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Bildungsprogramm 2019


Impressum Herausgeber: Fonds Soziales Wien, Guglgasse 7–9, 1030 Wien, Tel.: 05 05 379. Redaktion, Gestaltung: Fonds Soziales Wien, Unternehmenskommunikation, AWZ Soziales Wien GmbH. Titelfoto: iStock/martin-dm. Fotos (wenn nicht anders angegeben): Fonds Soziales Wien/AWZ Soziales Wien GmbH. Gedruckt auf ökolog. Druckpapier aus der Mustermappe »Öko-Kauf Wien«. Druckerei: AV+Astoria Druckzentrum GmbH, Wien. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Artikel-Nr.: 1371. 1. Auflage. Stand: Oktober 2018

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Liebe Leserinnen, liebe Leser, die AWZ Soziales Wien GmbH (AWZ) ist mehr als die Summe ihrer einzelnen Angebote und Dienstleistungen. Mit ihrem aktuellen Bildungs- und Beratungsangebot geht die AWZ auf konkrete Veränderungen und neue Bedürfnisse in der Arbeitswelt ein und gestaltet dadurch soziale Verhältnisse der Gesellschaft mit. Ob Aus-, Fort- oder Weiterbildung: Berufliche Qualifikation ist ein wesentlicher Faktor für den individuellen Erfolg am Arbeitsmarkt! Daher wollen wir allen Menschen, die einen Beruf im Gesundheits- und Sozialbereich ergreifen möchten oder einen solchen bereits ausüben, mit unseren Vollzeit- oder berufsbegleitenden Ausbildungen und Seminaren ihre fachliche und persönliche Kompetenzentwicklung ermöglichen. Unsere zahlreichen Dienstleistungen im Aus- und Weiterbildungsbereich entwickeln wir laufend weiter. Dabei blicken wir seit Mai 2017 mit großer Freude auf unsere neue Schule für Gesundheits- und Krankenpflege gemäß § 95 GuKG, an der die Ausbildung in den Pflegeassistenzberufen durchgeführt wird. Unsere Lehrkräfte unterrichten nach modernsten Methoden und legen großen Wert auf Ihre praxisnahe Ausbildung. Unsere SeminarleiterInnen und TrainerInnen der Bildungsakademie sind Profis, die Ihr persönliches Fachwissen auf den letzten Stand bringen und wertvolle Impulse für Ihre praktische Arbeit geben. Gerne beraten wir Sie auch in Hinblick auf Förderungen, wie zum Beispiel Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) oder Arbeitsmarktservice (AMS). Der Bildungsberatung für Personen, die in der Grundversorgung Wien registriert sind, messen wir an der AWZ mehr denn je eine große Bedeutung bei. Die Wiener Bildungsdrehscheibe bietet seit 2016 unterschiedliche Dienstleistungen, wie z. B. Orientierungsberatung, Sprachstandserhebung und belgeitendes Bildungscoaching, an. Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einen Überblick über unser vielfältiges Angebot. Weiterführende Details finden Sie auf der Website www.awz-wien.at, hier ergänzen wir laufend unsere Bildungsmaßnahmen mit neuen Ausbildungen. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Gerne begleiten wir Sie ein Stück Ihres Wegs!

Vera Em Geschäftsführerin AWZ Soziales Wien GmbH

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Inhalt

Unsere Einrichtungen und Dienstleistungen Ausbildungseinrichtung für Sozial- und Gesundheitsberufe mit Schule für Gesundheits- und Krankenpflege

Seite 6

Wiener Schule für Sozialberufe

Seite 8

Bildungsakademie

Seite 10

Die Wiener Bildungsdrehscheibe

Seite 12

Freiwilliges Sozialjahr

Seite 14

Showroom für „Active Assisted Living“

Seite 16

Unser Bildungsprogramm Gesundheits- und Krankenpflege Verkürzte Ausbildung zur Pflegefachassistenz

Seite 20

PflegeassistentIn

Seite 21

Anerkennung der Ausbildung zur Pflegefachassistenz

Seite 22

Depression im Pflegekontext

Seite 23

Fortbildungsverpflichtung für PflegeassistentInnen

Seite 24

Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen

Seite 25

Kompetenzerwerb für PflegeassistentInnen – Intensivtag

Seite 26

Kultur- und gendersensible Pflege – Weiterbildung gemäß § 104a GuKG für Pflegeassistenzberufe

Seite 27

Palliative Care – Weiterbildung gemäß § 64 GuKG für Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege

Seite 28

Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen – Weiterbildung gemäß § 104a GuKG für Pflegeassistenzberufe

Seite 29

Pflegeprozess und Pflegedokumentation im mobilen Bereich

Seite 30

Sicher und menschenwürdig pflegen

Seite 31

Sozialbetreuung Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit

Seite 34

Fach-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit

Seite 35

Fach-SozialbetreuerIn Alten- oder Behindertenarbeit (Quereinstieg)

Seite 36

Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit

Seite 37

Fach-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung

Seite 38

Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung

Seite 39

HeimhelferIn

Seite 40

AlltagsbegleiterIn

Seite 41

Fortbildungsverpflichtung für Fach-SozialbetreuerInnen

Seite 42

Fortbildungsverpflichtung für HeimhelferInnen

Seite 43

Diversität und Fachthemen Asyl-, Fremdenpolizei-, Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht 4

Seite 46


Inhalt Betreutes Konto

Seite 47

Datenschutz und Dokumentation

Seite 48

Frauenrechte und Religionsfreiheit

Seite 49

Instant Ageing

Seite 50

Islamismus, Jihadismus, Rechtsextremismus und Radikalisierung

Seite 51

Menschenhandel und Ausbeutung in Österreich

Seite 52

Messie-Syndrom

Seite 53

Orientierung am Wohnungsmarkt

Seite 54

Rechts-Update für SozialarbeiterInnen

Seite 55

Flüchtlingshilfe Bildungsreihe für BetreuerInnen in der Flüchtlingshilfe

Seite 58

Menschen mit und ohne Behinderungen Bildungsreihe für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Pflege und Betreuung

Seite 60

Gesundheitsversorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung

Seite 61

Peer-StreitschlichterInnen im Behindertenbereich

Seite 62

Sprache Deutsch in Heimhilfe und Alltagsbegleitung

Seite 64

Deutsch in Pflege und Betreuung

Seite 65

Einführung in die medizinische Fachsprache

Seite 66

Erwerb und Anwendung medizinischer Fachsprache

Seite 67

Kommunikation für ÄrztInnen

Seite 68

Wohnungslosenhilfe Bildungsreihe „Junge wohnungslose Menschen“

Seite 70

Interkulturelle Aspekte im Rahmen der Betreuungstätigkeit in der Wohnungslosenhilfe

Seite 71

Peer-Support

Seite 72

Pflegebedarf in der Wohnungslosenhilfe

Seite 73

Praxistipps Deeskalation im niederschwelligen Bereich der Wohnungslosenhilfe

Seite 74

Sterbe- und Trauerbegleitung bei Betreut Wohnen

Seite 75

Suchtproblematik und Lösungsansätze in der Wohnungslosenhilfe

Seite 76

Themenschwerpunkt „Psychisch kranke obdach- und wohnungslose Menschen“

Seite 77

Zivildienst Erste Hilfe für Zivildienstleistende

Seite 80

Hygiene und Infektionsvermeidung für Zivildienstleistende

Seite 81

Maßgeschneiderte Firmenprogramme, Raumvermietung

Seite 82

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Das Jahr in Zahlen

Foto: iStock/kzenon

220 KundInnen 1,4 KundInnenzufriedenheit* 94 % Abschlüsse mit Erfolg

Ausbildungseinrichtung für Sozial- und Gesundheitsberufe mit Schule für Gesundheits- und Krankenpflege * Mittelwert in Schulnoten

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Die Ausbildungseinrichtung für Sozial- und Gesundheitsberufe (ASGB) führt seit Mai 2017 auch eine Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Ausgebildet wird in den Pflegeassistenzberufen sowie Sozialbetreuungsberufen.

Ausbildungsangebot InteressentInnen haben die Möglichkeit sich sich in der Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und Heimhilfe ausbilden zu lassen. Ebenso wird die Ausbildung in der mehrstündigen Alltagsbegleitung angeboten.

„Pflegeassistenz- und Sozialbetreuungsberufe sind Zukunftsberufe, die außerdem eine gute Basis für weiterführende Ausbildungen im Bereich des Sozial- und Gesundheitsbereichs bieten. Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege bietet mit der einjährigen Ausbildung zur Pflegefachassistenz interessierten und geeigneten PflegeassistentInnen die Chance, in überschaubarer Zeit einen Abschluss in einem Zukunftsberuf mit breitem Kompetenz- und Tätigkeitsspektrum zu erwerben.“ Drin Esther Matolycz Direktorin der Ausbildungseinrichtung für Sozial- und Gesundheitsberufe (ASGB) Direktorin der Wiener Schule für Sozialberufe (WiSOZ)

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Das Jahr in Zahlen

92 SchülerInnen 1,3 KundInnenzufriedenheit* 91 % Abschlüsse mit Erfolg

Wiener Schule für Sozialberufe

* Mittelwert in Schulnoten

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Die Wiener Schule für Sozialberufe (WiSOZ) bildet in den Sozialbetreuungsberufen aus und bietet als zusätzliches Angebot Lehrgänge zur Anerkennung der Ausbildung in der Pflegeassistenz an.

Ausbildungsangebot Das Angebot der Wiener Schule für Sozialberufe umfasst unter anderem die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit, Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung sowie die Ausbildung zum/zur Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung.

„Ausbildungen in den Sozialbetreuungsberufen bieten die Basis für die interessante und vielseitige Tätigkeit in verantwortungsvollen, komplexen und anspruchsvollen Feldern.“ Drin Esther Matolycz Direktorin der Ausbildungseinrichtung für Sozial- und Gesundheitsberufe (ASGB) Direktorin der Wiener Schule für Sozialberufe (WiSOZ)

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Das Jahr in Zahlen

Foto: iStock/skynesher

6.052 TeilnehmerInnen 1,3 KundInnenzufriedenheit* 508 Veranstaltungen

Bildungsakademie

* Mittelwert in Schulnoten

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Die Bildungsakademie der AWZ Soziales Wien GmbH ist ein Bildungsdienstleister in der Sozial- und Gesundheitsbranche. Jährlich bietet die Bildungsakademie ein bedarfsorientiertes Fort- und Weiterbildungsangebot am offenen Markt an.

Fort- und Weiterbildungsangebot Das kontinuierlich wachsende Angebot bietet Ihnen vertiefendes Fachwissen in den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege, Diversität, Flüchtlingshilfe und Sozialbetreuung. Ebenso können Interessierte aus einer Bandbreite von Seminaren, Bildungsreihen oder Lehrgängen zu den Themen Behindertenarbeit oder Wohnungslosenhilfe wählen. Abgerundet wird das Portfolio durch Bildungsangebote im Bereich Sprache. Außerdem gibt es ausgewählte Themen für Zivildienstleistende.

„Wir erweitern stetig unser Angebot an vielfältigen Bildungsdienstleistungen in der Sozial- und Gesundheitsbranche und können unsere Produkte dadurch flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen und – damit einhergehend – an die Bedürfnisse des Marktes anpassen.“ Dr. Günther Ettenauer Leiter der Bildungsakademie der AWZ Soziales Wien GmbH

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Das Jahr in Zahlen

7.000 KundInnen 18.288 Beratungskontakte 10.000 vermittelte BildungsmaĂ&#x;nahmen

Die Wiener Bildungsdrehscheibe

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Für Menschen in der Grundversorgung in Wien ist die Wiener Bildungsdrehscheibe der AWZ Soziales Wien GmbH die erste Anlaufstelle, wenn es um Lernen und Bildung geht. Durch individuelle Beratung und passgenaue Vermittlung von geförderten Angeboten werden Ankommen und Integration unterstützt und die Selbstständigkeit gefördert.

Beratungsangebot Für einen einfachen Zugang zu Beratungs- und Bildungsangeboten können Gespräche in der Erstsprache der KundInnen geführt werden. Die BeraterInnen vermitteln neben allgemeinen und Fach-Deutschkursen auch Basisbildungs- und gemeinnützige Beschäftigungsangebote sowie das Bildungsangebot von „Start Wien – Das Jugendcollege“, welches vom Fonds Soziales Wien (FSW) mitfinanziert wird. Die multiprofessionellen BeraterInnen informieren über weiterführende Schulen, Ausbildungswege und berufliche Perspektiven.

„Aufbauend auf den Fähigkeiten, die unsere KundInnen mitbringen, unterstützen wir sie beim Erlernen der deutschen Sprache und bei der Erreichung ihrer Bildungsziele in einem für sie noch fremden Land.“ Michaela Beichl Leitung Wiener Bildungsdrehscheibe

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Das Jahr in Zahlen

Foto: Ian Ehm/FSW

10 Monate 34 Wochenstunden 250 Euro monatliches Taschengeld

Freiwilliges Sozialjahr

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Soziales Engagement von jungen Erwachsenen Das Freiwillige Sozialjahr der AWZ Soziales Wien GmbH bietet jungen Erwachsenen ab 17 Jahren die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren, persönlich weiterzuentwickeln und die spannende Arbeit im Sozialbereich in Wien kennenzulernen. Das rund zehn Monate dauernde freiwillige Engagement ist in den Bereichen Flüchtlingshilfe, Wohnungslosenhilfe oder Altenbetreuung möglich: Diverse Einsatzstellen ermöglichen den TeilnehmerInnen nicht nur das Kennenlernen der täglichen Arbeit im Gesundheits- und Sozialbereich, sondern stellen auch eine vielversprechende Referenz im Lebenslauf der jungen Erwachsenen dar.

Weil Einsatz zählt Jedes Jahr ab September können junge Erwachsene die Chance nutzen und sich für eine Dauer von zehn Monaten im gewählten Einsatzbereich engagieren. Die wöchentliche Einsatzzeit beträgt 34 Stunden und beinhaltet als wesentlichen Bestandteil auch ein vielschichtiges Bildungsangebot, welches unter anderem Fachseminare, persönlichkeitsentwickelnde Workshops und Elemente der Berufsorientierung enthält. Darüber hinaus kann es als ordentlicher Zivildienst angerechnet werden. Die TeilnehmerInnen erhalten monatlich 250 Euro Taschengeld und nach Abschluss des Freiwilligen Sozialjahres ein Zertifikat.

