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Altheimer Pfarrzeitung Nummer 3/2019 Das Erntedankfest  heuer  steht  unter    dem  Thema Wachstum und Gedeihen. In der uns umgebenden Natur erkennen wir ein  Wachsen,  Gedeihen  und  auch  wieder  Abnehmen  und  Zerfallen.  Das  Gesetz  des  Wachsens  und  Gedeihens  unterstellen  wir  der  Pflanze,  dem  Tier  und  dem  Mensch  –  und  selbst    in  der    anorganischen  Natur  sprechen  wir  manchmal  von  „Wachsen“,  wenn  der  Tag  wächst, der Mond abnimmt, eine Formation im  Stein entstanden ist usw. 

Aus dem Tomatengarten Fam. Huber,  Linzerstraße. Neun verschiedene Sorten ­ und  lange noch nicht alle

Herzliche Einladung Erntedankfest So. 29. Sept. 2019 8. 30 Uhr

Aus dem Marillengarten, Fam. Dallinger,  Nonsbach.  

Damit etwas wächst, braucht es ein Ziel, wozu  hin  es  wächst  und  sich  entwickelt.  Wir  unterstellen  den  lebendigen  Dingen,  von  der  Pflanze  bis  zum  Mensch,  ein  zweckgerichtetes  Streben.    Ist  das  zweckgerichtete  Streben  erreicht,  hört  die  Pflanze  auf  zu  wachsen,  oder  das  Tier,  der  Mensch  ist  ebenfalls    „ausgewachsen“.  Da  merken  wir,  es  liegt  hinter  allem  Wachsen  ein  geistiges  Gesetz  des  Wachsens,  wodurch  alles  organisiert  und  geplant  ist.  Die  Kristallisation  in  den  Steinen,  die  Organisation  in  den  Pflanzen, das  Streben im Körper – das ist wie  ein  organisches  (lebendiges)  Ganzes.  Dieses  Ganze  hat  wiederum  den  Zweck,  den Geist hervorzubringen und die Freiheit des Menschen. Nach  dem  natürlichen  Wachsen  und  Gedeihen  kommt  das  geistige  Wachsen  und  Bilden.  Die  Produkte  (der  Natur)  sind  fertig  geworden  ­  durch  den  Sündenfall  teilweise  auch  schlecht  geworden ­,  jetzt folgt der Anfang einer neuen  „Natur“  durch  Sprache  und  Zeichen.  Der  Mensch  ist  diese  Verbindung  von  Natur  und  Freiheit.  Er  darf  seine  natürlichen  Grundlagen  nicht  vergessen,  er  darf  aber  auch  die  geistige  Zielbestimmung  nicht  vergessen,  wozu  ja  die  Natur geschaffen ist.  Je nachdem, wie man es sieht, ist die Natur des  Menschen  gegenüber  der  übrigen  Welt  sogar  schwach  und  sind  seine  Sinne  nicht  so  gut 


2 ausgebildet wie  bei  manchen  Tieren:  aber  das  ist  eine  Frage  der  Perspektive:  Von  der  Übernatur  aus  gesehen  ist  der  Mensch  gerade  deshalb  so  „schwach“  und  hilfsbedürftig  am  Anfang  geschaffen,  damit  alles  in  die  geistige  Bildung  hineinfließe.  Durch  die  Zuwendung,  Aufforderung,  Sprache,  durch  Mitgefühl  und  Glaube sind derartig andere Organisationen und  Zwecke in seine organische Welt gesetzt, das er  im  wörtlichen  Sinne  die  Welt  (und  die  Tiere)  überschreitet  (transzendiert).  Trotz  der  gebrechlichen,  äußeren  Natur  –  wobei  es  hier  Menschen  sehr  weit  bringen  können,  denken  wir  z.  B.  an  die Athleten    –  ist  das  Licht  des  Bewusstseins  und  der  Freiheit  in  ihm  angesteckt,  sodass  vom  ersten  Augenblick  an  klar  ist,  er  hat  noch  andere  Zwecke  und  Ziele  als die bloß sinnliche Natur. 

Opfer mussten  vorher  und  nachher  dafür  gebracht  werden?  Der  Mensch  blendet  die  Verluste  aus,  wenn  er  von  seinen  Erfolgen  spricht.  Eine  Naturwüchsigkeit  gibt  es  nicht,  weder  in  der  Natur  noch  in  der  menschlichen  Geschichte. Alles muss mit Maß und Sinn und  Ziel  geschehen,  sonst  zerstörte  die  Natur  sich  selbst. 

