Issuu on Google+

ForestFinest Ausgabe 12008

D a s M a g a z i n f ü r w e l t w e i t e Wa l d w i r t s c h a f t

Reportage

Mit Tempo gegen den Regenwald Emissionshandel

Heiße Luft im CO2-Labyrinth

Von Romantik zum Rohstoff Wälder in Zeiten des Klimawandels


FLIEGENDE ROSEN

Der Blumenanbau belastet im Krisenland Kenia die Umwelt – gibt aber Tausenden Arbeit LÄRM: KRANK DURCH KRACH; TIBET: IM WÜRGEGRIFF CHINAS; NANO: UNBEKANNTE RISIKEN

Foto: Hans Hansen

Die neue Ausgabe jetzt am Bahnhofskiosk www.greenpeace-magazin.de oder einfach anrufen 040/808 12 80-80. Auch im günstigen Abo mit exklusiven Prämien.

mit Gewinnspiel


Editorial

Liebe Leser, scheint, dass nur Lummerland noch nicht abgebrannt ist. 2007 brannte es überall – in Griechenland, in Kalifornien und neben Berichten über das flammende Malibu mischte sich in den Medien echte Besorgnis über das Wetter, welches die Brände anfeuerte. Ja, das Wetter ist schuld. Was sonst? Derweil rüstete die CDU zum Schutz der Regenwälder auf. Nein, keine Sorge, Ihre Festplatte soll nicht online nach illegal verwendeter Tropenholzpaneele durchsucht, sondern eine UN-Schutztruppe für den Regenwald aufgestellt werden. Sind das dann Blau- oder Grünhelme? Und könnte man das vielleicht über eine Sondersteuer auf Bier finanzieren? Immerhin eine erprobte Methode. Die CDU diskutiert noch. Wenn das alles nicht so traurig wäre, man könnte ganze „Comedy“-Abende mit dem Thema gestalten. Der Terminator stellt seinen Hummer CO2-neutral, statt Kleinwagen oder gar Fahrrad zu fahren. Der Vatikan bekommt einen Wald geschenkt und verkündet ex Catedra nunmehr der erste CO2-neutrale Staat der Welt zu sein. Wer den Himmel auf Erden mit CO2 verschmutzt, stellt seinen Flug inzwischen gern CO2-neutral, wobei die durch Flüge produzierte CO2-Menge und deren Schädlichkeit gern runtergerechnet wird – wegen der sonst zu hohen Flugticket-Kosten der CO2-„Neutralisierung“. Kein Tag, keine Zeitung, kaum ein Bereich, der nicht vom Thema Wald, nachwachsende Rohstoffe und Klimawandel heimgesucht wird. Zwischen richtigen Maßnahmen, Forderungen, Ideen und hanebüchenem Unsinn, „Greenwashing“ durch Unternehmen und aufgesetztem Öko-Marketing so etwas wie die Wahrheit zu finden ist nicht leicht. Ein Dschungel eben. Apropos Dschungel: Wir „machen“ keinen Regenwald, wir retten ihn auch nicht. Wir betreiben nur nachhaltige Forstwirtschaft. Die soll möglichst ökologisch Holz als Rohstoff erzeugen – so wie ökologische Landwirtschaft möglichst umweltfreundlich Blumenkohl und Bio-Fleisch erzeugen soll. Wir retten nicht das Klima, wir binden nur CO2 durch wachsende Wälder. Sind also bestenfalls so was wie eine Müllabfuhr für Treibhausgase. Besser wäre natürlich gar nicht erst (Treibhaus)Müll zu erzeugen, aber ein Argument gegen Müllabfuhr ist das auch nicht. So einfach ist das, so unspektakulär und doch mit soviel Arbeit von und für viele Menschen verbunden. Die Forst-Arbeit haben wir übrigens auch 2007 gut erledigt. Über 200.000 zertifizierte Bäume konnten durch ForestFinance Kunden gepflanzt werden. Noch zu wenig Müllabfuhr und noch zu wenig tropische Öko-Forstwirtschaft – aber immerhin ein Anfang.

Wald und Welt und CO2 Inhalt 4 An uns Die Seite für Leser · Impressum

5 Die phänomenale Fünf Zahlen rund um Kohlendioxid

6 Buschtrommel Meldungen zu Wald und Welt

8 Titel Von Romantik zum Rohstoff – Wälder in Zeiten der Klimakatastrophe

21 Waldwirtschaft CO2Ol-es Restaurant · Holzpreise · Panama

24 Reportage Procter & Gamble in Brasilien

26 World of ForestFinance _ WFF Auszahlungen · Menschen · Aussichten

Viel Erfolg weiterhin bei der Orientierung im Klima-Wald-Dschungel der Medien wünscht

30 BaumFreund & BaumSchule Von Menschen und Bäumen

32 iForest Unternehmer, Sites und Ideen für die Zukunft utopia.de

Harry Assenmacher, Geschäftsführer ForestFinance Herausgeber ForestFinest

www.forestfinance.de

34 Für Waldläufer durchforstet Bücher · Links · Termine

FF 3


An uns …

… die Seite für Leser & Meinungen

Liebe Leserinnen und Leser, bislang erreichten uns viele Fragen über unsere Homepage. Aber auch wir vom ForestFinest-Magazin bieten Ihnen ein Forum für Ihre Fragen und Anregungen. Wir sind ganz und gar nicht kontaktscheu und freuen uns darauf, bald mehr von Ihnen zu hören. fragt: Was uns als potentieller Anleger besonders interessiert, sind die Meinungen der ca. 1.000 Anleger, die laut Ihrer Information bereits investiert haben, davon besonders die, die bereits in Panama waren. Gibt es von denen einige, die bereit sind, dass man mit Ihnen Kontakt aufnimmt? FF: Aber natürlich kann man das. Rufen Sie uns an und wir stellen gern einmal Kontakt her. Wir berichten aber auch von jetzt an regelmäßig über die Reisen und Besuche unserer Kunden. Ein erster Eindruck ist vielleicht der Reisebericht von Harald Goebel: www.harald-goebel.de/panama Roger Alexander Kief schreibt: Ich möchte gleich vorwegnehmen, dass mir Ihre Idee, natürlichen Ressourcen wieder einen höheren Stellenwert im Wirtschaftskreislauf zu geben, sehr behagt. Ich bin leider im Moment nicht in der finanziellen Lage zu investieren, möchte das aber nicht für die Zukunft ausschließen! Klaus Seeger fagt: Ungeachtet dessen, dass ich mich doch nicht zur Investition in Ihr Angebot entschließen konnte, muss ich Sie dennoch in Ihrer Sicht der Dinge unterstützen. Die Ausführung zum Wald, der einfach so nur CO2 speichert, hat mir sehr gut gefallen. Die Fähigkeit sich selbst einmal nicht so ernst zu nehmen … und den Lauf der Welt etwas sarkastisch zu sehen, fehlt heute leider oftmals. Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern für 2008 alles Gute, viele Unterstützer und viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Projekte. Ich werde mich zunächst auf die Pflanzung mehrerer einheimischer Laubbäume auf eigenem Grund beschränken. Sollte sich Ihrerseits die Möglichkeit zur Realisierung eines Aufforstungsprojekts innerhalb Deutschlands (vor-

4 FF

zugsweise Baden-Württemberg) ergeben, bitte ich um Ihre Nachricht. FF: Viele Interessenten fragen nach einem Aufforstungsprojekt in Deutschland. Wir denken auch oft daran, arbeiten daran – aber es ist sehr schwierig. Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir Sie. Ihr ForestFinance Team Florian Klauder aus Südtirol fragt: Ich habe meinen Wohnsitz im Ausland. Kann ich trotzdem den BaumSparVertrag abschließen? Muss ich steuerrechtlich irgendetwas beachten? FF: Natürlich können Sie auch aus Südtirol einen BaumSparVertrag abschließen. Ob und inwiefern Sie steuerrechtlich etwas beachten müssen, fragen Sie am Besten Ihr zuständiges Finanzamt. Selbst innerhalb Deutschlands gibt es bei den Finanzämtern der Landkreise unterschiedliche Auffassungen, sodass steuerrechtliche Fragen zu Investments bei ForestFinance immer Einzelfallentscheidungen sind. Manuela Müller fragt: Gibt es bei Ihnen ein Werbeprogramm für Neukunden? FF: Ja, fleißige BaumSparer erhalten von uns eine Monatsrate ihres laufenden BaumSparVertrags gut geschrieben, wenn sie einen neuen Kunden werben. Teilen Sie einfach dem neuen Kunden mit, er möge uns eine kurze Notiz zukommen lassen, dass Sie ihn geworben haben.

Impressum ForestFinest – Das Magazin für weltweite Waldwirtschaft Herausgeber und V.i.S.d.P.: Forest Finance Service GmbH, Harry Assenmacher, Geschäftsführer HRB 13610, Amtsgericht Bonn Eifelstraße 20, 53119 Bonn Redaktion: Christine Sommer-Guist, Harry Assenmacher MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Kathy Punzmann, Nicolas Rieger, María Dolores Rivera Lara, Kristin Steffan, Lada Winter Gestaltung & Produktion: SOKO-Layout, Petra Nyenhuis-Grafik, Bonn Titelfoto: photocase/Jenzig71 und Pixelio/klicker5131 Kontakt Redaktion: redaktion@forestfinance.de ForestFinance GmbH, Eifelstr. 20, 53119 Bonn, Fon: 0228/ 94 37 78 0, Fax: 0228/94 37 78 20 Druck: 15.000 Exemplare, Möller Druck und Verlag GmbH, Berlin, auf 100% Recycling-Papier. Für ForestFinanceKunden ist der Bezug kostenlos. Preis: € (D) 4,00 Bestellungen für Jahresabonnements: 4 Ausgaben – 12 Euro, schriftlich an: ForestFinance GmbH (Anschrift siehe oben) Die nächste Ausgabe erscheint 9/2008 Redaktionsschluss: 7/2008

www.forestfinance.de


Die phänomenale 5

Schwarze Zahlen – Kohlendioxid in Statistiken, Vergleichen und Köpfen Zahlenspiele von Nicolas Rieger

Länder im Vergleich Über 30 Milliarden Tonnen CO2 hat die Menschheit im Jahr 2006 produziert und in die Atmosphäre gepustet. Bei so einer gewaltigen Zahl wirkt es beinah unerheblich, dass dies noch einmal 750 Millionen Tonnen mehr waren als im Jahr zuvor. Wir könnten aber auch weniger: Der Anstieg vom Jahr 1991 ins Jahr 1992 lag bei lediglich 22 Millionen Tonnen, im Jahr 1993 sank der Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr um 64 Millionen Tonnen – und fiel damit sogar unter das Niveau von 1991. Ursache dafür war maßgeblich der wirtschaftliche Zerfall des ehemaligen Ostblocks. Die meisten CO2-Moleküle hingegen sind heute US-Amerikaner: 2006 wurden in den Vereinigten Staaten 6,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Luft gepustet. Das macht mehr als 21 Prozent des weltweiten Ausstoßes. Kurz darauf folgt China mit 5,8 Milliarden Tonnen – weitere 19 Prozent. Dort hat sich seit Beginn dieses Jahrtausends der jährliche Ausstoß verdoppelt. Experten rechnen damit, dass China die USA als Hauptverschmutzer in diesem Jahr überholen wird, was die absolute Menge an CO2-Emissionen angeht. Aber: China hat mehr Einwohner als die USA. Und schon Bundeskanzlerin Angela Merkel hat während ihrer Chinareise vorgeschlagen, den CO2-Ausstoß pro Kopf als Bewertungskriterium zu verwenden. Bei solchen Vorschlägen verzeiht die KP Chinas vielleicht sogar den Empfang des Dalai Lama. Qualmende Köpfe Legt man nämlich den Pro-Kopf-Ausstoß des Jahres 2003 zugrunde, sieht die Rangliste gleich ganz anders aus. Demnach belegen nämlich überraschend kleine Länder vier der fünf Spitzenplätze. Katar liegt mit großem Abstand und über 44 Tonnen CO2Ausstoß pro Kopf und Jahr auf dem ersten Platz. Den zweiten Platz belegen die Niederländischen Antillen mit mehr als 24 Tonnen. Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain folgen mit unwesentlich geringeren Ausstößen.

www.forestfinance.de

In Westeuropa führt Luxemburg mit beinah 22 Tonnen die Rangliste an und liegt damit sogar noch vor den USA, in denen jeder Bürger etwas über 19 Tonnen emittiert – natürlich statistisch gesehen. China hingegen belegt unter den erfassten Staaten den 70. Platz mit nur knapp drei Tonnen. Der durchschnittliche Wert aller erfassten Staaten liegt bei 4,3 Tonnen, da viele südamerikanische und afrikanische Staaten einen sehr geringen Ausstoß haben. Allein wir Deutschen produzieren fast so viel Kohlendioxid wie der gesamte afrikanische Kontinent. Schlusslicht der Liste mit schneeweißer CO2-Weste ist übrigens die Demokratische Republik Kongo. Deren Wert ist so gering, dass er durch Rundung in der Statistik mit 0 Tonnen beziffert wird. Höheres Einkommen, höherer Ausstoß Die 36 so genannten „High Income Countries“, die von der Weltbank als Staaten

mit hohem Einkommen klassifiziert sind, haben dagegen einen durchschnittlichen ProKopf-Ausstoß von fast 13 Tonnen – fast drei Mal so viel wie der weltweite Durchschnitt. Auch hier ist Katar Spitzenreiter. Deutschland belegt mit zehn Tonnen den 17. Platz im Mittelfeld. Ganz am Ende liegt Portugal mit etwa sechs Tonnen. Interessant ist auch die Entwicklung über die Zeit: Im Vergleich zwischen 1990 und 2003 ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Kopf in ganz Nordamerika von 18,6 auf 19,3 Tonnen angestiegen. In Europa hingegen ist er sogar gesunken, und zwar von 10 auf 8,5 Tonnen. Auch hier spielt wieder der Zerfall der Sowjetunion und der Zusammenbruch der dortigen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Böse Moral der CO2-Geschicht? Erstens: Je reicher desto höher der Anteil am Treibhauseffekt. Zweitens: Wirtschaftskatastrophen sind Klimaschutz. Drittens: Armut ist klimafreundlich. (Quellen: IWR, IEA)

Die zehn Verursacher Land

Anteil an weltweiten CO2-Emissionen in Prozent

0% Italien

25%

1,74

Südkorea

1,74

Großbritannien

2,02

Kanada

2,07

Deutschland

3,19

Indien

4,15

Japan

4,57

Russland

5,75

China

17,94

USA

21,82

Grafik: Marc A. Venner für ForestFinance

FF 5


Buschtrommel

Meldungen zu Wald und Welt –

Foto: ForestFinance

„Rückgang der Waldvernichtung am Amazonas“ – freut sich der WWF über Zahlen der brasilianischen Regierung. Die dokumentieren, dass ein Viertel weniger Wald vernichtet wurde als im Vorjahr. Der WWF ist erleichtert über diese „Atempause für den Wald, auch wenn wir immer noch den jährlichen Verlust einer Regenwaldfläche halb so groß wie Rheinland-Pfalz zu beklagen haben.“ Die Naturschützer fürchten aber eine neue Rodungswelle aufgrund geplanter Projekte wie dem Bau eines Staudamms und zahlreicher Straßen. Keine Einschlaggenehmigung erhielt die FSC-zertifizierte schweizerische „Precious Woods“ AG für ihre brasilianischen Wälder. Und dies zum wiederholten Male. „Precious Wood“ musste sogar seine Sägewerke mit mehreren hundert Beschäftigten aus Mangel an Rundholz schließen.

6 FF

Foto: Deutscher Bundestag/Studio kohlmeier

Deutsche Zeitungsverlage – darunter Axel Springer, DuMont und die mächtige Holtzbrinkgruppe – beziehen ihr Papier von Firmen, die in Kanada Urwald kahl schlagen, meldet Greenpeace. Wir nicht. ForestFinest steht auf 100% Recycling-Papier, beliebt und bedruckt vom BUND, den Bündnis 90/Die Grünen und anderen Umweltschützern. Klimafreundlich und korrekt in allen Beziehungen. Wie unsere Meldungen aus Wald, Welt und Wirtschaft.

