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SEPTEMBER 2012

A K T U E L L I D E U TS C H E R M E I ST E R D E R F LO R I ST E N 2 0 1 2 F I R M E N G E S C H Ä F T I Z U K U N F T E I N K AU F S P O RTA L T R E N D M E S S E I N AT U R U N D N A C H H A LT I G K E I T


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Jürgen Herold ist nicht nur der neue Deutsche Meister der Floristen, er kreierte auch den besten Strauß – ein wahres Meisterwerk (großes Foto)! Vom Publikum bestaunt und viel fotografiert: die freie Arbeit von Stefan Göttle (rechts).

FOTOS

feelings THEMA


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I N H A LT INTERN

Deutsche Meisterschaft der Floristen Zukunft Einkaufsportal Feelings-Gewinnerin bei Deutscher Meisterschaft Schloss Vaux-Sekt löst Schlummberger ab FloristPay Ordertracking Neuer florist-Ratgeber Feelings mit Deutscher Meisterschaft H.B.I. wird FleuraMetz Messetermine Herzlich willkommen Fünf-Sterne-Floristen Geburtstage und Jubläen Vorschau Oktober 2012

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FLORISTIK

Zeit für Dahlien & Chrysanthemen Selbstverständnis ändern Strauß-Offensive Heimat: Rheinland-Pfalz

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Einrichtungstrends Eine Landpartie Neue Verkaufsförderungskampagne

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HANDEL

DEUTSCHE MEISTERSCHAFT DER FLORISTEN I

BEILEGER

Unsere Bestseller im September TITEL

Jürgen Herold ist der neue Deutsche Meister der Floristen (unser Titelbild). Der vom FDF-Landesverband Berlin/Brandenburg nominierte 29-jährige freiberufliche Florist setzte sich (mit 2357 Punkten) in dem spannenden und hochkarätigen Wettbewerb mit dem Motto »Faszination Berlin – Eine Metropole im Wandel der Zeit« gegen zehn Teilnehmer durch. Vize-Meister wurde Stefan Göttle (2345 Punkte) aus Baden-Württemberg, gefolgt von Victoria Salomon (2320 Punkte) aus Sachsen-Anhalt. Die erstmals in Zusammenarbeit der Fleurop AG mit dem Fachverband Deutscher Floristen e.V. organisierte Meisterschaft war in jeder Hinsicht eine Veranstaltung der Superlative. Die äußeren Bedingungen in den Potsdamer Platz Arkaden waren optimal und »die Betreuung der Teilnehmer hätte nicht besser sein können«, wie der Wettbewerbsleiter Kai Jentsch (FDF-LV Schleswig-Holstein) betonte. Wo man auch an den beiden Wettbewerbstagen hinschaute – überall strahlende Gesichter! Beim Fachpublikum, da das Niveau aller Teilnehmer extrem hoch war und zahlreiche neue Ideen und technische Variationen bestaunt werden konnten. Beim Laienpublikum, das so hochkarätige, vielfältige Floristik (immerhin 55 einzelne Werkstücke) noch nie in so einem Gesamtspektrum gesehen hatte. Bei den vielen TV-Teams und Fotografen, die natürlich unzählige, emotional aufgeladene Motive vorfanden. Blickt man in die Historie der Meisterschaften, konnte man in diesem Jahr eine deutliche Entwicklung feststellen – alles wird kleiner. Kleinblütige Blumen und filigran wirkende Flora wie die in den Arkaden häufig verarbeiteten Gloriosa dominierten gegenüber kompakten Formen.So entstand ein transparenter,leichter Gesamtcharakter,farblich vor allem geprägt durch den Violett-Bereich. So manches Werkstück schien förmlich zu schweben, zumal die Teilnehmer Mut zu vielfarbigen Kompositionen bewiesen. Auch die Aufbauten lieferten sich keine Materialschlacht.Idee siegt über Masse – so ein bleibender Eindruck der Deutschen Meisterschaft der Floristen 2012. Auch die Verbraucher waren von den Ideen angetan. Publikumsrenner waren die durch den Einsatz von Spiegeln herkömmliche Sehgewohnheiten durchbrechende Bepflanzung von Susanne Schmitt (Nordrhein-Westfalen), die ständig umlagerte Guckloch-Litfaßsäule von Victoria Salomon und der bunte, leichte, schmetterlingshaft zarte Strauß des neuen Deutschen Meisters der Floristen. Jürgen Herold erhielt zusätzlich zum Meister-Titel den von der Nippon Flower Designers Ass. gestifteten Preis für den besten Strauß sowie den von FleuraMetz initiierten Ehrenpreis (eine Reise nach Ecuador) für den Tischschmuck. Zukünftig wird Jürgen Herold Teil des Teams Fleurops Junge Wilde sein, das die zweitägige Meisterschaft mit jugendlicher Leichtigkeit, aber fachlich dezidiert moderierte – und bei der Gestaltung des Festabends ebenfalls eine besondere Rolle übernahm.

Jürgen Herold (Berlin/Brandenburg) ist der neue Deutsche Meister der Floristen. FOTOS

Holger Peters (Titel, S. 2/3, S. 4/5, S.16 l.) IBulb (S. 8/9, S.11) Blumenbüro (S.10, S. 28/29) BLOOM’S – Architektur & Pflanze (S.12-14) BBH & FDF-Strauß-Offensive, J. Manegold (S.19) Salone Internazionale del Mobile (S. 20-24) Stefan Albrecht/Adele Marschner (S. 30/31) Pixelio/Thomas Max Müller (Beileger S. 2 klein)

IMPRESSUM Das Fleurop-Magazin erscheint zwölf Mal im Jahr und wird allen Partnerfloristen im Rahmen ihres Vertragsverhältnisses zugestellt. Das Heft ist unverkäuflich, die Weitergabe außerhalb des genannten Kreises nicht gestattet. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Herausgebers. HERAUSGEBER

Fleurop AG . 12200 Berlin . Tel.: 030/ 71371-0 Fax: 030/ 71371198 . E-Mail: info@fleurop.de SCH RI FT- U N D ANZEIGEN LEITU NG

Winnie Maria Lechtape Tel.: 030/ 71371-213 . Fax: 030/ 71383-213 Es gilt die Anzeigen-Preisliste Nr. 21 vom 1.1. 2011 REDAKTION

Angelica Langley / Martin Hein Bahia Büro . Gotenstraße 11 . 20097 Hamburg Tel.: 040 / 4305438 . Fax: 040 / 4305809 E-Mail: magazin@fleurop.de GRAFIK

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the world needs

DEUTSCH E MEISTERSCHAFT DER FLORISTEN II Den floristischen Highlights und der emotionsgeladenen Siegerehrung in den Potsdamer Platz Arkaden folgte eine Abendveranstaltung im Grand Hyatt Hotel, die in Inhalt und Dramaturgie deutlich neue Wege beschritt. Jung, dynamisch, unkonventionell und den Zeitgeist einfangend war die Präsentation. Moderation, Live-Musik, Video- und Show-Elemente bildeten einen mehrstündigen Spannungsbogen, der in einem grandiosen Bühnenschlussbild mit Standing Ovations mündete. Die Präsentation zeigte etwas vom neuen Selbstverständnis, das von Fleurop ausgehend die Branche der Floristen erfasst hat. Selbstbewusst, mutig und durchaus auch unkonventionell wird in die Zukunft geblickt.


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Highlights des Festabends am Samstag waren der mitreißende Fleurop-Song »The world needs flowers« und der zauberhafte Tanz in der »magischen Kugel« (Fotos links). Für den festlichen Blumenschmuck sorgten Schülerinnen der Berliner Peter-Joseph-Lenné-Berufsschule (rechts oben). Allen Grund, ausgelassen zu feiern, hatten Jürgen Herold, Victoria Salomon und Stefan Göttle (von links nach rechts).

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Insbesondere durch mehrere Filmeinspielungen wurde deutlich, dass die Deutsche Meisterschaft der Floristen 2012 (DMF) von sehr langer Hand durchdacht und geplant war. Zur ersten Einspielung erläuterten die vier Jungen Wilden (Ilka Siedenburg, Nicolaus Peters, Thomas Gröhbühl und Björn Kroner) ihre »Mission« – auf der Deutschen Meisterschaft 2012 ein fünftes Mitglied zu finden. »Suchen macht hungrig, das Buffet ist eröffnet«, beendete Thomas Gröhbühl diesen ersten, kurzen Teil des Bühnenprogramms. Ungezwungen jugendlich wie der ganze Abend begann die zweite Moderation der Jungen Wilden, nach der ein erst am Nachmittag aufgenommener Film zu den Intentionen der Organisatoren und Sponsoren der DMF gezeigt wurde. FDF-Präsident Helmut Prinz betonte darin, dass »die Nachwuchsarbeit an erster Stelle steht«, der Fleurop-Aufsichtsratsvorsitzende Kurt Hornstein hob zusätzlich »die Leuchtturm-Funktion der Jungen Wilden« hervor. Neben Frank Teuber vom Blumenbüro und Wolfgang Schmutzler von FleuraMetz kam von den Sponsoren auch Eduard Kremer von Oasis zu Wort. Er wies auf die oft vergessene Tatsache hin, dass deutsche Floristen in der ganzen Welt arbeiten können. Die Bedeutung der Nachwuchsarbeit wurde ebenfalls durch eine Präsentation der Schülerinnen der Berliner Peter-Joseph-LennéBerufsschule dokumentiert. Die Meisterschülerinnen stellten zwei großformatige naturhafte Werkstücke vor. Gleich drei Azubi-Klassen hatten bereits während des Wettbewerbs zur DMF den Teilnehmern als Helfer zur Seite gestanden. Zwei weitere Show-Einlagen zeigten im Laufe des Abends etwas von der pulsierenden Vielfältigkeit, für die Berlin mittlerweile in der ganzen Welt bekannt ist. Eine BreakDance-Einlage der Vize-Weltmeister aus Bremen »Escaflow« faszinierte mit herausragender Athletik und Rhythmusgefühl. Die drei Künstlerinnen des »Theater Lufttanz« verzauberten die Zuschauer mit Akrobatik und sphärischer Atmosphäre. Zwischen die einzelnen Programmpunkte waren Auftritte der LiveBand rund um Sven Schumacher eingegliedert sowie – im Rahmen der Moderation – zwei viel beklatschte Zauberkunststücke von Tho-

