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2014

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8. Januar

Wer fährt wo - das große Transferupdate aller Serien

Diese Söhne folgten den Vätern in die F1

Was ist neu in der Formel-1? Rennkalender aller Formel-Serien im Überblick

Sauber

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HISTORY


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Vorschau auf die Saison

Nach einer kurzen Pause erwacht Formel-Woche wieder aus dem Winterschlaf. Genau zum richtigen Zeitpunkt, um die Leser auf das kommende Rennjahr vorzubereiten. In dieser Ausgabe gibt es daher eine umfassende Zusammenfassung über die Cockpitverteilung der wichtigsten Rennserien. Auch wenn im Nachwuchsbereich bisher die wenigsten Plätze fest vergeben sind, hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan, das Spekulationen auslöste. Da wäre zum einen die Gewissheit, dass Sergey Sirotkin nun doch nicht mit Sauber in die Formel-1 wechseln wird. Der Russe bleibt stattdessen in der WSbR und wird mit Fortec erneut auf Punktejagd gehen. Das bedeutet wohl auch das endgültige Aus des Deal zwischen Sauber und dem russischen Konsortium - sofern es jemals ein Abkommen gegeben hat. Das schweizer Team scheint somit von anderer Seite finanziell gerettet worden zu sein. Feststeht, das Adrian Sutil keine allzu große Unterstützung mitbringt. Trägt also Esteban Gutiérrez mit seinen Telmex-Zahlungen zur Rettung des Rennstalls maßgeblich teil? Oder werden wir in der kommenden Saison gänzlich andere Sponsoren auf dem Boliden sehen, die dies erklären würden? Schon bei den ersten Testfahrten in diesem Monat könnte Klarheit darüber herrschen. Daniel Geradtz Herausgeber Formel-Woche Francois Flamand/DPPI

FORMEL-WOCHE

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Inhalt

Der F1-Traum ist für Sergey Sirotkin zunächst ausgeträumt

Alles auf Anfang!

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Block: Was wird aus Lotus?

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Zwischen Andretti und Hamilton

8 Wie der Vater, so der Sohn 10 Gutiérrez darf bleiben 12 14 News


Inhalt FORMEL-WOCHE

Red Bull Content Pool

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1/2014

16 Lynn f체r Carlin und Red Bull 18 Sechs Fahrer best채tigt 20 Agostini bei Euro International 22 Hartes Rennen bei Dale Coyne 24 Kalender 2014 26 Binder zu Arden, Pc zu Campos


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Red Bull Content Pool

FORMEL-WOCHE

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Vorschau 2014

2014 werden die Karten neu gemischt. Ein verändertes technisches Regelwerk stellt die Teams vor große Aufgaben und auch auf der sportlichen Seite gibt es Veränderungen.

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igentlich konnte man denken, dass das Reglement der Formel-1 Saison 2014 fest geschnürt sei. Doch dann kam kurz nach dem Jahreswechsel doch noch die große Überraschung. Man könnte es als volle Kraft voraus oder gar als Zurückrudern sehen. Je nachdem, welche Entscheidung in den kommenden Tagen getroffen wird. Es geht nämlich um die doppelte Punktzahl, die bei einzelnen WM-Rennen ver-


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Vorschau 2014 FORMEL-WOCHE 1/2014

Alles auf Anfang! von Daniel Geradtz

geben werden soll. Entweder wollen sich die Regelmacher in dieser Causa der nicht abreißenden Kritik beugen und diesen Passus kippen oder gar eine Ausweitung auf die letzten drei Rennen anstreben. Letzteres würde freilich den Geist der Königsklasse vollends ad absurdum führen. Welchen Ausgang die Diskussion nehmen wird, ist ungewiss. Vermarkter Bernie Ecclestone spricht sich jedenfalls für die Ausweitung aus.

Auf der technischen Seite startet die Formel-1 in eine gänzlich neues Zeitalter. Die V8-Aggregate haben ausgedient, nun kommen V6-Turbomotoren zum Einsatz. Auch die Aerodynamik ändert sich und wird den Fahrzeugen ein neues Aussehen verleihen. Zurück in die Zukunft Das Rennjahr 2014 lässt Erinnerungen an längst vergangene Tage aufkei-

men. Denn neben der Rückkehr der Turbos gibt es auch die Reunion zwischen Kimi Räikkönen und Ferrari. Der alte Zwist ist beigelegt und man blickt auf eine erfolgreiche Zukunft. Weichen musste der treue Wasserträger Felipe Massa, der bei Williams vor der neuen Aufgabe als Teamleader steht. Wie einst 1995 sein Vater Jan wird der junge Kevin Magnussen sein F1Debüt bei McLaren geben. Doch der


Mehr zum Thema

Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns ausführlich mit den Neuerungen der kommenden Saison beschäftigt. Einen vollständigen Überblick erhalten Sie in den unten aufgeführten Ausgaben von Formel-Woche. Reglement Ausgabe 21 Turbo-Motoren und ERS Ausgabe 28 Aerodynamik Ausgabe 29 Doppelte Punkte und feste Startnummern Fahrerwechsel Ausgabe 8 Sutil-Porträt Ausgabe 15 Ricciardo-Porträt Ausgabe 16 Räikkönen-Porträt Ausgabe 22 Massa-Porträt Ausgabe 26 Vorschau auf das Duell Alonso-Räikkönen Neue Grand Prix Ausgabe 9 Österreich Russland und F1 Pirelli

FORMEL-WOCHE

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Vorschau 2014

Comeback,

6 Filius hat die bessere Position: Er ist nicht der Ersatz, der von heute auf morgen ins kalte Wasser geschmissen wird. Seine Verpflichtung als Vollzeitpilot war lange vorbereitet, sodass er sich auf die Aufgabe vorbereiten konnte. Außerdem tritt die Königsklasse erstmals seit 2003 wieder in Österreich an. Die Rückbesinnung auf den europäischen Markt haben die Fans wohl den Interessen von Red Bull zu verdanken. Erstmals wird die Königsklasse auch auf dem brandneuen Kurs in der russischen Olympia-Stadt Sotschi an den Start gehen. Weichen mussten dafür die beiden Grand Prix in Indien und Südkorea, wobei das Indien-Rennen schon im kommenden Jahr in den Kalender wieder zurückkehren soll. Startnummernwahl Eine weitere Neuerung: Zum zehnjährigen Jubiläum folgt man in Bahrain dem Vorbild aus Abu Dhabi und wird das Rennen bei Dämmerung starten und in die Dunkelheit hineinfahren. Im vergangenen Jahr wurde rund um Piste eine Flutlichtanlage installiert, die dies ermöglicht. Beim Saisonabschluss der Sportwagen-WM fand der erste erfolgreiche Renneinsatz statt. Nicht zuletzt wird in der kommenden Saison die Zuweisung der Startnummern geändert. Diese erfolgt nun nicht mehr streng geordnet nach dem Abschneiden in der Konstrukteurs-WM, sondern die Piloten können selbst Wünsche äußern, welche Ziffern auf den Autos stehen sollen. Diese Zuordnung soll dann ein ganzes F1-Leben lang gelten.

Start frei zur Saison 2014

Mit Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Adrian Sutil und Nico Hülkenberg werden weiterhin vier deutsche Teilnehmer in der Startaufstellung stehen. Während die zwei erst genannten bei Red Bull beziehungsweise Mercedes verbleiben haben

die anderen beiden ihre Cockpits getauscht: Hülkenberg wird nach einem Jahr bei Sauber wieder zurück zu Force India kehren und dort Sergio Pérez an seiner Seite haben. Sutil wechselt zum dem eidgenössischen Team und wird Teamkollege von Esteban Gutiérrez, dem ein weitere Lehrjahr gewährt wird. Spannungsmomente Interessant werden vor allem die Machtspielchen bei Ferrari werden. Die Italiener haben mit Räikkönen ausgerechnet jenen Mann verpflichtet, der 2007 den letzten WM-Titel einfahren konnte. Man holt den kühlen Finnen, um aus der Verfolgerposition herauszufahren und wieder ganz vorne mitzumischen. Und auch Räikkönen wird sich nicht mit einem zweiten Rang hinter seinem spanischen Teamkollegen Fernando Alonso zufrieden geben. Die Scuderia hat fortan zwei wahre Champions in ihren Reihen. Ob Fernando Alonso mit einem ernsthaften Konkurrenten zurecht kommt oder ob er wie einst gegen Lewis Hamilton bei McLaren tief in die Trickkiste greift, um seine Position zu stärken, bleibt abzuwarten. Auch die Situation innerhalb des Red-Bull-Teams könnte interessant werden. Dass Sebastian Vettel zumindest am Anfang seinem neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo überlegen sein sollte, dürfte keine Überraschung sein. Aber wie entwickelt sich der junge Australier? Wird er wie sein Vorgänger Mark Webber auf Schritt und Tritt vom Pech verfolgt? Wie aufmüpfig wird er? Hat er das Zeug zum Siegen? All diese Fragen wird das kommende Jahr beantworten. Sicherlich noch nicht beim Saisonauftakt, der am 16. März in Australien über die Bühne gehen wird. Aber bis zum Finale in Abu Dhabi (23. November) wird gewiss Klarheit herrschen. Dafür werden insgesamt 19 Saisonrennen sorgen auf vier Kontinenten.


