Wieser Verlag, Herbst 2021

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Wieser

H e r bst 2021


Antescriptum Liebe Leserinnen, liebe Leser! Liebe Buchhändlerinnen, liebe Buchhändler! Stellt sich auch Euch die Frage, wohin sich die Irrwege verlaufen? Warum so viele Versuche, mit dem Kopf durch die Wand zu kommen, ohne sich den Kopf anzuschlagen? Wozu sollen uns die in gegensätzliche Richtungen ver­laufenden Wege der geistigen und der körperlichen Bewegung verhelfen? Was haben Borkenkäfer und Autoren gemeinsam? Was Knappen und Poeten – im Bergwerk der Sprache? Sprachknappen, die Erz vom Abraum, Diamanten vom tauben Gestein trennen und sie wieder zu neuen Bildern, Versen, zu unendlichen Universen, zum edlen Ganzen, zusammenfügen? Ist nicht Literatur, im immer wieder Neuen, das Gold der Alchimisten? Ein Perpetuum mobile der Erneuerung? Und immer wieder verirrt man sich in vergessenen Stollen; findet sich, indem man sich verirrt, und verirrt sich, indem man aus einem Seitengang heraustritt. In Büchern. Jedenfalls, Spuren gibt es. Stollen auch. Labyrinthe zu Hauf. Und darin – unendliches Glück. In Bildern, Sätzen und in Versen. Wir lesen weiter!

Slowenische Ausgabe · ISBN 978-3-99029-461-1 · € 14,95 Deutsche Ausgabe · ISBN 978-3-99029-460-4 · € 14,95 Zwei Bände slow./dt. im Schuber · ISBN 978-3-99029-449-9 · € 35,00 Auf 95 Exemplare limitierte und von Lojze Wieser signierte Ausgabe mit einem Brief von Peter Handke Zwei Bände slow./dt. im Schuber · ISBN 978-3-99029-464-2 · € 50,00

„In Deiner Anrufung der mati / majka, durch – und – durch – lesenswie lebenswert, ist ein Bildchen, das mich seit meiner Lektüre liebst begleitet und weiter begleiten möge.“ „Tvoje priklicevanje matere / majke, ki je skozi – in – skozi vredno branja in podoživljanja, vsebuje sličico, ki me prisrčno spremlja, odkar to berem, in upam, da me bo spremljala še naprej“ Peter Handke Erscheint zum 95. Geburtstag von Ana Wieser (1926–2015) 2 | Frühjahr 2021

Ihr Lojze Wieser

„(…) der Autor zahlreicher populärer Bücher und Szenarien für die Fernsehserie Der Geschmack Europas in ORF und 3sat, hat seine persönlichen Erfahrungen beim Sterben und beim ,Abschied ins Dunkel‘ seiner Mutter Ana Wieser im Jahre 2015 in einer bewegten Geste auf die Landkarte der europäischen Literatur gestellt.“ Jerneja Jezernik „(…) avtorja številnih poljudnih knjig in scenarijev za televizijsko serijo Okusi Evrope na ORF in 3sat, je osebna izkušnja ob poslavljanju in odhodu njegove mame Ane Wieser ,v temo‘ leta 2015 v enem zamahu postavila tudi na zemljevid evropske literature v najbolj žlahtnem pomene te besede.“ Jerneja Jezernik


Inhalt

Jaroslav Hašek

Urschwejk

Henry Kreisel

Das ist dem Walzer doch egal

Roman �����������������������������������������   4 Michel Jean

Kukum

Roman �����������������������������������������   5 Viktorie Hanišová

Die Pilzsammlerin

Roman �����������������������������������������   6 Alena Mornštajnová

Stille Jahre

Roman �����������������������������������������   7 Jan Cornelius /Adina Popescu

Bukarest-Berlin, ohne Rückkehr?

Roman �����������������������������������������   8 Nestan Nene Kvinikadze

38, 44

Roman �����������������������������������������   9 Slowenische Bibliothek Berta Bojetu

Das Vogelhaus

Roman ����������������������������������������� 10 Europa Erlesen Neuengland, Beirut ������������������������������ 11 Lojze Wieser Der Geschmack Europas ������������������������ 12 Lojze Wieser

Geschmackshochzeit 2

Die Vermählung von Alpen und Adria ��������������� 13 Günther Freitag

Bacons Schatten

Roman ����������������������������������������� 14 Georg Biron

Der Herr Udo

Ein Porträt �������������������������������������� 15 Engelbert Obernosterer

Versuche eines Herrn, seiner Herr zu werden

Erzählungen Aus dem Tschechischen übersetzt von Grete Reiner. Herausgegeben von Hans Dieter Zimmermann.

Z

um diesjährigen 138. Geburtstag von Jaroslav Hašek ist der Urschwejk in Übersetzung von Grete Reiner wieder lieferbar. Der Herausgeber des Bandes Hans Dieter Zimmermann schreibt in einem Brief an den Verleger: „Eine neue Ausgabe von Hašeks Schwejk scheint mir nicht sehr ergiebig; er ist in Hunderttausenden in unserer beider Ländern verkauft worden. Wir hatten damals (1999, Anmerkung LWi.) in der Tschech. Bibliothek dasselbe Problem und fanden diesen Band Urschwejk, den niemand kannte. Der Prager Philosoph Kosík hält den Text ‚Kommandant der Stadt Bugulma‘ für nötig zum Verständnis des Schwejk (…). Und die schönen Ergänzungen von Lada und Langer! Die Übersetzungen sind von Grete Reiner, die in Theresienstadt umkam. (…) Ich würde gerne ‚Ein Gedenken für Grete Reiner‘ anfügen.“ (Schreiben von H. D. Zimmermann an den Verleger, 29. 5. 2019). Nun ist das Grundlagenwerk zum Verständnis von Schwejk neu aufgelegt wieder lieferbar. Grete Reiner selbst bemerkte 1928: „Über die Bedeutung des Schwejk Worte zu verlieren, wäre überflüssig. In dem vorliegenden Band sind die ersten Entwürfe Hašeks zu dieser ohne Übertreibung weltberühmt gewordenen Gestalt enthalten. Sie stammen durchwegs aus der Zeit vor dem (1. Welt)Krieg und zeigen, wie lange diese Gestalt im Kopf Hašeks reifte. Ihre Frische und ihr Humor stehen hinter dem Nachkriegs-Schwejk wohl kaum zurück.“ Einer Neu-Entdeckung Schwejks steht wohl nichts mehr im Wege!

Fast ein Roman ���������������������������������� 16 Helmut Rizy

Überleben – um Zeugnis abzulegen

Essays zur KZ-Literatur ��������������������������� 17 Hans Dieter Zimmermann

Ein Rückblick auf 80 Jahre

Erinnerungen ����������������������������������� 18 Ulrich Norbert Schulenburg

Matthias von Guttenburg. Ein Leben für die Tradition.

Roman ����������������������������������������� 19 Ulrich Norbert Schulenburg

Gemeinsam sind Rückblicke schöner

Ulrich N. Schulenburg zum 80. Geburtstag ����������� 19 Vougar Aslanov

Russisches Gesetz

Historischer Roman ������������������������������ 20 Maria Dippelreiter / Michael Dippelreiter

Grenzen und Ränder

Vierzehn Beiträge zu Überschreitungen und Hindernissen 21 Martin Grassberger / Marianne Penker/Horst Peter Groß

Ernährung und Gesundheit

Biologische Landwirtschaft versus Agrarindustrie ������ 22 Herwig Hösele/Lojze Wieser (Hg.)

Reset Europe

Impulse für die Zukunft ��������������������������� 23

274 Seiten, wtb 045 EUR 18,95 · ISBN 978-3-99029-452-9 Bereits erschienen

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prosa

Henry Kreisel

Das ist dem Walzer doch egal Roman Aus dem kanadischen Englisch übersetzt von Sebastian Raho

M

itte der 1930er: Jakob Grossmann hält sich nicht für einen außergewöhnlichen Mann. Er ist etwas dicklich, schon etwas älter und ist ein einfacher Fabriksarbeiter in Toronto. Sein großer Traum ist es, ein letztes Mal seine Familie in Wien zu sehen. Denn Jakob wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im österreichischen Galizien in eine jüdische Familie hineingeboren. Während seine Familie vor Gewalt und Krieg nach Wien flüchtete, versuchte er sein Glück in Kanada. Jakob Grossmann ist kein reicher Mann, aber wer weiß das schon – im fernen Wien? Jakob hingegen scheint nicht zu wissen, dass in Österreich vor kurzem noch ein Bürgerkrieg wütete und nun eine neue Ordnung herrscht. Henry Kreisel musste 1938 seine Heimatstadt Wien verlassen und konnte über mehrere Stationen nach Kanada gelangen. Dort hat er als Schriftsteller und Universitätsprofessor für Literatur sein Œuvre der Vermittlung zwischen Kulturen gewidmet. In diesem Roman bietet er einen außergewöhnlichen Einblick in das Wien der 1930er-Jahre und besonders in das Wiener jüdische Leben kurz nach dem österreichischen Bürgerkrieg und unmittelbar vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Dieses Buch, das eine vergangene Stadt auferstehen lässt, stellt dabei Fragen zu Migration, Flucht und Identität, die heute relevanter sind als je zuvor.

