht werden.

Die Kernthemen Leben, Bildung, Infrastruktur und Wohnen am Beispiel Plakat.

Öffentlichkeitsarbeit Begleitend trat die Region mit dem «Toggenburger Manifest» in die Öffentlichkeit. Das Manifest ist eine Grundsatzerklärung zur Region, zu ihren Zielen und Absichten vor allem auch in Fragen der Standortpolitik. Das Manifest wurde im August im Rahmen eines Anlasses auf dem Klosterhof St.Gallen feierlich einem Vertreter der St.Galler Regierung übergeben. freicom hatte das Manifest in Zusammenarbeit mit toggenburg.ch erarbeitet und den Event mit den dazugehörenden Massnahmen und der Medienarbeit organisiert. In seiner Tonalität ist das Manifest souverän, positiv, kooperativ und selbstbewusst. Die Übergabe des Manifests an die Regierung bildete den Auftakt zu weiteren Massnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, die die Region in ihren Bedürfnissen spiegeln und im Prozess der politischen und öffentlichen Meinungsbildung optimal positionieren sollen.


Junge Leute für Technik begeistern Fünf Industrieunternehmen bieten zusammen mit der Hochschule NTB Buchs Maturanden und Maturandinnen aus den Gymnasien ein Praktikumsjahr an. Diese Massnahme gegen den Fachkräftemangel soll mehr junge Leute für technische Berufe begeistern. freicom begleitet die innovative Idee.

Frischer, moderner Kommunikationsstil, um junge Leute mit digitalen Medien oder Flyern abzuholen.

Maturandinnen und Maturanden aus Gymnasien nehmen nach ihrem Abschluss oft ein universitäres Studium in Angriff oder entwickeln sich im kaufmännischen Umfeld weiter. Nur wenige studieren via Zwischenjahr weiter in Richtung Technik. Die fünf Industrieunternehmen Hilti AG, Leica Geosystems, OC Oerlikon, SFS intec und ThyssenKrupp Presta gehen in Sachen Nachwuchsförderung in die Offensive. Sie bieten in Partnerschaft mit der Interstaat­lichen Hochschule für Technik Buchs NTB Maturandinnen und Maturanden aktiv ein Praktikumsjahr in der Industrie an. Die Idee: Gymnasiasten für das praxisnahe Ingenieurstudium an der Fachhochschule begeistern. Dieses Praktikumsjahr bietet Know-how in der Praxis, Theorie aus der Hochschule und auch eine Entlöhnung. Vom Visual zur Pressekonferenz in vier Wochen freicom begleitet diese offensive Idee und setzte innert Monatsfrist die Kommunikation vom CD über den Webauftritt bis zur Pressekonferenz um. Ein sehr spezifisches Angebot für junge Leute, die altersgerecht abgeholt werden sollen. Das Erscheinungsbild mit Logo assoziiert das duale System wie auch die Zusammenarbeit und Überschneidung von Praxis und Bildungspartner. Kombiniert mit einem frischen, modernen Farbcode fühlt sich die junge Zielgruppe schneller angesprochen. Natürlich wurden auch die entsprechenden Kanäle für die Kommunikation gewählt. So steht der Webauftritt im Zentrum. Die mobilen Geräte sollen dabei keine Hürde sein, responsive Webdesign, also komplette Kompatibilität für alle Geräte, ist hier angesagt. Als eigentlicher Auftakt wurde eine Pressekonferenz mit Podiumsrunde mit den Vertretern der Industriepartner und der Hochschulpartnerin NTB organisiert. Damit war nebst gezielter Öffentlichkeitsarbeit auch gewährleistet, dass jeder Partner seine eigene Meinung und sein individuelles Praktikumsangebot kommunizieren konnte.


«Gestern – heute» am Stand der Gemeinde­verwaltung Vilters-Wangs.

Winterstimmung am Messestand von Spühl AG, CSA in München.


