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2002 2012


Diese Publikation erscheint anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Alumnivereines forum – Kunstuniversität Linz


Forum Forum Stipendium Forum Dialoge forum Exkursionen Forum Mitglieder Forum Card

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FOR WORT um

Reinhard Kannonier Wolfgang Preisinger, Elfi Sonnberger Stella Rollig Helmut Sch端tzeneder Karl Kletzmaier


Reinhard Kannonier Rektor der Kunstuniversität Linz

// Happy Birthday, forum! Die ersten Anläufe, einen Alumni-Verein an der Kunstuniversität Linz aufzubauen – es war überhaupt der erste seiner Art an einer österreichischen Kunstuniversität – verliefen ziemlich langwierig, wenn auch alles andere als langweilig. Gespickt mit den unterschiedlichsten positiven und negativen Erfahrungen. Abgesehen von lokalen Besonderheiten: Anders als im angelsächsischen Raum haben universitäre AbsolventInnenvereine in Europa generell kaum lange Traditionen aufzuweisen, und schon gar nicht an den vormaligen Kunsthochschulen in Österreich. Nun bin ich kein Befürworter der kompletten Übernahme US-amerikanischer Muster in der Organisation und Finanzierung der Universitätslandschaft und ihres Umfeldes. Aber dort, wo sich bestimmte Kulturen als wichtige Kommunikationsformen herausgebildet haben, macht es durchaus Sinn, über den kontinentalen Uferrand zu schauen. Dazu gehören ohne Zweifel die Alumni-Vereine. In den USA sind sie in vielen Fällen sogar unverzichtbarer Bestandteil der Universitätenfinanzierung. Diese sollte in Europa allerdings eine Aufgabe der öffentlichen Hand bleiben (ungeachtet der Höhe der eingeworbenen Drittmittel), um die Unabhängigkeit von Forschung und künstlerischer Entwicklung zu gewährleisten. Aber die enge Bindung der AbsolventInnen an ihre „Heimatuniversität“ und vice versa bringt beiden viel. Einerseits können die Erfahrungen des Berufslebens (und auch der damit zusammenhängenden Schwierigkeiten bis hin zum Scheitern!) in das gesamte geistige Kapital der Universität rückgeführt werden, ja auch die Curricula-Entwicklungen

beeinflussen. Anderseits nehmen die individuellen AbsolventInnen durch diverse Service-, Kultur- oder Weiterbildungsprogramme nicht nur konkret Verwertbares, sondern auch den „Spirit“ der Institution mit nach „außen“. Man sollte das nicht unterschätzen, denn dieser Geist erhöht auch das „Kapital“ derer, die sich bereits im Berufsleben befinden. Es ist schon klar, dass einige Studierende auch unangenehme Erfahrungen während ihrer Studienzeit machen. Das kann so manche Erinnerung trüben. Umso wichtiger ist meiner Meinung nach die Rückbindung nicht nur an einen Fachbereich, sondern an die gesamte Institution. Die Geschichte des forum deckt sich zeitlich weitgehend mit meiner eigenen Tätigkeit an der Kunstuniversität Linz, und es war/ist wunderbar zu sehen, wie es sich dank des großartigen, selbstlosen Einsatzes insbesondere des jeweils führenden Personenkreises (der trotz einiger Wechsel an der Spitze eine erstaunliche Kontinuität aufweist) quantitativ und qualitativ entfaltet hat. Ich bin nach wie vor, ja mehr denn je davon überzeugt, dass im Wechselspiel zwischen der Kunstuniversität Linz mit ihren AbsolventInnen ein großes Potenzial liegt, das es auszuschöpfen gilt. Dessen ist sich die Universität durchaus bewusst und wird sich in Hinkunft noch besser um diese Beziehung bemühen. 10 Jahre sind eine sehr kurze Zeit für die Entwicklung einer neuen Kommunikationskultur: Die Arbeit wird in der nächsten Dekade also keineswegs weniger werden. Aber solche 10 Jahre wie die ersten des jungen forum geben Rückhalt, Selbstbewusstsein und Zuversicht. Danke!

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Elfi Sonnberger und Wolfgang Preisinger Forum Kunstuniversität Linz

// forum – Kunstuniversität Linz ist erster Alumniverein einer österreichischen Kunstuniversität Das forum – Kunstuniversität Linz wurde 2002 gegründet und zählt inzwischen mehr als 400 AbsolventInnen und FreundInnen zu seinen Mitgliedern. Die Kunstuniversität Linz braucht FürsprecherInnen, sie braucht FreundInnen und FörderInnen und sie braucht ihre AbsolventInnen als wichtige Multiplikatoren. Denn deren Erfolg trägt auch zum Ruf der Kunstuniversität Linz bei. Und eine gute und erfolgreiche Universität bringt wiederum erfolgreiche Kunstschaffende und GestalterInnen hervor.

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Netzwerke sind für kreativ Schaffende wichtig. Die große Zahl unserer Mitglieder bestätigt auch, wie wichtig der Zugang zu Information und ein funktionierendes Netzwerk sind. Austausch und Dialog, Weiterbildung und Unterstützung sind daher die wichtigen Themen, die sich das forum zum Ziel gesetzt hat. Uns geht es daher um eine Weiterführung der Kommunikation zwischen Studierenden, Lehrenden und den AbsolventInnen. Darum laden wir immer wieder auch AbsolventInnen ein, sich und ihre Arbeit im forum Dialog vorzustellen. Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind nicht nur vielgebrauchte Schlagworte, sondern im Bereich der Kunst, der angewandten Gestaltung und Lehre unabdingbar. Gemeinsam mit der Kunstuniversität Linz haben wir ein Programm ausgearbeitet, wo wir unseren AbsolventInnen die Möglichkeit

bieten, verschiedenste Weiterbildungsangebote zu nutzen, bzw. ohne Studiengebühren als außerordentliche HörerInnen diverse Lehrveranstaltungen zu belegen. Mit der forum Card haben wir bei allen Linzer und einigen Wiener Museen und Ausstellungshäusern sowie Festivals Eintrittsermäßigungen vereinbart. Gemeinsame Kunstreisen zu internationalen Biennalen, der Documenta oder wichtigen Ausstellungen und Festivals sind ebenfalls fixer Bestandteil unseres Programms. Die Linzer Kunstuniversität kann stolz sein auf ihre AbsolventInnen. 2003 hat das forum engagierte PartnerInnen gefunden, um ein Stipendium für künstlerische, angewandtgestalterische, wissenschaftliche oder kuratorische Projekte auszuschreiben. Die Salinen Austria AG und die Raiffeisen Landesbank OÖ waren die ersten Sponsoren, mit deren Unterstützung wir ein Stipendium in der Höhe von Euro 10.000,- an eine Absolventin oder einen Absolventen der Kunstuniversität Linz vergeben konnten. Durch das Stipendium der Salinen Austria AG, der Raiffeisen Landesbank OÖ und der Firma KEBA AG konnten AbsolventInnen wichtige Arbeiten verwirklichen, die vielfach auch deren weitere Entwicklung prägten. Wir ziehen Zwischenbilanz und präsentieren mit der vorliegenden Broschüre u. a. die Arbeiten der StipendiatInnen. Wir wünschen allen unseren AbsolventInnen viel Erfolg für ihre weitere Arbeit und für uns und unsere PartnerInnen auch weiterhin viele spannende Einreichungen für das forum Stipendium.


Stella Rollig Direktorin Museen der Stadt Linz LENTOS und NORDICO

// Identifikation mit der Kunstuniversität Linz In nicht sehr ferner Vergangenheit war der Begriff „Alumni“ in Österreich wenig geläufig. 2002 wurde der Alumni-Verein an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz gegründet, die damit Pionier unter den österreichischen Kunstuniversitäten war. Rasch stellte sich heraus, dass Vernetzung, Kontakte und Erfahrungsaustausch zu wertvollsten immateriellen Gütern zählen und dass der Verein mit hohen Pfunden wuchern kann: Seine vielfältige Tätigkeit, seine Veranstaltungen und Serviceangebote erhöhen das Bewusstsein für Laufbahnen und Leistungen erfolgreicher AbsolventInnen und tragen dazu bei, dass diese immer wieder zurückkehren, um ihr Wissen an die Jüngeren weiterzugeben, und er stärkt nachhaltig die Identifikation mit der Institution. Seit 2003 vergibt das forum - Kunstuniversität Linz einmal jährlich ein Stipendium in der Höhe von Euro 10.000,-. Ein Blick auf die bisherigen PreisträgerInnen zeigt, dass die ausgewählten Projekte die Vielfalt der Ausbildung widerspiegeln: Bildende Kunst (Stephanie Mold, Pia Schauenburg), experimenteller Film (Siegfried A. Fruhauf, Ella Raidel, Veronika Schubert), Medienkunst (Marion Habringer), Sound Art (Reinhard Gupfinger), Design (Marek Gut). Da auch Projekte der theoretischen Recherche oder der Kunstvermittlung unterstützt werden können, ist eine Ausweitung in diese Bereiche für zukünftige StipendiatInnen in Aussicht. Das forum zielt mit diesem Stipendium auf die eminent notwendige Unterstützung am Beginn des Berufslebens von Kunst- und Kulturschaffenden.