Ich lade alle BewohnerInnen von Altheim ein zum Erntedankfest. Musikalische  Gestaltung  durch  die  Musikkapelle,  klimafreundlich,  stromlos.  Alle  Vereine,  Kindergarten,  Schulen  sind  willkommen.    Was  ist  gewachsen  und  gediehen? Bringen Sie Zeichen dafür.  Im  besonderen  ist  heuer  die  Ortschaft St. Laurenz und Umgebung  gebeten,  etwas  zu  bringen.  Aber  genauso  können  andere  zur  Wachstum  und  Gedeihen  der  sinnlichen  Natur  Gestaltung etwas beitragen. zu  schützen,  ist  vom  Geiste  her  absolut  geboten,  sollte  der  Mensch  seine  Bestimmung  finden. Wie  überheblich  und  kurzsichtig    kann  der  Mensch  werden,  sobald  er  den  Zweck  und  das  Ziel  seiner  geistigen  Natur  nicht  mehr  erkennt! Er bildet sich ein, etwas zu sein, diese  und  jene  Ressource  ausbeuten  zu  dürfen  ­  und  ist doch nur sterbliche Natur, auf die Ressource  angewiesen  wie  ein    kleines  Kind  auf  seine  Mutter.   Zum  geistigen  Teil  des  Menschen  kommt  nochmals  eine  Dimension  dazu,  die  die  ganze  Gesamtkonzeption der Natur und des geistigen  Handelns  und  Wollens  in  eine  neue  Sinnordnung  hebt:  Nicht  der  technische  Fortschritt kann es sein, der ein letztes Ziel der  menschlichen  Freiheit  ist  –  technischer  Fortschritt ist nur Mittel ­, auch nicht eine bloß  durch  zivilisatorische  Gesetze  befriedete  Gesellschaft,  die  bald  „Unbehagen  an  der  Kultur“  (S.  Freud)  auslösen  wird,  sondern  erst  eine  über  die  Natur  und  Zivilisation  hinausgehende    religiöse Sinnordnung  ist  es,  die unser menschliches Streben erfüllt.  Man  denke  nur  an  die  Turmbaugeschichte  zu  Babel Gen 11 oder an apokalyptische Texte, die  von der Zerstörung erzählen (Offb 12).  Die  menschliche  Freiheit  alleine  wäre  unfähig  und sinnlos, die sinnliche Natur zu einem guten  Ende zu führen. Dass  die  Mondlandung  vor  50  Jahren  glückte,  war  ein    Menschheitstraum,  doch  wie  viele 

Genter Altar 1432, Brüder van Eyck In der göttlichen Sinnordnung wird Wachstum und Gedeihen übersinnlich vollendet, weil die Sinnfrage unseres Lebens dann beantwortet wird. Auch die Sinnwidrigkeiten und das Böse, das uns umgibt, wird dann hoffentlich aufgelöst sein. Die Natur ist dann vollendet, wenn es die „Anbetung des Lammes“ (so der Titel des Bildes) gibt.


3 Rückblick Die Monate  Juli  und August  sollten  wieder  ziemlich  heiß  werden.  Es  war  vielleicht  insofern  erträglicher,  verglichen  mit  dem  Vorjahr,  weil  es  ein  paar  Mal  Regen  gab,  aber  der  Klimawandel  war  deutlich  zu  spüren. Manche waren von Dürre betroffen. 

Aufstieg konnte  ich  mit  Hr.  Bgm.  Franz  Weinberger  und  Vizebgm.  Rudolf  Wintersteiger kaum mithalten!) 