Klimaschutz bedeutet Schutz des Regenwaldes. Ein Fünftel des weltweiten CO2-Ausstoßes entsteht bei der meist illegalen Abholzung und Brandrodung der tropischen Regenwälder. Trotzdem unternimmt die Bundesregierung nichts, obwohl es eine einfache Handlungsoption gibt: Das Urwaldschutzgesetz. Ein bereits 2006 von den Grünen vorgelegter Entwurf sieht ein nationales Handels- und Besitzverbot für illegal eingeschlagenes Holz vor. Die Regierungs-Koalition wies es zurück mit dem Hinweis auf eine EU-Verordnung. Diese jedoch basiert auf Freiwilligkeit und hat keinen bindenden Charakter. Ein nationales Gesetz wäre also möglich und wichtig: Es würde nicht nur schneller greifen, sondern hätte auch Vorbildfunktion für andere Länder. Auch wirtschaftlich gesehen hätte die deutsche Forstbranche einen Vorteil, weil sie nicht länger mit den Dumpingpreisen für illegales Holz aus Raubbau konkurrieren müsste. Die Bundesregierung drückt sich jedoch um die Verantwortung und schiebt diese auf internationale Institutionen wie die G8, die im Frühjahr in Bonn stattfindende Biodiversitätskonferenz der UN oder die Europäische Union. Die Auswirkungen des Klimawandels dagegen kann die Regierung nicht weiterreichen – sie werden Deutschland genauso treffen wie jedes andere Land. Als angeblicher Klimavorreiter und Gastgeber des UN-Urwaldgipfels im Mai 2008 gibt es nochmals einen Anlass tätig zu werden. Die ForestFinance Gruppe hat alle Fraktionen im Bundestag aufgefordert, den Entwurf zum Urwaldschutzgesetz zu unterstützen. Schicken auch Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten eine E-Mail mit der Bitte, sich für das Urwaldschutzgesetz einzusetzen! Einen vorformulierten Text sowie einen Link zum Bundestag finden Sie auf unserer Website unter www.forestfinance.de/urwaldschutzgesetz. Der Borkenkäfer a) Kleiner Kiefernmarkkäfer Hylesinus minor b) Großer Kiefernmarkkäfer Hylesinus piniperda

a

b

Puppe

Larve

Ausgefressene Kieferntriebspitze

Klimawandel stresst den Wald! warnt die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL). Nur eine nachhaltige Waldbewirtschaftung kann Wälder schützen und deren Leistungsfähigkeit für den Naturhaushalt erhalten. Klimaveränderung kann sich grundsätzlich positiv als auch negativ auf die Vermehrung von Waldschädlingen auswirken. Denn mild-feuchte Winter begünstigen den Pilzbefall von Insekten und Schädlingen wie den Borkenkäfern und verhindern so deren Ausbreitung. Warme und trockene Sommer hingegen fördern ihre Verbreitung. Als beste Lösung für alle Fälle empfiehlt die FNL einen natürlich verjüngten laubbaumreichen Bestand aufzubauen.

www.forestfinance.de

Zeichnung: wikipedia.de

Wir können anders


Buschtrommel

für Sie aufgelesen Pelletfeuerungen belasten Umwelt nicht – Öl- und Gasheizungen dafür umso mehr. Das weit verbreitete Heizen mit Öl und Erdgas sei für die Umwelt eine Katastrophe, warnt die Initiative Pro Pellets (IPP). Zahlen des gemeinnützigen Instituts Wohnen und Umwelt belegen, dass Erdgas-Anlagen 249 Gramm Treibhausgase pro Kilowattstunde Nutzwärme emittieren. Ölheizungen liegen sogar bei 303 Gramm pro Kilowattstunde. Pellets aus naturbelassenem Holz seien die Alternative, denn die patenten Presslinge heizen CO2-neutral. Sie setzen beim Verbrennungsprozess nur so viel CO2 frei, wie das Holz während des Wachstums aufgenommen hat. Pelletfeuerungsanlagen kommen lediglich auf einen CO2-Ausstoß von 42 Gramm pro Kilowattstunde. (Siehe auch Titelgeschichte.) Auch im kritischen Vergleich beim Thema Feinstaub scheinen zumindest die neueren Pelletheizungen ab Baujahr 2005 standzuhalten. Dank Energieeffizienz und Schadstoffarmut erhalten immer mehr Pelletöfen den „Blauen Engel“, das Umweltsiegel für ökologisch geprüfte Erzeugnisse. Damit wird deutlich, welch wichtigen Beitrag erneuerbare Energien in Sachen Klimaschutz leisten. Der Bund schießt beim Einbau von Pelletheizungen mindestens 1.500 Euro zu, um die Verbreitung der umweltfreundlichen Anlagen zu fördern. Informationen zu den aktuellen Förderrichtlinien finden Sie unter www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/index.html, mehr zu Pellets auf www.initiative-pro-pellets.com.

Schadstoffbilanz von Brennstoffen 1,4

500 452 429

450

CO2-Ausstoß in g/kWh

400

Feinstaub-Ausstoß in g/kWh

1,253 1,2 1,0

350

0,8

300 CO2-Ausstoß in g/kWh

249 250

0,6

0,496

200

0,4

150 0,265 100 42 50

0,079

0,2

35 0,031

0,009

0,0

0 holzpellets

holzhackschnitzel

erdgas

heizöl

steinkohle

Feinstaub-Ausstoß in g/kWh

303

braunkohlebriketts

Quellen: Institut Wohnen und Umwelt; Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, Grafik: Marc Alexander Venner

Buschtrommel +++ Der Potsdamer Wissenschaftler und Klimaschutzbeauftragte der Regierung Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber kritisiert die bisherigen Verpflichtungen zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase als „völlig ungeeignet und unterdimensioniert“. Das Kyoto-Abkommen habe nicht zu sinkenden Emissionen geführt, weil es nicht alle Staaten der Welt ratifiziert hätten und sein Ende absehbar sei. +++ WWF: Weltweit sind

www.forestfinance.de

CO2OL news! Das LIVE EARTH-Konzert vom 07.07.2007 erhielt den Green World Award. Es war eines von weltweit neun Konzerten auf allen Kontinenten. Die deutschen Zuschauer konnten unter anderem Juli (Foto), Shakira, Katie Melua und Silbermond live – und klimaneutral – erleben. Initiator der Konzerte war Al Gore, der dem Thema Klimawandel eine stärkere Öffentlichkeit verschaffen wollte. Für die Klimaneutralität des Konzertes in Deutschland sorgten Europas größter ECommerce-Anbieter für Ticketing, CTS EVENTIM, und CO2OL, der Verein zur Verminderung von Kohlendioxid in der Atmosphäre. Dirk Walterspacher, CO2OL-Geschäftsführer, erklärt: „Um den bei dem Konzert angefallenen CO2-Ausstoß zu neutralisieren, lassen wir in den Tropen genau die Menge an Bäumen aufforsten und dauerhaft schützen, die die entstandene Menge Kohlendioxid aus der Atmosphäre klimaneutral bindet. Hierfür war im Eintrittspreis eine CO2-Abgabe in Höhe von 0,30 Euro inbegriffen.“

16.306 Arten bedroht, 44 Prozent mehr als 2002. „Eine radikale Umkehr ist nötig, um den Verlust wertvoller Lebensräume und die Ausbeutung zahlreicher Arten zu stoppen, fordern die Umweltschützer und kritisieren die Politik, bei der Artenschutz kaum eine Rolle spiele. +++ Deutsche Umwelthilfe kritisiert: Autobauer schönen Spritverbrauch- und CO2Angaben, ohne dass der Staat eingreift. Zudem seien unter den Neuwagen 2008 Spritsparer Mangelware, während die Zahl der PS-Monster wachse. +++ Um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten,

www.co2ol.de

sind 26 Prozent der Deutschen bereit, ihren nächsten Autokauf vorzuziehen. Das ermittelte mobile.de mit TNS Infratest. Welches Auto dann infrage kommt, scheint vielen unklar zu sein. So zeigt die Studie, dass ein Großteil der Befragten nicht weiß, welche Hersteller Ökomodelle im Angebot haben. +++ Auf ein Auto ganz zu verzichten, können sich die wenigsten Deutschen vorstellen. Das fand autobild.de in einer Umfrage heraus: Nur einer von fünf Autofahrern hält ein Leben ohne seinen Pkw für denkbar.

FF 7


An die Buche Auch ihr wird – gleich Hölderlins Jüngling – warm. Zu warm. Sie bevorzugt im Grunde ihres Herzens ein kühles, atlantisches Klima. Zur Klimaerwärmung passt sie nicht. Und so raten Experten, um den Lebens- und Nutzraum Wald zu retten, Bäume anzubauen, die dem Wandel gewachsen sind. Eichen zum Beispiel, in einem Mischwald, der guten Schutz vor Schädlingen bietet. Foto: pixelio.de

8 FF

www.forestfinance.de


Titel

Von Romantik zum Rohstoff – Wälder in Zeiten der Klimakatastrophe Vor etwa 7000 Jahren entstanden die ersten Wälder mit Fichten, Eichen und Buchen. Ihr Wachstum verdankten sie dem Schwinden der Eiszeit und einer stabilen Wärmeperiode. Aber jetzt wird es heiß – das Klima ändert sich und die Bäume haben Stress. Und das nicht seit gestern. Ihr Drama begann in der Zeit der großen Romantiker, der Epoche von Hölderlin, Heine, Eichendorff und anderen wortgewaltigen Naturbewegten.

An die Stille Dort im waldumkränzten Schattentale Schlürft ich, schlummernd unterm Rosenstrauch, Trunkenheit aus deiner Götterschale, Angeweht von deinem Liebeshauch. Sieh, es brennt an deines Jünglings Wange Heiß und glühend noch Begeisterung, Voll ist mir das Herz vom Lobgesange, Und der Fittig heischet Adlerschwung. Friedrich Hölderlin (1770–1843)

www.forestfinance.de

Ist es ein Zufall, dass der Beginn der Industrialisierung und die Sehnsucht nach vollkommener Harmonie und Natur beinahe zeitgleich auftreten? Machten die rasanten, technischen Entwicklungen, die neuen Fabriken mit Schloten, die ungefiltert giftigen Rauch ausspien, den Menschen Angst? Wenn ja, wissen wir heute: zu Recht.

Sie waren nicht die ersten. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatten Chemiker und Physiker eine Zunahme der globalen Oberflächentemperatur als Folge der CO2-Konzentration berechnet. Heute wissen wir, dass diese Modellrechnungen zutreffen und lernen die Folgen kennen: Gletscherschmelzen, Hurrikans, Dürreperioden, Überschwemmungen.

Eine kurze Geschichte der Zeit Toralf Staud und Nick Reimer benennen in ihrem Buch „Wir Klimaretter“ (siehe Kasten Seite 15) viele, zum Teil weit über hundert Jahre alte Beispiele für die Umweltzerstörung durch Unternehmen. Sie erzählen vom ersten Fabrikschlot, der 140 Meter hoch gebaut wurde, damit die giftigen Schadstoffe der Sächsischen Silberproduktion sich weit übers Land verteilen konnten und nicht die Nachbarschaft belasteten. Credo langer Jahre, Verdrängung vom Feinsten, wie sie sich nicht einmal die Romantiker leisteten. In den 1960ern begannen Wissenschaftler weltweit über die Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu diskutieren. Sie warnten vor einem Klimawandel, dessen Anfänge sie beobachteten. In der Aufbruchstimmung Europas kam das nicht gut an. Ebenso wenig wie ihre Kritik am verschwenderischen Umgang mit Energie und Ressourcen, dem Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen, die sie als Ursache der Klimaerwärmung benannten.

Kosten der Klimakapriolen Die kommen uns teuer zu stehen: Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnten die volkswirtschaftlichen Schäden bis 2050 bei einem Temperaturanstieg von nur einem Grad Celsius rund zwei Billionen US-Dollar betragen. Allein Deutschland hätte Einbußen von 137 Millionen US-Dollar. Aufhalten kann man diesen Prozess nicht mehr: „Es geht darum, das Unbeherrschbare zu vermeiden und das Unvermeidbare zu beherrschen“ sagt Hans-Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK). Das Ziel muss sein, den Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts auf höchstens zwei Grad zu begrenzen, alles andere sei nicht mehr beherrsch- oder kalkulierbar. Und dabei sollen Bäume helfen. Waldrealismus statt -romantik. Zentrale Prognosen für Mensch und Wald Das Umweltbundesamt stellt momentan folgende Berechnungen an: Die Temperaturen werden im Schnitt bis zum Jahr

FF 9


Foto: Bundesumweltministerium

Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus. J. Freiherr von Eichendorff (1788–1875)

Ein Kilo Holz entlastet die Atmosphäre um 1,8 Kilo CO2 2100 um bis zu 3,7 Grad Celsius steigen, die sommerlichen Niederschläge sich um 30 Prozent verringern, im Winter wird es seltener schneien. Die Erwärmung wird zu häufigeren Hitzewellen mit tragischen Folgen führen. Ein Vorbote dieser Prognose war der heiße Sommer 2003, in dem es

zu 7.000 zusätzlichen Sterbefällen kam. Zecken und Borreliose werden sich stärker verbreiten, vielleicht sogar Malaria. Die Waldbrandgefahr wird sich durch die Trockenheit erhöhen und die Wärme die Bäume plagen. So waren 2004 gut 72 Prozent aller deutschen Bäume geschädigt, wobei der so genannte Rekordsommer 2003 den bisher größten Schaden verursachte. Allein in Deutschland werden fünf bis 30 Prozent der Pflanzen- und Tierarten aussterben. Land- und Forstwirtschaft müssen sich umstellen und resistente Pflanzen beziehungsweise Bäume setzen. Denn die haben einiges auszuhalten: Ein heute gepflanzter Baum muss die zukünftige Hitze ebenso aushalten wie die momentan kühlen Temperaturen. Für Deutschland bedeutet das, dass unsere

Wälder sich denen im heutigen West- bis Südfrankreich und Ungarn angleichen müssen. Bäume könnten Leben retten Der Wald ist ein wirksames Klimaschutzinstrument. Genau genommen das einzige: „Aufforstungen, nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung von Holz bieten bislang die einzigen Möglichkeiten, kostengünstig bereits emittiertes CO2 der Atmosphäre über Photosynthese wieder zu entziehen. Alle anderen Maßnahmen zielen nur auf eine Verlangsamung des Anstiegs der atmosphärischen CO2-Konzentration ab“, schreibt Till Pistorius von der Forstlichen Versuchsanstalt BadenWürttemberg. Dabei geht’s dem Wald, vor allem dem tropischen Regenwald, gar nicht gut. Die

Senken entziehen der Atmosphäre Kohlenstoff und binden ihn für einen gewissen Zeitraum. Das schaffen Ozeane, Böden und Wälder. Wie alle Pflanzen holen sie sich das Gas aus der Luft, um zu wachsen und zu gedeihen. Was viele nicht wissen: das CO2 bleibt im Holz, auch wenn es gefällt und zu Möbeln oder Holzhäuser verarbeitet wird. Die Berliner Morgenpost rechnet vor: „Allein in Deutschlands Wäldern, Möbeln, Dachstühlen und anderen Holzprodukten sind schätzungsweise zehn Milliarden Tonnen des Klimakillers gebunden.“ Die Zeitung zitiert den Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten Stefan Fenner: „Ein aus Holz gebautes Einfamilienhaus zum Beispiel bindet in seinem Baumaterial bis zu 40 Tonnen CO2.“

10 FF

Foto: Bundesumweltministerium

CO2-Senken oder wo das Gas sonst noch steckt

www.forestfinance.de


Grafik: Marc Alexander Venner

Titel

Spanien Nordkorea

USA Italien

China

Atlantischer Ozean

Mexiko Honduras Pazifischer Ozean

Pazifischer Ozean

Myanmar Vietnam Philippinen Kambodscha Malaysia

Mali

Venezuela

Ecuador Brasilien Bolivien Paraguay

Sudan Nigeria Äthiopien Ghana Kamerun Kongo Tansania Angola Sambia Botswana Simbabwe

Papua-Neuguinea Indonesien Indischer Ozean

Australien

Argentinien

Waldabgang Waldzugang -7.317.000 ha weltweiter Waldverlust (2005) Quelle: Global Forest Resources Assessment (FAO 2005)

Waldbrände verstärken den Treibhauseffekt Die Brände 2007 in Südeuropa waren die heftigsten seit Jahrzehnten. Und obwohl die Rauchfahnen Deutschland nicht erreichten, hatten und haben die Brände auch auf uns Auswirkungen: Weniger Wälder nehmen weniger Kohlendioxid auf. „Wenn wir diese Wälder verlieren, ist dies ein Nettobeitrag zum Treibhauseffekt“, warnt Johann Goldammer von der Arbeitsgruppe für Feuerökologie am Max-Planck-Institut für Chemie. Er sieht in der Landflucht die Hauptursache der Waldbrände: „Das Land liegt brach und wächst zu – es verbuscht“, erklärt Goldammer. Die Wälder würden weniger bewirtschaftet und so gebe es mehr brennbares Material, was Brände leichter ausbrechen und heißer lodern lässt. Warum die Brände 2007 an so vielen Stellen ausgebrochen waren, könne an Bodenspekulanten liegen, die Bauland gewinnen wollten, das sei aber noch nicht eindeutig zu belegen. Darüber hinaus würden viele Bauern nach der Ernte ihre Stoppelfelder abbrennen, um den Boden nähr-

Menschen sägen ihn ab, als ob sie nicht ahnten, dass sie auf seinen Ästen sitzen. Sie verbrennen ihn und machen der Klimaerwärmung ordentlich Dampf. Zurzeit stammen fast 30 Prozent der atmosphärischen Kohlendioxid-Belastung aus der Waldzerstörung. Bei Kahlschlägen und Brandrodungen entweichen nicht nur der im Holz gespeicherte Kohlenstoff, sondern auch klimawirksame Gase aus Humus und Böden. Abholzungen bergen aber noch viel mehr zerstörerisches Potenzial: So ist die

www.forestfinance.de

stoffreicher zu machen. „Das ist fahrlässig und sehr gefährlich“, sagt Goldammer, da die Feuer auf Wälder übergreifen. Viele Wissenschaftler aus den USA sehen im Klimawandel selbst eine Ursache für die häufigen Waldbrände Kaliforniens und warnen vor einem Teufelskreis: Wegen der Erwärmung und Trockenheit gerieten Wälder schneller in Brand, das dezimiere den Bestand, der Kohlendioxid aufnehmen könne. Der CO2Anstieg wiederum erwärme das Klima. Im April 2007 war er es auch für uns gefährlich „Der deutsche Feuerindex war dunkelrot", so Goldammer. Um das Risiko einzudämmen, gebe es aber viele Möglichkeiten: Die Wälder müssten aufgeforstet werden, da starke Regenfälle im Herbst und Winter sonst die Erde abtragen. Auch könnten kontrollierte Feuer im Winter das brennbare Material in den Wäldern vorbeugend reduzieren.