ca. 300 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-440-6 Erscheinungstermin: September 2021

„Ein großartiges Portrait jüdischen Lebens in Europa und Kanada vor dem Krieg.“ The Globe and Mail, Toronto

Sebastian Raho Geboren 1987 in Wien, hat Wurzeln in Österreich und England. Studium an der London School of Economics und der Technischen Universität Wien. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Übersetzungen aus dem Englischen und Amerikanischen. Herausgeber der Bände Yorkshire (2017), Liverpool (2019), Los Angeles (2020) und zuletzt Neuengland (2021) in der Reihe Europa Erlesen. Im Drava Verlag erschienen seine beiden Romane Mittagessen (2018) und Drei Landschaften (2021). 4 | Herbst 2021

© Foto: Autor

© Foto: edmontonjewishcemetery.ca

Henry Kreisel Geboren 1922 in Wien und gestorben 1991 in Edmonton, Alberta, war Schriftsteller und Universitätsprofessor für Literaturwissenschaft. 1938 musste er aus Wien fliehen und gelangte über Zwischenstationen in England nach Kanada, wo er 1941 mit dem Anglistikstudium begann. Bereits in seiner Dissertation beschäftigte er sich mit Exil und Verfremdung in der modernen Literatur, ein Thema, das auch sein schriftstellerisches Schaffen prägte. Neben seiner akademischen Laufbahn an der University of Alberta veröffentlichte er zwei Romane, den nun in Übersetzung vorliegenden The Rich Man (1948), und The Betrayal (1964), der von der CBC auch als Hörspiel adaptiert wurde. Der Brückenschlag zwischen den beiden Welten Europa und Kanada gilt als sein wichtigster Beitrag zur kanadischen Literatur. Seine schriftstellerischen und akademischen Tätigkeiten wurden zahlreich ausgezeichnet, 1987 wurde er zum Officer of the Order of Canada ernannt.


prosa

Michel Jean

Kukum Roman

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ca. 300 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-470-3 Erscheinungstermin: Oktober 2021

ichel Jean erzählt in Kukum die Geschichte seiner Urgroßmutter Almanda Siméon, die 97 wurde. Als Waise von ihrer Tante und ihrem Onkel aufgezogen, lernt sie mit fünfzehn den jungen Innu Thomas Siméon kennen, verliebt sich trotz der kulturellen Unterschiede sofort in ihn, sie heiraten, und Almanda lebt von da an mit dem Nomadenstamm, dem er angehört, lernt seine Sprache, übernimmt die Riten und Gebräuche der Innu von Pekuakami und überwindet so die Barrieren, die den indigenen Frauen aufgezwungen werden. Anhand des Schicksals dieser starken, freiheitsliebenden Frau beschreibt Michel Jean auch das Ende der traditionellen Lebensweise der Nomadenvölker im Nordosten Amerikas, deren Umwelt zerstört wurde und die zur Sesshaftigkeit gezwungen und in Reservate gesperrt wurden, ohne Zukunftsperspektive, ein Leben geprägt von Gewalt, Alkohol und Drogenkonsum. Der Roman wurde im Herbst 2020 mit dem Prix littéraire FranceQuébec ausgezeichnet. „Ich spüre in mir die Verantwortung, unsere Geschichten zu erzählen, die der Innu und der Mitglieder der Ersten Völker. Denn sie kommen praktisch nirgends vor. In den Geschichtsbüchern nehmen sie nur wenig Raum ein. In Nordamerika beginnt die Geschichte mit der Ankunft von Christoph Kolumbus 1492, diejenige Kanadas mit Jacques Cartier 1534. Aber wir leben hier seit 15 000 Jahren. Wenn wir unsere Geschichten nicht erzählen, wer dann?“

Michel Jean

Amun

ISBN 978-3-99029-386-7

© Foto: Selfie

© Foto: julienfaugere.com

Michel Jean Geboren 1960, ist Innu aus der Gemeinde Mashteuiatsh am Lac Saint-Jean (Québec). Nach einem Studium der Geschichte und Soziologie arbeitet er seit 1988 als Journalist und Moderator für die französischkanadischen Fernsehsender Radio Canada Info und, seit 2005, TVA Nouvelles. Er ist mit sieben Romanen einer der wichtigsten indigenen Autoren Québecs. Nach Amun (2016) veröffentlichte er unter dem Titel Wapke (Morgen) im März 2021 eine zweite Anthologie mit dystopischen Erzählungen von 14 indigenen Autorinnen und Autoren aus Québec.

Michael von Killisch-Horn Geboren 1954 in Bremen. Er studierte Romanistik, Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in München und arbeitet als Übersetzer aus dem Französischen und Italienischen. Seit einem dreimonatigen Aufenthaltsstipendium 2013 in Montréal interessiert er sich auch verstärkt für die Literatur Québecs und verbringt jedes Jahr mehrere Wochen in Montréal. Im Herbst 2020 erschien ein von ihm herausgegebenes Heft der Literaturzeitschrift die horen mit aktueller Literatur aus Québec. | 5


prosa

Viktorie Hanišová

Die Pilzsammlerin Roman

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ede Familie schleppt eine Geschichte mit sich herum, und wenn es ans Erben geht, bricht häufig auf, was lange unter der Decke gehalten war. Auch die junge Sára wird durch den Tod der Mutter aus ihrem eingespielten, eintönigen Leben geholt. Und ihre Probleme werden immer drängender: Die alte Wochenendhütte der Familie, bislang sowohl Rettung als auch Schatten der Vergangenheit, verfällt zusehends. Ihr droht der Verlust der Invalidenrente, die Kneipe, in der sie die gesammelten Pilze verkauft, bekommt einen neuen Besitzer, und die Brüder, für die sie lange nicht existierte, geben einfach keine Ruhe mehr. Jeden Morgen zieht Sára die alten Schuhe ihres Vaters an und geht auf die immer selbe, 25 km lange Pilztour. Ganz allmählich steigt sie in den Rückblenden immer tiefer in ihre Kindheit hinab. Und die Ich-Erzählerin muss die Vernachlässigung ihrer physischen und psychischen Bedürfnisse erst auf die Spitze treiben, bevor es eine Chance auf Heilung gibt. Viktorie Hanišová bricht in klarer, in ihrer Sachlichkeit manchmal zynisch wirkender Sprache eine Lanze für die Kinder, die von ihren Eltern verraten und allein gelassen wurden, und en passant auch für die Außenseiter unter uns. Erzählerisch gekonnt führt sie durch ein schwieriges Thema, wobei Pilze und ihr weitreichendes unterirdisches Myzel den Erzählungsbogen zusammenhalten und ihm eine eigene Schönheit und Projektionsfläche für die Welt der Menschen verleihen. Wenn Sie also beim Lesen nebenbei auch noch Lust auf Pilze oder einen Besuch des Böhmerwaldes in sich verspüren, tut das der Ernsthaftigkeit dieser traurigen Geschichte keinen Abbruch.

ca. 300 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-467-3 Erscheinungstermin: Oktober 2021

Raija Hauck Geboren 1962, Slawistik-Studium in St. Petersburg und Brno. Promotion an der Universität Greifswald und dort bis 2019 Lektorin für Tschechisch und Russisch. Liebt das Saarland und lebt als freie Übersetzerin in Saarbrücken. 6 | Herbst 2021

© Foto: Privat

© Foto: Vojtech Vlk

Viktorie Hanišová Geboren 1980 in Prag, ist eine tschechische Linguistin, Übersetzerin und Schriftstellerin. Sie studierte Anglistik und Germanistik an der Karlsuniversität, arbeitete als Fremdsprachenlehrerin und übersetzt Belletristik und Populärwissenschaftliches aus dem Englischen und Deutschen. Ihr viel beachteter Debüt-Roman Anežka (2015) erschien 2019 im Klak-Verlag auch auf Deutsch, danach folgten die Romane Die Pilzsammlerin (2018) und Die Rekonstruktion (2019). Alle drei Romane widmen sich verschiedenen Seiten von Mutterschaft und problematischen Familienkonstellationen und verbinden sich dadurch zu einer freien Trilogie. Hanišová wagt sich mit leichter Hand an schwierige gesellschaftliche Themen. So bringt sie im Jahr 2020 den Erzählband Langstrecke heraus, in der jeder Text eine Konfrontation mit der Frage nach dem Sinn des Lebens ist. Ihr bislang letztes Buch Beton und Erde (2021) ist eine Sammlung von Gesprächen über den schonenden Umgang mit der Umwelt im urbanen Kontext. Viktorie Hanišová hat drei Kinder und lebt in Prag.


