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AUSGABE SEPTEMBER 2011 - KOSTENLOS

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RATGEBER FÜR FAMILIEN FÜR BAYREUTH, KULMBACH UND UMGEBUNG

... warum ausgerechnet ich?

Mobbing

Das Kreuz mit dem Kreuz.

Haltungsschäden Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!

Drachenbasteln leicht gemacht


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Zur nächsten Kerwa, zum Gemeinde- oder Stadtfest oder für die nächste Firmenfeierlichkeit oder Hochzeit. Wir bieten Familienunterhaltung zum Mitmachen für jedes Alter – von 0-99 Jahren

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Editorial

Zusammen-Rücken Die vermeintlich schönste Zeit des Jahres - die Urlaubszeit - ist passé. Mit neu aufgeladenen Akkus stürzen wir uns wieder mit Elan in die Arbeit und die Kinder sich in die Schule oder den Kindergarten. Der Alltag hat uns wieder. Hurra! Doch irgendwas scheint dieses Mal anders zu sein. Die einst vorhandene Fröhlichkeit und Leichtigkeit des Sprösslings ist einem Zaudern und Zagen gewichen. „Nee, keine Lust, keinen Bock, doofe Schule!“ sind die lakonischen Äußerungen, die man zu hören bekommt. Ist das jetzt schon die mit Bangen erwartete Pubertät – mit gerade mal zehn Jahren? Beginnen bereits jetzt die Grabenkämpfe und Loslösungsprozesse? Oder was mag sonst noch dahinter stecken? Ist mein Kind etwa die Zielscheibe von Mobbing geworden, der modernen urbanen Form des Psychoterrors? Kann nicht sein, denke ich mir, mein Kind ist beliebt in der Schule und ist stark und selbstbewusst, es kann sich zur Wehr setzen. Oder etwa nicht? Wo mögen die Ursachen für diese spezielle Form der zum Teil willkürlichen Ausgrenzung sein? Die Anlässe, um zu einer Zielscheibe einer ganzen Gruppe zu werden, sind oft nichtig. Weshalb es anscheinend um das Mobbing an sich geht. Was treibt aber eine Gruppe

an, einen eben noch beliebten Mitschüler derartig zu gängeln und ihm das Leben schwer zu machen? Orientierungslosigkeit zum einen, fehlende positive Zielvorgaben zum anderen mögen Motive für diesen fatalen gruppendynamischen Prozess sein. Die Gruppe schweißt es zusammen, wenn sie ihren Frust, ihre Angst und ihre Wut über das eigene Versagen oder ihren fehlenden Mut auf dem Rücken eines anderen austragen kann. Der Einzelne wird mit den Aufgaben nicht mehr fertig, kann die Last des Alltags nicht mehr stemmen, was eben häufig zu Frust und Wut führt. Es ist nun an uns, diese Wut zu erkennen und Alternativen aufzuzeigen. Jeder Einzelne von uns muss stark sein – ohne Zweifel, aber stärker wird man durch die Gruppe, durch die Gemeinschaft. Gerade im Hinblick auf die dynamischen Entwicklungsprozesse unserer Gesellschaft, in der durch facebook und Co. die greifbaren, sozialen Netzwerke auseinanderzudriften drohen, müssen wir wieder näher zusammenrücken, einen Sinn für Gemeinschaft schaffen. Denn auf den Rücken vieler lässt sich vieles leichter tragen und mit den Händen vieler, Großes schaffen. Rücken wir also zam! Euer freggerla Marco

Inhaltsverzeichnis S. 04 S. 06 S. 10 S. 12 S. 16 S. 18 S. 20 S. 21 S. 22 S. 24 S. 26 S. 30 S. 31

Aktuelles: Kinderfest am 24.09. / Brandenburger Kulturstadl: Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde Leitartikel: Psychoterror Mobbing Sport / Freizeit: Drachen steigen lassen Gesundheit / Ernährung: Haltungsschäden bei Kindern & Jugendlichen Wohnen / Leben: Der optimale Kinderarbeitsplatz Erziehung: Willkommen im „Haus der kleinen Forscher“ friends 4 kids: Bigspender Karopack freggerla Freundebuch: Jeff Maisel Reisebericht: 3 Monate Marokko Spielplatzführer 2011: Alle Bayreuther Spielplätze auf einen Blick Kita´s im Portrait: Kita Harsdorf / Kindergarten Nemmersdorf freggerla Cartoon / Kolumne: Meine Herren Terminkalender / Vorschau aufs nächste freggerla

Impressum Herausgeber & Vertrieb: freggerla – Familien & Freizeit Magazin - www.freggerla.de Marco Marino - Tel.: 0921 / 800 219 18, Fax -28 An der Feuerwache 15, 95445 Bayreuth Redaktion: redaktion@freggerla.de Chefredakteur: Marco Marino (verantwortlich) Redaktionelle Mitarbeiterin: Gabriele Fiebich Layout, Grafik & Web: Adhox GmbH, Adhox Creative - www.adhox-creative.de Stephan Roesch, Christian Horn, Günther Böhmer

Druck: Bayreuth Druck + Media GmbH Auflage: Gesamt 15.000 Stück Erscheinungsweise: freggerla erscheint monatlich zum 15. des Monats Anzeigen: Anschrift der Redaktion oder des Vertriebs anzeigen@freggerla.de, presse@freggerla.de, Tel.: 0921 / 800 219 20 Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1.10.2010

Einsendungen: Für unverlangte Einsendungen wird keine Haftung oder Rücksendegarantie übernommen. Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge und Abbildungen, insbesondere durch Vervielfältigung und/oder Verbreitung, ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urheberrecht nichts anderes ergibt. Insbesondere ist eine Einspeicherung und/oder Verarbeitung der auch in elektronischer Form vertriebenen Beiträge in Datensystemen ohne Zustimmung des Verlages unzulässig. Haftung: Für die Richtigkeit von eingesandten Veröffentlichungen können Redaktion und Verlag trotz Prüfung nicht haften.


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Aktuelles

Großes Kinderfest am 24. September Auf dem Stadtparkett im Rahmen der diesjährigen interkulturellen Wochen Ein großes Kinderfest veranstaltet die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH am Samstag, 24. September 2011 im Rahmen der interkulturellen Woche.

bendkicker-Turnier für Kinder- und Jugendmannschaften werden unter der Telefonnummer (09 21) 460 05 83 oder unter E-Mail kommbayreuth@t-online.de entgegengenommen.

Los geht´s um 11 Uhr auf dem Stadtparkett in der Bayreuther Innenstadt. Bis 17 Uhr ist dort ein buntes und unterhaltsames Kinderfest geboten. So gibt es nonstop ein buntes Bühnenprogramm mit Aufführungen der City-Tanzschule Reinhard S, der Tanzschule Judt und der Tanzgruppe Colibri sowie Darbietungen des Musikstudios Ikarus und der „Maxiband“ der Städt. Musikschule Bayreuth. Mannschaftsmeldungen für das Le-

In einem Kreativworkshop werden Spielzeug und Kunstwerke aus Recyclingmaterial hergestellt. Feuerwehrfahrzeuge können erkundet werden und entlang der Spielstraße des Stadtjugendrings warten Kinderspiele und eine Hüpfburg. Der Sportring Bayreuth bietet in seinem Baseball-Abschlagkäfig die Möglichkeit, Baseball-Abschläge zu üben und interessierte Kinder und Jugendliche können beim Handballtorwerfen Tore gegen ausgesuchte

Torhüter der 1. Herrenmannschaft (ca. 11 – 13 Uhr) und der Jugendmannschaft (ab ca. 13 Uhr) der Haspo Bayreuth erzielen. Dazu gibt’s eine Autogrammstunde mit den Handballstars. Basketballkorbwerfen in Anwesenheit von Spielern des BBC gibt´s ebenso wie Kinderschminken und Airbrush-Tattoos, wobei die aufgesprühten Tattoos echten Tätowierungen täuschend ähnlich sehen. Großer Beliebtheit dürfte sich auch die Popcornaktion von „Let´s go Mehrweg“ erfreuen und tolle Gewinne gibt´s bei der Verlosung der Bayreuther Einzelhändler.

„Hier ist ein Platz für Dich!“ Auf dem Stadtparkett im Rahmen der diesjährigen interkulturellen Wochen Mit diesem Motto wirbt der Kinderschutzbund für seine Aktion zum Weltkindertag 2011. Die UN-Kinderrechte sind in Deutschland ratifiziert, doch ihre Umsetzung im Alltag muss von der gesamten Gesellschaft geleistet werden. Der Kinderschutzbund bietet Kindern und ihren Familien Beratung an, leistet unbürokratische Unterstützung mit dem Projekt „Rückenwind – Chance für Kinder“, engagiert sich auf lokaler Ebene und möchte insbesondere benachteiligte Kinder beteiligen und ihnen zu ihrem Recht verhelfen.

Kinderrecht, von den kleinen Besuchern mit viel Begeisterung handbemalt und gestaltet. Bis zum 24. September sind im Rotmain-Center diese ‚Kunstwerke‘ auf der Charityfläche zu bewundern. Höhepunkt dieser Aktion wird am Samstag, den 24.09.2011 um 11.30 Uhr die Versteigerung der ausgestellten Stühle durch einen Moderator von Radio Mainwelle sein. Außerdem findet begleitend zur Ausstellung eine Abstimmung der Kinder über die wichtigsten Kinderrechte mit Verlosung statt. Die Preise werden bei der Veranstaltung überreicht.

Während des 21. Mini-Bayreuths wurden 15 Stühle, jeweils versehen mit einem Anzeige


„Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ heißt die aktuelle Komödie im Brandenburger Kulturstadl. Sam, ein jüdischer Taxifahrer, schleppt eines Tages den Papst mit vorgehaltener Pistole nach Hause und sperrt Ihn gleich in der Speisekammer ein. Seine Frau Sara und die Kinder Miriam und Irving sind verrückte Einfälle von Sam gewohnt. Er steckte zum Beispiel auch schon mal den Garten voll Dynamit, um die Ameisen zu vertreiben. Den Papst zu entführen, übertrifft jedoch alle bisherigen Verrücktheiten. Sara bleibt pragmatisch und kocht allen erst mal eine kräftige Suppe. Als die Kinder den Papst entdecken, regt sich schon keiner mehr auf. Dass Sam einen „Weltfriedenstag“ statt, zum Beispiel, eine Million Dollar erpressen

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will, gefällt dem Papst. Überhaupt fühlt er sich in der Familie immmer wohler und genießt die Tage fern vom Medienrummel beim Kartoffelschälen oder Schachspiel mit Rabbi Meyer... Termine: Samstag10.09. Premiere / Freitag 16.09. / Sonntag 18.09. 17:00 Uhr / Freitag 23.09. / Samstag 24.09. / Sonntag 25.09. 17:00 Uhr / Donnerstag 29.09. / Freitag 30.09. / Montag 03.10. / Donnerstag 06.10. / Freitag 07.10. / Samstag 08.10. / Freitag 14.10. / Samstag 15.10. Weitere Informationen unter: www.kulturstadl.de

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Leitartikel

Foto:Techniker Krankenkasse

Psychoterror Mobbing Wenn die Schule zum Albtraum wird

Ausgrenzung, Erniedrigung, Schläge und Hänseleien – die Formen von Mobbing an der Schule sind vielfältig. Die Öffentlichkeit erfährt häufig nur von den Fällen, die sich durch offene Gewalt auszeichnen. Dabei sind es meist die psychischen Verletzungen, die Kindern und Jugendlichen auf Dauer zu schaffen machen. Die Betroffenen haben mit Gerüchten, Lügen, Stille, beschädigten oder weggenommenen Schulsachen zu kämpfen und fühlen sich gedemütigt, hilflos und manchmal sogar schuldig.

