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DRAVA Frühjahr/ Spomladi 2020 Frühjahr ’20 | 1


ANTESCRIPTUM Liebe Leserinnen und Leser!

Spoštovani bralci!

Eine Sammlung kritischer Texte, heldenhafter Sagen und zauberhafter Kinderbücher! Und Alma Karlin – eine ungewöhnliche Frau, ein „Wesen weiblichen Geschlechts“, wie sie sich selbst nannte. Schriftstellerin, Weltreisende, Forscherin, Polyglotte, Theosophin und Weltbürgerin: eine eminente Persönlichkeit aus Celje, unauslöschbar in der Literatur der Stadt verankert. Widersprüchlich über Jahrzehnte im slowenischen kulturellen Bewusstsein aufgenommen, konfrontiert mit dem Vorwurf – „sie war doch Deutsche, denn sie schrieb in deutscher Sprache“. Die Zeit heilt Wunden, heißt es. Neu entdeckt und neu ediert eröffnen sich Wege und literarische Spuren, die den Raum in einem gänzlich anderen Licht erstrahlen lässt.

Pred vami se zvršča ponovno zbirka kritičnih besedil, junaških legend in očarljivih otroških knjig! In Alma Karlin! Nenavadno "bitje ženskega spola", kot je zapisala sama o sebi. Pisateljica, svetovna popotnica, raziskovalka, poliglotka, teozofinja in svetovljanka: ugledna celjska osebnost, neizbrisno zasidrana v mestu samem in v literaturi. Slovenska javnost se ji je desetletja izmikala, jo zapostavljala, saj - "bila je Nemka, pisala je v nemščini". Čas zdravi rane, pravijo. In, literatura odpira vrata v nova spoznanja, druga branja in svet kot tak zasije v povsem drugačni luči.

Und wir besinnen uns unserer Anfänge – mit der neu edierten Slowenischen Bibliothek, lassen das Jahrhundert der Versäumnisse hinter uns und führen unsere Förderung der slowenischsprachigen Literatur im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus fort. Erika Hornbogner

2 | Frühjahr ’20

In, mi se ponovno spomnimo svojih začetkov - z na novo urejeno "Slovensko biblioteko" puščamo stoletje zamujenuh priložnosti za nami, nadaljujemo, kar smo počeli v zadnjih desetletjih: predstavljamo, promoviramo, širimo literaturo iz celotnega slovenskega prostora v nemško govorečem svetu in širše. Vaša Erika Hornbogner


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Alma M. Karlin – Mit Bubikopf und Schreibmaschine um die Welt Sama Maani

Worüber man als Jude nicht schreiben sollte Psychoanalytische Provokationen

Mladen Savić

Narrenschiff auf großer Fahrt Essays, Reflexionen, Polemiken

Anna Derndofer

nackt!

Antike Mythen nackt und unverblümt

Verena Schellander

Sieben schöne Schirme

10

Petrus Akkordeon, Sophie Reyer

11

Lojze Wieser, Jani Oswald (Hg.)

Paul Felz Kuschelmonster

Kärnten neu denken/Koroška na novo

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Slowenische Bibliothek

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LESE-EMPFEHLUNGEN aus dem Unikum-Wanderprogramm

I N H A L T F R Ü H J A H R 2 0 2 0 – D R AVA

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Jerneja Jezernik

Frühjahr ’20 | 3


BELLETRISTIK

Jerneja Jezernik

Alma M. Karlin – Mit Bubikopf und Schreibmaschine um die Welt Alma M. Karlin – Mit Bubikopf und Schreibmaschine um die Welt ist die erste deutsche Biographie in 10 Kapiteln über das Leben und Werk einer der größten Weltreisenden und deutschsprachigen Schriftstellerin Alma M. Karlin (1889–1950) aus Celje, Slowenien. Nach einer unglücklichen Kindheit in der zweisprachigen untersteiermärkischen Provinzstadt am Sann in der alten k. und k. Monarchie entflieht sie dem kleinbürgerlichen Milieu und geht 1908 nach London. Dort arbeitet sie in einem Übersetzungsbüro, legt 1914 Prüfungen in Norwegisch, Schwedisch, Dänisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch ab.

