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Newsletter Palliative Praxis Ausgabe 05, April 2014

Inhalt Das neue Curriculum Palliative Praxis .... 1 Praxistreffen 2014 .............................. 3 Netzwerk intern ................................. 4 Termine im Überblick .......................... 4 Kurz vorgestellt ................................. 4 Impressum........................................ 4

Das neue Curriculum Palliative Praxis Ende des ersten Quartals 2014 wurde den Moderator/innen die stark gekürzte und überarbeitete Version des Curriculums Palliative Praxis ausgehändigt.

www.palliative-praxis.de

»Sei Mensch und ehre Menschenwürde« (Robert Bosch) Umfassende palliative Betreuung – ob zu Hause, im Krankenhaus oder in Hospizen – ermöglicht Schwerstkranken eine selbstbestimmte Gestaltung ihrer letzten Lebensphase und ein Sterben in Würde. Im Sinne des Vermächtnisses von Robert Bosch, dem die Achtung der Würde aller Menschen stets ein besonderes Anliegen war, beteiligt sich die Robert Bosch Stiftung seit den 1990er Jahren an den Bemühungen, die Versorgung Schwerstkranker und Sterbender zu verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Versorgung alter Menschen am Lebensende. Die deutliche Zunahme der Lebenserwartung hat dazu geführt, dass Bewohnerinnen meist erst im hohen Alter, mit fortgeschrittener Multimorbidität und / oder


Demenz in den Heimen aufgenommen werden. Die Betroffenen benötigen daher häufig nicht erst am Lebensende sondern über einen viel längeren Zeitraum palliative Pflege, Behandlung und Betreuung. Spezialeinrichtungen der Palliativversorgung, wie z. B. Hospize, sind auf diese große Personengruppe nicht eingerichtet und werden den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen nicht gerecht. Palliative Versorgung alter Menschen sollte in dem Umfeld geleistet werden, in dem sie leben – in der häuslichen Umgebung oder in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Dort sind die Prinzipien einer guten Palliativversorgung aber unzureichend verbreitet. Die Mitarbeitenden sind für diese Aufgaben oftmals nicht qualifiziert und in dem von Personalknappheit bestimmten Alltag mit den besonderen Anforderungen der Pflege bis zum Lebensende überfordert. Mit dem Wissen um diese Herausforderungen entwickelte eine von der Robert Bosch Stiftung eingesetzte Expertengruppe das 40-stündige interdisziplinäre »Curriculum Palliative Praxis«. Es ist auf die Begleitung alter Menschen und ihrer Angehörigen ausgerichtet und ermöglicht allen Mitarbeitenden in der Alten- und Krankenpflege unabhängig von ihrer fachlichen Qualifizierung und ihren Deutschkenntnissen die Aneignung von Basiskenntnissen zur palliativen Praxis. Auch Hausärztinnen, die mit Altenpflegeeinrichtungen zusammenarbeiten, sowie Heim- und Pflegedienstleitungen werden mit dem Curriculum angesprochen. Die nun vorliegende Fassung ist eine Überarbeitung der ersten Version des Curriculums von 2006. In den vergangenen Jahren hat sich diese erste Version in der Schulungspraxis als zu umfangreich erwiesen. Daher wird hier eine deutlich knappere Fassung vorgelegt. Da zudem einige der vorgeschlagenen Methoden in der Praxis nicht angenommen wurden,

