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„Unsere Einstellung der Zukunft gegenüber muß sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht.“ Karl Raimund Popper

zukunft-Training


editorial Liebe Freunde, liebe Kollegen, „Nur wer sich kennt, weiß was er anderen zumutet“ war der Titel meines Psychologischen Kabaretts vor zwei Jahren. Benjamin Schulz hat das Thema mit seinem Buch „Raviolität“ aufgebohrt und empfiehlt hier im Interview Trainern und Coaches endlich den „Einheitsbrei“ selber zu essen oder ihn zu vergessen. Für identitätssuchende Kollegen unbedingt zu empfehlen. Kauft das Buch. In der Tat passiert ja einiges in der Branche. Von der böszüngigen Etikettierung von Trainern als Scharlatane, Gauner und Ganoven vom PE- Altmeister in den schweizer Bergen und dem Wildwuchs der (deutschen) Trainerpreise durch fragwürdige Auszeichnungsinstitute auf der einen Seite bis zum Bemühen des Berufsverbandes BDVT eine theoretisch fundierte und handwerklich überprüfte Sondierung vorzunehmen auf der anderen Seite, ist die grüne Wiese sehr groß. Es werfe den ersten Stein ... Aus meiner Sicht als Cheftrainer einer Akademie, die demnächst 40 jähriges Jubiläum feiert und auch als mehrfach „ausgezeichneter“ Preisträger, empfehle den Kollegen eine staunende — besser noch — eine launologische Distanz. Die selbsternannten Saubermacher, ob aus der Schweiz oder der Chefredaktion der Zeitschrift Wirtschaftspsychologie sind gut beraten sich bei der von mir verehrten Neuen Frankfurter Schule zu bedienen, wo in einem VW-Käfer in einer Winternacht mitten in den 60er Jahren Gernhardt, Wächter, Bernstein auf dem Weg von Paris nach Colmar dichteten: „Die größten Kritiker der Elche, waren früher selber welche“ Mit großer Begeisterung haben nun auch Lehrer mein Psychologisches Kabarett beim Norddeutschen Schulleitertag genießen können und es hat mich sehr gefreut, dass das Interesse an „Humor in der Schule“ letztlich (fast) alle fasziniert hat. In der Folge durfte ich noch einen längeren Beitrag für das Loseblattwerk der Lehrerfortbildung verfassen und biete den Text gerne als PDF allen Interessierten an. Die Bestnote für unseren ZT-Autor und TAM ausgebildeten Trainerkollegen Felix Schweikert sollte ebenso nicht unerwähnt bleiben, wie die Tatsache, dass auch der „Oscar“ der Branche — verliehen vom BDVT — dieses Jahr wieder an eine TAM-Trainerin vergeben wurde und wir mit stolz zurückblickend sagen können, dass TAM ausgebildete Trainer die höchste „OscarDichte“ der letzten Jahrzehnte aufweisen. Ein Ergebnis zielstrebiger handwerklicher Ausbildung bei der Trainer Akademie München. Wie sehr wir den Paradigmenwechsel in der Erwachsenenbildung immer wieder unterstützen und neue Werkzeuge und Trainingsmodelle ausarbeiten, können Sie gleich zum Beginn des neuen Jahres beim TAM-Trainertag 2013 feststellen. Sie sind herzlich willkommen und wir freuen uns auf den persönlichen Austausch. Anmeldung unter: http://www.helmutfuchs.de/trainertag-2013.html Ihnen eine tolle vorweihnachtliche Zeit,

Ihr Helmut Fuchs


Qualit채t oder Einheitsbrei Was leisten Sie wirklich?

Im Interview ...mit Benjamin Schulz

Kommunikation Ein wichtiger Teil der F체hrungsarbeit

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Querdenker

Ausgabe 11

Mitarbeiter und Chefs als Unruhestifter

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Inhalt Die Schienen zum Erfolg Train-Coaching - Der neue Weg

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Qualität oder Einheitsbrei — Was leisten Sie wirklich?

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Im Interview — Mit Benjamin Schulz

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Transparenz im Trainer-Dschungel — Felix A. Schweikert mit Platin-Siegel ausgezeichnet

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Kommunikation — Ein wichtiger Teil der Führungsarbeit

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Querdenker — Mitarbeiter und Chefs als Unruhestifter

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Hardselling meets Loveselling — Martin Limbeck und Hans-Uwe L. Köhler fighten für den Vertriebserfolg

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Die Schienen zum Erfolg — Train-Coaching - Der neue Weg

Foto credits Die verwendeten Fotos stammen von Fotolia.de oder aus dem privaten Archiv unserer Autoren In Zusammenarbeit mit: TAM-Edition Verlag Trainer-Akademie München Kontakt Web www.zukunfttrainining.de Mail redaktion@zukunfttraining.de Cover Benjamin Schulz Copyright werdewelt.info November 2012

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Qualit채t oder 6

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Titelstory

r Einheitsbrei Was leisten Sie wirklich?

von Benjamin Schulz

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S

o unübersichtlich sich der Markt der Anbieter für Trainings, Coaching und Beratungen gestaltet, so spiegelt sich auch die Qualität der Anbieter wider. Neben exzellenten Weiterbildnern finden sich jedoch auch jede Menge „schwarze Schafe“, die versuchen, auf der Welle des Erfolgs mitzuschwimmen. Eine Vorgehensweise, an der letztendlich die Kunden den Schaden tragen müssen. Ein absolutes No-Go!

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Einheitsbrei verklärt die Branche Eine weit verbreitete Annahme unter den Dienstleistungsanbietern ist immer noch die These: Biete ich viel an, wird mich schon irgendeiner für sein Anliegen buchen. Unterm Strich führt das jedoch zu einer absoluten Verunsicherung unter den Suchenden, denn wie soll man den Richtigen für sein Problem finden? Nicht selten bilden sich die Anbieter auch in völlig unterschiedlichen Bereichen

fort, ohne selbst zu wissen, welches Thema ihnen überhaupt liegt – wofür sie „brennen“. Das Ergebnis sind Webseiten und andere Marketingaktivitäten, die alles und nichts aussagen. Sehr zum Ärgernis der Kunden – und schlecht für den Geldbeutel des Anbieters. Erkennen, wofür das Herz schlägt Wer sich als Trainer, Coach oder Berater tagtäglich mit Dingen beschäftigt,