prosa

Alena Mornštajnová

Stille Jahre Roman

N

ca. 280 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-466-6 Erscheinungstermin: Oktober

ach dem erfolgreichen Roman Hana über das Schicksal einer jüdischen Familie im 20. Jahrhundert sind die Erwartungen an den neuen Roman Alena Mornštajnovás naturgemäß groß. Und sie werden nicht enttäuscht, obwohl oder vielleicht weil die Autorin hier leisere und feinere Töne anstößt, wie im Übrigen auch schon der Titel verrät. Wiederum beweist sie, dass sie meisterhaft Familienschicksale im 20. Jahrhundert erzählen kann, nur dient hier „große“ Geschichte eher als Hintergrund für intimere Einblicke in das Werden familiärer Geschicke. Stellen Sie sich vor, der Vater redet nie mit Ihnen. Die schwerkranke Großmutter spricht Sie mit einem anderen Namen an. Und die Stiefmutter darf Ihnen auch nichts erzählen. Das ist nicht nur seltsam, sondern auch belastend. Was also tun? Bohdana jedenfalls beschließt, Erinnerungssammlerin zu werden. Auch der kleinsten Spur nachzugehen, um so vielleicht das Familiengeheimnis zu lüften. In wechselnden Kapiteln wird die Geschichte von Tochter und Vater erzählt. Der Vater hat sein ganzes Leben den kommunistischen Idealen gewidmet und in der sozialistischen Republik große Karriere gemacht. Warum sitzt er jetzt verbittert in einer Kleinstadt herum? Alle seine Pläne für sich und seine Familie dahin. Der Mensch denkt … und auf einmal ist nichts mehr wie geplant und gewünscht. Allmählich nähern sich beide Erzählstränge an und Vater und Tochter müssen durch einen Schlaganfall lernen, miteinander auszukommen. Stille Jahre sind es, die die beiden miteinander verbringen. Gibt es eine Hoffnung?

Vor allem Sensibilität, Genauigkeit, Gründlichkeit und die Tiefe des Einblicks. Herausragend gemeisterte Psychologie. Die Kunst einer starken Visualisierung. Jeder beliebige Personentyp lebt sich gelungen, allseitig, irgendwie „ganz“ ein – Alte, Junge, die von der einen oder der anderen Seite der Barrikade. Radim Kopáč, UNI Magazín

Alena Mornštajnová

Hana

ISBN 978-3-99029-438-3

Alena Mornštajnová Geboren 1963, studierte Englisch und Tschechisch an der Universität Ostrava. Arbeitete als Lektorin und Übersetzerin für Englisch und gegenwärtig als Schriftstellerin. Seit ihrem Debüt 2013 veröffentlichte sie fünf Romane und ein Kinderbuch. Vor allem ihrem 2017 erschienenen Roman Hana verdankt Alena Mornštajnová, dass sie zu den beliebtesten tschechischen Autoren gehört. Der mehrfach preisgekrönte Roman wurde in 14 Sprachen übersetzt und erschien auf Deutsch 2020 im Wieser-Verlag. Die Geschichte der Hana wurde als Theaterstück auf die Bühne gebracht und ein Film ist in Vorbereitung. © Foto: Autorin

Der Roman Stille Jahre erschien im Original 2019. Er wurde in einer Leserumfrage im selben Jahr zum Buch des Jahres gekürt und erhielt die Auszeichnung als Tschechischer Bestseller des Buchhandelsnetzes Pemic. Im April 2021 erschien Mornštajnovás bislang letzter Roman Novemberfall. Alena Mornštajnová lebt in Valašské Meziříčí in Mähren.

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prosa

Jan Cornelius /Adina Popescu

Bukarest–Berlin, ohne Rückkehr? oder: Wieso sind die Rumänen nicht wie die Deutschen? Roman

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an Cornelius aus Düsseldorf und Adina Popescu aus Bukarest erzählen sich abwechselnd wahre und tragikomische Geschichten über Rumänien und Deutschland. „Ich lernte Adina Popescu auf der Leipziger Buchmesse kennen, wo ich sie am Stand Rumäniens dem deutschen Publikum vorstellte. Nach Adinas Rückkehr nach Bukarest entstand eine spontane Korrespondenz zwischen uns, und so kam schließlich ein Buch zustande, über den Osten und den Westen, die sich viel näher sind, als wir denken.“ Jan Cornelius „Unser Dialog begann eher spielerisch, aus purer Lust an der Konversation und am Erfahrungsaustausch. Dann fiel uns auf, dass wir trotz lockerem Plauderton und häufiger Ironie durchaus ernsthafte Themen berührten.“ Adina Popescu

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-471-0 Erscheinungstermin: September 2021

„Wir haben hier zwei wunderbare Autoren, beide Top-Journalisten und hervorragende Schriftsteller, die beiden verstehen sich perfekt, aber sie streiten auch miteinander. Ihr Dialog ist faszinierend, ich sage es mit aller Überzeugung, er ist beeindruckend. Dieses Buch ist kein ruhiges, sondern ein raues Meer, es steckt voller witziger, ironischer Beobachtungen, aber auch tragikomischer Geschichten über Rumänien und Deutschland und zeugt gleichzeitig von einer tiefen Kenntnis des Ostens und Westens.“ Mircea Cărtărescu

Adina Popescu Geboren 1978, lebt in Bukarest. Sie studierte Filmregie. Als Journalistin gewann sie zahlreiche Preise für ihre Reportagen. Sie veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Kinderbücher und Kurzgeschichten. 8 | Herbst 2021

© Foto: Privat

© Foto: Privat

Jan Cornelius Geboren in Reschitza, im rumänischen Banat, studierte Anglistik und Romanistik. Er floh vor Ceauşescus Diktatur und lebt seit 1977 in Düsseldorf als Schriftsteller, Kulturjournalist und Literaturübersetzer.


prosa

Nestan Nene Kvinikadze

38, 44 Roman

© Coverfoto: Intelekti Publishing & Teona Chanishvili

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ca. 190 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-462-8 Erscheinungstermin: Oktober 2021

ie georgische Hauptstadt Tbilissi Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre ... Lekso studiert Filmkritik, Maia will Zahnärztin werden. Lekso spielt das „Dissidentenspiel“, Maia schminkt verstorbene Frauen, weil sie das Geld braucht. Um ihre Angst zu überwinden, denkt sie sich zu den Verstorbenen Geschichten aus. Maia findet sich in Leksos Spiel wieder. Zwei Handlungsstränge entfalten sich parallel zueinander. Der Hauptstrang, in dem Studierende in mit Tabakqualm gefüllten Räumen Filme schauen und die Körper und Sexualität der anderen erforschen. Der zweite Strang, der sich mit dem „Dissidentenspiel“ beschäftigt – mit der Verteilung von Flugblättern, mit Überwachung, mit Durchsuchungen, mit Verhaftungen. Nestan Nene Kvinikadzes Roman 38, 44 fasst die jüngste Geschichte des Landes auf außergewöhnliche Weise zusammen. Er ist voller dramatischer Effekte, Humor, Traumata und aufgestauter Energie. Sowohl die Lebenden als auch die Toten sind auf der Suche nach ihrer eigenen Persönlichkeit. Der Roman beschreibt reale Ereignisse. Darüber hinaus lässt die Autorin diverse aufbereitete Archivmaterialien einfließen, sogar solche des Archivs des Georgischen Innenministerium. Trotzdem ist und bleibt es ein fiktiver literarischer Text.

„Nestan Nene Kvinikadzes Roman 38, 44 gibt einen tiefen Einblick in das Schicksal einer Generation junger GeorgierInnen, welche hin- und hergerissen ist zwischen Traumwelt und bitterer Realität.“

Nestan Nene Kvinikadze Geboren 1980, ist eine georgische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Journalistin. Sie absolvierte die Schota-Rustaweli-Universität für Theater und Film. Schon im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie den ersten Band ihrer Kurzgeschichtensammlung Unisono. Neben mehreren Prosasammlungen und drei Romanen hat sie auch eine Reihe von Drehbüchern und Theaterstücken geschrieben. Seit 2006 ist sie Chefredakteurin einer monatlichen bilingualen Zeitschrift. Auf Deutsch erschienen bereits ein Auszug ihres Debütromans Techno der Jaguare (2013) sowie ihr zweiter Roman Die Nachtigallen von Isfahan (2017). Mit 38, 44 erschien 2019 ihr jüngster Roman auf Georgisch und wurde in ihrer Heimat auf Anhieb zum Bestseller.

© Foto: Nata Sopromadze

© Foto: Sophia Arabidze Uysal

Gvantsa Jobava Stellvertretende Vorsitzende der Georgian Publishers and Booksellers Association

Sebastian Minkner Geboren 1984, ist ein deutscher Kaukasiologe, Kulturhistoriker, Literaturübersetzer und Reiseunternehmer. Er lebt und arbeitet seit 2014 in Tbilissi und wirkte u. a. als Literaturgutachter am Auftritt Georgiens als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018 mit. | 9


Prosa

Slowenische

Bibliothek

Berta Bojetu

Das Vogelhaus Roman

E

s schwieg und schwieg, etwas schwieg und da war nichts, worauf man hätte zeigen können. In den Monaten, die du auf der Insel verbracht hattest, hattest du in dir das zähe Fließen deiner eigenen und fremder Trauer erkannt, in der du nach Hilfe riefst vor der Entfremdung von dir selbst, nach Händen riefst, die dich unter Menschen stoßen würden, wo du vergessen könntest. Der bis auf Blut und Schorf gesuchte Schrei wurde stärker und blähte sich auf, sank ein und rieselte aus dem Mund ins Fleisch, kroch und lauerte.

ca. 150 Seiten, Englische Broschur · EUR 21,00 ISBN Wieser 978-3-99029-468-0 ISBN Drava 978-3-85435-977-7 Erscheinungstermin: Oktober 2021 Berta Bojetu

Filio ist nicht daheim ISBN Wieser 978-3-99029-261-7 ISBN Drava 978-3-85435-938-8 ISBN ZTT-EST 978-88-7174-249-6

Das Vogelhaus (Ptičja hiša) ist der zweite Roman der Schauspielerin Berta Bojetu Boeta und wurde 1996 als bester Roman des Jahres mit dem Kresnik-Preis ausgezeichnet. Als feministische Dystopie entfaltet der sprachlich dichte Text eine starke Metaphorik und Symbolhaftigkeit.

