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S E I T E 30 / 02. O K T O B E R 2013/ W O C H E G R A Z

Steiermark

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GUTE ABSICHTEN m 54 Maßnahmen sollen, so LH-Vize Siegfried Schrittwieser, Leben für Behinderte leichter machen.

Wirtschaft nachhaltig fördern „Goldener Boden" soll steirische Gemeinden ansprechen. MEINUNG roland.reischl i woche.at Chefredakteur Steiermark

Reformen wurden nicht abgewählt Die Wahl ist geschlagen, ihr Ergebnis ist als Wählerwille zur Kenntnis zu nehmen. Beeindruckend war allerdings, wie schnell man in den Wiener Parteizentralen und bei der Wiener Journaille hämisch in die Steiermark blickte. So nach dem Motto: „Das haben's jetzt von ihren Reformen, die brauch ma in Wien sicher nicht." Dieser Standpunkt ist so kurzsichtig wie es der Wahlkampf war. Es braucht Reformen in der Bildung, im Gesundheitswesen und der Sozialpolitik wie in der Arbeitsmarktpolitik. Es braucht sie im Bund, es braucht sie auch weiterhin im Land. In der Steiermark wird dies immer noch vom Großteil der Bevölkerung so gesehen. Daran sollte ein Wahlergebnis nichts ändern.

Geht (nicht)!!

So funktioniert es In der ersten Stufe wird das Förderfachwissen der WKO Steiermark an die Bürgermeister weitergegeben und die Kommunen werden in der Entwicklung von Förderkonzepten unterstützt. In den kommenden Wochen bekommt jeder steirische Bürgermeister eine Mappe mit wesentlichen Informationen über Möglichkeiten, die Gewerbetreibenden zu fördern, zugesandt. In der zweiten Stufe erhalten sie bei positivem Abschluss das Gütesiegel „Goldener Boden". „Unser Ziel wäre, d&ss^küinftig jeder Unterneh-

Gemeinsam Unternehmer in den Gemeinden stärken: Wirtschaftskammer-Duo Thomas Spann und Josef Herk (r.) mer das Gemeindeamt mit detaillierten Informationen zu den Gemeindedaten und zu Förderungsmöglichkeiten verlässt", so Projektverantwortlicher Stefan Helmreich. Nutzen für Unternehmer Die Initiative wird umfassend begleitet und über mehrere Jah-

Fischer

re betrieben. Den Unternehmen soll damit der Zugang zu Förderungen erleichtert werden. Gleichzeitig bilden Gemeinden und Wirtschaft ein Netzwerk zur Belebung des Wirtschaftsstandortes Steiermark. Weitere Informationen unter: www.goldenerboden.at Cindy Lange

**& Meisterwelten jetzt in Buchform

Diskriminierung im Alltag ___

:s Die Steiermark und ihre Regionen wirtschaftlich sowie nachhaltig zu fördern steht im Zentrum der neu konzeptionierten Initiative „Goldener Boden" der WKO Steiermark. Nur eine starke Wirtschaft kann für eine gesunde, lebendige Gemeinde sorgen. „Die Unternehmer sind damit die Lebensader der Kommunen", betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk.

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Ist es diskriminierend, bei Stellenausschreibungen unterschiedliche Leistungsanforderungen an Frauen und Männer zustellen? & Ja, denn dem liegt die sexistische Annahme zugrunde, Frauen könnten grundsätzlich nicht die gleiche Leistung erbringen wie Männer.

Persönliche Beratung in der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, 0316/714137, office@antidiskriminierungsstelle.steiermark.at

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„Handwerk mit Hingabe" wurde beim „Aufsteirern" präsentiert.

Stimmungsvolle Buchpräsentation: Autorin Doris Lind (2. v. r.) bei der Buchpräsentation beim „Aufsteirern". KK

* Das neue Buch über meisterhaftes Handwerken in der Steiermark liefert Inspiration und Ideen, wie Dinge, die mit der Hand gemacht sind, das Leben bereichern und mit Sinn erfüllen. Ob es Torten- oder Naturbäcker sind, die Lodenwalker oder der Leder verarbeitende Betrieb, der Hafner, die Weberin oder der Schmied - überall ist ein Stückerl Menschsein drinnen. „Handwerk mit Hingabe", Meisterwelten in der Steiermark, von Doris Lind, ist im Leykam Verlag erschienen.


Ein Meisterwerk von Blüten, Flair & Bindekunst Zwanzger

Meisterschaften traditionell und kreativ

Was mit  begann, ist mittlerweile ein Netzwerk aus über  Betrieben und  Sparten. Die Mitglieder der ersten Handwerks-Genossenschaft sind Meister ihres Fachs. Unternehmer, die traditionsbewusst und zugleich zukunftsorientiert agieren. Ihre Anzahl ist limitiert, denn nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied sein!

Lodenwalke Ramsau

Handwerk mit Hingabe

Tipp: Im Herbst erscheint das erste Buch über die Meisterwelten. Veröffentlicht im Leykam Buchverlag liefert es Inspiration und Ideen, wie Dinge, die mit der Hand gemacht sind, das Leben bereichern und mit Sinn erfüllen.

Meisterwelten e. Gen, Bahnhofstraße ,  Bad Aussee, Tel.: /   info@meisterwelten.at, www.meisterwelten.at


14 | STEIERMARK-THEMA BRUCK-

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 12. JULI 2013

MÜRZZUSCHLAG

1

Das Nadelöhr lauert diesmal im Westen

Mürzzuschlag

Liezen

A9

LEOBEN

S6

LIEZEN

HARTBERGBruck/Mur FÜRSTENFELD

2 MURTAL St. Michael

WEIZ GRAZUMGEBUNG

S 36

MURAU

Judenburg

VOITSBERG

GRAZ

BAUSTELLEN – AUTOBAHNEN UND SCHNELLSTRASSEN An fünf Stellen laufen auf den steirischen Autobahnen und Schnellstraßen über den Sommer größere Bauvorhaben.

A2

5

A2 4 DEUTSCHLANDSBERG Leibnitz

3

Fünf größere Baustellen säumen in der Reisezeit die steirischen Autobahnen. Am engsten dürfte es diesmal auf der Pack werden.

SÜDOSTSTEIERMARK

A9

1 A 9: Bosrucktunnel, Bau der zweiten Röhre, fertig: Herbst 2013; danach folgt die Sanierung der ersten Röhre, fertig: 2015 An den nächsten Wochenenden rollt der deutsche Urlaubsverkehr an. An neuralgischen Punkten droht Stau

AKTUELLES AUS DEN REGIONALTEILEN

Generalsanierung, fertig: 2014; danach Sanierung der restlichen Tunnelkette Bruck, fertig: 2016

3 A 2: Lebring – Leibnitz, 4 A 2: Pack (drei Baustellen):

Roseggers Geburtshaus: Nicht mit dem Auto

PILCH

2 S 6: Niklasdorftunnel,

Generalsanierung des Abschnitts, fertig: August 2013

nicht fahren durfte. Erst nach dringender Urgenz der Ausflugsorganisatorin durfte gefahren werden. Der Grund: die Haftungsfrage, die Straße gehört dem Land Steiermark.

Fotovoltaikpark hat 500 Kilowatt

Gleichenfeier in Allee

Schweinebauern wollen ihr Image aufpolieren

Bürger und Strom

HARTBERG. Nach 14 Monaten Bauzeit feierten die Stadtgemeinde und ihr privater Projektpartner Wegraz „Dachgleiche“ beim Parkdeck in der Alleegasse. Um 14 Millionen Euro wird eine Parkgarage mit Geschäften, Wohnungen und Büros darüber errichtet.

ST. NIKOLAI/DRASSLING. „Saugut“ nennt sich eine neue Plattform von südsteirischen Schweinebauern mit dem Ziel, das Image dieses Berufsstandes aufzupolieren. Aufgrund von Negativmeldungen rund um Proteste gegen neue Stallungen oder Bienensterben durch Maisbeizmit-

JUDENBURG. Mit Bürgerbeteiligung entsteht derzeit in Judenburg ein 500 Kilowatt starker Fotovoltaikpark. Investitionsfreudige Bürger können Module kaufen und so Strom sowie Geld sparen. Das Projekt wurde von den Stadtwerken Judenburg initiiert.

tel sei viel Schaden entstanden. Nun will man offen auf die Konsumenten zugehen und diese umfassend informieren. Die Berichte in voller Länge finden Sie in den zehn Regionalteilen unter www.kleinezeitung.at/regionen

Die erste Urlauberreisewelle haben m vergangenen Reisewodie steirischen Straßen am chenende rollte der Verkehr vergangenen Wochenende mit weitgehend friktions- und dem Ferienbeginn in den meisten staufrei über die steirischen Straösterreichischen Bundesländern ßen. Kritischer könnte es an den erlebt. verbleibenden Juli-WochenenDie wirklich heiße Phase kommt den werden. Dann starten mehreaber erst: Nächste Woche startet re deutsche Bundesländer in die mit Nordrhein-Westfalen das Ferien, während gleichzeitig die ersten Rückreisewellen aus dem Süden anrollen. „Für den UrlaubsrückreiseverDamit die Steiermark keinen kehr kann es dort zeitweise eng Verkehrskollaps erlebt, hat die werden“, sagt Mocˇnik. „Mehr Autobahngesellschaft Asfinag Platz als für eine Spur gibt es auf mehrere baustellenbedingte Eng- den Brücken aber nicht. Und stellen auf den Durchzugsrouten auch terminlich können wir nicht – wie etwa jene südlich des Pla- ausweichen, weil man im Winter butschtunnels – rechtzeitig ent- auf der Pack nicht bauen kann.“ schärft. Fünf größere Baustellen Bessere Nachrichten gibt es dableiben dem Land aber über den gegen für Urlauber, die es in Sommer erhalten. So wird am Richtung Kroatien zieht. Die SaKnoten Graz-Ost noch bis Herbst nierungsarbeiten auf der A 9 zwiweitergearbeitet. „Große Verzö- schen Lebring und Leibnitz gerungen im Reiseverkehr erwar- schreiten zügig voran, die Fahrten wir dort aber nicht, weil ins- bahn nach Süden ist bereits freigesamt fünf Spuren zur Verfü- gegeben, die andere Seite sollte gung stehen“, spätestens im Ausagt Asfinaggust folgen. Auf der Pack Sprecher Walter Allerdings: Auf Mocˇnik. „Staus kann es für den der Strecke zwibilden sich in der schen SchwarzlRegel nur auf Rückreiseverkehr see und Wildon dem Zubringer, zeitweise eng laufen bereits die der den ReiseverVorbereitungen kehr aber nicht werden. für die nächste berührt.“ Baustelle. Die Als Nadelöhr Walter Mocˇnik, Asfinag Fahrbahn in Richkönnte sich diestung Graz wird mal aber die Pack zunächst auf vier erweisen. Dort wird derzeit Spuren verbreitert, ab Herbst gleich an drei Stellen gewerkt fließt dort dann der gesamte Ver(siehe Grafik). Kritisch ist beson- kehr. 2014 folgt das umgekehrte ders die mittlere Baustelle. Zwi- Spiel. „Der Zustand der Fahrbahn schen dem Herzogbergtunnel ist in diesem Abschnitt so und dem Kalcherkogeltunnel schlecht, dass wir mit der Saniewerden vier Brücken saniert, rung nicht länger warten könweshalb für jene, die aus Rich- nen“, sagt Mocˇnik. Der neue Stratung Italien kommen, nur eine ßenbelag soll auch das LärmproFahrspur zur Verfügung steht. blem eindämmen.

A Die Baustellen im Detail

KRIEGLACH. Verärgert zeigt sich eine Ausflugsgruppe aus Niederösterreich. Da die Gruppe ältere Personen dabeihatte, wurde ein Taxidienst zum Geburtshaus Roseggers organisiert. Der dann

WANN ES SICH STAUT

GÜNTER PILCH

LEIBNITZ

Legende Autobahn Schnellstraße

Bürgermeister Karl Pack (re.)

BAUSTELLEN | 15

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 12. JULI 2013

Steinberg – Unterwald, Generalsanierung, fertig: September 2013; Herzogbergtunnel – Kalcherkogeltunnel, Sanierung von vier Brücken, fertig: Oktober 2013; Großliedeltunnel – Bad St. Leonhard, Sanierung, fertig: September 2013

5 A 2: Knoten Graz-Ost, Umbau und Erweiterung inklusive Neubau von drei Brücken; inzwischen ist die Baustelle bei der Halbzeit angelangt, fertig: Herbst 2013 Quelle: ASFINAG, Foto: APA

bevölkerungsreichste deutsche Bundesland in die Ferien, danach folgen im Wochentakt BadenWürttemberg und Bayern. Baustellen mit Staugefahr gibt es

außerhalb der Steiermark etwa auch auf der A 1 (zwischen Wien und Steinhäusl) und der A 10 (zwischen Gmünd und Spittal).

Teil

30

WELLIVE – WÄRMESYSTEME VON SENEMANN: meisterwelten.at ◆ Gestaltet und fertigt exakt und mit Hingabe: Heinz Senemann IKARUS

Raum mit Wärme und Wohlgefühl Ob Kachelöfen, Kaminöfen mit Sichtfenstern, Sockelleistenheizungen, Wärmepumpen, Solarund Speichertechnik oder Wellness-Systeme für Hotels oder zu Hause: Wärmesysteme von Heinz Senemann helfen beim Sparen und fügen sich harmonisch in jede Wohnsituation ein. INFOS: www.wellive.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 5. JULI 2013

22 | STEIERMARK

Tochter vergewaltigt: Steirer verurteilt 17-Jährige wurde auf Jacht stundenlang missbraucht. Haftstrafe für ihren Vater. GRAZ. Das Martyrium des Mädchens hat sich laut Staatsanwaltschaft am Osterwochenende in Kroatien abgespielt: Der 51 Jahre alte Steirer fuhr damals mit seiner Tochter und zwei Freunden auf die Insel Krk und nutzte die Jacht seines Bruders. Nachdem viel Alkohol geflossen ist – sowohl Vater und Tochter waren betrunken – soll sich der Mann die ganze Nacht über mehrmals an seiner Tochter vergangen haben. „Wenn du etwas darüber sagst, muss ich drei Jahre ins Gefängnis“, soll der Vater dem Opfer am nächsten Morgen laut Anklage noch gesagt haben. Gestern musste sich der Angeklagte am Grazer Straflandesgericht verantworten. Der Verteidiger des Steirers erklärte, dass sein Mandant die Handlungen nicht abstreitet, sie jedoch nur aufgrund einer Verwechslung passiert seien. Der Vater

habe nach Berechnungen etwa 4,4 Promille Alkohol intus gehabt und deshalb geglaubt, seine Lebensgefährtin liege neben ihm in der Kabine. „Er hat nicht gewusst, dass es seine Tochter ist“, beteuerte der Verteidiger. Der Angeklagte ist von den Schöffen schließlich schuldig gesprochen worden und muss zweieinhalb Jahre in Haft. Im Spruch der Laienrichter wurde sowohl Blutschande als auch der Missbrauch des Autoritätsverhältnisses bestraft, nicht jedoch der sexuelle Missbrauch einer wehrlosen Person. Die Schöffen waren sich nämlich nicht sicher, ob die 17-jährige Tochter nach dem Alkoholkonsum zum Tatzeitpunkt wirklich vollkommen wehrlos war, und sprachen den Angeklagten in diesem Punkt im Zweifel frei. Der Vater nahm die – nicht rechtskräftige – Strafe sofort CHRISTIAN PENZ an.

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 5. JULI 2013

STEIERMARK | 23

Familienvater verbrannte im Lkw Lenker geriet in der Nacht mit Fleischtransporter ins Schleudern und prallte gegen Geländer. Dabei riss Tank auf – der Fahrer, der erst seit zwei Monaten den Lkw lenkte, kam ums Leben.

Trickdiebe SCHLADMING. Um ihre Geldbörse mit 80 Euro brachten Trickdiebe eine Pensionistin (72) in Schladming. Das etwa 60-jährige Paar sprach die Frau bei einem Parkscheinautomaten an. Die Polizei bittet um Hinweise.

Kräuter für Moratorium

Vom mit Fleisch beladenen Lkw blieb nicht einmal ein Wrack: Der Sattelzug brannte völlig aus

DANIELE MARCHER

r war jahrelang im Innenausbau tätig, doch dann sattelte er auf Kraftfahrer um. Und lenkte seit zwei Monaten für einen südoststeirischen Fleischverarbeitungsbetrieb Sattelzüge. Auch gestern früh sollte Steve K. (37) aus Mühldorf – verheiratet und Vater zweier kleiner Kinder, das jüngere geht noch nicht einmal in die Schule – wieder einen voll beladenen Fleischtransporter nach Wien bringen. Dabei kam es nach nur kurzer Fahrt zum tragischen Unfall, der den 37-Jährigen das Leben kosten

AKTUELL

E

LFV/FINK

sollte – und seine Ehefrau und Kinder zur Witwe bzw. zu Halbwaisen machte. „Um zwei Uhr früh hatten sich die Kraftfahrer bei der Firma getroffen“, berichtet ein Beamter der Polizei St. Stefan/Rosental, die den Unfall erheben musste. Dann ging es auf die Fahrt. Steve K. lenkte den Sattelschlepper auf

der Landesstraße von Wetzelsdorf in Richtung St. Stefan, wo es aus noch ungeklärter Ursache zum Unfall kam. Fest steht bisher nur, dass der 37-Jährige einen der beiden Sattelschlepper mit kurzem Radabstand lenkte, die die Firma für die Wientransporte einsetzt, da sie leichter durch die engen Straßen kommen. „Doch

sie brechen auch leichter aus“, weiß ein Insider. Steve K. kam jedenfalls ins Schleudern, Sattelanhänger und Zugfahrzeug kippten zur Seite, schlitterten 50 Meter weiter, bevor sie gegen das Geländer des Dollrathbaches krachten. Schon beim Anprall dürfte der Kraftfahrer ums Leben gekommen sein. Der Anhänger lan-

dete im Bach, doch beim Anprall wurde der Tank aufgerissen, Diesel trat aus. Und dürfte den Lkw in Brand gesetzt haben. Als die Bewohner eines nahen Wohnhauses den Knall hörten und Nachschau hielten, stand der Lkw bereits in Vollbrand. Sie konnten nichts mehr tun, außer die Feuerwehr zu alarmieren.

Der SCHWANBERG, WIEN. neue Volksanwalt Günther Kräuter will einen vorübergehenden Baustopp für das Kraftwerk an der Schwarzen Sulm, bis alle rechtlichen Fragen geklärt sind. Kräuter, der auch Präsident der Arbeiterfischereiverbände ist, zeigt laut ORF aber auch Verständnis für die Position von Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ), der auf die rechtsgültigen Bescheide für das Projekt hinweist.

Teil

29

KUNSTSCHMIEDE JOHANN SCHWEIGER: meisterwelten.at ◆ Feiert morgen, Samstag, 20-jähriges Bestehen mit einem Fest: Johann Schweiger

Zehn Jahre für den „Denkzettel“

Puffer eines Triebwagens drang in Pkw ein: Lenkerin überlebte

IKARUS

71-jährige Paldauerin kam mit einem Armbruch davon.

21 Jahre alter Iraner stach im Jänner einen Referatsleiter im Sozialamt nieder. Für den Mordversuch bekommt er zehn Jahre Haft.

Schmiedekultur und neue Ideen

FELDBACH. In einem Monat kann Pensionistin Theresia G. aus Paldau ihren 72. Geburtstag feiern. „Doch Geburtstag hat sie jetzt auch am 4. Juli“, bemerkt ein Feldbacher Polizist. Denn die Frau überlebte gestern Vormittag einen Zugunfall, bei dem ein Puffer eines Triebwagens der Steiermärkischen Landesbahnen in ihren Pkw eindrang. „Der Puffer ist haarscharf an ihr vorbeigegangen. Vermutlich ist sie verschont geblieben, weil sie angeschnallt war“, so der Polizist. G. kam mit einem – allerdings komplizierten – Bruch des linken Handgelenks sowie Rissquetschwunden und Prellungen davon.

GRAZ. „Jeder muss einmal sterben“, sagte Amir A. (21), nachdem er im Jänner im Grazer Sozialamt einen Referatsleiter niedergestochen hatte. Er hatte sich über ihn geärgert. „Das war philosophisch gemeint“, relativierte er gestern. Für Staatsanwältin Katharina Doppelhofer ist es ein weiteres Indiz für seine Gefährlichkeit. „Ich bitte Sie, Menschen wie das Opfer vor dem Angeklagten zu schützen“, appellierte sie an die Geschworenen. Vor Richter Gernot Patzak beharrt der Angeklagte darauf, er habe dem Beamten nur einen „Denkzettel“ verpassen wollen. Zweieinhalb Stunden wartete er

Johann Schweiger schafft Werke, deren Werte über Generationen halten. Exklusiv schmiedet er Klöppel für Kirchenglocken in der ganzen Welt. Kreativ: Für den Kachelofen und Tischherd daheim hat er einen eigenen Späne-Schneider entwickelt. WEITERE INFORMATION: www. kunstschmiede-schweiger.at

Die Frau war in Richtung Mühldorf unterwegs gewesen, als sie vor dem unbeschrankten Bahnübergang am Färberberg in Oedt hinter einem anderen Fahrzeug stehen blieb. Der Lenker vor ihr fuhr dann aber los, und die Pensionistin ihm hinterher. Dabei wurde sie vom Triebwagen erfasst, der zum Glück nur mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs war. Dennoch wurde der Pkw 26 Meter weit mitgeschleift. Zufällig waren Feuerwehrmänner in der Nähe – zwei beim Sport, mehrere auf dem Weg zu einem Begräbnis. Sie leisteten sofort Erste Hilfe, so Matthias Müller von der Feuerwehr Feldbach.

Schreckensszenen am Unfallort: Der Puffer drang in den Pkw ein FEUERWEHR/MÜLLER

im Gang, zweimal wurde er von der Sicherheitswache aus dem Amtshaus gewiesen – dann musste die Security zur Angelobung des Bürgermeisters. Als sein Opfer vorbeiging, stach er ihm in den Rücken. Die Klinge prallte auf eine Rippe und verursachte nur durch diesen Zufall keine tödliche Verletzung. Als der Richter ihn mit seiner eigenen Aussage konfrontiert, dass es ihm „scheißegal sei“, was mit dem Opfer passiere, applaudiert er spöttisch. „Ich wollte niemanden töten, das war nur ein Hilfeschrei.“ Seit Jahren raucht er Marihuana und Kokain. „Ich habe Aids.“ Hat er nicht, er ist nicht

HIV-positiv. Gutachter Friedrich Rous attestiert ihm eine seelischgeistige Abartigkeit höheren Grades und Gefährlichkeit – er sei aber zurechnungsfähig. Die Geschworenen erkennen auf Mordversuch. Die Strafe – zehn Jahre – ist die Mindeststrafe, der Angeklagte wird aber in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Opfer wurde körperlich nur „leicht“ verletzt. Psychisch sind die Wunden längst nicht verheilt. „Es war nur ein Glück, dass ich heute hier sitze und der lebende Beweis bin, welchen Sicherheitsrisiken wir ausgesetzt ALFRED LOBNIK sind.“

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 28. JUNI 2013

16 | STEIERMARK-THEMA LETZTE NEUIGKEITEN

Die Patrouille de France sagte ab Die Hiobsbotschaft kam aus Korsika: Die Patrouille de France sagte gestern ihre Teilnahme an der Airpower kurzfristig ab. Ein technischer Defekt an ihrem Transportflugzeug, das für die Logistik gebraucht wird. „Wir sind enorm enttäuscht“, lassen die Franzosen wissen. „Beim nächsten Mal sind wir aber wieder dabei.“ Die Staffel wäre ohnehin nur heute geflogen. Stratos-Springer Felix Baumgartner wird dafür auch am Samstag in Zeltweg sein. Er will einen neuen Rekord aufstellen – im Büchersignieren. Den Erlös aus den Verkäufen seines Buchs „Himmelsstürmer“ will er den Hochwasseropfern spenden. Das Wetter sollte heute keine Probleme bereiten. „Die Wolkengrenze liegt bei etwa 8000 Fuß“, erklärt Fliegerhorst-Wettermann Peter Parson – hoch genug für alle Shows. Leichter Regen ist am Nachmittag möglich. Airpower Live-Stream. Verfolgen Sie die Flugkünstler heute live via Internet unter www.kleinezeitung.at/airpower

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 28. JUNI 2013

Im Anflug: 300.000 Besucher werden ab heute in Zeltweg bei der Airpower erwartet. Bereits gestern kamen Hunderte Fans zum „Fliegerschau’n“.

Wo alle in den Himmel starren

THEMA-TEAM: ULRICH DUNST, SONJA HAIDER-KRÄTSCHMER, BETTINA OBERRAINER, GÜNTER PILCH, WILFRIED ROMBOLD

ine frühe Anreise erspart den Airpower-Gästen heute so manches graue Haar. Um keinen Flieger zu versäumen (der erste startet um 9 Uhr), lohnt es sich, früh aus den Federn zu kriechen. Schließlich wollen heute und morgen 300.000 Besucher auf das Gelände des Fliegerhorsts Hinterstoisser in Zeltweg. Bereits gestern spielte es sich ordentlich ab. Ernst Jalowetz aus Meggenhofen in Oberösterreich, ein echter Airpower-Veteran – „Ich habe in Österreich alle Flugshows gesehen“ –, ist mit Sohn Michael auf der Flatschacher Straße unterwegs. Diese führt genau neben der Landebahn in Zeltweg vorbei. Normalerweise ist hier, abgesehen vom Standardflugbetrieb, tote Hose. Aber nicht

E

Auf der Flatschacher Straße wuselte es schon gestern vor Airpower-Fans

HAIDER-KRÄTSCHMER, BUNDESHEER/GORUP

AIRPOWER | 17 an diesem Tag. Hunderte Fans säumen das Flugfeld, bewaffnet mit Kameras, Jausensackerln, Bier und anderen Getränken. Sie warten auf ankommende Fluggeräte – 200 sind es an der Zahl, die bei der Airpower ab heute zu sehen sind – und starren in den Himmel. „Der Eurofighter ist mein Freund“, sagt Jalowetz. Armin Krenn, gebürtiger Badener, und derzeit Student in Leoben, nickt andächtig. „Ich bin auch unter der Zeit hier, schaue gerne den Fliegern zu. Heute sowieso.“ Im Hintergrund hört es sich an wie in einem Bienennest. Italiener, Holländer, Franzosen, Slowenen, Kroaten und andere Nationalitäten tummeln sich auf der Flatschacher Straße, die für vierrädrige Fahrzeuge komplett gesperrt ist. An deren Ende steht ein junger bewaffneter Bundesheersoldat. „Sie dürfen hier nicht drübersteigen“, sagt er und deutet auf die Absperrung. Das will in diesem Moment niemand, denn ein Hubschrauber dröhnt über die Köpfe der Zaungäste hinweg, die ihre Profikameras zücken. Auch viele Zeltweger sind hier. „Ich habe mir extra die ganze Woche freigenommen“, erzählt Mar-

cus Slabschi. Die Airpower sei das Um und Auf. „Einfach geil“, meint er. Sitznachbar Manfred Grumet hat beruflich auch eine Flugshow-Auszeit eingelegt. „Mir taugt die F-18, ein tolles Gerät“, heizt er seine Kumpels an. „Mir gefällt ein Flieger auch. Vor allem, wenn ich selber einen habe“, grinst neben ein junger Mann mit dunkler Sonnenbrille. Der Alkohol wird an diesem Wochenende reichlich fließen. Rund um die Airpower haben Gasthäuser, Pubs und Discos Fliegerpartys in Hülle und Fülle angekündigt. Wer nicht bis Samstagabend warten will, ist entlang der Flatschacher Straße an der „Fress- und Saufstation zum rosaroten Panther“ gut aufgehoben. Hier arbeiten Walter und Silvia Weber mit Inge und Andreas Amtmann. „Wir sind jedes Mal hier und schenken aus“, sagt Inge Amtmann und schiebt einen großen Leiterwagen gefüllt mit Getränken vor sich hin. Nur wenige Meter dahinter kommt schon die Kollegin. Sie hat Leberkässemmeln im Papiersackerl dabei. Dann wird es laut. Der nächste Flieger trifft ein. Und schon zücken wieder alle ihre Kameras.

Teil

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INNOVATIVES WOHNEN RENE PECOVNIK: meisterwelten.at ◆ WohnInnovator und unter den Top1000 Steirerinnen und Steirern: R. Pecovnik IKARUS

Innovationen und Design-Objekte Kunden zufrieden stellen, ist Rene Pecovnik zu wenig. Er will Unlösbares lösbar machen. Weil ihm das oft gelingt, sprühen seine Werke vor Kreativität, bieten aber beste Funktionalität im Alltag. Er plant und fertigt komplette Räume und Geschäfte, vom Boden bis zur Decke. INFOS: www.rene.pro

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PRO & KONTRA DAS SPRICHT FÜR DIE AIRPOWER

DAS SPRICHT GEGEN DIE AIRPOWER

Lernen für den Einsatz

Internationale Strahlkraft

Ein falsches Signal

Man streut uns Sand in die Augen

Es ist von großer Bedeutung, der arbeit mit Hunderten Piloten Bevölkerung zu zeigen, dass mit und Technikern aus dem Ausihrem Steuergeld ein land Erfahrungen auszustarkes, modernes und tauschen und voneinanschnelles Bundesheer fider zu lernen. Die Sinanziert wird, das der cherheitsvorbereitunBevölkerung im Katagen erfolgen in enger Zustrophenfall, wie beim sammenarbeit mit den letzten Hochwasser, Behörden und sind eine rasch und wirksam hilft, hervorragende Einsatzdas unsere Souveränität vorbereitung auf Kataim Luftraum mit großer strophenfälle. Glaubwürdigkeit sichert Airchief BrigaObwohl sich die Luftdier Karl Gruber streitkräfte in den letzund auch im Ausland solidarisch wirksam ten Wochen auf die Verwird. Gleichzeitig ist die Airanstaltung konzentriert haben, power auch ein wertvolles verringert das unsere EinsatzbeÜbungsvorhaben, nämlich die reitschaft nicht – eher im GegenBUNDESHEER Gelegenheit, in der Zusammen- teil.

Dass die Region zwischen Bruck Idealfall wieder. Was wir heuer und Predlitz am Airpower-Woganz besonders merken, ist die chenende 30.000 zusätzinternationale Strahlliche Nächtigungen verkraft, die die Airpower zeichnet, ist nur die eine mittlerweile hat. Bei unerfreuliche Sache. Geserem Buchungsbüro von nauso wichtig wie die unSteiermark Touristik gemittelbar erzielbaren hen sehr viele BuchunNächtigungen ist aber gen aus Deutschland und das positive Image, das da auch aus Osteuropa ein. hinausgetragen wird. Die Viele buchen jetzt noch Airpower ist ja nur zwei kurzfristig, da geht’s bis Tage, das Aichfeld hat 365 Tourismusboss zur letzten Minute rund. Tage im Jahr offen. Wenn Georg Bliem Als Touristiker freut es der Gast einmal da ist, mich auch, wie sich die sieht er auch, was es sonst noch Region als Flug- und Motorsportherum gibt, vom Red-Bull-Ring zentrum positioniert und wie geüber die schöne Berglandschaft schlossen die Bevölkerung daKLZ/KANIZAJ bis zur Therme – und kommt im hintersteht.

Die Airpower ist ein falsches minimal – in Summe zählt aber Signal. Freilich sind die Sorgen jeder vermiedene minimale Einund Ängste der Menzelbeitrag. Man muss schen Lärm und Umwelt auch fragen, behübschen betreffend ernst zu nehwir da etwas, machen men – aber die Jugend wir einen Sport aus etlenkt man in eine falsche, was, was in seinem urnicht zukunftsweisende sprünglichen VerwenRichtung. Denn wozu dungszweck mit Blutverstifte ich die Leute an? gießen zusammenhängt? Die Burschen steigen in Ich bin keine Gegnerin ihre Autos und lassen die des Bundesheers, es soll Motoren aufheulen, ein Univ.-Prof. Helga eine Ordnungskraft geGefühl von Macht und Kromp-Kolb ben im Land, weil wir auf Stärke wird vermittelt. turbulente Zeiten zugeDamit meistern wir die Zukunft hen. Es ist bis zu einem gewissen nicht. Die Menge an Gift und Grad legitim, dass das Heer Schadstoffen ist im Vergleich zeigt, was es kann – aber nicht als KLZ/BAUER zur Jahresmenge in Österreich ein solches Spektakel.

Für Österreich ist eine Veranhauptet wird, dann muss sie sich staltung wie diese unpassend. So selbst tragen. Zwar steht außer eine Flugschau ist immer Zweifel, dass die Veranauch eine Schau der Rüsstaltung regionalwirttungsindustrie, über die schaftlich einen positiman anscheinend im ven Effekt hat. Aber die Nachhinein versucht, die gesamtwirtschaftliche sündteuren Eurofighter Bilanz ist schon hinterzu rechtfertigen. Da fragenswert. Sie wird stellt sich die Frage, wavon den Veranstaltern rum es dafür öffentliche regelmäßig übertrieben Förderungen geben dargestellt. Man streut muss. Allein die Steier- Lambert Schön- der Bevölkerung Sand in mark steuert 800.000 leitner, Grüne die Augen. Dazu komEuro direkt aus dem men SicherheitsbedenBudget bei, und das in Zeiten des ken. Die Flugshow spielt sich allgemeinen Sparens. Wenn die über bewohntem Gebiet ab, eiAirpower wirtschaftlich so gro- nen Unfall kann niemand ausKLZ/KANIZAJ ßen Nutzen hat, wie immer beschließen.


GEFÄLLT MIR/NICHT

SÜD & SÜDWEST

MITTENDRIN DIE REPORTAGE

SONNTAG, 23. 5. MAI JUNI2013, 2013,SEITE SEITE3634

Das Weben ist ihre ganz große Leidenschaft

KOMMENTAR BETTINA KUZMICKI

Toller Einsatz

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s ist schon beeindruckend, wenn man Menschen wie Marcel Resch aus St. Johann im Saggautal trifft. Erst zwanzig Lenze zählt der junge Südsteirer, der sich unermüdlich in seiner Pfarre engagiert. Die Gemeinschaft liegt ihm am Herzen, Menschen, denen es nicht so gut geht, sowieso. Das erklärt auch, warum der junge Mann zuletzt Wochenende für Wochenende in den Pfarren der Region unterwegs war, um unermüdlich PapayaSamen zu verkaufen und so möglichst viele Spendengelder für eine Krankenstation im brasilianischen Dorf Marawatsede zu sammeln. ie Mission ist dem jungen Südsteirer gelungen. Der Einsatz hat sich ausgezahlt. Und quasi als Krönung darf er Anfang August bei der Eröffnung der Krankenstation auch persönlich dabei sein. Dann kann er quasi live sehen, wofür er sich so unermüdlich eingesetzt hat.

D

Sie erreichen die Autorin unter

Lisa Fruhwirt wohnt in Unterlabill und ist Schülerin PACHERNEGG

Die Lehrer haben stets ein offenes Ohr Offenes Ohr. Ich habe großes Glück mit meinen Lehrern. Sie sind sehr verständnisvoll und nehmen sich Zeit für meine Probleme. Mit guten Ratschlägen stehen sie mir zur Seite und haben immer ein offenes Ohr mich.

Regina Strunz aus Bad Gams webt seit rund 30 Jahren. Ihr Beruf ist ihre Berufung. Die Leidenschaft für die Weberei gibt sie mittlerweile im Odilien-Institut weiter. MARTINA PACHERNEGG

ie Liebe hat Regina Strunz zum Weben gebracht. Die traditionelle Weberei ihrer Schwiegereltern hat sie begeistert und bis heute nicht mehr losgelassen. Seit mittlerweile 30 Jahren webt Strunz in Bad Gams Teppiche, Bankauflagen und Tapezierungen. „Auf meinen 100 Jahre alten Webstühlen webe ich von Hand“, erklärt Strunz, während ihre Finger über die angefangene Sitzunterlage streifen. Vier Webstühle in verschiedenen Größen stehen in der Werkstatt von Strunz. Es riecht nach Wolle. Stoff- und Wollballen lagern farblich sortiert in Regalen. Zahlreiche Webgabeln und Webschiffchen sind in der Werkstatt verstreut. An einem der größeren Webstühle arbeitet Strunz an ei-

D

nem großen Fleckerlteppich. „Bei dieser Teppichart muss ich exakt arbeiten und vor allem messen. Der Teppich zieht sich beim Weben zusammen und so kann es beim Weiterweben zu Unterschieden in der Breite kommen.“ Strunz nimmt zwei Holzspanner und fixiert sie in den Seiten des halb fertigen Teppichs. „Einen Fleckerlteppich muss man sechs Prozent breiter weben, als er dann tatsächlich ist“, erklärt Strunz fachmännisch. Geübt wickelt sie eine Schnur aus zusammengenähten Stoffresten auf eine Webgabel und beginnt zu weben. Konzentriert führt sie die Webgabel unter die gespannten Fäden und betätigt einen Hebel. Ein schwerer Balken, der sogenannte Webkamm, schiebt daraufhin das Gewebe

Regina Strunz webt seit 30 Jahren mit Begeisterung auf ihren 100 Jahre alten Webstühlen

zusammen, um den Teppich zu festigen. „Die Festigkeit meiner Teppiche spricht für ihre Qualität.“ Die Auswahl der Wolle oder des Stoffs trifft Strunz meistens gemeinsam mit ihren Kunden. „Farben und Muster müssen vor dem Weben abgesprochen werden. Man kann mir auch Wolle zum Weben mitbringen“, sagt Strunz. Erdtöne von Beige bis Braun liegen im Trend.

PACHERNEGG (2)

Koordination. Es ärgert mich, wenn viele Schularbeiten und Tests innerhalb einer kurzen Zeitspanne zu erledigen sind. Eine bessere Planung würde uns Schülern das Leben wirklich erleichtern. Lassen auch Sie uns wissen, was Ihnen gefällt und nicht gefällt! Text und Foto bitte an leibred@kleinezeitung.at.

ZITATE DER WOCHE Im Netz. Fotos von der Weberei Strunz in Bad Gams www.kleine.at/ DL

Aus Leidenschaft zum Beruf und mit ihrem breit gefächerten Fachwissen hat sie auch eine Lehrerstelle angenommen. „Seit 1998 unterrichte ich am Odilien-Institut praktische und theoretische Weberei“, erzählt Strunz stolz. Ihr Wissen geht weit über das Teppichweben hinaus. „In der Schule weben wir auch Stoffe. Also sehr feine Sachen.“

bettina.kuzmicki@kleinezeitung.at

Wir sind heute mit rund 80 Mitarbeiterin der größte touristische Arbeitgeber der Region. Josef Bischof, Geschäftsführer des Heilmoorbades Schwanberg, das sein 40-jähriges Bestehen feiert Es gibt gar keinen Grund, den Kopf einzuziehen. Wir verlassen hoch erhobenen Hauptes die schulische Bühne in St. Johann im Saggautal. Direktorin Barbara Prattl zur Schließung der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft mit Ende des Schuljahres

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FÜR SIE DA Regionalredaktion Leibnitz Bettina Kuzmicki, Thomas Wieser, Robert Lenhard Wagnastraße 1, 8430 Leibnitz Tel. (0 34 52) 71 1 21, Fax-DW 15 leibred@kleinezeitung.at Aktuell: Alle News aus der Region im Internet unter www.kleinezeitung.at/LB

Kleine Hilfestellung in der Weberei D

ie Webstühle in der Weberei Strunz machen einen imposanten Eindruck. Vorsichtig taste ich mich an das traditionsreiche Handwerk von Regina Strunz heran. Ich nehme eine Webgabel in die Hand und spüre das glatte Holz. Strunz gibt mir ein Wollknäuel und zeigt mir, wie ich die

Wolle ordnungsgemäß auf die Gabel wickle. Die erdigen Brauntöne der Wolle werden dann zu einem flauschigen Bettvorleger verarbeitet. Am Webstuhl selbst arbeitet nur Strunz selbst. „Beim Zusammenschieben der Wolle muss man sehr achtsam sein, ansonsten gibt es Verletzte,“ erklärt

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sie. Ich hätte nicht gedacht, wie viel handwerkliches Geschick und Zeit für einen Fleckerlteppich aufgebracht werden müssen. Durch das Arbeiten bei Strunz habe ich gelernt, dass ein handgefertigter Teppich fest gewebt ist und jahrelanger Belastung standhält. M. PACHERNEGG

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12 | STEIERMARK-THEMA

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 21. JUNI 2013

Landesspitze serviert Gemeinden Fusionsprämie

ZITIERT Es ist ein Anreiz, mitzumachen und mit dem Geld vor der Fusion noch etwas für die Gemeinde umsetzen zu können. Hermann Schützenhöfer, ÖVP

Es ist angerichtet: Voves und Schützenhöfer haben 20 Millionen für reformeifrige Gemeinden im Topf APA/HOCHMUTH

200.000

Bürgermeister, die diese Möglichkeit nicht nutzen, laufen Gefahr, dass man es ihnen einmal vorhält. Franz Voves, SPÖ

Euro maximal kann jede fusions-

bereite Gemeinde vom Land als Prämie kassieren. Nur in Ausnahmefällen fließt mehr. Das Geld kommt aus dem Reformfonds, der vorerst mit 20 Millionen dotiert wurde.

B

Euro erhält jede Gemeinde,

HOFFMANN

Anstatt weiteres Geld zu verpulvern, sollen Voves und Schützenhöfer endlich den Pflegeregress abschaffen. Peter Samt, FPÖ

ewegung kommt wieder in die Gemeindestrukturreform: Die Reformpartner belohnen Fusionswillige mit bis zu 200.000 Euro pro Gemeinde. Abzuholen bis spätestens 30. September. 20 Millionen Euro haben Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und Vize Hermann Schützenhöfer (ÖVP) dafür in einem Reformfonds geparkt. Tenor: „Jetzt wird es sehr ernst.“

die spätestens bis 30. September im örtlichen Gemeinderat zu fusionieren beschlossen hat. Freilich muss die Fusion den Landesplänen entsprechen.

Euro pro Einwohner zahlt

Das ist sicher nicht das große Zuckerl Peter Samt für eine finanzstarke Gemeinde, wie wir es sind. Peter Gspaltl, Bürgermeister Grambach

FPÖ

das Land zusätzlich jenen Gemeinden, die sich bereits im Vorjahr zu einer Fusion entschlossen haben. Die Verwendung der Mittel ist Gemeindesache.

