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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 22. FEBRUAR 2013

1,3 Millionen für Heizzuschuss

GRAZ FREITAG, 22. FEBRUAR 2013, SEITE 21

KOMMENTAR MICHAEL SARIA

Fast 12.000 Steirer bekamen Landesförderung. GRAZ. Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember wurden steiermarkweit 1,3 Millionen an Heizkostenzuschuss ausgezahlt. Das gab gestern der zuständige Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser bekannt. 11.934 sozial schwächere Steirer wurden unterstützt – in Graz waren es 891, in Graz-Umgebung 1077 Personen. „Vor der Vergabe wurde eine genaue Bedarfsprüfung durchgeführt“, betonte der Soziallandesrat. Die Zahl ist damit gegenüber 2011 fast gleich geblieben. Ölfeuerungsanlagen wurden mit 120 Euro gefördert, alle anderen Anlagen mit 100 Euro.

Teil

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Für philippinische Kinder da: Rizalind Tumanda NEUHOLD

Verzicht für weniger Hunger Der Biss der Nashornviper (Symbolbild) kann für Menschen tödlich sein

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Giftschlange biss zu: Besitzer im Spital 25-jähriger Grazer kam aber glimpflich davon. GRAZ. Glimpflich endete für einen Grazer gestern Nachmittag der Biss einer hochgiftigen Nashornviper. Der 25-Jährige, der in seiner Wohnung in Puntigam mehrere Reptilien hält, wollte der Schlange laut Polizei ein Antibiotikum verabreichen, als diese plötzlich zubiss. „Es war aber kein Vollbiss. Ein Zahn hat ihn am Finger erwischt“, beruhigt Werner Stangl vom Steirischen Reptilienverein, der von der Freundin des Opfers verständigt wurde. Stangl alarmierte das LKH sowie das Rote Kreuz, das einen

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Notfallwagen losschickte. Der Patient wurde mit Infusionen behandelt und in die Notfallaufnahme gebracht. Dort wartete bereits eine Expertin für Schlangenbisse auf den 25-Jährigen. Die Verabreichung eines Gegenserums war laut Stangl nicht notwendig. „Er bekam Cortison und Schmerzmittel, am Freitag wird er das Spital wieder verlassen können.“ Laut Polizei ist die Nashornviper wieder sicher verwahrt. Der Magistrats-Veterinär prüft jetzt, ob alle Vorschriften eingehalten wurden. WILFRIED ROMBOLD

Familienfasttag will Leben in „Dritter Welt“ bessern. GRAZ. Suppe statt Schnitzel: Die Katholische Frauenbewegung ruft die Steirer am heutigen Familienfasttag auf, einfache Speisen zu sich zu nehmen. Mit dem ersparten Geld bittet sie, Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Eines davon ist das „Mindanao Migrants Center“ auf den Philippinen. 5000 Filipinos verlassen täglich das Land, um im Ausland zu arbeiten und so ihre Familien erhalten zu können. Die meisten arbeiten in der Golf-Region – die Bedingungen dort sind oft schwierig: „Die Löhne sind niedriger als ausgehandelt, Misshandlungen gibt es ebenfalls“, berichtete Rizalind M. Tumanda bei ihrem Graz-Besuch. Das „Mindanao Migrants Center“ hilft den zurückgebliebenen Familien und den Heimkehrern. www.teilen.at Spenden erbeten an: Familienfasttag, PSK 60.000, Konto 1.250.000

INTERN

„Aberwitziges Tempo bei Reformen“ Landespersonalvertreter attackiert Politik: „Klima ist durchwachsen.“ ür so manche Erledigung sind heute doppelt so viele Unterschriften nötig als vor der Reform“: Günther Lippitsch, Chef der Personalvertretung der Landesbediensteten, übt heftige Kritik am eingeschlagenen Reformkurs der Politik. Das Tempo der Umsetzung sei „aberwitzig“, es

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fehle an ausreichender Kommunikation mit den Betroffenen und die Straffung des Verwaltungsapparats von 50 auf 25 Abteilungen habe vielfach zu „künstlichen internen Hürden geführt“. Entsprechend „durchwachsen“ sei das Klima unter den Landesbediensteten. „Die dringend notwendige

Aufgabenreform wird Lippitsch: „Viele aber nur er- interne Hürden folgreich sein, durch Reform“ KK wenn sie von den Mitarbeitern mitgetragen wird“, mahnt Lippitsch, der im März Personalvertretungswahlen zu schlagen hat. K. HÖFLER

Historiker Peter Laukhardt bangt um uraltes Gehöft im Stiftingtal, das einer Wohnanlage weichen soll

GERNOT EDER

Das Ende eines alten Hofs Lange stand der „Rohrbachschmied“ im Stiftingtal leer, jetzt muss der Hof mit dem Erzherzog-Johann-Portikus einer Wohnungsanlage weichen. ROBERT PREIS

eit drei Jahren kämpft der Grazer Historiker Peter Laukhardt um dieses Anwesen, jetzt scheint er verloren zu haben. Auf dem Anwesen in der Stiftingtalstraße 340 werden in Kürze wohl die Bagger auffahren. Eine zweistöckige Wohnanlage mit begrünten Dächern und einem Biotop werden laut Architektin Marlies Maria Haas an dieser Stelle errichtet. Es sei „zu kostspielig gewesen, die alte Bausubstanz in den Neubau zu integrieren. Ich habe als Architektin jedenfalls kein schlechtes Gewissen, denn die Nebengebäude sind halb verfallen.“ Laukhardts Sicht ist freilich eine andere. „Dieses Gebäude“, sagt er, „war einst Mitglied eines Ensembles, das in der Region rund um eine befestigte Burg-Anlage eine Rolle gespielt hat.“ Der

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Im Jahre 1682 verzeichnete Vischer den befestigten Ansitz „Rohrbach“, für den das Gehöft vulgo RohrbachSchmied tätig gewesen sein dürfte KK Bauernhof verfügt zudem über ein Portal, dessen Typus im 19. Jahrhundert als ErzherzogJohann-Haus bezeichnet wurde und im Raum Graz sehr selten ist. Karin Derler vom Bundesdenkmalamt bestätigt, dass der Rohrbachschmied in der Datenbank des Denkmalamtes erfasst sei. „Nicht alle Gebäude dieser Datei konnten bislang aber genauer untersucht werden.“

Ärgerlich ist für Laukhardt aber auch, dass er im Bemühen um die historische Bausubstanz darum angesucht hat, die Bebauungsdichte zu erhöhen, um einen in den Altbestand integrierten Neubau zu ermöglichen. „Wenn diese Dichte jetzt nur um ein Promille überschritten, obwohl der Hof abgerissen wird, dann wäre das glatter Betrug an der Idee einer Erhaltung des Bauerbes.“

or genau einer Woche wurden Zeugnisse verteilt, Köpfe stolz gestreichelt, Geldbörsen geöffnet und auch so mancher Seufzer auf die Reise geschickt. Je nachdem wurden dann Pläne geschmiedet – in einigen Fällen wohl auch für den notwendigen Aufschwung in Mathe und Physik. Doch hoffentlich wurde in jedem einzelnen Fall auch über den längst fälligen Bau der Ritterburg, über die nächste coole Party und über den schon lange geplanten Skinachmittag beraten. Hoffentlich hat sich unsere Leistungsgesellschaft nicht längst auch in allen Kinderund Wohnzimmern durchgesetzt. Hoffentlich war und ist überall Platz für Ferien, die gerade in Graz und Umgebung auch im Finale viel zu bieten haben (S. 22/23). offentlich legen am Montag viele klasse Erzählungen Zeugnis ab von unbeschwerten Tagen.

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM. . . . . . zahlen Tausende „Sonntagsjäger“, die ihrem Freizeitvergnügen nachgehen, für ihre Hunde keine Hundeabgabe? Günter Lichtenegger, „Kleine“-Leser ANTWORT: Nur für jene Jäger, die als von der Behörde beeidete Jagd- und Forstjäger ihren Dienst tun, also die Aufsichtsjäger, trifft das zu. Jedes der 2600 Jagdreviere in der Steiermark hat einen Aufsichtsjäger, also rund 3000 der rund 23.000 Jäger sind von der Abgabe befreit. Karl Sirowatka, GF Landesjagdamt Wissen, warum: „Kleine“-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort.Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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STEIERMARK

Regionale Projektleitung „Süd u. Weststeiermark“ Caroline Stramitz T: 0650 429 40 03 caroline.stramitz@meisterwelten.at

Qualität aus Meisterhand. Echt Gut. Mit den Meisterwelten Steiermark hat das Handwerk seine erste Genossenschaft. über 30 Betriebe aus 16 Sparten haben sich bereits angeschlossen. Sie unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder mit sinnvollen Kooperationen, bündelt Leistungen in Werbung und garantiert damit regionale Stärkung und wirtschaftlichen Erfolg. Das gelingt mit unternehmerischen Initiativen und konsequenter Arbeit in den Regionen unter der gemeinsamen Marke. Dafür sind ein Vorstand, von den Meisterbetrieben selbst geleitet und geführt, eine Koordinatorin für die gesamte Steiermark und sechs regionale Projektleiter/innen vor Ort im Einsatz. Aber nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied der Meisterwelten sein. Tipp: Im Herbst des Jahres erscheint das erste Buch über die Meisterwelten. Veröffentlicht im Leykam Buchverlag liefert es Inspiration und Ideen, wie Dinge, die mit der Hand gemacht sind, das Leben bereichern und mit Sinn erfüllen. Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Europäischen Union, Europäischer Fonds zur Förderung der Entwicklung des Ländlichen Raums, Schwerpunkt LEADER

Die kunst des einrichtens

Liebe geht durchs weben

Michaela Gether beherrscht sie grandios: die Kunst des Einrichtens. Mit Gefühl und Leidenschaft plant und fertigt sie mit ihrem Team zeitgemäßes Einrichtungsdesign. Dieses findet sich in Arztpraxen und privaten Wohnrefugien, aber auch in Weingütern und Verkaufsräumen in ganz Österreich.

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18 Wirtschat

1 3. / 14 . F e b r u a r 2 0 1 3 / W o c h e V o i t s b e r g

Tradition & Die Meisterwelten luden zu einem reichhaltigen Frühstücksbufet und einer Diskussion ein.

Einen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling erlebten die Besucher im Blütenhaus der Familie Zwanzger in Bärnbach. Geladen wurde von den Meisterwelten zu einem Frühstück mit besonderen Meistern. Caroline Stramitz, die regionale Projektleiterin, hatte ein reichhaltiges Frühstücksbufet für die zahlreich erschienenen Gäste organisiert. Gerhard Streit von der Wirtschatskammer und zahlreiche Meister der Region verfolgten interessiert den Ausführungen der Steiermark-Koordinatorin Claudia Glawischnig, der Obfrau Heide Zeiringer, Regina Strunz und Claudia Brandstätter.

Die Meisterwelten sind die Interessensvertretung für alle Handwerksbetriebe in der Steiermark und als Genossenschat organisiert. Zentrale Frage war die Zukunt der Handwerksbetriebe im Jahr 2020 und welche Vorteile die Genossenschat bietet.

Chancen der Meisterwelten Firmenvertreter unterschiedlicher Betriebe berichteten ihre Erfahrungen, die sie im Rahmen der Meisterwelt gewonnen hatten. Einen großen Vorteil bietet einigen Betrieben das Netzwerk für wirtschatliche Kooperationen, die professionelle Vermarktung durch Inserate oder Werbemaßnahmen und die Beratung zur individuellen Entwicklung. Eine Selbverständlichkeit sind das fachliche Wissen und hohe Qualitätsansprüche der Firmen, großer Wert wird auch


Wirtschat 19

W W W.W O C H E . A T

Innovation

Die Referenten der Meisterwelt und Gerhard Streit diskutierten Renate Sabathi mit den Besuchern über die Meisterbetriebe.

auf Regionalität und Weiterführung von Traditionen gelegt. Aber auch mit dem Anspruch sich auf neue Märkte und Trends einzulassen und sich weiter zu entwickeln. In einer Zeit, wo immer mehr Massenware und Billigprodukte auf den Markt geschleudert werden, gilt es, den

Kunden die Vorteile von Qualitätsprodukten aufzuzeigen, um auch die teilweise höheren Preise zu rechtfertigen. Renate und Martin Zwanzger sind Meister der Floristik, mit kreativen Ideen auf dem Weg in die Meisterwelt. Sie wurden bereits als weststeirisches Vorzeigeunternehmen ausgezeichnet. 473705

Seit 30. Jänner online bei Hornbach einkaufen Unter dem Motto „Ran ans Projekt“ präsentiert der Baumarktkonzern seinen OnlineShop unter www.hornbach.at. Aktuell indet der Kunde online rund 17.000 Artikel, wovon über 5.000 Artikel auch bestellt und nach Hause geliefert werden können. Darunter beinden sich Maschinen und Zubehör für Bau und Garten, Farben und Lacke, Sanitär, Gartenhäuser. Hornbach wird das Sortiment Schritt für Schritt weiter ausbauen. Das Baumarktunternehmen wird auch im Internet die besten Preise anbieten: Die Hornbach-Dauertiefpreise sind im Markt und im Online-Shop identisch. Der Hornbach Online-Shop bietet ausführliche Artikeldetails, teils auch als Videos sowie eine Vergleichsfunktion. Eine Merkliste steht ebenso zur Verfügung – diese kann

weiterempfohlen oder an Freunde versendet werden. Im Forum können Heimwerker Fragen und Antworten rund um ihre Projekte untereinander austauschen. Mittels Videos können sich die Kunden die Umsetzung von klassischen Projekten – etwa den Dachausbau oder das Verlegen von Fliesen – auf verständliche Art erklären lassen. Innerhalb von 30 Tagen nach Anlieferung der Ware besteht die Möglichkeit, diese zurück zu schicken oder sie im Markt zurück zu geben. Hornbach gewährt ein Rücktrittsrecht von 30 Tagen und verlängert damit die gesetzliche Frist von sieben Tagen um drei Wochen. Die Zahlung erfolgt mittels Überweisung, Kreditkarte oder PayPal. WERBUnG

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Österreichische Verkäufertagung und Verkäuferabende 2013

Die Verkaufsofensive 2013 Neue Impulse und Motivationen für Verkäufer/-innen 2013 indet die 5. Österreichische Verkäufertagung mit zusätzlich drei Verkäuferabenden von Mirko Prusac und Karin Gutschi in Graz, im Hotel Europa, statt. „Konsensitives Verkaufen® – Zustimmungsverkauf mit Einfühlungsvermögen“ ist der Schwerpunkt des ersten Verkäuferabends am 7. März 2013 mit Gaby S. Graupner. Konsensitives Verkaufen ermöglicht Ihnen schneller und leichter mehr Umsatz zu machen.

SeMINar-INfoS 5. Österreichische Verkäufertagung am 18. 4. 2013 Verkäuferabende: 7. 3.: Die schönste Sache der Welt – Verkaufen! Vortragende: Gaby S. Graupner 19. 9.: Mein Freund, der Kunde – ohne Tricks und Fallen neue Kunden gewinnen und behalten. Vortragender: Jürgen Frey 21. 11. : Braucht man nach 2015 überhaupt noch Verkäufer/innen? Vortragende: Claudia Brandstätter Anmeldung unter: www.verkaeufertagung.at

Verkaufsexpertin Gaby S. Graupner gibt am 7. März 2013 im Hotel Europa in Graz Tipps für mehr Umsatz. Foto: Gaby S. Graupner


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KLEINE ZEITUNG SAMSTAG, 9. FEBRUAR 2013

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KLEINE ZEITUNG SAMSTAG, 9. FEBRUAR 2013

UNSERE SPECIAL-OLYMPICS-HELDEN

1526 Euro Spende aus Projektarbeit Ein Team der BHAK Voitsberg griff den Betreibern des Tierheims Franziskus unter die Arme. oller Erfolg für das Maturaprojekt des Teams der 5. ITKlasse der BHAK Voitsberg im Rahmen des Ausbildungsschwerpunktes Multimedia und Webdesign: Projektleiterin Tina Verhnjak, Martina Rauch, Stefanie Primus und Christof Huber entschieden sich, dem Tierheim Franziskus und der ACC Tierklinik in Rosental unter die Arme greifen. „Wir haben alle ein großes Herz für Tiere“, schildert Verhnjak, wie sich die Idee für das Projekt ergeben hat. Insgesamt haben die Vorarbeiten rund ein halbes Jahr gedauert, kommenden Montag wird das fertige Projekt in der BHAK Voitsberg präsentiert. „Zuerst haben wir einen Kalender mit Fotos von zu vermittelnden Tieren

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aus dem Tierheim Franziskus angefertigt. Die Fotos habe ich selbst gemacht“, schildert die engagierte Projektleiterin. Die Kalender wurden verkauft, außerdem wurden Spenden bei Firmen gesammelt. Mit Erfolg: Kürzlich konnte das Team einen Scheck in Höhe von 1526 Euro an die Verantwortlichen des Tierheims übergeben. Außerdem wurden Infobroschüren mit Impfterminen und Pflegetipps für Tierfreunde aufgegliedert in Hund, Katze und Kaninchen angefertigt und eine Homepage für das Partnerunternehmen erstellt. „Ein weiteres Ziel war eine soziale Tätigkeit. Wir waren mit einem Hund im Seniorenzentrum Bärnbach auf Besuch. Insgesamt hat die Arbeit viel Spaß gemacht.“

Viermal Bronze für Emanuel Kern und Matthias Schwarz (links) MOSA IK

Im Medaillenregen

Kürzlich übergab das Projektteam einen Scheck an das Tierheim

KK

LEUTE

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Steinerner Willkommensgruß

Ja zu Tradition und Zukunft

Gemeindebäuerinnentagung in Maria Lankowitz.

