Edition Contra-Bass, Frühjahr 2022

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Edition Contra-Bass Literarischer Verlag

2022

Frühjahrsprogramm

Gudrun Meise

Hat uns doch nicht geschadet? Erinnerungen

Giancarlo Pugliese

Gerd Stange

Bloß weg

Das hugenottische Erbe

Roman

Roman Sitz: HAMBURG T. 0033 676 490 283 Kontakt: Gerhard Stange Mail: contra-bass@orange.fr

Home: www.contra-bass.de


Giancarlo Pugliese, Bloß weg, Roman ISBN 978-3-943446-59-3, ca 280 Seiten, Preis: € 17.Mondolau, ein typisches Dorf in den achtziger Jahren, dessen Einwohner sich oft woanders hinwünschen, weil das Leben dort nicht stattfindet. Es ist die Geschichte von Giacomo, einem „Gastarbeiter“-Kind, und dem obersten Gebot seiner Eltern: Nicht auffallen! Und von seinen Freunden: Martin hat die skurrilsten Einfälle, wie sie sich die Langeweile vertreiben können, er stammt aus einem strengen, konservativen Haushalt. Dirk dagegen ist immer von Räucherstäbchen-Duft umgeben, seine Mutter politisch engagiert und Hippie. Die drei Jungen sind neun Jahre alt. Giacomo hat eine besondere Beziehung zu dem Nachbarskind Vero. Sie ist schon fast vierzehn, versucht ihre Langeweile mit Erotik zu besiegen und führt Giacomo in erste Liebesspiele ein. Es ist auch die Geschichte von Linda, einer jungen Kriminalpolizistin, die sich als Frau in der Mordkommission durchzusetzen weiß. Gleichzeitig ist sie sensibel und aufmerksam ihren Mitmenschen gegenüber. Sie wird zur Ansprechpartnerin der vier Kinder, als diese auf einem ihrer heimlichen Ausflüge einer Leiche begegnen. Mondolau ist ein verschlafenes Nest, hat aber einen Motorradclub mit Diskothek, der in Raubüberfälle verwickelt ist. Der Tote Andreas gehörte zum Club der Drones und arbeitete tagsüber in einem Altenheim, und so lernen wir auch das Personal und eine Alzheimer-Kranke mit besonderem Gedächtnis kennen... Giancarlo Pugliese, Jahrgang 1974, wuchs als Sohn italienischer Gastarbeiter im südhessischen Goddelau auf. In Mainz und den USA studierte er Amerikanistik, Anglistik, Romanistik. 2003 machte er den Magister. Er arbeitete in Italien und Australien und lebt seit 10 Jahren in Berlin. Er ist Sprachlehrer, Musiker und Song-Writer. Seine Band heisst „Raskolnikow & Sonja“.

Gudrun Meise, Hat uns doch nicht geschadet? Erinnerungen ISBN 978-3-943446-60-9, ca 260 Seiten, Preis: € 17.Die Strenge und das Unverständnis der Erwachsenen beutelt die kleine Gudrun mehr noch als die feindlichen Flieger, die ihre Kindheit am Memelstrand zerreißen. Es ist Krieg. Der Vater begeht Selbstmord. Die Mutter begibt sich 1944 mit den fünf Kindern auf die Flucht. Aber Gudruns Teddy darf nicht mit. Sie wird sich eine Fantasiewelt erschaffen, um aus diesem Schmerz zu entfliehen. Gudrun Meise erzählt die Stationen ihrer Flucht und das Ankommen bei den Großeltern in Westfalen aus der Sicht des Kindes, und da gibt es die unbegreifliche Gewalt der Erwachsenen, aber auch die große Freude, wenn ein Paket aus Amerika kommt oder als sie die Schulspeisung erhalten, weil sie unterernährt sind, und ebenso die Freiheit, wenn nach der Schule keiner auf sie aufpasst und sie sich ersten erotischen Spielen hingeben, aber auch auf gefährliche Entdeckungsreisen gehen. Der Krieg der Erwachsenen hat die Städte zerstört und auch die Kinderseelen, die nicht wieder aufgebaut werden können. Gudrun Meise geht es in ihrer autobiographischen Erzählung darum, diesen Ballast nicht zu verdrängen, sondern ihn durch Erinnerung abzutragen. Gudrun Meise, 1937 in Weißenberg (heute Polen) geboren. 1944 Flucht der sechsköpfigen, vaterlosen Familie aus Memel (heute Litauen) nach Westfalen. Kunststudium in München und Stuttgart. Zerrissen zwischen notwendigem Gelderwerb, Kunst und Schreiberei. Sie lebt in Südfrankreich, wo sie einen Kulturverein aufgebaut hat.