Es kann jeden treffen Die Freunde wenden sich plötzlich ab und tuscheln hinter vorgehaltener Hand, weil man mit der neuen Brille vielleicht nicht ganz so cool aussieht, wie erhofft. Jedes Kind kann von heute auf morgen Opfer von Mobbingattacken werden. Als besonders gefährdet gelten jedoch Kinder und Jugendliche, die sich in irgendeiner Weise von der Klasse abheben – sei es durch die Herkunft, das Aussehen, Behinderungen, Ansichten oder Einstellungen. Der extrovertierte Klassenclown ist hier ebenso gefährdet wie der introvertierte Streber. Die Gründe für die Schikanen und Ausgrenzungen sind aber oft

Checkliste: Mobbing Warnsignale für Eltern - übermäßige Schulangst oder Schulunlust - Konzentrationsschwierigkeiten - Verschlechterung der Noten - Verhaltensbesonderheiten (z.B. Lügen, zusätzliches Verlangen von Geld etc.) - Körperliche Verletzungen ( z.B. Prellungen, Kratzer, Schnittwunden etc.) - Zerrissene Kleidung - Beschädigte oder gestohlene Sachen - Schlafstörungen - Bauchschmerzen - Sozialer Rückzug (Kontaktabbruch zu Schulkameraden) - Aggressives Verhalten - Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken

auch schlichtweg an den Haaren herbeigezogen und nicht ausschlaggebend – es geht beim Mobbing nämlich in erster Linie um die Machtausübung und die Profilierung des Täters. Dennoch schämen sich viele betroffene Kinder dafür und suchen die Schuld bei sich. Jedoch handelt es sich nicht gleich bei jedem Streit oder diversen Hänseleien um Mobbing. Erst wenn sich der tägliche Terror über mehrere Wochen oder Monate erstreckt, sollten Eltern hellhörig werden. Warnsignale für mögliches Mobbing Häufige Prellungen, Kratzer, blaue Flecken oder zerstörte und verschwundene Schulsachen können sichtbare Anzeichen für Schikanen sein. Doch nicht immer sind die Signale so eindeutig. Häufig ziehen sich Kinder zurück und leiden über einen längeren Zeitraum still vor sich hin. Dies geschieht aus Scham oder aus Angst vor den Tätern, die nicht selten mit Drohungen das Schweigen ihrer Opfer erpressen. Die Schule wird zudem zu einem Ort des Schreckens, was sich oft auch auf die Noten auswirkt. Ängstlichkeit, Unsicherheit und psychosomatische Begleiterscheinungen wie Bauchschmerzen und Schlafstörungen sind ebenfalls keine Seltenheit. Wie können Eltern helfen? Zunächst einmal spielt es eine wichtige Rolle, das Vertrauen des Kindes zu gewinnen. Meist werden nur Andeutungen von Seiten des Nachwuchses gemacht, um die Reaktion der Eltern zu testen. Manchmal hüllen sich die Betroffenen jedoch auch in Schweigen – umso schwieriger


und bedeutender wird dann die Deutung der Warnsignale. Jeder kleinste Hinweis sollte in jedem Fall ernst genommen werden – ohne gleich mit einer Überreaktion zu antworten. Es empfiehlt sich, mit dem Kind offen über dessen Gefühle zu sprechen und es wissen zu lassen, das man ihm den Rücken stärkt und ohne wenn und aber hinter ihm steht. Verhärtet sich ein konkreter Verdacht sollte man auch die Schule mit einbeziehen. Als Ansprechpartner fungiert hier sowohl die Klassenleitung, als auch der Schulpsychologe. Im Gespräch kann dann über die gemeinsame Vorgehensweise diskutiert und nach Lösungen gesucht werden.

Literaturtipp:

Mobbing durch Lehrer? Fachleute gehen davon aus, dass ungefähr jeder zehnte Schüler unter ernsthaften Schikanen leidet. Doch nicht immer gehen die Attacken von Mitschülern aus. Auch Lehrer können mit Aussagen wie „Du bist wirklich schwer von Begriff – aus Dir wird nie etwas!“ gravierenden Schaden anrichten. Solche verbalen Angriffe verletzen die Betroffenen meist gleichermaßen wie das genervte Stöhnen und Seufzen, wenn jemand mehrere Anläufe braucht, um etwas zu verstehen. Daneben gilt auch das Nichtbeachten und Ausgrenzen aus der Klassengemeinschaft als eine Art stumme Demütigung. Oft erinnern sich die Mobbingopfer noch im Erwachsenenalter an die ein oder andere Lehrkraft, die ihnen in Kinder- und Jugendtagen das Leben schwer

gemacht hat. Leider fehlt hier den Eltern oft der Mut, die Angelegenheit zu thematisieren. Sei es aus Autoritätsangst oder aus Scheu vor Konflikten – dabei sollte die Schule eigentlich ein Ort des Wohlfühlens sein… „Schüler gegen Mobbing“ Die Internetseite www.schuler-gegenmobbing.de ist eine von einem ehemaligen Mobbingopfer gegründete Schülerinitiative, deren Zielsetzung sowohl darin besteht, betroffenen Schülern Hilfe zu bieten, als auch den Eltern beratend zur Seite zu stehen. Hier werden auch die häufigsten und sehr persönlichen Fragen von Mobbingopfern offen beantwortet – das macht Mut und zeigt, dass man mit diesem Problem nicht allein dasteht.

Mobbing – häufig gestellte Fragen Warum gerade mein Kind? Ihr Kind ist der einzige Schüler in der Klasse, das gemobbt wird und sie fragen sich, warum das so ist? Alle immer nur auf mein Kind? Dafür gibt es keine gute Erklärung. Der Zufall hat entschieden, dass Ihr Kind der/die Auserwählte ist. Wer mobben will, findet immer einen Grund zum Mobben. Es kann also jeden treffen.

Karl Gebauer: „Mobbing in der Schule“, Beltz Verlag

Ist mein Kind schuld? Nein. Die Mobber finden immer einen Grund, um zu mobben. Der Auslöser kann ein Streit über eine Kleinigkeit sein, der eskaliert ist. Warum hilft niemand? Die wenigsten Schüler wissen überhaupt, was Mobbing ist. Und ohne Aufklärung kann man natürlich auch nicht helfen. Hinzu kommt, dass viele der Freunde Ihres Kindes vielleicht selbst Angst haben, gemobbt zu werden, wenn sie helfen.

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Muss sich mein Kind verändern? Auf keinen Fall! Wenn sich das Opfer verändert, sehen die Mobber, dass sie alles mit ihm machen können. Sagen Sie Ihrem Kind, dass auf jeden Fall so bleiben soll, wie es ist. Was läuft beim Mobbing falsch? Schlimm genug ist es schon, dass es Mobbing gibt. Die Tatsache, dass Mobbing aber in der Öffentlichkeit abgelehnt wird und alle wegsehen, ist noch viel schlimmer. Bei den meisten Menschen fehlt auf diesem Gebiet die Aufklärung. So kann man Mobbingopfern auch dadurch helfen, dass man das Mobbing thematisiert und nicht zum Tabuthema erklärt. Kann man Mobbing verhindern? Leider nicht. Die Täter können immer ein Opfer finden. Man kann sich zwar wehren, Mobbing aber nicht vorbeugen. Allerdings könnte Prävention selbst „potenziellen

Tätern“ zeigen, dass Mobbing wirklich schlimm ist. Wer kann meinem Kind helfen? Eigentlich jeder. Wichtig ist, dass es sich Verbündete such, die es unterstützen können und wollen. Vor allem Lehrer sind gut dazu geeignet, gegen das Mobbing an Schulen etwas zu unternehmen. Ansonsten bietet es sich auch an das Gespräch mit den Mobbern selbst zu suchen. Was mein Kind selbst tun? Alleine gegen eine große Mobbergruppe anzukommen ist sehr schwierig. Das kann man meist nur mit der Unterstützung anderer. Sie als Eltern, aber auch die Freunde und die Lehrer zählen hier zu den wichtigsten Ansprechpartnern. Und sollte es ganz schlimm werden, dann sollte man einen Psychiater oder Psychologen hinzuziehen. Im Anfangsstadium des Mobbings kann es manchmal helfen, einfach nur die Täter darauf aufmerksam zu machen, was sie überhaupt anrichten.Versuchen sollte man es. Mobben mehr Jungen als Mädchen? Nein. Jungen und Mädchen unterscheiden sich beim Mobbing nur durch das Handeln. Während bei Jungen oft körperliche Gewalt eine Rolle spielt, ist bei Mädchen eher das indirekte Mobbing (Lügen, Gerüchte, Intrigen) verbreitet. Was kann man mit Prävention erreichen? Mobbing kann man ja leider nicht richtig vorbeugen. Trotzdem sollten SchülerInnen präventiv lernen, dass sie durch Mobbing andere psychisch zerstören können. Vor allem bei Schülern der 5. - 7. Klassen greifen solch präventive Aufklärungsmaßnahmen meist sehr gut. Quelle Mobbing-FAQ: www.schueler-gegen-mobbing.de


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Leitartikel

Foto:Techniker Krankenkasse

„Hier stinkt´s!“ – Mobiles Theaterstück für Schulen gegen Mobbing Das mobile Theaterstück „Hier stinkt´s!“ ist eine Produktion des ueTheaters Regensburg – entstanden aus umfangreicher Recherche und vielen Einzelgesprächen – und soll den Ursachen von Mobbing auf den Grund gehen und Wege aus den oft kaum zu durchschauenden Gewalt- und Ausgrenzungszusammenhängen aufzeigen. Das Stück kommt mit einfachsten Mitteln aus. Als Requisiten werden lediglich zwei gewöhnliche Stühle benötigt. Inhaltlich geht es um die beiden Schüler Marco und Tine. Marco ist das Mobbingopfer, Tine ist die Rädelsführerin der Mobbinggruppe. Das Geschehen wird aus der jeweiligen Sicht der Akteure geschildert und schließlich wird klar, dass auch Tine Opfer einer Zwangssituation ist. Die Aufführung ist insbesondere für Jugendliche ab der fünften Jahrgangsstufe empfehlenswert und eignet sich für alle Schularten. Das Stück wird bayernweit aufgeführt und kann von allen interessierten Schulen gebucht werden. Infos zu Kosten und freien Spielterminen gibt es unter www.uetheater.de oder unter der Telefonnummer 0941-700299.

Lehrer gegen Mobbing – mit „Mind Matters“ „Mind Matters“ ist ein erprobtes und wissenschaftlich fundiertes Modul-Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit an Schulen im Rahmen des Unterrichts der Sekundarstufe I (ab September 2011 steht auch ein Unterrichtsheft für die Primarstufe zur Verfügung). Eines der darin enthaltenen Module beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema „Mobbing“ und zeigt Präventionsmöglichkeiten und Handlungsstrategien für das Lehrpersonal auf. Weitere Infos und Materialbestellung unter: www.mindmatters-schule.de

Anlaufstellen vor Ort: - Grundsätzlich verfügt jede Schule über Beratungslehrer und Mitarbeiter aus dem schulpsychologischen Dienst, deren Kontaktdaten über die Internetseite der jeweiligen Institution eingesehen oder bei einem Anruf erfragt werden können - „Nummer gegen Kummer“: Kinder- und Jugendtelefon 0800-1110333 - „Nummer gegen Kummer“: Elterntelefon 0800-1110550 - www.kinderschutzbund-bayreuth.de - www.schulamt-bayreuth.de


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Sport / Freizeit

Herbstzeit ist Drachenzeit Drachenbasteln und -steigen lassen

Die Blätter werden bunt, die Sonne scheint und der Wind weht – wenn der Herbst vor der Tür steht, tummeln sich nicht nur Vögel und Flugzeuge am Himmel, auch Elefanten, Clowns und Autos mischen unter die Flugobjekte und machen diese Jahreszeit noch farbenfroher. Ganz klar: Es ist Drachenzeit - und nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene haben Spaß daran, die oftmals selbstgebauten Kreationen in die Lüfte steigen zu lassen. Das käuflich erhältliche Angebot der bunten Flugobjekte ist sehr vielseitig, aber einen selbstgebauten Drachen steigen zu lassen, erfüllt zudem noch mit Stolz – zumindest, wenn er so konstruiert ist, dass er auch fliegt. Aus dem Drachenbau kann man zwar eine wahre Wissenschaft machen, muss man aber nicht. Der klassische Einstiegsdrachen ist mit wenig Material und unter Mithilfe der Erwachsenen meist in kürzester Zeit selbst hergestellt.

