Page 1

FrĂźhjahr 2021

Limmat Verlag


«Manchmal ist ein Glücksgefühl in meiner Literatur beschrieben, dann sind die Figuren wie schwebend. Als wären sie losgelöst von der Erde und würden, ja, schweben.» Adelheid Duvanel

«Unabweisbar bleibt die Frage, warum die ­deutsch­­sprachige Literaturkritik nicht zu ­Lebzeiten Adelheid Duvanels die ­Ein­zig­artigkeit dieser Schweizer ­Erzählerin ­bemerkt hat.» Peter Hamm

Friederike Kretzen, 1956 in Leverkusen geboren,

lehrte Deutsche ­Literaturwissenschaft an der Universität Basel. ­Buchpub­likationen zu Schnitzler, Hofmannsthal und Jean Paul, Aufsätze unter anderem zu Keller, Stifter, A ­ ichinger, zur Literaturgeschich­te des Kusses und der Tränen und zu Autorinnen der Gegenwarts­literatur. Prof. Dr. Elsbeth Dangel-Pelloquin

Foto Ute Schendel

lebt seit 1983 in Basel. Autorin zahlreicher Romane, ­zuletzt «Schule der ­Indienfahrer». D ­ aneben seit ­v ielen Jahren ­Tätigkeit als L­ iteraturkritikerin, Essay­istin und Dozentin (ETH, Literatur­institut Biel).

D Herau sg ie e s t eh e n g be r i n n e n Veran st er ne für alt un Ver fügu gen zur n g. Foto Ute Schendel


3 Limmat Verlag

Adelheid Duvanel

Fern von hier Gesammelte Erzählungen Herausgegeben von Elsbeth Dangel-Pelloquin und Friederike Kretzen ca. 540 Seiten, Leinen bedruckt, Fadenheftung ca. sFr. 44.– / € 39.– ISBN 978-3-03926-013-3 Mai «Alle Erzählbände von Adelheid ­Duvanel: ­ grossartig. Sie ist eine Autorin von hoher ­Intensität und dauernder Bedeutung.» Peter von Matt

Fern

von

Adelheid Duvanel, geboren 1936 in Pratteln und auf­

gewachsen in Liestal, machte eine Lehre als Textil­ zeichnerin. Sie arbeitete auf verschiedenen Bürostellen sowie als Journalistin und Schriftstellerin. Von 1962–1981 war sie mit dem Kunstmaler Joseph Duvanel verheiratet, mit dem sie eine Tochter hatte. Bis auf ein Jahr auf ­Formentera lebte sie in Basel, wo sie 1996 starb. Ihre schriftstellerische Laufbahn ­begann sie unter dem Pseudonym Judith Januar in den Basler Nachrichten, in Anthologien und literarischen Zeitschriften. Ab 1980 erschienen ihre ­Erzählbände im Luchterhand Verlag. ­Duvanel wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grossen Schillerpreis und dem ­K ranichsteiner Literaturpreis. Foto Yvonne Böhler

Gesammelte Erzählungen

hier

Limmat

Adelheid Duvanel ist eine Meisterin der kleinen Form. Die radikale poetische Kraft ihrer Sprache macht sie zu einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.   Ihre kurzen Erzählungen sind Momentaufnahmen aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die sich aber in ihren fatalen Verhältnissen mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegen. In ihrem eigensinnigen Beharren auf ihre Sicht der Welt bewahren sie sich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens. Ja, sie finden gerade in der Abweichung vom Verlangten eine Kühnheit, die den Texten ihre umwerfende Energie gibt. Sie sind von hoher poetischer Präzision, jede Figur «in Einzelanfertigung». Trotz ihres manchmal finsteren Inhalts leben die Texte von überraschenden, absurden Wendungen und einer wunderbaren hintergründigen Komik.   Diese Ausgabe vereinigt erstmals alle in Buchform publizierten und einige der in Zeitschriften und Zeitungen erschienenen Erzählungen Adelheid Duvanels in einem Band, der dieser grossartigen Autorin wieder den Platz in der Schweizer Lite­ratur einräumt, der ihr gebührt.

Adelheid Duvanel

25. Todestag 8. Juli 2021


125 Jahre Friedrich Glauser «Der Glauser mit seinem gläsernen Herzen – noch heute sieht man ungehindert in diesen klaren, wahren Kern hinein.» Vogue «Ich habe Sehnsucht nach Abwechslung, nach Unruhe und sonstigen romantischen Dingen.»

Zum GlauserJubi­läum erscheint im Unionsverlag

Limmat Verlag

FRIEDRICH G LA U SER Werbemittel: Plakat A3 125 Jahre Friedrich Glauser

Foto vermutlich Robert Binswanger

12 5 J A H R E


Bereit s eint n , e r sch o angeb te Janu ar am 19. 2021

Christa Baumberger

FRIEDRICH GLAUS ER «JEDER SUCHT SEIN PARADIES ...» Briefe, Berichte, Gespräche Limmat

Friedrich Glauser

«Jeder sucht sein Paradies …» Briefe, Berichte, Gespräche

Friedrich Glauser, geboren am 4. Februar 1896 in Wien, gehört zu den wichtigsten Schweizer Autoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu seinem 125. Geburtstag taucht der vorliegende Band tief ein in die Welt des Autors in Form von Briefen – darunter zahlreiche Neufunde –, Berichten, literarischen und psychiatrischen Gutachten und Dokumenten.    «Jeder sucht sein Paradies» entfaltet eine Collage aus unterschiedlichen, zum Teil widersprüchlichen Stimmen, die Glauser in seiner ganzen Komplexität der Zeit-, Schaffens- und Lebensumstände zeigen.  Mehr als die Hälfte der Dokumente sind unpubliziert, insbesondere die Gesprächsprotokolle des Vormunds: Hier hört man erstmals Glauser sprechen, unverstellt und unmittelbar am Puls der Ereignisse.   Glausers Werk, das bis heute nichts von seiner Aktualität und literarischen Kraft eingebüsst hat, ist erwachsen aus den schwierigen Lebensumständen, dem Netzwerk aus Psychiatrie, Polizei, Behörden ebenso wie den Anstaltsaufenthalten, der Flucht in die Fremdenlegion und den Verstrickungen in die Morphiumsucht. Im Limmat Verlag ist die Werkausgabe Friedrich Glauser erschienen, sie ist als Taschenbuch im Unionsverlag lieferbar.