Benjamin Schulz Der Geschäftsführer der Marketing-Agentur werdewelt® und Gründer des Coaching- und Beratungsbüros werdeweg® arbeitet seit seiner Ausbildung zum Coach als Berater und Begleiter von Firmen, Non-Profit Unternehmen, Führungskräften und Menschen, die sich eine neue Perspektive wünschen. Benjamin Schulz ist Spezialist für Identität und berät Menschen, Herausforderungen des Alltags und im Job zu meistern und wieder Regie im Leben zu übernehmen. Mit seinem Insider-Wissen über die Beraterbranche in Kombination mit der Stärke der Marketing-Agentur werdewelt® garantiert er professionelle Beratung und Umsetzung in Sachen Positionierung, Strategie und Markenkommunikation für Beratungsunternehmen, Coaches, Trainer und Berater.

die ihn große Überwindung kosten oder gar Abneigung hervorrufen, hat auf lange Sicht keinen Spaß an der Sache. Ein Trainer, der sich jeden Tag im Top-Management bewegt, aber mehr Spaß daran hat, wenn er Mitarbeiter in ihrer persönlichen Weiterentwicklung trainieren darf, fühlt sich in der Oberliga nicht wohl. Auch wenn er dort eventuell die besseren Verdienstmöglichkeiten für sich hat, muss er sich immer wieder aufs Neue „verbiegen“. Auf lange Sicht geht jedoch der Spaß verloren. Das geht auf Kosten der Qualität – und der Kunde merkt es. Viele Weiterbildner wissen gar nicht genau, was sie bewegt, wofür sie sich begeistern, wofür ihr Herz schlägt. Sie sind in einer völlig – für sich – falschen Welt unterwegs und wundern sich, dass der Erfolg ausbleibt. Was also kann ein Trainer, Coach oder Berater tun, um sich von der Einheitsbrei-Mentalität loszureißen und wirklich Qualität zu liefern?

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Die Reise ins Ich Die Antwort ist einfach und doch für viele eine Überraschung: Man muss sich selbst kennen. Und das nach außen kommunizieren. Der Weiterbildner ist für diesen „Schritt der Erkenntnis“ jedoch meist auf fremde Hilfe angewiesen. Jemand, der mit ihm herausarbeitet, welche Eigenschaften, Fähigkeiten und Ziele wirklich in ihm schlummern: • Welchen Sinn hat für ihn persönlich seine Rolle als Coach, Trainer oder Berater? • Was möchte er damit bezwecken? • Welche Vision steckt dahinter? • Welche Mission möchte er damit erfüllen? Das Ergebnis erbringt ein Gesamtbild des Trainers, Coaches oder Beraters, das eine eindeutige Ausrichtung seiner Leidenschaft vorgibt und als Grundlage für die gesamte Kommunikation dient. Ein besonderes Handwerk der Ausarbeitung Das Handwerk dieser Ausarbeitung ist jedoch unter den Marketing-Experten wenig anzutreffen, weil es nicht zu den klassischen Vorgehensweisen gehört. Es geht hier nicht darum, den Trainer-Kunden zu fragen, was er kann, sondern vielmehr darum, wie er eigentlich „tickt“ und was ihn antreibt – seine Identität. Mit dieser Kenntnis ist es nun möglich, sich auf ein individuelles Spezialgebiet zu konzentrieren und die für ihn

Raviolität

Gesellschaft und Medien kommunizieren uns: „Pass’ dich an. Sei so, wie es andere von Dir erwarten. Steh’ ja nicht zu dir, es könnte einen Nachteil für dich haben. Schließ’ dich der Meinung der anderen an, sonst könntest du allein dastehen…!“ Aber was passiert dabei mit unserer Identität? Sie wird unterdrückt – und bietet freie Bahn, den Herausforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein. Schon eine leichte Brise kann schnell der Beginn eines ausgewachsenen Wirbelsturms sein.

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wirklich wichtigen Dinge herauszuarbeiten. Auf diese Weise richtet er sich klar auf „sein“ Thema aus, ist authentisch und kann mit Begeisterung seine Kenntnis an andere weitergeben. Diese Reise lohnt sich Nicht nur im beruflichen Kontext, sondern auch auf privater Ebene haben wir immer wieder mit Einheitsbrei zu tun: Nur nicht auffallen, immer schön anpassen, sonst könnte es unbequem werden. Wer sich der allgemeinen Erwartung anpasst, unterdrückt jedoch seine Identität und stößt früher oder später an einen Punkt, seine Situation nicht mehr ertragen zu können. Jetzt ist es wichtig, für sich zu erkennen, was der Auslöser für diese „eingefahrene“ Situation war und was man tun kann, um dort wieder herauszukommen. Auch hier – und das begegnet uns immer wieder im Leben – muss man in sich hören. Wie sehr das Thema Identität in unserem Alltag präsent ist, zeigt das Buch „Raviolität – Identität oder Quatsch mit Soße“ von Benjamin Schulz, dem Autor des Fachbuchs „MarketingHeroes never die!“ für die Trainings- und Beratungsbranche. In „Raviolität“ geht es nicht um abstrakte Fachliteratur sondern um nahbare Themen, die auch gerne ans Eingemachte gehen. Dabei schreckt der Autor auch vor Privatem nicht zurück, was eine sehr natürliche Bezug-Ebene entstehen lässt, die dem Leser die Augen öffnet über sich selbst, seinen Alltag und seinen Job.


„Die Kraft steckt in der Qualität“ Friedrich Nietzsche

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TAM-Trainertag 2013

Es kommen st端rmische Zeiten Wir m端ssen zusammenhalten

http://cms.helmutfuchs.de/trainertag-2013.html

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Interview mit Benjamin Schulz

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err Schulz, Sie gelten als Experte für Identität und haben darüber ein Buch geschrieben. Was war der Auslöser dazu?

Das Thema Identität begegnet mir in meiner Arbeit als Coach und Berater immer wieder. Menschen stehen an einem Punkt, an dem sie nicht weiterkommen, sind unzufrieden mit ihrem Job oder ihrer Partnerschaft und finden einfach keinen Weg da raus. Manche haben auch schlichtweg Angst vor einer eventuellen Veränderung, die ja schon gravierend sein kann und eine völlige Umorientierung bedeutet. In der Situation zu bleiben ist einfach sehr bequem – auch wenn das heißt, die eigene Identität unterdrücken zu müssen. Ich möchte die Menschen mit meinem Buch wach rütteln und ihnen zeigen, dass es auch gut tun kann, wenn man der sein kann und darf, der man ist. Sie sind darin auch sehr direkt und schrecken nicht davor zurück, persönliche Dinge anzusprechen und zu hinterfragen. Wie kamen Sie dazu, Ihre wunden Punkte so direkt zu offenbaren? Wie kann ich ein Buch über Identität schreiben und nichts von mir selbst preisgeben? Genau wie jeder andere auch, habe ich meine Stärken und Schwächen und was mir bisher auf

