FÖHN Magazin Sommer 2019

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FÖHN

FRÜHJAHR/SOMMER 2019

FREE

Vol. 03 No. 05

REPORTAGEN I PORTRAITS I INTERVIEWS

Alpenländische Lebensart

FELCHNER MEDIEN


Appartements zum Kauf

Alpines Bauen ist unsere Passion.


www.franzhummel.de

F RA N Z H U M M E L P R O J E K T E U N T E R N E H M E N S G R U P P 5E


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EDITORIAL

Sylvia Felchner, Herausgeberin

Liebe Leserin, lieber Leser!

Für die Frühjahr/Sommer-Ausgabe 2019 trafen wir den Schauspieler Leo Reisinger, der als männliche Hebamme für Gesprächsstoff und gute Quoten für die ARD sorgte. In München ließen wir uns in dem Restaurant Wabi Sabi Shibua von der japanischen Kultur bezaubern. Dass Japan auch ein Reiseland per excellence ist, entdeckten wir auf der südlichsten Hauptinsel Kyushu, die als Mallorca Japans gilt und mit zahlreichen Onsen - heißen Quellen - Wellness vom Feinsten verspricht. Das große ModeShooting mit „Samtherz“ fand an der Würm im pittoresken Mühltal bei Leutstetten statt. Im Gespräch mit Unternehmer Franz Hummel erfuhren wir dessen Pläne für die „neue Mitte“ von Garmisch-Partenkirchen. Und in Donegal, dem „Alaska Irlands“ erhielten wir Einblick in die Geheimnisse der Tweed-Herstellung. Lassen Sie sich auch von unserem Special über die Region StarnbergAmmersee und den weiteren Reportagen, Portraits und Interviews inspirieren und entdecken Sie mit uns das wundervolle „Föhnland“. Ihre

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INHALT Restaurant-Tipp Wabi Sabi

Travel-Tipp Kyushu

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006

Fashion Samtherz 003

EDITORIAL

006

RESTAURANT WABI SABI

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LITERATURFESTIVAL ALLGÄU

016 INTERVIEW FRANZ HUMMEL 022

BRENNEREI SCHROLL

026 PORTRAIT MILENA BROGER 028 FINE FOOD TRÜFFEL 8


034 FASHION SAMTHERZ 044 INTERVIEW LEO REISINGER

084

054 KÃœNSTLERBESUCHE 060 TOMMY SIEBER 062 STARNBERGAMMERSEE 084

044

DONEGAL TWEED

088 TRAVEL-TIPP KYUSHU Donegal Tweed

094

IMPRESSUM

Interview Leo Reisinger

026

Special Region StarnbergAmmersee

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Milena Brogers Alpine Cuisine 9


OIS

WABI SABI

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e h c s i n a ion p Ja dit t r a e i Tr u t e r e n erp t n i RESTAURANT-TIPP 11


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RESTAURANT-TIPP

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Japanischer Lifestyle ist ein Thema, dem sich Klaus St. Rainer verschrieben hat. Ihn kennt ein jeder Münchner Nachtschwärmer, weil er mit seiner Partnerin Leonie von Carnap die Goldene Bar im Haus der Kunst betreibt. Vor Kurzem eröffneten sie zusammen in der Ludwigstraße ein Tagescafé mit Concept Store und Bar namens Wabi Sabi. Mit einem Konzept, das für München fast revolutionär ist: Man kann nicht reservieren und es gibt kein Telefon – nur wer kommt, bekommt einen Platz in der Bar im Schatten des Odeonsplatzes, die eine kleine Terrasse und einen kleinen Innenbereich für 30 Gäste bietet. Ab 8 Uhr werden japanische Pancakes, aber auch Schokocroissants serviert, zum Mittag und Abend gibt‘s jeweils eine übersichtliche Karte mit der Interpretation japanischer Rezepte von Küchenchef Jacob Weis. Ganz gegen den Trend pflegen Rainer und von Carnap eine Mono-Spirituosenkultur, also für jede Kategorie nur einen Vertreter. Außerdem greifen sie auf nur eine einzige Säurequelle zurück: die Limette. Eine Hommage an die japanische Philosophie des Wabi Sabi, die sich – grob vereinfacht - mit der Wahrnehmung von Schönheit des Minimalistischen und Nichtperfekten beschäftigt. „Uns geht es aber um mehr als minimalistisches Reduzieren oder bloßen Verzicht“, sagt Leonie von Carnap bei einem Milchkaffee. „Es geht nicht um den Mut zur Lücke, sondern um die Lust diese Lücke mit etwas Neuem zu füllen. Etwas, das den Gast inspiriert.“ Eine weitere Richtlinie im Wabi Sabi ist Kintsugi, eine traditionell japanische Methode für Reparaturarbeiten von zerbrochenem Porzellan. „Das ist unsere Antwort auf die Zero Waste-Bewegung. Wir vermeiden Müll und verschwenden keine Rohstoffe – und wir verwenden Materialien, die in unserer Wegwerfgesellschaft zu früh im Müll landen, obwohl sie dafür noch gar nicht reif sind.“ Auch dass die Bar schon gegen Mitternacht schließt, gehört zum Konzept von Reiner und von Carnap: „Bars, die bis in die Morgenstunden offen sind, gibt es in München zu Genüge, doch nur wenige Gäste gehen auf den früheren Aperitif, auf den guten Drink am Nachmittag.“ Besonders stolz ist von Carnap auf die Idee, einen Blumenladen zu integrieren. „Für uns hat das den Vorteil, dass wir damit das Dekorationsproblem auf charmante Art und Weise gelöst haben“, sagt von Carnap. „Außerdem haben unsere Gäste die Möglichkeit, einen EntschuldigungsBlumenstrauß für die Gattin oder den Gatten zu erstehen, wenn’s mal etwas länger geworden ist.“ Zu den Cocktail-Spezialitäten, die man probieren muss, gehören der Drink „Vicky Chen“ – Champagner mit Granatapfel – und der „Saketini“, eine Martini-Variante auf Sake-Basis, mit rohen Garnelen aus Bayern dekoriert und in einem Holzkästchen serviert. wabisabimuc.de

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Anne Gesthuysen

Kunsthaus Kaufbeuren

Karen Duve

Harald Lesch

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Schloss Lautrach


LITERATURFESTIVAL ALLGÄU

LIVE-ERLEBNIS LITERATUR D

as Allgäuer Literaturfestival steht für aktuelle Literatur und Autorenpersönlichkeiten zum Anfassen. In der gesamten Region finden in diesem Jahr in 26 Städten und Gemeinden Veranstaltungen statt, die dazu einladen, aktuelle Romane und Erzählungen, bewegende Biografien oder spannende Sachbücher kennenzulernen. Neben den öffentlichen Hauptlesungen fordert ein spezielles Programm Kinder und Jugendlich dazu auf, die Welt der Literatur zu entdecken. „Zwischen zwei Buchdeckeln pulsiert das Leben – aufregend, manchmal gefährlich, immer berührend. Autoren kennenzulernen, gerade das kann ein junges Publikum fürs Lesen begeistern!“ ist Festivalleiterin Dr. Sylvia Heudecker von der Schwabenakademie Irsee überzeugt. Gemeinsam mit dem Künstlerischen Leiter Dr. Thomas Kraft hat sie vor mehr als vier Jahren das Festival ins Leben gerufen.

M

it Tanja Kinkel eröffnet eine der erfolgreichsten Autorinnen Europas das Allgäuer Literaturfestival. Zu den Klängen der Capella Antiqua Bambergensis entführt sie das Publikum am 8. Mai auf eine literarisch-musikalische Reise in die Zeit von Richard Löwenherz und Walther von der Vogelweide. Danach kommen noch viele weitere starke Autorinnen ins Allgäu. Unter anderem die preisgekrönte Dichterin und Sängerin Lydia Daher sowie die ehemalige ARD-Moderatorin Anne Gesthuysen. Während Daher in Kempten auftritt, lädt Gesthuysen zum „Mädelsabend“ in die Orangerie in Füssen ein. Lena Gorelik erzählt in Fellheim über ihre Reise nach Russland, in „Putins Reich“. Mit Ursula Poznanski kommt eine der auflagenstärksten deutschsprachigen Autorinnen nach Bad Grönenbach, um den ersten Teil ihrer neuen Thriller-Reihe vorzustellen. Karen Duve berichtet im Kunsthaus Kaufbeuren von „Fräulein Nettes kurzem Sommer“, einem herrlich pointierten Romanporträt über Annette von Droste-Hülshoff. Eine

08.05/25.05 amerikanische Familiengeschichte entfaltet die in den USA lebende Schweizer Erfolgsautorin Milena Moser mit „Land der Söhne“. Saša Stanišic erzählt im Silvestersaal Mindelheims von seiner „Herkunft“, von Heimat und von Erinnerungen. Missbrauch, Scham und Schuld sind die verstörend faszinierenden Themen von Gert Heidenreichs „Schweigekind“, dessen Spur er in Immenstadt folgt. Bodo Kirchhoff kommt mit „Dämmer und Aufruhr“ nach Leutkirch ins 500 Jahre alte Bockhaus am Gänsbühl.

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er TV-bekannte Physiker Harald Lesch fragt in Wildpoldsried „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ und Norris von Schirach liest auf dem ehemaligen Gutshof Bickenried/Irsee aus seinem hochgelobten Erstlingswerk „Blasse Helden“. Der afghanische Preisträger des „ScharfrichterBeils“ 2018 Sulaiman Masomi gibt in Buchloe seine Sicht auf Gegenwart und Zukunft in „Morgen – Land“ preis und auch die weit über das Allgäu hinaus bekannten Lokalmatadore Kobr & Klüpfel sind beim 4. Allgäuer Literaturfestival dabei. Sie gastieren mit „Der Sinn des Lesens – die Jubiläumstour“ in Fischen. Bis zur Abschlussveranstaltung am 25. Mai werden noch weitere Autoren lesen. Last but not least kommt Andreas Englisch nach Kimratshofen bei Altusried. Er gibt Einblicke in die verschlossene Welt des Kirchenstaates und berichtet über „Papst Franziskus – der Kämpfer im Vatikan“. Weitere Infos: allgaeuer-literaturfestival.de 15


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ADVERTORIAL GOTTSEIDANK

Gottseidank ist ein kleines, innovatives Unternehmen, das seit acht Jahren auf dem Markt der klassischen Tracht und Mode agiert. Dabei geht es dem Unternehmen nicht darum die Tracht neu zu erfinden, sondern darum, sie im heutigen Kontext authentisch weiterzuentwickeln. Alles, von einer traditionellen Komplettausstattung bis hin zum modischen Statement Piece, findet der Kunde bei vielen Fachhändlern oder direkt im Gottseidank Store in der Schleißheimer Straße 273 in München.

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Ladengeschäft Schleißheimer Straße 273 80809 München

Öffnungszeiten Montag - Freitag 11 - 19 Uhr Samstag 11 - 17 Uhr

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Tracht ist stoffgewordene Hingabe und Emotion. Das Entwerfen und Herstellen von Tracht ist ein leidenschaftlicher, von traditionellem und historischem Verständnis geprägter Prozess.

