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Flutlicht Fussball Film Festival Basel

3 flutlichtfestival.ch

15.–17. Januar 2016 ‹Bar du Nord› Badischer Bahnhof Basel


Editorial Andrea Roth Fast schon eine Tradition

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Filmende Fussballer Die 10 besten FC Basel-Filme aller Zeiten

Tradition ist im Fussball ein bedeutsames Wort. Auch wenn nicht immer alles, was als traditionelles Erbe verstanden wird, tatsächlich über so lange Zeit und über so viele Generationen überliefert worden ist, wie es die Definition verlangen würde: Fussballkultur, wie wir sie heute verstehen, darf das. Sie kann tatsächliche Traditionen ganz selbstverständlich mit neuen Erscheinungs- und Ausdrucksformen in Verbindung setzen. Sie muss es sogar, will sie lebendig bleiben und nicht zum Museumsgut verkommen. Genauso, wie wir im FC Basel 1893 dafür arbeiten, dass der Club, trotz seiner 122 Lenze, nicht in einer Vitrine der Geschichte verstaubt und den Takt der Zeit mitgehen kann. Liebgewonnenes und immer wieder neu Entstehendes auf und neben dem Rasen, auf und hinter den Rängen, im und ausserhalb des Landhofs, des alten und des neuen Joggelis haben Fussballbasel zu dem gemacht, was es heute ist. Seien es die sich verändernden Gesten und Anordnungen der Trainer, die immer wieder neu erfundenen Frisuren und Rituale der Spieler, die neuen und immer gleichen Fangesänge in der Kurve, Choreo-Fotobände, Fussballgedichte in Zeitungen oder Fussballkultur-Bars. Alles kann zur Tradition, kann zum Fussballkulturgut werden. Und was, wenn nicht der Film dokumentiert dies alles für die Nachwelt und diese kann damit verifizieren, ob ihr Traditionsverständnis ein gerechtfertigtes oder doch ein etwas kurzsichtiges ist. Es freut mich deshalb ganz besonders, dass sich Saro Pepe und Claudio Miozzari für Flutlicht auf die filmische Spurensuche im und um den FCB gemacht haben und uns mit den ‹10 besten FC Basel-Filmen aller Zeiten› auch mit einem Augenzwinkern Einblicke in das vertraute und weniger bekannte Erbe des FCB geben können. Zusammen mit dem ganzen, wunderbaren Festivalprogramm aus aller Fussballwelt ein Steilpass für angeregte Debatten darüber, was der Fussball war, ist und noch werden kann.

Andrea Roth Mediensprecherin/Öffentlichkeitsbeauftragte FC Basel 1893 Auf in die Flutlicht-Saison 2016. Immerhin die dritte Ausgabe und fast schon eine Tradition…

Liebe Festivalbesucherinnen, geschätzte Fussballkulturfreunde


Inhaltsverzeichnis und Programm

Freitag, 15. Januar 2016 18:30 20:00 21:45 Im Anschluss

Türöffnung, Barbetrieb Die 10 besten FC Basel-Filme aller Zeiten ‹Mehr als 11› Festivalparty mit Rev. Stoned Eye

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Samstag, 16. Januar 2016 11:30 ​12.15 14.15 ​16.00‹ 17.30 19.15 ​20.30 Im Anschluss 23.00

Allez Les Bleus! 13 Türöffnung, Barbetrieb 15 Classic ‹Fussball wie noch nie› 15 ‹Kurzpass 1› 16 ‹Ayaktakimi› Schweizer Premiere 19 ‹Una meravigliosa stagione fallimentare› 22 ‹Einwurf› Zwölf-Special 23 ‹Foot et immigration› Schweizer Premiere 24 Podium Fussball und Integration 25 Nocturne ‹Coup du tête› 27

Sonntag, 17. Januar 2016 Aus dem Staub und Matsch 28 10.30 Flutlicht-Brunch 29 12.30 Lesung Florian Raz ‹111 Gründe, den FC Basel 1893 zu lieben› 29 13.00 ‹Pelada› Schweizer Premiere 31 14:45 ‹Kurzpass 2› 32 15.45 Podium Chris Niemeyer 34 16:15 ‹El hijo de dios› Welt Premiere 35 Tribüne und Kassenhäuschen 37 Impressum und Dank 39

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3 7 Flutlicht ist das erste Schweizer Film Festival, das den Ball aufnimmt. Über 300 Besucherinnen und Besucher haben 2014 und 2015 diesen Steilpass angenommen und für eine stimmungsvolle Zuschauerkulisse gesorgt.

El hijo de dios ‹Der Sohn Gottes› ist ein Spielfilm über Fussball im Kleid eines Western. Er stellt die ursprüngliche Fussball-Leidenschaft dem verbissenen Erfolgsgedanken gegenüber. (Seite 35)

Editorial Andrea Roth Rot, bleu, blanc, rouge


Programm 2016

Freitag, 15. Januar 2016 Kick-off mit Lokalkolorit Die Farben des Stadtclubs dominieren den Auftakt des dreitägigen Fussball-Film-Spektakels. Zum ersten Mal widmet Flutlicht dem FC Basel 1893 einen Schwerpunkt und dies gleich mit Raritäten, die so noch nie zu sehen waren. Saro Pepe und Claudio Miozzari haben für uns in den dunkelsten Archiven nach Perlen und Kuriositäten gegraben, die nicht nur FCB-Anhängerinnen und -Anhänger begeistern werden. Abgerundet wird der Abend mit der erstmaligen Präsentation der Kurzfilm-Dokumentation ‹Mehr als 11›, die den Menschen gewidmet ist, welche hinter den schillernden FCB-Kulissen am nächsten (Serien-)Titel mitarbeiten. Und selbstverständlich soll zum Abschluss auch noch ein wildes Tänzchen drin liegen.