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 • ISBN 978-3-85435-926-5

Am 24.November 1919 verlässt sie mit dem Reisepass ihrer neuen Heimat, des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, den Cillier Bahnhof und bereist bzw. berührt in den Jahren 1919–1927 als allein reisende Frau alle Kontinente. Mit dabei im Koffer sind ihre Schreibmaschine Marke Erika und ihr handgeschriebenes Wörterbuch in zehn Sprachen. Acht Jahre lang ist sie unterwegs, einzig im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten, sich überall auf der Welt durchs Unterrichten und Dolmetscherdienste als auch journalistische und belletristische Arbeit Verdienstmöglichkeiten zu verschaffen. Sie überschreitet nicht nur geographische Grenzen, sondern auch die der Gesellschaftskonventionen, indem sie die Welt als Frau, Künstlerin und Forscherin auf ihre eigene Art „erleben“ will.

© Foto: Autorin

Jerneja Jezernik, wurde 1970 in Celje in der Untersteiermark (Slowenien) geboren. Sie studierte Slowenisch und Deutsch in Ljubljana. Zwischen 2000 und 2014 arbeitete sie in Deutschland (Stuttgart, Berlin) und in Österreich als Sprachlehrerin, Redakteurin, Journalistin und Leiterin der Slowenischen Studienbibliothek in Klagenfurt. Sie beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit dem Nachlass von Alma M. Karlin und verfasste 2009 die erste Biographie über ihr Leben und Werk, zudem übersetzte sie 12 ihrer Werke aus dem Deutschen und Slowenischen. Sie lebt als freie Übersetzerin, Autorin und Redakteurin in Ljubljana. 4 | Frühjahr ’20


BELLETRISTIK

Sama Maani

Worüber man als Jude nicht schreiben sollte Psychoanalytische Provokationen

Psychoanalyse wird in der Öffentlichkeit als Therapiemethode neben anderen wahrgenommen – mit höchst umstrittener therapeutischer Effizienz. In seinem neuen Essayband macht Sama Maani auf das unerschöpfte gesellschaftskritische Potential der Freud’schen Psychoanalyse aufmerksam. Warum wir, die wir angeblich von Hedonismus und Materialismus durchdrungen sind, diesen – uns angeblich durchdringenden – Hedonismus und Materialismus ausnahmslos schlecht finden, warum sich hinter dem Antirassismus vieler Liberaler und Linker rassistische Positionen verbergen, warum wir moderne Literatur nicht verstehen (sollten), warum es einen historischen Wiederholungszwang gibt ... Ohne Rückgriff auf Methoden und Theorien der Psychoanalyse, so Maanis provokante Grundthese, lassen sich diese und andere kulturelle und gesellschaftliche Rätsel nicht lösen. „Sama Maani, der als einer der streitbarsten Kritiker des Kulturalismus gilt, ist ein heiterer Aufklärer, dessen Texte an die großen Humoristen der Aufklärung, Jonathan Swift und Denis Diderot, erinnern.“ Richard Schuberth ca. 120 Seiten, englische Broschur EUR 14,95 • ISBN 978-3-85435-930-2

© Foto: Autor

Sama Maani wurde in Graz geboren und wuchs in Österreich, Deutschland und im Iran auf. Studium der Medizin in Wien und Ausbildung zum Psychiater in Graz. Lebt und arbeitet als Schriftsteller und Psychoanalytiker in Wien. Zahlreiche Publikationen in deutschsprachigen und iranischen (Literatur-) Zeitschriften und Anthologien. 2004: Literaturpreis schreiben zwischen den kulturen für Der Heiligenscheinorgasmus. 2007: Österreichisches Staatsstipendium für das Romanprojekt Ungläubig (erschienen 2014 bei Drava). 2015: Respektverweigerung: Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht (Essays, Drava) 2016: Der Heiligenscheinorgasmus und andere Erzählungen (Drava). 2018: Teheran Wunderland (Roman, Drava). 2019: Warum wir Linke über den Islam nicht reden können (Essays, Drava). Frühjahr ’20 | 5


BELLETRISTIK

Mladen Savić

Narrenschiff auf großer Fahrt Essays, Reflexionen, Polemiken

Savićs dritter Essay-Band misst das Gegebene am Möglichen und ist insoweit politisches Dynamit. Das Buch zeichnet mit seiner Schiffsmetapher eine gefühlt zukunftslose Gesellschaft: immer närrischer, immer widersinniger, wie getrieben, mitunter mit Narren am Ruder, umherirrend auf hoher See, irgendwie sich selbst überlassen in den Wogen der Weltgeschichte. Neue Ufer hat die Menschheit noch nicht erreicht und, genau genommen, auf ihrer Reise nicht einmal anvisiert. Die orientierungslosen Massen, wissend, dass es so nicht weitergeht, werden allmählich nervös. Machbar wäre mehr. Derweil wachsen ganze Generationen auf in Angst vor dem ökologischen Aus. Wie lässt sich wahre Veränderung da noch denken?