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„moun10“ ist ein innovatives Immobilienprojekt im Herzen von Garmisch-Partenkirchen. Es erfrischt den lokalen touristischen Markt mit modernen Gästekonzepten und schafft bezahlbaren Wohnraum für Familien. Wir sprachen mit Macher und Unternehmer Franz Hummel, der aktuell für das neue Gesicht des weltbekannten Olympiaortes zu Füßen der Zugspitze sorgt. 20


„Garmisch-Partenkirchen neue Perspektiven geben.“

INTERVIEW FRANZ HUMMEL 21


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INTERVIEW FRANZ HUMMEL

Herr Hummel, was verbirgt sich hinter dem Projekt „moun10“? Der Name „moun10“ ist bewusst mit Schriftkürzel in jugendlicher Schreibweise gestaltet. So steht er für Offenheit zum Zeitgeist und für Moderne. Zudem greift die englische Namensgebung „mountain“ das Hauptmerkmal unserer landschaftlichen Umgebung auf und bringt entsprechend Verbundenheit und Authentizität zum alpinen Standort Garmisch-Partenkirchen zum Ausdruck. Das Projekt in der Mitte von Garmisch-Partenkirchen umfasst mehr als 90.000 Quadratmeter. Wie nimmt die Bevölkerung das Bauvorhaben auf? Die Mehrzahl der Bevölkerung erkennt die Chancen des Großprojektes. Viele Familien wie auch Mitarbeiter aus den Branchen Hotellerie, Gastronomie und Gesundheit warten seit langer Zeit auf bezahlbaren Wohnraum. „moun10“ bietet hierfür attraktive maßgeschneiderte Lösungen vom Mikroappartement für Singles bis zur 5-Zimmer-Wohnung mit Garten für größere Familien. Natürlich wird das Projekt auch kritisch beäugt,Veränderungen lösen üblicherweise auch Ängste und Widerstände aus. Ich bin mir jedoch sicher, dass mit vollendeter Umsetzung auch diese Stimmen vom nachhaltigen Nutzen des Projektes überzeugt sein werden. Ein avantgardistisches Hostel, eine Kletterarena und Appartements – das Projekt „moun10“ scheint auf neue Gästegruppen abzuzielen . . . Von Anfang an stand die Verjüngung und Modernisierung des touristischen Angebotes als „dicke Überschrift“ auf den Projektzielen. „moun10“ verwirklicht attraktive Gästekonzepte zum Wohlfühlen für junge und jung gebliebene freizeitaktive Urlauber, die vom zentralen Standort aus die unzähligen Möglickeiten der alpinen Umgebung erkunden können. Das aussergewöhnliche Budgetkonzept „moun10“ Jugendherberge gilt mit moderner Architektur, faszinierenden Bergblicken und Rooftopsauna und -tagungsraum als Hostel der Zukunft. Muss der Tourismus-Ort Garmisch-Partenkirchen noch attraktiver werden? Wie kann das erreicht werden? Das Projekt „moun10“ ist in seiner Dimension durchaus wegweisend, kann aber nur ein Teilbaustein für die Entwicklung des Ortes sein. Seit kurzer Zeit ist in der lokalen Hotellerie auch eine Art Aufbruchstimmung zu verspüren. Nach langen Jahren des Investitionsstaus fassen verschiedene Bestandshäuser wieder Mut und Pioniergeist und modernisieren ihre Konzepte baulich und ideell. 22


„Ich fühle mich sehr privilegiert hier leben zu können und es ist ein gutes Gefühl, die Achtsamkeit und Dankbarkeit für dieses wertvolle Gut meinen Kindern näherbringen zu dürfen.“

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Wohnen am neuen Bahnhofsareal „moun10“ in Garmisch-Partenkirchen

Franz Hummel über sein Team: „Unser Tun basiert auf der engen Zusammenarbeit unseres Teams, 24 dies immer auf gleicher Augenhöhe und mit viel Begeisterung und Herzblut.“


Alpines Bauen ist unsere Passion. Mit viel Feingefühl nehmen wir in der Formensprache und Fassadengestaltung die Elemente des für die Region ursprünglichen Baustils auf. So verwenden wir echtes Altholz und decken die Dächer mit Holzschindeln ein. Andererseits legen wir großen Wert auf modernen Wohnkomfort mit intelligent geschnittenen Grundrissen, lichtdurchfluteten freundlichen Räumen und hochwertiger Ausstattung. Das Wohlgefühl und Heimischwerden der künftigen Bewohner ist unser oberstes Ziel, entsprechend durchlaufen unsere Planungen Schleife um Schleife, bis wir diesem Anspruchgerecht werden. Unser Kunde erhält so wie aus einer Manufaktur eine möglichst perfekte Individuallösung.

INTERVIEW FRANZ HUMMEL

S

Sie realisieren auch exklusive Landhäuser und Chalets zu Füßen der Zugspitze – was zeichnet moderne alpine Architektur aus?

Wie wichtig ist ein gutes Team? Ein gutes Fußballteam lebt nicht von herausragenden Einzelakteuren, sondern stets von einem gemeinschaftlichen Zusammenwirken der vollständigen Mannschaft - im Geschäftsleben ist dies nicht anders. Unser Tun basiert auf der engen Zusammenarbeit unseres Teams, dies immer auf gleicher Augenhöhe und mit viel Begeisterung und Herzblut. So entstehen aus guten Lösungen beste Lösungen. Wie wohnen Sie selbst? Ich selbst wohne in einem historischen Bauernhaus am Fuße des Wanks, auch dort bereitet mir das Bauen immer viel Freude. Seit meinem Erstbezug vor 20 Jahren habe ich immer wieder selber Hand angelegt und es liebevoll restauriert. Wie alle unsere Objekte ist es auch alpinurban. Angenommen Sie hätten ein grenzenloses Budget: Welches Bauvorhaben würden Sie umsetzten? Lassen sie mich „unbegrenztes Budget“ gegen „unkompliziertes Baurecht“ tauschen, dann würde ich gerne die von uns bereits geplante Vision einer Mobilitätsdrehscheibe am Eingangsbereich der westlichen Flächen unseres Bahnhofsareals umsetzten. Das Multikonzept löst einerseits die Vernetzung von privaten und öffentlichem Verkehr und entlastet diesbezüglich die Innenbereiche des Orts merklich. So switched der Nutzer mit Deutscher Bundesbahn, Fernbus oder eigenem PKW kommend an zentraler Stelle in ein öffentliches und umweltfreundliches Medium, z.B. E-Bus, E-Taxi, E-Bike. Das eigene Fahrzeug verweilt solange in einer großen Parkgarage. Zum anderen bietet die Drehscheibe für Einheimische, Tagesgäste und Urlauber ein attraktives, wetterunabhängiges Indoor-Freizeitangebot. Verraten Sie uns noch Ihren Lieblingsplatz rund um Garmisch-Partenkirchen? Lieblingsplätze kenne ich mehrere, die werden aber nicht verraten (lacht). Garmisch-Partenkirchen mit seiner einzigartigen Bergwelt und seiner unvergleichbaren Natur hat Unzählige davon zu bieten, es gilt sie nur zu entdecken. Wenn’s dann ein Lieblingsort sein soll, dann ist es sicher bei mir daheim. Sofern es die Zeit erlaubt, genieße ich es im Kreise meiner Lieben zu sein – in der Ruhe werden dann auch stets die Gedanken für neue Projekte frei! 25


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Edle Tropfen für Genießer Mitten im Schwanengau mit seinen weltberühmten Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau brennen wir mit Liebe und Leidenschaft Destillate in Spitzenqualität. Ihr Geschmack ist mild und harmonisch, intensiv und rein.

ADVERTORIAL BRENNEREI SCHROLL 27


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AUS LIEBE ZUM HANDWERK ENTSTEHT QUALITÄT, DIE BEGEISTERT Uns fasziniert die Kunst des Brennens, das Mystische, das ihm innewohnt. Wir nutzen traditionelles Wissen und verbinden es mit modernen, internationalen Impulsen – für unsere Obstbrände ebenso wie für Klassiker wie Whisky oder Rum. Regional und international sind auch unsere Ingredienzien – von oberbayrischen Haselnüssen über Vogelbeeren aus den Karpaten und Zitronengras aus Thailand bis hin zu Botanicals aus aller Welt. In unserer Destillerie geht Qualität vor Quantität – ohne Kompromisse. Daher wählen wir immer die beste Ingredienz – nur die ist gut genug. Dies gilt für Kräuter wie für Getreide und Obst, wir verwenden nur das Beste, das die Ernte bringt. Das bedeutet zwar auch, dass wir in manchen Jahren weniger Flaschen befüllen, jedoch können wir nur so sicher sein, dass wir eine Qualität erreichen, die begeistert. Unsere Destillate reifen mit Ruhe und Zeit – manchmal über viele Jahre hinweg, damit sich ihr voller Geschmack entfalten kann. Auf diese Weise entstehen Spitzenprodukte für Genussmenschen. EINE SCHATZKAMMER IN LUFTIGER HÖHE Unsere edlen Destillate, welche in einem Holzfass reifen und ausgebaut werden, lagern wir unter dem Tegelberg auf ­1.700 m ein. Durch das raue Klima und die kalte, reine Bergluft reifen die Destillate besonders intensiv und erhalten einen unverwechselbaren Charakter. Unser Brandy und unsere Schwangau-­Whiskys reifen in Eichenholz, der eine Whisky in amerikanischer Weißeiche – aus dem Holz gehen ein Hauch Vanille und Toffee in den Whisky über – und der andere in Fässern von der Isle of Islay. Darin bildete bereits schottischer Whisky seinen rauchig-torfigen Geschmack aus. Das Holz des Maulbeerbaums verleiht dem Apfelbrand seine tiefgoldene Farbe und feine Süße. Unser Schwangau-Rum lagert in Eichenholzfässern. In ihnen entfalten sich die Aromen von Ananas und Melone und eine blumige Note. Unseren Bockbierbrand vom Linator aus dem Schlossbrauhaus Schwangau bauen wir in Kastanienholz aus – Kastanienbäume, Biergarten, ein kühles Bier, das gehört für uns zusammen. Unsere Destillate erleben in ihrem unbeheizten Höhenlager Temperaturschwankungen. Im Sommer herrschen auf dem Tegelberg bis zu 25 Grad, im Winter fällt das Thermometer auf –20 Grad, manchmal wird es noch kälter. Dann steigen und sinken auch in unserer Schatzkammer die Grade. Und der Geschmack der Destillate wird intensiver. Hier oben auf dem Berg reifen unsere Destillate mit Ruhe und Zeit, manche über mehrere Jahre hinweg. Ihr Aroma ist facettenreich, ihr Charakter komplex. Sie sind von einer Qualität, die glückselig macht.

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RESTAURANT-TIPP

MILENA BROGER Ihr Arbeitsplatz ist eine Almhütte auf 1500 Metern. Dort erneuert die Köchin die traditionelle Alpenküche, indem sie Klassiker und Internationales höchst raffiniert kombiniert.

Der Fischgang ist ein herzhaft gebratenes Schleienfilet mit Bärlauch und gegrillten Frühlingszwiebeln. Bei dem Teller stimmt einfach alles. Ein kreativer und doch bodenständiger Fischteller, punktgenaue saisonale Zutaten und regional obendrein, weil Wildfang vom Bodensee. Was Milena Broger aus dieser kleinen und engen Küche auf die Tische schickt, ist – gelinde gesagt – herausragende alpine Küche. Beim Wein überrascht Eva-Maria Walch, die Sommelière, mit reifen Flaschen und einer durchdachten Weinbegleitung.“ Derart entusiastisch bewerteten die Tester des Gault Millaut die Küche der 26-jährigen Milena Broger und zeichneten sie vor Kurzem mit zwei Hauben und 15 von 20 möglichen Punkten aus. Damit zählt die Jungköchin zu den 15 höchsten Neueinsteigern. Für Broger ist ihr Engagement im Restaurant „Klösterle“ ein Heimspiel, denn Broger stammt aus dem benachbarten Bregenzerwald. Nach einigen Jahren im Ausland mit Stationen in Deutschland, Japan, Italien und Dänemark leitet sie bereits seit drei Jahren die Küche der auf 1500 Höhenmetern gelegenen, denkmalgeschützten Hütte. Gepachtet hat das jahrhundertealte Gebäude mit den dicken Mauern, der hölzernen Stube einschließlich Herrgottswinkel die Gastronomen-Familie Schneider, die ein Hotel im Ortskern von Lech betreibt.. Ihre authentische Regionalküche ist geprägt von dem, was die Natur hergibt. Dazu zählen Kräuter und Beeren, Pilze, Blüten - und Tannenzweige. In jeder freien Minute streift die 26-Jährige durch die Wälder und über die Almen und Wiesen und sammelt Essbares. Was sie nicht frisch verarbeiten kann, wird eingelegt. Das hat sie sich in Nicolai Nørregaards legendärem Restaurant „Kadeau“ auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm abgeschaut. Neben Wildpflanzen zählt Wildfleisch zu ihren Spezialitäten. „Beim Wild verwende ich ausnahmslos ganze Tiere“, sagt Broger. „Ich zerlege sie auch selbst, weil ich diese Arbeit mag.“ Legendär ist ihr Hirschragout. Dieses kocht sie anstatt mit der üblichen Soße aus Wurzelgemüse und Rotwein mit roter Misopaste ein. Und serviert es mit leichtem Rotkrautsalat anstelle von eingekochtem Rotkraut. www.milenabroger.com

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„Wenn japanische Köche etwas machen, dann zu hundert Prozent. Das versuche ich inzwischen auch so zu halten, selbst wenn es mir nicht immer gelingt.“

„Alpine Cuisine“ vom Feinsten „Kochen ist die Tätigkeit, für die ich mich entschieden habe. Sie ist die einzige, die mich immer wieder zu mir selbst zurückbringt.“ 31


FINE FOOD TRÜFFEL

1950 kostete ein Kilo PérigordTrüffeln 10 Euro. Heute bezahlt man dafür stolze 1500 Euro. Für dieselbe Menge Alba-Trüffeln sind 5000 Euro fällig.

