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Herbst 2019

Limmat Verlag


2 Limmat Verlag

Christoph Keller

Der Boden unter den Füssen Eine Fantasie

Roman ca. 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 29.– / € 25.– isbn 978-3-85791-880-3 August

Limmat

Nichts ist anstössiger als das Überleben der Menschheit!

Christoph Keller

Der Boden unter den Füssen

Lion, dem fast schon legendären Brückenbauer, ist eine Brücke eingestürzt. Das hat zwölf Leben gekostet, und auch wenn ihn keiner anklagt, einfach weitermachen will er nicht. Lieber unternimmt er ausgedehnte Wanderungen in seinem Garten, auf dass er sich selbst und auch unserer ­geschundenen Welt auf die Spur komme.   Und siehe, immer öfter erscheinen Menschen im Garten. Gleich zu Beginn ist da Andri, der schlitzohrige Nachbarjunge, der verkündet, seine Mutter sei verschwunden. Wo denn? Im Garten natürlich. Was aber will der Junge wirklich? Nun, Lion, immer schon ein bisschen in Andris Mutter verknallt, macht sich auf die Suche im Garten – und wundert sich schon bald nicht mehr, dass dieser mit jedem seiner Schritte grösser wird. Sogar dann, wenn er mit seiner Partnerin und Ökobestsellerautorin am Gartentisch Wein trinkt. Dabei gerät auch die Zeit immer mehr aus den ­Fugen und saugt Lion hinein in das wahre Wesen und das Wunder der Natur. Bis er glaubt, den Boden unter den Füssen wieder gefunden zu haben.   Poetisch und frech zugleich, witzig und elegant entwirft «Der Boden unter den Füssen» nicht eine weitere Dystopie, sondern erzählt von einer Utopie, die Natur und Mensch wieder vereint. Alles wird gut. Ganz sicher.

Christoph Keller, 1963 in St. Gallen geboren, ist Autor

­zahlreicher preisgekrönter Romane, unter anderm «Gulp», «Ich hätte das Land gern flach» und «Der Beste Tänzer» über sein Leben mit der progressiven Muskelerkrankung Spinale M ­ uskelatrophie. ­Zuletzt gab er auf Englisch die Anthologien «We’re On: A J­ une Jordan R ­ eader» (mit Jan Heller Levi), «Hip Hops: Poems a­ bout Beer» und «Russian ­Stories» heraus. Im Limmat Verlag ist «Der Stand der letzten D ­ inge» (gemeinsam mit Heinrich Kuhn) lieferbar. Christoph Keller lebt in St. Gallen. Foto Ays· e Yavas·


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«Eric Bergkraut schreibt die Erinnerungen­ seiner Familie auf und baut eine Brücke über den Tod, die Pfeiler sind die wunderbaren, ­atmenden Details, welche die Vergänglichkeit abschaffen.» Michail Schischkin

ich nicht» erzählt konzis und poetisch, tabufrei und warm­ herzig die individuellen Schicksale einer Familie im Strudel der grossen Geschichte bis zum heutigen Tag.

Eric BErgkraut Li m m at

In einem Vorort von Zürich schiessen im April 1943 zwei junge Menschen aufeinander zu. Felix ist gezeichnet von fünf Jahren Flucht und Fremdenlegion, Louise ist eine zornige Schweizerin, Jungkommunistin und Lehrerin in der Sonntagsschule. Beide sind hungrig nach einer besseren Welt, sie gründen eine Familie.   75 Jahre nach dem ersten Zusammentreffen seiner Eltern spürt ­ihnen Eric Bergkraut in seinem autobiografischen Roman nach, erzählt von diesen Leben in der grossen Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts, folgt ihnen von Wien nach St. Maur und Paris, nach Albisrieden, Limoges, Fes und ­Aarau. Er erzählt von der List des Überlebens und der Last der Verfolgung, vom Lebenshunger und familiären Ver­ strickungen, den Spuren, die sich bei ihm und seinen Geschwistern niedergeschlagen haben, die er vielleicht bei seinen Kindern hinterlässt.   «Paradies möcht

Pa r a d i E s möcht ich roman EinEr nicht Fa m i L i E

Eric Bergkraut

Paradies möcht ich nicht Roman einer Familie

ca. 200 Seiten, Fotos, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 29.– / € 25.– isbn 978-3-85791-881-0 August Eric Bergkraut, geboren 1957 in St. Maur bei Paris, ab 1961

aufgewachsen in Aarau. Ausbildung zum Schau­spieler, Engagements am Theater sowie für Film und Fernsehen. Später Reportagen und seit 1991 Filme als Regisseur und Pro­du­zent, u. a. mit Anna Politkowskaja, Agota ­K ristof, P­ eter Bichsel und Michail Chodorkowski. «Paradies möcht ich nicht» ist sein erster Roman.

