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VO R B E R E I T E T I A DV E N T & W E I H N A C H T E N N A C H G E F R A GT I FA I RT R A D E U N D B I O AU F B E R E I T E T I V E R B R AU C H E R- ST U D I E N


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Einen Ring (Titelfoto), ein Collier, ein Armband, einen Hut und ein Diadem (Seite 4) haben Fleurops Junge Wilde für die deluxe-Kollektion kreiert. Solche Werkstücke gehören nicht zum Alltag in den Blumenfachgeschäften, sind aber wie auch Fairtrade-Blumen wesentlich für die Imagebildung.

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gutes verkaufen


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I N H A LT INTERN

Schmuck + Strauß Ihre Werbung im Straßenbild Fairer Handel mit Omniflora FloristShop: Bedarf decken Weihnachtsplakat liegt bei Weihnachtsgeschäft vorbereiten Junge Wilde Schmuckkollektion Mobiles Ordertracking Herzlich willkommen Fünf-Sterne-Floristen Geburtstage und Jubiläen Vorschau Dezember 2012

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Verführerisch + sinnlich Rot + weiß Nordische Märchen Blühende Farbtupfer Heimat: Thüringen

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Was ist Nachhaltigkeit? Label Blumen Kunden bewusster geworden Wie kauft Deutschland? Wie wohnt Deutschland?

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FLORISTIK

HANDEL

FAI R ER HAN DEL Die Kunden von heute wünschen, erwarten Qualität – und das bedeutet bei Blumen nicht nur Frische, Haltbarkeit oder fachliche Gestaltung. Qualität hat nahezu bei allen Produkten längst einen ganzheitlichen Charakter. Die Produktionsbedingungen, die sozialen Aspekte und die Umweltbeeinflussung spielen in den Augen der aufgeklärten Verbraucher dabei eine immer größer werdende Rolle. Bio-Produkte bei den Lebensmitteln sind fest etabliert, fairer Handel – von Kaffee über Kleidung bis zu Blumen – weit mehr als ein Schlagwort. In meinen Augen ist dies auch kein mittelfristiger Trend, sondern eine langfristige gesellschaftliche Entwicklung, die unumkehrbar scheint. Daher werden wir in unserem Hauptgeschäft immer stärker auf fair gehandelte, gelabelte Produkte, insbesondere Rosen setzen. Wir bieten schon seit längerem fair gehandelte Blumen an, doch nun haben wir uns vorgenommen, innerhalb des nächsten halben Jahres ein festes Fairtrade-Rosensortiment zu etablieren. Und zwar ganzjährig, die Kunden sollen sicher sein, diese Ware immer bei uns zu bekommen. Die aufgeklärten Verbraucher von heute wollen keine Kleidung, die mit Hungerlöhnen und hoher Umweltbelastung etwa in Asien hergestellt wird. Sie wollen dies auch nicht bei Blumen, die Kundenreaktionen nach entsprechenden Medienberichten zeigen dies. Insofern ist das »Siegel« des fairen Handels ein Verkaufsargument. Es wird sozusagen ein gutes Gefühl mitverkauft. So wie bei Bio-Lebensmitteln das Gefühl der gesunden, verantwortungsvollen Ernährung mitverkauft wird. »Bio« und derWunsch nach fair gehandelten Produkten sind nicht nur »Gefasel«, sondern basieren bei immer mehr Menschen auf einer breiten Basis von festen Überzeugungen. So gesehen sind fair gehandelte Blumen in den Augen der Verbraucher etwas Positives, Innovatives. Dies dürfen wir als Blumenfachgeschäftsinhaber nicht den Supermärkten und Discountern überlassen. Gerade unsere Fachgeschäfte, die ja über Qualität und nicht den Preis verkaufen, sollten da eine führende Rolle einnehmen. Insbesondere gelabelte Rosen, in Kenia und anderen Ländern in Höhenlagen angebaut, faszinieren viele Kunden durch ihre großen Blüten. Sie vereinen also sichtbare Qualität mit der ideellen Qualität fair gehandelter Produkte. Das kann man nutzen: Fair gehandelte Blumen müssen in den Geschäften als solche deutlich kenntlich gemacht werden. Natürlich werden auch wir weiterhin kleinblütige Rosen für den Impulskauf anbieten. Doch wir beobachten seit längerem, dass die mittleren Preislagen (und Größen) immer weniger nachgefragt werden. Gekauft werden verstärkt entweder viele kleine oder eher wenige, dafür großblütige Rosen. Wenn die dann noch fair gehandelt sind, hat man zwei Produktvorteile vereint.

von

ILKA SIEDENBURG

BEILEGER

Unsere Bestseller im November TITEL

Der zauberhafte florale Ring ist Teil der deluxe-Kollektion von Fleurop. Gearbeitet wurde er von Ilka Siedenburg, die zu Fleurops Jungen Wilden gehört. FOTOS

Idris Kolodziej (Titel, S. 2, S. 4 u. r., S. 5), Sonja Müller (S. 4 o. l.), FDF/Blumenbüro »Anthurie unlimited«/Jörg Manegold (S. 8/9), Flora Dania (S. 10, S. 11 u., Seite 28/29), Verband Kerzengüte (S. 11 o.), Stars for Europe (S. 12), Ibulb (S. 13), Hendrik Merk/Jens Poulsen (S. 14), Chris-m-Fotolia.com (S. 19), Fairtrade (S. 20/21), I. Kluth (S.22/23), Kzenon-Fotolia.com (S. 25), Stefan Albrecht/Adele Marschner (S. 30/31)

IMPRESSUM Das Fleurop-Magazin erscheint zwölf Mal im Jahr und wird allen Partnerfloristen im Rahmen ihres Vertragsverhältnisses zugestellt. Das Heft ist unverkäuflich, die Weitergabe außerhalb des genannten Kreises nicht gestattet. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Herausgebers. HERAUSGEBER

Fleurop AG . 12200 Berlin . Tel.: 030/ 71371-0 Fax: 030/ 71371198 . E-Mail: info@fleurop.de SCH RI FT- U N D ANZEIGEN LEITU NG

Winnie Maria Lechtape Tel.: 030/ 71371-213 . Fax: 030/ 71383-213 Es gilt die Anzeigen-Preisliste Nr. 21 vom 1.1. 2011 REDAKTION

Angelica Langley / Martin Hein Bahia Büro . Gotenstraße 11 . 20097 Hamburg Tel.: 040 / 4305438 . Fax: 040 / 4305809 E-Mail: magazin@fleurop.de GRAFIK

Esther Hartmann / Sandra Lajain . Hamburg LITHO & DRUCK

Druckerei in St. Pauli Große Freiheit 70 . 22767 Hamburg PA P I E R

Circle Silk premium white, 100% recycled


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FLEUROPS JUNGE WILDE Wie schon angekündigt, haben Fleurops Junge Wilde fünf neue florale Schmuckstücke für die deluxe-Kollektion von Fleurop sowie 13 neue Sträuße für das Angebot bei www.fleurop.de gestaltet. Ilka Siedenburg, Björn Kroner, Jürgen Herold, Thomas Gröhbühl und Nicolaus Peters haben jeweils ein florales Schmuckstück (Titelfoto und Seite 2) kreiert und mit den neuen Sträußen wichtige Verkaufsanlässe und das Thema Weihnachten floristisch umgesetzt. Darunter sind auch kleinere Werkstücke (für etwa EUR 20,00), die sich an dem von den Kunden häufig ausgewählten Preisniveau orientieren.

»Die Schmuckstücke gehören sicher nicht zum Geschäftsalltag, doch sie sind zur Imagebildung unseres Berufes wichtig. Sie dokumentieren hohe Gestaltungskunst und versierte Handwerklichkeit, sie zeigen die Berechtigung unserer Fachgeschäfte, das, was uns ausmacht«, erläutert Taspo-AwardPreisträgerin Ilka Siedenburg die floralen deluxe-Kunstwerke. »Ich finde es sehr gut, dass Fleurop den Part übernimmt, die Handwerklichkeit unserer Branche zu präsentieren«, schließt sie an. Ein Armband (Nicolaus Peters), ein Collier (Jürgen Herold), ein Diadem (Björn Kroner), ein Hut (Thomas Gröhbühl) und ein Ring (Ilka Siedenburg) wurden entworfen. Sie erweitern die Fleurop-deluxe-Kollektion auf www.fleurop.de. Alle Materialien und auch die Arbeitstechniken dieser detailverliebten Schmuckstücke werden Ihnen im MerkurPortal zugänglich gemacht. Der Leserschaft Ihrer Kundenzeitschrift Feelings werden diese außergewöhnlichen floristischen Ideen in der Dezember-Ausgabe vorgestellt.

Das an dieser Stelle gezeigte Diadem und der Brautstrauß (im deluxe-Preissegment) von Björn Kroner korrespondieren sichtbar miteinander, sie gehören zusammen. Mit Blick auf Kundenwünsche und das Presseinteresse am Thema Hochzeit ist die deluxe-Kollektion so eine noch größere Fundgrube unterschiedlichster Ideen im LuxusSegment. Wobei die neuen Sträuße der Jungen Wilden in ihren Gestaltungsarten und »Handschriften« sehr unterschiedlich sind. Bewusst wurde ein breites Spektrum entwickelt, um so möglichst viele Kundenwünsche abzudecken. Gemeinsamer Nenner dabei: Die für die Sträuße genutzten Materialien sind ganzjährig verfügbar. Die Sträuße decken thematisch wichtige Geschenkanlässe ab. So hat der amtierende Deutsche Meister der Floristen, Jürgen He-

D I E S PA N N B R E I T E D E R G E STA LT U N G S A RT E N UND »HANDSCHRIFTEN« I ST E N O R M B R E I T. rold, neben seinem gestaffelt-rund gebundenen Strauß »Liebesfeuer« (Preissegment 30,00 bis 40,00 Euro) einen Geburtstagsstrauß aus Rosen, Nerinen, Dianthus, Alstroemeria, Hyperikum und Skimma sowie Pistazie, Euphorbia spinosa und Galaxblättern als Bindegrün entworfen. Dieser Strauß wurde von ihm in das Preissegment 15,00 bis 20,00 Euro eingegliedert.

