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mag azin

JULI 2011

EXKLUSIVSERIE DER LETZTE KAFFEEKLATSCH GESCHÄFTSNACHFOLGE SO WIRD MAN 175 JAHRE ALT GESTALTUNGSIDEEN CHARMANTE BLÜTENPRACHT


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Der Begriff sagt es schon: Die »Ware« der Floristen ist Floristik – und nicht einfach nur Blumen. Diese Einsicht sollte auch in der Außendarstellung von Blumenfachgeschäften immer beherzigt werden. K L E I N E S F O T O Inga Kluth aus Schleswig-Holstein ist Mitglied der Marketing-Kommission der Fleurop AG.

GROSSES FOTO

nicht nur floristik, blumen


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I N H A LT INTERN

von

Rasante Entwicklung Kreativität im Kern Markenliebe & Vermarktungskunst Fleurop-Stars Partnernummer auf Flora-Cheques Internationales Meeting Urlaub melden! Fleurop-HV: Hotels buchen Was tun mit der UNICEF-Spende in Merkur? Mindestpreisänderungen Businessclub: Meeting am 8. September Blick ins MerkurPortal Herzlich willkommen Fünf-Sterne-Floristen Geburtstage und Jubiläen Vorschau August 2011

INGA KLUTH

MARKETING Im Blumeneinzelhandel hat sich viel verändert – und es wird sich weiter viel verändern. Der Systemhandel hat den Fachgeschäften viele Umsatzanteile weggenommen, der Massenmarkt mit »Blumen«, also Bundware und ein beträchtlicher Anteil des Pflanzengeschäftes, spielt in vielen Blumenfachgeschäften eine immer geringere Rolle. Daher ist unser eigentliches Metier, die Floristik, automatisch in seiner Bedeutung gewachsen. Diese Marktveränderungen müssen auch in der Kommunikation an die Kunden ihren Niederschlag finden. Wenn bisher hauptsächlich der Liefergedanke bei Fleurop im Zentrum stand, sollte die Floristik zukünftig eine größere Rolle spielen. Wir sollten die Gestaltung betonen, unsere Kreativität stärker akzentuieren. Unsere Werkstücke sind Unikate, wir machen keine Fließbandsträuße. Das ist es, was unsere Fachgeschäfte von den Systemhändlern unterscheidet. Das ist es auch, was uns Fleurop-Partner von den Kartonversendern unterscheidet. Daher würde ich mir wünschen, dass nicht nur auf den POS-Werbemitteln, sondern ebenfalls auf www.fleurop.de die Variationsbreite in den Gestaltungen zunehmen würde. Sicher, der kurz und rund gebundene Strauß ist für viele »schnelle« InternetKunden eine gute Lösung. Doch über diesen Mainstream hinausgehend gilt es, Außergewöhnliches zu zeigen. Daher bin ich ein Fan der Fleurop deluxe-Linie. Wir werden damit keine Umsatz-Lawine auslösen. Aber wir zeigen, was wir können. Und das entspricht der Einsicht, die unter anderem im Fleurop-Magazin schon so oft verdeutlicht wurde: Was man nicht zeigt, kann man auch nicht verkaufen. Wenn wir Floristik, die Gestaltung, unsere Kreativität werblich stärker ins Zentrum rücken, dann müssen wir natürlich auch die gemachten »Versprechen« einlösen. Wenn wir Anspruchsvolles anpreisen, müssen wir selbstverständlich diesen Ansprüchen gerecht werden. Wir müssen uns dem immer schneller wechselnden Zeitgeist anpassen. Nicht nur in der Gestaltung der Werkstücke, ebenfalls in der Optik unserer Fachgeschäfte, ebenfalls im Auftreten unserer Mitarbeiter. Der Anspruch, den wir an uns selbst, an unser Personal stellen, sollte wachsen. Stichwort Personal – mir sind die Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden, bewusst. Ausbildung tut Not – ist aber bei dem Niveau vieler junger Menschen, die sich heute für Floristik entscheiden, auch nicht einfach. Das hat nicht nur etwas mit der Bezahlung zu tun. Ich sehe vielmehr ein allgemeines Profilierungsproblem. So, wie das Kulturgut Blume nicht zuletzt durch die Verramschung im Systemhandel an Bedeutung verloren hat, so ist das Image unseres Berufsstandes nicht mit den gestiegenen Ansprüchen in der Gesellschaft gewachsen. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur Blumen, sondern Floristik zu bewerben.

FLORISTIK

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Charmante Blütenpracht Top-Sträuße im Juli Trendfarbe Pink Floristik im Blickpunkt Kulturgut Blume Meerflair

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Alle tragen Verantwortung 175 Jahre jung

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HANDEL

TITEL

Schnittanthurien haben zwar den Sprung in die Top-10 geschafft, sind aber doch ein ausgesprochen fachgeschäftsgerechter Werkstoff. FOTOS

FDF-Anthurie unlimited/J. Manegold (Titel, S. 20/21), Blumenbüro Holland (S. 2, S. 10-13), Holger Peters (S. 4), Stefan Albrecht/Adele Marschner (S. 7, S. 30/31), DaVIce/fotolia (S. 19 l.), Steven Hendricks/fotolia (S. 19 r.), BUGA Koblenz (S. 22/23), Nadine Haase (S. 24/25), Blumenbüro Holland (S. 28)

IMPRESSUM Das Fleurop-Magazin erscheint zwölf Mal im Jahr und wird allen Partnerfloristen im Rahmen ihres Vertragsverhältnisses zugestellt. Das Heft ist unverkäuflich, die Weitergabe außerhalb des genannten Kreises nicht gestattet. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Herausgebers. HERAUSGEBER

Fleurop AG / 12200 Berlin / Tel.: 030/ 71371-0 Fax: 030/ 71371198 / E-Mail: info@fleurop.de SCH RI FT- U N D ANZEIGEN LEITU NG

Winnie Maria Lechtape Tel.: 030/ 71371-213 / Fax: 030/ 71383-213 Es gilt die Anzeigen-Preisliste Nr. 21 vom 1.1. 2011 REDAKTION

Angelica Langley, Martin Hein Bahia Büro / Gotenstraße 11 / 20097 Hamburg Tel.: 040 / 4305438 / Fax: 040 / 4305809 E-Mail: magazin@fleurop.de GRAFIK

Esther Hartmann, Sandra Lajain / Hamburg LITHO & DRUCK

Druckerei in St. Pauli Große Freiheit 70 / 22767 Hamburg


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HAUPTVERSAMMLUNG Die Hauptversammlung der Fleurop AG am 20. und 21. August darf mit Spannung erwartet werden. Ein historisches Jahresergebnis 2010 seit Bestehen der Fleurop AG, Umsatzzuwächse von über 13 Prozent im klassischen Lieferauftrag im ersten Halbjahr 2011 im Direktvertrieb und über 50 Prozent Wachstum bei den GutscheinCards – das werden einige der Erfolgszahlen sein. Doch gibt es darüber hinaus eine umfassende Neu-Positionierung der Fleurop AG – zusammengefasst unter dem Begriff »Strategie 2015«. Dazu ein Interview mit Fleurop-Vorstand Stefan Gegg – das schon neugierig macht auf das, was auf der Hauptversammlung in Berlin noch weiter ausgeführt wird.

FLEUROP-MAGAZIN : Herr

Gegg, die erwirtschafteten Zahlen der Fleurop AG können sich sehen lassen. Beginnt Fleurop jetzt aufzublühen? STEFAN GEGG : Dass die Fleurop AG mehr Potential besitzt als sie dies die letzten zehn Jahre abgerufen hat, ist in der Branche bekannt. Die Zielsetzung besteht nicht darin, schnelle Erfolge zu erzielen, sondern durchdachtes anhaltendes Wachstum zu schaffen. FLEUROP-MAGAZIN : »Schritt für Schritt« wie Sie öfters betonen? STEFAN GEGG : Ja. »Schritt für Schritt« bedeutet nicht behäbiges Handeln, sondern bewusst durchdacht und gleichbleibend konsequent, auch wenn sich der Wind dreht. FLEUROP-MAGAZIN : Zustellreform, Einführung GutscheinCard, Unternehmenskultur, neue Budgetrichtlinien, Einführung des Mobilstores, die Firmenportale, die Fleurop deluxe-Linie, Vertriebsrestrukturierung, Sanierung auf internationaler Ebene, Strategie 2015 – Fleurop hat seit Ihrem Eintritt als Vorstand ein rasantes Tempo vorgelegt. Daher die persönliche Frage – ist das nicht zu viel für nur einen Vorstand? STEFAN GEGG : Für mich war das Jahr 2010 in persönlicher Hinsicht ein Krisenjahr: Denn nicht die vielen erfolgreichen Projekte haben außergewöhnlich viel Kraft gekostet, sondern die zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen und das anhaltende Misstrauen in die eingeleiteten Veränderungen. Manchen Menschen ging es zu schnell, manchen wesentlich zu langsam und andere wiederum hielten die Maßnahmen für völlig ungeeignet. FLEUROP-MAGAZIN : Bei den vorzeigbaren Erfolgen und den spürbaren positiven Veränderungen, die die Fleurop-Partner ja auch bei den Regionalversammlungen deutlich zum Ausdruck gebracht haben, müsste doch jetzt Einigkeit herrschen, oder nicht? STEFAN GEGG : Hoffentlich nicht! So unangenehm wie Disput auch ist, Organisationen entwickeln sich nur dann außergewöhnlich schnell und erfolgreich,wenn unterschiedliche Sichtweisen aufeinander stoßen. Die Kunst besteht in der Kultur, voneinander lernen zu können,

sich zu respektieren und gemeinsam zu handeln, auch wenn nicht alle eigenen Vorstellungen verwirklicht werden. Deswegen ist die Unternehmenskultur auch immer noch das wichtigste Projekt und die Basis unseres Erfolges. Es ist ein großes Stück Charakter unserer Fleurop-Organisation! FLEUROP-MAGAZIN : Ihre Strategie 2015 hat in den Regionalversammlungen für viel Diskussionsstoff gesorgt, und auch in der Branche bleiben ihre Gedanken nicht ohne Resonanz. Steht ein Umbruch bevor? STEFAN GEGG : Es ist nicht meine Strategie, sondern die Ausrichtung der Fleurop AG in den nächsten fünf Jahren, die wir zusammen mit Aufsichts- und Verwaltungsrat, mit Partnern und der Führungsmannschaft entwickelt haben. Die Grundzüge sind die Professionalisierung der Organisation, die Stärkung der Partner im Markt und die gezielte Ansprache neuer Kunden. FLEUROP-MAGAZIN : Ihre Zielsetzung sind 15 Prozent Umsatzwachstum. Die haben Sie ja schon jetzt fast erreicht. STEFAN GEGG : Oh nein. Über die 15 Prozent Umsatzzuwachs habe ich viel Lächeln geerntet. Die Grundzüge der Strategie hören sich erst einmal nicht weltbewegend an. Aber die Stärkung der Partner bedeutet eine Vermarktungsgesellschaft für Dienstleistungen der Partner, bedeutet gemeinsamer Einkauf, bedeutet Vernetzung in Bruchteilen von Sekunden. Die gezielte Ansprache von neuen Kunden bedeutet deutliche Ausweitung der Marktanteile national wie auch international und die Professionalisierung der Organisation wird uns weit, weit weg von einer verstaubten »Blumengrußvermittlungsgesellschaft« führen. Diese Strategie hat mehr im Regal als in der Auslage. FLEUROP-MAGAZIN : Ihre Kritiker sagen, »alter Wein in neuen Schläuchen«! STEFAN GEGG : Nicht wirklich viele Ideen sind revolutionär, sondern die sich ändernden Voraussetzungen und Möglichkeiten sowie die unterschiedlichen Arten der Umsetzung. Das heißt, dass das Timing