Foto Ays· e Yavas·


4 Limmat Verlag

«Nur wenigen ist bekannt, dass in Zürich einer der Grossen der zeitgenössischen franzö­ sischen Poesie gelebt hat.» Neue Zürcher Zeitung

Im Grand Café Odeon, dem Treffpunkt der Künstler und Schriftsteller in den Sechziger- und Anfang der Siebzigerjahre, war Charles Racine, der jurassische Dichter und ­Bewohner der Zürcher Altstadt, oft zu Gast, verwickelt in leidenschaftliche Gespräche und Debatten. In dieser Zeit begann Charles Racine auch, seine Gedichte zu publizieren, zuerst beim Zürcher Typografen und Verleger Adolf Hürlimann, von 1965 bis 1980 mit viel Erfolg und Anerkennung in Paris, vorab in den Literaturzeitschriften «Mercure de France», «L’Éphémère», «Argile» und «Po&sie». 1975 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit dem Künstler Eduardo Chillida bei Aimé Maeght, Paris, sein Buch «Le sujet et la clairière de son corps».   Von Verlegern manchmal geradezu dringlich um Gedichte angefragt, zog er sich die letzten fünfzehn Jahre seines Lebens aus der Öffentlichkeit zurück, ohne jedoch mit Schreiben aufzuhören. Letztlich hat er sein Werk als ein postumes verstanden. 2013 bis 2017

ist bei den Éditions Grèges in Montpellier eine dreibändige Gesamtausgabe erschienen. Felix Philipp Ingold hat auf be­ hutsame Weise eine grössere Auswahl daraus erstmals ins Deutsche übertragen, die nun 25 Jahre nach dem Tod des Dichters erscheint.

Charles Racine

Lichtbruch / Bris de lumière Ausgewählte Gedichte Französisch und Deutsch Übersetzt von Felix Philipp Ingold Herausgegeben und mit einem Nachwort von Gudrun Racine ca. 200 Seiten, etwa 4 Abbildungen / Fotos, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-882-7 25. Tod e s t a g November 8 . Fe b r u a r 2020 Felix Philipp Ingold, geboren 1942 in Basel, ist ein Schweizer ­Slawist, Kulturpublizist, Schriftsteller, Übersetzer und Her­aus­ geber sowie emeritierter Ordinarius für die Kultur- und ­Sozial­geschichte Russlands an der Universität St. Gallen. Neben ­s einem eigenen grossen literarischen Werk (Romane, Gedichte, ­Erzählungen) hat er schon mehrfach ­Gedichtwerke aus dem Französischen übersetzt (­ Edmond Jabès, René Char, ­Benjamin Fondane, Paul Eluard, ­Guillaume Apolinaire u. a.). Im Limmat Verlag ist «So weit die Stimme reicht / À portée de la voix» von Pierre Chappuis in seiner Über­setzung lieferbar.

Foto Yvonne Böhler

Charles Racine, 1927 in Moutier geboren. Autodidaktische Ausbildung und Arbeit in verschiedenen Berufen. Er lebte seit den Sechzigerjahren in Zürich und hielt sich oft in Paris auf. Ende der Achtzigerjahre zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und schuf abseits des Literaturbetriebs ein umfangreiches lyrisches Werk in französischer Sprache. Charles ­R acine wurde vielfach ausgezeichnet und starb am 8. Februar 1995 in Zürich.

Foto Verena Eggmann


5 Limmat Verlag

Anna Felder

Quasi Heimweh Roman

Aus dem Italienischen von Federico Hindermann ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 32.– / € 29.– isbn 978-3-85791-883-4 August

Limmat

Anna Felder

Quasi Heimweh Roman

«Ein grossartiger Roman über die Familie als ­j ener besondere, unvergleichliche Ort, an dem ­s owohl das Beste als auch das Schlimmste geschieht.» Luzerner Zeitung