Der Messestand – die andere Dimension Sie stehen selten im Zentrum der Kommunikation, die Messestände. Sie verschlingen aber beachtliche Budgets, haben alles in allem auch einen nicht zu unterschätzenden Image­ charakter und sind eine wichtige Gelegenheit zur Marktbearbeitung. Trotzdem fehlt es ihnen an Aufmerksamkeit. Warum eigentlich? Sind Messestände zu wenig sexy, fehlt das dreidimensionale Vorstellungsvermögen oder das vernetzte Denken über die vielen Schnittstellen, von Konzept, Visualisierung, Bau, Vorschriften bis zum Transfer von CD und Botschaften? Wenn man sieht, wie erfolgreiche Messepräsenzen sehr intensive, nachhaltige Wirkung haben, dann sollte der Messefranken nicht reduziert, sondern optimiert werden. So lassen sich Messe­auftritte, kombiniert mit einer durchdachten Begleitkommunikation, differenzieren, man wird unabhängig und einzigartig wahrgenommen.

Vilters-Wangs – Gemeindeverwaltung präsentiert sich professionell An der Regionalmesse SIGA in Sargans war die Gemeinde Vilters-Wangs als Gastgemeinde präsent. Im separaten Sonderschau-Zelt, inmitten von Gewerbebetrieben und Dienstleistern, präsentierte sich die Gemeindeverwaltung. freicom konzipierte einen freien Messestand unter dem Thema «Gestern und heute». Relevante Themen wurden beschrieben: wie sie früher einmal waren und wie sie sich in die Gegenwart entwickelt haben. Eine klare Farbtrennung führte den Besucher ins entsprechende Zeitalter. Es entstand ein Treffpunkt, wo sich Messe­ besucher austauschen konnten. Ein gelungener Auftritt, der die eher zurückhaltende Gemeinde Vilters-Wangs als zeitgemässen, attraktiven und lebendigen Wohn- und Arbeitsort präsentierte.

freicom pflegt seit jeher die Kompetenz der Messekonzeption. Und in jüngerer Vergangenheit wurden wieder einige wirkungsstarke Messestandkonzepte umgesetzt. Dabei könnten die Zielgruppen dieser Beispiele nicht unterschiedlicher sein. Sie reichen von der Selbstdarstellung einer Gemeinde über die Vermarktung von Automations-Fachkompetenz innerhalb der Schweiz bis zum Auftritt in der internationalen Ski- und Wintersportszene in München.

ABB Industrie- und Gebäudeautomation – Kommunikationsimpulse für Fachmesse Ineltec, die Schweizer Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur, sagt von sich, sie sei «Ihr Impulsgeber für die Zukunft». Der Bereich Industrie- und Gebäudeautomation der ABB suchte für diesen Messeauftritt ebenfalls Impulse und fand diese bei freicom. Ein bestehendes Stand­bausystem wurde neu strukturiert und mit Produktpräsentationen und Lösungen für Automationsan­wendungen kombiniert. Die Darstellung erfolgte mit Panels und wurde ganz nach dem Messekonzept «Keep it smart» und dem klaren Corporate Design der ABB um­gesetzt. Im Vorfeld wurden die Kunden mit einem 3D-Mailing zum Messebesuch eingeladen. Das Konzept bediente sich der Neugierde, von der Einladung bis zum Messestand. Denn nur wer das nötige Interesse mitbrachte, konnte am Messestand von Informationen und Lösungen profitieren. Die Besucherfrequenz zeigte denn auch, dass die begleitende Kommu­nikation Wirkung zeigte.

Spühl AG, CSA – Eigenständigkeit unter 2400 internationalen ISPO-Ausstellern Alljährlich ist die ISPO in München das absolute Highlight für die Wintersportbranche. Rund 81 000 Besucher aus über 100 Ländern nutzen diese Messe als wichtige Einkaufsgelegenheit. Dabei spricht Spühl AG, Division CSA, als Hersteller von Tuning-Anlagen für Ski und Snowboard eine ganz spezielle Besuchergruppe an. Wahrgenommen werden und anders sein als die grossen Mitbewerber, das war das Ziel für den Messeauftritt an der ISPO 2013. Dies gelang dank der konsequenten Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes, das ein riesen­ grosses, auffallendes Testimonial ins Zentrum stellte. An vorderster Front stand die neue Anlage Tune 3, jedem zugänglich, dann die verschiedenen Aufbewahrungssysteme, und auch die Zusammenarbeit mit Skidata war gut erkennbar. Trotzdem wirkte der Stand ruhig, offen und einladend und die Fernerkennung mit den symbolischen Schneebällen zeigte eine positive Wirkung. Die Messepräsenz wurde kommunikativ von Inseraten und regelmässigen News­letters sowie einer digitalen Einladung begleitet.