© Foto: Autor

ca. 150 Seiten, englische Broschur EUR 14,95 • ISBN 978-3-85435-931-9

6 | Frühjahr ’20

Die vorliegenden Essays versuchen, dieser intellektuellen Verunsicherung beizukommen durch kritische Analyse und konkrete Utopie. Verschiedene Horizonte tun sich hier literarisch auf und viele Themen werden mit frecher Feder bedient: von Liebe über Logik bis zu Revolution und Krieg, vom rechten Österreich bis zum korrupten Balkan – lauter Texte, die Kontexte liefern. Wenn Realität von Satire nun kaum mehr zu unterscheiden ist, weil die Welt wieder kopfzustehen scheint, ist man dem Zynismus der Macht begegnet, wie alle Zeiten ihn gekannt haben und kennen. Engagierte Literatur stellt, so gesehen, nur einen Akt der Selbstverteidigung dar, gegen gesellschaftliche Entwicklungen zum Schaden der Menschen. Wer will schon auf einem Narrenschiff leben!

Mladen Savić, geboren 1979 in Zagreb im blockfreien Jugoslawien, 1985 nach Österreich eingewandert, 1998 nach Québec, Kanada, übersiedelt. Philosophiestudium an der Bishop’s University in Lennoxville, Abschluss 2006. Rückkehr nach Wien 2007. Nun freischaffender Autor, Lektor und Übersetzer, Mitglied des österreichischen PEN-Clubs. Bucherscheinungen: Mücken und Elefanten. Essays, Reflexionen, Polemiken, Drava-Verlag, Edition TRI, 2016. Kurzgeschichtensammlung Alltagserlebnisse, Edition Taschenspiel, Verlag beim Augarten, 2016. Exklusivpublikation Ein Fahrraduniversum zur internationalen Wiener Fahrradschau 2016, Verlag beim Augarten. Feuer am Dach. Essays, Reflexionen, Polemiken, Drava-Verlag, Edition TRI, 2017.


BELLETRISTIK

Anna Derndofer

nackt!

Antike Mythen nackt und unverblümt

Vergesst Homer! Vergesst Hesiod! SO lebten die Götter WIRKLICH! Dass die Götter im olympischen Himmel nicht gerade durch ihre allumfassende Liebe, ihr Wohlwollen, ihre Treue und Güte auffielen, ist durch Homers und Hesiods mythologische Erzählungen seit jeher bekannt. Wie schlecht jedoch tatsächlich ihre Manieren waren, lässt sich folgendem Textband entnehmen, der wohl aus Scham nach Fertigstellung schleunigst für eine Mumienkartonage verwendet wurde und somit der Nachwelt verborgen bleiben hätte sollen. Es handelt sich hierbei um nicht irgendwelche, sondern um die allseits bekannten Mythen Homers, Hesiods sowie weiterer griechischer Starautoren. Das prekäre Fundstück wurde von Hansi Maier bei seinem All-inclusive-Urlaub in Hurghada entdeckt, als er sich den Eintritt in die Pyramiden von Gizeh ersparen wollte, einen Eingang wählte, der nur auf allen vieren zu begehen war, und dabei beim Kriechen mit dem linken Fuß in einem Sarkophag stecken blieb. Wie lange dessen Inhalt noch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, ist ungewiss, weswegen sich ein rasches Lesen unbedingt lohnt – denn Wissenschaftler und Ethiker streiten sich, ob dem Forschungsdrang oder der moralischen Unversehrtheit nicht nur der Götter, sondern auch der Menschheit nachgegangen werden sollte, da weder Götter noch Menschen in diesem Werk verschont bleiben.