„Wir freuen uns, dass junge Erwachsene nun auch in einem der zehn Tageszentren des Fonds Soziales Wien ein Freiwilliges Sozialjahr absolvieren und dieses als ‚Türöffner‘ für den Berufseinstieg in den Gesundheits- und Sozialbereich nutzen können. Unsere MitarbeiterInnen leisten täglich wertvolle Arbeit, um die Selbstständigkeit unserer KundInnen zu fördern und ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Das Sozialjahr bietet Gelegenheit, die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche kennenzulernen und wichtige Erfahrungen fürs Leben zu sammeln.“ Mag. Hartwig Müller, Bereichsleiter Tageszentren für SeniorInnen FSW-Wiener Pflege- und Betreuungsdienste GmbH

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Der AAL-Showroom in Zahlen

7 TechnologiepartnerInnen 300 BesucherInnen* 30 Quadratmeter

Showroom für „Active Assisted Living“

*im Zeitraum Februar bis September 2018

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Altern mit Zukunft Im Hinblick auf den demographischen Wandel und der rasanten Entwicklung neuer Technologien, steht unsere Gesellschaft vor einer Fülle an Veränderungen, die besonders den Alltag von SeniorInnen beeinflussen können. Das Konzept „Active Assisted Living“ (AAL) versucht auf diesen Verlauf unterstützend einzuwirken und Produkte, Dienstleistungen sowie Lösungen anzubieten, die moderne Technologien und soziales Umfeld miteinander verknüpfen. Ziel ist es, die Selbstständigkeit von Menschen im Alter möglichst lange zu erhalten und ihre Lebensqualität zu steigern.

Der Showroom

Foto: Franz Pfluegl

Ganz nach dem Motto „AAL-Technologien erlebbar machen“ hat die AWZ Soziales Wien GmbH 2018 einen Showroom zum Thema AAL eingerichtet. Um ein möglichst realitätsnahes Kennenlernen und Erkunden von AAL-Technologien zu ermöglichen, finden die Präsentationen der im Showroom eingesetzten Technik unter realistischen (Wohn-)Bedingungen statt. Durch einen Mix aus Video, Kurzvortrag und praxisnahen Use Cases zu den im Showroom vorhandenen Technologien wird ein erhöhtes Bewusstsein bei interessierten BesucherInnen für das Thema AAL geschaffen. Das Projekt wird von der AWZ Soziales Wien GmbH in Kooperation mit der FEEI Management-Service GmbH und der Industriellenvereinigung Wien (IV-Wien) durchgeführt.

„Active Assisted Living ist in den letzten Jahren zu einem der zentralen Begriffe in der Diskussion rund um die ineinandergreifenden Trends „Digitalisierung“ und „demographischer Wandel“ geworden. Moderne Technologien, die ältere Menschen und Angehörige in ihrem täglichen Leben unterstützen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, die Sichtbarkeit des Themas AAL auf allen Ebenen der öffentlichen Wahrnehmung zu fördern. Die AWZ Soziales Wien GmbH zeigt mit ihrem AALShowroom, wie in Zukunft eigenständiges Wohnen im höheren Alter mithilfe technischer Innovationen möglich sein kann.“ DI Uli Waibel, Generalsekretär AAL Austria

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Foto: iStock/KatarzynaBialasiewicz

Gesundheits- und Krankenpflege Ausbildung Verkürzte Ausbildung zur Pflegefachassistenz PflegeassistentIn Anerkennung Ausbildung zur Pflegefachassistenz Fort- und Weiterbildung Depression im Pflegekontext Fortbildungsverpflichtung für PflegeassistentInnen Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen Kompetenzerwerb für PflegeassistentInnen – Intensivtag Kultur- und gendersensible Pflege Palliative Care Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen Pflegeprozess und Pflegedokumentation Sicher und menschenwürdig pflegen

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Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Verkürzte Ausbildung zur Pflegefachassistenz Vollzeitausbildung (1 Jahr)

Sie haben eine Ausbildung zur Pflegeassistenz (Pflegehilfe) absolviert und interessieren sich für die verkürzte Ausbildung zur Pflegefachassistenz? Sie wollen Ihre Kompetenz und Ihr Wissen über die Unterstützung von kranken und pflegebedürftigen Menschen vertiefen und erweitern? Dann sind wir die richtige Adresse für Sie! Wir bieten Ihnen eine umfassende, praxisorientierte Ausbildung zur Pflegefachassistenz.

Zu den Aufgaben gehören • Durchführung übertragener Pflegemaßnahmen im Bereich der Lebensaktivitäten (z. B. Körperpflege, Mobilisation und Ernährung) und unter Einbeziehung der Ressourcen der pflegebedürftigen Menschen • Mitwirkung bei der Erhebung, Beobachtung und Weiterleitung biografiebezogener, pflegerelevanter Daten und bei der Evaluierung des Pflegeprozesses • Mitwirkung bei medizinisch-diagnostischen Aufgaben (z. B. die Durchführung von Blutentnahmen und Injektionen sowie die Verabreichung von Arzneimitteln) • Mitwirkung an bestimmten Infusionstherapien inklusive Versorgung des perivenösen Gefäßzugangs • Legen und Entfernen von transnasalen und transoralen Magensonden • Setzen und Entfernen transurethraler Katheter bei der Frau (ausgenommen bei Kindern) • Durchführung standardisierter diagnostischer Programme (z. B. EKG) Die umfassende und praxisorientierte, verkürzte Ausbildung zur Pflegefachassistenz dauert ein Jahr. Die Praktika finden unter Anleitung erfahrener MitarbeiterInnen in verschiedenen Einrichtungen des Wiener Sozial- und Gesundheitswesens statt. Als PflegefachassistentIn arbeiten Sie im Bereich der Hauskrankenpflege sowie in Einrichtungen der Langzeitbetreuung, in Krankenhäusern, in Tageszentren sowie in SeniorInnen-Wohngemeinschaften.

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Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflege

PflegeassistentIn Vollzeitausbildung (1 Jahr)

PflegeassistentInnen betreuen pflegebedürftige Menschen und unterstützen den gehobenen Dienst für Gesundheitsund Krankenpflege sowie Ärztinnen und Ärzte.

Zu den Aufgaben gehören • Unterstützung von Menschen mit Pflegebedarf bei z. B. Körperpflege und Ernährung • Durchführung von Grundtechniken der Pflege und Mobilisation • Durchführung prophylaktischer Pflegemaßnahmen • Krankenbeobachtung • Soziale Betreuung von pflegebedürftigen Menschen • Dokumentation der Pflegemaßnahmen Nach schriftlicher ärztlicher Anordnung (bzw. Anordnung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und unter dessen Aufsicht) auch beispielsweise • Verabreichung von Arzneimitteln, Anlegen von Verbänden • Durchführung subkutaner Injektionen, Blutentnahme aus der Vene • Bestimmung des Blutzuckerspiegels und Mitwirkung an anderen, standardisierten Untersuchungen • Erhebung und Überwachung medizinischer Basisdaten (wie Puls oder Blutdruck) Ihre Ausbildung zur Pflegeassistenz dauert ein Jahr. Als PflegeassistentIn arbeiten Sie im Bereich der Hauskrankenpflege sowie in Einrichtungen der Langzeitbetreuung, in Tageszentren sowie in SeniorInnen-Wohngemeinschaften oder in Krankenhäusern.

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Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Anerkennung der Ausbildung zur Pflegefachassistenz Ergänzungsausbildung, Eignungsprüfung oder Anpassungslehrgang

Wenn Sie in Ihrer Heimat einen Gesundheitsberuf erlernt haben und nun in Österreich eine solche Tätigkeit ausüben wollen, können Sie sich zur Pflegeassistentin/zum Pflegeassistenten qualifizieren. In diesem abwechslungsreichen Beruf pflegen, betreuen und begleiten Sie pflegebedürftige Menschen und unterstützen andere Berufsgruppen bei ihrer Arbeit. Die Ausbildungsdauer und -inhalte sind je nach Anerkennungsbescheid unterschiedlich. Nach positiver Absolvierung aller im Bescheid stehenden Gegenstände bzw. Praktika wird eine Bescheinigung ausgestellt, die es Ihnen erlaubt, in Österreich als PflegeassistentIn zu arbeiten.

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Depression im Pflegekontext

PflegeassistentInnen begegnen in der Ausübung ihrer täglichen Arbeit PatientInnen mit den verschiedensten körperlichen Symptomen. Um diese Beschwerden so schnell als möglich zu lindern und den Heilungsprozess einzuleiten, kommen umfangreiche Pflege- und Betreuungsmaßnahmen zur Anwendung. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie mit PatientInnen umzugehen ist, die neben körperlichen Beschwerden an einer Depression erkrankt sind? In diesem Seminar erfahren Sie mehr zum Thema Depression und wie Sie PatientInnen im Pflege- und Betreuungskontext, die an dieser psychischen Erkrankung leiden, begegnen können. Sie erweitern Ihre fachlichen Kenntnisse rund um das Thema Depression und erhalten wertvolle Inputs, die Sie in Ihrer täglichen Praxis anwenden können. Dieses Seminar richtet sich an alle PflegeassistentInnen, die ihr Wissen über das Thema Depression im Pflegekontext vertiefen möchten, um in diesem Zusammenhang ihre fachspezifische Kompetenz zu erweitern.

neu

Zielgruppe PflegeassistentInnen Inhalte | Methoden • Einführung in das Thema Depression • Ursachen für eine Depression inkl. Erklärungsmodelle • Überblick der Störungsbilder inkl. Erscheinungsbilder der Erkrankung • Symptomatik von Depressionen • Differentialdiagnose zu ähnlichen Erkrankungsbildern • Erleben der Erkrankung • Umgangsformen und Kommunikation in verschiedenen Krankheitsphasen • Umgang mit Suizidalität • Multiprofessionelle Zusammenarbeit bei PatientInnen mit Depression Nutzen • Erweiterung der Fachkompetenz zum Thema Depression • Fallbeispiele aus der Praxis • Erfahrungsaustausch

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Fortbildungsverpflichtung für PflegeassistentInnen PflegeassistentInnen sind in der Gesundheits- und Krankenpflege mit vielfältigen Aufgaben und Einsatzfeldern betraut. In den vergangenen Jahren wurde der Kompetenz- und Verantwortungsbereich für PflegeassistentInnen ausgebaut. Die stetig wachsenden Aufgaben im Bereich der Gesundheitsund Krankenpflege verlangen von PflegeassistentInnen eine fortlaufende Fort- und Weiterbildung, um den hohen Ansprüchen in der täglichen Arbeit gerecht zu werden. Die AWZ Soziales Wien GmbH bietet PflegeassistentInnen ein kontinuierlich wachsendes Portfolio an Fort- und Weiterbildungen an, welches Sie bei den Herausforderungen im Arbeitsalltag unterstützt und Ihre Handlungskompetenzen in diversen Feldern erweitert. Die angebotenen Seminare dienen neben der weiteren Professionalisierung auch den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungsstunden, die PflegeassistentInnen nach der abgeschlossenen Ausbildung nachweisen müssen. Die verschiedenen Seminarangebote vermitteln umfangreiches theoretisches Wissen und praxisbezogene Inhalte.

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neu

Zielgruppe PflegeassistentInnen Angebote • Basale Stimulation für PflegeassistentInnen • Deeskalations- und Sicherheitsmanagement für PflegeassistentInnen • Demenzschulung für PflegeassistentInnen • Erste-Hilfe-Auffrischung für PflegeassistentInnen • MH Kinaesthetic Grundkurs • Kultursensible Pflege für PflegeassistentInnen • Rechtliche Grundlagen für PflegeassistentInnen Nutzen • Ausbau von spezifischem Fachwissen für PflegeassistentInnen • Absolvierung der Fortbildungsverpflichtung für PflegeassistentInnen


Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen Das Pflegepersonal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder der häuslichen Betreuung ist täglich mit einer wachsenden Anzahl von an Demenz erkrankten Menschen befasst. Die kompetente Betreuung dieser Personen schließt professionelle Kommunikation mit ein. Verstehen und verstanden werden ist eine Voraussetzung, um die Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen zu verbessern. Gelungene Kommunikation ist deshalb entscheidend für deren wirkungsvolle Betreuung. In diesem Seminar erhalten Sie fundiertes Wissen zum Thema Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen. Sie erlernen spezielle Methoden und Techniken, um besser auf PatientInnen eingehen zu können. Durch theoretischen und praxisbezogenen Input wird Ihnen Wissen rund um das Thema Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen vermittelt und eine Vielzahl verschiedener Kommunikationstechniken aufgezeigt.

Zielgruppe Diplomiertes Gesundheits- und Pflegepersonal, PflegeassistentInnen Inhalte | Methoden • Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen -- Besonderheiten der Kommunikation -- Herausforderungen in der Kommunikation • Validation nach Feil -- Was bedeutet der Begriff Validation? -- Leitbild -- Grundhaltung -- Technik • Sensorische Stimulation und Realitätsorientierung • Theorie-Input, Übungen und Erfahrungsaustausch Nutzen • Wissenserweiterung zum Thema Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Kompetenzerwerb für PflegeassistentInnen – Intensivtag Mit der Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) 2016 verändert sich auch der Verantwortungs- und Aufgabenbereich für PflegeassistentInnen. Sie müssen neue Aufgaben übernehmen und zusätzliche Kompetenzen aufbauen. Es kommen weitere verantwortungsvolle Aufgaben auf die PflegeassistentInnen zu.

Zielgruppe PflegeassistentInnen mit Qualifikationsnachweis in Form einer Pflegehilfeausbildung nach den Bestimmungen des GuKG vor der Novelle BGBl. I Nr. 75/2016

In diesem Seminar werden die theoretischen Inhalte kompakt erarbeitet und Sie erweitern durch praktische Übungen Ihr Können. Sie erwerben fachliche Kompetenz, wenn es um das Thema Venenpunktion geht, und festigen Ihr Know-how rund um das Thema Absaugen in stabilen Pflegesituationen.