Rodung der Moorwälder in Südostasien eine doppelte Klimabelastung, meinen Experten des WWF. In den Torfschichten lagert weit mehr Kohlenstoff, als in den Bäumen selbst gespeichert ist. Durch Abholzung trocknen die Böden aus, die Brandgefahr steigt, wobei Schwelbrände sich in immer tiefere Torfschichten brennen. Bei der Anpflanzung von Plantagen auf diesen Böden tritt ein ähnlicher Effekt auf: Durch die künstliche Entwässerung werden immense Mengen an zuvor torfgebundenem Kohlendioxid frei, da sich

der Torf bei Luftkontakt langsam zersetzt. Aufforstung – vor allem von Monokulturplantagen – ist also keineswegs immer ökologisch sinnvoll. Man kann mit Bäumen auch das Klima schädigen und ganze Regionen verwüsten. Die klimafreundlichen Depots Die größten Speicher für Kohlenstoff sind ungenutzte Urwälder. Viele haben ihr Klimaxstadium erreicht und wirken nur noch als Speicher von CO2, aber nicht mehr als Senke (siehe Kasten auf Seite 10).

FF 11


Foto (2): C. Sommer-Guist

Titel

„Kein Ökosystem der Welt kann eine so große Zahl an Funktionen und Leistungen erbringen wie die Wälder.“ Michael Seiler, Ingolf Profft, CO2-Projekt der Thüringer Landesforstverwaltung

Wirtschaftswälder erreichen selten so hohe Kohlenstoffvorräte wie Urwälder, werden aber durch regelmäßige Nutzungen dauerhaft in einem Aufbaustadium gehalten und funktionieren so als CO2-Senken. Auch die Abholzung und Nutzung des Waldes trägt nicht automatisch zu einem Anstieg von CO2 bei. Es bleibt im Holz – in Möbeln, Holzhäusern und -fußböden – im Schnitt 21 Jahre lang gespeichert. Eine Prognose zeigt sogar, dass die Speicher im Wald in den kommenden Jahren zunehmen werden. Das liegt an der Altersstruktur und daran, dass der Baumzuwachs nicht komplett abgeschöpft wird. Die nachhaltige Nutzung eines Waldes kann also Emissionen wirksam verhindern. Überraschungen und alte Bekannte China forstet auf. Das überrascht. Brasilien und Indonesien hingegen sind die altbekannte Axt im Walde und holzen zusammen fünf Millionen Hektar Wald pro Jahr ab. Das entspricht der Häfte der gesamtdeutschen Waldfläche. Trotz der Aufforstung – auch in Spanien, Italien, den USA und Vietnam – hat sich in den letzten Jahren die Gesamtbilanz nicht verbessert: 2005 gab es einen Waldflächenverlust von über sieben Millionen Hektar. Pro Minute werden also immer noch zwei Fußballfelder-große Flächen Wald zerstört. Das tragische dabei: auch die USA oder Russland, die mit scheinbar guten Zahlen zu Wiederaufforstung aufwarten, tragen nicht wirklich positiv zur Kohlenstoffbilanz bei. Denn sie roden Naturwälder und

12 FF

ersetzen sie mit Plantagen. Die können mit der Leistung eines Urwaldes bezüglich CO2-Speicherung und Aufnahme nicht mithalten. Geschweige denn mit deren Biodiversität. Und blickt man hinter die Kulissen des Reiches der Mitte, dann findet man auch hier sehr viele Mono- sogar Monoklonkulturen, die mit einem Naturwald nichts gemein haben. Erst jüngst haben Chinesen wieder begonnen, Wälder mit einheimischen Bäumen anzupflanzen. Nordisches Grün heizt Klima ein Wälder der hohen nördlichen Breiten haben vermutlich eine andere Funktion im Klimasystem als Wälder der tropischen und gemäßigten Breiten. Dies zeigt eine Studie von Martin Claussen vom PotsdamInstitut für Klimafolgenforschung. Obwohl auch boreale Wälder der Atmosphäre CO2 entziehen, tragen sie nach den Modellrechnungen von Claussen zur Erwärmung der Atmosphäre bei. In den hohen nördlichen Breiten überwiegen in Bezug auf das Klima die physikalischen Effekte gegenüber den chemischen. In den Tropen ist dies umgekehrt. Martin Claussen erklärt diesen Effekt so: „Die flache Tundravegetation ist im arktischen Frühling und Frühsommer von Schnee bedeckt und damit erheblich heller als die Wälder der Taiga. Die dunkleren Waldoberflächen absorbieren mehr Sonnenstrahlung. Dies hat eine Erwärmung der Luft zur Folge, die bei einer Ausdehnung der Wälder nach Norden stärker ins Gewicht fallen würde als die Fähigkeit der Wälder, der Atmosphäre das Treibhausgas CO2 zu entziehen. Eine künstliche Bewal-

Am Waldessaume träumt die Föhre, Am Himmel weiße Wölkchen nur, Es ist so still, daß ich sie höre, Die tiefe Stille der Natur. Theodor Fontane (1819–1898)

dung in den hohen nördlichen Breiten könnte also zu einer Klimaerwärmung beitragen.“ Das ist der Grund warum ForestFinance in den Tropen Bäume pflanzt. Tropische Regenwälder Die Wälder der Tropen sind das artenreichste Ökosystem der Erde. Leider ebenso atemberaubend wie ihre biologische Viel-

www.forestfinance.de


Titel

falt sind auch Ausmaß und Geschwindigkeit ihrer Zerstörung. Ursprünglich bedeckten die Tropenwälder etwa elf Prozent der Landfläche unseres Planeten. Heute sind es nur noch sechs. Was fehlt, wurde fast ausschließlich in den letzten 30 Jahren vernichtet. Gegenwärtig werden jährlich um die 200.000 Quadratkilometer tropischer Regenwald unwiederbringlich zerstört, pro Minute 6.000 Bäume. Wenn es nicht gelingt, diese Entwicklung zu stoppen, wird der gesamte Bestand – bis auf wenige Nationalparks – in 30 bis 40 Jahren verschwunden sein (Quelle: Robin Wood).

30 Prozent der CO2-Belastung stammen aus der Waldzerstörung. Bei der Vernichtung von Wald entweichen auch andere klimawirksame Gase.

Nun hat es sich gewendet, das grüne Buchenblatt, nun hat es sich geendet, was mich erfreuet hat. Die Rose hat verloren die roten Blüten all, was du mir hast geschworen, es war ein leerer Schall. Hermann Löns (1866 – 1914)

Klima-Siegel Viele Deutsche wünschen sich mehr Informationen darüber, wie viel Kohlendioxidausstoß ein Produkt von der Herstellung bis in den Laden verursacht hat. Laut einer Studie vom Allgemeinen Informationsdienst Deutschland (aid) fordern knapp 70 Prozent die Einführung eines einheitlichen und verpflichtenden CO2-Siegels für Lebensmittel und andere Konsumgüter. Ein solches Siegel testet derzeit die britische Supermarktkette „Tesco“. In Zukunft sollen Konsumenten bei bis zu 70.000 Produkten genau ablesen können, welche Menge Klimaschadstoffe bei Produktion und Vertrieb entstehen. Zuständig ist der von der Regierung finanzierte „Carbon-Trust“, der allerdings bisher nicht offen gelegt hat, ob die CO2-Emissionen selbsttätig ermittelt werden oder nur auf die Angaben der jeweiligen Hersteller vertraut wird. Anders sieht das Siegel aus, das seit Oktober 2007 auch auf dem deutschen Markt ist: „Stop Climate Change“ gibt nicht an, wie hoch der CO2-Ausstoß ist, sondern kennzeichnet solche Produkte, die klimaneutral hergestellt wurden. Das heißt, der Hersteller hat den durch die Produktion verursachten Treibhausgasausstoß so weit wie möglich verringert und unvermeidbare Emissionen durch den Zukauf von Emissionsrechten neutralisiert. Das Zertifizierungsverfahren für dieses Siegel hat die AgraTeg GmbH, ein Start-up-Unternehmen der Universität Göttingen, entwickelt. „Die meisten Systeme haben bisher nur die Transporte berücksichtigt, aber keine Faktoren wie Produktion, Lagerung und Verpackung,“ erklärt Jörg Heinzemann, der maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. Bei „Stop Climate Change“ soll dagegen „jedes Detail von der Aussaat bis zum Einkaufskorb“ erfasst und „alle klimarelevanten Treibhausgase“, also neben Kohlendioxid auch Methan oder Lachgas, gemessen werden, so Heinzemann. Als erstes Produkt dürfen die Bananen eines Biofruchthändlers das Siegel tragen.


Titel

das malaysische Tropenholzzertifikat für die öffentliche Beschaffung anzuerkennen. Dieses Siegel wird von Ureinwohnern und Umweltorganisationen aus aller Welt scharf kritisiert. Auch Ölpalmenplantagen expandieren immer weiter in Südostasien. Wertvolle Wälder werden gerodet und zu Monokulturen umgewandelt. Für die verheerenden Waldbrände, die immer wieder in Indonesien wüten, sind häufig Palmölproduzenten mitverantwortlich. Vielfach lassen sie die Feuer legen, um im Anschluss Plantagenflächen anlegen zu können. Die Folgen für die Menschen vor Ort sind fatal, denn die Zerstörung der Wälder entzieht ihnen ihre Lebensgrundlage. Unzählige Pflanzen- und Tierarten sind bedroht, um die wachsende Nachfrage aus dem Ausland zu befriedigen. Unsere Republik gehört dabei zu den Hauptabnehmern. Palmöl wird in einer Vielzahl von Produkten –

Caspar David Friedrich (1774–1840) gilt als einer der bedeutendsten Maler der Romantik. Er hatte den Ruf, sehr introvertiert, weltscheu, naturverbunden und religiös zu sein. „Warum, die Frag’ ist oft zu mir ergangen, wählst du zum Gegenstand der Malerei so oft den Tod, Vergänglichkeit und Grab? Um ewig einst zu leben, muss man sich oft dem Tod ergeben.“

Bild: Caspar David Friedrich

Zerstörung für Papier, Möbel und Öl Die Gewinnung von Zellstoff für die Papierproduktion spielt nach wie vor eine erhebliche Rolle für die weltweite Zerstörung der Wälder. Dafür wird jeder fünfte eingeschlagene Baum verwendet. Auch auf dem deutschen Markt wird Papier angeboten, dass aus dem Holz tropischer Wälder produziert wird. Ein weiteres Beispiel für die sinnlose Zerstörung von Tropenwäldern sind die Gartenmöbel in hiesigen Baumärkten und Kaufhäusern. Obwohl es praktisch gleichwertige Alternativen gibt, werden Möbel aus Kahlschlag und Raubbau verramscht. Selbst wenn auf den Etiketten „Keine Schädigung des Regenwaldes“ steht, besteht für die Käuferinnen und Käufer keine Gewissheit, dass diese Beteuerungen stimmen. Robin Wood hat gerade bei Möbeln aus angeblichem Plantagenholz sehr oft Öko-Lügen und Pseudo-Gütesiegel aufgedeckt. Aufgrund zahlreicher Aktionen haben viele große Unternehmen ihre Einkaufspolitik auf den Prüfstand gestellt. Aber Deutschlands Kommunen beteiligen sich immer noch ungeniert am Raubbau der Regenwälder. Hamburg ist dafür ein besonders unrühmliches Beispiel. Im Jahr 2002 wurde Tropenholzparkett ungesicherter Herkunft im Kongresszentrum verbaut und nun hat die Wirtschaftsbehörde sogar vorgeschlagen,


Titel

von Lebensmitteln bis hin zu Kosmetika – verwendet. Finanziert werden die Ölpalmenplantagen auch durch deutsche Banken (Quellen: Robin Wood, WWF). Das ist das Ende der Romantik. Auch wenn die Menschen vor vielen hundert Jahren begannen, den Wald und alle anderen natürlichen Ressouren zu nutzen, geschah das noch nie in so einem schonungslosen Ausmaß wie heute. Gelingt es uns nicht, dieses selbstzerstörerische Verhalten aufzuhalten, dann folgen dem Ende vieler historischen Ären das Ende vieler Arten. Unserer inklusive.

Zum Vertiefen, Surfen und Agieren http://gedichte.xbib.de/_Wald_gedicht.htm Gedichte zum Thema Wald – Romantisches und Tragisches, von Arndt bis Rilke – mit diesem Link werden Sie sie finden.

http://www.klima-sucht-schutz.de Die Kampagne „Klima sucht Schutz“ motiviert, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen und dabei Geld zu sparen – mit interaktiven Ratgebern zum Energiesparen, Heizspiegeln zum regionalen Vergleich der Heizkosten, einem Quiz zum Klimaschutz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik. http://www.climatehotmap.org Hier finden Sie eine Weltkarte mit Informationen zum Klimawandel. Sie können fast jeden Ort der Welt anklicken und lesen, wie sich das Klima da entwickelt hat. http://movies.universal-pictures-international-germany.de/ eineunbequemewahrheit/ait_live Das ist die offizielle Seite zum Film von Al Gore: Eine unbequeme Wahrheit („An Inconvenient Truth“). In dem Dokumentarfilm führte Davis Guggenheim Regie und der ehemalige US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat Al Gore erklärt eindrücklich die globale Erwärmung. Der Film hatte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival 2006. Er erhielt als erster Film seit zehn Jahren einen Special-Humanitas-Preis für seine besonders gelungene Botschaft an die Menschheit. Des Weiteren gewann er die Oscars 2007 als bester Dokumentarfilm und für den besten Song, „I need to wake up“ von Melissa Etheridge. Al Gore / Davis Guggenheim: Eine unbequeme Wahrheit, DVD, 93 Minuten Spieldauer, € (D) 9,95, Paramount Home Entertainment, 2007

www.forestfinance.de

Lektüre für Wetterfreunde „So ist die Wende noch zu schaffen“ meinen Toralf Staud und Nick Reimer und stellen elf konkrete Projekte vor – allesamt möglich und machbar. Mit ihnen kann der deutsche KohlendioxidAusstoß bis 2020 etwa halbiert werden. Außerdem zeigen sie, was jeder selbst tun kann: als Konsument und als Wähler, als Häuslebauer und Urlauber. Toralf Staud/Nick Reimer: Wir Klimaretter – So ist die Wende noch zu schaffen, 320 Seiten, € (D) 8,95, KiWi Köln, 2007, ISBN 978-3-462-03908-5

Für Skeptiker und alle, die solchen mit guten Argumenten begegnen wollen, empfehlen wir das Buch „Klimawandel – Was stimmt?“ Geschrieben hat es Hartmut Graßl, der als einer der ersten Wissenschaftler vor den Gefahren des Klimawandels warnte. Der studierte Meteorologe und Physiker arbeitete bis zu seiner Emeritierung als Professor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und hat sich als Politikberater und Leiter des Weltklimaforschungsprogramms der UN einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Hartmur Graßl: Klimawandel – Stimmt das?, 128 Seiten, € (D) 7,90, Herder Freiburg, 2007, ISBN 978-3-451-05899-8

Blitz und Donner zu schleudern war ein Vorrecht der Götter, und Petrus schickte Regen und Sonne, wie es ihm gefiel. Viele Jahrhunderte funktionierte das ganz gut ohne menschliche Beteiligung. Als die ins Spiel kam, wurden die Karten neu gemischt. Wie? Das lesen Sie am besten bei Wolfgang Behringer nach. Er führt Sie in die historische Klimaforschung ein, begleitet Sie vom Mittelalter bis heute und zeigt Ihnen die Zusammenhänge zwischen Kultur und Klima. Wolfgang Behringer: Kulturgschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung, 352 Seiten, € (D) 22,90, C.H.Beck München, 2008, ISBN 978-3-406-52866-8

FF 15


Titel

Das große Schachern Emissionshandel – Hintergründe und Erklärungen

Foto: Bundesumweltministerium

Mit Kohlendioxid lässt es sich prima Handeln. Vor allem wenn man Rechte und Zertifikate dafür geschenkt bekommt. Was kostet CO2 aber tatsächlich und wer muss diesen Preis bezahlen, um das Klima zu retten?