Einkaufsliste für´s Drachenbasteln - zwei Rundhölzer aus Fichte: 83 und 100 cm Länge - Holzkleber - Anglerschnur - Krepppapier - Bastelpapier, leicht transparentes Papier (Fragen sie am besten im Bastelladen nach gutem Papier) - Wolle, Schere, Kleber, kleine Nägel und einen Hammer

Bastelanleitung: Einen klassischen Drachen für den Herbst bauen. Hier stellen wir eine Selbermach-Anleitung für alle Mütter und Väter vor. Es geht um den Bau eines schönen „klassischen“ Drachens aus Holzleisten. Denn nichts verachtet der wahre Selbermacher mehr, als High Tech-Produkte aus Fiberglas. Frühjahr und Herbst sind die idealen

Quelle: www.baumarkt.de

Monate, um bunt bemalte Drachen aufsteigen zu lassen, denn dann weht der Wind richtig kräftig.


1. Leisten sägen - Befestigungslöcher bohren Und so gehen wir vor: Die Leisten aus Fichtenholz sägen wir auf die exakte Länge von 83 bzw. 100 cm. In die Enden der Holzleisten feilen wir eine etwa 2 mm tiefe Nut. Außerdem bohren wir in die längere Leiste im Abstand von 15 cm von oben und 15 cm von unten Löcher mit 2 mm Ø - das sind die „Waagepunkte“. Ein weiteres Loch wird etwa 1,5 cm vom unteren Ende in die Längsleiste gebohrt. Hier wird später die Schwanzschnur verknotet.

2. Langleiste und Querleiste verbinden Nun legen wir die beiden Leisten übereinander, wobei die Querleiste (siehe Zeichnung) genau mittig auf die Längsleiste mit Holzkleber aufgeklebt wird. Zusätzlich wird die Klebestelle mit einer Schnur fest umwickelt. Erwachsene Selbermacher können auch versuchen, die Über-Kreuz- Verbindung anzutackern (Vorsicht, Kinder nicht mit dem Tacker „schießen“ lassen!). Dafür sollten die Leisten auf ein glattes, altes Brett gelegt werden. Machen Sie beim Tackern erst einen Versuch mit Lattenresten.

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3. Drachenschnur um das Holzskelett spannen Nun spannen Sie die Drachenschnur rund um das Holzskelett, indem Sie diese in die von Ihnen gesägten oder gefeilten Nute legen, festziehen und die Schnur verknoten. Ganz Vorsichtige sichern die Schnur noch dadurch, daß sie einen reißfesten Filmkleber um die Leistenenden kleben.

4. Gestell mit Papier oder Folie bespannen Nun muß das Gestell bespannt werden. Ideal ist immer noch das bunte „Drachenpapier“, das es in Bastel- und Papiergeschäften zu kaufen gibt. Man kann natürlich auch Folie nehmen oder sogar reißfestes Tyvek-Papier. Legen Sie also das Gestell auf das Papier bzw. die Folie und schneiden Sie dann die Bespannung zurecht - und zwar so, daß 2 bis 3 cm überstehen. Diese „Zugabe“ schlagen Sie nun um die Spannschnur nach innen ein und verkleben sie. Achten Sie darauf, daß Sie je nach Material den geeigneten Kleber nehmen.

5. Schnur-Dreieck verknoten - Schwanz befestigen An den Waagepunkten verknoten wir nun die Schnur - und zwar so, daß ein „Schnur-Dreieck“ entsteht siehe Zeichnung. Sollte der Drachen später nicht optimal fliegen, kann man die Flugeigenschaft verbessern, indem man das Schnur-Dreieck verkürzt oder verlängert. Wichtig für ein gutes Steigen und segeln im Wind ist die Länge des Schwanzes. Etwa 3 m lang könnte er wohl sein, bei heftigem Wind auch länger. In den Schwanz knoten Sie bitte bunte Papierchen. Gerade diese stabilisieren Ihr „Fluggerät“ - und lustig sieht’s allemale aus.

6. Wölbung des Drachens herstellen Den letzten Schliff bekommt Ihr neuer „Papiertiger“, wenn man dem Drachen eine schwache Wölbung gibt. Da die Holzleisten elastisch sind, kann man die Querleiste mit beiden Händen etwas nach außen wölben, um dann mit einer Schnur diese Wölbung zu fixieren. Auch das geht am leichtesten, wenn man zuvor Löcher gebohrt hat - etwa 1,5 cm von den beiden Endstücken entfernt - und die Schnur durch die beiden Löcher führt.

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Sicherheit muss sein >>>


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Gesundheit / Ernährung

Drachen steigen: Sicherheit muss sein Bevor man seinen Drachen dann in die Lüfte steigen lässt, sollte man jedoch einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, denn Drachensteigen kann auch Gefahren bergen.Vor jedem Start sollte man das bunte Flugobjekt zunächst einmal auf Schäden überprüfen. Außerdem ist es hilfreich zu wissen, dass eine zu stark gespannte Leine Schnittwunden an den Händen verursachen kann. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Schutzhandschuhe tragen. Bei der Wahl eines geeigneten Flugortes sollte man darauf achten, dass es sich um ein freies und großes Feld handelt – ohne angrenzenden Flugplatz, ohne Häuser und Bäume und vor allen Dingen ohne Strommasten! Dort kann sich die Drachenschnur verwickeln und das kann böse ausgehen. Sollte dies dennoch einmal der Fall sein, ist es wichtig, die Leine sofort loszulassen, denn sonst besteht Lebensgefahr. Auch bei Gewitter sollte man den Drachen sofort einholen, da er sonst wie ein Blitzableiter wirken kann. Zudem gibt es eine Vorschrift, die besagt, dass die Drachenleine nicht über 100 Meter lang und auf keinen Fall aus Metall bzw. Metallfäden bestehen darf. Aber auch Kunststoffschnüre können bei feuchter Witterung gefährlich werden – denn selbst wenn kein direkter Kontakt zu Strommasten besteht, können trotzdem Funken überspringen. Hat man die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, steht einem unbeschwerten Drachenflug nichts mehr im Wege.

Foto: DAK Rückengesundheit

Das Kreuz mit dem Kreuz Rückenprobleme und Haltungsschäden bei Kindern und Jugendlichen „Mama, ich hab Rücken!“ – Rückenschmerzen sind längst nicht mehr nur ein Erwachsenenproblem. Mittlerweile werden laut Studien rund 68 % der 10 bis 16-Jährigen, die in den Wartezimmern der Kinderärzte sitzen, von Rückenbeschwerden geplagt und sogar rund 73 % leiden unter Haltungsschäden. Die Ursachen sind vielseitig: falsche Schulmöbel, Bewegungsmangel, Rückenprobleme als Folge von Übergewicht und ein zu schwerer bzw. falsch getragener Schulranzen, der auf den Schultern der Kleinen lastet.

Ursachenforschung Ein Kind, das bereits über Rückenschmerzen klagt, ist gefährdet, dauerhafte Schäden davonzutragen. Da die Wirbelsäule in jungen Jahren noch sehr biegsam ist und die einzelnen Wirbelkörper noch wachsen, können konstante Fehlbelastungen starke und manchmal irreparable Rückenprobleme nach sich ziehen. Sitzt ein Kind beispielsweise stundenlang in nach vorn gebeugter Position, werden in erster Linie die vorderen Abschnitte der Wirbelkörper belastet. Hierdurch wird deren Wachstum gestoppt, jedoch wachsen die hinteren Wirbelabschnitte ungehindert weiter, was auf Dauer zu einem

Rundrücken führen kann. Einen enormen Beitrag zur falschen Haltung leistet hierbei das Mobiliar. Deshalb ist es wichtig, auf die Ergonomie der Schreibtischmöbel zu achten, die den natürlichen Bewegungsdrang unterstützen, sich individuell an den Körper anpassen und höhenverstellbar sein sollten. Die zunehmende Verhäuslichung der Freizeitaktivitäten zieht zudem einen Bewegungsmangel nach sich, so dass kein Ausgleich zu den sitzenden Schul-Tätigkeiten geschaffen werden kann. Während es für Kinder früher selbstverständlich war, draußen herumzutoben und zu klettern, verbringen in der heutigen Zeit viel vor dem Fernseher oder


Foto: DAK Rückengesundheit dem Computer. Kommt zudem noch Übergewicht hinzu, fällt es den Betroffenen oft schwer, aus dem Teufelskreislauf des Bewegungsmangels herauszukommen. Aber auch schwere und falsch getragene Schulranzen können eine Schädigung des Bewegungsapparates hervorrufen, wobei hier insbesondere die Einstellung der Schultergurte und die Lagerung der Bücher eine Rolle spielen. Schwere Sachen sollten immer körpernah gepackt werden, da die Kinder ansonsten Schwierigkeiten haben, das Gleichgewicht zu halten.

Prävention ist das A & O Im Alter von 6 bis 9 Jahren ist die Rückengesundheit meistens noch weitgehend intakt, so dass in diesem Zeitfenster präventive Maßnahmen am besten greifen – und Vorbeugen ist ja bekanntlich besser als Heilen. Da häufig eine schwache Rückenmuskulatur für die Schmerzen verantwortlich ist, gilt es, diese zu stärken, denn die Muskulatur stützt die Wirbelsäule und somit den gesamten Körper. Aber auch die Bauch- Schulter- und Gesäßmuskeln sollten hierbei nicht vernachlässigt werden, damit der Körper nicht in sich zusammensinkt. Spezielle Rückenschulen, die von Physiotherapeuten, Sportvereinen und Gymnastikleh-

rerInnen angeboten werden, schaffen Abhilfe und sorgen für eine kindgerechte Vermittlung rückenfreundlichen Verhaltens. Allesamt setzen sie auf eine adäquate Bewegungsförderung und Haltungsschulung. Auch Stehpulte, kurze Gymnastikeinlagen während des Unterrichts oder Bewegungsangebote für die Pausen lassen Rückenprobleme erst gar nicht entstehen. Denn ist das Kind erst mal in den Brunnen gefallen, ist es meist schwierig, effektiv zu handeln. Deshalb sollten die Ursachen langanhaltender Beschwerden auch immer von einem Kinderarzt bzw. -orthopäden abgeklärt werden, um gezielte Maßnahmen ergreifen zu können.

Der Schulranzen – sieben Tipps für Eltern • Kaufen Sie den Schulranzen in einem Fachgeschäft. • Achten Sie beim Ranzen auf Größe und Gewicht. • Der Schulranzen sollte nicht über die Schultern des Kindes hinausragen und mit seiner Oberkante am Nackenansatz abschließen. • Achten Sie darauf, dass der Schulranzen komplett (also mit beiden Trägern) auf dem Rücken getragen wird. • Die Trägerriemen sollen ausreichend breit (mindestens fünf Zentimeter), gut gepolstert und immer konstant eingestellt sein. • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur die Schulsachen mitnimmt, die es an dem Tag wirklich braucht. • Sorgen Sie für feste Schulranzenentrümpelungstage und beziehen Sie Ihr Kind aktiv ein bzw. übertragen Sie ihm diese Aufgabe. Foto: DAK Rückengesundheit

Quelle: www.helios-kliniken.de


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Gesundheit / Ernährung

Foto: DAK Rückengesundheit

Grün 25 – Die Gesundheitspraxis am Kreuzstein Natürliche Rückengesundheit für Kinder und Erwachsene „Durch Telefon und Hose keine Diagnose.“ – so lautet das Motto von Birgit Rödel, Physiotherapeutin in Bayreuth. Seit Anfang der 80er Jahre steht für sie die ganzheitliche Betrachtung des Menschen im Vordergrund, wobei sie besonderes Augenmerk auf die Biomechanik legt. „Der Mensch ist eine Maschine. Will man eine Diagnose stellen, so muss man ihn komplett von oben nach unten befunden – unabhängig von den Symptomen in den betroffen Körperregionen – und auch die genetische Disposition beachten.“ so Rödel. Ganzheitlichkeit und Natürlichkeit sind hierbei die Schlüsselbegriffe, die für die motivierte Physiotherapeutin gelten. „Das Natürlichste ist das Beste.“ – Und so rät sie ihren großen und kleinen Patienten zu natürlichen Bewegungsabläufen: „Eine halbe Stunde flottes Gehen pro Tag reicht schon aus, um Rückenproblemen und Haltungsschäden vorbeugen zu können. Man muss beachten, dass der Erwachsene pro Jahr 1 % an Muskelmasse abbaut, wenn er sich nicht ausreichend bewegt. Fehlhaltungen verstärken sich dann umso mehr. Das Wichtigste ist hierbei die Stärkung der

