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Altheimer Pfarrzeitung Nummer 4/2019

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten im Advent und in der Weihnachtszeit

Duccio di Buoninsegna, Sockel des Hochaltares der Maestà, Siena, um 13081311, Geburt des Herrn, Seite 2 u. 3 die Propheten Jesaja und Ezechiel;

Liebe Pfarrgemeinde,  das  Kirchenjahr  führt  wieder  das  Weihnachtsfest  herauf,  um  uns  auf  die  göttliche  Erlösung  aufmerksam  zu  machen.  „Ich verkünde euch eine große Freude“,  wird  der  Engel  den  Hirten  verkünden,  „heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, Christus der Herr.“  (Lk  2) Der endliche, vergängliche Mensch braucht  einen  Retter,  einen,  der  ihn  aus  der  Vergänglichkeit  und  Todesverfallenheit  rettet. Der „Retter“, so wird er kurz und gut  im  Lukas­Evangelium  genannt,  ist  uns  geboren und gesandt.  So  feiern  wir  nichts  Vergangenes,  sondern  Immerwährendes,  für  den  einzelnen  Menschen,  wenn  er  sich  dem  Evangelium  öffnet, wie für die ganze Menschheit.  Der Evangelist Lukas lässt seine tiefsinnige  Rede  an  Menschen  ergehen,  die  eine  große  Sehnsucht  nach  Heil  und  Frieden  hatten.  Nicht  dem  Kaiser  Augustus  gebührt  Ehre,  sondern Gott in der Höhe. Weil Gott aus der  Höhe  herabgestiegen  ist,  deshalb  ist  nun  wahrhaft  Friede  für  die  Menschen  angebrochen,  zumindest  der  Möglichkeit  nach. Die Geburt Jesu, mit allen Feinheiten  der  Erzählung  (Volkszählung,  keine  Aufnahme,  Stall,  Krippe,  Josef  und  Maria,  die Hirten, die Träume, die Drei Könige bei  Matthäus), sie sind ein Gegenprogramm zur  Verherrlichung  eines  Kaisers,  der  nur  mit  Waffengewalt  und  großer  Bürokratie  herrschen kann.  Ein  Evangelist  Johannes  stellte  die  Menschwerdung  Gottes  in  die  Vorstellungswelt  der  Gnosis  hinein,  in  eine  geistige Debatte der damaligen Zeit, ob der  Mensch  durch  bloße  selbst  ausgedachte  „Erkenntnisse“ gerettet werden könne, oder  durch die „Vernunft“ (den Logos) Gottes.  Die  Kirchenväter  des  3.  u.  4.  Jhd.  schließlich  haben  die  Geburt  des  Herrn 


2 bewusst an  den  Tagen  begangen,  an  denen  die  Römer  und  Griechen  die  Geheimnisse  ihrer  Gottheiten  feierten.  Die  Geburt  des  Herrn übertrifft sie meilenweit.  Die  Sehnsucht  nach  Frieden  für  die  Welt,  die  Sehnsucht  nach  persönlicher  Rettung,  alles  fließt  in  der  Botschaft  vom  göttlichen  Kind zusammen.  Der  Hl.  Leo  (+  461  n.  Chr.)  drückt  es  so  aus:  „Da  wir  in  Ehrfurcht  das  Erscheinen  unseres  Erlösers  begehen,  zeigt  es  sich,  dass  wir  unseren  eigenen  Anfang  feiern.“  Der alte Weg, so der Papst der frühen Zeit,  wird an Weihnachten abgeschnitten und der  Übergang  zum  neuen  Menschen  ist  vollzogen.  Unser  Leben  bekommt  eine  neue Qualität.  Tauchen  wir  wieder  ein  in  die  Sehnsuchts­  und  Bilderwelt  der  Heiligen  Schrift,  beginnend  bereits  mit  dem  Ersten  Testament,  der  Botschaft  der  Propheten,  und  sehen  wir  dann  in  Jesus  alles  erfüllt,  zumindest dem Anfang nach.  Noch  ein  kleines  Wort  steht  beim  Evangelisten Lukas, der es ja wissen muss,  weil  er  ebenso  über  breite  Zeiträume  und  Welträume  ebenso  geschrieben  hat,  wie  über kleine seelische Details: Ich meine die  Apostelgeschichte,  dort  steht  ebenfalls  „heute“, oder „jetzt hat sich erfüllt (Apg 2,  16).  Das  Heute  kommt  vor    beim  ersten  Aufreten  Jesu  in  der  Synagoge  von  Nazareth;  beim Zöllner Zachäus; und beim  Schächer  am  Kreuz,  bei  den  Predigten  der  Apostel auf ihren Missionsreisen.   Die  göttlichen  Geschichten,  sie  geschehen  heute.  So  wünsche  ich  Ihnen  stets  die  Sicht  der  Gegenwart und des neuen Anfangs.  Mit  einem  Kind  wird  neu  begonnen,  mit  einem Kind, wie es bei allen Völkern gleich  ist  und  von  allen  Menschen  normalerweise  geherzt und liebkost wird. Das Kind in der  Krippe,  die  starke  Verkündigung  des  Propheten  Jesaja,  unsere  Gottesmutter  Maria,  das  möge  uns  das  ganze  Jahr  begleiten.   So  wünsche  ich  Ihnen  frohe  Weihnachten  und Gottes Segen im neuen Jahre 2020.  Pf. Franz Strasser