Anna Felders Romanerstling «Quasi Heimweh» erschien 1970 und handelt von einer jungen Lehrerin, die Kinder ­italienischer Familien betreut. Die Ich-Erzählerin oszilliert zwischen zwei Sprachen, Italienisch und Deutsch, und mehreren Orten, Tessin, Lombardei und Aarau.   Als Tessinerin selbst etwas fremd und befremdet in der deutschen Schweiz, schreibt sie in einzelnen kürzeren Stimmungsbildern von der Situation der Fremden in der Schweiz, von der Schwierigkeit, unsere Sitten und Gebräuche, unser ganzes Gehabe zu verstehen.    Obwohl sie mit ihren einfühlsamen Annäherungen an die Lebenswelt der Migranten durchaus in die politische Debatte eingriff, war das Werk nicht als Pamphlet angelegt. «Ich war damals vielmehr eine Art Komplizin», sagt Anna Felder, «die Ichperson im Buch hatte einiges von mir».   Das Buch, das sich noch heute frisch und aktuell liest, erschien zuerst in der deutschen Übersetzung. Erst zwei Jahre später wurde es im italienischen Original veröffentlicht mit dem Titel «Tra dove piove e non piove» (Zwischen dort, wo es regnet, und dort, wo es nicht regnet).

Anna Felder, geboren 1937 in Lugano, Literaturstudium in Federico Hindermann (1921–2012), geboren in Biella (Piemont),

sein Vater war Schweizer, seine Mutter Italienerin. Er verbrachte seine Kindheit in Turin, seine ­Jugend in Basel, unterrichtete Deutsch in Oxford und Romanische Philologie in Erlangen. Er arbeitete in ­Zürich als Übersetzer und Her­ ausgeber und von 1971–1987 als Leiter des ­Manesse Verlags. Im Limmat ­Verlag ist der zweisprachige Gedichtband «Fügsam ­d agegen / Docile ­contro» ­lieferbar.

Foto Ays· e Yavas·

Zürich und Paris, Promotion über Eugenio Montale, danach Tätigkeit als Italienischlehrerin und Schriftstellerin. Lebt in Aarau und Lugano. 1998 Schillerpreis für das Gesamtwerk, 2004 Aargauer Literaturpreis und 2018 Schweizer Grand Prix ­Literatur. Im Limmat Verlag sind lieferbar «No grazie» und «Die Adelaiden / Le Adelaidi».

Foto Yvonne Böhler


6 Limmat Verlag

Urs Schaub

Die Wohlanständigen Ein Tanner-Kriminalroman ca. 320 Seiten, gebunden ca. sFr. 29.– / € 25.– isbn 978-3-85791-884-1 August

Limmat

«Jetzt können sich die skandinavischen ­K rimi-Autoren warm anziehen, denn jetzt zeigt mal wieder ein Schweizer, wie man Spannung und Stimmung macht!» Schweizer Illustrierte

Urs Schaub

ann ers Si m o n T a l l 6. F

Schreckliche Zeiten für Kommissar Michel: Kalter Vorfrüh­ ling mit Biswind, am Ufer des kleinen Sees dümpelt eine männliche Leiche mit einem Messer im Rücken, sein Freund und Helfer Simon Tanner macht Urlaub im warmen Marokko. Im Büro treibt ein neuer Polizeichef sein Unwesen und hat ihm eine junge Assistentin aufgebrummt. Immerhin, sie stellt sich als mehr als umgänglich heraus, ist mehr als fit im Kopf, und ihr Appetit hält dem von Michel stand.    Der Tote arbeitete als Treuhänder in einer der angesehensten Kanzleien der Hauptstadt. Aber dort soll er schon vor fünf Jahren entlassen worden sein, stellt sich ­her­aus. Mit der eigenen Familie lag er offenbar im Streit. Und schon bald hat der neue Polizeichef einen Täter ge­ funden, einen vorbestraften Albaner, dessen DNA auf dem Messer gefunden wurde.   Endlich kommt Tanner zurück. Und während die beiden Freunde Verstrickungen der Kanzlei an nobler Adresse mit dem alba­nischen Clan in der anonymen Agglo ahnen, sind sie schon bald mit cyberkriminellen Wirtschaftsaktivitäten einerseits und eigenen erotischen Verwicklungen anderseits beschäftigt.

Die Wohlanständigen Urs Schaub, geboren 1951, arbeitete lange als Schauspiel­

Die Tanner-Kriminalromane

«Tanner», «Das Gesetz des Wassers», «Wintertauber Tod», «Der Salamander» und «Die Schneckeninsel» sind im Limmat Verlag lieferbar.

regisseur und war Schauspieldirektor in Darmstadt und Bern. Als Dozent arbeitete er an Theaterhochschulen in Zürich, ­Berlin und Salzburg. 2003–2008 leitete er das Theater- und Musikhaus Kaserne in Basel, 2006–2010 war er Kritiker im «Literaturclub» des Schweizer Fernsehens. Urs Schaub lebt in Basel, macht ­L eseförderung und betreibt eine Schreib- und Buchwerkstatt für Kinder. Im Limmat Verlag ist nebst den Krimis «Das Lachen meines Vaters» lieferbar.