Erstes Meisterwelten-Frühstück war erfolgreich.

Ein Stein als Willkommensgeschenk ist etwas ungewöhnlich. „Aber er hält etwas aus und ist beständig. Und das passt gut als Symbol für Stephanie Riedler“, meinte Bezirksbäuerin Martha Hörmann, als sie die neue Kraft in der Bäuerinnenorganisation bei der Gemeindebäuerinnentagung in Maria Lankowitz willkommen hieß. Riedler wird die Aufgaben von Regina Formeier übernehmen, die seit sieben Jahren die Agenden in der Bezirks-

Christian Kornhauser (Silber, Eiskunstlauf), Mario Hammer (Gold im Eiskunst-Paarlauf mit Trainerin Lena Tippel), Ingeborg Bruckner (Bronze, 50-m-Lauf), Karl Sachs (Gold, 1000-m-Sprint) und Walter Grund (Silber, 500-m-Lauf)

GRAZ. Nach vier Bronzemedaillen für das Mosaik-Team strahlt nun auch die Kainbacher Delegation: Zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze wurden bei den Special Olympics 2013 in Südkorea gewonnen. Mit einer hinreißenden Kür holte sich das Unified-Duo Lena Tippel und Mario Hammer die Goldmedaille im Eiskunst-Paarlauf. Im Langlaufen vergoldete sich Karl Sachs über die 1000-m-Sprintstrecke.

kammer geführt hat. Für Kammerobmann Werner Pressler ein positives politisches Zeichen. „Wenn in Zeiten, in denen andere Kammern fusionieren müssen, bei uns eine 40-Stunden-Kraft nachbesetzt wird, ist das ein großer Erfolg.“ Erfolgreich wurde auch die Mediendiskussion im Rahmen der Diskussion aufgenommen. Am Podium: Heike Krusch (Kleine Zeitung), Harald Almer (Woche) und Josef Kaltenegger (Neues Land).

Stephanie Riedler übernimmt die Agenden von Regina Formeier

CESCUTTI

Die Anwesenden waren sich einig. Meisterbetriebe haben Zukunft. „Jene, die mit Herz und Hirn arbeiten, profitieren mit Umsatz und Gewinn“, brachte es Claudia Brandstätter beim Frühstück der Handwerks-Genossenschaft Meisterwelten in Bärnbach auf den Punkt. Viele waren der Einladung von Regionalleiterin Caroline Stramitz gefolgt und konnten sich im Meisterbetrieb von Renate und Martin Zwanzger in Bärnbach

davon überzeugen, dass es kein Widerspruch ist, Traditionen hochzuhalten und gleichzeitig zukunftsorientiert zu sein. Auch WirtschaftskammerRegionalstellenleiter Gerhard Streit betonte, dass nur Regionalität und Heimat Identität stiften können. Dem konnten die zahlreichen Gäste, darunter auch Heidi Zeiringer und Claudia Glawischnig von den Meisterwelten, nur vollinhaltlich zustimmen.

Das Koordinationsteam der Meisterwelten in der Steiermark

ROBERT CESCUTTI

Einbrecherbande G in Graz zerschlagen FASCHINGSNeun Rumänen waren auf Zigarettendiebstahl spezialisiert und das in mehreren Staaten. GRAZ. Eine rumänische Einbrecherbande, die sich auf den Diebstahl von Zigaretten spezialisiert hatte, konnte die Grazer Polizei jetzt zerschlagen. Seit Oktober des Vorjahres hatte das Kriminalreferat umfangreiche Ermittlungen gegen die neun Männer geführt, die zum Teil reisende Täter waren und zum Teil unangemeldet in einem leer stehenden Haus in Graz gewohnt hatten. Telefonüberwachungen und Observationen zeigten rasch, dass die Männer auf Einbrüche in Gaststätten und Zigarettenautomaten spezialisiert waren. Die Beute verkauften sie dann in Graz an andere Rumänen weiter. Doch die Männer dürften auch in Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz in großem Stil als Einbrecher tätig gewesen sein.

„Sogar das Einbruchswerkzeug für die Einbrüche stahlen sie vorher im Baumarkt“, weiß Ermittler Eduard Glas. Neben den Einbrüchen waren mehrere Bandenmitglieder auch als Ladendiebe unterwegs – der Diebstahl von 40 Stangen Salami aus einem einzigen Geschäft war für sie eine Kleinigkeit, zeigten die Ermittlungen der Polizei. Drei Bandenmitglieder wurden wegen besagter Ladendiebstähle bereits zu Haftstrafen verurteilt. Der mutmaßliche Haupttäter (42) und ein ebenfalls 42-Jähriger, der für den Verkauf der Beute zuständig war, wurden in der Nacht auf Dienstag von einer Hundestreife geschnappt, als sie gerade einen Imbissstand in der Plabutscher Straße ausräumen wollten. DANIELE MARCHER

PARTY

12. Februar 2013, von 14 bis 24 Uhr im Bermuda - Dreieck

Für ausgelassene Stimmung sorgen Live-Musik von Egon 7 und DJ Greogor Adamek. TER INFOS UN WEITERE .AT/FASCHING NG INEZEITU WWW.KLE


22 | STEIERMARK IHRE MEINUNG

„Ich habe in die Qualität unserer Lebensmittel vollstes Vertrauen“ Der Pferdefleischskandal beunruhigt die steirischen Konsumenten bisher nicht. Helmut Gugerbauer (78), Pensionist, Graz: Eigentlich kauft ja eher meine Frau ein, aber wir diskutieren da über so einen Skandal nicht lange, weil wir uns mit den heimischen Waren, dem Handel in Österreich und den Kontrollen bei uns sehr sicher fühlen. Ich denke bei uns könnte so ein Skandal nur schwer passieren.

Sabrina Friedmann, 23, Angestellte, Studenzen: Dass so etwas passieren kann, ist eine Frechheit. Aber man muss sich nur die Inhaltsstoffe in Fertigprodukten durchlesen, da weiß man sowieso nicht, was man isst. Aus diesem Grund versuche ich selbst zu kochen oder bestelle in der Pizzeria meines Vertrauens.

Martin Lipscha (37), technischer Angestellter, Graz: Wenn man solche Meldungen über den Pferdefleischskandal liest, denkt man schon nach. Aber ich drehe jetzt beim Einkaufen nicht jedes Paket drei Mal um und lese die Inhaltsangaben. Ich hab eigentlich viel Vertrauen und keine Angst. Ich denke bei uns sind die Waren zu 99,5 Prozent in Ordnung. REITBAUER, GANGL, K.K. (2)

Bernhard Schlagbauer, 53, Versicherungsagent, Obertiefenbach: Mich berührt der Pferdefleischskandal überhaupt nicht, da ich in die Qualität unserer Lebensmittel und zugleich auch in die österreichischen Lebensmittelkontrollen vollstes Vertrauen habe. Den Einkauf unserer Lebensmittel erledigt meine Gattin und dabei kann ich mich auch auf Qualität verlassen.

STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 15. FEBRUAR 2013

Jetzt wird auch bei uns das Fleisch geprüft Nachdem sich der Pferdefleischskandal auf Deutschland ausgeweitet hat, nehmen Experten hierzulande Fertigprodukte unter die Lupe. Kritik an mangelnder Kennzeichnung wächst.

Pferdefleisch in den Tiefkühlprodukten von Findus löste den Skandal in England aus. Steirische Konsumenten sind nicht verunsichert, sagt der Handel

BERND HECKE, GÜNTER PILCH

er von Irland und Großbritannien ausgehende Skandal um Pferdefleisch in Fertiggerichten rückt Österreich immer näher. Nachdem die deutsche Supermarktkette Real am Mittwoch Pferdefleisch in Tiefkühllasagne entdeckt hatte, meldete gestern auch Edeka kontaminierte Produkte. In Österreich hat Gesundheitsminister Alois Stöger vorsorglich DNA-Tests bei Fertigprodukten angeordnet. Die ersten Proben gingen gestern bei der Gesundheitsagentur Ages ein. Mittels Erbgutvergleichs können die Experten bestimmen, ob sich Pferdefleisch in die Produkte geschummelt hat. Gesammelt werden die Stichproben von den Lebensmittelauf-

D

IMAGO, BIG SHOT

sichtsbehörden der Länder direkt in den Supermärkten. In der Steiermark wurden bereits sechs Proben gezogen, bestätigt Johannes Hödl, Sprecher von Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder: „Die Tiefkühllasagne, bei der in England Pferdestatt Rindfleisch verarbeitet worden war, gibt es bei uns ja nicht. Wir haben also möglichst ähnliche Produkte zur Überprüfung herangezogen.“ Die Ergebnisse erwartet man aber nicht vor Mitte nächster Woche, da derzeit die

I INTERN

Kahlschlag bei Schulinspektoren Schulverwaltung: In der Steiermark soll stärker gestrichen werden. ildungsverwaltungsreform“ nennt sich der Plan. Das klingt nach zäher Arbeit. Über die Umsetzung verhandeln die Ministerinnen Johanna Mikl-Leitner (VP) und Claudia Schmied (SP) mit den Landeshauptleuten Hans Niessl (SP, Burgenland) und Josef Pühringer (VP, Oberösterreich). Eine Arbeitsgruppe hat ein Verhandlungspapier entworfen, im Oktober hatte man sich dann

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grundsätzlich darauf geeinigt, die Behörde Bezirksschulrat samt politischer Kollegialorgane zu streichen und die Aufgaben an die Landesschulräte zu übertragen. Auch die Zahl der Bezirksschulinspektoren soll reduziert werden – und das sorgt jetzt in der Steiermark für Unmut. Denn: 20 Prozent der Inspektoren sollen österreichweit gestrichen werden, berichtet ein In-

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 15. FEBRUAR 2013

sider, in der Steier23 Bezirksschulinspektoren sind in der mark seien es jedoch 35 Prozent. Offiziell Verhandelt mit Ländern Steiermark tätig, ihre bestätigen will dies über Reform: Claudia Anzahl zu verringern, mit Verweis auf die Schmied APA/FOHRINGER würde mit den BeVerhandlungen niezirksfusionen zusammand. Auch der Landesschulrat menpassen. Befürworter der will dies nicht kommentieren. Kürzungen meinen, in der SteierAus dem Büro Pühringer heißt es mark gebe es im Verhältnis derlediglich, es gebe „unterschiedli- zeit mehr Bezirksschulinspektoche Verwaltungsgrößen“. Doch ren als in anderen BundeslänKämpfe sind vorprogrammiert. dern. SONJA HASEWEND

Lebensmittelkontrollen in den Gastrozelten der Ski-WM in Schladming vorgehen. Hödl: „Die Labors sind ausgelastet. Und wir haben verschiedene Dringlichkeitsstufen.“ Nachdem es sich beim Pferdefleisch nur um falsch deklarierte Ware drehe, aber davon keine akute Gesundheitsgefährdung ausgehe, hätten diese Analysen keine Priorität. Gerhard Wohlmuth, Handelsobmann in der Wirtschaftskammer, spürt keine Verunsicherung unter Konsumenten: „Unsere Handelsbetriebe haben sich bei den Zulieferern rückversichert. Wir haben kein falsch deklariertes Fleisch in den Regalen.“ Der Handel unterstütze auch Maßnahmen, die die Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln noch transparenter mache. Erst ab 2014 muss in der EU die Fleischherkunft auch in Fertigprodukten gekennzeichnet werden. Aber nur, so der Fleischanteil über 50 Prozent liegt. Das ist Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski zu wenig: „Wir treten für eine lückenlose, verpflichtende Herkunftskennzeichnung ein.“ Er hofft, dass der Skandal da auf EUEbene etwas in Bewegung bringt. Und betont: „Auch bei Fertigprodukten garantiert das AMA-Gütesiegel, dass 100 Prozent österreichisches Fleisch drinnen ist.“

E U -W E I T E E R M I T T LU N G E N

Erste Festnahmen im Pferdefleisch-Skandal

Teil

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ROTHSCHÄDL KACHELÖFEN & FLIESEN:  meisterwelten.at

Festnahmen in England, Fleischverarbeiter in Frankreich verliert Lizenz, EU reagiert rasch. LONDON, PARIS. Drehte es sich bisher nur um Betrug und möglichen Etikettierungsschwindel, tauchten gestern Verdachtsmomente auf, dass beim Pferdefleischskandal doch auch eine Gesundheitsgefährdung vorliegen könne. In London schlug die Lebensmittelaufsicht Alarm, dass das Fleisch von drei Rennpferden in die Nahrungskette gelangt sein könnte, die das Schmerzmittel Phenylbutazon gespritzt bekommen hatten. Die Arznei weise für Menschen ein geringes gesundheitliches Risiko auf, hieß es. Am Abend gab es vorerst Entwarnung aus Frankreich: Das belastete Fleisch konnte dort ausfindig gemacht werden. Es sei nicht in der Nahrungskette gelandet und werde vernichtet, sagte Frankreichs Landwirtschaftsminister Stephan Le Foll, der eine zweite Affäre ortete.

Im Skandal um den Etikettierungsschwindel hat die Regierung in Paris mit der Firma Spanghero einen Schuldigen ausgemacht. Die Firma habe gewusst, dass sie Pferde- als Rindfleisch verkauft habe, teilte Verbraucherminister Benoît Hamon mit, ihr werde mit sofortiger Wirkung die Zulassung zur Fleischverarbeitung entzogen. Am Abend vermeldete die Polizei in Großbritannien nach Durchsuchung zweier englischer Fleischverarbeitungsbetriebe die ersten drei Festnahmen wegen Betrugsverdachts. In der EU läuft indes die Debatte um verschärfte Kontrollen und eine erweiterte Kennzeichnungspflicht für die Fleischherkunft an. Schon heute könnten bei einem Krisengipfel DNA-Tests für verarbeitetes Rindfleisch beschlossen werden.

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28 | SÜDOSTSTEIER WAS, WANN, WO? DIENSTAG, 12. 2. BAD RADKERSBURG. Sprechtag der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Bezirksbauernkammer, 8 bis 12 Uhr. BAD RADKERSBURG. Faschingsumzug. Hauptplatz, 13 Uhr. BAD RADKERSBURG. Flower-PowerSchlager-Party und Konzert mit „Styrina“. Vitalhotel Parktherme, 20.30 Uhr. BAIRISCH KÖLLDORF. Faschingsparty mit Musik. Thermenlandhalle, 14 Uhr. BREITENFELD. Faschingsausklang. Rüsthaus St. Kind, 14 Uhr. FEHRING. Faschingsumzug. Start: Fa. Gady, 13 Uhr. Pura Energia live – Samba-Rhythmen am Hauptplatz, 15 Uhr. Gschnas in der Beisl-Passage, 17 Uhr. FEHRING. Faschingsfest mit Musik. Sonnenhof, 14 Uhr. FELDBACH. Faschingsumzug mit Prämierung (15.30 Uhr) und Musik. Hauptplatz, 14 Uhr. FELDBACH. Kinderfaschingsfest mit Clown und Zauberer. Volkshaus, 15 Uhr. FELDBACH. Hausball vom Brauchtumsverein Alm. GH Kleinmeier, 17 Uhr. GNIEBING-WEISSENBACH. Kinderfaschingsdisco der Dorfgemeinschaft. GH Schwarz, Paurach, 14 Uhr. HALBENRAIN. Kinderfasching. GH Wagner, 14 Uhr. KIRCHBACH. Kinderfasching. Kirchbacher Halle, 14 Uhr. RIEGERSBURG. „Swinging 50’s Party“ von Frau in der Wirtschaft. Livemusik mit Oswald und Josef. Seehaus, 14 Uhr. STAINZ/STRADEN. Seniorentreff. Marktgemeindeamt, 13.30 Uhr. STRADEN. Kinderfasching. Kulturhaus, 13 Uhr. ST. STEFAN/R. FaschingsdienstagUmzug mit spaßigen Wägen. Start: Eurospar Riedl, 13.30 Uhr. TRAUTMANNSDORF. Faschingsausklang. Trauteum, 13 Uhr.