Mit Gottes Wort durch den Advent und ins neue Jahr 2020 1. Adv. Sonntag 1. Dez. 2019  Jes 2,1–5; Mt 8,5–11  Viele Völker gehen und sagen: Auf, wir ziehen  hinauf zum Berg des HERRN und zum Haus des  Gottes Jakobs. Er unterweise uns in seinen Wegen,  auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn vom  Zion zieht Weisung aus und das Wort des HERRN  von Jerusalem. (Jes 2,3)  In Zeiten der Not und Unterdrückung entstanden  die großen Hoffnungsbilder, die das Volk Israel  trösten und ermutigen sollten, seinen Weg mit Gott  weiter zu gehen.  2. Adv. So. und Mariä Empfängnis 8. Dez. 2019 Gen 3,9–15.20; Eph 1,3–6.11–12; Lk 1,26–38  Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn  Jesus Christus. Er hat uns mit allem Segen seines  Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit  Christus im Himmel. (Eph 1,3)  Wie schön ist es, auserwählt zu werden von dem 

Jesaja; Duccio malte in byzantinischer Tradition und verlieh dieser den menschlichen Ausdruck.


3 einen Menschen, den man liebt. Um wie viel  schöner noch, von Gott auserwählt zu sein.  3. Adv. So. 15. Dez. 2019  Jes 35,1–6a.10; Jak 5,7–10;  Jubeln werden die Wüste und das trockene Land,  jauchzen wird die Steppe und blühen wie die Lilie.  Sie wird prächtig blühen und sie wird jauchzen, ja  jauchzen und frohlocken.

Mit dem aaronitischen Priestersegen und der Person  und dem Vorbild der Gottesmutter Maria erhält  das  Jahr einen guten Anfang. Ich kann das „Ja“ sagen,  zu dem, was kommen wird, weil über allem, auch  über dem Schweren, Gottes treuer Segen steht.

Wenn uns eine goldene Zukunft versprochen wird,  sind wir erst mal misstrauisch. Es gibt ja so viele  Versprechungen, die Werbung ist täglich voll  davon. Aber welche tragen wirklich in die  Zukunft?  Mt 11,2–11  Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr  hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner  Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man  in den Palästen der Könige. (Mt 11,8) 4. Adv. So. 22. Dez. 2019 Lesungen des Tages: Jes 7,10–14; Röm 1,1–7; Mt  1,18–24  Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen  geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind  empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie  wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns)  geben. (Jes 7,14)  Trauen wir Gott zu, dass er die Welt und unser  Leben retten kann? Rechnen wir mit ihm? 

Duccio; Prophet Ezechiel.

Heilige Nacht 24. 12. 2019 Jes 9, 1­ 6; Tit 2, 11 – 14; Lk 2  Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles  Licht; über denen, die im Land des Todesschattens  wohnten, strahlte ein Licht auf.