2005 feierte die EU die „Lösung des Klimaproblems“. Warum? Gute Frage! Sie führte den Emissionshandel ein. Die Idee war ebenso schlicht wie ergreifend: Wenn ein Unternehmen Kohlendioxid an die Umwelt abgeben will, muss es sich das Recht dafür erwerben. Diese Emissionsrechte gibt es in Form von Zertifikaten, wobei jedes Zertifikat die Ablagerung einer Tonne CO2 erlaubt. Die EU-Kommission legt jährlich fest, wie viel Treibhausgas in die Atmosphäre abgeleitet werden darf und vergibt jedes Jahr weniger Zertifikate, was zu einer Verringerung der Emissionen führen soll. Und so heißt es seit nunmehr zwei Jahren: CO2-Kapitalisten aller Länder vereinigt euch! Denn Unternehmen können ihre Zertifikate untereinander tauschen sowie ver- und abkaufen. Emissionen, Visionen und Illusionen Die Idee stammt ursprünglich von Roald Chase, einem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler. Staat und Wirtschaft schaffen ein System – so der Plan –, in dem die Politik über die Menge der Zertifikate bestimmt und sie an die Unternehmen verteilt. Der Markt wiederum reguliert den Preis der Zertifikate. Denn benötigt eine Firma mehr als die ihr zugewiesenen, kann sie diese an den Börsen handeln. „Dem Haken am System kommt man mit Ernst Ulrich von Weizsäcker auf die Spur“, schreiben die Klimaexperten Staud und Reimer: „Der Ökologieprofessor fordert, dass der Preis eines Produktes die volle wirtschaftliche und ökologische Wahrheit aussagen müsse. Ein Zertifikat für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid

16 FF

www.forestfinance.de


Titel

kostete im April 2006 27 Euro, zwölf Monate später aber nur noch 70 Cent.“ Und sie fragen sich: „Zwei Preise, für dasselbe Kohlendioxid mit denselben erderwärmenden Eigenschaften?“ Die Antwort liegt im Marktsystem, geprägt von Angebot und Nachfrage, gepaart mit der Macht der Wirtschaftslobbyisten. Sie hatten beim Start des Emissionhandels den Staat überreden können, sehr viele Zertifikate zu verteilen. Die Umweltjournalisten Staud und Reimer meinen „Die deutsche Wirtschaft zum Beispiel bekam mehr Verschmutzungsrechte, als sie überhaupt Kohlendioxid erzeugt.“ Und nicht nur das. Während der Staat die Zertifikate großzügig verschenkte, schlug die Industrie die Kosten der Zertifikate, die sie nie hatte, auf ihre Preise drauf. Ein lukratives Geschäft – bloß nicht fürs Klima. Der Preis für unser Leben … … lässt sich tatsächlich berechnen. Zumindest wenn es um CO2 geht. „Carbon pricing“ heißt eine realistische weil handel- und handhabbare Alternative zum Emissionshandel. Nicholas Stern, ehemaliger Chef-Ökonom der Weltbank empfiehlt sie – sowie einen konkreten Preis für Kohlendioxid, den man beispielsweise als Steuer auf kohlenstoffintensive Güter und Dienstleistungen erheben könnte. Das könnte Menschen – Unternehmer wie Verbraucher – veranlassen, damit sparsamer umzugehen. Oder auch nicht. Ein sehr wahrscheinlich besser funktionierendes „Carbon pricing“ wäre ein privates CO2-Konto, wie es sich David Flemming, ein Mitbegründer der britischen Grünen, ausgedacht hat. Staud und Reimer präsentieren es so: „Jeder Bürger erhält ein Kohlendioxid-Konto mit einem freien Zertifikate-Budget, zum Beispiel für 4000 Kilogramm pro Jahr. Wer mehr ausstoßen will, muss sich die nötigen Zertifikate kaufen – bei seinem energiesparenden Nachbarn (oder dehnt man das System auf die Welt aus, zum Beispiel bei einem Bauern in Afrika, der ebenfalls ein Budget von vier Tonnen hat, aber weniger als eine Tonne emittiert). Wer weniger verbraucht, kann überschüssige Zertifikate verkaufen und so Geld verdienen. Er kann sie aber auch ansparen, zum Beispiel für eine geplante Flugreise, oder ganz ‘stilllegen’, also auf den Ausstoß verzichten und dadurch freiwillig das Klima entlasten.“ Der britische Umweltminister ließ dieses Modell von Experten auf seine Machbarkeit prüfen. Sie ließen ihn wissen, dass es etwa fünf Jahre brauche, um es stabil und betrugssicher umzusetzen. Auch in Deutschland wäre der Aufwand niedriger als die Verwaltung der 300 Millionen Zertifikate, die allein in den letzten zwei Jahren von der Deutschen Emissionshandelsstelle in Berlin durchgeführt wurde. Dafür müssten lediglich alle Bürger, Produzenten und Verbraucher bei jedem Einkauf auch die Energie mitbezahlen, die bei der Herstellung anfiel. Die Vision im Buch „Wir Klimaretter“: „An der Tankstelle zum Beispiel wären künftig neben dem Preis für jeden Liter Benzin 2,3 Kohlenstoff-Punkte

www.forestfinance.de

Der Emissionshandel könnte dem Tropenwald schaden Die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern hat ergeben, dass der Emissionshandel nach dem Kyoto-Protokoll für einige Länder in Tropenregionen keinen Anreiz bietet, ihren Bestand an intaktem Regenwald zu erhalten. Die Studie, die in der August-Ausgabe 2007 von Public Library of Science Biology erschienen ist, geht von elf Ländern aus, die zu mehr als 50 Prozent von Tropenwald bedeckt sind und deren Abholzrate gleichzeitig als sehr gering eingestuft wird. Dazu zählen unter anderem Panama, Peru und Belize. Immerhin 13 Prozent des intakten Regenwaldes fallen auf die Staatsgebiete der elf Staaten ab. Da in diesen Ländern sowieso sehr wenig Rodung betrieben wird, könnten sie kaum Gewinn aus Emissionsrechten erhalten, die sie durch Reduzierung der Abholzung verkaufen dürften. Da diese so genannten HFLD-Länder („High forest cover – low deforestation rate“) außerdem schon zu einem großen Teil von Regenwald bedeckt sind, ist der Erhalt von Subventionen zur weiteren Aufforstung ebenfalls nicht lukrativ. Emissionshandel würde sich, so die Studie, für die HFLD-Länder erst lohnen, wenn sie ihre Abholzrate erhöhten, um dann wiederum Gewinn aus Abholzungsminderung und Wiederaufforstung zu ziehen. Daher schlagen die Wissenschaftler vor, ein Modell für präventiven Handel mit Emissionsrechten einzuführen. Somit würden die elf Länder CO2-Zertifikate dafür erhalten, dass sie große Regenwald-Flächen besitzen und erhalten – also CO2 aus der Atmosphäre binden. Diese Zertifikate könnten sie dann gewinnbringend verkaufen, wenn sie ihren Regenwaldbestand nicht dezimieren. Die Studie besagt, dass bei einem Preis von zehn Dollar pro Tonne Kohlendioxid im Optimalfall Emissionsrechte im Wert von 1,8 Milliarden Dollar an die HFLD-Staaten abgegeben werden könnten.

(Kop) zu zahlen. Einmal Volltaken? ‘Macht 63,50 Euro und 115 Kops’, sagt der Kassierer.“ Denkbar wäre in diesem Modell auch der Erwerb von CO2-Zertifikaten im Zusammenhang mit nachhaltigen Investitionen. Dann könnte jeder Bäume und ganze Wälder kaufen und damit nicht nur Geld verdienen, sondern auch sein CO2-Konto auffüllen oder ausgleichen. Ein konkreter Anreiz was Gutes für sich und gleichzeitig auch fürs Klima zu tun.

FF 17


Foto: wikipedia.de

-ANZEIGE-

Auswandern? OKPanama! Für ein Investment von 32.500 Euro in ökologische Aufforstung erteilt der Staat Panama ein Dauer-Visum. Nach einigen Jahren besteht sogar die Möglichkeit, die panamaische Staatsbürgerschaft zu erlangen.

5 gute Gründe für OKPanama: • Attraktives Land mit US-Dollar als Währung.

Karibische See Panama City

• Circa 7 % prognostizierte Rendite durch Holzverkäufe, Emissionszertifikate etc.

David

Las Palmas Santiago

• Erträge aus Aufforstung sind in Panama steuerfrei. • Unser Forstdienstleister ist als „bestes Forstinvestment in Lateinamerika“ bewertet worden. • FSC-zertifizierte Aufforstung steht für Umweltund Klimaschutz. • ForestFinance bietet umfassende Beratung und Begleitung der Auswanderung.

Darien

Panama Las Tablas

Pazifik

Zwischen den beiden großen Weltmeeren gelegen: Panama. Geschätzt auch zunehmend bei Europäern wegen seiner Sicherheit und stabilen Entwicklung.

Broschüre bestellen oder online informieren unter www.okpanama.de

18 FF

www.forestfinance.de


Foto: ForestFinance

-ANZEIGE-

Die Natur zahlt die Rendite. Mit dem WaldSparBuch Baum für Baum zum eigenen Wald!

• Ab 2.400 € (oder 12 x 240 €) 1.000 m² FSC-zertifizierter Forstbesitz.

• Prognostizierte 8,4 bis 9,4% Rendite.

• Risikominimierung durch unsere Rückkauf-Garantie.

• Neuer Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen.

• Erste Auszahlung nach fünfzehn Jahren.

• Klimaschutz durch Aufforstung. „Für mich war maßgeblich die überprüfbare Seriosität des ForestFinance-Angebotes kombiniert mit Umweltschutz. Deswegen werde ich auch ein WaldSparBuch erwerben.“ Peter Rütter, Rechtsanwalt

www.forestfinance.de

Broschüre bestellen oder online informieren unter www.waldsparbuch.de

FF 19


Vertragsnummer WSB-

-200

/

/ Kundennummer

Alle grau unterlegten Flächen bitte nicht ausfüllen, Daten werden von ForestFinance eingetragen.

-Vertrag über Grundstückspacht sowie Forstverwaltungsdienstleistungen zwischen ForestFinance S.A. Gesellschaft panamaischen Rechts, mit Sitz in Casa Testa, Avenida A, Panama City, Panama und deren Muttergesellschaft Forest Finance Service GmbH, Deutschland mit Sitz in Bonn (im Folgenden ForestFinance). Vertreten durch deren Geschäftsführer Harry Assenmacher, ansässig in D-53119 Bonn, Eifelstraße 20

und (im Folgenden: der/die Pächter/Auftraggeber) 1. Vorname Name

2. Vorname Name (optional)

volljährig und geboren am 1.

wohnhaft in

2.

1. Land/PLZ/Ort, Straße, Hausnummer

2. §1

Land/PLZ/Ort, Straße, Hausnummer

Grundstückspacht

 Ja, ich erwerbe inkl. Pacht und Forstdienstleistung Anzahl der WaldSparBücher  1 WSB 1.000 m2  2 WSB 2.000 m2  3 WSB 3.000 m2  4 WSB 4.000 m2  5 WSB 5.000 m2 a)

Preis bei Einmalzahlung  2.400 Euro  4.700 Euro  6.900 Euro  9.000 Euro  11.000 Euro

Oder aber 12 Monatsraten á  240 Euro  432 Euro  615 Euro  790 Euro  957 Euro

Anzahl der WaldSparBücher  6 WSB 6.000 m2  7 WSB 7.000 m2  8 WSB 8.000 m2  9 WSB 9.000 m2  10 WSB 10.000 m2

Preis bei Einmalzahlung  12.900 Euro  14.700 Euro  16.400 Euro  18.000 Euro  19.500 Euro

Oder aber 12 Monatsraten á  1.115 Euro  1.265 Euro  1.407 Euro  1.540 Euro  1.665 Euro

ForestFinance S.A. verpachtet an den/die Pächter/Auftraggeber das Grundstück/die Grundstücke

Vertragsnummer WSB-

-200

/

gelegen in der Republik Panama

b)

Der Pächter/Auftraggeber leistet Zahlungen und schließt diesen Vertrag entsprechend den AGB von ForestFinance ab.

c)

Nach Eingang der Anzahlung/Zahlung beauftragt ForestFinance S.A. ein Vermessungsbüro mit der genauen Bestimmung der Lage und Vermessung des Grundstücks. Die Kosten hierfür trägt ForestFinance S.A. und sind im Pachtpreis enthalten. Dem Pächter/Auftraggeber ist bekannt, dass diese Vorgänge auf Grund der Komplexität des technischen Vorganges mehrere Monate in Anspruch nehmen können. ForestFinance S.A. wird dem Pächter/Auftraggeber die GPS-Daten und eine Vermessungskarte seines Pachtgrundstücks unverzüglich nach Erhalt zustellen.

d)

Die ForestFinance S.A. garantiert dem Pächter/Auftraggeber eine Rückkaufpflicht durch die ForestFinance S.A. ab dem Jahr 4 nach Vertragsabschluss zu fixen Rückkauf-Konditionen. Die detaillierte Rückkaufwert-Tabelle befindet sich auf der Rückseite dieses Vertrags und ist Vertragsbestandteil.

§2 Forst- und Verwaltungsdienstleistungen Der Pächter/Auftraggeber beauftragt ForestFinance S.A. gemäß der allgemeinen Geschäftsbedingungen der ForestFinance Gruppe mit der Durchführung der in den AGB (Stand 9/2007) aufgeführten Forst- und Fachdienstleistungen.

§3 AGB Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der ForestFinance Gruppe (Stand 9/2007) sind Grundlage und Bestandteil dieses Vertrages.

Unterschrift ForestFinance Gruppe

Unterschrift des/der Käufer(s)

Ort und Datum

X X

Ort und Datum

1. 2. Harry Assenmacher, Geschäftsführer ForestFinance S.A.

Dieses Angebot ist ab dem 20 FF

.

.

Unterschrift/en Käufer

gültig für 14 Tage. www.forestfinance.de


Foto: ForestFinance

Holz wird als Rohstoff immer begehrter, was die Preise steigen lässt.

Holz ist Gold wert Basics – Holzwirtschaft

Edelhölzer zu Parkett

Kernholz im Trend

Weltweit werden jährlich mehr als drei Milliarden Kubikmeter Holz geerntet. Erfahrungsgemäß muss noch einiges an lokaler „Klein“-Nutzung, die von Statistiken nicht erfasst wird, hinzugerechnet werden. Dieses Volumen ist seit vielen Jahren annähernd gleichbleibend, wobei zunehmend mehr Holz verbrannt als stofflich, zum Beispiel als Baustoff, genutzt wird. In der Holzwirtschaft hat die Globalisierung längst stattgefunden. Wurde noch vor 50 Jahren überwiegend Rundholz gehandelt, ist die Produktion von Halbwaren oder zunehmend auch von Fertigprodukten in die Holzursprungsländer verlagert worden. Die größten Handelsströme liegen innerhalb Nordamerikas – und fließen da von Kanada in die USA – und innerhalb Europas. In Asien wird zwar noch Rundholz gehandelt, zunehmend investiert die Industrie aber auch hier, wegen der niedrigeren Lohnkosten, in die Weiterverarbeitung, sodass verstärkt Produkte statt Rohholz auf dem Markt sind. Der kontinentübergreifende Handel entwickelt sich zwar stark, ist aber verglichen mit dem inneramerikanischen oder innereuropäischen Handel noch gering. In der Holzbilanz Deutschlands zeigt sich, dass der rechnerische Verbrauch in den letzten 15 Jahren stark gestiegen ist. Holz ist hierzulande ein wertvoller Rohstoff, der vor allem in der Bau-, Möbel- sowie Papierund Zellstoffindustrie genutzt wird. Die zurzeit günstige Wirtschaftsentwicklung führt zu einer steigenden Nachfrage und entsprechend guten Rohholz-Preisen.