Ermöglicht wird dies durch die Zusammenarbeit mit Sponsoren aus der Privatwirtschaft. Dazu muss man dem Rektor und allen Verantwortlichen ganz besonders gratulieren: dass es gelungen ist und seit beinahe zehn Jahren immer wieder aufs Neue gelingt, privatwirtschaftliche Unternehmen für die Finanzierung des forum Stipendiums zu gewinnen. Es geht immerhin um eine Summe, mit der namhafte Kunstpreise für bereits renommierte, etablierte KünstlerInnen dotiert sind. Das forum Stipendium kommt Produzierenden zugute, die am großen Werk, an der erfolgreichen Karriere erst zu arbeiten beginnen. Zum Glück gibt es in oberösterreichischen Unternehmen aufgeschlossene, engagierte EntscheidungsträgerInnen, die verstehen, dass es doppelt wirkt, wenn man seine Mittel an der richtigen Stelle einsetzt. Alles Gute den bisherigen und zukünftigen PreisträgerInnen!

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Helmut Schützeneder vorstandsdirektor a. d. Raiffeisen Landesbank OÖ

// Eine Lanze für die Kreativität! Lesen, Schreiben, Rechnen gehören gefördert. Nicht nur. Die Schule soll mehr als diese Grundkenntnisse im Menschen hervorbringen. Von der Schule wird viel verlangt. Das wäre aber zu wenig. Die Grundtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen machen aber noch nicht das gesamte Spektrum von förderungswürdigen Fähigkeiten aus.

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So ist Kreativität heute mehr denn je gefragt. Wirtschaftliches Wachstum, neue Produkte, die Forschung, wie Fortschritt überhaupt, verlangen danach. Das gilt auch oder gerade für die Kunst. Die Stiftung eines Kunststipendiums ist so etwas wie eine Lanze für die Kreativität in der Kunst. Raiffeisen möchte mit dem forum Stipendium einen Ansporn für die AbsloventInnen der Kunstuniversität Linz zur Mobilisierung der Kreativität liefern. Und das ist ja mit den PreisträgerInnen der Vergangenheit auch gelungen.


Karl Kletzmaier Aufsichtsratsvorsitzender Keba AG

// High-Tech trifft Kunst Zukunftsorientierte Produkte und Dienstleistungen zu gestalten, ist unser Kerngeschäft. Das Thema Design liegt KEBA dabei besonders am Herzen. Klarheit in den Produkten, eine durchgängige Formensprache und die Einfachheit in der Bedienung unserer Produkte trotz technologischer Komplexität sind zum Markenzeichen von KEBA geworden. Nahezu alle DesignerInnen, die uns immer wieder dabei begleiten, Funktion und Design unserer Produkte optimal miteinander zu verbinden, entstammen der Kunstuniversität Linz. Internationale Designpreise, die wir für unsere Produkte erhalten, zeigen, welch hohe Kompetenz an der Kunstuniversität Linz vorhanden ist.

Kunst und Gestaltung begegnen uns als Unternehmen aber nicht nur bei unseren Produkten im Sinne von Design. Die moderne Architektur unserer Gebäude, zahlreiche Bilder zeitgenössischer KünstlerInnen, die unser Arbeitsumfeld ansprechend gestalten oder auch die skulpturartigen, innovativen Kücheninseln, die für unseren Neubau der KEBA-Zentrale in Linz im Zuge eines StudentInnenwettbewerbes an der Kunstuniversität Linz entwickelt wurden und heute für unsere MitarbeiterInnen Orte der Kommunikation und des Kontaktes sind, all dies zeigt unsere Affinität zum Thema „Kunst“ und dass sie uns praktisch ständig begleitet. Dies und dass KEBA als erfolgreiches Unternehmen neben den klaren wirtschaftlichen Aufgaben auch gesellschaftspolitische Verantwortung übernimmt, motivierte uns, mehrmals das forum Stipendium zu sponsern.

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// Forum Stipendium

FOR STIPENDIUM um

Seit 2003 vergibt das forum - Kunstuniversität Linz jährlich ein Stipendium in der Höhe von Euro 10.000,-. Einreichen können alle forum Mitglieder, die AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz sind. Gefördert werden sowohl künstlerische als auch künstlerischwissenschaftliche Projekte aller Sparten (von der Kunstvermittlung bis zur wissenschaftlichen Recherche im Ausland), die in Planung oder gerade in der Realisierungsphase sind. Das Stipendium wird von Unternehmen gesponsert, denen es ein Anliegen ist, Kreativität zu fördern.


// Preistr채ger/INNEN 2004 - 2011

Marek Gut Veronika Schubert Pia Schauenburg Siegfried A. Fruhauf Marion Habringer Stephanie Mold Reinhard Gupfinger Ella Raidel

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// Marek Gut Preisträger 2004

// Marek Gut, geboren 1978 in Krakau/Polen, aufgewachsen in Wien, Studium an der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der Technischen Universität Wien und von 1998 bis 2004 an der Kunstuniversität Linz, Industrial Design (Horst Meru). 2004 Gründung von MAREK GUT - agency for industrial design. 2010 Zusammenschluss mit Christoph March zu MARCH GUT – Industrial Design OG. Als Förderer der Designszene ist Marek Gut Gründer des Designforum Linz und Mitbegründer des mobilen Kunstraumes Z6 in Linz. // www.marchgut.com

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// Preis gesponsert von Salinen Austria AG


Armprothese - Diplomarbeit (Auszug aus der Einreichung)

// Dieses Projekt setzt sich mit dem Verlust eines Körperteiles auseinander und soll Menschen nach einer Amputation eine Alternative zu herkömmlichen Armprothesen bieten. Die Prothese ist in ihrer Grundfunktion erweitert und verfolgt neben dem praktischen Nutzen einen hohen ästhetischen Anspruch. Dabei ist zu beachten, dass sie eine „technische Übersetzung“ des menschlichen Armes ist, ohne diesen in seiner ohnehin einzigartigen Weise nachzuahmen. Form, Farbe und die verwendeten Materialien stehen im Spannungsfeld zwischen Bionik und Sport. Der Mensch steht trotz aller technischen Aspekte im Vordergrund und erhält die Möglichkeit, sich mit seiner Behinderung stärker zu individualisieren.

// Jury: Stella Rollig (Direktorin des Lentos Kunstmuseum Linz); VALIE EXPORT (Medienund Performancekünstlerin, Filmemacherin); Laurids Ortner (Architekt, Ortner & Ortner Baukunst); Robert Hinterleitner (Künstler und Kurator, Vorstandsmitglied forum - Kunstuniversität Linz) Marek Gut überzeugte die Jury mit seiner Diplomarbeit „Armprothese“ vor allem durch den interdisziplinären Zugang, der eine künstlerische und philosophische Betrachtungsweise weit über die Zweckorientiertheit eines Designobjektes ermöglicht.

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// Marek Gut Abschlussbericht (Auszug)

// Das forum Stipendium ermöglichte mir den Weg in die Selbstständigkeit. Ich konnte damit die ersten großen Investitionen in Atelier, Möbel, Hardware und Fachliteratur tätigen. Mit einem Teil des Stipendiums finanzierte ich meine Forschungsreisen nach Berlin und Hamburg. Während des letzten Jahres habe ich mich sowohl freien künstlerischen Projekten z.B. Innenarchitektur des Ateliers/Galerie Z6, Wettbewerb Kreisverkehr Greven, als auch angewandten Projekten wie Richter Schuhe, Atomic oder Swarovski, gewidmet. // Meiner Selbständigkeit steht somit nichts im Weg. Ich möchte auch in Zukunft meinem studierten Beruf und dem forum – Kunstuniversität Linz – eine wichtige Institution, die mir auch weiterhin einen engen Kontakt zur Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz ermöglicht – treu bleiben.

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// Veronika Schubert Preisträgerin 2005

// Veronika Schubert, geboren 1981, studierte von 1999 bis 2005 Experimentelle Visuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Untersuchung von sprachlichen und gesellschaftlichen Mustern, oftmals gepaart mit einer animierten oder textilen Umsetzung. Derzeit unterrichtet sie Animation an der Akademie der Bildenden Künste Wien am Institut für künstlerisches Lehramt. // www.veronika-schubert.at

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// Preis gesponsert von Raiffeisen Landesbank OÖ


TELE-DIALOG - Diplomarbeit (Auszug aus der Einreichung)

// Der gestrickte Animationsfilm Tele-Dialog beschäftigt sich mit der Sprache einfach gestrickter TV-Sendungen. Der Ton des Videos besteht aus Phrasen und Floskeln aus dem Fernsehen, welche zu einer GesprächsCollage montiert wurden. Dabei geht es allerdings nicht um einen konkreten Inhalt, sondern um starke Emotionen, um größtmögliche Kontraste. Abgebildet ist ein Fernseher, in dem sich zwei schemenhafte Figuren streiten. Im weiteren Verlauf werden zwei FernsehzuschauerInnen sichtbar. Die Gestik der beiden Personen passt sich sukzessiv dem Fernsehgespräch an - sie verstricken sich in die Fernsehrealität. Das Video besteht aus über 800 schwarz-weiß gestrickten Einzelbildern, welche fotografiert und am Computer zum Video zusammengesetzt wurden.