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Coup du tête Hervorragende Schauspieler illustrieren unter der Regie des vielfach ausgezeichneten Jean-Jaques Annaud (‹Der Name der Rose‹, ‹Sieben Jahre in Tibet›) den alltäglichen Wahnsinn einer französischen Arbeiterstadt, wo Fussball für viele Männer den einzigen Lebensinhalt bedeutet. (Seite 27)

Bunt werden sie, die drei Flutlicht-Tage: Neben den Farben des lokalen Herzensclubs dominiert die französische Tricolore das Programm. Dass in der Bar du Nord daneben aber praktisch alle Nuancen des Regenbogens Platz finden, bewiesen bereits die ersten beiden Festivals. Denn Fussball ist mehr als rote und gelbe Karten, mehr als karierte Eckfähnchen und grüner Rasen. Lassen Sie sich auch 2016 davon überzeugen.

1 von 111 Gründen, den FCB zu lieben: Weil es ohne den FC Basel nicht die mythenumrankte Geschichte gäbe, woher die Farben des FC Barcelona stammen. (S. 29)

Rot, bleu, blanc, rouge


18.30 Uhr Türöffnung und Barbetrieb

Die 10 besten FC Basel-Filme aller Zeiten

Unsere Auswahl der 10 schrägsten und überraschendsten Funde entführt die Besucherinnen und Besucher von der Stummfilm­ ära in eine Zeit, da Fussballspiele auch auf Schnee ausgetragen wurden und der FCB ist dabei sowohl im Theater, als auch in der Nationalliga B anzutreffen. Schmalfilmperlen privater Enthusiasten wechseln sich ab mit unbekanntem aus dem SRF-Keller und sogar im Archiv des FC Zürich wurden wir bei unserer Suche durch sieben Jahrzehnte Schweizer Fussballfilmgeschichte fündig. Treten Sie ein und sehen Sie: die besten FCB-Filme aller Zeiten! Zusammenstellung und Moderation Saro Pepe Archivar, Zürich Claudio Miozzari Ausstellungsmacher, Basel Filmmaterial ©1965–1994 Schweizer Radio und Fernsehen Lizenziert durch Telepool Gmbh, Zürich Schweizerisches Bundesarchiv, Bern

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Auf der Suche nach bewegten Bildern zum FC Basel hat Flutlicht weitum gesucht, tief gegraben und einiges entdeckt – in einem wilden Ritt durch die Filmarchive dieses Landes präsentieren wir nun: alles zum FC Basel auf Zelluloid!

FC Basel Screening in der Bar du Nord Lionel Weitnauer zeigt seinen Film aus dem Jahr 1994!

Die Mutter aller Auswahlen! Im Frühling 2016 ist Flutlicht mit einem Filmabend im FCZ-Museum zu Gast. Es feiert sein fünfjähriges Jubiläum.

20.00 Uhr Moderierte Kurzfilme und Dokumentationen Welt Premiere Mit Saro Pepe und Claudio Miozzari


Mehr als 11

Land, Jahr Schweiz, 2015 Dauer: 30 Minuten Sprache/UT DE (CH)/keine Produktion FocalPointFilms; Fadeout; Chromonaut.ch; GGG Kulturkick Regie David Meury Darsteller Michael Köhn, Erwin Krieg und Eric Kessler Drehbuch/Idee David Meury

Flutlicht Festival-Party Anschliessend DJ Rev. Stoned Eye Wo Rev. Stoned Eye drauf steht, ist Thunder Boogie drin: Eine Mischung aus stampfendem Voodoo-Blues, abgrundtiefem Popcorn und schrägen Orientals stellt die Frage, an welchen Gott dieser selbst ernannte Reverend glaubt – sicher ist er schwarz und rund und dreht sich mit 45 rpm. Eintritt in der Tageskarte inbegriffen.

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Der Kurzfilm entstand im Rahmen einer Maturarbeit und wirft einen Blick hinter die Kulissen des FC Basel 1893. Der ­Küchenchef, der Stadion-Speaker und der Schiedsrichterbetreuer ­gewährten dem Gymnasiasten David Meury jeweils während eines ganzen Spieltags Einblick in ihren Job und plauderten ­dabei gerne mal aus dem Nähkästchen.

DJ Rev. Stoned Eye 40s/50s/60s/70s Country, Bluegrass, Hillbilly und was sich sonst so beim Waffenschrankputzen findet. 100% Vinyl mit 45 oder 33 rpm.

Bestnote 6 Mit dem Prädikat ‹herrausragend› wurde David Meurys Maturarbeit am Gymnasium Münchenstein bewertet. «Ich wollte die Menschen zeigen, die nicht im Scheinwerferlicht des Fussballs stehen und trotzdem einen sehr wichtigen Beitrag zum Gelingen eines Heimspiels leisten!»

21.45 Uhr Kurzfilm Dokumentation


Samstag, 16. Januar 2016

Daneben bietet der lange Flutlicht-Samstag einiges mehr. Das Bouquet hält mehrere Schweizer Premieren bereit und reicht von Fussballfilm-Klassikern über spannende Dokumentationen (etwa zu unserem diesjährigen Key-Visual George Best), ausgewählte Kurzfilme und – last, but not least – einem genauso unterhaltsamen wie bespassenden Einwurf der ‹zwölf›-Redaktion um Mämä Sykora und Sascha Török.

