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Freeride das Magazin zum freeride filmfestival

OSTERREICHS TOP-FREERIDEMOVIES POWDER-GESCHICHTEN AUS DER GANZEN WELT!

DIE FREERIDE-STARS MIT AUF TOUR EIN DOPPELDECKER-TOURBUS VOLLER FREERIDE-PROS

EXPERTENTIPPS FUR DEIN TRAINING RICHTIG TRAINIEREN FUR MEHR PERFORMANCE IM SCHNEE

INNSBRUCK - WIEN - KRAKAU - WARSCHAU - HAMBURG WWW.FREERIDEFILMFESTIVAL.AT


the skIIng experIenCe ContInues.

clImb to SKI

Camp 2014

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facebook.com/SalewaTeam

salewa.com


Cover: Freerider: Fabian Lentsch

Edi to rial

Fotograf: Jonas Blum Film: For A Few Lines More Editorial: Freerider: Lorraine Huber Film: Shades of Winter Fotograf: Patrick Orton

Bei der einen oder anderen regionalen oder überregionalen Premiere kommen schon einmal ein paar hundert Leute, um diese Filme zu sehen, in den meisten Fällen landen sie aber nur im Internet und sind bald von neuen Produktionen überholt. In Anbetracht der kleinen Zielgruppe schaffen es auch nur wenige Filme ins Fernsehen. Wir aber wollen, dass die fantastischen Bilder von Powder, Menschen, Abenteuern in fernen Ländern, die ihresgleichen suchen, auf der großen Leinwand präsentiert werden, zusammen mit den AthletInnen und FilmemacherInnen, die von ihren Abenteuern berichten. ”Manchmal denk ich mir: Soll ich es ihm ausreden? Aber es hat keinen Sinn, denn er macht eh, was er sich vornimmt.” Zitat der Mutter von Matthias Mayr aus dem Film „Far Away“. Für diesen Film lässt Regisseur Matthias Mayr die „Daheimgebliebenen“ der Freerider zu Wort kommen, den Papa, die Schwester, die Ehefrau… Auch wir stehen in unserem Bestreben, Freeridefilmen eine Plattform zu geben, vor der Frage der moralischen Vertretbarkeit. Aber wir wollen und können es niemandem ausreden, das zu tun, wovon er / sie träumt. Unser Stoff der Träume ist Freeriden - und die Filme, die im Dunstkreis dieser rasant wachsenden Szene entstehen, wecken bei immer mehr Menschen das Bedürfnis nach dem schwerelosen Gleiten im Powder.

In diesem Magazin widmen wir uns nicht nur den im Festivalprogramm zu sehenden Filmen, wir sehen es als unsere Pflicht an, euch mehr über die Szene und die AthletInnen der Filme zu erzählen, z. B. wie man ökologisch vertretbar produziertes Wintersportequipment findet oder was die Kameramänner an ihrem Job lieben.

Einer, der damit Geld verdient und sich des Risikos bewusst ist, ist Björn Heregger: „Wir verbringen so viel Zeit am Berg, doch den Großteil davon brechen wir keine Rekorde oder sind in brenzligen Situationen. Die meiste Zeit genießen wir einfach und haben unseren Spaß.“ Wo ist die Grenze? Die Grenze zwischen vertretbarem Risiko und purem Leichtsinn? Die Grenze ist dort, wo man authentisch ist, wo man es nur für sich macht, weder für eine Kamera noch für Punkterichter, wo der Flow bis in die letzte Zelle des Köpers dringt und dieser eine Schwung eine Ewigkeit dauert. Gelingt es einem Filmemacher, das auf den Punkt zu bringen und dem Zuseher diesen Flow, diese Authentizität spüren zu lassen, dann ist das der Stoff, aus dem die Freeride-Filmfestival-Tour ist.

Wenn ich weiß, dass ein Freeride-Pro seinen Sommer mit vier bis sieben Mal pro Woche in der Kraftkammer, mit drei bis vier Mal pro Woche beim Ausdauertraining und darüber hinaus mit Sponsorensuche verbringt, dann ist er für mich nicht mehr der adrenalingesteuerte Depp, der in einen Lawinenhang fährt, nur um ein paar “Gefällt mir” von seiner Fangemeinde zu kassieren. Ich sehe ihn als ernstzunehmenden Berufsathleten, der gut vorbereitet jedes Risiko abwiegt. Wir Konsumenten haben die Wahl, was wir uns anschauen, und beeinflussen damit die Richtung, in die es geht. Überlegt euch beim nächsten Youtube-Video über “Die wildesten Stürze” genau, ob ihr es anschaut oder ihm euren Daumen gebt!

Die Szene der österreichischen Freeride-Pros hat sich in den letzten 10 Jahren gegenseititg zu Höchstleistungen angespornt. Das sieht man nicht nur an der starken Präsenz an der Weltspitze der Freeride World Tour, sondern und vor allem auch an den unabhängigen Filmproduktionen, die von den AthletInnen meist in Eigenregie produziert werden.

In diesem Sinne sagt euch Harry Putz – FREE WE RIDE!

Ein Schwerpunkt dokumentiert die Saisonvorbereitung der Profis und gibt konkrete Trainingstipps für Hobbyfreerider, ein anderer widmet sich dem Angebot von Freeride-Camps in Österreich und noch einer der Jugendförderung und den Hintergründen der Freeride-Contests. All diese Themen sollen helfen, die Filme dieser Szene in einem neuen Licht zu sehen.

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7 Filme SHADES OF WINTER

gestockt und die Liste der Filmlocations erweitert. Zusätzlich wurde noch das Kameraarsenal erweitert – und los ging‘s. Die Jagd nach dem heiß begehrten „Whiteroom“ führte die Crew diese Saison an die entlegensten Orte des Globus. Verpackt in einer ausgefallenen Story versucht Platzer, eine Hommage an klassische Western-Filme mit einem modernen Freeride Abenteuer zu verbinden und so dem Zuschauer einen unterhaltsamen Einblick in das Ski- und Snowboardfahren zu gewähren.

An all female freeski movie AUT 2013, englisch, ca. 15 min (OF: 28min) Produktion + Regie: Sandra Lahnsteiner Schnitt: Mario Feil Kamera: Mathias Bergmann, Harry Putz, Carsten Darr, Olli Grau Locations: Lech, Weißseegletscherwelt, Fiss-Ladis, Engelberg/CH, Japan, Alaska; Riders: Lorraine Huber, Pia Widmesser, Caja Schöpf, Rachael Burks, Janina Kuzma, Matilda Rapaport, Sandra Lahnsteiner

DASEIN Alltagsgeschichten zweier Extrem-Skifahrer AUT 2013, deutsch, ca. 19 min Produktion / Regie / Kamera / Schnitt: Hanno Mackowitz Locations: Österreich Riders: Stefan Häusl, Björn Heregger

Ein Freeskifilm mit Top-Athletinnen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Schweden, Norwegen, USA und Neuseeland, der alle Facetten des Freeskisports auf höchstem Niveau vereint. Neben einem Backcountry Powder-Segment in Japan überzeugt der Film mit einem vielseitig schönen Part aus den Alpen. Die passende Ergänzung bildet das hochklassige kurzweilige Freestyle Segment des Events „Nine Queens“. Vor allem die junge Lisa Zimmermann aus Deutschland sorgt mit ihrer Performance für Aufsehen. Als Highlight des Films kann der Alaska-Part von Lorraine, Matilda und Sandra bezeichnet werden. Als erste reine heliskiende Frauencrew beeindruckten die drei Europäerinnen auch die Locals in Haines mit Big Mountain Skiing vom Feinsten.

Freeriden wird die Welt nicht verändern, trotzdem verkörpert es die Suche nach und das Finden von einem intensiven Lebensgefühl, das Stefan Häusl und Björn Heregger in ihrem Sportler-Dasein letztendlich antreibt. Das Gefühl, nicht alle Faktoren 100% planen zu können, die Ungewissheit, das Restrisiko, reizt sie immer wieder aufs Neue an ihre Grenzen zu gehen, an die Grenzen von Sein oder Nicht-Sein. Hanno Mackowitz ermöglicht einen faszinierenden Einblick in die spektakuläre Freeridewelt und das dennoch „normale“ Alltagsleben der beiden Extremsportler. Er stellt sich dabei immer wieder die Frage: „Wieso geht jemand ein solches Risiko ein, wenn er weiß, dass zuhause seine Familie auf ihn wartet?“

FOR A FEW LINES MORE AUT 2013, englisch, ca. 15 min (OF: 45min) Produktion: Whiteroom Productions (Hoffmann/ Regensburger) & SP Films Regie / Kamera / Schnitt: Simon Platzer Locations: Neuseeland, Alaska, Kanada, Island, Türkei; Riders: Björn Heregger, Alexander Hoffmann, Johannes Hoffmann, Fabian Lentsch, Jochen Mesle, David Pitschmann, Daniel Regensburger, Martin Rofner, Roman Rohrmoser, Michael Trojer, Neil Williman, Max Zipser

CAMELS ARE NEVER COLD A mongolian freeski mountaineering adventure AUT 2013, englisch, ca. 18 min Produktion: Melissa Presslabert Kamera / Schnitt: Thomas Andrillon - Simply Beauty Production Location: Mongolei Riders: Liz Kristoferitsch, Melissa Presslaber, Michael Mayerhofer, Stephan Skrobar

„Time for the Whiteroom“ war der Titel der ersten Hoffmann / Regensburger Produktion, die 2012 gemeinsam mit Simon Platzer Films verwirklicht wurde. Mit atemberaubenden Aufnahmen und einer packenden Story sorgten sie nicht nur in den europäischen Kinos für Aufsehen. Danach stand für die drei Filmemacher fest, dass es einen weiteren Film geben wird. Das Athletenfeld wurde auf-

RUC B S N N I

Im Mai 2013 machten sich vier österreichische Freerider auf, um das mongolische Altai Gebirge,

K

WIEN

KRAKA

U

WWW.FREERIDEFILMFESTIVAL.AT

13.11.2013 Innsbruck

14.11.2013 Wien

Metropol-Kino, 20 Uhr

WUK, 19 Uhr Währinger 1090 Wien

Innstrasse 5, 6020 Innsbruck Ticket-VVK: im Metropol-Kino und in allen Raiffeisenbanken Infos: www.metropol-kino.at und 0512/283310

15.11. krakau

Straße

59,

Ticket-VVK: - www.ticketgarden.com - www.wuk.at - Raiffeisenclub Wien und Niederösterreich - Salewa Store 1010 Wien; Goldschmiedgasse 4-6, Infos: www.wuk.at und 01/40121-0


5 Stopps nahe der chinesischen und russischen Grenze, mit Skiern zu erkunden. Dank der Hilfe eines mongolischen Expeditionsunternehmens errichteten sie für zwei Wochen ihr Basislager nahe dem Potaningletscher auf 3100 Meter Seehöhe. Das Leben im Basislager war von Wind und Kälte geprägt und jeder hatte mit seinen eigenen persönlichen Problemen zu kämpfen. Eine genaue Planung und der tägliche Wetterbericht der ZAMG Innsbruck via Satellitentelefon waren bei dieser Expedition unerlässlich. Das Abenteuer endete mit einer Vielzahl an Impressionen, sowohl hinsichtlich des Skifahrens als auch im Hinblick auf die Landeskultur.

FAR AWAY AUT 2013, deutsch, ca. 15 min (OF: 26min) Produktion: M-Line (Mayr / Haunhoder) Regie / Drehbuch / Schnitt: Matthias Mayr Kamera: Simon Thussbas, Olli Grau, Mathias Bergmann, Maria Knoll, Markus Greber (Drohne); Location: Österreich Riders: Matthias „Hauni“ Haunholder, Matthias Mayr, Christian Reichenberger, Flo Orley, Sandra Lahnsteiner, Pia Widmesser, Chris Fuschlberger

Das Ride Greener-Dokumentarfilmprojekt ist der erste klimafreundliche Skiund Snowboardfilm. Er taucht in die Welt von verschiedenen Menschen ein, die durch ihre tiefen Beziehungen zu den Bergen miteinander verbunden sind. Sie alle fühlen sich vom voranschreitenden Klimawandel bedroht und sind deshalb auf der Suche nach einem alternativen Weg. Sie wollen ihrer Leidenschaft im Einklang mit der Natur nachgehen und auf eine ökologisch vertretbare Weise die Bergwelt erleben. Anstatt dem Schnee quer durch die Welt hinterher zu fliegen, erkunden sie die Alpen vor ihrer Haustüre, reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und besteigen hohe und eindrucksvollste Gipfel mit ihrer eigenen Manpower, bevor sie spektakuläre Abfahrten und Sprünge in Angriff nehmen. Ihre Gedanken zu den Auswirkungen des Klimawandels, der Faszination und Freiheit des Snowboardens und Skifahrens und ihre Denkanstöße lassen die Zuschauer das eigene Handeln rund um den Wintersport und das tägliche Leben hinterfragen.

STAMMTISCH AUT 2013 , ca. 15 min (OF: 20min) Produktion: Freeski-Crew.com (Dominik Hartmann, Bene Höflinger) Kamera: v. a. Bene Höflinger, Marinus Höflinger, Dominik Hartmann Locations: Europa, Russland, Japan, Kanada; Riders: Bene Höflinger, Marinus Höflinger, Dominik Hartmann, Dani Gassner, Felix Althammer, Basti Färber, Ambros Fürstaller, Pius Schneider, Flo Geyer, Flo Göller, Thomas Trifinitchev, Jürgen Nigg, Markus Obwaller, Severin Guggemoos, Christian Jenny, Tom Ritsch, Felix Wiemers, Torge Nagel, Georg Stückler und Raphi Webhofer

Nach dem Erfolg des Vorjahresfilms der beiden Freeskier und Produzenten Matthias Mayr und Matthias Haunholder war das Ziel für das diesjährige Filmprojekt von Anfang an klar: eine weitere Steigerung zu erreichen! Der Titel „Far Away“ steht dabei nicht so sehr für die geografische Entfernung, sondern befasst sich vielmehr mit den emotionalen Verbindungen zwischen den AthletInnen und deren Angehörigen. So entstand ein actionreicher Freeridefilm, der gleichzeitig Einblick in das Seelenleben jener Menschen gibt, die im Leben der ProtagonistInnen die wichtigsten Rollen spielen. Der Film wurde in Österreich gedreht, Obertauern ist z. B. einer der Orte, an dem zahlreiche Aufnahmen entstanden sind.