Der Fußbodenhersteller Floorworks und das Aufforstungsunternehmen Futuro Forestal, Kooperationspartner von Forest Finance, arbeiten seit mehr als einem Jahr erfolgreich zusammen. Unser Forstpartner verkaufte seine erste Holzernte an den kanadischen Hersteller von hochwertigen Designer-Fußböden, Floorworks. Es handelt sich um FSC-zertifizierte Teak- und Zapatero-Edelhölzer, die aus sieben bis zehn Jahre alten tropischen Forsten stammen. Floorworks kaufte zunächst 100 Kubikmeter Rundholz, um eine neue Produktlinie zu entwickeln und damit seine Kollektion luxuriöser Holzfußböden zu vergrößern. Floorworks will den Anteil FSC-zertifizierter Hölzer in seiner Produktpalette ausbauen. Besonders erfreulich ist die Langfristigkeit des Engagements der Kanadier: Floorworks will nicht nur nachhaltig erwirtschaftete Rohstoffe verwenden, sondern zukünftig auch Flächen aufforsten lassen, um CO2Emissionen zu neutralisieren, die bei der Produktion der Fußböden entstehen. Brian Greenberg, Geschäftsführer von Floorworks, betont die gesellschaftliche Verantwortung seines Unternehmens und erklärt: „Wir wollen auch weiterhin zum Beispiel FSC-zertifizierte Produkte unterstützen, die nach ökologisch-nachhaltigen und sozialen Kriterien erstellt werden.“ Wie diese und alle anderen Angebote von Floorworks aussehen, können Sie sich auf www.floorworks.net ansehen.

Hölzer mit ausgeprägtem Kernholz liegen im Trend. Ihre extravagante Optik verleiht Möbeln das gewisse Etwas, meldet der Holzabsatzfonds, die zentrale Marketingeinrichtung der deutschen Forst- und Holzwirtschaft. Natürlichkeit, Ästhetik, Lebendigkeit – all das vereint die Maserung einer Holzoberfläche in sich. Dunkler Kern, helles Splintholz – so lieben es die Möbelbauer und so schafft es die Natur: Jeder Baumstamm besteht aus mehreren Schichten. Die äußerste ist die Rinde, die innerste das Kernholz, dazwischen liegt das Splintholz. Alle Schichten haben unterschiedliche Funktionen. Die Rinde bietet Schutz, das Splintholz dient zur Wasserspeicherung und -leitung und das Kernholz trägt wesentlich zur Stabilität des Baumes bei. Kernholz wird von fast allen Baumarten ausgebildet und besteht aus abgestorbenen Holzzellen des Splintholzes. Wenn zusätzlich Gerbstoffe und Harze eingelagert werden, verdunkelt sich der Kern. Die Zeiten, in denen Holz mit verfärbtem Kern als Mangelware angesehen wurde, sind lange vorbei. Inzwischen ist es sehr gefragt, denn die individuelle Färbung des Kerns, die ein Möbelstück einzigartig macht, entsteht erst nach vielen Jahren. So bildet sich beispielsweise bei der Buche in der Regel erst nach 140 Jahren Wachstum das rötliche Kernholz.

www.forestfinance.de

FF 21


Waldwirtschaft

„La Posta“ – nicht nur chick, auch www.co2ol.de „Jeder sollte sich bewusst sein, was er der Umwelt mit seinen alltäglichen Aktivitäten antut und dafür selbst die Verantwortung übernehmen – anstatt nur darauf zu warten, dass Regierungen und Wirtschaftsbosse den Weg angeben“ meint David Henesy, Eigentümer der ersten zwei CO2-neutralen Restaurants in Panama und ganz Lateinamerika.

David Henesy, erfolgreicher Gastronom mit über 30 Jahren Erfahrung, Top-Restaurants im New Yorker „Sex and the City“-Stadtteil Manhattan und in vielen Ländern Mittelamerikas, eröffnete vor zwei Jahren das „La Posta“ in Panama City. In kurzer Zeit wurde sein Haus das am besten besuchte und am höchsten gelobte des Landes. Die Erklärung dafür fällt leicht: eine perfekte Kom bination exquisiter Küche, frische Zutaten aus Bio-Anbau und vernünftige Preise. Aber das „La Posta“ ist mehr als das – im liebevoll restaurierten alten Haus, umgeben von tropischen Bäumen und Pflanzen, fühlt sich jeder willkommen. Erst recht wenn David Henesy oder seine Frau Carolina Rodríguez sich an den Tisch gesellen und je-

Fotos (3): Marc de Banville/ForestFinance

Wenn Sie mal in der Gegend sind, finden Sie die beiden in der Calle Uruguay, Bella Vista, Panama City und online unter www.lapostapanama.com.

den wie einen guten alten Freund begrüßen. Gleich nach der Eröffnung des Restaurants hörte David von CO2OL und gemäß seiner Lebensphilosophie „think global, act local“ machte er aus der hübschen alten Post das erste CO2-neutrale Restaurant Lateinamerikas. „Das war das Geringste, was wir tun konnten“ erklärt er und: „Wir haben uns für CO2OL nicht aus Marketinggründen entschieden! Umso überraschter waren wir, wie positiv unsere Kunden und die Presse darauf reagiert haben.“ Jetzt eröffnen David und Carolina ein neues Restaurant. Ob das auch co2ol wird? „Ganz bestimmt! Ebenso wie unser Haus“ meint das sympathische Paar aus Panama.

22 FF

www.forestfinance.de


Foto: Marc de Banville/ForestFinance

Boomtown PanamaCity – überall wird gebaut, jedes Fleckchen Land als Baugrund genutzt.

„Panama – viel mehr als ein Kanal“ Der viel bemühte Werbeslogan verwundert nicht – bei über 120.000 Quadratmeter Landesfläche. Obwohl sicher der bekannteste Landesteil und wirtschaftlich am wichtigsten, ist die Abkürzung für Handelsschiffe längst nicht alles, was diese winzige Landenge zu bieten hat. Wenn ich das Land mit einem Wort beschreiben sollte, wäre das „Vielfalt“. Welche Vielfalt? Nun, jede! Wer den Pazifik zu rau findet, fährt wenige Stunden und ist in der Karibik – Sandstrand und kristallklares Meer inklusive. Gelangweilt von jungfräulichen Buchten? Kein Problem: Wie wär’s mit Gebirge, Regenwald, Savannen oder Wolkenkratzern in Panama City. Wer sich daran satt gesehen hat, besucht San Blas Island, wo Kuna Indianer immer noch wie vor 200 Jahren leben. Aber das Beste in Panama sind die Offenheit, Freundlichkeit und der Optimismus der Einwohner. Diese junge Nation – der Altersdurchschnitt liegt bei 26 Jahren – kämpft seit dem Rückzug der US-Amerikaner 1999 darum, nicht als deren rückständiges Stauwasser zu enden. Mit Erfolg. Jetzt schon gilt Panama als Schweiz oder Hong Kong Lateinamerikas. Die Wirtschaftskommission der UN für Mittelamerika, die Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL/ ECLAC), rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 8,5 Prozent im letzten Jahr und 7,5 Prozent 2008. Die Experten sind überzeugt, dass Panamas Wirtschaft die erfolgreichste der Region sein wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigt diese Sicht. Wachsendes Vertrauen in die Stabilität

www.forestfinance.de

Panamas und steuerliche Anreize für Investoren locken Ausländer ins Land, die sich hier ansiedeln oder ihr tropisches Rentnerparadies schaffen. Und so boomt auch der Immobilienmarkt. An jeder Ecke wird gebaut – Familienhäuser, Apartmentblocks und Bürohäuser schießen wie Pilze aus dem Boden. Ein Wunder ist das nicht: Das Land hat den internationalen Handel konsequent gefördert, verfügt über die größte Freihandelszone der westlichen Hemisphäre und nicht zu vergessen den Kanal. Der ist für den wirtschaftlichen Erfolg von großer Bedeutung und so investiert das Land gerade 5,2 Millionen US-Dollar in seinen Ausbau. Noch mehr gigantische Containerschiffe sollen ihn passieren und die jährlichen Einnahmen von momentan einer Billion USDollar in 20 Jahren verfünffachen. Die Schattenseiten? Die enorme Kluft zwischen Arm und Reich: 40 Prozent der Einwohner haben gerade genug um zu überleben. Sie treffen die steigenden Lebenshaltungskosten, die mit dem wirtschaftlichen Wachstum einhergehen, am härtesten. Dennoch sind viele Panamaer stolz auf ihre neue Rolle als „global player” und fordern von ihrem Land, sich entsprechend zu

organisieren: Anti-Korruptions-Maßnahmen, Bildung und Ökologie sind die Themen der Zeit. Holzwirtschaft auch. Die Wiederaufforstung beschert dem Land wirtschaftlichen Erfolg und junge Wälder – aber leider auch viele Gefahren. So missbrauchen viele Investoren die Fördermittel des Landes und pflanzen riesige Teak-Plantagen an. Nicht nur, dass Teak keine einheimische Pflanze ist, die Blätter sind so sauer, dass sie sobald sie den Boden berühren ihn für einheimische Pflanzen unfruchtbar machen. ForestFinance baut zwar auch in seinen Mischforsten zum Teil Teak an, hat aber eine Methode entwickelt, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt gering zu halten. Dazu gehören eben die Anpflanzung in einem naturnahen Mischwald, eine intensive Einzelbetreuung der Bäume sowie sorgfältig ausgesuchte Standorte. Panama – ein Land im Auf- und Umbruch, tropisch, paradiesisch, voller Vielfalt, aber definitiv keine Bananen-Republik! Seine Bewohner arbeiten hart für ihren Erfolg und scheinen momentan auf dem richtigen Weg zu sein. Lada Winter, Repräsentantin ForestFinance in Panama

FF 23


Waldwirtschaft

Die Axt im Walde: Procter & Gamble & Aracruz … Wie lange noch mit Tempo gegen den Regenwald? Ein Bericht von Robin Wood e.V., der sich seit 1982 für die Umwelt und Menschen einsetzt

Um auf ihre Protestaktion aufmerksam zu machen, gestaltete Robin Wood die bekannte Papiertaschentuch-Packung um. Foto: Fotomontage von Robin Wood

24 FF

2007 war es eine der Topmeldungen der Wirtschaftsticker: Der US Konsumgüterriese Procter&Gamble (P&G) verkauft sein Hygienepapier- und Taschentuchgeschäft an den schwedischen SCA-Konzern (Svenska Cellulosa Aktiebolaget). SCA erwirbt mit diesem Deal vor allem die Taschentuchmarke Tempo aber auch fünf Produktionsstätten von P&G, darunter das Tempo-Werk in Neuss. Zum Kaufpaket gehören außerdem die europäischen Lizenzrechte für die Marken Charmin-Toilettenpapier und BountyKüchenrollen. Erste Signale aus der Konzerführung deuten darauf hin, dass SCA nach Übernahme des Tempo-Werks im Laufe dieses Jahres auf Zellstoff des Skandal-Unternehmens Aracruz-Celulose aus Brasilien für die Tempo-Produktion verzichten wird. Dies wäre aus Sicht von ROBIN WOOD ein notwendiger Schritt, damit der Konzern seine eigenen Umweltstandards erfüllt. Proteste mit Tempo ROBIN WOOD hat seit 2005 mit zahlreichen Aktionen, Briefen und Gesprächen Druck auf P&G ausgeübt, den Zellstoff für die TempoTaschentücher nicht mehr bei Aracruz-Celulose zu kaufen. Zur P&G-Hauptversammlung ist das Tempowerk in Neuss deshalb zwei Tage lang belagert worden. Hintergrund der Proteste von ROBIN WOOD ist, dass Aracruz sich in den siebziger Jahren während der brasilianischen Militärdiktatur widerrechtlich Indianerland angeeignet und zehntausende Hektar Regenwald zerstört hatte, um dort riesige EukalyptusMonokulturen anzupflanzen. Bis heute verweigert Aracruz die Rückgabe von 11.000 Hektar Land an die Tupinikim- und Guarani-Indianer. Auch die afrikanischstämmigen Quilombolos be-

schuldigen Aracruz des Landraubs und wollen ihr Territorium zurück haben. Das alles soll jetzt mit dem neuen Eigentümer SCA besser werden. Der schwedische Konzern versucht sich als verantwortungsvoller Papierproduzent zu platzieren. Zum einen unterhält er eine Kooperation mit der Umweltschutzorganisation WWF bei der Recyclingmarke „Danke“. Darüber hinaus finden sich auf der SCA-Website gleich mehrere Hinweise, dass ökologische und soziale Kriterien eine zentrale Rolle bei der Rohstoffbeschaffung spielen. Unter anderem heißt es dort, dass SCA keinen Rohstoff aus Gebieten bezieht, in denen es Landkonflikte mit Ureinwohnern gibt. Das kann nur zur Folge haben, dass Aracruz als Zellstofflieferant nach der Übernahme nicht mehr in Frage kommt. Schwedisches Gardemaß Gegenüber ROBIN WOOD hat sich SCA vage geäußert. Sein Statement lässt aber die Vermutung zu, dass Tempo bald ohne Zellstoff von Aracruz auf den Markt kommen wird: „SCA will apply the fresh fibre sourcing policy once we have control of the P&G units in September. It will take some time go through their current suppliers and if needed phase out the ones that do not comply with the policy.“ Dadurch werden Tempos noch lange keine Ökoprodukte, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus hat SCA noch jede Menge Hausaufgaben zu bewältigen. Es bleibt unklar aus welchen Quellen SCA seine Produktion versorgt. Ebenso wie P&G setzt SCA bei der Herstellung seiner Hygienepapiere EukalyptusZellstoff ein, um die Produkte besonders flauschig zu machen.

www.forestfinance.de


… & happy end?

So ergaben von ROBIN WOOD in Auftrag gegebene Faseruntersuchungen, dass in der Premium-Marke „Zewa Softies“ 55 bis 60 Prozent Eukalyptusfasern stecken. Auch wenn dieser Zellstoff nicht von Aracruz stammt, stellt sich die Frage, aus welcher Art von Plantagenwirtschaft der Eukalyptus kommt. Mit der Übernahme von Tempo und Co. avanciert SCA im Bereich Hygienepapieren zum Marktführer. Daraus ergibt sich eine hohe Verantwortung. ROBIN WOOD erwartet, dass SCA seinen Rohstoffbezug transparent macht und noch wichtiger wieder Taschentücher aus Recyclingpapier anbietet. Das Unternehmen hatte die Produktion seiner Recycling-Taschentücher der Marke „Danke“ im Sommer 2004 eingestellt. Mit dem Verkauf seiner europäischen Hygienepapiersparte hat sich P&G dem Druck von ROBIN WOOD und anderen europäischen Umweltschutzorganisationen entzogen. Gleichwohl bleibt P&G ein wichtiger Kunde von Aracruz und damit im Zentrum der Kritik. Es ist nicht nachvollziehbar, warum P&G Geschäftsbeziehungen mit Aracruz aufrechterhält. Kampf gegen Aracruz geht weiter Die Tupinikim- und die Guarani-Indianer kämpfen nach wie vor verzweifelt um das Land, das Aracruz ihnen genommen hat. Aracruz weigert sich weiterhin, die bereits von der Indianerbehörde FUNAI als indigenes Territorium identifizierten Ländereien an die Indianer zurückzugeben. Aber jüngste politische Entwicklungen lassen Hoffnung zu.