Inhalte | Methoden • Medikamentenapplikation • Herzdruckmassage und Beatmung • Venenpunktion • Absaugen in stabilen Pflegesituationen • Mikro- und Einmalklistiere • Theorie-Input und praktische Übungen

Sie erfahren mehr über das Verabreichen von medizinischen Wirkstoffen und wissen über die verschiedenen Applikationsformen Bescheid. Abschließend erlernen Sie die Anwendungen und Wirkungsprinzipien von Mikro- und Einmalklistieren sowie Herzdruckmassagen und Beatmung mit Beatmungshilfen.

Nutzen • Kompetenzerweiterung im Verantwortungsbereich von PflegeassistentInnen • Berufsgruppenspezifischer Aufbau von Fachwissen • Nachweis Kompetenzerwerb für PflegeassistentInnen • Qualitätssicherung und Organisationsentwicklung

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Kultur- und gendersensible Pflege – Weiterbildung gemäß § 104a GuKG für Pflegeassistenzberufe Das Konzept der kultur- und gendersensiblen Pflege sieht den pflegebedürftigen Menschen nicht in erster Linie als Pflegebedürftigen sondern als Individuum in seiner eigenen Welt. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Erscheinungsund Verhaltensweisen, mit der Wertschätzung gegenüber dem Individuum und im Hinblick auf die Verbesserung der Lebensqualität können die optimalen Maßnahmen in der Pflege geleistet werden. Ziel Das Konzept der kultur- und gendersensiblen Pflege bringt den TeilnehmerInnen auf gut verständliche Weise die wesentlichen Aspekte und Formen der kultur- und gendersensiblen Pflege näher. Die TeilnehmerInnen des Lehrgangs werden auf die besonderen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen sensibilisiert, bekommen Know-how sowie solide Praxisstrategien und reflektieren über ihre eigenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und Verhaltensweisen. Die TeilnehmerInnen werden mit spezialisierten, anwendungsorientierten Kenntnissen vertraut gemacht, wobei der Lehrgang zur fachlichen, beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung der TeilnehmerInnen beiträgt.

neu

Zielgruppe PflegeassistentInnen und PflegefachassistentInnen Inhalte | Methoden • Einführung in Migrationsstudien (inkl. Lehrgangsüberblick) • Diversität und Diversitätsmanagement • Kulturwissenschaftliche Ansätze im pflegerischen Kontext • Interkulturelle Kompetenzen in der Pflege • Argumentationstraining gegen Diskriminierung • Kulturell-spirituelle Aspekte • Kommunikation und Konfliktsituationen in der gendersensiblen Pflege • Gendersensible Pflege • Ethische Aspekte in der sensiblen Pflege • Selbstpflege in der Pflege Nutzen • Professionalisierung der Pflege und Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund • Organisationsübergreifendes Lernen durch Austausch und Vernetzung • Berufliche und persönliche Weiterentwicklung

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Palliative Care – Weiterbildung gemäß § 64 GuKG für Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege Palliative Care als Versorgungskonzept ermöglicht unter Berücksichtigung der Autonomie des Menschen und mit Respekt gegenüber dem Leben die Verbesserung der Lebensqualität von unheilbar kranken und sterbenden Menschen sowie von deren Angehörigen. In den einzelnen Modulen werden Ihnen auf verständliche Weise die wesentlichen Aspekte und Formen der Palliative Care nähergebracht. In unterschiedlichen Basis-, Schwerpunkt- und Vertiefungsmodulen bauen Sie fachliches Knowhow auf und festigen Ihre spezifischen Kompetenzen. Die angebotenen Module sind ausschließlich gesamthaft buchbar und schließen mit einer kommissionellen Prüfung ab.

Zielgruppe Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen Module Einführung • Modul 1: Einführung in die Palliative Care (inkl. Lehrgangsüberblick) • Schwerpunktmodule Medizin und Pflege • Modul 2: Palliativmedizin • Modul 3: Palliativpflege und Umgang mit körperlichen Symptomen Schwerpunktmodule Psychologie, Soziales, Spiritualität • Modul 4: Psychische Aspekte • Modul 5: Soziale Aspekte • Modul 6: Kulturell-spirituelle Aspekte Schwerpunktmodule Kommunikation, Teamarbeit, Selbstpflege • Modul 7: Kommunikation und Beratungstätigkeit • Modul 8: Teamarbeit in der Palliative Care • Modul 9: Selbstpflege in der Palliative Care Vertiefungsmodule • Modul 10: Rechtliche Rahmenbedingungen • Modul 11: Qualitätssicherung, Organisationsentwicklung Begleitende Maßnahmen • Praktikum, Fallarbeit, Reflexionsrunden, Lehrgangsabschluss inkl. Abschlussprüfung Nutzen • Professionalisierung der Pflege und Betreuung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen • Organisationsübergreifendes Lernen durch Austausch und Vernetzung

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen – Weiterbildung gemäß § 104a GuKG für Pflegeassistenzberufe PflegeassistentInnen sind in der Gesundheits- und Krankenpflege mit vielfältigen Aufgaben betraut, dies erfordert umfangreiche und zielgerichtete Qualifikationen. Bei der Pflege von psychiatrischen und gerontopsychiatrischen Erkrankungen sind die Anforderungen an ein spezielles Fach- und Methoden-Know-how für PflegeassistentInnen von großer Bedeutung. Dieser Teilbereich erfordert ein besonderes Pflegeverständnis, um die Erhaltung und Förderung größtmöglicher Selbstständigkeit für PatientInnen zu gewährleisten und damit die Lebensqualität dieser Personen bestmöglich zu erhalten. Ziel In diesem Lehrgang erhalten Sie das notwendige Fachwissen, welches Sie in weiterer Folge befähigt, die Begleitung, Förderung und Betreuung in der Pflege von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen zu gewährleisten. Durch die Vermittlung von praxisorientierten Inhalten eines multiprofessionellen ReferentInnen-Teams, werden Ihnen umfangreiche Inhalte im theoretischen Teil nähergebracht, die Sie im Zuge eines vierzigstündigen Praktikums festigen.

neu

Zielgruppe PflegeassistentInnen und PflegefachassistentInnen Module • Einführung in die psychiatrische und gerontopsychiatrische Pflege • Medizinischer Fachteil inkl. Pharmakologie • Häufige Krankheitsbilder psychisch kranker Menschen • Kommunikation mit psychisch kranken Menschen • Krisenintervention im Kontext der psychiatrischen Pflege • Deeskalation im Kontext der psychiatrischen Pflege • Beziehungsgestaltung • Ethik und Berufskunde in der psychiatrischen Pflege • Rechtliche Grundlagen • Supervision und Psychohygiene Nutzen • Kompetenzaufbau in der Pflege von psychisch erkrankten Menschen • Praxisbezogene und multiprofessionelle Trainingsinhalte

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Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Pflegeprozess und Pflegedokumentation im mobilen Bereich Im Bereich spezifischer Berufsgruppen der Sozial- und Gesundheitsbranche sind regelmäßige Fort- und Weiterbildungen notwendig, um die jeweiligen Aufgaben und Herausforderungen bestmöglich bewältigen zu können sowie die neuesten Standards zu erfüllen. Der Pflegeprozess bildet die Zusammenarbeit zwischen Pflegenden, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen ab. In diesem Kurs festigen die TeilnehmerInnen die vorhandenen Kenntnisse über die Schritte des Pflegeprozesses, dessen Dokumentation sowie zur Qualitätssicherung in der Pflege und Betreuung. Das Wissen über den pflegediagnostischen Prozess und die praktische Planung der Pflegemaßnahmen werden vertieft. Auf diese Weise werden Sie vorbereitet, den Pflegeprozess zu vereinfachen und praktisch im Berufsleben umzusetzen. Dadurch entstehen wesentliche Verbesserungen im Hinblick auf Zeitmanagement und Qualitätssicherung. Die Transparenz des Pflegeprozesses und der Pflegedokumentation, professioneller Wissenstransfer sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit wirken sich positiv auf die Betreuung der KundInnen aus.

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neu

Zielgruppe Diplomiertes Gesundheits- und Pflegepersonal Inhalte | Methoden • Fallbearbeitung, praktische Übungen, Austausch • Pflegeassessment • Pflegediagnostischer Prozess • Erstellung der Pflegeplanung (Pflegediagnosen, Pflegeziele, Pflegemaßnahmen) • Evaluation und Qualitätssicherung im Pflegeprozess • Pflegedokumentation Nutzen • Professioneller und transparenter Wissensstand • Weiterentwicklung der beruflichen Handlungskompetenz • Anwendung komplementärer Pflegemethoden • Qualitätssicherung in der Organisation • Verbesserung im Zeitmanagement durch zielgerechte Abbildung des Pflegeprozesses in der Pflegedokumentation


Fort- und Weiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege

Sicher und menschenwürdig pflegen

Der Umgang mit Menschen, die Pflege brauchen, ist für professionelle Betreuungskräfte mit hoher Verantwortung verbunden. Aus Sorge vor Stürzen, Verletzungen oder dem Davonlaufen von betagten Menschen setzen pflegende Personen freiheitsbeschränkende Maßnahmen, wie zum Beispiel das Versperren der Wohnungstüre oder das Anbringen von Bettgittern. Oftmals fehlt dabei das Bewusstsein, dass bei pflegebedürftigen Menschen mit solchen Maßnahmen negative Gefühle, Aggression, Verzweiflung oder Angstzustände einhergehen und sich das Gesamtbefinden insgesamt verschlechtern kann. In diesem Seminar werden rechtliche Grundlagen sowie praktische Handlungsmöglichkeiten und Wege zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit diskutiert, ohne Menschen in ihren Rechten zu beschränken. Dieses Seminar richtet sich an Personen, die regelmäßig in beruflichem Kontakt mit pflegebedürftigen Menschen stehen. Sie können durch den gezielten theoretischen Input in Verbindung mit Berichten aus der Praxis Ihr Wissen ausbauen und haben die Möglichkeit Ihre Erfahrungen zu teilen.

Zielgruppe MitarbeiterInnen in der mobilen Hauskrankenpflege, Fachaufsichten, PflegeassistentInnen, HeimhelferInnen, MitarbeiterInnen von Besuchsdiensten

Inhalte | Methoden • Rechtliche Rahmenbedingungen • Haftungsfragen, Definition, Konsequenzen • Freiheitsbeschränkung vs. Freiheitseinschränkung • Medikamentöse Freiheitsbeschränkung • Einwilligung, mutmaßliche Einwilligung • Pflegerische Betreuungskonzepte • Alternative Maßnahmen • Theorie-Input, Fallbeispiele, Diskussion und Austausch Nutzen • Grundlegendes Rechtsverständnis • Anwendbare Praxistipps

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Foto: iStock/iofoto

Sozialbetreuung Ausbildung Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit Fach-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit Fach-SozialbetreuerIn Alten- oder Behindertenarbeit (Quereinstieg) Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit Fach-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung HeimhelferIn AlltagsbegleiterIn Fort- und Weiterbildung Fortbildungsverpflichtung fĂźr Fach-SozialbetreuerInnen Fortbildungsverpflichtung fĂźr HeimhelferInnen

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Ausbildung Sozialbetreuung

Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit Vollzeitausbildung (2 Jahre) Berufsbegleitend (2 Jahre)

Fach-SozialbetreuerInnen für Altenarbeit erfassen die spezifische Lebenssituation von älteren Menschen und setzen gezielte Maßnahmen, um ihre Lebensqualität zu erhalten bzw. zu erhöhen.

Zu den Aufgaben gehören • Begleitende Hilfe zur Unterstützung bei der psychosozialen Bewältigung von Krisensituationen • Hilfe zur täglichen Lebensbewältigung (Herstellung von Alltagsnormalität, Tagesstrukturierung) • Pflege (z. B. Körperpflege, Krankenbeobachtung, prophylaktische Pflegemaßnahmen) • Förderung der Selbstständigkeit, Anregung zur Erhaltung des sozialen Umfeldes • Hilfe zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben im Alter • Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung Fach-SozialbetreuerInnen für Altenarbeit arbeiten z. B. in Wohn- und Pflegehäusern, in der Hauskrankenpflege und in Tagesbetreuungseinrichtungen für ältere Menschen. Ihre Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit dauert zwei Jahre. Im ersten Jahr absolvieren Sie die Ausbildung zur Pflegeassistenz nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Pflegeassistenz können Sie direkt in den Fachschwerpunkt einsteigen und die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn abschließen. Neben kompetenten und erfahrenen Vortragenden bieten wir Ihnen sorgfältig ausgewählte Praktikumsplätze in verschiedenen Wiener Sozialeinrichtungen. Dieses Angebot ermöglichen unsere zahlreichen KooperationspartnerInnen aus der Wiener Soziallandschaft.

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Ausbildung Sozialbetreuung

Fach-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit Vollzeitausbildung (2 Jahre) Berufsbegleitend (2 Jahre)

Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit unterstützen Menschen mit Behinderungen. Sie begleiten diese in allen Bereichen des Lebens beim Wohnen in der eigenen Wohnung oder in einer betreuten Wohnform, in der Arbeit, bei der Ausbildung oder in einer Tagesstruktur. Auch in der Freizeit unterstützen Sie Ihre Kundinnen und Kunden.

Zu den Aufgaben gehören • Unterstützung und Förderung bei der Teilnahme am sozialen Leben • Förderung und Training vorhandener Fertigkeiten • Pflege, z. B. Körperpflege, Krankenbeobachtung, prophylaktische Pflegemaßnahmen • Freizeitgestaltung • Unterstützung bei kritischen Lebensereignissen, z. B. Krankheit, Trauer, Tod Die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit dauert zwei Jahre. Im ersten Jahr absolvieren Sie die Ausbildung zur Pflegeassistenz nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Pflegeassistenz können Sie direkt in den Fachschwerpunkt einsteigen und die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn abschließen. Die Berufsfelder, in die Sie einsteigen können, umfassen z. B. Wohngemeinschaften, Teilbetreutes Wohnen, Werkstätten, Tageszentren, Arbeitsassistenz, Freizeitassistenz, Basale Förderklassen, Integrationsklassen, Beratung und Begleitung. Neben kompetenten und erfahrenen Vortragenden bieten wir Ihnen sorgfältig ausgewählte Praktikumsplätze in verschiedenen Wiener Sozialeinrichtungen. Dieses Angebot ermöglichen unsere zahlreichen KooperationspartnerInnen aus der Wiener Soziallandschaft.