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Im Frühsommer 2016 wird Frankreich mit der Europameisterschaft zum Zentrum der Fussballwelt und auch Nicht-Fussballbegeisterte werden um das Thema kaum herum kommen. Flutlicht widmet den Samstags-Schwerpunkt all jenen, die mit der Grande Nation mehr als Les Bleus und kulinarische Erlebnisse in Verbindung bringen und der französischen Fussballkultur auf die Schliche kommen wollen. Selbstverständlich hält das Programm auch für ausgewiesene Kennerinnen und Kenner der Ligue 1 Entdeckung bereit, spätestens wenn unsere Podiumsgäste ausgesuchte Aspekte vertiefen.

UEFA Euro 2016 France Das offizielle Maskottchen hört auf den Namen ‹Super Victor›. Zur weiteren Auswahl standen ‹Goalix› und ‹Driblou›.

Pelada Luke und Gwendolyn, zwei ehemalige College Fussball-Stars, erzählen die Geschichten von Menschen rund um den Erdball und ihrer Freude am Spiel. (Seite 31)

Allez Les Bleus!


Fussball wie noch nie 12.15 Uhr Dokumentarfilm

El Hijo de Dios Der Sohn Gottes – Ein biblischer Fussball-Western. (Seite 35)

Am 12. September 1970 gewann Manchester United gegen Coventry 2:0. Vom eigentlichen Spiel sieht man in diesem Dokumentarfilm wenig. Hauptfigur ist der legendäre George Best, der Spieler mit der Nummer 11, den Hellmuth Costard 90 Minuten lang mit acht 16-mm-Kameras begleitet hat. Neben einem Assist und einem eigenen Torerfolg sticht deutlich ins Auge, wie oft Best dem Spiel, wenn er in Ballbesitz kommt, eine unmittelbar spürbare Veränderung aufzudrücken versteht. Doch trotz der optischen Fixierung auf einen einzigen Spieler wird deutlich, dass Fussball Teamarbeit bedeutet und die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten einen ungewöhnlichen und faszinierenden Einblick in das Spiel. Diese puristische Filmsprache gilt bis heute als stilbestimmend für etliche nachfolgende Filme, die einen einzelnen Fussballstars ins Zentrum setzen und auf künstliche Dramaturgie verzichten. So zum Beispiel Im Jahr 2006 ‹Zidane – Ein Porträt im 21. Jahrhundert›. Land, Jahr Deutschland, 1971 Dauer 105 Minuten Sprache/UT keine Produktion Werner Grassmann und Ken Stanley Regie Hellmuth Costard Darsteller George Best Drehbuch/Idee Hellmuth Costard

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Flutlicht-Classic

Eine Fussball-Meditaion Die Kameras sind ausschliesslich auf George Best gerichtet. In Echtzeit sieht man ihn über 90 Minuten agieren, in Zweikämpfe gehen, Pässe schlagen, aufs Goal schiessen..

11.30 Uhr Türöffnung und Barbetrieb


‹Kurzpass 1› 14.15 Uhr

L’équip petit Vierzehn Kinder bilden eine Mannschaft und spielen Fussball aus Freude. Dass sie immer verlieren und noch keinem von ihnen ein Tor gelang, ist dabei egal. Völlig egal. Land, Jahr: Spanien, 2011 Dauer 10:50 Minuten Sprache/UT ES/en Produktion El Cangrejo Regie Dani Resines and Roger Gómez Darsteller L’équip petit Drehbuch/Idee Roger Gómez, Dani Resines

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Coach Schweizer Premiere Ein Vater fährt mit seinem Sohn zum Auswärtsspiel der ‹Three Lions› gegen Frankreich. Als sie mit einer Panne auf der Autobahn stehen bleiben, werden sie von englischen Fans mitgenommen. Der Junior ist begeistert vom Anführer der Gruppe und die Autorität des Vaters wird zunehmend in Frage gestellt. Jury-Spezialpreis Bester Kurzfilm (Generation +14), Berlinale 2015. Land, Jahr Frankreich/Grossbritannien, 2014 Dauer 14 Minunten Sprache/UT EN/keine Produktion Fluxus Films; Gaelle Mareschi Regie Ben Adler Darsteller Conner Chapman, Stuart McQuarrie, Ben Batt, Tom Morton Drehbuch/Idee Ben Adler


The groundsman In einem schottischen Dorf erfährt der einsam und zurückge­ zogen lebende Platzwart von der Auflösung seines Dorfvereins. Um sich seinen Problemen und Ängsten nicht stellen zu müssen, geht er weiterhin den Aufgaben im Stadion nach und gerät schnell in Konflikt mit seinem Umfeld. Nominiert für drei Bafta Scotland New Talent Awards und Sieger in den Kategorien Best Fiction und Best Editing.

Bigmundial Die Roten gegen die Gelben: Zwei verfeindete Fankurven, ein cholerischer Platzwart, ein Zeppelin und eine Ente. Es ist alles hergerichtet für das Spiel der Spiele. Der Kurzfilm stammt aus der 2D-Animationsreihe Bigshot von Maurice Huvelin. Land, Jahr Frankreich, 2013 Dauer 2:30 Minuten Sprache/ keine Produktion Christophe Camoirano Regie Maurice Huvelin Darsteller keine Drehbuch/Idee Maurice Huvelin

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Land, Jahr Grossbritannien, 2013 Dauer 15 Minuten Sprache/UT EN/de Produktion Royal Conservatoire of Scotland, Kenny MacKay Regie: Jonny Blair Darsteller David O‘Hara, Brian McCardie, Jim Sweeney u.a. Drehbuch/Idee Jonny Blair