ca. 130 Seiten, englische Broschur EUR 14,95 • ISBN 978-3-85435-929-6

© Foto: Autorin

Anna Derndorfer, geb. 1982, Mutter, Buchautorin, Geschäftsführerin einer Schreibagentur und Trainerin in der Personalentwicklung, ist bestens mit den antiken Mythen vertraut, nicht zuletzt aufgrund ihrer zahlreichen absolvierten universitären Studien. Gekonnt versteht sie diese in die Gegenwart zu bringen, wobei sie den österreichischen Humor in die Protagonisten und deren Handlungen einfließen lässt. Ihre beiden Bücher Ohne Schaf geht’s nicht – Die Odyssee sowie 24 Ein-SchafGeschichten für Erwachsene fanden großen Anklang bei ihrer vielschichtigen Leserschaft. Derndorfer versteht es, mit stilistischer Treffsicherheit und sprachlicher Eleganz alte Mythen wieder zu beleben und diese pointiert auf unterhaltsame und humoristische Weise neu zu interpretieren. Frühjahr ’20 | 7


KINDERBUCH

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8 | Frühjahr ’20


KINDERBUCH

Verena Schellander

Sieben schöne Schirme

Sieben schöne Schirme in sieben Farben – sind sie erst einmal aufgespannt, wecken sie auch gleich die Phantasie der kleinen Ella: So wird der gelbe Schirm zur leuchtenden Lampe voll Glühwürmchen, der violette Schirm zur Qualle im Meer oder der grüne Schirm zur Palme, auf der sich bunte Papageien tummeln. Sieben Episoden laden kleine und große Leser zum Entdecken, Staunen und Mitspielen ein.

© Foto: Gerhard Maurer

28 Seiten, gebunden EUR12,95 • ISBN 978-3-85435-925-8

Verena Schellander, geboren 1986 in Villach. Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Kunst und Gestaltung am CHS Villach. Studium der Germanistik in Klagenfurt. Tätigkeit im Marketing am Stadttheater Klagenfurt. Grafikerin und Illustratorin für Werbung und Magazine (u. a. Red Bull Media House). Frühjahr ’20 | 9


KINDERBUCH

Petrus Akkordeon, Sophie Reyer

Paul Felz Kuschelmonster

24 Seiten, gebunden, EUR 12,95 • ISBN 978-3-85435-927-2

Paul Felz (ab 6 Jahren) erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen Anna, einem kleinen Mädchen, und Paul, dem Kuschelmonster. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach einem Nachnamen für Paul, denn wer nicht etwas, sondern jemand ist, der braucht Name und Nachname. Aber woher bekommt man denn einfach so einen Nachnamen? Und wenn man einen passenden gefunden hat, darf man den dann einfach behalten? Anna und Paul nehmen das junge Publikum mit auf eine schillernd-bunte Reise und begegnen dabei nicht nur allerhand lustigen Weggefährten, sondern auch sich selbst. Der zugrundeliegende Text von Sophie Reyer geht behutsam mit Themen wie Freundschaft und dem eigenen Ich um. Mit seinem quirligen Puppenspiel erweckt Sven Stäcker allerlei bunte Fabelwesen zum Leben und begleitet Anna und ihr Kuschelmonster auf ihrem Abenteuer.

Sophie Reyer, geboren 1984 in Wien, lebt in Wien. Publikationen: geh dichte (Lyrik, EYEVerlag 2005), vertrocknete vögel (Roman, Leykam 2008), baby blue eyes (Roman, Ritter 2008), binnen (Lyrik, Leykam 2010), flug (spuren) (Leykam 2012), die gezirpte zeit (Lyrik, Berger-Verlag 2013) und Marias. Ein Nekrolog (Prosa, Ritter 2013). „Master of Arts“ in Komposition/Musiktheater 2010 sowie Diplom in „Szenisch Schreiben“ bei uniT 2010. Literaturförderungspreis der Stadt Graz sowie ManuskripteFörderungspreis. 2010: Theatertexte vogelglück, baumleberliebe, hundpfarrer und Anna und der Wulian (S.-Fischer-Verlag). Studium „Drehbuch und Filmregie“ an der Kunsthochschule für Medien Köln seit 2011. Ihre letzten beiden Filme sind stutzflügel und dizzy’s pub. Mit stutzflügel wurde sie zum Zebra Poesiefilm Festival 2012 eingeladen. Buchprämie des BMUKK für flug (spuren) (2012). Literaturpreis der Stadt Graz 2013. 2013 käfersucht bei S. Fischer. 2013 Preis „Nah dran!“ für das Kindertheaterstück Anna und der Wulian. 2014 Uraufführung Anna und der Wulian an der badischen Landesbühne. Lehrauftrag am Institut Theater- Film und Medienwissenschaft Wien 2015. Lehrgangsleitung der Wiener Schreibpädagogik seit 2016. Seit 2017 Doktor der Philosophie. Petrus Akkordeon, 27. September. 1971 in Berlin geboren. Arbeiterkind und nebenbei Kunst studiert bei F. W. Bernstein an der HdK Berlin. Zahlreiche Bücher geschrieben und illustriert, sowie internationale Ausstellungen bestritten. Sein Pferd heißt Norman! 10 | Frühjahr ’20