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Block

Und genau die könnte nun wieder erforderlich sein. Wie schon 2012 muss Lotus nämlich auf die Teilnahme an den ersten Testfahrten verzichten. Offenbar wird man nicht rechtzeitig zum Jerez-Test, der in drei Wochen stattfindet, fertig. Stattdessen will man erst am 19. Februar in Bahrain erstmals auf die Strecke gehen. Danach verbleibt noch ein weiterer Wintertest Anfang Februar - ebenfalls in Bahrain. Damals, als es Probleme mit dem Chassis gab, musste das Team den mittleren der drei Testblöcke ausfallen lassen. Doch man kompensierte die fehlende Erfahrung rasch. In der ersten Saisonhälfte fuhren Räikkönen und Grosjean sechsmal auf das Podest. Erstaunlicherweise war das sogar mehr als das Weltmeister-Team Red Bull erreichen konnte. Der Finne kämpfte gar um den Titel mit und holte in 17 Rennen 16 Mal Punkte. Kann das auch 2014 gelingen? Grosjean und Maldonado sind zwar inzwischen erfahrene Fahrer, aber haben sie das Zeug dazu, das Auto über die Saison hinweg mitzuentwickeln? Kann Lotus überhaupt eine konsequente Entwicklung ermöglichen? Denn bei beiden spielt die finanzielle Mitgift eine nicht ganz unwichtige Rolle und das Team hat schon seit geraumer Zeit davon nicht gerade viel übrig. Rutscht das Team nun ins Mittelmaß? Daniel Geradtz

Räikkönen bei seinem ersten Lotus-Sieg in Abu Dhabi ©LAT

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Nach dem Weggang von Kimi Räikkönen fehlt Lotus nun ein echter Siegfahrer. Romain Grosjean hat zwar in der letzten Saison gezeigt, dass er konstanter und nicht mehr so anfällig für Fehler geworden ist, doch gewonnen hat bisher nur Kimi. Einmal in seiner Comeback-Saison 2012 und dann noch einmal beim Saisonauftakt 2013. Als der diesjährige zweite Pilot, Pastor Maldonado, ein Rennen für sich entscheiden konnte, war die ganze Welt begeistert. Es war ein tapferes Stück, wie er beim Spanien GP 2012 im Williams vorne bleiben konnte. Doch auch ihm fehlt die Klasse eines Räikkönens.

FORMEL-WOCHE

Was wird aus Lotus?


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Bridgestone

Nachfolger von Lewis Hamilton keinen geringeren als Sergio Pérez. Der ist zwar schon zwei Jahre für Sauber in der Formel-1 gefahren, doch obschon er im Nachwuchsprogramm von Ferrari war, zögerte die Scuderia mit der Beförderung des Mexikaners. McLaren hatte da weniger Scheu. Leider hatte McLaren 2013 eine der schlechtesten F1-Saisons aller Zeiten, weshalb Pérez sein volles Potenzial nie abrufen konnte. Doch von Anfang an machte er es dem Teamkollegen Jenson Button nicht leicht.

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F1-Neulinge

McLarens Mut McLaren hätte gerne mit Pérez weitergemacht. Doch mit Kevin Magnussen hat man einen Fahrer aus dem eigenen Förderprogramm, der sich 2013 immerhin den Titel in der WSbR holte. Der F1-Aufstieg ist logischerweise der nächste Schritt. McLaren machte für den Dänen Werbung, doch kleinere Teams zeigten kein Interesse – also musste man selbst zugreifen.

Zwischen Andretti und Hamilton Mit Kevin Magnussen gibt wieder ein Fahrer sein F1-Debüt im Topteam McLaren. Von Erwartungen und historischen Beispielen. von Michael Zeitler McLaren zeigte bei der Fahrerwahl schon immer Mut: Welches Spitzenteam sonst hätte Alain Prost neben Ayrton Senna fahren lassen? Welcher Top-Rennstall sonst wäre das Risiko eingegangen, den Neuling Lewis Hamilton statt den erfahrenen und routinierten Punktesammler Pedro de La Rosa an die Seite des zweimaligen F1-Weltmeister Fernando Alonso zu stellen? Und welche Spitzen-Equipe sonst lässt gerade jetzt mit den neuen Turbo-Regeln einen Rookie ran? Die Statistik geht auch klar in eine Richtung: Während McLaren immer wieder auch mal einen Rookie eine Chance sofort im Topteam gibt, tat

Ferrari dies das letzte Mal beim Großbritannien GP 1972, als der charismatische Arturo Merzario am Start stand. Auch die anderen Topteams sind nicht besser als Ferrari: Red Bull führte Vitantonio Liuzzi 2005 in die Formel-1, doch inzwischen hat man für so etwas einen eigenen Rennstall für den Nachwuchs etabliert. Die Scuderia Toro Rosso. Bei der heutigen Mercedes-Werkstruppe gab es letztmals mit Ricardo Zonta 1999 einen Debütanten, doch damals hieß das Team noch BAR und hatte andere Besitzer. Gerade der Vergleich mit dem langjährigen Erzrivalen Ferrari lohnt sich. Denn letztes Jahr holte McLaren als

Magnussen ist der achte Rookie bei McLaren in der Teamgeschichte. Damit liegt man noch weit hinter dem Spitzenreiter Toro Rosso: Als Red-BullJuniorenteam kommen hier immer wieder neue Fahrer zum Zug, das ist quasi die Existenzberechtigung des italienischen Teams. Bevor Red Bull das Team 2006 gekauft hat, hieß es Minardi und brachte auch dort schon allerhand Fahrer in die Formel-1. Daher ist Daniil Kvyat bereits der 31. Rookie im Team aus Faenza, das seit 1985 in der Formel-1 mitmischt. Der letzte McLaren-Neuling war Lewis Hamilton. Der Brite war schon in der Premierensaison auf Augenhöhe mit dem damals amtierenden Doppelweltmeister und Teamkollege Fernando Alonso. Kurzum: Hamiltons Debüt war eine Sensation! Ganz so einfach wird es Magnussen dieses Jahr nicht haben: Als Hamilton 2007 in die Formel-1 kam, konnten die Teams noch uneingeschränkt testen. Der Brite konnte auf sein Debüt viel besser vorbereitet werden. Die Wintertestfahrten wird McLaren auch vorwiegend


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In den 80er Jahren verwehrte die FIA ihm die Superlizenz, als er beispielsweise 1986 mit dem Team Haas in die Formel-1 wollte. Erst McLaren-Chef Ron Dennis holte Michael Andretti nach Europa – oder eben nicht. Genau das war eines der Probleme: Andretti pendelte immer wieder zwischen Europa und Amerika hin und her. Er zeigte zu wenig Einsatz, es fehlte die letzte Kompromisslosigkeit, für den Erfolg in der Formel-1 alles zu geben. Etwa auch nach Europa überzusiedeln um nah bei den Ingenieuren und beim Team zu sein. Daneben erlebte McLaren sportlich gerade einen Abstieg: Man musste den Ausstieg von Honda verkraften und daher nur mit den mäßig guten Ford-Cosworth-Motoren Vorlieb nehmen. Und Andretti hatte als Teamkollegen auch keinen geringeren als Ayrton Senna, einen

Red Bull Content Pool

1993 gab Michael Andretti bei McLaren sein F1-Debüt. Der US-Amerikaner kam aus der IndyCar, die gerade in den frühen 90er Jahren ihren Höhepunkt erreicht hat, mit vielen Topteams und vor allem Spitzenpiloten, denn immerhin waren auch mehrere

Andretti nimmt freiwillig seinen Hut

Nachgezhlt Teams mit den meisten Debütanten 1. Toro Rosso (31) 2. Lotus (30) 3. Ferrari (21) 3. Williams (21) 5. Gordini (17) 5. Force India (16) 5. Mercedes (16) 8. Scuderia Centro Sud (14) 9. Brabham (13) 9. Ensign (13)

der besten Fahrer überhaupt. Es war für niemanden leicht, neben Senna gut auszusehen. Und so kündigte Andretti nach seinem dritten Platz beim Italien GP vorzeitig seinen McLarenVertrag auf. Die anderen McLaren-Debütanten waren: 1970 Peter Gethin, 1972 Jody Scheckter, 1977 Gilles Villeneuve und 1977 Bruno Giacomelli. Damals waren noch mehr als zwei Fahrzeuge gestattet und McLaren holte immer wieder einen Gaststarter in die Formel-1. Zum Beispiel Gilles Villeneuve, der dann bei Ferrari zur tragischen Legende wurde. Ob sich Kevin Magnussen in die Liste der erfolgreichen oder weniger erfolgreichen McLaren-Rookies eingliedern wird, muss sich noch zeigen. Viele Fahrer glauben, dass es 2014 für Rookies allgemein wegen den neuen Regeln extrem schwer wird. Gerade die Neulinge wie Kevin Magnussen oder Daniil Kvyat argumentieren anders: Sie glauben, dass auch die routinierten Fahrer vieles neu lernen müssen und sie daher einen geringeren Erfahrungsvorsprung vor ihnen hätten.

