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32 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 21. JUNI 2012

A K T I O N S TA G

Appetit auf Kultur wird kostenfrei gestillt

GRAZ

DONNERSTAG, 21. JUNI 2012, SEITE 33

KOMMENTAR CARMEN OSTER

In kleinen Dosen

„Hunger auf Kunst und Kultur“ lädt wieder zu einem spannenden, kostenfreien Tagesprogramm. anzen, Schauen, Flanieren, Hören und vieles mehr im Grazer Kulturleben: In der Landeshauptstadt findet heute zum fünften Mal der Aktionstag von „Hunger auf Kunst & Kultur“ statt. Von 10 bis 20 Uhr bieten Partnerinstitutionen dieser Sozialinitiative aus dem Kunst- und Kulturbereich ein dichtes Programm mit Ausstellungen, Führungen, Workshops et cetera. „Hunger auf Kunst & Kultur“ wurde 2003 vom Schauspielhaus Wien in Kooperation mit der Armutskonferenz initiiert, um die Türen zu Kunst und Kultur auch für sozial benachteiligte Menschen zu öffnen. Ziel der Aktion ist es, allen interessierten Menschen den Zugang zu Kunst- und Kulturveranstaltungen möglich

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AKTIONSTAG Hunger auf Kunst und Kultur

lädt heute (10 bis 22 Uhr) zu 16 Gratisveranstaltungen in Graz. Anmeldung erforderlich: Tel. (0 31 6) 827 122. Detailprogramm unter www. hungeraufkunstundkultur.at/ steiermark zu machen – auch in Zeiten finanzieller Engpässe. Mehr als 500 Kulturbetriebe in sechs Bundesländern unterstützen die Aktion mittlerweile. Allein in der Steiermark sind es 121 Partner und 103 Sozialpartner. 9500 Kulturpassbesitzer nehmen derzeit landesweit die Angebote in Anspruch, 2011 wurden zudem 13.000 Einzelkarten ausgegeben.

◆ Ganz in Weiß – wenn die Fête Blanche ein Mal im Jahr auf dem Programm steht, feiert ganz Graz FUCHS

Die legendäre Fête Blanche Neue Genossenschaft fürs Handwerk in der Grazer Seifenfabrik Das Netzwerk „Meisterwelten“ forciert eigene Stärken.

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ein, mit Großstädten wie Wien konkurriert man nicht, „da spielt sich schon noch mehr ab“, gibt Gerald Kuhn von den Grünen zu. Und doch „wagen wir uns in Graz heuer weiter, gehen einen Schritt nach vor in die Öffentlichkeit“. Dazu gehören Partys – und eine „lesbischwule/transgender Tram“. Am Samstag, dem 23. Juni. Und damit rechtzeitig zum Christopher-Street-Day. Dieser wird alljährlich in Gedenken an die Morgenstunden des 28. Juni 1969 gefeiert, als es in der Christopher Street in New York zu einem Aufstand von Homosexuellen gegen „Polizeiwillkür“ kam. 43 Jahre später ist man in Graz von einem Aufstand weit entfernt – aber auch von täglichen Umarmungen, weil eh alles eitel Wonne ist: Ja, in der Murmetropole seien Toleranz und die Einstel-

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Mitglieder der Meisterwelten präsentieren ihre regionalen Produkte

nale DJ-Größen wie DJane Julia Carpenter aus Ungarn oder StarDJ JP Candela aus Ibiza. Am Discofloor präsentiert die Antenne Steiermark Klassiker aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren. Rechtzeitig Tickets sichern – in allen Steirischen Sparkassen und Ö-Ticket VVK-Stellen. INFOS: www.feteblanche.at/graz

HOFFMANN

Am Samstag feiern Homosexuelle und Bisexuelle auch in Graz den „Christopher-Street-Day“. Heuer gar mit einer eigenen Bim.

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Mit insgesamt über 9000 Besuchern ist die Fête Blanche längst zum jährlichen Szene-Highlight des Sommers in Graz geworden. Mit einem internationalen Top Programm wird am 23. Juni erstmalig in der Seifenfabrik in Graz gefeiert. Für coole Beats und sexy Flair am Housefloor sorgen internatio-

Einige der Organisatoren, die am Samstag eine eigene „Regenbogen-Bim“ mobil machen

„Wir wagen uns weiter“

PRÄSENTIERT

GRAZ. Die neue, branchenübergreifende Genossenschaft „Meisterwelten“ will jetzt mit der Förderung und Fortentwicklung hochwertigen Handwerks durchstarten. Vom Bäcker, Weber, Installateur: Alle sollen voneinander lernen. Ziel ist ein professioneller Auftritt. Zunächst bis 2014 werden die Meisterwelten von Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer und dem Land Steiermark mit 330.000 Euro ge-

fördert. Damit will man eine starke Dachmarke für das Handwerk aufbauen. Im Gegensatz zur ähnlich klingenden „Meisterstraße“ gehört die neue Genossenschaft nur den Betrieben selbst, grenzt sich Meisterwelten-Aufsichtsrat Bertram Mayer ab. „Von den derzeit 30 Betrieben wollen wir bis 2016 180 unter unsere Plattform bringen“, hofft Koordinatorin Claudia Glawischnig. Info: www.meisterwelten.at

n Graz wird sie ordentlich gerührt: die Werbetrommel. Plakatwände, Fahnenwald . . . Ein Hindernislauf für Menschen mit Beeinträchtigungen. Optischer Nahkampf für Passanten. Das tägliche Buhlen um neue Kunden. Aber seien Sie ehrlich, fällt’s Ihnen noch auf? Wissen Sie, welche Werbung vor Ihrer Haustüre hängt? Nicht nur so manchem Grazer flirren da die Augen, auch Touristen ist das Werbedickicht bei Urlaubsfotos ein Dorn im Auge. Dieser Plakatwald ist ab heute Thema beim Internationalen Städteforum (Seiten 34/ 35). Maxime: Qualität statt Quantität. Auch beim „städtischen“ Ankünder setzt man schon auf die Devise weniger ist mehr. Eine Wohltat für überreizte Augen. Und vielleicht merkt man sich dann ja, welches Produkt hinter dem Plakat steckt. enn das Einzige, das ganz sicher nicht mit der Anzahl der Werbetaferln steigt, ist unsere Aufmerksamkeit.