Lojze Wieser, Jani Oswald (Hg.)

SACHBUCH

Kärnten neu denken/ Koroška na novo Geht es um Nation oder um Sprache ohne Territorium? Geht es um Menschenrechte und um Demokratie? Sind wir noch immer auf dem Boden der nationalen Auseinandersetzung von 1920 bis 2006, als wir die Wende mit der Internetplattform Pro Kärtnen / Za Koroško eingeleitet haben mit der Forderung nach zweisprachigen Ortstafeln und den 44.000 Unterschriften? Innen- und Außensicht aus Kärnten, von Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen, Schauspielern, FS und Film, die aus Kärnten stammen und anderswo leben, von Cornelia Vospernik über Angelica Ladurner, Werner Wintersteiner und Jani Oswald bis Johannes Zechner. Gespräche, Essays, Skizzen, Bilder. Gre za narod in jezik brez ozemlja? Gre za človekove pravice in demokracijo? Smo še vedno v objemu nacionalnih sporov preteklega stoletja? Kako je leta 2006 vplivala akcija v spletu proKärnten/zaKoroško, ki jo je podprlo 44.000 ljudi, na osveščanje duha v deželi? Kam hočemo po kateri poti? Pogled od znotraj in od zunaj na Koroško. Prispevki avtorjev in avtoric, umetnikov, intelektualcev - od Cornelie Vospernik, prek Angelice Ladurner, Wernera Wintersteiner, Janija Oswald, do Johannesa Zechner ... Pogovori, eseji, skice, slike.

ca. 180 Seiten, englische Broschur EUR 19,90 • 978-3-85435-928-9

Lojze Wieser, 1954 geboren, Verleger. Das Zentrum seiner Abwesenheit, wie es Bischof Kapellari formulierte, ist Klagenfurt/Celovec. Schwerpunkt seines Programms ist die südosteuropäische Literatur. Zuletzt erschienen: Im dreißigsten Jahr. Weitere Anmerkungen eines Grenzverlegers (2017, wtb 30). Der Geschmack Europas. Ein Journal mit Rezepten. Die ersten Stationen (Großformat 2017). Seit 2013 Präsentator und Autor der bisher 24-teiligen im ORF und auf 3sat ausgestrahlten Fernsehreihe Der Geschmack Europas. Jani Oswald, geboren 1957 in Klagenfurt. Er publizierte eine Reihe von Gedichtbänden. Stammautor des Drava Verlags. Frühjahr ’20 | 11


SLOWENISCHE BIBLIOTHEK

Slowenische

Bibliothek

Zum Start der Slowenischen Bibliothek Ab dem Frühjahr 2020 werden wichtige in slowenischer Sprache erschienene Werke der letzten hundert Jahre – neu ediert und neu gestaltet – in bibliophilen Bänden der werten Leserschaft vorgelegt. Hat uns nicht Kärnten gezeigt, was Literatur in 40 Jahren verändern kann? Mit der neu edierten Slowenischen Bibliothek gehen wir einerseits zu unseren Anfängen zurück, aber wir lassen das Jahrhundert der Versäumnisse hinter uns und legen Schleichwege in ein anderes, hoffentlich besseres frei.

