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Nachgefragt

IM GESPRÄCH

LINZ. Philipp Schrangl ist der Linzer Spitzenkandidat für die Nationalratswahl 2013. Der gelernte Jurist hat sich bereits als RFS-Obmann und in der Österreichischen Hochschülerschaft einen guten Namen gemacht. „Wir Linzer“ hat ihn zu einem Gespräch gebeten. Wir Linzer: Wie bist Du zur Politik gekommen? Philipp Schrangl: Ich war ich immer schon ein politischer Mensch. Schon meine Volksschullehrerin an der Europaschule in Linz hat mir einmal prophezeit, dass ich Politiker werde. Ich bin sehr hilfsbereit und habe mich für ungerecht behandelte Mitschüler eingesetzt und immer das letzte Wort für mich beansprucht. Ob sie es als Kompliment gemeint hat, glaube ich aber eher nicht (lacht). Und so ging die Karriere weiter, über Klassensprecher im Gymnasium und Soldatensprecher während meiner Wehrdienstzeit zum Studentenvertreter auf allen Ebenen beim Ring Freiheitlicher Studenten. Als Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Studenten war ich Mitglied des Bundesparteivorstands der FPÖ und bin unserem Bundesobmann HC Strache aufgefallen. Wir Linzer: Was ist an dir neu, was willst du in der kommenden Legislaturperiode anders machen als die Altparteien?

Philipp Schrangl: Mehr Ehrlichkeit in die Politik zurück bringen! Schon in Artikel 1 der Bundesverfassung steht geschrieben, dass das Recht vom Volk ausgeht. Damit das Recht aber auch vom Volk ausgehen kann, muss das Volk die Wahrheit kennen. Die Fakten müssen auf den Tisch! Ich möchte wissen wie die Kriminalstatistik wirklich aussieht und nicht den geschönten Bericht mit dem uns die Innenministerin jedes Jahr aufs neue Sand in die Augen streut. Können wir uns diesen Sozialstaat wirklich noch leisten und bekommt meine Generation noch eine Pension? Das sind alles Fragen, die die Bevölkerung interessieren und über die sie wahrheitsgemäß aufgeklärt werden muss. Wir Linzer: Wie siehst du die angekündigte Bildungsreform der derzeitigen Regierung? Philipp Schrangl: Höchstens als „Reförmchen“! Der Stillstand ist ein wei-

terer Beweis, dass in dieser großen Koalition nichts weiter geht. Da wird zu aller erst mal über das Lehrerdienstrecht gestritten. In über 30 Sitzungen kommt es zu keinem Ergebnis und dann glaubt der Bundeskanzler nach fünf Jahren Nichtstun, ein Gesetz ohne nähere Prüfung durchzupeitschen, sei die Lösung. Fünf Jahre ist gar nichts für die Menschen und die Zukunft unseres Landes bewegt worden. Wenn er glaubt mit ein bisschen Zauber kurz vor der Wahl die Bevölkerung für dumm verkaufen zu können, wird ihm am Wahltag die Rechnung dafür präsentiert werden. Wir Linzer: Was willst du für Linz in der nächsten Legislaturperiode einbringen? Philipp Schrangl: Linz ist eine tolle Stadt mit vielen Arbeits- und Schulplätzen für ihre Einwohner aber auch für circa 90.000 Einpendler jeden Tag. Daher ist es besonders wichtig unser Schulsystem fit für die Zukunft zu machen und Arbeitsplätze in Linz zu halten. Ich möchte mich für eine Bildungsreform einsetzen, die diesen Namen auch verdient! Es sollen nicht Einzelaspekte herausgenommen, sondern das Bildungssystem vom Kindergarten bis zur Universität aufeinander abgestimmt werden. Um Arbeitsplätze zu sichern, müssen wir hinterfragen welches Umfeld Unternehmer und Betriebe brauchen, um sich entwickeln zu können. Wir müssen im Hintergrund die Weichen für eine saubere aber trotzdem leistbare und konkurrenzfähige Energieversorgung stellen und den Bürokratie-Abbau vorantreiben. Bei der Linzer Eisenbahnbrücke werde ich mich für eine rasche und sinnvolle Lösung einsetzen! Wir Linzer: Abseits der Politik. Was ist dem Menschen Philipp Schrangl wichtig? Philipp Schrangl: Die Familie. Ich komme aus einer großen Linzer Familie, meine Mutter hat vier Geschwister und mein Vater zwei - und alle haben Kinder - da ist immer etwas los bei großen Familienfesten. Hier tanke ich Kraft! Weiters stehe ich für Ehrlichkeit in jeder Lebenslage. Auch wenn eine kleine Notlüge manchmal als angenehmer empfunden wird. Gott sei Dank kommt letztendlich immer die Wahrheit ans Tageslicht.

Foto: FPÖ-Linz

Philipp Schrangl

Philipp Schrangl

geboren am 14.03.1985 in Linz Familienstand: ledig Beruf: Notariatskandidat in Linz Ausbildung: Volksschule sowie Gymnasium in Linz, Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien Funktionen: ehemaliger Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Studenten und Bezirksrat in Wien Spitzenkandidat Linz und Linz Land für die NR-Wahl 2013, Bundesschulungsreferent des Ring Freiheitlicher Studenten Mitglied des Bundesschiedsgericht des Ring Freiheitlicher Jugend Freizeitbeschäftigungen: Freizeit ist derzeit Mangelware aber wenn ich mich für ein paar Stunden frei machen kann, dann treffe ich mich mit Freunden. An freien Wochenenden segle und wandere ich im Salzkammergut. Liebste Reiseziele: Urlaub im Salzkammergut Lieblingsbuch Die Traumnovelle von Arthur Schnitzler Motto: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren“ Erreichbarkeit: philipp.schrangl@fpoe.at

Wir Linzer 03/2013  
Wir Linzer 03/2013  
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