Ebenso für die Gemeindeinitiative, die sich gegen Zwangsfusionen stemmt. Kommenden Dienstag ist ein Gipfel mit der Landesspitze angesetzt, tags darauf fällt im Landhaus die Vorentscheidung über die Anliegen von mehr als 120 Gemeinden. Dass man der Forderung „nach einer verpflichtenden Volksabstimmung bei Gemeindefusionen“

Die Kosten der Gemeindefusionen sind enorm und sollen von der Regierung endlich auf den Tisch gelegt werden. Lambert Schönleitner, Grüne

Kraftwerk: Schrittwieser (SPÖ) nimmt Mayr-Melnhof den Wind aus den Segeln J

B

(wir berichteten). Auch ein Gespräch mit dem zuständigen Landesrat Siegfried Schrittwieser (SPÖ) brachte keinen Erfolg: Eine neue Chance für den Bau der 13 Windräder könnte es in fünf Jahren geben, wenn das Sachprogramm evaluiert wird. ★ ls versierte Vizelandesamtsdirektorin und rechte Hand von Vize-LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) war sie die Favoritin. Und wirklich, Margit Kraker setzte sich am Donnerstag im Hearing zum Landesrechnungshofdirektor gegen die Ka-

liber Jürgen Kasper (Land) und Florian Pock (Bund) Windkraftausbau: durch. Die ei- Siegfried Schrittgentliche Kür wieser HOFFMANN des Nachfolgers von Johannes Andrieu – er ist wie Kraker aus einem ÖVPPolitbüro gekommen – „findet in der Landtagssitzung am 2. Juli statt“, erläutert Landtagspräsident Franz Majcen. it Krakers Wechsel in den Landesrechnungshof ist vorläufig der Posten des Büroleiters bei Schützenhöfer unbe-

M

nachkommt, gilt bei SPÖ und ÖVP als ausgeschlossen. Die Frage lautet, wie man die Reformkritiker dennoch besänftigen kann. Eine Möglichkeit: Das Gemeindebezügegesetz wird novelliert, das Ziel „ist eine Erhöhung der Bürgermeisterbezüge“, steht im jüngsten Schreiben der Reformpartner an die Bürgermeister. Auch die Ortsteilbürgermeister sollen eine Gage erhalten. Ob das wirkt, wird man in der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause wissen: Dann befasst sich laut LH Voves der Landtag offiziell mit den Reformkritikern. Rot und Schwarz wollen einen Schlussstrich ziehen. Andere sehen das als Auftakt jahrelanger (Rechts-)Streitigkeiten. Daher sagt Schützenhöfer den Skeptikern nicht zufällig dieser Tage: „Wer mitmacht, wird belohnt.“ Vorreiter wie die Gemeinden Gai, Hafning und Trofaiach erhalten vom Land eine Prämie von 50 Euro pro Einwohner. Wer erst heuer offiziell eine Fusion beschließt (oder beschlossen hat), der erhält 50.000 Euro. Anders als der Bund, der pro Gemeinde weniger als 200.000 Euro – nach der Zusammenlegung und in Raten – auszahlt, wird von Landesseite jede Kommune ab sofort

Finanzspritze für Straßenbau

POLITIK INTERN

A

Bis zu 200.000 Euro zahlt das Land jeder reformfreudigen Gemeinde – aber nur bis Herbst. Und: Die Reformkritiker treffen die Landesspitze. THOMAS ROSSACHER

50 50.000

Wenn die Bürger eingebunden wurden und die Gemeinden fusionieren wollen, dann ist an dieser Prämie nichts Otmar Hiebaum auszusetzen. Otmar Hiebaum, Gemeindeinitiative

etzt ist es quasi amtlich: Aus dem geplanten Windpark von Mayr-Melnhof auf der Gleinalm wird (zumindest vorerst) nichts. Die Landesregierung segnete gestern mit dem Sachprogramm Windenergie den Fahrplan für den Windkraftausbau im Land ab. Dieser sieht zwar eine Verdreifachung der steirischen Windkraftleistung vor – das Projektgebiet auf der Gleinalm bleibt aber rote Zone und damit für Windräder tabu. ei Mayr-Melnhof hatte man sich bis zuletzt gegen die Ausweisung als rote Zone gewehrt

GELD FÜR GEMEINDEN | 13

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 21. JUNI 2013

15 Millionen Euro zusätzlich für die desolaten Landesrouten. setzt. Auch stellt sich intern die Frage, wen die ÖVP Margit Kraker setzt sich in Hea- Helmut Hirt in Landesring durch LAND der amtsdirektion zur Seite stellen wird. Neu zu besetzen ist noch die Wohnbauabteilung, als Siegfried Kristans Nachfolger wird Gerhard Uhlmann (Büro ÖVP-Landesrat Hans Seitinger) gehandelt. Und ja: Auch für Andrieu ist eine geeignete Stelle zu suchen. GÜNTER PILCH, THOMAS ROSSACHER

GRAZ. Der heimischen Bauwirtschaft ging es schon besser, den Landesstraßen sowieso: Laut interner Erhebung weisen 2130 Kilometer gravierende Mängel auf. Doch für die Sanierung fehlt es an Geld, wurde FPÖ-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann nicht müde zu betonen. Auch die Wirtschaftskammer Steiermark warnte davor, die Routen verkommen zu lassen. Nun reagierte die Landesregierung. Es werde „15 Millionen zusätzlich für die Erhaltung und Sanierung der steirischen Landesstraßen geben“, erklärten Wirt-

schaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) und Finanzlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ) am Donnerstag. „Dort, wo es nötig ist, wird auch in Wachstum investiert“, ergänzte Landeshauptmann Franz Voves (SP). Man greift auf Gelder zu, die im letzten Jahr nicht hatten verwendet werden müssen. Wo werden die zusätzlichen Mittel verbaut? Verkehrslandesrat Kurzmann wird der Regierung eine Prioritätenliste vorlegen. Vorab ist klar: „Ein Teil wird zur Beseitigung von Unwetterschäden, vor allem in der Ober-

steiermark, verwendet.“ Der entsprechende Bud- Verkehrslandesgettopf sei rat Gerhard KurzEDER nämlich be- mann (FP) reits leer. Dringend saniert werden müssten laut Straßenerhaltern auch Abschnitte der Eisenstraße (B115), der Mariazeller (B20) und der Murauer Straße (B96). Freilich reicht die Finanzspritze nicht aus, um alle Schäden zu beheben. Aber es sei „ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so KurzTHOMAS ROSSACHER mann.

belohnt. Das ist auch für die Gemeindeinitiative legitim, man „ist ja nicht gegen freiwillige Zusammenlegungen unter Einbindung der Bürger“, betont Sprecher Otmar Hiebaum. Sehr wohl ist man gegen Zwangsfusionen. Und diese, das stellte die Landesspitze am Donnerstag erneut klar, wird es geben. In welchem Ausmaß? Im Jänner war von 47 Kandidaten die Rede, aktuelle Zahlen nennen Schützenhöfer und Voves nicht. Kein Geheimnis macht man aus den „konstruktiven und produktiven Gesprächen“ von Graz und Umlandgemeinden. Welche Modelle für eine gemeinsame Raum- oder Verkehrsplanung gewählt werden, sollte man „bis 1. Jänner 2015 wissen“, so Voves.

Teil

27

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18 | STEIERMARK

Dieb zapfte Öl statt Diesel ab Rumäne (42) wurde von seinem Navi überführt. FÜRSTENFELD. Bei einem Einbruch in einer Fürstenfelder Baufirma war Mitte Mai ein 42-Jähriger auf frischer Tat ertappt und festgenommen worden, seinen Komplizen gelang die Flucht. Nun konnte die Polizei dem Verhafteten einen weiteren Einbruch in derselben Nacht bei einer Baufirma nahe Ilz nachweisen. Überführt hat ihn das Navigationsgerät in seinem Auto, das die Route aufgezeichnet hatte. Und diese führte direkt am Tatort vorbei. Beute machte er dort allerdings wenig. Statt des erhofften Diesels zapfte der Rumäne Hydrauliköl aus dem Radlader ab.

Teil

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 14. JUNI 2013

STEIERMARK | 19

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 14. JUNI 2013

Zug riss Auto entzwei: Lenker stieg selbst aus Grazer (31) übersah S-Bahn-Garnitur: Sein Auto wurde in zwei Teile gerissen, er selbst kam glimpflich davon. 14-Jährige bei Mopedunfall verletzt. WILFRIED ROMBOLD

A

Das blieb nach der Kollision mit dem Zug vom BMW des Grazers übrig. Dieser wurde nur leicht verletzt

25-Jährige nach Sturz in Diskothek verstorben Drei Tage nach der Rangelei starb junge Frau im Spital. Noch keine Entscheidung über Anklage. GRAZ. Die Überlebenschancen für Körperverletzung mit TodesfolDaniela G. wurden von Anfang ge oder fahrlässiger Tötung zuan als äußerst gering eingestuft. kommen. Noch sei aber nichts Am Mittwoch gaben die Ärzte entschieden, sagte der Sprecher den Kampf um das Leben der 25- der Staatsanwaltschaft Graz, jährigen Grazerin auf. Wie be- Hansjörg Bacher. Nach derzeitirichtet, war die junge Frau in der gem Stand der Ermittlungen könNacht auf Sonntag ne man nicht einin der Grazer DisEine Obduk- mal sagen, ob es kothek Bollwerk überhaupt zu einer nach einer Range- tion ist nicht Anklage kommt. lei mit dem Kopf nötig. Der Denn der Grazer auf der Tanzfläche war nur als ein am Gerichtsmedizi- Rande Beteiligter aufgeschlagen und seitdem nicht ner hat bereits in den Streit der mehr aufgewacht. alle Daten. beiden KontrahenDaniela G. hatte tinnen geraten. Als bei ihrem Sturz ein Hansjörg Bacher, STA Graz Daniela G. laut Zeuschweres Schädelgen zum wiederHirn-Trauma erlitten. Eine Ob- holten Mal auf einen anderen duktion der Leiche ist laut Staats- weiblichen Discogast losgehen anwaltschaft Graz nicht mehr wollte, versuchte sie der 36-Jährinotwendig, der Gerichtsmedizi- ge davon abzuhalten und stieß sie ner habe bereits alle Daten für ein von seiner Bekannten weg. DaGutachten gesammelt. raufhin stürzte die 25-Jährige Nun könnte auf den 36-jähri- rücklings über drei Stufen und gen Discogast, der die Frau gesto- prallte mit dem Hinterkopf auf ßen hatte, ein Verfahren wegen dem Boden auf.

FF MURECK

AKTUELL

Zwei Paragleiter-Abstürze ST. RADEGUND, RADMER. Zwei abgestürzte Paragleiter wurden gestern vom C-12-Rettungshubschrauber geborgen. Am Schöckl zog sich ein Sportler eine Schulterluxation zu, im Finstergraben erlitt ein Mann eine Verletzung an der Wirbelsäule.

Einbruchsserie METTERSDORF. Eine Serie von sieben Einbrüchen im Saßtal in den Nächten zum Dienstag und Mittwoch beschäftigt die Polizei St. Peter am Ottersbach. Tatorte waren Firmen, Büros und ein Gasthaus. In Mettersdorf wurde auch ein grauer Opel Zafira (Kennzeichen RA-717AW) aus einer Garage gestohlen.

Unfall durch Betrunkene GRAZ. Mit 1,3 Promille am Steuer ihres Pkw war am Mittwoch zu Mittag eine Grazerin (38) unterwegs. In der Stockergasse geriet sie mit dem Auto auf einen Gehsteig, wo sie eine 60-jährige Fußgängerin erfasste. Das Opfer erlitt eine schwere Fußverletzung, der Lenkerin wurde der Führerschein abgenommen.

bgelenkt sei er gewesen, begründete der 31-jährige Lenker später der Polizei gegenüber, warum er den herannahenden Zug übersehen habe. „Aber telefoniert habe ich nicht“, versicherte er. Dass der Grazer überhaupt noch lebt und von seinem Unfall berichten kann, stufen die Einsatzkräfte schon als ein kleines Wunder ein.

Denn der BMW des Grazers wurde gestern früh in zwei Teile zerrissen, nachdem ihn eine ÖBB-Triebwagengarnitur auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Gosdorf (Bezirk Südoststeiermark) erfasst und mitgeschleift hatte. „Zum Glück traf er ihn auf der Beifahrerseite. Jetzt kann er ein zweites Mal Geburtstag feiern“, merkte ein Polizist an. Denn der Grazer, der als Vertreter unterwegs war, hatte noch selbst mit einer blutenden Wunde am Kopf aus dem Wrack klettern können. Nach der Erstversorgung wurde er zur Kontrolle ins LKH Feldbach gebracht, der angeforderte Notarzthubschrauber konnte wieder umdrehen. Die S-Bahn-Garnitur, die mit zwei Fahrgästen an Bord von Radkersburg nach Spielfeld unterwegs war, wurde durch den

Unfall schwer beschädigt. Um sie wieder flott zu bekommen, mussten die ÖBB einen Hilfszug zur Unfallstelle schicken. Das Wrack des Grazers wurde von den Feuerwehren Mureck und Gosdorf geborgen.

Auto gegen Moped Schwere Verletzungen erlitt gestern früh in Bruck-Einöd die 14jährige Mitfahrerin auf einem Moped nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Pkw. Laut Polizei hatte ein Autolenker beim Linksabbiegen das entgegenkommende Mofa übersehen und erfasst. Der 14-jährige Mopedlenker wurde dabei leicht verletzt, seine gleichaltrige Sozia erlitt einen Oberschenkelbruch und wurde mit dem Rettungshubschrauber C15 ins LKH Graz geflogen.

Streit endete mit Cobra-Einsatz Bewaffneter verschanzte sich in seiner Wohnung. GRAZ. Ein Nachbarschaftsstreit eskalierte Mittwochnacht in einem Wohnhaus in Graz-Lend. Im Stiegenhaus ging ein 36-Jähriger zunächst mit einem Holzstock auf seinen Kontrahenten (43) los und verletzte ihn an der Schulter. Dann bedrohte er ihn auch noch mit einer Faustfeuerwaffe. Das Opfer flüchtete und alarmierte die Polizei, die mit mehreren Streifen anrückte. Doch weil der Verdächtige seine Wohnung nicht öffnete, wurde das Einsatzkommando Cobra angefordert. Dieses brach die Eingangstür auf und nahm den 36-Jährigen fest. In seiner Wohnung fand man eine Gaspistole samt Munition und eine geringe Menge Suchtgift. Jetzt sitzt der Mann in Haft.

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NACH DEM SCHLAGANFALL

Fähigkeiten und Funktionen neu erlernen In der Rehabilitation wird auf die Rückkehr in den familiären oder beruflichen Alltag vorbereitet. ie neurologische Rehabilita­ tion des Schlaganfalls ist in einen Stufenplan eingeteilt: Die Subakutphase B wird haupt­ sächlich auf neurologischen Fach­ abteilungen durchgeführt, die Phasen C und D in den neurolo­ gischen Rehabilitationszentren. Die Rehabilitation beginnt am ersten Tag der stationären Auf­ nahme – soweit es der Zustand der Patienten erlaubt. Die Fähig­ keit des Gehirns wird genützt, verloren gegangene Funktionen durch benachbarte Gebiete aus­ zugleichen oder zu übernehmen. Dafür braucht das Gehirn mög­ lichst früh Anreize. Die Therapie setzt sich aus ärzt­ lichen Tätigkeiten, Physiothera­ pie, Ergotherapie, Logopädie, Psy­ chologie, medizinischen Trai­ ningstherapien sowie pflege­

rischen und Maßnahmen der So­ zialarbeit zusammen. Spezielle therapeutische Anwendungen wie die Lokomotionstherapie oder der von der Klinik Judendorf mitentwickelte Handroboter er­ gänzen die therapeutischen Maß­ nahmen.

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Die Nachsorge

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Je nach Unterstützungsbedarf und persönlicher Situation wird die Nachsorge individuell abge­ stimmt. Betroffene und pfle­ gende Angehörige finden zusätz­ lich in Selbsthilfegruppen Unter­ stützung. Moderne Hilfsmittel, wie eine „Schlaganfall­App“ für Smartphones, unterstützen die häusliche Situation. ALLE WEITEREN INFOS finden Sie unter www.zeitisthirn.at


18 | STEIERMARK-THEMA

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 7. JUNI 2013

Wohnen wieder teurer: Plafond nicht erreicht

Wahlkampf um das beste Wohnkonzept Und: Neue Kontrollen der Wohnbeihilfe wirken.

Mieten und Eigentum erneut teurer. Vor allem im Großraum Graz, in der Dachstein-Tauern-Region und Südsteiermark. Kritik an hohen Auflagen. THOMAS ROSSACHER

ehen Mieten und Preise bei Eigentum durch die Decke? Angeheizt durch den Wahlkampf und den wachsenden Kritikerchor, wonach Wohnen gerade in Städten kaum mehr leistbar sei, war die Branche gewappnet. Im Angriffsmodus stellte man die neuen steirischen Preislisten vor: „Richtlinien treiben die Kosten um acht bis zehn Prozent nach oben“, kritisierte Bauinnungsmeister Alexander Pongratz. WK-Vizepräsident Benedikt Bittmann geißelte den „Bürokratieund Regulierungswahn“, während Immobilienobmann Gerald Gollenz betonte: „Der Preisanstieg ist weniger hoch ausgefallen als in den Vorjahren.“ Projekte wie jenes in der Grazer City mit bis zu 10.000 Euro je Quadratmeter seien absolute Ausnahme.

G PREISE UND MIETEN FÜR IMMOBILIEN IN DEN STEIRISCHEN BEZIRKEN Der Immobilienpreisspiegel 2013 der Wirtschaftskammer Steiermark (Fachverband für Immobilien- und Vermögenstreuhänder). In der Klammer die Veränderung zum Vorjahr in Prozent, Bezirksfusionen sind zu berücksichtigen. *Bezirksfusion 2013, kein Vorjahreswert **Bezirksfusion 2012, Schwankungen möglich

Bezirk

Eigentumswohnung Erstbezug

Eigentumswohnung gebraucht

Mietwohnungen

Bruck-Mürzzuschlag*

1522,80 Euro/m2

918,00 Euro/m2

5,00 Euro/m2

Deutschlandsberg

1631,50 Euro/m2 (–0,8%)

1071,40 Euro/m2 (+1,4%)

5,30 Euro/m2 (+4,3%)

Graz-Stadt

2881,20 Euro/m2 (+3,2%)

1718,50 Euro/m2 (+5,7%)

7,90 Euro/m2 (+2,2%)

Graz-Umgebung

2124,90 Euro/m2 (+4,3%)

1261,10 Euro/m2 (+6,8%)

6,50 Euro/m2 (+1,6%)

Hartberg-Fürstenfeld*

1543,30 Euro/m2

1006,20 Euro/m2

5,30 Euro/m2

Leibnitz

1912,20 Euro/m2 (+3,3%)

1234,50 Euro/m2 (+0,8%)

5,80 Euro/m2 (+6,1%)

Leoben

1850,00 Euro/m2 (+1,4%)

937,50 Euro/m2 (+1,3%)

5,70 Euro/m2 (+5,9%)

Liezen

1700,00 Euro/m2 (–8,5%)

1050,00 Euro/m2 (–1,2%)

7,00 Euro/m2 (+8,9%)

Murau

1511,10 Euro/m2 (+4,2%)

669,20 Euro/m2 (–2,2%)

4,10 Euro/m2 (+4,6%)

Murtal**

1476,6 Euro/m2 (+14,6%)

662,10 Euro/m2 (–2,2%)

4,30 Euro/m2 (+/-0%)

Südoststeiermark*

1533,30 Euro/m2

1182,50 Euro/m2

5,0 Euro/m2

Voitsberg

1590,30 Euro/m2 (+3,1%)

1001,00 Euro/m2 (+5,1%)

5,30 Euro/m2 (+2,30%)

Weiz

1966,70 Euro/m2 (–4,5%)

1307,20 Euro/m2 (–2,4%)

6,50 Euro/m2 (–2,7%)

Steiermark gesamt

1788,00 Euro/m2 (+3,7%)

1078,38 Euro/m2 (+3,6%)

5,66 Euro/m2 (+4,2%)

So oder so: Der Plafond ist nicht erreicht, die Preise steigen, wenn auch nicht mehr so stark

Quelle: IMMOBILIENPREISSPIEGEL 2013, Foto: EDER

GRAZ. Die Bundespolitik hat im Wahljahr 2013 das Wohnthema entdeckt, neben Bewohnern üben auch Immobilien- und Baubranche Druck aus. In der Steiermark hat die KPÖ das Thema besetzt. Angesichts steigender Preise fordert man einmal mehr, bei „Mieten das Richtwertsystem abzuschaffen und Obergrenzen einzuführen“. Auch müssten für den Wohnbau mehr Mittel verfügbar sein. „Zu uns kommen immer mehr Wohnungssuchende, 1700 stehen auf der Warteliste“, schildert man im Büro von Elke Kahr. Als Preistreiber hat Innungsmeister Alexander Pongratz die „unzähligen Auflagen“, von Behinderten- bis Umweltgerechtigkeit, geortet. Jene Auflagen kritisiert auch Wohnbaulandesrat Johannes Seitinger. Im Wissen um (ausgeräumte) Budgettöpfe fordert er, mit Geldern der Pensionskassen den Wohnbau anzukurbeln. Mit 1. Juni wurde die Eigenheimförderung umgestellt. Auch unterstützt Seitinger Ministerin Beatrix Karl, die auf vereinfachtes Mietrecht und mehr Kontrollen im sozialen Wohnbau drängt. Ebensolche Kontrollen macht das Land seit Sommer 2012 bei Beziehern der „Wohnbeihilfe neu“. Mit Erfolg, bei etwa jeder zehnten Kontrolle gibt es Beanstandungen. „Im Vorjahr machten die Rückforderungen 62.000 Euro aus“, heißt es bei Siegfried Schrittwieser. An der Beihilfe – 32.000 Steirer beziehen sie – will der SPÖ-Vize-Landeshauptmann nicht rütteln. Ein Erfolg sei zudem die Wohnhaussanierung. Für Gerald Deutschmann (FPÖ) hat die „Zweckbindung der Wohnbauförderung“ erste Priorität. Tenor: Die für den Wohnbau gedachten Gelder dürften nicht zweckentfremdet und zum Stopfen von Budgetlöchern missbraucht werden. Das sieht WK-Vizepräsident Benedikt Bittmann nicht anders.

IMMOBILIENPREISE | 19

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 7. JUNI 2013

Alexander Pongratz, der steirische Bauinnungsmeister WOLF (3)

Man darf nicht eine Verordnung nach der anderen herauslassen. Die Politiker sind an Kosten schuld, nicht die Baufirmen. Alexander Pongratz

wie früher. Vor allem der Großraum Graz, der Süden und die Region um Ski-WM-Stadt Schladming sind laut Immobilienpreisspiegel 2013 teure Pflaster (siehe Grafik). Die Landestrends: Rekordanstieg. Steirische Baugründe sind seit 2012 um knapp 14 Prozent – ein Länderrekord – teurer geworden. Der Durchschnittspreis beträgt 75,80 Euro pro Quadratmeter. In Graz sind in bester Lage 345,20 Euro fällig. Höhere Mieten. Die Mieten sind im Schnitt um 4,2 Prozent auf 5,60 Euro/m2 gestiegen, in der Landeshauptstadt sind 9,20 Euro bei Top-Lage am Markt möglich. Wertvolles Eigentum. Bei Neubauwohnungen kletterte der Quadratmeterpreis um 3,7 Prozent auf durchschnittlich 1788 Euro hinauf. Spitzenreiter ist, bei sehr guter Lage, wiederum Graz mit rund 3497 Euro. Die gebrauchten kommen auf einen Schnitt von 1078,30 Euro je Quadratmeter (plus 3,6 Prozent), das Maximum

Plus 4,2 Prozent bei den Mieten und den Einfamilienhäusern. Im Bundesländervergleich ist die Steiermark noch günstig. Benedikt Bittmann

sind 2403 Euro in 1a-Lage (Graz). Haustraum. Bleibt zu erwähnen, dass auch die Einfamilienhäuser (Landesschnitt: 1256,80 Euro/m2 – um 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr) und die Reihenhäuser (Landesschnitt: 1205,50 Euro, plus 0,5 Prozent) nicht günstiger wurden. Freilich schwanken die Bezirkswerte: In Hartberg-Fürstenfeld sind die Baugründe am günstigsten. Neuer sowie gebrauchter Wohnraum ist im Murtal, in Murau und im Mürztal durchaus erschwinglich. In den nächsten Jahren, meint Gollenz, werden sich die Preissteigerungen bei drei bis vier Prozent einpendeln. Es sei denn, die Politik lenkt ein: Gemeindeweise zwei Parkplätze pro Wohnung ist laut Branche unsinnig. Lifteinbauten seien ebenso nicht überall nötig. Sehr wohl aber eine Reform des Mietrechts: „Derzeit ist der Vermieter der Teschek“, ätzt Gollenz. Und mit besseren Anbindungen wäre auch die Peripherie attraktiver.

GRAZ. Was die Branche „Ausreißer“ nennt, sehen andere als Paradebeispiel für überzogene Preise in Graz: die wunderbaren Wohnungen (50 bis 240 m2 ) am Pfauengarten, die nach Anbieter in Phase 2 zwischen 3995 und 9600 Euro/m2 kosten. Innungsmeister Alexander Pongratz, in die Projektentwicklung involviert, erinnert sich: „Interessenten meinten, sie wollen unbedingt das Obergeschoß, koste es, was es wolle.“ Wobei: Ein prächtiges Penthouse am Südtiroler Platz war mit 11.000 bis 14.000 Euro pro QuadratmeFLEISSNER ter im Gespräch.

Teil

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GETHER – DIE EINRICHTER: meisterwelten.at ◆ Einrichterin mit einem Faible für Zahnarztpraxen: M. Gether IKARUS

Alles für die Einrichtung

“„

Benedikt Bittmann, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark

„Das Obergeschoß, koste es, was es wolle“

Gerald Gollenz, Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder

In den Folgejahren werden sich in der Steiermark die Steigerungen bei drei bis vier Prozent jährlich einpendeln.

Gerald Gollenz

Michaela Gether und ihr Team beherrschen sie grandios: die Kunst des Einrichtens. Dabei bekommt man alles – ganzheitliche Konzepte, individuelle Planung, meisterhaft gefertigtes Mobiliar, Beleuchtung und Farbberatung – ob private Wünsche oder berufliche Anforderungen. INFOS: www.gether.at

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18 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 31. MAI 2013

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 31. MAI 2013

HILFE Die Regentinnen des 54. Narzissenfestes: Sarah Haslinger (Mitte) mit ihren Prinzessinnen Maria Schwab (links) und Nicole Moser

Junge Talente strahlten am Wahlabend in Aussee: Den Auftakt machte die 14-jährige Sängerin Brigitte Höller aus Grundlsee

Bischof Kapellari feierte gestern mit unzähligen Gläubigen Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, im Grazer Dom Modenschau der Ausseer Trachtenausstatter

NEUHOLD

Mit Witz und Charme zur Königin „

Offen gelebter Glaube Katholische Kirche beging gestern Fronleichnam. GRAZ. Mit unzähligen Gläubigen feierte Bischof Egon Kapellari gestern im Grazer Dom Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. „Wir als Kirche haben im öffentlichen Raum kein Monopol zu bean-

spruchen. Wir sind aber auch nicht bereit, das Christentum ins bloß Private verdrängen zu lassen“, so Kapellari in der Predigt. Denn die Kirchen trügen dazu bei, die Gesellschaft zu beleben und beseelen.

Eine neue Königin für Österreichs größtes Frühlingsfest: Sarah Haslinger aus Salzburg regiert den Blumenreigen mit zwei Steirerinnen. CHRISTIAN HUEMER

Kunstvolle Blumenteppiche in Deutschlandsberg, die Prozession fiel allerdings ins Wasser GERY. WOLF

HASSLER (3)

ie Ausseer sind wetterfest. „Wenn’s bei uns regnet, dann regnet es wenigstens besonders schön“, strahlt Christian Seiringer, Obmann des Narzissenfestes, der gestern mit der Wahl der Hoheiten den Startschuss für Österreichs größtes Frühlingsfest gab. Nach einer Modenschau der regionalen

D

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Trachtenausstatter stand zuerst die 14-jährige Sängerin Brigitte Höller aus Grundlsee auf der Bühne. „Wir wollen die Wahlveranstaltung auch dafür nutzen, jungen Talenten aus der Region eine Chance zu bieten“, so Seiringer, der schließlich die Kandidatinnen zum Finale bat. Gewonnen hatten sie alle schon – das große Online-Voting, bei dem Tausende Stimmen für

jede Einzelne abgegeben wurden. Jetzt galt es, das Publikum im Saal von Charme und Schönheit zu überzeugen.

Herzlich willkommen zum Fest. Wenn’s regnet, dann regnet es bei uns wenigstens besonders schön.

Schlagfertigkeit

Christian Seiringer, Obmann des Narzissenfestes

Die meisten Punkte bekam schließlich Sarah Haslinger aus Salzburg, die vor allem mit Wortwitz und ihrer Schlagfertigkeit beeindruckte. Die 23-jährige Studentin wird das 54. Narzissenfest als Königin regieren. „Unglaublich, ich liebe dieses Brauchtumsfest“, strahlte die frischgebackene Siegerin überrascht. Ihr zur Seite stehen Maria Schwab aus Irdning (21) und Nicole Moser (18) aus Bad Aussee.

Der Höhepunkt des Festes wird am Sonntag mit dem Umzug der Blumenfiguren erreicht. „Das Programm findet in vollem Umfang statt, die frischen Temperaturen der vergangenen Tage haben die Blüten extrafrisch gehalten“, erklären die Veranstalter. Sie bitten Besucher, die Anreise so zu gestalten, dass man am Sonntag bereits um 9.30 Uhr im Ausseerland eingetroffen ist.

Ärztenotdienst Tel. 141 Kinder-mobiler Notfalldienst Tel. 69 15 12 Apothekennotdienst, Gruppe 3: Nachtdienstwechsel um 8 Uhr. Hauptplatz 4, AdlerApotheke Tel. 83 03 42 Annenstraße 45, Apotheke „Zum grünen Kreuz“ Tel. 71 26 80 Nibelungengasse 26, Herz-JesuApotheke Tel. 83 06 29 Ostbahnstraße 3, EG, Murpark, Apotheke Liebenau Tel. 47 23 24 Weinitzenstraße 2, AntoniusApotheke Tel. 69 13 77 Weblinger Gürtel 25, SCW, Regenbogen-Apotheke Tel. 29 29 79 Hitzendorf 280, MarienApotheke Tel. 0 31 37/43 0 43 Tierärztl. Notdienst Tel. 68 11 18 Mobiles Palliativteam Tel. 0664/220 11 44 Telefonseelsorge Tel. 142 Anonyme Geburt Tel. 0800/83 83 83 Frauenhaus Tel. 42 99 00 Notschlafstelle für Jugendliche bei Krisen Tel. 48 29 59

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SCHMIEDE- UND REPARATUR WECHSELBERGER: meisterwelten.at ◆ Bodenständig mit viel Feinsinn: Hans Wechselberger und seine Frau Marianne

„Wir haben genügend Parkplätze zur Verfügung, die Gäste werden mit Shuttlebussen zu den Programmpunkten gebracht.“ Das Blumenfest wird heuer auch wieder zum Medienereignis: Neben Dutzenden Journalisten aus Österreich ist mit Xinhua auch die größte Nachrichtenagentur Chinas mit einem eigenen Fernsehteam im Ausseerland akkreditiert.

Unfall mitten im Bosrucktunnel

Detektiv fasste Ladendiebinnen

ARDNING. Tragisch endete gestern ein Unfall im Bosrucktunnel der Pyhrnautobahn. Ein 72-jähriger Pensionist aus Oberösterreich war mit seinem Motorrad in Richtung Norden unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache mitten im Tunnel auf die Gegenfahrbahn geriet. Ein entgegenkommender Autolenker, ein 22-jähriger Salzburger, konnte nichts mehr tun. Es kam zum Frontalzusammenstoß, bei dem der Motorradlenker so schwer verletzt wurde, dass er im LKH Rottenmann starb.

GRAZ. Auf den Diebstahl von Sonnenbrillen und Hosen spezialisiert hatten sich zwei in Graz lebende Frauen. Gleich mehrmals griffen sie im Mai in einem Kaufhaus in der Sackstraße zu. Bis einem Sicherheitsangestellten am Mittwochabend gegen 19 Uhr das Treiben der beiden Frauen auffiel. Er hielt die Diebinnen fest, alarmierte die Polizei. Die 40-Jährige legte ein umfassendes Geständnis ab, ihre 36-jährige Komplizin ist teilgeständig. Beide werden wegen Diebstahls zur Anzeige gebracht.

IKARUS

Handwerker mit Leib und Seele Hans Wechselberger arbeitet ressourcenschonend und nachhaltig. Seine Arbeiten erfüllen nicht nur eine Funktion, sie bringen tagtäglich Freude – ob kunstvolles Metalldesign, die Reparatur von Maschinen, Aufhängehaken für die Industrie, Prototypen oder Arbeitsbehelfe. INFOS: schmiede-reparatur.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 24. MAI 2013

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 24. MAI 2013

Defekt löste Großbrand aus

Höchststrafe für Entführung einer 15-jährigen Grazerin

SICHERE BAUSTELLE

Geistig abnorm und höchst gefährlich: Deutscher nach Entführung und Vergewaltigung zu 15 Jahren verurteilt und eingewiesen.

stelle, auf der Arbeiter mehrerer Firmen tätig sind, muss vom Koordinator ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan erstellt werden. Er regelt auch den Umgang mit gefährlichen Stoffen.

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Nur 20 Sekunden, nachdem sich die Arbeiter in Sicherheit gebracht hatten, explodierte die erste Gasflasche. Wie durch ein Wunder wurde

STEINMETZ­ MEISTER EGON KALA: meisterwelten.at

Erpresser drohte mit Rüsthaus-Sprengungen Mindestens 80 Drohanrufe in drei Wochen.

◆ Immer mit 100 Prozent bei der Arbeit: Egon Kala IKARUS

Natursteine in perfekter Form Wer bei Egon Kala Steinmetzarbeit bestellt, der kann sicher sein: sie ist exklusiv und nach Maß. Er beherrscht sein Handwerk, legt großen Wert auf Weiterbildung und freut sich über ausgefallene Wünsche – ob für Küche oder Bad, Grabsteine, Fußböden oder Fensterbänke. INFORMATION: www.kala.at

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MÜRZZUSCHLAG. Die Serie der Drohanrufe begann am 28. April mit einem Anruf in Veitsch und dauerte bis Mitte Mai – dann konnten Beamte der Polizeiinspektion Mürzzuschlag den Täter ausforschen. Der 34-jährige gebürtige Wiener mit Zweitwohnsitz im Mürztal hatte im genannten Zeitraum mindestens 80 Mal die Feuerwehren von Mürzzuschlag, Hönigsberg, Langenwang und Veitsch angerufen. Dabei forderte er die Abschaltung des Funks bzw. der Funkantennen, ansonsten werde er das jeweilige Rüsthaus sprengen. Zumindest bei einem Anruf wurde auch die Zahlung von 200.000 Euro gefordert. Der Bereichsfeuerwehrkommandant wandte sich natürlich sofort an die Polizei. Was der Erpresser bei seinen Drohanrufen nicht bedacht hatte: Ein Teil von ihnen war von der Feuerwehr aufgezeichnet worden. Am Sonntag, einen Tag nach seinem letzten Anruf, konnte

der arbeitslose Künstler nun festgenommen werden, mittlerweile sitzt er in der Justizanstalt Leoben in U-Haft – ein psychiatrisches Gutachten wurde bereits in Auftrag gegeben. Denn nach der Ausforschung des Mannes stellte sich rasch heraus, dass dieser kein Unbekannter war – selbst das Bundesamt für Verfassungsschutz in Wien hatte bereits einen Akt über den 34-Jährigen, da dieser österreichweit tätig war und beispielsweise bei Institutionen und auch dem Sozialministerium eine „Prämie für die Vernichtung der Juden“ ausgesetzt hatte. In der Steiermark soll er einen Anwalt belästigt und sogar die Erschießung des eigenen Onkels gefordert haben. „Wir waren schon sehr besorgt, immerhin haben wir auch Jugendliche im Rüsthaus“, freut sich Feuerwehrsprecher Robert Pusterhofer über die Ausforschung des Täters. DANIELE MARCHER

Kaputter Gasschlauch bei Flämmarbeiten führte zu Großbrand bei Leiner. Arbeiter entkamen nur knapp dem Tod. Im Geschäft läuft Betrieb weiter. WILFRIED ROMBOLD

ormaler Betrieb herrschte gestern wieder im Möbelhaus Leiner in der Grazer Annenstraße. Die Explosion und der Großbrand am Dach des Gebäudes am Mittwoch haben auf den Geschäftsflächen kaum Spuren hinterlassen. „Es schaut genau so aus wie am Tag davor, man riecht auch nichts mehr“, versichert Geschäftsleiter Martin Sacher. Einzig in die Babyabteilung im vierten Stock sei ein wenig Löschwasser eingedrungen. Laut den Brandermittlern des Landeskriminalamts hatte ein technischer Defekt bei den Flämmarbeiten den verheerenden Brand ausgelöst. „Eine Zuleitung ist geplatzt und Gas ausgeströmt“, erklärt Ermittlungsleiter Günter Peterka. Den dadurch entstehenden Brand versuchten die vier Arbeiter zunächst mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen – doch dann griffen die Flammen auf die Flüssiggasflaschen

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niemand verletzt STADT GRAZ/ERWIN WIESER

Das Haus war in elf Minuten leer. Durch die Bombenalarme am Bahnhof haben wir schon etwas Routine.

Martin Sacher, Leiner

über. Die Männer brachten sich in Sicherheit, nur 20 Sekunden später detonierte auch schon die erste Gasflasche. Nach den ersten Erhebungen dürften keine Pflichten verletzt worden sein, so Peterka. Flämmarbeiten waren auch schon bei einem Wohnhausbrand in der Vorwoche in Graz und bei weiteren spektakulären Bränden (Wiener Sofiensäle) Ursache gewesen. „Dabei werden Bitumenbahnen am Untergrund und an den Rändern mit einer Flamme verschweißt“, erklärt Dachdecker-Innungsmeister Helmut Schabauer den Arbeitsvorgang. Ein erhöhtes Brandrisiko bestehe vor allem bei Unterbauten aus Holz. Strenge Brandschutzrichtlinien müssten dabei erfüllt werden, man biete auch ständig Seminare an. „Aber es gibt halt auch Kollegen, die daran nicht teilnehmen. Und zwingen kann man sie nicht“, sagt Schabauer.

GRAZ. Selten war ein Gutachten für einen Angeklagten so vernichtend wie dieses: Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner gab gestern dem Schöffensenat unter Richter Martin Wolf präzis, klar und wortgewandt ihre Einschätzung des Angeklagten: „Es besteht eine fast 90-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine weitere Gewalttat in den nächsten zehn Jahren.“ Anfang Mai des Vorjahres hat der Deutsche Frank G. (44) eine 15-jährige Grazerin unter dem Vorwand, ein Au-pair zu suchen, zu sich in sein Auto gelockt und entführt. Auf der mehr als zehnstündigen Irrfahrt war das Mädchen unfassbaren Qualen ausgesetzt, wurde vergewaltigt und war, wie eine Gutachterin sagte, „Folter und permanenter Todesangst ausgesetzt“. Erst ein Unfall auf der A 9 stoppte die Irrfahrt. Das Mädchen vertraute sich im Spital Ärzten und einem Autobahnpolizisten an. Ganz anders lautet nach anfänglichem Geständnis die Geschichte des Angeklagten: Er sei das Opfer. Das Mädchen habe ausreißen und ihn zwingen wollen, nach Kroatien zu fahren, sonst würde sie ihn anzeigen. Davor habe er wegen seines Vorlebens Angst gehabt.

auf, der sich in sexuell geprägten Gewalttaten entlade. Auf eigenen Wunsch verlässt der Angeklagte – frustriert – für den Rest des Beweisverfahrens den Saal. Anhören muss er sich den Schlussvortrag von Staatsanwalt Konrad Kmetic, der die Höchststrafe fordert. Nach kurzer Beratung kommt der Schöffensenat diesem Antrag nach: 15 Jahre Haft und Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher. „Wann, wenn nicht in diesem Fall gibt man die Höchststrafe?“, begründet Richter Martin Wolf das Urteil. „Wir sind wenig über-

laden ein

»Echte Männer gehen in Karenz« – Beratungstag am 27. Mai 2013 9.30–11 Uhr: Info-Frühstück für Karenzpapas, Karenzmamas und solche, die es noch werden wollen – alle sind herzlich eingeladen! Mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Walter Rotschädl, Präsident der Arbeiterkammer Steiermark

Werwolf-Mentalität Die Gerichtspsychiaterin attestiert dem Angeklagten zwar Zurechnungsfähigkeit, aber eine „höhergradige geistig-seelische Abnormität“. Nach einer tragischen Kindheit sei er mit 15 erstmals straffällig geworden. Nach mehreren Sexualdelikten kam er als 17-Jähriger in Deutschland für 23 Jahre in „Sicherheitsverwahrung“. Er habe eine Persönlichkeitsstörung und eine „WerwolfMentalität“ entwickelt und baue bei Konflikten und Frustration wie ein „Dampfkochtopf“ Druck

raschend den Angaben des Opfers gefolgt“ und nicht der „abenteuerlichen Geschichte“, die das Opfer auch noch zur Täterin machen wolle. Im Ermittlungsverfahren seien „zweifellos Fehler“ passiert, deutet er kurz seinen Konflikt mit der Staatsanwaltschaft über nicht erhobene Beweise in diesem Fall an. Wegen seiner Gefährlichkeit wird der Angeklagte zusätzlich eingewiesen. Er meldet sofort Nichtigkeit, Strafberufung und Beschwerde gegen die Einweisung an. Das Urteil ist noch nicht ALFRED LOBNIK rechtskräftig.

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Entgeltliche Einschaltung

Für jede Bau-

11–16 Uhr: Beratungstag: Sie haben Fragen zu Karenz und Kinderbetreuungsgeld? Dann machen Sie sich einen Termin unter 05 7799-2590, 05 7799-2487 (Fax) oder frauenreferat@akstmk.at für den 27. 5. aus. Kinderbetreuung ist in unserer Krabbelstube möglich! Bei Anmeldung bitte bekannt geben!

Echte Männer gehen in Karenz

Ort: Arbeiterkammer Graz Kammersaal (Wandelhalle), Strauchergasse 32 8020 Graz www.maennerinkarenz.at


Heinz und Christine Trummer

SPA Hotel Erzherzog Johann

Qualität aus Meisterhand – echt und gut Handwerk lebt von der Einzigartigkeit und Persönlichkeit, der Menschen, die es ausüben. Die Produkte und Leistungen der steirischen Meisterbetriebe haben Herz und Charakter und stellen noch eine echte Bindung zum Konsumenten her, was Massenware schon lange nicht mehr kann. Über  qualitätsbewusste Meisterbetriebe aus der ganzen Steiermark und  Sparten zählen die Meisterwelten Steiermark seit ihrer Gründung im Dezember . Aber nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied der Meisterwelten sein.

Tradition ist den Meisterwelten wichtig, trotzdem arbeiten sie zukunftsorientiert Im Fokus des Zusammenschlusses und Zusammenarbeitens stehen nicht nur kreative und Werbelösungen, sondern eine ganze Bündelung von Leistungen. Im Netzwerk werden gemeinsame Strategien entwickelt, um den Anforderungen des globalen Marktes zu entsprechen, mehr noch: sich auch als kleiner Handwerksbetrieb darin erfolgreich zu behaupten. Dafür sind ein Vorstand, von den Meisterbetrieben selbst geleitet und geführt, eine Koordinatorin für die gesamte Steiermark und sechs regionale Projektleiter/innen vor Ort im Einsatz. „Gearbeitet wird auf drei Ebenen: Imagegewinn durch die gemeinsame Marke und den professionellen Auftritt nach außen, Vernetzung der Betriebe untereinander, zur besseren Nutzung von Synergien, sowie an der Weiterentwicklung der einzelnen Betriebe, durch innovative Ideen“, so Hans Wilding, orthopädischer Schuhmachermeister und Vorstandsmitglied der Hans Wilding Meisterwelten. Aber nicht immer folgen alten Meistern auch neue nach. „Handwerksberufe müssen daher besser positioniert werden. Das Umdenken, dass Lehre wertvoll ist, muss sich in den Köpfen stärker einprägen“, so Regina Strunz von der gleichnamigen Weberei in Bad Gams und

Regina Strunz

Obfrau-Stellvertreterin der Meisterwelten Steiermark. „Das gelingt mit unternehmerischen Initiativen und konsequenter Arbeit in den Regionen unter der gemeinsamen Marke“, so Regina Strunz weiter.

„Für mich ist sehr entscheidend, welche Arbeiten die Meisterwelten, neben ihren Grundaufgaben, von den Tischen der Unternehmer/innen wegbringen können. Und sind wir ehrlich, auf unseren Tischen liegt viel, was von einem Eck ins nächste geschoben wird und es gut wäre, würden wir uns darum kümmern. Sind wir richtig versichert? Gibt es gemeinsame Einkaufsmöglichkeiten? Zukunftsszenarien, die dann geboten werden können, wenn wir groß sind. Das heißt, je schneller wir wachsen, desto schneller können wir Vieles bieten“, so Heide Zeiringer, Obfrau der Meisterwelten und Heide Zeiringer Naturinstallateurin aus Murau.

Die Genossenschaft… …ist limitiert für 200 steirische Handwerksbetriebe in den nächsten Jahren …aber noch 17 Betriebe, die eine Aufnahme schafen, ersparen sich € 1.100,– Tipp: Im Herbst des Jahres erscheint das erste Buch über die Meisterwelten – veröffentlicht im Leykam Buchverlag und ab Mitte September im gut sortierten Buchhandel erhältlich, liefert es Inspiration und Ideen, wie Dinge, die mit der Hand gemacht sind, das Leben bereichern und mit Sinn erfüllen.

Meisterwelten e.Gen, Bahnhofstraße 95, 8990 Bad Aussee, Tel.: 0664/13 34 154, www.meisterwelten.at

GEWINNSPIEL So einfach geht´s: Frage auf www.meisterwelten.at/woman beantworten und ein markengeschütztes Kernöldirndl aus der neuen Kürbiskernölkollektion von Trachten Trummer im Wert von € 379,– oder ein 3 Tage/2 Nächte Package „Kuscheln & Genuss: Brennende Liab” im SPA Hotel Erzherzog Johann in Bad Aussee gewinnen. Alle Infos zum Gewinnspiel unter www.meisterwelten.at/woman

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 17. MAI 2013

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 17. MAI 2013

Bande zerschlagen: Neun Täter in Haft HANS BREITEGGER

lf Täter angezeigt, der Bandenboss und weitere acht Einbrecher in Haft, 17 Einbrüche in KFZ-Werkstätten in der Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich und im Burgenland geklärt, 30 Einbrüche in Wien und Niederösterreich vor der Aufklärung: Der Erfolg der Kriminalgruppe der Polizeiinspektion Jennersdorf, Burgen-

E

Teil

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STOLZ MÖBEL IN ST. GEORGEN/ MURAU: meisterwelten.at

◆ Individuell und an­ spruchsvoll: Gesamt­ lösungen von Jürgen Stolz IKARUS

Meisterlich und „Stolz“ einrichten Jürgen Stolz hat eine besondere Spezialisierung gefunden: die Bandbreite. „Denn nur wer anders ist, kann Einzigartiges leisten“, erklärt Stolz, der mit seinem kompetenten Team Handwerk und Design perfekt verbindet – Funktionalität aber immer in den Vordergrund stellt. INFO: www.stolz-moebel.at

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land, kann sich sehen lassen. Gemeinsam mit ihren Kollegen in Ungarn, der Kriminalaußenstelle Oberwart sowie der Kriminalgruppen der Polizeiinspektionen Feldbach und Fürstenfeld konnten sie in monatelangen Ermittlungen eine elfköpfige ungarische Einbrecherbande zerschlagen. Die Verbrecher hatten sich auf Einbrüche in KFZ-Werkstätten und den Diebstahl von Autoreifen und Alufelgen spezialisiert. Zehn von 17 Tatorten liegen in der Steiermark. Die Schadenssumme beläuft sich auf 500.000 Euro. Ein Bandenmitglied soll außerdem für 30 Einbrüche infrage kommen, die vor Jahren in Wien und Niederösterreich verübt wurden. Diesbezüglich wird noch ermittelt.