mas Gröhbühl. Der Deutsche Meister der Floristen 2010 ist nicht nur ein begnadeter Floral-Designer, sondern ebenfalls ein formidabler Hobby-Zauberer, der das von ihm animierte Publikum verblüffte und in Staunen versetzte. In den ständigen, kurzweiligen Wechsel einzelner Programmpunkte waren Filme eingebaut, die den Spaß, den alle Beteiligten im Vorwege hatten, spürbar werden ließ. Ein Film über das Foto-Shooting mit den Jungen Wilden zeigte, dass neben Ungezwungenheit auch professionelle Ernsthaftigkeit Teil dieses »Leuchtturm-Projektes« ist. Filmisch dokumentiert wurde ebenfalls das Berlin-Wochenende, zu dem Fleurop die Meisterschafts-Teilnehmer im Juli eingeladen hatte. Ein Höhepunkt dieses gemeinsam mit den Jungen Wilden verbrachten Wochenendes war die Chor-Aufnahme des Fleurop-Songs »The world needs flowers« in einem Berliner Ton-Studio. Die Spitzenmusiker rund um Produzent Michael Beckmann und Sänger Sven Schumacher, die auch die Abendveranstaltung am 18. August begleiteten, spielten den Song professionell ein. Dieser Song (nach dem Fleurop-Claim »Die Welt braucht Blumen«) bildete auch den Schluss- und Höhepunkt einer mitreißenden Feier, die durch ihre Lebendigkeit und Professionalität äußerer Ausdruck eines neuen Selbstwertgefühls der Floristen-Branche war. Begleitet von der Band, sangen auf der Bühne mit sichtbarer Freude alle Finalisten und die Jungen Wilden »The world needs flowers«. Längst hatten sich zu diesem Zeitpunkt alle Gäste von den Stühlen erhoben und feierten mit Standing Ovations den grandiosen, emotional berührenden Schlussakkord. In der Oktober-Ausgabe des Fleurop-Magazins werden wir ausführlich über die fachlichen Aspekte der Deutschen Meisterschaft der Floristen 2012 und die Hauptversammlung der Fleurop AG berichten.


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D E R P R OV I S I O N S A B Z U G W I R D D U R C H D I E L I E F E R PAU S C H A L E KO M P E N S I E RT.

zukunft »Wir arbeiten seit 2006 mit Fleurop zusammen ... – es gibt sogar perfekt abgestimmte Sträuße in Sparkassen-Farben. Die Anbindung an unser System hat hervorragend funktioniert, und die Zusammenarbeit ist durchweg gut, freundlich und sehr professionell. Fleurop reagiert sehr kurzfristig und flexibel auf eingehende Bestellungen.« K AT H A R I N A A C E I T E R O W E I S S  einkäuferin der p r o s e r v ! c e d i e n st l e i st u n g s g e s e l l s c h a f t m b h s pa r k a s s e kö l n / b o n n

FIRMENGESCHÄFT Durch die tiefgreifenden technischen Innovationen der jüngeren Vergangenheit und den steigenden Kostendruck hat sich das Wirtschaftleben in vielen Bereichen verändert. So auch beim Einkauf von Großunternehmen mit Zweig- oder Außenstellen. Viele Unternehmen bündeln den Einkauf in eigenen Portalen, über die zentral bestellt und abgerechnet wird. Das Hauptmotiv liegt auf der Reduzierung administrativer Kosten. Oft liegen die Kosten für die Bestellung, Rechnungsprüfung, Kontierung und Bezahlung zwischen 50 und 100 Euro pro Auftrag – und damit deutlich über dem Warenwert. Fleurop hat auf die Entwicklung reagiert und bietet Großkunden – etwa der ERGO-Versicherung, der Deutschen Telekom oder den Sparkassen in Hamburg und Köln/Bonn – Lösungen an. Dazu gibt es keine Alternative, da Aufträge sonst an Kartonversender verlorengehen oder Blumensträuße durch andere Geschenke ersetzt werden. Nachfolgend ein Interview mit Achim Oberhauser, der das Firmenservice-Team in der Fleurop-Zentrale leitet.

FLEUROP-MAGAZIN :

Großunternehmen erwarten von ihren Lieferanten immer häufiger so genannte E-Procurement-Lösungen, also die Integration des Angebots in eigene Einkaufsportale. Was sind die Hintergründe dieser Entwicklung? ACHIM OBERHAUSER : Zum einen die Kostenersparnis.Bei Einzelbestellungen, etwa bei der Bestellung eines Jubiläumsstraußes für eine Mitarbeiterin durch den Filialleiter, liegen die Prozesskosten häufig deutlich höher als der reine Warenwert. Der Bestellvorgang bis hin zur Rechnungsbearbeitung und der Prüfung der Rechnungsbegleichung geht halt durch viele Hände, was Zeit und damit Geld kostet. Da gibt es ein enormes Sparpotenzial. FLEUROP-MAGAZIN : Ist Kostenersparnis das einzige Motiv? ACHIM OBERHAUSER : Nein.Vorteile liegen auch darin,dass alle laufenden Bestellungen jederzeit zentral nachvollzogen werden können. So kann hervorragend budgetiert und kontrolliert werden. Zudem sind Übertragungsfehler so gut wie ausgeschlossen, da alle Daten elektronisch erfasst und automatisch ins Fleurop-Netz übertragen werden. Für alle Rückfragen und Wünsche gibt es als zentralen Ansprechpartner das Team vom Fleurop-Firmenservice. FLEUROP-MAGAZIN : Früher gingen Aufträge für Blumenlieferungen, um das Beispiel der Hamburger Sparkasse zu nehmen, in der Regel vom Filialleiter direkt an ein Blumengeschäft im eigenen Einzugsge-


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D I E F L E U R O P- PA RT N E R H A B E N E I N E N D E U T L I C H G E R I N G E R E N A D M I N I ST R AT I O N S AU F WA N D – S I E S PA R E N Z E I T U N D DA M I T G E L D.

»Durch die Integration des Fleurop-Firmenportals in unser Beschaffungssystem konnten wir den Bearbeitungsaufwand stark reduzieren ... Vor allem die nachträgliche Abrechnung von Quittungszetteln gehört der Vergangenheit an.« MICHAEL ZUR 

z e n t r a l e r e i n k a u f h a m b u r g e r s pa r k a s s e

A B B . Die Grafik links oben verdeutlicht die Abwicklung von Firmenaufträgen bei Großkunden, die mit Einkaufsportalen arbeiten.

biet. Nicht selten waren die Blumengeschäftsinhaber Kunden der Sparkassenfiliale. Werden solche Geschäftsbeziehungen durch den zentralisierten Einkauf unterbrochen? ACHIM OBERHAUSER : In der Regel nicht. Da liegt ein großer Vorteil für Fleurop gegenüber Mitbewerbern. Unser System baut auf unserem dezentralen Partnernetz auf. Ein bestimmtes Fleurop-Geschäft lässt sich als »Wunschflorist« direkt ansteuern. So kann der Filialleiter, um bei dem Beispiel zu bleiben, zentral bestellen und »sein« Blumenfachgeschäft beauftragen. Die oft langjährigen Geschäftsbeziehungen bleiben so erhalten. Zusätzlich bietet die Möglichkeit für Freitextbestellungen dem Besteller und Floristen maximale Flexibilität für individuelle Wünsche und Gestaltungen. FLEUROP-MAGAZIN : Gibt es noch andere Kunden-Vorteile, die für Fleurop sprechen? ACHIM OBERHAUSER : Ja. Mit einer schlanken Prozessgestaltung verhelfen wir Großfirmen zu enormen Einsparungen – und bieten zugleich tolle Fachgeschäftsfloristik, individuelle Gestaltung sowie einen herausragenden,bewährten Service mit persönlicher Zustellung durch den Fleurop-Boten. Da die Produkte standardisiert und die Preise bundesweit einheitlich sind, ist auch eine große Transparenz gewährleistet. FLEUROP-MAGAZIN : Das hört sich alles sehr positiv an. Nun gibt es je-

doch einen 20-prozentigen Provisionsabzug. Der einzelne FleuropPartner verdient also weniger? ACHIM OBERHAUSER : Nein, das ist ein Irrtum. Die Partner erhalten in unserem Abrechnungssystem immer eine Lieferpauschale von 5,50 EUR. Dadurch wird der Provisionsabzug kompensiert. In der überwiegenden Mehrzahl berechnen Floristen keine Kosten für eine Lieferung an einen Firmenkunden. Daher ist es völlig unverständlich, wenn Fleurop-Partner gegenüber den Firmen argumentieren, dass der Strauß bei einer zentralen Bestellung wegen der Provision kleiner ausfallen müsse. Solche Aussagen zerstören unsere Anstrengungen, Fleurop als verlässlichen und leistungsstarken Partner zu vermitteln. Die Einsparungen der Besteller bei den Prozesskosten gelten zusätzlich in gewisser Weise auch für die Fleurop-Partner. FLEUROP-MAGAZIN : Können Sie das bitte erklären? ACHIM OBERHAUSER : Die Partner haben einen deutlich geringeren Administrationsaufwand, da die Aufträge über Merkur vermittelt und automatisch abgerechnet werden. Oft haben Großkunden ja auch Zahlungsziele von zwei oder drei Monaten. Ebenso oft wurde auch die Buchhaltung in osteuropäische Länder oder gar nach Indien ausgelagert. Sich damit als Fleurop-Partner auseinanderzusetzen, kostet in der Regel enorm viel Zeit. Bei der ständigen Zeitknappheit von Fleurop-Partnern ist das durchdachte Procedere eine enorme Hilfe.