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Ausbildung Sozialbetreuung

Fach-SozialbetreuerIn Alten- oder Behindertenarbeit (Quereinstieg) Sie haben die Ausbildung zur Pflegeassistenz (Pflegehilfe) abgeschlossen und suchen nach einer neuen beruflichen Herausforderung? Die Wiener Schule für Sozialberufe (WiSOZ), eine Einrichtung der AWZ Soziales Wien GmbH, bietet den Einstieg in die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn mit Schwerpunkt Alten- oder Behindertenarbeit (Detailinformationen zur Ausbildung finden Sie auf Seite 34 und 35). Der jeweilige Fachschwerpunkt umfasst eine einjährige Vollzeitausbildung mit 785 Stunden Theorie und ein Praktikum im Ausmaß von 400 Stunden. Aufgrund des 2016 reformierten Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes haben InteressentInnen mit abgeschlossener Ausbildung in der Pflegehilfe die Möglichkeit, die zusätzlich erforderlichen Kompetenzen zur Pflegeassistenz an der WiSOZ zu erwerben.

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Ausbildung Sozialbetreuung

Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit Berufsbegleitend (1 Jahr)

Sie haben die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn absolviert und suchen nach einer neuen Herausforderung? Die Wiener Schule für Sozialberufe (WiSOZ) bietet einen Lehrgang zum/zur Diplom-SozialbetreuerIn in berufsbegleitender Form an. Die Ausbildungsschwerpunkte sind Behindertenarbeit sowie Behindertenbegleitung. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, ihre fachlichen Kompetenzen weiter zu stärken und diese Ausbildung mit einem Diplom abzuschließen. Neben der Vertiefung in den Ausbildungsschwerpunkten Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung sowie Management und Organisationslehre befähigt Sie der Diplomlehrgang mit Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsschwierigkeiten und Behinderung zu arbeiten.

Schwerpunkte des Diplomlehrgangs sind • Erweiterung der Kompetenzen im Bereich Organisation und Management, Projektplanung, Moderation, Beratung und Gesprächsführung • Methoden der Sozialforschung, Einblicke in die Sozialplanung und die Anwendungsfelder der Sozialwissenschaften in den Ausbildungsschwerpunkten • Grundlagen der Pädagogik im Kindes- und Jugendalter, interkulturelle Jugendarbeit sowie wahrnehmungsund kreativitätsfördernde Angebote für Kinder- und Jugendliche • Sozialpädagogisches Handeln in der Familienarbeit • Vertiefende Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Verfassen von Texten und Berichten sowie Konzepte der barrierefreien Kommunikation mit „Einfacher Sprache“ • Koordination und fachliche Anleitung von MitarbeiterInnen, PraktikantInnen sowie der Erwerb von Leitungskompetenz • Grundlagen der Organisationslehre und Organisationsentwicklung sowie Qualitätsmanagement, -entwicklung und -evaluation

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Ausbildung Sozialbetreuung

Fach-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung Berufsbegleitend (2 Jahre)

Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenbegleitung unterstützen, beraten und begleiten Menschen mit Behinderung in sämtlichen Bereichen ihres Lebens beim Wohnen, in der Arbeit, bei der Ausbildung und in der Freizeit. Dabei steht die Beratung, Assistenz und Förderung für die Lebensplanung und die Gestaltung von Beziehungen im Vordergrund. Die Erlangung von pflegerischen Qualifikationen erfolgt durch das Modul „Unterstützung der Basisversorgung“.

Zu den Aufgaben gehören • Kompetenter und professioneller Umgang mit Menschen mit Behinderung • Aktive Unterstützung bei Gesprächsführung und Verhandlungen • Beratung, Anregung, Assistenz, Förderung und erforderlichenfalls Maßnahmen der Intervention • Menschen mit Behinderung vertreten und in ihrem Sinne Termine wahrnehmen sowie Aufgaben erledigen • Fachlich fundierte Unterstützung bei der Basisversorgung Die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn für Behindertenbegleitung dauert zwei Jahre und wird berufsbegleitend angeboten. Neben erfahrenen Vortragenden bieten wir Ihnen sorgfältig ausgewählte Praktikumsplätze in verschiedenen Wiener Sozialeinrichtungen. Dieses Angebot ermöglichen unsere zahlreichen KooperationspartnerInnen aus der Wiener Soziallandschaft.

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Ausbildung Sozialbetreuung

Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung Berufsbegleitend (1 Jahr)

Sie haben die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn absolviert und suchen nach einer neuen Herausforderung? Die Wiener Schule für Sozialberufe (WiSOZ) bietet einen Lehrgang zum/zur Diplom-SozialbetreuerIn in berufsbegleitender Form an. Die Ausbildungsschwerpunkte sind Behindertenarbeit sowie Behindertenbegleitung. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, ihre fachlichen Kompetenzen weiter zu stärken und die Ausbildung mit einem Diplom abzuschließen. Neben der Vertiefung in den Ausbildungsschwerpunkten Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung sowie Management und Organisationslehre befähigt Sie der Diplomlehrgang mit Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsschwierigkeiten und Behinderung zu arbeiten.

Schwerpunkte des Diplomlehrgangs sind • Erweiterung der Kompetenzen im Bereich Organisation und Management, Projektplanung, Moderation, Beratung und Gesprächsführung • Methoden der Sozialforschung, Einblicke in die Sozialplanung und die Anwendungsfelder der Sozialwissenschaften in den Ausbildungsschwerpunkten • Grundlagen der Pädagogik im Kindes- und Jugendalter, interkulturelle Jugendarbeit sowie wahrnehmungsund kreativitätsfördernde Angebote für Kinder- und Jugendliche • Sozialpädagogisches Handeln in der Familienarbeit • Vertiefende Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Verfassen von Texten und Berichten sowie Konzepte der barrierefreien Kommunikation mit „Einfacher Sprache“ • Koordination und fachliche Anleitung von MitarbeiterInnen, PraktikantInnen sowie der Erwerb von Leitungskompetenz • Grundlagen der Organisationslehre und Organisationsentwicklung sowie Qualitätsmanagement,-entwicklung und -evaluation

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Ausbildung Sozialbetreuung

HeimhelferIn Vollzeitausbildung (14 Wochen)

HeimhelferInnen betreuen und unterstützen hilfs- und pflegebedürftige Menschen aller Altersstufen, besonders alte und chronisch kranke Menschen sowie Menschen mit Behinderung. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Unterstützung der Haushaltsführung sowie in Aktivitäten des täglichen Lebens.

Zu den Aufgaben gehören • Unterstützung im Haushalt, z. B. Erledigung von Einkäufen, Versorgung von Wäsche und Kleidung, Reinigung des Wohn- und Sanitärbereiches • Hilfe bei der Körperpflege, Speiseplanung und Zubereitung von Mahlzeiten • Erhaltung und Förderung des körperlichen Wohlbefindens • Sicherung der sozialen Grundbedürfnisse (HeimhelferInnen sind ein wesentliches Bindeglied zwischen Menschen aller Altersgruppen, deren Angehörigen und anderen Betreuungspersonen) HeimhelferInnen arbeiten im Rahmen der Hauskrankenpflege, aber auch in Einrichtungen der Langzeitbetreuung, Tageszentren und SeniorInnen-Wohngemeinschaften. Über eine Dauer von 14 Wochen bieten wir Ihnen eine umfassende, praxisorientierte Ausbildung. Die Praktika finden unter Anleitung erfahrener MitarbeiterInnen in verschiedenen Einrichtungen des Wiener Sozial- und Gesundheitswesens statt.

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Ausbildung Sozialbetreuung

AlltagsbegleiterIn Vollzeitausbildung (5 Wochen)

Die Aufgabenschwerpunkte der Mehrstündigen Alltagsbegleitung liegen unter anderem in der Unterstützung und Begleitung bei Besorgungen außerhalb des Wohnbereichs oder bei Alltagsaktivitäten und Ausflügen sowie der Förderung von sozialen Kontakten. Sie arbeiten in der Betreuung zu Hause, in Tageszentren, in Wohngemeinschaften oder in Wohn- und Pflegeeinrichtungen. Es besteht die Möglichkeit einer Höherqualifizierung zum/zur HeimhelferIn unter Anrechnung der absolvierten Ausbildung der Mehrstündigen Alltagsbetreuung.

Unterrichtsfächer • Ethik und Berufskunde • Arbeitsorganisation, Planung und Dokumentation • Erste Hilfe • Grundzüge der Betreuung, Grundpflege und Beobachtung alter, behinderter und chronisch kranker Menschen (UBV – Unterstützung bei der Basisversorgung) • Grundzüge der angewandten Hygiene • Grundzüge der Kommunikation und Konfliktbewältigung • Grundzüge der sozialen Sicherheit und rechtliche Aspekte • Grundzüge der Ergonomie und der Mobilisation (UBV) • Wissensüberprüfung Praktika im Ausmaß von 80 Stunden finden unter Anleitung erfahrener MitarbeiterInnen in Einrichtungen des Wiener Sozial- und Gesundheitswesens statt.

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Fort- und Weiterbildung Sozialbetreuung

Fortbildungsverpflichtung für Fach-SozialbetreuerInnen

neu

Als Fach-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit oder Behindertenbegleitung unterstützen Sie Menschen mit Behinderung in unterschiedlich herausfordernden Lebenssituationen. Die professionelle Ausübung dieser Tätigkeit bedarf kontinuierlicher, facheinschlägiger und berufsfördernder Fortbildungen, um einerseits das Fachwissen up to date zu halten und andererseits den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.

Zielgruppe Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung

Die AWZ Soziales Wien GmbH bietet unterschiedliche Fortund Weiterbildungen, die im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung für Fach-SozialbetreuerInnen absolviert werden können.

Nutzen • Ausbau von spezifischem Fachwissen • Anwendbare Tipps für Ihre tägliche Praxis • Absolvierung der Fortbildungsverpflichtung

Die Seminarangebote vermitteln Ihnen theoretisches Wissen und praxisbezogene Inhalte, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit zur Anwendung bringen können.

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Angebote • Persönliche Zukunftsplanung • Sexualität und Behinderung


Fort- und Weiterbildung Sozialbetreuung

Fortbildungsverpflichtung für HeimhelferInnen

HeimhelferInnen unterstützen betreuungsbedürftige Menschen, die durch gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Die Unterstützung erfolgt durch Hilfe in der Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Aufgaben sind vielschichtig und reichen von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten bis hin zur Unterstützung von Pflegepersonal und Dokumentationsarbeit.

Zielgruppe HeimhelferInnen

Um ausgebildete HeimhelferInnen bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, bietet die AWZ Soziales Wien GmbH verschiedene Fortbildungen an. Die angebotenen Seminare dienen neben der weiteren Professionalisierung auch den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungsstunden, die HeimhelferInnen nach der abgeschlossenen Ausbildung nachweisen müssen.

Nutzen • Ausbau von spezifischem Fachwissen für HeimhelferInnen • Absolvierung der Fortbildungsverpflichtung für HeimhelferInnen

Angebote • Demenzschulung für HeimhelferInnen • Erste-Hilfe-Auffrischung für HeimhelferInnen • Instant Ageing • Messie-Syndrom

Die verschiedenen Seminarangebote vermitteln Ihnen umfangreiches theoretisches Wissen und praxisbezogene Inhalte.

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Diversität und Fachthemen Fort- und Weiterbildung Asyl-, Fremdenpolizei-, Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht Betreutes Konto Datenschutz und Dokumentation Frauenrechte und Religionsfreiheit Instant Ageing Islamismus, Jihadismus, Rechtsextremismus und Radikalisierung Menschenhandel und Ausbeutung in Österreich Messie-Syndrom Orientierung am Wohnungsmarkt Rechts-Update für SozialarbeiterInnen 45


Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Asyl-, Fremdenpolizei-, Niederlassungsund Aufenthaltsrecht Das Thema Asyl- und Aufenthaltsrecht ist im Sozial- und Gesundheitsbereich von großer Bedeutung. Oft fehlt das Hintergrundwissen, was es rechtlich und verfahrenstechnisch bedeutet, in Österreich um Asyl oder um Aufenthalt anzusuchen. Speziell Personen im Sozial- und Gesundheitsbereich haben beruflichen Kontakt mit asylwerbenden, asylberechtigten, aufenthaltsberechtigten und nicht aufenthaltsberechtigten Personen. In dieser Fortbildung erhalten Sie einen Überblick über den Status von Asylberechtigten, subsidiär Schutzberechtigten und anderen Aufenthaltstitel nach dem Asylgesetz. Weitere Inhalte sind Aufenthaltstitel nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz sowie die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen dafür. Das Fremdenpolizeirecht mit aufenthaltsbeendenden Maßnahmen inklusive Schubhaft wird ebenso vermittelt, wie involvierte Behörden und Gerichte. Rechtsmittel, Instanzenzug und der Status während des Verfahrens vervollständigen den Seminartag. Nach Absolvierung dieser Fortbildung verfügen Sie über einen grundlegenden Überblick über die (verfahrens-)rechtliche Situation von Menschen mit Fluchthintergrund.

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neu

Zielgruppe Interessierte MitarbeiterInnen im Sozial- und Gesundheitsbereich, die noch keine bis wenige Kenntnisse im Asyl-, Fremdenpolizei-, Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht haben. Inhalte | Methoden • Asylrecht • Aufenthaltstitel nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz • Fremdenpolizeirecht • Grundzüge des Verfahrens • Involvierte Behörden und Gerichte • Rechtsmittel und Instanzenzug • Status während des Verfahrens • Vortrag • Fallbearbeitung • Diskussion Nutzen • Grundwissen aus erster Hand zu aktuellen Themen


Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Betreutes Konto Eine Fortbildung in Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung Wien

Die Schuldnerberatung Wien bietet seit 2010 das erfolgreiche Projekt „Betreutes Konto“ als kostenlose Dienstleistung an. Sinn und Zweck des Betreuten Kontos ist es, von Wohnungsverlust bedrohte Personen dabei zu unterstützen, ihre Zahlungen einzuhalten. Eine Delogierung konnte dadurch bereits für viele Personen verhindert werden. Sie lernen das Projekt „Betreutes Konto“ und die Anforderungen und Hilfsmittel für seinen Einsatz kennen. Die bisherigen Erfahrungen der Schuldnerberatung Wien werden an Sie weitergegeben und diskutiert. Sie erhalten Einblick in ein sehr erfolgreiches Projekt der staatlich anerkannten Schuldnerberatung Wien und lernen das dafür benötigte Werkzeug praxisnah kennen.