STEPS A Journey to the edge of climate change CH 2013, englisch, ca. 15 min (OF: 50min) Produktion: Ride Greener Regie / Kamera: Coupdoeil Location: Schweiz Riders: Reto Kestenholz, Frederik Kalbermatten, Sten Smola, Aline Bock, Mikka Hast, Nicolas Vugnier, u. a.

CH WARS

2013

AU

HAMB

Auch mit ihrem neuen Movie „Stammtisch“ folgte die Freeski-Crew wieder der Vorstellung, dass ein Rider der beste Filmer und ein Filmer der beste Rider ist. Kurzum, alle Arbeitsschritte, von der Planung am Saisonbeginn übers Filmen bis hin zum Schnitt, wurden zum größten Teil von Mitgliedern der Crew selbst erledigt. Die beste Kommunikationsmöglichkeit für ein derart großes Team: natürlich der monatlich stattfindende „Stammtisch“. Der Film „Stammtisch“ erzählt die Geschichte von guten Freunden, die immer wieder losziehen, um auf der ganzen Welt den jeweils besten Schnee zu suchen und am Saisonende zusammenkommen, um bei einem Bier Erlebnisse auszutauschen. Die Plattform linehunters.com hat den Freeride Video-Contest „Clip Battle“ ausgeschrieben. Der Siegerfilm wird auf der Freeride Filmfestival Tour gezeigt.

URG

Freeride-Filmfestival-Moderatoren: Flo Orley, Snowboard-Pro und Abenteurer Harry Putz, Filmemacher und Ex-Snowboard-Pro

16.11.2013 Warschau

17.11.2013 Hamburg

Kijów-Centrum, 19 Uhr

Kinoteka Multiplex, 19 Uhr

Zeise-Kinos, 20 Uhr

al.Krasińskiego 34, 30-101 Kraków

Pałac Kultury i Nauki, Plac Defilad 1, 00-901 Warszawa

Friedensallee 7, 22765 Hamburg, Deutschland

Tickets: 35 PLN im Kino Infos: www.kijow.pl

Tickets: 35 PLN im Kino Infos: www.kinoteka.pl

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Ticket-VVK: - „Freerider“ am Dammtor - www.freeridershop.de - www.ticketgarden.com Infos: www.zeise.de


ALASKA vs Japan UNTERSCHIEDLICHER GEHTS NICHT!

Harry Putz sprach für das FREERIDE MAGAZIN mit Sandra Lahnsteiner und Lorraine Huber über den Film SHADES OF WINTER FWT-Hauptevents integriert und die Damen liefern eine sehr gute F IL M :

SHADES OF W IN T E R F E S T IV A LG

AST:

SANDRA ER L A H N S T E IN

F E S T IV A L G A

ST:

LORRAINE HUBER

-A WA RD ED

Schön langsam schleicht sich bei dir die Routine ein, der dritte Skifilm, den du als verantwortliche Produzentin auf die Welt gebracht hast, ist fertig. Wird‘s immer leichter oder steigen parallel deine persönlichen Anforderungen, die es wiederum anstrengender machen? Sandra: (lacht)….dabei hab ich nach “As We Are” (2010) gesagt, dass ich mir das nicht mehr antue, aber bereits letztes Jahr mit “Shukran Morocco” hab ich gemerkt, dass mir diese zusätzliche Herausforderung des Filmemachens und Organisierens Spaß macht. Ich würde nicht sagen, dass es leichter wird mit einem Folgeprojekt, dazu bin ich zum einen selbst zu ehrgeizig, zum anderen wachsen auch die Ansprüche von Sponsoren und Publikum. Freeskiing ist eine Sportart die sich ständig weiterentwickelt und somit werden natürlich auch die Ansprüche an einen coolen Skifilm höher. Und bei Mädels wird ja ohnehin zweimal hingeschaut, oder? Mathias Bergmann, mit dem ich seit 2009 immer wieder gemeinsame Projekte mache, war bei beiden großen Trips (Japan und Alaska) als Kameramann dabei. Mit Mario Feil aus Rosenheim konnte ich einen ambitionierten Filmemacher für den Film gewinnen. Ihr dürft euch freuen! Wie ist es dazu gekommen, dass du bei diesem Film dabei sein konntest? Gab´s zu Winterbeginn eine Auswahl an Film-Produktionen und du hast dich für Sandras Film entschieden? Lorraine: Ich habe bereits 2010 bei Sandras Frauen-Freeride-Film „As We Are“ mitgemacht. Da es für uns weibliche Athletinnen viele Vorteile bringt eigene Projekte auf die Füße zu stellen, war die Entscheidung für mich eine leichte. Für uns war es etwas unerwartet, dass „As We Are“ auch bei der männlichen Zielgruppe sehr gut angekommen ist. Was kannst du über das Freeriding von Frauen sagen, nachdem du im vergangenen Winter nicht nur bei den Filmdrehs warst, sondern dich auch bei vielen Freeride-Events mit der Weltklasse gemessen hast, by the way dich sogar für die Freeride World Tour 2014 qualifiziert hast? Wie ist die Entwicklung bei euch Frauen? Lorraine: In den letzten Jahren befanden sich die weiblichen Freeriderinnen in einer Phase eines “Kampfes um Anerkennung”, sage ich jetzt einmal. Das Ganze ist in der Öffentlichkeit ziemlich ausgeartet, als die Freeride World Tour (FWT) 2011 die weiblichen FWT-Events zu den Freeride World Qualifier-Events ausgelagert hat, was sehr viel schlechte PR für die FWT in den Medien nach sich gezogen hat. Seit zwei Jahren sind die Athletinnen nun wieder bei den

Show. Gerade kommenden Winter wird es, glaube ich, sehr spannend bei den Ski-Damen, da sehr viele gute Fahrerinnen am Start stehen und einige neue Fahrerinnen von den Qualifier-Events dazukommen werden. Wir sind drei Ski-Damen aus Österreich in der FWT, was wirklich sehr stark ist, aus der Schweiz sowie aus Frankreich zum Beispiel gibt es leider noch keine einzige Frau am Start.

Das Thema in SHADES OF WINTER beleuchtet alle Bereiche des Freeskiings von Frauen, mit dem Schwerpunkt auf Freeriding. Wie hast du es geschafft so viele Athletinnen für den Film zu gewinnen? Sandra: Es war mein Ziel möglichst alle Facetten, die das Freeskiing bietet, in dem Film zu zeigen – vom Backcountry Powder in Japan zu den vielfältigen Möglichkeiten in den Alpen, vom Freestyle zu Big Mountain Lines in Alaska –, deswegen auch der Titel “Shades of Winter”. Skifahren verbindet und ich bin dankbar, dass ich aus meinen Trips der letzten Jahre viele tolle Freundschaften mit Athletinnen aus der ganzen Welt mitnehmen konnte. Dass mit den „Nine Queens 2013“ auch die besten Freestylerinnen mit in “Shades of Winter” dabei sind, habe ich Nico Zacek zu verdanken, der die Idee eines fa-


cettenreichen Freeskimovies super fand und mich mit dem kompletten Footage seines prestigeträchtigen Events unterstützte. Daraus ergibt sich die tolle internationale Besetzungsliste für “Shades of Winter”. Wie konntest du neben deiner Teilnahme an so vielen Freeride-Events genügend Zeit zum Filmen finden, ist das glücklich gelaufen oder war es eine Sache der guten Einteilung? Lorraine: Aufgrund des Wettkampfkalenders konnte ich den Japan-Trip nicht mitnehmen. Aber wir hatten am Arlberg wirklich einen Bomben-Winter mit viel Neuschnee, bis in den Frühling hinein. Am 1. April hatten wir noch einen der besten Tage. Unser Alaska-Filmdreh war erst nach den Bewerben, da hatte ich wieder gut Zeit. Auch hier war bezüglich der Wetterund Schneebedingungen das Glück auf unserer Seite, was gerade in Alaska bekanntlich ganz anders sein kann! Wir haben sogar die besten Tage der Saison in Haines erwischt, der Trip war auch sehr gut organisiert.

Alaska skizufahren, und konnte mir diesen Traum heuer erfüllen. Ich bin nie zuvor steilere, exponiertere und schönere Lines gefahren.

And by the way: 2. Platz beim Verbier Extreme und Fixstarter auf der FWT 2014, Gratulation! Wie fühlt sich das bei dir an so kurz vor dem nächsten Winter? Lorraine: Seit 2010 war ich immer wieder bei FWT-Events dabei, aber immer nur mit Wildcard. Als Fixqualifizierte ist das schon etwas anderes, darüber bin ich sehr froh.

Alaska ist doch die reine Wetterlotterie. Wie lange wart ihr dort und an wie vielen Tagen konntet ihr fliegen? Sandra: Nach unserer Ankunft bei strahlendem Himmel wurde unsere Geduld vorerst ein wenig auf die Probe gestellt. Die ersten sechs “downdays” Tage verbrachten wir teils in Skibekleidung im so genannten “aggressive standby-modus“ am Heliport, teils entspannt in unserer legendären Unterkunft, der “Funny Farm”, oder beim Erkunden von Alaskas Wildlife im Zoo bzw. bei ausgedehnten Laufrunden (die wir dann einstellen mussten, da die Bären aus ihrem Winterschlaf erwacht waren). Ein Tief lagerte in der Chilkat Mountain Range bis zu zwei Meter Neuschnee ab und sorgte für einen totalen Reset. Aber unsere Geduld wurde belohnt, denn es folgte das angeblich beste und stabilste Wetterfenster des Winters und wir konnten gleich vier Tage hintereinander fliegen. Das kurze Zwischentief im Anschluss kam uns genau recht, um uns vor allem mental von der Anspannung der letzten Tage zu erholen, bevor wir vier Tage später erneut zum Filmen in den Heli stiegen. Wir beendeten den Trip sogar mit einigen schönen Runs ohne Kamera, Genuss pur. Wir hatten in diesen knapp drei Wochen einfach unheimliches Glück mit den Bedingungen, und haben Haines bei Sonnenschein verlassen. “Jaja, wenn Engel reisen….”

Neben dem spannenden Winter 2013 in den Alpen wart ihr auch in Übersee shredden. Wie lassen sich der Powder in Alaska mit dem in Japan vergleichen? Sandra: Big Mountain Skiing in Alaska - Treeskiing in Japan – unterschiedlicher könnte es wohl kaum sein. Während wir in Japan an den Tagen, an denen es richtig fett geschneit hat, übers ganze Gesicht gegrinst haben, bedeutete Schneefall in Haines “it’s a downday” und erst einmal Warten auf Sonne. Skifahren in Japan ist für mich Fun pur und absolut “freeminding freeskiing”, einfach weil du dir beim Treeskiing im tiefen Japan-Powder quasi keine Gedanken über Konsequenzen machen musst. Alaska hingegen ist die Herausforderung: Sluff Management, steile exponierte Faces, Spines – nicht nur skifahrerisch, sondern auch mental waren wir in Alaska gefordert. Ich habe immer davon geträumt, in

Wie sehen eure Pläne für den kommenden Winter aus? Lorraine: Ich habe gelernt, dass es für mich besser ist, neben den Contests noch ein oder zwei Projekte zu realisieren. So setze ich nicht alles auf eine Karte, was für meinen Kopf auch ganz gut ist. Gerade beim Contest-Fahren kann alles sehr schnell in die Hose gehen, wenn man eine schlechte Saison hat. Bei der Tour gilt es konstant gut zu fahren. Freeriden ist ja auch so vielseitig und ich möchte meine Aktivitäten nicht nur auf das Contest-Fahren beschränken. Sandra: Letztes Jahr hab ich an dieser Stelle gesagt, dass ich gerne nach Alaska gehen würde, und ich war im Winter 2013 gleich zweimal drüben. Ich nehme das als gutes Omen und sage heuer, dass ich hoffe verletzungsfrei zu bleiben und meine Leidenschaft fürs Freeriden weiter leben zu können. Alles andere ergibt sich von selbst.

Fotograf: Patrick Orton † 20.7.2013 Freerider: Lorraine Huber Portrait v.l.n.r.: Matilda Rapaport, Sandra Lahnsteiner, Lorraine Huber

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Film: Shades of Winter


Steps mein fussabdruck ES GIBT VIELE MOEGLICHKEITEN, IM KLEINEN GROSSES Die generelle Entwicklung der Ski- und Snowboardfilmindustrie basierte in der Vergangenheit zum einen auf der Weiterentwicklung der AthletInnen und des Materials und zum anderen auf neuen Kameratechnologien wie GoPro und Hi-Speed-Kameras. Eine Weiterentwicklung der Filmproduktion in eine ganz andere Richtung kommt jetzt aus der Schweiz. Die Onlineplattform „Ride Greener“ hat vergangenen Winter zusammen mit der Filmproduktion „Coupdoeil“ das erste klimafreundliche Ski- und Snowboard-Movie umgesetzt. Dass die Macher dabei nicht nur mit Biodiesel von Skigebiet zu Skigebiet gefahren sind, sondern ihr Anliegen ganz ernst genommen haben, zeigt der errechnete CO2-Verbrauch für die Dreharbeiten.

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RETO KESTENHOLZ FIL M:

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Harry Putz sprach mit Pro-Snowboarder Reto Kestenholz (Hauptakteur im Film) und Sten Smola (Gründer von „Ride Greener“ und Produzent von STEPS) über die Klimaerwärmung und die Herausforderungen bei der Umsetzung ihres Filmes.