BANDE WAR AUF EINBRÜCHE IN KFZ-WERKSTÄTTEN SPEZIALISIERT 11-köpfige Bande – davon neun gegenwärtig in Haft Bandenchef Haupttäter hatte zwei verübten die Identitäten Einbrüche

Die steirischen Tatorte 1 Fürstenfeld 2 Feldbach 3 Großwilfersdorf 4 Lannach 5 Berndorf (Kirchberg/Raab) 6 Seiersberg

In Haft

In Haft

In Haft

Frei

In Haft

FÜRSTENFELD. Als interessierte Kunden gaben sich zwei etwa 45-jährige Frauen aus, die am Dienstagnachmittag bereits gegen Geschäftsschluss ein Juweliergeschäft in Fürstenfeld betraten. Sie wollten eine Goldkette kaufen, erzählten die beiden Frauen dem Verkäufer. Und dieser legte den vermeintlichen

Kundinnen diverse Goldketten vor. Während die eine den Verkäufer so ablenkte, griff die Zweite unbemerkt in die Schatulle, in der die Ketten lagen. Als die Frauen dann doch auf den Kauf der Goldkette verzichteten – sie wollten es sich angeblich noch überlegen – und das Geschäft wieder verließen, hat-

ten sie unbemerkt insgesamt 30 Goldketten mit einem Wert von mehr als 30.000 Euro gestohlen. Jetzt fahndet die Polizei nach den beiden Frauen, die als etwa 165 Zentimeter groß und mollig, mit dunklen Haaren und dunklem Teint beschrieben werden. Die beiden dürften miteinander Spanisch gesprochen haben.

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7 Niklasdorf 8 Oberaich 9 Rosental

Transporteure des Diebesgutes

10 Pichling

LIEZEN

In Haft

In Haft

In Haft

In Haft

In Haft

Frei

LIEZEN JUDEN -BURG MURAU

Aufmerksame Streife

Die erfolgreichen Ermittler der PI Jennersdorf: Harald Braun, Wolfgang Holzmann, Josef Kloiber, Othmar Lorenz (v. l. n. r.)

Stolz präsentierten gestern die österreichische und ungarische Polizei den Medien beider Länder ihren großen Fahndungserfolg, der vor knapp einem Jahr in Jennersdorf seinen Anfang nahm. Anfang Juni 2012 fiel einer Jennersdorfer Streife beim Hintereingang einer KFZ-Werkstätte ein Kastenwagen mit ungarischen Kennzeichen auf. Der Lenker behauptete, er habe sich auf dem Weg nach Klagenfurt ver-

fahren. Die Polizisten mussten ihn weiterfahren lassen, da gegen ihn nichts vorlag. Er folgte danach ganz offensichtlich einem Pkw, ebenfalls mit ungarischen Kennzeichen. Wieder schöpften die Polizisten Verdacht. Diesmal wollten sie den Pkw kontrollieren. Es gelang ihnen nicht, das Fahrzeug anzuhalten, die Beamten konnten sich aber das Kennzeichen notieren.

Unabhängig davon hatte die Polizei im Bereich Szombathely einen Kastenwagen mit Diebsgut sichergestellt und die österreichische Polizei informiert. Die Zusammenarbeit führte schließlich zum Erfolg. Vier Täter wurden inzwischen in Österreich zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, während der Bandenboss erst vor wenigen Tagen festgenommen werden konnte.

BRUCKMÜRZZUSCHLAG HARTB.FÜRSTENF.

8 7 LEOBEN GRAZ- WEIZ UMG. VOITSB. 3 1 Graz 9 10 6 5 2 4 DLBG.

SÜDOSTLEIBNITZ STMK.

Quelle: POLIZEI, Fotos: BREITEGGER (2), FOTOLIA (1)

Polizei konnte elfköpfige Bande aus Ungarn zerschlagen. Einbrecher hatten sich auf Diebstahl von Autoreifen und Alufelgen spezialisiert. Die meisten Tatorte befinden sich in der Steiermark.

Nach Besuch der Diebe waren 30 Ketten weg

Die Bande hatte in mehreren Gruppen gearbeitet. Ein Team hat die Grenze beobachtet, das zweite Team kundschaftete die Tatorte aus und führte die Einbrüche durch, das dritte Team transportierte die Beute ab. „Die Täter waren extrem vorsichtig“, so die Ermittler. „Oft haben sie bis zu sechs Stunden zugewartet, bevor sie die Einbrüche verübt haben.“

Diesel abgezapft

Schmuck erbeutet

Absturz mit Traktor

Schokodieb gefasst

KAISERWALD. Gleich bei mehreren Lkw, die in der Nacht auf gestern auf dem Autobahnrastplatz Kaiserwald abgestellt waren, zapften unbekannte Täter unbemerkt Diesel ab. Die Polizei spricht von mehreren Hundert Litern, bisher sind drei Geschädigte bekannt. Jetzt hofft die Polizei Spielfeld (Tel. 059133-6173) auf Hinweise.

GRAZ. Fette Beute machte ein unbekannter Einbrecher irgendwann zwischen Dienstagabend und Mittwochnachmittag in einer Wohnung am Grazer Grieskai. Er hatte die Wohnungstür aufgebrochen und dann Goldbarren, Goldmünzen und Schmuck im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro gestohlen.

MÜRZSTEG. Mit seinem Traktor war ein 85-jähriger Pensionist gestern Nachmittag in Mürzsteg unterwegs und dabei auf einem steilen Forstweg auf dem sogenannten Erzberg ins Rutschen geraten. Der Traktor kippte und überschlug sich, der Fahrer wurde eingeklemmt. Er erlag seinen schweren Kopfverletzungen.

GRAZ. Es begann mit dem Diebstahl eines Schokoriegels und endete mit zwei Verletzten. Weil zwei Detektive den 31-jährigen Ladendieb beim Verlassen des Geschäfts anhalten wollten, rannte dieser mit voller Wucht gegen den Kaufhausdetektiv. Dabei wurden beide verletzt. Der Dieb, der die Schoko im Hosenbund hatte, wurde angezeigt.

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◆ Mit großer Liebe zu allem, was grünt und blüht: Martin und Renate Zwanzger

Philipp Burger und „Frei.Wild“ scheiden die Geister

IMAGO

noch Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP). Die eigentliche Demonstration ist für heute um 16.30 Uhr vor der Stadthalle angekündigt. Vertreter von SPÖ, Grünen, KPÖ und anderen beteiligen sich an der Aktion „Kein Bock auf Rechtsrock“. Aus Sicht der FPÖ würde dabei bloß „linke Hysterie“ verbreitet, mein-

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Meister in Sachen Blumen & Blüten Besondere Gefühle werden seit jeher mit Blumen ausgedrückt. Stets verleihen sie Momenten einen kostbaren Charakter und genau diesen wissen Floristikmeisterin Renate und Gärtnermeister Martin Zwanzger gerade auch am Muttertag besonders zu unterstützen. INFOS: gaertnerei-zwanzger.at

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Pater August Janisch und Landesrätin Bettina Vollath freuten sich mit Oskar Stocker über die gelungene Vernissage ERTL

Kindergesichter verhüllen Altar Eine außergewöhnliche Verhüllung der Baustelle im Stift Rein haben sich Abt Christian Feurstein, Pater August Janisch und Pater Martin Höfler einfallen lassen: Sie baten den Grazer Künstler Oskar Stocker, die Holzwand hin zum Altarraum zu gestalten. Er entschied sich

für Kinderporträts, die auf Armut, Missbrauch, Ausgrenzung oder Pornografie aufmerksam machen. Zur Eröffnung von „Verbo(r)gen“ kamen unter anderem Landesrätin Bettina Vollath, Spiritual Stefan Ulz und Laudator Guido Schlimbach. Die Schau geht bis 3. November.

Grosz geht mit Partner Bund fürs Leben ein Heute ist für Gerald Grosz der große Tag: Der BZÖ-Nationalratsabgeordnete und Grazer ExGemeinderat verpartnert sich am Standesamt Graz offiziell mit seinem langjährigen Lebensgefährten Thomas (26). Die Zeremonie ist für den 36-Jährigen Privatangelegenheit; er will dazu keinen Kommentar abgeben.

23° 23°

5-Tage-Prognose Am Samstag ist zunächst häufiger mit Regen und Regenschauern zu rechnen und es ist merklich kühler als zuletzt. Erst später am Tag beruhigt sich vom Westen das Wetter leicht. Am Sonntag scheint vor allem im Süden zum Teil wieder die Sonne. Vom Nordwesten kommend ziehen aber in der Folge neue Regenschauerwolken auf. Zu Wochenbeginn steigt dann der Luftdruck und die Sonne setzt sich besser in Szene. Es wird wieder wärmer.

9/16°

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www.kleinezeitung.at/wetter © meteo experts Prugger&Troger OG

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BAUERNREGEL Florian und Gordian richten oft noch Schaden an.

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Die 2-Tages-Wetterprognose für viele internationale Städte sowie für beliebte Urlaubsorte in Nah und Fern. Senden Sie einfach ein SMS mit dem Namen WETTER und dem gewünschten Reiseziel an die Nummer 0900 872 872. (z.B.: Wetter Jesolo). Weitere Wetter-Infos erhalten Sie unter www.kleinezeitung.at/wetter

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Luftdruck: 1012 hPa, l. steigend Luftfeuchtigkeit: 60% (Mittag) Wasserstand Graz/Mur: gestern: 429 cm Gestern in Graz: 7 Uhr: heiter, 13° 12 Uhr: heiter, 21°

Hartberg 11/23°

Weiz 11/23°

Fürstenfeld Feldbach 11/23°

MEERESTEMPERATUREN

EUROPA HEUTE Dublin Dubrovnik Frankfurt Genf Hamburg Helsinki Istanbul Kopenhagen Laibach Larnaca Lissabon London Madrid Mailand Mallorca Moskau München Oslo Paris Prag Pula Rom Stockholm Triest Udine Venedig Warschau Wien Zagreb Zürich

19 Grad 20 Grad 20 Grad 20 Grad 17 Grad

REISEWETTER Rund ums Schwarze Meer gibt es viel Sonnenschein zu genießen und es ist angenehm warm. Mehr Sonne findet man außerdem in den meisten Mittelmeerländern vor. Lediglich ein paar Regenschauer oder Gewitter könnten vereinzelt stören. Nennenswerte Belastungen durch Pollen der Eiche und Platane sind vor allem während längerer trockener Phasen zu erwarten. Hainbuche und Birke (in höheren Lagen) reizen nur mehr gering.

EUROPA HEUTE Amsterdam Athen Barcelona Berlin Bozen Brüssel Budapest

10/15/12° bewölkt 16/22/18° Schauer 16/21/17° wolkig 13/20/16° Schauer 14/20/16° Regen 9/15/13° bewölkt 12/28/23° sonnig

12/24°

Leibnitz 12/23° 12/24° Bad Radkersburg

Obere Adria Mittlere Adria Südliche Adria Ägäis westl. Mittelmeer

POLLENFLUG

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7/23° WETTER-HOTLINE ☎ 0900 511 599 (2,16 Euro/min)

12/23° GRAZ

12/23°

Wien

EUROPA HEUTE UM 14 UHR

Im Internet. Wetterprognose für jede steirische Gemeinde EDER

Linz

Kosten pro SMS: 0,30 Euro.

5/22°

Voitsberg 11/23°

15/24°

15/17° St. Pölten 13/21°

Samstag 10.5. 18.5. 25.5. Sonne/heute 5.30 Sonne/morgen 5.28 Mond/heute 5.42 Mond/morgen 6.21

Knittelfeld 11/20°

Deutschlandsberg

23° 24°

Regionalprognose Der Tag beginnt zum Teil mit Bregenz Innsbruck 12/13° Sonnenschein und vor allem nach 13/15° Südosten hin kann die Sonne Lienz sogar länger scheinen und es ist 10/18° warm. Tagsüber zieht es aber aus dem Nordwesten zu und es breiten sich Gewitter und Schauer Mondkalender südostwärts aus. Stier: Achten Sie auf Hals und Ohren – sie sind an Stier-Tagen Biowetter Heute gibt es häufiger wetterbe- empfindlicher als sonst. dingte Kopfschmerzen.

Persönliche Wetterberatung (tgl. von 7 bis 16 Uhr)

Gerald Grosz

Judenburg 10/19°

Friedberg

Kartengrundlage: GIS STMK

17° 18° 20°

Bruck/Mur 10/21°

Leoben 11/20°

Neumarkt 10/20°

Bad Radkersburg

500

16°

Leibnitz

1000

Pack

1500

Graz

2000

Weiz

T

2500

Mürzzuschlag 10/20°

Mautern

St. Nikolai

Murau 10/18° Hochschwab

rotz heftiger Proteste und Debatten im Vorfeld tritt heute die Südtiroler Band „Frei.Wild“ vor mehr als 2500 Fans in der Messe Graz (Freiluftarena) auf. Die Polizei „ist in notwendiger Stärke vor Ort – mit Beamten in Uniform und zivil“, macht man in der Landespolizeidirektion bewusst kein großes Aufsehen um die „Deutschrocker“. Zwei Aktionen vor dem Konzert sind bislang angemeldet. Kein Vergleich zu Kundgebungen im Wahlkampf. Umso größer war der Wirbel um die Gruppe im Vorfeld. Am Donnerstag untermauerten die Jungen Grünen mit einer Aktion gegen die „Rechtsrock-Band“ ihre Forderung, das umstrittene Konzert abzusagen. Dem folgten bisher weder die Messeleitung

te der Grazer Klubobmann Armin Sippel. Auch Landesjugendsprecher Hannes Amesbauer erklärte, ungeachtet des „rot-grünen Geschnatters“ und des „Gutmenschen-Gelabers“ das Konzert besuchen zu wollen. Auf der anderen Seite erklärte Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich, die Texte der Band seien „Gift und verleiten manche Jugendliche zum Einstieg in die rechtsextreme Szene“. Freilich will die Band rund um Sänger Philipp Burger ihre Texte nicht politisch verstanden wissen und schon gar nicht etwas mit Rechtsradikalen zu tun haben. Musik und Videos könne man mit „Heimatbrauch“ als auch mit „Nazi-Ästhetik“ in Verbindung bringen, schrieb die „Berliner Zeitung“ über die in Deutschland so erfolgreiche Gruppe.

Gröbming Schladming 10/17°

Hieflau

Liezen 10/17°

DAS WETTER IM QUERSCHNITT Meter 0°C

NINA MÜLLER, THOMAS ROSSACHER

Mariazell 11/18°

Ausseerland 10/16°

Eine Kaltfront erreicht langsam vom Nordwesten kommend unser Land und bringt tagsüber zunehmend Wolken und danach auch Regenschauer oder Gewitter mit. Vorher ist es besonders im Süden und Südosten der Steiermark zum Teil noch länger sonniger.

Leoben

Auf Schlagabtausch der Parteien folgte eine Demonstration vor dem Graz-Konzert der umstrittenen Rockgruppe aus Südtirol.

Freitag, 10. Mai 2013 Namenstage: Isidor, Liliana, Lillian, Solange, Gordian, Lilia

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Teil

BLÜTEN, FLAIR & BINDEKUNST ZWANZGER: meisterwelten.at

Aktionen und Polizei vor „Frei.Wild“-Auftritt

H E U T E

Murau

Ärztenotdienst Tel. 141 Tel. 69 15 12 Kinder-Notfalldienst Apothekennotdienst, Gruppe 2: Nachtdienstwechsel um 8 Uhr. Herrengasse 11, Bären-Apotheke Tel. 83 02 67 Münzgrabenstraße 110, St.-Franziskus-Apotheke Tel. 82 50 62 Leonhardstraße 6, Apotheke „Zum guten Hirten“ Tel. 32 21 29 Eggenberger Allee 44, Apotheke „Zur Hoffnung“ Tel. 58 23 51 Augasse 77, KalvarienApotheke Tel. 68 42 66 Lazarettgürtel 55, Apotheke im Citypark Tel. 76 47 78 Unterpremstätten, Hauptstraße 95, St.-Thomas-Apo Tel. 0 31 36/54 4 70 Klinisch-Forensische Ambulanz – Untersuchung nach Gewalt und Missbrauch Tel. 0664/843 8241 Tierärztl. Notdienst Tel. 68 11 18 Palliativteam Tel. 0664/220 11 44 Telefonseelsorge Tel. 142 Anonyme Geburt Tel. 0800/83 83 83 Frauenhaus Tel. 42 99 00 Notschlafstelle Vinzitel Tel. 58 58 05

WETTER | 21

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 10. MAI 2013

Schladming

HILFE

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 10. MAI 2013

Dachstein

20 | STEIERMARK

8/14/11° Schauer 15/24/19° sonnig 12/18/15° bewölkt 13/18/16° Schauer 8/18/13° wolkig 11/19/15° bewölkt 16/22/17° bewölkt 8/16/13° wolkig 8/24/18° Schauer 18/27/23°Gewitter 14/22/18° wolkig 9/17/14° bewölkt 13/25/23° wolkig 14/19/16° Regen 13/25/20° wolkig 12/27/20° wolkig 13/14/11° Regen 6/15/12° Schauer 8/16/14° bewölkt 12/15/12° Regen 13/24/18° wolkig 12/24/19° wolkig 12/20/16° wolkig 17/23/18° bewölkt 14/23/18° Schauer 16/22/18° Schauer 14/26/21° bewölkt 15/24/16° Schauer 9/26/21° wolkig 13/15/13° Schauer

ÜBERSEE HEUTE Bangkok 29/37/33° bewölkt Hongkong 25/31/27° wolkig Johannesb. 9/20/13° sonnig Kairo 22/33/25° sonnig Las Palmas 19/26/24° sonnig Los Angeles 15/21/19° bewölkt Miami 23/30/26°bewölkt New York 13/26/21° bewölkt Peking 13/30/25° sonnig Rio 18/28/22° sonnig San Francisco10/16/14° bewölkt Sydney 13/22/17° wolkig Tokio 16/26/20°bewölkt Toronto 11/15/12° Schauer Tunis 16/28/23° wolkig Temperaturvorschau für 7, 14 und 19 Uhr


20 | STEIERMARK

Motorradunfall nach Reifenpanne Zweiradunfälle forderten auch ein Todesopfer. PLENZENGREITH, TILLMITSCH. Vermutlich ein Reifenschaden war schuld, dass ein 47-jähriger Motorradlenker aus dem Bezirk Weiz am Mittwochabend in Plenzengreith zu Sturz kam. Der Biker brach sich dabei den Unterarm und erlitt Prellungen. Tödlich endete, wie berichtet, am Mittwoch die Kollision zwischen einem Radfahrer und einer Mopedlenkerin in Tillmitsch. Nachdem der 44-jährige Radfahrer den Vorrang missachtet hatte, kam Gudrun Z. (33) aus Graz mit ihrem Moped zu Sturz und schlitterte direkt in ein Auto. Dabei verlor sie ihren Sturzhelm und erlitt tödliche Kopfverletzungen.

Teil

20

ORTHOPÄDIE WILDING: meisterwelten.at ◆ Johann Wilding verbindet Tradition und Moderne in seiner Handarbeit IKARUS

Nächster Eklat vor der Studentenwahl in Graz Nach Aus für ÖHKoalition besetzten FLUG, GRAS und VSStÖ Referate um. Am Montag bitten wir die Spitzenkandidaten in die „Uni-Arena“.

DIE STUDENTEN-WAHLEN Von 14.–16. Mai sind heuer die

Wahlen der Studenten an den österreichischen Unis. Alle zwei Jahre finden diese Wahlen statt. Die Studierenden wählen zweifach: Zum einen wird die Studienvertretung bestimmt; dabei stehen Personen zur Auswahl.

NORBERT SWOBODA

eftige Diskussionen gab es gestern an der Universität Graz. Denn vor wenigen Tagen haben die Fachschaftslisten (FLUG) die Koalition mit der Aktionsgemeinschaft (AG) aufgekündigt. Grund: Die AG soll Plakate anderer Fraktionen beschädigt haben. Der ÖH-Vorsitzende Bernhard Bitterer (FLUG) enthob die Referenten jener Referate, die die AG geführt hatte, ihrer Ämter. Sie wurden inzwischen interimistisch nachbesetzt. Nachbesetzung. Gestern Abend gab es dazu eine Sondersitzung. Mit den Stimmen der GRAS und des VSStÖ wurden der stellvertretende Vorsitzende sowie Finanzreferent und Organisationsrefe-

H

Tradition im 21. Jahrhundert

rent neu besetzt, wenige Tage, bevor die ÖH-Wahlen ohnehin neue Verhältnisse schaffen. Denn alle zwei Jahre wählen die Studierenden in Österreich. Besonders an den großen Universitäten sind die Sitze heiß umkämpft. Wahlberechtigte. Rund 50.000 Studierende sind in der Steiermark an den fünf Universitäten wahlberechtigt. Dazu kommen noch die Fachhochschulen, die allerdings nach einem etwas anderen Modus wählen. Umkämpfte Uni. Am heißesten umkämpft sind dabei die 19 Sitze an der bei Weitem größten Uni, der Karl-Franzens-Uni in Graz. Insgesamt bewerben sich gleich zehn Fraktionen; derzeit haben sechs Fraktionen einen Sitz in der Universitätsvertretung.

Mit einem Listenwahlrecht wird die Universitätsvertretung an der jeweiligen Universität gewählt; sozusagen das studentische UniParlament. Die Universitätsvertretungen wiederum entsenden – je nach Größe der Uni – Vertreter in die Bundesvertretung nach Wien. Kleine Listen. Vier weitere Listen wollen den Einzug schaffen: die „JuLis“ (Junge Liberale), die Liste „Pirat – Unipiraten“, die Liste „Luper“ (Lustlose PflichterfüllerInnen und die „Undogmatische Linke“. Viele Themen. Die Fraktionen werben mit vielen Vorschlägen, von der Änderung der Studieneingangsphase bis zum Grundstipendium, von mehr Service bis zu leistbarem Wohnen. Die große Arena. Die Spitzenkandidaten der sechs jetzt schon in der Universitätsvertretung sitzenden Fraktionen treten am nächsten Montag in den Ring. Bei der Arena der Kleinen Zeitung um 18 Uhr im Hörsaal A im Bereich der Vorklinik kommt es – bei freiem Eintritt – zum Schlagabtausch.

FRÜHJAHRSMESSE 2013

Vielfalt auf der Grazer Messe Tischlermeister, Bau- und Gartenprofis, Spitzenköche und Musik-Stars bieten auf der Grazer Frühjahrsmesse ein buntes Programm auf höchstem Niveau – Action inklusive. och bis Sonntag verspricht das abwechslungsreiche Programm der Grazer Frühjahrsmesse Unterhaltung und Information gepaart mit den neuesten Trends aus Küche, Wohnen und Garten. Ein kleiner Auszug aus dem heutigen Programm gefällig? Im Obergeschoß der Halle A sorgen bei der MUSIKgenuss unter anderem Dominik Ofner (16 Uhr) sowie die jungen Zillertaler (17 Uhr) für Stimmung.

N

◆ Christof Widakovich kocht heute um 13 Uhr auf

KRUG

Kochen und wohnen In der Stadthalle geben im Rahmen der Kochbuchmesse vor allem steirische Kochprofis den Ton an. Heute um 13 Uhr schwingt beispielsweise der Grazer Starkoch Christof Widakovich (Restaurant Schlossberg) den Kochlöffel und gibt den einen oder anderen Profitipp preis. Die neuesten Küchentrends sowie Möbel, Teppiche, Betten, Wohn- und Gartenaccessoires sowie Angebote von Steinmetzen und Tischlern runden das Angebot ab.

ÖH-WAHLEN: DER SCHLAGABTAUSCH

Bullen und Pferdestärken

Die Spitzenkandidaten zu den Studentenwahlen am Podium

Das Projekt Spielberg wartet mit einigen Highlights aus seinem

◆ Heute ab 17 Uhr live on stage: die jungen Zillertaler SCHLAGERPORTAL.COM ◆ Erstklassige Qualität der steirischen Tischler wie von Rudolf Pongratz wird in der Stadthalle präsentiert teilweise actionreichen Programm auf, der PS-Frühling zeigt Neuwägen und Jahreswägen von der besten Seite und der Steirische Bergrallye-Cup präsentiert sich als Sonderausstellung auf der Grazer Frühjahrsmesse.

STRAMETZ

Wie jedes Jahr darf auch der Vergnügungspark mit seinen Attraktionen nicht fehlen: „Einsteigen!“ heißt es bei Sky Rocker, No Limit XXL, Breakdance, Slingshot, Flipper und Tagada. Der BungyKran sorgt für noch mehr Action ...

◆ Sonderausstellung mit PS: Bergrallye-Cup EDLINGER MOTORSPORT

FRÜHJAHRSMESSE GRAZ

Yvonne Yv Wittmann (FLUG)

Florian Ungerböck (GRAS)

Martin Kaplans (AG)

Johanna Mayr (VSStÖ)

Moderation: Norbert Swoboda (Kleine Zeitung)

Sara Plassnig (KSV)

mit Garten, Bauen und Wohnen, Musik, Genuss und Stars sowie Profi-Kochshows Messe: noch bis Sonntag, 5. Mai, täglich von 10 bis 18 Uhr. Vergnügungspark: täglich bis 24 Uhr. Ort: Messe Graz. Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 4 Euro. Alle weiteren Infos: www.fruehjahrsmessegraz.at

Alexander xa Kirchmaier (RFS)

Uni Graz, Hörsaal A (Vorklinik) Montag 6. Mai, 18.00 Uhr Eintritt frei!

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IM BLICKPUNKT | 21

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 3. MAI 2013

FOTOS: EGGER, KK

Um perfekte und individuelle Versorgungen in der Orthopädie-Schuhtechnik und Prothetik zu gewährleisten, sind gutes Zuhören, genaue Handarbeit und der Einsatz modernster Materialien (wie etwa Carbon) unerlässlich – Johann Wilding ist bestes Beispiel dafür. INFO: wildingorthopaedie.at

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 3. MAI 2013

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18 | STEIERMARK-THEMA

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 26. APRIL 2013

BÄDERSTART | 19

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 26. APRIL 2013

Steirische Badeseen, ein reiner Genuss

WANN GEHT’S LOS? Für alle, die’s nicht mehr erwarten können, in Badehose bzw. Bikini zu schlüpfen, haben wir uns umgesehen, welche Bäder und Seen wann öffnen. Vorsicht allerdings: Sonnenhungrige kommen zwar schon voll auf ihre Kosten – wer aber auf den ersten Sprung ins Wasser hofft, sollte sich besser ein beheiztes Bassin aussuchen. Der folgende Überblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, er soll nur mit einzelnen Beispielen Lust und Laune schaffen: In der Süd- und Weststeiermark öffnet am Samstag das Freibad Stainz. Der Liebmannsee, der Badesee Wildon und der Sulmsee sind bereits offen, die anderen Bäder sperren zwischen 6. und 15. Mai auf. Unter den größeren Bädern im Bezirk Leoben sperrt (wenn das Wetter passt) Eisenerz als erstes mit 1. Mai auf, es folgen Asia Spa Leoben (9. Mai), Niklasdorf (11. Mai) und Trofaiach (17. Mai). Ab 27. April geht’s im Alpenbad Liezen schon los, der Eintritt ist bis Anfang Mai noch frei. Freier Eintritt gilt vorerst auch noch in Riegersburg, ab Mitte Mai folgt Badebetrieb – das Gleiche gilt für den Stubenbergsee. In Fürstenfeld ist Saisonstart am 9., im Hartberger Erholungszentrum am 11. Mai. UTE GROSS, HARALD HOFER, MARTINA PACHERNEGG, ANDREA WALENTA

27° Den ersten Sprung ins Wasser schon gewagt: Peter (21) und Lisa (20) aus Villach, die das herrliche Wetter gestern

zu einem Ausflug an den Schwarzl-See nützten

JÜRGEN FUCHS

GRAZ. Die Qual der Wahl hat, wer in der Grünen Mark abtauchen will. Von Kumberg bis Unzmarkt, von Schwanberg bis Donnersbach, von Landl bis Mönichwald, von Großsteinbach bis Gosdorf – die Liste, die Steiermark Tourismus zusammengestellt hat, umfasst fast 80 Badeseen und Freibäder. Dass es um die Wasserqualität in den steirischen Seen gut bestellt ist, bescheinigt auch das Land. Alle Badegewässer hätten im Vorjahr den Anforderungen entsprochen, heißt es. Insgesamt sind Österreichs Seen (rund 6000) sauberer denn je, weisen zum Teil Trinkwasserqualität auf. Das weiß auch die EU, die regelmäßig kontrolliert, zu schätzen.

Es ist Zeit – zumindest fürs (Sonnen-)Bad 27 Grad versprechen der Meteorologe und das Hoch „Paula“ – und die ersten Bäder sperren in der Steiermark auf. Allerdings nicht alle . . .

BEATE PICHLER

J

a, es geht heiß er. Nicht nur bei den Außentemperaturen – sondern auch in der politischen Kontroverse über die Öffnung städtischer Bäder. „Leider verschläft die Graz Holding mit ihrer Inflexibilität die Chance, ihren Kunden mit einer vorzeitigen

Bädereröffnung entgegenzukommen“, poltert der Grazer KPÖGemeinderat Christian Sikora – und verweist auf das Thermometer, das am Wochenende „locker 30 Grad“ anzeige, sowie auf die Graz Holding, die trotzdem erst am 1. Mai ihre Bäder aufsperre. Letzteres stimmt. Und auch das nur für das Auster-Freibad

AKTUELLES AUS DEN REGIONALTEILEN

Ein Team Stronach gibt es nun auch in Leoben Angerer. Mit dabei Walter Eisner, Waltraud Hatz und Bezirkssprecherin Elisabeth Weiß. Man möchte mit vielen Bürgern ins Gespräch kommen und sie zur Mitarbeit motivieren.

Edlseer und Joglland-Touristiker KK

LEOBEN. In Leoben wurde nun nach St. Peter-Freienstein die zweite Ortsgruppe des Teams Stronach im Bezirk aus der Taufe gehoben. Als Sprecher fungiert der Polizeibeamte Günter

Mehrere Jubiläen

Obst- und Weinbauschule unter einem Dach

WENIGZELL. Gleich mehrere Gründe gibt es heuer zum Feiern im Joglland und in der Waldheimat: Peter Roseggers 170. Geburtstag, 850 Jahre Stift Vorau, 20 Jahre Buchtelbar und 20 Jahre Edlseer. Diese würdigen Rosegger mit dem Lied „Der Waldbauernbub“.

KAINDORF/SULM. Angehende Wein- und Obstbauern drücken ab Herbst 2014 wieder gemeinsam die Schulbank. Die bisherige Obstbauschule in Gleisdorf wird dann nämlich geschlossen und in das neue Ausbildungszentrum für Obst- und Weinbau im südsteirischen Silberberg in-

tegriert. Die dortige Weinbauschule wird vom Land Steiermark um rund 7,5 Millionen Euro adaptiert und erweitert. Die Berichte in voller Länge finden Sie in den zehn Regionalteilen unter www.kleinezeitung.at/regionen

Im Simultania-Atelier

OBERRAINER

Kunstpreis 2013 JUDENBURG. Simultania-Kunstpreis 2013: Die Ausschreibung für den österreichweiten Preis läuft, Integrationshaus-Leiter und Initiator Helmuth A. Ploschnitznigg rechnet mit 700 Bildern, steuert schon den europaweiten Preis an. www.kunstpreis-simultania.com

und das Margarethenbad. Auf alles andere muss man noch warten: und zwar auf die 30 Grad ebenso wie auf die restlichen Grazer Freibäder – sie folgen in den nächsten Wochen, das letzte (Straßgang) mit 18. Mai. Richtig ist allerdings: Die Sonne zeigt seit Tagen, was sie kann – gestern waren’s rund 26 Grad, heute versprechen Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und das Hoch „Paula“ bis zu 27 Grad, zumindest dort, wo der Föhn kräftig mitheizt. Ansonsten werden’s aber auch um die 24 Grad werden. Das Wochenende präsentiert sich zwar unbeständig (am Samstag im Nordwesten, am Sonntag im Süden und oberen Murtal) – „nachhaltig abkühlen wird es aber nicht“, so die gute Nachricht. Und Montag, Dienstag wird’s schon wieder „recht freundlich“. Badewetter? Wie man’s nimmt. Eher das richtige Wetter für Sonnenhungrige. Denn die Wassertemperaturen lassen derzeit noch zu wünschen übrig – übrigens auch der Grund, warum die Grazer Bäder noch nicht aufsperren, so Holding-Sprecher Gerald Pichler. Zum Baden ist es noch zu

Teil

19

DER MURAUER GASTHOF: meisterwelten.at

◆ Dagmar und Adolf Lercher verwöhnen die Gäste IKARUS

Wenn schon nicht im, so lassen sich die sommerlichen Temperaturen zumindest am Wasser genießen STMK-TOURISMUS/ IKARUS.CC

kalt, zum Sonnenanbeten allein der Aufwand zu groß. Außer man scheut den Sprung ins kalte Wasser nicht. Lisa (20) aus Villach, für einen Aufnahmetest in Graz, genoss gestern mit Peter (21) einen Abstecher zum Schwarzl-Freizeitzentrum – und auch gleich ins Wasser! „Es war sehr kalt, aber es geht . . .“ Beim Schwarzl gilt seit 16. April übrigens normaler Eintritt, an

der Copacabana – „wir sind gerade beim Fertigherrichten“ – wird noch keiner verlangt. Aber dafür, schätzt Günter Fugger, hat das Wasser auch erst an die 15 Grad. Was soll’s, es kann nur wärmer werden! Wetter. Wie wird das Wetter in Ihrer Region? www.kleinezeitung.at/wetter

Wirtshauskultur – echt und ehrlich Bei Lercher treffen sich Politik, Wirtschaft und Kultur genauso wie g’standene Leut’. Küchenchef Adi Lercher jun. veredelt heimische Lebensmittel und wer sich mehrere Tage verwöhnen lassen will, quartiert sich auf Drei- und Vier-Sterne-Niveau ein. NÄHERE INFORMATION: www. hotel-restaurant-lercher.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 19. APRIL 2013

18 | STEIERMARK

Elf Personen mussten aus Haus evakuiert werden.

◆ Heinz und Christine Trummer leben und lieben die Tracht IKARUS

Tracht ist Trumpf Mit Erzherzog Johann hat alles angefangen – er machte die steirische Tracht salonfähig. Volkskundliche Unterlagen sind auch die Quellen von Trachten Trummer: In der hauseigenen Maßschneiderei werden seit 1989 echte Trachten gefertigt und längst vergessene Schnitte und Formen zum Leben erweckt. INFO: www.trachten-trummer.at

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er hat im Endeffekt tatsächlich die brandgefährliche Mischung im Aufgusskübel angerührt, die die finnische Sauna eines Hotels im Bezirk Liezen in Flammen aufgehen ließ? Diese Frage konnte gestern am Landesgericht Leoben nicht geklärt werden. Fünf Saunagäste erlitten bei dem Vorfall Verbrennungen am ganzen Körper. Richterin Barbara Grundbichler verurteilte die ehemalige Hoteldirektorin und den Mitarbeiter, der für die Bereitstellung der Ingredienzien für die Saunaaufgüsse zuständig war, wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Umständen. Und zwar zu jeweils vier Monaten bedingter Haft, dazu eine Geldstrafe von 3000 Euro für den Mitarbeiter und 1080 Euro für die ehemalige Leiterin

W

des Hotels. Schadenersatz- und Schmerzensgeldteilforderungen von 52.000 Euro gab Grundbichler statt. Beide Angeklagten hatten sich nicht schuldig bekannt.

Sorgloses Verhalten Der Mitarbeiter habe ein „extrem sorgloses Verhalten“ an den Tag gelegt, indem er einen Fünf-Liter-Kanister mit entzündlichem Aufgusskonzentrat im Saunabereich frei zugänglich habe stehen lassen, so Grundbichler. Auch im Hinblick darauf, dass er gelernter Rauchfangkehrer sei und Brandschutzbeauftragter war. „Eine Person mit solchen Kenntnissen kann nicht einfach einen Kanister mit einem entzündlichen Aufgusskonzentrat offen stehen lassen, um sich einen Weg zu sparen“, so Grundbichler. Ein Mitverschulden eines unbekannten Dritten sei aber klar. Die Direktorin habe sich durch Unterlassung

Saunaaufguss als Brandherd: Am Landesgericht Leoben gab es zwei Verurteilungen SCHÖBERL, BILDAGENTUR WALDHÄUSL

WEISSKIRCHEN. Der 50-jährige Sohn hatte Alarm geschlagen, als sein Vater (74) in der Früh noch immer nicht nach Hause gekommen war. „Sofort wurde eine Suchaktion eingeleitet“, betont ein Beamter der Polizei Weißkirchen. Bis dahin hatte der Sohn mit Bekannten und Verwandten selbst nach dem demenzkranken Mann gesucht. Der 74-Jährige war am Nachmittag, während sein Sohn bei der Arbeit war, zu einem kurzen Spaziergang aufgebrochen. Nur rund zehn Minuten Gehzeit von seinem Wohnhaus entfernt setzte er sich dann auf ein Bankerl – „und dürfte heruntergefallen und über einen Rain in den Acker gestürzt sein“, so einer

der ermittelnden Polizeibeamten. Der Pensionist hatte beim Sturz Schürfwunden und Prellungen erlitten, er konnte sich nicht mehr selbst auf den Weg zurückschleppen. Da der Acker nur schwer einsichtig ist, lag der Pensionist die ganze Nacht über hilflos im Feld. „Bei nur vier bis fünf Grad. Als wir ihn fanden, hatte er nur noch 30 Grad Körpertemperatur.“ Beamte der Polizei und Gemeindebedienstete hatten den Abgängigen bei der Suchaktion gegen neun Uhr vormittags gefunden. Da war der Mann noch ansprechbar, doch er schwebte in Lebensgefahr: Einlieferung mit der Rettung ins LKH JudenDANIELE MARCHER burg.

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der Kontrollpflicht schuldig gemacht. Die Verteidiger erklärten, dass auch wegen des unbekannten Dritten die Verantwortung nicht ihren Mandanten zuzurechnen sei. Sie meldeten Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde an. Urteil nicht rechtskräftig.

Gebrochene Nase im Streifenwagen Ein Inspektor ließ sich von einem betrunkenen Autofahrer provozieren. s geht um Polizeigewalt: Ein Führerschein, den kann mir Beamter (28) soll in der Silves- keiner wegnehmen“, begrüßte ternacht einem betrunkenen Au- er die Beamten. tofahrer mit einer „verkehrten Was folgte, liest sich wie die Tetschen“ die Nase Anleitung zum gebrochen haben. PolizistenprovoVON FALL ZU FALL zieren: den Beam„Waren Sie schon einmal vor Gericht?“, ten permanent dufragt Richter Gernot zen, keinen AbPatzak das Opfer. „Ja, stand halten, den das letzte Mal bin ich Inspektor angrapein Jahr eingesperrt schen und wiederworden, als ich da ALFRED LOBNIK holt möglichst war, wegen Raub.“ weit unter der GürDerzeit ist der 25-Jährige ar- tellinie beschimpfen. beitslos, seit einem Jahr, „wegen Diese Bemühungen wurden dem Kreuz“. Zu Silvester nahm er mit Festnahme und Verfrachin Graz unbefugt ein Auto in Be- tung in den Streifenwagen betrieb. Als die Polizei kam, war er lohnt – zur Durchführung einer mit dem Auto schon wieder zu- Alkoholmessung. Unterwegs rück. „Was wollt’s? I hob eh kan passierte, was passierte: „Er

E

war schon brutal zu mir.“ Oder: „Ich habe ihn nicht geschlagen.“ Die Nase war trotzdem gebrochen. Der Inspektor ist laut Vorgesetzten „ein engagierter Beamter“. Aber einer, dem schon fünf- bis sechsmal Misshandlung vorgeworfen wurde. Alle Verfahren wurden eingestellt. Dieses nicht. Richter Patzak verurteilt ihn wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 5400 Euro. Seine Botschaft: „Ein Polizeibeamter hat sich nicht provozieren zu lassen, auch nicht von einem betrunkenen Autofahrer.“ Bedenkzeit. Sie erreichen den Autor unter alfred.lobnik@kleinezeitung.at

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ANDREAS SCHÖBERL

Pensionist nach einer Nacht im Acker in Lebensgefahr 74-Jähriger war bereits stark unterkühlt, als ihn Polizisten und Gemeindebedienstete gestern fanden.

Brand in Sauna, fünf Verletzte: Die Direktorin eines Hotels im Bezirk Liezen und Mitarbeiter wurden zu Geld- und Haftstrafen verurteilt.

Symbolfoto

Teil

TRACHTEN TRUMMER: meisterwelten.at

STEIERMARK | 19

Letzter Aufguss im Saunaprozess

Brand forderte mehrere Verletzte KAPFENBERG. Ein Brand in einem Mehrparteienhaus in Kapfenberg-Redfeld forderte am späten Donnerstagabend die Einsatzkräfte. Das Rote Kreuz ging von mindestens vier teils schwer Verletzten aus. Das Haus musste evakuiert werden. Die Brandursache stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Nach ersten Informationen der Stadtfeuerwehr Kapfenberg ist in einer Wohnung ein Brand ausgebrochen: „Die Flammen griffen dann auf den Dachstuhl über“, schilderte ein Feuerwehrmann. Weil das Haus mehrere Ausgänge habe, sei anfangs nicht klar gewesen, ob die Evakuierung erfolgreich war.

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KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 18. APRIL 2013

30 | WESTSTEIER NOTDIENSTE ÄRZTE/KRANKENHAUS Die Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte im Bezirk gibt es unter der Kurzwahl 141. LKH Voitsberg: Tel. (03142) 201. Krankentransporte: 148 44 (ohne Vorwahl) Rotes Kreuz Notruf: 144 Vergiftungs-Informationsbüro: Tel. (01) 40 64 343

Neues von „Jugend in Aktion“: Ein türkisches Team filmt im Rathaus Köflach und ein Ligister ist Hauptdarsteller einer BBC-Dokumentation. HEIKE KRUSCH

Die steirische Telefonseelsorge erreicht man unter der Kurzwahl 142.

lappe die Erste. Ein Schwenk vom Bürgerbüro bis zum Stiegenaufgang Richtung Sitzungssaal. Der Köflacher Stadtrat Walter Stückler kommt ins Bild und geleitet das Filmteam in den ersten Stock, wo er gleich ein Interview gibt. Gesprächsthema ist die (auch mediale) Beteiligung von Jugendlichen an politischen Prozessen in der Gemeinde. Um mehr über die Situation in Österreich zu erfahren, ist das Filmteam, bestehend aus Yelda Erdogan, Gezghi Guhey, Fatma Ayden und Funda Erdogan von der Jugend-Media-Plattform, extra aus Ankara angereist. Im Rahmen des EU-Programms „Jugend in Aktion“ arbeiten die türkischen Jugendarbeiter mit einem weststeirischen Team um Arthur Longin und Lisa Münzer zusammen. Der Gegenbesuch wird im

Sterbe- und Trauerbegleitung durch ehrenamtliche Mitarbeiter, Tel. 0664-948 78 33.

HEBAMMENZENTRUM Die 24-Stunden-Rufbereitschaft der Hebammen ist unter Tel. 0664-910 80 00 erreichbar.

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WESTSTEIER | 31 JUGEND IN AKTION

Jugendprojekt sprengt europäische Grenzen

TELEFONSEELSORGE HOSPIZ-TEAM

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 18. APRIL 2013

K

September stattfinden. Während Longin schon viele mulitnationale Projekte betreut hat, steht Pädagogik-Studentin Münzer noch am Beginn ihrer internationalen Erfahrung. „Es ist sehr interessant, was man im Bereich Jugendarbeit voneinander lernen kann“, meint Münzer. An der Uni gibt es die Theorie, im Rahmen dieser Projekte „schnuppere ich ein bisschen in die Zukunft und sehe, welche Möglichkeiten das Lernen noch bietet.“

Informelles Lernen Was Münzer dabei anspricht, ist das Projekt Anholt, über das auch die Kleine Zeitung berichtet hat. Zehn Tage lang wurden 28 Jugendliche aus acht europäischen Ländern (darunter auch Weststeirer) auf einer dänischen Insel von Experten dabei beobachtet, wie und was sie – ohne Anleitung von außen – lernen. „Die Forschung auf dem Gebiet des infor-

mellen Lernens steht noch ganz am Anfang“, so Longin. Man wisse nur, dass fast 70 Prozent des Lernens auf nonformalen Weg entstehen. Deshalb wird es heuer eine Fortsetzung des Anholt-Projekts geben. Das Ziel ist die Messbarkeit des Lernerfolges. „Damit man das Wissen dann auch aktiv auf den Lernalltag umlegen kann“, erklärt Longin. Das Thema ist so brisant, dass sogar der englische Fernsehsender BBC eine Dokumentation darüber drehen wird. In einer der drei Hauptrollen wird dabei ein Jugendlicher aus Ligist zu sehen sein, der vor, während und nach dem Projekt begleitet wird. Vorerst begleiten Longin und Münzer jedoch die türkischen Gäste, die gestern auch dem Regionalbüro der Kleinen Zeitung in Voitsberg einen Besuch abstatteten. Neben der Arbeit bleibt den Gästen nämlich auch noch Zeit, für einen Zwischenstopp in Piber.

Das Projekt „Jugend in Aktion“ ist

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ein EU-Förderprogramm. Insgesamt stellt die EU für die Förderperiode 2007 bis 2013 885 Millionen Euro für außerschulische Aktivitäten von Jugendlichen zur Verfügung. Schwerpunkt ist der Austausch europäischer Länder. Österreich erhält heuer drei Millionen Euro für das Projekt.