Zielgruppe SozialarbeiterInnen, BetreuerInnen von delogierungsgefährdeten Personen Inhalte | Methoden • Präsentation des Projekts „Betreutes Konto“ • Anforderungen an KontobetreuerInnen • Live-Einstieg in das Programm „Kontoservice“ (Dafür ist es nötig, dass die TeilnehmerInnen eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben.) • Tipps und Tricks für die tägliche Arbeit • Vortrag mit Diskussion Nutzen • Praxisorientiertes Know-how • Kenntnis über das erfolgreiche Projekt „Betreutes Konto“

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Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Datenschutz und Dokumentation

Die Neuerungen der Datenschutzgrundverordnung, welche mit 25.5.2018 in Kraft getreten sind, bedeuten in vielen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens Veränderungen für MitarbeiterInnen, die mit personenbezogenen Daten arbeiten. Ziel der neuen Datenschutzgrundverordnung ist der sorgsame Umgang mit Daten von KundInnen und MitarbeiterInnen. Im Seminar wird der Begriff „sensible Daten“ erklärt: welche Daten gelten als sensibel, zu welchem Zweck werden sie gesammelt, wie verarbeitet, wann und warum braucht es eine Einverständniserklärung. Wichtige Komponenten sind auch die datenschutzrechtlichen Zugänge zum E-Mail-Verkehr und die IT-Sicherheit in Form von Passwörtern, Zutritt, Updates, Berechtigungen und Verschlüsselungen. Die Gewährleistung von Betroffenenrechten in Form von Auskunft, Richtigstellung, Löschung, Widerspruch und Übertragung sowie die Pflichten laut Datenschutzgrundverordnung werden ebenso vorgestellt. Den TeilnehmerInnen werden die Grundlagen des Datenschutzrechts sowie entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen vermittelt.

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neu

Zielgruppe MitarbeiterInnen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich Inhalte | Methoden • Sensible Daten und Einverständniserklärungen • E-Mail-Verkehr und IT-Sicherheit • Gewährleistung von Betroffenenrechten • KundInnendokumentation Nutzen • Grundlegende Kenntnisse über das Datenschutzrecht • Vermehrte Sicherheit bei der Anwendung des Datenschutzes


Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Frauenrechte und Religionsfreiheit Ist Religion und weibliche Freiheit vereinbar?

Weltweit sind Menschen aufgrund von Krieg, Verfolgung, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und zu flüchten. Im besonderen Fokus der öffentlichen bzw. medialen Aufmerksamkeit stehen in diesem Zusammenhang religiös motivierter Terrorismus und das durch diesen hervorgerufene Leid. Gleichzeitig wächst der Druck auf in Europa lebende MuslimInnen in Form von „Kopftuchdebatten“, „Burkaverbot“ und arbeitsrechtlicher Diskriminierung. Viele muslimische Frauen sehen sich mit einer Doppelbelastung konfrontiert, da sie sich einerseits gegen patriarchale Machtverhältnisse und andererseits gegen die Gleichsetzung des Islam mit Frauenfeindlichkeit und Rückständigkeit zur Wehr setzen müssen.

neu

Zielgruppe Alle interessierten Personen Inhalte | Methoden • Theoretischer Input in Form von Informationsblöcken • Thematisierung der TeilnehmerInnenperspektiven • Organisationsübergreifende Gruppenarbeiten Nutzen • Differenzierte Fachkenntnisse über rechtliche Standards und soziale Situationen • Vermehrter Handlungsspielraum gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt

In diesem Seminar werden Informationen zu Religionen und Frauenrechten unter besonderer Berücksichtigung des Islams, seines historischen Erbes und der gegenwärtigen, vielfältigen Interpretationen vermittelt. Die theologische und religionsrechtliche Ebene im staatlichen Recht der Herkunftsländer der Menschen mit Fluchthintergrund im Zusammenhang mit der faktischen sozialen Situation von Frauen wird erarbeitet. Die Thematik „Frauen und Religionsfreiheit“ im europäischen Kontext – mit Schwerpunkt auf der österreichischen Rechtslage – wird anhand von ausgewählten Beispielen (Ehe, Familie, medizinischer Sektor) durchleuchtet. Dabei wird die Frage, wie das Gleichbehandlungsgesetz gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt wirken kann, behandelt. Weiters erlangen TeilnehmerInnen eine differenzierte Sicht auf die Pluralität rechtlicher Standards und der faktischen, oft sozialen Situation von Frauen in unterschiedlichen islamischen Kontexten. Möglichkeiten, um gegen Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt vorzugehen, werden erläutert.

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Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Instant Ageing

Wie fühlt es sich wohl an, in den gewohnten Alltagstätigkeiten aufgrund von altersbedingten Krankheiten oder Beeinträchtigungen eingeschränkt zu sein? Diese Erfahrung interessiert nicht nur in Hinblick auf die eigene Zukunft. Zugleich beschäftigt sie auch im Besonderen ArbeitnehmerInnen im Gesundheits- und Krankenpflegebereich hinsichtlich ihrer Arbeit mit betroffenen Personen. In dieser Fortbildung wird Ihnen anhand von verschiedenen Hilfsmitteln ermöglicht, altersbedingte Krankheiten und Einschränkungen am eigenen Leib zu erfahren. So erfahren Sie beispielsweise, wie man mit einer Augenerkrankung – wie dem Grauen Star – sieht oder mit nur einer Hand frühstückt. Durch die simulierte Erfahrung erhalten Sie einen Einblick in die Lebenswelt und den Alltag beeinträchtigter älterer Menschen und können dadurch ein besseres Verständnis gegenüber dieser Gruppe entwickeln.

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Zielgruppe Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, PflegeassistentInnen Inhalte | Methoden • Simulierte Krankheitsbilder -- Seh- und Hörbehinderungen -- Kontrakturen, Osteoporose -- Schlaganfall -- Morbus Parkinson • Umgang mit dem Rollstuhl • Vortrag • Praktische Übungen Nutzen • Verständnis körperlicher Einschränkung durch simulierte Erfahrungen


Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Islamismus, Jihadismus, Rechtsextremismus und Radikalisierung Welche Anziehungskräfte haben Extremismus im Allgemeinen und Neo-Salafismus/Jihadismus im Besonderen? Wie entsteht und wirkt Rechtsextremismus auf sub- und jugendkulturelle Formen? Welche Faszination geht von Extremismen aus und wie funktionieren Fanatisierungsprozesse insbesondere bei Jugendlichen? In diesem Seminar wird eine Differenzierung zwischen Religion und Ideologie im Zusammenhang mit der Differenzierung zwischen Jugendlichen, jungen Erwachsenen und erwachsenen Personen vermittelt. Weitere Inhalte bilden die Sensibilisierung und die Schärfung der eigenen Wahrnehmung in Bezug auf Radikalisierung sowie die Herausforderungen der Prävention und und das Erkennen von Handlungsoptionen. Eigene Positionen, Vorurteile und Wertehaltungen werden hinterfragt, das soziale Umfeld wird betrachtet. Durch den theoretischen Input wird das Wissen über Radikalismus erweitert, die Handlungsspielräume vergrößern sich und ein diskriminierungsfreies Miteinander wird gefördert.

neu

Zielgruppe Interessierte MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Sozialbereich Inhalte | Methoden • Selbstreflexion • Raum für Kritik und Haltungen • Sensibilisierung und Schärfung der eigenen Wahrnehmung • Handlungsoptionen • Differenzierung Religion und Ideologie • Einzel- und Gruppenarbeiten Nutzen • Wissen um die Anziehungskraft von Ideologien • Erweiterte Handlungsoptionen in Bezug auf Extremismus • Praxisbezogene Lerninhalte

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Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Menschenhandel und Ausbeutung in Österreich Menschenhandel tritt in unterschiedlicher Gestalt mit verschiedenen Gruppen von Betroffenen auf. MitarbeiterInnen in Wiener Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie in der Flüchtlingsbetreuung können in der Praxis mit potentiell Betroffenen in Kontakt kommen. Welche Indikatoren existieren, um Personen, die von Menschenhandel betroffen sind, potentiell zu erkennen? Wie kann mit Verdachtsmomenten umgegangen werden? In diesem Seminar erhalten Sie einen fundierten Einblick in das Thema Menschenhandel und Ausbeutung in Österreich, beschäftigen sich näher mit der genauen Definition, den unterschiedlich auftretenden Formen und betroffenen Personengruppen. Ebenso setzen Sie sich mit der Frage der Identifizierung von potentiellen Opfern auseinander. Weiters werden konkrete Handlungsoptionen zu den Themen „Rechte der von Menschenhandel betroffenen Personen“ und „Was ist zu tun bei Verdacht auf Menschenhandel“ sowie relevante KooperationspartnerInnen vorgestellt. Seminarteilnehmende erlangen Kenntnisse über die Indikatoren, die Identifizierung und die Rechte der von Menschenhandel betroffenen Personen und lernen KooperationspartnerInnen kennen.

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neu

Zielgruppe Alle interessierten MitarbeiterInnen von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie der Flüchtlingsbetreuung Inhalte | Methoden • Internationale und nationale Definitionen von Menschenhandel • Indikatoren zur Identifizierung • Rechte der Betroffenen von Menschenhandel • Angebote der LEFÖ-IBF und MEN VIA • Fallbeispiele aus den Berufsfeldern • Gruppendiskussionen Nutzen • Mehr Handlungsspielraum und professionelle Betreuung von Personen, die von Menschenhandel betroffen sind • Praxisnahes Lernen


Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Messie-Syndrom

„Messies“ sind Personen, die unter Desorganisation in den Bereichen Lebensraum, Zeit und soziale Integration leiden. Das Bild komplett vermüllter Wohnungen wird meist von den Medien verbreitet, trifft aber nur auf einen kleinen Teil der „Messies“ zu und führt so zu einer falschen öffentlichen Wahrnehmung des Krankheitsbildes und der Betroffenen. Im ersten Teil dieser Fortbildung erhalten Sie eine fundierte Einführung über das Messie-Syndrom aus psychotherapeutischer Sicht. Im zweiten Teil stehen Erfahrungen im Umgang mit „Messies“ in der beruflichen Praxis von Pflegepersonen im Vordergrund. Durch den psychotherapeutischen theoretischen Input und die Vermittlung von Berufserfahrungen wird Ihnen eine umfassende und vielseitige Einführung zum Thema „Messies“ geboten.

Zielgruppe Interessierte, insbesondere Personen mit KundInnenkontakt Inhalte | Methoden • Ursache und Erscheinungsbild des Messie-Syndroms • Selbstbild von „Messies“ • Begleiterkrankungen und Diagnostik • Möglichkeiten und Grenzen psychotherapeutischer Intervention • Dos and Don’ts im Umgang mit „Messies“ • Verhalten in „Messie-Wohnungen“ • Anlaufstellen für Betroffene und BetreuerInnen • Theorie-Input • Kleingruppenarbeit • Diskussion und Besprechung von Fallbeispielen Nutzen • Multiprofessionelle und vielseitige Einführung zum Thema „Messie“

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Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Orientierung am Wohnungsmarkt

Leistbare Wohnverhältnisse sind ein wesentliches Anliegen unserer Gesellschaft. Gewisse Personenkreise benötigen in diesem Zusammenhang oft besondere Unterstützung bei der Suche nach einer passenden privaten Wohnung, Genossenschaftswohnung oder Gemeindewohnung. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Angebote stellt eine Orientierung am sozialen Wohnungsmarkt auch für das Betreuungspersonal mitunter eine Herausforderung dar. In diesem Seminar werden TeilnehmerInnen über die Grundvoraussetzungen für den Zugang zum geförderten Wohnungsmarkt, Genossenschaftsanteile, Finanzierungsanteile sowie Rechte und Pflichten von MieterInnen informiert. Weiters werden die Besonderheiten des privaten Wohnungsmarktes mit Maklerprovisionen, Kautionen und befristeten Mietverträgen vorgestellt. TeilnehmerInnen erlangen Kenntnisse über den Wiener Wohnungsmarkt samt seinen verschiedenen Segmenten, neueste Trends sowie relevante rechtliche Informationen.