Herausgegeben, kommentiert und mit einem N ­ achwort von Christa Baumberger 520 Seiten, etwa 75 Abbildungen und Dokumente sowie 10 Zeichnungen von Hannes Binder, gebunden ca. sFr. 64.– / € 58.– isbn 978-3-03926-005-8

Die Herau sgeb e steht ge r in Veran stalt r ne für u n ge Ver fügung n zur .

i

191 1–1 924 Schweiz, Algerien, Marok ko, Frankreich, Belgien

Januar bis zum Ab endessen. Ges tern hab ich ben und wol dir ein lte letztemal gefl ihn mitgeben, aber Mo en langen Brief geschr iensieur 123 hat ucht. Nun wei scheint es soll, Kleine das s. Bist du wei ß ich nicht mehr wie ich t oder nah? ich sehne mic Mir ist sentim zu dir kommen h. Lebwohl. ental zu Mu te und 59

ges prä ch

wa lte r sch ill er

mit ha ns ma ier 124

20. Aug

. 1920 Glauser Prof. Maier auf teleph. An Ich halte es schil ler für besser, wen frage: ser an walt er glau rich n Frl. v. Ruc 119 fried 14 Tage Gla ber 1929 kte user noch Wülflingen, 8. Novem nicht besuch schell während der näc bereits mit hsten t + habe ihr geteilt. dies auch mü Sch. ndl. 56 gleichen Lieber Herr Doktor, Reichner . Mit der erte Rechnung von r all seine Beiligend die quitti in dem ich mich fü an meinen Vater ab, mitteile, dass ich 60 Post geht ein Brief fri edr ich dem ich ihm auch in und ke glause r bedan in Verbinan eli sab Zuwendungen er Garderobe mit Ihnen eth von s Erneuerung mein auch ein ruc zweck kte sch mich erinnere, Oeschberg ell Da soviel ich mich gt, habe ich an Burghölzli Zür dung gesetzt habe. verlan gang Schul ich, 22. Aug abgeschlossenen über 192den 0 Zeugnis ust noch mein Maturitäts Mein Lieb, rsität geschrieben die Unive hlider vollzä rat die Rekto dann das Beiliegend ich ein Plan. Du d ich dieses habe werde wirst dich aus zeugnis besitzt. Sobal nach der Kar en. schick kennen. Üb berg thausstraße; Oesch an mente ergen dann am Par denDoku Tor komms Buchen weg kgitter entlan t, das eine Entgegenzur Kartha g bis du zu 122 Nich zerschneidet, t eind usstraße sen vielem Dank für Ihr einem telba undermiteneutig ten. Denn die weiter in krecht laufen dlichen Grüss r. Even madame ma Mitdefreun den Burghö tag, Dienst Anspielung Straße auf den Klintuell cht alles. Ab lzlipark führt ag, Donnersta immer teurer ikdirekto Ihr er da das Leb en . wird hat auc g Mi komm um dic ttw h warten und 2 h wird ein och, Frei- Eugen Bleuler, der Brier en in Frankr h madame ihre für die erwach fe Fre genemigen dir und eich er Na Pre von Glaus chr mus F. dort sene Person ise majoriert. Wo icht von mir ste. mir fünfzehn Fra auf 123 Hans Wolfgan pro Kind 10 Sie verlangt chen waren furchtbar geben. Kom g Maier nken pro Dîn (10 + 10 = (1882–1945), ohne dich, m bitte. Die er (15 + 15 = grauenhaft dir nic 20; 30 + 20 Psychiater, Kleines. Seh se seit 1917 aus beigefü ht schreiben 30), = 50) r Sehnsucht selbständiger gtem Kontrak zu können. Leiter , und der Psychiatrisch t ersehen kön . Sie werden also, wie Erst heut kann ein Bri ken für den Aber es war en PolikliSie ef hinaus. Ihn nen, fünfzig Tag und fü nik und von nen unm . Son ögl müll er 1927 st r Fra ich. tor niemandem jedes Dîner max … Ich hatte len … Direkser an–41 der Psyc rich glau zahlen müssen nzosenfranger versucht dur gegenü - te sich hiatrischen fried 120 ber erwäh- Klinik Burghölz ch Mauk 125 nicht, doch . Falls Sie wol 13. Dez 29 Ich hätte Ihn li. zu spedieren rei Ninck, Wülflingen, der Mann - dan Gärtne 124 ich en gerne ein Mauk (auc , sie weizerriß den n nicht abg h Maugg), en andern Vor deucht 1500.– Übername Bri esa ef. ndt Den schlag gemach . Doch hab nur dir. Es Fra zweiten hab Raschle von Emilie ist in einem ich dir alle t, denn mic für ein einzige nzosenfranken (was 300 (1889–1936), Tage geschr h stehst Heft, 126 das Ehebefindet frau von Han .– frs. in uns ver s Essen wär 56 Die Rechnung ieben, Für s Raschle. du bald bek du den Pla erer Währu en) doch ein haben wir ein r, Akten. Dokto n. ommst. Ho Lieber Herr Elisa ng, Ich beth von wenig viel. schon längere Zeit sich nicht bei den ige Ähnlichke ffentlich Rucktesche küss dich inn Leb wohl Kleines, bal Ich glaube, t sein könnte der Ich bin nun von Basel Hors d’oeuvr it: wir lieben Brief. ll best d mehr. r Ihren ig immtes darin fübuch der n sich sehr Gemein Tage es, Fisch, Fle nicht «üppig Vielen Dank , das Glauser em Roman weiter. Sie werde Herbert Reichner Verlag, isch, Gemüse es» Essen mit F. Madame Sai rendarbeit an meinwähseinereInte die Lös- eine Zweigstelle in Zürich dert, , Dessert, Käs k, und nvals Dîners