Bosnia in our hearts Bosnien-Herzegovina ist ein geteiltes Land und dessen Bürger sind in alle Teile der Welt verteilt. Aber eines der Dinge, die sie vereint ist die Liebe zum Fussball. ‹Bosnia in our hearts› begleitet drei in Finnland lebende Bosnier, zum alles entscheidenden Spiel für die Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien. Land, Jahr Finnland, 2013 Dauer 29 Minuten Sprache/UT EN/de Produktion Finnish Broadcasting Company; John Stark, Peter Berndtson Regie: Sixten Björkstrand Darsteller keine Drehbuch/Idee Sixten Björkstrand

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Watching the ball Warum sollten Fussballspiele nicht in den Weltraum übertragen werden? Wie sieht es bei einem Superhelden zuhause aus? Und was kann Fussballschauen für Unheil anrichten? Diese und andere drängende Fragen werden im kollektiven Animationsfilm in aller Kürze beantwortet. Land, Jahr: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Estland, Russland/Deutschland, 2014 Dauer 13 Minuten Sprache/UT EN/keine Produktion Power Toons & Projector 23 Michael Schwertel, Martin Kleinmichel Regie Anastasia Tasic, Ivan Ramadan, Katre Haav, Nenad Krstic, Tatiana Moshkova, Till Lassmann, Martin Kleinmichel Darsteller keine Drehbuch/Idee Anastasia Tasic, Ivan Ramadan, Katre Haav, Nenad Krstic, Tatiana Moshkova, Till Lassmann, Martin Kleinmichel


Schweizer Premiere Die Auswirkungen der Istanbuler Gezi-Proteste sind bis heute spürbar: Eine Gruppe, die damals besonders im Vordergrund stand, ist die Beşiktaş-Fanfraktion Çarşı. Unterstützt von anderen, eigentlich oft verfeindeten Fangruppierungen, war sie aktiv an den Demonstrationen und Auseinandersetzungen beteiligten. Çarşı steht nun wegen eines «versuchten Umsturzes des Staates» vor Gericht und den Beteiligten drohen mehrjährige Haftstrafen. Doch nicht nur Çarşı steht am Pranger. Es tobt grundsätzlich ein Kampf rund um die Stadien und organisierte Fangruppen sehen sich mit immer strikteren Gesetzen und wachsender Polizeipräsenz konfrontiert. Der Dokumentarfilm porträtiert die türkische Fankultur, die in diesem Umfeld vor allem Protestkultur ist. Gegen den kommerziellen Fussball, aber auch gegen die türkische Regierung, von der die Fans mehr und mehr ins Visier genommen werden. Die Palette der staatlichen Repression reicht von umstrittenen Gesetzen bis hin zum Schauprozess gegen Çarşı. Ayaktakımı nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine farbenfrohe und leidenschaftliche Reise von Istanbul bis Diyarbakır. Land, Jahr Deutschland, 2015 Dauer 65 Minuten Sprache/UT TUR/de Produktion Finanziert über www.startnext.de ohne Beteiligung Produktionsfirma Regie Naz Gündoğdu Darsteller Ayhan Güner, Thomas «Alman Ali» Panhart, Bilal Akkalu, Ilyas Bulcay u.a. Drehbuch/Idee Friedemann Pitschak und Naz Gündoğdu

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16.00 Uhr Dokumentarfilm

Ayaktakımı ‹Ayaktakımı›: bedeutet übersetzt ‹Fussmannschaft›; im türkischen ein von oben herab, abwertender Begriff für das einfache, nutzlose Volk auf den Strassen: ‹Pöbel, Gesindel›.

Ayaktakımı


George Best: Fussball wie noch nie Loos wie d’Füürwehr, ab durch d’Latte, schnäller als dr Beatle Bescht.


Una meravigliosa stagione fallimentare

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«Eine wunderbare Pleitesaison» «Un pimpante documentario che celebra il calcio inteso come passione in grado di cambiare la realtà»

Der Film erzählt märchen­hafte und liebevoll die Geschichte des italienischen Zweitligisten Bari FC, der Anfang 2014 insolvent ist. Als der ungeliebte Präsident abdankt, passiert ein kleines Wunder: Die Fans kommen nach Boykotten wieder zurück ins Stadion und die Mannschaft gewinnt wieder. Zusammen unternehmen sie alles Erdenkliche – von witzigen Aktionen im Internet bis zu Gebeten an den Schutzheiligen San Nicola – um einen neuen Investor zu finden. Am Ende spielt der neugegründete FC Bari 1908 sogar um den Wiederaufstieg in die Serie A. ‹Una meravigliosa stagione fallimentare› hat 2015 beim Fussballfilm-Festival ‹11mm› in Berlin die ‹Goldene Elf› gewonnen. Land, Jahr Italien, 2014 Dauer 86 Minuten Sprache/UT IT/de Produktion DinamoFilm Regie Mario Bucci Darsteller Carlo Valli, Michele Salomone, Vittoria Sallustro, Donato Petrosillo und Onofrio Vittorio Drehbuch/Idee Mario Bucci

Gewinner der ‹Goldenen Elf› des ‹11mm› Fussballfilmfestivals in Berlin Besucht das Fussballfilmfestival vom 17. bis 21. März 2016 im ‹Babylon› in Berlin: www.11-mm.de

17.30 Uhr Dokumentarfilm


19.15 Uhr Der cineastische Out-Einwurf zwölf – Fussball-Geschichten aus der Schweiz Unsere Empfehlung: Abonniert das Heft! Darin werden alle zwei Monate die besten Fussball-Geschichten aus der Schweiz erzählt. www.zwoelf.ch/abobestellung