// Jury: Sabine Bitter (Künstlerin); Andreas Broeckmann (Kunstwissenschaftler und Kurator, Leiter der Transmediale Berlin bis 2007); Reinhart Haslinger (Werbefachmann, Gründungsmitglied des forum – Kunstuniversität Linz); Robert Hinterleitner (Künstler und Kurator, Vorstandsmitglied forum – Kunstuniversität Linz) Die Jury hob besonders den ungewöhnlichen Zugang zum Medium, die Präzision der Darstellung der Körpersprache in einem grobstofflichen Medium, die Medienkritik durch einen ironischen Blickwinkel und den doppelten Medienwechsel (Material Textil / Material aus Soaps) sowie stilistische Eigenständigkeit hervor.

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Tele-Dialog Einzelbild aus dem gestrickten Trickfilm 5:10 min, 2005


// Veronika Schubert Abschlussbericht (Auszug)

// Dank des forum Stipendiums konnte ich mich ein Jahr lang auf das hauptberufliche Arbeiten an künstlerischen Projekten konzentrieren, ohne parallel dazu einem Vollzeitjob nachgehen zu müssen. Ich konnte meinen gestrickten Diplom-Trickfilm Tele-Dialog bei mehreren Festivals (Animateka-Festival, Ljubljana/Slowenien; film:riss-Festival, Salzburg; Vienna Independent Shorts-Festival, Wien; Kaiserstraßen-Festival, Wien; sowie in den Ausstellungen: Best Off, Landesgalerie OÖ; Jahresausstellung, Salzburger Kunstverein; faible, Medien Kultur Haus Wels und auf OKTO TV) zeigen. Meine Postkartenserie Musterhäuser #1 - #5 wurde im Jänner 2006 in Linz für die Ausstellung Gender Housing fertig gestellt. Weiterhin arbeite ich mein ÜberschriftenArchiv auf, welches mittlerweile über 2000 Headlines aus Zeitungen umfasst und für weitere Projekte als eine Art Rohstofflager dient. // Das Stipendium erleichterte mir den Übergang von der Universität ins Berufsleben. Praktika oder Volontariate waren möglich, die ansonsten aus finanziellen Gründen kaum denkbar gewesen wären, da solche gering oder gar nicht bezahlt werden. Das forum Stipendium ermöglicht eine Aufwertung des Lebenslaufes, so wurde mir vom Land Vorarlberg für Juli 2006 ein Auslandsatelier in Paliano bei Rom zugesprochen. Mit dem Stipendium finanzierte ich die Einrichtung meines Wohn-Ateliers, technisches Equipment sowie die laufenden Materialkosten, Reisen und den Besuch von Videofestivals.

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Musterhäuser, gestrickte 5-teilige Bildserie, 2006


Dankschreiben Collage aus Zeitungsmaterial 2006

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// Pia Schauenburg Preisträgerin 2006

// Pia Schauenburg, geboren 1977 in Mönchengladbach, Deutschland, studierte von 1998 bis 2006 an der Kunstuniversität Linz Experimentelle Gestaltung. 2001 absolvierte sie einen einjährigen Studienaufenthalt am College For Architecture and Fine Arts, UIC, Chicago, USA. Seit 2010 postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien, Köln. // www.piaschauenburg.net

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// Preis gesponsert von Salinen Austria AG


Die Deutschen kommen! Ein Stück in zwei Akten - Diplomarbeit (Auszug aus der Einreichung)

// Aufbauend auf einer intensiven Recherche zur Saisonarbeit und dem Tourismus von Deutschen in Österreichs Alpen habe ich mich in eigener Person sowohl in Deutschland als auch im Tourismusort Kitzbühel als Kellnerin und als Schitouristin mit den gegenläufigen Bedingungen beschäftigt. Daraus sind zum einen Foto- und Textgeschichten entstanden, die einen Blick hinter die Kulissen wagen. Videos der Reiserouten Berlin – Kitzbühel (Saisonarbeit) und Köln – Kitzbühel (Tourismus) greifen das Phänomen der Parallelität der beiden Gruppen auf. Eine Sammlung von geschriebenen Postkarten von Deutschen vervollständigt die Installation. Es ergeben sich Gegenüberstellungen und Zusammenhänge, die den BetrachterInnen als Erfahrungsbericht einer assoziativen Inszenierung dokumentarischen Materials bereitgestellt werden.

// Jury: Gerda Ridler (Kunsthistorikerin, Leiterin des Museum Ritter nahe Stuttgart bis 2010); VALIE EXPORT (Medien- und Performancekünstlerin, Filmemacherin); Andreas Spiegel (Vizerektor der Akademie der Bildenden Künste Wien); Robert Hinterleitner (Künstler und Kurator, Vorstandsmitglied forum – Kunstuniversität Linz) Die Jury hob im Besonderen den lockeren und experimentellen Zugang zu diesem abstrakten Thema hervor, das in konkreten Situationen unter persönlicher Involvierung originell abgehandelt wird.

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Ansicht KunstRaum Goethestraße, Linz 2006


// Pia Schauenburg Abschlussbericht (Auszug)

// Neben der großen finanziellen Unterstützung stellt das Stipendium auch ein Vertrauen in meine künstlerische Tätigkeit dar. Es motiviert mich sozusagen auf doppelte Weise, den Weg als freischaffende Künstlerin zu verfolgen. Der erste Schritt dorthin war zunächst das Anmieten und Einrichten eines Ateliers. Ein Schaufenster und ein Zugang von der Straße ermöglichten die Nutzung als Schauraum. Im Spätsommer 2006 war dort eine Station der Atelier-Rundgänge, die von der Landesgalerie OÖ organisiert wurden, und im Oktober präsentierte Ina Hsu als Gast ihre Diplomarbeit in meinem Atelier. Ich beteiligte mich an folgenden Ausstellungen: Gezeitenwechsel – Perspektiven zum Machland, architekturforum oberösterreich; The.Maerz.Show, Forum Stadtpark Graz; Vorträge zum Diplom im Rahmen der Kulturveranstaltung Zukunftsperspektive Arbeit der AK OÖ in Kirchdorf, Ried und Eferding; fragmented reassembled, Saturn Linz; Colonial Dreams, Video-Programm im Forum Stadtpark Graz; _logbuch, galerie5020 in Salzburg; PfingstArt, Kulturkeller Weiz; Neu im MAERZ, Präsentation der Neuaufnahmen der Künstlervereinigung MAERZ Linz. // Zusammenfassend kann ich sagen, dass das forum Stipendium am gelungenen Start in mein Berufsleben als freischaffende Künstlerin mitverantwortlich ist, sowohl wegen der finanziellen Unterstützung, aber auch als Folge des Vertrauens in meine Arbeit.

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Ausstellungsdetail, galerie5020, Salzburg 2007


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Ausstellungsansicht, galerie5020, Salzburg 2007 (by A. Phelps)

Fr端hst端ck der Saisonarbeiter, Detail aus der Serie

Fr端hst端ck der Touristen, Detail aus der Serie


// Siegfried a. Fruhauf Preisträger 2007

// Siegfried A. Fruhauf, geboren 1976, lebt und arbeitet in Wien und Heiligenberg/OÖ. Studierte Experimentelle Visuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz, Diplom 2004. Arbeiten und Ausstellungen im Bereich Film, Video und Fotografie. Mitglied des Avantgardefilmverleihs sixpackfilm in Wien und der Künstlervereinigung MAERZ in Linz. Teilnahme bei renommierten internationalen Filmfestivals (zB. Festival de Cannes, International Filmfestival of Venice, Sundance Film Festival Park City…). Seit 2009 Lektor an der Kunstuniversität Linz. // www.sixpackfilm.com

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// Preis gesponsert von Raiffeisen Landesbank OÖ


visual snow storm regulations (Auszug aus der Einreichung)

// Film zerhackt die Zeit in 24 Bilder pro Sekunde. Es wird dadurch möglich, die einzelnen Bilder eines Films in einer mathematischen Struktur zu fassen, zu organisieren und umzuordnen. Der Computer und die damit einhergehende Digitalisierung der Bilder macht es möglich, diese nicht nur in zeitlicher Abfolge zu strukturieren, sondern auch die einzelnen der 720 x 576 Pixel (Videoformat PAL) eines Videobildes mathematisch zu beschreiben. Bereits die Fernsehtechnik zerlegte das Bild in kleine Bildpunkte. Aus dieser Zeit stammt auch das bekannte Rauschen auf der Mattscheibe des TV-Gerätes. Wenn der Sendebetrieb eingestellt und der Elektronenstrahl unkontrolliert über die lichtelektrische Cäsiumoxyd-Schicht auf der Innenseite der Braunschen Röhre des Fernsehers gelenkt wurde, entstand ein Rauschen oder auch Schneesturm. Diese auf Zufall beruhenden Bilder sind auch einfach durch das Trennen der Verbindung zum Empfangssignal zu erzeugen. Mein Bestreben ist nun dahin gerichtet, dem Chaos des Bildrauschens eine Struktur zu geben und in diese Ursuppe des elektronischen Bildes eine Ordnung zu bringen. Da die einzelnen Pixel durch Zahlen definiert werden können, sollte es theoretisch möglich sein, die einzelnen Bildpunkte nach Farben zu sortieren, um das Rauschen in ein aufgeräumtes Bild zu verwandeln.