verän rnie zurüc ist g rung in der Psyc e und Frücht der ganze Anfan sind aber ehe fürchte, die hiatrisch dertenist, e besass. er verän wiehölz en. Klinik s wird weder r pantagrué wundern, Burg und ich gebe mir Müh 57 Lös ist der Protagonist li vom 14. liques. Und Ihnen, noch bis mengestrichen, einem Restau 57 Au zusam sroman 30. sehr Legion tern. rs wird gust erwei Glause ich zu in Frau Dokto 1920 führte rant zu Nacht geschichte kizzen , weil der Kontakt r passen. Au a. kleinen Charakters essen würde ist der gleiche vielen mit ihr mit manch- GourramVerfü ch in tbild in ser Zeit ich nicht anr gung der das 74Gesam und Sie mü unterbunden die- wirklich gut werden wird, und 58 Die aten – der Pre ssten etwa ein er wurde. Sie es nicht ⟶ glaub chaft Winter. 59. e ich, dass is en Kilometer so. Oeschberg hat BezirksanwaltsNovem so machen: ManchmalDok ber Skizzervon Meine Frau laufen. Wollen ht. Aber das ist imme den (um Ord thur vom 30. Friedrichen Daten Glau kommt am genau Züri finde ich ihn sehr schlec ser mit Aus die nung zu ma sich auf ein ärztmal ch, mir stützte 22. wird 1929 Aug Mo bruc ust 1920. ⟶ rgen zwei Stu hsplan aus das Glauser chen) und am ommen, und Frau Kleibe der Anstalt Dok. 60. liches Gutachten, ne Anmeldung angen Abend ebenso r das Nacht mein des- Burghölzli. essen mache lange und hilf Ihnen Spass für geisteskrank und en. altntgeb ksanw hig n. bekan Bezir t nungsfä Dan macht (die der noch n können Sie halb als unzurech Fischfrau kom Ihnen die Verfügung müssen nic essen was und nur erklärte. Die Bezirksanwaltmt fast jeden ht fürchten Beiliegend sende ich einmal kurz vorgeladen , dass man Tag vorbei) mich versuchte den Fall hat schaft nicht munde 58 ksarzt Ihnen Dinge terund n. Nur muss schaft. Der Bezir Sie ihm gegeben hatten an die Justizdirektion weiafte und er vor Schill setz die , ich t, gement einvers Daten die Ihnen Sie bitten, fall und eine dauerh die Bestätigung der tanden sind, . Nun halte ich es wirk- zugebenung s Sie mit die zu erreichen, Sainvals dav gern in Frie dann diese Verfügung sem Arraningen komme. Versorg den mit ihn on nichts zu verlangt. Darauf kam weil «Glauser für die Februar nach Müns en und ich sagen – ich schrieben, das , dass ich Januar und stetiger Mitmenschen eine Gefahr» in glaube, ich lebe besser r ich fü dass lich s er sehr «in her, gehab Ihnen teréssé» ist. bedeute. Das Bezirks nimmt mich so sehr wenn wir ihm schon geam Er würde es Die ganze Geschichte das Gras unt richt entschied jedoch Fall uns übel neh er den Füssen den schöne fran men, 21. Dezember 1929, zösische Au schneiden wü . sdruck lautet. rden, wie der à votre disp 161 nicht weiterzuleiten Also, wie ges osition. Der agt Her , wir sind tou d im Häusc etwa zwei Säc hen drüben t ke Briketts ten. ist gut Sie wer gen und für Zigaret brauchen – Den Kontrak r mit der Anstalt Münsin den das ist alles. gespräch, von Glause t schicke ich für ein Telefon immer noch Quittu Ihn en ngen Dezember 1929. dennoch und machen, wie mit13. Zürich, 10. August , Sie können Sie wol zurückschicke len dan . Falls Sie ihn n n, ununterzeichn anders besonn so will ich Sainvals sch et on erklären, en hätten. dass Sie sich Bitte denken Sie eines nic Wir suchen ht: wir wollten nur eine Lös uns Ihnen aufdrä ung, die Ihn bei der Sie doc ngen. en nicht allz h richtig Fer u viel kostet ien machen. Die Leintüche und r werden Sie würd ich ihn mieten müssen en von den uns . Wenn wir genug hätten eren anbiete dran. Sie kos n – aber wir , ten 12 ffrs. sin pro d selbst knapp Paar und pro pelbett, zwe i für die zwe Monat. Ein i Kinderbet es für Ihr Do habe sie bes ten, also im ptellt. ganzen 36 ff rs. Ich M .32t1lonsieur: ettm ire thcN i

. i lzlöhgruBkiniK l nehcsirtaihcysp r ed rotkerD i 14–7291novdnukini lk i loPnehcsirtaihcysP red retieL regidnät sbles 7191 ties , retaihcysP ,)54H 9412–128ans 1( reM Maier: iagnagfW losH na

.elhcsR a sH nanovuarfehE ,)6391–98 1( elhcsR a ei lm Einovm aenrÜ ebM 52,1)gauk: M guahcua(

.)95 .kD oeheis( edrw unednubretnu tieZre seidni

rhi tm i tkatnK o red l iw e ,etrhüf 0291

tsugA u .03 sib .41m ov

i lzlöhgruBkiniK l nehcsirtaihcysP r edni gnureinretnI r enies dnerhw ä resuaG l sad ,hcubegaTsm em ittseb

l lehcsetkcu RnovhtebasH 62i1lE eft: rüF

eZenie . ssasebhcirüZni el letsgiw

kned ieb thcinhcis e .netA G e red etnöknies tnim red ,galreVrenhcieRtrebrH

i febgnunhceReD tednR65ieichner:

i7n5ogatorP red tsi söL l ni tsLösgeschichte: noarsnoigeL sresuaG m Gourrama.

