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10th International Hamburg Symposium „Sport and Economics“

nern ein. Insbesondere sog. „Nischensportarten“ öffnet sich hier eine neue Marketingplattform. Sowohl der ehemalige Skateboardweltmeister Tony Hawk als auch der aktuelle Olympiasieger im Snowboarden, Shaun White, sind außerhalb ihrer domainspezifischen Fangemeinde einem größeren Publikum vor allem durch die nach ihnen benannten digitalen Spiele bekannt. Ein Testimonial in Form eines Cover-Bildes auf einschlägigen digitalen Sportspieltiteln wie z.B. Kricket, Biathlon oder Skispringen korreliert mit dem Werbewerb des jeweils dargestellten Athleten. Darüber hinaus eröffnet die digitale Adaption realer Sportstätten neue Möglichkeiten des Ticketings und der Zielgruppenbindung, insbesondere für Merchandising und Crossselling. Auf der anderen Seite wird das Verhältnis zwischen realem Sport und eSport als Konkurrenz um die begrenzten Ressourcen von Aktiven, Zuschauern und Werbegeldern wahrgenommen. Die Reaktionen darauf sind indes uneinheitlich. Bei den Olympischen Sommerspielen in Beijing 2008 war eSport Teil des offiziellen kulturellen Rahmenprogramms. Anlässlich der in diesem Jahr in Singapur erstmals stattfindenden Olympic Youth Games wird mit „Odyssee“ erstmals eine online basierte virtuelle Welt zu Kommunikations- und Marketingzwecken im Kontext einer Sportgroßveranstaltung genutzt. Während eSport von verschiedenen nationalen Sport-Dachverbänden, von Amerika über Europa bis Asien, als Sportart anerkannt wird, schließen andere Nationen, wie auch Deutschland, dieses mit Verweis auf eine fehlende Körperlichkeit der Aktivität aus (Ein Argument, das allerdings in Zeiten von großmotorisch zu steuernden Interfaces (bspw. Eye-Toy von Sony oder Wii von Nintendo) zunehmend an Bedeutung verliert). In dem hier zur Rede stehenden Beitrag soll an konkreten Beispielen das Verhältnis zwischen institutionalisiertem Sport und digitaler Adaption beleuchtet werden. Dabei sollen mögliche Mehrwerte ebenso wie Problemfelder identifiziert werden, welche auf die Vermarktung und die Inszenierung von Sport und Sportveranstaltungen wirken.

Virtualisation of sport – Strategic directions of BBC’s online assets Fabian Birgfeld Sport is a leisure activity, a way to connect with others, whether as an active participant or a passive audience. Sports in general and sports events in particular create communities where emotions run high and where people from the most diverse backgrounds overcome their differences and come together as one community. During the age of linear broadcasting and analogue media covering Sports was straight forward. The broadcaster delivered the event to the living room or the pub or wherever a passionate audience gathered to experience the event. The game or the competition was on the screen, the passion, the emotions and the bonding among enthusiastic fans played itself out in front of the screen.

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THORSTEN SCHAUERTE, Dr. phil., ist seit 2008 Professor für Sport- und Eventmanagement an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation. Er studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Promotion 2002 an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Habilitation 2007 an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Venia legendi für Sportsoziologie. Von 2002 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaften der JLU Gießen. Von 2005 bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportpublizistik der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaften der JLU Gießen. Lehr- und Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Sportzuschauer, Vorbilder im Sport, Formen des Sportjournalismus, Inszenierungen des Sports, Spannungserleben im Sport. HANS-JÜRGEN SCHULKE is professor of Sport- and Eventmanagement at Macromedia University of Applied Sciences for Media and Communication. He studied educational science and sport at the University of Hamburg and afterwards was head of the educational division at the Hamburg Sport Federation. After receiving his examination and Ph.D, he teached sport science at the University of Bremen. He is founder of the Institute of Health, Sport and Nutrition (1987) and the Institute of Sportmanagement (1988) at the University of Bremen. Hans-Jürgen Schulke was secretary general of the German Gymnastics Festival 1994 in Hamburg from 1991 until 1995. He was director of the department of sport of the City of Hamburg between 2000 and 2005. In his term of office he was responsible for the Olympic bid of the City of Hamburg and chair of the conference of the German sport ministers for the FIFA World Cup 2006. Hans-Jürgen Schulke is member of the executive committee of the organizing committee of several sport events (among others: Special Olympics National Games Bremen 2010). His areas of research where he has numerous publications include sport megaevents and public viewing. | Hans-Jürgen Schulke ist Professor für Sport- und Eventmanagement an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg. Er studierte an der Universität Hamburg Erziehungswissenschaften und Sport und war anschließend hauptamtlicher Bildungsreferent der Hamburger Sportjugend. Nach Staatsexamen und Promotion wurde er Hochschullehrer an der Universität Bremen im Studiengang Sportwissenschaft. 1987 gründete er das Institut für Gesundheit, Sport und Ernährung und 1998 das Institut für Sportmanagement. Von 1991 bis 1995 war er Generalsekretär für das Deutsche Turnfest 1994. Von 2000 bis 2005 fungierte er als Sportamtdirektor und Landessportreferent des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg; er war u.a. für die Olympiabewerbung der Stadt verantwortlich und hatte für die Sportministerkonferenz die Federführung bei der Fußball-WM 2006. HansJürgen Schulke im Organisationskomitee verschiedener Sportgroßveranstaltungen (u.a. Special Olympics National Games Bremen 2010) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte und zahlreichen Veröffentlichungen sind u.a. in den Bereichen Sportgroßveranstaltungen und Public Viewing zu finden.

Programmhaft 10. Internationales Hamburger Symposium "Sport und Ökonomie"  
Programmhaft 10. Internationales Hamburger Symposium "Sport und Ökonomie"  

Beinhaltet den Ablauf sowie Informationen zu den Referenten und Vorträgen des 10. Internationalen Hamburger Symposiums, 16.07. - 17.07.2010...

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