+ strauß

Auch Ilka Siedenburg hat einen Strauß zum Geburtstag, dem wichtigsten aller Blumengeschenkanlässe, beigesteuert. Aus der Ideen-Werkstatt von Nicolaus Peters kommen eine Bündelung und ein Adventskranz, Thomas Gröhbühl, deutscher Meister der Floristen 2010, hat ebenfalls neue Werkstücke beigetragen. Die Spannbreite dieser zeitgemäßen floristischen Gestaltungen für www.fleurop.de ist enorm, selbst eine florale Geschenkidee für den neuen Premium-Sekt Cuvée VAUX ist dabei. Doch trotz hoher gestalterischer Vielfalt verströmen alle Arbeiten einen jungen, frischen Eindruck. Wen wundert es, Fleurops Junge Wilde haben ein ausgeprägtes Gespür für Blumengestaltungen, die in die Gegenwart passen. Eine Taspo-Award-Preisträgerin, der Fünftplazierte der letzten Floristen-Weltmeisterschaft und drei Deutsche Meister der Floristen stehen für gestalterische Kreativität, ein hohes Maß an Handwerklichkeit und ein geschultes Gespür für die Kundenwünsche. Gebündelte Kompetenz, die es in dieser Breite und Tiefe bei Fleurop so noch nicht gegeben hat.


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Die Jungen Wilden (links) haben für wichtige Verkaufsanlässe wie den Geburtstag und Weihnachten Sträuße kreiert. Der Brautstrauß (unten) und das Diadem (Seite 4) von Björn Kroner gehören gestalterisch zusammen.

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feelings THEMA


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werbung im straßenbild W E R B E K A M PAG N E Nach dem erfolgreichen Einstieg in individualisierte Großplakatierungen zum Muttertag werden zu den nun beginnenden Adventsausstellungen und dann später zum Weihnachtsgeschäft weitere Großplakatierungen die teilnehmenden Fleurop-Partner im Straßenbild deutlich in Szene setzen. Die Kampagne besteht aus zwei Motiven zur Bewerbung der eigenen Adventsausstellung sowie des Advents- und Weihnachtsgeschäftes. Über den Eindruck des eigenen Firmenlogos und Ihrer Adresse sind die Plakate individualisiert und werben zielgenau für das eigene Geschäft. Und das zu einem Preis, der deutlich unter dem einer Anzeigenschaltung liegt.

ABB.

»Super! Toll! Es tut sich was. Ich bin dabei.« »Grundsätzlich eine tolle Sache.« »Wir sind sehr zufrieden, das Plakat hängt direkt an einer Bushaltestelle.« »Habe direkt zwei Mal zugeschlagen, zu super günstigen Preisen.« Solche überzeugten Kommentare aus dem MerkurPortal ließen sich noch weiterführen, denn die Resonanz auf die Großplakat-Kampagne zum Muttertag war eindeutig positiv.Was nicht überraschend ist, da dieseWerbemöglichkeit viele Aspekte in nahezu idealer Weise vereint. Durch die Möglichkeit der Individualisierung wird die Werbung konkret auf das eigene Geschäft gelenkt. Und das bei Großplakaten im Straßenbild, die einen hohen Aufmerksamkeitswert haben. Dazu kommt die Wahl der Platzierung. Die Standorte können im direkten Geschäftsumfeld oder auch an besonders publikumsstarken Orten platziert werden. Da Sie vor Ort am Besten wissen, welcher Standort sich eignet, gibt es keine Streuverluste.

Die beiden Motive der Großflächenkampagne – hier könnte Ihr Unternehmen werben.

Weihnachten daran denken: Auch Vasen haben Wünsche.


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I N D I V I D UA L I S I E RT E

Besuchen Sie unsere

G R O S S F L Ä C H E N P L A K AT E

Adventsausstellung.

B E I STA N D O RT E N I M D I R E K T E N EINZUGSBEREICH – I H R FA C H G E S C H Ä F T KO M MT DA D U R C H G R O S S R AU S

W I E E S G E H T, E R FA H R E N S I E B E I H T T P: / / F L E U R O P.1 2 3 P L A K AT. D E

Ein weiterer Vorteil ist die Qualität der floristischen Abbildung. Sowohl das Fachgeschäftsniveau der Werkstücke als auch die Bildqualität ist hoch. So etwas alleine zu produzieren, würde die finanziellen, professionellen und zeitlichen Möglichkeiten einzelner Fleurop-Partner sicher übersteigen. Ein weiterer positiver Aspekt ist darüber hinaus, dass »by the way« auch für FleuropGrüße geworben wird. Und somit das eigene Geschäft in Verbindung mit dem stärksten Markennamen der Floristen-Branche in Verbindung gebracht wird.

F L E U R O P Ü B E R N I M MT D I E D R U C K KO ST E N , S I E N U R D I E M E D I A KO ST E N VO N R U N D E U R 1 0 0 , 0 0 P R O STA N D O RT U N D WO C H E Individualisierung,eigene Standortwahl, ein großer Auftritt im Straßenbild, professionelle Gestaltung, Imagetransfer des Markenbegriffs Fleurop – und das alles zu günstigen Preisen! »Die Preisgestaltung ist sehr gut. Da Fleurop die Druckkosten übernimmt, zahlen wir ja nur die Medialeistung. Je nach

Standort zahlen wir EUR 4,90 bis EUR 49,00 pro Tag, im Mittel kann man mit EUR 100,00 pro Standort und Woche rechnen. Für das Geld kann ich keine Kleinanzeige schalten«, meint Fleurop-Partner Manfred Lieven aus Hürth. Er hat schon zum Muttertag zwei Standorte mit individualisierten Großplakaten belegt und nun zur Bewerbung seiner Adventsausstellung gleich drei Plakatwände. Sie liegen im Umkreis von etwa drei Kilometern an zwei Stadtbahnhöfen und an einer Tankstelle. Gleich fünf Standorte hat Fleurop-Partner Jens Rennings gebucht, nachdem er schon zum Muttertag zweimal über Großfläche im Straßenbild präsent war. »Man kann den direkten Werbeerfolg nicht konkret messen, aber wir hatten auf jeden Fall einen hervorragenden Muttertag. Uns haben auch zahlreiche Kunden angesprochen, ich halte die Großplakatierung für eine Super-Idee«, erläutert der Mühlheimer Fachgeschäftsinhaber. Der zudem meint, dass »die Abwicklung narrensicher ist. Die Übermittlung von Firmenlogo und Textangaben ist denkbar einfach.« Das bestätigt Manfred Lieven, der ebenfalls vielfach von Kunden auf die Plakataktion angesprochen wurde. »Wir haben uns eine

Anzeigenschaltung zur Bewerbung unserer Adventsausstellung gespart und neben persönlichen Einladungen nur noch Flyer eingesetzt«, erklärt er die Umschichtung seines Webeetats. Manfred Lieven ist von der individualisierten Großflächenkampagne so überzeugt, dass er sich mehr davon wünscht. »Man sollte überlegen, ob es nicht auch außerhalb von Hochfrequenzzeiten wie Weihnachten oder dem Muttertag solche Großflächenwerbung geben könnte«, regt er mit Blick auf die Zukunft an. Eine sicher auch umsetzbare Idee, denn durch die freie Standortwahl ist eine Lokalisierung (nicht jeder muss alles machen) grundsätzlich denkbar. Apropos Standortwahl. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, eine schnelle Standortsicherung ist sicher von Vorteil. Insbesondere in kleineren Städten und in ländlichen Regionen sind die Großflächenstandorte natürlich begrenzt. Wer die für sein Umfeld besten Standorte haben will, sollte frühzeitig buchen. Zumal ja auch andere Branchen Großflächenplakat-Kampagnen durchführen. Und dies natürlich ebenfalls zu allgemeinen Verkaufsschwerpunkten wie dem Weihnachtsfest. Bezahlt wird übrigens ein erster Teil der Medialeistung gleich nach der Buchung, ein zweiter Teil später. Diese direkte Bezahlung wurde von einigen Partnern im Portal diskutiert. Doch, Hand aufs Herz: Bei den doch eher geringen Summen kann man gegen dieses Zahlungsmodell eigentlich nichts Grundsätzliches haben.


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Die hier gezeigten Floral-Unikate sind vom FDF-A-Team kreiert. Verführerisches Pink im aktuellen Schnee-Look (oben links), zauberhaftes Winterweiß (oben rechts) oder sinnliches Rosarot (großes Foto) passen wunderbar in die Adventszeit.

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ANTHURIEN Anthurien gehören zu den so genannten floristischen Herrschaftsformen. Sie spielen in einer Liga mit großblütigen Rosen, Lilien und Orchideen, sind verführerisch und sinnlich. Lange Zeit galten vor allem Schnittanthurien als altmodisch und künstlich. Dieses eher negative Image hat sich deutlich verändert. Zum Wandel haben zum einen die Züchter beigetragen – das Sortiment hat sich immens vergrößert. Zum anderen hat das »A-Team« des FDF mit seinen immer wieder aktuellen Anthurien-Kreationen eine gute Arbeit geleistet und der Branche seit einigen Jahren immer wieder fantastische Gestaltungsanregungen gegeben.

Schnittanthurien faszinieren mit einer unglaublichen Farbenvielfalt, die von Weiß über Creme und Braun, Lachs und Rosa, Rot und Violett bis zu einem sonnigen Gelb reicht. Noch dazu punktet die Diva mit großer Haltbarkeit. Bis zu 30 Tage kann das Vasenleben der Schnittanthurie bei guter Pflege dauern. Dabei liebt sie besonders Zimmertemperaturen von 18 bis 22 Grad Celsius. Länger anhaltende Temperaturen unter 15 Grad Celsius sind problematisch, da speziell rote Hochblätter dann unschöne Flecken bekommen. I S O -V E R PAC KU N G Ein Fakt, den man dem Kunden beim Kauf keinesfalls verschweigen sollte. Werden also in den jetzt folgenden kühlen und kalten Wochen Anthurien gekauft, sollte man sie sorgfältig verpacken. Da bietet es sich an,

das gute, alte, bestens isolierende Zeitungspapier einzusetzen. Unter der eigentlichen Blumenseide versteht sich. Ihr Kunde wird so viel Fachlichkeit sicherlich anerkennen. STORYTELLING Sprechen Sie über Ihre Produkte, erzählen Sie Geschichten, Verbraucher lieben so etwas. Es gibt ihnen das Gefühl, als Käufer erwünscht und ernst genommen zu sein. Wir im Fleurop-Magazin »versorgen« Sie mit den notwendigen Fakten. Entdeckt und nach Europa gebracht wurde die Anthurie im 19. Jahrhundert. Durch Kreuzungen und Selektionen sind mittlerweile mehr als 200 Sorten entstanden. Sie tragen verführerische Namen wie ‚Black Love‘, ‚Paradise‘, ‚African King‘ und ‚Attraktive Love‘. Recht neu sind die Minis oder Lovelies, die in Blumensträußen sehr gut mit anderen Blü-

ten harmonieren. Stylischer wirken natürlich die Anthurien mit großen Blütenständen. Beide Formen, die großblütigen Anthurium andreanum und die kleinblütigen Anthurium scherzerianum, verbindet der Vorteil eines langen Vasenlebens. PFLEGETIPPS FÜR VERBRAUCHER Anthurien sind robust und stellen keine besonderen Ansprüche. Genau wie andere Blumen schätzen sie eine saubere Vase und frisches Wasser. Wichtig ist das Anschneiden der Stiele mit einem scharfen Messer. Anthurien benötigen kein spezielles Frischhaltemittel, vertragen diese aber. Man kann es dem Vasenwasser also problemlos hinzufügen, wenn Anthurien in einem Arrangement mit anderen Werkstoffen vereint werden. Anthurien frösteln leicht. Sie stehen am liebsten in einem Raum mit einer Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Im Zimmer sind sie daher am besten aufgehoben.