e thcin l laFned ,9291 .netieluzretiw

Berthe Bend el La Bernerie, und Friedrich Glauser. Sommer 1937 Foto: Hulda Messmer. .

e ,nehcierre uz l« l iw ieid rüf resuaG etM m e enienehcsn a .etuedeb »rhafG sD ahcodej deihcstne thciregskrizeB e .12m ebezD rm

blahseddnuknarksetsieg rüf i .eträlkre gihäfsgnunhceruznu sla anaskrizeBeD ethcusrev tfahcstlw enoitkeridzitsuJ eidna l laFned retiw gnugrosreVetfahreuad enie dnuneheizuz

i anaskrizeB redgnugüfreVeD fahcstlw nitBezirksanwaltschaft: retW ov ruhtder 03m o .gung ebevN rm ts 9291V85erfü usehci ltzränie fuahcis etztü l sad ,nethcatG resuaG


6 Limmat Verlag

C. F. Ramuz

Derborence Roman

Aus dem Französischen von Hanno Helbling ca. 160 Seiten, Leinen bedruckt ca. sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-439-3 März

C. F. Ramuz

Limmat

Derborence

l ag mat Ver sgabe m i L r e D « Au i t d i e se r macht m r ichtig, wa s e s zu all e s neuau sgaben s s! » s ik e r be i K l a s e n g i l t . E i n M u t bea ch okGa z et t e Bo

160 Seiten, Leinen bedruckt sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-871-1 lieferbar

«Einer der grössten Erzähler Europas.» Die Zeit

Nach seiner Heirat mit Thérèse geht Antoine wie die anderen Männer des Dorfs auf die Alp Derborence. Dass seine Frau schwanger ist, weiss er nicht.   Dann begräbt ein gewaltiger Bergsturz Weiden, Tiere, Hütten und Menschen unter sich, keiner der Männer scheint überlebt zu haben. Im Dorf wird verängstigt gemunkelt, dass der Teufel seine Hand im Spiel habe und die unruhigen Toten ohne christliche Bestattung nun als Gespenster durch Derborence irrten …   Zwei Monate später taucht Antoine im Dorf auf. Er hat in einer halbzerstörten Berghütte überlebt und konnte sich befreien. Kaum erkennt ihn seine Frau Thérèse, das Dorf hält den abgemagerten und verwirrten Mann für einen Geist, einer schiesst auf ihn.    Aber Thérèse lässt sich davon nicht abschrecken. Als Antoine sich erneut in die Berge zurückzieht, folgt sie ihm und holt ihn zu den Lebenden zurück.   «Einer der schönsten und gehaltvollsten Romane des Dichters ­R amuz.» Schweizer Feuilletondienst

wurde am 24. September 1878 in Lausanne geboren. Er studierte in Lausanne und Paris, wo er 1905 anstelle seiner Dissertation den Roman «Aline» vorlegte. 1914 zog er zurück nach Lausanne und lebte dort als Schriftsteller, Lyriker und Essayist, sein Werk erschien bei Grasset in Paris, 2005 wurde es in die prestigeträchtige «Bibliothèque de la Plêjade» des Verlags Gallimard aufgenommen. Ramuz starb am 23. Mai 1947 in Pully bei Lausanne.

Charles Ferdinand Ramuz

Foto Theo Frey


7 Limmat Verlag

Die alte Elsa braucht nach einer Herzoperation eine Rundumbetreuung, ins Pflegeheim wollte sie nicht. Jetzt steht da in ihrer Küche Pina, eine junge Migrantin, Flüchtling aus politischen Gründen, die ihr Studium unterbrochen hat. Sie soll im Haus wohnen und Elsa helfen vom Auf­ wachen bis zum Einschlafen.    Oder mehr als helfen: Elsas Tochter Luzia weiss genau, was für ihre Mutter gut ist, sie müsse unbedingt mehr essen und jeden Tag an die frische Luft. Sicherheitshalber schickt sie Rezepte per SMS.   Aber Elsa mag sich nichts vormachen, sie spürt ihre innere Uhr genau. Viel lieber will sie Pina kennenlernen, woher sie kommt, warum sie im Exil ist, wie ihre Mutter gestorben ist, ob sie liebt oder geliebt hat. Und so entsteht eine feine Verbindung zwischen den beiden Frauen, der jungen Pina, die eine Krise des Exils durchlebt, und Elsa, die ihrem letzten Aufbruch entgegensieht.

L I M M AT

«Ich bin sowieso im Warteraum des Todes, Luzia, weisst du, was in mir passiert?» «Mama, wir wollen dich noch lange bei uns haben.»

YUSUF Y E Ş I LÖ Z NELKEN BLATT

Yusuf Yeşilöz

Nelkenblatt Roman

ca. 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 32.– / € 29.– isbn 978-3-03926-012-6 März

Yusuf Yeşilöz, geboren 1964 in einem kurdischen

Dorf in Mittelanatolien, kam 1987 in die Schweiz. Heute lebt er mit seiner Familie in Winterthur und arbeitet als freier Autor, Übersetzer und Filmemacher. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. 2020 kam «Beyto» von Gitta Gsell in die Kinos, die Verfilmung ­seines Romans «Hochzeitsflug». Im Limmat Verlag sind sechs Bücher von Yusuf Yeşilöz erschienen, zuletzt «Die Wunschplatane».