// Jury: Veronica Kaup-Hasler (Intendantin des Festivals „steirischer herbst“, Graz); Hildegard Fraueneder (Leiterin der Galerie 5020, Salzburg); Stefan Brandtmayr (Designer und Bühnenbildner) Die Jury hat folgende Aspekte für die Auswahl des Konzeptes Visual Snow Storm Regulations betont: wissenschaftlicher Research mit künstlerischer Zielrichtung, experimentelle, medienarchäologische Arbeitsweise, die über aktuelle Ansätze hinaus geht, das Anknüpfen an den (österreichischen) Experimentalfilm. Als besonders spannendes Detail wurde erachtet, dass das Bildrauschen als Bild gezeigt wird, obwohl dieses eigentlich nicht mehr existiert.

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// Siegfried A. Fruhauf Abschlussbericht (Auszug)

// Durch die Arbeit, welche die Zuerkennung des forum Stipendiums ermöglichte, hat sich eine umfassende Auseinandersetzung mit Ordnungen, Zufälligkeiten, Kontrollierbarkeiten und chaotischen Strukturen entwickelt. Dieser Themenkreis scheint mir in meiner künstlerischen Beschäftigung auch noch lange nicht erschöpft und wird daher weiterhin verfolgt und die entwickelten Gedankenmodelle ausgebaut. Mit dem Stipendium konnte sich für mich sozusagen ein nachhaltiger Schwerpunkt definieren lassen. Die Ausstellung SCHNEE – Visual Snow Storm Regulations (28. 7. - 28. 8. 2008) in der Galerie Wels ist nun das direkte Ergebnis des Stipendiums und verknüpft unterschiedlichste Ansätze meiner Arbeit in Hinblick auf das Ausstellungsthema. Das Augenmerk liegt nicht unmittelbar am einzelnen Kunstwerk, sondern ist vielmehr auf die Gesamtheit der Ausstellung gerichtet. Diese soll den Eindruck eines rumorenden, visuellen Labors entstehen lassen.

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Visual Snow Storm Regulations Ausstellungsansichten Galerie der Stadt Wels (Jugendvernissage)


Ground Control, Videostill

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Visual Snow Storm Regulations, Ausstellungsansichten Galerie der Stadt Wels (Construction Lines und Installation Reframed)


// Marion Habringer Preistr채gerin 2008

// Marion Habringer, geboren 1979, lebt und arbeitet in Linz und Berlin. Von 1998 bis 2008 Studium an der Kunstuniversit채t Linz, Experimentelle Visuelle Gestaltung (Herbert Lachmayer und Andrea van der Straeten). 2005 Erasmusaufenthalt in Berlin. // www.marionhabringer.com

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// Preis gesponsert von Keba AG


„Hold the line please…” (Auszug aus der Einreichung)

// Moderne Kommunikationstechnologie – ein leitungsloser Strom an Daten und Verbindungen, die stetig erweitert und neu geschlossen werden. Mittels Funk spannt sich ein unsichtbares Netz an Verbindungen über die Daten austauschende Gemeinschaft. Wird die Technologie jedoch mit einer einfachen Form der Weiterleitung, wie das Prinzip der Kettenreaktion, ersetzt, wäre die Landschaft mit Informationsketten übersät, welche sich Weg versperrend oder umgestaltend einzeichnen. „Hold the line please…“ baut Kommunikationsnetze als eine mechanische Maschine auf, in der nun ohne den Einsatz von Elektronik die bewährte physikalische Folge den Impuls weiterleitet. Mensch, Architektur, Gegenstände und Landschaft reihen sich zu neuen Datenleitern, wodurch sich der alltägliche Ablauf für die Verkettung umgestalten muss.

// Jury: Sabine Folie (Kunsthistorikerin, Autorin, Kuratorin, Direktorin der Generali Foundation, Wien); Bart Lootsma (Historiker, Kritiker und Kurator auf den Gebieten Architektur, Design und bildende Künste); Ruth Schnell (Künstlerin) Die Jury hat folgende Aspekte für ihre Auswahl betont: Das Projekt ist gut argumentiert und basiert auf einer fundierten Grundlagenarbeit, der experimentelle Ansatz ist vielversprechend. Der Aspekt, dass Mensch, Architektur, Gegenstände und Landschaft sich zu neuen Kommunikationsnetzwerken formieren, wodurch sich alltägliche Abläufe zu neuen Verkettungen umgestalten müssen, ist ein besonders origineller und humorvoller Ansatz, Kommunikation künstlerisch zu kommentieren.

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Entwurf zu „Hold the Line please...“: Ein Verbindungsstrang in Form einer Menschenkette versperrt die Straße.


// Marion Habringer Abschlussbericht (Auszug)

// Das forum Stipendium ermöglichte mir die Fortsetzung meiner Diplomarbeit „Keep in touch“. In „Hold the line please…“ ging ich der Überlegung nach, wie weit eine Rückbesinnung der Technik auf ihre rein mechanischen Wurzeln bei unserem jetzigen Gebrauch möglich ist. Mit Hilfe des Stipendiums finanzierte ich meine Recherche und arbeitete an der Vertiefung meiner Ausdrucksmittel – inszenierte Aktionen, animierte Objekte in Verbindung realer Lokalitäten in Bild und Video und den Bau von realen Objekten – sowie die Herstellung eines Videos. Das Videobild ist halbiert, in der oberen Hälfte sieht man ein realistisch inszeniertes Motiv einer Fahrt entlang einer Straße. Die Kulisse setzt sich aus einer animierten Collage von Fotografien, 3D Elementen und eingekeyten AkteurInnen zusammen. Häuserfassaden, Innensichten auf Wohnungen dahinter, Straßenzüge usw. fahren über die Dauer des Videos an BetrachterInnen vorbei. Die Verbindungskette durchwandert die einzelnen Szenarien. Man folgt anhand der Verkettung einem an sich vorbeiziehenden städtischen Abbild, wobei die ProtagonistInnen unbewusst der Verkettung sachdienlich agieren. In der unteren Hälfte des Videobildes läuft simultan eine Notation des stattfindenden Verbindungsaufbaus. Erinnernd an die Lochstreifen der Telegraphen, zieht sich der Signalweg als Linie von einem Punkt zum nächsten.

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// Stephanie Mold Preisträgerin 2009

// Stephanie Mold, geboren 1980, lebt und arbeitet in Linz. Seit 2001 Studium der Malerei & Grafik an der Kunstuniversität Linz. Arbeitsschwerpunkte Zeichnung, Text, Performance, Video. Studienaufenthalte in Istanbul, Türkei. Artist Residencies in Luxemburg, Istanbul (Türkei), Strobl (Österreich); Teilnahme an internationalen Ausstellungen; Publikationen im Magazin Fleisch und Verlag Edition a. Gewinnerin des Ö1 Talentestipendiums 2009 // http://stephaniemold.carbonmade.com

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// Preis gesponsert von Raiffeisen Landesbank OÖ


Workcamps (Auszug aus der Einreichung)

// Das Projekt Workcamps untersucht freiwillige soziale Auslandseinsätze auf deren Sinnhaftigkeit. Wer profitiert hier eigentlich von wem? Sind die Motivationen der Beteiligten tatsächlich von humanitärem Interesse? Gemeinsam mit der Filmemacherin Karolina Szmit werde ich an zwei Workcamps in Tansania und Ungarn teilnehmen und Erfahrungen textlich, filmisch und photographisch dokumentieren. Das Ergebnis soll mit persönlichem Blickwinkel die westliche Wunschvorstellung des Helfen-Wollens durchleuchten. Meine eigene Rolle als halb teilnehmende, halb beobachtende Künstlerin soll ebenso hinterfragt werden.

// Jury: Silvia Eiblmayr (Kunsthistorikerin und Kuratorin, Kommissärin für den österreichischen Pavillon auf der 53. Biennale von Venedig 2009, gemeinsam mit VALIE EXPORT); Wolfgang Pauzenberger (Architekt, PAUHOF gemeinsam mit Michael Hofstätter); Markus Schinwald (Künstler) Die Jury würdigte den kritischen und vor allem spürbar forcierten Antrieb. Die Selbsterfahrungen in den Workcamps werden eine Auseinandersetzung garantieren, die nicht nur den Blick von außen dokumentiert, sondern auch die inneren Ausnahmesituationen solcher sozialer Engagements – an den unterschiedlichsten Orten in Europa und Afrika – offen legen. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass Stephanie Mold nicht davor zurückschreckt, möglicherweise selbst voll und ganz involviert zu werden. Diese Bereitschaft zum persönlichen Risiko deckt sich mit dem experimentellen Anspruch des Projektes und wird belegt durch ihre bisherigen Arbeiten.