Besuch im Köflacher Rathaus: Yelda Erdogan, Walter Stückler, Lisa Münzer, Funda Erdogan, Gezghi Guhey, Arthur Longin und Fatma Ayden KRUSCH (2)

Imagegewinn, interne Vernetzung und betriebliche Weiterentwicklung

Eine kleine Europareise auf dem Teller

Meisterwelten feierten in Vogau den ersten Geburtstag. Mit dabei waren auch die Södinger Tortenkomponisten.

Am 26. April werden Gäste bei der Kiwanis Charity-Gala musikalisch und kulinarisch verwöhnt.

VOGAU. „Die steirischen Meisterwelten zeichnen sich durch Tradition und Innovation aus. Sie stärken die Region, schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“, erklärt Obfrau Heide Zeiringer. Die Meisterwelten sind eine Interessensgemeinschaft für qualitätsbewusste Handwerksbetriebe. Im Genussregal im südsteirischen Vogau haben sich die Betriebe gestern zur ersten Jahresfeier getroffen. „Mittlerweile verzeichnen wir über 40 Mitglieder. Vom Steinmetz bis zum Bäckermeister ist jeder willkommen, vo-

rausgesetzt die Qualität stimmt“, so Zeiringer. Imagegewinn, interne Vernetzung und betriebliche Weiterentwicklung sind die drei Hauptanliegen der Meisterwelten. „Wir bieten unseren Partnern gebündelte Werbung und unterstützen sie im Wettbewerb“, sagt Zeiringer. Manuel Mauerhofer, Bio-Konditor aus Söding, nützt die Verbundenheit der Betriebe. „Ich habe erst im Oktober mein Unternehmen angemeldet. Und in kürzester Zeit haben wir großen Zuspruch erfahren.“ MARTINA PACHERNEGG

Werner Rosenkranz, Manuel und Sabrina Mauerhofer, Erich Polz, Claudia Glawischnig, Heide Zeiringer, Ulfried Rosenberger, Regina Strunz PACHERNEGG

KÖFLACH. In den vergangenen sieben Jahren haben sie die slowenische Sprachausbildung an Schulen in Köflach und Voitsberg finanziert. Und die Liste jener, die in den 17 Jahren seit der Gründung unterstützt worden sind, ist lang. Deshalb laden die Mitglieder des Kiwanis-Clubs VoitsbergKöflach auch heuer wieder zu einer Charity-Gala, „um weiterhin dort Hilfe leisten zu können, wo sie dringend notwendig ist“, sagt der derzeitige Präsident Helmut Theinschnack. Die heurige Gala, die am 26. April mit Beginn um 19 Uhr im

Volkshaus in Köflach stattfindet, steht ganz unter dem Motto Geselligkeit und Unterhaltung. „Musikalisch wird die Band Beatclub, bei der unter anderem auch Gerhard Koch vom ORF zur Gitarre greift, für Unterhaltung sorgen“, sagt Theinschnack. Ab 24 Uhr steht DJ Lucky am Plattenteller und wird auch die letzten Gäste auf die Tanzfläche bringen. Für kulinarische Genüsse werden an diesem Abend gleich vier Buffets vorbereitet. Eine kleine Europareise am Teller, gibt es doch Spezialitäten aus Österreich, Frankreich, Spanien und

Italien. „Aus Italien kommt für diesen Abend die Eigentümerin eines Weingutes angereist, die natürlich auch Kostproben mitbringt“, freut sich Theinschnack. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen. „Wir freuen uns auch über jüngere Gäste“, betont Theinschnack, dass der Kiwanis-Club, wie viele andere Serviceclubs auch, an einer Verjüngung innerhalb der Mitglieder arbeitet. 34 Mitglieder zählt der Club aktuell. Man sei auf der Suche nach weiteren. Und wer weiß, vielleicht ist ja die Gala genau der richtige Rahmen.

CHARITY GALA 2013 Der Kiwanis-Club

VoitsbergKöflach lädt am 26. April zur Charity-Gala in das Volkshaus Köflach ein. Einlass ist um 19 Uhr. Festliche Kleidung oder Tracht sind erwünscht. Karten gibt es im Vorverkauf bei den Mitgliedern beziehungsweise per Email im Internet unter voitsberg@kiwanis.at oder unter tbe@tmma.at.


SÜD & SÜDWEST KOMMENTAR

DONNERSTAG, 18. APRIL 2013, SEITE 29

ROBERT LENHARD

Mit Gefühl ie Bezeichnung Infoplattform ist zwar gut gemeint – in letzter Zeit spielt der Informationsaustausch zwischen Projektleitung und Anrainern der Koralmtunnelbaustelle im Deutschlandsberger Leibenfeld aber nur noch eine untergeordnete Rolle (siehe Seiten 30/31). Was 2005 als beispielgebende Initiative der ÖBB begann, hat sich mehr als 20 Treffen später totgelaufen. Die sachliche Ebene ist kaum noch vorhanden. Anrainer nutzen die Treffen als Ventil, um ihren aufgestauten Ärger ablassen zu können. Die Projektleitung verweist im Gegenzug auf die Einhaltung höchster Standards. as stimmt zwar – woran es aber offensichtlich mangelt, ist die richtige Kommunikation mit den Bewohnern. Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl könnte hier nicht schaden. Dann sollte es auch wieder mit der Information klappen.

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Am 21.4. ist es soweit: Der neue Sonntag kommt – mit dem perfekten Überblick über alles, was interessant, berührend und spannend ist. Als neue Lesebeilage in Ihrer Kleinen Zeitung.

Die Unternehmen der steirischen Meisterwelten haben sich zur ersten Jahresfeier im Genussregal getroffen

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Meister feiern unter sich

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Nach einem Jahr Bestehen haben sich die Unternehmen der steirischen Meisterwelten getroffen. Mit Wein und Leckereien wurde angestoßen. MARTINA PACHERNEGG

ie steirischen Meisterwelten zeichnen sich durch Tradition und Innovation aus. Sie stärken die Region, schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“, erklärt Obfrau Heide Zeiringer. Die Meisterwelten sind eine Interessensgemeinschaft für qualitätsbewusste Handwerksbetriebe. Im Genussregal im südsteirischen Vogau haben sich die Betriebe gestern zur ersten Jahresfeier getroffen. „Mittlerweile verzeichnen wir über 40 Mitglieder. Vom Steinmetz bis zum Bäckermeister kann jeder an unserer Genossenschaft teilnehmen, vo-

D

rausgesetzt die Qualität stimmt“, schmunzelt Zeiringer. Regina Strunz leitet eine Weberei in Bad Gams. Sie nützt die Meisterwelten für intensive Kommunikation mit Partnerunternehmen. „Ich kann mich wunderbar über Ideen austauschen. Durch die Hilfe von außen können diese Neuerungen dann auch tatsächlich umgesetzt werden“, sagt Strunz. Der Bäckermeister Ulfried Rosenberger aus Eggersdorf bei Graz setzt ebenfalls verstärkt auf die interne Vernetzung. „Gemeinsam mit einem Murauer Meisterweltenbäcker habe ich 26 verschiedene Brote für Allergiker entwickelt. Ohne diesen Ko-

operationspartner hätte ich dieses Projekt nicht auf die Beine stellen können“, so Rosenberger. Imagegewinn, interne Vernetzung und betriebliche Weiterentwicklung sind die drei Hauptanliegen der Meisterwelten. „Wir bieten unseren Partnern gebündelte Werbung und unterstützen sie im Wettbewerb“, weiß Zeiringer. Manuel Mauerhofer, BioKonditor aus Söding, nützt die Verbundenheit der Betriebe. „Ich habe erst im Oktober mein Unternehmen angemeldet. In kürzester Zeit haben wir großen Zuspruch erfahren. Unsere individuellen Produkte aus biologischem Anbau kommen gut an.“

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22 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 12. APRIL 2013

I N T E RV I E W

Hubsteiger stürzte um

FF BAD BLUMAU

Oststeirer stürzte aus fünf Meter Höhe ab BAD BLUMAU. Sein Hausdach wollte Günther S. (43) aus Schwarzmannshofen am Mittwoch reinigen, mit einem Hubsteiger ließ er sich in die Höhe heben. Plötzlich kippte das Gerät um, aus fünf Meter Höhe stürzte der Mann zu Boden. Schwer verletzt wurde er ins UKH Graz geflogen, seine Kameraden von der Feuerwehr sicherten den Hubsteiger.

Teil

17

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„Wäre kein Besäufnis geworden“ Buschenschank-Wirt Martin Hammerl lässt Empörung über „Spritzer-Lauf“ nicht gelten. it Ihrem Ende April geplanten „Spritzer-Lauf“ in Rohrbach an der Lafnitz haben Sie gestern für Aufregung gesorgt. Jeder Teilnehmer sollte drei Kilometer laufen und währenddessen zwei Liter Weißweinspritzer trinken. Ihnen wird vorgeworfen, einen „Sauf-Lauf“ zu organisieren, der ein äußerst schlechtes Vorbild für die Jugendlichen abgibt. MARTIN HAMMERL: Man will mich durch den Dreck ziehen. Das wäre kein Besäufnis geworden. In einem Liter Wasser wäre knapp ein Achterl Wein drinnen gewesen. Wir hätten Geschicklichkeitsspiele gemacht, es hätte für den Sieger 400 Euro zu gewinnen gegeben. Das wäre nicht so geworden, dass kleine Buben mit 16 Jahren daherkommen und holladero mitmachen können.

M

Woanders fin- Hammerl plant Ersa tz für den Lauf: „So etwas den Bierkisten- wie eine ,Fruchtsa ft-Limonaden-Party‘“ HOFER rennen statt, bei denen sich die Leute waschelnass ansaufen – da sagt keiner etwas. Sie haben den Lauf nun abge- weil zu uns die ganzen Besucher sagt. War Ihnen der öffentliche der im gesamten Ort laufenden Druck dann doch zu groß? Hausmessen kommen würden. HAMMERL: Wenn der BürgermeisSie vermuten Neid dahinter? ter sagt, es gibt keinen Lauf, dann HAMMERL: Selbstverständlich. Da gibt es keinen. Er ist die Behörde. wusste man, da hat man etwas in Es war aber ursprünglich von der der Hand, wo man den ZusamGemeinde und dem Bürgermeis- menhang mit Jugend, Alkohol ter aus eine g’mahte Wies’n, so und womöglich noch Komasauwie die Veranstaltung im Vorjahr, fen herstellen konnte. die gut angekommen ist. Die VorWas planen Sie nun? bereitungen für heuer sind gut HAMMERL: Das Zeltfest läuft gleich gelaufen, nur seit Montag hatte wie vorgesehen. Statt des Laufs ich das Gefühl, dass mir Mitbe- werden wir nun halt am Samstag werber das mit aller Gewalt ab- so etwas wie eine „Fruchtsaft-Lidrehen wollen. Es wurde wegen monaden-Party“ machen (lacht). INTERVIEW: HARALD HOFER unseres Zeltfestes geschimpft,

Auch für unsere Gesundheit gilt: alles eine Frage der richtigen Technik. Antworten von Siemens helfen bei Diagnose und Therapie. Und machen Sie schneller gesund.

In den 1.584 Betten des Klinikums Graz werden pro Jahr circa 85.000 Patienten stationär behandelt. Dazu kommen über 400.000 Menschen, die ambulant versorgt

Trickdiebe tauschten Halsketten aus Wieder neue Masche in Graz: Zwei ältere Passanten wurden Opfer. GRAZ. Kein Tag vergeht, an dem nicht neue Aktivitäten von Trickdieben in Graz bekannt werden. Nachdem zunächst falsche Polizisten in Zivil unterwegs waren, trieben diese Woche auch Halsketten-Diebe ihr Unwesen. Zumindest zweimal hat die Masche funktioniert. In der Neuholdaugasse hielt am Montag ein grün lackierter Audi 80 neben einem 69-jährigen Pensionisten an. Der Beifahrer fragte den Passanten nach dem Weg zur Autobahn.

Plötzlich wechselte der Mann das Thema und bot dem Pensionisten Schmuck an. Ungefragt versuchte er dem Passanten einen Ring anzustecken, fuchtelte dabei wild mit seinen Händen herum. Dann raste der Audi davon. Später stellte der Grazer fest, dass ihm seine Goldkette gestohlen worden war. Stattdessen hatte man ihm eine andere, wertlose Kette um den Hals gehängt. Ähnliches passierte einem 60jährigen Grazer am Mittwoch in

der Riegelgasse. Dort „bedankte“ sich der Beifahrer für die Wegauskunft mit einem Ring und einer Kette. Doch auch das war nur Billigschmuck, im Gegenzug hatte der Täter dem Mann seine Goldkette abgenommen – was dieser erst zu Hause bemerkte. Die Personenbeschreibungen gehen etwas auseinander, in den Autos befanden sich zwei schwergewichtige Männer und eine dünnere Frau vermutlich ausländischer Herkunft.

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 5. APRIL 2013

16 | STEIERMARK-THEMA AKTUELLES AUS DEN REGIONALTEILEN

Budget: Einigung im Grazer Rathaus ÖVP, SPÖ und FPÖ setzen Fahrplan für 2013/14 fest. GRAZ.Letztlich kam die Einigung überraschend schnell zustande: In Graz verkündeten gestern die „Stabilitätspaktpartner“ ÖVP, SPÖ und FPÖ, dass man das Doppelbudget 2013/2014 fixiert habe. Umfang: knapp eine Milliarde Euro im Jahr. Die Verschul-

dung wird sich auf jeweils 1,2 Milliarden Euro erhöhen. In den einzelnen politischen Ressorts wird man sparen müssen, etwa mithilfe einer „restriktiven Personalpolitik“– indes seien neue Abgaben kein Thema, so Finanzstadtrat Gerhard Rüsch.

Führungswechsel im Doppelpack

Erwin Puschenjak legt sein Amt nun zurück SCHÖBERL

KRAUBATH. Seit 23 Jahren lenkt Erwin Puschenjak (62), VP-Bürgermeister von Kraubath, die Geschicke der Marktgemeinde. Nun legt er sein Amt in jüngere Hände. In einer Sitzung des Parteivorstandes wurde Gemeindekassier Erich Ofner (45) als Nachfolger designiert. VP-Vizebürgermeister Norbert Schwarzkogler nimmt nach langer Amtszeit gemeinsam mit Puschenjak den Hut – ihm soll Gemeinderat Alfred Maier als Vize nachfolgen.

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 5. APRIL 2013

LANGER WINTER | 17

Kälte lässt die Bienen verhungern Nach herben Verlusten bei den Bienenvölkern und Honigmissernten im Vorjahr, fürchten die Imker heuer abermals große Ausfälle: Der lange Winter könnte die Bienen stark dezimieren. GÜNTER PILCH

s sind keine guten Vorahnungen, die die steirischen Imker dieser Tage hegen. Der lange Winter und das bislang nicht frühlingshafte Wetter setzen den

E

Honigbienen zu. Normalerweise schwirren sie um diese Jahreszeit längst von Blüte zu Blüte, heuer aber zehren die meisten von ihnen immer noch von den Vorräten im Bienenstock. Zum Ausfliegen ist es zu kalt. Das Problem: Im Inneren der Stöcke geht die Nahrung zur Neige – beziehungsweise ist bereits aufgebraucht. Gewissheit haben die Imker erst, wenn es draußen wärmer wird. „Dann verlassen die Bienen ihre Trauben und wir sehen, wie viele verhungert sind“, sagt Alois Kalcher vom steirischen Imkerbund. Illusionen macht sich der Imker keine. „Für viele Völker wird es dann schon zu spät sein. So ungünstig wie heuer war das Wetter im Frühling noch nie.“

RUND UM DIE HONIGBIENEN Rund 320.000 Honigbienenvölker werden österreichweit von etwa 22.000 organisierten Imkern gehalten. Die steirischen Imker stellen in einem guten Jahr zwischen 700 und 800 Tonnen Honig her, im mageren Vorjahr waren es lediglich 200 bis 300 Tonnen. Gehen die Bienen zugrunde, hat das nicht nur Auswirkungen auf die Honigproduktion. Laut Honigbienen sind Schätzung der EU-Kommission sind 84 Prozent auch ein wichtiger aller Ackerbaupflanzen in Europa auf die BestäuWirtschaftsfaktor bung durch Bienen angewiesen. Mit starken Ausfällen rechnet heuer auch der Deutschlandsberger Imkerobmann Hermann Zapfl. Tun können die Imker dagegen praktisch nichts. Solange es draußen nicht wärmer wird, bleiben die Bienen in Trauben-

form im Stock, und solange sie das tun, kann man sie von außen nicht füttern. Geht die Nahrung aus, verhungern die Insekten. Rund zwölf Grad Celsius wären nötig, dass die Bienen wieder aktiv werden. „Wir hoffen, dass es

wenigstens in den nächsten Tagen so weit ist“, sagt Kalcher. Seit dem Vorjahr sind die steirischen Imker nicht gerade vom Glück verfolgt. Der Spätfrost im Frühjahr 2012 und die heftigen Regenfälle im Sommer darauf dezimierten die Honigernte um zwei Drittel. Beim Waldhonig gab es fast einen Totalausfall. Dabei hatte schon der Winter zuvor ein Viertel aller Bienen dahingerafft. Wie es dazu gekommen ist, ist unbekannt. „Gewisse Ausfälle gibt es immer, aber das war überdurchschnittlich“, sagt Kalcher. Dass das in der Landwirtschaft eingesetzte Maisbeizmittel schuld ist (Artikel rechts), glaubt der Imker nicht. „Ich tippe auf die Varroamilbe als Schädling.“

Streit um Gefahr durch Insektizide Sind Maisbeizmittel mitschuld am Bienensterben? GRAZ, WIEN. Seit Jahren beobachten Imker stärkere Verluste bei den Bienenvölkern als in früheren Zeiten üblich. Verantwortlich dafür könnten einerseits Schädlinge wie die Varroamilbe sein. Andererseits stehen die Maisbeizmittel, mit denen die Pflanzen vor Insektenbefall geschützt werden, im Feuer der Kritik. Zuletzt stellte im Vorjahr eine Studie der österreichischen Gesundheitsagentur Ages diesen Zusammenhang her. Grüne und Umweltschutzgruppen fordern ein europaweites Verbot dieser Mittel, Landwirtschaftsvertreter verteidigen sie als für Bienen harmlos.

Symposium im Schloss FOHNSDORF. Internationales Künstlersymposium im Schloss Gabelhofen von 2. bis 13. April: Zehn Maler und fünf Bildhauer aus Österreich, Italien, Georgien erarbeiten Exponate zum Thema „KUNST auf geSCHLOSSEN“ in der für alle Interessierten zugänglichen Galerie (täglich von 9 bis 22 Uhr). Schlossherr und Mäzen Helmut M. Zoidl liegt daran, möglichst vielen Zugang zur zeitgenössischen Kunst zu vermitteln.

Teil

Im Atelier: Harald Munichthal OBERRAINER

Erste Gemeinderatswahl nach der Fusion BUCH-ST. MAGDALENA. Mit einem vorgezogenen Wahltag startet heute die Gemeinderatswahl in Buch-St. Magdalena. VP, SP und FP buhlen um Stimmen, nach dem Hauptwahlgang am 14. April wird der Gemeinderat feststehen. Die 2146 Einwohner große Kommune ist im Jänner aus den beiden VP-regierten

Gemeinden Buch-Geiseldorf und St. Magdalena am Lemberg entstanden. Angestoßen worden war die Fusion schon in der Zeit vor der Gemeindereform. Die Berichte in voller Länge finden Sie in den zehn Regionalteilen unter www.kleinezeitung.at/regionen

Stall besetzt BLAINDORF. Der „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) besetzte gestern einen Legehennenbetrieb in Blaindorf. Die rund 50 Aktivisten werfen den Inhabern „Etikettenschwindel“ vor. „Eier von Legehennen im Käfig werden als Bodenhaltungseier verkauft“, erklärte VGTObmann Martin Balluch. Die Bauernkammer verteidigt die kritisierte „Volierenhaltung“.

Falscher Name Bei unserem gestrigen Bericht über die Rettung des Grazer Unternehmens Ökotech hat der Fehlerteufel zugeschlagen. Der Name des Masseverwalters lautet nicht „Georg Ruhri“, sondern Georg Muhri. Wir bedauern den Fehler.

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GUTENBERGHAUS DRUCK: meisterwelten.at

Wenn es wärmer wird, kommt die Stunde der Wahrheit: Wie viele Bienen sind dem langen Winter zum Opfer gefallen? APA (2)

Wenn die Wärme kommt, könnte es für viele Bienenvölker schon zu spät sein.

Alois Kalcher, Imkerbund

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Friedrich Steiner ist in seiner Branche einzigartig: Mit seinem Team erfindet er Unikate in vielen Bereichen. Möglich ist das, weil er materialübergreifend arbeitet und auf Kundenwünsche mit Individualität und Präzision eingeht. Mit Holz aufgewachsen, fand Friedrich Steiner aber bald Interesse an anderen Materialien und holte Metall, Stein, Glas und jede Menge Gips hinzu. Friedrich Steiner bietet den gesamten Innenausbau eines Hauses an – individuelle Lösungen, die begeistern und immer wieder neue, gestalterische Details.

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20 | STEIERMARK ZUM KARFREITAG

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 29. MÄRZ 2013

STEIERMARK | 21

Ein stiller Alarm, zwei Brüder und drei sportliche Polizisten

MEISTER ADEBAR, DER LENZ IST NOCH NICHT DA

HERMANN MIKLAS

Vorbestrafte Einbrecher nach Verfolgungsjagd gefasst. Früher Vogel? „Bin ich zu früh oder hab’ ich mich verflogen?“, scheint sich der Storch zu denken, der dieser Tage in Kirchbach im Bezirk Südoststeiermark gelandet ist. Der Zugvogel, der eigentlich in den steirischen Frühling fliegen wollte, holt sich derzeit bei uns eher „kalte Füße“.

Für uns gestorben arum schreiben Sie am Karfreitag eigentlich nie, was wirklich Sache ist?“, fragte mich ein Leser vergangenes Jahr: „Nämlich dass Jesus Christus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist, so wie es jeden Sonntag in den Kirchen verkündigt wird.“ So wahr diese Aussage auch ist, ich fürchte, sie geht am heutigen Menschen spurlos vorüber. Ein kleines Erlebnis mag das verdeutlichen. Ich kannte einmal eine pensionierte Lehrerin, die in ihrem Berufsleben Generationen von Schülern richtiggehend schikaniert hatte. Sie war der Meinung, durch unerbittliche Strenge junge Menschen am besten fürs Leben tauglich zu machen. Tatsächlich hat sie vielen von ihnen jegliches Selbstvertrauen genommen. Zwei von ihnen haben später sogar Selbstmord begangen. Doch in einer Kaffeehausrunde sagte die alte Dame gelegentlich, die größte Sünde ihres Lebens wäre es wohl gewesen, dass sie als junges Mädchen einst ein Buch aus der Leihbibliothek hat mitgehen lassen . . . Offenbar denken viele Menschen beim Wort „Sünde“ an irgendwelche absichtlich begangenen moralischen Einzelverfehlungen harmloser Natur. Wo wir hingegen in unserem Leben Wo wir wirklich „Schuld“ auf uns geladen und wirklich Schuld unsere Hände schmutzig gemacht haauf uns geladen ben, dort ist uns das selbst oft nicht einmal ansatzweise bewusst. Die alte Lehhaben, dort rerin steht da nicht alleine da. Vielmehr ist uns das handelt es sich dabei um ein allgemein menschliches Phänomen. Ich kenne das selbst oft nicht auch von mir selber. Über die schlimmseinmal ten Fehler meines Lebens mag ich nicht einmal nachdenken. Und wenn sie doch ansatzweise einmal bis zur Ebene meines Bewusstbewusst. seins vordringen, dann kommt eher das Gefühl von Scham auf als das von Schuld. Es gibt Dinge, für die wir uns zutiefst genieren. Und über so manches, was wir im Leben falsch gemacht haben, könnten wir uns geradezu „in den Hintern beißen“. Denn das meiste davon können wir nachträglich auch nicht wiedergutmachen. Aber all das bringen wir paradoxerweise kaum mit dem Wort „Sünde“ in Verbindung. Wahrscheinlich fällt es uns am Sonntag in der Kirche beim Zuspruch der Vergebung nicht einmal ein. och beim Kreuz Jesu Christi geht es nicht um unsere Puppensünden. Sondern es geht um die echten Sünden, um die unheilbaren Abgründe des Lebens. Um all das, was eigentlich durch nichts mehr gutzumachen ist. Am Karfreitag tritt Christus an unsere Seite und sagt uns: „Ich übernehme für dich die Verantwortung! Stellvertretend für dich will ich die schwere Last deines Lebens tragen. Vertrau sie mir an und lege sie mir unters Kreuz. Du aber sollst wieder frei sein und endlich von Neuem durchatmen können!“ – Das ist für mich das Evangelium, die „gute Nachricht“ des heutigen Tages. MMag. Hermann Miklas, Superintendent der evangelischen Kirche Steiermark

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FRANZ FINK

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GRAZ. Kurz nachdem das kroatische Brüderpaar (36 und 42 Jahre) am Montag gegen 22 Uhr in einer Villa in Graz-Geidorf ans Werk gegangen war, bimmelte schon der automatische Alarm in der Polizei-Funkzentrale. Es war ein sogenannter „stiller Alarm“, die beiden Einbrecher vor Ort bekamen davon nichts mit. Und so traf eine Sektorstreife noch rechtzeitig am Tatort ein, als die Männer das Grundstück gerade verlassen wollten. „Die zwei Täter trennten sich und liefen in verschiedene Richtungen davon“, berichtet Gerhard Wernik von der Kripo Graz. Und obwohl sie über Zäune sprangen, mehrere Grundstücke und Wiesen kreuzten, wurden sie von den insgesamt drei uniformierten Verfolgern bald gefasst.

Bund will Geld für„ Fotovoltaik verlosen

Um das jährliche Chaos beim Ansturm auf die FotovoltaikFördermittel zu verhindern, soll künftig das Los entscheiden, wer Geld bekommt. In der Branche läuft man gegen den Plan Sturm. GÜNTER PILCH

underte Steirer haben heute noch Ärger im Bauch, wenn man sie auf die vergangene Silvesternacht anspricht. Anstatt zu feiern, verbrachten sie den Jahreswechsel vor ihren Computern und versuchten, ab Punkt Mitternacht online Fördermittel für ihre geplanten Fotovoltaikanlagen zu ergattern. In den meisten Fällen ist es beim Versuch geblieben. Die Server der Förder-

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stelle gingen ob des Ansturms in die Knie. Wer die bessere Internetleitung hatte, kam am ehesten zum Zug (wir berichteten). Um zum nächsten Jahreswechsel ein ähnliches Chaos zu vermeiden, will Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die Mittelvergabe ändern. Künftig soll das Los entscheiden, wer an die öffentlichen Fördergelder – heuer in Summe 18 Millionen Euro – kommt und wer nicht. „Das Vorhaben liegt bei der EControl zur Genehmigung“, bestätigt Magnus Brunner, Vorstand der Förderabwicklungsstelle Oemag. Gibt die Regulierungsbehörde grünes Licht, bedeutet das: Wer Fördermittel für eine Sonnenstromanlage (größer als fünf Kilowatt Leistung) haben will, hat für den Antrag bis zum ersten Werktag nach Silvester Zeit. Dann werden die Mittel unter allen Antragstellern verlost. In der Fotovoltaikbranche ist man entrüstet. „Das ist absurd

Was kommt dann als Nächstes? Verlosen wir auch gleich die Parlamentssitze und den Ministerposten?

Geht es nach den Plänen des Ministeriums, sollen Interessierte an Fotovoltaik künftig Sonnenlotto spielen FOTOLIA

Hans Kronberger, Präsident Photovoltaic Austria

und unwürdig, ein klassischer Fall, wo der Politik nichts mehr einfällt“, sagt Hans Kronberger, Präsident des Branchenverbands Photovoltaic Austria. „Da macht man monatelange teure Vorarbeiten für die Anlagen und dann soll ausgelost werden, wer gefördert wird? Was kommt als Nächstes? Verlosen wir die Parlamentssitze und den Ministerposten?“ Für Mitterlehner ist die Lage vertrackt. Um die Fördermodalitäten komplett neu aufzustellen,

etwa mit gestaffelten Tarifen, wäre eine Zweitdrittelmehrheit im Nationalrat nötig – denn der entscheidende Paragraf des Ökostromgesetzes wurde einst in den Verfassungsrang gehoben. Eine solche Mehrheit wäre vor den Wahlen im Herbst allerdings nur schwer zu bekommen. Ungeachtet dieser Debatte fordert der Branchenverband eine Lösung für all jene, die im vergangenen Jänner unverschuldet an der Antragstellung gescheitert

sind. Unter ihnen ist Helmut Ritter von den Stadtwerken Hartberg. „Uns wurde jetzt mitgeteilt, dass wir für 80 von 100 eingereichten Anlagen unserer Kunden keine Förderung bekommen. Dabei hatten wir nie eine Chance, überhaupt ins System zu kommen“, sagt er und vermutet, dass andere Bundesländer bevorzugt behandelt worden seien. OemagVorstand Brunner verneint: „Die Fördermittel verteilen sich sehr gleichmäßig auf Österreich.“

Am Tatort zurückgelassen hatten die im Raum Graz lebenden Brüder ihr Einbruchswerkzeug, darunter eine Flex zum Aufschneiden des Tresors. Im Verhör blieben sie schweigsam, schon 2010 waren sie wegen Serieneinbrüchen verurteilt worden. Erfreulich für die Ermittler: Seit Saisonbeginn für Dämmerungseinbrüche (Oktober) wurden in Graz drei Tätergruppen ausgeforscht und sieben Personen festgenommen. Das schlug sich auch in der Statistik nieder. Von Dezember bis Februar sank die Zahl der Einbrüche in Wohnobjekte um 31 Prozent. WILFRIED ROMBOLD

Teil

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Liebe geht durch das Weben Die Liebe zu ihrem Mann hat Regina Strunz zum Weben gebracht. Sie webt Teppiche – individuell, nach Kundenwünschen. Meisterwerke, die Wohnräume prägen und begeistern. Sie liegen auf dem Boden, hängen an Wänden und fügen sich harmonisch in ihre Umgebung. INFO: www.weberei-strunz.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 22. MÄRZ 2013

24 | STEIERMARK AKTUELL

TU: Keine Informatik-Hürde GRAZ. Nach der TU und Uni Wien verzichtet auch die TU Graz auf Aufnahmeverfahren im Studienfeld Informatik, die durch den Testlauf für die Studienplatzfinanzierung ermöglicht wurden. Die Beschränkung fällt für Informatik, SoftwareentwicklungWirtschaft und Telematik. Aufnahmeverfahren gibt es an der TU Graz wie geplant für Architektur und das mit der Uni Graz angebotene Molekularbiologie-Studium.

Keine Verbindung GRAZ. Die Firma „Ökologisches Projekt Graz“, die Biokläranlagen herstellt, betont, dass sie in keiner Verbindung mit jenem gleichnamigen Verein steht, der als Gesellschafter des insolventen Unternehmens Ökotech auftritt.

Teil

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SCHÖCKLLANDBÄCKEREI U. ROSENBERGER: meisterwelten.at ◆ Das beste Brot gibt’s auch lactose-, glutenund hefefrei bei Ulfried Rosenberger IKARUS

Etwas Besonderes im Backofen Ulfried Rosenberger ist Pionier mit Tradition. Seine Backwaren sind nach traditioneller Rezeptur und neuestem Wissen hergestellt. Das SchöckllandSteinplatten-Brot etwa wird mit Granderwasser und regionalen Gewürzen auf Stein gebacken. INFO: www.meisterwelten.at/ baeckerei-rosenberger

LEUTE

Kapazunder und Kuppler am K6

FREITAG, 22. MÄRZ 2013, SEITE 25

KOMMENTAR HELMUT BAST

In ÖVP-Zentrale diskutieren ein Menasse, ein Waigel und eine Lampe. iel Hirn, aber auch Herz ist im Spiel, wenn in der Parteizentrale der Schwarzen wieder zum „Dienstalk“ geladen wird. Der Auftakt am 9. April gehört Robert Menasse, was man bei Landesgeschäftsführer Bernhard Rinner als kleine Sensation wertet. Denn der Schriftsteller befindet „sich in einer Schreibphase, in der er solche Termine nicht wahrnimmt“. Eine Ausnahme macht ein Menasse aber für die Buchpräsentation von „Modell:Zu-

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kunft:Steiermark:2012“ und für seinen kritischen Beitrag zu einem Europa der Regionen. Um Europa, seine Arbeitswelt und Finanzpolitik dreht sich alles am 30. April: Niemand Geringerer als Deutschlands ehemaliger Finanzminister Theo Waigel wird mit Klaus Liebscher (Vorstand der Finanzmarktbeteiligung, ExNationalbank-Chef) debattieren. Dass es Waigel nach Graz verschlägt, ist „unseren guten Kontakten zur CDU/CSU zu verdanken“, freut sich Rinner. Spannend verspricht zudem der Schlagabtausch zwischen Hannes Androsch und Genetiker Markus Hengstschläger über Bildung zu werden (16. April).

Verlegt

S

Der Liebe und den Kuppelshows gehört hingegen der „Dienstalk“ am 7. Mai: Katrin Lampe („Bauer sucht Frau“) trifft am Karmeliterplatz auf „Bachelor“ Jan Kralitschka. Dessen Management hatte übrigens erst abgesagt – nicht wissend, dass der „K6“ keine Diskothek ist. Einmal aufgeklärt, sagte der attraktive Anwalt persönlich und gerne zu. THOMAS ROSSACHER

Geht mit Mai als Angestellte in Pension: Elisabeth Schickhofer, die Mutter des neuen Landesrates

Kochtopf, Backform und Co: Das Warengeschäft Kerschbaumer auf dem Franziskanerplatz war stets in Familienbesitz, nun wird es übernommen.

WILDBILD, ATV

Das schwarze Gold der Steiermark

MICHAEL SARIA

446 Kürbiskernöl-Produzenten – das ist ein Plus von fünf Prozent – stellten sich der Landesprämierung 2013. Neben dem Teilnehmer- gibt es mit 87 Prozent einen Auszeichnungsrekord. „Auf einem besonderen Erfolgsweg sind 14 Teilnehmer, die bisher alle Landesprämierungen erfolgreich gemeistert haben“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski. Ausgezeichnete Betriebe dürfen ihre Flaschen mit der Plakette „Prämierter Steirischer Kernölbetrieb 2013“ versehen.

s ist nicht leicht, mit Elisabeth Schickhofer zu plaudern – und aus ihrer Sicht ist das gut so: Denn die Angestellte des Haushaltswarengeschäftes Kerschbaumer auf dem Grazer Franziskanerplatz muss fast in Minutenabständen unterbrechen, da laufend Kundschaft hereinschneit. Auf der Suche nach einer Zitronenpresse aus Glas, einem Milchaufschäumer („Ist der mit Batterie?“), einem Ersatz für die gesprungene Schüssel – oder nach einem passenden Fleischwolf, „den muss ich meinen Kindern nach London mitbringen“, wie eine Dame verkündet. Ja, das Geschäft laufe gut, nickt Schickhofer zufrieden – wenn auch ab Mai ohne sie. Und überhaupt unter neuen Vorzeichen: Die Chefin im hohen Alter habe gemeint, „sie behält das Geschäft

E Benefizsuppenessen mit Bischof Kapellari, LH Voves und Vize Schützenhöfer in der Grazer Burg EDER

Suppenessen für Familienfastentag

14 Mal prämiert: Robert Majczan (li.) und Paul Kiendler (re.), Wlodkowski und Labugger gratulierten HASSLER

SABINE HOFFMANN

eit Jahrzehnten ist der Andreas-Hofer-Platz ein städtebaulicher Schandfleck. Dem Namen „Platz“ wird dieser Unort wahrlich nicht gerecht. Umso besser, dass mit dem geplanten HotelProjekt eine elegante Platzlösung vor der Umsetzung steht. Zwar sind auch beim Betreiber Acoton wegen der Turbulenzen seines Mutterkonzerns noch einige Fragezeichen anzumerken. Doch was neben dem Bauprojekt ganz „vergessen“ wurde, ist die Rolle des Platzes als Verkehrsdrehscheibe für die Regionalbusse. Das störte nicht, solange der Platz ohnehin kein Aushängeschild war. Doch jetzt soll er in Schönheit erblühen. Und wohin mit den vielen Bussen? ms Eck und sie Bewohnern vor die Haustür und die Fenster zu knallen, dürfte nicht die beste Lösung abgeben. Hirnschmalz ist gefragt. Die geplante Lösung ist lediglich Problemverlagerung.

Wechsel nach 150 Jahren U

Steirer-VP holt Ex-Minister Waigel (30. 4.) und ATV-Kupplerin Lampe (7. 5.) nach Graz

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GRAZ

Landeshauptmann Franz Voves und Diözesanbischof Egon Kapellari luden zum Benefizsuppenessen in die Grazer Burg, um die Aktion Familienfastentag der Katholischen Frauenbewegung zu unterstützen. Dazu war Donnerstagabend zahlreiche Prominenz aus Landespolitik und Kirche gekommen, darunter Weihbischof Franz Lackner, Abt Christian Feurstein von Stift Rein, Generalvikar Heinrich Schnuderl, Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, Landesrätin Bettina Vollath und Landesamtsdirektor Helmut Hirt.

so lange, bis ich in Pension gehe. Das ist jetzt der Fall, nach 40 arbeitsreichen Jahren. Also wird das Geschäft neu übernommen. Zum ersten Mal nach knapp 150 Jahren ist es somit nicht mehr im Besitz der Familien Kerschbaumer und Lackner“, verrät Schickhofer – die nachschickt: „Aber das Wichtigste ist: Die neue Eigentümerin wird es ab Mai im selben Stil weiterführen.“

Marktlücke Eben dieser Stil finde mehr denn je und immer mehr Anhänger. „Wir füllen diese Marktlücke auf, die große Kaufhäuser hinterlassen.“ Die Kundschaft schätze die individuelle Beratung, die Möglichkeit, Einzelteile kaufen zu können – und dass bei Bedarf auch in vielen Fällen die Bestellung von Ersatzteilen möglich ist. „Und auch wenn das jetzt komisch klingt, aber ich glaub, den

Leuten taugt es auch, dass meine Kollegin und ich für jeden Spaß zu haben sind“, lacht Elisabeth Schickhofer. Schickhofer? Auf die Frage, ob sie eigentlich mit dem neuen Landesrat . . . also eventuell zumindest weitschichtig . . . „Ja, ich bin die Mama“, nickt sie schmunzelnd. „Und wahnsinnig stolz, auf meine gesamte Familie. Wir halten alle zusammen.“ ANZEIGE

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WIE . . . . . . kam die Grazer Maiffredygasse zu ihrem Namen? ANTWORT: Dieser Name geht auf Josef Maiffredy (1797–1859) zurück. Er war königlicher französischer Konsul, Ritter der Ehrenlegion, Gemeinderat in Graz und Gutsbesitzer in Wagram. Maiffredy vermachte der Stadt seine Besitzungen, womit die testamentarische MaiffredyStiftung zur Unterstützung armer Dienstboten dotiert wurde. Karl A. Kubinzky, Astrid M. Wentner, in ihrem Buch „Grazer Straßennamen“ Wissen, warum: „Kleine“-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort.Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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26 | MÜRZTAL WAS, WANN, WO? HEUTE, 19. 3. BRUCK. „2000 Jahre Christentum“. Vortrag und Diskussion „Fesseln der Macht: von der Verfolgung zur Staatsreligion“. Kath. Pfarrsaal, 18.30 Uhr. BRUCK. Treffen Parkinson-Selbsthilfegruppe. Gesundheitszentrum, 14 Uhr. BRUCK. Sprechtag des Kriegsopferund Behindertenverbands. Körnerstraße 19 c, von 8 bis 18 Uhr. BRUCK. Im Kulturhaus-Stadtmuseum spricht Günter Leitner zum Thema „Urbanität.“ Beginn ist um 18.30 Uhr, und Leitner geht u. a. der Frage nach, warum Städte eine magische Anziehungskraft auf viele Menschen ausüben. KAPFENBERG. Spielgruppe am Nachmittag. ISGS-Drehscheibe, 14.30 Uhr. KRIEGLACH. Musikantenstammtisch. Waldheimathof, Alpl, 19.30 Uhr. MARIAZELL. „Wo ist Timmys Katze?“ Minitheateraufführung der Klasse Ulrike Schweiger. Musikschule, 15.30 Uhr. MARIAZELL. Vorspielstunde der Volksmusikklasse Doris Spanner. Musikschule, Morzingasse 7, 18.30 Uhr. MITTERDORF. Osterausstellung der Handarbeits- und Bastlergruppe. Pensionistentreff, von 9 bis 17 Uhr.

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 19. MÄRZ 2013

Neugestaltung der Stadt Kapfenberg als Thema Bürgermeister als Gast beim 1. ECE-Frühstück. KAPFENBERG. Vor rund 200 Besuchern hat Bürgermeister Manfred Wegscheider beim ersten ECE-Frühstück im Einkaufszentrum angekündigt, Stadteinfahrten, Plätze und Privathäuser neu gestalten zu lassen. „Die Bewohner werden wieder stolz auf ihre Stadt sein“, meinte der Bürgermeister. Deshalb wird es auch Projekte geben, an denen sich die Bewohner an der Neugestaltung beteiligen können. Auch einen Ideenwettbewerb kündigt Wegscheider an. Zu Wegscheiders wichtigsten Aufgaben zählt auch die stärkere Positionierung als Sportstadt. Zufrieden mit dem ersten ECEFrühstück war ECE-Miteigentümer Heribert Krammer. In Zu-

NOTDIENSTE ÄRZTE/APOTHEKEN Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte: Kurzwahl 141. Bereitschaft der Zahnärzte im Internet: www. stmk.zahnaerztekammer.at Den Apothekendienst erfährt man unter der telefonischen Kurzwahl 1455.

KRANKENHÄUSER LKH Bruck: Tel. (03862) 895-0. LKH Mürzzuschlag-Mariazell: Tel. (03852) 20 80-0. LKH Leoben: Tel. (03842) 401-0 Hotline der Vergiftungszentrale: Tel. (01) 406 43 43.

SONSTIGES Wegscheider: Bürger können sich an Neugestaltung beteiligen POTOTSCHNIG kunft wird es bei jedem ECE-Jahreszeitenfest ein solches Gratisfrühstück mit Gästen aus dem öffentlichen Leben für Besucher und interessierte Gäste geben.

Telefonseelsorge: Kurzwahl 142. Das Frauenhaus ist rund um die Uhr unter Tel. (03862) 279 99 erreichbar. Weil, Hotline für selbstmordgefährdete Jugendliche: Tel. 0664-358 67 86. Krisun, Krisenunterbringung der Kolpingsfamilie für junge Menschen, Tel. 03862) 229 63. Rat auf Draht, Notruf für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen lautet 147.

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Für einen hervorragenden Start in jeden neuen Tag undierte Information und Kompetenz von Handwerksbetrieben für Handwerksbetriebe: Frühstücken Sie mit den Meisterinnen und Meistern der Meisterwelten Steiermark, allen voran mit Obfrau Heide Zeiringer. Im Mittelpunkt steht das Thema Zukunft Handwerk – der stei-

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rische Weg ins Jahr 2020 und danach. Claudia Brandstätter, bmmMarketing, stellt dazu die neue Trendstudie vor. Von Meisterbetrieben selbst geleitet, unterstützt die erste Handwerks-Genossenschaft die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder mit sinnvollen Kooperationen. Sie

bündelt Leistungen in Werbung und garantiert regionale Stärkung und wirtschaftlichen Erfolg. MEISTERFRÜHSTÜCK: Donnerstag, 21. März, 9.30 bis 11 Uhr, Cafe-Konditorei Krikac. INFO: www.meisterwelten.at, Tel. 0664-13 34 154, info@meisterwelten.at

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hristian Glitzner strebt nach Vollkommenheit. Bei künstlerischen Schmiedearbeiten genauso wie in der Schlosserei. Erst, wenn er selbst so richtig zufrieden ist, gibt er seine Arbeit an seine Kunden weiter – er bringt Metall stets meisterhaft in Form und er repariert. Vor allem altes Kulturgut wie Schlösser und Schlüssel. INFO: www.schlosserei-glitzner.at

◆ Leibt und lebt für Holz: Gerhard Lammer

◆ Handwerk im besten Sinne: Christian Glitzner IKARUS (2)

WIRTSCHAFT DIENSTAG, 19. MÄRZ 2013, SEITE 27

KOMMENTAR

Eine Bank im Großumbau

MANFRED NEUPER

880 Millionen Euro an einmaligen Belastungen steckte die Bank Austria 2012 weg. Das gerade beendete Abenteuer Kasachstan kostete insgesamt zwei Milliarden Euro. CLAUDIA HAASE

ein, es war kein Katastrophenjahr für die Bank Austria, aber die Bilanz und der Ausblick 2013 der ÖsterreichTochter der UniCredit könnten auch unter dem Titel „Baustelle“ stehen. Vor allem die kasachische ATF-Bank, die jetzt an den Oligarchen Galimzhan Yessenov verkauft wird, hat noch einmal viel gekostet. Mit 423 Millionen Euro war sie der größte Brocken der Wertberichtigungen, die das Ergebnis 2012 drückten. Seit dem ATF-Kauf 2007 hat die Bank Austria rund zwei Milliarden Euro in Kasachstan in den Sand gesetzt, räumte Bank Austria-Boss Willibald Cernko am Montag in Wien ein. Kasachstan habe als Markt seine eigenen Gesetzmäßigkeiten. Die Gewinnzone wurde dort nie erreicht. Knapp 290 Millionen Euro kostete die Österreicher die Beteiligung an der globalen Leasinggesellschaft der UniCredit. In der Ukraine hat die Bank 165 Millionen Euro abgeschrieben, hier ist ein Ausstieg kein Thema. Cernko will auch die geplanten Straffungen im Baltikum und die Zusammenlegung des Geschäftes in Tschechien und der Slowakei nicht als Signal Richtung Ausstieg verstanden wissen. Man wolle sich lediglich noch mehr auf starke Märkte konzentrieren. 70 Prozent des Bank-Austria-Profits kommen aus Osteuropa. Unter dem Strich hat die Bank noch immer 423 Millionen (Vorjahr: 206) Euro verdient, von de-

N

er deutsche Liedermacher Reinhard Mey hat 1977 so etwas wie die Hymne auf die Bürokraten geschrieben. In ihr besingt er seinen wirrsinnigen Weg durch die Ämter, um ein benötigtes, vermeintlich wichtiges Antragsformular zu ergattern. Konkret geht’s um „einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars, zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars, dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt – zum Behuf der Vorlage beim zuständ’gen Erteilungsamt.“ Schnauf. Der Text hat auch fast vier Jahrzehnte später kaum an Aktualität eingebüßt. Ein Zungenbrecher zeitlosen Zuschnitts. Dass sich Wirtschaftstreibende an der Bürokratie reiben, darf freilich auch in die Kategorie zeitlos eingereiht werden. Nicht ganz zu Unrecht. Hohe bürokratische Hürden bremsen die Investitionsbereitschaft, das belegen viele internationale Standortanalysen. uch wenn man effiziente Verwaltung nicht mit Ratzi-Fatzi-Drüberfahren verwechseln darf, könnte eine ernsthafte BürokratieInventur keinesfalls schaden.

