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1 De La Rue delarue.com

Die Karriere Thomas de la Rues begann im Jahr 1813 mit der Publikation der ersten Ausgabe der Zeitung Le Miroir Politique in Guernsey. Acht Jahre später ließ er sich als Drucker, Schreibwarenhändler und Geschenkartikelhersteller in London nieder. Heute gehört De La Rue zu den größten privaten Druckerherstellern für Banknoten und Pässe weltweit. In den vergangenen Jahren war die Banknotendruckerei in die Herstellung von über 150 nationalen Währungen und Sicherheitsdokumenten aus 65 verschiedenen Ländern involviert. Die Standorte des Traditionsunternehmens sind neben dem Vereinigten Königreich unter anderem China, Russland, Australien, die USA, Brasilien, Indien, Kenia, Angola und Südafrika. Eines der jüngsten gestalteten und kuratierten Projekte von De La Rue ist eine neue Variante des 50-Dollarscheins zum Anlass des 50-jährigen Bestehens der Zentralbank von Trinidad und Tobago.

De La Rue The career of Thomas de la Rue began in 1813 when the first number of his newspaper Le Miroir Politique rolled off the press in Guernsey. Eight years later he set up in business as a printer, supplier of stationery and giftware in London. De La Rue now ranks among the world’s largest private printers of banknotes and passports. In the course of its history, the company has been involved in the production of 150 national currencies and official documents from 65 different countries. De La Rue is based in the United Kingdom but has branches in China, Russia, Australia, the USA, Brazil, India, Kenya, Angola and South Africa. One project that it has designed and overseen just recently is a new variant of the 50 dollar bill issued to mark the 50th anniversary of the Central Bank of Trinidad and Tobago.

2 Brighter Money brightermoney.co.nz

Die Reserve Bank rief 2011 zu einer offenen Ausschreibung für die neue Banknotenserie Neuseelands aus. Insgesamt wurden sieben Vorschläge von sechs internationalen Unternehmen eingereicht, von denen sich der Entwurf des Designteams der Canadian Banknote Company durchsetzte. Die zukünftige neuseeländische Banknotenserie wird aus einem größeren Schriftbild und einer kontrastreicheren Farbgebung für die einzelnen Banknoten bestehen, um Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit eine verbesserte visuelle Unterstützung zu bieten. Zudem weisen die neuen Geldscheine der Serie einen stärkeren Bezug zum bikulturellen Erbe des Landes auf, indem die maorische Bezeichnung für Neuseeland, Aotearoa, abgebildet sein wird. Seit Herbst vergangenen Jahres informiert die eigens für die neue Serie initiierte Kampagne „Brighter Money“ über den fortschreitenden Gestaltungsprozess sowie schrittweise über neue Sicherheitsstandards. Die Banknoten werden in der Reihenfolge ihres Wertes veröffentlicht, sodass im Oktober 2015 die fünf und zehn Dollarnoten, gefolgt von den 20, 50 und 100 Dollarnoten im April 2016 in Umlauf kommen werden. • Brighter Money In 2011 the Reserve Bank of New Zealand launched a competition for the design of a new serie of banknotes. Of the seven proposals submitted by six international suppliers, the winning entry turned out to be the work of a design team from the Canadian Banknote Company. The future New Zealand banknote series is to have a larger typeface and sharper contrasts between the colours so that even the visually impaired can differentiate easily between the denominations. To reinforce the country’s binational heritage, the new banknotes will also feature the Maori name for New Zealand, Aotearoa. The “Brighter Money” campaign launched last autumn to prepare the ground for public acceptance of the new series provides further information on the design process still in progress as well as the new safety standards. The banknotes will be published in order of their value starting with the five and ten dollar notes in October 2015 followed by the 20, 50 and 100 notes in April 2016.

3 Geldkulturen

Gerhard M. Buurman, Stephan Trüby (Hrsg./eds.) Geldkulturen. Ökonomische, philosophische und kulturtheoretische Perspektiven Deutsch/German Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 279 Seiten/pages, €34,90 ISBN 978-3-7705-5461-4

↑ Gewinnerentwürfe für die neue Banknotenserie Norwegens des Metric Design Studios und Snøhetta für die Norges Bank. Die Scheine kommen 2017 auf den Markt. / Winning design drafts by Metric Design Studio and Snøhetta for Norway’s new banknote series for Norges Bank. The banknotes will be launched in 2017.

form 258/2015

An der Zürcher Hochschule der Künste fand im Frühjahr 2012 ein zweitägiges Symposium statt, das sich dem Thema Geld aus einer kulturellen Perspektive annahm. Design- und Kulturtheoretiker sowie Ökonomen und Philosophen widmeten sich den nationalen und territorialen Unterschieden im Umgang mit Geld und gingen der Frage nach, welche Auswirkungen diese geldkulturellen

Abgrenzungen auf den Designprozess und Designprodukte ausüben. Die Initiatoren Gerhard M. Buurman (↗ form 254) und der Architekt Stephan Trüby (↗ form 255, 257) haben die Vorträge der disziplinübergreifenden Veranstaltung von unter anderen Bazon Brock unter den Kontexten Zeit, Ort, Staat und Welt zusammengefasst und auf deren Grundlage zwei Jahre später die aktuelle Publikation veröffentlicht. • Money Cultures In spring 2012 the Zurich University of the Arts hosted a twoday symposium on the subject of money viewed from a cultural perspective. The design and culture theorists, economists and philosophers in attendance discussed the various national and territorial differences that exist in relation to money and inquired into the impact these have on the design process and its products. The initiators Gerhard M. Buurman (↗ form 254) and the architect Stephan Trüby (↗ form 255, 257) grouped the papers given at the interdisciplinary symposium, among them one by Bazon Brock, under the headings Time, Place, State and World, which also provided the structure for this book, published two years after the event.

4 International Banknote Designers Association ibd-association.com

Die IBDA ist eine in der Schweiz registrierte Non-Profit-Organisation, die Gelddesignern einen schnellen Austausch zum Gestaltungsprozess von Banknoten ermöglicht. Die von Designern initiierte Plattform zählt 200 Mitglieder aus über 50 Ländern, die – aufgrund des hochspezifischen und technischen Charakters ihres Berufes – ausschließlich Gelddesigner sind oder direkt in den Gestaltungsprozess von Banknoten involviert sind. Um die kontinuierliche Entwicklung von Sicherheit, Funktionalität und Haltbarkeit im Gelddesign sicherzustellen und zu fördern, bietet die Organisation Gelddesignern eine einfache Möglichkeit, sich über die Designszene zu informieren und sich einen Überblick über anstehende Veranstaltungen und Konferenzen zu verschaffen. Zudem lässt sie von interdisziplinären Gruppen einen Gestaltungsleitfaden für Gelddesigner ausarbeiten und initiiert das Projekt die Banknote der Zukunft. • International Banknote Designers Association IBDA is a Swiss-registered non-profit organisation that allows currency designers to share experiences, ideas and designs. The platform was initiated by designers for designers and now has 200 members from over 50 different countries, who because of the highly specific, technically sophisticated nature of their work are all either currency designers or otherwise directly involved in banknote design. Committed to ensure and foster a continuous improvement process in the security, functionality and durability of currency design, IBDA keeps its members abreast of all the latest developments in their field and alerts them to any relevant conferences and events. It has also tasked interdisciplinary groups with drafting a design manual for currency designers and has initiated a project called Banknotes of the Future.

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form 258. Multiscreen  

form Design Magazine N°258, Mar/Apr 2015

form 258. Multiscreen  

form Design Magazine N°258, Mar/Apr 2015

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