Klaus Detlef Olof Geboren 1939 in Oebisfelde, Kindheit und Jugend in Lübeck und Hildesheim, Studium der Slawistik in Hamburg und Sarajevo. Bis 2005 Lehrtätigkeit an den Universitäten Klagenfurt, Graz und Wien. Lebt und arbeitet in Zagreb und Pula. Zahlreiche Übersetzungen aus süd­slawischen Literaturen. 10 | Herbst 2021

© Foto: Privat

© Foto: Privat

Berta Bojetu auch Berta Bojetu Boeta, wurde 1946 in Maribor geboren. Studium der Slawistik und an der Akademie für Theater, Regie, Film und Fernsehen (AGRFT) in Ljubljana. 15 Jahre spielte sie am Puppentheater Ljubljana. 1979 erschien ihr Gedichtband Žabon (Der große Frosch), 1988 der Band Besede iz hiše Karlstein (Worte aus dem Hause Karlstein), der aus ihrem Drama Pogovor v hiši Karlstein (Gespräch im Hause Karlstein) entstand. Es folgten die Romane Filio ni doma (Filio ist nicht daheim) 1990 und Ptičja Hiša (Das Vogelhaus) 1995, beide im Original bei Wieser. 1995 entstand der noch unveröffentlichte Roman Šira (Die Weite) und erschien ihr Drama für Kinder Gremo k babici – Osama (Wir gehen zur Oma – Osama). Berta Bojetu starb am 16. März 1997 in Ljubljana.


Europa erlesen

Europa Erlesen Neuengland

L

ange schien das kleine Neuengland sinnbildlich für die ganzen Vereinigten Staaten von Amerika zu stehen. Und tatsächlich erwecken die Geschichten und Erzählungen dieser Region den Anschein, dass Neuengland die „Wiege einer Nation“ war. Egal, ob es stimmt oder nicht, die Boston Teaparty, Pocahontas und die Puritaner sind unweigerlich Teil der amerikanischen DNA geworden. Aber in diesem Band erzählen nicht nur Revolutionäre von staatstragenden Akten, sondern hier berichten auch Entdecker von einem neuen Land und Reisende vom Leben in Boston und Co. Aber Amerika wäre nicht Amerika, wenn nicht das Wunderbare und das Schreckliche in engster Nachbarschaft lebten. So entsteht auch das Bild einer wilden Natur mit dunklen, scheinbar endlosen Wintern, gezeichnet von Indianerüberfällen, puritanischem Aberglauben und Hexenverbrennungen. Aber genauso können wir auch von geflüchteten Sklaven lesen, die in Neuengland erstmals Freiheit fanden, von Philosophen und Individualisten, die in den weiten Wäldern Neuenglands das Göttliche suchten und fanden. Wenn Amerika von sich selbst erzählt, dann immer in der Sprache der Vielfalt. Und in diese Vielfalt einzutauchen, ergibt das besondere Gefühl, plötzlich selbst ein unbekanntes Land zu entdecken.

ca. 260 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-482-6 Erscheinungstermin: Oktober 2021

Sebastian Raho: Geboren 1987 in Wien, hat Wurzeln in Österreich und England. Studium an der London School of Economics und der Technischen Universität Wien. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Übersetzungen aus dem Englischen und Amerikanischen. Herausgeber der Bände Yorkshire (2017) und Liverpool (2019) in der Reihe Europa Erlesen. Im Drava Verlag erschienen seine beiden Romane Mittagessen (2018) und Drei Landschaften (2021).

Beirut Beirut ist eine der ältesten Städte der Welt. Seit mehr als 5000 Jahren stand sie unter wechselndem Einfluss von Griechen, Römern, Arabern, Osmanen und der Franzosen. Als Paris des Ostens war sie Anziehungspunkt vieler Reisender, als Schmelztiegel der Weltreligionen ein Ort, wo Geschichte geschrieben wird. Nach einem blutigen Bürgerkrieg erfindet sich die Stadt neu und kehrt dabei zurück zu ihrer bisherigen Pracht. Mit Texten von: M. Valerius Probus, Kahlil Gebran, Elias Khoury, Anthony Shadid, Joumana Haddad, Nizar Qabbani, Rawi Hage, Hoda Barakat, Abbas Beydoun, Raymond Khoury, Amin Maalouf, Rabih Alammedine u. v. a.

ca. 260 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-482-6 Erscheinungstermin: Oktober 2021

Dareg A. Zabarah: Geboren 1974 in Sana’a (Jemen), Slawist und Politologe, mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen und Literaturübersetzungen. | 11


Geschmack … wer nun denkt, es handle sich bei Der Geschmack Europas einfach um ein europäisches Rezeptbuch, der irrt gewaltig. Natürlich werden dem Leser auch interessante Rezepte zu traditionellen Gerichten des jeweiligen Landes präsentiert, allerdings nicht so, wie man es aus Kochbüchern gewohnt ist. Vielmehr geht es in Der Geschmack Europas um die Esskultur, um kulinarische Traditionen und Geschichte. Da werden Themen angesprochen wie die Frage nach der Erfindung von Pommes oder wie die arme Gegend im Vulkanland der Südoststeiermark ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat. Außerdem finden wir auf fast jeder Seite sehr gute Fotos, mal vom Essen, mal von der Landschaft, mal von den Menschen und dem Produktionsteam. Es ist ein wenig so, als würde man mit auf die Reise genommen werden. Auf alle Fälle packt den Leser bei der Lektüre das Fernweh – Fernweh nach anderen Kulturen, Fernweh nach exotischeren Speisen. Und irgendwie schafft das Buch es aber gleichzeitig, dieses Fernweh beim Lesen zu befriedigen … http://testiversum.at/der-geschmack-europas-ein-journalmit-rezepten-weitere-stationen Großformat, 440 Seiten, durchgehend vierfärbig, gebunden, Lesebändchen · EUR 30,00 · ISBN 978-3-99029-359-1 Bereits erschienen

Großformat, 300 Seiten, durchgehend vierfärbig, gebunden, Lesebändchen, EUR 30,00 ISBN: 978-3-99029-250-1 Bereits erschienen

Großformat, 304 Seiten, durchgehend vierfärbig, gebunden, Lesebändchen, EUR 30,00 ISBN: 978-3-99029-235-8 Bereits erschienen

3 Bände im Schuber, durchgehend vierfärbig, gebunden, Lesebändchen EUR 90,00 • ISBN: 978-3-99029-446-8

Band 1: Der slowenische Karst, Die Innerschweiz, Siebenbürgen, Die toskanische Maremma, Lausitz, Galicien und Gailtal Band 2: Istrien, Epirus – der griechische Norden, Flandern, Böhmen, Der dänische Süden und Fünen, Sizilien und Südoststeiermark Band 3: Mähren, Montenegro, Elsass, Westliches Friaul, Alentejo, Wales, Bregenzerwald, Westirland, Korsika und Oberschlesien 12 | Herbst 2021


Geschmack

Lojze Wieser

Geschmackshochzeit 2 Die Vermählung von Alpen und Adria Il matrimonio del gusto | L’unione di Alpi e Adria Svatba okusov | Poroka Alp in Jadrana Herausgeber: Tourismusverband klagenfurt SPURENSUCHE in einer Region, die alle Voraussetzungen hat, zu einer Trendumkehr in der Ernährung und der Zubereitung der Speisen beizutragen. AUF DER SUCHE NACH GESCHMACK hinter dem Geschmack – Produkte im Reigen der Jahreszeiten reifen zu lassen und veredelt auf den Teller zu bringen;

Deutsch/Slowenisch/Italienisch ca. 100 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck, Format 22,5 x 24 cm, bedruckter Vor- und Nachsatz EUR 14,95 · ISBN 978-3-99029-472-7 Erscheinungstermin: September 2021

AUS DEM INHALT Die Tage der Alpen-Adria-Küche finden immer ab Mitte September in Klagenfurt/Celovec statt. Wir treffen Köchinnen und Köche, ihre Rezepte, und die Produzenten. Das Buch beinhaltet u. a. Beiträge zu folgenden Themen: ◆  Z weisprachige Marktordnung von Klagenfurt aus 1793 ◆  Z ur Geschmacksarchäologie ◆  G edanken über Gefahren der Täuschung ◆  E in Nachdenken über das Zommstehn. ◆  E in Gespräch über den Käse aus dem Vipava-Tal ◆  U nd nicht zuletzt werfen wir einen Blick in die wachgeküssten Renaissance-Innenhöfe von Klagenfurt. ◆  A uch dieses Buch erscheint dreisprachig: Deutsch, Slowenisch und Italienisch.