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A

„Wir stellen unser Geschäft in Osteuropa sicher nicht infrage“, sagt Bank-AustriaBoss Cernko APA nen auch nichts zur italienischen Mutter UniCredit geschickt werden muss. Das operative Betriebsergebnis war mit drei Prozent Plus „solide“, so Cernko. Besonders gut laufen Russland, die Türkei, Tschechien und Ungarn. Deshalb übt Cernko keine Kritik am Plan von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán, einen staatlichen Bankensektor schaffen zu wollen. Cernko: „Unsere

Zeitlos

Sie erreichen den Autor unter manfred.neuper@kleinezeitung.at

Politik ist, uns leise zu verhalten. Das hat sich als gut erwiesen.“ In drei bis vier Jahren will die Bank Austria acht bis zwölf Prozent Rendite erwirtschaften. Um das zu erreichen, wird heuer vor allem am Land kräftig ins österreichische Filialnetz geschnitten, rund ein Drittel der Standorte soll betroffen sein. Konkretes dazu will Cernko aber erst in zwei Monaten sagen.

ZAHL DES TAGES Tonnen Speisefisch wurden 2011 laut Statistik Austria in Österreich produziert, das war eine Steigerung um 34,3 Prozent. Der Großteil entfiel mit 1271 Tonnen auf Regenbogen- und Lachsforellen. Am stärksten gewachsen ist aber die Karpfenzucht – um 71 Prozent auf 596 Tonnen.

2909


STEIERMARK

DIE POST IN ZAHLEN

50

MONTAG, 18. MÄRZ 2013, SEITE 12

STEIRER DES TAGES

„Wir produzieren nur das, was wir selbst gerne essen“

850 1400

Rayons (Zustellbezirke) gibt es insgesamt in der Steiermark. In einigen Gebieten, etwa in Graz, müssen innerhalb eines Rayons bis zu 1300 Haushalte bedient werden.

Die erste steirische Bio-Konditorei wurde in Söding eröffnet. Manuel und Sabrina Mauerhofer sind die „Tortenkomponisten“. ie Tischkärtchen waren essbar und die neunstöckige Hochzeitstorte mit 180 frischen Rosen verziert. Am Vorabend der eigenen Hochzeit haben Manuel und Sabrina Mauerhofer bis spät in die Nacht hinein an ihrem süßen Traum in Weiß gearbeitet. „In dieser Form hätte uns das kein Konditor gemacht“, sind die beiden sicher. Das Außergewöhnliche ist eben eines der Leitprinzipien für die beiden Konditorenmeister, die sich durch Zufall im Rahmen einer Jubiläumsfeier der Berufsschule kennengelernt haben. Außergewöhnlich ist auch die Geschäftsidee der Jungunternehmer, die seit

D

Kurzem im weststeirischen Söding als „Tortenkomponisten“ durchstarten. „Wir verwenden für unsere Kreationen ausschließlich Bioprodukte“, sagt Sabrina. „Großteils direkt aus der Region.“ Was nicht biozertifiziert verfügbar ist, kommt bei ihnen nicht in die Torte. Backpulver? „Brauchen wir nicht“, lacht Manuel. Farbstoffe? „Es gibt Spinat, Kurkuma oder Himbeere.“ Kakao und Schokolade? „Bekommen wir von Josef Zotter.“ Die Idee für die erste steirische hundertprozentige BioKonditorei entstand aus dem persönlichen Bedürfnis. „Wir ernähren uns bewusst und nachhaltig. Deshalb produzieren wir nur das, was

wir selbst gerne essen.“ In Frankreich, Dubai und Ägypten konnten die jungen Konditoren (Manuel ist 30 Jahre alt, Sabrina 25) bereits gastronomische Erfahrungen sammeln. „Aber Österreich ist eindeutig das Bioland Nummer eins“, sind sie sicher. „Das sollte sich auch bei den Konditoreien widerspiegeln.“ Am Puls der Zeit ist aber nicht nur ihr Biokonzept. Die ebenfalls in Söding produzierten Marmeladen, Essige, Säfte oder Schokoladeaufstriche gibt es auch im Onlineshop. Auf Youtube findet man Backanleitungen und auf Facebook wird das aktuelle Sortiment vorgestellt, das auch im Pichlingerhof verkauft wird. „Ein Geschäftslokal haben wir nämlich noch nicht.“ Dafür aber viele weitere Biovisionen. HEIKE KRUSCH

ZUR PERSON Manuel und

Sabrina Mauerhofer sind die Tortenkomponisten. Verkauft werden ihre Produkte im Internet (www.dietortenkomponisten.at) und im Södinger Pichlingerhof. Bei Manuel und Sabrina Mauerhofer kommt nur bio ins Glas KRUSCH

Prozent der Postbediensteten sind heute noch Beamte. Bundesweit beschäftigt die Post 19.534 Mitarbeiter, wovon rund 9000 in der Zustellung arbeiten.

Postmitarbeiter arbeiten in der Steiermark in der Distribution, etwa 900 davon als Briefträger. Unterwegs sind sie je nach Rayon mit dem Auto, Moped, Fahrrad oder zu Fuß.

Foto: GUBISCH

Druck setzt den Postlern zu „

Große Rayons, wenig Briefträger, Druck auf Mitarbeiter: Die steirischen Postler schlagen Alarm. Die Belastung sei enorm, dennoch soll heuer weiter Personal abgebaut werden. GÜNTER PILCH

er Streik mag abgeblasen sein, entspannt hat sich die Lage deshalb nicht. „Die Situation ist unerträglich und eine Besserung ist nicht in Sicht. Jetzt hat das Management auch noch angekündigt, heuer wieder bundesweit 500 Mitarbeiter abzubauen“, klagt der steirische Postgewerk-

D

schafter Christian Höllerbauer. „Wir kommen jetzt schon mit der Arbeit nicht mehr zusammen.“ Vor zwei Monaten standen die österreichischen Postmitarbeiter kurz vor einem Streik, den ein Kompromisspapier in letzter Minute verhinderte. „Unsere Situation ist aber dieselbe geblieben“, sagt Höllerbauer. „Die Zustellbezirke sind viel zu groß, einige wurden auf den halben Personalstand zurückgefahren. Das führt zu Überlastungen, die sich in immer mehr Krankenständen bemerkbar machen.“ Betroffen seien auch die Filialmitarbeiter. „Manche Kollegen sind hinter den Schaltern so eingespannt, dass sie keine Zeit haben, auf die Toilette zu gehen“, sagt Höllerbauer. Dazu komme der Kostendruck. Mitarbeiter würden zu Golden-HandshakeLösungen gedrängt. „Man geht inzwischen unverblümt auf Be-

amte zu und fragt sie, ob sie nicht ein Gebrechen hätten, wodurch sie in den Vorruhestand wechseln könnten“, sagt Höllerbauer. Eine Post-Mitarbeiterin in Graz erzählt der Kleinen Zeitung von „großer Unruhe und Angst“ unter den Kollegen. „Letzte Woche wurden etliche Mitarbeiter zu den Chefs bestellt und ihnen wurde gesagt, sie sollen künftig zustellen gehen oder den Betrieb verlassen. Einige sollen in eine Stiftung kommen.“ Auch einer Kollegin mit vielen Krankenständen sei dienstrechtlich das Messer angesetzt worden. Post-Sprecher Stephan Fuchs bestreitet diese Vorgangsweise. „Mobbing gibt es bei uns nicht und mir sind solche Vorfälle nicht bekannt.“ Dass Personal abgebaut werden müsse, sei aber außer Frage. „Das Briefgeschäft ist im Vorjahr um 2,5 Prozent zurückgegangen. Weniger Briefe

Manche Kollegen hinter den Schaltern sind so eingespannt, dass sie keine Zeit haben, aufs WC zu gehen. Christian Höllerbauer, Postgewerkschafter

bedeuten weniger Arbeit, das lässt sich nicht wegdiskutieren.“ Ob die neu geordneten Zustellbezirke tatsächlich zu groß seien, lasse sich einfach feststellen, sagt Fuchs. „Seit Jänner haben wir für jeden Mitarbeiter eine Zeiterfassung, anhand derer man sieht, ob mehr als 40 Stunden gearbeitet wird.“ Um aussagekräftige Daten zu haben, werde es aber noch ein paar Monate dauern.

AUFWECKER ULRICH DUNST

Post-Erreger

Ö

sterreich sucht den Super-Postler. Per Werbekampagne ruft PostChef Georg Pölzl ab April die Österreicher auf, den besten Postler des Landes zu küren. Doch in den Augen der Aktionäre und von Finanzministerin Maria Fekter steht längst fest: Pölzl selbst ist der SuperPostler, schüttet das Unternehmen doch dank gesteigerter Gewinne allein heuer 121 Millionen Euro Dividende aus – davon 64 Millionen an den Hauptaktionär Staat. Aber ein Super-Postler sowie die 768 Euro Prämie für jeden Mitarbeiter werden kaum reichen, um den Unmut vieler Postler wegzuwischen. Zu massiv kommen derzeit die Klagen über Arbeitsüberlastung daher. ass die Post die miese Stimmung umzukehren versucht, indem in internen Kampagnen „Bacillus Bestechus, Bacteria Tratschephila und Bacillus Schimpficus“ als gefährlichste Erreger für den gemeinsamen Erfolg dargestellt werden, ist zwar kreativ, erledigt aber nicht die Arbeit der Bediensteten. So müssen Postler weniger besagten Bacillus Bestechus fürchten, sondern vielmehr den Bacillus Seitenstechus.

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Sie erreichen den Autor unter ulrich.dunst@kleinezeitung.at

POST & PERSONAL Die Österreichische Post AG ist zu

52,8 Prozent im Besitz der staatlichen Industrieholding ÖIAG, der Rest ist im Streubesitz. Seit Jahren kämpft die Post mit

ihrem Personalstand. Im Vorjahr wurden rund 200 Mitarbeiter abgebaut, heuer sollen es zumindest 500 sein.


KLEINE ZEITUNG FREITAG, 15. MÄRZ 2013

30 | STEIERMARK

Videos. Die Videos der Grazer Schüler im Netz www.kleine.at/ graz

Kern des AmpelTeams: Christof Gartner, Markus Anko, Thomas Holzinger, Maximilian Zankel, Gideon Unger, Stephan Herzog und Martin Frauscher EDER

Teil

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MASSIVHOLZTISCHLEREI HUBERT STEINER: meisterwelten.at ◆ Hubert Steiner gibt es nur im Team mit seiner Frau Maria – und Sohn Florian IKARUS

Heimisches Holz – handgehobelt Spezielle Maserung, typisches Astloch oder Unebenheit – so einzigartig wie jeder Baum sind auch die Möbel von Hubert Steiner. Mit Frau Maria und Sohn Florian bietet er von der Planung bis hin zur perfekten Montage alle Leistungen, die es für ein Meisterstück braucht. ALLE WEITEREN INFOS: www.holzmoebel-steiner.at

„Die Ampel“ Folge 1

„Die Ampel“ Folge 12

Filmreifer Zebra-Streifen Grazer Schüler versüßen Autofahrern die Rotphase mit Showeinlagen, die sie filmen. Mittlerweile gibt es schon 13 Folgen von „Die Ampel“. CARMEN OSTER

arten nervt. Und vor allem vor roten Ampeln verkommt die grüne Welle gedanklich immer mehr zur urbanen Legende. Die Schüler des Bundesrealgymnasiums Kepler

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„Die Ampel“ Folge 3

, 9 13

Infos auf kleinezeitung.at/ vorteilsclub oder steiermark-card.net

in Graz haben nun eine Art gefunden, die Wartezeit filmisch und kurzweilig zu verkürzen. Ein Kernteam lässt sich seit November 2012 jede Woche eine neue Art einfallen, den Zebrastreifen unweit ihres Schulgebäudes zu überqueren. Immer dabei: die Videokamera. Da hopst die Klasse im Gangnam-Style über die Straße, veranstaltet eine Polsterschlacht oder macht Bocksprünge über den Zebra-Streifen. Schritt-Tempo im Schnitt-Tempo. Stephan Herzog (16), Schüler und ein Teil des Ampel-Teams: „Uns ist aufgefallen, dass die Phase, in der keine Autos fahren dürfen, extrem lang ist, nämlich 58 Sekunden. Deswegen haben wir gewettet, ob wir es schaffen, wäh-

rend der Fußgänger-Grünphase zehn Liegestütze zu machen. Die ganze Aktion haben wir gefilmt und so entstand ,Die Ampel‘.“ Jeden Montag landet eine aktuelle Ausgabe des Klassenschlagers auf der Videoplattform Youtube. An die 15.000 Leute haben sich die Filme schon angesehen. Stephan Herzog: „Viele Fußgänger bleiben stehen und sind etwas verwirrt. Auch die Autofahrer lachen, aber Probleme oder Aufregung hat es noch nicht gegeben.“ Derzeit bastelt die Film-Crew an einem Gewinnspiel. „Es wird viele Preise geben, die zum Thema Ampel passen. Wir wollen damit warten, bis wir 20.000 Aufrufe haben.“ Also: ansehen und sich die Wartezeit verkürzen.

stDun aube h s g u abz orenje G

Wenn der weiße Rauch aufsteigt.


KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 12. MÄRZ 2013

24 | MURTAL

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 12. MÄRZ 2013

MURTAL | 25

LEUTE 1

7

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Wehrversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Frauenburg KK

Bei der Versammlung wurden einige Mitglieder geehrt

7. Ausgezeichnet

3. 110 Termine

Kurt Dorner, Kommandant der Feuerwehr Frauenburg, berichtete bei der jüngsten Wehrversammlung über Einsätze und sonstige Tätigkeiten im Jahr 2012. Insgesamt leistete man 5250 Stunden. Ausgezeichnet wurden Leon Vetta, Martin Bogensberger und Thomas Pfingstner.

Weiße Fahne wurde gehisst: Alle 28 Feuerwehrleute haben Prüfung erfolgreich bestanden

1. Kartenkunde und Funktechnik m Wochenende stellten sich 28 Feuerwehrleute aus dem Bereich Knittelfeld einer Prüfung im Bereich des Funk- und Nachrichtenwesens. Die Ausbildung erstreckte sich über mehrere Wochen, in denen die angehenden Feuerwehrfunker in den Bereichen

A

8 Die Qual der Suppenauswahl hatte man bei der Fastenaktion KK

8. Suppenessen

Zur Aktion „Suppe essen – Schnitzel bezahlen“ für den guten Zweck luden Frauen der Pfarre am Knittelfelder Hauptplatz. Die Suppen brachten Christa Seidl, Rita Vollmann und Pamela Wutz mit.

Fotos. Mehr Fotos von diversen Veranstaltungen in der Region www.kleine.at/ MT bzw. /MU

Kartenkunde, Funktechnik und Theoriewissen geschult wurden. Und zwar vom Bereichsfunkbeauftragten Franz Strasser und seinem Team. Die Prüfung selbst wurde in einen theoretischen Teil und in eine praktische Prüfung aufgeteilt. Bei der Schlusskundgebung

sprach Hauptbrandinspektor Strasser ein großes Lob aus, da alle bestanden haben, davon folgende vier Feuerwehrmänner fehlerfrei: Markus Leitold (FF Bischoffeld), Gerhard Lackner (Flatschach), Manuel Walzl (Spielberg), Michael Pöchtrager (St. Margarethen).

Die Lonsperch Roffler gastierten im Kellertheater Zeltweg HAIDER

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Neuper Bidmon

Pressl Grasser Kössler

15. Landforst Kirtag im Lagerhaus Knittelfeld von Fr. 15. bis So. 17. März 2013 Umfangreiches Rahmenprogramm u. a. mit Karl Ploberger

us Knittelfeld am Donnerstag, 14. März 2013 um 19 Uhr im Lagerha * im Bau- & Gartenmarkt, ausgenommen Aktionen, nur von 15. bis 17.3.2013 gültig

2. Schilcherblues im Keller Kürzlich musizierten die Lonsperch Roffler im Kellertheater Zeltweg. Die Musiker Karl Heinz Kainz, Walter Weiss, Wolfgang Patsch, Robert Masser und Johann Buchinger präsentierten dabei den Schilcherblues. Kulinarisch verwöhnte Michael RanzmaierHausleitner vom Restaurant Hubertushof.

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Der Murtaler Jägerchef Jörg Regner leitete den Bezirksjägertag KK

Ärmelstreifen gab es für diese Feuerwehrmänner GALLER

Über Pokale und Urkunden freuten sich die Klassensieger TAUCHER

4. Bezirksjägertag

5. 19 Einsätze

6. Spannend

In Kobenz wurde zum Murtaler Bezirksjägertag geladen. Bezirksjägermeister Jörg Regner führt durch die Veranstaltung. Er bedankte sich bei der Jägerschaft für ihr Tun – und verwies auch auf Herausforderungen, etwa die Änderung der Lebensräume durch den Klimawandel.

Wehrversammlung der Feuerwehr Scheifling: Kommandant Josef Wind berichtete, dass die Wehr im Vorjahr zu 19 Einsätzen gerufen wurde. Zahlreiche Mitglieder wurden befördert, folgende in den Aktivstand aufgenommen: Christian Fixl, Fabian Friedl, David Leitner, Manuel Winkler.

Beim diesjährigen Nachwuchsturnier des Sportunion Tischtennisclubs Großlobming lieferten sich die 25 Teilnehmer spannende und dramatische Partien. Turnierleiter Franz Hasler und sein Mitarbeiterstab organisierten im Rahmenprogramm auch einen Geschicklichkeitsbewerb.

MEISTERFRÜHSTÜCK BEI STEINMETZ KALA IN SCHEIFLING

Starten Sie bei Steinmetz Kala in den neuen Tag Natursteine in Form und 100 Prozent beste Qualität. Wer bei Egon Kala Steinmetzarbeit bestellt, der kann sicher sein: Sie ist exklusiv. ◆ Naturbursche Egon Kala arbeitet am liebsten mit Rohstoffen aus der Natur. Der Stein ist seine Leidenschaft

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Füllleistung ca.160 ltr.

Jubiläums-Kirtag FEIERN SIE MIT UNS!

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150-Jahr-Jubiläum feiert in diesem Jahr der Musikverein Weißkirchen. Das war auch Thema bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Wochenende. Gefeiert wird von 5. bis 7. Juli. Obmann, Bürgermeister Ewald Peer blickte auch zurück: 110 Termine wurden im Vorjahr absolviert.

FF/ZEILER

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IKARUS (2)

gon Kala beherrscht sein Handwerk meisterlich, legt großen Wert auf Weiterbildung, freut sich über ausgefallene Wünsche und arbeitet mit Steinen, die ausnahmslos aus der Natur stammen. Ob Küchenarbeitsplatten, weil sie geruchsabweisend und hitzebeständig sind, oder Waschtische im Badezimmer – sie sind stets ein Blickfang und außerdem sehr pflegeleicht. Die Grabsteine von Egon Kala stel-

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len immer einen persönlichen Bezug zum Verstorbenen her. Und weil Natursteine auch erden und Beständigkeit vermitteln, eignen sie sich – wärmespeichernd und widerstandsfähig – besonders gut für Fußböden. Das gilt auch für Fensterbänke: Sie haben vor allem den Vorteil, dass bei Regen kein unangenehmes Tropfen oder Klappern zu hören ist. NÄHERE INFORMATIONEN: www.kala.at

DAS MEISTERFRÜHSTÜCK Fundierte Information und Kompetenz von Handwerksbetrieben für Handwerksbetriebe – frühstücken Sie mit den Meister(-innen) der Meisterwelten Steiermark. Außerdem: Zukunft Handwerk, der steirische Weg ins Jahr 2020 und danach: Claudia Brandstätter, bmm-Marketing, stellt dazu die neue Trendstudie vor. Do., 14. März 2013, 9.30–11 Uhr, Steinmetz Kala. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Handwerks-Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. So werden für die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative Werbelösungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www.meisterwelten.at Das nächste Meisterfrühstück findet am 21. März in der Café-Konditorei Krikac in Kindberg statt.

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 8. MÄRZ 2013

22 | STEIERMARK STEIERMARK

s ist ungewöhnlich viel Geld“, gibt man im Büro des zuständigen Landesrats Hans Seitinger (VP) zu. 141.000 Euro, die das Land als Wohnbauförderung an einen Mann ausbezahlt hat, der sich an einem Projekt in Neudau beteiligt hatte, müssen wegen „Uneinbringbarkeit“ abgeschrieben werden. Weder über die Exekution noch über die Versteigerung konnte sich das Land am mittlerweile Untergetauchten schadlos halten. Kein Einzelfall: Insgesamt ist das Land 2012 allein bei Geschoßbau- und Eigenheimförderungen sowie beim Wohn-

bauscheck auf 850.000 Euro „sitzen geblieben“. Beim Thema Schulverwaltung gärt es. Die Ministerinnen Johanna Mikl-Leitner (VP) und Claudia Schmied (SP) haben sich zwar mit den Landeshauptleuten Hans Niessl (SP) und Josef Pühringer (VP) geeinigt, die Bezirksschulinspektoren zu reduzieren. In der Steiermark soll der Kahlschlag allerdings weit größer ausfallen als anderswo. Das will man sich nicht gefallen lassen. Allenfalls Nicht-Nachbesetzungen von Ruhestandsabgängen kämen infrage, heißt K. HÖFLER, S. HASEWEND es.

PRÄSENTIERT

www.kleinezeitung.at

Frühlingswetter wie aus dem Bilderbuch steht auch heute im ganzen Steirerland auf dem Plan. Wer kann, sollte das ausnutzen – die Meteorologen rechnen mit einem Kälterückfall. KATHARINA PILLMAYR

ach dem besonders trüben Winter freuen sich die Steirer nun über die Vorboten des Frühlings. Die Sonne, die schon immer häufiger durch die Wolken blinzelt, und die milden Temperaturen locken Sonnenhungrige ins Freie. Da und dort sprießen auch schon bunte Frühlingsboten aus den Böden. Schön gemächlich erwacht der Frühling. „Bis morgen bleiben die Temperaturen mild, auch wenn es nicht ganz wolkenlos ist. Im Großen und Ganzen befinden wir uns im Einflussbereich einer sehr milden Südströmung“, erklärt Werner Troger von den meteo experts. In Graz, Fürstenfeld, Leoben, Bad Gleichenberg und

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Foto: © Manfred Baumann; Gestaltung: KUG/Schauer

ANNETTES DASCHSALON

Unterwegs – wohin? 19.45 Uhr, MUMUTH György-Ligeti-Saal Lichtenfelsgasse 14 Eintritt frei! Zählkarten: Veranstaltungsabteilung der KUG − Tel.: 0316/389-1330

Häuser und Pkw mit Lack besprüht

Sanft erwacht der Frühling

„Uneinbringbar“: Aktueller Fall treibt Schadensstatistik der Wohnbauförderung in die Höhe.

Mo. 11. März 2013

STEIERMARK | 23

I INTERN

850.000 Euro verloren E

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 8. MÄRZ 2013

Gäste: Florian BOESCH (Bass/Bariton) Dota KEHR (Kleingeldprinzessin) Christoph LUSER (Schauspieler) Cigdem SOYARSLAN (Sopran) und Publikum Katrin DASCH u. Ulrich NAUDÉ (Klavier)

Gastgeberin: Annette DASCH (Sopran)

Leibnitz kletterte das Quecksilber im Thermometer gestern auf 17 Grad, sagt Friedrich Wölfelmaier von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Auch heute wird es sehr frühlingshaft. Doch ab dem Wochenende wird es unbeständiger, bewölkter und die Temperaturen rasseln nach unten. „Es deutet darauf hin, dass uns ein winterlicher Kälterückfall ins Haus steht. Auch Schnee könnte dabei sein.“ Eingeleitet wird dieser mit Regen am Montag, bevor es in der Nacht auf Dienstag vielerorts schneien wird. „Zwei bis drei Zentimeter Neuschnee können Dienstagfrüh überall liegen“, prognostiziert Wölfelmaier. Tagsüber gehen die Temperaturen auf ein Niveau um den Gefrierpunkt zurück. Nach diesem winterlichen Intermezzo soll es aber bald wieder frühlingshaft werden. Und wer kennt sie denn nicht – die Bilder zu Beginn jedes Frühlings von Krokussen und Schneeglöckchen, die ein Schneehäubchen oder -mäntelchen tragen . . . Frühling oder Winter? Punktgenaue Prognosen für das Wetter in Ihrer Region www.kleinezeitung.at/wetter

Erste Frühlingsboten sprießen schon – doch bald könnten sie ein Schneehäubchen bekommen IMAGO

Insider packt aus: Jugendamt weist die Vorwürfe zurück

ARNFELS. Nach einem unbekannten Täter, der in der Nacht zum Mittwoch im Ortsgebiet großen Schaden angerichtet hat, fahndet derzeit die Polizei in Arnfels. „Sieben Gebäude und zehn Fahrzeuge wurden mit schwarzem und rotem Lack besprüht“, so einer der ermittelnden Beamten. Der Täter hatte sich dabei an Graffiti-Schriftzügen versucht, „verziert“ wurden nicht nur private Gebäude, sondern auch das Feuerwehrhaus und die Markthalle. Wie hoch der Schaden ist, muss erst geklärt werden. „Doch allein bei den zehn Fahrzeugen auf einem öffentlichen Parkplatz beläuft er sich auf mehr als 5000 Euro.“ Hinweise an die Polizei Arnfels (Tel. 059133-6161) erbeten.

Teil

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WILD­ SPEZIALITÄTEN STROHMEIER meisterwelten.at

◆ Wild, ganz zart – Coloman Stroh­ meiers Spezialität

Nach den Vergewaltigungen in Grazer Jugendwohngemeinschaft erhebt ein Insider schwere Vorwürfe gegen das Grazer Jugendamt. GRAZ. Die Betreuer der neun Jugendlichen in der Wohngemeinschaft hätten mehrfach darauf hingewiesen, dass die Mädchen gefährdet seien, so der Insider. Die Warnungen seien aber in den Wind geschlagen worden. Während der Nacht sei nur ein Betreuer im Dienst. Während dieser Zeit war es zu den Vergewaltigungen gekommen. Ein weiterer Vorwurf: Sozialarbeiter und Vorgesetzte würden sogar in die pädagogische Arbeit eingreifen, so der Insider. „Die Beweise dafür finden sich in den Akten der Wohngemeinschaft.“ Alle Mädchen in dieser Einrichtung hätten schwierige Vorgeschichten und bekämen Psychopharmaka. Sie bräuchten dringend Therapien. Die priva-

Die Beweise für die Missstände finden sich in den Akten. Ein Insider

ten Wohngemeinschaften lehnen diese Kinder ab, die Wohngemeinschaften der Stadt Graz müssen sie aufnehmen, obwohl die Sozialpädagogen für diese Kinder nicht ausgebildet seien. Seitens des Jugendamtes werden die Vorwürfe dementiert. Warnungen habe es keine gegeben. Den Nachtdienst einzuteilen sei Sache der Heimleitung, und therapeutische Wohngemeinschaften gäbe es in Österreich nur wenige. Dort würden nur die

„allerschwersten“ Fälle untergebracht. In den Grazer Jugendwohngemeinschaften bestehe die Möglichkeit therapeutischer oder sonstiger Zusatzbetreuung. Dass die Sozialpädagogen von Sozialarbeitern Weisungen bekommen würden, wird vom Jugendamt ebenso bestritten. Unabhängig von diesen Vorwürfen laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Ein 17Jähriger – es handelt sich nicht um den inhaftierten Brasilianer – steht auch im Verdacht, seine beiden Schwestern missbraucht zu haben. Übrigens: Die Mutter eines in der WG vergewaltigten Mädchens will das Jugendamt auf Schmerzensgeld klagen. HANS BREITEGGER

IKARUS

Wild auf Wild Coloman Strohmeier veredelt ausschließlich Freiwild aus heimischen Wäldern. Und das schmeckt man: Verantwortlich für den besonders zarten Geschmack seiner feinen Wildspezialitäten sind lange Trocknungszeiten auf einer Alm, frische Gewürze und kreative Rezepte. INFOS: www.wild-strohmeier.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 1. MÄRZ 2013

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I INTERN

Neuer Spitalschef (66) „kostet“ nur die Hälfte./ Lob für Voves von Kritikern. / Markenstreit unter honorigen GAK-Fans.

Vorstandsgage halbiert n der Spitalsgesellschaft Ka- Inhalt: Der neue Klub soll die ges ist die Chefetage umge- geschützte Marke GAK tunbaut: Die Landesregierung be- lichst heraushalten. Adressiert schloss, Petra Kohlberger abzu- sind die Schreiben der angeseberufen; Werner Leodolters henen Kanzlei Piaty-MüllerVorstandsfunktion endet mit 31. Mezin-Schoeller an die GrünMärz. Ernst Fartek bleibt an der der rund um Piet Hoyos und HaSpitze und der pensionierte rald Fischl, wie Sprecher MatChirurgiechef Karlheinz Tsche- thias Dielacher bestätigt. Abliessnigg wurde als neue Num- sender ist der Stammverein mer 1 eingesetzt. Die Verträge (Basketball, Tennis etc.). Diesen sind bis Februar 2018 befristet. führen laut Homepage Persönlichkeiten wie der Tscheliessnigg (66) Grazer Zahnarzt steht ein Gehalt auf Michael RuckenLH-Niveau zu: rund stuhl und Ex-Prä15.930 Euro brutto. Er sident, Unterneh„kostet“ wegen seimer Rudi Roth. ner Pension aber nur etwas mehr als die Letzterer lässt Hälfte. Fartek wieausrichten, er derum ist auf das Nihabe mit der Saveau eines Landesrache nichts zu tun. tes eingestuft: 14.260 Ebenso WK-VizeEuro brutto. GAK neu? Harald Fischl und präsident Bene★ dikt Bittmann Mitstreiter matchen sich enn für die Bür- mit GAK-Stammverein GEPA („Bin ausgeschieger alle Fakten den“) sowie Uniauf dem Tisch liegen, sind wir Lektor Karlpeter Elis – dieser bereit, die Bürger zu den Zu- diagnostiziert dem Stammversammenlegungen zu befragen.“ ein keine auffallende Aktivität. o oder so ist der Rechtsstreit Soweit SP-Landeshauptmann vor dem Neustart Gift: PoFranz Voves im Interview mit der Kleinen Zeitung zum Punkt tenzielle Vorstandsmitglieder Gemeindefusionen. Das freut schrecken zurück. „Die Ausdie reformkritische Gemeinde- gangslage ist denkbar schlecht“, initiative rund um Otmar Hie- gibt Dielacher zu und hofft, dass baum sowie die Grünen: „Am sich Fischl & Co. mit der GegenEnde muss die Bevölkerung seite einigen. Aus Sicht von Anentscheiden – und das sieht walt Stefan Schoeller ist mit der jetzt offenbar auch der Landes- Gründung des 2012er-Vereins hauptmann so“, lobt Lambert aber bereits ein Verstoß gegen Schönleitner. Bloß hat Voves die geschützte Wortmarke GAK nicht von einer bindenden Ab- erfolgt. Anwalt und Vorstandsstimmung gesprochen. Über- mitglied Rudolf Zahlbruckner setzt: Wo es sinnvoll ist, wird betont, nichts gegen einen Fußballverein zu haben, sofern „es das Land zusammenlegen. eine seriöse Zielrichtung gibt“. ★ eim Fußball verstehen hono- Die „GAK Juniors“ erhielten ja rige Herren keinen Spaß. Sie- grünes Licht. Fischl und Co. häthe GAK, wo wenige Tage vor ten mit dem Stammverein hindem Neustart als „GAK 2012“ gegen nie gesprochen. THOMAS ROSSACHER Unterlassungsklagen kursieren.

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Bande warf auf Flucht Kokain aus Auto Zehn Dealer verhaftet, größere Mengen an Suchtgift und Drogengeld sichergestellt. Bande versorgte Szene in Graz und Kärnten. DANIELE MARCHER

ehrere Monate lang liefen die Ermittlungen der steirischen und Kärntner Drogenfahnder, führten Beamte der EGS (Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität) Observationen durch. Die gesamte Aktion lief unter dem Decknamen „Operation Shisha“ und endete mit einem Schlag gegen die Drogenkriminalität.

Der Volksgarten (Foto) war einer der Hauptumschlagplätze. Ein halbes Kilo Koks landete auf der Autobahn

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Spektakuläre Verhaftung Zehn Dealer konnten in Graz und Klagenfurt verhaftet werden – vier nach einer kurzen Verfolgung über die Südautobahn, bei der sie mehr als ein halbes Kilo Kokain noch schnell aus dem fahrenden Auto geworfen hatten. Der Kärntner Teil der Bande hatte das „Koks“ von einem noch unbekannten Hintermann in Wien

FUCHS, LPK KÄRNTEN

besorgt und wollte es an ein Mitglied der Grazer Gruppe übergeben. Als die Dealer von Beamten der EGS bei Klagenfurt gestoppt wurden, versuchten sie durch waghalsige Fahrmanöver noch zu fliehen. Insgesamt konnte die Polizei übrigens Kokain und Marihuana im Schwarzmarktwert von 65.000 Euro sowie 10.000 Euro an Drogengeld sicherstellen. „Mindestens das ganze vorige Jahr“, so Oberst Werner Jud von

FRÜHLINGSBOTEN

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der Grazer Kriminalpolizei, vermutlich aber noch länger, hat die Bande die Drogenszene in Graz und Klagenfurt mit Suchtgift versorgt. Gehandelt wurde vor allem in einer angemieteten Wohnung in Graz-Jakomini, wo sich die Kunden regelrecht die Klinke in die Hand gaben. „Rund zehn Kilogramm Marihuana wurden in drei Monaten von dieser Wohnung aus an etwa 150 Konsumenten verkauft“, berichtet die Poli-

zei. Doch gedealt wurde auch in Parks, in Graz besonders im Volksgarten. Die jetzt Verhafteten waren der Polizei keine Unbekannten mehr – viele von ihnen sind einschlägig vorbestraft. Die Männer im Alter zwischen 21 und 48 Jahren stammen aus Marokko, Ägypten, Tunesien, Afghanistan und Saudi-Arabien und lebten als Asylwerber oder mittels geschlossener Scheinehen seit Längerem in Österreich.

Ein Hinweis hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Nach den Hintermännern wird noch gefahndet.

Aufgeblüht. Dieser Winter wird als einer der trübsten in die Wettergeschichte eingehen – aber was soll’s, seit gestern ist er selbst Geschichte. Zumindest meteorologisch beginnt ja mit 1. März der Frühling. Mit einem bunten Strauß sorgt diese Grazerin dafür, dass die JÜRGEN FUCHS Stimmung auch zum Datum passt.

Radfahrer getötet WILFERSDORF. Auf der B 65 bei Wilfersdorf kam es gestern gegen 20 Uhr zu einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht. Bei dem Opfer soll es sich um einen 54-jährigen Radfahrer aus Gleisdorf handeln, die Ermittlungen der Polizei liefen am Abend auf Hochtouren.

Teil

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MALERMEISTERFACHBETRIEB HEINZ SCHNEDL: meisterwelten.at ◆ Heinz Schnedl macht das Leben manchmal bunter – in jedem Fall aber schöner

Nach Messerattacke auf Sohn sitzt 83-jähriger Südoststeirer in U-Haft. ler vom Landeskriminalamt. Befragt werden soll das Opfer daher erst heute. Der 83-jährige Pensionist aus der Südoststeiermark wurde mittlerweile in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Ob er dort bleibt oder in eine Anstalt eingewiesen wird, hängt von einem Gutachten ab, das darüber befinden soll, ob der Mann zurechnungsfähig ist. Laut den Ermittlern zeige er deutliche Anzeichen von Demenz. Er sieht auch sehr schlecht und kann sich fast nur im Rollstuhl fortbewegen. Dennoch schaffte es der Pensionist, seinem Sohn am Mitt-

GRAZ. Heute ist der erste Arbeitstag für 50 steirische Jungpolizisten, die gestern ihre Grundausbildung abschlossen – 28 davon versehen ihren Dienst in Graz. Unter den Absolventen sind 18 Frauen, darunter auch eine dreifache Mutter. Derzeit befinden sich 104 Aspiranten für den Polizeiberuf in Graz in Ausbildung. Weitere 50 sollen noch heuer mit der Grundausbildung beginnen.

Werner Jud, Oberst der Grazer Polizei

Stichopfer ist außer Lebensgefahr BAD RADKERSBURG. Erst während der Operation im LKH Feldbach wurde den Ärzten bewusst, wie ernst die Verletzung ist. Jener 59jährige Mann, der am Mittwoch in einem Bad Radkersburger Pflegeheim von seinem eigenen Vater niedergestochen worden war, schwebte zu diesem Zeitpunkt in akuter Lebensgefahr. Die zehn Zentimeter lange Messerklinge hatte die Lunge des Steirers angestochen. Gestern lag der 59-Jährige aus Laßnitzhöhe noch auf der Intensivstation, „nach Auskunft der Ärzte ist sein Zustand aber stabil“, sagt Ermittler Harald Wink-

50 neue Polizisten

woch von hinten ein Messer in den Rücken zu rammen. „Ich wollte, dass er stirbt“, sagte er den Kriminalbeamten und zeigte im Laufe der Einvernahmen keine Zeichen von Reue. Er macht seinen Sohn für den Tod seiner Frau Anfang Februar verantwortlich und kann sich nicht damit abfinden, im Pflegeheim zu leben. Doch sei das laut einer Verwandten angeblich mit ihm abgesprochen gewesen. Die Tatwaffe, ein Klappmesser mit Holzgriff, hatte der 83-Jährige übrigens von seinem Sohn geschenkt bekommen. WILFRIED ROMBOLD

IKARUS

Kalk, Lehm und Naturfarben Heinz Schnedl erhält Bauwerke und deren Charakter. Er setzt Geschichte in Farbe und Gestaltung um (SgraffitoTechnik). Dabei widmet sich Schnedl vor allem natürlichen, mineralischen Materialien. Er restauriert, renoviert – auch Deckenfresken – und vergoldet. INFO: www.malerei-schnedl.at

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UNTERNEHMENSPORTRÄT

Qualität aus Meisterhand. Echt. Gut. Mit den Meisterwelten Steiermark hat das Handwerk seine erste Genossenschaft. Über 30 Betriebe aus 16 Sparten haben sich bereits angeschlossen. Aber nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied der Meisterwelten sein. Sie vernetzen qualitätsbewusste Handwerksbetriebe, greifen ihren Mitgliedern tatkräftig bei der Zukunftsentwicklung unter die Arme – und sie bringen Menschen in Dialog. Zentral fü r die genossenschaftliche Zusammenarbeit sind nicht nur kreative und kostengü nstige Werbelösungen, sondern eine Bü ndelung von Leistungen, die regionale Stärkung und wirtschaftlichen Erfolg garantieren.

„Durch meine Berufserfahrung kenne ich die Probleme der Betriebe. Langfristig wollen und werden wir ein eigenes Unternehmen sein, das unabhängig von Fördergeldern agiert und den Betrieben Arbeit abnimmt“.

Das gelingt mit unternehmerischen Initiativen und konsequenter Arbeit in den Regionen unter der gemeinsamen Marke. Dafü r sind ein Vorstand, von den Meisterbetrieben selbst geleitet und gefü hrt, eine Koordinatorin fü r die gesamte Steiermark und sechs regionale Projektleiter/innen vor Ort im Einsatz. Dadurch entstehen auch Wett bewerbsvorteile und sinnvolle Kooperationen – ü ber die eigenen Grenzen hinaus, mit anderen Betrieben, anderen Sparten und Regionen.

Heide Zeiringer Obfrau der Meisterwelten Steiermark

STEIERMARK

Zudem bringt die Form der genossenschaftlichen Kooperation den Vorteil des Mitspracherechts: alle Mitglieder haben Stimmrecht. Sie können selbst mit gestalten und sich einbringen. Tradition ist den Meisterwelten wichtig, trotzdem arbeiten sie zukunftsorientiert. Für jeden Betrieb gibt es ein maßgeschneidertes Starterpaket – bestehend aus, unter anderem, einem Unternehmenstext und einer professionellen Fotostrecke. In Kooperation mit dem Studiengang „Innovationsmanagement“ der FH campus 02 bekommt jedes Mitglied seinen persön lichen Innovations-Check, der dabei hilft, neue Ideen zu verwirklichen. Neues zu erkennen und Neues zu entwickeln. Warum es sich fü r interessierte Betriebe mehrfach lohnt, jetzt schnell zu sein Im Herbst des Jahres erscheint das erste Buch ü ber die Meisterwelten – veröffentlicht im Leykam-Buchverlag. Darin geben die Meister welten eine Anleitung, wie Leben glü cklich gelingen kann, wenn sich Menschen mit Dingen umgeben, die nur fü r sie gemacht sind und ihren ganz persönlichen Wü nschen entsprechen. Und: es liefert Inspiration und Ideen, wie Dinge, die mit der Hand gemacht sind, das Leben 4

bereichern und mit Sinn erfü llen. Außerdem ist die Genossenschaft limitiert fü r 250 Betriebe in den kommenden Jahren und die nächsten 30 Betriebe, die eine Aufnahme schaffen, ersparen sich rund € 1.100 – können aber trotzdem alle Vorteile im vollen Umfang nutzen.

 Info Meisterwelten e.Gen Eine Genossenschaft nach Schulze-Delitzsch Bahnhofstraße 95, 8990 Bad Aussee www.meisterwelten.at info@meisterwelten.at

Ein Streifzug durch Meisterbetriebe  Schmiede- und Reparaturwerkstätte Wechselberger Metall für überall – Design für Haus und Garten, aber auch für die Industrie Bodenständig und Handwerker mit Leib und Seele: Hans Wechselberger liebt es, Dinge mit der Hand zu fertigen – ressourcenschonend und nachhaltig. Seine Schmiedearbeiten erfü llen nicht nur eine Funktion, sondern bringen in der Verwendung auch tagtäglich Freude. Ob Möbel, Tore oder Geländer, Blumenständer oder Zierstäbe im Garten. Fü r die Industrie fertigt Hans Wechselberger feuerfeste Aufhänge-Haken, entwickelt Prototypen oder baut Arbeitsbehelfe. wechselberger@schmiedereparatur.at

Geld und Leben für Unternehmer Frühjahr 2013


UNTERNEHMENSPORTRÄT

 Blüten, Flair & Bindekunst Zwanzger Grü nes Kulturgut und Tradition jung gefü hrt Renate und Martin Zwanzger achten auf Traditionen und alte Nutzpflanzen, gehen aber gleichzeitig neue Wege. Für sie sind Pflanzen WESEN-tlich und damit es ihren grü nen Wesen auch wirklich gut geht, lassen sie sich immer wieder ungewöhnliche Methoden einfallen. So werden ihre Gewächshäuser etwa mit klassischer Musik und speziellen Frequenzen beschallt.

 Tischlermeister & Raumgestalter Rene Pecovnik Tradition als Grundlage fü r Innovation Kunden zufrieden stellen, ist Rene Pecovnik ganz klar zu wenig. Er will Unlösbares lösbar machen. Weil ihm das oft gelingt, sprü hen seine Werke vor Kreativität, bieten aber beste Funktionalität im Alltag. Er hat seinen Betrieb 2007 gegrü ndet, und wurde bereits 2012 unter den Top-1000- Steirer/innen als Wohn-Innovator gelistet. Er plant und fertigt komplette Räume und Geschäftseinrichtungen, vom Boden bis zur Decke. Möbel, Unikate und Design-Objekte von höchster Qualität. www.rene.pro

Sie ziehen Pflanzen heran, die in unserem Klima kräftig gedeihen und sich auch deshalb so besonders gut auf dem Balkon und im Beet machen – und sie kultivieren den Lankowitzer Krauthäuptel, eine regionale und robuste Salatsorte. www.gaertnerei-zwanzger.at

 Bauer Optik Exakte Handwerksarbeit und starkes Service Armin Bauer hat einen ganz besonderen Anspruch an sein Handwerk: die Lebensqualität seiner Kunden zu steigern. Das gelingt ihm mit dem richtigen Durchblick, fü r den er mit Brillen, Kontaktlinsen und Sehhilfen in stets präzisen und persönlichen Lösungen sorgt. Ob bei der Vermessung von Augenwerten, der maßgefertigten Produktion oder beim Einsatz modernster Technologien: Individualität und Qualität stehen immer im Vordergrund.