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Mit dem Aktionstag will man einmal mehr auf die Initiative hinweisen, die Schwellenangst vor Kultur senken und die Zahl der Nutzer erhöhen. Die Lust geweckt wird heute um 10 Uhr mit einem Eröffnungsfrühstück im Auditorium des Joanneumsviertels, danach kann man sich durch den neu gestalteten Ausstellungskomplex führen lassen oder viele andere Abteilungen des Landesmuseums besuchen. Appetit auf Kultur machen weiters Workshops von BrazilDance bis Steirisch Tanzen, ein Besuch bei Radio Helsinki oder im Kindermuseum, die Oper mit „Carmen“ oder das Schauspielhaus mit „Rechnitz“ und vieles mehr. Alles kostenfrei, allerdings ist Anmeldung erforderlich.

lung „Wie es euch gefällt“ daheim – aber auch diskriminierende Vorfälle. „Das geht vom Schimpfwort bis zum Verbot von Verpartnerungen im Trauungssaal der Stadt“, so Gerald Kuhn, der mit Markus Weidinger die Feierlichkeiten initiiert hat. Daher will man am 23. Juni einmal mehr informieren – auf ungewöhnlichem Wege: Ab 15 Uhr ANZEIGE

pendelt zwischen Murpark, Jakominiplatz und Laudongasse eine eigens gemietete Bim. Wer mitfährt, tut dies kostenlos und bekommt obendrein noch Infomaterial und lässige Musik serviert. Apropos: Am Samstag wird zudem ab 13 Uhr im Volksgarten gefeiert, abends auch in den Lokalen Rage, Rush und s’Murnockerl. MICHAEL SARIA

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Sie erreichen die Autorin unter carmen.oster@kleinezeitung.at

WARUM . . . . . . wird auf dem Radweg zwischen Hauptbrücke und Tegetthoffbrücke (Richtung Süden) das von den Bäumen hängende Geäst nicht entfernt, sodass das viel befahrene Stück eigentlich nur einspurig befahrbar ist? Beppo Tonka-Miller, „Kleine“-Leser ANTWORT: Grundsätzlich ist das Land Steiermark für das Schneiden der Bäume zuständig, wird aber von unseren Mitarbeitern demnächst durchgeführt. Gerald Pichler, Holding Graz Wissen, warum: Kleine-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort. Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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20 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 4. JÄNNER 2013

STEIERMARK | 21

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 4. JÄNNER 2013

NeueBezirke, aber viele alte Karten Noch sehr selten in Büchereien: jene Atlanten und Landkarten, die die neuen politischen Bezirke zeigen

Nach den Fusionen werden bald Karten und Atlanten umgezeichnet. Doch die alten bleiben, bis sie ausverkauft sind. Der Ochse ließ sich mitten auf der Bahnstrecke nieder

JÜRGEN FUCHS (2)

FF OBERAICH

Doch ließe sich das für Lehrer leicht in der Praxis umsetzen, ist ach der Fusion von Juden- Marco Krätschmer, der an der VS burg und Knittelfeld zum Judenburg-Lindfeld unterrichtet, politischen Bezirk Murtal überzeugt: „Ich erarbeite mit wurden mit 1. Jänner auch die Zu- meinen Schülern die drei neuen sammenlegungen von Bruck an Bezirke selbst.“ Im Steiermarkder Mur und Mürzzuschlag, buch, das er im Unterricht verHartberg und Fürstenfeld sowie wendet, gäbe es „nackerte KarFeldbach und Bad Radkersburg ten, wo wir die neuen Bezirkszu Südoststeiermark gültig. Da- grenzen über- beziehungsweise mit stehen nun einzeichnen.“ auch kartografiDas Büro des Im Mai werden sche ÄnderunLandesschulrats die Atlanten für das Steiermark vergen an. Dies betrifft nächste Schuljahr wies hinsichtlich sowohl Karten in der zu erneuernAtlanten, auf de- korrigiert, neue den Atlanten auf nen die politi- Landkarten gibt’s die Schulbuchakschen Bezirke tion des Unterim Frühjahr der Steiermark richtsministeriPeter Stari, Freytag und Berndt eingezeichnet ums, wo gestern sind, als auch diaber keine Stelverse Landkarten. „Die Schulat- lungnahme zu bekommen war. lanten erscheinen nur einmal im Die bisher gedruckte Auflage Jahr. Das heißt, wir werden im jener Atlanten mit „falschen“ Mai und Juni die Korrekturen für Steiermarkkarten würde einfach die neuen vornehmen“, erklärt auslaufen, so Stari. Das spiegelt Peter Stari, Kartografieleiter bei sich auch in Buchhandlungen wiFreytag und Berndt. Da sich die der, wo die Nachfrage nach neuKinder mitten im Schuljahr be- en Karten bisher sehr gering ist. finden und bereits all ihre Bücher Nur vereinzelt sind Atlanten mit – folglich auch Atlanten – haben, den neuen politischen Bezirken würden sie die korrigierten erst zu finden – etwa wenn sie Ende zu Beginn des nächsten Schuljah- 2012 aktualisiert und neu aufgeres bekommen. Das heißt, dass legt wurden. „Ich glaube, dass die Schüler nun mit den alten und da- Kartografen noch abwarten wolmit „falschen“ Karten unterrich- len, bis alles endgültig entschietet werden. den ist“, folgert Michael Greipl,

Ein verirrter Ochse N stoppte die Bahn

KATHARINA PILLMAYR

Durch die Silvesterknallerei entkamen 30 Ochsen. Einer landete auf der Südbahn. OBERAICH. Das heftige Schießen zu Silvester versetzte die 30 Ochsen des Bauern Erich M. in Oberaich in Panik. Die Tiere brachen aus und rannten in alle Richtungen davon. Am nächsten Tag konnten die meisten wieder eingefangen werden. Einer aber erlebte eine wahre Odyssee, die bis zum Nachmittag des 2. Jänner dauerte. Da wurde er von der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich in einem Wald über dem Brucker Lichtensteinfriedhof entdeckt. Die Männer umzingelten den 420 Kilo schweren Ochsen, der sehr verstört wirkte, weshalb der beigezogene Tierarzt ihn mit einem Gewehr auf 30 Meter Entfernung betäuben wollte. Aber das verfehlte vorerst seine Wirkung, das Tier stürmte durch den Wald hinunter zum Friedhof und weiter auf die Geleise der Südbahn, die dort, zwischen Bruck und Leoben,

sehr stark befahren ist. Doch plötzlich begann das Mittel zu wirken und der Ochse legte sich ausgerechnet auf den Geleisen nieder, wie Jürgen Rachwalik, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich, erzählt: „Wir haben ihn dann mit Gurten von den Geleisen gehoben, um ihm möglichst nicht wehzutun.“ Mittlerweile war auch die FF Bruck mit einem schweren Einsatzfahrzeug gekommen und half, das Tier auf den Wagen des Bauern Erich M. zu verladen. Die Südbahnstrecke war eine halbe Stunde gesperrt, der Ochse ist mittlerweile wieder bei seinen Artgenossen im Stall. Ein anderer Ochse aus der Herde hatte nicht so viel Glück: Er war noch in der Nacht im unwegsamen Waldgelände abgestürzt und musste notgeschlachtet werden. FRANZ P OTOTSCHNIG

Buchhändler Greipl zeigt eine Standardkarte der Steiermark für Schulen – sie enthält aber (noch) die alten Grenzen

Leiter der Reiseabteilung bei Buch Moser in Graz. „Ein irrer Sonderauftrag“ wäre es, die Karten jetzt zu aktualisieren, zumal „die Bezirksgrenzen für 99 Prozent nicht relevant sind“, meint Karl Edler, Leykam-Filialleiter in der Grazer Stempfergasse. Auch Stari geht davon aus, dass „Wanderer Bezirksgrenzen nicht unbedingt brauchen“. Bei den neuen Auflagen der Karten mit Maßstab 1:200.000 und 1:500.000, die im Frühjahr erscheinen, werden die Änderungen übernommen.

Diebe nutzten einen Schwächeanfall aus GRAZ. Zu Fuß war ein 64-jähriger Grazer am Mittwochabend im Bereich des Bahnhofsgürtels unterwegs, als er plötzlich einen Schwächeanfall erlitt und sich deshalb niedersetzen musste. Seinen Rucksack, in dem sich lediglich die Wohnungsschlüssel befanden, stellte der Mann am Boden ab. Zwei unbekannte Männer nutzten die Situation schamlos aus: Statt dem Pensionisten Hilfe zu leisten, griffen sie sich dessen Rucksack und rannten damit davon. Der 64-Jährige musste schließlich mit der Rettung ins LKH West eingeliefert werden.