WIR GRATULIEREN Franz Frisch, Berndorf 11, Kirchberg, zu seinem 91. Geburtstag. Josefa Kaufmann, Lugitsch 31, Jagerberg, zu ihrem 88. Geburtstag. Maria Wilfling, Stückelberg 24, Lödersdorf, zu ihrem 88. Geburtstag. Albert Obendrauf, Perlsdorf 58, Gnas, zu seinem 85. Geburtstag. Maria Riedrich, Hart 1, Straden, zu ihrem 82. Geburtstag. Magdalena Eder, Maxendorf 48, Kirchbach, zu ihrem 78. Geburtstag.

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 12. FEBRUAR 2013

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KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 12. FEBRUAR 2013

ZUR VERANSTALTUNG

Gewalt gegen Frauen ein Ende setzen

Die Stadt Fürstenfeld ist einer

Am 14. Februar treffen sich Frauen in 197 Ländern zu Flashmobs, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Auch in Fürstenfeld. weltweit eine Milliarde Frauen aufstehen, tanzen und streiken ine Milliarde Frauen (oder und so miteinander gegen Gewalt jede dritte Frau der Welt) ankämpfen. „Jede Form, die wird im Laufe Weiblichkeit diskreihres Lebens vergeditiert, muss gewaltigt oder gestoppt werden“, forschlagen. Um dieser dert Rodler. Gewalt ein Ende zu Wichtig ist ihr dasetzen, zeigen sich bei zu betonen, dass Frauen und Mädsich die Protestaktichen aus 197 Länon nicht auf Transdern der Erde am parente oder wütenDonnerstag im Rahde Gesichter stützt. men der Aktion Marion Ritz-Valentin ist Ziel sei es vielmehr, „One Billion Rising“ eine der Initiatorinnen stopp zu Gewalt zu solidarisch und sagen, „ohne Nachkommen zu Flashmobs zusam- sicht und Kompromisse“, wie sie men. Einer der weltweiten Treff- erklärt. punkte ist Fürstenfeld, wo alle Frauen und Mädchen um 17 Uhr Kraft und Weiblichkeit am Hauptplatz willkommen sind. Wie viele Menschen in Fürsten„Es geht darum feld zusammenkomunsere Stärke zu zeimen, kann Rodler gen, nicht darum, schwer abschätzen. die Männer zu ver„Ich wünsche mir, teufeln“, erklärt Andass Hunderte komgelika Rodler, die die men, um ihre SoliAktion gemeinsam darität zu zeigen“, mit Marion Ritz-Vasagt sie. Dafür hat lentin in Fürstenfeld sie selbst schon viel initiiert. Sie betont: Angelika Rodler hofft auf Mundpropaganda „Männer sollen viele Teilnehmerinnen betrieben. „Ich habe nicht zu Tätern abvor allem auch viele gestempelt werden. Ganz im Ge- Jugendliche angesprochen, um genteil. Sie sollen mit ins Boot ge- sie zum Kommen zu motivieren“, holt werden.“ Ziel ist es, dass erzählt Rodler. SUSANNE PREISS

E

Jede dritte Frau ist im Laufe ihres

Lebens mit Gewalt konfrontiert. Mit Flashmobs soll am 14. Februar darauf aufmerksam gemacht werden ANZEIGE

Männer sollen nicht zu Tätern abgestempelt werden. Ganz im Gegenteil. Sie sollen mit ins Boot geholt werden.

MEISTERFRÜHSTÜCK BEI TRACHTEN TRUMMER IN ST. PETER AM OTTERSBACH

Ganz traditionell und meisterhaft in den neuen Tag Christine und Heinz Trummer fertigen nicht nur echte Trachten – sie erwecken auch längst vergessene Trachten zu neuem Leben.

◆ Ihr Trumpf ist die Vielfalt: Christine und Heinz Trummer (re.) bieten alles, was zur Tracht und Trachtenmode gehört IKARUS (2)

Angelika Rodler, über die Aktion „One Billion Rising“

In Fürstenfeld haben sich Angelika Rodler und Marion RitzValentin für den Flashmob zusätzlich noch etwas Besonderes einfallen lassen: Jede Teilnehmerin soll etwas Rotes anhaben. „Und wenn es nur ein Halstuch ist“, meint Rodler und erklärt auch die Absicht dahinter: „Rot ist die Farbe der Kraft und Weiblichkeit. In dem jeder etwas in dieser Farbe trägt, können wir ein zusätzliches Zeichen setzen“, sagt sie.

Heute ab 12 Uhr buntes FASCHINGSTREIBEN am Hauptplatz, ab 14 Uhr FASCHINGSUMZUG

ab 15:30 Uhr

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APA/TECHT; KK (2)

von insgesamt 17 Orten in Österreich, wo ein Flashmob veranstaltet wird. Nähere Informationen zur Aktion sind im Internet unter www.onebillionrising.de zu finden. Mehr über die konkrete Veranstaltung in Fürstenfeld erfährt man auch auf Facebook unter One Billion Rising - Fürstenfeld/ Steiermark/Austria. Im Anschluss an den Flashmob, der bei der Mariensäule am Hauptplatz stattfindet, sind alle herzlich zu einem Kennenlernen und einem Austausch ins „Elysia“ eingeladen. Der Flashmob selbst wird um 17 Uhr beginnen und dauert eine Stunde. Im „Elysia“ findet um 19.30 Uhr ein Konzert von Marion Ritz-Valentin statt. Es steht unter dem Motto „Frauen- und Liebeslieder“. Auch Männer sind dabei willkommen.

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it Erzherzog Johann hat alles angefangen, denn er machte die steirische Tracht salonfähig. Christine und Heinz Trummer schneidern Trachten mit dokumentierter Vergangenheit: Ihre Quellen sind volkskundliche Unterlagen. In höchster Handwerkskunst entstehen bei Trachten Trummer Stücke mit Charakter, die passgenau auf die Persönlichkeit ihrer Träger gefertigt werden. Besonders stolz sind die Trummers daher auch auf ihre ANZEIGE

Kunden, denn sie tragen ein Stück Volkskultur. Außerdem finden Kinder, Damen und Herren bei Trachten Trummer alles, was zur Tracht gehört – ob der passende Schuh, der geeignete Hut, der richtige Schmuck oder die dazu gehörende Unterwäsche! Auch für Musikvereine wird jede Schneiderleistung geboten – von der Skizze über den Prototyp bis hin zur Fertigung. NÄHERE INFOS: www.trachten-trummer.at

DAS MEISTERFRÜHSTÜCK Frühstücken Sie mit den Meisterinnen und Meis­ tern der ­Meisterwelten Steiermark – allen voran Obfrau Heide Zeiringer, selbst Meisterin und Energiepionierin aus Murau. Im Fokus steht die bmm-Studie „Gewerbe und Handwerk – der stei­ rische Weg ins Jahr 2020 und danach“. Donnerstag, 14. Februar 2013, 9.30–11 Uhr, Trachten Trummer, St. Peter/Ottersb. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Hand­ werks-Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. So werden für die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative Werbelösungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www. meisterwelten.at Nächstes Meisterfrühstück: 14. März 2013, Steinmetz Kala, Scheifling.

UNTERSTÜTZT VON


REPORT

REPORT

Qualität aus Meisterhand. Echt.Gut. Als branchenübergreifendes Netzwerk für qualitätsorientierte Meisterbetriebe aus der ganzen Steiermark wurde sie aus der Taufe gehoben – über 30 Betriebe aus 16 Sparten haben sich der ersten Handwerks-Genossenschaft mittlerweile angeschlossen. Aber nur wer Meisterqualität liefert, kann auch Mitglied der Meisterwelten sein.

Wort und Bild: Meisterwelten

D

ie Meisterwelten unterstützen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder mit sinnvollen Kooperationen, bündeln die Leistungen in Werbung und garantieren damit regionale Stärkung und wirtschaftlichen Erfolg. Das gelingt mit unternehmerischen Initiativen und konsequenter Arbeit in den Regionen unter der gemeinsamen Marke. Dafür sind ein Vorstand, von den Meisterbetrieben selbst geleitet und geführt, eine Koordinatorin für die gesamte Steiermark und sechs regionale Projektleiter/innen vor Ort im Einsatz. Für jeden Betrieb gibt es ein maßgeschneidertes Starterpaket – bestehend aus, unter anderem, einem Unternehmenstext und einer professionellen Fotostrecke. In Kooperation mit dem Studiengang „Innovationsmanagement“ der FH campus 02 bekommt jedes Mitglied seinen persönlichen InnovationsCheck, der dabei hilft, betriebseigene Potenziale für den Markt zu erkennen. „Außerdem initiieren und koordinieren wir weitere Aktivitäten wie etwa die gemeinsame Präsentation der Betriebe im Buch der Meister. Darüber hinaus schlagen die Mitglieder selbst Maßnahmen vor“, so Heide Zeiringer, Obfrau der Meisterwelten, selbst Meisterin und Energiepionierin aus Murau.

Wild auf Wild

Steirische Wildspezialitäten Strohmeier Coloman Strohmeier arbeitet ausschließlich mit Freiwild aus heimischen Wäldern. Und das schmeckt man: Denn seine veredelten Wildspezialitäten haben einen besonders zarten Geschmack. Dafür sind die langen Trocknungszeiten auf einer Alm, die Verwendung von frischen Gewürzen und die kreativen Rezepte verantwortlich.

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Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Europäischen Union, Europäischer Fonds zur Förderung der Entwicklung des Ländlichen Raums, Schwerpunkt LEADER

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Ein Streifzug durch die Meisterwelten

„Tradition ist den Meisterwelten wichtig, trotzdem arbeiten sie zukunftsorientiert“ Heide Zeiringer, Obfrau der Meisterwelten

~ Rettl

1868 ~

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28 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 8. FEBRUAR 2013

Mehr Steirer hüten die Betten GRAZ. Von 3769 auf 4218 Fälle binnen einer Woche: So gestiegen sind die Krankmeldungen wegen grippaler Infekte und echter Grippe bei der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse. Ob damit der Höhepunkt der Grippewelle schon erreicht ist, wagt der ärztliche Leiter Reinhold Pongratz nicht vorherzusagen. International betrachtet sind die Zahlen in Dänemark, den Niederlanden etc. rückläufig. Beruhigend: Der hierzulande meistdiagnostizierte Virustyp „ist nicht aggressiv“. Auch von den Fallzahlen her ist 2013, so Pongratz, bisher kein außergewöhnliches Jahr. Stichwort Vorsorge: Der Primar rät, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu einer gesunden, vitaminreichen Ernährung.

Bettruhe, unfreiwillig: Bei der Gebietskrankenkasse sind 4218 Steirer mit Grippe und grippalen Infekten gemeldet FOTOLIA

Teil

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BAUER OPTIK:  meisterwelten.at

Nach Bluttat: Zwei Afghanen verhaftet Mordgruppe des Landeskriminalamtes konnte die mutmaßlichen Täter rasch ausforschen.

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Für den optimalen Durchblick Armin Bauer hat einen ganz besonderen Anspruch an sein Handwerk: die Lebensqualität seiner Kunden zu steigern. Das gelingt ihm mit exakter Handarbeit bei Brillen, Kontaktlinsen und Sehhilfen – sein Service ist stark, seine Lösungen persönlich. INFO: www.meisterwelten.at/ armin-bauer

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GRAZ. Obwohl insgeIm Zuge dieser AusEiner der samt rund 30 Persoeinandersetzungen nen an der blutigen Festgenommesei es zu gegenseitiAuseinandersetgen Ehrenverletzunnen hat zugezung zwischen Afgen gekommen, so die beiden Verdächghanen und Tschet- stochen, der tigen bei der Einverschenen in Graz be- andere zugeteiligt waren, konnnahme. Dienstagabend habe man mit ten der Messerste- schlagen. den Tschetschenen cher und ein Komplize, der mit einem Hubert Miedl, abrechnen wollen. Schlagring bewaff- LKA-Mordermittler Die Aktion sei genet war, rasch ausgeplant gewesen. „Möglicherweise waren noch forscht werden. Es handelt sich um zwei Afghanen, 19 und 23 Jah- andere Gründe ausschlaggebend, re alt. Der 19-Jährige gab zu, dass die Lage derart eskaliert war. Dienstagabend in der Vorbeck- Diesbezüglich ermitteln wir gasse einen 26-jährigen Tschet- noch“, meint Hubert Miedl, schenen auf offener Straße nie- Mordermittler des Landeskrimidergestochen zu haben. Der 23- nalamtes, ohne näher darauf einJährige hat mit seinem Schlag- gehen zu wollen. Wie die Kleine Zeitung unmitring zugedroschen. Wie berichtet, gibt es in Graz telbar nach der Tat erfahren hatschon seit einiger Zeit eine Fehde te, dürfte es im Hintergrund um zwischen afghanischen und den Drogenverkauf gehen. HANS BREITEGGER tschetschenischen Asylwerbern.

Airpower wird um 90 Minuten pro Tag gekürzt Einsparungen erfordern eine kürzere Flugzeit.

GRAZ FREITAG, 8. FEBRUAR 2013, SEITE 29

MICHAEL SARIA

Wohl bekomm’s

L

Sie blinkt wieder, die Kunsthausmedienfassade: Die Wartung tat ihr gut. Siehe Vorher-/Nachher-Bilder oben

UMJ (3)

Mit mehr Strahlkraft Der „Winterschlaf“ der Kunsthausmedienfassade ist vorüber. Defekte Röhren wurden gewechselt und die EDV im Jubiläumsjahr modernisiert. THOMAS ROSSACHER

ZELTWEG, GRAZ. Die Planungen für die Airpower 2013 seien in vollem Gange. Man habe bereits etliche informelle Zusagen von Teilnehmern aus dem europäischen Raum und darüber hinaus, sagte der mit der Abwicklung befasste Brigadier Karl Gruber am Donnerstag. Die Flugshow am 28. und 29. Juni auf dem Fliegerhorst Zeltweg müsse aus organisatorischen und auch aus Einspargründen um eineinhalb Stunden täglich gekürzt werden, was eine tägliche Showzeit von 9 bis 17 Uhr ergibt. Bei wetterbedingten Verzögerungen rechne man mit einem Ende des täglichen Programms bis etwa gegen 18.00 Uhr, sagte Gruber. Definitive Aussagen über die Teilnehmer könne man erst Mitte bis Ende März machen. Das Bundesheer will erstmals auch die Landstreitkräfte präsentieren – etwa mit den Kampffahrzeugen Ulan und Leopard.

KOMMENTAR

chon bemerkt? Die Kunsthaushaut (korrekt: Bix-Medienfassade) erhellt wieder die Nacht. Seit dem im Dezember ausgerufenen Winterschlaf hat man jenes System, über das die 925 Leuchtstoffröhren gesteuert werden, überholt. Die Strahlkraft konnte erhöht werden. Zum Neustart kommandieren die Kreativen Martin Kern und Georg Kettele die „Big Pixel“ (Bix).

S

An der Medienfassade wurde in zwei Etappen gearbeitet, verrät Christoph Pelzl vom Universalmuseum Joanneum. „Im September vorigen Jahres haben unsere Techniker gemeinsam mit einer Schweizer Fachfirma die Fassade gewartet.“ So hat man „die defekten Lampen gewechselt und die Dachrinne gereinigt, weiters die Temperatur- und Lichtsensoren getestet und die defekten Teile ausgetauscht“, weiß Pelzl. Bemerkenswert: In der zehnjährigen Kunsthausge-

schichte „mussten nur 50 Leuchtstoffröhren ausgetauscht werden“, erzählt Joanneumsdirektor Wolfgang Muchitsch. Die Fassade erhält alle drei Jahre ein Service. „Wenn zentrale Elemente defekt sind, werden sie natürlich sofort ausgetauscht.“ Freilich ist es aufwendig, wenn die Platten der Außenhaut abmontiert werden und die Techniker mit Hebebühnen zu den Röhren befördert werden müssen. In den vergangenen Wochen stand das Softwaresystem im ANZEIGE

Mittelpunkt von Wartungsarbeiten. „Es wurde gemeinsam mit dem Künstler John deKron gewartet und aktualisiert“, skizziert Pelzl das, was PC-Benutzer mit „neu aufsetzen“ beschreiben. Der Aufwand hat sich jedenfalls gelohnt, wie die ersten Vorher-/Nachher-Bilder der Technik (siehe oben) zeigen. In nächster Zeit bespielen Kentari Taki, Manuel Knapp und Janez Jansa die Bix-Fassade. Im Kunsthaus selbst wird am 15. Februar ein großes Kinderfest gefeiert.

etztlich ist es ein Cocktail, der Graz aus- und so gut macht. Nein, nix Alkoholisches. Gemeint ist diese Mischkulanz aus Tradition und Moderne, aus Routine und Neugier, aus „Warum etwas ändern, das funktioniert?“ und „Wie wäre es einmal damit?“. Das spiegelt sich auch in der Gastro-Szene wider – und im Programm des „GenussSpektakels“ (S. 30/31). Der Bierrundgang ist genauso dabei wie das feine Diner. Und das Steirische Frühstück gesellt sich mir nichts, dir nichts zum Genuss-Ball. Aber auch die Grazer Hauptdarsteller am Herd tischen die ganze Palette vom Routinier bis zum wilden Hund auf. Und die jungen Köche würzen nicht bloß mit frechen Sprüchen, sondern mit einem in mühsamen Stunden gelernten und mit Hauben gekrönten Können. ieser Cocktail mundet. Buchstäblich.