Der Wasserklotz,  Höhe  1505  Meter,  ist  ein  ausgezeichneter Panoramaberg. Wir konnten  die  vielen  Gipfeln  nicht  zählen:  Kleiner,  Großer  Pyhrgas,  Hallermauern,  Mitte  Juli  ­  Christophorussammlung  für  Gesäuseberge,  Ötscher,  Reichraminger  Fahrzeuge  aller Art.  Danke  für  die  Spenden  Hintergebirge,  Hoher  Nock,  Großer  Priel,  Spitzmauer, Totes Gebirge, Warscheneck….  von 1. 366.­€ Über  40  bekannte  Gipfeln  wären  Zum  Feiertag  am  15. August  verteilten  die  aufzuzählen.   Bäuerinnen wieder Kräuterbüscherl.  Anschließend  feierten  wir  auf  der  Talsenke  So.  25.  8.  Caritas­Augustsammlung  für  die  Hl.  Messe,  gestaltet  von  den  Achtaler  Katastrophenfälle im Ausland: Es konnten 1.  Jagdhornbläsern unter der Leitung von Peter  Heitzinger, Mining.   230.­€ gesammelt werden. Als Lesung wählten wir die Sinai­Stelle aus  von  der  Gesetzgebung  (Ex  19).  Ein  wunderbarer  Text  deshalb,  weil  irdische  Bergwelt  und  innere,  seelische  Größe    sich  ergänzen.  Anschließend  gab  es  noch  gemütliches  Beisammensein  auf  der  Hanslalm  und  auf  der Dörflmoaralm. Wir danken den Einheimischen dort, die mit  ihrer  nachhaltigen  Bewirtschaftung  uns  das  „Land der Berge“ erhalten. Ich  danke  ferner  Fr.  Hildegard  Salhofer  für  die ganze Organisation.   Franz Strasser, Pfarrer Ein Teil der Bäuerinnen - Kräutersegnung

Am So.  18.  8.  2019  wurde  wieder  eingeladen  zur    Bergmesse  auf  der  Dörflmoaralm am Hengstpass.  Es war ein herrlicher Tag! Zuerst wurde das  von  Fam.  Franz  Helml  und  Fam.  Johann  Salhofer neu restaurierte und im Juni bereits  auf  den  Gipfel  des  Wasserklotz  getragene  Kreuz  gesegnet.  Erstmals  war  es  1983  errichtet  worden,  doch  Wind  und  Wetter  machten eine Erneuerung notwendig. (Beim  Unsere Bergwelt, die Wiesen und Wälder, die bieten uns genügend Energiespeicher für  Leib und Seele. 


4 In guter  Zusammenarbeit  mit  der  Stadtgemeinde  Altheim  wurde  behördlich  im  Frühjahr  alles  in  die  Wege  geleitet  für  eine fünfte Kindergartengruppe in der Bettmesserstraße 6. Es  hat  der  Gemeinderat  zügig  das  Projekt  vorangetrieben,  es  fanden  mit  der  Kindergartenführung  zahlreiche  Gespräche  statt,  einmal  war  ein  Forum  aller  Kindererziehungseinrichtungen  Altheims  eingesagt  (Krabbelstube,  Kindergarten,  Hort,  VS,  NMS,  Tagesmütter),  schließlich  entschied  man  sich  für  eine    „Containerlösung“.  (Es  wurde  auch  ein  Transport  der  Kinder  nach  Geinberg  angedacht.) Hr. Bgm. Franz Weinberger, Hr.  Bauamtsleiter  Walter  Hoffmann,  Hr.  Sekretär Patrick Mayr haben mit dem Land  OÖ  die  Gespräche  wegen  der  Zuwendungen  geführt.    Hr.  Arch.  DI  Hermann  Zeilinger  schuf  dann  nach  den  vielen  Vorgaben  des  Landes  eine  Containerlösung.  Schließlich  führte  ich  einigen  Schriftverkehr  mit  dem  Land  bzgl.  Baubewilligung  und  Verwendungsbewilligung  und  Einrichtung  einer  vorübergehenden  Gruppe  im  Bewegungsraum.  Fr.  Kindergartenleiterin  Angela  Herlbauer  war  sehr  beteiligt  mit  der  Absage  oder  Zusage  an  die  Eltern.  Gemeinsam  erstellten  wir  dann den Personalplan ab 1. Sept. 2019. Ab  26.  August  begann  die  Fa.  Wiehag  und  Hütter­Wagner mit dem Bau.  Der  Gemeinde  kostet  die  Containergruppe  vorerst  175.000.­€    plus  Einrichtungsgegenstände  und  Spielmaterial.  Also alle Achtung für diese zügige und gute  Zusammenarbeit.  Schließlich  danke  ich  auch  dem  Land  OÖ  für  die  gute  Zusammenarbeit. 