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wurden zahlreiche methodische Hinweise überarbeitet. Hier sind vielfach Erfahrungen der Moderatorinnen aus den vergangenen Jahren eingeflossen. Um die aktualisierte Version nicht mit Materialien zu überfrachten und um die Aktualität der ergänzenden Informationen auch in Zukunft sicherzustellen, werden diese Materialien den ausgebildeten Moderatorinnen in einem passwortgeschützten Download-Bereich zur Verfügung gestellt. Viele Aktivitäten werden in diesem Curriculum nur knapp umrissen und nicht ausführlich dargestellt, da das Curriculum nur von Personen unterrichtet werden soll, die an einer Moderatorenausbildung teilgenommen und damit eine Schulungslizenz erworben haben. Es wurde in der aktualisierten Version bewusst auf den Vorschlag eines Handouts für die Hand der Teilnehmenden verzichtet, da es in der Palliativen Praxis vor allem auf die Haltung der Begleiterinnen ankommt. Im Herbst 2013 wurde die aktualisierte Version des Curriculums bereits erfolgreich bei einer Schulung der Arbeiterwohlfahrt in Erfurt erprobt. Das bestärkt uns in der Hoffnung, dass wir mit dieser neuen Version des Curriculums ein für die Herausforderungen in der Palliativen Praxis taugliches Fortbildungskonzept zur Verfügung stellen. Unser Dank für die engagierte Arbeit am Curriculum gilt Dr. Ursula Becker, Tanja Frank, Dr. Dr. Marina Kojer, Hermann Reigber, Dr. Martina Schmidl und Dr. Ulf Schwänke. Julia Hoeter, Robert Bosch Stiftung GmbH Im internen Netzwerkraum stehen die folgenden Downloads in der Datenbank „Moderatorenkoffer“ (Stand April 2014) zur Verfügung: 1: Kennen lernen und Kommunikation


2.1: Arbeitsblatt Total Pain 2.2: Karten zum Thema Schmerz 2.3: Präsent. Schmerzmanagement 2.4: Schmerztests 2.5: BESD 3: Trauer 4: Methoden und Übungen 5: Wiederholung und Feedback 5a: Baum der Erkenntnis 6: Material und Quellen Die Downloads zum Curriculum finden die Moderator/innen im Online-Raum: www.palliative-praxis.de/onlineraum

Praxistreffen 2014 Das Praxistreffen findet in diesem Jahr am 24. Juni in Düsseldorf in Verbindung mit dem 10. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin statt.

In diesem Beitrag geht es um die Stärken und Grenzen des Einsatzes von szenischem Spiel bzw. Rollenspielen in der Fort- und Weiterbildung im Bereich Palliative Care. Grundsätzliche Merkmale des szenischen Spiels werden erläutert, Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und die besonderen Herausforderungen im palliativen Bereich anhand von Praxisbeispielen reflektiert. Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir in einem informellen Rahmen noch die Gelegenheit, uns in ungewöhnlichem Ambiente kollegial auszutauschen und zu vernetzen. Wir bitten bis zum 15. Mai 2014 um schriftliche Anmeldung im Online-Raum Palliative Praxis: www.palliative-praxis.de/onlineraum Sollten Sie Ihre Zugangsdaten nicht mehr zur Hand haben, können Sie sich jederzeit auf der Seite ein neues Passwort zusenden lassen oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf: palliative-praxis@kda.de oder 0221/931847-11.

Im Mittelpunkt des Fachtages stehen die Vorstellung des neuen Curriculums sowie die weiteren organisatorischen Abläufe ab August 2014.

Programm im Detail

Die Robert Bosch Stiftung hat in den letzten drei Jahren die Arbeit der Koordinationsstelle Curriculum Palliative Praxis beim Kuratorium Deutsche Altershilfe finanziert. Nach Ablauf dieser Förderung wird das Netzwerk neue Wege beschreiten und die weitere Verantwortung wird an die Christopherus Akademie München übertragen.

24. Juni 2014, im Tulip Inn DüsseldorfArena, Raum: LOGE

Neben organisatorischen Neuerungen wird es auch im Rahmen der Ausbildung und Rezertifizierung personelle Veränderungen geben.

10.30 Uhr Vorstellung des Curriculums Palliative Praxis

Darüber hinaus freuen wir uns, dass Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des KDA e.V., einen Impuls zur Bedeutung der Palliativen Praxis in der Altenhilfe geben wird. Am Nachmittag wird uns Prof. Dr. Helen Kohlen einen weiteren inhaltlichen, praxisnahen Impuls zum Thema „Einsatz von Rollenspielen im Kontext ethischer Entscheidungen“ anbieten.