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neu

Zielgruppe Alle interessierten Personen Inhalte | Methoden • Theoretischer Input über die Wiener Angebote am Wohnungsmarkt • Die neuesten Trends am Wiener Wohnungsmarkt • Relevante rechtliche Informationen • Organisationsübergreifende Gruppenarbeiten und Reflexion Nutzen • Aneignung von ExpertInnenwissen • Mehr Handlungsspielraum bei der Begleitung von Personen, die (günstigen) Wohnraum benötigen


Fort- und Weiterbildung Diversität und Fachthemen

Rechts-Update für SozialarbeiterInnen

SozialarbeiterInnen, deren Ausbildung schon mehrere Jahre zurückliegt, können meist nicht immer in allen rechtlichen Belangen auf dem neuesten Stand sein. In der täglichen Betreuungsarbeit begegnen ihnen vielfältige Problemlagen, deren professionelle Lösung fundierte rechtliche Kenntnisse erfordern. In diesem Seminar werden praxisrelevante rechtliche Inhalte aufgefrischt, die für Ihre tägliche Arbeit von Relevanz sind. Vor diesem Hintergrund setzen Sie sich schwerpunktmäßig mit Inhalten aus den Bereichen Familienrecht, materielle Sicherung und den Strukturen von Verwaltungsbehörden auseinander. Eine umfassende Auffrischung juristischer Grundlagen und die Vermittlung von relevanten Gesetzesnovellen für die soziale Arbeit finden statt.

neu

Zielgruppe SozialarbeiterInnen und BetreuerInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe Inhalte | Methoden • Umfangreiche Auffrischung rechtlicher Grundlagen • Relevante Gesetzesnovellen • Familienrecht -- Arten der Scheidung, Schulden, Unterhalt -- Folgen einer Trennung -- Risiken bei außergerichtlichen Vereinbarungen -- Obsorge und Kontaktrecht • Materielle Sicherung -- Bedarfsorientierte Mindestsicherung -- Exekution, Insolvenz, Mahnklagen -- Erwachsenenschutzgesetz • Verwaltungsbehörden -- Verschwiegenheitspflichten versus Auskunftsrechte -- Haftungsaspekte unterschiedlicher Art • Fallbeispiele, Diskussions- und Fragerunden Nutzen • Fundierte rechtliche Auffrischung ermöglicht professionellere Betreuungsarbeit • Lernen mit Praxisbezug

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Flüchtlingshilfe

Fort- und Weiterbildung Bildungsreihe für BetreuerInnen in der Flüchtlingshilfe 57


Fort- und Weiterbildung Flüchtlingshilfe

Bildungsreihe für BetreuerInnen in der Flüchtlingshilfe Für BetreuerInnen in der Flüchtlingshilfe gehören herausfordernde Situationen mit vielschichtigen und oft unerwarteten Aufgaben zum Alltag. Sie sind meist unter erschwerten Bedingungen im Einsatz und sollen zu jeder Zeit in der Lage sein, den Handlungsspielraum zu erkennen und folgerichtige Entscheidungen zu treffen. In dieser Bildungsreihe festigen die TeilnehmerInnen ihr rechtliches Grundlagen-Know-how durch eine Einführung in das Asyl- und Fremdenpolizeirecht. Ihnen werden die Leistungen, die im Rahmen der Grundversorgung erbracht werden, sowie das österreichische Gesundheitssystem mit besonderem Schwerpunkt auf der medizinischen Versorgung von AsylwerberInnen nähergebracht. Neben der Sensibilisierung für typische seelische und psychische Erkrankungen von AsylwerberInnen werden auch Grundkenntnisse der (Konflikt-) Kommunikation vermittelt. Abschließend lernen die TeilnehmerInnen, sich aktiv abzugrenzen und dadurch ihre persönliche Widerstandsfähigkeit zu kräftigen. Die Bildungsreihe für BetreuerInnen in der Flüchtlingshilfe umfasst acht Module.

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Zielgruppe Personen, die in der professionellen Flüchtlingsbetreuung arbeiten (wollen) Module • Modul 1: Kick-off • Modul 2: Gesetzliche Grundlagen (Asyl- und Fremdenpolizeirecht) • Modul 3: Leistungen in der Grundversorgung • Modul 4: Gesundheitsspezifische Fragen • Modul 5: Kommunikation und Konflikt • Modul 6: Abgrenzung und achtsames Selbstgefühl • Modul 7: Diversität • Modul 8: Abschlussmodul Nutzen • Wissenserweiterung über Problemlagen von AsylwerberInnen • Zusätzliche Professionalisierung von sozialer Arbeit und Betreuung • Kenntnisse von Interkulturalität • Umgang mit Interkulturalität • Austausch durch organisationsübergreifendes Lernen


Menschen mit und ohne Behinderungen Fort- und Weiterbildung Bildungsreihe fĂźr Menschen mit Lernschwierigkeiten Gesundheitsversorgung und Betreuung Peer-StreitschlichterInnen im Behindertenbereich 59


Fort- und Weiterbildung Menschen mit und ohne Behinderungen

Bildungsreihe für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Pflege und Betreuung Diese Bildungsreihe ist geeignet für Menschen mit Lernschwierigkeiten, die zukünftig im Pflege- und Betreuungsbereich tätig werden wollen. Die einzelnen Module sind an diverse Berufsbilder aus dem Pflege- und Betreuungsbereich angelehnt, um KundInnen aus Berufsqualifizierungs- und -integrationsprojekten spezifisch auszubilden. Dabei wird auf spezielle Themengebiete eingegangen, die in der Pflege und in der Betreuung von besonderer Relevanz sind. Diese Bildungsreihe umfasst acht Module, die auch einzeln buchbar sind.

Zielgruppe Die Teilnahme an der Bildungsreihe ist vorerst nur für Menschen vorgesehen, die aktuell Leistungen nach § 10 Chancengleichheitsgesetz Wien (CGW) Berufsqualifizierung bzw. Berufsintegration in Anspruch nehmen. Module • Modul 1: Anderen Menschen das Leben retten • Modul 2: Meine Aufgaben und mein Verhalten in der Arbeit • Modul 3: Schriftliche Aufzeichnungen in der Arbeit, und was ich darüber erzählen darf • Modul 4: Mit anderen Menschen reden, mit anderen Menschen streiten • Modul 5: Das Leben und Arbeiten im Haushalt • Modul 6: Die Sauberkeit und Reinlichkeit in der Arbeit • Modul 7: Die Krankheiten alter Menschen • Modul 8: Abschlussmodul Nutzen • Zusätzliches Bildungsangebot für Menschen mit Lernschwierigkeiten als begleitende Maßnahme der Berufsqualifizierung und -integration • Möglichkeit der besseren Integration in Beruf, Team und Organisation

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Fort- und Weiterbildung Menschen mit und ohne Behinderungen

Gesundheitsversorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung Die Versorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung ist auch in der heutigen Zeit in vielen wesentlichen Bereichen verbesserungswürdig. Gerade Menschen mit intellektueller und Mehrfachbehinderung benötigen oftmals eine spezifische Gesundheitsversorgung und Betreuung, häufig aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten, Mehrfach- oder Folgeerkrankungen oder gesundheitlichen Risikofaktoren. Die TeilnehmerInnen erhalten ein umfassendes Verständnis für die Anforderungen, Tätigkeitsfelder und Kernaufgaben, um eine erfolgversprechende und nachhaltige Gesundheitsversorgung von Menschen mit intellektueller und Mehrfachbehinderung gewährleisten zu können. Die Bildungsreihe umfasst fünf Theoriemodule und ein Praxismodul. Die angebotenen Module sind auch einzeln buchbar und schließen mit einer Teilnahmebestätigung ab.

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Zielgruppe Wir richten unser Angebot an VertreterInnen der Gesundheits- und Sozialberufe, die Menschen mit intellektueller und Mehrfachbehinderung betreuen und versorgen (z. B. ÄrztInnen, Pflegepersonal, TherapeutInnen, psychosoziales Fachpersonal, Betreuungspersonen …), aber auch an sonstige Berufsgruppen, die in direktem Kontakt mit der Zielgruppe stehen (z. B. PortierInnen, ApothekerInnen, OrdinationsassistentInnen, EntlassungsmanagerInnen, FrühförderInnen …). Die Bildungsreihe kann multiprofessionell besucht werden, da die Vernetzung zwischen den Berufsgruppen vorrangig ist. Module • Modul 1: Der Personenkreis von Menschen mit intellektueller und Mehrfachbehinderung • Modul 2: Intellektuelle und Mehrfachbehinderung mit Blick auf die Lebensspanne • Modul 3: Spezifika in der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung • Modul 4: Kooperation und Koordination • Modul 5A: Medizinisches Basiswissen • Modul 5B: Medizinisches Fachwissen • Modul 5C: Inter- und Multidisziplinäre Herausforderungen • Praxismodul Nutzen • Sie entwickeln Kompetenzen, um die vielseitigen professionellen Rollen in der Gesundheitsversorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung einnehmen zu können. • Wir ermöglichen den inter- und multiprofessionellen Austausch mit anderen Berufsgruppen.

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Fort- und Weiterbildung Menschen mit und ohne Behinderungen

Peer-StreitschlichterInnen im Behindertenbereich Die Peer-Streitschlichtung ist in vielen Bereichen als eine Form der Konfliktbewältigung bekannt und stellt sich oft als eine sanfte und hochprofessionelle Methode der Konfliktlösung unter „Peers“ dar. Die Bildungsreihe richtet sich an Menschen mit Behinderung, die als Peer-StreitschlichterInnen tätig sein wollen. Dabei ermöglichen sowohl Verfahren als auch Struktur der Peer-Streitschlichtung eine konstruktive sowie gezielte Auseinandersetzung mit dem Thema Konfliktregelung. Personen, die Konflikte im Dialog bewältigen können, haben auch die Möglichkeit, als StreitschlichterInnen zu fungieren. Die Implementierung einer unterstützten Peer-Streitschlichtung in Behinderteneinrichtungen steuert das interne Konfliktmanagement in den Organisationen und ermöglicht die Streitprävention und Streitbegleitung. Die Peer-Streitschlichtung unterstützt die Weiterentwicklung einer Organisation und entwickelt eine qualitätsgesicherte und menschenwürdige Gesprächskultur. Das Angebot hat es sich zum Ziel gesetzt, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Wien zu verbessern und diese vor Diskriminierung zu schützen.

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Zielgruppe Die Ausbildung richtet sich an Personen mit Behinderung, die in der professionellen Peer-Streitschlichtung arbeiten wollen. Die Ausbildung ist für volljährige, offene Personen mit bestimmten Fähigkeiten zur Kommunikation und Selbstreflexion vorgesehen. Module Die Bildungsreihe besteht aus 13 Modulen und umfasst ein Praktikum im Ausmaß von 80 Stunden. Nutzen Für TeilnehmerInnen • Besseres Verständnis für die Arbeit von StreitschlichterInnen • Effektive und effiziente Arbeitsmethoden • Ein Schritt zur Selbstständigkeit Für Organisationen • Professionell ausgebildetes Personal • Möglichkeit der besseren Integration im Team und in der Organisation • Qualitätssicherung


Foto: iStock/shironosov

Sprache Fort- und Weiterbildung Deutsch in Heimhilfe und Alltagsbegleitung Deutsch in Pflege und Betreuung Einführung in die medizinische Fachsprache Erwerb und Anwendung medizinischer Fachsprache Kommunikation für ÄrztInnen 63


Fort- und Weiterbildung Sprache

Deutsch in Heimhilfe und Alltagsbegleitung

Als HeimhelferIn betreuen Sie pflegebedürftige Menschen in deren eigenen vier Wänden. Neben den verantwortungsvollen pflegerischen Aufgaben ist die Kommunikation mit den zu betreuenden Personen enorm wichtig. Verstehen und verstanden werden ist der erste Schritt für eine gute Betreuung. In diesem Kurs bauen Sie bereits vorhandene Deutschkenntnisse aus und festigen diese. Darüber hinaus erlernen Sie die Grundbegriffe, die für den Betreuungsprozess von pflegebedürftigen Personen notwendig sind und kommunizieren sicher mit PatientInnen und Vorgesetzen. Durch die aktiv erworbenen Fertigkeiten stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein im Beruf bzw. für Ihre Bewerbung um eine Stelle als HeimhelferIn. Durch professionelle Ausdrucksweise gewährleisten Sie eine optimale Qualität der ausgeübten Tätigkeit.

Zielgruppe Dieser Schwerpunktkurs richtet sich an Menschen mit nicht deutscher Erstsprache, die Interesse an einer Ausbildung im Bereich der Heimhilfe haben. Die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs sind Vorkenntnisse der deutschen Sprache auf A2-Niveau. Inhalte | Methoden • Gruppendiskussionen • Rollenspiele als Gesprächstraining mit PatientInnen, KollegInnen, ÄrztInnen und Vorgesetzten • Inhalte direkt aus dem Bereich der Heimhilfeausbildung • Dokumentation • Hygiene und Ernährung • Bewerbungstraining ReferentInnen Praxiserfahrene und TELC-/ÖSD-zertifizierte SprachtrainerInnen Nutzen • Kennenlernen der Besonderheiten des österreichischen Pflege- und Betreuungssystems • Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung/das Aufnahmeverfahren • Erlernen von Nomenklatur, Wortschatz aus dem Bereich Heimhilfe

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Fort- und Weiterbildung Sprache

Deutsch in Pflege und Betreuung

Im Bereich ausgewählter Berufsgruppen der Sozial- und Gesundheitsbranche sind besondere Deutschkenntnisse notwendig, um die jeweiligen Aufgaben und Herausforderungen bestmöglich bewältigen zu können.

Zielgruppe Dieser Schwerpunktkurs richtet sich an Menschen mit nicht deutscher Erstsprache, die Interesse an einer Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich haben.

In diesem Kurs erwerben Sie umfassende Deutschkenntnisse im Allgemeinen wie auch im pflege- und betreuungsspezifischen Bereich und gewinnen grundlegende Kenntnisse über Ihr zukünftiges Arbeitsfeld und die verschiedenen Institutionen. Sie bearbeiten Texte und üben Gespräche mit PatientInnen oder ÄrztInnen.

Die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs sind Vorkenntnisse der deutschen Sprache mindestens auf Niveau B1.

Die gezielten Vorbereitungen machen Sie fit für diverse Aufnahmeprüfungen und Aufnahmegespräche. Durch die aktiv erworbenen Fertigkeiten stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein in Ihrem Beruf bzw. für Ihre Bewerbung um eine Stelle im Gesundheits- und Pflegebereich.

Inhalte | Methoden • Fallbearbeitung • Gruppendiskussionen • Rollenspiele als Gesprächstraining mit PatientInnen, KollegInnen, ÄrztInnen und Vorgesetzten • Inhalte direkt aus dem Bereich Pflege und Betreuung • Berufsbilder und Tätigkeiten • Pflegedokumentation • Bewerbungstraining ReferentInnen Praxiserfahrene und TELC-/ÖSD-zertifizierte SprachtrainerInnen Nutzen • Kennenlernen der Besonderheiten des österreichischen Pflege- und Betreuungssystems • Vorbereitung auf die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Pflege- und Betreuungsberufe wie z. B. Pflegefachassistenz • Erlernen von Nomenklatur, Wortschatz aus dem Bereich Ernährung, Therapien, Hygiene, Pflege und Betreuung

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Fort- und Weiterbildung Sprache

Einführung in die medizinische Fachsprache

Verstehen und verstanden werden sind wichtige Schritte hin zu einem erfolgreichen (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben als Arzt bzw. Ärztin. In diesem Kurs erwerben die TeilnehmerInnen grundlegende Kenntnisse der medizinischen Fachsprache. Die notwendigen Wortschatz- und Grammatikkenntnisse werden anhand fachlicher Themenstellungen wie zum Beispiel Anamnese, körperlicher Untersuchung oder das Verfassen von Arztbriefen erarbeitet. Der Kurs „Einführung in die medizinische Fachsprache“ wird auf Sprachniveau B1 durchgeführt. Für die Teilnahme an dem Kurs werden allgemeine Deutschkenntnisse auf B1-Niveau empfohlen.