Foto EJY/Limmat Verlag

r D e r Au t o e n r e g s t eh t z ur n e g n für L esu ng. Ver fügu


8 Limmat Verlag

Yari Bernasconi

Neue staubige Tage / Nuovi giorni di polvere Gedichte Italienisch und Deutsch Übersetzt von Julia Dengg ca. 180 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-03926-014-0 Mai

Yari Bernasconi

Ein Roadmovie in Gedichten durch Europa

Vom zerrissenen Estland über die piemontesischen Berge und die französischen Küsten zu den irischen Mooren und zurück in die schweize­r i­schen Landschaften: «Neue stau­ bige Tage» besucht Gegenden voller Ruinen und Verlassenheit, in denen die Verwüstung nicht blosse Vergangenheit ist, sondern immer auch in die Gegenwart ragt. Mit Auto, Zug und Fähre reist der Dichter durch ein Europa und erzählt von dessen Herkunft aus dem heftigen zwanzigsten Jahrhundert, erzählt vom Unbehagen, das er überall vorfindet, in klarer, dringlicher Sprache.   Yari Bernasconi ist ein genauer Beobachter. Er schildert die Mauern, den Schutt und den Staub jener Tage und skizziert gleichzeitig die Möglichkeiten, die der Zukunft bleiben. Wie gehen wir mit der Schuld an den Dingen um, die wir geerbt haben? Und wie leben wir heute im seltsamen Bewusstsein dessen, was uns das vergangene Jahrhundert übergeben hat?

Yari Bernasconi, 1982 in Lugano geboren, ist Schriftsteller und ­Kulturjournalist. Nach ­Publi­k ationen seiner Gedichte in zahlreichen Zeitschriften und Antho­ logien erschienen 2009 «Lettera da dejevo» und 2012 die ­Gedichtsammlung «Non e vero che saremo perdonati» in der Anthologie «Undicesimo quaderno italiano di ­poesia contemporeana». Für den ­Gedichtband «Nuovi ­g iorni di polvere» erhielt ­Yari ­Bernasconi 2016 den Terra ­Nova-Preis der Schweize­r ischen Schillerstiftung. Er lebt in der Nähe von Bern.

Foto Yvonne Böhler

Neue staubige Tage Nuovi giorni di polvere

is va-Pre en o N a h Ter r wei z er i sc h d e r Sc l l e r s t if t u n g h c S i

Limmat

Julia Dengg, geboren 1986 in Steyr (Österreich), studierte

L­ iterarisches Übersetzen und Vergleichende Literaturwissen­ schaften an den Universitäten Wien, Genua und Tbilissi. Sie übersetzt aus dem Italienischen und Georgischen, u. a. Sara ­Ventroni, Giorgio Orelli, Yari Bernasconi, Besik Charanauli, Micheil Dschawachischwili, Reso Tscheischwili und ­w urde mit dem georgischen SABA-Preis 2018, dem Italienisch-Deutschen ­Übersetzerpreis 2015 und dem Schweizer Terra Nova-Preis 2015 ausgezeichnet. Mitübersetzerin im Versatorium – ­Verein für Gedichte und Übersetzen. Foto Elisabeth Dengg


9 Limmat Verlag

Daniela Kuhn erzählt die Geschichte ihrer Mutter, die über das damalige Palästina, den Irak und Israel in die Schweiz führt.

Daniela Kuhn

Limmat

Mit dir, Ima

Daniela Kuhn erzählt die bewegende Lebensgeschichte ihrer 1935 geborenen Mutter, einer irakischen Jüdin, die in Israel aufwuchs. 1967 heiratete sie in Zürich einen nichtjüdischen Schweizer, und bald darauf kam hier die einzige Tochter zur Welt. Von ihrer Herkunft, auch von Kindheit und Jugend sprach die Mutter nie. Bereits als junge Frau hatte sie gelernt, ihre Wurzeln zu verschweigen. Als erwachsene Frau und Mutter suchte sie mit aller Kraft nach Glück und Geborgenheit, nach Ankommen und Heimat, letztlich: nach ihrer Identität. Während dieser schmerzlichen Odyssee wurden Tochter und Mutter immer wieder durch Klinikaufenthalte voneinander getrennt.  Die Mutter sagt über sich, sie sei «heimwehkrank». Heimweh hatte schon die Grossmutter der Autorin verspürt, die sich in Israel fremd gefühlt hatte. Anhand von Gesprächen, Briefen und der Agendanotizen ihres bereits seit langem verstorbenen Vaters zeichnet die Autorin die Geschichte ihrer Familie nach. Sie reflektiert ihr eigenes Leben, ihre Kindheit und Jugend, die von der schwer zu fassenden Krankheit ihrer Mutter überschattet wurden. Daniela Kuhn illustriert damit nicht nur die privaten Verhältnisse, sondern auch ein Stück Psychiatriegeschichte, die bis in die Gegenwart reicht. Vor allem aber zeugt das Buch von der Liebe zwischen Mutter und Tochter, die allen Widerständen trotzt und anhält bis zum heutigen Tag.

Daniela Kuhn

Mit dir, Ima ca. 250 Seiten, Leinen bedruckt ca. sFr. 34.– / € 29.– ISBN 978-3-03926-015-7 Mai

Die Autor in s t e h t ge r n e für L esun ge n Ver fügun zur g.

Daniela Kuhn, geboren 1969, publizierte als freie Journa-

listin in verschiedenen Printmedien mit thematischem Schwerpunkt Alter und Psychiatrie. Seit 2016 verfasst sie ­Auftragsbiografien und bietet Textcoachings an. Im Limmat Verlag sind von ihr bisher sechs B­ ücher erschienen, zuletzt ihre Reportage zum B­ esuchs- und Ausgehverbot in Schweizer ­Heimen, «Eingesperrt, ausgeschlossen». Daniela Kuhn lebt in ­Zürich.