France Prešeren

Gedichte

Übersetzt von Klaus Detlef Olof ISBN Wieser 978-3-99029-424-6 ISBN Drava 978-3-85435-942-5

Die „Slowenische Bibliothek“ startet mit dem poetischen Leuchtturm France Prešeren in Übertragung von Klaus Detlef Olof. In den Reigen fügt sich ein eine biografische Skizze über Primož Trubar, dem „,Erfinder“ der gedruckten slowenischen Sprache, aus der Feder von Jože Javoršek. Mit Ivan Cankar treffen wir auf den sichtbarsten Vertreter der slowenischen Moderne; Andrej Kokot führt uns mit seinen Erinnerungen an die Abgründe des zwanzigsten Jahrhunderts, das er, wie Peter Handke anmerkte, um „… wie viel genauer und viel tiefer und viel unschuldiger schildert, als der italienische Film La vita é bella …“ Hinzu reiht sich eine der außergewöhnlichsten der Slowenisch schreibenden Dichterinnen und Autorinnen, Berta Bojetu. In ihrem Roman „Filio ist nicht daheim“, 1990 im Original im Wieser Verlag erschienen, wird alles Erotische und Sexuelle in ihrer poetischen Sprache zu einer Art Bestiarium des Wahnsinns. Dafür wurde sie vielfach ausgezeichnet und erhielt für ihren zweiten Roman „Ptičja hiša“ den renommierten Kresnik-Preis. Ihre Bücher zählen zu den meistausgeliehenen und -gelesenen Werken der slowenischen Bibliotheken.

Jože Javoršek

Primož Trubar

Übersetzt von Richard Götz und Metka Wakounig ISBN Wieser 978-3-99029-398-0 ISBN Drava 978-3-85435-940-1

12 | Frühjahr ’20

Die „Slowenische Bibliothek“ wird von den drei Verlagen Wieser, Drava in Klagenfurt/Celovec und Editoriale stampa Triestina/ Založništvo tržaškega tiska Trieste/Trst/Triest gemeinsam betreut und herausgegeben und soll in den kommenden drei Jahren, bis zum Frankfurt-Schwerpunkt, an die drei Dutzend Bände umfassen.


Slowenische

Bibliothek

SLOWENISCHE BIBLIOTHEK

von Wieser | Drava | Editoriale stampa Triestine

Ivan Cankar

Andrej Kokot

Berta Bojetu

Mein Leben

Das Kind, das ich war

Filio ist nicht daheim

Übersetzt von Gusti Jirku ISBN Wieser 978-3-99029-397-3 ISBN Drava 978-3-85435-939-5

Übersetzt von Andrej Kokot ISBN Wieser 978-3-99029-399-7 ISBN Drava 978-3-85435-941-8

Übersetzt von Klaus Detlef Olof ISBN Wieser 978-3-99029-261-7 ISBN Drava 978-3-85435-938-8

Die „Slowenische Bibliothek“ startet mit dem poetischen Leuchtturm France Prešeren. In den Reigen fügt sich ein eine biografische Skizze über Primož Trubar. Mit Ivan Cankar treffen wir auf den sichtbarsten Vertreter der slowenischen Moderne. Andrej Kokot führt uns an die Abgründe des zwanzigsten Jahrhunderts. Hinzu reiht sich eine der außergewöhnlichsten der Slowenisch schreibenden Dichterinnen und Autorinnen, Berta Bojetu.