DEN PRODUKTEN ZEIT ZUM WACHSEN GEBEN und die BESONNENHEIT und Langsamkeit zum Qualitätsmerkmal machen. VORARBEITEN für eine dem heutigen Stand der Technik und den modernen Verarbeitungsmöglichkeiten geschuldete naturnahe Kochkunst, die sowohl die mitgebrachten Erfahrungen aus alter, vorheriger Zeit einbindet und die bewusst und selbstsicher auch die um uns wachsenden Wildkräuter von Flur und Wald zur Eroberung neuer Geschmacksharmonien nutzt, beimischt und so den Horizont öffnet. FAST VERGESSENES Wissen wird zunehmend zum Schlüssel, um vom Grund auf Neues zu entwickeln und zu experimentieren. DIE ALPEN-ADRIA-REGION als Biotop der Vermählung von Alpen und Meer, die außerordentliche Spannungsbögen erlaubt HOFFNUNGSFROH kann gespeichertes Wissen neuerlichen Erfahrungen unter gewonnenen zusätzlichen Möglichkeiten zu Anstößen verhelfen, wo das Wohlergehen von Natur, Klima und Mensch durchs eigene Tun erneuert und verbessert wird.

Geschmackshochzeit 1

Lojze Wieser Geboren 1954, lebt als Verleger in Klagenfurt/Celovec und legt den Schwerpunkt seines Programms auf südost­euro­päische Literatur. Die Reihe Europa erlesen und die Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens erreichten Kultstatus. Zuletzt erschienen: Im dreißigsten Jahr (wtb 30); „… und darin fliegt eine Schwalbe“. Meine Lieblingsgedichte. (Zweite erweiterte Auflage, wtb 15); Europa Erlesen Jubiläumsband Europa; Mit klarem Blick hingehen, an den Rand oder Die Erinnerung ist das einzige Paradies; Kako bo, ko te bo obdajala tema ali Spomin je edini paradiž; Reset Europe. Impulse für die Zukunft. Lojze Wieser gemeinsam mit Herwig Hösele.

© Foto: Mayü Belba

Deutsch/Slowenisch/Italienisch ISBN 978-3-99029-356-0

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prosa

Günther Freitag

Bacons Schatten Roman

E

in Paar, wie es unterschiedlicher kaum sein könnte: ein Maler, der nicht länger malt, weil seine Bilder wie Francis-Bacon-Kopien wirken, und eine junge Bankerin am Anfang ihrer Laufbahn. Wie sollte ich einer karrieresüchtigen Fondsmanagerin klarmachen, dass ich nicht malte, weil mir nach wenigen Pinselstrichen Bacon in die Quere kam. Dann kroch er in meinen Kopf und führte die Hand. Zwei Lebensentwürfe treffen aufeinander, denen jede Schnittmenge fehlt. Erzählt wird die Anatomie einer Trennung, auch von erfolglosen Versuchen, den Bruch wenn schon nicht zu verhindern, so doch hinauszuzögern, ist die Rede. Während Marie von einem raschen Aufstieg träumt, schwankt das Roman-Ich im Kreis skurriler Figuren zwischen Apathie und Selbstmitleid. Ob die alte Klavierlehrerin, die bis zu ihrem Unfall als Wunderkind galt und trotz ihrer Krüppelhand die Revolutionsetüde perfekt spielt, den Anstoß zu einem Neubeginn gibt? ca. 280 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-477-2 Erscheinungstermin: Oktober 2021

Als Fälscher von Bacon-Bildern hätte ich vielleicht Erfolg gehabt, hatte mir sogar vorgestellt, ein Porträt zu kopieren oder zu malen, das ich einem asiatischen Milliardär andrehen würde. Marie war eine Siegerin, hatte ich schon am Meer gewusst, als sie es nicht ertrug, dass jemand schneller schwamm als sie. Entdeckte sie in ihrer Nähe einen Menschen, der schnell schwamm, schlug sie augenblicklich seine Richtung ein und verfolgte ihn so lange, bis sie ihn überholt hatte.

Bienenkrieg

Café Olympia

ISBN 13 978-3-85129-797-3

ISBN 978-3-99029-049-1

© Foto: Privat

Piazza. Trieste ISBN 10-3-85129-604-4

14 | Herbst 2021

Die Entführung der Anna Netrebko

Melancholische Billeteure

ISBN 978-3-99029-159-7

ISBN 978-3-99029-255-6

Mahlers Taktstock ISBN 978-3-99029-357-7

Günther Freitag wurde 1952 in Feldkirch/Vorarlberg geboren und lebt heute in Leoben. Er schrieb Hörspiele für den ORF, die Theaterstücke Drei Traumkongruenzen (UA 1990 Forum Stadtpark Theater Graz) und Rost (UA 2010 Stadttheater Leoben) sowie zahlreiche Romane. Bei Wieser sind erschienen: Piazza. Trieste (2006), Bienenkrieg (2008), Café Olympia (2013), Die Entführung der Anna Netrebko (2015), Melancholische Billeteure (2017) und Mahlers Taktstock (2019). Mit Brendels Fantasie eröffnete Elke Heidenreich 2009 ihre Edition bei C. Bertelsmann.


prosa

Georg Biron

Der Herr Udo Das wilde Leben des Udo Proksch Ein Porträt

Anna-Maria Wallner in „Die Presse“

„Es ist im Prinzip ganz einfach. Ich habe Ideen und verführe Leute dazu, diese Ideen zu verwirklichen. Im Wesentlichen geht es dabei um Industrieanlagen und um Plastik. Und ja: Damit ist eine Menge Geld zu verdienen, aber das Geld interessiert mich nicht als Besitz, sondern nur als Werkzeug, um die Dinge zu verändern. Man kann die Welt weder verbessern noch verschlechtern. Man kann nur versuchen, so viel Macht zu bekommen, dass man die Dinge in Bewegung hält und nicht dazu verurteilt ist, selbst andauernd bewegt zu werden. Geld ist wie ein Segel im Wind. Es macht einen unabhängig von den Schweinereien, von der Knechtschaft, von der Dekadenz dieser Welt. Geld ist der sechste Sinn. Ohne Geld sind die anderen fünf Sinne sinnlos.“

ca. 150 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-465-9 Erscheinungstermin: Juni 2021

© Foto: Georg Biron

um 20. Todestag von Udo Proksch erscheint ein sehr persönliches Porträt: Der Schriftsteller Georg Biron will es nicht glauben. Sein Freund Udo Proksch wird verdächtigt, ein Schiff gesprengt und sechs Seeleute ermordet zu haben, um eine gigantische Versicherungssumme zu kassieren. „Udo Proksch hat sechs Menschen ermordet. Sechs Besatzungsmitglieder der Lucona, die im Indischen Ozean ihren Tod fanden, als das Schiff am 23. Jänner 1977 gesprengt wurde (…) Wer sich auf eine Spuren­suche nach der vielleicht schillerndsten Persönlichkeit im Wien der 60er, 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts begibt, sollte das nicht vergessen. Denn einfach ist es nicht, in der Erinnerung an einen Menschen klar zu sehen, der schon zu Lebzeiten über alle Maßen gestrahlt und geblendet, fasziniert und entsetzt hat.“

© Coverfoto: Erich Reismann

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Udo Proksch (links im Bild), mit internationalem Haft­ befehl weltweit wegen Mordes und Versicherungsbetrugs gesucht, trifft nach einer Gesichtsoperation den Schriftsteller Georg Biron in Manila.

GEORG BIRON Der Wiener Schriftsteller, Reporter und Drehbuchautor – Jahrgang 1958 – hat unzählige Kulturprojekte realisiert (z. B.: Qualtinger lebt! ) und Preise (u. a. Theodor-Körner-Preis für Literatur) und diverse Kunststipendien erhalten. www.biron.at

© Foto: Nikolaus Similache

Udo Proksch

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prosa

Engelbert Obernosterer

Versuche eines Herrn, seiner Herr zu werden Fast ein Roman

D

as Buch besteht aus einer Sammlung vorwiegend kleiner, verdichteter Prosa-Skizzen und Aphorismen aus dem Umkreis eines Schriftstellers, der zwischen der nüchternen und der poetischen Betrachtungsweise seiner Angelegenheiten hin und her gerissen versucht, den Kopf über Wasser zu halten. Zum Großteil sind es Studien zu weltlichen und religiösen Ritualen, zwischenmenschlichen Beziehungen, kritischen Selbstreflexionen einschließlich des Kampfes gegen das Altern, die, mosaikartig aneinandergereiht, ein existenzialistisches Klima ergeben. Der Auskunft erteilende „Herr“ wird seiner nicht Herr; er geht wie die Figuren der Impressionisten in der Atmosphäre auf, bzw. unter.