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zeit für dahlien + chrysanthemen SEPTEMBER Der Erfolg der Zeitschrift »Landlust«, die im Jahr 2005 erstmalig erschien, beweist, dass Romantik und Landleben voll im Trend liegen. Mittlerweile sind auch andere Verlage auf diesen erfolgreichen Zug aufgesprungen, und so gibt es etliche weitere Magazine in diesem Genre wie etwa »Landidee«, »Mein schönes Land«, »Landleben« oder »Meine Landküche«. Marktführer ist jedoch nach wie vor die »Landlust«, deren Auflage kürzlich die Millionengrenze geknackt hat. Es gibt inzwischen sogar eine Sendereihe im NDR-Fernsehen namens »Landlust TV«. Der Leserkreis dieser Zeitschriften ist nicht auf die Menschen, die auf dem Land leben, beschränkt, ganz im Gegenteil. Selbst diejenigen, die um nichts in der Welt ihr Wohndomizil in der Großstadt aufgeben würden, gehören zu den regelmäßigen Lesern. Für Blumenfachgeschäfte heißt das: Ländlich-romantisch anmutende Warenpräsentationen sind jetzt angesagt, sie regen unweigerlich zum Kauf an. Das Schnittblumen- und Pflanzensortiment für solche Dekorationen ist in den Spätsommer- und ersten Herbstwochen sehr umfangreich. Zu den schönsten saisonalen Blumen gehören zweifellos Dahlien und Chrysanthemen. Mit ihren runden Blütenformen wecken sie Sympathie und verbreiten heitere Landlust-Laune.


feelings THEMA

Als Hingucker vor dem Geschäft wirkt das mit einem herrlichen Spätsommerstrauß geschmückte Fahrrad wie ein Magnet. Um die schöne Ledertasche am Lenker nicht zu beschädigen,wurde für die Wasserversorgung ein Kunststoffgefäß hineingestellt. F O T O U N T E N L I N K S Ein zauberhafter Tischschmuck ist diese mit Dahlien gefüllte Schale. Soll das Arrangement transportiert werden, lässt sich Frischblumensteckhilfe verwenden, wird es vor Ort gestaltet,geht es auch ohne. F O T O U N T E N M I T T E Solch ein spätsommerliches Stillleben könnte man auch in der Zeitschrift »Landlust« finden. Die Blüten stecken in mit Wasser gefüllten Röhrchen, so dass die Lebensmittel verwendbar bleiben. F O T O U N T E N R E C H T S Ein attraktiver ländlicher Schmuck ist dieser Chrysanthemenstrauß. Als Willkommensgruß kann er einige Zeit ohne Wasserversorgung so aufgehängt werden. FOTO OBEN

PFLEGETIPPS FÜR VERBRAUCHER Nicht nur die Exoten unter den Schnittblumen, sondern auch die ländlich anmutenden Blüten sollen beim Verbraucher möglichst lange optisch attraktiv bleiben. Ihr Kunde wird sicherlich dankbar sein, wenn Sie ihm beim Kauf der jetzt so begehrten »Landlust-Blumen« Pflegetipps geben.  Es sollten stets saubere, besonders innen sehr gründlich gereinigte Vasen verwendet werden. Glasvasen wären ideal.  Mit einem scharfen Messer die Stielenden schräg anschneiden. Der Hammer bleibt im Werkzeugkasten – Stielenden soll man auch bei Chrysanthemen keinesfalls breitklopfen und nicht abbrechen.  Bei Bundware die Blätter an der unteren Stielhälfte entfernen, damit kein Laub im Wasser hängt. Trotz der Zugabe von Frischhaltemittel könnten sich sonst die Bakterien explosionsartig vermehren.


In diesem ländlich wirkenden Gesteck sind neben Chrysanthemen auch Gladiolen, Löwenmäulchen und Liatris verarbeitet. Die Steckhilfe ist mit Moos leicht abgedeckt. F O T O U N T E N L I N K S Edel-ländlich kommt der mit Dahlien und Calla gefüllte Korb daher. Dieser passt hervorragend zu den jetzt aktuellen Gartenund Terrassenmöbeln aus Holz. F O T O U N T E N M I T T E Schlicht, aber doch schön ist ein Arrangement aus kleinen Vasen, die mit einzelnen Blüten gefüllt sind. Eine gute Möglichkeit,seine kleinen Gefäße in den Blickpunkt zu stellen. F O T O U N T E N R E C H T S Ein richtiger Hingucker ist dieses gesteckte Arrangement aus Dahlien, Lilien und Gladiolen. Es verströmt einen herrlichen Duft, den die Lilien beisteuern. FOTO OBEN

DAHLIENDUFT ? FEHLANZEIGE ! Die Farben- und Formenpracht der Dahlien ist unglaublich, was ihnen fehlt, ist der Duft. Er ist in ihrem Gen-Programm einfach nicht vorgesehen. Natürlich hat es immer wieder Versuche gegeben, duftende Dahlien zu züchten. Sogar hohe Geldpreise wurden ausgesetzt. Aber auch ohne Duft begeistern diese Schnittblumen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Es gibt eine Dahliensorte mit einem leichten Honigduft. Sie hat den schönen Namen »Heini« und gehört zu den anemonenblütigen Dahlien. Ihre gelben Blüten werden bis zu 12 Zentimeter groß, der Stiel kann bis zu 120 Zentimeter hoch wachsen. Kaufen kann man »Heini« leider nicht, aber betrachten. Und zwar exklusiv im Hamburger Dahliengarten (Stadionstraße 10, 22525 Hamburg, geöffnet bis circa Ende Oktober täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr, Eintritt frei).


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GLÜHENDE DAHLIENPRACHT Die Gattung Dahlia, die zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört, umfasst 18 Arten mit weit mehr als 20000 Varietäten. Ihre Heimat ist Mexiko. Um das gigantische Sortiment übersichtlicher zu gestalten, wurde es in einzelne Gruppen geteilt,die die Blütenformen zugrunde legen. So findet man neben den bekannten großblütigen Kaktusdahlien die kugeligen Pompondahlien, die zierlichen Halskrausen und die gefüllten Schmuckdahlien sowie Päonienblütige, eine ganze Reihe von Zwergformen und die Anemonenblütigen. Das Farbenspektrum reicht von hellem Weiß bis zu dunklem Violett mit allen Zwischentönen. Und auch zweifarbige Sorten fehlen nicht. Anemonenblütige und Halskrausendahlien sowie Mignon- und Miniaturdahlien zählen zu den kleineren Sorten. Als Schnittblumen bekannter sind die Kaktus-, Schmuck- und Pompondahlien. Während die Kaktus- oder Edeldahlien zahlreiche kleine und sehr spitz zulaufende Blütenblätter zeigen, fällt die Pompondahlie durch ihre bauschartige Blüte auf.Dahlien können zudem sehr langstielig sein und eine erstaunliche Höhe von bis zu 1,5 Meter erreichen.

N A M E N S PAT E Die mexikanische Blume wurde zu Ehren des schwedischen Botanikers Andreas Dahl (1751-1789) »Dahlia« genannt. Abbé Antonio José Cavanilles, Direktor des Botanischen Gartens in Madrid, stellte sie 1791 unter der Bezeichnung »Dahlia pinnata« vor. PHANTASI EVOLLE NA MEN In der Heimat der Dahlien, Mexiko, werden diese Blumen sehr oft noch heute mit den Namen ihrer Ureinwohner bezeichnet. Und diese hatten zahlreiche Bezeichnungen für die Dahlie. Hier sind die Zungenbrecher: Chichipatli (= bittere Medizin) Cocotli (= Wasserknolle) Acocoxochitl (= Wasserknollenblume) Acocotli (= Wasserschlund) Acocoxiutl (= hohle, tiefliegende Wasserknollen-Pflanze) Coanenepilli (= Schlangenzunge)

WAN DELBARE CHRYSANTHEMEN Chrysanthemen gehören zur gleichen Familie wie die Dahlien und sind im Hinblick auf Blütenform, -größe und -farbe ebenso vielfältig wie diese. Es gibt Chrysanthemen, die an Anemonen erinnern, Deko-Chrysanthemen,Pomponformen,Spinnen,löffelartig sowie einfach blühende Formen.Das Farbspektrum reicht von Weiß bis ins tiefe Violett, umfasst Pastellnuancen und leuchtende Töne. Die Blütengröße liegt je nach Sorte zwischen einem und bis zu 14 Zentimeter. NAME UND HERKUNFT Der botanische Gelehrte Linnaeus gab der Pflanze den Namen Chrysanthemum indicum. Dies bedeutet wörtlich: die aus Indien stammende, goldgelbe Blume. So ganz politisch korrekt ist das allerdings nicht, denn die Chrysanthemen kamen Ende des 17. Jahrhunderts zwar aus Batavia (der heutigen indonesischen Hauptstadt Jakarta) in die Niederlande,stammten ursprünglich aber nicht aus der ehemaligen niederländischen Kolonie »Nederlands-Indie«. Bereits vor dem Beginn unserer Zeitrechnung wurden Chrysanthemen in den kaiserlichen Gärten Chinas kultiviert. Die Herkunft dieser wilden Ursprungspflanzen ist nicht bekannt. Wahrscheinlich ist jedoch,dass sie aus China oder Japan kommen.


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E R ST KO M MT D E R R AU M , DA N N

selbstverständnis

ändern    

I N N E N R A U M A U S STAT T U N G Der Schnittblumenverbrauch in Deutschland geht zurück, das Verbraucherinteresse an Pflanzen wächst – das sind Fakten. Fakten, die die Floristen-Branche anscheinend noch nicht richtig wahrgenommen hat, denn das Pflanzengeschäft wird vielerorts stiefmütterlich behandelt. Das Massengeschäft mit blühenden Pflanzen macht heute weitgehend der Systemhandel, exklusivere Angebote in entsprechenden Gefäßen – also Fachhandelsangebote – finden sich im Blumeneinzelhandel nur vereinzelt. »Dabei hat bei Gefäßen die Materialvielfalt, die Breite an Formen, Farben, Größen und Stilen enorm zugenommen«, meint Floral-Designer Klaus Wagener. Der Ex-Weltmeister der Floristen hat kürzlich mit »Architektur & Pflanze« ein Fachbuch herausgegeben, das sich hervorragend für Beratungsgespräche in diesem Segment eignet. Er meint: »Die Floristen verpassen ein riesiges Geschäft. Es ist wichtig, dass sie ihr Selbstverständnis gegenüber dem Thema Gefäß und Pflanze ändern.«

Klaus Wagener »Architektur & Pflanze« BLOOM’S / Verlag Eugen Ulmer 160 Seiten  Hardcover  Format 23,5 x 33 cm EUR 79,90  ISBN 978-3-8001-7780-6


DA S G E FÄ S S U N D Z U L E T Z T D I E P F L A N Z E.