Warum stimmt dich die globale Erwärmung und die damit verbundenen Folgen für die zukünftigen Winter nachdenklich? Reto: In den Bergen darf ich immer wieder einzigartige Erlebnisse erfahren. Schnee ist ein Naturgut, das Möglichkeiten eröffnet, die man mit keinen Sportgeräten imitieren kann, ich kann Tempo, Airtime und sanftes Gleiten einfach ohne großes Risiko genießen. Dass die Voraussetzungen für diese wunderbare Tätigkeit immer schlechter werden sollen, beschäftigt mich natürlich sehr. Es liegt mir am Herzen, dass auch zukünftige Generationen in tief verschneiter Natur abschalten, sich austoben und kreativ sein können!

Wie kommst du mit deinem Bewusstsein damit klar, dass zahlreiche aufwendige Filmproduktionen um die Welt jetten und auf diese Art riesige Mengen an CO2 verballern? Reto: Wenn ich die neuesten Filmproduktionen betrachte, wo man fast mehr Helikopter sieht als Snowboard-Action, dann kann ich mich überhaupt nicht mit dieser Szene identifizieren. Viele Firmen und deren Fahrer denken immer noch sehr kurzfristig und widersprechen sich grob in ihren verschiedenen Auftritten und Philosophien. Ich gehe in dieser Beziehung ganz bewusst schwierige Kompromisse ein, wo ich eine nachhaltige Arbeit der vielleicht „großen Karriere“ vorziehe. Dadurch werde ich möglicherweise weniger lang „im Geschäft“ bleiben können, was mir aber lieber ist als rücksichtslos mit der Natur umzugehen. Längerfristig gesehen schneiden sich die Industrie und der ganze Zirkus ins eigene Fleisch.

Welche konkreten Anstrengungen unternimmst du beim Snowboarden, um deinen CO2-Footprint zu reduzieren? Reto: Ich versuche sehr konsequent mit dem öffentlichen Verkehr zu reisen und bewege mich vor allem in heimischen Gefilden, die für mich genügend attraktiv sind. Des Weiteren setze ich mich für ökologisch nachhaltig produzierte Produkte ein, ernähre mich auch unterwegs ganz einfach mit regionalen, möglichst biologisch produzierten Lebensmitteln usw. – es gibt viele Möglichkeiten im Kleinen Großes zu bewegen. Waren die Riders denn bereit auf viele Annehmlichkeiten bei den Dreharbeiten zu STEPS zu verzichten? Ihr habt ja nicht irgendwelche Athleten, sondern klingende Namen aus ganz Europa wie Frederik Kalbermatten, Nicolas Vugnier, Piers Solomon, Sébastien de Saint Marie etc. Sten: Jeder Snowboarder und Skifahrer in unserer Crew war bereit auf das sonstige Tamtam zu verzichten und so seinen Teil zu einer ökologisch ausgerichteten Filmproduktion beizutragen. Im Nachhinein ist aber schon klar, dass die Dreharbeiten für viele Riders auch einen Lernprozess darstellten. Ich glaube aber, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit nachhaltiger zu snowboarden oder skizufahren bei allen gestiegen ist, trotzdem wird der ein oder andere Rider in naher Zukunft nicht ganz darauf verzichten, wenn er die Chance hat nach Alaska filmen zu gehen. Schlussendlich steht die Line bei den meisten Fahrern halt doch noch im Vordergrund. Das ist aber ganz menschlich, finde ich. Sein Bewusstsein in Taten umzuwandeln braucht einfach Zeit.

We l c h e r Bereich war für euch die größte Herausforderung beim Versuch den CO2-Ausstoß zu minimieren? Sten: Wenn man ein „klimafreundliches“ Snowboard- und Skimovie machen will, wird einem schnell klar, dass Flugzeug, Helis und Skidoos keine Option sind, da sie viel zu viel CO2 ausstoßen. Auf all diese technischen Hilfsmittel zu verzichten heißt aber, dass man diese durch seine eigene Manpower ersetzen muss. Und dies braucht eine Menge Zeit, da man für jede Linie stundenlang mit schwerem Gepäck den Berg hinauf hiken muss. Dazu kommt, dass man sich für die Anreise mit den Öffis sehr gut organisieren muss. Schlussendlich mussten auch wir ein paar Mal kapitulieren und haben für die Anreise das Auto benutzt, aber wir haben immer unser Bestes gegeben. Bergbahnen kamen auch hie und da als Zustiegshilfe zum Zug. Die größte Herausforderung war, dass die Action-Parts am Schluss genügend Qualität haben. Der Zuseher sieht nicht, dass der Filmer seine Kamera den Berg hinauf geschleppt hat.

Welche Erfahrung hast du mit der Industrie auf der Suche nach Partnern und Sponsoren für den Film gemacht, war die Finanzierung einfach? Sten: Ganz klar: nein. Die größte Unterstützung haben wir von „außerhalb“ der Snow-Industrie erhalten. Vom Schweizer Staat (Bundesamt für Umwelt und der Jugendförderung) und von anderen Firmen. Die Beträge, die wir aus der Snow Industrie erhalten haben, haben nur einen kleinen Teil unseres Budgets ausgemacht. Trotzdem bin ich Mammut, Dakine, Völkl Snowboards und Patagonia sehr dankbar, dass sie den Mut hatten, bei einem so „unkonventionellen“ Film mitzumachen. Ernüchternd für mich persönlich ist aber, dass die

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ZU BEWEGEN!

meisten Snow Brands bei unseren Anfragen immer gesagt haben: „You know, die wirtschaftliche Lage ist immer noch viel zu instabil, wir haben leider fast kein Marketing Budget, aber euer Projekt ist super spannend.“ Genau diese Brands unterstützen dann aber Jahr für Jahr die großen Filmproduktionen mit riesigen Beträgen. Schlussendlich steht allen noch ein weiter Weg bevor. Man sollte nicht immer nur über ökologische Nachhaltigkeit reden, sondern auch in sie investieren, sonst wird sich nichts verändern.

Unsere STEPS-CO2-Bilanz: Stromverbrauch: 1160 kWh = 0.17 t CO2 Transport: Zug und Bus 12 720 km Auto 1200 km = 1.23 t CO2 Übernachtungen: 22 Nächte in Hütten/Pensionen/Hotels = 0.24 t CO2 Verpflegung: 101 warme und kalte Mahlzeiten, 300 l Wasser und Softdrinks = 0.09 t CO2 Marketing: Poster, Flyer etc. = 0.01 t CO2 Restmüll: 50 kg = 0.03 t CO2 Gesamte CO2 Emissionen der Filmproduktion: 1,85t CO2 Großes Foto: Ride Greener

(Zum Vergleich: Ein Europäer verursacht im Durchschnitt jährlich 9 - 11 Tonnen CO2, eine normale Wintersport-Filmproduktion ca. 50 - 60 Tonnen CO2.)

Kleines Foto: Reto Kestenholz by David Birri Portrait v.l.n.r.: Sten Smola by Silvano Zeiter Reto Kestenholz

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Film: Steps


EIN haufen freunde Die Freeski-Crew, eine aus Österreichern und Bayern zusammengewürfelte Gruppe von Freeskiern mit Hauptsitz in Innsbruck haben sich nach verdienten Erfolgen mit den beiden Filme „One Love“ und „Dynamite“ endlich auf ihre Wurzeln besonnen und sind dorthin zurückgekehrt, wo die Bewohner der Alpen- und Voralpenländer daheim sind: am Stammtisch. Sie wissen jetzt, dass „beim Reden die Leute zusammen kommen“. Und wir wissen, dass es dort, wo die Freeski-Crew nach ihren Premieren anzutreffen ist, ordentlich etwas zu Feiern gibt. Im Interview mit Bene Höflinger von der Feeski-Crew.com erfährt Harry Putz einige Details über den Film STAMMTISCH.

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ST AM M TI SC H

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BENE HOEFLINGER

Letztes Jahr schon wart ihr beim Freeride-Filmfestival dabei, wie hat es euch gefallen mitten unter den gestandenen Big-Mountain-Fahrern? Habt ihr deswegen vielleicht noch mehr Backcountry-Skiing in eurem neuen Film? Bene: Uns hat es letztes Jahr an den verschiedenen TourStopps sehr gefallen. Eine tolle Erfahrung, nicht nur wegen dem Festival und den neuen Bekanntschaften an sich, sondern auch, weil es einmalig ist an den verschiedensten Orten in Europa die Begeisterung fürs Skifahren hautnah miterleben zu dürfen. „Stammtisch“, unser neuer Film, knüpft im Grunde an das gleiche Konzept wie seine Vorgänger „One Love“ und „Dynamite“ an. Wir versuchen die gesamte Bandbreite unseres faszinierend-vielfältigen Sports abzudecken. Das ist in unseren Augen nicht nur Park- und Urban-Skifahren, sondern zu einem wesentlichen Teil auch Backcountry- und Big-Mountain-Fahren. Aus diesem Grund haben wir die „Powder-Segmente“ im Vergleich zum Vorjahr mit Footage aus Japan, Russland, Kanada und nicht zuletzt aus den Alpen etwas ausgebaut und sind sehr glücklich wieder Teil der Freeride Filmfestival-Familie zu sein.

Zeit in dies Region Schneemobiltouren anbietet. Leider waren die Bene: Mittlerweile sind wir knapp zwanzig Fahrer, die alle gleichzeitig Filmer sind. Mein Bruder Marinus schneidet die Filme, Dominik und ich übernehmen die Organisation der Bande. Die Freeski-Crew ist ein Haufen von Freunden, und so soll es im Grunde auch bleiben. Natürlich lernen wir immer wieder neue Leute kennen, die mit uns filmen. Bewerben kann man sich bei uns nicht, unser Team funktioniert, weil es viele gute Freunde sind, die eine Begeisterung für die Berge haben. Ganz abwegig ist das mit dem Stammtisch-Gedanken allerdings nicht, da wir uns nicht immer nur direkt beim Skifahren, sondern manchmal auch bei einem Bier kennengelernt haben.

Allzu viel wollen wir hier nicht quatschen, sondern auch Platz für eure Fotos lassen. Deshalb bitte ich dich um dein kurzes, persönliches Schlusswort. Bene: Wir beenden Interviews immer gern mit unserem Slogan „The mountains shall bring peace to the people.“ Ein Satz, der viel über uns und unsere Leidenschaft aussagt.

Außer in Europa, Japan und Kanada wart ihr auch für einen Trip in Russland. Wo genau und was gibt´s von dort zu erzählen? Bene: Ich selbst war leider zeitgleich in Japan unterwegs, aber zwei unserer Rider waren im nördlichen Ural bei Murmansk. Über Umwege lernten sie einen Deutschen kennen, der seit einiger

Oben: Die Freeski-Crew am Stammtisch Foto: Freeski-Crew.com Unten: Julius Schneider Fotograf: Dominik Hadwiger Film: Stammtisch

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«IF YOU DON‘T DO IT THIS YEAR, YOU‘LL BE FFF ONE YEAR OLDER WHEN YOU DO!»FFFFF - WARREN MILLER

200 km Abfahrten im freien Gelände 340 km Skiabfahrten 94 modernste Bahnen und Lifte schneesicheres und facettenreiches Skigebiet Foto: Josef Mallaun / Gestaltung: Nurstudio.com

www.stanton am arlberg.com


KHUiTEN KALTER, WINDIGER BERG weißen, majestätischen Prachtberg, mit seiner eindrucksvollen, von Seracs durchsetzten Nordwand zu bezwingen. Leider mussten wir uns dieses Abenteuer aus dem Kopf schlagen, da aufgrund von Blankeisstellen in der Wand eine Befahrung als unmöglich erschien. Tagwache war um vier Uhr morgens. Doch Minuten später, ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Moment, gingen wir über die Moräne und erblickten in der Ferne die Nordwand des Khuiten im Morgenlicht, rot, ja fast pink leuchtend. Nach den ersten 500 Metern klebten meine Fälle wegen der Kälte nicht mehr. Das letzte noch zur Verfügung stehende Tape war aufgebraucht. Die Rettung waren ein paar Kabelbinder aus meinem Rucksack! Je höher wir kamen, desto stärker blies der Wind. Das Wetter schlug um und Nebel fiel ein. Nicht umsonst heißt der Berg Khuiten, was so viel bedeutet wie „kalt“. Ein kalter, windiger Berg! Knapp unterhalb des höchsten Punkts, am Vorgipfel des Khuiten, beschlossen wir umzudrehen. Schließlich waren wir einen fünfstündigen Fußmarsch bzw. eine siebenstündige Autofahrt von jeglicher ärztlicher Versorgung entfernt. Die geplante Abfahrt über die Nordwest-Flanke mussten wir schweren Herzens aufgeben, sodass wir die Aufstiegsroute als Abfahrt nutzten. Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Eis, Wind, Windgangeln, harter Schnee. Der Khuiten war nun in Wolken gehüllt. Nach ca. sieben Stunden und insgesamt 21 Kilometern waren wir wieder zurück im Basislager. Harry Putz spricht mit Akteurin und Produzentin Melissa Presslaber über ihre Reise in die Mongolei und den Film CAMELS ARE NEVER COLD

FIL M:

F E S T IV A L G A

CA M EL S AR E NE VE R CO LD

MELISSA PRESSLABER

ST:

Mit Skiern in die Mongolei zu pilgern ist nicht gerade eine Reise, die sich aufdrängt. Ich kann mir vorstellen, dass dir ein Foto von traumhaften, schneebedeckten Bergen mit steilen Flanken und Rinnen untergekommen ist und so das Bedürfnis entstand: „Da muss ich hinüber fahren, da will ich hin, egal wie anstrengend das auch sein mag!“ Melissa: Ja genau, so ungefähr war das. Doch eigentlich wollte ich schon seit Jahren die Mongolei bereisen, einfach in diesem weiten, faszinierenden Land unterwegs sein und das Leben der Nomaden kennen lernen. Im Internet bin ich auf einen Bericht einer Skiexpedition in der Tavan Bogd Region, im Nordwesten der Mongolei, gestoßen. Die Bilder und Erzählungen waren atemberaubend. Mir war bis dahin auch nicht bekannt, dass es dort möglich ist mit Skiern unterwegs zu sein. Daraufhin habe ich Freunden davon erzählt. Zuerst Liz Kristoferitsch, dann Michi Mayerhofer, später Steph Skrobar. Sie alle waren von der Idee begeistert. Extreme Wetterbedingungen mit eiskalten Nächten, starkem Wind und wenig Powder sind jetzt einmal das erste, was mir zu den mongolischen Bergen einfällt. Ist das so gewesen? Melissa: Ja schon. Die Kälte kombiniert mit stürmischem Wind hat extrem an der Leistungsfähigkeit gezehrt, besonders bei uns Mädels. Es ist aber erstaunlich, wie schnell sich der Körper anpasst, was aber nicht heißen soll, dass wir nicht gefroren haben. Womit wir nicht rechneten, waren die unüblich tiefen Temperaturen für diese Jahreszeit. Schildere uns euren intensivsten Tag der Expedition! Melissa: Aus meiner Sicht war dies jener Tag, an dem wir den Khuiten 4352 m, den höchsten Berg der Mongolei, besteigen und befahren wollten. Jeder von uns sehnte sich danach diesen

Du unterstreichst den kulturellen Aspekt in deinen Erzählungen. Was war für euch der direkteste Zugang um einen wirklichen Einblick in die Kultur der Mongolen zu bekommen? Melissa: Während der zwei Wochen im Basislager hatten wir einen einheimischen Koch und einen Dolmetscher zur Seite. Die zwei waren eine große Bereicherung für uns! Uka zauberte täglich herrliche Gerichte auf den Tisch. In der ersten Woche blies der Sturm fast das Küchenzelt davon und Uka kochte seelenruhig ein Fleischgericht nach dem anderen. Ich glaube in dem Monat unseres Mongoleiaufenthalts haben wir nach europäischem Maß eine Jahresration an Fleisch vertilgt. Tsogo, der Dolmetscher, hat uns in dieser Zeit viel über die heimischen Gebräuche erzählt. Er war unsere Verständigungsbrücke zu den Einheimischen. Ohne ihn wären wir total aufgeschmissen gewesen. So wurden wir immer sehr freundlich und zuvorkommend von den Mongolen aufgenommen. Wie ist das Übernachten in einer Jurte [trad. Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien]? Ich hab gehört, dass sie sehr angenehm und winddicht sein soll. Hattet ihr auch eine Wärmequelle? Melissa: Die mongolische Bezeichnung für Jurte ist „Ger“. Sie dient als Küche, Schlaf- und Wohnzimmer und ist nebenbei auch ein Stall für das Jungvieh. In der Mitte des Gers steht der Ofen, er ist die einzige Wärmequelle. Jeden Nachmittag hieß es dann Yakshit, Kamel- oder Pferdekot zu sammeln, damit wir am Abend für ein paar Stunden Feuer machen und uns ein wenig aufwärmen konnten.


Habt ihr auch die Wahrheit über Dschingis Khan erfahren, oder ist alles nur ein Mythos? Melissa: Dschingis Khan ist die Zentralfigur der mongolischen Geschichte. Nicht nur, weil er der berühmteste Mongole aller Zeiten ist, sondern weil er auch zu den Begründern der Nation zählt. Ohne ihn wäre die „Nation aller Mongolen“ nach ihrer Niederlage an der Seite der Kitai wohl für immer eine Fußnote der Geschichte geblieben. Aber das war auch schon alles was ich darüber weiß ;-). Zu guter Letzt: Habt ihr dort auch Kamele gesehen? Melissa: Ja, haben wir. Kamele im Schnee. Ein Kuriosum. Dass diese Tiere auch unglaublich kälteresistent sind, wissen wohl nur die wenigsten. Ich werde diesen Anblick so schnell nicht vergessen, als die Kamele am letzten Abend vor unserer Abreise im Basislager neben den Zelten bei tiefsten Temperaturen im Schneesturm seelenruhig vor sich „hingechillt“ haben… Unsere wahren Helden!

Fotograf (4): Tobias „Zlu“ Haller Film: Camels Are Never Cold

NORDKETTE FILMREIF Auf der Innsbrucker Nordkette gibt´s Powdertage wie aus dem Drehbuch! Zuerst Freeriden am Hafelekar, danach relaxen auf der Sonnenterrasse und abends abfeiern in der Cloud9 Iglu Bar. Nordkette - dreh´ dir deinen eigenen Film!

24:07

NORDKETTE. DAS SCHMUCKSTÜCK DER STADT


a few lines more... Wo immer wir waren, waren wir zu kurz. Ein Gespräch über prägende Erfahrungen als weltenbummelnder Freerider und die schwierige Doppelrolle als Produzent und Fahrer.

FOR A FEW LINES MORE heißt der Titel des neuen Streifens des Innsbrucker Produzententrios Simon Platzer, Daniel Regensburger und Johannes Hoffmann (bekannt durch „Time for the Whiteroom“). Mit dabei sind jede Menge Tiroler: Alexander und Johannes Hoffmann, Fabian Lentsch, Jochen Mesle, David Pitschmann, Daniel Regensburger, Martin Rofner, Björn Heregger, Roman Rohrmoser, Michael Trojer, Neil Williman, Max Zipser. Die Liste der Länder, welche sie für ihre Snowboard- und Skiabenteuer besucht haben, ist nur unwesentlich kürzer als die der Rider: Die abgelegenen Gletscher Neuseelands, die kulturell schier grenzenlose Vielfalt der Türkei, das Pillowparadies der Kanadischen Rocky Mountains, die mächtigen Vulkane Islands und schlussendlich die abgeschiedene Wildnis Alaskas. Harry Putz traf sich mit Johannes Hoffmann und wollte von ihm wissen, ob es wirklich nur „ein paar Lines mehr“ im neuen Film zu sehen gibt.

FIL M:

FE S T IV A LG A

FO R A FE W LI NE S MO RE

JOHANNES HOFFMANN

ST:

Ich hoffe, wir brauchen den Titel eures neuen Films nicht zu ernst zu nehmen und sehen viele Lines mehr? Johannes: Es wird natürlich einige Lines im Film zu sehen geben, ob es zu viele oder zu wenige sind, davon muss sich jeder selbst ein Bild machen. Wir haben den Titel bewusst so gewählt, da er einiges an Interpretation zulässt. Für uns war es in dieser Saison so, dass überall, wo wir unterwegs waren, die Zeit generell zu kurz war und man doch gerne noch ein paar Tage oder Wochen verlängert hätte, um ein paar Lines mehr zu fahren. Aber wie das Sprichwort schon sagt: „Man soll es lassen, wenn es am Schönsten ist.“ Nach außen hin scheint es eine perfekte Aufteilung zu sein: Ein Herzblut-Filmemacher und zwei Pro-Riders, die gemeinsam einen Film produzieren. Ist das auch so? Johannes: Perfekt ist nichts, aber es läuft sehr gut so. Das größte Problem liegt meistens darin, dass man als Produzent und gleichzeitig Rider immer im Zwiespalt mit sich selbst ist. Man muss viel organisieren und arbeiten, möchte aber auch selbst fahren und viele gute Shots in den Kasten bringen. Wenn man dann noch zusätzlich filmen und fotografieren muss, ist das Chaos perfekt und man muss leider öfters Kompromisse eingehen. Zum Glück gefällt Simon Platzer das Filmen mehr als das Skifahren, haha! Was war der für dich prägendste und ausschlaggebendste Teil eurer Dreharbeiten und was hast du dabei erlebt? Johannes: Es hat viele sehr prägende Momente von ganz unterschiedlicher Art gegeben. In der Türkei standen wir auf einem Hügel über einer Hochebene und hörten dem Muezzingesang von 30 verschiedenen Moscheen zu. Später in der Türkei versuchten wir nach einer achtstündigen Autofahrt um halb zwei Uhr in der Nacht die zu kleinen Schneeketten zu montieren, als das Auto mit unserem

ganzen Gepäck nach hinten gerollt ist und beinahe in den reißenden Bach gefallen wäre. Simon konnte zum Glück mit einem Hechtsprung ins Auto die Handbremse gerade noch erwischen und das verhindern.

Ob es eine Fortsetzung geben wird, ist wohl eine blöde Frage. Die Frage sollte eher sein: Wie wird der Titel der Fortsetzung sein, vielleicht „And the Snow must go on?“ Johannes: Müssen wir dir etwas zahlen, wenn wir den Titel verwenden wollen? Das machen wir dann erfolgsabhängig, einverstanden? Johannes: Nein, Nein, dann suchen wir doch lieber einen eigenen Titel, wir sind nämlich schon an den Vorbereitungen zum nächsten Film. Ich darf allerdings noch nichts darüber sagen, nur dass es ein völlig anderes Konzept eines Freeride-Films sein wird, etwas, das bis jetzt so noch nicht gemacht wurde…

Fotograf (2): Jonas Blum Foto oben: imposante Kulisse in Neuseeland Unten: Fabian Lentsch Film: For a Few Lines More


Ich pass schon auf,

mama!

Gespräch mit Matthias Mayr, Macher des Films FAR AWAY, über die nicht immer leichte Situation der Angehörigen professioneller Freerider. halten. Und außerdem wollte ich unseren Eltern mit diesem Film unseren Dank und Respekt ausdrücken, das war der eigentliche Hauptgrund. Sie werden im Film zu den wichtigen Personen, ohne sie gäbe es uns nicht und ohne sie wäre der Film uninteressant.

Für den Film hast du die Angehörigen / Partner / Verwandten der Athleten interviewt. Gibt es einen einhelligen Tenor, sagen viele das Gleiche? Und was war für dich die bewegendste Antwort? Matthias: Alle sagen, dass sie in unser Können und unsere Selbsteinschätzung vollstes Vertrauen haben. Die bewegendste Aussage war sicher jene von Christian Rechenbergers Mutter: Sie schicke ihm immer einen Schutzengel mit.

Fotograf: Franz Faltermaier Freerider: Matthias „Hauni“ Haunholder und Matthias Mayr Film: Far Away

Freeride-Pros bewegen sich in gefährlichem Terrain und jeder hat jemanden zu verabschieden, wenn er sich zum Freeriden begibt, sei es für einen Tagesausflug oder für eine größere Reise oder für ein Filmprojekt irgendwohin. Für die Freerider eine gewohnte Situation. Aber wie ist es für Mama, wenn sie weiß, dass der Bub z. B. völlig besessen davon ist diesen einen Berg für die Kamera hinunterzufahren? „I pass wohl auf Mama, mach da koane Sorgen.“ Der morgendliche Abschied vom Partner vor dem Weg ins Büro wird zur Routine und ist in den seltensten Fällen mit Angst verbunden, obwohl z. B. der Straßenverkehr keine unwesentliche Gefahr darstellt. Wie ist das bei den Freeridern, wenn das Freeriden schon lange zur Routine geworden ist? Im Film FAR AWAY kommen ausschließlich jene zu Wort, deren Liebste die Athleten sind. Der Filmemacher und Freerider Matthias Mayr gibt Harry Putz für das Freeride Magazin Einblick in die Antworten der Angehörigen und erzählt, warum er dieses Thema für seinen neuen Streifen gewählt hat.

FESTI

FIL M:

FA R AW AY

VALGA

M A T T ESTE: HIA MAYR S MATT & H HAUNH IAS OLDER

Ist es deine persönliche Geschichte, die dich antrieb diese Kluft zwischen euch und den Daheimgebliebenen in deinem neuen Film zu thematisieren? Matthias: Natürlich, aber nicht nur. Uns allen geht es doch so, dass man sich um die uns nahestehenden Personen am meisten Sorgen macht. Dazu kommt natürlich, dass ich seit Jahren immer wieder gefragt werde, was meine Eltern eigentlich von meinem Job

Warum präsentierst du im Film nur die Stimmen der Angehörigen und nicht deren Gesichter? Matthias: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ich als Athlet vermeide es schon, in meinen Filmen mein Gesicht zu zeigen, weil ich das einfach nicht will. Es geht ums Skifahren, nicht um die Darstellung der Person, da bin ich sehr radikal. Auch die meisten Eltern wollten nicht bildlich festgehalten werden, und diesen Wunsch habe ich gerne erfüllt. Welche Reaktion kam von deiner Mutter, hast du etwas Unerwartetes zu hören bekommen? Matthias: Da ich mit meiner Mama schon davor oft darüber gesprochen habe, kam da nichts Unerwartetes. Dass sie sich Sorgen macht, ist ja völlig normal und liegt jetzt sicher nicht an der Gefährlichkeit dieser Sportart. Hast du dich schon einmal auf Grund deiner Eltern, deiner Freundin oder von sonst jemandem von einem Projekt, einem Berg oder einer geplanten Line abhalten lassen? Matthias: Du [der Interviewer und Filmemacher Harry Putz] hast mich doch als Filmer in Obertauern einmal überredet, eine Line nicht zu fahren. Das gelang dir aber auch nur, weil ich selbst daran zweifelte. Ansonsten versuche ich immer für mich alleine zu entscheiden und habe mich schon öfter der Meinungen von Filmern oder Guides entgegen für eine Abfahrt entschieden. Bisher immer zu recht.

Flo Orley mit seiner Familie


dasein EIN NORMALER BUEROJOB IST AUCH NICHT VERNUENFTIGER ALS FREERIDEN... - Björn Heregger

Interview von Harry Putz mit Stefan Häusl und Björn Heregger zum Film DASEIN

Fotograf: Hanno Mackowitz Freerider: Stefan Häusl

GAST:

F E S T IV A L G A

BJOERN HEREGGER

STEFAN HAEUSL

F E S T IV A L

ST:

FIL M:

DA SE IN

Film: Dasein großen Bergen. Wenn wir fahren, stacheln wir uns gegenseitig an. Wir würden nie auf diesem Level sein, wenn wir uns nicht hätten. Björn: Als „Einzelkämpfer“ würde man sich in einem Sport, der sehr viel mit Erfahrungsaustausch zu tun hat, gewiss schwerer tun. Anfangs habe ich vor allem von Stefans Erfahrung und seiner fast unheimlichen Motivation bei Wettkämpfen gelernt und profitiert. Die Qualifikation für die Freeride World Tour (FWT) war für uns beide dann so etwas wie das Resultat von gemeinsam erarbeiteten Qualitäten, die einem auf diesen Level führen.