Nach tödlichem Lawinenunglück: Eine „heiße Spur“ vom Tourengeher Der Mann soll Hilfe verweigert haben, ein Steirer starb. INNSBRUCK, ZELTWEG. Die Suche nach jenem Skitourengeher, der bei einem tödlichen Lawinenunglück am vergangenen Samstag im Tiroler Sellrain angeblich bei der Vermisstensuche die Hilfe verweigert hat, könnte kurz vor der Lösung stehen. Es habe bereits erste Einvernahmen gegeben, so die Polizei gestern. „Es deutet alles auf eine Klärung des Sachverhalts hin“, berichtet eine Polizeibeamtin. Aufgrund von Zeugenaussagen habe der Personenkreis eingegrenzt werden können, zudem seien die

Eintragungen im Gipfelbuch kontrolliert worden. Die Alpinpolizei sucht seit dem Wochenende einen 40 bis 50 Jahre alten Mann, der auf seinem Anorak einen Aufnäher des deutschen Alpenvereins („DAV“) angebracht hatte. Bei dem Lawinenabgang auf dem rund 3000 Meter hohen Zischgeles war ein Zeltweger (38) verschüttet worden. Er konnte erst nach mehr als 30 Minuten befreit werden. Da waren seine Verletzungen bereits so schwer, dass er am Tag danach starb. Aufwecker Seite 15

Teil

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LEDERMANUFAKTUR ROLAND STEINHART:  meisterwelten.at ◆ Kennt sich aus mit Wild und Leder: Roland Steinhart  IKARUS

Hirschleder nach Maß, handgenäht Der Originalität verschrieben, näht Roland Steinhart exklusive Einzelstücke, die gut 50 Jahre halten – meist sogar ein Leben lang. Auch die echte Steirische oder Salzburger Lederhose. Das Wissen darum wird seit 1898 in der Familie weitergegeben. INFOS: meisterwelten.at/ roland-steinhart

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26 | BEZIRK LIEZEN

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013

Ökologisch ganz ausgezeichnet Umweltzeichen für Betriebe im Nationalpark.

Die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Betriebe mit Umweltminister Nikolaus Berlakovich

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GESÄUSE. Im Umfeld der Wiener Ferienmesse wurden vier Partnerbetriebe des Nationalparks Gesäuse mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Dekrete wurden von Umweltminister Nikolaus Berlakovich überreicht. Freuen können sich darüber das Hotel „Die Traube“ in Admont, der Campingplatz „Forstgarten“ in Gstatterboden, der Biobauernhof Laussabauer in Weißenbach an der Enns und das Hotel Schloss Kassegg. Voraussetzungen für die Zertifizierung sind etwa die Erstellung eines Umweltkonzeptes für nachhaltige Wirtschaftsführung, sehr sparsamer Energieverbrauch, Abfallvermeidung und die Sensibilisierung von Mitarbeitern und Gästen.

MEISTERFRÜHSTÜCK IM SPA HOTEL ERZHERZOG JOHANN IN BAD AUSSEE

Ein meisterhafter Start in den Tag über Bad Aussee Wohlfühlen ganz besonders einfach: Mit viel Charme und großer Herzlichkeit empfängt das Spa Hotel Erzherzog Johann seine Gäste. ◆ Der Küchenchef lässt seiner Kreativität freien Lauf (li.) und macht damit Direktorin Regina Stocker (re.) zufrieden IKARUS (2)

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ber den Dächern von Bad Aussee öffnete ein Logenplatz – das Spa Hotel Erzherzog Johann – seine Türen: Das etwa 1000 Quadratmeter große Sky-Spa mit Pool im Innen- und Außenbereich bietet eine Aussicht auf das Salzkammergut, an der man sich kaum sattsehen kann. Satt wird man aber bestimmt von den ideenreichen Variationen von Küchenchef Christian Spreitz, der regionale Köstlichkeiten wie den Ausseer Saibling zubereitet. ANZEIGE

Die 62 Zimmer des Spa Hotels kennzeichnen sich durch klares Design und Naturmaterialien, dabei kam überwiegend das Holz der Zirbe – Erzherzog Johanns Lieblingsbaum – zum Einsatz. Gesundheit, Glück und Zufriedenheit war der Segensspruch des „steirischen Prinzen“ an seine Anna. Das Spa Hotel Erzherzog Johann gibt diesen Wunsch auch heute noch seinen Gästen mit auf den Weg. WEITERE INFOS: www.erzherzogjohann.at

DAS MEISTERFRÜHSTÜCK Frühstücken Sie mit den Meisterinnen und Meis­ tern der ­Meisterwelten Steiermark – allen voran mit Obfrau Heide Zeiringer, Meisterin und Energie­ pionierin aus Murau – und erfahren Sie, was die Form der genossenschaftlichen Kooperation bringt. Donnerstag, 17. Jänner 2013, 9.30 bis 11 Uhr, Spa Hotel Erzherzog Johann. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Hand­ werks-Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. Sie denken und handeln zukunftsorientiert. So werden für die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative Werbelösungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www. meisterwelten.at Nächstes Meisterfrühstück: 31. Jän­ ner 2013, Bäckerei ­Rosenberger, Eggers­­dorf bei Graz.

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WIRTSCHAFT DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013, SEITE 27

KOMMENTAR

Luft, Licht und Schatten

Aus den täglich zwei Flügen Graz–Zürich der Intersky könnten ab April drei werden. Der Start der Verbindung nach Bergamo wurde abgesagt. ie Luftfahrt fliegt derzeit durch schwierige Zeiten: Dieser zuletzt oft vernommene Befund bewahrheitet sich gerade wieder auf dem Flughafen Graz. Seit gestern existieren hier die täglich zweifache Verbindung von Graz nach Zürich und retour durch die Regionalfluggesellschaft Intersky sowie eine Verbindung nach Friedrichshafen. Am Boden bleiben hingegen die geplanten Flüge Graz–Mailand/ Bergamo, die am 21. Jänner starten sollten. Der Grund hierfür sind eine zu geringe Nachfrage, bestätigt Intersky-Sprecher Roger Hohl der Kleinen Zeitung. „Das Aufkommen zwischen diesen beiden Destinationen ist offenbar zu ge-

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sie dann nach Zürich ab. ring“, erklärt Hohl. Das Der zweite Flug Graz– sei aber nur die halbe Zürich startet um 16.50 Wahrheit, warum Graz– Uhr, nach FriedrichshaBergamo doch nicht fen geht es wieder um kommt. „Die beiden täg21.10 Uhr. So sieht der lichen Verbindungen Flugplan derzeit aus. nach Zürich laufen so Sowohl für die Wirtgut, dass wir überlegen, ab dem Sommerflugplan Gerhard Widmann schaft als auch für den im April einen dritten EXPA/SCHERIAU, INTERSKY Zustrom Schweizer Touristen in die Steiermark Zürichflug aufzustellen. Das heißt dann aber, dass wir die (plus 20 Prozent in fünf Jahren) Strecke nach Bergamo entfallen wird die neue Verbindung als lassen müssten und die Destinati- wichtiger Impulsgeber gesehen. on nur zweieinhalb Monate lang Gerhard Widmann, Geschäftsangeflogen worden wäre“, sagt führer des Flughafens Graz: „Der Ausbau der Linienverbindungen der Intersky-Sprecher. Um 7.15 Uhr landet die Dash8- zu den großen Umsteigeflughä300, die über 50 Sitzplätze ver- fen Mitteleuropas ist eines unsefügt, von Friedrichshafen kom- rer wichtigsten Ziele.“ HANNES GAISCH mend in Graz, um 7.50 Uhr hebt