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Wie eine frische Brise inmitten von adventlichem Glimmer und Glitzer wirkt diese Schale, bestückt mit unterschiedlichen Winterpflanzen und jahreszeitlichen Accessoires (großes Foto linke Seite). Ein hübscher Hingucker sind die Poinsettien im Stoff-Hänger (unten). Für romantische Gemüter sind weiße Kerzen und Engel genau das Richtige (oben).

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+weiß ADVENT 2012 Vieles befindet sich im Wandel – was heute als »in« hochgejubelt wird, ist morgen schon wieder »out«. Das trifft auf viele Bereiche unseres Lebens zu, nur nicht auf die Festtage. Da hat Tradition einen hohen Stellenwert, familiäre Rituale spielen eine große Rolle, sind quasi der rote Faden im Leben der Menschen. In der jetzt bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit beispielsweise ist die Farbkombination Rot und Grün unverzichtbar. Aber auch das coole Winterweiß ist gefragt. Koniferen sowie das romantische Stimmungslicht der Kerzen dürfen nicht fehlen. Und natürlich gehört der typische Adventsduft – eine Komposition aus Tannenaroma, einem Hauch von Eukalyptus, etwas Honig, einer Spur Nelke und Zimt – dazu. Wer Duft, Licht und Farbe gezielt einsetzt, wird die Verbraucher sicher nachhaltig überzeugen.

SCHNEEWEISS Man sollte meinen, dass die Bundesbürger nach den letzten drei strengen Wintern genug vom Schnee haben, aber dem ist nicht so. Die Trendexperten der Messe christmasworld (Frankfurt/Main) sehen auch für die diesjährige Advents- und Weihnachtssaison eine ausgeprägte Sehnsucht nach der weißen Pracht voraus. Sollte das Wetter nicht mitspielen, darf es auch Bio-, Pulver-, Streu-, Kristall- oder soft irisierender Kunstschnee sein. Der Bedarfshandel bietet auch Schneewatte, Zupfschnee oder schlohweißes Feenhaar an. Darüber hinaus erobern Eisregen und Glitzereffektschnee Glaskugeln, Sterne und Zapfen. DAUERBRENNER ROT UND GRÜN Neben den aktuellen Trends, die von Jahr zu Jahr variieren und dadurch Bewegung in den Markt bringen, ist es vor allem die traditionelle Farbkombination Rot und Grün, die viele Verbraucher für ihre Advents- und Weihnachtsdekorationen bevorzugen. Aber auch hier gibt es immer wieder leichte Modifizierungen – schließlich sollen auch die

traditionsbewussten Verbraucher zum Neukauf angeregt werden. So ist das Rot in diesem Jahr ein wenig leuchtender und gibt sich jugendlicher in Kombination mit Pink, das Grün ist tiefer, entspricht mehr dem des Tannenwaldes. Glimmern und glitzern darf es auch – mal edel und festlich in Gold, mal trendig in Pink oder etwas dezenter in Silber. ADVENTSUND WEIHNACHTSDUFT Mit Düften kann man Verbraucher verführen. Das wissen Marketingexperten schon lange. Man setzt Duftstoffe dazu ein, den Absatz von Produkten zu steigern, die Kundenbindung zu verstärken oder auch den Wert einer Marke zu erhöhen. Rein wissenschaftlich betrachtet wird durch die Veränderung des eigentlichen Raumgeruchs eine Manipulation des Geruchsinnes respektive des Menschen und seiner emotional geleiteten Entscheidungen vorgenommen. Sie können in Ihrem Blumenfachgeschäft in der Advents- und Weihnachtszeit gezielt den typischen Duft zur Stimulation Ihrer Kunden nutzen. Dazu gehören ein bisschen


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harziges Tannenaroma, ein Hauch von Eukalyptus, etwas Honig, eine Spur Nelke und Zimt...und schon werden Erinnerungen an die Weihnachtsfeste aus der Kindheit geweckt. Damit verbunden ist ein Wohlgefühl und dieses wiederum bringt die Menschen in Kaufstimmung. Klar, das ist schiere Manipulation, aber durchaus legitim. Dieses Dufterlebnis können Ihre Kunden mit einem herrlichen Strauß oder einem Gesteck mit nach Hause nehmen. Verarbeiten Sie die vielfältigen Koniferen mit ihrem feinen Harzduft.Herrlichen Eukalyptus in schönen gepuderten Olivtönen und seinem typischen Aroma, Gewürze und winterliche Schnittblumen, die die Frische beisteuern. PRODUKTHAFTUNG Der Gesetzgeber fordert im Geräte- und Produktsicherheitsgesetzt (GPSG): »Ein Produkt darf nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn bei bestimmungsgemäßer Verwendung oder vorhersehbarer Fehleranwendung Sicherheit und Gesundheit von Verwendern oder Dritten nicht gefährdet werden (§4 Abs.2).« Bieten Sie Gestecke und Adventskränze an, in denen Kerzen ohne eine nicht-brennbare Unterlage verarbeitet sind, entsprechen diese nicht den Anforderungen dieses Gesetzes. Zuständige Ämter können den Verkauf solcher Produkte untersagen. Sicher im Sinne des Gesetzgebers sind Kerzen dann verarbeitet, wenn sie auf einem Kerzenteller stehen. Der Bedarfshandel bietet unterschiedliche Modelle an. Empfehlenswert ist auch, Kerzen in Gläser zu stellen. Im Bedarfshandel gibt es Gefäße, die man mit einem Dorn sicher im Adventskranz befestigen kann. Sinnvoll ist die Verarbeitung von Sicherheitskerzen. Angeboten werden solche mit am unteren Ende angebrachten Metallscheiben und selbstverlöschende Kerzen. Der Docht reicht dabei nicht bis auf den Kerzenboden, sondern endet ein Stück darüber. Verzichten sollte man auf das Befestigen von Kerzen mit eingesteckten Drähten. Der Gesetzgeber fordert über das sichere Befestigen von Kerzen hinaus eine »Gebrauchsanweisung« für den Endverbraucher. Diese wird im MerkurPortal im Downloadbereich angeboten. Wer hochwertige Floristik mit Kerzen anbietet, sollte diese notwendigen Informationen für den Kunden auf besonderem Papier oder Pergament ausdrucken.

FRISCHE BRISE Typische Winterpflanzen (siehe auch Seite 28) bringen neben der Frische zusätzlich Farbe ins Advents- und Weihnachtssortiment eines Blumenfachgeschäftes. Weihnachtssterne, Alpenveilchen und Azaleen werden zwar auch in Bau-, Garten- und Supermärkten angeboten, aber eher selten floristisch veredelt wie auf dieser und der vorigen Doppelseite zu sehen.

Wie eine frische Brise in der adventlichen Dekoration wirkt beispielsweise die flache Schale (Seite 10), gefüllt mit kleinen Zieräpfelchen und Zimtbündeln. Schlumbergera und Poinsettien sind darin in farbigen Kaffee-to-go-Bechern platziert, die Cyclame im flachen Tongefäß. Den adventlichen Touch verleihen goldene Glitzersterne und Perlen an rot gefärbten Zweigen. Wunderbar unkompliziert und herrlich jung – damit sprechen Sie ganz gezielt ein junges Publikum an. Gleiches gilt auch für die WeihnachtssternHänger auf Seite 11 unten rechts. Die Stoffsäckchen können Sie aus individuellen Stoffen schnell selbst nähen – so sind Sie mit Ihrem Angebot unverwechselbar. Man stopft sie mit Füllwatte und bettet eine der vielen schönen Winterpflanzen hinein. Zur Pflanzenpflege müsste das Gewächs herausgenommen werden oder man empfiehlt dem Kunden eine Gießkanne mit langer Tülle.

Dieser zauberhafte Adventsschmuck macht jedes Fenster zum Hingucker. Der Clou sind die duftenden, weißen Hyazinthen. Sie bringen eine allererste Ahnung des kommenden Frühlings ins Spiel (großes Foto rechts). Auch ein Hingucker ist der Weihnachtsstern, der als Adventskalender aufbereitet ist (links oben). Edel mutet der Adventskranz mit den weißen Kerzen und Weihnachtssternblüten an (unten).

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DÄNISCHE MEISTERSCHAFTEN 2012 21 der besten Floral-Designer nahmen an der Dänischen Meisterschaft der Floristen 2012 teil. Die Veranstaltung fand im Museum of Art in Odense statt. Die wunderbaren Räume waren eine ideale Kulisse für die kreativen floralen Skulptuen aus Schnittblumen und Pflanzen.

nordische märchen Aufgabe 1 – vorbereitete Arbeit: Eine Installation für die City von Odense als freie Inspiration eines Märchens des weltberühmten H.C. Andersen. Aufgabe 2 – Überraschungsarbeit: Ein festliches Bouquet für Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren) Aufgabe 3 – Überraschungsarbeit: Ein Geburtstagsarrangement für all die Tiere im Hakke Bakke Wald (Thorbjörn Egner). Die Meisterschaft war auf zwei Tage ausgerichtet. Nach den Aufgaben eins und zwei am ersten Tag qualifizierten sich die fünf Besten für die dritte und letzte Arbeit am zweiten Tag. Keine leichte Aufgabe für die Jury. Hier waren der auch bei uns bekannte Floral-Designer Jouni Seppänen (Finnland), Trond Deetjen (Norwegen), Arnold Maurer (Schweiz) sowie Elsebeth Pedersen, Lene Moeller Christiansen, Marianne Juhl, Anne Samuelsen und Susie Frank Nörgaard (Dänemark) aktiv.

