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Scheidegger & Spiess Kunst I Fotografie I Architektur

Frühjahr 2019


Wichtige Neuerscheinungen Herbst 2018 Herausgegeben von Ruch & Partner Architekten Mit Beiträgen von Hans-Jörg Ruch und Franz Wanner Fotografien von Filippo Simonetti Gebunden 424 Seiten, 272 farbige und 300 sw Abbildungen und Pläne 27,5 × 29,5 cm 978-3-85881-553-8 Deutsch 978-3-85881-797-6 Englisch sFr. 150.– | € 140.– ISBN 9783858815538

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Close-up Ruch & Partner Architekten 1994–2018 Mit seinen Restaurierungen und Umbauten historischer Bauern- und Patrizierhäuser im Engadin hat der Schweizer Architekt Hans-Jörg Ruch internationale Bekanntheit erlangt. Nun liegt eine umfassende Monografie zum gesamten Schaffen des St. Moritzer Büros Ruch & Partner Architekten vor. Der opulente Band zeigt mit vielen grossformatigen Bildern und auch für Laien verständlichen Plänen – ergänzt durch kurze Texte zu den Projekten und einen Essay – eine repräsentative Werkauswahl, die auch vierzehn der berühmten Engadiner Häuser einschliesst.

Herausgegeben von Almut Grunewald. Mit Beiträgen von Roger Fayet, Monica Giedion, Almut Grunewald, Mario Lüscher, Bruno Maurer, Arthur Rüegg und Bettina Zimmermann

Die Welt der Giedions Sigfried Giedion und Carola Giedion-Welcker im Dialog Sigfried Giedion (1888–1968) und Carola Giedion-Welcker (1893–1979) prägten die kunst- und architekturhistorische Forschung ihrer Zeit und spielten eine bedeutende Rolle bei der Vernetzung führender Protagonisten der Moderne in Architektur, Kunst und Literatur. Dieser Band erlaubt eine Neubestimmung ihrer Tätigkeit und Wirkung. Reich illustriert mit Bildern und bislang unveröffentlichten Dokumenten aus dem erst seit Kurzem vollständig zugänglichen Nachlass der beiden, bietet er einen lebendigen und facettenreichen Einblick in das «Universum Giedion».

sFr. 99.– | € 97.– Erscheint im Februar 2019

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Foto-Auge Fritz Block

Gebunden 336 Seiten, 146 farbige und 355 Duplex-Abbildungen 23,5 × 30 cm 978-3-85881-531-6 Deutsch 978-3-85881-789-1 Englisch

Neue Fotografie – Moderne Farbdias

ISBN 978-3-85881-531-6

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Roland Jaeger

sFr. 99.– | € 85.–

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Gebunden ca. 420 Seiten, ca. 253 farbige und 23 sw Abbildungen 22 × 33 cm 978-3-85881-610-8 Deutsch 978-3-85881-819-5 Englisch

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Der Architekt Fritz Block (1889–1955) zählte zu den engagierten Vertretern des Neuen Bauens in Deutschland. Ab 1929 brachte er den Impuls der Moderne auch als Fotograf zum Ausdruck. Seiner jüdischen Herkunft wegen 1933 zur Aufgabe seiner Tätigkeit als Architekt gezwungen und 1938 in die USA emigriert, machte er die Fotografie schliesslich zu seinem Hauptberuf. Diese erste Monografie über den Fotografen Fritz Block demonstriert die gesamte Breite seines Schaffens und dessen Bedeutung für die moderne Fotografie.


Herausgegeben von Michaela Unterdörfer und Laura Bechter

Porträt in Gesprächsform einer der wichtigsten Kunstsammlerinnen der Welt

In Zusammenarbeit mit Hauser & Wirth Publishers

Thematisiert den Werdegang der Sammlerin und ihre Schwerpunkte

Gestaltet von N. N.

Behandelt Begegnungen der Sammlerin mit den ihr wichtigsten Künstlerinnen und Künstlern

Gebunden mit Schutzumschlag ca. 224 Seiten, ca. 160 Abbildungen ca. 15,2 × 21,4 cm 978-3-85881-631-3 Deutsch ca. sFr. 49.– | € 48.– Erscheint im Juni 2019

Eine herausragende Kunstsammlerin im Dialog

ISBN 978-3-85881-631-3

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Der innere Spiegel Gespräche mit der Kunstsammlerin Ursula Hauser

In den Gesprächen geht es um die folgenden Künstlerinnen und Künstler: Louise Bourgeois Roman Signer Eva Hesse Francis Picabia Pipilotti Rist Franz West Maria Lassnig Jason Rhoades Alina Szapocznikow Paul McCarthy Berlinde De Bruyckere u. a.

Ganz im Stillen begann Ursula Hauser in den 1980er-Jahren eine Kunstsammlung aufzubauen, die heute zu den eindrucksvollsten Privatsammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst der Welt zählt. Sie erwarb Werke visionärer Künstlerinnen und Künstler wie etwa Louise Bourgeois, Carol Rama, Alina Szapocznikow, Franz West und vieler anderer und war 1992 Mitbegründerin der heute international führenden Galerie Hauser & Wirth. Dieses Buch bietet zum ersten Mal einen ganz persönlichen Einblick in Ursula Hausers Leben und ihre Sammlung. Die Werke in Ursula Hausers Sammlung sind eng mit ihrer eigenen Identität und ihrem Lebensweg verbunden, von ihrer Geburt 1939 in der Ostschweiz bis hin zu ihrer Rolle als Mutter, als Teilhaberin im Elektrowarenunternehmen ihres Vaters und schliesslich zur Gründung einer Kunstgalerie zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn. Familie ist die unerschütterliche Achse, um die sich Ursula Hausers Leben dreht; für sie gehören auch die Künstler, deren Werke sie sammelt, zu diesem Kosmos. In Ursula Hausers Sammlung einzutauchen, heisst daher gleichzeitig, die Sammlerin kennenzulernen und gemeinsam mit ihr eine Reise durch die Kunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts zu unternehmen. Laura Bechter ist Sammlungsleiterin und Kuratorin der Hauser & Wirth Collection. Michaela Unterdörfer ist Verlagsleiterin von Hauser & Wirth Publishers, dem Publikationszweig der gleichnamigen internationalen Galerie.

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Der schleMMerkopf

Was alles Bauhaus ist und sein kann! Bauhaus­ort

Bauhaus zur touristischen profilierung

18470 Z hinausgehende Aktivitäten von Bauhäuslern begannen erst einige Wochen später, als Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt worden war und in Dessau, das ab Juli 1945 zur Sowjetischen Besatzungszone gehörte, der Aufbau einer neuen Verwaltung begann. Die hier zu nennenden Bauhäusler nahmen diese Situation sicherlich als Chance wahr. Für fast alle kann man annehmen, dass sie den Zusammenbruch des nationalsozialistischen Staates auch als persönliche Befreiung erlebten und dass dieser Neuanfang für sie in mehr oder weniger direkter Weise einen erneuerten Bezug zum Bauhaus

bedeutete. Allerdings muss im Falle von Friedrich Karl Engemann und Hubert Hoffmann auch darauf hingewiesen werden, dass sie ihre Karrieren im nationalsozialistischen Deutschland sehr erfolgreich hatten weiterverfolgen können. 2 Carl Marx beschrieb sein Empfinden so: „1945 ging erneut das Licht und das Herz auf.“ 3 Sämtliche Bauhäusler, die 1945 in Dessau lebten, waren noch in einem Lebensalter, in dem man aktiven Menschen einen von Elan befeuerten Neuanfang zutrauen darf: Carl Marx als Jüngster war 35 Jahre alt, Max Ursin war nur ein Jahr älter, Hubert Hoffmann, Spiritus rector aller Bemühungen um einen Neubeginn des Bauhauses in Dessau, war 41, Friedrich Karl Engemann 47, Hinnerk Scheper 48 und Carl Fieger als Ältester war 52 Jahre alt. Nach 1945 stießen noch weitere Bauhäusler dazu, die hier nur genannt sein sollen: der Bühnenbildner Georg Neidenberger, die Architekten Wilhelm Jacob Hess, Fritz Pfeil, Adolf Menge und Willy Alex Stamm sowie der Fotograf und Grafiker Kurt Stolp. Mit Ausnahme von Carl Fieger und Hinnerk Scheper gehörten diese Bauhäusler zur Dessauer Schülergeneration. Wilhelm Jacob Hess, Carl Marx, Fritz Pfeil und Max Ursin hatten unter Ludwig Mies van der Rohe studiert, Adolf Menge, Georg Neidenberger und Kurt Stolp studierten auch zur Ära von Hannes Meyer, und nur Hubert Hoffmann und Friedrich Karl Engemann hatten ihr Studium schon bei Walter Gropius begonnen. Es war eine einzigartige Gemeinschaft, die sich auf das Bauhaus berief, die nur für die kurze Zeit von 1945 bis 1947 existierte – und die sich in Ostdeutschland so nie wieder zusammenfinden sollte. 4 Im Mai 1945 lag die Schließung des Bauhauses gerade einmal zwölf Jahre zurück. Ihr Ende hatte die Schule 1933 in Berlin gefunden, doch ihr Name war im öffentlichen Bewusstsein vor allem mit Dessau verbunden, wo das Bauhaus als Hochschule für Gestaltung von 1925 bis 1932 jene epochemachenden Bauten, Produkte und weiteren Projekte

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realisieren konnte, mit denen es auch heute noch zuerst in Verbindung gebracht wird. Vielen Menschen, die das Bauhaus als positiven Beitrag zu einer neuen Kultur sahen, waren das Programm und die Hervorbringungen der Schule als überaus aktuelle, jedoch durch die nationalsozialistische Diktatur brutal unterbrochene Angelegenheit präsent, sodass schon bald der Ruf nach einer Wiedereinrichtung das Bauhauses laut wurde. Zu diesen Rufern gehörten nicht nur Bauhäusler. Auch Außenstehende meldeten sich zu Wort, wie etwa ein anonymer Leserbriefschreiber, der im Bernburger Volksblatt vom 12. November 1945 die eben erfolgte Umbenennung des Platzes vor dem Bauhausgebäude in „Bauhausplatz“ begrüßte. Er verband dies mit der Hoffnung auf eine „baldige Auferstehung des Bauhauses“ und einer Mahnung an die „Kleingeistigen“: „Bauhaustapeten gibt es immer noch, Bauhausmöbel ebenso und ‚Bauhaus‘ ist ein Begriff geworden.“ 5 All das bedeutete nicht zuletzt den Wunsch, an eine kulturelle Institution anknüpfen zu können, die aus Deutschland kam, die man jedoch vom nationalsozialistischen Ungeist frei wähnte. Mehr noch, gewissermaßen als Opfer des Nationalsozialismus bot sich das Bauhaus als positive Identifikationsmöglichkeit an. Max Ursin erinnerte sich Jahrzehnte später daran, im November 1945 in Hannover ein Plakat des United States Information Service gesehen zu haben, auf dem stand: „Wenn Deutschland in diesem Jahrhundert nur das Bauhaus erfand, dann hat es der Welt einen großen Beitrag geschenkt!“ 6 All diese Bemühungen hätten nur wenige Bauhäusler nach Hoffmann, der bis dato in Magdeburg an der Stadtplanung mitwirkte, und bot ihm eine Stelle als Baurat in Dessau an. Zugleich stellte er ihm in Aussicht, eine Wiedereröffnung des Bauhauses zu planen und in die Wege zu leiten. Hubert Hoffmann hatte von 1926 bis 1929 am Bauhaus Dessau Architektur studiert und im Auftrag von Walter Gropius zusammen mit Wilhelm Jacob Hess und Cor-