 Trachten Trummer Trachten mit dokumentierter Vergangenheit Mit Erzherzog Johann hat alles angefangen, denn er machte die steirische Tracht salonfähig – volkskundliche Unterlagen sind die Quellen der Firma Trachten Trummer.

www.meisterwelten.at/armin-bauer In der hauseigenen Maßschneiderei werden seit 1989 echte Trachten in höchster Handwerkskunst gefertigt und längst vergessene Trachten zum Leben erweckt. Und auch fü r Vereinsbekleidung bietet Trachten Trummer jede Schneiderleistung: von der Skizze ü ber den Prototyp bis hin zur Fertigung. www.trachten-trummer.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 22. FEBRUAR 2013

1,3 Millionen für Heizzuschuss

GRAZ FREITAG, 22. FEBRUAR 2013, SEITE 21

KOMMENTAR MICHAEL SARIA

Fast 12.000 Steirer bekamen Landesförderung. GRAZ. Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember wurden steiermarkweit 1,3 Millionen an Heizkostenzuschuss ausgezahlt. Das gab gestern der zuständige Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser bekannt. 11.934 sozial schwächere Steirer wurden unterstützt – in Graz waren es 891, in Graz-Umgebung 1077 Personen. „Vor der Vergabe wurde eine genaue Bedarfsprüfung durchgeführt“, betonte der Soziallandesrat. Die Zahl ist damit gegenüber 2011 fast gleich geblieben. Ölfeuerungsanlagen wurden mit 120 Euro gefördert, alle anderen Anlagen mit 100 Euro.

Teil

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STK MÖBEL. RAUM. DESIGN: meisterwelten.at ◆ Designtischler Stefan Krammer plant für sein Leben gerne IKARUS

Mehr Visionen fürs Wohnen Das Beste ist immer mehr, als man vermutet. Stefan Krammer plant, gestaltet und fertigt private Wohnrefugien, Penthäuser und Yachten. Ob schlafen oder wohnen, Küche, Bad, Entree oder Geschäftsräume: Seine Lösungen sind exklusiv – schlicht und sehr anspruchsvoll. WEITERE INFOS: www.stk.at

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Schulfrei Für philippinische Kinder da: NEUHOLD Rizalind Tumanda

Verzicht für weniger Hunger Der Biss der Nashornviper (Symbolbild) kann für Menschen tödlich sein

CORBIS

Giftschlange biss zu: Besitzer im Spital 25-jähriger Grazer kam aber glimpflich davon. GRAZ. Glimpflich endete für einen Grazer gestern Nachmittag der Biss einer hochgiftigen Nashornviper. Der 25-Jährige, der in seiner Wohnung in Puntigam mehrere Reptilien hält, wollte der Schlange laut Polizei ein Antibiotikum verabreichen, als diese plötzlich zubiss. „Es war aber kein Vollbiss. Ein Zahn hat ihn am Finger erwischt“, beruhigt Werner Stangl vom Steirischen Reptilienverein, der von der Freundin des Opfers verständigt wurde. Stangl alarmierte das LKH sowie das Rote Kreuz, das einen

STEIERMARK

Notfallwagen losschickte. Der Patient wurde mit Infusionen behandelt und in die Notfallaufnahme gebracht. Dort wartete bereits eine Expertin für Schlangenbisse auf den 25-Jährigen. Die Verabreichung eines Gegenserums war laut Stangl nicht notwendig. „Er bekam Cortison und Schmerzmittel, am Freitag wird er das Spital wieder verlassen können.“ Laut Polizei ist die Nashornviper wieder sicher verwahrt. Der Magistrats-Veterinär prüft jetzt, ob alle Vorschriften eingehalten WILFRIED ROMBOLD wurden.

Familienfasttag will Leben in „Dritter Welt“ bessern. GRAZ. Suppe statt Schnitzel: Die Katholische Frauenbewegung ruft die Steirer am heutigen Familienfasttag auf, einfache Speisen zu sich zu nehmen. Mit dem ersparten Geld bittet sie, Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Eines davon ist das „Mindanao Migrants Center“ auf den Philippinen. 5000 Filipinos verlassen täglich das Land, um im Ausland zu arbeiten und so ihre Familien erhalten zu können. Die meisten arbeiten in der Golf-Region – die Bedingungen dort sind oft schwierig: „Die Löhne sind niedriger als ausgehandelt, Misshandlungen gibt es ebenfalls“, berichtete Rizalind M. Tumanda bei ihrem Graz-Besuch. Das „Mindanao Migrants Center“ hilft den zurückgebliebenen Familien und den Heimkehrern. www.teilen.at Spenden erbeten an: Familienfasttag, PSK 60.000, Konto 1.250.000

INTERN

„Aberwitziges Tempo bei Reformen“ Landespersonalvertreter attackiert Politik: „Klima ist durchwachsen.“ ür so manche Erledigung sind heute doppelt so viele Unterschriften nötig als vor der Reform“: Günther Lippitsch, Chef der Personalvertretung der Landesbediensteten, übt heftige Kritik am eingeschlagenen Reformkurs der Politik. Das Tempo der Umsetzung sei „aberwitzig“, es

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fehle an ausreichender Kommunikation mit den Betroffenen und die Straffung des Verwaltungsapparats von 50 auf 25 Abteilungen habe vielfach zu „künstlichen internen Hürden geführt“. Entsprechend „durchwachsen“ sei das Klima unter den Landesbediensteten. „Die dringend notwendige

Aufgabenreform wird Lippitsch: „Viele aber nur er- interne Hürden folgreich sein, durch Reform“ KK wenn sie von den Mitarbeitern mitgetragen wird“, mahnt Lippitsch, der im März Personalvertretungswahlen zu schlagen hat. K. HÖFLER

or genau einer Woche wurden Zeugnisse verteilt, Köpfe stolz gestreichelt, Geldbörsen geöffnet und auch so mancher Seufzer auf die Reise geschickt. Je nachdem wurden dann Pläne geschmiedet – in einigen Fällen wohl auch für den notwendigen Aufschwung in Mathe und Physik. Doch hoffentlich wurde in jedem einzelnen Fall auch über den längst fälligen Bau der Ritterburg, über die nächste coole Party und über den schon lange geplanten Skinachmittag beraten. Hoffentlich hat sich unsere Leistungsgesellschaft nicht längst auch in allen Kinderund Wohnzimmern durchgesetzt. Hoffentlich war und ist überall Platz für Ferien, die gerade in Graz und Umgebung auch im Finale viel zu bieten haben (S. 22/23). offentlich legen am Montag viele klasse Erzählungen Zeugnis ab von unbeschwerten Tagen.

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Historiker Peter Laukhardt bangt um uraltes Gehöft im Stiftingtal, das einer Wohnanlage weichen soll

GERNOT EDER

Das Ende eines alten Hofs Lange stand der „Rohrbachschmied“ im Stiftingtal leer, jetzt muss der Hof mit dem Erzherzog-Johann-Portikus einer Wohnungsanlage weichen. ROBERT PREIS

eit drei Jahren kämpft der Grazer Historiker Peter Laukhardt um dieses Anwesen, jetzt scheint er verloren zu haben. Auf dem Anwesen in der Stiftingtalstraße 340 werden in Kürze wohl die Bagger auffahren. Eine zweistöckige Wohnanlage mit begrünten Dächern und einem Biotop werden laut Architektin Marlies Maria Haas an dieser Stelle errichtet. Es sei „zu kostspielig gewesen, die alte Bausubstanz in den Neubau zu integrieren. Ich habe als Architektin jedenfalls kein schlechtes Gewissen, denn die Nebengebäude sind halb verfallen.“ Laukhardts Sicht ist freilich eine andere. „Dieses Gebäude“, sagt er, „war einst Mitglied eines Ensembles, das in der Region rund um eine befestigte Burg-Anlage eine Rolle gespielt hat.“ Der

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Im Jahre 1682 verzeichnete Vischer den befestigten Ansitz „Rohrbach“, für den das Gehöft vulgo RohrbachSchmied tätig gewesen sein dürfte KK Bauernhof verfügt zudem über ein Portal, dessen Typus im 19. Jahrhundert als ErzherzogJohann-Haus bezeichnet wurde und im Raum Graz sehr selten ist. Karin Derler vom Bundesdenkmalamt bestätigt, dass der Rohrbachschmied in der Datenbank des Denkmalamtes erfasst sei. „Nicht alle Gebäude dieser Datei konnten bislang aber genauer untersucht werden.“

Ärgerlich ist für Laukhardt aber auch, dass er im Bemühen um die historische Bausubstanz darum angesucht hat, die Bebauungsdichte zu erhöhen, um einen in den Altbestand integrierten Neubau zu ermöglichen. „Wenn diese Dichte jetzt nur um ein Promille überschritten, obwohl der Hof abgerissen wird, dann wäre das glatter Betrug an der Idee einer Erhaltung des Bauerbes.“

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM. . . . . . zahlen Tausende „Sonntagsjäger“, die ihrem Freizeitvergnügen nachgehen, für ihre Hunde keine Hundeabgabe? Günter Lichtenegger, „Kleine“-Leser ANTWORT: Nur für jene Jäger, die als von der Behörde beeidete Jagd- und Forstjäger ihren Dienst tun, also die Aufsichtsjäger, trifft das zu. Jedes der 2600 Jagdreviere in der Steiermark hat einen Aufsichtsjäger, also rund 3000 der rund 23.000 Jäger sind von der Abgabe befreit. Karl Sirowatka, GF Landesjagdamt Wissen, warum: „Kleine“-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort.Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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STEIERMARK

Regionale Projektleitung „Süd u. Weststeiermark“ Caroline Stramitz T: 0650 429 40 03 caroline.stramitz@meisterwelten.at

QUALITÄT AUS MEISTERHAND. ECHT GUT. MIT DEN MEISTERWELTEN STEIERMARK HAT DAS HANDWERK SEINE ERSTE GENOSSENSCHAFT. ÜBER 30 BETRIEBE AUS 16 SPARTEN HABEN SICH BEREITS ANGESCHLOSSEN. Sie unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder mit sinnvollen Kooperationen, bündelt Leistungen in Werbung und garantiert damit regionale Stärkung und wirtschaftlichen Erfolg. Das gelingt mit unternehmerischen Initiativen und konsequenter Arbeit in den Regionen unter der gemeinsamen Marke. Dafür sind ein Vorstand, von den Meisterbetrieben selbst geleitet und geführt, eine Koordinatorin für die gesamte Steiermark und sechs regionale Projektleiter/innen vor Ort im Einsatz. Aber nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied der Meisterwelten sein. Tipp: Im Herbst des Jahres erscheint das erste Buch über die Meisterwelten. Veröffentlicht im Leykam Buchverlag liefert es Inspiration und Ideen, wie Dinge, die mit der Hand gemacht sind, das Leben bereichern und mit Sinn erfüllen.

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Europäischen Union, Europäischer Fonds zur Förderung der Entwicklung des Ländlichen Raums, Schwerpunkt LEADER

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18 Wirtschat

1 3. / 14 . F e b r u a r 2 0 1 3 / W o c h e V o i t s b e r g

Tradition & Die Meisterwelten luden zu einem reichhaltigen Frühstücksbufet und einer Diskussion ein. Einen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling erlebten die Besucher im Blütenhaus der Familie Zwanzger in Bärnbach. Geladen wurde von den Meisterwelten zu einem Frühstück mit besonderen Meistern. Caroline Stramitz, die regionale Projektleiterin, hatte ein reichhaltiges Frühstücksbufet für die zahlreich erschienenen Gäste organisiert. Gerhard Streit von der Wirtschatskammer und zahlreiche Meister der Region verfolgten interessiert den Ausführungen der Steiermark-Koordinatorin Claudia Glawischnig, der Obfrau Heide Zeiringer, Regina Strunz und Claudia Brandstätter.

Die Meisterwelten sind die Interessensvertretung für alle Handwerksbetriebe in der Steiermark und als Genossenschat organisiert. Zentrale Frage war die Zukunt der Handwerksbetriebe im Jahr 2020 und welche Vorteile die Genossenschat bietet. Chancen der Meisterwelten Firmenvertreter unterschiedlicher Betriebe berichteten ihre Erfahrungen, die sie im Rahmen der Meisterwelt gewonnen hatten. Einen großen Vorteil bietet einigen Betrieben das Netzwerk für wirtschatliche Kooperationen, die professionelle Vermarktung durch Inserate oder Werbemaßnahmen und die Beratung zur individuellen Entwicklung. Eine Selbverständlichkeit sind das fachliche Wissen und hohe Qualitätsansprüche der Firmen, großer Wert wird auch


Wirtschat 19

W W W.W O C H E . A T

Innovation

Die Referenten der Meisterwelt und Gerhard Streit diskutierten Renate Sabathi mit den Besuchern über die Meisterbetriebe.

auf Regionalität und Weiterführung von Traditionen gelegt. Aber auch mit dem Anspruch sich auf neue Märkte und Trends einzulassen und sich weiter zu entwickeln. In einer Zeit, wo immer mehr Massenware und Billigprodukte auf den Markt geschleudert werden, gilt es, den

Kunden die Vorteile von Qualitätsprodukten aufzuzeigen, um auch die teilweise höheren Preise zu rechtfertigen. Renate und Martin Zwanzger sind Meister der Floristik, mit kreativen Ideen auf dem Weg in die Meisterwelt. Sie wurden bereits als weststeirisches Vorzeigeunternehmen ausgezeichnet. 473705

Seit 30. Jänner online bei Hornbach einkaufen Unter dem Motto „Ran ans Projekt“ präsentiert der Baumarktkonzern seinen OnlineShop unter www.hornbach.at. Aktuell indet der Kunde online rund 17.000 Artikel, wovon über 5.000 Artikel auch bestellt und nach Hause geliefert werden können. Darunter beinden sich Maschinen und Zubehör für Bau und Garten, Farben und Lacke, Sanitär, Gartenhäuser. Hornbach wird das Sortiment Schritt für Schritt weiter ausbauen. Das Baumarktunternehmen wird auch im Internet die besten Preise anbieten: Die Hornbach-Dauertiefpreise sind im Markt und im Online-Shop identisch. Der Hornbach Online-Shop bietet ausführliche Artikeldetails, teils auch als Videos sowie eine Vergleichsfunktion. Eine Merkliste steht ebenso zur Verfügung – diese kann

weiterempfohlen oder an Freunde versendet werden. Im Forum können Heimwerker Fragen und Antworten rund um ihre Projekte untereinander austauschen. Mittels Videos können sich die Kunden die Umsetzung von klassischen Projekten – etwa den Dachausbau oder das Verlegen von Fliesen – auf verständliche Art erklären lassen. Innerhalb von 30 Tagen nach Anlieferung der Ware besteht die Möglichkeit, diese zurück zu schicken oder sie im Markt zurück zu geben. Hornbach gewährt ein Rücktrittsrecht von 30 Tagen und verlängert damit die gesetzliche Frist von sieben Tagen um drei Wochen. Die Zahlung erfolgt mittels Überweisung, Kreditkarte oder PayPal. WERBUnG

Ermöglicht durch: präsentiert

Österreichische Verkäufertagung und Verkäuferabende 2013

Die Verkaufsofensive 2013 Neue Impulse und Motivationen für Verkäufer/-innen 2013 indet die 5. Österreichische Verkäufertagung mit zusätzlich drei Verkäuferabenden von Mirko Prusac und Karin Gutschi in Graz, im Hotel Europa, statt. „Konsensitives Verkaufen® – Zustimmungsverkauf mit Einfühlungsvermögen“ ist der Schwerpunkt des ersten Verkäuferabends am 7. März 2013 mit Gaby S. Graupner. Konsensitives Verkaufen ermöglicht Ihnen schneller und leichter mehr Umsatz zu machen.

SeMINar-INfoS 5. Österreichische Verkäufertagung am 18. 4. 2013 Verkäuferabende: 7. 3.: Die schönste Sache der Welt – Verkaufen! Vortragende: Gaby S. Graupner 19. 9.: Mein Freund, der Kunde – ohne Tricks und Fallen neue Kunden gewinnen und behalten. Vortragender: Jürgen Frey 21. 11. : Braucht man nach 2015 überhaupt noch Verkäufer/innen? Vortragende: Claudia Brandstätter Anmeldung unter: www.verkaeufertagung.at

Verkaufsexpertin Gaby S. Graupner gibt am 7. März 2013 im Hotel Europa in Graz Tipps für mehr Umsatz. Foto: Gaby S. Graupner


34 | WESTSTEIER

KLEINE ZEITUNG SAMSTAG, 9. FEBRUAR 2013

STEIERMARK | 35

KLEINE ZEITUNG SAMSTAG, 9. FEBRUAR 2013

UNSERE SPECIAL-OLYMPICS-HELDEN

1526 Euro Spende aus Projektarbeit Ein Team der BHAK Voitsberg griff den Betreibern des Tierheims Franziskus unter die Arme. oller Erfolg für das Maturaprojekt des Teams der 5. ITKlasse der BHAK Voitsberg im Rahmen des Ausbildungsschwerpunktes Multimedia und Webdesign: Projektleiterin Tina Verhnjak, Martina Rauch, Stefanie Primus und Christof Huber entschieden sich, dem Tierheim Franziskus und der ACC Tierklinik in Rosental unter die Arme greifen. „Wir haben alle ein großes Herz für Tiere“, schildert Verhnjak, wie sich die Idee für das Projekt ergeben hat. Insgesamt haben die Vorarbeiten rund ein halbes Jahr gedauert, kommenden Montag wird das fertige Projekt in der BHAK Voitsberg präsentiert. „Zuerst haben wir einen Kalender mit Fotos von zu vermittelnden Tieren

T

aus dem Tierheim Franziskus angefertigt. Die Fotos habe ich selbst gemacht“, schildert die engagierte Projektleiterin. Die Kalender wurden verkauft, außerdem wurden Spenden bei Firmen gesammelt. Mit Erfolg: Kürzlich konnte das Team einen Scheck in Höhe von 1526 Euro an die Verantwortlichen des Tierheims übergeben. Außerdem wurden Infobroschüren mit Impfterminen und Pflegetipps für Tierfreunde aufgegliedert in Hund, Katze und Kaninchen angefertigt und eine Homepage für das Partnerunternehmen erstellt. „Ein weiteres Ziel war eine soziale Tätigkeit. Wir waren mit einem Hund im Seniorenzentrum Bärnbach auf Besuch. Insgesamt hat die Arbeit viel Spaß gemacht.“

Viermal Bronze für Emanuel Kern und Matthias Schwarz (links) MOSA IK

Im Medaillenregen

Kürzlich übergab das Projektteam einen Scheck an das Tierheim

KK

Christian Kornhauser (Silber, Eiskunstlauf), Mario Hammer (Gold im Eiskunst-Paarlauf mit Trainerin Lena Tippel), Ingeborg Bruckner (Bronze, 50-m-Lauf), Karl Sachs (Gold, 1000-m-Sprint) und Walter Grund (Silber, 500-m-Lauf)

LEUTE

KK

GRAZ. Nach vier Bronzemedaillen für das Mosaik-Team strahlt nun auch die Kainbacher Delegation: Zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze wurden bei den Special Olympics 2013 in Südkorea gewonnen. Mit einer hinreißenden Kür holte sich das Unified-Duo Lena Tippel und Mario Hammer die Goldmedaille im Eiskunst-Paarlauf. Im Langlaufen vergoldete sich Karl Sachs über die 1000-m-Sprintstrecke.

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Steinerner Willkommensgruß

Ja zu Tradition und Zukunft

Gemeindebäuerinnentagung in Maria Lankowitz.

Erstes Meisterwelten-Frühstück war erfolgreich.

Ein Stein als Willkommensgeschenk ist etwas ungewöhnlich. „Aber er hält etwas aus und ist beständig. Und das passt gut als Symbol für Stephanie Riedler“, meinte Bezirksbäuerin Martha Hörmann, als sie die neue Kraft in der Bäuerinnenorganisation bei der Gemeindebäuerinnentagung in Maria Lankowitz willkommen hieß. Riedler wird die Aufgaben von Regina Formeier übernehmen, die seit sieben Jahren die Agenden in der Bezirks-

Die Anwesenden waren sich einig. Meisterbetriebe haben Zukunft. „Jene, die mit Herz und Hirn arbeiten, profitieren mit Umsatz und Gewinn“, brachte es Claudia Brandstätter beim Frühstück der Handwerks-Genossenschaft Meisterwelten in Bärnbach auf den Punkt. Viele waren der Einladung von Regionalleiterin Caroline Stramitz gefolgt und konnten sich im Meisterbetrieb von Renate und Martin Zwanzger in Bärnbach

kammer geführt hat. Für Kammerobmann Werner Pressler ein positives politisches Zeichen. „Wenn in Zeiten, in denen andere Kammern fusionieren müssen, bei uns eine 40-Stunden-Kraft nachbesetzt wird, ist das ein großer Erfolg.“ Erfolgreich wurde auch die Mediendiskussion im Rahmen der Diskussion aufgenommen. Am Podium: Heike Krusch (Kleine Zeitung), Harald Almer (Woche) und Josef Kaltenegger (Neues Land).

Stephanie Riedler übernimmt die Agenden von Regina Formeier

CESCUTTI

davon überzeugen, dass es kein Widerspruch ist, Traditionen hochzuhalten und gleichzeitig zukunftsorientiert zu sein. Auch WirtschaftskammerRegionalstellenleiter Gerhard Streit betonte, dass nur Regionalität und Heimat Identität stiften können. Dem konnten die zahlreichen Gäste, darunter auch Heidi Zeiringer und Claudia Glawischnig von den Meisterwelten, nur vollinhaltlich zustimmen.

Das Koordinationsteam der Meisterwelten in der Steiermark

ROBERT CESCUTTI

Einbrecherbande in Graz zerschlagen FASCHINGSNeun Rumänen waren auf Zigarettendiebstahl spezialisiert und das in mehreren Staaten. GRAZ. Eine rumänische Einbrecherbande, die sich auf den Diebstahl von Zigaretten spezialisiert hatte, konnte die Grazer Polizei jetzt zerschlagen. Seit Oktober des Vorjahres hatte das Kriminalreferat umfangreiche Ermittlungen gegen die neun Männer geführt, die zum Teil reisende Täter waren und zum Teil unangemeldet in einem leer stehenden Haus in Graz gewohnt hatten. Telefonüberwachungen und Observationen zeigten rasch, dass die Männer auf Einbrüche in Gaststätten und Zigarettenautomaten spezialisiert waren. Die Beute verkauften sie dann in Graz an andere Rumänen weiter. Doch die Männer dürften auch in Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz in großem Stil als Einbrecher tätig gewesen sein.

„Sogar das Einbruchswerkzeug für die Einbrüche stahlen sie vorher im Baumarkt“, weiß Ermittler Eduard Glas. Neben den Einbrüchen waren mehrere Bandenmitglieder auch als Ladendiebe unterwegs – der Diebstahl von 40 Stangen Salami aus einem einzigen Geschäft war für sie eine Kleinigkeit, zeigten die Ermittlungen der Polizei. Drei Bandenmitglieder wurden wegen besagter Ladendiebstähle bereits zu Haftstrafen verurteilt. Der mutmaßliche Haupttäter (42) und ein ebenfalls 42-Jähriger, der für den Verkauf der Beute zuständig war, wurden in der Nacht auf Dienstag von einer Hundestreife geschnappt, als sie gerade einen Imbissstand in der Plabutscher Straße ausräumen wollten. DANIELE MARCHER

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12. Februar 2013, von 14 bis 24 Uhr im Bermuda - Dreieck Für ausgelassene Stimmung sorgen Live-Musik von Egon 7 und DJ Greogor Adamek.

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22 | STEIERMARK IHRE MEINUNG

„Ich habe in die Qualität unserer Lebensmittel vollstes Vertrauen“ Der Pferdefleischskandal beunruhigt die steirischen Konsumenten bisher nicht. Helmut Gugerbauer (78), Pensionist, Graz: Eigentlich kauft ja eher meine Frau ein, aber wir diskutieren da über so einen Skandal nicht lange, weil wir uns mit den heimischen Waren, dem Handel in Österreich und den Kontrollen bei uns sehr sicher fühlen. Ich denke bei uns könnte so ein Skandal nur schwer passieren.

Sabrina Friedmann, 23, Angestellte, Studenzen: Dass so etwas passieren kann, ist eine Frechheit. Aber man muss sich nur die Inhaltsstoffe in Fertigprodukten durchlesen, da weiß man sowieso nicht, was man isst. Aus diesem Grund versuche ich selbst zu kochen oder bestelle in der Pizzeria meines Vertrauens.

Martin Lipscha (37), technischer Angestellter, Graz: Wenn man solche Meldungen über den Pferdefleischskandal liest, denkt man schon nach. Aber ich drehe jetzt beim Einkaufen nicht jedes Paket drei Mal um und lese die Inhaltsangaben. Ich hab eigentlich viel Vertrauen und keine Angst. Ich denke bei uns sind die Waren zu 99,5 Prozent in Ordnung. REITBAUER, GANGL, K.K. (2)

Bernhard Schlagbauer, 53, Versicherungsagent, Obertiefenbach: Mich berührt der Pferdefleischskandal überhaupt nicht, da ich in die Qualität unserer Lebensmittel und zugleich auch in die österreichischen Lebensmittelkontrollen vollstes Vertrauen habe. Den Einkauf unserer Lebensmittel erledigt meine Gattin und dabei kann ich mich auch auf Qualität verlassen.

STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 15. FEBRUAR 2013

Jetzt wird auch bei uns das Fleisch geprüft Nachdem sich der Pferdefleischskandal auf Deutschland ausgeweitet hat, nehmen Experten hierzulande Fertigprodukte unter die Lupe. Kritik an mangelnder Kennzeichnung wächst.

Pferdefleisch in den Tiefkühlprodukten von Findus löste den Skandal in England aus. Steirische Konsumenten sind nicht verunsichert, sagt der Handel

BERND HECKE, GÜNTER PILCH

er von Irland und Großbritannien ausgehende Skandal um Pferdefleisch in Fertiggerichten rückt Österreich immer näher. Nachdem die deutsche Supermarktkette Real am Mittwoch Pferdefleisch in Tiefkühllasagne entdeckt hatte, meldete gestern auch Edeka kontaminierte Produkte. In Österreich hat Gesundheitsminister Alois Stöger vorsorglich DNA-Tests bei Fertigprodukten angeordnet. Die ersten Proben gingen gestern bei der Gesundheitsagentur Ages ein. Mittels Erbgutvergleichs können die Experten bestimmen, ob sich Pferdefleisch in die Produkte geschummelt hat. Gesammelt werden die Stichproben von den Lebensmittelauf-

D

IMAGO, BIG SHOT

sichtsbehörden der Länder direkt in den Supermärkten. In der Steiermark wurden bereits sechs Proben gezogen, bestätigt Johannes Hödl, Sprecher von Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder: „Die Tiefkühllasagne, bei der in England Pferdestatt Rindfleisch verarbeitet worden war, gibt es bei uns ja nicht. Wir haben also möglichst ähnliche Produkte zur Überprüfung herangezogen.“ Die Ergebnisse erwartet man aber nicht vor Mitte nächster Woche, da derzeit die

I INTERN

Kahlschlag bei Schulinspektoren Schulverwaltung: In der Steiermark soll stärker gestrichen werden. ildungsverwaltungsreform“ nennt sich der Plan. Das klingt nach zäher Arbeit. Über die Umsetzung verhandeln die Ministerinnen Johanna Mikl-Leitner (VP) und Claudia Schmied (SP) mit den Landeshauptleuten Hans Niessl (SP, Burgenland) und Josef Pühringer (VP, Oberösterreich). Eine Arbeitsgruppe hat ein Verhandlungspapier entworfen, im Oktober hatte man sich dann

B

grundsätzlich darauf geeinigt, die Behörde Bezirksschulrat samt politischer Kollegialorgane zu streichen und die Aufgaben an die Landesschulräte zu übertragen. Auch die Zahl der Bezirksschulinspektoren soll reduziert werden – und das sorgt jetzt in der Steiermark für Unmut. Denn: 20 Prozent der Inspektoren sollen österreichweit gestrichen werden, berichtet ein In-

STEIERMARK | 23

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 15. FEBRUAR 2013

sider, in der Steier23 Bezirksschulinmark seien es jedoch spektoren sind in der 35 Prozent. Offiziell Verhandelt mit Ländern Steiermark tätig, ihre bestätigen will dies über Reform: Claudia Anzahl zu verringern, mit Verweis auf die Schmied APA/FOHRINGER würde mit den BeVerhandlungen niezirksfusionen zusammand. Auch der Landesschulrat menpassen. Befürworter der will dies nicht kommentieren. Kürzungen meinen, in der SteierAus dem Büro Pühringer heißt es mark gebe es im Verhältnis derlediglich, es gebe „unterschiedli- zeit mehr Bezirksschulinspektoche Verwaltungsgrößen“. Doch ren als in anderen BundeslänSONJA HASEWEND Kämpfe sind vorprogrammiert. dern.

Lebensmittelkontrollen in den Gastrozelten der Ski-WM in Schladming vorgehen. Hödl: „Die Labors sind ausgelastet. Und wir haben verschiedene Dringlichkeitsstufen.“ Nachdem es sich beim Pferdefleisch nur um falsch deklarierte Ware drehe, aber davon keine akute Gesundheitsgefährdung ausgehe, hätten diese Analysen keine Priorität. Gerhard Wohlmuth, Handelsobmann in der Wirtschaftskammer, spürt keine Verunsicherung unter Konsumenten: „Unsere Handelsbetriebe haben sich bei den Zulieferern rückversichert. Wir haben kein falsch deklariertes Fleisch in den Regalen.“ Der Handel unterstütze auch Maßnahmen, die die Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln noch transparenter mache. Erst ab 2014 muss in der EU die Fleischherkunft auch in Fertigprodukten gekennzeichnet werden. Aber nur, so der Fleischanteil über 50 Prozent liegt. Das ist Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski zu wenig: „Wir treten für eine lückenlose, verpflichtende Herkunftskennzeichnung ein.“ Er hofft, dass der Skandal da auf EUEbene etwas in Bewegung bringt. Und betont: „Auch bei Fertigprodukten garantiert das AMA-Gütesiegel, dass 100 Prozent österreichisches Fleisch drinnen ist.“

E U -W E I T E E R M I T T LU N G E N

Erste Festnahmen im Pferdefleisch-Skandal

Teil

9

ROTHSCHÄDL KACHELÖFEN & FLIESEN: meisterwelten.at

Festnahmen in England, Fleischverarbeiter in Frankreich verliert Lizenz, EU reagiert rasch. LONDON, PARIS. Drehte es sich bisher nur um Betrug und möglichen Etikettierungsschwindel, tauchten gestern Verdachtsmomente auf, dass beim Pferdefleischskandal doch auch eine Gesundheitsgefährdung vorliegen könne. In London schlug die Lebensmittelaufsicht Alarm, dass das Fleisch von drei Rennpferden in die Nahrungskette gelangt sein könnte, die das Schmerzmittel Phenylbutazon gespritzt bekommen hatten. Die Arznei weise für Menschen ein geringes gesundheitliches Risiko auf, hieß es. Am Abend gab es vorerst Entwarnung aus Frankreich: Das belastete Fleisch konnte dort ausfindig gemacht werden. Es sei nicht in der Nahrungskette gelandet und werde vernichtet, sagte Frankreichs Landwirtschaftsminister Stephan Le Foll, der eine zweite Affäre ortete.

Im Skandal um den Etikettierungsschwindel hat die Regierung in Paris mit der Firma Spanghero einen Schuldigen ausgemacht. Die Firma habe gewusst, dass sie Pferde- als Rindfleisch verkauft habe, teilte Verbraucherminister Benoît Hamon mit, ihr werde mit sofortiger Wirkung die Zulassung zur Fleischverarbeitung entzogen. Am Abend vermeldete die Polizei in Großbritannien nach Durchsuchung zweier englischer Fleischverarbeitungsbetriebe die ersten drei Festnahmen wegen Betrugsverdachts. In der EU läuft indes die Debatte um verschärfte Kontrollen und eine erweiterte Kennzeichnungspflicht für die Fleischherkunft an. Schon heute könnten bei einem Krisengipfel DNA-Tests für verarbeitetes Rindfleisch beschlossen werden.

◆ B. und C. Pfortner, GF bei Rothschädl in Knittelfeld IKARUS

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28 | SĂœDOSTSTEIER WAS, WANN, WO? DIENSTAG, 12. 2. BAD RADKERSBURG. Sprechtag der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Bezirksbauernkammer, 8 bis 12 Uhr. BAD RADKERSBURG. Faschingsumzug. Hauptplatz, 13 Uhr. BAD RADKERSBURG. Flower-PowerSchlager-Party und Konzert mit „Styrina“. Vitalhotel Parktherme, 20.30 Uhr. BAIRISCH KĂ–LLDORF. Faschingsparty mit Musik. Thermenlandhalle, 14 Uhr. BREITENFELD. Faschingsausklang. RĂźsthaus St. Kind, 14 Uhr. FEHRING. Faschingsumzug. Start: Fa. Gady, 13 Uhr. Pura Energia live – Samba-Rhythmen am Hauptplatz, 15 Uhr. Gschnas in der Beisl-Passage, 17 Uhr. FEHRING. Faschingsfest mit Musik. Sonnenhof, 14 Uhr. FELDBACH. Faschingsumzug mit Prämierung (15.30 Uhr) und Musik. Hauptplatz, 14 Uhr. FELDBACH. Kinderfaschingsfest mit Clown und Zauberer. Volkshaus, 15 Uhr. FELDBACH. Hausball vom Brauchtumsverein Alm. GH Kleinmeier, 17 Uhr. GNIEBING-WEISSENBACH. Kinderfaschingsdisco der Dorfgemeinschaft. GH Schwarz, Paurach, 14 Uhr. HALBENRAIN. Kinderfasching. GH Wagner, 14 Uhr. KIRCHBACH. Kinderfasching. Kirchbacher Halle, 14 Uhr. RIEGERSBURG. „Swinging 50’s Party“ von Frau in der Wirtschaft. Livemusik mit Oswald und Josef. Seehaus, 14 Uhr. STAINZ/STRADEN. Seniorentreff. Marktgemeindeamt, 13.30 Uhr. STRADEN. Kinderfasching. Kulturhaus, 13 Uhr. ST. STEFAN/R. FaschingsdienstagUmzug mit spaĂ&#x;igen Wägen. Start: Eurospar Riedl, 13.30 Uhr. TRAUTMANNSDORF. Faschingsausklang. Trauteum, 13 Uhr.

WIR GRATULIEREN Franz Frisch, Berndorf 11, Kirchberg, zu seinem 91. Geburtstag. Josefa Kaufmann, Lugitsch 31, Jagerberg, zu ihrem 88. Geburtstag. Maria Wilfling, StĂźckelberg 24, LĂśdersdorf, zu ihrem 88. Geburtstag. Albert Obendrauf, Perlsdorf 58, Gnas, zu seinem 85. Geburtstag. Maria Riedrich, Hart 1, Straden, zu ihrem 82. Geburtstag. Magdalena Eder, Maxendorf 48, Kirchbach, zu ihrem 78. Geburtstag.

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 12. FEBRUAR 2013

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KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 12. FEBRUAR 2013

ZUR VERANSTALTUNG

Gewalt gegen Frauen ein Ende setzen

Die Stadt FĂźrstenfeld ist einer

Am 14. Februar treffen sich Frauen in 197 Ländern zu Flashmobs, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Auch in FĂźrstenfeld. weltweit eine Milliarde Frauen aufstehen, tanzen und streiken ine Milliarde Frauen (oder und so miteinander gegen Gewalt jede dritte Frau der Welt) ankämpfen. „Jede Form, die wird im Laufe Weiblichkeit diskreihres Lebens vergeditiert, muss gewaltigt oder gestoppt werden“, forschlagen. Um dieser dert Rodler. Wichtig ist ihr daGewalt ein Ende zu bei zu betonen, dass setzen, zeigen sich sich die ProtestaktiFrauen und Mädon nicht auf Transchen aus 197 Länparente oder wĂźtendern der Erde am de Gesichter stĂźtzt. Donnerstag im RahZiel sei es vielmehr, men der Aktion Marion Ritz-Valentin ist stopp zu Gewalt zu „One Billion Rising“ eine der Initiatorinnen sagen, „ohne Nachsolidarisch und kommen zu Flashmobs zusam- sicht und Kompromisse“, wie sie men. Einer der weltweiten Treff- erklärt. punkte ist FĂźrstenfeld, wo alle Frauen und Mädchen um 17 Uhr Kraft und Weiblichkeit am Hauptplatz willkommen sind. Wie viele Menschen in FĂźrstenfeld zusammenkom„Es geht darum men, kann Rodler unsere Stärke zu zeischwer abschätzen. gen, nicht darum, „Ich wĂźnsche mir, die Männer zu verdass Hunderte komteufeln“, erklärt Anmen, um ihre Soligelika Rodler, die die darität zu zeigen“, Aktion gemeinsam sagt sie. DafĂźr hat mit Marion Ritz-Vasie selbst schon viel lentin in FĂźrstenfeld initiiert. Sie betont: Angelika Rodler hofft auf Mundpropaganda betrieben. „Ich habe „Männer sollen viele Teilnehmerinnen vor allem auch viele nicht zu Tätern abgestempelt werden. Ganz im Ge- Jugendliche angesprochen, um genteil. Sie sollen mit ins Boot ge- sie zum Kommen zu motivieren“, holt werden.“ Ziel ist es, dass erzählt Rodler.

SUSANNE PREISS

E

„

Jede dritte Frau ist im Laufe ihres

Männer sollen nicht zu Tätern abgestempelt werden. Ganz im Gegenteil. Sie sollen mit ins Boot geholt werden.

“

Lebens mit Gewalt konfrontiert. Mit Flashmobs soll am 14. Februar darauf aufmerksam gemacht werden ANZEIGE

MEISTERFRĂœHSTĂœCK BEI TRACHTEN TRUMMER IN ST. PETER AM OTTERSBACH

Ganz traditionell und meisterhaft in den neuen Tag Christine und Heinz Trummer fertigen nicht nur echte Trachten – sie erwecken auch längst vergessene Trachten zu neuem Leben.

Angelika Rodler, Ăźber die Aktion „One Billion Rising“

In FĂźrstenfeld haben sich Angelika Rodler und Marion RitzValentin fĂźr den Flashmob zusätzlich noch etwas Besonderes einfallen lassen: Jede Teilnehmerin soll etwas Rotes anhaben. „Und wenn es nur ein Halstuch ist“, meint Rodler und erklärt auch die Absicht dahinter: „Rot ist die Farbe der Kraft und Weiblichkeit. In dem jeder etwas in dieser Farbe trägt, kĂśnnen wir ein zusätzliches Zeichen setzen“, sagt sie.

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APA/TECHT; KK (2)

von insgesamt 17 Orten in Ă–sterreich, wo ein Flashmob veranstaltet wird. Nähere Informationen zur Aktion sind im Internet unter www.onebillionrising.de zu finden. Mehr Ăźber die konkrete Veranstaltung in FĂźrstenfeld erfährt man auch auf Facebook unter One Billion Rising - FĂźrstenfeld/ Steiermark/Austria. Im Anschluss an den Flashmob, der bei der Mariensäule am Hauptplatz stattfindet, sind alle herzlich zu einem Kennenlernen und einem Austausch ins „Elysia“ eingeladen. Der Flashmob selbst wird um 17 Uhr beginnen und dauert eine Stunde. Im „Elysia“ findet um 19.30 Uhr ein Konzert von Marion Ritz-Valentin statt. Es steht unter dem Motto „Frauen- und Liebeslieder“. Auch Männer sind dabei willkommen.

◆ Ihr Trumpf ist die Vielfalt: Christine und Heinz Trummer (re.) bieten alles, was zur Tracht und Trachtenmode gehÜrt IKARUS (2) it Erzherzog Johann hat alles angefangen, denn er machte die steirische Tracht salonfähig. Christine und Heinz Trummer schneidern Trachten mit dokumentierter Vergangenheit: Ihre Quellen sind volkskundliche Unterlagen. In hÜchster Handwerkskunst entstehen bei Trachten Trummer Stßcke mit Charakter, die passgenau auf die PersÜnlichkeit ihrer Träger gefertigt werden. Besonders stolz sind die Trummers daher auch auf ihre

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Kunden, denn sie tragen ein StĂźck Volkskultur. AuĂ&#x;erdem finden Kinder, Damen und Herren bei Trachten Trummer alles, was zur Tracht gehĂśrt – ob der passende Schuh, der geeignete Hut, der richtige Schmuck oder die dazu gehĂśrende Unterwäsche! Auch fĂźr Musikvereine wird jede Schneiderleistung geboten – von der Skizze Ăźber den Prototyp bis hin zur Fertigung. NĂ„HERE INFOS: www.trachten­trummer.at

DAS MEISTERFRĂœHSTĂœCK FrĂźhstĂźcken Sie mit den Meisterinnen und Meis­ tern der Meisterwelten Steiermark – allen voran Obfrau Heide Zeiringer, selbst Meisterin und Energiepionierin aus Murau. Im Fokus steht die bmm­Studie „Gewerbe und Handwerk – der stei­ rische Weg ins Jahr 2020 und danach“. Donnerstag, 14. Februar 2013, 9.30–11 Uhr, Trachten Trummer, St. Peter/Ottersb. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Hand­ werks­Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. So werden fĂźr die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative WerbelĂśsungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www. meisterwelten.at Nächstes MeisterfrĂźhstĂźck: 14. März 2013, Steinmetz Kala, Scheifling.

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Qualität aus Meisterhand. Echt.Gut. Als branchenübergreifendes Netzwerk für qualitätsorientierte Meisterbetriebe aus der ganzen Steiermark wurde sie aus der Taufe gehoben – über 30 Betriebe aus 16 Sparten haben sich der ersten Handwerks-Genossenschaft mittlerweile angeschlossen. Aber nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied der Meisterwelten sein.

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Wild auf Wild

Steirische Wildspezialitäten STROHMEIER

Wolle braucht Weile – und bis zu 16 Arbeitsgänge für Lodenprodukte von derart herausragender Qualität

Einrichter mit Leib und Seele

Handwerk im besten Sinne

Kunsthandwerke nach Maß und von Hand gewebt

Lodenwalke RAMSAU

Die Einrichter GETHER

Schlosserei und Schmiede GLITZNER

Weberei STRUNZ

Im ältesten Gewerbebetrieb der Steiermark wird seit 1434 Schurwolle gewalkt und zu edlen Produkten verarbeitet, die alle 100% made in Ramsau sind. Die Steiners führen die Walke (mit Schauproduktion und eigenem Laden) in fünfter Generation und stellen in 100%iger Meisterschaft Kleidung für Kinder, den Sport und Trachten her – Klassisches bis Taschen.

Michaela Gether und ihre Einrichter beherrschen sie grandios: die Kunst des Einrichtens. Und das bereits seit über 60 Jahren. Dabei bekommt man alles – ganzheitliche Einrichtungskonzepte, individuelle Planung, perfekte Umsetzung. Ob persönliche Wünsche oder berufliche Anforderungen.

Das perfekte Maß als Grundlage. Was Christian Glitzner auch angreift, immer strebt er nach Vollkommenheit – denn erst, wenn er selbst so richtig zufrieden ist, gibt er seine Arbeit auch an seine Kunden weiter. Ob Geländer, Fenster oder Vordächer: Christian Glitzner bringt Metall in Form – und er repariert, wenn es kostengünstiger und zweckmäßiger ist.

Die Liebe zu ihrem Mann hat Regina Strunz zum Weben gebracht. Die Weberei ihrer Schwiegereltern und das alte Handwerk haben sie so begeistert, dass die Kunsterzieherin ihren Beruf gewechselt hat. In ihren Teppichen stecken daher ganz besonders viel Liebe, Leidenschaft und Freude.

www.lodenwalker.at

www.gether.at

www.schlosserei-glitzner.at

www.weberei-strunz.at

Wort und Bild: Meisterwelten

D

ie Meisterwelten unterstützen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder mit sinnvollen Kooperationen, bündeln die Leistungen in Werbung und garantieren damit regionale Stärkung und wirtschaftlichen Erfolg. Das gelingt mit unternehmerischen Initiativen und konsequenter Arbeit in den Regionen unter der gemeinsamen Marke. Dafür sind ein Vorstand, von den Meisterbetrieben selbst geleitet und geführt, eine Koordinatorin für die gesamte Steiermark und sechs regionale Projektleiter/innen vor Ort im Einsatz. Für jeden Betrieb gibt es ein maßgeschneidertes Starterpaket – bestehend aus, unter anderem, einem Unternehmenstext und einer professionellen Fotostrecke. In Kooperation mit dem Studiengang „Innovationsmanagement“ der FH campus 02 bekommt jedes Mitglied seinen persönlichen InnovationsCheck, der dabei hilft, betriebseigene Potenziale für den Markt zu erkennen. „Außerdem initiieren und koordinieren wir weitere Aktivitäten wie etwa die gemeinsame Präsentation der Betriebe im Buch der Meister. Darüber hinaus schlagen die Mitglieder selbst Maßnahmen vor“, so Heide Zeiringer, Obfrau der Meisterwelten, selbst Meisterin und Energiepionierin aus Murau.

www.wild-strohmeier.at

Info.