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F O T O S Zugegeben – diese Gefäß-Skulptur von Klaus Wagener (links) benötigt Platz. Doch wer die Möglichkeit hat, sollte Mut zur Größe zeigen.


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DA S G E S A MT B I L D D E R A R C H I T E K T U R, D E N G E ST U S I M B L I C K H A B E N.

Aktuelle Vielfalt an Materialien und Formen – die Eigenkreationen von Klaus Wagener (S.15 oben) haben einen ganz besonderen Charme.

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Wie andere Branchenkenner ist auch Klaus Wagener der Meinung, dass sich viele Floristen schwer tun mit Gefäß und Pflanze. Wobei er Gefäße bewusst an erster Stelle nennt, denn »für zahlreiche Floristen sind Gefäße nur notwendiges Beiwerk, halt irgendein Behältnis für die Pflanze«.Nicht nur angesichts der neuen Vielfalt bei Gefäßen plädiert er dafür,»vom Gefäß aus zu denken und es an die erste Stelle zu setzen – dann erst kommt die Pflanze«. Doch warum kümmert sich die FloristenBranche so wenig um Gefäß und Pflanze? »Viele Floristen definieren sich über ihre Handwerklichkeit, die bei Schnittblumen immer wieder schnell umzusetzen ist. Pflanzen erscheinen vielen zu gärtnerisch,gestalterisch zu wenig fordernd. Die Kunden interessieren sich aber nicht für die handwerklichen Selbstverwirklichungsaspekte der Floristen, für sie zählt das Endprodukt. Die Floristen könnten mit einem hochwertigen Gefäß-Angebot ganz leicht zusätzliches Geld verdienen«, meint Klaus Wagener. Sein neues Buch »Architektur & Pflanze« hat er in Farbbereiche unterteilt: Weiß, Braun, Transparent, Greige (Grau/Beige), Bunt, Metallisch, Schwarz. Im Serviceteil finden sich alle Produkte und Hersteller – eine wichtige fachliche Hilfe beim Einkauf. Der großformatige Fotoband versteht sich nicht nur als Fundgrube für gestalterische Ideen,sondern ebenfalls als Beratungshilfe für Gespräche mit Privat- oder Firmenkunden. Firmenkunden mit ihren repräsentativen Räumlichkeiten bestimmen einen Großteil der Gefäß-Ideen in diesem Buch.»Es wird im öffentlichen und halböffentlichen Bereich

weiterhin Geld ausgegeben für die Visitenkarten der Unternehmen.Dabei sind das Gefäß und dessen Wirkung im Raum zunächst wichtiger als die Bepflanzung.Die Gefäßauswahl muss dem Raum entsprechen, das ist häufig der zentrale Wunsch«, erklärt Klaus Wagener. Zudem hat er bei seiner Produktrecherche festgestellt, dass es »mittlerweile viele tolle Gefäße in bisher kaum gekannten Größenordnungen gibt. Die brauchen zur Wirkungsentfaltung natürlich Raum«. Nicht nur bei den Gefäß-Größen hat sich viel bewegt, auch bei der Vielfalt der Materialien. Schwierigkeiten bei der Beschaffung sieht KlausWagener eher nicht.»Sicher,man muss sich bewegen, die Augen aufmachen. Aber der Bedarfshandel ist da durchaus kompetent, es gibt ja hervorragend sortierte Gefäßspezialisten.« Schwieriger empfand er den Pflanzeneinkauf für sein neues Buch. »Der Großhandel bietet zwar ein breites Sortiment, doch fehlt es häufig an wirklichen Besonderheiten. Da ist schon ein gewisser Nachholbedarf gegeben«, meint der Gestalter. Dabei hat er – das mag einige verwundern – keine Berührungsängste bei künstlichen Pflanzen. »Wenn es nicht anders geht, wenn etwa kein ausreichendes Licht möglich ist, kann darauf und natürlich auf die unterschiedlichsten Trocken-Materialien zurückgegriffen werden. Damit kann man auch gestalten.« In »Architektur & Pflanze« wird eine enorme Vielfalt an Gefäß-Formen und -Farben, an Stilen und Materialien vorgestellt.Die Mehrzahl davon ist im Handel erhältlich. Jedoch gibt es einige von Klaus Wagener selbst gefertigte Objekte. Beispielsweise eine große

Bodenschale aus verholzten Brakteen der Kokospalme, dem Material entsprechend tropisch bepflanzt. Für eine Orchideenbepflanzung mit gelben Blüten hat er eine kleinere Schale aus vielen dünnen trockenen Zweigen gearbeitet – ein Punk unter den Gefäßen, aber aus Naturmaterialien. In solch eigenen Entwürfen, in Unikaten, sieht Klaus Wagener durchaus ein Arbeitsfeld für kreative Floristen. »Wer sich über die Handwerklichkeit definiert, müsste an solchen Arbeiten eigentlich Interesse finden und beim Gestalten Spaß haben«, vermutet er. »Und wer dann noch mit Verbraucheraugen guckt, der weiß, dass ein GefäßUnikat eine sehr hohe Wertigkeit für den Käufer hat. Zumal eigene Handwerklichkeit immer ein Verkaufsargument ist. Demgegenüber ist die Bepflanzung eher zweitrangig. Man muss vom Gefäß her denken, denn das hat in den Augen der Kunden einen bleibenden Wert.« Besonders gelungen bei der gestalterischen und fotografischen Aufmachung von »Architektur & Pflanze« ist das Zusammenspiel von Gefäß und Pflanze einerseits sowie den Räumen mit ihren unterschiedlichsten Materialien anderseits. Insbesondere bei repräsentativen Firmenausstattungen geht es ja nicht um einzelne Pflanzen, sondern um eine Gesamtgestaltung. »Der Raum ist vorgegeben, nur in seinen Grenzen kann man arbeiten«, ist sich Klaus Wagener sicher. »Daher muss die Herangehensweise die eines Inneneinrichters sein, der das Gesamtbild, die komplette Architektur, die Formen, Farben, Materialen, den Gestus im Auge hat.« Mit Blick auf das Thema Gefäß und Pflanze wünscht sich der Mitbegründer der Mediengruppe BLOOM’S »Floristen als stilistisch sichere Berater«. Das setzt natürlich Information voraus, die weit über die Lektüre von floristischen Fachzeitschriften oder Einrichtungsmagazinen hinausgeht. An zentraler Stelle steht dabei das neue Fach »Gefäßund Materialkunde«, denn da gibt es viel Neues zu entdecken oder Eigenes zu entwickeln. Das neue Buch von Klaus Wagener kann dabei sehr hilfreich sein. Er selbst verbringt nicht nur durch Buchproduktionen viel Zeit mit Recherche. So besucht er eigentlich immer, »nur leider in diesem Jahr nicht«, die Mailänder Möbelmesse, die in Einrichtungsfragen weltweit führend ist. Bitte beachten Sie dazu unseren Beitrag auf den Seiten 20 bis 23.


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FEELINGS-GEWINNERIN BEI DER DMF Stephanie Seidl (rechts im Bild), eine junge Feelings-Leserin aus Obergünzburg, hat das Feelings-Gewinnspiel im Juli gewonnen und verbrachte das Wochenende zur Deutschen Meisterschaft der Floristen in Berlin. Sie ist zusammen mit ihrem Freund angereist und zeigte sich begeistert vom Wettbewerb und der Metropole Berlin. Das Gewinnspiel der Juli-Ausgabe war mit 4900 Einsendungen das zweiterfolgreichste überhaupt. S C H LO S S VAUX-S E K T LÖST SCHLUMBERGER AB Mit der hochwertigen Sektcuvée aus dem Hause Schloss Vaux haben wir einen attraktiven Nachfolger für Schlumberger gefunden. Die Rheingauer Sektmanufaktur ist ein deutsches Traditionsunternehmen, das höchsten Wert auf handwerkliche Fertigung und die Konzentration auf Edelprodukte legt. Die Cuvée VAUX Brut, die ab Oktober bei fleurop.de und im MerkurPortal verkauft wird, ist eine Sektcuvée aus Weißburgunder, weißgekeltertem Spätburgunder und Riesling. Hergestellt nach der traditionellen

Methode der klassischen Flaschengärung begeistert diese Cuvée durch die fruchtig harmonische Komposition von Steinobstaromen mit zartem Honigmelonenduft. Bei den Verhandlungen wurde besonders darauf geachtet, dass der Einkaufspreis für Sie im Vergleich zu Schlumberger gleich bleibt, sich Ihre Margen allerdings deutlich verbessern. Neu ist außerdem, dass der VAUX-Sekt ab Berlin versendet wird. Das bedeutet für Sie eine zusätzliche Kostenersparnis, da die Versandkostenpauschale 3,95 EUR beträgt. Bitte beachten Sie, dass der SchlumbergerSekt nur noch fünf Wochen verkauft wird. Ausführliche Informationen zur neuen Produkteinführung können Sie im MerkurPortal und in der kommenden Ausgabe des Fleurop-Magazins nachlesen. F L O R I S T PAY: NEUE DIENSTLEISTUNG FÜR F L E U RO P-PA RTN E R Ab sofort führen wir ein neues Dienstleistungsangebot für Sie ein. Mit der Transact GmbH wurde ein Spezialtarif ausgehandelt, der Ihnen über 40% und – abhängig von Ihrem laufenden Vertrag – sogar deutlich mehr Kosteneinsparungen im unbaren Zahlungsverkehr ermöglicht.

Wenn Sie bereits bei diesem Zahlungsanbieter sind, werden Ihnen sogar die neuen Konditionen sofort zur Verfügung gestellt. Wenn Sie noch laufende Verträge bei anderen Anbietern haben, kann es sich für Sie lohnen, trotz ausstehender Vertragslaufzeit sofort zu FloristPay zu wechseln. Das Angebot kann direkt bei Transact angefordert werden. Alle Infos zu FloristPay können Sie außerdem im MerkurPortal nachlesen. NEUER BESCHLUSS ZUM ORDERTRACKING Nachdem das Ordertracking von über 80% der Fleurop-Partner praktiziert wird, steht nun ein weiterer Schritt an. Die Kunden setzen mittlerweile den Versand einer sofortigen Bestätigung nach erfolgreicher Ausführung eines Auftrags voraus. Daher haben Verwaltungs-, Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, ab sofort die Verpflichtung einzuführen, Aufträge binnen 24 Stunden oder am nächsten Werktag zu bestätigen. Die IT-Abteilung wird Ihnen in den kommenden Monaten zusätzlich eine vereinfachte technische Lösung im Merkursystem anbieten. Sie befindet sich derzeit in der Testphase.