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM... . . . heißen die gebogenen Meter in der Grazer Innenstadt ausgerechnet „Stempfergasse“? ANTWORT: Dies ist die erste nach einem Bürger bezeichnete Gasse in Graz. 1562 erscheint erstmals der Name Stempfergasse, benannt nach Marx Ste(ä)mpfer, 1545 Stadtrichter, 1546 Bürgermeister von Graz. Er besaß das Eckhaus am Eingang zur Herrengasse Nr. 9. Aus dem Buch „Grazer Straßennamen. Herkunft und Bedeutung“ von Karl A. Kubinzky und Astrid M. Wentner Wissen, warum: Kleine-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort. Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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26 | WESTSTEIER NOTDIENSTE ÄRZTE/KRANKENHAUS Die Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte im Bezirk Voitsberg erfahren Sie telefonisch unter der Kurzwahl 141. LKH Voitsberg: Tel. (03142) 201. Krankentransporte: 148 44 (ohne Vorwahl) Rotes Kreuz Notruf: 144 Vergiftungs-Informationsbüro: Tel. (01) 40 64 343

TELEFONSEELSORGE Die steirische Telefonseelsorge erreicht man unter der Kurzwahl 142.

HOSPIZ-TEAM Sterbe- und Trauerbegleitung durch ehrenamtliche Mitarbeiter, Tel. 0664-948 78 33.

SUCHTBERATUNG BAS-Suchtberatung, Voitsberg, Schillerstraße 19, montags von 9 bis 16 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 0507900 4500, sind allerdings unbedingt notwendig.

HEBAMMEN-HOTLINE Die 24-Stunden-Rufbereitschaft der Hebammen ist unter Tel. 0664-910 80 00 erreichbar.

KINDER Flexible Kinderbetreuung „kunterbunt“, Voitsberg, Thalleinstraße 18, für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren. Geöffnet von 7.30 bis 14 Uhr. Tel. 0664-855 05 75.

Leckereien und Lektüre Die Meisterwelten laden zum ersten Frühstück in die Südweststeiermark und werden noch im heurigen Jahr ein Buchprojekt realisieren. HEIKE KRUSCH

er Meister lebt nicht vom Handwerk allein. Um qualitative Handwerksbetriebe zu unterstützen, wurden im April des Vorjahres die Meisterwelten Steiermark aus der Taufe gehoben. Mehr als 30 Betriebe sind seitdem der Genossenschaft beigetreten, die sich nicht nur für eine gemeinsame Vermarktung, sondern vor allem für eine gemeinsame innovative Weiterentwicklung der Betriebe einsetzt. Am 7. Februar geht die Genossenschaft einen Schritt weiter. Bei Blüten, Flair und Bindekunst Zwanzger in Bärnbach findet das erste Meisterfrühstück in der Region Südweststeiermark statt. „Eingeladen sind alle interessierten Handwerksbetriebe, die sich bei der Veranstaltung kostenlos und unverbindlich informieren können“, sagt Caroline Stramitz, regionale Projektleiterin für den Bereich Südweststeiermark. Neben der Obfrau der Meisterwel-

D

ten, Heide Zeiringer, wird auch Claudia Brandstätter vom bmm marketing einen Vortrag über eine Trendstudie zum Thema „Zukunft Handwerk“ vorstellen. Auch ein neues Projekt wird präsentiert„Im Herbst wird das Buch ‘Wie wir leben wollen. Handwerk mit Hingabe’ erscheinen.“ Darin werden Meisterweltenbetriebe vorgestellt. „Es soll aber auch ein Sachbuch sein, dass eine Anleitung gibt, wie man sein Leben mit handgemachten Dingen bereichern kann.“ Platz im Buch gibt es aufgrund der Produktionszeit nur für Betriebe, die bis März der Genossenschaft beitreten.

MEISTERFRÜHSTÜCK Das erste Meisterfrühstück für

die Südweststeiermark findet am Donnerstag, 7. Februar, von 9.30 bis 11.00 Uhr bei Blüten, Flair und Bindekunst Zwanzger in Bärnbach statt. Details: www.meisterwelten.at Gastgeber Renate und Martin Zwanzger KRUSCH

Der introvertierte Gentlemen mit dem leichten Hang zum Anhalten

AKZENTE Beratungs- und Servicestelle für Frauen. Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 14 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr Voitsberg, Bahnhofstraße 20, Tel. (03142) 93 030.

Babsi Koitz und Rudi Roubinek alias Seyffenstein proben für Dancing Stars fleißig den langsamen Walzer.

FRAUENHAUS Das Frauenhaus in Graz ist unter Tel. (0316) 42 99 00 erreichbar.

FAMILIE Familien- und Erziehungsberatung sowie Psychotherapie, Voitsberg, Eltern-Kind-Zentrum, Josef-Radkohlstraße 16, Tel. 0676-874 22 605. Um rechtzeitige Terminvereinbarung wird ersucht.

LANDWIRTSCHAFT Bäuerliches Sorgentelefon, Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 8.30 bis 12.30 Uhr, Tel. 0810-676 810 (zum Ortstarif).

KLEINE ZEITUNG MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2013

Bei den ersten Proben: Rudi Roubinek und Babsi Koitz ORF/ SCHAFLER

BÄRNBACH/ WIEN. Nach drei Musikern (Udo Wenders, Uwe Kröger und Marco Ventre) tanzt Babsi Koitz bei Dancing Stars 2013 – die erste Ausstrahlung wird am 1. März gesendet – mit dem Schauspieler Rudolf Roubinek, vor allem bekannt in seiner Rolle als Seyffenstein bei der Satiresendung „Wir sind Kaiser.“ Und schon nach den ersten eineinhalb Probewochen ist Koitz beeindruckt: „Roubinek hat vor zig Jahren einmal einen Tanzkurs gemacht. Sonst hat er kaum Tanzerfahrung. Aber er arbeitet sehr fleißig und ist sehr konzentriert bei der Sache.“

Aus dem Fernsehen kennt man Roubinek ja als den Ruhigen mit dem bissigen Humor. „Und das stimmt schon. Der Extrovertierte ist er nicht.“ Aber er könne über sich lachen. „Und er kommentiert immer mit, was er macht.“ Für die erste Sendung wird zum Lied „Blue Velvet“ gerade ein langsamer Walzer geprobt. „Also wir steigen die Schritte durch“, lacht Koitz, die glaubt, dass der langsame Walzer ein guter Einstiegstanz ist. „Roubinek ist ein Gentlemen. Da passt der langsame Walzer. Und es ist auch ein Tanz, bei dem man sich ein bisschen anhalten kann.“

STEIERMARK | 27

KLEINE ZEITUNG MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2013

Fohlen ist die neue Liebe von „Kaiser Franz“ Mit staksigen Bocksprüngen eroberten die Lipizzanerfohlen bei der Eröffnung der Ski-WM die Herzen des Publikums. ANDREA KRATZER

ie haben noch nicht einmal einen Namen, und dennoch die Herzen von rund 30.000 Besuchern im Ziel-Stadion und von unzähligen Zuschauern vor den TV-Geräten erobert: die heuer erst geborenen „LipizzanerMädchen“ der Stuten Alma und Gradita. Und sie haben noch etwas gemeinsam, nämlich prominente Paten. Ski-Kaiser Franz Klammer hat sich in Schladming in das Fohlen von Gradita verliebt und eine Patenschaft übernommen. Die Tochter von Alma war bereits zuvor an die Kleine Zeitung vergeben.

S

Mit ihren ungelenken Sprüngen und staksigen Ausreißern weg vom „Rockzipfel“ der Mutterstuten sorgten die Fohlen für Heiterkeitsausbrüche und stahlen so manchem Ehrengast die Show. Außerdem wurden sie von den Superstars Arnold Schwarzenegger und Hermann Maier

angekündigt. Gestern kehrte für die edlen Vierbeiner aus Piber der Alltag ein. Nach dem Abbau der Stallboxen im Parkhaus wurde die Heimreise angetreten. „Wir haben nur positive Reaktionen bekommen. Es hat alles gut geklappt, weil brave, unkomplizierte Pferde mit waren“, lobte Obergestütsmeister Harald Neukam. Michaela Pfleger freut sich schon auf den Besuch von Franz Klammer, der demnächst nach Piber kommt, um die Patenschaft offiziell zu übernehmen. Erfreut zeigte sich auch Elisabeth Gürtler: „Dass sich die Pferde aus Piber so toll präsentiert haben, ist der Vorarbeit unserer Leute zu verdanken, die wochenlang geübt haben, um die Fohlen an Halfter und Lärm zu gewöhnen.“ Der Hengst kam übrigens nicht aus der Hofreitschule. „Das Pferd ist als Vierjähriger in Piber verkauft worden. Wir haben einen Auftritt auf so kleiner Bühne abgelehnt“, so Gürtler. Tierisch gut: der Auftritt der Lipizzaner bei der Ski-WM in Schladming. Die Patenfohlen von Franz Klammer und Kleiner Zeitung begeisterten VOTAVA, GEPA (2)


24 | SÜD & SÜDWEST IMMER

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 5. FEBRUAR 2013

18Millionen für neuen Spar-Markt „

AM BALL

Fesch. Die Gäste unterhielten sich – großteils in Tracht – blendend beim Silberberg-Ball PACHERNEGG (3)

Millionen Euro - der Handelsriese Spar investiert kräftig in Deutschlandsberg. Bis zum heurigen Spätherbst wird in der Frauentalerstraße ein neuer Interspar errichtet. Am kommenden Donnerstag erfolgt der Spatenstich, zu dem

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Kompetent. Die Weinhoheiten Simone, Cornelia und Franziska

Es ist eine große Ehre für uns, dass Spar Deutschlandsberg ein gewisses Potenzial zutraut.

In Deutschlandsberg wird heuer ein neuer Interspar errichtet. Diese Woche erfolgt der Spatenstich, im Spätherbst ist die Eröffnung geplant. 50 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. THOMAS WIESER

Stolz. Gastgeber Silberberg-Direktor Anton Gumpl mit Gattin Renate

Weinbaufachschule Silberberg lud zum Abschlussball. LEIBNITZ. 1500 bestens gelaunte Gäste, musikalische Unterhaltung, kulinarische Schmankerl und edle Tröpferl – und mittendrin die 26 angehenden Absolventen der Weinbaufachschule Silberberg. Sie feierten am vergangenen Samstag gemeinsam mit ihren Lehrern (darunter Klassenvorstand Michael Süss), ihren Eltern, Freunden, Bekannten und anderen Balltigern ihren Abschlussball. Es war übrigens der 36. Ball in der Schule. Am Ball: der Leibnitzer Bezirkshauptmann Manfred Walch und Gattin Roswitha, der frühere

Streitkräftekommandant Günter Höfler, die Weinhoheiten Cornelia Gamser, Franziska Thurner und Simone Krottmayer, zahlreiche Winzer (etwa aus den Familien Tement, Trabos und Lieleg), Landesschulinspektor Hannes Hütter, die Abgeordneten Martin Weber, Detlef Gruber und Peter Tschernko und natürlich der stolze Direktor Anton Gumpl mit Gattin Renate. Abschlussball. Viele Fotos vom Ball in der Fachschule Silberberg unter www.kleinezeitung.at/LB

Sozialkritische Filme im Jugendgästehaus DEUTSCHLANDSBERG. Das Hofkollektiv Wieserhoisl lädt heuer wieder zur Filmreihe „Kost-nixKino“. Gezeigt werden – jeweils donnerstags um 19 Uhr im Jugend- und Familiengästehaus – sozialkritische Reportagen. Zum Auftakt wird am 7. Februar ein Streifen über industrielle Soja-

produktion in Paraguay gezeigt. Weitere Termine: 14. Februar (Thema: Billiges Fleisch), 28. Februar (Neonazis in Deutschland), 14. Februar (Utopien), 28. März (Flüchtlingsboote) und 11. April (Bienensterben). Informationen: Telefon (0 34 62) 26 870 bzw. wieserhoisl@riseup.net.

Der Sparmarkt ist in Deutschlandsberg derzeit provisorisch in der früheren Forstinger-Filiale untergebracht

Josef Wallner, Bürgermeister in Deutschlandsberg

auch Geschäftsführer Markus Kaser und Projektleiter Robert Marko erwartet werden. Die Eckdaten: Geplant sind mehr als 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche für 50.000 Produkte, ein beträchtlicher Teil davon aus der Region. Errichtet werden soll auch ein Restaurant mit 132 Sitzplätzen und Terrasse. Ein positi-

ver Nebeneffekt: Bis zu 50 weitere Arbeitsplätze sollen durch den neuen Großmarkt entstehen. Der alte Eurospar-Markt wurde in den letzten Wochen abgerissen. Für die Nahversorgung wurde in der früheren Forstinger-Filiale ein Provisorium eingerichtet. Ist der neue Interspar fertig, werden auf dem ehemali-

gen Forstinger-Areal Parkplätze entstehen. Mit dem Bau wurde die Firma Granit betraut. Bürgermeister Josef Wallner freut sich über das Bauvorhaben. „Einen Interspar gibt es nicht in jeder Bezirkshauptstadt. Es ist eine große Ehre für uns, dass Spar Deutschlandsberg ein gewisses Potenzial zutraut.“ Zum

Einkaufen sei ein Auspendeln nicht mehr nötig. Zudem werden in dem neuen Großmarkt auch die Einkaufsgutscheine der Stadt Deutschlandsberg ausgegeben und angenommen. Spar betreibt in Österreich rund 65 der großen IntersparMärkte. Insgesamt hat der Konzern in Österreich etwa 2800 Standorte und rund 73.000 Mitarbeiter.

WAS, WANN, WO? DIENSTAG, 5. 2. DEUTSCHLANDSBERG. Höhepunkte Skandinaviens. Diavortrag in der Wirtschaftskammer um 18.30 Uhr. Freier Eintritt. Voranmeldung: 03462/524415. STAINZTAL. Wärme aus Holz, Strom aus Sonne. Informationsabend über Hackgutfeuerungen, Pelletsanlagen, Scheitholzkessel, thermische Solaranlagen, Photovoltaik und Förderungen. Mehrzwecksaal, Beginn 19 Uhr.

Billa könnte siedeln

MITTWOCH, 6. 2.

Die Konkurrenz bäckt in Deutschlandsberg kleinere Brötchen: Denkbar ist, dass sich der innenstadtnahe Billa im projektierten neuen Geschäftszentrum beim ehemaligen Hotel Rainer einmietet. Geplant ist ein dreistöckiges Gebäude mit Geschäftsund Büroflächen. Zehn Millionen sollen investiert werden.

WIES. Entlastung bei Demenz. Gesprächsrunde für pflegende Angehörige und Interessierte zum Thema „Was man im Umgang mit Demenzpatienten unbedingt wissen und beachten sollte“. Referent: Frank Klosendorf. Pfarrsaal, 18 Uhr. LEIBNITZ. „Auf dem Jerusalemweg“. Kulturzentrum, Kaspar-Harb-Gasse 4, 19.30 Uhr. Tel. (03452) 829 57.

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Ein weinseliges Ballereignis

SÜD & SÜDWEST | 25

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 5. FEBRUAR 2013

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ie Wertschätzung, die Menschen mit Blumen und Blüten erhalten, schenken Renate und Martin Zwanzger mit ihrem Team mehrfach zurück. Für die beiden sind Pflanzen nämlich „wesen-tlich“ und damit es ihren grünen Wesen auch wirklich gut geht, lassen sie sich auch ungewöhnliche Methoden einfallen: So werden die Gewächshäuser etwa mit klassischer Musik oder speziellen Frequenzen beschallt, um Pflanzen im gesunANZEIGE

den Wachstum zu stärken. Die Zwanzgers ziehen bewusst Pflanzen heran, die in unserem Klima kräftig gedeihen und sich deshalb so besonders gut auf dem Balkon und im Beet machen. Sie achten auf Traditionen und alte Nutzpflanzen und kultivieren in diesem Sinne seit einiger Zeit auch wieder den Lankowitzer Krauthäuptel – eine regionale und robuste Salatsorte. MEHR INFOS: www.gaertnerei-zwanzger.at

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24 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 1. FEBRUAR 2013

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 1. FEBRUAR 2013

Polizei lauerte Metalldieben auf

Zu Lichtmess ist kein Frühling in Sicht Starker Partner und Unterstützer des Il Ballo di Casanova ist zum wiederholten Mal die Region Veneto. Auch heuer haben die Besucher die Möglichkeit Aufenthalte in den beliebten Urlaubsdestinationen Bibione und Jesolo zu gewinnen. Stellen Sie sich mit Ihrem persönlichen Beitrag der prominent besetzten Jury zur Wahl des Casanova 2013 und gewinnen Sie einen der tollen Preise.