nelius van der Linden in den frühen 1930er Jahren eine detaillierte „Analyse des Raumes Dessau“ und einen darauf fußenden Generalbebauungsplan erarbeitet. Beides wurde 1933 von Walter Gropius auf dem berühmten vierten Kongress der CIAM (Congrès Internationaux d’Architecture Moderne) der internationalen Fachwelt vorgestellt. Hubert Hoffmann war also mit den Dessauer Gegebenheiten bestens vertraut. Im Dezember 1945 wurde Hoffmann Baurat in Dessau. Er bezog die gegenüber dem Bauhaus gelegene Wohnung am Bauhausplatz 6, die für einige Monate auch die offizielle Adresse des neu gegründeten Bauhaus-Sekretariats werden sollte, und nahm Kontakt zu den in Dessau ansässigen Bauhäuslern Friedrich Karl Engemann, Carl Marx, Rolf Radack und Max Ursin auf. In Ostdeutschland beriefen sich nach 1945 mehrere Hochschulen auf das Bauhaus. Vor allem in Weimar, Berlin, Dresden und Halle. 7 Schon im Sommer 1945 hatte der Architekt Hermann Henselmann geplant, die Weimarer Hochschule zu reformieren und sie „Bauhaus. Hochschule für Baukunst und das gestaltende Hand- und Maschinenwerk“ zu nennen. Fritz Hesse erfuhr davon und reagierte prompt. In seinem Brief an Henselmann vom 23. September 1945 erinnerte er an die besonderen, von 1925 bis 1932 in Dessau entstandenen Leistungen des Bauhauses, insbesondere an jene Bauten, „die noch heute als Bauhausbauten bezeichnet werden“ 8. Der Name Bauhaus sei „mit der Stadt Dessau aufs engste verbunden“. Und: „Durch all dies glauben wir Dessauer, uns einen besonderen Verdienst um das Bauhaus erworben zu haben.“ Als Jurist wies er zudem auf eine Vereinbarung hin, die er 1932 mit dem letzten Bauhausdirektor Mies van der Rohe getroffen hatte, und die ausschließlich diesem zusprach, „über die Bezeichnung ‚Bauhaus‘ zu verfügen und alle mit dieser Bezeichnung verbundenen Rechte auszuüben“. Hesse machte klar, dass er nicht daran zweifelte, dass Mies van der Rohe dem Dessauer Institut „das ihm zustehende Recht auf die Bezeichnung ‚Bauhaus‘ zuerkennen“

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Gestaltet von 1kilo

Eine leicht lesbare BauhausGeschichte mit ungewohnter Perspektive

Gebunden ca. 320 Seiten, ca. 350 farbige Abbildungen 20 × 28 cm 978-3-85881-620-7 Deutsch ca. sFr. 39.– | € 38.–

Ein Panorama dessen, was weltweit mit dem Begriff Bauhaus in Verbindung gebracht und mithilfe seiner Wirkungsmacht vermarktet wird

Erscheint im April 2019

Verdeutlicht die umfassende und anhaltende Bedeutung des Begriffs Bauhaus auch acht Jahrzehnte nach Schliessung der Institution

ISBN 978-3-85881-620-7

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Philipp Oswalt

Marke Bauhaus 1919–2019 Nicht Funktion und Gebrauch zeichnen das Bauhaus aus, sondern Symbolik. Ob Quadrat, Dreieck oder Kreis, ob Wagenfeld-Lampe, Schlemmer-Kopf oder weisse Kuben mit Flachdach: Das Bauhaus hat ikonische Bildzeichen und einen Stil kreiert, der weder funktional noch sozial ist, aber visuell prägnant. Bauhaus-Gründer Walter Gropius zielte von Anfang an darauf, aus dem Bauhaus eine Marke zu entwickeln – mit Erfolg. Sei es in Konsum, Politik oder Kultur: Mehr als achtzig Jahre nach seiner Schliessung ist das Bauhaus präsenter als je zuvor. Es ist inzwischen zu einer partizipativen Marke geworden, die nicht mehr zentral gesteuert werden kann, sondern an der unzählige Produzenten und Konsumenten mitgeschrieben haben. Das einstige Verspechen nach Funktionalität und sozialer Verpflichtung bleibt dabei allerdings uneingelöst. Das Buch von Philipp Oswalt, ehemaliger Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, widmet sich anhand zahlreicher Bildbeispiele und gehaltvoller Texte dieser prominenten Markenbildung und -verwendung. Philipp Oswalt war von 2009–2014 Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau und ist Mitbegründer des projekt bauhaus. Seit 2006 ist er Professor für Architekturtheorie und Entwurf an der Universität Kassel.

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Kapitel 3 Moving Away „Moving Away“ nimmt Marcel Breuers Collage ein bauhausfilm (1926) zum Ausgangspunkt, Anpassungen und Weiterentwicklungen von Gestaltungsansätzen des Bauhaus nach 1933 zu verfolgen. Breuers Collage ist in den Ausklappseiten der ersten von Gropius herausgegebenen Ausgabe der bauhaus. zeitschrift für gestaltung 1926 veröffentlicht worden und persifliert quasi eine Zeitschriftenanzeige. Auf einem Filmstreifen wird pro Einzelbild ein von Breuer entworfener Stuhl vorgestellt. Diese Sequenz visualisiert mit den Mitteln der avantgardistischen Bildcollagetechnik den schnellen Stilwechsel vom Expressionismus über De-Stijl-Einflüsse bis zum Funktionalismus. Im letzten Bild aber, neben der offenen Datierung „19??“, scheint eine Frau ganz ohne einen Stuhl in der Luft zu sitzen. Diese Leerstelle, in der sich ein Objekt befinden könnte, und die darauf bezogenen Fragezeichen in der Datierung verweisen auf eine ungewisse Zukunft des Gestalters und auch der Gegenstände und Gesellschaftsformen, die Breuer 1926 noch nicht vorhersehen konnte. In der Bildsequenz zeigt sich zudem bereits die Abkehr vom Weimarer Bauhaus-Konzept, der „Einheit von Kunst und Handwerk“, und nachfolgenden Phasen der Schule, die im Jahr 1926 in der Stadt Dessau angekommen war. Der Neubeginn in Dessau brachte auch neue Kontroversen mit sich. Diese waren durch externen – finanziellen, politischen, ideologischen – Druck geprägt, aber auch durch die internen

Debatten zwischen den Direktoren und Lehrenden des Bauhaus, die unterschiedliche Meinungen teilten über die soziale oder aber kommerzielle Ausrichtung der Schule und der künstlerischen und polytechnischen Lehre. Der Aufstieg des Nationalsozialismus und die politischen Angriffe gegen das moderne Schulexperiment führten letztlich zur Schließung durch die SA. Flucht und Migration von Lehrenden und Studierenden verstreuten seitdem die Ideen in die Welt an unterschiedlichste Orte. Die erzwungene Migration, die Konsequenzen der prekären Lebensverhältnisse, die Notwendigkeit, in der Fremde den Lebensunterhalt verdienen zu müssen, die Verstrickungen mit den sich jeweils wandelnden staatlichen Haltungen zu Gestaltung, Kunst und Architektur sowie das Zusammentreffen mit anderen Gesellschaften und deren Kulturen – all das führte zu neuen Anpassungen von Ideen, die ehemals am Bauhaus entwickelt wurden. Bereits 1930 beantragte Hannes Meyer, der aufgrund seiner Unterstützung des bestehenden kommunistischen Studentenwerks als Bauhaus-Direktor auf Druck der konservativen Kreise in Dessau entlassen wurde, bei der sowjetischen Botschaft seine Übersiedlung nach Moskau. 1931 folgten ihm ehemalige Studierende und Angestellte. Wie für viele andere Architekten der Moderne lag die Motivation, in

Marcel Breuer, ein bauhaus-film. fünf jahre lang, 1926, aus: bauhaus, 1 (1926), Ausklappseite innen. Offset-Lithografie, 42 × 29,7 cm

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Bauhaus Past Forward1

Play > 658 Seiten Bauhaus in einer Minute. Der Film Bauhaus von Muriel Cooper erzählt die Geschichte der Institution, ihrer Protagonisten und Werke im Zeitraffer. Die Grundlage für dieses filmische Experiment bildet die englische Ausgabe des Kataloges Bauhaus. Weimar, Dessau, Berlin, Chicago (MIT Press, 1969). Im Film rasen Hunderte von Abbildungen und Dokumente und Tausende von Wörtern vor den Augen der Betrachterinnen und Betrachter vorbei. Jede Doppelseite bleibt für den Bruchteil einer Sekunde stehen. Zu kurz, um sie als einzelne wirklich zu erkennen. Als würde man einen Film im Schnellvorlauf sehen. Die Geschichte des Bauhaus wird visualisiert und gleichzeitig verflüchtigt: Weimar – Dessau – Berlin – Chicago. Rewind << Weimar Dessau Berlin Chicago Cambridge Das Standardwerk zur Bauhaus-Geschichte Das Bauhaus 1919–1933. Weimar, Dessau, Berlin erschien 1962 auf Deutsch; die zweite, erweiterte Auflage Das Bauhaus 1919– 1933. Weimar, Dessau, Berlin und die Nachfolge in Chicago seit 1937 folgte 1968. In dieser wurden erstmals auch das New Bauhaus, die School of Design und das Institute of Design explizit in die Bauhaus-Geschichtsschreibung einbezogen und die Chicagoer Entwicklungen so in den deutschsprachigen Raum zurückgespiegelt. Herausgegeben wurde die Publikation von Hans Maria Wingler, der 1960 das Bauhaus-Archiv in Darmstadt gegründet hatte. Wingler hatte eine zentrale Bedeutung bei der Wiederanknüpfung der Bauhaus-Exilanten mit Deutschland. Er stellte Kontakte zu etlichen Bauhäuslern her, die vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohen waren, und etablierte ein internationales Netzwerk. Dass die zum 50-jährigen Jubiläum des Bauhaus 1969 erschienene englischsprachige Ausgabe Bauhaus. Weimar, Dessau, Berlin, Chicago beim Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge entstand, ist kein Zufall. Neben Chicago mit dem New Bauhaus, New York mit dem MoMA und North Carolina mit dem Black Mountain College war der Großraum Boston ein Zentrum der ExilBauhäusler in den USA. Walter Gropius war 1937 nach Cambridge gekommen, wo er die Professur für Architektur an der Graduate School of Design der Harvard University übernahm. Es folgten Marcel Breuer und T. Lux Feininger, aber auch andere Vertreter der Moderne wie Sigfried Giedion und Martin Wagner.

Christian Hiller

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Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Haus der Kulturen der Welt sowie mit einem Team aus internationalen Forschern, Künstlern und Gestaltern, präsentiert das Buch die Forschungsergebnisse in vier thematischen und üppig bebilderten Kapiteln, die mit den jeweiligen Ausstellungsstationen in Brasilien, China, Japan, Berlin und Bern korrespondieren.