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Auf die Ausführungen von Fleurop-Vorstand Stefan Gegg während der Hauptversammlung 2011 darf man gespannt sein. F O T O R E C H T S Das TIPI im Tiergarten ist eine der attraktivsten Locations in Berlin und Ort des Sommerfestes am 20. und der eigentlichen Hauptversammlung am 21. August. FOTO LINKS

und die Art und Weise stimmen müssen. Schauen Sie sich die Daimler AG an. Vom nationalen Autobauer zum »Multitechnologieglobalkonzern«, wieder zurück zum reinen, aber dafür internationalen Autobauer, wieder weiter zum nationalen Mehrtechnologiekonzern. Die Radikalität treibt gute vielversprechende Ideen über ihren eigentlichen Nutzen hinaus. Das heißt: Die Kultur der Übertreibung, die Revolvermentalität des schnellen Erfolges ist der Fehler, nicht die grundsätzliche Idee. FLEUROP-MAGAZIN : Und was bedeutet diese von Ihnen verfolgte »Schritt für Schritt-Mentalität« für die grüne Branche? STEFAN GEGG : Die Vision ist ein perfekt organisiertes Netz von Facheinzelhandelsgeschäften, die sich nicht durch ihr uniformes, sondern durch ihr individuelles Auftreten am Markt durchsetzen. Bei Gefahr oder möglichem Vorteil können sich diese Fachgeschäfte auf »Mausklick« formieren. Und es ist realistisch anzunehmen, dass diese Formierung nur einige Wochen anhält. Denn in Deutschland ist und bleibt die mittelständische Mentalität eigenwillig. Respektiert man dies und baut dies in die Strategie bewusst mit ein, dann kann die Fleurop AG die Basis und die Plattform der Vernetzung und des Erfolges bilden. FLEUROP-MAGAZIN : Die Großhandelsplätze werden in Deutschland und auch in den Niederlanden merklich reduziert und zentralisiert – mit allen negativen Konsequenzen für den inländischen Facheinzelhandel. Der direkte Wettbewerber – Euroflorist – verschlechtert sogar deutlich die Konditionen für die ausführenden Floristen. Und Fleurop?

STEFAN GEGG : Unsere

Philosophie besteht nicht darin, uns über die Verfehlungen und Winkelzüge unserer Konkurrenz gegen die deutschen Floristen zu definieren. Unser Weg ist, durch gutes Wirtschaften und Professionalität unseren Floristen Wettbewerbsvorteile und spürbare finanzielle Vorteile zu verschaffen. Wir sind letztlich eine Non-Profit-Organisation im Besitz der Fleurop-Floristen. Und unsere Mitglieder sind Kaufleute genug, um einen wirtschaftlichen Vergleich anzustellen. FLEUROP-MAGAZIN : Herr Gegg, wagen Sie eine Einschätzung der Entwicklung für das Jahr 2012? STEFAN GEGG : Wir müssen eine solide gute Leistung zu einem guten Preis anbieten. So einfach ist die langfristige Überlebensstrategie. Dabei sollten wir auch zunehmend auf die qualitative Komponente, das heißt auf die biologische und die »Fair-Trade-Produktion« des Naturproduktes Blume achten. Denn jeder Systemhändler (zum Beispiel Blume 2000, Aldi, Netto und Lidl) ist schnell in der Lage, sein Sortiment in diesen Punkten umzustellen. Wir auch. Mit der Strategie 2015.

rasante entwicklung


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MARKETING Seit März gibt es in der Führungscrew der Fleurop-Zentrale ein neues Gesicht. Sebastian Marx hat den Bereich Marketing übernommen. Der Betriebswirt belegte während seines Studiums den Schwerpunkt Werbung, und er hat später in namhaften Agenturen gearbeitet. Im nachfolgenden Interview beleuchtet er aus Marketingsicht die gegenwärtige Positionierung der Marke Fleurop und erläutert, wie und wohin sie sich zukünftig entwickeln soll.

FLEUROP-MAGAZIN : Herr Marx, Sie haben für eine der besten und kre-

ativsten Werbeagenturen Deutschlands gearbeitet und dort Strategien für Firmen wie Audi oder die Volksbank entwickelt. Sicher eine interessante Tätigkeit – wo lag ihre Motivation, zur Fleurop AG zu wechseln? SEBASTIAN MARX : Wenn Sie so fragen, dann gibt es da zwei wesentliche Punkte. Erstens, und das ist mir während meiner Laufbahn ziemlich schnell klar geworden, ist es zwar aus der Sicht anderer begehrenswert für Marken zu arbeiten, die sowieso schon hipp sind. Aber seien wir ehrlich: Das kann doch jeder. Viel interessanter sind die Marken, bei denen gerade nicht alles rund läuft, da wo grundlegende Veränderungen notwendig sind, da beginnt meine Leidenschaft. Und als Zweites gibt es für mich die inhaltliche Ebene. Da kann ich als bisheriger Fleurop Kunde voller Überzeugung sagen: Das Produkt, das wir anbieten, ist in jeder Hinsicht wundervoll, für jeden einzelnen Menschen und für die Gesellschaft als solche. Noch viel mehr Kunden das Erlebnis Floristik nahezubringen, das treibt mich an. FLEUROP-MAGAZIN : Stichwort »grundlegende Veränderungen« – können Sie das bitte etwas konkretisieren? SEBASTIAN MARX : Ich bin überzeugt davon, dass der in den vergangenen Monaten eingeschlagene Kurs der richtige ist. Die Marke Fleurop wurde in den Jahren zuvor zu eindimensional geführt. Indem der Fokus auf den »Blumengruß« als solchen gelegt wurde, haben wir ein wenig vernachlässigt, was unsere eigentliche Kernleistung ist. Wir sind doch kein Versender! Wir sind der Überbringer von echter floristischer Handwerkskunst. Es muss unser aller Ziel sein, den Menschen da draußen wieder mehr Lust auf exzellente, kreative Floristik zu machen – vor allem auch der jungen Generation. Wir müssen die Kreativität und die Seele, die in jedem einzelnen Werkstück steckt, betonen. Wenn wir es schaffen, das mit der Marke Fleurop zu verbinden, hilft das uns allen: den Fleurop-Partnern als Rückgrat der Marke genauso wie dem Blumengruß selbst. FLEUROP-MAGAZIN : Wenn Floristik stärker ins Zentrum gerückt wird, ist dann die Fleurop deluxe-Line schon ein Schritt in diese Richtung? SEBASTIAN MARX : Sie ist ein Mosaikstein, ein Baustein von vielen. Fleurop soll für kreative Floristik stehen – und bei Fleurop deluxe drehen wir mal so richtig auf und zeigen, was alles möglich ist, wenn die Fleurop-Floristen freie Hand bekommen. Das stärkt die Gütesiegel-Wirkung von Fleurop, die wir ausbauen wollen, und strahlt auf alle Partner und alle Produkte ab.

FLEUROP-MAGAZIN : Wird

es bei den einzelnen Werbebausteinen bleiben, also etwa Großflächenplakate, TV-Werbung, POS-Werbematerialien? SEBASTIAN MARX : Wir sind dabei, die Mediastrategie zu durchleuchten. Welche Etats wie eingesetzt werden, steht im Detail noch nicht fest. Grundsätzlich muss aber gelten, dass wir mit unserem vergleichsweise sehr geringen Budget sehr mutig kommunizieren müssen, um überhaupt gehört zu werden. Es gilt, faszinierende Werbung zu entwickeln, die auch mal zum Nachdenken anregen und gerne auch mal anecken darf. Wir wollen wieder mehr Gesprächsthema bei den Menschen werden. Eins ist jedoch sicher: Das Engagement am POS wollen wir dafür deutlich ausbauen. FLEUROP-MAGAZIN : Was ist in dieser Hinsicht geplant? SEBASTIAN MARX : Wir möchten den Fleurop-Partnern möglichst viele Möglichkeiten anbieten – Optionen schaffen – so dass jeder Unternehmer vor Ort das Beste für sich und damit einhergehend für Fleurop rausholen kann. Jeder soll individuell nach seiner Identität handeln können und dann zum Beispiel an der Unicef-Aktion teilnehmen oder eben nicht. Oder saisonale Themen wie etwa ein Plakat zu den Adventsausstellungen, das dann terminlich individualisiert werden kann, kann ich mir ebenso vorstellen. FLEUROP-MAGAZIN : Mehr Optionen anbieten, heißt auch mehr versenden. Werden die Fleurop-Partner in kürzeren Abständen mit Werbematerialien beliefert? SEBASTIAN MARX : Nein, im Gegenteil. Wir werden die POS-Materialien verschiedener Aktionen bündeln. So können sich die Fleurop-Partner frühzeitig darauf einstellen, besser planen und die Aktionen mit eigenen Maßnahmen erweitern und dadurch effektiver sein – das ist das Ziel. Darüber hinaus werden wir auch die Downloadplattform im MerkurPortal kontinuierlich ausbauen. Die Fleurop-Partner können dann selbst entscheiden, ob die zusätzlichen Maßnahmen für ihr Fachgeschäft passen. Und auch den Kauf von Bildrechten werden wir breiter anlegen, so dass die Fleurop-Partner die Motive für eigene Aktionen einsetzen können. FLEUROP-MAGAZIN : Eine abschließende Frage:Wo sehen Sie die stärkste Seite der Marke Fleurop? SEBASTIAN MARX : Wie zuvor vielleicht schon merkbar geworden ist, glaube ich an die Kraft der vielen tausend Fleurop-Partner. Sie und ihre Kreativität sind meiner Meinung nach der Schlüssel für eine erfolgreiche Abgrenzung im Wettbewerb. So abwechslungsreich wie es unsere Partner sind, so modern und dynamisch wollen wir in Zukunft mit der Marke Fleurop agieren und dabei den »Menschen«, die hinter jedem Partner stecken, gerecht werden. Worte wie »Unikat«, »Stolz« oder »Herzblut« gehen da in die richtige Richtung. Gerne möchte ich alle an dieser Stelle zum Mitmachen aufrufen: Packen wir es an.


7 Sebastian Marx ist von der Marktmacht der Fleurop-Partner überzeugt und empfiehlt, Floristik stärker in den Mittelpunkt der Werbung zu stellen. Seine Lieblingsblüte ist die weiße Lilie, deren Reiz in dieser Arbeit von Nicolaus Peters besonders gut zur Geltung kommt.

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Sebastian Marx stammt aus Bietigheim-Bissingen und hat nach dem Abitur in Pforzheim Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Werbung studiert. Für die Werbeagentur Springer & Jacoby war er in den Büros in Wien und Amsterdam tätig. Es folgten bei der »Heimat Werbeagentur GmbH« in Berlin, die in jüngerer Zeit immer vordere Plätze im Agentur-Ranking einnahm, Aufgaben im Bereich der strategischen Planung, der Markt- und der Konsumentenanalyse. Sebastian Marx ist verheiratet, und die Familie mit zwei Kindern hat seit jüngstem Gefallen an einem eigenen Garten gefunden. Als Hobbys gibt er neben Unkraut jäten, Postpunk und Portugal im Frühjahr an. Als Lieblingsblüte nennt er ohne zu zögern die weiße Lilie. Sebastian Marx wird selbstverständlich auch auf der Hauptversammlung der Fleurop AG für ein persönliches »Kennenlernen« zur Verfügung stehen.