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Aserbaidschan 1


// Stephanie Mold Abschlussbericht (Auszug)

// Die in der Einreichung angeführten Camps (Ungarn, Tansania) wurden aus terminlichen Gründen gegen ähnliche Pendents in Deutschland, der Schweiz und Kenia eingetauscht. // Die Einsätze a) Beim Bischof: Bauorden Einsatz im Koptischen Kloster Höxter, Brenkhausen, Deutschland von 07. 08. 2010 bis 20. 08. 2010. Resümee: Für den Bischof war unsere Arbeit sicherlich eine Hilfe. Einerseits trugen wir zur Renovierung des Gebäudes bei, andererseits konnte er die BesucherInnen beeindrucken. Schlussbilanz von diesem Einsatz war für alle TeilnehmerInnen: Es war eine gute und sinnvolle Art zu helfen. b) Erfüllung Arbeit: Caritas-Bergeinsatz in Rorschach, Schweiz von 20. 09. 2010 bis 26. 09. 2010. Resümee: Ich erlebte meinen Aufenthalt als ausgesprochen sinnvoll. Ich bekam persönlich das Feedback, dass meine Leistung der Familie sehr geholfen hat. Trotz der vielen Arbeit nahmen sie sich außerdem Zeit, um mit mir ein Fest zu besuchen. c) Dschungel für Helfer: Service Civil International in Kiaragana, Kenia von 02. 05. 2011 bis 11. 05. 2011. Resümee: Für die TeilnehmerInnen war das Hauptmotiv die Tatsache, überhaupt nach Afrika reisen zu können. Da es zumeist nicht viel zu tun gab, hat jede/jeder versucht, das Beste aus dem Aufenthalt zu machen. Zumeist wurde die Freizeitgestaltung zur Hauptaufgabe. Die Beschreibung des Workcamps klang sehr blumig, ist aber von der Realität weit entfernt. Die Organisation hat durch die Beiträge der Teilnehmer (Euro 300,- pro Person) gut verdient. Zu einer echten Auseinandersetzung mit den Kindern und der örtlichen Lebensweise kam es nicht.

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Workcamp Kenia

Baucamp Deutschland


Aserbaidschan 2 (R端ckseite)

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Aserbaidschan 2 (Vorderseite)


// Reinhard Gupfinger Preisträger 2010

// Reinhard Gupfinger, geboren 1977, studierte von 2002 bis 2008 Bildhauerei – transmedialer Raum an der Kunstuniversität Linz bei Prof. Renate Herter. Er ist Künstler und Forscher im Bereich von Sonic Interaction Design und Urban Sound Interventions mit Sitz in Linz. Themenschwerpunkte seiner Arbeiten sind Wahrnehmung, Dokumentation und Manipulation des akustischen Raumes. In diesem Kontext entwickelt er seit 2002 interaktive Umgebungen und Interventionen im öffentlichen Raum, die BenutzerInnen in den Gestaltungsprozess integrieren. // www.gupfinger.net

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// Preis gesponsert von Keba AG


Sound Tossing (Auszug aus der Einreichung)

// Das Projekt Sound Tossing beschäftigt sich mit der Entwicklung einer alternativen Form von Street Art, bei der hauptsächlich mit Klang als subversivem Medium Interventionen im urbanen Raum unternommen werden. In Anlehnung an Shoe Tossing/Shoefiti, das sich alter Schuhe bedient, transformiert das Vorhaben gebrauchte Lautsprecherpaare und elektronische Bauelemente zu Werkzeugen der Klangintervention im öffentlichen Raum. Zusätzlich wird künstlerisch wissenschaftliche Forschungsarbeit betrieben und als Masterthese dem Department für Interface Cultures an der Kunstuniversität Linz vorgelegt und präsentiert. Im Kontext des Projekts sind zahlreiche Recherche- und Forschungsreisen zu den Spannungszentren und Entstehungsgebieten der Graffitibewegung angedacht. Auf diesen Expeditionen wird außerdem an der Weiterverbreitung der neuen Street Art Form Sound Tossing gearbeitet.

// Jury: Gottfried Hattinger (freischaffender Kurator und Buchdesigner, künstlerische Leitung des Festivals der Regionen OÖ seit 2010); Silvia Steinek (Galerie Steinek, Wien); Georg Reinhart (Künstler, Mitglied der Künstlergruppe Club Real) Nach Meinung der Jury stellt das Projekt ein sowohl visuelles als auch akustisch kluges Werkzeug zur Aneignung des öffentlichen Raumes dar. Technische Innovation und künstlerischer Gedanke verbinden sich zu einer gelungenen Einheit. Besonders hervorzuheben ist die gesellschaftspolitische Ambition, mit dem Projekt auf aktuelle Phänomene zu reagieren, und die Idee, ein leicht nachzubauendes Modell für jedermann als Open Source zur Verfügung zu stellen.

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Sound Tossing / Toss it!


// Reinhard Gupfinger Abschlussbericht (Auszug)

// Das Projekt Sound Tossing wurde durch die Zuerkennung des forum Stipendiums ermöglicht und beschäftigt sich in künstlerisch forschender Weise mit der Entwicklung einer alternativen Form von Street Art, bei der mit Klang als Medium Interventionen im urbanen Raum unternommen werden. Durch das Stipendium konnte ich verschiedene Geräte-Prototypen und Methoden zur Distribution von Sound Tossing verwirklichen, was sowohl positiv auf die Realisierungschancen meiner künstlerischen Werkansätze wirkte, als auch eine generelle Verbesserung meiner Berufsperspektive im Kunstbetrieb zur Folge hatte. Als unmittelbare Ergebnisse dieser Arbeit können gegenwärtig ein Internet Blog, der sämtliche Aktivitäten rund um Sound Tossing dokumentiert, Ausstellungsbeteiligungen mit Workshops im Museumsquartier Wien und bei der Ars Electronica Linz 2011, sowie Medienberichterstattungen auf Ö1, 3sat und verschiedenen Internet Foren vorgewiesen werden. Die zahlreichen Anfragen unterschiedlicher Einrichtungen und Festivals verdeutlichen zusätzlich die positiven Auswirkungen der zuerkannten Unterstützung und bedeuten für die Zukunft eine weitere intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Sound Tossing.

Sound Tossing und Co / London

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Sound Tossing Tool / Urban Cricket

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Urban Cricket / Linz


// Ella Raidel Preisträgerin 2011

// Ella Raidel, geboren 1970, studierte von 1989 bis 1994 an der Kunstuniversität Linz. 2009 Promotion an der Kunstuniversität Linz im Bereich Kulturwissenschaften bei Prof. Dr. Thomas Macho. Publikation: „Subversive Realitäten“ Tsai Ming-Liang und seine Filme, Schueren Verlag 2011. Lebt und arbeitet in Wien, Auslandsaufenthalte von 1994 bis 2002 in Berlin und anschließend bis 2009 in Taipei. Ella Raidel ist Videokünstlerin und Filmemacherin, sie präsentiert ihre Arbeiten auf internationalen Video- und Filmfestivals sowie in Ausstellungen. // www.ellaraidel.com

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// Preis gesponsert von Raiffeisen Landesbank OÖ


Der unabhängige Film in China (Auszug aus der Einreichung)

// China hat in den letzten Jahrzehnten einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der geprägt war von der Wandlung der kommunistischen Propaganda-Ideologie hin zu einer Form des sozialistischen Kapitalismus. Diese Veränderungen haben soziale, urbane und gesellschaftliche Auswirkungen. Eine neue Generation an FilmemacherInnen reflektiert den Wandel der chinesischen Gesellschaft unter den gegenwärtigen Bedingungen. Ihre unabhängigen Filmproduktionen sind Zeitdokumente dieser sich global auswirkenden Vorgänge. In kleinen Filmfestivals, Screeningrooms und privaten Veranstaltungen finden die Filme auch internationale Aufmerksamkeit. Manche, die als unabhängige FilmemacherInnen begonnen haben, wurden gefeierte RegisseurInnen, wie etwa der bekannteste Filmemacher der sogenannten 6. Generation Jia Zhangke, der 2005 für seinen Film STILL LIFE in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. In meiner Recherche habe ich Interviews durchgeführt und Informationen gesammelt, die dann in Zeitschriften oder als Buch veröffentlicht werden. In Folge dieser Recherche werde ich auch Filmvorführungen dieser Produktionen in Europa zeigen.

Workshop mit Wu Wenguan Chinesischer Dokumentarfilmer

// Jury: Gabriele Spindler (Kuratorin für zeitgenössische Kunst der OÖ Landesmuseen); Uli Marchsteiner (Präsident des ADI–FAD, Berufsvereinigung für Industriedesign in Spanien); Benjamin Foerster-Baldenius (Professor an der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag, freier Architekt im raumlaborberlin) Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: Dem Thema mangelt es nicht an Aktualität. Der Umgang mit freien Geistern in China steht repräsentativ für Arbeiten, die sich kritisch in der globalisierten Welt positionieren. Das Projekt schließt gut an die bisherigen künstlerischen Arbeiten von Ella Raidel an. Sie hat in den vergangenen Jahren viel Zeit in China verbracht, dort Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft. Das gibt dem Projektvorschlag eine große Glaubhaftigkeit.