Der Grosserfolg von 2015 ist wieder am Start! Mit Mämä Sykora und Sascha Török

Fussball, das ist grosse Unterhaltung. Manchmal zumindest. Kein Wunder, ist der Weltsport Nummer eins auf allen Kanälen präsent. Die zwölf-Redaktion hat in der Rappelkiste gegraben und fördert allerhand Schräges, Skurriles und Peinliches hervor aus der unheiligen Allianz zwischen den Königen Fussball und Fernsehen. Zusammenstellung und Moderation Mämä Sykora Journalist, Chefredaktor ‹zwölf› Fussballgeschichten aus der Schweiz Sascha Török Kulturtäter, Art Director ‹zwölf› Fussballgeschichten aus der Schweiz

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zwölf-Special

zwölf Special Mämä Sykora und Sascha Török wissen nicht nur mit ihrem legendären ‹Quiz der Populärkultur› zu begeistern! Wer sie letztes Jahr bei uns erlebt hat weiss, von was wir hier schreiben!

Flutlicht-Einwurf


20.30 Uhr Dokumentarfilm – Unbestätigt Schweizer Premiere Eric Contonas neuester Streich zeichnet die Geschichte der Immigration im französischen Fussball nach, insbesondere ­ ­anhand der französischen Nationalmannschaft. Seit 1930 und bis heute ist die Equipe Tricolor ein Spiegelbild der kulturellen und sozialen Vielfalt in Frankreichs Bevölkerung. Die grössten Immigrantengruppen des letzten Jahrhunderts bekommen in der Dokumentation durch vier ehemalige Nationalspieler ein Gesicht: Raymond Kopa, Michel Platini, Zinédine Zidane und Basile Boli. Der Dokumentarfilm nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine spannende Zeitreise und veranschaulicht die allgemeinen, aber auch persönlichen Entwicklungen, Zustände und teilweise auch Missstände zur jeweiligen Zeit der Porträtierten. Neben den erwähnten Fussballern kommt auch der bekannte französisch-marrokanische Schauspieler und Comédien Jamel Debbouze zu Wort. Eric Cantona, selbst Sohn eines italienischstämmigen Vaters und einer katalanischen Mutter, überzeugt mit seinem Film als Co-Autor und Co-Regisseur. Flutlicht freut sich, die Dokumentation mit selbst produzierten Untertiteln als Premiere im deutschsprachigen Raum zeigen zu dürfen. Land, Jahr Frankreich, 2014 Dauer 90 Minuten Sprache/UT FR/de Produktion Canto Bros., Canal Plus Regie Eric Cantona, Gilles Perez Darsteller Stéphane Beaud, Basile Boli, Eric Cantona, Zinedine Zidane u.a. Drehbuch/Idee Eric Cantona und Gilles Perez

Wir tun alles mögliche. Leider wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt (November 15) noch nicht abschliessend, ob wir den Film zeigen können. Bitte informiere Dich über den aktuellen Programmstand auf unserer Webseite.

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Eric Cantona Der französische Ex-Fussballer – und ins Schauspielfach gewechselte Eric Cantona – geht in diesem Film der Geschichte der Einwanderung in Frankreich durch das Prisma des Fussballs nach.

Foot et immigration. 100 ans d’histoire commune.


Anschliessend

Flutlicht-Podiumsdiskussion

Gäste Patrick Gasser Head of Corporate Social Responsibility UEFA (angefragt) Hasan Kanber Integrationskommission Fussballverband Nordwestschweiz Nazmi Kurtaj Projektleiter ‹Teamspirit›, Fachstelle Integration, Caritas Schweiz (angefragt)

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Papierli-Schweizer Stephan Lichtsteiner, Natispieler: «Wichtig ist mir darum auch, dass wir auf die sogenannten Identifikationsfiguren aufpassen, weil wir nicht mehr wirklich viele von diesen haben. Das ist kein Votum gegen meine Mitspieler mit Migrationshintergrund!»

Das französische Nationalteam zeichnet sich seit Jahrzehnten dadurch aus, dass es die Vielfalt der französischen Gesellschaft wiederspiegelt. Was von Aussen als Selbstverständlichkeit erscheint, basiert auf Entwicklungsprozessen, die nicht immer ohne Nebengeräusche über die Bühne gehen. Auch in Diskussionen um die Zusammensetzung der Schweizer ‹Nati› finden immer wider disharmonische Töne den Weg in die Medien und an Stammtische. Gerade an letzteren wird nach wie vor gerne zwischen ‹echten› und ‹Papierli-Schweizern› unterschieden. Wir stellen uns der Frage, welche integrative Kraft der Fussball hat und wo seine Grenzen in der Übernahme gesellschaftlicher ­Verantwortung liegen könnten.

Unsere Gäste Abhängig von anderen Verpflichtungen konnten bis heute (November 2015) noch nicht alle Gäste definitiv zusagen.

Fussball und Integration: ein Erfolgspaar?