DIE EDELKNOLLE Schon der griechische Arzt Galenus, der Begründer der systematischen Medizin, wusste: „Trüffeln sind nahrhaft und können der Wollust zuträglich sein“. Kein Wunder also, dass der geheimnisumwobene Edelpilz bis heute nicht nur unter Gourmets einen legendären Ruf besitzt. Die Königin unter den Trüffeln ist die Weiße Trüffel, auch Alba-Trüffel genannt, die Ende September auf den Markt kommt und bis in den Januar hinein in Norditalien und Istrien gefunden wird. Am besten ist sie jedoch im November. Dann verströmt sie einen geradezu überwältigenden Duft. Kulinarisch fast noch interessanter ist die Schwarze Winteredeltrüffel oder Périgord-Trüffel, die man von Dezember bis April findet. Sie stammt aus Südfrankreich, Norditalien und Nordspanien und verfügt über ein intensives Nussaroma. Warum sind Trüffeln so teuer? Um 1900 wurden in Europa jährlich bis zu 2000 Tonnen Trüffeln geerntet, heute noch etwa 200 Tonnen. Dabei stammt der Großteil der Périgord-Trüffel aus Plantagen, bei Alba-Trüffeln alles aus Wildsammlung. Dem Rückgang entsprechend gestiegen sind die Preise. Noch in den 1950er Jahren kostete ein Kilo PérigordTrüffeln weniger als 10 Euro. Heute bezahlt man dafür stolze 1500 Euro. Für dieselbe Menge Alba-Trüffeln sind mindestens 5000 Euro fällig. Trüffelschwein oder Trüffelhund? Deutsche Forscher stießen in den 1980er Jahren bei der Analyse der Inhaltsstoffe der Périgord-Trüffel auf Androstenol, einen Sexuallockstoff, der im Triebleben von Schweinen eine wichtige Rolle spielt. Trüffelschweine, so folgerte man, würden die einige Zentimeter tief im Boden verborgenen Pilzfruchtkörper zielsicher orten, weil ihnen das Androstenol der Périgord-Trüffel die Nähe eines Ebers vorgaukle. Doch nicht dieser Lockstoff verrät der Trüffelsau die Fundstelle, sondern der Duftstoff Dimethylsulfid. Dessen schweflige Aroma-Moleküle erschnüffeln auch Hunde – insbesondere der Rasse Lagotto Romagnolo. Deren großes Plus ist, dass man ihnen die Trüffel nach dem Fund viel besser wieder entwenden kann – Schweine verspeisen die Trüffeln mit Vorliebe selbst. Trüffel – kochen oder hobeln? Alba-Trüffeln haben einen sehr starken, fast betörenden Geruch und einen eher dezenten Geschmack. Der Geruch verflüchtigt sich beim Erhitzen, deshalb wird die Weiße Trüffel niemals gekocht, sondern bei Tisch über das fertige Gericht gehobelt. Périgord-Trüffeln besitzen dagegen sehr viel Geschmack und wenig Duft. Da der Geschmack nicht flüchtig ist, sondern auch bei Erhitzung an die anderen Speisen des Gerichts weitergegeben wird, eignen sie sich auch vorzüglich zum Kochen und Garen.

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Edmund C. Herzog Heilpraktiker

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Unsere Expertise Seit über 27 Jahren suchen wir den einen, den richtigen Weg, für Ihre Gesundheit und lernen täglich, auch durch unsere Patienten, Neues hinzu. Oft ist es eben nicht die Krankheit, die uns zu schaffen macht, sondern die Abwesenheit der Gesundheit, das Fehlen von gesunden Stoffen in unserem Organismus. Genau dieser Mangel bringt unsere Stoffwechselprozesse aus der Balance. Um ins Gleichgewicht zurückzufinden, bedarf es einer besonderen Diagnostik, die mehr als nur die herkömmlichen Blutparameter analysiert.

die richtigen Blutparameter untersucht? Interessanterweise werden meistens die Cholesterinwerte untersucht, die Leber - und Nierenwerte usw. Aber sind es denn die Werte, welche Allergien auslösen, Stoffwechselstörungen verursachen und Knochen verändern? Ich denke nein. Ich suche nach Abwesenheit von Gesundheit und den fehlenden gesunden biologischen Stoffen in Ihnen und selten suche ich dabei nach Krankheit. Denn die ist schon da und hat Sie in mein Zentrum geführt. Das macht den Unterschied in der Behandlung.

Unsere Diagnostikverfahren

Machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach Ihrer Gesundheit.

dienen, wie in einem spannenden Krimi dazu, den Täter zu entdecken und ihn zu überführen.

Meiner Erfahrung nach

Nach meiner Erfahrung werden viel zu viele unnötige internistische Parameter untersucht, ohne dabei zu bedenken, dass ein biologisches Wesen als Patient vor uns sitzt.

führen akute Mangelzustände in unserem Körper zu den meisten chronischen Erkrankungen, die dann aber als Krankheit mit den verschiedensten chemischen Medikamenten therapiert werden. Ich nenne das Zivilisatose. Wenn aber gesunde Stoffe in unserem Körper fehlen, benötigen wir ganz andere Blutparameter als die, die in den meisten Praxen oder Kliniken untersucht werden. Tausende von Patienten bevölkern die Kliniken und die meisten von Ihnen hatten immer gute Blutwerte. Wurden also hier

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GESUNDHEIT FÜR KÖRPER & GEIST

Macht Cholesterin Schmerzen? Sind die Nierenwerte wichtig bei meiner Allergie? Warum macht man bei meinen Magen- und Darmbeschwerden erst eine Spiegelung, warum kein biologisches Stuhllabor? Ist meine Schwermetallbelastung nachweisbar und warum werden die klimakterischen Beschwerden einfach so hingenommen? Ist es möglich zirkulierende Krebszellen schon sehr früh zu entdecken? und wenn ja, warum gehört das nicht zur Vorsorge? 35


Naturheilzentrum Allgäu Samuel-Bachmann-Str. 1 87527 Sonthofen +49 8321 805200

Fragen über Fragen, die wir durch moderne Diagnostik im eigenen Labor und im Speziellen mit Partnerlaboren für Sie beantworten.

Diagnostik Selbstverständlich schauen wir uns Ihre alten Befunde an, die CD`s und die letzten Blutparameter, welche Sie mitbringen. Aber eigentlich ist das Vergangenheitsdiagnostik, die Sie nicht viel weiter gebracht hat. Wir machen unsere eigene Diagnostik, wühlen nicht in vergangenen Parametern, sondern suchen mittels biologischen und internistischen Untersuchungen nach Lösungen. Wir wecken in Ihnen, wenn er nicht schon da ist, den „GIMP“, den „Gut Informierten Mitdenkenden Patienten“, denn zu einer guten Diagnostik passt nur der Patient, der auch gesund werden will. Die Anamnese braucht Zeit, die Untersuchung braucht Zeit. die Behandlung braucht Zeit, Zeit für die Gesundheit.

Modernste Technologie hilft uns in Sie hinein zu schauen, Blutlabore alleine sind trügerisch. Ihr Blut ist fast immer gesättigt und voller gesunder Stoffe. Blut ist ein Verteiler, es muss voll sein. Aber ist es auch in den Körperzellen so? In Ihrer Stoffwechseltherapie schauen wir uns Ihre Genetik an. Kann ich mit Kohlehydraten abnehmen? Ihr Gen sagt ja. Pufferkapazitäten, die Titration zeigt uns ob Sie sauer sind. Sind Krebszellen in Ihrem Blut? Wir klären das. 36

Regulationstherapie Wenn unsere Emotionalität zu unserem Erlebten nicht ausgeglichen ist, leidet der Körper. Leidet der Körper, wie z.B. im Schmerz, leidet die Seele. Leidet die Seele, leidet der Mensch und sein Umfeld, leidet sein Umfeld gerät unsere Welt aus den Fugen. Zu regulieren, zu ordnen, ins Lot bringen, was nicht in Ordnung ist - nicht immer der einfachste Weg, aber der gesunde. Regulation bedeutet für mich Veränderung auf allen Ebenen.

OliPhenolia In Mailand über Jahre erforscht, sind wir die erste Praxis in Europa, die mit diesem Wirkstoff als Angiogenesehemmer in der Krebs- und Tumortherapie arbeitet. Eine natürliche Quelle für Polyphenole aus biologischen Oliven und deren Vegetationswasser dient uns zur oralen Therapie und Infusionstherapie mit Hydroxithyrosol bei sehr vielen Zellentartungen. Eigentlich per Zufall entdeckt, ist es das neueste natürliche Präparat im Kampf gegen den Krebs. Wir testen die Wirksamkeit von OliPhenolia an den frei zirkulierenden Tumorzellen, die wir mit dem Blut isolieren.

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MEET ME AT THE RIVER OF LOVE


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CAN‘T WAIT TO SEE YOU

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GIVE ME JUST ONE MORE KISS

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Dirndl and more Lenbachstraße 8 82166 München-Gräfelfing www.samtherz.de Wir freuen uns auf einen Besuch in unserem Atelier nach telefonischer Terminvereinbarung +49.89.470 777 65

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Models: Charlotte Ingmar Fotografie: Franz Michael Braunschläger Location: Wßrm bei Leutstetten

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LEO REISINGER IM GESPRÄCH

INTERVIEW LEO REISINGER


„Ich bin mit mir im Reinen, habe eine tolle Frau und drei tolle Kinder und bin dem Leben gegenüber demütig.“

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H Herr Reisinger, wussten Sie vor der Zusage für dieses Projekt, dass es männliche Geburtshelfer überhaupt gibt? Ehrlich gesagt, nein, ich dachte, dieser Beruf sei bisher dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Zumindest hatte meine Frau bei den Geburten unserer Kinder weibliche Hebammen, welche stets schnell zu Verfügung standen. Dass ein Hebammen-Mangel in Deutschland herrscht, war mir nicht bewusst und wurde mir erst nach meiner Recherche klar. Laut Statistik liegt die Zahl der männlichen Entbindungspfleger im einstelligen Bereich. Das Thema unserer Reihe ist also aktuell, wenngleich sich der Inhalt und die Konflikte auf die Figur des Toni konzentrieren. Sie sind dreifacher Familienvater – inwieweit haben Ihnen die Erfahrungen als Vater bei der Rolle geholfen? Schauspieltechniken habe ich viele ausprobiert, der Favorit bleibt die „Leo-Reisinger-Methode“: Mein Bauchgefühl gepaart mit Fantasie kreiert die Logik der Figur – die ich dann mit dem/der Regisseur/in abspreche. In unseren Büchern gefielen mir die Dramaturgie und die Figurenkonstellation, die „aus dem Leben“ geschrieben waren. Tonis Handlungen im Umgang mit einer werdenden Mutter oder der eigenen Familie zuhause kamen mir schon sehr bekannt vor. Natürlich muss man kein Gangster sein, um einen zu spielen – doch in diesem Fall war es mir hilfreich, routinierte Abläufe aus dem echten Leben in die Filmfigur einfließen zu lassen.

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Leo Reisinger bewegt seit Jahren eine Menge, denn er ist nicht nur Schauspieler, sondern hat seine Band „Mittendrin“, arbeitet am Großmarkt und beim Oktoberfest. Vermutlich muss er künftig mit diesen Dingen kürzertreten, denn in seiner Rolle als „Entbindungspfleger“ Toni Hasler sorgte er deutschlandweit für Aufsehen. Wir trafen den 41-Jährigen und sprachen mit ihm über seine Zukunftspläne und seine Auffassung von Schauspielerei.


INTERVIEW LEO REISINGER

Fotos: Moritz Huber 51


WELLNESS REFUGIUM IN BAYRISCHER LANDIDYLLE Das GUT EDERMANN ist ein Haus mit Seele. Wer das erstklassige Wellnessund SpaHotel im bayrischen Rupertiwinkel kennt, der weiß, was das bedeutet: ehrliche Gastfreundschaft, die von Herzen kommt, ein großes Bewusstsein für die Naturschätze der Region, höchster Qualitätsanspruch bis ins kleinste Detail und ein spannender Mix aus Wellness, Kultur und Genuss.