Das vierte Jahr in Folge erscheint in diesem Herbst ein Skifilm, in dem Stefan Häusl und Björn Heregger die Hauptrolle einnehmen. Für Profis ihres Kalibers ist es gang und gäbe, mit regelmäßiger Präsenz in Filmprojekten ihr Können zu zeigen. Während aber in den meisten Skifilm-Projekten 5-10 Athleten mitwirken, ist es bei Stefan und Björn der zweite Film in Folge, den sie als Athleten alleine bestreiten. Filmemacher Hanno Mackowitz hat sich der Herausforderung gestellt und mit diesen beiden besonderen Charakteren einen Skifilm gemacht, der das Dasein von Extremsportlern an ihrem Beispiel beleuchtet. In seinem Debut als Filmemacher geht es Mackowitz um den Kontrast zwischen gefährlichen Situationen am Berg und dem Alltag zu Hause.

Was gibt es besonderes von den letztjährigen Dreharbeiten zu berichten, habt ihr neue Befahrungen gemacht oder ist euch etwas Spezielles geglückt? Björn: Den Albonakopf zu befahren war sicher ein Highlight der vergangenen Saison. Leider waren die Bedingungen trotz der ausreichenden Schneelage ein bisschen „herausfordernd“. Der Berg ist nicht unbedingt ein Riese und eigentlich relativ kurz, die Steilheit auf den ersten Metern macht‘s aber aus – einen Sturz sollte man in diesem Abschnitt tunlichst vermeiden! Obwohl der vergangene Winter sehr schneereich ausgefallen ist, waren die Tage, an denen man perfekte Bedingungen zum Filmen vorfand, äußerst rar! Bis zum 1. April zählte man in Stuben am Arlberg 14 Sonnentage!

Für mich klingt Häusl / Heregger fast schon wie ein Doppelname, so lange schon werden eure Namen in einem Atemzug genannt. Ihr seid ja „beste Ski-Freunde“, und ich nehme an, dass eure zahllosen gemeinsamen Abenteuer am Berg euch nicht nur zusammengeschweißt haben, sondern auch eure skifahrerische Entwicklung maßgeblich beeinflusst haben. Würdet ihr da sein, wo ihr jetzt seid, auch ohne einander? Stefan: Nein, sicher nicht! Besser werden kann man nur, wenn man einen gleichwertigen Freund an der Seite hat, der in manchen Bereichen sogar besser ist. Björn hat unglaubliche Qualitäten in den

Mit dem Kameramann / Filmemacher am Berg ist es ähnlich wie mit Ski-Freunden. Wenn man viel Zeit miteinander verbringt, lernt man sich besser kennen und besser verstehen. Welche Qualitäten schätzt ihr an Hanno und wie hat er aus euch den nötigen Stoff für seinen neuen Film gelockt? Stefan: Hanno ist der Beste. Er hat einen kreativen Zugang, er geht etwas weg vom klassischen Line-Shooten. Er geht dorthin, wo es anstrengend wird für ihn. Sein Charakter passt auch sehr gut zu uns, und ihm ist es wichtig, dass wir uns gut fühlen, wenn wir gemeinsam in den Bergen unterwegs sind.

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Björn: Die Strapazen und die Mühen, die die Kameraleute auf sich nehmen um Aufnahmen zu machen, wie sie dann im Film zu sehen sind, können nicht hoch genug geschätzt werden! Schließlich gehen sie letzten Endes dasselbe Risiko ein wie wir Fahrer und sollten sich auch dementsprechend über diese Gefahren im Klaren sein. Hanno ist ein unheimlich fitter Kerl, über den man sich im Gelände keine Sorgen zu machen braucht. Ich denke wir harmonieren am Berg und vor allem auch abseits davon sehr gut! Ein Tag mit Hanno ist nie ein verlorener Tag!

Im Film „Dasein“ geht es um den Kontrast zwischen Freeride-Welt und Alltagsleben. Hat die Auseinandersetzung mit diesem Thema in euch was ausgelöst? Oder habt ihr euch schon immer Gedanken über das Dasein gemacht? Stefan: Meine Frau Geli und ich haben ja eine Tochter. Ich habe bemerkt, dass Außenstehende sehr viel Interesse an dem haben, wie wir als Familie das ganze bewältigen. Für uns ist es einfach normal. Ich betreibe das Freeriden mit Entschlossenheit und vollem Einsatz. Manchmal stört es mich jedoch, wenn fremde Leute über mich urteilen und meinen, dass ich verantwortungslos bin. Vielleicht führt dieser Film den einen oder anderen einen Schritt weg von den Vorurteilen gegenüber Freeridern. Wir sind Menschen, die extrem intensiv leben und etwas andere Wege bestreiten. Björn: Wie Stefan schon sagt, haben viele Menschen aus unserem Umfeld ein reges Interesse an unserer Tätigkeit, oft habe ich aber das Gefühl nicht richtig verstanden zu werden. Der Titel beleuchtet nicht nur die reine Existenzfrage, sondern vielmehr das „Dasein“ füreinander, am Berg und auch abseits davon. Stefan, du fährst ja weiterhin auf der Freeride World Tour. Kann man das Freeriden für die Judges mit dem Freeriden für die Kamera vergleichen? Und welches von beiden ist gefährlicher für dich? Stefan: Freeriden fürs Filmen ist mehr Abenteuer. Es ist wilder! Es ist tiefer in der Natur. Das Contest-Fahren hat mehr Sportcharakter und ist ein großes Spiel für Erwachsene. Ich spiele gerne dieses Spiel mit den anderen Teilnehmern in der FWT. Es macht mir Spaß, mein Skifahren am Tag X zu zeigen und mich auf Höchstleistungen zu pushen. Beim Filmen kann viel passieren, wenn man Fehler begeht. Der Berg kann mächtig sein, er ist ja meist ganz unberührt in den Berei chen, in denen wir ihn befahren.

Wie fühlt es sich an, wenn wieder einmal die Frage mit dem Restrisiko gestellt wird? Das wird im Film ja auch thematisiert. Wenn man da ganz ehrlich zu sich selbst ist, müsste man da nicht sagen, es ist völlig irrational sein Leben aufs Spiel zu setzen für eine Sache, nur weil sie Spaß macht? Stefan: Das Leben soll ja Spaß machen. Ich versuche das Restrisiko bewusst zu wählen. Bei gewissen Fahrten ist das Restrisiko höher und bei gewissen niedriger. Bei gewissen Turns ist es für mich sogar fast bei null! Ich bin so tief in diesem “intensiven Lebens-Sumpf” drinnen, da kann man fast nicht raus ohne Lebensfreude zu verlieren. Unsere ganze Familie funktioniert so. Wenn man mir das Freeriden nimmt, dann fehlt mir etwas Wesentliches. Björn: Für Außenstehende mag es natürlich irrational erscheinen, für uns ist es das Normalste auf der Welt. Ein ganz gewöhnlicher 40 Stunden Bürojob ist aus meinem Blickwinkel auch nicht rationaler. Das Risiko, das wir eingehen, spielt sich auf einer anderen Ebene ab. Die Intensität des Gefühls, wenn man schwierige und gefährliche Situationen in den Bergen erfolgreich meistert, ist einzigartig. Wir beide sind uns über das Risiko, welches wir bewusst eingehen, im Klaren und haben nicht vor in den Bergen unser Leben zu lassen. Und letzten Endes ist die Lebenszeit viel zu knapp bemessen um keinen Spaß zu haben! Nachdem ja nicht das Dasein an sich für euch schon abgeschlossen ist, aber der Film, was steht im Focus des Winters 2013 / 2014? Stefan: Ich bin wieder auf der FWT, ich will dort gute Ergebnisse einfahren und am Bec de Ross [Berg in den Schweizer Alpen mit legendärer Abfahrt, Standort im Rahmen der FWT] hab ich noch eine Rechnung offen. Ansonsten denken wir über einen Trip nach. Mich würde ein großes Projekt reizen. Mal schauen! Björn: Nachdem ich vergangenes Jahr der Wettkampfszene endgültig Adieu gesagt habe, möchte ich versuchen in den kommenden Jahren das eine oder andere mehr oder weniger exotische Projekt anzugehen. Stefan und ich sind Skifahrer mit Leib und Seele und langweilig wird uns bestimmt nicht...

Foto oben: Björn Heregger Fotograf: Stefan Häusl Foto unten: Sonnenaufgang am Arlberg

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Fotograf: Björn Heregger


der reiz der contests VON NICHT VIEL BIS ZUR JETZIGEN FREERIDE WORLD TOUR IN 10 JAHREN! Stefan Häusl, langjähriger erfolgreicher Teilnehmer der Freeride World Tour (FWT) erzählt über die rasanten Entwicklungen der Freeride Contest Szene. Im Jahr 2003 war ich passionierter „BreitSkifahrer“. In unseren Mittagspausen als Skiführer rannten wir ins Haus um die Ski zu wechseln. Die zwei Stunden Pause nutzten wir bis auf die letzte Minute, um uns mit den „neuen breiten Skis“ auszutoben. Teilweise mit anderen Jacken, damit uns niemand erkannte bei unseren waghalsigen Versuchen mit dem neuen Material. Es war die Sturm und Drang Zeit, in der es noch keine Szene in Österreich gab. Es gab aber viele, die uns für dumm und verrückt erklärten, aber das war uns egal. Die Zeiten haben sich geändert. Freeride ist anerkannt und bewegt sich steil nach oben.

viele Qualifying-Events, vergleichbar mit FIS Rennen bei den alpinen Rennfahrern. Bei den Qualifying-Events gibt es Ein- bis Vier-Sterne Events. Je mehr Sterne der Event hat, desto mehr Punkte kann man ergattern um sich am Ende für die FWT zu qualifizieren. Seit 2013 findet man das gleiche Format und System auch in Amerika. Die Top-Fahrer aus Amerika und die Top-Fahrer aus Europa (Snowboard und Ski) aus der Qualifikations-Tour sind dann für die Freeride World Tour qualifiziert. Somit hat der Nachwuchs eine Chance bei den kleinen Events Startplätze zu bekommen und das Contest-Fahren step by step zu erlernen.

Im Fernsehen sah ich früher einmal, wie beim Verbier Xtreme die Snowboarder den steilen Bec de Ross herunterfuhren. Das hat mich begeistert, aber da ich im Springen nicht so gut war, war das noch ganz weit weg für mich. Als im Jahr 2003 die ersten Skifahrer teilnehmen durften, war für mich klar, dass ich das ebenso gerne versuchen möchte. Freunde rieten mir ab, sie sagten: „Was diese Jungs machen, das kann man nicht lernen. Da muss man extrem gut springen können und kein Hirn haben.“ Ich glaubte das nicht. Im Gegenteil, das war der Ansporn für mich diese für mich neuen Dinge zu lernen.

Ebenso hat die FWT seit drei Jahren eine Junior Tour am Start, hier können 14- bis 17-jährige Teenager auf kleinen Bergen ihre ersten Contests bestreiten. Bei diesen Junior Events ist es auch Pflicht, bei einem Safety Tag aktiv mitzuarbeiten. Hier werden die Nachwuchs-Freerider in Schnee- und Lawinenkunde geschult und informiert.

Die Zeiten haben sich geändert, der Sport entwickelte sich rasant, und 2008 startete dann die Freeride World Tour. Zum ersten Mal gab es eine seriöse Contest-Tour, für die man sich qualifizieren konnte. Am Anfang war das System für die Qualy etwas verwirrend und noch nicht ausgeklügelt. Für eine Qualifizierung reichte es, bei einem einzigen Bewerb ein gutes Resultat erzielt zu haben. Das Punktesystem ließ auch noch zu wünschen übrig.

Der Style zum Gewinnen: Back in the days ging es um das höchste Cliff, um den wildesten Move. In den USA hat es sogar den „sick bird award“ gegeben. Anfänglich ging es da um den krassesten Move des Contests. Dies hat sich klar verändert. Der Sicherheitsaspekt wurde in den Vordergrund gestellt. Man muss clean und souverän landen – „stompen“, wie wir sagen. Die Füße sind bei der Landung kompakt unter dem Körper platziert und stampfen in den Schnee. So sehen die Zuschauer, wie entschlossen der Fahrer das Ding landet. Man springt nur noch Sachen, die man landen kann, die „stunt show“ von früher ist Geschichte. Es geht vielmehr darum mit der Natur zu spielen, das Vorhandene am Berg kreativ zu nutzen, sich den Berg schnell und spielerisch hinunterzuschleichen. Dies soll spektakulär ausschauen, aber trotzdem sicher gemacht werden. Es ist ein schmaler Grad, auf dem wir Fahrer uns befinden. Die Erfahrung hilft dabei, die richtige Dosis Aggressivität und Gelassenheit in das Skifahren hineinzupacken.

Mit den Jahren hat sich das Fundament des Sports stark verbessert und verbreitert. Es gibt nun alleine in Österreich 10 FWT Qualifikations-Events und einen FWT Stop (Fieberbrunn).Es gibt insgesamt sehr

Vor nicht allzu langer Zeit ist am Start der Contests viel gesprochen worden. Die Lines wurden gemeinsam mit Freunden erarbeitet, Tipps wurden gegenseitig weitergegeben. Heutzutage

Ich wollte auch so einen Contest fahren. Mit null Ahnung über Lines und Contests gab mir meine jetzige Frau Geli die Info, dass es in Schweden seit Jahren einen Freeride Bewerb gibt - die „Scandinavian Big Mountain Championships“. Anfang Mai 2003 setzten wir uns ins Auto und fuhren 3000 km in den Norden, um dort bei diesem Bewerb teilzunehmen. In den Alpen gab es in diesen Jahren so gut wie keine Bewerbe, bei denen man als „Rookie“ einen Startplatz ergattern konnte.