Birgit Rödel, Physiotherapeutin

Rumpfmuskulatur – sie ist vor allen Dingen für die Feinsteuerung der Bewegungsabläufe (z.B. das spontane Ausweichen) und die Haltung zuständig.“ Die Basis für eine ausgeprägte Rumpfund Haltungsmuskulatur wird bereits in der Säuglingszeit gelegt. Laut Aussagen von Birgit Rödel, sollten die Säuglinge in den Wachphasen häufig auf dem Bauch liegen. „Das ist enorm wichtig für die Entwicklung der Stützfunktion, auf die der Mensch ein Leben lang angewiesen ist. Konnte diese im ersten Lebensjahr nicht richtig ausgebildet werden, treten sowohl in der Kinder- und Jugendzeit als auch im Erwachsenenalter häufig Rückenprobleme auf.“ Auf die Frage nach weiteren Ursachen für Rückenprobleme in der Kindheit, gibt die kompetente Physiotherapeutin zu bedenken, dass man insbesondere den psychischen Druck, der in der heutigen Zeit auf vielen Schulkindern lastet, nicht außer Acht lassen darf. Meist sei die Psyche sogar das Ausschlaggebende – ein Grund mehr, den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Mit gezieltem sensomotorischem Training kann dann die Muskulatur des ganzen Körpers gleichmäßig gestärkt werden. „Über 600 Muskeln müssen dabei in Millisekunden aufeinander abgestimmt werden. Machen manche von ihnen ständig Pause, während andere kontinuierlich arbeiten, kommt es zu einer Überbelastung, die sich durch Schmerzen bemerkbar macht.“ so Rödel. Laut ihren Aussagen ist es für das gezielte Training wichtig, vor allem die Begeisterung der kleinen Patienten zu

wecken und Übungen auszuwählen, die ihnen Spaß machen. „Außerdem geht es darum, den Kindern zu vermitteln, dass sie das Ganze nicht für mich als Therapeutin machen, sondern für sich selbst.“ Andere zu begeistern fällt Birgit Rödel nicht schwer. Sie ist mit Feuereifer und Herzblut dabei und verwirklicht mit der neuen Gesundheitspraxis „Grün 25“ in Bayreuth einen langgehegten Traum. Die Barrierefreiheit kündigt hierbei schon am Eingang das Willkommen sein von Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen an. „Neben einer Vielzahl an Trainingsgeräten, wird es auch einen Barfußweg mit Slackline und Trampolin im Garten geben.“ – erzählt Rödel mit einem Leuchten in den Augen. Die Ausstattung lässt erahnen, dass die Physiotherapeutin, deren Schwerpunkt unter anderem auch im neurologischen Bereich liegt, ein Händchen für Kinder und deren Bedürfnisse hat. Auch die Vorliebe für das Natürliche zeigt sich nicht zuletzt in der Namensgebung. Zur offiziellen Eröffnungsfeier am 12. November 2011 sind alle Interessierten herzlich eingeladen! Grün 25 Gesundheitspraxis am Kreuzstein Max von der Grünstr. 25 95448 Bayreuth


Expertenrat Experte: Matthias Vogel - Orthopädietechniker REHA-Team Analysieren, dokumentieren, therapieren von Körperfehlstellungen Sportho team, eine hochspezialisierte Fachabteilung von der reha team Bayreuth Gesundheits-Technik, befaßt sich mit digitaler Gang- und Bewegungsanalyse sowie Rückenvermessung. Das freggerla-Team war dort und hat sich einer Ganzkörperanalyse unterzogen. Hier unser Bericht.Von Kopf bis Fuß wurden wir im orthopädietechnischen Testzentrum vermessen und abgelichtet. Durch digitale computergestützte Meßtechnik wird die vorhandene Körperstatik nach neuesten orthopädischen und biomechanischen Grundlagen zunächst protokolliert. Koordination und Gleichgewicht werden kontrolliert, der Muskelstatus festgestellt, die Beinachsen und die Wirbelsäule vermessen, das Laufverhalten aufgezeichnet, und vieles mehr. Mit dem erstellten Film kann der komplette Haltungsindex anschaulich als Ist-Aufnahme dann am PC dargestellt werden. Alle erdenklichen Körperachsen werden stationär sowie auf einem Laufband erfaßt und später im Computer mit wissenschaftlich fundierten, ständig aktualisierten Optimalwerten verglichen. Diese ganzheitliche Datener-

fassung und - auswertung ist eine wertvolle technische Ergänzung für eine (fach)ärztliche Untersuchung.Auch Gesundheitsbewußte sowie Laufsportler, Menschen mit Fußproblemen, mit Muskel- oder Gelenkschmerzen erhalten hier diagnostische Unterstützung für ihre Ärzte, Trainer und Therapeuten. „Wir ersetzen keine ärztliche Untersuchung“, erklärte uns der für das Laufstudio zuständige Orthopädietechniker Matthias Vogel, „aber wir können mit diesen umfangreichen Daten eine sichere Grundlage für eine Diagnose und entsprechende Therapie geben“. Die technischen Ergebnisse der digitalen Körpervermessung helfen Fehlbelastungen und Haltungsschäden rechtzeitig zu erkennen und münden in eine individuelle Empfehlung, die in Form eines umfangreichen Gutachtens für den behandelnden Arzt mitgegeben wird. Auch das freggerla-Team erhielt seine dokumentierte Ausgangslage, die bebilderte Computerauswertung, und wurde vom Orthopädietechniker über möglichen individuellen Handlungsbedarf umfangreich informiert. l y

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Wohnen / Leben

Foto:Techniker Krankenkasse

Der optimale Kinderarbeitsplatz Lernen in Wohlfühl-Atmosphäre

Kaum kommt man von der Schule nach Hause, soll man auch schon wieder Hausaufgaben machen. Dabei würde man sich viel lieber bewegen und im Freien herumtoben… Schulkinder müssen eine Menge Zeit im Sitzen verbringen – umso wichtiger sind die Ausstattung und die Gestaltung des heimischen Arbeitsplatzes. Für den Lernerfolg spielt der Wohlfühl-Faktor eine erhebliche Rolle, denn Gehirnleistungen und Emotionen sind eng miteinander verknüpft – dementsprechend durchdacht sollte die Kreation des kindlichen Arbeitsareals sein. Platz ist in der kleinsten Hütte – Oder: Wo soll gelernt werden? Teller weg und Hefte raus! – Der Küchen- oder Wohnzimmertisch ist als zentraler Lernort meist nicht zu empfehlen, denn so können die unterschiedlichen Lebensbereiche Essen, Wohnen und Lernen nicht voneinander getrennt werden. Besser wäre ein eigener Schreibtisch im Kinderzimmer. Manche Wohnungen sind jedoch oft sehr klein und der Platz ist knapp bemessen. Mit ein wenig Kreativität kann man aber auch hierfür eine Lösung finden. So bietet sich manchmal beispielsweise ein Hochbett an, unter welches bequem ein Schreibtisch passt oder man befestigt ein Brett an der Wand, das

bei Bedarf heraus geklappt werden kann. Auch Eckschreibtische eigenen sich oft als platzsparende Variante. Mit ergonomischem Mobiliar kommt Bewegung ins Spiel Langes Stillsitzen ist für die meisten Kinder eine Tortur, deshalb sollten Tisch und Stuhl an die kindlichen Bedürfnisse angepasst werden. Ergonomische Möbel unterstützen den Bewegungsdrang, indem sie ein Wippen und Schaukeln ermöglichen und dadurch Haltungsschäden vorbeugen. Spezielle Kinderschreibtischstühle zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sich die Stuhllehne an die Wirbelsäule des Kindes anpasst – so minimiert man die Gefahr von Rückenschmerzen. Wichtig ist, dass Tisch und Stuhl eine Einheit bilden und sich an der jeweiligen Körpergröße des Kindes orientieren. Hierfür eignen sich insbesondere höhenverstellbare Kinderstühle und -schreibtische. Wenn die Kniescheibe im Stehen die Vorderkante des Stuhles berührt und im Sitzen beide Fußsohlen komplett auf dem Boden stehen können, ist die optimale Sitzhöhe eingestellt. Die optimale Tischhöhe hat man erreicht, wenn sich die Ellbogen bei aufrechter Sitzhaltung und herabhängenden Armen zwei bis drei Zentimeter unterhalb der Tischkante befinden. Hilfreich bei der Wahl der geeigneten Möbel ist zudem

eine Orientierung am AGR-Gütesiegel, da diese Produkte vorab ihre rückengerechte Konstruktion vor einem Prüfungskomitee, bestehend aus Experten aus Medizin und Wissenschaft, unter Beweis stellen mussten. Jedoch darf man nicht vergessen, dass selbst ergonomisches Mobiliar tägliche Bewegungseinheiten und körperliche Aktivitäten nicht ersetzen kann. Arbeitsmaterialien und Arbeitsumgebung Mit den Arbeitsmaterialien ist es wie mit einer guten Bergsteiger-Ausrüstung – fehlt bzw. fehlen sie, kommt man bei Weitem nicht so hoch hinaus. Deshalb ist die Grundausrüstung, zu welcher beispielsweise Schreibutensilien, Locher, Karteikästen oder Nachschlagewerke zählen, die Basis für effektives Lernen. Aber auch die Arbeitsumgebung trägt zum Lernerfolg bei und bereits kleine Accessoires wie Grünpflanzen, schöne und motivierende Bilder oder Duftkerzen können eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Ausreichend Helligkeit und zusätzliche Lichtquellen sorgen für den richtigen Durchblick und wirken sich zudem positiv auf das Gemüt aus. Von Plagegeistern und Ordnungsmuffeln Der kleine Bruder hat den Fernseher auf volle Lautstärke gedreht, die große Schwester übt


fleißig auf der Geige und die Mutter saugt die Wohnung – wie soll man sich da nur konzentrieren? Außerdem locken viele interessante Spielsachen, die sich während der Ferien auf dem Schreibtisch so nach und nach einen Platz ergattert haben. Jetzt heißt es erst mal: Störenfriede ausschalten und Ordnung schaffen. Feste Lernzeiten erleichtern anderen Familienmitgliedern die Tagesplanung und damit verbunden die Rücksichtnahme. Wer auf seinem Schreibtisch zudem noch Ordnung hält und seinen Arbeitsplatz von ablenkenden Spielverlockungen befreit, erleichtert sich selbst das Leben, spart Zeit und hat alles schnell griffbereit. Zudem ist äußere Ordnung meist auch zuträglich für die innere Kopfordnung – so lernt sich´s schneller und besser und man hat im Anschluss daran mehr Zeit für Freizeitaktivitäte (Quelle: www.die-ordnungsprofis.de)

freggerla Checkliste • An meinem Arbeitsplatz halte ich Ordnung – das erleichtert mir die Arbeit. • Was nichts mit dem Lernen zu tun hat, räume ich vor dem Lernen weg! • Nach dem Lernen räume ich meinen Schreibtisch wieder auf. • Ich nutze eine Pinnwand für die Planung von Klassenarbeiten. • An meinem Arbeitsplatz hänge ich Lernplakate auf – so lerne ich ganz leicht und „nebenbei“. • Meinen Arbeitsraum lüfte ich regelmäßig. • Ich denke immer daran, richtig zu sitzen – umso besser lernt es sich. • Wenn ich lerne, dann lerne ich – ich mache nichts anderes, was mich ablenkt. Dann bin ich auch schneller fertig! • Beim Lernen von schwierigem Stoff verzichte ich auf Musik - da kommt mein Gehirn durcheinander!