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 19,80 · ISBN 978-3-99029-485-7 Erscheinungstermin: Oktober 2021

Mich langweilt das akademische Gerede rund um das Gute, Schöne und Wahre; außerhalb davon ist doch viel mehr los. ◆

Feste Werte sind wichtig, nicht so sehr welche, aber fest müssen sie sein, damit man sich daran anhalten kann.

Engelbert Obernosterer

Zwischendinge

ISBN 978-3-99029-431-4

Engelbert Obernosterer

Auch Krawattenträger sind Naturereignisse

© Foto: Manfred Schluder

ISBN 978-3-99029-358-4

16 | Herbst 2021

Engelbert Obernosterer Latent war Engelbert Obernosterer schon von jeher in den Oberkärntner Bergen enthalten. Als Person urkundlich erwähnt wurde er erstmals 1936 in den Taufmatrikeln von St. Lorenzen im Lesachtal in Kärnten. In Büchern wie Mythos Lesachtal, Vom Ende der Steinhocker, Die Bewirtschaftung des Herrn R und weiteren 13 Prosabänden, zuletzt Auch Krawattenträger sind Naturereignisse und Zwischendinge, blieb er mit berglerischer Zähigkeit in seine Ursprünge verkrallt. Sich und seine Familie über Wasser gehalten hat er als Lehrer an verschiedenen Schulen des Gailtales, u. a. als Kunsterzieher im Gymnasium Hermagor. Er wohnt in Mitschig bei Hermagor.


prosa

Helmut Rizy

Überleben – um Zeugnis abzulegen Essays zur KZ-Literatur

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ca. 280 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-479-6 Erscheinungstermin: September 2021

ei einer eingehenden Lektüre der überaus umfangreichen KZ-Literatur (während manches seit langem vergriffen ist, wird vieles neu aufgelegt) findet man einerseits viele Parallelen, aber auch Divergierendes. Oftmals findet man Ergänzendes, wo an anderer Stelle vielleicht Fragen offengeblieben sind. Das beginnt schon beim Ansatz der Autorin oder des Autors: Für manche war es entscheidend, gleich nach der Befreiung so rasch wie möglich das Erlebte schriftlich festzuhalten, andere warteten Jahrzehnte, bis sie sich aufrafften, die Erinnerungen – vielleicht auch nur für die Kinder oder Enkel – niederzuschreiben. Dabei tauchen auch immer wieder nationale Abgrenzungen unter den KZ-Häftlingen auf, die Religion beziehungsweise der Glaube an Gott bekommt unterschiedliche Bedeutung, ebenso die Musik und andere Bereiche des Lebens im Konzentrationslager, aber auch das Erleben der Befreiung und die mitunter schwierige Rückkehr ins „Leben“. Hier Verbindendes darzulegen, darum geht es in den Essays, zugleich aber auch darum, das Augenmerk auf die Reichhaltigkeit der KZ-Literatur zu lenken. Unter wesentlich günstigeren Bedingungen wurde angesichts der nahenden Front das Geldfälscher-Kommando – unter ihnen der aus Berlin stammende Maler und Schriftsteller Peter Edel – mitsamt seiner ganzen Einrichtung vom KZ Sachsenhausen ins KZ Mauthausen transferiert. Peter Edel schreibt in seinen Erinnerungen „Wenn es ans Leben geht“ über die Ankunft nach dreitägiger Fahrt: Dort auf abgesondertem Halteplatz erinnerst du dich, daß sogar in Auschwitz der Name Mauthausen Entsetzen verbreitet hatte. Was du indessen um dich herum erblicktest – es mutete friedvoll und besänftigend an. Er stellt allerdings gleich darauf fest: Hier oben, wo noch Winter herrschte, Windböen ums Gemäuer pfiffen, mußte sich jeder des oftmals gehörten Wortes entsinnen, Mordhausen, und wem es unbekannt geblieben, der wußte es nun.

Helmut Rizy

Herbstzeitlose

Helmut Rizy Geboren 1943 in Linz (Oberösterreich). Kindheit in Leonfelden. Ab 1963 als Journalist tätig. 1965 bis 1968 Aufenthalt in Israel. Danach wieder Redakteur. Lebt derzeit als Schriftsteller und freier Journalist in Wien und Bad Leonfelden.

© Foto: Benjamin Rizy

ISBN 978-3-99029-291-4

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prosa

Hans Dieter Zimmermann

Ein Rückblick auf 80 Jahre Was ich der Gruppe 47 verdanke Erinnerungen

D

er bekannte Berliner Literaturwissenschaftler erinnert sich mit 80 Jahren seiner Kindheit in Krieg und Nachkriegszeit, an den Besuch des Stefan-George-Gymnasiums in Bingen am Rhein, an das Studium in Mainz und Berlin mit Auseinandersetzungen und Kontroversen. Sein Glück ist die Begegnung mit Autoren der Gruppe 47, die ihm den Weg ebneten: sein Doktorvater Walter Höllerer an der TU Berlin, seine Habilitation bei Hans Mayer an der Universität Hannover, seine Arbeit an der West-Berliner Akademie der Künste von 1969 bis 1975, in der er weitere Autoren der Gruppe 47 traf und bedeutende Emigranten, schließlich seine Reisen nach Prag im Auftrag von Günter Grass zur Unterstützung der Dissidenten um Pavel Kohout und Václav Havel. Seine eigene Familie, der Vater war Mitglied der SS, bildet einen scharfen Kontrast zu der Familie seiner Prager Frau, deren Vater als Widerstandskämpfer im KZ Mauthausen einsaß. „Den längsten Teil des Textes habe ich mit einer Spannung gelesen, die ich selten empfinde, höchstens, wenn ich einen Krimi anschaue … Abgesehen von den vielen literarischen, ästhetischen und geschichtlichen Zusammenhängen, die Sie erinnern, ist es die behutsame Freundlichkeit ihren Objekten gegenüber, die mich beeindruckte. Das ist eine ganz eigene Art, mit Vergangenem die Leser vertraut zu machen.“

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-476-5 Erscheinungstermin: Oktober 2021

„Ich kenne mein Herz und ich kenne die Menschen. Ich bin nicht wie die anderen, die ich gesehen habe. … Wenn ich auch nicht besser bin, bin ich doch anders.“

© Foto: Privat

Jean-Jacques Rousseau zu Beginn seiner Autobiographie „Les Confessions“, Die Bekenntnisse, 1. Buch.

18 | Herbst 2021

Hans Dieter Zimmermann Zimmermann, der von 1975–1987 Professor für neuere deutsche Literatur an der Goethe-Universität in Frankfurt war, ab 1987 an der TU Berlin, war geschäftsführender Herausgeber der Tschechischen Bibliothek in deutscher Sprache in 33 Bänden, einem Projekt der Robert-Bosch-Stiftung, Herausgeber der Werke des deutschtschechischen Schriftstellers und Diplomaten Jiří Gruša in elf Bänden und zusammen mit Hans-Gerd Koch Herausgeber einer zwölfbändigen Auswahl der Werke Max Brods. Er publizierte eine Biographie Heinrich von Kleists und eine Theodor Fontanes. Er schrieb ein Buch über die Brüder Martin und Fritz Heidegger und eine Zusammenfassung seiner Ergebnisse zu Franz Kafka: Kafka für Fortgeschrittene. Er ist Vorsitzender der Hans-Werner-Richter-Stiftung Bansin und der Peter-Huchel-Gedenkstätte in Wilhelmshorst bei Potsdam. Von Präsident Václav Havel erhielt er den Orden des Tomáš Garrigue Masaryk.


prosa

Ulrich Norbert Schulenburg

Matthias von Guttenburg. Ein Leben für die Tradition. Roman

Z

ca. 120 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 18,90 · ISBN 978-3-99029-373-4 Erscheinungstermin: September 2021

wischen Fiktion und Wirklichkeit siedelt Ulrich Schulenburg den Roman Matthias von Guttenburg – Ein Leben für die Tradition an. Im Mittelpunkt steht der aus altem Adelsgeschlecht stammende Matthias von Guttenburg – konservativ, kaisertreu, loyal. Matthias zeichnet sich durch seine selbstlosen Dienste bei Militär und Hof aus, ist unter seinesgleichen geachtet und immer zur Stelle, wenn es gilt, Vorgesetzten seine Dienste zur Verfügung zu stellen. Sein Privatleben verläuft weniger erfolgreich, seine intimen Wünsche bleiben ein Geheimnis. Stets in der Nähe der wichtigsten politischen Würdenträger von Österreichs Politik, hat Matthias von Guttenburg Zugang zu den allerwichtigsten Insiderinformationen, seine eigenen politischen Visionen kann er jedoch nur bedingt umsetzen. Autobiographisches und Erzählerisches ist eingebettet in die historischen Ereignisse und Umwälzungen, die das beginnende 20. Jahrhundert mit sich brachte – bis hin zur Auflösung Österreichs unter dem Einfluss des Nationalsozialismus.