ERNST SITTINGER

Ein kleines Signal

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m Frühjahr 2012 war der Euro ein Wackelkandidat: Die Krise rund um die Rettung Griechenlands steuerte gerade wieder auf einen Höhepunkt zu und die Fachwelt sagte der Gemeinschaftswährung einen Absturz voraus. Im Raum stand die Gefahr, dass die Anleger auch das Vertrauen in die Stärke Deutschlands verlieren, weil sie glauben, dass die EuroRettung die Kräfte dieser starken Wirtschaftsmacht übersteigt. Doch siehe da, seither ist das Gegenteil passiert. Die Investoren haben nicht die Nerven verloren und ihre Euro-Anlagen nicht verkauft. Die Schuldenkrise hat sich entspannt, die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen nicht neuerlich gesenkt und der Wert des Euro geht seit Tagen steil nach oben. Gestern erreichte er ein Elfmonatshoch. b das schon stabiles Schönwetter ist, kann niemand sagen. Nach wie vor sind gewaltige Geldmengen im Umlauf und gewaltige Wirtschaftsprobleme der Krisenländer ungelöst. Aber in Zeiten wie diesen soll jedes kleine Hoffnungssignal groß gewürdigt werden.

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Sie erreichen den Autor unter ernst.sittinger@kleinezeitung.at

ZAHL DES TAGES Millionen Übernachtungen – und damit so viele wie noch nie – zählte die deutsche Tourismusbranche laut vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr. 2011 war mit 393 Millionen Übernachtungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts der bisher höchste Wert erreicht worden.

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28 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 18. JÄNNER 2013

Kartenanträge dreist gefälscht

Spartrends auf der Messe für Häuslbauer

ür alle Bauherren und solche, die es werden wollen, besteht vom 24. bis 27. Jänner auf der Messe Graz die beste Gelegenheit, sich zu informieren. Auf der Grazer Häuslbauermesse, die bereits zum 29. Mal stattfindet und die sich mit zuletzt 40.000 Besuchern zur größten Baufachmesse gemausert hat, gibt es an den vier Messetagen auf 35.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ein „großes Angebot an Beratung, Vergleichsvielfalt, vielen Neuheiten und ein umfassendes Vortragsprogramm erfahrener Experten für alle Fragen rund ums Bauen“, so Thomas Karner, Leiter der Messe Graz. So gibt es 30 Anbieter zum Kompletthaus, ebenso viele für Fenster und gleich 70 Firmen, die

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FELDBACH. Seit November des Vorjahres stellte ein vorerst unbekannter Täter bei mehreren Kreditkartenunternehmen rund 50 Anträge für Karten – unter bestehenden Adressen aber falschen Namen und falschen Bankverbindungen. Jetzt konnte die Feldbacher Polizei einen 27-jährigen Oststeirer als Täter ausforschen. Der Mann will mit den Geldbehebungen von bisher 8000 Euro jedoch nichts zu tun haben – er hätte einem Mann, von dem er nur den Vornamen kennt, lediglich beim Ausfüllen der Anträge geholfen: Anzeige wegen gewerbsmäßigen Betrugs auf freiem Fuß.

Beratung und eine große Vergleichsvielfalt gibt es wieder auf der Häuslbauermesse EDER Produkte im Sanitärbereich anbieten. Als ein ganz großes Thema macht Alexander Pongratz, Innungsmeister Bau in der Wirtschaftskammer, das Energiesparen aus: „Niedrig- und Niedrigstenergiehäuser, erneuerbare Energieformen, Erdenergiepumpe und wie Energie auch über die Sanierung gespart werden kann, das sind bei steigenden Energiepreisen die neuen Trends.“ Armin Egger, Vorstand von MesseCongress, verweist aber auch auf die vielen Möglichkeiten der Rechtsberatung auf der Häuslbauermesse.

Vom 24. bis 27. Jänner findet in

der Grazer Stadthalle bereits zum 29. Mal die Häuslbauermesse statt. 470 Aussteller aus den Bereichen Bauen, Renovieren, Energiesparen, Baurecht etc. laden zur Runduminformation ein. Schwerpunkte: Alles zum Thema Energie und Heizen, Bauen und Sanieren, Innenausbau, das Heim als Wohlfühloase etc. Vortragsprogramm: An allen vier Tagen finden Expertenvorträge zu allen Bauthemen statt.

Filmteam fing Pin-ups bei Bergbahnen ein. Schelte von Frauenseite. Entsprechend kritisch sind die Reaktionen nach Ausstrahlung der Reportage. „Derartiges darf nicht herumhängen und ist nicht eben der Beweis besonderer Geistesstärke“, meint Frauenlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ). Es sei schlimm genug, wenn in der Alltagswerbung die Grenzen des guten Geschmacks überschritten würden. Ergo verlangt die Landesrätin, dass die Poster rasch entfernt werden. Elke Lujansky-Lammer, Regionalanwältin für die Gleichbe-

KOMMENTAR MICHAEL SARIA

Schuster, bleib . . .

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Freut sich über die Renovierung der Barockorgel in der Leechkirche: Hochschulseelsorger Karl Kölbl

HÄUSLBAUERMESSE 2013

Erregung über Nacktposter bei Planai SCHLADMING. In einer fünfteiligen Reportage blickt der ORF derzeit hinter die Kulissen der WMStadt Schladming. Im Fall der „Schneemacher“, wie die Profis für Beschneiungsanlagen genannt werden, erfasste die Kamera aber ausgerechnet im PlanaiMitarbeiter-Spind Poster nackter Frauen sowie das Plakat einer Tabledance-Bar am Eingang der Umkleideräume. Und das in einem Vorzeigebetrieb, der obendrein mehrheitlich dem Land Steiermark gehört.

FREITAG, 18. JÄNNER 2013, SEITE 29

50 Anträge, Oststeirer als Täter ausgeforscht

Auf der Grazer Häuslbauermesse zeigen 470 Aussteller vom 24. bis 27. Jänner Energiesparmöglichkeiten auf. HELMUT BAST

GRAZ

handlung von Frauen und Männern, ist ebenso überzeugt, dass die Planai: Pin-up im Pin-ups etc. Herrenspind ORF dort nichts verloren haben. „Es kann sich dadurch auch ein Mann belästigt fühlen“, erläutert die Expertin. Ihr liegt aber keine Beschwerde über die Planai vor. Generell hat die Anwaltschaft nicht häufig mit Kritik an Nacktpostern zu tun. THOMAS ROSSACHER

Teil

5

GERNOT EDER

Orgel erklingt nach 80 Jahren wieder

KONFISSERIE JOSEF KERN:  meisterwelten.at

◆ Nascht gerne – und am liebsten Schokolade: Josef Kern  

Die historische Barockorgel in der Leechkirche wird nach der Restaurierung von Bischof Egon Kapellari am Sonntag geweiht.