dem Markt gefehlt hat, war ein Buch, das dieses schwer greifbare Thema verständlich und nahbar rüberbringt. Das ist mir mit „Raviolität“ gelungen, wie mir das auch die Leserstimmen zeigen. Natürlich plaudert niemand gerne seine Fehler und wunden Punkte aus, aber genau das wollte ich, damit sich die Leser in ihrer eigenen Story wiederfinden. Meiner Meinung nach sollten die Menschen generell offener gegenüber den anderen sein, dann würde es viel weniger Missverständnisse und Konflikte geben. Mit Konflikten werden wir ja überall konfrontiert. Haben Sie mit Ihrem Buch auch ein Geheimrezept parat, wie man Konflikten besser begegnen kann? Es geht hier nicht primär um Konflikte, vielmehr darum, der eigenen Identität Raum zur Entfaltung und Verwirklichung zu geben. Der Weg dorthin – also der Weg aus der Komfortzone zu dem, was man eigentlich für sich möchte – kann durchaus mit Konflikten gespickt sein. Schließlich bedeutet das ebenso für andere Beteiligte, dass sich etwas verändert und das trifft nicht immer auf offene Ohren und Verständnis. Andererseits würde es weniger Konflikte geben, wenn man von Anfang an Klartext reden und sich nicht in eine Ecke drängen lassen würde, in der man sich nicht wohl fühlt. Wer aus einer Situation aus-

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brechen möchte, stößt sicherlich erst mal an Widerstand. Das Wissen darüber lässt viele schon zum ersten Mal innehalten und überlegen, ob sie sich dem überhaupt stellen wollen. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sich der Schritt auf jeden Fall lohnt, wenn die aktuelle Situation die eigene Identität kaputt macht. Sie sagen, „Raviolität“ ist für jedermann geschrieben. Wie kann Ihrer Meinung nach die Trainer- und Beratungsbranche von Ihrem Buch profitieren? Es geht grundsätzlich darum herauszufinden, wer man ist, was man will und was man der Welt einmal hinterlassen möchte – ein Fußabdruck sozusagen. Jeder hat sich schon mal die Sinn-Frage gestellt: Welchen Sinn hat es, dass ich hier existiere?

Weiterbildner stehen unbewusst schon vor dem eigentlichen Start ihrer Wunschprofession vor dieser Frage, können es für sich aber nicht definieren. Natürlich kann ich nicht versprechen, dass jeder nach dem Lesen meines Buchs direkt weiß, wo seine Reise hingeht. Aber darum geht es primär auch nicht. Jeder soll für sich am Ende sagen können: „Ja, ich bin der, der ich bin und ich darf auch so sein. Das ist völlig in Ordnung.“ Was das für den Einzelnen bedeutet, greife ich in unserer Zusammenarbeit auf. Für den Trainer, Coach oder Berater bedeutet das, am Ende etwas in der Hand zu haben, was nur ihn in seiner Qualität und als Menschen auszeichnet und auf niemanden sonst übertragbar ist. Und wovon er noch viele Jahre profitieren kann. Herr Schulz, vielen Dank für das Interview.

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Transparenz im Trainer-Dschungel

Management-Trainer Felix A. Schweikert auf TopEvent der Branche mit Platin-Siegel ausgezeichnet

Über 500 Seminarteilnehmer geben Vertriebsspezialist Bestnoten auf Bewertungsportal Trainer-Ranking.com Düsseldorf. Wie jedes Jahr im September traf sich die Branche der Trainer, Coaches, Redner und Management-Berater auf der Convention der German Speaker Association (GSA) und feierte sich selbst – diesmal in Düsseldorf. Die manchmal schillernd anmutende Trainer- und Beraterbranche gilt als unübersichtlich, fehlen doch Qualitäts-Standards, Zertifizierungen und Normen. Der Wildwuchs an selbst ernannten "führenden Experten", "Top-Trainern", und unzählig vielen "Führungskräfte-Trainer Nummer 1" wird vielfach beklagt - macht er es doch Unternehmen und Personalern schwer, unter so manchen Selbstdarstellern die echten Fachleute für ihr Weiterbildungs-Anliegen zu finden. Wirkliche Top-Trainer zu finden und auszuzeichnen, das hat sich das Bewertungsportal Trainer-Ranking.com seit 2009 auf die Fahnen geschrieben. Es setzt dabei konsequent auf weitestgehend objektivste Kriterium bei der Suche nach der "Stecknadel im Heuhaufen": den Stimmen der Seminar-Teilnehmer eines Trainers. So konnte Trainer-Ranking.com auf der diesjährigen GSA Convention am 6. September einen Top-Trainer auszeichnen, der alle bisherigen Rekorde bricht: Felix A. Schweikert. Der Vertriebsspezialist aus Reilingen bei Heidelberg erhielt die höchste jemals vergebene Auszeichnung des

Trainer-Bewertungsportals - das Bewertungssiegel in Platin. Dafür wurde der Management-Trainer von über 500 seiner Seminarteilnehmer online bewertet. Sie beurteilten Schweikerts Fähigkeiten in zehn Kategorien: von Fachwissen über Praxisrelevanz und Präsentation bis hin zum Teilnehmerservice. Von zehn möglichen Punkten erreichte Schweikert durchschnittlich einen Spitzenwert von über neun. Siegfried Haider, der Kopf von Trainer-Ranking.com und Mitbegründer der GSA, überreichte Felix A. Schweikert für diese Bestnoten den TrainerRanking-Award für den ersten Experten mit über 500 Bewertungen - das Bewertungssiegel in Platin. Schweikerts Kommentar zu seiner Auszeichnung: „In erster Linie kommt es auf die Stimmen der Teilnehmer an. Nur so ist es Entscheidern möglich, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wer wirklich so gut ist, wie es seine markigen Schlagwörter in den Hochglanzbroschüren behaupten. Es ist einfach schön, sich vorzustellen, dass hinter Siegfried Haider über 500 begeisterte Teilnehmer meiner Seminare stehen.“ Der Erfolgsherold Felix A. Schweikert ist seit 2001 als Trainer, Coach und Autor tätig und gilt als Experte für zielorientiertes Verkaufen und vorbildliche Führung.

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Kommunikation ein wichtiger Teil der F端hrungsarbeit


von Stephan Etrillard

Durch effiziente Gespräche souveräner auftreten und besser führen Einige Führungskräfte können ebenso gut argumentieren wie zuhören, sie strahlen Glaubwürdigkeit aus, treten selbstsicher auf, haben eine natürliche Autorität und sind überzeugend. Solche Führungskräfte wirken souverän, doch für viele andere gilt das Gegenteil: Sie hören nicht zu, reden an ihrem Gegenüber vorbei, gehen auf Konfrontationskurs und wirken entweder unsicher oder überheblich. In Sachen Kommunikation sind sie alles andere als ein gutes Vorbild. Das hat Auswirkungen: auf die eigene Ausstrahlung und auf die Produktivität des Unternehmens.