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Wie bei seinem Vater Jan Magnussen, der 1995 beim Pacific GP im McLaren Mercedes sein F1-Debüt gab, nachdem Mika Häkkinen am Blinddarm operiert werden musste. Magnussen gilt aber auch als das „Schlampige Genie“. Er hat enormes Talent, kam damals mit vielen Vorschusslorbeeren in die Formel-1, doch hat dort nicht genug Einsatz gezeigt – vor allem abseits der Piste. Flirts statt Smalltalk mit den Ingenieuren – dadurch gab es Party-Drinks statt Siegeschampagner. Als Magnussen 1998 bei Stewart entlassen wurde und seine F1-Karriere damit beendet war, war sein Ruf ruiniert. Heute räumt der 40-Jährige Fehler ein. Er ist immer noch aktiver Rennfahrer, fährt seit Jahren für Corvette im Sportwagen-Bereich.

F1-Weltmeister dort aktiv: Mario Andretti, Emerson Fittipaldi, Nelson Piquet und Nigel Mansell. Das F1-Debüt von Michael Andretti wurde daher mit Interesse verfolgt. Doch die Geschichte zwischen Andretti Junior und der Formel-1 ist keine Liebesgeschichte.

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für die neue Technik nutzen müssen, Magnussen wird daher mehr oder weniger ins Kalte Wasser geworfen.

F1-Neulinge


McLaren

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F1-Sprsslinge

Wie der Vater, so der Sohn Kevin Magnussen ist bei weitem nicht der erste Sprössling eines früheren GP-Fahrers, immer wieder heißt es: Wie der Vater, so der Sohn. von Michael Zeitler Die Parallelen zwischen Jan und Kevin Magnussen sind erstaunlicher als bei den meisten anderen Vater-SohnGespanne im GP-Sport: Beide waren während ihrer Nachwuchskarriere Teil des McLaren-Juniorenkaders, beide gaben beziehungsweise geben für McLaren ihr F1-Debüt und beide kommen mit vielen Vorschusslorbeeren in die Formel-1. Hier sollen die Gemeinsamkeiten enden, denn Kevin Magnussen will eine deutlich erfolgreichere F1-Laufbahn als Papa Jan. Damon Hill verbindet allerdings die eindrucksvollste Parallele zu seinem Vater Graham, der 1975 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam: Er ist der einzige F1-Sprössling, der wie sein Vater Weltmeister werden konnte. Dabei fuhr Damon Hill bei seinem WM-Gewinn 1996 bei Williams an der Seite eines weiteren GP-Sprösslings. Jacques Villeneuve. Der Kanadier wurde dann 1997 Weltmeister, doch sein Vater hat den WM-Titel trotz seiner enormen Beliebtheitswerte, vieler GP-Siege und dem Legenden-Status nie erringen können. Seine besten Chancen dazu hatte der Vizemeister

von 1979 in der Saison 1982, als er allerdings im Quali zum Belgien GP den Unfalltod fand.

Er schied mit seinem Mercedes-Boliden allerdings bereits nach drei Runden aus.

Zurück zu den Hills: Bis 2013 schien auch Joshua Hill auf den Spuren seiner Vorgänger zu sein. Immerhin war er bei Fortec bereits recht erfolgreich in der F3-Europameisterschaft unterwegs. Der bodenständige Vater erklärte in Interviews immer wieder: Sein Sohn hätte auch das Zeug zum F1-Weltmeister. Doch dann entschied er sich zum Karriereende.

Sohnemann André Pilette absolvierte in den 50er Jahren neun GP-Rennen im Rahmen der Fahrermeisterschaft, raste mit seinem Gordini beim Belgien GP 1954 auch auf einen sehenswerten fünften Platz. Und Teddy Pilette, Andrés Sohn und Theodores Enkel, war nur beim Belgien GP 1974 mit einem Brabham Ford Cosworth mit dabei und beendete das Rennen als 17.

Drei Mal Pilette

2007 schien es so, als könnte die legendäre Andretti-Dynastie (sechs Andrettis fuhren bereits IndyCar-Rennen!) mit Pilette nachziehen. Damals testete Marco Andretti zwei Mal für das Honda-Team den F1-Rennwagen. Die Verbindungen kamen dadurch zustande, dass Honda damals Einheits-Motorenlieferant in der IndyCar war, dem US-amerikanischen F1-Pendant. Doch zu mehr als den Testfahrten langte es bisher nicht: Vater Michael spricht sich eher gegen eine F1-Karriere von Marco aus, Opa Mario (Michaels Vater) dafür.

Dazu hätte Hill Junior aber erst einmal in die Formel-1 kommen müssen. Heute ist das wegen der beschränkten Anzahl an Cockpits und wegen der immer weiter wachsenden Kosten in den Nachwuchsserien schwerer als in früheren Zeiten. Bisher gab es auch erst eine Familie, die bereits in drei Generationen im GP-Sport aktiv war: Die belgische Pilette-Familie. Theodore Pilette war 1913 der erste Belgier beim Indy-500 und 1914 beim Frankreich GP der erste Pilette im GP-Sport.


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Auch die Rosbergs konnten beide schon F1-Rennen gewinnen. Keke Rosberg wurde 1982 mit nur einem Saisonsieg F1-Weltmeister! Nico Rosberg, der Sohn des finnischen Lebemanns, hat mit Mercedes inzwischen schon drei Rennen gewonnen. Auch er hat das Zeug zum Weltmeister, schließlich war er in den vergangenen vier Jahren im Mercedes-Team auf Augenhöhe mit seinen Teamkollegen und Ex-Meistern Michael Schumacher und Lewis Hamilton.

Dann gab es die Nakajimas: Satoru Nakajima war 1987 bei Lotus der erste Japaner, der eine vollständige F1Saison fuhr, nachdem Honda ihn mit ins Team gebracht hat. Nur bei den beiden Japan GP 1976 und ’77 gab es zuvor schon eine Hand voll Japaner als Gaststarter. Satorus Sohn Kazuki Nakajima kam 2007 zu Williams in die Formel-1, unterstützt ausgerechnet von Honda-Konkurrent Toyota! Es gab außerdem noch die beiden Nelson Piquets (der Vater wurde drei Mal Weltmeister, der Sohn wurde durch Crashgate in Singapur 2008 weltberühmt), es gab Hans (Bergkönig und GP-Sieger in den 30er Jahren) und Hans-Joachim Stuck, die ebenso wie Manfred und Markus Winkelhock (er führte bei seinem einzigen GP 2007 am Nürburgring im Spyker Ferrari das Rennen sogar an!) aus Deutschland kamen. Es gab noch Reg und Tim Parnell (beide wurden dann Teambesitzer), Fritz und Rikky von Opel, sowie Charles und Ferdinand Montier. LAT

Welche Vater-Sohn-Gespanne gab es sonst noch? Zum Beispiel Wilson und Christian Fittipaldi. Beide hatten in der Formel-1 nicht übertrieben viel

Erfolg, Wilson hing in den 70er Jahren auch flott seinen Helm an den Nagel und gründete den F1-Rennstall Copersucar. Der erfolgreichste Fittipaldi war Wilsons Bruder Emerson, der zwei Mal F1-Champion wurde.

Zwei GP-Sieger Sam Brabham ist dagegen der Sohn von David Brabham, der noch immer Sportwagen fährt und von 1990 bis 1994 auch einige Rennen für Brabham und Simtek in der Formel-1 bestritt. Bruder Gary Brabham war 1990 recht ruhmlos mit dem maroden Life-Team in der Formel-1. Damit hatte Jack Brabham also sogar zwei Sprösslinge, die dem dreimaligen F1Weltmeister in die Formel-1 gefolgt sind. Jack Brabham hält übrigens den Rekord, als einziger Fahrer mit seinem eigenen Team und eigenen Auto Weltmeister geworden zu sein (1966).