Polytechnika und Punks: Das Nachleben des Bauhaus in den 1970erJahren

Im Jahr 1971 schrieb der Maler Patrick Heron einen eindrücklichen Artikel über den „Mord“ an der progressiven Kunstausbildung in Großbritannien.1 Im Namen eines beträchtlichen Teils des britischen Kunstbetriebs beklagte Heron, dass unabhängige Kunstschulen durch die Schaffung größerer, multidisziplinärer Institutionen – den Polytechnika – „zerstückelt und verschluckt“ würden. Die Lehre des sogenannten Basic Designs, einer Richtung der englischen Nachkriegspädagogik, die von experimentellen Kunstvermittlern in Newcastle, Leeds, Reading, Ipswich und London entwickelt worden war, schien durch diese Entwicklung vom Aussterben bedroht. Die zentrale Bedeutung und Autonomie, die der bildenden Kunst in der Lehre des Basic Designs eingeräumt wurde – eine Aufrechterhaltung der freien zeichnerischen und malerischen Erkundungen von Paul Klee und Wassily Kandinsky am Bauhaus –, drohte von den Prioritäten der Industrie und des Handels verdrängt zu werden, die angeblich die Strippenzieher hinter den Aktivitäten der neu ernannten Polytechnikumsverwalter waren. Die Verantwortlichen an den Polytechnika selbst jedoch haben öffentlich Einspruch gegen diese Darstellung erhoben. Anstatt sie als das zu benennen, was sie sind, als Zerstörung des Bauhaus-Erbes in der britischen Bildung, wurde die Polytechnikisierung als eine staatliche, ja logische Entwicklung des Bauhaus propagiert. „Das, worauf Walter Gropius bestanden hat – ‚Die grundlegende Einheit, die allen Bereichen der Gestaltung zugrunde liegt‘ –, kann nun realisiert werden“, schrieb Patrick Nuttgens, damals Direktor des Polytechnikums in Leeds, und zwar „in einem Ausmaß, das er sich nicht vorstellen konnte“. 2 Andere freuten sich immer noch auf die Gelegenheit, die Kunst- und Designlehre zu trennen und sie enger mit der Wirtschaft und der Technologie zu verknüpfen (eine Verbindung, deren Früchte sich Ende der 1970er-Jahre in den Arbeiten der Grafikdesign-Absolventen des Polytechnikums Manchester, Linder Sterling und Peter Saville, widerspiegelt). 3 Diese abweichenden Sichtweisen auf die gewünschte Zukunft der Kunst- und Designausbildung, die in der weitgehend progressiven Elite, die Anfang der 1970er-Jahre die britischen Institutionen regierte, in heftigen Konflikten ausgetragen wurden, waren um 1974 jedoch bereits hinfällig, als der Glaube an den Progressivismus selbst zu schwinden begann – vor allem unter jungen Menschen. Der Optimismus der langen 1960er-Jahre verblasste ebenso wie der Glaube an die sozialdemokratische Zukunft, die die Moderne vorhergesehen hatte, und an die damit einhergehenden „entmaterialisierten“ Formen der Avantgardekunst. Die Ölkrise von 1973 traf die Wirtschaft Großbritanniens hart, und trotz des Wahlsiegs der Labour-Partei 1974 wurden Kürzungen der öffentlichen Ausgaben bald Realität. Damit begann, lange vor dem Wahlsieg von Margaret Thatcher im Jahr 1979, der Übergang zum Neoliberalismus.

Gavin Butt

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Still Undead

Still Undead

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Die globale Ausstrahlung dieser Ikone der europäischen Moderne

Linder, Ohne Titel, 1978, Fotomontage, 29,5 × 20,8 cm

Polytechnika und Punks

Die Installation enthält handwerkliche, architektonische und drucktechnische Elemente, sie ist bildhaft und materiell, und man kann sie auf verschiedene Weisen verwenden. Sie ist eine persönliche Interpretation von vier Fotografien der 1931 von Renshichirō Kawakita an der Bunka Gakuin (Kunstschule) in Tokio organisierten Ausstellung Seikatsu-Kōsei. Die Schau diente dazu, die Ideen und das Bildungskonzept des Bauhaus in Japan bekannt zu machen.

Muriel Cooper, Ausstellungsplakat für Bauhaus: Weimar, Dessau, Berlin, Chicago, 1969

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Marguerite Wildenhain, Broschüre zur Ausstellung in der Kunstgalerie des Santa Rosa Junior College, Kalifornien, 17.3.–11.4.1975

Ausstellungsansicht Civilização do Nordeste (Die Kultur des Nordostens) im Museum of Modern Art (MAM), Salvador, Brasilien, 1963

Rogério Duarte, Filmplakat, Deus e o Diabo na Terra do Sol (Gott und der Teufel im Land der Sonne), 1964, Regie: Glauber Rocha

Seiten 90–91: Toni Maraini unterrichtet ihre Klasse für Kunstgeschichte an der Hochschule der bildenden Künste in Casablanca, aus der Broschüre zum Bildungsprogramm der Schule, 1962–1965

Der Aufbau der Darstellung bezieht sich auch auf die Bühnenbilder der Künstlervereinigung Jikken Kōbō (Experimentelle Werkstatt, 1951–1957), die emblematisch für die Rezeption des Bauhaus im Nachkriegsjapan steht. Insofern kann die Installation insgesamt als ein Versuch betrachtet werden, die beiden unterschiedlichen Auffassungen und Ansätze der Bauhaus-Pädagogik und -Philosophie vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zusammenzuführen.

Seiten 73, 75: Luca Frei, Kissenentwürfe, 2017, Gouache, Bleistift und Collage auf Schaumstoffkern, 70 × 100 × 3 cm

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Seite 77, Luca Frei, Modell für ein Lehrinstrument, 2017, Holz, Stoff, Gouache, verschiedene Maße

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Learning From

Einführung

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Herausgegeben von Marion von Osten und Grant Watson

Das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum ist eines der grossen Kultur­ ereignisse des Jahres 2019

Gestaltet von Wayne Daly

Untersucht erstmalig den Einfluss des Bauhaus auch auf die Moderne ausserhalb Europas

Gebunden ca. 330 Seiten, ca. 175 farbige und 28 sw Abbildungen ca. 24 × 30 cm 978-3-85881-623-8 Deutsch ca. sFr. 65.– | € 58.–

Präsentiert neue internationale Forschungsergebnisse und er­ möglicht so eine aktuelle, globale Lektüre des Bauhaus und seiner Ideenwelt, mit rund zweihundert Kunstwerken und Designarbeiten aus der ganzen Welt

Erscheint im März 2019

Begleitet die Ausstellungen im Haus der Kulturen der Welt, Berlin (15. März bis 10. Juni 2019), und im Zentrum Paul Klee, Bern (20. September 2019 bis 12. Januar 2020)

ISBN 978-3-85881-623-8

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Bauhaus Imaginista Die globale Rezeption bis heute

h Buc n s a le D ntra se z zur umsau ilä Jub ellung st

In der Geschichte von Kultur, Architektur, Design und Kunst des 20. Jahrhunderts nimmt das Bauhaus eine zentrale Rolle ein. Seine Ideen verbreiteten sich weltweit, korrespondierten mit lokalen Ausprägungen der Moderne und wurden in die jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte übersetzt und weiterentwickelt. Als Begleitbuch zur grossen Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin und im Zentrum Paul Klee in Bern verfolgt bauhaus imaginista die internationale Wirkung der Bauhaus-Praxis und -Pädagogik vor dem Hintergrund der geopolitischen Veränderungen im 20. Jahrhundert. Ausgehend von einem mehrjährigen Forschungsprojekt zeigt dieser reich illustrierte Band erstmals in diesem Umfang die Rezeptionsgeschichte des Bauhaus und dessen globale Ausstrahlung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem wechselseitigen Austausch des Bauhaus, seiner Studierenden und Lehrenden mit aussereuropäischen Entwicklungen der Moderne wie etwa in Indien, China, Russland, Brasilien und den USA. Marion von Osten ist eine international tätige Kuratorin, Wissenschaftlerin und Autorin und lebt in Berlin. Seit 2014 ist sie künstlerische Leiterin und Kuratorin des Ausstellungsprojektes bauhaus imaginista zusammen mit Grant Watson. Grant Watson lebt und arbeitet als Kurator und Forscher in London, wo er am Royal College of Art einen Lehrauftrag hat. Zusammen mit Marion von Osten ist er seit 2016 für das Projekt bauhaus imaginista verantwortlich.

Scheidegger & Spiess Frühjahr 2019

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Von Verführung und Vergänglichkeit


Mit Beiträgen von Franziska Kunze und Nadine Olonetzky

Blumen zählen zu den beliebtesten Motiven in Malerei und Fotografie

Gestaltet von Hi – Visuelle Gestaltung

Anna Halm Schudel interpretiert das Sujet in ihrer Serie neu

Gebunden ca. 128 Seiten, ca. 80 farbige Abbildungen ca. 22 × 33 cm 978-3-85881-621-4 Deutsch / Englisch ca. sFr. 59.– | € 48.–

Hochwertige, sorgfältig materialisierte Ausstattung

Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-621-4

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Anna Halm Schudel

Blossom Blumenstücke

Vom antiken Wandbild über das barocke Stillleben bis zur Fotografie der Gegenwart: Blumen gehören zu den beliebtesten Motiven der Kunstgeschichte. Seit 25 Jahren beschäftigt sich die Zürcher Fotografin Anna Halm Schudel mit dem traditionsreichen Sujet. Mit der Kamera zoomt sie in Blumenkelche hinein und an Blütenstempel oder Blattadern heran. Sie zelebriert die leuchtende Farbenpracht und Formenvielfalt und damit die Verführungskunst der Blumen. Ebenso leidenschaftlich verfolgt die Fotografin den Prozess des Ausbleichens, Verdorrens und Welkens und nimmt trockene, faulende oder unter Wasser driftende Sträusse auf. Blossom vereint dekorative Pracht mit einem Memento mori. Diese Symbolik und die Bezüge zur Geschichte des Blumenstilllebens thematisieren die Kunst- und Fotohistorikerin Franziska Kunze und die Fotopublizistin Nadine Olonetzky in ihren Essays. Anna Halm Schudel lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin in Zürich.

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Fig. 17

Paris, 1927, Left to right: August and Frieda Klipstein, Yvonne Gallis, Pierre Jeanneret and Le Corbusier. Private collection.

Fig. 11

Jeanneret riding a horse at Shipka Pass, June 28, 1911 (photo attributed to Klipstein). FLC L5(1) 165

Fig. 12

Le Corbusier’s note from December 1962, referring to 2 drawings of Kazanlŭk “being copies by Klipstein from his own drawings” (see Figs. 13a–13d). FLC E2(6) 243-002

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August Klipstein and Le Corbusier’s Journey to the East, 1911



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Orient Reise [Eastern Journey] 1911 by August Klipstein

Fig. 18

Die eindrückliche Dokumentation der Bildungsreise, die Le Corbusier und sein Freund August Klipstein 1911 unternahmen

Marseille, Ronchamp, La Tourette, Nantes-Rezé, Berlin, the Brazilian Pavilion at Cité Universitaire, Firminy, Carpenter Center, Hospital of Venice, the Zurich Pavilion, and his first full city, the new capital of Punjab province: Chandigarh (1952–1965). In 1965, a few months before his death, Le Corbusier acquiesced to the request of his editor, Jean Petit, to publish as many works of his as could be assembled. Jean Petit always had his eye on the great man’s legacy, for artistic as well as purely commercial reasons. He was willing to work quickly and at times carelessly, pulling together various notes and texts and publishing them in pocket-size booklets. For Jean Petit, any artifact or topic that was still unpublished was a welcome subject, no matter how distant and romantic it happened to be—and for Le Corbusier, this project could have served as an unprefaced final confession from his own youth. There were, of course, literary discontinuities. Between the 1910s and the 1960s, Le Corbusier’s writing style had undergone a major shift from impressionistic and romantic to didactic, authoritative, and antiseptic. It is hard to imagine that on his own, the architect would have been seized with enthusiasm for his “old” sentimental style, rejected or unrealized in the past. But Frieda’s presence, Jean Petit’s editorial activity, and perhaps moments of nostalgia were all nudging this experience towards a new reality in print. Still, it would take years of on-and-off reminding and backsliding before the 1911 text again became a priority. In a letter to Le Corbusier from November 20, 1960, Frieda mentioned that she had seen his latest publication L’Atelier de la recherche patiente [Creation is a Patient Search]. This book, among the architect’s most autobiographical statements, reproduces many images and drawings from Le Corbusier’s youth, including those from the 1911 journey spread over 13 pages. Frieda very much wanted a copy of this book, for August’s collection. Several weeks later, on December 14, 1960, Le Corbusier answered her letter, apologizing for his tardiness (he had just returned from India). He also enclosed a watercolor “in memory of my friend Klipstein” with an accompanying sketch about how to frame it. (fig. 18)

Kariye mosque (from Tagebuch, p. 31).