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n der Kommunikation eines Menschen zeigt sich seine Persönlichkeit. Ihr Kommunikationsstil sagt also sehr viel darüber aus, wer Sie sind. Klar ist, niemand wird einer Führungskraft ein souveränes Auftreten attestieren, wenn ihre rhetorischen Fähigkeiten bescheiden sind. Wir werden nun einmal zu großen Teilen anhand unseres Verhaltens im Gespräch wahrgenommen und „beurteilt“. Das Verhalten im Gespräch wird damit zum Gradmesser für die eigene Persönlichkeit. Wenn Sie auf eine gekonnte Gesprächsführung bauen, werden Sie so nicht nur Ihre Gesprächsziele leichter erreichen, sondern zugleich Ihre Reputation verbessern. Denn der Erfolgreichste ist längst nicht immer der fachlich Beste oder Qualifizierteste. Was letztlich zählt, ist vielfach das Bild, das sich andere von einem Menschen machen. Das gilt insbesondere für Führungskräfte, die eine exponierte Position einnehmen und dabei ihr Unternehmen repräsen-

tieren. Und dieses Bild, unser Image, lässt sich zielgerichtet gestalten und zwar besonders nachhaltig mithilfe guter Gespräche.

nikation zu befolgen. Wenn Sie die folgenden Punkte beachten, werden Sie effizienter kommunizieren und dadurch souveräner auftreten.

Kommunikationsfähigkeit ist die Grundlage für ein souveränes Auftreten

Stellen Sie sich auf jeden Gesprächspartner ein

Wem hingegen die nötige Souveränität im Kontakt mit Geschäftspartnern, Kunden und Mitarbeitern fehlt, wird kaum einen positiven Eindruck hinterlassen und sich dadurch Erfolgschancen verbauen. Denn wo das persönliche Auftreten zu wünschen übrig lässt und die Kommunikation misslingt, schrumpft die Akzeptanz ebenso wie das Durchsetzungsvermögen und die persönliche Anerkennung. Das kann in wichtigen beruflichen Gesprächen (finanziellen) Schaden anrichten und eine Geschäftsbeziehung dauerhaft verschlechtern oder sogar zerstören. Für jede Führungskraft ist es deshalb sehr vorteilhaft, Kommunikationsdefizite auszugleichen und die Grundsätze einer erfolgreichen Kommu-

Weil jeder Gesprächspartner unterschiedlich ist, findet auch jedes Gespräch unter anderen Vorzeichen statt. Was den einen überzeugt, verärgert den anderen; was der eine mit einem Schulterzucken quittiert, wird der andere vehement abstreiten. Mit einer positiven inneren Einstellung auf den Gesprächspartner stellen wir bereits im Vorfeld die Weichen für den Gesprächserfolg. Wer sich auf seinen Gesprächspartner einstellt, sich in seine Positionen hineindenkt und einfühlt, wird damit nicht nur den anderen positiv überraschen, sondern erhöht auch die Chancen für ein konstruktives Gespräch. Versuchen Sie deshalb vor dem Gespräch, sich auf die Perspektive Ihres Gesprächspartners einzustimmen und sich in seine

Stéphane Et

Stéphane Etril

Vortragsredner

Kulturmetropo

Nachwuchskrä hilft er seinen

und Politiker s

zahlreiche Vor

die zu den Bus

www.etrillard

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Situation zu versetzen. Vergessen Sie auch nicht, womöglich bestehende Vorurteile über Bord zu werfen. Nehmen Sie Ihren Gesprächspartner ernst Viele Probleme in Gesprächen zwischen Führungskraft und Mitarbeitern lassen sich wirkungsvoll allein dadurch vermeiden, dass wir jeden Gesprächspartner ernst nehmen. Das jedoch fällt vielen Führungskräften schon aufgrund der hierarchischen Unterschiede nicht leicht. Allzu leichtfertig behandeln sie zumindest einige Mitarbeiter von oben herab, was Demotivation, Konflikte und Abwehrhaltungen heraufbeschwört. Stärke zeigt sich eben nicht dadurch, dass wir andere verbal niedermachen. Versuchen Sie zu verstehen – damit Sie verstanden werden Das elementarste Ziel eines Gesprächs ist die Verständigung: etwas so zu sagen, dass es vom Gesprächs-

partner so verstanden wird, wie wir es uns wünschen, und gleichzeitig den Gesprächspartner so verstehen, wie er es tatsächlich meint. Das klingt einfach, gelingt dennoch längst nicht immer. Deshalb ist es so wichtig, jeden Gesprächspartner ernst zu nehmen. Nur so können wir wirklich hören, was er sagt, und verstehen, was er damit meint, und herausfinden, ob er wiederum uns auch wirklich versteht. Viele Führungskräfte drücken sich obendrein viel zu nebulös und eben missverständlich aus. Versuchen Sie daher, eine klare Sprache zu sprechen und achten Sie bei Ihren Mitarbeitern auf Signale, die auf Verständnis oder eben Irritation schließen lassen. So stellen sie das gegenseitige Verstehen weitgehend sicher und vermeiden Missverständnisse, die Zeit und Geld kosten und für viele Fehler im Unternehmen verantwortlich sind. Hören Sie Ihren Gesprächspartnern zu Das mag profan klingen, bildet jedoch

die Grundlage für jedes effektive Gespräch. Denn Kommunikation basiert nun einmal auf gegenseitigem Verstehen. Und verstehen können wir nur, wenn wir dem Gesprächspartner aufmerksam zuhören. Erfolgreich verlaufende Gespräche sind dann möglich, wenn beide Gesprächspartner – ganz gleich welcher Hierarchie – nicht nur ihr eigenes Anliegen verständlich kommunizieren können, sondern zugleich gute Zuhörer sind und auch das Anliegen des Gegenübers verstehen wollen. Führungskräfte, die ihren Gesprächspartnern wirklich zuhören, wirken überaus souverän und sind umso überzeugender mit dem, was sie sagen. Überzeugen Sie durch eine partnerorientierte Argumentation Menschen sind unterschiedlich, und was sie antreibt, unterscheidet sich ebenfalls. Wenn Sie einen Menschen überzeugen wollen, nützt es daher wenig, wenn Sie auf Standardargumente zurückgreifen. Und es reicht

trillard

llard ist internationaler Keynote Speaker und zählt zu den meistgefragten Wirtschaftstrainern im deutschsprachigen Raum. Der mehrsprachige

r gilt als führender europäischer Experte für „persönliche Souveränität“. Stéphane Etrillard, Kosmopolit französischen Ursprungs lebt in der

ole Berlin. Sein einzigartiges Know-how ist in den letzten 18 Jahren in der Beobachtung und Begleitung von mehreren Tausend Führungs- und