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feelings

O K TO B E R 2 01 2

EROL D J Ü RGEN H IST N EU ER MEIS TER DEUT SCH ER ISTEN DER FLOR

I U RIGE KÜ RBISSE I SCHÖN E LORELEY I KOSTBARER SAFRAN

N E U E R F L O R I S T- R AT G E B E R Rechtzeitig vor der Advents-und Weihnachtszeit 2012 erscheint Anfang September der neue florist-Ratgeber »Lichterglanz – Wohnen im Advent«. Autorinnen sind Eva Rick und Nadine Weckardt, beide waren als Jurorinnen bei der Deutschen Meisterschaft der Floristen in Berlin aktiv. In dem Ratgeber sind 40 »Floral-Rezepte« für die umsatzstärkste Zeit der Branche in der zweiten Jahreshälfte dargestellt. Die Werkstücke werden im Wohnambiente und in jeweils einer Geschäftssituation pro Trendthema gezeigt. Die Arbeitsschritte sind aussagestark bebildert. Der Fotograf, Jörg Manegold, setzte alle Werkstücke stimmungsvoll in Szene. Bestellen können Sie den neuen floristRatgeber beim FDF-Bundesverband, Telefon 0209 /95877-0 für EUR 34,90. FEELINGS MIT DEUTSCHER MEISTERSCHAFT

schen Ereignis in diesem Jahr beschäftigen. Da der Event in Berlin ein zentraler Aspekt in der Image-Bildung der FloristenBranche ist, sollten Ihre Kunden aktiv auf den Beitrag hingewiesen werden. H.B.I. W I R D F L E U R A M E T Z Ein Unternehmenszusammenschluss, der in der Realität schon länger vollzogen ist, wird ab 2013 auch namentlich gegenüber der Öffentlichkeit dokumentiert. Aus H.B.I. wird FleuraMetz. Schon seit 1978, als die H.B.I. Blumen-Import GmbH in Hannover ihre Tore öffnete, war sie Teil der niederländischen Fleura. Die Fleura-Gruppe fusionierte wiederum 2009 mit der Firma Gerard Metz B.V. – schon seit 2011 firmiert die Gruppe außerhalb Deutschlands unter FleuraMetz. Unter diesem Namen wird das traditionsreiche Unternehmen ab 2013 nun auch in Deutschland firmieren, die Beschriftungen werden nach und nach umgestellt. MESSETERMINE

Nach der Vorstellung der Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft der Floristen in der August-Ausgabe von Feelings wird sich auch in der Oktober-Ausgabe Ihre Kundenzeitschrift mit dem wichtigsten floristi-

Die Horti Fair gilt als führende internationale Messe für den Gartenbau. Aussteller aus der ganzen Welt zeigen hier die neuesten Entwicklungen und Technolo-

gien rund um den Gartenbau. Interessante Vorträge und Workshops zu aktuellen Themen runden diese Gartenbaumesse ab. Informativ für Floristen ist vor allem die umfangreiche Schnittblumenpräsentation mit vielen neuen Sorten. Messetermin: 30.10.2012 bis 2.11.2012 Eintritt nur für Fachbesucher Infos im Internet: www.hortifair.nl Messeort: Amsterdam RAI, Europaplein 8, 1078 GZ Amsterdam, Niederlande, Telefon 31 (0)20 /5491212 Hinweisen möchten wir Sie darüber hinaus auf vier Regionalfachmessen: 9.9.2012, 8.00 bis 15.00 Uhr Herbstbörse bei Landgard Cash & Carry in Kassel-Lohfelden 22.+ 23.9.2012, Sa. 15.30 bis 19.30 Uhr, So. 10.00 bis 15.00 Uhr Norgarflor in den Hallen und auf dem Freigelände des Blumengroßmarktes Hamburg 23.+ 24.9.2012, jeweils 8.00 bis 20.30 Uhr 3. Neusser Verkaufsmesse im Landgard Cash & Carry in Neuss 30.9.2012, 8.00 bis 15.00 Uhr Herbstbörse im Landgard Cash & Carry in Hannover-Sehnde


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F O R M E N O N LY für familienorientierte Verbraucher Floral-Design: Jeanette Raadts Material: 4 gelbgrüne Celosia cristata 5 Edelweiß 2 weiße Dahlien 1 weißer Rittersporn 1 Bund Leinkraut 5 Rosenbeeren 5 Nigella-Fruchtstände 5 Gräser 2 Kastanienfrüchte 2 Platanenfrüchte 5 Apfelzweige Verkaufspreis: EUR 38,00

STRAUSS-OFFENSIVE Ein Stehstrauß, der speziell auf den etwas »herberen« Geschmack von Männern abgestimmt ist, und ein üppiges, rund gebundenes Arrangement stehen im September im Mittelpunkt der StraußOffensive. Eine Verkaufsförderungskampagne für den Blumenfachhandel, die vom Blumenbüro und dem Fachverband Deutscher Floristen konzipiert wurde. Beide Sträuße entsprechen mit ihrer natürlich dekorativen Gestaltung dem aktuellen Zeitgeist.

DANKESCHÖN für businessorientierte Verbraucher Floral-Design: Anna Sturm Material: 3 Hortensien (Herbstfärbung) 3 creme-apricotfarbene Mini-Gerbera 3 pinkfarbene Dahlien 5 apricotfarbene Englische Rosen 6 rosafarbene Achillea 10 pinkrosafarbene Cosmeen 10 weiße und pinkfarbene Strohblumen 5 Stiele violettfarben blühender Kerbel 2 Stiele weiß blühendes Septemberkraut 10 Stiele Salbei 20 Gräser Verkaufspreis: EUR 55,00

Der hoch aufragende Stehstrauß »For men only« (nur für Männer) steht für Tradition, Familie, Natürlichkeit und Geborgenheit. Werte, die nicht nur Frauen, sondern auch Männern am Herzen liegen. Statt der langstieligen Leinenfruchtstände kann auch Getreide in Kombination mit Rosenbeeren, Platanenfrüchten, Kastanien und NigellaFruchtständen gewählt werden. Das Edelweiß bringt einen alpinen Bezug und somit eine Brise Frische ins Spiel, die sehr gut zu einer rustikalen oder auch minimalistischen Einrichtung passt. Wie ein spätsommerlicher Blütentanz mutet hingegen der Strauß »Dankeschön« an. Das Bukett aus Cosmea und Achillea mit Kerbelblüten, Asternkraut, Gräsern und duftenden Rosen strahlt modische Romantik aus. Ein Werkstück voller Vitalität, das die Lebensqualität anregt. Dabei ist es so wirkungsvoll, dass es sich auch hervorragend im B2B-Bereich einsetzen lässt. Und warum nicht auch einmal der Chefsekretärin für ihre gute Arbeit, ihre Freundlichkeit und ihre starken Nerven mit diesem besonderen Motivstrauß danken? So motiviert,wird sie das Herbstgeschäft mit ganz neuen Energien meistern.

natürlich dekorativ


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natur + nachhaltigkeit

EINRICHTUNGSTRENDS Den steigenden Stellenwert von Pflanzen in privaten und beruflichen Lebensumfeldern hat der Weltmeister der Floristen, Klaus Wagener, in seinem neuen Buch dokumentiert (Seiten 12 bis 15). Dieser Trend zum »Grün« zeigte sich auch auf dem »Salone Internazionale del Mobile« in Mailand, der weltweit wichtigsten Möbel- und Einrichtungsmesse. Da der Gebrauch von Blumen und Pflanzen unmittelbar von den Trends der »Wohnwelten« berührt wird, nachfolgend ein Blick auf langfristige Einrichtungstendenzen. Sozusagen als »Scout« für das Fleurop-Magazin hat Ulrich Volp, verantwortlich für die Inneneinrichtung der Filialen der Schuhkette Görtz, bei seinem Besuch auf der Mailänder Möbelmesse besonders auf den Einsatz von Blumen und Pflanzen geachtet.


Auf der weltweit f端hrenden Einrichtungsmesse in Mailand beeindruckten in diesem Jahr naturnahe Wohnraum-Ideen und Objekte wie diese begr端nte Dach-Konstruktion.

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Warme, erdige Brauntöne kontrastieren mit kühlem Petrol und Pink-Violett. Frisches Grün belebt Wohnräume und Badezimmer. Gediegene Gemütlichkeit ist dabei kein Schimpfwort mehr.

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E S G I B T S O E T WA S W I E D I E N E U E G E M Ü T L I C H K E I T.

»Grün, grün, grün«, fällt Ulrich Volp spontan als zentraler Eindruck seiner Recherche auf der Mailänder Möbelmesse ein. Er meint damit nicht die Farbe Grün, nicht Grün als Synonym für Pflanzen und Blumen – sondern die innere Haltung, die hinter »Grün« steht. »Sprichwörtlich an jedem zweiten Stand war von Nachhaltigkeit die Rede, Wiederverwertbarkeit ist ein zentrales Schlagwort. Einrichtungsgegenstände werden verstärkt mit ganzheitlichem Blickwinkel betrachtet. Wo kommt das Produkt her, unter welchen Bedingungen wurde es produziert, kann es wieder verwertet werden, ist es verrottbar? Fragenkomplexe, die auch werblich von den Herstellern behandelt werden«, beschreibt der Inneneinrichter von Görtz einen zentralen Eindruck. Er hat beobachtet, dass Pflanzen und Blumen auf der weltweit führenden Einrichtungsmesse deutlich stärker präsent waren als in der Vergangenheit. »Gleich mehrere Präsentationen zeigten komplett mit Pflanzen begrünte Wände, sogar mehrere Meter hoch«, erinnert sich Ulrich Volp. »Pflanzen werden in neuen Zusammenhängen, quantitativ in größeren Dimensionen als früher genutzt«, führt er weiter aus. Als Beispiel nennt er einen Stand, bei dem die komplette Dachkonstruktion durch Topfpflanzen begrünt wurde. »Es gab auch mehrere Stände, für die mit Pflanzen Deckendekorationen gestaltet wurden, sogar mit hängenden, bunten, exotischen Blüten.« Nachhaltigkeit ist für Ulrich Volp auch im Spiel, wenn es um den zunehmenden Gebrauch von Naturmaterialien geht. »Holz,