Zielgruppe ÄrztInnen (Humanmedizin) mit Deutsch als Fremdsprache, die Sprachkompetenz in der Fachsprache Medizin aufbauen und/oder festigen wollen. Inhalte | Methoden • Grundvokabular, insbesondere -- Menschliche Anatomie -- Materialien im Krankenhaus • Anamnese und körperliche Untersuchung • Grundlagen der ärztlichen Gesprächsführung • Verfassen von Arztbriefen • Dokumentation im beruflichen Alltag • Lehrbücher, Bilder, Hörtexte • Übungen und Gruppenarbeiten ReferentInnen Praxiserfahrene und TELC-/ÖSD-zertifizierte SprachtrainerInnen Nutzen • Erwerb medizinische Fachsprache • Grundlegender Wortschatz

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Fort- und Weiterbildung Sprache

Erwerb und Anwendung medizinischer Fachsprache Um in der täglichen Praxis oder im Rahmen eines Nostrifizierungsverfahrens die medizinisch-fachliche Kompetenz unter Beweis zu stellen, sind Kenntnisse medizinischer Fachsprache die notwendige Vorbedingung. In diesem Kurs festigen die TeilnehmerInnen ihre Kenntnisse der medizinischen Fachsprache, um im beruflichen Alltag ihren Hauptaufgaben nachkommen zu können. Darüber hinaus wenden die TeilnehmerInnen ihre Sprachkenntnisse im Kontext medizinischer Fachartikel an. Auf diese Weise bereiten sie sich sprachlich auf Maßnahmen vor, die im Zuge der Anerkennung eines an einer ausländischen Universität erworbenen Studienabschlusses zu absolvieren sind. Der Kurs „Erwerb und Anwendung medizinischer Fachsprache“ wird auf Sprachniveau B2 durchgeführt. Dieser Kurs ist eine sprachliche, jedoch keine fachliche Vorbereitung auf den Stichprobentest im Rahmen eines Nostrifizierungsverfahrens. Für die Teilnahme an dem Kurs werden allgemeine Deutschkenntnisse auf B2-Niveau empfohlen.

Zielgruppe ÄrztInnen (Humanmedizin) mit Deutsch als Fremdsprache, • die Sprachkompetenz in der Fachsprache Medizin aufbauen und/oder festigen wollen; • die sich sprachlich auf Maßnahmen vorbereiten wollen, die im Zuge der Anerkennung eines an einer ausländischen Universität erworbenen Studienabschlusses zu absolvieren sind. Inhalte | Methoden • Grundvokabular, insbesondere -- Menschliche Anatomie -- Materialien im Krankenhaus • Anamnese und körperliche Untersuchung • Grundlagen der ärztlichen Gesprächsführung • Verfassen von Arztbriefen und Dokumentation im beruflichen Alltag • Sprachanwendung im Kontext medizinischer Fachartikel, zum Beispiel -- Lückentexte, Wortbildung oder Editierung -- Multiple-Choice-Fragen • Lehrbücher, Bilder, Hörtexte • Übungen und Gruppenarbeiten • Präsentationen, Diskussionen ReferentInnen Praxiserfahrene und TELC-/ÖSD-zertifizierte SprachtrainerInnen, ÄrztInnen (in Zusammenarbeit mit der MedUni Wien) Nutzen • Erwerb medizinischer Fachsprache • Anwendung der Fachsprache im Kontext medizinischer Fachartikel

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Fort- und Weiterbildung Sprache

Kommunikation für ÄrztInnen

Der Gebrauch der medizinischen Fachsprache dient der raschen und eindeutigen Informationsvermittlung und signalisiert sowohl Zugehörigkeit zur Berufsgruppe als auch die damit einhergehende fachliche Kompetenz.

Zielgruppe ÄrztInnen (Humanmedizin) mit Deutsch als Fremdsprache, die die berufliche Kommunikation mit unterschiedlichen Personen- und/oder Berufsgruppen verbessern möchten.

In diesem Kurs absolvieren die TeilnehmerInnen fachspezifische Kommunikationsübungen und verbessern dadurch ihre professionelle Kommunikation mit PatientInnen, Angehörigen, KollegInnen oder Vorgesetzten. Durch den qualitativ hochwertigen Unterricht verbessern die TeilnehmerInnen ihre persönliche Ausdrucksfähigkeit und den individuellen Sprachfluss. In Rollenspielen üben sie verschiedene Gespräche, um etwaige Sprechhemmungen abzubauen und ihre Ausdrucksweise zu stärken. Darüber hinaus werden Argumentations- und Bewerbungssituationen abgehalten.

Inhalte | Methoden • Anamnesegespräche • Entlassungsgespräche • Präsentationen • Rollenspiele als Gesprächstraining mit PatientInnen, Angehörigen, KollegInnen oder Vorgesetzten • Bewerbungstraining • Schriftliche Dokumentation (Arztbrief) • Pro-und-Kontra-Diskussionen

Der Kurs „Kommunikation für ÄrztInnen“ wird auf Sprachniveau B2 durchgeführt. Für die Teilnahme an dem Kurs werden allgemeine Deutschkenntnisse auf B2-Niveau empfohlen.

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ReferentInnen Praxiserfahrene und TELC-/ÖSD-zertifizierte SprachtrainerInnen Nutzen • Kommunikationstechniken • Vorbereitung auf typische Gesprächssituationen • Verbesserung in Austausch und Vernetzung


Fort- und Weiterbildung Sprache

Wohnungslosenhilfe Fort- und Weiterbildung Bildungsreihe „Junge wohnungslose Menschen“ Interkulturelle Aspekte im Rahmen der Betreuungstätigkeit Peer-Support Pflegebedarf in der Wohnungslosenhilfe Praxistipps Deeskalation im Bereich der Wohnungslosenhilfe Sterbe- und Trauerbegleitung bei Betreut Wohnen Suchtproblematik und Lösungsansätze Themenschwerpunkt „Psychisch kranke obdach- und wohnungslose Menschen“ 69


Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Bildungsreihe „Junge wohnungslose Menschen“ Junge wohnungslose Hilfesuchende bilden eine eigene Zielgruppe und stellen eine fachliche Herausforderung für die MitarbeiterInnen in der Wohnungslosenhilfe dar. In der Evaluierungsstudie der Wiener Wohnungslosenhilfe (WWH) wurde von L&R Sozialforschung die Zielgruppe der jungen Erwachsenen als nicht ausreichend unterstützt definiert. Die Arbeitsgruppe „Junge Wohnungslose“ hat auf Einladung des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen im Juli 2014 ein Positionspapier erstellt, in dem die besonderen Bedarfslagen von jungen wohnungslosen Menschen und Handlungsempfehlungen formuliert sind. Neben Adaptierungsempfehlungen für die bestehenden Leistungsangebote wird fachlichen Aus- und Weiterbildungen eine zentrale Rolle zugewiesen. Das aufbauende Bildungsangebot soll das Bewusstsein für die Problemlagen der Zielgruppe schärfen und Professionalität fördern, damit den Bedürfnissen von jungen Menschen in der Wohnungslosenhilfe entsprochen werden kann. Durch organisationsübergreifendes Lernen können bestehende Erfahrungen ausgetauscht und Handlungsmöglichkeiten erweitert werden. Die Bildungsreihe „Junge wohnungslose Menschen“ umfasst zwei Module.

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Zielgruppe BetreuerInnen, SozialarbeiterInnen und Vorgesetzte in der Wohnungslosenhilfe Module • Modul 1: Entwicklungspsychologische und sozialpädagogische Grundlagen – Herausforderungen für junge Menschen im Erwachsenenalter • Modul 2: Multiproblemstellungen bei jungen wohnungslosen Menschen und Lösungs ansätze Nutzen • Wissenserweiterung über Problemlagen junger wohnungsloser Menschen • Zusätzliche Professionalisierung von sozialer Arbeit und Betreuung • Verbessertes Schnittstellenmanagement • Austausch durch organisationsübergreifendes Lernen


Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Interkulturelle Aspekte im Rahmen der Betreuungstätigkeit in der Wohnungslosenhilfe Diversität und Inklusion leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Vielfalt sichtbar zu machen. Gerade in unserer transkulturellen und multinationalen Gesellschaft ist es von Bedeutung, die unterschiedlichen Dimensionen von Diversität zu thematisieren und zu vertiefen. Sich in diverse Kulturen und deren Alltagsstrukturen einfühlen zu können hilft, kulturelle Missverständnisse zu erkennen und – idealerweise – im Wohlwollen zu lösen. Besonders in den Bereichen Beratung und Betreuung in der Wohnungslosenhilfe ist es wichtig, sich mit den Charakteristika verschiedener Kulturen auseinanderzusetzen und das „voneinander und miteinander Lernen“ in den Vordergrund zu stellen. In diesem Workshop wird der Begriff Kultur im transkulturellen Kontext definiert und die Dimensionen von transkultureller Kommunikation sowie Intrakulturalität am Beispiel der „Islamischen Community“ in Österreich vermittelt. Im Rahmen von interaktivem Arbeiten werden die Wahrnehmung der eigenen kulturellen Prägungen sowie das Ausprobieren von unterschiedlichen „kulturellen Brillen“ ermöglicht.

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Zielgruppe Alle MitarbeiterInnen der Wohnungslosenhilfe Inhalte | Methoden • Was ist Kultur? Wie wird dieser Begriff in anderen Kulturen definiert? • Begriffsdefinitionen im transkulturellen Kontext • Dimensionen der transkulturellen Kommunikation • Intrakulturalität am Beispiel der „Islamischen Community“ in Österreich • Interaktives Arbeiten • Erfahrungsaustausch, Fallbeispiele • Raum, um Vorbehalte offen anzusprechen Nutzen • Transkultureller Dialog gelingt • Erweiterung des Handlungsspielraums in transkulturellen und multinationalen Betreuungssituationen

Dieser Workshop ermöglicht weiters die Förderung transkultureller Kompetenzen, die im professionellen Kontext der Betreuungsarbeit und im Alltag eingebunden werden können. Sowohl die eigenen Werte als auch Werte aus anderen Kulturen werden adressiert und veränderbare Prägungen thematisiert.

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Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Peer-Support Komplementärangebot, Konkurrenz oder Kooperation?

Im Frühjahr 2019 startet der erste Lehrgang zum Thema Peer-Beratung in der Wiener Wohnungslosenhilfe. Ehemals wohnungslose Menschen, die ihre Wohnungslosigkeit erfolgreich bewältigt haben, sollen nach einer kurzen Ausbildung mit ihrem Verständnis für die Betroffenenperspektive die Teams der Wohnungslosenhilfe erweitern. Aus anderen Arbeitsbereichen ist bekannt, dass Peer-BeraterInnen in Einrichtungen dann als Bereicherung wirksam werden können, wenn der Implementierungsprozess von Beginn an aktiv mitgestaltet wird. In diesem Seminar erfahren die TeilnehmerInnen mehr über die Entwicklungsgeschichte der Peer-Arbeit und lernen vielfältige Methoden und Einsatzbereiche kennen. Vor diesem Hintergrund haben Sie die Chance, Möglichkeiten, Grenzen sowie Fallstricke und Etappen eines Implementierungsprozesses der Peer-Arbeit kennenzulernen. Als handlungsleitende Basis wird das Konzept Empowerment neu erarbeitet. Bitte setzen Sie sich im Vorfeld mit den Organisationsstrukturen Ihrer Einrichtung, den Kommunikationswegen und mit den Handlungsroutinen auseinander.

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Zielgruppe Führungskräfte, SozialarbeiterInnen, BetreuerInnen und andere ExpertInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe Inhalte | Methoden • Entwicklungsgeschichte, Methodenvielfalt und Einsatzbereiche von Peer-Arbeit • Individuelles Arbeiten sowie Gruppenarbeit und Diskussion Nutzen • Einsatzmöglichkeiten und Methodenvielfalt von Peer-Beratung sind bekannt • Möglichkeiten, mit Peer-Beratung im eigenen Bereich zu arbeiten, sind bekannt


Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Pflegebedarf in der Wohnungslosenhilfe

Wohnungslose Menschen sind einer enormen psychischen und körperlichen Belastung ausgesetzt. Wohnungslosigkeit erzeugt psychischen und physischen Stress und bildet die Ausgangslage für gesundheitliche Defizite sowie ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Schlechte Lebensbedingungen und finanzielle Nöte führen zu Mehrfacherkrankungen, chronischen Krankheiten und in weiterer Folge zu erhöhtem Pflegebedarf. Die besondere Herausforderung in der Betreuung besteht darin, betroffene Personen, in ihrer Selbstbestimmtheit zu unterstützen, damit sie wieder Verantwortung für ihren Körper übernehmen können. In diesem Seminar werden die häufigsten Krankheitsbilder, Infektionskrankheiten und reale Gefahrenquellen unter Rücksichtnahme auf teilweise langjährige Suchterkrankungen und psychiatrische Erkrankungen sowie das Konzept „Harm Reduction“ vermittelt. Unterstützungsangebote und die Möglichkeiten der ambulanten Betreuung mit den Zugängen in Wien werden vorgestellt.

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Zielgruppe BetreuerInnen und SozialarbeiterInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe Inhalte | Methoden • Multimorbidität und daraus resultierender Pflegebedarf in der Wohnungslosenhilfe • Angebote und Zugänge zu ambulanten Pflegediensten • Vernetzung Neunerhaus-ÄrztInnen mit dem Gesundheitsbereich • Sekundär- und Tertiärprophylaxe • Gruppenarbeiten Nutzen • Erweiterter Handlungsspielraum bei Pflegebedarf • Angebote und Zugänge von ambulanten Pflegeeinrichtungen sind bekannt • Lernen mit Praxisbezug

Ein Überblick über die notwendigen Angebote zur Betreuung pflegebedürftiger obdach- und wohnungsloser Menschen sowie die Zugänge zur Hauskrankenpflege, Pflegeassistenz, Heimhilfe, Palliativteams etc. werden gegeben. Die Teilnehmenden erlangen ein Bewusstsein für realistische Erwartungen bezüglich kurativer Interventionen und lernen, was unter „erfolgreicher“ Betreuung und deren Grenzen verstanden wird.