DIE GEWINNER Siegerin bei den »Senioren« wurde Berit Skjoettgaard Laursen aus Aarhus. Sie arbeitet im Geschäft von Karsten Pindstrup, der die Dänische Meisterschaft 2010 gewonnen hatte. In diesem Jahr belegte er den zweiten und der sehr talentierte Jonas Jensen aus Aalborg den dritten Platz. In der Junior-Klasse hatte Camilla Ritter aus Tranbjert nahe Aarhus die Nase vorn. Wie bei der diesjährigen Meisterschaft der Floristen in Berlin hat die Veranstaltung im Art Museum in Odense viele tausend Menschen begeistert. Das war eine großartige Promotion für die floristische Kunst dänischer Floral-Gestalter.

Dänische Landesmeisterin 2012/13 der »Senioren« ist Berit Skjoettgaard Laursen aus Aarhus (links unten). Farbenfroh ist ihr Bouquet für Pippi Langstrumpf (unten). Bei den »Junioren« siegte Camilla Ritter aus Tranbjert nahe Aarhus (links oben).

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Die Dänischen Meisterschaften haben eine lange Tradition und werden seit 1938 in zweijährigem Turnus von der Interflora Dänemark veranstaltet. Alle Teilnehmer hatten sich im Vorwege in regionalen Meisterschaften qualifiziert. In diesem Jahr waren 14 »Senioren«, das heißt fertig ausgebildete Floristinnen und Floristen, und sieben »Junioren«, also Auszubildende, dabei. Die beiden Gruppen traten zwar getrennt voneinander an, die Aufgaben waren jedoch die gleichen. In diesem Jahr ging es um nordische Märchen aus der Feder des Dänen Hans Christian Andersen, der Schwedin Astrid Lindgren und des Norwegers Thorbjörn Egner. Im Gegensatz zu der Deutschen Meisterschaft der Floristen, bei der die Finalisten fünf floristische Aufgaben bewältigen mussten, standen bei den Dänen nur drei auf dem Programm:


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FloristShop: An der richtigen Stelle sparen.

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Begeistern Sie Ihre Kunden mit Fairtrade-Altitude-Rosen Liebe Fleurop-Partner, Fairtrade ist ein rasant wachsendes Konzept, den Handel zwischen der südlichen und nördlichen Halbkugel auszubalancieren. Dabei geht es nicht darum ein Almosen an die Lieferanten zu geben, sondern mit fairen Handelsabkommen die Entwicklung in diesen Ländern zu unterstützen. Für unser Angebot haben wir Rosen von verschiedenen Fairtrade-zertifizierten Farmen aus dem kenianischen Hochland ausgewählt. Die Rosen zeichnen sich durch eine starke Farbausprägung, kräftige Stiele, große Blütenköpfe und eine sehr gute Haltbarkeit aus. Dies alles zu einem Preis, bei dem es schwierig ist, vergleichbare Qualitäten am Markt zu finden.

Fair trade-Rosen direkt von der Farm. OKTOBER 2012 © FLEUROP AG, LINDENSTR. 3-4, 12207 BERLIN

Die Kooperation von Fleurop und Omniflora umfasst folgendes Angebot: Sie wählen die gewünschten Rosen aus dem Altitude-Sortiment oder entscheiden sich für einen Mixkarton. Nach Ihrer Bestellung wird in Kenia geerntet und in Versandkartons gepackt. Bei Omniflora findet ein kurzer Qualitätscheck statt – danach geht es per DHL Express direkt an Sie ins Geschäft.So versorgen Sie Ihre Omniflora-Rosen

richtig:

Wir begrüßen Sie fairen 1. herzlich Die Robei senunserem vorsichtig auspKonacken und wie gewohnt schräg anschneiden. zept – begeistern2.SieDiIhre e RoKunden! sen mit lauwarmem Wasser und mitgeliefer tem Frischhaltemittel versorgen. 3.

Vor dem Verkauf benötigen die Rosen mindestens 12 Stunden Erholungsphase.

Ihr einfacher Weg zu den Fair trade-Rosen von Omniflora: Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Omniflora unter Tel. 0 61 02 / 71 15-37 oder fleurop@omniflora.com

1.

Gehen Sie ins MerkurPortal (merkurportal.fleurop.de) und klicken Sie auf der Star tseite auf das Fair trade-Siegel oder auf den Fair trade-Link in der Rubrik „Intern“.

2. 3.

Schauen Sie sich in Ruhe im Einkaufspor tal von Omniflora um und befüllen Ihren Warenkorb. Sie haben die Wahl zwischen einer Anlieferung am Dienstag und am Donnerstag jeder Woche.

4.

Bestätigen Sie den Kauf und erhalten Sie eine Bestell-Bestätigung per Email.

5.

Die Bezahlung er folgt automatisch über Ihre monatliche Fleurop-Abrechnung.

Hinweis: Die Ware wird frisch geschnitten und muss destens eine Woche im Voraus bestellt wer berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung eine rationsphase der Rosen von 12 Stunden.

Fü itere Inf ormationen we Fürr we weitere Informationen wenden nden Si Sie e sich ge gerne rn an Omniflora unter Tel. 0 61 02 / 71 15-37 15 -37 od er fle urop@omniflor a.c Tel. oder fleurop@omniflora.com

Unsere Empfehlung zur Weihnachtszeit:

Merry Amaryllis FAI RER HAN DEL MIT OMNIFLORA Fleurop wird zukünftig für die bundesweite Versorgung der Fleurop-Partner mit fair gehandelten Blumen sorgen. Kooperationspartner ist das Importunternehmen Omniflora, das die einzeln mit dem Fairtrade-Siegel versehenen Rosen aus den Hochlandfarmen in Kenia bezieht. Die Rosen werden von Omniflora mit DHLPaket an die Fleurop-Partner versandt, die die zwölfstündige Versorgung mit Wasser und Frischhaltemittel (wird mitgeliefert) vor dem Verkauf übernehmen. Da die Rosen nicht mehr über Versteigerungen und Großhandel gehen, ergibt sich ein Zeitgewinn innerhalb der Logistikkette – Stichwort Frische. Die im Hochland von Kenia gezogenen Blumen zeichnen sich durch ihre besondere Qualität, große Blütenköpfe, kräftige Stiele und eine lange Haltbarkeit aus. Das Fairtrade-Siegel, mit einem Bekanntheitsgrad von 68 Prozent bei den Verbrauchern hervorragend angesehen, garantiert eine nachhaltig ausgerichtete Blumenproduktion. Eine erste Test-Aktion mit 300 kostenlosen Rosen-

Paketen wurde schon im Oktober durchgeführt. Geplant ist, dass diesem ersten Schritt mit Rosen aus dem kenianischen Hochland weitere folgen werden. Die Abrechnung wird über das jeweilige Fleurop-Konto organisiert. FLORISTSHOP: BEDARF DECKEN Der FloristShop von Fleurop hat mit mehreren hundert Artikeln in kurzer Zeit ein breites Sortiment aufgebaut. Und das zu Dauertiefstpreisen und mit einer einmaligen Versandgebühr – egal, wie viel sie bestellen. Da die Produkte innerhalb von 24 Stunden via DHL ausgeliefert werden, ist auch eine kurzfristige Bestellung möglich. Ohne, dass Sie dabei in den zeitintensivsten Wochen des Jahres das Haus verlassen müssen. Ob Steckschaum, Drähte, Sprühfarben oder Gefäße – für die Gedenktage im November und das dann beginnende Advents- und Weihnachtsgeschäft ist der FloristShop die erste Einkaufsadresse (zu der Sie nicht extra hinfahren müssen).

W E I H N AC H T S P L A K AT LIEGT BEI Für die Bewerbung des Weihnachtsgeschäftes in Ihrem Fachgeschäft wurden zwei Plakate entwickelt, die diesem Fleurop-Magazin beiliegen. Die Werbemittel haben das Format DIN A1 und sind allein aufgrund ihrer Größe sehr aufmerksamkeitsstark (siehe Abb.). Platziert werden können sie direkt im Geschäft oder in den Straßenreitern vor dem Laden.


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WEIHNACHTSGESCHÄFT VORBEREITEN

JUNGE WILDE SCHMUCKKOLLEKTION

Das Advents- und Weihnachtsgeschäft entscheidet in vielen Blumenfachgeschäften das Jahresergebnis. Damit dieses gut wird, sollte man auch rechtzeitig an die Zusatzartikel denken, denn die Verbraucher sind insbesondere zu diesen Festtagen bereit, neben den Blumen zusätzliche Produkte mitzunehmen. Hervorragend geeignet sind daher die PremiumSchokoladenherzen von Lindt und der neue Sekt Cuvée Vaux, ebenfalls ein Premium-Produkt. Zum Weihnachtsfest gehört zudem die eindrucksvolle AmaryllisMotivkarte. Zu einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft gehört auch eine gute Vorbereitung – daher gilt es jetzt schon, die Bestellung dieser Zusatzprodukte in die Wege zu leiten.

Fleurops Junge Wilde haben für die deluxeKollektion neue florale Schmuckstücke entworfen. Es handelt sich dabei um einen Ring (Ilka Siedenburg), ein Armband (Nicolaus Peters) ein Collier (Jürgen Herold), ein Diadem (Björn Kroner) und einen Hut (Thomas Gröhbühl). Diese neuen Arbeiten werden unter www.fleurop.de die dort schon vorhandene deluxe-Kollektion ergänzen. Darüber hinaus haben Fleurops Junge Wilde 13 neue Werkstücke entworfen, die ebenfalls in den Online-Shop von Fleurop aufgenommen werden. MOBILES ORDERTRACKING Ab sofort ist es möglich, mit einem internetfähigen Endgerät (etwa Smartphone, Tablet PC) unmittelbar nach Auslieferung eines Auftrages diesen zu bestätigen. Wer als MerkurPortal-Benutzer nicht selbst ausfährt, muss den Lieferfahrer mit einem Passwort anlegen und ihm den Tourenplan zuweisen. Mit einem Ausdruck des Tourenplans in der Hand kann der Fahrer die Tour beginnen. Ist ein Auftrag ausgeführt, wird über die eigens

geschaffene Internetseite https://merkurportal.fleurop.de/mot die Auslieferung bestätigt. Die Anmeldedaten dafür setzen sich aus der Tourenplannummer des Auftrages (befindet sich auf dem Ausdruck) und dem Passwort zusammen. Nach der Anmeldung erscheint die Liste der zugewiesenen Aufträge auf dem Display. Mit einem einfachen Klick wird das positive Lieferereignis erfasst, so dass zu diesem Zeitpunkt auch der Vermittler im MerkurPortal die Lieferung als bestätigt vorfindet. Der ausgeführte Auftrag befindet sich danach nicht mehr auf der Liste des Tourenplans, daher verliert man auch bei großen Auslieferungsvolumen nicht den Überblick. Die Logindaten können übrigens gespeichert werden, so dass sich der Fahrer nicht für jeden zu bestätigenden Auftrag neu anmelden muss. Storni oder nicht ausgeführte Lieferungen können über das mobile Ordertracking nicht erfasst und müssen weiterhin über das MerkurPortal abgewickelt werden. Da die Auslieferung aber in 90 Prozent der Fälle sofort funktioniert, kann der allergrößte Teil der Bestätigungen unmittelbar nach der Ausführung durch den Fahrer erfolgen.