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Geht auch mal unkonventionelle Wege – das Marketing-Team in der Fleurop-Zentrale. Sandy Saffan, Antje Zickuhr, Sebastian Marx, Daniel Beese (v.r.n.l.)

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BLICK IN DIE ZENTRALE I Die Branche der Floristen erlebt einen tiefgehenden Generationswechsel (lesen Sie dazu bitte die Beiträge ab Seite 24), und auch in der Fleurop-Zentrale hat sich personell in den letzten Jahren viel verändert. Daher wurde auf den Regionalversammlungen vielfach der Wunsch geäußert, die einzelnen Bereiche einmal vorzustellen. Wir beginnen mit dem Team, das die Fleurop-Idee verkauft – dem Marketing-Team. Wer geglaubt hat, dass wie bei so vielen anderen Unternehmen auch bei Fleurop eine Marketing-Maschine mit vielen Personen rattert, der wird überrascht sein. Neben Sebastian Marx (siehe Interview auf Seite 6/7) bilden das Marketing-Team drei Personen: Antje Zickuhr, Sandy Saffan und Daniel Beese. Drei unterschiedliche Persönlichkeiten, die die verschiedenen Fachbereiche betreuen.

ANTJ E ZICKU H R D E S I G N & K R E AT I O N antje.zickuhr@fleurop.de Antje Zickuhr hat Mediengestaltung studiert, die Diplom-Designerin ist für das Erscheinungsbild der Marke Fleurop zuständig. Die Marketingleute sprechen vom »Corporate Design«, wenn es um den einheitlichen optischen Auftritt einer Marke geht. Genau das liegt im Verantwortungsbereich von Antje Zickuhr und ist zugleich ihre größte Leidenschaft. Vom Geschäftspapier bis zum »Look« der Werbekampagnen – das Aufgabenfeld umfasst alles, bei dem Grafik und Bild gefragt sind. Die Begleitung von Shootings vom Strauß bis zum Floristenbedarf, Banner für Online-Kampagnen, die kostenlosen Anzeigen für die Fleurop-Partner und die Beratung dieser beim Umgang mit der Marke Fleurop, Printmedien wie die aktuellen UNICEF-Materialien oder der neue Produktkatalog – überall liegt der kreative Entwicklungspart bei Antje Zickuhr. Auch die Motivkarten, ohne Zweifel ein optischer Genuss und ein kommerzieller Erfolg, gehen auf sie zurück.

SAN DY SAFFAN K A M PAG N E N & P RO D U K TM A N AG E M E NT sandy.saffan@fleurop.de Die Aufgabenfelder von Antje Zickuhr bedingen eine enge Zusammenarbeit mit Sandy Saffan, die für die inhaltlichen und zeitlichen Abläufe sowie die technische Weiterentwicklung des Online-Shops von Fleurop verantwortlich ist. Sandy Saffan hat Medienwirtschaft studiert, Schwerpunkt Marketing. Sie ist federführend bei der Entwicklung von neuen Werkstücken und anderen Produkten. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit geschulten Floristen realisiert. Die Floristen zeichnen für die Gestaltung verantwortlich, Sandy Saffan bringt die strategischen Überlegungen ein, z.B. hinsichtlich Blumenwert, Blüten oder auch die Farbwelten, die gerade nachgefragt werden. Zu diesem Aufgabenbereich gehört auch die Identifizierung neuer Zielgruppen, die von Fleurop bisher noch nicht angesprochen werden. Sandy Saffan entwickelt neue Produktlinien wie Fleurop deluxe oder die Premiumwerkstücke für Fleurop. In enger Zusammenarbeit mit Sebastian Marx entwickelt sie neue Kampagnen und die dazugehörigen Werbemittel. Ihr Antrieb ist es, aus dem Produkt Blumen einerseits und Marke Fleurop andererseits eine schlagkräftige Einheit zu formen, hin zum non plus ultra in der grünen Branche.


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E R F O LG L I E GT I M E F F E K T I V E N Z U S A M M E N S P I E L A L L E R KO M P E T E N Z E N

DANIEL BEESE V E R K A U F S F Ö R D E R U N G & KO O P E R AT I O N E N daniel.beese@fleurop.de Daniel Beese hat ebenfalls Medienwirtschaft studiert. Die Verkaufsförderung für Fleurop ist sein Verantwortungsbereich. Dafür bewegt er sich hauptsächlich im Onlineumfeld, aber auch offline. Er sorgt beispielsweise dafür, dass Fleurop bei Google einen Spitzenplatz einnimmt – dieses Suchmaschinen-Marketing ist ein ganz entscheidender Bereich. Daniel Beese realisiert Kooperationen wie etwa mit stadtplandienst.de, damit dort die Partnerfloristen abgebildet werden. Er ist involviert, wenn Amazon oder andere Firmen Fleurop-Aktions-Gutscheine als Paketbeileger aufnehmen. Er ist es auch, der die (von Antje Zickuhr gestalteten)Werbebanner zu Verkaufsschwerpunkten wie dem Valentinstag koordiniert. Über all das führt er ein genaues Controlling. Wer hat wo geklickt, wer hat gekauft – die Erhebung solcher Kontrolldaten sind die Grundlage für zukünftige Ak-

tivitäten. Die exakte Analyse ist entscheidend für den Vermarktungserfolg und deshalb so etwas wie Daniel Beeses Berufung. Daniel Beese leistet darüber hinaus Entwicklungsarbeit – wie zurzeit ein App für das iPhone. Und er ist für die Pflege der Microsites zuständig – über die jeder Fleurop-Partner automatisch im Internet vertreten ist. So verschieden die Aufgabenschwerpunkte der einzelnen Mitglieder des Marketing-Teams auch sind, der Erfolg liegt – und darin gleichen die Abläufe denen eines Blumenfachgeschäftes – im effektiven Zusammenspiel aller Kompetenzen.

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HORTENSIEN Hortensien sind attraktiv, multifunktional, farbstark, raumfüllend und verbreiten ein Flair der jetzt so aktuellen »Ländlichkeit«. Blumen und Pflanzen aus Großmutters Bauerngarten sind wieder topaktuell. Mit einer Blüte, die eine Größe von bis zu 25 Zentimetern erreichen kann, sind sie ein aufmerksamkeitsstarker Blickfang mit viel Volumen. Attraktiv sind Hortensien als Garten- und Zimmerpflanze und als Schnittblumen. Grund genug für das Blumenbüro Holland, ihnen eine eigene Internetseite zu widmen, die sowohl der grünen Branche als auch den Verbrauchern viele Informationen und Inspirationen liefert.

Ob im Blütenkranz in der Glasvase (oben), als Girlande (Mitte), im Gesteck (unten) oder Single-Blüten-Gestaltung (rechts): Hortensien überzeugen mit ihren prachtvollen Blüten in Grün, Blautönen oder Rosa-Varianten.

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I N S P I R AT I O N & I N F O R M AT I O N Emotional ansprechend gestaltet, mit vielen schönen Fotos und den wichtigsten Produktinformationen bestückt ist die Internetseite www.hortensienpracht.de. Wer zum Beispiel eine Verkaufsförderungsaktion plant, erhält hier Anregungen für floristische Werkstücke und eine ansprechende Präsentation. Das Blumenbüro Holland bietet darüber hinaus Werbematerial zum Herunterladen, beispielsweise Plakate und eine kleine Broschüre. Wer aussagefähiges Bildmaterial für seine eigene Internetseite oder auch eigene Werbematerialien sucht, darf sich hier bedienen. Auf www.hortensienpracht.de heißt es: »Die Farben und Formen der Hortensien bieten sich für prachtvolle, ausdrucksstarke Bilder einfach an. Sehen Sie sich nur die Abbildungen auf dieser Seite an. Sie können sie kostenlos verwenden für Poster, als Wandschmuck, Broschüren oder für Ihre Website.« H O RT E N S I E N - B A S I S - I N F O R M AT I O N E N Heimat: Ursprünglich stammen Hortensien, botanisch Hydrangea, aus (Südost) Asien. Die Pflanze kommt aber auch in Nord- und Südamerika (Anden) vor. Etwa 80 in der freien Natur wachsende Sorten sind bekannt. Name: Der Name stammt aus dem Griechischen. Hydro bedeutet Wasser, Angeion bedeutet Fass oder Krug und ist ein Hinweis auf die kugelförmige Fruchtkapsel, die nach der Blüte entsteht. Sortiment: Schnitthortensien gibt es von März bis November. Rund 100 Varietäten stehen zur Auswahl. Die Blumen mit der Bezeichnung »Fresh« (frisch) sind von März bis September erhältlich, die durchgefärbten »Classic« Hortensien gibt es von Juni bis einschließlich November. Stiellänge: Schnitthortensien haben durchweg eine Stiellänge von 30 bis 50 Zentimetern. Einzelne Exemplare erreichen auch 80 Zentimeter. Die Farben: Hortensien sind in reicher Farbauswahl erhältlich: unter anderem in allen Rottönen, Rosa (auch Altrosa) und Violett, aber auch in Weiß, Grün und Blau. Außerdem gibt es kombinierte Farben wie Grün/Rot, Violett/Grün und Blüten mit farbigen Rändern zum Beispiel in Rosa oder Blau mit weißem Rand. Das Besondere an Hortensien sind ihre Blütenstände, deren Farbe


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BLAUE BLÜTEN Derzeit sind Hortensien auch als Gartenpflanze sehr beliebt. Ihre herrlichen Blütenbälle sind ein toller Blickfang. Neben den aktuellen Rosaund Pinkttönen sind nach wie vor die Blau blühenden Hortensien gefragt. Von Natur aus gibt es allerdings bei diesen Pflanzen gar keine blauen Blüten. Gärtner wenden einen (legalen) kleinen Trick an, um Hydrangea in diesen so beliebten Nuancen anbieten zu können. Rosafarbene oder rote Sorten werden mit einer sorgfältig austarierten Aluminiumsulfat-Lösung behandelt – das färbt die Blüten blau. Eine Blütensaison lang kann man sich an dieser Farbenpracht erfreuen. Im Laufe der folgenden Jahre nehmen die Hortensien dann nach und nach wieder ihre ursprüngliche Blütenfarbe an. Wer das Blau länger erhalten möchte, sollte die Hortensie in ein saures Substrat (pH-Wert 4 bis 4,5) topfen. Der Trick mit dem aluminiumsulfathaltigen Gießwasser gelingt meist nur Fachleuten. Aber Sie können Ihren Kunden folgenden Tipp verraten – allerdings ohne Garantie auf 100-prozentigen Erfolg. Die Gießwasser-Rezeptur lautet: Ein Teelöffel voll Aluminiumsulfat oder Kalialaun (erhältlich in Apotheken) auf einen Liter Wasser geben und während der Austreibphase drei- bis viermal damit gießen.


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Es muss nicht immer der rund gebundene Strauß sein, der eine Vase füllt. Hier sieht man, wie variantenreich Gefäße dekoriert werden können – von experimentell-dekorativ (großes Foto) über locker arrangiert (rechts) bis stylisch (unten) reicht das Spektrum.