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Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Praxistipps Deeskalation im niederneu schwelligen Bereich der Wohnungslosenhilfe BetreuerInnen in der Wohnungslosenhilfe sehen sich aufgrund von erhöhten Stresssituationen durch die räumliche Enge in Tageszentren oder Nachtquartieren vermehrt verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt. Eine realistische Einschätzung von herausfordernden Situationen und rechtzeitige Intervention im Sinne des Deeskalations- und Sicherheitsmanagements können helfen, eskalierende Situationen zu entschärfen und dabei Strategien anzuwenden, die die Sicherheit aller Beteiligten erhöhen. In diesem Seminar werden ein theoretischer Input zu Ursachen und zur Entstehung von emotionalen Ausnahmezuständen, präventive Maßnahmen und praktische Tools zum Thema Deeskalation und Sicherheitsmanagement vermittelt. Verschiedene Stufen der Prävention von Aggression und Gewalt sowie die Grundlagen der Kommunikation in herausfordernden Situationen werden vorgestellt. Systematische Handlungsmöglichkeiten und Risikoeinschätzung in gewaltbereiten Situationen werden zusätzlich thematisiert und sollen – verbunden mit Deeskalation im Vorfeld – zu einer vermehrten Sicherheit bei der Einschätzung von möglichen Gefahrensituationen führen. Die erworbenen Kompetenzen ermöglichen einen zielführenden Umgang mit sämtlichen Formen von Aggression, Gewalt oder Auseinandersetzungen im niederschwelligen Wohnungslosenbereich und sorgen für die notwendige Ruhe und ein selbstbewusstes Auftreten.

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Zielgruppe BetreuerInnen und SozialarbeiterInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe, insbesondere MitarbeiterInnen von Tageszentren und Nachtquartieren Inhalte | Methoden • Präventive Maßnahmen und praktische Tools zum Thema Deeskalation und Sicherheitsmanagement • Grundlagen der Kommunikation in herausfordernden Situationen • Organisationsübergreifende Gruppenarbeiten • Einzel-, Gruppen- und Plenumsarbeit Nutzen • Vermehrte Sicherheit am Arbeitsplatz • Persönlicher Zugang zu Gewalt und die eigenen Grenzen sind bekannt • Lernen mit Praxisbezug


Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Sterbe- und Trauerbegleitung bei Betreut Wohnen Das Sterben anderer zu begleiten fällt durch die Tabuisierung des Themas Tod in unserer Gesellschaft mitunter sehr schwer. Wenn die eigene Endlichkeit hinterfragt wird und wir uns mit dem eigenen Sterben auseinandersetzen, können andere besser verstanden und begleitet werden. Ein Teil des Seminares beschäftigt sich mit diesen Tabuthemen. Weitere zentrale Fragestellungen sind zum Beispiel mögliche (Leidens-)Erfahrungen und Denkmuster im Sterbeprozess. Die Sterbebegleitung und die damit einhergehende Kommunikation sind weitere Aspekte dieses Seminars. Trauer und die damit verbundenen Trauerphasen laufen für jeden Menschen anders ab. Auch Fragen über den Beginn und das Ende von Trauer werden in diesem Seminar thematisiert.

neu

Zielgruppe MitarbeiterInnen von Betreut Wohnen der Wohnungslosenhilfe Inhalte | Methoden • Palliativmedizin, -pflege, Palliative Care • Sterbebegleitung • Was passiert nach dem Tod? • Kommunikation mit Sterbenden • Reflexion des eigenen Sterbens • Spezifische Angebote für Betreut Wohnen • Trauerarbeit • Gruppenarbeiten Nutzen • Praktische und ethische Herausforderungen im Alltag mit Sterbenden besser reflektieren • Lernen mit Praxisbezug

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Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Suchtproblematik und Lösungsansätze in der Wohnungslosenhilfe Bausteine für die Arbeit mit Menschen in Suchtabhängigkeit

Die Begleitung von Menschen mit instabilem Konsum von legalen und illegalen Substanzen in Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe stellt eine große Herausforderung in der Betreuung und Sozialarbeit dar. Betroffene Menschen befinden sich in einem Kreislauf von gescheiterten Versuchen, eine Wohnung oder einen Wohnplatz zu halten, von Therapieabbrüchen, Haft- oder Krankenhausaufenthalten. Die Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe sind oft zu wenig auf die Unterbringung und Betreuung von instabil drogenkonsumierenden Menschen vorbereitet. Die Größe der Einrichtung und die Vielzahl von Personen mit Unterstützungsbedarf erschweren eine individuelle Betreuung. In diesem Seminar werden verschiedene Konzepte und Betreuungszugänge vorgestellt, die die Teilnehmenden in ihrer täglichen Arbeit mit suchtmittelabhängigen Personen unterstützen sollen. MitarbeiterInnen der Wohnungslosenhilfe erfahren praktische Handlungsansätze, rechtliche Inputs sowie Modelle zur Intervention für die Betreuung von besonders herausfordernden KundInnen mit Suchtproblematik. Außerdem wird über Möglichkeiten einer Anbindung an die Einrichtungen der Sucht- und Drogenhilfe Wien informiert.

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Zielgruppe Alle MitarbeiterInnen der Wohnungslosenhilfe Inhalte | Methoden • Legale und illegale Substanzen • Substitutionstherapie und Beikonsum • Möglichkeiten der Intervention und systemische Betreuungsansätze • Selbstkontrollierter Konsum • Umgang mit persönlicher Betroffenheit • Sicherheit, Gesundheit Nutzen • Erweiterung der Handlungsansätze für die Betreuung von Menschen mit instabilem Drogenkonsum • KooperationspartnerInnen sind bekannt • Lernen mit Praxisbezug


Fort- und Weiterbildung Wohnungslosenhilfe

Themenschwerpunkt „Psychisch kranke obdach- und wohnungslose Menschen“ Der Themenschwerpunkt „Psychisch kranke obdach- und wohnungslose Menschen“ umfasst fünf Seminare, die unabhängig voneinander buchbar sind. Dieser Themenschwerpunkt richtet sich an BetreuerInnen und SozialarbeiterInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe, die ihr Fachwissen rund um das Thema „Psychisch kranke obdach- und wohnungslose Menschen“ aufbauen oder erweitern möchten. Neben dem Grundlagenseminar, welches sich mit den häufigsten Krankheitsbildern und Krankheitsformen beschäftigt und den Handlungsspielraum in schwierigen Betreuungssituationen beleuchtet, stehen Ihnen vertiefend vier weitere Seminare zur Verfügung, die den Fokus auf unterschiedliche Krankheitsbilder legen. Mit diesen Seminaren erweitern Sie Ihr Know-how zu diversen Krankheitsbildern und bauen Ihre Handlungskompetenz in diesem Bereich aus.

neu

Zielgruppe BetreuerInnen und SozialarbeiterInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe Inhalte • Grundlagen • Schwerpunktkurs Messie-Syndrom • Schwerpunktkurs Persönlichkeitsstörungen • Schwerpunktkurs Schizophrenie • Schwerpunktkurs Traumatisierungen Nutzen • Erweiterung der Handlungskompetenz in schwierigen Betreuungssituationen • Praxisbezogene Inhalte

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Zivildienst Fort- und Weiterbildung Erste Hilfe fĂźr Zivildienstleistende Hygiene und Infektionsvermeidung fĂźr Zivildienstleistende 79


Fort- und Weiterbildung Zivildienst

Erste Hilfe für Zivildienstleistende

In den verschiedenen Einsatzstellen sind Zivildienstleistende beim Thema „Erste Hilfe“ oft mit sehr herausfordernden Problemen konfrontiert. Mitunter werden junge Männer unvorbereitet mit (lebensbedrohlichen) Situationen konfrontiert, die sie überfordern und ihnen in Folge wenig Handlungsspielraum lassen. In diesem Seminar werden die Grundlagen der Ersten Hilfe, taktisches Verhalten am Unfallort, Selbstschutz sowie lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Anfallserkrankungen und Vergiftungen vermittelt. Unterschiedliche Übungen und der Einsatz von Defibrillation mit halbautomatischen Geräten werden praktisch erprobt. Die Zivildienstleistenden erreichen eine Professionalisierung, auf deren Grundlage akute Notfälle im Betreuungsalltag erfolgreich bewältigt werden können. Dieses Seminar schließt mit einer Prüfung ab. Das ausgestellte Zertifikat kann für berufliche Zwecke als Bildungsnachweis verwendet werden.

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Zielgruppe Zivildiener Inhalte | Methoden • Rechtliche Grundlagen, gesetzliche Verpflichtungen • Absetzen eines Notrufes • Generelle Hinweise im Rahmen der Erste-Hilfe-Leistung • Notfälle im Betreuungsalltag • Praktische Übungen • Defibrillation mit halbautomatischen Geräten Nutzen • Umfangreiches Wissen rund um das Thema Erste Hilfe • Professionell Erste Hilfe leisten


Fort- und Weiterbildung Zivildienst

Hygiene und Infektionsvermeidung für Zivildienstleistende In den verschiedenen Einsatzstellen brauchen Zivildienstleistende beim Thema „Hygiene und Infektionsvermeidung“ Schulungsmaßnahmen, um sich und andere vor Infektionen und Krankheiten schützen zu können. Im Seminar Basishygieneschulung werden die Grundkenntnisse über Infektionslehre, Infektionsquellen, notwendige Hygienemaßnahmen sowie die persönliche Hygiene vermittelt. Der praktische Teil der Schulung konzentriert sich auf die Händehygiene und den Umgang mit Schutzkleidung. Hierbei wird mittels spezieller Übungen sehr anschaulich vermittelt, wie Desinfektion erfolgen soll. Zivildienstleistende werden mit der Mikrobiologie (Bakterien, Viren …) vertraut gemacht, sie sind in der Lage Hygienemaßnahmen professionell durchzuführen und sie kennen die Infektionswege von der Infektionsquelle bis zum Infektionsziel.

neu

Zielgruppe Zivildienstleistende Inhalte | Methoden • Grundlagen der Mikrobiologie • Infektionswege • Persönliche Hygiene • Händehygiene • Schutzkleidung • Praktische Übungen Nutzen • Grundlagen von Hygiene und Infektionsvermeidung sind bekannt • Praxisnahes Lernen

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Maßgeschneiderte Firmenprogramme Weiterbildung und Förderung von MitarbeiterInnen sind im beruflichen Kontext unverzichtbar. Neben einer Stärkung der Bindung an das Unternehmen, können Kompetenzen, die bereits jetzt bzw. in der Zukunft benötigt werden, gezielt aufgebaut werden. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Schwerpunkte und damit ganz bestimmte Anforderungen an MitarbeiterInnen. ExpertInnen der Bildungsakademie stellen individuelle Fortbildungsprogramme zusammen, die auf die speziellen Anforderungen Ihrer Organisation abgestimmt sind. Wir organisieren die entsprechenden TrainerInnen und führen die Weiterbildungsaktivitäten bei uns oder in Ihren Räumlichkeiten durch. Kontakt & Information Bitte informieren Sie uns über Ihren Bildungsbedarf! Gerne finden wir die passende Lösung! Ihre Anfrage richten Sie bitte an: bildungsakademie@awz-wien.at, Tel.: 891 34 – 15 823

Raumvermietung Sie suchen Räumlichkeiten für Ihr Seminar oder Ihre Veranstaltung in Wien? Gerne stellen wir Ihnen die Räume der AWZ Soziales Wien GmbH zur Verfügung! Zur Auswahl stehen acht unterschiedliche Seminarräume für bis zu 25 TeilnehmerInnen. Die Seminarräume haben eine durchschnittliche Fläche von 65 bis 70 Quadratmeter. Im Veranstaltungsraum mit einer Fläche von 110 Quadratmetern können Veranstaltungen mit bis zu 60 Personen durchgeführt werden. Unsere modernen und professionell ausgestatteten Räume liegen zentral und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar.

Kontakt & Information Bitte kontaktieren Sie uns, um Ihr konkretes Anliegen zu besprechen. Gerne legen wir Ihnen ein individuelles Angebot und heißen Sie herzlich willkommen zu einer Besichtigung. Ihre Anfrage richten Sie bitte an: bildungsakademie@awz-wien.at, Tel.: 891 34 – 15 823

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AWZ Soziales Wien GmbH Ausbildungseinrichtung für Sozial- und Gesundheitsberufe 3., Schlachthausgasse 37 Telefon: 891 34 – 15 802 E-Mail: asgb@awz-wien.at Wiener Schule für Sozialberufe 3., Schlachthausgasse 37 Telefon: 891 34 – 15 861 E-Mail: wisoz@awz-wien.at Bildungsakademie 3., Schlachthausgasse 37 Telefon: 891 34 – 15 823 E-Mail: bildungsakademie@awz-wien.at Wiener Bildungsdrehscheibe 15., Graumanngasse 7 Stiege B, 5. Stock Telefon: 891 34 – 60 382 E-Mail: bildungsdrehscheibe@awz-wien.at Die AWZ im Internet Auf unserer Website www.awz-wien.at finden Sie stets aktuelle und detaillierte Informationen zu Terminen, Veranstaltungsorten, TrainerInnen und Preisen. Anmeldung Bitte melden Sie sich über unsere Website www.awz-wien.at an oder kontaktieren Sie uns persönlich.

AWZ Soziales Wien GmbH. Eine Tochtergesellschaft des Fonds Soziales Wien (FSW), des Kuratoriums Wiener Pen­sionistenWohnhäuser (KWP) und der Stadt Wien, vertreten durch den Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 17 – Integration und Diversität.

AWZ-Bildungsprogramm 2019  

Das AWZ-Bildungsprogramm 2019 informiert über die AWZ Soziales Wien GmbH sowie über die konkreten Inhalte der einzelnen Aus- und Weiterbildu...

AWZ-Bildungsprogramm 2019  

Das AWZ-Bildungsprogramm 2019 informiert über die AWZ Soziales Wien GmbH sowie über die konkreten Inhalte der einzelnen Aus- und Weiterbildu...