äften aus unterschiedlichsten Branchen entstanden. Mit seinen Privatissima im Bereich Charisma, Rhetorik, Dialektik und Körpersprache verKunden zu mehr Souveränität in allen Lebenslagen. Zu seinen Klienten zählen Manager aus Top-Unternehmen, mittelständische Unternehmer

sowie viele Menschen, die sich bei ihm neue Impulse holen, um ihre Kommunikation noch souveräner und erfolgreicher zu gestalten. Durch

rträge und Publikationen ist er einem breiten Publikum bekannt geworden. Er ist Autor von über 40 Büchern und Audio-Coaching-Programmen,

siness-Topsellern zählen. Täglich lesen über 30.000 Menschen seine Coaching-Impulse in den sozialen Netzwerken.

d.com

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„[...] Eine gute Kommunikation steigert die Motivation und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter und reduziert Fehler und Reibungsverluste durch unnötige Konflikte.“ auch nicht, wenn Sie selbst Ihre Argumente für plausibel halten. Entscheidend ist, dass Ihr Gegenüber damit überzeugt werden kann. Für ihn müssen die Argumente relevant und stichhaltig sein. Gute Argumente beziehen sich deshalb auf die Perspektive und Wirklichkeit des Gesprächspartners; sie haben einen direkten Bezug zu seinen Interessen, Problemen, Wünschen und Erwartungen. Oft werden Ihre Mitarbeiter etwas, das Sie für überaus wichtig betrachten, eher als unbedeutend einstufen und umgekehrt etwas, das für Sie bedeutungslos ist, überaus ernst nehmen. Deshalb werden manche Argumente von Ihren Mitarbeitern ganz anders bewertet als von Ihnen, da sie womöglich in ihrer Wirklichkeit von viel größerer oder geringerer Bedeutung sind als in Ihrer eigenen. Die partnerorientierte Argumentation richtet sich also umfassend am Gesprächspartner aus. Er ist das Ziel Ihrer argumentativen Bemühungen. Bleiben Sie nicht aus Prinzip bei einer einmal gefassten Meinung Nicht nur Sie selbst haben Argumente, Ihre Gesprächspartner haben ebenfalls welche. Und die Ihrer Gesprächspartner können durchaus auch einmal die besseren sein. Eine kluge Führungskraft wird sich das zunutze machen. Zumal es von Souveränität zeugt, Einsicht zu zeigen, statt

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Trotzreaktionen an den Tag zu legen. Und wer Irrtümer oder Fehleinschätzungen eingestehen kann, schützt nicht nur das Gespräch vor destruktiven Entwicklungen, sondern beweist obendrein auch noch Charakterstärke und unterstreicht seine persönliche Glaubwürdigkeit. Nehmen Sie sich ein wenig zurück Gespräche zwischen zwei Menschen sind ein Dialog. Das bedeutet auch: Die Redeanteile sind in etwa ausgewogen. Nehmen Sie sich daher selbst ein wenig zurück, unterdrücken Sie Ihren Rededrang und lassen Sie Ihren Gesprächspartner zu Wort kommen. Unterbrechen Sie ihn nicht. Sie schaffen obendrein eine gute Gesprächsatmosphäre, wenn Sie nicht jede Kleinigkeit persönlich nehmen und nicht beim kleinsten Missverständnis den Chef heraushängen lassen. Bleiben Sie diplomatisch, statt auf Konfrontationskurs zu gehen Wir alle sind gut beraten, auch – oder gerade – in kontroversen Gesprächen nicht von vornherein auf Konfrontationskurs zu gehen. Selbst wenn Gegensätze und Meinungen unüberbrückbar erscheinen und Ihre persönlichen Ansichten sich ganz erheblich von denen des Gesprächspartners unterscheiden, bringt die direkte Konfrontation selten viel ein. Deshalb ist

es klüger, sich trotz aller Gegensätze auf die Suche nach kleinen Gemeinsamkeiten zu machen. Die gibt es immer! Und wo erst einmal Gemeinsamkeiten und ähnliche Interessen gefunden werden, geht zumindest schon einmal die Feindseligkeit verloren. Auf dieser Basis können dann selbst kontroverse Gespräche sehr fruchtbar sein und sogar im ersten Anlauf zu einer Lösung führen. Lassen Sie sich deshalb auf Ihren Gesprächspartner ein, akzeptieren Sie seine Perspektive und glauben Sie nicht, sowieso schon alles zu wissen. Hören Sie ihm aufmerksam zu und versuchen Sie herauszufinden, was er wirklich meint, was seine Intentionen sind. Begegnen Sie ihm mit echter Wertschätzung, dann wird es Ihnen auch nicht schwerfallen, erfolgreich zu kommunizieren. Das wiederum wird Ihr persönliches Ansehen stärken und Ihrem Auftreten mehr Souveränität verleihen. Davon profitiert auch das Unternehmen: Denn eine gute Kommunikation steigert die Motivation und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter und reduziert Fehler und Reibungsverluste durch unnötige Konflikte. Die Führungskräfte eines Unternehmens haben daher die Aufgabe, eine Unternehmenskultur zu etablieren, in der vertrauensvoll und mit Wertschätzung kommuniziert wird. Dies ist ein wesentlicher Teil Ihres Führungsauftrages.


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e Qu rdenker

Mitarbeiter und Chefs als Unruhestifter von Jenny Karpawitz

Querdenker sind derzeit omnipräsent. Sie sind als kreative Köpfe gefragt – aber auch als Quertreiber gefürchtet.

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uerdenker erfreuen sich in der öffentlichen Meinung derzeit steigender Beliebtheit. Sie gelten als einfallsreich, dynamisch, irgendwie anders: die modernen Kreativen. Trotzdem werden Querdenker in Unternehmen nicht mit offenen Armen empfangen, wie aktuelle Studien zeigen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass bisher vor allem solche Firmen die kreativen Störenfriede hegen, die ohnehin als unkonventionell und innovativ bekannt sind. Apple, 3M, Microsoft, Intel, Google, Virgin Airlines: Sie alle geben den Ton an in ihrem Markt – und haben den Wert des geistigen egelbrechens erkannt. Sie schätzen Querdenken als wertvolles Kapital von Mitarbeitern und Führungskräften, die etwas bewegen wollen. Deshalb fördern die Firmen diese Ressource durch Unternehmensprogramme, Schulungen, die Gestaltung entsprechender Räumlichkeiten und nicht zuletzt durch die Akzeptanz, dass nicht jeder Gedanke sofort zu einem handfesten Ergeb-

nis führen muss. Erfolgreiche Innovationen wie das iPhone, die Haftnotizen Post-its oder Mehrkernprozessoren, die mit geltenden Branchenprinzipien brachen, zeigen, wie vielversprechend dieser Weg ist. Dafür ist das nötig, was in Amerika „thinking out of the box“ genannt wird: über den eigenen, oft durch Konventionen begrenzten Horizont hinausdenken, über den Tellerrand schauen und den Rahmen des Möglichen erweitern. So wird der Prozess des Verlassens von bekanntem Wissens-Terrain bezeichnet, um die Welt, das eigene Fachgebiet oder ein bestimmtes Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich für neue Lösungen zu öffnen. Aus den USA kommend , werden deshalb vermehrt, Mitarbeiter und Führungskräfte in der Kompetenz Humor geschult. Ein amerikanischer Changemanager muss auf mindestens ein 1-jährige Clown Ausbildung als Zusatzqualifikation zu rück blicken können.