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GUT EDERMANN | Holzhausen 2 | D-83317 Teisendorf Tel. +49 (0) 8666 92 73 – 0 | Fax +49 (0) 8666 92 73 – 199 | info@gut-edermann.de I www.gut-edermann.de


Sie haben nach Abschluss der Realschule eine Schreinerlehre absolviert… … ja, das stimmt. Schon als Kind habe ich schon immer mit Holz in einer Zimmerei gebastelt, die dem Vater eines Freundes gehörte. Und etwas Handwerkliches zu beherrschen, ist nie von Nachteil. Nur hatte ich damals einfach Angst um meine Finger beim Klavierspielen – und schon meine Lehrherrin sagte, dass ich eigentlich ein Künstler sei und nicht bei der Schreinerei bleiben würde. So kam es, dass ich nach diversen Jobs bei einem Ferienclub angefangen habe, um dort all meine Fähigkeiten und Talente einzusetzen: Sport, Musik, Schauspiel – dazu war es ein Beruf, der viel mit Menschen zu tun hat, da war ich in meinem Element. Musik hat in Ihrem Leben schon immer eine große Rolle gespielt… Meine Oma spielt sehr gut Klavier. Ich schlug bereits als Vierjähriger auf die Tasten ein (lacht). Meine Mutter schickte mich mit sechs Jahren zur Klavierlehrerin. Doch erinnere ich mich noch gut an deren Worte: „Der Leo ist so faul, den hätte ich schon längst rausgeschmissen, wenn er nicht so musikalisch wäre.“ Ich brauchte eben neben Klavierüben auch noch Zeit fürs Fußballspielen. Als ich den Mädels aber mit meinem Klavierspiel imponierte, stieg die Motivation in der Pubertät schlagartig. Und so kam eines zum anderen: Ich nahm noch einmal Unterricht für Blues- und Boogiepiano beim Spider Murphy Gang-Pianisten Ludwig Seuss und lernte dort meinen besten Freund kennen, mit dem ich bis heute zusammen in einer Band spiele. Unsere Auftritte sind mir das wertvollste Hobby: Wir sind lauter Freunde und beherrschen zum Glück unterschiedliche Instrumente. Und wir spielen, würde ich sagen, echt ordentlich auf kleinen und großen Konzerten. Wie kamen Sie zur Schauspielerei? War das ein Kindheitstraum von Ihnen? Im Ferienclub gab es den Reinhard, einen Bühnenbildner aus Berlin. Der fand das ganz in Ordnung, wie ich mich auf der Bühne bewegte. Also ging ich völlig blauäugig zum Vorsprechen auf die Schauspielschule – und wurde aufgenommen. Dabei hatte ich das große Glück, dass meine echt coolen Eltern mir keine Steine in den Weg legten. Der Papa hat immer gesagt: „Wenn du das wirklich willst, dann mach es.“ Ich wollte - und habe es gemacht.

INTERVIEW LEO REISINGER 53


INTERVIEW LEO REISINGER

Sie haben mit Weltstars wie Senta Berger gearbeitet. Wie schläft man da in der Nacht vor Drehstart? Saugut (lacht). Senta Berger zählt übrigens auch zu meinen Vorbildern. Sie ist ein feiner Mensch, wie nicht anders zu erwarten – wie eigentlich die meisten meiner Kollegen, mit denen ich bisher gearbeitet habe. Wie wichtig ist Teamarbeit bei Theater und Film? Bei einem Motor hat auch ein kleines Zahnrad seine Aufgabe. Darum zolle ich jedem am Set oder im Ensemble den gleichen Respekt. Klar, man hat mit dem einen oder anderen mehr zu tun während der Arbeit, deshalb ändert sich aber meine Einstellung nicht. Eitel- und Überheblichkeit in welchem Beruf auch immer mag ich gar nicht.

Ihr Weg war nie geradlinig, sondern kurvig und mehrgleisig. War das eher den Umständen geschuldet oder eine bewusste Entscheidung? Meine feste Einstellung zum Leben ist, das nichts ohne Grund passiert. Mir hat mal jemand gesagt, ich sei der Vielfarbige, das passt ganz gut. Ich bin offen und neugierig, habe meine Ziele klar gesteckt und wie ich diese erreiche, steuere ich nicht bewusst, sondern instinktiv. Alles kommt dann meist schon so wie es sein soll. Stur mit der Ellenbogenmethode durchs Leben zu gehen, um das zu erreichen was man will, ist nicht meine Art. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Ich bin sehr an guten Geschichten interessiert und habe eine Stoffentwicklung im Kopf, an der ich zurzeit arbeite. Mehr kann ich aber dazu nicht verraten. Schön wäre es, wenn meine Frau und ich unseren Kindern etwas Sinnvolles für deren Leben mitgeben können und wir uns im Alter immer noch so gut verstehen wie heute.

Was bedeutet Heimat? Lustig, das werde ich in letzter Zeit oft gefragt. Beim Begriff Heimat erinnere ich mich sofort an meine Kindheit, an das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, an die Freunde und den damit verbundenen Erlebnissen. Als Kind bin ich zwar durch den Beruf meines Vaters – er war Busfahrer für Fernreisen – viel herum gekommen, aber wir sind nie umgezogen. Mein Umfeld blieb in der Kindheit immer gleich, das ist der Grund, weshalb ich tief mit dem Oberland verwurzelt bin. In meiner Sturm- und Drangzeit war ich viel auf Reisen, durfte in verschiedenen Ländern auf unterschiedlichen Kontinenten arbeiten – wahrscheinlich um festzustellen, dass mein wirkliches Zuhause Oberbayern ist. Sie leben auf einem alten Bauernhof in einem Dorf zwischen Holzkirchen und Miesbach. Sind Sie als Schauspieler der Exot, über den im Dorf getratscht wird? Nein, ich bin der Typ in Jogginghosen, der mit seinem Sohn auf dem Trettraktor inklusive Anhänger Getränke holt, mit seinen Kumpels Fußball spielt und ein normales Leben führt wie jeder andere auch. 54

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DIE ADRESSE FÜR MODE IN TRAUNSTEIN

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INTERVIEW CHRISTIAN BOLLEY

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Herr Bolley, wie sind Sie zur Kunst gekommen? Bereits im Alter von 5 Jahren begann ich Figurinen zu zeichnen, inspiriert durch die Modelle, die meine Mutter für Kundinnen entworfen und genäht hatte. Daraus entstand mein Berufsziel als Modegrafiker und auch mein Interesse für die Malerei.

Arbeiten von Rainer Fetting, aber auch die Rosenbilder von Cy Twombly und die Übermalungen von Arnulf Rainer beeindrucken mich sehr. Können Sie schlagwortartig definieren, was für Sie gute Kunst ist? Kunst muss mich auf Anhieb berühren.

Was beeinflusst Sie und Ihre künstlerische Arbeit? Was kann Kunst, das andere Disziplinen nicht können? Der Besuch von Ausstellungen von Künstlern, die ich bewundere. Reisen in Metropolen wie New York, London oder Berlin setzen immer wieder neue Impulse. Aber auch Architektur, Design und Filmkunst inspirieren meine Werke. Gibt es Materialien mit denen Sie besonders gerne arbeitest oder mit denen Sie zur Zeit viel herumexperimentieren? Papier, Buntstifte, Kreide, aber auch Leinwände und Acrylfarben sind meine bevorzugten Arbeitsutensilien. Abstrakte Arbeiten und Collagen entstehen zum Teil auch per Bildbearbeitung am Computer, die anschließend auf Leinwand gedruckt werden.

Dazu fällt mir die Darstellungsmöglichkeit von Fotos gegenüber von Zeichnungen ein, speziell in der Mode. Die grafische Darstellung kann Modetrends besser herausheben, als das fotografisch realisierbar ist. Was macht einen Künstler aus? Individualität. Kreativität. Die Fähigkeit sich nicht an den Mainstream anzupassen. Kann man ihre Kunst käuflich erwerben, wenn ja wo? Ja, zum Beispiel auf meinen Ausstellungen, aber auch direkt bei mir in Weilheim.

Welche Themen bewegen Sie? Alles was mit Mode zusammen hängt, beeinflusst meine künstlerische Arbeit. Die zeichnerische Darstellung des menschlichen Körpers in all seinen Facetten macht mir besondere Freude. Welches Kunstwerk hat Sie in Ihrem Leben besonders beeindruckt? Ich finde es schwer, mich auf ein einziges Kunstwerk festzulegen. Es gibt für mich Künstler, die ich besonders schätze: die Siebdrucke von Andy Warhol, die Akte von Egon Schiele,

Nächste Ausstellung : „LIEBLINGE“ Privatgalerie KARL HAMMER

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KÜNSTLERBESUCH

CHRISTIAN S. BOLLEY

25.04. – 22.05.2019 82396 Aidenried am Ammersee, Rauchäckerstraße 11 Öffnungszeiten: mittwochs und sonntags (15 – 18 Uhr) und nach telefonischer Vereinbarung. 0173 8854672 oder 0170 545 1667 59


Frau Sandmann wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Welche Themen bewegen Sie?

Ich wurde als einziges Kind einer Architektenfamilie in München geboren. Meine Eltern zählten zu ihrem engsten Freundeskreis viele Künstler. Im Atelier meines Taufpaten Georg Reisinger, ein angesehener Künstler und Verleger, ging ich bereits als Vierjährige ein und aus und war mit Pinsel und Farbe zugange.

Meine Umgebung, der Alltag, die eigene Fantasie und das Erlebte dienen mir als Inspirationsquelle. Welches Kunstwerk hat Sie in Ihrem Leben besonders beeindruckt?

Was beeinflusst Sie und Ihre künstlerische Arbeit?

William de Koonig und sein Riesenwerk „Excavation“ beeindruckte mich tief. Im Brandhorst Museum kann ich mich nicht satt sehen an den Arbeiten von Cy Twombly.

Ich habe in einigen Ländern gelebt und sehr viele Länder bereist. In den Jahren 1977 bis 1982 hatte ich das große Glück, in NYC zu leben. Dort habe ich meine Liebe und meinen Blick zur expressiv–abstrakten Malerei entdeckt und entwickelt.

Können Sie schlagwortartig definieren, was für Sie gute Kunst ist?

Gibt es Materialien mit denen Sie besonders gerne arbeiten oder mit denen Sie zur Zeit viel herumexperimentieren? Ich arbeite fast ausschließlich in Ei-Öl-Tempera. Diese sehr aufwendige Technik der alten Meister habe ich bei Emö Simonyi erlernt und über die Jahre weiter entwickelt. Ich liebe meine Pigmente und erkenne in ihnen ganz selbständige und eigene Wesen, die genau wissen, mit wem sie sich verbinden wollen und mit wem nicht. Nächste Ausstellung : „LIEBLINGE“ Privatgalerie KARL HAMMER 25.04. – 22.05.2019

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Dazu fällt mir ein Satz von Fritz Raddatz ein: Kunst bedeutet eigentlich, dem Menschen die Augen neu einzusetzen, um ihn eine Phantasiewelt erfahren zu lassen, die über das Gewohnte hinausweist. Was kann Kunst, das andere Disziplinen nicht können? Kunst überlebt Jahrtausende und beschreibt die Geschichte und Entwicklung der Menschheit sowohl in deren Problematik als auch im Fortschritt. Was macht einen Künstler aus? Das Persönliche, Einzigartige nicht zu verlieren und trotzdem allgemeine Bilder zu schaffen, die Menschen berühren und ihren Geist anregen.

82396 Aidenried am Ammersee, Rauchäckerstraße 11

Kann man ihre Kunst käuflich erwerben, wenn ja wo?

Öffnungszeiten: mittwochs und sonntags (15 – 18 Uhr) und nach telefonischer Vereinbarung. 0173 8854672 oder 0170 545 1667

Ja, jederzeit über mich persönlich und in laufenden Ausstellungen.