IKARUS

HANS ANDREJ

Lebensfreude zum Vernaschen Josef Kern gießt steirischen Geschmack in Schokolade, dafür hat er auch schon unzählige Preise gewonnen. Für zwei Kreationen – seiner Heimat gewidmet – ganz speziell: die herb-harzige Zirbenkugel (Zirberl) und die rassig-holzige Lärchenschokokugel. ALLE WEITEREN INFOS:   meisterwelten.at/josef-kern

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a dürften die Feinspitze unter den Liebhabern von Orgelmusik die Ohren spitzen. Wenn die 1773 entstandene Orgel in der Leechkirche, übrigens die älteste Grazer Kirche, nach umfassender Renovierung am kommenden Sonntag nach 80 Jahren Pause erstmals wieder erklingt. Ein einzigartiges Klangerlebnis ist zu erwarten. Nach der Orgel in der Schlosskirche in Eggenberg ist die vom Grazer Orgelbaumeister Franz Xaver Schwarz im Jahr 1773 gebaute Orgel in der Leechkirche das zweitälteste Instrument in Graz. Vermutlich mit dem Bau einer neuen Orgel an der Rückwand der Kirche durch den Orgelbauer Konrad Hopferwieser wurde der Spieltisch der alten Barockorgel entfernt. Seit dieser

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ORGELWEIHE Die Barockorgel in der Leechkir-

che wird am Sonntag, 20. Jänner, bei einem feierlichen Gottesdienst mit Diözesanbischof Egon Kapellari um 19.30 Uhr eingeweiht. Mit der Orgelsolomesse (Missa brevis Sancti Joannis de Deo in B-Dur) von Josef Haydn, gesungen vom Chor der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), wird die Weiheliturgie umrahmt. Im Jahre 1773 baute Franz Xaver Schwarz diese Orgel. Zeit war sie nicht mehr bespielbar. Doch ein Großteil der originalen Pfeifen der auch optisch sehr eindrucksvollen Brüstungsorgel blieb erhalten. Jahrzehntelang lagen die Pfeifen hinter einem Holzverschlag versteckt und wurden erst im

Zuge der Renovierung der Leechkirche in den 1990er-Jahren wieder entdeckt. Orgelbaumeister Wolfgang Karner und Restauratorin Erika Thümmel wurden jetzt mit der Renovierung dieses wertvollen Instruments beauftragt. Finanziert wurden die Maßnahmen durch Subventionen des Bundesdenkmalamtes, des Landes Steiermark und der Stadt Graz sowie durch großzügige Spenden. „Dafür sagen wir allen ein herzliches Vergelt’s Gott“, so der Grazer Hochschulseelsorger Alois Kölbl. So kann man bei der Orgelweihe am Sonntag in der Leechkirche, sie ist ja die Grazer Universitätskirche, ein unverfälschtes spätbarockes Klangbild erwarten. Rückblickend erweist sich die Stilllegung dieser Orgel über Jahrzehnte als ein Glücksfall, weil nichts verändert wurde.

ngenommen, Sie sind Rechtsanwalt – wäre es da nicht das Logischste auf der Welt, in den kommenden fünf Jahren als Lehrer loszulegen? Oder als Pilot? Nein?! Nun, bei unseren Politikern ist das so üblich. Im Bund, im Land und einmal mehr im Grazer Rathaus: Wer eben noch als Stadtrat für den Verkehr zuständig war, schupft ab sofort die Kultur. Oder umgekehrt. Ja, sicher haben Stadträte ihre Mitarbeiter/Experten, auf die sie sich verlassen können. Und: Ja, als Politiker sammelt man Managementerfahrungen, die in jeder Funktion von Nutzen sind. ie Frage ist nur: Gehören zu einem gut dotierten Stellenangebot, das zu einer verantwortungsvollen Tätigkeit führt – Steuergeld in Millionenhöhe investieren, die Weichen in der Landeshauptstadt stellen und so – nicht auch so etwas wie Fachkenntnisse und Referenzen im jeweiligen Bereich?

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM... . . . sind die 1-Stunden- und die 24-Stunden-Karten der Graz-Linien nicht mehr wie früher farblich voneinander getrennt, damit eine Verwechslung nicht so leicht passieren kann? Grete Theissl, „Kleine“-Leser ANTWORT: Weil wir nun die Fahrscheine von ein und derselben Papierrolle im Automaten und im Fahrscheindrucker ausgeben und von dieser werden alle Fahrscheintypen gedruckt und geschnitten. Gerald Pichler, Holding Graz Wissen, warum: „Kleine“-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort.Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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20 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 25. JÄNNER 2013

STEIERMARK | 21

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 25. JÄNNER 2013

Nagls dritte Amtszeit zwischen Last und Freude

Neue Grazer Regierung erlebt schwere Geburt Das neue „freie Spiel der Kräfte“ im Grazer Rathaus kam gestern gleich zum Auftakt zur Geltung: Angelobung der Regierung musste unterbrochen werden – da die Vizebürgermeisterwahl misslang.

HEUTE GEHT ES WEITER Gestern konnte in zwei

Durchgängen kein Grazer Vizebürgermeister gewählt werden. Heute, Freitag, steht Elke Kahr (KP) zunächst ein drittes Mal zur Wahl. Scheitert sie erneut, können VP, SP, KP, FP und Grüne Kandidaten vorschlagen. Erhält keiner 25 Stimmen, folgt der fünfte und letzte Versuch: Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen stehen zur Wahl – bei Gleichstand entscheidet die Anzahl der Mandate der jeweiligen Partei.

MICHAEL SARIA

nd dann kippt die Stimmung. Eineinhalb Stunden lang gibt es an diesem 24. Jänner im Grazer Rathaus eine atmosphärische Mischkulanz aus Nervosität und Vorfreude – unterm Strich aber ist die Stimmung gut. Doch plötzlich herrscht Entsetzen: Kreidebleich flüstert Sozialstadträtin Martina Schröck (SPÖ) Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) etwas ins Ohr. Minuten später ist klar: Ein Mitarbeiter des Sozialamtes wurde niedergestochen (siehe Seite 26). In diesem Moment rückt die Tatsache, dass kurz zuvor der feierliche Start der neuen Grazer Regierung gleich gehörig ins Stottern geraten ist, in den Hintergrund. Und doch: Dass KPÖChefin Elke Kahr auch in zwei Durchgängen nicht zur Vizebürgermeisterin gewählt wurde und daher diese konstituierende Sit-

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Auch Nachzählen half nichts: Die neuen Grazer Mandatare müssen noch einmal wählen

Teil

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HEINRICH  TOCKNER  TISCHLERMEISTER:  meisterwelten.at

◆ Lässt sich von Lärchen inspirieren: Heinrich Tockner  IKARUS

Vom Baum zum Qualitätsmöbel Ob kreatives Einzelstück oder gesamter Wohnraum – wer bei Heinrich Tockner bestellt, bekommt gesunde Möbelstücke. Denn er arbeitet vor allem mit Holz aus der Region. Überwiegend mit Lärche. Sie ist widerstandsfähig und ihr rötlicher Farbton einzigartig. INFOS: Tel. 0664-59 84 298.