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Ausgabe 11 So schlagen sich die Söhne ehemaliger Formel-1-Fahrer in den Nachwuchsserien

Keke Rosberg ist der Vater des aktuellen F1-Piloten Nico Rosberg: Hier im WM-Jahr 1982

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Als nächstes könnte Sam Brabham dafür sorgen, dass es die BrabhamFamilie den Pilettes gleich macht. Der Australier hat 2013 sein Formel-Debüt gegeben, aktuell misst er sich in der indischen MRF-Challenge auch mit europäischen Spitzen-Nachwuchsfahrern wie Arthur Pic (Bruder von F1Pilot Charles Pic) aus der WSbR oder Tio Ellinas aus der GP3. Sams Cousin Matthew Brabham ist schon ein paar Schritte weiter: Er wird 2014 bereits in der Indy-Lights-Meisterschaft für das Topteam Andretti fahren, doch Matthew Brabham ist der Sohn von Geoff Brabham, dem einzigen der drei Jack-Brabham-Söhne, der es nicht in die Formel-1 schaffte, nachdem Verhandlungen mit dem Brabham-Team 1985 im Sande verliefen.

Es gab auch noch Vater-Sohn-Gespanne, die beide in den Genuss von GP-Siegen kamen. Antonio Ascari gewann 1924 zum Beispiel sein Heimrennen, den Italien GP. Alberto Ascari legte dann in den 50er Jahren nach. 1952 und ’53 dominierte er mit seinem Ferrari die Fahrermeisterschaft ja zu Belieben. Beide Ascaris waren sehr abergläubisch, beide Ascaris verstarben durch Rennunfälle, beide kurz nachdem sie wenig zuvor bereits einen schweren Crash überlebten (Alberto Ascari stürzte 1955 beim Monaco GP ins Hafenbecken!).

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Das liegt auch in ihren jeweiligen Erfahrungen begründet, die sie mit der Formel-1 machten. Michaels F1Karriere war 1993 nach rund einem Dutzend Rennen für McLaren schon wieder beendet. Es fehlte dem USAmerikaner an Einsatzbereitschaft, mit Ayrton Senna hatte er den wohl stärksten Teamkollegen am Zenit dessen Könnens und das McLaren-Team war auf sportlicher Talfahrt. Ganz anders Mario Andretti: Er wurde 1978 im überlegenen Lotus Ford Weltmeister.

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Sauber

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F1 Transfermarkt

Gutiérrez darf bleiben Sauber hat den Vertrag mit Esteban Gutiérrez verlängert. Kampf um die letzten drei Cockpits bei Marussia und Caterham. von Michael Zeitler Die Bilanz der Rookies von 2013 fiel durchwachsen aus: Jules Bianchi trumpfte besonders zu Beginn der Saison stark auf, hatte mit dem Marussia Cosworth über den Großteil der Saison aber das schlechteste Fahrzeug im Feld. Es war seinem starken Auftritt in Malaysia zu verdanken, dass das Team das Jahr vor Caterham auf Rang zehn abschloss. Valtteri Bottas hatte Pastor Maldonado bei Williams durchaus im Griff, konnte sich von Anfang an mit dem GP-Sieger messen. Giedo van der Garde zeigte eine kontinuierliche Steigerung, nahm bei Caterham Charles Pic immer mehr die Butter vom Brot. Max Chilton kam als Rookie bei allen 19 GP-Rennen ins Ziel – das ist ein neuer Zuverlässigkeits-Rekord. Bleibt noch Esteban Gutiérrez. Der Mexikaner ging bei Sauber neben Nicolas Hülkenberg baden. Erst als der Sauber ab dem Ungarn GP wieder stärker wurde, gab es auch vom Mexikaner ein paar Highlights. Beim Singapur GP schlug er Hülkenberg in der Quali, in Japan fuhr er als Siebter in die Punkte. Trotzdem war Sauber de facto ein Ein-Wagen-Team, nur Hülkenberg konnte konstant punkten. Hätten Fahrer auch 2013 schon nach zwölf Strafpunkten ein Rennen pausieren müssen wie ab 2014, wäre Gutiérrez der einzige Fahrer gewesen, der zuschauen hätte müssen.

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn ist aber der Meinung: Der 22-Jährige wurde unter Wert verkauft. Wer Meister in der europäischen Formel-BMW und in der GP3 wird, so wie Gutiérrez, der muss Talent haben. Die Weiterbeschäftigung dürfte auch wirtschaftliche Gründe haben, denn das mexikanische Telekommunikationsunternehmen Telmex hat sein Sponsor-Abkommen mit Sauber verlängert. Von den russischen Sponsoren, die Sergey Sirotkin im Sauber Ferrari sehen wollten, ist dagegen nichts mehr gehört worden. Sirotkin ist aber offiziell als Testfahrer verpflichtet worden, er hofft zumindest auf einen Freitagstrainings-Einsatz beim Russland GP. Stammfahrer aber sind nun Esteban Gutiérrez und Adrian Sutil. Kobayashi zu Caterham? Drei Plätze sind für die kommende Saison noch offen. Bei Marussia erklärte Teamchef John Booth, dass eine Vertragsverlängerung für Max Chilton nur noch Formsache sei. Damit würde Marussia erstmals in der Teamgeschichte 2014 mit einer unveränderten Fahrerpaarung an den Start gehen, denn Jules Bianchi hat seinen Kontrakt bereits vor Monaten verlängert. Dennoch wundern sich

einige Experten, wieso sich die Vertragsverlängerung von Chilton in die Länge zieht. Eine mögliche Erklärung: Sein Vater Grahame ist nicht mehr länger im Vorstand von Aon, die bisher für die Rennaktivitäten des Briten in die Kasse griffen. Dafür soll er aber in einem anderen großen Konzern einsteigen – der dann die Finanzierung des Chilton-Cockpits übernehmen könnte. Bei Caterham ist das Rennen völlig offen. Vor dem Jahreswechsel hieß es, die besten Chancen hätten Kamui Kobayashi und Marcus Ericsson (mit schwedischen Sponsoren). Kobayashi fuhr von 2009 bis ’12 für Toyota und Sauber einige F1-Rennen, raste beim Japan GP 2012 als Dritter auf das Treppchen und wurde wegen seiner mutigen Überholmanöver in aller Welt zum Publikumsliebling. 2013 fuhr er für das Ferrari-Semiwerksteam AF Corse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Für eine F1-Rückkehr soll der Japaner unter anderem bei seinen Fans sechs Millionen Dollar gesammelt haben. Er besichtigte jedenfalls bereits das Caterham-Werk. Genauso wie Jaime Alguersuari, der bei einem Simulator-Test für Caterham die schnellsten Zeiten gefahren haben soll. Auch Giedo van der Garde und Heikki Kovalainen sind noch lange nicht aus dem Rennen.


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F1 Transfermarkt

Red Bull Renault

Lewis Hamilton

Mercedes

Daniel Ricciardo

Nico Rosberg

Fernando Alonso

Ferrari

Romain Grosjean

Lotus Renault

Pastor Maldonado

McLaren Mercedes

Kevin Magnussen

Jenson Button

Kimi Räikkönen

Force India Mercedes

Sergio Pérez

Esteban Gutiérrez

Sauber Ferrari

Adrian Sutil

Jean-Eric Vergne

Toro Rosso Renault

Daniil Kvyat

Valtteri Bottas

Williams Mercedes

Felipe Massa

Jules Bianchi

Marussia Ferrari

Max Chilton

Nico Hülkenberg

Giedo van der Garde bestätigte Fahrer

Caterham Renault nicht bestätigte Fahrer

Marcus Ericsson

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Sebastian Vettel

FORMEL-WOCHE

Mögliches Fahrerfeld 2014


Ferrari

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Ferrari

FORMEL-WOCHE

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F1 News

Ski-Unfall mit ungewissen Folgen Zehn Tage nach einem schweren Ski-Unfall liegt Michael Schumacher immer noch im künstlichen Koma.