KÜNSTLERBESUCH

DIANA SANDMANN

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INTERVIEW DIANA SANDMANN

www.diana-sandmann.de

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Eingebettet in die herrliche Bergwelt des Tegernseer Tals bietet der „Maier zum Kirschner“ seinen Gästen einen Erlebnisort mit alpenländischem Flair – harmonisch, behaglich und herzlich! Das Restaurant Kirschner Stuben verbindet den Charme von Rottach-Egern und eine erlesene Küche mit bayerisch-mediterran-asiatischen Einflüssen. Kulinarische Genüsse auf höchstem Niveau!

Hotel Maier zum Kirschner Seestraße 23 83700 Rottach-Egern Tel: 08022 / 67 11 0 Fax: 08022 /67 11 37 kontakt@hotel-maier-kirschner.de

Restaurant Kirschner-Stuben Seestraße 23a 83700 Rottach-Egern Tel: 08022 / 27 39 39 Fax: 08022 / 66 26 62 kontakt@kirschner-stuben.de

www.hotel-maier-kirschner.de

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„Unsere Kletterhosen besitzen eine Knackpogarantie.“ Klettern ist ein gefragter Trendsport. Dazu braucht man eine Kletterhose. Weil es gar nicht so leicht ist, eine passende aus hochwertigen Materialien gefertigte zu finden, haben sich der Modeschneider Tommy Sieber und der Kletterer und Sportladenbesitzer Josef Weber zusammengetan und das Label „Kraxl – Made in Bavaria“ kreiert .

Sie sind eigentlich gelernter Sonnenschutztechniker. Verraten sie uns, wie sie zum erfolgreichen Modeschneider wurden? Nach der dreijährigen Ausbildung arbeitete ich im PKW-Anhänger-Bau, wobei ich einen Bandscheibenvorfall erlitt. Nach einer Bandscheiben-OP machte ich eine Ausbildung zum Modeschneider bei der IHK Schwaben und entschloss mich ein eigenes Unternehmen zu gründen. Was reizt sie an der Schneiderei? Ich liebe die Vielseitigkeit des Textilgewerbes, angefangen von der Materialbeschaffung über den Entwurf bis hin zu den verschiedenen Nähtechnologien. Wie kam es zu der Idee, eine Kletterhose zu designen? Auf der Suche nach Geschäftspartner stieß ich auf Josef Weber aus der Alpinsportzentrale in Landsberg, der auf der Suche nach der perfekten Kletterhose war. Als aktiver Kletterer testete er ständig meine neuesten Modelle, die wir dann gemeinsam optimierten. Nach vielen verschiedenen Kletterhosenmodellen hatten wir die heutige „Josefine“ für Damen und den „Sepp“ für Herren fertig entwickelt. Was zeichnet ihre Kletterhosen aus? Sie werden aus einem äußerst robusten Bio-Baumwollstoff vollstufig in Deutschland produziert, sie sind lässig geschnitten und besitzen uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Wie schaffen sie es, die Hosen zu einem so moderaten Preis anzubieten? Den höheren Arbeitslohn in Deutschland und die höheren Kosten der regionalen Bio-Materialien kompensieren wir durch eine extrem schlanke Firmenstruktur und durch Mitarbeiter, die für ihre Arbeit brennen. Weitere Infos: www.tommysieber.de www.kraxl.eu 64


INTERVIEW TOMMY SIEBER MODESCHNEIDER

OUTDOOR FASHION

„Ich liebe die Vielseitigkeit des Textilgewerbes, angefangen von der Materialbeschaffung über den Entwurf bis hin zu den verschiedenen Nähtechnologien.“

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SPECIAL

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Herrschaftliche Schlösser, Museen und mondäne Strandbäder am Starnberger See und dazu der Ammersee mit idyllischen Bauernhäusern, vielen Ateliers und kreativer Künstleratmosphäre – wie eine Klammer umrahmen die beiden großen Seen die Region, mit den kleineren charmanten Seen kommt man auf mehr als 130 Kilometer schönstes See-Ufer. 68


Glanz, Gloria und grandiose Landschaften 69


V Von fürstlich-herrschaftlich bis dörflich-charmant, jeder See hier hat seinen eigenen Charakter. Zur Region zählen nicht nur der Starnberger See und der Ammersee, auch Wörthsee, Pilsensee und der kleine Weßlinger See gehören dazu. Im Sommer liebt man das kühle Nass: ein Sprung vom Steg, relaxen im Liegestuhl, sportlich auf dem SUP-Board oder eine Dampferfahrt mit der ganzen Familie. Wenn der Wind auflebt, freuen sich Segler, Surfer und Kiter und es kommt auch mal Nordsee-Feeling auf.

Firmen oder Betriebe, die ihre interne Kommunikation verbessern möchten, finden im Surf und Segel Center in Tutzing am Starnberger See die passenden Angebote. Auf den beiden Regattabooten „Tom28“ heißt es Manöver üben, Segel setzen und anlegen – und das alles in Teamarbeit. Wer es lieber ruhiger angehen lässt, mietet sich eine moderne Yacht mit Skipper. www.nordbad.de

Renke, Hecht und Saibling – Wasserqualität und Umgebung bieten den optimalen Lebensraum für zahlreiche heimische Fischarten. Nach wie vor ist das Fischereirecht nicht käuflich, sondern wird über Generationen weitervererbt. Wenn auch nicht mehr als Hauptberuf, fahren einige Fischer als Hobby oder Nebenerwerb noch mit ihren Booten raus aufs Wasser und bieten den frischen Fang – frisch oder geräuchert – im Direktverkauf an. Beim Fischwirtschaftsmeister Ludwig Erhard in Possenhofen können auch Fischräucher-Workshops gebucht werden (Infos und Termine unter www.starnbergammersee.de)

Am See lässt es sich nicht nur segeln, an vielen Stellen werden SUP-Boards und gelegentlich auch Kajaks verliehen. Dazu bietet die gwt Starnberg mit Region | Wasser | Identität jede Menge Veranstaltungen für alle Altersstufen, bei der sich alles ums Wasser dreht. Neben den schon erwähnten Fischräucher-Workshops gibt es eine Besichtigung des Tauchausbildungszentrums der Bundeswehr in Percha, geführte Familienspaziergänge mit Mythen, Sagen und Geschichten zu Kaiserin Sisi und Ludwig II., den berühmtesten Todesfall der bayerischen Geschichte. In Kooperation mit der Wasserwacht werden auch Dampferfahrten für Vorschulkinder organisiert, bei denen anschaulich erklärt wird, warum Schwimmkurse so wichtig sind. Alle Veranstaltungen für 2019 findet man unter dem Stichwort „Wasserkalender“ bei www. starnbergammersee.de.

Leinen los: Segeln in der Region StarnbergAmmersee Beim Münchner Yacht-Club und dem Bayerischen YachtClub – den beiden Traditionsvereinen in Starnberg – können Kinder, Jugendliche und Erwachsende den Segelsport erleben und erlernen. Bundesliga-Regatten und andere Events wie die neuen Starnberger Segeltage Anfang Mai (https:// starnbergersegeltage.de/) werden von ihnen ausgerichtet (www.myc.de und www.byc.de). Bei der Segelschule Starnberg ist der Skipper immer mit an Bord – egal, ob’s um einen Schnupperkurs, ein Teamevent oder den Erwerb des Segelscheins geht. Teamwork wird besonders großgeschrieben, die Kurszeiten individuell vereinbart und den Bedürfnissen der Kunden angepasst (www.segelschule-starnberg.de). 70

Veranstaltungsreihe Region | Wasser | Identität

Seit über 170 Jahren ein kreativer Hotspot Schon Mitte des 19. Jahrhunderts galt das Ufer des Starnberger Sees als Residenz des Adels, die zahlreichen Schlösser und Villen zeugen noch heute von der Anziehungskraft, die der See auf die Reichen und Schönen ausübt. Auch Schauspieler und Künstler sowie kreative Sommerfrischler aus der Stadt liebten die Sommer am See. Noch heute leben viele Künstler, Kreative und Intellektuelle hier. Ob Malerei, Design, Film und Musik – bundesweit belegt die Region Spitzenplätze


SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

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SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

in Sachen Kreativität. Die traumhafte Landschaft inspiriert und braucht den Vergleich mit der Landeshauptstadt keineswegs zu scheuen. Auf www.kreativ-sta.de können sich Kunst- und Kulturschaffende vernetzen. König Ludwig II.: Der Mythos lebt am Starnberger See Die ungeklärten Fragen um Mord, Selbstmord oder gescheiterten Fluchtversuch eines Entmündigten mögen mit dazu beigetragen haben, dass der Mythos lebt: Alljährlich findet rund um den Todestag (13. Juni 1886) des Regenten König Ludwig II. eine feierliche Gedenkmesse an der Votivkapelle im Schlosspark Berg statt. Zahlreiche, festlich gekleidete Königstreue mit prächtigen Fahnenabordnungen halten hier in stillem Gedenken inne. Unterhalb der Votivkapelle kennzeichnet bis heute ein schlichtes Holzkreuz im seichten Uferbereich des Starnberger Sees die Stelle, an der König Ludwig II. vor 133 Jahren nach einem Spaziergang mit Professor von Gudden leblos aufgefunden wurde. Wandeln auf Sisis Spuren Sie ist so etwas wie die Galionsfigur der Region Starnberg Ammersee: Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt „Sisi“, die ihre Kindheit in Possenhofen am Starnberger See verbrachte. Auch als Kaiserin hielt sie dem „geliebten Possi“ die Treue, was auf einem speziellen Spazierweg nachvollziehbar wird. Ziel- und Ausgangspunkt der Tour ist das Kaiserin Elisabeth Museum im historischen Bahnhof Possenhofen, wo Bayernkönig Ludwig II., der im gegenüberliegenden Berg residierte, seine geliebte Seelenverwandte zu empfangen pflegte. Beim anschließenden Durchgang durch die Ausstellungsräume (reguläre Öffnungszeit Mai bis Oktober, im Winter nach Vereinbarung für Sonderführungen geöffnet), werden Gäste umfangreich über die historische Sisi informiert, die sich vom Klischee der Kino-Kaiserin deutlich abhebt. Anschließend begibt man sich auf eine Spurensuche durch Possenhofen, bei der eine Museumsbroschüre den Weg weist. Die Routen säumen das Schloss Possenhofen, in dem Sisi als Kind wohnte, sowie das Golf Hotel Kaiserin Elisabeth in Feldafing, in dem die Monarchin samt Hofstaat ihre Sommerfrische verbrachte.

Große Kunst am See: Bedeutende Museen der Region Allein schon die Lage und Architektur des Buchheim Museums sind eine Reise wert: Der futuristisch anmutende Bau liegt direkt am südlichen Ufer des Starnberger Sees inmitten einer weitläufigen Parkanlage. Im Inneren können Besucher zahlreiche expressionistische Meisterwerke der Künstlergemeinschaft „Brücke“ bewundern. Darunter Aquarelle, Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Emil Nolde, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner. Zudem hat der Museumsbegründer Lothar-Günther Buchheim Werke von weiteren Expressionisten wie Otto Kokoschka, Max Beckmann und Otto Dix zusammengetragen. Kostbarkeiten der Region werden im Museum Starnberger See gezeigt. Zu den Hauptattraktionen zählt das letzte noch erhaltene Prunkschiff „Delphin“, das aus der Zeit von König Ludwig I. (1786 bis 1868) stammt. Wie die Menschen im 19. Jahrhundert am See lebten, erfährt man im Altbau des Museums – im sogenannten Lochmann-Haus, das übrigens das älteste Gebäude am See ist. Im gegenüberliegenden Neubau, der mit dem Lochmann-Haus durch einen gläsernen Übergang verbunden ist, lässt sich unter anderem die höfische Schifffahrt sowie die Villenkultur bestaunen. www. museum-starnberger-see.de Weitere Infos: www.starnbergammersee.de Kulinarische Köstlichkeiten Die Region StarnbergAmmersee bietet nicht nur beste Produkte auf höchstem Niveau und zahlreiche Möglichkeiten, hinter die Kulissen der Betriebe zu blicken. Wie wäre es mit einer Führung durch die berühmte Klosterbrauerei Andechs (www.andechs.de ) mit anschließendem Abstecher in den urigen Biergarten? Klassisch bayrisches Bier, das wird jetzt auch in Berg am Starnberger See gebraut. Das kleine, aber feine Starnberger Brauhaus verarbeitet feinste Hallertauer Hopfen, das gute Starnberger Wasser und edle Malze aus Bayern zu rund 4000 Litern bestes Bier am Tag. Weitere Infos: www.starnbergammersee.de 73


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Speis und Trank im Bräustüberl. Das Kloster Andechs ist von weither sichtbar auf dem Heiligen Berg über dem Ostufer des Ammersees gelegen und ist der älteste Wallfahrtsort Bayerns.