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sich nach und nach ausprägt. Ihre Original-Blütenfarbe mischt sich mit einem grünen Farbton und unterschiedlichen Farbakzenten. Sind sie vollständig durchgefärbt, zeigen sie schließlich ein warmes Herbstrot. Solche Blüten beschreibt man mit der Bezeichnung »Classic« (durchgefärbt). Eine Hydrangea mit noch nicht durchgefärbten Blüten erhält den Zusatz »Fresh« (frisch). Bei den Schnitthortensien bleibt die Blütenfarbe in dem Zustand, in dem sich die Blüte befand, als sie von der Pflanze getrennt wurde. Der Prozess des Durchfärbens der Blüten wird so gestoppt. Gärtner bestimmen also die Farbe, indem sie einen bestimmten Schnittzeitpunkt wählen. WAREN PFLEGE IM FACHGESCHÄFT Damit die eingekaufte Qualitätsware im Blumenfachhandel optimal weiter behandelt wird, hier einige Pflege-Hinweise: Präsentationsvasen aus Glas sind für Hortensien ideal, da der Wasserstand und die Qualität des Wassers einfach kontrolliert werden können. Schnitthortensien vor dem Einstellen in saubere, mit konditioniertem Wasser gefüllte Gefäße immer anschneiden. Mögliche Verstopfungen der Leitungsbahnen am Stielende werden so wirkungsvoll beseitigt. Schnitthortensien mögen keine Trockenphasen. Werden die Blumen in Frischblumensteckhilfe verarbeitet, sollte diese ausreichend mit konditioniertem Wasser versorgt sein. Die ideale Lagertemperatur von Hortensien beträgt acht Grad Celsius. Schnitthortensien, die nicht mehr guten Gewissens verkauft werden können, kann man trocknen. Dafür wird das Laub entfernt und die Blüten in eine Vase gestellt. Nach einiger Zeit werden die Blumen vollständig trocknen, und man kann sie prima in Trockengestecken verarbeiten.


neues

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ein selbstverständnis

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F L E U RO P - STA R S Die Hauptversammlung der Fleurop AG am 20. und 21. August bietet die Gelegenheit, sich in komprimierter Form über den gegenwärtigen Stand und die Zukunftsstrategien informieren zu lassen. Vorgestellt wird dann auch ein neuer »Auftritt« des Fleurop-StarsProgramms, der die Teilnehmer noch stärker in die Lage versetzen wird, mit den Sternen für sich zu werben. Nachfolgend einige Fragen an die Projektleiterin Karin Spengemann zu dem erfolgreichen Qualifizierungsprogramm mit weit über 1 000 Teilnehmern.

FLEUROP-MAGAZIN :

Zu welchen Aspekten wird auf der Hauptversammlung bezüglich Fleurop-Stars informiert? KARIN SPENGEMANN : Wir werden ein neues Gesicht, eine grafische Überarbeitung und Erweiterung vorstellen. Im Logo sollen die Sterne selbst mehr leuchten, in den Vordergrund gebracht werden. Demgegenüber wird das Fleurop-Logo zurücktreten. Wir wollen auch durch grafische Vorlagen – etwa für Zeitungsanzeigen, PR-Beiträge oder Auto-Aufkleber – die Fleurop-Partner stärker in die Lage versetzen, mit ihren Sternen an die Öffentlichkeit zu treten. Außerdem soll unser Stars-Engagement – jetzt, nachdem wir eine ansehnliche Flächendeckung von Sterneträgern in Deutschland haben – stärker in die Pressearbeit von Fleurop aufgenommen werden. FLEUROP-MAGAZIN : Abgesehen von der Verleihung der Sterne, vom Werbeeffekt: Was sind für Sie wichtige Aspekte der Brancheninitiative? KARIN SPENGEMANN : Das Programm blickt mit den Augen der Kunden. Wer es durchläuft, tut etwas gegen Betriebsblindheit – ein erster wichtiger Schritt in Richtung Qualifizierung. Der Kunde sagt nicht (und könnte es auch vermutlich nicht ausdrücken), was ihn hemmt, das Geschäft zu betreten. Oder – ist er erst einmal drin –

Karin Spengemann

was ihn davon abhält, noch mehr zu kaufen als er eigentlich möchte. Meistens geht es um das Schärfen des Profils des jeweiligen Geschäftes, so unsere Erfahrung. FLEUROP-MAGAZIN : Man hört aber vereinzelt Stimmen, die die Beurteilung durch einen einzigen Außendienstmitarbeiter kritisieren und sich mehrere »Stimmen« wünschen. KARIN SPENGEMANN : Die Kriterien sind so eng und eindeutig formuliert, dass möglichst wenig subjektiver Spielraum bleibt. Es geht um größtmögliche Objektivität, um klare Vergleichbarkeit, um Transparenz. Schließlich kommen auch die Floristen und ihre Mitarbeiter besser mit klaren Aussagen zurecht als mit Kriterien, für deren Einschätzung man eine mehrköpfige Kommission braucht. Abgesehen davon glaube ich schon, dass sich durch die Fleurop-Stars das Verhältnis zwischen Fleurop-Partnern und Außendienstmitarbeitern grundlegend geändert hat. FLEUROP-MAGAZIN : Was hat sich denn Ihrer Meinung nach verändert? KARIN SPENGEMANN : Unsere Außendienstmitarbeiter haben sich in ihrer Rolle als Beobachter, zuweilen auch »Aufpasser«, hin zu Beratern entwickelt. Sie genießen die jährlichen Weiterbildungen, sammeln ohnehin in ihrer Arbeit täglich viele Erfahrungen und haben durch Stars einen Weg gefunden, ihr wertvolles Wissen weiterzugeben. Und diese neu wahrgenommene Berater-Funktion wird auch von den Fleurop-Partnern anerkannt und dankbar aufgenommen. FLEUROP-MAGAZIN : Wenn die objektive Berater-Funktion stärker anerkannt wird – muss man denn dann noch Folgebewertungen in 18monatigem Rhythmus durchführen? KARIN SPENGEMANN : Nach der ersten Sterne-Vergabe ist eine Folgebewertung in dem Zeitfenster sicher sinnvoll. Das schafft Sicherheit auf beiden Seiten und gibt vielen auch die Chance, sich noch zu verbessern. Die dann folgenden Nachprüfungen werden künftig in einem Intervall von zweieinhalb Jahren stattfinden. Wenn der Partner uns nicht schon früher ruft.


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S U N N Y D AY Wie ein fröhlicher Sommertag auf dem Land mutet der locker gebundene Strauß »Sunny Day« an. Gearbeitet wird er mit Werkstoffen in leuchtendem Gelb und Akzenten in Rot und Weiß, etwa kleinen Sonnenblumen, Löwenmäulchen sowie Tagetes, Montbretien, Kamille und Solidaster. A 839 z EUR 28,00

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

FINAAALE ASTROSTRAUSS KREBS Ein Blumenstrauß in Pastelltönen ist genau das Richtige für Menschen, die im Sternzeichen Krebs geboren wurden. Im rund gebundenen »Astrostrauß Krebs« sind Rosen, grüne Nelken, Ageratum, Phlox und Alchemilla verarbeitet. Eine kleine Blattmanschette aus Salal und Pistazie rundet die Gestaltung ab.

In den Farben Pink, Rot und Weiß wird der Strauß »Finaaale« rund wie ein Fußball gebunden. Die Blüten bitte zu einem Streifenmuster gruppieren, wobei Rot die Mitte bildet. Verarbeitet werden beispielsweise Nelken, Hortensien, kleine Chrysanthemen, auf Beiwerk wird verzichtet. A 848 z EUR 26,00

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

VIELE GUTE WÜNSCHE In einer flachen runden Glasschale wird das hohe Gesteck »Viele gute Wünsche« mit kleinen Sonnenblumen und Löwenmäulchen sowie weiteren Sommerblumen wie Tagetes, Kamille, Grasnelken und Solidago gearbeitet. Gestalterische Accessoires sind Sand und Stäbe. A 841 z EUR 26,00

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

A 665 z EUR 22,00

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

WENN ICH DICH N I C H T H ÄT T E . . . SOMMERGLÜCK Locker gebunden mit einer sehr natürlichen Ausstrahlung wird der bunte Blumenstrauß »Sommerglück« aus Sommerblumen wie Phlox, Margeriten, Bartnelken, Disteln, Kamille, Alchemilla, Astrantien, Kerbel, Schafgarbe und Gräsern. A 829 z EUR 22,00

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

In der auffallenden Farbkombination Pink und Orange wird der rund gebundene Strauß »Wenn ich dich nicht hätte...« gestaltet. Er besteht aus Gerbera, Rosen, verzweigten Rosen und Carthamus. Bupleurum, Waxflower und Bouvardien lockern die Gestaltung auf. Der Strauß wird mit Typhablättern durchzogen und mit einem Schmetterling geschmückt. A 658 z EUR 25,00

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

WEIL DU IMMER DA BIST Der rund gebundene Strauß »Weil du immer da bist« ist in den Farben Rot und Weiß gehalten. Verarbeitet werden rote Rosen und andere Blüten der Saison, etwa Eustoma, Hypericum, Margeriten, Bartnelken und Schleierkraut. Schmale Typhablätter umschlingen den Strauß. A 650 z EUR 30,50

zzgl. Servicepauschale und Lieferkosten

W W W . F L E U R O P. D E

TO P-STR ÄU S S E I M J U L I


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PA RTN E R N U M M E R AUF FLORA-CHEQUES Bitte achten Sie darauf, dass Sie beim Einreichen der Flora-Cheques in der Zentrale Ihre Partnernummer außen auf dem Briefumschlag und auf den Cheques selbst vermerken. Es wäre außerdem sehr hilfreich, wenn Sie die Cheques vorab von Büroklammern befreien und darauf achten würden, dass es keine Knickfalten oder Flecken gibt. Der Cheque-Scanner macht sonst Probleme.

I N T E R N AT I O N A L E S M E E T I N G Zum ersten Mal fanden in der Fleurop-Zentrale in Berlin am 30./31. Mai internationale Einkaufstage der Fleurop/Interflora Europa statt. Zehn Landesabteilungen stellten ihre non-floralen Produkte, ihre Einkaufspreise und Einkaufsstrategien vor und diskutierten Möglichkeiten des gemeinsamen Einkaufs. Das Meeting wurde von allen Teilnehmern als erfolgreich angesehen.

URLAUB MELDEN! Achtung: Bitte Sommerurlaub anmelden, damit keine Aufträge ins Leere laufen. Auch reduzierte Öffnungszeiten oder Schließtage während der Sommermonate bitte beim PartnerService entweder unter Tel. 030/713 71-171 oder partnerservice@fleurop.de melden. FLEUROP-HV: HOTELS BUCHEN Wer plant, in diesem Jahr die FleuropHauptversammlung zu besuchen, sollte an eine rechtzeitige Buchung der Hotels denken. Die zu Sonderkonditionen vorreservierten Häuser wurden in der Juni-Ausgabe des Fleurop-Magazins vorgestellt. Gebucht werden kann bei Anke Kern (Tel. 030/713 71-137; anke.kern@fleurop.de) oder bei Sylvia Ribbecke (Tel. 030/713 71-237; sylvia.ribbecke@fleurop.de).