Freerider: Stefan Häusl Foto: freerideworldtour.com


ist eine Antwort sehr gängig geworden. Fragt man einen anderen Rider, wo er beabsichtigt zu fahren, gibt es meist folgende Antwort: „Ich weiß es noch nicht.“ Es wird immer mehr taktiert bei den Contests. Man will ja nicht fahren, wo alle fahren. Die Lines bleiben immer mehr geheim. Das Spiel „Freeride Contest“ ist professioneller geworden. Nichts desto trotz ist die ganze Contest Community ein verrückter Haufen, die alle nur Skifahren wollen. Skifahren auf den dafür besten Bergen. Ich persönlich liebe es in der FWT zu fahren, denn hier kann ich unter gesicherten Verhältnissen extrem schöne Berge befahren. Den Bec de Ross in Verbier würde ich nie so fahren, wie ich ihn im Contest fahre. Durch den Contest betreibt man unglaubliche Vorbereitungen, tagelanges Face-Checken und Video-Studium, um dann die geplante Line zu realisieren. Die akribische Vorbereitung treibt mich zu Höchstleistungen – mental und auch körperlich. Um dieses Gefühl der Anspannung und der Erleichterung geht es mir beim Contest-Fahren. Es ist ein Messen mit Gleichgesinnten, auf schwierigen Bergen, ein Spiel mit Freunden, und der Beste gewinnt. Nicht jeder Berg der FWT ist so extrem wie der Bec de Ross. Es gibt auch verspieltere Faces. Dort werden von den jüngeren Fahrern immer mehr Tricks in die Lines eingebaut. Wir „big mountain rocker“ wollen natürlich immer die steilen extremen Berge, jüngere Fahrer

bevorzugen meist verspielte Lines, bei denen sie ihren Style ausspielen können. So ist es ein Mix geworden aus diesen beiden Variationen. 2013 feierten zwei junge Österreicher einen Super-Einstand in der FWT. Nadine Wallner aus Vorarlberg gewann die FWT bei den Mädels, Disziplin Ski. Sie fuhr eine stabile Saison, die führende Schwedin verletzte sich vor dem letzten Bewerb und somit war der Weg frei für Nadine. Sie hat viel Talent und auch noch viel Potential für die Zukunft. Nadine war somit die erste Skifahrerin aus Österreich, die FWT Gesamtsiegerin wurde. Bei den Herren fuhr sich Fabio Studer ins Rampenlicht. In Chamonix erreichte er den zweiten Platz, im Endklassement wurde er sogar Vierter, und das in seinem ersten Jahr in der FWT. Das lässt hoffen, dass wir in Zukunft noch stärkere österreichische Ergebnisse sehen werden.

Für die Freeride World Tour 2014 qualifizierte österreichische FahrerInnen:

Damen Ski: Nadine Wallner, Lorraine Huber, Eva Walkner Herren Snowboard: Flo Orley Herren Ski: Fabio Studer, Raphael Webhofer, Stefan Häusl Freeride-Weltmeisterin 2013: Nadine Wallner Foto: freerideworldtour.com

www.freerideworldtour.com

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trockentraining - geht‘ s noch? Wenn der Winter vorbei ist und die Bretter im Keller verschwinden, dann ist für die meisten Wintersportbegeisterten der Schnee aus den Augen und aus dem Sinn. Mit Ausnahme von ProfiathletInnen denkt wohl kaum ein Freerider daran, mit einem Trainingsprogramm für den nächsten Winter anzufangen. Für Hobby-Freerider reicht es, sich nach der Sommerpause im September mit einem gezielten Programm für den Winter fit zu machen, sagt Bibi Tölderer-Pekarek. Die Pro-Snowboarderin und Physiotherapeutin geht im folgenden Interview mit Harry Putz in´s Detail...

Was passiert mit dem Körper während der Sommerpause? Bibi: Grundsätzlich ist es so, dass der Körper sich immer den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, anpasst. Ganz banal gesprochen: Fällt der wintersportspezifische Reiz weg, ist auch die „Ski“- oder „Snowboard“- Muskulatur weg, und das geht recht schnell.

Bibi: Beim ausschließlichen Trainieren an stationären Fitnessgeräten lernt mein Körper nicht sich unter Belastung zu stabilisieren. Im Sport kann ich mich ja auch nicht während meines Bewegungsablaufes irgendwo anlehnen. Noch dazu ist funktionelles Training effektiver, da mein gesamter Körper bei einer Übung mitarbeiten muss. Außerdem macht es viel mehr Spaß, da die Übungen als solche oft schon eine Herausforderung sind.

Um mich über den Sommer in Schuss zu halten, reicht es da, mit dem Mountainbike zwei Mal in der Woche auf die Alm zu radeln und ein paar Mal auf einen Berg zu steigen, oder sollte ich Spezielleres für meine Fitness tun? Bibi: Wenn du im Winter sportlich Gas geben willst, dann ist das nicht ausreichend. Spezielle Anforderungen benötigen auch eine spezielle Vorbereitung. Grundsätzlich ist es für einen „harmonischen“ Körper wichtig, verschiedene Trainings- und Bewegungsreize zu erfahren. Gerade der Wintersport ist sehr „beinlastig“ und als Ausgleich wäre es sinnvoll, den Sommer zu nutzen um andere Körperpartien zu fordern.

Wie oft und wie lange soll man trainieren, wenn es etwas für den nächsten Winter bringen soll? Bibi: Pros, die es richtig ernst nehmen, beginnen schon im Frühsommer mit dem Training für die nächste Saison. Phil Anker beginnt das Training mit seinen Athleten z. B. schon im Juni. Für Hobbysportler wäre es optimal zwei bis drei spezifische Trainingseinheiten pro Woche zu machen, wenn sie eine gewisse Grundlagenausdauer bereits vorweisen können. Dabei muss eine Einheit mit Auf- und Abwärmen bei einem gut strukturierten Programm nicht länger als eineinhalb Stunden dauern. Ich leite im Herbst z. B. zweimal wöchentlich eine Trainingsgruppe zur Saisonvorbereitung an. In der Gruppe macht es den meisten einfach mehr Spaß und es fällt leichter sich zu motivieren.

Wenn ich schon vom Saisonstart weg viel fahre, werde ich eh von selbst fitter zum Shredden. Was bringt einem dann das Trainieren im Vorfeld? Bibi: Starte ich stark in die Wintersaison, dann minimiere ich auf jeden Fall mein Verletzungsrisiko. Muss ich meine schwachen Partien nicht durch Mehrarbeit anderer Muskeln kompensieren, kann ich länger risikofreier und besser shredden, weil ich mich auf die Bewegung an und für sich konzentrieren kann und nicht nur auf meine brennenden Oberschenkel. So bin ich gewebe- und gelenksschonender unterwegs. Das ist mir mit Anfang 20 zwar egal, aber die Rechnung bekomme ich eventuell später präsentiert.

Sind das Training und die Übungen der Profis auch gut für einen Hobby-Freerider? Bibi: Sicher. Es wäre natürlich gut, einerseits die Übungen auf das jeweilige Niveau anzupassen und andererseits sollte man natürlich realistisch bleiben, denn Hobby-Freerider können wahrscheinlich schon aus rein zeitlichen Gründen nicht mit derselben Intensität trainieren wie Profis. Du und Mitch [Tölderer, Snowboarder, ehemaliger Sieger der FWTTour] habt ja letztes Jahr GPFT, ein eigenes Online Trainings Programm, gestartet. Wie seid ihr darauf gekommen? Bibi: Mitch und ich haben ein paar Sommer bei Freunden zum Surfen in Mexico verbracht. Gleichzeitig wollten wir uns natürlich auch auf den Winter vorbereiten und so haben wir uns dort eingerichtet und regelmäßig unser funktionelles Training gemacht. Es hat uns dann immer mehr Freude bereitet, uns für uns selbst und unsere Freunde neue Übungen und Trainingsblöcke zu überlegen und auszuprobieren. Daraus haben wir dann in den folgenden Jahren unser Online-Trainingsprogramm kreiert. Mit den Optionen eines sechswöchigen Anfänger- und sechswöchigen Fortgeschrittenenprogrammes sprechen wir eigentlich alle Sport-Levels an.

Gibt es denn fürs Ski- und Snowboardfahren ein spezielles Training? Bibi: Krafttraining für die Beine ist auf alle Fälle sehr wichtig, dazu gehört auch die Gesäßmuskulatur. Eine starke Muskulatur im Bereich des Beckens entlastet den unteren Rücken. Übungen für den Rumpf oder „core“, wie man heute so schön sagt, sind ebenfalls entscheidend. Eine starke Mitte schützt nicht nur deine Wirbelsäule, sondern erlaubt auch deinen Extremitäten präziser und müheloser zu arbeiten. Für die Koordination der Muskulatur untereinander ist das Training mit labilen Unterlagen nicht nur lustiger, sondern lehrt deinem Bewegungsapparat auch sich schnell an Unvorhergesehenes anzupassen.

Trainingsvideos: http://goprofitnesstraining.com Schneespezifisches Training in der Gruppe: www.loft41.com Leistungsorientiertes Personaltraining für Profis: www.philanker.at

Es gibt ja eine Unzahl von Trainingsmethoden, von den Geräten im Fitnesscenter über Crossfit bis Pilates... Was empfiehlst du?

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Wir zeigen euch hier drei funktionelle Übungen speziell fürs Freeriden. Wir gehen dabei immer von einer Bewegung oder einer Anforderung beim Skifahren oder Snowboarden aus. Die Beanspruchung läuft immer über mehrere Gelenke, wie im „echten“ Sport.

Bibi: Focus your Run: Schwerpunkt liegt hier auf Koordination, Ausdauer und Fokus. Auf den Slacklines in Fahrposition stehend mit Blick in Fahrtrichtung. Die ständigen Positionsänderungen des Medizinballs dienen dazu den Körper aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wir halten die Position ca. 1,5 Minuten lang, was etwa der Dauer eines durchschnittlichen Runs entspricht.

Mitch: Power Turn: Schwerpunkt auf Rumpfstabilisierung bei Rotation von Oberkörper gegen Unterkörper. Rotationssprünge am Weichboden (mit Zusatzgewicht für Fortgeschrittene). Blick bleibt nach vorne gerichtet, mit aufrechtem Oberkörper links / rechts wechselnde Telemarksprünge, ohne das hintere Knie rastend abzusetzen.

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Raphi: Stump your Jump: Schwerpunkt auf Rumpfstabilisierung und Beinmuskulatur. Einzelne Sprünge von einem Podium werden erschwert durch einen Medizinball, der möglichst vom Körper weggestreckt stabil gehalten werden soll. Wichtig ist dabei die Haltung bei der Landung in tiefer Kniebeuge mit möglichst geradem Rücken und korrekter Beinachse.


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Radln wadln stark! macht die Oft werden Freeride-Pros in der Öffentlichkeit als eine Art von Luxustouristen gesehen: Aussagen wie „Ihr habt ja ein leichtes Leben, jeden Tag Freeriden und das an den schönsten Orten der Welt! Das hätte ich auch gern!“ bekommen sie zu hören. Und wie pflegt Stefan Häusl stets darauf zu antworten: „Dann mach es halt!“ Dass die Freeride-Pros sich ihren Lebensstil hart erarbeiten, erfuhren wir in einer groß angelegten Befragung über deren Vorbereitung auf die Wintersaison. Johannes Hoffmann

n habe Mein Ausgleichssport zum Skifahren ist Mountainbiken. Ansonste radeln für ich kein spezielles Programm. Viel Berggehen für die Ausdauer, bleiben die Koordination und das Gleichgewicht. Ich sportle gern um fit zu und nicht einzurosten, außerdem macht es viel Spaß. tudio. Mein Tipp: Nicht zwanghaft trainieren und auch weniger im Fitnesss n verGeht mehr in die freie Natur und vergesst nicht den Spaß, ansonste

geht euch die Lust!

Matthias „Hau

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“ Haunholder Mein Ausgle ichssport zu m Skifahren mich auf den ist Beachvol Winter vor all leyball. Ich be em mit biken auch klettern reite vor, Uphill un , laufen, zwei d bis drei Mal di im Wald oder e Woche ein ge Downhill! Aber in der Kraftk scheites Wor ammer. Mit ei verringere ic kout ner anständi h die Verletz gen Vorberei ungsgefahr un wenn man fit tung d es macht ei in den Winter nfach mehr Sp geht. aß,

Christian Reichenberger

Downhill-Biken ist mein Ausgleich ssport! Es ist vom Ablauf her siche rlich sehr ähnlich wie Skifahren, ohne Schnee. Ich mache vier Mal nur halt in der Woche einen Berglauf mit einem 8 kg schweren Gleitschirm Zusätzlich mache ich zusammen am Rücken. mit einem Trainer Stabilisationsübun gen für meinen Rumpf. Die Vorb ist unerlässlich für mich, um Verle ereitung tzungen im Winter bestmöglich zu vermeiden! Mein Tipp: Betreibt verschiedene Sportarten, um möglichst viele Muskeln zu trainieren, und häng der Mucki-Bude ab! t nicht nur in

Matthias Mayr Am liebsten spiele ich Fußball, deshalb ist es für mich der best e Ausgleichssport. Aber ein gescheites Trainingsprogramm fahr ich schon: vier bis sechs Mal pro Woche Krafttraining und fünf bis sieben Mal Rad fahren oder laufen. Beachvolleyball spiele ich auch so oft wie möglich. Das alles mache ich nicht direkt als Vorbereitung, denn ich trainiere sowieso oft und gerne. Mein Tipp: Versuche dich von Lawi nen fern zu halten, denn egal, wie viel du trainierst, du wirst nie stark genug sein, dich aus eine r Lawine auszugraben!