Helferin dürfen  wir  Fr.  Kerstin Weinberger begrüßen.  Ebenfalls  willkommen  heißen  wir  im    Kdg.  Bettmesserstraße,  vorher  Kdg.  Wiesnerstraße,  Fr. Ingrid Baier.  Ferner  konnten  wir  wieder  zwei  Zivildiener  anstellen, Hr. Laurenz Fellhofer  und  Hr. Tim Zandl. Beim  Abschlussfest  Mitte  Juli  2019  im  Pfarrheim  wurde  dem  ganze  Personal  für  ihre gute und wertvolle Arbeit gedankt.   Die  Schulanfänger­Kinder  gingen  zum  letzten  Mal  symbolisch  durch  das  Kindergartentor  hinein  und  hinaus.  Ein  schönes  Zeichen:  eine  neue  Welt  beginnt.  Sie  konnten  sicherlich  viel  lernen  und  sich  entwickeln,  und  so  wünschen  wir  es  ihnen  weiterhin.

Das ganze Kdg.­Team in der Bettmesserstr.  inklusiv Raumpflegerinnen. 

Neu im  Kindergarten  sind:  Als  Karenzvertretung  für  Fr.  Manuela  Spindler  kommt  Fr. Desiree Puckmayr  aus  Riedau.  Als Pädagogin für Kinder mit Förderbedarf  Ohne Männer geht's nicht. Ein Lob auf die  kommt  Fr. Petra Wimmer.  Als  neue  schnelle Fertigstellung!


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Zu einem  schönen  Sommerfest  lud  der  Kdg.  Wiesnerstraße  (Kunterbunt)  ein.  Es  gab  Hawai­Tänze,  große  Tombola,  nette  Bewirtung! Danke den Eltern, die uns dabei  immer  so  großzügig  unterstützen.  Neben  dem  übrige  Kdg.­Team  möchte  ich  Fr. Laura Maier  danken,  die  uns  aus  beruflichen Gründen verlassen hat.  Neue Strukturen? Da anscheinend in der Diözese Linz andere  Strukturen  der  Seelsorge  geplant  sind,  die  Dekanate  abgeschafft,    die  Pfarren  zu  Pfarrverbänden  zusammengelegt,  die  Dienstbeschreibungen  der  Pfarrer  geändert  werden  sollen,    möchte  ich  hier  meine  Bedenken    zum  Ausdruck  bringen,  nicht  wegen  meiner  Person,  sondern  wegen  einer  gewissen Degradierung der Pfarrstrukturen.  Die  Menschen  wurden  Jahrhunderte  durch  die  Pfarrkirche    zu  einer  eigenen  Identität  und  zu  einer  Art  „Familie“  zusammengeführt.  Es  waren  zwar  die  Gesetze und das Evangelium überall  gleich,  aber  doch  entwickelten  sich  eigene  Traditionen  und  Gebräuche.  Dem  Leben  und  Glauben  des  Evangeliums  war  so  im  Vergleich zur Zentrale in Linz oder Rom ein  großer  Ermessensspielraum  zugewiesen.  Durch  die  relativ  starke  Demokratisierung  der  Kirche  entwickelten  die  Menschen  eine  eigene  Zugehörigkeit  zu  ihrem  kleinen  „Verwaltungskreis“ der Pfarre. 

kirchlichen Feste,  die  ganze  Volksfrömmigkeit in einem Dorf ­  das kann  verloren  gehen.  Das  sonntägliche  Kirchengehen,  die  gemeinsamen  kirchlichen  Feste,  der  Friedhof,  das  hat  die  Menschen  verbunden.  Der  Pfarrer  war  spezifisch  für  seine Gemeinde abgestellt und er kannte alle  seine  „Schäfchen“  ­  und  umgekehrt  waren  sie  auf  ihn  angewiesen,  was  sowohl  nachteilig  war,  wie  auch  von  Vorteil,  wenn  ein Vertrauensverhältnis bestand.  Die  Feier  der  Sakramente,  die  Feier  kirchlicher  Feste,  die  religiöse  Bildung  und  Erbauung,  die  religiöse  und  sakramentale  Durchdringung  des  ganzen  Lebens,  das  war  einmal Ziel aller Seelsorge.  Wie  zentralistisch  und  abstrakt  und  buchhalterisch soll es jetzt werden?  Für mich steht ein unmittelbarer Zugang des  Menschen  zu  Gott  außer  Zweifel,  aber  die  mittelbare  Umsetzung  des  Glaubens  in  der  Gemeinschaft der Kirche vor Ort gehört zum  Inhalt  des  Glaubens  und  der  ganzen  Freiheitsverwirklichung  des  Christen.  Wenn  der  Christ/die  Christin  sonntags  nicht  mehr  in  seine  nächste  Dorfkirche  gehen  kann,  wenn er/sie keine direkt Verantwortlichen für  die  Pfarre  mehr  kennt  (keinen  Pfarrer,    keinen/keine  Pastoralassistenten/assistentin),  was  bindet  ihn/sie  noch  an  eine  Gemeinschaft?  Der  moderne  Mensch  wird  immer  mehr  entwurzelt, hat weder räumlich noch seelisch  ein Zuhause. Multi­Kulti trägt nicht, auf der  Flucht  zu  sein  ist  noch  viel  ärger. Wenn  der  Mensch  seine  kulturelle  Identität  und  sein  Selbstvertrauen  verloren  hat,  lässt  er  sich  radikalisieren.  Er  sucht  etwas,  und  meint  es  in einer Ideologie zu finden.  Wollen  wir  wirklich  die  bewährten  Pfarrstrukturen  aufgeben?  Wenn  auch  so  gesprochen  wird,  „die  Gemeinden  bleiben  erhalten“,    ist  es  de  facto  eine  Abwertung.  Die  Priester  sollen  eine  andere  Rolle  bekommen,  ja  welche  denn?  Deshalb  entwickelten  sich  ja  „Weltkleriker“,  weil  sie  eben  nicht  wie  Mönche  oder  Chorherren  leben wollten. 