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Die Welt brauc ht Blumen.


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was ist

nachhaltigkeit?

FAI R ER HAN DEL I I Wenn in diesen Tagen (8. und 9. November) zur Fachtagung »Europäisches Obst- und Gemüseforum« nach Berlin geladen wird, steht ein Begriff im Zentrum, der auch schon auf der Hauptversammlung der Fleurop AG eine Rolle spielte: Nachhaltigkeit. Von Nachhaltigkeit ist zunehmend in vielen gesellschaftlichen Zusammenhängen die Rede, doch sind die damit verbundenen Inhalte so komplex wie schwer zu definieren. Bezogen auf die Floristen-Branche nähern wir uns auf dieser und den folgenden Seiten dem Begriff an, da die Fragen nach der Nachhaltigkeit zukünftig insbesondere den Handel deutlich beeinflussen werden. Der Grundgedanke des Nachhaltigkeitskonzeptes ist es, das einem System nur so viele Ressourcen entnommen werden dürfen, dass sie sich auf natürlichem Wege regenerieren können. Verdeutlichen lässt sich dies gut am Beispiel des Fischfangs. Wenn die Weltmeere ständig industriell überfischt werden, ist halt irgendwann mal Schluss. Nachhaltiges Wirtschaften basiert darüber hinaus auf den drei Säulen Ökologie, Soziales und Ökonomie. Marktliberales Denken geht davon aus, dass sich ökologische und soziale Aspekte entwickeln, wenn die Ökonomie für Wachstum sorgt. Das Konzept der Nachhaltigkeit (und des fairen Handels) vertritt eine andere Wertung. Soziale Gerechtigkeit und ökologische Verträglichkeit sollen das wirtschaftliche Handeln bestimmen. Eine Grundlage dieses Konzeptes ist der Brundtland-Bericht, den die internationale Kommission für Umwelt und Entwicklung 1987 veröffentlichte. Wichtige Elemente sind beispielsweise garantierte Mindestpreise für Erzeuger, Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien oder ökologische Verträglichkeit. Immer mehr Konsumenten in Deutschland achten auf Nachhaltigkeit – ohne dass der Begriff selbst ständig in den Köpfen präsent ist. Auf der Fleurop-Hauptversammlung im August sprach der Innovationsexperte Bernd Kolb davon, dass etwa 25 Prozent der Verbraucher bereit sind einen höheren Preis zu zahlen, wenn die Qualitätsmerkmale (auch der Nachhaltigkeit) erfüllt sind.

Diese Entwicklung bestätigen auch die Angaben des »Forum Fairer Handel«, einem bundesweiten Netzwerk von Verbänden, Institutionen und kirchlichen Organisationen. Danach gaben die deutschen Konsumenten im vergangenen Jahr 477 Millionen Euro für fair gehandelte Produkte aus. Das ist ein Wachstum von 16 Prozent gegenüber 2010! Die wichtigsten Wachstumssegmente sind dabei Kaffee, Südfrüchte – und Blumen. Während die sozialen (etwa Arbeitsschutz) und ökonomischen Aspekte der Nachhaltigkeit noch relativ einfach zu beurteilen sind, bergen die ökologischen Fragestellungen zahlreiche Fallstricke. Ein Beispiel, bezogen auf die CO2-Belastung durch den Transport von Blumen. Regional erzeugte Freilandflora hat durch die kurzen Wege vom Erzeuger zum Großmarkt und weiter zum Blumeneinzelhandel gegenüber Blumen aus Übersee eine gute CO2-Bilanz. Werden die regionalen Blumen aber mit hohem Energieaufwand (und entsprechendem CO2-Ausstoß) erzeugt, kann die Bilanz gegenüber der Umweltbelastung durch den Transport mit Flugzeugen und LKW bei Blumen aus Übersee negativ ausfallen. Bilanzieren lassen sich die Säulen der Nachhaltigkeit also häufig nur in konkreten Einzelsegmenten. Und selbst in solchen Fällen können Untersuchungen durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Zumal ja auch die Verbraucher aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht einfach auf Übersee-Produkte wie Kaffee, Tee oder Bananen verzichten werden. Nun kann man ja vielleicht wirklich als Verbraucher auf Erdbeeren aus Übersee im Winter verzichten. Aber trifft das auch auf die Exoten zu, die im Winter das Sortiment der guten Blumenfachgeschäfte ergänzen?


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label-blumen: FAI R ER HAN DEL I I I In diesen Tagen steigt Fleurop nach intensiven Vorbereitungen in den Handel mit fair produzierten Rosen ein. Kooperationspartner ist Omniflora (Neu-Isenburg), ein seit vielen Jahren für den Handel mit Fairtrade-Blumen lizensierter Importeur. Damit ist Fleurop dem Ziel, den Blumenfacheinzelhandel noch stärker im Markt zu unterstützen und das verbraucherrelevante sowie zukunftsorientierte Thema »Fairer Handel« nicht den Supermärkten zu überlassen, einen großen Schritt näher gekommen. Ab sofort können Sie sich fairtrade zertifizierte Rosen aus dem Hochland von Kenia direkt ins Geschäft liefern lassen.

Rosen sind die wichtigste Produktgruppe beim fairen Handel mit Blumen. Neben Mittelamerika ist Afrika ein wichtiger Lieferant.

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es geht jetzt los Das Fairtrade-Siegel, mit dem auch andere Produktgruppen wie Kaffee oder Schokolade gekennzeichnet sind, hat in Deutschland den hohen Bekanntheitsgrad von 69 Prozent. Es ist das mit Abstand bekannteste Siegel seiner Art, es schnitt bei Ökotest (Ausgabe August 2012) besonders gut ab. Fairtrade-Produkte verzeichnen deutliche Umsatzzuwächse, da immer mehr Verbraucher bei fair gehandelten Waren zugreifen. Vergeben wird das Siegel vom Verein »Transfair – Partnerschaft mit der Dritten Welt e. V.«, der von kirchlichen und zivilrechtlichen Organisationen wie UNICEF Deutschland oder Brot für die Welt getragen wird. Über Transfair verpflichten sich Lizenznehmer (wie Omniflora bei Blumen) Preise zu zahlen, die über den Marktpreisen liegen. Zudem werden den Produzenten langfristige Mindestabnahmen zugesichert und über eine zusätzliche Prämie des Importeurs soziale Projekte gefördert. All dies übernimmt in der Kooperation mit Fleurop der Fairtrade-Importeur Omniflora. Wer als Blumeneinzelhändler diese zertifizierten Blumen verkaufen will, wird bei Fairtrade lizensiert. KLIMABILANZ POSITIV Was aber bedeutet, dass bei zertifizierten Blumen nicht ein möglichst niedriger Preis im Zentrum steht – wie es etwa bei den Produkten des FloristShops von Fleurop der Fall ist. Das Ziel ist schließlich, die Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation der Beschäftigten auf den Blumenfarmen zu fördern – unter Berücksichtigung der Klimabilanz. Diese fällt übrigens bei Import-Rosen aus fernen Ländern günstiger aus als bei der heimischen Erzeugung mit zusätzlicher Belichtung und Beheizung. Bezogen auf die Klimabilanz können nur Sommer-Freilandrosen aus Deutschland mithalten. Jede über Omniflora bezogene Fairtrade-Rose ist einzeln mit dem Siegel versehen. Dort findet man auch den Code der Blumenfarm, so dass Sie und Ihre Kunden über das Internet zurückverfolgen können, wo die Rosen genau herkommen. Für die Kommunikation mit Ihren Kunden stellt Fairtrade dem Blumeneinzelhandel kostenlos Informationsflyer und Vasenstecker zur Verfügung. Auf der Internetseite www.fairtrade-deutschland.de gibt es darüber hinaus zahlreiche Informationen über die zertifizierten Blumenerzeuger. Dort finden sich viele Argumente, die man in die Kundengespräche einfließen lassen kann. DIREKTVERTRIEB: F R I S C H E - U N D H A LT B A R K E I T SVO R T E I L Detaillierte Informationen über die Behandlung von Fairtrade-Blumen im Fachgeschäft liegen den Aussendungen von Omniflora bei, ebenso ein geeignetes Frischhaltemittel. Ganz wichtig: Die Rosen werden bereits beim Produzenten für Sie gepackt und per DHL-Paket trocken geliefert. Sie müssen vor dem Verkauf mindestens 12 Stunden gewässert werden. Diese Erholungsphase übernimmt in dem bisher üblichen Handel der Importeur. Durch die Direktbelieferung und die Aufbereitung der Ware durch Sie wird ein deutlicher Zeitgewinn erwartet – ein gravierender Frische- und somit Haltbarkeitsvorteil. Die von Omniflora gelieferten Rosen werden im kenianischen Hochland angebaut. Es sind Spitzenprodukte mit großen Blütenköpfen,

kräftigen Stielen, einer intensiven Farbausprägung und einer sehr guten Haltbarkeit. Vergleichbare Premium-Ware ist zu dem Preis nur sehr schwer zu finden. Top-Qualität und das zukunftsträchtige Verkaufsargument Fairtrade gehen also eine ideale Kombination ein. Der Importeur Omniflora arbeitet ohne Bestand. Geerntet werden die Rosen in Kenia nach Eingang der Bestellung. Die tagesfrische Ware geht sodann via Lufthansa Cargo vom Flughafen in Nairobi nach Frankfurt. Omniflora führt eine Qualitätskontrolle durch und schickt die Kartons weiter an Sie. Das Paket kommt am folgenden Tag bei Ihnen an (bis mittags), die Wasser- und Frischhaltemittelversorgung sollte dann möglichst umgehend durch Sie sicher gestellt sein. Die Vorlaufzeit vom Schnitt im Hochland von Kenia bis zum Fachgeschäft beläuft sich auf sieben Tage, mit einem Zeitpuffer für Organisation und Logistik. EI N FACH E BESTELLU NG Wer mit dem Fairtrade-Siegel zertifizierte Rosen über Omniflora beziehen möchte, folgt einfach dem Fairtrade-Link im MerkurPortal (siehe Menüpunkt »Intern«). Sie erhalten automatisch einen Zugang auf die Fleurop-Website des Importeurs, ohne weitere Registrierung. Dort können Sie dann unter verschiedenen Produkten Ihre Wahl treffen. Für die Bestellung ist später wichtig, die aktuelle E-Mail-Adresse anzugeben, für die Bestellbestätigung und für Versandinformationen von DHL. Zum Startschuss der Kooperation gibt es im MerkurPortal umfangreiche Informationen zum Thema fairer Handel nachzulesen. Diesem ersten großen Schritt in den zukunftsträchtigen Handel mit Fairtrade-Rosen und der aktiven Unterstützung des Blumenfacheinzelhandels im Markt werden weitere folgen. Es laufen Kooperationsgespräche, um Ihnen weitere Arten und Sorten, auch aus anderen Anbauländern, auf direktem Weg zugänglich zu machen.