Le Corbusier watercolor “in memory of my friend Klipstein,” sent to his widow Frieda, December 14, 1960. The image represents an early variation of the series “UBU.” Courtesy Regula Bandi-Klipstein.

18



Fig. 23



August Klipstein and Le Corbusier’s Journey to the East, 1911



Fig. 10 a “Les punaises” [Bedbugs], watercolor by Ch.-E. Jeanneret, 1911, sent to Mme Klipstein Fig. 10 b Upon receiving this drawing Madame Klipstein wrote on the back, “August tormented by parasites during the Balkan tour with Le Corbusier.”

10a

that her husband had left behind. It is even possible that Le Corbusier was not even aware that his friend’s travel diary had survived. Frieda, meanwhile, continued to re-read it and to enter the occasional small marginal comment in her own handwriting. The relationship between the widowed Frieda, the surviving documents of her late husband, and Le Corbusier at the peak of his activity and fame in the 1950s and 1960s, led to two hypotheses. First, that a companion volume to Jeanneret / Le Corbusier’s Journey to the East—the same journey, but as recorded by his travel companion—would interest architectural historians. Such a volume would connect the full typed text of Orient-Reise (57 pages), translated into English and annotated, to relevant correspondence in its original French (the occasional German-language exchanges translated into English as an appendix, Correspondence 1910–1965), as well as to the pertinent photographs and drawings. Among these latter images are ones that Le Corbusier later claimed were copies made by Klipstein of his own drawings. This assumption of visual plagiarism in their “master-pupil relationship” (as Jeanneret described it at the time) was to be subsequently questioned on several occasions. In some instances the charge might be true. In one case, for example, Le Corbusier claims correctly that Klipstein copied two of his drawings of Kazanlŭk (Bulgaria) (see chapter 2, Orient-Reise, figs. 13a, 13b, 13c, and 13d) where clearly Klipstein has done his own variant of Jeanneret’s sketch. But other examples of alleged plagiarism claimed by Le Corbusier are highly questionable, such as the drawing of the Eastern Gate and view of Süleymaniye Mosque in Istanbul (see chapter 2, Orient-Reise, figs. 30a, 30b, 30c, and 30d). Perhaps the most interesting instance of this false claim or confusion in authorship is a drawing made in Knjaževac, Serbia, claimed to be by Jeanneret. This drawing is one of the three that is held today in the National Museum of Belgrade, and which was done from a visit to the Ethnographic Museum in 1911. An exchange of letters between Le Corbusier and the curator of the Museum, Katja Ambroziŭ, in 1963 is a case in point. On December 15, 1962 she wrote Le Corbusier asking that he authenticate his authorship of this drawing in their collection. Le Corbusier responded on January 5, 1963: “ . . . I did actually make a

10b



Orient Reise [Eastern Journey] 1911 by August Klipstein





Fig. 14

August Klipstein and Le Corbusier’s Journey to the East, 1911

Fig. 15

Amedée Ozenfant, Albert Jeanneret and Charles-Edouard Jeanneret, 1919. FLC L3(16)15-25



“A useful journey,” early sketch by Le Corbusier of Journey to the East dividing Europe of 1911 into 3 categories: Industry, High Culture, and Folklore. FLC B2(14) 237

Itinéraire du voyage d‘Orient apparently in response to a question from a friend who had closely followed the themes of the book’s chapters in L’Esprit Nouveau. “Confession” was a pretext for providing his public with an autobiography, and in it Jeanneret dealt with his past, his education, training and formative experiences. Still a young man, he was already mythologizing the phases of his life. “Confession” included sketches from his 1911 journey, as well as a hand-drawn map of the itinerary he had traveled over past years. Le Corbusier divided the map of Europe into three different categories, labeling various regions “c” for Culture, “f” for folklore, and “i” for industry, together with a caption that read “A useful journey.”70 (fig. 15) Jeanneret made one last attempt to publish all his chapters as a unified book, with additional notes and chapters. An entry in the published edition of Après le Cubisme in 1918 advertised a new collection of his writings to be known as Les Commentaires sur l’Art et la Vie moderne.

München

(fig. 16)

Also promoted were “Vers une Architecture in press” and several other titles, among them “L’Art Decoratif Actuel” (an illustrated volume) and Tilleul et Camomille [Linden and Camomille]. The latter was none

Paestum

15

14

Eastern Journey [Orient-Reise]—1911



August Klipstein and Le Corbusier’s Journey to the East, 1911





Le Voyage d’Orient: the Backstory of Le Corbusier’s Parallel Journey




Mit einer Einführung von Tim Benton

Mit dem vollständigen und durch den Autor annotierten Text des bisher unveröffentlichten Reisetagebuchs von August Klipstein (in Englisch)

Gestaltet von Iza Hren Gebunden ca. 336 Seiten, 92 farbige und 43 sw Abbildungen 15,5 × 24,5 cm 978-3-85881-817-1 Englisch ca. sFr. 49.– | € 48.–

Eine grossartige Ergänzung des seit 1966 in mehreren Ausgaben publizierten Reisetagebuchs Le Voyage d’Orient von Le Corbusier Reich bebildert mit Zeichnungen und Fotografien August Klipsteins und Le Corbusiers

Erscheint im März 2019

Mit dem Briefwechsel zwischen Le Corbusier und August Klipstein sowie dessen Frau Frieda Klipstein (in Englisch)

ISBN 978-3-85881-817-1

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783858 818171

Ivan Žaknić

Klip and Corb on the Road The Dual Diaries and Legacies of August Klipstein and Le Corbusier on Their Eastern Journey, 1911 Im Jahr 1911 unternahmen Charles-Edouard Jeanneret (später Le Corbusier) und der junge Kunsthistoriker August Klipstein eine gemeinsame Reise durch Europa. Diese führte sie über Prag, Wien, Budapest, Bukarest u. a. nach Konstantinopel, auf den Heiligen Berg Athos und nach Athen. Ivan Žaknić spürt der kreativen Symbiose dieser Freundschaft nach. Klipsteins Interessen waren zielgerichteter, er war ästhetisch stärker geprägt und wollte Studien betreiben, um seine Dissertation abzuschliessen, Jeannerets Wahrnehmungen waren unmittelbarer und romantischer. Beide interessierten sich für Volkskunst, führten Tagebuch, fotografierten und zeichneten, teilweise die gleichen Motive, manchmal kopierten sie sich gegenseitig. Mit dem bisher unveröffentlichten Reisetagebuch von August Klipstein und dem kaum bekannten Briefwechsel zwischen ihm und Le Corbusier liegt nun, nach Le Corbusiers Le Voyage d’Orient (1966), die andere Perspektive auf die gleiche Reise vor. Klip and Corb on the Road bringt uns damit nicht nur die heute weniger bekannte Persönlichkeit des Berner Kunsthändlers Klipstein näher, sondern vermittelt auch spannende neue Einsichten in die frühen Jahre Le Corbusiers. Ivan Žaknić ist Professor emeritus für Architektur und Kunst an der Lehigh University in Pennsylvania. Er ist Autor mehrerer Publikationen über Le Corbusier, in denen er sich vor allem mit dessen Früh- und Spätwerk beschäftigt.

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Der Architekturwettbewerb als Längsschnitt durch die Baukultur


Herausgegeben vom Institut für Kulturforschung Graubünden ikg mit Unterstützung des Bündner Heimatschutzes

Eine Architekturgeschichte Graubündens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert aus neuem Blickwinkel

Fotografien von Ralph Feiner

In der betrachteten Epoche entstanden zahlreiche Bauwerke, die Landschafts- und Ortsbilder Graubündens bis heute prägen

Gestaltet von Guido Widmer Gebunden ca. 250 Seiten, ca. 100 farbige und sw Abbildungen, ca. 100 Architekturzeichnungen ca. 22 × 28 cm 978-3-85881-619-1 Deutsch ca. sFr. 79.– | € 77.–

Präsentiert wichtige, jedoch wenig bekannte Gebäude und stellt zahlreiche nicht realisierte Entwürfe vor Reich illustriert mit Architekturzeichnungen und neu aufgenommenen Fotografien ausgeführter Bauten

Erscheint im April 2019

Ein Buch für kultur- und sozial­ historisch interessierte Kunst- und Architekturfreunde

ISBN 978-3-85881-619-1

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783858 816191

Leza Dosch

Entwurf im Wettbewerb Zur Architekturgeschichte Graubündens 1850–1930

Behandelt u.a.: Chesa Planta Gartenpavillon, Samedan Staatsgebäude Chur Grabenschulhaus Chur Jugendstilpavillon Hotel Waldhaus, Flims Erweiterung Kirche St. Johann, Davos Platz Graubündner Kantonalbank, Chur Gemeindesaal Samedan Psychiatrische Klinik Beverin, Cazis Friedhof und Krematorium Totengut, Chur Wiederaufbau Sent Renovation Kathedrale Chur Trink- und Wandelhalle St. Moritz

Im Mittelpunkt dieses reich illustrierten Buchs stehen die Architekturwettbewerbe im Kanton Graubünden des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ausgangspunkt der Untersuchung war die Überlegung, dass sich Auseinandersetzungen mit architektonischen Fragen im regionalen Kontext oft im Umfeld von Wettbewerben dokumentieren. Der Architekturwettbewerb verlangt ein intellektuelles und künstlerisches Engagement der teilnehmenden Architekten, aber auch Debatten unter Auslobern, Preisrichtern, Medien, teils auch unter Einbezug des Publikums. Das Buch zeigt auf, dass der Reiz und die Chance des Regionalen in dessen Kleinräumigkeit und Überschaubarkeit liegen: Wie in einem Labor macht der Fokus auf eine einzelne Region den Zusammenhang von Kunst und Architektur mit den wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen fassbar. Zwölf Beispiele aus verschiedenen Zeitperioden, unterlegt mit bisher unpubliziertem Archivmaterial, vertiefen das Thema und behalten dabei allgemeine Architekturentwicklungen im Auge. Leza Dosch ist Kunst- und Architekturhistoriker und interessiert sich besonders für die Geschichte von Architektur und Kunst in kulturlandschaftlichen Räumen und für die Übergänge zwischen den Kunstgattungen. Bei Scheidegger & Spiess erschien sein Buch Kunst und Landschaft in Graubünden. Bilder und Bauten seit 1780.

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Ein Chronist des afroamerikanischen Lebens im 20. Jahrhundert


Herausgegeben von Storm Janse van Rensburg

Jacob Lawrence ist einer der wichtigsten afroamerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts

Mit Beiträgen von Walter O. Evans, Storm Janse van Rensburg und Paula Wallace

Untersucht Lawrences Werk im Dialog mit dem seiner Zeitgenossen, Mentoren und bedeutenden Protagonisten der Kunstgeschichte

Gestaltet von Christine Moog

Verdeutlicht seinen Einfluss auf Künstler der Gegenwart

Gebunden ca. 224 Seiten, ca. 122 farbige Abbildungen ca. 24 × 30 cm 978-3-85881-825-6 Englisch ca. sFr. 65.– | € 58.– Erscheint im Februar 2019

ISBN 978-3-85881-825-6

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783858 818256

Jacob Lawrence Lines of Influence Jacob Lawrence (1917–2000) gehört zu den bedeutendsten amerikanischen Malern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk reicht von modernistischen Illustrationen des Alltags bis hin zu Erzählungen der afroamerikanischen Geschichte und deren historischen Figuren. Jacob Lawrence. Lines of Influence erscheint in Zusammenarbeit mit dem SCAD Museum of Art in Savannah und untersucht Leben, Arbeit und Vermächtnis von Lawrence – nicht nur als gefeierter Künstler, sondern auch als Erzähler und Chronist der Lebenssituation der Afroamerikaner Mitte des 20. Jahrhunderts. Der erste Teil des Buchs zeichnet die Beziehungen zwischen Lawrence und seinen Zeitgenossen nach – seinen Mentoren und Künstlerfiguren wie Josef Albers, Richmond Barthé, Gwendolyn Knight Lawrence, José Clemente Orozco, Augusta Savage oder George Grosz. Den Blick auf die Gegenwart richtet der zweite Teil und erkundet dabei Lawrences Einfluss auf zeitgenössische Künstler und solche, die seine formalen und konzeptuellen Interessen teilen. Storm Janse van Rensburg ist Chefkurator für Ausstellungen am SCAD Museum of Art, Savannah, Georgia. Davor war er Kurator an der Goodman Gallery Cape Town, der Kwazulu Natal Society of the Arts in Durban und Mitgründer des Visual Arts Network of South Africa.