Ich bin glücklich neuerlich Zeuge und Förderer eines Moments der positiven Gemeinsamkeit zwischen Österreich und Italien zu sein. Die Region Veneto nützt mehr als gerne die Möglichkeit der Veranstaltung „Il Ballo di Casanova“, um eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt Graz zu fördern! Daniele Stival Landesrat Region Veneto

www.ilballodicasanova.at

–6°C

Höchstwert zeigte gestern das Thermometer in Deutschlandsberg an, das blieb steiermarkweit ungeschlagen. In Graz lag der Tageshöchstwert bei 13 Grad Celsius, in Murau bei 8 Grad.

+15°C

09. Februar Congress Graz

Ein milder Sonnentag macht noch keinen Frühling, am Wochenende wird es trüb und kalt. Aber für die SkiWM in Schladming nächste Woche sind beste Bedingungen vorhergesagt.

Sechs Ungarn auf frischer Tat ertappt. Alle in Haft.

Kältepol ist am Sonntag Schladming mit minus 6 Grad Celsius. Das verheißt einen guten Start in die SkiWM, die am Montag voraussichtlich bei Schneefall eröffnet wird. Es folgen kalte Renntage bei klarer Sicht.

KANIZAJ (2)

ALICE SAMEC

eteorologisch gesehen ist morgen ein entscheidender Tag. „Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell“, besagt eine alte Bauernregel. Klingt angesichts des herrschenden frühlingshaften Wetters ja wenig verheißungsvoll. Auf plus 15 Grad kletterte gestern in Deutschlandsberg die Quecksilbersäule. Gut, dass es noch rund 30 weitere Bauernregeln zum morgigen Feiertag Mariä Lichtmess gibt. „Wenn der Nebel zu Lichtmess fallt, wird’s gewöhnlich sehr lange kalt“, klingt bei strahlendem Sonnenschein schon verheißungsvoller. Man kann sich also aussuchen, wie man’s gerne hätte – zumindest bei den über Jahrhunderten von Bauern gesammelten Wetterbeobachtungen.

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Sonnenanbeter kamen gestern in Graz auf ihre Rechnung, wie dieser Radfahrer Klarer sieht der Meteorologe, zumindest in die nahe Zukunft. Fritz Wölfelmaier von der Zentralanstalt für Meteorologie sagt für das Wochenende ein Ende des schönen Wetters, Stürme und sogar Schnee voraus. „Der heutige Tag ist noch frühlingshaft, doch bereits am Abend zieht es zu und morgen wird es winterlich und kalt.“ In der Obersteiermark bis Zeltweg und auch im Mürztal ist mit Schneeregen und Schneefall zu rechnen. Es wird insgesamt ein trüber Tag. Am Sonntag nimmt der Niederschlag zwar ab, doch der Sturm legt allerorts zu und es wird wieder kälter. Der Kältepol ist Schladming mit minus sechs Grad. Wenn es zu

Messe Graz setzt auf Glück GRAZ. Ferien, Vital, Heirat. Und Glück. Es scheint eine ungewöhnliche Kombination an Messethemen zu sein, die am Wochenende in Graz zu finden ist (siehe Info rechts). Keineswegs, geht es nach Thomas Karner, dem Leiter der Messe Graz. „Die Themen ergänzen sich gegenseitig sehr gut. Und Glück hat sowieso mit allem zu tun.“ Zum ersten Mal findet daher heuer auch die Glückstagung

am morgigen Samstag statt, Gast ist der deutsche Gehirnforscher Manfred Spitzer. Insgesamt 270 Aussteller zeigen an den zwei Tagen die neuen Trends. Wohin soll die nächste Reise gehen? Wie soll die perfekte Hochzeit aussehen? Und was kann ich für meine Gesundheit tun? Die maßgeschneiderten Antworten gibt’s gleich dazu – mit etwas Glück halt.

Mariä Lichtmess am Samstag trüb und kalt ist, bringt das also den frühen Frühling, wie viele Bauernregeln besagen? „Leider nein“, winkt Wölfelmaier ab, „der Frühling zeichnet sich im Februar noch nicht ab, es bleibt winterlich.“

Weltmeisterliches Wetter Was Sonnenanbeter wurmt, lässt die Herzen der Skifans höherschlagen. Denn für die Alpine Ski-WM in Schladming sagt der Wetterbericht bislang nur Gutes voraus: Schneefall am Eröffnungstag (Montag) und kalte, weitgehend niederschlagsfreie Renntage nächste Woche, an denen mäßiger Wind für klare Sicht bei den Rennläufern sorgt.

MESSE-INFO Ferien+Vital+Heirat 2013 am Samstag, 2. Februar von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 3. Februar von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 6 Euro für Erwachsene, 4 Euro ermäßigt (für alle drei Messe-Bereiche). www.messegraz.at 1. Glückstagung Österreichs am Samstag, 2. Fe-

bruar von 14 bis 17.30 Uhr. Tagungsbeitrag 25 Euro. www.glueckstagung.at

im Stadtpark. Auch die Kinder freuten sich, bei warmen Temperaturen in den schmelzenden Schneeresten herumzutollen

Misstöne um Marschmusik bei der Ski-WM Wiener Garde statt weiß-grüner Militärmusik: In der Region fühlt man sich ausgebootet. GRAZ. Kurz vor einem Großereignis gehen die Gemüter naturgemäß hoch. Da bekommt auch die Frage, welche Musik gespielt wird, mehr Gewicht. Aber offenbar auch, wer sie spielt. Dass die Militärmusik Steiermark bei der Eröffnung der Ski-WM in Schladming ausgebremst wurde – ausgerechnet von der Gardemusik Wien –, sei traurig, heißt es in der Region. Sogar ein abgekartetes Spiel wird dahinter vermutet: Verteidigungsminister Norbert Darabos wolle sich damit an seinem SP-Parteikollegen, Landeshauptmann Franz Voves, für des-

GLEISDORF. Seit Dezember verschwanden von einem Lagerplatz eines Handynetzbetreibers in Gleisdorf immer wieder Kupferkabel. Die Polizei überwachte darauf das Gelände verstärkt. Montagnacht beobachtete eine Streife, wie mehrere Männer mit einem Klein-Lkw vorfuhren und Kabeltrommeln verluden. Insgesamt zehn Kabeltrommeln im Wert vom 13.000 Euro stellte die Polizei im Laderaum sicher, sechs Ungarn im Alter von 22 bis 38 Jahren wurden festgenommen. Alle sitzen nun in Graz in Haft, zwei der Männer sind bereits einschlägig vorbestraft.

Teil

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STUCK- UND TROCKENBAU FRITZ STEINER:  meisterwelten.at

◆ Fritz Steiner lebt in Symbiose mit dem Rohstoff Holz  IKARUS

Da spielt die Mus aber nicht die ik! Bei der Ski-WM steirische OB ER RA IN ER

sen mangelnde Unterstützung beim Wehrpflicht-Volksbegehren rächen, meinen die Kritiker. Militärkapellmeister Hannes Lackner spricht in Graz hingegen lediglich von einer „Programmänderung“. Allerdings werde es bei der Eröffnung nun gar keine Militärmusik geben. Bei der Schlusszeremonie werde aber die Gardemusik aus Wien aufmarschieren. Das bestätigt auch Oberst Gerhard Schweiger, der Sprecher des steirischen Militärkommandos. Es habe zwar Anfragen aus der Region Schladming gegeben, „aber die Überlegungen waren

nicht sehr konkret“. Schließlich sei das eine Veranstaltung von gesamtstaatlicher Reichweite. Im Büro des Verteidigungsministers verneint man eine politische Intervention. „Das war eine rein militärische Entscheidung“, sagt Heeressprecher Oberst Michael Bauer. Die Entscheidung für die Gardemusik habe zwei Gründe: In der Garde seien Soldaten aus allen Bundesländern, ganz Österreich werde so repräsentiert. Und: „Die Garde ist sowieso dort“, so Bauer. Ihr Einsatz komme somit schlicht billiger. SONJA HASEWEND

Holzbaukunst aus Leidenschaft Mit Holz aufgewachsen, holte sich Fritz Steiner aber bald weitere Materialien dazu: Metall, Stein, Glas und jede Menge Gips. Voller Ideen und Inspiration, ausgehend von Kreativität und Präzision, gleicht bei ihm kein Werk dem anderen – ob Umbau oder Neubau. INFO: www.steiner-baukunst.at

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20 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 25. JÄNNER 2013

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KLEINE ZEITUNG FREITAG, 25. JÄNNER 2013

Nagls dritte Amtszeit zwischen Last und Freude

Neue Grazer Regierung erlebt schwere Geburt Das neue „freie Spiel der Kräfte“ im Grazer Rathaus kam gestern gleich zum Auftakt zur Geltung: Angelobung der Regierung musste unterbrochen werden – da die Vizebürgermeisterwahl misslang.

HEUTE GEHT ES WEITER Gestern konnte in zwei

Durchgängen kein Grazer Vizebürgermeister gewählt werden. Heute, Freitag, steht Elke Kahr (KP) zunächst ein drittes Mal zur Wahl. Scheitert sie erneut, können VP, SP, KP, FP und Grüne Kandidaten vorschlagen. Erhält keiner 25 Stimmen, folgt der fünfte und letzte Versuch: Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen stehen zur Wahl – bei Gleichstand entscheidet die Anzahl der Mandate der jeweiligen Partei.

MICHAEL SARIA

nd dann kippt die Stimmung. Eineinhalb Stunden lang gibt es an diesem 24. Jänner im Grazer Rathaus eine atmosphärische Mischkulanz aus Nervosität und Vorfreude – unterm Strich aber ist die Stimmung gut. Doch plötzlich herrscht Entsetzen: Kreidebleich flüstert Sozialstadträtin Martina Schröck (SPÖ) Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) etwas ins Ohr. Minuten später ist klar: Ein Mitarbeiter des Sozialamtes wurde niedergestochen (siehe Seite 26). In diesem Moment rückt die Tatsache, dass kurz zuvor der feierliche Start der neuen Grazer Regierung gleich gehörig ins Stottern geraten ist, in den Hintergrund. Und doch: Dass KPÖChefin Elke Kahr auch in zwei Durchgängen nicht zur Vizebürgermeisterin gewählt wurde und daher diese konstituierende Sit-

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Auch Nachzählen half nichts: Die neuen Grazer Mandatare müssen noch einmal wählen

Teil

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HEINRICH  TOCKNER  TISCHLERMEISTER:  meisterwelten.at

◆ Lässt sich von Lärchen inspirieren: Heinrich Tockner  IKARUS

Vom Baum zum Qualitätsmöbel Ob kreatives Einzelstück oder gesamter Wohnraum – wer bei Heinrich Tockner bestellt, bekommt gesunde Möbelstücke. Denn er arbeitet vor allem mit Holz aus der Region. Überwiegend mit Lärche. Sie ist widerstandsfähig und ihr rötlicher Farbton einzigartig. INFOS: Tel. 0664-59 84 298.

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zung des Gemeinderates heute, Freitag, fortgesetzt werden muss, ist Wasser auf den Mühlen vieler Zweifler. In Graz regiert ja nach der Wahl am 25. November keine Koalition mehr, sondern ein Pakt aus ÖVP, SPÖ und FPÖ. Und dieses viel zitierte „freie Spiel der Kräfte“ artet gleich zum Auftakt zu einem Kräftemessen aus. Die Wahl zum Bürgermeister ist zunächst Formsache: Von den 48 Mandataren wählen 31 Siegfried Nagl. Somit geht der 49-Jährige in seine dritte Amtszeit als Stadtchef (siehe rechts). Doch danach erleben auch die anwesenden Ehrengäste – darunter Landeshauptmann Franz Voves (SP) und dessen Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (VP) – erste Reihe fußfrei ein besonderes Schauspiel: die Wahl von

Nagls Stellvertreter(in). Als zweitstärkste Fraktion schlägt naturgemäß die KPÖ ihre Chefin vor. Doch Elke Kahr schafft in zwei Durchgängen nicht die nötige Mehrheit: Zuerst entfallen bloß 20 Stimmen der Mandatare auf sie, anschließend 21 Stimmen. Zu wenig. Also muss die Sitzung unterbrochen werden, Fortsetzung folgt – heute, 14 Uhr. Hinter dem Vorhang jedoch kann von einer Pause keine Rede sein. Munter wird weiter spekuliert und intrigiert: Wer – außer den VP-Mandataren – hat Kahr die Unterstützung verweigert? Plötzlich heißt es, bei der Auszählung seien fünf ungültige Stimmzettel mit dem Wahlvorschlag „Rücker“ aufgetaucht. Prompt meldet sich die Sprecherin der designierten Grünen-Kulturstadträtin Lisa Rücker: „Wir haben mit unseren Leuten gesprochen: Keiner hat Rücker auf seinen Zettel geschrieben. Und fünf haben Elke Kahr gewählt.“ Die KP-Chefin selbst nimmt es scheinbar gelassen. Sollte sie auch heute nicht zur „Vize“ gemacht werden, wäre es keine Enttäuschung. „Für mich nicht, aber wohl für die vielen Menschen, die uns gewählt haben.“

Gestern scheiterte Elke Kahr (KPÖ) – wird sie heute zur Vizebürgermeisterin gewählt? SABINE HOFFMANN (3)

Manfred Stelzig kritisiert den fehlenden Stellenwert der „Psychomedizin“. tienten gibt es keine organische Ursache und daher muss die Gesprächsmedizin nachziehen.“ Aber es fehle schon an der richtigen Weichenstellung – die Überweisung zum Psychiater müsse so selbstverständlich sein, wie jene zu Internisten oder Orthopäden. „Und psychotherapeutische Leistungen müssen auch von der Krankenkasse übernommen werden“, setzte Stelzig fort. Schließlich hätten Patienten ein

Recht darauf, ernst genommen zu werden – dürften sich aber auch nicht vor der psychiatrischen Diagnose fürchten. „Die psychische Belastung im Alltag wird immer größer, aber unser System ist dafür nicht gerüstet“, zeigte Stelzig auf. „Der geringe Stellenwert der Psychomedizin ist doch ein Trauerspiel für Österreich, dem Land von Freud und Frankl“, resümierte ein Zuhörer. SONJA SAURUGGER

Punkt: „Es kann sich s ist das Schicksal niemand hier im Saal von Wiederholungsund auch niemand da siegern: Mit der Überdraußen vorstellen, raschung fehlt auch die welche Gesamtverantganz große Emotion. Ja, wortung ich jeden Tag sicher war die Freude übernehmen muss.“ bei Siegfried Nagl (VP) Dies erfordere Diszipgroß, als er gestern von lin, Durchhaltevermöden Grazer Gemeindegen und Kompromissräten – wie erwartet – Stadtchef, Vater bereitschaft – auch von zum dritten Mal zum und auch schon Bürgermeister der Lan- Opa: Siegfried Nagl der eigenen Familie, bei der sich Nagl für die deshauptstadt gewählt wurde. Und doch klappten die Unterstützung bedankte. Dennoch: Jeder Tag sei sehr stehenden Ovationen „seiner“ Mandatare erst beim zweiten wohl auch mit Freude verbunMal. Und doch ballte der 49- den. Daher gehe er nicht mit Routine, aber mit „Elan und TaJährige nicht die Faust. Es liegt wohl auch daran, dass tendrang“ in diese dritte AmtsNagl weiß, was auf ihn zu- zeit. „Mein Motto ist: Ich will in kommt. Und so kam er in seiner Lösungen denken, nicht in ProMICHAEL SARIA Dankesrede rasch auf den blemen.“

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◆ Die Initiatoren sind stolz auf die zweite Auflage des Buchs

O. WOLF

Das Haushaltssparbuch bringt bis zu 1000 Euro

„Gesprächsmedizin muss nachziehen“ GRAZ. Großes Sesselrücken war in der Buchhandlung Moser Mittwochabend angesagt, denn der Kleine-Zeitung-Salon mit Manfred Stelzig lockte 300 Interessierte an. „Eine Anklageschrift“ untertitelte der Psychiater sein Buch „Krank ohne Befund“, und diese Anklage setzte er auch im Gespräch mit Carina Kerschbaumer fort. „Unsere Organmedizin funktioniert perfekt“, sagte Stelzig. „Aber bei 30 Prozent der Pa-

Siegfried Nagl ist wieder Grazer Bürgermeister. Er freut sich – und ist aufs Schlimmste gefasst.