Rückblick Beim Erntedankfest herrschte rege Beteiligung.  Danke!  Es  wird  dieses  Fest  insofern  immer  wichtiger,  weil  die  Klimakrise  die  Situation  verschärft.  Wir  sind  zum  Teil  selber  für  das  Klima  verantwortlich.  So  ist  es  keine  Wenn einem ein Licht aufgeht, versteht man  Selbstverständlichkeit,  Sonnenschein  und  plötzlich und sieht wieder. Man erkennt Sinn und  Regen zur rechten Zeit zu genießen. Sehr aktiv  Bedeutung, sieht alles in neuem Licht. Weihnachten  waren  wieder  die  Kindergärten,  ferner  auch  heißt für uns, neu im Licht Gottes zu sehen.  Volksschule.  Danke  der  Musikkapelle  mit  ihrem starken  Orchester, den  Goldhauben­  und  1. Januar 2020  Neujahr   Hochfest der  Kopftuchfrauen  für  die  Erntebüscherl    und  Gottesmutter Maria  allen Mitwirkenden! Num 6,22–27; Gal 4,4–7; Lk 2,16–21  Danke wieder für Fotos Hr. Kons. Laci Vorich.  Der HERR sprach zu Mose: Sag zu Aaron und  Siehe dortige Homepage  seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen;  sprecht zu ihnen: Der HERR segne dich und behüte  dich.  Der HERR lasse sein Angesicht über dich  leuchten und sei dir gnädig. Der HERR wende sein  Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.

14 Tage  später  konnten  wir  25  Paare  als  Ehejubilare  begrüßen,  die  65/50/40/25  Jahre  verheiratet  sind. Wir  wünschen  noch  weiterhin  viele schöne, gemeinsame Jahre. 


4 Am 20. Okt. kamen wir nach 29 Jahren wieder  zu  einem  Dekanatsfest  zusammen.  Unter  Leitung des Dechants Propst Markus Grasl, mit  einem  großen  Chor,  vielen  Ministranten,  mit  den  zuständigen  Pfarrern,  konnte  ein  gemeinsames  Fest  gefeiert  werden.  Es  tat  sichtlich  allen  wohl,  wieder  einmal  eine  große  Gemeinschaft  zu  spüren.  Kirche  ist  Gemeinschaft,  sich  zeigend  in  der  Liturgie,  Diakonie und im Zeugnisgeben.  Eine  Anregung  war,  alle  10  Jahre  ein  Dekanatsfest zu begehen. (Siehe Bericht auf: ) Warum  das  Dekanat  Altheim  aufgegeben  werden soll, kann ich  bis  jetzt nicht  verstehen.  Ich  brachte  meine  Meinung  in  Linz  schon  vor.  Wir  haben  in  der    PGR­Sitzung  vom  20.  11.  uns  weiterhin  für  den  Verbleib  einer  eigenständigen  Pfarre,  zugehörig  zum  Raum  Polling,  Geinberg,  Mühlheim,  Gurten,  Obernberg,  Reichersberg,  plädiert.  Die  neue  Reform  nennt  sich  "Zukunftsweg",  ist  aber  geschichtslos.  

Hier der  Kindergartgen Wiesnerstraße  beim  Kennenlernen  eine  RK­Autos.  Diesen  Kindergarten besuchen dzt. 36 Kinder.   Im  Kindergarten Bettmesserstraße  mit  dem  Anbau  einers  fünften  Gruppenraumes  sind  es  dzt. 94 Kinder. Die  Stadtgemeinde  Altheim  bemüht  sich  um  Unterbringung.  Die  Pfarrcaritas  Allerheiligen  durften  wir  in  großer  gute  organisiert das Personalmanagement.  Danke den  Versammlung  wieder  begehen.  Danke  für  die  Pflege und Betreuung der Gräber. Der Friedhof  Kindergärtnerinnen/Helferinnen/Zivis  für  ihren  ist ein Ort des Gedenkens, der Erinnerung, der  Dienst. neuen Visionen und Hoffnungen.  Am  Sonntag  17.  11.  begingen  wir  den  Caritassonntag  für  Menschen  in  Not  in  OÖ.  Es konnten 1.395.­€ gesammelt werden. Danke  für Ihre Spenden.  Die Martinsfeiern der beiden Kindergärten  Bettmesserstraße und Wiesnerstraße waren  wieder sehr gut besucht. Die Kinder führten  beide Male die Geschichte des Mantelteilens  auf, dazu Lieder und Gebete. Der Hl. Martin  zeigte eine solidarische Lebenshaltung, verband  Gottes­, Nächsten­ und Selbstliebe. Worte lehren  uns, Beispiele ziehen uns.  