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zung des Gemeinderates heute, Freitag, fortgesetzt werden muss, ist Wasser auf den Mühlen vieler Zweifler. In Graz regiert ja nach der Wahl am 25. November keine Koalition mehr, sondern ein Pakt aus ÖVP, SPÖ und FPÖ. Und dieses viel zitierte „freie Spiel der Kräfte“ artet gleich zum Auftakt zu einem Kräftemessen aus. Die Wahl zum Bürgermeister ist zunächst Formsache: Von den 48 Mandataren wählen 31 Siegfried Nagl. Somit geht der 49-Jährige in seine dritte Amtszeit als Stadtchef (siehe rechts). Doch danach erleben auch die anwesenden Ehrengäste – darunter Landeshauptmann Franz Voves (SP) und dessen Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (VP) – erste Reihe fußfrei ein besonderes Schauspiel: die Wahl von

Nagls Stellvertreter(in). Als zweitstärkste Fraktion schlägt naturgemäß die KPÖ ihre Chefin vor. Doch Elke Kahr schafft in zwei Durchgängen nicht die nötige Mehrheit: Zuerst entfallen bloß 20 Stimmen der Mandatare auf sie, anschließend 21 Stimmen. Zu wenig. Also muss die Sitzung unterbrochen werden, Fortsetzung folgt – heute, 14 Uhr. Hinter dem Vorhang jedoch kann von einer Pause keine Rede sein. Munter wird weiter spekuliert und intrigiert: Wer – außer den VP-Mandataren – hat Kahr die Unterstützung verweigert? Plötzlich heißt es, bei der Auszählung seien fünf ungültige Stimmzettel mit dem Wahlvorschlag „Rücker“ aufgetaucht. Prompt meldet sich die Sprecherin der designierten Grünen-Kulturstadträtin Lisa Rücker: „Wir haben mit unseren Leuten gesprochen: Keiner hat Rücker auf seinen Zettel geschrieben. Und fünf haben Elke Kahr gewählt.“ Die KP-Chefin selbst nimmt es scheinbar gelassen. Sollte sie auch heute nicht zur „Vize“ gemacht werden, wäre es keine Enttäuschung. „Für mich nicht, aber wohl für die vielen Menschen, die uns gewählt haben.“

Gestern scheiterte Elke Kahr (KPÖ) – wird sie heute zur Vizebürgermeisterin gewählt? SABINE HOFFMANN (3)

Manfred Stelzig kritisiert den fehlenden Stellenwert der „Psychomedizin“. tienten gibt es keine organische Ursache und daher muss die Gesprächsmedizin nachziehen.“ Aber es fehle schon an der richtigen Weichenstellung – die Überweisung zum Psychiater müsse so selbstverständlich sein, wie jene zu Internisten oder Orthopäden. „Und psychotherapeutische Leistungen müssen auch von der Krankenkasse übernommen werden“, setzte Stelzig fort. Schließlich hätten Patienten ein

Recht darauf, ernst genommen zu werden – dürften sich aber auch nicht vor der psychiatrischen Diagnose fürchten. „Die psychische Belastung im Alltag wird immer größer, aber unser System ist dafür nicht gerüstet“, zeigte Stelzig auf. „Der geringe Stellenwert der Psychomedizin ist doch ein Trauerspiel für Österreich, dem Land von Freud und Frankl“, resümierte ein Zuhörer. SONJA SAURUGGER

Punkt: „Es kann sich s ist das Schicksal niemand hier im Saal von Wiederholungsund auch niemand da siegern: Mit der Überdraußen vorstellen, raschung fehlt auch die welche Gesamtverantganz große Emotion. Ja, wortung ich jeden Tag sicher war die Freude übernehmen muss.“ bei Siegfried Nagl (VP) Dies erfordere Diszipgroß, als er gestern von lin, Durchhaltevermöden Grazer Gemeindegen und Kompromissräten – wie erwartet – Stadtchef, Vater bereitschaft – auch von zum dritten Mal zum und auch schon Bürgermeister der Lan- Opa: Siegfried Nagl der eigenen Familie, bei der sich Nagl für die deshauptstadt gewählt wurde. Und doch klappten die Unterstützung bedankte. Dennoch: Jeder Tag sei sehr stehenden Ovationen „seiner“ Mandatare erst beim zweiten wohl auch mit Freude verbunMal. Und doch ballte der 49- den. Daher gehe er nicht mit Routine, aber mit „Elan und TaJährige nicht die Faust. Es liegt wohl auch daran, dass tendrang“ in diese dritte AmtsNagl weiß, was auf ihn zu- zeit. „Mein Motto ist: Ich will in kommt. Und so kam er in seiner Lösungen denken, nicht in ProMICHAEL SARIA Dankesrede rasch auf den blemen.“

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◆ Die Initiatoren sind stolz auf die zweite Auflage des Buchs

O. WOLF

Das Haushaltssparbuch bringt bis zu 1000 Euro

„Gesprächsmedizin muss nachziehen“ GRAZ. Großes Sesselrücken war in der Buchhandlung Moser Mittwochabend angesagt, denn der Kleine-Zeitung-Salon mit Manfred Stelzig lockte 300 Interessierte an. „Eine Anklageschrift“ untertitelte der Psychiater sein Buch „Krank ohne Befund“, und diese Anklage setzte er auch im Gespräch mit Carina Kerschbaumer fort. „Unsere Organmedizin funktioniert perfekt“, sagte Stelzig. „Aber bei 30 Prozent der Pa-

Siegfried Nagl ist wieder Grazer Bürgermeister. Er freut sich – und ist aufs Schlimmste gefasst.

Psychiater Manfred Stelzig vor vollem Haus im KleineZeitung-Salon mit Carina Kerschbaumer EDER

Das „Steirische Haushaltssparbuch“ deckt wieder Kostenfresser auf: Aufgrund der enormen Nachfrage präsentiert das Land Steiermark gemeinsam mit dem Lebensmittelhandel Steiermark und der Energie Steiermark eine neue Ausgabe des vergriffenen Ratgebers. Ein Check bei Wasser, Strom, Heizung und Lebensmitteln bringt steirischen Haushalten bis zu 1000 Euro pro Jahr! ANZEIGE

Oft helfen schon kleine Verhaltensänderungen, die Haushaltskasse ordentlich zu entlasten. Das „Steirische Haushaltssparbuch“ beinhaltet nachhaltige Tipps, um den Alltag energiebewusster, klimafreundlicher und kosteneffizienter zu gestalten. ERHÄLTLICH auf der Grazer Häuslbauer-Messe und bei den beteiligten Partnern.


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Was durch diese Verbindung entstehen kann? Beispielsweise der ConvertTable – ein weltweit einzigartiger Wohnzimmertisch, der mehr ist, als nur Ablagefläche. Der ConvertTable ist zugleich ein Fahrsimulator. Entwickelt und produziert von steirischen Meisterbetrieben! Als branchenübergreifendes Netzwerk für qualitätsorientierte Handwerksbetriebe aus der ganzen Steiermark wurden die Meisterwelten Steiermark gegründet. Ihre Mitglieder sind sowohl besondere Handwerksbetriebe in ihrer urtypischen Form, wie auch Meister der Kulinarik – und über 30 haben es bereits geschafft. Sie sind Teil der Meisterwelten Steiermark.


KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

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Gemeinsam können sie es „meistern“

NOTDIENSTE ÄRZTE/KRANKENHAUS Die Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte im Bezirk Voitsberg erfahren Sie telefonisch unter der Kurzwahl 141. LKH Voitsberg: Tel. (03142) 201. Krankentransporte: 148 44 (ohne Vorwahl) Rotes Kreuz Notruf: 144 Vergiftungs-Informationsbüro: Tel. (01) 40 64 343

Mit „Meisterwelten“ versucht sich eine neue Plattform für regionale Meisterbetriebe in der Steiermark zu etablieren.