Gemeinsam sind Rückblicke schöner Ulrich N. Schulenburg zum 80. Geburtstag

V

Ulrich Norbert Schulenburg Geboren 1941, Miteigentümer des Thomas Sessler Verlages und der Sascha-Film, Wien. Zahlreiche Publi­ka­tionen in Fach­zeitschriften. 2011 erschien seine Autobiographie unter dem Titel Sie werden lachen, alles ist wahr – Anekdoten eines Glücksritters bei Amalthea. 2016: Mich wundert nichts mehr – fortgeschrie­bene Erinnerungen, ebenfalls bei Amalthea. 2019: Gestörte Kreise eines Unzu­friedenen, Wieser Verlag. 2020: Schwester Bonaventura, Wieser Verlag. Mehrfach aus­gezeichnet vom Land Nieder­österreich, Österreich und Deutschland.

© Andreas Prattes-Teuchmann

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-474-1 Erscheinungstermin: Juni 2021

erlegerlegende Ulrich N. Schulenburg feiert im Juni 2021 seinen 80. Geburtstag. Ein Jahr, in dem große Feste immer noch nicht möglich sind. Ein herber Verlust für den genialen Menschenvernetzer, der immer gerne zu rauschenden Festen geladen hat. Bei Geburtstagen, Jubiläen und Verleihungen wurden geistreiche, humorvolle und manchmal auch durchaus kritische, aber stets liebevolle und wertschätzende Reden von und für Ulrich N. Schulenburg gehalten. Um das Vergangene Revue passieren zu lassen, gibt dieses Buch einerseits Zeugnis über verlegerische Weisheiten, über tiefe Freundschaften, aber auch so manche Animosität. Es wurde aber nicht nur gefeiert und gesprochen, sondern auch viel geschrieben. Ulrich N. Schulenburgs Füllhorn an Geschichten ist noch lange nicht geleert und so wurde einstmals Gedrucktes nun noch anekdotisch ergänzt. Ein wortreicher Bilderbogen durch ein bewegtes verlegerisches Leben, mit zahlreichen Beiträgen von AutorInnen und FreundInnen.

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prosa

Vougar Aslanov

Russisches Gesetz Historischer Roman

A

m 14. Dezember 1825 mussten die Truppen auf dem Senatsplatz in Sankt Petersburg dem neuen Zar Nikolaj I. Treue schwören. Die Anführer der geheimen Nordgesellschaft haben nun entschieden, das auszunutzen und am selben Tag dort den Aufstand durchzuführen. Diese wussten noch nicht, dass sie viele Jahre später wegen dem Monat des Aufstands als Dekabristen bezeichnet werden (Dekabr bedeutet in Russisch Dezember)… Der werdende Zar war schon in der Nähe und hat es miterlebt, als die weiteren aufständischen Soldaten plötzlich von hinten zum Senatsplatz strömten. Gerade das wollte Nikolaj verhindern: bis die neuen Aufständischen kämen, sollten seine Leute das bereits bestehende Karree der Verschwörer zum Aufgeben überreden! Jetzt stand aber dort neben dem Moskauer Regiment auch die Mannschaft der Marine, zu diesen kamen noch weitere Soldaten hinzu. Zu Mittag waren auf dem Platz schon etwa dreitausend aufständische Soldaten versammelt. Nikolaj zögerte noch und wusste nicht, was er jetzt unternehmen sollte. General Toll, der die ganze Zeit neben dem neuen Zaren stand, verlor endlich seine Geduld und schrie Nikolaj an: „Eure Hoheit, befehlt Ihr, mit der Kartätsche zu schießen, oder verzichtet Ihr auf den Thron!“

ca. 350 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-480-2 Erscheinungstermin: September 2021

© Foto: Privat

In der Geschichte Russlands hat der Aufstand der Dekabristen (1825) gegen die Willkür des Zarenhauses und die Leibeigenschaft einen besonderen Platz. Vougar Aslanovs historischer Roman „Russisches Gesetz“ handelt von den jungen russischen Gardisten, den Helden des Krieges gegen Napoleon. Sie wollen nun das russische Volk befreien, das seit Jahrhunderten unter einer extremen Form der Leibeigenschaft leidet. Sie bilden einen Geheimbund, um die Revolution in Russland durchzuführen …

20 | Herbst 2021

Vougar Aslanov wurde in der ehemaligen Sowjetunion geboren. 1997 siedelte er nach Deutschland um. Seit Jahren ist Aslanov als deutschsprachiger Autor tätig. Aufarbeitung der sozialistischen Vergangenheit und Geschichte Russlands sind die Schwerpunkte der literarischen Arbeiten Aslanovs.


Wissenschaft

Maria Dippelreiter / Michael Dippelreiter (Hg.)

Grenzen und Ränder Vierzehn Beiträge zu Überschreitungen und Hindernissen

I

260 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 20,00 · ISBN 978-3-99029-463-5 Bereits erschienen

„1968“ in Österreich:

Politische Korrektheit:

ISBN 978-3-99029-312-6

ISBN 978-3-99029-281-5

n diesem Sammelband haben die Herausgeber verschriftlichte Beiträge von Expertinnen und Experten aufbereitet, die jene für den Kongress „An den Rändern, an den Grenzen“ (vorgesehener Termin: 3. bis 4. November 2020) konzipiert hatten. Der Kongress musste wegen der durch die Regierung verhängten COVID-Schutzmaßnahmen kurzfristig abgesagt werden. Die Grenzen des Machbaren und die Ränder des Möglichen: dieses Thema beherrscht nicht nur derzeit die Situation im Umgang mit der Pandemie – es ist vielmehr zeitlos und allgegenwärtig. Was unterscheidet Grenzen und Ränder? Was kennzeichnet sie? Sind sie sicht- und spürbar und wenn ja: jederzeit oder erst „im Rückspiegel“? Es gilt, den Blick zu schärfen, und sich im gehenden Denken anzunähern. Die Aufgabe besteht darin, Möglichkeiten zum Überschreiten auszuloten und Hindernisse zu erkennen. Erforderlich ist die Verortung von Mitte, Rand und Grenze – von mehreren Positionen aus und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Grenzgänge und Randerkundungen erfolgen in diesem Band der Österreichischen Kulturvereinigung von den spezifischen Domänen Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Geschichte, Ökologie, Politik, Ökonomie aus; sie gehen aber weit darüber hinaus und loten Fragen unserer Existenz und unseres Umgangs miteinander aus.

Religions- und/oder Ethikunterricht.

Mut statt Wut: ISBN 9978-3-99029-389-8

ISBN 9978-3-99029-389-8

Mag. a Maria Dippelreiter Studium in Wien und Graz (Lehramt für Höhere Schulen: Pädagogik/Psychologie/Philosophie und Deutsch); Vizepräsidentin der Österreichischen Kulturvereinigung.

© Foto: Privat

Zuletzt erschienen: „1968“ in Österreich: Aufbruch und Scheitern? (gem. mit Michael Dippelreiter). Klagenfurt/Celovec: Wieser, 2018. Religions- und / oder Ethikunterricht. Positionen, Befunde, Entscheidungshilfen. Klagenfurt/Celovec: Wieser, 2019. Mut statt Wut: Ehrenamt, Freiwilligkeit und bürgerschaftliches Engagement als Handlungsfeld zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Klagenfurt/Celovec: Wieser, 2020.

© Foto: Privat

Prof. Dr. Michael Dippelreiter Historiker, befasst sich hauptsächlich mit den Themen österreichische und regionale Zeitgeschichte sowie Bildungsgeschichte. Zuletzt erschienen: Radikale Phrase, Wahlbündnisse und Kontinuitäten. Landtagswahlkämpfe in Österreichs Bundesländern 1919–1932 (gem. mit Herbert Dachs und Franz Schausberger). Wien: Böhlau, 2017. „1968“ in Österreich: Aufbruch und Scheitern? (gem. mit Maria Dippelreiter). Klagenfurt/Celovec: Wieser, 2018. Politische Korrektheit. Der lange Weg vom Postulat zur Performanz. Klagenfurt/Celovec: Wieser, 2018. Mut statt Wut: Ehrenamt, Freiwilligkeit und bürgerschaftliches Engagement als Handlungsfeld zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Klagenfurt/Celovec: Wieser, 2020.

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Sachbuch

Edition Kunst|Wissenschaft|Gesellschaft Quer denken

Herausgegeben von Horst Peter Groß bei Wieser

Martin Grassberger / Marianne Penker Horst Peter Groß

Ernährung und Gesundheit Biologische Landwirtschaft versusAgrarindustrie

L

© Foto: Privat

ebensmittel sind viel mehr als eine Ware! Wenn es stimmt, dass eine gesunde Ernährung der zentrale Faktor für die Gesundheit von Menschen und auch Tieren ist, dann wäre dieses Ziel der Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Bedingungen, unter denen die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, produziert und verarbeitet werden. Das Versprechen der Moderne – die Verbesserung der Lebensbedingungen durch neue Technologien und die steigende ökonomische Kontrolle über Natur und Gesellschaft – hat die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unglaublichen Produktivitätssteigerungen motiviert. Zugleich sind wir aber auch mit Naturzerstörung, Klimawandel, Höfesterben und chronischen Krankheiten konfrontiert. Die gegenwärtigen Herausforderungen in der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und der menschlichen wie tierischen Gesundheit erfordern daher eine gesamtökologische Sichtweise und eine grundlegende Wende hin zu einer regenerativen Form der Landwirtschaft.