Foto Ays· e Yavas·


10 Limmat Verlag

«Das Porträt einer eigensinnigen und leidenschaft­lichen Frau – und gleichzeitig ein Sittengemälde der Schweiz im 20. Jahrhundert.» Annika Bangerter, ­Aargauer Zeitung

Di e i ch e o f er lgre jet zt e Biografi rbu ch ö al s H

«Traditionen mit besseren Argumenten entkräften, ­Zivilcourage wagen, Fakten schaffen – so geht Emanzi­pa­ tion. ­Greti ­Caprez-Roffler lebte sie ihr Leben lang vor und ist bis heute vorbildlich für alle Frauen, die in a­ nderen ­Kirchen von Ordination und Pfarramt ­aus­geschlossen sind.» Michael Meier, Tages-Anzeiger

Limmat

«Christina Caprez’ Buch ist ein Stück zeitgenössischer Kirchen­geschichte Graubündens und der Schweiz, ein berüh­­rend erzählter Lebens- und Familienfaden und ein behutsamer Bericht zum Unrecht der ‹Schande, ein Weib zu sein›.» Bündner Monatsblatt «Daraus ist ein vielschichtiges Porträt entstanden, welches die faszinierende Persönlichkeit ebenso respektvoll wie schonungslos beleuchtet und eine beeindruckende Emanzipationsgeschichte in einem Umfeld voller Widerstände beschreibt.» FAMA

6 CDs

Christina Caprez Die illegale Pfarrerin Das Leben von Greti Caprez-Roffler 1906–1994 Bearbeitete Fassung, gelesen von der Autorin

Hörprobe

Christina Caprez

Die illegale Pfarrerin Das Leben von Greti Caprez-Roffler 1906–1994 Bearbeitete Fassung, gelesen von der Autorin 6 CDs, 371 Min., Klappbox mit Booklet sFr. 44.– / € 44.– isbn 978-3-03926-011-9 lieferbar

Die Autorin steht ger n für L esungen e Veran staltu un d ngen Ver fügung. zur 392 Seiten, gebunden, Halbleinen sFr. 44.– / € 44.– isbn 978-3-85791-887-2 lieferbar

Christina Caprez, geboren 1977, Soziologin

und Historikerin, war Redaktorin bei Radio SRF 2 Kultur und arbeitet heute als freie Journalistin und Autorin. Radio-, Film und Buchprojekte sowie Moderationen im Bereich Familie, ­Migration, Religion, Geschlecht, Sexua­lität. Im Limmat ­Verlag sind «Familienbande. 15 Porträts» sowie «Die illegale Pfarrerin. Das Leben von Greti Caprez-Roffler 1906–1994» ­l ieferbar. Christina Caprez lebt bei ­Zürich. Foto SRF


11 Limmat Verlag

Daniele Muscionico

Starke Schweizer Frauen 30 Porträts

ca. 200 Seiten, gebunden, 30 Fotografien / Abbildungen ca. sFr. 34.– / € 34.– isbn 978-3-03926-018-8 14. Juni

Sonntagszeitung

Sie schrieben Geschichte und gingen vergessen. Sie leisteten Pionierarbeit und blieben unbekannt. Sie kämpften im Heer von Napoleon und opferten ihm ihre Kinder, sie reisten allein um die Welt und waren Gast des Kaisers von China, sie politisierten in den Salons von Paris und brachten in Weimar Schiller zur Weissglut, sie forderten früh «gleichen Lohn für gleiche Arbeit!» und andere Frauen­ rechte ein.   Die Schweizer Geschichte ist reich an Frauen, die Grosses geleistet haben, die aufmüpfig waren, sich nicht um Konventionen scherten. Die sich durchsetzten und wieder vergessen gingen. In 30 brillanten Porträts stellt ­Daniele Muscionico eine überraschende Auswahl ausser­ge­wöhnlicher Schweizerinnen vor. Sie hat dabei viele ver­ges­sene wiedergefunden, aber auch Bekannte wie Meret ­Oppenheim oder Madame de Staël in ein neues Licht gerückt.   «In den wunderbaren Porträts zeigt sie, wie reich das Land an Frauen ist, die Grosses geleistet haben.» Schweizer Familie

Starke Schweizer Frauen

Daniele Muscionico

Limmat

«Daniele Muscionico schenkt in ihren genau ­recherchierten und wunderbar formulierten Kurz­ texten den historischen Frauenfiguren eine ­lebendige Gegenwart. Man erfährt Neues über die ­bekannten und entdeckt die vergessenen.»

Daniele Muscionico, geboren 1962, aufgewachsen im St. Galler Rheintal. Germanistikstudium an der Universität Zürich, langjährige Redaktorin für Theater und Fotografie der «Neuen Zürcher Zeitung». ­Gewinnerin des Zürcher Journalistenpreises und des Medienpreises für Freischaffende. Veröffentlichte u. a. Monografien über die Zürcher ­«Kronenhalle» und zur Deutschschweizer ­K abarett- und Comedyszene. Im Limmat Verlag erschien zuletzt «Fell & Flausen. Wahre ­Geschichten von Tieren und ihren Menschen».

Foto Thomas Flechtner

Er weite Neu au sg r te a be L ongselle des rs

in Die Autor e n r e g t h ste ge n z u r für L esun ng. Ver fügu


CH2021 Das Frauenjahr «Natürlich nenne ich mich Feministin, ich bin eine Feministin.» Margrith Bigler-Eggenberger, erste Bundesrichterin der Schweiz Werbemittel mit Neonfarbe: — Plakat 50 Jahre Frauenstimmrecht A3 — Postkarte 50 Jahre Frauenstimmrecht A6 Die Single «We Have A Voice» hat Lea Lu exklusiv für diesen Sammel­band geschrieben. Sie ist durch Scannen des QR-Codes zu hören.