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Inga Kluth ist mit ihrem Programm gelabelter Blumen auf der Höhe der Zeit. Sie führt sogar ein Programm BioBlumen, die – als solche im Geschäft kenntlich gemacht – nach Bioland-Richtlinien angebaut werden.

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be FAI R ER HAN DEL IV Neben Supermärkten und Blumeneinzelhandelsketten verkaufen geschätzte 400 Blumeneinzelhändler in Deutschland fair gehandelte Blumen aus Übersee. Ein Unternehmen davon führt FleuropPartnerin Inga Kluth aus Husum, die seit einem Jahr Blumen mit dem FLP-Label, seit etwa einem halben Jahr zusätzlich FairtradeWare und seit kurzem auch nach Biolandrichtlinien erzeugte Flora führt. Für das nachfolgende Interview sprachen wir mit ihr über Bezugsquellen, die Logistik, die Preise, die Präsentation in ihrem Fachgeschäft und die Kundenreaktionen. FLEUROP-MAGAZIN : Frau Kluth, wo kaufen Sie Ihre gelabelte Ware ein? INGA KLUTH : Die

FLP-Ware kommt von einem Importeur, der sie aus Ecuador bezieht und an den Großhändler Dirk Schröder auf dem Blumengroßmarkt in Bremen liefert. Der liefert die Rosen an uns. Die Fairtrade-Ware kommt aus Kenia und wird über Omniflora importiert. Von dort geht es ebenfalls über den Großhandel in Bremen mit DHL an uns. Ich war bezüglich des DHL-Transportes anfangs eher skeptisch, doch ich habe in einem Jahr nur zwei Mal Pech gehabt. FLEUROP-MAGAZIN : Vom Schnitt in Mittelamerika oder Afrika bis in Ihr Geschäft – über welche Lieferzeiten reden wir? INGA KLUTH : In Ecuador wird samstags geschnitten, am Sonntag reisen die Rosen mit dem Flieger nach Europa, am Mittwoch verkaufe ich sie im Laden. Bei der Import-Ware aus Kenia kann man von einem ähnlichen Zeitfenster ausgehen. Bis zum Großhändler wird auf Wasser geliefert. Die Blumen werden dann bei uns in den nächsten fünf Tagen verkauft und halten bei unseren Kunden noch etwa eine Woche. FLEUROP-MAGAZIN : Wie ist die Ware kenntlich gemacht, woher weiß der Kunde, dass es sich um gelabelte Rosen handelt? INGA KLUTH : Jede einzelne Fairtrade-Rose ist kenntlich gemacht, bei FLP sind die Tüten zu je 25 Stück mit dem Label-Hinweis bedruckt. Im Geschäft haben wir einen eigenen Bereich für diese Ware eingerichtet, den erkennen die Kunden sofort. Es gibt mittlerweile sogar Kunden, die bewusst mittwochs kommen, weil sie den Anlieferungstag kennen. FLEUROP-MAGAZIN : K��nnen Sie uns Preisbeispiele für den Ein- und Verkauf geben? INGA KLUTH : Zunächst einmal ist wichtig: Die Preise sind ganzjährig stabil. Für FLP-Rosen aus Ecuador zahlen wir 65 bzw. 75 Cent für 50er und 60er Längen. Zu Verkaufsschwerpunkten wie dem Valentinstag zahlen wir 10 Cent mehr. Im Verkauf liegen wir zwischen 2,50 und 3,50 Euro. Im Vergleich: In den Sommermonaten kaufen wir deutsche Rosen ebenfalls auf dem genannten Preisniveau ein, der Verkaufspreis liegt bei 2,00 Euro. FLEUROP-MAGAZIN : Ecuador- und Kenia-Rosen sind also teurer, weil


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kunden

wusster

geworden

sie gelabelt sind? und nein. Sicher ist fairer Handel ein Argument, für das immer mehr Kunden bereit sind, auch mehr zu bezahlen. Die Ware ist aber auch unterschiedlich, die Köpfe deutscher Rosen sind doch oft nur halb so groß wie die aus Übersee. In Ecuador und Kenia wird halt unter optimalen Wachstumsbedingungen im Hochland Rosenzucht betrieben. Größere Blütenköpfe plus fairer Handel – das leuchtet den Kunden ein. FLEUROP-MAGAZIN : Sie ziehen also die Rosen aus Übersee denen der deutschen Erzeuger vor? INGA KLUTH : Das kann man so nicht sagen, ich würde auch gerne mehr regional erzeugte Ware verkaufen. Doch die Möglichkeiten sind bekanntlich saisonal begrenzt, Rosen sind aber ein Ganzjahresprodukt. Argumentativ gegenüber den Kunden ist aber auch Regionalität ein Argument. Die Kunden sind ganz allgemein bewusster geworden und fragen nach, woher was kommt und unter welchen Bedingungen produziert wurde. Regionalität und Fairtrade sind für mich kein Gegensatz, sondern eine Ergänzung. Gut wäre es allerdings, wenn regionale Ware auch als solche gekennzeichnet wäre. FLEUROP-MAGAZIN : Nun verkaufen gerade auch die SuperINGA KLUTH : Ja

märkte fair gehandelte Blumen. Ist Ihr Angebot dadurch nicht vergleichbar und kann preislich kaum mithalten? INGA KLUTH : Nein, wir bieten andere Längen als die Supermärkte, unsere Qualitäten sind sichtbar besser. FLEUROP-MAGAZIN : Nach einem Jahr der Erfahrung – wie sind denn die Kundenreaktionen? INGA KLUTH : Sehr positiv, die Nachfrage wurde kontinuierlich größer. Wir verkaufen im Moment wöchentlich 300 bis 400 gelabelte Rosen. FLEUROP-MAGAZIN : Sie bieten auch nach Bioland-Richtlinien erzeugte Blumen an. Wie passt das ins Konzept? INGA KLUTH : Sehr gut. Das sind saisonale Freilanderzeugnisse, Dahlien, Sonnenblumen, viele Gräser. Bioland-Richtlinien wie biologischer Pflanzenschutz, natürliche Düngung oder Fruchtwechsel sind vielen Verbrauchern durch die Bio-Lebensmittel bekannt. Daher besteht eine große Akzeptanz. Unser Lieferant sitzt im westfälischen Halle. Mittwochs wird geschnitten, am Donnerstag ist die Ware im Laden. Dort wird sie von uns gekennzeichnet, nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit. Die Bioland-Kennzeichnung wird von den Kunden als Qualitätsmerkmal verstanden, zudem ist die Ware sehr preiswert.


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H O H E R ST E L L E N W E RT VO N E I N R I C H T U N G S U N D D E KO R AT I O N S G E G E N STÄ N D E N – F Ü R F LO R I ST I K S I C H E R K E I N N A C H T E I L .

wie deutschland? HAN DEL IM WAN DEL I Die Deutschen sind weiterhin nicht euphorisch aber stetig konsumfreudig. Dabei spielen Einrichtungs- und Dekorationsartikel eine wichtige Rolle. Gekauft wird auch zunehmend spontan, und das Weihnachtsgeld wird zu großen Teilen gleich wieder in den Handel getragen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung, die das Umfrageinstitut Forsa im Auftrag der Messe Frankfurt GmbH durchgeführt hat. Der erfreuliche Ausblick – auch weiterhin wollen die meisten Verbraucher keine grundsätzlichen Einschnitte in ihre Konsumbereitschaft vornehmen.

Nach einer GfK-Studie aus dem Jahr 2011 geben die Bundesbürger rund 27 Milliarden Euro für Geschenke aus. Private Konsumausgaben nahmen 2011 mit real 1,5 Prozent stärker zu als in den vergangenen zehn Jahren. Noch erfreulicher ist, dass typische Ambiente-Produkte wie Wohnaccessoires und Einrichtungsgegenstände laut Erhebungen des Statistischen Bundesamtes sogar um 3 Prozent real zulegten. Ein Verbraucherverhalten, das so überraschend nicht ist. Wenn es in der Welt draußen stürmt (Stichwort Euro-Krise), dann will man es sich zu Hause gemütlich machen. 68 Prozent der Deutschen haben 2011 mehr oder ähnlich viel Geld ausgegeben wie im Vorjahr. Allerdings mit regionalen Unterschieden. In den neuen Bundesländern gaben 19 Prozent konkret mehr für Einrichtungs- und Dekorationsartikel aus, im Westen lediglich 12 Prozent. DIE DEUTSCHEN KAUFEN SPONTAN ER ALS ERWARTET Die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen hat zu 21 Prozent mehr Geld für entsprechende Artikel ausgegeben. Bei den 45- bis 59-Jährigen waren es nur noch 12, bei den Befragten über 60 Jahre nur noch 6 Prozent. Unterscheidet man nach Beschäftigungsverhältnissen sind

die Angestellten (19 Prozent) gefolgt von den Arbeitern (14 Prozent) am Konsumfreudigsten, wenn es um die Einrichtung geht. Selbstständige sind dabei deutlich zurückhaltender. Sich selbst gegenüber spendabel sind dabei vor allem Verbraucher mit einem monatlichen Nettohaushaltseinkommen von 3 000 Euro und mehr. Immerhin 58 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Jahr spontan Geld für Einrichtung und Dekoration ausgegeben zu haben. Frauen sind dabei deutlich spontaner als Männer. Auch Jugend ist ein Spontaneitätsmerkmal, mit zunehmendem Alter nimmt die Tendenz ab. Unterteilt in Produktgruppen werden insbesondere Kleidung und Bücher spontan mitgenommen. Aber schon an dritter Stelle der »Spontaneitätswarenskala« folgen mit einer Quote von 21 Prozent Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände. Wobei beim Einkauf dieser auch wieder die Frauen gegenüber den Männern dominieren. Bei der Preisgestaltung zeigt sich eine klare Trennungslinie. 41 Prozent der Käufe liegen bei bis zu 99,00 Euro.