Der brasilianische Justizminister Tarso Genro entschied im August 2007, dass der Zellstoff-Konzern Aracruz 11.009 Hektar Land an die Tupinikim- und Guarani-Indianer zurückgeben muss. ROBIN WOOD sieht in der Entscheidung des Justizministers einen Sieg der Gerechtigkeit über die einflussreiche Zellstoff-Lobby und eine wichtige Ermutigung auch für andere Indigene, Landlose und Quilombolos in Brasilien, die um ihre Landrechte streiten. Mit der Unterschrift des brasilianischen Justizministers unter die Dekrete 1463 und 1464 ist die wichtigste Hürde im Kampf um die Landrückgabe für die Indianer genommen. Abgeschlossen wurde sie von Präsident Lula, der kürzlich die Entscheidung bestätigte. Problematisch bleibt jedoch die praktische Umsetzung, denn Indigene und Regierung müssen sich mit Aracruz darüber einigen, ob und wie der Zellstoff-Multi für das zurückgegebene Land und die darauf stehenden Eukalyptusbäume entschädigt werden soll. Die brasilianische Regierung hat bereits erklärt, dass sie die Entschädigung nicht aufbringen will. „Jetzt ist es offiziell und amtlich bestätigt, dass der Skandalkonzern Aracruz Indianern das Land genommen hat“, sagt der ROBIN WOOD-Tropenwaldreferent Peter Gerhardt. „Angesichts der vielen weiteren, noch ungelösten Landkonflikte sollten alle Kunden die Handelsbeziehungen mit Aracruz sofort beenden.“ Zu den weiteren Großkunden des Konzerns zählt unter anderen Kimberly-Clark, der aus dem Zellstoff Haakle-Klopapier herstellt.

Ende 2006 besetzten die Indianer den Hafen von Portocell, Brasilien, von wo aus der Konzern Aracruz Eukalyptus-Zellstoff verschifft. Foto: Fase Es

Mehr Informationen zu Robin Wood und Aracruz/Brasilien auf www.robinwood.de/brasilien

www.forestfinance.de

FF 25


WFF – World of ForestFinance

Fotos (6): ForestFinance

Erste Auszahlungen an Investoren

Unsere Forstmethode zahlt sich aus Die ForestFinance Gruppe gab im September 2007 auf der Internationalen Anlegermesse (IAM) bekannt, dass ihr exklusiver Forstpartner Futuro Forestal die ersten Erträge an Investoren auszahlt. „Futuro Forestal ist eines der ersten tropischen Forstunternehmen, das seinen Kunden Erlöse beschert. Diese übertreffen die Erwartungen: Statt der prognostizierten 80 US-Dollar pro Kubikmeter nicht-verarbeitetem Rundholz konnten auf dem Markt sogar 200 US-Dollar erzielt werden“, unterstrich Harry Assenmacher, Geschäftsführer ForestFinance, in dem Pressegespräch. „Die Nachhaltigkeit der Forstmethode von Futuro Forestal zahlt sich aus. Der überdurchschnittliche Preis konnte auch deshalb erzielt werden, weil Futuro Forestal nach hohen ökologischen Standards und mit wissenschaftlicher Expertise Holz produziert“, erläuterte Assenmacher.

26 FF

Mit Futuro Forestal hat ForestFinance einen Forstpartner, der eine einzigartige Forstmethode entwickelt hat, die Produktivität und Artenvielfalt miteinander verbindet. Dessen Forste in Panama sind Mischforste, wie man sie aus der naturnahen europäischen Forstwirtschaft kennt. Ein Großteil der gepflanzten Bäume sind heimische Arten, für die nun der gleiche Holzpreis wie für die weltweit nachgefragten Teakhölzer erzielt werden konnte. „Von der nachhaltigen Forstwirtschaft unseres Partners profitieren auch die ForestFinance Kunden. Auch sie dürfen mit einer überdurchschnittlichen Rendite rechnen“, so Assenmacher.

Forstinvestments immer beliebter Ferner präsentierte ForestFinance aktuelle Zahlen zur Geschäftsentwicklung. „Unsere ökologischen Forstinvestments werden immer gefragter“, bilanzierte der Geschäftsführer Harry Assenmacher zufrieden. In 2007 hat ForestFinance Forstinvestments im Wert von fast drei Millionen Euro veräußert – eine Vervierfachung des Umsatzes gegenüber 2006. Vorbestellungen im Wert von fast einer Million Euro für 2008 liegen bereits vor. Die Investitionsgrößen der derzeit über 4.000 Kunden des Bonner Spezialisten für Forstinvestments bewegen sich von 360 Euro pro Jahr, für einen BaumSparVertrag, bis hin zu einmalig 250.000 Euro. Langfristig will ForestFinance „die“ Alternative zur konventionellen Forstwirtschaft werden und beispielhaft ökologische und nachhaltige tropische Forstwirtschaft praktizieren.

www.forestfinance.de


World of ForestFinance – WFF

Menschen, Partner, Ein- und Aussichten

ForestFinance Mitarbeiterinnen in Panama Die ForestFinance Gruppe hat jetzt in Panama eine eigene Repräsentanz und Kundenbetreuung: Petra Kollmannsberger, Lada Winter und Andres Cadavid. Sie empfangen nicht nur die immer häufiger vor Ort auftauchenden Forstinvestoren, sondern organisieren Auswanderungsvorgänge, Landeintragungen, Landkauf und die vielfältigen Geschäfte der Forest Finance in Panama. Petra Kollmannsberger leitet das Büro in der Altstadt von Panama City. Als langjährige Geschäftsführerin von Futuro Forestal Panama hat sie hervorragende Kenntnisse des Landes und vor allem aller forstspezifischen Prozesse. Lada Winter, geboren in Turkmenistan, hat ihren MBA in Frankreich absolviert und mehrere Jahre in Houston, Texas, und in Madrid gelebt. Sie ist somit für Kunden aller Herren Länder die perfekte Ansprechpartnerin. Seit wenigen Wochen unterstützt Andres Cadavid die beiden Damen bei all ihren Arbeiten.

www.forestfinance.de

Über 800 neue Kunden Wir freuen uns über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 und unseren großen Sprung: Über 800 neue Kunden kamen zu uns. Schon von Januar bis April 2007 haben wir so viele Forstinvestments verkauft, wie im gesamten Jahr 2006. Auch der Jahrsanfang 2008 ist sehr erfreulich. Die ForestFinance GmbH steht jetzt kurz davor, in eine Aktiengesellschaft umgewandelt zu werden. Noch muss die panamaische Tochtergesellschaft Forest Finance S.A. in die Bilanz integriert werden und dann wird die ForestFinance Group AG entstehen. Derzeit laufen die Wirtschaftsprüfungen. Dies hat nicht nur seinen guten Grund in möglicher Kapitalbeschaffung, die aufgrund des PanamaBooms und starker Konkurrenz zwischen den Investoren dringend nötig ist, sondern ist vor allem deswegen wichtig, weil eine AG mehr überprüfbare Transparenz für Investoren bietet. Zudem schafft eine Aktiengesellschaft eine fast basis-demokratische Form von Beteiligung aller Investoren.

Wir bauen um Futuro Forestal ist in der neuen Welt nicht weniger erfolgreich als wir, ForestFinance, im guten alten Europa. Unser Forstpartner ist auf dem amerikanischen Kontinent sehr gefragt. Mehrere große Forstinvestoren haben in den letzten Monaten auf seine Dienstleistungen zurückgegriffen. Das hat zur Folge, dass Futuro Forestal sich künftig ganz auf das Erzeugen von Wald konzentrieren will und den Endverkauf von Forstprodukten einstellt. Deshalb haben wir im Sommer 2007 umstrukturiert: Ab sofort haben alle deutschen und europäischen Kunden direkt einen Vertragspartner – nämlich uns, die ForestFinance GmbH. Und das hat Vorteile: So bieten wir nicht nur europäisches Vertragsrecht, sondern auch die Land-übertragung erfolgt von der Forest Finance – oder unserer panamaischen Tochter ForestFinance S.A. – direkt auf den Endkunden. Das Team von Futuro Forestal bleibt natürlich mit all seiner Erfahrung und FSC-Zertifizierung unser Forstpartner.

FF 27


WFF – World of ForestFinance

Qualitätskontrolle Alle ForestFinance-Wälder werden nach strengen ökologischen Richtlinien aufgeforstet. Sie sind tropische Mischwälder mit überwiegend heimischen und standortgerechten Arten, die im Gegensatz zu Monokulturen ein hohes Maß an biologischer Vielfalt sichern. Verschiedenste Baum- und Pflanzenarten bilden einen neuen Wald, ein intaktes Biotop, das alle ökologischen Funktionen, wie Wasser-, Boden- und Klimaschutz erfüllt und gleichzeitig als Habitat für bedrohte Tiere dient. Diese Forsttechnik verbindet ökologische Forstwirtschaft erfolgreich mit ökonomischen Nutzen. So erfordert ein funktionierendes Mischwald-Biotop wesentlich weniger Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln, als eine Monokultur, was weniger Kosten und gleichzeitig mehr Umweltnutzen bedeutet. Davon überzeugt sich unsere Repräsentantin, Lada Winter, regelmäßig – wie hier auf dem Foto bei einem Besuch der Baumschule –, und jeder andere Mitarbeiter der ForestFinance Gruppe.

Wälder CCBA zertifiziert ForestFinance stellt sich Alle Wälder von Futuro Forestal – und da- auf Messen vor Das ForestFinance-Team war im September 2007 auf der Internationalen Anleger Messe IAM in Düsseldorf. Viele Messebesucher informierten sich an unserem Stand über ökologische Holzinvestments. Währenddessen referierte der Geschäftsführer Harry Assenmacher auf der Bühne „Grünes Geld“ zu den Themen „Waldinvestment – mehr als Holz und Klima“ sowie „Sozialismus mit Gewinn: Agroforstprojekt in Kuba“. 2008 war das Team im Februar in Basel auf der NATUR Messe und weitere Auftritte stehen noch bevor.

Foto: ForestFinance

mit auch alle Forste von ForestFinanceKunden – sind durch die CCBA, die Climate, Community & Biodiversity Alliance, zertifiziert worden. Dieser „Klima-Goldstandard“ wird es in den nächsten Monaten ermöglichen, unter unsere Marke „CO2OL“ die CO2Zertifikate der ForestFinance Investoren zu vermarkten.

Panama boomt Foto : Marc de Banville/ForestFinance

Das kleine Land um den großen Kanal entwickelt sich rasant. Nicht nur der Kanalausbau ist dafür Ursache, sondern auch die geographische Lage, die hohe politische Stabilität und Sicherheit im Lande. Gerade wurde es in den USA zum zweitbesten Platz für den Ruhestand gekürt und liegt nun so gesehen gleich hinter Florida. Das führt leider zu Preissteigerungen. Vor allem US-amerikanische aber auch spanische Investoren investieren bei weitem nicht nur in die Bauindustrie sondern auch in Hotelanlagen und touristische Infrastrukturen – die sogar vergleichsweise ökologisch ausfallen. Aber auch Land- und Forstwirtschaft sind begehrte Investitionsobjekte. Und so steigen die Bodenpreise um teilweise rasante 100 Prozent im Jahr. Weil das so ist, müssen auch wir die Preise anheben und vor allem größere liquide Mittel beschaffen. Nur so können wir schnell soviel wie möglich gutes, forstbares Land sichern. Die bisherige Methode immer nur so viel Land zu kaufen, wie im laufenden Jahr abverkauft wird, ist nicht mehr lange durchzuhalten.

28 FF

www.forestfinance.de


World of ForestFinance – WFF

Foto: Marc de Banville/ForestFinance

Bienvenidos en Las Lajas!

Hier entsteht das Gästehaus von ForestFinance in Las Lajas.

Panama: ForestFinance baut Gästehäuser Eigentlich wollten wir lediglich ein Gästehaus für Besucher der Forste in Las Lajas bauen. Das waren nämlich so viele geworden, dass die Hotel-Kapazitäten in dem kleinen Dorf nicht mehr ausreichten. Inzwischen haben wir dort mehrere Baugrundstücke und deutsche Kunden. Sie wollen im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen. Die ForestFinance GmbH will dort Kunden und Besuchern eine angemessene ökologische Unterkunft bieten. Gebaut wird aus heimischen, eigenen Hölzern in Kombination mit einheimischer Lehmbauweise und das mit dem ehrgeizigen Anspruch, dass alles so gut wie möglich europäischem Standard entspricht. Die architektonischen Planungen hat Lothar Eke übernommen, der schon viele Jahre in Nicaragua als Berater des Städtebau- und Entwicklungsministeriums gearbeitet hat und damit die notwendige „Vor-Ort-Erfahrung“ mitbringt. Lada Winter informiert sich regelmäßig über den Fortschritt des Projekts und besichtigt Baustellen und -plätze. Wer sich langfristig selbst fürs Auswandern oder für Bauprojekte allgemein in der Region interessiert, kann sich bei uns melden. Wir informieren gern und laden natürlich alsbald nach Fertigstellung zum Besuch ein.

Kuba: Unterstützung für das Behique Projekt In der indianischen Kultur auf Kuba, bei den Tainos, wurden die Heilkundigen „Behique“ genannt. ForestFinance unterstützt die Universität Matanzas „Juan Guiteras Gener“ bei einem Projekt gleichen Namens, das eine verbesserte medizinische Versorgung in Verbindung mit ökologischer Forst- und Landwirtschaft etablieren will. Das Landwirtschaftsministerium stellt ein Grundstück zur Verfügung, das ForestFinance ökologisch aufforstet und auch Heilkräuter wie Minze, Teebaum, Eukalyptus, Curcuma (Ingwer) und Kamille anbaut. Diese werden an der Uni zu Medikamenten verarbeitet und an Arztpraxen verteilt, die wiederum ihre Erfahrungen und den Bedarf an die Projektleiter weitergeben. Das besondere an Behique: Neben dem vollständigen Zyklus der Arzneimittelherstellung – vom biologischen Anbau bis zur Behandlung in der Praxis – hilft das Projekt bei der Verbreitung alternativer und vor allem bezahlbarer Medizin, schafft Arbeitsplätze und eventuell neue Märkte in Kuba und Europa.

Foto: ForestFinance

ForestFinance Geschäftsführer Harry Assenmacher unterzeichnet den Kooperationsvertrag zur Unterstützung des Behique Projektes in Kuba. Dr. Regla Rodriguiez Pujales (links) und Dr. Mayda Rodriguez Barrios (mitte) vom Gesundheitsministerium zeichnen für die kubanische Seite.

www.forestfinance.de

FF 29


BaumFreunde

Celsa & Felipe In jeder Ausgabe stellen wir Ihnen jemanden vor, der sich um Bäume, oder sogar um ganze Wälder verdient gemacht hat. Den Anfang machen Felipe Arreaga und Celsa Valdovinos, die Kämpfer für den Wald in Guerrero, in Mexiko.

Celsa Valdovinos und Felipe Arreaga auf ihrer Plantage.

Mein Name ist Celsa Valdovinos. Ich bin die Leiterin der Organisation „Mujeres Ecologistas de la sierra de Petatlán“ (Umweltorganisation der Frauen in den Bergen von Pentatlán) im mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Mein Mann Felipe Arreaga hat 1998 die Umweltorganisation „Organización ecologista de la sierra de Petatlán y Coylluca de Catalán“ gegründet. Der Grund dafür war, dass die amerikanische Holzfirma Boise Cascade Jahre lang viele Bäume in unseren Gemeindewäldern abgeholzt hat. Dies führte zu großen Schäden am Ökosystem und zu Wassermangel in unseren Dörfern, da es immer weniger Wald gab, der Wasser speichern konnte. Mein Mann Felipe und andere Gemeindemitglieder haben einen Monat lang die Zugangswege der Holztransporter blockiert und es so geschafft, die Firma zum Rückzug zu zwingen. Aber dann musste mein Mann fliehen. Er hatte die Interessen mächtiger Leute, der so genannten Kaziken, beeinträchtigt und versteckte sich vor ihnen zwei Jahre lang in den Bergen. Er lebte in einer Höhle, um der Verfolgung zu entgehen.

30 FF

Im Jahre 2004 wurde er unrechtmäßig wegen Mordes angeklagt und verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, den Sohn eines Kaziken umgebracht zu haben. Trotz seiner Unschuld und der Zeugen, die zugaben, falsch ausgesagt zu haben, wurde er zehn Monate im Gefängnis festgehalten. Mit Hilfe verschiedener Organisationen wie Amnesty International konnte am Ende doch noch seine Freilassung erwirkt werden. Inzwischen ist er wieder bei uns und unterstützt mich bei der Arbeit innerhalb der Organisation. Wir wollen bei den Menschen ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen. Am Anfang haben wir Gemüsegärten für unseren Eigenbedarf angelegt. Das war sehr viel Arbeit. Als bei den Leuten bereits ein gewisses Umweltbewusstsein entstanden war, habe ich sie gefragt: „Wollt ihr Bäume pflanzen?“ Die Antwort war: „Ja“. Das war im Jahre 2003 und wir haben 176.000 Zedern in der Gemeinde Pentatlán gepflanzt. Wir sind sehr zufrieden und stolz auf unsere Arbeit, denn diese Aktivitäten haben geholfen den Wasserhaushalt in unserer Gegend zu verbessern. Mit der Zeit ist unsere Organisation immer größer geworden. Wir haben jetzt verschiedene Projekte, zum Beispiel eine Kampagne, die sich dafür einsetzt, Wälder und Flüsse sauber zu halten. In anderen Gemeinden haben sich auch Gruppen gebildet, die zur Selbstversorgung Gemüse anbauen und Obstgärten anlegen.