Foto Yvonne Böhler


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Daniele Muscionico

Fell & Flausen

Wenn Tiere reden könnten, sie könnten Geschichten erzählen.

Wie kommt der Alligator ins Ehebett? Was tut man, wenn man eines kalten Morgens einen frisch geschlüpften, federlosen Spatz findet? Wie hilft der Hund dem Mädchen, das an Epilepsie leidet? Weshalb sass das Basler Gorillamädchen Goma mit ihrer Menschenfamilie am Esstisch und ver­ brach­te mit ihr sogar Ferien im Tessin?   Menschen und Tiere verbindet mehr als ihre Abstammungsgeschichte oder gemeinsames genetisches Material, nach dem das Schwein und der Menschen zu 95 Prozent zoologisch verwandt sind.   Zwischen Menschen und Tieren gibt es Dinge, die Worte und Wissenschaft nicht benennen können. Es gibt unvermeidliche Übereinstimmung, Treue­ schwü­re und schicksalshafte Begegnungen, es gibt Momen­ te des Glücks und schmerzhafter Gefühle. Dieses Buch ­erzählt in Text und Illustrationen wahre Geschichten. Ob Haustiere oder Wildtiere, sie alle haben für ihre Besitzer, Freunde oder Retter eine lebensverändernde Bedeutung.

Limmat

Daniele Muscionico

Fell & Flausen 30 wahre Geschichten von Tieren und Menschen Mit Illustrationen von Laura Jurt ca. 180 Seiten, Leinen bedruckt ca. sFr. 28.– / € 26.– isbn 978-3-85791-885-8 Oktober

Laura Jurt, geboren 1979 in Luzern. Studium an der ­Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern und der Belas ­Artes do Porto (FBAUP), Portugal. Arbeitsaufenthalte in ­Paris und ­Lissabon. Z ­ ahlreiche Publikationen, Ausstel­ lungen und Auszeichnungen. Laura Jurt lebt als freischaffende Illu­stratorin in Zürich. Im ­Limmat Verlag hat sie «Sockenschlacht und ­L öwenzahn» von Katharina Tanner illustriert.

Foto Zvonimir Pisonic

Daniele Muscionico, geboren 1962, aufgewachsen im St. Galler Rheintal.

Germanistikstudium an der Universität Zürich, langjährige Redaktorin für Theater und Fotografie der «Neuen Zürcher Zeitung». Gewinnerin des Zürcher Journalistenpreises und des Medienpreises für Freischaffende, seit 2008 freie Publizis­ tin und Theaterverantwortliche der «Neuen ­Zürcher Zeitung». Veröffentlichte u. a. die Monografie über die Zürcher «Kronenhalle», «Jetzt erst Hecht. 50 Jahre Theater am Hechtplatz», eine Monografie zur Deutschschweizer Kabarett- und Comedyszene, «Backstage», sowie im Limmat ­Verlag die Porträtsammlung «Starke Schweizer Frauen». Foto Thoma Flechtner


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«Ein so aufschlussreicher wie vergnüglicher ­B ericht. Was ihn so wertvoll macht, ist die Verbin­ dung von Anschaulichkeit, durchs Tage­ buch ­gestützter Detailtreue und einem warmen, sonnigen Humor.» NZZ am Sonntag

Paul Thürer wächst als Bauernsohn vor den Toren Churs auf. Kindheit und Jugend oszillieren zwischen dem bäuerlichen Alltag und dem kleinstädtischen Leben in der Kantonshauptstadt, wo er die Schulen besucht. Dank der Fürsprache seines Religionslehrers am Gymnasium darf Thürer reformierte Theologie studieren. Das Studium führt ihn an die Universitäten der Städte Basel, Heidelberg, Berlin, Zürich und Florenz, wobei ihn eine unglückliche Liebe immer wieder ins Engadin zieht. 1904 tritt er im hoch gelegenen Bündner Bergdorf Monstein seine erste Pfarrstelle an.  Realistisch beschreibt er Eigenart und Dasein der Bauern, ohne das Dorfleben zu verklären: Zu hart sind die langen Winter, zu ungetrübt sein Einblick in Not und Kargheit des Alltags. Bald ist er wieder verliebt. Seine oft halsbrecherischen Wanderungen zur lebenslustigen Wirtstochter in

Paul Thürer

Damals in Monstein Wie ein Bündner Bauernbub zum «Skipfarrer» wurde Erinnerungen 1878– 1906

Filisur lassen sich bald nicht mehr vor den Einheimischen verheimlichen. Im Jahre 1906 heiratet er Nina Accola. Ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist er als «Skipfarrer von Monstein», der den Skiunterricht in der Schule eingeführt hat.