sFr. 34.– / € 34.– isbn 978-3-85791-891-9 lieferbar

sFr. 44.– / 44.– €

Daniele Muscionico

Limmat

Starke Schweizer Frauen

ca. sFr. 34.– / 34.– €

sFr. 48.– / 54.– €

sFr. 24.– / 24.– €

sFr. 24.– / 24.– €

isbn 978-3-03926-018-8

isbn 978-3-85791-770-7

isbn 978-3-85791-877-3

14. Juni

lieferbar

lieferbar

sFr. 48.– / 54.– €

sFr. 38.– / 40.– €

sFr. 34.– / 38.– €

isbn 978-3-85791-697-7

isbn 978-3-85791-445-4

isbn 978-3-85791-643-4

isbn 978-3-85791-845-2

isbn 978-3-85791-694-6

lieferbar

lieferbar

lieferbar

lieferbar

lieferbar


13 Limmat Verlag

Das Standardwerk zur Schweizer Frauengeschichte, ergänzt um die Jahre 1985–2020

Eines der grundlegendsten Werke über die Geschichte der Frauen in der Schweiz, das die wichtigsten Aspekte ihres Lebens beleuchtet: Erwerbstätigkeit, Familie, Frauenorganisationen und -aktivitäten. Dokumente aus zwei Jahrhun­ derten wie Zeitungsberichte, Briefe, Lebenserinnerungen, Gerichtsakten, offizielle Enquêten, Bilder und Fotografien erschliessen einen breiten Zugang zur Geschichte der noch immer unbekannteren Hälfte der Schweizer Bevölkerung.   «Das ist Frauengeschichte nicht nur ‹von unten›, sondern gewissermassen bis in alle Ritzen des Alltags hinein.» Basler Zeitung    «Die Quellensammlung ist eine wahre Fundgrube für jede Frau und jeden Mann, die sich für Schweizer Sozialgeschichte der Moderne interessiert.» Neue Zürcher Zeitung

Frauengeschichte(n) Dokumente aus zwei Jahrhunderten zur Situation der Frauen in der Schweiz Limmat Verlag

Frauen­geschichte(n) Dokumente aus zwei Jahrhunderten zur Situation der Frauen in der Schweiz

Herausgegeben von Elisabeth Joris und Heidi Witzig Mit einer Ergänzung zu den Jahren 1985–2020 von Elisabeth Joris und Anja Suter Mit Texten von Marianna Alt, Simone Prodolliet, Susanne Anderegg, Ursi Blosser, Monika Bucheli, Simone Chiquet, Doris Huber, Elisabeth Joris, Anja Suter, Eva Sutter, Anita Ulrich, Heidi Witzig ca. 620 Seiten, broschiert, mit vielen Dokumenten und Fotografien ca. sFr. 58.– / € 58.– ISBN 978-3-03926-016-4 14. Juni Anja Suter, geboren 1980, lebt in Zürich.

Sie ist freischaffende Historikerin mit den Schwerpunkten Frauen- und ­Geschlechtergeschichte, feministische Theorie und Praxis sowie der (post-) kolonia­len ­Wirtschafts- und Kultur­ geschichte der Schweiz.

Elisabeth Joris, geboren 1946 in Visp, ist freischaffende Historikerin in Zürich. Sie hat zahlreiche Publi­ kationen zum Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechter­geschichte veröffentlicht, u. a. in den Bereichen Frauen­bewegung, Arbeit, Migration und Tunnelbau.

Die Herau sgeber in stehen ger n n en e Veran staltu für ngen Ver fügung. zur

Heidi Witzig, geboren 1944 in Frauenfeld, ist freischaffende Historikerin und Spezialistin für Frauen-, Geschlechter- und ­Alltagsgeschichte. Sie hat u. a. zur Regionalgeschichte sowie zur ­Geschichte und Aktualität alter Frauen publiziert.


14 Limmat Verlag

Das Virus in Heimen vermeiden – um welchen Preis?

Was passiert, wenn mündige Per­so­nen ungefragt in einer Weise geschützt werden, die ihrem Alltag das nimmt, was ihn lebenswert macht? Daniela Kuhn wollte wissen, wie die Menschen der Schweiz die Zeit des Ein- und Ausgesperrtseins erlebt haben.    17 Heimbewohner und Angehörige gaben ihr Antwort: die ehemalige Pflegefachfrau, die im Altersheim denunziert wurde, nachdem sie ausserhalb der erlaubten Zone beim Giessen des Ginkgo-Bäumchens ertappt wurde; der im A ­ ltersheim im Maggiatal eingesperrte ehemalige Wirt, der gerne wieder seinen beiden freiwilligen Jobs nachgehen würde; die Tochter, die verzwei­ felte, weil ihre demente Mutter am Telefon immer wieder zu ihr sagte: «Ich bin so allein!»    Das Buch bietet Leserinnen und Lesern, die Ähnliches erlebt haben, eine Art Echo, in dem sie Aspekte ihrer eigenen Geschichte wiederfinden. Es verweist auf personelle und somit auch finanzielle Missstände in der Langzeitpflege. Es zeigt, wie dringend es ist, sich um Lösungen zu bemühen, damit Menschen in Heimen künftig selbst entscheiden können, ob sie ein gewisses Risiko der kompletten Isolation vorziehen. Auch ­L eserinnen und Lesern, die keine ähnlichen Erfahrungen gemacht haben, wird anhand der persönlichen Geschichten bewusst, dass sich ein generelles Ausgeh- und Besuchs-

verbot in Heimen nicht wiederholen darf.  Prof. Dr. Franziska Sprecher, Staats- und Gesundheitsrechtlerin an der Universität Bern, erläutert in einem Beitrag, warum die rigo­rosen Massnahmen aus rechtlicher Sicht fragwürdig sind.

Daniela Kuhn

Eingesperrt, ausgeschlossen

Besuchs- und Ausgehverbot in Heimen: 17 Bewohner und Angehörige erzählen Mit einem Nachwort von Franziska Sprecher 152 Seiten, Klappenbroschur, 17 Farbfotografien sFr. 27.– / € 27.– isbn 978-3-03926-010-2 lieferbar

in Die Autor e n r s t e h t ge z u r ge n für L esun ng. g Ver fü u

Daniela Kuhn, geboren 1969, publizierte als freie Journa-

listin in verschiedenen Printmedien mit thematischem Schwerpunkt Alter und Psychiatrie. Seit 2016 verfasst sie ­Auftragsbiografien und bietet Textcoachings an. Im Limmat Verlag sind von ihr bisher sechs B­ ücher erschienen. Im Mai 2021 erscheint «Mit dir, Ima». Daniela Kuhn lebt in Zürich.