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// Ella Raidel Zwischenbericht (Auszug)

// In China wird der unabhängige Film ohne Finanzierung und Genehmigung der chinesischen Regierung produziert. Aber Filme, die den Zensurbestimmungen nicht entsprechen, sind meist kommerziell nicht verwertbar. Hingegen sind sie authentische Dokumente der Realität, die ausgehend von autobiografischen Ansätzen auf komplexe Zusammenhänge in der heutigen chinesischen Gesellschaft schließen lassen. Meine Recherche begann im Herbst 2011 in Peking. Zu dieser Zeit fanden in China drei Filmfestivals (BIFF Peking, CIFF Nanjing, Cifvf Chongqin) statt, die sich dem unabhängigen Film widmeten. Das Filmfestival BIFF in Songzhuan/Peking musste bereits im Frühjahr 2011 kurz vor der Eröffnung abgesagt werden, da es den Zensurbestimmungen nicht entsprach. Das zeigt, wie schwierig es ist, unabhängigen Film bzw. Kultur in China zu produzieren und zu präsentieren. Meine Recherche umfasst Interviews mit FilmemacherInnen, LeiterInnen von Filmfestivals und unabhängigen ProduzentInnen. Darunter sind bekannte Vertreter des Dokumentarfilms wie Wu Wenguang und Wang Bing, Zhang Xianmin (Leiter des CIFF Nanjing), der tibetische Filmemacher Pema Tseden, der Filmkritiker Wang Xiaolu, der Produzent Zhu Rikun (Fanhall Songzhuan) und die junge Filmemacherin Zhang Mengqi.

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Pema Tseden Tibetischer Filmemacher


Zhu Rikun Chinesischer Produzent

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Zhang Mengqi Chinesische Filmemacherin


// Veranstaltungsreihe Forum DIalog

FOR Dialog um

Die Veranstaltungsreihe forum Dialog wurde im Jänner 2004 ins Leben gerufen, seither findet in diesem Rahmen etwa zweimal jährlich ein Vortrag statt. Dabei werden ReferentInnen eingeladen, die einerseits AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz, andererseits Personen aus dem Kunst- und Kulturleben sind. Nach einem Vortrag und der anschließenden Diskussion lädt das forum zum informellen Gespräch und Umtrunk. Hier finden Austausch und Vernetzung statt.


Forum DIalog #1-4

forum Dialog #1 Laurids Ortner Ortner & Ortner 01. 07. 2004

// Bau & Kunst Beispiele Laurids Ortner war von 1976 bis 1987 Professor an der damaligen Kunsthochschule Linz und wechselte dann an die staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Der Mitbegründer der Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co (1967) und Ortner & Ortner Baukunst (ab 1990) gab einen Überblick über die zahlreichen realisierten und geplanten Bauten.

forum Dialog #2 Leo Schatzl 13. 01. 2005

// Fluchtpunkte (Vanishing Points) Der gebürtige Oberösterreicher stellte einen Querschnitt seiner künstlerischen Arbeiten vor. Die subversiv-ironische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Regelsystemen, pseudowissenschaftliche technische Experimente mit Gebrauchsobjekten und die „Manipulation“ unserer Sehgewohnheiten sind nur einige Themen der Arbeiten von Leo Schatzl.

forum Dialog #3 Gerhard Funk Digitale Medien 11. 05. 2005

// Der Einsatz digitaler Medien in Forschung und Lehre am Beispiel des Visualisators und DMA-Systems

forum Dialog #4 Sabine Bitter 30. 06. 2005

Präsentiert wurde das Konzept und der teilweise realisierte Prototyp des Visualisators, ein Satz an Softwaretools für kulturwissenschaftliche Forschung und Wissensvermittlung. Diese Tools entstanden zum einen als Abbildung spezifisch kulturwissenschaftlicher Verfahrensweisen im Computer (wie Vergleich, Assoziation) zum anderen im Versuch, in anderen Zusammenhängen durch den Computer generierte Verfahrensweisen für kulturwissenschaftliche Zwecke zu nutzen. Sie basieren auf dem Konzept der offenen Präsentation als Texteinheit eines künftigen, auf die Neuen Medien abgestellten Diskurses des Wissens.

// gaps and overlaps - Vortrag über ausgewählte urbane Projekte Die in Wien und Vancouver lebende Künstlerin Sabine Bitter arbeitet seit 1993 mit Helmut Weber an gemeinsamen Projekten zu urbanen Geografien, architektonischen Repräsentationen und damit einhergehenden visuellen Politiken. Foto- und Videoarbeiten bzw. Projekte im öffentlichen Raum wie „Caracas, Hecho En Venezuela”, „Live like this!” oder „CITYtransformers 02”, verhandeln spezifische Momente von Globalisierung bzw. Kulturideologien der Globalisierung, wie sie in Architektur als Rahmenwerk räumlicher Bedeutungen zum Ausdruck kommen.

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Forum DIalog #5-7

forum Dialog #5 DIE FABRIKANTEN & tech2b 15. 11. 2005

// Ein Dialog zu Betriebsgründung und Querdenken 1990 gründen Wolfgang Preisinger und Gerald Harringer, zwei Absolventen der Kunstuniversität Linz (MK Visuelle Gestaltung), das Büro DIE FABRIKANTEN. Sie produzieren Kommunikationsstrategien und Corporate Designs, experimentieren mit Erlebnisräumen und Situationen, arbeiten mit sehr verschiedenen Medien vom Buch bis zum Film und entwickeln Konzepte. Die Fabrikanten berichten über Entwicklungsstadien im Laufe ihrer unternehmerischen Tätigkeit und zeigen realisierte Projekte.

© R. Winkler

Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit bietet tech2b, das akademische Gründerzentrum. An diesem Abend wurde zum ersten Mal das Leistungsspektrum für StudentInnen, AbsolventInnen und MitarbeiterInnen der Kunstuniversität Linz vorgestellt. © R. Winkler

// From site to site Das Hauptaugenmerk der künstlerischen forum Dialog #6 Karl-Heinz Klopf Praxis von Karl-Heinz Klopf liegt im gebauten Lebensraum und den damit verbundenen Konditionen, Wahrnehmungen und Empfindungen. Dabei 17. 01. 2006 dienen ihm die Allgegenwart des Urbanen und das Leben in der Stadt als Konstante. Sein bisheriges Oeuvre umfasst Zeichnungen, Fotos, Videos, Installationen, Architektur, Arbeiten im öffentlichen Raum und Künstlerpublikationen.

46 forum Dialog #7 Valie EXPORT 29. 06. 2006

// Imaginationen im medialen Kontext – Arbeitsvortrag Die Künstlerin gab einen Überblick über ihr Werk: Expanded Cinema Arbeiten, Fotografie, Zeichnungen, Arbeiten im öffentlichen Raum sowie laufende und geplante Projekte.

© Sabina Samitz


Forum DIalog # 8 - 10

forum Dialog #8 Christian Sery 15. 03. 2007

// canvas was too much Christian Sery gab einen Überblick über seine künstlerische Arbeit und das Verhältnis von Malerei zur Architektur sowie die Erweiterung der Malerei in Richtung Skulptur.

forum Dialog #9 Veronica Kaup-Hasler 28. 06. 2007

// Partizipation/Ereignis/Teilhabe - die Möglichkeiten von Festivals in einer übereventisierten Gesellschaft Die in Dresden

forum Dialog #10 Anna Heringer 31. 01. 2008

geborene und in Wien aufgewachsene Dramaturgin Veronica Kaup-Hasler ist Intendantin des Festivals „steirischer herbst“. Der „steirische herbst“ wurde zunächst als Avantgarde-Festival gegründet, im Laufe der Jahre immer wieder neu erfunden, kritisch hinterfragt und verändert. Ihr forum Dialog behandelte folgende Fragen: Wie können relevante zeitgenössische Festivals mit Aktualitätsanspruch überhaupt noch funktionieren? Sind sie in einer Zeit des Überangebots von Events nicht mittlerweile unnötig geworden? Welche Strategien können entwickelt werden?

© J.J. Kucek

// „analoges“ bauen mit lokalen ressourcen - Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen am Rande der Globalisierung Die junge Architektin Anna Heringer erhielt für ihre Diplomarbeit „School_handmade in Bangladesh“ den Hunter Douglas Award, den Preis für die weltweit beste Architektur-Diplomarbeit. Zahlreiche weitere Auszeichnungen honorieren dieses einzigartige Projekt. „Ein Schulhaus zu bauen und 25 Handwerker zu schulen ist ein guter und wichtiger Anstoß. Um eine tiefgreifende Verbesserung in der Wohnsituation der ländlichen Gegend zu bewirken, müssen zusätzliche Lösungen aufgezeigt werden, die von der Bevölkerung direkt nachgebaut werden können. Wissen und Information müssen vermittelt werden, um unabhängig zu machen von Krediten und Materialien“.