auch unbehandelt oder wiederverwertet, ist weiter ungeheuer präsent, zudem wurden neue Kombinationen unterschiedlicher Naturstoffe als Materialinnovationen vorgestellt. Braun ist als eine der prägenden Trendfarben 2012 mit dem kräftigen Grün von Pflanzen gut zu kombinieren«, meint der Einrichtungs-Spezialist. Er schließt daraus: »Es gibt schon so etwas wie eine neue Gemütlichkeit.« Wobei diese sich auch in der Hinwendung zum Handwerk, zu handwerklicher Qualität zeigen würde. Die Wegwerfmentalität früherer gemütlicher Zeiten sei einem neuen Qualitätsbewusstsein gewichen.Als Beispiel nennt er dieWiederkehr naturfarbener Holzmöbel, wie sie in den 1960er Jahren in handwerklich guter Qualität vorwiegend aus Dänemark kamen. »Solche Möbel halten lange, sie sind handwerkliche Premium-Produkte und kommen nun wieder.« Jeder Trend erzeugt Gegentrends – und so gesellte sich zu der Trendfarbe Braun auf der Mailänder Möbelmesse auch viel Buntes. Lampen, Hocker, Tische oder Stühle – auf der Möbelmesse konnte es nicht farbenfroh genug sein. Wobei die Farbspektren ganz unterschiedlich waren. Einerseits bonbonfarbene Pastelltöne etwa in Anlehnung an das Art deco Viertel von Miami. Andererseits erdige Töne und Muster im orientalischen Marrakesch-Design oder auch knallige Pop-Farben. »Die Einrichtungs- und Modewelten treffen sich heute in den Farben und Dekors der ausgehenden 1960er Jahre. Die Blumenkinder erleben eine Wiedergeburt, in ihrer Farbig-

keit, in ornamentalen Mustern, im Hang zu Individualität und Orginalität«, meint Ulrich Volp. Allerdings sei die Hippie-Renaissance zurückhaltender als das Original.»Der britische Mode-Designer Paul Smith hat vor Kurzem bekannt, dass Blumenmuster für ihn immer noch Freiheit symbolisieren. Die 1960er seien die Jahre gewesen, in denen man sich modisch frei äußern konnte, doch heute nähmen die meisten Menschen ihr Leben viel ernster. Das meine ich auch.« Neben dem Pflanzentrend ist Ulrich Volp in den Wohnwelten der Mailänder Messe der Einsatz von Schnittblumen aufgefallen. »Sie werden nach wie vor als Akzentuierung eingesetzt, doch die Vasen und Gefäße werden immer ausgefallener. Es gab aber auch große Arrangements, die als Raumobjekte eine zentrale Rolle im unmittelbaren Lebensumfeld spielten«, ist dem Chef-Innenarchitekten von Görtz aufgefallen. Diese Beobachtung stimmt mit den Aussagen von Klaus Wagener auf Seite 15 überein.


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eine

PA RT N E R-U M F R AG E I Geht es um neue Entwicklungen und einen modernen Lebensstil, dann stehen in Deutschland die Großstädte im Fokus. Das Leben auf dem Land gilt vielen hingegen als betulich, langweilig, in den Grundfesten konservativ ausgerichtet. In den Metropolen werden die Trends gemacht, die sich erst später in ländlichen Regionen manifestieren. Soweit die landläufige Meinung, die auch das Thema Floristik betrifft. Doch stimmt das? Sind die Metropolen wirklich die alleinigen Vorreiter, und wie ist es um die Situation der Blumenfachgeschäfte auf dem Land bestellt? Wir haben nachgefragt, bei Fleurop-Partnern in ländlichen Regionen und Kleinstädten. Wie sieht die Einkaufs- und Personalsituation aus, welche Rolle spielen das Blumenangebot des Systemhandels oder die Bevölkerungsentwicklung, haben Verbraucher auf dem Land andere Vorstellungen als großstädtisches Publikum? Diese und andere Fragen wurden beantwortet, und trotz individueller Einschätzungen ergibt sich doch schon aus dem ersten Teil der Veröffentlichung ein Gesamtbild. Teil II folgt im nächsten Fleurop-Magazin.

BLUMEN HANSEN W E ST E R L A N D  I N S E L SY LT Mit rund 10000 Einwohnern ist Westerland eine typische Kleinstadt – unterliegt aber bezogen auf die Bevölkerungsentwicklung speziellen Bedingungen. »Bald ist alles in fremder Hand«, beschreibt HansJürgen Hansen die Tatsache, dass in seinem Einzugsgebiet immer mehr Wochenenddomizile entstehen. Er schätzt, dass 60 Prozent der Immobilien nur zeitweise bewohnt sind, »in 20 Jahren werden es wohl 75 Prozent sein«, vermutet er. Das hat unmittelbaren Einfluss auf den Umsatz in seinem am Ortsausgang in Bahnhofsnähe gelegenen Fachgeschäft. »Im Sommer brummt es, im Winter ist tote Hose«, beschreibt Hans-Jürgen Hansen die Situation. Durch die vielen Wochenend-Bewohner und den Wegzug jüngerer Sylter werde auch die Bevölkerung immer älter und Stammkunden seltener. »Die einheimische Bevölkerung wird zwar weniger, dafür kommen aber immer mehr Urlauber und Zweit-

wohnungsbesitzer auf die Insel«, beschreibt er die Situation. Die Mieten sind durch die zunehmende Nachfrage deutlich gestiegen. Im Ort Kampen liegen die drei teuersten Straßen Deutschlands mit Quadratmeterpreisen bis zu 35000 Euro.»Diese Entwicklung hat auch Einfluss auf die Personalsituation«, erklärt Hans-Jürgen Hansen. Früher behalf er sich durch Personalwohnungen, das will und kann er sich heute nicht mehr leisten. »Vor zwölf Jahren hatten wir acht Beschäftigte, das hat sich halbiert.« Deutlich spürt Hans-Jürgen Hansen den verschärften Wettbewerb durch das Blumenangebot der Discounter:»Der Umsatz ist durch diese Konkurrenz zurückgegangen.« Mit dem Angebot in seinem Geschäft setzt er konsequent auf Qualität: »Wir müssen uns abgrenzen.« Daher nimmt er den Zeitaufwand und die Kosten (Autozug) auf sich, um auf dem Blumengroßmarkt Hamburg einzukaufen.»Die Qualität und Vielfalt dort macht die lange Anreise wett.« Hans-Jürgen Hansen glaubt an die Zukunft der Floristik. Doch vermutet er, dass der Bedarf geringer wird.

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Mit dem Autozug zum Einkauf – das Hansen-Team aus Westerland.


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STÄN DIGER WAN DEL Nach 1945 flohen viele Deutsche aus der Unwirtlichkeit der Nachkriegsstädte. Damals war von Stadtflucht die Rede, doch schon in der nächsten Generation begann eine Re-Urbanisierung. Die ist zwar ungebrochen, doch gibt es insbesondere bei Menschen im mittleren Alter eine neue Lust aufs Land. Allerdings soll das Land nicht zu weit von der Großstadt entfernt sein. Rund 20 Fahrminuten gelten als optimal, bei 40 Minuten wird es kritisch. »Je größer die Entfernung zu Großstädten mit Schulen, Krankenhäusern und Kulturangebot, desto stärker der Bevölkerungsrückgang«, hat das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ermittelt.

BLUMEN DISSEMOND HILLESHEIM  VULKANEIFEL Mit rund 40 Einzelhandelsgeschäften bei etwa 3000 Einwohnern hat Hillesheim eine funktionierende Einkaufsstruktur, die Paul Dissemond auf die vorhandene Infrastruktur mit Behörden, Ärzten und vielem mehr zurückführt. Zudem spürt er in Hillesheim, im Fadenkreuz von Koblenz,Trier und Köln,»ein großes Potenzial durchreisender Kunden, die etwa in ihre Ferienhäuser an der Mosel fahren«. Für diese eher städtisch orientierten Kunden wäre auch der Preis eher zweitrangig – »da gibt es schon einen Unterschied zum ländlichen Publikum«. Die Konkurrenz durch das Blumenangebot des Systemhandels ist auch in Hillesheim deutlich stärker geworden: »Die Nachfrage nach den Wochenendsträußen wird geringer. Auch das Geschäft mit Beetund Balkonpflanzen ist weniger geworden und hat sich geändert. Wir müssen uns abheben«, meint Paul Dissemond, der gemeinsam mit seiner Frau Brigitte das Vier-Sterne-Fleurop-Fachgeschäft und die eigenen Gärtnerei (2000 Quadratmeter Hochglas) führt. Großer Wert wird daher auf den Einkauf gelegt. Zwei Mal wöchentlich wird bei Erzeugerbetrieben oder auf einer Versteigerung eingekauft. Obwohl dies jeweils 150 Kilometer Anreise bedeutet, fühlt sich Paul Dis-

semond gut versorgt. »Jede Blume, jeder Übertopf, einfach alles wird von uns begutachtet, bevor es in unser Geschäft gelangt. Nur so können wir ein Höchstmaß an Qualität garantieren«, erläutert er seine Einkaufspolitik. Kaum spürbare Veränderungen hat er bei Verkaufsschwerpunkten wie dem Valentinstag oder dem Muttertag festgestellt: »Floristik als Geschenk ist und bleibt gefragt.« Deutliche Veränderungen gab es hingegen beim Personalbestand. Wurden vor 15 Jahren noch sieben Floristinnen beschäftigt, sind es heute nur zwei. Daher wurden in dem 350 Quadratmeter großen Blumenfachgeschäft die Ladenöffnungszeiten umgestellt und eingegrenzt. Reduziert wurden in dem Betrieb auch traditionelle werbliche Aktivitäten.So gibt es beispielweise keine Adventsausstellung mehr. Mitgemacht wird bei Aktivitäten der örtlichen Werbegemeinschaft, jedoch mit stets kritischem Blick bezüglich Aufwand und Erfolg. »Warum soll bei 3000 Einwohnern ein verkaufsoffener Sonntag oder ein Late-Night-Shopping gerade in Hillesheim den großen Erfolg bringen?«, fragt sich Paul Dissemond. Der mit 47 Jahren die Nachfolge übrigens schon geregelt hat. Tochter Carolin wird nach der FloristAusbildung und dem abgeschlossenen Fachabitur Agrarwirtschaft in die Firma einsteigen. »Sie wird dann den Laden mit neuen Ideen weiter ausbauen«, ist er überzeugt.