Paul Thürer

Damals in Monstein Wie ein Bündner Bauernbub zum «Skipfarrer» wurde Erinnerungen 1878–1906 Neuausgabe Herausgegeben von Andrea Mittelholzer und Thomas Gadmer 290 Seiten, 48 Fotos, Dokumente und Abbildungen, gebunden ca. sFr. 34.– / € 34.– isbn 978-3-85791-888-9 August Paul Thürer (1878–1967), aufgewachsen auf einem Bauernhof in der Nähe von Chur. Theologiestudium. Erste Pfarstelle im Bergdörfchen Mon­stein, Heirat mit Nina Accola. Ruf nach Reichenau-Tamins. Von 1910 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1944 im glarnerischen Netstal als Pfarrer tätig.

Foto Ph. und E. Link, Zürich


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Christina Caprez

Die illegale Pfarrerin Das Leben von Greti Caprez-Roffler

ca. 240 Seiten, etwa 24 Fotos, Dokumente und Abbildungen, gebunden ca. sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-887-2 November

Limmat

«Wenn unser Pfarrer keinen anderen Fehler hat, als dass er einen Rock trägt, dann behalten wir ihn.» Einwohner von Furna

Christina Caprez

Die illegale Pfarrerin Das Leben von Greti Caprez-Roffler

Am 13. September 1931 tut das Bündner Bergdorf Furna etwas, was zuvor noch keine Gemeinde der Schweiz gewagt hat: Es wählt eine Frau zur Pfarrerin. Ein Skandal, der bis nach Deutschland Schlagzeilen macht, sogar der berühmte Theologe Karl Barth mischt sich ein. Greti Caprez-Roffler ist 25 Jahre alt, frisch gebackene Theologin und Mutter. Sie zieht mit ihrem Baby ins Bergdorf, ihr Mann bleibt als Ingenieur in Zürich. Die Behörden konfiszieren das Kirchgemeindevermögen, doch die Pfarrerin arbeitet weiter, für «Gottes Lohn».    Nach ihrem Tod macht sich die Enkelin auf die Spuren der ersten Schweizer Gemeindepfarrerin. Sie stösst auf die aussergewöhnliche Emanzipationsgeschichte einer Frau, die im Dorf Skihosen für Mädchen einführte und ihren Söhnen das Stricken beibrachte. Die ihren Mann zum Theologiestudium inspirierte und mit ihm das Pfarramt im Jobsharing ausübte, lange bevor der Begriff existierte. Die für sich in Anspruch nahm, was damals für viele undenkbar war: ihrer Berufung nachzugehen und Mutter zu sein, eine glückliche Liebe und eine erfüllte Sexualität zu leben. Eine Frau mit einem grossen Hunger auf das Leben, die ihre Zeitgenossen mit ihrem fes­ ten Willen und ihrer direkten, bestimmenden Art immer wieder herausforderte.

Christina Caprez, geboren 1977, Soziologin

und Historikerin, war Redaktorin bei Radio SRF 2 Kultur und arbeitet heute als freie Journalistin und Autorin. Radio-, Film und Buchprojekte sowie Moderationen im Bereich Familie, Migration, Religion, Geschlecht, Sexualität. Im Limmat ­Verlag ist das Buch «Familienbande. 15 Porträts» lieferbar. Christina Caprez lebt bei Zürich.

Foto SRF


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Postkarten von Melchior Imboden Verkaufseinheit à 10 Karten pro Sujet, A6-Format, Nettopreis pro Karte (inkl. MwSt) sFr.  –.90 / € –.50 Mai

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Melchior Imboden, geboren 1956 in Stans, lebt und arbeitet

­ eute in Buochs. Ausbildung zum Dekorateur. Ab 1984 Grafikh studium in Luzern. Reisen durch Europa und die Welt und ­erste fotogra­fische Arbeiten. Heute freischaffender Künstler, Fotograf und Grafiker. Gastprofessuren im Bereich V ­ isuelle Kommunikation u. a. in ­K arlsruhe und Berlin, aktuell an der Hochschule ­Luzern Design & Kunst. Mehrere Bücher, u. a. ­«Nidwaldner Gesichter», «Innerschweizer Gesichter», «Designer Portraits», «Zeitbilder». Seine künstle­ rischen Arbeiten wurden mehrfach im In- und Ausland ausgezeichnet.