Umsetzung des Messekonzepts «Keep it smart» an der Ineltec.


«offlIne Ist koMMunIkAtIon, dIe nICHts BeWIrkt – unABHÄnGIG voM MedIuM.»


Online vs. Offline Die angelsächsischen sprachlichen Gepflogenheiten haben unsere Sprache längst überrollt. In einigen Fällen hilft uns das. Oder können Sie Feedback in Deutsch mit weniger als drei Wörtern umschreiben? Es gibt aber auch die andere Seite. Insbesondere wenn es um das Thema Kommunikation geht.

Wenn am Stammtisch, beim Kaffeekränzchen und in der Mensa am Erstsemestertisch mit Wörtern wie Image, Brand, Word of mouth, Storytelling, Online und Offline um sich geworfen wird, ist es an der Zeit, einige Sachen klarzustellen. Es gibt Wörter, die sich mittlerweile in unserem Wortschatz mit einer klaren Bedeutung festgesetzt haben. Z.B. Image, welches das coolere Wort für Markenbild ist. Das Gleiche gilt für das Wort Brand, was zugegebenermassen etwas mehr Kraft hat als der profane Begriff Marke. Ein Vergleich, der keiner ist Der Spass hört aber auf, wenn englische Wörter herhalten müssen, um unpräzise Aussagen zu kaschieren, oder missbraucht werden, um eigennützig tendenziöse Statements zu machen. So wie es zurzeit mit den Lieblingszwillingen der Kommunikationsbranche – Online und Offline – der Fall ist. Impliziert wird, dass Online-Massnahmen den Dialog aufnehmen und erfolgreich sind und Offline-Massnahmen an der Zielgruppe vorbei kommunizieren und damit im Sand verlaufen.

Diese Beispiele, aber auch alle erfolgreichen digitalen Kampagnen sowie die erfolglosen klassischen Kampagnen zeigen, dass die Effektivität von Kommunikation nicht über die Kommunikationskanäle definiert wird. Resultate anstatt Fremdwörter Die Aufgabe von Kommunikationsfachleuten, ob in Unternehmen oder in Agenturen, sollte sein, sich mit Zielsetzung, Strategien, Botschaften und Massnahmen zu beschäftigen und nicht nur mit Begriffen. Gefragt sind strategisch fundierte Markenideen, die unabhängig vom Kommunikationskanal die anvisierte Wirkung entfalten. Es braucht keine Fremdwörter, kein Marketing-Zweipunkt- oder -Dreipunkt-Irgendwas, es braucht ganzheitliche Planung und ganzheitliche Kontrolle der Wirkung. Wer dafür nicht offen ist, sollte schnell umdenken. Schaumschläger haben aktuell noch Saison, die ist aber sicher irgendwann vorbei. Spätestens wenn Resultate gefragt sind. Christian Ruppanner, Managing Partner