Psychiater Manfred Stelzig vor vollem Haus im KleineZeitung-Salon mit Carina Kerschbaumer EDER

Das „Steirische Haushaltssparbuch“ deckt wieder Kostenfresser auf: Aufgrund der enormen Nachfrage präsentiert das Land Steiermark gemeinsam mit dem Lebensmittelhandel Steiermark und der Energie Steiermark eine neue Ausgabe des vergriffenen Ratgebers. Ein Check bei Wasser, Strom, Heizung und Lebensmitteln bringt steirischen Haushalten bis zu 1000 Euro pro Jahr! ANZEIGE

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28 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 18. JÄNNER 2013

Kartenanträge dreist gefälscht

Spartrends auf der Messe für Häuslbauer

ür alle Bauherren und solche, die es werden wollen, besteht vom 24. bis 27. Jänner auf der Messe Graz die beste Gelegenheit, sich zu informieren. Auf der Grazer Häuslbauermesse, die bereits zum 29. Mal stattfindet und die sich mit zuletzt 40.000 Besuchern zur größten Baufachmesse gemausert hat, gibt es an den vier Messetagen auf 35.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ein „großes Angebot an Beratung, Vergleichsvielfalt, vielen Neuheiten und ein umfassendes Vortragsprogramm erfahrener Experten für alle Fragen rund ums Bauen“, so Thomas Karner, Leiter der Messe Graz. So gibt es 30 Anbieter zum Kompletthaus, ebenso viele für Fenster und gleich 70 Firmen, die

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FELDBACH. Seit November des Vorjahres stellte ein vorerst unbekannter Täter bei mehreren Kreditkartenunternehmen rund 50 Anträge für Karten – unter bestehenden Adressen aber falschen Namen und falschen Bankverbindungen. Jetzt konnte die Feldbacher Polizei einen 27-jährigen Oststeirer als Täter ausforschen. Der Mann will mit den Geldbehebungen von bisher 8000 Euro jedoch nichts zu tun haben – er hätte einem Mann, von dem er nur den Vornamen kennt, lediglich beim Ausfüllen der Anträge geholfen: Anzeige wegen gewerbsmäßigen Betrugs auf freiem Fuß.

Beratung und eine große Vergleichsvielfalt gibt es wieder auf der Häuslbauermesse EDER Produkte im Sanitärbereich anbieten. Als ein ganz großes Thema macht Alexander Pongratz, Innungsmeister Bau in der Wirtschaftskammer, das Energiesparen aus: „Niedrig- und Niedrigstenergiehäuser, erneuerbare Energieformen, Erdenergiepumpe und wie Energie auch über die Sanierung gespart werden kann, das sind bei steigenden Energiepreisen die neuen Trends.“ Armin Egger, Vorstand von MesseCongress, verweist aber auch auf die vielen Möglichkeiten der Rechtsberatung auf der Häuslbauermesse.

Vom 24. bis 27. Jänner findet in

der Grazer Stadthalle bereits zum 29. Mal die Häuslbauermesse statt. 470 Aussteller aus den Bereichen Bauen, Renovieren, Energiesparen, Baurecht etc. laden zur Runduminformation ein. Schwerpunkte: Alles zum Thema Energie und Heizen, Bauen und Sanieren, Innenausbau, das Heim als Wohlfühloase etc. Vortragsprogramm: An allen vier Tagen finden Expertenvorträge zu allen Bauthemen statt.

Filmteam fing Pin-ups bei Bergbahnen ein. Schelte von Frauenseite. Entsprechend kritisch sind die Reaktionen nach Ausstrahlung der Reportage. „Derartiges darf nicht herumhängen und ist nicht eben der Beweis besonderer Geistesstärke“, meint Frauenlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ). Es sei schlimm genug, wenn in der Alltagswerbung die Grenzen des guten Geschmacks überschritten würden. Ergo verlangt die Landesrätin, dass die Poster rasch entfernt werden. Elke Lujansky-Lammer, Regionalanwältin für die Gleichbe-

KOMMENTAR MICHAEL SARIA

Schuster, bleib . . .

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Freut sich über die Renovierung der Barockorgel in der Leechkirche: Hochschulseelsorger Karl Kölbl

HÄUSLBAUERMESSE 2013

Erregung über Nacktposter bei Planai SCHLADMING. In einer fünfteiligen Reportage blickt der ORF derzeit hinter die Kulissen der WMStadt Schladming. Im Fall der „Schneemacher“, wie die Profis für Beschneiungsanlagen genannt werden, erfasste die Kamera aber ausgerechnet im PlanaiMitarbeiter-Spind Poster nackter Frauen sowie das Plakat einer Tabledance-Bar am Eingang der Umkleideräume. Und das in einem Vorzeigebetrieb, der obendrein mehrheitlich dem Land Steiermark gehört.

FREITAG, 18. JÄNNER 2013, SEITE 29

50 Anträge, Oststeirer als Täter ausgeforscht

Auf der Grazer Häuslbauermesse zeigen 470 Aussteller vom 24. bis 27. Jänner Energiesparmöglichkeiten auf. HELMUT BAST

GRAZ

handlung von Frauen und Männern, ist ebenso überzeugt, dass die Planai: Pin-up im Pin-ups etc. Herrenspind ORF dort nichts verloren haben. „Es kann sich dadurch auch ein Mann belästigt fühlen“, erläutert die Expertin. Ihr liegt aber keine Beschwerde über die Planai vor. Generell hat die Anwaltschaft nicht häufig mit Kritik an Nacktpostern zu tun. THOMAS ROSSACHER

Teil

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GERNOT EDER

Orgel erklingt nach 80 Jahren wieder

KONFISSERIE JOSEF KERN:  meisterwelten.at

◆ Nascht gerne – und am liebsten Schokolade: Josef Kern  

Die historische Barockorgel in der Leechkirche wird nach der Restaurierung von Bischof Egon Kapellari am Sonntag geweiht.

IKARUS

HANS ANDREJ

Lebensfreude zum Vernaschen Josef Kern gießt steirischen Geschmack in Schokolade, dafür hat er auch schon unzählige Preise gewonnen. Für zwei Kreationen – seiner Heimat gewidmet – ganz speziell: die herb-harzige Zirbenkugel (Zirberl) und die rassig-holzige Lärchenschokokugel. ALLE WEITEREN INFOS:   meisterwelten.at/josef-kern

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a dürften die Feinspitze unter den Liebhabern von Orgelmusik die Ohren spitzen. Wenn die 1773 entstandene Orgel in der Leechkirche, übrigens die älteste Grazer Kirche, nach umfassender Renovierung am kommenden Sonntag nach 80 Jahren Pause erstmals wieder erklingt. Ein einzigartiges Klangerlebnis ist zu erwarten. Nach der Orgel in der Schlosskirche in Eggenberg ist die vom Grazer Orgelbaumeister Franz Xaver Schwarz im Jahr 1773 gebaute Orgel in der Leechkirche das zweitälteste Instrument in Graz. Vermutlich mit dem Bau einer neuen Orgel an der Rückwand der Kirche durch den Orgelbauer Konrad Hopferwieser wurde der Spieltisch der alten Barockorgel entfernt. Seit dieser

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ORGELWEIHE Die Barockorgel in der Leechkir-

che wird am Sonntag, 20. Jänner, bei einem feierlichen Gottesdienst mit Diözesanbischof Egon Kapellari um 19.30 Uhr eingeweiht. Mit der Orgelsolomesse (Missa brevis Sancti Joannis de Deo in B-Dur) von Josef Haydn, gesungen vom Chor der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), wird die Weiheliturgie umrahmt. Im Jahre 1773 baute Franz Xaver Schwarz diese Orgel. Zeit war sie nicht mehr bespielbar. Doch ein Großteil der originalen Pfeifen der auch optisch sehr eindrucksvollen Brüstungsorgel blieb erhalten. Jahrzehntelang lagen die Pfeifen hinter einem Holzverschlag versteckt und wurden erst im

Zuge der Renovierung der Leechkirche in den 1990er-Jahren wieder entdeckt. Orgelbaumeister Wolfgang Karner und Restauratorin Erika Thümmel wurden jetzt mit der Renovierung dieses wertvollen Instruments beauftragt. Finanziert wurden die Maßnahmen durch Subventionen des Bundesdenkmalamtes, des Landes Steiermark und der Stadt Graz sowie durch großzügige Spenden. „Dafür sagen wir allen ein herzliches Vergelt’s Gott“, so der Grazer Hochschulseelsorger Alois Kölbl. So kann man bei der Orgelweihe am Sonntag in der Leechkirche, sie ist ja die Grazer Universitätskirche, ein unverfälschtes spätbarockes Klangbild erwarten. Rückblickend erweist sich die Stilllegung dieser Orgel über Jahrzehnte als ein Glücksfall, weil nichts verändert wurde.

ngenommen, Sie sind Rechtsanwalt – wäre es da nicht das Logischste auf der Welt, in den kommenden fünf Jahren als Lehrer loszulegen? Oder als Pilot? Nein?! Nun, bei unseren Politikern ist das so üblich. Im Bund, im Land und einmal mehr im Grazer Rathaus: Wer eben noch als Stadtrat für den Verkehr zuständig war, schupft ab sofort die Kultur. Oder umgekehrt. Ja, sicher haben Stadträte ihre Mitarbeiter/Experten, auf die sie sich verlassen können. Und: Ja, als Politiker sammelt man Managementerfahrungen, die in jeder Funktion von Nutzen sind. ie Frage ist nur: Gehören zu einem gut dotierten Stellenangebot, das zu einer verantwortungsvollen Tätigkeit führt – Steuergeld in Millionenhöhe investieren, die Weichen in der Landeshauptstadt stellen und so – nicht auch so etwas wie Fachkenntnisse und Referenzen im jeweiligen Bereich?

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Sie erreichen den Autor unter michael.saria@kleinezeitung.at

WARUM... . . . sind die 1-Stunden- und die 24-Stunden-Karten der Graz-Linien nicht mehr wie früher farblich voneinander getrennt, damit eine Verwechslung nicht so leicht passieren kann? Grete Theissl, „Kleine“-Leser ANTWORT: Weil wir nun die Fahrscheine von ein und derselben Papierrolle im Automaten und im Fahrscheindrucker ausgeben und von dieser werden alle Fahrscheintypen gedruckt und geschnitten. Gerald Pichler, Holding Graz Wissen, warum: „Kleine“-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort.Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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26 | BEZIRK LIEZEN

KLEINE ZEITUNG DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013

Ökologisch ganz ausgezeichnet Umweltzeichen für Betriebe im Nationalpark.

Die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Betriebe mit Umweltminister Nikolaus Berlakovich

KK

GESÄUSE. Im Umfeld der Wiener Ferienmesse wurden vier Partnerbetriebe des Nationalparks Gesäuse mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Dekrete wurden von Umweltminister Nikolaus Berlakovich überreicht. Freuen können sich darüber das Hotel „Die Traube“ in Admont, der Campingplatz „Forstgarten“ in Gstatterboden, der Biobauernhof Laussabauer in Weißenbach an der Enns und das Hotel Schloss Kassegg. Voraussetzungen für die Zertifizierung sind etwa die Erstellung eines Umweltkonzeptes für nachhaltige Wirtschaftsführung, sehr sparsamer Energieverbrauch, Abfallvermeidung und die Sensibilisierung von Mitarbeitern und Gästen.

MEISTERFRÜHSTÜCK IM SPA HOTEL ERZHERZOG JOHANN IN BAD AUSSEE

Ein meisterhafter Start in den Tag über Bad Aussee Wohlfühlen ganz besonders einfach: Mit viel Charme und großer Herzlichkeit empfängt das Spa Hotel Erzherzog Johann seine Gäste. ◆ Der Küchenchef lässt seiner Kreativität freien Lauf (li.) und macht damit Direktorin Regina Stocker (re.) zufrieden IKARUS (2)

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ber den Dächern von Bad Aussee öffnete ein Logenplatz – das Spa Hotel Erzherzog Johann – seine Türen: Das etwa 1000 Quadratmeter große Sky-Spa mit Pool im Innen- und Außenbereich bietet eine Aussicht auf das Salzkammergut, an der man sich kaum sattsehen kann. Satt wird man aber bestimmt von den ideenreichen Variationen von Küchenchef Christian Spreitz, der regionale Köstlichkeiten wie den Ausseer Saibling zubereitet. ANZEIGE

Die 62 Zimmer des Spa Hotels kennzeichnen sich durch klares Design und Naturmaterialien, dabei kam überwiegend das Holz der Zirbe – Erzherzog Johanns Lieblingsbaum – zum Einsatz. Gesundheit, Glück und Zufriedenheit war der Segensspruch des „steirischen Prinzen“ an seine Anna. Das Spa Hotel Erzherzog Johann gibt diesen Wunsch auch heute noch seinen Gästen mit auf den Weg. WEITERE INFOS: www.erzherzogjohann.at

DAS MEISTERFRÜHSTÜCK Frühstücken Sie mit den Meisterinnen und Meis­ tern der ­Meisterwelten Steiermark – allen voran mit Obfrau Heide Zeiringer, Meisterin und Energie­ pionierin aus Murau – und erfahren Sie, was die Form der genossenschaftlichen Kooperation bringt. Donnerstag, 17. Jänner 2013, 9.30 bis 11 Uhr, Spa Hotel Erzherzog Johann. Die Meisterwelten Steiermark sind die erste Hand­ werks-Genossenschaft. Von den Meisterbetrieben selbst geleitet, haben ihre Mitglieder einen hohen Anspruch an Qualität. Sie denken und handeln zukunftsorientiert. So werden für die Mitglieder unter anderem unternehmerische Initiativen entwickelt und kreative Werbelösungen geboten. VORTEILE, INFOS UND ANMELDUNGEN: www. meisterwelten.at Nächstes Meisterfrühstück: 31. Jän­ ner 2013, Bäckerei ­Rosenberger, Eggers­­dorf bei Graz.

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WIRTSCHAFT DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013, SEITE 27

KOMMENTAR

Luft, Licht und Schatten

Aus den täglich zwei Flügen Graz–Zürich der Intersky könnten ab April drei werden. Der Start der Verbindung nach Bergamo wurde abgesagt. ie Luftfahrt fliegt derzeit durch schwierige Zeiten: Dieser zuletzt oft vernommene Befund bewahrheitet sich gerade wieder auf dem Flughafen Graz. Seit gestern existieren hier die täglich zweifache Verbindung von Graz nach Zürich und retour durch die Regionalfluggesellschaft Intersky sowie eine Verbindung nach Friedrichshafen. Am Boden bleiben hingegen die geplanten Flüge Graz–Mailand/ Bergamo, die am 21. Jänner starten sollten. Der Grund hierfür sind eine zu geringe Nachfrage, bestätigt Intersky-Sprecher Roger Hohl der Kleinen Zeitung. „Das Aufkommen zwischen diesen beiden Destinationen ist offenbar zu ge-

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sie dann nach Zürich ab. ring“, erklärt Hohl. Das Der zweite Flug Graz– sei aber nur die halbe Zürich startet um 16.50 Wahrheit, warum Graz– Uhr, nach FriedrichshaBergamo doch nicht fen geht es wieder um kommt. „Die beiden täg21.10 Uhr. So sieht der lichen Verbindungen Flugplan derzeit aus. nach Zürich laufen so Sowohl für die Wirtgut, dass wir überlegen, ab dem Sommerflugplan Gerhard Widmann schaft als auch für den im April einen dritten EXPA/SCHERIAU, INTERSKY Zustrom Schweizer Touristen in die Steiermark Zürichflug aufzustellen. Das heißt dann aber, dass wir die (plus 20 Prozent in fünf Jahren) Strecke nach Bergamo entfallen wird die neue Verbindung als lassen müssten und die Destinati- wichtiger Impulsgeber gesehen. on nur zweieinhalb Monate lang Gerhard Widmann, Geschäftsangeflogen worden wäre“, sagt führer des Flughafens Graz: „Der Ausbau der Linienverbindungen der Intersky-Sprecher. Um 7.15 Uhr landet die Dash8- zu den großen Umsteigeflughä300, die über 50 Sitzplätze ver- fen Mitteleuropas ist eines unsefügt, von Friedrichshafen kom- rer wichtigsten Ziele.“ HANNES GAISCH mend in Graz, um 7.50 Uhr hebt

ERNST SITTINGER

Ein kleines Signal

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m Frühjahr 2012 war der Euro ein Wackelkandidat: Die Krise rund um die Rettung Griechenlands steuerte gerade wieder auf einen Höhepunkt zu und die Fachwelt sagte der Gemeinschaftswährung einen Absturz voraus. Im Raum stand die Gefahr, dass die Anleger auch das Vertrauen in die Stärke Deutschlands verlieren, weil sie glauben, dass die EuroRettung die Kräfte dieser starken Wirtschaftsmacht übersteigt. Doch siehe da, seither ist das Gegenteil passiert. Die Investoren haben nicht die Nerven verloren und ihre Euro-Anlagen nicht verkauft. Die Schuldenkrise hat sich entspannt, die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen nicht neuerlich gesenkt und der Wert des Euro geht seit Tagen steil nach oben. Gestern erreichte er ein Elfmonatshoch. b das schon stabiles Schönwetter ist, kann niemand sagen. Nach wie vor sind gewaltige Geldmengen im Umlauf und gewaltige Wirtschaftsprobleme der Krisenländer ungelöst. Aber in Zeiten wie diesen soll jedes kleine Hoffnungssignal groß gewürdigt werden.