ANDECHSER BRÄUSTÜBERL 74

Neben dem Klostergasthof spielt das gemütlich und urig bayerisch eingerichtete Andechser Bräustüberl seine Rolle als Pilgergaststätte, in dem diese jahrhundertealte Tradition bis heute lebendig ist. Eine Vielzahl bayerischer Brotzeiten und regionaler Schmankerl findet sich auf der Speisekarte, zu denen die süffigen Andechser Klosterbiere vorzüglich munden. Doch nach altem Pilgerbrauch kann sich der Gast seine Brotzeit auch selber mitbringen, die er zu einem frisch gezapften Bier verspeist. Auf den Bräustüberl-Terrassen wird er darüber hinaus mit einem herrlichen Ausblick auf die Voralpenlandschaft verwöhnt. Blasmusik gehört zum Bräustüberl wie die Brezn zum Bier. In der Sommerzeit spielen jeden Sonntag ab 11 Uhr bei schönem Wetter Blaskapellen im Bräustüberl auf.

www.andechs.de


SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

Individueller First-Class-Service. Traumhafte Lage und erstklassiger Service

Weitere Infos: www.vier-jahreszeiten-starnberg.de

Speisen mit Genuss Hier werden wilde Kräuter oder sogar Blumen zu überraschenden Beilagen: Im Gourmetrestaurant Aubergine, seit 2014 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, warten spannende Geschmackserlebnisse in ungezwungener Atmosphäre auf Sie. Alle vier bis sechs Wochen inszeniert das Küchenteam außergewöhnliche Menüs mit viel Achtsamkeit für Zutaten und mit Liebe zum Detail. Im à la carte Restaurant Oliv’s sind hochwertige Zutaten aus der Region, kreative Kompositionen und exzellenter Service an 365 Tagen im Jahr die Basis für Ihr kulinarisches Erlebnis. Die Hemingway Bar im englischen Stil besticht durch schwere Ledersessel, strahlende Kronleuchter, moderne Drinks, Cocktailklassiker – und die größte Rumsammlung Süddeutschlands mit mehr als 150 Sorten aus 37 Ländern. Relaxen oder Städtetrip Ruhe und Entspannung finden Sie in unserem Wellness- und Fitnessbereich im fünften Stock mit Dampfbad, finnischer Sauna und herrlicher Panoramaterrasse mit Blick über Starnberg. Ob für Shopping- oder Sightseeing Touren, die Metropole München erreichen Sie bequem per S-Bahn sowie in 25 Minuten mit dem Auto.

HOTEL VIER JAHRESZEITEN STARNBERG

Vor den Toren Münchens, nur fünf Gehminuten vom Starnberger See entfernt, begrüßt Sie das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg. Auf einzigartige Weise verbindet das Vier Sterne Superior Hotel ausgezeichnete Kulinarik, die ideale Lage zwischen München und den Alpen und individuellen First-Class-Service. In 126 komfortabel eingerichteten Zimmern und Suiten entspannen Sie in eleganter Wohlfühlatmosphäre. Zahlreiche Extras wie eine Live-CookingStation beim Frühstücksbuffet, kostenfreie Minibar, Nespresso Maschine® auf dem Zimmer oder Highspeed-WLAN im gesamten Haus sind im Zimmerpreis bereits inbegriffen.

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SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

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Ländlich. Ehrlich. Herzlich. Willkommen beim Sepperl!

Lassen Sie sich verwöhnen Unsere neuen Refugien mit unbehandeltem Holz und Möbeln aus Zirbe und Fichte Altholz sowie Eichenholzböden, hochwertigen Stoffen und warmen Farben sind echte Wohlfühloasen und bieten Raum für herrliche Entspannung. Die modernen Duschen & Bäder sind mit ausgewählten Materialien ausgestattet. Uns liegt viel daran, dass Sie schöne Momente beim Sepperl erleben, darum laden wir Sie ein, „a bisserl Daheim zu sein“ bei Freunden.

Entdecken. Erleben. Entspannen. Es gibt viele gute Gründe uns zu besuchen: Sport treiben und nach einer Wanderung im Aubachtal einkehren, mit dem Rad rund um die Seen radeln oder gleich ins erfrischende Nass eintauchen. Nicht zu vergessen die nahe gelegenen Golfplätze, die zum Abschlag einladen. Auch kulturell gibt es einiges zu entdecken, von den Klöstern über die Schlösser König Ludwigs bis hin zu München mit Museen, der Oper oder den vielen Konzerten.

Bayerische Gemütlichkeit – modern gelebt. Beim Sepperlwirt stimmt die Mischung aus Tradition und modernem Stil. Da überrascht es nicht, dass sich in unseren Stuben, im Wirtsgarten unter alten Kastanien und auf der Sonnenterrasse mit schönem Blick übers Land jeder wohlfühlt. Nehmen Sie einfach Platz und lassen alles hinter sich, wenn Sie bei einem frisch gezapften Bier vom Fass entspannen. Natürlich bringen wir auch gerne ein Glaserl erlesenen Wein oder einen der vielen regionalen Säfte, nicht zu vergessen

GASTHOF & LANDHOTEL SEPPERLWIRT

Mitten im Fünfseenland gibt es einen Ort der Gemütlichkeit und Behaglichkeit: den Gasthof und das Landhotel Sepperlwirt. Die gelungene Mischung aus Tradition und Moderne verleihen dem Haus etwas ganz Besonderes: Loden, unbehandeltes Holz, Stein und Leder interpretieren Altbewährtes erfrischend neu. Dazu der Einsatz der ganzen Familie, die seit Generationen die Gäste bewirtet, verwöhnt und begeistert. Zusammen mit einer ehrlichen Küche sorgt all das dafür, dass Sie sich hier rundum wohl fühlen und den Alltag hinter sich lassen können – kein Wunder, dass es für viele das Lieblingsplatzl im Fünfseenland ist.

das heimische Wasser. Unsere Kaffeespezialitäten liefert übrigens die bekannte bayerische Kaffeerösterei Dallmayr. Egal, ob Sie alleine kommen, als Paar oder große Gruppe. Auch wenn Sie Ihre Kinder mitbringen oder geschäftlich den passenden Rahmen suchen – bei uns finden Sie Gasträume, die Ihre Wünsche erfüllen. Viel Holz kombiniert mit modernen Akzenten sorgen dafür, dass Sie sich rundum wohlfühlen.

www.sepperlwirt.de 77


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Golfen mit Blick auf See und Berge Die höchste Golfplatzdichte bundesweit

GOLFEN STARNBERGAMMERSEE

Man fährt nie länger als eine halbe Stunde, im Umkreis von nur 25 Kilometern gibt es gleich zwölf Golfplätze zur Auswahl – darunter einige der Schönsten des ganzen Landes. Mal sind die Plätze eingebettet in historische Parkanlagen, mal durchziehen sie uralte Wälder und kleine Seen oder bieten einen spektakulären Blick auf See und Alpenkette. Dabei sind die meisten durchaus sportlich anspruchsvoll, liegen sie doch inmitten der hügeligen Moränenlandschaft des Voralpenlandes. All das nur eine halbe Stunde von der Landeshauptstadt entfernt. Kulinarische Hochgenüsse und attraktive Hotels In unseren Partnerhotels erhalten Sie ausgezeichnete Specials für GolferInnen und die Plätze bieten Ihnen hervorragende Restaurants. Wer Wert auf gutes und regionales Essen legt, ist in der gesamten Region bestens bedient. Ob gehobene Küche in besonderem Ambiente oder klassisch bayerisch und traditionsreich – auf Sie warten kulinarische Hochgenüsse gepaart mit Raffinésse und dem Bewusstsein für Regionales. Eagle Golf Guide Diese App ist ein Must Have für jeden Golfer. Einfach aufs Smartphone laden und schon haben Sie den perfekten Überblick über Golfclubs und Golfhotels, Restaurants, Bars, Hot-Spots und Ausflugsziele der Region. Außerdem lässt sich mit der App ein Golftagebuch über alle gespielten Plätze führen.

www.golfeninstarnbergammersee.de www.starnbergammersee.de 78


SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

Zuschauen. Zuhören. Mitmachen. Willkommen bei den Starnberger Segeltagen 2019 des MYC

Feierliches Ansegeln Am 1. Mai (Mittwoch) findet traditionell das Ansegeln aller Starnberger Segelvereine statt. Dazu sind diesmal auch zahlreiche Menschen mit Behinderung eingeladen. Sie können – als Zuschauer auf Begleitbooten oder soweit möglich auch auf Segelyachten – an diesem Geschwadersegeln teilhaben. Nach ein paar Stunden auf dem See treffen sich alle Crews mit ihren Gästen zu einem Seglerfest im MYC. Der 2. Mai ist der Tag der Sponsoren. Segelsport- und Bootspräsentationen stehen hier auf dem Programm. Der Club ist für Mitglieder und Besucher geöffnet. Segelsport der Spitzenklasse Vom Freitag bis Sonntag (3. bis 5. Mai) stehen die Segeltage schließlich im Zeichen des Leistungssports. Beim Auftakt-Event der Segel-Bundesliga 2019 werden sich in der 1. und 2. Liga jeweils 18 Vereine im MYC treffen und in zahlreichen, kurzen Wettfahrten gegeneinander segeln. Auf Großbildwänden im Clubgelände und von Booten auf dem Wasser hat man viele Möglichkeiten, dem spannenden Geschehen zuzusehen. Der MYC hat für Zuschauerfahrten die MS Berg der Seenschifffahrt gechartert. Zudem findet am Samstag, 4. Mai, auf dem Clubgelände des MYC der erste große Second-Hand-Markt für Segelbekleidung und -Accessoires der Region StarnbergAmmersee statt.

STARNBERGER SEGELTAGE 2019

Die Faszination des Segelns steht bei den Starnberger Segeltagen vom 28. April bis 5. Mai 2019 im Mittelpunkt, die der Münchner Yacht-Club veranstaltet. Zum Auftakt wird das neue Bootshaus des MYC am Sonntag (28. April) seiner Bestimmung übergeben, in der folgenden Woche wird es immer wieder im Mittelpunkt stehen. Zum Beispiel im Rahmen der „Sailing Academy“, die am Montag und Dienstag (29. und 30. April) zu Vorträgen und Kursen einlädt.

www.starnbergersegeltage.de 79


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Begeistert. Entspannt. Belebt. Das Bad mit Bergblick Der weite Starnberger See zu Füßen. Viele Alpengipfel und die mächtige Zugspitze an klaren Tagen zum Greifen nah. Eine Bilderbuchkulisse. Wie gemacht für eine Auszeit. Mit sich alleine, mit Freunden oder mit der ganzen Familie.

SEEBAD STARNBERG

Schwimmen Im 25 Meter Schwimmbecken können sich Könner austoben, zu bestimmten Zeiten sind einige Bahnen abgetrennt. Das Becken ist mit einem Sprungbereich kombiniert. Ideal fur Anfänger ist das Lehrschwimmbecken. Im flachen Wasser lernen Einsteiger sicher ihre ersten Züge. Wasserspaß 45 Meter langes, pures Rutschvergnügen. Die geschlossene Riesenrutsche verläuft teilweise im Freien und macht nicht nur Kindern richtig Laune. Zusätzlich gibt es eine 8-Meter Rutsche und der ganz kleine Nachwuchs vergnügt sich auf der 1-Meter-Rutschbahn. Sauna Drei Saunahütten im eleganten Bootshausstil. Zur Seeseite verglast, für die schönste Sicht. Alles ist in Holz gehalten, ganz natürlich. Die Saunahütten haben außerdem ihren eigenen Ruhebereich. Immer mit freiem Seeblick. Sanftes und kreislaufschonendes Schwitzen bieten außerdem Infrarotkabinen und ein Dampfbad. Baden im See Im Strandbad lässt es sich auf der großen Liegewiese im Sommer richtig gut entspannen. Eine große Badeplattform führt direkt in den See. Anlauf nehmen und rein springen, das lieben nicht nur die Kinder. Im Hochsommer liegt die Wassertemperatur des Starnberger Sees bei rund 24 Grad.