Dzt. steht  ja  die  Sanierung  des  Turms  des  Mariä  Empfängnis­Domes    zu  Linz  an.  Wir  halten  dafür  eine  Sammlung  am  So.  8.  12.  2019  Einer von uns hat es geschafft bis ganz hinauf ­  Florian Zeilinger, Architekturbüro Weilhartner. 


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Ausflug nach  Maria  Schmolln  mit  dem  BAH.  Das  Personal  gibt  sich  viel  Mühe,  so  abwechslungsreich  wie  möglich  die  Tage  im  Heim  zu  gestalten.  Einmal  im  Jahr  ist  auch  eine  Wallfahrt geplant. Heuer 19. 9. 2019. Der Sozialdienst des RK organisierte den Transport. Di. 31. 12. um 16. 00 Uhr  Vorschau – neben den normalen  Jahresschlussandacht in St. Laurenz;  Gottesdienstzeiten  Mi. 1. 1. Neujahr um 8. 30 Uhr St. Laurenz;  So. 8. Dez. Sammlung für Linzer Dom. So. 5. 1. 2020 ­ 2. So. nach Weihnachten um  Do. 12. 12. um 7. 00 Uhr Rorate in der  8. 30 Uhr St. Laurenz;  Marktkirche. Anschl. Frühstück. Mo. 6. 1. um 8. 30 Uhr Einzug der Sternsinger, St. Laurenz; Sa. 14. Dez. 17. 00 Uhr Weihnachtskonzert.  Pfarrkirche St. Laurenz.  Daniel Hintermaier,  Andreas Penninger und Viktoria Scharinger  mit Advent­ und Weihnachtslieder. Eintritt 10.­ €  3. Adv. Sonntag – Sammlung SSF für  Menschen in Mozambique und andere Länder.   Chor Chorisma.  4. Adv So. ­ 11. 00 Uhr Sternsingerprobe im  Pfarrheim Wir bitten und laden wieder ein: Kinder,  Jugendliche, Erwachsene zum Sternsingen.  Hilfe bringen unter einem guten Stern – am Do. 2. u. Fr. 3. Jän. 2020  24. 12. Hl. Abend, 16. 00 Uhr Kindermette;  Wortgottesdienst;  22. 00 Uhr Mette;  25. 12. um 8. 30 Uhr Christtag, St. Laurenz;  Do. 26. 12.  um 10. 00 Uhr in St. Sebastian  So. 29. 12. um 8. 30 Uhr Fest d. Hl. Familie, gestaltet von Jungmusikern;

Sammlung am 3. Adv.  So. für SSF der Kath.  Männerbewegung.  Heuer besonders für  Mozambique, das ja  durch einen  verheerende Sturm im  Frühahr sehr gelitten  hat.  Zur Aktion SSF ­ siehe  Homepageseite der  KMB Linz. 


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Beginn der Firmvorbereitung am Christkönigssonntag 24. 11. 2019. Wir möchten die Firmlinge  gerne begleiten!  Nach  jahrtausendealter  Tradition,  gezwungen  auch  durch  die  Diskussionen  mit  den  Reformatoren,  hat  die  katholische  Kirche  im  Trienter Konzil (1545 – 1563)  die Siebenzahl der Sakramente festgelegt. Dieses  hatte  nicht  nur  geschichtliche  Gründe,  sondern  auch  von  der  Bibel  begründete  und  anthropologische  Gründe,  die  nicht  gering  eingeschätzt werden können.  So  entstand  ein  sinnvolles  Schema,  wie  wir  es  bis    heute  haben  und  nachvollziehen  können:  eine  Gesamtüberblick  vom  Inhalt  der  Sakramente würde so aussehen: Es  gibt  A)  eine Grundlegung und Besiegelung christlicher Existenz. 1. Taufe  2. Firmung B)  die Feier Communio 3. Die Eucharistie

der

gottmenschlichen

C) die  Erneuerung und Stärkung der christlichen Existenz 4. Buße 5. Krankensalbung