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Schönes für die Wohnung suchen die deutschen Verbraucher speziell in der Weihnachtszeit.

WEIHNACHTSGELD WIRD SCHNELL WIEDER AUSGEGEBEN Kaufen hellt die Stimmung auf – das trifft auch heute noch oft zu. Doch was kaufen die Deutschen, um Konsumglück zu erleben? An der Spitze stehen Textilien, mit dem bekannten Unterschied zwischen Frauen und Männern. An zweiter Stelle stehen Reisen, gefolgt von Büchern – wobei auch bei Büchern Frauen deutlich interessierter sind als Männer. An vierter Stelle der »Ich-gönn-mir-was-Rangliste« stehen Restaurantbesuche/Kauf von Lebens- und Genussmitteln. Danach kommen auf Rang fünf schon Einrichtungsgegenstände. Etwas überraschend folgen dann erst Produktgruppen wie CD/DVD, Unterhaltungselektronik, Kosmetika, Schmuck oder Freizeitartikel. Grob gesagt bekommen rund die Hälfte der Deutschen Weihnachtsgeld, im Westen mit 58 Prozent mehr als mit 50 Prozent im Osten. Aus Sicht des Handels erfreulich dabei: Bis Mitte Januar des der Auszahlung folgenden Jahres haben sechs von zehn Personen ihr zusätzliches Geld wieder in den Handelskreislauf gegeben. Dabei kann man sagen: Je oller, desto doller. Bei den Befragten ab 60 Jahren waren es knapp drei Viertel aller Personen, die sich derart konsumfreu-

dig erwiesen. In den jüngeren Altersgruppen waren es aber immerhin auch noch 56 Prozent. Ausgegeben wird das Weihnachtsgeld in Reihenfolge für Bekleidung, Bücher, Lebens- und Genussmittel, Unterhaltungselektronik, Einrichtungsgegenstände und Reisen. Der hohe Stellenwert von Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen innerhalb der Konsumentenwünsche und -ausgaben ist mit Blick auf die Floristen-Branche sicher kein Nachteil. Dies gilt sowohl für das Kerngeschäft mit Blumen und Pflanzen als auch für eine mögliche Angebotserweiterung in Richtung Wohnaccessoires. Die Floristen als Geschenkspezialisten – diese Definition hat an ihrer Bedeutung nichts verloren.


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HAN DEL IM WAN DEL I I Die Gestaltung der Wohnung (auch mit Blumen) ist Ausdruck von Individualität und ein Spiegel der Persönlichkeit. Zu diesem übergeordneten Ergebnis kommt eine qualitative Konsumentenbefragung, die vom Marktforschungsinstitut Eva Altenburg im Juni 2012 im Auftrag der Messe Frankfurt GmbH durchgeführt wurde. Befragt wurden die Altersgruppen der 20- bis 30-Jährigen und der 50- bis 60-Jährigen. Obwohl für alle Befragten die Wohnung Rückzugsort und Wohlfühloase ist, gibt es doch deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Das Titelbild der von der Messe Frankfurt in Auftrag gegebenen Studie zum Konsumentenverhalten bei Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen.

ABB.


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Für die 20- bis 30-Jährigen besteht bezüglich der Wohnungseinrichtung der unbedingte Wunsch nach Individualität. Auch wenn aufgrund des knappen Budgets manchmal Massenartikel gekauft werden, soll durch Kombination doch ein eigener Stil deutlich werden. Beim Kauf von Wohnaccessoires (und Haushaltswaren) wird ein pragmatischer Ansatz verfolgt, der Nutzen steht im Vordergrund. Bei größeren Anschaffungen rückt die Bekanntheit der Marke stärker ins Zentrum. Diese junge Zielgruppe umfasst nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland rund 11 Millionen Konsumenten, rund 13 Prozent der Bevölkerung. Das monatliche Haushaltnettoeinkommen liegt bei knapp unter 2 000 Euro, durchschnittlich 70 Euro fließen davon in die Inneneinrichtung. Wobei die Altergruppe sehr heterogen ist und von Studenten mit geringen finanziellen Mitteln bis zu Berufstätigen reicht. I N D I V I D U A L I TÄT UND SELBSTVERWIRKLICHUNG Die (oft erste) eigene Wohnung wird als »Hafen für die Seele« beschrieben, ein Ruhepol zur Entschleunigung. Die Einrichtung ist dabei primär Teil der Selbstverwirklichung. Individualität ist oberstes

griffen. Design wird zwar gern entgegen genommen, doch geht es nicht um reine Ausstellungsstücke. Aufgrund des geringen finanziellen Spielraums wird bei Wohnaccessoires auch preiswert gekauft. Es muss nicht immer hochwertig sein, aber hochwertig aussehen. B E D E U T U N G U N D N A C H H A LT I G K E I T Als Informations- und Einkaufsquelle spielt der stationäre Einzelhandel eine zentrale Rolle. Das ist auch bei den 50- bis 60-Jährigen der Fall, die im Gegensatz zu den jüngeren Konsumenten ihren persönlichen Stil schon gefunden haben und ihm auch treu bleiben. Der übergeordnete Wunsch nach Individualität ist den älteren Konsumenten nicht mehr so eigen. Wichtiger sind ihnen Dinge, die eine Bedeutung haben, persönliche Gegenstände, Wegbegleiter, die »eine Geschichte erzählen«. Deutlich ausgeprägt ist in dieser Zielgruppe die Frage der Nachhaltigkeit. Die Produktionsbedingungen, geringe Umweltbelastung und Müllvermeidung haben Einfluss auf Kaufentscheidungen. Bezogen auf Blumen und Pflanzen kann die Bewerbung von regionaler Erzeugung oder Fair-Trade-Produkten also durchaus vielversprechend sein. Neben dem Einzelhandel sind übrigens für die 50- bis 60-

wie deutschland? Gebot, daher gibt es keinen »typischen« Einrichtungsstil. Genannt wurden aber vielfach Begriffe wie »individuell«, »gemütlich«, »modern« und »farbig-warm«. Was diese Altersgruppe nicht will, hat sie ebenfalls in Begriffe gefasst: Kitschig, altbacken, protzig, Nippes und Staubfänger. Verdeutlichen lässt sich diese allgemeine Tendenz am »guten Sonntagsgeschirr« – Teller mit Goldrand in der Glasvitrine will kaum einer. Gefragt wurde aber nicht nur nach der Wohnrealität, sondern ebenfalls nach den Einrichtungsträumen. Was wäre wenn...– dann stehen ein großer Kamin, ein Bad mit Whirlpool, Indoor-Hängematte, große Fenster, genügend Platz, Parkettfußboden und edle Holzmöbel auf der Wunschliste. In der Realität sind dann aber kleine Wohnaccessoires gefragt, weil sich damit mit geringem Aufwand Veränderungen verwirklichen lassen. Ein besonderes Gewicht wird den Lichtquellen beigemessen. Es geht um die Schaffung von Wohlfühlatmosphäre – dabei können dann auch Blumen und Pflanzen eine wichtige Rolle spielen. Wobei auch in diesem Segment Individualität, Ideen jenseits der Massenartikel der Schlüssel sind. Neben Individualität sind Funktionalität und Qualität Kernbegriffe. Gerade häufig genutzte Gegenstände unterliegen diesen beiden Be-

Jährigen Einrichtungszeitschriften eine wichtige Inspirationsquelle. Individualität und Selbstverwirklichung bei jüngeren, hoher Qualitätsanspruch und Nachhaltigkeitsdenken bei älteren Konsumenten, der stationäre Handel als wichtigste Informationsquelle und Einkaufsort für beide Altergruppen – da wird das Schaufenster als Visitenkarte immer wichtiger. Wobei sich mit Blick auf Blumen und Pflanzen die Zielgruppen in den präsentierten »Produkten« auch wirklich wiederfinden müssen. Dies ist aber insbesondere bei den jüngeren Konsumenten oft nicht der Fall. Sie möchten halt häufig keinen Mainstream, keinen kompakt und rund gebundenen Strauß, sondern eine Gestaltung, die Individualität und Einzigartigkeit ausströmt. Das kann dann durchaus die in der Floristen-Branche seit langem viel zitierte »Einzelblume« sein. Sicher, das, was monetär hängen bleibt, ist dann nicht so viel. Doch nur mit speziell abgestimmten Produkten lässt sich die jüngere Zielgruppe überhaupt für Blumen und Pflanzen begeistern.


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blühende

WINTERPFLANZEN Botanisch korrekt ist der Begriff »Winterpflanzen« eigentlich nicht, aber verkaufswirksam. Ins Sortiment passen all jene blühenden Indoor-Gewächse, die in den kalten Monaten verkauft werden. Es handelt sich um Saisonales, ergänzt um einige Pflanzen aus dem Ganzjahresprogramm, die in die kalte Jahreszeit passen, ihr ein wenig Farbe und Blütenfrische verleihen.

Der Star unter den Winterpflanzen ist der Weihnachtsstern. Es gibt sie nicht nur in den traditionellen Advents- und Weihnachtsfarben Rot und Grün, sie zeigen ihre Hochblätter ebenso in elegantem Cremeweiß, schrillem Pink, leuchtendem Gelb oder femininem Apricot, einfarbig oder weiß gesprenkelt. Ob als schlichte Einzelpflanze im Mini- bis Maxiformat im passenden Gefäß oder floristisch veredelt, als präsentable Pflanzidee, als Tischdekoration oder als raumbestimmendes Objekt: Weihnachtssterne sind für alle nur denkbaren Gestaltungen ein überaus geeigneter »Werkstoff«. Kultig ist auch die sagenumwobene Christrose mit ihren porzellanzarten Blüten. Sie ist in der Advents- und Weihnachtszeit ein beliebter Raumschmuck und kann im Frühjahr in den Garten oder in einen Kübel gepflanzt werden – ist also eine Pflanze mit Mehrwert.