Flutlicht ‹Nocturne›

Coup du tête

Land, Jahr Frankreich, 1979 Dauer 85 Minuten Sprache/UT FR/de Produktion Gaumont International, S.F.P. Regie Jean-Jauqes Annaud Darsteller Patrick Dewaere, France Dougnac, Jean Bouise, Michel Aumont, Corinne Marchand u.a. Drehbuch/Idee Peter Fernandez und Francis Veber

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Der Hauptprotagonist François Perrin ist ein Verlierer wie er im Buche steht. Obwohl er ein hoch talentierter Stürmer ist, spielt er nur in der zweiten Mannschaft des städtischen Fussballteams. Als er mit dem Star der Mannschaft, dem un­ sympathischen Brochard, aneinander gerät, kommt es für François knüppeldick: ­Zuerst wirft ihn der mächtige Präsident und Unternehmer aus dem Club, dann entlässt er ihn aus seiner Fabrik und zu guter Letzt landet er auch noch unschuldig im Gefängnis. Als der ­Verein für ein wichtiges Auswärtsspiel einen Ersatzmann für Brochard braucht, erinnert man sich wieder an François und holt ihn für die Zeit des Spiels aus dem Gefängnis. Nun ist die Stunde der Rache gekommen… Die burleske Komödie beschreibt satirisch treffend die Auswüchse des modernen Fussballs, wie sie sich bereits in der Entstehungszeit manifestierten. Hervorragende Schauspieler illustrieren unter der Regie des vielfach ausgezeichneten Jean-Jaques Annaud (‹Der Name der Rose›, ‹Sieben Jahre in Tibet›) den alltäglichen Wahnsinn ­einer französischen Arbeiterstadt, wo Fussball für viele Männer den einzigen Lebensinhalt bedeutet. Patrick Dewaere, einer der grossen Stars des französischen Kinos der 1970er-Jahre, ist die Rolle des charmanten Verlierers François auf den Leib geschrieben. Sein Kollege Jean Bouise erhielt für die beste männliche Nebenrolle 1980 einen César.

Die Kritik zu Coup de tête ‹Boshafter Blick hinter die Fussball-Fassaden›, fasste die Kinozeitschrift Cinema den Film 1979 zusammen.

Ayaktakımı: Taksim ist überall Seit den Gezi-Protesten sehen sich die Fans zahlreichen Repressionen ausgesetzt. Die Palette reicht von einem Prozess wegen ‹versuchten Umsturz des Staates› bis hin zu ‹Passolig›, dem elektronischen Ticketsystem. (Seite 21)

23.00 Uhr Spielfilm; Komödie


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Flutlicht-Brunch Beginn den Sonntag mit dem herrlichen Brunch, den unser Gastgeber ‹Bar du Nord› auftischt! Bitte reservier Dir einen Platz für 30.– p.P. direkt bei bar@garedunord.ch.

Aus dem Staub und Matsch Fussball wird auch dort gespielt, wo keine Green-Keeper für englische Rasenverhältnisse sorgen und kein ‹Glanz & Gloria› locken. Der Flutlicht-Sonntag nimmt Sie mit auf eine Weltreise des improvisierten Amateurfussballs. Dabei kommen prekäre soziale Bedingungen genauso zur Sprache wie die kleinen und grossen Freuden am Spiel. Berührende Einblicke in den Fussball abseits des grossen Scheinwerferlichts. Den Auftakt macht aber der traditionelle Flutlicht-Brunch mit Lesung. Florian Raz verrät uns dabei einige von seinen 111 Gründen, weshalb man den FC Basel 1893 einfach lieben muss. ­Humorvoll geht es auch zum Abschluss zu. Vor allem den Lachmuskeln (von denen wir, im Gegensatz zu den Adduktoren, noch immer nicht genau wissen, wo sie liegen) drohen mit «El hijo de dios» einige Überbeanspruchungen. Dazwischen sorgt ein Kurzfilmblock für Anregung für das anschliessende Publikumsgespräch mit Filmemacher Chris Niemeyer.

Der Festival-Geheimtipp Bei den letzten beiden Flutlichtausgaben durften wir bei unseren Lesungen Pascal Claude und Wofgang Bortlik begrüssen. Dieses Jahr freuen wir uns sehr auf Florian Raz. Leider musste uns sein Co-Autor Christop Kieslich absagen; er fährt dann Ski (!).

Sonntag, 17. Januar 2016


10.30 Uhr Türöffnung

Flutlicht-Brunch

Flutlicht-Lesung

111 Gründe, den FC Basel 1893 zu lieben 12.30 Uhr Mit Florian Raz Der 40-jährige Raz sammelte als Junior in dunklen Stunden nicht nur Geld für den vom Konkurs bedrohten FC Basel, ­sondern seit jeher offenbar auch Anekdoten und herzerwärmende F ­ akten über den Stadtclub. Heute analysiert er den FCB als Journalist (Tages-Anzeiger) und schreibt darüber hinaus auch sonst ­allerlei Schlaues. Zusammen mit seinem Berufskollegen Christoph Kieslich (Tageswoche) zum Beispiel kuriose und ­weniger kuriose Gründe, weshalb den Rotblauen die Herzen zufliegen (sollten). Aber hören Sie selbst, wenn der Basler Fussballkenner seine liebsten Schmankerln persönlich vorstellt – nicht nur diejenigen aus düsteren Clubzeiten.

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111 Gründe, den FC Basel 1893 zu lieben Die Google-Suche ‹111 Gründe, den FC Basel 1893 zu lieben› ergibt in 0,54 Sekunden 7930 Treffer.

Geniesse am Sonntagmorgen das Festival und die Bar du Nord ganz speziell bei einem reichhaltigen Brunch. und Lesung. ­Das Brunchbuffett startet ab 11 Uhr und ist für CHF 30.– p.P. zu ­haben. Für den Brunch bitte reservieren. Der Brunch ist nicht in der Tageskarte inbegriffen.

Ein Grund mehr, das Buch zu kaufen: Auf der Webseite des FC Basel ist kein Eintrag mehr zur Geschichte des FCB zu finden.