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Das kosmische Theater: Lee Mullicans Kunst, inspiriert von Galaxien, Jung’scher Philosophie und der frühgeschichtlichen Kultur Amerikas


Herausgegeben und mit einem Essay von Michael Auping

Präsentiert rund fünfzig ausgewählte und selten öffentlich gezeigte Gemälde und Zeichnungen des bedeutenden amerikanischen Künstlers

Gestaltet von Evelina Laviano Gebunden ca. 80 Seiten, ca. 50 farbige Abbildungen ca. 24 × 28 cm 978-3-85881-823-2 Englisch ca. sFr. 39.– | € 38.–

Beleuchtet Mullicans Schaffen im Kontext seiner Zeit und seiner Inspirationsquellen

Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-823-2

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783858 818232

Cosmic Theatre The Art of Lee Mullican

Der amerikanische Maler Lee Mullican (1919–1998) pflegte einen für die US-Westküste typischen Zugang zur Abstraktion, der auf Bezügen zur Mystik und zur Transzendenz gründet. Seine produktive, sechzig Jahre überspannende Karriere begann in San Francisco, wo er Ende der 1940er-Jahre mit anderen Künstlern und Philosophen die Dynaton Group gründete. Ihr gemeinsames Wirken mündete 1951 in der bedeutenden Dynaton-Ausstellung im San Francisco Museum of Art. Das vorliegende Buch – das erste über diesen bedeutenden amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts nach mehr als einem Jahrzehnt – geht besonders Mullicans lebenslanger Faszination für den Himmel und das Weltall nach. Es erforscht die Entwicklung seiner Arbeit zwischen 1940 und 1970 unter Einbezug seiner Beschäftigung mit den Lehren Carl Gustav Jungs einerseits und seiner Bewunderung für die indigenen Kulturen Amerikas andererseits. Fünfzig Werke, darunter einige selten gezeigte Gemälde und Zeichnungen, werden begleitet von einem Essay des Kurators Michael Auping. Michael Auping ist Kurator und spezialisiert auf die internationalen Entwicklungen der Kunst der Nachkriegszeit. Seine Ausstellung Abstract Expressionism: The Critical Developments von 1987 gilt als Meilenstein in der Erforschung dieses Gebiets.

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Anerkannt in Amerika, verkannt in der britischen Heimat: Lynn Chadwicks Werk im internationalen Kontext


Mit einem Beitrag von Marin R. Sullivan

Lynn Chadwick ist einer der bedeutendsten britischen Bildhauer der Moderne

Gestaltet von Studio Incipit, Mailand

Erste umfassende Untersuchung von Chadwicks Werk und dessen Rezeption im internationalen Kontext

Gebunden ca. 224 Seiten, ca. 150 farbige und 80 sw Abbildungen ca. 24 × 30 cm 978-3-85881-824-9 Englisch ca. sFr. 75.– | € 68.–

Der Autor Michael Bird ist einer der renommiertesten Experten für britische Kunst des 20. Jahrhunderts

Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-824-9

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783858 818249

Michael Bird

Lynn Chadwick A Sculptor on the International Stage Der britische Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) ist berühmt für seine wegweisenden Stahl- und Bronzeplastiken von expressiven und zugleich abstrahierten Figuren. Bereits seine erste Ausstellung Anfang der 1950er-Jahre sorgte international für viel Aufsehen. An der Biennale 1956 in Venedig gewann er als jüngster Künstler überhaupt den Grand Prix für Bildhauerei. Zum Paradox von Chadwicks Karriere gehört, dass seine späteren Arbeiten zu Hause in Grossbritannien wenig Anerkennung fanden, während er im Ausland grosse Erfolge feierte. Zum ersten Mal werden in diesem Buch Lynn Chadwicks Arbeiten in einen internationalen Kontext gestellt. Die Kunsthistoriker Michael Bird und Marin R. Sullivan eröffnen neue Einblicke in die Entwicklung seiner Arbeiten. Sie verorten sein Werk im Kunstschaffen der europäischen Nachkriegszeit und paralleler Entwicklungen in Nordamerika. Bird und Sullivan setzen Lynn Chadwick an eine Position in der Geschichte der Skulptur des 20. Jahrhunderts, die ihm längst gebührt. Michael Bird ist Autor und Kunsthistoriker. Er publizierte über moderne Kunst in Grossbritannien und schrieb für Zeitungen und Zeitschriften wie The Guardian, The Times und The Telegraph.

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10. Bettina Pousttchi Metropolitan Life Veduta dell’installazione /

significativamente lo stile delle campagne pubblicitarie e degli allestimen-

Installation view, Museo Nivola, Orani, 2017

Guggenheim, poiché l’origine ebraica di lei e le posizioni antifasciste di

ti commerciali dell’azienda. Nel 1938 lasciò l’Italia con sua moglie, Ruth entrambi li mettevano in contrasto con il regime politico italiano. Dopo aver vissuto per qualche tempo in Francia, Nivola si stabilì a New York, dove fu art director della rivista “Interiors” tra il 1941 e il 1945, sostenendo la causa dell’architettura moderna ed entrando in contatto con una serie di architetti e artisti internazionali con i quali strinse amicizia. All’altezza degli anni cinquanta Nivola aveva sviluppato una tecnica di sand-casting con la quale realizzare sculture primitiviste che cominciarono a essere largamente richieste in seguito al grande successo riscosso nel 1954 dal suo imponente bassorilievo per lo showroom Olivetti a Manhattan (fig. 11). La giustapposizione dei motivi primitivisti del bassorilievo Olivetti con le macchine da scrivere che emergevano da piedistalli di forma semi-organica, come se fossero letteralmente escrescenze o estensioni di antichi segni, contribuisce a delineare il complesso impegno di Nivola sui temi del tempo e della storia. Tra le sue molte collaborazioni successive con architetti ci fu, nel 1962, un programma di 35 sculture per il radicale progetto di Saarinen dei college Morse e Stiles all’Università di Yale. Nonostante abbia vissuto all’estero per la maggior parte della sua vita adulta, Nivola attinse frequentemente all’esempio della sensibilità collettiva e comunitaria di Orani, che incorporò nel suo insegnamento alla Graduate School of Design di Harvard come pure alla Columbia University e alla University of California a Berkeley33. In altre parole, Nivola era un eclettico che frequentemente collaborò con altri e che usò la sua pratica come forma di impegno sociale con il mondo dell’esperienza vissuta: un tema centrale nell’installazione di Pousttchi. Pousttchi ha affermato di essere stata colpita, nell’affrontare l’incarico, dalla storia di Nivola come artista riconosciuto in campo internazionale ma con forti radici nella comunità piccola e fortemente coesa di Orani; e di aver voluto creare un’installazione sul tema di questa giustapposizione34.

11. Costantino Nivola Olivetti Showroom, New York, 1954

12–13. Bettina Pousttchi Metropolitan Life Veduta dell’installazione / Installation view, Museo Nivola, Orani, 2017

Per esempio, lo status di emigrato di Nivola lo portò a gravitare verso altri artisti europei come Le Corbusier, con il quale condivise temporaneamente uno studio vicino al famoso Flatiron Building e a Madison Square Park. Pousttchi, la cui familiarità con New York deriva dall’avervi vissuto quando era membro del Whitney Independent Studio Program, sapeva che Madison Square Park è dominato dalla lunga ombra della Metropolitan Life Insurance Tower, una riproduzione della quale l’artista ha scelto come elemento centrale dell’installazione. Con una delle sue molte argute allusioni, il titolo Metropolitan Life si riferisce perciò non solo all’edificio in sé ma anche alla sorprendente giustapposizione fra la “vita metropolitana” di Nivola a New York e la sua formazione in un piccolo paese della Sardegna, alla quale fa riferimento il paesaggio rurale visibile dalle finestre della galleria del Museo Nivola35. Perfino l’accostamento delle tecnologie aggiornate del Metropolitan Life Building (come la struttura d’acciaio, l’avanzato sistema antincendio e gli ascensori elettrici) a uno stile tutto italiano basato sul cam-

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Kulturelle Verschiebungen zwischen Alter und Neuer Welt in einem neuen Werk der gefeierten deutsch-iranischen Künstlerin

dei grattacieli (fig. 18). La funzione esatta dei nuraghe è ancora tema di discussione: possono essere stati residenze di capi o piccole fortezze progettate per la “difesa passiva”, deterrente verso possibili nemici o competitori per il possesso della terra52. Da questo punto di vista, costituiscono un parallelo quasi preciso con lo scopo dei primi grattacieli come il Metropolitan Life Building, che fu costruito come simbolo del prestigio e del potere di una compagnia di assicurazioni. Per aggiungere ancora qualcosa al futuro anteriore del Metropolitan Life Building, ricordiamo che fu realizzato nello stile del campanile di piazza San Marco a Venezia in un’epoca in cui la torre originale aveva temporaneamente cessato di esistere: il monumento veneziano, infatti, era crollato inaspettatamente nel 1902 e la sua ricostruzione, sebbene fosse stata progettata e approvata dalla giunta comunale già nella notte successiva all’evento, non venne completata fino al 1912. La notizia del crollo ebbe ampia circolazione attraverso una serie di fotomontaggi che pretendevano di ricatturarne il momento in medias res (fig. 19). Il Metropolitan Life Building riveste dunque un ruolo singolare nella storia, come replica di un edificio che era crollato e il cui futuro appariva incerto, replica di un monumento che era stato ripetutamente restaurato e ricostruito dopo una serie di incendi, cadute di fulmini e altri disastri, replica di un originale le cui origini erano tuttavia non proprio chiare53. Di conseguenza, per un periodo di ben tre anni (dal 1909 al 1012), un surrogato del campanile di San Marco esistette solo a New York, a più di 6500 chilometri di distanza da Venezia, assicurando così al Metropolitan Life Building un posto nella storia come struttura tanto fuori luogo quanto fuori dal tempo. Così il Metropolitan Life Building funzionava molto come un collage, ritagliato e incollato da una storia distante e da una cultura lontana; mentre l’installazione di Pousttchi funziona come un meta-commento sulla sua discontinuità spaziale e temporale.

