Page 1

RALF RAßLOFF

Die Erregung der Seelen beim Streben nach Glück


Impressum

Der Katalog erschien anlässlich der Ausstellung: „Ralf Raßloff - Die Erregung der Seelen beim Streben nach Glück“, Galerie Frank Schlag & Cie., Essen, Germany (Januar - März 2014) Katalog und Redaktion Alexandra Badke - Galerie Frank Schlag & Cie. GmbH, Essen, Germany Text und Fotografie Ralf Raßloff, Mülheim a. d. Ruhr Cover

Die Erregung der Seelen beim Streben nach Glück | 2011 | Pigmentierte Tinte auf Büttenpapier | 47 x 30 cm

Auflage 250 Exemplare

© Herausgeber, Künstler, Autor und Fotografen Herausgeber | Publisher

GALERIE FRANK SCHLAG & CIE. Meisenburgstraße 173 45133 Essen Fon: 0201/180 77 72 Fax: 0201/180 77 73

E-Mail: german-modern-art@t-online.de Internet: www.german-modern-art.com Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 14-19 Uhr, Sa. 11-16 Uhr, sowie nach Vereinbarung


RALF RAßLOFF

Die Erregung der Seelen beim Streben nach Glück

GALERIE FRANK SCHLAG & CIE.


Die Erregung der Seelen beim Streben nach Gl端ck | 2013 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Die Erregung der Seelen beim Streben nach Gl端ck | 2013 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Die Erregung der Seelen beim Streben nach Gl端ck | 2012 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Die Erregung der Seelen beim Streben nach Gl端ck | 2012 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Die Erregung der Seelen beim Streben nach Gl端ck | 2013 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


RALF RAßLOFF

Die Erregung der Seelen beim Streben nach Glück „Du sollst dir deine [Natur] ohne jede Einschränkung und Enge, nach deinem Ermessen, [...] selber bestimmen. Weder haben wir dich himmlisch noch irdisch, weder sterblich noch unsterblich geschaffen, damit du wie dein eigener, in Ehre frei entscheidender, schöpferischer Bildhauer dich selbst zu der Gestalt ausformst, die du bevorzugst.“ Pico della Mirandola: Über die Würde des Menschen (1486/1990) In der Konkurrenz der Geschlechter stehen sich die Idealvorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit gegenüber. Dabei werden die Definitionen meist widersprüchlich, also sich ausschließend (männlich = nicht weiblich) wahrgenommen. Irritierende Abweichungen, genetisch oder verhaltensbedingt, führen dazu, dass Mann nicht gleichbedeutend mit Männlichkeit ist, ebenso wenig wie Frau mit Weiblichkeit. Die Vielfalt der Möglichkeiten des Seins und des Begehrens eröffnet innerhalb der Geschlechter eine Vielzahl von Zuschreibungen, woraus folgt, dass es die „Männlichkeit“ oder die „Weiblichkeit“ nicht gibt. Vielmehr gibt es verschiedene „Männlichkeiten“ und „Weiblichkeiten“, die innerhalb der kulturellen und sozialen Vorgaben der Geschlechterkategorien eigene, auf Geschlecht und Begehren bezogene Identitäten bilden: Identitäten, die eingebunden sind in Vorstellungen von Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft. Wer bist Du? Wer bin ich? Was ist dein Begehren? Wir beleben die Portraits mit Vergleichen unserer eigenen Leben. Wir schreiben ihnen ihre eigenen Wirklichkeiten und Lebensgeschichten zu. Wir möchten sie teilen - oder auch nicht. Wir sind berührt - oder abgestoßen. Und wir sind angeregt, uns selbst zu gestalten. Ralf Raßloff, Januar 2014


Die Erregung der Seelen beim Streben nach Gl端ck | 2014 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Melancholie des Augenblicks | 2008/2009 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 76 x 56 cm


Melancholie des Augenblicks | 2008/2009 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Melancholie des Augenblicks | 2008/2009 | Pigmentierte Tinte auf B端ttenpapier | 152 x 102 cm


Merle | 2011 | C-Print | 47 x 30 cm


Merle | 2011 | Installation, C-Print | GrĂśĂ&#x;e variabel


RALF RAßLOFF

BIOGRAFIE 1965 1981-84 1992 -2000 seit 1995 2001 2002 2007 2009-12 2010

geboren in Mülheim an der Ruhr Ausbildung zum Flach- und Hochdrucker bei der Firma Riehl in Mülheim an der Ruhr Studium an der Uni-GHS-Essen bei Prof. Dr. Herta Wolf und Bernhard Prinz mit dem Schwerpunkt Fotografie/Film freiberuflicher Fotograf und Fotodesigner 2. Preis „Digitale Bildwelten“, Recklinghausen BFF-Preis Beste Diplomarbeit 2000 Förderpreis für Kunst und Wissenschaft, Mülheim Hermann Lickfeld-Preis für Bildende Kunst Dozent für Fotografie an der FAdbK Essen nominiert für den St. Leopold Friedenspreis, Klosterneuburg, Wien, Österreich

lebt und arbeitet in Mülheim an der Ruhr

AUSSTELLUNGEN (Auswahl) 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2006