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KURZ UND WICHTIG

WAS TU N MIT DER UNICEF-SPENDE IN MERKUR? Um die Zwei-Euro-Spende des Kunden für den UNICEF-Strauß in Merkur zu verbuchen, wählen Sie bitte im Blumenkatalog den UNICEF-Strauß aus, und ziehen die zwei Euro einfach vom Blumenwert ab. Sollte der Kunde eine Rechnung wünschen, stellen Sie ihm diese bitte inklusiv der Zwei-Euro-Spende handschriftlich aus. Am Ende eines Monats oder zum Ende der Aktionszeit (31. August) melden Sie bitte die Anzahl der vermittelten oder verkauften UNICEF-Sträuße per Mail an winnie.lechtape@fleurop.de in der Fleurop-Zentrale. Der Gesamtbetrag wird dann mit der nächsten Monatsabrechnung verrechnet. MINDESTPREISÄNDERUNGEN Korrektur Rosenpreise Slowenien: Ab 23.06.2011 Zwölf Rosen kosten (ganzjährig) kurz 109,00 EUR mittellang 133,00 EUR lang 150,00 EUR

Ab 24.06.2011 neue Preise für die Schweiz: Einzelrose: 24,00 EUR Einzelrose zum Valentin: 29,00 EUR Gemischter Strauß: 46,00 EUR Vase: 22,00 EUR Steckschale: 46,00 EUR Pflanzschale: 55,00 EUR Pflanze: 37,00 EUR Grabstrauß: 59,00 EUR Grabstrauß mit Schleife: 120,00 EUR Trauergesteck: 90,00 EUR Trauergesteck mit Schleife: 124,00 EUR Kranz: 277,00 EUR Kranz mit Schleife: 329,00 EUR 12 Rosen kosten: An normalen Tagen: mittellang 68,00 EUR lang 89,00 EUR An Hauptumsatztagen: mittellang 89,00 EUR lang 120 EUR Zum Valentinstag: mittellang 120,00 EUR lang 172,00 EUR Lieferungen nach Bulgarien sind ab 1.07.2011 bis auf weiteres nicht mehr möglich!

BUSINESS-CLUB: MEETING AM 8. SEPTEMBER Alle Teilnehmer des Business-Clubs von Fleurop und die, die es werden wollen, sollten sich den 8. September vormerken. Denn dann trifft sich die Speerspitze der Fleurop-Partner im Bereich Firmengeschäft in Düsseldorf. Eine schriftliche, persönliche Einladung mit genauen Zeiten und Tagungsort wird noch versandt. Das Programm, bei dem der Erfahrungsaustausch im Zentrum steht, wird in den kommenden Wochen ausgearbeitet. Themenvorschläge seitens der Business-Partner werden gerne noch aufgenommen. Eingeladen sind ebenfalls alle Fleurop-Partner, die zukünftig in dieser Gruppe mitarbeiten und von den Erfahrungen partizipieren möchten. Ansprechpartner ist in der Fleurop-Zentrale Karin Spengemann, bei der sich Noch-Nicht-Mitglieder anmelden können (karin.spengemann@fleurop.de).


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Manchmal sind es eher Kleinigkeiten, die für Aufruhr im floristischen Alltag sorgen. Mäuse in den Verkaufsräumen oder ein Abfluss, der verstopft ist gehören beispielsweise dazu. Da freut man sich über Tipps von Berufskolleginnen und -kollegen im MerkurPortal.

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B L I C K I N S M E R KU R P O RTA L Manchmal sind es kleine Dinge, die den Ablauf des Berufsalltages stören. So können etwa Mäuse, die sich von Zeit zu Zeit in den Geschäftsräumen zeigen, zu Panikattacken bei der weiblichen Kundschaft und auch den Mitarbeiterinnen führen. Ärgerlich ist auch ein häufig verstopfter Abfluss. Bei solchen Problemen ist es hilfreich, das Ärgernis unter »Dies und das« im Forum des MerkurPortals zu posten. Meist gibt es von Kolleginnen und Kollegen schnell Antworten.

K AT Z U N D M A U S Eine Fleurop-Floristin aus Dahlewitz klagte kürzlich über Mäusealarm im Laden. Bisher wurde dann immer zu Rattengift gegriffen, aber das ist ja nicht eben tierfreundlich. Was also tun? In Vöhringen an der Iller setzt man auf Kater Charly, wobei man in dem Endverkaufsbetrieb offensichtlich nicht mit Mäusen zu kämpfen hat. Er ist ein richtiger kleiner Star, und selbst bei schwierigen Kunden gibt es keine Probleme, wenn Charly zur Tür hereinkommt und alle lautstark begrüßt. Mit Katzen im Blumenfachgeschäft haben etliche andere FleuropPartner allerdings ein Problem. Nicht privat, aber im Geschäft gelten die Zimmertiger unpassend als Nagetierjäger. Aus gutem Grund, da diese die Mäuse zwar fangen, aber nicht komplett fressen. Es kommt sicher nicht so toll an, wenn irgendwo ein angeknabbertes oder wieder ausgewürgtes Mäuslein auftaucht. In Wardenburg kennt man das Problem mit den Mäusen hingegen nur zu gut. Da naschen die Tierchen gern an Lindt-Herzen, Saintpaulia-Staubgefäßen, getrockneten Orangenscheiben oder Getreideähren in Trockensträußen. Je nach Leidensdruck der Nager ist das dort eher im Winter ein Problem als im Sommer. Zur Bekämpfung setzt

man Klappfallen ein und bestückt sie wechselweise mit Käse, Speck oder Billigschokolade. Eine Kollegin aus Aalen setzt leckeres Nutella ein. Sie hat festgestellt, dass die Mäuslein Speck und Käse links liegen lassen. Ein weiterer guter Köder ist geräucherter Speck, kurz mit dem Feuerzeug angeflammt und in Nutella getaucht. Übrigens: Mit Leckereien gefüllte Klappfallen immer an der Wand aufstellen, denn Mäuse laufen die Sockel entlang. WE N N D E R A B F LU S S M A L V E R STO P F T I ST. . . In einem Fleurop-Fachgeschäft in Freiburg im Breisgau gibt es ständig Probleme mit verstopften Abflüssen. Immer wieder fallen kleine Blumenstängel durch das Sieb des Spülbeckens. Da das Wasserabflussrohr dort recht dünn ist, muss einmal im Jahr der Rohrreinigungsdienst kommen. Gefragt war ein ultimativer Tipp. Eine Kollegin aus Hamburg hat gute Erfahrungen mit einem engen Sieb gemacht. Blätter und Stiele werden sofort herausgenommen. Wischwasser mit Schmierseife, das oft sehr sandig ist, kippt man draußen aus. Sobald das Wasser schlechter abläuft, wird unten das Abflussknie abgeschraubt, alles gereinigt und fertig. Einen guten Tipp gibt es aus Bielefeld. Dort hat man große »Seerosenkörbe« (40 x 40 x 40 Zentimeter) für den Gartenteich der Firma LUX in die Waschbecken gestellt. Darin fängt sich alles, wenn man nicht die Hälfte daneben gießt. In Idar-Oberstein gießt man das Vasenwasser durch ein Haushaltssieb in einen Eimer, und die gesiebte Brühe kommt dann ins Klo, Blätter und Stiele in den Grünmüll. Zur gründlichen Reinigung wird in den Abfluss des Waschbeckens alle zwei Wochen kochendes Wasser gegeben. Dieser Tipp kam übrigens von einem Klempner. In Neunkirchen setzt man bei verstopftem Abfluss einen so genannten Saugheber, auch »Pümpel« genannt, ein. Damit bekommt man den Siphon oder Geruchsverschluss meist gut und mit wenig Aufwand frei.

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Die Trendfarbe Pink hat das A-Team des Fachverbandes Deutscher Floristen mit floralen Unikaten in den Blickpunkt gestellt. Diese Arrangements mit den künstlerisch anmutenden Anthurien sind auf designorientierte Kunden abgestimmt.

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FLORISTIK EXKLUSIV Wissen Sie eigentlich noch, was die Monroe in der Filmszene trug, als sie »Diamonds are a girl’s best friend« sang? Richtig – duftiges Pink. Die Spitzendesignerin Tricia Guild hat im Jahr 2002 ein Buch herausgegeben mit dem Titel »Think pink. Träume in Farbe für modernes Wohnen.« Lange her? Ja, aber in der Mode, der Kosmetik und in der Einrichtung ist Pink – eine Farbe, angesiedelt zwischen einem hellen, blassen Rot und einem intensiven Rosa – wieder da. Pink »all over« werden aber nur die wenigsten Verbraucher schätzen, als Akzentfarbe hingegen ist es wunderbar. Ganz besonders dann, wenn neben Heimtextilien, Bildern oder Geschirr exklusiver Blumenschmuck in Pink, beispielsweise mit Anthurien, für eine feminine Atmosphäre sorgt.

Anthurien gehören nicht zu den Mainstream-Blumen, die man gebündelt vor den Supermarkt-Kassen findet. Sie sind zwar sehr haltbar, in ihrem Handling aber doch nicht so ganz unkompliziert und schon aus diesem Grund für Baumarkt & Co. weniger geeignet. Ihr Hochblatt wirkt wie von Künstlerhand gefertigt und ist somit eine gute Wahl für designorientierte Verbraucher. Sortenvielfalt: Die neuen Anthurien-Sorten passen in viele Interieurs. Ob klassisch, traditionell oder modern: Zeitgerechte Arrangements mit Anthurien machen überall eine gute Figur. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Anthurien-Sorten in ihrer Farbund Formvielfalt in sehr vielfältiger Weise eingesetzt werden können. Die gewachsene Beliebtheit der Schnittanthurie ist vor allem der enormen Zahl von Neuzüchtungen zuzuschreiben, die Floristen und Verbraucher gleichermaßen begeistert. Dabei wissen die wenigsten, wie kompliziert das Züchtungsverfahren ist. In manchen Fällen kann es – ähnlich wie bei Rosen – bis zu zehn Jahre dauern, bis eine erfolgreiche neue Sorte geschaffen ist. Warenpflege: Anthurien sind kälteempfindlich, Kühlräume sind daher tabu. Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius droht eine unschöne Verfärbung. Das Hochblatt der Anthurie sieht zwar robust aus, muss aber mit Vorsicht behandelt werden. Beschädigungen werden erst in einem späteren Stadium in Form von schwarzen Verfärbungen sichtbar, was die Optik in einem exklusiven Werkstück natürlich extrem stört. NA SO WAS! Sind Sie gereizt? Nervös und angespannt? Spüren Sie Aggressionen in sich brodeln? Dann sollten Sie eine Viertelstunde auf eine pinkfarbene Fläche, etwa eine Farbcollage, ein Kissen oder auch ein Blumenarrangement mit pinkfarbenen Anthurien schauen. Folgt man nämlich den Aussagen des amerikanischen Wissenschaftlers Alexander G. Schauss, hat die Farbe Pink eine beruhigende Wirkung auf das Gemüt. Das zumindest hat Schauss bei Häftlingen in mehreren Gefängnissen in den USA herausgefunden. Und was in Gefängnissen Wirkung zeigt, sollte doch auch im zwischenmenschlichen Zusammenleben funktionieren. Im Klartext: Möchte Ihr Kunde seine Liebste mit einem Blumenstrauß besänftigen, dann empfehlen Sie ihm unter Verweis auf Mr. Schauss unbedingt eine Zusammenstellung in Pinktönen.


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BUGA KOBLENZ Fleurop-Floristen haben schon im MerkurPortal von der BUGA Koblenz geschwärmt und meinen unisono: Diese Bundesgartenschau ist mehr als nur eine Reise wert. Neben vielen Attraktionen wie beispielsweise die grandiose Seilbahn über den Rhein sind für Floristinnen und Floristen natürlich die traditionellen Hallenschauen interessant. Wobei man in Koblenz gleich mit mehreren Standorten für die gärtnerischen und floristischen Glanzleistungen auftrumpft.