D) den Aufbau des kirchlichen Lebens 6. Ordo 7. Ehe Letztes  Jahr  2019  hatten  wir  beim  Anbetungs- und Fronleichnamstag  das  Sakrament  der  Taufe.  Dieses  Sakrament  begründet  alle  Würde,  alle  Rechte,  auch  alle  Pflichten,  also  alle  grundlegenden  Verhältnisse  des  Menschen  zu  Gott,  zum  Nächsten  (zur  Kirche)  und  zu  sich  selbst.  Weil  dieses  Sakrament  so  grundlegend  ist,  sagte  man  früher:  Es  vermittelt  die  „heiligmachende“ Gnade, die Gnade, die uns  zu Gott führt.  Heuer  würde  ich  als  Thema  für  2020  vorschlagen: das Sakrament der Firmung. Durch die Kraft des Heiligen Geistes werden  wir gestärkt für das Leben.  Das  Sakrament  möge  besonders  die  13/14­ jährigen Kinder stärken, den eigenen Weg ins  individuelle  und  kirchlich/gesellschaftliche  Leben zu finden.  Es  gibt  ja  viele  Gefahren  für  den  jungen  Menschen, zugleich auch viele Chancen. 


7 Wir haben  uns  bei  Elternabenden  oft  schon  gefragt: Wie geht es den Kindern? Was bewegt  sie? Was brauchen sie? Was begeistert sie?   Ich lade zum Eltern- und Patenabend deshalb wieder ein: Mi 11. 12.  um    19.  30  Uhr  Pfarrheim

Ich drucke  hier  einen  Teil  der  Lebensbeschreibung  des  Seligen  ab;  2. Teil  am  Verkündzettel zum Feiertag 8. 12. (oder auf der  Homepage).  In  Maria  Immaculata  finden  wir  eine  positive  Sicht der Schöpfung und Erlösung. Wir meinen  ja  heute,  das  Universum  vermessen  zu  können  (14  Mrd.  Lichtjahre),  in  Datenbanken  alles  speichern  zu  müssen,  aber  die  wahren  Erkenntniszusammenhänge  werden  uns  erst  im  Glauben an Gott vermittelt.    Die LKZ schreibt dazu: Empfänglich ­ diese  erstaunliche  Weisheit führt Maria, die Gottes ‐ empfängerin, vor Augen:  In der Selbstbehauptung allein verliert sich ein  Mensch.  Empfänglich muss er werden,  offen und bereit, sich einzulassen,  auf das, was von Gott entgegenkommt.  Nicht das käuflich Erworbene,  das Empfangene macht ein Leben reich.    Man braucht sich nicht fürchten, wenn Gott  eintritt ins Leben. Im Einlassen Gottes findet ein Mensch zu sich  selbst.  Menschen werden  Schwestern und Brüder.

Radio Horeb Wer  in Altheim  das  Kabel­TV  empfängt,  kann  auch  die  zwei  christlichen  Radiosender  Radio  Maria  und  Radio  Horeb  empfangen.  Es  ist  ein  buntes Programm, das den ganzen Tag geboten  wird,  Gebete,  Lieder,  Feiern,  Nachrichten,  Meditationen  usw.  Besonders  interessant  sind  die Vorstellung der Tagesheiligen. So hörte ich  zufällig am 8. 11. zum Seligen Duns Scotus. In  Mühlheim,  vorne  im  Presbyterium,  findet  sich  der  Sel.  Duns  Scotus.  Er  hat  die  Unbefleckte  Empfängnis  Mariä  theologisch  beschrieben,  1854  wurde  das  dann  dogmatisiert.  Der  damalige  Pfarrer  von  Mauernberg  muss  in  der  Auftragsgabe  an  den  Künstler  von  1773/38  so  versiert  gewesen  sein,  dass  er  dieses  Thema  wünschte.  (Oder  soll  ich  es  dem  Künstler  zutrauen?) So kam der Sel. Duns Scotus nach Mühlheim.   Das  Fresko  aus  der  Zeit  um  1737  stellt  den  Seligen dar, zusammen mit einem Pfarrer (von  Mauernberg?) und Adeligen seiner Zeit. 

Johannes Duns Scotus, Gedenktag 8. November John Duns  Scotus,  oder  zu  deutsch,  Johannes  Duns  Scotus  wurde  im  Jahr  1265  oder  66  in  Duns,  in  einem  kleinen  Städtchen  im  Südwesten  Schottlands  geboren.  Er  wurde  nach  seinem  vermutlichen  Geburtsort  Duns  nahe  der  englischen  Grenze  benannt.  Später  erhielt  er  den  Beinamen  Scotus,  was  soviel  heißt  wie  „der  Schotte“.  Schon  in  frühen  Jahren  hatte  der  kleine  Johannes  Kontakt  zu  den  Franziskanern  in  seinem  Heimatort  und 