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Humor wird zunehmend als Kompetenz erkannt, die sich in emphatischer Einstellung den Mitarbeitern gegenüber zeigt und auch als „emotionale Intelligenzkomponente“ (Dr.Michael Titze) bezeichnet wird. Immer mehr beginnt sich ein neuer Stil in Teams und in der Führung durchzusetzen. Die Idee, Humor als „notwendigen Teil einer Unternehmenskultur“ (Th.Holtbernd) zu beschreiben, findet ausgehend von Amerika immer breitere Zustimmung auch in europäischen Unternehmen. Humor bewirkt im Unternehmen eine heitere Gelassenheit, die neue Perspektiven ermöglicht. Inzwischen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich Effizienz in Organisationen und Firmen nachhaltig steigern lässt, wenn Führungskräfte ihren Mitarbeitern mit einer gesunden Portion Humor begegnen. Für viele ist es immer noch gewöhnungsbedürftig, den „Manager als Clown“ zu sehen. In diesem Zusammenhang wird der Clown als „Querdenker“ und nicht als dummer August betrachtet, um unkonventionelle Lösungen im Management und der betrieblichen Mitarbeiterführung zu finden. Die Fähigkeit zu begeistern, setzt Präsenz, Ausstrahlung – ja Charisma – voraus. Überzeugungskraft gehört zum Handwerkzeug des Clown, der durch Humor-Interventionen einen Perspektivwechsel seiner Zuschauer erreicht. Auch der moderne Führungsstil begeistert durch Überzeugungskraft und motiviert mit Humor. Verbunden mit clownesken Strategien setzt die Mitarbeiterführung auf Stärken wie „Gewohntes in Frage stellen, Unsicherheiten wahrnehmen, konstruktiv

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irritieren und Aufmerksamkeiten bündeln „ (Personalvorstand von Siemens Konstanz). Nur so kann der Prozess des „Querdenkens“ in ein Unternehmen oder einer sozialen Institution erfolgreich integriert werden. Die an dem Trainingsinstitut Hu-

Humor ist also erlernbar morKom® (Konstanz) entwickelten Techniken (Regeln der Komik, Humor-Strategiebogen, Training des Perspektivwechsel) können jederzeit im Berufsalltag eingesetzt werden, um eine heitere Gelassenheit zu ermöglichen. Dies ist die Grundvorrausetzung für andere Ideen und kreative Prozesse. Führungskräfte entdecken im geschützten Rahmen

einer Trainingssituation ihre eigenen Humorressourcen und erkennen den eigenen Humorstil. Die Fähigkeit zu relativieren oder mit „Unerwartetem“ zu verblüffen kann trainiert werden und der „Faktor Stress“ kann immer mehr durch den „Faktor Humor“ ersetzt werden. Humor wird immer mehr als Kompetenz betrachtet und zählt in den englischsprachigen Ländern , vor allem in den USA, als nicht zu unterschätzende Fähigkeit(Soft Skills), um beruflich Karriere zu machen. Amerikanische und japanische Firmen testen in den Vorstellungsgesprächen vermehrt den Bewerber auf seine Humorfähigkeit sowie die Fähigkeit, Fehler zu zulassen. Erst dann entstehen neue Ideen. Die Regeln des Business-Kodex werden von diesen Querdenker bewusst außer Kraft gesetzt! (Beispiel


Steve Jobs) Im deutschsprachigen Raum befindet sich die Entwicklung erst in den Kinderschuhen, wird aber in den letzten Monaten in fast allen renommierten Zeitschriften diskutiert. Thomas Holtbernd und der Konstanzer Professor Helmut Bachmaier haben in ihren Büchern „Führungsfaktor Humor“ und „Lachen macht stark“ mit einigem Erfolg versucht nachzuweisen, wie Humor als Teil der Unternehmenskultur ein wesentlicher Produktionsfaktor ist. „Was in diesen Büchern noch etwas theoretisch klingt, haben die Leiter des Internationalen Trainingsinstitut Humorkom® in Konstanz in ihren Seminaren oder Inhouse-Schulungen für renommierte Firmen umgesetzt. Zu ihren bekanntesten Kunden gehören die UBS Bank Schweiz, der Kanton St.Gallen, die McKinsey-Beratungsfirma, die internationale Oliverwyman-

Managment-Beratungsfirma in München und London sowie zahlreiche Humor-und Management-Kongresse im In-und Ausland.“ (Financial Times ) Seit 2008 gibt es unter ihrer Ägide und den führenden deutschen Managementtrainer und Humortrainer Emil Herzog (Zürich) , Prof.Dr.Dr. R.Hirsch (Köln) und Dr.Michael Titze (Tutllingen-Paola Alto USA) die Ausbildung zum Humortrainer/Coach und Berater zur Steigerung der persönlichen Humorkompetenz bzw. die Fähigkeit kreativer und anders zu denken.. Die Ausbildung richtet sich an alle Mitarbeiter und Führungskräfte, die in ihren Unternehmen oder sozialen Institutionen eine Kultur der kreativen Innovation integrieren wollen. Ebenso trainieren sich Unternehmensberater und Trainer im Bereich Humorfähigkeit, Kommunikation,

Perspektivwechsel und emotionaler Intelligenz durch Humor. Bei Beendigung der gesamten Ausbildung erlangt der/die Teilnehmer das Zertifikat Humortrainer/HumorCoach. Die ist ein in ganz Europa staatlich anerkannter Beruf. Das Internationale Trainingsinstitut bietet diese in den USA entstandene Methodik in veränderte Form für den europäischen Markt als einziges an. Sie haben dafür auch das europäische Patent für diese Dienstleistung und Ausbildung. Die nächste Ausbildung beginnt im Dezember 2013. Ab November 2012 –Juli 2013 finden sechs Internationale Info-und Casting-Seminare in Deutschland, Schweiz und Österreich stat. Eines davon im Februar 2013 auch in Moskau. www.tamala-center.de/humorkom

mine sind: r e T n te s r e ie D 15.11. or im Change – m u H z an st n o in K lten humorvoll gesta en g n u er d än Ver umorkom/traih e/ d r. te n ce aal http://www.tam r-change.html o m u h r/ o m u h nings/ 24.-25.11. lown-Humor – in München C chen Komik in Mün