Celsa Valdovinos und Felipe Arreaga erhielten 2005 den Chico Mendez Preis, den der Sierra Club, die älteste und größte Umweltorganisation auf dem amerikanischen Kontinent, für außergewöhnlichen Mut und Engagement im Kampf für die Umwelt an Nichtregierungsorganisationen oder Individuen verleiht.

Fragen an Felipe Arreaga Wo sind Sie zur Schule gegangen?

Ich bin nicht zu der Schule gegangen, sondern habe von einem Privatlehrer lesen und schreiben gelernt. Danach habe ich in der Landwirtschaft gearbeitet. Was machen/arbeiten Sie jetzt?

Ich arbeite für den Unweltschutz und versuche das Umweltbewusstsein zu stärken. Ich schütze die Wälder und pflanze einheimische Bäume in meiner Gemeinde. Wann haben Sie sich das erste Mal für die Natur interessiert? Was war der Auslöser?

Das erste Mal war 1976. Die Holzfirmen haben die Bäume unserer Gemeinden abgeholzt, was nicht gut für die Bauern war. Was war Ihre letzte Baum-Hilfe-Aktion?

Wir haben gegen die amerikanische Holzfirma protestiert und ihre Arbeit blockiert. Seitdem sind sie nicht mehr in Mexiko. Worin sehen Sie die größten Probleme für Umwelt und Menschen?

Das größte Problem ist, dass die Machthaber keine Interesse daran haben, die Umwelt zu schützen. Sie denken nur an ihre wirtschaftlichen Vorteile. Wenn Sie für einen Tag alle Macht der Welt und drei Wünsche hätten, was würden Sie tun, um der Natur zu helfen?

1. Ich würde befehlen, dass jede Person die einen Baum fällt, fünf neue Bäume pflanzen müsste. 2. Die Leute die das Meer, die Flüsse, die Bäche verschmutzen, sollten bestraft werden. 3. Ich würde mich allgemein um das Wohl der Natur kümmern.

Felipe Arreaga

Fotos(2): privat

www.forestfinance.de


BaumSchule

Mahagoni, Amerikanisches Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida); Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae); Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales); Familie: Mahagonigewächse (Meliaceae); Gattung: Swietenia; Art: Amerikanisches Mahagoni; Wissenschaftlicher Name: Swietenia macrophylla

Sie machen es sich nicht leicht, die Botaniker. Ganz genau 50 Gattungen mit 1.400 Arten ordnen sie der Mahagoni-Familie zu. Großfamilie sozusagen. Sprichwörtlich auch, denn die amerikanischen Mahagonigewächse – das sind Ihre und unsere in Panama – können bis zu 40 Meter hoch werden, seltener sogar 60 bis 70. Der Stammdurchmesser misst manchmal beachtliche 3,5 Meter. Selbst die Blätter lassen sich nicht lumpen: gefiedert angeordnet wachsen sie sich bis zu einem halben Meter aus. Was den Baum für die Holzwirtschaft so ausgesprochen interessant macht, ist sein astfreier Stamm. Das sind bis zu 25 Meter Holz von extremer Dauerhaftigkeit und Widerstandskraft gegen den Befall von Pilzen, Insekten und den Zahn der Zeit. Bei der Trocknung reißt Mahagoni selten, lässt sich leicht verarbeiten und all das macht es zu einem der begehrtesten Hölzer auf dem Markt. Im Regenwald sind die Bäume Eremiten. Sie stehen meist allein in Flussniederungen und ziehen viele andere Bäume mit ins Verderben, wenn ihr Ende naht. Genau genommen natürlich nicht sie sondern die Holzfäller: Sie beseitigen alle Bäume auf dem Weg zum Mahagoni, um diesen abtransportieren zu können. Den Menschen sind die Urwaldriesen leider nicht gewachsen. Sie werden so häufig gefällt, dass die Baumbestände in Mexiko, Costa Rica, Panama, im Nordwesten von Südamerika und in Amazonien bis nach Bolivien als geplündert gelten. Das ist besonders tragisch, da die Mahagonibäume besonders langsam wachsen und erst nach 10 bis 15 Jahren Früchte tragen. Ohne Hilfe kann die Großfamilie nicht mehr bestehen. Weder in Amerika noch sonstwo in der Welt.

www.forestfinance.de

Amerikanisches, Westindisches Mahagoni gehört ebenso wie Spanische Zeder, Andiroba, Sipo-Mahagoni zur riesigen Familie der Mahagonigewächse. Foto: wikipedia.de

FF 31


iForest

Log-in für Utopisten

Gerodete Waldflächen in British Columbia, Kanada, waren der Auslöser. Als Claudia Langer, vielfach ausgezeichnete PR-Frau aus München, sie sah, beschloss sie aus dem gut gemeinten aber wenig durchdachten „man muss doch da mal was tun“ ein Unternehmen zu schaffen. Ganz konkret. Und doch auch virtuell. Sie gründete Utopia.de, das „Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil“. „Wir sind ein Kommunikationskanal …“, erklärt Claudia Langer den Presseleuten, die seit der Öffnung des Portals viel und neugierig nach den Hintergründen fragen. „… für Leute, die mit bewusstem Konsum Zeichen setzen wollen.“ Alle, die nachhaltig leben, kaufen und herstellen, die gesund, umwelt- und sozialgerecht leben wollen, können sich hier finden und austauschen.

In einem selbstentworfenen baubiologischen Niedrigenergiehaus arbeiten nun jeden Tag 17 Mitarbeiter nach dem Motto:

„Wir fangen dann schon mal an …“ … die Welt zu verändern. Sie machen Termine mit Unternehmern, Käufern und Pressearbeitern, erstellen einen Produktguide und gestalten den Showroom mit ökorrekten Angeboten. Diese werden nicht nur von den Utopisten der Community bewertet sondern auch von Experten. Dazu gehören die Mitarbeiter des renommierten Freiburger Öko-Institut. Sie geben ihre langjährige

Claudia Langer gründete im November 2007 das Internetportal www.utopia.de. Jahrelang hatte sie erfolgreich in einer Werbeagentur gearbeitet. Jetzt setzt sie ihr Wissen um Werbung und Strategie für Nachhaltigkeit und ökorrekten Konsum ein. Fotos (3): utopia.de

32 FF

www.forestfinance.de


iForest

Erfahrung und das nötige Knowhow gerne an die idealistischen Newcomer und alle Utopisten weiter: Wie dämme ich mein Haus erfolgreich und ökologisch? Wie viel CO2 produziere ich bei meinen Autofahrten oder Flugreisen? Auf diese Fragen kennen die Freiburger schon lange passgenaue Antworten. Aber auch alle anderen – zu Ökowindeln und Bio-Nudeln – finden hier ihr Forum und ihre Meister. Über 10.000 Utopisten haben sich in den letzten Wochen auf www.utopia.de registriert. Sie empfehlen sich neue Produkte, kritisieren andere und sind sich mit Claudia Langer einig: „Bei Utopia wollen wir positive Veränderungen voranbringen. Wir verstehen uns weniger als Protest-Bewegung, sondern als ein Bündnis von Menschen, die sich auf den Weg machen, diese Welt nachhaltiger zu gestalten. Wir erleben heute eine Phase des weltweiten Umbruchs und Aufbruchs. Und wir sind in einer machtvollen Position, denn immer mehr Unternehmen hören uns zu. Also lasst uns Feindbilder und Vorurteile über den Haufen werfen und aktiv mitgestalten!“ Dieser Pragmatismus ist nötig, um das Portal auch wirtschaftlich zum Erfolg zu führen. Es finanziert sich mit Hilfe großer Fir-

Jeder Utopist schreibt seine Ideen in Utopia.de auf und andere klicken die an, die sie am besten finden.

men wie dem Otto- und Hess-Natur-Versand. Und genau mit dieser Zusammenarbeit handeln sich die Utopisten Kritik ein. Die TAZ schreibt:„Das Problem mit den Gutmenschenportalen liegt eh nicht im Inhalt, sondern in der Form: Auch kritische Konsumportale bestehen größtenteils aus Werbung, und Werbung lügt prinzipiell, indem sie Fehler und Schwächen eines Produkts verschweigt. Trotz unterstützenswerter Themen und hübscher Vergleichstests von Biolebkuchen ist ein Konsumportal eben auch nur ein weiteres Portal mit Identifikations-T-Shirts, einer Community und

Blogs für Leute mit viel Zeit“. Darauf kann die Start-up-Utopisten nur entgegnen: „Wir wollen Unternehmen davon überzeugen, dass es sich lohnt, für genau eine immer größer werdende Zielgruppe Produkte zu entwickeln, die sauber hergestellt, fair gehandelt und rundum nachhaltig sind. Kein erfolgreiches Unternehmen sollte es sich mehr leisten können, auf NachhaltigkeitsAspekte zu verzichten.“ Ob das so utopisch ist? Das werden wir erleben. Auch Sie können es verfolgen oder mitmachen auf www.utopia.de.

-ANZEIGE-

"WEINREISE"

Alle Weine aus kontrolliert biologischem Anbau

Von Europa aus ist die Weinrebe mit den Auswanderern in die Welt gezogen. Neue, faszinierende Aspekte haben sich den Winzern unter anderen klimatischen Verhältnissen erschlossen. Begeben Sie sich mit diesem speziellen Angebot auf „Spurensuche“. 1. Merlot/Cabernet Reserve 2007 Stellar Organics SÜDAFRIKA Intensiv fruchtig in der Nase, zeigt sich dieser junge Reserve erstaunlich unkompliziert mit feinen Tanninen. Aufmachen und genießen! Weinwirtschaft 3/08 "sehr gut" Bestell-Nr.: 65132 0,75l Preis: 9,80 ¤ (Literpreis 13,07 ¤)

• 6er Verkostungspaket „Weinreise“ nur 48,40 ¤ (3 x 2 Fl.) • 18er Paket (3 x 6 Fl.) statt 145,20 ¤ nur 139,00 ¤ Versandkostenanteil je Bestellung 5,90 ¤

2. Torrontés Mendoza 2007 Zuccardi ARGENTINIEN Verführerische, sinnliche Düfte, Muskataromen, dabei unauf dringlich und und genüsslich. Weinwirtschaft 3/08 "sehr gut" Bestell-Nr.: 67010 0,75l Preis: 6,50 ¤ (Literpreis 8,67 ¤)

Das Beste und Schönste einer Reise wird daheim erlebt: Teils vorher, teils nachher. Sigmund Graff

3. Rosé 'The Ruins' 2007 Bon Cap SÜDAFRIKA Ein ernsthafter kraftvoller Rosé mit Aromen von saftiger Wasser melone und würzigem Wacholder im Duft. Eine würzig fruchtige Aromatik welche im Mund von einem kräftigem vollmundigen Körper getragen wird. Ein Premium Rosé! Bestell-Nr.: 65320 0,75l Preis: 7,90 ¤ (Literpreis 10,53 ¤) Einzelweinbestellungen ab 3 Fl. je Sorte möglich, Lieferung ab 6er Karton.

T AV O L A W IR BITT EN ZU TISC H

Monika Hilden Höhenweg 34 D-78315 Radolfzell

www.a-tavola.de/forestfinance • info@a-tavola.de • Tel. 0 77 32 -94 08 66


Für Waldläufer

Lektüre – natürlich geistvoll Bengt Emil Johnson – kein geläufiger Name, auch unter Lyrik- und Lesefreunden nicht. Leider. Denn seine Poesie ist herrlich ehrlich. 2002 erhielt er den Tranströmer-Preis zusammen mit dem Lob: „Wörter aufwiegelnden Erneurer und gelehrten Spötter, provozierenden Modernisten und treuen Provinzialisten.“ „Elchzeit“ gibt zum ersten Mal in deutscher Sprache einen Eindruck von der poetischen Stimme dieses Dichters, mit einer Auswahl aus den Bänden der letzten dreißig Jahre. Er beschreibt darin die Natur ohne romantischen Beschwörungen. In seinen Gedichten begegnen sich Menschen und Landschaft auf eigentümlich lapidare und stets aufrichtige Art. Dabei sind Johnsons Gedichte oft lange, mehrteilige Gebilde, wie etwa sein Zyklus „32 Arten Elstern zu betrachten oder von ihnen betrachtet zu werden“, Ausdruck des Erfahrbaren – sei es autobiografisch oder naturbetrachtend – aber niemals spekulativ. Wie es sich liest? So: Frühlingsbetrachten Die Waldschnepfe kam. Mit ihrem steil nach unten gerichteten Schnabel punktierte sie die dünne Schicht zäher Zeit. Bengt Emil Johnson: Elchzeit. Gedichte 2007, 151 Seiten, € (D) 19,00, Literaturverlag Droschl, ISBN 978-3-85420-717-7

FF 34

Links – abstrus aber lustig Wir und andere hatten eine CO2OLe Idee – die „Klimaneutralität“. Wir verkaufen Bäume oder CO2-Verschmutzungszertifikate zwecks Klimaschutz. Ein Vorgang der bisweilen auch als „Ablasshandel“ verrufen ist. Dem bösen britischen Humor ließ dies keine Ruhe. Eine Parodie sollte das Absurde des Klima-Ablasshandels zeigen. Auf www.CheatNeutral.com kann sich jeder, der seine direkte Umwelt mit Beziehungskonflikten durch Fremdgehen belastet, freikaufen. Der Betrug – zumindest der sorgfältig geplante – kann mit der erkauften Loyalität eines Anderen verrechnet werden. So versprechen sich Paare die Treue, Singles die Einsamkeit, produzieren so „Cheatzertifikate“, damit die CheatNeutral-Ablassschein-Käufer in Ruhe fremdgehen können. Hinter der Parodie steckt aufrichtige Häme. Denn der Emissionshandel, der mit viel zu vielen von Regierungen zugeteilten Zertifikaten stattfindet, ist in der Tat ein Klima-Scheingeschäft. Auch Vielflieger müssen sich die Frage gefallen lassen, ob ein Zertifikat eines Klimaschutzprojektes die Öko-Lösung ist – für ihr Gewissen allemal aber auch für die Umwelt? Hätte man ihr den Flug nicht auch ersparen können? Kann man Fehlverhalten durch Zertifikate korrigieren? Oder helfen diese lediglich sie zu legitimieren?

Palmöl killt Regenwald und Orang-Utans Regenwald abholzen um die Umwelt zu schützen – klingt paradox? Ist es auch. Genau das kann nämlich die Folge des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sein, dessen Ziel eigentlich der Klima- und Umweltschutz sein sollte. Undifferenziert fördert es aber jede Art von Biomasse-Erzeugung – selbst, wenn dafür zuvor der Regenwald abgeholzt wird. Beliebter „klimaneutraler“ „Bio“-EnergieLieferant ist Palmöl, für das anstelle des Regenwaldes in Indonesien riesige Monokultur-Plantagen entstehen. Damit wird den ohnehin bedrohten Orang-Utans weiterer knapper Lebensraum entzogen und deswegen werden laut „Rettet den Regenwald“ jährlich mindestens 1.500 der seltenen Menschen-Affen-Art getötet, weil sie aus Nahrungsmangel die Palmsetzlinge fressen. Auch Kleinbauern und Indigene Völker müssen der Industrie weichen und verlieren ihre Lebensgrundlage. Darüber hinaus schadet der Raubbau dem Weltklima: Nach Schätzungen stammen rund 20 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen alleine aus der Regenwald-Zerstörung. „Rettet den Regenwald“ ruft zum Protest gegen diese Bio-Lüge auf und fordert von der Regierung, den Import von Agrar-Treibstoffen aus dem Ausland zu stoppen. Beteiligung an der Protestaktion ist möglich.