„Tradition ist den Meisterwelten wichtig, trotzdem arbeiten sie zukunftsorientiert“

Meisterwelten e.Gen Bahnhofstraße 95, 8990 Bad Aussee www.meisterwelten.at info@meisterwelten.at

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Europäischen Union, Europäischer Fonds zur Förderung der Entwicklung des Ländlichen Raums, Schwerpunkt LEADER

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Coloman Strohmeier arbeitet ausschließlich mit Freiwild aus heimischen Wäldern. Und das schmeckt man: Denn seine veredelten Wildspezialitäten haben einen besonders zarten Geschmack. Dafür sind die langen Trocknungszeiten auf einer Alm, die Verwendung von frischen Gewürzen und die kreativen Rezepte verantwortlich.

~ Rettl

1868 ~

Heide Zeiringer, Obfrau der Meisterwelten

~ Rettl

1868 ~

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28 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 8. FEBRUAR 2013

Mehr Steirer hüten die Betten

GRAZ FREITAG, 8. FEBRUAR 2013, SEITE 29

KOMMENTAR MICHAEL SARIA

GRAZ. Von 3769 auf 4218 Fälle binnen einer Woche: So gestiegen sind die Krankmeldungen wegen grippaler Infekte und echter Grippe bei der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse. Ob damit der Höhepunkt der Grippewelle schon erreicht ist, wagt der ärztliche Leiter Reinhold Pongratz nicht vorherzusagen. International betrachtet sind die Zahlen in Dänemark, den Niederlanden etc. rückläufig. Beruhigend: Der hierzulande meistdiagnostizierte Virustyp „ist nicht aggressiv“. Auch von den Fallzahlen her ist 2013, so Pongratz, bisher kein außergewöhnliches Jahr. Stichwort Vorsorge: Der Primar rät, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu einer gesunden, vitaminreichen Ernährung.

Bettruhe, unfreiwillig: Bei der Gebietskrankenkasse sind 4218 Steirer mit Grippe und grippalen Infekten gemeldet FOTOLIA

Teil

8

BAUER OPTIK: meisterwelten.at

Nach Bluttat: Zwei Afghanen verhaftet Mordgruppe des Landeskriminalamtes konnte die mutmaßlichen Täter rasch ausforschen.

◆ Volle Sehkraft voraus: Armin Bauer sorgt für gute Sicht IKARUS

Für den optimalen Durchblick Armin Bauer hat einen ganz besonderen Anspruch an sein Handwerk: die Lebensqualität seiner Kunden zu steigern. Das gelingt ihm mit exakter Handarbeit bei Brillen, Kontaktlinsen und Sehhilfen – sein Service ist stark, seine Lösungen persönlich. INFO: www.meisterwelten.at/ armin-bauer

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GRAZ. Obwohl insgeIm Zuge dieser AusEiner der samt rund 30 Persoeinandersetzungen nen an der blutigen Festgenommesei es zu gegenseitiAuseinandersetgen Ehrenverletzunnen hat zugezung zwischen Afgen gekommen, so ghanen und Tschet- stochen, der die beiden Verdächschenen in Graz be- andere zugetigen bei der Einverteiligt waren, konnnahme. Dienstagten der Messerste- schlagen. abend habe man mit cher und ein Komden Tschetschenen plize, der mit einem Hubert Miedl, abrechnen wollen. Schlagring bewaff- LKA-Mordermittler Die Aktion sei genet war, rasch ausgeplant gewesen. forscht werden. Es handelt sich „Möglicherweise waren noch um zwei Afghanen, 19 und 23 Jah- andere Gründe ausschlaggebend, re alt. Der 19-Jährige gab zu, dass die Lage derart eskaliert war. Dienstagabend in der Vorbeck- Diesbezüglich ermitteln wir gasse einen 26-jährigen Tschet- noch“, meint Hubert Miedl, schenen auf offener Straße nie- Mordermittler des Landeskrimidergestochen zu haben. Der 23- nalamtes, ohne näher darauf einJährige hat mit seinem Schlag- gehen zu wollen. ring zugedroschen. Wie die Kleine Zeitung unmitWie berichtet, gibt es in Graz telbar nach der Tat erfahren hatschon seit einiger Zeit eine Fehde te, dürfte es im Hintergrund um zwischen afghanischen und den Drogenverkauf gehen. HANS BREITEGGER tschetschenischen Asylwerbern.

Airpower wird um 90 Minuten pro Tag gekürzt Einsparungen erfordern eine kürzere Flugzeit.

Wohl bekomm’s

Sie blinkt wieder, die Kunsthausmedienfassade: Die Wartung tat ihr gut. Siehe Vorher-/Nachher-Bilder oben

UMJ (3)

Mit mehr Strahlkraft Der „Winterschlaf“ der Kunsthausmedienfassade ist vorüber. Defekte Röhren wurden gewechselt und die EDV im Jubiläumsjahr modernisiert. THOMAS ROSSACHER

ZELTWEG, GRAZ. Die Planungen für die Airpower 2013 seien in vollem Gange. Man habe bereits etliche informelle Zusagen von Teilnehmern aus dem europäischen Raum und darüber hinaus, sagte der mit der Abwicklung befasste Brigadier Karl Gruber am Donnerstag. Die Flugshow am 28. und 29. Juni auf dem Fliegerhorst Zeltweg müsse aus organisatorischen und auch aus Einspargründen um eineinhalb Stunden täglich gekürzt werden, was eine tägliche Showzeit von 9 bis 17 Uhr ergibt. Bei wetterbedingten Verzögerungen rechne man mit einem Ende des täglichen Programms bis etwa gegen 18.00 Uhr, sagte Gruber. Definitive Aussagen über die Teilnehmer könne man erst Mitte bis Ende März machen. Das Bundesheer will erstmals auch die Landstreitkräfte präsentieren – etwa mit den Kampffahrzeugen Ulan und Leopard.

etztlich ist es ein Cocktail, der Graz aus- und so gut macht. Nein, nix Alkoholisches. Gemeint ist diese Mischkulanz aus Tradition und Moderne, aus Routine und Neugier, aus „Warum etwas ändern, das funktioniert?“ und „Wie wäre es einmal damit?“. Das spiegelt sich auch in der Gastro-Szene wider – und im Programm des „GenussSpektakels“ (S. 30/31). Der Bierrundgang ist genauso dabei wie das feine Diner. Und das Steirische Frühstück gesellt sich mir nichts, dir nichts zum Genuss-Ball. Aber auch die Grazer Hauptdarsteller am Herd tischen die ganze Palette vom Routinier bis zum wilden Hund auf. Und die jungen Köche würzen nicht bloß mit frechen Sprüchen, sondern mit einem in mühsamen Stunden gelernten und mit Hauben gekrönten Können. ieser Cocktail mundet. Buchstäblich.

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chon bemerkt? Die Kunsthaushaut (korrekt: Bix-Medienfassade) erhellt wieder die Nacht. Seit dem im Dezember ausgerufenen Winterschlaf hat man jenes System, über das die 925 Leuchtstoffröhren gesteuert werden, überholt. Die Strahlkraft konnte erhöht werden. Zum Neustart kommandieren die Kreativen Martin Kern und Georg Kettele die „Big Pixel“ (Bix).

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An der Medienfassade wurde in zwei Etappen gearbeitet, verrät Christoph Pelzl vom Universalmuseum Joanneum. „Im September vorigen Jahres haben unsere Techniker gemeinsam mit einer Schweizer Fachfirma die Fassade gewartet.“ So hat man „die defekten Lampen gewechselt und die Dachrinne gereinigt, weiters die Temperatur- und Lichtsensoren getestet und die defekten Teile ausgetauscht“, weiß Pelzl. Bemerkenswert: In der zehnjährigen Kunsthausge-

schichte „mussten nur 50 Leuchtstoffröhren ausgetauscht werden“, erzählt Joanneumsdirektor Wolfgang Muchitsch. Die Fassade erhält alle drei Jahre ein Service. „Wenn zentrale Elemente defekt sind, werden sie natürlich sofort ausgetauscht.“ Freilich ist es aufwendig, wenn die Platten der Außenhaut abmontiert werden und die Techniker mit Hebebühnen zu den Röhren befördert werden müssen. In den vergangenen Wochen stand das Softwaresystem im ANZEIGE

Mittelpunkt von Wartungsarbeiten. „Es wurde gemeinsam mit dem Künstler John deKron gewartet und aktualisiert“, skizziert Pelzl das, was PC-Benutzer mit „neu aufsetzen“ beschreiben. Der Aufwand hat sich jedenfalls gelohnt, wie die ersten Vorher-/Nachher-Bilder der Technik (siehe oben) zeigen. In nächster Zeit bespielen Kentari Taki, Manuel Knapp und Janez Jansa die Bix-Fassade. Im Kunsthaus selbst wird am 15. Februar ein großes Kinderfest gefeiert.

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM... . . . heißen die gebogenen Meter in der Grazer Innenstadt ausgerechnet „Stempfergasse“? ANTWORT: Dies ist die erste nach einem Bürger bezeichnete Gasse in Graz. 1562 erscheint erstmals der Name Stempfergasse, benannt nach Marx Ste(ä)mpfer, 1545 Stadtrichter, 1546 Bürgermeister von Graz. Er besaß das Eckhaus am Eingang zur Herrengasse Nr. 9. Aus dem Buch „Grazer Straßennamen. Herkunft und Bedeutung“ von Karl A. Kubinzky und Astrid M. Wentner Wissen, warum: Kleine-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort. Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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KLEINE ZEITUNG MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2013

26 | WESTSTEIER NOTDIENSTE ÄRZTE/KRANKENHAUS Die Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte im Bezirk Voitsberg erfahren Sie telefonisch unter der Kurzwahl 141. LKH Voitsberg: Tel. (03142) 201. Krankentransporte: 148 44 (ohne Vorwahl) Rotes Kreuz Notruf: 144 Vergiftungs-Informationsbüro: Tel. (01) 40 64 343

TELEFONSEELSORGE Die steirische Telefonseelsorge erreicht man unter der Kurzwahl 142.

HOSPIZ-TEAM Sterbe- und Trauerbegleitung durch ehrenamtliche Mitarbeiter, Tel. 0664-948 78 33.

SUCHTBERATUNG BAS-Suchtberatung, Voitsberg, Schillerstraße 19, montags von 9 bis 16 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 0507900 4500, sind allerdings unbedingt notwendig.

HEBAMMEN-HOTLINE Die 24-Stunden-Rufbereitschaft der Hebammen ist unter Tel. 0664-910 80 00 erreichbar.

KINDER Flexible Kinderbetreuung „kunterbunt“, Voitsberg, Thalleinstraße 18, für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren. Geöffnet von 7.30 bis 14 Uhr. Tel. 0664-855 05 75.

Leckereien und Lektüre Die Meisterwelten laden zum ersten Frühstück in die Südweststeiermark und werden noch im heurigen Jahr ein Buchprojekt realisieren. HEIKE KRUSCH

er Meister lebt nicht vom Handwerk allein. Um qualitative Handwerksbetriebe zu unterstützen, wurden im April des Vorjahres die Meisterwelten Steiermark aus der Taufe gehoben. Mehr als 30 Betriebe sind seitdem der Genossenschaft beigetreten, die sich nicht nur für eine gemeinsame Vermarktung, sondern vor allem für eine gemeinsame innovative Weiterentwicklung der Betriebe einsetzt. Am 7. Februar geht die Genossenschaft einen Schritt weiter. Bei Blüten, Flair und Bindekunst Zwanzger in Bärnbach findet das erste Meisterfrühstück in der Region Südweststeiermark statt. „Eingeladen sind alle interessierten Handwerksbetriebe, die sich bei der Veranstaltung kostenlos und unverbindlich informieren können“, sagt Caroline Stramitz, regionale Projektleiterin für den Bereich Südweststeiermark. Neben der Obfrau der Meisterwel-

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MEISTERFRÜHSTÜCK Das erste Meisterfrühstück für

die Südweststeiermark findet am Donnerstag, 7. Februar, von 9.30 bis 11.00 Uhr bei Blüten, Flair und Bindekunst Zwanzger in Bärnbach statt. Details: www.meisterwelten.at Gastgeber Renate und Martin Zwanzger KRUSCH

Der introvertierte Gentlemen mit dem leichten Hang zum Anhalten

AKZENTE Beratungs- und Servicestelle für Frauen. Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 14 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr Voitsberg, Bahnhofstraße 20, Tel. (03142) 93 030.

Babsi Koitz und Rudi Roubinek alias Seyffenstein proben für Dancing Stars fleißig den langsamen Walzer.

FRAUENHAUS Das Frauenhaus in Graz ist unter Tel. (0316) 42 99 00 erreichbar.

FAMILIE Familien- und Erziehungsberatung sowie Psychotherapie, Voitsberg, Eltern-Kind-Zentrum, Josef-Radkohlstraße 16, Tel. 0676-874 22 605. Um rechtzeitige Terminvereinbarung wird ersucht.

LANDWIRTSCHAFT Bäuerliches Sorgentelefon, Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 8.30 bis 12.30 Uhr, Tel. 0810-676 810 (zum Ortstarif).

ten, Heide Zeiringer, wird auch Claudia Brandstätter vom bmm marketing einen Vortrag über eine Trendstudie zum Thema „Zukunft Handwerk“ vorstellen. Auch ein neues Projekt wird präsentiert„Im Herbst wird das Buch ‘Wie wir leben wollen. Handwerk mit Hingabe’ erscheinen.“ Darin werden Meisterweltenbetriebe vorgestellt. „Es soll aber auch ein Sachbuch sein, dass eine Anleitung gibt, wie man sein Leben mit handgemachten Dingen bereichern kann.“ Platz im Buch gibt es aufgrund der Produktionszeit nur für Betriebe, die bis März der Genossenschaft beitreten.

Bei den ersten Proben: Rudi Roubinek und Babsi Koitz ORF/ SCHAFLER

BÄRNBACH/ WIEN. Nach drei Musikern (Udo Wenders, Uwe Kröger und Marco Ventre) tanzt Babsi Koitz bei Dancing Stars 2013 – die erste Ausstrahlung wird am 1. März gesendet – mit dem Schauspieler Rudolf Roubinek, vor allem bekannt in seiner Rolle als Seyffenstein bei der Satiresendung „Wir sind Kaiser.“ Und schon nach den ersten eineinhalb Probewochen ist Koitz beeindruckt: „Roubinek hat vor zig Jahren einmal einen Tanzkurs gemacht. Sonst hat er kaum Tanzerfahrung. Aber er arbeitet sehr fleißig und ist sehr konzentriert bei der Sache.“

Aus dem Fernsehen kennt man Roubinek ja als den Ruhigen mit dem bissigen Humor. „Und das stimmt schon. Der Extrovertierte ist er nicht.“ Aber er könne über sich lachen. „Und er kommentiert immer mit, was er macht.“ Für die erste Sendung wird zum Lied „Blue Velvet“ gerade ein langsamer Walzer geprobt. „Also wir steigen die Schritte durch“, lacht Koitz, die glaubt, dass der langsame Walzer ein guter Einstiegstanz ist. „Roubinek ist ein Gentlemen. Da passt der langsame Walzer. Und es ist auch ein Tanz, bei dem man sich ein bisschen anhalten kann.“

KLEINE ZEITUNG MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2013

STEIERMARK | 27

Fohlen ist die neue Liebe von „Kaiser Franz“ Mit staksigen Bocksprüngen eroberten die Lipizzanerfohlen bei der Eröffnung der Ski-WM die Herzen des Publikums. ANDREA KRATZER

ie haben noch nicht einmal einen Namen, und dennoch die Herzen von rund 30.000 Besuchern im Ziel-Stadion und von unzähligen Zuschauern vor den TV-Geräten erobert: die heuer erst geborenen „LipizzanerMädchen“ der Stuten Alma und Gradita. Und sie haben noch etwas gemeinsam, nämlich prominente Paten. Ski-Kaiser Franz Klammer hat sich in Schladming in das Fohlen von Gradita verliebt und eine Patenschaft übernommen. Die Tochter von Alma war bereits zuvor an die Kleine Zeitung vergeben.

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Mit ihren ungelenken Sprüngen und staksigen Ausreißern weg vom „Rockzipfel“ der Mutterstuten sorgten die Fohlen für Heiterkeitsausbrüche und stahlen so manchem Ehrengast die Show. Außerdem wurden sie von den Superstars Arnold Schwarzenegger und Hermann Maier

angekündigt. Gestern kehrte für die edlen Vierbeiner aus Piber der Alltag ein. Nach dem Abbau der Stallboxen im Parkhaus wurde die Heimreise angetreten. „Wir haben nur positive Reaktionen bekommen. Es hat alles gut geklappt, weil brave, unkomplizierte Pferde mit waren“, lobte Obergestütsmeister Harald Neukam. Michaela Pfleger freut sich schon auf den Besuch von Franz Klammer, der demnächst nach Piber kommt, um die Patenschaft offiziell zu übernehmen. Erfreut zeigte sich auch Elisabeth Gürtler: „Dass sich die Pferde aus Piber so toll präsentiert haben, ist der Vorarbeit unserer Leute zu verdanken, die wochenlang geübt haben, um die Fohlen an Halfter und Lärm zu gewöhnen.“ Der Hengst kam übrigens nicht aus der Hofreitschule. „Das Pferd ist als Vierjähriger in Piber verkauft worden. Wir haben einen Auftritt auf so kleiner Bühne abgelehnt“, so Gürtler. Tierisch gut: der Auftritt der Lipizzaner bei der Ski-WM in Schladming. Die Patenfohlen von Franz Klammer und Kleiner Zeitung begeisterten VOTAVA, GEPA (2)


24 | SÜD & SÜDWEST IMMER

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 5. FEBRUAR 2013

18Millionen für neuen Spar-Markt „

AM BALL

Fesch. Die Gäste unterhielten sich – großteils in Tracht – blendend beim Silberberg-Ball PACHERNEGG (3)

Millionen Euro - der Handelsriese Spar investiert kräftig in Deutschlandsberg. Bis zum heurigen Spätherbst wird in der Frauentalerstraße ein neuer Interspar errichtet. Am kommenden Donnerstag erfolgt der Spatenstich, zu dem

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Kompetent. Die Weinhoheiten Simone, Cornelia und Franziska

Es ist eine große Ehre für uns, dass Spar Deutschlandsberg ein gewisses Potenzial zutraut.

In Deutschlandsberg wird heuer ein neuer Interspar errichtet. Diese Woche erfolgt der Spatenstich, im Spätherbst ist die Eröffnung geplant. 50 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. THOMAS WIESER

Stolz. Gastgeber Silberberg-Direktor Anton Gumpl mit Gattin Renate

Weinbaufachschule Silberberg lud zum Abschlussball. LEIBNITZ. 1500 bestens gelaunte Gäste, musikalische Unterhaltung, kulinarische Schmankerl und edle Tröpferl – und mittendrin die 26 angehenden Absolventen der Weinbaufachschule Silberberg. Sie feierten am vergangenen Samstag gemeinsam mit ihren Lehrern (darunter Klassenvorstand Michael Süss), ihren Eltern, Freunden, Bekannten und anderen Balltigern ihren Abschlussball. Es war übrigens der 36. Ball in der Schule. Am Ball: der Leibnitzer Bezirkshauptmann Manfred Walch und Gattin Roswitha, der frühere

Streitkräftekommandant Günter Höfler, die Weinhoheiten Cornelia Gamser, Franziska Thurner und Simone Krottmayer, zahlreiche Winzer (etwa aus den Familien Tement, Trabos und Lieleg), Landesschulinspektor Hannes Hütter, die Abgeordneten Martin Weber, Detlef Gruber und Peter Tschernko und natürlich der stolze Direktor Anton Gumpl mit Gattin Renate. Abschlussball. Viele Fotos vom Ball in der Fachschule Silberberg unter www.kleinezeitung.at/LB

Sozialkritische Filme im Jugendgästehaus DEUTSCHLANDSBERG. Das Hofkollektiv Wieserhoisl lädt heuer wieder zur Filmreihe „Kost-nixKino“. Gezeigt werden – jeweils donnerstags um 19 Uhr im Jugend- und Familiengästehaus – sozialkritische Reportagen. Zum Auftakt wird am 7. Februar ein Streifen über industrielle Soja-

produktion in Paraguay gezeigt. Weitere Termine: 14. Februar (Thema: Billiges Fleisch), 28. Februar (Neonazis in Deutschland), 14. Februar (Utopien), 28. März (Flüchtlingsboote) und 11. April (Bienensterben). Informationen: Telefon (0 34 62) 26 870 bzw. wieserhoisl@riseup.net.

Der Sparmarkt ist in Deutschlandsberg derzeit provisorisch in der früheren Forstinger-Filiale untergebracht

Josef Wallner, Bürgermeister in Deutschlandsberg

auch Geschäftsführer Markus Kaser und Projektleiter Robert Marko erwartet werden. Die Eckdaten: Geplant sind mehr als 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche für 50.000 Produkte, ein beträchtlicher Teil davon aus der Region. Errichtet werden soll auch ein Restaurant mit 132 Sitzplätzen und Terrasse. Ein positi-

ver Nebeneffekt: Bis zu 50 weitere Arbeitsplätze sollen durch den neuen Großmarkt entstehen. Der alte Eurospar-Markt wurde in den letzten Wochen abgerissen. Für die Nahversorgung wurde in der früheren Forstinger-Filiale ein Provisorium eingerichtet. Ist der neue Interspar fertig, werden auf dem ehemali-

gen Forstinger-Areal Parkplätze entstehen. Mit dem Bau wurde die Firma Granit betraut. Bürgermeister Josef Wallner freut sich über das Bauvorhaben. „Einen Interspar gibt es nicht in jeder Bezirkshauptstadt. Es ist eine große Ehre für uns, dass Spar Deutschlandsberg ein gewisses Potenzial zutraut.“ Zum

Einkaufen sei ein Auspendeln nicht mehr nötig. Zudem werden in dem neuen Großmarkt auch die Einkaufsgutscheine der Stadt Deutschlandsberg ausgegeben und angenommen. Spar betreibt in Österreich rund 65 der großen IntersparMärkte. Insgesamt hat der Konzern in Österreich etwa 2800 Standorte und rund 73.000 Mitarbeiter.

Billa könnte siedeln Die Konkurrenz bäckt in Deutschlandsberg kleinere Brötchen: Denkbar ist, dass sich der innenstadtnahe Billa im projektierten neuen Geschäftszentrum beim ehemaligen Hotel Rainer einmietet. Geplant ist ein dreistöckiges Gebäude mit Geschäftsund Büroflächen. Zehn Millionen sollen investiert werden.

WAS, WANN, WO? DIENSTAG, 5. 2. DEUTSCHLANDSBERG. Höhepunkte Skandinaviens. Diavortrag in der Wirtschaftskammer um 18.30 Uhr. Freier Eintritt. Voranmeldung: 03462/524415. STAINZTAL. Wärme aus Holz, Strom aus Sonne. Informationsabend über Hackgutfeuerungen, Pelletsanlagen, Scheitholzkessel, thermische Solaranlagen, Photovoltaik und Förderungen. Mehrzwecksaal, Beginn 19 Uhr.

MITTWOCH, 6. 2. WIES. Entlastung bei Demenz. Gesprächsrunde für pflegende Angehörige und Interessierte zum Thema „Was man im Umgang mit Demenzpatienten unbedingt wissen und beachten sollte“. Referent: Frank Klosendorf. Pfarrsaal, 18 Uhr. LEIBNITZ. „Auf dem Jerusalemweg“. Kulturzentrum, Kaspar-Harb-Gasse 4, 19.30 Uhr. Tel. (03452) 829 57.

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Ein weinseliges Ballereignis

SÜD & SÜDWEST | 25

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 5. FEBRUAR 2013

WINTERSCHLUSS!

ES PURZELN DIE KILOS!

MEISTERFRÜHSTÜCK BEI BLÜTEN, FLAIR & BINDEKUNST ZWANZGER IN BÄRNBACH

Meisterhaft in den Tag – Frühstück im Blütenhaus Mit Bedacht säen, aufmerksam pflegen und dankbar ernten: Renate und Martin Zwanzger führen Tradition auf neue Wege.

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ie Wertschätzung, die Menschen mit Blumen und Blüten erhalten, schenken Renate und Martin Zwanzger mit ihrem Team mehrfach zurück. Für die beiden sind Pflanzen nämlich „wesen-tlich“ und damit es ihren grünen Wesen auch wirklich gut geht, lassen sie sich auch ungewöhnliche Methoden einfallen: So werden die Gewächshäuser etwa mit klassischer Musik oder speziellen Frequenzen beschallt, um Pflanzen im gesun-

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den Wachstum zu stärken. Die Zwanzgers ziehen bewusst Pflanzen heran, die in unserem Klima kräftig gedeihen und sich deshalb so besonders gut auf dem Balkon und im Beet machen. Sie achten auf Traditionen und alte Nutzpflanzen und kultivieren in diesem Sinne seit einiger Zeit auch wieder den Lankowitzer Krauthäuptel – eine regionale und robuste Salatsorte. MEHR INFOS: www.gaertnerei­zwanzger.at

DAS MEISTERFRÜHSTÜCK Frühstücken Sie mit den Meisterinnen und Meis­ tern der Meisterwelten Steiermark – allen voran Obfrau Heide Zeiringer, selbst Meisterin und Energiepionierin aus Murau. Im Fokus steht die bmm­Studie „Gewerbe und Handwerk – der stei­ rische Weg ins Jahr 2020 und danach“. Donnerstag, 7. Februar 2013, 9.30–11 Uhr, Blüten, Flair & Bindekunst Zwanzger. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Hand­ werks­Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. So werden für die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative Werbelösungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www. meisterwelten.at Nächstes Meisterfrühstück: 14. Februar 2013, Trachten Trummer, St. Peter am Ottersbach.

UNTERSTÜTZT VON


24 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 1. FEBRUAR 2013

STEIERMARK | 25

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 1. FEBRUAR 2013

Zu Lichtmess ist kein Frühling in Sicht Starker Partner und Unterstützer des Il Ballo di Casanova ist zum wiederholten Mal die Region Veneto. Auch heuer haben die Besucher die Möglichkeit Aufenthalte in den beliebten Urlaubsdestinationen Bibione und Jesolo zu gewinnen. Stellen Sie sich mit Ihrem persönlichen Beitrag der prominent besetzten Jury zur Wahl des Casanova 2013 und gewinnen Sie einen der tollen Preise.

Ich bin glücklich neuerlich Zeuge und Förderer eines Moments der positiven Gemeinsamkeit zwischen Österreich und Italien zu sein. Die Region Veneto nützt mehr als gerne die Möglichkeit der Veranstaltung „Il Ballo di Casanova“, um eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt Graz zu fördern!

Daniele Stival Landesrat Region Veneto

www.ilballodicasanova.at

+15°C

09. Februar Congress Graz

Ein milder Sonnentag macht noch keinen Frühling, am Wochenende wird es trüb und kalt. Aber für die SkiWM in Schladming nächste Woche sind beste Bedingungen vorhergesagt.

Polizei lauerte Metalldieben auf Sechs Ungarn auf frischer Tat ertappt. Alle in Haft.

–6°C

Höchstwert zeigte gestern das Thermometer in Deutschlandsberg an, das blieb steiermarkweit ungeschlagen. In Graz lag der Tageshöchstwert bei 13 Grad Celsius, in Murau bei 8 Grad.

Kältepol ist am Sonntag Schladming mit minus 6 Grad Celsius. Das verheißt einen guten Start in die SkiWM, die am Montag voraussichtlich bei Schneefall eröffnet wird. Es folgen kalte Renntage bei klarer Sicht.

KANIZAJ (2)

ALICE SAMEC

eteorologisch gesehen ist morgen ein entscheidender Tag. „Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell“, besagt eine alte Bauernregel. Klingt angesichts des herrschenden frühlingshaften Wetters ja wenig verheißungsvoll. Auf plus 15 Grad kletterte gestern in Deutschlandsberg die Quecksilbersäule. Gut, dass es noch rund 30 weitere Bauernregeln zum morgigen Feiertag Mariä Lichtmess gibt. „Wenn der Nebel zu Lichtmess fallt, wird’s gewöhnlich sehr lange kalt“, klingt bei strahlendem Sonnenschein schon verheißungsvoller. Man kann sich also aussuchen, wie man’s gerne hätte – zumindest bei den über Jahrhunderten von Bauern gesammelten Wetterbeobachtungen.

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Sonnenanbeter kamen gestern in Graz auf ihre Rechnung, wie dieser Radfahrer Klarer sieht der Meteorologe, zumindest in die nahe Zukunft. Fritz Wölfelmaier von der Zentralanstalt für Meteorologie sagt für das Wochenende ein Ende des schönen Wetters, Stürme und sogar Schnee voraus. „Der heutige Tag ist noch frühlingshaft, doch bereits am Abend zieht es zu und morgen wird es winterlich und kalt.“ In der Obersteiermark bis Zeltweg und auch im Mürztal ist mit Schneeregen und Schneefall zu rechnen. Es wird insgesamt ein trüber Tag. Am Sonntag nimmt der Niederschlag zwar ab, doch der Sturm legt allerorts zu und es wird wieder kälter. Der Kältepol ist Schladming mit minus sechs Grad. Wenn es zu

Messe Graz setzt auf Glück GRAZ. Ferien, Vital, Heirat. Und Glück. Es scheint eine ungewöhnliche Kombination an Messethemen zu sein, die am Wochenende in Graz zu finden ist (siehe Info rechts). Keineswegs, geht es nach Thomas Karner, dem Leiter der Messe Graz. „Die Themen ergänzen sich gegenseitig sehr gut. Und Glück hat sowieso mit allem zu tun.“ Zum ersten Mal findet daher heuer auch die Glückstagung

am morgigen Samstag statt, Gast ist der deutsche Gehirnforscher Manfred Spitzer. Insgesamt 270 Aussteller zeigen an den zwei Tagen die neuen Trends. Wohin soll die nächste Reise gehen? Wie soll die perfekte Hochzeit aussehen? Und was kann ich für meine Gesundheit tun? Die maßgeschneiderten Antworten gibt’s gleich dazu – mit etwas Glück halt.

Mariä Lichtmess am Samstag trüb und kalt ist, bringt das also den frühen Frühling, wie viele Bauernregeln besagen? „Leider nein“, winkt Wölfelmaier ab, „der Frühling zeichnet sich im Februar noch nicht ab, es bleibt winterlich.“

Weltmeisterliches Wetter Was Sonnenanbeter wurmt, lässt die Herzen der Skifans höherschlagen. Denn für die Alpine Ski-WM in Schladming sagt der Wetterbericht bislang nur Gutes voraus: Schneefall am Eröffnungstag (Montag) und kalte, weitgehend niederschlagsfreie Renntage nächste Woche, an denen mäßiger Wind für klare Sicht bei den Rennläufern sorgt.

MESSE-INFO Ferien+Vital+Heirat 2013 am Samstag, 2. Februar von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 3. Februar von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 6 Euro für Erwachsene, 4 Euro ermäßigt (für alle drei Messe-Bereiche). www.messegraz.at 1. Glückstagung Österreichs am Samstag, 2. Fe-

bruar von 14 bis 17.30 Uhr. Tagungsbeitrag 25 Euro. www.glueckstagung.at

im Stadtpark. Auch die Kinder freuten sich, bei warmen Temperaturen in den schmelzenden Schneeresten herumzutollen

Misstöne um Marschmusik bei der Ski-WM Wiener Garde statt weiß-grüner Militärmusik: In der Region fühlt man sich ausgebootet. GRAZ. Kurz vor einem Großereignis gehen die Gemüter naturgemäß hoch. Da bekommt auch die Frage, welche Musik gespielt wird, mehr Gewicht. Aber offenbar auch, wer sie spielt. Dass die Militärmusik Steiermark bei der Eröffnung der Ski-WM in Schladming ausgebremst wurde – ausgerechnet von der Gardemusik Wien –, sei traurig, heißt es in der Region. Sogar ein abgekartetes Spiel wird dahinter vermutet: Verteidigungsminister Norbert Darabos wolle sich damit an seinem SP-Parteikollegen, Landeshauptmann Franz Voves, für des-

GLEISDORF. Seit Dezember verschwanden von einem Lagerplatz eines Handynetzbetreibers in Gleisdorf immer wieder Kupferkabel. Die Polizei überwachte darauf das Gelände verstärkt. Montagnacht beobachtete eine Streife, wie mehrere Männer mit einem Klein-Lkw vorfuhren und Kabeltrommeln verluden. Insgesamt zehn Kabeltrommeln im Wert vom 13.000 Euro stellte die Polizei im Laderaum sicher, sechs Ungarn im Alter von 22 bis 38 Jahren wurden festgenommen. Alle sitzen nun in Graz in Haft, zwei der Männer sind bereits einschlägig vorbestraft.

Teil

7

STUCK- UND TROCKENBAU FRITZ STEINER: meisterwelten.at

◆ Fritz Steiner lebt in Symbiose mit dem Rohstoff Holz IKARUS

Da spielt die Mus aber nicht die ik! Bei der Ski-WM steirische OB ER RA IN ER

sen mangelnde Unterstützung beim Wehrpflicht-Volksbegehren rächen, meinen die Kritiker. Militärkapellmeister Hannes Lackner spricht in Graz hingegen lediglich von einer „Programmänderung“. Allerdings werde es bei der Eröffnung nun gar keine Militärmusik geben. Bei der Schlusszeremonie werde aber die Gardemusik aus Wien aufmarschieren. Das bestätigt auch Oberst Gerhard Schweiger, der Sprecher des steirischen Militärkommandos. Es habe zwar Anfragen aus der Region Schladming gegeben, „aber die Überlegungen waren

nicht sehr konkret“. Schließlich sei das eine Veranstaltung von gesamtstaatlicher Reichweite. Im Büro des Verteidigungsministers verneint man eine politische Intervention. „Das war eine rein militärische Entscheidung“, sagt Heeressprecher Oberst Michael Bauer. Die Entscheidung für die Gardemusik habe zwei Gründe: In der Garde seien Soldaten aus allen Bundesländern, ganz Österreich werde so repräsentiert. Und: „Die Garde ist sowieso dort“, so Bauer. Ihr Einsatz komme somit schlicht billiger. SONJA HASEWEND

Holzbaukunst aus Leidenschaft Mit Holz aufgewachsen, holte sich Fritz Steiner aber bald weitere Materialien dazu: Metall, Stein, Glas und jede Menge Gips. Voller Ideen und Inspiration, ausgehend von Kreativität und Präzision, gleicht bei ihm kein Werk dem anderen – ob Umbau oder Neubau. INFO: www.steiner-baukunst.at

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 25. JÄNNER 2013

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 25. JÄNNER 2013

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Neue Grazer Regierung erlebt schwere Geburt HEUTE GEHT ES WEITER

Das neue „freie Spiel der Kräfte“ im Grazer Rathaus kam gestern gleich zum Auftakt zur Geltung: Angelobung der Regierung musste unterbrochen werden – da die Vizebürgermeisterwahl misslang.

Gestern konnte in zwei Durchgängen kein Grazer Vizebürgermeister gewählt werden. Heute, Freitag, steht Elke Kahr (KP) zunächst ein drittes Mal zur Wahl. Scheitert sie erneut, können VP, SP, KP, FP und Grüne Kandidaten vorschlagen. Erhält keiner 25 Stimmen, folgt der fünfte und letzte Versuch: Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen stehen zur Wahl – bei Gleichstand entscheidet die Anzahl der Mandate der jeweiligen Partei.

MICHAEL SARIA

nd dann kippt die Stimmung. Eineinhalb Stunden lang gibt es an diesem 24. Jänner im Grazer Rathaus eine atmosphärische Mischkulanz aus Nervosität und Vorfreude – unterm Strich aber ist die Stimmung gut. Doch plötzlich herrscht Entsetzen: Kreidebleich flüstert Sozialstadträtin Martina Schröck (SPÖ) Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) etwas ins Ohr. Minuten später ist klar: Ein Mitarbeiter des Sozialamtes wurde niedergestochen (siehe Seite 26). In diesem Moment rückt die Tatsache, dass kurz zuvor der feierliche Start der neuen Grazer Regierung gleich gehörig ins Stottern geraten ist, in den Hintergrund. Und doch: Dass KPÖChefin Elke Kahr auch in zwei Durchgängen nicht zur Vizebürgermeisterin gewählt wurde und daher diese konstituierende Sit-

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Auch Nachzählen half nichts: Die neuen Grazer Mandatare müssen noch einmal wählen

Teil

6

HEINRICH TOCKNER TISCHLERMEISTER: meisterwelten.at

◆ Lässt sich von Lärchen inspirieren: Heinrich Tockner IKARUS

Vom Baum zum Qualitätsmöbel Ob kreatives Einzelstück oder gesamter Wohnraum – wer bei Heinrich Tockner bestellt, bekommt gesunde Möbelstücke. Denn er arbeitet vor allem mit Holz aus der Region. Überwiegend mit Lärche. Sie ist widerstandsfähig und ihr rötlicher Farbton einzigartig. INFOS: Tel. 0664-59 84 298.

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zung des Gemeinderates heute, Freitag, fortgesetzt werden muss, ist Wasser auf den Mühlen vieler Zweifler. In Graz regiert ja nach der Wahl am 25. November keine Koalition mehr, sondern ein Pakt aus ÖVP, SPÖ und FPÖ. Und dieses viel zitierte „freie Spiel der Kräfte“ artet gleich zum Auftakt zu einem Kräftemessen aus. Die Wahl zum Bürgermeister ist zunächst Formsache: Von den 48 Mandataren wählen 31 Siegfried Nagl. Somit geht der 49-Jährige in seine dritte Amtszeit als Stadtchef (siehe rechts). Doch danach erleben auch die anwesenden Ehrengäste – darunter Landeshauptmann Franz Voves (SP) und dessen Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (VP) – erste Reihe fußfrei ein besonderes Schauspiel: die Wahl von

Nagls Stellvertreter(in). Als zweitstärkste Fraktion schlägt naturgemäß die KPÖ ihre Chefin vor. Doch Elke Kahr schafft in zwei Durchgängen nicht die nötige Mehrheit: Zuerst entfallen bloß 20 Stimmen der Mandatare auf sie, anschließend 21 Stimmen. Zu wenig. Also muss die Sitzung unterbrochen werden, Fortsetzung folgt – heute, 14 Uhr. Hinter dem Vorhang jedoch kann von einer Pause keine Rede sein. Munter wird weiter spekuliert und intrigiert: Wer – außer den VP-Mandataren – hat Kahr die Unterstützung verweigert? Plötzlich heißt es, bei der Auszählung seien fünf ungültige Stimmzettel mit dem Wahlvorschlag „Rücker“ aufgetaucht. Prompt meldet sich die Sprecherin der designierten Grünen-Kulturstadträtin Lisa Rücker: „Wir haben mit unseren Leuten gesprochen: Keiner hat Rücker auf seinen Zettel geschrieben. Und fünf haben Elke Kahr gewählt.“ Die KP-Chefin selbst nimmt es scheinbar gelassen. Sollte sie auch heute nicht zur „Vize“ gemacht werden, wäre es keine Enttäuschung. „Für mich nicht, aber wohl für die vielen Menschen, die uns gewählt haben.“

Gestern scheiterte Elke Kahr (KPÖ) – wird sie heute zur Vizebürgermeisterin gewählt? SABINE HOFFMANN (3)

„Gesprächsmedizin muss nachziehen“ tienten gibt es keine organische Ursache und daher muss die Gesprächsmedizin nachziehen.“ Aber es fehle schon an der richtigen Weichenstellung – die Überweisung zum Psychiater müsse so selbstverständlich sein, wie jene zu Internisten oder Orthopäden. „Und psychotherapeutische Leistungen müssen auch von der Krankenkasse übernommen werden“, setzte Stelzig fort. Schließlich hätten Patienten ein

Recht darauf, ernst genommen zu werden – dürften sich aber auch nicht vor der psychiatrischen Diagnose fürchten. „Die psychische Belastung im Alltag wird immer größer, aber unser System ist dafür nicht gerüstet“, zeigte Stelzig auf. „Der geringe Stellenwert der Psychomedizin ist doch ein Trauerspiel für Österreich, dem Land von Freud und Frankl“, resümierte ein Zuhörer. SONJA SAURUGGER

Siegfried Nagl ist wieder Grazer Bürgermeister. Er freut sich – und ist aufs Schlimmste gefasst. s ist das Schicksal Punkt: „Es kann sich von Wiederholungsniemand hier im Saal siegern: Mit der Überund auch niemand da raschung fehlt auch die draußen vorstellen, ganz große Emotion. Ja, welche Gesamtverantsicher war die Freude wortung ich jeden Tag bei Siegfried Nagl (VP) übernehmen muss.“ groß, als er gestern von Dies erfordere Diszipden Grazer Gemeindelin, Durchhaltevermöräten – wie erwartet – Stadtchef, Vater gen und Kompromisszum dritten Mal zum und auch schon bereitschaft – auch von Bürgermeister der Lan- Opa: Siegfried Nagl der eigenen Familie, bei deshauptstadt gewählt der sich Nagl für die wurde. Und doch klappten die Unterstützung bedankte. stehenden Ovationen „seiner“ Dennoch: Jeder Tag sei sehr Mandatare erst beim zweiten wohl auch mit Freude verbunMal. Und doch ballte der 49- den. Daher gehe er nicht mit Jährige nicht die Faust. Routine, aber mit „Elan und TaEs liegt wohl auch daran, dass tendrang“ in diese dritte AmtsNagl weiß, was auf ihn zu- zeit. „Mein Motto ist: Ich will in kommt. Und so kam er in seiner Lösungen denken, nicht in ProMICHAEL SARIA Dankesrede rasch auf den blemen.“

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◆ Die Initiatoren sind stolz auf die zweite Auflage des Buchs

O. WOLF

Das Haushaltssparbuch bringt bis zu 1000 Euro

Manfred Stelzig kritisiert den fehlenden Stellenwert der „Psychomedizin“. GRAZ. Großes Sesselrücken war in der Buchhandlung Moser Mittwochabend angesagt, denn der Kleine-Zeitung-Salon mit Manfred Stelzig lockte 300 Interessierte an. „Eine Anklageschrift“ untertitelte der Psychiater sein Buch „Krank ohne Befund“, und diese Anklage setzte er auch im Gespräch mit Carina Kerschbaumer fort. „Unsere Organmedizin funktioniert perfekt“, sagte Stelzig. „Aber bei 30 Prozent der Pa-

Nagls dritte Amtszeit zwischen Last und Freude

Psychiater Manfred Stelzig vor vollem Haus im KleineZeitung-Salon mit Carina Kerschbaumer EDER

Das „Steirische Haushaltssparbuch“ deckt wieder Kostenfresser auf: Aufgrund der enormen Nachfrage präsentiert das Land Steiermark gemeinsam mit dem Lebensmittelhandel Steiermark und der Energie Steiermark eine neue Ausgabe des vergriffenen Ratgebers. Ein Check bei Wasser, Strom, Heizung und Lebensmitteln bringt steirischen Haushalten bis zu 1000 Euro pro Jahr! ANZEIGE

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 18. JÄNNER 2013

28 | STEIERMARK

Spartrends auf der Messe für Häuslbauer

Kartenanträge dreist gefälscht

ür alle Bauherren und solche, die es werden wollen, besteht vom 24. bis 27. Jänner auf der Messe Graz die beste Gelegenheit, sich zu informieren. Auf der Grazer Häuslbauermesse, die bereits zum 29. Mal stattfindet und die sich mit zuletzt 40.000 Besuchern zur größten Baufachmesse gemausert hat, gibt es an den vier Messetagen auf 35.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ein „großes Angebot an Beratung, Vergleichsvielfalt, vielen Neuheiten und ein umfassendes Vortragsprogramm erfahrener Experten für alle Fragen rund ums Bauen“, so Thomas Karner, Leiter der Messe Graz. So gibt es 30 Anbieter zum Kompletthaus, ebenso viele für Fenster und gleich 70 Firmen, die

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FELDBACH. Seit November des Vorjahres stellte ein vorerst unbekannter Täter bei mehreren Kreditkartenunternehmen rund 50 Anträge für Karten – unter bestehenden Adressen aber falschen Namen und falschen Bankverbindungen. Jetzt konnte die Feldbacher Polizei einen 27-jährigen Oststeirer als Täter ausforschen. Der Mann will mit den Geldbehebungen von bisher 8000 Euro jedoch nichts zu tun haben – er hätte einem Mann, von dem er nur den Vornamen kennt, lediglich beim Ausfüllen der Anträge geholfen: Anzeige wegen gewerbsmäßigen Betrugs auf freiem Fuß.

Beratung und eine große Vergleichsvielfalt gibt es wieder auf der HäuslbauEDER ermesse Produkte im Sanitärbereich anbieten. Als ein ganz großes Thema macht Alexander Pongratz, Innungsmeister Bau in der Wirtschaftskammer, das Energiesparen aus: „Niedrig- und Niedrigstenergiehäuser, erneuerbare Energieformen, Erdenergiepumpe und wie Energie auch über die Sanierung gespart werden kann, das sind bei steigenden Energiepreisen die neuen Trends.“ Armin Egger, Vorstand von MesseCongress, verweist aber auch auf die vielen Möglichkeiten der Rechtsberatung auf der Häuslbauermesse.

Vom 24. bis 27. Jänner findet in

der Grazer Stadthalle bereits zum 29. Mal die Häuslbauermesse statt. 470 Aussteller aus den Bereichen Bauen, Renovieren, Energiesparen, Baurecht etc. laden zur Runduminformation ein. Schwerpunkte: Alles zum Thema Energie und Heizen, Bauen und Sanieren, Innenausbau, das Heim als Wohlfühloase etc. Vortragsprogramm: An allen vier Tagen finden Expertenvorträge zu allen Bauthemen statt.