18. Nuraghe Arrubiu, Sardegna / Sardinia

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Herausgegeben von Antonella Camarda

Präsentiert eine neue fotografische Installation der deutsch-iranischen Künstlerin Bettina Pousttchi

Mit einem Text von Greg FosterRice sowie einem Gespräch mit der Künstlerin von Markus Miessen und Hans Ulrich Obrist

Pousttchis Werk an der Schnitt­ stelle von Skulptur, Architektur und Fotografie findet weltweit starke Beachtung

Gestaltet von Studio Incipit, Mailand Klappenbroschur 112 Seiten, 46 farbige und 8 sw Abbildungen 16 × 22 cm 978-3-85881-826-3 Englisch / Italienisch sFr. 29.– | € 29.– Lieferbar

ISBN 978-3-85881-826-3

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Bettina Pousttchi Metropolitan Life

Seit den späten 2000er-Jahren arbeitet die 1971 geborene deutsch-iranische Künstlerin Bettina Pousttchi an der Schnittstelle von Skulptur, Architektur und Fotografie. Nach ihrer Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf und in New York lebt sie heute in Berlin. Ihre grossen Installationen, mit denen sie internationale Bekanntheit erlangte, hinterfragen Geschichte und Gedächtnis von Orten und untersuchen die Beziehungen zwischen Raum und Zeit mit einem transnationalen Blick. Pousttchis neue fotografische Intervention Metropolitan Life Building im Museo Nivola im sardischen Orani stellt die hybride Identität des berühmten Gebäudes an der Madison Avenue in Manhattan in den Fokus. Zur Zeit seiner Eröffnung 1909 wegen seiner unverhohlenen italienischen Referenzen kritisiert, verweist das Gebäude auf die kulturellen und raumzeitlichen Verschiebungen zwischen Alter und Neuer Welt, zwischen Renaissance und Moderne. Abbildungen weiterer Werke Pousttchis, ein Essay des Kunsthistorikers Greg FosterRice sowie ein Gespräch zwischen der Künstlerin, dem Kritiker und Kurator Hans Ulrich Obrist und dem Architekten und Autor Markus Miessen ergänzen das Buch. Antonella Camarda ist Direktorin des Museo Nivola in Orani, Sardinien, und unterrichtet Kunstgeschichte der Gegenwart an der Universität Sassari.

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Den Raum ärgern: Werner Feiersingers skulpturale Intervention im Belvedere 21 Ohne Titel / Untitled, 1992, Bronze, Lack / bronze, paint, 42 × 22 × 12 cm

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Ohne Titel / Untitled, 2002, Stahl, Grundierung / steel, primer, 328 × 60 × 75 cm

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Herausgegeben von Stella Rollig und Axel Köhne

Präsentiert neue Arbeiten des österreichischen Künstlers und Fotografen

Mit Beiträgen von Martin Herbert und Stella Rollig sowie einem Gespräch mit Werner Feiersinger von Axel Köhne

Werner Feiersinger ist auch bekannt als Fotograf, u.a. für die Bücher Italomodern 1, Italomodern 2 (Park Books, 2016) und Chandigarh Redux (Scheidegger & Spiess, 2015)

Gestaltet von Willi Schmid

Das Gebäude des Belvedere 21, der ehemalige österreichische Pavillon für die Weltausstellung 1958 in Brüssel, ist eine Ikone der Nachkriegsmoderne Österreichs

Broschur 108 Seiten, 58 farbige Abbildungen 16,5 × 22 cm 978-3-85881-617-7 Deutsch / Englisch sFr. 29.– | € 24.–

Erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Belvedere 21, Wien (12. Oktober 2018 bis 6. Januar 2019)

Lieferbar

ISBN 978-3-85881-617-7

9

783858 816177

Werner Feiersinger. Overturn

Weiterhin lieferbar:

Werner Feiersinger verbindet in seinen Werken ein breites Wissen über Kunst-, Designund Architekturgeschichte mit einer lakonisch-reduzierten Formensprache. Mit einem umfassenden skulpturalen Eingriff bespielt er den Ausstellungsraum im Belvedere 21 – dem nach Wien transferierten österreichischen Pavillon der Weltausstellung 1958 in Brüssel – und bezieht sich dabei auf die Geschichte des Gebäudes. Feiersingers minimalistische Werke, durchzogen von tiefgründigem Humor, unterlaufen stets konventionelle Sehgewohnheiten. Mit seiner Intervention im Belvedere 21 ärgert er sozusagen den Raum. Er lässt diese Architekturikone der Nachkriegsmoderne buchstäblich kippen und besetzt sie mit «artfremden» Körpern. Das Buch präsentiert neben einer Auswahl von Feiersingers skulpturalen Werken diese neuen Arbeiten in zahlreichen Abbildungen und Reproduktionen seiner Entwurfs­ skizzen, ergänzt durch einführende Texte und ein Gespräch mit dem Künstler. Stella Rollig ist seit 2017 Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Belvedere in Wien. Davor war sie als Kunstpublizistin und österreichische Bundeskuratorin für bildende Kunst tätig. Axel Köhne ist seit 2012 Kurator am Belvedere in Wien. 2010–2012 war er am MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main tätig.

Chandigarh Redux Photographs by Werner Feiersinger 978-3-85881-762-4 Englisch sFr. 49.– | € 48.–

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Hรถhepunkte internationalen Kunstschaffens aus der Sammlung der Gottfried KellerStiftung erstmals seit drei Jahrzehnten vereinigt


Herausgegeben vom Schweizerischen Nationalmuseum, dem Museo d’arte della Svizzera italiana, Lugano, sowie dem Eidgenössischen Departement des Innern, Bundesamt für Kultur Mit einem Artikel von Franz Zelger Gestaltet von Hi – Visuelle Gestaltung Broschur 240 Seiten, ca. 105 farbige Abbildungen 19 × 26 cm 978-3-85881-629-0 Deutsch 978-3-85881-827-0 Französisch ca. sFr. 39.– | € 38.–

Präsentiert die herausragenden Meisterwerke einer der wichtigsten Sammlungen zur Schweizer Kunst Beleuchtet die wechselvolle Geschichte der Stiftung und ihrer Sammlung Erscheint anlässlich der Ausstellungen zur Gottfried Keller-Stiftung im Landesmuseum Zürich (14. Februar bis 22. April 2019) und im MASI Lugano (24. März bis 18. Juli 2019)

Erscheint im Februar 2019 Die italienische Ausgabe erscheint bei Edizioni Casagrande, Bellinzona ISBN 978-3-85881-629-0

ISBN 978-3-85881-827-0

Deutsch Französisch

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783858 816290

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783858 818270

Meisterwerke der Gottfried Keller-Stiftung Zeigt Werke u.a. von: Caspar Wolf Angelika Kauffmann Albert Anker Robert Zünd Arnold Böcklin Ferdinand Hodler Karl Stauffer Giovanni Segantini Félix Vallotton Johannes Itten Cuno Amiet Alberto Giacometti Marcel Bolomey Pablo Picasso

Die Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung ist Eigentum des Bundes und die wichtigste öffentliche Sammlung zur Schweizer Kunst. Lydia Welti-Escher hat die Stiftung 1890 mit einem Vermächtnis an die Eidgenossenschaft begründet. Gemäss ihren Vorgaben sind die Werke als Dauerleihgaben auf siebzig Schweizer Museen und eine Reihe öffentlicher Gebäude verteilt. Erstmals nach fast dreissig Jahren werden nun mit je einer Ausstellung im Landesmuseum Zürich und im Museo d’arte della Svizzera italiana in Lugano die wichtigsten Meisterwerke dieser Stiftung wieder zusammen präsentiert. Das Buch zur Ausstellung bewahrt diesen Moment und umfasst im Katalogteil die Exponate beider Ausstellungen in Bild und Wort: Gemälde, Grafiken, Glasgemälde, Goldschmiedearbeiten, Fotografien und Skulpturen vom 12. bis ins 20. Jahrhundert – eine in dieser Qualität einzigartige Zusammenstellung herausragender Meisterwerke. Ein ausführlicher Essay des Kommissionspräsidenten Franz Zelger zeichnet zudem die Geschichte der Gottfried Keller-Stiftung und ihrer Ankäufe von der Gründung im Jahr 1890 bis heute nach.

Meret Oppenheim

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Herausgegeben von Stephan Kunz, Bündner Kunstmuseum Chur

Umfangreiche Publikation zum legendären Monumentalgemälde Martin Dislers

Mit Beiträgen von Martin Disler, Patrick Frey, Dieter Hall, Stephan Kunz und Tilman Osterwold

Dokumentiert Entstehung und bisherige Geschichte des Werks Präsentiert historische und neue Fotografien und zeigt das Gemälde erstmals in seiner finalen Gestalt

Gestaltet von Peter Zimmermann Klappenbroschur ca. 160 Seiten, ca. 120 farbige und 20 sw Abbildungen ca. 21 × 28 cm 978-3-85881-627-6 Deutsch ca. sFr. 39.– | € 38.–

Erscheint anlässlich der Ausstellung Martin Disler – Die Umgebung der Liebe im Bündner Kunstmuseum Chur (16. Februar bis 26. Mai 2019)

Erscheint im Februar 2019

ISBN 978-3-85881-627-6

9

783858 816276

Martin Disler – Die Umgebung der Liebe

Produkt einer künstlerischen Tour de Force: Martin Dislers legendäres Monumentalgemälde

In einer einzigartigen Aktion malte Martin Disler (1949–1996) im Jahr 1981 in nur vier Nächten das 140 Meter lange Panoramabild Die Umgebung der Liebe im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart. Das monumentale Gemälde ist das bekannteste Werk des wichtigen Schweizer Exponenten der neuen expressiven Malerei. Obwohl es nur wenige gesehen haben, wurde das Bild schnell bekannt und mit ihm sein Schöpfer. Die Gottfried Keller-Stiftung erwarb Die Umgebung der Liebe 2007; an der bevor­ stehenden Präsentation im Bündner Kunstmuseum wird das Gemälde zum ersten Mal in der Schweiz gezeigt. Dieses Buch ist die mit Spannung erwartete erste umfassende Dokumentation über die Entstehung des Bildes sowie über dessen finale Gestalt. Den historischen Fotos aus der ersten Ausstellung in Stuttgart werden neue Aufnahmen gegenübergestellt, welche die malerische Qualität auch im Detail erfahren lassen. Stephan Kunz ist seit Herbst 2011 Direktor am Bündner Kunstmuseum Chur. Davor war er langjähriger Kurator und stellvertretender Direktor des Aargauer Kunsthauses, Aarau.

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Herausgegeben von Martin Heller und Barbara Weber

Ein Rückblick auf sämtliche Aktivitäten zum Zürcher Reformationsjahr

Gestaltet von Teo Schifferli

Spiegelt das Ereignis der Reformation aus heutiger Optik

Broschur ca. 300 Seiten, ca. 200 farbige und sw Abbildungen 19 × 30 cm 978-3-85881-632-0 Deutsch ca. sFr. 49.– | € 48.–

Zeigt die 50 Veranstaltungen und Aktionen in überwiegend unveröffentlichten Bildern und Texten

Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-632-0

9

783858 816320

500 Jahre Zürcher Reformation Das Jubiläumsbuch

Ein Überblick über sämtliche Aktivitäten, Schwerpunkte und Veranstaltungen des Zürcher Reformationsjahrs

Zürich hat seine Reformation gefeiert. Im Anschluss an die Luther-Dekade in Deutschland, aber auf eigenständige Weise – aus dezidiert gesellschaftlicher Sicht. Als «Langzeit-Festival» konzipiert, wurde über einen Zeitraum von nahezu zwei Jahren ein vielfältiges Kulturprogramm realisiert, das sich mit der Reformation in Zürich und deren zentraler Figur, Huldrych Zwingli, auseinandersetzte. Die Reformation als historische Zäsur, die die Entwicklung Zürichs in hohem Masse geprägt hat und mehr denn je ambivalent wahrgenommen wird: Zwingli steht nicht nur für religiöse Erneuerung, Selbstermächtigung und politischen Mut, sondern vielen auch für moralische Rigidität und Lustfeindlichkeit, die das Zürich von heute überwunden glaubt. In der kritischen Auseinandersetzung mit der Reformation, ihren Errungenschaften und ihrem Nachhall ging es der künstlerischen Leitung, bestehend aus Barbara Weber und Martin Heller, darum, die Situation mit einem heutigen Blick zu betrachten, weiterführende Fragen zu stellen und mit einem breiten Publikum zu teilen. Das vorliegende Buch fasst in Bild und Text sämtliche Aktivitäten zum Zürcher Reformationsjubiläum anschaulich und in attraktiver Buch-Form zusammen. Martin Heller, Kulturunternehmer (Heller Enterprises, Zürich) ist ehemaliger Direktor des Museums für Gestaltung in Zürich und war künstlerischer Direktor der Schweizerischen Landesausstellung Expo.02 sowie Intendant der Europäischen Kulturhauptstadt Linz 2009. 2011–2015 leitete er für das Humboldt Forum Berlin das Humboldt Lab Dahlem. Barbara Weber ist eine Schweizer Regisseurin, Kuratorin und Intendantin. Sie arbeitete u. a. am Maxim-Gorki-Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen, den Salzburger Festspielen und den Wiener Festwochen. 2008–2013 war sie Kodirektorin des Theater Neumarkt in Zürich.