„Die Erregung der Seelen beim Streben nach Glück“, Galerie Frank Schlag & Cie., Essen „Hair“, Ludwig Galerie, Schloß Oberhausen, Oberhausen (G) „Benefit“-15 Jahre Galerie Merkle, Stuttgart (G) „7Werk“, Kunstverein Leichlingen (G) „Augenblicklich-90 Jahre Duisburger Künstlerbund“, Alte Schreinerei im HKM in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum Duisburg (G) „Best of Ruhrgebiet - Top 20“, Galerie Frank Schlag & Cie., Essen (G) „47/12“ , Lehmbruck Museum, Duisburg (G) „Best of Ruhr 2012“, Kommunale Galerie Berlin, Berlin (G) „Da capo“, BBK Aachen/Euregio e.V., Aachen (G) „Open House“, Duisburg (G) „C.A.R. NUIT BLANCHE“, Paris, Frankreich (G) Künstlerbund Duisburg, Galerie des Lehmbruck Museums, Duisburg „Es werde Dunkel! - Nachtdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst“, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr (G) „Große Kunstausstellung NRW“, Kunstpalast Düsseldorf (G) „Mobilite-Metropole-Migration“, Kiron Espace, Paris, Frankreich (G) „Fotosommer Stuttgart“, Baden Wütenbergischer Kunstverein Stuttgart (G) „Aktualität und Prozess - XV. Ausstellung der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler“, Lehmbruck Museum, Duisburg (G) „To-Nung“, cubus kunsthalle, Duisburg mit Klaus Florian Gedacks Salon, Berlin (G) „Ungewisser Ausgang“, Siegerlandmuseum, Siegen „Tandem-50 Jahre Mülheimer Kunstverein“, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mühlheim an der Ruhr (G)


ISOLDE FREPOLI

BIOGRAFIE

„Persona“, Galerie Frank Schlag & Cie., Essen „Figuren und Portraits“, Kunstverein Lemgo (Eröffnung mit Jean-Christophe Ammann) Kunstsalon im Haus der Kunst, München (G) „Bildnisse“, Kunstverein Oerlinghausen, Oerlinghausen „Portraits“, ZIF Bielefeld, Bielefeld „Aus Erde geschaffen-Positionen zeitgenössischer Plastik aus Ton“, Stadtmuseum im Spital,Crailsheim (G) „Facetten des Realismus“, Kommunale Galerie Mörfelden-Walldorf, Mörfelden-Walldorf Triennale Kleinplastik, Fellbach (Kuratoren: Jean-Christophe Ammann, Natalie de Ligt) (G) „Figuren und Portraits“, Lichtforum Lemgo, Lemgo „Terrakottabüsten“, Galerie Gering, Frankfurt/Main „Dialoge“, Kunstverein Bielefeld, Bielefeld „WegZiehen“, Frauen-Museum, Bonn (G) „Köpfe“, Lippisches Landesmuseum, Detmold „Kunst in Ostwestfalen-Lippe“, Kunsthalle Bielefeld, Bielefeld (G) „Das Ich und das Selbst“, Köpfe und Torsi, Rudolf Koepke Haus, Schwalenberg Galerie im Studio, WDR-Landesstudio Bielefeld Skulpturenweg im Watt, Hooksiel „Der Mensch in seinem Raum“, Innenministerium Düsseldorf, Düsseldorf (G) „Der Blick in den Spiegel“, Städtische Galerie in der Reithalle, Paderborn (G)

2014 2011 2010 2008 2006 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1997 1996 1995

lebt und arbeitet in Schlangen, Nordrhein-Westfalen

geboren in Savona, Italien Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München Meisterschülerin, später Assistentin bei Prof. Erich Koch Jubiläums-Stipendien-Stiftung der Akademie der Bildenden Künste München freischaffende Bildhauerin Stipendium der Gemeinde Wangerland, Künstlerhaus, Hooksiel Melitta Förderpreis für Bildende Kunst, Minden

1961 1983 1987-89 1989 seit 1990 1996

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)


Catarina | 2013 | Terrakotta, engobiert | 49 x 35 x 28 cm


Awa | 2012 | Terrakotta, engobiert | 45 x 32 x 23 cm


Kรถnigin | 2008 | Terrakotta, engobiert | 74 x 34 x 27 cm


Nori | 2008 | Terrakotta, engobiert | 74 x 36 x 26 cm


Natalia | 2002 | Terrakotta, engobiert | 54 x 37 x 29 cm


Lori | 2005 | Terrakotta, engobiert, Zellstoff | 90 x 37 x 26 cm


ISOLDE FREPOLI Zu den Arbeiten:

Der frühere Direktor des Kunstmuseums Basel, Georg Schmidt, unterschied einmal zwischen Naturalismus und Realismus. Naturalismus sei dem Abbild verpflichtet, Realismus dagegen transportiere die gesellschaftliche Wirklichkeit (in: “Umgang mit Kunst“, Olten 1996, S.27-36). Jeder Mensch ist konstitutiver Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit und diesen, nur diesen Menschen interessiert Isolde Frepoli. Sie ist eine Grenzgängerin, denn das, was sie tut, wird schnell ins konservative Lager der ewig Gestrigen abgeschoben. Welch ein Irrtum! Jetzt, wo junge Künstler sich erneut der gegenstandsbezogenen und figurativen Malerei zuwenden, zeigt sich plötzlich, was die Kenntnis und Erfahrung des dreidimensionalen Raumes bedeutet. Die Bildschirmwahrnehmung, die wir in den dreidimensionalen Raum transportieren, ist Lug und Trug. Michel Houllebecq hat es uns in seinem Roman „Plattform“ magistral vor Augen geführt (Köln 2002). Während die mediale und digitale Raumerfahrung zum täglichen Brot gehören, scheint uns der dreidimensionale Raum als existenzielle Wirklichkeit zu entgleiten. Isolde Frepoli ist Bildhauerin und sie arbeitet ausschließlich im dreidimensionalen Raum: nicht aus einem zweidimensional abgeleiteten, sondern aus dem erlebten erinnerten Raum ihrer Wahrnehmung und ihres Körpergedächtnisses. (Das Körpergedächtnis ist ein genetisches, ein biografisches, ein sich erinnerndes und ein kulturelles Gedächtnis.) „Der Maßstab des Naturalismus“, sagte Georg Schmidt, „ist die äußere Richtigkeit - der Maßstab des Realismus die innere Wahrheit“. Die Skulpturen von Isolde Frepoli leben von der inneren Wahrheit, von ihrem Selbstgefühl, von ihrem Selbstbewusstsein, von ihren Träumen, von ihren Erinnerungen, von ihrem Staunen und ihrer Entrücktheit. Entscheidend ist, dass sie dies in der Gegenwart tut. Isolde Frepoli spielt nicht mit einer fiktiven Gegenwart. Sie arbeitet mit der emotionalen Gegenwart des Modells in einem bestimmten wahrnehmungsspezifischen Moment, dessen Entgrenzung macht, dass wir immer wieder zu ihren Skulpturen zurückkehren wollen. Diese Entgrenzung oder Verzeitlichung eines spezifischen Moments lässt uns keine Ruhe. Immer wieder suchen wir nach der Vergewisserung, nach diesem „Verweile doch, du bist so schön“, wobei der Akzent auf dem Verweilen liegt, weil doch das Schöne, das Besondere, das Zeitlose so schwer zu definieren ist. Jean-Christophe Ammann (ehem. Direktor des Museums für Moderne Kunst, MMK Frankfurt)


Sophie | 2010 | Terrakotta, engobiert | 50 x 38 x 30 cm


Amy | 2008 | Terrakotta, engobiert | 77 x 36 x 28 cm


Anna | 2006 | Terrakotta, engobiert | 55 x 33 x 28 cm


Tochter (Leonie) | 2007 | Terrakotta, engobiert | 73 x 35 x 24 cm


Mutter (Elisabeth MasĂŠ) | 2007 | Terrakotta, engobiert | 66 x 41 x 27 cm


ISOLDE FREPOLI

Persona

GALERIE FRANK SCHLAG & CIE.


Impressum

Der Katalog erschien anlässlich der Ausstellung: „Isolde Frepoli - Persona“, Galerie Frank Schlag & Cie., Essen, Germany (Januar - März 2014)

Katalog und Redaktion Alexandra Badke - Galerie Frank Schlag & Cie. GmbH, Essen, Germany

Text Jean-Christophe Ammann (ehem. Direktor des Museums für Moderne Kunst, MMK Frankfurt)

Fotografie Isolde Frepoli

Cover Atelier 2012

Auflage 250 Exemplare

© Herausgeber, Künstler, Autor und Fotografen

Herausgeber | Publisher

GALERIE FRANK SCHLAG & CIE. Meisenburgstraße 173 45133 Essen Fon: 0201/180 77 72 Fax: 0201/180 77 73

E-Mail: german-modern-art@t-online.de Internet: www.german-modern-art.com Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 14-19 Uhr, Sa. 11-16 Uhr, sowie nach Vereinbarung


ISOLDE FREPOLI PERSONA

2014 raßloff frepoli