Expertenrat Frau Meyer von der Jugendzimmerabteilung des Möbelhauses Pilipp in Bindlach „Bei der Wahl des Schreibtischstuhles ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Kinder beide Füße komplett auf den Boden stellen können. Der Stuhl darf demnach nicht zu hoch sein, sonst kann es zu Haltungsschäden kommen.Hinsichtlich des Schreibtisches sollte man Mobiliar bevorzugen, das mitwächst. Der Schreibplatz muss also den Proportionen und der Körpergröße des Kindes angepasst werden können und nicht umgekehrt. Auch die Möglichkeit einer Schrägstellung der Tischplatte wird aus orthopädischen Gründen empfohlen. So verfallen die Kinder nicht in eine Rundrücken-Haltung, sondern können aufrecht, bequem und vor allen Dingen ergonomisch sinnvoll sitzen.“ www.moebel-pilipp.de Foto:Techniker Krankenkasse Anzeige

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Erziehung

Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher

Willkommen im „Haus der kleinen Forscher“ Kinder erforschen die Welt

Seit dem Jahr 2006 engagiert sich die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ für mehr frühkindliche Bildungschancen im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich. Mit Fortbildungsangeboten und Materialien unterstützt die Stiftung pädagogische Fachkräfte dabei, den großen Forschergeist von Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter zu wecken und zu begleiten. Forschen beginnt mit Fragen Ein Experiment ist immer eine „Frage an die Natur“. Es geht hierbei nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern vielmehr um die eigenständigen Beobachtungen der Kinder – und oftmals gibt die Natur überraschende Antworten, die die Begeisterung und Lebensfreude der kleinen Hobbyakademiker wecken und zum Weiterforschen animieren. Das Themenspektrum der

Praxisideen und Experimente ist im „Haus der kleinen Forscher“ so breit gefächert, dass mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Angelehnt an die Bildungspläne der Länder ergeben sich folgende Themenschwerpunkte: Wasser, Luft, Sprudelgas, Astronomie, Forschen mit Magneten, Licht, Farben und Sehen, Mathematik, Strom und Energie, und Gesundheit. Das „Haus der kleinen Forscher“ stellt den teilnehmenden Einrichtungen kostenlos Arbeitsunterlagen in Form von Projektbroschüren und Experimentierkarten für die praktische Umsetzung zur Verfügung. Einmal im Jahr erhalten alle teilnehmenden Kitas im Rahmen des „Tags der kleinen Forscher“ zusätzliche Experimentiermaterialien zu einem besonderen Thema, sowie Forscherpässe und Forscherdiplome für alle Kinder. Mit dieser bundesweiten Aktion unterstreicht die Stiftung noch einmal die besondere gesellschaftliche Bedeutung der Förderung frühkindlicher Bildung. Unter dem

Motto „Was hält mich gesund?“ gehen die kleinen Forscher im Jahr 2011 mit Fragen wie „Was passiert beim Kitzeln?“, „Woraus besteht die Körperhülle?“ „Wie kommen die Schallwellen ins Ohr?“ an den Start und entdecken die verschiedenen Aspekte des Gesund-Seins und der gesunden Ernährung. Pädagogischer Ansatz Bildung ist ein sozialer Prozess. Kinder lernen im Austausch mit und von anderen, durch Anregung, durch individuelle Erkundung und durch gemeinsame Reflexion. Der pädagogische Ansatz der Stiftung ist von den zwei pädagogischen Leitlinien „Ko-Konstruktion“ und „Metakognition“ geprägt. „Ko-Konstruktion“ umfasst hierbei die gemeinschaftliche Gestaltung des Lernprozesses und die gemeinsame Erarbeitung neuer Inhalte.Während dieser teamorientierten Gestaltung der Bildungsprozesse kann mit den Kindern das Lernen selbst thematisiert


werden. Dies geschieht über die Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen (Gedanken, Meinungen, Einstellungen usw.), also das Wissen einer lernenden Person über ihr Wissen, ihre neu gewonnenen Erkenntnisse und den Weg dorthin. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten wird auch „Meta-Kognition“ genannt. Die Stiftung möchte die forschende Grundhaltung bei Kindern dauerhaft begleiten und unterstützen. Mit der Methode des „Forschungskreises“ hilft sie pädagogischen Fachkräften, den Prozess des Erkenntnisgewinns der Kinder zu begleiten. Der „Forschungskreis“ beinhaltet zentrale Etappen des Forschungsprozesses: Fragestellung, Vorwissen und Vermutungen, eigene Versuche, Beobachtungen, Dokumentation und Reflexion. Damit kann das Forschen in der Kita so gestaltet werden, dass die Mädchen und Jungen, ausgehend von ihren eigenen Fragen, neue Lernerfahrungen machen können.

Um das natürliche Interesse der Kinder entwicklungsgemäß begleiten zu können, bietet die Stiftung zusätzlich regelmäßige Fortbildungen für ErzieherInnen und LehrerInnen an. Selbst aktiv werden! Um bundesweit Workshops zur Fortbildung pädagogischer Fachkräfte anbieten zu können, kooperiert die Stiftung mit regionalen Netzwerken. Ansprechpartnerin für den Stadt- und Landkreis Bayreuth ist Eva Rundholz vom Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth GbR, Markgrafenallee 5, in 95448 Bayreuth. Für den Gesamtbereich Oberfranken ist Andrea Wild von der IHK Oberfranken, Ohmstraße 15, in 96050 Bamberg zuständig. Kitas, die an den Workshops teilgenommen haben und regelmäßig forschen und experimentieren, werden als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Aber auch als Mitglieder im Freundeskreis „Haus der kleinen Forscher“ e. V. können Eltern und Großeltern, pädagogische Fachkräf-

te, Wissenschaftlerinnen und Interessierte persönlich die frühe Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik unterstützen und fördern. Weitere Infos gibt es unter www.haus-der-kleinen-forscher.de

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friends 4 kids

v.l. Inh. Chr. Knab, Ute Lauterbach-Knab, Vertriebsleiter Jürgen Fuhrmann

Die neue Produktionsanlage

freggerla und friends4kids sagen: Danke! an unseren Bigspender Karopack für sein Engagement

Umweltfreundliche Polsterkissen aus Altkartonage Kissenschlacht mal anders

Die Kreiter GmbH aus Kirchhardt hat mit Karopack ein Konzept entwickelt, um aus Altpapier und –kartonagen ein exklusives, individualisiertes und umweltfreundliches Mehrweg-Verpackungsmittel herzustellen. Das Verpackungsmittel, also das Karopack-Polsterkissen, besteht aus einem recycelbaren und reißfesten Kraftpapier-Beutel, der mit zerkleinerten Altkartonagen befüllt wird. Als Christian Knab von der Firma UCE Druckservice in Bayreuth vor einem halben Jahr von diesem Produkt erfuhr, war er sich sofort sicher - das ist genau das Richtige für unsere Region. Gesagt – getan. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur fertigen Produktionsstätte vergingen nicht ganz fünf Monate. „Das war eine ganz schöne Hauruck-Aktion! Aber mit vereinten Kräften kann man viel bewegen. Und ich freue mich wie ein Kind, dass wir jetzt durchstarten können,“ so Christian Knab. Seit

Anfang September kann man nun bei Karopack in Bayreuth sein individualisiertes Verpackungsmaterial beziehen. Dem Lösungsprinzip zufolge wird der Kunde mit der ersten Lieferung Teil eines einzigartigen, ökologischen Kreislaufs: Der Kunde sammelt seine anfallenden Altkartonagen in der von Karopack gestellten Mehrwegbox. Diese werden bei einer Folgelieferung kostenlos abgeholt und als neuer Verpackungsrohstoff wiederverwertet. Karopack produziert mittels Ökostrom und Emissionszertifikaten völlig CO2-neutral. Der Endverbraucher schließlich kann die Karopack-Polsterkissen weiter einsetzen oder einfach mit dem Altpapier entsorgen. Interessant ist dieses Verpackungssystem für ökologisch orientierte Versender aus dem Anzeige

friends4kids.de freggerla und Elijah sagen:

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D Power-Woche!“ „Danke fürNdie

Groß- und Einzelhandel aus den Branchen wie Computer und Elektronikzubehör, sowie Telekommunikation, Medizintechnik, Antriebstechnik und dergleichen. „Und zu guter Letzt,“ schmunzelt Knab, „kann man damit auch herrliche „Polster“-Kissenschlachten machen.“ Karopack Lauterbach-Knab & Knab GbR Markgrafenallee 3-5, 95448 Bayreuth Tel.: 0921-765301-55 eMail: info@karopack.eu www.karopack.de Anprechpartner Vertrieb: Herr Fuhrmann

Rette ein Kind und du rettest Welt.


Name: Alter: Spitzname: Sternzeichen:

Jeff Maisel 42 Jahre Hektor Skorpion 1. Was sind Deine Hobbies?

Fußball, Snowboard, Joggen und Party 2. Was ist Dein Lieblingsberuf? Bierbrauer

Ihr wollt euch auch in unser Freundebuch verewigen? Dann ladet Euch die Fragen auf www.freggerla.de herrunter und schickt uns ein Bild von Euch (früher & jetzt) und natürlich die Antworten an freunde@freggerla.de

3. Was ist Dein Lieblingsgericht? Sauerbraten, Zwetschgenknödel und fränkische Brotzeit 4. Was würdest Du niemals essen? Es gibt schon ein paar Dinge, die ich nicht essen würde – insofern wäre ich ein schlechter Kandidat fürs Dschungelcamp 5. Welche Musik hörst Du? Eigentlich alles, solange es einen Beat hat und Laune macht. Da bin ich ganz flexibel 6. Was kannst Du ganz besonders gut? Reden – da kann schon mal vorkommen, dass ich jemandem einen ganzen Abend lang ein Ohr abkaue :) 7. Was siehst Du als Deine Schwäche an? Meine Ungeduld – wenn ich eine Idee habe, dann möchte ich Sie am Liebsten gleich umsetzen 8. Und wo siehst Du Deine Stärken? Ich kann schnell von einem Thema auf ein anderes umschalten und es macht mir großen Spaß ein Team zu führen 9. Welches Buch liest Du gerade? Erbarmen von Adler-Olsen 10. Welches Buch sollte man gelesen haben? Lesen muss Spaß machen und deshalb sollte jeder die Bücher lesen, die ihm Spaß machen. 11. Was war Dein Lieblingsfach in der Schule? Englisch und Sport 12. Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel nehmen? Meine Familie, meine besten Freunde und eine Weissbier- Pipeline 13. Was ist Dein Lieblingstier? Unsere Hündin „Chili“ 14. Welchen Superhelden findest Du am besten? Auch wenn die Frage anders gemeint ist: Für mich ist mein dreijähriger Sohn Tim ein „Superheld“ 15. Wer ist für Dich ein Held? Ein Held ist einer, der selbstlos anderen hilft. 16. Was ist für Dich Mut? Mut ist es, immer wieder neue, ungewöhnliche Dinge zu tun, gegen den Strom zu schwimmen und auch dann zur eigenen Meinung zu stehen, wenn der Wind aus einer anderen Richtung bläst. 17. Vier Begriffe: Geld, Freunde, Liebe, Berühmtheit. Welcher ist der wichtigste und warum? Liebe – ohne Liebe hast du keine wirklichen Freunde und ohne Freunde bringen dir auch viel Geld und Berühmtheit nichts. 18. Vier fantastische Berufe: Zauberer, Kämpfer, Gaukler, Priester. Welchen würdest Du wählen und warum? Ich würde „Zauberer“ wählen, denn damit kann man Menschen begeistern und gleichzeitig zum Lachen und Staunen Und das ist aus Jeff geworden: bringen. In der Herzoghöhschule bestritt Jeff seine ersten vier Schuljahre. Am WWG machte 19. Was ist Dein größter Traum? er 1988 sein Abitur. Nach der Bundeswehr Gesund zu bleiben und die Möglichkeit zu haben, dass Leben und einem Auslandssemeser in den USA weiter so zu genießen wie bisher. ging Jeff nach Freising zum Studieren an die TU München/Weihenstephan, wo er 1996 20. Ich finde das freggerla toll, weil… seinen Dipl. Ing. für Brauwesen und Ge…die Mischung aus regionalen „G´schichtla“ und Informatitränketechnologie absolvierte. Nach diveronen für Kinder und auch Eltern stimmen und sind mit viel sen Betriebspraktika übernahm Jeff 1998 Liebe und Humor geschrieben. Zudem bekommt man Anreals Gesellschafter Geschäftsführer die gungen für die Freizeitgestaltung der Familie in der Region, Geschäfte der Maisel Brauerei in Bayreuth. die man im Alltag leider manchmal aus dem Blick verliert.