Björn Heregger

Klettern ist mein Ausgleichssport zum Skifahren und meine zweite große sportliche Leidenschaft, ob im alpinen Gelände. Außerdem fahre im Klettergarten oder ich Rad, mit dem Rennrad oder dem Mountainbike, und betreibe Im Herbst sind dann Ganzkörpersta Trail- bzw. Berglauf. bilisationsübungen, Koordinations übungen und Rumpfkräftigung zur lung auf das Skifahren angesagt speziellen Einstel. Ich will fit in den Winter, um auch fit wieder aus dem Winter herauszu Mein Tipp: Der eine findet Freude kommen! im Kraftraum, der andere mehr drau ßen in der Natur, dem Dritten gefä Nachdem, was Dir gefällt, sollst Du llt beides. gehen! Und hör auf deinen Körper wenn er eine Pause braucht!

Max Zipser

„Viel Radln macht die Wadln stark “ ist mein Motto und Rad fahren daher auch mein Ausgleichssport. Und ein bisserl Krafttraining in Form von Klettern, Surfen und Fitnessstudio minim iert das Verletzungsrisiko. Und wer fit ist kommt weiter rauf, sprich hat eine längere Abfahrt. Mein Tipp: Möglichst das machen, was auch Spaß macht, nicht dass dir kurz vor dem Winter die Lust verg eht. Dann hast einen schlechten Start in den Winter und den Sommer vers chissen.

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Stefan Häusl

Bin wahrscheinlich nicht der einzi ge, wenn ich Mountainbiken als meinen Ausgleichssport Nummer Eins ange be, aber ich liebe es wirklich. Mein funktionelles Training mache ich in einem Phys iotherapiecenter in Innsbruck. Den ganzen Sommer und Herbst absolviere ich mein Training, ab November kann ich es dann gar nicht mehr erwarten in den Schn ee zu kommen. Mein Tipp: Spannende Übungen, spannende Sportarten, die Spaß machen, dann ist man ganz nahe daran am Ski- oder Snowboard-Feeling.

Für mich ist Kl ettern der be ste Ausgleichs bereite ich m ich spezifisch sport zum Sk mit Kraft-, Ko ifahren, im So bereitung vor nditions- und mmer geh ich Raphael Web allem deshalb Koordinations auch gern bike , um mich vor (Anmerkung de hofer training auf di n oder surfen. Verletzungen r Redaktion: Ra e Skisaison vo Seit letzter Sa zu r. Ich mach m schützen und phael hat sich ison eine gezielte eine gute Perfo durch den Sieg Saisonvorrmance am Sc der Qualifier-T hnee zeigen zu Sandra Lahnsteiner our 2013 für di e Freeride Wor kö ld Tour 2014 qu nnen. Mein liebster Sport im Sommer ist das Windsurfen, das Freiheitsg alifiziert) efühl dabei ist für mich der beste Ausg leich. Aber auch ausgedehnte Renn radund Mountainbike-Touren und ein ergänzendes Rumpftraining steh en bei mir am Programm. Ab Septemb er startet mein gezieltes Kraftprog ramm, für mich wichtig, um im Winter mein e Leistung am Berg abrufen zu könn en. Mein Tipp: Mit Spaß ist es einfa cher sich auch mal zu quälen, und es hilft natürlich, wenn man sich selbst immer wieder Herausforderungen sucht und Ziele setzt.

Christoph Fuschlberger

Stephan Skrobar

Aktiv gehe ich am liebsten Mou ntainbiken, passiv betreibe ich sehr gerne die unte rschätzte Ausgleichssportart Sitzen-und-Schaue n. Ich mach zwar kein Trainingsprogramm für den Winter, denke aber, dass ich mit viel Radeln und Slacklinen indirekt eine gute Vorbereitung habe . Eine gewisse Basis-Fitness ist unerlässlich für das Gleichgewichts- und Reaktionsgefühl, vor allem bei höherer Geschwindigkeit. Mein Tipp: Eine Sportart zu finde n, zu der man sich nicht zwingen muss, und die erste n Tage im Schnee gemütlich und defensiv angehen.

Fabian Lentsch

Die besten Ausgleichssportart en für mich sind Biken und Trail-Running. Ich bereite mich speziell im Herbst intensiv auf die kommen de Saison vor. Dazu verwende ich eine n eigenen Trainingsplan fürs Ausd auer-, Kraft- und Stabilisationstrain ing. Die Vorbereitung spielt für mich eine große Rolle, um fit in die Saison zu starten und Verletzungen zu verm eiden.

Flo Orley

tart, Als Ausgleich dient mir jede Spor wo es genug Action gibt: Biken, Berg n … gehen samt Basejumpen, Surfe ich Für meine Vorbereitung versuche zu lich mög wie t Spor viel so einfach, machen und schon in der Vorsaison wenn viel am Brett zu stehen. Denn , will es an die ersten Cliffdrops geht ich mich fit fühlen! gut in Mein Tipp: Das ganze Jahr über rbeForm zu sein macht die Wintervo reitung einfacher.

Mountainbiken ist mein Ausgleich ssport. Diesen Sommer wurde ich zum ersten Mal von Phil Anker professionell betreut und habe dadurch mein Training zu 100% aufs Freeriden ausgelegt! Für mich gibt‘s viele Gründe, die für eine gute Vorbereitung sprechen: die Verletzun gsgefahr sinkt und durch gute körperliche Fitne ss kann ich meine Grenzen am Board neu ausloten. Mein Tipp: Ich würde mir einige Tipps von Profis einholen, damit nicht kontrapro duktiv gearbeitet wird! Oder trainieren mit Coach...!

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Alter: 32 Wohnhaft Filme: Sh Filmt seit in: Werfen ades of W : 2004 weng im S Höchster inter (201 alzburger 3 Drehort: Land viel über 3 ), Fat Gipsy Produc tions, M-L 000 m wir ine d es nicht dafür 100 Lieblingsk g m e u we amera am n Berg: egal ter Wasser ohne Ta sen sein, , Hauptsac ucheranzu Mir ist es An meine he es fun gleich für wenn die m Job lieb ktioniert al g welche Art Stimmung e ich am m les. von Proje in der Cre eisten das kten ich ar w passt, w gleich auc Draußen-S beite, ird jedes P h meine C ein. Es ist ro je hallenge. kt zu eine zwar umst Es ist mir m guten. ändlich un auch sehr d anstren wichtig m gend, abe (Esco, Law einen Hun r zuinenhund d mitnehm der Salzb en zu kön urger Law nen inenhund estaffel).

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Ich liebe an meiner Arbeit alles, was andere Leute auch in die Berge zieht:

die Aussicht, die Bewegung, die Freu ndschaften. Dazu gehört auch sehr frühes Aufs tehen, ein schwerer Rucksack, Kälte und Wetterfenster

abzuwarten. Im Moment dreh ich sehr gerne mit Stefan Häusl und Björn Heregger. Die zwei sind schon richtige Freunde geworden und so ist auch die Stimmung bei den Dreharbeiten.


Matthias Bergmann

Alter: 28 Filmt seit: 2003 Wohnhaft in: München We Are; A History of Snow; Made in Austria; Freeride Deluxe Filme: Shades of Winter (2013); Snow in Georgia; Up & Down; As m) 5400 (ca. Chile / Nevado Valle Höchster Drehort: Lieblingskamera am Berg: Canon C300

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gerne meine Freizeit verbringen würde. ProjekFür mich ist es wichtig mit Leuten zu arbeiten, mit denen ich auch mir dabei am liebsten. te, die einen Menschen und seine Leidenschaft porträtieren, sind gerne macht, nämlich Zeit am Berg zu Branche dieser in jeder was das, mir ht ermöglic Berg Und die Arbeit am verbringen und freeriden zu können...

Simon Platzer

Alter: 27 Filmt seit 13 Jahre n Wo hn ha ft in: Innsbruck-I Lines more (2013 gls ); Start here; Squa red; Heimvorteil; Time for the Wh iteroom und noch weitere Höchster Drehor t: Ötztaler Alpen (3600 m) Lieblingskamer die mir einen gu a am ten Kompromiss Berg: jede Kame zwischen Gewich ra, t und Bildqualitä Mich reizt an der t bietet. Arbeit am Berg da s Abenteuer an sic Drehalltag nicht h und dass man vorkommen. Am Problemen bege liebsten arbeite ich gnet, die im norm alen an Projekten, die eine psychische wie auch physisc he Herausforderung darstellen. Filme: For a few

Kenny Cowburn

Alter: 37 Filmt seit: 2002 Wohnhaft in: Niederaudorf, Deutschland your risk; Filme: As we Are; Up and Down; Hike2Ride; A history of snow; Check events Freestyle und Freerideviele FWT und Ahnung, wie hoch die Alaska-Ridges sind. Höchster Drehort: wahrscheinlich der Großglockner, und keine n drehbereit Sekunde 45 in und Lieblingskamera am Berg: Sony EX3: kompakt

Ich liebe die Nähe zur Natur, das macht meinen Job aus! denn schon zwei Höhenmeter können den Ich arbeite gerne im Schnee und suche oft lange den richtigen Spot, ausmachen. Unterschied zwischen einem spektakulären oder mittelmäßigen Shot hinter Bergen von Papier sitzen sah, sagte isch Schreibt am tagaus tagein, Vater Als ich mit sieben Jahren meinen setzte ich wahrscheinlich den Samen, ich mir: Wenn das Arbeit bedeutet, dann will ich nie eine haben. Da um mein eigenes Leben anders zu gestalten.

Carsten Darr

Alter: 38 Filmt seit: 2000 Wohnhaft in: Medieres, Schweiz Filme: Shades of Winter (2013); Hike; Froggles; AFO (2011); FWQ Hochfügen Höchster Drehort: Granatenkoge l (3000 m) / Ötztaler Alpen Lieblingskamera am Berg: seit diesem Jahr die Sony FS700

Beim Film „Hike“ zelteten wir im Ötzt al, wir hatten 30

kg schwere Rucksäcke. Die Steilabfahrten forderten mich extrem. Bei diesen Dreharbeiten lernte ich selbst meine Grenzen kennen!

Phil Eyer

Alter: 33 Filmt seit: 2007 Wohnhaft in: Bern, Schweiz Filme: Steps (2013) Höchster Drehort: Allalin (4027m) Lieblingskamera am Berg: Canon 5D Mk II

unbeschreiblich und du auf die Sonne Jeder neue Morgen, wenn die Luft klar und kalt ist, die Stimmung brenne ich. wartest, weil du das Gefühl hast, dir frieren gleich die Finger ab, dafür als Kind beeindruckt. Heute liebe ich Ich bin in den Bergen aufgewachsen und ihre Größe hat mich schon die Stille, den Weitblick und die Kraft, die sie mir geben.

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adrenalin vs sicherheit - zwei starke gegner

Freeriden als Jugendtrend braucht Sicherheit! Von Kai Unterrainer

Freeriden gewinnt an Bedeutung. Die Jugend prägt diesen Trend, viele der Youngsters können dem „normalen“ Pistenfahren nicht mehr viel abgewinnen, genauso wenig wie dem klassischen alpinen Rennsport, der immer mehr in den Hintergrund tritt. Den Skinachwuchs findet man vor allem in Parks oder im freien Gelände. Heute geht es um Kicker, Rails, Cliffdrops und die schönste und kreativste Line im Backcountry. Kurz gesagt – um Adrenalin! Pisten sind reguliert, werden überwacht und sind für Helfer und Rettungskräfte einfach zugänglich. Freeriden präsentiert sich hier von einer ganz anderen Seite. Zum Verletzungsrisiko an sich kommen noch unzählige externe Faktoren hinzu, die es zu beachten und zu verstehen gilt. Lawinenlagebericht und Routenverlauf sind Themen von höchster Wichtigkeit. Dann gilt es die Sicherheitsausrüstung im Auge zu haben: Lawinensuchgerät, Schaufel, Sonde, Helm, diverse Protektoren, womöglich einen Airbag. Ist man erst einmal auf dem Berg, gilt es vieles zu beachten: den Hang, die Temperaturen, den Schneedeckenaufbau, die Wahl der Line. Sicherheit muss das wichtigste Thema für Freerider sein. Dieser Aspekt wird aber gerade von den Jungen mangels Bewusstsein vernachlässigt. Wie kann dem begegnet werden?

he verbinden betreutes Freeriden mit ausgebildeten Ridern, Profis und Safetyausbildung - mit einem zum Abschluss stattfindenden Freeride-Contest im gesicherten Umfeld. Hier werden neue Stars geboren. Bekanntestes Beispiel in Österreich ist Fabi Lentsch. Mittlerweile 20 Jahre alt, war er auch bei den Freeride Juniors dabei. Mit 15 Jahren gewann er schon seine ersten Freeridecontests, heute sind seine Ziele die Teilnahme an der Freeride World Tour und das Filmen. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Jugend ihr Hobby auszuleben, auch abseits des Wettkampfstresses! Dazu gehören auch diverse Aktivitäten wie das Machen von Filmen oder Fotoshootings. Beim Linehunters Clip Battle wird jährlich der beste Rookie-Film von einer szeneinternen Jury gekürt, der Preis ist die Ausstrahlung des Sieger-Clips auf der großen Leinwand der Freeride Filmfestival-Tour. Worum geht es beim Freeriden aber wirklich? Kein Contest, kein Film, kein noch so geniales Foto kann einen perfekten Tag im Powder ersetzen. Das Erreichen eines Gipfels bei Sonnenaufgang, die Emotionen einer perfekten Tiefschneeabfahrt, Kollegialität und Miteinander am Berg sind die wirklichen Zutaten für einen gelungenen Freeride-Tag. Der Genuss, das Gefühl, und die Bilder im Kopf werden für immer bestehen bleiben. Deshalb zum Abschluss: Genießt die Zeit in den Bergen und Safety first!