Gerd Stange, Das hugenottische Erbe, Roman ISBN 978-3-943446-61-6, ca 208 Seiten, Preis: € 16.Am Ende des 2. Weltkriegs in den Trümmern Hamburgs geboren wächst Bernd in einem weiblichen Nest zwischen Großmutter, Mutter und Tante auf. Der männliche Bestimmer kehrt zwar früh zurück, aber entscheidend bleibt Bernds Liebe zur Oma, die eine schützende Hand über ihn hält. Sie hat sich nach dem 1. Weltkrieg mit ihrem Mann für eine bessere, freie Welt engagiert und auch dann noch ihr Reformhaus weitergeführt, als ihr Mann früh starb und sie mit drei kleinen Kindern nachblieb. Der Roman begleitet Bernd und seine Oma bis in die siebziger Jahre vor dem Hintergrund der Hamburger Nachkriegsgeschichte. Mit den Trümmern verschwinden auch einige Sehnsuchtsorte aus Bernds Kindheit und Jugend. Am Ende verliert die Großmutter nicht nur das Reformhaus, sondern auch ihr Erinnerungsvermögen: Alzheimer heißt die Diagnose, die Bernd nicht akzeptiert. Er will herausfinden, wie es dazu kam, und begibt sich auf Spurensuche. Sie führt ihn zwei Jahrhunderte zurück in die Cevennen, eine hugenottische Hochburg Südfrankreichs. Gerd Stange, geboren 1944 in Hamburg, 1975 Dozent am Romanischen Seminar in Hamburg, seit 1979 in der freien Erwachsenenbildung. 1997 Aufbau eines Kulturzentrums in Südfrankreich gemeinsam mit Astrid Schmeda. Seit 2000 wieder Übersetzer. Seit 2010 Verleger und Schriftsteller in der Edition Contra-Bass. Homepage: www.gerhardstange.de


Mehdi Charef Straße der Gänseblümchen

Übersetzung aus dem Französischen von Elmar Schmeda ISBN 978-3-943446-53-1, 176 Seiten, Preis: € 15.Der Roman „Straße der Gänseblümchen“ geht zurück bis in Charefs algerische Kindheit, wo ein schmutziger Krieg geführt wird. Er erzählt vom Leben im Pariser Elendsviertel, von der Zerrissenheit im Exil, von seinem schweigend ertragenden Vater und von dem Gefühl, dass alles, was er war, keinen Platz mehr hat. 1983 erschien sein Roman „Tee im Harem des Archi Achmed“, der auch verfilmt wurde.

Astrid Schmeda Meer mein Meer Roman ISBN 978-3-943446-57-9, 432 Seiten, Preis: € 18.Lerke lebt in den Pyrenäen, wo sie eine Ziegenfarm betreibt und in einer Umweltschutzgruppe aktiv ist. Als ihr Sohn Oliver 2008 in Athen beim Aufstand verhaftet wird, versucht sie mit ihrem Mann Jago, ihn zu befreien, und begegnet dabei ihrer eigenen Geschichte. Sie hatte gelernt, dass Kriminalität keine individuelle Schuld ist, denn als Studentin führte sie eine Gesprächsgruppe im Hamburger Jugendgefängnis Neuengamme durch – am Ort des KZ, wohin der Großvater ihres griechischen Helfers deportiert worden war.

Marie Laborde So schön die Drei im Sterbeheim Roman Übersetzung aus dem Französischen von Astrid Schmeda

ISBN 978-3-943446-55-5, 208 Seiten, Preis: € 16.Marie Laborde wirft mit viel Humor sowie scharfsinnigen Beobachtungen einen erhellenden Blick durch die Augen von drei alten Damen auf die Brennpunkte unserer Gesellschaft. Drei alte Damen in einem Altenheim in Biarritz am Atlantik: Jede von ihnen hat eine unverarbeitete Geschichte. Der Roman entstand vor dr Pandemie, i n d e r d i e Ve r h ä l t n i s s e eskalierten.


ISBN 978-3-943446-41-8 Seiten 208 € 15.-Anne Beaumanoir, 1923 in der Bretagne geboren, rettete Juden vor der Deportation, riskierte ihr Leben in der Résistance und begegnete dort auch ihrer einzigen großen Liebe. Sie beschreibt Situationen der Angst, und wie sie daran gewachsen ist. Eine Heldin ist sie nur im Epos.

ISBN 978-3-943446-46-3, Seiten 232, Preis: € 16.-Sie heiratete 1948, arbeitete als Medizinerin in Marseille, bis sie schwanger ins Gefängnis kam wegen Unterstützung von Algeriens Befreiung. Ihr Mann liess sie im Stich, sie floh allein, arbeitete 1962-1965 in der algerischen Regierung, floh vor dem putschenden Militär in die Schweiz.

ISBN 978-3-943446-56-2, 480 Seiten, Preis: € 20.Reich bebildert mit zahlreichen Dokumenten erzählen Bock und Schmidt von ihren Reisen und blicken zurück in die Entstehungsgeschichte des heutigen Griechenland. Deutsche Kriegsverbrechen und die Finanz-Krise sind Schwerpunkte. ebenso wie der Bürgerkrieg.

ISBN 978-3-943446-54-8 , Seiten 228, Preis: € 18.-Die Malerei ergriff Vincent als Jugendlicher, der Sozialismus bewegte ihn wenig später. Er brach mit der religiösen Familie. Mit seinem Bruder Theo träumte er vom kollektiven Atelier des Südens. Das Projekt scheiterte. Theos Unterstützung endete mit seiner Heirat. Vincent gab auf.