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© Kurt Hörbst


Forum DIalog # 11 - 13

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forum Dialog #11 Sabine Folie 23. 06. 2008

// Konzeptkunst sammeln und ausstellen - ein Parcours durch 20 Jahre reflektierte Institutionspolitik Der Vortrag bein-

forum Dialog #12 Martin Semmelrogge 23. 07. 2008

// kommt, liest und spricht aus „Das Leben ist eine Achterbahn Der bekannte deutsche Schauspieler las exklusiv für das

haltete die Genese und Entwicklung der Generali Foundation: die ungewöhnliche Verbindung eines primär auf Konzeptkunst ausgerichteten Sammlungsprofils in Kombination mit einem sehr spezifischen Ausstellungsprogramm. Vor welchem Hintergrund sind in den 1970-er und 1980-er Jahren Corporate Art Collections entstanden und welche Implikationen gibt es für Sammlungs-, Ausstellungspolitik und den Kunstmarkt? Die Generali Foundation, seit Februar 2008 unter der Leitung von Sabine Folie, stellt seit diesem Zeitpunkt mit der Bawag Foundation in denselben Räumlichkeiten, jedoch mit getrennten Programmen, aus: Ein Parcours durch 20 Jahre reflektierte Institutionspolitik.

forum – Kunstuniversität Linz aus seinem Bestseller „Das Leben ist eine Achterbahn“ und erzählte aus seinem bewegten Leben.

forum Dialog #13 // Die Ö1 Talentebörse Heute sind sie noch völlig unbekannt oder Matthias Osiecki gelten als Geheimtipp: Die jungen Künstler-Talente Österreichs. In Kooperation mit den acht österreichischen Kunstuniversitäten präsentiert der 15. 10. 2008 renommierte Radiosender Ö1 seit 2004 auf seiner Webseite wöchentlich die möglichen Stars der Kunstszene von morgen. Ziel der von Matthias Osiecki gegründeten Ö1 Talentebörse ist, dem österreichischen Künstlernachwuchs eine breite Plattform zu bieten.


Forum DIalog # 14 - 16

forum Dialog #14 Sigi Atteneder & Lorenz Potocnik 28. 05. 2009

// Re-connecting a Region - Zukunftsperspektiven für den Nahen Osten Im Rahmen eines Wettbewerbes und eines anschließen-

forum Dialog #15 Silvia Eiblmayr 24. 06. 2009

// über den Österreich Pavillon und die Biennale von Venedig 2009 Silvia Eiblmayr war gemeinsam mit VALIE EXPORT

forum Dialog #16 Georg Reinhardt & Hannes Anbelang

23. 06. 2010

den Forschungsstipendiums am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, USA entwickeln Sigi Atteneder und Lorenz Potocnik eine Vision für den östlichen Mittelmeerraum im Jahr 2050. „hummus 2050“ ist eine Initiative – über territoriale Grenzen und nationale Strukturen hinaus –, um eine wesentliche Veränderung in dieser Region zu schaffen. Langfristiges Ziel ist die Planung der dort stattfindenden urbanen Entwicklung, einen neuen Wirtschafts- und Kulturraum sowie transnationale Identität beinhaltend. „hummus 2050“ bezieht seine Kraft aus Menschen, die diese Idee verstehen und die Vision einer Verbindung und friedlichen Zusammenarbeit teilen.

Kommissärin des Österreich Pavillon bei der Biennale von Venedig 2009. Die von beiden ausgewählten KünstlerInnen Elke Krystufek, Dorit Margreiter und Franziska & Lois Weinberger haben die österreichische Position vertreten. Silvia Eiblmayr gilt als eine der renommiertesten Kuratorinnen Österreichs. Nach dem Studium der Kunstgeschichte in Wien war sie als Kunsthistorikerin und Kuratorin tätig, veröffentlichte zahlreiche Texte zur modernen und zeitgenössischen Kunst und ist zudem für die Organisation und Konzeption zahlreicher Ausstellungen verantwortlich. Beim forum Dialog gab Silvia Eiblmayr Einblick in ihre Arbeit für den Österreich Pavillon und hinter die Kulissen des Biennalebetriebes.

// CLUB REAL / Berlin / 2000-2010 - 10 Jahre Performance Kunst Die Berliner Gruppe Club Real arbeitet für alltägliche Orte Projekte aus, die Nutzungsmöglichkeiten und Erzählungen beinhalten und ein erweitertes Verständnis der kulturellen Realität und des Potenzials der Orte anstreben. Dabei entwickelten die KünstlerInnen in ihrer Arbeit die Form der „szenischen Installation“. In dieser Form werden eine Installation im Kontext des öffentlichen Raums und eine szenisch dargestellte Handlung gemeinsam erarbeitet und bedingen einander. Die BesucherInnen werden in eine Situation hineinversetzt, die sie zu verantwortlichen AkteurInnen für den Ausgang der Performance macht.

© Hertha Hurnaus

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Forum DIalog # 17 - 19

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forum Dialog #17 Gottfried Hattinger 25. 01. 2011

// Arbeitsbiografie eines ewigen Dilettanten Als freiberuflicher Auftrags- und Saisonarbeiter arbeitet Gottfried Hattinger an ungewöhnlichen Konzepten für Festivals und Ausstellungen – immer an den Rändern verschiedenster Disziplinen wie Theater, Performance, bildende Kunst, Musik, Klangkunst, alte und neue Medien. Sein Referat bot einen dokumentarischen Streifzug durch seine Arbeiten mit Schwerpunkt „Festival der Regionen“, dessen künstlerischer Leiter er ist.

forum Dialog #18 Benjamin FoersterBaldenius 21. 06. 2011

// Instant Urbanism - die plötzliche Stadt Benjamin Foerster-Baldenius ist darstellender Architekt und beim „raumlaborberlin“. Eine Gruppe, die – wie Levebre – glaubt, dass Raum das Produkt von sozialem Handeln ist. Gemeinsam arbeiten sie daher an der Schnittstelle zwischen Stadtplanung, Kultur und Architektur. „Instant Urbanism – die plötzliche Stadt“ versteht Stadtentwicklung als einen Prozess, den man mit geschickt platzierten, überraschenden Interventionen beeinflussen kann.

forum Dialog #19 Christine Dollhofer (im Gespräch mit Manfred Neuwirth) 17. 01. 2012

// Filmkontinent Europa - Filme mit Haltung und künstlerischer Vision In Christine Dollhofers Arbeit dreht sich (fast) alles um die filmische Auseinandersetzung mit der europäischen Realität. Im Gespräch mit Manfred Neuwirth erläuterte sie, was das aktuelle europäische AutorInnenkino gerade jetzt so spannend macht und zeigte die Wichtigkeit auf, dieser Thematik ein ganzes Filmfestival – in diesem Fall CROSSING EUROPE – zu widmen. Zur Diskussion standen dabei Erzählformen, künstlerische Gestaltung, Produktionsbedingungen und aktuelle Positionen in der Entwicklung der europäischen Filmkunst sowie ihrer Vermittlung.

© G. Harringer


// Forum Exkursion

// Das forum – Kunstuniversität Linz bietet regelmäßig Bildungsreisen zu internationalen Ausstellungen an. Seit 2007 werden ca. zwei Exkursionen pro Jahr mit hoher Mitgliederbeteiligung durchgeführt.

documenta 12 Kassel und Skulptur Projekte Münster

Biennale Venedig 2009 8. - 12. 7. 2009

15. - 19. 7. 2007

steirischer herbst 21. - 22. 9. 2007

Manifesta 7, Trentino -Südtirol 24. - 26. 7. 2008

steirischer herbst 3. - 4. 10. 2008

steirischer herbst 25. - 26. 9. 2009

Biennale Venedig 2011 4. - 8. 7. 2011 steirischer herbst 23. - 24. 9. 2011

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Dokumenta 12 Kassel, 2007


FOR Mitglieder um


Vorstandsvorsitzende forum - Kunstuniversität Linz

operativer vorstand, März 2012

Rückert Meller Müller Preisinger Jöchl

Greinöcker Margit Jagersberger Holger Jöchl Alexander John Harald Plöchl Gertrude Schützeneder Helmut Sonnberger Elfi Witzany Ursula

Genoveva Sonja Chris Wolfgang Alexander

Feb. 2002 - Feb. 2006 März 2006 - Feb. 2008 März 2008 - Feb. 2010 März 201 0 - Feb. 201 2 ab März 2012

Mitglieder forum - Kunstuniversität Linz, März 2012 Aistleitner Altmüller Andessner Andessner Andraschko Arnetzl Artner Atteneder Atteneder Atzlinger Auer Auer Baier Barnas Barth Bauer Bauer Baumgartner Baumgartner Bieregger Bina Binder Bindl Birngruber Bitter Bittner Blaimschein Blöchl Bogendorfer Bogendorfer Bogner Bornhaupt Boros Brandl Brandstätter Brandtner Brauneis Bretter

Christa Beni Elisa Amel Josef Hanna Norbert Michael Siegfried Rainer Andrea Noemi Josef Veronika Alfred Renate Susanne Barbara Maria Peter Andrea Karin Petra Karl Sabine Wolfgang Susanne Sabine Anatol Nicole Gerhard Karl Eva Maria Miklos Gerhard Anna Maria Martin Gabriele Wolfgang

Brunader Georg Buchegger Bernhard Buchner-Berghofer Gabriele Buttinger Andreas Buttinger-Förster Barbara Camerloher Wilhelm Campbell Doris Sabine Canaval Christina Chibidziura Helga Cydlik Paula Czimek Claudia Dannmayr Melanie Daucha Gernot David Günther Daxl Eva Demel-Lerchster Hannelore Diensthuber Doris Dietrich Jakob Dika Penesta Dorfer Cornelia Duschlbauer Thomas Dworschak Claudia Edler Andrea Egger Gerald Egger Andreas Eigner Richard Eisenriegler Doris Esterbauer Stefan Ettengruber Sibylle Falkner Rainer Fehlinger Wilhelm Feichtner Simone Feichtner Thomas Feyerer-Fleischanderl Margit Figlhuber Angelika Fisslthaler Karin Fitz Karin Fölsterl Nicole