Außergewöhnliche Hochzeitsfloristik wie die Dekoration von Motorrädern mit und ohne Beiwagen präsentierte der FDF LV Rheinland Pfalz im Juni auf der BUGA Koblenz. Eine wunderbare Werbung für exklusive Floristik.

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Vom Wetter geschützt kann man sich vom Reichtum der Pflanzenwelt inspirieren lassen und erhält in zwei großen Blumenhallen auf dem Festungsplateau Informationen rund um Gartenbau und Floristik. Das sind immerhin 2 000 Quadratmeter Fläche. An den Wochenenden und Feiertagen sind in der Regel beide Blumenhallen geöffnet. Durch Ab- und Aufbauarbeiten kann es an Wochentagen allerdings vorkommen, dass nur eine Halle zu Verfügung steht. Damit dennoch jeder Besuch zum Genuss wird, kann man die Kunst der Floristen an zwei weiteren Orten im Gelände bestaunen. Wer sich für Ikebana interessiert, sollte sich den 25. bis 28. August notieren. Dann nämlich wird im Kurfürstlichen Schloss japanische Blumenbindekunst gezeigt. FLORISTIK IN DER FESTUNG Alte Räume – neue Ideen: In den historischen Räumen der Festung zeugen prächtige Pflanzenkreationen vom Können der Floristen. Hier stehen die Pflanzen und Farben im Vordergrund. In den Themenwochen bekommen die Besucher Inspiration für florale Gestaltungen zu speziellen Anlässen wie Hochzeit (siehe Fotos auf diesen Seiten) und Weihnachten. Auch findet hier die Leistungsschau der Floristen vom 16. bis 25. September 2011 unter dem Motto »Floristen gestalten mit Blumen« statt. Und im Rahmen der »Silbernen Rose« wird der beste Florist der Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland gekürt.

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THEMEN & TERMINE »floral abgetaucht« von Freitag, 01. bis Sonntag, 10. Juli, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Ein tolles sommerlich spritziges Thema mit viel Wasser und erfrischend fruchtiger Floristik. Glasgefäße in Hülle und Fülle in allen erdenklichen Größen sind gefüllt mit Wasserpflanzen und Blüten, die sich an der kühlenden Frische des Wassers laben. Große Kränze sind in Wasserbecken platziert und transparente Plexiglasobjekte erfreuen mit sprudelndem Wasser und einem natürlichen Blütenmeer. »floristisch, exotisch, fantastisch« von Montag, 11. bis Mittwoch, 20. Juli, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Die exotische Vielfalt der Natur im Kontrast zur heimischen Welt der Blumen und Pflanzen. In einer ganz besonderen Darstellung stehen Wortkombinationen mit dem Begriff »Tisch« im Vordergrund. Diese »Tische« haben als so genannte »Schmucktische« meist keine funktionale Bedeutung, sondern regen den Besucher über Natur und Gesellschaft an. Hier treffen florale Werkstoffe zusammen mit nichtpflanzlichen Werkstoffen und bilden gemeinsam eine Einheit. »Florale Weihnachtsausstellung« von Donnerstag, 21. Juli bis Mittwoch, 3. August, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Hier kann man sich im Sommer schon Anregungen für die Adventsund Weihnachtssaison holen. Präsentiert werden Pflanzen in ihrer Artenvielfalt in weihnachtlichem Schmuck als weihnachtliches De-

unkt

korationselement. Große und kleine Kränze gepflanzt, gesteckt, gebündelt, gewickelt, verwoben. Und weihnachtlicher Tischschmuck als Deko für gemütliche Sitzecken sowie verschiedenartig geschmückte Stehtische. »florales Korea« von Samstag, 30. Juli bis Dienstag, 9. August, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Seit mehr als fünfzehn Jahren findet ein intensiver Austausch zwischen koreanischen und deutschen Floristen statt. Mehr als 750 koreanische Floristen und 100 koreanische Floristmeister wurden im Grünberger Bildungszentrum Floristik und in Seoul ausgebildet. In dieser Ausstellung werden 25 frisch gebackene junge koreanische Floristen ihre Übungswerkstücke aus dem Unterricht sowie ihre Prüfungswerkstücke präsentieren. Gezeigt wird: Brautschmuck, florale Gefäßfüllungen und floraler Tischschmuck. »florale Juwelen des Regenwaldes – Orchideen und Bromelien« von Donnerstag, 10. bis Sonntag, 28. August, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Mit tausenden von Arten stellen die exotischen Schönheiten eine Besonderheit im Pflanzenreich dar. Kaum eine andere Pflanzenfamilie kann es an Vielfalt und Schönheit mit den filigranen Orchideen und den tropischen Aufsitzerpflanzen, den Bromelien, aufnehmen. Besucher werden in eine Welt prächtiger Blüten und einen Rausch der Farben entführt. »Floristikausstellung der Junggärtner« von Dienstag, 30. August bis Donnerstag, 8. September, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Die Sieger der Landeswettbewerbe des Bundesausscheides im Berufswettbewerb der Arbeitsgemeinschaft der Junggärtner zeigen getrennt nach erstem und zweitem/drittem Ausbildungsjahr ihr florales Können. Die Aufgaben zur praktischen Arbeit erhalten die Teilnehmer erst am Tag der Ausführung. »floral ausgebildet« von Donnerstag, 8. bis Dienstag, 13. September, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Die Florist-Azubis des Prüfungsjahrgangs aus den Kammerbezirken Ludwigshafen und Koblenz kreieren vor Publikum Sträuße und Gestecke. Mit ihrem Können und ihrem Einsatz verkörpern sie die »Next Generation« unseres Berufsstandes und setzen Impulse für neues kreatives Design. »Floristikausstellung alte Räume – neue Ideen« von Freitag, 16. bis Sonntag, 25. September, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Unter dem Motto »Floristen gestalten mit Blumen« werden Teams aus ganz Deutschland im Rahmen eines hochklassigen Wettbewerbes ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dabei müssen verschiedene Themenbereiche wie Tischschmuck, Trauerkranz oder ein florales Geschenk ausgearbeitet werden. Eine Fachjury begutachtet diese Beiträge noch vor der Eröffnung. Anhand von Medaillen kann der Besucher die einzelnen Bewertungen direkt im Ausstellungsbeitrag erkennen. »florale Wege ins Paradies« von Dienstag, 27. September bis Sonntag, 9. Oktober, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Eine stilvolle Ausstellung zum Thema Trauer, Trauerfloristik und Blumen als Begleiter in der schweren Zeit. Trost und Hoffnung ... all das kann das Medium Blume bewirken. »florale Sinne – sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen« von Dienstag, 11. bis Sonntag, 16. Oktober, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr Wie vielfältig man mit Blumen alle fünf Sinne ansprechen kann, zeigen Floristinnen und Floristen in der letzten floralen Show. Mal liegt ein Knistern in der Luft, im nächsten Raum verströmen verschiedenste Blüten ihren wunderbaren Duft. Im Raum des Fühlens laden unterschiedliche Strukturen zur Erkundungstour ein.


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G E N E R AT I O N SW E C H S E L I Man muss kein Prophet sein, um zu sagen: Die Floristen-Branche wird sich in den kommenden zehn, fünfzehn Jahren deutlich verändern. Ein Grund ist der in dem genannten Zeitfenster sich deutlich fortschreibende Generationswechsel. Wer die Altersstruktur in der Branche analysiert, wird feststellen, dass ein großer Teil der heutigen Blumengeschäftsinhaber bald ins Rentenalter kommt. Wer dann keinen Nachfolger in der Familie (siehe Beitrag auf Seite 26/27) oder im Mitarbeiterkreis hat, der muss einen externen Nachfolger finden. Hier setzt die von Fleurop, FDF und Ekaflor gegründete Initiative »Next Generation« an.

Einen Nachfolger für eine Einzelhandelsgärtnerei oder ein Blumenfachgeschäft außerhalb des Familien- und Mitarbeiterkreises zu finden, kann sich heute durchaus schwierig gestalten. Gar keinen Nachfolger zu finden, also zu schließen, ist aber nicht nur schlecht für die einzelnen Inhaber, sondern für die ganze Branche. Wenn diese weiter und weiter ausdünnt, verliert der Blumenfacheinzelhandel weiter und weiter an Umsatz. Der sich nicht auf die verbleibenden Blumenfachgeschäfte verteilt, sondern zu beträchtlichen Teilen vom Systemhandel aufgesogen wird. Also mehr Marktanteile für Discounter & Co. – damit einhergehend steigt der schleichende Gewöhnungsprozess der Konsumenten, Blumenkäufe aus dem Supermarkt als ganz »normal« zu empfinden. »Es ist ganz schlecht für unsere Branche, wenn rentable Betriebe schließen müssen, weil die Nachfolge nicht geklärt werden konnte«, meint Kurt Hornstein, Aufsichtsratsvorsitzender der Fleurop AG mit Blick auf »Next Generation«. Diese Vermittlungsbörse im MerkurPortal hat es sich zum Ziel gesetzt, Angebot und Nachfrage zu bündeln. Das Forum mit zur Zeit rund 70 Inseraten ist frei zugänglich, richtet sich also nicht nur an Fleurop-Partner. Jeder, der einen Nachfolger sucht, kann dort kostenlos inserieren. Jeder, der sich für die Vorteile der Übernahme eines gut eingeführten Geschäftes interessiert, kann sich in der Vermittlungsbörse informieren oder selbst inserieren. Ein »Marktplatz« also wie die lokalen »Pinnwände« auf den Blumengroßmärkten – nur überregional und sehr viel umfangreicher und qualifizierter.

Ob Blumen, Tiere oder Menschen – für Nachwuchs zu sorgen ist unter biologischen Vorzeichen die vornehmste Aufgabe aller Lebewesen. Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist die Aufgabe mit Blick auf die Floristen-Branche ebenso aktuell wie existenziell.