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Sie erreichen den Autor unter ernst.sittinger@kleinezeitung.at

ZAHL DES TAGES Millionen Übernachtungen – und damit so viele wie noch nie – zählte die deutsche Tourismusbranche laut vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr. 2011 war mit 393 Millionen Übernachtungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts der bisher höchste Wert erreicht worden.

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20 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 4. JÄNNER 2013

STEIERMARK | 21

KLEINE ZEITUNG FREITAG, 4. JÄNNER 2013

NeueBezirke, aber viele alte Karten Noch sehr selten in Büchereien: jene Atlanten und Landkarten, die die neuen politischen Bezirke zeigen

Nach den Fusionen werden bald Karten und Atlanten umgezeichnet. Doch die alten bleiben, bis sie ausverkauft sind. Der Ochse ließ sich mitten auf der Bahnstrecke nieder

JÜRGEN FUCHS (2)

FF OBERAICH

Doch ließe sich das für Lehrer leicht in der Praxis umsetzen, ist ach der Fusion von Juden- Marco Krätschmer, der an der VS burg und Knittelfeld zum Judenburg-Lindfeld unterrichtet, politischen Bezirk Murtal überzeugt: „Ich erarbeite mit wurden mit 1. Jänner auch die Zu- meinen Schülern die drei neuen sammenlegungen von Bruck an Bezirke selbst.“ Im Steiermarkder Mur und Mürzzuschlag, buch, das er im Unterricht verHartberg und Fürstenfeld sowie wendet, gäbe es „nackerte KarFeldbach und Bad Radkersburg ten, wo wir die neuen Bezirkszu Südoststeiermark gültig. Da- grenzen über- beziehungsweise mit stehen nun einzeichnen.“ auch kartografiDas Büro des Im Mai werden sche ÄnderunLandesschulrats die Atlanten für das Steiermark vergen an. Dies betrifft nächste Schuljahr wies hinsichtlich sowohl Karten in der zu erneuernAtlanten, auf de- korrigiert, neue den Atlanten auf nen die politi- Landkarten gibt’s die Schulbuchakschen Bezirke tion des Unterim Frühjahr der Steiermark richtsministeriPeter Stari, Freytag und Berndt eingezeichnet ums, wo gestern sind, als auch diaber keine Stelverse Landkarten. „Die Schulat- lungnahme zu bekommen war. lanten erscheinen nur einmal im Die bisher gedruckte Auflage Jahr. Das heißt, wir werden im jener Atlanten mit „falschen“ Mai und Juni die Korrekturen für Steiermarkkarten würde einfach die neuen vornehmen“, erklärt auslaufen, so Stari. Das spiegelt Peter Stari, Kartografieleiter bei sich auch in Buchhandlungen wiFreytag und Berndt. Da sich die der, wo die Nachfrage nach neuKinder mitten im Schuljahr be- en Karten bisher sehr gering ist. finden und bereits all ihre Bücher Nur vereinzelt sind Atlanten mit – folglich auch Atlanten – haben, den neuen politischen Bezirken würden sie die korrigierten erst zu finden – etwa wenn sie Ende zu Beginn des nächsten Schuljah- 2012 aktualisiert und neu aufgeres bekommen. Das heißt, dass legt wurden. „Ich glaube, dass die Schüler nun mit den alten und da- Kartografen noch abwarten wolmit „falschen“ Karten unterrich- len, bis alles endgültig entschietet werden. den ist“, folgert Michael Greipl,

Ein verirrter Ochse N stoppte die Bahn

KATHARINA PILLMAYR

Durch die Silvesterknallerei entkamen 30 Ochsen. Einer landete auf der Südbahn. OBERAICH. Das heftige Schießen zu Silvester versetzte die 30 Ochsen des Bauern Erich M. in Oberaich in Panik. Die Tiere brachen aus und rannten in alle Richtungen davon. Am nächsten Tag konnten die meisten wieder eingefangen werden. Einer aber erlebte eine wahre Odyssee, die bis zum Nachmittag des 2. Jänner dauerte. Da wurde er von der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich in einem Wald über dem Brucker Lichtensteinfriedhof entdeckt. Die Männer umzingelten den 420 Kilo schweren Ochsen, der sehr verstört wirkte, weshalb der beigezogene Tierarzt ihn mit einem Gewehr auf 30 Meter Entfernung betäuben wollte. Aber das verfehlte vorerst seine Wirkung, das Tier stürmte durch den Wald hinunter zum Friedhof und weiter auf die Geleise der Südbahn, die dort, zwischen Bruck und Leoben,

sehr stark befahren ist. Doch plötzlich begann das Mittel zu wirken und der Ochse legte sich ausgerechnet auf den Geleisen nieder, wie Jürgen Rachwalik, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberaich, erzählt: „Wir haben ihn dann mit Gurten von den Geleisen gehoben, um ihm möglichst nicht wehzutun.“ Mittlerweile war auch die FF Bruck mit einem schweren Einsatzfahrzeug gekommen und half, das Tier auf den Wagen des Bauern Erich M. zu verladen. Die Südbahnstrecke war eine halbe Stunde gesperrt, der Ochse ist mittlerweile wieder bei seinen Artgenossen im Stall. Ein anderer Ochse aus der Herde hatte nicht so viel Glück: Er war noch in der Nacht im unwegsamen Waldgelände abgestürzt und musste notgeschlachtet werden. FRANZ P OTOTSCHNIG

Buchhändler Greipl zeigt eine Standardkarte der Steiermark für Schulen – sie enthält aber (noch) die alten Grenzen

Leiter der Reiseabteilung bei Buch Moser in Graz. „Ein irrer Sonderauftrag“ wäre es, die Karten jetzt zu aktualisieren, zumal „die Bezirksgrenzen für 99 Prozent nicht relevant sind“, meint Karl Edler, Leykam-Filialleiter in der Grazer Stempfergasse. Auch Stari geht davon aus, dass „Wanderer Bezirksgrenzen nicht unbedingt brauchen“. Bei den neuen Auflagen der Karten mit Maßstab 1:200.000 und 1:500.000, die im Frühjahr erscheinen, werden die Änderungen übernommen.

Diebe nutzten einen Schwächeanfall aus GRAZ. Zu Fuß war ein 64-jähriger Grazer am Mittwochabend im Bereich des Bahnhofsgürtels unterwegs, als er plötzlich einen Schwächeanfall erlitt und sich deshalb niedersetzen musste. Seinen Rucksack, in dem sich lediglich die Wohnungsschlüssel befanden, stellte der Mann am Boden ab. Zwei unbekannte Männer nutzten die Situation schamlos aus: Statt dem Pensionisten Hilfe zu leisten, griffen sie sich dessen Rucksack und rannten damit davon. Der 64-Jährige musste schließlich mit der Rettung ins LKH West eingeliefert werden.

Nach tödlichem Lawinenunglück: Eine „heiße Spur“ vom Tourengeher Der Mann soll Hilfe verweigert haben, ein Steirer starb. INNSBRUCK, ZELTWEG. Die Suche nach jenem Skitourengeher, der bei einem tödlichen Lawinenunglück am vergangenen Samstag im Tiroler Sellrain angeblich bei der Vermisstensuche die Hilfe verweigert hat, könnte kurz vor der Lösung stehen. Es habe bereits erste Einvernahmen gegeben, so die Polizei gestern. „Es deutet alles auf eine Klärung des Sachverhalts hin“, berichtet eine Polizeibeamtin. Aufgrund von Zeugenaussagen habe der Personenkreis eingegrenzt werden können, zudem seien die

Eintragungen im Gipfelbuch kontrolliert worden. Die Alpinpolizei sucht seit dem Wochenende einen 40 bis 50 Jahre alten Mann, der auf seinem Anorak einen Aufnäher des deutschen Alpenvereins („DAV“) angebracht hatte. Bei dem Lawinenabgang auf dem rund 3000 Meter hohen Zischgeles war ein Zeltweger (38) verschüttet worden. Er konnte erst nach mehr als 30 Minuten befreit werden. Da waren seine Verletzungen bereits so schwer, dass er am Tag danach starb. Aufwecker Seite 15

Teil

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Hirschleder nach Maß, handgenäht Der Originalität verschrieben, näht Roland Steinhart exklusive Einzelstücke, die gut 50 Jahre halten – meist sogar ein Leben lang. Auch die echte Steirische oder Salzburger Lederhose. Das Wissen darum wird seit 1898 in der Familie weitergegeben. INFOS: meisterwelten.at/ roland-steinhart

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32 | STEIERMARK

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 21. JUNI 2012

A K T I O N S TA G

Appetit auf Kultur wird kostenfrei gestillt

GRAZ

DONNERSTAG, 21. JUNI 2012, SEITE 33

KOMMENTAR CARMEN OSTER

In kleinen Dosen

„Hunger auf Kunst und Kultur“ lädt wieder zu einem spannenden, kostenfreien Tagesprogramm. anzen, Schauen, Flanieren, Hören und vieles mehr im Grazer Kulturleben: In der Landeshauptstadt findet heute zum fünften Mal der Aktionstag von „Hunger auf Kunst & Kultur“ statt. Von 10 bis 20 Uhr bieten Partnerinstitutionen dieser Sozialinitiative aus dem Kunst- und Kulturbereich ein dichtes Programm mit Ausstellungen, Führungen, Workshops et cetera. „Hunger auf Kunst & Kultur“ wurde 2003 vom Schauspielhaus Wien in Kooperation mit der Armutskonferenz initiiert, um die Türen zu Kunst und Kultur auch für sozial benachteiligte Menschen zu öffnen. Ziel der Aktion ist es, allen interessierten Menschen den Zugang zu Kunst- und Kulturveranstaltungen möglich

T

AKTIONSTAG Hunger auf Kunst und Kultur

lädt heute (10 bis 22 Uhr) zu 16 Gratisveranstaltungen in Graz. Anmeldung erforderlich: Tel. (0 31 6) 827 122. Detailprogramm unter www. hungeraufkunstundkultur.at/ steiermark zu machen – auch in Zeiten finanzieller Engpässe. Mehr als 500 Kulturbetriebe in sechs Bundesländern unterstützen die Aktion mittlerweile. Allein in der Steiermark sind es 121 Partner und 103 Sozialpartner. 9500 Kulturpassbesitzer nehmen derzeit landesweit die Angebote in Anspruch, 2011 wurden zudem 13.000 Einzelkarten ausgegeben.

◆ Ganz in Weiß – wenn die Fête Blanche ein Mal im Jahr auf dem Programm steht, feiert ganz Graz FUCHS

Die legendäre Fête Blanche Neue Genossenschaft fürs Handwerk in der Grazer Seifenfabrik Das Netzwerk „Meisterwelten“ forciert eigene Stärken.

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ein, mit Großstädten wie Wien konkurriert man nicht, „da spielt sich schon noch mehr ab“, gibt Gerald Kuhn von den Grünen zu. Und doch „wagen wir uns in Graz heuer weiter, gehen einen Schritt nach vor in die Öffentlichkeit“. Dazu gehören Partys – und eine „lesbischwule/transgender Tram“. Am Samstag, dem 23. Juni. Und damit rechtzeitig zum Christopher-Street-Day. Dieser wird alljährlich in Gedenken an die Morgenstunden des 28. Juni 1969 gefeiert, als es in der Christopher Street in New York zu einem Aufstand von Homosexuellen gegen „Polizeiwillkür“ kam. 43 Jahre später ist man in Graz von einem Aufstand weit entfernt – aber auch von täglichen Umarmungen, weil eh alles eitel Wonne ist: Ja, in der Murmetropole seien Toleranz und die Einstel-

N

Mitglieder der Meisterwelten präsentieren ihre regionalen Produkte

nale DJ-Größen wie DJane Julia Carpenter aus Ungarn oder StarDJ JP Candela aus Ibiza. Am Discofloor präsentiert die Antenne Steiermark Klassiker aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren. Rechtzeitig Tickets sichern – in allen Steirischen Sparkassen und Ö-Ticket VVK-Stellen. INFOS: www.feteblanche.at/graz

HOFFMANN

Am Samstag feiern Homosexuelle und Bisexuelle auch in Graz den „Christopher-Street-Day“. Heuer gar mit einer eigenen Bim.

KK

Mit insgesamt über 9000 Besuchern ist die Fête Blanche längst zum jährlichen Szene-Highlight des Sommers in Graz geworden. Mit einem internationalen Top Programm wird am 23. Juni erstmalig in der Seifenfabrik in Graz gefeiert. Für coole Beats und sexy Flair am Housefloor sorgen internatio-

Einige der Organisatoren, die am Samstag eine eigene „Regenbogen-Bim“ mobil machen

„Wir wagen uns weiter“

PRÄSENTIERT

GRAZ. Die neue, branchenübergreifende Genossenschaft „Meisterwelten“ will jetzt mit der Förderung und Fortentwicklung hochwertigen Handwerks durchstarten. Vom Bäcker, Weber, Installateur: Alle sollen voneinander lernen. Ziel ist ein professioneller Auftritt. Zunächst bis 2014 werden die Meisterwelten von Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer und dem Land Steiermark mit 330.000 Euro ge-

fördert. Damit will man eine starke Dachmarke für das Handwerk aufbauen. Im Gegensatz zur ähnlich klingenden „Meisterstraße“ gehört die neue Genossenschaft nur den Betrieben selbst, grenzt sich Meisterwelten-Aufsichtsrat Bertram Mayer ab. „Von den derzeit 30 Betrieben wollen wir bis 2016 180 unter unsere Plattform bringen“, hofft Koordinatorin Claudia Glawischnig. Info: www.meisterwelten.at

n Graz wird sie ordentlich gerührt: die Werbetrommel. Plakatwände, Fahnenwald . . . Ein Hindernislauf für Menschen mit Beeinträchtigungen. Optischer Nahkampf für Passanten. Das tägliche Buhlen um neue Kunden. Aber seien Sie ehrlich, fällt’s Ihnen noch auf? Wissen Sie, welche Werbung vor Ihrer Haustüre hängt? Nicht nur so manchem Grazer flirren da die Augen, auch Touristen ist das Werbedickicht bei Urlaubsfotos ein Dorn im Auge. Dieser Plakatwald ist ab heute Thema beim Internationalen Städteforum (Seiten 34/ 35). Maxime: Qualität statt Quantität. Auch beim „städtischen“ Ankünder setzt man schon auf die Devise weniger ist mehr. Eine Wohltat für überreizte Augen. Und vielleicht merkt man sich dann ja, welches Produkt hinter dem Plakat steckt. enn das Einzige, das ganz sicher nicht mit der Anzahl der Werbetaferln steigt, ist unsere Aufmerksamkeit.

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Mit dem Aktionstag will man einmal mehr auf die Initiative hinweisen, die Schwellenangst vor Kultur senken und die Zahl der Nutzer erhöhen. Die Lust geweckt wird heute um 10 Uhr mit einem Eröffnungsfrühstück im Auditorium des Joanneumsviertels, danach kann man sich durch den neu gestalteten Ausstellungskomplex führen lassen oder viele andere Abteilungen des Landesmuseums besuchen. Appetit auf Kultur machen weiters Workshops von BrazilDance bis Steirisch Tanzen, ein Besuch bei Radio Helsinki oder im Kindermuseum, die Oper mit „Carmen“ oder das Schauspielhaus mit „Rechnitz“ und vieles mehr. Alles kostenfrei, allerdings ist Anmeldung erforderlich.

lung „Wie es euch gefällt“ daheim – aber auch diskriminierende Vorfälle. „Das geht vom Schimpfwort bis zum Verbot von Verpartnerungen im Trauungssaal der Stadt“, so Gerald Kuhn, der mit Markus Weidinger die Feierlichkeiten initiiert hat. Daher will man am 23. Juni einmal mehr informieren – auf ungewöhnlichem Wege: Ab 15 Uhr ANZEIGE

pendelt zwischen Murpark, Jakominiplatz und Laudongasse eine eigens gemietete Bim. Wer mitfährt, tut dies kostenlos und bekommt obendrein noch Infomaterial und lässige Musik serviert. Apropos: Am Samstag wird zudem ab 13 Uhr im Volksgarten gefeiert, abends auch in den Lokalen Rage, Rush und s’Murnockerl. MICHAEL SARIA

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Sie erreichen die Autorin unter carmen.oster@kleinezeitung.at

WARUM . . . . . . wird auf dem Radweg zwischen Hauptbrücke und Tegetthoffbrücke (Richtung Süden) das von den Bäumen hängende Geäst nicht entfernt, sodass das viel befahrene Stück eigentlich nur einspurig befahrbar ist? Beppo Tonka-Miller, „Kleine“-Leser ANTWORT: Grundsätzlich ist das Land Steiermark für das Schneiden der Bäume zuständig, wird aber von unseren Mitarbeitern demnächst durchgeführt. Gerald Pichler, Holding Graz Wissen, warum: Kleine-Leser stellen Graz-Fragen, wir liefern die Antwort. Fragen an: graz@kleinezeitung.at

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Chronik

Donnerstag, 12. April 2012

Preis für tiergerechtes Foto: kk

■ Josef Kaltenegger Für die Handwerksbetriebe gibt es nun mit den Meisterwelten die erste Genossenschaft.