Zu den schönsten Winterpflanzen gehört Hippeastrum, oft auch Amaryllis genannt. Der Ritterstern hat in den vergangenen Jahren viele Freunde gewonnen. Die attraktive Blütenpflanze gibt es in vielen Sorten von Reinweiß über unterschiedliche Rosatöne bis hin zum tiefen Blutrot. Interessant sind zweifarbige und gelbe Varianten. In jedem Jahr kommen weitere attraktive Sorten, insbesondere im Sortiment der kleinblütigen Rittersterne hinzu. Zu den Gewächsen, die unter dem Begriff »Winterpflanzen« angeboten werden können, gehören auch die Azaleen. Einer alten chinesischen Tradition zufolge sind diese Pflanzen das Symbol für Glück und langes Leben. Ein starkes Verkaufsargument, denn wer möchte nicht gerne

das Glück in der Adventszeit verschenken oder sich ins Haus holen. Weitere Klassiker sind die liebenswerten Cyclamen. Robustere Sorten, die Zimmerwärme besser vertragen, und viele neue Farben und Formen haben zu ihrem Verkaufserfolg beigetragen. Den Sprung von der kurzlebigen Trendpflanze zum starken Umsatzträger haben die Orchideen geschafft. Ganz besonders begehrt sind Phalaenopsis und Frauenschuh. Trendig sind in diesem Winter die hoheitsvollen Anthurien, die zart duftenden Camelien, die kleine Schwester des Weihnachtssterns, der Christusdorn, und der Weihnachtskaktus. Insgesamt ein attraktives Sortiment, das – gekonnt präsentiert – viele Verbraucher zum Kauf anregen wird.


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H ERZLICH WI LLKOMMEN

12.11. Regina Paul, Königswinter-Oberdollendorf 12.11. Bert Mahler, Nobitz

Sechs Fleurop-Lieferpartner und fünf Agentur-Partner verstärken seit September 2012 die Fleurop-Organisation. Zusätzlich sind in dem Monat zwei Agenturen zu Lieferpartnern geworden. Alle neuen Fleurop-Kolleginnen und -Kollegen heißen wir herzlich willkommen und wünschen Ihnen geschäftlichen Erfolg.

FÜNF-STERNE-FLORISTEN Im September 2012 sind vier Fleurop-Fachgeschäfte mit fünf Sternen ausgezeichnet worden:

14.11. Thomas Trögel, Pellworm 15.11. Hannes Schulz, Karlsruhe 17.11. Jan Piepenbrink, Jork 17.11. Susanne Harde, Dortmund 18.11. Claudia Soller, Essen 18.11. Gertraud Rössl, Landshut 19.11. Heiner Schlößer, Moers 21.11. Rene Leier, Baiersdorf 23.11. Christoph Gesthüsen, Kevelaer 23.11. Hans-Theo Kaumanns, Niederkrüchten 24.11. Heike Gerlach, Gießen

 Blumenstudio Margit Hofmann, Schwäbisch Gmünd  Blumenhaus Alfred Steinmacher oHG, Herne  Das Blumenfachgeschäft Rosen, Hilke Rosenthal, Wolfsburg  Blumenhaus Stefan Kilb, Ratingen

GEBU RTSTAGE U N D J U B I L ÄEN

27.11. Ute Brennecke-Kruse, Lengerich 29.11. Marianne Reichert, Löcknitz 40 JAHRE 04.11. Katrin Eberhardt, Nordhausen 08.11. Karolin Schorer, Augsburg 18.11. Marja Härke, Laatzen 20.11. Anja Stöwer, Hamburg 20.11. Sandra Kraatz, Wolfhagen 21.11. Ursula Brugger, Ravensburg

Herzlichen Glückwunsch und für die Zukunft weiterhin alles Gute, Glück, Gesundheit und Erfolg! Wir gratulieren zum Geburtstag:

30.11. Heiko Ziegler, Sinntal-Sterbfritz

75 JAHRE

Wir gratulieren zum Firmenjubiläum:

29.11. Jutta Hammes, Bendorf

07.11. Hans-Joachim Schmohr, Hamm 15.11. Hubert Lorenz, Gadebusch 28.11. Sigrid Ellinghaus, Bergisch Gladbach 70 JAHRE 01.11. Michael Dickmanns, Viersen

75 JAHRE 20.11. Blumen Bunse, Inh. Simone Bunse-Heidelberg e.K., Neuss 50 JAHRE

03.11. Franz Wütschner, Fürstenfeldbruck

01.11. Firma Lothar Möhlmann, Ostrhauderfehn

04.11. Renate Kieckeben, Sibbesse

01.11. Blumen in Vahrenheide, Hannover

06.11. Kurt Hornstein, Darmstadt

08.11. Blumen Kripke, Susanne Merten, Hamburg

18.11. Waltraud Richter, Essen

20.11. Blumenhaus Schaper, Sabine von Ohlen,

21.11. Maria Elbracht, Verl

Neustadt 25 JAHRE

22.11. Johannes Köhler, Hambrücken 24.11. Edelgard Scholz-Sagadin, Forstern 25.11. Heidi Herrmann, Hanau 65 JAHRE

01.11. Heike's Blumenladen, Heike Schaupp, Hammelburg

01.11. Frieder Kleindienst, Oberlungwitz 03.11. Lothar Fröhlich, Calden 06.11. August Krempel, Berlin 08.11. Christa Hörnle, Gießen

Verkaufsschlager

09.11. Margerete Meier, Löhne 15.11. Bernhard Schäfer, Bad Dürrheim

Unter den Winterpflanzen befinden sich sechs Gewächse, die im Jahr 2011 zu den zehn meistverkaufen Blütenpflanzen gehörten. Das sind Orchideen (Marktanteil 31 Prozent), Weihnachtssterne (7 Prozent), Cyclamen (6 Prozent), Azaleen (4 Prozent), Anthurien (knapp 4 Prozent) und ElatiorBegonien (drei Prozent). Übrigens: Amaryllis mussten ihren 10. Platz von 2010 an die Elatior-Begonien abtreten und landeten auf Platz 11. Im Winter gehören die Rittersterne aber unbedingt zu den Pflanzen, die sich hervorragend verkaufen.

21.11. Manfred Woldt,Templin 28.11. Gerta Lies, Windsbach 30.11. Hermann Binder, Plochingen 60 JAHRE 04.11. Gisela Uhlig, Zschopau 08.11. Norbert Bendick, Mettingen 11.11. Matthias Kocher, Mannheim 12.11. Karl-Werner Jakob, Groß-Umstadt 18.11. Karl Gramlich, Weinheim 19.11. Annemarie Gommlich, Zerbst

Schmuckbänder . Kranzbänder Trendline Gutes muss nicht teuer sein!

21.11. Vera Triebel, Oranienbaum- Wörlitz-Vockerode 23.11. Hans Anders, Königsbrück 23.11. Walter Weiler, Worms 50 JAHRE 04.11. Eberhard Röger, Konstanz 08.11. Sylvia Krüger, Letschin

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H E I M A T: T H Ü R I N G E N DAS BUNDESLAND Der Freistaat Thüringen gehört mit 2,2 Millionen Einwohnern und einer Fläche von rund 16 000 Quadratkilometern zu den kleineren Bundesländern Deutschlands. Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt ist Erfurt. Als Binnenstaat grenzt Thüringen an Sachsen im Osten und Südosten, Sachsen-Anhalt im Norden und Nordosten, Niedersachsen im Nordwesten, Hessen im Westen sowie Bayern im Süden. DIE LANDSCHAFT Wer Thüringen bereist, trifft auf sehr unterschiedliche Landschaften. Im äußersten Norden befindet sich der Harz. In südöstlicher Richtung schließt sich ein als Goldene Aue bezeichnetes Gebiet an, mit dem fruchtbaren Tal des Flusses Helme. Im Nordwesten befindet sich das Eichsfeld, eine teilweise bewaldete Hügellandschaft. In der Mitte des Landes liegt das flache, sehr

fruchtbare Thüringer Becken. Diese Region zählt zu den ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Südlich des Thüringer Beckens schließt sich das hügelige Vorland des Thüringer Waldes an, es folgt der Thüringer Wald selbst, das größtes Gebirge im Land. D I E K U LT U R Thüringen besitzt eine hohe Dichte an Kulturstätten von nationalem und internationalem Rang. Zum UNESCO-Welterbe gehören das klassische Weimar und die Wartburg bei Eisenach. Auch die Landeshauptstadt weist mit dem Dom, der Krämerbrücke und der ältesten erhaltenen Synagoge Mitteleuropas bedeutende kulturhistorische Stätten auf. DIE REGIONALE KÜCHE Reichhaltig und gehaltvoll ist die typische Thüringer Küche auch heute noch. Aus gutem Grund, denn in der Landwirtschaft,

dem Bergbau und Forstwesen wurde und wird hart gearbeitet. Da sind nahrhafte Mahlzeiten mit viel Fleisch und kräftigen Saucen gefragt. Natürlich ist es nicht die Gourmet-Küche eines Alfons Schuhbeck, aber trotzdem sehr lecker. Das wohl bekannteste Thüringer Gericht sind die weithin beliebten Thüringer Klöße. Ein weiterer Klassiker, mittlerweile auch markenrechtlich geschützt, ist die Thüringer Rostbratwurst mit all ihren regionalen Variationen. BEKANNTE PERSÖNLICHKEITEN In kaum einem anderen Bundesland Deutschlands lebten so viele bedeutende historische Persönlichkeiten wie in Thüringen. Die Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller gehören dazu, der Komponist und Kirchenmusiker Johann Sebastian Bach, der Reformator Martin Luther und die Heilige Elisabeth.

H E I M AT F L O R I ST I K Die Adventszeit verbindet der Floristund Ikebanameister Nicolaus Peters mit Romantik, mit Tradition und einem Quäntchen Mystik. Der Thüringer Wald ist also die ideale Kulisse für sein vorweihnachtliches Floral-Unikat. »In dieser Arbeit ging es mir darum, einmal die klassische Kranzform aufzubrechen und eine lineare Gestaltung zuzulassen«, erläutert er seine Intention. Um eine Pappröhre herum hat er gebleichte Palmwedelblätter geklebt. Um die Wertigkeit und Leichtigkeit der Kreation zu erhöhen, schwebt die Konstruktion auf »Stelzen« auf einem Sockel. Innerhalb der Palmwedelblätter befinden sich Röhrchen und Mini-Kerzenhalter auf Splitstäben, die in die Pappröhre fixiert sind. Verarbeitet hat Nicolaus Peters Helleborus, Cineraria, Calocephalus und Picea-Triebe. Er meint: »Wichtig war mir, eine Gestaltung zu finden, die die Verarbeitung von frischen Blumen garantiert, so dass über die gesamte Adventszeit immer wieder frische Blumen eingesetzt werden können.«


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