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Reisebericht

Mit der Mutterschaft fängt das Leben erst richtig an - und wie! Sonja Schiffmanns Reisebericht der etwas anderen Art Die Mutterschaft ist immer ein einschneidendes Erlebnis, ist ein Umbruch des aktuellen Lebenswandels. Die Lebenspläne scheinen mit der Schwangerschaft bereits vorgezeichnet. Lang ersehnte Träume wie z.B. eine lange Reise lassen sich mit dem Nachwuchs und schon gar nicht mit dem Beruf vereinbaren. So die landläufige Meinung. Sonja Schiffmann (37 Jahre) belehrt uns eines Besseren. Als allein erziehende Mutter und selbstständig obendrein, hat sie sich mit Ihrem Max (3 Jahre), ihrem Lebensgefährten Ludwig (24 Jahre) und ihrem Hund Resi im Frühjahr diesen Jahres auf einen drei monatigen Tripp quer durch Marokko gemacht. „Einer meiner Leitsätze ist: ich lebe hier und jetzt!“ versucht Sonja ihr Motiv zu beschreiben, sich auf diese Reise zu machen. „Viele meiner Freundinnen haben mir abgeraten und Bedenken geäußert wie: `Das kannst Du nicht machen, warte doch bis Max älter ist.` oder `Du kannst doch dein Geschäft nicht einfach drei Monate alleine lassen.`“ Den Bedenkenträgern zum Trotz wollte Sonja sich und den anderen beweisen, dass es wohl geht, wenn man wirklich will und keine Angst vor Neuem hat. „Es war schon immer einer meiner Träume, ohne großartige Vorbereitung, aber mit viel Zeit durch ganz Afrika zu reisen. Und warum dann nicht jetzt? Da Afrika zu gross ist für einen Tripp,

haben wir uns für Marokko entschieden - die ganze Küste entlang.“ Als vorbereitende Maßnahme wurde im Winter 2010 ein alter VW Bus gekauft, welcher für die Bedürfnisse halbwegs ausgebaut wurde. Nachdem der Bus bis oben hin gepackt wurde mit Surfbrett, Bett, Küche und was man sonst zum Leben braucht, ging es im Mai los - zunächst nach Genua und von dort mit der Fähre nach Tanger. „Wir sind die gesamte Atlantikküste von Tanger bis nach Dakhla entlanggefahren (2500 km), über 2000 km durch die Wüste und die Westsahara, zurück über den hohen Atlas und Marrakesch und haben so ziemlich an jedem halbwegs schönen und hässlichen Platz wild gecampt; sind geblieben, wo es uns gefiel und weiter, wenn es nicht so schön war. Wir haben meistens selbst gekocht: Obst, Gemüse, Brot, Cornflakes, Joghurt und sind Tajine (das ist ein rundes, aus gebranntem Lehm bestehendes Schmorgefäß; Anm. d. Red.) KochProfis geworden. Bei Wind waren wir kiten, ansonsten surfen, oder wie Max sagt: „Ausströmen und die Lage abchecken!“ Wir haben jeden Tag die Sonnenuntergänge beobachtet und ab und zu auch die Sonnenaufgänge erlebt und viele Nächte bei offenen Hecktüren und Sternenhimmel geredet.Wir haben viele herzliche, coole Menschen,


aber auch echte Freaks, sowie unfreundliche Leute getroffen. Bei 45 Grad in der Wüste haben wir nicht nur einmal geflucht, dass unser Bus keine Klimaanlage hatte. Aber egal, wir hatten viel Musik dabei, und viel Zeit. Und irgendwann sind nur noch die essentiellen Dinge wirklich wichtig: Essen, Trinken und natürlich Freude am Leben. Wie hat Maxi die Reise erlebt? Maxis Augen wurden immer riesengroß, wenn wir auf einem der vielen bunten, chaotischen Märkten einkaufen gingen, um uns für die nächsten Tage mit Proviant einzudecken: Haselnüsse mit Honig, orientalische Plätzchen, Haie und andere große Fische anfassen, viel Gewusel, Hühner, Marktschreier, tausend Düfte, kleine Gassen, viele Menschen - ein Fest für die Sinne. Wenn es spät wurde, ist er auf dem Arm oder sonst wo einfach eingeschlafen. Unterwegs haben wir immer laut Musik gehört, Treibholz bemalt; Max hat am Lagerfeuer gezündelt, ist professioneller Krebs- und Käferfänger geworden, hat Kamele, Skorpione, Schildkröten, Schlangenbeschwörer und viele Ziegen gesehen; ist auf Kamelen und Pferden geritten; hat Boote und Sandburgen gebaut, tonnenweise Muscheln und Steine gesammelt, sich über mein französisch oder arabisch kaputtgelacht oder darüber, dass ich mich in einem Dorfbrunnen zum Waschen quetsche; und sich täglich über die Farbe seines „Stinkers“ gewundert. Gab es auch Kollateralschäden und Pannen? Wir hatten eine Autopanne mitten in der Wüste, die Beifahrertür konnten wir nicht mehr öffnen, da der Griff abgebrochen ist - ab da mussten immer alle von der Fahrertür einsteigen; irgendjemand hat unser Rücklicht kaputt gemacht, die Windschutzscheibe hat einen Sprung und in der Tankstelle sind wir mal an der Seite etwas hängen geblieben. Ach ja, und den Schlüssel haben wir auch mal im Bus liegen lassen und zwei Stunden gebraucht, bis wir die Tür geknackt hatten. Ausserdem haben wir einen Stromumwandler, einen Gasofen, ein Surfbrett und ein Kiteboard demoliert und einmal wurde unser gesamtes schmutziges Geschirr geklaut – man solls nicht glauben. Der komplette Bus ist zudem sandgestrahlt und alles was Scharniere hat, quietscht jetzt erbärmlich. Die Polizei hat uns viel zu oft angehalten, doch dank Max, der immer laut „ Salam“ (Hallo) rief, hatten wir nie ernsthafte Probleme. Drei Monate nur Harmonie? Wir hatten ganz großartige, tolle Momente, wo man die Welt umarmen könnte und kleine, üble Momente, in denen einfach alles anstrengend ist. Z. B. der Sand: bei 30 Knoten Windgeschwindigkeit war immer und alles voll mit Sand. In allen Körperöffnungen war immer alles voll mit Sand, Sand und immer nur Sand. Su mussten wir mit unserem

Gaskocher meistens im Bus kochen, weil uns zum einen durch den Wind die Flamme ausgeblasen und zum anderen das Essen mit einer Zusatzportion Sand verfeinert worden wäre. Da mussten wir ständig im Bus alles hin- und um- und wegbauen - da habe ich dann echt den Koller bekommen. Viel Zeit ging auch für die Suche nach Wasser drauf, wenn es darum ging Wäsche oder Geschirr zu waschen. Wir konnten das Wasser auch nicht auf Vorrat einlagern, weil wir keinen Platz hatten.Wenn man drei Tage am Meer ist und alles schon mit einer leichten Salzkruste überzogen ist, lernt man Süßwasser ganz anders zu schätzen. Bei einer Tour sind wir 1.500 km am Stück durch die Wüste gebrettert, da kann man nicht groß anhalten und Brotzeit machen. Und wenn dann der Proviant zur Neige geht und du dich zwei Tage lang nur von Fladenbrot mit Margarine ernährst, fragst Du dich schon, warum wir nicht lieber „all inclusive“ gebucht haben. Das war einer der Momente, an dem wir – Ludwig und ich – an unsere körperlichen, aber auch psychischen Grenzen gekommen sind. Aber für den Max war das immer sehr aufregend und abenteuerlich. Was nehmt ihr mit von dieser Reise? Damit es uns nicht langweilig wurde, haben wir noch einen herrenlosen, blonden Baby-Strandhund mit schwarzer Schnauze aus Dakhla mit an Board genommen. Der heisst übrigens „Fregga“ und lebt nun als illegaler Einwanderer bei uns. Als wir wieder nach Hause wollten, sagte Max: „Och schade, Marokko ist doch echt chillig, bleiben wir halt noch bissl hier.“ Diese Reise ist mit Sicherheit nicht für jedermann und vor allem nichts für Pauschalurlauber. Doch auf diese Weise ist man allem viel näher, dem Land, den Leuten und vor allem sich selber. Eine Erfahrung, die man im Robinson Club oder in Italien am Strand nicht unbedingt machen kann. Wir haben es gesehen und erlebt – genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte – und werden diesen Trip sicher nie vergessen.

Was man alles für diesen Tripp braucht: • einen Traum • bisschen Geld • Zeit • gute Nerven • einen Bus • Französisch und Englisch • viel Musik • Kühlbox • Solaranlage • Viele kleine Geschenke für die vielen Kinder überall


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Spielplatzführer 2011

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Alle Spielplätze auf einen Blick

Rotary Clubs und Rotaract präsentieren neuen Spielplatzführer für Bayreuth – Qualitätsverbesserungen weiter vorantreiben Wie viele Spielplätze gibt es in Bayreuth? Wo sind sie zu finden? Welche sind besonders gut ausgestattet? Und welche sind für welche Altersgruppe geeignet? Diesen und noch vielen weiteren Fragen stellt sich der neue Spielplatzführer 2011, den die Bayreuther Rotary Clubs gemeinsam mit dem Bayreuther Rotaract Club in einem kleinen Kraftakt entwickelt und bis zur Druckreife gebracht haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf 60 Seiten präsentiert die neue Broschüre alle Bayreuther Spielplätze vom Roten bis zum Grünen Hügel, von Meyernberg bis Grunau mit Bildern, beschreibt und bewertet sie ausführlich. Grundlage für die Beurteilungen war ein mit Experten der Universität Bayreuth entwickelter Frage- und Bewertungsbogen. Berücksichtigt wurden u.a. Spielgeräte, Spielwert und

Sitzgelegenheiten, aber auch wie sauber sich ein Spielplatz präsentiert und in welchem Zustand der Boden war. Auch die dort spielenden Kinder wurden nach Ihrer Meinung befragt.Alle Ergebnisse wurden durch ein statistisches Programm ausgewertet und in eine Bewertungsreihenfolge gebracht. Sinnvoll ergänzt wird die Beschreibung und Beurteilung der einzelnen Spielplätze durch einen Lageplan auf einer Doppelseite in der Mitte des Spielplatzführers, in dem Nutzer ganz genau sehen können, wo sich – auch die etwas versteckteren - Spielplätze im Stadtgebiet befinden. Spielplatz am Waldsteinring wird „Rotary Spielplatz des Jahres 2011“ Den ersten Platz im Bayreuther Spielplatz-Ranking belegte der Spielplatz am Waldsteinring in St. Johannis. Er wurde bei einem offiziellen Ter-

min am 13.September mit dem Siegel „Rotary Spielplatz des Jahres 2011“ ausgezeichnet. Ziel des aufwendigen Projekts ist nicht nur eine „Bestandsaufnahme“ der Bayreuther Spielplätze zu leisten - die Rotarier wollen gezielt auch eine Qualitätsverbesserung derjenigen Spielplätze vorantreiben, die weniger gute Noten erhalten haben. Und sie sind bereit, diese in Kooperation mit der Stadt auch finanziell zu unterstützen. Auf der Internetseite www.spielplus.net können Bayreuther Familien auch eigene Bewertungen vornehmen bzw. Ihre Meinung zu einzelnen Spielplätzen oder der gesamten Spielplatzsituation loswerden. Denn im kommenden Jahr soll es eine neu, überarbeitete Auflage geben.