Forstner Gerda Foune Anita Freudenthaler Andreas Friedl Herlinde Friedrich Jakob Werner Froschauer Franz Fruhauf Siegfried A. Frühling Therese Gallee Daniela Gamsjäger Rainer Ganahl Michael Gebert Elisabeth Geffke Margarete Geiblinger Gudrun Geretschläger David Gerlach Philippe Gerstner Gordon Markus Gnigler Sandra Goetzloff Judith Maria Goffitzer-Thalhammer Waltraud Götze Simone Barbara Grall Günther Grasl Ingrid Greiner Maria Greinöcker Margit Greunz Theresa Grims Julia Grinzinger Andreas Grössing Margarete Gruber Markus Gruber Roland Gruber-Gisler Gabriele Grünberger Gernot Helmut Gruzei Katharina Gsöllpointner Helmuth Gupfinger Reinhard Gurtner Herta Gut Marek

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Gutauer Herbert Guttmann Ursula Habbel Conny Haberfellner Doris Haberpointner Alfred Habringer Marion Habsburg-Lothringen Isabelle Haderer Marlene Haderer Norbert Hager Astrid Hagleitner Tobias Hagler Jürgen Haider Erich Haidinger Günther Hartl Olivia Hartl Gregor Hartl-Prager Christina Haslinger Hermann Haslinger Reinhart Hattinger Peter Hauer Wolfgang Hauer Claudia Hazod Thomas Heidecker Gabriele † Hekel Iris Hemetsberger Martina Herbrik Gerhard Paul Heringer Anna Herter Renate Hickisch Gerhard Hinterkörner Renate Hinterleitner Robert Hochegger-Müller Elisabeth Hofer Peter Hofer Anja Hofstetter Astrid Hohl Teija Holzinger Walter Hölzl Dominique Holzmann Johannes Honzig Martin Huber Thomas Hübleitner Irene Hübner Maximilian Huemer Klaus Hutterer Claudia Jagersberger Holger Jalkotzy Alexander Jansa Maria Jeschaunig Markus Jöchl Alexander John Harald

Jungwirt Jochen Jungwirth Franz Kahler Katharina Kammerer Irene Kämmerer Björn Kannonier Greta † Kannonier Reinhard Kapeller Irma Karl Edith Kattner Jakob Kaul Kapil Kedron Josef Kehrer Martin Ulrich Keil Roland Kern Jeanette Kirchberger Nicole Kiska Gerald Kleinfelder Katharina Kletzmaier Karl Knoll Eva Knollmayr Julia Köck Paul Kofler Wolfgang Kohler Klara Kolar Helmut König Roland Kopp Uwe-Daniel Koppelstätter Franz Kreiner Christian Krenn Andrea Maria Kriegner Birgit Kröll Roswitha Kropshofer Hans Krump Erwin Fritz Küblböck Helmut Kubowsky Peter Kubowsky-Palme Margit Kurz Andreas Kurz Johanna Lackner Katharina Lang Siglinde Lengauer Martin Leopoldseder Anita Leuchtgelb Evi Linschinger Josef Liska Andreas Lohninger Hermann Luckeneder Regina Luftensteiner-Bracher Norgard Lugmayr Sarah Maria Lüth Andrea Mack Carolin

Maier-Rothe Kai Mandel Michaela Marchart Patricia Martzak-Görike Helene Mathoy Christoph Maule Judith Mayer Wolfgang Mayr-Nausner Annika Meder Sieglinde Meller Sonja Merl Brigitta Miesenböck Gerlinde Maria Mikesch Hansjörg Mimra-Rachbauer Heidemarie Mitterbauer Simone Mittermayr Christian Mock Clemens Erhard Moises David Mold Stephanie Moser Johann Müller Reinhard Müller Veronika Müller Sonja Müller Chris Music Martin Musikar Doris Musil Barbara Narzt Matthias Nausner Ulrich Naversnik Cornelia Neulist Eduard Niederleuthner Gerhard Nikolaus Marlen Nimmervoll Florian Nobis Margit Nösslböck Heike Oberlehner Daniela Obojes Franz Offenhauser Angelika Ollinger Harald Josef Oltay Robert Oppl Bernd Ortmayer Birgit Ortner Michaela Ortner Laurids Oster Martin Papsch Alexander Vittorio Park In-Sook Payer Renate Pesendorfer Andrea Pesendorfer Daniela Petkov Ivan


Petri Gabriele Petri Birgit Peyker Katharina Pfusterer Florian Philipp Andrea Piccottini Peter Pichler Monika Pichler Wolfgang Pichler Christine Pilsl Klemens Pleschko Jan Plöchl Gertrude Potye Marlene Prammer Barbara Preisinger Wolfgang Priewasser Gerald Prlic Doris Prochazka Elsa Pürstinger Helmut Quirin Clemens Raab Gerald Rager Petra Raidel Ella Randolf Ingo Rathmayr Beate Reibmayr Valentin Reichinger Elisabeth Reichmayr Elisabeth Reinthaler Arnold Reiter Agnes Reithofer Cornelia Renner Harald Resch Sandra Resch Verena Retschitzegger Sabine Riederer-Dopplmair Antonia Riedl Priska Riedl Isa Riess Michaela Roithner Markus Rollig Stella Rückert Genoveva Rumetshofer Adelheid Sambs Heinz Sauter Alina Anna-Maria Saxinger Otto-Berthold Schaller Kirsti Schatzl Leo Schauenburg Pia Scheuchenstuhl Barbara Scheurecker Ingrid Scheuringer Klaus Peter

Schink Dagmar Schlägel Helmut Schmollgruber Marianne Schober-Pointinger Birgit Schoissengeier Michaela Schoissengeier-Naderer Gerda Schöller Manfred Schöpf Peter Schöpf Christine Schröder Marlene Schubert Veronika Schuh Rene Schuler Renate Schulz Elfie Schusterbauer Andrea Schützeneder Helmut Schweiger Verena Seckauer Beate Seidl Ina Seidl Florian Sery Rainer Simon Helmut Sinnhofer Mario Slana Ingunde Smetschka Joachim Sonnberger Elfi Sonnleitner Stephanie Mariella Sösser Alexandra Spiessberger Ernst Staudinger Johannes Steiner Othmar Steininger Johannes Steinleitner Magdalena Steinmaurer Bettina Stieger-Reuter Reneé Stiermayr Petra Stimpfl Alfons Stöger Marlies Stromberger Walter Struber Katharina Stüger Gertraude Szmit Karolina Taschler Klaus Tasler Juliana Taucher Viktoria Teufl Alexandra Tilg Daniela Tobisch Doris Tollerian Dietmar Tragseiler Wolfgang Trierenberg Christian Trsek Robert

Tschinder Andre Ullmann Josef Vargas De La Hoz Lina Vasicek Brigitte Waaijenberg Albert Wageneder-Stelzhammer Daniela Wagner Barbara Wagner Anthony Clair Wahl Gerald Wakolbinger Violetta Wall Richard Wallentin Bernhard Weber Bibiana Wegerer Anna Wegerer Roland Weidinger Christoph Weis Robert Weiß Susanne-Karin Weithas Markus Weixler Wolfgang Wieland Beate Wiesner Gunda Wijeyesekera-Leutgeb Sri-Lionel Wilhelm Gunar Wilthan Arno Wimmer Betty Wimmer Elfriede Wirthig Michael Witzany Ursula Wögerbauer Martin Wögerbauer Johanna Wohlmuther Louis Wolf Clemens Wolf Anna Wrulich Elisabeth Zangerle Anna Zauner Elke Zaunrieth Johann Zelikovics Irmgard Zendron Rainer Zimmermann Sindy Zinganell Franz Zogholy Andre

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// Service Forum CARD

// Als besonderes Service bietet das forum seinen Mitgliedern seit 2007 die forum Card an. Mit ihr können alle wichtigen Linzer Kultureinrichtungen sowie österreichweit verschiedene Museen zu ermäßigten Preisen besucht werden.

// Partner/Innen

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// Impressum Herausgeber forum – Kunstuniversität Linz Kollegiumgasse 2, 4010 Linz 0732 7898 471 forum@ufg.ac.at Redaktion Daniela Wageneder-Stelzhammer, Ursula Witzany Grafik-Design / Layout ger2 daucha.raab Kommunikationsdesign Schillerstraße 17, 4020 Linz office@daucha-raab.at Druck: Copyright Digitaldruck, Linz Auflage: 200 Stk. // Pubikation realisiert mit freundlicher Unterstützung von Kunstuniversität Linz Förderungsverein der Kunstuniversität Linz


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www.ufg.ac.at/forum

forum - Kunstuniversität Linz 2002 - 2012  

Rückblick auf 10 Jahre Alumniverein forum - Kunstuniversität Linz Jubiläumsbroschüre

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