Wer hätte gedacht, dass Seitensprünge so philosophisch sein können? www.cheatneutral.com

Hier finden Sie eine E-Mail-Vorlage zur Aussendung an die Bundestags-Abgeordneten: www.regenwald.org

www.forestfinance.de


… durchforstet

Ausstellungen – Termine – Events Unterwegs und vor Ort, für die Kunst und Verständigung, sind 2008 so einige. Wir stellen Ihnen diesmal eine politische Plattform, Musiker und ein Haus vor – der Beginn einer langen Reihe von Veranstaltungstipps im ForestFinest Magazin

UN-Naturschutzkonferenz 2008 in Bonn · Deutschland ist vom 19. bis zum 30. Mai 2008 Gastgeber der 9. UN-Naturschutzkonferenz, der Konvention über die biologische Vielfalt. In dieser Zeit werden Maßnahmen gegen die anhaltende Naturzerstörung beraten. Im politischen Zentrum stehen der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Wälder sowie der Meeresökosysteme. Es wird aber auch die Vielzahl weniger populärer Lebensräume behandelt, die gleichermaßen für den globalen Naturhaushalt von Bedeutung sind, wie etwa Trockengebiete und Binnengewässer. Die UN Convention on Biological Diversity ist das zentrale internationale Instrument zum Schutz der biologischen Vielfalt, eine der Hauptplattformen für Umweltabkommen sowie für die Rechte indigener Völker. Mit rund 190 Vertragsstaaten hält sie alle zwei Jahre Konferenzen ab, die von Regierungsdelegationen wie Umwelt- und Entwicklungsorganisationen intensiv begleitet werden. Für die Konferenz in Bonn wird mit 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerechnet.

Die Ärzte sind momentan in Deutschland und in der Schweiz auf großer Tour– mit Co2oL klimaneutral.

CO2OL unterwegs · „Es wird eng“ – so der Titel der Tournee der Punkrockband Die Ärzte. Und laut. Und schön. Denn in Kooperation mit CO2OL lassen die Musiker die CO2-Emissionen, die bei ihren Konzerten entstehen, durch Aufforstungen in den Tropen ausgleichen. Von dieser Idee waren auch die Bandmitglieder von Juli begeistert. Sie boten bei ihrer Tournee 2007 klimaneutrale Tickets an – mit CO2OL. „Wir freuen uns, diese praktische Idee zum Klimaschutz den Menschen näherbringen zu können“, meinen die sympathischen Musiker. Auch die Tournee 2008 wird so klimaneutral veranstaltet. Wenn Sie alle Ihre Tickets online kaufen, sind auch Sie umweltfreundlich unterwegs. Klicken Sie einfach auf www.co2ol.de, gehen da auf den Shop in den Ticketverkauf und CO2OL investiert bei Ihrem Kauf 1,- Euro in CO2OL-Aufforstungsprojekte. Cool, was?

Haus des Waldes · Das mag überraschen, aber neben Porsche, Bosch und Benz gibt es in der Schwabenmetropole auch die beliebte „Begegnungsstätte für Mensch und Wald“. Hier erleben Sie den Wald mit allen Sinnen. Ob in der Ausstellung, im Licht durchfluteten Gebäude oder im Wald. Überall gibt es etwas zu sehen, zu entdecken und zu erfahren. Das macht nicht nur Kindern und Jugendlichen Spaß, auch die Erwachsenen kommen voll auf ihre Kosten. Das Angebot ist vielseitig: Programme für Schulklassen und Kindergärten, Fortbildungen für Pädagogen und Förster – hier erleben Sie den Wald und seine Bewohner unter sachkundiger Anleitung. Schauen Sie mal vorbei: Haus des Waldes, Königsstraße 74, 70597 Stuttgart (Degerloch), fon: 0711/97672-0, www.hausdeswaldes.de

www.forestfinance.de

FF 35


|

|

|

|

|

|

|

|

|

Abbeizmittel Abflussreiniger Abführmittel Abtönfarbe ACE-Säfte Acrylamid in Lebensmitteln Acryl-Fugenmassen After-Shave After-Sun-Produkte Airlines Akkus Aknemittel Aktien Aldi-Produkte Algen- und Grünbelagsentferner Algen-Produkte Allergiemittel Allzweckcreme Alternative Heilverfahren Aluflaschen Anoraks Anti-Ageing-Cremes Antibakterielle Produkte Anti-Faltencremes Anti-Schimmelmittel Anti-Schnarchmittel Äpfel Apfelsaft Apfelsaft-Schorle Appetitzügler Arbeitshandschuhe Artischocken-Präparate Arzneimittel Ätherische Öle Aufback-Brötchen Augencremes Augen-Makeup-Entferner Autokindersitze Autoreifen Autos Autoversicherungen AV-Receiver Baby- und Kinderkekse Baby- und Kindersäfte Baby- und Kindershampoos Babybäder Babycremes Babyfeuchttücher Babyflaschen Babylotionen Babymonitore Babynahrung Babyöle Babyöltücher Babyphone Babyschaffelle Babyschlafsäcke Babyseifen Baby-Strampler Babytees Baby-Waschgele Babywaschtücher Babywässer Babywasserfilter Backmischungen Backofenreiniger Backpapier Bade- / Saunasandalen Bademäntel Bademoden Badezimmer-Armaturen Badreiniger Balsam-Essig Bananen Banken Barbiepuppen Barfuss-Einlegesohlen Bastel- / Bürokleber Batteriebeleuchtung für Fahrräder Batterieladegeräte Batterien Bauberatung, Internet Baugeld Bausparkassen Beißringe Benzin Berliner Berufsunfähigkeitsversicherungen Bettdecken Bettumrandungen Bettwäsche BHs Bier Binden Birnen Blasenpflaster Bluetooth-Headsets Blumen Blumenlieferservice, Internet Bobby Car Bodenbeläge, PVC Bodys Bohrmaschinen Bratenwender Bratpfannen Bremsbeläge Brot Brotaufstrich Brühwürstchen Bügelbrettbezüge Bürostühle Butter Calcium-Präparate Camcorder CD-Brenner CDRohlinge Champignons Chicken-Nuggets Chips Cholesterinsenkende Mittel Computer Computer-Spiele Cornflakes Cremes Crunchy Dämmstoffe Deos Diätprodukte Digitale Fotodienste Digital-Kameras Direktversicherungen Discounter-Produkte Dosenmais Drucker Druckerfaxe DSL-Modems Duftbäume Duftspüler Durchfallmittel Duschgele Duschvorhänge DVD-Brenner DVD-Camcorder DVD-Player DVD-Recorder Echinacea-Präparate Eier Einweg-Kameras Eis Eisdielen Eisen-Präparate Eistee Elektrische Milchschäumer Elektrosmog-Abschirmgeräte Energiesparlampen Enthaarungsmittel Erdbeeren Erdbeer-Konfitüre Erdnüsse Erkältungsbäder Erkältungsbalsam Ernährungslehren Espresso Espressoautomaten Eyeliner Fahrräder Fahrrad-Hosen Fahrradlenkergriffe Fahrradschlösser Fahrradversicherungen Faschingshaarfarben Fassaden-Farben Faxgeräte Federbetten Fernseher Fertiggerichte Fertigparkett Fertigsalate Feuchtigkeits-Masken Fiebermittel Fieberthermometer Filzstifte Fingerfarben Fisch Fischkonserven Fischstäbchen Fleece-Pullover Fleischsalat Fliesenkleber Flip-Flops & Co. Fluoridtabletten Flüssigdünger Folsäure-Präparate Fotobücher Fotodrucker Fotovoltaik-Anlagen Freibäder Funk-Radiowecker Funktionswäsche Fußbalsam Fußbodenkleber Fußbodenlacke Gartenhandschuhe Gartenschläuche Gaspreise Gebäudepässe Gefriergeräte Gefriergeräte Gelkerzen Gentechnik in Lebensmitteln Geräte gegen Rückenschmerzen Geschirrspülmaschinen Gesichts- und Körperpflege Gesichtscremes Gesichtsreinigungstücher Gesundheitsratgeber Getreidekaffee Gewürze Gleitgele Gore-Tex-Jacken Grillmethoden Grillwürste Grippemittel Guarana Gummihandschuhe Gummistiefel Gütezeichen/Prüfzeichen H&M Kinderkleidung Haarfarben Haargel Haarspray Haarspülungen Haarwachs Hackfleisch Haftpflichtversicherungen Hähnchenbrustfilet Hähnchenfleisch Hallenbäder Halsschmerzmittel Hämorrhoidenmittel Handcremes Handspielpuppen Handys Haribo Konfekt Harry-Potter-Produkte Haselnüsse, gemahlen Haushaltsgeräte Hausratversicherungen Hausstaub Headsets für Handys Heilpraktiker Heizdecken Heizkörperlacke Herpescremes Herrensocken Hochstühle Holzlasuren Holzpuzzles Holzschutzmittel Holzwachse und -öle Honig Hornhautmittel Horoskope Höschenwindeln Hunde-/Katzenfutter Hundeflohmittel / Katzenflohmittel Hundeshampoos Husten- und Schnupfenmittel Hustenbonbons Ikea-Möbel Impfstoffe Imprägniermittel Inline-Skater Protectoren Innenausbauplatten Internet, Kindersicherungen Isomatten Jeans Joghurt Johanniskraut-Präparate Kaffee Kaffeemaschinen Kakaohaltiges Getränkepulver Kalbsleberwurst Kamera-Handys Kapitallebensversicherungen Kapuzenbadetücher Karotten Kartoffeln Käse Katzenbäume Katzenstreu Kaugummis Kekse Kernobst Kerzen Ketchup Kinderfahrradanhänger Kinder-Fahrradhelme Kindergetränke Kinderlerncomputer Kinderparfüms Kinderschlafanzüge Kinderschokolade Kinderschuhe Kindershampoos und -duschbäder Kindertattoos Kinder-T-Shirts Kinderturnschuhe Kinderuhren Kinder-Versicherungen Kinderwagen Kinderzahncremes Kirschen Kliniken Knete Knoblauch-Präparate Kochbücher Koffer, Trolleys Kondome Kontaktlinsenpflege Kopfhörer Kopierer, Toner Korkfußböden/-parkett Korkparkett Körperfettmessgeräte Körperlotionen Körperöle Körperpeelings Kosmetikdeklarationen Kosmetikhersteller und -marken Krabbeldecken Krankenkassen Krankenversicherungen Küchenbrausen Küchenmaschinen Küchenmöbel Kugelschreiber Kühlschränke Kundenkarten Lachs Lackfarben Laminat Laser-Drucker, Toner Latexfarben Lattenroste Lätzchen Laufhosen Laufschuhe Läusemittel Lebkuchen Lederhandschuhe Lederjacken Lego Lidschatten Linoleum Lipgloss Lippenpflegestifte Lippenstifte Luftballons Luftbefeuchter Lufterfrischer Luftmatratzen Luftreiniger Magenmittel Make-up Margarine Marzipan Matratzen Matratzenbezüge Matschhosen Mayonnaise MD-Player/-Recorder Mikrowellenherde Milbenvernichtungsmittel Milch Milchbildungstees Mineralwasser Mittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren Mittel gegen Bindehautentzündung Mittel gegen Blähungen bei Kindern Mittel gegen Blattläuse Mittel gegen Gedächtnisstörungen Mittel gegen Gelenkbeschwerden Mittel gegen Haarausfall Mittel gegen Harnwegsinfektionen Mittel gegen Menstruationsbeschwerden Mittel gegen Reisekrankheiten Mittel gegen Sodbrennen Mittel gegen Zahnungsbeschwerden Mittel zur Behandlung des trockenen Auges Möbelpflege Mobilfunk-Sendemasten Modelliermassen Mon Chéri Montageschäume Motorrad-Versicherungen Motorroller Mottenschutzmittel Mozzarella MP3-Player Mückenabwehrgeräte Mückenschutzmittel Müll-Trennsysteme Multivitamin-Präparate Multivitamin-Säfte Mundwässer Muscheln Nachtlichter Nackenstützkissen Nagellack Nagellackentferner Naturmode Navigationssysteme Nektarinen Nescafé Notebooks Nuss-Nougat-Creme Nylons Obst- und Gemüsedünger Obst- und Gemüseeinkauf Ohrenstöpsel Öko-Fonds Öko-Investment Öko-Spenden Olivenöle Orangen Orangensaft Organizer Paprika Parfüms Passierte Tomaten Peeling Pensionsfonds Pensionskassen Pfifferlinge Pflaster Pflegeprodukte für Schwangere Pflegeversicherungen Pickelpflaster Pilzmittel Pistazien Planschbecken Plastikbilderbücher Plüschtiere Pollenfilter, Auto Pommes Frites Potenzmittel Prostatamittel Puppen Putenfleisch Putzmittel Putztücher Puzzlematten Radiergummis Radiowecker Rapsöl Rasiermittel Raucher-Entwöhnung, Präparate Räuchermittel Rechtschutzversicherungen Regalsysteme Regenjacken, Kinder Regenwasser-Nutzungsanlagen Reinigungsmilch Reis Reiseführer Reiseversicherungen Rentenversicherungen Rheumamittel Rheumasalben Riester-Banksparpläne Riester-Renten Risikolebensversicherungen Roll-Möpse Rosinen Rostschutzmittel Rotwein Rucksäcke Rürup-Renten Salat Salz Sandkisten Satelliten-Receiver, digital Sauna-Aufgüsse Sauna-Handtücher Scanner Schädlingsbekämpfungsmittel Schadstoff-Meßgeräte Schaumbäder Schinken Schlafanzüge Schlafmittel Schlafsäcke Schlafsofas Schlankheitsmittel Schmerzmittel Schneckenmittel Schnorchel Schnuller Schnullerketten Schnupfenmittel Schokolade Schönheitspillen Schuhe Schulbedarf Schweinefleisch Schwimm-/Badespielzeug Schwimmhilfen Seidenschals Seifen Sekt Selbstbräuner Senf Senioren-Unfallpolicen Servietten Shampoos Shrimps Silikonbackformen Silikon-Fugenmassen Sitzsäcke, Kinder Slipeinlagen Sodawasser-Bereiter Soft-Drinks Solarien Sonnenblumenöl Sonnenbrandmittel Sonnenbrillen Sonnenkollektoren Sonnenschutzmittel Spachtelmassen Spaghetti Spaßbäder Spielkonsolen Spielplätze Spielteppiche Spieluhren Spielzelte Spielzeug Sport- und Wandersocken Sportler-Drinks Stärkungsmittel Staubsauger Stillkissen Stoffbilderbücher Stoffwindeln Stoppersocken String-Tangas Styling-Schaum Subnotebooks Sudan 1 in Lebensmitteln Surround-Lautsprecher-Systeme Surround-Receiver Süßstoffe/Zuckeraustauschstoffe Tampons Tapeten Tapetenablöser Tapetenkleister Tattoo-Farben Tchibo, Bekleidung Tee Telefone Telefongebühren Teppichböden Themenfonds Tiefgrund Tiefkühl-Chinagemüse Tiefkühl-Fischfilet Tiefkühl-Gemüse Tiefkühlpizza Tiefkühlspinat Tierspielzeug Tintenstrahl-Drucker Tischlerplatten Toilettenpapier Tomaten Töpfe Tortellini Tortilla-Chips Tragehilfen Trinkhalme Trinkjoghurts Trinklerntassen T-Shirts Tupperware Turn- und Gymnastikmatten Uhren Uhrenarmbänder Umweltinformationen Umweltspiele Unfallversicherungen Universal-Fernbedienungen Unternehmensanleihen Unterstützungskassen Unterwäsche UV-Schutz für die Haare Vaterschaftstests Venenmittel Verhütungsmittel Versicherungen Vibratoren Videoprojektoren Videorecorder VitaminC-Präparate Vogelfutter Wachsmalstifte Wand- und Deckenpaneele Wanderstiefel Wandfarben Wandlasuren Wärmepumpen Wärmflaschen Warzenmittel Wäschetrockner Waschhilfen Waschlotionen Waschmaschinen Waschmittel Wassereis Wasserfilter Wasserkocher Wasserkraftfonds Wasserspar-Produkte Wasserstaubsauger WC-Reiniger Weichspüler Weintrauben Weißdorn-Präparate Weizenbier Weizenmehl Wellness-Produkte Wetterstationen Wickelauflagen Wimperntusche Wind- und Wettercremes Windeln Windkraftfonds Window Colours Windpark-Beteiligungen Wintersalat WLAN-Funkanlagen WLAN-Zugangsknoten Wohngebäudeversicherungen Wund- und Desinfektionsmittel Wurst Zahnärzte Zahnaufheller Zahnbürsten Zahncremes Zahnseide Zeitschriften Zelte Zug-/Bahnhofstoiletten Zusatzversicherungen u.v.m. ÜBER 3.000 TESTS IM ONLINE-ABRUF

|

|

|

| |

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

| |

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

| |

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| | |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

| |

|

| |

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| | |

| |

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| | |

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

| | | |

|

|

|

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

|

|

|

|

|

| | w w w. o e k o t e s t . d e | | | RICHTIG GUT LEBEN | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |

|

|

|

|

|

| | |

|

|

|

|

|

| |

|

|

|

| |

| |

|

|

|

|

| |

|

|

| | |

| |

| | | |

|


ForestFinance Magazin 1/2008