11 Uhr Reservation: bar@garedunord.ch


Pelada

Die Filmemacher Gwendolyn Oxenham und Luke Boughen, zwei ehemalige College Fussballstars, die es nicht bis zu den Profis geschafft haben, folgten nach dem geplatzten Traum i­ hrem Sport mit der Kamera um die ganze Welt. Vom Fussball der Gefangenen im berüchtigten Gefängnis San Pedro in ­Bolivien, über denjenigen der sogenannte Moonshine brewers in Kenya oder der Freestyle-Kicker in China. Die Dokumentation erzählt damit die faszinierenden und gegensätzlichen Geschichten von Menschen und ihrer Freude am Spiel mit dem Ball. Land, Jahr USA, 2010 Dauer 91 Minuten Sprache/UT EN/en Produktion Tripod Media Regie Ryan White, Rebekah Fergusson, Gwendolyn Oxenham und Luke Boughen Darsteller Gwendolyn Oxenham und Luke Boughen Drehbuch/Idee Ryan White, Rebekah Fergusson, Gwendolyn Oxenham und Luke Boughen

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Schweizer Premiere Fernab der grossen Stadien, der Flutlichter und herausgeputzten Rasenfelder, existiert eine andere Seite des Ballsports. In Slums, auf staubigen Plätzen oder auf matschigen Feldern wird der Fussball improvisiert und fast jedes Land hat einen eigenen ­Namen dafür: ‹Pick-up soccer› in den USA, ‹Taking a sweat› im Trinidad oder ‹Having a kick about› in England. In Brasilien wird es ‹Pelada› genannt, was wörtlich übersetzt ‹nackt› bedeutet: Das Spiel auf sein Minimum reduziert.

Pelada ‹Pelada›, Spanisch für: (sehr kurzer) Haarschnitt, Glatze, Irrtum, der Tod.

13.00 Uhr Dokumentarfilm


‹Kurzpass 2› 14.45 Uhr

Gol de Messi Juan döst auf dem Sofa friedlich vor sich hin und wird vom Anpfiff pünktlich zu Spielbeginn seines Herzensclubs FC Barcelona geweckt. Er hofft nicht nur auf eine unvergessliche Partie, sondern auch auf spektakuläre Tore seines Lieblingsspielers Lionel Messi. Doch dabei bleibt er nicht lange ungestört.

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Land, Jahr Spanien, 2013 Dauer 11:30 Minuten Sprache/UT ES/en Produktion Colectivo Sin Aliento Regie Christian León Brazao Darsteller Walter Silva, Maite Martorell, Jaume de Sans, Maribel Alavedra u.a. Drehbuch/Idee Germán Esteva, Jorge Pizarro

10 segundos Schweizer Premiere Die innige Beziehung zweier Brüder und die Erinnerung an einen grossen Fussballmoment lässt sie die schwierige Beziehung zu ihrem Vater wenigstens für eine kurze Zeit vergessen. Land/Jahr Argentinien, 2010 Dauer 3:10 Minuten Sprache/UT ES/en Produktion Minimal Pictures, S.L Regie Germán Esteva Darsteller Nacho Guerrero, Gonzalo Guerrero Drehbuch/Idee Germán Esteva


Der Ball in Anwesenheit der Regisseurs Im Experimentalfilm von Chris Niemeyer steht und dreht sich der Ball im Mittelpunkt von allem. So wie es sich im Fussball gehört. Land/Jahr Schweiz, 2004 Dauer 1:30 Minuten Sprache/UT keine Produktion Chris Niemeyer Regie Chris Niemeyer Darsteller: keine Drehbuch/Idee: Chris Niemeyer

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Las pelotas in Anwesenheit der Regisseurs In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es schon mal helfen, einen talentierten Fussballer als Sohn zu haben. Wenn man aber keinen hat, braucht es einfach einen guten Mix aus Wissenschaft, Sex und einer hilfsbereiten Grossmutter. U.a. Schweizer Filmpreis 2010, Kategorie Bester Kurzfilm (vgl. ‹Publikumsgespräch Chris Niemeyer›). Land/Jahr Schweiz, 2009 Dauer 15 Minuten Sprache/UT ES/de Produktion Plan B Film GmbH Regie Chris Niemeyer Darsteller Jorge Roman, Jorge Pedraza, Monica Lairana, Lorena Vega, Bendita Berlin, Carlos Issa Drehbuch/Idee Chris Niemeyer, Laura Albornoz, Pablo Aguilar


Soccer Player Working Class Europa Premiere Sie trainieren wie Profis, die versprochenen Spielprämien werden so gut wie nie bezahlt und ausserdem müssen sie noch Doppelschichten in Knochenjobs schieben, damit sich ihre Familien über Wasser halten können. Dies ist die raue Realität der Spieler in der dritten Division von Rio de Janeiros State Championsship Series. Aber der Traum doch noch von einem Scout entdeckt zu werden und die eigene Familie aus dem Slum heraus zu bekommen, treibt die jungen Männer weiter an. U.a. Best Short Film, Cinefoot Football Film Festival 2015 sowie Best International Short Film & Best Short Film, Football Film Festival Australia 2015.

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Land/Jahr Brasilien, 2014 Dauer 14 Minuten Sprache/UT SPA/en Produktion Valéria Maced Regie Luciano Pérez Fernández Darsteller Douglas Castanheira, Átila Junior, Hugo Salles Drehbuch/Idee Luciano Pérez Fernández

Anschliessend

Flutlicht-Podiumsdiskussion

Chris Niemeyer Der Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Chris Niemeyer ­studierte an der Universidad del Cine in Buenos Aires und an der HGK Zürich. Für seinen Kurzspielfilm ‹Las Pelotas›, den Flutlicht zusammen mit einer weiteren Arbeit Niemeyers präsentiert, wurde er 2010 mit dem Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Kurzfilm ausgezeichnet.