Daimler

von Daniel Geradtz Die Meldungen überschlugen sich am 29. Dezember des vergangenen Jahres. Schon früh wurde vermeldet, dass sich Michael Schumacher bei einem Ski-Unfall verletzt habe. Genaueres gab es an jenem Mittag nicht zu berichten. Am Abend wurden die Aussagen genauer: Der Rekordweltmeister sei im französischen Méribel gestürzt und habe sich dabei ernsthafte Verletzungen zugezogen. Inzwischen weiß man, dass es ein Schädel-Hirn-Traume der Stufe drei, also der höchsten Kategorie, war. Schumacher schwebt bis heute in akuter Lebensgefahr. Im Klinikum von Grenoble wird Schumacher seitdem versorgt, für die Klinik sind derartige Verletzungen nichts ungewöhnliches. Die Ärzte legten ihn ein künstliches Koma, die Körperfunktionen wurden somit auf ein Minimum reduziert. In diesem Zustand befindet sich Schumacher bis heute. In der Zeit führten die Ärzte zwei operative Eingriffe am Schädel durch. Den ersten unmittelbar am Tag des Unfalls, den zweiten einige Tage danach, um eine Blutung zu stoppen. Seitdem ist der Zustand stabil, aber immer noch kritisch wie seine Managerin Sabine Kehm berichtet. Über die Genesung wagen die Ärzte noch keine Prognosen. Dazu müsse erst einmal die aktuelle Situation abgewartet werden. Auch Spätfolgen, die selbst nach einigen Monaten auftreten könnten, müssten berücksichtigt werden. Die weltweite Anteilnahme lässt bis heute nicht nach. Um den Unfallhergang zu rekonstruieren, wurden von der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Die Auswwertungen der Helmkamera Schumachers hat unlängst ergeben, dass der Unfall nicht auf eine zu schnelle Fahrweise zurückzuführen sei. Bei seiner Fahrt Abseits der markierten Pisten ist Schumacher gestürzt und mit dem Kopf auf einem Stein aufgekommen. Schumacher befand sich im Ski-Gbiet um dort mit seiner Familie und Freude Silvester und seinen Geburtstag zu feiern.


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F1 News

Die Infos zu den Startnummern Die ersten Startnummern-Wünsche der Fahrer sind durchgesickert. Besonders begehrt ist die 11, die auch von Sebastian Vettel beansprucht wird. Der Deutsche wir die Saison 2014 als Weltmeister voraussichtlich aber dennoch mit der 1 bestreiten. Nico Rosberg wünscht sich die 6, weil Vater Keke Rosberg 1982 mit dieser Startnummer Weltmeister wurde. Fernando Alonso will mit der 14 an den Start gehen, weil er an einem 14. Juli im Alter von 14 Jahren die Kart-Weltmeisterschaft für sich entschied. Die Startnummern-Wünsche der Fahrer im Überblick: Nicolas Hülkenberg: 11 Sergio Perez: 11 Adrian Sutil: Esteban Gutiérrez: Jean-Eric Vergne: 21, 25, 27 Daniil Kvyat: 26 Valtteri Bottas: 77, 17, 11 Felipe Massa: 19 Jules Bianchi: 7, 27, 77 MZ

Ligier kehrt zurück Über Jahrzehnte war das Ligier-Team in der Formel-1 etabliert. 1997 wurde das Team an Alain Prost verkauft. Guy Ligier übernahm dafür 2004 die Rennschmiede Martini. Nun fusioniert Ligier mit dem Sportwagen-Team OAK von Jacques Nicolet. Bereits 2014 soll der Name Ligier in den Rennsport zurückkehren: Geplant ist unter anderem der Einsatz eines LMP2-Chassis beim 24-Stundenrennen von Le Mans. MZ Lotus/LAT

Sebastian Vettel: 11, 14, 33 Daniel Ricciardo: Lewis Hamilton: 44 Nico Rosberg: 6, 5, 9 Fernando Alonso: 14 Kimi Räikkönen: 7 Romain Grosjean: 8,29,11 Pastor Maldonado: 3,18 Jenson Button: Kevin Magnussen: 20, 3, 33

Caterham und Sauber Erster Als erste Teams haben im Dezember Caterham und Sauber die Crashtests mit dem neuen F1-Chassis bestanden. Red Bull und Lotus sollen dagegen im Verzug sein: Angeblich wollten sie sich dafür stark machen, dass der Testauftakt um eine Woche verschoben wird. Die anderen Teams sprachen sich dagegen aus. MZ

Gleiche Nummer, anderes Team: Kimi Räikkönen favorisiert auch bei Ferrari die Nummer 7

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2014 gelten übrigens auch neue Testregeln: Dann wird es wieder drei Testfahrten während der Saison geben: Am 8. und 9. April in Bahrain, am 13. und 14. Mai in Barcelona und am 8. und 9. Juli in Silverstone. Einer dieser Testtage müssen die Teams Pirelli für Reifentests zur Verfügung stehen. Damit dürften eigene PirelliTestfahrten nicht mehr nötig werden, auch wenn der italienische Pneuhersteller Rodolfo Gonzalez als Testfahrer verpflichten will. Wegfallen werden die Nachwuchstests, die Bedingungen für Aerodynamiktestfahrten und alle Ausfahrten mit F1-Boliden jünger als Baujahr 2009 werden verschärft: Die Teams müssen noch vor dem ersten Saisonlauf dem Automobilweltverband FIA mitteilen, wer wann und wo testen wird. MZ

Drei Mal doppelte Punkte? Bernie Ecclestone erklärte gegenüber The Daily Telegraph, dass die geplante doppelte Bepunktung des Saisonfinales in Abu Dhabi im Januar wieder vom Tisch geräumt oder diese Regelung auf die letzten drei Saisonrennen ausgeweitet werden könnte. Gerüchten zu Folge kassiert die F1-Vermarktung durch die doppelten Punkte beim Finale auch mehr Geld von den Organisatoren in Abu Dhabi. MZ

FORMEL-WOCHE

Kaum Infos zu den Pirelli-Tests Red Bull (mit Daniel Ricciardo und Sébastien Buemi), Mercedes (mit Nico Rosberg), Ferrari (mit Pedro de La Rosa und Jules Bianchi) und Toro Rosso (mit JeanEric Vergne und Daniil Kvyat) haben bereits im Dezember in Bahrain die neuen Pirelli-Reifen für die Saison 2014 erprobt. Viele Informationen kamen nicht an die Öffentlichkeit: Rosberg twitterte, er hätte einen High-Speed-Dreher bei 320 km/h gehabt – nach einem Reifenschaden. Für Mercedes war der Test danach beendet. Der Tweet verschwand, Pirelli bestätigte, dass man diese Reifenmischung wieder aus dem Sortiment nehme. Außerdem sickerte durch, dass die Reifen 2014 wohl etwas härter werden. Das hat auch die Konsequenz, dass es weniger der unliebsamen Gummifetzen geben wird, die die Reifen abwerfen. Immer wieder bliebt der Abrieb in den Frontflügel-Spalten kleben und beeinträchtigt so die Aerodynamik der Rennwagen. Außerdem machten sie das Fahren abseits der Ideallinie schwieriger – was zum Überholen nicht förderlich ist.


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Alastair Staley/GP2

FORMEL-WOCHE

1/2014

GP2 Transfermarkt

Binder zu Arden, Pic zu Campos René Binder wechselt zu Arden, Arthur Pic kommt in die GP2. Was ist Stand der Dinge am GP2-Transfermarkt? von Michael Zeitler Jetzt soll der nächste Schritt erfolgen. Seit 2012 fuhr René Binder bei Lazarus 27 GP-Rennen, mehr als Rang sechs 2013 in Monaco und Gesamtrang 23 war nicht drin. Der 22-jährige Österreicher konnte in seiner Karriere nur wenige Highlights setzen und mit dem Lazarus-Team hatte er auch in der GP2 nicht unbedingt den besten Rennstall hinter sich. Das wird 2014 anders: Binder wechselt nun zu Arden. Zwar liegt der letzte Titelgewinn des Horner-Nachwuchsteams auch schon zehn Jahre zurück (Vitantonio Liuzzi 2004), doch Arden zählt immer wieder zu den Besten in der GP2. Binder ist finanziell durch das Holzgeschäft der Familie gut aufgestellt. So ließe sich auch eine weitere GP2Saison finanzieren. Langfristig heißt das Ziel aber freilich, seinem Onkel Hans Binder in die Formel-1 zu folgen. 1977 und '78 fuhr dieser 13 Rennen für Ensign, Wolf, Surtees und ATS. Wer Teamkollege von Binder wird, ist noch unklar. Vielleicht bekommt er den erfahrenen Kolumbianer Julián Leal an seine Seite. Arthur Pic ist indes der erste Rookie im GP2-Grid. Der Bruder des letztjährigen F1-Fahrers Charles Pic wird für das Campos-Team sein Debüt geben. Adrián Campos übernimmt wieder

sein Team, das in den vergangenen Jahren im Besitz und unter der Führung von Alejandro Agag stand, der sich aber inzwischen um die Organisation der Formel-E kümmert. Charles Pic war für das Team 2011 unterwegs und gewann zwei Rennen – dann erfolgte der direkte F1-Aufstieg. Sechs Fahrer stehen fest Damit wird es Arthur Pic schwer haben. Für Rookies wird es in der GP2 immer schwieriger zu brillieren, Erfahrung ist daher äußerst wichtig. Zudem hat der Franzose in der RenaultWorld-Series zwar solide, aber keine herausragende Leistungen gebracht. Seit 2011 fuhr er 51 Rennen für Tech1, DAMS und AV, konnte dabei aber nur eines gewinnen. Teamkollege von Pic könnte in der kommenden Saison Facu Regalia, Denis Nagulin oder Nicolay Martsenko werden. Fix sind bisher sechs Fahrer: Neben Binder und Pic sind das Stéphane und Jolyon Palmer bei DAMS. Daniel Abt bei Hilmer und Simon Trummer bei Rapax. Facu Regalia wird mit dem zweiten Cockpit bei Hilmer in Verbindung gebracht, bei Rapax könnte der Thailänder Sandy Stuvik andocken, der sich 2013 den Vizetitel in der F3Open sicherte.