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Die erste grosse Ă&#x153;bersicht Ăźber den Schweizer Expressionismus im Austausch mit den Avantgarden im Ausland


Gestaltet von Guido Widmer

Die erste umfassende wissenschaftliche Untersuchung zum Expressionismus und seinen Exponenten in der Schweiz

Band 1: Text Gebunden, ca. 408 Seiten 17 × 24 cm

Der Textband bietet einen fundierten Überblick sowohl über einzelne Künstler als auch über Gruppierungen

Band 2: Abbildungen Gebunden, ca. 312 Seiten, 235 farbige Abbildungen 17 × 24 cm

Der Abbildungsband zeigt zentrale Werke aller wichtigen Künstler des Schweizer Expressionismus

Nur zusammen erhältlich 978-3-85881-624-5 Deutsch ca. sFr. 99.– | € 85.– Erscheint im März 2019

ISBN 978-3-85881-624-5

9

783858 816245

Christian J. Meier

Der Schweizer Expressionismus Über nationale Identität und nationale beziehungsweise transnationale Avantgarde

Eine dezidiert schweizerische Kunstmoderne wurde bisher in der Forschung nur fragmentarisch aufgearbeitet – der helvetische Expressionismus als Phänomen sogar nur in Ansätzen beleuchtet. In seinem Buch untersucht Christian J. Meier den Schweizer Expressionismus und die Werke seiner Exponenten vor dem Hintergrund des Einflusses von Nation und nationaler Identität auf eine Kunstbewegung. Er unternimmt dabei den Versuch, den Schweizer Expressionismus in die Kategorien nationaler und transnationaler Avantgarden einzuordnen. Meier eröffnet mit dieser Arbeit eine historische Debatte über die Verbindungen zwischen künstlerischen Avantgarden und der Schweiz im Rahmen einer Rückschau auf die schweizerische Begriffs- und Rezeptionsgeschichte des Expressionismus. Ein begleitender Bildband bietet eine Übersicht von mehr als 230 Werken zentraler Schweizer Gruppierungen und Künstler. Christian J. Meier ist emeritierter Professor für Privat- und Wirtschaftsrecht und hat 2018 in Kunstgeschichte an der Universität Tübingen promoviert.

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Eine Vertreterin der ÂŤNeuen WildenÂť in der Schweizer Kunst der 1970er- und 1980er-Jahre


Herausgegeben von Agnes Barmettler und Patricia Bieder

Agnes Barmettler zählt zu den bedeutendsten Schweizer Vertreterinnen der «Neuen Wilden» der 1970er- und 1980er-Jahre

Mit Beiträgen von Patricia Bieder, Michael Hiltbrunner, Anka Schmid und Rosmarie Schmid

Diese erste Monografie der Künstlerin bietet einen Überblick über ihr Gesamtwerk

Gestaltet von Guido Widmer Gebunden ca. 152 Seiten, ca. 80 farbige und sw Abbildungen 21 × 25,5 cm 978-3-85881-625-2 Deutsch ca. sFr. 49.– | € 48.– Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-625-2

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783858 816252

Agnes Barmettler

Agnes Barmettler gehört in den 1970er- und 1980er-Jahren zu den bedeutenden Künstlerinnen der Schweiz. In diesen Jahrzehnten entstehen zahlreiche Gemälde und Arbeiten auf Papier von grossem Ausdruck und existenzieller Tiefe. Zu ihren wichtigen Inspirationsquellen zählt die symbolreiche Bildwelt der indigenen Hopi in Arizona, die Agnes Barmettler mehrmals besucht hat. Seit den 1990er-Jahren beschäftigt sich die Künstlerin vor allem mit dem Labyrinth als Kulturform und gestaltet Labyrinthe im öffentlichen Raum: So wie sie darin Menschen zusammenführt, so «begreift» Agnes Barmettler mittels Pinsel und Stift das Menschsein in der Welt. Die erste Monografie über Agnes Barmettler erlaubt einen breiten Überblick über ihr künstlerisches Schaffen. Sie umfasst Arbeiten von den 1970er-Jahren bis heute und festigt sowohl die Bedeutung ihrer Rolle als Pionierin wie auch ihre Position als wichtige Künstlerpersönlichkeit. Agnes Barmettler, geboren 1945, arbeitet seit 1970 als freischaffende Künstlerin und ist Mitinitiantin von labyrinth-international.org. Ihr Schaffen wurde in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Patricia Bieder arbeitete 2012–2018 am Kunstmuseum Solothurn und kuratierte dort mehrere Ausstellungen. Sie ist Autorin von Texten zur Schweizer Gegenwartskunst sowie kunsthistorischer Beiträge.

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Mit Beiträgen von Marco Baschera und Erich Franz

Präsentiert eine aussergewöhnliche Zeichnungsserie

Gestaltet von Katarina Lang

Erste Buchpublikation des Künstlers

Gebunden ca. 168 Seiten, ca. 200 farbige Abbildungen ca. 24 × 22 cm 978-3-85881-628-3 Deutsch / Englisch ca. sFr. 49.– | € 48.–

Hochwertige, sorgfältig materialisierte Ausstattung

Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-628-3

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783858 816283

Felix Studinka

Chestnut Journal Zeichnungen

Aus dem Leben einer Kastanie: Felix Studinkas gezeichnetes Baum-Tagebuch

Chestnut Journal präsentiert eine aussergewöhnliche Werkserie des Zürcher Zeichners und Malers Felix Studinka. Dieses erste Buch des 1965 in Zürich geborenen Künstlers stellt das Résumé einer beharrlichen Auseinandersetzung dar: Seit 2006 zeichnet Felix Studinka nahezu täglich denselben Baum. Die kleinformatigen Kohlezeichnungen der in Zürich stehenden Kastanie machen verschiedenste Zugänge zur Wirklichkeit und die Erfahrung des Sehens nachvollziehbar. Chestnut Journal versammelt eine sorgfältige Auswahl besonders sprechender Zeichnungen, begleitet von zwei Essays. Der Kunsthistoriker Erich Franz schreibt zur Arbeitsweise des Künstlers aus kunstwissenschaftlicher Sicht, der Literaturwissenschaftler Marco Baschera nähert sich dem Werk aus philosophischer Perspektive. Felix Studinkas Betrachtungen einer Kastanie sind eine zeichnerische Studie über unser Verhältnis zur sichtbaren Welt. Felix Studinka studierte Kunstwissenschaft, Ostasiatische Kunstgeschichte und Filmwissenschaft und lebt als freischaffender Künstler in Zürich.

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Mit Beiträgen von Jacques Cordonier und Nora Gomringer

Beleuchtet die künstlerische und kulturpolitische Bedeutung von Residenzhäusern in der Schweiz

Fotografien von Georg Aerni

Ein umfassender Serviceteil informiert über das Angebot derartiger Institutionen in allen Landesteilen

Gestaltet von Bonbon Klappenbroschur 128 Seiten, 27 farbige Abbildungen 16 × 22 cm 978-3-85881-622-1 Deutsch sFr. 39.– | € 38.– Lieferbar

Drehscheiben der Kunstproduktion und Kunstvermittlung: Künstlerund Kulturhäuser in der Schweiz

ISBN 978-3-85881-622-1

9

783858 816221

Nicole Hess

Domizile auf Zeit Oder: Welche Räume braucht der künstlerische Prozess? Porträtierte Domizile: Fondation Jan Michalski (Montricher) Atelier Müllerhaus (Lenzburg) Künstlerhaus Boswil Pfeifermobil (Luzern) Villa Sträuli (Winterthur) Übersetzerhaus Looren (Wernetshausen) Künstlerresidenz Chretzeturm (Stein am Rhein) Bodmanhaus Gottlieben Kartause Ittingen (Warth/Frauenfeld) Kulturfrachter Alpenhof (Oberegg)

Wo entsteht Kunst? In den Zentren oder in der Peripherie? Der Band Domizile auf Zeit folgt dem Ansatz, dass Ideen für künstlerisches Schaffen oft im Alltag entstehen, ihre Ausgestaltung jedoch im Rückzug erfahren: An Orten, in Räumen und Kontexten, die die Auseinandersetzung zwischen Künstler und Werk, aber auch unter Kunstschaffenden anregen. In der Schweiz gibt es eine beachtliche Zahl solcher Drehscheiben der Kunstproduktion und -vermittlung ausserhalb der urbanen Zentren. Sie bieten Infrastruktur und Atmosphäre für Artists in Residence unterschiedlicher Sparten; gleichzeitig sind sie wichtige Kulturveranstalter in den Randregionen. Das Buch mit Texten von Nicole Hess und Fotografien von Georg Aerni porträtiert 15 ausgewählte «Domizile» in allen Sprachregionen, die die Vielfalt der Rückzugsorte auch kulturhistorisch abbilden. Dazu gehören etwa das Pfeifermobil (LU), die Fundaziun Nairs (GR) oder die Fondation Jan Michalski (VD). Ergänzt wird die Auswahl durch zwei Essays zur kulturpolitischen und künstlerischen Bedeutung der Residenzhäuser und einen umfassenden Serviceteil für Kunstschaffende und die interessierte Öffentlichkeit.

Fundaziun Nairs (Scuol) Villa Garbald (Castasegna) Casa Pantrovà (Carona) Ferme-Asile (Sion)

Nicole Hess war 1999–2006 als Kulturredaktorin bei der NZZ und beim Tages-Anzeiger tätig. 2011–2015 verantwortete sie die Film- und Nachwuchsförderung des Migros-Kulturprozent. Sie ist stv. Generalsekretärin des Migros-Genossenschafts-Bundes und freischaffende Kulturmanagerin MAS.

Château de Lavigny

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Drei Fotoessays des Fotografen Andreas Greber erforschen die Ă&#x201E;sthetik und die MĂśglichkeiten der Fotografie


Mit einem Text von Konrad Tobler

Erste monografische Publikation des Fotografen

Gestaltet von Barbara Ehrbar

Eine künstlerische Befragung des eigenen künstlerischen Mediums

Gebunden ca. 96 Seiten, ca. 35 farbige Abbildungen ca. 20,5 × 33 cm 978-3-85881-633-7 Deutsch / Englisch ca. sFr. 49.– | € 48.–

Mit einem Text des bekannten Publizisten Konrad Tobler

Erscheint im April 2019

ISBN 978-3-85881-633-7

9

783858 816337

Andreas Greber

Im Schatten der Fotografie Analoge Reflexionen

Der Bildband vereinigt drei Fotoessays, die der Fotograf Andreas Greber in den letzten zwanzig Jahren entwickelt hat. Der Untertitel Analoge Reflexionen deutet an, dass im Zeitalter der digitalen Fotografie die Ästhetik und die Möglichkeiten der Fotografie neu befragt werden. Zu sehen sind ganz einfache Dinge wie Mauerfragmente, transparente Porträts und klassische Waldstücke. Alles erscheint in einer irritierenden Rätselhaftigkeit – Grebers Bilder bewegen sich in einem Feld des sichtbar Unfassbaren. Sie entziehen sich jeder Fixierung, wie das Spiel von Schatten und Licht. So geht es hier um den Kern der Fotografie: um das «Schreiben» mit Licht. Ein Text von Konrad Tobler begleitet die Bildessays des Künstlers. Andreas Greber, 1955 geboren in Zürich, seit 1990 wohnhaft in Bern, seit 1975 freischaffender Künstler.