TELEFONSEELSORGE Die steirische Telefonseelsorge erreicht man unter der Kurzwahl 142.

HEIKE KRUSCH

s ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Das alt bekannte Sprichwort, das meist Lernende motivieren soll, gilt auch für echte Meister – also für ausgebildete Handwerker, die aufgrund besonderer Leistungen und Ausbildungen ihren Betrieb

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SUCHTBERATUNG BAS-Suchtberatung, Voitsberg, Schillerstraße 19, montags von 9 bis 16 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 0507900 4500, sind allerdings unbedingt notwendig.

KINDER

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

zum Meisterbetrieb gemacht haben. Einen Mangel an solchen Betrieben gibt es in der Steiermark freilich nicht. Oft fehlt es den Betrieben jedoch an Möglichkeiten, um ihre Produkte mit der notwendigen Vehemenz an den Kunden zu bringen. „Das soll sich durch die sogenannten Meisterwelten jetzt ändern,“ meint Caroline Stramitz, die kürzlich die regionale Projektleitung des steirischen Zentralraums sowie für die Süd-West-Steiermark übernommen hat.

Netzwerk der Handwerker Sie erklärt: „Bei den Meisterwelten handelt es sich um eine Genossenschaft, deren Ziel eine bessere Vernetzung der Handwerksbetriebe sowie gezieltere Pressearbeit und Hilfe bei Messeauftritten ist.“ Stramitz sieht ihre Aufgabe darin, Betriebe zu unterstützen, auf sich aufmerksam zu machen. „Durch unsere Aktivitäten sollen die Kunden neugierig auf die regionalen Handwerksbe-

triebe werden. Sie sollen Lust darauf bekommen.“ Das hofft auch Stefan Krammer, Meisterwelten-Gründungsmitglied und Tischlermeister aus Rosental. „Große Betriebe haben meist eigene Presseabteilungen und speziell ausgebildete Arbeitskräfte für diesen Bereich. Als kleiner Betrieb ist man in Sachen Marketing auf die Hilfe von außen angewiesen“, betont er. Von den Meisterwelten erhofft er sich allgemeine Information, aber auch individuelle Unterstützung. „Weil es mir vor allem darum geht, regional mit meinen Produkten bekannt zu werden.“ Für Regina Strunz, Besitzerin einer Weberei in Bad Gams, die auch ganz individuelle Kundenwünsche erfüllt, bergen die Meisterwelten auch noch einen anderen Vorteil. „Mithilfe der persönlichen Betreuung habe ich auch als kleinstrukturierter Betrieb die Möglichkeit, mich im Rahmen einer Qualitätsoffensive weiter zu entwickeln.“ Gemein-

sam mit der Fachhochschule Campus 02 bieten die Meisterwelten nämlich einen sogenannten Innovationscheck an. „Dabei wird festgestellt, wo man als Betrieb im Moment steht und wo man sich hin entwickeln könnte“, erklärt Strunz. „Nach fast 30 Jahren ein wichtiger Schritt.“

Pläne für die Zukunft Und Stramitz hat noch weitere Pläne innerhalb der Genossenschaft. „Wir planen ein Buch aller teilhabenden Handwerksbetriebe“, sagt sie. „Dabei sollen die Geschichten der Betriebe erzählt werden, die oft jahrzehntelange Tradition haben.“ Die Präsenz in der Öffentlichkeit möchte man vor allem mit Veranstaltungen forcieren. „Eine Idee wäre ein Aufmeistern im Rahmen des Aufsteirerns in der Grazer Innenstadt“, sagt Stramitz, die hofft, dass demnächst möglichst viele steirische Meister vom Himmel in die Meisterwelten fallen. Für die derzeitigen

Regina Strunz leitet seit 30 Jahren eine Weberei in Bad Gams FURGLER, MONTAGE M4

MEISTERWELTEN

Mitglieder liegen die Vorteile auf jeden Fall klar auf der Hand. Strunz: „Wir können unsere Interessen besser vertreten, wenn wir gemeinsam in den Wald hinein rufen.“

Mit 19. April geht die Homepage der Meisterwelten (www.meisterwelten.at) online. Informieren kann man sich über die Genossenschaft aber schon jetzt. Caroline Stramitz ist unter caroline.stramitz@meisterwelten.at erreichbar.

Flexible Kinderbetreuung „kunterbunt“, Voitsberg, Thalleinstraße 18, für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren. Geöffnet von 7.30 bis 14 Uhr. Tel. 0664-855 05 75.

Stefan Krammer betreibt eine Tischlerei in Rosental

„Liebevolle“ Dreharbeiten

Noch einmal „Gut aufgelegt“ bei elektronischer Musikveranstaltung

Wenn Musik zur Unterstützung wird

Das ATV-Team kommt am Samstag in das „Stau“.

Voitsberger sind mit Elektromusik auf Erfolgskurs.

Die Neue Mittelschule Stallhofen singt und tanzt zugunsten der steirischen Leukämiehilfe.

KÖFLACH. Es gibt Männer, die sich lieber nicht im Privaten, sondern vor laufender Kamera auf die Suche nach der richtigen Frau machen. Im „Geschäft mit der Liebe“, einer Sendung des österreichischen Privatsenders ATV, machten sich einige Männer bisher in den ehemaligen Ostblockländern auf Brautschau – mit mäßigem Erfolg. Jetzt wird das Format erweitert. Gerhard Klein, der Neue in der dritten Staffel, kommt kommenden Samstag (14. April) in das „Stau“ nach Köflach, um nach der Richtigen zu suchen. Drehbeginn ist um 21 Uhr. Während des Drehs herrscht aber natürlich normaler Betrieb. Das Datum der Ausstrahlung steht noch nicht fest.

KK, FOTOLIA (2)

KÖFLACH. Musik verbindet Menschen. So auch Patrick Lenzbauer, Jörg Stückler, Jürgen Wörndle, Patrick Christandl und Mario Peingröbler. Kennengelernt haben sich die fünf Voitsberger beim Fortgehen, wo sie ihr gemeinsames Interesse an elektronischer Musik entdeckten. Da es in der Region „mit dem Angebot an Elektromusik eher mager aussieht“, kam ihnen die Idee einer eigenen Veranstaltungsreihe für elektronische Musik, bei der hauptsächlich heimische DJs ihr Können beweisen. Nach langer Suche nach einem geeigneten Ort fiel die Wahl auf das K&K Café Köflach, wo die Gruppe von Angela Reinisch unterstützt wird. „Beim ersten Event am 3. Dezember 2011 haben wir positives Feedback bekommen. Da war uns klar, dass wir auf jeden Fall weiter

machen wollen“, so Lenzbauer. Am 14. April laden die Weststeirer nun zum zweiten Mal ab 21 Uhr ins K&K Café Köflach zu ihrer Veranstaltung „Gut aufgelegt“. 190 Zusagen verzeichnet die Gruppe bereits auf ihrer Facebookseite. Die ersten 20 Gäste erhalten Geschenke von Blue Tomato. Der Eintritt beträgt drei Euro, wobei es für alle Gäste Gutscheine für eine vergünstigte Taxifahrt gibt. In Planung sind für dieses Jahr noch zwei weitere Events in Köflach. „Im Sommer würden wir sehr gerne im Freien auflegen, aber das ist noch nicht fix“, so Lenzbauer. Ein Anliegen haben die Fünf allerdings noch: „Den Namen ,Gut aufgelegt‘ dürfen wir nicht länger benutzen. Ideen und Vorschläge für einen neuen Namen sind daher willkommen.“ ELISABETH TAPPAUF