France Prešeren

Primož Trubar

Ivan Cankar

Andrej Kokot

Berta Bojetu

© Foto: Wikipedia

© Foto: Wikimedia Commons

© Foto: Wikipedia

© Foto: Delo.si

© Foto: Privat

Frühjahr ’20 | 13


SACHBUCH

LESE-EMPFEHLUNGEN aus dem Unikum-Wanderprogramm

544 Seiten, frz. broschürt, mit Farbteil EUR 29,80 • ISBN 978-3-85435-709-4

416 Seiten, frz. broschürt, mit Farbteil EUR 24,80 • ISBN 978-3-85435-638-7

432 Seiten, frz. broschürt, mit Farbteil EUR 24,80 • ISBN 978-3-85435-743-8

14 | Frühjahr ’20


Gerhard Pilgram, Wilhelm Berger, Werner Koroschitz

Aus der Enge

SACHBUCH

Wandern und Einkehren im Nordwesten Friauls Nach mehrjähriger Recherche erschien 2019 das siebente Wander-Reise-Lesebuch des Klagenfurter Universitätskulturzentrums UNIKUM. Autoren sind auch diesmal Gerhard Pilgram, Wilhelm Berger und Werner Koroschitz; als Koautoren wirken Emil Krištof und Werner Wintersteiner mit. Das Buch knüpft an den Erfolgsband Die letzten Täler – Wandern und Einkehren in Friaul (2008) an und widmet sich den Gegenden nordwestlich des Tagliamento, die als Carnia/ Karnien bezeichnet werden. Es ist eine lebhaft gegliederte Landschaft, die von eigenwilligen Dörfern, idyllischen Flussläufen und einer imposanten Gebirgskulisse geprägt ist. Reich an Naturschönheiten und Kulturschätzen, blickt sie auf eine konfliktreiche Geschichte zurück, die auf Schritt und Tritt ihre Zeugnisse hinterlassen hat. Mit ausführlichen Weg- und Ortsbeschreibungen, historischen Abrissen und literarischen Reminiszenzen laden die Autoren zu 25 Wanderungen, die AUS DER ENGE entlegener Bergtäler ins sanfte Hügelland am Rande der Tiefebene führen. Es sind Erkundungen auf den Spuren von Säumern, Krämern und Auswanderern, die einst ihr Glück in der Fremde suchten und dort ihren Horizont erweiterten. Ihnen verdankt die Region ein weltoffenes Gepräge, ohne dabei an regionaler Eigenart eingebüßt zu haben.

510 Seiten, frz. broschürt, mit Farbteil EUR 29,80 • ISBN 978-3-85435-918-0

Frühjahr ’20 | 15


DRAVA VERLAG · ZALOŽBA DRAVA GMBH A-9020 Klagenfurt/Celovec, Gabelsbergerstraße 5 Telefon +43 463/501099, Fax +43 463/501099-50 office@drava.at www.drava.at Verlagsleitung: Erika Hornbogner UNSERE AUSLIEFERUNGEN ÖSTERREICH Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH 1230 Wien, Sulzengasse 2 Telefon +43 168014-0, Fax +43 16896800 od. 6887130 Bestellservice: +43 168014-0, E-Mail: bestellung@mohrmorawa.at www.mohrmorawa.at VERTRETUNG Michael Orou Kegelgasse 4/14 1030 Wien Telefon/Fax +43 1 505 69 35 michael.orou@mohrmorawa.at Michael Hipp – Gebiet West, Südtirol Mahrhöflweg 20/5/5 A-9500 Villach Telefon +43 (0)664/3912837 Fax +43 (0)664/773912837 michael.hipp@mohrmorawa.at Vertreterin im Fachhandel Jutta Bussmann Reulingweg 5 A-1230 Wien Telefon +43 (0)664/203 90 71 Fax +43 (0)664/207 52 58 jutta.bussmann@mohrmorawa.at SLOWENIEN · SLOVENIJA MIŠ založba / Miš Publishing Gorjuša 33, 1233 Dob pri Domžalah tel.: (+386) 1 721 45 40 fax: (+386) 1 729 31 65 info@miszalozba.com narocila@miszalozba.com Edizioni alpha beta verlag Sandplatz 2, I-39012 Meran (BZ) Tel.: +39 0473 210 650 Fax: +39 0473 211 595 E-Mail: books@alphabeta.it SCHWEIZ Über das Barsortiment

16 | Frühjahr ’20

DEUTSCHLAND RungeVA/ MSR Bergstraße 2, D-33803 Steinhagen Tel.: +49 5204 / 998-123 Fax: +49 5204/998-111 E-Mail: msr@RungeVA.de Nutzen Sie bei Ihrer Bestellung die Vorteile der gebündelten MSR-Faktur/BAG-Abrechnung und der gebündelten Auslieferung aller Verlage der RungeVA Rudi Deuble c/o Stroemfeld Verlag Holzhausenstraße 4 D-60322 Frankfurt Tel.: +49 69-955 226 22 Fax: +49 69-955 226 24 E-Mail: rudideuble@stroemfeld.de Der Drava Verlag wird vom Bundeskanzleramt (Sektion II, Kunst und Kultur) gefördert. Gefördert vom Land Kärnten Kultur. Založbo Drava podpira Urad vlade Republike Slovenije za Slovence v zamejstvu in po svetu. Arbeitsgemeinschaft Österreichische Privatverlage. Titelfoto: Lojze Wieser

Profile for Frank Niederländer

Drava Verlag, Frühjahr 2020  

Drava Verlag, Frühjahr 2020

Drava Verlag, Frühjahr 2020  

Drava Verlag, Frühjahr 2020