Das Meister-Team Russian Time könnte mit Tom Dillmann weitermachen. Dazu fuhr auch Mitch Evans bei den Testfahrten viel versprechende Zeiten. Robin Frijns wurde ebenfalls mit dem Team von Igor Mazepa und Timo Rumpfkeil in Verbindung gebracht. Der Einsatz eines Russen ist gerade in Hinblick auf das russische GP2-Debüt 2014 in Sotschi nicht ausgeschlossen. Daher wäre Artem Markelov eine Möglichkeit, denn er fuhr 2013 bereits in Rumpfkeils Team im deutschen ATS-F3-Cup und wurde VizeChampion. Bleibt Nasr? Völlig unklar ist die Fahrer-Situation auch bei Carlin. Felipe Nasr hat den Aufstieg in die Formel-1 nicht geschafft. Der Brasilianer will offenbar lieber einen F1-Testfahrerjob als in der GP2 weiter mitzumischen. Doch es ist alles andere als ausgeschlossen, dass er mit Carlin in der GP2 bleibt. Jazeman Jaafar könnte bei dem britischen Rennstall teamintern aus der WSbR befördert werden – der Malaye wird finanziell tatkräftig vom heimischen Mineralölhersteller Petronas gefördert und drehte zuletzt sogar F1-Tests in einem älteren Mercedes. Aber auch Julián Leal wird in Zusammenhang mit Carlin genannt.


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GP2 Transfermarkt Carlin

Racing Engineering

Tom Dillmann

Felipe Nasr

Nico Müller

Mitch Evans

Jazeman Jaafar

André Negrão

DAMS

Hilmer

Rapax

Stéphane Richelmi

Daniel Abt

Simon Trummer

Jolyon Palmer

Facu Regalia

Sandy Stuvik

ART

Arden

Caterham

Conor Daly

René Binder

Alexander Rossi

Stoffel Vandoorne

Julián Leal

Rio Haryanto

1/2014

Russian Time

FORMEL-WOCHE

Mögliches Fahrerfeld 2014

Trident

MP

Campos

Lazarus

Giovanni Venturini

Daniël de Jong

Arthur Pic

Johnny Cecotto jr.

Giacomo Raimondo

Tio Ellinas

Denis Nagulin

Nikolay Martsenko

bestätigte Fahrer

nicht bestätigte Fahrer

Fotos: GP2


18 der Sieg beim traditionellen Macao GP der Formel-3. Diese Leistungen hat auch Red Bull auf Lynn aufmerksam gemacht. Der Brite wird 2014 zum Red-Bull-Juniorenkader gehören. Carlin arbeitete schon in den vergangenen Jahren in der britischen Formel-3 mit Red Bull zusammen. Auch Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne wurden von Trevor Carlin ausgebildet.

F3EM/Thomas Suer

FORMEL-WOCHE

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GP3 Transfermarkt

Außer dem 20-jährigen Lynn ist noch kein Fahrer für die kommende GP3Saison bestätigt. Möglicherweise trifft Lynn bei Carlin auf Nicolas Latifi und Luis Sa Silva, der bereits 2013 für Carlin GP3 fuhr. Das Spitzenteam ART liebäugelt mit dem Schweizer Alex Fontana. Auch Emanuele Zonzini und Jimmy Eriksson werden mit ART in Verbindung gebracht. Wer bleibt, wer kommt?

Lynn für Carlin und Red Bull Alex Lynn steigt in die GP3 auf: Er ist neu im Red-Bull-Kader und wird für Carlin fahren. Noch wenig Bewegung auf dem Markt. von Michael Zeitler Traditionell werden die GP3-Plätze erst spät vergeben. Die meisten Fahrer schauen erst auf die GP2 und die WSbR, erst wenn dort keine Plätze für sich frei sind, kommt die GP3 in Frage. Es sei denn, es handelt sich um Piloten, die aus unteren Formel-Serien

kommen, also um GP3-Aufsteiger. So wie nun Alex Lynn, der mit Carlin 2014 sein GP3-Debüt geben wird. Lynn fuhr letztes Jahr in der F3-Europameisterschaft auf Anhieb vorne mit. Sein bisheriger Höhepunkt war

News International Bird in die Super Formula? Nach dem Vizetitel in der GP2 ist liebäugelt Bird nun auch mit der jadie weitere Karriere von Sam Bird panischen Super-Formula-Meisternoch ungewiss. Der Brite wird für schaft. Sie soll 2014 internationaler das Starworks-Team von Peter Baron werden. Bei den Testfahrten im Dedrei Rennen in der amerikanischen zember waren beispielsweise Ex-F1Sportwagenmeisterschaft fahren. Pilot Narain Karthikeyan mit Team Das würde sich perfekt ergänzen Le Mans (der Inder war 2001 schon mit einem IndyCar-Programm, aber mal in der Serie am Start) und WSbRhier gibt es noch nichts Konkretes Meister Bertrand Baguette mit Nakazu vermelden. Gerüchten zu Folge jima Racing mit von der Partie. MZ

Robert Visoiu dürfte MW Arden treu bleiben. Das Team von Gary Horner könnte daneben mit Jann Mardenborough und Emil Bernstorff starten. Dean Stoneman gab bei Koiranen sein großes Formel-Comeback, liebäugelt nun aber mit einem Aufstieg in die Renault-World-Series. Er ist durchaus aber auch ein Kandidat für Koiranen, andere sind Santiago Urrutia, Nyck de Vries und Carmen Jordà. Melville McKee dürfte bei Marussia Manor andocken, daneben könnte Dino Zamparelli an Bord bleiben und Ryan Cullen neu hinzustoßen. Der Schweizer Patric Niederhauser dürfte noch eine dritte GP3-Saison bei Jenzer anhängen. David Fumanelli, Kevin Jörg und Levin Amweg sind andere Optionen von Jenzer. Bei Trident stehen Robert Cregan, Roman de Beer, Julian Branger und Ivan Taranov auf der Wunschliste. Bei Status heißen die Kandidaten Nick Cassidy, Jack Hawksworth, Kevin Korjus und Gustavo Menezes. Russian Time stößt als Team neu hinzu, vielleicht gleich mit zwei Deutschen: Im Gespräch sind Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer, daneben auch Jimmy Eriksson und Ivan Tavlanov.


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GP3 Transfermarkt FORMEL-WOCHE

Mögliches Fahrerfeld 2014 MW Arden

Koiranen

Alex Fontana

Robert Visoiu

Carmen Jordà

Emanuele Zonzini

Jann Mardenborough

Santiago Urrutia

Jimmy Eriksson

Emil Bernstorff

Nyck de Vries

Carlin

Marussia Manor

Jenzer

Alex Lynn

Dino Zamparelli

Patric Niederhauser

Luis Sa Silva

Melville McKee

David Fumanelli

Nicholas Latifi

Ryan Cullen

Kevin Jörg

Trident

Status

Russian Time

Robert Cregan

Kevin Korjus

Marvin Kirchhöfer

Roman de Beer

Nick Cassidy

Markus Pommer

Julian Branger

Jack Hawksworth

Ivan Taranov

1/2014

ART

bestätigte Fahrer

nicht bestätigte Fahrer

Fotos: GP3


Eurocup: Aitken und Rump bei Fortec Im Formel-Renault-2.0-Eurocup stehen die ersten Fahrer fest: Fortec hat Jack Aitken und Martin Rump unter Vertrag genommen. Aitken wurde letztes Jahr mit Fortec Vizemeister in der nordeuropäischen Formel-Renault und unterlag nur Matt Parry – der wohl auch bei den Briten im Eurocup fahren wird. Rump steigt aus der 1,6-Liter-Klasse auf. Er wurde 2013 Vizemeister in der schwedischen und nordeuropäischen Formel-Renault. Marcos Siebert dürfte indes bei Jenzer bleiben. Das Interwetten-Team wird außerdem in JCS umbenannt, nachdem Teamchef Michael Schneider mit Mukesh Jani und Cong Fu Cheng zwei neue Teilhaber anheuern konnte. Jani ist der Vater von Ex-F1-Testfahrer Neel Jani. Jani und Cheng fördern asiatische Fahrer. NEC: Robertson und Barnicot bei Fortec In der nordeuropäischen Zweiliterklasse der FormelRenault wird Fortec mit Ben Barnicoat (Meister der britischen Formel-Renault) und Charlie Robertson (Dritter der britischen Formel-4) starten. Als dritter Fahrer könnte Jack Hughes anheuern, der aber auch mit dem Team von Mark Burdett verhandelt. ALPS mit Fortec und Top-3 Die Formel-Renault-ALPS wird durch zwei neue Teams verstärkt: Fortec und Top-3 werden 2014 mitmischen. Als Fahrer steht bereits Dario Capitano bei BVM und Luke Chudleigh bei Tech-1 fest. Beide waren 2013 bereits mit den gleichen Teams in der ALPS-Serie. MZ