ISBN 978-3-99029-157-3

ISBN 978-3-99029-042-2

ISBN 978-3-99029-048-4

ISBN 978-3-99029-085-9

ISBN 978-3-99029-086-6

ISBN 978-3-99029-176-4

ISBN 978-3-99029-218-1

ISBN 978-3-99029-248-8

ISBN 978-3-99029-285-3

ISBN 978-3-99029-303-4

Edition Kunst | Wissenschaft | Gesellschaft Quer denken bei Wieser Nr. 16 EUR 7,95 · ISBN 978-3-99029-481-9 Bereits erschienen

ISBN 978-3-99029-122-1

ISBN 978-3-99029-328-7

ISBN 978-3-99029-142-9

ISBN 978-3-99029-142-9

ISBN 978-3-99029-384-3

Prof. Mag. Dr. Horst Peter Groß Philosoph, Unternehmensberater, Leiter des Instituts zur Förderung von Wissenschaft und Forschung der Kärntner Sparkasse AG. Er war Mitglied des Universitätsbeirats und Vorsitzender des Universitätsrats der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seit 1995 Präsident des Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten, der den Wissenschaftspreis der Österreich Deutschland Gesellschaft erhielt. Er ist u. a. Herausgeber der „Edition Kunst|Wissenschaft|Gesellschaft Quer denken“ im Wieser Verlag.

Univ.-Prof. Mag. DDr. Martin Grassberger Facharzt für Gerichtsmedizin, lehrt unter anderem an der Universität Wien und der Sigmund-Freud-Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, landwirtschaftlicher Facharbeiter und betreibt in Niederösterreich regenerativökologischen Gartenbau. Sein Buch Das leise Sterben wurde Wissenschaftsbuch des Jahres 2020 in der Kategorie Natur­wissenschaft/Technik.

22 | Herbst 2021

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Marianne Penker Professur für Landsoziologie und ländliche Entwicklung an der BOKU Wien. Ihre empirische Arbeit erfolgt in inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten, unterstützt durch Methoden zur Wissensintegration. Dabei legt sie den Fokus auf die Bezüge zwischen gesellschaftlichen und ökologischen Systemen und Fragen der ländlichen Entwicklung aus einer sozio-institutionellen Perspektive.


Sachbuch

Herwig Hösele/Lojze Wieser (Hg.)

Reset Europe Impulse für die Zukunft

D

ie Entdeckung Europas. (2005), Europa. Träume und Traumata. (2007), Der Geschmack Europas. (2009), Europa. Erzählen. (2011), Vereinigte Staaten von Europa. Hoffen.Wagen. (2013), Europa.wertvoll (2015), Europe.USA.3.0. Werte.Interessen.Perspektiven (2017), Das digitale Europa. Digital Europe. No borders, no Limits? (2019) und Reset Europe (2021) lauten die Generalthemen der seit 2005 biennal abgehaltenen Pfingstdialoge Geist & Gegenwart. Bei diesen Dialogen mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten und vor allem auch in den Symposien präsentierten Memoranden sowie auch in den Begleitpublikationen der Edition Geist & Gegenwart im Wieser Verlag, deren neunte nun vorliegt, wurde und wird eine Standortbestimmung vorgenommen, werden die Problemstellungen und Herausforderungen Europas angesprochen und reflektiert. Die Pfingstdialoge behandeln die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen eines „neuen Europa“ und werden im inspirierenden Ambiente der traditionellen Sommerresidenz der katholischen Bischöfe der steirischen Diözese auf Schloss Seggau in der Südsteiermark – in der Luftlinie wenige Kilometer von der österreichischen Grenze zu Slowenien, Kroatien und Ungarn entfernt – abgehalten. Die Steiermark als historische Grenzregion am Schnittpunkt von vier Kulturkreisen ist ein traditioneller Ort der fruchtbaren Begegnung. Die Steiermark als Brückenbauer zwischen den verschiedensten Regionen, geistigen, kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Richtungen hat Tradition und ist Auftrag.

342 Seiten, Englische Broschur EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-475-8 Erscheinungstermin: Mai 2021

© Foto: Wieser Archiv

© Foto: Privat

Herwig hösele Geboren 1953 in Graz, Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich und Koordinator von Geist & Gegenwart, Vorsitzender des Club ALPBACH Steiermark, früherer Präsident des Bundesrates, in zahlreichen Demokratiereform-Initiativen ehrenamtlich und publizistisch tätig.

Lojze Wieser Geboren 1954, lebt als Verleger in Klagenfurt/Celovec und legt den Schwerpunkt seines Programms auf südosteuro­päische Literatur. Die Reihe Europa erlesen und die Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens erreichten Kultstatus. Zuletzt erschienen: Im dreißigsten Jahr (wtb 30); „… und darin fliegt eine Schwalbe“. Meine Lieblingsgedichte. (Zweite erweiterte Auflage, wtb 15); Europa Erlesen Jubiläumsband Europa; Mit klarem Blick hingehen, an den Rand oder Die Erinnerung ist das einzige Paradies; Kako bo, ko te bo obdajala tema ali Spomin je edini paradiž. | 23


Der Wieser Verlag wird vom Ministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (Sektion IV: Kunst und Kultur) gefördert. / Gefördert vom Land Kärnten (Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 14 – Kunst und Kultur) / Založbo Wieser podpira Urad vlade Republike Slovenije za Slovence v zamejstvu in po svetu / Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Verlage

VERTRETung Österreich Buchhandel: Gebiet Osten: Wien, Niederösterreich, Burgenland Michael Orou Kegelgasse 4/14, 1030 Wien Tel./Fax: 01/505 69 35, Mobil: 0664/391 28 36 E-Mail: michael.orou@mohrmorawa.at Gebiet Westen: Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Südtirol Michael Hipp Mahrhöflweg 20/5/5, 9500 Villach Fax: 066477 3912837, Mobil: 0664/391 28 37 E-Mail: michael.hipp@mohrmorawa.at Fachhandel: Österreich und Südtirol: Karin Pangl Sulzengasse 2, 1230 Wien Mobil: 0664/8119820 E-Mail: karin.pangl@mohrmorawa.at

Deutschland Rudi Deuble c/o Stroemfeld Verlag Holzhausenstraße 4 D-60322 Frankfurt Tel. +49 (0)69-955 226 22 Fax +49 (0)69-955 226 24 E-Mail: rudideuble@stroemfeld.de Schweiz Mattias Ferroni b+i buch und information ag Hofackerstrasse 13 8032 Zürich Tel. +41 (0)44 422 12 17 Fax +41 (0)44 381 43 10 m.ferroni@buchinfo.ch Matthias Engel b+i buch und information ag Hofackerstrasse 13 A, 8032 Zürich Tel: +41 (0)44 422 12 17 m.engel@buchinfo.ch

Auslieferung Österreich Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH A-1230 Wien, Sulzengasse 2 Tel. +43 (0)1 68014-0, Fax +43 (0)1 6887130 momo@mohrmorawa.at Deutschland RungeVA/MSR Bergstraße 2, D-33803 Steinhagen Tel. +49 5204 / 998-124, Fax +49 5204/998-114 E-Mail: team4@rungeva.de Nutzen Sie bei Ihrer Bestellung die Vorteile der gebün­ delten MSR-Faktur/BAG-Abrechnung und der gebün­ delten Auslieferung aller Verlage der RungeVA

Schweiz AVA Verlagsauslieferung AG Centralweg 16, CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)44 762 42 00 Fax +41 (0)44 762 42 10 avainfo@ava.ch · www.ava.ch Slowenien · Slovenija MIŠ založba / Miš Publishing Gorjuša 33, 1233 Dob pri Domžalah​ Tel.: (+386) 1 721 45 40 Fax: (+386) 1 729 31 65 info@miszalozba.com narocila@miszalozba.com

„Lojze Wieser ist der Extremsportler unter den Verlegern. Aber er stürzt sich nicht deshalb in seine oft kühnen Projekte, weil er süchtig wäre nach dem Adrenalinrausch, den so ein verlegerisches Wagnis auslösen könnte. Er geht vielmehr an Grenzen und nimmt es in Kauf, immer wieder am ökonomischen Abgrund zu balancieren, weil er leidenschaftlich für seine Bücher brennt und für die Literatur ganz allgemein. Er schreibt ihr geradezu heilsame Kraft zu, in seinem Verständnis ist sie ein Zaubermedium, das die Kraft besitzt, zu heilen, was nationalistischer Ungeist in den Köpfen anzurichten vermag.“ Joachim Riedl, Die Zeit

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Katalog Herbst 2021 Art Director: Lojze Wieser Redaktion: Erika Hornbogner Grafische Umsetzung: Dietmar Schöffauer Lektorat und Korrektur: Josef G. Pichler

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Fotonachweise: Siehe Hinweis bei den einzelnen Bildern im Katalog Der Pilgerstab des Herrn