Genossenschaft Meisterwelten für die Steirer Als branchenübergreifendes Netzwerk für die qualitätsorientierte Steiermark wurden die Meisterwelten Steiermark aus der Taufe gehoben. Für Kleinund Mittelbetriebe bilden sie den Rahmen für regionale und überregionale Marketing- und Vermarktungsaktivitäten in einem über die eigenen Möglichkeiten hinausgehenden Umfang. Mitmachen können sowohl Handwerksbetriebe in ihrer urtypischen Form als auch Meister der Kulinarik. Dazu gibt es für jeden Betrieb ein maßgeschneidertes Starterpaket, unter anderem bestehend aus einem Unternehmenstext und einer professionellen Fotostrecke, sowie eine Innovationsberatung in Kooperation mit dem Studiengang „Innovationsmanagement“ der FH Campus 02. Die Meisterwelten sind eine Genossenschaft. Info: Claudia Glawischnig, Tel. 06 64/ 13 341 54.

Bei Geflügelhaltung gilt Käfigverbot. Foto: Toni‘s Freilandeier

Zum dritten Mal schreibt die Tierschutz-Ombudsstelle Steiermark den Preis für tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum aus.

L Die Ausschreibung gilt für alle Nutztierformen. Foto: Kaltenegger

andwirtschaftliche Gebäude sind ein sichtbares Spiegelbild für die Bauernarbeit in einer Region. Sie sind prägende Faktoren einer Kulturlandschaft – die Visitenkarte der Betriebe und ihrer Schwerpunkte. Der Arbeits- und Lebensraum für Mensch und Tier muss vielen Anforderungen entsprechen. Er soll arbeitsgerecht wie ökonomisch und tiergerecht sowie umweltverträglich ins Landschaftsbild eingebettet sein. Der Preis für „Tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum“ wird 2012 zum dritten Mal ausgeschrieben. Er würdigt zukunftsweisende Bauprojekte in allen Bereichen der Nutztierhaltung, welche sich durch besondere Tierfreundlichkeit auszeichnen.

Ziele Der Preis soll für beste tiergerechte Lösungen anregen.Foto: UaB

Das Ziel gelungene

ist es, besonders Konzepte des

Artgerechtes Bauen Teilnehmen können Nutztierkategorien wie Geflügel, Pferd, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und sonstige. Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert, die jeweils mit einem Preis in der Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet werden. Für das beste Tierfoto gibt es dazu einen Sonderpreis mit 300 Euro. tierfreundlichen Bauens in der Nutztierhaltung zu prämieren. Von den eingereichten Bauprojekten aller Nutztierkategorien (Geflügel, Pferd, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und sonstige) werden maximal zehn Betriebe nominiert und von der Jury besichtigt. Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert, die jeweils mit einem Preis in der Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet werden. Insgesamt werden 6000 Euro als Anerkennungspreis vergeben.

Kriterien Das wichtigste Kriterium heißt „Besondere Tierfreundlichkeit“, wobei dafür über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehende bauliche Maßnahmen anerkannt werden. Es gelten dafür folgende grundlegende

Wertewandel in Unternehmen Trendforscher Peter Wippermann sprach bei der Saubermachergruppe über Wertewandel in Gesellschaft und Unternehmungen.

A

uf Unternehmungen warten in immer kürzeren Intervallen immer größere Herausforderungen, insbesondere, wenn man sich im internationalen Wettbewerbsumfeld bewegt. Die Saubermachergruppe

diskutierte mit dem Trendforscher Peter Wippermann, der in Deutschland den Begriff der „Ich AG“ prägte, im Rahmen des ECO Talk über die Wertewelt der Gesellschaft. Er zeigte Marktchancen auf, die aus den Sehnsüchten einer Gesellschaft resultieren, wobei das Emotional Design von Produkten und Services im Vordergrund stehe. Weitere Themenschwerpunkte waren unter anderem Gesellschafts- und Konsumtrends und damit verbunden die Zukunftstrends in der Entsorgungswirtschaft. Wippermann ist auch renommierter Buchautor und Kommunikationsdesigner, er konnte die Teilnehmer begeistern.

Die Saubermacher-„Macher“ hatten den Trendforscher Peter Wippermann im Rahmen der ECO-Gespräche zu Gast. Foto: Saubermacher

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte (speziell Inserate) dieser Archivseite zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gültigkeit mehr aufweisen müssen!


KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

26 | WESTSTEIER

WESTSTEIER | 27

Gemeinsam können sie es „meistern“

NOTDIENSTE ÄRZTE/KRANKENHAUS Die Dienstbereitschaft der praktischen Ärzte im Bezirk Voitsberg erfahren Sie telefonisch unter der Kurzwahl 141. LKH Voitsberg: Tel. (03142) 201. Krankentransporte: 148 44 (ohne Vorwahl) Rotes Kreuz Notruf: 144 Vergiftungs-Informationsbüro: Tel. (01) 40 64 343

Mit „Meisterwelten“ versucht sich eine neue Plattform für regionale Meisterbetriebe in der Steiermark zu etablieren.

TELEFONSEELSORGE Die steirische Telefonseelsorge erreicht man unter der Kurzwahl 142.

HEIKE KRUSCH

SUCHTBERATUNG

s ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Das alt bekannte Sprichwort, das meist Lernende motivieren soll, gilt auch für echte Meister – also für ausgebildete Handwerker, die aufgrund besonderer Leistungen und Ausbildungen ihren Betrieb

E

BAS-Suchtberatung, Voitsberg, Schillerstraße 19, montags von 9 bis 16 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 0507900 4500, sind allerdings unbedingt notwendig.

KINDER

KLEINE ZEITUNG DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

zum Meisterbetrieb gemacht haben. Einen Mangel an solchen Betrieben gibt es in der Steiermark freilich nicht. Oft fehlt es den Betrieben jedoch an Möglichkeiten, um ihre Produkte mit der notwendigen Vehemenz an den Kunden zu bringen. „Das soll sich durch die sogenannten Meisterwelten jetzt ändern,“ meint Caroline Stramitz, die kürzlich die regionale Projektleitung des steirischen Zentralraums sowie für die Süd-West-Steiermark übernommen hat.

Netzwerk der Handwerker Sie erklärt: „Bei den Meisterwelten handelt es sich um eine Genossenschaft, deren Ziel eine bessere Vernetzung der Handwerksbetriebe sowie gezieltere Pressearbeit und Hilfe bei Messeauftritten ist.“ Stramitz sieht ihre Aufgabe darin, Betriebe zu unterstützen, auf sich aufmerksam zu machen. „Durch unsere Aktivitäten sollen die Kunden neugierig auf die regionalen Handwerksbe-

triebe werden. Sie sollen Lust darauf bekommen.“ Das hofft auch Stefan Krammer, Meisterwelten-Gründungsmitglied und Tischlermeister aus Rosental. „Große Betriebe haben meist eigene Presseabteilungen und speziell ausgebildete Arbeitskräfte für diesen Bereich. Als kleiner Betrieb ist man in Sachen Marketing auf die Hilfe von außen angewiesen“, betont er. Von den Meisterwelten erhofft er sich allgemeine Information, aber auch individuelle Unterstützung. „Weil es mir vor allem darum geht, regional mit meinen Produkten bekannt zu werden.“ Für Regina Strunz, Besitzerin einer Weberei in Bad Gams, die auch ganz individuelle Kundenwünsche erfüllt, bergen die Meisterwelten auch noch einen anderen Vorteil. „Mithilfe der persönlichen Betreuung habe ich auch als kleinstrukturierter Betrieb die Möglichkeit, mich im Rahmen einer Qualitätsoffensive weiter zu entwickeln.“ Gemein-

sam mit der Fachhochschule Campus 02 bieten die Meisterwelten nämlich einen sogenannten Innovationscheck an. „Dabei wird festgestellt, wo man als Betrieb im Moment steht und wo man sich hin entwickeln könnte“, erklärt Strunz. „Nach fast 30 Jahren ein wichtiger Schritt.“

Pläne für die Zukunft Und Stramitz hat noch weitere Pläne innerhalb der Genossenschaft. „Wir planen ein Buch aller teilhabenden Handwerksbetriebe“, sagt sie. „Dabei sollen die Geschichten der Betriebe erzählt werden, die oft jahrzehntelange Tradition haben.“ Die Präsenz in der Öffentlichkeit möchte man vor allem mit Veranstaltungen forcieren. „Eine Idee wäre ein Aufmeistern im Rahmen des Aufsteirerns in der Grazer Innenstadt“, sagt Stramitz, die hofft, dass demnächst möglichst viele steirische Meister vom Himmel in die Meisterwelten fallen. Für die derzeitigen

Regina Strunz leitet seit 30 Jahren eine Weberei in Bad Gams FURGLER, MONTAGE M4

MEISTERWELTEN

Mitglieder liegen die Vorteile auf jeden Fall klar auf der Hand. Strunz: „Wir können unsere Interessen besser vertreten, wenn wir gemeinsam in den Wald hinein rufen.“

Mit 19. April geht die Homepage der Meisterwelten (www.meisterwelten.at) online. Informieren kann man sich über die Genossenschaft aber schon jetzt. Caroline Stramitz ist unter caroline.stramitz@meisterwelten.at erreichbar.

Flexible Kinderbetreuung „kunterbunt“, Voitsberg, Thalleinstraße 18, für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren. Geöffnet von 7.30 bis 14 Uhr. Tel. 0664-855 05 75.

Stefan Krammer betreibt eine Tischlerei in Rosental

„Liebevolle“ Dreharbeiten

Noch einmal „Gut aufgelegt“ bei elektronischer Musikveranstaltung

Wenn Musik zur Unterstützung wird

Das ATV-Team kommt am Samstag in das „Stau“.

Voitsberger sind mit Elektromusik auf Erfolgskurs.

Die Neue Mittelschule Stallhofen singt und tanzt zugunsten der steirischen Leukämiehilfe.

KÖFLACH. Es gibt Männer, die sich lieber nicht im Privaten, sondern vor laufender Kamera auf die Suche nach der richtigen Frau machen. Im „Geschäft mit der Liebe“, einer Sendung des österreichischen Privatsenders ATV, machten sich einige Männer bisher in den ehemaligen Ostblockländern auf Brautschau – mit mäßigem Erfolg. Jetzt wird das Format erweitert. Gerhard Klein, der Neue in der dritten Staffel, kommt kommenden Samstag (14. April) in das „Stau“ nach Köflach, um nach der Richtigen zu suchen. Drehbeginn ist um 21 Uhr. Während des Drehs herrscht aber natürlich normaler Betrieb. Das Datum der Ausstrahlung steht noch nicht fest.

KK, FOTOLIA (2)

KÖFLACH. Musik verbindet Menschen. So auch Patrick Lenzbauer, Jörg Stückler, Jürgen Wörndle, Patrick Christandl und Mario Peingröbler. Kennengelernt haben sich die fünf Voitsberger beim Fortgehen, wo sie ihr gemeinsames Interesse an elektronischer Musik entdeckten. Da es in der Region „mit dem Angebot an Elektromusik eher mager aussieht“, kam ihnen die Idee einer eigenen Veranstaltungsreihe für elektronische Musik, bei der hauptsächlich heimische DJs ihr Können beweisen. Nach langer Suche nach einem geeigneten Ort fiel die Wahl auf das K&K Café Köflach, wo die Gruppe von Angela Reinisch unterstützt wird. „Beim ersten Event am 3. Dezember 2011 haben wir positives Feedback bekommen. Da war uns klar, dass wir auf jeden Fall weiter

machen wollen“, so Lenzbauer. Am 14. April laden die Weststeirer nun zum zweiten Mal ab 21 Uhr ins K&K Café Köflach zu ihrer Veranstaltung „Gut aufgelegt“. 190 Zusagen verzeichnet die Gruppe bereits auf ihrer Facebookseite. Die ersten 20 Gäste erhalten Geschenke von Blue Tomato. Der Eintritt beträgt drei Euro, wobei es für alle Gäste Gutscheine für eine vergünstigte Taxifahrt gibt. In Planung sind für dieses Jahr noch zwei weitere Events in Köflach. „Im Sommer würden wir sehr gerne im Freien auflegen, aber das ist noch nicht fix“, so Lenzbauer. Ein Anliegen haben die Fünf allerdings noch: „Den Namen ,Gut aufgelegt‘ dürfen wir nicht länger benutzen. Ideen und Vorschläge für einen neuen Namen sind daher willkommen.“ ELISABETH TAPPAUF

Patrick Lenzbauer will in Voitsberg Elektromusik etablieren TAPPAUF

STALLHOFEN. Mit einem Benefizkonzert unterstützt die Neue Mittelschule Stallhofen zum zweiten Mal die Leukämiehilfe Steiermark und will damit ein Zeichen für Menschlichkeit setzen. Schuldirektor Alfred Niehs ist es ein großes Anliegen für die Leukämiehilfe zu sammeln, und er betont: „Wir wollen Musik in den Dienst jener stellen, die Hilfe brauchen“. Denn in der Schule ist man sich sicher: „Musik dient dem seelischen Wohlbefinden, fördert Teamgeist und den Umgang miteinander.“ Die Einnahmen des Konzerts gehen zu hundert Prozent an die Leukämiehilfe Steiermark, eine Non-Profit-Organisation, die Beratung und Hilfe für Patienten und deren Angehörige bietet. „Denn die Diagnose Leukämie

verändert das Leben Schlag auf Schlag“, weiß auch Niehs, der mit der Krankheit in seinem Bekanntenkreis konfrontiert wurde. „Von öffentlicher Hand kommt jedoch keine Unterstützung,“ ärgert sich Niehs. „Deshalb wollen wir der Leukämiehilfe und deren Obmann Rupert Tunner tatkräftig zur Seite stehen, da sie fachkundige Beratung und psychologische Hilfe anbietet.“ Seit Jänner 2012 wird während des Musikunterrichtes fleißig für das Benefizkonzert geprobt. „Immerhin begleiten sich die Schüler beim Konzert selbst mit den Instrumenten“, erklärt Niehs. Es wird ausschließlich auf Deutsch gesungen. Der Volksmusikteil wird von den Schülern abgedeckt, während das Ambrosi Quartett, der Singkreis Stallhofen

Die Schüler wissen: Übung macht den Meister und Dominik Ofner den modernen Teil präsentieren. Auf Letzteren ist Direktor Niehs besonders stolz: „Dominik ist bei uns zur Schule gegangen und hat im vergangenen Jahr bei der ORF Castingshow Die große Chance mit Harmonika und selbst kom-

TAPPAUF

ponierten Liedern das Halbfinale erreicht.“ Das Benefizkonzert findet am 20. April um 20 Uhr im Freizeitzentrum Stallhofen statt. Eintrittskarten sind mit je zwölf Euro direkt an der Abendkasse zu erwerben. ELISABETH TAPPAUF


ALTES WISSEN NEUE IDEEN.

STEIERMARK

Was durch diese Verbindung entstehen kann? Beispielsweise der ConvertTable – ein weltweit einzigartiger Wohnzimmertisch, der mehr ist, als nur Ablagefläche. Der ConvertTable ist zugleich ein Fahrsimulator. Entwickelt und produziert von steirischen Meisterbetrieben! Als branchenübergreifendes Netzwerk für qualitätsorientierte Handwerksbetriebe aus der ganzen Steiermark wurden die Meisterwelten Steiermark gegründet. Ihre Mitglieder sind sowohl besondere Handwerksbetriebe in ihrer urtypischen Form, wie auch Meister der Kulinarik – und über 30 haben es bereits geschafft. Sie sind Teil der Meisterwelten Steiermark.


Meisterwelten Presseberichte  

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