El hijo de dios

Land, Jahr Argentinien, 2015 Dauer 90 Minuten Sprache/UT SPA/en Produktion Animal Films Regie Mariano Fernández und Gaston Girod Darsteller Marina Artigas, Jorge Sesán, Mario Vedoya, Juan Carlos Lo Sasso, Norberto Arcusín u.a. Drehbuch/Idee Facundo Baldissera, Mariano Fernández und Gaston Girod

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Chris Niemeyer An Festivals räumte der Beitrag ‹Las Pelotas› ab, darunter den Pardino d’oro für den besten Schweizer Kurzfilm in Locarno sowie den Publikumspreise beim São Paulo International Short Film Festival und beim Vienna Independent Shorts. Aufmerksamkeit genoss auch der Spielfilm ‹Pepperminta›, für den er gemeinsam mit der Videokünstlerin Pipilotti Rist das Drehbuch schrieb. .

Weltpremiere Zu Ostern fahren drei Freunde in das Kaff Bethany, welches unter der Fuchtel von Pilate, dem Sheriff und Torwart des Ortes, steht. Nachdem die Jungs mit ihm aneinandergeraten und im Gefängnis landen, bietet ihnen Pilate einen Deal an: Sie können in einem Fussballspiel gegen ihn und seine Helfer antreten und sich mit einem Sieg die Freiheit erspielen. Die Partie scheint von Anfang an verloren, die Tyrannen-Mannschaft biegt und bricht jede Regel und auch der Schiedsrichter ist alles andere als ein Hilfe. Als plötzlich ein mysteriöser Einwechselspieler namens Jesus auftaucht, dreht sich das Spiel und das Schicksal. El hijo de dios (Der Sohn Gottes) ist ein Spielfilm über Fussball im Kleid eines Western. Er stellt die ursprüngliche Fussball-Leidenschaft dem verbissenen Erfolgsgedanken gegenüber. Dabei bezieht er sich stark auf das Buch ‹Fútbol, Dinámica de lo Impensado› (Fussball, Dynamik des Undenkbaren) von Dante Panzeri und stellt die Geschichte grob in den Kontext des Neuen Testamentes. Flutlicht zeigt El hijo de dios als absolute Weltpremiere!

Der Sohn Gottes. Schurken, Sklaven, Helden. Wüste und Staub. Fussball.

16.15 Uhr Spielfilm


Bar du Nord (im Badischen Bahnhof Basel) Schwarzwaldallee 200 CH–4058 Basel Coach Die Geschichte eines Vater-Sohn-Konflikts, der ein unerwartetes Ende findet. (Seite 18)

www.garedunord.ch/bardunord

Kassenhäuschen Die Tageskarten ermöglichen den Eintritt zu sämtlichen Filmvorführungen und Rahmenveranstaltungen (exkl. Brunch) des jeweiligen Tages. Tageskarte Fr., 15. Januar 2016 Tageskarte Sa., 16. Januar 2016 Tageskarte So., 17. Januar 2016

CHF 20.– CHF 25.– CHF 20.–

Bis zum 5. Januar 2016 kann über die Webseite zudem die attraktive ‹Saisonkarte› für alle drei Tage bestellt werden. Saisonkarte (Fr.-So., 15.-17. Januar 2016) www.flutlichtfestival.ch/billette

CHF 50.–

Wir brauchen Deine Hilfe. Das Festival ist kein Selbstläufer und spielt finanziell bei jeder Ausgabe auf seinem Zahnfleisch. Unterstütze uns z.B. auf wemakeit.com! Verein Flutlicht – Fussball Film Festival St. Alban-Tal 40a 4052 Basel Postkonto-Nummer: 85-631903-6 IBAN: CH55 0900 0000 8563 1903 6

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Flutlicht trägt seine drei Heimspiele auch 2016 im Basler Kultur- und Fussballtreffpunkt Bar du Nord aus.

KulturLegi Mit dem KulturLegi*-Ausweis können Personen mit geringem Einkommen 50% günstiger unsere Billette beziehen (nur an der Tageskasse einlösbar).

Tribüne


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Filmrechte Die 10 besten FC Basel Filme aller Zeiten © 1965-1994 Schweizer Radio und Fernsehen Lizenziert durch Telepool Gmbh Zürich Schweizerisches Bundesarchiv, Bern Gare du Nord Technik Mario Henkel Jean-Marc Desbonnets Management Maya Zimmermann Ursula Freiburghaus Bar du Nord Management Bruno Zilmann Filmmontagen Adrian Kelterborn, prismago.com Untertitel Groundsman Markus Schwark Les Immigrant Manuela Vonwiller, zaxaph.com Booking Markus Schwark Programm Markus Schwark, Philipp Grünenfelder Dieter Bopp Texte Philipp Grünenfelder Umlaut - Büro für Kommunikation Basel Markus Schwark Art Director Dieter Bopp Hartmann Bopp Basel Fotografin Daniela Radic Basel, danielaradic.com Adresse Verein Flutlicht – Fussball Film Festival St. Alban-Tal 40a CH-4052 Basel www.flutlichtfestival.ch steilpass@flutlichtfestival.ch Programmänderungen vorbehalten

Abspann Substantiv männlich; Abspann(e)s, Abspanne; Liste von Mitwirkenden, die am Ende einer Veranstaltung gezeigt und im Abspann genannt werden.

Impressum und Dank


Flutlicht Fussball Film Festival Basel 2016  

Flutlicht ist das erste Schweizer Film Festival, das den Ball aufnimmt und eine Auswahl dieser Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie ein...

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