Im neuen  Strukturmodell  sollen  zwar  die  Pfarren erhalten bleiben, aber fühlt sich der  einzelne  Gläubige  durch  eine  anonyme  Überpfarre  noch  beheimatet?  Ich  fürchte,  die  Bezogenheit  zur  eigenen  Pfarrkirche,  zur  nächsten  Nachbarschaft,  zum  Lernort  Bei  einem  Priesterspiegel  um  ca.  1800  fand  der  kirchlichen  Sakramente  und  der  ich  folgende  Rollenbeschreibungen  –  siehe 


6 Schautafel Seite  7  von  zwei  Studentinnen  der  KU  Linz,  Herbst  2017,  Symposion.  Diese  Schautafel  sprach  mir  aus  dem  Herzen:  (Autoren:  Alexandra  Gebhart  und  Marianne  Silbergasser,  Seminararbeit  bei  Fr. Prof. Ines Weber.)  Das  neue  Seelsorgsverständnis  von  gewissen  Überpfarren  aus  ­  geht  das  ohne  lebendige  Kirche  vor  Ort  und  ohne  sakramental geweihte Priester, oder, wie ich  wünsche,  Priesterinnen?  Wird  alles  säkularisiert?    Ein  Kaiser  Josef  II.  führte  ziemlich  drastische  Maßnahmen  durch,  aber  diese  Idee  war  nicht  schlecht:    Jeder  Christ/ Christin  sollte  nicht  mehr  als  eine  Gehstunde  zur  nächsten  Sonntagsmesse  haben.  Das  Evangelium  sollte  alle  erreichen.  Ähnlich  dachten  ja  die  Bischöfe  seit dem Mittelalter. Sie errichteten Pfarren,   gleichzeitig  zehn  große  Dekanate  im  „Lande  ob  der  Enns“,  dann  gab  es  kurzweilig zwei Archidiakonate, die wieder  verschwanden.  Mit  Josef  II.  kamen  viele  kleinere  Dekanate  hinzu,  unter  anderem  wurde  Dekanat  Altheim  gegründet.  (Zur  Dekanatsgeschichte  –  siehe  Homepage  der  Pfarre/Geschichte).  Die  Demokratisierung  des  Evangeliums  wurde  ziemlich  durchgezogen.  Das  Geschenk  der  Taufe  verbindet alle zu einem gemeinsamen „Leib  Christi“ und gewährt allen Gläubigen Anteil  am  Königtum,  Priestertum  und  Prophetentum  Christi  –  und  das  soll  irgendwie spürbar und erlebbar sein.  Das  Evangelium  jeden  Sonntag,  das  tägliche  Gebet,  eine  gesunde  Volksfrömmigkeit  mit  den  Festen  im  Jahreskreis,  den  Wallfahrten,  den  Andachten,  die  ständige  Überprüfung  des  Zeitgeschehens    anhand  der    christlichen  Glaubensinhalte,    das  gewährt  einen  Halt  und eine Orientierung. Es ging immer schon  turbulent  zu,  wenn  wir  in  der  Kirchengeschichte  nachschauen,  aber  der  „rasende  Stillstand“  (Hartmut  Rosa),  den  wir heute erleben, führt uns nicht weiter.  Ich danke Ihnen, wenn Sie kirchlich mittun!  Das  hält  nicht  nur  eine  christliche  Gemeinde, sondern eine ganze Gesellschaft  zusammen.