Filmteam fing Pin-ups bei Bergbahnen ein. Schelte von Frauenseite. Entsprechend kritisch sind die Reaktionen nach Ausstrahlung der Reportage. „Derartiges darf nicht herumhängen und ist nicht eben der Beweis besonderer Geistesstärke“, meint Frauenlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ). Es sei schlimm genug, wenn in der Alltagswerbung die Grenzen des guten Geschmacks überschritten würden. Ergo verlangt die Landesrätin, dass die Poster rasch entfernt werden. Elke Lujansky-Lammer, Regionalanwältin für die Gleichbe-

KOMMENTAR MICHAEL SARIA

Schuster, bleib . . .

handlung von Frauen und Männern, ist ebenso überzeugt, dass die Planai: Pin-up im Pin-ups etc. Herrenspind ORF dort nichts verloren haben. „Es kann sich dadurch auch ein Mann belästigt fühlen“, erläutert die Expertin. Ihr liegt aber keine Beschwerde über die Planai vor. Generell hat die Anwaltschaft nicht häufig mit Kritik an Nacktpostern zu tun. THOMAS ROSSACHER

Teil

5

Freut sich über die Renovierung der Barockorgel in der Leechkirche: Hochschulseelsorger Karl Kölbl

◆ Nascht gerne – und am liebsten Schokolade: Josef Kern

Die historische Barockorgel in der Leechkirche wird nach der Restaurierung von Bischof Egon Kapellari am Sonntag geweiht.

IKARUS

HANS ANDREJ

Josef Kern gießt steirischen Geschmack in Schokolade, dafür hat er auch schon unzählige Preise gewonnen. Für zwei Kreationen – seiner Heimat gewidmet – ganz speziell: die herb-harzige Zirbenkugel (Zirberl) und die rassig-holzige Lärchenschokokugel. ALLE WEITEREN INFOS: meisterwelten.at/josef-kern

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GERNOT EDER

Orgel erklingt nach 80 Jahren wieder

KONFISSERIE JOSEF KERN: meisterwelten.at

Lebensfreude zum Vernaschen

ngenommen, Sie sind Rechtsanwalt – wäre es da nicht das Logischste auf der Welt, in den kommenden fünf Jahren als Lehrer loszulegen? Oder als Pilot? Nein?! Nun, bei unseren Politikern ist das so üblich. Im Bund, im Land und einmal mehr im Grazer Rathaus: Wer eben noch als Stadtrat für den Verkehr zuständig war, schupft ab sofort die Kultur. Oder umgekehrt. Ja, sicher haben Stadträte ihre Mitarbeiter/Experten, auf die sie sich verlassen können. Und: Ja, als Politiker sammelt man Managementerfahrungen, die in jeder Funktion von Nutzen sind. ie Frage ist nur: Gehören zu einem gut dotierten Stellenangebot, das zu einer verantwortungsvollen Tätigkeit führt – Steuergeld in Millionenhöhe investieren, die Weichen in der Landeshauptstadt stellen und so – nicht auch so etwas wie Fachkenntnisse und Referenzen im jeweiligen Bereich?

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HÄUSLBAUERMESSE 2013

Erregung über Nacktposter bei Planai SCHLADMING. In einer fünfteiligen Reportage blickt der ORF derzeit hinter die Kulissen der WMStadt Schladming. Im Fall der „Schneemacher“, wie die Profis für Beschneiungsanlagen genannt werden, erfasste die Kamera aber ausgerechnet im PlanaiMitarbeiter-Spind Poster nackter Frauen sowie das Plakat einer Tabledance-Bar am Eingang der Umkleideräume. Und das in einem Vorzeigebetrieb, der obendrein mehrheitlich dem Land Steiermark gehört.

FREITAG, 18. JÄNNER 2013, SEITE 29

50 Anträge, Oststeirer als Täter ausgeforscht

Auf der Grazer Häuslbauermesse zeigen 470 Aussteller vom 24. bis 27. Jänner Energiesparmöglichkeiten auf. HELMUT BAST

GRAZ

a dürften die Feinspitze unter den Liebhabern von Orgelmusik die Ohren spitzen. Wenn die 1773 entstandene Orgel in der Leechkirche, übrigens die älteste Grazer Kirche, nach umfassender Renovierung am kommenden Sonntag nach 80 Jahren Pause erstmals wieder erklingt. Ein einzigartiges Klangerlebnis ist zu erwarten. Nach der Orgel in der Schlosskirche in Eggenberg ist die vom Grazer Orgelbaumeister Franz Xaver Schwarz im Jahr 1773 gebaute Orgel in der Leechkirche das zweitälteste Instrument in Graz. Vermutlich mit dem Bau einer neuen Orgel an der Rückwand der Kirche durch den Orgelbauer Konrad Hopferwieser wurde der Spieltisch der alten Barockorgel entfernt. Seit dieser

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ORGELWEIHE Die Barockorgel in der Leechkirche wird am Sonntag, 20. Jänner, bei einem feierlichen Gottesdienst mit Diözesanbischof Egon Kapellari um 19.30 Uhr eingeweiht. Mit der Orgelsolomesse (Missa brevis Sancti Joannis de Deo in B-Dur) von Josef Haydn, gesungen vom Chor der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), wird die Weiheliturgie umrahmt. Im Jahre 1773 baute Franz Xaver Schwarz diese Orgel. Zeit war sie nicht mehr bespielbar. Doch ein Großteil der originalen Pfeifen der auch optisch sehr eindrucksvollen Brüstungsorgel blieb erhalten. Jahrzehntelang lagen die Pfeifen hinter einem Holzverschlag versteckt und wurden erst im

Zuge der Renovierung der Leechkirche in den 1990er-Jahren wieder entdeckt. Orgelbaumeister Wolfgang Karner und Restauratorin Erika Thümmel wurden jetzt mit der Renovierung dieses wertvollen Instruments beauftragt. Finanziert wurden die Maßnahmen durch Subventionen des Bundesdenkmalamtes, des Landes Steiermark und der Stadt Graz sowie durch großzügige Spenden. „Dafür sagen wir allen ein herzliches Vergelt’s Gott“, so der Grazer Hochschulseelsorger Alois Kölbl. So kann man bei der Orgelweihe am Sonntag in der Leechkirche, sie ist ja die Grazer Universitätskirche, ein unverfälschtes spätbarockes Klangbild erwarten. Rückblickend erweist sich die Stilllegung dieser Orgel über Jahrzehnte als ein Glücksfall, weil nichts verändert wurde.

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM... . . . sind die 1-Stunden- und die 24-Stunden-Karten der Graz-Linien nicht mehr wie früher farblich voneinander getrennt, damit eine Verwechslung nicht so leicht passieren kann? Grete Theissl, „Kleine“-Leser ANTWORT: Weil wir nun die Fahrscheine von ein und derselben Papierrolle im Automaten und im Fahrscheindrucker ausgeben und von dieser werden alle Fahrscheintypen gedruckt und geschnitten. Gerald Pichler, Holding Graz Wissen, warum: „Kleine“-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort.Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013

26 | BEZIRK LIEZEN

Ökologisch ganz ausgezeichnet Umweltzeichen für Betriebe im Nationalpark.

Die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Betriebe mit Umweltminister Nikolaus Berlakovich

KK

GESÄUSE. Im Umfeld der Wiener Ferienmesse wurden vier Partnerbetriebe des Nationalparks Gesäuse mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Dekrete wurden von Umweltminister Nikolaus Berlakovich überreicht. Freuen können sich darüber das Hotel „Die Traube“ in Admont, der Campingplatz „Forstgarten“ in Gstatterboden, der Biobauernhof Laussabauer in Weißenbach an der Enns und das Hotel Schloss Kassegg. Voraussetzungen für die Zertifizierung sind etwa die Erstellung eines Umweltkonzeptes für nachhaltige Wirtschaftsführung, sehr sparsamer Energieverbrauch, Abfallvermeidung und die Sensibilisierung von Mitarbeitern und Gästen.

MEISTERFRÜHSTÜCK IM SPA HOTEL ERZHERZOG JOHANN IN BAD AUSSEE

Ein meisterhafter Start in den Tag über Bad Aussee Wohlfühlen ganz besonders einfach: Mit viel Charme und großer Herzlichkeit empfängt das Spa Hotel Erzherzog Johann seine Gäste. ◆ Der Küchenchef lässt seiner Kreativität freien Lauf (li.) und macht damit Direktorin Regina Stocker (re.) zufrieden IKARUS (2)

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ber den Dächern von Bad Aussee öffnete ein Logenplatz – das Spa Hotel Erzherzog Johann – seine Türen: Das etwa 1000 Quadratmeter große Sky-Spa mit Pool im Innen- und Außenbereich bietet eine Aussicht auf das Salzkammergut, an der man sich kaum sattsehen kann. Satt wird man aber bestimmt von den ideenreichen Variationen von Küchenchef Christian Spreitz, der regionale Köstlichkeiten wie den Ausseer Saibling zubereitet. ANZEIGE

Die 62 Zimmer des Spa Hotels kennzeichnen sich durch klares Design und Naturmaterialien, dabei kam überwiegend das Holz der Zirbe – Erzherzog Johanns Lieblingsbaum – zum Einsatz. Gesundheit, Glück und Zufriedenheit war der Segensspruch des „steirischen Prinzen“ an seine Anna. Das Spa Hotel Erzherzog Johann gibt diesen Wunsch auch heute noch seinen Gästen mit auf den Weg. WEITERE INFOS: www.erzherzogjohann.at

DAS MEISTERFRÜHSTÜCK Frühstücken Sie mit den Meisterinnen und Meis­ tern der Meisterwelten Steiermark – allen voran mit Obfrau Heide Zeiringer, Meisterin und Energie­ pionierin aus Murau – und erfahren Sie, was die Form der genossenschaftlichen Kooperation bringt. Donnerstag, 17. Jänner 2013, 9.30 bis 11 Uhr, Spa Hotel Erzherzog Johann. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Hand­ werks­Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. Sie denken und handeln zukunftsorientiert. So werden für die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative Werbelösungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www. meisterwelten.at Nächstes Meisterfrühstück: 31. Jän­ ner 2013, Bäckerei Rosenberger, Eggersdorf bei Graz.

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WIRTSCHAFT DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013, SEITE 27

KOMMENTAR

Luft, Licht und Schatten

Aus den täglich zwei Flügen Graz–Zürich der Intersky könnten ab April drei werden. Der Start der Verbindung nach Bergamo wurde abgesagt.

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ie Luftfahrt fliegt derzeit durch schwierige Zeiten: Dieser zuletzt oft vernommene Befund bewahrheitet sich gerade wieder auf dem Flughafen Graz. Seit gestern existieren hier die täglich zweifache Verbindung von Graz nach Zürich und retour durch die Regionalfluggesellschaft Intersky sowie eine Verbindung nach Friedrichshafen. Am Boden bleiben hingegen die geplanten Flüge Graz–Mailand/ Bergamo, die am 21. Jänner starten sollten. Der Grund hierfür sind eine zu geringe Nachfrage, bestätigt Intersky-Sprecher Roger Hohl der Kleinen Zeitung. „Das Aufkommen zwischen diesen beiden Destinationen ist offenbar zu ge-

ring“, erklärt Hohl. Das sie dann nach Zürich ab. sei aber nur die halbe Der zweite Flug Graz– Wahrheit, warum Graz– Zürich startet um 16.50 Bergamo doch nicht Uhr, nach Friedrichshakommt. „Die beiden tägfen geht es wieder um lichen Verbindungen 21.10 Uhr. So sieht der nach Zürich laufen so Flugplan derzeit aus. gut, dass wir überlegen, Sowohl für die Wirtab dem Sommerflugplan Gerhard Widmann schaft als auch für den im April einen dritten EXPA/SCHERIAU, INTERSKY Zustrom Schweizer TouZürichflug aufzustellen. risten in die Steiermark Das heißt dann aber, dass wir die (plus 20 Prozent in fünf Jahren) Strecke nach Bergamo entfallen wird die neue Verbindung als lassen müssten und die Destinati- wichtiger Impulsgeber gesehen. on nur zweieinhalb Monate lang Gerhard Widmann, Geschäftsangeflogen worden wäre“, sagt führer des Flughafens Graz: „Der der Intersky-Sprecher. Ausbau der Linienverbindungen Um 7.15 Uhr landet die Dash8- zu den großen Umsteigeflughä300, die über 50 Sitzplätze ver- fen Mitteleuropas ist eines unsefügt, von Friedrichshafen kom- rer wichtigsten Ziele.“ HANNES GAISCH mend in Graz, um 7.50 Uhr hebt

ERNST SITTINGER

Ein kleines Signal m Frühjahr 2012 war der Euro ein Wackelkandidat: Die Krise rund um die Rettung Griechenlands steuerte gerade wieder auf einen Höhepunkt zu und die Fachwelt sagte der Gemeinschaftswährung einen Absturz voraus. Im Raum stand die Gefahr, dass die Anleger auch das Vertrauen in die Stärke Deutschlands verlieren, weil sie glauben, dass die EuroRettung die Kräfte dieser starken Wirtschaftsmacht übersteigt. Doch siehe da, seither ist das Gegenteil passiert. Die Investoren haben nicht die Nerven verloren und ihre Euro-Anlagen nicht verkauft. Die Schuldenkrise hat sich entspannt, die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen nicht neuerlich gesenkt und der Wert des Euro geht seit Tagen steil nach oben. Gestern erreichte er ein Elfmonatshoch. b das schon stabiles Schönwetter ist, kann niemand sagen. Nach wie vor sind gewaltige Geldmengen im Umlauf und gewaltige Wirtschaftsprobleme der Krisenländer ungelöst. Aber in Zeiten wie diesen soll jedes kleine Hoffnungssignal groß gewürdigt werden.

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Sie erreichen den Autor unter ernst.sittinger@kleinezeitung.at

ZAHL DES TAGES

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Millionen Übernachtungen – und damit so viele wie noch nie – zählte die deutsche Tourismusbranche laut vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr. 2011 war mit 393 Millionen Übernachtungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts der bisher höchste Wert erreicht worden.


KLEINE ZEITUNG FREITAG, 4. JÄNNER 2013

20 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 4. JÄNNER 2013

STEIERMARK | 21

NeueBezirke, aber viele alte Karten Noch sehr selten in Büchereien: jene Atlanten und Landkarten, die die neuen politischen Bezirke zeigen

Nach den Fusionen werden bald Karten und Atlanten umgezeichnet. Doch die alten bleiben, bis sie ausverkauft sind. Der Ochse ließ sich mitten auf der Bahnstrecke nieder

FF OBERAICH

JÜRGEN FUCHS (2)

Doch ließe sich das für Lehrer leicht in der Praxis umsetzen, ist ach der Fusion von Juden- Marco Krätschmer, der an der VS burg und Knittelfeld zum Judenburg-Lindfeld unterrichtet, politischen Bezirk Murtal überzeugt: „Ich erarbeite mit wurden mit 1. Jänner auch die Zu- meinen Schülern die drei neuen sammenlegungen von Bruck an Bezirke selbst.“ Im Steiermarkder Mur und Mürzzuschlag, buch, das er im Unterricht verHartberg und Fürstenfeld sowie wendet, gäbe es „nackerte KarFeldbach und Bad Radkersburg ten, wo wir die neuen Bezirkszu Südoststeiermark gültig. Da- grenzen über- beziehungsweise mit stehen nun einzeichnen.“ auch kartografiDas Büro des Im Mai werden sche ÄnderunLandesschulrats die Atlanten für das Steiermark vergen an. Dies betrifft nächste Schuljahr wies hinsichtlich sowohl Karten in der zu erneuernAtlanten, auf de- korrigiert, neue den Atlanten auf nen die politi- Landkarten gibt’s die Schulbuchakschen Bezirke tion des Unterim Frühjahr der Steiermark richtsministeriPeter Stari, Freytag und Berndt eingezeichnet ums, wo gestern sind, als auch diaber keine Stelverse Landkarten. „Die Schulat- lungnahme zu bekommen war. lanten erscheinen nur einmal im Die bisher gedruckte Auflage Jahr. Das heißt, wir werden im jener Atlanten mit „falschen“ Mai und Juni die Korrekturen für Steiermarkkarten würde einfach die neuen vornehmen“, erklärt auslaufen, so Stari. Das spiegelt Peter Stari, Kartografieleiter bei sich auch in Buchhandlungen wiFreytag und Berndt. Da sich die der, wo die Nachfrage nach neuKinder mitten im Schuljahr be- en Karten bisher sehr gering ist. finden und bereits all ihre Bücher Nur vereinzelt sind Atlanten mit – folglich auch Atlanten – haben, den neuen politischen Bezirken würden sie die korrigierten erst zu finden – etwa wenn sie Ende zu Beginn des nächsten Schuljah- 2012 aktualisiert und neu aufgeres bekommen. Das heißt, dass legt wurden. „Ich glaube, dass die Schüler nun mit den alten und da- Kartografen noch abwarten wolmit „falschen“ Karten unterrich- len, bis alles endgültig entschietet werden. den ist“, folgert Michael Greipl,

Ein verirrter Ochse N stoppte die Bahn

KATHARINA PILLMAYR

Durch die Silvesterknallerei entkamen 30 Ochsen. Einer landete auf der Südbahn. OBERAICH. Das heftige Schießen zu Silvester versetzte die 30 Ochsen des Bauern Erich M. in Oberaich in Panik. Die Tiere brachen aus und rannten in alle Richtungen davon. Am nächsten Tag konnten die meisten wieder eingefangen werden. Einer aber erlebte eine wahre Odyssee, die bis zum Nachmittag des 2. Jänner dauerte. Da wurde er von der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich in einem Wald über dem Brucker Lichtensteinfriedhof entdeckt. Die Männer umzingelten den 420 Kilo schweren Ochsen, der sehr verstört wirkte, weshalb der beigezogene Tierarzt ihn mit einem Gewehr auf 30 Meter Entfernung betäuben wollte. Aber das verfehlte vorerst seine Wirkung, das Tier stürmte durch den Wald hinunter zum Friedhof und weiter auf die Geleise der Südbahn, die dort, zwischen Bruck und Leoben,

sehr stark befahren ist. Doch plötzlich begann das Mittel zu wirken und der Ochse legte sich ausgerechnet auf den Geleisen nieder, wie Jürgen Rachwalik, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich, erzählt: „Wir haben ihn dann mit Gurten von den Geleisen gehoben, um ihm möglichst nicht wehzutun.“ Mittlerweile war auch die FF Bruck mit einem schweren Einsatzfahrzeug gekommen und half, das Tier auf den Wagen des Bauern Erich M. zu verladen. Die Südbahnstrecke war eine halbe Stunde gesperrt, der Ochse ist mittlerweile wieder bei seinen Artgenossen im Stall. Ein anderer Ochse aus der Herde hatte nicht so viel Glück: Er war noch in der Nacht im unwegsamen Waldgelände abgestürzt und musste notgeschlachtet werden. FRANZ P OTOTSCHNIG

Leiter der Reiseabteilung bei Buch Moser in Graz. „Ein irrer Sonderauftrag“ wäre es, die Karten jetzt zu aktualisieren, zumal „die Bezirksgrenzen für 99 Prozent nicht relevant sind“, meint Karl Edler, Leykam-Filialleiter in der Grazer Stempfergasse. Auch Stari geht davon aus, dass „Wanderer Bezirksgrenzen nicht unbedingt brauchen“. Bei den neuen Auflagen der Karten mit Maßstab 1:200.000 und 1:500.000, die im Frühjahr erscheinen, werden die Änderungen übernommen.

Diebe nutzten einen Schwächeanfall aus GRAZ. Zu Fuß war ein 64-jähriger Grazer am Mittwochabend im Bereich des Bahnhofsgürtels unterwegs, als er plötzlich einen Schwächeanfall erlitt und sich deshalb niedersetzen musste. Seinen Rucksack, in dem sich lediglich die Wohnungsschlüssel befanden, stellte der Mann am Boden ab. Zwei unbekannte Männer nutzten die Situation schamlos aus: Statt dem Pensionisten Hilfe zu leisten, griffen sie sich dessen Rucksack und rannten damit davon. Der 64-Jährige musste schließlich mit der Rettung ins LKH West eingeliefert werden.

Buchhändler Greipl zeigt eine Standardkarte der Steiermark für Schulen – sie enthält aber (noch) die alten Grenzen

Teil

3

LEDERMANUFAKTUR ROLAND STEINHART: meisterwelten.at

◆ Kennt sich aus mit Wild und Leder: Roland Steinhart IKARUS

Nach tödlichem Lawinenunglück: Eine „heiße Spur“ vom Tourengeher Der Mann soll Hilfe verweigert haben, ein Steirer starb. INNSBRUCK, ZELTWEG. Die Suche nach jenem Skitourengeher, der bei einem tödlichen Lawinenunglück am vergangenen Samstag im Tiroler Sellrain angeblich bei der Vermisstensuche die Hilfe verweigert hat, könnte kurz vor der Lösung stehen. Es habe bereits erste Einvernahmen gegeben, so die Polizei gestern. „Es deutet alles auf eine Klärung des Sachverhalts hin“, berichtet eine Polizeibeamtin. Aufgrund von Zeugenaussagen habe der Personenkreis eingegrenzt werden können, zudem seien die

Eintragungen im Gipfelbuch kontrolliert worden. Die Alpinpolizei sucht seit dem Wochenende einen 40 bis 50 Jahre alten Mann, der auf seinem Anorak einen Aufnäher des deutschen Alpenvereins („DAV“) angebracht hatte. Bei dem Lawinenabgang auf dem rund 3000 Meter hohen Zischgeles war ein Zeltweger (38) verschüttet worden. Er konnte erst nach mehr als 30 Minuten befreit werden. Da waren seine Verletzungen bereits so schwer, dass er am Tag danach Aufwecker Seite 15 starb.

Hirschleder nach Maß, handgenäht Der Originalität verschrieben, näht Roland Steinhart exklusive Einzelstücke, die gut 50 Jahre halten – meist sogar ein Leben lang. Auch die echte Steirische oder Salzburger Lederhose. Das Wissen darum wird seit 1898 in der Familie weitergegeben. INFOS: meisterwelten.at/ roland-steinhart

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32 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 21. JUNI 2012

A K T I O N S TA G

Appetit auf Kultur wird kostenfrei gestillt

GRAZ

DONNERSTAG, 21. JUNI 2012, SEITE 33

KOMMENTAR CARMEN OSTER

In kleinen Dosen

„Hunger auf Kunst und Kultur“ lädt wieder zu einem spannenden, kostenfreien Tagesprogramm. anzen, Schauen, Flanieren, Hören und vieles mehr im Grazer Kulturleben: In der Landeshauptstadt findet heute zum fünften Mal der Aktionstag von „Hunger auf Kunst & Kultur“ statt. Von 10 bis 20 Uhr bieten Partnerinstitutionen dieser Sozialinitiative aus dem Kunst- und Kulturbereich ein dichtes Programm mit Ausstellungen, Führungen, Workshops et cetera. „Hunger auf Kunst & Kultur“ wurde 2003 vom Schauspielhaus Wien in Kooperation mit der Armutskonferenz initiiert, um die Türen zu Kunst und Kultur auch für sozial benachteiligte Menschen zu öffnen. Ziel der Aktion ist es, allen interessierten Menschen den Zugang zu Kunst- und Kulturveranstaltungen möglich

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AKTIONSTAG Hunger auf Kunst und Kultur

lädt heute (10 bis 22 Uhr) zu 16 Gratisveranstaltungen in Graz. Anmeldung erforderlich: Tel. (0 31 6) 827 122. Detailprogramm unter www. hungeraufkunstundkultur.at/ steiermark zu machen – auch in Zeiten finanzieller Engpässe. Mehr als 500 Kulturbetriebe in sechs Bundesländern unterstützen die Aktion mittlerweile. Allein in der Steiermark sind es 121 Partner und 103 Sozialpartner. 9500 Kulturpassbesitzer nehmen derzeit landesweit die Angebote in Anspruch, 2011 wurden zudem 13.000 Einzelkarten ausgegeben.

◆ Ganz in Weiß – wenn die Fête Blanche ein Mal im Jahr auf dem Programm steht, feiert ganz Graz FUCHS

Die legendäre Fête Blanche Neue Genossenschaft fürs Handwerk in der Grazer Seifenfabrik Das Netzwerk „Meisterwelten“ forciert eigene Stärken.

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ein, mit Großstädten wie Wien konkurriert man nicht, „da spielt sich schon noch mehr ab“, gibt Gerald Kuhn von den Grünen zu. Und doch „wagen wir uns in Graz heuer weiter, gehen einen Schritt nach vor in die Öffentlichkeit“. Dazu gehören Partys – und eine „lesbischwule/transgender Tram“. Am Samstag, dem 23. Juni. Und damit rechtzeitig zum Christopher-Street-Day. Dieser wird alljährlich in Gedenken an die Morgenstunden des 28. Juni 1969 gefeiert, als es in der Christopher Street in New York zu einem Aufstand von Homosexuellen gegen „Polizeiwillkür“ kam. 43 Jahre später ist man in Graz von einem Aufstand weit entfernt – aber auch von täglichen Umarmungen, weil eh alles eitel Wonne ist: Ja, in der Murmetropole seien Toleranz und die Einstel-

N Mitglieder der Meisterwelten präsentieren ihre regionalen Produkte

nale DJ-Größen wie DJane Julia Carpenter aus Ungarn oder StarDJ JP Candela aus Ibiza. Am Discofloor präsentiert die Antenne Steiermark Klassiker aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren. Rechtzeitig Tickets sichern – in allen Steirischen Sparkassen und Ö-Ticket VVK-Stellen. INFOS: www.feteblanche.at/graz

HOFFMANN

Am Samstag feiern Homosexuelle und Bisexuelle auch in Graz den „Christopher-Street-Day“. Heuer gar mit einer eigenen Bim.

KK

Mit insgesamt über 9000 Besuchern ist die Fête Blanche längst zum jährlichen Szene-Highlight des Sommers in Graz geworden. Mit einem internationalen Top Programm wird am 23. Juni erstmalig in der Seifenfabrik in Graz gefeiert. Für coole Beats und sexy Flair am Housefloor sorgen internatio-

Einige der Organisatoren, die am Samstag eine eigene „Regenbogen-Bim“ mobil machen

„Wir wagen uns weiter“

PRÄSENTIERT

GRAZ. Die neue, branchenübergreifende Genossenschaft „Meisterwelten“ will jetzt mit der Förderung und Fortentwicklung hochwertigen Handwerks durchstarten. Vom Bäcker, Weber, Installateur: Alle sollen voneinander lernen. Ziel ist ein professioneller Auftritt. Zunächst bis 2014 werden die Meisterwelten von Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer und dem Land Steiermark mit 330.000 Euro ge-

fördert. Damit will man eine starke Dachmarke für das Handwerk aufbauen. Im Gegensatz zur ähnlich klingenden „Meisterstraße“ gehört die neue Genossenschaft nur den Betrieben selbst, grenzt sich Meisterwelten-Aufsichtsrat Bertram Mayer ab. „Von den derzeit 30 Betrieben wollen wir bis 2016 180 unter unsere Plattform bringen“, hofft Koordinatorin Claudia Glawischnig. Info: www.meisterwelten.at

n Graz wird sie ordentlich gerührt: die Werbetrommel. Plakatwände, Fahnenwald . . . Ein Hindernislauf für Menschen mit Beeinträchtigungen. Optischer Nahkampf für Passanten. Das tägliche Buhlen um neue Kunden. Aber seien Sie ehrlich, fällt’s Ihnen noch auf? Wissen Sie, welche Werbung vor Ihrer Haustüre hängt? Nicht nur so manchem Grazer flirren da die Augen, auch Touristen ist das Werbedickicht bei Urlaubsfotos ein Dorn im Auge. Dieser Plakatwald ist ab heute Thema beim Internationalen Städteforum (Seiten 34/ 35). Maxime: Qualität statt Quantität. Auch beim „städtischen“ Ankünder setzt man schon auf die Devise weniger ist mehr. Eine Wohltat für überreizte Augen. Und vielleicht merkt man sich dann ja, welches Produkt hinter dem Plakat steckt. enn das Einzige, das ganz sicher nicht mit der Anzahl der Werbetaferln steigt, ist unsere Aufmerksamkeit.

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Mit dem Aktionstag will man einmal mehr auf die Initiative hinweisen, die Schwellenangst vor Kultur senken und die Zahl der Nutzer erhöhen. Die Lust geweckt wird heute um 10 Uhr mit einem Eröffnungsfrühstück im Auditorium des Joanneumsviertels, danach kann man sich durch den neu gestalteten Ausstellungskomplex führen lassen oder viele andere Abteilungen des Landesmuseums besuchen. Appetit auf Kultur machen weiters Workshops von BrazilDance bis Steirisch Tanzen, ein Besuch bei Radio Helsinki oder im Kindermuseum, die Oper mit „Carmen“ oder das Schauspielhaus mit „Rechnitz“ und vieles mehr. Alles kostenfrei, allerdings ist Anmeldung erforderlich.

lung „Wie es euch gefällt“ daheim – aber auch diskriminierende Vorfälle. „Das geht vom Schimpfwort bis zum Verbot von Verpartnerungen im Trauungssaal der Stadt“, so Gerald Kuhn, der mit Markus Weidinger die Feierlichkeiten initiiert hat. Daher will man am 23. Juni einmal mehr informieren – auf ungewöhnlichem Wege: Ab 15 Uhr ANZEIGE

pendelt zwischen Murpark, Jakominiplatz und Laudongasse eine eigens gemietete Bim. Wer mitfährt, tut dies kostenlos und bekommt obendrein noch Infomaterial und lässige Musik serviert. Apropos: Am Samstag wird zudem ab 13 Uhr im Volksgarten gefeiert, abends auch in den Lokalen Rage, Rush und s’Murnockerl. MICHAEL SARIA

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Sie erreichen die Autorin unter carmen.oster@kleinezeitung.at

WARUM . . . . . . wird auf dem Radweg zwischen Hauptbrücke und Tegetthoffbrücke (Richtung Süden) das von den Bäumen hängende Geäst nicht entfernt, sodass das viel befahrene Stück eigentlich nur einspurig befahrbar ist? Beppo Tonka-Miller, „Kleine“-Leser ANTWORT: Grundsätzlich ist das Land Steiermark für das Schneiden der Bäume zuständig, wird aber von unseren Mitarbeitern demnächst durchgeführt. Gerald Pichler, Holding Graz Wissen, warum: Kleine-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort. Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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CHRONIK

Donnerstag, 12. April 2012

Foto: kk

Preis für tiergerechtes Für die Handwerksbetriebe gibt es nun mit den Meisterwelten die erste Genossenschaft.

Genossenschaft Meisterwelten für die Steirer Als branchenübergreifendes Netzwerk für die qualitätsorientierte Steiermark wurden die Meisterwelten Steiermark aus der Taufe gehoben. Für Kleinund Mittelbetriebe bilden sie den Rahmen für regionale und überregionale Marketing- und Vermarktungsaktivitäten in einem über die eigenen Möglichkeiten hinausgehenden Umfang. Mitmachen können sowohl Handwerksbetriebe in ihrer urtypischen Form als auch Meister der Kulinarik. Dazu gibt es für jeden Betrieb ein maßgeschneidertes Starterpaket, unter anderem bestehend aus einem Unternehmenstext und einer professionellen Fotostrecke, sowie eine Innovationsberatung in Kooperation mit dem Studiengang „Innovationsmanagement“ der FH Campus 02. Die Meisterwelten sind eine Genossenschaft. Info: Claudia Glawischnig, Tel. 06 64/ 13 341 54.

Bei Geflügelhaltung gilt Käfigverbot. Foto: Toni‘s Freilandeier

■ Josef Kaltenegger

Artgerechtes Bauen

Zum dritten Mal schreibt die Tierschutz-Ombudsstelle Steiermark den Preis für tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum aus.

Teilnehmen können Nutztierkategorien wie Geflügel, Pferd, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und sonstige. Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert, die jeweils mit einem Preis in der Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet werden. Für das beste Tierfoto gibt es dazu einen Sonderpreis mit 300 Euro.

L Die Ausschreibung gilt für alle Nutztierformen. Foto: Kaltenegger

andwirtschaftliche Gebäude sind ein sichtbares Spiegelbild für die Bauernarbeit in einer Region. Sie sind prägende Faktoren einer Kulturlandschaft – die Visitenkarte der Betriebe und ihrer Schwerpunkte. Der Arbeits- und Lebensraum für Mensch und Tier muss vielen Anforderungen entsprechen. Er soll arbeitsgerecht wie ökonomisch und tiergerecht sowie umweltverträglich ins Landschaftsbild eingebettet sein. Der Preis für „Tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum“ wird 2012 zum dritten Mal ausgeschrieben. Er würdigt zukunftsweisende Bauprojekte in allen Bereichen der Nutztierhaltung, welche sich durch besondere Tierfreundlichkeit auszeichnen.

Ziele Der Preis soll für beste tiergerechte Lösungen anregen. Foto: UaB

Das Ziel gelungene

ist es, besonders Konzepte des

tierfreundlichen Bauens in der Nutztierhaltung zu prämieren. Von den eingereichten Bauprojekten aller Nutztierkategorien (Geflügel, Pferd, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und sonstige) werden maximal zehn Betriebe nominiert und von der Jury besichtigt. Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert, die jeweils mit einem Preis in der Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet werden. Insgesamt werden 6000 Euro als Anerkennungspreis vergeben.

Kriterien Das wichtigste Kriterium heißt „Besondere Tierfreundlichkeit“, wobei dafür über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehende bauliche Maßnahmen anerkannt werden. Es gelten dafür folgende grundlegende

Wertewandel in Unternehmen Trendforscher Peter Wippermann sprach bei der Saubermachergruppe über Wertewandel in Gesellschaft und Unternehmungen.

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uf Unternehmungen warten in immer kürzeren Intervallen immer größere Herausforderungen, insbesondere, wenn man sich im internationalen Wettbewerbsumfeld bewegt. Die Saubermachergruppe

diskutierte mit dem Trendforscher Peter Wippermann, der in Deutschland den Begriff der „Ich AG“ prägte, im Rahmen des ECO Talk über die Wertewelt der Gesellschaft. Er zeigte Marktchancen auf, die aus den Sehnsüchten einer Gesellschaft resultieren, wobei das Emotional Design von Produkten und Services im Vordergrund stehe. Weitere Themenschwerpunkte waren unter anderem Gesellschafts- und Konsumtrends und damit verbunden die Zukunftstrends in der Entsorgungswirtschaft. Wippermann ist auch renommierter Buchautor und Kommunikationsdesigner, er konnte die Teilnehmer begeistern.

Die Saubermacher-„Macher“ hatten den Trendforscher Peter Wippermann im Rahmen der ECO-Gespräche zu Gast. Foto: Saubermacher

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte (speziell Inserate) dieser Archivseite zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gültigkeit mehr aufweisen müssen!


KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

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WESTSTEIER | 27

Gemeinsam können sie es „meistern“

NOTDIENSTE ÄRZTE/KRANKENHAUS Die Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte im Bezirk Voitsberg erfahren Sie telefonisch unter der Kurzwahl 141. LKH Voitsberg: Tel. (03142) 201. Krankentransporte: 148 44 (ohne Vorwahl) Rotes Kreuz Notruf: 144 Vergiftungs-Informationsbüro: Tel. (01) 40 64 343

Mit „Meisterwelten“ versucht sich eine neue Plattform für regionale Meisterbetriebe in der Steiermark zu etablieren.

TELEFONSEELSORGE Die steirische Telefonseelsorge erreicht man unter der Kurzwahl 142.

HEIKE KRUSCH

SUCHTBERATUNG

s ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Das alt bekannte Sprichwort, das meist Lernende motivieren soll, gilt auch für echte Meister – also für ausgebildete Handwerker, die aufgrund besonderer Leistungen und Ausbildungen ihren Betrieb

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BAS-Suchtberatung, Voitsberg, Schillerstraße 19, montags von 9 bis 16 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 0507900 4500, sind allerdings unbedingt notwendig.

KINDER

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

zum Meisterbetrieb gemacht haben. Einen Mangel an solchen Betrieben gibt es in der Steiermark freilich nicht. Oft fehlt es den Betrieben jedoch an Möglichkeiten, um ihre Produkte mit der notwendigen Vehemenz an den Kunden zu bringen. „Das soll sich durch die sogenannten Meisterwelten jetzt ändern,“ meint Caroline Stramitz, die kürzlich die regionale Projektleitung des steirischen Zentralraums sowie für die Süd-West-Steiermark übernommen hat.

Netzwerk der Handwerker Sie erklärt: „Bei den Meisterwelten handelt es sich um eine Genossenschaft, deren Ziel eine bessere Vernetzung der Handwerksbetriebe sowie gezieltere Pressearbeit und Hilfe bei Messeauftritten ist.“ Stramitz sieht ihre Aufgabe darin, Betriebe zu unterstützen, auf sich aufmerksam zu machen. „Durch unsere Aktivitäten sollen die Kunden neugierig auf die regionalen Handwerksbe-

triebe werden. Sie sollen Lust darauf bekommen.“ Das hofft auch Stefan Krammer, Meisterwelten-Gründungsmitglied und Tischlermeister aus Rosental. „Große Betriebe haben meist eigene Presseabteilungen und speziell ausgebildete Arbeitskräfte für diesen Bereich. Als kleiner Betrieb ist man in Sachen Marketing auf die Hilfe von außen angewiesen“, betont er. Von den Meisterwelten erhofft er sich allgemeine Information, aber auch individuelle Unterstützung. „Weil es mir vor allem darum geht, regional mit meinen Produkten bekannt zu werden.“ Für Regina Strunz, Besitzerin einer Weberei in Bad Gams, die auch ganz individuelle Kundenwünsche erfüllt, bergen die Meisterwelten auch noch einen anderen Vorteil. „Mithilfe der persönlichen Betreuung habe ich auch als kleinstrukturierter Betrieb die Möglichkeit, mich im Rahmen einer Qualitätsoffensive weiter zu entwickeln.“ Gemein-

sam mit der Fachhochschule Campus 02 bieten die Meisterwelten nämlich einen sogenannten Innovationscheck an. „Dabei wird festgestellt, wo man als Betrieb im Moment steht und wo man sich hin entwickeln könnte“, erklärt Strunz. „Nach fast 30 Jahren ein wichtiger Schritt.“

Pläne für die Zukunft Und Stramitz hat noch weitere Pläne innerhalb der Genossenschaft. „Wir planen ein Buch aller teilhabenden Handwerksbetriebe“, sagt sie. „Dabei sollen die Geschichten der Betriebe erzählt werden, die oft jahrzehntelange Tradition haben.“ Die Präsenz in der Öffentlichkeit möchte man vor allem mit Veranstaltungen forcieren. „Eine Idee wäre ein Aufmeistern im Rahmen des Aufsteirerns in der Grazer Innenstadt“, sagt Stramitz, die hofft, dass demnächst möglichst viele steirische Meister vom Himmel in die Meisterwelten fallen. Für die derzeitigen

Regina Strunz leitet seit 30 Jahren eine Weberei in Bad Gams FURGLER, MONTAGE M4

MEISTERWELTEN

Mitglieder liegen die Vorteile auf jeden Fall klar auf der Hand. Strunz: „Wir können unsere Interessen besser vertreten, wenn wir gemeinsam in den Wald hinein rufen.“

Mit 19. April geht die Homepage der Meisterwelten (www.meisterwelten.at) online. Informieren kann man sich über die Genossenschaft aber schon jetzt. Caroline Stramitz ist unter caroline.stramitz@meisterwelten.at erreichbar.

Flexible Kinderbetreuung „kunterbunt“, Voitsberg, Thalleinstraße 18, für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren. Geöffnet von 7.30 bis 14 Uhr. Tel. 0664-855 05 75.

Stefan Krammer betreibt eine Tischlerei in Rosental

„Liebevolle“ Dreharbeiten

Noch einmal „Gut aufgelegt“ bei elektronischer Musikveranstaltung

Wenn Musik zur Unterstützung wird

Das ATV-Team kommt am Samstag in das „Stau“.

Voitsberger sind mit Elektromusik auf Erfolgskurs.

Die Neue Mittelschule Stallhofen singt und tanzt zugunsten der steirischen Leukämiehilfe.

KÖFLACH. Es gibt Männer, die sich lieber nicht im Privaten, sondern vor laufender Kamera auf die Suche nach der richtigen Frau machen. Im „Geschäft mit der Liebe“, einer Sendung des österreichischen Privatsenders ATV, machten sich einige Männer bisher in den ehemaligen Ostblockländern auf Brautschau – mit mäßigem Erfolg. Jetzt wird das Format erweitert. Gerhard Klein, der Neue in der dritten Staffel, kommt kommenden Samstag (14. April) in das „Stau“ nach Köflach, um nach der Richtigen zu suchen. Drehbeginn ist um 21 Uhr. Während des Drehs herrscht aber natürlich normaler Betrieb. Das Datum der Ausstrahlung steht noch nicht fest.

KK, FOTOLIA (2)

KÖFLACH. Musik verbindet Menschen. So auch Patrick Lenzbauer, Jörg Stückler, Jürgen Wörndle, Patrick Christandl und Mario Peingröbler. Kennengelernt haben sich die fünf Voitsberger beim Fortgehen, wo sie ihr gemeinsames Interesse an elektronischer Musik entdeckten. Da es in der Region „mit dem Angebot an Elektromusik eher mager aussieht“, kam ihnen die Idee einer eigenen Veranstaltungsreihe für elektronische Musik, bei der hauptsächlich heimische DJs ihr Können beweisen. Nach langer Suche nach einem geeigneten Ort fiel die Wahl auf das K&K Café Köflach, wo die Gruppe von Angela Reinisch unterstützt wird. „Beim ersten Event am 3. Dezember 2011 haben wir positives Feedback bekommen. Da war uns klar, dass wir auf jeden Fall weiter

machen wollen“, so Lenzbauer. Am 14. April laden die Weststeirer nun zum zweiten Mal ab 21 Uhr ins K&K Café Köflach zu ihrer Veranstaltung „Gut aufgelegt“. 190 Zusagen verzeichnet die Gruppe bereits auf ihrer Facebookseite. Die ersten 20 Gäste erhalten Geschenke von Blue Tomato. Der Eintritt beträgt drei Euro, wobei es für alle Gäste Gutscheine für eine vergünstigte Taxifahrt gibt. In Planung sind für dieses Jahr noch zwei weitere Events in Köflach. „Im Sommer würden wir sehr gerne im Freien auflegen, aber das ist noch nicht fix“, so Lenzbauer. Ein Anliegen haben die Fünf allerdings noch: „Den Namen ,Gut aufgelegt‘ dürfen wir nicht länger benutzen. Ideen und Vorschläge für einen neuen Namen sind daher willkommen.“ ELISABETH TAPPAUF

Patrick Lenzbauer will in Voitsberg Elektromusik etablieren TAPPAUF

STALLHOFEN. Mit einem Benefizkonzert unterstützt die Neue Mittelschule Stallhofen zum zweiten Mal die Leukämiehilfe Steiermark und will damit ein Zeichen für Menschlichkeit setzen. Schuldirektor Alfred Niehs ist es ein großes Anliegen für die Leukämiehilfe zu sammeln, und er betont: „Wir wollen Musik in den Dienst jener stellen, die Hilfe brauchen“. Denn in der Schule ist man sich sicher: „Musik dient dem seelischen Wohlbefinden, fördert Teamgeist und den Umgang miteinander.“ Die Einnahmen des Konzerts gehen zu hundert Prozent an die Leukämiehilfe Steiermark, eine Non-Profit-Organisation, die Beratung und Hilfe für Patienten und deren Angehörige bietet. „Denn die Diagnose Leukämie

verändert das Leben Schlag auf Schlag“, weiß auch Niehs, der mit der Krankheit in seinem Bekanntenkreis konfrontiert wurde. „Von öffentlicher Hand kommt jedoch keine Unterstützung,“ ärgert sich Niehs. „Deshalb wollen wir der Leukämiehilfe und deren Obmann Rupert Tunner tatkräftig zur Seite stehen, da sie fachkundige Beratung und psychologische Hilfe anbietet.“ Seit Jänner 2012 wird während des Musikunterrichtes fleißig für das Benefizkonzert geprobt. „Immerhin begleiten sich die Schüler beim Konzert selbst mit den Instrumenten“, erklärt Niehs. Es wird ausschließlich auf Deutsch gesungen. Der Volksmusikteil wird von den Schülern abgedeckt, während das Ambrosi Quartett, der Singkreis Stallhofen

Die Schüler wissen: Übung macht den Meister und Dominik Ofner den modernen Teil präsentieren. Auf Letzteren ist Direktor Niehs besonders stolz: „Dominik ist bei uns zur Schule gegangen und hat im vergangenen Jahr bei der ORF Castingshow Die große Chance mit Harmonika und selbst kom-

TAPPAUF

ponierten Liedern das Halbfinale erreicht.“ Das Benefizkonzert findet am 20. April um 20 Uhr im Freizeitzentrum Stallhofen statt. Eintrittskarten sind mit je zwölf Euro direkt an der Abendkasse zu erwerben. ELISABETH TAPPAUF


ALTES WISSEN NEUE IDEEN.

STEIERMARK

Was durch diese Verbindung entstehen kann? Beispielsweise der ConvertTable – ein weltweit einzigartiger Wohnzimmertisch, der mehr ist, als nur Ablagefläche. Der ConvertTable ist zugleich ein Fahrsimulator. Entwickelt und produziert von steirischen Meisterbetrieben! Als branchenübergreifendes Netzwerk für qualitätsorientierte Handwerksbetriebe aus der ganzen Steiermark wurden die Meisterwelten Steiermark gegründet. Ihre Mitglieder sind sowohl besondere Handwerksbetriebe in ihrer urtypischen Form, wie auch Meister der Kulinarik – und über 30 haben es bereits geschafft. Sie sind Teil der Meisterwelten Steiermark.


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