Foto Ays· e Yavas·


15 Limmat Verlag

«Mutter, mach dir ­keine ­Sorgen, das ist eine ganz andere Welt.» Unbegleitete minderjährige Asylsuchende in der Schweiz erzählen

Mit Fotografien von Ahmad Motalaei Mit Beiträgen von Annette Bossart, Bernhard Brack, Stefanie Ehrbar, Heiner Gantenbein, Luca Ghiselli, Silvia Maag, Sükran Magro, Peter Oberholzer, Ana Paredes, Donat Rade, Karsten Redmann, Klausfranz Rüst, Angelica Schmid, Kaspar Surber und Barbara Weibel Herausgegeben vom Solidaritätsnetz Ostschweiz und der Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz ca. 180 Seiten, etwa 13 Fotos, gebunden ca. sFr.34.– / € 34.– isbn 978-3-03926-007-2 März «M UT TER, MACH DIR KEINE SORGEN, DAS IST EINE GANZ ANDERE WELT. »

UN B EG LEITE TE M I N DERJA HRI G E ASYLSUCH E N D E I N DER SC HW E I Z ERZAH LE N L I M M AT

Im Solidaritätsnetz Ostschweiz haben sich seit 2004 über 1200 ­Personen zusammengeschlossen, weil sie mit der heutigen ­Asylpolitik nicht einverstanden sind. www.solidaritaetsnetz.ch. Die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländergesetz ­O stschweiz wurde 2008 infolge der Verschärfungen der Asyl- und

Ausländergesetze im September 2006 gegründet. Die Aufgabe der ­Beobachtungsstelle ist es, die Umsetzung der Gesetze und deren ­negative Folgen für die betroffenen Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten zu dokumentieren und die Öffentlichkeit ­d arauf ­aufmerksam zu machen. www.beobachtungsstelle-rds.ch.

«Wenn du den Weg von Afghanistan in die Schweiz gefunden hast, findest du auch den Weg von Kreuzlingen nach Oberbüren!»

Guled musste als neunjähriges Kind seine Familie in Somalia verlassen und traf als Siebzehnjähriger in der Schweiz ein. Ali flüchtete mit seiner Familie aus Afghanistan, verlor diese bei einem Polizeiangriff in der Türkei aus den Augen und gelangte als Fünfzehnjähriger allein in die Schweiz. Aamina floh als Vierzehnjährige vor einer Zwangsheirat aus Somalia.   Sie werden UMA genannt – unbegleitete minderjährige Asylsuchende –, Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Familie in der Schweiz Asyl beantragen. In diesem Buch geben elf Jugendliche den drei Buchstaben ein Gesicht. Die Jugendlichen erzählen von Fluchtgründen und ihren prägenden Erfahrungen, von der Ankunft in der Schweiz, wo sie nach ihrer grossen Willensleistung auf der Flucht auf einmal warten müssen und nichts tun können. Ihre Erzählungen werfen aber auch ein hilfreiches Licht auf die Bemühungen der Schweiz um ihre Integration. Drei Fachtexte zu Herkunft und Fluchtrouten, zur UN-Kinderrechtskonvention sowie Modellen zu Unterbringung und Betreuung von UMA lassen die Hintergründe verstehen.


«Ich bin total verliebt in dieses Buch.» Elke Heidenreich, Literaturclub SRF Kultur

Limmat

Usama Al Shahmani Im Fallen lernt die Feder fliegen

7. Aufl age ng itu in Vorbere

Usama Al Shahmani

Im Fallen lernt die ­Feder ­fliegen Roman

240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-03926-002-7

Usama Al Shahmani

In der Fremde ­sprechen die Bäume arabisch Roman

192 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 29.– / € 25.– isbn 978-3-85791-859-9

lieferbar

«Ein feinsinniges, weises, poetisches Buch.» NZZ am Sonntag

lieferbar

Schweiz Auslieferung

Verlag

Limmat Verlag Quellenstrasse 25 8031 Zürich Telefon 0041 44 445 80 80 Telefax 0041 44 445 80 88 vertrieb@limmatverlag.ch presse@limmatverlag.ch lektorat@limmatverlag.ch www.limmatverlag.ch

ava Verlagsauslieferung Centralweg 16 8910 Affoltern a. A. Telefon 044 762 42 50 Telefax 044 762 42 10 avainfo@ava.ch Vertreter

Giovanni Ravasio Ravasio GmbH Verlagsvertretungen Heliosstrasse 18 8032 Zürich Telefon 044 260 61 31 Telefax 044 260 61 32 g.ravasio@bluewin.ch

Vertreter Deutschland Deutschland, Österreich & übrige Länder Auslieferung

gva Gemeinsame Verlags­a uslieferung Postfach 2021 37010 Göttingen Telefon 0551 384 200 0 Telefax 0551 384 200 10 bestellung@gva-verlage.de

Hans Frieden c/o g.v.v. Groner Strasse 20 37073 Göttingen Telefon 0551 797 73 90 Telefax 0551 797 73 91 g.v.v@t-online.de

Vertreterin Österreich

Anna Güll Telefon 0043 699 19 47 12 37 anna.guell@pimk.at

Bildnachweis Für den Umschlag dieser Vorschau und des Romans «Nelkenblatt» von Yusuf Yeşilöz wurde eine Illus­t ration von Maciek Bla zniak ' verwendet. Die beiden Fotografien von Adelheid Duvanel zeigen die Autorin im Café Atlantis, Basel. Für den Umschlag «Derbo­rence» von C. F. Raumz wurde das Gemälde «Derborence 2018» von ­Elisabeth Strässle verwendet. Aus dem Archiv von D ­ aniela Kuhn stammt das Umschlagbild «Mit dir, Ima». Von Key­ stone stammt das Porträt von Meret Oppenheim für den Umschlag «Starke Schweizer Frauen». Das Umschlagfoto von «Frauengeschichte(n)» stammt von Jakob Tuggener (Fotostiftung Schweiz). Die Polaroidaufnahmen für «Eingesperrt, ausgeschlossen» hat die Autorin g­ eschossen. Das Porträt für den Titel «Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» ist von Ahmed Motalaei. U ­ sama Al ­Shahmani auf dieser S­ eite wurde von Ays.e Yavas. fotografiert.