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Hardselling meets Loveselling

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Martin Limbeck und Hans-Uwe L. Köhler fighten für den Vertriebserfolg

as gab es noch nie: Zwei Experten, zwei Verkaufsstrategien, zwei Verkaufswelten. Am 28. September stiegen rund 70 Teilnehmer mit Martin Limbeck und Hans-Uwe L. Köhler auf dem Campus Königstein bei Frankfurt in den Boxring des Verkaufs. Der Gong zur ersten Runde erklang pünktlich um 10 Uhr, und es sollte richtig kontrovers zugehen: Was sich wie ein Boxkampf anhört, ist das neue Seminarformat, das die beiden Verkaufsexperten dieses Jahr erstmals angeboten haben. Im direkten Schlagabtausch lieferten sich der Hardseller und der Loveseller Runde für Runde einen Vertriebsfight auf hohem Niveau. „Wir zeigen den Teilnehmern in sieben Runden, wie Hard- und Loveselling im Erstgespräch, bei der Einwandbehandlung und im Verkaufsabschluss funktionieren. Die Zuschauer erfahren, welche rhetorischen Mittel und welche persönliche Einstellung nötig sind, um den Kunden zu begeistern“, so Martin Lim-

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beck. „Jeder kann sich genau das raussuchen, was für ihn passt.“ Nachdem beide am Vormittag ihre Konzepte vorgestellt haben, ging es nach der Mittagspause in die heiße Diskussion, in der jeder von beiden seine besten Argumente auspackte und auf die „Angriffe“ seines Gegenübers reagierte. Zwei Experten, zwei Meinungen, zwei Vertriebskonzepte, die unterschiedlicher kaum sein können, gingen hart, aber fair miteinander ins Gericht. Und die Verkäufer und Führungskräfte im Publikum waren aktiv mit von der Partie. Sie stellten Fragen, nahmen Stellung, äußerten Meinungen. Durch den angedeuteten Boxring in der Mitte bot sich ihnen ein hautnaher Kontakt zu den Referenten. Und die Teilnehmer waren es auch, die am Ende als Sieger den Ring verließen. „Jeder wird auf seine persönliche Weise das Vertriebs-Know-how nutzen, um seine Kunden zu begeistern“, so Hans-Uwe L. Köhler. „Dabei geht es uns vor allem darum, dass die Teilnehmer durch den Input mehr Umsatz generieren und einen erfolgreichen und fairen Umgang mit ihren Kunden pflegen“, ergänzt Martin Limbeck.

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Infos rund u www.hards


bendig, beeindruckend, praxisnah, persönlich, h und nachvollziehbar beschrieben die TeilVeranstaltung im Nachhinein. Das Ziel, praksen anschaulich und individuell zu vermitteln, beiden Vertriebsexperten erreicht. Ihre Zussen jetzt jede Menge darüber, welche Formuim Verkaufsgespräch wann verwenden, wie Kunden eingehen und wann die beste Zeit für ussfrage ist. Und die beiden Vertriebsexperten tlich Spaß, dieses herausfordernde Seminarmeistern.

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013 steht die Veranstaltung schon in den Startm 27. September 2013 heißt es wieder: „Hardets Loveselling. Steigen Sie mit Martin LimHans-Uwe L. Köhler in den Ring.“

um den Vertriebsevent gibt’s auf selling-meets-loveselling.de .

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Die Schienen

zum Erfolg Train-Coaching — Der neue Weg

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erade jetzt zum Jahresende geht für viele Top-Führungskräfte der berufliche aber auch privaten Stress wieder los. Jahresendgeschäft, wichtige Abschlüsse, endlose ToDo-Listen auf dem Schreibtisch. Sonderwünsche von Kunden, Mitarbeitern und Chefs. Und das alles möglichst schon gestern erledigt. Der geübte Profi tröstet sich mit dem Spruch „Unmögliches wird sofort erledigt - Wunder dauern etwas länger.“ Aber

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auch privat sieht es oft nicht besser aus: Die Tochter wartet am Kindergarten, die Rolle als Elternvorsitzender fordert Tribut, die Lions- oder Rotary-Weihnachtsveranstaltung muss geplant und der Weihnachtsurlaub muss familiär besprochen werden. 24 Stunden sind wirklich zu wenig. Zeit wird — besonders für Top-Führungskräfte — als Ressource immer knapper erlebt . Burn-out klopft an. Wer den vielfältigen Aufgaben nicht mehr gerecht werden kann, entwickelt schnell Schuldgefühle und Ärger. Das schlech-


te Gewissen plagt sie, sobald sie eine Pause machen. Notgedrungen erleben sie sich immer öfter als Versager, man fühlt sich mies und arbeitet nicht produktiv. Häufige Gründe für die ewige Hetze sind lt. Zeitforscher die knappen Ressourcen in heutigen Unternehmen oder Aufträge, die sich schlecht voraussehen lassen. Manchmal liegt Zeitnot aber auch an falscher Planung. Oder daran, dass man sich schlicht verzettelt. Aber daran kann man arbeiten. In Sachen Zeitmanagement und Arbeitsmethodik haben sich Strategien etabliert, die den Umgang mit der Arbeitsbelastung leichter machen und das Gefühl der Ohnmacht lindern sollen. Um wenigstens einen kompetenten Ratgeber an der Seite zu wissen greifen häufig Manager auf externe Coaches zurück - aber auch die kosten ja wieder Zeit. Es ist verteufelt. Eine neue interessante Variante bietet jetzt die TAM-Trainer Akademie München gemeinsam mit der European Academy for Training and Development in St.Gallen an.

TRAIN-COACHING

Fuchs bittet kurzfristig um die Briefingunterlagen.“

„Frau Wagner“ ruft der Vorstandvorsitzende Prof. Waltersborn durch die Sprechanlage „Haben Sie den Flug von Frankfurt nach Berlin schon gebucht?“ „Nein - wollte ich aber gleich erledigen!“

„Prima, Danke, sind schon auf dem Speicher. Müssen Sie nur noch rüberlegen und wegschicken und ein Kopie zu meinen Reiseunterlagen.“ So ungefähr hat in den letzten 12 Monaten häufig eine Buchung zum Coachinggespräch per Bahn im Projekt „Train-Coaching“ der TAM/EATD Gruppe stattgefunden.

antwortet sie. Was ist TRAIN-COACHING? „Dann bitte auf die Bahn umbuchen und bei Dr. Fuchs von der EATD anfragen, ob wir einen Train-Coaching Termin vereinbaren können!“ 10 Minuten später: „Klappt - Dr. Fuchs wird am 17.12. um 10.11 Uhr in Fulda in den ICE 374 zusteigen und Sie bis Berlin begleiten. Ich habe ein separates Businessabteil gebucht, so dass Sie bis Berlin ungestört bleiben. Ich mache Ihnen Reisedaten fertig und bestelle den Fahrdienst zum Hauptbahnhof. Dr.