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Cécile Brändli-Probst

«So viele junge Menschen um sich zu haben, ­j eder mit anderen Gaben, Talenten und Eigenheiten – das fand ich immer wieder derart spannend und bereichernd, dass Sorgen und Belastungen nicht so schwer wogen.»

Cécile Brändli-Probst war Mutter einer kinderreichen Familie. Neben Erziehung und Haushalt kam sie auch noch dazu, sich schreibend mit ihrer Welt auseinanderzusetzen. Unter anderem begleitete sie ihre Kinderschar über fünfzehn Jahre mit Reflexionen aus dem Kinder- und Familienalltag. In den lebensfrohen Beiträgen schilderte sie vor allem eigene Erfahrungen, dementsprechend stehen viele Texte in einem seriellen Zusammenhang und spiegeln die Entwicklung der Familie auch im Titel wider («Sechs in einem Nest», «Familie Siebenzahl», «Die acht Seligkeiten und Sabina»).    In ihrem 100. Geburtsjahr erscheint eine Auswahl von Kurzgeschichten, die sie von 1953 bis 1975 in der Zeitschrift «Die Familie» veröffentlichte. Die Texte sind aktuell wie eh und je, auch wenn sich die äusseren Umstände seit den 1950er-Jahren geändert haben. Es überzeugen der teilnehmende, liebevolle Blick der Autorin auf ihre Kinder und die erzählerische Qualität der Beobachtungen.

Von den Freuden der kinderreichen Familie Limmat

Cécile Brändli-Probst

Von den Freuden der kinderreichen Familie Geschichten aus dem Brändlihaus in Zürich Geleitwort von Judith Stamm Herausgegeben von Esther Scheidegger, Kristov Brändli und Sebastian Brändli ca. 120 Seiten, Fotos, gebunden ca. sFr. 24.– / € 24.– isbn 978-3-85791-889-6 Oktober (1919–2008), geboren als Älteste von sechs Geschwistern. Lehrerinnenseminar der ­Menzinger Schwestern, Menzingen. 1936 Tod der Mutter, Heimkehr nach Dietikon. Führen der Familie und des «Konsums» an der Bergstrasse in ­Dietikon. Chefsekretärin der Landwirtschaft­ lichen Versuchsanstalt. 1945 Heirat mit Emil Rudolf Brändli. 1953–1964 ­regelmässige Kolumnistin in der Zeitschrift «Die Familie». 1965 Teilnehmerin an der «Laien­synode» in Rom.

Cécile Brändli-Probst

Foto Ruth Vögtlin


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Liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler

Limmat Verlag

Ab nächstem Jahr tut Markus Wieser das, wovon wir alle träumen: lesen, lesen, lesen. Er pensioniert sich nämlich, wir hoffen, Sie empfangen ihn auf seiner letzten Reise mit Pauken und Trompeten, Kaffee und Gipfeli oder Schaumwein! Wir danken ihm an dieser Stelle herzlich für seine engagierten Reisen für uns seit 2011. Er war uns immer auch ein guter Berater in vielen Dingen. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, Gesundheit, Musse, grossartige Bücher! Mit herzlichen Grüssen Ihr / Euer Limmat Verlag PS: Ab Januar 2020 reist neu für uns Giovanni Ravasio.

De r t Verlag Limma d von swips li e i s t M i t g In d e p e n d e n t (Swi ss li shers) Pub ips.ch www.s w Auslieferungen Schweiz

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Bildnachweis Für den Umschlag dieser Vorschau und des Romans «Der Boden unter den Füssen» von Christoph Keller wurde eine Illustration von Damian Ancherama verwendet (ancherama.com). Von Eduardo ­Chillida stammt die Radierung auf Karton für den Umschlag von Charles Racine «Lichtbruch / Bris de lumière». Die Fotografie auf ­Anna Felders Umschlag «Quasi Heimweh» ist aus dem Band «Grazie a voi.». Bei Urs Schaubs Umschlag «Die Wohlanständigen» stammt die Fotografie von ­Alexander Jaquemet (jaquemet.com).

Profile for Frank Niederländer

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