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alle tragen verantwortung »Wenn etwa Internet-Kenntnisse fehlen, helfen wir dabei, die Inserate in die OnlineVermittlungsbörse zu bringen. Da die Anzeigen grundsätzlich chiffriert sind, stellen wir den Kontakt zwischen den beiden Interessenten her«, erklärt Matthias Meyer den weitreichenden Service der Fleurop-Zentrale. »Wir nehmen damit ein StückVerantwortung für die Branche wahr«, erläutert Kurt Hornstein die Initiative, die perspektivisch über weitere Leistungen speziell potentielle Unternehmensgründer ansprechen soll. Gedacht wird etwa an »eine Art Praxis-Leitfaden mit Tipps und Empfehlungen für erste Schritte zur Existenzgründung«, sagt Matthias Meyer, der in der Fleurop-Zentrale die Aktivitäten koordiniert. Ein schon Ende April realisierter Schritt in diese Richtung ist die Einrichtung einer Jobbörse im MerkurPortal. Das Thema »Personal« brennt vielen Fleurop-Partnern unter den Nägeln. Gleichzeitig schließen sich insbesondere bei arrivierten Floristen nach den Lehrjahren Wanderjahre an, in denen Erfahrungen für die weitere Laufbahn gesammelt werden. Es gibt ihn also, einen überregionalen Arbeitsmarkt für die Floristen-Branche. Insbesondere die nahezu überall gesuchten qualifizierten Nachwuchskräfte sind es ja, die die nicht immer leichten Bedingungen solcher Wanderjahre eingehen. Im MerkurPortal wurde für Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt der Branche ein jetzt schon belebter »Marktplatz« geschaffen. Wobei auch hier eine stetige Entwicklung, etwa eine Vernetzung mit den Agenturen für Arbeit, voran getrieben werden soll. Für die Nachwuchskräfte, die den Schritt in die Selbstständigkeit realisieren möchten,

ist »Next Generation« ein einmaliges Forum. »In einen gut laufenden Betrieb einzusteigen und ihn zu übernehmen, kann sehr attraktiv sein, den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern«, ist Matthias Meyer sicher. Klar: Konkrete Umsatz- und Geschäftszahlen verringern ebenso wie ein bestehender Kundenstamm oder ein eingespieltes Team die Unwägsamkeiten einer Geschäftsneugründung. »Solche Nachfolgeregelungen haben auch den Charme, dass sie fließend gestaltet werden können und aus einer Zusammenarbeit im Übergang eine harmonische Nachfolge wird«, erläutert Matthias Meyer. Erwähnt werden sollte auch die Tatsache, dass bei jungen Menschen der Schritt in die Selbstständigkeit auch immer etwas mit einem selbst gewählten Lebensmittelpunkt zu tun hat. Wer also schon immer im sonnigen Freiburg oder in einer Metropole wie Berlin leben und arbeiten wollte, kann über »Next Generation« ganz gezielt danach recherchieren. Und bei dem sich Jahr für Jahr verstärkenden Generationswechsel dürfte man auch fündig werden.


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Stefanie und Bernd Weigand mit den beiden Söhnen Achim (links) und Adrian – der in der siebten Generation in dem Familiengeschäft tätig ist. F O T O S Die Dienstleistung Dauergrabpflege wurde ausgebaut, ein guter Absatzmarkt für die Erzeugung in der Gärtnerei. Hell, modern, weitläufiges Verkaufsgewächshaus – jede Generation hat dazu beigetragen, das Unternehmen den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.

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G E N E R AT I O N SW E C H S E L I I Der Generationswechsel in der Floristenbranche ist in vollem Gange. Fleurop versucht, über die Initiative »Next Generation« und die neue Job-Börse (siehe Seite 24/25) vermittelnd einzugreifen – und nimmt somit ein Stück Verantwortung für die ganze Branche wahr. Eine Branche, die traditionell von Familienunternehmen geprägt ist. In denen, das war lange Zeit die Regel, der Führungsstab von einer Generation zur anderen übergeben wurde. Stellt sich die Frage: Ist die Form eines Familienunternehmens die beste, wenn nicht sogar die einzige Möglichkeit, die Unternehmen der Branche langfristig zu sichern? Wir haben nachgefragt. Bei einem der es wissen muss, denn Fleurop-Partner Bernd Weigand aus Bad Soden im Taunus feierte im Juni das 175-jährige Firmenjubiläum.

T R A D I T I O N H E I S ST N I C H T, A S C H E V E R WA H R E N , S O N D E R N E I N E F L A M M E A M B R E N N E N Z U H A LT E N

Bernd Weigand, Friesdorfer Meister, führt gemeinsam mit seiner Frau Stefanie in der 6. Generation das Unternehmen »Blumen Weigand« mit zwei Geschäften und einer Gärtnerei. Angebaut werden im Freiland Sommerschnittblumen und, aufgrund einer starken Position in der Dauergrabpflege, jährlich rund 18 000 Stiefmütterchen und 16 000 Eisbegonien. Die siebte Generation steht schon bereit, einer der beiden Söhne hat ebenfalls eine Laufbahn in der Floristik eingeschlagen. Was wäre aber, wenn die Nachfolge nicht innerhalb der Familie hätte geregelt werden können? »Einen Nachfolger zu finden wäre sehr schwierig geworden – wer kann und will schon eine Gärtnerei kaufen«, fragt Bernd Wiegand rhetorisch. Er weiß, dass in seinem regionalen Umfeld fast »alle älteren Betriebe mit einer gewissen Größenordnung und einem Namen Familienunternehmen sind.« Die Branche sei »sehr arbeitsintensiv, man muss in gewisser Weise auf die Familie zurückgreifen können«, führt er aus. So fährt etwa der Vater von Bernd Weigand bis heute die Fleurop-Sträuße aus. Und wie hat er seinen älteren Sohn Adrian motiviert, in die Fußstapfen zu treten? »Für mich war die Selbstständigkeit immer ein Argument. Ich habe etliche Bekannte in guten Jobs, deren Stühle mit zunehmendem Alter wackeln«, weiß der 50-Jährige. Der anschließt: »Bei einer gewissen Größe kann man in der Branche immer noch gutes Geld verdienen.« Nun hat Bad Soden, verglichen mit vielen anderen Kleinstädten, noch eine intakte Einkaufsstruktur. »Es gibt ausreichend Parkplätze und eine gut gemischte Einzelhandelsstruktur im Zentrum«, freut sich Bernd Weigand. Es wurde zwar ein neues Einkaufszentrum in der Region gebaut, das die Einkaufsströme durchaus beeinflusst hat. Auch ist die Metropole Frankfurt am Main gerade einmal 15 Kilometer entfernt. Doch die Taunus-Stadt Bad Soden liegt im Speckgürtel der Main-Metropole und hat somit solventes Publikum, das vor Ort einkauft. Dementsprechend hat sich Blumen Weigand positioniert. Das Fachgeschäft setzt ausschließlich auf Floristik (»Bundware macht bil-


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lig«). Der Friesdorfer Meister ist überzeugt, dass man »heute ein möglichst breites Spektrum an Floristik zeigen sollte, man muss vielseitig sein.« Wobei das Gros seiner Kunden den 35. Geburtstag überschritten hat. »Für Floristik interessiert man sich, wenn man das meiste andere schon hat und sich mehr um die Details in der Wohnungseinrichtung kümmert«, ist er überzeugt. Konsequent ausgebaut wurde in den vergangenen Jahren der Bereich der Dauergrabpflege. Auf Friedhöfen in drei Stadtteilen ist Blumen Weigand engagiert, und kann somit über einen längeren Zeitrahmen hinaus mit festen Einnahmen kalkulieren. »Das ist sicheres Geld«, meint der Unternehmer aus Bad Soden. Der ganz generell überzeugt ist, dass »der Bereich der Dienstleistung in der Branche in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden ist und zukünftig noch wichtiger wird.« Besonders hervor hebt Bernd Weigand in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Dienstleistung Fleurop. »Das Ausführen von Fleurop-Grüßen ist doch bezahlte Werbung, der beste Weg, mit unseren eigenen Produkten in die Haushalte hinein zu kommen«, erläutert er. »Ich kann nicht verstehen, dass dieser Vorteil von so manchem Fleurop-Partner noch immer nicht gesehen wird.« Ein 175-jähriges Firmenjubiläum ist auch in der traditionellen Floristen-Branche nicht alltäglich – dem entsprechend wurde der Anlass gefeiert. Am 11. Juni konnten Stefanie und Bernd Weigand fast 200 geladene Gäste – Kunden, Kollegen und natürlich die Presse – in ei-

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jahre

nem Festzelt empfangen. Bürgermeister und Landrat hatten sich angekündigt, das Echo, auch in der Presse, war enorm. Dass dies so war, dass auch die siebte Generation mit Adrian Weigand in der Branche eine Perspektive sieht, liegt sicher auch in der ständigen Weiterentwicklung des Unternehmens. Jede Generation hat eigene Schritte unternommen, um Blumen Weigand zukunftsfest zu machen. Der Gründer Adam Weigand war einer der ersten Rosenzüchter der Main-Taunus-Region, die zweite Generation baute diesen Bereich aus, die dritte Generation eröffnete ein Blumengeschäft, die vierte eine zweite Verkaufsstelle am Eingang zum Kurpark und die fünfte Generation das heutige Hauptgeschäft direkt an der Gärtnerei, wo dann 1992 ein großes Verkaufsgewächshaus errichtet wurde. Investiert wurde immer, Engagement, Zeit und auch Geld. In dieser kontinuierlichen Weiterentwicklung liegt sicher einer der wesentlichen Gründe, warum aller Voraussicht nach in 25 Jahren Adrian Weigand das 200-jährige Firmenjubiläum feiern wird. Diese beständige Entwicklung, in der das Geschäftsmodell immer den Anforderungen der jeweiligen Zeit angepasst wurde, ist die Basis für den Erfolg. Das gilt für Familienunternehmen ebenso, wie für alle anderen. Der französische Publizist Jean Jaurès hat diese Zusammenhänge vor vielen Jahren treffend in Worte gefasst: »Tradition heißt nicht, Asche verwahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten«.

jung


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kulturgut blume

PFLANZEN UMARMEN ORCHIDEE & CHRYSANTHEME Schon im April wurde auf Initiative des BBH in einer Outdoor-Galerie vor dem Berliner Hauptbahnhof die Fotoausstellung »Natural Supermodels – Orchideen beleben Berlin« gezeigt. Der renommierte Fashionfotograf Kristian Schuller hatte dafür zehn verschiedene Orchideen vor der urbanen Kulisse Berlins fotografiert. Die reine Schönheit der natürlichen Supermodels steht auf den Bildern im Kontrast zu Asphalt und Beton, zu den städtischen Postkartenmotiven (etwa Fernsehturm oder Gendarmenmarkt) der deutschen Hauptstadt. Unerwartete, bisher so nicht gesehene Blumenmotive also, durch den Standort vor dem Berliner Hauptbahnhof von vielen, vielen tausend Menschen bewundert. Eine Präsentation, die das Kulturgut Blume aus einer ungewöhnlichen Perspektive beleuchtete.

Dies erreichte auch die BBH-Aktion »Hug me Plant« (umarme meine Pflanze) im Mai. In zehn deutschen Städten wurde an Plätzen mit viel Publikumsverkehr (etwa Bahnhöfen) eine große HibiskusPflanze gezeigt. Das Publikum sollte die Pflanze umarmen und sich dabei fotografieren lassen. Die Fotos wurden auf einer eigenen Facebook-Fanseite veröffentlicht und von einer Jury bewertet. Als Hauptpreis winkte eine Reise nach Hawaii, dort ist der Hibiskus die Nationalpflanze. Eine gelungene Kampagne, die insbesondere jüngere Menschen ansprach – und die sind bekanntlich eher schwer für Blumen und Pflanzen zu begeistern. In den Sommermonaten wird in fünf Städten (Bremen, Leipzig, Karlsruhe, Bamberg, Koblenz) eine weitere BBHAktion mit dem Titel »Jagd auf die goldene Blume« durchgeführt. Inhaltlich geht es dabei um Chrysanthemen, das Publikum muss Antworten auf sechs Fragen rund um die »Goldene Blume«

finden. Es winkt ein Goldbarren im Wert von mehr als EUR 3 500. Da lohnt sich schon etwas Chrysanthemen-Wissen… Beiträge zur Aktion finden Sie im MerkurPortal. FOTOGRAFIE-AUSSTELLUNG BERLINS BLÜHENDE BLUMEN Im Rahmen der Vorberichte zur Hauptversammlung der Fleurop AG haben wir in der Mai-Ausgabe des FleuropMagazins über Gärten und Parks der Hauptstadt berichtet, in der JuniAusgabe über das Rahmenprogramm am »Ku’damm«, in der Juli-Ausgabe von Fleurop-Feelings werden die »geheimen Gärten« Berlins thematisiert – und an dieser Stelle folgt ein Ausstellungs-Tipp. In der Alfred Ehrhardt Stiftung (Auguststr. 25, 10117 Berlin) werden unter dem Titel »Blumen – Zeitgenössische Fotografie« Fotoarbeiten von 18 Künstlern und Fotografen aus vielen Teilen der


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B L Ü T E N A N I M AT I O N E N H ERZLICH WI LLKOMMEN

Der Bedeutungsverlust von Blumen und Pflanzen bei vielen Verbrauchern ist erschreckend. Daher ist es umso wichtiger, dass die Werkstoffe aus dem Reich der Flora in der Öffentlichkeit präsentiert werden – auch und gerade in ungewöhnlichen Zusammenhängen. Mit drei Aktionen hat das Blumenbüro Holland dem jüngst Rechnung getragen. Wie, erläutert einer der unten stehenden Beiträge. Der zweite Beitrag ist ein weiterer Berlin-Tipp für die FleuropPartner zur Hauptversammlung der Fleurop AG am 20. und 21. August.