Der Österreichische Skiverband hinkt in Sachen Freeriden hinterher. Hier bieten nur wenige Skiklubs ein adäquates Angebot an. Eine Alternative dazu sind die Freeridecamps (www.Freeridecamps.at). Sie vermitteln im Rahmen von Sicherheitsveranstaltungen für Jugendliche die fürs Freeriden wichtigsten Themen in spielerischem Umfeld. Zusammen mit professionellen Sportlern werden dort die sicherheitsrelevanten Aspekte aufgearbeitet und in der Praxis geübt. Matze Pristach, Initiator der Freeridecamps: „Für uns ist es wichtig die jungen Rider für die Gefahren des Sports zu sensibilisieren. Bei den Junior Camps z. B. legen wir die ersten Schritte zur Selbstständigkeit im freien Gelände. Unser Top-Level sind dann die Line Camps, dort schulen wir die bestmögliche Vorbereitung auf einen Wettkampf!“ Ein Freeride-Contest ist kein Platz für Hobbyfahrer. Darum dürfen auch nur über 18-Jährige an einem Contest teilnehmen. Für die Jüngeren gibt es die „Freeride Juniors“. Die Events der Juniors-Rei-

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Freeride Camps: - Boot Camp - Juniors Camp / Juniors Advanced Camp - Line Camps Infos unter: freeridecamps.at Freeride Juniors Contest - 2 Kategorien (14-15 & 17-18 Jahre) - 3 Contests : Fieberbrunn / Chamonix / Verbier - Hauptfinale der Juniors World Tour in Amerika Infos: http://www.freerideworldtour.com/juniors Linehunters Seit 2010 bestehende Internet-Plattform für News aus der Freeride World Tour, den Freeride World Qualifiers und allen österreichischen Freeride-Contests, Freeride Videos, internationale SkigebietsBewertungen, Clip-Battle, Buitl-Battle und weiteren Gewinnspielen... www.linehunters.com

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freeridecamps Wo lerne ich mein Freeride-Know-How? Von Flo Orley

Den Seinen gibt es Gott im Schlafe, heißt es, der Freerider von heute muss sich sein Wissen über sicheres Powdern aber erst hart erarbeiten. Dass er dabei, abgesehen von der Hilfe des Herrn, nicht ganz auf sich alleine gestellt ist, dafür sorgen in Österreich vier kompetente Plattformen, die mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen Jung und Alt alles Nötige beibringen. Doch es geht hier nicht nur um das perfekte Beherrschen des Lawinensuchgerätes, das Wissen um die Notrufnummer für den Helikopter oder das Lesen der Lawinengefahrenskala. Aspekte wie subtiler Gruppendruck, richtige Routenwahl oder objektives Einschätzen lokaler Gefahrenstellen gehören heute ebenfalls zum Standardrepertoire eines guten Freeriders. Die im Folgenden angeführten Anbieter von Freeride-Camps haben sich hier einiges einfallen lassen, um den Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht zu werden.

Freeridecamps.at - Die Szenenahen Die Youngsters unter den Camp-Anbietern sind seit 2009 die Antwort der Freerideszene selbst auf die bis dahin nicht vorhandenen Strukturen in der Nachwuchsförderung. Der Innsbrucker Verein Freistil richtet sich mit drei Levels in Form von Junior-, Advanced und Linecamps an die ambitionierten unter den jungen Ridern und bietet damit ein durchdachtes Konzept von Freeride-Coachings an. Die zweitägigen, kostenlosen Junior Camps für die 14 bis 18-Jährigen fokussieren auf die klassischen Grundlagen der Lawinen- und Alpinkunde, während in den Advanced Camps bereits durchaus Wert auf die Riding Skills gelegt wird. Bei den dreitägigen Linecamps schließlich lernen die Teilnehmer das, was sie von ihren Helden auf der Freeride World Tour oder in den Filmen am Freeride Filmfestival sehen: Richtige Lines zu planen, zu visualisieren und zu fahren, Schnee und Felsen richtig einzuschätzen und zu springen, das Optimieren des eigenen Risikomanagements und das Einbeziehen der Judging-Kriterien in die richtige Auswahl der Linie bei Freeride-Contests. All das wird erarbeitet mit Coaches, die nicht nur Ski- und Snowboardführer sind, sondern selbst Größen der Szene mit jahrelanger Erfahrung in der Wettkampfszene und im Produzieren von Freeridefilmen, was sich dann auch im Slogan „Freeride Coaching by Freeride Pros“ widerspiegelt. www.freeridecamps.at

Das wichtigste Tool dabei für alle, egal ob Newcomer oder alter Hase: Die Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen und auch einmal Nein sagen zu können, wenn die Bedingungen es erfordern. Ob alle Camps für Skifahrer UND Snowboarder geöffnet sind? Natürlich...we are a big freeride family!

The Freeride Experience - Die Genießer Wer den reinen Spaß am Powdern in den Vordergrund stellt und sich dabei in die Hände von Veranstaltern begeben möchte, die selbst ihre Leidenschaft leben, der ist hier bestens aufgehoben. In den dreitägigen Camps nützen die Guides der Freeride Experience ihre Heimvorteile, zeigen den Teilnehmern die schönsten Runs der jeweiligen Gebiete und finden auch dann noch unverspurtes Gelände, wenn der letzte Neuschnee schon Wochen her ist. www.freeride-experience.at

Freeride Juniors Contest Fieberbrunn Foto: freerideworldtour.com

Flo Orley. ist Lebemensch, Weltreisender, Freerider der ersten Stunde und rittert seit 15 Jahren auf der Freeride World Tour um Ruhm und Ehre. Der zweifache Papa ist Mitbegründer der Plattform Freeridecamps.at und stolz darauf, beim Filmfestival als Moderator mit dabei zu sein.

SAAC - Die Klassiker Seit 1999 besteht der Verein mit dem über die Jahre leicht veränderten Namen „Snow and Avalanche Awareness Camps“, der es sich von Anfang an zum Ziel gesetzt hat, den Teilnehmern ein Basiswissen über Lawinen und Gefahren außerhalb des gesicherten Skiraumes zu vermitteln und besonders auf die Gefahren im Einzugsgebiet der Wintersportgebiete aufmerksam zu machen. Diese Bewusstseinsbildung steht auch heute noch im Zentrum der kostenlosen zweitägigen Basiscamps, bei denen nur Unterkunft und Liftkarte zu be mps anbietet. www.saac.at

Risk´n`Fun - Die Pädagogen Einen ganz anderen Ansatz verfolgt der Alpenverein mit seinen im Jahr 2000 ins Leben gerufenen risk´n´fun Camps, die auf den Grundsätzen von Risflecting und Peergroup-Education aufgebaut sind. Klar definierte Gruppengrößen mit einem Teilnehmer / Teamerschlüssel von 10:2 mit je einem Bergführer

dungsprogramm entstehen lassen, in dem neben vielen Inhalten zu Gruppendynamiken und anderen sozialen und interaktiven Aspekten das Hauptaugenmerk darauf gerichtet ist, die Teilnehmer ihre ganz eigene, dem persönlichen Risikoverhalten angepasste Strategie entwickeln zu lassen. Berg- bzw. Ski- / Snowboardführer agieren ohne klassischen Frontalunterricht zu geben als Berater und werden wie auch die Soft-Skills-Coaches im Fortschreiten der vier Levels Trainingssession, Next Level, Backcountry Pro (alle je 5 Tage) und Alpine Professional (7 Tage) immer mehr zum Begleiter. Ein guter Teil der rund 300 Teilnehmer einer jeden Saison beschreitet den Weg durch alle 22 Ausbildungstage und der Andrang zum jährlichen Winterausklang beim Chillout Camp, das für alle (auch ehemaligen) Kursteilnehmer offen ist, zeigt die starke Identifizierung der Freerider mit diesem Konzept. www.risk-fun.com

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Make the White World

Greener! Harry Putz sprach mit Cira Riedel, der Gründerin von GreenroomVoice.

Wie können die Leute herausfinden, ob es im Sortiment von X und Y „grüne“ Teile gibt? Wird das nicht zum Spießrutenlauf von Shop zu Shop oder im Internet? Cira: Genau das möchten wir mit unserer Website erreichen: einen umfassenden Überblick über Marken mit Eco-Produkten im Sortiment. Wir haben eine gewisse Auswahl an Produkten bei uns veröffentlicht. Sollte die eine oder andere Lieblingsmarke aber noch nicht bei uns aufscheinen, ist es recht leicht herauszufinden, ob die etwas „Grünes“ im Sortiment haben, denn die Unternehmen weisen ihre umweltfreundlicheren Teile meistens irgendwie aus.

Ihr seid ja noch recht jung mit GreenroomVoice, gerade einmal ein Jahr alt! Wie habt ihr es geschafft schon 22 Brands (ich hab die Logos auf eurer Seite gezählt) für die Idee zu gewinnen? Cira: So jung sind wir nicht. Wir haben in Wirklichkeit schon 2008 angefangen. Aber ja, es kommen immer mehr Marken hinzu. Und seit dem Update des ECO-Ratings vom Sommer 2013 stehen schon einige mehr „Schlange“. Was für uns auf jeden Fall ein Zeichen ist, auf dem richtigen Weg zu sein! Habt ihr ein langfristiges Ziel wohin euer Engagement führen soll? Cira: Auf jeden Fall! Wir möchten in Europa eine richtungsweisende Rolle spielen. Wir wollen für mehr Transparenz sorgen, indem wir einerseits den Unternehmen durch Beratung helfen, diesen oft komplizierten Weg zu gehen, und andererseits dem Konsumenten dank einer klaren Sprache mehr Macht durch gut strukturierte Informationen geben. Und wir sind auf dem besten Weg unseren Platz auch neben anderen Initiativen der Industrie zu finden. Denn Nachhaltigkeit ist ein Teamsport! Alle Infos dazu: www.greenroomvoice.com

Ein Muss für das Freeride Filmfestival Magazin ist die Auseinandersetzung mit dem Thema der nachhaltigen Produktion von Sportausrüstung. Deshalb haben wir uns umgesehen und im Dschungel der einzelnen Anbieter eine Plattform gefunden, die alle Öko-Marken, und solche mit einzelnen Öko-Produkten im Sortiment, anführt. Erstaunlich, wer da so aller dabei ist! Über ein einfach zu verstehendes ECO-Rating-Tool sieht man, wie viele von maximal 9 Punkten ein Produkt erreicht. Wir haben nachgefragt, wie die Firmen zu ihren Punkten kommen. Die Antwort erstaunt auf den ersten Blick: die Firmen bewerten sich selbst – so jedenfalls die Auskunft von Cira Riedel, der Gründerin von GreenroomVoice.

Können wir uns auf die Angaben der Firmen verlassen, besteht nicht die Gefahr, dass sich einige für ökologischer ausgeben, als sie wirklich sind? Cira: Doch, aber oft tun sie das nicht, weil sie uns anlügen wollen, sondern weil die Textilproduktion ein sehr komplexes Gebiet mit einer Menge von unbekannten Daten ist, das von den Wenigsten vollständig überblickt wird. So haben alle heutigen Bewertungen ihre Grenzen. Aber, und das ist ein großes Aber, dank des ECOrating-Tools, das einen wissenschaftlichen Hintergrund hat, bekommen wir einen tieferen Einblick in alle Bereiche einer Firma, auch wenn die Informationen von den Marken selbst kommen, lassen sie sich überprüfen. Dafür haben wir jetzt auch ein Team von europäischen Experten in Sachen Nachhaltigkeit. Was ist die größte Herausforderung für ein konventionell produzierendes Unternehmen, das eine Eco-Linie mit dem mittelmäßigen Ranking von 3-6 Punkten herausbringen möchte? Cira: Das Wichtigste ist erst einmal die „Hausaufgaben“ zu machen, das heißt Daten zu sammeln, besonders über die Zulieferungskette und nachzudenken, wo der größte Handlungsbedarf ist. Nicht immer sind es die Materialien, bei denen was verändert werden muss. Meistens liegt es an der Transparenz der Zulieferungskette, denn ohne Transparenz lässt sich schwer kontrollieren. Viele Konsumenten haben ja ihre Lieblingsmarken, aber die sind in den meisten Fällen auf der konventionellen Schiene.



Wir danken unseren Partnern!

danke fuer die kooperation!

impressum Herausgeber: Manfred Pascher, Harry Putz, Volker Hölzl und Simon Rainer Veranstalter Festival, Wien und Hamburg: Programat e.U., Lilienbrunngasse 18/2/53, 1020 Wien Veranstalter Festival, Innsbruck: Manfred Pascher, Harry Putz, Simon Rainer Anschrift für alle: Manfred Pascher, Ing-Etzel-Strasse 25, 6020 Innsbruck Veranstalter Festival, Krakau und Warschau: Wojciech Sularz, TATRA GROUP SP. Z O.O. Programm & Filmauswahl: Harry Putz Koordination: Manfred Pascher, Volker Hölzl Interviews: Harry Putz

Texte: Harry Putz, Flo Orley, Kai Unterrainer, Stefan Häusl Textredaktion: Harry Putz, Manfred Pascher, Sabine Aigner Grafische Gestaltung: Simon Rainer, Nurstudio.com Fotocredits (Seitenzahlen in den Klammern): Jonas Blum (01, 14), Patrick Orton † (03, 06-07), Fotos der Filmproduktionen (4-5), Simon Rainer (4, 5), Ride Greener (8-9), David Birri (8), Silvano Zeiter (8), Freeski-Crew.com (10), Dominik Hadwiger (10), Tobias „Zlu“ Haller (12-13, 28), Franz Faltermaier (15), Hanno Mackowitz (16, 18), Stefan Häusl (17), Björn Heregger (17), freerideworldtour.com (18, 19, 31), Alex Papis (21), Johannes Hoffmann (21), Bibi Tölderer-Pekarek und Mitch Tölderer (20, 21), Archiv AthletInnen (24-25), Archiv Kameramänner (26-27), Stuart Knowles (31)

Foto: Marius Schwager

©

www.freeride-experience.at


ZANIER freeride team Bjรถrn Heregger Eva Walkner Mathias Haunholder Mel Presslaber Jochen Mesle Tine Huber Flo Preuss Freeski Crew


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