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Herausgegeben von Karoline Beltinger

Erläutert in leicht verständlicher Sprache und reich illustriert Ferdinand Hodlers komplexen Arbeitsprozess

Mit Beiträgen von Karoline Beltinger, Ester S.B. Ferreira, Danièle Gros, Markus Küffner, Nadim C. Scherrer, Jens Stenger, Karin Wyss und Stefan Zumbühl, unter Mitarbeit von Katja Friese und Anita Hoess

Zahlreiche Werke aus Hodlers gesamter Schaffenszeit werden in Bezug auf Technik und Material detailliert betrachtet Ein Buch auch für Laien, die an Hodlers Malerei und Arbeitsweise interessiert sind

Eine Publikation des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft SIK-ISEA Gestaltet von Guido Widmer Gebunden ca. 196 Seiten, ca. 400 farbige Abbildungen ca. 22 × 28 cm 978-3-85881-626-9 Deutsch sFr. 79.– | € 77.– Erscheint im März 2019

Hodler malt Neue kunsttechnologische Forschungen zu Ferdinand Hodler

ISBN 978-3-85881-626-9

9

783858 816269

Ferdinand Hodlers (1853–1918) Arbeitstechniken, Hilfsmittel und Materialien werden seit den frühen 1990er-Jahren mit wachsendem Interesse wissenschaftlich untersucht. Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft hat Hodlers Malerei ein umfangreiches kunsttechnologisches Forschungsprojekt gewidmet. Nach einer ersten Publikation 2007 bildet dieses neue Buch nun den Schlusspunkt dieser Arbeiten. Es behandelt Themen wie beispielsweise Hodlers Gebrauch von Messgestell, Liniengitter und Netzrahmen oder die Funktion des Zirkels, wenn Hodler porträtierte. Weitere Schwerpunkte bilden Hodlers Malweise beim Kopieren eigener Werke, sein Einsatz von Goldbronze zur Darstellung von Sonnenlicht sowie die Entwicklung seines Bildaufbaus und Farbauftrags.

Herausgegeben von Céline Gaillard und Simone Kobler

Erste Monografie über den Bergeller Künstler Piero Del Bondio

Mit Beiträgen von Céline Gaillard, Simone Kobler und Nicole Seeberger

Reich illustriert mit Fotografien der bekannten Fotografen Ernst Scheidegger (1923–2016) und Ralph Feiner

Fotografien von Ralph Feiner und Ernst Scheidegger Gestaltet von Ramun Spescha Gebunden 144 Seiten, 80 farbige und 21 sw Abbildungen 21,5 × 27 cm 978-3-85881-616-0 Deutsch / Italienisch sFr. 39.– | € 38.– Lieferbar

ISBN 978-3-85881-616-0

9

783858 816160

Piero Del Bondio Pfade Der 1947 geborene Bergeller Künstler Piero Del Bondio bewegt sich zwischen Arte Povera, Minimal Art und Land Art. In seinen Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen und in Performances ergründet er die Bewegung im Raum, die Bewegung des Körpers und dessen Ausdruckskraft. Diese erste Monografie Piero Del Bondios stellt sein Schaffen umfassend vor. Textbeiträge zu wichtigen biografischen Stationen und dem kulturellen Hintergrund, zum zeichnerischen Werk und zum Körperhaften in seinem gesamtem Schaffen werden begleitet von Ernst Scheideggers Fotografien des Künstlers im Atelier sowie ausgewählten Werkfotografien von Ralph Feiner. Scheidegger & Spiess Frühjahr 2019

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Das lang erwartete Buch über Schaffen und Archiv des richtungsweisenden Kurators Harald Szeemann

Strukturen und Dynamiken im Werk dieser Schlüsselfigur der Perfomance-Kunst

Harald Szeemann Museum der Obsessionen 978-3-85881-592-7 Deutsch sFr. 75.– | € 68.–

Psychoanalytikerin trifft Marina Abramović Künstlerin trifft Jeannette Fischer 978-3-85881-546-0 Deutsch 978-3-85881-794-5 Englisch sFr. 19.– | € 19.–

Das Œuvre der international bekannten Comic-Künstler M.S. Bastian und Isabelle L. aus zwei Jahrzehnten der Zusammenarbeit

Ludovic Ballands aussergewöhnliches Porträt der Amerikanerinnen und Amerikaner aus völlig neuer Perspektive

Bastomania 978-3-85881-614-6 Deutsch sFr. 99.– | € 97.–

American Readers at Home 978-3-85881-809-6 Englisch sFr. 75.– | € 68.–

Christoph Schaubs grossartige filmische Collage über Peter Zumthor, sein Schaffen und seine Inspirationen Peter Zumthor spricht über seine Arbeit Eine biografische Collage 978-3-85881-914-7 Deutsch 978-3-85881-915-4 Englisch sFr. 39.– | € 39.–

Eine fotografische Forschungsreise ins Abgründige

Peter Zumthor im Gespräch mit Mari Lending über Geschichte, Zeit, Ort und Erinnerung in seinem Werk

Dominic Büttner – Dreamscapes 978-3-85881-598-9 Deutsch / Englisch sFr. 65.– | € 58.–

Die Geschichte in den Dingen 978-3-85881-558-3 Deutsch 978-3-85881-805-8 Englisch 978-3-85881-812-6 Französisch sFr. 29.– | € 29.–

Die grosse Monografie des weltbekannten Architekten Peter Zumthor 1985–2013 Bauten und Projekte 978-3-85881-304-6 Deutsch sFr. 250.– | € 250.– 978-3-85881-723-5 Englisch derzeit nicht lieferbar

Scheidegger & Spiess Backlist 37


Eine attraktiv bebilderte, aktuelle Monografie über Cuno Amiet

Die Aquarelle Karl Bodmers zählen zu den wichtigsten Dokumenten über die heute zerstörte Kultur der indigenen Völker Amerikas. Ein Buch für Forscher, Historiker – und für Romantiker.

Freundschaft und Verwurzelung Cuno Amiet zwischen Solothurn und der Oschwand 978-3-85881-607-8 Deutsch sFr. 39.– | € 38.–

Karl Bodmer Ein Schweizer Künstler in Amerika 1809–1893 978-3-85881-600-9 Deutsch / Englisch sFr. 49.– | € 48.–

Die Surbeks: höchst eigenständige künstlerische Persönlichkeiten und Lebenspartner während mehr als sechs Jahrzehnten

Wiederentdeckung einer Spätimpressionistin und starken Künstlerinnenpersönlichkeit Martha Stettler Eine Impressionistin zwischen Bern und Paris 978-3-85881-588-0 Deutsch / Französisch sFr. 49.– | € 48.–

Marguerite Frey-Surbek und Victor Surbek Als Künstler sind wir nicht verheiratet 978-3-85881-603-0 Deutsch sFr. 49.– | € 48.–

Beliebte Destinationen der Belle Époque: eine Zeitreise in die Vergangenheit der Tourismuswerbung Reklamekunst und Reiseträume Anton Reckziegel und die Frühzeit des Tourismusplakates 978-3-85881-532-3 Deutsch sFr. 59.– | € 58.–

Neue Sachlichkeit in der Schweiz: eine überfällige Wiederentdeckung

Künstlerinnen und Sonntagsmaler schauen auf die Schweizer Berge

Neu. Sachlich. Schweiz. Malerei der Neuen Sachlichkeit in der Schweiz 978-3-85881-572-9 Deutsch sFr. 39.– | € 38.–

Schöne Berge Kunst und Kitsch aus der Gemäldesammlung. Ein Postkartenbuch 978-3-85881-585-9 Deutsch sFr. 24.– | € 24.–

Eine unterhaltsame und überraschende Sammlung appenzellischer Kultur von A wie Alpsegen bis Z wie Zündschnur Auftritt Appenzell 978-3-85881-581-1 Deutsch sFr. 35.– | € 35.–

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Die Studie der amerikanischen Psychologin Jill Melick: Referenzwerk und Schlüssel zu C.G. Jungs legendärem Roten Buch

Eine gänzlich eigene, noch kaum bekannte frühe Moderne der Schweizer Kunstgeschichte Extraordinaire! Unbekannte Werke aus psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz um 1900 978-3-85881-604-7 Deutsch / Englisch sFr. 39.– | € 38.–

The Red Book Hours Discovering C.G. Jung’s Art Mediums and Creative Process 978-3-85881-816-4 Englisch sFr. 120.– | € 97.–

Die Retrospektive des weltberühmten Künstlers, der auf allen Kontinenten Spuren hinterlassen hat

Umfassende Darstellung von Leben und Werk Giovanni Segantinis anhand von 60 ausgewählten und kommentierten Hauptwerken

Not Vital univers privat 978-3-85881-568-2 Deutsch sFr. 49.– | € 48.–

Giovanni Segantini 978-3-85881-522-4 Deutsch 978-3-85881-783-9 Englisch 978-3-85881-784-6 Italienisch sFr. 49.– | € 48.–

Was schürt einen Konflikt und macht ihn scheinbar endlos? Der neue Fotoessay von Meinrad Schade

Leben und Schaffen des legendären Schweizer Magnum-Fotografen Werner Bischof Standpunkt 978-3-85881-508-8 Deutsch sFr. 79.– | € 77.–

Unresolved 978-3-85881-808-9 Deutsch / Englisch / Arabisch /  Hebräisch sFr. 49.– | € 48.–

Die Neuausgabe einer massgeblichen Monografie über Max Bill Max Bill: ohne Anfang, ohne Ende 978-3-85881-578-1 Deutsch / Englisch sFr. 49.– | € 48.–

Klassiker des modernen und postmodernen Schweizer Möbeldesigns Susi und Ueli Berger Möbel im Dialog 978-3-85881-615-3 Deutsch / Englisch sFr. 65.– | € 58.–

Scheidegger & Spiess Backlist 39


Scheidegger & Spiess Niederdorfstrasse 54 8001 Zürich Tel. +41 (0)44 262 16 62 www.scheidegger-spiess.ch info@scheidegger-spiess.ch

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Scheidegger & Spiess ist Mitglied von SWIPS, Swiss Independent Publishers

Der Verlag Scheidegger & Spiess wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016–2020 unterstützt.

Stand Dezember 2018 Die angegebenen Franken-Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen für die Schweiz inklusive MwSt. – Die angege­benen Euro-Preise sind gebundene Ladenpreise für Deutschland inklusive MwSt. und unverbind­liche Preisempfehlungen für Österreich. Für Preise, Beschreibungen und Erscheinungstermine bleiben Änderungen und Irrtum vorbehalten. Umschlagbild: Tanzende Tulpe, 2006. Foto: Anna Halm Schudel © Anna Halm Schudel. Aus dem Buch: Blossom, siehe S. 9.

Einfach komplex Max Bill und die Architektur der HfG Ulm Daniel P. Meister und Dagmar Meister-Klaiber Gebunden 650 Seiten, 520 farbige und Duplex-Abbildungen sowie 152 sw Pläne 30 × 22 cm 978-3-85881-613-9 Deutsch sFr. 150.– | € 140.–

ISBN 9783858816139

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783858 816139

Die Hochschule für Gestaltung Ulm – kurz HfG – war nach dem Bauhaus die international bedeutendste DesignHochschule Deutschlands und zugleich eine der ikonischen Bauten des bundesdeutschen Aufbruchs der 1950erJahre. Für Programm und Bau war der Schweizer Architekt und Künstler Max Bill verantwortlich. Nun haben der Architekt und Stadtplaner Daniel P. Meister und die Journalistin und Publizistin Dagmar Meister-Klaiber «eine akribische, eindrucksvoll umfangreiche Baumonografie» (Neue Zürcher Zeitung) über die Gebäude der HfG Ulm vorgelegt.

Profile for Frank Niederländer

Scheidegger & Spiess, Frühjahr 2019  

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