Fünf Fleurop-Lieferpartner und sechs Agentur-Partner verstärken seit Mai 2011 die Fleurop-Gemeinschaft. Zusätzlich sind in dem Monat acht Agenturen zu Lieferpartnern geworden. Alle neuen Fleurop-Kolleginnen und -Kollegen heißen wir herzlich willkommen und wünschen Ihnen geschäftlichen Erfolg.

50 JAHRE 03.07. Petra Reinhardt, Lutherstadt Eisleben 04.07. Giacomo Ficarra, Mannheim

FÜNF-STERNE-FLORISTEN

05.07. Ulrike Mönch, Wuppertal 05.07. Christian Linner, Haar

Im Mai 2011 sind drei Fleurop-Fachgeschäfte mit fünf Sternen ausgezeichnet worden:

10.07. Gabriele Kiechle, Aalen-Wasseralfingen

★ Stil & Blüte Rudloff, Bianca Rudloff-Essel,

11.07. Albrecht Sommer, Schönau

05.07. Hans-Jürgen Odenthal, Troisdorf 10.07. Wilhelm Pohl, Bielefeld

Ennepetal

11.07. Beate Jetter, Nürtingen

★ Blumen Greiser, M. Greiser, Rastatt

12.07. Carola Heine, Beelitz

★ Blumen Greiser, M. Greiser, Rastatt (Filiale)

14.07. Hannelore de Buhr, Wittmund

GEBU RTSTAGE U N D J U B I L ÄEN

16.07. Beate Maaß,H amburg

16.07. Susanne Kleinfeld, Hamburg 18.07. Barbara Schmitz-Handick, Wesel

Herzlichen Glückwunsch und für die Zukunft weiterhin alles Gute, Glück, Gesundheit und Erfolg! Wir gratulieren zum Geburtstag:

19.07. Gerd Wenzel, Rietschen 21.07. Bernd Frondorf, Gau-Bickelheim 22.07. Hartwig-Uwe Engel, Drolshagen 24.07. Uwe Meier, Reute

80 JAHRE

25.07. Lydia Meuter, Jüchen

25.07. Josef Funke, Volkmarsen

25.07. Jutta Schulte-Austum, Emsdetten

75 JAHRE

28.07. Gertrud Euskirchen, Linz

18.07. Dieter Randig, Mainz

30.07. Sigrid Haase-Heese, Krefeld

27.07. Anke Gaus, Peine

27.07. Herbert Glücks, Mönchengladbach

31.07. Inge Dorn, Schönebeck

29.07. Gunter Dinger, Köln

31.07. Marina Carstens, Hamburg

70 JAHRE

40 JAHRE

04.07. Helga Eisenbarth, Völklingen

02.07. Beatrice Borchert, Wittenberge

11.07. Erika Alt, Hannover

02.07. Kurt Schumacher, Zülpich

13.07. Anneliese Stadler, Ismaning

03.07. Lars Seupel, Am Mellensee-Sperenberg

16.07. Lutz Coqui, Halberstadt

05.07. Britta Sauerstein, Großkrotzenburg

23.07. Ursula Maria Klapschinski, Soest

06.07. Carola Braun, Nürnberg

27.07. Wolfgang Petras, Berlin

07.07. Nelli Martin, Grünberg

65 JAHRE

11.07. Pia Leuteritz, Tharandt

09.07. Astrid Adrian, Birkenau

Welt gezeigt. Es ist, so die Kuratoren, die erste Übersichtsausstellung zum Thema. Gezeigt wird die ganze Bandbreite der Blumenfotografie – von illusionistischen, surrealistischen Bildräumen bis hin zu puristischer Strenge, von Üppigkeit bis zur Reduktion, von blühender Schönheit bis zur Vergänglichkeit. Für alle, die sich für Blumen und/oder Fotografie interessieren sicher eine anregende Zusammenfassung. Begleitend ist bei DuMont der Band »Flower Power« des Ausstellungskurators Dr. Matthias Harder erschienen (EUR 29,95).

02.07. Brunhilde Eckert, Langewiesen

13.07. Sonja Janßen, Wilhelmshaven

15.07. Konrad Struck, Schleife

16.07. Sascha Doering, Bochum

17.07. Helmut Alber, Filderstadt

22.07. Karina Feder-Munkel, Pulheim

21.07. Brigitte Fischer, Pfaffenhausen

22.07. Ulrich Becker, Siegburg

23.07. Günter Wild, Lindlar

23.07. Udo Scheumann, Schwarzenbek

27.07. Karl Pötzsch, Brehna

24.07. Bernhard Wagner, Wassertrüdingen

31.07. Heinrich von Hammel, Cloppenburg

24.07. Petra Kobs, Wriedel

60 JAHRE

27.07. Brigitte Müller, Ratingen

02.07. Viola Lepach, Gotha

30.07. Astrid Krabbe, Leubsdorf

26.07. Thorsten Palisch, Plettenberg

04.07. Edwin Reinehimer, Ginsheim-Gustavsburg 05.07. Thomas Mantel, Waldfischbach-Burgalben

Wir gratulieren zum Firmenjubiläum:

06.07. Erika Mossner, Nürnberg 06.07. Erika Dörr, Hamburg

75 JAHRE

06.07. Gisela Gibis, Rengsdorf

21.07. Havermann Blumen und Wohnen, Ankum

15.07. Anita Schlotter, Marienmünster 15.07. Hanni Krolik, Berlin

40 JAHRE

15.07. Christa Schaufelberger, Niefern-Öschelbronn

13.05. Blumenhause Sumser, Eiterfeld

16.07. Horst Bienhaus, Breidenbach 17.07. Heinz Mayer, Bietigheim-Bissingen

25 JAHRE

22.07. Hans Harmening, Minden

01.07.1986 Firma Ute Jäger, Tabarz

23.07. Karl-Heinz Fehse, Hedersleben

25.07. Blumengalerie Mini Flora, Sylvia Bräuer,

27.07. Dieter Rentzsch, Dresden

Berlin

VORSCHAU AUGUST ❚ F L O R I ST I K : N O B L E H O U S E I M S PÄT S O M M E R ❚ FI RMENGESCHÄFT: IM AU FWI N D ❚ FLEU ROP-HV: BERLI N RU FT


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flair

meer SELBERMACHEN Im August ist unser Gedeckschmuck wieder ganz einfach nachzumachen. Benötigt werden blaue Servietten (ob aus Baumwolle, Leinen oder Zellstoff ist Geschmackssache), weiße Kordel, Muscheln, kleine Kunststoffröhrchen und weiße Margeritenblüten. Die Serviette wird gefaltet und mit der Kordel in dieser Form fixiert. Unter den Knoten schiebt man nun die Muschel und darunter die im Röhrchen platzierte Blüte. Fehlt noch Löffel und Kuchengabel in die Serviettentasche zu stecken. Das vollständige Rezept können Sie im MerkurPortal herunterladen, auf sandfarbenem Papier ausdrucken und dem August-Feelings beilegen.


feelings T H E M A

Der blumige Tischschmuck im August ist einem Rettungsring nachempfunden. Weiße Hortensienblüten treffen dort auf blutrote Blüten der Elatior-Begonie und der Bartnelke. Den Gedeckschmuck ziert eine zarte weiß-gelbe Margerite.

FOTOS

K A F F E E K L AT S C H Die aktuellen Frauen-, Wohn- und Einrichtungsmagazine zeigen es: Der maritime Stil erlebt eine Renaissance. Mit ihm verbunden sind in erster Linie die Farben Blau, Weiß und Rot. In der August-Ausgabe Ihrer Kundenzeitschrift Fleurop-Feelings greifen wir diesen Trend auf und laden Leserinnen und Leser zum Kaffeeklatsch mit »Meer Flair« ein. Wir servieren Windbeutel und Milchkaffee und dekorieren den Tisch mit einem floristischen Rettungsring, Meeressand und Muscheln. FARBSTIMMU NG Die klare maritime Farbgestaltung mit dem frischen Weiß, dem warmen Rot und dem Meeresblau geht auf die Tradition der marinen Seefahrt zurück. Bereits im frühen 18. Jahrhundert trugen die Matrosen der British Royal Navy ihre Uniformen in königlichem Marineblau mit weißen Applikationen. Doch der Farbgebrauch in der Seefahrt hatte keine ästhetischen, sondern praktische Gründe. So mussten Seezeichen wie Tonnen, Feuerschiffe und Leuchttürme auch bei schlechter Sicht farblich gut zu erkennen sein. Daher spielt der maritime Stil heute noch mit den gut zu unterscheidenden Farben Blau, Weiß und Rot. Hinzu kommen die vielen Beige- und Brauntöne der Muscheln sowie die sanften Sandtöne. Mit all diesen Farben kann man hervorragend dekorieren und seine Kunden zu einem »Urlaub am Meer« einladen. KAFFEE UND KUCHEN Im August servieren wir zu einem klassischen Milchkaffee mit Sahne gefüllte Windbeutel. Die Schweizer nennen sie Ofenküchlein, die Österreicher sagen Brandteigkrapferl zu den ungefähr faustgroßen, hohlen

Gebäckstücken aus Brandteig. Man kann sie – wie wir es getan haben – mit frisch aufgeschlagener Sahne füllen oder auch mit Vanillecreme und zusätzlich mit Früchten. Reisetipp: Für alle Windbeutel-Fans ist das Städtchen Altenau im Oberharz eine Reise wert. Dort nämlich ist der Windbeutelkönig Erik Holste zu Hause. In seinem Restaurant im Gemkenthal 1, 38707 Altenau kann man unter 20 geradezu monströsen WindbeutelKreationen wählen. Mehr Infos dazu gibt es im Internet bei www.windbeutel.de BLUMIGER TISCHSCHMUCK Ein Rettungsring stand Pate für unseren maritimen Tischschmuck. Er ist dem Original nachempfunden in den Farben Rot und Weiß gehalten. Eine Oasis-Biolit-Unterlage ist die technische Basis und versorgt die Blüten ausreichend mit Feuchtigkeit. Wir empfehlen, demWasser ein Frischhaltemittel zuzugeben. Verarbeitet hat unser Kaffeeklatsch-Florist reinweiße, duftige Hortensienblüten, blutrote Blüten der Elatior-Begonie und ebenso rote Bartnelken. Umwunden ist dieser blumige Rettungsring mit zarten, hellgrünen Ranken.

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