Dass die reinen Digital-Agenturen diese Terminologien nutzen, um die integriert arbeitenden Agenturen in die Ecke der Erfolglosigkeit zu stellen, ist nachvollziehbar. Es gibt auch diejenigen, die es nicht besser wissen und mit Online und Offline versuchen, die klassischen und die neuen Kommunikationsformen zu umschreiben. Dass aber an Hochschulen und in Publikationen von Kommunikationsverbänden mit solchen falschen Begriffen operiert wird, erstaunt schon sehr. Das Wort Offline kann man im Zusammenhang mit Unternehmens- und Marketingkommu­ nikation nicht verwenden. Man kann nicht kommunizieren respektive offline kommunizieren. Offline kann nur ein Gerät sein, welches keinen Anschluss hat und somit keine Wirkung entfalten kann. Die neue Sprachregelung: wirkungsvoll und wirkungslos In Bezug auf Kommunikation gibt es nur Massnahmen, die wirken, und solche, die nicht wirken. Und dazwischen gibt es alle möglichen Grautöne. Von schnell bis langsam wirken, von gar nicht bis sehr gut, von nachhaltig bis kurzfristig und von positiv bis negativ. Und dies alles unabhängig von Kommunikationskanälen. Der Erfolg von Kommunikationsmassnahmen ist nicht davon abhängig, ob analog oder digital kommuniziert wird. Was gibt es «Offlinigeres» als Banner und Anzeigen im Web, die vom Lesen und Agieren abhalten oder uns im Netz verfolgen und dazu führen, dass man die entsprechende Marke für immer meiden wird? Auch ziemlich offline ist, wenn man auf einem mobilen Gerät beim Wegklicken einer Werbung ungewollt auf einer anderen Website landet. Das deutsche Wort hierfür – Wurstfingereffekt – tönt passender als all die unzähligen englischen Umschreibungen, die versuchen, diesem Problem noch etwas Positives abzugewinnen. Nicht zu vergessen sind Newsletter, die unaufgefordert und ohne Verbindung von Sender und Empfänger das Postfach zumüllen. Hier passt das englische Spam wieder besser. Andrerseits gibt es nichts «Onlinigeres» als einen IKEA-Radiospot, welcher auf der Autobahn­ ausfahrt vor dem Geschäft einen Stau verursacht. Oder TV-Spots, die schreiende Frauen zu Multiplikatoren machen, wie bei Heinecken und Zalando. Extrem wirkungsvolle Kommunikation ist, wenn im Fussballclub meines Sohnes die Sechs- bis Achtjährigen geschlossen auf AXE Dusch- und Haargel setzen. Obwohl es für keinen dieser Jungs relevant ist, mehr Chancen beim weiblichen Geschlecht zu haben, kennen alle das Markenversprechen von AXE. Eine bewundernswerte Konstanz sowie höchst kreative und professionelle Spots sind für die starke Wirkung verantwortlich, und nicht Storytelling. Das Zauberwort für den Erfolg von AXE bei den Kids heisst Word of mouth. Auch ein Anglizismus, den man gegenüber Mund-zu-MundPropaganda favorisieren kann.


freIZüGIG Für jeden freiraum verfasst eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter den Text für die freizügigKolumne. Diesmal erzählt unsere Junior-Beraterin Iris Klak aus ihrem Arbeitsalltag. «Kostbare Zeit» Ohne Weiterbildung keine Zukunftsperspektive, so heisst es. Lernen soll man lebenslang und an- und ausdauernd. Ohne Fort- und Weiterbildung, ohne weitere Diplome und Atteste sei man aufgeschmissen, in einer Zertifizierungsgesellschaft verliere man im Rennen um interessante Arbeit jede Chance auf Erfolg. Nun, das alles ist leichter gesagt als getan. Was ist das Richtige für mich, und wann? Und habe ich das Zeug dazu? Und vor allem auch die Zeit? Alles habe ich abgewogen und stellte mir die Frage, ob ich wirklich bereit bin, mit Disziplin und Wille eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen. Vor allem fragte ich mich, ob ich genug Zeit dafür habe. Zeit für die Schulabende, für die Vertiefung des Lernstoffs und natürlich auch für die Freizeit, von der man immer glaubt, zu wenig zu haben. Nach genauem Überlegen kam ich zum Entschluss, ja, das will ich anpacken. Ich bin bereit dazu. Also startete ich meine Weiterbildung zur eidg. dipl. Kommunikationsplanerin, investierte viel Herzblut und noch viel mehr Zeit. Lernte, drückte die Schulbank, ging zur Arbeit, überwand meinen «inneren Schweinehund» und genoss die wenige Freizeit. Die Zeit verging wie im Flug, und die Prüfungstage standen rasch bevor. Nochmals alles Wissen aufgefrischt, stellte ich mich den Prüfungen. Puh! Dann hiess es abwarten … … bis er, endlich, gefallen war, der riesige Stein von meinem Herzen. Ich hatte den eidg. dipl. Fachausweis in der Tasche. Plötzlich liess sich das Leben ohne Lernstress wieder in vollen Zügen geniessen. Es hat sich gelohnt, der Zeitdruck, das Lernen, die Schulabende. Ich habe aber nicht nur gebüffelt und ein Diplom dafür erhalten. Noch was anderes habe ich ganz konkret erfahren. Was knapp verfügbar ist, wird wertvoller. Die für mich frei verfügbare Zeit hatte während der Weiterbildung an Intensität deutlich zugenommen. Die kurze Kaffeepause dazwischen, der entspannte Schwatz mit Kolleginnen und Freundinnen, ein kleines Abendessen in gemütlicher Runde, diese kleinen Dinge habe ich plötzlich viel intensiver erlebt.

Iris Klak Junior-Beraterin

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