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www.seebad-starnberg.de


SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

Feine Küche in denkmalgeschützten Räumlichkeiten Die Zeit etwas langsamer vergehen lassen

Die griabige Schwemme … besteht aus der Theke und zwei Räumen in denen bis zu 80 Personen Platz finden. Ein riesiger Monitor gewährt den Blick in die hochmoderne Küche. Die Gewölberäume … eignen sich besonders für Ihre privaten Feiern wie Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Kommunion. Bis zu 80 Personen können in historischem Ambiente feiern und auf der großen Tanzfläche tanzen. Biergarten und Terrasse Hier sitzen Sie an großen runden Holztischen und schattenspendende Kastanienbäume sorgen für erholsame Ruhe. Kostbare, schwere Holzpaneelen zieren den Boden. Von erhöhter Position beobachten Sie das Geschehen auf dem Tutzinger-Hof-Platz. Eine Küche, die keine Wünsche offen lässt Geniessen Sie die feinen, aber bodenständigen Gerichte und zwischendurch auch wechselnde saisonale Spezialitäten bei einer guten Flasche Wein oder einem erfrischenden Bier vom Tegernseer Brauhaus oder der Klosterbrauerei Scheyern.

WIRTSHAUS IM TUTZINGER HOF

Das Wirtshaus Starnberg im Tutzinger Hof war und ist der traditionelle Treffpunkt von Einheimischen und auswärtigen Gästen. In einer zünftigen und hochwertigen Einrichtung im denkmalgeschützten Tonnengewölbe empfängt Sie die Wirtin Eveline Ofner mit einer feinen aber bodenständigen Speisekarte, erfrischenden Bieren und erlesenen Weinen.

www.wirtshaus-starnberg.de 81


21 Gründe für besonderen Honig! Imkerei Gut Steigenhof Inhaber: Mark-Oliver Felchner Alte Steige 26

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87600 Kaufbeuren Tel.: 08341/87 14 01 Fax: 08341/87 14 04

Email: info@gut-steigenhof.de www.gut-steigenhof.com


SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

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Kraftort im Alpenvorland

In den großzügigen Naturgesund-Zimmern des Schlossgut Oberambach herrscht eine besondere Wohnqualität. Denn die ohnehin baubiologisch konstruierten und ökologisch eingerichteten Räumlichkeiten sind auf Knopfdruck komplett frei von Elektrosmog: Alle elektronischen Geräte können für einen sanften und erholsamen Schlaf ausgeschaltet werden. Wer im Rahmen von „Zeit für mich“ trotzdem nicht aufs Internet verzichten möchte, erhält tagsüber kostenlosen WLAN-Zugang im öffentlichen Hotelbereich. „Bio“ ist im Schlossgut Oberambach seit mehr als 20 Jahren selbstverständlich. Nun geht man einen Schritt weiter: „Farm to Table“ heißt das neue Motto, das neben Saisonalität und absoluter Frische auch den örtlichen Bauern, Metzgern und Fischern Respekt zollen soll. Auf Wunsch geht der Küchenchef gern mit Gästen in den Gemüsegarten des Hotels, um zu zeigen, woher kommt, was später auf dem Teller landet. Das nachhaltige Konzept im Schlossgut Oberambach steht auch beim Konferenzangebot im Vordergrund: „Green“ sind die Meetings dort deshalb im doppelten Sinne: Bei schönem Wetter können Incentives nämlich in einem separaten Bereich des Schlossparks abgehalten werden. Gruppenübungen unter freiem Himmel, zum Beispiel beim Bogenschießen oder bei einer Kräuterwanderung sowie gesunde Biokost in den Pausen runden die Green Meetings ab.

SCHLOSSGUT OBERAMBACH

Das Schlossgut Oberambach am Starnberger See ist ein Biohotel mit nachhaltigem Konzept. Eigentümerfamilie Schwabe bietet im denkmalgeschützten Herrschaftssitz zudem Veranstaltungs- und Tagungsmöglichkeiten vor den Toren Münchens. Im Jahr 1999 nach mehrjähriger Renovierung eröffnet, sind die 40 individuell eingerichteten Zimmer und Suiten seit 2010 auch elektrosmogfrei und allergikerfreundlich. Die Philosophie der Hoteliers, im Einklang mit der Natur zu leben, ist allgegenwärtig, zertifiziert durch die Labels „BIO HOTELS“ sowie „eco hotels certified“ und wird empfohlen von Bioland. 2018 erhielt das Hotel darüber hinaus den Nachhaltigkeitspreis „Grünes Band“.

www.schlossgut.de 83


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Mit Liebe zum Detail

Von alter Tradition zur klassischen Moderne

WÜRMSEE HAUSBAU

Er denkt, tüftelt, baut und kauft nach Vorbild klassischer Baumeister. Traditionell, nachhaltig, zuverlässig in solider Qualität - seit über 35 Jahren. Er erhält den Bestand, renoviert und saniert mit Liebe zum Detail behutsam und bedacht: Aus dem Wittelsbacher Hengststall enstehen sechs klassisch moderne Reihenhäuser mit Edelstahl und handgehackten Balken. So wachsen über die Jahre klassische Bauernhäuser, Jugendstilvillen und besondere Objekte im Fünf- Seenland.

einen Schritt weiter. Sie bringt das nötige Feingefühl für die Kombination aus alter Tradition und modernem Design mit. Das ist unsere Familien & Firmenphilosophie. Haben sie ein Grundstück oder ein Haus, dass noch im Dornröschenschlaf liegt? Wir kaufen, vermarkten und bauen gerne nach ihren Wünschen im bayerischen Oberland. Kontakt: Tel.: +4917661159071, Email: sr@wuermseeimmobilien.de

Wenn Siegfried Rittler nicht auf der Baustelle ist, findet man ihn beim Bergsteigen in den nahen und fernen Bergen der Welt, auf Expedition in Neuguinea oder beim Renovieren und Segeln klassischer Holzyachten. Zu Hause findet er Ruhe mit seiner geliebten Familie. Seine Tochter Stefanie - weltoffen, bescheiden und konsequent steht und scharrt schon in den Fußstapfen des Vaters. Von der Schreinerlehre an der Schnitzschule in Garmisch über das Produktdesignstudium mit internationalen Preisen ausgezeichnet, kehrt sie zurück in die Heimat und geht noch

www.wuermseeimmobilien.de 84


SPECIAL REGION STARNBERGAMMERSEE

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LODEN EIMAT

by hubertus

NatĂźrlich aus reiner Schafschurwolle

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Seit Generationen werden in der Alpenregion Kleidungsstücke aus Loden, dieser wunderbaren Faser aus reiner Schafschurwolle, hergestellt. Vor 25 Jahren begann hubertus diese Tradition fortzusetzen und fertigt seitdem in hochwertiger Handarbeit Bekleidung (z. B. wetterflecke.de), Lodenrucksäcke (lodenrucksaecke.de) sowie unterschiedlichste funktionsstarke Artikel für Freizeit, Jagd und Hunde (z. B. hunderucksaecke.de).

In der eigenen Manufaktur entstehen einzigartige Produkte, die ihresgleichen suchen. Das atmungsaktive Naturmaterial schafft dafür beste Voraussetzungen. Es schützt hervorragend vor Kälte und wirkt temperaturausgleichend in der warmen Jahreszeit. Wasser perlt aufgrund des Wollfettgehalts der Faser einfach ab und dringt nur im Extremfall ein. Material und Funktion verbinden sich in hubertus-Produkten zu einer homogenen Einheit – Werteprodukte, die sich sowohl an den heutigen Bedürfnissen als auch an den individuellen Wünschen der Kunden orientieren. hubertus – Leben im Einklang mit der Natur.

Im Herzen Münchens

Rumfordstraße 7 · D-80469 München Telefon: +49 (0)89 / 24 20 38 66 E-Mail: kontakt@hubertus-gmbh.de

hubertus ist eines der „111 Geschäfte in München, die man erlebt haben muss“ (emons:verlag). 87


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Gab es noch vor ein paar Jahren einmal im Monat einen Markt in Ardara, auf dem in Heimarbeit hergestellte Kleidung verkauft wurde, ist die Zahl der Weber, die authentischen Donegal-Tweed in höchster Qualität produzieren, rapide gesunken. Dabei gehört der Schafwollstoff wieder zu den unverzichtbaren Mode-Essentials. Ende des 19. Jahrhunderts sah man ihn zum ersten Mal auf der Modebühne: als ideales Material für Damenkleidung, die praktisch sein sollte. Zum Klassiker wurde der Stoff durch Coco Chanel. In den 1950er Jahren entwarf sie ihr legendäres Kostüm als Antwort auf Christian Diors extravagante Roben aus Satin, Seide und Taft. Puristisch und zu jeder Gelegenheit passend sollte es sein, ein Standard-Ensemble für die Frau von Welt, das sich vielfältig variieren lässt. Tausendfach kopiert bestimmte das Tweedkostüm das Bild der 1950er und -60er Jahre. Heute ist das vielfältige Gewebe wieder zurück und ein absolutes „must-have“. „Im Kontrast zu Materialen wie Samt, Flanell, Jeans oder Chiffon entfaltet sich die Wirkung der Tweed-spezifischen Musterung am besten“, sagt Eddie Doherty, dessen herrliche Stoffe sich fest und gleichzeitig unheimlich weich anfühlen. Ganz Donegal scheint in sie eingewoben: das Violett der Heide-Hügel und die tausend Grautöne der Regenwolken – sie fin88

den sich auch zwischen Revers und Knopfloch der warmen TweedSakkos und -Kostüme, vom glänzenden Schwarz des Torfs und feinen Linien frischer atlantischer Bläue, von den unzähligen Brauntönen, die sich im Winter über die Grafschaft breiten, gar nicht erst zu reden. „In der Regel verwende ich sechs Grundfarben“, sagt Doherty, „dazu kommen ebenso viele Noppenfarben.“ Das Geheimnis der Produktion bestehe darin, die feinen Noppen mit den Basisfäden so zu verbinden, dass eine außergewöhnliche Einheit entstehe, fügt er an. Dieser Prozess nimmt vier bis fünf Wochen in Anspruch, denn ein echter „Donegal“ steht für allerhöchste Qualität und besticht durch seine guten Kombinationsmöglichkeiten. „Ich empfehle ihn meinen Kunden vor allem als mittelschweres Sportjackett“, sagt Dohery, „denn kein anderer Stoff verkörpert einen sportlichen Charakter in derart hohem Maße und ist dabei so facettenreich.“ Ob Weste, Rock oder Hose – ein Stück aus Donegal-Tweed ist mehr als Kleidung, in ihm steckt Tradition. Und jede Menge handwerkliche Geduld. Denn Geduld sei die Kardinaltugend eines Handwebers, sagt Doherty, nimmt wieder an seinem Webstuhl Platz und lässt die Schiffchen blitzschnell von rechts nach links schießen.