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Präsentation anlässlich einer Werbeaktion – das Ehepaar Dissemond und Tochter.


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GRÜNER LEICHTSINN WA N Z L E B E N  S A C H S E N-A N H A LT Mit rund 3000 Einwohnern in Wanzleben und circa 10 000 im Einzugsgebiet, mit mehreren Schulen, Tankstellen und einem weitgehend funktionierenden Einzelhandel betreibt Anja Pommerenke ihr Fleurop-Fachgeschäft in einem gesunden Umfeld. »Viele junge Familien ziehen in die Gegend, bis Magdeburg sind es ja nur 15 Minuten«, erläutert sie die positive Bevölkerungsentwicklung. Allerdings gab es im Jahr 2004, als sie ihr erstes Blumenfachgeschäft eröffnete, noch sechs weitere Blumengeschäfte im Ort. Drei davon haben mittlerweile geschlossen. Im vergangenen Jahr wechselte sie die Geschäftsräume.Von 90 Quadratmeter auf rund 800 Quadratmeter, einhergehend mit einer Erweiterung des Sortiments. »Wir haben Dekorations- und Genussartikel, etwa Grappa, Wein oder Senf mit aufgenommen. Es gibt bei uns wenig Spezialgeschäfte, da bot sich die Erweiterung in den Geschenkbereich an«, erläutert Anja Pommerenke. Mittlerweile macht

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sie rund 30 Prozent Umsatz mit diesen Produktgruppen. »Wir machen moderne Trend-Floristik, dadurch grenzen wir uns ab«, erklärt die Fleurop-Partnerin ihren Erfolg. Dementsprechend bildet sie sich laufend weiter – etwa durch Seminare bei Gregor Lersch, Annette Kamping oder Felix Geiling-Rasmus. »Wir wollen nicht das anbieten, was auch die anderen haben«, grenzt sie ihr Produktspektrum ab. Wofür sie weite Einkaufswege in Kauf nimmt – neben Magdeburg, Leipzig, Halle, Braunschweig und Berlin fährt sie sogar bis nach Holland. Aus Gründen der Frische kauft sie nicht bei Breitfahrern. »Haltbarkeit ist für die Kunden ein sehr wichtiges Kriterium«, begründet sie ihre Einkaufspolitik. Auch wenn ihre eigene Geschäftsentwicklung sehr positiv ist, macht sich Anja Pommerenke mit Blick auf die Branche schon Sorgen. »Es fehlt ganz klar an qualifiziertem Nachwuchs. Das Ausbildungsniveau lässt zu wünschen übrig, was auch an den vielen Bildungsträgern liegt. Vielen jungen Menschen ist das Berufsbild durch die geringe Bezahlung und den Zeitaufwand nicht attraktiv genug«, beschreibt sie eine zentrale Herausforderung der Zukunft.

800 Quadratmeter Grüner Leichtsinn und 30 Prozent Umsatz mit Geschenkartikeln.

EINE SPEERSPITZE Besonders prägnant verdeutlicht der Erfolg der zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift »Landlust« die neue Sehnsucht nach Ländlichkeit. Die Auflage überschritt jüngst die Millionengrenze. Klug bedient die Zeitschrift die Sehnsucht vieler Deutschen nach dem Kleinen und Überschaubaren, Entschleunigung ist ein Zauberwort dafür. »Landlust« hat Deutschland neu entdeckt. Sollte das Ferienhaus oder der Altersruhesitz früher in der Toskana oder in Portugal stehen, darf es heute auch die Uckermark oder das Markgräfler Land sein.

METROPOLEN LOCKEN Die Bevölkerungszahl des ländlichen Raums nimmt seit dem Jahr 2005 ab. 16,2 Prozent der Deutschen lebten 2010 in Großstädten mit mehr als 500000 Einwohnern. Das sind zwei Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Der Trend zeigt weiter in diese Richtung, insbesondere bei der Zielgruppe der 18- bis 30-Jährigen. Die Zahl zeigt aber ebenfalls, dass die große Mehrheit der Deutschen in Kleinstädten und auf dem Land lebt. Auch die Mehrzahl der Fleurop-Fachgeschäfte ist dort angesiedelt.


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DAS PREISARGUMENT Das Leben auf dem Land ist billiger – dieses Argument stimmt nur bedingt. Am Beispiel der Immobilienpreise in Nordrhein-Westfalen zeigt sich, dass diese in ländlichen Regionen Ostwestfalens um bis zu 40 Prozent unter dem Landesdurchschnitt liegen. In der Nähe von Metropolen wie Köln oder Düsseldorf steigen sie bis zu 50 Prozent über den Landesdurchschnitt. Die begehrtesten ländlichen Regionen liegen in der Nähe von Ballungsgebieten. Etwa das Alte Land bei Hamburg, der Taunus bei Frankfurt am Main, die Deutsche Weinstraße nahe Ludwigshafen und Mannheim, der Starnberger See bei München oder Potsdam bei Berlin. Von solchen Top-Standorten abgesehen, ist das Mietpreisniveau auf dem Land deutlich günstiger als in den Metropolen – im Westen Deutschlands im Mittel um 27 Prozent. Dem stehen aber hohe Mobilitätskosten gegenüber. Was man an der Miete spart, gibt man an der Tankstelle wieder aus.

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Schaufensterfront zum Muttertag – das Team von Fünf-Sterne-Partnerin Bianca Rudloff (rechts).

BLUMEN RUDLOFF EN N EPETAL  SÜ D-WESTFALEN Blumen Rudloff hat einen hervorragenden Standort am Eingang einer kleinen Fußgängerzone (Parkmöglichkeiten sind vorhanden), unmittelbar an der Hauptstraße (Busse) des Stadtteils Voerde gelegen. Vor 20 Jahren gab es in fast jedem Haus an der Hauptstraße Einzelhandelsgeschäfte, die mittlerweile weitgehend verschwunden sind. Und doch meint Bianca Rudloff: »Der Stadtteil stirbt nicht, es sind ja dafür viele Neubaugebiete entstanden.« Die Fünf-Sterne-Floristin verweist aber darauf, dass »Frequenzbringer« auch in ländlichen Regionen eine Rolle spielen können. »Vor einiger Zeit hat sich im Nachbarhaus ein Kinderarzt niedergelassen, das hat für deutlich mehr Umsatz gesorgt. Man merkt, wenn er Urlaub macht.« Kaum bemerkt hat sie hingegen Umsatzrückgänge durch Aldi & Co. »Ich sehe zwar die Leute mit Aldi-Blumen vorbeilaufen, deswegen wird bei uns aber nicht weniger gekauft.« Den Grund sieht Bianca Rudloff in der Qualität: »Die setzt sich durch. Viele Kunden rufen heute ja auch nicht bei der Wurst nach billig, billig«, erklärt sie. Daher hat auch die Auszeichnung mit fünf FleuropSternen positiven Nachhall bewirkt. »Die Kunden nehmen das wahr,

für sie spielt Qualität eine große Rolle, es wird ja sogar nach regional erzeugter Ware und Fair-Trade gefragt«, beschreibt sie eine Entwicklung des Verbraucherverhaltens. Die Inhaberin eines Ausbildungsbetriebes vermutet einen Unterschied zwischen ländlichem und städtischem Publikum. »Auf dem Land beschenkt man sich mehr, weil das Nachbarschaftsgefühl ausgeprägter ist«, erläutert die Fleurop-Partnerin, die Schwerpunkte beim Thema Hochzeit sowie im Friedhofsgeschäft gesetzt hat. Beim Firmengeschäft hat sich für sie hingegen wenig entwickelt. Durch die Nähe zu den Niederlanden und dem Niederrhein ist der Einkauf bei Blumen Rudloff völlig problemlos. An vier Tagen in der Woche fahren Breitfahrer vor, Landgard hat einen Standort in der Nachbarstadt Wuppertal und zum Blumengroßmarkt Köln benötigt man rund eine Stunde. Dass für den Blumeneinzelhandel der KleinstStandort Voerde gute Bedingungen mit sich bringt, zeigt noch eine andere Tatsache. Während viele inhabergeführte Geschäfte in den letzten Jahren geschlossen haben (Schuhe, Haushaltsgeräte, Gemüse, Metzger, Elektro, Lebensmittel, Kleidung u.a.), existieren drei gut geführte Blumenfachgeschäfte in fußläufiger Entfernung voneinander. Lediglich die Bäckerei-Cafés und Friseur-Salons sind genauso stark vertreten.


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verkaufsförderungska

Mit einer groß angelegten Zimmerpflanzenkampagne startet das Blumenbüro in den Herbst. Im Mittelpunkt steht die wohltuende Wirkung, die Zimmerpflanzen auf ihre Umgebung und ihre »Mitbewohner« haben. Das Blumenbüro wirbt dabei für Pflanzen wie für ein hochwertiges pflegendes Kosmetikprodukt. Denn die positive Wirkung von Pflanzen steht diesem in Nichts nach. Der Slogan der ungewöhnlichen Kampagne lautet: »Vitamin P – Das beste Pflegeprodukt für Ihr Zuhause«.