8 besuchte ab  seinem  14.  Lebensjahr  deren  Schule.  Bald  darauf  trat  er  in  den  franziskanischen  Orden  ein  und  begann  mit  dem Studium der Theologie und Philosophie in  Oxford  und  Paris,  möglicherweise  auch  in  Cambridge.  Am  17.  März  1291  wurde  er  schließlich  im  Kloster  St.  Andrews  in  Northhampton  zum  Priester  geweiht.  Nun  begann er als Baccalaureus in Oxford, Paris und  Cambridge, seinen ehemaligen Studienorten, zu  unterrichten. In dieser Zeit kommentierte er u.a.  die  Sentenzen,  das  Hauptwerk  des  Petrus  Lombardus,  eines  scholastischen  Theologen  und Bischofs von Paris. Wegen  seines  Einsatzes  für  die  Glaubenswahrheit  von  der  Unbefleckten  Empfängnis Mariens, musste er 1307 endgültig  Paris  verlassen.  Nun  wurde  er  nach  Köln  berufen,  wo  er  als  Lektor  ans  Generalstudium  der Franziskaner an der Kölner Minoritenkirche  kam  und  dort  ebenfalls  als  Professor  und  Studentenseelsorger  wirkte.  Auf  Anordnung  seines  Ordensgenerals  sollte  er  außerdem  der  Ausbreitung  der  Irrlehren  entgegenwirken.  Doch  dazu  kam  es  nicht  mehr.  Denn  am  8.  November des Jahres 1308 starb Johannes Duns  Scotus  43­jährig,  vermutlich  an  der  Pest.  Beigesetzt  wurde  er  in  der  Kölner  Minoritenkirche. In einer Inschrift am Grab des  Seligen heißt es: „Schottland hat mich geboren,  England  mich  aufgenommen,  Gallien  hat  mich  gelehrt,  Köln  besitzt  mich.“ Am  Südportal  des  Kölner  Doms  befindet  sich  an  der  linken  Portaltür,  der  Bischofstür,  das  Scotus  Relief,  von  Ewald  Mataré.  In  sieben  Reliefs  sind  dort  die  Gaben  des  heiligen  Geistes  dargestellt.  Scotus  versinnbildlicht  hierbei  den  Verstand.  Eine  Armspeiche  des  Ordensmannes  war  im  Jahr  1954  durch  Kardinal  Frings  in  die  Krypta  der  ehemaligen  Franziskanerkirche  von  Köln  übertragen  worden. Am  20.  März  1993,  sprach  Papst  Johannes  Paul  II.,  der  13  Jahre  zuvor  an  seinem  Grab  gebetet  hatte,  den  schottischen  Franziskaner selig. Zusammen mit Thomas von  Aquin  und  Bonaventura  gilt  er  als  bedeutender  Lehrer  der  Theologie.  Darstellungen  des  Johannes Duns Scotus findet man vor allem im  Kölner  Raum.  Sie  zeigen  ihn  meist  als  Franziskaner  mit  Jesuskind  oder  mit  der  Unbefleckten Empfängnis.    

Sternsingen in Altheim Do. u. Fr. 2./3. Jän.  2020 Standesnachrichten Verstorben sind: Engelbert Hintermaier *1941; Otto Prentner  *1942; Margarete Dattendorfer *1934;  Stephanie Maria Weinberger * 1944; Walter  Pfaffinger *1936; Johann Bernroitner *1921;  Marianne Pointinger *1930; Franz Zauner  *1945; Kurt Sinzinger *1937; Maria  Schernhammer *1930;    Getauft wurden:  Esther Guggenberger, Mühlheimerstr.; Letitia  Lettner, Wiesnerstr.; Jakob Baier,  Brucknergasse; Impressum: Röm.­kath. Pfarramt Altheim, St. Laurenz 26, A­4950 Altheim Für den Inhalt verantwortlich: MMag. Dr. Franz  Strasser; Kontakt: pfarre.altheim@dioezese­linz.at http://pfarre­altheim.dioezese­linz.at/ PGR­Obfrau: Margarete Hagn; PKR­Obmann:  Josef Gadringer Auflage: 1800 Stück Erscheinungsweise:  vierteljährlich, Periodika; Bankverbindung: VB  Altheim AT65 4480 0300 87780100 ­ VBWEAT2WXXX

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