FASHION DONEGAL TWEED

FEINSTER STOFF VOM ENDE DER WELT Ein Besuch bei Eddie Doherty, der im irischen Straßendorf Ardara Tweeds webt, die denen, die auf den schottischen Inseln Lewis, Harris, Uist und Barra produziert werden, in nichts nachstehen. Im Gegenteil: Kenner ziehen sie dem sogenannten Harris-Tweed vor – nicht zuletzt wegen ihres äußerst raffinierten Farbenspiels. 89


Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Museumpreis 2015

300 Jahre Hutgeschichte(n) zum Anfassen und Aufsetzen

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ALLES UNTER EINEM HUT Seit 2014 gibt es das Deutsche Hutmuseum und schon im Jahr darauf wurde es mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet. 2016 folgte dann die Nominierung für den Europäischen Museums Award. Die Dauerausstellung erzählt von fleißigen Heimarbeiterinnen, mutigen Huthändler und mächtigen Fabrikanten, die aus Lindenberg das „Klein-Paris“ der Hutmode gemacht haben. Hutherstellung, Hutstadt Lindenberg und Hutmode sind dann auch die drei Themen, die auf fast 1000 Quadratmetern barrierearmer Fläche gezeigt werden – und dazu gesellt sich stets der passende Hut aus der umfangreichen Sammlung. Auf zwei Ebenen sind jeweils chronologisch um eine zentrale Installation Themeninseln bzw. Vitrinen angeordnet. Den Mittelpunkt der ersten Ausstellungsebene bildet das Fabrikationsregal: ein gläserner, begehbarer Kubus, der die technischen Herstellungsabläufe der Hutfabrikation verdeutlicht. Seine Wände sind aus „intelligentem“ Glas, dessen Transparenz sich von durchsichtig zu milchig verwandeln lässt – dadurch entsteht an den Innenseiten eine raumhohe Projektionsfläche. Hier wird die Entstehung eines Hutes filmisch vor Augen geführt. Die Aufnahmen sind bei der Lindenberger Firma Mayser und der Hutfabrik Seeberger im benachbarten Ort Weiler entstanden. Eine Kunstinstallation von Anja Luithle, der Huttornado, empfängt den Besucher im 4. Obergeschoss. Auf sechs dunklen Stahlstangen wirbeln weiße Hüte in großzügigen Ellipsen vom Boden zur Decke empor. Die unterschiedlichen Nachbildungen von markanten Hutformen ziehen den Betrachter hinein in die abwechslungsreiche Kulturgeschichte des Hutes der letzten 300 Jahre. Dem Huttornado zugewandt, zeigen großformatige Fotografien und Bilder den zeitlichen Kontext und prägen so das Raumbild. Sie lassen die wechselnden Modeströmungen wieder aufleben und ergänzen die Inszenierungen und Exponate in den Vitrinen. So entsteht ein Querschnitt durch die modische Entwicklung des Hutes sowohl im regionalen Bezug als auch im internationalen Modegeschehen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.

www.deutsches-hutmuseum.de

Museumsplatz 1 (ehemals Hauptstr. 21) 88161 Lindenberg Tel: 0049 (0)8381 – 928 43 20 hutmuseum@lindenberg.de

SERVICE Ein Aufzug erschließt alle Ebenen für Menschen die auf Gehhilfen oder Rollstühle angewiesen sind. In den Ausstellungsräumen stehen mobile Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Die Sanitäranlagen bieten einen Wickeltisch und ein behindertengerechtes WC. Gruppenführungen zu jeder Zeit innerhalb der Öffnungszeiten buchbar. Öffentliche Führungen sonntags um 15 Uhr. Wir bieten Führungen auf deutsch, englisch, französisch, italienisch und allgäuerisch an. Audioguides zur Dauerausstellung sind an der Kasse für 2€ in deutsch und englisch erhältlich. Sie können bei uns auch Stadtführungen buchen. Hier sehen Sie etwas mehr von Lindenberg. An den Mit-Mach- und Medienstationen können Sie immer wieder selbst aktiv werden. Einen Hut als Andenken und weitere Mitbringsel finden Sie in unserem Museumshop. Die Museumsgastronomie „Kesselhaus“ ist direkt vom Museum aus erreichbar.I Im gesamten Haus steht das kostenfreie Stadt-WLAN für 60 min zur Verfügung. 91


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GÖTTER IN FESTTAGSLAUNE Abseits der Metropolen hat sich Japans südlichste Hauptinsel Kyushu ihr ländliches Flair bewahrt. Tradition steht hoch im Kurs.

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Aaaaa-ii! – mit einem furchterregenden Kampfschrei auf den Lippen nehmen die Männer von Karatsu die 50 Meter langen Seile auf, spannen ihre Muskeln und bringen die überdimensionale Seebrasse auf vier Rädern ins Rollen. Ein Dutzend Trommler schlägt mit stoischer Ruhe den Takt und heizt die Stimmung durch treibende Rhythmen an. Mädchen in blütenweißen Kimonos laufen mit fragilen Papierlaternen neben dem Tonnen schweren Festwagen her und illuminieren die von zu viel Reiswein geröteten Gesichter der Zuschauer, die in Massen zum Start des dreitägigen Kunchi-Festivals erschienen sind. In abenteuerlicher Schräglage biegt der rostrote Riesenfisch mit den schwarzen Kulleraugen um die Ecke, gefolgt von einer weiteren Hundertschaft keuchender Männer. Sie ziehen einen Drachen, auf dessen Flügeln zwei Einpeitscher für Tempo sorgen. Und schon kündigen rhythmische Rufe den nächsten Festwagen an. Er trägt das schwarz glänzende Haupt eines Samurais. Seinen reich verzierten Hut krönt ein wütendes Seeungeheuer in Gold. Zugeben: Als Europäer steht man eher ratlos in der Menge und weiß nicht, was die vorbeirollenden Wesen aus Nippons reicher und komplexer Götterwelt bedeuten. Doch spätestens nach dem Glas Sake, das einem über mehrere Köpfe hinweg gereicht wird, springt der Funke über: Man stimmt in die Anfeuerungsrufe ein und folgt dem Killerwal, der auf dem letzten der insgesamt 14 Wagen thront, in Richtung Karatsu-¬Schrein. Zu dessen Ehren wird das Fest alljährlich im November abgehalten. Flankiert von NippesBuden und Garküchen, die mit gegrilltem Tintenfisch und Nudelsuppe locken, drängen sich die Zuschauer vor einem steinernen Torbogen, der den Eingang zum aus allen Nähten platzenden Tempelbezirk markiert. Im Vorhof spendet ein Bronzedrache Wasser zur rituellen Reinigung der Hände und des Mundes. In mächtigen, mit Sand gefüllten Kesseln glühen unzählige Weihrauchstäbchen, die den Platz in aromatische Nebel hüllen.

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Die Anwesenden opfern ein Stäbchen, um dann damit dasjenige Körperteil zu beräuchern, das der Heilung bedarf. Vor dem eigentlichen Schrein drängen sich die Menschen um eine Art Krippe, über die ein Rost gespannt ist, man wirft Münzen hindurch und schlägt zu Ehren der Ahnen eine hölzerne Trommel an. Zahlreiche Bäume in der Nähe des Schreins sind mit Orakelzetteln bedeckt. Es sieht aus, als hätten sich Schmetterlingsschwärme darauf niedergelassen. Ein Fink zieht mit dem Schnabel an der Glocke eines Minischreins, hüpft hinein und bringt den Zettel heraus. Widersprüchliches Japan: Verglichen mit der hektischen Metropole Tokyo empfängt einen die rund 1000 Kilometer südlich gelegene Insel Kyushu mit Bildern aus einer total anderen Welt. Kyushu ist nämlich „ura Nihon“, ländliches Japan. Trotz gezielter Ansiedlung von Hightech-Industrie und boomender Metropolen wie Fukuoka oder Nagasaki hält die Zivilisation respektvoll Distanz zum vulkanisch geprägten Inselinneren. Hier steht noch „giri“, der alte Kodex der Nachbarschaftshilfe, hoch im Kurs. In ganz Asien berühmt sind Kyushus „Onsen“, die extrem heißen Thermalquellen, die an jeder Ecke aus der Erde sprudeln. Kaum ein Landgasthaus oder Resort, das seinen Gästen nicht einen natürlichen Pool im Freien anzubieten hat. Hauptstadt des bei Jung und Alt äußerst beliebten Onsen-Kults ist der Kurort Beppu im Nordosten der Insel. An mehr als 3000 Stellen tritt im Las Vegas der Thermalbäder heilkräftiges Wasser aus. Es speist viele öffentliche Bäder, die so für wenig Geld Wellness vom Feinsten anbieten. Sehr angesagt: Beppus Schlammbad mit milchig weißem, etwa einen Meter tiefem Wasser. Die Badenden waten darin oder schmieren ihren Körper damit ein. Eher in den mondänen Pools der zahlreichen großen Luxushotels sucht der japanische Tourismus-Adel Entspannung für Körper, Seele und Geist. Oder er gönnt sich einen Nervenkitzel der ganz besonderen Art: den Blick in den 160 Meter tiefen Krater des noch äußerst aktiven Vulkans Nakadake im Massiv des Mount Aso. Immer wenn wieder giftige Schwaden aufsteigen, wird der Betrieb der Gipfelseilbahn eingestellt. Für den Fall, dass es plötzlich Steine regnen

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sollte, stehen am Rand sogar Betonfluchtbunker parat. Als absolutes Muss für Trekking-Fans gilt der Kirishima Range Nationalpark im subtropischen Süden Kyushus. Mit der Besteigung des 1700 Meter hohen Mount Karakunidake und fünf weiterer erloschener Vulkane wartet dort eines der alpinen Highlights im Land der aufgehenden Sonne. Schwefelbrocken knirschen unter den Stiefeln, aus kleinen Löchern in der warmen Erde strömt der Geruch fauler Eier. Vorbei an Dutzenden von grauen Minikratern zieht sich der Pfad steil nach oben. Grandios ist der Panoramablick, den der Wanderer dann vom Gipfel des Karakunidake erlebt. Eine pittoreske Mondlandschaft mit insgesamt 22 Vulkanen, von denen zehn mit Wasser gefüllt sind, liegt dem Betrachter zu Füßen. Aber auch Wasserratten kommen auf Kyushu voll auf ihre Kosten. Die beliebtesten Hideaways sind der schicke Badeort Miyazaki an der feinsandigen, von Palmen und Pinien gesäumten Ostküste der Insel und der nur einen Katzensprung entfernte Resort-Komplex Seagaia. Dort steht mit dem futuristischen Ocean Dome die größte überdachte Wassersportanlage der Welt. Neben Wellenreiten, Wasserfallklettern und Röhrenrutschen kann der Gast in dem gigantischen künstlichen Paradies auch virtuell auf den schwierigsten Flüssen der Welt paddeln und wird dabei sogar nass! Natur pur bieten dagegen die insgesamt ≠mehr als 70 Amakusa-Inseln, die durch fünf mautfreie Brücken mit Kyushus Westküste verbunden sind. Eine reizvolle Route ist die Amakusa Pearl Line. In den kobaltblauen Gewässern wird seit Generationen erfolgreich Perlenzucht betrieben. Hotspot des Archipels ist der Amakusa Nationalpark im Westen der Hauptinsel Shimo. Im Veilchenblau der East China Sea spielen Delfine. Fischadler ziehen ihre Kreise. Zwischen bizarren Felsformationen leuchten weiße Sandstrände. Vom Underwater Observation Boat bis zum romantischen Sunset Cruise samt Luxusdinner wird alles geboten, was Großstadtjapaner von einer Reise in den subtropischen Süden des Kaiserreichs erwarten.


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IMPRESSUM

IMPRESSUM Herausgeber: Felchner Medien Chefredaktion: Franz Michael Braunschläger I braunschlaeger@me.com Texte und Art Direction: Franz Michael Braunschläger, Reinzeichnung: Susanne Greppmayr Fotos: Franz Michael Braunschläger außer Seite 5 r. u. Ian Ehm; Seite 10 im Uhrzeigersinn: Kunsthaus Kaufbeuren, Monika Sandel, Schloss Lautrach, privat, Kerstin Ahlrichs; Seite 16-21 Franz Hummel Projekte; Seite27 im Uhrzeigersinn Adolf Bereuter, Jürgen Schmücking, Ian Ehm (3); Seite 44-51 Moritz Huber; Seite 54-55 Christian Bolley; Seite 56-57 Diana Sandmann; Seite 60-61 Tommy Sieber; Seite 62-65 Thomas Marufke; Seite 67 Oben Münchner Yacht Club, Mitte m. Thomas Marufke; Seite 68 Oben Golfclub Hohenpähl/Donhauser, Mitte l. Thomas Marufke; Seite 74 GC Beuerberg, GC Feldafing, GC Hohenpähl /Christian Stangl; Seite 75 Münchner Yacht Club; Hutmuseum Im Uhrzeigersinn Daniel Stauch (2), Thomas Gretler, Dominik Berchtold sowie Anzeigen- und Advertorialkunden

Anzeigenverkauf: Felchner Medien, Alte Steige 26, 87600 Kaufbeuren Telefon 08341-871401, Telefax 08341-871404, sf@felchner-medien.de

www.felchner-medien.de Druck: Gebrüder Geiselberger GmbH, Altötting

Vertrieb: Felchner Medien

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Für die Richtigkeit von Terminen, Daten und Angaben in Kundenanzeigen, Preisen, redaktionellen Inhalten sowie Adressen und Telefonnummern wird nicht gehaftet. Es gelten die AGB‘s von Felchner Medien, Stand August 2017 Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Veröffentlichungen – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers Felchner Medien


FÖHN

HERBST/ WINTER 2019

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Vol. 03 No. 06

Alpenländische Lebensart

Die nächste Ausgabe erscheint im Oktober 2019. Anzeigenschluss: 15. September 2019. Kontakt: www.felchner-medien.de

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