Erinnern Sie sich noch an den 15.  September 1985?  Vielleicht waren auch Sie  damals dabei? Unter dem Motto zaumwoxn und einander stärken laden wir Sie am Sonntag 20.  Oktober 2019, 34 Jahre später, erneut zu  einem Dekanatsfest in die Rudolf­Wimmer­ Halle nach Altheim ein. Was erwartet Sie… … jede Pfarre bringt sich ein … alle Chöre singen gemeinsam … alle Minis sind dabei … Pralinenverkauf zum  Weltmissionssonntag … Gemeindefahnen von jeder Gemeinde … zaumwoxn und einander stärken – ein  starkes Zeichen für eine lebendige Kirche in  unserem Dekanat.

Ablauf: 09:30 Uhr gemeinsamer Festgottesdienst  aller Pfarren im Dekanat Mittagstisch  Kuchen von den KFB­Frauen Kinderprogramm Lesung mit Hans Kumpfmüller aus und das  Wort ist Bild geworden Gemeinsamer Abschluss Ende ca. 15:00 Uhr


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8 Vorschau: Feier der Ehejubilare am 13. Okt. um 8. 30  Uhr. Wir dürfen dazu die Brautpaare, die vor  25,  40,  50,  60  oder  65  Jahren  geheiratet  haben, einladen. Zusammen  mit  dem  Dekanatsfest  20.  10.  feiern wir auch den Weltmissions-Sonntag.  Er  wird  in  allen  katholischen  Gottesdiensten auf der ganzen Welt  gesammelt.  Von Amerika  und  Europa  bis  Asien  und  Afrika  sind  wir,  alle  1,3  Milliarden Katholiken, von Papst Franziskus  persönlich  aufgerufen,  den  Ärmsten  der  Armen  zu  helfen.  Missio  Österreich  bittet  Sie daher um eine Spende. Sie helfen damit  direkt  den  Priestern,  Ordensschwestern,  Missionarinnen  und  Missionaren  in  ihrem  Einsatz für die Ärmsten der Armen. 

Verschiebung der Friedhofsgestaltung und des Anlegens einer neuen Urnenstätte. Ich  muss  der  Pfarrbevölkerung  leider  mitteilen, dass uns von der Bauaufsicht des  Diözese  ein  Baubeginn  nicht  erlaubt  wird,  ehe  nicht  eine  passende  Vereinbarung  mit  der  Gemeinde,  die  dort  Grundbesitzer  ist,  existiert.  Die  Gemeinde  Altheim  hätte  uns  schon  öfter  angeboten,  den  Grund  gegen  den  Parkplatz  zu  tauschen,  aber  wir  haben  es  (bisher)  so  gesehen,  dass  eine  Gemeinde  sich  in  ihrer  kommunalen  Verantwortung  für einen Friedhof nicht entziehen möge.  Es  bedarf  also  jetzt  zuerst  wieder  neuer  Gespräche  mit  den  Gemeindevertretern,  dann mit der Diözese Linz.  Die  Künstlerguppe  aus  dem  Hausruck  bleibt  uns  mit  ihrer  Hilfe  treu,  wie  sie  sagten. Standesnachrichten Verstorben sind: Lisa Streif *1996; Maria Pögl *1929;  Leopold Gerstleitner *1940; Marianne  Feichtenschlager *1930; Josef Goldfried­ Doringer *1932; Christine Schmee *1960;  Getauft wurden:  Emily Elisabeth Wendel, Kalifornien;  Lorenz Mayringer, Ing. Sternstr.; Felix  Rieser, Bahnhofstr.; Impressum: Röm.­kath. Pfarramt Altheim, St. Laurenz 26, A­4950 Altheim Für den Inhalt verantwortlich: MMag. Dr. Franz  Strasser; Fotos: Franz Weinberger,  Franz Strasser;  Kontakt: pfarre.altheim@dioezese­linz.at http://pfarre­altheim.dioezese­linz.at/ PGR­Obfrau: Margarete Hagn; PKR­Obmann:  Josef Gadringer Auflage: 1800 Stück Erscheinungsweise:  vierteljährlich, Periodika; Bankverbindung: VB  Altheim AT65 4480 0300 87780100 ­ VBWEAT2WXXX

Der Herbst    macht  zwar  viel  Arbeit,  doch  strahlt  er  einen  eigenen  Glanz aus.  Bild  aus  Maria  Schmolln. 

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