Praxistreffen der Moderator/innen zum Curriculum Palliative Praxis 2014

Moderation: Ulf Schwänke 10.00 Uhr ßung

Eröffnung

und

Begrü-

Dr. h.c. Jürgen Gohde, Kuratorium Deutsche Altershilfe neuen

Julia Hoeter, Robert Bosch Stiftung, Dr. Ulf Schwänke, Hermann Reigber, Christopherus Akademie 11.15 Uhr

Kurze Pause

11.30 Uhr Zukünftige Organisationsstruktur des Netzwerks der Moderator/innen zum Curriculum Palliative Praxis Hermann Reigber, Christophorus Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege

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und Hospizarbeit am Klinikum der Universität München 12.30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr Einsatz von Rollenspielen im Kontext ethischer Entscheidungen Prof. Dr. phil. Helen Kohlen, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendaar 15.00 Uhr

Verabschiedung

phorus-Akademie angeboten.Der Termin für die nächste Moderatorenausbildung ist der 2. bis 6. Juni 2014 ebenfalls in München.

Kurz vorgestellt Das Bildungsprogramm 2014 des Kompetenzzentrums Palliative Geriatrie (KPG) stellt die Sorge um hochbetagte, multimorbide, oft von Demenz betroffene und sterbende Menschen in den Mittelpunkt:

Julia Hoeter, Robert Bosch Stiftung

www.palliative-geriatrie.de/bildung

15.30 Uhr

9. Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin am 24. Oktober 2014

Ende der Veranstaltung

Informeller Ausklang bei Kaffee und Kuchen Adresse des Veranstaltungsorts: Tulip Inn Düsseldorf Arena – Hotel Arena Strasse 3 40474 Düsseldorf Telefon: 0211 30 275 0 www.tulipinnduesseldorfarena.com

Netzwerk intern Schulungen 2013 in Zahlen Im Jahr 2013 wurden insgesamt 59 Schulungen nach dem Curriculum Palliative Praxis an verschiedensten Standorten in Deutschland durchgeführt (2012: 46). Die 35 (2012: 27) beteiligten Moderator/innen schulten insgesamt ca. 820 (2012: 700) Mitarbeiter/innen. Von diesen arbeiteten ca. 80% (2012: 75%) in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten. Die durchschnittliche Gruppengröße während der Schulungen betrug 14 (2012: 15) Personen. 89% (2012: 85%) der Teilnehmenden waren weiblich. 76% (2012: 67%) der im Rahmen der Online-Evaluation Befragten bewerteten die Schulungen insgesamt als sehr gut und weitere 22% (2012: 28%) mit gut.

Termine im Überblick Das Praxistreffen 2014 findet am 24. Juni 2014 in Düsseldorf statt. Die Rezertifizierung 2014 wird am 16. und 17. Juni 2014 in München von der Christo-

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www.palliative-geriatrie.de/fachtagung Symposium der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina Palliativmedizin und –versorgung 23. Mai 2014, Salzburg, Österreich www.euro-acad.eu 10. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und zum 13. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung im Rheinland 24. bis 27. Juni 2014, Düsseldorf www.dgp-dkvf2014.de

Impressum Koordinationsstelle Palliative Praxis Kuratorium Deutsche Altershilfe An der Pauluskirche 3 50677 Köln Tel.: 0221/931847-11 Ansprechperson: Marion Minten E-Mail: palliative-praxis@kda.de Homepage: www.palliative-praxis.de Redaktion und Satz: Daniel Hoffmann In eigener Sache Auf unserer Homepage können Sie sich auch in den Newsletter eintragen und diesen zeitnah per E-Mail erhalten. Die Weitergabe dieses Newsletters in unveränderter Form ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

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Ausgabe 05/2014

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