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Francois Flamand/DPP

FORMEL-WOCHE

1/2014

WSBR Transfermarkt

Sechs Fahrer bestätigt Bisher sind sechs Fahrer in der WSbR fix. Das Update von den Entwicklungen auf dem Transfermarkt. von Michael Zeitler In der Renault-World-Series füllen sich die Cockpits peu à peu. Sechs Plätze sind vergeben: DAMS macht ein weiteres Jahr mit Norman Nato weiter und holt auch Carlos Sainz Junior an Bord. Der Sohn der Rallye-Legende Carlos Sainz fuhr schon 2013 ein paar WSbR-Rennen mit Zeta. Fortec befördert Oliver Rowland, Arden Pierre Gasly und Lotus Matthieu Vaxivière. Alle drei Fahrer kommen aus dem Formel-Renault-Eurocup. Und schließlich wechselt Pietro Fantin zu Draco. Die Teams in der WSbR bleiben dieselben wie im Vorjahr. Arden macht allerdings ohne Caterham weiter und das ZetaTeam wurde an die russische RMD-Gruppe verkauft. RMD betreibt in Russland auch eine eigene Nachwuchs-Akademie. Mit Nikolay Martsenko und Roman Mavlanov dürften auch zwei russische Fahrer an den Start gehen. Nachdem Sergey Sirotkin nur als Testfahrer bei Sauber verpflichtet wurde und noch nicht voll in die Formel-1 auf-

steigt, wird er auch 2014 in der WSbR bleiben. Ein Verbleib bei ISR ist denkbar, ein Wechsel zu Fortec wahrscheinlicher. Dann wäre der Russe neben Carlos Sainz jr. gewiss ein Titelkandidat. Bei Draco könnte neben Fantin ein zweiter Brasilianer fahren: Lucas Foresti. Auch der Italiener Luca Ghiotto ist eine Option. Bei Arden steht Zoël Amberg als Teamkollege von Pierre Gasly hoch im Kurs, ebenso wie William Buller. Tech-1 wollte angeblich auch die Dienste von Gasly in Anspruch nehmen, doch der Franzose ist in den Red-Bull-Kader aufgenommen worden und Red Bull hat mehr Kontakte zum Arden-Team. Marco Sørensen ist dafür wahrscheinlich, daneben ist auch Kimiya Sato ein Thema. Noch ist nicht sicher, ob Ferrari Raffaele Marciello in die GP2 oder in die WSbR hievt. Sollte er in der WSbR an den Start gehen, wäre das Strakka-Team eine gute Adresse. Daneben könnte Matias Laine an Bord bleiben.


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WSBR Transfermarkt Fortec

Draco

Norman Nato

Oliver Rowland

Pietro Fantin

Carlos Sainz jr.

Sergey Sirotkin

Lucas Foresti

Arden

Tech-1

Strakka

Pierre Gasly

Marco Sørensen

Will Stevens

Zoël Amberg

Kimiya Sato

Raffaele Marciello

Lotus

ISR

AVF

Matthieu Vaxivière

Daniil Move

William Buller

Marlon Stöckinger

Felix Rosenqvist

Vittorio Ghrielli

1/2014

DAMS

FORMEL-WOCHE

Mögliches Fahrerfeld 2014

Zeta

Carlin

Pons

Comtec

Nikolay Martsenko

Dean Stoneman

Luca Ghiotto

Stefano Coletti

Roman Mavlanov

Alexander Sims

Che One Lim

Nick Yelloly

bestätigte Fahrer

nicht bestätigte Fahrer

Fotos: Renault Sport/DPPI


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AutoGP

Von den letztjährigen Prema-PowerFahrer ist keiner mehr verfügbar. Lucas Auer wechselt zum Beispiel ins deutsche Konkurrenzteam Mücke Motorsport. Wer Teamkollege des Österreichers wird, ist noch ungewiss. Es werden zwei Dallara Mercedes von Mücke erwartet. Carlin wird mit Geld aus Indonesien gestützt. Die Organisation nennt sich Sean GP. Dahinter steckt die Familie von Sean Gelael, der als Fahrer freilich fix ist. Die Speerspitze bilden aber Jordan King, Tom, Blomqvist und Antonio Giovinazzi.

FORMEL-WOCHE

1/2014

Formel-3 EM Transfermarkt

GP3 und F3EM für Kirchhöfer?

Agostini bei Euro International Neue Spitzenteams, viele starke Fahrer-Neuzugänge – die F3-EM 2014 wird stark. Die aktuellen Entwicklungen auf dem Transfermarkt. von Michael Zeitler Das Meisterteam Prema Power hat bereits drei Fahrer verpflichtet: Dennis van de Laar kommt von Van Amersfoort, Esteban Ocon und Antonio Fuoco sind Neuzugänge aus den Zweiliterklassen der Formel-Renault. Gerade Fuoco gilt als Nachfolger von Raffaele Marciello, weil er ebenfalls Teil des Ferrari-Juniorenkaders ist. Wegen des zu erwartenden starken Fahrerfeldes ist es aber unwahrscheinlich, dass er auch in die Meister-Fußstapfen seines italienischen Landsmannes tritt.

Van de Laar könnte ebenfalls ins Ferrari-Programm aufgenommen werden. Der Niederländer fährt auch die Florida-Winter-Serie, die von Ferrari organisiert und im Februar in den USA ausgetragen wird. Prema Power und Ferrari arbeiten auf dem Gebiet der Nachwuchsförderung zudem zusammen. Und das nicht erst seitdem sich Marciello und Fuoco etablieren konnten. Auch ein vierter Fahrer bei Prema Power ist im Bereich des Wahrscheinlichen.

Fortec testete zum Jahresausklang Marvin Kirchhöfer. Der wird zwar aller Voraussicht nach mit Russian Time in die GP3 aufsteigen, es wird aber auch ein Doppel-Programm mit der F3-EM in Erwägung gezogen. Fortec wäre eine mögliche Adresse. Euro International hat ebenfalls einen Coup gelandet: Man heuerte Riccardo Agostini an, ein Talent, das auch von GP2- und WSbR-Teams umworben wurde. 2013 fuhr er fallweise in der Auto-GP und in der WSbR. Außerdem liebäugelt die italienische Truppe mit dem jungen Kartfahrer Santino Ferrucci. Das neue Team West-Tec hat Felix Serrallés aus Puerto Rico als ersten Fahrer verpflichtet. Ed Jones, der mit dem Rennstall 2013 die spanische F3-OpenMeisterschaft gewann, ist ein heißer Kandidat für den zweiten Wagen von West-Tec.

Nationale F3-Serien Spanien: Campos mit Walkinshaw Sean Walkinshaw, der Sohn des verstorbenen F1-Teamchefs Tom Walkinshaw, wird 2014 in der F3-OpenSerie für das Campos-Team an den Start gehen. Damit ist der Brite der dritte bestätigte Fahrer nach Yu Kanamarun (Emilio de Villota) und Cameron Twyham (West-Tec). Deutschland: HS wieder dabei 2010 wurde Tom Dillmann mit dem österreichischen HS-Team von Michael Hascic und Harald Schlegelmilch

Meister im deutschen ATS-F3-Cup. 2014 wird das Team zurückkehren, der Fahrer steht aber noch nicht fest. Bisher sind drei Piloten bestätigt: Nicolai Sylvest bei JBR, Hubertus-Carlos Vier bei TTC und Maximilan Hackl bei Amkon, dem Team seines Vaters Robert Hackl. Großbritannien: Chinese bei Fortec In der britischen Formel-3 ist erst ein Fahrer fix: Hong Wei Cao wird für das Fortec-Team starten, mit dem er im Vorjahr Vierter in der Meisterschaft

wurde. Fortec testete außerdem Tatiana Caldéron, Mitchell Gilbert und Matt Rao. Sam MacLeod ist ebenfalls bei Fortec im Gespräch. Japan: Chinesen mit Wells Dan Wells testete für das Carlin-Team ein F3-Fahrzeug des britischen MV3Cups. Dies diente als Vorbereitung auf seine Saison in der japanischen Formel-3 mit dem chinesischen KCMG-Team. Wells wurde 2013 im gleichen Rennstall Gesamt-13. in der Formel-Masters-China. MZ