Spielplatz Am Waldsteinring 6 von 5 Punkten Spielplatz des Jahres 2011

Spielplatz Ginsterweg 4 von 5 Punkten

Spielplatz Rรถhrensee 5 von 5 Punkten

Spielplatz Holunderweg 3 von 5 Punkten

Spielplatz Mistelbachallee 3 von 5 Punkten

Spielplatz MoselstraรŸe 4 von 5 Punkten

Spielplatz Am Feuerwehrhaus 5 von 5 Punkten

Spielplatz Anemonenweg 2 von 5 Punkten


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Kita´s im Portrait

Engagement lohnt sich Rotmainschlümpfe e.V. Altenplos Seit 1996 gibt es die Rotmainschlümpfe im Leitbild alten Schulhaus von Altenplos. Zum Grün- Die Kinder sollen zum dungszeitpunkt gab es viel zu wenig Kinder- selbstständigen Denken und gartenplätze und Krippenplätze waren noch Handeln angeleitet werden. nicht aktuell. Da wurde vom Land Bayern das „Wir nehmen die Kinder so „Netz für Kinder“ ins Leben gerufen. Dieses an, wie sie sind. Wir möchKonzept sieht eine enge Zusammenarbeit ten, dass sie sich mit allen von Erziehern und Eltern vor. Die Elternar- ihren mitgebrachten Mögbeit beschränkt sich hierbei jedoch nicht aus- lichkeiten zu selbstständigen schließlich auf Tätigkeiten wie Kuchenbacken, Individuen entfalten können. sondern ist in Form von wöchentlichen Hilfs- Dabei orientieren wir uns diensten organisiert, bei welchen die Eltern an den pädagogischen Leitmotiven von Maria den Erzieherinnen tatkräftig zur Hand gehen Montessori. Wir verstehen uns demnach eher und sie unterstützen sollen. Diese sogenann- als teilnehmender Beobachter und Türenöfften „Elterndienste“ finden jeweils in der Zeit ner. Wir sind ein ständiger Begleiter für die von 7:15 – 10:00 Uhr und von 12:30 – 15:15 Kinder und offerieren ihnen verschiedene Uhr statt. Wege und Möglichkeiten.“ Letztendlich soll das Kind aber selbst entscheiden. Als Träger fungiert der Verein, deren Mitglie- Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der sich aus den Müttern und Vätern der Rot- haben sich in den letzten Jahren drastisch mainschlümpfe zusammensetzen. Demnach verändert und erfordern heute ganz andere wird auch die Verwaltung von den Eltern ge- Kompetenzen als noch vor zehn Jahren. Fletragen, so dass das Mitspracherecht deutlich xibilität und Eigenständigkeit sind zwei dieser höher ist. „Schließlich ist die Kommunikation Kompetenzen. „Wenn diese von uns forcierzwischen Eltern und Erziehern das A und O. ten Kompetenzen von den Kindern adaptiert Es besteht zudem die Möglichkeit, die Stär- werden, kommt es schon vor, dass Kinder aus ken jedes Einzelnen in die Entwicklung unse- den erwarteten Verhaltensmustern ausbrerer Einrichtung einfließen zu lassen,“ so Frau chen und Kritik an einer Bezugsperson üben. Hartmann. Dieser Kritik müssen wir uns natürlich dann auch stellen“, gibt Frau Hartmann schmunEine Gruppe besteht in der Regel aus einer zelnd zu bedenken. Kleingruppe von 12-15 Kindern. Es werden bereits Kleinkinder ab 2 Jahren aufgenommen, Tagesablauf so dass sowohl Krippen-, Kindergarten- und Der Tagesablauf ist von gezielt gesetzten RiHortkinder miteinander in Kontakt treten tualen geprägt, die vor allem den kleinen Kinkönnen. Das schafft eine ganz andere Dyna- dern die notwendige Sicherheit geben: mik: Die Kleinen können von den Großen Von 7:15 Uhr bis 10:00 Uhr ist Freispielzeit lernen, die Großen wiederum üben sich in und freies Frühstück. So kann jedes Kind seiRücksichtnahme und Geduld. nen Tag individuell beginnen. Die Frühstücksbetreuung ist beispielsweise ein klassischer Das bedeutet auch, dass ein Kind theoretisch Bereich für den Elterndienst. Hierbei können bis zu acht Jahren in dieser Einrichtung be- in aller Ruhe erste Gespräche mit den Kintreut werden kann und über diese Zeitspanne dern geführt und gemeinsame Zeit miteinangleichbleibende Bezugspersonen hat. der verbracht werden. Hartmann: „Die FamiIn der Kernzeit ist die Gruppe zur besseren lienstrukturen haben sich derart verändert, Umsetzung des Lehrplans und zum besseren dass solche Momente nicht mehr selbstverAustausch und (Selbst-)Reflexion mit zwei Er- ständlich sind. Hier versuchen wir, ergänzend zieherinnen besetzt. zu wirken.“

Um 10:00 Uhr findet dann der tägliche Morgenkreis statt. Hier steht sowohl die Gruppenwahrnehmung und -bildung im Vordergrund, als auch die Selbstwahrnehmung: „Ich bin ein Teil der Gruppe, ich bin wichtig für die Gruppe und darf und soll Raum einnehmen mit Erzählungen und dergleichen.“ Dies soll Verantwortungsbewusstsein schaffen und darauf aufmerksam machen, dass jeder Einzelne durch einen kleinen Beitrag, gemeinschaftlich Großes bewirken kann. Ab 12:00 Uhr wird dann zunächst mit den Kindergartenkindern gemeinsam Mittag gegessen und etwas später mit den Hortkindern. Das Essen wird dabei von den Eltern jeden Tag frisch zubereitet, inklusive Salat und Nachspeise. Das Essen ist unentgeltlich, allerdings ist jede Familie ein- bis zweimal im Monat dazu aufgefordert, das Mittagessen zu stellen. Dadurch ist eine enorme Vielfalt und Abwechslung gegeben. Feste Ankerpunkte im Wochenplan sind am Montag der Flöten- und Orff-Unterricht, am Dienstag der Turntag, am Mittwoch der Waldtag, am Donnerstag der Experimentiertag und am Freitag der Intensivierungstag. Kommunikative Auseinandersetzung ist ein Grundpfeiler bei der intensiven Arbeit mit den Eltern und den Kindern, denn Gemeinschaft schafft Stärke.


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Rotmainschlümpfe e.V. Lohweg 2 95500 Altenplos Tel.: 09203-91131 www.rotmainschluempfe.de rotmainschluempfe@googlemail.com Leitung: Heike Hartmann (Foto) Träger: Rotmainschlümpfe e.V. Betreuungsplätze: 20 Kinder von 2 bis 10 Jahren Mitarbeiter: 2 Erzieherinnen


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Kita´s im Portrait

Durch Naturverbundenheit Gott nah sein Evangelischer Kindergarten Harsdorf Wir als Erzieher müssen sensibel sein für die verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder und uns täglich die Frage stellen: „Wann ist ein Kind wo und wie kann ich es dort abholen?“ Bei der Beantwortung dieser Frage hat die Kommunikation mit dem Kind und mit den Eltern oberste Priorität.“ Beschreibt Frau Feulner ihre Funktion als Leitung des ev. Kindergarten Harsdorf. Das Kind muss als Individuum verstanden und als solches auch angenommen werden. „Eine unserer Gruppen wurde deshalb auch bewusst „Pusteblume“ genannt: Wie die Samen der Pusteblume, so sprüht auch das Kind voller Ideen und Einfälle. Zwar fällt nicht jede Idee auf fruchtbaren Boden, aber viele schon und diese tragen dann Früchte und tragen zur Entwicklung und Entfaltung des Kindes bei.“ Zentrales Element ist hierbei aus ihrer Sicht der Glaube des Kindes und die intensive Naturverbundenheit. Durch die Schöpfungsgeschichte können wir den Kindern den Glauben leichter und besser vermitteln: „Da kann man Gott nah sein. Und so wie wir die Natur annehmen, akzeptieren wir auch das Kind, so wie es ist - vorurteilsfrei.“

nen wir den Kindern Begriffe wie Gemeinschaft, Nächstenliebe und Rücksicht am besten veranschaulichen und näher bringen“, so Frau Feulner. Nach der allgemeinen Freispielzeit werden ab 10:30 Uhr die Themen vom Morgen aufgegriffen und in spielerischer Weise umgesetzt. Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen finden am Nachmittag von 14:00-15:30 Uhr die so genannten „Neigungsgruppen“ statt. In einem vierteljährlichen Rhythmus werden hier Aktivitäten rund um die Themen „Kochen und Backen“, „Vorhang auf, die Show beginnt“ oder „Unterwegs mit Jesus“ angeboten. Bauwagen: Der Bauwagen war vor eineinhalb Jahren ein Geschenk von der Firma Dechant aus Weismain. Er wurde mit aktiver Unterstützung der Eltern und der Kinder komplett renoviert und steht jetzt mitten im Wald – bestens ausgestattet mit ansprechendem Naturspielzeug.

Tagesablauf: Getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“, dürfen alle Kinder jeden Tag nach draußen. Der Tagesablauf in der Krippe ist stark strukturiert. Nach der Bringzeit beginnt der Krippen-Tag um 8:30 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück. Im direkten Anschluss ist Freispielzeit, während der die kleinen Knirpse aus dem umfangreichen Beschäftigungsangebot wählen können. Um 10:30 Uhr heißt es dann: Ab nach draußen! Nach dem gemeinsamen Mittagessen um 12:00 Uhr beginnt für manche Kinder die Mittagsruhe, die anderen können im großzügig angelegten Garten spielen. Im Kindergarten beginnt der Tag eben- „Dadurch haben wir einen Platz in der falls um 8:30 Uhr mit dem Morgenkreis, Natur. Die Akzeptanz und Unterstütder in der Art einer Kinderkonferenz zung von Seiten der Gemeinde war gestaltet ist. Die Themen werden hier sofort da und ist auf ein breites Echo von den Kindern vorgegeben. Um 9:00 gestoßen. Wir mussten keine langen Uhr findet dann das gemeinsame Früh- Reden halten, sondern bekamen gleich stück statt, vor dem immer gebetet wird. direkte Hilfe angeboten.“ Durch solGerade beim Essen können christliche che Aktionen kann man den Kindern Werte anschaulich vermittelt werden. adäquat das Gemeinschaftsleben ver„Wir haben seit einigen Monaten einen mitteln und ihnen zeigen, dass man geObstkorb, der von allen befüllt wird meinsam stark sein und vieles erreichen und aus dem sich alle bedienen können. kann, woran ein Einzelner vielleicht An diesen greifbaren Momenten kön- scheitern würde.


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Evangelischer Kindergarten Harsdorf Eichenweg 1 95499 Harsdorf Tel.: 09203-6560 Kiga.harsdorf@elkb.de Leitung: Carolin Feulner (Foto) Träger: evangelisch-lutherische Kirche in Bayern Betreuungsplätze: 25 in einer Gruppe im Kindergarten und 12 in der Kinderkrippe Mitarbeiter: 2 Erzieherinnen und 3 Kinderpflegerinnen

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Toon / Meine Herren

Herbstwahn Die Schule hat uns wieder ja, uns alle. Endlich muss ich mich nicht mehr alleine aus dem Bett quälen, während der Rest der Familie noch selig schlummert. Dann lässt es sich auch leichter ertragen, dass die Tage wieder kürzer werden, und es beim Aufstehen noch fast genauso dunkel ist, wie beim zu Bett gehen. Eine Tradition unserer Familie ist mit dieser eigentümlichen Zeit unumstößlich verbunden: Kastaniensammeln. Es gibt wenig Schöneres, als in einer Kastanienallee bei sonnigem Herbstwetter mit der ganzen Familie Kastanien zu sammeln - tonnenweise. Wenn über den Hängen die bereits tief stehende Sonne die satt gefärbten Kastanien bescheint, die mit Tautropfen überzogen sind. Ein schon fast unmenschlicher Drang bringt mich dazu, der ansonsten zu sportlichen Aktivitäten seinen Stuhl und eine Tüte Chips mitbringt, sich wieder und wieder zu bücken und nach diesen herrlichen Herbstfrüchten zu greifen. Der entspannte Spaziergang wird nur geringfügig von dem

schweren Gerät überschattet, welches mitgeschleppt wird, um die Kastanienausbeute zu optimieren: Leiter, großes Vierkantholz, Bumerang, Seil und der Handkarren zum Abtransport. Selbst den Sinn dieses Verhaltens hinterfragende Äußerungen meiner zur Höchstleistung angespornten Kinder „Papa, was machen wir nur mit den ganzen Kastanien?“, werden von mir mit einer ausufernden Geste hinweggefegt. Es gibt einfach Dinge, die getan werden müssen, jawoll! So werden kistenweise die braunen Früchte zum Auto und nach Hause gekarrt. Dort angekommen werde ich prompt von der hinweggefegten Frage eingeholt: „Was machen wir nur mit den ganzen Kastanien?“ Dann weiß ich, der Herbstwahn hatte mich wieder gepackt – wie jedes Jahr. Wir laden die Kastanien erst gar nicht aus, sondern bringen sie tags drauf gleich zum Kindergarten, wo wir bereits mit einem Lächeln begrüßt werden. Auf mich und meinen Wahn ist eben Verlass!