Im Gegensatz zum Zeitaufwand per Flieger, wo aufgrund der Enge vernünftige und vertrauensvolle Gespräche undenkbar sind, bietet die Deutsche Bahn eine excellente Möglichkeit die Fahrtzeit effektiv zu nutzen. Wenn Sie durch die Abteile schlendern wird Ihnen auffallen, dass mittlerweile vermutlich 70-80% der Fahrgäste einen Laptop oder iPad auf dem Schoß haben und fleißig arbeiten und korrespondieren. Bei hektischer Stressreaktion auch gelegentlich zu laut für den Nachbarn.

Dr. Helmut Fuchs Helmut Fuchs ist seit fast 30 Jahren als Cheftainer der TAM – Trainer Akademie München verantwortlich für die Entwicklung und Durchführung von Business-Trainer Ausbildungen. Für seine zukunftsorientierten und genialen Trainingsprogramme hat er zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Wie z.B. den Deutschen Trainingspreis in Gold und Excellence-Certifications. www.helmutfuchs.de

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Hier setzt Train-Coaching an. Der Manager kann mit seinem Coach ungestört in einem Businessabteil die schwierigsten Probleme bearbeiten und sich vertrauensvoll zurückziehen - ohne dass sein Zeitkonto separat belastet wird. Eingebunden in eine bequeme und stressgeschützte Umgebung, mit Getränken und Mahlzeiten ausgestattet und mit meist hervorragender Internetanbindung vergeht die Zeit „wie im Flug“ nur besser „in der Bahn“! Eine gute logistische Vorarbeit vorausgesetzt, kann der Coach bereits am Startbahnhof zur Verfügung stehen oder an Zwischenstationen zusteigen (und natürlich aussteigen). Ausgestattet mit der nötigen Technik (Laptop, Beamer, Minileinwand, Taschenflipchart bis hin zu kleinen faltbaren Pinnwänden) lassen sich die unterschiedlichsten Beratungstools anwenden und selbst eine meditative Anleitung zur Burnout-Prophylaxe konnte im Vorfeld erfolgreich geprüft und umgesetzt werden. Nach 12 Monaten Piloteinsatz wird das TRAIN-COACHING im Angebot der Akademie ab 2013 einen festen Platz einnehmen und im Trainer/Berater Netzwerk auch den Kooperationspartner als Leitfaden und Checkliste zur Verfügung stehen. Nach der Auswertung der Testergebnisse und einer Zufriedenheitsbefragung durch die Arbeitsgruppe gibt es - von kleineren Problemen durch Verspätung und Anschlussverbindungen abgesehen - ein klares Fazit:

Eine gute logistische Vorarbeit vorausgesetzt, kann der Coach bereits am Startbahnhof zur Verfügung stehen oder an Zwischenstationen zusteigen (und natürlich aussteigen). Train-Coaching ist, wenn bestimmte Kriterien im Vorfeld berücksichtig werden, eine ausgezeichnet Möglichkeit, die seitens der Deutschen Bahn angebotenen Convenience-Angebote erfolgreich in den Coaching-Prozess einzubinden und damit dem Coachee erhebliche Zeiteinsparung zu ermöglichen. Die Erfahrungen haben außerdem gezeigt, dass die PrivatissimoAtmosphäre sich sehr wohltuend auf die Coach / Klienten Beziehung ausgewirkt hat - quasi nach dem Prinzip eine gemeinsame Reise zu erleben. Und gemäß unserer Philosophie, dass im Sinne des Reformpädagogen Kurt Hahn unsere sozialen Beziehungen ja nicht dadurch geprägt werden, was wir gelesen, gesehen oder gehört haben sondern vielmehr durch das was wir erlebt, erfahren und empfunden haben, kann die Kombination Bahnreise und Coaching für einen ziel- und ergebnisorientierten Coachingprozess gar nicht hoch genug aufgehängt werden.

Mit diesem Ansatz wird es auch der Bahn immer häufiger gelingen gerade die Zielgruppe der Manager vom Flieger weg für die Bahn zu sensibilisieren. Gerade die Möglichkeit, vielleicht auch seitens der Bahn, gezielt Burnout-Prophylaxe-Coaching als Dienstleistung für die Reisezeit anzubieten und dem Manager mit geeigneten Analysetools einen Weg zu zeigen - quasi kurztherapeutischdie eigenen Bemühungen zu einer gelungenen Psychohygiene durch anspruchsvolles Selbstmanagement dem Karrierestreben zur Seite zu stellen um rechtzeitig dem Zusammenbruch vorwegzukommen, würde einem kreativen Bahnmarketing gut zu Gesicht stehen. Für mich als Mitglied der Arbeitsgruppe gilt mehr denn je die Devise: Manager und Top-Führungskräfte sind zukünftig gut beraten ihre Reise mit der Bahn - und einem Coach - in „vollen Zügen“ zu genießen. von Dr. Helmut Fuchs

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impressum Zukunft Training TAM-edition Verlag in Zusammenarbeit mit der TAM-Trainer Akademie München Als Mitherausgeber treten die Autoren der namentlich gekennzeichneten redaktionellen Beiträge auf. Die Redaktion kann trotz sorgfältiger Recherchen und Überprüfung der zugrunde liegenden Quellen keine Gewähr für den Inhalt übernehmen. Jegliche Haftung für aus der Berichterstattung entstandene Schäden ist ausgeschlossen.

ZukunftTraining bei TAM-edition Nymphenburgerstraße 101, 80636 München Telefon +49 152 0958 1975 redaktion@zukunfttraining.de Chefredaktion: Frederic M. Fuchs, Redaktionelle Mitarbeiter: Dr. Helmut Fuchs, Dr. Andreas Huber Layout und Gestaltung: Frederic M. Fuchs Alle rechte vorbehalten.


Zukunft Training Das Online Trainer-Magazin


Zukunft-Training — 11 — November 2012  

Die November Ausgabe des Online Trainer-Magazins Zukunft-Training. Mit Beiträgen von Benjamin Schulz, Stephan Etrillard, Jenny Karpawitz, He...

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