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Formel-3 EM Transfermarkt Mücke

Carlin

Dennis van de Laar

Lucas Auer

Jordan King

Esteban Ocon

Michael Lewis

Tom Blomqvist

1/2014

Prema Power

FORMEL-WOCHE

Mögliches Fahrerfeld 2014

Antonio Fuoco

Antonio Giovinazzi Sean Gelael

Fortec

Euro International

T-Sport

William Buller

Riccardo Agostini

Alexander Sims

Jake Dennis

Santino Ferrucci

Alexander Toril

Van Amersfoort

Ma-Con

Double-R

Sven Müller

André Rudersdorf

Kevin Korjus

John Bryant-Meisner

Tatiana Caldéron

URD

Jo Zeller

Signature

West-Tec

Lucas Wolf

Sandro Zeller

Nyck de Vries

Felix Serrallés

Oscar Tunjo

Ed Jones

bestätigte Fahrer

nicht bestätigte Fahrer

Fotos: F3EM/Thomas Suer, AngMoKio, SRO


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Dave Lewandowski

FORMEL-WOCHE

1/2014

IndyCar Transfermarkt

Hartes Rennen bei Dale Coyne Wie immer ist die Fahrerfrage bei Dale Coyne die spannendste in der Off-Season. Sogar Auto-GP-Gentleman-Pilot Giuseppe Cipriani testete… von Michael Zeitler Das begehrteste IndyCar-Cockpit ist noch bei KVSH zu haben. Mit Sébastien Bourdais ist dort bislang erst ein Dallara Chevrolet besetzt. Simona de Silvestro fuhr letztes Jahr für den Rennstall, liebäugelt nun aber offenbar mit einem Wechsel nach Europa. Die Schweizerin war beim USA GP im Herbst zu Gast bei Sauber. Dort wurde die Testfahrerrolle aber an Sergey Sirotkin vergeben. Neben De Silvestro macht sich vor allem Alex Tagliani Hoffnungen, nachdem er sich im Rennen um die Franchitti-Nachfolge bei Ganassi bereits Ryan Briscoe beugen musste. Möglicherweise macht der Kanadier aber auch mit Ganassi in der amerikanischen Sportwagenmeisterschaft weiter. Dort wird auch Sam Bird drei Rennen für Starworks fahren, parallel dazu würde er gerne ein IndyCarProgramm absolvieren. Am wahrscheinlichsten erscheint für Bird das Team von Dale Coyne, anders als viele andere Fahrer hat der Brite aber noch nicht für Coyne getestet. Bei Dale Coyne stehen die Fahrer Schlange – wie jeden Winter. Man wird zwei Dallara Honda einsetzen. In dem einen sollte eigentlich Justin Wilson sitzen. Obschon der Brite einen Vertrag bis Ende 2015 hat und er sich

von seinen Verletzungen, die er beim IndyCar-Finale erlitt (Lungenquetschung und dreifacher Beckenbruch), schneller erholt als erwartet, könnte das Team sogar mit zwei neuen Fahrern weitermachen. Chance für Lyendyk jr.? Dale Coyne will anders als 2013 zwei feste Fahrer. Letztes Jahr wechselten sich mehrere Piloten im zweiten Boliden ab. Im Winter haben nun Arie Lyendyk jr, Francesco Dracone, Giuseppe Cipriani, Jack Hawksworth und Mikaël Grenier für das Team getestet. Dracone und Cipriani sind zwei ältere Gentleman-Fahrer aus Italien und aus der Auto-GP-Serie. Weil dort wie in der IndyCar keine Servolenkung eingesetzt wird, eignet sich die Auto GP durchaus als Vorbereitung auf die IndyCar. Auch Simona de Silvestro ist bei Dale Coyne offenbar im Gespräch. Aber der Favorit ist Arie Lyendyk Junior, dessen Vater 1990 und 1997 das Indy-500 gewinnen konnte. Arie jr. fuhr 2006 beim Indy-500 sein bisher einziges IndyCar-Rennen, als er einen Panoz Honda auf Rang 28 pilotierte. Der Bolide wurde damals vom eigenen Familienteam Lyendyk Racing eingesetzt, man erhielt allerdings technische Unterstützung vom erfahrenen Ganassi-Rennstall.

Das Foyt-Team hat inzwischen wie erwartet Takuma Sato für eine weitere Saison bestätigt. Ein zweiter Dallara Honda wird angepeilt (etwa für Conor Daly), ist aber unwahrscheinlich. Bei Rahal Letterman Lanigan könnte neben Graham Rahal ein erfahrener Fahrer wie Justin Wilson oder Oriol Servía fahren. Aber auch Luca Filippi ist ein Thema im Rennstall von Bobby Rahal. Ob das Team von Sarah Fisher einen zweiten Boliden neben Josef Newgarden an den Start bringt, ist ebenfalls noch ungewiss. Sebastián Saavedra wird wohl nur die beiden Rennen in Indy für das Dragon-Team fahren und keinen festen Platz bei Fisher Hartman Racing haben. Bei Panther könnte Servía starten. Bei Herta sind James Jakes, Luca Filippi und JR Hildebrand im Gespräch. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Fahrer, die bisher ohne IndyCar-Cockpit dastehen, sich aber zuversichtlich geben, wie etwa IndyLights-Meister Sage Karam oder Luiz Razia, aber auch Ernesto Viso arbeitet weiter an einem IndyCar-Programm. Notfalls will der Venezolaner in die amerikanische Sportwagen-Szene wechseln, die in diesem Jahr mit dem United SportsCar Championship vor einem Neuanfang steht.


25

IndyCar Transfermarkt FORMEL-WOCHE

Mögliches Fahrerfeld 2014 Penske

Andretti

Scott Dixon

Hélio Castroneves

Marco Andretti

Charlie Kimball

Will Power

Ryan Hunter-Reay

Ryan Briscoe

Juan-Pablo Montoya

James Hinchcliffe

1/2014

Ganassi

Tony Kanaan

Carlos Muñoz

Schmidt Peterson Hamilton

KVSH

Rahal Letterman Lanigan

Simon Pagenaud

Sébastien Bourdais

Graham Rahal

Mikhail Aleshin

Simona de Silvestro

James Jakes

Dale Coyne

Carpenter

Herta

Justin Wilson

Ed Carpenter

Luca Filippi

Arie Lyendyk jr.

Mike Conway

JR Hildebrand

Fisher Hartman

Foyt

Panther

Fan Force United

Josef Newgarden

Takuma Sato

Oriol Servía

Sarge Karam

bestätigte Fahrer

nicht bestätigte Fahrer

Fotos: IndyCar


Pirelli

15.6.

8.6.

1.6.

25.5

18.5

11.5.

4.5.

27.4.

20.4.

Ab dem 22. Mai gastiert die Formel-1 inklusive Rahmenprogramm im F端rstentum Monaco

13.4.

Formel-1 GP2 GP3 World Series by Renault Formel-3 EM Britische Formel-3 ATS Formel-3 Cup F3 Open Formel-Renault Eurocup Formel-Renault 2.0 NEC Formel-Renault Alps Britische Formel-Renault Britische Formel-Ford Formel-Renault 1.6 NEC Britische Formel-4 Italienische Formel-4 ADAC Formel-Masters Formel-E Super Formula IndyCar Indy Lights Pro Mazda US F2000 Florida Winter Series FA1 World Series Formula Gulf Toyota Racing Series

6.4.

30.3.

23.3.

16.3.

9.3.

2.3.

FORMEL-WOCHE

26 23.2.

16.2.

9.2.

2.2.

26.1.

19.1.

12.1.

1/2014

Kalender Saison 2014


Zeitgleich zum Monaco GP findet am 25. Mai das Indy500 statt

1/2014

19 22 18 18 33 15+6 24 16 14 14 14 14 30 14 24 18 24 4+6 8 18 14 14 14 12 8 4+10 15

FORMEL-WOCHE

14.12. 7.12. 30.11. 23.11. 16.11. 9.11. 2.11. 26.10 19.10 12.10 5.10. 28.9. 21.9. 14.9. 7.9. 31.8. 24.8. 17.8. 10.8. 3.8. 27.7. 20.7. 13.7. 6.7. 29.6. 22.6.

Walter Kuhn

Kalender Saison 2014 27


Impressum Herausgeber: Daniel Geradtz Chefredakteur: Michael Zeitler Redaktion: Johannes Mittermeier Alexander Millauer Layout: Daniel Geradtz Michael Zeitler


Formel-Woche 1/2014