Patrick Lenzbauer will in Voitsberg Elektromusik etablieren TAPPAUF

STALLHOFEN. Mit einem Benefizkonzert unterstützt die Neue Mittelschule Stallhofen zum zweiten Mal die Leukämiehilfe Steiermark und will damit ein Zeichen für Menschlichkeit setzen. Schuldirektor Alfred Niehs ist es ein großes Anliegen für die Leukämiehilfe zu sammeln, und er betont: „Wir wollen Musik in den Dienst jener stellen, die Hilfe brauchen“. Denn in der Schule ist man sich sicher: „Musik dient dem seelischen Wohlbefinden, fördert Teamgeist und den Umgang miteinander.“ Die Einnahmen des Konzerts gehen zu hundert Prozent an die Leukämiehilfe Steiermark, eine Non-Profit-Organisation, die Beratung und Hilfe für Patienten und deren Angehörige bietet. „Denn die Diagnose Leukämie

verändert das Leben Schlag auf Schlag“, weiß auch Niehs, der mit der Krankheit in seinem Bekanntenkreis konfrontiert wurde. „Von öffentlicher Hand kommt jedoch keine Unterstützung,“ ärgert sich Niehs. „Deshalb wollen wir der Leukämiehilfe und deren Obmann Rupert Tunner tatkräftig zur Seite stehen, da sie fachkundige Beratung und psychologische Hilfe anbietet.“ Seit Jänner 2012 wird während des Musikunterrichtes fleißig für das Benefizkonzert geprobt. „Immerhin begleiten sich die Schüler beim Konzert selbst mit den Instrumenten“, erklärt Niehs. Es wird ausschließlich auf Deutsch gesungen. Der Volksmusikteil wird von den Schülern abgedeckt, während das Ambrosi Quartett, der Singkreis Stallhofen

Die Schüler wissen: Übung macht den Meister und Dominik Ofner den modernen Teil präsentieren. Auf Letzteren ist Direktor Niehs besonders stolz: „Dominik ist bei uns zur Schule gegangen und hat im vergangenen Jahr bei der ORF Castingshow Die große Chance mit Harmonika und selbst kom-

TAPPAUF

ponierten Liedern das Halbfinale erreicht.“ Das Benefizkonzert findet am 20. April um 20 Uhr im Freizeitzentrum Stallhofen statt. Eintrittskarten sind mit je zwölf Euro direkt an der Abendkasse zu erwerben. ELISABETH TAPPAUF


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Chronik

Donnerstag, 12. April 2012

Preis für tiergerechtes Foto: kk

■ Josef Kaltenegger Für die Handwerksbetriebe gibt es nun mit den Meisterwelten die erste Genossenschaft.

Genossenschaft Meisterwelten für die Steirer Als branchenübergreifendes Netzwerk für die qualitätsorientierte Steiermark wurden die Meisterwelten Steiermark aus der Taufe gehoben. Für Kleinund Mittelbetriebe bilden sie den Rahmen für regionale und überregionale Marketing- und Vermarktungsaktivitäten in einem über die eigenen Möglichkeiten hinausgehenden Umfang. Mitmachen können sowohl Handwerksbetriebe in ihrer urtypischen Form als auch Meister der Kulinarik. Dazu gibt es für jeden Betrieb ein maßgeschneidertes Starterpaket, unter anderem bestehend aus einem Unternehmenstext und einer professionellen Fotostrecke, sowie eine Innovationsberatung in Kooperation mit dem Studiengang „Innovationsmanagement“ der FH Campus 02. Die Meisterwelten sind eine Genossenschaft. Info: Claudia Glawischnig, Tel. 06 64/ 13 341 54.

Bei Geflügelhaltung gilt Käfigverbot. Foto: Toni‘s Freilandeier

Zum dritten Mal schreibt die Tierschutz-Ombudsstelle Steiermark den Preis für tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum aus.

L Die Ausschreibung gilt für alle Nutztierformen. Foto: Kaltenegger

andwirtschaftliche Gebäude sind ein sichtbares Spiegelbild für die Bauernarbeit in einer Region. Sie sind prägende Faktoren einer Kulturlandschaft – die Visitenkarte der Betriebe und ihrer Schwerpunkte. Der Arbeits- und Lebensraum für Mensch und Tier muss vielen Anforderungen entsprechen. Er soll arbeitsgerecht wie ökonomisch und tiergerecht sowie umweltverträglich ins Landschaftsbild eingebettet sein. Der Preis für „Tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum“ wird 2012 zum dritten Mal ausgeschrieben. Er würdigt zukunftsweisende Bauprojekte in allen Bereichen der Nutztierhaltung, welche sich durch besondere Tierfreundlichkeit auszeichnen.

Ziele Der Preis soll für beste tiergerechte Lösungen anregen.Foto: UaB

Das Ziel gelungene

ist es, besonders Konzepte des

Artgerechtes Bauen Teilnehmen können Nutztierkategorien wie Geflügel, Pferd, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und sonstige. Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert, die jeweils mit einem Preis in der Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet werden. Für das beste Tierfoto gibt es dazu einen Sonderpreis mit 300 Euro. tierfreundlichen Bauens in der Nutztierhaltung zu prämieren. Von den eingereichten Bauprojekten aller Nutztierkategorien (Geflügel, Pferd, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und sonstige) werden maximal zehn Betriebe nominiert und von der Jury besichtigt. Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert, die jeweils mit einem Preis in der Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet werden. Insgesamt werden 6000 Euro als Anerkennungspreis vergeben.

Kriterien Das wichtigste Kriterium heißt „Besondere Tierfreundlichkeit“, wobei dafür über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehende bauliche Maßnahmen anerkannt werden. Es gelten dafür folgende grundlegende

Wertewandel in Unternehmen Trendforscher Peter Wippermann sprach bei der Saubermachergruppe über Wertewandel in Gesellschaft und Unternehmungen.

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uf Unternehmungen warten in immer kürzeren Intervallen immer größere Herausforderungen, insbesondere, wenn man sich im internationalen Wettbewerbsumfeld bewegt. Die Saubermachergruppe

diskutierte mit dem Trendforscher Peter Wippermann, der in Deutschland den Begriff der „Ich AG“ prägte, im Rahmen des ECO Talk über die Wertewelt der Gesellschaft. Er zeigte Marktchancen auf, die aus den Sehnsüchten einer Gesellschaft resultieren, wobei das Emotional Design von Produkten und Services im Vordergrund stehe. Weitere Themenschwerpunkte waren unter anderem Gesellschafts- und Konsumtrends und damit verbunden die Zukunftstrends in der Entsorgungswirtschaft. Wippermann ist auch renommierter Buchautor und Kommunikationsdesigner, er konnte die Teilnehmer begeistern.

Die Saubermacher-„Macher“ hatten den Trendforscher Peter Wippermann im Rahmen der ECO-Gespräche zu Gast. Foto: Saubermacher

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Meisterwelten Presseberichte