Termine

Sa. 17. September Flohmarkt Evang. Kindertagesstätte Harsdorf von 14 - 16 Uhr Ansprechpartnerin ist : Nicole Martin-Brodner Tel.: 0173/3608844 Flohmarkt Evang. Kindergarten Schnabelwaid von 14 - 16 Uhr Ansprechpartnerin ist Lisa Hagen Tel: 09270/991490 Pralinen selbstgemacht Ab 10.30 Uhr Zweistündiger Pralinenkurs Anmeldung: 09 21/5 16 63 30 Confiserie Schlemmer - Badstraße 27 95444 Bayreuth MiniMax: Bunte Kartoffeln 11.00 - 12.30 Uhr Kartoffeldruck auf Textilien Leitung: Susanne Seebauer-Hopf Anmeldung: 09 21/7 64 53-10 Gebühr: 2,50 € - Kunstmuseum Bayreuth im Alten Rathaus - Brautgasse - 95444 Bayreuth Säuglingspflegekurs am Wochenende Ab 10.00 Uhr Leitung: Christine Gärtner, Lehrerin für Pflege, Heidrun Benz, Kinderkrankenschwester Anmeldung unter Telefon 09 21/6 29 93 Weiteres Treffen am 18.09. - Storchenhaus Ludwigstraße 29 - 95444 Bayreuth

Mi. 21. September Informationstreff für Väter Vätergesprächskreis Infos unter Tel. 01 63/6 39 59 56 Mama Mia, Kinder- und Elternzentrum Moritzhöfen 31 95447 Bayreuth

Do. 22. - Mo. 26. September Sperlich‘s Märchentheater Festplatz am Schwedensteg Kulmbach

Fr. 23. September Flohmarkt Kindergarten „Grashüpfer“ in Bayreuth von 15 - 18 Uhr Ansprechpartner: Kiga Grashüpfer Tel.: 0921/92238 Flohmarkt Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Bayreuth von 13 - 16 Uhr Ansprechpartner + Info’s in der Kindertagesstätte Tel.: 09208/57995 Hilfe bei Schrei- und Schlafstörungen von Babys und Kleinkindern Ab 15 Uhr Gruppeninformation für Eltern Leitung:Tina Barthelme, Angelika Wolf Anmeldung unter Tel. 09 21/6 29 93 Storchenhaus - Ludwigstraße 29 95444 Bayreuth

So. 18. September Flohmarkt Evang. Kindergarten Wackelzahn Unternschreez von 14 - 16 Uhr Ansprechpartnerin ist Andrea Pfaffenberger Tel.: 09201/242 Flohmarkt Kath. Kindergarten St. Burkard in Kirchahorn von 14 - 16.30 Uhr Anmeldung + weitere Info`s 09202-970 438 (Wickles) oder 09202-970 9989 (Spethling) Kinderführung „Besuch beim Turmwächter der Plassenburg“ 14:15 Plassenburg Wer mehr über die Aufgaben und das schwere Leben des Turmwächters erfahren und dabei auch noch die schöne Aussicht von einem der Türme der Plassenburg genießen möchte, sollte an dieser Führung teilnehmen / Höchstteilnehmerzahl: 10 Personen! Aus diesem Grund bitte unbeding anmelden (Tel. 0 92 21 / 82 20-0) / Turmbesteigung nur bei trockenem, nicht stürmischen Wetter möglich / Treffpunkt am Brunnen im Schönen Hof Veranstalter: Schloss- und Gartenverwaltung

Di. 20. September Märchenführung „Ungeheuer im Gemäuer“ 15:15 Plassenburg Drachen-Alarm auf der Plassenburg! Diese Geschichten entführen in die Welt der todesmutigen Helden, gemeinen Riesen, geraubten Prinzessinnen und Feuer speiende Schuppentiere. Aber keine Angst: Am Ende siegt natürlich immer das Gute. / Dauer: 90 Minuten / Treffpunkt: Brunnen im Kasernenhof (unterer Burghof) / Preis: Erwachsene - 6 EUR, Kinder ab 5 Jahren - 3 EUR, Kinder unter 5 Jahren - frei / Bei Regen entfällt die Führung Veranstalter:Andrea Gisder mit Schloss- und Gartenverwaltung

Sa. 24. September Flohmarkt Kindergarten Hummeltal von 14 - 16 Uhr Ansprechpartner + Nummernvergabe: Frau Bauer Tel.: 09201/822

Flohmarkt Kindergarten Storchennest von 9 - 12 Uhr Ansprechpartnerin + Nummervergabe: ab 22.08. Frau Köhler Tel.0921/850721 Flohmarkt Kindergarten „Brunnenwiese“ in Eckersdorf von 9 - 11.30 Uhr Ansprechpartner + Nummernvergabe: Pia Klaar Tel.: 0921/99629 Flohmarkt Kindertagesstätte Traumland Gefrees von 13 - 15 Uhr Nummernvergabe und weitere Infos: unter Tel.09254/961186 ab 16 Uhr Interkulturelles Kinderfest Ab 11 Uhr Info‘s zur Interkulturellen Woche: „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“ - unter diesem Motto stehen die diesjährigen Interkulturellen Wochen, die in der Stadt Bayreuth in der Zeit vom 24. September bis 3. Oktober 2011 stattfinden. Stadtparkett in der Fußgängerzone Maximilianstraße - 95444 Bayreuth Samstagaktion für Teenies: Batiken Ab 11 Uhr Färben von Kleidung, Taschen etc. Infos und Anmeldung: Ines Schönauer:Tel. 09 21/1 63 05 58 Mama Mia, Kinder- und Elternzentrum Moritzhöfen 31 - 95447 Bayreuth Wind,Wind blase MiniMaX & WilliWerkstatt gemeinsam! 14 - 16 Uhr Wir gestalten fantasievolle Windräder Leitung: Susanne Seebauer-Hopf und Willi Dietz Nur einzeln buchbar, wenn noch Plätze frei sind. Anmeldung:Tel. 09 21 / 7 64 53-10 Kunstmuseum Bayreuth im Alten Rathaus Brautgasse - 95444 Bayreuth Nachtwächterführung durch die Kulmbacher Altstadt Anmeldung und Infos im Tourist-Service in der Dr.Stammberger-Halle und unter Tel. 09221/9588-0 - 20:00 Veranstaltungsort: Treffpunkt Dr.-StammbergerHalle - Veranstalter:Tourismus & Veranstaltungsservice der Stadt Kulmbach

Flohmarkt Kindergarten Emtmannsberg von 13 - 15 Uhr Ansprechpartnerin + Nummernvergabe: Eva Jakob Tel.: 0170/8121801 Flohmarkt Kindergarten Heinersreuth von 14 - 16 Uhr Info’s unter 0921/3422560 wenn niemand hört bitte auf AB sprechen. Flohmarkt Kindertagesstätte Kirchenpingarten von 13 - 15:30 Uhr Nummernvergabe über Kita Tel.: 09278/1627, Mo. - Fr. 07:00 - 14:00 Uhr Flohmarkt Kindergarten Mistelgau von 12 - 14:30 Uhr Nummernvergabe: im Kindergarten ab 01. September Tel.: 09279/1322

So. 25. September Tag der offenen Tür in der Feuerwache Bayreuth 10-17 Uhr Feuerwache Bayreuth - An der Feuerwache 4 95445 Bayreuth

✿ Konfliktmanagement und Stressprävention ✿ Workshop für Kids von 4-11 ✿ www.ungestresst.de ✿ Termine u. Anm.: ungestresst@antje-auer.de oder ☏ 0178.1653715 ✿

So. 02. Oktober Indoor-Spielplatz - Tag der offenen Tür Jugendkulturzentrum „Alte Spinnerei“ Kulmbach

Di. 04. Oktober Märchenführung „Mächtige Mäuse und freche Frösche“ - 15:15 Veranstaltungsort: Plassenburg Dauer: 90 Minuten / Treffpunkt: Brunnen im Kasernenhof (unterer Burghof) / Preis: Erwachsene - 6 EUR, Kinder ab 5 Jahren - 3 EUR, Kinder unter 5 Jahren - frei / Bei Regen entfällt die Führung - Veranstalter: Andrea Gisder mit Schloss- und Gartenverwaltung

Sa. 08. Oktober Kindergartenflohmarkt in Seybothenreuth von 13.30 bis 15.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Seybothenreuth Angeboten werden gut erhaltene Herbst-/Winterbekleidung bis Größe 176, Schuhe, Babybedarf, Spielzeug, Bücher, Kinderwägen, Sportartikel, gebrauchte Tubberware, Wintersportartikel, Faschingskostüme u.v.m.. Nutzen Sie die Gelegenheit auch für eine kleine Kaffeepause: Es gibt Getränke, Kaffee und Kuchen/ Torten in unserer Kaffeestube. MiniMax: Buntes für den Herbst für Kinder von 3 bis 5 Jahren Bayreuth,, 11.00 - 12.30 Uhr Wir malen Mandala-Fensterbilder Leitung: Susanne Seebauer-Hopf Anmeldung: 09 21/7 64 53-10 Gebühr: 2,50 € - Kunstmuseum Bayreuth im Alten Rathaus - Brautgasse - 95444 Bayreuth Märchenführung „Märchenhaftes aus der Ferne“ 15:15 Veranstaltungsort: Plassenburg Lust auf spannende Märchen aus fremden Königreichen? Was sich da Unglaubliches in fernen Burgen und Schlosshöfen ereignete, das kann man wunderbar innerhalb der trutzigen Mauern der Plassenburg nachempfinden. / Dauer: 90 Minuten / Treffpunkt: Brunnen im Kasernenhof (unterer Burghof) / Preis: Erwachsene - 6 EUR, Kinder ab 5 Jahren - 3 EUR, Kinder unter 5 Jahren - frei / Bei Regen entfällt die Führung

Mi. 28. September Elterliche Sorge und Umgang Fragen, die das Sorgerecht und Umgangsrecht betreffen Fachanwalt für Familienrecht: Holger Krause Gaststätte Mohrenbräu - Tristanstraße 8 95445 Bayreuth

Flohmarkt Kindergarten Buchau von 14 - 16 Uhr Nummernvergabe: im Kindergarten Fr. Gimpel Tel.: 09241/7933 Flohmarkt Kindergarten Neunkirchen a. Main von 13 - 15 Uhr Nummernvergabe: im Kindergarten Tel.: 09209/1476

Flohmarkt am Schwedensteg Kulmbach Infos bei Frau Schneider,Tel. 09572/382312 Veranstaltungsort Festplatz am Schwedensteg Kulmbach

Fr. 30. September

Sa. 15. Oktober MiniMax: Leuchtende Herbstblätter 11.00 12.30 Uhr - für Kinder von 3 bis 5 Jahren Wir basteln ein kleines Laternchen aus Transparentpapier. Leitung: Susanne Seebauer-Hopf Anmeldung: 09 21/7 64 53-10 Gebühr: 2,50 € - Kunstmuseum Bayreuth im Alten Rathaus - Brautgasse - 95444 Bayreuth Weitere Flohmärkte unter: http://www.nicfri.de/Flohmarkt.html

Stilltreff 9.30 Uhr Kontakt und Leitung: Julia Nützel Tel. 0 92 78/77 45 09 Mama Mia, Kinder- und Elternzentrum Moritzhöfen 31 - 95447 Bayreuth

Sa. 01. Oktober freggerla auf Achse: 2. Bayerische Meisterschaft im Speedstacking in Speichersdorf

Falls ihr irgendwelche Termine wie Flohmarkt, Elterntheater, Sommerfest, oder, oder, oder… habt – dann lasst es uns wissen. Eine kurze Mail an redaktion@freggerla.de genügt. Anzeige

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Das nächste freggerla erscheint am 15.10.2011 mit folgenden Themen: •

Leitartikel: Wo ist Oma? – Kinder trauern anders

Gesundheit/Ernährung: Kinderhaut – Vorsorge und Pflege

Sport/Freizeit: Laternen Basteln für St. Martin

Erziehung: Tischmanieren – muss das sein?

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freggerla September 2011