Ziel der neuen Verkaufsförderungsaktion ist, dass so viele Menschen wie möglich verstehen: »Mit Zimmerpflanzen fühlt man sich besser«. Dies soll durch eine Kampagne erreicht werden, die für Gesprächsstoff sorgt. Das Blumenbüro setzt dabei vor allem auf die unterstützende Beteiligung des Blumenfachhandels. Kampagnen-Instrumente sind:  »Vitamin P-Shops« in Amsterdam und Hamburg  Ankündigung: PR und Handel  Posterkampagne  Website und Facebook  Minipflanzen als Give-aways  PR während der Kampagne

Auf allen nur möglichen »Kanälen« sollen die Verbraucher also erfahren, dass man sich mit Pflanzen zu Hause einfach wohler fühlt. Die Luft wird reiner, die Akustik ausgewogener, die Konzentration besser. Konkret haben Pflanzenliebhaber innerhalb des Aktionszeitraumes die Möglichkeit, im Internet einen individuellen Kosmetiktiegel, gefüllt mit einer Minipflanze und dem Aufdruck der positiven Wirkung der Pflanze zu einem sehr persönlichen Give-away zu gestalten. Diese Tiegel-Pflanzen-Kombination kann dann in einem speziellen Aktionsshop, einem so genannten Pop-Up-Store, in Hamburg (und in Amsterdam) abgeholt werden. Der Einzelhandel kann mit


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mpagne H ERZLICH WI LLKOMMEN

19.09. Eleonore Virck, Hannover 19.09. Anton Schmid, Bad Schussenried

Elf Fleurop-Lieferpartner und sechs Agentur-Partner

21.09. Christa Guse-Graf, Konstanz

verstärken seit Juli 2012 die Fleurop-Organisation.

23.09. Wilhelm Lagemann, Witten

Alle neuen Fleurop-Kolleginnen und -Kollegen heißen

24.09. Jan Nibbrig, Schüttorf

wir herzlich willkommen und wünschen Ihnen

27.09. Volkhard Schröder, Lychen

geschäftlichen Erfolg.

30.09. Dierk Siedenburg, Bremerhaven

FÜNF-STERNE-FLORISTEN

50 JAHRE 01.09. Axel Schwehn, Eschenburg

Im Juli 2012 sind fünf Fleurop-Fachgeschäfte

03.09. Reiner Tiedemann, Drochtersen

mit fünf Sternen ausgezeichnet worden:

04.09. Ulrike Metz, Dohna 05.09. Marina Martin, Berlin

 Firma Andreas Reiners, Delmenhorst

05.09. Birgit Beyer, Richtenberg

 Blumen Hans Wreesmann, Elisabeth Lübbers,

05.09. Ursula Baumgartner, Odenthal

Friesoythe

07.09. Jaana-Maarit Wieser, Stockdorf

 Christa’s Blumenhaus, Christa Sönksen, Bredstedt

09.09. Sabine Nobis, Geilenkirchen

 Blumenkorb, Sonja Hallatsch, Hemer

10.09. Ulrich Bechtold, Hartmannsdorf

 Firma Manfred Kaufmehl, Kirchzarten, Breisgau

11.09. Karl-Heinz Menzel, Oberkirch 12.09. Thomas Böhland, Lichtenau-Auerswalde

GEBU RTSTAGE U N D J U B I L ÄEN

14.09. Jutta Kaynig-Ressel, Ratingen 15.09. Sonja Nitz, Welzow

Herzlichen Glückwunsch und für die Zukunft

16.09. Otto Volk, Kitzingen

weiterhin alles Gute, Glück, Gesundheit

17.09. Petra Schneider, Köln

und Erfolg! Wir gratulieren zum Geburtstag:

17.09. Johannes Nobis, Geilenkirchen 18.09. Martin Weiss, Kernen

75 JAHRE

20.09. Karin Schröder-Bessai, Zellertal

08.09. Klaus Dieter Pitschak, Köln

23.09. Tine Langer, Fellbach

09.09. Dorothe Pohlmann, Hasloh

24.09. Frank Zube, Steinhagen

22.09. Andreas Voss, Westerland

25.09. Volker Peissert, Kaiserslautern

30.09. Helga Klein, Pforzheim

26.09. Margarete Sura, München 27.09. Gunda Berdelmann, Hilter

70 JAHRE

29.09. Angelika Langner, Freiburg

10.09. Peter Meier, Vaterstetten 12.09. Helene Ruppert, Bleicherode

40 JAHRE

14.09. Hans-Walter Bauendahl, Würselen

05.09. Oliver Below, Gründau-Rothenbergen

25.09. Rosemarie Bassmann, Stuttgart

09.09. Anja Bärsch, Nauheim

27.09. Helga Stegemöller, Stemwede-Levern

12.09. Maria Honig, Sulzbach-Rosenberg

28.09. Günter Bartosch, Worms

18.09. Steinle, Stuttgart

29.09. Hans Hamaleser, Lauingen

20.09. Marco Kaffka, Essen

65 JAHRE

Wir gratulieren zum Firmenjubiläum:

02.09. Dietmar Schkade, Freiberg 02.09. Helmut Scholz, Arzberg

75 JAHRE

06.09. Horst Peters, Krefeld

17.09. Firma Hans Schöndube, Hamburg

18.09. Earl Bathen, Söhrewald-Wellerode

speziellen Postern auf die Aktion aufmerksam machen und sich aktiv an der Kampagne beteiligen. Die Aktionsposter weisen auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hin und auf die Effekte, die Pflanzen auf die Wohnumgebung und das Wohlbefinden haben. Darüber hinaus ist eine umfangreiche Online-Kampagne mit intensivem Social-Media-Einsatz geplant. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es ab Mitte September unter www.meinmarketingshop.de.

22.09. Werner Schmitz, Pronsfeld 22.09. Horst-Werner Lüneburg, Wunstorf 22.09. Luci Schäfer, Meißner 22.09. Manfred Schlötter, Koblenz 25.09. Alois Maier, Eichenau 60 JAHRE 01.09. Heinrich Klöppner, Heilbad Heiligenstadt 05.09. Regina Zeithammel, Leipzig 06.09. Gabriele Spengler, Dillingen 06.09. Marlies Becker, Windeck

Schmuckbänder Kranzbänder Trendline Gutes muß nicht teuer sein!

07.09. Wolfgang Rosendahl, Schwalmtal 08.09. Florenz Goeth, Vallendar 10.09. Heribert Mürköster, Schwerte 10.09. Dietmar Kluth, Leichlingen 11.09. Bernd Spitz, Titisee-Neustadt 13.09. Jürgen Diekmeyer, Bremen

Info: www.claus-lackner.de + Tel. 02935 / 952808 Fax 02935 / 952959

VO R S C H AU O KTO B E R  D M F 2 0 1 2 : F L O R I ST I S C H E H I G H L I G H T S  H V 2 0 1 2 : I N F O S & E N T S C H E I D U N G E N  H A N D E L : L A N D PA RT I E I I


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H E I M A T: R H E I N L A N D - P F A L Z

DAS BUNDESLAND Rheinland-Pfalz liegt im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland und grenzt an die europäischen Nachbarländer Frankreich, Luxemburg und Belgien. Innerhalb Deutschlands grenzt Rheinland-Pfalz im Südwesten an das Saarland, im Südosten an Bayern, im Osten an Hessen und im Norden an Nordrhein-Westfalen. Die Landeshauptstadt des etwa vier Millionen Einwohner zählenden Bundeslandes ist Mainz. DIE LANDSCHAFTEN Rheinland-Pfalz ist durch seine Lage besonders begünstigt und hat Anteil an bezaubernden Landschaften wie der Eifel, dem Hunsrück, dem Westerwald oder dem Taunus, die sämtlich zum Rheinischen Schiefergebirge zählen. Große Flüsse wie etwa der Rhein, die Mosel, die Saar, die Lahn oder die Nahe durchqueren das Bundesland. K U LT U R Unter kulturellen Gesichtspunkten ist in diesem Bundesland insbesondere die geschichtliche Bedeutung einzelner Städte hervorzuheben. Trier, dessen Gründung auf die Römerzeit zurückgeht, gilt als die älteste Stadt Deutschlands. Zahlreiche Schlösser, Burgen, Dome, Brücken oder Kirchen zeugen von längst vergangenen Zeiten.

feelings THEMA

DIE REGIONALE KÜCHE Die wechselvolle Geschichte dieses Bundeslandes spiegelt sich auch in den kulinarischen Traditionen wider. So fehlt es in der Pfalz nicht an regionalen Klassikern, allen voran herzhafte Kartoffel- und Fleischgerichte, im Grenzgebiet zu Frankreich ist hingegen der Einfluss der französischen Küche deutlich spürbar. Neben Riesling und Federweißer gehören Pfälzer Saumagen und Zwiebelkuchen zu den Spezialitäten aus Rheinland-Pfalz. Was jedoch nur Insider wissen: In den idyllischen Hügellandschaften wachsen rund 80 Sorten Gemüse, Obst in Hülle und Fülle, Esskastanien, Nüsse und sogar Zitronen, Kiwis und Melonen.

REISETI PP TAL DER LORELEY Nur 64 Kilometer lang ist die wohl schönste und romantischste Rheinstrecke, das Tal der Loreley. Es wurde im Jahr 2002 von der UNESCO in die Liste der WelterbeStätten aufgenommen. Zwischen dem Deutschen Eck in Koblenz und dem Mäuseturm in Bingen erzählen 29 Burgen, Schlösser oder Burgruinen von einer bedeutenden Geschichte. Könige, Fürsten, Grafen, Bischöfe, sie alle bauten ihre Burg am Rhein, um mit Hilfe von Zöllen die Kassen aufzubessern. Heute geht es dort weitaus friedlicher zu. Das Tal der Loreley zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen Deutschlands, und Menschen aus aller Welt besuchen den romantischen Rhein. H E I M AT F L O R I ST I K Das Bundesland Rheinland-Pfalz ist für Nicolaus Peters, der die Heimat-Floristik kreiert, vor allem verbunden mit Wein, dem Rhein und Loreley-Felsen, auf dem die Nixe mit den langen, blonden Haaren die Schiffer mit ihrem Gesang von der gefährlichen Rheinströmung ablenkt. Der Floral-Designer hat für sein Werkstück einen alltäglichen und natürlichen Werkstoff, Raffia-Bast verarbeitet. Er meint: »Dieser Bast passt wunderbar zu den Haaren der Loreley.« Von der Technik her ist diese Arbeit ein wenig aufwändig. Nicolaus Peters erläutert: »Über einen Kranzrohling aus Stroh habe ich die vorher in Holzleim getunkten Bast-Strähnen gelegt. Nach dem Trocknen wird das Ganze umgedreht und hölzerne Schaschlik-Spieße hineingesteckt, damit das Werkstück auf sicheren Füßen steht.« In die oben entstandene Öffnung wurde eine Anzahl von Röhrchen für die florale Gestaltung fixiert. Verarbeitet wurden Calluna, Fruchtstände des Wilden Weins, Cyclamenblüten und Eisbegonien.


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